Nr. 126. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Sierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Gonntags Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Zeitungss Preisliste für 1897 unter Mr. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. 1 Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Reaktion und Sozialdemokratie. Das Dreigestirn Miquel v. d. Recke Schönstedt, das als das Rückgrat der Reaktion angesehen werden muß, die mit der neuen Vereinsgesetz- Novelle einen neuen Borstoß gegen das arbeitende Volt, in erster Linie gegen die Sozialdemokratie unternahm, ist vorläufig unterlegen. Die Resultate der dritten Lesung der Novelle im Abgeordnetenhaus haben mit Ausnahme einer Itemnen Veränderung, die als eine Verbesserung angesehen werden muß, die Resultate der zweiten Lesung bestätigt. Die Opposition gegen die Regierungsvorlage ist sogar durch fehlende Stimmen auf der Regierungsseite um einige Stimmen gewachsen, aber, auch das, was angenommen wurde, ist zum theile eine Verschlechterung des bisherigen Zustandes, und noch steht die Endentſcheidung aus. Der Kampf gegen die Borlage wie gegen die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses muß mit aller Kraft weiter geführt werden, denn die Entscheidung liegt in den Händen der wankelmüthigsten und unzuverlässigsten aller Parteien, der nationalliberalen Partei. Mittwoch, den 2. Juni 1897. und eine neue Welt mit der alten im Kampfe ringt, mit solchen armseligen und verbrauchten Pfiffen und Kniffen auf die Dauer auszukommen? Wehe! über diese geistig Blinden, die Augen haben und nicht sehen! Wehe! über diese geistig Tauben, die Ohren haben und nicht hören! Das Verhalten des preußischen Junker- und Rapitalisten parlaments erinnert an jenen Handwerksburschen, der, als er bei Donaueschingen den Fuß auf die Quelle der Donan sekte, um sie zu verstopfen, äußerte: Wie werden die in Wien sich wundern, wenn die Donau ausbleibt. fann. Die Unmündigen hält man von Vereinen und Versammlungen fern, um sie vor dem politischen Gift zu behüten. Und diese neunmal Weisen übersehen, daß jeden Tag in zehntausenden von Fabriken und Werkstätten, auf Baustellen und in Gruben und Bergwerken Versammlungen stattfinden, an denen Männer und Frauen, Mündige und Unmündige bis zum vierzehnten und dreizehnten Lebensjahr herunter theilnehmen, die keine Polizeigewalt der Welt überwachen oder auflösen Die Nationalliberalen sind die Hauptvertreter der großen Diese neuumal Weisen übersehen ferner, daß täglich Industrie; ihr Haß und ihre Furcht vor der Sozialdemokratie hunderttausende sozialistischer Blätter nicht nur an den er hat in den letzten 25 Jahren sich hundertfältig gezeigt. Sie wähnten Orten, sondern auch in dem Heiligthum der waren stets die Wortführer und Bannerträger im Kampfe Familie" verbreitet und gelesen werden, und damit Millionen gegen uns, ihnen ist in erster Linie das Sozialistengesetz mit das sozialistische Gift einsaugen und von Kindesbeinen an das seinen verschiedenen Verlängerungen zu verdanken; sie waren mit durchtränkt werden. es auch, die am meisten trauerten, als dasselbe im Herbst 1890 in der Versenkung verschwand. Und getreu dieser Haltung einer vor den klaffenbewußten Arbeitern zitternden Bourgeoisie, stimmten fie einmüthig in das Umsturzgeschrei ein, das im Sommer 1894 nach der Ermordung Carnot's entstand, und so wurden sie auch damals wieder die Geburtshelfer der Umsturzvorlage, die ein für ihre Urheber so wenig rühmenswerthes Ende fand. Und die so handeln, nennen sich Staatsmänner" und bilden sich ein, den Staat zu regieren und den Fortschritt des Sozialismus aufhalten zu können. Aber was sie erreichen, ist, daß sie Geringschäzung für sich selbst, Haß und Mißachtung gegen den Staat, der solche Maßregeln für seine Existenz braucht, erzeugen. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. schwer hielt, nach dem Falle des Gesetzes die Genossen zu einer andern Kampfweise zu bewegen. Wollen unsere Geguer, voran die Miquel, von der Recke, Schönstedt, den einmal schon so schmälig verlorenen Kampf in irgend welchen neuen Formen wieder aufnehmen, die Partei ist bereit dazu. Bei dem Tanz, zu dem wir aufspielen, kommen aber nicht wir zu Fall. A. B. Dom Vereinsgesek. Lesung nunmehr folgender: Der Wortlaut des Gesetzes ist nach den Beschlüssen der dritten Artikel I. An Versammlungen, in denen politische Angelegenheiten er örtert oder berathen werden sollen, dürfen Minderjährige nicht theilnehmen. Artikel II. sammlungen zu erörtern(§ 8 der Berordnung vom 11. März 1850), Vereine, welche bezwecken, politische Gegenstände in Ver dürfen Minderjährige nicht als Mitglieder aufnehmen. An den von solchen Vereinen veranstalteten Versammlungen und Sigungen, in denen politische Angelegenheiten erörtert oder berathen werden sollen, dürfen Minderjährige nicht theilnehmen. Anderen Versammlungen und Sizungen dürfen Minderjährige sowie weibliche Personen beiwohnen. Die Verbindung von Vereinen unter einander ist mit der Maß Erlaubniß des Ministers des Junern mit außerdeutschen Vereinen gabe zulässig, daß politische Vereine( Absah 1) nicht ohne in Verbindung treten dürfen. Die Bestimmungen in§ 8 der Verordnung vom 11. März 1850, soweit sie Schüler und Lehrlinge betreffen, werden aufgehoben. Artikel III. Bei Zuwiderhandlungen gegen Artikel II Absatz 1 und 3 findet Für jeden einzelnen in der Sozialdemokratie erwächst der§ 8 Absatz 2 und der§ 16 der Verordnung vom 11. März 1850 aber aus einem solchen Zustand der Dinge eine Reihe von Anwendung., Seit der Gründung des Deutschen Reiches sind es die Verpflichtungen. Und zwar: Nationalliberalen, die stets für Ausnahmegesetze und Zwangs- 1. Es muß in dem Maße, wie das öffentliche Vereinsmaßregeln gegen ihnen unbequeme politische Gegner zu haben waren siehe ihre Rolle im Kulturfampf, gegen Polen und Elsaß Lothringer; das arbeitende Bolt hat also die größte Ursache, diese Partei mit dem tiefften Mißtrauen zu betrachten entfaltet werden. und vor ihr auf der Hut zu sein. Was bisher in Sachen der Vereinsnovelle beschlossen wurde, ist ihr Wert, das war ohne fie unmöglich, und ihre Vergangenheit giebt nicht die geringste Garantie, daß ihrem erften Schritt nach rückwärts nicht andere folgen werden. Die Erfahrung spricht sogar dafür. und Versammlungswesen eingeschränkt und eingeschnürt wird, die eifrigste Thätigkeit in den Werkstätten und Fabriken, in der Familie und wo immer man gesellig zusammenkommt, 2. Müssen durch ununterbrochene Anmeldung neuer Wer sammlungen und Vereine an stelle der aufgelösten die PolizeiOrgane ermüdet und mit sich selbst in Widerspruch gebracht werden. Die größere Ausdauer, das haben die Erfahrungen unter dem Sozialistengesetz gezeigt, liegt nicht bei den Behörden, sondern bei uns. Auch in den größten Versammlungen spricht man nur zu Tausenden, durch die Presse zu Zehntausenden, ja zu Hundert tausenden und Millionen, und nicht alle paar Wochen einmal, sondern wöchentlich mehrmals. Minderjährige, welche an einer politischen Versamm Iung( Artikel 1) oder an Versammlungen oder Sigungen politischer Artikels II Absatz 1 zuwider a 13 Mitglieder aufnehmen Vereine( Artikel II) theilnehmen oder sich der Vorschrift des laffen, unterliegen der Strafe des§ 16 Absatz 3 a. a. D. Vor Beginn der Verhandlung in politischen Versammlungen ( Artikel I.) und in Versammlungen politischer Vereine( Artikel II.) hat der Vorsigende die Aufforderung zu erlassen, daß Minderjährige fich entfernen. Aufforderung, so treffen ihn die Strafen des§ 14 der Verordnung Unterläßt oder verweigert der Vorsitzende die Erlassung der vom 11. März 1850. Einstmals Unitarier, die am liebsten mit den EinzelIn den Blättern aller Parteirichtungen herrscht ein starkes staaten gänzlich aufgeräumt hätten, und fanatische Ver Mißbehagen über die Situation, in welche man durch die Beschlüsse 3. Muß, je mehr das Vereins- und Versammlungsrecht bes Abgeordnetenhauses gerathen ist. Es läßt sich auch faum etwas herrlicher der neuen Reichsherrlichkeit, die sie verherr beschnitten wird, desto eifriger für die Verbreitung Widerwärtigeres denken, als diese Art, Politik zu treiben, wie sie lichten, auch wo es nichts zu verherrlichen gab, find fie, seitdem der Parteipresse gewirtt werden. behufs Erdrosselung des preußischen Vereinsrechts getrieben worden sie aufgehört haben, die erste Geige im Reichstage zu spielen, ist und weiter betrieben werden soll. Verhältnißmäßig froh sind eifrige Verfechter der partikularstaatlichen Selbständigkeit geeigentlich jetzt nur die Konservativen; zwar sind ihre Wünsche nicht worden und ringen darin mit ihren Antipoden, dem Zentrum, erfüllt, aber die Nationalliberalen haben ihnen die Möglichkeit zu um die Palme. Der Grund ist: die rückständigen Wahlsysteme Intriguen und Hoffnungen gegeben und zugleich den Vertheidigern der Einzelstaaten sichern ihnen in deren Landtagen eine Machtstellung, auf die sie im Reichstage, infolge ihrer volksfeind Wahlen, bei denen Arbeiter ihre Stimme abgeben können, die Dinge: 4. Muß die Partei durch energische Betheiligung an allen der Vereinsfreiheit eine sehr schwierige Aufgabe bereitet. So schreibt denn die Kreuz 3eitung" ziemlich guter lichen und volksverrätherischen Politit, nicht mehr rechnen Zahl der Volksfeinde in den öffentlichen Vertretungskörpern" Es fragt sich nun, ob das Herrenhaus bei der Umgestaltung tönnen. Und so stimmen sie heute in den Landtagen Gesetzen zu dezimiren oder ganz hinauszuwerfen suchen. Insbesondere des Entwurfes auf die Regierungsvorlage oder auf den Zedliß'schen zu, die sie vor zwanzig Jahren, weil auf eine Schwächung muß die Partei bei den nächstjährigen Reichstagswahlen durch Antrag zurückgreifen wird. Unzweifelhaft gebührt der ersteren der des Reichsgedankens abzielend, auf das heftigste bekämpft Aufgebot ihrer äußersten Kräfte alles daran setzen, daß Juntern hätten. und Junkergenossen der Reichstag möglichst verschlossen bleibt. So wird im Klaffenintereffe von ihnen auch dieses ihr Die Agitation für diesen Zweck kann nicht früh genug und letztes und höchstes Jdeal, die Reichseinheit, von ihnen preis nicht umfassend genug in Angriff genommen werden. gegeben. 5. Muß unsere Reichstagsfraktion Veranstaltung treffen, Judem der preußische Landtag dem Antrag der National daß genau Buch geführt wird über alle Maßregelungen und liberalen auf Ausschluß der Minderjährigen ohne Unterschied Chikanen auf dem Gebiete des Vereins- und Versammlungs. des Geschlechts aus Versammlungen und Vereinen zustimmte, wesens. Ausgestattet mit diesem Waterial muß sie in jeder beging er eine That, für die selbst die Landrathskammer des Reichstags- Seffion aufs neue den Antrag auf Erlaß eines Jahres 1850, obgleich eingeschreckt durch eine eben erst Reichs Vereins- und Versammlungs.Gesetzes als ersten und niedergeworfene Revolution noch zu liberal war. wichtigsten Antrag einbringen und die darüber entstehenden Debatten gründlich agitatorisch ausnuten. Vorzug. Aber ebenso unzweifelhaft ist es, daß auf ihre Annahme im Abgeordnetenhause auch in einem späteren Stadium nicht zu rechnen ist. Wenn also das Herrenhaus die theoretischen Bedenken gegen eine Ausnahmegesetzgebung nicht theilt, so wird es bei seiner Entscheidung vornehmlich sich zu fragen haben, ob es noch möglich ist, daß die Nationalliberalen oder ein Theil von ihnen, wenn das Gesetz mit den Anträgen des Abg. Freiherrn v. Bedlig an das Abgeordnetenhaus zurückommt, ihre ablehnende Haltung auf geben. Wird diese Frage bejaht, so liegt es nabe, daß das errenhaus sich die Bedliß'schen Anträge zu eigen macht. ist. Wir sind auch überzeugt, daß das Herrenhaus für die Wahrung Das sind indessen Dinge, deren Erledigung noch nicht dringlich scheidung mit ruhiger Zuversicht entgegen." der staatlichen Autorität gegenüber den Ümsturzparteien die richtige Form zu finden wissen wird. Deswegen sehen wir seiner Ent Aehnlich die Nordd. Allg. Beitung": " Es bleibt also nur die Hoffnung, daß das Herrenhaus die Regierungsvorlage wiederherstellen oder sonst eine ausreichende Gre gänzung vornehmen wird. Die nationalliberale Partei trifft Die Verantwortung für dieses vorläufige unerfreuliche Ergebnis. völlig unterrichtet gewesen, so wäre es vielleicht nicht so weit ge Wären ihre Abgeordneten über die wirkliche Stimmung der Wähler tommen. Es ist daher zu hoffen, daß sie die Zwischenzeit zu befferer Information nicht ungenuht verstreichen lassen." Die, Post" hofft, daß die Nationalliberalen sich im Laufe der nächsten Beit bekehren" werden: Eine fast fünfzigjährige politische und wirthschaftliche Entwickelung, die ihres gleichen in der Geschichte sucht, hat nicht einen Fortschritt, nach dem eine Unzahl zu befriedigender Regierungen und die Anhänger des Gesetzes die alljährlich Unter der Herrschaft des Sozialistengesetzes waren für die öffentlicher Bedürfnisse förmlich schreien, sondern einen Rück stattfindenden Verhandlungen über die Verhängung des sog. schritt zur Folge. Die industrielle Entwickelung, die Millionen kleinen Belagerungszustandes und die öfter wiederkehrenden von Männern und Frauen vom frühesten Alter an zur Selbst- Verhandlungen über die Verlängerung des Sozialistengesches ständigkeit nöthigt, sie mit allen ihren Interessen auf die die allerunangenehmsten. Das muß fünftig auf dem Gebiete Deffentlichkeit und das Eingreifen der Gesetzgebung hin- des Vereins- und Versammlungswesens wiederholt werden. weist, wird ignorirt und die Befriedigung des Bedürfnisses Handelt die Partei in allen ihren Gliedern in der andazu brutal unterdrückt. Diesen Bourgeois graut vor dem, gedeuteten Richtung, so wird der jetzt wieder gegen uns geführte was sie selbst geschaffen haben. Die Vogelstraußpolitik, die so Schlag ebenso wie alle früheren nicht eine Quelle der unzählige Male in der geschichtlichen Entwickelung Schiffbruch Schädigung, sondern eine Quelle der Förderung gelitten hat und meist von ihnen selbst verspottet und ver- unserer Bestrebungen werden. Obendrein treibt lacht wurde, sie wird abermals als Ausbund der Staats- die Reaktion durch ihre brutalen Angriffe auf die vitalsten weisheit gepriesen und feiert Triumphe, als Beweis, daß für politischen Lebensinteressen des Volkes uns eine Menge Andie Bornirtheit herrschender Klassen geschichtliche Erfahrung hänger zu, auf die wir sonst noch lange verzichten müßten. nicht eristirt. Daß unsere Parteigenossen einen solchen Kampf mit Das unabweisbare Verlangen, weil unabweisbares Be- größtem Erfolg führen werden, ist außer Zweifel, dafür sprechen dürfniß des weiblichen Geschlechts, endlich ein Recht ausüben wieder die Erfahrungen unter dem Sozialistengesetz. Was zu dürfen, das zu verweigern als Staatsverbrechen angesehen zeigte uns dieses? Als das Gesez, das uns als Partei nicht werden sollte, findet in dieser Kammer, in der Junkerbornirt- geschadet, sondern nur genugt hat, genau so wie dem Weniger befriedigt sprechen sich die freikonservativen Bere heit, pfäffischer Fanatismus und kapitalistische Arbeiter- Bentrum der Kulturkampf- endlich fiel, gab es tausende der liner Neuesten Nachrichten" aus, welche sich besonders feindseligkeit sich die Wage halten, nur eine verschwindende tüchtigsten Genossen, die seinen Fall nicht begrüßten, sondern scharf gegen die Regierung wenden, die ihre Schuldigkeit nicht Minorität, die es unterstützt. bedauerten. Man hatte sich unter dem Ausnahmegesetz gethan habe: Wie lange glaubt denn dieses Junker und Kapitalisten- so vortrefflich in dem Kampfe gegen die Polizei eingerichtet, und" Herschieben der Vorlage zwischen den beiden Häusern des Wir glauben nicht, daß aus dem noch zu gewärtigenden Hins parlament mit solchen Mitteln regieren zu können? Glaubt man führte ihn- trog aller Opfer im einzelnen-- mit solchem Landtags irgend etwas auch nur einigermaßen Zweckentsprechendes man wirklich in einer Zeit, in der alles nach vorwärts drängt, Erfolg im großen und hatte ein solches Vergnügen an hervorgehen wird, denn der unversöhnliche Konflikt der Auffassungen, tausend Schleusen dem menschlichen Fortschritt geöffnet sind diesem Kampfe gewonnen, daß es an nicht wenig Orten der schon im Abgeordnetenhause seine verheerende Wirkung geübt Wir zweifeln nicht daran, daß die nationalliberale Halbheit nicht bei allen Wählerschaften verstanden werden wird. Weder von den industriellen und ländlichen Wählerschaften des Westens und tommen, noch von den deutschen im Existenzkampfe mit dem Polonis Nordwestens, welche mit der Sozialdemokratie in Berührung mus ringenden Wählerschaften des Ostens. Es wird Sache dieser Wählerschaften sein, ihre Ansicht bis zu dem entscheidenden Momente wirksam geltend zu machen." M " bat, wird dann nur um so heftiger werden und es verhindern, daß wußten, daß sie sachlich im Abgeordnetenhause nicht erreichen zunehmen sein würde. Aber eine Massenaktion ist unseres Erachtens überhaupt etwas zu stande kommt. In ihrer jetzigen Beschaffenheit fonnten, was sie wollten, weil ihnen hier der Widerspruch unmöglich mit einem Ziel, dessen Erreichung nicht von ihrer eigenen wird die Vorlage vom Herrenhause keinesfalls genehmigt werden, der Nationalliberalen im Wege stand, aber taktisch haben sie Kraft, sondern von allerlei unberechenbaren Möglichkeiten abhängt. sondern man wird dort versuchen, sie im Sinne der konservativen ihren Zweck gleichwohl erreicht. Wir nehmen an, daß die Wenn eine Massenbetheiligung der Arbeiter an den preußischen Anträge zu ergänzen; daß das Abgeordnetenhaus darauf eingeht, ist ta ti on alliberalen dagegen fachlich in dem Minder- Landtagswahlen beschlossen werden sollte, so müßte von vornherein nach den Ergebnissen der beiden letzten Lesungen nicht anzunehmen, jährigen- Paragraphen" ihre Absicht oder auch nur ihren guten erklärt werden, daß es sich nur darum handelt, die Junker an der so würde dann die Verwerfung des Ganzen wahrscheinlich als Willen" zum Ausdruck und zur Annahme gebracht haben; aber in Alleinherrschaft über den Landtag zu hindern. Wie dies der ultima ratio erscheinen... taktischer Beziehung sind sie den Konservativen unterlegen, wie wirkliche Beweggrund sein würde, die ein Abweichen von der bisDenn wenn diese( die Regierung) von vornherein mit Ent- sie schließlich mit ihrem Minorennen Paragraphen auch fachlich herigen Praxis veranlassen fönnte, fo müßte er auch offen ausschiedenheit sich für die freifonservativen Anträge ausgesprochen unterliegen werden. Das ist und das war vorauszusehen, und gesprochen werden. Die Arbeiter, die zu ihren schweren Lasten noch hätte, so würde ihnen vielleicht doch noch ein günstigeres Geschick wenn die nationalliberale Fraktion das nicht vorausgesehen hat eine neue schwere Laft auf sich nehmen sollen, würden dadurch vor beschieden gewesen sein. Der Umstand, daß vom Regierungstische oder nicht hat sehen wollen, so ist das nach beiden Seiten hin allen Illusionen bewahrt, die nach Lage der Dinge in um so peinaus nur ungewisse Erklärungen abgegeben wurden und es selbst in ein Beweis politischer Unfähigkeit." lichere Enttäuschungen auslaufen müßten, sie würden namentlich der dritten Lesung an Klarheit über die Stellung der auch vor jeder demüthigenden Stellung gegenüber den Fortschrittlern Regierung zu diesen Vorschlägen gänzlich mangelte, hat jedenfalls in nicht unerheblichem Grade dazu beigetragen, ihre Protestfundgebungen wurden von sozialdemo. bewahrt, die im anderen Falle unausbleiblich sein würde. Wird Aussichten zu verringern. Warum die Regierung über ihre Auftratischer Seite veranstaltet in: Rosenheim, Wöri3- ein für allemal erklärt, daß die Arbeiter für die Freifinnigen nur hofen, Aalen( Württemberg), Borby bei Eckernförde, eintreten, weil diese sich selbst nicht mehr gegen die Junter schützen faffungen ein so auffälliges Schweigen zu bewahren für Osnabrück, Mannheim, Dörnigheim bei Hanau, tönnen, so sind die Freiſinnigen die Gedemüthigten und können den angezeigt erachtete, darüber kann man verschiedene Vermuthungen Berbst, Aten, Bremen, Offenbach, Spremberg, Arbeitern überhaupt feine Poffen spielen. hegen, angesichts der großen Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung der rankfurt a. D.( hier wurde ein Protest Flugblatt für den wichtigsten Theile der Vorlage hätte jedoch ein rechtzeitiges ahlkreis, das platte Land einbegriffen, beschlossen). In Wismar Eingreifen zu gunsten der freifonservativen Vorschläge der Situation eine günstigere Wendung geben lönnen. Daß bei Gießen waren zahlreiche Bauern erschienen, welche mit Protest heute nicht ein einziger Minister das Wort ergriff, führt zu der An- erhoben. Ebenso war ausschließlich von ländlicher Bevölkerung eine nahme, daß man bereits vor dem Beginn die Schlacht als voll. Berfammlung in Allschwyl auf Schweizerboden für die elfaſſi ständig verloren betrachtete. Wir müssen gestehen, daß es uns schen Grenzorte besucht. schwer wird, für diese Behandlung des Gegenstandes ein Verständniß #houittill zu finden." " Auch die Deutsche Tageszeitung", das Bündlerblatt, ist sehr gereizt gegen die Regierung, da sie annimmt, daß die Nationalliberalen bei einer energischeren Haltung derselben wohl für die Zedlitz'schen Anträge zu haben gewesen wären: Man wird danach in der That die Vermuthung bestätigt finden Tönnen, daß den leitenden Ministern dieses Ministeriums" an der Rettung der Tendenz ihrer Vorlage nichts gelegen war, und daß ihnen die Haltung der Konservativen, durch welche ein Torso der Vorlage in das preußische Herrenhaus hinübergerettet wird, recht unbequem sein und noch mehr werden wird, da das Herrenhaus geneigt sein dürfte, die Haltung der leitenden Minister zu der Regierungs- Vorlage einer mehr oder weniger eingehenden Analyse zu unterwerfen." huis Politische Uebersicht. Berlin, 1. Juni. Ob sich auf einer so engen und nüchtern abgegrenzten Basis eine wirksame Maffenagitation erzielen läßt, ob bejahendenfalls die sozialdemokratischen Urwähler bei der Dreiklaffenwahl die freisinnige Partei überhaupt so stärken könnten, daß die Herrschaft der Junter im Abgeordnetenhause gebrochen würde, das und anderes mehr sind Fragen, die einer besonderen Untersuchung bedürfen. Darin stimmen wir der Sächsischen Arbeiterzeitung" durchaus bei, daß es höchſt wünschenswerth wäre, wenn sich der nächste Paes höchst mit der Frage beschäftigte. Sie bedarf nach den verschiedensten Seiten hin der faltblütigsten Ueberlegung, und bis zu den nächsten Landtagswahlen ist ja glücklicherweise noch Zeit genug, fie reiflich zu durchTas preußische Abgeordnetenhans erledigte heute nur einige denten." fleine Vorlagen in dritter Lesung und beschäftigte sich sodann mit Petitionen ohne allgemeines Interesse. Hierauf ging das Haus in den Beschliffen in zweiter Berathung berichtigte Berechnung der - Matrikularbeiträge. Im Reichstage ist die nach die Ferien. Gleich in der ersten Sitzung nach Pfingstent, am nach dem Nachtragsetat für 1897/98 zur Deckung der Ausgaben des 22. Juni, findet die verfassungsmäßig vorgeschriebene zweite Abordentlichen Etats aufzubringenden Matrikularbeiträge erschienen. Die it immung über das Vereinsgese statt. Außerdem stehen im Nachtragsetat vorgesehenen Ausgaben betrugen im Bereich des fleinere Vorlagen und Initiativanträge, daneben der Antrag Rickert, ordentlichen Etats 20 908 712 M. Nach Abzug von 1706 438 0. betr. den Religionsunterricht an Dissidentenkinder, verbleiben von der Gesammtausgabe 19 197 279 M. An ordent auf der Tagesordnung. lichen eigenen Einnahmen, welche für Rechnung der Gesammtheit 12 A 119189 Die Rücktrittsabsichten des Präsidenten des Reichs. Der Prozeß Tausch brachte heute bei Beginn der zur Reichstaffe fließen, weist der Nachtragsetat 572 620 M. nach. Der Hamburger Korrespondent", welcher sich zu Sihung wieder eine Erklärung des Oberstaatsanwalts gegen Von der Ausgabe bleiben somit 18 614 659 W. noch anderweit aufder Vorlage gegnerisch verhalten hat, sieht die Situation ziemlich die Presse, welche seine gestrigen Ausführungen über die zubringen. Bei Preußen treten au Matrikularbeiträgen hinzu optimistisch