Preis 10 Pfennig. st vorherige Einsendung der Bezugsgebiihr erforderlich.— Die„Freiheit" Wj.?*tstcn Nachtrag der Postzeitungsliste für ISIS eingetragen und wftet bei direktem Postbezug ohne Bestellgebühr monatlich 2 M. Betlittet Otgan Expedition: Berlin NW«,«chiffbauerdamm lSlV. Fernsprecher: Am« Norden ltv«7 und lt«««. Inserate kosten die stebengespaltene Millimelerzelle oder deren Raum 80 Pf.„Kleine Anzeigen" da» settgedrurkte War' 8» PI-, jede» weiter« Wort 15 Pf. Teuerungszuschlag 30 Prozent. Bei Familienanzeigen und Bersammlungsankündigungen von Gewerkschaften und politischen Or- ganisationen fällt der Teuerungszuschlag sort. Inserate für die Morgen- ausgäbe müssen bis 5 Uhr abends am Tage zuvor, Inserate für d!» Nachmittagsausgabe bis vorm. 11 Uhr bei der Expedition ausgegeben sein, der Anabhöngigen Sozialdemolratischen Yarlei Sestjchllmds frthrttcmg 1 Dienstag, den 10. Dezember 1918 Nummer 47 Lloyd George über den Frieden. Die Friedensdedingungeu. . London, 9. Dezember.(Reutor.) In einer Versamrn- Ma in London faßte Lloyd George zur Jfaaae der «riedensbedingungent Es muß einen frieden �ben, der zukünftige Kriege unmöglich macht °oer doch mindestens erschwert. Es muß ein gerechter u r i e d e sein: die Bedingungen dürfen keine leichten JJst". sonst wären sie nicht gerecht: denn leichte Bedingungen Wurden zu einem neuen Kriege anreizen.(?) Nickt um stäche, sondern um Gerechtigkeit handelt es sich: ein friede � i(t Rache würde nicht Gerechtigkeit lein. Wir dürfen keine '.eue elsaß-lothringische Ira g e haben, aus dem Anfachen Grunde, weil wir nur den Dehler Deutschlands Wiederholten, was in 50 Iahren das Schicksal Deutschlands den würde. Der friede muß streng gerecht und biLig >. Die für die Schrecken des Krieges Verantwort- jjchen müssen zur Verantwortung gezogen werden. DieS J um so notwendiger, ie böber sie stehen. Ohne sie wäre � nicht zum Kriege gekommen. Unser Urteil muß derart �sfgllen. daß Könige, Kaiser und Kronprinzen für alle .Ngkeit wissen, daß. wenn sie Verruchtheiten dieser Art jwr die Erde bringen, die Strafe unausbleiblich auf ihr �stupt fallen wird. . Lloyd George fuhr fort: Aber das deutsche Volk, im Kriege sich gut gehalten hat, das mit voller Begeiste- Ug in den Kamvf ,zi»g. und das jetzt über den Sieg jubeln Jstjrde, wenn er ihm zuteil geworden wäre, muß auch zur antwortung gezogen werden.� Die Völker müssen 5tssen, daß sie nicht ungestraft einen Krieg anfangen dürfen. "«rner müssen wir bei der Festsetzung der ftfriedenZbedingun- darauf sehen, daß der B e st a n d von Riesen- Leeren, die zum Kriege verleiten, und die Herricher in �i'suchung bringen können, hinfort nicht mehr ge- ? o t t e t sein darf. Wenn friede auf Erden herrschen soll. ??rf in Europa keine großen Hece geben. Ich .st ein Anhänger des Völkerbundes, weil er «n Mittel darstellt, eine Kriegserklärung zu erschweren. Auf eine Anfrage, ob die Deutschen aus England aus- Utoßcr. werden sollten, sagte Lloyd George: Ick kann der "kageftellerin versichern, daß auch die Männer darauf achten �rden. Ich habe wiederholt gesagt, daß nach inemer An- Mt diese Leute die Gastfreundschaft mißbraucht haben, und Zok man ihnen nicht eine zweite Gelegenheit geben dars. °les zu tun. Die Abrüsbing. London, 3. Dezember.(Reuter.) Amtlich wird Mitgeteilt, daß die Koalitionsregierung mit der 'stdgültigcn Absicht zur Friedenskonferenz �ehen wird, dort die Aufhebung der Militär- 'ienstp flicht in gauz Europa vorzuschlageu. �vlperialistische Geheimvertröge der Entente? Nach dem Amsterdamer„Algemeen Handelsblad" verlangt die �ditale englisch« Wochenschrift»Nation" definitive Aus- �irung darüber, ob die Geheimverträge der �liierten(mit Ausnahme der russischen) nock zu Recht stehen. Die Besorgnis sei gerechtfertigt, daß sie nicht tot seien. diesen Geheimverträgen würde Frankreich das links» Rheinische U f er und die Zustimmung zur Bildung eines ?stfferstaates auf dem recht'» Rheinufer er- Italien große Stücke rein slawischen Ge- 'itez. Poincare und S o n n i n o, die bei diesen Ab- R'stchungen die Hauptrolle gespielt hätten, seien noch immer im �te und leiner von beiden habe bisher erklärt, daß die Vcr- nicht mehr in Kraft seien. Es gehe nicht an. diese Frage mit der Begründung unbeachtet zu lassen, daß sie auf der �■stdenskonferenz geregelt werden würde, dem« die Schaffung �st vollendeten Tatsachen sei in der«urnpäischen Politik sehr. beliebt und die Schwierigkeit, sie hinterher wieder ungeschehen zu machen, sei in der europäischen Geschichte eine bekannte Er- scheinung. kleichsversammlüng der A.- und S.-kiäle. Amtlich wird bekannt gegeben: Den Arbeiter- und Soldatenräten der Re- publik schlagen wir als vorläufige Tagesordnung der Dclegicrten-Bers a'm m l u n g vom 16. Dezember folgende vor: 1. Bericht des V o l l z u g s r a t s. Berichterstatter: Richard Müller. Bericht der Volksbranftragten. Berichterstatter wird noch bestellt. .. JJ» Natiouglyc�saiumlung oder. R ä t e s y st e m. Referent: Cohen. Korreferent: D ä u m i g. 3. S o z i a l i s i c r u n g des Wirtschaftslebens. Referent: H i l s c r d i n g. Korreferent: Wird noch bestellt. 4. Die Friedensrcgel uns; und deren Einfluß aus den Ausbau der deutschen sozialistischen Republik. Referent: L c d e b o u r. 5. Wahl des Vollzugsrats der Republik. Anträge zu dieser Tagesordnung sind möglichst um- Sehend dem Sekretariat des Vollzugsrats, Abyrordneten- aus, mitzuteilen, ebenso die Namen der Delegierten. Es wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß je 59 666 Frontsoldaten— nicht 166 666— das Recht haben, einen Vertreter zu wählen, ferner, daß die Schub- truppe gesondert einen Vertreter entsenden darf. Der Vollzugsrat des Arbeiter- und Soldatenrats Groß-Bcrlin. Rich. Müller. M o I k e n b u h r. Die rufüsche Delegation. Der Soldaten mt in Koiwno hatte den Delegierten der ruissischen Sowjet-Republik, Rads?, Joffe u. a., die sich nach Deutschland begeben wollten, um an der Reichskonferenz der Arfteiter- und Soldatenräte teilzunehmen, an der Ein- reise nach Deutschland gehindert. Der Rat der Voltsbeairf- t ragten hat den Delegierten telegraphisch mitgeteilt, daß bei der Lage Den Hchlands die Delegierten ersucht werden müßten, von der Einreise Ab sta nd zu nehm en. Der Rat der Volksbeauftragten hat nur unter dem äußer- sten Druck der Verhältnis s« gehandelt, als er an die russischen Genossen appellierte, von der Einreise nach Deutschland Abstand zu nehmen. Angesichts der Übermächtigen Stellung der Entente konnte und durste er nicht die Verantwortung über- nehmen, daß infolge der Einreise der russischen Genossen die FncdcuSaussichten verschlechtert würden. Znkenmkionaie SoiiMtät. Mit großer Verspätung kommt über die Schweiz das folgende Telegramm unserer italienischen Genassen: Deputierter H a a s e, Berlin, Reichstag. Die sozialistische Fraktion der italieni- schen Kammer beglückwünscht Sie, daß Sie im gestrigen Reichstag mit feiner Eloquenz dem internationalen sozio- listischen Gedanken Ausdruck gaben. Wir spenden Beifall dem Vorgehen der unabhängigen sozialistischen Partei, trotz der Hinterhältigkeit, der Heuchelei, die ihr entgeqenstehen. Wir müssen alle Regierungen zur Ehrlichkeit zwingen und sie veranlassen, auf den Hochmut der Oligarchien, der nicht von den Völkern stammt, zu verzichten. Auf diese Weise wird der gereckte Friede nicht nur für die eine oder andere Nation geschlossen, sondern auch nachher über der Gesell- schaft der Nationen stehen, bczw. die allein richtige Vereini- gung de» internationalen Proletariats darstellen. Rom, 26 Oktober 1918. Musattk, Sekretär der italrenischen Kammcrfraktiou 'Ein bekanntes Sleuerprogramm. Wenn heute die Regierung Bethmann-Hollweg nackj bestände, so würde ihr Finanzminister kaum eine ander« Rede halten können, als sie heute Herr Schiffer gehalten hat. Alle Steuern, die der Herr Reichsschatzsekretär an- gekündigt hat, waren schon unter dem alten Regime mehr oder weniger offiziös angekündigt. Es ist die alte Mischung von direkten und indirekten Steuern, mit denen auch alle alten Regierungen ihr Finanzprogramm be- stritten haben. Von einem neuen Gedanken, von einer durchgreifenden Finanzreform ist keine Rede. Wir sind davon nicht überrascht, wir haben nichts anderes erwartet.