Preis 10 Pfennig. Abend'NnSgave. »edatii««: 0«rli»N«a.?chlf1»a»»rda«« Ivl». »sernsvrecher: Aatt Norde« und 8«»« .Freiheit" erfdidnt zweimal täglich, morgen, und nachmittag», an Sonn- und Festtagen nur morgen,. Der Bezugspret? beträgt bei freier Zustellung ins Hau» für Troß-Berlin monatlich 2 M Für die Triebt- Bund auswärtiger Bestellungen ist norherlge Einsendung der Bezug,- Bebuh«rtarderlich.— Die„Freiheit" ist im ersten Nachtrag der Post- zeilunaollst« für IStÜ eing«tragen und kostet b»> direktem Postbezug »hn« Bestellgebühr monatlich 2 M., bei Zusendung unter Streifband 4 M. berliner Organ Ggyrdtti»«:«erlin NW«. Schlfsdanerdamm l»rv. Fernsprecher: Am« Norden II»«? nnd II»««. Inserat« kosten die siebengefpalten« Ronpareillezeil» oder deren Raum 70 Pf„st leine Anzeigen" da» fet gedruckte Bort ZV Pf., jede» weiter« Wort IS Pf. Die dreigespallene Reklamezeile 3 JB.. leuerungsruschlag 30 Pf. Bei Familienanzeigen. Bersammlungsanzeigen von Gewerd- Schäften und politischen Organisationen fäll! der Ieu«rung,zuschlag fort. snserate für den darauf folgenden Tag müssen spätesten» bi» 5 Uhr abend» bei der Expedition, Schiffbauerdamm IS, aufgegeben sein. der UnaWnMeo SoMemokatWen Vartei Deutschlands �alzrqnnq t Donnerstaft, den V4. Dezember 1918 Nnmmer 51 Sie bürgerlichen Parteien gegen bie Revolution. diu Sowp'o» der bürgerlichen paiteieu. Jetzt erfährt man, wer hinter der»sialsihmeldunss des x�erl. Tagebl." über die bevorstehende Einberufuna des NeichstagS steckt. Ta» Blatt teilt mit. daß zwisckien den bürgerlichen Parteien Aussprachen darüber Mtgefunden haben, ob nicht eine Einberufung des "�ickstags unumgänglich notivendig wäre. Eine �e»e Beratung soll am Freitag stattfinden. Dos ist ja eine recht nette Enthüllung und ein schöner 1 �lan. die notwendige Basis für eine Kegenrevvlution zu ' vfoffen! Denn wenn nur erst die.Herren Konservativen, klerikalen und Nationolliberalen beiiammen wären und üch die berufenen— allerdings von der Entente berufe- eit— Volksvertreter aufgetan hätten, dann würde die Er- q&uig der. Negieruua Ebert-oaaie unter jreundticher Mit- rkung der �ortschrittler wohl schöne formen anaenom- n haben! Es sind dock feine Knaben, diese bürqerlichen Politiker! «erst stellen ne sich peinlich aus den Boden der neuen .Erfassung, können nicht rasch genug umlernen. steuern ihren Relpekt vor der Volkssouveränität, Addern die sfima und insgeheim gehen sie hin. um zu .traten, wie mgn am schnellsten der Revolution und ihren phörden den Garaus mackien kann! Da sitzen zusammen Üe Konservativen, die auf das konterrevolutionäre Ossi- lerskorvs bauen und sich schon jetzt an der Vorstellung des Meißen Schreckens" ergötzen: die Klerikglen, die unab- Ü'si« auf die Zerstörung der deutick>en Einheit sinnen und mit den schwerindustnellcn Nntionalliberalen darin so kesflich verstehen, und die neue deutschdemokra- ssche Partei. Und das Organ gerade dieser Partei �nt solchen Zwecken. ?fetzt weiß man auch wohl, woher die L ü g e n» Meldungen stammen, die Entente, wolle mit der Re- stierung nicht oeri>ande!n. und deshalb sei die Einberufung bPs Reichstags unumgänglich. Der Plan ist jetzt ganz klar: entweder tritt, der Reichstag zusammen, und dann hofft "ton. die Revolution auf diesem Wege abwürgen zu kön- Non. oder aber der Plan mißlingt, und dann bat man der Entente vielleicht doch den V o r w a n d geschaffen, den Einmarsch, den die Patrioten herbeisehnen, durchzu- führen. Sie leiden ia nicht gar sehr darunter, sondern nur füe Volksmassen. Und diese Leiden nähmen sie gern in �auf, werden sie dafür nur von der sozialistischen Regie- rung befreit. Die R e ch t 8 s o z i a l i st e n werden nun doch dielleicht Pins? b r müsse», woher die Geiahr droht. Wir ssPhrn die Einheit der bürgerlichen, gegen- k evolutionären Z?ront. Werden sie jetzt endlich so '"fel Entschlossenheit und sozialistische Tatkraft ausdnngen, U'n die E i n b e i t d e r v r o l e t a r i s ch e n F r o n t die "-'ch ohne Einigung der Parteien möglich und�angeuch.s der Aesahr notwendig ist, nicht zu cricküitternr Ste lehen jetzt . Absichten ihrer bürgerlichen Zrcnnde. aus die ste fort- fuübre�td nicht genug Rücksicht uehnien können. Werden ue �lrch sich der Kousegueiizest bewußt werden, die ihr ewiges >>»nesgen zu Konivroniisjen. ihr Zögern und Zaudern mit JJch bringt? Wir brauchen die Einheit der prolctarl'chen Lsont, aber die ist nur herzustellen, wenn die proletarifchen l IttUsso,, unablässig darauf hindrängen, daß alle®ozia- fiten aus revolutionärer Basis sich gegen die vereinte burger. Reaktion wenden und das Werk der Revolution mit er- u�jter Energie und größerer Kühnheit fortführen. Die Wahrheil bricht sich durch. Ein Amstevdainer Korrespondent der„Morning-Post ■ P: Alle Rachlichten itiniinen darin iiberein. daß die An- f �ngtmgeN den Bolfcheivisnins in Berlin zur Macht zu �lngen. ieh'lgeichlagen und. nnd daß die'vüste bolfchelvisti'cke , ipagaiida unter de» Soldaten iebr wenig Erfolg gebab. l �Mbe. dn die. Straßenkämpse. JJie zwi-ckreii Regireungstnip- | mm»„d bol'chewisti'ckx'» Soldaten während der nenlichen ."iMdg'bnnge» entbrannt tvaren. mit cinein oollstandtgen �'�0 der Regierung endeten. We-rere Erciaulij- itud m Brot, Friede, Freiheit! erwarten, da Liebknecht fortfährt, die Masten gegen die Re»i gierung Scheidemonn Ebert-Haase aufzuwiegeln. Der Ge- »eralstreik, der von der Spartakusgruvpe in Szene gesetzt_. m �— wurde, hat einen armseligen Erfolg gehabt. Neue Demon-� M a h n w o r t an die.v e im ke h rend strationen werden erwartet, aber die Regierung hat außer- Das deutsche Volk hat durch den von seinen früheren ordentliche Vorsichtsmaßregeln getroffen. � Machthabern frevelhast angezettelten Krieg einen Zusam- Der Pressedienst des VollzugSrats. der uns diese Nach- menbruch erlebt, wie wohl nie zuvor ein großes ent- richt übermittelt sieht darin mit Recht einen Beweis, daß wickeltes Volk. Nach viereinhalb fahren ungeheuerlichster selbst die ganz rechts stehende, konservative„Morning-Post" Opfer an Gut und Blut steht es nun vor einem Trümmer- zugibt, daß die Spartakusgrupve in Berlin nicht die Mächt hausen und muß seine letzten Kräfte zusammenraffen, um besttzt und die Regierung imstande ist, die Lage zu be- aus dem Zusammenbruch zu retten, was noch zu retten ist. herrschen.<..___..___. Einsichtige, ihrer Verantwortung bewußte Politiker S,r. ef0? f. l"'1!«1 f"!Ia� e" w haben diesen Zusammenbruch seit Jahren vorausgesagt und wahncheinlich dunkt. daß die Befürchtungen des Am>ierdamer schleunigen frieden gedrängt. Ihre Stimmen wurden Korrewondenten uch erlullen. übertönt vom Geheul der Welteroberer und Kriegsgewin- e.•> ,«.» ittet, die nicht genug zusammenrafien konnten an fremdem öpu!» llvtnt COfll I Gut und am Blutzins des eigenen Volkes. Unsere Partei, nv._.....,. die Unabhängige Sozialdemokratie Deutschlands, die als .« T". � einzige politische Partei unermüdlich gegen den Krieg beb Staatssekretärs deSAuKivart.gen Amtes Dr. Solf x�pste und jedes Ko.npromiß mit der Regierung und den fT™!' Kriegsparteien ablehnte, wurde gefesselt und geknebelt. sernung wird es möglich weÄen.dre gründliche Reorgam- hunderte von uns schmachteten in den Gefängnissen, weil w � w? sie bestrebt waren, dem Volke die Wahrheit zu sagen Amt das durch seine Unsabiakett wre durch isin Intriganten- � �<. v._ n-.-._v. m.i...........- Amt das durch seine Unfähigkeit wie durch sein Intriganten tum nachgerade berüchtigt ist. so dringend bedarf. und den Dunstkreis der Lüge und des Betruges zu zerreißen, in dem es von seinen Herrscktern, von allen sie stützen- den Parteien gehalten wurde. Die Novemberrevolution hat alle diese Schuldigen fort- gefegt. Mit einem Ruck hat da? aufständische Volk feine « an-Li.....,...v,•„...