Preis 10 Pfennig. MorgeN'Ausgabe. ?'e Redaktion: Berlin RW«. Schifsbauerdamm»»INI. Fernsprecher: Am« Rorden»»»»«nd 2SWi. die»Freiheit-«rickeint zweimal täglich, morgen» und nachmittag», an conti, und Festtagen nur morgens. Der Bezugeprei? beträgt bei freier Zustellung ins Haus für Groh-Beriin monatlich 2 M Für die Erledigung auswärtiger Bestellungen ist vorherige Einsendung der Bezug«- zedühr erforderlich.— Di«»Freiheit" ist im ersten Nachtrag der Post- ieltungslist« sür 1919«Ingetragen und Kostet bei direktem Postbezug ohne Bestellgebühr monatlich 2 M., bei Zusendung unter Streifband< N. Berliner Organ «zpeditto«: Berkin RW«.«chiffbauerbamm li»rv. Fernspeecher: Amt Rorden kl««7 und I>«0«. Inserat« Koste» die siebengespalten, Nonpareillezeil« oder deren Raum 70 Pf..Klein« Anzeigen" da» fettgÄ>ru««e Wort 80 Pf., jedes weiter« Wort IS Pf. Die dreigespaltene Reklomezeil« 3 M.. Teuerungszuschlag 80%. Bei Familienanzeigen, Berfammlungsanzeigen von Äewerk Schäften und politischen Organisationen fällt der Teuerungszuschlag fort. Inserate für den darauf folgenden Tag müssen spätestens bis S Uhr abend» bei der Expedition, Schiffdauerdamm 19, ausgegeben sein. der MilbhönMen Sozialdemolralischen Partei SeuWmds Jahrgang 1 Sonntag, den 29* Dezember 1918 Nummer 79 Austritt der Unabhängigen aus her Uegiemug. Sie Zragen unserer Genossen* i Um 12 Uhr trat der Zentralrat mit der Reaieruna zu »emeinsamer Beratun? der strittiaen fragen zusammen. Nim«oderarund stand die Erörterung, wer die Verant- wortlichen für das Blutbad vom 24. Dezember seien. Bald wurde Klarheit. Ebert, Scheidemann und Landsberq gaben zu. daß sie in der Nacht vom Montaa auf Dienstag gegen 1 Uhr dem Kri e g s mini st er Scheuch «ine Blankovollmacht erteilt haben, alles Nötige»» tun, um Wels zu befreien. Im Verlauf der Beratung fiel dann aus Scheidemanns Munde auch das Wort, er würde es sich zum größten Ver- brechen seines Lebens anrechnen, wenn er anders gehandelt hätte. Aehnlich äußerte sich Landsverg. DaS bestätigt alles, was wir über die schwere Schuld Eberts und seiner Ireunde gesagt haben, über die Kopf- losigkeit und Gewissenlosigkeit mit der sie ganz im Geiste und nach dem Muster des alten Systems gegen Revolutio- näre vorgegangen sind. �, Die Verhandlungen waren sehr eingehend. Zum«.chlun wurden von unseren Genossen folgende fragen formu- liert, um deren genaue Beantwortung der Zentralrat ersucht wurde. Die Fragen lauten: 1 Billigt es der Zentralrat, daß d:e Ääblnertsimtglieder Ebert. Scheidemann und Landsberg in der Nacht vom 23. zum 24. Dezember dem Kriegs min i ste r den in keiner Weise begrenzten Auftrag erteilen, mit militärischer Gewalt gegen die Volks marine- divisivn in Schloß und M'arstall vorzugehen? 2. Billigt der Zentralrat, das am Morgen d-S 2t. Dezem- ber von den Truppen des Generalkommandos Lcquis mit nur 10 Minuten befristete Ultimatum, wie die Artillerie- beschießung von Schloß und Maritall? 3. Erklärt nch der Zentralrat für die s o f o r t i g e st r r k t c Durchführung der vom Kongreß der A.- und S.-Räte ge- p'an»".i Beschlüsse über die Abschaffung der Rang. abzeichen und das Untersagen des Waffentra- gen* außerhalb des Dienstes für die Offiziere"" S-'maHeer. 4 Billigt e» der Zentralrat, daß die Oberste ä? e e r e S- 'citinig in einem vertraulichem Telegramm an die Heeres- z nippe-Ober-Ost erklärt, sie erkenne diese Beschlüsse 'er Ä.- und S.-Räte nicht an? ä Billig: der Zentralrat die von den Kadinetismiigliedern Eberh Scheidemann und Landsberg"befürwortete B e r l e- inng der Reichsregierung von Berlin nach Weimar oder einem anderen Lrte Mitteldeut'chlands? g. Billigt der Zen:-trat, daß statt der völligen T c m o v i. m achung des stehenden Heeres nur«me R e d u- z i e r u n g desselben auf den Kriedensstand unter Zurück» Haltung und eventuellen Auffüllung der bei- den Jahresklassen 18g7 und 96 stattfindet? 7. Steht der Zentralrat mit uns auf dem Standpunkt, daß die:Hegi«rung der sozialistischen Republik sich militärisch nicht stützen kann und darf auf. die Generalität und die Reste de» auf dem Kadavergehorsam aufgebauten, alten, stehenden Heeres, sondern nur auf eine nach demokra- tischen Grundsätzen au» Freiwilligen zu bildend« Bolls- weh r? 8. Ist der Zentralrat dafür, daß die Sozialisierung der dafür reifen Industrien durch geseßgesteri'che Akt« sofort in Angriff genommen wird?. Sie Autwort des Zeutralrats. Auf Sie von unseren Genossen formulierten Fragen hat j der Zentralrat folgendermaßen geantwortet: 1. Die Volksbeauftragten haben lediglich den Auftrag erteilt, das nötige zur Befreiung des Genossen Wels zu veranlassen. Das ist aber auch erst geschehen, nachdem den drei Volksbeauftragten von dem Führer der Volksmarine- Division telephonisch mitgeteilt worden ist. daß er für das Leben des Genossen Wels nicht mehr garantieren könne. Das billigt der Zentralrat. 2. Die zweite Frage beantwortet der Zentralrat mit: Nein. 3. Der Zentralrat steht ans dem Standpunkt, daß die auf dem Kongreß gefaßten Beschlüsse durchzufüh- r e n sind. Der Rat der Volksbeauftragten wird aufgefordert, die Ausführungsbeftimmungen alsbald vorzulesen. 4. Die vierte Frage wird mit nein beantwortet. In den Fragen 5, 6 und 7: der Zentralrat kann diese Fragen ohne vorherige eingehende Erörterung mit dem Rat der Volksbeauftragten nicht beantworten. 8. Der Zentralrat wünscht in albernächster Zeit von der für die Vorbereitung der S o z i a l i s i e r u n g eingetre- tenen-.Konrnnssion einen Vortrag über den Stand ihrer Arbeiten zn hören. Er ist der Meinung, daß die Sozialisie- rungskommisiion in Ausführung der Beschlüsse des Kon- gresses der A.» und S.-Rätc so schnell wie möglich positive Vorschläge über die Sozialisierung der dazu reisen Betriebe (insbefondere des Bergbaus) macht. Ferner stellte der Zentralrat noch folgende Anfrage an die VolLsdeaipftragten: Sind die Volksbeauftragten bereit, die öffentliche Ruhe und Sicherheit, insbesondere auch das private und öffentliche Eigentum gegen gsivaltsame Eingriffe zu schützen? Sind sie mit den ihnen zu Gebote stehenden Mitteln auch bereit, ihre eigene Arbeitsmöglichkeit und die ihrer Organe gegen Gewalttätigkeiten, ganz gleich von welcher Seite sie erfolgen sollten, zu gswährleisten? Antwort der Vollsbeauftragten Hanse. SUtmnuu. Vorth aas die Erklärung des Zentralrats. Wir trete« au» der Regierung aus und begründen diesen Schritt in folgender Weise: 1. Das Blutbad vom 24. Dezember 1318 ist dadurch verschuldet, daß die BvllÄeauftragten Ebert, Scheidemnnn, Landoberg dem Kriefisinsniste, den unbegrenzten Auftrag zu militärischer Gewaltanwendung gegeben haben. Zur Be- freiung des Stadtkommandanten Wels war ein solcher Auf- trag weder nötig noch zweckdienlich. Das Leben von Wels wurde gerade dnrch eine Kanonade auf das Gebäude, in dem er sich selbst befand, auf das höchste gefährdet. Der mili- tärische Angriff erfolgte außerdem erst 7 Stnnden, nachdem dem Kriegsminister der Auftrag erteil� worden war, also .zu einer Zeit, wo, wenn Wels' Leben wirklich bedrolst war, mit seiner ttnversehrtheit kaum noch gerechnet werden konnte. Die Bolksbeauftragten Ebert, Scheidemann und Lands- berg haben während dieser ganzen Zeit keinen Schritt getan, um die Ausführung ihres Auftrages, der einer Blanko- vollmacht gleichkam, zu überwachen. könwen es nicht verantworten, daß einem Vertreter des alten Gewaltsvstems die Verfügung über das Leben der Mitmenschen nach seinem Beliebeu übertragen wird. Der Weg der Berharrbluuzcn, der schließlich Zum Ziel geführt hat, hätte in reinem Stadium der Angelegenheit vrrlaßen werden dürfen. Im Gegeusah zu dieser unserer Aussassung hat der Zeutralrat das Verhalten von Ebert, Scheidemann und Landsbrrg in dieser Frage gebilligt. 2. Wie gefährlich der den» Kriegsminister erteilte Auf trag gewesen ist, ergibt sich schou daraus, daß der Zeutralrat die Art der Ausführung �des Auftrages selbst in Bcantwor tirug der Frage 2 ausdrücklich hat mißbilligen müssen. 3, Die Antwot auf die Frage 3 befriedigt uns ebenfalls nicht, da sie nicht die sosortiae und strikte Durchführung der vom Kongreß der A.- und S.-Räte gefaßten Beschlüsse ver langt, sondern lediglich die Aufforderung zur alsbaldigen Vorlage von Aussuhrungsdeftimmungen enthält. 4. Unsere Fragen zu 5, 6, 7 siud von ensicheideuder Bedeutung für die Führung der lu«cren nnd auswärtigen Politik im Geiste der Rebolutivu. Da der Zentralrat in Beantwortung dieser grundlegenden Fragen trotz der ein gehenden Erörterung) die sie in der Verhandlung gefunden haben, hinansschiebr, so werden die Errungenschaften der Revolution nach unserer Nebrxzeugniig auch hierdurch gefährdet. 5. Die Beantwortnng der Frage wegen der vom Kongreß der A.- n«d S.-Rätc geforderten sofortigen Soziälisierung der dazu reifen Industrien sichert durchaus nicht die Ber- wirklichung der Absichten des Kongresses. 6. Da wir hiermit an« der Regierung ausscheiden, haben wir die an uns als Boltsbenustragte gestellte Frage: ichmehr zu beantworten. Mbeitenöes Volt Berlins! Heu� um 1 Uhr findet die Beerdigung der erschossenen Matrosen statt, der Opfer des verbrecherischen Blutbades. Erweist den gefallenen Kämpfern die letzte Ehre! Erscheint alle bis auf den letzten Mann und die letzte Frau in der Siegesallee. Kein Arbeiter, kein Revolutionär fehle! Gestaltet die Kundgebung zu einer machwollen Kundgebung revolutionärer Entschlossenheit und sozialistischen Opfermutes � � � Erscheint in Massen i Ne SM deendel. D i e K r i s e i st b e e n d e t. Sie ist ausgegangen, wie wir es erwartet haben. Der bloß aus MehrhcitSsozialisten zusammengesetzte Zcntralrat hat nicht den Mut und die Entschlossenheit gehabt, für die sozialistische und revolutionäre Sache gegen die Personen der Parteiführer zu ent» scheiden. Er hat sie in der Frage gedeckt, die im Vorder- gründe der politischen Situation steht. Er hat das Vorgehen der Ebert. Scheidemann und LondSberg, das zu den blutigen Straßenkämpfen in Berlin geführt hat. nicht verurteilt. Damit war für unsere Genossen die Sache entschieden. Mit denjenigen, die die Verantwortung für das vergoffene Proletarier- und Matrosenblut trugen, konnte es kein weiteres Zusammenarbeiten geben. Die Würfel waren gefallen. Im übrigen bedeuten J);-j Beschlüsse deS Zentral at� viel mehr eine Mißbilligung de. Tätigkeit Ebert« uno feiner Freunde al« der Haltung unserer Genossen. Seidst dieser Zentralrat, der die Parleirücksichten höher stellre als da« Interesse deS Sozialismus, mußte in den sachlichen Fragen sich zumeist arrf den Standpunkt unserer Genossen stellen. Er konnte selbst in der Frage des Ultimatums nicht umhin, dieses und die Eröffnung de« Artilleriefeuers zu mißbilligen. AIS ob diejenigen, die dem Kriegsminjster die unbegrenzte Vollmacht gegeben haben, mit Gewalt gegen die Matrosen vorzugehen, nicht auch un mittel- bar verantwortlich sind für die Folgen dieles Befehl«. Zeigt sich in den Antworten des Zentralrates noch ein leiseS Bestreben, zu vermitteln, um zu freilich ganz unzu- länglichen Kompromissen zu gelangen, so zeigt die Anfrage siber eventuelle Gewaltanwendung, die er schließlich an die Wolksbeauftragten gerichtet hat. daß auch ihn derselbe Geist erfüllt, der die Ebert. Scheidewann und Londsberg zu dem verhängnisvollen Schritt verführt hat, der � soviel Ovser kostete. Auch dies mußte unsere Genossen überzeugen, daß eine weitere Tätigkeit in der Regierung für revolu- tionäre Soziali st en unmöglich geworden ist. So gehen wir denn aus der Negierung hinaus, weil uns die Politik der Halbheiten und der Schwäche, die die Rechtsiazialisten getrieben haben, ein weiteres Verbleiben unmöglich macht. Unsere Genossen haben unter den schwierigsten Vor- Hältnissen und den größten Widerständen ihre prinzipiellen sozialistischen Grundsätze zu verwirklichen gesucht. Sie haben trotz aller Hindernisse manches Wichtige erreicht, viel Schädliches verhindert.» Jetzt beginnt für unser Wirken ein neuer Ab- schnitt. Ungehemmt und ungehindert werden wir jetzt für die sozialistische Sache werben und wirken können. Von dem Urteil des Zentralrates appellieren wir an die Massen. Wir vertrauen ihrem revolutionären Instinkt und ihrem sozialistischen Bewußtsein und sind überzeugt, letzt erst recht bleiben zu können, was wir gewesen sind: die Träger der Revolution und ihre vor- värt« treibende Kraft. Der Verlauf der Beratungen. Wölfs» Bureau berichtet: 6 Tie gemeinsame Sitzung der volk»beaustragten mit dem Zentralrat dauerte bi» gegen 8 Uhr. Sie war ausgefüllt durch eine � ausführliche Darstellung der bisherigen Regierung». tätig teil der BslkSbeaustragten, wobei alles in die Debatte gezogen wurde, was an wichtigen Handlungen und Barfällen in ,der letzten Zeit vorgelornmcn war. Der Zentralrat hat sich, wie -man hört, bisher jeder Aeußerung enthalten und ist kurz nach 8 Uhr zu einer besonderen Sitzung zujammengetre.en, um sich über seine Haltung schlüssig zu werden. Meder ein ousgedeckter vomSrls-Schwludel. In der Abendnummer vom 24. Dezember legte der „Vorwärts" den Berlinern folgende Gabe auf den Weih- nachtstisch: „Wie ein« Berliner Korrespondenz meldet, wurde folgender Befehl seitens der englischen Admiralität an die deutsche Flotte erlassen: l. Schiffe mit roterglagge werden ohne Warnung der- senkt. 2. Schiffe ohne Offiziere werden nach KriegSrrcht behandelt. 8. Wenn ein Mann bei bolschewistischer Propaganda ertapp, wird, so wird die gesamte Besatzung de» betreffenden Schiffes standrechtlich erichosscn." Diese Meldung wurde, zum Teil fett und gesperrt, obne redaktionelle Bemerkuna, ohne ein Wort des Zweifels oder des Vorbehalts gebracht, obwohl schon die Fassnna dieser Melduna sie als Tatarennachricht erscheinen lassen mußte. Dem„Vorwärts" jedoch war diese Nachricht als Beitraa für seine vanikerzcugendc Agitation nur willkommen. Dieser niederträchtig? Schwindel wird nun durch solgendes Tele- gramm dementiert: Landen, 27. Dezember. Renirr erklärt, da« die aus Berlin stammende Meldung» wanach dir britische Admiralität der deutschen Flotte mitgeteilt haben soll, daß Schiffe nntcr roter Flagge ohne Warnung versenkt. Schifte ahne Ossi. ziere nach den Sricgsgesctzcn behandelt und daß die gesamte Mannschaft eine? Schiffes standrechtlich erschossen wlirde, wenn «in Mitglied derselben bei der Berbrcilnng bolschewistischer Ideen ertappt werde» wllcde, von Anfang Iii« zu Ende erfunden sei. Eine Kundgebung der Republikanischen Soidalenwehr. W T. D. verbreÄet folgende Kundgebung: Tie heute in der Aula der alten Bibliothek versammelten Sol- datenräte und Dcpolführer der Republikanischen Solda'enwehr zu» sammen mit der neu eingegliederten Bolkömarine-Division er- h-ben einstimmig schärfsten P r o t e st gegen die in lctzrer Zeit gegen dre R. S- W. erhobenen Borwüefe der Unzuver- l ä s s hg t e I t. Tie R. S. W. siebt noch wie vor geschloffen hinter der zesuwt:» Reichsregicrung. Tic R.T.W, erbebt ferner ganz «n-schicden Pretest gegen den Vorwurf, als ob sie eine Bc» ernstussung der Regierung betr. Besetzung de» 1. Kam- mandanten-PostenS unternommen hätte. Sie wiederholt hiermit den Beschluß der Vertreter der Berliner Truppen, der Polizei- lichen SichcrheitSmannschasten und der BolkSmarine-Division. zusammen mit der Soldatcnwehr im Schloß am 23. Dezember, daß Adjutant Fischer solaoge den Kommandanten Wels zu der- treten habe, bis über den 1. Kommandanten weitere» beschlossen sei. Sie erklärt, daß Adjutant Fischer nick/t da» geringst« dazu getan hat, Kommandant von Berlin zu werden. Für die Leschlüsse des Rükekongresses. Hamburg. LS. Dezember. Eine Vollversammlung aller Sol- dakenräte von Hamburg, Altona und Umgegend tagte gestern nachmittag im Gewerkschaftshause. Der Hauptpunkt der Tagesordnung war die Wahl eine» Borsttzenden de» Soldaten- r«teS. Zur Wahl gestellt war der unabhängige Sazialdemokral Reich, Her l--klärte, daß er für die Zusammenfassung sämtlicher ?ozialre'-oliitionärer Arbeiter ist und Lempl. der hervorhob, daß .'r auf de-.i Boden der sozialistischen Mehrheitspartei steht. Er will mit den anderen sozialdemokratischen Oruppen arbeiten, soweit es möglich ist; solange aber die Linksrodikalen solchen Un- sinn wie in Berlin machen, könne er mit ihnen nicht arbeiten. Lampl wurde schließlich zum Vorsitzenden de» Soldalenrate» mit 212 gegen 112 Stimmen gewählt. Zum Schluß wurd'e folgendes Telegramm beschlossen und an die Reicheregierung abgesandt: »Die Vollversammlung