10 Pfennig. Abend-Ausgabe. t I WebnUtoir«etllH NWBk«chlsf»«»«rda»« I» TO, ReimfpKdjec: 41 tw Marken mk*•»« Di«„�r«ibe!l"»rlcklint jroeimal Ifiilidg. msig««« unk nachMlttOJ»,»n Eonn- und �«si logen nui morgen». Der Dezug»pr�i» betrögt bei freier Zustellung ins Hau» sür tSrofc-Berlin monatlich 8 Ä Zllr die krieki» gung ausmärtiger Bestellungen ist oortzerige Sinsendung ker Beeug»- gsdustr erforderlich.— Die.Fieibeit" ist Im ersten Mochiro? her P»st- »eitungzliste für 1919 eingetragen und kostet bei direktem Postbetug ohne Bestellgebuiir monatlich SM. bei Zusendung unter Streifbank< M. Mtier Organ «xpekittau: Berlin«W«. Schlffbanerdd«« l»rT. Fernsprecher: Amt Norken 97«W. Inserate kosten die siebengespaltene Ronpareille�eile oder deren Rau« 70 Ps..Kleine«n., eigen" da» seltgedrnchte Wort SV Bf., jede, weitere Wort IS Pf. Tie dreigespaltene Reklame, eil- Z M.. Teuerungszuschlag 80%. Bei I�amilienonzeigen. Bersammlnngsanzeigen von Gewerk- schasten und politischen Organisationen füllt der Teuerungszuschlao fort. Inserate für den daraus folgenden Tag müssen spätestens bis o Uhr ödende bei der Expedition, Echiffbauerdamm 19. aufgegeben fein. der MabhSnMen Sozwemokalischen Vartei JeuWiands �nlfrannft 1 Dienstaft, den 81. Dezember UWH 9!nmmer 88 Entspannung in Besserung der Lage. Posen, ZG. Dezember. Die EchllchtungDkomnrisslon ke« »»llzugbouSschusse« de»».> und D.» R» t e» unk ker kommandierende Keimöl p,n»»» Polen. Schneiden: ii hl,-0. Dezembee. Die östlichen«ebeike«. Nnk Seldutenrüte in Wreschen.«ilasia,» und«chrada Häven ben»w. schlug ait da» Königreich Palen»ff*,'»«»•«♦•O»"- * Sasel, 80. Dezember. Noch einer Had-»meid',n,«»arte gor Vertreter der Warschauer Negierun«. Hempel, der in Pori» mit einer Soiidermisstoli einaetr»sfen ist, er s« der»ordst« einer lNissi-n. die in nächster Zeit nach V»r:b kommen werde. u«d« Vagsebutteen der biegierung in Warschau»u dem d»lnifch»n IbaHaualrat von Pari»»u rege'n. Heaipel»rllarte ferner, der Prändettt der polnischen Nepublik.«eneral Pad«retu»»i. in»allem Gin vernehmen mit de««kinisterprSsidenten»kt»rae»e»«N,«ne ! nationale lkompensationsxsaterung bilden möchte, in die all« pol- nischen Bo!k»tk*l« aufgenommen werdeii, um die konstituierende Natieitalversommlung vom ZV. Januar IVIS vorzubereiten. Hem- »el heb die Bedeutung einer schnellen Verproviantierung Polen» Herkar. Die„NUrmnjjpest"««!» an» N e kal»u berichten, day die p»ln*fch« Neaierung in Warsck>au die Generalmohil» m a ch u n g für ganz Polen angeordnat Hab«. » Im Anschluß«n mehr»der minder beunruhigende Telegramme au» Polen und Polen ruft die bürgerliche Presse nach militärischem kinjchreiten. L« einfach liegt die Eaede ja nun nicht." Mit dem Rafchinengewehr kann jeder Efel regieren. Und Hand- ranaten sind nicht da» Mittel, die Bünden de» alten yste-n» in Polen aulhi'sliich'n sstiewih kann die deutsch« Negierung nicht tatenlos die- ser vemeaung zusehen, die sich in Ltädten abspielt, die einstweilen immerhin noch deutsch sind. Da» soll uns wird sie auch nicht, wie bereit» Lanostberg in Breslau versichert hat. Sie kann und muß aber ihren Soldaten noch einen anderen KüeKxllt qeben a!» Waffen und Munition. Der liegt in der Tatsache, das! da» vorgehen der Polen sich gegen Deutschland und die Entente richtet, d. h. gegen den Waffenstillstanbsvertrag, den die Entente so gut unter- schrieben bat wie wir. Zweck und Binn diese« Beitrage» ist der, daß die Regelung der im Kriege strittigen fragen «uf friedlichem Weg« erfolgen, d. h. bi» zu den frieden»- »«Handlungen vertagt werden soll. Diese Verhandlungen würden«nch über di« Zukunft Deutsch-Polen» entscheiden und»war, nach Wilson» Grundsätzen, im Sinne der Be- »S.kerung. Versuchen jetzt die Polen, schon vorher eine un- friedliche, blutige Entscheidung berbeizusühren, so richtet sich ihr vorgehen gegen Wilson genau so wie geg/n Deutschland. Wilson und die Enrente haben die Pflicht, dies« pol- «ische vowegung in friedliche Bahnen»u lenken. Wir glauben, daß sie sich dieser Pflicht nicht entziehen 5onnen. Aodenfall» ist da» der einzige Weg zu einer friedlichen Lösung. Wird«ine solche nicht erreicht, so tragen die Verantwortung die Polen u n d die Entente. Sie haben die Schuld, wenn noch weiter Blut fliesten must. Sst lim-itll Im»rteiMBlelfln». Wir haben schon gestern bemerkt, dast die offiziösen vb- VchkvächungSversnche der Tarstellung, d.e wiruber�uve. fehl Ebert» an den Kricg»mmister gegeben haben, airf da» Wesen der Sache gar nicht eingehen. Der Kriegsminister geht»n dem wichtigsten Punkte vorüber, dast er nämtich eine a e l e a f hat die den Einspruch enthält und dl« richtig« Darste�ung gibt- E» braucht blast die Urkunde per- ö f f e n t l! ch t werden, um sofort all« die offizwsen Lb- leugnungsversuche zu widerlegen. Wir möchten auch die Frage an den Krleg»mmist«r richten, ob er wirklich bestreiten will, dast �s"e DaM-lluna beni Sinne nach— um einzelne Worte handelt e» sich nicht- r i ch t i g ist. Wir sind der Ueberz-ngung er k a n n -» nicht bestreiken, und halten unsereDarstellung » u f r e ch t. Vicht«eh?„vergevdete Nillioe»". Wochenlang hat di- mehrheitisozialistische Presse auf der .vnftcheu-rlichrn" Le.jchwenbuna h-rumger'tten. die nach den Mitteilungen der.Pol P.rk �'�� 00"� � und S.-Ziäten getrieben worden i-inlollte. M� konnte sich gar nicht aenng tun, über die Hunderte von Millionen, za über die Milliarden zetern, die sinn- und»wecklo» von den ». und I. Räten verpulvert worden wären, und natürlich diese unerhörte Milliarden- Vergeudung den in di« Schuhe zu schieben. suchte man „Unabhängigen inabestehe Sich bringt die den„Pol. Park. Nachr.- sehr ,» in Änk!»»n Äien«ehrheitSsozialistisch.. Presse I Ha. benutzte„Sozialistische Korrespondenz" klutzführungen, die ganz ander» gestimmt sind. Man höre nur: G» ist nicht wahr, dast die Revolution verschwen» kern» gewlrt>chaft«t hat. Di« Arbeiten und Soldaten. rate haben dem Reiche unzählige Millionen gerettet, die lenst auch noch in der Auflösung der alten Ordnung vergeudet worden waren,«o die und S.-Ratc selbst e i n p« a r x« u f» n k-ü!« r( zuviel au»g« geben haben, inVbesondere keim Beritner B«llzuz»rat, hat kie sozialdemokratische Presse e*!** 8®tm»r�chiaaen unk dafür gesorgt, dast mit den »fienUichen Geldern aus» Eparsainst« gewirtschaftet wird... Sämtlich« A.» und V.-RSt« brauchen für ihre eigenen Per- waltungHbedürfniss« noch nicht den zehnten Teil defien,«a» früher allein für k e �i»illisten tztr Kürsten ,u»ge,eben worden ,ft. Da» ist von der unabhängigen Presse sofort gesagt war» den, gl» die Hetze gegen die A.» und S.-Räte begann. Ilber damals wurde dergleichen mit Hohn zurückgewiesen. Wenn die Herren Heilmann, Hofrichter usw. sich jetzt plötzlich zu unserer Auslassung bekehrt haben, kann un« da» nur recht fein. Aber ob diese»„kann hbmben recht», kann schreiben link»' ihn» sehr»um Ruhm» gereicht, ist«in« andere Fra»«. Sa« Sleuerprogrm«. Da» gestern veröffentlichte Gteuerprogramm unterscheidet sich in feinen Grundsätzen immerhin vorteilhaft von dem. da» Herr Schiffer in seiner bekannten Rede ver- treten hat. Wir behalten un»«ine eingehender« Kritik vor, bi» di« Einzelheiten vorliegen-und mochten heute nur be- merken, dast diese» Programm von unseren Genossen in der Regierung mit beschlossen worden ist und al» die ReichSkan»i»i gelangt«,-die Untevschristan Udert- «se trug. Der Spgrlalusvune.