-«Mfcln abgestreift und von der Regierungsgewalt Besitz er- Am Mittwoch nachmittag kam eS ,n Dusieldorf im Anschlüsse gissen. Die gestrigen.Herren flüchteten nach dem Aus- . v„ �' jg�de oder verkrochen sich in den Mauselöchern. Ihnen Semonflcaf o?en der llvMSn�geu Sozial demolralie in Düffeldorf. cm mehrere Versammlungen der Unabhängigen Sozial- demokratiscben Partei zu einer Demonstration durch der. öor bf>r Verantwortung, die aus ihnen lastete, und schieden« Straßen der Stadt. Später sammelten sich � iiberließen gstädizst die Regelung ihrer Hinterlassew Gruppen vor dem Geschäf:eyöbäude der„Düsseldorfer Nachrichten und versuchten, sich gewaltsam Eingang zu verschaffen. Es gelang jedoch, durch das besonnene Einschreiten eines Arbeiterführers, die Demonstranten von jeder Gewalttätigkeit abzuhalten. schast den neuen Herren— dem revolutionären Volk. ! Jetzt, nach wenigen Wochen der Revolution, beginnen i sie sich wieder zu regen. Ihre offenen und verkappten Sold- j knechte in der Presse und in den Versammlungen suchen den !>e EelschSdlMs-lmiMche fefM». j Ä? Au» London meld« Reuter vom II. Dezember: Im Laufe Hetzen alle Klaffen. Ncetionen. Stände gegeneinander, sie einer Rede erwähnt« Lloyd George, daß die i,-..e-allnerte � Zwietracht und Unordnung,- sie dtefA sonst stol, � �.e�..„. rühmten, die berufenen.Huter der„Rnne und Ordnung zu Kowmisnon d« deu.sche d« K r.- g s° st e n z u, a h. � Hoffnung bilden die heimkehren- len, unrermchen soll, nock mcht zuiammengeireten ist. Aber das Soldaten. Sic wissen scbr wohl, daß sie sich imt britische Reichkkabinett ha, gestern semen Bericht über, jh�n lügnerischen Reden nichl an jene. Soldat,» und Ar- reich,. Es halt« es für möglich, di« ganzen KriegSkoften heiter heranwagen dürfen, die die RevolutionZwockien mit- von Deutschland zu erhalten, ohne«ine Besatzunsiiarmee iür eine erlebt, die selbst im Kamv'e um die Freiheit gestanden lange Ael veriooe in Deutschland zurückzulassen oder große Posten haben. Sie wenden sich deshalb mit Vorliebe an iene Trup deutscher Waren anzunehmen. Die Konferenz ist der Ansicht, daß Penkörper, die noch gefesselt von der etsernen Kommando- vor. den Alliierten mir wirtschaftlichen und mternationa-en Mit.c-n S-walt der Omz.ere und von. der poltt.chen Aufklarung �.-T,.. s; �I!.! fernaehalten. den Loraavgen UN Reime ohne genügende» der nötige Druck auf Deuiichland ausgeübt werden kann, �''dald. gegenüberstehen. An diese Soldaten wenden der Berich: der mteralluer.en Kommission vorliegt, wird er der j � � � rufen sie immer laute? aus zum Kamps gegen AriedenStor. selenz überreich" werden, die unsere Forderungen zu- Errungenschaften der Revolution. sammcnlegen wirv. Diese Forderungen müssen, worm rmmer sie Wa? versprach, sraarn sie kreischend, die Revolu- bestehen mögen, vor der deurstber. Kriegsschuld kommen. Die: ftot sj� e hgltkN. was ist Wirklichkeit? Alliierten werden ,n erster Lini« die Jrtercssen der Volker be- � � b ,, Freiheit und Brot habe die Revolution rücksichtigen, mi: denen Deutschland Krieg sührie. nick, die Inte,» � versprochen. Aber nichts von diesen Versprechungen lsab« essen de» deutschen Volkes, da» sich dieses verbrechen gegen die> sie gehalten. Nur noch schlimmer sei es wärhend der Re- Menschheit schuldig gemacht dal. volution geworden. Au« der Rede, die mit demm Widrspruck steht, geh, wieder einmal deutlich hervor, 1 fen ist die N ich t s w ii i d i a k e i t und V e r l o g e n�h e t t wohin die verbrecherische Politik de» alten Regime» das deutsche dieser.Hetzereien klar. Aber iür diejenigen, die nach>-> liren Volk gebracht hat.— Dw Enlenre-Jmpenatisren sollen i»dc».�er Mühsal von der ,?ront oline KeuntNiS der hlH-Kllgen in Europa schasten. der.veit von dem Zustand oer°llsem",n«n aufklärende Bemerkungen vennöten. Beruhigung entfern, ist. den ihre Völler ersehe»!««. Die ameriklwischea Lebensmittel für Europa. Genf. respondenz Bord habe., Zunächst; Wie ist es z»», Abbruch des.Kriege». z»ir. Abschluß deS Wasicnstillstandes. zur Vorbereitung der Iried'enSpevliandliingcn gekomnien? Wir, bie Künder»nd Träger der Revolution, haben zui» Irirden, zur Ver- . tt Dezember. Aach einer Meldung der Neuen Kor- s�ignuig nnt den Gegnern gedrängt. Wir'haben ver- lz haben äs Damp-er. dl« L«beusmitt«! iür Europa an jede Gelkgeiilu'il»k,brpenoi»MkN werde, rnu zu w». u. den letzten Lagen smrrikaniich« Häfeu»erlassen.<-jncm denwkrat'iichen Frieden, zu einem Frieden b«: Sresi; jätet Setzt tionW von den Iprr i-h-r tnns Ikf) m und kap! den sie die ."ktt* geh' und «r ?us Wo mt! ISx Di« gro red s-hr unt ,ne t-e» lon den ??ei s«m vor far S'r Va Ar Ikf asti «w wn s- un rrl '*n. «« n«I *'• Tu de: fei r» JßöITev zu geTnnuen. Wn fkften mrfcr«?enz? ätoH em- gesetzr, Mfj nickt andere Völker veriienxiltrsst, sondern ein �riod? ohne Eroberungen»nd Enlickrdiguiigen auf der Grundlage öer SÄbstbestmmrung der Völker geschlossen werbe. ES bestand oftmals die Möglichkeit, zu einem solchen Frieden zu gelangen. Namentlich, nachdem die ruf- fische Nevolntion im Fmhjobr 1917 die Völker ge- N>edft und eine gewaltige Strömung für den demokratischen Frieden in allen Ländern enttrssolt hatte. Aber die deutschen Machtpoliirker und Welteroberer nxiren in erster Linie mit dabei, jede Friedensntöglichkeit im Keime zu er- sticken, jede Bewegung für den demokratischen Frieden ein- zudämmen und ,u kompromittieren. S i e vor allem tragen die Schuld, daß der Krieg viereinhalb Jahre wä'hrte und Europa in einen Trümmerhaufen verwandelte. Sie waren eS auch, die ein Volk nach dem anderen in den Krieg gegen Deutschland hineinzogen, die zuletzt noch durch den wahnsinnigen U-Boot-Krieg uns Amerika zum Feind machten und dio durch den Lochmachfrieden von Brest-Litowff bei allen Völkern nur den einen Wunsch in den Vorder- grund drängten: die blutgierig« Bestie des preußisch- deutschen Militarismus im Interesse des Welt- friodens zu Boden zu schlagen. Tann, als alle Kräfte erschöpft, alle Reserven auf- gebraucht, alle Bundesgenossen verloren waren, kroch die Bestie selber winselnd zu Kreuz«. Ludendorff war ei, der fchließlich selber den damaligen Reichskanzler Maz von Baden zum Abschluß deS Waffenstillstandes drängte. Die Schuldigen verloren im letzten Augenblick so sehr den Kopf, daß daß Verhängnis wi« eine Sturzwelle über Land und Volk hineinbrach. Wäre die Revolution nicht gekommen, so stünde heute General Fach in Berlin. Tie regellos zurückflutenden Truppen hätten das ganze Land in ein Chaos verwandelt; Hungersnot. Stillegung der Industrie, des Handel», de« Verkehr», Raub, Mord und Plünderung stünden auf der Tagesordnung. Und in der allgemeinen Anarchie hätten die Feinde sich als„Schützer der Ordnung" betätigt. Vor diesem Unheil hat uns nur die Revolution bewahrt. Nur die Organe der Revolution, die Arbeiter- und Soldatenräte, vermochten der ungeheuren Schwierigkeiten der verflossenen Wochen Herr zu werden. Nur die von ihnen getragene sozialistische Negierung hatte die Kraft, Land und Volk vor dem drohenden Ehao». vor der Anarchie zu retten. Nur sie besitzt auch bei den gegnerischen und neutralen Völkern jenes Vertrauen, das die notwendige Voraussetzung für einen baldigen Friedensschluß bildet. Nur sie vermag schließlich, eben weil sie ein Bestandteil des arbeitenden Volkes ist, auS diesem Volke das Höchstmaß an schöpferischen Leistungen herauszuholen und das zu vollbringen, was die bankerotten kapitalistischen Klassen nicht zu vollbringen. oermögen. Gewiß vermag die sozialistische Regierung, vermögen die Ardeiter- und Soldatenräte nicht, oller Schwierigkeiten Herr zu werden und da» Reich in der schwersten Feit seit seinem Bestehen in wenigen Wochen in ein Paradies zu ver. wandeln. Was aber wäre ans diesem Reiche geworden. wenn die Urheber und Nutznießer des KrieaeS mitsamt ibrer Parasitenbande an der Regierung geblieben wären? Wie stünde es um Brot, Frieden und Freiheit, wenn die Ludendcrff. Hertlinq und Konsorten die blutbesudelte Kriegßdiktatur in Händen hatten? Diese Fragen stellen, heißt, sie beantworten. Keine Macht der Welt wird das deutsche Volk überzeugen, baß daS fluchbeladene alte Stiftern auch nur für einen Tag er!