Einzelpreis 10 p'g. Mt„frtHtll* Rf�rtnl mtraim MI»«aifniWiiM, m S Tn k>«z««fi»i» kliäzl»tt ftrift SufttDunj in» yau, kinNtm poftiiju««(im IVAtDaftülii monatlich 2 m, M Sufltgunflnil»»Ittifban»« M Di»»jrtitcU* iß in«,» nstra Nachlia, d,i poßzeilnngtliß,(ß,»i»Hetr«H»» «kdak,!»»: vrrlw N«. N. echiffbnurrdiimm>» UI. Ser»ipttch» Pf- T-aeeun�juIchlag Z0'/» Sei Familien- und»rfamniiiin»san,»izen(»Dl der Zuschlag fort Inserat« für den darauf» »laende» lag Mägen ltiitelien» die i Ul)i«achmiiiag, bei der«Spedition au�ezede» fei» «stptdilioui vkrlin?>W«,«chlffdaurrdamm I», Setuip.tchcli«Mi Sie»»»«, V7«t� berliner-Organ ivr Unabbärniaen SojMömofmtip S>eiitJiJ)[ant>s Jahrgang 2 'SO»* Donnerstag, öen 30* Januar 1010 Nummer 52 Ein neuer Wchsversassnngsenlnmrf. Ae provllor'.sche Velchsverlaffiing. Um d?n IndiS?r?tionkn, die auf unkontrollierbarem Wege während der lehten Tage in die Presse aelangt sind. «in End« zu machen, veroffentticht die R e i ch S r e g i e- r»ng heute den Entwurf eines Gesetzes über die vor- läufige R e i Ä? s g e w a l t. Dieser Entwurf ist rniS den Beratungen der bundesstaatlichen Kommission hervor- gegangen unid Hot in einer sehr langen Beratung deS Kadi- nettS am DienSwg einige Aenderungen erfahren. Der Z e n- trat rat. der ebenlo wie die ReichSregieruno erheb- liche Bedenken hat, wird ihn heut« nochmal» beraten und dann erst endgültig zu ihm Stellung nehmen. An, Donnerstag soll er den bundesstaatlichen Vertretern wegen der vorgenommenen Aenderungen noch einmal vorgelegt Werden. Der Entwurf lautet: % 1. Xte ofifnnunoBftxnb« beuiKve sthrtfoiMrTtwcfirmntlunfl fat di« Slufflflbe, di« künftige R« i ch» v e r fa sfu n g sowie auch sonstige dringenv« Reichsgesetzt zu beschließen. > Z 2. Die Einbringung von Borlagen der Neichstreglerung an die Naiionalversannnlung bedarf unbeschadet de« Absätze» IV der Zustimmung de« StaatenauSschusse». In dem Et aatenauSschuß hat jeder deutsche Freistaat mindesten» «ine Etimme. Auf die großen Freistaaten entfallen grund- sätzlich bei einer Million LandeSeinwohner ein« E imme. wobei «in Ueberschuß. der mindesten» der Einwohnerzahl de» kleinsten Freistaatc» gleichkommt, einer Million gleichgerechnet wird. Dem. gemäß find im Etaat«au»ichuß vertreten: Preußen mit 10. Bayern mit 7. Sachsen mit 0, Württemberg und Baden mit je drei, Hessen mit zwei Stimmen, und die übrigen Bundesstaate« mit je einer Stimm«. D«n Vorsitz im Etaatenhau» führt r,n Mitglied der Reich»regi«nung. Wenn Teutsch-Le st erreich sich dem Deutschen Reich onschlietzr, erhält e« da» Recht der Teilnahme am Siaotenau«- schuh mit einer durch Reichigesetz festzulegenden Stimmenzahl SBi« dahin nimmt e» mit beratender Stimm« teil. Kommt«ine Uebereinsiimmung zwischen der ReichSregmrung «nd dem StaaienouSschuß nicht zustande, so darf jeder Teii sei- nen Entwurf der Nationalversammlung zur Beschlußfassuiy; vorlegen. § S. Die Mitglieder der Reich»regierung und de» Staaten. au»schusse» haben da» Recht, an den Verhandlungen der Ratio- nalvcrsainmlung teilzunehmen, und dort jederzeit da» Wort z» ergreifen, damit sie die Ansichten ihrer Regierung vertreten. 8 4. Die künftige Reichtverfassung wird von der Rational- Versammlung verabschiedet, e» kann jedoch de« Gebiet»» st a n d der Freistaaten nur mit ihrer Zustimmung ge- ändert werden. Im übrigen kommen Neich»gesetze durch Vebereinstimmung zwiststen der Rationalverlammlung und dem Staatenau»schuß zustande. Ist eine solche Uebereinsiimmung nicht zu erzielen, so hat der Reichspräsident die Entscheidung durch eine Volk». abstimmung berbeizufübren. 