- Au» der Rede Rosa Luxemburg» aus der Kon- fereiez des Spartakusbundes spricht tiefe Enttäuschung, und' wir vermuten, dast diese durch den Verlauf der Tagung noch vermehrt worden ist. Uns überrascht diese Stimmung niSt. R. Luxemburg iah den Heistesten Wunsch ihre» Leben? erfüllt: die deutsche Revolution und sich selbst an der Spitze einer eigenen Partei, die sie als die Ekite des revolutionären Pro» letariat» ansah, als da? Instrument, ihre radikale Politik, deren Grundzüge un» allerdings auch hellte noch im Halbdunkel zu verschwimmen scheinen, durchzuführen. Und nun must sie auf dem Konzrest erklären, sie vermisse den erforderlichen Ernst und bemerke eine starke geistige Bequemlichkeit! ?lnd?re,tpiirdeu�i::'�-. Öed.rif-;, v�/lcichi etwas schärfer ausdrücken, aber die Sache ist zutreffend bezeichnet. Und was da» Schlimmste ist. der Unernst und die geistige Bequemlichkeit haben in der augenblicklich entscheidenden Frage den Sieg über die geistigen Führer de» Spartakutz bundek davongetragen. Tie Wahlbeteiligung zu den Wahlen der?!ationalversammlung wurde mit groster Mehr- heit abgelehnt. E» ist nicht uninteressant, dast die Argumente für di« Wahlbeteiligung sich zum Teil mit denen decken, die wir, Haase und apdere. von Anfang an hier vertretest haben. Auch wir haben stet? auf den Unterschied zwischen der deut- schxn und russischen revolutionären Situatian hingewiesen, haben unsere Genossen davor gewarnt, mit unnützen Diskussionen di? Zeit zu vertrödeln. Wir haben nachgewiesen, dast in dieser Phase der Revolution die Nationalversanimlung kommen wird und dast eZ die falscheste Taktik sei, sich der not- wendiacn Entwicklung entgegenzlistemmen und statt für den Kampf zu rüsten, sich gegenseitig in unfruchtbaren Debatten arbeitsunfähig zn machen. Run sind die schärfsten Vertreter dieser lähmenden Taktik zusammen und müssen selbst zugeben, dast all ihr Widerstand auf einer ganz falschen Einschätzung derdeutschenVerbältnisse beruht hat. R. Luxemburg macht dafür die Unreife der Arbeiter verantwortlich. Wir überlassen dem„Vorwärts" die demagogische AuS- nützung dieses Wortes. Wir machen kein Höhl daraus, dast auch wir die revolutionäre Enischlossenbeit und da? revolutionäre Bewusttsein der deutschen Arbeiterklasse gröster wünschten. Aber kann man eine Politik treiben, die von den Tasachen absieht, ohne Schiffbruch zu erleiden? In der Tat hat die aanze innere und äustere Politik des SpartakliZbundes bisher nicht da» aerinaste für die Forifüh- rung der Revolution geleistet. Zuerst hiest es: Alle Macht den A.- und Soldatenräten! Keine Nationalversammlung! Vergeben? wies-n wir daranf hin, dast diese Parole ein Unding sei, nachdem jeder Tag aufs neue bewies, dast die deutschen Arbeiter sich von dem Boden der Demokratie nicht abdrängen lassen wollten, dast die Diktatur von den in Aus- sichk genommenen Diktatoren immer entschiedener abgelehnt wurde. AI» doqn der Rätekongrest zusammentrat, als e? sich herausstellte, dast die Mehrheit rechtssozialistisch war� wurde der Zentralrat, dem man zuerst alle Macht geben wollte, als unbrauckchares Werkzeug in Acht und Bann getan und durch die schädliche Abstinenzpolitik all« Mallst den Rechtssozialisten in die Künde gespielt. Jetzt, wo c» zu spät ist, kehrt man zur Natioualverfammlung zurück und fordert die Wahlbeteiligung. Wir können nicht beurteilen, ob die Anhänge/ oder Gegner der Wahlbeteiligung die Konsequenz für sich haben. Nachdem man einmal den festen Boden der Demokratie verlassen. nachdem man sich über die wirkliche Stimmung der Arbeiterklasse und der A.- und S.-Räte phantastischen Jllu- sionen hingegeben hatte, mustte diese Stückkehr zur Wahl- beteiligung bei den Anhängern Erstaunen und Widerstan! hervorrufen. Sie brauchten sich blast der Argumente geger die Nationalversammlung, di- sie so oft gehört hatten, zr bedienen, um den Antrag auf Wahlbeteiligung zu Falh zr bringen.- „ Sie haben damit N. Luxemburg wird mit ihren Befürchtungen durchaus recht behalten— ihre Gruppe, in d» V BTel effrlichcr IdmIiSmnS ttnb evolutionärer Elan «eben„Unernst unö geistiger Bequemlicbkeit" lebt, ms dem politischen Leben der nächsten Zeit »usgeschaltet.� Keine kindliälen.Handstreiche werden daran ztwas ändern und keine Drofmngen. Denn ihnen feblt We erste Voraussetzung, die Macht. Taft im weiteren Verlauf der Revolution Aenderungen der Situation sich ergeben können, das; gegen konterrevolutionäre Gewalt Nbwehr nötig werden kann, ändert nichts 5aran, daß in der gegen- värtigen Situation die Taktik des Spartausbnndes voll- ständig versagt hat. Und nicht nur in dieser Zrage. Was soll dazu gesagt werden, daß Spartakus auch in der jetzigen ökonomischen Situation Deutschlands, in der das Wirtschaftsleben so daniederliegt, die A: heiter aber über die größte Macht zur Durchsetzung ihrer Forderungen verfügen, nichts anderes zu tun weiß, als zu Streiks aufzurufen, die fetzt überflüssig geworden sind. Tie Lage der Arbeiter wird und kann auch ohne das verbessert werden, aber die Produktion wird ae- fährdet in demselben Moment, wo wir ihre größte An- spannung blauchen, um unseren Gütervorrat zu vermehren Spartakus aber begrüßt die Kohlenstreiks, die die Weiten arbeit unserer ganzen Ipdiistrie und Landwirtschaft in Frage stellen! Und ebenio sinnlos, wie die wirtschaftliche. ist die auswärtige Politik. Gewiß, die Weltrevo- lution, den Triumph de? Sozialismus muß jeder Sozialist wünschen. Aber können wir daraus die geaemvärtige Poll- tik ausbauen, wo wir sehr wohl wissen, daß beut« die West- länder unter der Siegesstimmung stehen? Sollen wir eine Politik treiben wie die Russen, die alles auf die Karte der deutschen Revolution gesetzt haben? Die kam, aber für Ruß- land lvar es zu spät, und da sie da ist, ktfnn sie den Russen nicht mebr helfen, weil ihr die Macht fehlt. Wir meinen, der Ausfall der estalischen Wahlen spricht da sehr deutlich. Wenn auch die Arbeiterpartei, die reformistisch ist und nicht revoiiitionär, am wenigsten im SpartakuSsinn Erfolge errungen hat. so zeigt sich doch, daß von wirklich levolutionärv Spannung in England heute kein« Rede sein kann. Und da stellt sich R a d e k hin und proponiert einen ge- moinsamen- Kamps der deutschen und russischen Arbeiter gegen die siegreich? Entente, einen neuen Krieg nach der Niederlage. Das ist W a h n s i n n, und mau begreift nicht. daß deutsche Arbeiter solch verantiportungsloien Unsinn anhören können. Das ist nicht mehr„geistige Bequemlichkeit", das ist nur mebr U n e r st. Tie neue kommunistische Partei, das hat ihre Tagung enthüllt, kann keine wirksame Kraft in der Fortführung der Revolution darstellen. Dazu sind ihre geistigen und mate- riellen Grundlagen zu schmal. Sic schädigt durch ihre Taktik das Proletriat, daS sie spaltet und auf Abwege fiihrt. Und uns ist nickst banae, daß immer größere Kreise der Arbeiter zu dieser Einsicht kommen werden und zur klaren und sicheren Taktik zurückkehren, die nie Hütt? verlassen werden dürfen, zur Taktik des Marxismus, der sozialistischen Demokratie. Gegen den ReioriniSmuS und gegen die Halbheit bw rechtssozialistischen Führer, ober auch gegen die Phantasuk der äußersten L'nketi müssen wir die Politik der Entschlossen- heit und Einsicht verfolgen, die die marxistische Erkenntnis gewährleistet. „daß di« deutschen Kathokiken, dl« zu anderen Aelten. wie all- bekannt, mit unbeugsamem Mute schwere Prüfungen ertragen und überwunden haben, fich kraftvoll zum Schuve der bedrohten Rechte erheben und �ür die Aufrechterchaltung einer Potksschule eintreten, die zum Grundpfeiler den Religionsunterricht hat, der ja da» wirksamste Mittel zur Heranbildung de» echten Christen und de» rechtschaffenen Staatsbürger» ist." Pekanntlich bestreitet die Sozialdemokratie keinem Gläubigen da» Recht, sich religiös zu betätigen, wie er will, auch seine Kinder religio» so erziehen zu lassen, wie er e» für angemessen hält. Wa» da» Erfurter Programm fordert, ist nur, daß kein staatlicher Zwang auf religiösem Gebiete ausgeübt wird, und daß keine Mittel der Allgemeinheit für die Zwecke einzelner Rei.gionS- gemeinschaften aufgewandt werden. Mit.Kulturkampf" hat da» natürlich nicht da» geringst« zu tun. „Buch altem Master.- Der V'Sst zum„neue» kullnrkampf-. Mit Ccnngtuung berichtet die„Germania" von einer Kund- gebung de» Papste»„zum neuen Kulturkampf". E» handelt sich um ein Schreiben de» Kirdinal» Gasparri an da» Preußisch« Episcopat, da» folgendermaßen beginnt: „Seine Heiligkeit der Papst ist bei der väterlichen Liebe, die ihn mit Euer Emiren, und mit den Katholiken Deutsch- kand» verbindet, mit' lebhafter und tiefempfundener B e- üngstigung den neuen polilischen Ereignissen gefolgt, die einen so verhängnisvollen Wechsel in die B c- ziehun gen. zwischen Staat und Kirch« gebracht haben uue so erxstlich die freie und ungestörte Au»- Übung der katholischen Religion bedrohen, für die so viele edle und großmütige Seelen ihr Wirken und che Lebe» eingesetzt haben." Der Kardinal erklärt dann, dem Papst gereiche zur be» sonderen Freude die Kunde, Ein Soldat der Republikanischen Soldatenwehr teilt un» folgende seltsamen Porgänge mit, die fich in der 3 Kompagnie Depot 2 zugetragen haben sollen:„Am 30. Dezember mittag» nach 12 Uyr trat der Feldwebel Nolle vor die Kompagnie und stellte die Frage, ob die Mcnnschaflen damit ein- verstanden wären, daß di.