aller To.'datenräte von Hamburg. Altona, Wandsbek, und Umgegend erklärt erneut, daß sie auf dem Boden der vom R ä t e k o n gr e ß fast einstimmig angenommenrn Hamburger B c s ch l ü s f« steht. Sie verlangt, daß dir Anträge zum Gesetz für da» Heimotheer erhoben werden. Di? Abschaffung der Rangabzeichen richtet sich gegen das alte System. nicht gegen einzeln« Personen und bedeutet keine Degradierung der bitberigen Träger der Rangabzeichen. Wir geben der Reich»- regicrung anheim, zu entscheiden, ob die Einführung anderer Rangabzeichen erforderlich ist. bevorstehende Verabschiedung Zagows. Wie uns aus Breslau mitgeteilt wird, hat der Regie- runstspräsident v. Jagow(der frühere Polizeipräsident von Berlin) einen länpercn Urlaub erhalten. Man darf wohl annehmen, daß Herr v. Jagow, der seinem ganzen Wesen nach nicht in dos neue System paßt, nicht auf seinen Posten zurückkehren wird. Gesien die börgerwehr in Mucheu. Von den rechtssozialistischen bayerischen Ministern Auer und Timm wird seit einiger Zeit die Bildung einer Bürger- wehr betrieben, was bei der Münchener Arbeiterschaft große Empörung hervorgerufen hat. Hierzu geht unL folgender Drahtbericht zu: München, 28. Dezember. Der große Münchener Arbeiterrat, der zum größten Teil au» RcchtZsozialisten-Oind Gewerkschaftsführern besteht, nahm folgen- den Antrag Toller an: .Der Münchener Arbeitcrrat verurteilt auf da» Entschie- denste die Bildung einer Bürgerwehr und die Mitwirkung von Vertretern der Arbeiterschaft an dieser konterrevolutionären Organisation. Wir fordern zum Scl,uv der Revolution und des Proletariats die Errichtung einer Arbeitertvebr." Derselbe" Antm� wutde in einer von etwa MVV Personen besuchten Wähleroersaminlung der RechtSsozialisten, in der Ri- nistcr Timm sprach, angenommen. Heute wurden etwa 40 Personen verhaftet, die Mitglieder der Dürgerwehr sind, und von denen feststeht, daß sie sich an konter- revolutionären Bestrebungen beteiligt haben. Außerdem wurden in einigen Städten(Dachau, Baierbrunn, Neichenhall, Emdorf Waffen, wie Maschinengewehr«, Gewehre und Munition beschlagnahmt, d'e zur Verteilung gelangen sollten oder schon verteilt sind. Auch die rechtSsozialdemokratische Frak- tion im provisorischen Nationalrat wird voraussichtlich gegen die Errichtung der Bürgen— ht und die Beteiligung von Auer, Timm und v. Haller an der Bildung der Bürgerwehr Stellung nehmen. » München, 28. Dezember. Heut« sollte die erst« Vorstand»- sitzung der ncugebildcten Münchener Bürgecwehr stattfinden. Kurz vor Eröffnung der Sitzung drangen 20 Soldaten mit roen Armbinden in den SitzungSraum und erklärten die Anweienden für verhaftet. Sie wurden in mehreren Automobilen sortgebracht. Die in de» Räumen befindlichen Schriftstücke wurden von den Sol- baten beschlagnahmt. eine polnische Intervention uich internationale Tchwierts- leiten herbeiführen könnte. Wie wir erfahren, wird sich in den nächsten Tagen ein Mitglied der preußischen Regierung nach Lberschlesien begeben. Sie VerhSltalffe in Mtschlesien. Benthe», 28. Dezember. Amtlich wird mitgeteilt, daß auf den Gruben de» o b er s ch l e s i sch e n Z e n tra l t ohl e n. revier» reiner Bolschewi»mu» und AnarchiSmu« herrsche. Die Generaldirektionen und Direktoren wurden zwang». weise in,, die. Zechenhäuser gebracht und unter Bedrohung zu Unterschriften gezwungen. Wenn die Regierung nicht sofort scharfe Maßnahmen ergreift und militärische Hilke sendet. besteht die Gefahr einer Stillegung der oberschlcsischen Gruben und damit de» Zusammenbruche» de» ganzen Wirtschaft». leben». Die Zahl der Ausständigen hat sich wieder erhöht. Heute streiken Hedwigswunsch, LudwigSglück. DubenSko, Preußen. «lastillcngo, Brandenburg und die FriedenSgrube. Die Handelskammer Oppeln teilt mit: Auf der Grube Schlesien ha« gestern ein Teil der Arbeiter da» vermal- tungSgebäude gestürmt, den Direktor Drescher und den Berg- inspekior Luck ergriffen und mit Gewalt in» Zcchenhau» geschleppt. Dort wurden beide Beamte auf einen Tisch gestellt und durch TodeSandrohnng gezwungen, die Forderungen der Arbeiter sofort zu bewilligen. Di« wichtigste davon lautet aus Auszahlung von 800 Mark pro Kops bei nächster Löhnung. Werden diese Zulagen überall auSxe- zahlt, so wird dem eberschlesischen Steinkohlenbergbau eine Mehrbelastung von 80 Millionen Maek enistehen. Tie Arbeiter brachten dabei Hochrufe auf Rosa Luxemburg und Liebknecht au». Auch auf der TonnerSmarckhüttc und»Grube wurde die Verwaliung mit Gewalt gezwungen, die Forderungen der Arbeiter zu erfüllen. Neu ausständig ist die FriedenSgrube. Jniolge der rührigen Agitation von polnischer und bolschewistischer Seile ist ein weitere» bedrohliches Anwachsen der Ausstandsb-wcgnng in den nächsten Tagen zu erwarten. Wenn„ich, unverzüglich regierungS» treu« Truppen in den Fndustricbczirk gekchicki weiden, so ist in den näcl->icn Tagen mit Lahmlegung aller Betriebe durcki den kleinen boisrbcwistischcn Teil der Belegichast, der die anderen Ar- beiier lerrorisicrt, zu rechnen.--. Man sollte doch meinen, daß es nitrfi nocfi andere Mittel gehrw- imißte. lim iwrniimtiatf Verhältnisse in CberfctsteiieR (vtheftitiiiliren, ol« die Ent'enduistl vor Militär, znmal zu ' l'ckü'ch:?,, wäre, daß. ein Eingreife« der bewaslneter Mackil Mutige Stratzentöwpse in Rosen. In Posen ist es zu bedauerlichen Zwischenfällen gekommen. Au» Demonstrationen entwickelten sich Straßen- kämpfe, bei denen on verickiedenen Stellen Blut floß. Die Posener„Neuesten Nachricksten" geben darüber den folgen- den, nicht in allen Teilen ausreichenden Bericht: Am Mtwg war da» Grenadier-Regiment 6 aus dem Felde eingetroffen. Nachdem am Vormittag ein« O v a- tion polnischer Schulkinder vor Paderewski erfolgt war. wurde eine deutsche Gegenknnd- g e b u n g angeregt. Gegen vier Uhr nachmittags bewegte sich von der Gvenadierkas-rn? aus der Zug, an dem Sol- daten und Zivilbevölkerung teilnahmen, nach der Stadt. Unterwegs kam eS bereits mehrfach zu Zwischen- fällen olb die Soldaten eimge Fahnen, vor allem' französtsefie und amerikanische, herunternahmen. In der Wilhelmstraße kam es zu ersten Zusammen- stoßen. Die T-eutschen sangen„Teutschland. Denff'ch- land über alles", die Polen riefen: Hoch lebe Polen! ES entstand ein allgemeines Durcheinander und ein furchtbarer Lärm, so daß Einzelheiten nicht festzustellen waren. AIS der UniKug eben vorüber war. fcch man. wie mehrere Soldaten mit Gewehrkolben aufein- ander losschlugen, gleich darauf fielen die ersten Schüsse. Dann wurden Truppen alarmiert, die schnell heranrückten. Nun tom es an verschiedenen Plätzen der Stadt zu regelrechten Feuerkämpfen, zum Teil mit Maschinengewehren und Handgranaten. ES gab Tote und Verwundete, deren Zahl noch nickt fest- gestellt ist. Die Hauptplätze der Straßenkämpfe waren Wilbelmsplatz, Wilhelmstraße. St. Martinstraße und Schloßplatz, Von deutscher Seit« wird erklart, saß die oeuischen Sodoten durch das Aushängen von Fakmen feindlicher Mächte, gegen die ste vier Jahre gskämpft hatten, aufs höchste gereizt worden seien. '» zun Der E nkrZ de »erik« re ihr i », mit Rtfcn d Pchen. ii Ivng wi fe, die «flefanx lchtigt t dies «zeknen schiießer Wir i «n M u Von einem soeben au» Posen zurückgekehrten Augenzeuge« wird dem»Berliner Lokalanzeiger" zu den blutigen Vorgängen noch folgendes berichtet: »Am Donnerstag um 5 Uhr durchfuhr die Entente- Kommission im Auto unter amerikanischer Flagge in der Richtung Warschau die Stadt. Junge Leute in deutscher Offiziers- uniform rissen die Flagge herunter und beschossen da» Auto. Die polnische Volkswehr schlug sofort Alarm, und e» begann oann eine Schießerei zwischen Deutschen und Polen. die erst gegen Mitternacht beendet wurde. Achtnnddrrlßig Frauen und Kinder und hundert Männer drutscher und polaischcr Notio- «alität sollen getiitet worden sein. Gleich nach der Beschießung de» Auto» der Entente-Kommission erschien ein zur polnische« Garde gehörender Offizier, der au» dem Schloß kam, und rief de« sich dort aufhaltenden Menge zu:.Ter Anschluß an Polen ist vollzogen." Der deutsche A.» und S.-Rat wurde nwd in d«1 gleichen Rocht für abgesetzt erklärt. Ta» Tclegrophenamt und alle össenilichen Gebäude befinden sich in dem Besitz der Polen Morgen» in aller Früh« kam e» auch auf dem PosenerAas'ä- Hof zu einer Schießerei. Alle Züge, in denen sich deutsch« Toi'; daten befanden, die von der Front zurückkehrten, wurden aNg«- halten. Die Truppen wurden dann zur Abgabe bet Waffen und Ausrüstungsstücke aufgefordert. Soldaten eine» Zuge» leisteten dieser Aufforderung nicht sofort Folge, und die Truppen der polnischen Volkswehr machten hierauf sofort von ihrer Wnffe Gebrauch. Angeblich soll«in deutscher Soldat getötet worden sein." Weiter wird dem W, T. B. vom Obersten polnischen Volksrat au» Posen gemeldet, dekß sich am Donnerstag abend nach den Ruhestörung-n eine Bert �tung der englischen Mission. bestehend au» dem Kommandanten Rolling» und polnischen Ver- tretern, zum Generalkommando begab, um gegen vi« Autschrei' tungen zu protestieren. Der Kommandierende General er- klärt«, daß er gegenüber den Soldaten machtlos sei. Aus weitere Bemerku�en über da» Herunterreißen der Fahnen der Entente erklärt« General Schimmelpfeng, daß man doch in Preu- ßen sei und feindlich« Fahnen nicht geduldet würden. Auf d-cse Antwort de» Generalmajor» verließen die engliscken und polnische� Vertreter unter Abbruch der Verhandlungen da» Generalkon? mando. Ein Bericht an die Alliieren ist bereit» abgegangen. wilsou und der enxlische König Wer Den Zveden. London, 97. Dezember.(Reuter.) Auf einem Bankett Ehren Wilson» sagte der König: Wir bewillkommnen Sir al» einen Mann» dessen Einsicht. Ruhe und Würde bei der Er- füllung seiner hohen Pflicht wir bewundernd versoigten. 2ir kamen al» Wortführer eine» mächtigen Gemeinwesen», da» un» durch engste Band« verknüpft wurde. Wir sehen ein Ba»? von noch tiefelcr Bedeutung in den g e m e t n s a m?" Idealen, welche unjere Völker hochhalten. Am höchsten von diesen Idealen schätzen wir und Sie die Einheit und dev Frieden, und wie wir da» Vorrecht hatten, im national'» Leben Vertreter der Prinzipien der auf gleichen Gesetzen br- ruhenden Selbstregierung der Völker zu sem u»o da» Beispiel dafür zu geben, fällt bc den gleicherweise die Aus- gäbe zu, darauf zu achten, wie diese Grundsätze über eigenen Grenzen hinaus zum Schutze der Welt angewonde werden können. Liebe zur Freiheit und Achtung vor den Gesetzen.�* gute Glaube an d«e heiligen Rechte der Menschheit haben in die alte Welt geiüblt. um zu Helsen, sie au» den Gefahre� zu retten, die sich um sie herum zusammeubapten. Sie kommen, um an dem Aufbau neuer Staaten zwiicW den Ruinen derjenigen welche der Krieg zertrümmert, m'' zuHelsen, um festgefügte Grundlagen für eine Regelung heez stellen, die Bestand hat, weil sie sich auf die Zustlmmu» befreiter Rationalitäten gründet. Sie haben � Hoffnung de» amerikanischen Volke»— wie auch»»ff cor Ho � nung— beredten Auidmck gegeben, nämlich, baß ein Pio» t Worten werden müsse, um da» Ziel zu erreiche», für dd! Förderung Sie schon fo viel getan haben, durch den die G e i v � künftiger K r i e g r wenn möglich abgewendet wer � kann und der die Rationen von der unerträglichen Lost. trt�"e tie Furcht vor dem Kriege ibncn aufgebürdet hat. bmeit, britische Nation wün'cht. daß alle Beratungen, i» welche ■ hier mit unseren verbünde:«» Völkern ievr eü,:re»cn. vor • eine* Uien icher auf# agen nee« eng» Meunützlgen Wohlwolken unl> Pflichtgefühl getragen tverden ch in ffn, da» der Mache enssprecht. die wir al» feierliches Pfand rung he«. Die Antwort Wilsons. In feiner Antwort auf die Rede d«S König» sagte lson: ch bin sedr geschmeichelt durch Ihre freund'chaftlichen Worte. Ilaube diese iSegrügung richtig auszulegen, wenn ich annehme. US ihr nicht nur Ihre eigene großmütige Gesinnung gegen- »seren Personen spricht, sondern auch Ihre Gesinnung und fei großen RolkeS, an dessen Spitze Sie stehen, gegenüber mei- lke. dem Bolte der vereinigten Staaten. Denn Sie, Sire, ich verkörpern den Geist der großen Rationen, und die Kraft Macht, über die ich verfüge, besitze ich nur solange und iuso- als ich die GeiftcSrich.ung und die Ziele del amerilonischcn le» zum Ausdruck bringe. Der Sinfluß, den doS amerikanische Volk auf die Angelegen- drr Welt besitzt. läßt sich an seiner Sympathie mit den Bestrc- n der freien Männer auf der ganzen SBclt messe» • erifa liebt die Freiheit, und ich glaub«, daß cS d. e fe! h e i t selbstlos liebt. Ich hatte da» Privilegium, mit den Führern Ihrer eigenen Negierung und den Wort- srern der Regierungen von Frankreich und Italien z» rechen, und e? freut mich sagen zu können, daß ich dieselbe Auf. lung wie sie von der Bedeutung und dem Umfange der Pflicht die unS gemeinsam obliegt. Wir haben alle große Worte ltgcsprochen. Wir haben die großen Worte.Recht' und.G e- 'cht igte i t" ausgesprochen, und jetzt müssen wir zeige», ob ir diese Worte»erstehen oder nicht, und wie sie im lrjfliwn auf die Abmachungen anzuwenden sind, die diesen Krieg ischiießen müssen. Wir müssen sie nicht nur verstehen, sondern wir müssen auch 'n Mut haben, noch unserer Ansicht zu handeln. Nachdem ich jei Wort.Mut' ausgesprochen Hab«, drängt sich mir die Uebcr- F>Sung auf, daß«S mehr Mut erfordern würde, der große» mora- Wien Strömung Widerstand zu leisten, die setz: durch die Welt cht. als ihr nachzugeben und zu gehorchen. Durch die Herzen 'r Menschen geht jetzt eine große Strömung. ie Menschen sind sich nie zuvor dessen bewußt gewesen, wie wenig >terschied zwischen Recht und Gerechtigkeit in den verschicdnen itegraden und unter den verschiedenen Staatsgewalten bestand. > wird, wie ich glaube, unser hohes Vorrecht sein, nickt nur da» »ralische Urteil der Welt aus die einzelnen Regelungen, die wir Treben werden, anzuwenden, sondern auch die moralische rast der Welt dazu zu orga nisteren, um diese Rege- wgen zu bewahren. Die Kräfte der Menschheit in sichere Bahnen ' leiten und das Recht und die Gerechtigkeit, denen sich ße Rationen wie die unseren geweiht haben, zu der v o r h e r r- enden und alle» beaufsichtigenden Macht der t l t zu machen. E» liegt etwa« Be«etsternde» in dem Bewußtsci» die? der Auftrag ist. den auSzuMren wir mmen find. Nicht» Geringere? al» dies würde !* gerechtfertigt haben, daß ich die wichtigen Ausgaben, die �r aus der anderen Seite de» Meere« zugesallen sind, im Sliche nicht» al» da» Bewußtsein, daß sich damit nicht» andere» an �brit und Wichtigkeit vergleichen läßt. es gewährt mir darum um so mehr Befriedigung, mich i» llschaft einer Gemeinde von Männern zu befinden, die sich ihre Ideale und Ziele einig sind und zu fühlen, daß ich das recht habe, bei der Fortführung dieser Normen, die wir so hochhalten und verteidigen, meine Gedanken mit den Ihrige» bereinigen. tat Ergetmis«er emlilchei Wahle». Nunmehr kommen die ersten Mitteilungen über dos Er- i�nj« der Wahlen zum englischen Unterhauie. Eine Reuter. I?ldung vom 28. Teznnber besagt, daß oiS mittags l Uhr ?? Minuten als gewählt festgestellt wurden an Kandidaten Et in der Regierung zusammengeichlossenen Koalition: .�ionisten 148, Liberale ßl.»rbeiterparteiler 3. An Nicht- . �'»nisten wurden gewählt: Anhänger Asquiths 8. un- gängige Unionisten 13, andere 0, Hrbciterpartet Ji, vkauen 0, Nationallsten 1, Tinnfelner 26. ... Ter Arbeitcrparteiler Henderson mrd der frühere !»erol- Minister R u n c i m o n wlirden ge f chla ge«... Der Nannte Arbeiterführer und begersterte Kriegsanhangcr T illet wurde mit großer Mehrheit wieder. k' w ä h l t. Sir Eric G e d d e s errang, in i�imbrldge über Arbeiterkandidaten einen Wahlsieg mlt 11 gegen 3<8ö stkmnlen Tos C h a r a k t e r i st i s ch e der Wahlergebnisse>st nach Deuter die'' überwiegende, von den Koalitionskandidaten er« «lngcne Mehrheit. � London, 28. Dezember.(Reuter.) Um 4 Uhr noch>. �'ttog« war der Stand des Wahlergebnisses folgender- Z�en: Koalition: Unionisten 29(1, Liberale 100. Arbc,ter.0: �alitionsgegner: Anhänger Asquiths 22. unabhängige Pianisten 29. andere 4. Arbeiterpartei: 52. Nationahden 4, �nnseiner 34. � ,, Alles weist auf einen großen Sieg der Koall. ,1° n hin. Bisher wurden alle Minister wtedergewahl� die �h.eralen Erininister erlitten eine Katastrophe. Sir John «imon. Äsquith. Ramsey Macdonald, snow- * n wurde» geschlagen. der aten und von biet itd den on» Zer- rei« er- »uf der eu- ics« hen u» . Prgffes, g?. Dezember i�keude TageSerduung au: Die belgischen Sozialisten. Der sozialistisch» Kongreß nahm I t Hinsichtlich der internationalen ß o. l t l? lst der �"«reß fest„„schlössen,- jeder Pol'iik cntgclwnzulreten. d.e e» � zum Ziel setzen wurde, i m? e r>" l i st> flh c Bcstreuunge» begünstigen und die Päiter ihre» Lelbitb-st-mmung, rechtes zu �«uden � v«» wird also Suche der Bevölkerung de» Grobherzoztum, 7.Uremburo sein, sich selbst darüber auSz'.sprechen, ob st- sich anderc» Staate unsch.'