greift 10 Pfennig. Morgen-SlnSgave. «rdattisn: Brrlin RW� Schlfsbauerdi,«« Ivrri. AenisVrtchcr: Ami R»rdrn uni» 2896. I«„Stttfifil" ulietnt zweimal ISallch. Margen« vnd nachmittag«, an .!l>«n- und Festtagen nur Margen«. Der Leznosprei- bettogt bei sreter Zustellung in« Haue für Gros>-V»rttn manailich L M Für die Erledi- «mg«ueronttirec Bestalluuxev ist vorderig« Einsendung der Bezug»- geduffpr erf»rd»rlich.— Die-stteisteH" ist im ersten Nachtrag der Post- zettungaliite fiir UNS«ingettaac» und dostet bei direbiem Poftdezvg ohne Bestellgebühr monatlich i ft, bei Zulendung unter Streifband 4 TL Verlmer Organ «xstedition!«erTfn de««. Schifsbanerdamm 191T. Fernsprecher: Amt Worden 97««. Fnierat« hosten die siebengespalten« Nonnareillezeile oder deren Raum 7» Ys.„gieine Anzeigen" da» fetlaedruchte Wort 80 Ps., sede« weiter« Wort 1ö Pf. Di» dreigejpaltene Rebiamezeile S M., Teuerungezuschlgg 80%■ Bei Fomilienanzeigen. tverfammlunLsan, eigen von D-marh- Ichasiea und»«IMsche« Organisationen sälli der Deuerungozuschlag scrt. Inserat« sür den darauf folgenden Zag rn listen spätesten, di» 5 Uhr adend« bei der Expedition, Schtsfdauerdamtn IS, ausgegeben sein. der AuabhwgiM Sozialdemolralischen Partei ZeuWands IahrftNttft Ä Svttttabend, den 4. Januar 9!ttnttner 6 Mlftritt der Unabhängigen. krllänntg der preMchen Minister. Die Vertreter der Unabhängiaen Gozialdemokratiichen Partei in der pmissHchen Rerneruna haben an den Zentral» rat sollendes Schreiben aerichtet: »Als die der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei an» gthärigrn Bolkbbeauftragten Barth, TittmNnn und Hanse auS dem Rat der Bolkäbeanflragten austraten, weil sie erkannt hatten, daß sie mit Ebeet, LandSberg und Scheidem««» nicht mehr weiter zu- sammrnarbeiten konnte», ohne die Revolution und den Soziali»- mu» zu gefährden, entstand auch fvr uns, die zur Unabhängigrn sozialdemokratischen Partei gehörenden Mitglieder der P r e« ß l. scheu Regierung dir Frage, ob wir noch länger im Amt« bleiben fiinnten. Wir erklärte« unS sofort mit den Wenoffe« Barth, Ditt»ann und Haar« toMarttch»nd nersengte: Aeztsprache mit-dem Zeniralrat. In dieser Aussprache ergab e« sich, dah eine erfolgreiche See» trrtung unserer Ideen in der Regierung fiir un» unmöglich ist, nachdem der S«ntr«lrat infolge des«erzichtS der unabbäugigen Fraktion dr» Rätckongrefles eine rein mehrheittsozialistische Zu- sammenfeynng»rsahren hat, und nachdom«n? durch da» Ans- scheiden unserer drei Nrnoffen au» dem Rate der Bokkbbranftragten auch der notwendige RWbalt bei der Regierung b«f deutschen Republik geraubt werde« ist. Dir Unmöglichkeit unsere»«eiteroerbleiben« in der preuhl- fchen Regirrnn, stellte stch unmittelbar heran», al» gestern»on nn» »erlangt wurde, wir sollten ohne weitere Prflsnng der Kenrnnnng »e» Obersten Reinhardt zu« preußischen»ri«i»«inister zustimme». Wir sollten«n» damit begnllgrn, daß der Zentralrat mit dem Obersten Reinhardt verhandelt und die Ueberzrugung»e- toonnra habe, daß er die an den KregSminister der neuen Republik gn stosteuden Ansordernnge« rrfllllr. Die vom Oberste« Rein- Hardt schriftlich abgegebene Programm«tische Erklärung wurde«n» aber nicht im Wortlaut vorgelegt.>l« wir sie forderten, lebnte der Arntralrat ab, aus die Beschassnng diese« wichtig«« Dokument« hinzuwirken. Die kurze und unbestimmte Inhaltsangabe konnte vnS gerade nach den Erfaftrungcn der letzten Wochon nicht «rutlgen. Denn der Zentralrat bot»ach der Stellnns, die er in den BerHandlnngr» mit de» Balklbeauftragte« der unabhängigen Sozialdemokratie eingenommen hatte, nicht die genügende Garantie, daß wir auf sein Urteil allein hätten bauen können. Er hat bekanntlich schon versagt, al» er sich in den entscheidenden Pnskinandersetzungcn mit Barth, Dittmann und Haas« teils auf einen revolntion»feindlicheu Standpunkt stellte, teil» dir Entfchci- dung über bie wichtigsten Fragen der Revolution verzögerte, wir »ir gestern feststellten, ist er anch bi» jetzt noch nicht über die Demobitlsierung de» Herr»» und über die von»n- srrrm rrvolnlionSecn Standpunkt au» unumgängliche Umgr» staltnng de» gesamten v»rteidi»ung»wesr»» 5» Beschlüssen gelangt.. Mit diesem Zentralrat ist ein Zusammen» arbeiten unmöglich. Do»halb erklären»ir hiormit den ZIstcktritt au» unsere«,«emtorn. StrSbel. Adolf Hoffmann. Dr. Kurt Rosenscld. Tr. Graf vrco. Dr. Breitfchrld. Paul Hoffmann. Hofor. Simon." Die Antwork des Zenkrclrats. z« der Eieflärung der zurückgetretenen unabhängigen Minister wird durch Wolfs» Bureau folgende»fsiziöse Kundgebung»««» breitet: .Die Darstellung, cklb sollten die bi»herigen preußischen Mi» nifler ohne weitere Prüfung der Ernennung de» neuen Krieg»- minister» zustimmen, und als habe der Zentrairat die Beschaffung der programmatischen Erklärung de« Obersten Reinhardt abge- lehnt, geht von falschen Vor-uSsetzungen au» und erweckt falsche Eindrücke. Der Lentealrat al» oberster Träger»er politischen»e- malt hat fein Recht. Minister ein» und abguietzen.«mch im Kall« :e» neuen Krirg»minlslcr» auSgcübt-, in dieser Au»übung kann ttso keine.Unmöglichkeit de» Weiterverbleibenö" liegen, da dieses Recht dc» Zentral ro:» von vornherein bekannt war.«ufeer» ccm ist die Znilimmung zur Ernennung eines KricgSminister». dessen Gehalt Preuhen nicht einmal zahlt, lediglich eine auf d«r hrsberimn vreustischen Bersassung beruhende Formalität. Ebenso hat See Zentrakrat«» ketnellweg» ahzekehnt, stuf die .Beschaffung der programmatischen Erklärung hinzuwirken", son- dern hat den preußischen Miniftern anheimgestellt, fich diese Er» klärung von der Reichsregierung ou»solgen zu lassen, die dazu bereit sei. Wenn die Heroen behaupten, der Zentralrat biete keine genügenden Garantien, da«r sich den au»fch«idend«n unabhängigen BokkSbeauftragten gegenüber auf»inen rebo!utt«m»feind- lichen Siandpunkt gestellt habe, so weist der Zentralrat dies« Un» terstellung auf da» ernsteste ab. Gerade über die Demobilisation und die unumgängliche Umgestaltung de» ganzen Verteidigungswesen? hat der Zentrakrat van vornherein entsprechend den B«» schlössen de» Rätekongresses de» entschiedensten Standpunkt ein» genommen. Er sieht die stärkste Garantie für seine der Rebolu- tion dienliche Stellung darin, daß saine Wahl auf dem Rätckongreß mit neun Zehnteln aller Stimmen erfolgte." M: Rechet jtsun» i'rS'Z'katt.'alratS«üf d» Änkl.rgi unserer Genossen ist recht dürftig ausgefallen. E« handelt sich nicht darum, daß der Zentralrat den neuen Kriegs» minister ernannt hat, fendern, daß er von den preußischen Ministern verlangte, sie sollten dieser Ernennung ohne wei- tere Prüfung zustimmen. Eine derartige Zumutung bewies nur erneut, daß«ine kollegiale Ztisammenarbeit unserer Genosse» mit diesem Zentralrat unmöglich sei. Es macht sich übrigen« recht hübsch, baß der Zentralrat sich auf seine Stellung beruft, die ihn zum Träger der staat» lichen Souveränität mache. E» wäre interessant zu erfahren, worin diese Stellung gegenüber den rechtssozialistischen KabinettSmitaliedern zum Ausdruck gekommen ist, denen der Zentralrat bekanntlich in seh? wesentlichen Fragen sein un» verhahlenes Mißtrauen gezeigt hat. Dabei hat eS sein Bewenden gehabt, ebenso wie bei der tbeoretischen Zustimmung zu den Beschlüssen de» Rätekongresse», die noch heute der Eeledigung harren. Air stimmen deShakb unseren ausgeschiedenen Genossen durchaus zu. winn sie die Tatenlosigkeit des Zentralrate in de? Frage der Demobilisierung imd der Umgestaltung des Verteidigung»wesens tadeln. Die ganze Haltung des Zentralrats beweist, daß bei ihm parteipolitische Rücksichten über die Interessen der Revolution gesiegt haben. Der„neue Kurs". Äerltn,?. Jnnuar(T. U.f. wie verlautet, sind zwischen der MrichSregiernng und der Obersten HeereSleitnng dring. lichr Berhandlnnge« aufgenommen worden, die die Auf. stellnng«ine» großen militärische» Aufgebot» für die bedrohte« Ostgrrnzen zum Zwecke haben. BoranSstchtlich werden die jüngsten Jahrgänge de» demobilisierte« Heere» nicht entlassen werden. Der neue Sriegsmiuister. Der Generalleutnant Scheuch ist auf seinen Antrag von dem Amte als Staats- und KriegSminister enthoben. der Direktor de? Demobstma�hungSdepartementS im Preußischen Kriegsminifterium, wurttembersiischer Oberst Reinhardt, ist zum KriegSminister ernannt worden. General Scheuch hat wiederholt gezeigt, daß er ganz ein Mann de» alten Systems war. der sich in die neue Zeit nicht schicken wollte. Er war auch da» Werkzeug, da» Ebert, Scheidemann und Landsberg sür die scheußliche Kanonade gegen die Matrosen verwendeten. Nie weit Scheiich an dem Blutbad» j t s ch t>! d» g ist. darüber besteht noch immer keine volle Klarheit', da er eS unterlassen hat, feinen Protest gegen die Darstellung, die Ebort im Zontralrat gegeben hat, zu verössrntlithen. So lastet auf ihn der Perdacht, einen icheußlichen Befehl in scheußlicher Weile durchgeführt ,u haben. Oberst Reinhardt ist Aürttembrrgcr. Er wird als guter Organisator gerühmt. Ob er in die neu« Zeit paßt, wissen wir nicht: eS wird sich bald bei der Ecsllllung de? Doldatenfordeningen»nd der Durchführung der Demobili- flerung zu enversen haben. Prinzipiell hätten wir die Er- nerninng eine» Zivilisten gewünscht, um schon dadurch die Unterordnung der militärischen unter die büraerti che Gewalt zum Ausdruck zu bringen. Was heißt Sozialismus? Vozialisierung heißt Vergesellschaftung. WaS vergesellschaftet werden soll, sind die Produktionsmittel, das heißt jene Einrichtunaea. Liegenschaften und Kapitalien, deren der Mensch zur Arbeit, zu? Güter» und Waeenerzeuguna bedarf. Die Produktion von Nahrung»- Mitteln, die Beschaffung wichtiger Rohstoffe ist gebunden an die Ausnutzung des Grund und Bodens, eine„konkurrenz- fähige" Verarbeitung dieser Rohstoffe zu Gegenständen deS täglichen Bedarfs ist heute auf fast keinem Gebiete rnehu möglich ohne di» Zuyilfenahme komplizierter Maschinen) großer Fabrikanlagen, von Dampfkrast oder elektrischem Strom, und jedes Unternehmen, das vorwärts kommen will. oerlangt zunächst eine anständige Dumme al« Ankaae» und Betriebskapital. Wie heute die Dinge liegen, können nur wenige sich rühmen, selbst Besitzer solcher„Produktionsmittel" zu sei». Die große Masie der anderen ist darauf angewiesen, da si» ohne Prod'iktionsmittel nicht konkurrenzfähig arbeiten kann, ihre Arbeitskraft denjenigen zu vsrkaufen, d»e im Besitz de» Bergwerke. Fabriken unb HandelSuniernehmungen sind. Eui bekommen dafür ihren Lohn oder ihr Gehalt,— in diesem Lohn oder Gehalt aber nur einen Teil von dem, was si» durch ihre Arbeit tatsächlich on Werten erzeugen: der ander» Teil bleibt als Profit. Unternebmergewinn, Grundrente. Dividende usw. dvmjemgen, der baS Vorrscht deS Besitze» genießt. Dem will der Sozialismus ein Ende machen. Die Produktionsmittel sollen aus dem Privatbesitz einzelner in daS Gemeineigentum aller überführt «erden. Und der gesamte Ertrag der gesellschaftlichen Arbeit soll der Gemeinschaft zugute kommen, ohne daß einzelne Be- »orrecht, gte sich in Gestalt deS Profite» zuvor einen wesent- lichen Teil davon in ihre Privattaschen stecken können. Di, Bergesellschaftung kann nicht so vor sich gehen, daß jeder Betrieb in daS Eigentum derjenigen Arbeiter über- geht, die gerade in ihm tätig sind. DaS würde zunächst schon eine starke Ungerechtigkeit bedeuton, eine völlig una erecht- fertigte Bevorzugung derjenigen Arbeiter und Angestellten. die zufällig in einem modern eingerichteten und gutgehenden Unternehmen