- Solditenräte abgeschafft würden. Er hätt- bestimmte Unterlagen, daß die jetzige Re- giernng die Soldatenräte nicht mehr anerkenne. Die Republi- kanische Eoldatenwehr würde in einigen Tagen aufgelöst werden. da sie da» Pertrauen der jetzigen Regierung nicht mehr hätte. Tin Oberleutnant vom 2. Gardcregimcnt wollte die Bildung einer neuen Formation iwrnehmen, die d a» P e r t r a u e» der jetzigen Regierung besitze. E! sollen dort keine Sol- datenräte mehr gebildet werden, sondern vielmehr nach altem Muster der Dienst sich vollzieh«»: vormittag» Spielen, nach- mittag» schießen. Wenn sich die Mannschaften damit einverstan- den erklärten, so sollten sie mit den anderen Depot» zusammen sofort nach dem 2. Garderegiment kommen, um von dort die ganze Sache zu arrangier-n. Die Mannschaften äußerten da- gegen jedoch Bedenken. El ist eine Untersuchung in dieser Sache vom Soldalenrat der Republikanischen Coldatenwehr eingeleitet worden." Die zuständigen Instanzen und Behörden hätten alle Ursache, durch gründliche Untersuchung Klarheit in diese dunkele Angelegenheit zu bringen und die Schuldigen schleunigst zur Rechenschaft zu ziehen. Sie gegenrevolullonSre BerschwSrnng in Wnchen. Wir berichteten schon vor einigen Tagen über eine groß- angeigte gegenrevolut-ionär« Verschwörung in München, die nur ocmk der Wachsamkeit unserer Genossen in den Soldaten- und ckvbeilerräten aufdeckt worden ist. Tie Fäden dieser Vcrschwö- rung laufen in alldeutsch-milltaristischen Kreisen zu- sammen, die in rassiniertester Weis« vorb-rcitungen für einen Putsch trafen. Demerkeniwert ist die Unterstützung, e-ie sie hierbei auch von klerikaler Seite icmden. Tie heilige Dreieinigkeit der Reaktion: Kavi!ali»rnn». Militoritzmu», Klerikal!» nu» trat hier bereit» deutlich in Aktion, um die Revolution beimtücksch zu übersallen und abzuwürzen.— Ueber vi« Vorgänge liegen bisher folgende Einzelheiten vor:» München, 20. Dezember. In der heutigen Sitzung de» pro« visorischen bayrischen Rationcrlrat-» legten die unabhängigen Sozialdemokraten Material vor, da« der Minister sür militärische Angelegenheiien, Roßhaupt er, später als a u t h e n t i s � anerkannte, woraus sich ergibt, daß unter dem Deckmantel der Gründung einer Bürgerwehr tatsächlich unter der Führung de» Oberstleutnant» Haack, de» alldeutschen Verleger» " e h m a n n und de» früheren liberalen? a nteagSab'eordne ten B u t t m« n n, genau« vorberetungen für einen b e w a f s- Mieten gegenrevolutionären P u t s ch-getroffen wur- een. Truppen, Geld mw gesammelt worden waren. Da die Mini- st er Auer und Timm in Unkenntni« dieser Tatsach« den Auf» ruf für die Errichtung der Bürgerwehr mitunterzeichnet haben, verlange» dann di« unabhängigen Sozialdemokraten den Rück- tritt dieser Minister- Der Minister de» Innern. Auer, teilte mit, daß di« Regierung erst in den allerletzten Tagen erfahren habe, welch« Machereschasien sich hinter der Gründung der Bürgerwehr verborgen, und daß Auer, Timm und von Haller daher ihr« Unterschriften zurückgezogen hätten. Weiter erklärte Auer, daß die Teilnehmer an den konter- revolutionären Txeibereien verhaftet seien und die Untersuchung selbstverständlich durchgeführt werde. E» sind noch folgende Einzel« heilen au? dem mitgeteilten Material hervorzuheben: Nach den Mitteilungen Buttmann» in einer Geheimsitzunz am 2S. Dezember war alle» zum Losschlagen bereit. Gewehre, Mcrchinengew'hre, Handgranaten, Munition und Geld waren vorhanden. Ein Oberstleutnant war zum militärische» O-berbesehlOhaber ernannt. 5» wurden Parolen autgegeben und das Läuten von Kirchenglocken alz Alarmzeichen bestimmt. Zu letzterem hatte der Erzbischof gesagt: Befehl»» können Sie unt nicht, aber zwingen Sie un» doch dazu. In allen Siadüeilen war die Errichtung von Werbebureau» angeregt. Die Etadtkcmmandantur, die Polizeidirektion da» Landlag»gebäude, da» Perkebrlministerium, da» Ministerium de» Aeußern, der Bahnhof, die Telephon- und Telegraphen-Anlagen sollten besetzt werde.-. Prinz Ernst von Sachsen« M e i n i n g e n sollte die Brückenüberwachung übernehmen. Da» Ministerium de» Aeußern sollte mit Maschinengewehren. Hand- granaten und Leuchtpatronen, die stark blenden, unschädlich gemacht werden. Ane SMgebu«g d?r süddeutschen Begtemnzen. Stuttz««, 20. Dezember. In verschiedenen Autsprachen der Regierungen von Bayern, Württemberg. Ba» den und Hessen, di« am 27. und 28. Dezember in Stuttgart i«altgesund«a haben, ist einmütig be-chlosseu worden, künstig g»- meinsam hinzuwirken auf 1. N e u e i n r i ch t u n g de» Deutich«» Reiche» auf bunde» staatlicher Grundlage, 2. Schaf- fung einer aktionsfäbigen Reichsregierung und Nationaiversammlunq. 2. schleunigst« Herbeiführung de» Frieden» für da» Teulsche Reich. Heber die Bedeutung diese» Vorgehen», da» nur ein« verschärfte Sicherung der Reichkcinheit und de» Wirken» der Reichsleitung anstrebt, wird un» noch weiter mitgeteilt: Die Regierungen der vier Starten in Süddeut-chland sieben auf dem von der Revolution geschaffenen Boden. Sie sind entschlossen, die politischen und sozialen Ziele der großen llmwäl« jung mit aller Kraft weiter zu verfolgen und Störungen jeder Art mit Entschiedenheit abzuwehren. Di« Verhältnisse in Berlin bedeuten nicht allein ein« solche Störung und Ge'ähr» dung der neuen Errungenschaften, sie bedrohen auch die Ein« heit de» Deutschen Reiche». Die deut'che Einheit vor seder Er- schütterung zu bewahren/ wird aber von den vier Lande»« regierungen al» vornehmste Aufgabe ange'ehen, und daruiy haben sie sich zu gemeinsamem Handeln vereinigt. Sie lehnen autzdrück- lich jede Sonderbündelei ab und halten am Reich in seiner bunde»- staatlichen Gestaltung fest. Damit bewahren sie alle Gau« Deutschland» vor den immer deutlicher erkennbaren Nachteile» einer ausschließlichen Zentralverwaltung, die unsere Landet« regierungen zu untergeordneten Provinzbebörden berabdrücke» würde. In den letzten Wochen vermochten die Regierungen der Einzelstaaten keinerlei Einslutz auf die Entschlüsse der Reicht« leituna mehr auszuüben. Demgegenüber muß an dem seitherige» Mitbestimmungsrecht festgehalten und dessen Ausübung durch ein bunde» staatliche» Organ in Gesetzgebung und Verwaltung verlangt werden. Nur mit Hilfe diese» bundeZstaat» liehen Organ» ist e» möglich, dir voll« Handlungsfähigkeit der Reich»Ieitung wieder herzustellen und die Arbeite» der kommend:» Nationalversammlung zu einem guten Ergebnis zu bringen. Dt» Reichsleitung muß vor ollem befreit werden von allen örtliche» Einflüssen, die in jedem Fall eine Schädigung der Recht« aller übrigen Deutschen darstellen. Nur die Meichsleltnna, deren volle Handlungsfreiheit auch die Gegner aRrkennen. wird einen Fr»«« den zu erlangen vermögen, wie da» deutsche Volk ihn braucht. Uns will scheinen, daß in diesen Auffossungen nocki sst viele Reste des alten Partikularismus enthalten sind. Wir möchten davor warnen, wegen momentanen örtliche» Schnnierigkeiten die dauernden Interessen der Reichs einheit hintanzustellen. Bolkev-Hr In Srmwschweig. Braunschwcig, 30. Dezember. Da» Amtsblatt veröffentlicht ein Gesetz, nach dem mit der vollkommenen Auflösung sämtlicher im Braunschweigischen Lande garnisonierenden Truppenverbäud» und Behörden begonnen wird, auOschliehlich die der Bezirk«?»!»