Sazelpreis 10 pfg. Mt ntAHrrt mer�m» nnt»»chMNt»»»,« Jen*, nrt JllKiyll ?«, 8»juj«rn;.» tftrJjt bei freier Axffelun- in* 6«a» Wt®«|•#♦?«» tavi« M UreHem peftbe juj obre Lestellzebahr m»n»fUch?!N.bei Aisiellunz anlee tireifb«»»» m. Ow»jreibtit� ist in ben ersten Nachtrag b«r Postzeiwn,«l>ft> fü» ibl* ÄcfcflW»«; Verl!» NW. 6, Tchlffbauerdam« 19 UR. H>»ip»»cher: AaU Nord«,?S»» med*Sa&. V L e IbenS-fwsgads Ntm Kmm Topf. JUtbit VnitMf iwt»»»T»ft*»»ris5pf, i»»e*it.»ifma>*rt IS pf. Tenenin-rszafchi-,»«y 8*1 H«»ili,n» erat Derfiwmlon�Mnjeijri fällt de» Koschlaß f-et. �nfernf, für beer bar-sf» «ßen»«« I«,»»1«, fpätestr»,»i« 5 Uhr„»chmiftnz« t»i»er C�iMiiwi»nf, rieben|W4 •flKkUteR: Berlin NW 0.«chiffbRnerkam« IG S«Rskk«cheri«RU RRVkllR 979» $eriiner■Organ bar Unabhängigen SorMöanofmHe Seutltfilanös Jahrgang 2 Dienstag, den 14. Januar 1414 Nummer 25 Demolraiisierung der Velriebe. Angestillten- und Arbeiterausschüsse. Dir leben seit dem S. November l9lS in einer demo» Datilchen Republik auf p-ivatkapitalistischer Grundlage. Manche Leute glauben, dasz eS nur noch deS Zusainmen- trittcs der Nationalversaiunilung bedarf, um ihr auch noch den sozialistischen Einschlag zu geben. Man braucht nur bie Borganige im BergHuu zu v»l folgen, um diese Illusionen sofort richtig einzuschätzen. Anstatt durch eine beschleunigte Verstaatlichung der Grubenbetriebe beruhigend auf die Aergarbeitcr einzuwirken, werden den Bergmagnaten mili» tarische Schutztruppen gegen die revolutionäre Arbeiter» schaft zur Verfügung gestellt, die sich nicht lange bei Demonstrationen aufhalten, sondern ungesäumt j�u knallen anfangen. Ob die Vertreter dieses RegierungKsyitems unS Nun nach dem l9 Januar eine ernstl>afte sozialisierung dringen werden, scheint mir zweifelhaft.„Aber," so wird täglich verkündet,„wenn wir auch nicht von heute auf inorgcn sozialisieren können, so werden wir doch demo» ir a t i s i e r e n." Wie steht eS mit der Demokratie in ««serer jungen Republik? Man kann unmöglich behaupten, daß sich eine soziale Demokratie darin erschöpft, das demokratische Wahlrecht rnm Parlament einzuführen. DaS Staats- und Wirt» fchaftSlebrn können nicht voneinander getrennt werden. Wenn der Staat aufhören soll, eine Zwingburg der kapita» listischen Klasse zu bleiben, dann muß die Errichtung einer volkSherrichaft im Staate Hand in Hand gehen mit der Demokratisierung des Arbeitsverhältnisse». Jede Fabrik oder jeder andere Großbetrieb stellt in sich ein kleines Staatswesen vor. Die„Deutsche Arbeit» ieber-Zeitung" vom 28. Juni llll? meinte treffend:„An er Spitze steht der Unternehmer als verantwortlicher Leiter des Ganzen, seine Prokuristen und AbteilungS» Vorsteher sind die Minister, ein abgestufter Beamtenapparat »IS zum Vorarbeiter herab ist unentbehrlich, und die Masse der Arbeiterschaft läßt sich dem Volk vergleichen, da? sich zu einer großen Gemeinschaft vereinigt hat." Dieser ParalleliSmuS zwischen Staat und Betrieb ist heute nicht minder bedeutungsvoll als vor dem 9. November, denn die Eigentümer der großen Betriebe üben auch heute noch in diesen Hoheitsrechte aus. die eigentlich nur der Gesamtheit de» BetriebSpersonalL zukommen können. Wie im demo- fratischen Staate die Gewalten nur geteilt anSgeiibt und Gesetze nur nach gegenseitiger Ueoereinstimmung von .Negierenden und Negierten in Kraft gesetzt werden können, gi müßte ein konstitutionelles Fabriksystem die mindeste orauSsetzung demokratisch aufgebauter Betriebe fein. Man sollte annehmen, daß, wenn die deutsche„soziale" Republik schon hinsichtlich der Sozialisierung jede Aktivität vermissen läßt, wenigsten» die Demokratisierung der Be- triebe in vollem Umfange zur Einführung gelangt. Den Anfang dazu sollte eine Verordnung de» Reich»- arbeitSamteS über die Errichtung der Angestellten- und LrbeiterauSichüsse machen, deren Wortlaut in Nr. 6 der »Freiheit" veröffentlicht ist. Sie ist da» dürftigste Machwerk. da» den Arbeitnehmern geboten werden konnte. Zu- nächst werden nicht alle Betriebe erfaßt, sondern nur die- tenigen. die mindestens 29 Angestellte oder 29 Arbeiter eschastigen. Ein Vorschlag der freien Angestelltenverbände. auch dort BetriebSauSschüsse zu errichten, wo die Zahl der Angestellten und Arbeiter zusanimen 29 beträgt, ist «nberücksichtiat