Preis 10 PfenusK. MorgeU'AuSgaVS� Reballton; Berlin«WS,«chlffbanerbamm lSlBl. Fernsprecher; Amt Norden 2«»» nnb»»»S. Ue.Freiheil- rilckeinl zweimal lSglich. morgen» und nachmittag«, bn 6onn« und Fesitagen nut morgen». Der B«zua»p»I- beträgt bei freier Zustellung ins Haue siir Droh-Derlin monatlich L M Für die Trledi« gung auswärtiger Bestellungen ist vorherig» Einsendung der Bezug,- gebühr erforderlich.— Die.Freiheit- Ist im ersten Nachtrag der Post» zeitungsliste sür Ivlll»ingetrogen und hostet bei direktem Postbezug ohne Bestellgebuhr monatlich SN. bei Zusendung unter Slreisband< M. Berliner Organ «xpedition: Berlin NW«. Schiffbanerdamm l»i*. Fernsprecher! Amt Norden»7«8. Inserat« kosten die stebengespallene Nonparelllezeile oder deren Rau« 70 Ps�.Kleine Anzeigen- das settgedruckte Wort Z» Pf., sede« weiter« Wort 15 Pf. Die dreigespaltene Reklamezeile 3 M., Teuerungszuschlag 30%. Bei Familienanzeigen, Versammlungsanzeigen von DeiJerb» schasten und politischen Organisationen fällt der Teuerungszuschlag scrt. jnserat« sür'den daraus folgenden Tag mllssen spätestens bis 5 Uhr V abend» bei der Expedition, Schisfbauerdamm 19, ausgegeben sein. der Unadhönglgen SoziMemolmlische« Partei Seulschlauds Aahrqnnft Ä Soutttag, den S. Januar � Nummer 8 Achlmg! Meiler! Varleigenossen! Tie Regiernnst Evert-Sisscidemann l>at ihr revolntionS. srindlicheS Treiben zu einem neuen nicdrrträihtigen Au- lchinF gegen die revolutionäre Arbeiterschaft Groß-BerlinS gesteigert: Sie vcrsncht den Polizeipräsidenten Eichhorn in heimtückischer Weise aus seinem Amte zu drängen. Sie will ihr willsährigrS Werkzeugs den der- zeitigen preustischeu Polizciminister Ernst an Eichhorns Stelle seven. Tie Regierung Ebert-Scheidemann will damit nicht nur den lchtcn Vertrauensmann der revolutionären Berliner Arbeiterschaft beseitigen, sondern vor allem in Berlin ein Ectvaltregimcnt gegen die revolutionäre Arbeiterschaft auf. richten. Arbeiter? Parteigenosten! Es handelt sich hierbei nicht um die Person Eichhorn», lhr selbst sollt vielmehr dnr, den Gewaltstrcich um den letzten Rest der revolutionä.en Errungenschaften gebracht werden. Mit Hilfe der Basonctte will die Ebert-Regierung mit ihren Helfershelfern im prcusiischen Ministerium ihre Macht stützen und sich die Gunst dcS kapitalistischen Bürger. tumS sichern, dessen verkappte Jnteresseuvertreter sie von Ansang an waren. ssu lasstlug des pollzeiprSfidevle«. Genosse E i ch h s r n erhielt am Sonnabend nachmittag Uhr tobgendes Schreiben: Ministerium deS Innern. II b. 46. BerNn, 4 Januar ISIS. NW. 7. Unier den Linden 7273. Mr entlassen Sie hierdurch mit dem heutigen Tage bei Aushändigung dieses Erlasse? au» der kommissarischen Vor. ivaltunz de? Polizeipräsidiums Berlin. Herr Minister Ernst hat sich bereit erklärt, bis auf weiteres neben seinen bisherigen Funktionen die Leitung de» hiesigen Polizeipräsidiums zu übernehmen und wird den Dienst noch heute antreten. gez. Hirsch. An den VolkZbeauftragten Herrn Eichhorn Hier Bd. Polizeipräsidium. * Dieser sogenannte Erlaß ist nur der Gchlnßvunkt der au» dem Ministerium des Innern und dem Reichskanzler- Palais geschürten Hetze, die seit dem blutigen WeihnachtS- Heiligabend gegen den Genossen Eichhorn im„VorwärtS- und der bürgerlichen Presse getrieben wurde. Alle Schleusen der Gemeinheit wurden geöffnet, um die letzte Machtposition zu erschüttern, die der Arbeiterklasse nach der„Säuberung" der Reichsregieruna und des preußischen Ministeriums noch iune hatte. Und am Ende wurde im Ministerium deS Innern noch eine schamlose Komödie aufgeführt, durch die der Schein enveckt werden sollte, als ob die Geschäftsfübrung des Genossen Eichhorn Anlaß zum Einschreiten biete. Der Ministerialdirektor freund kündigte am Donnerstag nachmittag dem Genossen Eichhorn an. er möge ffirertag niittaa 12 Uhr zu einer Sitzung im Ministerium erscheinen. Der Zweck der Sitzung wurde nicht bekannt gegeben. Uni so besser hatten sich die Maefrer deS sauberen Stückes vor- bereitet. Sie hatten von Anfang an mit_ den Mitteln gearbeitet, die sie aus der alten Zeit gewöhnt sind: sie hatten einen ausgedehnten Spitzeldicnst im Volizeipräsidhii» organisiert, wobei sie durch ältere Beamte, teils gezwunaen. teils freiwillig unlerftützt wurden. Sewlt Aeußernnacn, die Genosse Eichhorn zu einzelnen Beamten unter vier Augen gemocht, wurden von dem Regicrungsrat o y e. einem fanatischen Verteidiger des alten preußischen«ystem». onsgeipielt um Eichhorn zu diskreditieren. Dabei wurden den Beamten Worte in den Mund gelegt, die sie entschieden bestritten. Und dieser von dem Minister Ernst als sebr Mit dem Schlage, der gegen das Berliner Polizei- Präsidium geführt wird, soll das ganze deutsche Proletariat, soll die ganze deutsche Revolution getroffen werden. Arbeiter! Parteigenossen! das könnt, das dürft Ihr nicht dulden! Heraus darum zu wuchtigen Massendemo«. st r a t i o n e n. Zeigt den Gewalthabern von heute Eure Macht, zeigt, daß der revolutionäre Geist der Novcmbertage in Euch nicht erloschen ist! Sammelt Euch heute Sonntag«m 2 U h r zu imposan- ten Massenkundgebungen in der S i e g e S a l l e e! ' Marsch'erl i» Massen aus! Es gilt Eure Freiheit, eS gilt Eure Zukunft, eS gilt das Schicksal der Revolution! Nieder mit der Gewaltherrschaft der Ebcrt— Scheide- mann— Hirsch und Ernst! ES lebe der revolutionäre internationale Sozialismus. Berlin» den 5. Januar 1913. Die revolutionären Oblcnte und Vertrauensmänner der Großbetriebe Groß-BerlinS. Der Zentralvorstand der sozialdemokratischen Wahl- vereine Groß-BerlinS, der unabhängigen Sozialdemokratischen Partei. Die Zentrale der kommunistischen Partei Deutschlands (Spartakusbund). fortschrittlich gepriesene Herr Dohe hatte den Beamten gegenüber nicht einmal den Mut. zu seinen Angaben zu stehen. Der Verlauf der Sitzung im Ministerium ließ keinen Zweifel, daß eS sich um eine rein politische Aktion handelte. Es wurden zwar dem Genossen Eichhorn heftige Vorwürfe gemacht, daß er sich fortwährend gegen den heiligen St. BureaukratiuS versündigt hatte, daß er nicht regelmäßig dein Minister berichtet, nicht, wie das üblich gewesen. politisckse Stimmungsbilder eingesandt, nicht rechtzeitig den Etat des in fortwährender Entwicklung begriffenen Sicher- heisdienstcs eingereicht habe usw. Dieser Sünde ist Genosse Eichhorn nun freilich in gewissem Maße schuldig. Er hat die Schutzleute entwaffnet und entmilitarisiert, ohne das Ministerium zu fragen, hat sür sie den Achtstundentag ein- eefiibrt. hat auf dem Gebiete der Sittenpolizei. Zensur. Versammlungsrecht usw. Reformen duriftgesiihrt, ohne die ministerielle Sanktion einzuholen, die Straße für Dcmon- strationen freigegeben, in drohenden großen Streiks der- mittelt und auf die Gegenrevolution ein scharfes Auge gehabt— alles Dinge, die ein Polizeipräsident früher ohne ausdrücklichen Auftrag des Ministeriums sicher nicht tun durste. Aber das war hier nicht die Hauptsache: Die kategorisch gestellten Fragen lauteten: Sind am 24. Dezember im Po- lizeipräsidium Waffen an die Arbeiter verteilt und die Arbeiter zum Streik aufgefordert worden? Wie stellt sich Eichhorn zur Nationalversammlung? Es ist natürlich blanker Unsinn, daß der Polizeipräsi- dent in die Betriebe tclcphonicrt hat, um die Arbeiter zu- sammenzuberufen und zu bewaffnen, die Arbeiter wisse» allein, was sie zu tun haben. Aber gerade über den blutige» Weihnachtsabend sollte Eichhorn fallen, damit die, Bour- geoisic Vertrauen zu den Saboteuren der Revolution a»f den Ministersesseln gewinne. Deshalb hatte die geschickte Regie der Macher für einen militärischen Zeugenapparat ge- sorgt, durch den bewiesen werden sollte, daß das Polizei- Präsidium Arbeiter bewaffnet und zum Streik aufgefordert habe. Auch dieser Umstand beweist, daß es sich um einen lange vorbereiteten Coup handelt, der jetzt, nachdem die Unabhängigen aus der Regierung verschwunden. zur Ausführung gelangen konnch. Es gehört natürlich auch zu diesem Streiche, daß über die amtliche Auseinander. i'cbung im Ministcriiim des Innern, an der nur Minister. Ministerialräte und zwei Mitglieder des Zcntralratcs teiS- nahmen, ein tentenziös entstellter Bericht in der Presse er- schien, darauf zugeschnitten, bei den Feinden der Revolution den Anschlag auf das Nolizcipräüdium tu recktrertiaen.— Bis zum Redaktionsschluß hatte sich E r n st noch nicht im Polizeipräsidium sehen lassen, Genosse Eichhorn gedenkt auch nicht ohne weiteres dem Erlaß Folge zu leisten, es muß ihm doch schließlich dasselbe Recht zustehen, wie jedem An- gestellten, die Gründe für die Maßregelung kennen zu lernen und darauf antworten zu können. Und im übrigen ist Genosse Eichhorn nicht Polizeipräsident geworden von Gnaden der Gehcimräte und des Ministers, sondern kraft des revolutionären Volkswillens, und der allein wird auch für seine weiteren Entschließungen maßgebend sein, Las provisorische bayerische Slaalsgruabgesetz. München, 4. Januar lDrahtbericht der„Freiheit"). Die bayerische Regiernng hat folgenden Erlaß herausgegeben: Bayern ist eine Republik und Mitglied der Bereinigten Staaten Deutsch« landS. Die höchste Gewalt des bayrischen Staates liegt beim Bolf. Das Boll äußert feinen Willen durch Abstimmung«nd Wahl der Staatsbürger und dir durch die Verfassung eingesetzten Organe. Durch Wahl der Staatsbürger wird der Landtag gebildet, der aus einer Kammer besteht. Die Wahl ist allgemein, gleich, un- mittelbar, geheim nach dem Verhältnis der Stimmen. Wahlberechtigt sind alle bayrischen Staatsbürger. Wählbar sind alle Staatsbürger über 25 Jahre. Die oberste vellziehende Gewalt wird vom Gesamtministerinm ausgeübt. Das Gefamt-Ministerium hat das Recht, Beschlüsse de» Land. tag? spätesten? innerhalb vier Wochen der Volksabstimmung lRefercndtun) zu unterbreiten. In solchen Fällen«erden die Beschlüsse de» Landtags erst wirksam, wenn sie in der Volk». abstimmnng mit einfacher Mehrheit der abstimmenden Staat»- bürg« bestätigt sind. Entscheidet die BolkSabstimmung gegen den Landtag, so ist er aufzulösen: entscheidet sie gegen daS Gesamt- Ministerium, so hat eS zurückzutreten. Der Staat sichert die Nnverletzlichkeit der Person, Freiheit de» Glauben» und der Meinung in Red« und Schrift, Freiheit der Lehre, Wissenschaft und Kunst. Das Eigentum ist unverletzlich. Die Enteignung des vre- mögen» kann nur zum Zwecke de» Gemeinwohls auf Grund von Gesetzen erfolgen. Bor dem Gesetz sind alle Einwohner gleich. Niemand darf seinem gesetzlichen Richter entzogen werden. Die Rechtsprechung wird durch unabhängige Gerichte ausgeübt. Alle Vorrechte der Geburt und des Adels sowie Titel, dl« keine Berufsbezeichnung sind, werden aufgehoben. Reue Fidei- kommisse dürfen nicht errichtet werden. Die bestehenden sind durch besonderes Gesetz aufzuheben. Die öffentlichen Lasten sind nach der Leistungsfähigkeit g« verteilen. Die Gemeinden und Gemeindeverbände haben da» Recht auf weitgehende Selbstverwaltung. Die Wahlen zu de» GemeindrvertrrtungSkörprrn erfolgen nach den Grundsätzen de» LandtagSwahlrechtS. Die GlaubenSgesellschaften sind unabhängig vom Staate nitd unterstehen dessen Schutz. Alle CUlaubensgesellschasten sind gleich. berechtigt und frei in ihrer Betätigung. Niemand kann zum Ein- tritt in eine GlaubenSzesellschast, zur Teilnahme an ihrem Kult«» oder zum verbleib in einer GlaubenSgesellschaft gezwungen werden. Bestehende Rechte der GlaubenSgesellfchasten können nur auf dem Wege der Gesetzgebung abgelöst werden. DaS NnterrichtSwesen ist eine staatliche Angelegenheit. Die Erteilung de» Religionsunterricht» unterliegt den GlaubeiiSgesell. schasten. Staatliche Lehrperfonen können zur Erteilung de« Religionsunterrichts nicht gezwungen werden. Die Erziehung». berechtigten können von Staats wegen nicht gezwungen werden, die ihnen anvertraute Jugend zur Teilnahme am Religion». Unterricht oder an religiösen Nebungen anzuhalten. Die Beamten haben daS unbeschränkte Recht ihrer staut»- bürgerlichen Betätigung. Die Rechte der Beamten bleiben un- augetastet. Bi» zur endgültigen Erledign.ig des BerfaffungSentwurf», der dem Landtag sofort nach seinem Zusammentreten vorgelegt toerden muß, übt die revolutionäre Regierung die gesetzgebrude »ollziehende Gewalt aus. Diese» StaatSgrunbgesrtz tritt, insoweit eS nicht vloße ProgrammsStze enthält, mit seiner Berkündiguu, I» Kraft. (Eine ge, Milche pnlttll. Die Rsaieruna Ebert-Scheidemann aerät rasch tmf ein« schiefe Ebene. Nicht nur im Innern sucht sie sich auf die Gewalt zu stijben und beginnt niit deren alten Ver- tretern zu paktieren, auch in ibrcr auswörtiaen Politik arcirt sie zu denselben Mitteln und beschwört über Deutschland ernste Gefahren herauf. Amtlich wird aemÄdet: Die Veratungen der Neichöregierung und de» Arn. t r a l r« t», die unter Anziehung de» neuen Kriegt>ininisterS in den letzten Tagen stattgefunden haben, sind in allgemeiner lieber. elnftimmung beendet worden. Man hat sich angesichts der Ereig. nisse zu einem wesentlichen Ausbau de» Grenzschutzes entschlossen. Am Dienstag wird der Rnfrnf an die Frei. willigen ergehen,»nd es werden gleichzeitig die einschliigigen Bestimmungen tiber die Kommandostellen, die Höhe der Löhnung «nd die Art der Organisation veröffentlicht werden. Uns scheint diese Art des Vorgehens auherordentlich verfehlt zu sein. Wir versprechen uns sehr wenig von der Gewaltunwendung und wir meinen, daß ein neuci Krieg veimiiedcn werden muß.?chon hören wir den größte» Teil der bürgerlichen Presse wie den..Vorwärts" dieselben nationalistischen Töne anschlagen, die uns ans den erste» Augnsttagen noch in so trauriger Erinnerung sind. Schon sammeln sich unter der flagge des Ostschutzes Ossiziere, die noch andere Pläne im Schilde führen, als den Schuß der Heimnt. Die Regierung sollte es sich diesmal überlegen ehe sie sich auf ein Abenteuer einläßt— und das.ist icbi ein Krieg an der polnischen Grenze—, dessen Ausgang sehr nngewist ist. Sozia. istisch und demokratisch ist dies Vorgeben nicht Wir scdensalls protestieren gegen eine Politik, die uns Gefahren im Innern und Verwickelungen von außen bringe» wird, aur das Entschiedenste. Mdiifts Slellunq zur deutschen Revolution. Nachdem wir bereits die zahllosen Hehmeldungen der bürgerlichen Presse und de?