- mando», Lazarett«, de» Proviantamt» und der Garnisonperwal- tung. An Stelle de» stehenden He-re» tritt nach der vollständigen Temobilisation die freie Volkswehr. Die Anordnungen 10. Armeekorps sind für Braunschwe'g»'cht«naßgehend. Leujahr m» Sie iia.enSermacher. Von Karl Vollmann. Ein in b'elen LrLn Teutschland» üblicher Reujahrtörauch besteht darin, daß man in der Ncujahrsnacht ein Feuer entzündet, in daS man mit dem Glockenschlage zwölf Uhr den alten Kalender hineinwirft. Mit. ihm läßt man noch alle» mögliche Haukgerät, da» glcichjallö zu nicht» mehr nütze ist, vor allem alte Besen, in Flammen aufgehen. M.i dem neuen Jahre halten der neue Kalen- der und der neue Besen ihren Einzug. Da neue Besen bekanntlich gut kehren, so berechtigen sie zu den schönsten Hoffnungen, die man a«ch auf den Kalender und damit auf da» Jahr selbst über- trägt. Wie alt diese Siite des Kalenderverbrennen» ist. wissen wir nicht, aber älter a's der papierene Kalender kann sie teinctfall» sein. Dieser selbst hatte«inen Vorgänger/den man nickt gut ver- brennen konnte und dessen Pcriertiger mit der Papiermacherei sowohl wie mit der„schwarzen Kunst" Gutenieeg» gor nicht» zu tun hatten. Tie äliesten Kalendermacher waren nämlich— Steinmetzen I Neujahr fiel damal», al» sie. ihr Gewerb« ausübten, auch noch nicht auf den 1. Januar. Mit dem Tag, wo die Tonne ihren tiefsten Stand am Himmelsbogcn erreichte, mit dem 21. Tezember ließ man da» Jahr beginnen. Wie sollte man aber wipen, wann die Eon»? am twfslen stand? Hier ist nun der Punkt, wo die Arbeit der ältesten Kalendermacher einsetzt. Auch bei den Urvöl- kern halte man schon beobachiet, daß die Tonne nicht immer an derselben Stelle de» Horizont» aus- und unterging, daß sie viel- mehr zweimal im Jahr gewissermaßm: umkehrte. Diese Umkehr- punkte legte man fest und so entstanden halt gar merkwürdige Kalender: riesige Steinblöcke, die so aufgestellt wurden, daß man über sie noch dem Ilmtedrpunkt hlnvisieren konnte. Ging im Tom- wer die Sanne an diesem Punstt auf, jo feierte man irobe Feste. denn«» war schön und warm und blieb c» noch lang«, e« war ia der Tag. den wir heute al» den 21. Juni bezeichnen. G'ng sie aber im Winter, also am 21. De- zember, an diesem Punkte auf. so feierte man ebenso frohe Feite, denn nun wurden die Tag« wieder länger. Man ließ sich also keine passende Gelegenheit entgehen, Freudenseiern zu veran- stalten. Heute machen wir e» jo noch genau so. Nur da» Datum ist ein andere» gewordensund der Kalender hat ein andere» Au»- sehen angenommen. Der steinerne Kalender blieb lange im Gebrauch. In der Näh- alter Tempel usw. finden wir häufig Steinmarken. die alle auf den Umkehrpunkt der Sonne hindeuten. Aber schließlich de- gann man doch bessere Aufzeichnungen zu machen, teil» auf Papyru», teil» auf Wach»!afeln. Diese Kalender waren zuerst nur für die PriestersckafI bestimmt, da» Volk'brauchte mit der- artigen Dingen nicht allzu genau Bescheid z»c wissen. Erst in Rom wurden auch Kalender für Private hergestellt, die meist die Gestalt den WachZtafeln hatten, auf denen die Mona:« und Tage verzeichnet waren. E» stand auch barin, wann man Steuern zu zahlen und ähnliche angenehme Ding« zu verrichten hatte. Auch Angaben über Auf- und Untergang der Sonne und de» Monde» sind in ihnen bereit» enthalten. Im übrigen ober hatten diese Kalender die Eigenschaft, daß sie nicht so recht stimmten. Do» Jahr war nämlich einige Minuten länger al» sie angaben und diese Pünuten multiplizierten sich im Lause der Zeven zu Tagen. Außerdem hatten die römischen Kalendermacher, die Prieister, noch Berechnungtfehler gemacht. So kam e». daß im Jabre 47 b Chr. da» Sonnenjahr und da» im Kalender verzeichnele Jahr um nicht weniger al» 07 Tage differierten. Nun ordnete Juliu» Cäsar eine Kalenderreform an. indem er befahl, daß da» Jahr 708 nach der Erbauung Rom» 442 Tage haben solle. Tadurch wurde vom Jahr 47 v. Cbr. an der Neujahrttag auf den 1. Januar verschoben. Freilich stimmte auch bi« damalige Berechnung nich, ganz, auch der neue Kalender wurde der- Länge de» Sonnenjabr» nicht hinreichend gerecht. Die Schalttage, die man alle vier Jahre zum Ausgleich einschalten sollte, waren verschiedene Male falsch eingeschaltet worden und so kam e», daß man im Jahre 1S82 zu einer zweiten Kalenderreform schreiten mußt«. Diese zweite Reform, durch Papst Gregor XIII. veranlaßt, wurde die Grundlage unsere» heutigen Kalender». Um die ge- machten Fehler autzugleichen, ließ man die Tag: von, S bi» 14. Oktober überhaupt au»fallen. Nach dem 4. Oktober zählte man gleich mit dem IS. weiter. Außerdem wurde noch an jeder Jahrhundertwende ein Schalttag«ingeschallet. So wurde eine möglichst weitgehende Uebereinstimmung zwischen dem Tonnen- j->hr und unserem Kalender herbeigeführt. Freilich ist auch diese Nebereinstimmung noch nicht ganz genau und man wird in etwa 3200 Jahren zum Ausgleich«inen Schalttag ausfallen lassen müssen, wa» man dann ungefähr alle 3300 Jahre zu wieder- holen hätte. Darüber aber brauchen wir un» deute schließlich die Köpfe noch nicht zu zerbrechen. Wir wollen nur hoffen, daß die Kalendermacher dann auch nicht daran vergessen, da» zu tun. wa» ihre Pflicht ist— vorausgesetzt, daß man dann überhaupt noch so rechnet wie jetzt.. Auch da» ist nämlich zweifelhaft geworden. Eine neu» Kalenderreform war kurz vor dem Kriege bereit» in Angriff gt" nommen und sie wäre vielleicht schon«ingeführt worden, wenn eben der Krieg nicht gekommen wäre. Die Ursache zu dieser Reform bilden die Mängel de» Gregorianischen Kalender», der. wie wir gesehen haben, nur unter Verwendung von allen mög- lichen Kunstgriffen mit dem wirklichen Sonnenjahr in Ueberein- stimmung gehalten werden kann. Tie neue Kalenderreform gebt von S. de Kler? au» und wurde im Jahre 1210 berestt von der Londoner Handelskammer angenommen, auf deren Ver- anlassung sie einer internationalen Kommission unterbreitet werden sollte. Ter Zusammentritt dieser Kommission war bereit» vorbereiiet und der Kalnder, der den Namen„Internationaler Kalender" führen sollte, wäre wahr'cheinlich auch angenommen und von einem bestimmten Zeitpunkt an eingeführt worden. Kr löst die, wie man sieht, seit Anbeginn der Zeitrechnungen schwt- bende Kalendersrage in geradezu glänzender Weiss- Ter Neujahr»tag bleibt der Neujahr»tag— aber «i wird nicht gezählt. Er ist ein Festtag ohne weitere Bezeichnung. Der jetzige 2. Januar wird dann zum ersten Tag de» Jahre» und bekommt die Bezeichnung 1. Januar. Da» Jahr selbst wird in vier Trimester geteilt, von denen jede» drei Monat» oder gl Tage zählt. Di« ersten beiden Monate de» Trimester» zählen je 30 Tage, der letzte, also der März, Juni, September und Dezember, je 31. Dieser 31. fällt dann immer aus einen Sonntag. Die Vorteile diese« ungeheuer �einfachen Kalander- softem« sind sehr groß: alle Wochentage fallen in ollen Trimestern gleich, also der 1. Januar, der 1. April, der k. Juli und der 1. Oktober immer auf den Montag, der t Februar, l. Mai, 1 August und X. November immer auf den Mittwoch»sw. Man weiß also stet» ohne jede weitere Berechnung, welchem Wochentag ein bestimmte» Datum entspricht, ganz gleich, um welche» Jahr e» sich handelt. Damit leine Verschiebung eintritt, wird der Schalttag, der sichi alle vier Jahre wiederholt, zwischen dem 31. Juni und l. Juli eingeschoben. Er bekommt jedoch keine Monatsbezeichnung und führt ebenso wie der Neujahrsiag nur die Bezeichnung seiner Eigenart, nämlich den Namen ,S ch a l I t ä g". Dieser internationale Kalender, zu dessen Einführung wi» erwähnt, die Internationale Kommission- schon vorbereitet war. Die taste in Sber'chleüe». k beiden fettischen Kompagnien der von der provisorischen lettischen Negierung aufgestellten?°nde»webr und erklärten. da& fie»u Dezcmb-r der Provinzial�o�u-.! den Bolschewisten übergehen mürden. Der lettische Mmcher- pra>ident ü Ilmann In Breslau tagte am SO. schuh für Schlesien unter dem Vorsitze de» Minister? Hirsch unter Teilnahme aller politischen Parteien. Die Verhandlung berührte in der Hauptsache die tschechische und die ober- sch lesische Frage. Hinsichtlich der tschechischen Frage wurde festgestellt, dah Grund zur Sorge für die schiesische Grenzbevolke rung zur Zeit �icht vorliege, zumal die Reichgregierung entschlossen sei. mit allen Machtmitteln Angriffen entgegenzutreten, die unter Verletzung de? Wassenstillstandes von ZtachdsrnationSstl auf deutsches Gebiet gemacht würden.. In de«- o be r'ch le si sch e n Frage wurde die nach- stehende Enischiiehung nahezu einstimmig gefaht: 1. A'Sbaidige Besehung leitender Stellen und politischer Be- amtenstellen mit Männern, die Vertrauen bei der Bevölkerung genießen, unter iveitestgehender Heranziehung katholischer. polnisch sprechender Männer, wird zugesagt. 