■ Herr Schiffer ist ein ziemlich weit rechtsstehender Nationalliberaler gewesen und jst auch dasselbe geblieben. �.Er steht durchaus auf dem Boden der kapitalistischen Welt- "anschauung: selbst wenn er wollte, könnte er, der alt« Gegner des Sozialismus, gar nicht aus seiner Haui heraus. Herr Schiffer ist ein guter Vevwaltungsjurist, in Finanzfragen nur soweit Fachmann wie jeder erfahrene Parla- mcntarier. Tie Herren vom Reichsschatzamt arbeiten akkurat weiter, wie sie stets gearbeitet haben und daS Resultat der Arbeit ist dasselbe. Herr Schiffer hat es nicht eilig. Er schildert zwar die Finanzlage in den düstersten Farben. Diese Schwarz- maleret ist ja heute auf allen Gebieten sehr beliebt. Sie verfolgt ja sehr durchsichtige Zwecke. Die Situation wird inöglichst schlimm geschildert, um dann dafür— die Revo- lution und ihre Behörden verantwortlich zu machen. Man spekuliert auf die Leichtgläubigkeit des Volkes, das der so- zialistischen Regierung die Schuld für das Elend aufbürden soll, das der Krieg verursacht hat, oder es soll wenigstens der Eindruck geweckt werden, daß die sozialistische Regierung unfähig sei dieses Elend zu bannen. Daher die immer- wählende Panikmacherei, von der sich nur allzu viele So- zialisten einschüchtern lassen, daher auch der Widerstand, den die alte IBureaukratie radikalen und durchgreifenden Maß- nahmen entgegensetzt. Auch Herr Schiffer will nicht handeln. Er begnügt sich mit vorbereitenden Maßregeln für die Kriegssteuer, alles andere soll der Nationalversammlung überlassen werden. Da die Nationalversammlung in ihrer ersten Zeit mit den wichtigsten politischen Problemen überlastet sein wird, bleibt dem Kapital jedenfalls sehr geraume Zeit, und bis dahin hofft es auf politische Machtverschicbungen, die ihm danr auch und vor allem auf dem Gebiet der Besteuerung, zugut, komineu werden. Das liegt aber keineswegs im Interesse des Proletariats, und deshalb fordern wir von der Regierung, daß sil mit ibrer Ankündigung Ernst macht und sofort die wich tigsten Besitzsteuern in Kraft setzt. Herr Schiffer selbst hat ja die Ordnung der Finanzen als überaus dringlich bezeichnet, er hat geschildert, wie notwendig die Wiederherstellung einer geordneten Finanzwirt- schgst für den Kredit und die ganze Volkswirtschaft ist. wi« schwer die Ungewißheit über das� Kommende auf den Er- werbskreisen lastet. Es besteht also stärkster ökonomischer Zwang zum sofortigen Eingreifen. Die Nationalversammlung wird das anerkennen und der Regierung für ihre Tat den-Dank aussprechen müssen. Es steht also nichts im Wege. schon jetzt die dringendsten Besitzsteuern, vor allem die Vermögensabgabe in Kraft zu setzen. Herr Schiffer freilich ist dafür nicht ganz der richtig« Mann. Seine ganze Rede ist vom Geist der Abneigung gegen die sozialistische Ncnordnunq erfüllt. Deshalb vcr- weilt er so liebevoll bei der angeblichen Verschwendung, die die Revolutionsbehörden trieben. Da muß mau deutlich werden: Herr Schiffer soll nicht schwindeln! Mag sein, daß in der ersten Verwirrung Ausgaben gemacht wurden, die zu hoch waren oder die hätten unter- lassen bleiben können. Aber läßt sich das vergleichen mit der wahnwitzigen Verschwendung von Steuergeldern, die der Militarismus besonders in der Zeit der Mobilisierung. 'der auch während der ganzen Zeit des Krieges getrieben hat? Berr Schiffer schätzt die Neubelnstuna infolge des Krieges selbst auf 19 M i l l i a r d e n Mark. Will er im Ernst behaupten, daß neben dieser Riesensumnie, die den Grund für die Zerrüttung der Zinan�en bildet, die Paar Millionen eine Rolle spielen, die die Revolutionsorgane hätten ersparen können? Wir müssen es uns denn doch energisch verbitten, daß von Regierungsvertretern mit solchen demagogischen Mätzchen � antisozialistische Stim- mungsmache betrieben werde! So wenig Herr Schisser schnelles Eingreifen will, so wenig will er eine wirklich durchgreifcnte Reform. Er will das alte Steuerbukett wieder auffrischen. Natürlich muß jetzt nach der Revo- lution der Besitzbesteuerung ein größerer Raum gewährt werden. Aber Herr'Schiffer plant doch daneben auch eine Erhöhung aller indirekten Steuern, selbst dn Verteuerung eines so unentbehrlichen Rahrungs- mittels wie-des Zuckers! Wir denken,-das geht nicht und sind sehr unangenehm überrascht, daß ein Regierungsorgan solche Pläne entwickeln kann. Hier wird die Regierung schleunigst erklären müssen, wie sie selbst zu diesen Plänen sich st-ellt. Auch wir wissen, daß die Sanierung der Finanzen, die die wahnwitzige Politik der Herrschenden in Grund und Baden ruiniert hat, nickt aklein durch Besitzsteuern erfolgen kann. Wir sind der Meinung, daß dazu Steuermaßncrh- men überhaupt nicht ausreichen. Dazu bedarf es der Um- gestaltung" des ganzen Wirtschaftslebens, des sozialistischen Ausbanes der Produktion, um durch Sleigerung der Pro- d-nktivität der Arbeit, durch Beseitigung der Anarchie, die die kapitalistische Wirtschaftsweise mit sich bringt, neue Springgriellen des Reichtums zu erschließen. Was aber Herr Schiffer über Sozialisier ring gesagt.hat, war ja bei aller beabsichtigten Unbestimmtheit doch em deutliches Plaidover gegen die Sozial-isierimg. Bon..seinem Standpunkt aus selbstverständlich. Um so un- verständlicher bleibt eS, daß es ein Organ einer soziali- stischen Regierung ist, das solche Ansichten vertritt. Und deshalb meinen wir, daß die Rede des Reichs- schatzsekretärs vor allem das eine beweist, daß sein Pro- gramm nicht das einer sozialistischen Regierung sein kann. Es ist eben ein unlöslicher Widerspruch, daß eine sozialistische Politik von antisozialistischen, bürgerlichen Ministern durchgeführt werden soll. Denn um p o- -Ii tische, nicht um technische Entscheidung bandelt es sich in erster Instanz bei der Aufstellung eines Steuer- Programms. Es zeigt von politischer Naivität, an- zunehmen, daß die bürgerlichen Minister in ihren Aemtern et">aS anderes stin können und wolleck als Verlreter des - Regierung darauf Anspruch erheben will, als eine deutsche Re« gierung anerkannt zu werten." Als die„Germania" diese schmutzigen Anwürfe gegen die Regierung veröffentlichte, hatte sie bereits Kenntnis von den gestern verbreiteten Erklärungen der Genossen Barth und H a a i e. in denen die Behauptungen Jones ; mit aKer Entschiedenheit dementiert wurden. Trotzdem bat das fromme Zentrumsblatt die verleumderische Zuschrift veröffentlicht. Es hat sich damit auf dieselbe Stufe gestellt, wie die Verfasser und Verbreiter der elenden Pogromflugblättcr, j die in den Gassen Berlins herumlieaen. Es hat erneut - bewiesen, daß in dem eingeleiteten Feldzug gegen die Ne- Volution das Zentrum die Führung überno ni• men hat und nun mit den skrupellosesten Mitteln— mit dem Mittel der Konspiration mit dem Landesfeind ebenso wie mit dem der schamlosesten Verleumduna— gegen die Errungenschaften der Revolution zu Felde zieht. Vielleicht wendet der„Vorwärts", der ausschließ- lich von der Hetze gegen Spartakus in Anspruch genommen zu sein scheint, seine Aufmerksamkeit einmal diesem Treiben des Zentrums zu! Oder verbietst ihm die Rücksicht auf E r z b e r g e r, gegen die Konterrevolutionäre des Zen- trums Front zu machen? Der neue bayrische tavökas. Miiuchcn, 10. Dezember. Das Ministerium des Innern ha! gestern die Wahlordnung für den bayerischen Landtaf veröffentlicht. Danach finde» die Wahlen am 12. Januar 101" statt. Das W a b l r e ck t ist allgemein, gleich, geheim und un- mittelbar. Gewählt wird in Verhältniswahl, wobei dal ganze Land einen Wahlkreis bildet. Die Zahl der Abgeordneten beträgt 180, bisher waren cs 183. Von den Abgeordneten werden 163 in einem Wahlgang in den bisherigen 133 Wahlkreisen, die als Stimmkreise gelten, auf Grund von Wahlvorschlägen nai dem Verhältnis ihrer Stimmenzahl verteilt. Wenn in der PsalZ zu der angegebenen Aeit keine Wahl möglich sein sollte, kann der Landtag die bisherigen Abgeordneten als Vertreter der Pfälzer Wähler im Landtag anerkennen und durch den Prä- sidenten einberufen. Die er-gi sche JesichkigsngskommWn in Hamburg. bürgerlichen Klasscninteresses. Ihre Mitwirkung bedeutet nicht Unterstützung der sozio listischen Regierung, sondern Hemmung nickt Stärkung, sondern Schwächung. Denn sie bricht den einheitlichen Willen und trägt den Gegen- satz in die Regierung selbst hinein. Und deshalb wird die Ncst-wendigkeit immer klarer: An die Spitze der Reichsämter gehören Sozialisten! Elende I?r!e�mder. Di?