beschäftigt sind, und»ine unverdiente Benach- teiligung derieniyon, die in rückständigen, schlecht florieren- den Betrieben arbeit«,. Es würde aber auch bei den neuen Besitzern der Betriebe sehr leicht wieder kapitalistisch« Neigungen wecken, daS Bsftrsben. sich am Profit zu bp- reichern, indem sie andere an den ihnen nun gehörigen Pro» duktionsmitteln gegen Lohn arbeiten lasten, und eS würde weiter den Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Werken mit seinen vielen Schädigungen, würde die ganze Regel- losigkeit der Warenerzeugung mit ihren schlimmen Folgen: Ueberproduktion, Stockung deS Absatzes usw.. belassen,— lauter Erscheinungen, die sicherlich nicht erfreulich genannt werden können. Sie können aber ausgeschaltet werden, wenn die Bergefellfchaftung in der Weise vor sich geht. dasi die Gemeinden. Provinzen oder Staaten die einzelnen Betriebe und Industrien übernehmen. Welche dieser gesell- schaftlichen Organisationen jeweils die„zuständige" ist. wird sich nach dem Charakter der zu sozialisierenden Unternehmun- gen zu richten hoben. Handelt es sich um Einrichtungen, die nur einen lokalen Wirkungs- oder VerjorgungskreiS haben. so wird die Gemeinde am zweckmäßigsten die Besitzerin werden, anderenfalls ein Verband von größerem Umfang. wie eben eine Provinz, ein Staat oder das Reick, da? mehrere Staaten zusammenfaßt. Die Gemeinde, der Staat, dos Reich können dann einen Ausgleich zwischen den Beziigen{j«? in den einzelnen Be- trieben Töti�en vornehmen und dabei zugleich auch dafüi sorgen, daß ein Teil des Ertrages abgezweigt wird zur Ber iorguna der nicht Arbeitssühigcn und'zur Bestreitung oei lutaaben für allgemeine Verwaltung, Sicherheitsdienst, Ge- sundheit»ptl»ge usw. Sie können allen Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Unternehmungen ausschalten und da mit sehr viel Krafwerichwendung und Kavitakvcrgeudung unterbinden. Sie können vor allen Dingen eine weitgehende ProduktionSrogrlnng herbeiführen, indem sie stets genau den Bedarf an Gütern der verschiedensten Art feststellen und dafür sorgen, daß nur soviel von alle» Waren erzeuat wird. Av ßs ilt tohFUcü nJifg tft. wdcm ste ßetflcitnlt Neberproöuktion lini Krisen verhindern nnö keine Kraft aliswenden lassen snr die Erzeugung von Dinge», die volkswirt'chastlich unnötig find und sehr wohl entbehrt werden können. Dazu kommt, dcist bei einer solchen Vergesellschaftung Vnch die Möglichkeit besteht, solche Betriebe, die mit ihre» Einrichtungen nicht on>s der Höbe sind, zu schltefien und da- für jene um so mehr zu verbessern und zu vergrößern, di« besonders günstig gelegen nnd besonders praktisch einge- richtet sind. DaZ bedeutet siir öl? sozialistische ZLirtilirast die Möglichkeit ciner starken P r o d» k t i o n S st e i g e r n n g bei gleichbleibender Meng? der antgewandten Arbeit: die Tätigkeit des einzelnen wird erheblich ergiebiger werden als hente. und so liegt die Möglichkeit vor. auch ohne vcr- längern ng der Arbeitszeit jedem Sic Möglichkeit einer besse- re» Versorgung zn gewähreir, ja, trod dieser besseren Vcr- sorgnng die Arbeitszeit immer mehr zu verkürzen, io daß der einzelne besser Zeit zur Erholung, zur Fortbildung, zum Genuß von Kunst und Knltur erhalt. AuS dem Gesagten erhellt schon, baß eS lächerkich ist. Sozialisjcicn mit„Austeilen" überjrden zu wollen. Eine Austeiknng der beut, angksammelten Kapitalien und Besitztümer würde— sofern fir überhaupt mißlich wäre— da» Privateigentum an den Produktionsmitteln ja gar niclo beseitigen, ste würde nur die Zahl der Besttzeuden lehr ver. mehren und an Ttellfder großen Besitztümer eine Nnmenge kleiner setzen, von denen scde» für sich ungenügend wäre, um damit zeitgemäß,.konknrren.zlabig" produziere» zu können Denn eine moderne Produktion ist nur möglich, wenn iedr erheblich« Kapitalien mitwirken, wenn in Gioßbetrieben mit Dampf und Elektrizität, mit modernen Nicsenmaichinen ge- arbeitet wird. Zhcht eine Austeilung der Großnnter- nehmimgcn in eine Reihe rückständiger Kleinbetriebe erstrebt der SozialiSnint, sondern er wird noch mehr als schau das kapitalistisch, Zeitalter die Produltion in Großbetrieb? zu- sanimcnfassen. Nur daß in der sozialistisch?» Wirtschaft di?s? Großb?trlkbe nicht mehr Eigentum einer kleinen Zckiar dividendenschluckender Aktionär? icin werden, sondern Eigen- tum der Gesellschaft, und daß ihr Ertrag ganz»nd anS- schließlich ihr zugute kommen wird und durch sie denjenigen die durch ihrer Hände und ihre» Kopfes Arbeit die Betriebe in Gang erhalten. Töricht ist e» auch, wenn behanptet wird, der Sozlaki». mu» wolle den, Menschen alle» nehmen, wa» er heute lein eigen nennen darf. Nein, es handelt stch bei der Vergesellschaftung immer nur um die Kapitalwerte, die für die Pro- diiktion unentbehrlich find, also um die sogenannten Pro- duktionSmittel. Da«, wa» jeder an Gebrauchs- werten erwirbt oder besitzt, soll ihm ungeschmälert bleiben. Jeder wird auch in der sozialistischen Gemcinkchgft da» Recht auf ein eigen Heim haben, das v stch einrichten kann wie er will.— ja. die Möglichkeiten, sich ein bebagüchei Heim Jn schaffen, werden für die großen Massen erst durch den ZoziakiSmnS geschaffen werden. Jeder wird sich kleiden nnd schmücken dürfen wie er will: jeder wird auch da» Recht haben, sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun. um irgend- welche Einrichtungen zu schassen, die der religiösen oder künstlerischen Erbauung, der Vertretung irgendwelcher An- sichten durch Herausgabe von Zeitungen oder dergleichen dienen. Nur wird das. wa» der einzelne besitzt oder mit seinem Besitztum unternimmt, nie da,» dienen dürfen, andere auszubeuten, b. h. au» der Arbeit anderer Gewinn zu zicden. Schließlich ist es auch ein Unsinn, wenn gegen den SozialiS- mnS eingewandt wird, er laufe auf eine öde Gleichmacherei hinaus. Auch in der sozialistischen Gesellschaft wird eS böher und weniger hoch aewertete Taiigkeiten nnd Stellungen geben. Der besonder» Befähigte wird die Möglichkeit eine» viel weiteren Wirkungskreises, einer weit angeseheneren Stellung und einer besseren Lebensweise haben al» der weniger Begabte und Trage. Beseitigt werden nur die klaf- senden Unterschiede in der Lebenshaltung beseitigt wird die Klassenscheidung sein, die die einen zu Herren, die anderen zu Sklaven ihrer ProduktionS�iiittel macht. Auch der in nn- ansehnlichster Stellung Beschäftigte wird da» Bewußtsein haben dürfen, daß der gesamte Ertrag seiner Arbeit der Gk- sellschalt nnd durch die Gesellschaft ihm wieder zufließt, ohne daß irgendein Kapitalist üch daran bereichert, er wird in jedem Falle die Möglichkeit eine» gesunden, menltfienwiirdi- gen Dasein» haben,»nd ibm werden alle Tore offen stehen. sich bi» zu den einflußreichsten Aemtern»moorzuarbeiten. Auf der anderen Seite wird auch der Bestaestellt». an der- vorragendstem Posten Wirkende nie selbstherrlich schallen und walten dürfen, wird wie der Geringste stets nur im Dienste der Gemeinschaft arbeiten wird nur solange sein Amt versehen dürfen, al» er wirklich etwa» leistet nnd bat vertrauen seiner Mitbürger genießt, und wird nie der Au»- teuter anderer lein können.» Auch in der sozialistischen Temelnschaft wird e» nicht mir lauter Glückseligkeit und Zufriedenheit geben. Auch in ihr wird e» nicht an Eifersüchteleien und Ränken fehlen, und mancher wird sich zurückgesetzt nnd nicht voll aewertet fühlen. Aber gewiß ist. daß die Mögt ich ketten siir seden. zu einer ihn befriedigenden Eristenz zn kommen, in ihr nn- v er a l e i ch l I ch viel größer lein werden al» imter der HmschMt de» Privatkapitals: ganz ander« wird ieder Gelegenheit hoben, emporzukommen, anständig zu leben. das Schöne der Welt zu aenießen und aliicklich zu sein. Menschliche Schwächen wird e» immer aeben. Doch wird auch nickt zn veraesten sein: viele», wa» un» heut« an Roheit. Unverstand»nd Häßlichkeit an den Menschen ab- stößt, wird verschwinden, wenn erst alle durch die sozio- listische Wirtschast gesunde Enstenzgriindlaaen und die Möglichkeit Siner sorgfältigen Erziehung erhalten. Nicht» ist törichter al» z« sagen: Dee Soziasißmu? ist schön und gut: aber erst müssen die Menschen besser werden, damit sie für ihn reis sind. Umgekehrt wird e« richtig: Erst durch den Soziali» mu» können die Menschen besser werden. Der SoziaklSm»« ist nicht von hellte ans morgen zu der- wirklichen. Nur allmählich kann da» WlrlsckwMklc&en sozialisiert werden. Die sozialistisch« Gemeinschaft, w'e sie al» I d e a l vor un» steht, lieat nych in sahrewrser. wenn ntrfü jahrzrhnteweiter Ferne. Aber die Möglichkeit ißrer schritt. weilen Durchführung ist araed?». seitdem die Revclnlion da» P-oletariat zur palitUchen Macht gebracht Hai. Woraus e» mm ankommt, ist. o b n e U e b e r st ü r z» n a. ober kraftvoll on der verwirklich» na de» So- ziali«ni»»zn arbeiten, lotort zu beginnen und nie da» Icnchtrnde Ziel an« dem Auge z» verlieren, da» Zi-t der reinen s o» i a l i st i sch e n G» m e t n l ch a s t. 5er«Grenzschutz" im Westen. Zu den Dislerenzpundten. di» uns«» v-nofse» zum Au«Iritl au» dem gabinett»»ranlabl haben, o»hi>rt auch der milttürilch»„Sreiizichutz im Westen-. U»d«- diel»» ggiewi dal der 1. Vor- sitzend« de» Arbeiter- und Bauernrate» d«» Oberwostermoldllreise». der seit lantzen gatzren zur Zoziuldemonrali« tzehdrige Pfarrer Schutz au» Neutzi ch, einem unserer au»i>e- schiedenen voldtbeauslroalen bi» sotnenden iiUer- »ssanlen und dennzeichnendee. Mitteilungen ß« macht; Oestlich der neutralen Zone soll ein sogenannter Grenz- schütz eingerichtet werden, für den bedeutende T r» p p e n in a s s e n in Frage kommen, die t i e s- gegliedert ins Land hinein stehen. In der Presse ist vi'her von diesciu Grenzschutz gar nicht die Mde gewescu. Unser Urteil über denseibrn geht dahin: l. Der Grenzschutz ist ein an Wahnsinn grenzendes Spielen mit dem Feuer. Durch kleine Reibereien zwischen den Grenztruppen»nü den feindlichen Truppen. ionöerS an die ärmere ländliche Bevölkerung ungeheure Au- w-nd«ng der Kauimanlwgewalt eine» jchiieldmen Cfii.uet« kann ,i„„»iihersrhhgieS Ungliick über unsere Dörfer liere n- biechen. Etz können sich die Vorgänge, wie sie sich im Csten an der DematkationSIiiiie abgospiej: haben, hier wieder- boten. Nach de»! schein Rezept würde sür einen verwundeten oder getötetenMKanerijchen Soldaten Mliidellen» ein Tor> abgedrannt werden. 2. Des Grenzschutz ist n n n il tz. Nack dem Ge- ständniS seine» obersten Führer». Hindenhurg. ist da» deutsch? Heer zu keiner Gegenwehr mehr jähia. 3. Der Grenzschutz ist e>ne unerträgliche Be- k a st it n g d e r v? p ö l k e r u n g. Die Unterbringiing der Truppen in Biirgerqiiarller?!! für längere Zeit, stellt b?