an: Harmlosigkeit der Affäre Wedekind misverstanden Württemberg 734 357, Baden 693 289, Seffen 417 623, Mecklenburg797 154 M., Bayern 2066 639 M., Sachfen 1520 004 M., So würde deinnach jedenfalls die endgiltige Entscheidung in habe. Dieses Mißverständniß gab nun zu unserer Genug Schwerin 239 826, Sachsen Weimar 186 164, Mecklenburg- Strelitz der zweiten Hälfte Juli erfolgen. Wie sie schließlich ausfällt, ift thuung dem Herrn Oberstaatsanwalt Gelegenheit, feine 40 787, Oldenburg 150 167, Braunschweig 174 874, Sachsen- Meinicht mit absoluter Sicherheit vorherzusehen, mit einer an Gewißheit schärfste Mißbilligung auszusprechen über den Beamten ningen 94 022, Sachsen Altenburg 72 828, Sachsen- Koburg und grenzenden Wahrscheinlichkeit ist aber schon jetzt zu erkennen, daß der politischen Polizei speziell und derartige Gotha 87 039, Anhalt 117 776, Schwarzburg- Sondershausen 31 440, ein positives Ergebniß nur auf der Grundlage der jezigen Beschlüsse des Abgeordnetenhauses zu er- Praktiken überhaupt, er bezeichnete sie als verwerf Schwarzburg- Rudolstadt 35 595, Waldeck 23 217, Reuß ältere Linie warten ist. Was wird die Regierung thun? Das ist heute noch lich und strafwürdig. Wir freuen uns dieser scharfen Ver- 28 103, Reuß jüngere Linie 52 824, Schaumburg- Lippe 16 564, Lippe eine offene Frage, und dies macht die Lage noch verwickelter, als sie urtheilung gerade feitens der Staatsanwaltschaft umsomehr, 54 089, Lübed 33 479, Bremen 78 864, Hamburg 278 878, Elsaßes ohnehin schon ist." als wir den Zeitpunkt herankommen sehen, wo die politische Lothringen 659 390, zusammen 20 627 492 m. Großer Katzenjammer herrscht hei den Nationalliberalen. Die Polizei wieder gegen uns auf den Kriegspfad geht. Dann National 3eitung" fagt: Judeß die Entscheidung ist gegen das kurze und sichere Ver- wird die Erinnerung und Berufung auf diesen Prozeß ebenso Versicherungsamtes werden auch von den„ Hamburger Nachrichten" beftätigt. fahren erfolgt. Die Nationalliberalen des Abgeordnetenhauses werthvoll wie nußbringend sein. Staatliche Arbeiter Wohnhäuser. Im Sommer haben sich entschlossen, die reife Ernte eines großen Wie sehr aber seit dem Leckert- Lützow- Prozeß die Situation politischen Verdienstes auf den Halmen stehen zu sich geändert hat, das merkte man in der heutigen Sigung. In 1895 wurde im preußischen Abgeordnetenhaus ein Gefeh an Lassen, jeder Gefahr des politischen Windes und Wetters aus- jenem Prozeß trat in den Pausen der Herr Oberstaatsanwalt genommen, das einen größeren Staatskredit zum Bau von Wohnhäusern für Unterbeamte und Arbeiter in staatlichen Betrieben zur gesetzt. Sie werden sich keiner Täuschung darüber hingeben, daß sie zuweilen au Herrn v. Marschall und Dr. Hamann heran, heute Verfügung stellte. Es handelte sich dabei insbesondere um EisenbahnSamit nicht bloß gegen ihre Partei, sondern auch wichtigen hörten wir aus dem Munde des Herrn Oberstaatsanwalts überarbeiter und-Beamte, die in manchen ländlichen Bezirken und berInteressen des Landes gegenüber eine schwere Verantwort Aussagen des Herrn Hamann das Urtheil: Belang lo 3, fallen gleichen Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Wohnungen haben. lichkeit übernommen haben. Auch die anderen Fraktionen, welche und wir erlebten es, daß der Oberstaatsanwalt den Präsidenten Nach einem soeben dem Abgeordnetenhaus vorgelegten Bericht find zu der Mehrheit gegen die Regierungsvorlage und gegen den frei bat, er möge doch den Zeugen darauf verweisen, er solle bis jetzt an 21 Orten zusammen 458 Wohnungen gebaut worden. Außerdem tonservativen Antrag gehören, werden sich nicht der unbequemen sollen demnächst noch an 14 Orten 344 Wohnungen gebaut werden. Pflicht entziehen können, für die nunmehr unerläßlichen weiteren Thatsachen auführen! Abstimmungen sich zum vollzähligen Erscheinen bereit Sehr unangenehmen Eindruck machte die Vernehmung der Für die Arbeiter ist bei der Sache jedenfalls nichts besonderes zu halten; die Nationalliberalen aber haben dieselbe Aufgabe beiden Polizeibeamten einmal ihr Widerspruch im herausgekommen. Sie müssen dieselben Miethen zahlen, wie in unter erschwerenden Privathäusern und haben dafür nicht mehr Bequemlichkeiten, eber Umständen auf sich ge- wesentlichsten Punkte ihres Zeugnisses und dann die auf- noch weniger. Es war vom Abgeordnetenýause gewünscht worden, nommen. Sie können nicht zweifelhaft über die Absicht fällige Thatsache, daß nach all den bekannt gewordenen daß im Interesse der Arbeiter der Bau von Einfamilienhäusern sein, in welcher die Herren Graf Limburg- Stirum und Praktiken der politischen Partei jetzt zwei Beamten plöglich bevorzugt werde. Daraus ist jedoch nichts geworden. In dem BeGenossen die Verschleppung der Sache erstrebten: man spekulirt über eine doch sehr weit zurückliegende und vielleicht sehr richt heißt es: darauf, durch Einflüsse verschiedener Art, von oben und aus der zweifelhafte Sache fast sittlich enträstet thaten! Schließlich ist Die Herfiellung von Einfamilienhäusern verbot sich, weil Wählerschaft, eine Anzahl nationalliberaler Abgeordneten um= wegen des beträchtlich höheren Kostenaufwandes eine zan zustimmen, groß genug, um durch ein verändertes eine Zeitungsredaktion doch nicht dazu da, sich selbst zu beDer gemessene Berzinsung des gesammten Anlagekapitala neben Votum oder durch Fortbleiben von den späteren Abstimmungen schuldigen und ihr Belastungsmaterial auszuliefern! der Amortisation sämmtlicher Baukosten nach Deckung der Kosten das Schicksal der Vorlage im Sinne der Regierung zu Kampf zwischen Presse und Polizei ist ein solcher, in dem für die Verwaltung und die bauliche Unterhaltung der Gebäude entscheiden. Die Führer der Nationalliberalen des Ab- ohnehin die Chancen sehr zu ungunsten der Zeitungsredakteure aus dem Miethszinse nicht erwartet werden konnte." geordnetenhauses hegen hegen die Ueberzeugung, daß jede Es find deshalb fast ausschließlich zwei- und dreistöckige Häuser artige Spekulation aussichtslos fei, daß alle späteren Ab- Und was sind das für Zustände, daß ein Polizeibeamter, gebaut worden, wie es jeder Privatfapitalist, der sein Kapital stimmungen ebenso wie die der zweiten und dritten Lesung wie Herr Kriminalkommissar Schöne in breitem Wortschwall und seinen Grund und Boden ausuügen will, auch thut. Auch die ausfallen werden. Ihre Aufgabe ist es jetzt, hierfür au forgen. felber erzählte, von Dingen, die ihm in seiner amtlichen folgende Mittheilung iſt intereſſant: Verläuft die kritische Angelegenheit so, daß man zulcht sagen tann, Ende gut, alles gut", so wird das Verdienst der Partei um die Thätigteit bekannt werden, politischen Gegnern mit- sh Abwehr politischen Unheils nicht darum geringer sein, weil ein theilt, damit diese in der Presse ihre Widerparten unnöthiger und schwieriger Umweg eingeschlagen diskreditiren sollen. glauben, wenn je worden. Fiele aber das Vereins- und Versammlungsrecht des eine disziplinarische Zurechtweisung angebracht ist, so hier! preußischen Volkes, welches sich gestern turger Hand und daß ehemalige Leiter der politischen Polizei, die allerdings Es werden nicht nur die einzelnen Arbeiten im Submissions Also das Submissionsverfahren in seiner schlimmsten Form. fichern ließ, in die ihm von den Herren Graf Limburg den Eindruck eines viel geschickteren und sichereren Kriminalbeamten verfahren ausgeschrieben, sondern gleich die ganzen Häuser. Ob Stirum und Genossen gegrabene Grube, so würde die machten, früher schon ganz andere Ansichten über den Ehrenkoder diese Generalunternehmer wohl in den Reihen der von der nationalliberale Partei dafür verantwortlich äußerten, ist aus den Reichstags Verhandlungen bekannt. Regierung fo heiß geliebten fleinen Handwerker zu finden,- ober Aus Aulaß der Haupt Schröder Lockspitzels ob es am Ende gar Großfapitalisten find? gemacht werden." der stehen! Bemerkenswerth ist auch die Mittheilung der National. Wir " 1 d turn udf 200 001 Die Ausführung der Bauten wurde zur thunlichst en Herabminderung der Bautost en versuchsweise im Herabminderung General Verdingungsverfahren gegen feste Pauschsummen vers geben." % 3eitung" über die unschlüssigteit ihrer Partei vor geschichte im Jahre 1888 wurde von der Reichstags--Schweinefeuche und preußisches Bereing. Der letzten Abstimmung:„ Sehr viele Mitglieder der Fraktion waren tribüne konstatirt, daß nach dem gerichtlichen Züricher Pro- recht. Aus Baborze Poremba wird uns geschrieben: Wie gestern nach der Erklärung des Grafen Limburg- Stirum, daß die tokolle Haupt erklärt hat, daß ein Polizeibeamter zu ihm gründlich jetzt schon, ohne lex Recke, untergeordnete Polizeiorgane Konservativen nur in der Absicht der Wiederherstellung der geäußert: Gin Kerl wie er müsse doch diese russischen Studenten mit dem bischen preußischen Bersammlungsrecht aufräumen, zeigt die Regierungsvorlage die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses an das unter den Tisch saufen, dann könne er ja in ihren Auflösung einer für den 30. Mai hier angesetzten Vereinsversamm Herrenhaus senden wollten, dafür, ein Ende zu machen Wohnungen ihre Briefe und Stripturen leicht lung der Maler, Zackirer und Berufsgenossen. Die angeblich hier und die aus den Einzelbeschlüssen hervorgegangene Faffung im ganzen zu verwerfen; es war nicht möglich, während der Sigung in dieser Hinsicht Uebereinstimmung her. austellen." " durchsehen. herrschende& ch we ineſe uche wurde von einem Gendarmen als Auflösungsgrund angegeben! Der Beamte fügte außerdem hinzu, Mit der Vernehmung Levysohn's schloß die heutige anf mindestens 6-8 och en dürfte aus dem angegebenen Sigung. Für Tausch viel ungünstiger als alle früheren. Wie Grunde in Poremba überhaupt keine Versammlung stattfinden. Die Kölnische Zeitung" schreibt, wie telegraphisch mit der Ausgang bei dem Geschworenengericht sein wird, ist schwer Wenn das richtig wäre, müßte man doch folgerichtig die Schulen getheilt wird: zu jagen. sid, magkitais onde initiie und Kirchen schließen. ug dan nouloupil austra Es entstehe der Verdacht, daß die Konservativen, wenn sie Die Türkei wünscht einen Waffenstillstand von nur 15 Tagen- Religionsunterricht in den Fortbildungs. bei unseren unberechenbaren Berhältnissen auf Ueberraschungen abzuschließen, der dann erneuert werden könne, falls mit Ablauf schulen. Das soeben erschienene Maiheft des„ Centralblattes für spekuliren, nur im Trüben fischen wollen. Das Staatsintereffe dieser Frist der Friede noch nicht abgeschlossen sei. Die Mächte sind die gesammte Unterrichtsverwaltung in Preußen" enthält einen erfordere, daß die Angelegenheit möglichst rasch der Agitation entrüdt wird. Die naive Annahme des hingegen bemüht, die sofortige Feststellung einer für die Beendigung Erlaß vom 26. März über Religionsunterricht für die Dauer des 3öglinge der gewerblichen und ländlichen Fort Ministers von der Recke, daß die deutsche Presse die öffentliche der Friedensverhandlungen ausreichenden Meinung fälsche, verrathe die vollständige beschämende Untenntniß Waffenstillstandes herbeizuführen. Der Pforte wurde allerseits bildungsschulen. Der Erlaß ist von drei Ministern unter. der Stimmung der Bevölkerung. Jedenfalls müßten die be- erklärt, daß keinerlei Aussicht auf eine Erhöhung der durch die zeichnet, vom Unterrichts-, vom Landwirthschafts- und vom Handels, sonnenen Elemente der Regierung nunmehr die Kraft besitzen, zu Mächte festgesezten Friedensbedingungen vorhanden sei. Troßdem minister, und hat folgenden Wortlaut: erklären, die Regierung habe an der Vorlage in ihrer jetzigen Gestalt dauert in Konstantinopel die Agitation für die Angliederung fein Jntereffe mehr, sonst müsse der Glaube entstehen, man sei ent- Theffaliens fort. fchloffen, die Nation herauszufordern und die Gegenfäße unter den Ordnungsparteien derart zuzuspißen, daß eine Krisis unvermeidlich wird." 1356 Deutsches Reich. -gea „ Es ist wiederholt der Wunsch ausgesprochen worden und hat auch in den Verhandlungen des Landtages Ausdruck gefunden, es möchte den Zöglingen der gewerblichen und ländlichen Fortbildungsschulen eine Förderung ihrer reli gicbegiösen Erziehung zu theil werden. Dies kann, da die Aufs Die Organe der Linken und des Zentrums greifen fast all- Mit der Frage: Die Arbeiter und die Drei.nahme des Religionsunterrichts in den Lehr- und Stundenplan der Fortbildungsschulen nicht möglich ist, am besten dadurch erreicht werden, gemein die nationalliberale Partei mehr oder weniger scharf an. tlaffen Wahl" beschäftigt sich auch der Leitartikler der daß die Geistlichen beider Konfessionen durch unterweisung und beSo fagt die offische Zeitung": Neuen Zeit". Er steht auf dem Standpunkte, daß die Belehrende Vorträge, die womöglich in den Räumen der Fortbildungs " Unter diesen Umständen ist die Hinausschiebung der Ent theiligung der sozialdemokratischen Wähler an jenen Wahlen eine schulen und im Anschlusse an den Unterricht stattfinden, die religiöse scheidung durch die in diesem Fall maßgebende nationalliberale in vielem Betracht å u wünschende, auch Bartei ein gewagtes Unternehmen, für dessen ungünstigen prinzipiell nicht zu verwerfende, aber prat: Erkenntniß der Zöglinge zu vertiefen und ihren religiösen Sinn zu wecken und zu fördern suchen. Euer Hochwohlgeboren Ausgang die Nationalliberalen verantwortlich wären. tis ch undurchführbare Sache sei. Er setzt aus- meint sind sämmtliche Regierungspräsidenten ersuchen wir daber Die freifinnige Partei wird es allerdings an der weiteren Ein- einander, daß ein Bündniß mit den Freisinnigen derart, wirkung auf die öffentliche Meinung in den nächsten Wochen nicht daß diese Sozialdemokratie Mandaten verhelfen ergebenst, gefälligst die Vorstände der Fortbildungsschulen dahin gez fehlen lassen und, unbekümmert um die Behauptung des Herrn solle, wie die Sozialdemokratie ihnen dazu verhelfen würde, eigt zu machen, daß sie den Geistlichen auf ihren bezüglichen von der Recke, daß ihre Ausführungen auf ihn und das Staats- nicht angängig sei, daß wir hierbei nur die Düpirten bleiben unsch die Schulräume zur Verfügung stellen und ihnen auch sonst ministerium feinen Eindruck machen, zufrieden sein, wenn der Ein würden. Eher will der Verfasser die Angängigkeit einer Wahl die Ausrichtung ihrer Arbeit auf jede Weise ermöglichen und ers leichtern." druck auf die Nation und ihre Vertreter um so größer ist." betheiliging zugeben, wenn von unserer Seite nichts weiter damit Die ,, Germania" spricht sich also aus: bezweckt würde, als den Freifinn auf Kosten der Junker zu stärken. Wir tönnen es sehr wohl verstehen, wenn die Konserva. Wir wollen wenigstens den Schluß des Artikels wörtlich zitiren: tiven sich nach den Ergebnissen der gestrigen Sigung des Ab-„ Es mag nicht unbedingt unmöglich sein, in dieser oder jener geordnetenhauses über die Vereinsgesetz- Novelle als die Sieger großen Stadt je nach der Gunst der Umstände ein sozialdemobetrachten, wenigstens in ihrem tattischen Feldzugsplan. Sie kratisches Landtagsmandat zu erobern, was dann mit Freuden mit OF -3ur Frage der Besehung der staatswissen schaftlichen Lehrstühle theilen die Berl. Bol. Nachr." mit, bei der Anregung, Männer mit prattischen Erfahrungen auf sozialpolitischem Gebiet heranzuziehen, handele es sich nicht um eine rein akademische Erklärung, sondern # Italien. es feien bereits Ginleitungen getroffen, un, auch schon den die Kamerun- Rakao- Gesellschaft mit der Kamerun- Plantagen- I meinen Wahlrechts". Diese Resolution, deren Annahme den Sieg bevor es möglich war, durch den Etat die zur Durchführung des Gesellschaft geschlossen hat, bezieht die lettere einen um der radikal opportunistischen Wiederversöhnung, unter Ausschluß der Gedankens erforderlichen Mittel bereit zu stellen, versuchs 7, Pfennige pro Pfund höheren Preis, als der Markt- Rechten und der äußersten Linken, bedeuten würde, wurde mit 274 weise mit der Heranziehung einer solchen Kraft zu einer akademi preis jeweilig ist, für die minderwerthigen Kolonialprodukte. gegen 239 Stimmen verworfen. Der theilweise Abfall der linksfchen Lehrthätigkeit praktisch vorzugehen. Weiter schreiben die Aus 2 Pfd. Bohnen wird zirka 1 Pfd. Rataopulver hergestellt; der stehenden Opportunisten hat also nur ein Zusammenschrumpfen der Berliner Politischen Nachrichten" in Sachen des staatswissenschaft- deutsche Konsument bezahlt also für seinen Patriotismus Regierungsmehrheit zur Folge gehabt. Ist aber das Kabinet nunlichen Studiums. und für seine Kolonialfreude zunächst eine Steuer von mehr bis zu den allgemeinen Kammerwahlen vor jeder Attacke ge= Die Verhandlungen wegen Bertiefung und praktischer Gestaltung 15 Pfennigen pro Pfund, und zwar an eine Anzahl reicher feit? Die Meinungen sind darüber sehr getheilt. Das moralische des staatswissenschaftlichen Studiums werden namentlich für die Plantagenbesizer. Die Gesellschafter der Plantagengesellschaft er Ergebniß der Sigung istunzweifelhaft eine schwere jenigen Studirenden weitergeführt, die sich dem preußischen Staats- halten aber 5 pCt. Zinsen auf ihr Kapital und 12 pet. vom Niederlage für die Regierung. Deren materieller Erfolg wird viel dienst zuwenden wollen. Die bisher in dieser Hinsicht von dem Reingewinn der Kamerun- Kakao- Gesellschaft. Eine bessere Vers fach wohl mit Recht dem Umstand zugeschrieben, daß DelJustiz- und Kultusminister getroffenen Aenderungen beziehen sich im zinsung fönnen sich die Herren Janzen, Thormählen u. Dollmann cassé's Interpellation in ursächlichem Zusammenhang mit der wesentlichen auf die infolge des Bürgerlichen Gesetzbuches noih nicht wünschen, umsomehr, als sie auch gleichzeitig als Gesellschafter jenigen über den Bazarbrand des 4. Mai und die dadurch vers wendige Aenderung des Planes der Vorlesungen und der der neuen Gründung am Gewinn betheiligt find. anlaßte tleritale Aktion der Regierung stand. Mehrere oppositionell Studien. Sie bedarf betreffs der staatswissenschaftlichen Der Artikel schildert ferner, daß die Fabrikation, die in Ottensen gesinnte Abgeordnete nahmen Anstand, aus der Katastrophe politisches Studien einer Ergänzung; diese wird sich zweckmäßig unter stattfindet, ebenfalls sehr thener eingerichtet ist und stellt alsdann Kapital zu schlagen. anderen auf den erfolgreichen Besuch von Seminarien und auf einen Vergleich des Kamerun Katao" Preises mit dem Preise eines England. die in diesen angefertigten schriftlichen Arbeiten erstrecken, auf die gleichwerthigen Kakaopulvers aus Bahiabohnen an. Leyteres foftet ja auch schon bei der erwähnten Neuordnung der juristischen Studien banach 1,50 M., so daß der Detaillist das Pfund für 2 M. verkaufen durch welche den bedürftigen Volksschulen Staatshilfe gewährt Das Unterhaus nahm die dritte Lesung der Bill an, besonderer Werth gelegt worden ist. tann, während er den Kamerun- Kakao zu diesem Preise selbst ein- wird. Wer ist denn das andersehene Versuchskaninchen zur Reform taufen muß. unserer Universitäten im Sinne des Königs Stumm, etwa Herr Kein Detaillist, so schlußfolgert das von uns zitirte Fachblatt, Vorster, dessen Vortrag über„ Die Großindustrie eine der Grund der sich infolge unserer Darlegungen von der Kamerun Katao-- Die Haltung Italiens in ber türkisch. lagen der nationalen Sozialpolitit" sicherlich fein Befähigungs- Gesellschaft abwendet, wird dadurch sein patriotisches Gewiffen be- griechischen Streitfrage beschäftigte am Montag die nachweis für seine Lehrthätigkeit auf dem Gebiete der politischen schwert fühlen; denn es ist wahrhaftig teine patriotische That, Stammer. Imbriani hatte eine entsprechende Interpellation einDetonomie ist. all maden reichen Plantagen besigern und den Gründern gebracht. Er führte aus, Griechenland sei gezwungen gewesen, - Die national- soziale Beit" erklärt, daß wegen travortheile auf Rosten der Konsumenten au- einen ungleichen Kampf zu führen; er bedauere, baß die italienische zuführen. Regierung sich den hohen Jdealen untreu gezeigt habe, welche den Mangels an Mitteln die Weiterführung der Zeitung in Frage gestellt Daseinsgrund Italiens gebildet hätten. Der Minister des Aeußeren sei. Es wird zu Geldzeichnungen aufgefordert. Viel Hoffnungen siged to Oesterreich. gad Marchese Visconti Benost a führte in Beantwortung der Inter auf ein günstiges Ergebniß dieser Sammlungen scheint nach dem Im Abgeordnetenhause protestirten heute die pellation aus, das Konzert der Mächte habe Europa eine Sicherheit Tone feiner Erklärung der Vorstand des national- fozialen Vereins deutschen Parteien und die Sozialdemokraten in formtellen Er- gegeben, welche dieses sonst nicht gehabt hätte. Daffelbe habe zwar nicht zu haben. klärungen gegen die Handhabung der Geschäftsordnung durch die nicht den griechisch- türkischen Konflikt, aber die europäische Gefahr Ein neues offizielles Organ der Stumm, beiden Vizepräsidenten, denen hinwiederum die Majorität ein Ver- beschworen. Die Mächte hätten nunmehr die Absicht, durch ihre Krupp, Vorster, Beumer, Bueck und Genossen. Von trauensvolum gab. Vermittelung die Folgen des Krieges zu mildern und für Kreta eine Juni d. I. erscheint„ Die Industrie, zugleich Deutsche Konsulats-„ Ein neuer, tranter Manu". Jetzt, wo die Türkei ihren früheren Erklärungen entsprechende Regierungsform zu schaffen. Zeitung", die der bekannte Vertreter der Kartelle, A. Stein gezeigt hat, daß sie nicht ganz so trant ist, als ihr nachgesagt Imbriani erklärte hierauf, daß ihn die Antwort des Ministers mann- Bucher, herausgiebt, unter dem Titel„ Deutsche Industrie- wurde, ist ein anderer Staat gekommen, der den kranten Mann" nicht befriedige und daß er sich die Einbringung eines Antrages Beitung, Drgau des Zentralverbandes deutscher Inam goldenen Horn ablösen zu wollen scheint, nämlich Dester- vorbehalte. dustrieller zur Beförderung und Wahrung nationaler Arbeit". reich." Also schreibt eins der bekanntesten englischen Wochenblätter.- Acciarito soll, wie englischen Blättern gemeldet wird, Was das für Arbeit" ist, wissen unsere Leser. So ganz unrecht hat's nicht. Aber wir kennen noch verschiedene doch Mitthäter gehabt haben, deren Verhaftung bevorstehe. Wandsbek, 31. Mai. In der Disziplinar- Untersuchungssache andere„ kranke Männer". des suspendirten Polizeichefs und Stadtraths Schow hat die fönigliche Staatsanwaltschaft in Altona jezt die Akten eingefordert. Die ist heute im Abgeordnetenhause eingebracht worden. Wien, 1. Juni. Das gestern angekündigte Kartellgeset Augelegenheit wird schon in furzer Zeit zur Verhandlung ges langen. Die Autlage lautet auf Körperverlegung im Amte. " dagle Schweiz. = gant Nußland. - Ueber die Vorgänge in der Petersburger Arbeiterbewegung während der letzten Zeit erhalten wir die folgende Mittheilung: Bern, Ende Mai.( Eig. Ber.) Das einen Akt der Frivolität Der im Januar d. J. in Petersburg ausgebrochene Massenstreit Hannover, 31. Mai. Für die Landtags- Ersagwa bi darstellende Initiativbegehren eines Theiles der Freifinnigen auf batte zur Folge, daß die Regierung sich veranlaßt fah, die schon im Wahlkreis Linden( an stelle des fürzlich verstorbenen Wieder abschaffung der kaum eingeführten tom nach dem im Sommer des vorigen Jahres stattgefundenen Streit Abgeordneten Bartmer) ist von der nationalliberalen Partei der munalen Proportionalwahl hat im Großen Stadtrath der Petersburger Weber und Spinner begonnene Ausarbeitung eines Rittergutsbesitzer Meinede Dunau( Mitglied des Bundes( Stadtverordneten) mit 28 gegen 18 Stimmen Annahme gefunden. Gesetzes, durch welches die Arbeitszeit geregelt der Landwirthe") aufgestellt worden. zu Abereitzeit Nun hat darüber noch die gesammte flimmberechtigte Bürgerschaft werden soll, at beschleunigen. Andererseits haben die PetersHildesheim.( Hildesheimsche 3tg.) 3um Prozeß des der Bundesstadt zu entscheiden, welche Abstimmung auf den 27. Juni burger Baumwoll- Fabrikanten ihren Arbeitern bekannt gemacht, daß rivatsetretärs Pfahl, des bekannten Spezialisten in festgesetzt ist. Das Vorgehen der Freifinnigen" ist alles andere sie vom 28.