„German? a", das führende Berliner Zen- trumsorgan, verösseutlicht in d-er heutigen Morgenn-mnnier unter der Uebersckrift„Bestochene Ministe r" eine Zuschrift, die an Schamlosigkeit und Gemeinheit alles über- trifft, was in diesen Tagcn der infanien Pogromhetze gegen die Revolution geleistet worden ist. Unter Hinweis aus das «estern veröffentlichte Telegramm Josfes wird in-dieser Zuschrift erklärt: „Wir haben hier also den eklatanten Fall, daß Mitglieder der deutschen Regierung von einer fremden Regierung mit hohen Summen bestochen worden sind, damit auf die deutschen Trupnen, also auf ihre Landslcute, geschossen werden kann. Sowohl Herr Haase als auch Herr Barth waren also bereit, unter ihren deutschen Landsleuten ein Gemetzel anzurichten und durch dieses deutsche Soldaten zugunsten ihrer Pläne hinmorden zu lassen. Sine Regierung, in der derartige Personen noch eine Stellung einnehmen, verdient nickt mehr dcn Ramen einer deut- schen Regierung, Wir erwarten, daß mit Haase, Barth und Ge- nassen demnäck't gründlich abgerechnet wird, wenn überhaupt diese GremeroHiltoniire Treilmelen in der Vrovinz. An? T o r g a u wird uns geschrieben: Das trauric»: Vor- kommnis. das in Berlin viele Menschenleben gekostet hat, ist, wie wir mit Sicherheit feststellen können, von langer Hand durch habere Militärs vorbereitet worden. Es stcbt außer jedem stweifel, daß eine Militärkamarilla fest«nt- schlössen ist, unter heuchlerischer Anpassung an die bestehenden Per- hältnisse. die Err-ungenschasten der Revolution zunichte zu machen. Zu diesem Amecke sind außer den G*rderemmeti-ern noch das Husaren. Regiment 12, das zur Zeit noch mobil ist, bestimmt ge- wesen, den„E'nzug" in B.rl n zu machen. Der Kommandeur dieics Rea'ments. ein Rittmeister v. Maatzen, unternahm in Torgau einen Demonstration?-. ug. der nach Ansicht deS hiesigen b.- und S.-Ratos einen Putsch einle ten wllte. Herr v. Maaßeü weigerte sich kategorisch, sich dem Soldatenrat Torgau zu unter- ordnen. Wir mußten den äußersten Zwang anwenden, um d-.e Angriffslust de? Herrn R timeisters zu zügeln Er erklärte, für ihn fei der Soldatenrat überhaupt nickt zuständig, sondern die 3. Kavallerie-Brigad« Halle. Es wurde rncht nur unter den Mannschaften. gehptzt. auch die Frau de? Rittmeister? agii'erte in gleicker Weise in To-rgau in Versammlungen, in denen sie öf'entlich erklärte, die Reg erung habe nicht die Kraft und die Fähigkeit, das deutsche Volk zu vertreten. Al>o nicht Spartakus und die Unobhängio« Sozialdemokratie sind es. die angeblich«inen Putsch vorbero'teten, sondern die alte Mi l i tä rp a rtei ist es. die noch immer am Werke ist, die Revolution zu stürzen, um die Gewalt weder zu erlangen! Rur energt sches Zugreifen seitens der Regierung kann die gegenrcvolutionäre Gefahr von unS abwenden. Am Montag nachmittag ist die englische Besichtig gungskommission auf dem Hamburger Hauptbahnhos eingetroffen und hat im Hotel Atlantik Wohnung genom- - men. Der Kommission sind deutscherseits zugeteilt Korvetten- ikapitän Lohmann vom Reichsmarineamt, mehrere Seeoffiziere, Direktor Greve vom Norddeutschen Lloyd und Direktor March von der Bereinigten Bugsier- und FrachtichiffahrtS-Gesellschaft. Di« englische Kommission ist zusammengesetzt aus einem Admiral sowie drei weiteren englischen und drei französischen Marine- ofsizieren. Sie bleibt voraussichtlich zwei Tage hier und be> sichtigt die für die Instandsetzung in Frage kommenden. Im Ham- burgcr Hafen liegenden, etwa 30 englischen Handelsschiffe. Fran- zöst'che Schisse liegen nicht im Ha-en. Ein englisther Zerstörer f.o 7+ m re.-Ti f) rr Elve Ansprache Eisners. München, 1V. Dezember. In der aestriaen ersten Sitzung de? bavcrisckten Landesarbeiterrates wurden die Berbondlunaen mit einer Ausvracke des Vorsitzenden im Ministerrate Eis n er eingeleitet, der u. a. ausführte, er fürckte sich nicht vor der Radikalisierung von links. Aber er fürchte, doß man zu den alten Zu- ständen zurückkomme, wenn auch die Revolution nicht mehr riickpängig gemacht werden könne. wird an de» St. Pauli-Landungsbrücken festmachen Kiel, 10. Dezember. Die deutsche Marinekommt s- s i o n für die W a f s e n st i l I st a n d s v e r h a n d l u n g e n trisst am Mittwoch auf dem kleinen Kreuzer„RegenSburg" in Kiel ein. Die britische Kommission kommt am Dienstag abend auf dem englischen Linienschiff„Herkules" in Brunkbü!tel-Reede aw Das englische Geschwader läuft am Mittwoch, abends ll Uhr, in den Kaiser-Wilhelm-Kanal ein und wird Kiel abends um 7 Uhl erreichen. Vtfj'care in Slraßhura. Straßburg, 10. Dezember.(Sanas.) P o i n c a r e ist in P«' gleitung von Clcmenceau, Tubost und DeSchanel hier ein- getroffen. Er wurde durch die Marschälle, die Minister, die alliier- ten Armeeführer und den Magistrat empfangen. Der Bürger- meister hieß ihn willkommen und überreichte ibm die Tckl ll s s e> der Stadt. Poincare versicherte in seiner Antwort, daß Frank- reich die Schlüssel Straßburgs in guter Lbhur holten und st» niemals wieder von irgend jemanden nebmrn lassen werde. Der Zug gelangte sodann auf den Klebcrvlatz. w« der Präsident eine Gruppe von Veteranen zu ihrer Anhänglichken an Frankreich beglückwünschte. Darauf erreichte der Zug dal Rathaus. Von der Freitrevve des Rathauses hielt Poincare ein« Ansprache, in der er u. a. sagte, daß die V o l k s a b lt i m m u nS bereits vollzogen seil(?!) Tarauf bewegte sich der Zvt zur Kathedrale. Vöhliibstimmnng der Sinnseiner. Wir müssen, sagte er. zur reinen Demokratie kommen, daher mein 5iampf aeaen das A u s w ä r t i a e A m t:n Berlin. Jetzt hat man bereits das Auswärtiae Amt als den SerdaevenrevolutionärerBestrebun- a e n entlarvt. Wir stehen vor einer W e l t r e v o l u t i o n. Wenn man saqt, daß die Nationalversammlung die Ar- bciter-, Bauern- und Soldatenräte entbehrlich macht, so de- Haupte ich, es wäre noch eher eine Naiionalversammluna cnt- behrlich als es-die Arbeiterräte sind. Daß die N a t i o n a l- Versammlung rasch kommt, ist gut. weil dadurch eiste Menge abenteuerlicher Anschauungen beseitigt wird. Es wäre ein Glück für die Ngtionalveriammlung. wenn sie sich auf die Räte stützen könnte. Wie aus Dublin gemeldet wird, enthält das Manifest Sinnseiner die Erklärung des Boykotts gegenüber d e Parlament. In gleicher Weise wie bisher werden die gs' wählten Sinnfeiner an den Verhandlungen deS Londoner PÖM lament nicht teilnehmen und ihr Mandat nicht ausüben. Wilsons M'eprogram Der„Manchester Guardian" gibt das Programm der Reiß Wilsons jetzt wie folgt an: Nach der Ankunft in Brest werde de: Präsident nach Paris reisen, wo er sich mit dem Oberste? Hause beraten werde. Tarauf werde er Italien besuche? und von dort nach England reisen. Tann werde er naÄ Paris zurückkehren. Der gesamte Aufenthalt in Europa sei aus sechs Wochen bemessen. Äie Wevös. Von Max D e r i. III. Oskar Kokoschka. Während revolutionäre Entwicklungen in den Künsten