2. TaS Verhälini» von K i r ch e u n d S t a a t in religiöser, politischer und wirtschaftlicher Beziehung kann nur unter Wah- rung aller berechtigten Wünsche Oberschlesien» auf gesetzlichem Wege und nach Benehmen mit den Kirchoubehörden geändert Joetden. Die Erteilung de» Religionsunterricht» in öffentlichen und privaten Schulen darf gleichfalls nOr unter Wahrung aller berecktigten Wünsche Oberschlesicn» auf gesetzlichem Weg« geregelt werden. Dabei wird die Regierung mit aller Macht eintreten für die Freiheit der Religion»übung, für den Rcliaion»- ' Unterricht in der Muttersprache in der Schule und für die Unvcr- sehrheit de» kirchlichen Vermögen». 3. Eine eigene Delegatur de» fürstbischöflichen Stuhl» für Oberschlcsien mit dem Sitz im Jndustriebezirk wird bei den kirch- lichen Stellen erbeten werden. 4. Vor dem Erlaß von Anordnungen, die wichtige ober- schlesische Interessen berühren, hat die Zeniralregierung mit den zuständigen schlesischen Behörden Fühlung zu nehmen. � 6. Ein besonderer Kommissar für Oberschlesicn wird beim Oberpräsioenten nnd dem Zentralrat für Schlesien zur ständigen Vertretung der Wünsche Oberschlesien» gestellt werden. Minister Hirsch faßte dann die Stellung der Regierung zusammen. Ich glaube, die Debat'e hat erwiesen, daß die Vor- sammlung in überwiegender Mehrheit den Gedanken der Er- richtung einer b es anderen Republik Oberschlesien oblehnt, serner, daß sie mit derselben Mehrheit auch den Ge-�- danken einer Republik Schlesien ablehnt. E» ist ge- beten worden, daß die Regierung der Provinz Schlesien den er- forderlichen Schutz angedeihen lassen soll. Ich kann nainen« der Regierung erklären, daß wir bereit sind, alle», wa» in unseren Kräften steht, nach dieser Richtung bin zu tun. Wir werden über- legen, ob wir diesen Schutz direkt von Berlin an» gewähren, oder ob wir mit Rüch'ickt auf die besonderen Verhältnisse Schlesien» noch Schutz nach Schlesien dirigieren in der Weise, wie e» in den vorliegenden Anträgen verlangt wird. Wa» die Forderungen an- betrifft, die in ibre» Anträgen erhoben werden, so kann ich er- klären, daß wir sie in Berlin dem Kabinett mit allem Ernste zur schleunigsten Beschlußtassun, unterbreiten werden. Im übrigen möchte ich für meine Person bereit» heute die Erklärung abgeben, b-ß ich innerhalb der preußischen Staat»regierung dafür eintreten werde, daß einstweilen der Provinz Schlesien ein gewisse» Selbstbestimmung» recht insbesondere zur Aufrecht- erhaltung der Ruhe und Ordnung gewährt wird. verschar�ng der Lage in den baliischen Yrovinzeo. Mitau, St. Dezember. Der Soldatenrat M i ta u teilt mit: Die Engländer im Hafrq von Riga fordern plötzlich, daß die deutschen Truppen züm Schutz der Bevölkerung hier- bleiben, und drehen Deutschland für alle Schäden und verbrechen der Bolschewisten haftbar zu machen. Bon Norden vordringende russische Truppen sind von Riga durch eine eiserne Division von Freiwilligen aufgehalten worden. Der Generalbevollmächtigte W i n n i g und da» Armeeoberkommando 8 Riga erlassen Auiruse an die Truppen zur Entsendung weiterer Freiwilligen, denen von der lettländischen Regierung ast» Se- Mahnung neben 10 Mark täglicher Löhnung volle Staatsbürger- rechte und die Möglichkeit de» Landerwerb» versprochen werden. Riga, 30. Dezember, lieber die Vorkommnisse in Riga wird gemeldet: Am Sonntag, den LS. Dezember, meuterten die wandte sich an di« deutsch-baltische Kam- pagnie der Lande»wehr mit dem Ersuchen, die Meuterer zu ent- waffnen. Doch baten die Deutschbalten zunächst davon abzusehen, weil sie jede Verschärfung der nationalen Gegensätze zu ver- meiden wünschten. Durch Vermittlung de» englischen Konsul» wandte sich di elettrsibe Regierung nunmehr«n da» englische Geschwad-r, da» in Riga vor Anker liegt, dessen Kommandant seinerseit» auch wieder mit den Deutschbalten wegen eine» aktiven Eingreisen» in Verbindung trat. Auk Grund der Verhandlungen, die dann an Bord eine» englischen Kreuzer» stattfanden und an denen Vertreter de» deutschen Gesandten in Riga, der lettischen Regierung und der deutschbaltischen San deSwehr teilnahmen, umzingelten am Montag früh um 0 Uhr deutschboltische und reich»- deutsche Truppen die Kt'erne der Meuterer und stellten ihnen ein Ultimatum zweck» Uebergabe. Da diese nicht rechtzeitig erfolgte, griffen die Engländer im Einvernehmen mit dem deutsche« Oberkommando mit ihrer Schiff»- artillerie ein und bombardierten die Kaserne. Sie erzielten zwar keine Treffer, erreichten aber, daß di« lettischen Kompagnien in einer Stärke von ungefähr 200 Mann sich bedingungslos ergaben. Die englischen Wahlen. Amsterdam, 50, Dezember. Koch einer vorliegenden Meldung an» London über den Su»gang der Wahlen haben die KoalitionSgegner viel mehr Stimmen gewonnen al» man nach den. ersten Meldungen erwartete. Räch dem Lon- doner Korrespondenten de».Telegraas' entfielen auf die Koalition b 293 97b, auf die KoalitionSgegner 4 000bgg Stimmen, s« daß die Koalition bei einem gerechteren Wahlsystem nur eine kleine Mehrheit erhalten haben würde. Räch der„Morningpost" betrug die Zahl der Wahlberechtigten LI VN 811 Personen. E» beteiligten sich an der Wahl 107dv2bS Personen oder 49.3 Prozent der Stimmberechtigten. Für die Koalition»u«ionist»n wurden demselben Blatt« zu- lolge 8 527 518, für die Koalition»liberalen 1 480 635. für die KoalilionSarbeiter 154 174 Stimmen abgegeben, von den Koalitionlgegr, rn erhielten die Unionisien 587 889, die Liberalen 1 830 078, die Ratwnasisten 830 010, die Arbeiter- parteiler und Sozialisten 2457648, die unabhängigen Kandidaten 408 791 und die Sinnfeiner 497 522 Stimmen. Der frühere HerauPwber der„Dastv Chronicle" Donald 'chreibt denn auch, daß die Liberalen bei jedem PertbältniSwaht- ftsstern jeder alternativen Abstimmung oder bei Nickwahlen viel besser abgeschmtten haben würden. Si« sind, sagt Dinald, durch Manövrieren geschlagen worden. Große Gebiete, wie GlaPww und florksbire mit Einschluß von Hull. die vorherrschend liberal und demokratisch sind, haben hauptsächlich unian'stische SV- aecrtmete erhalten, viele Liberale, deren Halwna gegenüber dem Kriege tadetlo» war und die die Koalition Llovd George di« ganz« Zeit über unterstützt hatten, wuxden nur de»balb wütend«nge- gri'fen, weil sie, sich«in gewisse» Maß von Unabhängigkeit sichern wollten und an den großen liberalen Grundsätzen festhielten. Sie sind Opfer der Wahlstrategie geworden. Aber währenv die Liberalen, die dem Premiermvnii'ter nicht vollkommen treu waren, geichlaaen wurden, ist er jetzt selbst der jüngste Gesellschafter der Koalition»firma. Bei der Ausstellung der KoaltionSkandidaten wurde nicht» getan, um da» Parteigleichgewicht zu wahren. Dir Umonisten haben denn mich, wenn sie in Bezirken, die srüber fester liberaler Besitz waren, kandidierenten, den offiziellen Segen er- halten. Wenn man nach dem Stimmberhältni« in den Bezirken mit drei Kandidaten geht, so findet man, daß diese Bezirke nach der Zahl der abgegebenen Stimmen jetzt noch tibevaler und demo- l ratischer sind al» früher. kleichslonserenz de» Svarlalnsbnnde». Die heutige YormittagSsitzung wird eingeleitet mit einem Re- fer«t über: D>« wirtschaftlichen Kämpfe. Referent ist Paul Lange, der Redakteur ixr.Handlungsgehilfen- Zei» tung". Wie am 4. August eine PerbrüderuvH der sozialdemotra. ti'chen Partei mit dem Bürgertum er'olgt sn, so habe jetzt eine Verbrüderung der Unternehmer mit den Gewerkschaften stattge- sunden. Die Gewerkschaften vertreten nicht mehr die Interessen der Arbeiter. Die Unternehmer hätten darum eine wahre Angst davor, d«ß die Arbeiter den Gewerkschaften den Rücken kehren könnten. Redner kommt dann aus bix Organisation der KriogAz Wirtschaft zu sprechen, die zur Beseitigung der Kleinbetriebe ink Interesse de» Großkapitalr geführt habe. Diese Organisation bilde die Bast» für die sofortige Sozialisierung der Wirtschaft. Redner polemisiert gegen B a r t h. die Publikationen de» Zentralrat» und de» S'aaistsekrelär» B u au st Müller, und Aeußerunaen von Geschäftsführern, deren Stellungnahme müsse zur Folge* habe«, die Beseitigung de» Kapitalimu» auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben. Wir müßten den Arbeite:«, die den Kapitali»mu» sofort beseitigen wollen, dabei behilflich sein. Die Streik»<« Ruhrrevier und Oberschlesien seien zu begrüßen. Nur durch tat» kräftige» Handeln könnte der Kapitalikmu» aufgehoben werben. Die Arbeiter seien wohl imstande, die Leitung der Betriebe selbst» ständig auszuführen, ohne die Unternehmer(Zustimmungs.