( 16.) April an den Arbeitstag in ihren Betrieben auf Die Befürchtung neuer Begnadigungsfachen, werden uns einige Thatsachen bekannt, welche eher als freifinnig". Die Bundesversammlung hat im vorigen 111/2 Stunden beschränken würden. geeignet sein dürften, auch weitere Kreise zu intereffiren. Laut Jahre beschlossen, den Soldaten zur Verbesserung der Verpflegung Unruhen hat nun die Petersburger Fabrikanten bewogen, das ministerieller Verfügung, ist der Vertreter der Staats- 10 Cts. pro Tag mehr zu geben, was den Betrag von 105 000 Ft. Wort, welches sie den Arbeitern gegeben haben, einzulösen. Vom anwaltschaft in jenem Prozesse, Herr Affeffor Dr. pro Jahr ausmacht. Es dürfte im Auslande intereffiren, wie nun 28.( 16) April au ist in den Petersburger Baumwollmanufakturen Dtten, welcher bereits seit vier Jahren als befoldeter die Verpflegung des schweizerischen 28ehr der 111/ eftündige Arbeitstag eingeführtes wird von 6 Uhr Assessor bei der Staatsanwaltschaft thätig ist, vom 1. Juni ab mannes in der Kaserne ist. Nach einem Berichte über die morgens bis 7 Uhr abends mit 11/ 2stündiger Unterbrechung geals unbesoldeter Assessor an das hiesige Amtsgericht Verpflegung der Retruten in Luzern, der durch die Presse geht arbeitet. Früher dauerte die tägliche Arbeitszeit 18 bis versett. Zu seinem Nachfolger ist der Assessor Schmidt ernannt, bleiben Brot( 750 Gramm täglich) und Fleisch.( 320 Gramm) 15 Stunden. Die Verkürzung der Arbeitszeit wurde von einer welcher 6 Monate bei der Staatsanwaltschaft beschäftigt war. Ferner Lieferungen gleich, wie früher, auch das Frühstück besteht wie vorher Erhöhung der Lohntagen begleitet. Allerdings fand diese nicht wird das Rommissorium bei der hiesigen Staatsanwaltschaft in ein aus Milchkaffee und Weißbrto. Dazu kommt in der zweiten strengern in dem Maße statt, daß der infolge der Verkürzung der Arbeitszeit ftändiges verwandelt. Herr Assessor Otten hatte in jenem Prozesse, Hälfte der Schule eine tägliche Käferation. Das Mittagessen weist nicht entstehende Lohnverlust vollständig ausgeglichen wird. der sich bekanntlich vor dem hiesigen Landgerichte abspielte, von dem mehr allein den ehrwürdigen Spaz" mit Fleischsuppe auf; eine Der von der Regierungskommission ausgearbeitete eses. räthselhaften Glück" gesprochen, welches der Angeklagte Pfahl mit möglichst große Abwechslung ist eingeführt. Montag: Brotsuppe und entwurf bestimmt, daß die Arbeitszeit für die Arbeiter der feinen Begnadigungsgefuchen gehabt hatte. Bemerkenswerth ist, daß Spaß( Fleisch); Dienstag: Hafergrüßfuppe und Spaß; Mittwoch: Metallindustrie auf 10/2, für die Arbeiter der Baumwollindustrie der p. p. Pfahl wegen diefer und anderer in amtlicher Eigenschaft Ragout mit Maccaroni; Donnerstag: Brotsuppe und Spaß; Freitag: auf 111/2 und für die Arbeiter der anderen Juduſtrieen auf zwölf gemachten Aeußerungen des Assessors Otten letteren mit einer Gerstensuppe und Spaß; Sonnabend: Brotsuppe und Spaß; Sonn- Stunden beschränkt wird. Dieser Entwurf muß noch von dem Privattlage überzogen, daß aber Otten einen Strafantrag, den tag: Gulasch mit Kartoffeln. Auch die Abendsuppe erhält manche Staatsrath burchberathen werden. er in amtlicher Eigenschaft gegen Pfahl wegen eines von diesem Buthat, so z. B. geschwellie Kartoffeln oder eine Wurst. Die Wach- Da die Fabrikanten ihr Wort gehalten haben, tam es nicht zu ausgehenden Beitungsartikels beleidigenden Inhalts gestellt hatte, mannschaft bezieht zudem noch eine Extraverpflegung.„ Man darf dem Ende April in Petersburg erwarteten neuen Waffenstreit. Nur zurückgenommen hat. Dem Vernehmen nach hat Herr Dr. Otten dreift behaupten", bemerken die Blätter dazu, daß 90 pet. aller auf der Neuen Baumwollspinnerei" tam es zu einem Streit, weil die Absicht ausgesprochen, die Beamtentariere aufzugeben. Rekruten zu Hause ein weniger gutes Effen haben. Es giebt aber die Arbeiter eine größere Erhöhung der Lohntagen verlangten, als Die Polizei beHerr Siegle, der nationalliberale Abgeordnete für auch keine fremde Truppe, die nur annähernd so reichlich genährt von der Fabrikdirektion durchgeführt wurde. Stuttgart, der die nationalliberale Partei in der Reichskommission wird". Das letztere dürfte richtig sein und das erstere auch, nur nahm sich gegenüber den Streifenden sehr brutal, sämmtliche für Arbeiterstatistik vertritt, erklärt, aus Gesundheitsrücksichten ein ist der guten kapitalistischen Preise nicht zum Bewußtsein gekommen, Arbeiter der Spinnerei gegen 3000 find aus Petersburg au 3Mandat für den Reichstag nicht mehr annehmen zu können. Den welch' scharfes Urtheil sie damit über die Lebenshaltung der Ar gewiesen worden, doch durften sie später alle wieder nach Stuttgarter Nationalliberalen, die auf eine Festhaltung des Man- beiter fällt, die sich bei zehn, elf- und zwölfftündiger Arbeitszeit Petersburg zurückkehren und sind in derselben Fabrik wieder andates nicht mehr rechnen, wird es schwer geung fallen, einen wegen unzureichendem Verdienst nicht die einfache und fräftige genommen worden. Hausmannstoft bieten können, wie sie die Soldaten in der Kaserne annehmbaren Randidaten an stelle des Herrn Siegle zu präfentiren. erhalten. Da muß das Streben der Arbeiter nach Verbesserung Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. der Arbeits- und Lebensverhältnisse ebenso berechtigt wie noth Ein Majestätsbeleidigungs Brozeß steht bevor in Egypten. wendig sein! Wie die Petite Rep." mittheilt, will der deutsche Konsul inwendig sein! Alexandrien das dortige Blatt Muschir" wegen Beleidigung des deutschen Kaisers verfolgen lassen. " " Frankreich. Der feit furzer Zeit in Petersburg amtirende GendarmerieOffizier Piramidow, welcher sich der Regierung dadurch empfohlen hatte, daß er in Odessa das Gefängniß mit politischen Gefangenen überfüllt hatte, erklärte bei seinem Petersburger Amitsantritte, er würde teine Verbreitung von Flugblättern in Petersburg mehr dulden und bis zum 1. Mai würde er unseren Paris, 1. Juni. In Kammerkreisen wird versichert, daß sofort Genoffen alle Vervielfältigungsapparate wegnehmen. Doch mußte er es nach der Bank Privilegiumsfrage die Berathung der Kredite erleben, daß zum 1. Mai unsere Genossen außer den in Genf er Rolonialpatriotismus und Geschäft. Wie für den Bau neuer Kriegsschiffe beginnen soll. Der schienenen Maifestschriften 4000 in Petersburg hergestellte gewisse Leute die Afrika- Begeisterung geschäftlich ausuüßen und das größte Theil der Kredite werde für die Erbauung von Kreuzern Flugblätter unter den Arbeitern verbreitet Publikum zu schröpfen verstehen, zeigt ein Artikel der Kolo verivendet werden. haben. In der in Petersburg hergestellten Maifestschrift wird der nialwaaren Beitung", eines Fachblattes für die Interessen Paris, 1. Juni. Die Opposition wird in der Rammer eine 28. April, an welchem die Arbeitszeitverkürzung in den Petersburger des Detailhandels, der sich mit dem Vertriebe des sog. Kamerun Reduktion des Kredits von 14 842 Frants, welchen der Finanz- Fabriken durchgeführt wurde, als der Tag eines großen Sieges ber Ratao3 beschäftigt. Wir entnehmen dieser recht lehrreichen Dar- minister gestern eingebracht hatte, um die Kosten der Feier in Arbeiterschaft über das Unternehmerthum gefeiert und die Zu stellung das folgende: der Notre- Dame Kirche zu decken, beantragen. Der Antrag versicht ausgesprochen, daß die Petersburger Arbeiterschaft nunmehr Seit furzem, so schreibt das genannte Blatt, bringt die der Opposition spricht einen direkten Zadel für den ihre Kräfte zum weiteren Kampfe, zum Kampfe um das Kamerun Katao- Gesellschaft unter der Bezeichnung Präsidenten der Republit aus, welcher persönlich dieser Streit, Bersammlungs und Vereinsrecht, " Kamerun Katao" Präparate zum Verkauf, von denen fie behauptet, Feier beigewohnt hat. um die Rede und Preßfreiheit sammeln werden. Und der in der ersten Nummer des in Petersburg mittels eines daß sie aus Kakaobohnen hergestellt seien, die in deutschen " Kolonien geerntet worden find. Den Preis für die Waare Paris, 31. Mai. Der Senat nahm in seiner heutigen Sigung mimeographen hergestellten Petersburger Arbeiter hält sie so hoch, daß wirklich ein flammender Patrio einen Gefeßentwurf an, welcher eine 3ollabgabe auf Blei blattes" enthaltene Artikel über den Gefeßentwurf betreffend die tismus dazu gehört, ihn anzulegen. Die Gesellschaft und Bleierze festsetzt. Handelsminifter Boucher vertheidigte Regelung der Arbeitszeit schließt mit den Worten:„ Die Verkürzung schmeichelt aber unseren Detaillisten, indem sie sie veranlaßt, eben den Entwurf, indem er auf den Stand der Technik in der Arbeitszeit, welche durch den heldenmüthigen Kampf der Peters. falls einen hohen Nugen an der Waare zu nehmen, wahrschein Deutschland hinwies, welches bedeutende Bleibergwerke besize burger Arbeiter für die gesammte russische Arbeiterklasse errungen lich, um dadurch das Interesse an dem Artikel rege zu halten. und fich anfchicke, die alten verlassenen Minen in Lothringen wieder ist, wird ihr nun neue Kräfte für einen neuen Rampf geben. So ist es dahin gekommen, daß dieser Kamerun- Katao billigst abzubauen. Klärt Euch selbst und die anderen auf, organisirt Euch selbst und mit 2,40 m. das Pfund, in Aachen z. B. aber mit 2,80 M., Paris, 30. Mai.( Eig. Ber.) Die Bedeutung der gestrigen die anderen, Genossen und Ihr werdet dann von einem Siege und in Ost- und Westpreußen sogar mit 8 M. das Pfund ver- Kammerfiyung liegt in dem offenen Abfall eines Theiles zu dem anderen schreiten!" tauft wird. der Opportunisten vom Rabinet Meline. Es war ein einziges Schauspiel in seiner Art, eine Regierung von einem hervor- 1719 Serbien. $ Asien. Polynesien. Jeder Einsichtige muß sich doch sagen, daß das ein Verfahren ift, dem sehr leicht der Artikel selbst zum Opfer fallen kann. Auf ragenden Mitglied ihrer Mehrheit angegriffen zu sehen. Der Inters Belgrad, 81. Mai. Ein morgen erscheinender Utas wird die der einen Seite bemühen wir uns, gute und billige Kakaosorten ein- pellant Delcassé, der man denke! im Kabinet Dupuy Wahlen zur Stuptschina auf den 4. Juli anordnen und die Skupzuführen, um Kakao immer mehr zu einem Konsum artikel zu Minister war, erklärte Meline's Politit für reaktionär! Im Innern tschina auf den 11. Juli einberufen. machen, und hier werden reine Giger! Preise gemacht, die warf er der Regierung vor die Bekämpfung der flerikalen Elemente nur von Narren bezahlt werden können. Und zu welchem und den Verzicht auf jede Reform, um sich die Unterstützung der 8 we de denn eigentlich?- Uns liegt der Gründungs Prospett flerifal monarchistischen Rechten zu erhalten; auf dem Gebiete Chinesische Anleihe. Nach einer Meldung der der Kamerun Kakao- Gesellschaft vor; daraus läßt sich die Antwort der auswärtigen Politik machte er die Regierung für die Demüthi- Times" aus Hongkong soll das belgische Syndikat es übernommen leicht tonstruiren. gung Frankreichs im Orient verantwortlich. Herr Meline vertheidigte haben, eine Anleihe von 90 Millionen Mart aufzubringen. Daffelbe Das von der Kamerun- Katao- Gesellschaft vertriebene Ratao- fich wie immer mit den Waffen der fecksten Heuchelei. Gr, der hätte dafür das ausschließliche Privilegium der Beschaffung von pulver besteht aus einer Mischung von einem Fünftel Arribas Handlanger der Großbourgeoisie, dessen eigentliche Mission darin Eisenbahn Material und der Anstellung von Ingenieuren und vier Fünfteln Kamerun- Kakao. Die Arribabohne stammt aber besteht, jede Reform zu vereiteln oder mindestens zu verpfuschen, für den Bau aller fünftig zu bauenden wichtigen Bahnlinien aus Süd Amerita, sie ist also fein deutsches Kolonialprobutt. suchte das von ihm gewollte Fiasto aller Reformen und namentlich erhalten. Das Synditat werde unter chinesischer Kontrolle stehen. Es mag dahingestellt bleiben, ob die Gesellschaft nicht allein schon der Steuerreform, auf die Opposition abzuwälzen. Eine unfreiwillige durch diese Mischung, und die fälschliche Bezeichnung mit Kamerun- Aufrichtigkeit zeigte der Winisterpräsident nur in der offenen ProKakao, gegen das Gesetz zur Bekämpfung des unlauteren flamirung seines Bundes mit der klerikal- monarchistischen Stechten zum Honolulu, 24. Mai.( N. 2. Sun.") Die Regierung von Wettbewerbes( falsche Angabe über die Art des Bezuges Zwecke der Gesellschaftsrettung.... Indeß auf die Argumente von hüben Hawaii hat den japanischen Gesandten davon benachrichtigt, daß sie §§ 1 und 4) verstößt. Die alleinige Verarbeitung der Kamerun- und drüben kommt es nicht weiter an. Selbst der Umstand, daß aus der von ihrem Standpunkte in der japauischen Einwanderungsfrage bohne würde ein ungenügendes Fabritat ergeben, aber nichts Mitte der Kammer nur Abgeordnete der Rechten für das Ministerium nicht zurückweichen werde. bindert die Gesellschaft, das gelieferte Fabritat richtig als eine eintraten und daß einer derselben geradezu erklärte, die Rechte unterMischung zu benennen. Unter Fachleuten iſt es ja längst kein Ge- flüße das Ministerium, weil dessen Politik ihrem Programm am heimniß mehr, daß die in unseren beutschen Kolonien nächsten einen Gintu bas that fachlice pugtail de ab geerntete Kakaobohne ohne Vermengung mit einer Stimmung feinen Einfluß aus. Die geldfact- republikanische und Ein eigenartiges Jubiläum feiert heute in Leidenfleth anderen charaktervollen Bohne zur Kakaopulver- Fabrikation wenig monarchistisch klerikale Koalition hielt im Namen der gemeinsamen in Holstein einer unserer ältesten Parteigenoffen, Claus Roop. Klassenintereffen auch diesmal treu zusammen. Die ministerstürzende m ann. Am 2. Juni 1872 wurde für ihn ein Schiff vom Stapel Die Kamerun Kalao- Gesellschaft ist ja auch nicht zur Sebung Resolution Delcaffé's forderte die Kammer auf zur Einweihung einer gelaffen, das unter Mitwirkung der Parteigenoffen Winter und unferer Kolonien gegründet worden, sondern sie dient den rein per neuen Politik, beruhend auf dem Bunde der Republikaner", Reimers aus Hamburg und in Gegenwart von mehreren tausend sönlichen Interessen der Gesellschafter. Auf grund eines Vertrages, zum Zwecke der Befriedigung der gerechten Forderungen des allge. Personen den Namen" Lassalle" erhielt. Der Neue Sozial Derwendbar ist. " Partei- Nachrichten. = demokrat" in Berlin widmete damals der Begebenheit einen eigenen| bestehen, werden die wirthschaftlichen Rämpfe, mit oder ohne zeit- Die freie Vereinigung von Krankenkassen im Grof Artikel. weilige oder dauernde Tarifgemeinschaft oder Vereinbarungen, nicht herzogthum Heffen hielt am 31. Mai zu Bad Nauheim ihre 25 Jahre sind heute feit jenem Tage vergangen. Mancher aufhören. Organisationen, welche diesen Standpunkt nicht vertreten, fünfte Generalversammlung ab. Vertreten waren 63 Krankenkassen schwere Sturm ist in den vielen Jahren über das Schiff dahin ge- find verurtheilt, zu grunde zu gehen oder einflußlos dahinzuvegitiren. durch 101 Delegirte. Als Vertreter der Regierung waren Rebraust, wie in diesem langen Zeitraum die sozialdemokratische Partei Deswegen erscheint uns, gerade vom Standpunkt der modernen gierungsrath Dr. Die und Rechnungsrath 3eller von der Sturm auf Sturm zu bestehen hatte. Fest und treu wie sie ist auch Arbeiterbewegung, das Vorgehen gegen Organisationen nicht an- Landesversicherungs- Anstalt in Darmstadt anwesend. Nach dem Claus Koopmann geblieben. gebracht, welche durch Jahrzehnte bindurch geführte Kämpfe den Bericht des geschäftsführenden Ausschusses umfaßt der Verband Die Parteigenossen von Leidenfleth werden aus Anlaß des Nachweis geführt haben, daß sie nicht nach Hirsch- Duncker'schem" iegt 40 Drts-, 20 Betriebs- und 3 Jnnungskassen mit 65 870 MitJubiläums eine Festlichkeit veranstalten, dem alten Mitkämpfer zu Muster, sondern durch die in der Natur des gewerkschaftlichen gliedern. Ueber die Uebernahme des Heilverfahrens Ehren. Möge er der Partei noch viele Jahre erhalten bleiben und Kampfes liegenden Bedingungen zu Tarifvereinbarungen fommen, durch die Landesversicherungs- Anstalt nach§ 12 des aus den tosenden Fluthen des Klassenkampfes der Gegenwart noch felbst wenn diese nicht den Wünschen aller interessirten Kreise ents Gesetzes vom 22. Juni 1889 referirte Regierungsrath Dr. Die y. auftauchen sehen die Küste des glücklichen Landes, das der Sozialismus sprechen." Es handelt sich hier um diejenigen Kranken, denen bei raschem Ein sucht und wohin den Weg gezeigt hat, neben Mary. Engels An die Arbeiter Deutschlands! Der Ausstand der Textil- greifen im ersten Stadium der Krankheit, besonders bei Lungens und anderen Vorkämpfern, kühn und begeisternd einst Ferdinand arbeiter der Jutespinnerei und Weberei Bremen tuberkulose, durch rechtzeitige Unterbringung in geeigneten Lassalle. dauert fort. Betheiligt find weit über 1000 Personen. Der Unter- Heilanstalten noch Rettung gebracht werden kann. An der Hand zeichnete sowie das Bremer Gewerkschaftskartell haben dem Ausstand von Zahlen wies er nach, daß in den letzten Jahren einem immer ihre Zustimmung ertheilt. Wir ersuchen die Arbeiterschaft, besonders größeren Prozentsatz solcher Kranken Heilung gebracht worden ist, habe aber die der Textilindustrie, den kämpfenden Bremern moralisch wie leider noch immer eine große Zahl zurück finanziell nach Kräften zur Seite zu stehen. Der Zentralvorstand gewiesen werden müssen, deren Krankheit schon zu weit vorgeschritten deutscher Textilarbeiter. gewesen sei. Die Kassen möchten bei den Aerzten stetig auf frühzeitige Ueberweisung hinwirken. Bezüglich der im Reichstag voreine Betition an Reichstag und Bundesrath zu richten, worin die liegenden Novelle zum Unfall- Versicherungsgesetz wurde beschlossen, Forderung aufgestellt werden soll, daß alle kosten vom ersten Tage des Unfalles von den Berufsgenossenschaften an die Krankenfassen zurückerstattet werden sollen. Weiter beschloß die Versammlung einstimmig, in einer Petition an den hessischen Landtag den von den sozialdemokratischen Landtags- Abgeordneten gestellten Antrag auf Errichtung einer Landes Lungenbeilanstalt zu unterstügen. Als Sitz des geschäftsführenden Ausschusses wurde lung Michelstadt im Odenwald bestimmt. Worms wiedergewählt und zum Ort der nächsten Generalversamm Die belgischen Gewerbegerichts Beisiter halten am 5. September in Brüssel einen Rongreß ab. Todtenliste der Partei. In Brünninghausen bei Lüdenscheid in Westfalen ist der Partei- Vertrauensmann Bergarbeiter Wohlfahrt aus dem Leben geschieden. " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Ueber den Tischlerstreik in Rostock ist zu berichten: Von den 28 aus Berlin herbeigeholten Tischlern sind 24 wieder abgereist, nachdem sie über die Sachlage unterrichtet waren. Man hatte ihnen gesagt, der Streit sei beendet. Zuzug ist streng fernzuhalten. In Planiz bei Zwickau i. S. ist der Wahlverein aufgelöst worden. Mit ihm sank der letzte derartige Verein im 40. ländlichen Landtags- Wahlkreise dahin. Die Auflösung wird damit begründet, daß der Verein seine Sagungen wieder: Auf eine Eingabe der Flensburger Hafenarbeiter an die holt überschritten habe. Das Statut schreibt vor:§ 1: Zweck dortige Handelskammer zum Zweck der Erreichung eines fe ft en fest des Vereins ift: Theilnahme an voltsthümlichen obutarifs hat die Kammer in der letzten Sitzung zur Prüfung und öffentlichen Wahlen..§ 2: Dieser Zweck soll erreicht der Angelegenheit eine Kommission aus den betheiligten Rhedern werden durch Versammlungen, Vorträge, Förderung allgemeiner gewählt. Kenntnisse und Besprechung aller damit zusammenbängenden Angelegenheiten. Die Behörde hat nun z. B. eine Ueberschreitung 43 Unternehmern bewilligt bekommen. Ausständig sind, nachdem Die Zimmerer Hannovers haben ihre Forderungen von der Sagungen darin gefunden, daß in einer Vereinsversammlung 78 Mann den Ort verlassen haben, noch 52 Mann. Im ganzen Selbstmordchronik. Man schreibt uns: Die letzten für die der Landtags Abgeordnete Stolle in seinem Vortrag die Frage find bis jetzt 395 Arbeitskarten ausgegeben. 184 Zimmerer betheiligen Erwerbsverhältnisse günstigeren Jahre haben eine Abnahme der der Verkürzung der Arbeitszeit berührte; die Behörde behauptet, daß diese Frage mit dem Vereinszweck in feiner Ver- fich nicht an der Bewegung. Selbstmorde zuwege gebracht. Im Jahre 1895 endeten in Preußen bindung bestehe. Seit langen Jahren fordert aber die Arbeiterschaft In Minden in Westfalen sind am 31. Mat die Maler in insgesammt 6174 Personen durch Selbstmord. Das macht auf je gefegliche Verkürzung der Arbeitszeit, die nur durch Wahl solcher einen Lobukampf eingetreten. Sie fordern 10 stündige Arbeitszeit, 100 000 Lebende 19 Selbstmorde, während in den vorhergehenden Abgeordneten erreicht wird, die auf dem Boden der Arbeiter- 35 Pi. Stundenlohn, 25 pet. Aufschlag für Ueberstanden und Sonn- vier Jahren 21 auf 100 000 gezählt wurden. Daß man diese Abbewegung stehen. Deshalb gehört die Besprechung der Verkürzung tagsarbeit, Wegfall der Affordarbeit und der Kündigung, Unter- nahme ausschließlich auf das Konto der verbesserten Geschäfts. der Arbeitszeit selbstverständlich zu den Aufgaben eines Arbeiter- laffung von Maßregelungen, Anerkennung des Arbeitsnachweises der konjunkturen sehen muß, geht daraus hervor, daß die Abnahme nur wahlvereins. Gehilfen. Zwei Weister haben bewilligt. Im Streit stehen bis die Männer betrifft, die Selbstmordziffer der Frauen aber dieselbe Die Oberfräutische Volkszeitung" in Hof jett 25 Maler. Da die Meister Arbeiskräfte von außerhalb kommen geblieben ist. Die Männer find eben heute in der überschreibt: Bom Strafrichter scheinen wir nicht loskommen zu sollen. lassen wollen, wird um so dringlicher gebeten, den Buzug fern zu wiegenden Mehrzahl doch noch die Erwerbenden, die den Kampf Genosse Taubald, der früher verantwortlich zeichnete, wird sich halten. Briefe und Gelder sind zu senden an 9. Welp in Minden um die Existenz am unmittelbarsten auszufechten haben; so werden wegen Beleidigung des Pfarrers Dümmler von Schwarzenbach a. W. i. W., Königswallstr. 83. fie auch von den Verbesserungen oder Verschlechterungen des Arbeitss vor dem nächsten Schwurgericht zu verantworten haben, und schon ist wieder Anklage gegen den Genossen Stüdlen erhoben, der durch Selbstmord, 1895 dagegen nur 31. Wenn sich dagegen im 100 000 Männern endeten in den vorhergehenden Jahren 33-34 marktes oder der Geschäftslage am stärksten beeinflußt. Von je den Kantor Kießling von Schwarzenbach a. S. beleidigt haben soll. Jahre 1895, ebenso wie feit einer langen Reihe von Jahren, von je 100 000 Frauen 8 das Leben nahmen, so darf man dieses Gleich bleiben der Selbstmordziffer darauf zurückführen, daß bei den Frauen häufiger Leidenschaften, körperliche Leiden, Geisteskrankheiten und Berlin und Umgebung. dergleichen zum Selbstmord führen, als wirthschaftliche Ursachen.