8 S. Auf die Rationaltwrsammlung süichen di« ArdiSel 91 di, 93, 96 bit 82, der bisherigen Reichsversassung entsprechend Anwendung 8 g. Die Geschäfte de» Reiche» werden von einem Reich». Präsidenten gelührt. De« Reich'präsident bat da» Reich völkerrechtlich z» vertreten. Im Namen de» Reiche» Verträge mit «»»wärtlgen Mächten einzugchen, sowie Gesandte zu beglaubigen und du empkangen Kriegterklärungen und Friedensschluß«iol- zen durch ReichSgeseti. Sobald da? Deutsche R-i» einem V 5 i• f« r b u n d mit den Zielen de» AiitschlusV» aller Geheim-Ver. träge beigetreten, lein wird, bedürfen glle Verträge mit dem im Völkerbund vercir l'en Staaten der Zustimmung der Rational- vers''mmlunfl und de» St-gtcuauSschusse». Der ReichSpräsiident ist verpslichtet, die gemäß 88 i b>i � u.nd » beschlossenen Reichsgesetz« und Verträge im Ne>«li»g«setzbla!l »u verkünden. 8 7. Ter Neich»prSsident wird von der Rational- »«rsammlung»,il einsa«'e'r Stimmenmehrheit gewählt. Do» Amt dauert bi» zum«mtSant?iti de» neuen Reichspräsidenten, der auf Grund der neuen Reichsversassung ge- wählt wird. 8 8. Der Reichspräsident beruft für die Führung der Reichs- regierimg«in Reich«ministerium. dem sämtliche Reich». Pty&tu und di» Oberste Heeresleitung unterstellt sind, est». Dkr ReichAmknisier bedürfen zu khrer amkllche» Führung de» Vertrauen» der Rationalversaminlung. 8 S. Alle zivilen und militärischen Anordnungen und Ver- fügu ngen de» ReichSpräsibeuren bedürfen zu ihrer Aültigkrit de» Gegenzeichnung durch einen ReichSmimster. Di« Reicks». minister sind für di« Fuhrung ihrer Geschäft« der Rationatver- sammlung verantwortlich Jämmerlich die Form und jSmmerlich der Inhalt. Zu- erst werden über die Beratungen alle möglichiw Einzel- heiten an die Zeitungen verhökert- so daß die Regierung endlich den Weg der Oeffenthchkeit beschreitet. Aber für ihren Entwurf möchte sie selbst am liebsten keine Berant- Wartung übernehmen. Sie„hatte erhebliche Bedenken�, und der Zentralrat hat sie auch. So sehen wir. daß diese„so- �ialistische Regierimg" in einer so grundlegenden Frage überhauvt zu keiner Stellung kommen kann und sich mit einem schmähljchen Kompromiß begnügt. Preisgegeben ist der Gedanke der deutschen Ein- h e i t. und dem Partikularismu» sind große Zugeständnisse gemacht. Die Regierung hat uns unaufhörlich versichert. sie stünde auf dem Boden der Demokratie. Wie ist eS aber mit irgendeinem demokratischen Grundsatz vereinbar, daß die preußischen Stimmen im StaatenauSschuß weniger gelten sollen als die der kleineren Bundesstaaten? Die Gleichheit aller Deutschen wird verleugnet zugunsten der reaktionären partikularistischen Vorurteile. Die Regierung hat aber nicht den Mut besessen, für den großen Gedanken der deutschen Einheit gegen die elende Kleinstaaterei energisch einzutreten. Ei« bat ihn sofort aufgegeben, als sich einige Widerstände erhoben. In Widerspruch mit der Demokratie steht die Einrich- tung deS Zweikammersystem«. Der Regierung hat eS gar nicht genügt, eine zweite Kammer in der endgültigen Verfassung vorzusehen; der Nationalversammlung, von der uns so oft versichert wurde, daß sie souverän zu entscheiden habe, wird bereits die zweite Kammer, der Staatenansschuß. beigegeben. Nur in Uebereinstimmung mit ihm kann sie Gesetze verabschieden. Sonst entscheidet eine Volksab- stimmung. Dabei erfahren wir nicht einmal, wie der StaatenauS- schuß zusammengesetzt wird. Ernennen die