— Eine Kommission unterbreitet den Delegierten ausführliche„Wird» schaftliche UebergangS'orderungen für die Industrie- und Handel»« arbeitet, auf di« der Referent verweist. In allen Betrieben seien Betriebsräte einzusetzen, die in allen Angelegenheiten, die da» Ar» a beitsverhältni» de» Arbeuer» und der Angestellten zum Unter» nehmer betreffen, s e l b si ä n d i g nach Anhören de» � Unter» nehmer» entscheiden. Der Betriebsrat soll die Konirolle über di« Produktion und den Geschäftsbetrieb de» Unternehmer» au»- üben. Dem Unternehmer steht über die Entscheidung de« Betriebsrat» da? Recht der Beschwerde bei dem B e z i r k»- W i r t s ch a s t» r a t zu.- In den Werkistätten find Werfstäitenröi« einzusetzen. Der Bezirk». Wirtschaftl- ra t hat in allen Fragen selbstäntiig zu entscheiden. Er wird v», den Arbeitern und Angestellten eine» zusammenhängenden Be- zirk» gewählt. Für die einzelnen Industt'e- und Handelszweig« werden Industrie« und Handel«wirtschaft»räte ge- wählt. Für da« ganze Reick wird von den BezirlSwir!schaft»räIen ein Z e n t r a l w i r t s cb a f t» r a t gebildet. In ihm sollen auch berufene Fachleute als Berater aufgenommen werden. Zu seinen Aufgäben gehören die allgemeine Kontrolle der Produktio«, namentlich der Reihstr�fproduktion und de» Amßenhandel« und di« Belieferung der einzelnen Industrien mit Arbeitsmitteln vom Stantziunk: der UeberWtung zur sozialistischen Wirts chast. Der ZentralwirkschaftSrat ist berufen zur Ueber» nähme ganzer Industriezweige in sozialistisch« Verwaltung. Die gesamten Wstischäftprät« unterstehen dem Zentralkongreß der Arbeiter- und Soldatenräte. Zur Leitung aller Streikbewegungen, um sie alle aus da» sozialistische Ziel zu richten und eine evtl. Uebernahme ganzer Betrieb»- und In» dustriezweige zu bewerkstelligen. ist von allen Dezirk»wirtschaft»» raten eine zentrale Streikkommission zu schaffen, di« bei jedem Streik sofort in Funktion tritt. E» werden dann ein« lange Reihe von wirtschastlicken Vervrd-j nungen zum Schutze der Arbeiter aufgestellt. Di« wöchentlich« Arbeitszeit soll 35 Stunden betragen einücktießlich der SBausenj Neberstunden müssen später von der roaelmäßigen Arckeitlzeii abz«»i zogen werben. Bei Mangel an Rohsiotsen ist di» Verkürzung der ArbeittxeÄ auf«ll« Ardei'er zu verteilen. Die zw«no»«oeis» Abschiebung von Industriearbeitern aus» Land ist zu Verbindern Dann folgen Forderungen hygienischer Art und folck« zur Bildung der Arbeiter, u. a. die Einrichtung von Betriebsbibliotheken nutz Lesehallen. In der Diskussion wirtz verlangt, die Forberuugen sofort durchzuführen zu sacken. Hammer- Essen wendet sich gegen di« Gewerkschaften, deren Führer da» vertrauen der Massen der» loren hätien, und verlang» praktische Vorschlüge zur Stellung gegenüber den Streik» und den ßieweri» schaften. R i e ge r- Berliu spricht gegen die Tarif» vertrage, die Sklavenverträge feien. Kurze Streik» zur Ent» fachuny und Belebung de» revo'utionären Geiste» seien notwendig, Aber die wirtschaftliche Jnteressenverlrewiifl der Arbeiter könnt«« wir nicht übernehmen. Frölich- Hamburg tritt für ein« Propa» ganda zum Austritt der Arbeiter au» den Gewerkschaften«in, da dies« von innen heran» nicht bekämpft werden können. Weitere Redner treten für sosortigc Oezialisieruirg der Betrieb««in. Vi« Delegierter au« Düsseldorf teilt mit, daß doch noch immer Krieg»» materiat hergestellt werde, da» nach einem ein« Stund« entfernt liegenden Platz gebracht werde, um e« dort zu zerschlagen. Der Vorsitzende teilt mit, daß die Nkttlinien nicht zur Ah» stimmung gebracht werden, sondern si« sollen den Delegiert«» j ledigsich al» Material dienen. j S» liegen zwei Antrüge vor. dl« gegen di« Gewerkschaste» scharf Stellung nehmen. Zur Führung der wirtschaftliche» Kämpf« seien blondere Kampsorganisalioneen örtlich begrenzt zu schassen, die in Verbindung mit der Leitung der Kommunistische» Partei stehen. Hecker-Ehemnitz und Rosa Luxemburg bekämpfe» die Anträge energisch. Heckcr warnt davor, alle» totzuschlagen, bevor nicht neue» an der Stelle sei. Rosa Luxemburg erklärt, Wjj e» Aufgabe der Arbeiterräre sei, di« wirtschaftticken Kämpf« ,» führen. Die voeliezcnten Rich'linien zielen auf eine vollständige Au»hShlung der Gewerkschaften hinan». Auf Vorschlag Ras» Luxemburg» werden die Anträge der Wirtschaftskommission, dr« von den auf dem Boden de; Spartakn�iund»» stehenden A.» und S�Räten gebildet ist, al» Material überwiesen. stellt nun tatsächlich dir denkbar einfachste Lösung de» Kalender- Problem» dar. Er bietet für Geschäft»- und VerkebrSIeben un- »eheure Vorteile. Cb nach Friedensschluß die Arbeit für seine Anführung wieder ausgenommen wird, läßt sich heut« aller- "ng» noch nicht sagen. Zu wünschen wäre e»l ?r!ß von ünrnlj:„Ein CeMchi". 8um ersten Male im.,J u n g e n Deutschland". Direktion: Max Reinhardt; Regie: Ernst Stern. Bühnenbild: � Ernst Stern. Technische Einrichtung: Rud. DworSki. Die ssiesck'chle de» verkannten Genre« gehöre der Bergan genast an, diese jammervollen Zustände hätten aufgehört, und man nähere sich wieder den gütigen fördernden Grundsätzen dem jun- »en Talent gegenüber; folrf* Trtenntni» lomme in erster Linie ungebändiglen, unverbrauchten, vorwärts,'türmenden Menkchen »ugute, die mit dem Draufgängertum der Jugend da» Reckt �abrn, pNe» zu überspannen und bi» zum Aeußersten zu treiben, ik» gelte eiii�n Kampf gegen den gemeinsamen Feind, da» Publi. kum. um der aufbegehrenden Jugend zu ihrem Rechte zu ver- helfen. So ungefähr deutet Felix Holländer im ersten Hefte der Ver- eim'giing.Junge» Deutschland" deren Zweck an. Sie ist eine Kriegsgründung Mar Reinhardt» und einiger um ihn mit einer künstlerisch-revolutionären, zeugenden Tendenz nach außen hin, einer finanziellen, aufzehrenden noch innen, Sehr g"ll Alle»! Aber: die Geschichte vom verkannten •eni« jst nickt mit einigen zweifellosen und zweifelhaften genio- len Versprechuiigen mehr widerlegt, und die Selhstsicherheit dieser mackt mißtrauisch in ihrem«nspruck« auf eine gewisse Un- kehlborkeit. Weiter: mit dem Zensor fiel die kulturelle Bedeu- tung t«r Gründung, übrig bleibt ihre geselllckastticke Verpflick- tunz zuv Liguidieriing der Mitgliederbeiträg«. Endlich: da» »Junge Deutschland' brockte, mit der einzigen Au»nahme de« .Bertler»' von Reinhard Sorge, kein einzige» Stück keine» ein- »igen Dickter», die nickt sckon den literarischen Stempel getra- gen haben, Reinhard Goermg» große.Seeicklacht' hatte Dre». den vorweggenommen und dabei die Entrüstung eine» Ober- lehrer» hervorgerufen; Walther Hasenclever» kindlicher.Sohn' ward libm i» Mannbel«. Qambura und Wien mit lärmendem Erfolge gegrden, Unruh».Em Geschlecht' vom„Verein Frank» furtcr Kcrmmerspiele' im Juni diese« Jahre» unter einem Super- lalive kritischer Begeisterung. Also keine Uraufführungen zur Ehrung der jungen Dichter, zur eigenen Ehre; bloß Sensationen zweiten und dritten Range» für Berlin. Die Aufführung de».Geschlechte»' war die weitau» schwächste Leistung in der Reihe. Großen, literarisch interessierten Kreisen und dem Dichter selbst wird unenstoegt seit Iahren dessen Unsterb- lichkeit versickert. Er gilt al» der Erbe Kleist». Unruh».Ossi» ziere', der Erstling, und der Zweitgeborene,„Prinz Loui» Fer- dinand', stehen stcsflich und künstlerisch in der Tat unter dem Zeichen Kleist», sind dessen Projektion in» Kleinere. Dann kam der Krieg und mit ihm die mehr oder weniger große.Wandlung', die bi» zum seufzenden freisinnigen Burger herab keinem erspart geblieben ist. In» Menschliche übersetzt, und darauf kommt e» in der Kunst im letzten Grunde an, bedeutet da»„Geschlecht' nickst mehr al» die Entrüstung eine» guten Bürger» über den Krieg. Darüber täuschen alle Wort- und Tonguantitöten. mit denen da» Stück überbonscht ist. nicht hinweg; nicht der Perversitäten, von denen e» umflackert»nd durchschlagen ist: vom Wortgewühle in Brüsten, nackten'Leibern. Blutschande, Muttermord; nicht die Brutalitäten von Menschenmord. Würmergestank. Brunst. Bei aller Gest« zum Monumentalen, Tppischen, Zeitlosen ist e» ein Stürmer- und Drängertum im Bühnenraum«. Ein« Familrenkatastrophe zwischen Mutter, Tochter und Söhnen, verschuldet