- 'ander» an die ärniere ländliche Venökkerung»ndehenr» An. fordcrungen an Einschränkung in bezug aus Wohnung und Lebensweise. Ter Viehstand steht durch de» großen Ver- brauch pon Futtermitteln für die Pferde in Gefahr, Der Rückzug hat ohnehin schon die Futtermittel in unsere»! armen. landwirtschaftlich verhältnismäßig leistnugS- nnsöbigem Kreise stark gelichtet, Aus dem Papier steht zwar die Sklbstverpslcgung der Truppen. Jedem, der die mili- tärischen Verhältnisse kennt. Ist aber die starke Mitlnansvruch- nahm« der privaten Lorräte bekannt. Tie geordnete Abgabe von Lebens- und Futtermitteln ist duj-ch den starken Ver- brauch der langen Einquartierung bereits in Frage gestellt. Wa» kann der Grenzschutz für einen Zweck haben? Nach unserer Meinung kann e» nur die Wiederaus- richtung der alten Preußischen Militär- Herrschaft sein. E» soll eine bedeutende Armee in ländlicher Ab- geschlossenheit im alten militärischen Geiste erzogen werden. Man hält sie von den Großstädten und den großen treiben- den Gedanken unserer Zeit fern. Die militärische Aus- klärnng. die ein Hohn aller Zlufklärung ist. wird wieder in» Werk gesetzt und wird zusammen mit dem unausbleiblichen Drill die Armee wieder in ein Jnstrn- ment der militärischen Gewaltbaber jurück- verwandeln. Auf die bei diesen Trnvpen bestehenden VertrauenSräte ist gar koine Hoffnung. Die hier al» Grenzschutz in Frage kommenden Truppen sind sorgsälttg vor der revolutionäre?" Infektion bewahrt worden. In dieser Truppe ist der Wille zum Kadavergehorsam noch in erschrecken- dem Maße vorbanden. Diele Lertraueniräte sind ungefähr in derselben Weise zu bewerten, wie die ebemcttigen Küchenkommissionen. Sie sind wie diese praktisch bedeutungslos. E» besteht unserer Meinung nach die sehr große Gefahr. daß der Grenzschutz sich zn einem Instrument der Gegenrevolution ausbilden soll und wird. Bestätigt wird diese Ansicht dadurch, daß der militärische Geist von ehedem in durckwiis unveränderter Weis« sich aus- wirkt nnd betätigt. Tie Truppe wird mit einer weit über- triebenen Spartakus- und Bolschewiltengefahr in Harnisch gebracht. Bei einer Grnppe wurde den Soldaten auidrück- lich gesagt, e» müßten Truppen angeworben werden zur Bekämpfung der Spartakusbewegung. Zur Aufrechterhaltung der Disziplin, gleichbedeutend mit der schlimmsten Knebelung, wurden in einem Dorfe unsere» Kreise» die schärfsten militärischen Strafen, auch d i e Tode» st rase angedroht. Pslichtgruß. militärische Haltung und besondere Redeweise Im Verkehr mit den Vor- gesetzten sind bei diesen Truppen noch nicht abgeschafft war- den nnd werden in alter Weile streng verlangt. Im Verkebr mit den Zivilbehörden durchdringt durch- au» derselbe Geist diese Militär», dem wir die Zabern- afsäre zu danken hatten. De» niilitärisck«» Befehlen hat sich alles unterzuordnen. Ein? In unserem Kreisblatte vor- öfsentlichte Anweisung für den Grenzschntzdienst verfügt d i e Einsetzung von Ortskommandanten. Diese haben polizeiliche Befugnisse, die nicht näher bestimmt sind. also in» Ungemessene gehen. E» ist da die Rede von Hau»- siichlingen. die vorgenommen werde» dürfe»: in altem, mili- tärischem Kastengeist wird nur sür Unierosjiziere und Mann- schalten ein? Polizeistunde festgesetzt. In einem Befehl des 18. A. O. K.. der un» im Original vorgelegen hat. heißt e». daß d i e A r b e i t? r- n n d S o l- datenräte in der neutralen Zone aufgelöst werden sollen. Die Mitglieder der A.-»nd. S.-Räte liefen sonst Gefahr, verhastet z» werden. Unter dieser Borspiege- limg falscher Tatsachen hat sich bereits ein Arbeiter- und Soldatenrat In nnserein Kreise ausgelöst. vergegenwäriigen wir nn» die ganze Einrichtung de» Grenzschutzes, so kommen wir zu dem Resultat, daß er dienen joll zur R i? d e r k n ii p p e l n n g der kaum gewonnenen Freiheit durch eine, trotz aller trau- rigen Erfahrungen de» Kriege» immer noch übermütigen Herrenkaste. Trvppenzv�km'menzlttzung gegen Verlln? Ein Venolk» schreibt uns von einer Reise, die er am«onntng van Erfurt nech Hall«, mischen Truppen in dritte« Masse»uSsiihrre, folgende»: .Ych kam mit den Frontteuppen in ein politische» lUefpizch. ®if Soldaten sind ersiaun«. al» ich ib»en milseilt».«a» elaeiit- lich in Temschwnd vorgeht. Li, i-erlangei' dringend Ausschluß. ACon habe ihnen griagi. datz sich Soldaten» und«rbeiteirstt« grhildet hätten, die de*-.Hei»ttr»»«port sick'ern. di? Anh?:»nUi«l» in tz« S-'R« chSh!,ni Plötzsich wendet sich«in Soldat«» tplch mit der ifrafft, ob bf wüßte, daß jetzt Truppen ,usamm«na»z»y«» würden, die in den großen Städt»» d«« Hetz- nung aufrechterhalten sollten. Al» ich ihm ee- widerte, da» sei wohl nicht nötig, denn di« U-Räte sorgt«« in den einzelnen Städten für Ruhe und Ordnung, da erwidene er mir: .Ja. mir soll«« wohl in diesen Städten die«.- und k.-Räte auf- läsen«nd hab«n un« berpslichten mühen, kein« G.-Rä« unter uns zu bilde,,. Wir koinmrn nach g«ss«n, von swick voraussichtlich nach P e r l i n und L e i p z i g." Bon glaubwürdiger T«-t« ist un» außerdem noch mitgeteM worden, daß auch in de? Nmgeöung Berlins lpeftrebungen t« Gange sind, �'sondere Freiwilligentrupp« zu« Schutz« der R«gte- rung Cln-rt-Sch« idemann zu b5den. Ferner versangt da» Zentrum die Bildung von Freiwilligensormatiouen zum Schutze der Nationalversammlung. Da» sind alle» Vorgänge, die die revo- lutionäre Arbeiterschaft im kluge behalten muß. Solange da» Große Haupiquanier und die Koinma»dogan-a>t der Oslizieee noch fortbestehen, ist selbst da» wenig«, wa» bi»her durch tzi« Revolution ecrung?« worden ist. tzesährdet. Ler lSoiltl'e tzte'eschivlüdel. keit unserem Versprechen vom 30. den tägliche» Presse schwindet mrgisch j» betämpse,', ist nürder so? n gelegen ward«» daß e» un»«it unseren wen, gen teile» Bopier nicht geinnge" ist. den Lügiirrn gus den Fersen zu dlcibcn®ii wollen abei dovi»it'iye Meldungen der letzt?,, k«ye im finsaOmentz»»» wiedergebe». we>l man«n ihnen da» tzqstem dixser''chomlßsrii Mach« studieren ta<>n. durch die Tag siir Tag in gemsiiigctäh«- sicher Weise die Enten!« in unsere Politik hincingezerri wird, obwohl sich iliemenceau und Lansing die» schon dcuilich genng » e r b e, e n haben. Nicht», einfach»ich,», wa»». H. d«m.P»r- wärt»" nichi paßt, ohne daß nicht sofort am Tage daraus di» Snteutspresse de»«I» zwingenden Grund zu Ihrer Sin« Mischung erslören würde. Nicmat» hzöen die Entente-Vöckei nnd-Zeitungen solche» gesagt und geschrieben und doch erfindet'» der»V-rwirt«" immer wieder. Tic Ar,, in der die» den Lesern»ingeredet wird, muß eild- »ch einmnl zur Warnung, der gesamten Oessenllichieit, erklärt werden. Während der kt?t»g»jahre Sahen sich dl« marktschreierischen Blätter der Bourgeoisie eine besonder»' skrupellose Art der Be« richterstattung angewöhnt. Alle», wa» sie«olllen, wurde einfach an» Bern. Basel, dem Haag telegraphiert, al»„Meldiing französischer Blätter",.neutrale Asicht" oder wie sonst der Schwindel betiifkt wurde, sind genau so macht e» der-Borwärt»" Tag für Tag. Am 29. 19. brachte er gleich vier solcher Lsigenmesdungen. Sine über angeblich« Zwangsarbeit deutscher Ikriegigesangener, Woher stammt sie?.Zeitungsnachrichten melden au» der Tchweizi" Keine bestimmte Zeitung, kein Tatum, keine Persönlichkeit al» Berkaffer, nicht einmal ein einziger Satz zitiert, einfach Schwindel schlimmster Art. Gleich daraus eine Hetze mit dem»B Z. am MittacT-Titel �Schwül« Stimmung im En'entesaqer"! Woher diese Weisheit? ..Wie un» au» zuverlässiger Quell» mitgeteilt wird". Also wieder Schwindel! Gleich darauf ein» Aufhetzung Wilson» gegen Berlin, dl» doch selbstverständlich von der Entente al» Aufhetzung Be»» lin» g e a» n Wilson verstanden werden m»h. Benw nur der.vorwärt«" mit seiner angeblich so mächtigen Mehtcheit»" regieeung bringt eJ fertig, sich bei jeder innere» S-.hn>!e,!g?eit�. kreischend zur Entente zu flüchten und gegen seine proletarischen Brüder mit der Entente zu drohen, sind woher dies« Nachricht, daß die Berliner v�hältnisie ano«btich Wstsvn nicht he'rtedigen (un» auch nicht. D. Red.) und Amerika in den besetzten Gebiet«» .eingreisen"(1) werde? Wieder derselbe Schwindel, nämlich-» .Besonder« Information«« f«tze» un» in dl» Lage". Gleich daranf eine Hetzmesdung über«in tschechisch,» Abkommen mit der Entente über die»Vernichtung von Preußen�, Die Quelle de».vorwärt»" ist die»wa! averding» genannt, ävee sie riecht noch mehr al» die nichtgenannten,.besonderen" und.zu» verkässlgen' Jnsvrmationcn, nämlich da» samose.Hollan» disch NieuwS-vureau", diese Agentur der Bomben- werfer im Auswärtigen Amt, da» ein« Nachricht de» Wiener Abendblatt».Telegraph" zu dieser Hetze weitergibt. To« ist aller» ding» der Gipsel! Eine Ententeaufveitsckung von einem fclu-in- bar holländischen Bureau un'> a'« Ouellenanaad««in« Wiener Zeitung, die unsere» Dissen» überhaupt nicht c k i st i e r t od«? zu mindest völlig obskur ist. Einen Tag daraus: w'edrr eine Hrve gegen Wik- sonk Wieder eine Aufpeltschung von Berlin gegen En» tente und der Sntenle gegen Berlin. Nur lustig durcheinander- hetzen! Tie»mal wird(30. 12. Abendbl.) im Fettdruck ein Tischgespräch Wilson» über die Weibnachttkämpfe koinoriiert. Solch« Schküssellochgebeimnisse haben bi«her a»»schlicßlich dir Amsisierblälter der Bourgeoisie verbreitet. Jetzt tut e» da» Zentralorgan dcr sozialdemokratischen Parle!. Wa» gab e» also unter Wilson» Tisch zu hSren? Natürlich Aeußerungen über die Berliner WeibnachtSlämpfe. die ganz wie auf»n», auch ans Wilso., einen Sußerft schlechten Eindruck ge- macht haben. Während für un» die Regierung schuldig ist de» schmählichsten Militari»mv», läßt der.vorwärt»' die Tischgesell- schaft Wilson» natürlich ganz ander» urteilen. Sie findet, daß .für die Deutschen nur die ab l o I» t i st i s ch e Regie- rung taugt". Ein« solche schamlose Bemerkuna soll am Tisch eine» ehrsichen Demokraten wie Wilson gefallen feint Welche kleine Stirn. Himer der solche Lüg« erfunden ist! Und wober nun diese Nachricht? Dieselbe gebeimnitvolle Schwindel- quelle! Diesmal heißt«»:.von neutraler Seit« wird au» London gemeldet' Im Namen de» S»ziasi»mu» müssen wir Unabhängigen Immer wieder gegen diese Hetze protestieren, die den Thon vi- n i» m u» zugunsten der Konterredolutlpn aufae- veits cht und den revolutionären Soztaliln-i,» durch erfunden, Drohungen der Entente in seine« Kamvl« einschüchtert. A,'» Deuts»? emvfinden wir diese» tägliche svstematl'che Htm einzerren der Suien»? in unser, eigensten Angelegen- betten al» P r» st I l ti M»„. al» Smialisten bezeichnen wir e« a» den verrat he» K las sen la m»se». Ver Vo'ksbund oesev 5reihelk. «Her.vollabund für Freiheit und Vaterland' erläßt ein« Knichaebung. di, mii der llblicken.Entrüstung" beginnt.über dt« schmachvolle Lage.!n der sich Deutschland besinbei". Wem wir die,'« Lage verdanken, darüber geht der eM« Bund hinweg. Er ergeht sich lieber in schwärmerisiten Klagen iirch NSgllcheu Schwärmeecien.»Stqchevurst" und.Ohnmacht",.schwer«elzZipfis Wer zur Nationalversammlung wähle» will. muß in der Wählerliste stehen. Die sind unvollständig. Niemand verläume daher, sie einzusehen. Einheit",„von den Wtm«re rtler«eifl*,»,u Strih und lmtz ouf Beb#« und ksd". tot»st so etma tee Inhal» dieser»ldundAcbnng" e»r»Eolkttnnt fiir fteeitait»nd Vaterland", des dyr der lsteboiution«i< Hilie sez°alistischkr.®ur4b«!ict* und reNamterker Tewerlstasltführer in einem verschwommenen und riiUaraNosen Luka!ett-Nesekm!t,nut und„upleich in treudeulsch verschleierter «nnerion«pelit!t macht«, verschn'nnd im»nfana der Nevolution. scheindar ,u r»de erschrmken. in der Versenkung. Jetzt, da die idtn wesrutperwandten schwächlichen Mebrteil»!ozi«liste!, am «"der sind,»mich, er wieder aiis. Sr Ml, wodl feine Peii für ge, kämmen? Jrslnms®ie ZZeit der Rrlerinatoren und«eforma» tniche». die fseit K-r dekschleieeten Jnnafenuen— sie ist»»rüder. T'»»'iid der?