geblieben. E» muß serner zum Wider- spruch herau»soroern, daß für die Errichtung der Ausschüsse in der Hauptsache die Ausführungsbestimmungen des HilsSdienstgesetzes ohne jede Korrektur maßgebend sein sollen. f§ II, Absatz 1.) Es sei hier nur auf die 88 9—9 diejer AuSführiingsbestimniiingen vcnviesen, nach denen der Unternehmer deS Betriebes die Konstituierung des Ausschusses, die Leitung der Sitzungen, ihre Sinberufung vjw. vorzunehmen hat. Diese EinzelbestimmunAen nPißten doch mindestens von der zuständigen Stelle einmal nach- gelesen werden, bevor sie unbesehen verewigt werden. Soweit aber das HilsSdienstgesetz durch einzelne Bestimmungen im 8 l! der neuen Verordnung ersetzt wird, find sie durchaus reaktionärer Art. Die Arbeiter und An- gestellten werden z. 33. nicht damit einverstanden sein können, daß nach 8 lt, Ziffer 2 der Arbeitgeber die Zbahl r« leiten hat. Die Ersahrungen beim HilsSdienstgesetz haben zur Genüge gezeigt, in welch unerhörter Weise die Unternehmer versuchen, auf die Zusammenietzung der Aus- lschüste Einfluß zu nehmen, vor allem durch Aufstellung von gelben oder sonstigen Kandidatenlisten ihrer Günstlinge. Die neue„Demokratie" feiert geradezu ihren Triumph p ku vestünmuna, daß all« Angestellten und Arbeiter unter 29 Jahren nicht nur vom passiven, sondern auch vom aktiven SSahlrecht ausgeschlossen sind. Auch hier waren alle Hinweise deS Vertreter» der Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltcnverbände airf die Entrechtung der Massen der jugendlickfen, vor allem der weiblichen Angestellten vergeblich. Die Altersgrenze von 20 Jahren ist für die öffent- lichen Wahlen richtig gewählt. Bei der Vertretung ihrer Interessen gegenüber dem Unternehmer muß aber auch einem 17jährigen Angestellten oder Arbeiter ein Mit- destimungSrecht gewährleistet sein. Die Entrechtung der Jugendlichen wird freilich dadurch teilweise auSgegliäien, daß diese Verordnung auch für die übrigen Arbeiter und Angestellten kein Mitbestim» m u n gS recht vorsieht. Die Befugnisse der Ausschüsse, die im ersten Entwurf im Umfange deS 8 t2 des HilsS- dienftgefetzeS. geregelt ivaren, wonach der Ausschuß lediglich Wünsche und Beschwerden äußern kann, haben infolge deS Eingreifens der freien Angestelltenverbände allerdings eine Erweiterung erfuhren. Nach der jetzigen Faffuna hat der Ausschuß bei der Regelung der Lohn- und Arbeits- Verhältnisse wenigsten» mitzuwirken. Bedauerlich. wenn nicht unverständlich aber bleibt nach wie vor, daß sich das ReichSarbeitSamt unter keinen Umständen dazu hat bewegen lassen, ein eimvandSfreies MitbestimmungS- recht der BetriebSauSschüsse in der Serordmmg festzulegen. Gerade diejenigen Kreise, die wie daS ReichSarbeitS- amt immer noch daran zweifeln, daß in einer Reihe von Großbetrieben die Sozialisierung bereits spruchreif ge- roorden ist, müßten nun endlich dafür sorgen, daß die An- gestellten und Arbeiter durch entsprechende Vorbereitung allmählich befäliigt werden, bei der kommenden Sozialisie- ning innerhalb der einzelnen Betriebe selbst mitwirken zu können. Solange ihnen aber jedes Mitbestimmungsrecht und damit auch die Einsicht in das innere Getriebe der Produktion versagt bleibt, vermögen wir an die ernstliche Absicht einer Verstaatlichung der Industrie auch in künftig absehbarer Zeit nicht zu glauben. Der Mangel des Mit- bestimungSrechtcS der Ausschüsse wird auch Volkswirtschaft- lich schädliche Folgen haben müssen. Wie denkt sich da» ReichSarbeitSamt u. a. die Hemmung der Massenentlassun- gen, wenn den gewählten Vertretern der Angestellten und Arbeiter auch hierbei keine entscheidenden Befugnisse eingeräumt werden? Diese Mängel der Verordnung sind besonders beklagenswert, weil hier zum erstenmal gezeigt werden konnte, daß neben der politischen Verfassung»- reform auch innerlmlb der Avbelterverhältnlsse im Betriebe endlich in daS alte System Bresche gelegt werden soll. Wenn e» nach alledem ans �ie gesetzliche Regelung allein ankäme, so würde der BetriebKabsolutiSmuS ungehemmt weiter bestehen können. ES wird aber an den Angestellten- und ArbeiterauSschüsse« selbst liegen müssen, sich im Verein mit den hinter ihnen stehenden Massen ibr Mitbestim. mungSrecht zu erkämpfen. S.