- Die Achtung, Gewerkschaften! Um den für den 9. Juni abzuhaltenden Versammlungen, in welchen gegen das neue VereinsDer Holzarbeiterstreit in Geringswalde i. S. ift, wie die und Vergiften aus dem Leben. Von hundert männlichen meisten Selbstmörder scheiden durch Erhängen, Ertränken, Erschießen gefez Stellung genommen werden soll, einen einheitlichen Charakter Leipz. Volksztg." mittheilt, beendet, und zwar durch Vermittelung Selbstmördern haben zwischen 60 und 67 den Tod durch Erhängen ( Kollektiv.Juserat, Säulenanschlag zc.) zu geben, werden die Ein- der Amishauptmannschaft. Zwischen Fabrikanten und Arbeitern wurde gesucht, 12 bis 16 sich erschossen, 12 bis 14 sich erträuft und 1 bis 3 berufer der Branchen bezw. Gruppenversammlungen ersucht, bis in einer gemeinschaftlichen Eigung ein Vergleich abgeschloffen, fich vergiftet. Von 100 Frauen unter den Selbstmördern hat spätestens den 4. Juni die Lokale und event. die Referenten dem der im wesentlichen folgendes besagt: Am Montag foll die Arbeit ebenfalls die größte Anzahl die Todesart des Erhängens gewählt, Unterzeichneten bekannt zu geben. Die polizeiliche Anmeldung der wieder aufgenommen werden. Die Streitenden werden bis auf Bersammlungen hat durch die einzelnen Einberufer selbst zu gewei, die freiwillig auf ihre Wiedereinstellung verzichteten, wieder nämlich fast die Hälfte; 34 bis 41 haben den Tod im Waffer ge sucht, und ungefähr 10 haben sich vergiftet. schehen. Berliner Gewerkschafts- Kommission, Annen- eingestellt. Keinem Arbeiter darf aus seiner Zugehörigkeit zum straße 16. J. A.: R. Millarg. Holzarbeiterverband ein Nachtheil erwachsen. Eine Kommission Fer Arbeiter und eine der Fabrikanten soll den in anderen Depeschen und lehte Nachrichten. Deutsches Reich. Orten der Gegend gezahlten Stücklohn ermitteln und der so erDas ,, Correspondenzblatt der Generalfommission der mittelte Durchschnittslohn soll dann in Geringswalde eingeführt Gewerkschaften Deutschlands" erörtert in Nr. 22 vom 31. Mai werden. Wahrscheinlich wird sich dadurch eine Erhöhung der Löhne in einem Artikel Tarife und Tarifgemeinschaft im um 15 bis 20 pet. ergeben. In den vier großen Fabriken soll ein gewerkschaftlichen Kampfe" die Frage, ob der gegen die Arbeiterausschuß gewählt werden. Den Drechslern wird das Hand Buchdruckerorganisation von mancher Seite erhobene wertszeug von den Fabrikanten geliefert, den Bildhauern wird das Vorwurf, sie sei hirsch- dunckerisch, berechtigt ist oder nicht. Das Handwertszeug von den Fabrikanten gegen etwaige Zerstörung verCorrespondenzblatt" schreibt darüber u. a.: fichert. Die Arbeiter dagegen versprechen, nach Möglichkeit für guten Zuzug von geeigneten Arbeitskräften Sorge zu tragen. Gewerkschaftliches. " „ Abgesehen davon, daß die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Gewerkschafts Organisationen den im trennt. Streit, nachdem im Laufe der vorigen Woche 28 abgereist sind und Von den Tischlern Magdeburgs stehen noch 130 Mann im 85 bei fünf Unternehmern bewilligt bekommen haben. Im ganzen find nun in 42 Werkstätten die Förderungen durchgesetzt. Die Bildhauer Sachseus halten ihre diesjährige Wanderversammlung am 22. und 23. August in der Goldenen Krone in Leipzig Ronnewitz ab. reduktion. Ausland. V " Solingen, 1. Juni.( Privatdepesche des Vorwärts".) Die unleidlichen Bänfereien unter unseren Genossen haben den selben bei den heutigen Stadtverordneten- Wahlen wieder eine Niederlage eingebracht. Da die Bergische Arbeiterstimme" Wahlenthaltung proklamirte, ist unser Kandidat, ein Anhänger Schu macher's, unterlegen. Hamburg, 1. Juni.( Privatdepesche des Vorwärts".) Neun ältere Leute des fünfzehnten Husaren- Regiments, das in Wandsbeck Wesen der modernen Produktion liegenden Gegenfaz zwischen Jn Gera ist sämmtlichen Arbeitern der Teppich weberei liegt, wurden wegen Mißhandlung des Retruten Teyfel zu zwei Rapital und Arbeit erkennen und rückhaltslos von alpert. Go. gekündigt worden, weil sie einen Lohntarif bis drei Monaten Festung verurtheilt und heute nach Spandau anerkennen, werden sie zu Vereinbarungen mit den Unter- vorgelegt hatten, der angeblich vollständig unannehmbar sein soll. transportirt. nehmern nur dann kommen, wenn sie sich durch den wirth: Die Forderungen waren gestellt als Antwort auf eine Lohn 4. Torpedoboots Division durchgebrannte Marineschreiber Jakob Kiel, 1. Juni.( Eig. Ber.) Der mit der gesammten Rasse der schaftlichen Kampf eine Machtstellung und die Gleichberechtigung errungen haben. Dalt ist, wie amtlich gemeldet wird, am Freitag in Brüssel verDas ist der tiese Gegensatz, der uns von den Hirsch Duncker'schen Organisationen Böhmen haben sämmtliche Arbeiter wegen Lohndifferenzen In der Fahrradfabrik ,, Turnia" in Turn bei Teplit in in seinem Besitz. hastet. Von den mitgenommenen 29000 M. waren noch 20 000 m. Aber jede Gewerkschaftsorganisation, welche, nicht von dem die Arbeit niedergelegt. Der Chef der Firma, Fran 3 meldet, hat das Erekutiv- Komitee der Majorität des ReichsWien, 1. Juni.( W. T. B.) Wie die Neue Freie Presse" Grundsatz ausgehend, daß harmonische Intereffen zwischen Kapital Schubert, weigert sich, überhaupt in Verhandlungen zu treten. rathe heute in die von der Regierung verlangte Vertagung ge und Arbeit vorhanden sind, sondern auf grund der durch langjährige Er hofft, genügend Arbeitskräfte aus Deutschland, besonders willigt. Morgen wird, nach einer furzen Sigung, der Reichsrath Rämpfe erworbenen Machtstellung zu Zarisvereinbarungen mit den Sachfen, heranziehen zu können. Die Ausständigen richten des vertagt und im Laufe des Sommers nicht wieder zusammentreten. Unternehmern kommt, wird nicht als von„ Hirsch- Duncker'schen" halb an alle Schlosser, Dreher, Monteure und Schleifer im Deutschen Budapest, 1. Juni.( W. T. B.) Die Presse verurtheilt die Harmoniegedanken angetränkelt zu betrachten sein, ganz gleichgiltig, ob Reich dns dringende Ersuchen, den Zuzug fern zu halten. geftrigen Kundgebungen gegen die deutschen Schauspieler schärfstens die jeweilig getroffenen Vereinbarungen den Wünschen aller Mit- Das schweizerische Arbeitersekretariat in Zürich hat soeben und konstatirt, daß dieselben mehr ein Ausfluß geschäftlicher Kon glieder der Organisation, oder den noch im Kampf um die An- seinen Jahresbericht für 1896 veröffentlicht, der diesmal nicht mehr turrenz als des nationalen Chauvinismus seien. Als an den Kund. erkennung der Organisation seitens der Unternehmer stehenden Arbeiter wie früher auch besondere Arbeiten enthält, da solche nunmehr ge- gebungen betheiligt sind 21 Personen verhaftet und sämmtlich zu entsprechen." sondert publizirt werden sollen. Außer dem Berichte des Zentral- Geldstrafen bis zu 50 Gulden event. entsprechendem Arrest verurtheilt Das„ Correspondenzblatt" bringt dann einen Abriß der Streifs, bureaus machen auch die Adjunkten in Biel( Reimann) und Genf worden. die die Buchdrucker seit dem Jahre 1848 geführt haben, und sagt( Heritier) über ihre Thätigkeit interessante Mittheilungen. Die Brüffel, 1. Juni.( B. H.) Heute Nachmittag wurde in der hierauf: Jahresausgaben betrugen 25 840 Fr., wovon 15 580 Fr. Besoldungen. Ausstellung der Fesselballon in einer Höhe von 300 Metern un Ueber die Bedingungen der Tarifgemeinschaft der Buchdrucker Die im September in Genf cröffnete Arbeitsbörse erhielt bis dicht; das Gas entwich sehr rasch dem Ballon. Dieser fiel plöglich selbst ein Urtheil zu fällen, halten wir uns nicht für berechtigt. Es Ende 1896 2158 Arbeitsgesuche, 433 Nachfragen und vermittelte herunter und stürzte auf eine Maschinenhalle. Von den in der ift Sache der Organisation, über den Inhalt der Vereinbarungen 224 Arbeiter. Genosse Heritier macht verschiedene Mit Gondel befindlichen sechs Personen wurden drei verwundet. zu entscheiden, und sie hat auf der Generalversammlung, die im theilungen über die Arbeitsverhältnisse in der welschen Brüffel, 1. Juni.( W. T. B.) Der Unabhängige Congoftaat Juli 1896 in Halle an der Saale stattfand, sich für diese Tarif- Schweiz und namentlich über die Arbeitslöhne, die sehr theilt mit: Der Expedition Michaux, welche nach dem Aufstande gemeinschaft mil 45 gegen 22 Etimmen entschieden. Sache der ungünstig sind. So erhalten in Freiburg die Zimmerleute von Luluaburg von Baron Dhanis beauftragt worden war, die jenigen, welche es mit der Organisation gut und ernst meinen, ist Tagelöhne von 3-4 Fr., in den dortigen Düngerfabriken betragen Aufständischen, die schon 1895 von Lothaire geschlagen worden waren, es, in ihr und mit ihr dahin zu wirfen, daß die den Arbeitern un die Ta gelöhne 2,25-8 Fr. In St. Croix( Waadtland) erhalten die zu verfolgen, ist es gelungen, diese Aufgabe glücklich zu Ende zu führen. günstigen Bedingungen bei der nächsten Vereinbarung oder durch Mufitdosenarbeiter Löhne von 2,50-4 Fr. u. s. w. Der Gründung Da dieser Feldzug damit beendet ist, stehen die Truppen Michaux' einen Kampf beseitigt werden und nicht durch Zwiespalt in der von Gewerkschaften leisten die Fabrikanten, die aus lauter Demo- nunmehr zur Verfügung des Barons Dhanis und werden diesen in Organisation das lebergewicht der Unternehmer dauernd oder tratie" Föderalisten sind und alles bekämpfen, was von Bern kommt, seinem Kampfe gegen die Batetelas, die sich im Norden empört wenigstens für längere Zeit aufrecht zu erhalten. Die im Tarif ent- den heftigsten Widerstand. Trotzdem vermehren sich die Arbeiter haben, unterstützen. Major Chaltin ist im Dezemper von Dungu baltene lange Kündigungsfrist für die Aufhebung desselben ist an organisationen stetig. In der Zigarrenindustrie erhalten die aufgebrochen und hat im Februar Redjaf besetzt. sich der Organisation nicht vortheilhaft, tann aber als Argument Arbeiterinnen Tagelöhne von 1-1,50 Fr., selbst Männer müssen gegen diese Tarifgemeinschaft nicht ins Feld geführt werden, weil in für 1,50-2 Fr. arbeiten. Die höchsten Löhne betragen 3-4 Fr. anderen Berufen, die keine Tarifgemeinschaft haben, Streits und In diesen kapitalistischen Paradiesen haben unabhängig gestellte Lohnbewegungen oft in gleicher oder noch längerer Frist von den Arbeiterführer frucht und dankbare Wirkungsfelder. Dasselbe ist im Arbeitern angekündigt oder unter den Augen der Unternehmer vor- Kanton Tessin der Fall, der ebenfalls einen italienisch sprechenden bereitet werden. Adjunkten erhalten soll. Rom, 1. Juni.( W. T. B.) Der Bureaudirektor des päpstlichen Majordomats Commendatore Martinucci wurde heute Morgen auf dem Wege nach seinem Bureau bei den Kolonnaden der Peters. firche von einem Stallburschen Ciriaco Rossi, den er entlassen hatte, angefallen und durch einen Revolverschuß am linken Arm verletzt. Rossi schoß sich darauf ins Ohr und trug schwere Verlegungen davon. nunmehr beendet. Allgemein können wir bemerken, daß wir Tarifverein Aus Dänemark. Der Schneiderstreit in Kopen barungen mit den Unternehmern, welche aus der durch wirth- hagen ist beendet. Er bezweckte die allgemeine Einrichtung von Kopenhagen, 1. Juni.( W. T. B.) Das Landesthing nahm schaftliche Kämpfe, oder durch die Stärke der Organisation herbei- Betriebswerkstätten, was nicht gelungen ist. Der Streit begann am beute in dritter Berathung die Budgetvorlage unverändert an. Dies geführten Machtstellung entspringen, als einen Punkt weiterer 1. April, hat also zirka acht Wochen gedauert und umfaßte über felbe wird nunmehr dem König zur Sanktion unterbreitet werden. Entwickelung der gewerkschaftlichen Bewegung 1000 Schneider, von denen jedoch 200 bei Meistern Arbeit fanden, die Wert. Das angenommene Budget enthält auch einen Staatszuschuß an das betrachten. Bis jetzt ist es außer den Buchdruckern noch feiner ftätten eingerichtet haben. Birta 300 Schneider haben Kopenhagen Internationale Friedensbureau in Bern. Die Reichstagsfession ist Organisation gelungen, solche für ganz Deutschland giltigen Tarife verlassen. oder Tarifgemeinschaften herbeizuführen. Für einzelne Orte sind Der Studateur Streit in Kopenhagen ist ebenfalls Konstantinopel, 1. Juni.( Meldung des Telegraphen aber auch für andere Berufe solche Vereinbarungen für längere zu Ende. Am 1. Mai hatten die Stucateure die Arbeit nieder- Correspondenz- Bureaus.) Der Minister des Auswärtigen theilte oder fürzere Zeit und mit entsprechenden Kündigungsfristen gelegt, weil die Meister den bisher giltigen Tarif gekündigt hatten dem Doyen der Botschafter mündlich mit, die Pforte gewähre geschaffen worden. Die Organisationen werden burch fort und Arbeit zu niederen Preisen verlangten. Die Meister haben im Prinzipe für die Dauer der Friedensverhandlungen den gesetzte Kämpfe die Anerkennung der Gleichberechtigung seitens schließlich im großen ganzen den alten Tarif wieder anerkannt. der Unternehmer erringen. Mit dieser Anerkennung aber In Stubbetjobing auf Falster sind in letzter Zeit mehrere wird folgerichtig auch der Boden für Unterhandlungen, Ver- Fachvereine gegründet worden. Nun haben die Unternehmer allen einbarungen und Schiedsgerichte gegeben. Die Gewerkschaften, Arbeitern, die den Organisationen beigetreten find, gekündigt, falls getragen von dem Geiste der modernen Arbeiterbewegung, fie nicht ihren Austritt aus der Organisation erklären. streben dahin, eine Macht im wirthschaftlichen Kampfe zu werden und von Macht zu Macht mit dem organisirten Unternehmerthum zu unterhandeln und zu Verein barungen und Zarifgemeinschaften zu kommen. Das wird aber Krankenkassenwesen. Der Kranten und Sterbefchieden, daß alle zurückkehren dürfen. weitere Kämpfe nicht ausschließen, wie dies auch die Ge- tasse deutscher Gastwirthsgehilfen( E. H.) zu Berlin schichte der englischen Gewerkschaften und die Geschichte ist vom Reichskanzleramt von neuem die Bescheinigung ertheilt der Buchdrucker- Organisation ausweift. So lange die bürger- worden, daß sie, vorbehältlich der Höhe des Krankengeldes, den An liche Gesellschaft, so lange die moderne Produktionsweise forderungen des§ 75 des Krankenversicherungs- Gefeßes genügt. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Soziales. geltenden Waffenstillstand, dessen Unterzeichnung im türkischen Haupts quartier bevorstehe. Die türkischen Delegirten für die Friedens. verhandlungen mit den Botschaftern sind bereits ernannt. Die Berhandlungen beginnen in den nächsten Tagen. Sofia, 1. Juni.( B. H.) Der Kriegsminister ordnete die von dem Exminister Petroff beseitigte Formation der selbständigen Kadres der Refervetruppen au. " Sofia, 1. Juni.( B. H.) Die Emigrantenfrage ist dahin ent = New York, 1. Juni.( W. T. B.) Der amerikanische Kreuzer Marblehead" hat gestern bei Miami in Florida den Freibeuters Dampfer Dauntleß" beschlagnahmt, als derselbe im Begriff war, mit Refruten und Munition nach Ruba abzugehen. Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Ir. 126. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Mittwoch, 2. Juni 1897. " den Schuldigen wieder aufzunehmen. Dieser tann nicht mehr Der Zeuge bekundet noch, daß der frühere Verleger des Deutschen zur Rechenschaft gezogen werden, weil er inzwischen ge- Tageblatt", Friedr. Luckhardt, der später die Zeitschrift Der neue Arbeitsnachweise in Deutschland. torben ist. Also ich habe keineswegs in dieser Angelegen. Kurs" herausgab und jetzt in Leipzig einen Verlagsbuchhandel be heit irgend ein Staatsinteresse vorgeschüßt, um irgend etwas zu vertreibt, ihm folgende Mittheilung gemacht habe: Gelegentlich einer Unterredung, die Luckhardt mit v. Tausch gehabt, habe der letztere gesagt: Caprivi muß fort und Waldersee an seine Stelle kommen, das jezige Regierungssystem ist der Entwickelung des Deutschen Reiches nicht günstig. = " " Dr. Hamann. " Die Politische Polizei denunzirt Sozialdemokraten als Urheber der Schumann- Artikel. ob Dem vom Berliner Zentralverein für Arbeitsnachweis soeben schleiern. veröffentlichten Geschäftsbericht ist eine Uebersicht über die Ergebnisse der kommunalen und Vereins- Arbeitsnachweise im Deutschen Reich Vernehmung des Legationsrathes im Auswärtigen Amte, angehängt. Diese Uebersicht ist von dem Vorsitzenden der Berliner Alters- und Invaliditäts Versicherungs- Anstalt, Dr. Richard Dr. Hamann: Ich kam zuerst im Sommer 1891( 93?) mit Freund, bearbeitet und giebt eine gute Zusammenfassung der dem Angeklagten v. Tausch in persönliche Berührung. Derselbe fam Resultate, die durch jene öffentlichen Arbeitsnachweise bisher in in meine Wohnung und bat mich um eine Gefälligkeit. Sie bestand Deutschland erreicht worden sind. Es find behandelt 44 auf Kosten darin, daß ich ein Urtheil darüber abgeben könne, von wem wohl Dr. Hamann: Es geht aus den Akten nur hervor, daß die der betreffenden Gemeinden und 23 von Vereinen errichtete allge- die Handschrift eines Manuskripts stamme, welches v. Tausch bei sich führte. Botschaft im Jahre 1891 eine ganze Anzahl von Artikeln mit einem meine Arbeitsnachweise. Die Anstalten erheben meist von den Das Manuskript enthielt schwere Beleidigungen Sr. Majestät und Berichte hierhergeschickt hat, in welchem gesagt wurde, alle diese Arbeitsuchenden eine kleine Einschreibgebühr, zum theil funktioniren Nachrichten über den Gesundheitszustand des Kaisers, der kurz zuvor beleidigenden Artikel tämen fix und fertig aus Berlin und fie auch umsonst. auf dem„ Hohenzollern" einen kleinen Unfall erlitten. Der Zeuge würden der Agence Libre" unentgeltlich zur Verfügung Die Gesammtzahlen für das Jahr 1896 find die folgenden: berief sich auf meine frühere Thätigkeit als Journalist, ich konnte gestellt. Dieser Bericht wurde an Herrn v. Mauderode ge Von den 44 kommunalen Anstalten wurden 83 783 Stellen und von ihm aber keine bestimmte Auskunft geben, sagte aber, sie rühre viel geben. Die politische Polizei antwortete, ihre Ermittelungen den 23 Vereinen 121 486 Stellen vermittelt. Insgesammt wurden leicht von einem gewissen Schumann her. Im Januar d. I. hätten ergeben, der Urheber dieser Schandartikel sei in also über 205 000 Stellen in einem Jahre vermittelt. Das habe ich von Herrn v. Marschall aus einem Sammelt ouvert fozialdemokratischen Kreisen zu suchen; das ist ist ja eine ganz hübsche Zahl. Wenn man aber bedenkt, von Nachrichten über den Gesundheitszustand des zwar nicht wahr, aber Normann- Schumann hat es in der That daß diese Anstalten darauf ausgehen, nach und nach die gesammte Kaisers den Auszug eines Schreibens erhalten, das ein katholischer schlimmer getrieben als der ärgste Sozialdemokrat. Arbeitsvermittelung an sich zu ziehen, so muß man doch sagen, daß Redakteur, Rechtsanwalt Dr. Ba chem aus Köln, an den Reichs. Bismarck befiehlt Disziplinaruntersuchung gegen Tausch. -gegenüber den in Deutschland jährlich nach Millionen fangler Caprivi gesandt hatte unter Beifügung eines Originalzählenden Stellenwechseln- diese Anstalten noch recht weit vom artikels, der aus Berlin an einen Redakteur in Paris geDr. Hamann: Ich bitte nun eine andere Sache hier aufBiele entfernt sind. Auch die Zusammenfassung der einzelnen An- gangen war und so bedenkliche Angriffe gegen den Raiser flären zu dürfen. Herr Oberstaatsanwalt Drescher hat gemeint, die stalten zu Landesverbänden und die Krönung des Ganzen enthielt, daß die Aufnahme abgelehnt wurde. Man wollte trotz der Untersuchung sei auf Antrag des Auswärtigen Amtes erfolgt. Die durch einen Reichsverband ist abgesehen von den Landes. Bedenklichkeit des Artikels den Verfasser aber nicht entlassen, Aften der Reichskanzlei, zu deren Gebrauch ich vom Reichskanzler verbänden in Baden und Württemberg vorläufig noch ein frommer weil er so gut orientirt war. Die Sache wurde autorisirt bin, ergeben, daß Herr Schweinburg sich im Jahre 1889 Wunsch der betheiligten Kreise. Sind doch bisher sogar fast über- von Mauderode zur weiteren Nachforschung übergeben. beim Geheimen Regierungsrath Rottenburg darüber beschwert hat, all die Versuche gescheitert, eine Verbindung verschiedener Arbeits- Schon im Jahre 1891 hatte die Redaktion der Kölnischen Volks- daß Herr v. Tausch ihn wiederholt um ein Darlehn nachweise zum Zwecke des gegenseitigen Austausches der Meldungen zeitung" darauf aufmerksam gemacht, daß in franzöfifchen und bel von 2000 Mart zur Regelung seiner Schulden ersucht habe. herbeizuführen, was doch gewiß eine sehr vortheilhafte Ein- gischen Blättern Artikel erschienen, die geradezu wahnsinnige Schildes Herr Schweinburg habe ihm dann auch ein Afzept von 500 Mart richtung wäre. rungen über die Zustände in den höchsten Kreisen, über Konferenzen eingelöst, das weitere Ersuchen um Darlehn aber abgelehnt. Darauf Von den 44 kommunalen Anstalten weist München der Aerzte, betr. den Gesundheitszustand des Kaisers, enthielten 2c. habe ihm v. Tausch persönlich und in Briefen verschiedene die bedeutendsten Erfolge mit 25 586 vermittelten Stellen auf; So wurde jener kleine, aus Versehen herbeigeführte Unfall auf dem sonderbare Andeutungen darüber gemacht, daß demnächst allerlei über ihn in der gegnerischen es folgt Stuttgart mit 13 111, Erfurt mit 12 088, Frankfurt Hohenzollern" als Folge außerordentlicher nervöser Ueber- ungünstige Mittheilungen a. M. mit 6492 und Nürnberg mit 4960 im Jahre 1896 reizung hingestellt. Dies Material wurde dem Kriminalkommissar Presse erscheinen dürften. Daraufhin hat dann Fürst Bis den Minister des Innern gerichtet, vermittelten Stellen. Die übrigen Städte weisen kleinere Bahlen auf. v. Tausch übergeben mit dem Austrage, den Thäter in Köln marc ein Schreiben an leber 1000 Stellen wurden noch in den Städten Breslau, Cannstadt, zu ermitteln. Herr v. Tausch habe keinen Erfolg gehabt. Bei den in welchem es heißt: v. Tausch erscheine schon durch seine ungeordneten Fürth, Heidelberg, Straßburg i. E., Ulm und in dem Berliner Vor- Akten befinde sich ein Brief des Rechtsanwalts Bachem in Köln an Vermögensverhältnisse ungeeignet für seinen Posten; besonders cr ort Rigdorf vermittelt. Unter den Vereins- Arbeits nach den Herrn v. Tausch aus Frühjahr in der aus burg's der Presse bedient habe. Sein ungeschicktes weifen marfchirt Hamburg mit 25 557 vermittelten Stellen an darauf aufmerksam gemacht wurde, ihr 1892, worin der Adreſſat schwerend sei es aber, wenn er sich zur Diskreditirung SchweinDer Minister der Spize. Die nächsten sind Berlin mit 20 619, Mannheim mit wärtigen Presse wieder beginnen. Als Beweis legte Rechtsanwalt Auftreten erinnere an Wohlgemuth. 14 055, Dresden mit 11 802, Köln mit 11 380, Karlsruhe mit 5925 Bachem einen Ausschnitt aus dem„ Figaro" bei, worin über den des Innern hat dann die Vernehmung des Herr v. Tausch und Freiburg i. Br. mit 6866. Ueber 1000 Stellen vermittelten Kaiser die bedenklichsten Gerüchte verbreitet wurden. angeordnet und diese hat zu dem Ergebniß geführt, daß der Minister unter den Vereinsarbeitsnachweisen außer den vorgenannten die Später haben dann die Nachforschungen, die ich selbst anv. Herrfurth den Polizeipräsidenten beauftragt hat, Herrn v. Tausch folgenden Städte: Augsburg, Darmstadt, Düsseldorf, Essen, Halle, st ellen ließ, ergeben, daß Normann Schumann wegen seines unangemessenen Verhaltens namentlich in bezug auf Hannover, Konstanz, Mülhausen i. Elf., Pforzheim, Posen und der Verfasser dieser Artikel war. Ich fragte mich, die Deckung seiner Wechselschulden einen Verweis zu ertheilen. Ob Wiesbaden. warum Tausch nicht auf Schumann als Urheber gekommen, da doch der Verweis ertheilt ist, ergeben die Atten nicht. Bemerkenswerth für die bisherige Entwickelung fast aller dieser die Nachforschungen auf grund desselben Manuskriptes Der Präsident greift ein. öffentlichen Anstalten ist es, daß sich ihre Hauptthätigkeit stattgefunden. In der Agence libre", im Intransigeant", Vors.: Aus alledem ist nach meiner Ansicht noch immer nicht auf die Vermittelung von Stellen für ungelernte Arbeiter Radical" wurde es noch toller getrieben als seinerzeit im Patriot". beschränkt. Für die eigentlichen gelernten Berufsgruppen existiren eben Schumann hatte einen unglücklichen Menschen, Richard Grothe, u entnehmen, daß der Angeklagte v. Tausch Politik getrieben hat. Es scheint doch, als der vielerwähnte Normanns eine Menge von Facharbeitsnachweisen der Arbeiter oder der in völliger Abhängigkeit an sich gebracht und zu seinem Schumann vorwiegend unter Herrn v. Mauderode gearbeitet Unternehmer, so daß sich die öffentlichen Anstalten bisher nur einen wiffenlosen Werkzeug gemacht. Grothe hatte hier eine Straf- hat und es ist ganz zweifellos, daß dieser Normann- Schumann ein Theil der Arbeitsvermittelung für die nichtorganisirten, ungelernten that begangen, wegen der er eine Bestrafung zu erwarten Arbeiter errungen haben. Bon gelernten Arbeitern, die sich dieser hatte. Schumann überredete ihn zu flüchten, er unterstügte ihn sehr vielseitiger, verschlagener Mensch ist. Er scheint gefcheidter gewesen zu sein, als der Angeklagte v. Tausch. Einrichtungen bedienten, findet man noch am häufigsten aufgeführt hierzu mit 100 Mart. Grothe mußte nach Paris gehen und hatte Aber selbst angenommen, daß der Angeklagte in Köln nicht seine Tischler, Schneider, Schlosser, Maler.