>.'Ik?k»,nd bald merlen— n»d alle«, was seiner " mi Seele wclenßverwandt ist. mit ihm. ?los'e behSI t!e Wrine. im Nilelird der Neich?r?ai?ri,na eriionnfe ditde,i(r Iii ninir Pen K'el«»» k» Mist»i'ster seiner neuen käktakeit o'.t Minister, fpfz'efl alt Dezernant für msliläris-d« Ungel«««- feilen,»rch keine Hnnf�ionen alt Voiwerurur von Kiel Ni'tsttrn Er trllt diet>n f-laendrm Telegra«« hj,.Kchleomtg. Holsteinische Vv?l«rrttung' mit: "Ter tliiksprde'una. in die R-alenma einrilrefen alnubt« ich m'«r nicht entzieden zu dürfen. Ich werde irtoch auf meinen de» sonderen Wunsch di« Ktelluno ol» Voupernenr von Siel nach frleMien. Ich freue mich, dast ich nun Gelesenteil bade, die SEPniifel-c und Anlchauunaen d-r mir lieb aewordeuen Warine bter ver», eleu zu»pnnen. mil der ick keil»ntbrnch der Revaln,,«, de- foiid«# eng und lomerodschaftlich zusammengearbeitet habe," Z)!e Alarmlslen an der Ardelk. ljurch b», peramt« türgerlich« Vreffe macht solzendet.Sei«» gramm" die Runde! Haag, st. Jnnnar. lWeldunz de» Hastandkch??le>»tt>»- turca» l Hostandsch t!i,vw»boreau meldet an? London: Laut einer M tleiluna a».Politiken" taben die Alliierten im Hin- blick onk die Snlwickliin» der La«« j» Denilchland der deut. lchen«esieriino eine warnende Ro», oelandt. Der Vertreter , P5S Onarf&ttli bat hfr Wa�fenttigskiandskommtsston er* f.'örl dast. fast» die da Ischewilli ich«» T.'ement» in Deutföhland Mit Mach« in die Hand bekämen, die Alliierten kokort aste Ilnterbandlvnaen abbrechen und den vorläufigen Krieden rück» gänoi» machen würden. Ersten» stamm, diese» Llelearamm m,» dem.Host.«leuw». Purea»". Da» lsi eine penugsam bekannk« Aaentirr. di» seinerzeit von Ludeniorff aii»(jeha!,tn wurde, die fetz« ofsenfichtkich im Dienst, de» Au»wSrtiqen Amte» aarbeitet und deren Kälschungen wir schon ein v-armal sestaenaaelt Kaden. Zweiten» lrä», die» Telepramm den Etempel der Nnwahrheit an der Uilrn. Wenn»» Kelstt:»H. 91 meldet au» London: Laut »tnrr Mitteilung an.Polilifen"-- so bedeute! da»: Niemand wich dir Bcrontwortunn für diese Kchwindelnachrich, übernehmen. Da» alle»»rltzder.vorwärt»" so pn t wie Wir. Diotzdem dringt er dies» Alarmnachricht fetigedriickt an de? Spitze de» Mattet mit einer tendenziösen ellengrosten Heber- schritt. WetSali,/ Weil er mit b■« Setpentt de» valtchewtomu» ank d«r einen T'ile und �em Sn'en'eeinmarsch auf der and'ren die Oetfeni» lichteit in Kchrecken setzen wist. WeN er die Furcht und Bnzst vor der Nevolu«ton>runa schüren will. Der.vorwärit" stedt doch der Reaieruno Ebert-Tchetdemann nicht lo«an, fern. Sostl, et ibm wobrlich nich' möalich«ewe'en sein, benor er solch eine Alarmnachricht In die West»aiaun«. erst «inmal bei Herrn Eberl anzufragen, ob er tatsächlich diese Droh» ziot» erbalten bat? Sr hätte sich pevewitfern können. Sc wollte nicht. Er Wollte alarmleren. Er»« l l t« lügen. ( vffomg der deulsch-SMndMen Grenze. verlin.« Jannor. Die deutsche Waflenstistftandtlommissson gellt mit- Nach einer Mitteilt, na de» Oberkommandos der Astiier- fen ist der Haudettverkebr zwischen Solland und den de- setzten Rheinlanden unter vorbebalt der Anwendung de» Zoll- toris» frei Die deutsch.bolländisch« Grenze ist offen. Die belgischen Vebbrdcn werden jedoch ein« Aussicht über diesen Verkehr ausüben, um sich dadurch die genauest« Senntni» der nach beide» R chtungen h-n erfolgenden Sendungen zu»erschaffen Und um später olle zwcchnähigcn Motznahmen darzuschlagen. Die tage in Vo'ev. Hahenfolza» 2. Januar. Ter vromberger Voll» tz,ig»rat teilt mit: Vertrete?«i» den Städten Posen. Vramberg. Hohensn lza und Gnesen baden sich dahin derftändigl. daß all» Feindseligkeiten sofort e i n z u- stellen sind. Weitere Vereinbarungen sind abzuwarten.>Ver» stärf, ingen de» Grenzschutz, t. bezw. Heimatschntze« werden, so» lange dieser Wassenstiststnnd dauert, nicht berongefllbet. Der gesamte Personen». Güter» und Militärverlehr erfolgt wie pewöhnlich Sine Durchsuchung der Güter, so«!» jeder Ein- griff in den vetricb hat unbedingt zu unterbleibe». Hodenlal»», 2 Januar. Aach Ritteilung de» vromberger v»llz»g»raIeS sind die in Hohensalza getroffrnen D e r e i n» barungen von den Prien nicht gebalien worden, ko» fort nach Tchlust der Verhandlungen, al» die Vertreter die Züge bestiegen halten, sind Nnruben in Sobenlalza antgebrochen. Post. Waaiftrai und Polizei wurden durch Polen besetzt, sind aber in» zwischen von den deutschen Truppen wieder freigemacht worden. In Etrelno wird gekämpft. Sruschwitz ist durch die Polen er» vbert und besetzt. P.sci,, 3. Januar. Heut, nacht kam et wieder zu Pchlest- reien am Dahnbof. über deren Nrfache und Umfang genauere Meldungen noch nicht vorliegen. Na» Mitteilungen de» hiesigen Eoldatenrate» fanden gestern in Elreln» Kefiig» Strastenkämpse zwischen polnischen Truonen nntz HeimatSschutztruppen statt. Auch in Gnesen sollen Kämpfe mit den Seimatschutztruppen de» gönnen hoben. Der Zugverkehr nach Gnesen ist seit gestern eingestellt, verschiedene kleine Glädt«. wie Krotoschi» und Mosten, sind in pcsnischen»«sitz gekommen, - Snde des schleßfche« Ver�rdeilerslrelks. Vrvtl»» S. Januar. Der Streik in Oberschlesien ist erfyfckicn. der CleopbaSanibe ist alles bis auf f87 Mann cinarfahren. nachdem Vrrhandiungei, zwischen der Bergveiwaltung und der Beleaschasj staitaesunden liatien. In der Tudenskogriibe ist da» Ära» der veleoichalt nach ZerbniNuitaen ziviichen der BelcgÄlaft unh den Beamten- »inaeiokren. Uvrvhev la LderWeKev. Etnigthktt», S. Januar. W,» der Vberschlesisch« Kurier meldet, lam et nachmittag» vier Ubr vor dem Gebäude de» Berg« inspektion zu einem Zufammenstotz zwischen streikenden Berg- arbeitern und Wil'tär Im Gebiitd» der Verginipeltian war ein Mafchinengewedr avfgeftell«. Al» einige fung« vurschrn d.m Zaun übersteige» und anscheinend dl« Wattz» augrei'en wollte wurden»n« dem Mafchinengewrtze zunächst»larmschüss» ab» gegeben S'n iunger vurich,»olll« mit einem Rep»l»kk auf da» Fenster schieben, wo-in sich»az Wafchinenaewebr betand, woraus die Woche mit Masch'», ngewebrlcuer antwortet«. ZabU reiche Personen der unten angesammelten Menge wurde ge» troffen, bisher sind zwanzig Tot» und«ine Meng« Per» wundet« festgestellt. vruthrn, 3. Januar Meber den Vorfall in K>niq»bvtte wird»neiter gen" ldet- Die Velegsckaft der fitkolifchen König?- Hütte Ist beute erneut in den A u» st a n d getreten. Di« auk- rllbr'risck-en Massen forderten vor all»n Dinaen die sofortige Eni. fernung der Tmiopen out Aöniotbütt» Aus dem Wege zum Gebäude der verginfpettion stellten sich vosizetbeamte der Menne entgegen, kl« wurden mitzhandelt und»eistveis« entwaffnet. Die Masse verlangte Zutritt zu dem verwaltungtaebäude. welches eine Abteilung Jäger besetzt hielt. Dies« machten den Leuten klar, dast sie m»? in der Foim einer Deputation Zutritt erlan» gen könnten, Diele Vorstcllunaen blieben erfolglo» und e» kam zu dem gemeldeten Zusammenstoß. Abend» mn IM Ubr wurde der v«kageri>ng»>ustand über Königsbü'te derbängt. Di« Ruhe war um dies« Zeit noch nicht ganz wieder hergestellt. Die belgNchen Sozialisten vnd die Znlernalionale. Amsterdam.». Januar. MDB-f Wie.Algemeen Handel»» blad" au» Brüssel meldet, wurde bei den Beratungen der Leitung der belgischen Arbeiterpartei am t. Januar über di« Frage der Teilnahme an der Lausanne? Konferenz Hupsman» weaen seine» Snsammengrhen» mit de» deutschen Mehrheit». lozlalisten ongegrifsen.- L e k e u sagte, die belgisch« Arbeiterpartei könne erst dann mit den deutschen Tozialtsten zusammenkommen, wenn diese offen ihre Mihhilligung über die vnterstttznn, der imperiaUfli. schen Politik ausgesprochen haben würden. Da» scheint die An» sicht der M e h r b e' t der Parteileitung zu sein. W a u t e r» sagte, der Krieg sei nock nicht au» und«in Zu« sammengehen mit T ch e I d e« a n» und den Zimmerwäldern(?) würde ein« törichte Brütkierung der öffentlichen Meinung sein. Vandervelde sag!,, er sei nicht Immer derselben Ansicht gewesen wie Su>z»man». Stockholm wäre sllr die Jnternalionale eine Katastrophe geworden. Aber HuvSman» habe sich nicht vor der Parteileitung, sondern vor der Internationale zu verant» warten. Vandervelde denke über die deutschen Mehrheitispzialisten nicht viel günstiger al» Lekeu. Aber jetzt, wo der Krieg tatsächlich vorbei sei, sei die Frage, ob man mit der deutschen Mehrheit zu» iammenkomm, oder nicht, nicht mehr von großer vedeutung. Sr werde ihr bei Gelegenheit selbst scharfe Vorwürfe machen. Mit Rücksicht auf den Völkerbund und den Kampf gegen den überall auftauchenden LSnderhunger. der In L0 Jahren wieder zu einem Kriege führen könnte, sei der Zusammenschluß aller Kräfte erwünscht. Nach einer geschickten Verteidigung H u v» m a n». der sich Vandervelde anschloß und d'e I n t e r» nationale al» unentbehrlich in einem Kampfe gegen den Ehauvinitmu» und den zukünftigen Wirischaf»»krirg erklärte, beschieß die Parleileihrn? auf Antrag von Vandervelde, sech» späte? ,i, emnnnende Delegierte obne bestimmte Mandate zu der interalliierten Konferenz nach Lausonn« zu entfenden. über die Frage der Teilnahme an der internationalen Konserenz noch«äher zu erwägen. Die englischen Acdetfer für den VSllerSvnd. Amsterdam, S. Januar. Räch«ii/cr Reutermrldung au« London wurde bei der gestrigen Kundgebung in der vlbrrtha&k »ine von Henderse". eingebrachte Entschließung angenom» wen, in der gesagt wild: Die Versammlung schließt sich d«m WilklommcnSgruß an, der Wilson von dem Gewerkschasttkon» greß entboten wurde. Der p a r l->«n e n t a r i s ch e Ausschuß und die LeitungderArbeilerpariei wünschen ihm und allen denen, die für die Völkerbundtideen arbeiten. Glück zur last allgemeinen Annahme des Völlerdundeö. al» einzige« Mittel zur Vermeidung zukünftiger Kriege. In der Resolution wird an die offizielle britische Friedentdelegation appelliert, sie möge in den FriedenSveltrag al»«ine der Hauptbestimmunzen die defini» tive Einführung de» Völkerbunde» aufnehmen. Ramjap Rardonoid erklärte: Unsere Gegner habe» uu» die Tore de» Unteihausc» verschlossen, aber sie haben un» gleich» zeitig da» Tor nach dem Laude geöffnet. Der Geist, der den Völkerbund lenken muß, ist in den Reihen der Koalition nicht zu finden, Sie englischen Arbeifer nach üen Wahlen. London. L. Januar. Der nallonale au»sührende Autschutz der Arbeiterpartei faßte den Beschluß, daß die Erfolge der Parle, bei den Wahlen hie unmilieibaren Pemühpngcn zur Organisation für die nächsten Wahlen rechtfertigen. Zum Schluß erwog man die durch die Wahlen von.soviel Kandidaten— durch die die Porte, die grüßte Gf.upp« der Lppositiou bildet— geichassene Mrlamentatif&e Lag«. Amfterva«, 3. Januar.(Reutermeldung.) Nach dem.Dailtz Telegraf" ha! die Arbeiterpartei beschloflen, auf den Titel einer offiziellen Opposition im Unterhau«. Anspruch zu erheben. Die Partei hat verlangt, daß der Name tzez Vorsitzenden in di» List»»er Ridner ausgenommen wird, di,> auf die Thronrede antworten»erden. Der Vorsitzende wird hei dieser Gelegenheit piß Leiter der Opposition ipkkcheit. Amsterdam. 