« stenzberechtigt ist. Di» Geschichte bat dem deutschen Volke seinen neuen Weg vorgezeichnet. ES ist der Wea der revolutionären Umgestaltung, der Ge'ellfchast im Geiste bei Sozialismus, im Geiste der GemeinichaHSardett und Demokratie. Nur auf biefern Wea« findet te da: was es braucht: Brot. Frieden und Fr«»t«it. Sic SWere provoziere« weller! Ein Beauftragter des Si ckerf) ei tsbienstes berichtet den „V." über einen unglaublichen Vorfall, der sich gestern beim Einzug einer Iägerdivision ereigner hat: Ein Fewwebsl Scheel staufte sich eine rate Schleife. und stechte■biefette an seine llr.ifovm. Als't jur.irffebcte, wurde er von eistum Cffw te r stettüe r trete t Mar nie darüber zur Rede ge» stellt und ihm befohlen, die Schleife wieder abzuaehmei!. Ter iteldmebel weigerte sich, d.es zu tun und wurde daraufhin vom Oftizierstellvettreter mit einem Ztoch inS Gesicht geschlagen. Gleichzeitig wurden ihm von zwei isderjägeru Sie Waffen ubge- >tomwien. Ter Felbwebel Scheel wandte sich au uns vom Sicherheitsdienst als sie zuständige Stelle und bat u-ns, dafür zu sor- gen, daß der Lfsizierstellvertreter entwaffnet würde. Darauf- hin wandte ich mich an den Komnumdeur des JägerbaiaillonS mit der Bitte, den Mann festzustellen und ihn zu entwaffnen. Dies wurde mir jedoch rundweg abgeschlagen und ich sah mich genötigt, nach der Komnmtidantur zu gehen. Stadt- kommandant WelS gab mir den stuftrag, den Mann festzunehmen und entwaffnen zu lassen. Ich wandte mich jetzt nochmals in Güte an den Offizierftellvertreter und bat ihn, feinen Stock und die Waffen anderen Kameraden seines Regiments zu übergeben. Darauf erklärte der Lffizierstellvertreter, er würde mich glatt- weg über den Haufen fr'sjen. Daraufhin unterließ ich weitere Schritte und ging mit b- zum Bahnhof Moabit, wo die Truppe nach Kulm in Westpreußen verladen wurde. Am Bahnhof wandte ich mich nochmals an den Komm'andeur und drei Sffiaiere seß Bataillons, den Mann zu entwaffnen und der Kam- tnairdant'Ur zu übergeben. Nachdem ich dem Kommandeur den Sachverhalt- vorgetragen hatte, wurde mir erwidert, daß der Offizierstellvertreter im Recht sei, denn bei der hiesigen Truppe bestände noch kein Soldatenrat und außerdem will das Bataillon nicht, daß rote Abzeich.n, wie Schleifen und KÄatchen, getragen wurden. Gleichzeitig äußerten sich andere Offiziere des Bataillons, daß Soldatenrat, Bollzugsrat«nd BolkSbeauftragte«der wie duartige Stellen in Berlin hießen, für sie Ltvatsch und Piepe seien. Gleichzeitig äußerte sich der Kommandeur der Truppe, daß sie noch anderer Gesinnung seien als die Truppen hier in Berlin. Die Offiziere äußerten sich dann noch, daß sie keine Soldatenräte, sondern nur Vertrauensleute hätten. Kein Soldatenrat oder Volksbeauftragter känne in ihre Angelegenheiten hineinreden. Das ist einer von vielen Fällen! Sie zeigen, daß ein guter Teil der Offiziere und Unteroffiziere trotz Krieg und Revolution nichts gelernt uttd nichts vergessen haben. Lei- der auch, daß unsere S o l«d a t e n solchen frechen Ueber- griffen gegenüber von einer Geditld und Langmut sind, die ganz unbegreiflich rst. ES ist ssloswerständlich, daß der Unteroffizier wegen der frechen Mißhandlung exempkarisch bestraft werden wird, ebenso der Kommandeur. Aber mit solchen einzelnen Maßnahmen rst nichts ge- tan. Gefordert muß werden die schleunigste D e m o b i l i» fi'erung der aktiven Offiziere und Unter» offiziere und eine große, mit allen Mitteln zu för- dernde Aktion zur Aufklärung der Truppen. Ein analoger Vorfall, der aber einen befriedigenden Abschluß fand, wird uns aus Chemnitz berichtet: Am Sonntag morgen trafen dann im Automobil auf der Straße EberSdorf— Lichtenwalde fünf Abgesandte de» Arbeiter- und SoldatenratS, die Genossen Cusian, Fntsch und Heidt von der Sozialdemolratischen Partei und die Genauen Heckert und Melzer von der Unabhängigen Parte: beim UlanMtegiment ein. Genosse Caston trat als Sprecher auf, legitimierte sich durch Vorzeigen feine» Ausweises und erklärte dem Major, daß die fünf Personen den festlichen Empfang vorzunehmen und daß sie dabei verschiedene Formalitäten zu erledigen hätten. Major Genth erklärte darauf unter Zustimmung seiner Ofsiztrre, da» gehe tdm gar nichts an und gab den Befehl zum Marsch und zur Festnahme der fünf Er- schieneuen als Geiseln. Der Versuch Castaus, dem Major noch weitere Aufklärung zu geben, wurde dadurch abgeschnitten, daß der Major sich toegwandle und daß sofcr: Offiziere und Mannsckaf.e» über die fünf Delegierten mit Kolbenstöj-en und Fausischlägen, Stockhieben und Fußtritten herfielen, dabei wurden die gemein- sten Beschimpfungen, zum größten Teil von den Mannschaften ausgestoßen. An den Beschimpfungen und Handlungen beteiligten sich auch Zivilisten kräftig. Wiederholt wurden die Verhafteten iicbeneinander ausgestellt und mit Erschießen auf der Stelle be, droht. Wegen des höchstverdächiigen Verhalten» der Abordnung des Regiment» waren an der Straße EbcrSdorf— Littenwalde drei Maschinengewehre aufgestellt und Patronen mitgegeben worden. Den Truppen wurde, sobald der Streit losging, Init Befehl erteilt, unter keinen Umständen zu schießen, dabei wurde auf die nun fchntzko» gewor denen Mannschasten de« Arbeiter- und Soldatew rat» geschossen. Dann wurden die Gefangenen im Triumph zur Stadt geführt. Nachmittag» kam auf besondere Einladung Major Genth in daS Rathaa« und brachte di« fünf Verbasteten mit, die damit in Freiheit waren, und legte erst im Verlauf der Verhandlungen die Waffen ab. Es gab eine lange heftige Auseinandersetzung. während der der Major den schriftlichen Befehl de' ihm vorgesetzten Garnisonältesten Genossen Fritsch erhielt, daß das Regiment in der Ka lerne sofort die Waffen nieder- zulegen und diese einem txigu bestimmten Kommando de» Ersatzbaiaillon» läl bis 8 ist Udr zu übergeben babe. Der Befehl wurde tclephonisch und schriftlich sofort an daS Regt- ment geleitet, der Major und die anwesenden Vertreter deS So!' datrnratS de? Regiments gaben eine schriftliche Erklärung ab. daß sie den Befrbien de» Garnisonältesten unweigerlich gehorchen wür- den. Die Waffen wurden dann auch ausgeliefert und in der Nacht alle Schuldigen vom Arbeiter« und Soldatenrat verhaftet, unter ihnen auch Major Genth. Sie sehen ihrer Aburtcälung durch da» zuständige Kriegsgericht entgegen." Für die Freihett der Iftesse. Der Rot der Volksbeauftraaten erläßt folgende B«' kanntmackning für die Preflefreiheitt In den letzten Tagen haben sich die Eingriffe von A. und S.-Räten in die Pretzfreiheit derart gehäuft, daß die Reich»' vegierung ihnen auf» entschiedenste entgegentreten muß». 2» isi z. B. in Leipzig«me Zeitung mit Stürmung und Zerilörun« bedroht worden, wenn st»«inen bestimmten Bericht bringe, und ao den Blakatfäulen zur Selbsthilfe gegen diese Zeitung ausgerufen worden, und in Mülheim tRuhr) sind Druckereien stillgelegt und Vlatten zerschlagen w.'rden, West sich die Deuli-be V-lksparl�t und die Zentrumspartei in Flugblättern gegen die Verhaftting von Mülhetmer Bürgern gewandt hat. Aehnliche Vorgänge werden au» '.ahlreicken anderen Llädten gemeldet. Die Reichsvegierung cet' wahrt sich auf» entschied rüste gegen jede gewaltsame Beschränkung de» freien Wortes. Sie fordert von den A.