- Geklagt wird von vielen die Aufgabe, die ihm von Schumann gesandten Artikel in die fran- pflicht zur Ermittelung des Verfassers der Artikel gethan hat, Anstalten darüber, daß fie der Nachfrage nach Lehr- zöfifchen Zeitungen zu bringen und ihm möglichst viele Belags so würde ihm diese Unterlassung schwere Vorwürfe in seiner lingen nicht haben entsprechen können, da sich die Mehr- nummern zu schicken. Es waren Artikel der ungeheuerlichsten zahl der der jungen Burschen nach den Stellen der un- Art. In einem derselben wurde behauptet, daß Graf Caprivi igenschaft als Beamter eintragen, aber es ergiebt sich daraus noch teine Thatsache, die da beweisen könnte, daß der Angeklagte gelernten Arbeiter drängt. Der Bericht konstatirt jedoch, bei dem Zusammenbruch der Bankfirma Hirschfeld u. Wolff einen Meineid leistete, als er beschwor, feine Politik getrieben zu daß dies nicht an dem mangelnden Streben der Kinder liegt, 400 000 Mart eingebüßt habe. Davan fnüpfte fich die haben. Deshalb ist von alledem, so interessant und erheblich es sondern daran, daß die Eltern auf den Verdienst der Kinder nicht Frage, wvie Graf Caprivi wohl 811 diesem Vermögen verzichten wollen können, da das Kind für den Unterhalt der Familie miterwerben Schloß freiheits Lotterie Geld gemacht habe; in einem anwalt Dr. Holy: Der Beuge hat uns sehr interessante Mit jedenfalls, weil sie nicht darauf verzichten gekommen sei, und wurden Andeutungen gemacht, als ob er bei der für die Beurtheilung der Persönlichkeit des Angeklagten sein mag, wenig für die Zwecke dieser Anklage zu verwerthen. Rechtsmuß. Der Grund für die allgemein auftretende Schwierigkeit, anderen wurde Lucanus beschuldigt, mit Hofrat M'an ché ein anwalt Dr. Holy: Der Zeuge hat uns sehr interessante Mits Arbeiter für die Landwirthschaft zu gewinnen, liegt, wie zu Kompagniegeschäft in Ordensschacher zu machen. In einem dritten theilungen darüber gemacht, in welcher Weise sich der Angeklagte v. Tausch dem Verlagsbuchhändler Luckhardt in Leipzig gegenüber treffend hervorgehoben wird, nicht sowohl in der Einförmigkeit des war von einem hohen Offizier die Rede, der bei der Abschiedsvisite über den neuen Kurs geäußert hat. Es wird nach meiner Landlebens und den Annehmlichkeiten des Stadtlebens, als vielmehr vom Hof gesehen, daß die Kaiserin fortwährend in Thränen war über Meinung nöthig sein, Herrn Luckhardt darüber zu vernehmen. in den schlechten Lohn- und Arbeitsverhältnissen und der langen, den Gesundheitszustand des Kaisers u. s. w. Selbst die franzöfifche 3e uge: Herr Luckhardt hat mir, wie ich schon sagte, mitgetheilt, Meinung nöthig sein, Herrn Luckhardt darüber zu vernehmen.-ungeregelten Arbeitszeit. Regierung sprach ihre Verwanderung darüber aus, und in ver Was die Vermittelung für weibliche Personen betrifft, so schiedenen französischen Blättern machte man sich über diejenigen Caprivi weg zu bringen und ein neues Regime zu etabliren. der Angeklagte v. Tausch habe ihm gesagt, daß es nöthig sei, find von den aufgeführten Anstalten insgesammt zirka 40 000 Beitungen Instig, welche sich von dem„ Berliner WindLuckhardt hat mir gefagt, v. Tausch sei oftmals sehr aufgeregt ge Stellen vermittelt worden. Mit Ausnahme von Berlin handelt es beutel" hineinlegen ließen. Grothe hatte den Auftrag von sich dabei fast überall um Gesinde stellen. Auch hier wird die Schumann, alle Briefe und Manuskripte an ihn zurück- wesen und habe wiederholt aufs heftigste gegen den neuen Unlust der Mädchen hervorgeboben, in Gesindestellungen zu gehen, zu senden. Grothe war aber doch im Besitze zweier Briefe ge- politischen Informationen von v. Tausch erhalten, aber den Ein. Kurs sich ausgesprochen. Herr Luckhardt hatte zwar keine direkten da sie- obgleich fie als Dienstmädchen 2c. materiell in der Regel blieben, welche er später dem Auswärtigen Amt zur Verfügung brud gehabt, daß v. Tausch es wohl gern gesehen hätte, wenn er beffer gestellt sind die größere Freiheit und Selbständigkeit der stellte. In dem einen Schreiben ermahnt Schumann den Grothe, industriellen Arbeiterinnen vorziehen. Kein Wunder! sich nur nicht ängstlich machen zu lassen und nur ja nicht die ihm seine Zeitschrift im Sinne des alten Kurses redigiren ließe. Ob er das als Kriminalkommissarius gesagt hat oder als überfandten Artikel abzuschwächen, er, Schumann, ſei in der Lage, Preuße, der das Recht hat, seine Meinung zu äußern, kann ich sofort zu erfahren, wenn irgend etwas gegen ihn unternommen nicht wissen. Er kam aber doch in dienstlichem Auftrage. werden solle und er könne ihn warnen und schützen. -Präs.: Der Angeklagte v. Tausch hat kein Hehl daraus gemacht, Der Oberstaatsanwalt ersucht den Zeugen, auf daß er ein Anhänger des Fürsten Bismarck sei, und da liegt es ja die Thätigkeit des Herrn v. Tausch zu kommen. Zeuge: Ich bin der Meinung, daß das, was mir gelang, dem Kriminal: wohl nahe, daß er in Unterhaltungen auch diesen seinen tommissar v. Tausch sechs Jahre vorher hätte auch Standpunkt zum Ausdruck gebracht hat. Ob es für ihn als Beamten der Polizei nicht taktvoller gewesen wäre, gelingen müssen, zumal ihm dasselbe Material zur Verfügung stand, dies zu unterlassen, mag dahin gestellt bleiben. Wird man wie mir. Herr v. Tausch besaß die Manuskripte von Normann- aber darin schon ein Politiktreiben erblicken tönnen? Schumann, er besaß Briefe und Adressen des Pariser Korrespondenten, Projek v. Tausch- v. Lükow. Hier, die ihn auf die Spur des Thäters hätten führen können, aber er Buchthaus gesteckt werden soll, müssen wir natürlich diese Frage wo es sich darum handelt, ob der Angeklagte ins Siebenter Verhandlungstag. Dienstag, 1. Juni. hat trotzdem nichts ermittelt. Präsident: Wenn aufs forgfältigste prüfen, und von bestimmten Thatsachen, Eine Erklärung des Oberstaatsanwalts gegen die Praktiken das richtig, muß man dann bösen willen annehmen, daß Tausch Journalisten beeinflußt oder informirt habe, hat der fann es nicht unzulänglichkeit gewefen sein? Dr. Hamann: der politischen Polizei. Zeuge Hamann: Ich halte mich Als Kriminalkommissarius mußte Herr von Tausch wissen, Benge nichts gewußt. Nach Eröffnung der Sigung nimmt Oberstaatsanwalt Drescher für verpflichtet, hier doch auch noch zu betonen, daß alle von uns daß ein schweres Staatsverbrecher porlag; es handelte das Wort: Ich habe mir das Wort erbeten, weil ich erhebliches sich um schändliche Beleidigungen des Staatsoberhauptes, das An angestellten Ermittelungen teinen einzigen Anhaltspunkt Gewicht darauf lege, eine irrthümliche Auffaffung in der Presse über meine Ausführungen in der geftrigen Sigung, die vielleicht sehen des Reiches litt unter den Werleumdungen in der Presse. Ich dafür ergeben haben, daß etwa Fürst Bismarck oder„ Friedrichs Platz greifen fann und Platz gegriffen hat, zu berichtigen und habe nicht den geringsten Anhalt dafür, daß v. Tausch gefliffentlich rub", wie in manchen Beitungen angedeutet wurde, mit Normanns feinen Zweifel darüber zu lassen, welche Stellung ich zu dem und wider befferes Wissen den Normann- Schumann in Schuß nahm, Schumann in irgend einer Verbindung gestanden haben. Neue Zeugenvernehmungen drohen. Vorgehen des Polizeibeamten in der Wedekind'schen aber er mag in diesem Falle nothgedrungen Schonung Meine Ausgeübt haben, weil er zu Normann- Schumann auch in Angelegenheit eingenommen habe und einnehme. Zwischen den verschiedenen Vertheidigern, Staatsanwaltschaft führungen könnten mißverständlich dahin aufgefaßt werden, finanzieller Abhängigkeit durch Wechselschulden und Vorsitzenden entsteht eine lange Disfuffion, ob und welche stand. Er hat sich später, als Normann- Schumann außer Beugen noch im Interesse der Sache bez. der Angeklagten zu vers als ob ich die ganze Angelegenheit, d. h. auch das Verfahren des betreffenden Polizeibeamten als ein harmloses hätte hinstellen Landes gegangen war, damit entschuldigt, daß er nicht Beweise nehmen seien. Tausch's Vertheidigung verlangt eventuell die Verwollen. Es liegt mir aber nichts ferner als dieses. Das habe ich genug gegen ihn gehabt habe, um ihn festnehmen zu können. Es nehmung Bismarck's, Caprivi's, Gomeyer's 2c. Beschlossen wird nicht sagen lönnen und nicht sagen wollen. Ich habe blog fagen wurde wiederholt damals schon angeregt, Normann- Schumann aus auf Antrag Dr. Holz's die Vernehmung des Verlagsbuchhändlers dem Polizeidienste zu entfernen, aber es hieß dann, daß er un- Buckhardt in Leipzig. wollen, daß der Zweck des Vorgehens des betreffenden PolizeiEin neuer Spitel. beamten, der ursprünglich als verfänglich erschien, sich im Laufe der entbehrlich sei. Ich muß wiederholen, daß ich das gegen NormannErmittelungen als harmlos herausgestellt habe. Dagegen habe ich Schumann vorhandene Material für ausreichend hielt, um gegen Journalist Sebald, der folgende Zeuge, war vor etwa zwet das Verhalten des Polizeibeamten in feiner Weise ent- ihn einzuschreiten. Jahren Redakteur der Deutschen Zeitung". Der Angeklagte v. Tausch schuldigen oder in milderem Lichte darstellen wollen. Ich stehe auch Der Oberstaatsanwalt ersucht den Zeugen, Thatsachen sei damals zu ihm gekommen und habe ihn zu gewinnen gewußt, jetzt noch durchaus auf diesem Standpunkt, ich halte auch heute ihm Informationen über Verfasser von Artikeln, Broschüren u. f. 10. noch das Verhalten des Polizeibeamten für ein durchaus ver. Oberstaatsanwalt Drescher: Ich möchte auch von dieser zu geben. Daraus sei damals nichts geworden. Einige Wochen werfliches, gefeßwidriges und straffälliges. In Stelle aus die Bitte an den Herrn Legationsrath richten, endlich später aber habe ich mich an Tausch gewandt. Da dieser mir diefer meiner Auffassung habe ich alles gethan, was meine Pflicht mehr auf die Thatsachen zu kommen. irgend etwas Ehrenrühriges nicht zumuthete und mir auferlegte. Ich habe nicht etwa ein Staatsinteresse da ich hoffte, durch ibn Informationen politischer vorgesehit, um nicht einschreiten zu müssen, im Gegentheil, Natur zu erhalten, so ging ich die Verbindung mit ihm ich habe alles gethan, um der Sache vollständig auf den Grund zu ein. Ich habe auch nie Austand genommen, offen meine Be gehen. Ich habe meine Auffassung auch an teiner Stelle ver Präs.: Wann ist der Beweis geliefert worden, daß diese ziehungen zu ihm zu bekennen. Unsere Verbindung bestand darin, schleiert, sondern in unverblümtester Weise, namentlich auch der Artikel sowie jene der Saale- 3tg." von Normann Schumann her nur daß ab ich ihn und Zu besuchte und vorgefegten Behörde des Beamten gegen rühren?- Dr. Ha mann: Der Beweis ist in der That 1893 ge- daß wir dann uns über die auf der Tagesordnung stehenden über ausgedrückt. Die angestrengte Untersuchung hat liefert worden. Bereits 1891 hatte Herr Legationsrath Riderlen Fragen unterhielten. Präs.: Hat v. Tausch Ihnen den direkten aber ergeben, daß die Meinung, die Absicht sei eine vom Redakteur Jordan der„ Saale 3tg." Briefe erhalten, daß Auftrag gegeben, über den Prozeß Leckert- Lützow zu schreiben? verfängliche gewesen, nicht nicht begründet war und der An- Schumann in Artikeln unzweifelhaft gegen Minister heze. Diese 3euge: Ja, er fagte, daß dieser Prozeß eigentlich gegen ihn geflagte v. Tausch in feiner Weise, die ihm zum Vorwurfe| Briefe wurden zur Unterlage zur Unterlage einer Vorstellung beim gerichtet sei und daß die Herren v. Hollstein und Hamann die gemacht werden könnte, daran betheiligt war. Aber das Verfahren Polizeipräsidium gemacht zur Entfernung Schumann's eigentlichen Antläger seien, und ich brachte dann eine fleine Notiz des Beamten war ein straf würdiges und gefezwidriges. aus dem Dienfte der politischen Polizei. Diese Vorstellung blieb in der Deutschen Zeitung". Praf.: Würden Sie diese ge Ich habe Veranlassung genommen, das Verfahren, nachdem es nach der Nichtung ohne Erfolg, weil man Schumann als un legentliche Bemerkung für eine politische In gegen den Verdächtigen eingestellt worden war, nunmehr gegen entbehrlich hielt, nur seine Preßtreibereien wurden ihm untersagt. fpiration halten?- 3euge: Ja, aber ich hielt dies Zum Schluß wollen wir noch die Klage registriren, daß die Unternehmer den Arbeitsnachweis- Einrichtungen gegenüber sich meist sehr gleichgiltig verhalten, während ihnen die Arbeiter oft ein reges Interesse entgegenbringen, sich um die Sache kümmern und dadurch einen großen Einfluß auf die Verwaltung gewinnen. Nachher kommen leicht Beschlüsse zu stande, die den Unternehmern nicht gefallen. Auch hier scheinen demnach die Arbeiter häufig früher aufzustehen, als die Unternehmer. vorzubringen. Warum Normann- Schumann von der politischen Polizei nicht entlassen wurde. " " für einen Artikel persönlicher Natur.- Präsi hier in der Verhandlung noch festgehaltenen Behauptung hatte, daß aufmerksam, daß die Sache 13 Jahre her fei.- Oberstaats. dent: Nennen Sie jedes Gespräch über politische der Beuge Schweinburg einerseits bekanntlich offiziöse Verbindungen anwalt: Haben Sie sich in Ihrer Praxis schon jemals durch die Gegenstände Inspiration?- 3euge: Nein, im Sinne habe, andererseits die ihm gewordenen Nachrichten frühzeitig an Berpfändung eines Ehrenwortes von einer Haussuchung abhalten to aussuchung abhalten der Anklage Präs.: Was wissen Sie von der Anklage! Bantinstitute gebe. v. Tausch erklärt, daß er diese Be- lassen? Beide Zeugen verneinen dies. v. Tausch riffelt den Redakteur der Deutschen Zeitung". hauptung nicht aufstellen wollte. Rechtsanwalt Dr. Sello: Der Hauptbelaftungszeuge Dr. Levysohn. 3euge: Nein, nicht jedes solche Gespräch hielt ich für eine Woher weiß denn der Herr Oberstaatsanwalt, daß der Zeuge Information; Herr v. Tausch rüffelte mich sogar einmal, bekanntlich" offiziöse Quellen habe. Oberstaatsanwalt: Ueber diese Ehrenwortgeschichte habe er nur noch eine als ich eine Notis ins Blatt brachte, die ich gesprächsweise von ihm Alle diese Dinge sind doch hier wiederholt berührt worden, beispiels ganz dunkle Erinnerung. In der Redaktion des Berliner Tageerfahren. weise auch in dem anonymen Schreiben an den Minister des Innern, blatt" bestehe eine Hausordnung, welche bestimmt, daß Manuftripte Widersprüche des v. Tausch'schen Agenten. in welchem von dem Zeugen, ferner dem Frhrn. v. Zedlitz u. a. die einen Tag nach ihrer Benuhung verbrannt werden sollen. Dies gefchehe auch. Wenn er nun wirklich versichert haben sollte, daß Prä. Haben Sie nicht auch eine Notiz gebracht, daß v. Tausch Rede war. eine Auszeichnung erhalten hat? 3euge: Ja, er hatte mir erzählt, das Manuskript nicht mehr vorhanden sei und es sich dann doch Herr v. Zeblik, der Vertrauensmann Miquel's, arbeitet daß es eine Auszeichnung besonderer Natur sei, die nur durch eigene vorfand, so könne seine Versicherung nur auf grund jener Ge unentgeltlich für Schweinburg. pflogenheit gegeben sein. Daß er diese Versicherung mit seinem Unterschrift des Kaisers verliehen werde, und das fand ich interBeuge Schweinburg: In der Presse wird es häufig so Ehrenwort bekräftigt haben sollte, wisse er nicht, er glaube es effaut. Präf.: Hat v. Tausch Ihnen gefagt, daß Sie dies ver- dargestellt, als ob Frhr. v. Jedlig in Gott weiß welchen Beziehungen aber durchaus nicht, denn er pflege sein Ehrenwort nicht so öffentlichen sollten? 3euge: Nein, diett nicht, aber ich Beuge: Nein, direkt nicht, aber ich zu mir ſtehe. Auch dies ist Geschwäß. Herr v. Zedlik erweist mir häufig zu geben. Richtig sei es ja, daß damals das antimerkte, daß es ihm nicht unangenehm sein würde. lediglich auf meine Bitte die Freundlichkeit, aus seiner Kenntniß semitische Deutsche Tageblatt" diefe Affäre zu einem Präs.: Sie haben sich in der Vor untersuchung bestimmter parlamentarischer Verhältnisse hin und wieder einen kleinen Artikel Artifel benutt" habe; er fei aber zu sehr daran gewöhnt gewesen, ausgedrückt und zu wiederholten Malen angegeben, zu schreiben. Er hat niemals dafür eine Remuneration erhalten von dieser Seite mit Schmus beworfen zu werden, daß Sie von Herrn v. Tausch ausdrücklich beauftragt und niemals solche verlangt. Der Zeuge wird hierauf entlassen. fo daß auch dieser Angriff auf ihn keinen besonderen Eindruck machen wurden, in einem bismarckfreundlichen Sinne über den Prozeß Leckert- Lüßow etwas zu veröffentlichen. Und Sie gaben ausdrücklich an, daß Sie diese Direttive befolgt hätten. 3euge: Das habe ich damals auch gethan, weil v. Tausch viel angegriffen wurde. Präs.: Sie haben diese Aus fage beschworen! Sagen Sie nun einfach Ja oder Nein! Hat Tausch Sie förmlich beauftragt?- Beuge will sich auf den Wortlaut nicht mehr erinnern, aber Tausch's Gedanken sei es ,, Sprechen Sie doch beim Alten für mich." gewesen. geschlußfolgert, das könnte ihm angenehm sein? laffen worden.) habe die 1 mit ihm gehabt. Berlin sei. # = " Zeuge: Mittagspause. Nach der Pause erklären die Vertheidiger, daß sie vorläufig auf weitere Beugenladung verzichten, sich aber event. solche noch vorbehalten.. " Untersuchungsrichter Landgerichtsrath Herr, ohne 3 u er int Rundschau" Zeugen Sebald keine Zweifel an der geistigen Fähigkeit Rundschau"; dann habe er hinzugefügt, daß Leckert für die " Zeuge Walther, " F rungen. eine Präs.: Also Sie bleiben bei Ihrer ersten Darstellung bestehen? Levysohn: Ich kann beim besten willen nichts zurücknehmen. Präs. Sie thun gerade so, als ob ich Sie bitte, etwas zurückzunehmen. Ich will nur die Wahrheit hören. Mit zwei Worten kann man teine Beitung füllen, so macht man oft aus 2 Worten 2 Spalten. Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß Sie in der Voruntersuchung sagten, Sie hätten die Worte Tausch's sofort niedergeschrieben, ohne vorher mit jemand Rücksprache genommen zu haben, nachher schrieben Sie aber doch dem Untersuchungsrichter, Sie hätten sofort nach der Unter haltung Ihrem Redakteur Grüttesin Mittheilung von den Tausch'schen Gespräch gemacht, also vor der Niederschrift.Zevysohn klärt diesen Punkt mit Bezugnahme auf eine Stelle im Gingold'schen Protokoll auf. Ein Irrthum feinerseits sei nicht möglich; er wolle es aber unentschieden laffen, ob Tausch gesagt hat:" Leckert wird im Auswärtigen Amt empfangen", oder aber: Leckert fo11 im Auswärtigen Amt empfangen werden". Die anonyme Postkarte. konnte. Der Zeuge wird hierauf über seine Begegnung mit Tausch und das oft erwähnte Gespräch mit ihm in der Redaktion des Berliner Tageblatt" am 21. Ottober vernommen. Der Vorsigende erfucht ihn dringend, sich bei seiner Aussage genau zu prüfen, er glaube ja nicht, daß er einen Meineid geleistet habe, aber es fei der die ganze Untersuchung geführt, befundet, daß auch nach Auf- vielleicht doch möglich, daß beide Aussagen in einem dem faffung des Gerichtsschreibers v. Zausch befangen schien und er Angetlagten günstigen Sinne sich vereinigen röthete, als er wegen des im Berl. Tagebl." vom 16. September lassen, da von dieser vielleicht das Schicksal des Angeklagten 1896 erschienenen Es ist dies der abhänge. Der Zeuge weist zunächst darauf hin, daß, als Senge erzählt weiter: Eines Tages habe er die Abficht Urlifel, her von Gingold- Slärt herrührte und den angeblichen er im Leckert- Prozesse plötzlich vorgeladen wurde, er seine geäußert, nach Friedrichsruhe zu reisen und da habe nach bestem Wissen und Gewissen gemacht v. Tausch zu ihm gefagt: Sprechen Sie doch beim Alten Ersatz des Fürsten Hohenlohe durch den Fürsten Hatzfeld zum Thema Aussage wissen, daß damit fich für mich!" hatte. Der Zeuge hatte den Eindruck, als ob v. Tausch doch wohl habe, Präs: Sie haben in der Voruntersuchung weiter unter hinter jenem Artikel steckte. Die Konfrontationen der beiden An- Widerspruch mit den Aussagen Tausch's sette. Der Besuch Ihrem Eide behauptet: v. Tausch babe Sie auch beauftragt, zu geklagten haben feine Momente ergeben, die auf das größere Tausch's babe äußerlich den 3wed gehabt, Nachfrage nach der iman, dem Redakteur au den„ Leipziger Neuesten Nachrichten" oder geringere Maß von Schuldbewußtsein des einen oder des zweiten Hälfte eines in feinen Händen befindlichen Manuskripts über zu gehen und ihm zu sagen, er möge zu Tausch kommen, andern Angeklagten einen Rückschluß gestatten, v. Tausch habe eine die Leckert- Affäre zu halten. Bei dieser Gelegenheit habe er gefragt, der ihn ersuchen wolle, über den Prozeß in bismard freund: gewisse Schwerfälligkeit in der Sprache gezeigt. Auf weiteres Be- wer denn eigentlich diefer Leckert sei, worauf ihm v. Tausch gesagt lichem Sinne zu berichten. Hat Tausch Ihnen einen direkten fragen erklärt der Zeuge, daß er aus der Vernehmung des habe, er fei Feuilletonist und schreibe Theaterkritiken für die„ Tägl. Auftrag gegeben oder haben Sie blos aus seinem Gespräch bes Beugen erhalten habe.- Rechtsanwalt Dr. Schwindt im Auswärtigen Amte empfangen dann fei. Daran habe sich zweite Sebald worden beantragt die Verlesung einer Stelle aus einer von was fann fein oder nicht sein.( Dabei bleibt der Zenge herausgegebenen Beitschrift Herostrat", welche dieser auch dem Hälfte der interredung geknüpft, in welcher v. Tausch trotz aller Einwendung des Präsidenten stehen. Er fügt bei, sein allerlei Mittheilungen über hohe Persönlich, Verleger Dr. Fiedrich Lange habe sein Verhältniß Untersuchungsrichter überreicht haben soll. Verlesung erfolgt. feiten machte. Als er dann beim Weggehen sagte:„ Das bleibt zu v. Tausch gekannt, seine früher einmal angebotene Entlassung unter uns", habe er, Benge, dies auf den zweiten Theil des aber nicht angenommen, erst nach dem Leckert Prozeß sei er ent Chefredakteur der Königsberger Hartung'schen Gespräches bezogen. Er habe die Thatsache, daß Leckert im Aus3eitung" hat in seinem Blatte einen Artifel Sur Charakteristit wärtigen Amte empfangen werden solle, auch sofort mit dem Oberstaatsanwalt: Sie haben früher viel bestimmtere des Herrn v. Tausch veröffentlicht. Er sagt aus: Ich wurde zu Ausdruck des Erstaunens feinem Kollegen Grüttefien mitgetheilt Aussagen unter Ihrem Eide abgegeben; hente hat der Benge aber einer ziemlich unbedeutenden Vernehmung zu Herrn v. Tausch geladen. und dann fofort zu Papier gebracht. Er habe damals natürlich nicht in allen Punkten seine Aussage abgefch wäch t. Sie haben über: Letterer empfing mich mit der Bemerkung:" Na, Sie sind wohl froh, geahnt, daß diefer Vorgang eine so große Tragweite erhalten würde, haupt sonderbare Angaben gemacht. Hier liegt ein Brief von Bismard los zu sein?" Ich war damals Mitarbeiter der sondern habe die Mittheilung mir mit erklärlichem journalistischen Ihnen vor, in dem Sie all v. Tausch schreiben:„ Ich Freifinnigen Zeitung". Tausch lenkte das Gespräch auf Intereffe entgegen genommen, weil sie drei journalistische Nova ent gewünschte Notiz gebracht." Auf welche bie offigiöse Presse und behauptete, daß diese zu Börsen hielt. Notiz soll dies bezug haben?- 3euge: Auf den Prozeß Leckert fpetulationen benutzt werde. Er erwähnte des Wolff'schen Krenzverhör. Lützow. Oberstaatsanwalt: Was meinen Sie denn mit Telegraphen- Bureaus und nannte dabei den Namen Bleichröder, Präs: Ift die Behauptung, daß Leckert in Auswärtigen Amt einer Bemerkung, die folgendermaßen lautet:" Ich bitte Eie, mich der Hauptaktionär des vom Auswärtigen Amte reffortirenden Bureaus empfangen worden sei, nur die Wiedergabe einer Aeuße als Zeugen zu laden, ich werde aber meine Aussage verweigern." fei. Dann brachte er das Gespräch auf Herrn Schweinburg, rung Tausch'3 oder nur eine Schlußfolgerung Ihrerseitz, die Das ist doch eigentlich widersprechend und unverständlich. Der auf den er sehr böse zu sein schien. Er sagte, daß dieser 30 000. Sie als seinhöriger Zeitungsmann herausgehört haben. Können Sie Beuge weiß eine Aufklärung hierüber nicht zu geben. Rechts= von der Diskonto- Gesellschaft beziehe. Er sagte mir wiederholt, für die Worte einstehen oder sind sie blos eine Schlußfolge= anwalt Dr. Holz: Sind Sie mit Norman Schumann in Berich tönne diese Dinge veröffentlichen, namentlich rung. 2e vysobu: Aufteinen Fall eine Schlußfolgerung. bindung getreten? 3euge: Einmal habe ich eine Unterredung was sich auf die„ Berl. Pol. Nachr." beziehe. Ich fragte ihn, ob als ich sie niederschrieb, so auf grund direkter Aeuße Dr. Holz: Auf Veranlassung des Herrn ich ihn event. als 3 eugen angeben könne. Er verneinte dies mit v. Tausch? 3euge: Ja, ich sollte aber blos ermitteln, ob er in Rücksicht auf seine amtliche Stellung. Er nannte mir aber den Präf.: Was fonnte es denn für Juteresse haben, daß ein Generalkonsul Russel, der den Vertrag mit Echweinburg abgeschlossen Mann wie Leckert, den wir hier ja alle gesehen haben, im AusDer Zenge entsinnt sich wieder. habe. Er, Tausch, habe den Vertrag selbst gelesen und erzählte mir wärtigen unte empfangen wird?