durch den Krieg, der wie ein Sichelwagen über die Menschheit hinweggeht. Anklagen der Kinder gegen ibre Gebärerin, der Mutter gegen die Geborenen, der Brüder gegen die Schwester,„vor und»in einem Kirchhof auf BergeSgipfel',— Ebao»! Cbao» ist der Mutterschoß aller Kunst, olle» Werden». Aber da» Stück ist nicht seine Entwirrung, Durcksonnung,«in. fangende, ordnnnggebärende Form, fondern einfach ein Stück Ehao« selbst. Daun sei« Auslöschen, Zerflattern in den Raum. Diese Familie zerfällt: der älteste Sobn begebt Selbstmord im Irr- sinn: der.feig« Sobn' verweht in» Namenlose, die Tochter taucht irgendwie in den Schalten; die Mutier, zusammengebrochen unter, der einseitigen Anklage al» Ursckoß alle» Elende», wird vom Volk»- Vertreter al» vermeintliche Verkörperung de» Widerstande» gegen die Staatsgewalt ermordet; zuletzt der jüngst« Sohn derselben Mutter auf den Schild gehoben� Und da» anderthalb Stunden i» Posaunensortissimo: e» macht, nach zehn Minuten immun gegen alle», wa» dort oben noch weiter getan, unterlassen, gedonnert wird. So waren die Dar- steller zu physisch martervollen Tenorrollen angehalten: Rose B« r t e n» al» Mutter. Paul Hartmann al» ältester Sohn. Und nur zwei schöne Dinge: die körperliche Linie der Maria L e i k o(Tochter) und da» Bühnenbild Ernst Stern». Karl Feiner. Ei» Rckord im Dheaterbau. Nirgend» baut man wohl so schnell wie in Amerika. Vor ein!« gen Jahren brannte ein Vorstadttheater in Boston nieder, und mag hatte da» Feuer, da» kurz nach Mitternacht ausgebrochen war. noch nicht richtig gelöscht, al» bereit» wieder eine provisorische Telephon- station eingerichtet war. Zwei Stunden später war der Architekt damit beschäftigt, für die Brandstelle einen neuen Bauplan au»- zuarbeiten. Eine Stunde danach Haien Maurer und Zimmerleute einen Kostenanschlag aufgestellt und Gebote abgegeben. Inzwi'che« hatten sich die Ruinen so abgekühlt, daß man mit der Arbeit de» Wiederausbaue» beginnen konnte, und zehn Tage später war da» neue Theater sertig.> Ein Freund des Vlkvholverboks. In einem norwegischen Blatt erzählt Jakob Hildit» folgende bezeichnende Geschichte: Im Sommer ging ich m:t einem Bauern über da» Gebirge. Er erzählte, in dieser Gegend hätte die Regierung eine feste und sichere Mehrheit, zu der er selbst gehöre. Be'ondcr» i« der Frag» de» Alkoholverbot» halte man e» mit drr Reg erung. „Gewiß ist bei Ihne« schwerer Mißbrauch mit Sprit getriebet worden?' fragte ich. .Rein, gan, und gar nicht! Ader wir denke«, für die Släd» mit den vielen Arbeiter« ist da» verbot nützlich!' .Und deshalb stimmen L'e für die Regierung?' Gr nickte:.Jawohl, de« tun wirl' .Da» ist sehr tüchtig; allen Respekt! Also au» Rücksich. aus die Arbeiter wollt ihr selbst entbehren und...' Da nahm er die Pjeise au» dem Mund und sah mich eo staunt an: .Nein doch!' sagt« er, beinahe erschrocken..Hier bei unh hier trinken wir unseren Heimgebranntcnt' / Aus der Varkei. Von der Parteipresse. Genosii: Dr. N e st r l e p k e. �er sich bei der Gründung der »Freiheit" bereit gefunden hnt'e, provisorisch in die Nedabtion ein- zutreten, und der sich um da» Blatt sehr verdient gemacht hat, scheidet nunmehr zu unserem großen Bedauern auf seinen Wunsch wieder von diesem Posten. Ausruf! Tllle diejenigen, die bi» zum Kriegsausbruch Mitglieder deS Deutschen sozialdemokratisch u ißreklub» in Paris, de» Deutschen Gewerk'chastskartellS Paris l?eci!on siteoneeresl und dcsien 5Irankcn-llnter!t:.tzungSkasie gewesen sind, werden gebeten, ihre Adresse einzusenden an den Genossen I. Tchreher, Berlin S 14, N e u k o I l n a. Wasser k>. Für den Deutschen sozialdemokrati'chen Leseklub in Pari»: . e e r I> n g Für da» Deutsche EewerkschgitSkartell Pari» und die Kranken» Unterst!! bunaSkasse: P. R i c b k e Alle Arbeiterblätter werden»m Abdruck gebeten.(Auch in Oesterreich.) Unsere Thüringer Genossen werden mit einer eigenen Liste in den Woblkampf zur Rg'ioualversammlung geben. Tie waren geneigt, mit den Abhängigen eine gemeinsame L'ste auszustellen. Tie gedach en unter dem sturmerarobieii Banner de» k'asien- bewußten Proletariat»'in diesem. st!»ften!>wci Fronten zu chaffen j unter der Parole: jgier Kapital»mu», hier Sozial:» wu»! Au?! diesem Grunde wollten sie den R�H'?'oz:allsten di?� Bruderhand reichen. Ein BezirkS�arseitag der UnaÄäuai�en Tezia'demakra ie hatte am 19. Dezember mi Ly gegen 7 Ttimme» so beichlyssen.> Die Abhän-aigen baben aber a-f e ner Besirkikomferenz be-s schlössen, ein geschlossene» Vorgeben beider>ozialde mo'ratischtn Parteien abzulehnen uwd zwar er'olgte die'e Beschlnsi-assunq mit: 80 gegen IL Stimmen, bei L Tssminenf-altungen Unsere Genossen" werden nunmehr selbständig in den Kampf gehen, wa? auch da« einzig Richte,« ist. so war die? immerhin eine recht bescheidene Forderung. Di« können, ehe etwas getan worden wäre. Frau Yeckenoor? M e?n» Firma ließ sich jedoch nach eintägigem Streik bewegen, nur alleinstehende Frau, die den robusten Angriffen de» Eigentümer» 89 Prozent dieser Forderung zu bewilligen, womit sich die Speck schutzlos preisgegeben wab. Polizeiliche Hille kam nicht in Arbeiterschaft durch Annahme folgender Tntschliesüing einver- Frag«, da die Polizei zukünftige Eiugrifse des Vermieter» standen erklärte:..Die am 28. Dezember tageirde Betriebs- Speck nicht hätte abwehren können, gerichtliche Schritte waren Versammlung der Firma Max Krause nimmt mit Bedauern ebenfalls zwecklos, weil bei der Langwierigkeit de? gerichtlichen Kenntni» von dem geringen Entgegenkommen. Wenn sich die Verfahrens wirksame Mastnabmen überhaupt nicht hätten erzielt Arbeiterschaft zur F«it damit abfindet, so bedeutet da» bei den werden können. Außerdem hätte Ftau Hcckendorf fast täglich bei bescheidenen Forderungen, welche si« stellte, immerbin ein große» Gericht neue Beleidiiungsklagen einreichen müssen, da der Eigen- Ovfer für sie, welche» sie aber nur bringt mit Rücksicht auf die tümer Speck fast täglich gegen Frau Heckcndorf aggressiv wurde." gesamte politische und wirtschaftliche Lage. Die Vcrsammlung In der Tat. e» ist so, wie e» hier ein Mann, der e» wissen gelobt, fest zu der Organisotion zu ballen, um allen Anstürmen darstellt. Der VollzuqSrat hat weiter nichis netan, al» zum ae&s»«s-*« j***.,*- 1 ö die Frau auf dem zwar formal»recktmaßigen, abcr in der Praxi» � zu einer Verzerrung de» Rechte» führenden Wege einer gericht- � liehen Entscheidung allein zu lassen. Daß dadurch die Sicherheit der RechtSpi'kege gefährdet fein soll, vermögen wir wicht einzu- sehen. Der Eigentümer Speck kann immer noch seine Forderungen beim ordentlichen Gericht gellend machen, aber er w'rd sich hoffent- »..k>ys.k lich jetzt hüten, die Frau, die hre Jnleressen geg«n ihn wahr- '. nimmt, dauernd wörtlich und tätlich zu beleidigen. Dafür. sollte doch Das Berliner Mietseinigunasamt hat in diesen Tagen auch ein bürgerliche» B'att wie da»..Berliner Tageblatt", da» schon wieder einen Sturm von Ratsuchenden anszusialten. An den so bäufig sich auf seine sozial« E:nsicht cuoa» einbildet, Verständnis von den Mietern gefurchteren drei Tagen vor dem Quartals- haben. D ersten„regnete" eS auch diesmal Kündigungen, deren Anlaß--- meist, eine beabsichtigte Steigerung war. In den letzten Zwei Grmeintam-?!it den erschienen Matrosen zu Grabe»e> Tagen gingen beim Mietseinigiingsamt über I«' persönlich ein. darunter sehr viele heinizrkchrte Krieger. � W°blkr-'pe. Immer konnte mau°nf, hu zahlen und mochte � cvf-+,f'-• lS<' dle Arbelt noch so schwer seln. Wo da» Prc>!etarlrk»fuhrer und wird iein seinem Schub ergreifen.! Andenken in Evren halten. Damit ist es aber nicht allein aetan es muß ein arößerer Lebens»! cktelkalender für Reinickendorf. Sluf Abschnitt 87 der Am 27. Dezember fand im Rathaus« von Wittenau j zu' erfolgen. Die Händler haben die gesammelten Anmelde- eine Versammlung der Arbeiterräte der nördlichen Vororte abschnitte am 4. Januar bi« 10 Uhr früh im Zimmer 28 abzu- statt. Ter wichtigste Punkt der Tagesordnung war die liefern. Dck Auknobe an die Händler sindet am 7. Januar un Zfrcm« des Mieterschutzes ES wurde einstimmig folgende Tepot statt. Es werben abgefertigt von 8-1L Uhr die Händler de» Nesolut'vn a?tgßt:' östlichen und von 1— 4 Uhr die de» westlichen Or!»tei!». Verka::;»- Die