.'ßen will und w A» wird Hache der w.,lloni,chea Ortschaften ?b«Inprrus>enS sein z» erklären, ob sie sich zur beut, che» S-bh, brleunr» oder sick mit den anderen wallon.ichen Bc- Gerung«,, de, besrci.en Belgien» vereinigen wollen. Hinstch der durch die Revision des Vertrage., von 183S �"Srw°rs7ncn Frage' b-absichtigt der L-ngreß. s'ch-ede- '»««ssiven Palit-t gegenüber Holland»" widersetzen Er i't aber .�"lo und zniar seh. en.ich'rden de» Ansicht, daß �lg'«, zu Zeit unv bei ied': Gelegenheit d.e freie>. ch i i s a h r t »Us d« OÄ, uno de» zn�i großen internationalen S-Üss.n f riste, werde» m.-ß- Diese Freiheit muß gemäß iTnationaren»ntschk.-tzungen au, alle großen«ch.ff-' 'brtsw,,, der vclt ausgedehnt werde». GeneralverfMNZlMg b?r Grost-Derliuer Vahiveceiue(ll. S. p. D.). Am Sonnabend nachmittag fand in der Aula des Gymnasiums in der Weinmeiitcrstraßc die Generalversammlung der Groß- Berliner Wahlveieine der U. S. P. D. statt, dke von den Delegierten Lbc�ouS stark.besucht war. Nach- dem die Versammelten einstimm g die Wahl von Brühl und � � �" si nl» Vorsitzende und Weise als Schriftführer des Verbandes Groß-Berftn« guiqeheißen hatte, begann eine aus- gedehnte Debatte über die Ausstellung der Kandidaten zur Nationalversammlung und zur preußischen Konstiluante. Eine Vorstandekonferenz hatte bereit» provisorisch Kandidaten- listen zusammengestellt Die Meinung der Versammlung ging Ikdoch dahin, noch einmal unabhängig von diese» Vorschlägen die Aufstellung der Listen im ganzen zu diskutieren. Bon dem� Genossen T' ck, h„ r n wurde vorgeschlagen, sich zunächst nur über di>. Grundsätze der Kandidalenaufstellung zu verständ-gen und die Nominierung der einzelnen Personen dann zu� vertagen', bis d e Konferenz des EoartakuSbundeS statt- gefunden habe. TS sei damit zu rechnen, daß auch der Sparta- kuSbund sich an den Wahlen beteiligen wolle, und dann wäre e» wünschenswert, einheitliche Listen zu erhalten. Jedenfalls müsse nach Möglichkeit Anschluß nach link» gesucht werden. Den �Vorschlag der Vertagung unterstützten auch die Genossen Paul H o f f m a n n und andere Delegierte. von anderer Seite wurde im Lauke de: Debatte jedoch einer solchen Vertagung widersprochen. Insbesondere wie? der Genosse Dr. Cohn darauf hin, daß in den nächsten Tagen Ereignisse eintreten könnten, die einen Wiederzusammentritt der Generalversammlung sehr er- schweren oder gar unmöglich machen könnten. Die Versammlung lehnte dann schließlich auch eine Vertagung ab. Genosse Ledebour knüpfte an die Weigerung einiger Ge- nassen, wie Däumig und Rich. Müller, an, sich auf eine Liste iehen zu lassen, auf der auch der Name des Genossen Haas« stehen würde. Er wandte sich nachdrücklich gegen die Beteiligung der U. S. P. an der Regierung. Durch seine Teilnahme an der Negierung sei Haas« ein hemmende» Moment in der revolutionären Epoche geworden. Bei der Aufstellung der Listen bandele eS sich darum, daß ausschließlich Genossen heraufgesetzt würden, die den Stand« Punkt der Berliner Genossen vertreten, die also auf dem äußersten linken Flügel stünden. Da könne Haasc nicht in Be- krocht kommen. Genosse Ledebour kritisierte dann im einzelnen die Politik des Genossen Haase vor der Revolution wie wahrend seiner NegierungStätigkejt. Die Richtung Haase habe innerhalb der Partei wohl eine Berechtigung, aber bei der Kandidalenauf» siellung müsse die Entscheidung lauten: für oder gegen sie. Auch Genosse Ledebour sordert« ein Zusammengehen mit der SportakuSgrupve, gegen deren putschistisches Gebahren er allerdings Einwände erhebe. Nach rechts müsse ein scharfer Schnitt gemacht werden. Die Kritik an Haaie, die sich im übrigen nicht gegen seine Person richtete, fand in du- Versammlung teilweise lebhaiten Wider'pruch, zumal der Genosse Haaie nicht anwesend war. Meh- rere Redner, so vor allem die Genossen Siebet. Paul Hoffmann, Dr. Eobn iinh Dr Rosenteld', leaten auifübr- lich die Verdienste Haase» wie auch die Notwendigkeit einer Be- ieiligung an der Regierung dar, in die übrigen» gerade Genosse Haase nur widerwillig eingetreten sei. von manchem dieser Red- ner wurde andererseits die Richtbeteiligung der Fraktion auf dem Rätekongreß an der Wahl zum Vollzugsrat schars kritisiert. Ge- nasse Haas« habe an ieinem Teil alles getan, um die Rechte de? ZcntralrateS zu erweitern und so bie Mitarbeit der Unabhängigen möglich zu machen. Auch Genosse 2 a u k a n t, der sich als Gegner der Politik Haase» bezeichnete, erklärte doch, daß die Berliner Liste auch den Namen de? Genossen Haast enthalten müsse. Den Genosse« Sedeoour in> einer äxUu i>ec Teilnahme am Kabinett unterstützte vor allem Genosse Däumig, der ebenfalls verlangte, daß die Partei sich auf grundsätzlichen revolutionären Boden stell« und Anlehnung nach linlS suche. Genosse Däumig ging dann auch noch auSsübr'icgcr ruf die Nationalversammlung ein. von der positive Arbeit im Sinne der Revolution zu crwar- ten al» Utopie bezeichnet werden müsse. Es könne jedoch gut sein, diese» Parlament als TviÄüne zu benutzen. Dabei würde sich dann aber die Notwendigkeit herausstellen, die bisherige revolutionäre R-gierung scharf zu kritisieren. Dieser Regierung gehöre aber auch Haas« an. Deshalb emvjehle e» sich nicht, diejenigen, die dies« Regierung kribisieren müßten, und die Teilnehmer an der Regie- rung auf die gleiche Liste zu stellen. Starke Bewegung rief es hervor, al» ein Diskussionsredner Mitteilung von einer Liste machte, die von den revo» lutionären Obleuten der Großbetriebe Groß- berlin» zusammengestellt worden sei und auf der Tagung der Arbeitmäie im Abgeordneienhau« kursiert habe. Die Äste, die verlesen wurde, zeigt« an erster Stelle die. Namen der Geiiossen Ledebour und Däumig, dann den Liebknecht? und anderer Vertreter der radikale» Linken. Durch den Genossen L a u k a» t wurde den revolutionären Obleuten da» Recht bc- stritten, derartige vorschkäge zu machen. Genosse Ledebour verteidigte dagegen die Befugnis der Obleute, der Partei der- aviig« Zusammenstellungen zu unterbreiten, wie jeder Parteigc- iwssc da» Recht habe, der Versammlung Vorschläge zu machen. Genosse Eichhorn betonte, daß er mit der Liste nicht» zu tun habe und gleich bei ihrem Bekanntwerden dagegen pro» testiert habe. Er bezeichnete im übrigen die Wahlagitation bei der Rationalversammlung als die Hauptsache. Ob sie überhaupt zusammentreten werde, müsse noch fraglich erscheinen. Er be- tont« die Notwendigkeit, sich zum revolutionären Sozialismus zu bekennen. Da« Bekenntnis zum Sozialismus allein genüge noch nicht. DcShaib lei auch eine Annäherung' nack link» die Haupt- suche, während ein Zusammengehen mit den MehrheilSiozialisten. di« sich der bürgerlichen Demokratie stark genähert hätten, nicht weiter führen könne. Der Erklärung der Genossen Däumig. Richard Müller u. a. m., daß sie ihren Namen nicht auf eine List« gesetzt zu sehen wünschen, die auch den Name» de» Genossen Haaie enthalten würde, schloß sich während der Debatte auch der Genosse Ledebour a». Alle Kritik an diesem Standpunkt konnte ihn und di« mit ihm auf gleichem Boten Stehende» nicht veranlassen, ihre Aussassung zu ändern. Do» kubrte du,», Paß bei Per Aufstellung der Kandidaten ihre Namen auSsielcn. Die Abstimmung ergab schließlich folgend« Zusammen. setzung der Kandidatenliste für die Nationalversammlung: l. Sichhorn sNÜ Stimme«), 2. Haase(27!1 St.). 3 Laukant i (266 St.). 4. Genossin Zictz(2tt2 St.). b. Herbst ML St.). 0. Ge- »ossin Wenge!» slös Sl.�, V. Dr Weil'194 Sr>. 6. Dr. Weinberg 02ö St.), 9. Genossin Fahrcnwold(104 St.), 10. Hermann, Müller(90 St.). 11. Stfwahn(78 St.). 12. ElajuS(53 St.),1 13. Siegle<48 St.). 14. Thiet«(30 St.). Für die Wahlen zur Preußischen Konstituante wurde folgende Kandidatenliste aufgestellt: 1. Adolph Hofsmann(277 St.). 2. Leid(244 St.). 3. Dr. Rosen- feld(2l7 St.), 4. Dr. Oskar Cohn(217 2:.), 5. BiniSkiwiez (200 St.), 6. Wcyl(167 St.), 7. Paul Hoffmaiui(148 St.), 8. Genossin Reichert(146 St.), 9- Weise<136 Si.). 10. Genossin Dr. Weyl<127 St>, 11. Geiiossin Luug.witz(117 St.), l2 Otto Meier(112 S'), 13 Gen» ist» Fatueuwuid(III St.), 14. Dr. Weinberg(102 St.). 15. Boettcher(07 St.). 16. Sckweicktrt<87 Stimmen) Ii.(Huppert(76 St.), 18. Schwahn(74 St.), 19. (28 St.). 20. Neulina(46 St.) «oeiroffe Weyer machte darauf«och auf de» Aufruf im! .S-Uhr-Abendblatt' aufmerksam, der zur Beteiligung der Bür« gerlichen an der SonntagSdemonstraaion aufforderte. Er knüpft« die Befürchtung daran, daß diese Demoirstration zu Zusammen» stoßen führen könnte und empfahl den Teilnehmern a» der Be- erdigungsfeier für die Matrosen, sich entsprechend vorzusehen. Endlich machte Genosse K ü t e r noch Mitteilungen namen» der Preßkommission über die.Freiheit'. Er forderte zur lebhaften Beteiligung an der Gründung der Genossenschaft zur Herausgabe des BlatteS auf und kritisierte die Haltung der Re- daktion. Diese Kritik wurde auch von anderen Genossen unter- stützt, wie auch verschiedene Klagen über die Zustellung laut wur- den. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Gegen H9 Uhr abend» erreichte die teilweif» sehr bewegt« Versammlung ihr Ende. Dos jeder von dkn Wahle» wissen maß. Am 19. Januar 1919 wird nach der endgültigen Fest. setzung die Wahl zur verfassunggebenden Nationalversamm» lung statlfinden. Es ist bekannt, daß diesmal o l l e m ä n n» lichen und weiblichen Personen von mehr als 20 Jahren wahlberechtigt sein werden. Voraussetzung ist allerdings, daß ekne Eintragung in dieWähler- l i st e erfolgt ist. Die Wählerkisten werden in der Aei: vom 30. Dezember bis zum 6. Januar zur Nachmiiung ausliegen Wo sie einzusehen sind, muß öffentlich bekannt- geben werden. ES ist von größter Wichtigkeit, daß jeder Wahlberechtigte Einsicht in die Wählerlisten nimmt und, falls sein Name nicht darin enthalten ist. sofort Einspruch erhebt. Selbstverständlich ist es auch gestattet, daß man einen andern mit der Einsichtnahme in die Wählerliste beauftragt bezw. daß man selbst für einen andern nachsieht. Die Ein- spräche find an die Gemeindevertretung oder den von ihr ernannten Wahlkommissar zu richten. Die Wahl erfolgt diesmal nach dem Verhältnis- system. Die Wähler haben ihre Stimmen nicht für ein- zelne Kandidaten, sondern für Kandidaten l i st e n abzugeben. Sie haben sich dabei an die V o r s ch l ä g e zu halten, die vor- her rechtzeitig und ordnungsgemäß eingereicht wurden. Ein Wahlvorschlag ist dann gültig, wenn er v o n m i n d e st e n s 100 im Wahlkreis zur Ausübung der wähl- berechtigten Personen unterzeichnet ist. und er ist für diese Wahl rechtzeitig eingereicht, wenn er b i s z u m 4. Januar dem Wahlkommissar übergeben ist. Tie Wahlvorschläge dürfen nicht mehr Namen enthalten, als Abgeordnete im Kreise zu wählen find.(Die Zahl dieser Ab- geordneten ist bekanntlich in den verschiedenen Kreisen ver- schieden. Sa entfallen auf die Stadt Berlin 14, ans die früheren Reichstagswahlkreise Potsdam 1— 9 10, den früheren Wahlkreis Potsdam 10(Teltow— Beeskow— Charlotten- bürg) 9 Abgeordnete). Von icdem vorgeschlagenen Bewerber ist außerdem eine Erklärung über seine Zustimmung zur Auf. nabme in den Wahlvorschlag anzuschließen. Ist ein Kandidat auf mehreren Listen genannt worden, so hat er bis zum 12. Januar zu erklären, für welche Liste er sich ent- icheiden will. Bekanntlich können auch verschiedene Listen miteinander verbunden werden. Das bedingt keine Verschmelzung der Listen, sondern nur eine Zusammenzäblung der Stimmen bei der Ausrechnung des Wahlergebnisses. Parteien und Gruppen, die ihre Wahlvorschläge in dieser Weise verbinden wollen, haben das bis zum 12. Januar schriftlich dem Wahlkommissar mitzuteilen. Nachdem eine fölche Listen. Verbindung einmal amilich verkündet wurde, kann sie nicht niehr rückgängig gemacht werden. Die Wahl erfolgt nach wie vor geheim. Innerhalb der Wahlkreise sind wieder Stimmbezirke zu bilde», an deren Spitze ein Wahlvorsteher steht. Die Abgrenzung der Stimmbezirke und die Namen der Wahlvorsteher sind spätestens am 12. Januar bekannt zu geben. Spätestens am 14. Januar muh der Wahlkommissar zu- samnien mit dem durch ihn zu ernennenden Wahlausschuß die Wahlvorschläge bekanntgeben und mitteilen, welche Listen miteinander verbunden sind. Bei der Prüfung und Auszählung bleibt eS im wesent- lichen bei den früheren Bestimmungen. Das Wahlergebnis braucht allerdings in den einzelnen Stimmbczirkcn fortan nicht mehr notwendig schon am Wahltage selbst festgestellt zu werden, sondern eS kann auch einen Tag später zur Erinitte- lung kommen. Drei Tage nach der Wahl soll de? Wahl- kommissar wenn möglich schon ein vorläufiges Resultat mit- teilen. Am 25. Januar hat der Wahlausschuß zur EnmU» lung de? Gesamtergebnisses der Wahl zusammenzutreten. »tot aUrcniteal *0 o sr 3 r im Z, tili A. WERTHEIM W elß'v� eliT«fiidiireifiref sk»««�. 1916 Maikammercr.*]t Flasche 5.1(1 1 Kr 1916 Osthofiener.........., 7J5 1915 Binger Rosengerlen �. 8.73 W15 Oppenheimer Berg„ Bierbecher glatt.............. 48 65 Pf, Likörg'äser gepreßt 9 15 PL, glatt 48 60 85 PI Fufebccher geschliffen.............. 1.55 Süfeweingläser glatt.............. 48 PL Kompottschüsseln gepreßt, rund V. 40 Pf. bis 1.65 Zuckerdosen............... 1.95 2.55 KristaU-SQhwemgläser 1.15 Kristall-Bierbccher........... 85 Pf. 1.15 Sektbecher.............. 65 Pf. Knallbonbon in großer Auswahl mit Scherzartikeln u. Kopfbedeck, etc. v, 75 Pf. an Tischfeuerwerk sort, I.Karton, Inb.5 St 1.10 Scherzhafte Knallartikel st r. 15 bis 38 pt Ulkplakate in Hefteif ä 10 St Inhalt. 85 Pf. Gieablei i. 