« u f h ä u s er. Vle Verhandlungen des Zenlralrols. lDer offizielle Bericht.) Der 8«ntr«lrnt deriet am lS. gainiar in«nweseicheit eines vertreiers de« KriegSministeriumI vorlagen über vor» läufig« Regelung der« o m m a n d n g e Iva l t, über Stellung der S o l d a t«» r i t e im Kriedenäheer« und über vorläusige vestiinmun�en über Bekleidung im YriedenSheerv in erster Lesung. Die Beratungen hierüber werden am t». Yanimr vor. mittags weiiergesiihrt werden. Dann trat per Zentrairat in Verhandlungen ein mit der Kommission der revolutionären Obleute de» Berliner Je n t ra I vor st a n o e s der U.S. P.D. unh dem Croßberlinrr Vorstand der E. P. D. Gegenstand der Verhandlungen sollen die übrigen Fragen sein, die zuerst durch die Vermittlung«- lommission und den Zcntralvorstand der N. G. P. D. in den Beratungen mit den VoilSbeanitragten berührt worden sind. vor Eintritt in die verhandluiigtn wurde die Ttcllung der revolutionären tbleute erörtert. Es ergab sich au» den Verhandlungen, duß die reooluiionären Obleute der U. T.?. T. angehören, daß abci ihr« Beschlüsse unabhängig von dem Vorstand der U. L. P. D gefaßt und daß sie später ausgeglichcn werden. Heber die Wahl und Befugnisse der revolutionären Obleute und den Kreis der Ardeiter, die sie vertreten, ist völlig« Klarheit nicht geschaffen. Hicraus wi rde auf die Boraussetzung zu den Ber° Handlungen zurückgegriffen. Der Zentralrat hatte erklärt, d-iß die Verhandlungen eröffnet würden, wenn von der U. E. P. T. und den revolutionären Obleuten die Pressefreiheit un» «tngrschränkt anerkannt und die Zeitungen herauSge- geben feien. Da» ist nicht geschehen. Die Zeitungen lind viel, mehr durch die Truppe» befreit worden. Es»urdc hierbri«r- wähnt, daß erneut« Angriffe gegen den vorwärts am Montag nachmittag, den 13. Januar, vorgenommen worden find. fSc revolutionäre» Obleute und der Vorstand her lt.« P. D. erklären übereinstimmend, daß sie von diesem Angriff nicht richtet sind, und daß sie diese Angrisse auch nicht billigen. Darauf wurde in die sachlichen Verhandlungen eingetreten. von den Vertretern der Obleute und der U. S. P. D wurde Na» fordert, daß die Regierung durch den Zentralrat ao« berufen werde. Bei Begründung dieser Forderung wurde vrt» langt, daß die Entscheidung hierüber sofort erfolgen solle. Dem» «egenüber wurde erwidert, daß ohne Beratung über die neue« lersonen und ohne Feststellung de» P r o g r a m m s, da« bis neue Regierung zu vrrircien Hai, über die Abberufung von jetzige« Bolksbeanflragien nicht beschloffen werden kann. Die Verhandlungen wurden auf Dienstag nachmittag X» Uhr vertagt. Vle bayerischen cavdlagsmhlea. Der Stand der Ergebnisse war W.T.B, zufslg« am BlaRtSß abend 8 Uhr: Von 191 rechtsrheinischen DistriktverwaltungsbehSrde« liege« dl« einstweiligen Wahlergebnisse zum bayerischen Landtag fstr 147 TistriklsverwaltungSbezirk« vor. Hiernqch entfallen auf die hauptsächlichsten Parteien: Bayerische Volkspartei(Zentrum) 734474, sozialdemokratische Partei 69843». Deutsch« PolkZpartei 319182, Bayerischer Bauernbund 230 838, Rational« liberale und bayerisch« Mittelpartei 86 138, Unabhängige Sozialdemokraten 67 393. Mtltelslandspartei 3180. Unter- offizirrspartei 9236. In den Zahlen sind die Wahlergebnisse vOP Nürnberg ganz, jene von München zum größten Teil mitenthalteT von 416 Münchener Stadtbezirken schien noch 89. Tagegen liege» die Wahlergebnisse au» verschiedenen Städten, z. v. Augsburg Fürth, Würzburg überhaupt noch nicht vor. so daß sich die A«. samtergebnisse nach verschieben können. Fall« daß durch di« noch ausstehenden Resultate das Stimmergcbni« der»in. zelnen Parteien zueinander sich nicht erheblich ändern, dürftea als Ergebnis der Wahlen auf die Bayerische volktpartri 36 AS. geordnete, auf die sozialdemokratische Partei 30 Abgeordnet«, ans d!« Deutsch« vollsparte! 22 Abgeordnete, auf den Bayerischep Bauernbund 18. auf die Nationalliberalen 7 und auf dt« Un- abhängigen 4 Abgeordnete entfallen. die„Absetzung der Negienmg". Der„vorwärts" veröffentlicht ein Schriftstück, da» M» 6. Januar datiert ist und folgenden Wortlaut hat: Die Regierung Tbert-Scheidemann hat sich an- möglich gemacht. Die ist von dem unterzeichneten Revoliitian»» ausschliß, der Vertretung der revolutionären sozialistisch«!