die stärkste» Genies, wie Giolto oder Masaccio, Eyck oder Witz, gleich im Beginn der neuen Zeit als Führende an die Spitze tragen können, pflegen revolutionäre Entwicklungen in ihrem stetigen Zuge von jenen typischen Uebergangsmeistern geleitet zu werden, die. wie selbst Lionardo, in ihrem Wesen jenen Zwiespalt zeigen, der teils auf Vergangenes, teils auf Zukünftiges schaut. So hat die französische Malerei Cezanne geboren, so hat die deutsche Ent- Wicklung, außer Hobler, noch keinen ans Licht gebracht, der sicher uird bewußt schon rein die neuen Wege ginge. Was Oskar Kokoschka, dessen Werke derzeiHn schöner Aus- Wahl im Kunstjiilö» Casstrer zu sehen sind, vor allen Mit- strebenden, vor Kirchner und Heckel, Meidner und Pechstein, Seckendorf und Brockhuscn voraushat, ist, daß er nicht so rasch! mit dem Problem..fertig" war. Er hat sich nicht bereits in den Anfängen eine bestimmte Form feines Gestaltens gebildet, die, wenn sie in noch jungen Jahren festgesetzt w:rd, so leicht zur .Formel", zur„Manier" werden kann. Wie langsam und wie stetig er seinen Wendeweg bisher gegangen ist, wird in dieser Ausstellung deutlich. Da» erste Bild, da? er gemalt hat, der Trancespicler vom Jahre>000, ist, objektiv-naturalistisch gesehen, noch tappend- suchend in der Form, von abgetönten Regenbogcnsarben des' sväten Pleinairisinus leise umspielt. In raschem Werden wird � nun von Kokoschka a!S einzelnem die Entwicklung der Gesamtheit wiederholt. Ter„alte Mann"(1007) furcht die Großform zu starker Zerstückung, legt den Kopf plastisch mit breiten Rille» »n. Erst im Rudimentärsten ist bei diesem, im ganze» unsympathi- schon Bilde der Anfang der„Vergewaltigung" deS Objektes durch den„persönlichen Strich" gebracht. Eine Teilreattion führt.... .Bild»!» ForetS" zur seinen Farven- und tzinienhalrung zurück. In stetigem inneren Anschluß an die sublimicrie Anschauung hochplcinarist'scher Bilder wird eine Farbsläche changierender Töne erstellt. Und so wie das Farbliche, sind auch Forrnaics und Seelische» geseint, und in außerordentlich rascher Entwicklung in zwei Jahren Hand und Sluge zu größter Sicherheit vorge. schritten. Tünne Farbsiächen und dünne Linie» geben>n zrnviindlichster Seclenmalerej fast auf da« Innere diese» Echä- dels, auf das Walen lultiviertester, im leisesten der Nuance be- Ivegl'cher Werte«in. Die Bildnisse des Rechtsanwalts Caro, der Else Kupfer und der Frau M. bringen dann die formale Auflockerung dieser Feinform, wie der„alte Mann" die Auf- lockerung der Grobform des„Trancespielers" gebracht hatte. Da- bei beginnt das Jnnerseelifche der Modelle immer stärker zu spreckien; die Augen bekommen jenen weit offenen Blick in die Ferne, den Kokoschka späterhin bewahrt.„Neapel im Sturm" zeigt die Uedergangskorm der gelockerten Feinform in rela, tivcr Reife; es ist auf der alten, von Eözanne gebauten Stufe der Entwicklung, ein„schönes" Bild. Etwas wackelig im Forma- len, mit leise blühenden Farblasuren, mit leicht kubistischen Detailformen. Der eigentliche �.neue Weg" beginnt erst bei dem Bildnis „zweier Kinder", und geht über die„Windsbraut" zum„Bildnis I. H." und zum„Gefangenen". Die starke Linie und die starke Form setzen wieder ein. Das Ganze wird zu Teilkomplexen zer- ltückt, von breiten Licktbahnen durchschnitten, bleibt noch wan- kend im Großbau; dock e? sieht al» Ganze» in Twrm und Farbe kräftiger, ja. wie beim„Bildnis I. H.", selbst stark im Rah. nien, ruft mit lauter Stimme, mit bestimmtem Ton. Jenes wesentliche Stilclement des neuen ErpressionismuS, die Kraft, wird deutlich gegenüber den blumig.feinen Frühbildern lebendig. Mag manches Bild, wie etwa die„Windsbraut", noch wankend itiiSeinandersinken, mag manche Einzelform noch klobig und zer- siückt fein: im großen ist der Bau ein festerer geworden. Roch ist bisher nicht mehr erreicht, als Allgemeinstes der Entwicklung. Noch fehlt alle? wesentlich Persönliche im Bilde. Da letzt im Jabre tOlö mit den„Auswanderern" der Reifevrozeß bei Kokoschka ein. Dce grob zerstückelte Form wird wieder in sich verlebendigt. Ei. ümHche Gestaltungen beginnen sich durch die Flächen zu winden, mit wurmartiger Bewegung wird das Ge- bäude übersponnen. Das Gekrümmte und Bewegte des Klein- baueS versucht, die objektiv« Lebendigkeit der Naturiorm vom Innern des Gestaltenden her mit PersönlickteitS-Werden zu durchdringen. Setzt also bier der Reifeprozeh beim Künstler damit ein. daß er sich eine spezifische Form sucht, die se-n Gefühlt tragen und! Träger, ein Gefühl Aufsuchen und zu finden, das ihr Leben g� geben hat. Nun ertveist die Geschichte, daß körperliche und seelische Reis? nickt parallel gehcn. Ist der Mensch mit zwanzig Jahren woh! „erwachsen", so pflegt er erst mit Dreißig geistig reif zu sein- Nach diesem Reifepunkt deS Dreißigsten liegen, mir ver- -schwindend wenig Ausnahmen, alle großen Kunstwerke der Ve«' gangenheit. Kokoschka, im Jahre 1886 geboren, ist eben erst>? diesem Sinne ein„Mann" geworden. Wenn es nicht Tages-Kritit gelten würde, brauchte man nicht mehr zu tun, als seine bisherigen Werke ai» Etappen zu erleben und zu merken. Und zu warte»- Doch auch die Stunde hat ihr Recht; auch das Wach'ende will gepflegt sein, und. aus seelischem Wiederhall, verstärkte Kraft zu weiterem Schasse« holen. So geht man an die„Auswanderer" heran. Nicht mit den Maßstäben, die reifes Kunsterleben der Per- gangenheit gekerbt hat, sondern mit liebendem Wollen zu werden- dem Sein. Und dieser Gesinnung lohnen die Bilder weit mehr, alz jene Werke überreifer Nachfahren eines verklnngenen Stiles, die, w>< jetzt wieder die Slevogt-Schau, die meisten Ausstellungen zeigen. Die„Auswanderer" werden als Seelenmalerei lebendig. Heißeste? Mühen um die Vcnnnerlichung der Formen spricht au» ihnen- Nicht das kleinste Erleben ist„tot" belassen..Ein Ringen um da» Lebendige, ein Schauen aus den Augen, ein Greifen und Taste" der bis auf das Bewegliche des Skeletts durchgefühlten Hände, ein Einbohre» in die Form, in das Werdende ihrer Erscheinung wird mit höchstem künstlerischen Ernst gepflegt. Nicht nur iw andauernd wellig Zerstückten des Formaien. Auch im Farblichen, das sich mit verstärkter Kraft, bis ins letzte belebt, jetzt zu dicker, wogender, weit aufgetragener Körperlichkeit erhebt, bleibt kein« Stelle unempfunden. undurcktränkt, ungeliebt. Eine junge Seele verströmt sich im Bilde. In diesem starkfarbigen, wie in dem . schön- farbigen de»„Liebespaares mit der Katze", in dem seelisch herau»- gequälten, vom Innersten her erkämpften, beranSgezwungene» der„Freunde". ES bedarf der Gesinnung des Mitlebenden, de» Mitstrebenden, des Mit-Künstler» im Beschauer; der Freude an der Geburt des eben erst jetzt Werdenden. Most, Gährung. fruchtbarer, aufgelockerter Boden. Da» Material ist bernlet. die ehedem fest an die Objekuvform ge- vermitteln soll, so uiuh gleichfalls an diesem Punkte beim Schauen, l bundene Masse verflüssigt, verlebendigt. Jetzt wäre sie noch im den der Anpassungsprozeß an diese spezifische Form einsetzen. Der-Siime überragenden GesiibleS zu formen, zu erbauen. Die vor- Sleck,.Erlebende muß sich, gegen alle inneren Widerstände, dazu j erst heui« noch bestehenden Grenzen, die aber bei heaabr-r zwingen, vorerst willig mitzugehen. Zu versuche», derartig Un-i Jugend keine schließenden Mauerwände sind, sondern Per- gewohnte» nicht als Will'ürlichkeii, als Spiel oder gar al» gewollte i-prechung«», Verleihungen bedeuren, liegen zutage. Noch ist. „Beleidigung" zu empfinden; sondern hinter der Forin. al» derer len toegen allen„Benennungen" der Bilder, nicht» in Kokoschka les 1 ein Sieverprogrnmn,. Auf Ginlübiittg bos bentfcfwn Jubustrie- unb Hairbsls- Ms hbit der Staatssekretär des Reichsschatzamtes, �wiffer in dein Fesljnal der Hanöelskammer zu Berlin vor isner zahlreichen Zuhörerschaft einen Vortraa über das �vema„Teutschlands Finanzlaae und Steuerpolitik". Er lehrte u. a. aus: Wie ist unsere Finanzlage? Die Antwort darauf kann nur Mten:„Unübersehbar". Immer wieder ist im Reichsschatzamt Ersucht worden, einen Ueberblick über den Steuerl'kdarf des Reiches sW gewinnen. Wenn der Kr'isg im Herbst zu Erst« gegangen «ure, w haljz man zuletz: im Frühjahr berechnet, würde der �teuerbcdarf de? Reiches sich auf 1j Milliarden Mark, der der �luzelitaaten und Gemeinden auf b Milliarden Mark belaufen, »wcmmen also 111 Milliarden Mark, was einem Mehrbedarf von M lliarden Mark gegenüber der Friedenszeit entsprochen Mte. Diese ganze Berechnung ist indes durch die Ereignisse in Scherben geschlagen worden. Neue Momente find zu berück- dvuigen, in erster Reihe die Forderungen, die die Feinde stellen «erden. Ein? nur wissen w.r vaUaufig, wir leben von der Hand in °en Mund. Alles ist unsicher, sicher ist nur der Ruin, wenn 'i so w e i t e r g" h t. wie es jetzt getrieben wird. d-stnn dos Wirtsch istslebsn zerschlagen wird, ist naturgemäß auch ?