TO IPfemtiA. Morgen-Ausgabe. ie Areiyeit »«»«M»« Bertt««WT«chiff»»«»»»»» l»««. Frr»sprrcher:««t«»i-»e»»SS» mb SSM. Mb JfwUelt"«tfcbdnt gntlm«! täglich, morgen««Mb MochmtHt«, w So«»-«ab Zesltagen nur morgen». Der Bezugspeei» beträgt bot freier Zastellong in» Hau» fitr Srok-Berlt« rnonallich 2 M Für Me erlebt- gütig auswärtiger vestellunge« ist vorherige Einsenbunä der Be»»g»- gebühr erforderlich.— Die, Freiheit" ist im ersten Nachtrag der Post- zeitungsliste für lSlS eingeiragen und hostet bei direkte« Doftbcjag ohne Bestellgebühr monatlich S SR., bei Zufeuduttg aalet Streistieab 4 SL Berliner Organ «N>»bi,i»»: Verl«»«««.«chlffVanerb»«» IS". Fernsprecher:«tat Roeben»7M Fnferote koste» die fiebengespaltene Nonpareille, eile»de» deren 70 Pf.»Aleine Hajelgen" da» fettgedruckte»ort SO Pf, jede» ir Raum > WWN.. W MW weitere Dort 15 Pf. Die dreigespaltene Rekiamezeile> M, Teuerungstufchloß 20 X- Lei Familienon, eigen, Versammlungsanzeigen von Gewerk- der NnabhällMeu Sozialtmolralischen Partei Deutschlands Jahraang 2 Donnerstag, den 9» Januar 1919 Nummer 15 Die Verhandlungen vorlaufig gescheitert. Zorldmernde SlrabentSWse.— Schwere Stulopser.— Auwerbmg mm SWereu und Studeute«. Levolullonslreue Arbeiter Berlins! Soldaten! 9« LerN« wird ei» Hlugblatt verbreitet, da»«nter- »eich»et ist:„Im Eioverständni» mit de« Oberkommaidie- re»dt» N»ske"„Die Arbeitsstelle Berliner Stabenir»*. D»ri»»erden die Bürgerlichen»nfgefordert.„Schulter an Schulter»it den MehrhritSsozialiflen* die Waffen zu er. greife«, um die heilige Ordnung i» Deutschland, namentlich i» Berti»,»» schirme«. Hat Äoske, wie i« dem Mugblatt behanvtet wird, sei» GH»erst8nd«i< mit dieser Aktion erklärt, so ist der Bund Mische a der Bourgeoisie, de» Anhänger» de« verruchten MlitariSmnS und den Rechtesozialiste» zur Ausrechtrrhal- tvng der heilige» kapitalistischen Ordnung besiegelt. Di« Regierung will nicht mit Güte regiere», sie will «iß der eiseabepanzerte« ftfaust den Masse» entgegentrete«, dir nicht an die Gottähnlichkeit der Ebeet-Scheideman». Roske- LaudSberg glauben. Dazu soll die Weist« Garde «ntee dem Patronat RoSke» helfe«. Und»an wagt e», Arbeiter für die konteerevolntionäre Weihe Garde z« werbe« »nd gege» einen Judasloh« zu Berräter» ihrer Klasse z» «»«che«. Arbeiter! Ihr werdet diese« Schimpf de»e» heim» znhle», die so gewissenlos sind, Euch gege» Eure Arbeits- beüder«ukuhetze». Die Heere« Bourgeois und RechtssoziaNste» verlange» vo« Euch in dem Flugblatt, Ihr sollt so tu»,„wie Ihr e< 1914 geta» habt". Dir Studente« und ihre Hiutermänuer wolle« also de» Timmel deß August 1914 von neuem ent- fesseln. Sie haben nicht genug an den Millionen Toter und Leestümmelter. Sie bereite« ei»»eu«S Blutbad vor«nd diesmal aicht gegen de» äuster», sondern gegen de» inner» Feind, die Nassenbewnstten Arbeiter. Heber vier Jahre haben sie ihre verderbliche Krieg». Politik getrieben und damit«nser Bolk bis zu« Weihblute» gebracht,»nser Wirtschaftsleben zerstört, Hunger«ad Rot über die Masse» verhängt. Jetzt solle» die blutige» Orgien »eitergehen. Kein ehelich de«ke»der Arbeite, wird diese» schänd. liche» Lockruf folge». Die Ebert, Scheidemaa«, LaudSbrrg, RoSke haben jede Achtung bei de« Masse» verlöre«, auch bei denjenigen, dir sich bis jetzt»och nicht rntschlieste« tonn te», sich vollständig von ihnen abzuwenden. Als Begünstiger der Weihe» Garde, als Beschützer der goldne« Studente»" j»ge»d»nd der Bourgeoisie sind sie für immer i» de» A«ge« des deutsche« und des internationale« Proletariat« gebraod markt. Arbeiter, schart Euch zusammen zur Abwehr gege« die drohende« Gewalttaten der Weihen Garde. Nieder mit ihre« Beschützer NoSke! Nieder mit dea arbeiterfeindliche« RegierungSmävner«. Die revolutionären Obleute und BertnlnenSmänner der Grohbetriebe Groh-BerlinS. Der Aentralverband der sozialdemokratische» Wahlvereine Grost-BerliaS der Unabhängige« Sozialdemokratie. Die Zentrale der Äommunistischeu Partei Deutschland» (Spartakusbund). An Boknwenl der Schande. Den Aufruf, den die Kundgebung unserer Genossen brandmarkt, müssen wir doch al? ein« Art historischen Doku- mentZ und als ein charakteristisches Zeugnis für die Gr- iinnungSart der rechtssozialistisch« Führer hierhersetzen. Er hat folgenden Wortlaut: Aafruf en alle wehrfähige» Männer? Regierungstreu« Männer Beeltn»! - Bürgerl«rbeitert Nun habt Ihr zur Genüg« mit eigenen Augen gesehen»nd mit eigenen Ohren gehört, wie Liebknecht» Mosse» dabei find, um im»»nser gedemütigteS Baterland in»ollkommenen Ber- ?»? zu bringen. Unsere Dtädt« in Schutthaufen, unsere bi» jetzt ruhigen Mitbürger in ein« wildtobende. oder angstzitternde arbeit»- lose und hungernde Masse zu verwandeln. Unsere' provisorisch« Regierung hat jetzt eingesehen, daß.e* nicht möglich ist. die Verblendeten mit Güte zur Ruh« zu bringe». Spartakus ist bewaffnet, und unsere Treue« können bi» heute blast die Käust« ballen. Jetzt könnt I h r zu den Waffen greifen, um die heilige Ord» nung in Deutschland, namentlich in Berlin, zu schirmen. Vier Verbände nehmen Such sofort auf unter die freiw.lligen Regie» rnngStruppen. E« find die Werbestellen: 1. Regiment R e i n a r tz, Moabit, Kaserne de» 4. Garbe- eegiment» zu Fuß. Z. Gardetavalleriedivision, Dahlem, PodibielSki-Allee 7», ». LandeSjägerkorpS. Zossen. Kommandantur Truppen- Übungsplatz(Hauptmann Jarobsen), 4. Division Hülsen, Werder, Zernsee 11. Die Bedingungen find: Mobile» Gehalt für alle Dienfigrade. ö Mark Handgeld pro Kops und Tag, freie Verpflegung und Unterbringung, kürzeste Kündigungsfrist. Treu gel», Eni- lassungSgeld. Entschädigungen. Zaudert nicht! Stellt Euch sofort, wie es 1914 getan habt. Die Gefahr ist größer als damals, ttommt. soweit wie»»öglich, in Uniform«ob bringt mit. wo» Ihr an militärischer Ausrüstung befitzt. Ihr werbet Eurem früheren Dienstarade und Eurer Waffen- gattung entsprechend in disziplinierte Verbände eingeteilt. Auf Eure persönlichen Wünsche wird die größtmöglichste Rückficht genommen. Darum kommt sofort! Ihr Bürgerlichen, kommt auch herau« au» Euren Hau. Srn und stellt Such Schulter an Schulter»it den lehrheitSfozialisten I Höchste Eile tut not! Im Einverständnis mit dem Oberkommandieren d'en RoSke Arbeitsstelle Berliner Studente«. Es ist fürwahr weit gekommen mit den rechtsfozialisti- schen Führern. Und was sogen die A r b e i t e r, die bisher hinter ihnen standen, dazu? Sein Velagerungszustavd Sber Verl!». Die vom ff8 Uhr-Abendblatt" gebrachte Nachricht, wonach der BolkSbeauftragte NoSke über Berlin de» BclagernngS- zustand verhängt haben soll, ist, wie die Telegraphenunio» zuverlässig hört, unrichtig. Zur Stunde ist der Belagerungs- zustand tatsächlich«och nicht ausgesprochen. 