„Vorwärts" über eine angcb- lich angedrohte Einwirkung der Entente als Schwindel ent- larvt haben, nachdem Frankreich und Amerika bereits der- artige Behanptnngen zurückgewiesen haben, liegt nun auch eine Nachricht vor. d'e die Stellung der maßgebenden eng. lischen Politiker zur deutschen Revolution mit nicht zu über- bietender Offenheit kundaibt., Die„Neue Züricher Zeitung" veröffentlicht in der MittagSansgabe vom Dezember den Inhalt einer Unterredung, dir ihr politischer Redakteur mit dem a mt- lichen Vertreter Englands in einer schweizer!- schen Großstadt hatte. Wenn es sich nicht um den e n g l i> schen Gesandten selbst handelt, kann also nur der Chek einer der volitischen Missionen Englands in der Schweiz, ein Generolkonsnl. kurz eine Persönlichkeit von Bedeutung. in Zrage kommen. Dieser Herr, der am tö.�Dezember auS London in die Schweiz zurückgekehrt ist, äußert sich am Schluß seiner Unterbastunfl wie folat: Man weiß, daß die Ankunft britischer Truppen, wenn auch nicht dem deutschen Volke willkommen, so doch vielen, so namentlich den * i Kölner Behörden erwünscht war, als Schutz gegen die ertremist!- schen Elemente, und man vertritt in England die Anschouung� daß Grvsibritannien nicht verpflichtet ist» Polizeidienste zu leisten und den deutschen Behörden bei der Unterdrückung von Un» ruhen, die als Folge der früheren Mißwirtschaft erfolgt sind, mitzuhelfen. Die Entwicklung der Revolution und ihre Folgen werden als ausschließlich deutsche innerpoliti- sche'Angelegenheit betrachtet, die einzig und allein dem deutschen Volk überlassen werden sollte." Wolchc Sckunach für unsere Kriegshetzer, die England vernichten wollten, von einem Engländer so klug durchschaut und kübl abgefertigt zu werden! Ist aber die Regierung Ebert-Zcheidemann nun wirklich das Ideal für die Engländer, würden die Engländer die Ebert-Scheidemann einer anderen, radikaleren, unkoni- promittierten Regierung vorziehen? Auch darauf wird von dem Gewährsmann der„N. Z. Z." eine klare Antwort gegeben: „In manchen Krei'en der britischen Bevölkerung ist noch ein gewisses Maß von Misitemien in die heutige deutsche Regierung zu verspüren, uud zwar nicht etwa, weil man die demokratischen Ab- sichten der gegenwärtigen Führer bezweifelt, sondern weil von selten der Berliner Regierung bis beute eine DeSavouierung der früheren Außenpolitik de» Reiche» und eine Nebernabme der Ver- antwortung für den Beginn de» Krieges und die ungesetzlichen und unmenschlichen Methoden desselben, nicht erfolgt ist. Man kommt darüber nicht hinweg, daß dieselben Heeren Scheidemann, Ehret und Genossen, die heute regieren, noch vor wenigen Monaten in ihren eigene» sozialistischen Organen eine» Siegfrieden gepredigt. «nd im Reichstag Kriegskredite für die kaiserliche Regierung de- willigt haben." Ob der„Vorwärts" nun noch immer die Stirn habe» wird, den Einmarsch der Entente anzukündigen und die Entente als Sck'iitzer der Ebert-Scheidemann anzugeben? Die Wahrheit ist hosfeutlich endgültig klargestellt. £n wIMSler M«. In C x h a r e n ist es am gestrigen Tage.� nach einer Tel.»U.»Meld!ina, zu einem großen Putsch gegen ten dortigen Arbeiter» nn> Soldatenrat gekommen. Teck- Offiziere hatten im Verein mit Unteroffizieren und verhetzte» F'onttri.ppxn den Schlag vorbereitet. Er ist nüßlnngen. Der A.- und S.-Nat war rechtzeitig von de» gegenreroluticuären Bestrebungen unterrichtet worden und h:tte cnl sprechende Vorkehrungen getroffen. Tie Sicher- hntspatrauillen auf der Straße waren verstärkt worden. vor der Kemmandegitur hatte man in weitem Umkreise Ma- >chinen,.ewe:ire aufgestellt, oie Ziigangsstraßen waren abgr- sperrt. Gleichzeitig war über Curhaven und Umgegend da? Standrecht verhängt worden: angesehene Bürger solle» als Geiser ra hastet woiden sein. Lrwohl es gagen Mittag z» Verhandlungen zwischen beiden Parlcien gekemmen war. veranstalteten d-e Gegen- revolniionäre in de» Rachmittagstundeir einen T e m o n- st ra t i o n- Z« g mit ichwarz-weiß-roten Fahnen»nd patri- oti scher Marschmusik. Ter Z u g wurde von den den, Arbeiter- nud Sold. Itenrat ergebenen Trnvven gesprengt. Tie Demonstranten besetzten darauf, die Griinmerhörn» Kaserne, hißten dort die jchwarz.weuß-role Fahne, ebenso setzten sie sich in der Kiantichon-flaserne und dem Fo.t Thomson fest. Gleich darauf zog ein riesiger T e m„ n- stx a t ionszug mit roten Fahnen durch die Stadt. In den Abendstunden ist es dem A.» und S.-Rat gelungen. die von den gegen revolutionären Elementen besetzten mili» tcri scheu Gebäude zu nehmen und die T r u p- Pen zn entwaffnen. Durch die Beschlagnahme der gegenrcvolutionären Munitionskammcrn wurde die Bcwe- gnng endgültig unterdrückt. Das Standrecht ist daher wieder ausgehoben worden. Der kriegerische Aoske. Der VolkSbeauftragte Noske äußerte sich, wie die ..Deutsche Taaeszeitung" mitteilt, aegenüber einer?lbord. nnna des Bromberger deutschen Volksrats ausdrücklich: Die Ostmarkendeutschen sollten die Zähne zeigen und im Einvernehmen mit den militärischen Stellen den Schieß. vrügel ergreifen. Danach scheint Noske, nach einem kurzen Ausflug auf das Gebiet revolutionärer Redensarten zu der ihm eher zusagenden Praris der Kriegszeit zurückgekehrt zn sein, in der er an der Front, im besetzten Gebiet und im Hinterlande in bezug auf kriegswiiiige Aeußerungen schwer von einem All- deutschen zu unterscheiden war. Sie Letensmilte vers«ra«nl> Europas. Die Organisatioa der Hilfeleistung. Paris, S. Januar.(Reutermeldung.) Die amerikanische Kommission für di« Friedensverhandlungen gab heute fol- gende Erklärung ab: Bei der Ankunft bei Präsidenten Wilson wurden ihm die Er. gebnisse der Untersuchungen, die von den Beamten der Regierungen der Vereinigten Staaten und der Alliierten über die E r n ä h» rnngilage der neubefreiten, der neutralen und der feindlichen Länder in Europa angestellt worden waren, vorgelegt. Seit seiner Ankunft ist der Präsident über die zwischen den Regierungen ab» gehaltenen Konferenzen, die sich mit der Methode der HilfSorgani- salioncn für diese Bevölkerung besaßt«, unterrichtet worden. Die Alliierten und die Vereinigten Staaten stimmen darin überein. daß Hilfe geleistet werden muß und daß die Durchführung einer Hilfe von diesem Charakter und auf breiter Grundlage eine Einheitlichkeit in der Leitung ähnlich derjenigen, wie sie von dem französischen und britisehen Oberkommando bei den Operanonen der Allierten zu Lande und zu Wasser erfolgreich angebahnt wurde, notwendig macht. Die alliierten Regierungen haben dem Präsidenten Wilson mitgeteilt, daß sie den Wunsch haben, die Regierung der Bereinigten Staaten möchte bei der Organisation und Durchführung de? Hilfswerkes die Leitung übernehmen. Ent- sprechend diesem Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und den Alliierten wird nunmehr ein Rat, in dem jede Regie- rung zwei Vertreter ernennt, gebildet, um die Unterstützung mit Nahrungsmitteln, Geld und Schlfsen zu sichern und in Ueberein- stimmung zu bringen. Präsident Wilson hat Herbert Hoover und Norman Davis zu Vertretern Amerikas in diesem Rat ernannt. Hoover wird das Amt de» Generaldirektor» innehaben. Die französische Regierung ernannte den Handels- minister Tlementel und den Lebensmittelminister Vil- g r a i n zu ihren Vertretern. Die Namen der britischen und italienischen Vertreter find noch nicht bekanntgegeben. Präsident Wilson ersuchte Hoover. die erste Sitzung sofort «inzubcrusen, wenn alle Vertreter ernannt sind. Der Bericht Hvovers. Der Vorsitzende der amerikanischen LebenSmitselkommission Hoover sagt in einem Bericht über die Ernährungslage Europas: Wir haben über die Lage in Teutschlitiid Untersuchungen angestellt, sind aber bisher noch nicht soweit, um irgend- welche endgültigen Beschlüsse zu fassen. Die Bevölkerung Deutsch- landS hat sicher genug Vorräte, um noch eine Zeitlang auS- ,»halten. Von der Versorgung mit Fett abgesehen, das oh»« Zweifel sehr knapp ist. wodurch die Entstehung von Krankheiten und vieler sozialer Unzufriedenheit gefördert wird. Die Festsetzung der Bedingungen über Maßnahmen, die not- wendig sind, um den befreiten Gebieten zu helfen, muß indessen unsere, erste Sorge sein. Sie umsaßt insgesamt Länder mit etwa 135 Millionen Menschen. Durch die Besetzung deS Feinde» und die Verwüstungen ist die Produktion dieser Län- der sehr gesunken, und die Lcbenimittelvorräte, die sie von der letzten Ernte übrigbehalten haben, werden bald erschöpft sein. Damit in der LcbenSmittellieferung während der Zeit der Unter- suchung und der Schaffung der Organisation keine Ver- zögerung entsteht, haben wir durch gemeinsame? Zusammen- wirken des KriegSamteS und der LebenSmittclverwaltung bis heute etwa 150 000 Tonnen Nahrungsmittel nach ver- ichiedenen europäischen Häfen gesandt. Daneben geben wir bisher monatlich 150 000 Tonnen nach Belgien und Nordfrank. reich. Inzwischen sendcn wir gemeinsam mit unseren Alliierten in die verschiedenen Länder Kommissionen, die die Transportfrage untersuchen und danach trachten sollen, die Zinanzfrage zu regeln. Da« Transportproblem bietet außerordentliche Schwierigkeiten tnsolge der schlechten Zustände der Eisenbahnen und des rollenden Materials in den ganzen in Frage tommendcn Gebieten. Daher entstanden nach der Landung der Lebensmittel neue Schwierigkeiten. In Belgien und Nocdirankrcich mußten wir für die Verteilung einen Dienst mit La st automobilen einrichten und werden wahrscheinlich auch in den anderen Ländern dieses Verfabren einschlagen müssen. Außerordentlich schwierig ist ferner die F i n a n z f r a g e. Tie Ernährung Europa! während der nächsten sechs Menaie bildet ein große» okono- >n i f ch e S Problem. Sie ist auch von allergrößter politischer Vedentung, wenn wir Anarchie verhindern wollen Wenn wir den Wunsch hegen, daß die Welt zu irgendeiner Form o r d- nungSmäßiger Regierung zurückkehrt, und wenn wir die Errichtung von Regierungen, mit denen wir Frieden schließen können, sichern wollen, müssen wir auf irgend eine Weis« für NahrungSmittelliefernng sorgen. Da» finanzielle Problem zerfällt in drei Kategorien: 1. An Teutschland und einige Alliierte uud Neutrale können wir die benötigten. Nahrungsmittel in der Form eines richtigen Handelsgeschäftes gegen angemessene Bezahlung in an- nehncharen Werten verkaufen; 2. sind es die befreiten Gebiete und einige Alliierte, denen Amerika nach den gegenwärtigen ge- schlichen Bestimmungen zeitweilige Anleihen geben kann: 3 die Bülkcr, die die Unterstützung Amerikas in erheblichem Maße benötigen, denen diese Unterstützung aber an« den gegen- wärlig verfügbaren Fond« nicht gewährt iverden kann. ES erscheint den Alliierten und der amerikanlswen Regierung nur«ererbt, daß. pa ein«rofecr Teil der Schwierigkeiten der ür. freiten Länder durch die rücksichtslosen Handlungen der deutsche» Armeen verursacht ist, die Deutschen veranlaßt werden solltet, Schiffe für den NahrungSmineltranSport nach diesen Gebirten zu stellen. ES wird zweifellos eine Vorbedingung für die Gewährung von LebenSmittclsendnngen nach Deutschland sein, daß deutsche Schiffe für die Versorgung aller befreiten Länder benutzt werde». Euyland uud die hiulerttiebeue Demobilisierung. Die bürgerliche Presse hat soviel zu tun. Nachrichten zu erfinden, die niemals in Ententezeitungen standen, daß sie keinen Raum hatte, die folgenden bemerkenswerten Sätze des Generals Maurice in dey„Daily NewS" zu veröffentlichen: „Das deutsch« Volk als Ganzes ist unglaublich unwissend, so» wohl in Bezug mif die Kriegführung seiner Herrscher, als auch über den wirklichen Verlauf der Ereignisse. Es ist sprichwörtlich, daß der allgemeine Glaub« in Deutschland besteht, daß seine Armeen im Felde nicht geschlagen seien. Die Triumphbögen und Fahnen, die die zurückkehrenden Truppen begrüßten, wetren durchaus nicht alle auf Täuschung berechnet. ES steht unwiderruflich fest, daß Deutschland vollkommen kriegSmüde ist. Der deutsche GeifteSzu» stand ist. soweit ich in Erfahrung bringen konnte, eher der einer mürrischen Unterwerfung al» einer Reue. Wi r werden viel mehr über den Geisteszustand des deutschen Volke« durch die Er« öffnung der Nationalversammlung erfahren. Die ersten An« zeichen de« An stände? sollten sich darin zeigen, daß di« Beriammlung ein« Erklärung gegen das Wettrüsten und gegen die allgemeine Dienstpflicht abgibt. B-.» heute hat sich noch kein Anzeichen bemerkbar gemacht, daß Deutsch» land auch nur in einem dieser beiden Punkte Vernunft an» nehmen wird. Der deutsche General stab beschästigt sich äugen» blicklich in Kassel damit, die Armee auf den Stand oom Jull 1914 zn reduzieren, als sie ein furchtbarer Gast in Europa war." Die Unabhängigen hoben mit ollen Mitteln im Kabinett dagegen gekämpft, daß dieser„fnrckitbare Gast" in unserer Mitte erholten bleibt. Die Ebert-Scheidemonn sind die Lakaien Hindenburgs geblieben und fürchten sich nach wie vor, das zu tun, was das führende liberale«nglische Blatt niit Recht die ersten Anzeichen des Anstandcs nennt. Wer lügt? Aus London berichtet Reuter: Das englische Auswärtige Amt habe bis heute Abend noch keine Nachricht über eine La». dung größerer britischer Streitkräfte in den baltischen Staaten. Ebenso ist nichts wahre« an der Berliner Nach. r! ch t, daß die Engländer«hem Befehlshaber der deutschen Truppen in d«n balli'chen S'üuten ein U l t'i m a t u m gestellt und verlangt hätten, daß deut'che Truppen da« Vorrücken der Bolschewisten aufhalten sollten. Nach einem soeben eingegangenen Telegramm verwenden die Bolschewisten in Estland 7000 Chinesen und rauben, brennen und morden nach allen Richtungen. Das Wesentlichste in dieser Meldung ist die Behauptung, daß die Engländer dem deutschen Befehlshaber in den baltischen Staaten kein Ultimatum gestellt und nicht verlangt haben, daß deutsche Truppen das Vorrücken der Bolschc wistcn aufholten sollen. Bekanntlich ist von deutscher Seite das Gegenteil behauptet worden. Wenn dieses Dementi wahr ist— und e? liegt kein Grund vor. daran zu zweifeln— dann hätten die deutschen amtlichen Stellen eine unaeheure Blamage erlitten. Denn dann märe der Beweis erbracht, daß die Deutsche Waisen- stillstcuidskommiislon und dr? Darstellungen die Oessentlichleit bevußt irre- geführt haben. Eine Erllkirunq haenischs. Minister Konrnd Haenisch sendet un« eine längere Er- widerung auf die Ausführungen Adolf Hoffmann«. Wir geben taraus folgendes wieder: „DaS„BeweiSmaterial", da« zweifellos in die Dreiie, dafür um so weniger in die Tiefe geht, bedarf zum mindesten einiger Stichproben zur Konirclle.. Um gleich mit dem sog. GcschichtS. erlaß zu beginnen, so ist es bare Erfindung, daß die Herren Dr. Blankenburg, Dr. Wyncken und Haenisch ihn für dringend notwendig gehalten hätten. Herr Wynekcn konnte es schon deshalb nicht, weil er in dem historischen Augenblick, da ihn Herr Hoffmann als erste« Produkt seiner ministeriellen Tätigkeit fix vnd fertig aus der Tasche zog. noch nicht in Berlin cingelrosfen war. Und die anderen Herren hatten gerade genug mit stilisti- fchem Zurechtstutzen zu tun, um über die Tragweite dieser ersten .