8. Januar. Nach einer vteulermeldung an» London sag»e der Lebenmitlelkenicolleur Elyne« bei einem Bankett in London unter anderem: Er wünsche die AntoritiU und den Tinsiuß Uder dl« er verfüge, dazu zu benutzen, um in der schärfsten Weise gegen hi, Erkläningen Steffting zu nehmen. in denen die organisierlen Arbeiter auigeiordert wurden, sich der iudust iellen Waise de» A»«stand«« zur Erreichung geipisiee politischer Ziele zu bedienen. Es wünsche, daß di« Arbeiter sich mit dem Ausgang der Wahle» abfinden. Di« Wahlurne fei die einzige Waffe, d!» sie onznwenden brauchten, um ikre Ziele z»s erreichen. Er wünsch«, daß die Arbeiter lür Ordnung und Ge» levlichketl eintreten, denn e» lönn« die Zeil kommen, wo die Ar« heiter leibst berufen lein werden. Gesetze zu machen, um von den anderen Schickten der Gesekilchast ibre Einbaitun» zu vor» longeit. Sr bedauere den Vefchluß der Arbeilervnrtei. der e? Ibm zur P'lickt mache. i»Ine Tiell« in de? neuri» Regierung anzunehmen. Er dürle sich«der da» Vertraiirn der Arbeilerslasie nicht verwerzen und babe deisolb die Ldsichi, sich der Entscheidung der Arheiterkonserenz zu sögen. Sie Wählerlisten rnd d'e Soldslen. vielfach bestebt noch Unklarheit darüber, in welche« Weife die Personen de» Aoldatenstandes in die Wähleritsten elnzifraoen sind, damit sie gemäß h 8 de» Reichsivohlgesetze» vom 80. No« nember kötS an den Wahlen zur verfassunnaebeuden deutsche« Nationalver'ammlnng teilnehmen können. Die Aubtallun-'. daß die Truppenverbände»iizene Wäblerlisten«"fstellen können. ist unricklia. Auch die Militärpersonen wüsten«n die von den zuständigen Zivil-brdörden räumlich abzugrenzende« Ztimmtzezlrle einbezogen werden. Angesicht« der noch häufigen Truppenverfchiebunoen wird e» bei der»Iviteren Wabi» Prüfung porouSsichllich gebilligt werden, wenn der Etsndori alt Wohnort im Sinne der Wahlvorfchriften aulgefaßt wird. Bel der Sin«raguna der Mililärper'onen in tzi« Wählerlisten wird nach Möglichkeit vermieden werden müsten. daß di« Militäruersonen sowohl an ihrem Ttaudortr und daneben noch an ihrem Wohnorte in» bürgerlichen Sinne eingeirage» werden, weil solche Toppeleintragungen leicht zu Doppelwahlen verlübren. d>I nach§ VIS de» Strasgesetzbuchc» stralbar sind. Sllle Mili'örver. soncn müssen ebenso wie di« Zivilpersonen b'S»um ü. Jauuae IVkg. dem letzte» Tage der?lu»legnnq». und Sinfpruchsfrist. ein» aet ragen werden oder e» muß wenigsten» bi» zum Ahlanfe di«f»r Frist im Wege de» Einspruch» dir Eintragung verlang werden. Nach Ablauf der Frist können Eintragungen in die Wäblcrlist« nur ia Erledigung rechtzeitig angebrachter Einsprüche erfolgen. Bei Truppenverleaunoen. die isätr» kr'olgen. können Umschrei» Hungen nach h ö Abs. S der Wahlordnung in Frage kommen. Obne Eintragung in die Wählerlisten können nur Militärpersonen. di« erst nach dem 6. Januar lSIS au» dem Felde heimkehren, auf Grund von Beicheiniauuaen wählen, die nack näherer Vorschr-ft der Verordnung vom 28. Dezember kük» sReichS-Geletzbl. S. 1472) von den zuständigen militärischen Stellen auszustellen sind. Sie preußische Regierung gegeu Lvermaßlge tohusteigeruugeu. Die preußische Regierung erläßt folgende Verordnung: »Di« Lohnbewegung unter der Arbeiterschaft hat iu letzter Zeit nach Art und Umfang eine Entwicklung genommen, dm di« schwersten Besürchtungen erwecken und weite Gebiete der Güter« erzeugung zum Erliegen bringen muß. Die bellagenSwerte. aber unvermeidliche Folg« davon kann nur«rbeit»losigkeit, Hunger und Elend le'n. Die Betriebe de» Staate» unterliegen in dieser Beziehung d�n gleichen wirtschaftlichen Bedingungen mw die privaten. Weder Bergbau und Eisenbahn noch alle übrigen Staats» beiriebe können r» längere Zeit ertrage«, daß ihr« Autgabea die Einnahmen übersteiget. Diese Gefahr ist aber bereit« in bedrohlichem Maße eingetreten. T« wird dethalb zur gebiete« rischen Pflicht der Staa'kreglerung. dem Anwachsen der Lohn. ausgaben über da» Maß de» Ertiüglichcn hinaus mit Festigkeit entgeg-nzutreten. Die Herren Fachministcr werden daher tr> sucht, an sie herantretende Lohnforderungen zwar in voll«? Würdigung der jetzigen Bedürkniffe der Arbeiterschaft, aber auch sorgfälttg darauf hin zu prüfen, od nicht durch dl« Bewillt- gung den in Frag« kommeuo.'N Betrieben Lasten auferlegt wer- den, die sie nicht ertragen können, ohne zu erliegen, und die >omit die pesamf, Finanzgebarung de» Staate« gefährden. In diesem Falle sind dte Forderungen zuruckzuweifc» Hirsch. Ströbel. Braun. Ernst. Adolf Hofsmann. Rosenfeld." / Beschlagnahme erzherzoglicher Güter. Wien, 3. Januar. Wie die Blätter au» Teichen melden, hat die polnische Rasa Rarodowa die Besitztümer de» Erzherzog, Frie« brich im Tcschner. Vialcr und Freislädter Bezfrlk in Besitz gfr.um« men. Die Warschauer Regierung ha? die Beschlagnahme der Güter de» Erzherzog» Friedrich bejtäligt. Arbeitsmarkt. Arbeit de! Berlin. I» der Näh« von Berlin werde» gesucht: 1000 Mmm-ii-liiiedMiiideller für die Ribechschen Moutontverke Sl.'G., Halle a. d. Saale und die Witzuttzer Ärauntviiieuwrrl« LLitzuitz bei L-orna d. Saale, ungelernls Erdurbeiker für die Braunkolileniverke bei Halle a, d. Saale und bei Bitterfe.d. E« werden die Löhne gezahlt, die von den dortigen Arbeiter», rättn festgejetzt sind. Näher« Angaben bei alle« Arbeitsnachweisen». Theater und VerWmm. THdliy tn SnüwljrtBUIt. 3\ Uhr; D«r StSrcnfr'rd, 7 Ohr: Der Jsxfcaroa. Mmm ntrcHion PHedr, K.tyfiler. 7> Uhf P»r Klyge?>ttrtBn. Opernhaus A Uhr: Öer Evaneellmann. Schauspiele TV Uhr: DI« Judasslocke, >»Ir»I>II», Max Pim. Re�'denz-fhf.atsr. Soaaabead.< Jan.. nachm. U Uhr Rotkäppchen. Allabendlich V8 Uhr ~Der LehensschOier**. CratraU I lieater. mPleRoscvRBStfltnlinl Opeinhaai ehu-iangah. TUltu Sil FttmOliS. AMrlen-Wlilialaatklt. Thttur. A Uhr; Hppnerl. Das üreimäiie-ltiaut Jl. Teil. Kleines Tlmter. �*'■. Bürger Mmi. Theater des tVesfäiu. »s �r: Sic iDstige Witwe hnb»8del. aßihOP-Tlieati ZV Uhr:*tt MtrkitowiW, 7» uhr: 6r»t Hatienichls. St».»: Per«riAemahid. Casinö�Thcater. Lnthrlneer Str. 77. Ttcl.•'.SUhr; Der erlolerelehxte Selilufer DiegolneueUrfictB Vorher erathl. Sp»atalit«iea, A a. der aihnw»che RJ»«»* _ Son las 78 Uhr: Priede auf Erden. koae- 1 heater. ZV Uhr: vre Mtcead» RelUsdhr. v'VUhr; DasDrelniBderiiiaue: Da» tan d.Prlcdr.-Wiih»lmsl.Th»»t. Kumiaelie «Sr1: Sciiwnrze'dnjßdßl, »<- ZV Uhr OctteawnwteiAdal. uhr: Die spsnkÄe Fliege. Ketropol-Theater. t* uhr Die Fßsciilagjfßi. Sta 3 Uhr: Wiener Mlut__ llim ß�rsttenflaos. A Uhr, Ballet Chareli A Uhr: JeteadiewuSfc Pdl?it-lfh6attr. AUhr: Pretnihr«; D!»!■ tchatlca av uhr: Oer Stroxrelpatfr. Schilwr-färsT« t'eurieuriemg. a uhr. Der P,ei;o45glBi;Gr. inslia'-i naxief. A Uhr: Frau Holle Waiiialla-'l heater. A Uhr; Abc«** tat Stark«. Das grosse SpedaliMifiB Anfang'/« 8 Uhr � ElnTrltt frei t % Lleban-KM? §= KQr: stier- Die ie— Z i Teubeititf. M ■ Ab 8 Ubr; Orchester, von 8— Z'/. Uhr I— da«» rolle Prourrama— I I Ab TV, Uhrt Tan*. I I Echt ruu. Tee, Kaffee. Mok- 8 I ka.SchQhelada.Feln.Qebllck I � ff. SC'«— H Hüi- Brill fnla. J APOLLO »*» Theater Dir. JAMES KLEIN Allabendlich A Uhr. Sonntags 3< und TV Uhr Die WpM linier! Santa Stnelandl loala Slittser Fratu Excch|rnu Beckaiaa« Prlar* SUaka NAOCHURA S Elofantoa BOSTON S Affenmoraoh Treney« Blumenkorto u«w. Sonnte,» 3% led. Enrechseae i Kind freli BtQthnersaal, Berlin W., LQtzovnttraase 76 Snnirtac. den 8. Januar, nacbmlttass 4 Uhr Feie zu Ehren derllevslütMSinpfer Einleiten Worte; Fr&ax Pfeiaciert. SaxItadcnttK Maalk; Kapcttc__________ Dtrttont! Varl Vath. Kartell n Iff. 5, Z nad I Mark Im Varverkeat w der Aktlanx-Sach- hand'vac. Kaiaerallee 32t und aa der Kaue des Blfttbneraaales. Der Ertre, der VceMtaltan, Im Mr die Binterh leheacol der •ae 2X ajjd 24. Oeccmlrer enordetea Matroeea bcstlaol. ;no- wuns; a tcsdd�Tacn. C�rtrud Evsoldl • de« Berllaer SliAcekaHadsenstea. Achtung z Hcbtung! ..®omidbciib, d«t 4 Innuar 1919, ohcitb«?'/, Uhr. bt* Pirchottta, Vergitraze S, Eike KSrnerstraze Versammlung «mf dff« Boden der Unabbänaige» Partei stehender Vanoffcn und Freunde. Die Agttationsleiwug �__ u«.«.», Ü.S.P. DJirels TeilMeeskou Sitzung des Kreisvorstandes und der WatiikamnilssiOD Sonnabend, den 3. Januar 1919 nachmittags 5 Uhr«? im Kreisbfiro Neukölln, Neckarstr. 3 L A. Lachmann, Verwaltungsstelle Berliu. Branchenversammlung de» Holzbildhauer Moutaa, deu«.Januar 1919, obendZ 7 Uhr. im Saatel de« veweelschastbhauie«. Sngelitjer 1«. Tnae8»rdn«ng: tlluna der Qita Kall. Dasbach. L Stellung der Gewerischaften im vollsstaat. Sief. S. Branchenangelraenheitea, vsschlu�laslmtg wer Srbejtdaeiiverllirjung. 4 verschiedene». gahlreichvn Besuch erwartet Die Vranchettsommisslim. A Uhr: FvilliMS ÄlllSZilSit. Netropol- esbsret Etkr««- str.am Direkbj D'ro.rt-on: Ata« Braue KOndl. Lett: Siedm, Kletow Am MSäet: EmeTHealacnet «etil Ii itt i*taa. Ben Otto hefitveon. Hei.»| Werl:r,t jrtwa MtlollotS.'llrt In bot Ctene, Ward vab ftdrt hu»et. temneuhtn OrrOnnn>rn der SJ»n an ItvbMuIcn ja(jKainhtvhrtthrn ! oemttnut ta Idnnea. 4» tni�lu VmiR.ktit�tcttelean,«mal u. Ittu ['.«Iturnhutiii. flcieO,:i.m« fet T»*»er»«0i. un bml d, ja«rtten. Um- remniiai reu jtoll tn MM:nietti, gtliru»« flak«tS0rrn. Anrrni a. •— hW, s Klaiaa tnreipn} Eiiren-Eiklärunj. Nehme die BtleMigao, zarQek and e-KISre Fruu Ukalakl (llr ciae Ckraatrin. Prco MOIIcr. »ner»tr. n Ocdonärd, Raäsr ImST Shlenitn Urthmi.k. UeeixMien a. et i. en». | Imhatie so» J;.'> eher«eerxn.me tX.«.NO. |«fht.». Breit«. SNmtÖeflt. M.«kM>i I Karrt»--» u.a««.-aCtR.| Hßsansi inwaildan finden betondw« flarOcksichtirtuiE /fir den Haaaler- Soh nilerxHasch- t- andet mii mitteln. ... auteo sebäumeadea Meldunewi von«— 12 Uhr b«L HÄtlflmaklin, bornholmer Straße 93 �iiarrezlthcirvi mit Untet hetdrordiK Ät�WtV konacrtii reo Ttk—, pell« IH- bt« 144,-, ■a 44-, ivon- U,— Mouetshoporar l ld stliedln «CiuUkurieA&UCImalaüialUk Aebtungl Oneueaeq Ate tu der frtmni veliuvn trnil bei der Grflcdmtic tob W»Iii»«reinen aad Ver- hrelliin, der Froihell betaltltioB «ein wuU.b, worden gebewn. tnefebenrl Ihre Adreee« an die Ndro dee Tertwadv« der Wahi- veretn« Ome-ßerlio« der v. it. f. O.«leeneenrlep. JetfcrUvHaiis' Sie ysrasjaBT(«r Russissliia Fä�silrei m tiN. Sesrlitrsiuyil dm»n. Die Walirhdlt ü&r i Bolscitevikl Prei» 15 Pfennl, N. Lenle: Staat eed Revolelloo. Unickllrcte Aeacabe M. 100 WiederverkJeler tu Pertetorjaul- sattonen erhallen hohe* kubatl. Im beliehen eieeeln durch die AktionebucnhanAunr. Berlin. Kelteoal!- ZZS, Partie« durch den Verir ir Wochen- cchritt„Die A:". Berün. WllltlCTKlort'.>,a ineratr. 17, Oarhuih«*«. Friodetupiano eretklnatiffea, verk. Uaueosleln. WleterleldtAtf. Z, IV. Ün- und ZweT MioMr-Oeepeaa«. FMetteeveiea. Drenke enerflfhll des reehrte, Genomen Kcrt BcksZAt. Fuhr- cweMit. All Moabtt« Mehrere Botenfrauen für Moabit UCilt SPEäiflOJ LQbecker Str. 43. 20 Botenfrauen für Lichtenberg sucl't Eoeel, ücliteoberj;. direkt am Bahnhof Stralau- Rumraeljbure. Neue nahahofstraße 36 Decn bandln»,»ad Pnrie'epedtH», 4 MMW Botenfrauen sofort«fcsncht.\ Verlag d. Freiheit SchlCbatierdamm 19a "10 Botenfrauen- sacht sofort SpedTioa Grüner Weg 18. IpeüiteQrel Uebrite Eaemplar« der Nr. 44 rr„Trclbeit" bitten wir um- ;ebend In de, HauploxpedHJon llbaxrdamm>* abeellel«,» >»»duullel,,, HvtenfrsuSn 9t«Ut«ia Schulstr. 69. Botenfrauen fftr Ntethtit b»i «chacDe-i:?:.'? orraitit HatkbnrtH, WefsAensee Die Spedition der ,,Kr«ih«it*' fttr Welisonaec baffndet sich vom 1. Janaar ISIv ab SMküStr. Ii1 B, R. WNM Frauen au«. Aastrasea d. Praiheit warden seanebt. Arxt, Simeonstr. X 'AUSUO*. PQOSC. Vertansen Sie unsem Prospekt 333. PAUL CASSIRER VERLAG '■ i Sozialistische Schriften gar Revolution KARL KAUTSKY &. Giöck und Ende. Pidia 3 Mark. Dm tddl»»tn Kampf dar NiUomaStlteu «*4 der Rewsliebeo ia der alte» DooetunaaarcUd. MieLWil an Jedermann« Kleinste Anaahlana. OrOaste ROckalcht. Bcotiemste Abuthiana. Etozelne MöDelstüclie mtin üereltvliiieii lldzegeües. Liefore«ach nach auswlrts. M. I�ÄiiLCjlweS�r VOtlerstr. 7, I, Widöinftiifz. Blase Schilder beachten. [rysbti Er&fduBj! Zun Schutzi dirlektgituniuii Beaelti�ung von AusBümcd o. ebron. Katarrkoa \|(aehaeU«. sehBanUa«, anabo B»tp4c»»ii«biiie«(i«t-lB««ni-i"V|n- 1 eieni bei BlasetK Dann-» ju,,,,», Harn Seiden aller Art,[PVamm] I« KjankeaWaatn, LaaareUea, JCUnlk«« Im Oebraueh. nmptaUma tob«fMae Aatortutcia-•«■ E/MUUtk ftr Amt* oder an/ inlHetu Vtroräanegt „Sanabo" AorrtHotM Bomkatattdea 13—4, 8 4 koofitarre Ii— l ■ i Ffeetafela■, BaVIacniie»es Hf.