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Revolution weitertreiben wollen, während die Mehrheitssozialisten der Gegenrevolution huldigten und die Unabhängigen durch ihre Teilnabme an der Regierung au« Schwäche oder aus Unwissen- heit wider ihren Willen die Gegenrevolution unterstützten. Danach besäße die Revolution außerhalb de? Spartakusbimde? keine sichere Basis mehr. Doch so klein diese Basis augenblicklich sein mag, die Spar» taiusleuic sind überzeugt, sie werde und müsse rasch wachsen. Roch jede Revolution habe mit der Herrschaft der gemäßigsten »uter den Revolutionären begonnen, an deren Stelle immer radi. talcre Elemente traten, bis die Radikalsten schließlich die Ober» Hand gewannen. So werde e» auch diesmal geben. Auf die erste gemäßigte Phase der Revolution müsse naturnotwendig die zweite, die radikale, folgen. Ehe wir uns daran machen, diese Behauptung zu prüfen, müssen wir uns darüber klar werden, was wir unter dem Weiter- treiben der Revolution zu verstehen haben. Darüber kann lein Zweifel beliehen, daß sie noch nicht zum Abschluß gelangt ist, daß sie erst in ihren Ansängen steht, politisch wie sozial. Die Militär autakratie ist niedergeworfen, die jedem Fortschritt bisher im Wege stand, jedoch der alte Denvaltungs- und Herr- schaftsapparai im Staate und der Armee fungiert weiter. Man lland vor der Wahl, ihn mit einem Schlage zu zertrümmern, damit auch jede Demobilisierung, jede Derwaltungitätigkeit im Staat, ja das ganze gesellschaftliche Leben nnmögbich zu machen, oder ihn und damit die Grimdlagen des alten Regimes, das uns in den Abgrund gestürzt hat, weiter fortbestehen zu lassen und auf dies« Weise die Revolution auf einen vorübergehenden Rollenwechsel zu beschränken. AuS dieser bezweifelten Alternative halfen un» die Arbeiter- und SoldatenrSte heraus, die e« durch ihre Kontrolle ermöglichten, daß der alte Staatsapparat Wolter funktionieren konnte, ohne die Gegenrevolution herbeizuführen. Doch dieser Zm'tand kann«cur«in vorübergehender sein. Der bisherige Staatsmeckanismus muh völlig umgestaltet, die Bureau- kratie ihrer Macht und vieler ihrer Funktionen entkleidet und unter die Kontrolle demokratisch erwählter Volksvertretungen in der Gemeinde, den Provinzen, den Bundesstaaten, dem Reiche gestellt werden. Gleichzeitig ist da» Reich einheitlicher zu gestalten, das Uedergewtcht Preußen« ist»u brechen durch seine Zerspaltung aus einem Buiwesstaat in etwa drei, die Kloinstaatmi durch Zu- fammenschluß m größeren Gebilden zu beseitigen, die Reservat. rechte Bayern« und Württembergs, die Souveränitätsrechte der Bundesstaaten aufzubeben. Die Schweiz und die Beveinigten Staaten von Amerika find Föderativstaaten mit weitestgehender Selb ständigkeit der BtindeSglieder. Aber es fällt heute dem Kanton Bern nicht ein, einen Gesandten im Kanton Zürich zu unterhalten oder einen eigenen Gesandten nach Paris zu entsenden. Ebenso- wenig werden sich Texas oder New Joik etwa« derartiges� gestatten. Auch die Dtaatvbahnen sind in der Schweiz Bundesbahnen, «icht Kantonalbahnen. Da« Deutsche Reich zum mindesten zur Einheitlichkeit der Schweiz oder der Bereinigten Staaten zu erheben, wenn im Augenblick nicht mehr an Einheitlichckoit erreicht werden kann, ist eine ebenso dringende Aufgabe wie ine weitestgehende Demo- kratisierung des Reichs in allen seinen Gliedern. Das ist die eine Aufgabe der Weite rfübruug der Revolution. Die andere Aufgabe ist sozialer Natur. Durch weit- gehende soziale Reformen, staatliche? Eingreifen in die Probuk» tion, in da» Wohnungswesen, in den Berk ehr ist die Lage der großen Volksmassen, de» Produzenten wie des Konsumenten, so weit zu heben, als es unter den gegebenen Produktionsverhält. nissen möglich ist. Gleichzeitig aber muß alle« aufgeboten wer- den, um die bestehende kapitalistische. Produktionsweise so rasch als möglich in die sozialistische zu überführen und damit die letzte Form der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu be- seitigen. Tiefe zweüe. die soziale Aufgabe der Weiterführung der Revolution ist noch weit wichtiger als die erste, die demokratische, aber auch weit schwieriger. Kann man den Staat mit einem Mechanismus vergleichen, so ähnelt die Gesellschaft mehr einem Organismus. Dieser ist komplizierter, weniger leicht zu durch- schauen und weniger rasch umzuwandeln. Das besagt jedoch nur, daß man die soziale Umwandlung sorgfältig vorbereiten muß. daß man sie nicht ins Blaue hinein vornehmen darf, es besagt nichts gegen die Notwendigkeit, alle Energie, über die man verfügt, an diese Umwandlung zu setzen. In dieser Auffassung der Weiterführung der Revolution treffen wir uns mit den Mehrheitssozialisten. Sicher gehen viele Mehrheitssozialisten behutsamer vor, als Uns Unabhängigen lieb ist und als irr. 6 durch die Umstände ge- boten scheint. Aver es wäre lächerlich, den Unterschied im revo- lutionären Tempo als den Unterschied von Revolution und Gegen. revolution erscheinen lassen zu wollen. Anders dagegen laßt der Spartakusbund die Weuecfichrimg der Revolution auf. Er verlangt nicht nach der Konsolidierung der Demokratie, sondern nach dem gewaltsamen Sturz der jetzigen Regierung, sowie jeder weiteren Regierung, bis der Spartakus- bund genügend Kraft erlangt, selbst die Staatsmacht zu ergreifen. Tu aber die Demokratie hinter der vestehenden Regierung zu stehen scheint, verlangt er auch die Aufhebung der Demokratie. .Die soziale Weitersührung der Revolution stellt fich aber der Bund nicht in der Weise vor, daß nach sorgfältiger Bor- bereitung ein Produktionszweig nach dem andern durch das Ein- greisen der von den Arbeiter» abhängigen Maatsgewalt plan- mäßig sozialisiert wird, sondern daß sofort und planlos die Ar» beiter ununterbrochen durch stete Streiks und das Aufstellen un- erfüllbarer Forderungen in allen Produktionszweigen gleichzeitig jegliche Produktion unmöglich machen. Die Steigerung des Rot- stände muß nach der Ansicht der Sportakusleute die revolutionäre Temperatur zur Siedehitze steigern. Wie aus diesem siedenden Hexenkessel die gesellschaftliche Ordnung der Produktion hervor- gehen soll, ist bis zur Zeit Geheimnis des Spartakusbundes ge» blieben. Auf jeden Fall ist seinen Mugliebern noch nicht die Er- kcnntni» aufgedämmert, daß nach der Revolution der Streik eine ganz andere Wirkung hat. als vor der Revolution. Bei alledem sind sie sich dessen wobl bewußt, daß ihre Me- thoden beständiger ökonomischer Unruhen es unmöglich machen, den Bolksmassen Nahrung. Kleidung, Wohnung zu schaffen, in» des gleichzeitig in den Staaten des Westens, in Frankreich, England, Amerika, die Produktion wieder in die alten Bahnen einlenkt. Damit ersteht die Gefahr, daß die Arbeiter im sozia- listischen Deutschland schlechter erpährt, gekleidet, behaust sind als in kapitalistischen Staaten. Da? ist eine schwere Gefäbr für den internationalen Sozialismus, dessen Wcrbikvast nicht ge- Winnen würde, wenn das Regime des Sozialismus in Deutschland für den Arbeiter bloß Elentz und Not bedeuten würde. Dieser Gefahr suchen sse vorzubeugen dadurch, daß sie die Weltrevolution verlangen. Sie erwarten nicht etwa, daß sie von selbst ausbrechen werde— nicht das mindeste deutet darauf hin. In einem siegreichen Lande sind die Bolksmassen anders gestimmt als in einem besiegten. Da die Weltrevoluiion von selbst nicbi kommen will, verlangen sie nach ihrer getvaltsamen Herbeiführung. Wie das geschehen soll, iit ebenfalls wieder das Geheimnis des Spartakusbundes oder vielleicht gar noch ein Geheimnis für ihn selbst. Eine? aber ist klar: Das Anstreben der Welirevolution heißt das Streben, die auswärtigen, siegreichen Regierungen zu stürzen. Dies Streben ist aussichtslos, aber leider nicht in gleichem Matz« harmlos. Die siegreichen Regierungen sind ebenso GemaltS- menschen wie die Spartakusleuie, und deren Sieg in Deutschland bedeutete erneuten Krieg mit der Entente. Lenin hat bereits drei Millionen Mann und reiche Lebensmittel zu diesem Zweck ver- sprachen, doch hat er nickt gezeigt, wo in Rußland diese Armeen und Vorräte verborgen sind. Wetterführung der Revolution nn Spartakusstnne heißt also nicht Durchführung und Befostiguug de» Demokratie und plan- mätzige Sozialisierung der Produktion, sondern Aufhebung der Demokratie, stete Störung der Produktion und als Beigabe nock Erneuerung des Kriegs. Das alles aber soll notwendig sein für die Revolution, weil eS ein Naturgesetz sei, daß in revolutionären Zeiten immer die weniger radikalen von den radikalen Par- teien abgelöst werden und nur die rvdikatste Partei die Revolution zum völligen Siege bringen könne. Der Sieg des Spar- takuslbundes würde den Gipfel der Revolution bilden— ihm gegenüber sei jede« andere Streben gegenrevolutionär. Diese Auffassung stützt sich, abgesehen von leeren Gerüchten über gegenrevolutioitäre Komplotte der Mehrheitssozialisten, auf kein einziges Argument der Gegenivart, sondern nur auf die Vergangenheit, aus die Geschichte der Sievolutionen. Sie über- sieht gänzlich den Unterschied von einst und jetzt. II. Die bisherigen Revolutionen der letzten Jahrhunderte waren alle bürgerlichen Ursprung». Da aber die Bourgeoisie für sich allein nur geringe Kampstüh ig keii besitzt, wurden alle diese Revolu- tionen herbeigeführt durch daS energischste Eingreifen der unter- hofl» der Bourgeoisie stehenden Volksklassen, des Kleinbürgertums und des Proletariats. Zunächst bemächtigte fich die Bourgeoisie der Staatsgewalt und wendete sie zu ihren Zwecken an. Das konnte das Kleinbürgertum und das Protetartat nicht befriedigen, die in den reoolutionärmr Kämpfen ipre Kr« fr tennengclernt hat- ten. Sie gebrauchten sie dazu, die Bourgeoisie weiterzutretben, um schließlich eine den ärmeren Volksklassen ergebene Regierung einzusetzen. Auf diese Weise wurde die Revolution durch den Kampf der Klassen naturnotweridig tveitergetrieben und radikali- siert. So folgte auf 178S der Sieg der Bergpartei: e? folgte in Frankreich auf den 4. September 1870 der 18. März 1871, es folgte 1917 in Rußland der Märzrevolution die Novemberrevo- lution. Daher nehmen die Spartakusleute und ihre Freunde an, auch die jetzige Revolritiioii könne bei ihrer erste» Phase nicht stehen bleiben, sie müsse in eine zweite eintreten, und die könne nichts anderes darstellen als den Sieg der radikalsten Partei, des Spar- takuSvundes. Die Spartaziden sollten etwas vorsichtiger sein mit ihrer Methode, frühere und fremde Schablonen unbesehen auf die Jetztzeit und auf Deutschland anzuwenden. Eben haben sie mit dem blindlings von Rußland übernommenen Rufe:»alle Macht den Arbeiter- und Soldatenräten" elend Schiffbruch gelitten. Die jetzige Revolution in Deutschland hat ihre eigene» Gesetze. Bon allen bisherigen Revolutionen. unterscheidet sie sich dadurch, daß sie schon tn ihrem Beginn eine proletarische � und sozialistische ist. Hinter dem Proletariat steht jedoch keine ineitere unterdrückte und ausgebeutete Klasse, die ihrerseits ein Interesse daran haben könnte, das neue Regirae zu stürzen. Eine Klasse, die im Gegensatz zu der augenblicklich an der Staatsmacht' befind» lichen die Revolution weiter treiben wollte und müßte, fehlt dieS- mal vollständig. Int Gegensatz zu den früheren Revolutionen kann also die» Weitertreiben der jetzigen deutschen nickt durch einen Kampf zwischen Bourgeoisie und Proletariat erfolgen. Jeder Ber» such des Weitertveibens der Revolution durch getvaltsamen Sturz der RevolutionSregserung der ersten Phase bedeutet vielmehr einen Kampf innerhalb der revolutionären Klasse selbst. Zu einein solchen Kamps innerhalb der radikalsten Revolu- tionSpartei, der Bergpartei, kam e« auch in der großen franzö- fischen Revolution jedoch erst in einem Zeitpunkt, als jedes Weiter- trecken unmöglick geworden war, unmittelbar vor ihrem Zusammenbruch. Int März 179-1 wurden die Hebert isten von Robespierre aufS Schastot geschickt, im April die.Dauiwiiftcn; im Juli stürzte er selbst und die Gegenrevolutiött setzte«in. Beim Weitertretben der Revolution �tann es sich also jetzt nicht um einen Kampf einer unterdrückten gegen eine unter» drückende Klaffe, sondern nur noch um einen Kamps verschiedener Methoden und Anschauungen innerhalb derselben Klasse handeln. Damit ist keineswegs gesagt, daß es immer die höchststchende sein müsse,.die die niedriger stehende zurückdrängt, aber auck nicht, daß die radikalere notwendigerweise siegen müsse. Die historischen Erfahrungen sagen über den jetzigen Fall gar nichts, der keine Präzendenzien hat. Die Unterschiede zwischen den.»roletarischen Parteien können theoretische sein. So zerfielen z. B. die-Mitglieder der Pariser Kommune von 1871 in nicht w» niger als vier verschiedene Gruppen. Einmal die Jakobiner, die aus dem Standpunkt der Bergpartei von 1793 stehen geblieben waren, Verfechter der poii- tischen Herrschaft der unteren VolkSklassen, aber ohne Interesse für den Sozialismus. Neben ihnen die Blanquisten, die sich von den Jakobinern dadurch unterschieden, daß sie die politische Macht in sozialistischem Sinne ausnutzen wollten. Sie hatten aber gar kein bestimmtes sozialistisches Programm und kein Interesse für ökonomische Dinge. Mit den Jalodinerit konzentrierten sie sich avs die radikale Republik und die Pfasioniresserei. Ausübung der politischen Macht durch stärkste politische Zentralisation und rück» sichtslosen Terrerismus war die Metbode, die sie mit den Jako» binern gemein hatteti. Ihnen gegenüber standen die Proudhonisten. die ganz im Oekonomischen aufgingen, ihr Augenmerk vornehmlich aus die ökonomische Befreiung deS Proletariats richteten und geringe! politisches Interesse bekundeten. Di« waren Gegner jeder Gewalt- tat und lviderstrebten der politi'cken Zentralisation in dem Maße, daß sie die Auflösung Frankreich« in einen Haufe« selbständige, Gemeinden forderten. Doch waren die Proudhonisten in den letzten Jahren dcS Kaiserreichs in einem Wcmblungspn�eß begriffen unter dem Einfluß der Internationale, der sie angehörten, und ihres vornehmsten Kopfes, Karl Marx. Ein Teil der Jnternatio- naftsten, die man als ein« besonder«, die vierte Gruppe ansehen kann, kam den Marx schon Anschauungen sehr nahe, begriff die Be» deutitng der politische« Macht für die ökonomische Befreiung der' Arbeiterklasse und sah die Notlvendigkeit der Eiuhcitsvepublik ein, innerhalb derep ob allerdings an Stelle de? Zentvalikinus dir Selbstverwaltung der Gemeinde forderte. Er verwari den TerroriLnmS. Diese Jnternatioualisten bildeten der Zahl neD-den fchiväch. sie» Teil der Kommune, dabei aber denjenigen, der am eifrigsten arbeitete und die Situation am besten begriff.. Auf idn sind die wirklichen Leistuitgeit der Kommune zurückzuführen ihn hatte Marx vor allem im Auge, als er in seiner Schrift über den Bürgerkrieg in Frankreich das Wirken der Kommune beschrieb. Doch nur wenige? konnte die. kleine Fraktion durchsetzen,. und das nur mühsam, in stetem Kampf namentlich gegen die Jakobiner und Blanquisten. Die wenigen Wochen der Lebensdauer der Pariser Kommune waren erfüllt von wütenden inneren Kämpfen der drei Fraktionen uttteretnander, Kämpfen, die zur Auflösung der Kommune nicht wenig beitrugen, in keiner Weise aber«in Weitertreiben der Revolution bewirkten. Allerdings standen die verschiedener. Fraktionen bei aller Gegensätzlichkeit dem gemeinsamen bürgerlichen Feind geschloffen gegenüber. Nie haben sie einander ander», als mit Worten be- fehdet, und in den KampseSposUionen, utr die sie gestellt waren, toben sie alle getreu biß zum Ende ausschalten, ohne Unter- schied der Richtung. DaS proletarische Klasseickewußtsein erwies sich bei ihnen stärker als«De Gegensätze der Anschauungen und Methoden. Heute sind wir theoretisch weiter al« damals Wir st eben alle auf dem gleichen Boden des Marxismus; wir unterscheiden uns im wesentlicken nur durch Verschiede tcheiten der Auslegung und Anwendung der gleichen Grundsätze. Die Extreme dabei kann man in der Weise kennzeichnen, daß die einen sich noch nicht völlig van bürgerlichen Dendoenen losgelöst haben und der bürgerlichen Welt noch starkes BertratteW entgegenbringen, deren innere Kraft sie auch überschätzen. Die andern wieder stehen der bürgerlichg Wckt völlig vsvstänbnislas gegenüber, betrachten sie als Gehege von Schurken. Sie mißachten ihr« geistigen und ökonomifchett Leistungen und glauben, die Proletarier vermöchten okme jehcS Fachwissen und ohne jegliche Borbereitung sofort alle politischen und ökonomischen Funktionen zu übernchr.ien, die von iten bürgerlichen Gewalten bisher ausgeübt wurden. Zwischen diesen beiden Extremen finden wir diejenigen, die die bürgerliche Welt studiert und begriffen haben, die ihr selbständig und kritisch gegenüberstehen, aber auch ihre Leistungen zu würdigen wissen und die Echwierigte-ten der Ausgabe, sie durch eine böbere Ordnung zu ersetzen, erkannt haben. Dieses marxistische Zentrum muß ebenso auf der einen Seite die Zaghaften an- 'pornen, die Vertrauensseligen zur Kritik ausrufe», wie«S auf der andern Seite da« blinde Drauflosstürmen der Unwissenden und Gedankenlosen zu zügeln bat. Es fällt ihm die Widerspruch?