5ür eine proletarische Eiuheilsfronl! Wir erhalte» folgende» Telegramm: Der VolrSanSschuh der S.-RSte XX.«.-S.«ad RrgierangSbezirk Alle»stein richtet da« Ersuche» au die «alkSbeauftragten und den Zentralrat, sofort Vertreter de» U. V. P. D. in die Reichsleitung aufzunehmen zweck» Herstell»», eiuer einheitliche» proletarische» Äe»»t. VolkSauSschuß der und S.-Rätc Allenstei». gez.: Wunsch, Barthkr, Dorbekr. Vicht Verstöndigung— vruderkrlegl Der vierte Kampftag bricht an. Das Schießen nimmt zu, dv» Tacken der Maschinengewehre, die Explosion der Handgranaten wird zum gewohnten Geräusch Die Opfer mehren sich in erschreckender Weise. Arbeiter, Soldaten, Sozialisten, Revolutionär« schießen ans Arbeiter, Soldaten, Sozialisten, Revolutionäre. Zufällige Passanten sinker getroffen zu Boden. Heut« wird es schlimmer werden. Unt morgen? Ist das notwendig so. miissen solche Opsa gebracht werden um der Entwicklung der Menschheit willen! WS am 9. November die ersten Opfer der Revolution gefallen waren, da erfüllte uns die Trailer um die Toten. Aber tröstlich ja erhebend war der Gedanke, daß sie gefallen waren im Dienste der hehren Ideen, denen sie ihr Leben geweiht, denen sie treugedlieben waren im Tode, den Ideen der Freiheit und de» Sozialismus. Jetzt aber starben sie im Bruderkrieg. Nein, es ist nicht notwendig, daß diese Opfer fällen, daß da» Schießen fortgeht. Es mußte nicht sein, daß die Regierung taub blieb allen Ratschlägen, allen immer neu wiederholten versuchen der Vermittlung. Der Eindruck, den wir seit Beginn der Verhandlungen hatten, die Regierung wolle keine Verständigung, ist im Lause de» heutige» Tages zur traurigen Gewißheit geworden. Die Negierung will den Weg der Gewalt, sie will die Niederwerfung der revolu- ttonären Arbeiter. Wenn wir gestern noch f r a- gen konnten: Verständigung oder Bruderkrieg?, heute ist es keine Frage mehr: der Bruderkrieg tobt in den Straßen. Unsere Genossen, das muß jeder, der den nachstehenden vechandlungsbericht auf sich wirken läßt, zugeben, haben alles versucht, um eine Verständigung zu ermöglichen. Ver» gebenSI Wie gestern, so lehnte heute die Regierung Ebert- Scheidemann auch uns ab, in die sachlichen Verhandlungen einzutreten«nd forderte von vornherein Unterwer- f u n g. Bergebens schlugen die verhandelnden Genossen vor, all« bürgerlichen Zeitungen vorher zu räumen, ver- gebenS sagten sie auch die Rückgabe des.Vorwärts" als gewisses Resultat der Verhandlungen zu. Di« Regierung blieb bei ihrem starren Nein und der Zentralrat entwürdigte sich zu ihrem willenlosen Werkzeug I Er deckte alles, was von ihm verlangt wurde. Di« Verhandlungen stnd abgebrochen. Die Erinnerung steigt auf an andere Verhandlungen, bei deren Einleitung man meinte, sie müßten zu einem Resultat führen, weil eS der rein« Wahnwitz wäre, die Verständigung zu hintertreiben, weil eS ein Verbrechen wäre, unend- liches Unheil heraufzubeschwören. Und wie in jenen Unheilstogen des endenden Juli und beginnenden Augusts 1914. so hat man auch heute die Empfindung, daß es nur eines klugen Wortes, eines bißchen guten Willens bedurft hätte, um alles zu einem guten Ende zu bringen. Und wie damals, wartete man heute vergebens. DaS bißchen guter Wille. Daran eben fehlte es de» Führern der Rechtsfoziatisten. Sie wollen ihren Wille» durchsetzen, und dieser Wille ist kein guter, kein sozialiftischer Wille, sondern der Wille zur Wahrung der Autorität, der Will« zur Erhaltung ihrer Macht. Und diesem Wille« entspricht die Methode, die alte, unheilvolle Methode der gestürzten Gewalthaber, und die Losung ist dieselbe: Jufaw- terie, Artillerie und Maschinengewehre l Und die Folgen, die verhängnisvoll stnd für die Sache des Sozialismus, sind schon da. NoSke ruft ftir die Regierung die Offizier« auf und die Studest-»» 8ffr m* 9af«0eV mS£mt0it« «ab fünf Mar?! Unb fk immnen alle, die und Vie Studenten, itnb da» BSr>«r»»« jubelt. Arbeiter schieben aus Arbeit«, und ba» vürgertum stell» sich auf die eine Seit«, um bi« ander«»u nächst nieberzu- Wersen, sicher, dab dann die Reih« an die Uebriggebst ebenen kommt. Das ist die sogialistisch«, die levotutwnLve PvUtik der Reglernn-g Wctt-Scheibemviml Di« Peck�ndlungen find abgebrochen, ab« die Revaw- öion ge!>t weit«. Tie geht weil«, trotz dem Bund, d« stch da znsammenschliebt und wird dinwegsehen Ab««ine Ne- Oieruns,. dl« keine Voraussicht bat. keine für die Zukunft unb nicht einmal über die nächsten»age hinaus. Die Nevolulion wird hinweggehen über die Regierung der Ebert-Scheidemann und die gange deutsche Prestige» Politik d« rechtssozialistischen Führ«. Nicht wir haben diesen Kamps gewollt, ab« die Erbitterung, die« aus- lösen w-rd, wird zu d« Kraft werden, die die Rtpolution vorwärtSlrerben wird. Dazu ist da» deutsche Proletariat und seine Sache denn doch zu gut. al» dasz sie an dem Hntennafi jener Führer scl�itern sollte, die schon längst die Sache de» Sozialismus preisgegeben hoben und die dem P r o l? ta ri a» nur noch ei»«» Dienst«rweije» könnten: ihren Rücktritt. Gewalt and nochmals Gewalt. Die Regierung erlaßt folgende Ktinbgebimgz Atittzürgerk Spartaku» kämpft seht um die ganze Stacht. Die Negteeung, die binnen zehn Tag«» die frei«»ntscheidung de» Volke» über sein eisten«» Schicksal herbeiführe» will, soll mit Eewalt gestürzt werben. Da» Volk soll nicht sprechen dürfe». Seine Stimme so» unterdrückt werden. Di« Erfolge habt Ihr gesehen. Wo Spar» ta'n» herrscht, ist jede persönliche Freiheit und Sicherheit aufgehoben. D-i« Presse ist unterdrückt, der veelehr lahingelegt. Teile Belliiü» sind die Stätte blutiger Kämpf«. Andere find schon ohne Wasser und Licht, Proviantämter werde» gestiiruit. die Ernätz» rung der Soldaten- und Zivilbevölkerung»vir»»nterbtmden. Di« Negierung trifft alle notwendigen Stafrwhnten, um die Schrecken» herrscha st zu gcrtrünnnern und ihre Wiedersehe ei» für allemal zu verhindern., Ents«beidend« Hondiimge» werdem nicht mehr lange auf sich warve« lassen. E» mich ob« gründliche Arbeit getan werden, und d t e dedarf der Vordervi- tnng. Habt nur kurze Zeit Beduldl Seid zuversichtlich wie wie e» sind, und nehmt Euren Ptatz entschlossen bei denen, dt« Euch Freiheit und Ordming bringen»erden. Sewolt kann nur mit Gewalt bekämpft werbon. Di« organisiert« Gewalt de» Belke» wird d« Unterdrückung und der Anarchie ein Eich« machen Einzelersolge de, Feind« d« Frecheit, die von ihnen (ächrrltchortocif« a>ifg«bauschl werden, sind nur von vorüber- gehender Bedeutung. Di« Stunde der Ldrechnuug«hti Berlin, 8. Januar 1019. Di« SleichSreglerungi