« und S.- Räten die völlige Aufrechterhaltung der Preß' freiheit, die einer ihrer ersten Programmnun" mern ist. ES wird Aufgabe der ReichSkouferenz der A.- und S-Räte fein, zu erwäg'n. wie ae�n lokale Oraonisatiaven vcw zugehen sei, die sich solche willkürlichen Handlungen zuschulde» kommen lassen. Der Rat der Volksbeauftragten: Tbert, Haafe, Scheidemann. vandsberg, Dittmann, Barth. E» ist schließlich begreiflich, wenn auch nicht zu billigen, wen» der Unwille der Arbeiterschaft, die von den gerettrevolutionären Organen oft bis auf» Blut gereizt wird, einmal in Handlungen explodiert, vi« sie hier verzeichnet sind. Die A.« und S.'Rit» aber müssen unter allen llmständen über die nötige Uebsrlegun» verfüosn, um jede Antastung der Preßfreiheit zu unterlassen Wir Sozialdemokraten haben lange genug um sie gekämpft' wir würoen unsere ganze Vergangenheit und un.ere Grundsätz» verleugnen, wenn wir die Freiheit der Presse verletzen wolftejj nachdem wir zur Macht gekommen sind. Und wir haben doch wo«! in langer OppositionSzeit gelernt, wie wenig wirksam die blof NnterdrückungSpolsttk ist. wie sie gierade das Gegenteil Per bcal' sschtigien Wirkung zu erzielen pflegt. Daß die bflrgerli#� Blätter, die jetzt die Preßfreiheit heftig fordern, früher der K»«' belunz itr Arbeiterpresse Beifall gespendet herben, darf un» nicht beeinflußen. Eine grobe UngehSrigkett. Seit einiger Zeit werden eine Reihe wickli�er politsilM Nachrichten, auf die alle Zeitungen gleichmäßig angemieif* sind, durch eine private Korrespondenz den Blättern verml telt. E» handelt sich um die Po l i t i sch«pa r l a m tarische Korrespondenz des Mehrheitssozialiste' Sofrichter, deS Erfinder? der SM-Millionen-Fobf' Die Nachrichten können nur auS amtlichen Quells stammen� der Herr nützt offenbar seine persönliche Bskani� | schaft mit verschiedenen Presseleitern da�u aus, um die» Nachrichten zu sammeln und sie dann an die Zeitungen, nick gerade billig, zu verkaufen. u Wir denken, das ist ein Mißbrauch, gegen den du gesamte Presse Einspruch erheben und den die Regiert schleunigst abstellen sollte. Unter dem früheren Regi� liefen die Aonrnalisten um Erkundigungen zu den einzelssj; Betrachtungen über die Errichtung von Schulaemelnden. Jeder Erlaß der provisorische« Regierung veranlaßt unS jetzt, wo wir in Sorge um die junge Revolution sein müssen, zur kritischen Frage: Entspricht da» Neue, was un» geboten wird, den Erwartungen und den Forderungen der Entrechteten. d. h. der großen Masse de» Volkes? Gibt e» auf dem Gebiete der Schulreform nichts Dringlichere» a!» die Einführung von Schülerräten und Schulgemeinden an höheren Schulen? Ist dieser Erlaß überhaupt zeitgemäß? Zunächst könnte man erstaunt fragen: Warum wendet sich Herr Wiincke fder Verfasser de» Erlasse») nur an die Schulet der höheren Schulen? Sind nur sie reif zur Selbst, oder Mit- Verwaltung? Kinder vom 10. bi» 14. Lebensjahr» können, wie ich au» Erfahrung weiß, sehr wohl an einer Schulgemeinde teil« *... C etV!.(V*. 1 1 a T JC..• 1 1* t* � r. w»«»i v»Sw,-i ji« r«/£» n*• ,'«./-rtr- und Sold rte �räte lverren von ibr nickt geduldet, sie find "'her in der nemro-len Zone aufzulösen. Die Mitglieder der eiter» und Soldatenrät«, di« in der neutralen Zone ange- ' n werden, nzlissen gewärtig soin, von»er Entente per- tet zu werben.'! , Der Arbeiterrat erklärt nach dieser Feststellung, daß e» voll- �men unwahr sei, daß die Enteute nach den Waffenstillstands. �ingungen sich Eingriffe in die innerpolibischen Einrichtungen neutralen Zone vorbehalten habe. Die Auflösung der Ar» f*ster, un!) S-Idatenrät« in der neutralen Zone sei keine stör- t�ing de» Feinde», sondern der Wunsch der gegenrevoluttonären �»ft« unsere« Lande?. Der Arbeiterrat Frankfurt a. M hat den Waffenstillstandsbediuzungen für Frankfurt eine söge- Polizeitruppe vorgesehen. Demgemäß rückt am DonnerS- Infanterieregiment Nr.>7! Mlb. Division) m einer ..�legts Hinioenduiig zu höherem Ernst und größerer Ehrlich- sW. hat, wie sich nachweisen läßt. Hundert« von jungen zur Schlachtbank gehetzt.) ». �iese Proben einer gewissenlosen Demagogie genügen, Herrn �Jiveken an den Pranger zu steilen. Er kann nicht der Mann kommenden Zeit sein, da er ti«f in der absterbenden eit ver- '«rl ist. , Da« Bürgertum besingt den Erlaß und den darin zutage senden Idealismus. Wie angenehm sticht der Idealismus der �ulgemeinden ob von dem yerb.-n Realismus der Annullierung J* Sriegscinekhcn bi« zu 5000 Mark und der sofortigen Eoziali- de» Wirtscha'tSiebenS. . Da, Proietaria!. da« au) Sauberkeit der Gesinnung hält. * an Herrn Gustav Wqneken nur ein Interesse: er verschwinde �glos! Dr. Falter. Arbeitsrat skr kuus?. .Ja rer Ucberzeugung. daß die politische� Umwälzung benutzt r muz«ur Befreiung der Äunjj von jahrzehntelanger Be- ?.f>>'undung. hat sich in Berlin ein Kreis einheitlich gesinnter Ostler und Kuvst'reunde zusammenzesurden. Er erstrebt die �»inuung aller verstreuten und durum sich zersplitterten Kraste. , ub?r einseitige BerufSinteresien hinaus am Neuausbau un- S».� ii�iamten Kunstleben» entschlossen milwirken wollen. In Fühlung mit den RegierungSgewaUen und Vereinigungen >ti>„ � Dcndenz wie oer Kunstkammer in München. u,resi«n \J: hofft der ArbeitSrat für Kunst feine nächsten Ziel-, die in ProgrummauSzug angedeutet sitU>'>« nicht zu ferner Durchsetzen zu können. der Spitze steht d-r Leitsatz» Uschi und Volk müssen eine Einheit bilden. Di« Kunst loll ieih ,ns�t Genuß wcuiger, soiidern Glück und� Leben der Masse Dou» �Ust-mmenschluß der Künste unter den Flügeln einer großen ki ist da» Ziel. Fetian ist der Künstler allein alS.Geita.ter �uipfindenS veraniwortlich für das sichtbare Gewand.« iiid Sr muß die Formgebung bestimmen nom.Slaad- '' bi..unter zur Münze und Briefmarke. itellt7"k dieser Basi» we den zunächst sech» Forderungen ge- stall- Lnerlennung de« ofieiitlichen Eharakterd aller Bau- ItjAn'k' der staatlichen und privaten Aufileoung aller Beamten- »?�N. Einheitlich« Leitung ganzer Stadtteile, Straßenzug idix�'�lungen, ohne daß die Freiheit im einzelnen beeinträckugt »ichjjieue v(u uoe». e�llshauier«.? BermiltlungSstätt.r aucr Ita" an fcas Volt Ständige Experimentiergelande zur Erpro- ""ud PervolUommnunu baulicher Wirkungen. Z. Auflösung der Stärke von 1200 Mann hier ein. Da* Regiment Aeibt bis zum Eintreffen des Jerfnaterieregimenlt Nr. 81, da» in acht bis zehn Tagen in die alte Garnison zurückkehrl, hier. Die Truppen haben lediglich AbsperrungSoufgaben an der Bahn, Pen Slra- ßsn und den Wasserwegen zu erfüllen: ihnen liegt die Sicherung der wichtigsten Telegraphen- und Fsrnsprechleirungen, sowie die Sorge für Ruhe und Ordnung ob. Der Polszeidienst in der alten Form bleibt bestehen. Nach einer Rücksprache mit dem ersten GaneralstabSoffizier der 118. Division sollen die Truppen zum Polizeidienst nur bei außergewöhnlichen SicherheitSbedürf- nissen b-rangezoge« werden. Di« Truppe steht nach au»drück- licher Erklärung de« Generalstabsoffiziers mit dem Offizier» korpS auf dem Boden der Reichsregierung Ebert-Haas« und tritt jedem gegenrevoluttonären Versuch entgegen. Die vorsölle in der Reichsftrozlei. Wir erhalten folgende Zuschrift: Da wir Interesse daran haben, daß di« Borgänge von Sonn» tag vor der Reichskanzlei endlich eimvandfrn der Wahrheit gemäß dem Berliner Publikum bekanntgegeben werden, bilten wir um Aufnahme folgender Zeilen: .Ts entspricht nicht den Tatsachen, wenn in einem Teil der Berliner Presse behauptet wird, daß von der SicherheitSwache de» ReichSkanzlorhaustz vor den Toren Maschinengewehre fortgenommen. Leute entwaffnet