tfnjclprete 10 pfg. W« nfi�*W mtrarm m» nachmittag, an kann»«nd.4»st»a ----------------------------------—">■ ,T.|..I.V... mir IMtgM. »n Brggrnit NM?I tri fnin Zuü.»»., In* Bau» Mt«.»«.».rlln foon M Mtvflvtn p»(»trju9 obnt Bt(ltag»Kl!1r M-N-Ilich J m., tri A» st, Sun, tmln s>,ns»an»« m. 9la ist iw btn erst»« Nachtrag de» postzettm,g»l,ste fS» zUH«MH»t»«A»n. «rdaklian: Brrlw RV.«. echiffdnnrrdam.n ,S iU. BcniiDt(4(t: Am»»urbtn ZW»» n* Zhuq, DL e Menö-ftusgabe Znstratt faflm Mt strtrngspatt. nenparrTttstflt,»Vr 1, r« tt-a» TO Pf,.Xttfi» XiqMfm* Da» f,«,tst«n.tt, tüort JO p(, jtstn weilt,, Wort(5 Pf.«metimgjufchlag 30• �»ti jamilien-»n» veef»m�>Iu>>9»ai>zei9en fstNI»et Zuschlag satt, �nserait süt den»ataufe falgnttcn lag«ässen(ystltfltn* W* S Uhr nachmittag»»ti»neutfil)tanbs A Jahrgang 2 Montag, öen 13. Januar 1010 Nummer 23 ahlen m Sie tandesvecsammlmz ESttkembergs. Bei der Wnhl Zfir vrrsassunggcbrndcn LandeSversamm» luna l,cn von 1-i4K 589 K n h I b e r e ch t i a t e n 1319 968 ifste Ctiinmen nlncflcdcn. Gültig waren 1313 323 Stimmzettel, ungültig 2749. E« entfallen auf: Nnabliängige Sozial. demokratisllie Partei 49 92?, Zentrum 273 192, Bauernbund 75 759, Weingärtnerbund und kleine Land» virte 35 255, Landwirte Oberschwabens 5743, Deutsche De» mokratische Partei 328 555, Sozialdemokratische Partei Württembergs 452 459, Deutsche �riedcnöpartei 4927 und Württrmbrrgische Bürgcrvartri 97 729 Stimniev. Somit erbalten Sitze: Tie U n abbängigen4, Zentrum 31. Bauernbund 19. Weingärtncrbund und kleine Landwirte 4, die Deutsch« Demokratische Partei 38, die Sozialdemokraten Württembergs 52 und die Württcmbergische Bürgrrpartei 11. Tie anderen Parteien geben leer anS. ES sieben somit 94 Bürgerliche 59 S o z i a l i st e n gegenüber.' Daö Resultat aus der Gemrinde Münchingen iOberamt Lcion- bcrgj steht«och aus, ander taber an dem Resultat nichts. Verhandlungen mit vuhland? Haag, IL. Januar- lMeldunq de? Hollondsch NieuwS Bureau.) Die englische Regierung hat am K. Januar eine Note an die Auhenministcrien in Rom, Paris, Washington und Tokio gesandt, in der ansxregt wird, eine Bot'chart der Alliierten an die Regierungen der Sowjet» und an die Regierungen von 9olt» schal in Qm»k. Dcnilin in Jekaterinodar und Tschan. lowSky in Archangelsk und alle anderen Regierungen, die sich »uS den verschiedenen Rationalitäten de» früheren RuhlandS ge» bildet haben, zu richten. In dieser Note soll angeregt werden, dost alte Regierungen de» früheren Rustland ihr« gegen» seitigen Zwistigkeiten aufgeben und nach einer Einigung De» legiert« zur gemeinsamen Vertretung deS früheren Rustland« nach Pari» entsenden. Der Wortlaut dieser Rote wird in der »HumanitS" veröffentlicht. L a n s i n g erklärt« in einem Jnterwiew mit einem ameri» kanischen Journalisten, dast Amerika diese Rote nicht zugegan» gen sei. ES sei aber außer Zweifel, dast sie von England an die anderen Regierungen gerichtet würde. Die französische Re« gierung hat sich diesem Vorschlage gegenüber ablehnend ver» halten, denn sie steht auf dem Standpunkt, dast der Bolschewismus lediglich die Anarchie vertritt. Ein Ausruf gegen die Einigung. Gefangene wurden erschosien. Der Vorstand der Berliner Bez i rks o rga n i sa tion der Rechtssozialisten erläßt einen Aulfruf. der sich gegen die Einigungsdnvcgnng der Ardeiter richtet