Stert, Scheidemann, Lauddberg, Stoff«, Wiffelk. wellere Sermililuagssersiiche. Dil? aestcrn vertagten Verhandlungen wurden heute früh 10 Uhr wieder aufgenommen. Zunächst berieten die vermittler Breit s che i.d. Cohn, Dittmann. Vaase, Kauteky--- mit den Vertretern de» Zentral- Vorstandes der U. S. P. von Troß-Berlin und des AktionS- tomitces der revolutionären Arbeiter, die stch gestern abend int ihren Auftraggebern üb« die von den Volksdeauf- nagten und dem Zentralrat nachträglich gestellt« ForderilNi ins iZeneh.nen gesetzt hatten, vor Eintritt in die Derhanb- iungen sümliche besetzten Zeitungen freizugeben. Nachmittags kurz vor S Uhr erschienen die Vermittler sann un Zentralrat und unterbreiteten folgende« BermittluogSvodfchlag: Beide Parteien haben sich am Montag, den S. Januar, grund. sätzlich bereit erklärt, die Vermittlung anzunehmen, und haben für den Eintritt in die Verhandlungen keinerlei Vorbedingungen ge.illt.' Daran haben die verhandlnngdiommrsfionen Dieallag. de» 7. Januar, abend», in ihren Sitzungen feilgehoite«. Uin Blutvergießen zu verhüte«, haben wir, obgleich»vir diese verhandlu, gcgrundleg« noch jetzt al» richtig anerkennen, folgen- �en Verinittluvglt?orschlag gemacht: Tie VerhandlungSkommisiionen der Berliner Arbeiterschaft solle», ohne oen Beginn der Verhandlungen abzuwarten, deran- 1.�«». daß die bürgerliche Press« sofort frei- gegeben wird, alle anderen Fragen sollen zum Gegenstand der Verhandlung gemacht werden. Dabei wird bemerkt, daß«in beide Z! ie befriedigender Ausgleich auch bi« Herausgab« de» .fö o r>v S r»»" einschließen würde, wie die Berhandlung»- »om Missionen bereit» am 7. Januar zugestanden haben. Die VerhandlungSkommiisionen haben trotz schwerer Be- d. n. aber von dcm Bestreben geleitet. Blutvergießen zu ver- we oe». diesem unserem VermittlungSvorschlage zugestimmt uud uuv e inächiigt. folgende» zu erklären: D-e VerhandlungSkommissionen der Ber. liner A. benerschast beschließen, die Frei. geb jag der bürgerlichen Presse sofort zu er- to> r r. a. s o s e r n d i e N e g t e r u n g u n d d e r?, e n t r a l. -et sich bereit erklären, nach Durchführung r erez Vcschlussek. unverzüglich in die«er- baidiungcn über die übrigen Fragen ei«. s ltliotzlich de».Bor wärt»" einzutreten. Wir. uni eichreiten den Vermittlungsvorschlag hiermit dem Zeuiraiidt und den VolkSbeauftraglen und empfehlen die S> n n a h m e dringend. Ans diesen VermittlimgLoorschlag antwortete d« Zeil- l ilicii.iiif folgendem Schreiben: Tie P rmiUelungS-kommission hat u»S folgenden Vorschlag g ach': ..Die VermittelungS-Kommission der Berliner Arbeiter- schast beschließt, die Freigabe der bürgerlichen Presse sofort zu ecwnkfn, sosein die Nrgwrung und der Zcntralrai sich bereit erklären,»ach Durchführung diese» Beschlüsse» unverzüglich in �ie Bcehandlungen über die übrigen Fragen einschließlich de» ..Vorwürt»" einzutreten.' Hierbei war bezüglich de».vorwärt»' festgestellt worden. baß Verlag, Druckerei und Herausgabe de».vorwärt»" den tzishcrigen Fiimenin hobern Verblotben sollt«. Aul Stund diese» ver«itte!ung»vorschlag«, hat der Zen- fr o l r a t beschlossen: Dieser Borschlag bietet kein« Or»»dlog« 1» weiteren Verhattblungew. Er verFSßt Gegen die %t fce KiJoTwIfant eeAkmpfdr nnSeschränkitr PrefsrftrkheA. Der genteatrai würde die Erfolg« der Revolution schädigen, denn dl» Pressefreiheit ist eine ihre, wichtigsten Errungenschaften. Der gentrolrat, der die Aufgabe Hot. die Erfolg« der Revolution sicher. »»stellen, kann die Presseftreihest nicht preiegeben. Der Zentralrat muß deshalb a»f seine» früheren Beschluß»«stehe» dleibe»,»anoch die Wiederherstell»»» de,»»eingeschränkte» Pressefreiheit die VoranAsetznng fstr wei- tere Verhandlnngen sei» m»�. Diese» Schreiben wnrde von Seiners tmb Ger- mann Müller, den Vorsitzenden de» Zentralrat». per- sonlich in die Sitznng d« vertrete? de? Berlin« Arbeit« überbracht. Um die MSalichkeit einer Derständianna noch- malS z««örtern, wurden sie«sucht, dem Zentralrat die Frage dorznlegen. od« bereit sei. müdenDertretern der Arbeiterschast über die Freigabe der Zeitungen direkt zu verhandeln. Aus diese Frage erfolgte gegen 7 Uhr nachstebende Antwort: Der geiitrakvat ist bereit, mit den revokirtstmären LWen» tn in Verhandlungen zu treten. Da an diesen Verhandlnngen der Vezirlevorstand de, Proß-Berltner»ahtvevein» N. S. P. D teilnimmt, hätt de, Zentralvat es für erfoidertich, hieran auch de» Vezirk»»orstaich de, S P. D. zu beieilige». Hterbet setzt der Zentralrat voran», daß die redokntionäre» Obleute d'e revolnftonä« Errungenschaft der nnelngeschräirfte» Pressefreiheit, weich« die H«au«gade de».Vorwärt»" einschließt. vor be» Verhandlungen anerSennen»nd alle Zertun- gen sveigebea. gr» Leinert. Di« Dermittke? haben darauf a« den Zentralrat folgen- de» Schreiben g«ichket: Die Antwort de» Zentralrai» ändert nicht» an der bi»- herigen Siniatian. Daß der Zentralrat dereit war.«rft den Revolutionären Obleuten üb« die sachlichen Differengpuntte zu verhandein, war von ihm bereit« bei der grundsätzliche»«niiohme nnserer Vermittlung erklärt vordem Di» zuletzt a» den Zentvalrnt gestellte Frag» ging dahin, ob er benrit sei. über die nachträglich von ihm gestellt« Vorbedingung für de» Eintritt in Verhandlungen mit den Revolutionären Ob- lenken»nd den Vertretern de» Zentralvorstand«« der U. S. P. von Broß-Bersin dirrkt zn beraten. Da» ist t» der A»»- wart de» Zentralrat» abgelehnt ward»». Der 8«»tratrat»nd der Rat der volk»d«a»s- tragt»» haben somit endültig ihr« am 8. Januar au»gesprochen«, an kek»e varbe- dingung geknüpfte Berettwikligkeit, t« fach. liche Verhandlungen einzutreten, aufgegeben. Di« Vermittler sehe» sich danach außer- staud«, ihre Tätigkeit fortzusetzen. St« er- kläre» �«dochdeide« Parteien, daß sie jederzeit bereit sind, die v«rmittl»»g wieder ans»»»eh« mc», d a sie e» für ihr« Pflicht halte», alle» zu tun, die gegenseitige Zerfkeischuug der Berit« ner Arbeiterschast zu derhiuder» und Blutver- gieße» zu»«»meiheu. B« r l t». den ll. Januar tllkst, 8 Uhr«Bend». An de« Zentralrat der Deutschen sozialistischen Republik. An de» Rat der VolkSbeauftraglen. An den Zentrakvorstand der N. S. P. D. von Droß�verft». An da» Attiontkomitee der RevclutionSre» Arbeit« von Groß- Berli». gez. Dr. Breit scheid. Dr. OSkar Sah», Ditt«»»», Haas«, K a u t» ktz. Damit waren weitere VermittlunaSverhandlunge« vor- laufig gegenstandslos geworden. Ob eine Möglichkeit de- steht, sie wieder aufzunehmen und zu einem günstigen Ende zu führe», muß abgewartet werden. ber Slirgnstles. Tie SchiöFerei in den Straßen Verlin« nimmt ihr»» ungestörten Fortgang. Vor dem