und mißhandelt worden sind. Die SickerhrtSwache bestcbt aus Matrosen, welche der VollS-Marine-Twision angehören! Während der Demon- stration der SparialuSgruppe befand sich niemand von der Wach- vo- dem Tore oder auf der Wilhclmstraße, soudern alle auf dem Hose und im Innern de? EebqudeS. Es ist auch nicht versucht ward«,., gewaltsam einzudringen. DieS wäre von der Wache allerdinaS entschieden verhindert worden. Die Eni. waffnung der Soldaten fand, wie w-ir ebenfalls einwandfrei fest- gestellt haben, in der Wuhelmstraße an der Bohstraße statt, und hat mit der SicherheitSwache der Reichskanzlei nichts zu tun Walter Junge, Wachthabender der Wach«. Im Namen ferner Kameraden. Ein Slanifefl der französischen Arbeiter an W'on. Der Generalausschuß der französischen Gewerkschaftsverbände fordert sämtliche Gewerkschaften im Lande au�. nach dem Beispiel der Pariser Albeiter am nächsten Sennlag Ver» sammlungen zu organisieren, um ein« gleichlautend« Adresse anzunehmen, die Wilson durch Vermittlung der mcrikanischen Botschaft in Paris überreicht werden soll. Präsident Wilson, so heißt ei in der Einladung de« Generalausschusse», soll wissen, daß seine Sprache der Vernunft und der internationalen Gerechtigkeit unmittelbar in das Herz der Arbcttermassen ge- drungen ist und daß die Partei der Arbeiter ihm die notwendige Unterstütziing bringt, um dem Gedanken de» Friedens und des Selbstbestimmungsrechts her Völker zum Siege zu verhelfen., eloyö Geone über ßeecesdiensl und Marine. In einer Rede in Bristol sagte Lloyd George, daß da» Militärdienstgesetz aufgehoben werden wird, sobald die Notwendigkeit dafür ausgehört hat. Ei lestehe nicht die Absicht, eS zu erneuern. Ob wir in Zukunft Dienstpflicht in irgend einer Form nöiig haben werden, hängt nicht von den Ansichten irgend eines politischen Führers ab, sondern wird ganz von den F r i«» deiiSbedingungen abhängen. Der groß« Krieg hat Eng'and die Dienstpflicht aufgenötigt, und in diesem Krieg wurde«I durch die militärisch« Masckine de» Kontinents hineingertssen., Wenn wir einen dauernden Frieden wollen, so müssen wir den Dienst- pflichtarmeen auf dem europäischen Kontinent ein Ende machen. Deutschland, Oesterreich, Rußland, die Türkei und Bulgaiöen hatten Armeen von zusammen 12 Millionen Mann. ES ist nicht denkbar, daß wir diesen Ländern erlauben werden, wiederum gegen ihre Nachbaren Armeen von iL Millionen auszustellen. Die Friedens« konkerenz wäre dann ein« Farce. ES ist ein Unterschied zwischen einer Armee, die für die Vereidigung organisiert ist und einer für die Offensive bestimmten. Die deutsche Armee sei für Osfensiv« zwecke, die britische für De'ensivzweck? organisiert gewesen. Dies st:i auch der Arund gewesen, warum England den Krieg nicht her- Hfi.■ittsfceutit•>, ecr-?! Atodemie für das Bauwesen und der Kgl. Preußischen LandeSkunstkommission in ihrer bis» herigen Gestalt. Ersatz dieser Körperschaften bei neuer Abgrenzung i. reZ Arbe lS'eldeS»urck so? e. die au» der'"wdukiivon lliiiisi!«» schaft selbst ohne staatliche Beeinflussung geschaffen werden. Um- Wandlung der privilegierten ZunftauSstellungen in frei«. S. Bc- freiling de? lles-.mten Unterrichts für Architektur, Plastik. Malerei und Handwerk von staatlicher Bevormundung. Umwandlung des künstlerischen und handwer.'lich»n Unterricht» von Grund auf. Beritstelluno staatlicher Mittel da'iir unr für Meiitererziehnng in Lehrwerkstätten, s Belebung der Museen als Bildungsstätten -iir taS Veit. Einrichtung ständig w i s«.ndsr, dnrck Voriräg« und Führungen dem ganzen Volle diestbor gemachter Ausstellungen. Ausscheidung des wissenichoftlich�. Materials in Zweckbauten. Ab» sonderung technisch geordneter Studicnsammlunaen für Kunsthand- werker. Eerechie Verteilung der staatlichen Mittel zum Erwerb a!:er und.leuer Werke. 8. Beseitigung der künstlerisch wertlosen Denkmäler kewie aller Bauten, d-ren Knnstwert im Mitzverhällniz zu dem Wert ihuS ander» brauchbaren Material» steht. Verhinde- rung voreilig geplanter SuiegSdenkmale und unverzügliche Einstellung der Arbeiten ffr die in Be.lin und im Reich�vorffesehenen Kriegsmuseen. V. Bildung einer RcichSstelle zur Sicherung der Kunüpflege im Rabmen der künftigen Gesetzgebung. ZuftimmungSerkiärungen werden erbeten an den ArbeitSrat für Kunst, Berlin NW. 40. In den Zelten 10. Fkllvk wedefteÖ: Mflk. Znm 1. Male im Theater i. d. KöniggrStzer Stratze. Di« ernste Bühne Meinhard» und Bernauer» ist die Bühne Strindbergö und Wedekinds. Ludwig Hartau und Maria OrSka sind ihre Repräsentanten. Schauspielerisch ist höchste Leistung gegegeven, und die Regie stützt und hilft zur Vcllenvuiig. E« bleibt kein Tadel, und daS Publikum hatte recht mii seinem Jubel, wenn man auch sagen mutz, es wär« besser still und stumm geblieben und hätte über sich geweint. Denn Wedekind brennt ihm die Male seiner Schande auf du Stirn in viesem Sittengemälde, dessen vier Bilder die grej« Lüg« der Gesellschaft geißeln, die grausame, zerfleischende Lug« von per Liepe,»,« n.chts ist als Lust und sich gebärdet, als wäre üe HimmelStürmcrin. Am End« ist ein Lachen da, das au» den Krarerii de» Leibe» emporstürzt und sich töten«, alles Lebendige würzend, über di««inst lachenden Flure»«ine» Menschenleben» niedcrgießt Di«.Musik"'st-ine wilde Anklage gegen da» Philistcrium der Moral. Frank Wedekrnd spricht Reckt vom Richierftuhl der Zeit und«r beschämt di« Pharisäer, di« ihm auffeschwov nutz warum Deutschland eS tat. Wir waren zu einem Offensivkrieg nlchr gerüstet. Heber die Marine sagte Lloyd George, sie sei keine Offensiv-, sondern e> ie Defensivwaffe, deshalb beabsichtig« Enzland nicht, sie aufzugeben. Sie habe die britischen Insel» jahrhunderte lang vor der Invasion bewahrt, und England beabsichtige nich:, seine Zukunft ausS Spiel zu setzen. Wenn wir. sagte Lloyd George, auf der Friedenskonferenz nicht einen Zustand schaffen, der der Konskription auf der ganzen Weit ein Ende macbt. so würde unvermeidlich die Zeit kommen, wo Groß- Britannien sich wieder in einen Kunflilt würde stürzen müssen, weil es der Hauptverteidiger der Freiheiten der Welt ist. Widerstand gegen den Wililarismus in England Der„Nieuwe Rotterdamsche Eourant" meldet auS London: Die meisten liberalen und Arbeiterkandidaten sind mit der halbamtlichen Mitteilung, daß England der Friedenskonferenz die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht vor- schlagen wolle, nicht zufrieden. Sie finden die Mitteilung nicht bestimmt genug und glauben, daß sie nur auf Stimmenfang berechnet ist. Der Leiter der Arbeiterpartei Thomas hat mit seiner in Manchester abgegebenen Erklärung Aussehen erregt, baß man nickt ocrsuchen dürfe, einen in Preuße» überwundenen Milita-isa.uS im siegreichen England zu neuem Leben zu erwecken. TheinaS verlas bei dieser Geiegenhert einen Prioarbrief eine» Generals aus dem KriegSministerium an einen General in Frankreich, worin dargelegt wird, w'ebiel Divisionen in Zukunft benötigt würden und ferner erwähnt wird, daß auf die Aufstellung eines nationalen Heeres von 20 Diuisirinen gedrungen werden solle. Ein Derliner Komilee ausländischer Sozialisten. Von einer Gruppe in Berlin ansöfftger ausländischer Sozialisten ist ein Komitee gegründet wovden, da» sich die Verbreitung der sozialistischen Ideen in Europa, Kufklärung unter den Arbeiterklassen aller Länder über das Wesen und die Bedeutung der russischen und de, deutschen Revolution sowie die Fürlderung eine? dauernden internationalen Flieden» zur Aufgabe gesetzt hat. Das Komitee fordert alle in Berlin weilenden ausländischen Ge- »essen, die diel: Bestrebung unterstützen wollen, auf, mit ihm in Verbindung zu treten. Es hat sein Bureau im Abgeordnetenhaus, Schreibsaal West Die Räumung des Ostens. Au» H e l s i n g s o r s wird vom 11. Dezember gemeldet: vor» gestern und Oester» ist ein sächsisches Karabinierr:giment nach Deutschland in S«e gegangen. Tie letzte udeutschenTruP- Pen nebst Stab sollen Ende dieser Woche eingeschifft lverden. Vom Sllllusmiuisteeinm. Zu der Not.z, daß der Russe Herr Futran auf Wunsch de» Herrn Hofsmann in Teutschland innerhalb 4? Stunden naturalisiert und alz Ministerialdirektor in das'Kultusministerium berufen werden ist, legt da» Ministerium für Wissen« fchaft, Kunst und Volksbildung Wert auf folgende Feststellungen. 