« Arbeiter und Soldaten(Unabhängige sozioldemokratisch« Partei und kommunistische Partei) für abgesetzt erklärt. Der unlerzeichnet« Rcvoiutionsausschuß hat die Regte» rungSgeschäfte vyrläuf.g übernommen. Kameraden. Arbeiter, schließt Euch den Mahnahmen da» Revolutionsausschuffe« an. Dazu möchten wir bemerken, daß sowohl die Einsrtzuna de» Revolutiimsausschusses als seine Aktion ohne Zustimmung de» Zentralvorstandes der U.S. Ä. D. ersolgt war. Der Zentralvorstand hatte e» a,ulh ab- gelehnt. Ledebour al» seinen Vertreter anzuseh««. Neuer Miülar'smus. Die Schlessereien, die auch eestern abend wieder in Oersrn. hesondcrs im Zeitungsviertel, auvauerlen. gebe» der hürgerlichtn Presse willkommenen Anlaß, für die Bewaffnung dee Segen- eevokuiion in verstärktem Maße einzutreten. Es ist röhrend. wU besorgt ste um dee Autorität der Regierung Eifort-Ziozl« ist, die „erst den kleinsten Teil de» Weges zurückgelegt" habe. Dia »Deutsche Tageszeitung", die dieses heut« wieder im Bund« mit der �oiizen wilden Reattip» und untcr Hetzereien gegen die.Freiheit" schreibt, sollte doch nicht allzuiel auf einmal verlangen, Wir meinen, daß doch schon ganz Ertleckttckes im Sinn« der qlten Machthaber letzthin geleistet worden ist. Aber die Äegenrcvolutionäre sind unersätttich und geberdeu sich kriegerischer denn se. Die RegiccunpStruppen, heißi es«el» irr in der.Dtsch. Tgsztg." unverhüllt, hätten derartige groß« uatz dringende Ausaaben vor sich, daß sie gar nicht stsrl genug seien und gar nicht schnell genug wieder aufgefüllt werden konnte», gleichviel, ob sie in der Hcimot kämpfen oder da« Land im Osten schützen müßt?». Immer bestimmter verlautet. Hotz H i n d e n b u» fl in den nächsten Tagen da? Kommando sibe? den gesamten Grenzschutz Übernehmen werde. Tagiäglich wimmeÜ die deutsch« Presse gegenwärtig von Aufrufen und Werbun» gen freiwilliger Truppenkörper, dt« auch dem verwöhntesten militärischen Geschmack entsprechen. Auch« e a M t» und Lehrer werden jetzt iip Einvernehmen mit dem Oberbefehts- Haber R o» k« aufgefordert, sich de» Regierungstruppen zur>«»' sügung zu stelle» und in die Fu'ilvillinenbataillone der'itordg. Kavallerie. Artillerie. Infanterie, LandslägkO und Schütztakorp« usw. einzutreten. Wie dicst Pewafkiiung der Bürger, Beamten. Sindente si. Berufssoldaten und Offiziere zumal nach tzem itrenqeu UntWiikl «mnMira, mif vie SttBettttfdwft wirken muß. danach fragt die heutige sozuliitlsche Regierung nicht. Die unausbleibliche Rück. Wirkung auf die A r t eben»Verhandlungen mit den Völ. kern, b;c die Beseitigung de» deutschen Militarismus sich zum Hauptziel gesell haben, dürfte jedoch auch denen zu denken geben die letzt mit schlechtem Beispiel und auf Umwegen die Auf� rustuna statt der A b r ü st u n g betreiben und allen Verderblich. keiten de» a l t e n System» nacheifern Der weiße Terror la Berlin. Bon Anwohnern der unteren Wilhelm st raß«. die ausdrücklich betonen, daß sie keine Anhänger Liebknecht» sind, auch da» gewaltsame Vorgehen der kommunistischen Partei nicht billigen, geht u»S über die schmachvolle Bes-iidlung der gefangenen Spartakisten folgender Protest ,u: „Uebcr die Art» wie die gefangenen Spartakisten behandelt worden sind, darüber schweigt sich die Presse entweder ganz au», oder umschreibt e» mit höhnischen Phrasen, wie:.Die Gefangenen wurden von unseren Truppen entsprechend empfangen Die .Tägliche Rundschau" weiß über dt« Aushebung bei Büxenstein zu berichten, daß die vorher pradlerischen und listigen Spartakisten «ruf der Straße, auf den Knien liegend, händeringend um ihr Leben gefleht hätten. Aber den Schluß dieser Tragödie bringt sie wohlweislich nicht, denn— diese nackte Wahrheit— fürchten oder leugnen sie. Dafür ist auch der Entkräftigungsversuch der»B. Z." vom !L...Eine Lüge über Oberst Reinhard",«in Deweis. ES heißt darin u. a.:.E» ist nicht wahr, daß in den Kasernen Gc» fangen« aus dem.Vorwärts" erschossen worden sind. ES sind allerdings im VorwärtShouse einige Leute, die mit der Wafse in der Hand mitkämpften gefallen." Warum sagt man nicht die volle Wahrheit? Wann und wie sind dies« Leute, die mit der Waffe in der Hand mitkämpften, gefallen? Auf diese bewußt sophistische Umschreibung müssen wir die Antwort geben: Nicht während der Kampfhand» l u n g. sondern als