ReichStagsgeöäude. dein Bransenburgcr Tor und in der Straße Unter den Linden »ergeht fast keine Viertelstunde ohne heftige» Maschin««. gewebr- und Jnfantcriescuer. Auf wen wird geschossen? Die RegierungStruppen sind angeblich mobil gemacht worden, um gegen die Gewaltakte der Spartakisten einzuschrnten. Es wird aber kein« von den Augenzeugen, die im Verlauf des gestrigen Tage» bei der Schießerei an den obcnzenonnten Plätzen zugegen waren. feststellen können, daß bewaffnet« Spartakisten gewalttätig gegen RegierungStruppen vorgegangen sind und dies« zur Abwehr gezwungen haben. Im Gegenteil! Wir selbst haben eS beobachtet und Dutzende von Zeugen brachten uns ähnliche Mitteilungen, baß die RegierungStruppen in vielen Fällen ohne jeden Grund gegen wehrlose Passanten das Feuer eröffneten............. Eine Anzahl von Mensche:, keben sind dieser biibischcn Zchicßere, zum Opfer gescillen. viele sind verwundet. Tie Erregung unter der Berliner Bevölkerung ist deshalb äußerst erbittert. Es ist kaum anzunehmen, daß da» Ansehen de? Icheidenlani,-Negierung durch dieses menschengefährdende Treiben wcchst. Mehrmals wurde auf.Käufer in der Straße Unter den Linden gefeuert. Wohnen dori auch Spartakisten? Im Verlaus de» TageS wurden vom Reichstag an« »>:i Maschinengewehren auch �cr Schiffbauerda m m und die Luisenbrücke unter Feuer genommen. Das Maßhiuengewehrfener setzte sedcs Mal unmittelbar ein. Wir konnten verschiedentlich seststellen. daß vorher nicht ei» einziger Schuß gefallen war. aus dem zu schließen gc- we'en wäre, die Regierungstruppen seien durch Schüsse, von den Passanten abgegeben, zur Abwehr herausgefordert war- den. Auch in der F r i e d r i ch st r a ß e ist e» zu Schieße- reien auf wehrlose Passanten gekcmmcn, ohne daß irgendein Anlaß dazu vorgelegen hätte. Auch dabei hat eS Tote»nd Verwundete gegebc.,. liegen v Uhr abendz wurde die Gegend am Brandenburger Tor unter Kreuzfeuer ge- noinmen,«in« Frau w u r d e d abei am Rücken ver- wundet. ihrem Mann ist der Kopf zerschmet- t e r' werden. . Di« Regierung zieht- weitere Truppen zusammen nnt Meint eS auf einen Gewaltakt angelegt zu haben. Neben den schon bekannten Werbestellm. wird auch in der W» nt b o am Kursürsteudamm für die Bildung einec Tck)eidcinann- uarde rege Propaganda getrieben Ten Leuten, die sich sü'' da? Schießen auf daZ Volk begeistern, wird pro Tag i l Mark geboten. Die Wumba soll«ststg Gewehre und viele Handgranaten zur Verfügung haben, um Regierung»- ttmppen auszurüsten. Da» Branderchurger Tor, da» Vau UGsekmgÄrustKell IW�ST FIT UTfetifiM Scknitz« noch einen Flammeriwerser erhalten. Di« Derteibie Sung leitet der VorwärtSredakteur K u t t n e r. Auch oif er Ecke der Wilhelmstroße ist ein Mammenwerfer aufz gestellt. Die Schießerei hält bi» zur Stunde noch an Und maP weih nicht, wa» die Nacht bringen wirb. Den vielen Neu» gierigen, die sich auf der Straße herumtreiben, wäre süss die nächsten Tage zu raten, lieber zu Hause zu bleiben, Keiner sollte sich in diese» ernsten Stunden drr Nengierdtz zuliebe totschießen lasier». Das StrabeubM. Von 11 Ufr en ist e» nicht mehr mögsich zum ZleiMlagll, platz z« gelangen. Alle Zugänge sind von bewaffnetem Biititäe und Zivil abgesperrt. In die Dorotheenstraß« knattern t» kurzen Zwischenräumen Gewehrschüsse hinein. Man weiß nicht,«ohee sie kommen. Einzel»« Häuser, von denen da»»ufgeregi« Pub«» kum vermutet, daß nu» ihnen zur Provozierung der Meng» ge» schösse» wird, werden abgesucht, aber ohne Erfolg. Roch der Arie- drichstraß« zu ha: sich«in Häuflein Ardeiter und Arbeiterinne» von etwa lOd Personen angesammelt. Da» Schild, da» ihm vor- angcragen wird, ha» die Ausschrift:»De revolutionären Ardeiter der Firma M a»» l t sind kür Vereinigung". Von gleichem Se« danken getrogen rsi ei» Zug der Al»gg«»gw«rke Adler». has. der mi» rate» Fahnen an der Spitze Plakat« mit sich führt, aus denen»Wir wolle» kerne» Bruderkrieg" sieht, Des«, Zug setz, sich durch vi» Leipziger Straße tn Bewegung. Der Potsdamer Platz isi wieder ein schwaige» Meuschenmeer. Der stockend, Straßen dahnverkehr mochl sich jedenfalls stark fühlbar. l lederall wird heftig diskutieri; ebenso an allen große« Straßen� kreuznngen Friedrrchstraß«— Linden. Friedrichstraße— Seipgiger Straße. San, typisch immer die gleich» Deobachlung: mehrere dem Bürgern»»- and de» besseren Ständen angehörende Personen ergretsen die Partei der Regierung, verlangen kräftige» Eingreisen und ergehen sich nicht selten in wüsten Schipsereien gegen dt» Av- beiler. Aber überall finden sich bald«in paar aufgeklärte Arbeite«, dt« die erforderliche Rorrektur vornehmen. Um die Mittag«- zeit begegnen»n« auch etliche Züge der streikenden Straßendahner, ein Trupp zieh« durch die Käiiigiir-Augusta�lroß« noch dem An» Halter Bahnhof zu. er» anderer durch Biitow-«nd Forkinaße. Li« unrersche'den sich wesentlich von den Ardeiterzügen-, er» gewöhn- licher Spaztergang.»der kein kanipsgewiltier Demonstrutronozug. Am Rachmitwg isi die Passag« Potsdamer Plah— Brande»- bnrger Tor wieder freigegeben. Die Droschke»»nd Aulomobiietz du- Pfcrdeomniduff« rasseln durch die Budtipester Straße: ruhrgo Passanten pilgern die Straße auf»nd ad. Wie der PotSdawc» Platz, sa ist auch dies» Straß« wie desät»o»»»eggewors«»«» 81»«, blättern der Regierungssozialisten, ü» denen st« ihr« Bewitwillrg, ieit gum Verhaudel» betone», wen» nicht der böse A«»rd, di« Spartaiiden, ihn«» durch ihr« Sewaltakt« da» verhandet» immer unmöglich machten. Da» Publikum scheint zu wisse?», wo»«»«nf solche scheinheilige» Meinungen zu gebe» Hai»nd deweist t§ dadurch. daß et di« Flugdtätier wegwirft. Ein ganz friedliche» Bild also, wa« ich sehe, da» höchsten« dadurch etwas gestört wird, daß au« der Tür am Satten de» NeichSkanzlervatai» Soldaten mti Sturmhauben heraustreten»nd vier Soldaten«nt üder di« Mauer gelegten Gewehren und einem Maschinengewehr«stvaß herausfordernd über die Mauer schauen; ma» ahnt rnchtt SuveA, Ruq vor 6 Uhr krache» denn auch i» die Still« �vo wer Gewehrschüsse und gleich darauf setzt et» entsetzliche«� Bewehr» und Maschinengewehrfeuer vom Brandenburger Tor»nd vom, Reichstag her er«. All« Passanten suchen, so gut eck geht. Schutz an der Wand, ander« legen sich hinter den Bäume» aus die Erde. und al»«in« Nein« Paus« eintritt, flüchte» Hunderte«u» dem Gehölz de» Tiergarren«, am sich i» Sicherheit zu dringe». Reden mir sieht«in« alte einfache Frau uud jagt:.Wen» di» jetzt dir Scheid« inänne« noch ei» paar Freund« gehabt hätte», dre-se chq, nonad« müßte ihn«» den letzte» Rest von Bertraue» raudea"«! Gegen 8 Uhr rast ein« Droschke durch die Leipziger Straß« und wirft