Mieter der nördlichen Bororte werden aufae- rufen, allen Widerstand gegen die Steigerungen zu bieten. Zur Verhinderung der zwangsweisen Entfernung sind Mieterverteidigungstruvps zu organisieren. Die Miets- einigungsämter sind laut Kontrollrecht der Arbeiterräte stets von Arbeiterräten zu kontrollieren. Die Arbeitsgemeinschaft der nördlichen Vororte umfaßt die Gemeinden Wittenau. Dermsdorf, Tip:5l,»stosentbal, Pankow Lübars, WaidmannSlust, Heiligensee. Qranien- bürg, Reinickendorf. Ein llkas des VollzngLrat». Da»„Berliner Tageblatt" brachte in seiner D:c>!az-Mor- j pr�i? sür 109 Gramm Suppen 27 Pfg., Pfundprci» 90 Psg.; für 100 G.amm Grieß 10 Psg., Pfundprei» 48 Psg. Aus den Lrgaslsalionen. Lln unsere Funktionäre im Kreise Teltow-Beestow! Au» dem Kreise Teltow-Beeskow lanftn im Verband»» burenn fortgesetzt Ausragkn ein, warum die Unabhängige sozialdemokratische Partei noch keine Agitatisnsarücit im Kreise für die Rationalvcrsanimlung aufgenommen habe. ?lilS diesem Grunde und weil vom Kreisvorstande aus An» frage keine Antwort erteilt wurde, laden wir hiermit alle«uf W dem sBoden der U. S.P. T. stehenden Funktionäre im Kreise, genavSgabe. lNr. SSZ) unter vorstehender Uebcrschrift einen i die dem Spartakusbund nicht angehören und auch nicht*u» Artikel, der ofsensicht ich den Ziveck h-tte. d'e Tätigkeit de» Voll- ziig«ra'» Groß-Berlin«I» unerlaubten Sckigriff in eine Rech!»- frage darzustellen und ihn damv: auch in petltischer Hinsicht zu ver- ditcktigen Der Hai'»eigrntüm«r Speck hatte gegen sein« Mieterin Pen, ein. Frau Hcckendorf b�rm Landgericht kl eine llläum.ingsklage äuge- cheine Funktionäre haben, aber der U. E, P. D. angehiren, gehören wollen, zu einer Besstrechuna zu Donnerstag, d e n 2. I n n u a r, a b e n d« 7 ll h r, nach dem Perbandsbureau, Schicklerstraßc 5/6, Hof 2 Trcp- Auch lfinzelmitglildkr au» Lrten, in denen wir strengt und darauthin vom Volliilzsrat.de» A- und S.-Rat?» van Groß-Berlin«in Schreiben erixilten, d.i» folgenden Wortlaut bat: „?« ist iio» mitgeteilt worden, daß Sie Ihre Mieterin Fmn Heckendorf in d.r schnödesten Wesse verio'aen und grundlos be- leid'g«». ferner fa'>en Sie Frau Heckendori tätlich ana''visfen. sind willkonimen. IV. ttrei«. Die unabhängig« Sozialdemolraiie hatte gestern kn fünf öf'en lichen PoliSr.rsammlnngen die Ardeiiermassen de» B«»» WW��MtzMWWMMNtarWWMWWWMwWPWWWM schluß der GründünaSversammiimg muß> der Vertre'er den Kaal verlassen. Mit.hm räumten die qröp.te Zahi ö-r Arb'i er- ausschüssc der einzelnen Wer'c da» Feld. Darum Arbeitnehmer der chemischen Industrie: Augen auf! Weist sede» Ansuchen zum Beitritt unter Hinweis auf die bestehenden srei-r. Gewerkschafien in Euerm Industriezweige ab. Verband der Fabrikarbecke'- Deutschland» Haarlkraubek'd« vvi Arbsikerra�'zmifgsiehern. In der Ziegenwurstfibrik von Loebmann u. Linke, Berlin, Frankfuner Äffte 17, bestehen seit einiger Zeck Di'ferenzey wracn Mußre'eiung de» Vertrc.uenkmanneS der Fleischerorganisation. Herr Linke lehnie unter allerlei n chtigm Gründen die Wieder-. «instellnng desselben ab, wie er auch die Htckerzeichnuna des Tarifvertrages, in welchem für die Gesellen ein Lohn von!X) M. gefordert wurde, strickt ablehnte. Trotz Einspruchs der Verbau'»- lei'ung, am Sonnwg nicht arbeck n zu.lassen, da arbeitslose Ge- sellen zur Aliihilfe genügend Vorhand n find, kehrte d e Fi'ma sich daran nicht. Um nochmal einen Verkuch zur gntsschen Bei- lenung der Diikerenz zu machen, beauftragte die Verbands- leitung ihren Vorsitzenden, der auch gleichz-cktig Arbei'SratS- mitgticd ist, am Sonnabend mit d-r F rma zu verhandeln. Im Kontor der Firma!var noch ein driHer hSrrr anwe'end.-edenfa"» «ffch ein Soüut. der sich in größten Beschimpfungen erging, als � sich der Verband Sartre: er a's Arbeiter ratsmilglied legss'mierte. Die ArbeiterratSmck.ssieder wu-den a!» Sckwlche, Bandi en, Lumpen usw bezeichnet. Tie Regierung müßte mit Knüppeln raus gehauen werden und sonstige gemeine Ausdrücke, die der Herr unter Assist erung der Firmetznck iler sich er'aubte. Herr Leobmann versicherie immer wieder, daß e? niemand erleben wird, daß er den Tarisp-r�ng unterschreibe. Ter Eoziu» der am ausfallendst'm war, griff den g«maßregel:en Ver'raucntwann, , der zur Verhandlung mi' erschienen war, sogar tätlich an Wenn die Arbeiter genau io slegelbast und brutal wär-n, so hätten sie auf der S elle Rleiche? tri- gle chem vergasten D-r Arbe ter i!t für diese Verhak nisse viel zu anständig. Wir übergeben zunächst heute da» Verhalten der Firm« er Oeisentlichkei und behalten nnS weitere Schritte vor Zentralverband der Fleischet Arbeiter und WirischaftSkege. Da� ef noch Arbellerlreise. gibt, welche ein volle- VerstöndmS für sie No'lage unserer In- � vustrie haben, bewies die am 2?. statigefnndene Betr'nbSv-rsamm-. lnng der Pavierai'SstatkungSsabr'k von Ma'- Kraute. Di« Arb«iterschaft hatte eine einmalige Wirtschaftsbeihilfe gewrdept, i welche ungefähr 40 000 Mark ausmachte, verleilt auk llvs Per- i fönen. Wenn man bedenkt, daü die Löbne der Papierindustrie� »einen Vergleich mit denen»er Kriegsindustrie aushatten können, IC Ii,-14 wii �»V n lUM•wl ivetsi i Uli'.|VI'.■':. f'•,-r c•«* so daß diese die Bel-idigeung»kiage goaen Tie bereit, ang-streugt lmer Ostens auf den Plan gerufen, um mit ihnen die polt- bat Von weiteren Vorhaltungen über Ihr unverständlich«» nndl�wch« Lage und den b e v o r st e h e n d e n W« h> k a in p s unbereck.igte, Berbakirn wellen wir vorläufig aiche"«:, und er-'»« beipre-ben. Referenden waren We Genossen«re,tsch«,d. Bnqner. ? ären mündetsicher in Kriegsanleihe anzulegen, bi» zu den Ermahuun- av,«,' s�«'gen bei..Vorwärts" vom 5. bis 8. November zur Delbstzuch'. Ruh» £ I r l J J.. s• und Ordnung. Und am Abend vor dem 9, November wurde Ge- „Wie w.r Haren, hat der Anwalt de, E-aentnm-r,-Peck im nosse Töumia auf der Straße noch von der Regierung verhak- Interesse der öffentlichen Secherhert und der Sicherheu der teti ilc am n November Revolution machen wollte! Rcch'»pflege gegen diesen Brief Beichlverde beim Justizminister Ais dann der glorreiche 9 November kam setzten sich d e Kchssde» 'crho-en." männer mit einer Unversrorenheit, d-e einzig in der Geschichte Taraufhin hat der Rechlsbeilland der Frau Heckeudorf an da» dasteht, in die vom r'volutionären Proletariat eroberten Post» „Bert. Tanebl." ein Schreiben gerich'et, dem wir folgende, ent- tionen.. Stürmischen Beifall erntet« der Redl c.«!» er' die Un- nehmen:' Möglichkeit betonte, mit diesen kompromit'ierte» Leuten jemal» n«i. v n�r r.-i t..... � zusammen zu arbeiten. Wir werden unse'.n Führern zeben «riffln Ä'O 2 daß von e,nem«IN- süssen, daß wir eine reinliche Scheidung wollen? arisf-n gernb liche Streitfingen oder ,n ein schivebende» Per- �°«gniasbaich- rnlc» ßlfnnff,® r M ö k, n k, I d auk BaH'VbialUb�B'Ä �rrnl®" pTk'r hit 8«Ilär'? Situation hin, die durch de» Nu»tritt unserer Genossen tnln? J"& au» der eber-Scheidemann-Regittung geschassen sei. Wir ständen s?o?üat ck>•"'inen, bedeut-nden Wendepunkt» der Revolution. D, -n Üblichster We.se bele.tnche und belasttgte. Trennung von'en Mehrheitlern macht un, die Arm- frei, und e be» ü!Iäu(i»ta}» an-weck gchf auch mjr f5;,Re„ je�; m;t ungehinderter Kraft kür unsere rozialdemo- den persönlichen Schuh der i�ti-chen Fdeen in den Wabl'amvf eintreten Aber ebenso ent- ' i,r' VaN,. a.� in h,«, w.„« Wn.r'chi'den müssen wir einen Trennung»!»? ch gegen link- ziehen. -Vicht» ande e, bal"erielb-' aetan in-baso.'d-r- bat„" Gir nicht geben!— In der Diskussion traten die meisten L Redner für den Spartakusbund ein, obwa'l lein B-ichiuß in der �ssch- a�edrob M A�- ckü aeüellt �'" Nicht beteiligung an der Na'ionalversammlung bedauert wurde. In Fch bemerke uoch �ß di? Rpr?wn, de, Voll.u°-ra', der!'inen. Schlußwort warnte Genosse Roienseld davor, in die Kiw einzig mögliche Weg war, für schnellen uiid wirksamen Schutz der �ri.'mu» m»b e�ne�arvße�Rolle"sch/l'e�°"' � � ��arlamen- Frau Hcckendorf zu soraen. und e» ist mit Dankbarkeit zu be- �'»m« noch e.n«.große Rolle spiel.«. � � dvß der Vollzugsrat sich der Sache anaenoimnen bat. In Druck d.r Lind-ndru»«rei und V.rleg.g.s.llsch.It m.». H, früherer Zeit batt« man«llertuno» von Pontm»»u Bitatu» laufen>»chtfjbauerdamm 1».