und sür das Fest- '»alten an den Führern Ebert, Sclxridemann, LaNdsberg und ltoSke ist. Das überrascht uns nicht. Solange die rechts- lozialii'tischen Führer n.einten, die Einigung gegen die Unabhängigen Hurchführen und dabei gute FraktionS- und Wahlgeschäfte machen zu können, war sie f ü r die Einigung. Jetzt, wo die Vavegung über ihre Köpfe hinweg zu«(chen droht, suchen sie die spontan« Beivcgung der Arbeiterichaft alS künstliche Mache zu verleumiden. � Wenn dabei in dem Aufruf von konipromitnerten Führern der Linksiozialisten gesprochen wird, so können wir nur erklären: Wir glauben Mvar nicht, daß die Führer der U. S. P. T. kompronnttiert sind, aber uns ist die P e r- jonensrage ganz gleichgültig. Was H a a s e selbstlos für sich erklärt hat. gilt na fürlich für jeden andern unserer Genossen. Für u n S gibt es k e r n« P e rs o n e n» rage irgendeiner Art, wenn eS auf die Einigung deS 'roletariatS ankommt.,. In dem Aufruf wird auch unter kräftigen Schimpf- Worten behauptet, ei sei eine Lüge, daß Gefangene erschossen wurden. In einem anderen Teii der Auf« leg' deS.VolZv." fehlt der eben beschrochene Aufruf, dafür enthält er den von uu* dereit» wiedergegeben«» Le-ubt d» rechtSsoziaNstischen Mitglieder b-Z VrllzngSratß ikber die Behandlung.der Gefangenen. Da lreißt es unter Punkt 8: nTah Gefangene von den erbitterten nuchdetinstenden und immer noch bedrohten Soldaten erschosien sind, entspricht leider den Tatsachen." Die Nachricht ist also leider wahr. Dagegen ist die Behaupfimg. das Spartakisten angeblich gefangene Mairo- sen erschossen hätten, bisher unbewiesen. Wir stehen natürlich nicht>an, z» erklärest, daß ein solches Vorgehen aufs sckxirfste zu verurteilen n>äre und bestraft werden müßte. Aber auf der anderen Seite fordern wir strengste Untersuchung und Bestrafung der Schuldigen, die für die b e» wiesen« Evschießung der Gefangenen die Peranisvor» tung tragen. Vemouslrsttion der Anab' ötniien ln ssranlsiirk. Jrantfurt(Main).>9. Januar. Aus dem Gelände der Fest- Halle und in den dort gelegenen Restaiivont» hiellt am Sonntag nachmittag die Unabhängige sozialdemokratische Partei Persamm» lungen ab. Ansprachen hielten Dihmann. Frankfurt, Barth. und E'el, Berlin. Um 4 Uhr formten sich die Massen, etwa LOOl i» 26000 Menschen, zu einem DemonstrationS- zuge, in oem viel« rot« Fahnen nnd Plakate getragen wurden. Helfer der Gegenrevslutlon. Au» Kiel wird un» berichtet, dast dort nach dem V. Januar 3 Kompagnien nach Grostbeercn abgegangen sind, die au» Deck- ossizieren. Kapitulanten, Obermaaten und Appplikanten zusammen. gesetzt sind. Zur Hilfe von Ebert-Scheidemann, zur Herstellung de» alten System». Der stlotefls'urm der Weiter. Die in der Nationalen Automobil-Gesetlschaft in Obcrstljöneweide beschäftigten 4000 Arbeitet und Angestellten fostten in einer DetriebSv'rsammIung den Beschluß, daß di« kam- vromittierteN Führer im Jntercsse der Einigung de» Proletaria!