ein Werdestugdlait her«rbeiisstell« Berlin«? Srudenw, au», da» regierungstreu« Männer aus de» Reihe» der Bürgere lichen auffordert, sich mit de» RehrheiiSsozialijien zn Schwere Llulopfer. Di« empörende und. wie wir uns i» viele» Fälle» Äew zeugen konnten, völlig grundlos« Schießerei vom AeichSwgde gebäude Und Brandenburger Tor au», hat eine»rvtze Anzahl tief betlagenSwrrter Opfer gefordert. Heber«inen Teil der. selben haben wir Feststellungen machen können. E» hat sich dabei die sehr bemerkenswert« Tatsache ergeben, daß nicht»et einem einzige»«in« Wass« gefunden worden ist. Nachstehende» Verzeichni» der Opfer umsaßt nur di« Fälle. die von den Arbeitersamaritern behandelt worden sind. Dies« stolonne unterhält am Brandenburger Tor, i» der Reuen Woche uns im V o r w ä r t« g e bä u de eine ständige Wsch«, wo sich opferbereit fünfzig Personen Tag und Rächt betätige». Vielfach scheint über diese menschenfreundliche. prolelarische Organisaiion krasser Irrtum verbreitet zu sei«. Anders läßt sich folgender Vorfall nicht erklären: -�tiva um Ski Uhr hallen die RegierungStruppen, wiederum ohne jeden ersichtliche« Grund, nach der Wilhelmstraße zu mit einer wüsten Schießerei eingesetzt. Wie an Hunderten von Dlraßenecken waren hier einzelne Trupps Neugieriger zu- sammengeströmt. Da die Truppen direkt in die zusammengedallte Menge feuerten, gao eö fünf Tot« und eine größer« Anzahl Berwiindete. Die zur Hilfeleistung herbeieilenden Arvelier- samariter wurden von der über die siiintos« Schießerei aus harm- lose, unbewafsiieie Menschen empörten Menge mit heftige» Vorwürfen empfangen. Man machte ihnen zum Lorwurs, daß sie da» ui>menschliche Feuern nicht verhindert hatten. Jeder yinwris, daß da» den Samaritern ganz unmäglich sei, da sie keinerlei Einfluß auf die Truppen hätten, verhallte ungehärt. In ihrer Erbitterung übersah der aufgeregte Trupp auch hie S»m a r i te r bi n de. Ran nahm den Leuten sogar die dringend bei ötigte Tragbahre ab und hinderte sie auf die Art an der Ausübung ihrer segensreichen Tätigkeit. So begreiflich die Empörung der bis auf, Blut gereizten Menge ist, so muß doch ge» fordert werden, da» Samariterkreuz unter allen Umstände» z» respektiere»- * � T''ch In de» Tagen vom 8. Januar big 8. Januar, aßendtz st Uhr, wurden am Brandenburger Tor 1s Toi« gezählt. Wir lassen die Personalien folgen: Heinr. Berase», Duisburg, ftaiferilr. 334. Rackenschuß:«nlon Wölke. Dreher. Wkbenir. W. Sckuiß durch die Halsschlagader Willi Brau- dt n du rg, All-Moabit. Lunaenschuß; Gustav Friedrich, liaiidrocöriir 87, Lungen schoß: iFhepaar Smil»ulank«, 8? J.,: und Ida R u l a n k«, 88 I., ftaineruner Str. Ist: Geich Otto Beeck, Fliegerleutirau� Tharlotteuburtv «»eMilfMküMche fSetfown mö Jiy w?, bliche Pei�on aufgenommen � «wciuudfünj-ztz Pttsonr». Darunter: «!k.. �! Ptto M a r p a r t. Hüft'chu h; � 2iebmann, Kopfverletzung; StÄ�k'i» rA£ lm Oberschenkel; granz H e r z e r. Stechchub im Oberschenkel und Armschutz: Walter Schell- LnU./' �'"V�.®ch'«n&einä; Karl Fem bsch, Unter- ich��felichutz; JuliuZ Zimmermann, Kopfverletzung durch Kolbe, Hechz Sobotta, Knieschutz; Waüer Nie- m»!«,<■' f ie' V,?011 Henning, schwerer Gofichsschutz; �tlli Bloch. Brustschutz- Willi Leise nberg. Kopfschutz; �enapp, Bouchschutz: Ernst Gierte, Deckenschutz; Herm. Dam eck, linker und rechter Schenlelschutz; Baldorf. Kopf, Verletzung; Musketier Geier, Kopfverletzung: Paul Aun,. B-iiischutz: Marie Münch. Oberschenkelschutz: Emilie Mischer, und rechter Fntz'chutz; Rudolf A m b o,. Unterschenkel. �di Wufter Ech u b e r t. Bauchschutz; Hon» K n o ch e n h e i h. Unterschenkelschutz: Erich M e tz e n t i n. Bauch-. Hand., Armschutz; Paui SB- ck m o n n. Arm-, Hand-. Kutzschuh; Kurt G, I b. Kopf- verletziing: W-ch Seife. Anöckte'lcln.tz; Kar! Wetzel. schwerer Beckenichutz; Mar Linden laub. Burydorfstr. 8. Rück-nichutz; Kust Hentschke. Mittelbandschutz; Ouebl, Brnst-Quer- bnrch schütz; Gcrichtidi�ar Scheel, schwerer Brustschutz: Der- fwld S ch e r m I g. 82 X. Si-menistvdt. Schulktr. 8. Bauchsehutz; Karl U e ck m a n n. 27 lt.. Thorkottenbiirg. Kaiizr-�riedrichitr. 77, . Nnterschtukelschutz; Ernst B» tzowZki. 18 y.. Siemenistr. 8. Qodrnlchiltz; Willi Mein. 20 F.. Memeler Str. 5». Hodenschutz; Noses«bek». 22 I.. Stcinmetzstr. tb. Z. Handschutz;?''da Multhaupt. St I.. Alt-Mo-bit S8. Kovf'chutz; Ma; Henschke. lg I.. Arbeiter. Neukölln. Knesebeckttr. SS. reckt. Hand Vchuhlverlctzung; Paul Preutz. 10 X- Neukölln. Ilse- firotze A. l. Qverschenkelschutz; Alerander S t o l l« r? u« Nhn wurden aw Brandrnkrirger Zor«nöe- tnaAnetr Vassanten, die sich nicht im atschlossenrn Z«Ze durch . ose �Iraszr bewegten,>nn einem Trnvv Soldetru knge- ' Fällen. Ter O?siz!e», o-r d-n Trupp führte, erklärte den Passanten, datz die llikyieruug drsoblen habe, der Platz am Brandenburger Tor se» sofort zu räumen, andernfalls auf seden Passanten ohne vorüersqe ZLornung geschossez' werde. 'Ter Offizier hott: diese Worte kaum audgesprochen, als er seinea Leuten— wie zur Bestätigung sciner Aussage— auch schon de» Beseht zum Feuern gab. phse datz da» Verhalten der Passanten den geringsten Anlatz dazu gegebrn hätte. Der fficfrijl werbt unverzüglich ausgeführt. Ter Befehl forderte siebe» Opfer, darunter mehrere Tote. Brutalitäten. Gegen ch Uhr nachmittag» wurde auS der Wilhelm- strztze heraus das Signal gegeben, daß geschossen werden toll. Tie dort stestsnde Menschemuenge ergriff die Flucht und suchte Schutz in den nächlstliegenden Seböuden. Dieses sslerliaben mar eirwr größeren Gruppe noch nicht gelungen, als schon vom Doch deS Hobels. Bristol" herab Handgranate» anter sie gsworssen wurden, wodurch Wer 5>0 Personen leicht und schwer verwundet wurden. Die Verwundeten wurden nach der gednuht. Ein Mann, namens Quel. Lichterselde, sskingstraße 49 wohnhaft, erhielt einen doppel- ten Lunvenfchuß: on seinem Auflsomraen wird gezweifelt. Unter den Ber!ctzt«n sollen sich allein 2(ljun ge Mädchen befinden. Auch vom Dache des Union-Club-GedäudeS in der Schadswftrahe aus wurde in derselben Zeit auf die wchrloste MenK zekchoffen. EtwaS später erekHnebe sich uugeiähr an derselben Stesse folgender Dorgang. der beAeichnend ist für die Roheit unter den Regierungötruppen. Ueber dio Linden kam ein ft-Iugzeng geflogen, das Flugblätter mit der Mahnung �radwarf. kein unnütz«'» Blut zu vergießen. Ein Mann bückte sich nach einem dieser MugblStter und erhielt im 'eiben Augenblick einen Schuß durch den Rücken. ilugenzcvgen tnrgen ihn in einen Hausflur, und eis an- - ftsender Samariter wollte ihn dort verbinden. Da stürzten plötzlich RegierunPStrlch�en herein und