- volle Aufgabe zu, gleichzeitig vorwärts zu treibe» und zu bremsen. Diese drei Tendenzen sind es, die innerhalb des Proletariat» mit einander ringen. Mit Klassenunterschieden und Klassen» Gegensätzen haben sie gar nichts zu tun, und es liegt nickt die ge- ringst« innere Notwendigkeit vor, daß gerade die am entschieden- sien vonoärts treibende siegen muß. und schon gar nickt die Notwendigkeit, daß sie die höchste Form der Bewegung darstellt. Im Gegenteil. Das Zentrum wird am ehesten intellektuell at» höchsten stehen. Freilich ist damit nicht gesagt, daß es fich in der Revolution siegreich behaupten muß. In revolutionären Zeiten kommen die großen ungcschulten Massen in Bewegung, die nicht fein unterscheiden. Die werden am ehesten von den Extremen angezogen. Marx und Et.gels fanden sich 1849 in der Emigration völlig isoliert, abgestoßen sowohl von den bürgerlichen Radikalen wie von den sozialistischen Revolutionären. Ebenso wendeten sich nach dem Fall der Pariser Kommune- von 1871 die radikalen Blanquisten und Baknnssten wie die zahmen Sozialliberalen gegen Marx und Engels und isolierten sie in der Internationale. So haben auch jüngst die zur Zeit klarsten Köpfe des russischen Marxismus, die Axelrod und Martoff. ihren Einfluß ans die Massen in hohem Grad« verloren. III. Wie der Kampf ztoischen den Extremen auf die Revolution .zurückwirken wird, hängt vor allem davon ab, in welcher Weise sie ihn führen. Durchbricht er nickt die einheitliche proletarische Froni führt er bloß dazu, daß die Linke die Reckte vorwärtstreibt und die Rechte die Linke von Unbesonnenheiten und Illusionen abhält, dann kann er die Revolution beleben und befruchten. Ganz anders, wenn er dazu führt, daß die extreme Link« die Rechte in einem Bürgerkrieg geivalnam niederwirft und damit die„zweite Phase" der Revolution«inleitet. Wodurch würde sie ihren Sieg erfechten, die Massen ftir fich getvinnen? Durch Versprechungen, die deshalb weiter geben, al« die des anderen Teils, weil sie abseben von allen Äonomifchen Realitäten, weil sie inmitten allgemeiner Armut an Produkten und allgemeiner Einschränkung der Produktion den Massen sine Fülle von Produkten versprechen. Weil sie absehen von der Not» wendigkeit des Wissens und den bssber ip Unwissenheit erhaltenen Proletariern einreden, sie vermöchten ohne weiteres die höher ge- bildeten Klassen in allen Funktionen zu ersetzen. Ein anderer Faktor, der den Extremen von litiks zum Siege verhelfen könnte, bestünde darin, daß sie eine Arbeiteraristotratie für sich gewännen. Stets gibt es Arbeiterschtchten, die stärker find al« andere und ein« bessere Lebenslage zu erringen verstehen ans Kosten ihrer benachteiligten Brüder. Vor der Revolution erreichten sie da? durck Gewinnung des Wohlwollens der- Kapitalisten. Die Möglickkeit einer anderen Arbeiteraristokratie ersteht in der Revo- lution. Auf der einen Seile finden wir da der unbewaffneten Zckilbevöllerung gegenüber bewaffnete Proletarier. Diese find stärker als jene und es liegt für die extremen Revolutionär« nahe, sie dadurch zu gewinnen, daß sie ihnen außerordentlich günstige Einkünfte gewähren, die heute, wo die kapitalistischen Prqsitc so niedrig sind, auf Kosten der Arbeiterbevölkerung auszubringen pvi?,N?cht»«(ytiMttft. bk in b« kpitalMischen"' ttra von ihre« Scji�ei bcnubt wurden, dk ALgemeznbeit ,u'chröpf««. Je?« in dce Rekvlutioa ttnucn ibr- Nrbeikr die Machtposition, die sie er- langt haben, dazu benupcn.«ms Kosten der Gesamtheit außer» ovdentltch« Löhne einzuheimsen. Wenn man den Ärt-eitern der Kchirngrube» den Gcmeinsinn ausredet, wenn man fi« antreibt. «u streiken und Löhne zu iordern, die die Kohlenpreise in die �>öke ttubeti, ohne sich z»l fragen, ob dadurch die Indu'irie zum Stillstand, da» Boll zum Ariertn gedraSt wird, s« kann man wobt in de» Kohlengrädern eine» gewaltigen Machtsaktor für sich gswinneir. tfber tt ist klar, daß all« diese Methoden, die Hkvolution weiter All treiben, in Wirklichkeit nicht» andere» bewirken können, als ihr« Hernbdrliikung auf eine ticiere'Stufe. Sic bedeuten nicht» als die Spekulation auf Unwissenheit. Gedankenlosigkeit. Leichtfertigkeit und Selbstsucht. Dkse* Tegrodattor. entspricht t» auch, wenn die pvlittsche« Kampsmittel der exlremen Linken immer primitider werde«. Nach- dem Marz und»ngelS. Bebet und Liebknecht Jahrzehnte lang ge» kämpft, um den«rbeitermaffcn die«rkcnntni» beizubringen, daß in den Händen eines poliiisch tci>n Proketaria!« der Stimmzettel, wie Mar; sich aukdrücht«, au? einem Mittel der Prellerei zu einem Nittel der Befreiung wird, verfechten die TpartakuSIeut« heute wieder den alten AnttparlamentariSmu». Und nicht einmal den »ntipar'amentariSmu» der Zmidikolisten, die die gewerkschaftliche Organisaiion zum Werkzeug der Befreiung der Arbeiter zu matten sikMir Ton den Gewerkfcha'ien el> nso enttäuscht wie vom Paria- mcntariSmu». sehtert sie all« ihre Hofsnungen auf die Arbeiter- und Soldatcnräte Nun auch drbci in ihren Erwartungen getrogen. bleibt ihnen nicht» mehr übrig, al» d«. Ttraste". Die Straß« soll da« neu« Deutschland, soll di« neue Gesellschaft ausbauen. Die Straß«, da» heißt diejenigen Arbeiterschielten, die eZ bisher noch ku keiner Organisation gebrache hatten. Nicht aus den Arbeiter- Organisationen soll der Sozialismus, die Organisation der Pro» duktton und die Demokratie, die Neuorganisation de» Staate». hervorgehen; diese neuen Ordnungen sollen geschahen werden von jeium, die noch zu beiner Orzanisatio» fähig waren. Du« Herrschaft der Unorganisierte« Über die Organisierten. der Unw-?e»chen über die Unterrichteten, de- Selbstsüchtigen über di» Selbst'vsea— da» bedeutete unter den heut« gegebenen Be- dingungen die.Weiterstchrung" der Nevolution ü» hieße nicht« andere», at» die Revolution degradieMn. Und diese Degradation wäre nur die Vorstuf« zu völlige« Rum. Denn der geschlossenen bürgerlichen Mass» gegenüber kann sich da« Proletariat nur behaupten, wenn e» selbst geschlossen bleibt und alle» aufbietet, waS«» an Intelligenz, an Selbstlosigkeit, an Organisation aufzubrkngcn vermag Eine Sekt« de» Prtletaciait, die nur anZ Ruder zu kommen vermag durch Zerstörung aller dieser Faktoren, gräbt der Revo- lution da» Grab. Doch glücklicherweise besteht keiiierlei Notwendigkeit dafür. daß diese Sekte auch wirklich zur Macht komm!. Wir haben schon gesehen, daß i» der proletarischen Revolution die Dinge ander« lirgen, al» in der bürgerlichen, in der die Ablösung gemäßigter durch raditalere Parteien«in« Notwendigkeit war. die au« de» Bedingungen de» Klassenkampf«» heroorging. Die gemäßigtere» und die radikalen Memcnt« die augenblicklich in Deutschland um die Macht kämpfen, stellen nicht verschieden« Klassen dar, sondern nur berschiedene Elemenle derselben Klasse. Weiche dieser Elemente siegen werden, da» hängt von der Reis« de« destsck«n Proletariats ab. Ist«» aber diesmal»licht notwendig, daß die»radikalere* Partsi die gemäßigter-' Jkvtcgt, io ist damit auch gesagt, daß die weitere Phase d«S Ganges deb bürgerlichen Revolutionen>» der jetzigen deutschen Revolution nicht notloendig eintreten muß: die A e g e n r e v p l'« t' o n. In den bürgerlichen Revolusidnen war e« unvermeidlich, daß bi« bürgerlichen Elemente früher oder später durch ganz oder halbvroletarische Element« in der Macht abgelöst wurden, aber ebenso unvermeidlich, daß diese unmögliche» versuchten, weil ökonomisch nur d e bürgerliche Gefellichaft möglich war. Ebenso «atoenbw wie die zweite Pbase der Revolution mußt« daher auch ihre dritte eintreten, der Zusammenbruch des proletarischen Re- gime», die Gegenrevolution. Diele Notwendigkeit liegt beute nicht vor. Cckoncmie und Proletariat sind heut« in Deutschland reif zur Sozialisierung. Aber auch d.« Wissenschaft ist seit der bürgerlichen Revolution »ov'eschritien In der großen französischen Revolution und auch noch INI abi.ten die Mass«» noch nicht» davon, daß ihr« Be» äreiung an bestimmte ökonomische Bedingung«» geknüpft, daß dir H-esellschaft in steter Entwicklung begriffen fei und bestimmt« SnMicklungSrchasen sich nicht beliebig überspringen lassen. Sie g.aubten noch, mit Gewalt 1 eße sich alle» erreichen, nur auf die Gewinnung der Gewalt käme ei an. Seitdem haben wir die große Lehr« unjecer großen Meister fftac; und Engel» kennen gelernt. Wohl ist sie. wie gerade die letzten Jahren zeigten, viel'luh unverstanden geblieben und nur in Leußerltchkeiten aufgenommen worden, aber sie hat doch die Notwendigkeit der Erkenntnis de» ökonomischen Unterbaue» der Gesellschaft weiten Kreisen nahegelegt und diese Erkenntnis gefördert. Wie weit sie gediehen ist, das wird sich jetzt zu bewähre» haben. Je tiefer sie gedrungen ist. desto eher wird da» Prole« tariat in der Lage sein, sich stet» nur Aufgaben zu setz.'», dir unter den gegebene'! Bedingungen gelöst werden können. ES wird all« Krastverschwendung und alle Rückschläge vermeiden, die mit dem Anstreben von Unmöglichem»ecdunden find, e» wird nber gerade dadurch da» jeweilig Erreichbar« mit umso größerer Konzentration von Kraft anstreben.«» umso rascher und zweck- mäßiger durchsetzen und wird e» dauernd behaupten können. Mi, Versuchen einer Gegenrevolution müssen wir na'iirlich stet» rechnen. Wir müssen ihnen gegenüber wachsam und ge- wappnet sein. Aber so steht e, diesmal nicht, daß die Gegen- fein muß. daß da» proletarische Regime von vornher ein dazu verurteilt sei, eine vorübergehende Erscheinung zu bilden. Dehaupiet sich aber das proletarische Regime in Deutschland, dann wird und mutz c» von selbst die Revolution weiter treiben, durch die unwiderstehlichste aller Kräfte, die Logik der Datsachen. Dann muß nicht nur d-e Sozialisierung der Berriebe. sobald dir ersten Schwierigkeiten überwunden und Erfahrungen gesammel! sind, ein rascheres Tempo annehmen. Tann kann auch die Rück« Wirkung aus die übrige zivilisiert« Welt nicht ausbleiben. Dann wird die Bewegung des Proletariats überall unwiderstehlich werden, seine volitisch« Macht überall wachlen, die Sozialisierung überall in Angriff genommen werden müssen. Die sozialistisch« Weltrevolution wird dann zur Tatsache werden, ohne Emissäre, ohne Verschwörungen, ohne Kriegszustand mit den Mächien de» Auslandes. Borbedingung ist allerdings, daß da» Proletariat in Deutsch. land am Ruder bleibt, wat nur möglich ist. wenn e» ge'ckloffen der bürgerlichen Welt gegenübersteht. Versuch«, die Revolution weiter zu treiben durch Method n. die seine Geichloffcnheit zerreiße«. treiben die Reboluiion nicht vorwäri». sondern abwärt«, morali» schem und ökonomischem verfall und schlicßlichcm Untergang«nt» gegen. Sl Kinea der ssenigu l. Man könnte mitunter den Eindruck gewinnen, daß der Siege»- iaiimel in den Enlenttländern all« Kreis« und Parteien ergriffen dabe und der nationalistische Ueberschwang die Vernunft und den Willen zur Verständigung kaum auskommen lasse. Daß dem nicht so ist. beweisen aber dock die auf Umwegen au» dem AuS» lande tntrefftnden Blätter. So wird un» au» ihnen eine Reih« von Auszügen zur Verfügung gestellt, in denen sehr ruhige und anständige Aeußerungen enthalten sind. Do schrieb boispielSweise Paul Mistral in der.Humanitö* vom t. Dezember: »Heut«, wo das Glück sich gewendet bat. wo die Lage der Mitte mächte dieselbe geworden ist wie diejenige Rußlands und Rumäniens, will man mit der Mackt Mißbrauch ireidrn, erobern, annektieren Völker vergewaltigen, kurz auf preußische Art bau«» halten, nach der Methode Bismarck», nach der Art der..Boches*! Wo ble-iten dw Pr.'?st« der Entente im Namen deS Reckts und der Gerechtigkeit? Wa» ,ft au» der Zustimmung zum Wilson- frieden geworden, zu der man sich in der letzten Alliiertcntonfe- renz in Versailles entschlossen hätte? Oder sind da» vielleicht>cknn .Papierfetzen* geworden? Will man unser Land auf tne Stufe desselben Verbrechens herabwürdigen, mit dem man diejenigen de-chulp'gt. die man für dielen Krieg veroniworstich mache» will? Da» republikanische, demolraiische und sozialistisch« sfrantreich, wird ei sich mitreißen lassen auf dem Wege d's willkürlichen JmpenaliSinu». bei brutalen Militarismus, und dadurch die Schuld neuer Katastrooken auf sich laden wollen? Nein. Wo« es auch kosten möge, wir werden mit allen un» zu Gebote stehenden Mittel» Front machen gegen den blöden und verbrecherischen ThauviniSmuS und gegen die losgelassene Be- gierde und Rachsucht. Wir können e» ruvig heraussagen, daß wir die Gerechttgtctt wollen, die volle Gmchtigheit. Wir werden mit aller Kraft dagogen kämpfen, daß unser Land nicht aberwalS in neue, blutige Abenteuer gestürzt wivd. Wir werben such nicht vergcssen. daß in« elsaß-Ioihringische Frage ein Aauptfoklur oe» f'-änzösijch-dintschen Konfliktes ist. Und wir woben in Europa kein neues Elsaß» Lothringen und neue Jrredenten. woraus neu« Verbrechen«nt- stehen könnten." Der. Eclair", das bekannte Pariser Organ, besprach am 30. November da? Gerücht, daß die Enjcnte den Frieden nicht in Verhandbungen abschließen, sondern diktieren will und knüpft daran folgende Warnung: '.W r möch'en nur bemerken, daß der Friedenskongreß o'-er die Alliierten-Konferenz, wie man es nennen will, nicht nur die .Deutsche Abrechnung* zu behandeln Hai. Wenn er nicht sein« Pflicht versäumen will, so mutz er auch den menschlichen Frieden, den endgültigen Frieden uwier allen Nationen ow-anisieren. Und wer w ll Niran zweifeln, daß er dieses höh« Ziel auch erreichen könnte? Diejenigen Rrgievungen. die diese Hoffnungen zu schände» machen würden, übernähmen dadurch die große Berqnttvortung, den Extremisten d«S Volkes den fürchterlichen Vorwand in die Hand zu spielen, den Lauf des Fortschritt« auf dem gefährlichen Weg deS Klassenkampfe» aufzuhalten.* Die englisch«.Ladour Parth" hatte in ihrem Wahl- Programm in erster Linie den Wunsch nach einem Verständigung»» frieden geäußert: »Der Friede, den dl» Arbeiterpartei verlangt, ist ein Frieden internationaler gemeinsamer Mitarbeit Die Partei ist entschieden gegen die Ceheimdiplomati« und gegen jegliche Form de» Wirt» schaftskrieg?» und verlangt al» einen wesentlichen Teil de» Frie» denSvertrage» eine internotionale Arbeitsordnung, die dem Bau der.League>st Free PeopleS" einverleibt ist.* Die.Daily New»" vom SS. November bekämpften in einem Artikel Lord Ehurchiss. der im selben Atem erklärte. Bor- kämpfe? der.League of Ration«* und der absoluten Handhabung der englischen Seeherrschaft zu sein. Die.Da,lq RewS" schrieben: .Wir haben den Krieg gewonnen. Wir haben den Frieden noch nicht gewonnen Die.League of Free PeopleS*. auf die Präsident Wilson all sehe Anstrengungen gründet«, und welche von demokraiischen Parteien unsere» Lande« in den Vordergrund ihre» Programm» gestellt wird, schwebt noch stet» im Ungewissen. E» gibt noch keine Gewißheit, ob die jetzigen politischen Führer diese» Lande» eine Welt wollen, die für den Frieden organisiert ist oder eine, die für den Krieg organisiert ist. Mr. Churchill redet über die Notwendigkeit der britischen Zeehrrrschaft im Böl» kcrbund al» Schutz gegen wen? Amerika? Japan? Die Demo- kratie gipfelt in einer allgemeinen Abrüstung, denn entweder muß e» Rüstung und Bankerott geben oder Abrüstung und di« Vollendung derjenigen sozio'en Reformen, ohne die frei« Bürger die Torr zu einem freien Leben für immer verschlossen finden Tand und für die ganz« Welt." Der.Manchester Guardian*»am S7.«ovember bet sprach di« Mitteilung der englischen Regierung, daß di« Jen» sur der Presseleiegramme besteben bleibe« solle bi» nach de» Friedensschluß Er kritisierte diele Maßnahme wie fotgl; .Bor einigen Tagen erklärte der Kanzler.'Lord Cbanc�lo:), daß die Regierung das SSarbaden hätte, die Zensur zu benützen, um die ibr unangenehmen Mittei!un«»r von der Veröffen.lichung auszuschließen. Dies ist schon schlimm genug in KriegSzeit; et ist schlimmer in Frieoenszeil: cs ist aber noch viel schlimmer während man den Frieden vecbereitet. Es wird ein Friede vorde- reit«, der über d-r» politische Wob? und Wehe der ganzen Welt entscheiden soll. Ein großer Kampf ttndet statt zwischen den dunklen Mächten und den Matten V? Lichts Der Antgang-st noch sehr ungewiß. Gehrimniff« find die vesirn Mitlei der dunklen Mäch'e und da» größte Hindernis für die Mächte der Wahrheit Durch da» Vorhäben der Regierung, die Zensur fort- bestehen zu'ässen. wird dre Vorst weitong de» Friedens in soviel Geheimtuerei eingebülli werden, a!» nur möakich ist. Da» sst di« schwerste Bedrohung eine» gerechten Friedens, die je geplant wurde.* Der Premierminister von Nru-Süd-Wale» äußerte sich nach der Humanii» vom SS. November wie folgt: »Wcnn ein Programm aufgestellt werden kann, da? für Austratien die Gewißheit bringen kann, daß zutünfti?« Kriege vermieden werden, dann ist die Frage irgendeiner Enischädigun» ganz nebensächlich. Der teste Har.drlSvertrau wäre gar n'ch'S wert, wenn ern neuer Krieg möglich wäre. W-r dürfen da« Havvt'iel nicht au» dem Auge verlieren. Wie verlockend gewiss«»n mittelbare Girvinn« auch scheinen mögen, fo müssen wir un» darauf vorbereiten. darauf zu verzichten, um uns d"N Wettsritden zu sichern, da» der stedentendsts aller Gewinn« wäre* Ander« ähnliche„Srimmcn der Vernunft* ließen sich an» reihen. Fernerhin dürften auch di« angeführten Zitai« schon zeigen, daß e» nickt ganz an Bestrebungen fehlt, di««he« Frieden der Verständigung günstig sind. Vit» der ssarkei. Bon der Parteipress«. Die soeben erschienen« Nr. GS de».Sozialist" enthält fol« grnde Beiträge' R. Breitsche'd vor schwerwiegenden Entscheidungen; O. Jensen. RStefystem. Nationalversammlung und Sozialisierung: H- Meyer, B-rgesellschastung der Produktionsmiitel; L. Mar um. Ein Brief an d'« deutschen Genossen; St. Seidel, Nachdenklich« Betrachtungen. .Der Sozialist* kann zum Prr'k von 6 Mark vierteljährlich bei den Postämtern oder direkt beim.Verlag lT. Brritscheid. W. 1b, Fasanenstraße MI abonniert werden. Einzelnummern zum Preise von 60 Pf. bei den Zeltungshändlern. Äiotken und von der Sxpedttton der.Freiheit*. N.stock. In einer von der ll. S. P. einberufenen öffenrltchen Wählerversammlunp am gl. De»cmber wurde da» Thema:.Di« Revolution und die Wa.