�Verlautbarung" sich tiefsinnigen Gedanken hingeben zu können. Auf sachliche Acndcrungen. die von Herrn Tr. Blankenburg und mir angestrebt wurden, ließ sich Herr Hofsmann, der«S schon in diesem ersten Falle sehr eilig hatte, überhaupt nicht ein. Weiter: Nicht einmal, wie er behauptet, sondern mindesten« ein halbes Dutzend mal hat mir Herr Hoffmann unverblümt oder »erschlciert mit dem Appell an den Arbeiter» und Sol» d a t e n r a t gedroht. Dafür sind mehrere Zeugen vorhanden. Drittens: Es ist unwabr. daß ich in tcuflicher Bosheit Herrn Hoffmanns Krankheit benutzt habe, um ein„Kessel' reiben" gegen ihn z» beginnen. Vielmehr habe gerade ich es mehrfach entschiede» abgelehnt, während der Zeit seiner Krankheit einen Konflikt zum Austrug zu bringen, der ans Gründen der großen Politik(Abkall. bcwegungcn in Rheinland. Westfalen und in Obcrschlcsien. Per- giftnng der Wahlagitation!) schon längst' hätte zum AiiStrag ge. bracht werden müssen. Auch hier stehen Zeugen aller Partei. stellungen, auch aus Adolf Hoffmann« engster politischer Freund» schaft, zur Verfügung." Zum Schluß sagt Haenisch, er hätte bisher den größten Teil seiner Arbeit darin erschöpfen müssen, die Fehler seine» Kollegen gutzumachen. Jetzt dürstet eS ihn nach ernster Arbeit. vanÄlseig gegen die freiwilligen Korps. Die Bildung von freiwilligen Korps wird von der Arbeiter» chaft mit scharfem Mißtrauen ausgenommen. Schon auf dem Rätekongrcß halte der damalige VolkSbeauftragte Barth aul- geführt, daß die freiwilligen Korps gegcnrevolutionären Ziocckin b:c»cn sollen. Die Frage de? Ost- und WcstschutzcS trete" gegen- über dieser Haupltendenz vollkommen in den Hintergrund. Iii. zwischen ist noch bekannt geworden, daß die Werber für die fre» willige» Korps gar kein Hehl daraus inachen. mit diesen Korp» gegebenenfalls auch gegen die revolutionäre Arbeiterschaft"m» der Waffe einzuschreiten. Der A.- und S-Rat der Republik Braun. Ich-veig ha: in Anbetracht dieser Gefahr in seiner Sitzung vom 6. Januar beschlossen, im gflnzen Land auiklärcnd zu wirken u»d vor dem Eintritt in diele Korps zu warnen. Zngleich ha, er eine Persüauna erlassen, nach der jeder, der durch Versammlungen Bs, S* cf(i mt f m n d) tm$ betreffend Vinrcichung von Wahlvorschlttge« fftr die Wahlen zur verfassunggebenden preuziscie» Landes« Versammlung in Berlin. Nadjbem der Term n für die Wahlen gut verfassuug- oedenden preußischen LandeSversarnnrlung auf Sonntag, den 2K. Januar 1!>1J seit. den Stadtverordneten Herrn vla nasse, Frieden- stratz« 6, berufen habe., Berlin, den 8. Januar ISIS. Der Wahlkvenmissar für de« Wahlkreis Serfi« für die Wahlen zur»erfassunggebenden preutzischen Laude»- Versammlung L o e h n i n g, Stadtrat. (J.-Nr. S. Wahl. IS.) Bekanntmachung betreffeud die Wahlen zur verfassunggebeude» preußischen Landesversammlung. Räch dem Erlaß d«S Herrn Oberpräsidenten von Berlin vom 2. Januar ISIS ist für die Wahlen zur der- fassunggebenden preußischen Landekversammlung für den Etadtlrei» Berlin der Stadtrat Loehning zum Wahlkom- missar und der Stadtrat Mielenz zu fernem Stellver- treter ernannt. Die» bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntnis. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß für die Wahlen zur verfassunggebenden preußischen Lande». Versammlung am 26. Januar ISIS die Wählerlisten für die deutsche Rationalversammlung maßgebend find. In dies« Listen sind aber nur männlich« und weibliche Per- sonen ausgenommen, die am 19. Januar 1919 das 20. Lebensjahr vollendet haben. Da auch für die Wahlen zur preußischen Landetversammlung die Wähler am Wahl- tage— als, am 26. Januar 1919— da» 20. Lebensjahr vollendet haben müssen, so wird e» den Wahlberechtigten im 20. Lebensjahre, die in der Zeit vom 19.— 26. Januar 1SV9 geboren sind,«mheimaestellt, für ihre nachträgliche Eintragung in die Wählerliste für di« preußische Lande»- Versammlung bei unserem Wahlbureau. Gtralauer Straße 44/451, und zwar bi» spÄest«n, 19. Januar 1919, Sorg« zu tragen. Die Angehörigen de» Heer«! und der Marine, die vom 7. Januar 1919 ab au» dem Felde heimkehren, sind ohne Eintragung in die Wählerliste aus Grund einer Bescheinigung über ihr« Heimkehr dort zur Wahl zuzulassen, wo sie sich am Wahl- tage— 20. Januar 1910— aufhalten. Berlin, den 4. Januar 1919. Magistrat. sJ.-Rr. 10 Wahl. 19.) sonen, zu deren lkntersialt de« Unterstütz»« gesetzlich ver- pflichtet ist, wird ein Zuschlag von 1 M. für den Ar- beitStag gewährt, welcher nur bei Unitrstutzung de» HauS- haltungsvorftandes und in der Regel an diesen zu zahlen ist. Erreichen in einer Kalenderwoche Arbeitnehmer infolge vorübergehender Einstellung»der Beschränkung der Arbeit die in ihrer Arbeitsstätte ohne U eberarbeit übliche Zahl von Arbeitsstunden nicht und treten deswegen Lclfn» kürzungen ein, so erhalten die«rbeitnebmer, sofern 70 vom Hundert de» verblia&enen WockenarbeitSver- dtensteS den UnterstützungSbetvag der Woche bei gänzlicher Erwerbslosigkeit nicht erreichen, Erwerbslosen unter- stützung in Höh« de? seblenden Betrage», jedoch an Arbeitsverdienst und ErwerbSbosenunterstütz'ing zusammen nicht mehr als den Berrag de» bisherigen Arbeitsverdienste« bei voller Arbeitszeit. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, üfet den Arbeitsverdienst Auskunft zu geben. i S. Ist ein Erwerbsloser auf Grund der No!ch»versicherung zur Fortsetzung oder Aufrechterhaltung einer Versicherung gegen Krankheit bei einer Krankenkasse, knappschfftlicheu Krankenkasse oder Ersatzkass« berechtigt, so wird eine weitere Versicherung in der bisherigen Mitgliecherssass? oder Lohn stuf« durch die Gemeinde herbeigeführt. Sie ha: zu dielem Zweck« die erforderlichen Meld'rngen zu bewirken und die vollen Bei rüge für den Erwerbslosen zu zahlen. Verliert der Erwerbslose durch Verschulden der Ge- mcind« den Anspruch auf Krankenhilfe, so hat di« Ge- meinde ihrerseits dein Erwerbslosen die gleiche oder glsichtvertig« Krankenbilse zu gewähren. Kann die Gemeinde die ärztlich« Behandlung selbst nicht beschaffen, so hat st« dem Erwerbslosen dafür sechs Achtel des gesetzlichen Krankengeldes zu gewähren. Von diesen Leistungen können nur die Beiträge al» Kosten der ErwerbSloiensürsorge gegenüber Reich und Staat angerechnet werden. Reben Krankengeld oder Kran!enhau»pfl«ge, die dem erkrankten Erwerbslosen gewährt wird, erhält er nur die Züsch äge für Familienmitglieder nach Z 7 Abs. 1. Erwerbslosen, die Ern erbSloseniinferstützung beziehen und n'cht unter vorstehende Bestimmungen fallen, wird im Fall« der Erkrankung di« voll« Unterstützung weiter gewährt. Die den Arbeitgebern auferlegte Verpflichtung zur Berechnung und Auszahlung der teilwei'en ErwerbSlofen- unterstützung infolge Verkürzung der N.rkeitS;«it bleibt bestehen. Neue Listen und Formulare hierzu können dem- näckist in dem Bureau der ErwerbSlosenfürforge, Berlin T., Kdfei-Wilhelm-Straß« 45, in Empfang aexmimen werden. Be r lin, den 2. Ja»t«n: 1919. Der MagistratSkimmissar für die ErverSSlofenfürstir»«. Gass enbach. Tgb. Rr. 1 Erw«M.-F. 1/19. �UUsWSC?'IAIUDMZAß QU? in der Pelzabteilung!! Lang-o und bulhlingc reliaäat-l, Inriutarpwta NW IsOO MX). 8200 Seal Electric, M-uiwurl Seele Felie! SeA�MiMte£ltew�a-rorlMi«! 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Aannar 1010, abend» 8 US* m «ladiverardnetenfttzunaeiaal im Ratdanf«»ttznng. XogctatbasBa: Bert�ttcftultuag and«tu«lpr»qe. »er«rdrfferrat. Achtung I NeuHöllner! Achtung I HelmkelireiKle Krieger! Arbeitslose! 64iger Soldoten und Soldaienwehrl Montag, den 6. Januar 191». nachm. S1/, Uhr i Versamminsg in MenäSlln Paaaat:«aUe, BergatraBo 192 mit dem Thema: Grenzschutz oder Menschenhandel! (Di* Praktiken der Wetboalelle B In der LesninigstraBe) Referent: Kamerad Maz Sievers. Srschslnt in Batsem aus Uienangt Euch, w*!c es St h aksal Emr bein ersazscba.t harrt. Der Arbalterral NeukSllo. Fr. Koch. Warme Strisklacken Warni3 hiiiidspsweater BeziiCBSSchelnffrel biiüa»nt'fl Bellc-AMianco StraOs 98, am Hal!"schftn Tor. Hör' deutsches Volk Was wir dir sagen: Noch eit-ßor werden soll dein Magen. Was Tausenden noch srei zu Raufe stand, Soll dir enl.-ogen werden._, � Das Stuf; fleisch, war während de« srnef!»» Das beste Ketsch— weil es zu haben? Und wer nicht oumm— der Konnte sich—' Mit Wollust daran lobenl Da, Hungergespenst, ein VolKsbetrus! Bsrzegauhelt von den Herren.— Der Kapitaiz. und KriegsgesellschasteN. Die ain seitestan vom Hunger— De» armen T.ikss werden! Da, Nafifleisch will man rationier»«, � Damit di« Hungerpeitsch- bester fühlbar wirdl� Der Fluch, der auf dem Reich und Volk» ruht,- Muß abgeschüttelt werden! Nieder mit den Kriegsgesellschaften! Nieder mit den Ausbeutern! Nieder mit der Zwangswirtschaft! Deutsches Volk rette und wehre dich! Noch ist es Zeit! Ehe es zu spät. sterbrechen wir die«etten dar«kfa»«U»i, in Güte oder mit Gewalt lft einerlei, �-w�erbesreiheit wollen wlr habenf Nur diese bringt uns Arbelt und Brot. Und schützt uns vor Elend und Tod! Wir kämpfen für alle-- dte Hungrigen, Die«rb-i!»- und Brotlosen. «ur nicht für die Feind« d», v-lbeat Di, Dronen und das Schmarotzertum!' fear Zeit hat. erscheln- am Dtan.ta, »»rmittag 11� Uhr vor m Lehrer»»,«!,». baue Aleranderplatz. Die oibeüenden wie dl» arbeitelosen Fleischergefellen Und besonder»-ing-lad-n. �...... tU9 P Schutzverband der Notzschlächter BerUn»,.. UerwaltatiAUtelie Btrli«• N 64, Cinicnitr. ti-ts. fleitdäftkicit von 9—1 Uhr und von 4-7 Uhr. CeKpbons Jlmt norden 1239. i,»7. 9714. Dienstag, de» 7. Januar 1919, abend« 7 Uhr: Branchen- Versammlung der Autogenschweißer und.Schweiberinnen im ISewerkichastshaue, Eogeluser IS lSaal 1). Tagesordnung: f. Bericht über die Verhandlungen»um Kollektivabltommeu. 2. Diskussion. 4 Fahresbericht, Kassenbericht 4. Neuwahl des Branchenl-iters und der Kommission»» Mitglieder. S. Verschiedene». Kollegen und Kalleglnnenl Ter wichtigen Tageeordnung halber ist es dringeu» erforderlich, dag«in jeder pünktlich 7 Uhr erscheint._ Dlenetog, den 7. Januar 1819, abend» 7 Uhr: Versammlung aller in Metallgießereien, Zinkhütten und Messingwerlen beschäftigten Former und Berufsgenossen tm Lokal Elld-Ost, Waldemar str. 7S, / Tagesordnung: t. Jahresbericht. S. Diskussion. 3. Neuwahl der Sgltation»konnnlssion und de» Branche» Vertreter». Die Bertrauensleut« ivirden ersucht, um S Uhr zu er- scheinen.__ Dienstag, den 7. Januar 1819. nachmittag» S Uhr: Branchenversammlung aller in den Eisenkonsiruklionsbetr leben beschäftigte» Kollegen und Kolleginnen in den Anbreas-ZestsSlen, Andreaestr. iL, Tagesordnung: 1. Bericht über die mit den Arbeitgeber» gepflogene» Verhandlungen. S. Diskussion. 8. Branchenangefegenheiten. Di» Kollegen werden ersucht, pünktlich zu erscheinen, da der Saal um 6)4 Uhr geräumt werden mutz. Mittwach, den S. Januar ISIS, abend» S Uh« Branchen- Berfa mml nng all» b» der Schraubenindustrie beschäftigt«« Arbeiter und Arbeiterinnen te«Mmnann» FeftflUen, Naunqnftr. tl. lagisordnung: t«rgebnl» bet Verhandlungen»UM Kollekttnoertrn» g. Di»kussi»n. 5. verichiedsne». Da»«rlthetn,» all« Kolleg« und Kolleginnen ist m bedingt uanveuolg. Muni! Buchdruiter! Achtunz! Am»teuotan. dr» 7. Januar, v-rmitle»« iv w r ife(groher n!«. 17 18 .--------------------------------,............ snan«! n.nmectuag: Manier, den 6. Januar, llinnaiich uom»rbeltanadnaets Mi HTbeftsIoIenbonaufliatteii. Der Srbttt»:»«iiret. nm«tntstan,»r» 7. Jauuer,»armttte-« 10 u'r ArbeUslvsenversammlung. IMÄr. «entzerft wtihitpe Zageearbaunii! Kef-jirr, rrsd.rtntln Ple Verband der Schneider, Schneiderinnen und wälcbearbeiter veutscbiands. Sewerkverein der Schneider(N. v.) SRltttnnif), bnt 8. Januar er. nkeiib»»>/,, OTr. Im Oetoeeifchaite'.au«, Cngn.Urer IS,-Saat 1 == Große Bersammlnnft= aller In der gesamten Hrrreu-StonfeNion Oefchäfttgten zilslHiieii!er.Z>islljiiti�ttiiliitil rageiarbniinli: Bericht und veschlubssssim, ük.r dte e» dte«riet, gebe» zn stellenden gerbenluaeil. Nur Mlt'Neber, die mit ihren Neltrllpeti nicht l!lii«er«H 8 ZB-chen In Mitftimb stnS. beScii Zutritt. Ausnshmcn werden um OnnteinguiiQ nach «mtceacBfienowmtu. Zablreichce El icheinen erwartet_ Ale ftommilflou. Drutjchkl Kslzarlieitkr-Ntrlilind XeL Amt 106-S. S678 Verwaltung Vei'Utt. Bureani Rm�estr.« VerkWensmSvNerversMWluuzeiu N o n» Michael- Ilschler-Vezit� Süden. Dien, tag, den 7. Januar, abend» 8 Uhr, bei Echirmer, Nitterstratze HS. Tages- »rdnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Bericht der Vertrauensleute. S. Verbands- und Bezirksangelegenheiien. Das Erscheinen der KommiisionsmUglteder ist undeoingt »rsorderlich. Tlschler-Brzirk Süd-Dst. Mittwoch, den 8. Januar. abend» 8 Uhr, bei Lier, Nauni)nstr. 8. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Bericht de- Vertrauensleute. 