«r Ausbau des Steuerwesens eine Unmöglichkeit. Wo nichts 'B. hat nicht idur der Kaiser, sondernst bei Kokoschka, so steht zu hoffen, und so weisen auch manche stwer Lithographien, nur Vorstufe zur Reis«,''Laustein zum „Werk" Mall er jetzt schon, ohne daS Modell zum stundenlange» Eitzen zu zwingen, seine Bildnisse„auswendig", von der Seele bo« dem aus. was ihm der lebendig» Verkehr mit diesen wasche» oi« Rest.vcrt und Kern ihre» Wesen» in der Erinne- läßt; io wird und mag er sich dazu entw-ckeln, sein zufällig- �tjvuliches Einzeischicksat und damit das Einzelmodell ganz iu überschreiten, vorerst von allgemeinen großen Themen �Bissen zu werben, und dann, aus seinen..Freunden", seelisch? �usdeucks-Komposit ouen zu bauen, die da» einzelne überrufcn, so, von der Jndiridualiecle, sei eS der Gemallen, sei es des 'alers hinweg, zum Ausdruck des allgemein überragenden Ge- eiiischaflS-Sei'Iiichen vorwärtsschreiten. Ter Weg zu diesem Ziel ist schwerer alS je. Denn wir Brhen in einer Zeit, in der sich die Vocrciie eines Künstlers "ppcli bemerkbar machen muß, da sie auf eine Vorreife noch .5* ganzen neue» Sulps lriisl. Beide sino noch Jünglinge, der r�nstler w:e feine Zeit. Nichts Festes und sicher Errungenes �»llgcmrine» Kunst Übung nimmt d,» Werdenden auf. Er muß Jk1 gleiche, Zeit, in einem ringenden Streben» an sich, und am �kamte» bauen. To wird Toleranz von doppelter Wurzel her Erstes G.>i,ol.„Zusehen können denn Werden und Waebsen, noch Fertiges, leyl'.ün Vollendete» zu verlangen; Snerken- te« Streben« nach Neuem, um des Stieben« und de« Ziele» 'iiw; stetiges M'Igeben auf versuchten Wegen: Liebe zur Ent- nng. Wille z>im Werden, helfende« Muleben wird hier »etot* Wahnsinn. Von Ti« x E ck- T r v k?. s Nachdruck verboten.) Ein Lc-chenHitg geht mt meinem Fenster vorüber. � ach sade den koren gekonnt Seine Art zu leben und den um>«1« L'ed». Unser Zufammenlressev war nur ein Mut«in«nzizeSna»; sahen wir uns. Und da« war lült ab, die großen Kriegsgewinne restlo» erraffe«, die kleine- ren Ersparnisse hingegen nach Möglichkeit schonen. Die hohe Besteuerung der Kciegsgcwinne entspricht so sehr dem Bolksempsinden, daß, weil sie bisher noch nicht restlos durch- geführt ist. qpir manchen Se len versucht wird, durch eigenen Eingriff das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Ich meine hier- mit, so bemerkte der Redner, die Vorwegnahme der Kriegs- gewinne durch sehr hohe Löhne. Das muß ich— wie der Redner scherzhaft bemerkte— als einen Eingriff in meine Zu- ständigkeit abwehren. Neben der Kriegssteuer wird eine Vermögensabgabe kommen, die sich nick! nur nach der Verschiedenheit der Objekte (ob bare« Geld, ob Wertpapiere, Grundbesitz, ob Fabrikanlagens richtet, sondern auch nach der Verschiedenheit de: Subjekte(Alter, Arbeitsfähigkeit). Tie Vermögensabgabe soll in Raten erhoben werden; und man kann vielleicht daran denken, der Vermögens- abgab« teilweise die Gestalt einer Zwangsanleihe zu geben, so daß der Steuerpflickstge für spätere Zeiten mit einem Rtickempfang der Abgabe oder einem Teil»er Abgabe rechnen kann. Es wird möglicherweise bei der Vermögensabgabe die Zahlung in Kriegsanleihe zur Pflicht gemacht werden. Ein Beweis dafür, welche S cherheit der Krreasanleihe beigemessen wird, und daß man darauf bedacht ist, den Kursstand zu Heven. Als weitere direkte Sieueu- erwähnte der Redner eine An- passung der Vefitzsteucr an die Vermögensabgabe, einen Ausbau der Einkommen- und Ergänzungsslener, wobei sicherlich die Be- steuerung der hohen Einkommen dem Reiche vorbehalten und des- halb eine eigene Reichseintommenstener geschaffen werden müsse. Sodann wird an eine Betriebssteuer gedacht, die gleichsam an der Quell? hohe Einträge gewerblicher llnternehmungen abfassen solle, an eine Kapitalrentensteuer, wie sie in einigen Bundes- staaten bereits erhaben wird, an einen Ausbau der Erbschaits- stcuer, die aus Abkömmlinge auszudehnen ist und bei deren Höhe auch berücksichtigt werden soll, tu welchen Vermögensverhältnissen sich der Erbe befindet. Ein reicher Erbe soll den ibm durch Erb- schast zufallenden Zuwachs an Vermögen höher besteuern, als jemand, der bisher ohne Vermögen war. »r.. indirekten Steuern nannte der Staatssekretär als steuerlich zu erfassende? Objekt in erster Reihe den Tabak, und zwar wolle man die Zigaretten- steuer, die jctz! von einem Höchstpreis für Zigaretten im Betrage von 7 Pf. für d e Z-garette ausgeht(obwohl in Wirklichkeit der Preis der Zigaretten höbe: ist> entsprechend abändern. Die Zuckersteuer werde erhöbt werden müssen, im Grund- stücksumsatz werde an die Stelle der jetzigen vielfachen Be- steuerung eine freilich mit einer Erhöhung verknüpfte Verein» heitlichrriin zu t-e!en haben. Vor allem aber werde de Umsatzsteuer ein wichtiges Steuerobjeit b Jen, und zwar ist hier auch daran gedacht, die Besteuerung von Luxuserzeugnissen und ähn- lichen Gegenständen zu erweitern. Zur Sicherung aller dieser Abgaben wird eine sehr Pein- ttcke Reichsaufsicht erforderlich sein. Hobe Strafen werden gegen Steuerverfeblungen festgesetzt tverden müssen, insbesondere soll der, der eine Steuervflicht verletzt, öffentlich geächtet werden. Gegen die Steuerflucht werden weitere, über die bisberigen Anordnungen hinausgehende Mafnahmen getroffen werden. Alle Steuern, so groß ihre Liste auch ist, werden freilich nicht ausreichen, um dem Reiche die Tragung der Lasten zu ermög» lichen. Vielmehr wird«ine unmittelbare Beteiligung de? Reich? am Wirtschaftsleben notwendig fein, wie wir sie jetzt bereits haben durch den Besitz an Eisenbahnen, durch die Post, durch Berg- werke, onrch die Beteiligung an der Stickstoff- und an der Aluminiumgewinnuug. So betrachtet, ist die Sozialisic- rung, von der jetzt so viel die Rede ist, nichts Neues. Diese darf freilich nickt, unbegrenzt und schemarisch durchgeführt tverden. Das würde eine große©«fahr sein, insbesondere auch deshalb, weil mm> sich damit die Steuergriellen abgraben könnte. Aber die Gefahr liegt in Wirklichkeit nicht vor., Die Regierung hat wieberholt zum Ausdruck gebracht, daß die Sozialisierung nur schritNveise durchgeführt werden soll, daß nicht an Experimente gedacht wird und individuell geprüft werden wird, ob die in Frage kommenden Projekte reif sind oder nicht. Ausgeichlosien sind von vornherein Gebiete der Ein- und Ausfuhr und Industrien, deren technische Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Ausgeschlossen ist ferner eine Konfiskation ohne Entschädigung. Als Monopole kommen vielleicht das Versicherungswesen, Wasserkräfte, Teile der elektrischen Versorgung usw. in Betracht. Die Sozialisierung braucht aber nickst immer in der Schaffung von Monopolen zu bestehen, man kann an Beteiligungen des Staates denken, also an ohne irgendeine bemerkenswerte Aeußerlichkeit. Dann verlor man sich wieder. Sah sich noch einmal nur oon weitem an einem anderen