1. Der Russe, Herr Futran lebt seit mehr alS S8 Jahre» m Deutschland, Hai sich>n oieser Zeit im Dienste der deutschen Volksbildung betätigt und hat schon vor Beginn de» Kr ege» die Einbürgerung nachgeslicht, die damals von allen zuständigen Be- Hörden empfohlen resp. zugesagt wurde. Do» Gesuch mußte, wie alle NaturalisatwnSgisiiiche bis zum Ende de» Krieges zurück- gestellt werden, aber schon vor mebr als 4 Jahren war die schleunigste Erledigung bis Kriegsende zugesagt worden, so daß Herr Hesfmann nur h:er auf die früheren Vorgänge zurückgreifen mußte 2. Herr Futaan Ist hier n-emal» a'S Ministerialdirektor oder überhaupl als Beamter im Ministerium in Aussicht genom- me» oder gar angestellt worden. Vekinnknvkhuug des Demobilmachnngsomtes. Nach der Bekanntmachung des ReichS-DemobilmachungSamle» vom 19. November d. I. ble ben alle von den deutschen Krieg«- Ministerien, stellv. Generalkommandos. GouvernemeniS und Kam» mandanturen erlassenen Bekanntmachungen über die Re» gcluug kriezSwirt'ckaftlicher Verhältnisse iz B Beschlagnahmen, selbstgefällig zuhören, indem er ihre Gedanken in Wort« faßt und ihre Taien lewhastig vor sie hinstellt. Wedekind klagt den Staat an, von dem wir jetzt sagen dürfen, daß er gewesen ist, er klagt die Menschheit an. von der wir auch jetzt noch sagen müssen, daß sie blieb unb noch lang« bleiben wird. Ader jedes seiner Worte peitscht da» ehrliche Gefühl und schrillt ein«Tut Buße!" durch bi« Zeit Daß ein Musiklehrer sein« Schülerin verführt, ist der Ge- sellschast von gestern«ine Alltäglichkeit. Alltäglich ist eß. daß sie Mutter werden soll und wird nicht, weil eine geschickte Frau dafür sorgt. Nicht ganz ungewöhnlich, daß ein Prozeß di««Ver» brecherm am keimenden Leben" in» Gefängnis bringt, daß ein Grozherzog auf das Gesuch der G-atlin de» Verführer» sie de- gnadigt, und ungewöhnlich auch nickt, daß da» Liebesverhältnis von neuem beginnt, ein zweite» Kind entsiehr, zur Welt gebracht wird und stirbt, und daß schließlich die Mutter der verführte» verz-lht. Aber au» diesem Roman wachst die Tragödie einer Gesell« schalt auf, die nickiS mü ehrlichem Namen iiennt, die alles i» Lüge taucht und in Senzst« vor der Wahrheit. Der Musikiehrer wird zum Mann, der heuchelt und)«i«et lüsternen Eitelkeit jedes Opfer bringt, s«ine grau zur Dulderin der fremden Lieb«, aus Feigheit vor sich elbst. daS Mäbcken aber gebt durch alle Stationen ihrer Passion, bis es erkannt, was die Liebe und Freundschaft dieser Welt bedeutet, bis-! o'S JRi tteH degreift, wie lächert ch di« Trogtt wird, weck et nicht lohnte» diese Welt ernst zu nehmen Au» der Gefängniszelle crst-ht das Bild des Slaates, der grausam wa> weil er die Lüge heilig sprach. Der Gefängnis» direkter— Oberst, die Aiisseberin, welcke Gestalte» eines dünkel» haften UnmenschentumS, da» urteilt, um zu verurteilen. Und neben diesen Gestalten der moralisch« Literat, der mit Wollust das Bös« erschiiüfselt um sia> am Strafen zu befriedigen. Wer begegnet in seinem Leben und in sich selbst ihm rnek Man hätte Wedekind kaum je besser verstehen können al» jetzt, und man muß eh Meinhard und Bernauer danken, daß sie die.Musik", die vielleicht sein menschlich reifstes, sicherlich sein geschlossenstes Weck in der Zeit geben und als Spiegel varbalten, damit sie sich erkenne. Die Aufführung war, wich gesogt, meisterlich im Ganzen und im Einzelnen. Neben Mari« OrSka und Ludwig Hartau standen ebenbürlig di: Leislunge» p. Alten? kLindekuj). Frieda RicherdS(Aufseherin). Aber auch Jenny Morde al« Frau Reihner und Olga Engl al» Mutter waren gut genug, um die große Linie dcS klafst- schen Theaterabend» nicht zu stören. Marie Steindorff« itty?) im Interefle der nüN'�n�tüchen KemoKi!», machung zunäMr in Kraft. Hierunter fallen auck all« van den oben dezcichneten Stellen ertaiscnen kriegswirtschaf'lichen Sinzel-Anordn unzen. B. HerjtellnngSverbcn.'. Einzeldeschiqanabmen bei bestimmten Firmen usw., sofern sie nicht durch'vetanirtmachungen oder Sin?rb verfÜMingen des Reichs demobiimacbungsamtes oder der. von diesen beatifiraqien Stellen oder der Stellen, tvelche die krieyswirtschafl- lichen Ein�eianocdnungen erlassen baden, irizwischen außer Kraft gesetzt worden sind, oder»och außer Kraft gesetzt werden, Berlin, den 8. Dezember 1618. DoS Reichsamt für die wirtschaftliche Demobilmachung i Reich SdemiibilinachnqMZl.rti gez. Koeth. Lohnbewegung der Kistenmacher Berlin». Die Arbeiter der Kisienbranche sind zur Berkürzung der ArbeitSzert auf 38 Stunden pro Woche gc'chr tten, um dadurch den Kollegen, die aus dem Felde zurückkebren, Arbeits« Gelegenheit zu schaffen. Wegen de» Ausfall» von Sfj Gtun- den täglich haben bereits Verhandlungen mit den Unternehmern stattgefunden. Die Entschädigung für den LohnauSsall in Höhe von 88 Pio-m tonnt« nicht angenommen werden. Die Ver- sammlung vom 8. Dezember stellte daraufhin eine Forderung von 160 Prozent Zuschlag auf deu Tariflohn von 1811, Anfbesserun- gen find während dieser Zeit nicht erfolgt. Die Arbeiter waren wübrend der Kriegszeil nur auf Teuerungszulagen an- gewiesen. Ein Durchschnitts. irbeiter kann bei 88 stündiger Ar. beitSzcit höchstens 26—88 M». verdienen, würde also bei doller Arbeitszeil einen Gesamtlohn von 76 Mk. erzielen. Da von feiten der Unternebmcr weitere Zugeständnisse nicht zu er» warten waren, beschloß die Versammlung in den S u ö st a n d zu treten und sofort durch die Arbeiterräte Verhandlungen an- zubahnen, welche aber resulmtloS verliefen. Da in der Metall- induftrie derartige Fragen bereits GesetzcStraft haben, so ist eS den Kistenmachern unversrändlich. daß die Fabrikanten die de- rechtigten Forderungen nicht anerkennen, Differenzen im Bankfach. Zwischen den Bantangeitellten und den Banken ist eS z» einem Konflikt gekommen, bei dem auch der Gegensatz zwischen dem 28 888 Mitglieder zählenden Bankbeamlenverein und den nur 7888 Mitglieder zählenden Allgemeinen verband der Bank- beomten, der eine streng gewerkschaftliche Politik treibt, eine wichtige Rolle spielt, Tie Bankleftunzen stehen den Forderungen der Bankbeamten sympathisch gegenüber, wenn sie auch die®e- haltsforderungen der Bankbeamten nicht in doller Höhe bewilligen wollen, da sonst die Bankdividenden enorm zurückgehen würden. was wiederum auf die Kreditfähigkeit der Großbanken und den Kredit des Deutschen Reich«» im Auslände überhaupt zurück- wirken würde, Reichsarbeitsamt und ReichSwirtschaftSamt be- mühen sich um die Einigungsverhandlungen. Der VollzugSrat hat bisher nur den Allgemeinen Verband anerkannt, weil er die Bankbeamtenvereinc als teilweise Gründungen der Unternehmer ansieht. Freier AngesteNtenverband. Die»AcbeitSgemeinschaft freier Angestelltenverbände', die alle gewerkschaftlichen Organisationen der Hand-ungSgehtlfen, Techniker. Bureauannestellten und Bühnenangestellten umfaßt. niacht darauf aufmerksam, daß sie mit einer in diesen Tagen erfolgten Gründung eine» sogen..Freien AngestelltenverbandeS' in keinerlei Zusammenhang steht. Di« Geschäftsstelle der Ar- beitSgemeinschaft freier Angeltelltenverbände befindet söch nach wie vox: Berlin NW. 62. Werftstr. 