3. Verschiedene». Jeder �Letrieb mutz durch einen Vertrauenimann vertreten lein. Tischlcr-V-zIrk Siidwesten. Mittwoch, den 8. Januar, abends 7)4 Uhr, bei Klein, Hosenheid» 88. Tagesord- nung: 1. Berich! der Veri�auensleul» und der KammWon. i. Vrbandsangelegenheitcn. Zlugzeugbetrieb. Mittwoch, den 8. Januar, abend» 7 Uhr. im Arbeilslofensaal. Rungestratze 38. E» ist Pflicht. botz alle Betriebe Vertreter eniienden. Stellmacher. Mittwoch, den 8. Februar» abend» 7 Uhr, bei Hummel, Sophienstr. 5. Modell- und Fabriktischler sowie Modelldrechsler. Don- n e r» t a g, den 8. Januar, abend» 7 Uhr, bei Wald, Pslugstr. b. Vranchenversammlung. vezlrk Vber-Schäncweide. Dienstag, den 7. Januar. abend« 8 Uhr, bei Larnsck». WiihzlmiitenhosiHtrotze 18. Tagesordnung! 1. Wahl des Dbmaane,» S. Verband und Bezirksang-I-zenheilen. Stedtarbeiter. Dienstag, den 7. Januar. Nachmittage Z Uhr, b-l Staden, Michaeiüiichstratze ü Kuops- und Perlmntterarbeitee. Mittwoch, den 8. Januar, abends b Uhr, bei Ereive sverbandshaus), Rung-str. 38. Tagesordnung: 1. Unier, Forderungen zu den bevorstehcn�cit Tarifoe. Handlungen. R-serenl: Kolleg« Neumann vom Haupivorstand. 2. Diskussion. 3. Verl andoongelegonheiien. Bürstenmacher. Tonneretag, den 8. Januar, abend» 7Vi Uhr, Arbeitslosensaal. Runxestr. SO iVerdanbshauSI. Tagesordnung: 1. Bericht über die Torisverhondlungen mit den Arbeiigebeim 2. B.anchenangclegenheiien. Einsetzer. Heute. Sonnlag, den S. Januar, vor- millags 18 Uhr, im Geivsrkschast-hause. Saal 3. Tagesordnung: I. Jahresbericht. 2. Wahl de» Obmannes. g. Derbandsangelegenheiten. 4. VtMchliige von Delegierten zur Generalversammlung. __ Dl« Ortsverwaltung. CT j»«k«< fr ♦*"(ttl 1 f Soeben erschienen nnf für laden Kanl- S10 viläÄ•»•�4** m nn, LebensmittelhSndler nsw. withüg. Einführung in das Wucherrecht der Kriegs- und Uebergangszeit t#r Hendel und Industrie nebst einer Anleitung»bar das cileenielne Verhalten vor den StrafbehOrdeo von Rechtsanwalt Dr. lur. Fritz Juliusberger in Berlin. Ans dem Inhalt: lieber Strafvailahren. Verhalten der Behfirda gegenüber. Dnrehsnchnrg. Beschlagnahme. Vorläufige fcatnahnia. Var- haftung. Vernehmung des B«schuld!gtsn. Wahl daa Verteidfgers. Strafe. Begnadlgnng nsw.-- Wucher und Kriagsvucher. Vorsatn und Pahrlissigkeit. Irrtum. Tüterschalt. Clnzieltung voa Vorräten.— Höchstpreise und ihre Uebersohreiiung. Veiheiml cbung. Baiseite- aehnCung. Verkaolsverweigerung usw.— Prtituaiberti und Preia- Steigerung. VenBlttelnngsgescbäfta Zurückhaltung von Waran usw. — Kettenhandel.— Schleichhnndol. S:r«fan nsw, Wortlnut der einschlägigen Qesetse betr. HScbstpreisa. Cntaig-iag, Schlaiclihnndal, Praisirelbsrti. Nahrung«- und OenuBmllial, Zeiiuugsaaiaifaa usw. Dr. Jalmsbargcrs Bnch unteiacheidet sich von andaran dadurch, dal aa nicht ISr Jnristen, sondern für Jedermann gutverstänülich ge- achrieban ist Da heute jeder dar CUüthr auagas, tat ist. ackoa aas Unkenntnis gegen derartige gesetzliche Bestimmungen au varstolen ■ad 10 Beatraluag au erleiden. Ist baldige Auseballung allaeitlg tu tntpfehian. Daa Buch wird auch data diaaeu, dar in d«n Kreisen van Handel und Indnstrie herrschenden Rech: saus icherhell au be- gagneo nud durch Aulklärung Bestraiangeu herabzumindern. Preia M. 3ja Ocgen Einsendung oder Nachnahino durch Verlag telwäw* Co, Abt. 343, Bnrüm KW 87. Evko. RtokowaL L f Kleine AnzeSpn � 4 zuverlässig« Botenfrouen Wr I. Jaunar aaaucbl. Verlag..sie Freiheit" SckUAasarAsM« 1», IV. 1 nserate für de«! d*reiMelr*Bdtnjj�| Sonnatsasdt Ms 2 Ufto* ndbsea seltesteflt bis 8 l nachm. bei der Cxtediiiofl Schllfbseordaaa 19 aalaeo cebM sein. für „DleFreltieir ständig gesucht ZMfdlMNillNiiN Ii 10 Botenfrauen suc t eoiort � p«d tion Grüner Weg 18. Jeder Sozialist lege: Ois VcnassunK m Russow Swi�isüsDüeR F5u8i«ws Pnbfin. SüWjilrfttlllX trab NtL DisWdlirhdtfii'tr d. Sol.c�wiW Preis 15 Picenic N. Lenin: Ststt und Revolatie« Unjeköritc■\utfa«>e M. 3.C9 Wicderverkiu'er u. Parteiorfaei« sationen eriuUen ho' cn Rabatt Zu beziehen einzeln dnreh die AktlonsbuchhanU unr, Berlin Rais« ailee 232, Fartleo durch den Verla? der Woche«» schnft««üie Aktion, Her m* Wilmersdorf. Naiscuerttr. ftf. Gartenhaus. Achtung I Genossen A. P. D. emzuseimen. Botenfrauen stellt ein HUbner, Schulstr. 60. Südosten Die Spedition der „Freiheit" Sfall«chr©iberstr. 47. Oaum ist vorlest nach Süneinstr. z bei Arzt Botenfrauen «am Austrage, der Praibalt va»- I an gen Hackbarth, Mlehaalklrth«Utn3 10 Botenlronen 10 sucht Spedition\ N«uofc«li Usedomau. UU Kr. 8 Erste Vellage zur„ZreiheU". Sovukag. 5. Zauaar 1918. Wähler und Wählerinnen! Am Z9. werbet Ihr dle verfassmgsebmbt Verfammlang wählen. Da« deustch« B»lk ist endlich frei. Kein Kaiser, kein Bundesrat kann mehr das Selbstbestimmung»- recht de» souveränen Volke« verkümmern. Die Nationalversammlung, die Ihr alle, Männer und Frauen, in voller Freiheit wählen werdet, wird unsereVersassung festsetzen, über die künftige Gesellschaftsordnung die Entschei- dung treffen. Ihre Zusammensetzung ist von größter Bedeutung für die Zukunft de» deutschen Volke«. Die ersten Wahlen müssen zunächst Wahlen der Abrechnung sein. Ihr müßt Gericht halten mit allen, die den Krieg verschuldet haben. Ihr müht Rechenschaft fordern von denen, die da» vngeheuerlichste aller Verbrechen verübt haben. Hunderttausende Tote deckt die Grd«, hunderttausend» Witwen und Waisen beweinen ihre Ernährer, hunderttausend« Krüppel wandeln als Zeugen de» Ver» drechens unter uns. Wir alle leiden unter den Folgen de« entsetzlichen Kriege«. Darum, fort mit jenen, di« diesen Krieg verschuldet haben! Fort mit den A l l d e u t s ch e n, die ihn herbeigesehnt haben, um Ihre Raubgelüste befriedigen zu können. Fort mit den Konservativen und Nationalliberalen, di« durch da« Wettrüsten za Wasser und zu Sande Deutschland allen Völkern al» Gefahr erscheinen liehen. Fort mit den F o r t s ch r i t t- lern, die längst ohne eigene Politik im Gefolge der anderen einhertrvtteten. Fori mik�ihnen allen, unter welchen Firmenbezeichnungen sie sich zu verstecken suchen, od sie sich Volkepartei oder bürgerliche Demokratie nenne«. Sie alle tragen Schuld am Kriege, sse alle haben während des Kriege» die verbrecherische Politik de» grohenwahnssnnigen Ludendorss, de« erbärmlichen Kaiser» und seiner Kanzler bedenken- und gewissenlos gebilligt. Sie alle haben im Sieges- rausch sich nach Eroberungen heiser geschrieen, waren bereit, da» Recht der Völker unter den preußischen Kommißstiefel treten zu lassen. Da» deutsche Volk braucht den Frieden, aber die bürgerlichen Parteien, die den Frieden der Vergewaltigung gewollt und gewünscht haben, sind nicht die richtigen Unterhändler, um da« deutsche Volk nach der Niederlage seiner Generale und seiner Regierung vor einem Vergewaltigungs- stieben zu schützen. Nur wir unabhängigen Sozialbemokraten haben bas Sekbstbestimnnmgsrechl unseres Volkes anerkannt, ebenso wie da» aller anderen Völker. Nur wir haben von allem Ansang an d' Beendigung des scheußlichen Mordens »erlangt und jede Annexion al» ssuchwürbige« Verbrechen. gebrandmarkt. Nur uns bringen die demokratischen und Arberterparteien de« Auslande» da» Vertrauen ent- gegen, das di« Grundlage des künstige« Völkerbund«« und der allgemeine« Abrüstung sein muß. Diesr» Vertrauen wird auch den Necht»sozlalisten versagt, denn auch sie sind mitschuldig an der Verlängerung de« Krieges. Sie haben immer wieder die Kn'egskredite bewilligt, auch, al« es schon längst klar geworben war, daß die Regierenden keinen Verteidigungskrieg, sondern einen Eroberungskrieg führe« wollten. Als wir Unabhängige» Sozialdemokraten einen Frieden auf Grund de« Seldstbestimmungsrechts, einen Frieden ohne Entschädigung und ohne Annexionen verlangten, haben sie un« verhöhnt und verspottet und die Erhaltung der österreichisch- ungarischen Monarchie und der Türkei proklamiert, dle nur durch die Bergewaliigung anderer Nationen ihre Existenz stiften konnten. Für die Franzosen, Polen und Dänen in Deutschland selbst wollten sie vom Selbstbestimmungsrecht nichts wissen. Sie haben nicht nur jede energische Opposition gegen den Krieg abgelehnt, sie haben auch un, bi« Möglichkeit entschiedenen Austreten» rauben wollen und un» lieber au« der Partei gedrängt, als ihre schmähliche KompromißpoliHk ausgegeben. Sie haben ebenso wie die Bürgerlichen Deutschland vor der Welt moralisch kompromittiert. Wir Unabhängigen Sozialdemokraten sind von der ersten Swnde des Kriege« an unerschütterlich den Prinzipien der Demokratie und der sozialistischen Internationale treu geblieben. Eben deshalb sind wir als Verräter am Deulschtttm beschimpft und verfolgt worden. Eben darum sind wir aber auch jetzt die, die von den anderen Völkern gehört werde«, wenn wir für un» fordern, wa» wir alle« anderen zugestanden haben: den Frieden ohne Annexionen und Eroberungen «us Gnmd des freien Selbstbestimmungsrechtes für alle Völker. Dieses steie Selbstbestimmungsrecht muh un» vor allem auch gewährt werden für die Gestaltung unseres GeschicksimSnnern. Die Erfüllung unserer svzla- listischen Pslicht während de» Kriege» hat reiche Früchte getragen. Unsere Arbeit gegen den Krieg war Arbeit für die Vorbereitung der Revolution. Was die Soldaten und Matrosen begannen, haben unter Führung der Unabhängigen Sozial- demokratischen Partei die Arbeiter vollendet. Die alten Gewalten stnd gestürzt, die Junkerherrschaft ist zerbrochen, der Militarismus liegt am Boden, und nie«ehr soll feine Herrschast wieder über da« deutsch« Voll errichtet werden. Internationale Streitigkeiten soll der Völkerbund der befreiten Nationen durch seine internationalen Schledsgericht« schlichte». Dt« Gewalt soll wie im Innern der Staaten, so auch außen nicht mehr entscheiden dürfen. Soweit noch iunechalb der Neuordnung ein Heer nötig ist, soll ee ein freies Volksheer sein mit ganz kurzer Dienstzeit, ohne Ofsizierprivllegim, ohne Beschränkung der Bürger- recht« der Soldaten, ohne Kadavergehorsam. Wir fordern die unverzügliche Beseitigung der Reste der stehenden Armee, dt« völlige Demobilisierung. Wir verwerfen als undemokratisch und unsozialistisch den Appell an die alten Gewalten, der bereit» zu dem schrecklichen Blutbad vom 24. Dezember vor de mBerliner Schloß geführt hat. Erlöst von der Herrschaft der Gewalt,«ollen wir uns den Aufgabe» der Kultur, der Höherentwicklung der Menschheit widmen. Die S ch u l e muß befreit werden von seder kirchlichen Bevormundung. In de« Mittelpunkt des Lehrplanes soll der Arbeltsunterricht gerückt«erden. Die Bildungs- Privilegien müssen fallen und allen Begabten der Aufstieg in die höchsten Blldungv- anstalten ermöglicht werden. Die Glaubens- und Gewissensfreiheit muß sedermann gesichert werben. Dem Gläubigen bleibt e« unbenommen, nach den Lehren seiner Religion zv lebe«. Ebenso aber kann kein Ungläubiger gezwungen werben, seine Kinder in einer fremden Religion zu erziehen oder mit seinen Mitteln zu einer ihm fremden Kirchengemeinschaft beizutragen. Kein staatlicher Zwang soll künftig die Macht der Kirche vermehren. Deswegen verlangen wir die Trennung der Kirchevom Staat und die Trennung der Schulevon der Kirche. Frei sind wir km Innern, frei wollen wir bleiben. Die demokratische Repudlll» die wir errichtet haben, muß ausgebildet werden zur sozialistischen Gesellschaft. Die Ausbeutung de« Menschen durch den Menschen soll aufhören, die Klassen müsse» verschwindelt, erstehen soll die Gesellschaft der Freien und Gleichen. Um das arbeitende Volk von der wirtschaftlichen Ausbeutung zu befreien, muß die kapitalistische Produktionsweise beseitigt, die sozialistisch« Neuorganisation der Gesellschaft aufgebaut werden. Das bedeutet eine Ilmgestal- t u n g der Eigentumsverhältnisse. Da» Eigentum der Bauern und de« Handwerkers wollen wir nicht antasten, aber das Eigentum der Kapitalisten an den Produktionsmitteln, die Monopole der Bergherren an den Bodenschätzen, der Kapital- besitz der Großbanken, der Grundbesitz de» Adels, der Kirche und der Kapitalisten, das muß dem Volke wiedergegeben werden. Eigentum der Gemeinschaft soll werden, was heute das Eigentum der Kapitalmagnaten und Großgrundbesitzer ist. Eine große Reih«»er wichtigsten Industriezweig« ist für die Vergesellschaftung reif «nd kann sofort sozialisiert werben. Die Sozialisierung dieser Zweig« gestattet di« immer umfassendere Angliederung neuer Prvduktonsgediete und die immer stärker« Zurückdrängung des Privatbetrieb». So soll der Aufbau der sozialistischen Gesell- schafteser« entstehen. �Aen Betrieben muß dl« dvll« Demokratie durchgeführt werbe»». i oei-ars r» der Erhaltung de« Systems der Arbeiterräte, das gesetzlich festzulegen und auszubauen ist. Die Bestimmung der Arbeitslöhne, der Arbeltszelt, öle Verhütung von Unfällen »nh ber Mitwirkung der gewählten Vertreter der Arbeiter und Angestellten unter- liegen. Sie müssen an der Leitung der Betriebe, an der Verbesserung der technischen Einrichtungen mitwirken könne» und Einblick in die Geschäftsführung erhalten. Für die Führung der ganzen Wirtschaft muß das Gesamtinteresse der Gesellschaft alles» entscheidend sein, nicht mehr die Erzielung de» kapitalistischen Profit». Di« sozialistischen Prinzipien müsse» in b« neuen Verfasiung verankert«erden, die da« volle Selbstbestimmungsrecht des ganzen deutschen Volkes zum ungehinderten Ausdruck bringen muß, an dessen Ausübung jeder Staatsbürger, Mann und Frau in gleicher Weise Anteil nimmt. Deshalb. Wähler und Wählerinnen, stimmt für die Listen der Unabhängigen Sozialdemokratie. Stimmt für die Vertreter der Arbeit! Dle bürgerlichen Parteien vertreten, was immer sie sagen, bie Interessen des Besitze»! Sie sagen Christentum und meinen den Besitz der Kirche, die Macht de» Klerus. Sie nennen sich national, und sie wollen lieber Deutschland zerreißen und zerstückeln, als das Kapitalsmonopol gefährdet sehen. Und die Führer der Rechtssozialisten finden nicht die Energie, um den Kampf für die restlose Durchsetzung der Interesse» des arbeitenden Volke» bis zum Ende zu