- Der Zeuge erwidert, daß die Präs. In Ihrer früheren Bernehmung haben Sie ausdrück- den Jubalt der§§ 1 und 2. Die Hauptfache war zweifellos die politische Bedeutung Leckert's in den Berichten lag, die über diefe ganze lich gesagt, daß Tausch Sie beauftragt habe, in der Deutschen Unterhaltung, die Bernehmung war völlig nebenfächlich.- v. Tauf chAngelegenheit, die zu dem Prozeß Leckert Lühow führte, in den Beitung" bei Besprechung des Leckert Lützow Prozesses hervor- behauptet, daß er durch das Gespräch sich selbst informiren wollte, Blättern erschienen. zuheben, die eigentlichen Antläger feien die Legationsräthe Holda er doch nun mal mit einem Bericht über Schweinburg betraut ft ein und Haman. Ist das wahr? Ich bitte mir eine flare war. Beuge Walther meint dagegen, daß es ihm so vor Antwort aus. Zeuge: Ja. Präs. Ebenso eine weitere gekommen sei, als wollte v. Tausch ihn informiren, denn was er Notiz, daß er abgeschlachtet werden solle?- 3euge: Ja! felbst Herrn v. Tausch hätte erzählen tönnen, sei minimal gegenüber Werfängliche Frage des Vertheidigers. dem gewesen, was v. Tausch wußte! Sein Eindruck, den er aus den Mittheilungen des v. Tausch gewonnen, sei der Rechtsanwalt 2ubfayusti: Haben Sie in letzter Beit feinen gewesen, daß im Staate eine außerordentlich bebent Auftrag von der Polizei erhalten? Beuge: Nein. Nach Been liche Storruption herrsche. digung des Prozesses Leckert- Lügow ging ich einmal nach dem Polizeipräsidium, um zu erfahren, welche Stimmung dort herrsche. Ich Dr. Levysohn soll nuglaubwürdig gemacht werden. sprach mit dem Polizeikommissare Wittich, welcher Um der Bedeutung des Zeugnisses des demnächst zu ver meinte, daß es besser sei, daß ich so lange die Verbindung nehmenden Beugen Chefredakteurs Dr. Levysohn ein Paroli zu mit der Polizei abbrache, bis dieser Prozeß beendet sei. bieten, sind von der Wertheidigung zwei Polizeibeamte geladen Dr. Lubszyngti: Die Polizei hat Ihnen also die Wieder worden, die bekunden sollen, daß der Zeuge anfangs der 80er Jahre anstellung in Aussicht gestellt. 3euge: Ich würde gelegentlich einer Nachsuchung nach einem Manuskript sein feinen Anstand nehmen. Wertheidiger: Ich will eine behrenwort gebrochen habe. stimmte Antwort: Ja oder Nein. 3euge: Ja! Lubszynski: Polizeirath a. D. von Haate ann? Beuge: Im Januar. Dr. Schwindt: Sie fagten vorhin, v. Tausch habe Ihnen gesagt, Sie möchten zuletzt in Frankfurt a. M., jeht a. D.: Er habe einmal in der ReDer Zeuge wird weiter über die anonyme Postkarte ver in bismarckfreundlichem Sinne schreiben. Was meinen Sie denn, was Fürst baktion des Berl. Tagebl." mit dem Kommiffar Schöne eine Haus Bismarck mit dem Prozeß Leckert- Lützow zu thun hatte?-3e uge: fuchung nach einem Manuskript gehalten. Dr. Levyfobn fagte dabei: nommen, welche allerlei über Herrn v. Lützow enthielt: Ich Ja, es follte sich ja doch um die sogenannte„ Nebenregierung" ch gebe Ihnen mein Ehrenwort, das Manuskript ist glaubte so führt er aus diese Nachrichten tönnten für Herrn handeln und man sagte doch immer, diefe Nebenregierung sei der nicht mehr hier!" Bald darauf wurde das letztere in einem v. Marschall, der damals den Prozeß angestrengt hatte, von Fürst Bismarck.( Seiterkeit.) Dr. Holz beantragt die Ver. Nebenzimmer vorgefunden. Der Vorfall habe sich 1882 ober 1888 Intereffe fein und ich beauftragte Gingold Stärt, die Karte nehmung des Kriminalkommissars Wittich. Der Oberstaat 3, abgespielt. Dr. Levysohn habe nach der Auffindung des Manuskripts ins Auswärtige Aunt zu bringen. Der Herr Staatssekretär scheint anwalt hat dem Antrage nichts entgegenzusetzen, meint aber, daß angedeutet, er babe nur sagen wollen, daß das Manuskript sich aber diefer Starte teine besondere Bedeutung beigelegt zu haben, nicht in diesem bestimmten 3immer befinde; Beuge sonst könnte sie an Herrn Gingold Stärt nicht zurückgelangt sein. etwas Wesentliches nicht von dessen Bernehmung zu erwarten sei. will aber die Bedeutung der Worte nur so aufgefaßt haben, daß Es ist so dargestellt worden, als ob ich bei Herrn v. Marschall wer Er halte überhaupt derartige Agenten, wie der Zeuge, der das Manuskript überhaupt nicht mehr vorhanden sei. ſo ein- und ausgehe ich denke, die eidliche Aussage des Herrn feine Thätigkeit als solcher offenbare, für völlig un v. Marschall wird diese Legende doch wohl zerstört haben. Später brauchbar. Kriminalkommissar Schöne hat mich Herr v. Marschall einmal zu sich bitten lassen und mir Offiziofus Victor Schweinburg tritt im allgemeinen den Ausführungen Haake's bei; den Wort die Frage vorgelegt, von wem ich denn eigentlich die Mittheilung laut der Levyfohn'schen Erklärung giebt er ganz anders. über den Empfang Leckert's im Auswärtigen Amte erhalten habe. bestätigt alles, was die früheren Beugen über seine Beziehungen zum Nach ihm soll Levysohn gesagt haben: Wenn Sie nach dem Ich habe erwidert, daß ich das nicht sagen könne, worauf der Herr Zentralverband deutscher Industrieller und über v. Tausch's Geld- Manuskript suchen wollen, fo bemühen Sie fich Staatssekretär erwiderte: Dann will ich es buen fagen: Nach ihm soll Levysohn gesagt haben: beziehungen zu ihm festgestellt haben. Bezüglich seiner Beschwerde umsonst; ich gebe Ihnen mein Ehrenwort und Levyjohn be es ist v. Tausch". Ich habe darauf nicht ja und nicht nein gejagt. beim Reichstanzler Bismarck erklärt der Zeuge: Heute, das will ich toute das sehr energisch dasselbe ist vernichtet. hier offen erklären, t but es mir leib, daß ich eine solche Auffassung er hat den Eindruck gehabt, daß Dr. 2. mit feinem Ehrenwort habe effiren könnte, ist doch am Ende nichts Absonderliches; Herr v. Tausch Auch Daß man eine anonyme Karte an denjenigen giebt, den sie intergehabt habe, denn ich komme jetzt doch zu der Ueberzeugung, bekräftigen wollen, daß das Manuftript überhaupt nicht mehr in weiß doch am besten, daß ich auch ihm einmal eine solche daß er nicht wider besseres Wissen gehandelt den Redaktionsräumen sei. Ihn selbst habe dies so aigrirt, daß er anonyme Postkarte gegeben habe, in welcher die Behauptung hat, sondern daß es sein Fehler war, vielleicht Agenten, die nicht damals dem ihm bekannten Abg. Cremer Mittheilung aufgestellt wurde, der Kaiser habe dem Fürsten Hohenlohe als Gentlemen zu handeln pflegen, mehr Glauben beizumessen, als fie verdienen. Rechtsanwalt Dr. Eger: Wann waren diese von dem Vorfall gemacht und dieser den letzteren im 150 000 M. aus seiner Privatschatulle zur Ausgleichung der Differenz zwischen seinem hiesigen und seinem Statthaltergehalt geBorgänge? Beuge? Ich glaube 1889. Rechtsanwalt Deutschen Tageblatt" veröffentlicht habe. R.-A. Lubszynst: Warum haben Sie diese Mittheilung geben. Holy: Hat Ihnen gegenüber der Angeklagte v. Tausch nicht von über diese Sache an Herrn Grämer gegeben. Schöne: Weil feinen gesammten Verpflichtungen gesprochen? 3euge: Das ist dieser Wortbruch mich ärgerte, und ich sagte es ibm mit dem Tausch will auch Levysohn aupumpen. möglich. Jedenfalls drückten ihn damals besonders zwei Wechsel. Wunsche, daß die Presse davon erfahre. Lubszynski: Angell. Tausch nicht freundlich gesinnt seien, ihm ein Bein haben Präs. Es ist auch davon die Rede gewesen, daß Sie dem Rechtsanwalt Dr. Holy: Hat Ihre Korrespondenz nicht einen Halten Sie es mit Ihrer Amtspflicht vereinbar, Dinge, die Sie in Angekt. Tausch nicht freundlich gesinnt seien, ihm ein Bein haben stellen wollen. offiziösen Charakter?- Beuge: Da ist die Unterfrage berechtigt, amtlicher Gigenschaft erfahren... Bräs.( unterbrechend): Aber... in polizeiliche Angelegenheiten des Herrn v. Tausch zu mischen, Beuge: Mir liegt gewiß nichts ferner, als mich was Sie unter offiziös" verstehen. Mit diesem Worte wird viel Unfug getrieben. Rechtsanwalt Dr. Holy: Dann will rä f.( turz): Das hat für uns kein Interesse. Schöne: Ich habe sonst mit der Presse nichts zu thun. aber ich muß mich wundern, wie ein Mann, der eines ich fragen: Stehen Sie mit einem Minister in Verbindung? Tages in schwerer Noihlage zu mir fommt, um mich um Hilfe Widerspruch in den Aussagen der beiden Polizeibeamten. 3euge: Die Beantwortung einer solchen Frage lehne ich ab. anzugehen und dem ich diese Hilfe gewähre, zu der Ansicht geStaatsanwalt: Würden Sie, wenn Herr v. Tausch einen Der Oberstaatsanwalt macht auf die auffälligen langt sein soll, daß ich ihm feindlich gesinnt bin. Ober. folchen Artikel gegen Sie wirklich nahe tände, dies für eine Widersprüche in den beiden Zeugenaussagen aufmerksam. staatsanwalt: Und worin bestand diese Hilfe? 8euge: politische Handlung halten? Benge: Nein, für eine Herr Haate sage: Levysohr habe erklärt: Das Manuskript sei G3 ist mir nicht angenehm, dies sagen zu müssen. Herr v. Tausch persönliche. Wenn mir Herr v. Tausch als Dant für meine nicht mehr hier; Herr Schöne aber: das Manuskript ist verfam eines Tages zu mir und klagte, daß er sich in großer Bedrängniß Freundlichkeit zwei Schuhleute vor mein Haus stellt, so kann ich darin nichtet. Derselbe Widerspruch befinde sich in der Vorunter befinde. Er habe für Freunde Bürgschaft geleistet und werde nun aus teinen politischen Att erblicken. Präs. Sie erblicken darin wohl fuchung, aber gerade umgekehrt; damals habe aber Haake die Wechselverbindlichkeiten regreßpflichtig gemacht. Er müffe 4000 bis nur eine kleine Gegengefälligkeit.( Heiterkeit.) Angefl. v. Tausch: Version des Vernichten 3 gegeben und Schöne jene, daß es 5000 Mart haben. Ich sagte ihm, daß ich außer ftande sei. Ich hatte Herrn v. Mauderode ausdrücklich gebeten, die Observation nicht mehr hier ist. Den Widerspruch erklären die Beamten ihm zu helfen, worauf er mich inständig bat, mich für ihn bei des Zeugen, die auch heute noch fortdauert, durch eine schließlich dahin, daß Herr Levysobn vielleicht beide Versionen ge Herrn Mosse zu verwenden. Ich that ihm den Gefallen, andere Abtheilung und nicht durch mich bewirken zu lassen. Die braucht habe, da Schöne erst später ins Zimmer gekommen sei. erhielt aber ablehnenden Bescheid. Nun drängte mich v. Tausch, Observation war keine Chikane meinerseits, sondern ein dienstlicher Schöne behauptet nämlich, er habe das Manuskript ge- doch bei irgend einem guten Bekannten mich für ihn zu vers Auftrag, Oberstaatsanwalt: Es ist zweifellos von funden, will es aber nicht auf seinen Eid nehmen, da möglicherwenden. Ich gab ihm ein Empfehlungsschreiben einen begüterten und großem Intereffe für Herrn Schweinburg, von Herrn weise doch ein anderer Beamter es gefunden habe. Es sei schon zu an wohlthätigen Bekannten. Nach fam von Tausch wieder zu mir und v. Tausch zu hören, daß er immer noch überwacht werde; wie weit lange her. Des Wortlauts dagegen tönne er sich ganz genau einigen Tagen diese Aeußerung des Angeklagten v. Tausch mit seinem dienstlichen besinnen. Eine Thatsache, daß Levysohn wider besseres theilte mir mit, daß er das Geld erhalten habe.-- Präs.: Intereffe vereinbar, hat ja dieser zu verantworten. Es ist noch Wissen bei Abgabe feines Ehrenwortes gehandelt habe, vermögen Angeklagter v. Tausch, was sagen Sie dazu? Angeklagter immer nicht aufgeklärt, welche Thatsachen v. Tausch zu der die Beugen nicht anzugeben. Der Borsigende macht darauf v. Za usch: Es mag wohl ungefähr 6 oder 8 Jahre her sein, als " " " $ 11 Tausch im Krenzverhör. " " Obits ein den Scherben die Pulsader te er. Alz er vielleicht mittheben des Angeklagten v. Tausch verwechselt Lackschuhen. Das Kind hat blondes Haar, blaffe Gesichtsfarbe und blaue Lokales. elitur Ein Bild des Elends. Hilflos und krank wurde vorgestern Nachmittag die Arbeiterfrau Anna Hollnack auf einer Bank des BelleAlliance- Blazes aufgefunden. Sie will am Sonntag Abend gegen 10 Uhr ihre Wohnung verlassen haben, da sie von ihrem Manne schwer gemißhandelt worden sei. Sie sei obdachlos herumgeirrt, bis Schwäche und Schmerz sie übermaunt hätten. Die Stranke wurde in das Krankenhaus am Friedrichshain gebracht, wo Quetschungen des Unterleibes, die nach Angabe der Frau von Fußtritten ihres Mannes herrühren sollen, festgestellt wurden, mir die Schulden über den Kopf gewachsen waren. Sie betrugen I meister von Posen, Herr Witting, kam damals zu mir und fragte| kommen. Er tam morgens um 6 Uhr angeheitert nach Hause und beinahe 15 000 m., ich mußte Rath schaffen. Ich ging zu Dr. Levy- mich, ob ich das Talent feines Bruders für ausreichend hielte. Ich legte sich gleich schlafen. Im Schlafe zerschlug er ein auf dem Er meinte, es täme auf einen Versuch, au. Als dieser Versuch nach Deutſchlands zu werden. Diese Prophezeiung iſt eingetroffen. – fohn und fragte ihn, ob er meine, daß Herr Mosse mir beistehen würde. bejahte es und sagte: er hat das Talent, der bedeutendste Pamphletist Nachttische stehendes Wasserglas derart unglücklich, daß er sich an einigen Tagen mißlungen, gab mir Dr. Levyfohn an daß er wieder zum Dr. Herrn, von dem ich auch schon gehört hatte, eine Adresse; der einander noch weiter erörtern? R.-A. Dr. Holz: Ich wünsche auch nur Nachmittage ins Zimmer eingedrungen war und das Unglück be Dr. Seyfohn at einen Präs.: Wollen wir hier das Verhältniß der Herren Literaten zu einen Präs.: Wollen wir hier das Verhältniß der Herren Literaten zu Bewußtsein gekommen wäre, verblutete er. Als ein Hausdiener am Aldreifat gab mir das Geld aber nicht, sondern verlangte, daß zu wiffen, ob der Zeuge mit Herrn Harden verfeindet ist.- 3euge: merkte, wurde ein Arzt herbeigerufen, der jedoch keine Hilfe mehr Mosse oder ein anderer die Hälfte übernehme. Ich wandte mich Berfeindet insofern, als mich Herr Harden bei jeder Gelegenheit leiften fonnte. wieder an einen anderen Herrn, der mir dann das Geld gab. angreift und ich ihm nie antworte. Weder Herr Mosse noch Herr Levysohn haben mir das Geld gegeben. Herr Dr. Levysohn hat also nur eine Vermittlerrolle gespielt. Hierauf wird eine Reihe von Kreuz- und Querfragen der Rechts- Tochter Elisabeth des Beamten Laube aus der Grünauerfir. 9. Vermißt wird seit Sonnabend die ungefähr vier Jahre alte anwälte Dr. Sello und Dr. Schwindt beantwortet. Präs: Das ist auch gerade genug und jedenfalls eine Dienst Das Mädchen hielt sich am Sonnabend Abend an der Ecke der Leiftung, die nichts mit Feindschaft zu thun hat. Aber kommen wir g Lekte Frage. Camphaufenerstraße( Safenhaide) auf und ist seitdem spurlos ver nun auf den Kernpunkt zurüd. Oberstaatsanwalt Drescher wünscht noch einmal eine ganz schwunden. Die Kleidung des Kindes bestand in einem schottischbestimmte Auskunft von Dr. Levysohn, ob es nicht möglich sei, daß farrirten Oberkleid, schwarzer, roth geränderter Schürze, schwarzent er vielleicht Mittheilungen, die er der Föllmer'schen Korrespondenz Strohhut mit gelbem Besah, schwarzen Strümpfen und schwarzen Präs. Als Sie im früheren Prozeß befragt wurden, ob Sie zu Dr. Levysohn gesagt hätten, Leckert werde im Auswärtigen babe. Beuge: Nach meinem besten Wissen muß Augen. Die Figur ist untersetzt. Es soll am Sonnabend, den 29. Mai, Amt empfangen", da haben Sie erwidert: Nein, niemals!" ich dabei verharren, daß die Notiz, nach abends in der neunten Stunde von einem Mann schwächlicher Figur und diese Verneinung haben Sie verschiedene Male wiederholt. welcher Leckert im Auswärtigen Amt em- und blasser Gesichtsfarbe, welcher mit schwarzem Gehrock bekleidet v. Tausch: Herr Präsident, die ganze Unterhaltung ist mir noch pfangen werde, 73 lediglich auf Mittheilung war und einen runden schwarzen Hut trug, die Kottbuserstraße entbeinahe wortgetreu im Gedächtnisse. Ich tam hin zim des Herrn v. Tausch zurückzuführen ist. Mit der lang durch die Dresdenerstraße nach der Buckower Markthalle Dr. Levysohn und theilte ihm mit, daß ich Recherchen Verlesung des stenographischen Berichts über die frühere Aussage geführt worden sein. Derfelbe soll der Kleinen unterwegs Bonbons nach dem Föllmer'schen Manuskript anzustellen habe. Dr. des Zeugen schließt der Vorsigende die Sigung um 5 Uhr. gegeben haben, um sie zum willigen Mitgehen nach der Polizeiwache Levysohn erwiderte mir, daß er das Gesuchte nicht bestye, Nächste Sigung Mittwoch 9 Uhr. 10 zisid ni bl zu bewegen. Bisher fehlt jede Spur über den Verbleib des Kindes. es tönne aber sein, daß es mit der jeden Augenblick zu erwartenden Etwaige Nachrichten wolle man an die Eltern gelangen laffen, die Post einlaufe, ich möchte doch ein bischen warten. Ich setzte mich, gern bereit sind, eine entsprechende Belohnung für entstandene Müheworauf Dr. Levysohn die Unterhaltung begann mit der Frage: road d waltungen zu zahlen. Was ist denn eigentlich dieser Leckert für ein Mensch?" Ich er Eine neue That des Nektors der Berliner Universität. widerte, daß es ein ganz junger Mann sei, welcher angebe, für die Wie den Lesern wohl noch bekannt sein wird, wurde im vorigen Tägl. Rundschau" zu arbeiten. Dr. Levysohn fragte dann: Wie Semester von einer Studentenversammlung, die von einem mag denn dieser Leckert zu seinen Nachrichten kommen?" Ich er Akademiker einberufen war, einem Studenten war dies nicht erwiderte, daß er doch wohl Hintermänner haben müsse, laubt worden ein vorbereitendes Komitee zur Errichtung alldenn alles könne dieser junge unreise Mensch sich unmöglich aus gemeiner studentischer Ehrengerichte"" gewählt. Dies hatte die Staden Fingern gesogen haben. Diesmal hatten wir aber fest zugegriffen, tuten berathen, sie dem Rektor eingereicht und ihn nunmehr um Erum Herrn Marschall den Beweis zu bringen, daß wir ihn loyal be- laubniß zur Abhaltung einer Studentenversammlung gebeten. Darauf dienen. Präs.: Können Sie nicht gesagt haben, daß diese Hinter- tam folgender Bescheid: Der Rektor erklärt zwar, der Ehrengerichtsmänner vielleicht im Auswärtigen Amt wären?- Angeklagter bewegung freundlich gegenüber zu stehen, eine allgemeine Studentenv. Tausch: Nein, das kann ich nicht. Ich war schon geversammlung aber nicht genehmigen zu fönnen, wenn nicht die der von Wilhelm II. dem Kommerzienrath Baare gestiftete GrabDie jüngst von der bürgerlichen Presse gebrachte Nachricht, daß warut worden, ich solle mich vor Dr. Levysohn in Mehrzahl der Studirenden insbesondere der inforporirten grund- franz auf dem Grabe verrungen irt worden sei, beruht nach einer acht nehmen, da wir wußten, daß er mit dem Ausfäßlich dafür seien und bestimmte Vorschläge vorliegen, da andern- Bochumer Mittheilung unseres Düsseldorfer Parteiblattes auf völlige wärtigen Amt in Verbindung stand. Ich war deshalb falls die Ehrengerichtsbewegung den Frieden unter der Studenten- Erfindung. vorsichtig. Präs.: Wenn Sie nun wußten, daß Herr v. Marschall schaft der Universität gefährden und zu Mißhelligkeiten führen In der Bade- Auftalt von H. am Görlitzer User ist gestern auf Leckert erzürnt war, so ist es doch befremdlich, daß Dr. Levysohn tönnte." behauptet, daß Sie von dem Empfange Leckert's in Auswärtigen plöglich der 46 Jahre alte Malermeister Richard Ehrenreich aus Amt gesprochen haben, während Sie dies entschieden in Abrede Maschinenfabrik für Mühlenbau vormals E. G. W. Kapler in Berlin. Das 16 jährige Dienstmädchen Anna Treptow aus Muster= Das kommt davon! Trauer herrscht bei den Aktionären der der Dieffenbachstr. 46 einem Schlaganfall erlegen. stellen. Angefl. v. Tausch: Es stand ja bereits in den Akten Das verflossene Geschäftsjahr steht nämlich hinsichtlich seines Gewinn- haufen, das in der Georgenfirchstraße in Stellung ist, sprang gestern Leckert's, daß dieser behauptet hatte, er habe seine Hintermänner ergebnisses dem Vorjahre bedeutend nach. Während in diesem Jahre Abend am Lustgarten in die Spree, doch konnte die Lebensmüde von im Auswärtigen Amt. Ich werde doch nicht etwas aus den Akten ver- 129 502 W. eingeheimst wurden, beträgt der Reingewinn pro 1896 Schiffern gerettet werden. Im Krankenhause erfuhr man von ihr, rathen. Präs.: Wie wollen Sie denn nun den Widerspruch nur 20 419 M. Die armen Aktionäre müssen daher diesmal mit daß sie aus Liebesgram den Selbstmordversuch begangen hatte. zwischen Ihnen und Dr. Levysohn erklären? Meinen Sie denn, daß 11/2 pet. Dividende zufrieden sein, während sie im Vorjahre wenigstens Dr. Levyjohn einen Meineid geleistet hat? Angel. v. Tausch: 51/2 pt. erhielten. Angefl. v. Tausch: 51/2 pCt. erhielten. Unter den Gründen, welche diesen Gewinn- Der Sommerfahrplan aller Vorortzüge, wie ihn das AnnoncenNein, keineswegs, das will ich nicht behaupten. Mir ist es erklärlich. ausfall erklären, führt der Geschäftsbericht auch an, daß die Gesell- Bureau Max Gerstmann alljährlich in übersichtlicher und handlicher BuchLevysohn kannte ja die schlechten Beziehungen zwischen Auswärtigem schaft im Berichtsjahre von einem drei Wochen andauernden Tischler- ftellen dieser Firma( Potsdamerstraße 128, Friedrichstraße 125, Alexanderplatz 1) form herausgiebt, ist soeben erschienen und wird kostenfrei in den GeschäftsAmt und politischer Polizei. Er hat etwas heraus gehört und Malerstreit betroffen worden sei. Diesen Streit hätte die w a s er gerne hören wollte. Ich glaube ganz Direktion jedenfalls vermeiden können, die Aktionäre würden es ihr berabfolgt. gewiß nicht, daß er seine Angaben wider besseres Wissen macht. Präs: Aber da der Artikel bereits am folgenden Morgen erschien heute vielleicht Dant wissen. Aber das kommt davon! und Sie denselben, wie Sie zugeben, sofort zu Gesicht bekamen, Hagt; Rein einziger Abendmahlsgast meldete sich am Sonntag Die Gottlosigkeit in Berlin. Die Deutsche Tageszeitung" warum gingen Sie nicht sofort zum Dr. Levysohn und remonstrirten nach dem Festgottesdienst in der Garnisonkirche, obgleich von der gegen die entstellte Wiedergabe des Gesprächs?