wehrlose Gefangene! Trohdcm die Einsender mehr unter dein spariakistischen Terror gelitten haben, al» mancher Leser, so glauben sie als Men- schen sich dcnnoch zum Sprecher machen zu müssen für diese roh und unmenschlich behandelten Gefangenen und für die Er- mordeten. Nennt man daZ:.Einige, die mit der Wafse in der Hand kämpften, sind allerdings gefallen", wenn man wehrlose deutsche Gefangene, die tatsächlich, wie die.Tägliche Rundschau" zugibt, auf der Straße aus den Knien liegen, mit er- hobcnen gefalteten Händen um Gnade flehten, nach wuchtigen Kolben stoßen gegen den Unterleib zur Mauer treibt und dann wie einen Hund niederknallt? Solches Blut schreit auch zum Himmel und wird gewiß nicht unperächt bleiben. In diesem Falle trat noch ein mitleidiger Samariter mit erhobener Fahne de» Roten Kreuze» zwischen den Gefangenen und die blutdürstigen Soldaten und rief etwa folgendes: Kameraden, der Mann ist ge- fangen und wir dürfen kein deutsches Brudcrblut vergießen. Aber auch der Ruf diese» edlen Menschen konnte da» schmachvolle Ende diese» Unglücklichen nicht verhindern. Besonder» würdelos benahmen sich Leute durch Handlungen an den Wehrlosen, die sanft in der Ocsfentlichkcit Anspruch auf .Bildung" erheben." » Al» am Tonntag früh da? Polizclprästdium„erobert" war, wulfden die Gefangenen aigeführl Uebcr die Art der Behaut»- i�rng derselben wellen wir nicht besonders berichten. Dal wird späterer Zeit vorbehalten sein. Al» der GcfangenentranSporl vor die Alcxanderkaserne kam, wurden fünf davon an den ersten Pfeiler der Kaserne svoin Alcxanderplatz au») auf offener Straße an die Wand gestellt und von RegierungSsvdaten, die aus dem Tamm zwischen den Siraßenbahnschinen Stellung nahmen, niedergeschossen Jeder Passant kann sich die Spuren der Kugeln in der Saiidsteinsassade noch jetzt airsehmr Die Leichen wurde» in die Rotc-Kreuz-Station beim.Krug zum grünen Kranze" geschafst. Die übrig?» Gefangenen wurden, während sie durch da» Tor in den Kosernenhaf transportiert wurden, in der unerhörte- sten Weife von Negnerungssoldaten, sogenannten.Maikäfern", mißhandelt und mit Kolbenstößcn traktiert. JustuS Braun (3. Wahlkreis), der sich unter ihnen befand, erhielt eine» Kolben- schlag inS Gesicht, während man-hn all den Anführer der Rebellen bezeichnete. Man drohle. ihn vor eine Kanon« zu binden, um ihn von einer abgefeuerten Ladung in Stücke reisten zu lassen. Man konnte annehmen, daß so e:wa» nur lecre Drohungen seien. Wie ernst die Situation aber war, ergibt sich au» folgendem: Tin sechzehnjähriger Knabe, der unter den Ge'angenen sich befand. natürlich Zivilist, rief auf dem Kasernenhof:.Hoch lebe Liebknecht!" und erbiclt von e'nem jungen Soldaten des Maikäier-RegimentS mit dem Kolben einen Schlag auf den Kopf, der ihm den Schädel spallete. Der junge Mensch brach zusammen: ein Saniiäter sprang hinzu, um ihn zu verbinden. Darauf schrie man den Santtäter an:.Zurück! Laßt den Hund verbluten!". Der Sanitäi? mußte von seinem Samariterwerk abstehen Der jurge Mensch erhob sich noch einmal und bat ihm doch nichts mehr zu tun. Man rief ihm zu. er solle ausstehen, stch umdrehe» und mit erhobenen Händen zur Wand gehen Mit Zuiammennahme der letzten Kräfte befolg!? der Schwerverletzte diesen Befehl. Ein junger Scharfschütze kniet« an der gegenüberliegenden Kaserne nieder und sckoh durch »inen Treffer in den Hinterkopf den jungen Menschen nieder. Ein gefangener Ehaufseur, der sich Aeuherunge« lmgegen er- laubte, wurde sofort durch drei Schüsse niedergestreckt An der Stelle, wo der Sechzehnjährige getötet wnrde, lag sein volle» G-Hirn. da» bei dem Schuß herauSgesprungen war, nebst der Mütze noch nachmittags in der vierten Stunde auf dem Kasernenhof. Jedes Wort der Kritik würde nur diese Tatsachen abschwächen. Der nachfolgende Bericht, der uns von anderer Seite zuging und Beobachtungen wiedergibt, die spälcr gemacht morden sind, be- stätigt die erste Darstellung in einigen wichtigen Punk'en. .Nach der Versammlung der U. S. P. D. am 12. Januar im Friedrichshain bildeten die Teilnehmer einen Temonstra'iouszug. der sich»ach der Mnnzsiraße begab und vor der Alerandcrkascrne Halt machte. Hier bildete sich auS der Mitte der Demonstranicn eine Kommission, die de» Auslrag erhielt, sich nach