-'dpj. Jovdat» 1—8. M. äs», r Ävä»,".Ä!y ä». e BMt, pt bet De�inVe ju fn*«, st*». mchim M«M Üs�testnttUM* M— wWA».*»,|»—-—1�— e>» m.—•Ve4d w.—4 8 Pe«UßT�t*i8rU 3t iliXletT G«no4»n Oü Onschafw! w d nen »w. mmtt ..tenm+srn< prvng�mcw. ywtn wea I__ ev ��9hsctfch Njj ic LnadHSngige Sozialdemslrattsche ßitfei Berlin. Sonntag, den 5. Januar 1919, vormittags 10 MHr 2 öllenlliche Volksversammlungen flula Ulohrenttra�e 41 Germaniafdle dkaulleettrahe Tagesordnung: Re polilische Lage und die Vahle« zur AaKoualver'ammluug. 'Referenten: �»»11 Cibtitiom, G. SAballiu Z>er Uropaganda-Ansschutz. «r.S Erste Beilage zur„Fceiheii". Sonnabend. L Zanuar 1919. ZsniU,».Kium, 9 W MmilnplattKiStttas m iien Ictata Sohlen lins. Neuordnung des Ardeiksrechts. Von halbamtlicher seit« wird acs-chrieben: Die veränderte Stellung der Arbeiter und Angestellten und ihrer verbände im Wirtschaftsleben, di« in der Vereinbarung zwischen den grohcn Verbänden der Arbeitgeber und der Arbeit- nxhmer vam IS. November Il>18 Anerkennung gefunden hat. sowie di« Aufhebung des Gesetze? über den' vaterländischen Hilfsdienst haben eine Umgestaltung und einen neuzeitlichen Ausbau unseres Arbeitsrecht» noiwendig gemacht. Beide» bringt die im NeichS» arbeit Samt auSg? arbeitete Verordnung de» RcxtS der DolkSbcauf« tragten vom 2g. Dezember d. die am 27. Dezember in Kraft getreten ist. Die neue Verordnung beschäftigt sich zunächst mit einigen wich. Ilgen Fragen des TarifvertragSreckt». Tic erfüllt die alte Forderung nach unabdingbarer Verbindlich- keit der Tarifbestimmungen. Schriftlich abgeschlossene Tarifvcr- träge sind nunmehr kraft Gesetze» für die von ihnen geregelten ArbeitZvcrhAtnisse verbindlich und Abweichungen von ihnen nur insoweit rccktSwirksam, als sie im Tarifvertrag selbst grundsätzlich zugelassen sind. oder, sotveit sie eine Aenderung der ArbeitSbedin- gungen zugunsten der Arbeiter enthalten und im Tarif- vertraa nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind. Das gilt zunächst nur lür solche Arbeitgeber und Arbeiwehmer. die VertragSpar. t e i e n d«S Tarifvertrags oder Mitglieder der vertragschließenden Vereinigungen sind oder fti Abschluß deS Arbeitsvertrags gewesen sind oder die einen Arbeitsvertrag unter Berufung auf den Tarif- vertrag abgeschlossen haben. Die Verordnung sieht jedoch mich eine— unter Umständen erhebliche— AuSdehnungde? Tarif- recht» über diesen PersoneukreiS hinaut por. Da» Reich»- arbeitsam» lojm nämlich Tarifverträge, die für di« Ge- stoltung der Arbeitsbedingungen in dem Tarifgebi«t überwiegend« Bedeutung erlangt haben,. airf Antrag für allgemein ver- S i n d l I ch erklären. Durch diese Erklärung erlang«, die Tarif- bcsftmmuogen di« Bedeutung«ine» allgemein verbind- li-chen Arbeitsrecht», da«, ohne Rücksicht auf den Willen der Beteiligten alle Arbeitsverträge ersaßt, die innerhalb des Tarifgebiet» nach der Art der Arbeiten unter den Tarifvertrag fallen. Derartig allgemein verhindliche Tarifverträge werden in ein jedermann zugängliches Tachfregifisr«ingetragen, und im Deutschen ReichSanzeigcr belannt gemacht. Der zw«te Abschnitt der Verordnung betrifft die ArbriterauSfchüsse und Angestelltenmisschüsse. Die gesetzliche Pflicht zur Errichtung solcher Ausschüsse ist er- hcblich erweitert worden. Nach der neu«, Verordnung sind in allen Betrieben. Verwaltungen und Bureau», und zwar nicht nur gewerblicher, sondern auch landwirtschaftlicher und anderer denen in der Regel mindesten» L0 Arbeiter oder niff�stellt« beschäftigt werden, solch« LuSschüss« zu erncht",. Äoweit schon nach dem HilfSdienstgefetz Arbeiter- oder An- gestelltenauSschüsse bestanden, haben Neuwahlen statt- zufinden. Das Alier der Wahlberechtigung und der Wählbarkeit ist vom 21. auf das 20. Lebensjahr herabgesetzt; im übrigen sind hinsichtlich der Wahlen di« bisherigen Bestimmungen im wesentlichen beibehalte'i!. Erheblich erweitert sinG die Aufgaben und Befugnisse der Ausschüsse. Sie haben künftig in Gemeinschaft mit dem Arbeitgeber darüber zu wachen, daß in dem Unternehmen die nraßgevenden Tarifverträge durchgeführt werden, pnd, soweit eine tariflich« Regelung nicht besteht, im Ein- verneinen mit den beteiligten wirtschaftlichen Bereinigungen der Arbeiter oder der Augestellten lGcwerkschaften usw.) bei der Regelung der Löhne und sonstigen Arbeits- Verhältnisse mitzuwirken. Außerdem ist ihnen neu ein« Mitwirkung bei der Bekämpfung der Unfakl- und� Gesundheitsgefahren in dem Betriebe übertragen. Wie bisher ist den Arbeitgebern und ihren Vertretern bei Strafe untersagt, die Arbeiter oder Angestellten bei den Wahlen zu den Ausschüssen oder bei der Ausübung der Tätigkeit als Ausschuß- Mitglied zu behindern oder sie wegen der Uebernahme oder der Art der Ausübung dieser Tätigkeit zu benachtelligen. Im dritten Abschnitt wird die Dchlichtua» von Grenz streitizkeite» ähnlich wie im HilfSdienstgesetz(§ 13) geregelt. Jiiae Steuerung besteh! darin, daß die SchtichtwngSauSschüss«, in denen nach wie bor je zwei ständige und je ein nichtständiger Vertreter der Arbeit- geber und der Arbeitnehmer Sitz und Stimm« haben sollen, auch ohne unparteiischen Vorsitzenden verhandeln und beschließen können, wenn die ständigen Vertreter sich hierüber einigen. Ja diesem Falle wählen sie au» ihrer Witte einen Bgsfitzenden. An- dernfalls wählen sie einen unparteiischen Lorfitzeaden. und nur, wenn die Wahlen zu keinem Ergebnisse führen, ernennt ihn die Landeszen'.ralbehörde. Als ständige wie al» nichtständige Ver- kretcr der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer können künftig auch weibliche Personen berufen werden. Die neuen SchlichtungSauSschüsse haben nur noch di« Auf. -gaben von Einigungsämtern. Auch diese Tätigkeit sollen sie aber nur übernehmen, soweit nicht aus Grund von Tar'sver. trägen oder sonstigen Vereinbarungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern besondere Einigung?» oder Schlichtungsstcllen zu» ständig sind. Der SchlichtungSauSschuß soll, auch wenn er nicht angerufen ist. sobald ihm ArbeitSstreitlgkeiteu bekannt werden, darauf hinwirken, daß EinigungSverhandlungen stgtt. finden und diese selbst in die Hand nehmen. Eine bedeutsame Neuerung bringt die Verordnung durch die Vorschrift, daß in wichtigen Fällen da» ReichSarbeitSamt Me Durchführung de? Einigung», und Schlichtungsverfahrens ''!bst übernehmen oder sie in einer anderen SchlichtungSstelle. in»» vnder« ci::« bundesstaatlichen, zmveiscn kann. Hiermit ist die undtage für eine zentrale E i n i gung Sbe W r d e g«- ifen. wir die Bestimmungen über die Bekugnis de? Reich». :zaultS, Tarifvertröge für allgemein verbindlich zu erkläre» . julche Verträge zu registrieren, die Anfänge eine» zew» u l e n To r i f a m t» enthalten. Da» Schlichtungsverfahren fpiolt sich nach der ordnung so ab. daß. wenn dcti einer Streitigkeit über Lohne .. ArbeitOderKä'tnille eine— stete zunächst zu' ver- zwischen dem Arbeitgeber und der Arbeiterschaft oder Angestellten ichaft) Nicht zustande gekommen ist, der SchlichtungkauSschuß von jeder der Parteien angerufen werden kann, falls nicht nach den obigen Ausführungen eine andere Schlichtungsstelle in Betracht kommt. Der SchlichtungSauSschuß stellt dann durch Anhörung der Parteien und nötigenfalls von AuSkunftStzcrsonen den Streit- fall klar» versucht eine Vereinbarung zustande zu bringen und gibt, wenn die» sehlschlägt, einen Schiedsspruch»b. Ein Schiedsspruch ist auch dann abzugeben, wenn eine der Parteien nicht erscheint oder nicht verhandelt. Ein � w a n g, sich denn Schiedsspruch zu unterwerfen, ist in Uebereinstimmung mit den Wünschen weiter Kreis« der Arbeitnehmer wie der Arbeitgeber auch in der neuen Verordnung nicht vorgesehen. Ein solcher Schiedsspruch, der auch, wenn sich nicht beide Parteien ihm unterwerfen, mit den daraus abgegebenen Erklärungen der Parteien zu veröffentlichen ist. wird aber» wie nach den gemachten Erfahrungen zu erwarten ist, regelmäßig einen starken morali- ichen Druck, namentlich auf die Arbeitgeber ausüben, zumal unier den gegenwärtigen Verhältnissen.__ Den Gewerkschaften und anderen wirtschaftlichen Ver- einigungen der Arbeitnehmer wie der Arbeitgeber ist in der Ver. ordnung eine weitgehende Mitwirkung sowohl bei den Verhandlungen der Arbeiter- und Angestellten-Ausschüsse mit dem Arbeitgeber als auch im SchlichtungSverrahren gesichert. Das verfahren vor den SckmchtungS.AuIschüssen ist kosten- und stempelfrei. Sieht die WAHlerlisten ein! Bc! der Einsicht in die Wählerliste stellt sich heraus, daß einige Wahlberechtiqie ü» den Listen fehlen, auch dich viele Rainen falsch geschrieben sind. ES wird nAs Mit- geteilt, daß alle diejenige« fehlen, die Ansang Dezember auS dem Heere entlassen worden sind. Die letztgenannte Kategorie von Wählern kann sehr leicht umS Wahlrecht kvmincn, wenn nicht sofort die Eintragung beantragt wird. Diese Entlassenen müssen die polizeiliche Anmeldung mit- nehmen, damit sie nachgetragen werden können. ES sei ausdrücklich darauf ausmerksam gemacht, daß die Listen nur noch bis Montag, abends 7 Uhr, anSliegen. Sichere sich Jeder sein Wahlrecht! Im Lazarett. Im Nordwesten. Ehemals diente es als Ver- sammlungslokal, in dem Tausende den Ausführungen unserer Redner lauschten. Heute stehen Betten darin, Bett an Bett. Ein Lazarett ist aus dem großen Raum gewörden. Soldaten, die draußen ihre Knochen zu Markte getragen und die von den Kugeln verletzt oder durch andere Ein- Wirkungen an ihrer Gesundheit geschädigt sind, sind jetzt die ständigen Gäste dieses großen Saales. Es stnd eigent- lich zwei Säle, denn auch in den unteren Räumlichkeiten sind Kranke untergebracht: Kriegsopfer. Ihre Welt ist das Lazarett, ihre Unterhaltung.