führen. Deshalb rufen wir Euch! Wollt Ihr den Svzialismu«, wollt Ihr bie Erfüllung der großen Ideale der internatlonalen Arbeiterbewegung, wollt Ihr, baß alle politisch« und ökonomische Unterdrückung ein End« habe für immer, wollt Ihr Freiheit, Gleichheit «nd Brüderlichkeit, wollt Ihr die Verbrüderung der Menschheit, dann sammelt Tuch unter de« unbefleckten roten Banner der Unabhängige» Sozialdemokratie Deutschland»! Wählet am 19. Januar Unabhängige Sozialdemokraten! Die Parteileitung der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. ( Vergewissert Euch Eures Wahlrechts! Die Mnnncl�afiiakcit der Wafilcrlislen läszt et aJt ottaflcnb nötig crscheincn, Einsicht in die Wählerliste*u nehmen. Wer nicht in der Liste steht, kann am Tage der Wahl sein Wahlrecht nicht ausüben. Die Listen liege« nur noch heute und morgen auS. stür heute, Sonntag, gibt das „Tageblatt" bekannt: Sämtliche AuSlrgestelle» für die Wahllisten gur Nationalversammlung stnd am Sonntag, de» 5. Januar, wahrend des ganze» Tages von L Uhr morgens bis? Uhr abends gevfsnct. Gegen die Hamsterer. Nu der Resolution einer Arbeitslosenversammluna wiird� gefordert,„daß vom Vollzugsrat Srost-Berlin die energischsten Maßnahmen zur Erfassung sämtlicher H a m st e r l a g e r und unentgeltliche Zuführung der von den wohlhabenden Kreisen verborgen gehaltenen Lebens- 0 mittel und Bekleidungsstücke an die gesamte arbeitslose Be- völkerung, ergriffen werden". Sowie,„daß den obdachlosem Urbeitslosen und zurückgekehrten Soldaten ein würd igeS Heim und keine Keller oder Dachböden als Wohnung zu- gcwiefen werden". Die Berechtigung dieser Forderung fleht fest; hierfür «» Beispiel: Auf Anzeige wurde von leiten der Ucberwachungs- stelle de» Vollzngsrates in der Wohnung eines höheren Ossi. Siers in der Wilhslmstraße eine Haussuchung vorgenommen, ei welcher sich ergab, daß eine im Seitenflügel gelegene L-Zimmer-Wohnung vollständig mit Lebensmitteln. Stoffen usw. angefüllt war. während vorne die eigentliche Privat- Wohnung lag. Ä„"■II8 T5rAen' stnd große Mengen Lebensmittel der Ceffcntlichfeit vorenthalten worden, und zweitens eine größere Wohnung. Es stnd mehrere ähnlich� Fälle bekannt- geworden, und e» wird im allgemeinen Interesse gebeten, ähnliche Wahrnehmungen an den„V o l l z» g S r a t G r o ß- Berlin,� Abteilung: Kommunale Ange. legenheiten, Abgeordnetenhaus", weiterzu- geben, damit vor allen Dingen gehamsterte Lebensmittel durch Volksküchen usw. der ärmeren Bevölkerung zugeführt Werden können. Freiwillige gegen Spartakus. «ie wir vor einigen Tagen berichtet habe«, so?»» in der Nähe von Berlin Freiwilligenkorp» zusammengezogen werden, um gegebenenfal!, gegen die revolutionäre Arbeiterschaft in Tätigkeit zu treten, falls diese sich nicht gewillt zeigt, einen weite. ren reaktionären Kurs der Ebect-Negierung mitzumachen. In vielen Kasernen wird fieberhaft gearbeitet, um die Bildung von UreiwilligenkcrpZ zu fördern. UnS ist von durchaus glaub- würdiger Seite mitgeteilt worden, daß z. B. in Döberitz Lffiziere freiwillige Truppen anzuwerben suchen. Heute teilte uns ein funger Soldat folgenden Vorgang mit: Der Soldat war auf der Durchreise zu seinem zuständigen Trichpenteil in Gchn�demiihl. Da er seit 14 Monaten nicht beurlaubt war, stieg er in Berlin aus, nm seine Eltern zu be- suchen. Er gehört zu den Jahrgängen, die einstweilen nicht entlassen werden sollen Um nun in der Nähe seiner Eltern bleiben zu können, verbuchte er bei einem hiesigen Regiment ein- zutreten. Er wandte sich an die Nachrichtenabteilung de? 4. Narderegiments i« Moabit. Dort wurde ihm eröffnet, daß er ohne«eitere» eintreten könne. Aber er müsse sich durch Unterschrift und Handschlag verpflichten, die revolu- tivnären Elemente, vor allem gegen Spartakisten zu kämpfen, w»nn der diesbezügliche Befehl an ihn ergehe. Diesx» könnt schon am 13. Januar, dem Wahltag zur Nationalversammlung. »oschehen. Der Soldat, der von einem Feldtruppenteil kam, dessen Mffiziere in der gemeinsten Weise ga�en Liebknecht und die Unab- hängige Sozialdemokratie gehetzt hatten, der aber in Berlin ein ganz anderes Bild vorfand, als daSsenige, welches ihm die Ossi- ziere in ihren Hetzreden entworfen hatten, war aufgeklärt genug, diesem schmählichen Ansinnen nicht Folge zu leisten. Wie steht ei mit diesen Freiwilligenkorp»? Herau» mit der Sprache! Di» Sache der Revolution verlangt keine Geheimnistuerei, kein unterirdisches Arbeiten gegen ihren weiteren Fortgang. Denn wir«ollen doch die sozialistische Republik erringen. Und diese ist einstweilen noch nicht da. Einschränkung des Stadt- nnd Varortverkchrs. Der seht schon äußerst weitabständige Verkehr auf den Berliner Stadt- und Voro'-tbahnen soll nun noch mehr einge- schränkt werden. Schon von nächster Woche ad sollen weitere Züge »uSsallen Die Eisenbahnverwaltung begründet diese einschnei. dende Maßnahme mit dem Mangel an Maschinen, hervor- prüfen durch die gemäß den WaffenstillstandIbedingungen ab- zuliefcrnden Lokomotiven und einen hohe» Prozentsatz schad- tzaster, reparaturbedürftiger Maschinen. Das Berliner VcrkehrSleben ist jetzt schon derartig traurig. daß dieser Ausfall an V�kchrSmitteln gerade noch gefehlt hat. um die Lustände in Zukunft unerträglich zu machen. Irgend- etwa» muß geschoben, um den Berkehr nicht noch schlechter, sondern besser werden zu lassen In erster Linie muß für schleunigst? Instandsetzung alle? rollenden Material» gesorgt werden. Ar- beitSkräfte stnd jetzt genügend vorhanden und fehlende Ersatzteile müssen mit größter Beschleunigung herangeschafft werden. Dann müssen aber so schnell wie möglich die Verkehrsmittel in Dienst'gestellt werden, die während de» Kriege» ausgeschaltet wurden, die Pferde, und Auto-Lmnibusse. Alle anderen Rück- sichten baben zu schweigen, wem. eS da» Interesse der ANge- meinheit verlangt. Wir erwarten von allen zuständigen Körper. schaften, daß sie mit Energie sich mit dieser brennende» Frage beschäftigen. Die Schöneberan WählerWen. Die Dtadt Derlin-Schöneberg ist mit Erfolg bemüht, den Wählern die Einsicht in die Liften so sehr al» möglich zu er- tomeren: Rur an einer Swlle liegen die Listen au», und die vcit_{) biS 4 Uhr— ist so gewählt, daß a vielen Berufstätigen unmöglich ift, selber Einsicht in die Liite»n nehmen. Der Andrang schon zu Beginn ist lehr groß und infolge der mangelhaften Orga- nisation dauert die Einsichtnahme länger, al» e» bei einigermaßen zweckmäßiger Einrichtung nötig wäre:«» ist ungefäbr ebenso schlimm wie das„Butterstehen" unseligt« Angedenken». Die Listen selber sind zudem höchst mangelhast aol-estellt. zahlreiche Rennen sehlcn. so daß man auch»ür den Einspruch wegen de« Reblen» in der Liste„ansteben" muß. Für die Stadwerwoltm'g U»s ja natürlich sehr bequem« wu ein iTiHV»»»«richten, aber dt« Bequemlichkeit der Verwaltung sollte doch wohl weniger auS» schlaggebend fein als die Bequemlichkeit der Wählerl Gibt es in Schöncberg nicht auch einen Arbeiter- und Soldatenrat? Ja, aber mit dem Oberbürgermeister DominicuS als Vorsitzenden! Und Herr DominicuS wird wohl feine eigenen Taten immer gut finden! „Nur kein Blut." Die erste größere deutsche Revolutionsdichtung im Geiste des radikalen Sozialismus„Nur kein Blutl" von Arno Nadel wird Freitag. 10. Januar, abends 8 Uhr, im Vlüthnersaal von der bekannten Vortrogskünstlerin ElSbeth Bruck gesprochen werden.— Karten für Parteigenossen zum Einheitspreiz hon 7ö Pfennig ab Mon- tag im Verbandsbureau, Schicklerstraße 5. Achtung Radfahrer! Die bekannten Radfahrer treffen sich Um 1 Uhr am Hindenburg-Tenk.mal. Alte Erinnerungen n«S der Berliner Partelzeschichte frischte unser Genosse Gottfried Sckrulz aus, den wir gestern im Verein mit Freunden der Unabhängigen sozialdemokratischen Stadtverordnetenfraktio« zu sünem LS jährigen Jubiläum al» Stadtverordneter beglückwünschten. 5*?» Haus Admiralstraße 40», am Kottbuler Tor, in dem Genosse Sckulz keit Jabrze�nten fein Ge'chäft und feine Wohnnnn innebat, steht auf historischem Bode». Früher stand dort die„Alte Linde", ein alte? Berliner Versammlungslokal, in dem sich ein Siück Geschickte der Berliner Porteibewvgung abspielte. Hier fanden lebbaste MeinungSfämvfe mit anderen Parteien unt im eigenen Lager statt. Hier sprach 1583 zum ersten Male öffentlich Genosse Singer und all die andern in der Berliner Bewegung tätigen Genossen. Viele weittragende Beschlüsse wurden hier gefaßt— Unferm Genossen Sckinlz wurde NawenL der Stadtverordnetenversammlung eine Glückwunsckadressc über- reicht, in der der aufopfernden Tätigheit unsere» Partei fteunde» n?ter?ennend gedacht wird. Bekleidung für die WUmerSborser VevSEernng. Für drin- genden Bedarf erfolgt im Januar der Sonderverkauf von Damen-Pelzmäntetn und Ulstern, Blusen und Unterröcken, Knaben- und Mädchcuhcmden, Erstlineshemden. Windeln und Unterlagen, Mädckenkleidern und Bursckwnavzügen, Herren- Ueberziehern, Ho'en und J»vven: mit Ausnahme der Damen- Pelzmäntel und Ulster gegen DezugSstbein und AuSwei» durch die letzte Steuerquittung in der StadstbekleidungSstelle. Tie Angestellten der Kriezk-gesellschaften regen sich. Heute vormittag um 11 Uhr findet iirf Lustgarten vor der Freitreppe zum Alten Museum eine Kundgebung statt, die von der KrieqS- metall-A.-G. ausgeht, zu der aber auch die Angestellten aller anderen KriegSgcscllschaften eingeladen sind. Auf der TageS- ordnung steht das Thema:„Die bevorstehenden Wahlen". SrbeiterfuhbaNspieler. Die nächste Sitzung der fußball- spielenden Turn-Siwrtoereine, findet am 8. Januar 7 Uhr abend», in Schulz' Pracht'älen. Am KönigSgraben 2, statt. Fußballvereine. die am Spielbelriob obiger Vereine teilnehmen wollen, sind zn dieser Sitzung besonders eingeladen. Die nächste vertr-ter- sitzunq der Fußballspielenden Arbeite rturn- und-svortvereine findet am 8. Januar, abends 7 Uhr, in Schulz' Prachtsäle, Am König»- graben 8, gegenüber Warenbaus Tietz sAleranderplatz), statt. Fußballvereine, die am Gpielbetrieb obiger vereine teilnehmen wollen, find zu dieser Sitzung besonders eingeladen. Lebensmükelkalen�i:. Ren« sskefschkundenlisten. Der Berliner Magtskrak gM be- kannt, daß die bisherigen Fleischkundenliften mit dem Ablauf dc» 19. Januar 1919 ihre Gültigkeit verlieren, und daß vom 20. Ja- nuar 1919 ab neu« Fleischkundenlisten in Geltung treten. Wer daher von diesem Tage ab Fleuch»der Fett von einem Fleischer oder Fleischverkäufer beziehen will, muß in der Zeit vom 9. bi» 15. Januar 1919 sein« Eintragung in die bei dielen ausgelegt« neue Fleischkundenliste bewirken lassen. Da die jetzigen Ein- tragungen ungültig werden, müssen diejenigen Per- sonen, welche bei ihrem bisherigen Fleisch ckr weiter kaufen wollen, sich in dieser Zeit auch neu eintragen lassen. Wird die Frist versäumt, so besteht bis auf weitere» keine Möglichkeit, Fleisch oder Fett von einem Fleischer oder Fleischverkäufer zu beziehen.— Zu der Auflegung der Kleiichkundenlisten ist eine große Anzahl Fleischer neu zugelassen worden. I» der Mehrzahl der Fälle handelt e» sich hierbei um Personen, die au» dem Feld« zurückgekehrt stnd und die sich jetzt Wied.'/ Existenz gründen wollen. Nachanmeldin.''in'ragnng in die Knndenliste für Heringe werden von p, u r.händlrrn nach wie vor fortlaufend angenommen. Als Anmelbe/>>' schnitt gilt der Abschniit dl n der Berliner BczugSkarte. Tie Abgabe von Heringen erfolgt da- gegen von jetzt ab»nr auf de» zurzeit bekanntgegebenen Abschnitt dieser Karte„8". Marmelade. Nach einer Bekanntmachung de» Magistrat» gelangen in Berlin aus Abschnitt 88 der Lebensmittelkarte der Stadt Berlin 250 Gramm und auf Abschnitt 90 600 Gramm, also zusammen 850 Gramm Marmelade zur AuSgabe. Die Anmeldung findet in den durch ein Aushängeschild gekennzeichneten Geschäften am 8., 7. und 8. Januar statt. Käseverteiluns. Bi» Mittwoch, den 8. Januar wird an die- ienigc» Kunden, die in den Speisefettkundenlisten der in dem Bezirke der 202. Brotkommission gelegenen Geschäfte sFilialen, Verkaufsstellen)«ingetragen sind, pro Kopf 1L5 Gramm Käs« verteilt. Neue Klelnhandrlßhöchstvreise für Kandiszucker. Der Klein- handelShöchftprei» für all« Sorten weißen und farbigen Kandis- zucker betragt jetzt 0,64 M. für 1 Pfund. Zuschlag für Verpackung darf nicht berechnet werden. Wilmersdorf. Vom 6 bis 12. Januar 500 Gramm Mar- melade, 100 Gramm Graupen.— Voranmeldungen für Kinder auf Kindergerstenmehl, Haferflocken, Milchsüßspeisen. Malzextrakt. Der«erkauf von Fischwaren wird fortgesetzt. 5 Psd. Kartoffeln werden verkauft. 2 Pfd. sind aus der Vor- ratSmenge zu entnehmen. Allgemeine Ausgabe neuer Leben»- mittelkarten findet vom 11. bis 15. Jaanuar statt. Pankow. Am Montag, den 6. Januar, gelangt von vor- mittags 8 Uhr ab«in kleiner Posten Wild in den nachbezeich- neten Geschäften zum Verkauf, und zwar bei dem Kaufmann Schäier, Florastr. 20, 1 Rotwild und 17 Hasen, bei dem Kaufmann Feitsch, Floraftr. 60, 1 Damwild, 1 Reh, 25 Haien und 6 Fasanen, bei der WiCdhäNdlerin Grunow. Schulzestr. 2, 1 Rotwild. 18 Hasen und 7 Fasanen. Der Abgabepreis an die Verbraucher stellt sich wie folgt: bei Rot-, Dam- und Rehwild für Rücken und Keulen je Pfund 3 M., Blatt oder Bug je Pfd. 2 M., Ragout oder Koch« fleisch je Pfd. 1 M.. 1 Haft mit Fell pro Stück 10 M.. 1 Fasan pro Stück 7 M. Vom ausgeschlachteten Wild wird die doppelte Flcischmenge auf Flen'chkarte verabfolgt. Es dürfen aber hoch- ftenS 2 Piund an einen Haushalt abgegeben werden Die Hasen gelangen stückweise zum Verkauf, und zwo- wird die Hälfte de« Gewichts auf die Fleischkarte zur Anrechuung gebracht. Für. 1 Fasan siud 400 Gramm auf FleiftHarte anzurechnen, «»wawe». Am Montag, den 6. d. MtS.. vormitiagS von 8 bi» I Uhr findet in den Verkaufsstellen der Gemeinde auf folgende Rummern de» AuSweift» dcr Verkauf von Marinaden statt: Winkel Ar. 5101—5�00: Frommer! Ar. 4054-4353; Rudow Nr. 4601— 4900; Ziegener Ar. 1701—2000.