dem Bc- finden und der Behandlung der bei der Einnahme des Polizeipräsidiums durch ReawrnngZlruppcn gemachten Gefangenen zu erkundigen. Auf dem Wege über den Kaseruenhof beobachteten die von einem Mi'gliede de» Scldatenra:» pksüh.ten Genossen zwei große Blutlachen. Aus Befragen f hielten sie von dem SoldatenratSmitglied die Auskunit. daß da» Blut von der.standrechtlichen Erschießung zweier jugendlicher Plünderer" herrühre. Die Kommission wuroe dann in den Exerzierschuppen geführt, in dem sich die Befangenen befanden Diese gaben an. daß sie von den..Maikäfern", die da» Präsidium gestürmt batlen. mißhandelt und als Verbrecher geschimoft worden siud Unter den Inhaftierten befand sich G e n o s s e B r a n n. Er wurde von den übrigen Gefangenen isoliert gehalten. Wiederholte Bemühungen der Kommiision. Braun»u sprechen, stießen au« den Widerstand der Wachmannschaften, dir strenge Anweisung hatten, ihren Ge- fangcnen völlig abzuschließen. Da sich Braun jedoch in der Nähe befand und von den KommissionSmitgliedern gesehen werden konnte, konnten die Genossen bemerken, daß Braun der- wundet war. Ueber die Ursache der Verwundung Braun» gibt der obenstehende Bericht Aufschluß. Entwaffnung Berlins— Bewaffnung der Aeakklon. Amtlich wird gemeldet: Tie planmiissige Entwaffnung hat heute früh 7,30 Uhr begonnen. Moabit ist besetzt bis zum Serbin- dungSkanal und die dortigen Brückenübrrgänge über de» Ver- bindunzskanal find gleichfalls besetzt. Besetzt find die Bamag, bor LandrSaußstellungSpark, die EiemenS-Tchuckertwerkr nfw. Tie Besetzung ist unblutig verlaufen; die Arbeit wird fortgesetzt. «Die Gardr-Kevallerirschützendivision hat nichts mit der Garde. Kavallerie-Divifion zu tun. Tie Garde. Kavalleriefchühendwifion fetzt fich zusammen au» dem Regiment Reinhardt und der eisernen Kieler Marinebrigade.j Die dentsch-hollandischen Virlschaftsbezlehnngen. Amsterdam, l«. Januar..Algemeen HandelSblad" meldet. daß das WirtschaftSproviforium an Teutschland jetzt g e k ü n- d i g t sei. Das neue, mit den Alliierten abzejchlossene, sieht auch eine Neuregelung der Ausfuhrbeziehungen Hollands zu Deutsch- land vor. Im Augenblick besteht kein einziges offizielle? Ab- kommen über die wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland. Ueber eine Neuregelung wird noch verhandelt. VolllTche Uachr'chkev. Verhaftungen. Wie au» Steglitz gemeldet wird, ist die dortige Wohnung Liebknecht» gestern polizeilich durchsucht worden. Di« in der Altonaer Straße 11 in Berlin wohnhaft« Schwester Liebknechts wurde verhaftet. Ferner wurde gestern mittag die Schwester Rosa Luxemburg» von Mannschaften de» freiwilligen Helferdienste» in ihrer Wohnung verhaftet. Sbenso wurde auch Dr. Paul L e v y, der sich dort aufhielt, festgenommen. Bremen und dl« Nationalversammlung. Ter Arbeiter- und Soldatenrat hat m:t 101 gegen 88 Stimmen die Beteili- gnng Bremen» an der Nationalversammlung beschlossen. Generalstreik iu Argentinien. Die Arbeiterverbände haben den allgemeinen Ausstand in der ganzen Republik erklärt Di» Eisenbahnen in Mittel- und Westargentinien haben den Dienst eingestellt. Berichtigun«. Ein.Berliner Notizenblatt" sNr. A dom 11. Januar) da» anonym erschien, bringt die Nachricht,.der frühere Staatssetretär und Berliner Sladtverordneie Tmanuel Wurm" sei den SparakuSleuten behilflich gewesen, einen.Revo- lutionSgencral" zu finden Wie wir dazu erfahren, ist diese Mitteilung unrichtig. ES liegt eine Personenverwechselung vor, die dadurch entstanden ist, daß in dem Roien Soldatenbund, der der K-omnmnistischen Partei nahesteht, ein Soldat Wurm tätig ist. Der Staatssekretär de» ReichSernährunstSamt» und Stadtverordnet« Wurm hat von der Existenz dieses Soldaten Wurm erst durch die Press« Kcnntni» erhalten. Lire! auf der Hochtatzn. Geute früh find die Angeitelltsn der Hoch- und Unter- grnndbahn in den A ii S st a n d getreten. Ter Verkehr ruht seit heute früh vollständig. Es sind eine Reihe wir:- sckiaftlicker Forderungen aufgestellt, über die zur Zeit verhandelt wird. An unser» Leser! In den letzten Tagen war die Papierzusuhr für die „Freiheit" vollständig abgeschnitten. Wir hatten mit der Schwierigfeit zu kämpfen, überhaupt ein Blatt, wenn auch nur in germgem Umfange, herausgeben zu können. Aetzt