7. Fernsprecher: Moabit 7818/7811. Der Ausstand der englischen Bammvvllinduftrie. Aus Telegrammen au» Manchester geht hervor, daß noch keine der beiden Parteien, welche bei dem Streik in der Daum- Wollindustrie in Betracht kommt, zum Nachgeben bereit ist. Die Arbeiter bestebcn auf einer Lohnerhöhung von 48 Prozent. Tie Krise hat sich seit dem gestrigen Tage noch verschlimmert. Gestern tagte nämlich in London ein« Kommission der Baum- Wollproduzenten, d e mit den Delegierlen der Webereien der- handelte. Diese forderten eine Erhöhung der heutigen Löhn« um 68 Prozent. Die Delegierten wiesen darauf hin, daß die Kosten für den Lebensunterhalt sich weiter steigerten und die Industrie in weiterer Blüte begriffen sei. Die Arbeitgeber dic'er Industriezweige heben hervor, daß die Erhöhung der heutigen Löhne um 68 Prozent gleichbedeutend sei mit einer Erhöhung der Löhne um 82,68 Prozent seit Kriegsbeginn. Die Kommission behielt sich ihre Beschlüsse vor. die binnen 18 Tagen beiden Parteien mitgeteilt werden sollen. Sie sind bereit, sich einem Urteil de» Schiedsgerichte» zu unterwerfen. Das Reichsarbeitsamt befastt sich nicht mit Stelleu, Vermittlung. Amtlich wird berichtet:.Der Name.ReichSarbeitSamt' ver- feitet ansche-nend zu dem Irrtum, daß diese» Amt sich mit der Unterbringung von Stellungslosen bei anderen Behörden, Pri« datuntcrnfhmiingen usw. befasse. Nur so ist c» erklärlich, daß |. B. Techmter, Handwerker, Landwirte und Angehörige vieler inderer Berufe sich an das RcichSarbeitSamt mit der Bitte wen- >en. ihnen Anstellung oder Beschäftigung zu vermitteln. Da» Amt ist zu sokcker Vermittlung nicht zuständig und nicht imstande. An da« RuchSarbeitSamt sind daher nur Gesuche um ver- «endung in dieser Behöld«. selbst zu richten, die übrigen» zur Zeit kaum einen Erfolg versprechen. Im übrigen sind die be» stehenden StellenvermittlungS-Ginrichtungen anzugehen. Geschichtsfalschung. Der.DorivärtS' iit eifrig bemüht, die Schuld an dem Freitag- putsch den SpartakuSleulen in die Schuhe zu schieben. Immer wieder verbucht er neu«.Zeugen' aufzubringen, die beweisen sollen, daß nicht daS b-ewannete schußberei.e Militär den Anlaß z\nn Blutbad in der Ehausseestraße gab, sondern die waffenlosen ver- sammbungSteilnchmer. So wenig sich aber au» schwarz weiß machen läßt, so wenig wird«S dem„Vorwärts' gelingen, die Hinttrniänner de» Blutbad«« rein zu waschen. ES steht doch feit, daß der Putsch von laiiger Hand vorbereitet war und daß dem vorgehen gegen den.VollzugSrat und der„Noten Fahne' sowie gegen die BersammlungSteilnebmer de» Spartakusbundes«in«in- heitlichcr Plan zugrunde lag. Schuld an den Opfern des 0. Dezember trägt also einzig und allein dcr- jenige. der den Befehl gab. mit Maschinen- g.e wehren und Hand.vafien unbewaffneten ver- sammlungStkilnehmern entgegen zu treten. Jede ander« Deutung ist Geschichtsfälschung und beweist nur, daß das eigene Gewissen nicht ganz rein ist, ja. daß man den Hinter- männeni des PutjcheS bedenklich nak>e steht. Jetzt stellt der„Vorwärts sogar analog einer Lokalkorrespon- denz die Bebauptung auf, e» sei lediglich der Stratzendamm vom Gewebrseuer bestrichen worden, nicht die Haut- «ingänge. Ein« Lüge! Denn die vielen Schußspuren an den Häuserwqnden der Ehausseestraße, die in Brusthöhe durch- schvssenen Schaukästen und Schaufenster beweisen, wie jedermann heute noch feststellen kann, da» strikt« Gegenteil. Aber«S ist immer so, wo die Wahrheit versagt, muß die Lüge Hessen. geleben von der flnmlWichkett vor der Wavl Neivrechungen«wck■ Koudrdalen und ihr-; regelrecht!: Aufstellung unter Beobachtu«» 1 der erlassenen ron<6r'xn abhalfen zu.körnren. Bvm Lindentunnel. Bürgerliche Zeitungen und auch Herr Schiffer als Finanz- .minister wiesen dieser Tage auf die„gute alte Zeit' hin. in der .sparsam gewirtschaiter worden fei. Gewiß, auf manchen Ge- bieten—«6 sei nur an d'S miserable Entlohnung der vielen staatlicden Arbeiter und Angestellten erinnert— herrschte«ine sträfliche Sparsamkeit, während auf anderen Gebieten dir Gelder zum Fenster hinaus geworfen wurden.' Wie aber in manchen Fällen daS Geld direkt unnützerweif«, ausgegeben werden mußte, daran wurden wir erinnert, als i wir diefer Tage mit der Straßenbahn durch den Tunnel Unter! den Linden fuhren. Dieser Tunnel hat eine lange Vorgeschichte. Die Haupt« roll« spielt in derselben der verflossene Kaiser Wilhelm. In seinem Cäsarenwabnsinn durfte in Berlin— vor allem Unter den Linden■— kein Stein verrückt werden, obne.'Seine' Ge- nehmigung. Eine Straßenbahn über die Linden zu führen. fand niemals seine Genehmigung, die zu erteilen,.Er' sich selber vorbehielt. Und die bestehende Linienübersührung mußt« nach und nach beseitigt werden.„Nicht darüber weg', sondern„Unten durch' war keine Parole. Die Stadt Berlin follte die Kosten eine» Tunnelbaues von der Dorotbeenstraße bi» zur Hedwigskirche übernehmen, damit die Straßenbahnfchienen die Ausfahrt Wilhelms nicht störten. Die Stadt mußte Millionen für den Bau de» Tunnel» tatsächlich aufwenden, auf„allerhöchsten Befehl'. Der Vorgang zeigt, welche ungeheure Macht Wilhelm II. an sich gerissen hatte und von seiner gottbegnadeten Mission überzeug! war. UebrigenS machte der Eisenbahnminister trotz der Bereitwillig- keit der Stadt Berlin, den Tunnel zu bauen, fortgesetzt Schlvierig- ketten, bi» die Stadtverordneten Berlin? mit ihrem Obcrbürger- meister Wilhelm die Pistolk auf die Brust setzten. Wilhelm war sehr darauf erpicht, ein neues Opernbau» am KönigSplatz zu bauen, unh konnte eS nur. wenn die Stadt ein ihr gehöriges Stück Platzland mit emem andern Stück des Fiskus auf dem Königsplatz vertauschre. Die Stadt erklärte dem Exkaiser: Wir können auf deinen Wunsch mir eingehen, wenn du innerhalb 24 Stunden die Unterschrift zum Bau des Operntunnels gegeben hast. Natürlich wollte an den„zuständigen Stellen' niemand„Ihm' diese? Ulti- matum überbringen. Schließlich mußte eS doch sein. Die Unter» schrist wurde gegebe», am andern Tage konnte der Oberbürger- meister de» Stadtverordneten da» Schriftstück mit Wilhelms Un- terfchrift vorlegen und den Bau des Millionentunnels beschließen lassen. Nur durste man damals die Geschichte nicht offen erzählen. An die Delegierten der Soldalenräte Groh-Berlins. Di« von der Unabhängigen sozialdemokratischen Partei für Sonnabend, den 14. Dezember festgelegte Sitzung der Vertreter der Groft-Berliner Truppenteile findet Freitag, den 13. Dezember. 7 Uhr abends, im Reichstags» gebäude, 1. Geschoß, Saal 1, Eingang Portal 5, Wasserseite. statt. Zu dieser Sitzung sind nicht nur alle der Partei an- gehörigen, sondern auch alle noch nicht politisch organisierten delegierten siameradcn eingeladen. Zu den Arbeitmatswadleu. Die lleberstürzung, mit der die Wahlen zum Arbeilerrat vorgenommen worden mußten, haben vielfach zu großen Un» zuträglichkeiten geführt. Es ist vorgekommen, baß Wahlen von heute auf morgen anberaumt wurden. In dieser Zeit sollten 48— 60 Beiriebe— es find da» kleinere— benachrichtigt werden. Bei den schlechten postalischen Verhältnissen bekommen die Vor- trauenSpersonen die Nachricht viel zu spät, um wiederum die Arbeiter de» Betriebes zur Wahl einladen zu können, ganz ab- 6808 Mark Belohnung. Nach Unterschlagung von iOOOOfl Mark ist aus Mülhe m a. d. Ruhr die 26 Jahre alte Ehefss� Katharina Krämer, geborene Müller kie dort als Kontori'tst' angestellt war. Frau Müller bat ihren Mann, der vielleiM auch der Anstifter ist, auf die Flucht mitgenommen. Das EP» paar wird jetzt auch in Berlin»es u cht. Auf seine Ergr�' sung und die W derdeschaflung seS Geldes ist eine BclohnuM bis zu 6 Proz. des wiederherbeimfbrachien Betrages