« ihr« Posten sofovt zu verlassen haben, um«in weitece» Wulvcr- giesten zu vermeiden. » Die 7000 Arbeiter und Aug stellten der R e i ch« druck e re i fordern eine Verständigung der sozialistischen Parteien, um den unseligen Bruderkampf zu beenden. Di« noch nicht ersüllten Forderungen de» Rälekongresse» sollen sosort» durchgeführt toer- den, insbesondere di« Soziglisierung der hierfür reisen Betriebe- Weiter der'angen sie die sofortig« Entwaffnung aller Zivilpersonen und die BeseitiMng derjenigen Führer, die sich einer Einigung entgegenstellen. • Di« Arbeiter der Firma He i n i cke in Mariendorf verlangen Beseitigung der kompromittierten Regierung Abschoffunet der Kommandogetvalt und der Rangabzeichen, sofortige Dcmobiüsie- rung de» gesamten Heere» und Bildung einer sozialistischen Voltswehr. • Die Arielterschast der Maschinenfabrik'Ober- schöneweide A. G. fordert einstimm g die Beseitigung der kompromittierten Regierung. Es soll eine auf revolutionärem Boden stehende paritätisch zusammengesetzte Regierung neu ge- bildet iverde«. » Dl« Arbeiter au» den Betrieben der A. E. G. Kabelwerk Oberspre«. erhoben einstimmig den Beschlust, der jetzigen Regie» rung da» Vertrauen zu entziehen. E» soll eine groste, all« Parteigruppen umfassend« deutsche sozia- listtsch« Partei gegründet werde«. • Die Arbeiterschaft der Munitionsfabrik Spandau erklärt sich einstimmig für den Massenstreik al» Protest gegen den Bruder» mord, der nur dazu geeignet ist, die Stoßkraft der Arbeiterschaft zu lähmen. Der Massenstreik soll jetzt da« Mittel sein, die Arbeiter» schaff über die Köpfe der Führer hinweg wieder zu vereinigen. Sie ruft allen Arbeiter» Brost-Derlm» zut.Sozialisteu aller Parteien. vereintat Eucht-- Sie zweite vhase der KevoluKo». Von K. Ka u t S ky. Die erste Plia-se her'deutschen Nevolufion ist zu Ende Ihre F.KMle hat«begonnen. Sie sieht anders o»s, als di» jenigen envarteten, di« si« heraufbeschworen. Sie b-öbertet nicht, wie 1793 in Frantkreich, und 1907 in Nußlanö, einer energischen Ruck nach links, sondern-das Gegenteil. Noch ist dos Morden in den Straßen Berlins mcht zu End« noch immer vergießen Proletarier das Blut anderer Pro» letarier, aber das Endergebnis i-st nicht mehr zweifelhaft. Es war nicht Mveiselhaft scl)o-n im Beginn der Beveguna, wenigstens für jeden, der sich einen klaren Blick für real« Machfoerhältnjsie dewaihll hat: auf der einen Seit« stand eine Miudeiheit deS Proletariats, auf der anderen sein« Mehrheit im Reich und die gairze biu-gerl-iche Welt mvt» samt dein Nest des militärischen MachürpparatS, der noch aus-der Kriegszeit übrig geblieben. Dabei waren diejenigen, di« sich gegen die Regierung erhoben, untereinander nicht einig. Auf der einen Seite die Spartakisten, die den Kampf zu einer militärischen In» surroktion zu gssialten fuchlen, mit dein Bewußtsein, militärisch unterlegen zu sein, jedoch in der Envartuug, den Kampf zum Ausgangspunkt der Weltrevolution zu gestalten. Auf der anderen Seite unabhängige Sozialdemokraten Berlins zum �Teil, die wohl die kampflose Aufgebung aller Negier-nn-gsämter in Reich und Staat gefordert hatten, aber sich zum kampflosen Ausgeben des Berliner Polizei- Präsidiums nicht entschließen konnten. Zwischen diesen «beiden Zielen, dem Behaupten einer rein lokalen Macht» Position und Entfesslung der Weltrevolution, gab«5 unter den Kämpsen-den noch die mannigfachsten Nuancen. Und ebenso verschiedenartig gestalteten sich ihre Kampf- methoben, von der friedlichen, waffenlosen Demonstration 'bis zum verMei feilsten(siebrauch von Maschinengewehren und Handgranaten. Dabei waren von Seiten der Unab» hängigen Sozialdemokratie an der Bswaung nur die Bev liner Organisationen beteiligt, die die Affäre als