riefen:.Hände dach!" Der Samariter erwiderte:„Ich muß hier einen BeNwundeben vktÄinden." Kaum hatte er dieses aus- gkssvrochen. als ein Sckpch krachte und der Samaritsr zu Tode getroffen hinsank. Don der Gesinnung der Sck�eidemanngard«, eine Folge der dauernden Verhetzung, zeugt auch folgender Dorfall: i'ntcr den Linden, an ber Kleinen Mauerstraße, wird ein Mann verwundet. Hilfsbereite Männer bringen ihn nach i-wi Hotel„Kaiserhof", um ihn dort verbinden zu lassen. Sie werden von dort einquartierten regierunaStreuen Sol- baten mit den Worten empfangen:„Diese Leute müßte man gar nicht verbinden, sondern gierchzum Fenster hinausschmeißen." Ick, ließ. sich ließ man sich aber dock; herbei, dem Verwundeten Hilfe Mt leisten. Provezlermche ScheidemLnner. Bon einem alten Parteigenossen wirb uv,i wft.geteist: Ich zog tm DienStag nachmittag mit einem TemonsirationSzng von der Siegesallce an» nach dem Potsdamer Platz. Der Zag marschiert« pohlgeordnet dnrch die Strqßen und e« wer keiner dabei, der«in« Kchußwafi« Auf dem Potsdam« Blatz hatteo sich die An- , bänger Scheibe mann» aufgestellt und TebrZngten ttni von beiden Seiten derart, daß wir nicht weiter konnten. Ts kam schließlich i zu einem Hafl&geinebgi� man versuchte uns gesvalbsam die Fab- i neu zu entreißen. Plötzlich fiel ein Schuß. Alles»tobte aus- einander. Wir wollten nach dem Kaiierhof auSbiezen. doch dort stand ein Trupp von blutjungen Soldaten, der in rücksichtsloser Weise gegen uns vorging und nn» gewaltsam Fahnen und Be- triebStafeln entriß. Der Tumult war derart beängstigend, daß die älteren Leute kaum fertig wurden, die Frauen und Mädchen aus dem Gedränge zu bringen. Mein Rebeiimann erhielt von einem Soldaten mit einem s-harfen Gegenstand einen Schlag über das linke Aug« nud trug ein« Aasfende Wunde davon. SS ist ein Jammer, daß in dieser Weile gegen friedliche Demonstranten vor- gegangen wird. Denn wir haben auch das Recht auf die Straße zu gehen und für unsere Ideale zu demonstrieren, wie die An- Hänger ScheidemannS. Ich bin selbst vier Jahre im Felde ge- Wesen, habe schwere Kämpfe mitgemacht, aber der Angriff der jungen Soldaten auf wehrkose Demonstranten war so ziemlich da» Erbärmlichst« was ich je erlebt hibe. Herausfordernde Schießerei««. Bon einem Augenzeugen wird uns berichtet: Ale ich am DienZ« tag abend von einer Versammlung nach Hause ging, stand in der Wrhe der Maikäserkaserne in der Chnusseestrgße ein Trupp von NO— 70 Personen und besprach die Ereignisse de» Tage?. Schließ- lich wurde ein Hoch auf Liebknecht ausgebracht. Aus den Fenstern de» obere» Stockwerls riefen daraufhin Soldaten„Rieder mit Liebknecht I" Plötzlich stürzte«ine Abteilung aus dem Mittelportal der Kaserne und eröffnete da» Feuer auf die Menge, ohne daß vor- her an dteke eine Warnung ergangen wäre. Ich blieb in unmittel- barer Nähe der Kaserne und sah, wie die wütenden Soldaten m i t aufgepflanztem Seitengewehr der fliehenden Menge nachstürzlen und immer wieder Salven aus sie abgaben. Ob jemand dabei verletzt worden ist, konnte ich nicht feststellen, da die Thausst'cstraße wiederholt unter Feuer genommen wurde. Wer bat daZ Schießen der Garde-Füstliere auf die wehrlos« Berliner Bevölkerung angeordnet 7 Ei» besonders rabiater Gefreiter stürzt« mit aufgepflanztem Seitengewehr auck auf mich zu und nabm eine drohende Haltung ein. Als er sah, daß ich die Ruh« nicht verlor, zog er ab. Ferner wurden im Laufe des Nachmittags die Häuser Bcyenstraß« Ist und Z0 von Soldaten der Maikäferkaserne nach angeblich verbar. geneu Maschinengewehren abgesucht. Die Durchsuchung, die aus eigene Faust geschah, verlies ergebnislos. Ich möchte bemerken, daß ich als völlig unbeieiligter Zuschauer Zeuge der unerhörten Bor- gänge war�. stch habe mich an dem Hockrui auk Lietssnecht nickt beteiligt, sondern stand auf der anderen Seit« der Straße, als die Schießerei einsetzte. Mißachtung der weißen Flagge. Ilm 4 Uhr nachmittag» wurde Unter den Linden ei» Mann im Alter von 43 Jahren durch doppelten Brust ichuß verwundet. Eine freiwillig« Krankenpflegerin bemühte sich um ihn und der- suchte durch Wedeln mit einem großen weißen Tuch daS Einstellen de» Feuers zu erzielen. Die Truppen der Regierung reagierten aus dieses Zeichen, das im Felde, wenn es vom sogenannten Landesfeinde gegeben wurde, �derzeit beachtet wurde, nicht und setzten das Feuer fort. Umherftohentzen �Passanten bemächtigte sich ine.unpefchreiSlieh«. Tröitierung. Männern nud Frauen traten vor ohnpvchiicnr Wut dt? Tränen in die Lugen. Lehn- lich« Fälle werden von cnditcn Piätzen berichtet. Das Verlange««ach Bcrsödnuag. Bei den Masiendemonstrationen am gestnxen Mittwoch in der Tiegesallee wurden neben vielen anderen Plakaten auch solche getragen die zur Beendigung d e S BruderkempfeZ aufforderten und für eine Dereini- enrna der Arbeiterschaft eintraten. Andere Plakate forderten die sofortige Bildung einer Regierung, in der beide Parteirichtungcn vertreten sein sollen. Die Stimmung unter der verständigen Arbeiterschaft, den Bruderkampf zu beenden, nimmt allenthalben überhand. Natürlich wird verlangt, daß die kompromittierten Männer vevschevinden. ES sind jedenfalls nicht ditz schlechtesten Arbeiter, die da lagen, innerhalb der Arbeiterschaft beständen eigentliche DegsMtze nicht. Alle wollin die sozialistische RetpiSlik. Nur das Paktieren der Rtchrheitssozialisten mit dem Bür?ertum habe die Gegensätze heraufbeschworen. Letz- ten Endes würden die Arbeiter die Leidtragenden des Drude rkamPses sein. Kampf«ms Verkwer Tageblatt. Gestern �«gen Mittag versuchten RegierungStrupven da« Mvssegebäud« m der Jeruszlzmsr Straße zu stürmen. Nach kurzem Feuerkampf, bei dem dl« Angreifer 8 Tote einbüßten, wäh» rend bi« Berte-biger keine Verluste hatten, mußten die Truppen unvmicktetcr Sach« abziehen. Die deschkev bürgerliche« Zeitvugev. Die Angestellten der Verlagbhäuser Ullstein, Masse und Scherl faßten noch einer Telunion-Meldung in einer gestern vormittag statigefuntenen Versammlung Pen De'chluß, den B«» trieb der in diesen Häusern erscheinenden Zeitungen unter keinen Umständen wieder aufzunehmen, solange st« unter spa-takisiischer Herrschaft stehen. Die Versammlung hob hervor, daß sie den von den Txortaciden gestallten Bedingungen nicht zustimmen könne. Diese hatten verlangt, daß die Zeitung unter verändertem Titel erscheinen solle, daß oix Redaktionen durch Spartakisten besetzt, im übrigen aber dag brauchbare Personal beibehalten würde. Tie Vertrauensleute ler-nten die'e Bedingungen entrüstet ab, und die Versammlung schloß sich diesem Beschluß an. 4» In Neukölln sind die beiden Lokalblätter..Neuköllner