Üen* erörtert. Die Genossen Ba, lasch und Schoodt wiesen in ibreu Ausführungen darauf hin, daß tros der durch die Revolution errungenen Freiheiten der schlimmste Feind de» Proleiaria'S. der Kapitalitmu». noch vorbanden sei. und daß jetzt erst der schärfst« Kamvf mit ihm aoSgefoihten werden müsse. Auch der anwesend« Genasse Herzseld wie» in der DiSkusflon dav« au» bin. daß«» Pflicht de» Proletariat»»et. den Klast>n»»mvf bot» zubehalten. Deshalb müsse auch unser« Gegnerschaft z» den Mehr»' hcitSsozialisten, die den Klasienkamps in die Eck« gestellt haben, bestehen bleiben. Ein Appell an dir Eimakeit, der von einem Mehrheitssozialisten erging, wurde damit beantwortet, daß e» eine noch bessere Siniakeit gebe, nämlich die Treue zum vefurier Programm. Am Schluß der Versammlung wurde gegen wenio« Stimmen«in« an da» Mecktenburgische Ministerium gerichtet« Rclolutton angenommen, in der von der Regierung gefordert wird. auf da» schärfste gegen jede gepenrevoiutionörc Bewegung vor» zugeben. Eine weitere Forderung ist die Gründung einer rot«» Garde, die di« proletarische Revolution verieidigt. Am alier Welt. Wilhelm Ex. Un» wird geschrieben:".Der.Türmer* bracht««in Gedicht? .Heimkehr", worin folgend« Strophe steht: .Soldaten, ich seh' euern Kaiser nicht mehr. Einst zog er umjubelt in» Feld vor euch her: Do ist euer Kaiser yeblieben?" Sosort fiel mir folgende Antwort«in: »Er h« zuerst an sich selber gedacht. Und hat sich schnell au» dem Staub« gemacht. Wie'» ziemt einem.Heldeviaiser*. In Holland hat er sich versteckt. Nachdem er sich gut hat e ngedeckt Mit Gold und Kronjuwel«»." Vn« en» m# IM en. der an» jon cm der Kcauenbewegung» i ■Ol» en; ne» tel; «n; lich 15, utn 30« l»en• Di« inß der inb Xih ff«. an* Er «u. icnt ei ■tet lia« tct« ird. I0t> iUa chtt Sei Krieg als Erzieher. � W. Eine ungeheure Zchcir von Frnuen und Madchen -» zwang der Kapita Ismus schon vor de.a Kriege in die Er» i Werbearbeit hinein. E. Zehn Millionen Frauen und Mädchen stellte im Jahre H 1907 die Berufs, und Gewerbezähiung fest, die ihren»ur» ' eigensten" Beruf, wie die herrickendcn st lasse» es nannten, nicht erfüllen konnten, sonder» Eltern oder Kkndcr und Heim verlassen miistten. um?»m Unterhalt der Familie beitragen zu helfen. Ter Kneg bat die Schar derer, die erwerben müssen, wenn sie nicht verhungern wollen, fast um ein Fünftel vermehrt. Ganz neue Schichten von Frauen wurden g?« zwnngcn. außerhalb ihres Hause? um 5 tägliche Brot zu ar» bsiten. Frauen, die für Geld zu arbeiten in Friedenszeiten als etwas ihres Standes Unwürdiges betrachten gelernt - hatten, was man höchstens in aller Heimlichlksit und für niedrigste Bezahlung tat,»m ein Ton�ngdld zu verdienen, ohne Nückncht und Erkeni tniS, wie sehr sie damit Schmutz- konknrrenz belrieoen und zur Niedrighaltung der Löhne beitragen. Ter Krieg hat de» Schleier dieser WoblstandLbeuchelei dem Mittelslande entrissen, hat feine Angehörigen prolctari. Neri und der Arbeiterbewegung die große Aufgabe gestellt, diese neiihinzngekommenen Arbei' Jörn der und Arbeits- schwestern in ihren sozialistischen Lrganisationen auf- zusaugen, sie zur Solidarität und zum Klassenbewußtscin zu erziehen. So entsetzlich das Weltgeschehen dieser letzten vier Jnhre war. so haben die Frauen daraus in dieser verhältnismäßig kurzen Zeit mehr ge�rnt als sonst in Jalhrz?l-nten. Di« eine groge Lehre drängte sich ihnen geradezu gewaltsam auf: auch das schlichteste F'auen'chicksal im entferntesten Erden. Vinkel wird beeinflußt durch das Weltgeschehen, durch die Politik, ans die sie selbst bis jetzi zwar keinen Einfluß hatten, die aber ihr eigenes Leben im böckisten Maße beeinflußt, ja es sogar in andere Bahnen zwingen kann. Ter Mann, der Sohn oder der Bruder und Freund wurden ihr von der Seite gerissen, so mancher aus Nimmerwiedersehen. Tie alte Mutter mußte an die Stelle des jungen Sohnes treten, jüngere Geschwister mit ihren fchmachen Kräften der Mutter Stütze zu werden, die Gattin des im besten Alter stehenden'Mannes dessen Geschäfte weiterbcsorgen. im Handumdrehen Dinge erlernen, um die sie sich nie gekümmert hatte. Und selbst diejenigen, denen ein gütiges Geschick die Trennung von ihren Liebsten ersparte. auch sie empfanden bald, wie sehr jeder Einzelne unterwarfen ist den Gesetzen d?S kapitalistilcken und imperialistischen KlasscnstaateS. dessen winziges zur Ohnmacht verurteiltes Mitpliod ex war. Fragten die Kinder: Mutter, warum gibst du mir nichl mehr Brot, da ich doch hungrig bin?, so lautete die Antwort in den meisten Fällen: England hungert uns auS, deshalb haben wir kein Brotl Es gab keine Milch für kleine Kinder. kein ganzes Hemde und keinen Ledcrschuh. weil draußen ..str'eg' war. den die»anderen" wollten. Und so lernten hiMtttit und für ihre Kinder darbenden und frierenden Mütter, daß daZ. was draußen vorging, nicht nur„Männer. fache" war. sondern ebenso sehr Franenangelegenheit. Daß oas Geschick des gesamten Volkes zur Entscheidung stand. Weder ihre ungeheure, ihre Kräfte weit übersteigende Ar» beitsleistung. noch ihre ungezählten Opfer an Gut und Blut gaben der Frau das Reckt, mitzuentscheiden. Für die Herr» wenden Klassen war der Grundsatz aller Demokratie„Gleiche Pflichten—- gleiche Rechte" nur auf dem Papier vorhanden. Alle Wahlrechtsforderungen, die die Frauen, sei es in Form von Petitionen, sei es durch Anträge der Fraktionen der U. T. P. D. in Reichstag und Landtag stellten, wurden von de» Mehrheitsparteien stets unter den fadenscheinigsten Be- griindungen abgelehnt. Die bürgerlichen Frauenvercine be- gnllgten sich stets, das Wahlrecht schlechthin zu fordern. Nie- «TialS bekannten sie offen Farbe, welches Wahlrecht sie eigentlich erstrebten. Sic wären allesamt bereit gewesen, lauch das reaktionäre Dreiklassenwahlrecht anzunehmen, utn! 1. Ein einmaliger Beitrag zu den Kosten der Entbindung in ! ihre Klasse an öer Macht erhalten zu helfen und diese Macht! Höhe von 25 M. mit ihnen zu teilen. Höhere politische Ziele kannten sie Nicht.! 8. Ein Wochengeld von anfänglich l M. täglich, we'bes leit Demokratie forderten sie ebensowenig, wie ihre männlichen\ Klasiengenosscn. Die Sozialdemokratie aber will, was schon ibr Name be- sagt: Sozialismus und Demokratie! Dem- entsprechend handelt es sich bei der Forde. nNg der Frauen um Gleichberechtigung, nicht nur»m die Mitverantwortlichkeit, sondern auch um die Mitwirkung der Frau auf allen Gebieten des politischen und wirtschaftlichen Lebens. ÄHch neue Aussichten eröffnen sich hier! Die Jugend vom 20. Jahre an kann nunmehr mitentscheiden, die Ehe- tränen, die Mütter, auch die unverheiratet Gebliebenen Durch sie alle wird ein? neue Gedanken- und Gesühlswcli hineingetragen in das öffentliche Wirken. Und wenn dieses auch noch nicht immer, io wie wir ersehnen, sozialtstisch ge< richtet ist, wird nicktSoestow miger die Eigenart des Weibes Nim ersten Mst* bei der zukünftigen Gestaltung der Staats- formen zur Geltung kommen. Die Auffassung beider El?- ichleckster wird sich künftighin verfchmelzen zu gemeinfaiuer fruchtbringender Arbeit. Wie der Krieg den Frauen das teuer erkaufte Wissen beibrachte, daß Frauemckicksal zugleich auch Bolksschickfat ist. so dal ev ihnen auch die Augen darüber geöffnet, daß die Gleichheit der Leiden, die Klassenunterschiede nicht aufhebt, sondern fortbestehen läßt. WaS hätte wohl naher gelegen, als daß die Frauen aller Länder Antiganes unsterbliches Wort„Nicht mitzuhasien, mitzulieben bin ich da" zur inle�. nationalen Loiung gemacht hätten! Ans dem Meer der Tnänen, gaveint von den Witwen, Müitern, Kindern und Bräuten der Gefallenen hätte über alle Grenzpfällle, alle Klassenunterschiede hinweg das Gemernsame ihres Liedes die Frauen vereinigen können. Doch sie erwiesen nch in allen Ländern als ueu« Angehörige chrer Klaste. Sie arbeiteten mit an Völkerverhetzung, an Kriegsverllingemng. ja der Bund deutscher Frauenvereine rief noch in letzter Stunde, als! sfam'lienvcrlicherung wurden abgelehnt. kurzem auf 1,50 M. 5 e rauf gesetzt wurde, für die Dauer von acht Wochen, von denen mindestens sechs Wochen in die L-üt nach der Niederkunft fallen müssen. 3. Eine Beihilfe bis zum Betrage von 10 Dt. für HebamMen- dienste und Srzrliche Behandlung, fäll» solche bei SchwaiigerscheftS« llefchwerden erforderlich wird. 4. Für Wöchnerinnen, solange sie ihre Neugeborenen selbst nähren, ein Ttillgeld von 50 Pf. täglich bi» zum Ablauf der zwölf Wochen nach der Niederkunft. Der C>?'amtböchstaufwand, der sich hi-rnach für einen Wichen« hilfZfall ergeben bat, betragt Gl M. Ta! ist eitle nicht zu unter- kchShende Beibilke für die junge Mutier. Die Neichstrachenhilfe soll«der bei der Demobilifierung mit abgebaut werden. ES wäre geradezu vcrkangniSvoll, wenN an ihre stelle w eder dje ganz unzulängliche Wöchncrinnenunterstühung dcr Kra lle»- küssen träte. Tie städtischen Krankenkassen zahlen eine 23!! ue« rinnenunterstüyung im Rahmen ihrer Kran!«!mnterfiützun?°sätze nrf die Tauet rvn 8 Wochxn an solche Mitglieder, die wind. leuS. ?6 Wochen der Kasse angehören. Für die Landlrankeniassen hin- gegen wurde die Tauer der W öchneri nne n u ntetst ü tzumt auf vier ? Zocken gesetzlich festgelegt. Bon sozialdemokratischer Seite wurde Ve? Beratung der ? eicheversicherungIordnilNg ein auSgedcbnter Wöchnerinnenschutz �esurdert. So wurde verlangt? Ausdehnung der Krankenversicherung auf clle gegen Lohn od-m w ehalt desckäftigten Perlnnen, sowie ans alle Personen, deren Einkommen jährlich K(M Mar? nickt über- steigt. Gew-tdnmg einer Wöckmeeinnenunterstütziing in Höbe de» «rtskeblechen Tagelohns für die Tauer von acht Wollten nach der Niederkunft und«in Stillgald in halber Höhe de? Krankengeldes kür die Dauer von LS Wochen, Ties sowie auch die obltgadorlscha schon alles verloren war, mit auf zur„nationalen" Lsrtcidi. giing. Asse diese Frauen waren bereif, noch mehr Gräber zu füllen mit der Blüte der Jugend aller Nationen. Nur die Proletarierinnen aller Länder einte eine Not: die Not der Unterdrückten, der Ncchtlosen. der Mütter, deren Stimmen im Kricgslärm ungchört verhallten. Eine neue Zeit ist angebrochen. Die Revolution hat die i Frau befreit in Rußland, in Deutschland: sie wird auch bald hinübergreifen auf andere Länder, wo die Frau die voll? Glaichbereckfigung noch nickt Äesitzt, und sie ihr bringen. Wir aber hier wollen uns deS Errungenen freuen, an seinem Aus- bau mitarbeiten! Wollen die Rechte, um die wir so lange gestritten und gelitten, gemeinsam ausüben mit dem Manne zum Wohle der Gesamtheit. Zu neuen Ufern lockt ein neuer Tag! Wüchtieriuttenschutz. Durch dl» Press« geht die Nachricht, daß die RelchSwochen- hilfr auch noch sechs Wochen nach der Entlassung de» Vater» aus dem Heeresdienste gezahlt werden soll, ohne Rücksicht darauf, ob er Arbeit gciunden hat, oder nicht. Gleichzeitig tritt eine Er- höhung des Siillgeldc» van 50 auf 75 Pf. täglich ein. Di« KricgSwochenhllfc wird jeder Wöchnerin, deren Mann KrlegSteilnehme'.- ist, aber auch jedem Mädchen, bei dem ein Kriegsteilnebmet di« Vaterschaft anerkannt hat. gezahlt. Erfreulicherweise wird die Zahlung nicht abbängig gemacht von der Bedürftigkeit, wie e» bei der Gewährung der Kriegs- Unterstützung der Fell ist. Zum Empfang der ReichSwochenhilfr genügt der entsprechende Antrag. Auskunft über Einkommen»- oder VermSgenSverhältnisse werden nicht verlangt. Die Auszahlung liegt in den Händen der Krankenkass«, oder bei Richtversich« rten bei dem zuständigen Militärbureau. Ter Umfang der Leistungen ist folgender: iDer Re gier ungS Vertreter erklärte sele nerzeit, dost ein weitergehender Schutz für Wöch- nerinnen die ganz« Vorlag« für die Regierung unannehmbar mache T>a» stärkte natürlich den Eackwal» tern deS Kapitalismus, inSbesonher« den feettretem des trinnS und der Natiouassiöeraken den Rucken, und so lam cS zu der ganz unzulänglichen Wochenhilfe. Unzulänglich schon bor dem Kriege, denn jährlich starben 10 000 Frauen im Wochenbett, davon 7000 am Kindbertf. l�r, 50 000 Frauen erkrankten schwer an den Frfgen der Mut erfchasl, und nahezu 400 000 Säuglinge fielen dem Tode zum Opfer. Die Erfüllung unserer damaligen Forderungen hätte el» Mehr von 72, en Millionen Mark erfordert; Hunderttausende von Mentchenleben hätten damit erhakten werden können! Und dieses erschreckend« Elend, wird in nächster Zeit noch krasser in Erscheinung treten; denn unsere Bevölkerung ist durchs die lange Not de» Kriege? und durch die andauernde Unter« s ernähruug viel weniger widerstandsfähig geworden. w Herr« müssen wir aber mehr denn je die Mütfer fchühc» ihnen die große Sora« für sich und daö Neugeboren« fernhalten, um gesund«, starke Menschen zu erziehen. ES i st«ine der dringend st e-n Aufgaben de« Regierung, denSchwangeren- und Wöchnerin neu- schütz auszubauen. Durch den Fortfall der ReiickSnwcheirh>ilse sinkt die Wöch- nerinneuunterstlitzung für die arbkiwnde Frau crstchOch herab». indes die große Zahl der nicht erwerbstätigen HouZfrauen üb o> Haupt leer ausgeht. Das darf nach diesem menschenmordeudcn Kriege unter keii.en Umständen geschehen! D«r Ausbau der Wöchnerinnenunterstübung. muh sofort eingeleitet»»erden. Die Genossinnen, welche w �- rend deS ganzen Krieges auf diesem Gebiet praktisch Mitgearbeitet und so ihr Teil dazu beigetragen haben, die Not tvcnigstenS um ein geringe» zu lindern, warten nur daran?, von der Regierung zu sachkundiger Mitarbeit aufgerufen zu werden. A. 28. iWHPiMaW«. DU 0 du ir«m s) i KieiderVerwertuflgsGeseilscIjaft SDmaifladanlensiRBa 83132 Moni« a. Dlsnslaf 30. u. 31. Dezemtier wegen Inventur geschlossen Achtung! Achtung! ............... Cflieanseücllte! Am Montag, den 30. Dezember, Vorm. 10 Uhr, findet in den Germania Pracht-Sälen, Chaussecstr., eine außerordentliche MligliM-vMWÄIW s�a�- Togesordnung: Beschlufefassung über die Lohnbewegung. Kolleg cnl Die Unternehmer haben alle Forderungen abgelehnt. Nun heißt es handeln! Erscheint deshalb vollzählig. Nur Mitglieder haben Zutritt. Verband der Gastwirtsgehilfen. Sektion der Cat�angestellten. HaSer, Ladkierer, �slrakliar eis. «nv«in: snriidiotrit. 3.«i.-n pmt., geSsinn mm 8-1 und j-i Uhr. Bfe SaSHlfNcn i»,«erbnKfirt d» Vlnlcr«tr.!n d-ntn auch «ntnaNmri!, BcNrila« ui.d Neuanu.rldunaeu ikr da» UierUaud «vu«e.>ü«n»n>m«»«udtN. lind fo'-otudf: e9b')'.'ti; Süiivweon: SUciicr.: Nord,»; Ölten; Rordalrnn: yi eddiuz: CHarlonenburo: Uichl.üdera: Steglitz: Ctalitzer Str.»1-«S ra!>tu»tz>r. i Steinmetz tr.(Kj Somemflnbct Gtt. Hä firo e gmntfuiter SN, 16 jlifsi'itr. i.J Ma!p.aq: echr. 7 W»in«i'(ti. i) edicran.c6e?jtt. b DtzppchN. 7 Im tzteflanrant •SenM nn'r�«?uiV,,(t«i'aeU fln:,en dteSaVl«Wud»« UteriWujrta«, dt» LoHlnboitd«|Uitn Im Kelteurmtt Achtung SoEdatenrüte &ÄM dea 30. 12. 18»anktllch nachmittags 1 Uhr im Rcichatags- gabSude, Übet gegehoii Saal 32. Eingang Portal 5. Der Vorstand der firon.Derlloar _ l'. S. P. ßoldalcnlrakiio». ÄMir-Wsiidetliunil„Naturfreunde" Ortsgrappe Berlin. ?» nort.f»If,e«b«n �alilftcOrti finden »»iis-nlecnb von 7- 81, llljv, ti«tt; Siwon: Brandenburg SU. Norktse.'nn; StepHauiir. 8i jlenltztln: Naienstratze ot SUeitzen.te: striedr.ch». 37 Elgendorf: tinlu.(irmuget Ldlershof: V tan.ort!r. »öpenul; Wo en lt. 10** ... üolegan weiden erlucht. �'rtzetzende Annonce nurzuichneidea und itch»Uiöeroahren zu wollen, da du, ätze nur dreimal reiche. nt Im KeiKmrant JKklrt Tie Tlke>ve Wallung. Ii. Kreis 2. Abttilnng Weatta. Montag, dan SO. 12. is, abend, 7� Utir. bei Wiamcra, Hfllowslr, 53, Der Vorstand. Harmonium mit elngabaulem Splalapparat, auch ohna Noten kenatnisse spiel' bar 680 Salon l'armonlDin 5178 M., gebranchtes 378 M, Harmonium. Splalapparat mit£00 Nuten 95 M., (evtl. Katensahinng). Bercer& Co.. OranlottStr, 166. Privatverk. ITIEtg. Misolmng. Nordl Undei'* 'MIHdlacnnltt) 70 Gramm H5 Ft., Uelntchnlttm scliung„U O■ U- rose', 80 Uraram 70 T'f 41. Ciuttmanns neun vor. hesscr.a rielleomlschyng tQrob- sciiniu1 100 Gr. 1.05 oeork. AU UuttHiac.ns Nr. I Vabak- u Weithsel.iiischung» 65 Or. 1.20 M. in da» aiijsoblSglg',n Oese iMtea gegnVoreciguiig dieser Anielge eriililltob. W.ederverKiinitrver- i.ngcn Angebot. Jeder mache Im eigene» Interesse einen Ver- .uclL V.'.llkonmene Liebtsgabe. H.Qullmaiiiiy Berlin O 37. Alexuiiderstra&se 23. Niederlagen i Parffevtn. C 25, Vexander- Itrasse 36«, Oy.-«), Paialawsky, O 27, Alexnnder- «tr«5se 27 •hmaen, O 112, Ucbfcstr. 