eine bloß Berliner Angelegenheit auffaßten. Das galt so sehr, das -das Zentralkomitee der Gesanttpartei sich als nicht direk beteiligt betrachten und einige von uns mit der Ver Mittlerrolle betrauen konnte, um zu versuchen, der B« wegung ein« unblutige Beendigung zu geben. DaS ist unS leider nicht gelungen. Zweieinhalb Tag, verhandelten wir nicht über die gegensätzlichen Forderungen sowdern darüber, ob verhandelt werden solle. Die Vev treter der Berliner Wahlvereine der Unabhängigen Sozial- demokratie. sowie die revolutionären Obleute-ivaren bereit bedingungslos zu verban-deln, Regierung und Zentralrat forderten dagegen vor Beginn der Verhandlungen die Auslieferung sämtlicher besetzter Redaktionen. Auch das wund« ihnen zugestanden mit Ausnahme des„Vorwärts", dessev Auslieferung ni-an ebenfalls bewilligen wollte, doch sollt« sie erst mich Abschluß«der Verhandl-nngcn vollzogen werden. An'dieser sekundären Krage scheiterte der Versuch, Ver- Handlungen einzuleiten. Als schließlich die Berliner Organi- sation nocl? weiter ging, und die Freigabe des„Vorwärts zu erreichen sich erbot, kamen selbst diese Verhandlunge» nickst zustande. So kam's zum Blutvergießen. Rein militärisch betrachtet, durfte die Regierung ek sich gestatten, die V-erliandlungen praktisch abzulehnen. Si« war g-clviß-die stärkere und sicher, des Aufstandes Herr zu werden. Aber flanz abgesehen von Rücksichten der Menschlichkeit hat sie politisch-damit ihren sicheren Baden verloren. Wohl gebt sie siegreich auS dem Kampf hervor und gewinnt so an Kraft, aber nur dadurch, daß die bürgerlichen und militärischen Faktoren, mit-deren Hilfe sie triumphiert, noch mehr an Kraft getvinuen. Als sozialistisch«, al» proletarische Regierung ist sie damit schwächer ge- worden, ihre Fähigkeit des Widerstands gegen bürgerliche und militärische Einflüsse, die stets gering war, ist nun noch meiter geschwächt worden. Die bürgerlichen Element« und die.Herren Offiziere fühlen sich wieder, die Gefahr der Gegenrevolution wird mm zu einer realen. Leider ist sie heraufbeschworen worden gerade durch die Politik der Spartak utl«. die auSzogeo, sie zu bekänusten. Luch da» Groß-SerlN Vienstog abend b Uhr von den bekannt«» Lokalen aus. iag Tchon Set Beginn ösr Bewegung für jeden nüchternen Beoorichter klar zutage. » Die grohe Gefahr besteht barin, daß die Regierung durch die Logik der Tatsachen von nun an immer weiter nach rechts gedrängt wird. Aber die Massen der Mehr- vertsiozialisten, auf die sie sich stützt, werden das nicht mit- Machen. Daran hindert sie ihr proletarisches Empfinden. '-schon heute sehen wir, zum ersten Male seit der Spal- tung. eme erhebliche OWesition innerhalb der Mehrheits- sozialisten gegen die Taktik ihrer Regierung, weil dies« die blutige Niederwerfung friedlicher Veritändtgung vorzog. Disse.Opposition wird wachsen, wenn die Regierung auf dem einmal eingeschlagenen Wege weiter fortschreitet. Da- mit ersteht aber auch wieder die Möglichkeit einer WiSder- dereinigung der gespaltenen soizialsstiichen Partei. Die Re- Ilierung des 1t>. November wurde aus einer vichtigen Er- enntnis geboren: aus der Erkenntnis der Notwendigkeit der Herstellung einer einheitlichen proletarischen Front. Aber nian fing diese Hersiellimfl am unrichtigen Ende an. Man wollte, daß die Führer einträchtig zusammenarbeite- ten, indes