Tageblatt" und Neuköllnische Zeitung" besetzt und erscheinen in revolutionärem Gewand. s LemsMakon für Ejchhoru. Gegen 1 Uhr mittags strömten au» verschiedenen Richtungen dt«»rbeiterzüge von der St'egeSallee her auf dem Alcxanderplatz zusaatmen. Die wogende Menge bot mit den zahlreichen Fahnen ein malerisches Bild. Immer wieder erschollen Hochs auf Eich- Horn, Liebknecht und die Wettrevolution. Im Präsidium selbst herrschte ein bewczreS Treiben. TaS Ausuahmcbureau de» Sicherheitsdienste» konnte d>e Arbeit kaum bewältigen, zu Hunderten meldeten sich die Genossen, die sich dem Polizripräst- dinm zur Verfügung stellen wollten. Draußen hakten sich unter- dessen die Tarnoustratumszilge wieder in Bewegung gesetzt. I Llldllna von SWersvKMdne»� Die daS„8-U'hr-AbevÄblatt" meldet, hat sich das gs samte in Berlin weilend« Offizierskorps am Ehrenwov dem OberTommandieren-den von Berlin, dem Volksbsiaup tragten NoSke, verpflichtet. Die Regierung ist zur Bildun, von OffizierSbatvillonen geschritten. Die lange wird«S dauern, bis die Werkzeuge dei Regierung zu ihren Herren geworden sind? Ae vereilelle Lösung. Der Zentrakrat hat an de» gentralrat der Marine R. M. B folgende» Schreiben gerichtet: Die Kameraden Alber» und W e n go ra sind infolge Er- mächtig» ng mit dem Mitteilungsvorschlag an den Zentralral herangetreten: „vm dem Blutvergieeh» Einhalt zu gebieten, richten»ir an dea Rat der volkSbeanftragtea da» dringende Ersuchen, da- durch die Ursache der Kampfe au« der Welt zu schaffen, daß drei Ritglieder der Regierung und zwar Ebert, Scheide- man« und R» S k e demissionieren und dafür zwei U» a h- h 6 n g i g r und ein Kommunist ia da» Kabinett eintrete«." Der Zentralrat hat deisen Vorschlag beraten und ist zur«in» stimmigen Ablehnung gekommen, weil dies« Vorschläge kein» geeignete Grundlage zn Verhandlungen bieten können. Zentralrat der sozialistischen Ziepublik Deutschlands. gez. L« l n» r». Die Forderungen der Straßenbahner. Nachstehend geben wir die Forderungen der Strahenhahn- angestellten wieder, die vom Arbeiterrat der Direktion der Gre- ßin Berliner Straßenbahn-Gesellschaft unterbreitet wurden und jetzt dem Gewerbeger-cht al» Grundlage für weitere verhandluu. gen dienen. Für AufsichtSbeamte wird verlangt ein AnsangSgehalt von 2S0 SN., steigend in 10 Jahren bis 380 M.. Teuerungszulage 120 M.. Erhöhuna jeder Stufe des Fahrpersonals 100 Jl. Urlaub ansang» 18 Tage, steigend in 10 Jahren auf 24 Tage. Für angestelltes Fahepersonal AnsangSgehalt 400 M..»ach ß Jokren 450 M.. über 5—10 Jahre 500 TO.; Abfin- dungSsumme 400 M. F-drizulaae für Fahrer 1 M., für Schafs- »er 50 Pf täglich unrer Fortfall der jetzt gezahlten Teuerung». zulaxe. Urlaub bis 5 Jahr« 10 Tage, über 5 Jahr« 20 Taae. Für Schaffnerinnen einen Tagelohn von 11M., eine Abfindungssumme von 100 M., Urlaub bei 1 Jahr Beschäftigung»- dauer 5 Tage, 2 Jahre 7 Tage. 5 Jahre 10 Tage. Da» Gehalt de» weiblicken Aufsichtspersonal» so« 60 Prozent mehr als da» bisherig« Gehalt betragen. DaS weil»- licke Personal, al» Streckenwärter. Wagenwäscher. Rangierer usw. verlangt einen Tagelohn von 11 M. und zwei bezahlte freie Tage im Monat, eine Abfindungssumme von 400 M., Urlaub wie bei den Schassnerinnen. Die bisher gezahlten Teuerungszulagen sollen angsficht» der Forderungen in Fortfall kommen. Der Vertreter de» Transportarbeiter Verbände», Ho?- in et vi ii. mackte den Vorschlag, den Verkehr ausrecht zu erhaiten. und die Vermittlung deS Berliner Bewerb-gerichi» anzunehmen. iHeftiaer Widersvruck.) Der zur Abstimmung ge, brachte Vo scklag wurde mit erdrückender Mehrheit abgelehnt. Die Versammlung forderte, in ein« sofortige Verhandlung über die Forderungen de» ArbefterratS einzutreten und der Direk. tion zu unterbreiten- Unter beseisierter Zustimmung wurde be- s bloss-n. im Streik zu verharren, unter oleickzeitiaer Vermittkung des tikwerbege-ichts. Der Fübrerko« Mission wurde je ein Man» der einzelnen Äak.nböfe zugesellt, um den Forderuu- gen bei den Verhandlungen Rachdruck zu geben. Wasser- und Lichtnot lu Berlin. � Die Telegraphen-vnion teilt mit: Die Arbeiter der Groß« Berliner Wasserwerk« sind in den Ausstand getreten. Ein erheb- lich« Teil de« Stadtgebiet«, ist daher ohne Leitungswasser. In Friedenau hat außer dem Wasserwerk auch da» Elektrizitätswerk den Betrieb eingestellt. Friedenau ist als» ohne Wasser und Licht. De» Textilarbeiter» i« Rewawe« wurde durch Vereinbarung zwiscken den Unternehmern der diesigen Textilbranche einerseit» und den Vertrauensleuten d«S Textilarbeiterverbande» und dem Aktionsausschuß des hiesigen Orte» andererseit« eine Teuerung». zutage von 50 Mark für jeden Arbeiter und jede Arbeiterin, außo dem für jede? Kind 2 Mark bewilligt über ein« Erhöhung der Löhn« wird mit dem Textilarbeiterverband und de» Unter- nehwern weit« dcrhandelt. tebensmMelkalmder. Di« Anflegunz neuer Flelschknuben« erzeichnisse in Berkin lernt nicht, wie zunächst bekanntgegeben, vom 0. bi» 15. Januar, sondern erst vom 15. b i» IS. Januar erfolxer, da insolga Streiks in einer der beteiligten Druckereien die Brotkommissioneu die LebenSmiitelkarten für die nächste Kartenperiode nicht zu d«nz ursprünglich festgesetzten Termin ausgeben können. Ms dev SrgaslifkNouell. An die Jugend! Lehrlinge, jugendlich« Arbeiter und Arbeiterinnen! Um kür die gesamte Jugend bei der Massenkundgebung au« 15. Dezember aufgestellten Forderungen durchzusetzen, ist ein gemeinsames Vorgehen notwendig. Zu diesem Zwecke findet an» DonnclSiag, den v. Januar, abend» 7 Uhr, in den SoPhienjAvl� Sophitnftraße 17— 18. eine j Versammlung aller BertrauenSleute der Jugend statt, zu der alle Betriebe in Groß-Berlia Vertreter entsenden müssen.— Wir bitten die Vertrancnsleute der Betriebe, die noch nicht bei unS gemeldet sind» am Saaieii�ang einen Zettel abzu-' Scben. der die Adresse de» Betriebe», die Zahl der beschäftig:««! ingen-dlicheu und die Adresse der VertrauenSleutg cnthalien muß. .Freie Jugend Gpoß-Berlin'{ Jugendsekeetariat: Berlin. Sckicklcrstr. 5/6, Hof 2 Tll. Rosenthai-Riederschonhausen-West. Die freie Jugend tag» jeden Mittwoch von 0— 0 Uhr und jeden Sonntag»on 4 Uhr nachiniltaz» ab in der Schul- Aula der hiesigen Gcmeindeschulp (Eingang Schillcrftraße). Air ersuchen alle Jugendliche um recht zahlreiche« Erscheinen. Ferner teilen wir unseren Mitglieder»: mit, daß die Bücherausgabe in unserer Bibliolhet jeden Sonn- abend abend von$—7% Uhr in der Wohuuno de» Geuossea HäSle. Etelweißstr. 27 l. stattfindet. Lichtenrade. Donneritag, den v. Januar Istig, abend» 7Z4 Uhr, im großen Saale de» Waldrestanrant von Gundlach, Hilbertst caße 20- Qesseinllche Bersammtuna. 