10. Sallerl. S42, Oranlenatrasse 80. Gebe. Qrkln, W 88,(.iltzow- Strasse HO. Charlottanbur*.'0. Outtoann, Potsdamer Strasse 12. Uchlenberg, Pol. mann. Frank- furttr Allee 249. Neukölln, Liebe, Hermann. Strasse 68. Kabaker, 017, OrOner Weg43. Restevertreter gesucht. Donnerslag, dan 2. Januar 19t«, 7 Uhr im Lokal von Feykara, Melchiorstrahe is Mitgliederversammlung Taget« rd not g: 1. Berieht dar Agitallontkommltilon. 2. 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Westmann l. jescaiMt: Berlin W« Moüreiistraie 37a. 2.(inubUl; Berlin NU, kr. Fran&liirter Straße US. Kriegsanleihen werden von 100 M. an in Zahlung genommen. Sonntags geschlossen. m Oer Sozialist (früher Sozialistische Auslandspolitik) Unalilifinllte sozloldeinokraflsclie Uodiemchrnt Herausgegeben von Dr. Rud. Breitscheid Unter ständiger Mitwirkung von: Ed. Bernstein, H. Block, H. Haase, K. Kautsky, A. Stein, H. Ströbel na. fibonnement viertelHiclt 5— H. Einzeinnsurier 50 Pf. Bestellungen sind auizugeben bei der nächsten Postansialt oder bei den SpedUenren und in der Expedition der„Freiheit*, Berlin NW 6, SchHIbancrdainBi 19 IV. I i EDJAHRSttllilttliE für den INSERATENTEIL der„Freiheit" erbitten wir bis Montag abend. 'S. Diutscher Metallarbeiter-Verband Verwaltungsstelle: Berlin N 54, Linienstraße 83-85. Geschäftszeit von 9—1 Uhr und von 4— 7 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Achtung! Achtung! irwerbslose(Kranke). Wesen des Keniahrsieiertegee finde« folgende Acnderungen in der Auszahlung der Unterstützung«l«tt: Die Kollegen, deren Zahltag aut den 30. und 31. Dezember fällt, erhalten am 30. Dezember Unterstützung 1,„• 2. Januar., 31.„ Wcue". Quarteis ohhue bleibt des Bureau der Krankenabteiluug nm Mittweeh, den t. Januar IIIS Zgx- den ganzen Tag geschlossen."WB� Die kranken Mitglieder werden ersucht, ihre Unterstützung bis Dienstag, den 31. Dezember, zu erheben. Vorstihendes findet keine At.endung bei solchen Mitgliedern, welche sich in Krankenhäusern oder rieiistätten befinden und die ihre Unterstützung erst nach Beendigung ihrer Krankheit abheben. vis tjliedsbacher und Kontrollkarten müssen tpltestens Z Tag* vor dem ADsiablnagsttge abgegeben werden. Die Au«w«hliiiig erfolg* wopmittags von 9 bi» 12 Uhr. Am Dienstag, den 31. Dezember, ist das Bureau nur bis 12 Uhr geöffnet. Die Ortswerwaltung. I Ciiariot enburg. Mitslieder-Versa mmiung Mos, iji 30. Dezemlier, obends Tt, Hit, im Volksbaus Rotlnenstr. 3. Tasesorduuntt: Stellungnahme zur Kreis-Oeneralvcrsammiung, Wahl der Delegierten. Vereinsangelegenhelten. Parteigenossen! In dieser Versammlung werden wir uns auch mit den Beschlüssen der Keichs- koeferenz des Spartakusbundes beschäftigen, deshalb erscheine ein Jeder. Vorstand der U. S. P. Cbariottenbnrg. CfroftotcuM tierr&clut I l I HtiBiaea* 4uf CSCBSS 8F>US«ZG � findet iltr ssä Rrot Ns« Ast>eätssfeiae3STB vermitteln eueti die >1ürB>eit»nact«wel»e. w- Lol4 Sozialdemokratischer �ahlverein ded O. Berliner ReichstagS-ZLahlkreiseS (U. T. P. D.) Tonntag, den 2«. Dezember vorm. tO Uhr Öffentliche Wähler- Uerjammlnng im Stadtheater, Alt-Moabit 47 Tagesordnung: I. Die Revolntion und die National-Per- sammlung. Referent: Dr. Mose«. ». Freie Aussprache. Der Vorstand. Achtung! Zeppelin-werte Ranken. geute Senntog mlttaj 12-7,1 llhr. Snffpunh all« bt AüfUgteu ftoUegen an der Sieges-Siiule(Bönigs-Platz). Zwecks TeUnahrn« an dem Letchenbegüngnls unserer hraneti Marine. Der Ardetterrnt. «»wl, Emert. Ucrwdttungssteiie Strich• ß.»4. Ei»l««tr. ti-u. ««chäffizcit von 4— i Uhr und«01 4—7 Uhr. CtitphOBt Jfmt norden>»,. 1339, I9»7. 9714. Montag, den 30. Dezember 1918: Bezirks-Versammlungen für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin in folgenden Lokalen: Korben: PharuofSle, Diülierstiatze 142, abend» SM Uhr. Norden: Büttner» Zestsäle, Schwedter Straße 23, abend» 7 Ubr Norden: viktoria-tgarten IZritsch). Bodstr. 12, abend» S Ubr Moabit: Sand» Zestsäle. Beusseistratze S. abends 8 Ubr. Chartottenburg:«olkshau»,«osinenitraße 4, abend» Ubr »"■ a"'- e*""- Nchfnberg: Kutkaweki. Psarrstr. 74. abend, SM Ubr Sttalau.RummeI»lmrg: Blume.''Ut-Borhagen S«. abends 8 Ubr 7 Uh�' � l Masche. Berliner Allee 261, obente ISK'SÄ'!?"*"•"<• "WWVZS. Ä»'"--»--'-'--ä Oberschöneweide. Nieder schöneweide. Zohannistbnt m* n« ."uF"*®"' Epa"� a«ä.Ä!ia,Ä,SÄ.3Ä,.™n.t tue Orteoerwoltun,. Ottsverem Amkölln der 11. MitgliederversamM Am Montag, den SV. Dezember,? � im Wintergartenjaal der Unionsbrauerei,- Heid- 23—31. Tagesordnung: 1. Punkt: Stellungnahme zu dem Verhallt# Partei in der Revolutionszeit. Referent: Genosse Haase. Korreferent: Genosse Liebknecht. 2. Punkt: Diskussion. Ohne Mitgliedsausweis kein Zutritt. Der Vorstand' d# III. Kreis U. S. P. � b"! ,30**«»««'"«. abends 7 Uhr w> 0 fchaiwhans»»gel-Ufer ik Grobe Sffenlliche versammW» , Tagrscidnunz: i°, und nnier« nddinm Aufgadr». ..„ Äfferent: Etnon« Dr. SMofe».. r„aM1' Ncgrn Besuch erwartet Ter 1:.'t'—• T e l e f n u k e n- Arbeiter mib AnaestelstA teclchc an der Beerdiaun: der Opser des 21- teilnehmen, versammeln sich../tt UM 11 /- llhr im Liuöesihos. Linden teasze 1t Der Arbeiterr«�» «e-n�nnbrne zum«�.fickrit Zur dejondereü Br chtnnn! Knürnrn w-sen der«Ich»» Abkommen, ist es Pflicht, tw, Ihr wüjMig™ r Stelle(ett- CUue miifnUclmburfi fem.fliuritl- ------ ll. 5. p. vritz-llukow. Wonlon. den 30. Tezemner. nücub«« b Weihnachls-Anlerhaltungs föc killöer a lt lu LeSers Gesellschastshaus. ChaaffeesttM tichibi-öec mit Rezilalioa. � Sintrittskarten K.nder 30 Bf., Erwachse"� samtl. Bez irksfüqrern und bei Grn. Bal �r- � � Ufer 4, Gen. Settel, Hanncmannstrv. e Um zahlreichen Besuch bittet f)ec plZlit» Skr. 79 Sroeifc VeiljW zur Jteifieti Smnlag. 29. Dezember 1918. Ihr seid nicht tot... Ihr trugel dte Revolution in das Land. Entfachtet den Funken zum lodernden Brand... Nun wollen sie euch vertreiben. Ihr kennt sie alle, die Leisetreter, Die Kriegsphantasten, die satten Vm&er. Sie bangten vor euerem Bleiben. Sie wühlten und hetzten Tag und Nacht, Und haben Lüge und Niedertracht Zu ihren Helfern gedungen. Doch Marstall hieltet ihr und Schlotz. Trotz Ebertgarde und Gasgeschotz, Ihr lieben blauen Jungen. Ein Mahnen steigt aus eurem Tod. Die Fahnen flattern purpurrot. Wir wollen nicht weinen und klagen. Ihr lebt in jedem Tropfen Blut, Hell leuchtet euer stolzer Mut Noch in den fernsten Tagen. Bruno Schönlank. bereiten. Nicht Lüge, nicht Verleumdung wird sie daran rb- halten. Der Geist der Toten wird sie stärken zu weiterem Kampfe. Kommende Mütter werden ihren Kindern erzählen yon dem herrlichen Beispiel, das sie uns gegeben. Leu topferen Nalrosea. Im weißen Saale des SchlosicS stehen die grauen Särge der toten Matrosen, die das revolutionäre Proletariat Ber» uns am heutigen Tage zu Grabe tragen wird. Wir kennen nicht die Namen der Toten, wissen nicht, wo ihre Wiege ge» standen, ob eine Mutter ihnen ein weiches Schlummerlied lang oder der ranhe Sturmwind proletarischen Lebens sie von der Kindheit bis in den Tod begleitete. Wir wissen nicht. ob irgendwo«ine Mutter um sie weint, Kinder«m ihren Bater trauern. Mädchen im Schmerz über den Verlust ihres Geliebten das Antlitz verhüllen. Wir wissen nur. daß sie Ränner waren, erfüllt von dem heißen Gedanken der Re« volution. beseelt von der hehren Tatkraft sozialistischen Geistes und bereit, für ihre Ueberzeugung ihr Letzte«, das Leben, herzugeben. Kein schmutziger Wurf spritzt hoch genug, da» Andenken dieser Toten zu beflecken. Sie starben m einem ehrenvollen Kampfe. Heimtückisch hat man sie mit einem Ichimpflichvi Ultimatum überfallen. Aber sie wußten, daß ei sich dabei nicht handelte um irgendeine Zänkerei, nicht um eine aus- geklügelte Parteifrage. nicht lmi persönliche Differenzen, ent- standen aus den sortgesetzten Hetzereien, die seit Wochen gegen sie von gewissenloser Hand inszeniert wurden. Es war ihre Gesinnung, ihre revolutionäre Ueberzeugung. die den sanft- wütigen Politikern der Revolution mißfiel. Sie. die Ma- trosen, die von Kiel aus mit roten Jahnen die Freiheit in das lang geknechtete Land trugen, die mutig die Tore der Kasernen sprengten und immer an der Spitze standen, wenn es galt,«ine Zwingburg des Militarismus niederzureißen. sie sollten aus Berlin vertrieben werden. Und sie beugten sich nicht. Sie nahmen den Kampf auf gegen eine vielfache Heber. macht, und ehrenvoll haben sie diesen Kampf bestanden. Sie wußten, wofür sie kämpften, wußten, daß dag revolutionäre Proletariat Berlins, die sozialistische Arbeiterschaft ganz Deutschlands, für die der Gedanke der sozialen Revolution mehr ist als eine bloße Augenblicksstimmung. hiiuer ihnen stand. Noch im Sterben riefen die nunmehr Toten ihren Kameraden zu, sich nicht zu ergeben. Sie lehnten eine Kapitu- lation selbst um den Preis ihres Lebens ab, wollten nicht, daß man Aerzle herbeihole, um sie zu verbinden, bevor der Kampf entschieden sei. Sie wußten, daß sich hinter den Angreifern die verzerrten Larven des preußischen mllitaristi- scheu Geiste« verbargen. Daß mit dem Nlederiverfl?» der Träger der Revolution die alte Kaste frecher denn je ihr Haupt erheben und ein« Errungenschaft nach der anderen zu- «ichte wachen würde. Selbst Gasgranaten vermochte« sie nicht zu veranlassen, sich dem Willen dieser Herren zu fügen. Ihr Tod ist uns eine Mahnung und ein Beifpiesi Die Elution soll nur solange leben, als sie niemand gefährlich ""''-----— "fiuxiuir»vt------ 5 ifücn, Ui.» f ic— J---- 9 fd. Der erbärmliche Geist einer sogenannte» Ordnung. in Wirklichkeit höchste Unordnung war. sitzt den Sklaven- len Deutschlands so tief in den Knochen, daß ihnen die Haltung dieser Ordnung notwendiger dünkt, als revolutio- re Taten, die das Volk, die ganze Menschheit einmal für mer aus den Fesseln der Knechtschaft reißen sollen. Sie men den Atem der Revolution, ihre ärmlichen Seele« find nuSgetrocknet. daß sie unfähig sind, sich für eine Sache zu seistern. die über die Tage. d:e Jahre hrnauSragt in eine iere. glückverheißende Zukunft.> Die toten Matrosen stellten ihre Ueberzeugung höher als Leben. Sie kämpften gegen eine Ueoermacht, weil sie 'ßten. daß sie für da« geschichtlich verbriefte Recht der pro- arischen Klasse kämpften. Dieser Gedanke beseelte die en Kämpfer. Was hatten die Angreifer dem aegenüber- tellen! Das leere Gerippe des preußischen Militarismus 'mag nr: noch einen verpestenden Odem auszuströmen. >r Niedertracht und Heimtücke kann Soldaten heute noch fputschen. im Jnterefle einer dem Untergang geweihten sie aui ciaene Brüder zu schießen. Für eine nichtswürdige iche kompsend. mußten die Scharen der Angreife? als ve- gl» de» Kampfplatz räumen vor einem allzu kleinen Häuf. n von revolutionären Helden. Wo einst Könßlr sveisien, sich vor in Seid» gekleideten tMen Ii« threr Würde spreizten, stehen heule auf blutroten vpichtn die Sär�e der toten Kämpfer. Aus tausend Zun- j> flammt der Geist der Toten: Anck tstr. revotutirmär? Ar» »n fätttültn haben. ihnen-m-Sr-nvolies Be.iraws cd Aufruf! Um Cintrtea, tat 29. Dezember, mittag» 1 Ahr, Werve» die Opfer der schuldbeladene«» Regleruna Hbert-Scheidrman» zu Brahe aetrage». Ehrenpflicht eines fedeu Proletariers ist die Teilnahme a» de» Brisetzun«sfeierlichkriten. Dir»ufs.'rllnng d»S Kugr» geschieh« »« 12 Uhr in der DiegeS-SIlt« bei den von de» vetrirbr» auf» gestellten Tafel«. Di« Staatsbetriebe Spandaus treffe« sich um 'A1Z Uhr Lehrter Bahnhof, eben fall» dir Kollegen der Zeppelin- Werke Staeke», sowie Riebe Kugellager. Sonst wie die Ob- leute der einzelnen Betriebe angeordnet habe«». Ten Anordauagea der Ordner, die durch rate Armbinden kenntlich gemacht sind, ist unbedingt Folge zu Uisten. Der Zug nimmt de» Weg van der Sieges-Allee, Unter de« Linden, Wkkhelmstraße, Leipziger Ttraste, Spittelmarkt, Alexander- platz. Landsberger Straße, FriedrichShai«. Tie reoalntionSren Obleute und BertranenSlrute der Groß- betriebe von Groß-Berlia. Dank Scholze, R. RowakawSki, Weher. » A.E.G�Werke Hennigsdorf. Treffpunkt zum Begräbnis der Matrose» am alten Platz: SiegeZallee, um 12 Uhr. Kahne» und Schild mitbringen! Die Angehilrigen der Flugzeugmeisterci �i« AdlerShos per- sammeln sich Sonntag, den Lg. d. M., mittag? 1 Uhr, rn der TiegeSullre. woselbst näherer Treffpunkt durch Fahne und Tafeln kenntlich gemacht wird. Achtung Arbeiter. Tnrner Groh-BerlinS. In der heatigen Beerdigung der Op«cr de» 24. Dezember treffen sich die Turn- genossen und Turnschwestern um AI Uhr im Tiergarten(Eisernen Hindenburg). Vorstand Turn-Verein Fichte. I. A.t K. Kroitor. Tie Freie sozialistische Jugend trifft sich zur Bestattung der Opfer vom LZ. und 24. Dezember heute um 1 Uhr am Kemper- Platz(Rolandbrunnen). Achtung! Dreher! Di« für heute, den M. Dezember, einberufene Branchenversammlnngder Dreher findet nicht statt. Die Branchenieitung. Bollzugsrals-Sitzungen. Der Grvß-Berliner VolkugSrat hielt am 26. Dezember eine Sitzung ab. Dadurch, daß die das Reich betreffenden Aufgaben der Avbeiter- und Soldatenräte taut Kongreß« boschluß dem Zentralrat übertragen worden sind, kann er sich jetzt intensiv den Groß-Berliner Aufgaben widmen. In der Sitzung am zweiten WeihnachtSfeiertag wurden zunächst geschäftliche Fragen erledigt. Die Zahl der Angestellten ist — enlippt-chenv dem verkleinerten Wirkungskreis— au' das äußerste Maß beschränkt worden. Die Mandate der VollzugsratSmitglieber werde» in die tände der Mvndatgvber zurückgegeben urtd hat der alte ollzugSrat bis zur Neuwahl die laufenden Arbeiten zu erledigen. Der demnächst statstfindenden Vollversammlung der A. und S.-Räte Groß-BerlinS wird vorgeschlagen: Der künftig« VollzugSrat soll sich aus 24 Mitgliedern zufannnen- fetzen, von denen l6 dem Arbeiterrat und 8 Mitglieder dem Soldatenrat angehören. Politisch ist die Zusammensetzung paritätisch z» regeln zwischen U. S. P. D. und G. P. D. Die Diäten für die DollzuasratSm'itglieder werden In Zukunft nach den Sätzen geregelt, die der Zsntralmt zahlt. Zur Untersuchung der Vorgänge beim.Vorwärts" wurde eine Konnmsiion auS vier Mitgliedern gewählt. Eine Ln-geve Dobatte entspann sich über Sie örtliche Kommattdogsvalt der A.- und S.-Röte. Diase sollen im Sinne der KvngreßbeschUlsse geregelt werden.. In seiner zweiten Sitzung am 28. d. M. nahm der VollzuaSrat zur Beerdigung der Opfer vom 23. und 24. Dezember Stellung und bsschloh, sich vollßälilig bei der ve- stattung am Sonntag zu beteiligen und erwartet eine«nt sprechend«-ctelluug der Arbeiterschaft. Ferner wurde beschlossen, zwecks Arbeitsteilung unid hierdurch bedingt« schnellere Erledigung der Gdckvrne fünf Ausschüsse zu bilden und zwar: I. Groß-Berliner AuS- schuß, II. Ausschuß für kommuinale Angelegenheiten III. Ausschuß für Betriebs- und Gswerbeangelegenheitcn IV. Ausschuß für militärische Angelegeicheiten, V. AuS schuß für interne Angelegenheiten. Di« Wahl der Mitglieder für die einzelnen Ausschüffe wird in der nächsten Sitzung vorgenommen. Stach Erledigunginterner Angelegenheiten vertagt« sich der Vvllzugsrat auf Montag, den 30. Drqember. vormittags 10 Uhr. Bon der Euppe-Garbe. Sir werden um BerSfsetitlichung folgender Zuschrkst ersucht Die S.-Räte der republikanischen Soldaten- wehr trafen sich heute im Mufiksaal der Neue« Bibliothek unter der Führung de? stellvertretenden Kommandanten Fischer. Es wurde speziell die Wirtschafttfrage der einzelnen Depot» besprochen. Der stellvertretende Kommandant Fischer nahm darauf eine' Resolution entgegen, wonach die Marine- Division in dir republitanisch« Soldotenwehr eingegliedert werde und außerdem«ine beratend« Stimm« im fetzige» tzünfer-M»«. schuß erhalten soll. ?S wurde dann über dte zu morgen angesetzt« B e« r d i- g n n g du für ihre FrelheL gesallewen Matrosen gesprochen und beschlossen, daß die Depots der republikanischen Saldatenwehr je eine Deputation von acht Mann entsenden werde,». Jede» provo- katarische Borgehen gegen die Demonstration ber V.?. ist aus alle Fäll« zu»ermeiden. Sine Sbriegelung der Straßen findet nicht statt. Hierauf wurde dl« Brrfommlnng vertagt. Aach Schtutz ber BersaMmluiig wurde plStzlich gemeldet, daß da? aktiv« Unterofftzterkorpi., dte bekannt« Suppe-Tarp«, halt an der Versammlung teilzunehmen, mit ihrer ganze» Au». rüstnng abrücke und noch dem 4.