die Massen gesondert blieben. Das war ein im- haltbarer Ausland. Die Einheitlichkeit und Geschlossenheit veS proletarischen Klassenkamp'es gebt von den Massen aus, nicht von den Führern. In der Masse gehen indivi- «ucn« Unterschiede und Eigenheiten unter, im Veckehr-der Einzelnen untereinander machen sich diese Unterschiede und Gegensätze stets geltend. Wer. die Herstellung der einheitlichen proletarischen Front. will, muß mit der Einigung der Majien beginnen. Di« Einigung der Führer wird dann folgen. Jene organi- Moristpe Einigung war in den Tagen nach dem 9. No- tbember noch nicht möglich. Sie wird jetzt zur Pflicht, zur dringenden Pflicht, wo die Gegenrevolution drohend rhr Haupt erhebt. Sie wird erleichtert dadurch, daß gleichzeitig innerhalb'der Mehrheitssozialisten die Opposition erstarkt. Um diese Opposition zu kräftigen, nicht um die blinde Ge- folgschaft der Ebert, Scheidsmann, Landsberg zu vermehren, bazu ist es notwendig, daß alle Sozialdemoikraten, die auf dem Boden des Erfurter Programm» stehen, sich wieder vereinigen. Laut ertönt jetzt der Ruf nach Einigung in den Reihen der Berliner Proletarier aller Richtungen. Diesen Ruf zur Tat werden zu lassen, ist da» dringendste Gebot der Wunde. In erster Linie kommt in Betracht die Verständigung -.gemeinsames sozialistisches Aktionsprogramm und »rn« Regierung, die gewillt ist, diese» Programm zu ver- wirklichen. Die Einigung de» sozialistischen deut- schen Proletariat»— da» ist das Zeichen, unter dem wir in die zweite Phase der Nevoluc-ion«intreten müssen. Gelingt sie, dann weiden die furchtbaren Opfer nicht umsonst gesauen sein,�>ie das Proletariat Berlins in der blutigen Januarwoche zu bringen ihatt«. Dann dürfen wir mit neuer Kraft und Neuem Mut neuen Kämpfen«nt- gegen gehen. Aach Sparlatss die MHStiglgq. DaS ist der Kehrreim der bürgerlichen Presse bei Bs- sprschung>der gestrigen Ereignisse. Man macht die Re- g:srung scharf, nicht zu erlahmen, alle fpartakistischen Bestrebungen in der Provinz mit Gewalt zu unterdrücken und vor allem mich gegen die Unabhängigen vorzugchen, deren./doppelgleisige Taktik", wie die„Deutsche TageS- zeitung" schreibt,, sie vor der Niederlage bewahrt habe. In schärfsten Ausdrücken zicht baS Agrarierblatt gegen die „Freiheit" zu Felde, der ste„groteske Hetze" vorwirft, waS sich bei dem Blatt des Herrn Reventlow wirklich gro- lePt ausnimmt.„Ein Drittel des WegeS" nennt oaS «grarierblatt feinen Leitartikel, der im BechältniS zum Erguß des„Montag-Lokalanzeigers" sachlich und zahm ge» «rnnt werden muß.„Eine Woche deS Schreckens" ist echter„Lokalanzeiger", nur einige Stichworte: «Diktatur kann nur mit Diktatur bekämpft Verden. Darüber sokiie auch unsere sozialistische R-gierung end- stch mit sich in? reine zcknmm�» sein. Sie bat stch vom Zentrolrat »utzerorbentliche Vollmachten rlnrSumr» lassen, ffut Venn ste von diesen rücksichtslosen Gebrauch macht,»leb sie die »age vielleicht noch meistern können, in die wir durch ihre unser» mtwortliche Langmut geraten sind." Aber eS kommt noch besser. Nicht nur die Regierung vird scharf gemacht, sondern auch da? Bürgertum legen die Regierung aufgerufen. Nur alte Pflicht- treue und alter Geist habe den Sieg über die Unordnung urungen, und daher müsse sich das Bürgertum seine Stellungnahme überlegen und sich der wirklich