hoffen wir aber, daß unser Blatt von morgen ab wieder in stärkerem Umfang erscheinen kann. Dir Nrdaktiou. Aus der Vollzugsrals-Sitzung. Der Vollc-ugSrat hielt am Montag eine Srunp ab. in der beschlossen wurdv die nächst« Vollversammlung der Arbeiterräte im GewerkschaftShau» am 17. Januar mit folgender Tage»- ordnung ab-»halten: 1. Erledigung der Tagesordnung her letzten Vollverfamm- lung. 2. Stellungnahme zu den Richtlinien für die Arbei:errSte Groß-BerlinS. (Zu dieser Versammlung haben Soldatenräte keinen Zu- tritt j Da der G-nosse Ledebour bis heute noch nicht ariS der Haft entlassen ist, wird folgender Beschluß dem Zeniralral so- wie dnn Rat der Volksbeaustragten einstimmig überwiesen: .Der VollzugSrat erneuert seinen Protest vom 11. d. M. gegen die ungesetzliche Verhaftung seine» Mit. gtiedeS Ledebour. Er muß unbedingt an dem Grund- sotz festhalien. daß Verhaftungen von VollzugSratSmitgliedern »ur nach Zustimmung des VollzugSrat» slatttfinden können. Ter VollzugSrat protestiert ferner entschieden dagegen, daß allen gcsetzlick»en B.stimmungcn zuwider der AurenibaltSort SedebourS verheimlicht, die Stellung eine» Nechtklbeistondes scr. hindert und de-' Frau des Genossen Ledebour der Besuch ihr:S Manne» unmöglich gemacht wird." Auf Grund wiederholter Anfragen, die RevolutionSopfer be- treffend, wird der Magistrat Berlin beauftragt, die Vorbereitung der Beerdigung derselben zu übernefrncn und dem Vollzug». rat einen diesbezüglichen Plan vorzulegen. Die Frage der Gefangene nbehandlung wird da- durch eriedigt, daß-t Mi'glieder des Bollzugsrates brauf'ragt wer- den, im Berein mii der Komman�aninr der St--dl Berlin die Anzahl sowie den Aufenthaltsort der Ge'angenen festzustellen und auf eine menschenwürdige Bebandlung hinzuwirken. Darauf wwd' folgender Antrag angenommen: Der VollzugSrat ersucht den Ra' der P�ltSbeai-stragden und den Aentralrat der deulschen sozialistischen Republik: 1. Für eine schleunige Demobilisierung und für sofortige Ausstellung einer VolkSwebr Sorge zu tragen, so- bald die avßenpo'itische Lage rS gestattet. 2. Tie Regelung der Kommandogewalt auf dem schnellsten Wege gemäß dem Beschluß d.'S Räte-Kongresse» durchzuführen. 8. Für eine sofortige Auflösung der Bürger- und «»»d»at«a»«br«n. di« von Tao«u Tag«ine» aeaen- revolutionäreren Charakter annehmen, sowie fltr dt« fofortßz« Entwaffnung der Zivilbevölkerung Sorge zu tragen. Bei Absatz 1 wurde der erste Teil einstimmig, die Wort« .sobald die politische Lage ei gestattet" mit v gegen S Stimme» angenommen. Forderung L und 3 fanden einstimmige A»- nahm«. Im Verlaufe der Sitzung wird folgende» festgestellt: Der VollzugSrat«rlärt, daß fein Mitglied Molkenbuh« seine Täligckeit in der Kommandantur ohne Auftrag de» Boll» zugSratS ausübt. Konferenz der kommunalen Arbetterrate Grotz» Berlins. Die Vollversammlung der kommunalen Arbeiterräte Groß- Berlins und der Landkreise Riederbornim und Teltow-BeeSko», über die wir bereit» kurz berichteten, beschäftigte sich mit eine« Antrag de» Berliner VollzugSra:», die Groß-Berliner Gemeinde» zur Kostendeckung mit heranzuziehen. Nach längerer, erregter Debatte wurde auf Antrag P f e i s f e r- Stralau mit großer Mehrheit beschloffen, sich grundsätzl'ch mit der Auibringuna der Kosten des VollzugSrai» einverstanden zu erklären und die Voll- Versammlung der A.. und S.-RS!e Gvoß-Berlin? zur Nachprüfung de» Etat» aufzufordern. Es wurde eine neunaliedrig« Kommisfio» cingcsetzt, die der von der Vollversammlung der A� und 6.»Räte zu bildenden Kommission beiacwählt werden soll. Darauf wurde in die Erörterung der Richtlinien für die Auf- gaben der kommunalen Srbeitcrräte eingetreten. Der grundsätz- liche Teil lautet: Der kommunale Arbeiterrw ist die höchste örtliche Instanz. Er bat da» Verfügung?