1. Die politische Lage und d,e«atimralvcrisnrmliuul. Nekergntt; Künstler. 2. Irrte Lusspracho. Theater und VergnCgonsen. VolksBühne.m W.w Direktion; Frledr. KflvBler. TV Uhr: vrr anMÜN BNNMBto. Direktion Max Reinhardt Dguisci»« Theater n U,; M fcj LieU xtemt!,>, FMiiu. Nomihershiete 7»»;iK{ Der Sohn. Kleines Schauspielboas. Fasanenstrasso I. Port. 5 7\ Uhr; D. Büchse d.Pandora. Dir.: C. Meinhard— R. Theater i. d. Kößiggrätzer Str. Ml'twceh TS Utir; Eseiei. DonBers'ag: Musik. üIomMienÄatts. SaMlÜMnrrtf. SJ.xd.N.Wimetmttr. i uhr: Die tanzende Hympha Berliner Theater. Sterne, die wieder leoelilefl Lessing-lheaier. Direktion; Victoi Itarnowsky. 7% Uhr r>er SchCnfcr. Fititaz< Peer(lynt. Sonnabend: Sonntaf: Der Schöpfer. Deutsches Künstler-Tta. TS Uhr: Nachtbeleuchtgng. Irlnnon-Iheater. Bkt Fricdrichstr. Ztr. 4927. 23RU »uhr: Oer gnte Eut Von Hermann Sudertnsno. Freitag:, den 10. nachm. 4 Uhr: Se�noewlttchea Besidenz-Theater. Tätlich»V, Uhr: Buten Burt i» „Der Lebensscholer". Fr«! tat. den 10. nachm. 4 Uhr: hiliixl b. Sratal Central- 1 heater. tvu. Die Rose von Stambni Deutse:> h Opoinhaai Chulottnh. »uhn Der Zigeunerbaron madrtah-WIlhalaiiUat. 7h Uhr; Hnnnerl. Oes üreimäderlhaBg. Tl. Teil. Kleines Theater. n uhr: Jetlctien Gebert Homiaclie Oper. uü?. ScbMM'alömbllel. Sonntat 3!i Uhr: Sciiwinwaldraid«! !0�J l.lIHlMpiplUlltll«. T'quhr: vis spanische fiiege. Hetropol-Theater. 7« u� Die Faschingsfee. Sonntag t Uhr: Wiener Blut. Neues Oeereitenhaua. 7. Uhr: Ballet Chareil. Nenn Tänae. Vorher: Circe und Ihre Schweine. Sonnab. 3V Uhr: Jurrndtrennda Palaat�Theater. 7v ohr: BerMIkaöo. Sbd. 3�: Walienst. Ltcef% MiOi, 7>C'liiu«r-Trt«atpr frtiarioTianoMrK. ; uhr: Der Rei.-absgleüer. I Itniin- i f.eater. 74 ohr; Foinisciis Wlftscliatl Sbd. 34 Uhr: Frau Holle. .bia-nr m HKolenflortpialx. Uhr: Bat haben ein Traum, 7 uhr ticr I z rtron. Iheater des Westens. 74 üb. Die lustige Mm Sonnab. 4 Uhr: Aschenbrödel. Waiiner-Theateis Meute tcachlotsen. Freitat: Znm I. Male 7 Uhr: Bnltht. stt- 3. U.>r: Per Mil cheuaald._ Kose- 1»eater. Oastsp d.Friedr.-Wilbelmtt.TIiea*. 7a Uhr; OasDrciihlidL d MUS Wallialla- I heater. 71. Uhr: Anjtisi d r ttarkn. Casino-Theater. Lothringej Str. 37. Tigl.'/öS Uhr; Ücr erfolgreichste Schlager Die goiüene Brücke Vorher erstkl. Spezialitäten, u. a. der urkomuche Rügen. Son-tat.IV Uhr: Die aveiile Dame. Metropol- feCabaret Direktion; AI«* Brann« Künstl. Leit: Siedln. Klatow Am Hügel; Emst 1 icutsc'iel 6| Uhr: Das i.- o- vorrtegead« Januar- Prograjnan Äsal Wlikens-Scttüitof Hobsn Nesemznn Beuy Daiisanß u. P�rUtr Gstl S»»f(HU Röhr Gyigyi- Konzerte Joaäü'ic:. Küch anc äftras«. Vecblmd der Zrelen ZoltsbWen WMNm Theater am BülowplaH Zauatat, kam U. Samum im». Asvitmsliiitt Urtir Sduibd .................«..am e-dar«. Mt ................ ftrriMntaa* Oed t« ««nhett............... Dwisr•». SS Berte* n 1736 ebMtMf.«MkcnH�e w her•ehhStV Mk»et Bertuntbrt her Mf* CnlNttham, he* WeemMutc« MB Hmaeaa«<»*Ä»a aa------ Das gross« Speziiätea-Prpii Anfanf V* 8 Uhr f Blatritt freit � « Lleban-Xsbarett- a ssKOnstler-DMmss z X Taubeaatr. 34 > Ab 4 Uhr: Orchester 1 TM 6—7% Uhr I.— du croSn Prearaan*— I Ah 7'/. Uhrt Tanz. I Echt rnia. Tee. K.Bm. Mob* I I lu. Sehokolndo. PeU-Oeblck■ � tWm—«.IMa-WhNla. J Gitarrezithern (rote da et« »7*»,—— Ol» VW—>, diafmaaaavajfien« ö It ar*"« n 45.—. erttldaseige 85,—, Konzertlauta 1Ä— bi> 146.—. bchaiervielinee«».—> Kon- BÄSSTlsSfe tt— Manetihoaornr(lOstBidite Sch(Kll!c«rae).ErnSt.iRai L Bartdrt dar Arltatlowa-Komr £ vTrirhff � PlnrfcUttara. Erben cpesucKtl An IS M mt M n rWat(Lmätä der Mbere Splanmelstme. 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StVtillfcddNsdSBt. CsgeUftr u. Tagesordnung: Sit Znwni ml» Ue AMooaloerslMimlimg. Referentimien: Genosfinae» Böhm» Demning, Tr»«nach, Lmagwitz» Ritter» Enste 8�4- Freitag, de» 10. Jannar lOIO» AbeadS 7 Uhr» 9 öffentliche v olksvrrj amminng en s. vöcttf. Vederstr. st. 4.«rBBVSBB. iUBBPBstr. 27. 7. ScdsBSN. SM EBvBltttdBrger VBdBdote 4. vrscdtBdBrg. Scditlstcd« cor. i. Spreesett tiurer d B ZelttB, Richard OUdBerfir. w, 2.«cwertfchartibaBi, CBgelBfer is. i. IHärklfchtr Bot, stdvlrasttr. isc, 4. PatieBhofer BraBcrtl, CaBdshtrger JUKt, g. SviBCBilBder 6e$illfichaft$haB$, SwiBtndBdtr Sir. Tagesordnung: Sie gtgeuwörllgt SUnaflon ml Die Saflonalaetlinuinfirag. Referenten: Dr.«roh» Carl Gifel, Panl H»ff«-nn. Redakteur Habold, Karl Leid, Dr. MofeS, Tiegfried Weinberg, Dr. Wehl, Hermann Radtk«. Freitag, de« tst. Jannar RSlv, Abends 7 Uhr: 4 öffentliche Uersnmmlnngen für die jungen Wähler(?0— 2 5 jährige) i. stuia CnileBffädt. OberreaiTcbulc. DrtsdBcr Str. m, j s. stuls Sopdlen-RealgemBasiB». SteUsn. 2. m\ä CtniBg-SymnariBBt, PaBbftr. is is. I«. JlBla«evelndescdBie. Cistiter Str. i/s. Tagesordnung: Ae jugendlichen Wühler und die Aakionalversammlung. Referenten: tarnst Gutmann, V». PeterS» W. Tchent.«runo Schönlauk. Arbeiter, Angestellte, Solduten sorgt für Musseubesnch! Der Propaqanda-?l,isschust. §tr Die Fuukrionare werden gebeten, dieses Inserat ausjuschueideu und in de» Betrieben and Ziaserren«soaabönfieti. �»M daa d, BaiflBM «ahHuata. 3. AM. fla. Am 4 l»«nr»awlaf»«ata- Ow -ftffi'iftisr _______ DM ClaiMharaat NrfatdM Mrtaai OartahtsUaia UM MeaOaMHgaae Dar Vi 0.0.0.»mmhoiinv. AeSeeeModaa*. m* nrUmli aaah WR.S'aLSM Ba»i»l»d«i*irnMv A«.MJ -It.ÄpS'Ä aaahM Im«. M, Knma- MTtaH Tl.«MW._ Tm 4.3«M A«8«'n *a«M Tarawa«« Reinhold Jmse 37 lahra«M.«Mdära»- kM«i««. EU«»«»••»«*• Verla««»f««m* Wtrhaa. 6.«•■i.iaMMiinfrfB Held dal tilhnr—> Am »«aalalMa. Wuwardaa Tv. JTahM" daa 6, Bari Mar KatcMMfa. «nklkrals tl.S.P.»KlLal Am Moatag, daa 8 iaaaai, vantarh«mai OaaaaM Aar Sckahaucbaromlnlai Emil Bern dl WttkalmskavMar Str. H Ehra Ml Mas AadMkaa via Baardiiaat liadat am Oaaaarata* daa* Ismu. Bachwlttat« 3% Uhr aal dam neilwdlrkdkof la PMua«. •m statt. Um tu*«nackt Dar Vi 10 Botenfrauen sacht sofort Speditloa Grüner Weg 18. Werkzeuge, KleiamitcklBea. Mal«««, Apparate KupkrdrthU,«owi«(taitL«lak- trlseben Malerialla« kaah tUatht Elakbromaclidaik, Kartnir. 18. (Alaiand.cptauj Tclctoa Aar 47*3. Kriegsanleihe Plksdscht'lan beleiht«ad kauft Belaihnatsitell« Ihr Wcnnaplern. Holxmaiklslr. 64(74 UaauoarlU- ___ brücke1._ 2 mltlelslarke Pferde «all. mit Qescblrr»ad Waeaa. aolort tt kaalaa(enncht. v. Ww- fcopi, Belle-AIHanee-Stfsla 68. Nähmaschinen wegen Aifgtbe rertinnft preiswert K!c Sner. Moahlt. Cr— mo»tf f.! ZlgnrrenelnriciitiiQg sofort r« verkaalea. MalmBcr StraB« iL 3—4 Uhr. Freilaufrad txtraslark« Oummlbereilnat«tr- kanlt Wlauner, LObecker Sit. 33. 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