«arSr-Regimen» twersirtzle. WS irmtdr frstyestellt, daß da» ohne Wissen d«t sieilwrUeiendSn Ksmmmidanten Fifftsr geschähe. S? handelt siih offenbar um die lßinttihung d,» Snpps-Äard» in dl» Büegirwekr, di, Mtf fsteK Weis? llnlervsfiKerspche Sekvmmrn ssv. Den Kamenraten �.e. republikanischen Soldatcnwehr soll von ihren Depotführern, welche heimlich hinter dem Rücken de» Fünfer-Ausfchusse»«ine Konferenz hatten, bekannt gemacht wer. den, daß sie in die Bürg-rwehr mit erhöhter Löhnung eintreten könne»«. Auf die Weise soll eine Garde gebildet werden, die gegebenenfalls auch gege« die Revolution Verwendung finden könnte. Arthur Püschel, Schriftführer deS 6. Depots der R. S. W. BerbandsavsschuMuns Eroß-Berlin. Der Vorsitzende de» BerbandSauSschussee de» Verbände? Groß-Berlin hat dessen Mitglieder zu einer Sitzung nach dem Berliner RathauS am Montag, den 13. Januar tS1l>>«inberufen Auf der Tagesordnung stehen Baupolizerverordnungen, Bebau- ungSpläne, VerkehrSangelegenheiten ufw. Die Arbeitslosigkeit. Bei der SrwerbSlossnfürsorgi der Stadt Berlin waren bi? Sonnabend, den 21. Dezember, SgS7S ArbeitÄcs« eingetragen. Bon diesen haben 8060 Arbeit angenommen, so daß S6S19 ein- getragene Arbeitslose derbtteben such. Keine ungench.mgten ErsatzmkNel mehr! Gegen di« zum Schutze d«S PilblikinnS vor minderwertigen oder gnr gesundheitsschädlichen Erzeugnissen erlassene Bestimmung. daß nur solche Ersatzmittel hergestellt und in den Verkehr gebracht werden dürfen, welche durch eine der im Frühjahr in allen Pro- oinzen«richteten Eriatzmittelstellen genehmigt find, wird nach imm« vereinzelt verstoßen. Sgit dem 1. Oktober dürren auch dir noch vor d« Einführung dc» GenehmigungSzwange» erworbenen Ersatzmittel nur dann verbaust werden, wenn sie nachträglich ge- nrhmigt worden sind. Solang« die Genehmigung nicht erteilt»st — sie kann hinsichtlich der in den Geschäften von früher lagernde Ware statt von den Herstellern auch von dem Händler selbst nach- gesucht werden— ist jeglicher Verkauf, auch ein bloße» Zun«» verkaufstellen unzriiÄsfig und strafbar. Die der Berliner Preis- prüfungSftelle angeschlossen« Srfatznnttelftelle Groß-Berlin. Nene Friedrichstr. 9/10, an die etwaige Anträge au» Groß-Berlin oder der Provinz Brandenburg zu richten find, hat ein« Kontrollabtei» lang«ingerichtet, die in kurzem«ine scharfe Aufficht über die in den Detailgeschäften feilgehaltenen Ersatzmittel ausführen wird. Jeder Geschäftsinhaber muß dann den Nachweis der Genehm». gung führen können, wenn er sich nicht der Gefahr einer Straf- Verfolgung und der Beschlagnahme feiner Ware aussetzen will. Dir BildnngSabteUnng der GrweriSlosenfttrforg« teilt«it. daß jugendliche Erwerbslose Rat und Auskunft in Bildung». angelegenheiten im Bureau der Deputation für die Städtische» von �... tag, den 30. Dezember— Märchen mit Licht» und Lebe- bilbern für Kinder— im Theatersaal der Uebung«sternwarte. In» validenftr. 37-62 l Eintritt frei), abend» 7H Uhr in der Aula der zweiten PflichtsortbildungSfchnl« für Mädchen. Brandenburg straß« 3?— UnierhaltungSabend—(Eintritt frei). 2. Dienstag, den 31. Dezember, Beetbovensaal, Nöthener Straße. Blull-arn'.BnischeZ Orchester. Solist: Konzertmeister Seza v. Kr« (80 Pf.). 3. Freitag, den 8. Januar. Kleines Theater, Unter den Linden 44,.Liebelei', Schauspiel von Schnitzler: Eintritt 60 Pf.). Di« wissenschaftlichen Vorträge deginnen we>ge» Kohlenmangel« erst mit Schulanfang. Vom ArbeitSnachwel» ber Stadt Berlin. Wogen der große» Inanspruchnahme in der weidlichen Abteilung de» ArheitSnach, weise» der Stadt Barlin, sieht sich der Arbeitsnachweis veranlaßt. bis auf»eitere» bi» 3 Uhr nachmittag» offenzuhalten. Um den An. drang auf die Tagesstunden zu verteilen» werden Neucinschreibun» gen nur von 2— 4 Uhr vorgenommen werden. Di« SöbeitSver» mittelung und die ArbeitSlosenkontroll« findet zu» gewohnten Zeit statt. DI« männliche Wteiwng bleibt«ach wie vor von 3—3 Uhr geöffnet. Di« Mitglieder der M-ndatSprilfunaSkmnmilsi»» für tzke Wahlen zum Arbeiterrat Groß-Berlin werden gebeten, sich am Mon. tag. de» 30. Dezember, vormittag» 9 Uhr,»rn LehrervereinShau«� Alexanderplatz. einzufinden. Der Wahlvorstand. Alle ehemalige» Mitglieder und FnuktiinSee de« Arbeiter» juarnb, inSbefondere db an» dem Feld« zurückgekehrten, werde« ersucht, am Donnerstag, den 2. Januar ISIS, abend» k Uhr. nach der Lu.a der Pflichtfartbildungtschul«� Georgrnkirchstraß« 11, zu ein« wichtigen Besprechung zu kommen. I. L. de» VropaganbaauSschusse« der U. S. V. R. Hensel. AuS tzi'ersucht erschossen, vor dem Haus» Rathenower Straße 44 spielte sich gestern abend in der seehsten Stunde ei» Eifersuchtsdrama ab. All ein« grau K. ihren Mann mit seiner Geliebten au» dem Haufe kommen sah, wollt« sie ihn erschießen, traf aber die Geliebte, die durch zwei Revotderschüss« getötet wurde. 6in schweres Brandunglück, dem leider eine älter« Frau zu» Cpret fiel, tief am Sonnabend abend in dem französisch«, Hospital der französischen Kolonie, Friedrichsiraße 123. eine u«. beichreiblirbe Aufregung unter den dort aufgenommenen zahl- retchen Pensionärinnen und Anstaltspersonal hervor. Dort war in dem Zimmer der Pensionärin Thea Meister, einer kränklichen. SOsähriaen Dame, die angekleidet im Bett gelegen hat, vermutlich durch Umwerfen einer vor dem Bett auf einem Tisch stehenden brennenden Lampe Feuer ausgekommen. Di« Flammen hatte« die Bett«« und Möbel ergriffen, und da die bochbetagte Dame sich nicht erbeben konnte, derbrannte sie in ihrem Bett, be- vor Hilf« gnr Stell« war. Aus den Ütgutiifafiom Zweiter Wahlkreis. Am heutigen Sonntag, nachmittag 3 U find«» bei Habel, Bergmannftrahr,«ine WeihnachtSfei statt, zu der di« Befucherinneu der Lefeabende mit ihren Kinde hierdurch freundlichst«ingeladen»erden. I. M. Wurm. Dritter Kreil. Die heutige Fluablattverteilun« findet v den Zahlabendlokalen au» statt. D>« Genossen werden ersucht, s zahlreich daran zu beteiligen. Der Borstanb. «echsier Kreis. Am Nontag, den SO. d. Ml»., abend« 7 IT tndet in der Löwen-Braueroi, Hochstraße, Ecke Badstraße, ei ffentliche FrauenverfaMMlung für die 18.« »eilung statt. Genossin Wae» spricht übe«:.Di« Frauen und I Wahlen. Die Rachbarabtrilungen werbe» gebeten, sich an dies Bitsammlung zu beteiligen. Trdptow-vaumschtUenweH. Montag, de» 8V. Dezrmbl abend» 7 Uhr. find« in der«via de« Realgymnasium», Ne Krug All« 7(neben»rm Rrthmife). rine anherorvemltch« Mi ywnirtl tiTig. Sr»«lttz. Montag, den 80. b. M,«»»nt.»? Uhr, in» So �r:rS.r,e. Siossich, iihornsir. lfm: Mi tg l i ed« r de r sa m, . u n c. Bekanntnmchnnjf, belreffend Auslegung der Wählerlisten für die Wahlen zur deutschen Aationalversammlung in Berlin. Nach bcr Verordnung des Rates der Volksbeauftragten vom 19. Dezember 1918 sollen die Wählerlisten für die Wahlen zur deutschen Nationalversammlung acht Tage lang, und zwar in der Zeit vom ZO. Dezember 191$ bis einschließlich 6. Zanuar 1919. zu jedermanns Einsicht öffentlich ausgelegt werden., Unter Bezugnahme aus unsere Bekanntmachung vom 19. November d. I., betreffend die Aufstellung der Wählerlisten, wird bemerkt, daß die Wählerlisten nach dem WohnunaSstcrnde von Anfang Tezember d. I. aufgestellt worden sind. Sie werden während der genannten acht Tage in den nachstehend aufgeführte« 96 Stellen ausgelegt werden, nnd zwar an den Wochentagen von mittags 12 bis nachmittags 7 Uhr, am Sonn- und Feiertag von vormittags 19 bis nachmittag? 5 Uhr. Wer die Listen für unrichtig oder unvollständig hält, kann dies binnen acht Tagen nach dem Beginn ihrer Auslegung, also bis spätesten? 6, Januar 1919, bei un? schriftlich anzeigen oder in den vorbezeichneten Auslegestellen bei unseren dort anwesenden Beamten zu Protokoll erklären, muß aber die Beweismittel für die Richtigkeit seiner Behauptungen, soweit diese nicht offenkundig ist. beibringen. Zur Begründung der beantragten Nachtragung in die Wählerliste ist— abgesehen von sonst etwa erforderlichen Urkunden— entweder der Mietvertrag, die letzte Steucrquitttlng, die Geburtsnrknnde oder die polizeilich bescheinigte Anmeldung für die zur Eintragung angegebene Wohnung vorzulegen. V 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 2Z 23 24 25 26 27 2$ 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 50 51 Verzeichnis der Ausle esteüen für die Wählerlislen zur denlscheu AaKonalversammlung in Leriin. Für die -tasibezirke Auslegestellen 1— 12 u. Teile von Stadtbezirk 144 ISt.-B. 9) 13— 20 u. 22—25 21 u. 26—30 31—38 39—43 44-47 B 48 A— 49 u. 56 B 50— 56A 57—61 B 62—65 66A— 68 69—74 75A— 76 B 76 C n. 78A— C 77 A u. B, 79 u. 87—88 80-81. 84—86 u. 89 90—94 82. 83 u. 95—98 99—104 105—106 u. 107 B 107A. 10SA' bis 100 11(4-11 2 A' 112 B— 113 B 114—118 119—125 126—132 133—137 138—144 145—149 150—154 155—160 161—165 166, 168—170 167A—E 171— 175A 175 B— 177 B 177 C— 177 F 178A— I79A 179B— 1S0A1 u. 180 D 180 B u- C«- 181 D u- H 181 A. B. C u. F 181 C. 0. J u- K 182—188 189A. D. F. 193 C u. H 189 B. C u. 190 C und Teile d. 181 B(190 Q 189 E. 190 B. E. F 190A, D. a 191. 192 B 193 D u. 193 0 192A. 193 B. E. F 193A. 194A-194C 195-200 201—208 Straß« SS JQ Havellands Festsäle Douischer Dom Restaurant Wilhelmsboi FlUgverband-HauS Zum Füriten Bülow Zum Kurfürsten Turnhalle der 2L./173. Gemeinde- schule Restaurant Schönfeld Zum Reichskanzler Refraurant Biedermann Friedrichs-Realgymnasium, Zim- mer 2 pt.(Amtszimmer des Direktors) Reitaurant Kramer Restaurant Rösner Restaurant Roloff Turnhalle der 83./93, Gemeindeschule Turnhalle der 106.(158. Ge- meindeschule Restaurant Fahrow Restaurant'Heidrich Restaurant Nowak Turnhalle der 114./122. Gemeindeschule Restaurant Burkardt Turnhalle der 100./10L Ge- meindeschule Restaurant Hsibner Restaurant Phillpp Restaurant Rudolf Turnhalle des Viktoria-Lhzeumit Restaurant Doberstein Turnhalle der 129. Gemeinde- schule Turnhalle der 5. Hilfsschule Restaurant Pilzecker Turnhalle der 135./137. Ge- meindeschule Turnhalle der 38. Gemeinde- schule Restaurant GustavuS Restaurant Stark Turnhalle der 52.(71. Ge- meindeschule Restaurant Fildebrandt Restaurant Persow Turnhalle der 81./109. Ge- meindefchule Restaurant Burghardt Restaurant Eichner Restaurant Koczorowsti Restaurant Naujoks Fortuna-Festsäle Restaurant Perlewitz Turnhalle schule der 218. Gemeinde- Turnhalle der 243. und 267. Ge- meindeschule Turnhalle der 107. Gemeinde. schule Turnhalle der 239. und 296. Ge- meindeschule Turnhalle der 58.(96. Gemeinde- schule GiemundS Restaurant Turnhalle des Sophien-Real- gymnasiums km 10. K®vember verstarb im Lazarett ingenschusse;. Bruder. Schvaecr —......—------ zu Chftfleroi (Belgien) an den Folgen eines Lungenschusses, mein lieber Mann und guter Vater. Sohn. der Werkzeugmacher Jean Charlet im bllheodea Alter von 33 Jahren. In tiefen Schul--z Wir. Ida CharleC Beb. Breiter u. Tochtfif Orezchea, PlUhuserstr. 56- Fanllle Berthold Cbarlei, Demralner StraBe 31. Familie Paul Charlet, Ps-nlemr. 26. Familie Georg Charlet. Soldiaentr. 8. Neue Friedrichstr. 85 (Eingang Taubenstraße) Anhaltstr. 12 Blumeshof 17 pt. Potsdamer Str. 45 Kurfürstenstr. 156 Pallasstr. 15 Möckernstr. 135 Dorckstr. 90 Belleallianccstr. 27 Mittenwalder St». 34/37 Fürbringerstr 36 Bergmannstr. 70 Dieffenbachstt. 55 Diefsenbachstr. 60/61 Britzer Str. 17/18 Reickcnberger Str. 147 AZaldemaritr. 75 A/anteusfelstr. 9 Cöpenicker Str 2 Görlitzer Str. 52 Reichenberger Str. 67/70 Rcichenberger Str. 95 Alexandrinenstr. 134. Alexandrinenstr. 1 Prinzenstr. 51 Annenstr. 42/43 Cöpenicker Str. 125 Blumenstr. 77 Blumenstr. 34 Fricdenstr. 31 Krautstr. 48 Koppenstr. 75 Goßlerstr. 10/11 Fruchtstr. 38 Litauer Str. 17 Bromberger Str. 12 Tilsiter Str. 4/5 Petersburger Str. 9 Zellestr. 6 Samariterstr. 8 Pettenkoferstr. 13 Strausberger Str. 3 Am Friedrichshain 6 Petersburger Platz 3 HauZburgi'tr. 20 Paul-Hehse-Str. 8 Chriftburger Stt. 7 HeinerSdorfer Str. 1 1 Liniensir. 8 Steinftt. 29/34 Sozialdemokratischer Wahlveroin kür den 6. Berliner Reichstags wablkreia. 9. A&t Bzk. 593 a, Nachruf! Am 10. Noverab. verstarb Im Lazarett an den Folgen eites Longenschnsses, unser Genosse, der Werkzeugmacher Jean Charlet Putbuserstr. 56. 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 S 90 91 92 93 94 95 96 Eotenlnnieii stellt ein Expedition Wlnsstralle 62/63. Laden, ab S Uhr. 10 Botenfr« stioht Henkel. Usedomstraße IS. Ehre selnsm.luden kec. 10 Bolenstaueii 10 sucht Spedition HeucLel, Usedomstr. 18. Für die Stadtbezirke AuSIegestellen Straße 209—213 214—217 218-223 224—229 230—234 235—240 241— 242 C 243A— 245 246A— 247A" 247 B— 247 F 248A— D 249 A— 249 C u- 249 Q 249 D— 249 F u. 250 B 250A, C, D u. E 251—253 " 254 B u. D 254A, C u. E 255—258 259—261 B 261 C— 266 267—270 271—274 B 275—278 279—283 284A— C u. 288 B 285—287 C u. Teile v. 282 (St.-B. 285) 288A, 289 u. 290A— C 29 1A— C u- 292C 292A. B, D u. 293A 293 B— 294 B 295— 298A 298 B— 301 302—304 305—307 308A. C. D u. F 308 B. E, 309 iL 310 D 310A, B. C 311 C 311A. B. D. 312 313. 325A u. B 314A— C 314 D— 316 317— 319 B 320Ä— C 321— A— 322 323A— 324 326A— D Turnhalle der 8./63. Gemeindeschule Turnhalle der 1. Gemeindeschule Bötzow-Brauerei Brauerei Pfefferberg Restaurant Schüßler Turnhalle der 26. Gemeinde- schule Restaurant Werlee Turnhalle der 200./214. Gemeindeschule Turnhalle der 240./261. Gemeindeschule Restaurant Buchholz Turnhalle der S86./2S8. G«. meindeschule Restaurant Hielscher Turnhalle der 56./304. Ge. meindeschule Turnhalle deS Luisenstädtischen Gymnasiums Restaurant Penning i Gesellschaftsbaus Restaurant Rummer Brauerei Oswald Berliner Restaurant Meyer Turnhalle de» Humboldt-Ghm- nasium» Turnhalle der 111.(188.«e- meindeschule Turnhalle deS Lefsing-Gym» nasiumS Turnhalle des FriedrichS-Gym- nasiums Turnhalle der 13. Realschule Restaurant Krickmann Restaurant Seidel Restaurant Lachmann Turnhalle der 206./212. Gemeindeschule Turnhalle der 41./242. Ge- meindeschule Turnhalle de? Dorotheen- Lyzeums Restaurant Ditkun? Restaurant Fischer. Turnhalle der 183./106. Ge- meindeschnle Restaurant Wilhelm Zülke Turnhalle der meindeschule Turnhalle der 8. 58./800. Ge- Gemeindeschule Turnhalle der 2S2./27V. Ge- meindeschule Turnhalle der 808. Gemeinde- schule Turnballe der 72. Gemeindeschule Turnhalle der 118./127. Ge- meindeschule Restaurant Wilhelm Walkau Restaurat Rudolf Frisch Turnhalle der 208./28S. Gemeindeschule Restaurant Jä nicke GipSstr. 28 a Koppeupiatz 12 Prenzlauer Allee 247 KI. Saal, links Schönhauser Allee 178, link» Kaitanienallce 22 Ruppmer Str. 48 Schönhauser Allee 158 Oderberger Sir. 57/52 Greisenhagener Str. 58/52 1 Prenzlauer Allee 182 Scherenbergstr. 7 Behmstr. 87 Schönfließet Str. 7 Gleimstr. 49 Demminer Str. 13 Swinemünder Str. 42 Ackerst-. 18 Brunnenstt. 140 Ackerstr. 128 Gartenstr. 25 Pflugste. 1* Pankstr. 18 «Ibrechtstr. 28 SchleSwiger llfer 14 Werststr. 1A *• Dortmunder Str. 15 Sind euer Str. 81 SiemenSstr. 80 Wiclefstr. 68/54 Wilhelmshavener Sir. Perleberger Str. 1a Rathenower Str. 8 a Müllerstr. 168/152 Sprengelstr. 19 Ostender Str. 39/40 Lütttcher Str. 4 Dchoeningstr. 17 > Schulstr. 118/124 Utrechter Str. 30/31 Antonstr. 10ft5 Pankstr. 17 Hochstr. 25 Badstr. 12 Gotenburger Str. 2 Koloniestr. 13 Berlin, den 28. Dezember 1918. Magistrat. (J..Nr. 878 IVahl. 18.) :,j III. Botenfrauen steigt cia BQbner, Schulstr. 69. zu vermieten.— Zu erfraget in der Cxpeditlooderfrciheit. Orüner Weg 18. Der Vorstand. Junggeselle sucht ge. Jtliches Heini mit Kost sofort oder spiter. NW. N. 0 oier C. Offerten an Gastwirt Qeori; Borcherl, Schulzendorter StraBe. Durch Paneibüro KeakiSün jrtoff-SiraOicschuhe. bezusscheinirei. verkauft, auch Senntass. b..-Ulir.Seute.Neuköi:., Johann-Hus-Str,«. Qaerscb. part. am Richardolatz. Kreis U. S. P. T ode annzeifc. Den Mltgilederu zur Nach- rieht, daß unser Genosse Alois Löhnert Uegnitzar Str. 21, III. Abt verstorben ist. Die Beerdigung findet heut nachmittag d Uhr. Neuer | St.- Mtchaal- Kirchhol am Marleodorlcr Wur statt FJtre ttinera Andenket)! KegeBeteiÜRuag erwartet Der Vorstand. Issislin kauft tiridu, BeuBelstr. Si. Aus wa!i 1 in Nußbaum, Kleiderschränken. Vertiko, Umbauten, Moquettrosa, Trömeau, Ausziehtische reizende farbjge Küchen siebenteilig 400.— Möbelhaus 30 nur Andreasstraße Osten 30 nserate «sacht: Spartakus dir. 2,8 u w DerStfirmer Nr. 1. 1 a, 4 6 usw MlttellaassUan Nr. 7. 11. 14. Jahrg. 16 17. Odcrua ao ZeltuegsspcdlUoB Walter Prems, Lichtenberg. Taaderferstr. 8. für den darautfolrcndea Tag müssen spdtcsiccs bis 5 Lhr ncchm. bei der Expedition SchlUbauerdarum lU sulge- ceben sein. ssas ♦ DI« herzlichsten ölflch»'i iiuscd' J aci£tiwaBicu v-— �' zur Verlobuitfl! unserer lieben Oenos«'"| Kollegiii.{ »"« UMto «»-.„WiiaUM! BSNÄ roeebt Ccfe* Die Steffi