tatkräftigen Ele- mente erinnern, denen wir eS zu danken haben, wenn wir ruhig zur Wahl schreiten können. DaS ist deutlich genug. Ebert-Scheidemcinn hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen. DaS zeigt, wohin die Reise geht, wenn die Arbeiterschaft sich nicht aufrafft zum energischen Kampf gegen die Gegenrevolution. Vewaffuvvg der Schvtzleule. Wie der.Montoy" mitteilt, hat der neue fiellverstretenb« Polizsiprafideiu Richter nach der Erstürmung de» Berliner Pollzeipräfidunn» sofort die dort befindlichen und erreichbare« -Schutzleute mit Karabinern bewaffne» lassen. Im ltoust de« heutigen Tage» soll nach derselben Quelle bis gefani«- Berliner Dchutzmannfchaft ihre Wuffen wiedererhalten. Herr Richter hat bereit» als Charlotten burgor Polizeipräsi» dent die bürgerkichs lveflsnoevolution mit Waffen ausgerüstet. Jetzt organisierte«r, im Austrage der Regierung, die Kader» her Segen» r«vo!ution auch in Vertin� Aue ErNüruvg. Die der MehrheilSpmtei angehörenden Mitgkieder de» Voll- zugdrate» vi eh und Se uwen senden unck fo-lgelü»« Erklärung: „In der„Republik" und„Krerheit vom 12. Januar erscheint unter der Ueberschrift:„Die Behandlung der Gefan» g e n e n" ein Bericht vor. einem„Mitglied de« VollzugSrate»", der verschiedene Unrichügkeiten enthält. Der Bericht stützt sich offenbar auf Angaben, die jenem Mivzk'ed de» Bollzugerat» ge- macht sind von Herrn Rusch(U.<&. P. D.i. der zusammen mit Stolt, Vietz und Seuw?n jene Kommission bildet«, di« im Auftrag« In« Zentral» und Vollzug«vai«» jene gefan genen Spartakisten be- suchte. Schon bei der Besichtigung wurde dagegen protestierte )a� Herr Rusch stch ab» Sprecher uns Führer der Depuiation vor- orängle, und auch jetzt legen wir Verwahrung«in. daß ohne vor- herige Rücksprache mit den anderen Abgesandten sozusagen ein k'ericht der Kommission veröffenliicht wird. Di« Kommisston sieht ienem Bericht ganz fern. Vor allem protestieren wir liegen die tendenziöse Fassung der Veröffentlichung. Einzeln« An- zaben entsprechen der Wahrheit, sind aber so dargestellt, daß un- fehibar«in Eindruck heworgerusen wird, der den Tatsachen, nicht 'irtspri�t. 1. To« 1 Garde-Drogo ner-Regi ment hat mit der ganze» Zach« nicht« zu schallen. Die Kommandantur schickte ein in Potsdam zusommengeitellte« Regimen», diese» besetzt« die Dra- >merkasern« und übermahm die ganze BefchIbau'Sgabe. Der Soldatenrat de« Dragonerregimcnt« stellte lediglich vi« Räume zur Verfügung. Da da« Potsdamer Regiment nur 2S Mann zstr iv wachung der 295 Gefangenen zur Verfüeun� halt«, konnten. wie«rfang» beabsichllgt war. nicht die Mannichaft-dstuben de« lragonerkaserne für di« Inhaftierten in Frage kommen. De» sioldatenrat der Dragonerkalern« bestimmte dafür jenen leere» Zitoll, zumal die Jnhafllecuttzz nur 2 Stunden danern sollt«. 2. Sübbener Jäger wnren bei der ganzen Angelegenheit«ich! beteiligt. 8. Oberleutnanr vm, üarnov und Lt. Prinz Hohenzoller» niaren bei der Besichtigung der Gefangen«» nicht zugegen, sonder» �eldw.-Lt. Lehmann und verschie-d-ene Wachsoldaien. 4. Sixoh war aller ding! nicht da, aber die Kaserne hatte überhaupt kein 2u»h zur Verfügung, konnte auch in der kurzen fleit kein« beschoffen. 5. Daß da» Regiment für die 285 Mann keine Decken liefer» konnte, dürfte ohne weitere» einleuchten bei den heutigen Ver- iältnissen in den Ka'ernea. 