Ort. Die Welt ist ja so klein. Nun sehe ich ihn heute zum dritten— und letzten Male, Da liegt er zwischen scbivarz-n S-rrgbrettern, die mit BIKmen und Kränzen reichlich und bunt überdeckt sind. Ein Schutzmann geht gewichtig gemessenen Schritte» dem Trauerzug voraus. Kinder folgen. Feldgraue Verwundet«, die auS dem Lazarett der kleinen Stadt kommandiert worden. Der Kirchenchor folgt und Leidtragende mit schwarzglänzenden Rohr» hüten auf dem Kopfe und altmodisch zugejchnittenen Gehröcken. Viele Frauen und Jungfrauen in tiesschwarzen Schleiern. Veteranen von 79 mit wallenden lrauerumslorte» BereinSjahnen und viel bunten Ordensbändern an der stolzgeschtvellten Männerbrust. Ein« dörfliche Blechmusik spielt den Thopinschen Trauer- marsch. Armer Chopin! Buch das Lied vom„Guten Käme- roden" muß durch die im Sonnenlicht blinkenden MessingblaS- röhre hindurch. Sonnengold liegt über dem Friedhof. Der lehnt sich an Bergabhang an, so daß die Grabdenkmale der oberen Gräber- reihe die Stadt der noch Lebenden überschauen. Das Schicksal des Toten ist ein im Krieg fast alltägliches. Kanonier im Westen bei einer schweren Mörserbotierie. Ei» feindlicher Volltreffer. Er wurde verschüttet und im letzten Augenblick— der Tod des Erstickens faß ihm schon in der Kehle. Da wurde et ausgegraben. Doch schon war die Nacht über ihn gekommen. Und mit ihr ein glückliche» Lächeln in seinen Zügen, das ich nie vorher bei ihm gesehen. Stolz und aufrechten Haupte? ging er im Irrenhaus umher ... stolz wie ein Spanier. Zuerst dünkte er sich, Hindenburg zu sei». Dann König von Bauern. Und wenige Tage vor seinem Ableben, als vcr Wahn se'nr töchste Höhe erreicht hatte, behauptet« «r, Kais«, von Teutschland zu iein. Seine Anvertoandten kannte«r nicht mehr. Seine Frau, die ihm vordem das böchste Glück aus Erden war, wir» er bei »inem Besuch rauh von sich. .Wh» will die» Weib?" brüllt« er sie an. Dann aber lächelt? er glückhait.,.. herablassend feinem Wärter zu. Mit diesem Lächeln ging er«in in die Ewigkeit. Der Krieg war nicht» für feine zarten, miiempfindenden Nerven. Gab«S n'.cht auch für un» olle, die wir da» sinniose Hin- schlachen von Millionen schaudernd miterleben mußten. Augen- blick«, Sekunden, Minuten, in denen es un» zuomli war. atz» ob die gemischt-wirtschaftkiche Unternehmung, ort die Bildung von Syndikaten und Kartellen, wobei der sich hierbei aus der Verbilligung der Produktion ergebende Sondergewinn dem Reiche zufallen könnte. Der Redner schloß mit einem Appell an das Recht, das auch dem Sieger Pflichten auserlege. Aus der Varl?!. Am ö. Dezember fand in Solingen eine von zahl reiche n Personen besuchte Versammlung mit der Tagesordnung:„Wie sichern mir die Er run gen schatten der Revo- lution? statt. Die Versammlung, die durch Glockengeläute die Arbeiterschaft zusammenrief, war ZMieich auch als P r o t e st» aktion gedacht gegen die Propaganda alldeutsch- imperialistischer und Zentrum Skreise auf Lor» trenn ung von Rhetnland-Westfalen vom Deutsch e n Reich. Nach einem eingehenden Referat des Genossen Schaal setz.« eine lebhafte Tistussion ein, in der sich die meisten Redner gegen die sofortige Einberufung der Aatioualoerjammlung wandten. Drei Resolutionen wurden ein- gebracht. Nach einem kurzen Schlußwort des Genossen Schaal, in dem er sich mit den Resolutionen deschäftigch und jene defür- worteie, die die baldige Einberufung der Narionalverjammlung fordert, schritt man zur Abstimmung. Einstimmig angenom- men wurde zunächst nachfolgende, von L. Marx eingebracht«; Resolution:" „Die heute im Kaisersaal in Solingen tagende öffenilichtz Volksversammlung, die von mehreren tausend Männern und Frauen des werktätigen Volkes besucht ist. protestiert ganz ent? sthieden gegen die Sonderbestrebun�en der KL'ner Zentrums� Partei, die ans.die Gründung einer rbeinisch-westfälischeti Republik gerichtet! sind. Diese Sonderbestrebungen selten nichh wie vorgegeben, dem schnellen Wiediraufbau des deutscheij Vaterlandes, sondern diktiert von der Angst um die Geld'ach Interessen der besitzenden Klasse. Außerdem will das Zentruw in der Sonderrepublik die ileriiale Herrschaft wieder aufrichieni Die Veriammlung verspricht einmütig, vor keinem Mittel zurückzuschrecken, um die Einbeit und Ge'chlossenhelt der deuti slben soz alistäscheai Republik zu erhalten." Mit großer Mehrheit und unter lebhaftem Beifall am geiwmmen wurde dann folgende Resolution: „Da» Interesse unters Lande» aebietet. keinen Zweifel daran zu lassen, daß die alten Mächt« in Deiltichland völlig beseitigt sind und daß wir ihnen auch kein« Möglichkeit lasten, direkt oder indirekt wieder zur Hern'chast zu gelangen. Di» sofortige Einberufung einer Nationalverfammlung ist ein Jen� terrevolutionäreS Unternehmen, das wir aufs schärfste bekämpfen werden. Vor der Einberusting der Nationast'ersamme luna muß die Mockt der kavitalkräflirsten wirtschaftlich n Beherrscher De.ut'chlands gebrochen wenden. Das kann nur durch die Uebernahm« der zur Veigesellschaftung reifen hochentwickelt ten Industrien geschehen." Damit war die dritte Resolution, die die baldige Einberufung der Nationalversammlung forderte, gefallen. Amtliche MmlMDchMi"«». Anordnung betreffend Aushebung des Sparzwangss für Jugendliche. § t. Di« Verordunng des Oberkommando? in den Markeck — Sektion O Nr. 274 027— vorn 0. Juli 191S über den Spar» zwang für Jugendliche wird aufgehoben. Lohn, abzüge find künftig nicht mehr zu machen. § 2. Das Sparkassenbuch ist dem Berechtigten sobald wie möz- lich durch den Gemeindevorstand des letzte» der Sparkasse bekannten Aufentlwltsvrtes den Jugendlichen auszuhändigen. Ein Rechts- anfpruch auf die Aushändigung besteht nicht v:r dein 1. April 1919. § 8. Bis zur Aushändigung d?S Sparkassenbuches finden die Vorschriften der Verordnung des Oberkommandos in den Marken vom 6. Juli 1918— Sektion O Nr- 274 027 sinngemäß Anwen- dnng. Zur Abhebung eine» Guthabens, daß über keinen höheren Betrag als einhundert Mark lautet, bedarf«s keiner Genehmigung. § 4» Diese Anordnung tritt sofort in Kraft. Berlin, den 6. Dezember 1913. Der Staalökommissar für Temobistnachung. gez. K o e t h. sich der Wahnsinn des Kriege» an uns emporkrallen würde..,« UNS überfluten.... geistig verschütten würde? Der Kindcrchor singt ei» Loblied aus den Heldentod. Der Pfarrer preist Goti in der Höhe und seinen unerforschlichen Rat- schluß. Der Sarg wird an Seilen in die Erdgrube hinabgelassen. In da» Gebet de» Pfarrers hinein zwitschert eine Amsel hoch oben im Geztoeige einer Silberpappel. Akazien blühen dufte schwer. Samtene Stiefmütterchen leuchten auf den Gräbern auf. Flieder- dolden öffnen wonnegierig ihr« Kelche. Und Vergißmeinnicht. Die Musik spielt wieder ein Lied. Die Trauervcrsammlung gebt auSciinandcr... nach allen vier Himmelsrichtungen..Wenig« Schrille hinter mir gehen dis Musiker und mit ihnen der Dirigent de» Kirchenchors. Tie Lachen lind scherzen, all wenn«S zu einer Hochzeit ginge. Dazwifchen flötet der Herr Dirigent vom Kirchenchor:„Wo trinken wir eins?" Die Amsel aber singt lustig und munter, a?S wenn die Welt nur eitel Freude wäre, ihr Liedchen zu Ende. Was kümmern sie auch die Balgereien der Menschheit? Die Blumen duften noch einmal so schwer. Sonnenringelkreise spielen mit den Kräusel- wellen deS kleinen Flusses, der am Friedhof vorüberiließt. Bien- lein summen wonnetrunken von Blüte zu Blüte. Die bunt- farbigen Blumen der Wies« am Fluß recken sich der Sonn« entgegen. In der Natur ist Lust und Freude. Nur die Menschen lreiheck mitten im Wabn gegenseitiger Vernichtung. O... könntesmon sich doch wie Zauberer in alte» Märchen- büchern in ein Wenlein oder in eine Wiesenblume oder einen Sonnenstrahl verwandeln, damit man vichi» vom Striege erführe l Oder wäre ich doch die Amsel hoch oben im Gezweuge der Silberpappel! Ich hätte so laut gezwirichen, daß der Kirchenchor mitten im Lodiied de» Heldentodes stecken geblieben Ware. Und der Herr Pfarrer vor lauter Amselschlug vergessen hätte, Krieg und Gott in«nem Atemzug zu lobpreisen-,-,..: a.,, --—--rrw Für dir Ordnerschaft der Neuen Freien Volksbühne trägi Elsdeib Bruck Carl Hauptmann».Krieg" vor. Wegen diese« Tedenms wurde bekanntlich d>e Poneanende von der liicn Rag«rung länger« Zw,!» Schutzhaft genommen. BrilettH 4 M Vt Knb de, allen Cttmern, t» der Ge'chckf-bstelle unä«, der Abenbikask« zu babeir. Urbe,..DU neu, Kunst" l Futurismus. Jfcchifcmis. Eiprekstisz rttSm.ii») bäii Dr. Ernst Eohn-Wstener dsei L chlb idoB vorträgt«n IX., Id. unb 21. Dezember, 7H Uhr, tm&*i4 j»ä vertwer Sezession, Kr-ckjMteat««» liS». 