- 30 von Tausch: Bon unserem Gespräch war ja eigentlich wenig darin enthalten Kanzel herab auf die nachfolgende Abendmahlsfeier hingewiefen und wenn ich hingegangen wäre, hätte Dr. Levysohn mir entgegen- mar, ein Beweis für die Thatsache, daß der religiöse Sinn halten können:„ Was wollen Sie? Das habe ich ja gar nicht von immer mehr im Volfe abnimmt." Und das in einer nagelneuen Ihnen." Präs.: Nun, Sie hätten sich dann aber doch auf die Garnisonkirche! Orgelvortrag. Fräulein Elise Klein, Fräulein ia Mar Walter und Herr Georg Weiße werden den Orgelvortrag in der Marienkirche Mittwoch, Bach's G- moll- Fantasie, die As- dur- Bariationen von Thiele, ein Duett den 2. Juni, mittags 12 Uhr, unterſtüßen. Zur Aufführung gelangen von Dienel 2c. Der Eintritt ist frei. " 0 Urania. Der wissenschaftliche Ausstattungsvortrag, der das aktuelle Thema„ Der Kampf um den Nordpot" illustrirt, wird heute( Mittwoch) zum 100. Mal in der Urania in der Taubenstraße aufgeführt.pop Theater. Die Mitglieder der Freien Volksbühne" werden Thatsache berufen können, daß Sie die angebliche Entstellung fofort Die Erwerbung eines Holbein für das Berliner Museum theilung am Donnerstag Abend im Thalia- Theater abgehalten wird. Die nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß die Vorstellung der ersten Abgerügt hätten. v. Tausch: Herr Präsident, ich legte damals wenig wurde dieser Tage von der N. A. 3." gemeldet. Es handelt sich, Borstellung des„ G'wissenswurm" von Anzengruber beginnt pünktlich Gewicht auf den Artikel und ebenso mein Vorgesetzter Herr v. Wuhl. Erst wie wir erfahren, um das als ausgezeichnetes Werk des Meisters um 8 Uhr. als wir erfuhren, daß Herr v. Marschall darüber so böse war, bekannte Porträt eines ungenannten Mannes, das aus dem Nachlaß Jugendfreunde", vollendet, welches von Deutschen Theater an Ludwig Fulda hat ein neues vieraftiges Lustspiel, betitelt wurde Gewicht darauf gelegt. Präs. Haben Sie denn den des englischen Malers Millais für den Preis von 63 000 M. von genommen worden ist und als eine der ersten Novitäten des nächsten SpielNamen Leckert überhaupt nicht mit dem Auswärtigen Amt dem Museumsverein, nicht der Museumsverwaltung, erworben fahres in Szene gehen wird. Im Friedrich Wilhelmstädtischen in Verbindung gebracht, daß sich vielleicht darauf ein wurde. Der Museumsverein hat sich bekanntlich zu dem Zwecke ge- Theater soll der griechisch- türkische Krieg in einer Bosse() Lehmann 3 Irrthum zurückführen ließe? Angefl.: Nein, ich bildet, um in Fällen, wo es sich um schnelle Erwerbung bedeutender Striegsabenteuer im Orient" nächstens dramatisch ausgeschlachtet werden. habe nur davon gesprochen, daß er Hintermänner Kunstwerke handelt, einzutreten, da Ankäufe durch die Museums- Barodien auf„ Die versunkene Glocke"," Morituri" und" Die Geisha" zur Im Alexanderplay Theater tommen in den Pfingstfeiertagen baben müsse. Präs: Geben Sie zu, daß Sie vielleicht gefagt verwaltung erst nach langwierigen Sitzungen verschiedener Kom- Aufführung. haben, die Hintermänner des Leckert würden im Auswärtigen missionen stattfinden können. Dadurch würde dem Museum manches Amt empfangen? werthvolle Kunstwert entgehen, daß nun der Museumsverein antauft, um es dann der Regierung zu überlassen. Der Verein kauft auch Bilder und Skulpturen für eigenen Besitz an, die im Museum Ranges. Zur Zeit befindet er sich in Händen eines erfahrenen Aufstellung finden. Der neue Holbein ist ein Meisterwerk allerersten Ronservators, der ihn in ausstellungsfähigen Zustand bringen soll. v. Tausch schweigt und blickt auf seine Ber. theidiger. -Aus den Nachbarorten. BoltsDen Parteigenoffen zur Nachricht, daß die Differenzen mit Donnerstag, den 17. Juni, findet in diesem Lokal eine Volks. der Schloßbrauerei in Schöneberg beigelegt sind. Am versammlung für Männer und Frauen statt. Der Vertrauensmann. Oberstaatsanwalt: Der Angeklagte v. Tausch hat gefagt, es sei möglich, daß Dr. Levysohn dasjenige gehört habe, was er gern habe hören wollen. Welche Thatsache wollte denn Dr. Levysohn hören und welches Juteresse sollte Dr. Levysohn Die Aubringung der alten Hausnummern in Straßenzügen, Im Grunewald ist nicht nur Holzauktion, sondern auch daran haben, erfahren, daß gerade Leckert im welche umnummerirt werden, wird von der Polizei jetzt nur noch in Sonntagszube! Die Gendarmen sehen in schneidiger Weise darauf, Auswärtigen Amt empfangen werde? v. Tausch: Ich nehme beschränkter Weise zugelassen. So ist es nicht statthaft, daß neben daß während der Stunden des Hauptgottesdienstes aller„ ruhean, daß Dr. Levysohn die Stimmung zwischen dem Auswärtigen der neuen Hausnummer der Vermerk, früher Nummer( alte Nummer) störende Lärm", insbesondere auch das Singen und Musiziren der Amt und der politischen Polizei bekannt war. Staatsanwalt angebracht wird. Die alte Nummer darf von jetzt ab nur noch zahlreichen Ausflügler unterbleibt. So passirte es am HimmelfahrtsDr. Eger: War damals schon etwas in der Presse über den sichtlich an der Hausfront befestigt werden, nachdem die Zahl durch lage einem Verein, welcher unter den Klängen einer voran angeblichen Empfang Leckert's im Auswärtigen Amt verlautbart, einen deutlich sichtbaren Strich in der Mitte des Schildes als un- marschirenden Musikkapelle den Grunewald durchzog, daß sämmtliche als Sie diese Mittheilung brachten? Beuge Levysohn: giltig gekennzeichnet worden ist. lis Mitglieder der Musikkapelle namentlich festgestellt wurden, um zur Meines Wissens nicht. Wie berichtet wird, soll Packetfahrt- Ge Strafanzeige gebracht zu werden. Und dabei sind die amtlichen Kicine Liebenswürdigkeiten, 353e11fchaft Die Briefbeförberi bie Berliner Bad et fahrter Sauptkirchenstunden in den verschiebenen Grunewaldorten verschieden der Privatpost käuflich erworben Auf weiteres Befragen des Staatsanwalts Dr. Eger bestätigt baben. Für das Geschäft sowie Uebernahme der sämmtlichen Werth- festgesetzt. Wer hat dich, du schöner Wald, ganz verbaut mit Baragraphen? Beuge Dr. Levysohn, daß Angeklagter v. Tausch auch bei anderen seichen, Betriebsutensilien, als Fahrräder 2c. soll die Packetfahrt- Die Verleihung der Sta Die Verleihung der Stadtrechte an die Gemeinde Schöne Gemein Gelegenheiten schon manche Mittheilungen ihm gesprächsweise ge- Gesellschaft 120 000 M. zahlen. Die Abschließung des Vertrages macht habe, so 3. B. über Eckardt, der früher Hotelangestellter dürfte voraussichtlich bereits in den nächsten Tagen erfolgen. Wenn berg ist jetzt erfolgt. Die bezügliche Kabinetsordre dürfte in den gewesen sei, und den Polizeidirektor Krüger, von dem er sagte, er die Nachricht stimmt, so wäre der Privatpostverkehr, soweit er auf nächsten Tagen zu erwarten fein. sei Musitus gewesen und verdanke seine Stellung nicht die Briefbeförderung beschränkt ist, wieder in den Händen einer feiner eigenen Begabung. Unter den vielen Fragen, einzigen Gesellschaft, was vom Publikum wohl auch nicht sehr bedie Rechtsanwalt Dr. Schwindt in Anknüpfung an diese Aus- dauert wird. fage an den Zeugen richtet und die im ganzen den Zweck Beim Bau der elektrischen Hochbahn sind am vorgestrigen zu haben scheinen, angebliche Widersprüche zwischen der früheren Montag die beiden ersten koloffalen Eisenträger in der Gilschiner und der jetzigen Aussage des Zeugen zu berühren, befindet sich auch ftraße errichtet worden, und zwar au der Stelle, wo unweit des die, ob er nach dem Leckert- Brozesse noch einmal im Auswärtigen Halleschen Thores die Mittelpromenade beginnt. " Ein Stück Ostelbierthum recht drolliger Art wurde dem Publikum am Sonntag in Tabbert's Waldschlößchen an der Obera Spree offerirt. Dort befindet sich eine Anlegestelle der Sterndampfer. Der Steg war in der achten Abendstunde zur einen Hälfte gedrängt voll von Passagieren, die nach Berlin wollten, die andere Hälfte des Stegs, die für solche Personen bestimmt ist, welche die anlegenden Dampfer verlassen, befand sich selbstverständlich leer. Es war soeben Amte empfangen worden sei. Der Benge bestätigt, daß er auf Er- Au stelle der eingegangenen städtischen Männer Bade- ein Dampfer gekommen, der nach Köpenick weiterfuhr; zweimal vers suchen des Freiherrn v. Marschall noch einmal von diesem Anstalten An der Schleuse und in der Burgstraße ist gegenüber fündete der Wärter die Fahrtrichtung, aber niemand meldete sich empfangen worden sei; der Staatssekretär habe ihm dabei der Münze zwischen der Schleusen- und Jungfernbrücke durch Ueber- zur Mitreise. 213 aber das Schiff eben abgefahren war, kam ein gewissermaßen eine Ehrenerklärung gegeben, indem er ihm bauung des Mühlengrabens und des rechtsseitigen fistalischen Ufer- gut 30 jähriger Mann in Förstertracht daher und fuhr den Anbestätigte, daß er nichts dafür lönne, daß Gingold- Stärk in der streifens von der städtischen Bauverwaltung eine neue Doppel- Fluß Stöpenick und nun sei ihm der Dampfer vor der Nafe weggefahren. ihmbauung user- gut gestellten an, warum er denn nicht gerufen habe, er wolle nach Redaktion des Tageblatt" thätig war. Weitere Fragen des Rechts bade- Anstalt für männliche Personen mit einem Kostenauswande von Köpenick und nun sei ihm der Dampfer vor der Nafe weggefahren. anwalts Dr. Sch windt sollen andeuten, daß der Zeuge doch wohl 100 000 M. geschaffen worden, die zu den Fluß- Bade- Anstalten Berlins Der Wärter berief sich bescheiden darauf, daß er seiner Pflicht volldem Angeklagten v. Tausch nicht freundlich gesinnt fei. So folle er einen gezählt werden muß. Zwischen den Häusern An der Schleuse 2 auf nachgekommen fei; wenn jemand die Fahrt versäume, ſo ſet anderen Angestellten einmal dahin instruirt haben, daß von einer dem und 4 erhebt sich das mit zwei Thürmen gezierte neue Anstaltsgebäude, dies nur eigenes Verschulden; überdies sei der Dampfer doch Herrn v. Tausch verliehenen Ordensdekoration feine Notis zu nehmen das abweichend von den übrigen hiesigen Flußbadeanstalten nicht aus gewesen. Diese Entschuldigungen fruchteten jedoch nichts; der Mann, auch weit in ben Garten hinein deutlich zu sehen fei.- 3euge: Ich weiß schon, daß Sie hier den Polizeispiel Holz, sondern aus Eisenfachwerk besteht. Sämmtliche Einrichtungen der nach Köpenick wollte, berief sich energisch darauf, daß er„ Amtsa Gingold Start, der fich in unsere Redaktion geschlichen hatte, gegen mich ausspielen wollen. Es handelte sich Bedürftige haben unentgeltlich Zutritt. ein dieses neuen Flußbabes sind bequem und zweckentsprechend angelegt. vorsteher" sei, und er werde schon für entsprechende Remedur sorgen. nur darum, ob in einer besonderen Notiz die Ordensverleihung geUeberdies hätte der Wärter ihm vor dem Publikum Plaß machen meldet werden sollte, wozu ich keine Veranlassung sab, oder ob sie eine große Freude in der Bevölkerung Berlins hervor, daß sie bereits des Stege völlig frei sei, und man doch von den Berliner Gäften Die gestrige Parade auf dem Tempelhofer Felde rief dadurch müssen. Hierauf wandte der Schiffsbeamte ein, daß die eine Hälfte unter der Rubrik" Ordensverleihungen" gemeldet werden sollte. Rechtsanwalt Dr. Schwindt: It es dem Zeugen nicht etwa um 10 Uhr zu Ende war. Das Verkehrsleben in den Straßen blieb nicht verlangen könne, daß sie allesammt von der Stelle weichen wirklich nur darauf angekommen, dem Herrn v. Tausch somit" nur" für etwa drei Stunden gestört. Es hatte sich auffallend sollten. Als der Gute nun immer und immer wieder seine angeb= eine Falle zu stellen? Gs faun ja sein, daß er die beste wenig Publikum zu dem Schauspiel eingefunden; desto zahlreicherliche Amtsvorsteherqualität zum Vorschein brachte und nicht nachließ, Ueberzeugung hatte, daß v. Tausch ein politischer Intrigant fei war aber die Schuhmannschaft vertreten. B # und daß er ihn feftnageln wollte, um so ein Beweisstück einiger entfernt gelegenen Polizeireviere kamen in Kremfern an des Zwischenfalles überdrüssig und in beißenden, von Gelächter befür das Auswärtige Amt zu haben.- 3euge: Mir gefahren; als so ein Fuhrwert den Oranienplatz pafsirte, rief die gleiteten Bemerkungen fuchten einige Großstädter dem Zürnenden liegt nichts ferner als das.- Rechtsanwalt Dr. Holz erbittet sich unkundige Jugend:" Hurrah, die Schuhleute machen heute eine Land- begreiflich zu machen, daß er durchaus im Unrecht sei. Dieser wurde mit Rücksicht auf die Bekundungen des Herrn Maximilian partie!" aber immer hißiger und drohte ein über das andere Mal, dafür zu Harden Andeutungen darüber, ob der Zeuge mit Harden in Die Polizeistunde. 21 Gastwirthe erhielten im 65. Polizei- sorgen, daß der Wärter seine Strafe triege. Um zu verhüten, daß literarischer Feindschaft lebe.- 3 euge: Herr Harden hat vor Revier an einem der legten Abende Strafmandate, weil sie ihren bem Angestellten wirklich irgend eine Unannehmlichkeit passire, gaben Gericht die Gefühle angedeutet, die ihn für mich erfüllen. Er hat Gästen die bisher übliche Viertelstunde zum Verlassen des Lokals ge- mehrere Herren, darunter ein Berliner Bezirksvorsteher, endlich ihre dabei gesagt, daß er mir eine gewisse Dautbarkeit schulde. Darin währten. Tags darauf wurden sämmtliche Wirthe des Bezirks aufs Adresse an, damit der Gescholtene die nöthigen Zeugen zur Ver hat er gewiß recht, denn er verdankt mir die ersten Erleichterungen Revier beschieden und ihnen eröffnet, daß die diesbezügliche Verfügung habe. auf der dornenvollen Bahn der Schriftstellerei, auf die er sich günstigung endgiltig aufgehoben sei und sie ihre Lokale pünktlich bei Die Verwundung, welche sich der Arbeiter Mag Paul in der begeben, nachdem er seinem Schauspielerberuf Valet gesagt. Ich Eintritt der Polizeistunde zu schließen hätten. Nähe von Köpenick angezogen hat, beruht in der That auf einem habe damals seine Begabung zuerst erkannt und ihm eine Auf eine seltsame Art ist gestern der Arzt Dr. Weißbach in Unglücksfall und nicht, wie in der Sonntagsnummer angenommen große Zeitung geöffnet. Sein Bruder, der jeßige Oberbürger. I seinem Logis Hotel Stettiner Hof. Jnvalidenftr. 117, zu Tode ge- wurde, auf einen Selbstmordversuch. Paul hatte das Mißgeschic, so Die Ortschaft Müggelsheim feierte gestern, am 1. Juni, das Jubelfest ihres 150jährigen Bestehens. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags, Freitags und Sonnabend 3, abends von 7-8 Uhr statt. unglücklich zu stolpern, daß ein Sattlermesser, welches er bei sich soll, wurde Bertagung und Exploration des Geisteszustandes be- versammlung ab. Genoffe Knauf sprach in eingehender Weise trug, ihn an der Brust traf. Nach vieler Mühe gelang es seinem schlossen. über die Bildung unserer Erdoberfläche. Da sonst nichts vorlag, Begleiter, den Verlegten im Krankenhaufe unterzubringen. Durch gewerbsmäßig betriebene Heiratheschwindeleien wurde die Versammlung geschlossen. hat der Kaufmann Otto Höhne, welcher gestern der vierten Strafkammer des Landgerichts I vorgeführt wurde, mehrere in materieller Beziehung gutes Leben Jahre hindurch ein ohne Arbeit geführt. Sechs Mädchen traten gegen ihn auf, die von ihm durch Gheversprechungen bethört worden waren und denen er ihre Ersparnisse aus den Händen gewunden hatte. Von einer der Benginnen hatte der Angeklagte fich sogar eine Damenschneiderei einrichten laffen, die er, wenn auch nur auf kurze Zeit, mit fremden Kräften betrieb. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu zwei Jahren Gefängniß und dreijährigem Ehrverluft. = Wegen angeblicher Vornahme unzüchtiger Handlungen mit Gefangenen wurde am Sonntag der Gefängniß Ausseher G. in Alt- Landsberg verhaftet und nach dem Untersuchungsgefängniß in Moabit eingeliefert. G. ist bereits 21 Jahre im Dienst und hat Frau und Kinder. Jn Schöneberg wird lebhaft darüber Klage geführt, daß bei Prügeleien, die dort jetzt an der Tagesordnung sein sollen, sich so felten Sicherheitsbeamte sehen lassen. Dies kann kaum am Mangel an Polizei liegen, da bei den stets in musterhafter Ruhe verlaufenden Arbeiterversammlungen zum Ueberfluß recht oft ein bis fünf Gendarmen und Polizisten in und vor dem Thatorte" aufgestellt sind. " Gerichts- Beitung. Versammlungen. achtet. R. Apolda. 1. Jst an Stückarbeit irrthümlicher Weise zu viel an: geschrieben worden, so liegt kein Betrug vor; ist die Falschnotirung absichtlich, bewußt erfolgt, so liegt Betrugversuch und, wenn Zahlung infolge der Falschbuchung erfolgt ist, Betrug vor. 2. Das auf grund irrthümlicher Buchung Gezahlte kann in jedem Fall bei dem Gewerbegericht eingeklagt werden. 3. Wenn nur Irrthum vorliegt: nein; sonst ja. 4.§ 119a trifft 2. A. 3. 7. Er nicht zu, es kann das Volle zurückverlangt werden. fann das Zeugniß und die Beeidigung desselben verweigern. H. R. O. Uns nicht bekannt. R. P. Sie find an den Bertrag gebunden. 00516. 1. Ihre Braut braucht nur die Einwilligung, falls sie unter Eine Protestversammlung der Schneider und Näherinnen 24 Jahre ist. Der jetzige Aufenthalt des Vaters steht dessen Einwilligung gegen den Konfektionsarbeiterschutz- Gesehentwurf und gleichzeitig nicht entgegen. 2. Die Dauer einer Scheidungsklage läßt sich nicht voraus: -W. K... Ja. gegen das Attentat auf das Vereins- und Versammlungsrecht wurde sagen. Einwilligung der Mutter ist nicht erforderlich. Ferienkolonie 32. Sie sind im Irrthum: die Uebung ist bis zum am Montag im Konzerthaus Sanssouci abgehalten. Der Referent B. W., Friedrichsberg. Giltig ist endeten 32. Jahr erfolgt, zulässig. Die Ausschreitung, die der Hofpianist Georg Liebling Joh. Timm besprach den dem Reichstage vorliegenden Entwurf und Austritt aus der Landwehr, der allerdings in der Regel mit dem vollfich dem Musikreferenten Löwengart gegenüber zu schulden kommen wies darauf hin, daß die Bestimmungen desselben weit zurückbleiben der Vertrag. Von seinem Inhalt sind die Bestimmungen giltig, die der H. K., Charlottenburg. Ist uns unbekannt. ließ und wegen der er in zwei Instanzen zu einer Gefängnißstraße hinter den Forderungen, welche die Schneider auf ihrem Kongreß Abrechnung entsprechen. H. S. D. Zur Ernährung der Familie sind die Gläubiger nicht be: von 14 Tagen verurtheilt wurde, beschäftigt immer noch die Ge- 3 Erfurt in dieser Hinsicht aufgestellt haben, ja, daß selbst nicht richte. Einer der Augenzeugen jenes Vorfalls, der damalige Redak- einmal die von den Nationalliberalen gelegentiich des Konfektions- rechtigt.- B. S. O. Schriftliche Antwort ertheilen wir nicht. 1. Die teur der Allgemeinen Musikalischen Rundschau", Paul Ertel, hatte arbeiterstreits im Reichstage ausgesprochenen Wünsche erfüllt Reklamation hat immer nur für das bewilligte Jahr Giltigkeit. 2. Wenn in seinem Blatte eine Schilderung veröffentlicht, welche Herrn Lieb- würden. Diese gingen bekanntlich dahin, daß die Schußvorschriften der Vater die Einwilligung zur Eheschließung verweigert, so kann seitens ling veranlaßte, gegen ihn den Weg der Privatklage wegen Be- nicht nur auf Werkstätten, sondern auch auf Heimarbeiter An- des großjährigen Kindes auf Ergänzung der Einwilligung geklagt werden. Charlottenburg 1000. 12,50 bis 15 M. werden für angemessen er . G. 100. 1. Nein. 2. Kind ist nicht erforderlich. 3. Die leidigung zu beschreiten. Im gestrigen Termine wurde durch die Beweis- wendung fänden. So weit gehe nun der Entwurf nicht, sondern er S. R. 42. Herm. Haym. 1. und 2. Nein. aufnahme festgestellt, daß die von dem Beklagten gegebene Schilderung beschränke sich nur auf Wertstätten. Die Joge davon werde sein, Bahl ist nicht bestimmt. in einigen Punkten der Wahrheit nicht entsprach, besonders darin daß die Unternehmer, denen in der Werkstattarbeit Beschränkungen Die Beleidigungsklage muß in drei Formularen eingereicht werden. C. Liepe. Schristliche Antwort ertheilen wir nicht. Die Garantiefonds: nicht, daß der Kläger nach dem thätlichen Angriff auf Löwengart auferlegt werden, ihre Arbeiten noch mehr als bisher von Heimaus dem Lokal hinausgeworfen worden war. Der Kläger hatte arbeitern anfertigen ließen, wodurch das Elend, welches diese Arbeits- zeichner sind zur Zahlung bis in Höhe der Garantie verpflichtet. Sie sind zwanzig Punkte des Berichts als beleidigend aufgeführt. Der Ge- art mit sich bringt, noch weiter ausgedehnt werde. Eine andere Forde aber nicht verpflichtet, vor Beendigung der Abrechnung, die die Größe des richtshof war der Ansicht, daß die von dem Kläger angewandte rung, die auch die Nationalliberalen im vorigen Jahre aufstellten: Defizits ersehen läßt, Abschlagszahlungen zu leisten.. K. 100. Sprechen Sie in der nächsten Woche gelegentlich in der Sprechstunde vor: es scheint, A. S. 29. Reklame( Beilage einer seine Person verherrlichende sogenannte eine Spezialaufsicht der Konfektionswerkstätten unter Betheiligung als ob Sie der Schwindelgesellschaft nicht verpflichtet wären. „ Weihnachtsgabe" zum" Berliner Tageblatt") so plump sei, weiblicher Aufsichtspersonen, sei von der Regierung gleichfalls nicht Sie dürfen einbehaltene Sachen nicht verkaufen, sondern können nur Ihre daß sie gar nicht scharf werden genug kritisirt fönne angenommen worden. Die Einführung von Lohnbüchern und Arbeits- Forderung einklagen und dann die Sachen durch den Gerichtsvollzieher P. St. 95. Sie können nur noch zu und wenn der Beklagte das Verhalten des Klägers zetteln, welche zur Feststellung der Löhne dienen sollen, bedeute pfänden und verkaufen lassen. S. 300. Die Wittwe hat ihre Fors dem Mufitreferenten Löwengart gegenüber als„ rowdyhaft" be- immerhin einen Fortschritt gegenüber den jezigen Verhältnissen. Uebungen herangezogen werden. 999 Bramsche. 1. Mein: wir leben im„ Rechtszeichnet habe, so könne auch dies nur zutreffend genannt werden. Daher bemühen sich auch die Konfektionäre, mit allen möglichen derung zu beweisen. Görlitz. Der Betreffende soll auf schiedsgerichtliche Entscheidung und eventuell auf Entscheidung des Der Beklagte habe deshalb nur wegen einiger ironischer und Mitteln zu verhindern, daß diese Bestimmung Gesegestraft erlange. staat" Preußen. 2. Durch 1. erledigt. 3. Ja. höhnischer Ausdrücke bestraft werden können. Die Strafe seif Wenn fünftig der Bundesrath das Recht haben soll, die Kranken- Reichs- Versicherungsamts antragen; die an den Minderjährigen statt an den versicherungspflicht auf bestimmte Zweige der Hausindustrie aus Bormund erfolgte Zustellung ist rechtsungiltig. Den Weg finden 10 bemessen worden. Arbeiterrecht" bon Stadthagen dargelegt. Die Allgemeine Elektrizitäts- Gesellschaft ist von einer bies Recht jetzt zustehe, hätten dasselbe bisher nur lässig gehandhabt... Bereits erledigt. K. M. 58. 1. Das ist keine Be zudehnen, so sei das nur anzuerkennen, denn die Kommunen, denen Sie S. 128, 129 bes Diebesbande schwer gebrandschatzt worden, die gestern vor der Nun frage es sich, wann die Vorlage Gesekeskraft erlangen werde. ersten Strafkammer am Landgericht II stand. Als die Gesellschaft Wenn sie was immerhin möglich sei in der gegenwärtigen im Herbst v. J. die elektrische Zeitung von Berlin nach Ober- Reichstagsfession nicht mehr erledigt werde, dann würde die Zeit schöneweide baute, wurde in der Wuhlhaide häufig die Leitung bis zur erneuten Berathung von den Konfektionären vielleicht mit zerschnitten und der werthvolle Kupferdraht gestohlen. Obwohl Tag Erfolg benutzt werden, um die Annahme der Vorlage zu hinter und Nacht Wächter die Straße auf und ab patrouillirten, gelang es treiben. Es sei nun Sache der betheiligten Arbeiter, durch lebhafte den Dieben doch, am 16. August 2 Zentner, am 21. September 21 Bentner, am 4. November 35 Zentner, am 18. November gitation dafür zu sorgen, daß die wenigen Vortheile, welche E. P. 5. Darüber hat nur die SchulO. M. 36. Da die Kinder über 7 Jahre alt 11 Bentner, am 20. November 6 Zentner und am 29. November der Entwurf den Arbeitern bietet, durch Annahme desselben Interessenten nicht vorgreifen. gewahrt würden. Der Referent ging hierauf zur Besprechung der behörde zu bestimmen. 21/2 Zentner Draht abzuschneiden und zu stehlen. In der gefügten Schaden. Wöhlertstraße. Sie können lediglich auf angemessenen Nacht vom 19. zum 20. Januar d. J. gelang es nun drei im Walde Berkümmerung des preußischen Vereinsgesetzes über nud wies darauf sind, so haften diese selbst, nicht aber deren Väter für den den Scheiben zus Räume und auf Gewährung der im Hinterhalte liegenden Wächtern, zwei Spizbuben auf frischer hin, welche bedeutende Schädigung der gewerkschaftlichen Bewegung Erfaz für Nichtgewährung beim Amtsgericht flagen. That abzufassen und dieselben an den Amtsvorstand in Rummels erwachsen werde durch die Fernbaltung der Minderjährigen aus den Räume burg abzuliefern. Nachdem die ersten beiden Diebe gefaßt waren, politischen Vereinen und Versammlungen, da sich eine Grenze gelang es auch, die Komplizen zu ermitteln, so daß sechs Diebe und zwischen politischen und gewerkschaftlichen Angelegenheiten gar nicht drei Hehler vor Gericht gestellt werden konnten. Ta einzelne Diebe ziehen lasse und die überwachenden Beamten wohl am wenigsten in geftändig waren, so gelang die lleberführung fämmtlicher An der Lage wären, zu entscheiden, was politisch ist oder nicht. Resolution wurde Folgende einstimmig angenommen: Die getlagten leicht. Einer der Diebe, der Händler Emil Schmidt Bersammlung erachtet die von der Regierung vorgeschlagenen Schuß- Stationen. aus Berlin, hat eine interessante Vorgeschichte. E3 find. etiva vier Jahre her, da stahl Schmidt mit zwei Rom- bestimmungen zur Beseitigung der in unserem Beruf amtlich fest. gestellten Mißstände für vollständig unzureichend; sie erwartet, daß plizen eine mehrere Zentner schwere Glocke von dem Grundstücke der katholischen Kapelle in Moabit, auf welchem eine die Parteien, welche während des Konfektionsarbeiterftreits weitneue Kirche gebaut wurde. Jeder der drei Glockendiebe erhielt drei gehende Versprechungen gemacht haben, jetzt auch energisch dafür eintreten werden. Insbesondere erwartet die Versammlung, daß Jahre Zuchthaus und wurde nach dem Moabiter 3uchthause alles aufgeboten wird, damit noch in der gegenwärtigen Hamburg Berlin gebracht. Hier sind alle drei verrückt geworden. Der Reichstagsfession das Gesetz zu stande kommt. Entschiedenen Protest Wiesbaden eine starb an Gehirnentzündung, der zweite ist geisteskrank geblieben erhebt die Versammlung dagegen, daß, anstatt unsere dringendste und Schmidt wurde nothdürftig wieder geheilt, so daß Das Urtheil lautete Forderung, das unbeschränkte Koalitionsrecht zu gewähren, durch heute als nur geistig defekt gilt. die Aenderung des preußischen Vereinsgesetzes die Arbeiter und Arfür den Arbeiter Rudolf Stärke auf zwei Jahre Zucht- beiterinnen geknebelt und ihre Organisationen zerstört werden sollen. Haparanda. haus, für Schmidt auf ein Jahr drei Monate Die Versammlung hält es für eine Schmach, daß die national- etersburg Zuchthaus, für den Arbeiter Julius Schulz auf ein Jahr liberale Partei ihre Hand zu dieser Entrechtung geboten hat und Zuchthaus. Ferner für die Arbeiter Lauter, Kabelberg fordert alle der Organisation nnch fernstehenden Berufsgenoffen zum und Krüger auf je 9 Monate Gefängniß, für den Händler Beitritt auf, um dadurch den wirksamsten Protest gegen jede VerRobert Deutsch auf drei Monate Gefängniß. Der Handelsmann Georg Hoffmann wurde von der Auflage der gewaltigung zum Ausdruck zu bringen. Hehlerei freigesprochen, gegen den Metallhändler Friedrich Wilhelm Braunsdorf, welcher an beginnender Gehirnerweichung leiden er " 1 = leidigung. 