— vi» auf weiteres werden die hiesigen Milchhänolcr alwcchjelnd derart mit Milch versorgt werden, daß die voilbetieferung der Milchlorten zu 5k Äüics mSgiftd«. K»«bau«« volle» Milchquantum die Händler: Brauer, Wegner, Ziegener, Jordan am Montag, den 6. Januar; Hammer, Krüger, Bcrnoih, Nickel, Keßner am TienS- tag, der 7. Jan ar; Vogel. Schulz, Buchholz. JauowZli, Klauk», Kluge, Rößler, Johl am Mittwoch, den 8. Januar. Aas den grganisükioneu. Tettow-Beeskow ll. S.P. D. Die in der KretS-Eenoralversammlung gSvählte Wahl- kommisston hat sick> konstituiert. Oömann der Kommission ist Genosse Emil'Lüdke, Daumickuilemvea. Baum» schutenstraße 74(Telephon-Anschluß zwischen M0 und' 2 Uhr vormittags Moritzplatz 12480/86). In allen An- gelegenhoiten der Wahlagitation wollen die Genossen sich a» den Obmann der Kommission wenden. Flugblätter und Referenten»verden am schnellsten durch den Berliner Propagandaansichuß vermittelt. Adresse: Berliner Verbandsbureau, Berlin C., Schickler- straß? 5/6 /Alerander 3007). TaS Bureau des Kreisvorstandes befindet stch nach wie vor in Neukölln. NeAarstr. 3(Tel. Neukölln 894). Achtung Charlottenburg! Die unter U. S«.-Charlottenburg für heut« nachm. um 2 Uhr angekündigte öffentliche Volksversammlung geht vom Spartakusbund aus. Die Ueberschrift 11. S. P--Char!st!enburg erklärt sich wobl daraus, daß die Einberufung der Versamm- lung bor der Trennung de» Sartakusbunde» von der S. P, beabsichtigt war. llm unsere Leser vor Irrtümer zu schützen' weisem wir ausdrücklich darauf hin. 4. Krei». Zur Aussprach? über die Wahlagitation rrnt« den jungen Wählern werden die bis 25 Jahre alten Mit» glied er ersucht, am Montag, den 6. Januar, in der Aula der Schule, Tilsitcr Str. 8— 4, abds. 7 Uhr, stattfindenden Sitzung zu kommen. Der Prr-pagandaausschuh. ArbritSgcmcinschaft Groß- Berliner Soldatenräte lt. S. P.: Geschäftsstelle; Schicklerstr. 5 III. Geöffnet morgen» 9 bis 12 Uhr, nachmittags 2 bis 6 Uhr. Auskunft für all« Soidatenrcit«. Achtung! Steglitz. Die auf dem Boden der P. S. P. D. stehenden Genossen und Freund« werden gebeten, am Montag, abend« 7)4 Uhr, bei Piechotika, Bergstraße 9, Ecke Körnerstraße, zu einer Besprechung zu erscheinen. Vorfigwalde. Montag, den 6. Januar, abend» 7 Uhr, bei Wilh. Schulze: Handzettelverbreituna. Montag, den 6. Jaüuar, abends 8 Uhr, Foauenleftabend be? Mlh. Schulze, Schubarlh- straße 89. Dienstag, den 7. Januar, abend» 8 Uhr. in der Schul- Aula: Große öfftntliche Frauenversaunnlung. Stralau. Am Dienstag, den 7. Januar, abend» 7 Uhr, findet in der.Alten Taverne", Alt-Stralau 26, eine öffentliche Frauenversammlung statt, in dcr alle Genossinnen an- wesend sein müssen. Genossin Martha Arendfte spricht über die Wahl zur Nationalversammlung. Freie Jugend Wrdding. Am Sonntag, den 5. Januar 1919, findet unsere Generalversammlung statt. Tresspunkt aller Mit- glieder Z49 Uhr morgen» Müller-, Ecke Seestraße.— Am Dienstag, den 7. Januar, außerordentliche Mitgliederversammlung im Lokal von Krause, Utrechter-, Ecke Turiner Straße. Freie Jugend Bezirk Süden. Dienstag, den 7. Januar, findet im Lokal Gneiftnaustraße 66 eine Versammlung der Mitglieder dieses Bezirke» statt. Tagesordnung:.Wal ist Sozialismus?" Alle Genossinnen und Genossen, welche sich für' die sozialistische Jugendbewegung interessieren, find hierzu eingeladen. Beginn pünktlich 1% Uhr. Versammlungen. Nowawe». Der ungeheure Andrang zu der am 8. d. Mt». in Singer» Volksgarten stattgehabten öffentlichen Volk»» Versammlung der U. S. P. zeugte von dem großen Jnter- esse, da» die hiesig« Wählerschaft an der weiteren Entwicklun» der Revolution bekundet. Gen. Zubeil hatte da» Referat über- nommen. In 1)4stündig«r wuchtiger Rebe, welche zu einer An- klage gegen da« bisherig« reaktionäre Regftrung». und Unter- drückungtshstem der breiten VolkSmassen wurde, rechnete er mit den bisherigen Machchabxrn ab; alle» Morsche und Faule müßte ausgemerzt und«in menschenwürdige» Dasei» für alle Mensche» soll geschaffen werden. Die kommende Nationalversammlung bat in dieser Hinsicht unendlich viel zu tun! Der brausend« Beifall, welcher dem 7l jährigen Referenten gezollt wurde, läßt un» die Hoffnung hegen, daß wir am Wahl age al» Sieger hervorgehe« werden, und daß sich recht diele Arbeitsgenossen der U. S. P. anschließen werden.— Am Mittwoch, den 8. Januar, abend» 8 Uhr. findet im Kleinen Saale des Sinaerschen Lokal, ein« Mitgliederversammlung de» hiesigen Wahl- verein« fU. E. P.), statt. Die Tagelordnung lautet: 1. Tren- nung zwischen Spartaku» und U. D. P. 2. Bericht über dt« KreiS-Generalversammlung. 8. Bqrschiedene». An die Angestelltenausschtisse. Die AngeflelltenauSschüsse Groß-BerlinS hatten zu ein« Sonntag, den 29, Dezember 1918, in der Reuen Philharmonie ftattyefundenen Bersammlunp Vertreter entsandt, um über ihre Aufgaben zu beraten. E» waren etwa 500 AngestelltenauSschüsse vertreten. Die Versammlung wählte einen au» 19 Obmännern von AngestelltenauSschüsien und je 2 Vertretern der beteiligten Gewerkschaften zusammengesetzten Zentralausschuß, dessen iL'. gäbe e» sein soll, die Arbeiten der AngestelltenauSschüsft zu übe»- wachen und in die richtigen Bahnen zu lenken. Er wird Richt- linien für die Tätigkeit der Angestelltenausschüsse aufstellen und Erfahrungen, die im Lauft der Zeit gesantmelt werden, in einem besonderen Nachrichtenblatt allen angeschlossenen Ange» stelltenauSschüssen bekannt geben. Um den Interessen der der- schiedensten Branchen gerecht werden zu können, sind 19 Grup» pen gebildet worden, von denen jede einen Vertreter in den Zeu- tralauSschuß entsendet. Für besondere Aufgaben wird der Z.-A. Kommissionen einsetzen, zu denen Vertreter der in Frage kom- inenden Bcrnfsgruppen hinzugezogen werden sollen. Es ist wünschenswert, daß alle AngestelltenauSschüsse Groß- Berlin» sich diesem Zentralausschuß anschließen. Kosten ent- stehen ihnen nicht, denn der Zentralausschuß arbeitet mit den beteiligten gewerkschaftlichen Organisationen zusammen, die all« Unkosten, welclie dem Zentralausschuß erwachsen, tragen. Zum Vorsitzenden de» ZentralauSschnfft« wurde In der ersten Sitzung der Sekretär de» Bunde? der technisch-industriellen Beamten, Herr Ingenieur Gramm, gewählt. Die Adresse ist: Berlin NW. 52. Werftstr. 7. sGiehe Inserat.) Achtung! GaftwirtSzelitlftn. Im Jnseratenftll der heutigen Nummer der.Freiheit" befindet sich ei» Verzeichnis der Streik- lokale. In diesen Lokalen treffen sich die Kollegen au» den per- schieden«» Stadtteilen»ur Loutrolle in der Zeit von 19— 11 »ich 4—6 Uhr, Gewerkschaftliches. Bis zum b. Januar liegen die Wählerlisten zur Nationalversammlung aus. Die Stunde drängt! Wer sein Wahlrecht nicht verlieren will, prüfe die Liste und bewirke die Eintragung. Die Auslegestellen für die Wählerlisten sind auch heute den ganzen Tag, von morgens 9 bis abends 7 Uhr geöffnet. kutintmachutixien ober sonsw?!?§itr Bildung von freiwilligen Korp« auffordert, wegen Hochverrats verhaftet und vor Gericht gestellt wird. Der A.- und T.-Rat will weiter an sämtliche A.« und S..Näte Deutschlands herantreten und Sie zur Bekämpfung der freiwilligen Korps und zur Solidarität mit den Braunichweiger A. und S.-Nal auffordern. Gleichzeitig ist sämtlichen in der Republik Braun- schweig erscheinenden Zeitungen die Bekanntmachung und die Ver- öffcntlichung von Artikeln, die vom KriegSminlsterium. von einem Generalkommando oder einer sonstigen Militärbehörde herrühren, verboten worden. Alle bisherigen Bekanntmachungen und Er- lasie werden für ungültig erklärt. Das in Braunschocig ansässige kiberhaupt deS freiwilligen TchühenreyimenlS, Major von Moldenhauer, und sämtliche Werbcofsiziere sollen wegen' Hochverrat? verhaftet und bestraft werden. VoWudige Lemodilisterung des deukfcheu Heeres?, „Die Demobilisierung des deutschen Heeres ist sehr weit vorgeschritten. 15kl Divisionen haben bereits abgerüstet. 18 Divisionen haben noch abzurüsten. Aber auch bier schreitet die Demobilisation auberordcntlich schnell vorwärts. Mit der Auflösung der alten kaiserlichen Armee erledigen lüh auch die Wünsche über WFfsentragen und Abdeichen bei dieser Armee. Die alte Armee Teutschlands hat äu existieren aufgehört." So berichten die der Reichsrcgierung nahestehenden „Polit. Parl. Nachrichten". Aber leider ist es noch nicht i o weit. Oder will man uns etwa glauben machen, das deutsche Heer habe nur 168 Divisionen gehabt? Noch existiert die„alte kaiserliche Armee", und Nachrichten, wie die obige, werden ohne Zweifel nur zu dem Zwecke verbreitet, um.die Ccffentlirfifeif darüber hinweg» ziitäulchen. das, die Neichsrcgierung nicht daran denkt, die Beschlüsse des A.» und S.-NongrcsseS über josortige Demo- bilisierung in die Tat umzusetzen. See polnische Volksrak. Posen. 4. Januar. Gestern fand hier eine Bollverlammlnng deS polnischen obersten BolksrateS statt. K o r f a n l h erklärte, die Polen wollen der KriedenSkonferenz absolut nicht vorgreifen, wür- den aber nicht zugeben, dah sie an ihrer nationalen Organisation gehindert werden. Etwaigen gewaltsamen Eingriffen gegenüber deräben die Polen Gegenmittel und zwar in Gestalt einer ober- schlesischen Organisation gegen die Regierung, ferner vor allem. wie AdamSki bemerkt, in Geitalt der Lebensmitteleinfuhr, die stets der jeweiligen politischen Lage entsprechend angepaßt werde» könnte. Bezüglich der letzten Perhaitung verichiedener polnischer Bürger in Ermland und Mamren drohte Korfanw mit Gegen- maßnahmen in der Provinz Polen. ES wurde einmütig beschlossen. einen auS 100 Mitgliedern ouS ganz Polen bestehenden National- rat in Warichau zu begründen, der alle Parteien ummssen Und bis zur Zuiammenkuint deS polnischen Landtages die Funk- tionen eine! Kontrollorgan« übernehmen soll. Schließlich wurde eine Entschließung angenommen, in der eS heißt: Mit Rücksicht darauf, daß allein der Oberste VolkSrai in unserem Landesteile die tatsächliche Macht besitze, die Ruh« und Ordnung ausrecht zu erhalten, sowie da» Leben und Eigentum der Bewohner ohne Unterschied de« Bekenntnisse« und der Nationalität zu beschützen. sei eS unbedingt notwendig, daß der Oberste VolkSrat di« Verwaktung in seine Hand nehme. Sllst(üt Tsllmd. Eine Sympathiekundgebung der schwedischen Sozial- demokraten. Steikhokm, 4. Januar. Die Parteileitung der schwedischen Sozialdemokratie hat an die Führer der estnischen Sozialdemokratie ein Telegramm ge- sandt, in welchem sie ihce Sympolhie für den VerteidigungS- kämpf deS esinlschen Volkes ausspricht, den dasselbe jetzt gegen die Militärkräfte SowjetrußlandS iühr.n müsse. Alle kleineren Nationen», so heißtl eS in der Depesche, haben ein solidarisches Interesse, daß Gewalmach!, woher dieselbe auch kommt, nicht endgültig triumphiert. E:st in emem selbstregierten soziaidemo- kratischcn Lande kann die Arbeiterklasse mit dauerndem Erfolge die Ablösung de» Kapitalismus durch eine sozialistische Gesell- kchasiSordnung durchführen. Graf Rantzau gege« Rlchon. Ter SiaaiSsckrciär des Auswärtigen. Graf Breckdorsf-Rantzau. wendet sich>n einer längeren Erklärung gegen die Rede de« sran- zösischen Minister» des AuSwärtigeii, Pichen, die entgegen dem SelbstbestrmmungSrccht der Völker da« Rech« des Siegers prokla- miert. Graf Rantzau betör» demgegenüber insbesondere daS Rccht der Deutsch-Lesterrelchcr aus ihre Selbstbestimmung. Die inkernalloiale Kon'erenz. Stockholm, 4. Januar. Laut„Sozialdemokraten" hat Brau- ?!ng irn die Neutralen die Einladung zur internationalen sozia- Ilstischen Konferenz in Lausanne auSgesandi und Rußland sowie die Mittelmächte davon unterrichtet. In seiner Einladung heiß! es. daß die Konferenz wahrsch-lnlich am 21. Januar erösfnel werden soll. Bern, 4. Januar. Wie.Populaire" mitteilt, wird die De» legation der jranzöjlschen«ozialistenpariei zur intcrnationgien Sozialistcnkonsercnz in Lau sann« wie folgt zusammengesetzt sein: Longuet. Presscmane, Mistral. Cachin, Froissard, Launan, Paul Forde, Perseuil, Malzera». Albert Tho- maS, Renaudel. Poisson. Tubreuil. Pari», 4. Januar. lHavaS.) Gemäß dem Beschluß der inter- nationalen Kouserenz zu Leed» im Jahre MS hat der Sekretär de» allgemeinen ArbcilsverbandeS, Jouhaux. Vertreter der Gewerkschaftszentralen eingeladen, an einer internatio- nalcn Gcwerk'chajtSlonserenz teilzunehmen, di« zugleich mit der internationalen Arbciterkonkerenz stattfinden wird. Jouhaux er» sucht den Sekretär der holländischen Gewerk'chaltSzentrale, die Zentralen von Deutschiand. Oesterreich-Ungarn usw. einzuladen. Jede Nation kann zehn Delegierte z» der Konferenz entsenden. Bei der Abstimmung erhält jede Nation eine Stimme. Zapan verladt Sibirien. London. 4. Januar.„Dailv Expreß' meldet unter dem 77. Dezember ans Tokio: DaS KrieaSministerium gib! die Zurück- stehung von 34(XX> Mann japanischer Truppen auS Sibirien de- kannt und erklärt, daß Japan beabsichtige, seine in Sibirien stehenden Truppen auf das geringst mögliche Maß zu beschränken. Adslf Mlser— Gesandter in Rem. Berlin, 4.Januar. An Stelle de« früheren Gesandten von Bömberg soll der boherisckw sozialdemokratisch« LandtagSabaeord- nete und langjährig« Chefredakteur der.Münchener Post" Adolf Mülle« zum deutschen Gesandten in Bern ernannt werden. AusrnN Kameraden! Erscheint zur Massendemonstration der Jahrgänge 96 bis 99 am Sonntag, den 5. Januar, um 2 Uhr, in der Siegesallee!-:".'' Mir fordern:.' Sofortige völlige Demobilisation! Sofortige Bildung einer roten Armee! Niemand darf fehlen! Großes steht auf dem Spiel! Jeder Kamerad, der frei fein will, jeder Arbeiter, der gerecht empfindet, jede Frau, die ihre heranwachsenden Söhne vor der Militärlnute bewahren will, schließe sich uns an! Kommt in Massen! Reichsausfchuß der Jahrgänge 96 bis 99. 8 Uhr-Abendblatt In IM Mir brachten gestern eine kurz« Berichterstattung über dt« D e m o n st r a t i o n der Kellner vor der Redaktion des ..S-Uhr-Abeii»blatteS'. Daß wir mit unserer Darstellung in» Schwarze getrosfen haben, beweist uns die W»>. mit her heute daS .Z-Ubr-Abendblatt" uns zu.widerlegen" sucht.