1 W«M»WWTl1lllMI>lll«tMI Gewerkschaftliches. Zur Entlassung neutraler Arbeiter. Die Umgestaltung des Wirtschaftslebens hat für die in Deutschland beschäftigten ausländischen Arbeiter Uiizuträglichleitcn ergeben, die einer schleunige» Regelung bedürftm Tag bei der Demobilisierung die ausländischen Arbeiter entlassen tverden sollten, um den einchoimischen Plah zu machen, bezog sich in der Hauptsache ans die Arbeiter, die aus den von uns besetzten feindlichen Ländern stammten. Auch hierbei ist nicht immer mit der notwendigen Sachlichkeit vorgegangen worden. Noch schlimmer ist es, wenn es sich um Arbeiter ans neutralen oder gar verbündeten Ländern handelt. Uns sind Fälle bekannt, wo Arbeiter au» Oesterreich entlassen oder nicht wieder ein- gestellt worden sind, weil sie Ausländer seien. Diese Leute sind zwar von Vatersseite aus ost>rre!chische Staatsaugehörige, aber in Deutschland geboren und immer hier ansässig gewesen. Jetzt hat sich der dänische Gesandte in Berlin an die Gcneralkommission der Gelverlsrbaften gewandt mit dem Hinweis daraus, da st auch dänischen Anbetern, die seit langem hier ansässig sind, nahegeleg' wert»» ist, unser Land zu verlassen. So hat die Direktion der Norddsntschen M tallwerke im Einver- nehmen mit dem Arbciterausschust and A beiterrat im Betrieb anschlagen lasten, dast alle b>'schäkligten Ausländer entlassen werden und sich Arbeit in ihrer Heimat suchen sollen. Dieses Borgehen bedeute' in der Praxis eine Aufhebung der Freizügigkrist W"rde allentbalben in dieser Richtung gegen ausländisch? Arbi'ter vorgegangen werden, so würden auch die neutralen Regierungen genötigt sein, gegen die in ihren Landern antässigen deutschen Arbeiter in gleicher Weise vorzugeben. Viele deutsche Arbeiter, die im neutralen Auslande ilien Wohnsitz haben und dort ihr Brot finden, kämen auf diese Weise in eine äusterst bedrängte Lage. Weiter teilt der dänische Geiandte mit, dast die däniiclxin Arbeiter, die Teutschland verlassen wollen, bei der Heimreise auf Schwierigkeiten bei der Vifierung der Pässe stohen. DaS B>'Iiner Polizei-Präsidium verlangt von ihnen, bevor sie die Abreiiegenehmigung erhalten, den Nachweis, bah sie ihre Steuern bezahlt haben. Die Generalkom Mission hält dieses Verlangen für untunlich, da den Leuten, die unser Land verlassen wollen. »einerlei Schwierigkeiten gemacht werden dürfen. ES liegt in unserem eigenen Interesse, den Arbeitsmarkt zu entlasten und die Steuerleistnng darf deshalb aus sozialen Gründen nicht als Bedingung für die Abreise angeführt werden. Die etwaigen Er> sparnisse dieser Leute sind bei dem schlechten Stand unserer Valuta vcrsckwindend, wenn sie in ausländischer Währung umgerechnet werden. Auherdem haben die Leute, in der Heimat angeiangt, mit einer längeren Arbeitslosigkeit zu rechne». Dem Minister des Innern ist von der Generalkoinmission bereits Mitteilung in dieser Angelegenheit gemacht worden. Es wäre aber zu wünschen, wenn von der Reichsregierung ein« diesbezügliche An- Weisung erginge, die im ganzen Reiche Berücksichtigung zu finden halte. Inzwischen ist den Arbeiterräten zu raten, gegen ausländische Arbeiter, insbesondere gegen neutrale, nicht in der gerügten schroffen Weise vorzugehen. Die? liegt nicht nur im Interesse der sozlaliftischen Arbeiterschaft, sondern auch im Interesse der jungen . Freiheit. Abgelegte Fesseln. Die jugendlichen Arbeiter, die jahrelang vom Ober- kommail-do dadurch gefesselt waren, das; der Lohn nur in ge- wisser Höhe ausgezahlt, der andere Teil aber festgelegt wurde, sind durch eine Verordnung von dieser Fessel befreit worden. Tie Verordnung des Oberkommandos in den Marken vom ti. Juli 1918 über den Sparzwang für Jugendliche wird aufgehoben. Lohnabzüge sind künftig nicht mehr zu machen. Das Sparkassenbuch ist dem Berechtigten sobald W>e möglich durch den Gemeindcvorstand des letzten, der Spar- kasse bekannten Aufenthaltsortes des Jugendlichen auszu- händigen. Ein Rechtsanspruch auf die Aushändigung besteht nicht vor dem 1. April 1919. Bis zur Aushändiguna des Sparkassenbuches finden die Vorschriften der Verordnung des Oberkommandos in den Marken vom 6. Juli 1918 sinngemäß Anwendung. Zur Ab- Hebung eines Guthabens, das über keinen höheren Betrag als einhundert Mark lautet, bedarf es keiner Genehmigung. Diese Anordnung tritt sofort in Kraft. Auch die Arbeitgeber sind eine Arbeit los und nicht zu- letzt wird das Vormundschaftsamt der Stadt Berlin von einer Aufgabe entlastet, die gar nicht in ihren Aufgaben- kreis hineinpaßte. Furcht vor den Unabhängigen. In Oranicnblirg war es, vor den Toren Berlins, wo am Sonntag, den 8. Dezember, eine graste Versammlung unserer Partei stattfinden sollte. Eingeladen wurde durch Inserat im „Oranienburger Tageblatt" in folgender Form: Arbeiter! Soldaten! Parteigenossen! Immer frecher erbebt die Gegenrevolution ihr Haupt. Zusammenschtust zur Abwehr der drohend»:: Gesahren äst das Gebot der Stunde. Erscheint in Massen zu der Versammlung! die Sonntag, den 8. Dezember,- um 2 Uhr nachm.. unter freiem Himmel auf dem freien Platz vor dem Schützenhause stattfindet. Referent: ReichstagSabgeordncter Büchner, Berlin. U. S. P. D., Bez. Oranienburg. Lisowsky. Eden 104. ■ Das pastte verschiedenen Grasten von Oranienburg nicht. Und sonderbar, sehr sonderbar. In derselben Nummer, in der die Ankündigung zur Versammlung stand, unmittelbar unter dem obigen Inserat, prangte«in zweites, das wie folgt lautete: Soldaten, Arbeiter, Bürger und Bürgerinnen Oranienburgs!, Es findet morgen eine Bersammlung der SvartakuSleute am Schützenbause im Freien statt. Damit sich nicht Vorgänge abspielen, wie in Berlin, bitten wir Euch, dieser Versammlung unbedingt fern zu bleiben. Sorgt auch dafür, dast Eure Söhne und Töchter dies« Versammlung nicht besuchen. ES gilt Ruhe und Ordnung in unserer Stadt aufrecht zu erhalten.. Der Soldatenrat: Sozialdemokr. Mehrheitspartei: Scholz. Papke. Demokratischer Verein Oranienburg: Gerling. � Tie Herrschalten, die das Inserat unterzeichnet haben, müssen eine furchtbare Angst vor den Unabhängigen, oder wie sie es ausdrücken, vor den Svartakusleuten haben, dast sie diese War- nung erlassen. Noch interessanter ist aber, welch« Personen die Warnung unterzeichnet haben. Neben dem Soldatcnrat steht der Demokratische Verein Oranienburg, für den Herr Gerling zeichnet und die Sozialdemokratische Mehrbcitspartei, fiir die Herr Papke firmiert. Arm mil Arm mit dem Bürgertum warnt der„Sozial- demokrat" Papke vor dem Besuch einer Versammlung der unab- hängigcn Sozialdemokraten, verhängt mit dem Bürgertum den Boykott, bevormundet die Bevölkerung. Zur Charakteristik der Abhängigen teilen wir diesen Beitrag mit. Llnentgeltlichkeit der ärztlichen Hflfeleistnngen. In der am Freitag, den ö. Dezember, in Neukölln. Passage- Festsäle, vom. Hausarztvcrl>and einberufenen und zahlreich be- suchten öffentlichen Volksversammlung, in der Genosse Dr. MoscS über die Errichtung eines Ministeriums für VolkSgcsundheit unter stürmischem Beifall referierte, wurde nachfolgende Resolution ein- stimmig angenommen: „Die am Freitag, den 6. Dezember, in Neukölln, Passage- Festsäle, tagende öffentliche Volksversammlung