- und Kontrollrecht über alle kommu- nalen Körperfchaiten fMapistrat. AmtS-, Gemeinde- und Gut»- vorssand, Stadtverordnetenversammlung, Gemeindevertretung, Gemeindeversammlung, Konimissianen und Deputationen). Er übt die Polizeigewalt" unmittelbar au» und hat die Kontroll« über da» Militär bei örtlichen Maßnahmen. Die Sitzungen der vorgenannten Körperschaften sind dem Ar- deiterrat zum Zwecke der Teilnahme mss Beratungsrecht unter Bekanntgabe der Tagesordnung rechtzeitig bekanntzugeben. Der örtlich« Arbeiterrat hat das VersügungSrecht über alle gemeindlichen Räume lTurnballen, Schulaulen usw.), soweit sie nicht zu ihrem eigentlichen Zweck benötigt werden. Keine Besatzung. Auf viele Anfragen teilen wer mit, daß unlere Redaktion keine Besatzung hat, sondern militärisch bewacht wird. Man ist auf uns liebevoll bedacht, damit uu» kein Schaden zugefügt wird. So aufmerksam war man früher nie; ein Bewei», wie weit wir e» gebracht haben Ans den Srganisslionen. Rleb»rbarnim. Flugblätter und Stimmzettel könne» sofort im Bureau abgeholt werden. KveiSvorftand. Temoelhof. Mittwoch, den 15. Januar, findet Zahlabend in folgenden Lokalen statt: 1., 2., 7. und 8. Bezirk bei Hansen. Borussia straße 62: 6. und 4. Bezirk bei Hennig. Manteuffel-, Ecke Friedrich Wilhelm-Straße: 5. und 6. Bezirk bei Reimer, Orden»- meister- Ecke Moltkestraße, S. Bezirk bei Fritz Happel. Ecke Gott- lieb-Dunkcl-Straße. Lichtenberg. U.S. P.D. Mittwoch, den IS. 1.. Flug- blattverteilung TvnnerSlag, den 16.�1. zwei Frauen- Versammlungen, Cafe Bellevue und Logen-Kasino. Freitag, den 17. 1., öffentliche W ä h l« r v e r s a m m l u n g bei Tem- pel, Cafö Bellevue, Hauplftr. 2. Tagesordnung� Tie bevop stehenden Walxcn zur Notionalverflunmlung. Referenten: Ate nossin Arrndjke und Kiesel. Genosse Paul Brühl., Vekamltmartnmfl betr. dt» vom Wahlaueschuß zugelassenen Dahloorschlägs für dl« Watzl« zur»erfaffunggebenbrn deutschen NatlonaloerlawmlunO in v«r»» Gemäß§ 2« der Mahw-imiiig für die Wahl,» zu. versassung gebenden deutschen Natwnelcerfcmmiung vom SO. November 1811 bringcn wir nachilehend die für dies« Wahlen zugelassenen 7 Wahl vorsäiläg« hierdurch zur össen lich-n Kenntnis. Di» Nomen auf den einzelnen Etimm'etteln dürsc: nur»inen einzigen der öffentlich bekannt gegebenen Wohlnorschläc!,«ntnomm«» fein Do, Enlnohmcn ror Namen aus verschiedenen Wohlro-schläger hat die Ungültigkeit de» Stimmzettel» zur Folge. Di» Sinzunahm, von..Wilden", d. h. von Pe jonen. die auf keinem der öffentlich be kcnntxegebenen Wahlvaifchläg« benannt sind. Ist unschädlich aber cmck unwirklam. Verzeichnis der vom Wablausschuft zugela"«»»« Wahloortchläg« tHe dt» Wablon zur vrrsassunggrbenden deutschin jloibnalon'ammtnng invrrll« 1. Dr. Friedrich Naumann. S. Gustav Harlmcnn. 3. Marie lllisobe'h Lüders. ?. Dr. Otto F-'rngel. 5. Albert Borchardt. k. Dr. B-uno Marwitz. 7. Hugo Sommer. 8. Franz Zlet'ig. S. Anna Schulz«. 10. Vro'. D-. Max Apl. 11. Anita Ri-n-i. 12. Carl Laabnlng. 13. Mar Madsen. 14. R!»a d Hilb-brand. 1. Mllh-t'« Lav-r— nz. Z. Sl�fried--on Kardorsf. 3. Oswald Hii-ta-n. 4. Margar»t» Bshm. 5. K-tdn Kock-. l!. D-. Mcml ffon-rt. 7. Schn�or. ' 8. Ulrich von WllamvwII» Moellendmf. 9. Paul Nüfter. •n."tacholi. 11. Otto L'nk-. 1®. Anna Ktio'- s-b. Röhricht. 11 I», w«,; H--;na. 1."«"mann. 2. M'chard Fi'cktet. 1. M-'iwsm i'-nnbuch, 4. Rodsri Schmidt. s..,»o.�--»-nn. 8. t?:,a->n S-nli. » A-'osl M-'-chlch. i. Adolf Ritter. 'I) FtGTIO*. ' 1 er.'-«.-NN. -a �™ •n t GNl-»ch 1 m 3. Gustav �oukant. 4. Luis« Zietz. 5. Richard Herbst. 0. Maroorete V-nnel» 7. D. Hermann Wevl. 8. D". Cleafrled D-lnberg. S. Agnes Fah'snwalb. 10. Hermann Müller. 11. All-rd Sch-vvi-n. 12. Hermann Slaju«. >3. K"'l Sieal-. 11. Milb-'m 7�1-1. t. D«. Marlm'stan Pfeils 2. stobann?« H�-chsr. 8. Anno Schv-'�t. 4. stv'-avni'S Götz. S."o'»»'' T'-ikert. K. stai-f M-wnk«. 7. Alb»-' D-ldnar. 8. A>a11 9. Anna"n-llmonn. in.-r-'f-»--».n. 1? Al'ifia'm istevh Müller. 11.-�.'v'"'mgartz. IZ. or�-f Malvv. 1. s. 1. Thlssen. 3. INa-v-»«v-st. 1. m-r't«w."-nün. \ Ss',a,»g(T fi'sym a.«rT>»«pU Siaffmann. 7. A. S-ah-. o IV(T.i-« rw-1a«r. a o„jf, in.»�"'wrt. «i a»».,; iq. �"-iife. r Wa..,r... a 1 ffT'f. Ä"T.. y 4.«»-vf.'-ach. 8."»flfc.« 2. o w..„ n Nan t>I»f?n M-M-n'fcfilrm.n find die annr.f-r-'tbi««e Wilb-lm Sirve»--nz.$• JWirimif'cm N»»!"-' w»d Ai-lMm Kehl miteinander v»»fninsen D'e ve'b'-ndenen reiten den andere« Wabl�o-'chiäo-n v-vanüber vi» ein Dahlvorschlag. BerNn, den 18. stonuar 1910. De» Wahlav-'ch-ih fvr den Wabtkrel» BerNn flle dl« Vahle»»» verfassilnagrhenden deutsch«» Na-Ionalversammlung. Der Porfitzend«: Loehnlng. Stadtrat. Peran. wörtlich für di« Redaktion: Alfred Wielavv. Neudöfin.»»' Druck der Linoeno.uckere.�urw Deriagsgeselllchafi«. k.