>E» ist nicht wahr", beginnen sie mit Pathos. Weis ist nicht Ivahrk.Daß sich die Redakteure de«.S-Uhr-AbendbiatleZ" vor der Deputation nicht blicken ließen." Do» haben wir auch gar nicht behauptet. Sie ließen sich vor den Demonstranten nicht blicken, sie wagten cs nicht, sich der Masse z» zeigen, obwohl das durch dauernde Zurufe von ihnen ver- langt wurde. Daß sie sich vor der D e p u t a t i o n. di« ja doch in die Redaktion selbst hinaufstieg,„blicken" lassen mußten, ist wohl klar. Sie bätten ja sonst unter die Tische Iriechcn müssen. Im übrigen venveisen wir auf die Resolution der Kellner, aus der znr Genüpe deutlich wird, wie das.8-1lhr- Abendblatt" sich benommen bat und wie berechtigt die Entrüstung der Kellner war. Wenn es heute zu seiner Enischuldigung etwa? von Raummangel stammelt, so kommt das wohl ziemlich einem G e st ä n d n rs gleich. Der einzige Punkt, in dem dqS„Z-Ikhr-Abcndblatt" rechi hat, ist der letzte, in dem eS versichert, tmß uns da!.Gebäude", in dem sich unsere Redaktion befindet, nicht gehört, SiWg der Berlin« VrbelkenAe. Die Elellang der Arbeiterräte. Die Versammlung der Arbeiterrätc der Berliner Groß- betriebe vom 4. Januar 1919 beschäftigte sich mit Nicht- iinien für die Aufgaben und das Tätig» keits gebiet der Arbeiterräte. Nach lebhafter Diskussion erfolgte die einstimmige Annahme nach- folgender Grundsätze, die der Vollzugsrat der Arbeiter, und?oldatenräte bei Auf- stellung der Nichtlinien Z» berücksichtigen hat: I. Die Arbeiterrätc haben innerhalb der Großbetriebe ent- scheidenden Einfluß auf ProduktiouS-, Lohn- und Arbcitsvcr- Hältnisse auszuüben. Sie haben in der UebergangSzeit für die Aufrechtcrhaltung der Produktion zu sorgen und ihre Aufmerksamkeit und Energie auk die schleunige Sozia- l i s i e r u n g der industriellen Großbetriebe zu richten. II. Ter Arbeiterrai jede« Großbetriebes ist der Dirck- tion und dem AufsichtSrat mit Sitz und Stimme bei allen zu er- ledigendcn tcckmifchen und kaufmännischen Angelegenheiten gleichberechtigt beigeordnet., III. Ter. Arbeitcrrai hat das Recht, geeignete Personen für die Besetzung der Ressort» heranzuziehen. lRessortS: Kalkulation, Korrespondenz. Registralur, betriebstechnische BureauS usw.). IV. Ter Älbcnerrat ist sür di« Arbeiterschaft se>ne« Be- triebe« die höchste Instanz. Außerdem wurden noch folgende zur Diskussion gestellte Nefolutionen einstimmig angenommen: „Die heute am 4. Januar ISIS im Abgeordnetenhaus. Festseal, tagende ArbeiterratSversammlung der Großbetriebe beschließt: In dem Bewußtsein, daß die Durchführung der So- zialisierung im revoiülionär-sozialistische» Sinn« unde- dingt die Mitarbeit der Arbeiterräte erfordert, in ier weiicren Erkenntnis, daß die Institution der Arbeiterräte -ine ans der Revolution heraus geborene notwendige Einrich- tung ist, appellieren die Arbeiterräte der Berliner Groß-Betriebe an die Einsicht der revolutionären Arbeiterschaft und fordern sie auf, sich den einsetzenden Bestrebungen zur Bcseiiigung der Arbeiterräte mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zu widersetzen." II. .Die Arbeiterräte der Berliner Großbetriebe protestiere» auf das entschiedenste gegen die Verordnung des ReichSarbeitS- amtS vom 23. Dezember 11)18, betreffs Tarifverträge, Arbciter- und AngestelllenniiSschüsse und Schlichtung von RrbeitSstrcitig. keilen. Dies« Verordnung ist vorbereitet und erlassen worden ohne Hinzuziehung der Vertreter der Arbeiterräte und ist geeignet, diese zu beseitigen. Die Arbeiterrätc üben ihre Tätig- krit kraft revolutionären Recht« an« und werden sich diese« Recht nicht nehmen lassen. Sie werden fich auch dem 3td- schluh irgendwelcher Kollektivverträge energisch widerscvcn, di� geeignet find, die Tätigkeit der Arbeiterräte lahmzulegen." Sitzung der kommunalen A.- und S.-RSke Grotz-Lerilus. Am Freitag, den 3. Januar.1213, nachmittag» 4 Uhr, tagt� im Festsaal de» Preußischen AbgcordnetenhauseS�die Konferenz der Vorstände der kommunalen Arbeiter, und sWdatcntäU Groß-Berlin». 46 Orlsckastcn hatte» 80 Vertreter entsandt. Es entspann sich eine lebhafte DiSlussü'tß üb'r die Frage, ob die Arbeiter- und Soldatenräte al» dauernde� Institution beibehalten werden sollen. De» Weiteren wurde» Vorschläge zur Aufstellung von Richtlinien sür die Aufgabe» und da» Tätigkeitsgebiet dieser kommunalen Arbeiter- und Sol- datenräte erörtert. Nach Schluß der Diskussion wurde folgende Resolution gegen wenige Stimmen angenoinmen: „Die Konserenz der Vorstände der kommunalen Arbeiter» und Soldalenrnt« ist durchdrungen von der Erkenntnis, daß den Arbeiter, und Soldatenröten nl» BakfzugSorgane de» rcvoiutw- närcn Proletariat» alle politische Mach! gebührt, und daß die Arbeiter, und Soldatenräte berufen sind. Insbesondere die Ver- waltung der Gemeinden im Sinne de» revolutionären Sozialismus durchzuführen. Deshalb muß d'e Macht der kam- munalen Arbeiter- und Soldatenräte durch da» revolutionäre Proletariat derart gesteigert werden, daß sie nicht nur da» Kon- trollrecht, sondern die unmittelbare VollzugSgeivalt m lommrv- nalen Angelegtnheiten auszuüben vermögen. Nm ein möglichst einheitliches Zusammenarbeiten aller Grdß-Bcrliner kominnnalcn Arbeiterräte mit dem Ziele der Dnrchführnng der sozia.en Re- volution zu ermöglichen, sind Richllinien auszuarbeiten. Hierzu wird eine Kommission gewählt, die sich zusammensetzt ans ,» sieben Vertretern der beiden sozialistischen Parteien. Diese Kommission wird ergänzt durch zwei Mitglieder des VcllzngsratS. sie ist beauftragt Richtlinien auszuarbeiten und einer demnächst einzuberufenden Vollversammlung der kommunalen Arbeiter- und Soldatenräte zur Beschlußfassung vorzulegen." Diese Richtlinien werde» der Vollversammlung de» Groß» Berliner Arbeiter» und Soldatenrats zur Beschlußfassung un.ter» breitet werden. Soziales. Berorönung zur Crqönzung des§ 392 der Reichs- versicherungsordntlnc,.) Der 8 dVS der R P.O., nachdem im Falle der Tötung einer Ehefrau, die wegen Erwerbsunfähigkeit dc» EheinanucS ihr« Familie ganz oder überwiegend au« ihrem Arbeitsverdienst unterhalten hat, dem Witwer und den Kindern für die Dauer der Bedürftigkeit eine Rente zu gewähren ist. wird durch eine Verordnung der Voltsbeauftragten vom 23. Dezember lütö dahin ergänzt, daß der Militärdienst des Ehemannes der Erwerbsunfähigkeit gleich zu st ellen ist. Die Wirkung der Verordnung gilt vom 1. August 1314. "r"** >. Gute vucher M den Ehesiand. In mehr als 133 333 Familien verbreitet. vcr Mensch. Werden, Sein und vergehen, v. A. Tschcrkoff. Mit 4 für- bigen Tafeln, einem zerlegbaren Modell i» drr Eniwichutrgl- Periode, 276 Jlluslralioneu. Preis geheftet»Ä 7.Ö0, geb. 10.—, ferner: Mann und Meib. 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Die Frauen aufzuNären, sie z» organisieren und zu Lesern un- serer Parteipresse zu machen, ist deshalb das Gebot der Stunde. E« gibt zwar Genossen, die meinen, wir haben ste:s gemein- same Organisationen mit gleichen Rechten für beide Gcschtcch» ter gehabt, die gleicherweise die Interesse» des MauneS wie der Frauen vertreten, so dak besondere Massnahmen für die Frauen überslüssig erscheinen. Aber ich behaupte, unsere Organisationen in ihrer Gemmtheit sind nicht in der Lage, die Frauen in der jetzt erforderlichen Weise zum politischen Leben, zur Arbeit in unserem Sinne heranzuziehen: daS ist und bleibt eine Spezial» aufgobe der organisierten Frauen. Wir Frauen haben die Macht in der Hand, wir sind die Mehrheit der Wahlert besagt da« nicht aNein genug, wenn man bedenkt, daß sicher ein grosser Ter! aller Wählerinnen von morgen heut noch völlig unoricntiert dasteht? Sie haben noch keine Ahnung, um was es geht, was auch für sie auf dem Spiele steht und welche eminente Macht ihnen mit dem Stimmzettel in die Hand gegeben ist. Sie wissen, dank der Hetze der bürgerlichen Presse, die die grosse Masse auch der Arbeiterfrauen liest, nicht 'einmal, wem sie all das Elend verdanken, das un» in der nächsten Zukunfl noch blühen kann, sie sprechen kritiklos nach, was ihnen ihr Blatt erzählt von der Misswirtschaft der Coldatenräte und der trostlosen Zeit, der im» die neue Regierung entgegenführt l Wir müssen aufklären! Diese Politisierung der Frauen kann nach meinem Dafür- halten in wünschenswerter Weise nur in kleinen Zirkeln ersol- gen. Un'ere öffentlichen Versammlungen machen allerdings immer einen sehr imposanten Eindruck, habe» aber verhältnismässig wenig propagandistische Kraft, weil die Anwesenden steiS zum ganz überwiegenden Teil borcit» Anbänarr unserer Sache sind. Und soweit sie eS nicht sind, erwächst den Unaufgellärten aus einer wobltönenden Rede eine» grossen Politiker» selten viel Gewinn, da da» Unverstandene unaufgeklärt bleibt; denn Personen, dte bisher nichts als ihren engen Kreis kannten, wagen fast nie, öffentlich zu sprechen oder zu fragen.— Ein grösserer Teil der Parteigenossen hält ja auch diese Art der„Aufklärung"— und darum handelt e» sich doch letzten Ende» immer bei den Vcr- sainmlungen— nicht für daS allein Richtig«, sondern wünscht ausserdem seminaristische Uebungen einzuführen, d. i. die Form von Rede und Gegenrede zwischen Vortragenden und Hörern. Für die politisch völlig ungeschullen Frauen erscheint mir die» da» einzig Erfolg Versprechende. Man sage nicht. eS fehlen dte Kräfte hierfür.— gerade für diese Art der Vorträge stehen meiner Kenntnis nach ein grosser Teil speziell weiblicher Partei- Mitglieder zur Verfügung, die gute Sozialisten sind, denen aber die Gabe der Rede nicht in dem Masse eignet, daß sie l J�stiindige Vorträge halten können. Diese wären- für die angeregt« Art der Frauenzusammenkünfi« ausfindig zu machen und al» Leiterinnen d»r gedachten kleinen Zusammenkünfte zu bestimmen. Ich würde mir die Organisation dieser grohzügigen Frauen- aufklärung so denken, dass jeder Wahlvercin(die ganz grossen Wahlkreise bielleicht viortelwcise) eine Genossin erwählt, bei der nicht in erster Linie auf rednerische, sondern auf organi'atorisch«. agitatorische Fähigkeiten und wahren Sozialismus gesehen wird. Wir müssen uns doch nach und nach gewöhnen, die geeigneten Menschen für die geeigneten Stellen zu finden und nicht fast kritiklos für die ersten Posten die zu nehmen, die. wie der Bcr- 'iner sagt, die»grösste Schwarte" haben,— hier im kleinen wie fo»st im grossen! Tie Frauen haben da einen scharfen Blick und werden schon die Rechte finden, wenn sie wissen, um waS c» geht. Also diese organisawrisch befähigte Genossin l-Ätte in Anlehnung an die Frauenabende eine Zusammenkunft der im Vordergrund der Bewegung des Kreises stehenden Genossinnen zusammenzurufen und mit ihnen Richtlinien zu besprechen. Ich verlege diese» Au»- arbeiW, der Richtlinien absichtlich in die einzelnen Kreise und bin nicht für eine Regelung von der Berliner Leitung, weil ersten» in den verschiedenen Kreisen die Art der Agitation nach der Struktur der Bevölkerung verschieden sein wird lmon denke z. D an den». oder 6. Kreis einerseits und an die westlichen Vororte andererseits), und zweitens und vor allem wird die Arbeitsfreudig. keit der Genossinnen sich steigern, wenn sie ihren eigenen Ge- danken Gestalt geben. Ein Spötteln über„örtliche Frauenräle" mag man solange unterlassen, bis eS erwiesen ist. dass die zentrale Leitung wirklich das allein Scligmachende ist. Der Wert dieser BetäligungSmöglichkeit für die Genossinnen liegt m. E. darin, daß grossen Kreisen der überzeugten So- zialistinncn, die heute mit blutendem. Herzen die Frücht« de> Revolution versanden sehen, hier ein Arbeitsfeld gegeben wird, das ihnen vielleicht einen Teil der schlimmen Resignation nimmt die jetzt cinzureissen droht. Die ganz überwiegende Mehrzahl der Frauen hat doch eine— durch die jahrhundertelange Entrechtung der Frau verständliche— Scheu vor der Oeffentlichkeit. Aber so von Mund zu Mund zu agitieren vermögen unendlich viel, vollends, wenn ihnen vicllcichl die Abonnementscinladung für die„Freiheit" in der Hand erst einen Anknüpfungspunkt gegeben bat. Es gibt m E. jetzt keine wichtigere Aufgabe, al» recht viel Leser für unsere Partcipresse zu gewinnen, denn wenn die biu- gcrliche Press« in dieser Zeit de» allgemeinen, interessierteste» ZeitungSIescnS noch lange die Gemüter mit ihren Lügennach- richten vergiften kann, können wir für die Wahlen nur sage»: „Lasst alle Hoffnung drausscnl" Um dem rntgegciizuarltfiten wird«8 zweckentsprechend sein. ganz kleine Gruppen, je nach der Einwohnerzahl vielleicht b— Iß Häuser, zusammenzurufen und so im kleiurn Kreise vertraut mit den Frauen zu sprechen, sie über die Grundideen de» Soziali«- muS aufzuklären und ihre entgegenstehenden Ansichten zu wider- legen. Die Anknüpfung eine» Gespräch» wird vielen Frauen er- leichtert, wenn sie auch noch ein Flugblatt überreichen können, daS die wahlberechtigten Frauen und Mädchm zu einer solche» Zusammenkunft einlädt, die ihnen Gelegenheit bieten soll, sich politisch zu orientieren. Erst hiernach wenn die Frauen sck>o» einige Ahnung haben, um WaS e» geht, kann ihnen der Ver- samml.ingSbesuch etwas(K&cn, aber ehe diese Kleinarbeit nicht geleistet ist. werden wir die breite Masse der Frauen wohl kaum in die grossen Säle bekommen. Dazu kommt, dass wir seit dem 9. November unsre günstige Situation nicht genügend ausnützen. Die bürgerlichen Frane» haben allwöchentlich z. B. in unserem Varort Charlottcnburg zwei grosse„belehrende Veranstaltungen" über da» Frauenwahl- recht. Wir beschränken unS. wie sckwn gesagt, auf die grossen Volks. Versammlungen. Allerdings ist jetzt ein grosser Teil der intrlligen- ten Parteigenossen mit der„Neuordnung des Staate»" beschäftigt, aber umso mehr erwächst jedem ungenannten, unbekannten Partei- Mitglied die Pflicht, sein Teil zu tun. Unsere Geiwssinn-en sind auch, wo ich hinhört«, mit Freude >» dieser Art AulklärungS arbeit bereit, in-d ihr„Hier sind wir wellen etwa» tun" sollte m. E. augenblicklich i« der beschriebene» Weise in Taten umgesetzt werden. Man wende nicht ein, wen vier Jabre Krieg nicht denken ge- lehrt halien. an dem scheine Hopsen und Malz verloren. Die Frauen haben ja vielfach gar nicht Gelegenheit gehabt, da» entsetz» licbe Geschehen der letzten Jahre von einem Slandpuukt zu de- trachten, der sie sehend gemacht hätte. Man braucht nur die Namen.Margenpost",„Berliner Allgemeine Zeirung",„Lokal- anzeiger' und den„Vorwärts" zu nennen, u-m zu verstehen, dass die Frauen immer noch meinen, der Hauptfctnd sei da» Ausland! Aber die KriegSjahre haben guten Boden bereitet für unser« Agitation, und das durch da» Frauenwahl recht ollgemein er- wachende politische Juteresse m u ss zu Wind für vnsere Mühlen werden wenn wir tatkräftig sind. Die gedachte Agitation muh lo planmässig vor sich gehen, dass kein Hau» und also keine Frau übergangen wird, und c» müssle doch schlecht um unsere Sache stehen, wenn dieS keine befriedigenden Resultate ergäbe! Empor schlug die Welle. Di« Wegen der Wahrheit Erlösen die Menschheit, Erobern da» Reich I Lucy Peter». * Nachwort der Redaktion: Obtger Artikel scheint un» sehr wohl der Diskussion in den bestehenden Fraucnlcscabenden wert. Wenn auch durch die Anberaumung der Wahlen auf den viel früheren Termin, statt Isi. Februar 19. Januar, die Zeit zur Aufklärung sehr kurz ist, so gilt eS. nicht nur Wählerinnen für die U. S. P. D. zu geivinnen, soubern weit darüber hinan», da» weib- liche Proletariat in seiner Gesamtheit mit Hilfe der hier vorge- sch.aL«'»en AusklärungSarbeit dem Sozialismus zuzujühren. _!