-as gemeinsame Leid, die ge- meinsame Sorge. Aber auch sie sollen am 19. Januar ihr Wahlrecht ausüben. Si« find durch die lange Dauer deS Krieg«« in der Politik nicht recht auf dem Laufenden. können es mich nicht sein. Aber viele von ihnen haben auch den Wunsch, zu hören und zu wissen. Da wird verkündet: heute bähen wir eine Versammlung; im großen Saal soll sie stattfinden. Die in den unteren Räumen liegen und einigermaßen die Treppe hinaufköanen, schleppen sich herauf. Es ist ein eigentümliches Bild. daS sich uns darbietet. Auf dem Bettrande sitzend, in ihre blaugestreifte Aazarettzkleidung gehüllt, dazwischen hin und her gehende Schwestern, warten sie darauf, was ihnen der Redner da oben, der auf dem Podium neben einem Weihnachtsbaum steht, sagen wird. Ein an einxm Stock gehender Genosse, dem da» Bein geschient ist. eröffnet die Versammlung und erteilt dem Redner unserer Partei da« Wort. Er knüpft an die Situation an. wie er sie vorfindet. Er sagt, daß eK sonst Brauch ist, wenn man nach einem Kranken- oder Lazarettsaal kommt, den Insassen Trost, und Hossnung, Zsreude am Leben zu bringen, sie himveg- zutäulckien über ihre Leiden und Schmerzen. Heut» soll mit einem Worte auch über den Ernst des Lebens gesprochen werde«, beherrsche doch den Kranken, urynentlich den Lazorettkranken, stark der Gedanke um seine Zukunft. Eines sei doch auch für unsdre verwundeten Soldaten er- treulich, nämlich die Tatsache, daß der Krieg zu Ende ist und daß nicht di« Befürchtung besteht, wenn der eine oder der ander« wieder hergestellt ist, daß er wieder erneut hinaus muß und daß nieiwanlf mehr zu befürchten habe, erneut als Schlachiopser zu dienen. Opfer seien genug gefallen, unh nur dem Proletariat in der Arbeittzblufe und im grauen Rock sei es zu danken, daß endlich daS Gewaltregimcnt gestürzt worden sei. Und nun erzählte der Referent seinen immer ausmetksanier werdenden Zuhörern, wie das alles gekommen und waritm das so sein mußt«. Und daß Wilhelm, der immer von den Soldaten Treue bis in den Tod verlangt habe, bis die„Jeinde niedergerungen", der erste war, der ieig« das.Hasenpanier ergrift und nicht mehr zu seinem.geliebten Volte und Vaterlande" zurückkehrte. Einem Soldaten war für eine solche Tat der Tod angedroht. Und dann sagte der Redner seinen Zuhörern, warum dieser Krieg gekommen, in wessen Interesse er geführt worden sei und warum überhaupt Kriege geführt werden. Er er- zählte ihnen im Plaudertone, dah die Ursachen des Krieges fortbeständen. Wohl hätten wir heute potftische Freiheit««. da? sei sehr gut und schön, aber mir litten noch unter dem Joche kapitalistischer Ausbeutung. Dieie zu beseitigen, die Menschen ganz frei zu machen, müsse das Ziel sein. Do gilt es noch schwer zu kämpsen. Am 19. Januar sollen die Wähler zur Nationalversammlung wählen. Dieie Ein- richtung sei kein Allheilmittel. Man könne auf die Zu- iamnieniedung einen Einfluß ausüben durch die Abgabe eines Stimmzettels: das sei nolivendig. um der Reaktion nicht ristlos alle Geuplt in die Hände zu gebep. aber be- stehen bleibe nach wie vor. daß die arbeitende Klasse mit aller Entichikdepheit ihre endgültige Befreiung aus allen Fcsieln erstrebe. Die Unabhängige iozialdeniokrattiche! r sonsiige Acbei'.ivcrdältnisse eine_ stete zunächst zu _ Ecnigung«uischcn dem Arbeitgeber und dem Arbeiter-� �------------..--------- >dcr Anacftelüen-Äusichuß(ix im Fehlen«ine» solchen AuSschuise? Varjei habe dieses Streben auf ihre Jahne geschrieben. Sie sei schon immer verfolgt und geknebelt worden. Man hüte sich vor falschen Jrcuuden. die während des Krieges Schild- Halter der bürgerlichen Klassengesellschaft gewesen seien. Die Zuhörer waren ggnz bei der Sache, man merkte vielen an. daß sie ihre Schmerzen dabei vergaßen. Arm in Arm. Die Demonstratimt, die am letzten Sonntag die Scheidemänner Mmeälscim mit dem Bürgertum veranstalteten, hat bei gewissen BedölkerungSkroisen ein Gefühl deS Wohlbehagens cmSgelöst. Dte Herrschaften, denen daS Wort Revoluiton ein Greuel ist, di« nur mit Grcvufen an eine sozialistische Republik denken können, fühlen ihre Gedanken am sichersten unter den Fittichen der Ebert- Regierung geborgen. Won dieser Seite aus droht ihnen keine Gefahr. Deshalb versuchen sie den indifferenten Scheidemann- Anhang zu stärken. Durch Zuführung neuer Kräfte soll der Welt demonstriert werden, als sei da« gesamte deutsche Volk regiernng»- sozialistisch gesonnen. DaS heißt also: abgeneigt gegen einen weiteren Ausbau der revolutionären Errungenschaften, abgeneigt gegen die Beseitigung deS PrivateigenwmS an den Produktion»- Mitteln, abgeneigt gegen die Einführung der sozialistischen Republik! So gehen denn die Herrschaften wieder auf den Gimpelfang au?. Am gestrigen Tage sind durch die Straßen Berlin» Plakat« folgenden Inhalt» getragen worden: »Bürger und MehrheitSsoziaiistenl Kommenden Sonntag. den 5. Januar ein« noch übcaoälttgendere Kundgebung! Getrennt marschieren I Vercirn schlagen l Fahnen und Sinnsprüche mit- bringen I vereine, Innungen. Gcwcrk« heraus I Für Ordnung und Ordner sorgen. Hoch die Nationalversanunlungl" Wer steckt hinter diesem Aufruf? Etwa die MehrheitS- sozialisten selber? Eine Antwort darauf ist unbedingt erforder- lich. ES liegt durchguL im Rahmen der von den Scheidemann- sozialisten bisher geleisteten.revolutionärem' Arbeit, wenn sie sich bei ihren Kundgebungen auf da» Mitwirken de» Bürger- tums stützen. Die schönen Erinnerungen de» vorigen Sonntag», wo die Scheidemänner mit den reaktionären Bürgerkrejsen Arm in Arm durch die Straßen zogen, sollen scheinbar neu ausgeftischt werden. Getrennt marfchieren— vermnt schlagen! Da» heißt also hie Resolution niederknüppeln. Denn schlagen will man doch bloß nach links, wie man e» bisher in ausgiebiger Weise getan hat. ES würde viel zur Erhellung der politischen Situation bei- tragen, wenn dem vereinten Schlagen, welche» durch schreiende Plakate so lebhaft propagiert wird, bald ein vereinte» Marschieren folgen würde. Denn Scheidemann und 23ür- gertumz die revolutionäre Arbeiterschaft sieht zwischen beiden schon feit langem keine allzu großen Gegensätze mehr. Warum also noch die Scheinheiligkeit nach außen? Konfeienz der kommunalen Arbeiterräte Grvb-Berlms. Am gestrigen Nachmittag fand im Abgeordnetenhause eine Versammlung der Delegierten au» den Arbeiterräten der Groß» Berliner Gemeinden statt. Richard Müller, der den Bor« sitz führte, bezeichnete al» Zweck der Versammlung die Auf- stellung von Richtlinien für die Arbeiten in den Kommunen. Nach längerer Debatte, tn der bedauert wurd«, daß ein« der- artige Zusammenkunft nicht schon früher einberufen worden sei. gelangte folgende Resokntion mit großer Mehrheit zur Annahme: „Die Konferenz ist burcbdrungen von der Erkenntnis, daß 'den u. S-Räton als Vollzugsorgane deS revolutionären Proletariat» alle politische Macht geführt und daß dte A.»«. Räte� berufen sind, insbesondere die Verwalkung der Gemeinden im Tmue de» vVolutionäre» Sozialismus durchzuführen. Des- halb muß die Macht der kommunqleu AI- u. S.-Räte durch da» revolutionäre Proletariat derart gesteigert werden, daß sie nicht nur daS Kontrollrecht, svndesn die unmittelbare Pollzugzqewalt in allen Kommunalen AngÄdsenheiten auszuüben vermögen. Um ein möglichst enchcitlicheS. Zusammenarbeiten aller Groß- Berliner kommunale« Arbeiterräte mit dem Ziel, der Durchführung der sozialen Revolution zu ermöglichen, sind ent- sprechende viichttinicn aufzustellen." Zu diefenj Zwecke wurde eine 14gliedrige Kommission gebildet. bei deren Zusammensetzung die Zentralen der Berliner und der Landkreise berücksichtigt werde«. Die Kommission setzt sich zur Hälfte au» Anhängern der U. S. P. D. und S. P. D. zusammen. Di« Richtlinien sollen einer am 10. d. M. stattfindephen Bcrsamm- lwng oller Mitglieder der kommunalen A- und.D.-Räte und zur endgültigen Beschlußfassung den Groß-Berliner Ä.» und S.-Rätel' vorgelegt werden. V i e tz bat, den VollzugSeat nicht mit örtlichen Einzelkragen zu bestürmen. Diese müßten in-pen Kreisen erledigt werden. Kellner demonstriere« gegen die bürgerlkcke Prefle. In den gestrigen Vormittagsstunden zog ei» nack Taufenden zählender Zug von Demonstranten vor die Redak- t i o n e n mehrerer bürgerlicher Blätter. ES waren die im Ausstand befindlichen und ausgesperrten Kellner, die, gesübrt von Verband der GasrwirtSgehilfen, ihrer Entrüstung Aukdrust geben wollten über die verlogene und parteiische Darstel l u n g, die di« bürgerliche Presse über dte Ursachen und di« Entwicklung des KellnerftreilS gegenüber hat.— Auch vor dem Ge- bände der.Freiheit", in dem sich u. a. die Redaktion des„L-Uhr- Abendblattes" besindot, erschienen die Demonstranten. Au» dem Zug. der rote Fahnen und Plakate mit Aufschriften wie .Fort mit den Trinkgeldern l".Hoch der kläst- stunpentagl" mit sich führte, ertönte immer wieder der Ruf:.Nieder mit dem 8-Uhr-Abendb:attk"„ Nieder mii der bürgerlichen Presse!" Die Führer erklärten m kurzer Ansprache den Sinn der Demonstration, während eine Deputation von den Redakteuren de».S-Uhr-Abend- blatte»", die sich übrigens nicht blicken ließen, di« RIcht«ftell'.ing ihrer falschen Berichterstattung fordert«. Nach einen, spontanen Hoch auf die Lresheit" fetzte sich der Zug U größter Ordnung und Ruh« wiedkr in Bewegung, um vor den anderen Lügcnfabriken(Ullstein und Masse) zu demonstrieren.— Di- vorher beschlossene Resolution tautet: ..Hiermit protestieren wir gegen die tendenziöse, parteiische Stellungnahme der bürgerlichen Presse gegen die Bewegung der GastwirtSangestellien. Während jeder Verleumdung, jeder Unwahrheit willig Raum in die'er Prosse gegeben wird, unter- drückt die f..-—-iii. w..-. v._ �............. bi» zum wirtSgebiisen, in der Form bezahlter-Inserate." Wenn die bürgerliche Presse rai'ächlich nicht einmal die B.- nchrigungen der Srrcitendeit und AuSaesverrlen veröfsen! licht Cut, Mntt mich man wirklich>ie Riche und Btsonncnheii der Dsmoustraiiten hrwuudern, vor splch unru-richäuuer ver- ltumdertaktijl, Zur Beachtung. Dir Vinlrnif« ßsfrntlicher Versammlungen, fjanj gleich velcher Partri. werde» dringend ersucht, in den Solalen wälrrnd den Verlammlungen fiaen geeigneten Raum für die Urbeitcr-Eamariter mi: zu besorgen. Durch den mörderischen Krieg ist ein gxoiser Teil der Krieg?- teikuehmer mis Ktämßsen usw. dehastet, die bei«ufregungen schnell austreten Wenn die Versammlungen nicht gestört werden sollen, müssen die Kraulen zur verubigung in den besonderen Raum geichaffi werden, wo sie von den anwesenden Tamaritern behandelt wer» den können. Darum Genossen sEinberlkfer), geht nicht leichtlertlg über obigcS hiiinwg, sondern beacks�t dieses im Interesse der kranken Genossen und der vorsammlungen. Her Vorstand der>rbeitek»Samariter,Kokonne Vrob-Verlin. Vle Nenemsieitutna tor Entladenen. Ib» aebfn iorlinkeht Riilchri'ten zu. die si-s» über �Kikstöndc bei der Reueink.eiduna a»t dem,'leide zuriickoekebrter Mann'cha'« ten auslassen. VeionderS wird harübrr fteklagt. dak niemand er- iäbrt. wo er seinen Anspruch aclteud machen kann: die Leute werden rou einem L'rt zum andern geschickt»nd oit veraebenl. Biel« von idnv» oersSumeu dadurch die Arbeit und haben Sin» düste an Li?n. ES wire web! zu wünkchen. da� die he!r»s«en>en Behörden hier einmal für Crdnuna forie« und durch ö'ientliche vikqnntmack'una sedem»inzeknen Auskläri-Ut peven. Dai, nicht alse zualeich besriedigt werden können, ist unter den edwaltenden verhaitnissen stvobl z» verstehen. Manch einer kehrt ab»» ig ab» gerissen au? dem Feld» zurnck. das,'eine schnellst« vonorgung mit neuer Kleidung dnngenv e, forderlich ist, Tie ZstiSkegksteNen der Wasslerlisten kklr dt? tterfnfTitnei» gebeitdc ttJaskinafoekfntntnliiRg werden für die Tiadt Berlin und für die arössercn Varortaemeinden no«k> durch öffznt» lichen Nntchlaq besonders, beranntaeaeben. Lciu Z'iIShrige» Zublkilum«l» Stodwerordnetre kann beute unser Genosse Gottkried Schulz benetzen. Unter Äuhilar wurde bor N fahren von unteren Genossen zum erste» Mal» in die Ve»!in»r Siadwerordnewnuersammtuna gtwöbkt. Teit die?»r?leit ist»» uniintorbrsibrn Mitalied und hat auf den verschiedensten G«hikten der stäldtitchen verwaltuna stch in wirklamiter Weite im sluteresse der»rbsiwnden Vevölkeruna betStigt. Wir wün» sch»n unterm Auhilar. der selbstverstöndlich Mitglied der llnab» hiingigen sozialdemokratischen Fraktion ist. dast er noch recht lange Kraft haben möge, für die Armen und Enterbten z» wirk«»- Sin« Lonfrrrnz tze»«rbettrrrSt» tzr» U. S. v. hat gestern nachmittag im Abgeordnetenhaus stqttgesunden. Eine vorherige Anküvdigung in der.Freiheit" ist leider Iniolge«ineS Versehens unserer Erpedition unterblieben. Der Raubmord im Hotel Adlon, mit dessen Auktlärung die zuständigen Behörden nach allen Richtungen auf da» Eisrigstr be» schSstipt find, ist von lonper Sand sorgfältig vorbereitet worden. Der Däler ist ebenso wie im September die auch heute noch nicht «ntlarvten und ermittelten„Gebrüder Stubenrauck" In der Span» Hauer Striche planmäßig und rasiiniert voroegangen. Er hat alle Vorhänge und Rolljakouistcn an den Hoisenitern geschlossen, in drr Padcstiibe zwischen Schkaszimmer und Talon die Wanne voll Wasser laufen lassen, um sich, wenn die Ausführung de« ver» breche»« nicht unblutig verlaufen wär». gut säubern zu können. Aui der Liste des Postamtes wurde sci'tgcsteil!. daß der angebliche van Wiuterfeldt. um mit dem Gcldhrieftrager Mannt zu werften. zwei Rachnahmebrirf, an sein« Adresse im Hotel Adlon gerichiet bat. Der eine ist in AO.