2. Zuständig wäre das Amtsgericht Charlottenburg. En e termin ist nicht erforderlich, weil in Beleidigungsfachen ein vorgängiger Sühneversuch nur dann erforderlich ist, wenn beide Personen in demselben Gemeindebezirk wohnen. N. M. 1. Nein; nur wegen der nicht länger als seit Jahr fälligen Steuern darf Lohnarrest vorgenommen werden. 2. Beschwerde an den Magistrat, eventuell flagen.- 2 Wettende 100, Näherin 127. Ja. E. Kühne 100. 1. Mein. 2. Welche freie Hilfskaffe in Deutschland die beste ist, können wir dem Urtheil der Jakobstrake. Nein Witterungsübersicht vom 1. Juni 1897. Swinemünde München Wien. Sort. Aberdeen. Paris. Barometerreduzirt auf ftand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke - 22313221422 Wetter Temperatur nach Celsius ( 506.= 4° R.) 764 M B Regen 13 764 • DED 763 NND wolkenlos heiter 19 19 762 NO wolkenlos 19 763 P woltenlos 15 761 N heiter 18 770 G wolkenlos 20 769 DSD wolfig 21 759 SSD wolkig 12 767 DND heiter 13 759 650 Regen 19 Welter- Prognose für Mittwoch, den 2. Juni 1897. Der Etwas fühler, theils heiter, theils wollig, mit leichten Regen Reinickendorf. Arbeiter Bildungsverein Zukunft" bielt am 16. v. Mts. feine regelmäßige Vereins- fällen und schwachen nördlichen Winden. Buchbinder! 2. Wahlkreis. Sozialdemokratischer Wahlverein. Am Mittwoch, den 2. Juni, abends 82 Uhr, Donnerstag, den 3. Juni 1897, abends 8 Uhr, in Keller's Fettsälen im Lokale des Herrn H. Martens, Friedrichstr. 236: großer Saal, Koppenstr. 29: Große öffentliche Versammlung sämmtlicher in Buchbindereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Die vom Verband Berliner Buchbinderei Bejiker geplante Verlängerung der Arbeitszeit Versammlung. Tages: Ordnung: Den geehrten Gesangvereinen zur Nachricht, daß ich noch Montag frei bin. Franz Apel, Gesanglehrer, Frankfurterstr. 110. 24456 v. 2 M. ev. Theilz. Fran validenstraße 145. Bühne olga Jacobson, InFür 36 Mark 1. Vortrag des Herrn Dr. Leo Arons über:" Sozialdemokratie und Dreiklaffenwahl- System". 2. Distuffion. liefere feinen Anzugn.Maaß. Für 30 M. Gäste haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. Bahlreichen ff. Sommer- Baletot nach Maaß. Für Besuch erwartet 238/ 13* 8-12 M. feinste Hosen nach Maaß. auf 11 Stunden. Referent Kollege Alex Sailer. 2. 2a3 Attentat auf das Bereins, under Achtung! sammlungsrecht. Referent Kollege G. Schmidt. 3. Verschiedenes. Kollegen und Kolleginnen! Das brüste Vorgehen der Buchbindereibefizer macht es Euch allen zur Pflicht, vollzählig in dieser hochwichtigen Versammlung zu erscheinen. Laßt Euch durch nichts abhalten, derselben beizuwohnen. Es gilt einmüthig Protest zu erheben gegen die Verlängerung der Arbeitszeit und gegen die Ver: fümmerung des Vereins- und Versammlungsrechtes. Darum erscheint alle Mann für Mann. Achtung! Mit kollegialem Gruß: Die Vertranenspersonen. Maurer. Achtung! Mittwoch, den 2. Inni, abends 8 Uhr: 8½½2 280/16 Grosse öffentliche Maurerversammlung in Keller's großem Saal, Koppenstraße Nr. 29. Tagesordnung: 1. Entgegennahme der Antwort des Junungsbundes auf die ihm zugestellten Forderungen der Berliner Maurer. 2. Stellungnahme zu dem am 26. Mai in der Wedding: Versammlung angenommenen Antrag, 3. Gewerkschaftliches. Spandau. Die Lohnkommission. Unfallverletzte! Kontrolle der Bescheide, Berufungs, Mittwoch, den 2. Juni, abends 8 Uhr, Brauerei Pichelsdorf: Rekursschriften billigst und wirksamst. Protest Versammlung gegen die neue Vereinsgesetz- Vorlage. Referent: Reichstags- Abgeordneter H. Peus. 266/5 Die Vertrauensleute. Chemigraphen. Donnerstag, den 3. Juni, abends 8% Uhr, bei Zubeil, Lindenstrasse 106: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 97/12 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreichen u. pünktl. Besuch bittet Die Ortsverwaltung. 2-4. Strausenstr. 14 im Lokal. Freunde und Genossen bitte ich, mich während der Abwesenheit meines Mannes in derselben Weise zu unterstüßen, als früher. NB. Für gute Speisen u. Getränke werde ich nach wie vor Sorge tragen. 24486 Hochachtungsvoll Frau Wilhelmine Erbe, Cuvrystraße 25. Photographien Beste Ausführung. Billigste Preise. Atelier Albert Elkes, Ritter Straße 106, Ecke Prinzenstr. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Der Vorstand. Achtung! 4. Wahlkreis( Süd- Ost). Am 2. Pfingst- Feiertag in der ,, Stralauer Brauerei": Großes Früh- Konzert. Volksbelustigungen. Gesangs: Aufführungen von Mitgliedern des Arbeiter- Sängerbundes. Auftreten des Klowns Mr. Oreto. Die bedeutend vergrößerte Kaffeeküche ist v. 4 Uhr an geöffnet. Liter 60 Pf. Im grossen Saale: TANZ. Billets à 20 Pf. sind in den bekannten Zahlstellen zu haben. Die Vertrauenspersonen. 216/2 Bedeutendes Stofflager. Krausenstr. 14, 1, kein Laden. " Auf Theilzahlung! Schlag- Regulat. 14. geh. 18 M. Silb. Herren- Remont.- Uhr 15 2jährige Garantie. Charlottenstraße Nr. 15. Kein Abzahlungsschwindel. Knaben- Anzüge u. Mädchenkleidchen, Rester z. Anzügen sehr billig bei Otto Hoffmann, Veteraneustr. 14. 2245b* Getragene Stiefel sind billig zu haben. Charlottenburg, Spreestr. 24. Starkes Tourenrad billig verkauft Lübbenerstr. 21, II, Saatel. 24506 Schlafstelle für Herrn bei Seger, ❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀ Manteuffelſtr. 44, 3 Treppen. 2+ 135 8 33 Im Erscheinen begriffen ist: Geschichte der Deutschen Sozialdemokratie von Franz Mehring. Erscheint in wöchentlichen Lieferungen à 20 Pf. **** ❀❀❀❀❀ Gut erhalt. Kinderwagen verk. bill. 24466 Pücklerstr. 58, of II. r. Erkläre Frau Zimmermann als eine Ehrenfrau. Wolff, Faldensteinſtr. 6. Arbeitsmarkt. Rosenfabrik. Für eine in Berlin zu errichtende Rosenfabrik werden bei dauern der Stellung und hohem Gehalt 1 tüchtige Direttrice, 1 erste durchaus tüchtige Färberin, 1 " " 1 " Kröserin, Kleberin gesucht. Adressen nebst Zeugniß- Ab" " schriften unter J. D. 3931 beförd. Erp. d. Berliner Tageblatt Berlin SW. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Vading in Berlin. Br. 126. 14. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wittoh, 2. Juni 1897. An die auf grund der Arbeiter- Verficherungs- Geseke gewählten Arbeitervertreter im Deutschen Reiche! Werthe Kollegen! Auf grund der§§ 41 und 87 des Unfallversicherungs- Gefeßes vom 6. Juli 1884 findet in diesem Jahre die Wahl in der vom Reichs- Versicherungsamt noch näher festzusehenden Zeit, sowie über die zu bestimmende Zahl der nichtständigen ie übe Mitglieder und deren Stellvertreter zum Reichs- Versicherungsamt, statt. Dieselbe wird von den auf grund dieses Gesetzes(§§ 41 bis 44) gewählten Arbeitervertretern vollzogen. Da die Mandate der jetzt gewählten nichtständigen Mitglieder sowie die Mandate der Stellvertreter mit dem 30. September d. I. ablaufen, findet schon vor dieser Zeit die Neuwahl derfelben statt. Diese Neuwahl würde, nach den vorhergehenden Wahlen zu urtheilen, gewöhnlich in den Monaten Juni, Juli und August vorgenommen; es ist daher mit größter Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß auch die diesjährige Wahl in dieser Zeit stattfindet. " Der Berliner Arbeitervertreter- Berein" hatte die Wahl im Jahr 1893 in der geschehenen Weise in die Wege geleitet und ist der Ansicht, daß dieses im Intereffe unfer aller sich in diesem Jahre ebenfalls empfiehlt. Demzufolge sind auch schon diesbezügliche Anfragen von den größeren Städten in diesem Jahre an den genannten Verein gestellt: 1. Um eine einheitliche Kandidatenliste aufzustellen, da hierdurch eine größere Stimmenzersplitterung vermieden wird. 2. Um Vertreter aus den verschiedenen Provinzen und Berufen heranzuziehen und 3. wenn möglich, bekannte und geeignete Vertreter zu empfehlen. Das letztere ift um so mehr zu empfehlen, da die Zusammen setzung der Spruchsenate eine besondere ist und die Arbeitervertreter nicht mit den Justizbeamten allein die Sache klarlegen, sondern auch dem Arbeitgebervertreter( Vertreter der Berufsgenossenschaft) gegen überstehen, dessen hauptsächlichstes Bestreben ist, die Berufsgenossen schaften so viel als möglich zu entlasten. Augen zu führen. Im ferneren bitten wir die Arbeitervertreter, Krantenfassen, Krankenkassen- Vereinigungen, sowie Gewerkschaften, welche fich mit dieser Sache beschäftigen, mit den Vorschlägen recht vorsichtig zu sein und sich in jeder einzelnen Provinz auf das mindeste zu beschränken, denn bei der vorigen Wahl waren 2 nicht ständige Mitglieder und 24 Stellvertreter zu wählen. Es folgt hieraus, daß an und für sich schon nicht jede größere Stadt berücksichtigt werden und dieses sich nur auf die einzelnen Provinzen erstrecken fann. Ebenfalls werden wir nicht auf die Vorschläge von einzelnen Personen eingehen können, sondern nur auf solche von einem sich damit beschäftigenden Organ, z. B. Arbeitervertreter Vereinigung, Krankenkasse, Gewerkschaft u. s. w. Die Vorwahlen sind sobald als möglich vorzunehmen und von den in Vorschlag zu bringenden Kandidaten die Adressen an den Unterzeichneten einzusenden. Es muß angegeben werden: Vor- und Buname, Stand, Wohnung, Drt; wann als Arbeitervertreter gewählt, für welche Berufsgenossenschaft, ob der betreffende bereits ein Amt auf grund der sozialpolitischen Gesetzgebung bekleidet, z. B. als Kassen- Vorstandsmitglied oder Schiedsgerichts- Beisiger u. s. w. Wir ersuchen daher die betreffenden allerorts, die Sache in die Hand zu nehmen und gewünschtes Material einzusenden. Der Vorstand des Berliner Arbeitervertreter- Vereins. J. A.: Eugen Simanowski, Vorsitzender, Berlin N., Gartenstr. 78, Portal II, 2 Treppen. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Gerichts- Beitung. Wegen der Brandt'schen Millionenerbschaft ist gestern der Mobelpolirer Schönknecht von der siebenten Straffammer am Landgericht I zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Er hatte an dem Grafen Douglas, von dem das Gerede ging, daß er sich an der fabelhaften Erbschaft bereichert habe, dergestalt einen Grpreffungsversuch begangen, daß er dem Grafen anbot, fich in einem Vergleich mit ihm auseinanderzusetzen; andernfalls würde er die Presse gegen ihn in Anspruch nehmen. Auch hat Schönknecht den Grafen durch ein Schreiben an den Rektor der Universität Halle beleidigt, nachdem die Universität den Kläger zum Ehrendoktor ernannt hatte. Während andere Angeklagte vor dem Grafen Abbitte leisteten und dadurch von einer Verurtheilung verschont blieben, wollte Schönknecht eine Reihe Beweisanträge stellen, auf die der Gerichtshof jedoch nicht einging. Daraufhin wurde über Schönknecht die oben angegebene harte Strafe ausgesprochen. Versammlungen. Wir richten daher an alle Arbeitervertreter, Krankenkassen resp. Gewerkschaften( freie Hilfskaffen sind vorläufig hiervon aus geschlossen) die Bitte, hauptsächlich in den größeren Städten, daß sie sich über die in Vorschlag zu bringenden Personen verständigen mögen und uns die Vorschläge baldmöglichst zusenden, damit wir zur geeigneten Zeit die Kandidatenliste aufstellen und jedem Vertreter zusenden können. In Vorschlag find nur solche Personen zu bringen, welche den §§ 41-44 des Gesetzes genügen und event. schon in einem auf grund dieses Gesetzes bestehenden Organe, z. B. als Schiedsgerichtsbeisiger, thätig gewesen sind. Für lettere würde es am leichtesten sein, Der Verein zur Wahrung der Jutereffen der Gaft- und geftüßt auf die in den Schiedsgerichts- Sigungen gemachten Er- chanfwirthe beschäftigte sich in seiner letzten Versammlung zu fahrungen, sich in dem neuen Amte möglichst bald einzuarbeiten. Wir wollen noch bemerken, daß bei der letzten Wahl vielfach die nächst mit der Ungelegenheit des Kollegen Ehrenberg- Rigdorf, von dem behauptet wird, daß er sein Lokal bei Gelegenheit der Ansicht bei den einzelnen Arbeitervertretern vorhanden war, daß, wenn fie als Stellvertreter des nichtständiges Mitgliedes Bentenarfeier festlich geschmückt und illuminirt habe. Eine Komwählen laſſen, fie sicht nicht so oft in die Lage kommen, diefelben vertreten mission war mit der Untersuchung der Angelegenheit betraut worden. zu müssen; dem ist jedoch nicht so. Es bleibt sich ganz gleich, ob Nach den Berichten derselben trifft Ehrenberg daran keine Schuld; er hatte an dem betreffenden Abend sein Lokal an einen Verein man als nichtständiges Mitglied oder als Stellvertreter gewählt ist, abgetreten, hatte also fein Verfügungsrecht darüber, die Illumi e3 werden die letteren ebenso wie die ersteren zu den Sitzungen, nation war von dem Hauswirth Herrn Brauereidirektor Arndt allvierteljährlich, gleichmäßig herangezogen. Es mögen also die ausgeführt worden. Nach einer langen, erregten Debatte, in der Borzuschlagenden sich dieses vor Augen führen, ob sie vielleicht durch namentlich Herr Arndt hart mitgenommen wurde, nahm die Verdie Wahrnehmung dieses Amtes etwa in die Lage kommen könnten, fammlung einen Antrag That is an, der dahin geht, die ihre vielleicht schon lange Jahre inne gehabte Arbeit zu verlieren. Einmal wird der Arbeitgeber sich dieses gefallen lassen, wenn aber Handlungsweise des Herrn Arndt bekannt zu geben. Hierauf fich die Sache alle Vierteljahre wiederholt, daß der betreffende Ge- erhält das Wort zu seinem Vortrage über gerichtliche Erkenntnisse, wählte immer auf ein bis zwei Wochen die Arbeit verlassen muß, Rechtsanwalt Dr. Schöp 3. An das Referat tüüpfte sich eine aus das Schankgewerbe betreffend, der Syndikus des Vereins, Herr um an den Sizungen theilzunehmen, der Arbeitgeber dann noch annimmt, daß der betreffende vielleicht nicht in seinem Sinne die giebige Fragestellung feitens der Versammelten an den Referenten. Sache vertritt, dann wird der Arbeitgeber bald Mittel und Wege unter Vereinsangelegenheiten und Verschiedenem wird die Frage, finden, sich des betreffenden Gewählten zu entledigen, denn Gründe sehr entfernt( z. B. Brandenburg a..) wohnende Kollegen als laffen sich hierzu sehr leicht finden. Mitglieder aufgenommen werden können, dem Vorstand zur Er. wägung überwiesen. Wir haben denn auch bei den Lehtgewählten die Erfahrung Arbeiter- gildungsschule. Die Bibliotherm der Nordschule machen müssen, daß einige, aus Besorgniß, die Arbeit zu verlieren, Brunnenstr. 25, ist für die Mitglieder an folgenden gen geöffnet: Gonn: ihr Amt nicht vertreten haben, und andere, die es dennoch thaten, tags, vormittags von 10-12, Dienstags und Freitags, abends. 9 bis ihre Arbeitsstelle, in welcher sie schon ein Menschenalter zugebracht genommen, ebenso in folgenden Zahlstellen: Gottfr. Echalz, Admiralfir. 40a; 10 Uhr. Mitgliedsbeiträge werden an diesen Tagen in der Nordschule entgegen hatten, aus irgend einem anderen, vorgeschobenen Grunde verlassen Schoning, Köpniderstr. 68; Reul, Farnimftr. 42; Babiel, Rosenthalerfir. 57; mußten und nun alt und grau auf das Straßenpflaster geworfen letnert, Müllerstr. 7a; Burghause, Butbuferftr. 32 Blankenfeld, Stephanfir. 29; wurden. Im weiteren möge sich auch ein jeder fragen, ob er sicherner, Bülowstraße 59; Grube, Mariendorferstraße 5; Kaßler, Junterstraße 1, H. Königs, Dieffenbachstr. 30. in der Lage befindet, immer auf gewisse Zeit seine Familie zu verlassen. Wir richten daher nochmals an alle diejenigen, welche sich zu diesem Amte wählen lassen wollen, das Ersuchen, sich dies alles vor Alle Buschristen find an den Vorsitzenden Baul Müde jr., SO. Man teuffelstr. 128, Geldsendungen an den Kassirer H. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, au senden. 00 Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. JohannJacoby, bei Frig siegte, Schwebterstraße 33. bei Gesundbrunnen, abends 8 1hr, SpzA- angle Damen- Confection. hist Mohair- Jupons Leinen- Jupons Mittwoch, den 2. 1933 sile Donnerstag, den 3. Freitag, den 4. Juni. Die Preislisten für Sommer- und Reise- Artikel sind erschienen. steal 3 mit mit 3 Volants Säumchen Mk., u. Sammetband mit Säumchen und Entre deux 3,75 Mk. mit Säumchen- Volant, Gleichheit, abends 8% Ubr bei Stramm, Saferland, Bellermannstr. 87. Ritterstraße 123. Seine, Nixdorf, abends 8% Uhr, Prinz- Handjernstr. 60, parterre. Einigkeit, abends 8 Uhr bei geige, Triftstr. 1. Theater- und Sozialdemokratischer Agitationstlub Osten, abends 8% Uhr, bei Jauer, wesener. Friedrich Engels Norden" alle Mittwoch 9 Uhr bei Obiglo, Fruchtstr. 52. Freigeist Artona, abends 8 Uhr, Artonaplay 3 bei suffitenstr. 26. befetlub morgenroth, abends 9 Uhr, in teftaurant Diere, Lothringerſtr. 67. Neumann, Schwedenſir. 13, v. 1 Tr. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu 1 Ginigs Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender Adolf richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Mittwoch. Uebungs flunde abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Liebesfreiheit 1, Andreasstr. 26 bei Wilte. Norddeutsche Schleife, Melchiorstr. 15 bet Stehmann. Freya 1,( Gemischter Chor), Rosenthalerstr. 57 bei Babiel. Liederlust, Adalbertstr. 21 bet: Lorbeertranz, Weinstr. 28 bei Späth. Roll. Spandau, in Spandau, Neumeisterfir. 5 bei N. Radtte. Deutsche Eiche 1, Große Frankfurterstr. 133 bet Gold. Sangesblüthen, Krautfraße 6 bei Böttcher.- Bruderherz, Butbuferstraße 25 bei gut.- chol, teit I( Butmacher), Rosenthalerstr. 11-12 bei Röllig. Allegro, Brangel Pankow, Wollantiraße.- Treue, Mariannen- Ufer 2 im Lurhof. firaße 141 bei Schmidt. Freiheit I, Bülowfir 65 bet. Richter. Steins Kreuzberger armonie, Admiralstraße 18 e bei möhring. Freier Männerchor Nord West, Puttligstr. 10 bei Pfarr. nette, Bafewalterstr. 3 bet Ad. Neumann. Waldes luft, Oppelnerstr. 84.Gefang Berein der Kupferschmiede, Weinfir. 11 bet Feindt. Gleich beit I, Frohe Stunde, Staltgerstr. 7 bet Schönemann. Schönhauser Allee 135 bei Ramlow. Appolonia, Klosterstr. bet Moll. Freiheitsgruß, Brunnenstraße 150 bei Echulze. Schneeglöck chen I, Rigdorf, Hermannund Karlsgartenstraßen- Ecke bet köpte. Hoffnung III, Brandenburg a... Wilhelmsdorferstraße," Concordia". Arbeiter- Gesangverein Brig in Briz, Seeger'scher Männerchor, Landsberger Bürgerstraße 4 bei Dorn. Allee 156 bei Göbel. Einig, Blumenstraße 32 bei Reich. Gefang Berein der Buchdrucker u. Schriftgießer Mirdorf u. Briz, Rixdorf, Bergstr. 162 bei Thomas. Frohsinn Il, Friedrichsberg, Wartenbergstr. 67 bet Lange. Arion III, Rirdorf, Herrmann- u. Herrfurthitraßen- Ecke bet Geschuhn. Maiengruß II, Charlottenburg, Straße 6a, Parzelle I, bet Bartsch. Heimathtlänge, Köpenick, Rosenstr. 101 bei Meyer. Wacht Vorwärts X, Nauen, Marktstr. 16 bet auf, Wörther str. 15 bet Vulprecht. bei Glaser. Hobusch. Schneeglöckchen II, Potsdam, Brandenburger Kommunitation 16 Treu und Fest, Koppenstr. 17 bet Lohmann. Wald= fapelle, Seibelitraße 30 bei Krüger. Bruderbund, Usedomftr. 22 bet aadschlößchen.- Sängerlust, Werder a./., Kugelweg im Lokal. Dit Fidinger. Freie Sänger, Heegermühle bei Eberswalde, Dorfstr. 12, Reft. und Westpreußen, Alexanderstr. 27c, Englischer Garten. Rienzi, Wrangelstraße 91 bei Ludwig. Osten, Metallarbeiter, Grüner Weg 13 bet Bippte. Rosalie, Königsbergerstr. 34 bei Blaen.- Gerstenähre, Grünstraße 21 bei Sommer. Keramit, Charlottenburg, Kepplerstraße bet Prestel. Grüne ich e, Rixdorf, Hermannstr. 197 bei Babenschneider. Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und der Umgegend. Borz Gefang-, und gesellige Vereine. Mittwody. Stattlub figender B. Gent, Dresdenerfir. 107/108. Alle Zuſchriften, den Bereinskalender betreffend, find an 8. Bendix, Alexandrinenstraße 100, zu richten. Revolution, Grünauerstr. 8 bei Golz. Geselliger Verein Hoffnung, jegt alle 14 Tage, Rebuferstr. 5 bei Dieſeter. Artisten- und Ringsportverein ner 92 a bei gepte. Atletenverein Atlas, Brunnenstr. 152 bet Dafe. Straße bei Lange. Wereinte raft tagt Mittwochs abends und Sonntags vormittags Plans Geselliger Verein Türkische Pfeife, Danzigerstr. 93 bei W. Hansen. Tambour- Verein Froh Fret, uebungsstunde Mittwoch und Sonnabends, Wiesenstr. 27 bei Bolz. Arbeiter- Schachklub Norden, Seeftr. 25 bei Mandel. Pfropfenverein Musikverein naatsch, Kolbergerfir. 2 bei Steffens. Nord Ost, Etbingerstr. 9 bei Bogel. Rauchklub Sch mote's Werte, Riauistr. 39 bet Hegner. Rauchtlub Alter Hussit, Hussitenstr. 59 bet Bringmann. brücke. Gesangverein Sangestreue, Spreeterrasse an der JannowitzGesangverein Lerche, Schönhauser- Allee bet G. Gerber. Arbeiters Radfahrer- Berein Borwärts tagt jeden Mittwoch nach dem 1. und 15. im Monat, Beusselfir. 9( Moabiter Klubhaus). Vereinigung der Zurn= freunde von 8-10% Uhr abends, Demmineritr. 56/ 57.- Turnverein Often, Turnhalle Blumenftr. 63, 8-10 Uhr abends. Arbeiter Turnerbund. Riittwoch: Turnverein Fichte, Berlin Abends von 8-10 Uhr: 1. Männer- Abtheilung Friedenstraße 37. 3. Männer2. Lehrlings- Abtheilung Stal Berstr. 55-56. 4. LehrAbtheilung Vöchfir. 21. lings Abtheilung Stephanstr. 3. Freie Turnerschaft Rigdorf Briz, 1. Echülerinnen- Abth. von 7-8 h, 1. Frauen- Abtheilung von 8%-10% Uhr bei range Safebeckstraße; 2. Lehrlings- Abth. von 8½- 10½ Uhr, Briz, Chauſſee= Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Menderungen im Bereinstalender find zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerstr. 80, 2. Hof. Mittwoch: Aitona, Stalizerjir. 41 bei Richter.- Sumatra Süd- Ost, tegnigerfir. 18 bei Manegold. Waldesgrün, Forsterstr. 22 bei Kunze. Frei Weg, Schöneberg, irginia, Admiralir. 21 bet Schnieber. Fidele Raucher. Fichteftr. 30 bei Krause. Rolonnenstr. 2 bet Kretschmer. Intelligenz, Urbansir. 33 bei Peters. Granate, Forsterstr. 40 bet Morgenroth, Landsberger Allee 44 bei Roland. Zujuntte. Fidele Brüder, Friedrichsfelde, Luisenstr. 20 bei Lohse. Frohsinns. Seimath, Stromstr. 28. Deutscher Michel, Pantow, Kaiser Friedrichfiraße 15 bet Griffel. Kairo, Pantstr. 32d bei Löhrich. Frisch= Ohlauer, Gäfestr. 18 bei Bräter. sewagt, Bofenerir.& bet Nockenbork. Die Dampfenden, Langefir. 24 bei Abguß 1, Martusfir. 23 bei Gorn. Weiße Nelt e, Forsterftr. 17 bet Dierberg. 8ufrieden= Jeratsch. hett, Rigdorf. Biethenstraße 26 bet Ehlert. Glühlicht, Neu- Weißensee, Göblerfiaße 50 bei Schulz. 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Anfang der Borstellung 8 Uhr. Die Circusfee. Operette in 1 Att von E. Felsch. Musik von Fritz Baselt. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag im Saale: Grosser Ball. Brunnenstr. 154. Jeden Sonntag: Grosse Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Immer neues Programm. Anfang 6 Uhr. Entree 30, reserv. 50 Pf. Jeden Donnerstag: Familien- Abend. Gr. Theater- Vorstellung. Schiller- Theater( Wallner- Theater) Anf. 72 Uhr. Entree 25, referv. 40 Bf.a Berlin O., Wallnertheaterstr. 35. Der Sommergarten ist nebst Staffee: Großes Konzert.üche geöffnet. Konzert- Garten( 3000 Berfonen fassend. Bereinen wie Gesellschaften em: pfehle ich den Garten zur Beranstal Betten Steppbeden, Gardinen, tung von Sommerfesten 2c. unter Hosen, Reisekoffer, Regulatoren, Re foulantesten Bedingungen. 20566 montoiruhren, Wäsche, Goldwaaren R. Riefke, Restaurateur. spottbillig Pfandleihe, Neanderstr. 6. Schweizer Garten. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Haltestelle der Pferdebahn. 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