_ ZiirsorzezSglinge. Welch unangenehmen Klang hat dieses Wort für einen grossen Teil der Bevölkerung! Wieviel Jammer und Elend, wie- viel kindliche Not birgt eS für den Eingeweihten! Man sehe nur einmal die Akten der Zöglinge durch. Schlechte häusliche Verhältnisse, der Vater Trinker, die Mutler leichtsinnig oder krank. Erbliche Belastung, geistige Minderwertigkeit finde» wir nur zu häufig verzeichnet. Ter weitaus grösste Teil besteht aus Pfhchopatben. Seelisch kranke Menschen, die wir nicht voll für ihre Handlungen verantwortlich machen dürfen. Tiefe» Mitleid ergreift un» beim Studium der Akte». Diese armen Menschenkinder müssen wie Kranke behandelt. müssen mit sehr viel Liebe erzogen werden. Sie müssen in die Fürsorge der Allgemeinheit genommen werde», weil ihnen da« Elternhaus au» diesem oder jenem Grunde die Fürsorge verjagte. Nur sollte man die Kinder und Jugendlichen nicht erst schuldig werden lassen, um dann die Erziehung zu beginnen. Schon bei der Gefährdung muß sich die Gesellschaft der Schutzbedücftigen annehmen. So will e« das Fürsorge- Erziehungsgesetz. Nach ihm ist e» möglich, daß ein Säugling in Fürsorge-Erziehung genommen wird, wenn die Eltern aii» irgend einein Grunde moralisch versagen. Vorbeugen— nicht strasenl Im allgemeinen ist der Verlauf ein anderer. Hat sich ei» junger Mensch strafbar' gemacht, so wird er in Fürsorgeerziehung gebracht. Wieviel leichter wäre eS. den schwachen, jungen Menschen zu stützen, alz den gebruchcuen wieder zu heilen. Wie tief die äusseren Velhälmisse aus die Jugend ein« wirken, haben uns die letzten Jahre gezeigt. So kamen in Ver- Ii,, im Jahre 19ll5/lS 1050, im Jahre 1016/17 1600 und im Jahre 1917/18 1300 Jugendliche und Kinder in Fürsorgeerziehung. Die hohe Zahl der Gefährdeten ist zu einem Teil auf die schlende Erziehung durch den Vater und zum anderen auf die Wirrnisse de» Krieges zurückzuführen. E» zeigt sich deutlich, dass nach dem zweiten KriegSjahre, al» die Stieren Jahrgänge ein- gezogen wurden, die Zahl rapide in die Höhe schnellt, gm dann im nächsten Jahre wieder bedeutend zu sinken. Es ist dies die Zeit, wo die Jugendlichen in grossen Massen zu den Waffen ge- rufen wurdcn uitd die Löhne erheblich stiegen. Berlin h-it gcgcnwärlig 0200 Färsorgezöglinge zu betreuen, von denen nur 760 in eigenen Anstalte» untergebracht sind. In der grossen landwirtschaftlichen Erziehungianflalt Struveshof be- finden sich 200 männliche Zöglinge. Für die Schulpflichtigen ist eine Anstalisschule eingerichtet. Den Erwachscnen wird neben der beruflichen Arbeit auch wissenschaftlicher Unterricht erteilt. Die Anstalt mit ihren gesälligen Gebäuden in gepflegten park« artige» Anlagen macht den freundlichsten Eindruck. Die Lichten. berger Anstalt Lindendof zählt ebemallz 200 Jüsassen. Hier werden die jungen Burschen in der Anstalt selbst von tüchtigen Meistern in den verschiedensten Handwerken ausgebildet. Einzelne von ihnen siad auch bei Berliner Meistern in der Lehre und wohnen nur in der Anstalt. Jin Urban»n Zehlendorf befinden sich 270 meist schnlpflich- ttge Kinder beiderlei Geschlechts. Ferner bat Berlin in Luckenwalde ein Lehrlingsheim für Fürsorgezöglinge eingerichtet, in welchem sich zur Zeit<0 Lehr- linge befinden. War e» schon früher schwer, Lehrstellen mit Kost nnd Logil �zi» finden, so wurde e» in. Kriege immer schwieriger. Dieser Notstand führte zur Gründung de» Heime». Für die Lehrlinge birgt eS den Vorteil der besseren Verpflegung neben guten Schlos« und Wohnräumen. Auch sind sie g-'>chützt vor Ausnutzung zu häuslichen Arbeiten nach den Arbeitsstunden. Ferner könne» sie auch bei grösseren Fi mien. die grundsätzlich Kost und Logis nicht geben, untergebracht werden. Ein Direktor leitet das Heim, ge» schulte Erzieher stehen ihm zur Seite. Garten und Turnplatz sorgen für die nötige Bewegung im Freien. In Kleinbeeren, der einzigen städtischen Anstalt für weibliche Zögling« übi r 14 Jahren, finden nur 50 Mädchen Aufnahme, die hier namentlich in der Hauswirtschaft unierrichtet werden. Die Berliner Anstalten sind von modernem Geist getragen. An ihrer Spitze stehen Pädagogen mit warmen Herzen. Die Leiter sind den Zöglingen Freund und Vätee. Wir freuen un» diese? Verhäliilisse» und betrachten die Entwicklung zu demselben mit Genugtuung; denn als es vor 8—10 Jahren in der Lichten- berger Anstalt zu groben Auflehnungen der Zöglinge wegen schwerer körperlicher Züchtigungen kam. wiesen unsere Genossen darauf hin, dass nicht der Bakel, sondern l'ebcvolleS Verstäiihiiis dort herrschen müßten, um bessere Resultate zu erzielen. Ein Lachen der bürgerlichen Stadtvätcr war die Antwort. Heute haben unsere Anschauungen gesiegt. Früher fassen die Jungen in der Anstatt hinter vergitteric» Fenstern und fühlten sich als Sträflinge. Jetzt haben die jungen Burschen selbst die Gitter durchfeilen dürfen. An ihrer Stelle stehen jetzt Blumentöpfe ver den Fenstern. Enlweichungen kommen trotzdem niir selten vor. Der weitani grösste Teil der Zöglinge ist heute noch in privalen Anstalten, die vorwiegend von Glaubensgemeinschaften unterhalten werden, untergebracht. Andere Zöglinge sind in Lehrstellen auswärts und bei Land- Wirten in St'.llung. ErziehnngSinsPektoren besuchen diese regcl» massig. Ausführliche Vier.ajahrSberichle halten die Verwaltung auf dem Laufenden. Die Resultate der Fürsorgeerziehung sind zufriedenstellend, obwohl auch gesagt werden mnss, dass dieselbe bei dem spröden Material auch häufig versagt. Wir bedauern nur immer, daß sich so wenig Menschen für diese Einrichtungen interessieren, sonst könnte nicht ein so fälschet Bild von der Fürsorzeecziehung und den Anstalten bestehen. Wer einmal die Berliner Anstalten besucht hat, wird den Eindruck de» Bedauern» mitnehmen, dass erst die Kinder schuldig werden müssen, um einer solchen Erziehung teilhaftig zu werden. Hätten sie von frühester Jugend an-ine solche"onege und Er- ziehung genossen, so wären sie zu besseren Menschen heran» gewachsen. E» ist eine ebenso notwendige wie dankcns- werte Aufgab« der neuen Stadtverwaltung, die Fürsorgeerziehung und ihre Anstalten weiter nach sozial- pädagogischen Grundsätzen auszubauen. Dies ist um so drin- gender als bekanntlich das„moralische Stahlbad Krieg' grosse sittlich« Schäden hervorgerufen hat: Eine Aufgabe, an deren Lösung die Frauen an hervorragen» der Stelle mitarbeiten müssen. K. W. „kiele sMemlAkt". Ciiorlattenira$. All«« MitRl-edcm und Preunden unseres Vereins zur Nach- rfcht daß am Dienstaa:. d«u 7. Januar, abends 8 Uhr unser 1 urn- bet.feb in(1er Kunstgcwerbeschul«. v/j'njerfdorhr�'r- wieder auf- gcrommen wfd._____ ArdtUttinnkn! ärtritrr! Svidaikn! Ziadttglkossre! d-n f>. Srnmir, abritt» U61. IS h n r i! 5!>i> e, S'criiit. U# CcfienntlX Uu laMfr ammluu«. SczlaNmus oder Balionatoet�ralimg aranz �.icni cri Rttlt NuKOtflie I«r rwbr-»!»-: ""'«.CO. Tim»-» TcntW-w» J. A. Leutscher Ale aLarbeiker-vetbaud AmvattunaofteOe S erlin 1154, Linien Neasie 88-85. r>»fii|äfU|cU oon U— I fthr nn»!„an 4—7 Mir». Zimt zwld»,. 185, l)>iH). 1887, 0714. Montag, den©. Jannar 1919, abenvS, Uhr Gl ttPPcn Bersammlltna ■na der Weik;eugs�leiser■na in den Humboldt- iSale«, Hu itrnstr. 40. Tlflcsoriiittiig' •»trlföi ülwr d»« neUrfiivomreiv r.iWwie! XaMj»# atrpilU-.M. rfililUiA m rrBatii«. Wanderausstellung der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten Jerusalemer Straße 17 (W achsnachbildunjjcn, Abbildungen, Wand tafeln u. anatomische Präparate) 5— 3J. Januar Geöffnet von 10_ 9 Uhr. Von 5 Uhr Nachmittag an allstündlich&rztl.Führun£svortr&je 'Mittwoch Nachmittag nur für trauen) Er�iluvStt' SooulaÄ 1 Uhr. Eiöifnunj; Sonntag 1 Uhr» Unabhängige Sozialdemokratische Partei Berlin. Zwei öffentliche Volksversammlungen! Montag, den 6. Januar 1919, abends 7 Uhr: Gewerkschaftshaus, Engelufer 15 Zentraltheatersäle, Alte Jakcbstraße 30 Tagesordnung: Die politische Lage und die Wahl zur Nationalversammlung. Referenten: Wilhelm Viebig, G. Sabath. ____________________ Der Propaganda- Ausschuß. Sfreiklokale ------ Unabhängige Sozialüemokratisthe Partei— Sonntag, 5. Januar, nachm. 2 Ahr: vessentliche Zrauen-Versämmlung Krouenbrauerei, Alt- Moabit 47 HHem cc: Die Frauen und die Uationaluerjammiung -�===== Reserentin: Elfride Ritter Propaganda- Ausschuß. UnsdKSngigG Sozialdemokratische Partei Beriin. Dienstag» den 7. Januar, abends 7 Uhr: 4 öffentliche Versammlungen Friedrich- Werder- Gymnasium, Niederwallstraße 12. Sophien-Gymnasium, Sfteinstraße 33/34. Lyzeum, Greilswalderstraße 24. Germaniasale, Chausseestraße. Tagesordnung: = Revolution, Sozialismus und Nationalversammlung= Referenten: Emil Eichhorn, Dr. Rosenleld, Herrn. Weise, Dr. WeyL Propaganda-Ausschuß. Unabhängige Sozialdemokratische Partei, Berlin. Freitag, den 10. Januar 1919, abends 7 Uhr: vier öffentliche Versammlungen für die jungen Mniziev(20— 23jnl)rlge) 2lula Lnisenstädt fche Oberrealsdiule, Dresdener Stiaße liZ Aula Lefsing-Gymnasinm, Pankft aße t>i— 19 Aula Sophien-Aealgyutnasiiiut, �teiuftraße Aula<Äen»eittdesc!.ule, Tilsiter Ttrasie 4—5. Tagesordnung: Die jugendlichen Wähler und die Nationalversammlung. Referenten: B. Neumaiiii, m. Rotor», W. Schenl», C. Arbeiter, Angestellte, Soldaten sorgt für Waffenbefuch! / Der Propagauda-SluSschuh. DW Die Funktionäre werden gebeten, dieses Inserat auszuschneiden und in den Betrieben und Kasernen auszuhängen.-WW Achtung! Achiinigil Uicderschönhausen, II S. J. 0] Kriegsgesellschaste»! Heuic, Tonut.'g, vorm. Ii Nhr Oeffeutliche Verfammlnug ha iÄiige l ntm ha Acifg,mrtoII-«.<eg«mclaII-»I.>G. Uli» aller nnhertu Nrieg«grs«N- irtjasicn!""" erschein» In Massen!«IN» willkommen! Der lklnteruser r Gunav Rubin. Momag. den fi. Januar lg!», abends 7'/, Uhr, im Lokale von Rettig. Älaukendurger«lraßc 4: GrotzcöffMilljkDlillisiittsamililllW Tagcsordmoig: t. Vit jRrltalttNn Bllb Üt Aktiklllalvalf!. Referent! Karl Lirdkurcht. 2. Irelc Aiitsprache. Arbetter und ArbUleriunen erscheivl in Nasieu! I.A.! I. NrauShaar. llai er. Wilhelm Str. SS. Schwimmverein„ftmoärls". Berlin 1897. Am Sonntag, den S. Januar, nachmittag» e Uhr, findet tm GewertschaslshauS, Engelufer IS, Saal s, dl« i Gensralversnmmlnng teS SenirS stall. Aste Mitglieder, besonder» die au» dem Felde zuriirhetehrlen, «erden diwgeuo gebeten, zu erscheinen. Bon S Uhr ad im Enal 4(großer Saal) Tanz. Ter Vorstaad. Redakteur für den politischen Teil de* Volks* freund der U. S P. Braunschweiz zum mäzllehti soforUiren Antritt gesucht. Nur bessere Kf»lt kommi in Betracht Bewerbunzen mit Oehaltsansprttclien aa den Verlag>» Brannschweig. SebloB. SlraSe 8, erbeten. des Verbandes der Galfrairfsgehilfen. Die Kollegen aus den oerfchicdenen Stadtteilen treffen fich zur Kontrolle in der Zeit von .10 bis 11 und 4 bis 6 Uhr: Weiten: Schroorzer Udler, Schaneberg, Hauptftrajje. Krufchaiifj, Kurförftendamm 245 Wiemer, Büloroftrahe 58. erdmann, Kathener Strohe 47. Wolter, Köthener Strohe 48. friedrichftadf: Grindel, Zimmerfhrahe 30. fröhlldh, Taubenftrafje 42. Lösel, Kleine MouerttroHe 6/7. leftram, Mittelstrohe 65. � Müller, Weidendamm 1. Lrust, Mauerftrahe 94. Rieh, friedridiftrahe 44. Zentrum: Wegner, Seydelftrafje ZI. Walter(Hotel zum Cöroen), JQdenffrahe 55: Kaffee und Restaurant, Reue Königftr. 54. Restaurant, Grojje frankfurter Strohe 30; Süden, Neukölln: Restaurant z. Handelsftätte, f riedridiftr. 16. trltz Taeger, Hafenheide. Sonstige: H. Rein, RckerNrohe 63. Charlottenburg, Koiser-friedrich-Str. 29. U. S. P. Charlottenburg Nach dem Uebertrlft vieler Mitglieder zum Spartakusbund muß eine Hcorgrinisation des Parteivereins stattfinden, ein neuer Vorstand gewählt und die Wahl zur Nationalversanmlung vorbereitet werden., Die auf dem Boden der U. S. P. stehenden Mitglieder versammeln sich deshalb am Montag, den 6. Januar, abends 71/, Uhr, im Volksbaas, Charlotten- bürg. Roslnenstr. 3. � � Dr. Hertz.■'. _ Chorlottenburg. Neue Kintstr. 3.. U, S. P. 1. Kreis. Mittwoch, den 8. Zmmar. abends 7 Uhr Im goldenen Löwen, Züdenstr. 55 Zahlabend, Da äußerst wichtige Fragen zur Erörterung stehen, ist zahlreiches Erscheinen unbedingt erforderlich. Der Borstand. I. A.: Riecke. Mdiverein krlli-S'dckot'/.. 1!. s. p. p. Dienstag, den 7. Januar, abends 7 Uhr, In Beckers Gescllschnflshnus, Britz, Cbaasseestr. 97 Oeffentiiche Wählerversammlnng Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. flehtons! PriPBtonsesiellte! Der ZentralausschuB der Angestalltenaasscbüsse Groß-Bcrlins ist zasammeQ�etreten. Sein« Aufgabe besteht darin, die Arbeit der An�estelltenansschusse zu iördern. Es ist emplebleuswert, daß alle Angestelltenausschüsse GroB-Berlins, sich ihm anschließen und -- ihre Adressen einsenden an:—--- ZeiMaaiAB der AnsesiclltreauMüsie Groß Berlins Berlin NW 52, Weritstraße 7.