«S, der andere in W. 58 aufgogebe''.' Sie lauten je über lv Mark. Beide bekam Lange zur Bestellung- Der unbekannte Dater hat ohne slwcisel ganz planmäßig gerade das Hotel Adlon für fein vcrbrecben ausgesucht. Er hat damit aerechnet. daß gerade nach diesem Hotel die größten Summen o» die Gäste bestellt>»erden wüzden. E» sind ihm denn auch große Wert, in die Händ» grfallen. außer den 8000 Mark in bgrem Geld» 85 Weribriese. Di« Brie'« waren zusammen über 5.8058 Mark doktgriert. Unier den Sendungen haben sich auch wohl meh» rere Briespasetchen befunden- Der Mörder hat alle Briese gut heg Daschen heransgenommen und gründlich urUersucht.' D'« ge» keer'en Umschläge und die Anweisungen, für die Lange das Geld bei l-ch halte, hat er dann unter den Salsntisch geworfen Unter dem Hausen fand man auch,»in Etui, dal wahrscheinlich eine wertvolle Ärckwattennadel oder Brosche enthalten hat. Schmuck» fachen von den Gebinder Friedländer, Unter den Linden, die viel» leicht zu einer Aus«« Gerung an diele« Geschält gesandt waren.— Zur Ausführung de« Verbrechen« wird noch mitgeteilt: Da« mehr» fach zusammengeschlagene und sorgfültig über den Mund ge» dundene Tuch wurde al» ein Handtuch festgestellt- Der Strick, mit der Geldbri-strSger lassoartig erdrosselt wurde, ist noch vier» bis füafmul um den Hais geschlungen. Di« Birschnürung der Händ« an den Eessrl legt mit den anderen Borlekrunaen de« Word«« den Gedanken nahe, ob er sein tVl», nicht zunächst nar» luttfitti hat und sich durch die anderen Mtrfct aar allen Zufällen ckchiltz»« wollt». Der angeblich« von Winter,'dt ist nach Au». sübeuetH de« verbrechen« verschwunden, abn« d�ß man ihn Mm liftUtss«« de» Hotel« gesehen hat. Nach der ubereinstimmenden »«schreibu u�, steht er etwa«im End« der dreißiger Jahr«. Er t�miMelgroß und ha: einen gepflegten schwar»en Vollbart. Er I?A>«inen dunkle» Ueberzieher und einen dunklen Jackcttanzuz riu» wahrscheinlich«inen Kneifer.«Seine Kofser enthielten au«. schtleßlich zusammengrjalwte« Zeitungtpapier.— Der ermordete Geldkrsefträger Lange war verheiratet und Familienvater. Ein Sohn von ihm. ein Postgehilfe, stand vier Jahre im Felde und lehrte erst z» Neujahr nach Hause zurück. Zwei Schaukostcneknörecher wurden in der Nach! zum Freitag am Alexanderplatz von einer Patrouille der Sichecheitsmaup, schaften dingfest gemavtst. Die Verbrecher halten vorher im Kaut» hau» Fr. Hichn einen Schaukasten rfüiiK�u und waren dabei beobachtet worden. Auf der Polizeiwache, wohin sie gebracht wurden, fand man bei ihnen außer den geraubten Gegenständen noch viele Cintruchewerljeuge. Arbeiter-Samaritcr-Bniid. Kolonne Groß?N»rIi«. Monvag, den 8 Januar, obcitd« TU Uhr im Nestau ra»t Fexfara. Melchior» straße 15: Vortrag; nach dem Borirage VcrbandSübunpen. Ticie Lehrstunden sinden vorläufig nur für Teilnehmer,. Melchior- itratz« 15. statt, wo auch Teilnehmer ausgenoiumen werden. Fretiag. den 18. Januar, abend« 7>t Ubr Erösfumig der V. Abt. Neulölln lJdial-Passage. Weichskistraße 8). VerbaildSübungeu. MeiibSbund der KriegSheschädigten und ehem. KrleiSteilnrhmer tvezirk Ehartottenburgt hält am Tunutag. fte» 5. Januar, vor» mittag« 814 Uhr im ByllShau» Rosinenstr.« seine General» v e r s a ni m l» n g ab. Tour.-Serrin„Die Netiirsrennde", OrtSgruvVe Berlin. Für den durch»idripe Verhältnisse am l%. Dezember»»«gefallenen Aortraa findet am Montag, de» IS Januar, abend« 814 Ilbr im B.'r!. Kluhhau«. Ohmstr. 2. ein Lichthildervarirag:„Wechielnde vi Iber in der Mark im Lause der Jahreszeiten" statt. Bvrtragiu- der: Gen Gg. Krämer. Unkostenboitrag 28 Pj- Mitglieder und 'Kqste sind sreuudkichst eingc'adcn. K»,unste» bee Hinterbliebenen der«m 28.124. Dezember ge. mordeten Matrosen findet moroeu Sonntag, den 5. Januar, nach« mittag« 4 Uhr. im Bkntbnersaal. Berlin. Lützowstr. 76, eine Feicx statt, bei der u- a. Gertrud E v>' o l d t vom Deutschen Theater vntwirks. Näherei im Anzeigenteil. tebensmitteilalender. Mikchvertciluns. Pom Sonntag, den S. Januar ab, werden hi« auf weiteres folgende Mitchmcngen ausgrgcben: Auf die M-Karten I Liter, aus die A U-Karten! Liter, auf die g l-Kart»% Liter, auf die L I I.Karte 14 Liier, auf die S l» und lÜ I I-Karte 14 Liter. Tie Krankentarten, Sonderkarten und Lieferscheine werden voll beliefert. Küsevrrtrilung. Bi« Montag, den 6. Januar, wird an die- jetiigen Kunden.' d>e In den Speiieiettkundenlisten der in den Be- lirkcn der 64.. 85.. 8«. 00.. 81. 02., 83., 87. bi« 1(13., 101., 2(17„ 213,, 21 8. und 238. Brotkomniiisio» und bi« DienSIag. den 7. Januar, der in de» Bezirken der 84. bis 86.. 187. bi» III., 171., >84, 200. 810.. 221. und 227. Bro'kommilsion gelegenen Geschäfte iFilialen. V«rkauf«>i>cllen> einactra.'en sinh. pro Kops 125 Gramm Käse verteilt in denjeniaen Ä-schästen. die durch ein Aushänge» schild:.verkauf von Käs» d«r Fettstelle Groß-Berlin" gckcnn» zeichnet sind. Rrinickcnbors. Am Montag, den 8. Jaw'ar. bleibt die amtliche Verkaufsstelle Scharnweberstroße von 18 Uhr ab zweck« Jnpennir geschlossen, au» gleichem Grunde am 7 Jan-'or-d'c Verlausistelle Eicböornstraße und am 8. Januar die Verkaufsstelle R'sidenzstraße. Währeiw der Dauer der Inventur findet keinerlei Verlaus statt. Avs den Or�nnlsotloven. 4. Wahlkreis. Am Sonnabend, den 4. Januar, abends fl Ubr. findel' bei Hui. Warschauer S!r. 61, eine Sitzikug der AbteilungS- lcitcr stall. Vollzählige« Erscheinen ist uubedingi erforderlich. Der vorstand. Achtungl G r n« s s e n, di, ln der Provinz Brandenburg wohnen und bei de,<>.,ii»d»ng von Wrbl« vereinen sowie Agitation für die„Zrnbeii" brdikflich sein, wollen. werden gebeten, ihre Adressen im Verbandeburcan der Wähl. vereine Grotz-vcrltnS der u. s. P. D., Berlin, Schickicrstr. 5, abzugeben. Nirderbarnlm. Heut« Sonnabend abend« 6 Nhr General» Versammlung im Kaffee Bellevue. sslngblaewerbreitung daiekdii. Trcvtow-Yaumschttlrnwrg. Die Genossen, die gewillt ssnd, an drr Landagitation trilzitnrßmen. fressen sickss heute, Tvnnabcnd, abends 8 Uhr, in Treptow, Grähstr. 4S, in Batimsckiuleitwcn bei Kraust, Kicsholzstraszr. Rege Be» trilinung wird rrwartrt. Trrptow.Baumschulenweg. Am Sonntag, früh 844 Uhr, wichtige Flugblattverbrritung. Treifpurckt für B�iimschuienweg illestaurant Krause, Kiefholzstr. 248. für Treptow Restaurant Ickol;«. Grüpftr 49, Zahlreiche Beteiiiguug unbedingt um- wendig. Ferner wird nochinal« auf die bi« einschließlich Montag, den 6. Januar, slaitfjndeude Aiißteaung der Wählerliste» hin» gewiesen. Bei Durchsicht der Liste»»laßteu große Fehler in de» Listen iestmitellt werden:«» liegt daher in jederinanus Interesse. die lurze Zilit noch zu. benutzen, um sich zu überzeugen, ob seine Eintragung in her Wahlliste richtig erfolgt ist. Neukölln(N. S. P. D.I. Scnniag vormittag 8 Uhr Flug- blattveröreitung von den BezirkSIota!!''' au». Die Bezirk«suhrer holeG die Flugblätter heute Sonnabend im Laute de« Tage« vom Bureau ab. FrederSdorf-Petershagrn. Dienstag, den 7. Januar, Mit, gliederverammlung b«. JeSke, Fredersdorf. Alle Mitglieder müssen erscheinen. Der Vorstund. Dir jüngeren Mitgtirder der Wohlverelnr vom S. und Z. Krri« werden ersucht, am Sonntag d«» 5- Januar 1�46. vorm. 10 Uhr. lr. der Arb./Vild.-Schute, SÄcklerstr. S, zu«Aitz» Aussprach« über dir Wohlagitation unter den 28— KöjahrigeH Wählern zu tommen. Propagandaausschuß U. S. P. Tie jüngeren Mitglieder de« f. und 5. Kreises werden«« sucht, am Sonntag, den 5. Januar, um f 8 Uhr vorm., in das Lokal von Tanle. WinZftr. 12, zu einer»»«sprach« über dt» Wahlcgitation i ntcr den jüngeren Wühlern zu kommen. Prspa» gandaauSschuß U. Z. P. Di? Wahl zu den Angestellken-Auvschüssen. Die Verordnung vom 23. Dezember!3t8 iiber Tarif« vertrüge und die Wahl zu den AnaestcsstenanSschiissen bat in den Neihcn der Angestellten link! arbeiten iiber di? JWtt» »labigkcit der bestehenden Sliisststüsse entstehen fassen. Nach der Verordnung sind auf Grund des Varagrovhen 7 dieser Veroidnung lediglich diejenigen Angestellteuausschiisse neu z» wählen, die aus Grund des Paragraphen II des Gesetze« iiber den Vaterländischen Hilfsdieitst bestehen, alle AuS- s ch ii s s e. die nach d e ni 9. November t 9 t 3 auf Grund der VollzugSratSverordnungen und unter Mitwirkung der freien G e w e r k s ch a k» i e ii sZ e n t r a l e d e r?l» g e st e I l t e ii r ä t c) g e wo h l t -Vörden lind, bleiben zu Necht bestehen unß b r a ti ch e n nicht neu gewählt zu w s r d e n. tseutralperbaud der Handluugsachilfcn. Ortsgruppe Verlin, Münzstr. 20. Au» dem Ruhrrevier. Oberhaufen, 8. Januar. Auf Schacht kkberbau'en nabm beut früb die Aelepfck-a't die Arbeit wieder auf. t« daß der Bs» trieb auf allen Schächten der Gute Hoffnunglhütte in vollem Gange ist. Verfamm'un�en. AreberSborf. In einer BollSversaminkiing in Freder»darf ackLitb. wurden nach einem Referat de« RechtSsvzialiste» H. Müller, die Tchrdemäuner rochen ibrer Hatluna während de« Kriege» und noch der Revolution sachlich angegrisfen. Der Gewerkichasttangestellle Kreuer erwiderte daraus, er balw e« für kleinlich, dapnuk sachlich z» antworten. In bekannter G«» rrerkscha'tSbeamtenmanier vcrsuwle er den DtSlusssonSredner lächerlich zu.machen und liest durchblicken, biß er aiü Grund seiner langiähriacn Lrimnisationtangebörigkeit Im Besibe aller WeiW.eit sei. Die Reden jüngerer Leute wie er müsse man leider dulden aber klar sei. b�S sie dümmer find wie«r. Auch ein Kompliment öir'«ine süngeren Baneigenoffen. Doch«? kam noch besser: Der VeriimmlungSlelter glaub!« noch in Spar» lakiiShe?« mackien zu müssen. Er bestauvieie. da« Senfutiont« blatt.„Ter Galgen sei ein Blatt L'ehknech'S und da« Matt lordere auf. alle Gegner Liebknecht« aufzuhängen. Alle/ auf die die rot» Farbe de« Äla!"� nicht wie auf einen Küer wirkt. müssen wyhl zugeben, hast mit dem aufgerichteten Galgen da« Plati lelbst ni e mit dem Authänacn. da« an den Braneer stellen, in diesem Blatt aemrai ül Recht nun die Intelligenz d«e Kreuer und Genossen«cht ttzweit»fter ist man Jesuit und meint» der Fwcck beüigt di» Mulel Festgestellt muß leider werden. daß da« BeriammlungSpudlikum zu Kreuer paßte. Vor der II S. P. fürchtet man sich wie bi« Kinder vo« dem schwarz«» Mann. iUid........... i------- Srisverein veukössnder ll.SJ.5st. Hsnt« Konnabend, 7 Uhr«rd«nds Große in fof-enden Lokalen: ttokenl'oufensäle. Koftbuserciamm 79-81 Vereinsbrauerel» Nermannstrahe 2l''Z! Woltts-fettköle. siiss�f-oMroke KarlLgarten, Xarisgartenttrohe!4'20 Da« Thema lautet in allen Versammlungen: Die revnlm onltte Ardktterlchaft und dl» NationalveriummwttI. Männer und Zrateu erschsiul in Massen! Ter Vorstand. Bironlworllich sür dl»»«dsbllon: Aisreft Wielepp. K«u!>ölln.»» Druck, der Liiidend.ucker»! und verlllii»g«selllch»ki m. b. o. Schissbauerdomm lS. Kreis. Wahlvcrem II. S. P. T. Kreis. *wm Sonntag, den 5. Janiiar, vormittags Punkt 10 Uhr in Concordia, Andreasstraße 61 Mitglieäerverlammlung Tagesordnung: Sie letzten Vorgänge. Referentin: Genossin Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreichen Besuch ertvartet Der Vorstand.