6. Da5 Gardedraisner-Regiment empfängt für seine lll) Mann BerpflegungSstärke nur je weil» Mir einen Dag ver- ssslegung. Mit diesem kleinen Vorrat hatte c? schon dem Pol». damer Regiment ouSgrholfen. Som t hatten die Dragoner schwerlich für die LSS Gefangenen noch Brot L�rig. 7. Beim zuständigen Reserve lazorett 2 Tempelhof war vom Potsdamer Regiment sofort ein SanitätSauto beantragt worden für II) leichtverwundete Gefangene. Ein Arzt war mit» tag« erschienen und ließ durch den Sanitätefeldwebel die -lerwundeten Polsdamer Soldaten und di« Gefangenen verbin- den. Da» Reserve-Lazarett Temprlhof hatte di« Auknahm« der Verwundeten verweigert, so mußte der Sani-ä'Zfechwebel auch die im Bericht der„Republik" erwähnten 8 verwundeten vor- lälvfig in der Ka'erne belassen. 8. Daß Gefangene von den nachdrängenden Soltaten und der Zivilistenmeng« erschossen sind, entspricht leider den Tatsachen. S. Eberl schickte— ohne äußeren Anlaß— mitta?« zur Kaserne und ließ die Anweisung geben, di« Vefemgenen zu schützen vor Mißhandlungen. 1k>. Mcht etn Mitgefangener Hauptmann war vom Regiment entlassen worden, sondern ein Leutnant, der bi» dahin Gefangener der Spartakisten im„Verwärt«" war. 11. Die im Bericht erwähn?« Selma Patsch« nntz andere an» der umstechenden Menge Ge'angcn« wurden von den Pot«. damern mii-�führt, da sie gegen di« vorgehenden Soldaten ver« hetzende Reden gehalten hatten." Wir haben dieser eigenartigen„Berichtigung" Raum gegeben, müssen aber bemerken, daß sie nicht nur nicht«.berichtigt", son- dem im Gegenteil di« wescnllichsien Angaben unsere« Gewähr«- ■manne« b e st ä t i g t. Die von un» festgestellten Tatsachen wer- den nicht Scsiritten, sondern in einer Weise beschönigt, die jedem anständige» Menschen die Schamröte in» Gesicht treiben muß. Die Verfasser der.obenstehenden Erklärung hätten besser getan, zu schweigen al« sich zu Verteidigern einer schlechten Sache zu machen. Dauerl's noch lauge? Unsere Telephone sind noch immer auf Befahl fc« R» gierung abgesperrt, ebenso unser Telogrammverkehr«och außen. Wir sind neugierig, wie lange Feit die Regierung zur Aufhebung dieser dummen Maßnahm« brauch« wir». Schauergeschichte». Die bürgerlich« Presse inclusiv«.Vorwärt»' ist voll hm Schauergeschichten übet die Erstürmung und Besitznahm« tat ZeitungSundernohmungen. de« Polizeipräsidium» und d«» Schless»' schen Bahnhof». Der Phantasi« der Berichterstatter mache« die Berichte alle©fir«. aber mit den Tatsachen stehen sie in krassenr Widerspruch. Nach der Vorwärtdbefchrerbung sind die einzelnen Punkle fast durchgängig freiwillig geräumt worden, ohne d»G deshalb der große Aufwand nötig gewesen wäre. Totveit eZ sich um da» Polizeipräsidium handelt«, stich die dortigen Sicherheit« marinschaften ordnungsgemäß angestellt gv> wesen, von einer nichtrechtlichen Besetzung konnte gar kein« Rad» sein. Die nächste Erstaufführung der V-MbLhne wird Aoguft Strindbergs„Luther" sein. Die Titelrolle spielt Friede«» Kayßler; die Regie de« Stücke» liegt in den Hände» von De. Po» Legband. tebensmitlMlender- LrbenSmittekverkorgnng in Nrukäln. Der Verkauf um» 000 Gramm Marmelade auf Abschnitt 90 der LebenSmiltellarte. von 200 Gramm Nudeln auf die Abschnitte 2S und 28 der Leben«. mittelkarte für Jugendlich« und 1 Dose Malzextrakt auf Ab» schnitt 140 k der WarenbezugSkarte für Kinder wird fortgesetzt. Auf den Abschnitt„O" der Hau»haltk-rten wird ei» Sriefcha» Süßstoff ausgegeben. Zu Berlin.Tchöneberg findet bi« zum 1«. Januar vor- anmeldung statt für 100 Gramm Teigwaren auf Abschnitt 88. 