ausgesetzt Die ganze Summe desiehi aus Fünfzigmarkbanknoten. Zwei reifend« Einbrecher wurden gestern bei ihrer Horm' tedr von einem.Ausflug' nach Dresden von der Kriminal' Polizei unschädlich gemacht Zwei alte Berliner Verbrechen namens Grieß und Mantkr, die beide in der Elsasser Siroßt hausten, hatten u. a. auch in Dresden„Beziehungen" angrknüpw Ein Gesinnungsgenosse dar: gab ihnen dann den Wink, daß M Gelegenheit bieie, eine Villa auszuräumen. D'e Beidon mach ten sich gleich auf die Reise, und m l Hilfe ibreS DreSdc»« Spießgesellen gelang dann auch der Einbruch. Tie ganze Ben» packten sie in Reisekörbe und gaben sie auf dem Bahnhof ü' Dresden auf, um sie zur Verwertung nach Berlin zu schass«� Nur einen kleinen Teil nahmen sie in ihren Hondkokfern mu> D e Dresdener Krnninalpoiizci aber entdeck'? den Einbruch Est fort und benachrichtig:« die hiesige, während die Einbrechor noch un'erwegs waren. So wurden diese von Beamten gleich k" Empfang genommen, als sie auf dem Bahnhof eintrafen. Die Gr-ß-Verliner Aecztefchaft hielt am 8. Dezember Langenbeckhaufe eine öffentliche Versammlung ab, in der z»> nächst Listen für die zum Arbeilerrat zu wäblenden Tolegierie« aufgestellt wurden. Dann referier!« Herr Dr. Aschoss in de« er sich gegen die AuSfübrnngen von Dr Zadek wendete, die die'tt in der ersten Acrtteverstjmmlung gemacht h'tte. Dabe beit�' dt■ Herr seine große Indifferenz. Er sttloß feine AuS.'übrungE mit einer alldeut'ch-nationalen Tonart ab, in welcher die Käisot' kröne als da» Symbgk der deutschen Einheit verklärt und üb? die Vergewaltigung dur» die"cue Regierung ae'laat wurde- Bei der'päteren Enlaemiung des Dr. Si'bcrftein(Neukölln auf diese Rede de» Dr. Aschoff ging die» deutlich hervor. Ten Höhonunkt'edoch erklomm die Resolution, die von Vorstand der Aerztekamme? der Versammlung vorgeschlagen mit großer Majorität angenon men wurde. Diele Resolution lautete unaembr dabin, daß d e a�aemeii'' Aerzteverkommlung für«nMrsflgliche Einberufung der Radon. Versammlung einlrewn und die in den Arbei errat astväh c Vertreter e§ Verbindern sollen, daß dmier in hnaienifchen cm sozialen Maßnahmen ohne vorherige Hinzuziebung oder Be'-J tung der berufenen Instanzen der Aerzteichast etwa? ergreih bzw. in bestehende Gesetze eingreife Wenn man auch diesem erra-itertem Te le der Resolution seine Zustimmung nickst versagen kann, da es fraalo» unvoraw' wvrkich wäre, wenn e'wa z. B. da» Imvfen abgeschafft c** eingeschränkt würde, fn m iß doch gegen den ersten Teil hjl Resolution, der die»»vorzügliche Einberufung der Naiionalve� sammlung fordert, ent'chieden Einspruch erhoben werd-n._ Den Äerzten in ihrer grof-n Mehrheit kann man iedock Stellungnahme nickt weiter verübeln: denn sie find im ganZEt großen noch nickt dessen bewußt, daß sie nickt» andere» al? Lo°� arbeiter des KavualS sind. Von ihrem kleinbüraerlich-kavitäfi� schon Swndvunkt au« sind sie sogar berecht-mt und verv flick'et,"s' die Nationalveriämmlung und deren unvorzüg'ich? Einherufuna iß stimmen. ES ist sogar durchaus achtenSivert und emzuerlennA daß sie nickt so schnell umlernen und»m"'.l-:rnen geneigt i>? zeigen, wie die» ein großer Teil der Mehrheitssozialisten währ* der KriepSzeit zu Wege gebracht hat. Pont»». Lebensmittel. Vom psreitaa, de« Ig Dez»-' werden i» den im am'lichcn Teile der„Neuen Vorortzeiilui! vom 12.. Dezember d. I. nanihaft gemachten Geschäften auf d Bezugs- und OuiftungSavschnilt 23 der Lebensmittelkane fu Jugendliche 100 Gramm Morgentrank zum Preise 18 Pfg. ausgegeben." «lt-81ltenicke. Zu einer imvosanken öffentlichen Vol� Versammlung gestalteie sich die am Di-nStag vom Wachkverein � U. S. P. Ali-Glieuick' e n berufene vorfammluna. Der üben füll'« Saal zollte dem Gen. G ä ck e l reichen Beifall. Es wurdk� mehrere Aufnahmen für den Waihlvcrcin gemacht und Abonnenn' für die.Freiheit' gewonnen. Versammlung. Am Frsttag, den 13. Dezember. S1/* � nacken., findet im Zirkus Busch eine Versammlung der he>.� kehrenden Feldgrauen aller Dienstgrade und Waffen statt. 2� bcrufer Suppe. veranstallungon. Iugcndgenossen! Iugendgenossinnenk � Freitag, den 13. Dezember 1818, abends 8 Uhr. findet im von Benoit, Jdeal-Passage, Weichfelstraße 8. eine Zusam mes' tunft aller Iugendgenosien statt. Wir rechnen � fonder» auf den Besuch der ehemaligen Miiglisder der Jugem sektion. Arbeiter-Tamariter-Bund, Kolvnne Grvh-Berlia. Freüag. bf" 13. Dezember, abends 7 ff Uhr: Außerordentlicke Miiglift«' Versammlung bei Fevfahrer, Melchiorstr. 15. Dring e nss Tagesordnung. Jedes Mitglied ist derpflichter zu erschein? — Montag, den 16. Dezember, abend» T14 Uhr, im selben Sas' Vortrag und Verbandsübungen. Gäste haben einmaligen frc� Zutritt. Die Fußhallabtsilun« der„Freien Turnerschaft Neukk» Britz sMitgl. d. Arb.-Turn.-Bundes) hält am 14. D'ezcmbor, abe"° VHS Uhr, in der.Jdeal-Klause' in Neukölln, Marefchltr. 14, AbtcilungS-Versammlung ab. Gälte sind willkommen. Einbe ver virantworllicher Zi?da>lt«ur: Dr. S. Restrlrpke. Berlin-WIImersd� Druck» der LIndeudruckerel und Verlagsgesellschast m. b. � Echisfbauerdamm 19. »»ählig Bestellschein. Bttlr hier ausschneiden, ausfüllen and einsenden an de» Verleg der.Freiheit. Berlin NW 6, Lchissbauerdamm 19, Der Unterzeichnete destellt hiermit vom ab 1 Ezrmplar der zweimal täglich«rschemrabe» Zeitang „Die Freiheit" Berliner Oraan »er Unabhängige» Evztaldrmotratischkn'Partei Deatfchlonb» zum Preis« von M. 2,00 monatlich bei jreier Zustellung in» Hau». Rom«:__ Berne, me: Berus..... Ort;.......... Elraße. „Platz. Nr._____«. H. O.«. r. I•„...«tagt. v,st» Innom ni| di« IN»ckxn chrtf! .»er»»«toltft-- nimm« t ftstn die EprS'Uim«SM» «et». Rtedniqinh»»,»».»ermimen. luah««s. lelsllNKlluWgerlnnen Preut, Tftsdorferstr. 3. Delegierte! Uclilcnborf. I nserate Nie 4«a damoftolrtM)»« Tag aBsaan aiaiMteaa bi» S Uhr nachm. txl«er Expackliton SctltlbauarCaaia IS oob-»»»in. Slempel u. Schilder Vereins- Abxciclicg - Löhrtg,- Rcnterstralle 17. Frauen, dl« Ii» WtsdM wolman. finden dauernde Bochaftignnr. Melilnngen nachnii(t.iu Tran Marie D6rinc. W 57, Slclnnietiatr. 23 vor« pir. link». Wcec han Statt.(Intknecht, Cöptoick. Kaueria- Aomala- Vik- toria-Sitafie v. w*acUl»ander. in rreirn iclrockaet. Abholung Mittwoch. Ueiinentag. Die für Sonnabend anberaumte Sitzung findet bereits am Zreltag» den 13. S. Mk»., im Nelchstagsgedä'uüe» 1. Geschoß, Saal 1, Eingang von der Wasserseite, Portal 5, statt. Auch nicht der Partei angehötige Kameraden sind herzlich eingeladen. AnabhSvgige Sozialdemottassch? Partei. ilekhand der lettler und Porteleu Unbogrenxte ferdiens'.möeiiefilMit! •i Ortaverwaltuag Berlla. Achtung! Achtun Mllliart>ranclii e Branchenvcrsa'nm'nns am Sonnabend, d. 14.72.18.1� im Qewerkschaltshaus Ensclnfer 15, groBer Tagesordnuag; l: aeachhincket. 2.»telionenahme rar Reecluac der LSbne d-iiigl. da« 5«ilnillgeii Arbeitszeit. 3. BranchenintalerenlieKea. lllltglledsbuch lealtlmlert. VollstAndleea Erscheinen dringend notwe.,|jl'' »9 Fäuh" Die»ene illnstrierte WochenschrHl für Satlr«, Kanst. Miimor nnd Freiheit. Aufklarende aktuelle Artikel über Polit k, Kultur. KltoutterxelcXinimoen �> RomAnlseflnon OcftticJif werden Mltirhclter und Abonnenten! Verlangen Sie nähcie Angaben souie Zusendung einer Probenummer nebst AnleitODflsraerbbiatt für erfolgreiche Werbetätigkeit gegen Einsendung von 50 Pfennig von dem Verlag; ,.(jra%\ Berlin SW 47, Kreuzbersstr. 7Z. im Str�sseniiandlert firiessteiluebmerl Die Branchen'eitun��li. «CtPiia" M Soziülisr UnillchSaglge koz!a!iiemokralischz Vo.hevl� omuigtb«: Dr. Hab. vi« ii- ch« ik «rttb tu Sltofoipönblfv ans fiiltawntcn oifr.wb.n. Omrtek(flr Sttcbrrbanriw:«Ben. Bor««»gel, Sick WnlmltoHfr. Uli. I, 1"0 ton Be. •Öfti,