fordert von der Regierung die unverzügliche Jnangrissnahme der alten sozialistischen Forderung: Unentneltlichkeit der ärztlichen Hilfeleistungen für die gesamt« werktätige Bevölkerung und ihrer Familien! Die Versammlung fordert ferner ein besonderes Ministerium für VolkSgesundhcit, welche?, au? Fachleuten gebildet, unter ärzt- licher Leitung stehend, alle Kräfte und Organisationen zu einen, planmästigen Zusammenarbeiten auf dem Gebiete' der Volks- gesundheitspflege zusammenzufassen hat. Die Versammlung erwartet von der Regierung die unverzüg- liche Inangriffnahme einer staatlichen Wohnungsfürsorge, Förde- rung der Gartenstadtansiedlungen, Bau von Genesungsheimen, durchgreifende Arbciterschutzgesctzbestimmungen in den Fabriken, verbot seder Kinderarbelt.ISewahrnng eine? ErtzokungSÜrkäÄÄ Helten verhindern. Die Versammlung fordert ferner die Aufhebung aller ein» schränkenden gesetzlichen Bestimmungen für diejenigen Organ» sationen. die ihre volle Tätigkeit im Dienste der VolkSgesundbe» gestellt haben." Die Invalidenrenten. Berlin, 7. Dezember. Die Zulagen zu Invaliden� Witwen- und Witwerrenten au» der Invalidenversicherung un« zu Verletztenrenten aus der Unfallversicherung werden untei den bisherigen Voraussetzungen bis Ende de? Jahre? 191' weitergewährt werden. Die Zulage soll künftig' auck solchen Verletzten gewährt werden, die mehrer« Unsallrenten von je weniger als zwei Dritteln der Vollrente beziehen, wenn dl« Vomhundertsätze zusammengerechnet, mindestens die Zahl 66 21» ergeben. Lustige Nachmittage für heimkehrende Soldaten. Auf An» regung der Kommandantur und des VollzugsratS finden ain 13., 14., 17. und 18. d. M., nachm. 3)4 Uhr im Bechsteinsaale viel lustige Nachmittage für heimkhrende Soldaten statt. Ein« gro� Anzahl Berliner Bühnen- und Variete-Mnstler hat ihre Mit» Wirkung zugesagt. Karten an der Billefi'telle am Potsdamer Bahn- Hof l Hauptportal, Zimmer 4) und an der Saalkasse. Für 160 600 Mark Straußenfedern gestohlen. Eine gefähr- liche Kletterei machten Einbrecher, die in der vergangenen Nacht die Biumenfavrik von Nouvel u. Siern in der Leipziger Str. 62/83 heimsuchten. Die Räume dieses Geschäftes liegen im dritten und vierten Stock. Die Einbrecher benutzten aber nicht die Trepp� um zu ihnen zu gelangen, sondern kletterten an einem Baugerüst vor dem Hause Kronenstrahe LI empor, daS mit seinem Hinterlande an daS Grundstück Leipziger Strasse anstöstt. Dann nahmen sie den Weg über die Dächer bis an die Dachrinne de? Hause» Leipziger Strasse 82/83. Von hier liesten sie sich am Blitzableiter herab, bis sie eine Fahnenstange erreichten. An einem Strick, den sie an dieser befestigten, gelangten sie weiter herab bis zu einem Fenster de? dritten Stocks, da? sie dann eindrückten, um si« Eingang zu verschaffen. In den Geschäftsräumen erbrachen sü zunächst eine schwere eisenbeschlagene Tür, dann all« JnnentüreN und die Schränke, darunter auch den Geld schraub Dieser karg gerade die Wertvollsien Vorräte in Rohfedern von Strausten. Mit der sehr wertvollen, aber leichten Beute nahmen si« auch den Rück- !reg wieder am Seil und Blitzableiter und über die Dächer und da» Gerüst.— Auf frischer iut ertappt und festgenommen wurde ein Einbrecher auf dem Grundstück Brunnenstraste 157. Er hatte in dem Herrenkleidergeschäst von JaroschinSki eine grösser« Mengt Ware zum Mitnehmen schon zusammengepackt, als ein Be« amter ihn warnnah n und dingfest machte.— Zum drittenmal in 6 Wochen von Einbrechern heimgesucht wurde da? Herren« kleidergeschäft von Fabisch in der Rosentbalerstratze 2. Fü» 60 000 Mark Kleidungsstücke aller Art sielen ihnen zur Beute. Tos Opfer einer Gasvergiftung ist der 10 Jahre alte Student der Philologie Michael Grossig auS der Bochumer Strasse 25 ge- worden. Als man ihn i' seinem mit Gas angefüllten Zimmet auffand, war er schon tot. Es liegt ein Unglück vor. Marienfelde. Protest gegen das Blutbad. AM Sonnabend vormittag fand vier eine Betriebsversammlung dek bei der Firma Stock beschäsiigten Arbeiter statt, an der auch viele Meister und Anaeste llte teilnahmen. Di« Versammlung war von über 4000 Perionen besucht. Ein Mitglied de» Arbeitet- rate? besprach die blutigen Vorgänge am Freitag, dü den Anmarsch der Reaktion beweisen. Die Avbeiterschaft inüsst verlangen, dast die Urheber der Dlultat zur Rechenschaft gcziwW und ausS strengst« bestrast würden,«ine Resolution in der«�1 sofortige Generalstreik für Sonnabend beschlossen wurde satil eiitstimmig« Annahme. Die bürgerliche Presse hat dies' Tatsache zum Teil verschwiegen, zum Teil in verlogen«' Weise dargestellt. Allen voran geht der„Lokal-Anzeiger" un> di«„Berliner BolkSzeitung". Leider hält es ein Teil der Ar beiterschaft immer� noch für notwendig, dies« Schmutzblätter j* Icmfen, die jetzt über die Revolinion die gleichen Lügen ast' breiten, wie sie 1914 und später noch das Volk durch Lügen zuM Krieg« aufgehetzt haben. Arbeiter, die nach Aufklärung»et- langen und die Revolution nicht versanden lassen wollen, müsse» Leser der„Freiheit" werden. Pankow. Vom Mittwoch, den 11. Dez« oer 1018 ab werden den bekannten Geschäften auf die Bezüge, und OuittungZäb schnitt« 72 und 78 der allgemeinen Lebensmittelkarte j« 100 Gramm Gries, also auf beide Abschnitte zusammen 200 Gramm zuM Preise von 20 Pseniigen ausgegeben. Bei der Abgab- von mch» als 500 Gramm haben die Kaufleut« den Pfundpreis von 48 Pfg- zu Grunde zu legen. B-rantnwrtlicher Redakteur: Dr.<3. Nestciepke. tg-rlin-Wilm-rsdotf- 33 1 u efe der Liiidendruckierei und Derlogegeselllchaft m. b. H- Cchiffbouerdamm IS. ERNA MORENA SliMidrmlirMlhn Mlihlierrin fir to 6. berliner Nrichstugsivahllittis|l.$. jl. D. Am Mittwoch, den».Dezember, abends 7*13 Uhr: Mitglieder-Versammlungen einer Verlorenen -- j, verwaiMASttMi« Berlli• N. 5«. Cliimtr. ti* ««chlktmit oon 4—i Uhr und vor 4-7 Uhr. CtlephORi N«t norfltR>»», juo, i,,?. ,7,4. 1. Abteilung: 2. Abteilung: 3. Abteilung: 4. Abteilung: 7. Abteilung: 8. Abteilung: 0. Abteilung: 10. Abteilung: 11. Abteilung: 12. Abteilung: 14. Abteilung: Büttner? Festsäle, Schwrdter Straße 23 Büttners Festsäle, Schwedter Straße 23 BüttnerS Fcstsälc, Schwrdter Straße 23 Klug, Danziger Straße 71 Glieschr, Kopcnhagener Straße 74 Swinemündcr GesellschastshanZ Riedel, Hussitcnstraße 40 Larzek, Hussitenstraßc 35 Wald, Pflugstraßc 5 Faver, Stephe.nstraße 11 Sand, Bcusselstraße 0 16. Abteilung: Lausch, Bredowstraße 35 16. Abteilung: Abraham, Nordufer 10 17. Abteilung: Feibel. Kolbrrger Straße»3 18. Abteilung: Löwen-Brauerei, Badstraße, Ecke Hochstraße 19. Abteilung: Wende, Koloniestrahe 147 20. Abteilung: Stcbcl, Maxitrahe 12 21. Abteilung: PharnS-Snle, kleiner Saal 22. Abteilung: Backhaus, Togostraße 3 22. Abteilung: B-ier, Miiltcrslraße 126 22. Abteilung: Fischer. Müllcrstraße 113 Am Dienstag, den 1«. Dezember, abends 7 t/2 Uhr: Mitglieder-Bersammlunge» 5. Abteilung: Strauß, Pappcl-Allee 25 6. Abteilung: Mila-Säle, Schönhauser Allee 120 13. Abteilunz: AruiiniuS-Halle»,. Bremer Straße 72/73. Tagesordnung in allen Versammlungen: Mitglieäsduch legitimiert. Die Nationalversammlung. Der Dorfianä. j\' j** Am Donnerstag, den 12. Dezember, abends 8 Uhr: Kreis-Generalversammluna in äen Pharus-Sälen, Mü'Ierstraße 142. Mltwoch. den 11. Dezember 1818. nachm. 3 W Vrsncdenverssmmlung aller€lIenkonY(ruk(euret JUifzugstnetiteure und Relief in den Sophtensälen. Eophicnftraste 17/18. Tagesordnung: 1. Wahl de, ArdeiterrateS für die gesamte Branche. 2. Branchenangelegenheiteu und Verschiedenes., Besondere Einladungen durch gedruckte Handz-ttn erfolgen nicht. Zahlreiches und pünktliches ErschgWen wird erwart«� D. O. � Bnlllveteln Lez. Veisteusee 11.8.6 Mgliederversammlung am Mittwoch üen 11. vez. abenös S Uhr im Vereinshaus Charlottenburger Str. 15b Tagesordnung: Neuwahl der Bezirksleitung, Bericht der Deputierten de» Arbeiterrats, Verschiedenes. vi««ttirtsleitunS'