100 Gramm Grouven auf Abschnitt 80 der Gr»ß-B«rlin«r Lebe»«- mittelkarte, 100 Gramm Teigwaren auf Abschnitt K mm 100 Gramm Graupen auf Abschnitt 2S der Jugendlichenkarte.■— Ohne Voranmeldung werden vom 18. bi« 8t. Ja»«ar an alle Kinder und Jugendlichen bi« zu 17 Jahren S Pakete Milchsüßspeisen auf besonderen BezuoSschein auSgegeben. Ferner werden in der nächsten Woche 200 Gramm Marmelade auf tzte Abschnitte SS und SS der Groß-Berllner Lebensmittelkarte ver» teilt. Weitzkohl-Tauerkraut gelangt in den durch Authang tarnt- lieh gemachten Geschäften freihändig zum Verkauf. Wilmersdorf. Vom 18. bi« 10. Januar Fortsetzung de« 9cfr kauf« von Fischwaren. 100 Gramm Gerstengraupen, 1BÖ Gram» Grie» auf die allgemeine Sroß-Verliner Lebensmittelkarte. 100 Gramm Brie» kur Jugendliche. 100 Gramm Puddinapnkver auf die BezugSkarte iür Sinzelperfsnen, markenfreie« Zack«» kraut in beliebiger Menge, b Pfd. Kartoffel« auf die Hwept- kartoffelkarte. 2 Pfund au« der eisernen Ratio». Pankow, vom DienStan den 14. Januar ab verde» k, ste» bekann len Geschäf�n gl-gen Abtrennung des Bezug«- und üuit- tungSrrbschuittS 89 von der allgemeinen JebsnSmtttelkartze 100 Gramm Graupen zum Preis« von 0 Pfennigen»uA&geta» Ugs de« orgaulsMue«. Lichterselde. Am Mittwoch, den 15. Januar, abend» S M. findet bei LenZky. Hindenburgdamm 55, eine außerortarttiche Mttgliederversamm.'ung statt. Erscheinen sämtlicher Mitglieder dringend notwendig �_ silveitog, den 17. Januar, eckend» 7% Ahr, findet bw fOtmmt, «ndcttburgdamm 104, eine öffentlich« Volksversammlung statt-m« der Tagesordnung: Die bevorsiefende»atu-nalwah�. Lichtenrade. Mittwoch, den 15. Januar, aornck«. Ar. t« Goal« de» Waldreswurani« von«undlach. Hiwertstvaße 20: Oes- fentlich« Versammlung. Vortrag: Der Trnst der Zeit. Fr. ZubeiT u ffion. Reinickendors.West. Am Mittwoch, den 15. Januar in Hart. m:nnS Brauerei versammlang. T-O.: Einigung»M Rationalwahl. Genossen jeder Richtung eingeladen. Rru- Konstituierung de» Vrtlvereiu» Sregli»»er U. G. P. Sine überaus zahlreich besuchte Versammlung von Mitglieder» und Freunden der U. S. P. beschloß a« 9. d. vi. die Rcu-Grü«»» Jung einer Ort»gruppe Steglitz. Zahlreiche Rcuann�ldungen bewiesen da» siegreiche Vordringen unserer Ideen auch»n dreser Hochburg der Reaktion. Al» 1. Borsitzender würbe Genosse Karl Zachow. Südende. Stephanstr. 8. al» 1. Kassierer Herbert Leu«. Steglitz, Holsteinische Straße LS, II, gewählt. Tag und Ort nn- serer jetzt häufig statt f med nden Versammlungen wird noch bv- kanntg« macht._ Verantwortlich für dt» Redaktion: Alkr»d Wt»l«pp, Reubölln.--- Druck der Llndendruckersi und verloosgesellschaft«. d. Echiffbauerdamm 13._ fiROSSt AU�XAHL , öiujcr PREISE. Aul>»Airvacn oeaueMC ZAtlLWEibE �5 Verlangen Sie unsern Prospekt 333. Spezifliarzt t. HkauI-» Ha»-Fva«Gti!cid#n. �alvursnn-Kuren. Blutuntersuch. 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Januar» abendS 7 Uhr» N»ton«-Vra«e»ei, Wintergartensaal» Hasenheid« stA. TageSard-'ung, Die Wahle» zur Ratio, ialversam»»lung.— Rcf.:iscn. Hu«» H..at« Paeteigeuaffeuk Sora» fite«asseudesuch. Der Propaganda.»«»ichnst.