Regierungen seine Mitglieder und müssen diese in dem wiedererstandenen Bundesrat nun einheitlich stimmen, oder wählen sie die Par- lamente der Einzelstaaten durch Majorität oder im Pro- portionalverfahren? Im ersteren Falle bedeutet der StaatenauSschuß eine ganz tindemokratische und nnzulässige Stärkung der NegierungSmackit gegenüber dem Parlaments im zweiten Fall ist er überflüssig und nur ein Hemmnis sür den Fortgang der Arbeiten. Ueberslüssig ist auch in der provisorischen Verfassung der Reichspräsident, den die Nationalversammlung anS ihrer Mitte zu wählen hat5 Man kann sehr wohl der Meinung sein, daß selbst in der definitiven Verfassung der Präsident überflüssig ist, daß seine Funktionen von dem Kammerpräsidenten erfüllt wenden können. Daß er aber schon von der Nationalversammlung zu wählen ist, ent« springt wohl der Auffassung, daß sich das deutsche Volk gar nicht schnell genug wieder eine persönliche Spitze geben kann. So hat denn diese Negierung auf dem demokratischew Gebiet nicht minder versagt al» auf dem sozialistischen. Franz Mehring. Von Heinrich Ströbel. Avs'ahrt der Schiffe nach Amerika gesichert. Bcrli», 29. Januar. Der Zentralverein der Reeder teilt mit. daß heut« in eingehenden Beratungen zwischen der Vertretung der Deutschen Reedereien und den Vertretern sämtlicher seemännischer Bernfsverbände eine Einigung ll b e r d i c L o h n j'ä tz e erzielt worden ist. die eine u n g e. störte Zufuhr von Lebensmitteln für das beut- säF Volk ermöglichen soll. Ali Beispiel sei erwähnt, daß Vollmatrosen außer freier Verpflegung gegen eine» vor dem Kriege bezahlte Heuer von siebzig Mark nunmehr eine Mo- natSbeuer von 220 M. für die trcmSaUantii'che Fahrt zugs- billigt warben ist, In der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch ist Franz Mehring im Sanatorium einer Llingenentziindung erlegen. Vier Wochen vor deni vollendeten dreiundsiebzigsten Lebensjahre. Wie Moses hat er von der BergcShöhe noch bat Land der Verheißung zu schauen vermocht, aber an seine» Eroberung durfte er nicht mehr teilnehmen. Franz Mehring ist. gleich so manchem andern, eist Opfer deS deutschen Belagerung»»» st an» d es geworden. Bis zu seiner Inhaftierung erfreute er sich einer leidlichen Gesundheit; di« mehrmonatig« ..Schutzhast" erschütterte jedoch die keineswegs robust« Verfassung des damals Einundsiebzigjährigen. Und obwohl sich während der Haft ein geradezu er» fchrcckcndc-f 3."riaII der körperlichen Kräfte Mehring» offenbarte, hatten die ihn behandelnden Aerzt« die größte Mühe, ihn ans den unbarmherzigen Fäusten des alten Mili- tariSmns zu befreien. Freilich, wir sind ja unter der Aera Ebert-Schci bemann an so Unglaubliches gewöhnt worden,. daß uns die Handlungen der alten Säbeldiktatur gar nicht mehr so ungeheuerlich erstlieinen. Immerhin: Dw Gesundheit Mehrings erfuhr damals die schwersten Er- ichütterungen, von denen er sich seitdem nicht mehr zu er- holen vermochte. Was seinen geschwächten Körver aufrecht- erhielt, war der unverwüstlich« Betätigungsdrang, war die lastlose Arbeit, die ihn'noch eine Marx-Biographie vollenden ließ, jenes Buch, das noch einmal alle glänzenden Eigen- schasten des Historikers Mehring offenbarte: leine souveräne Stosfbeherrschung, seine Kraft- und PersönlichkeitSschil- derung und leinen künstlerisch gepflegten Stil. Daneben nahm er auch al» Journalist an allen Tagesereignissen leidenschaftlichen Anteil, wobei er nach Ueberzeugung und Temperament sein Banner stets vor den Reihen der äußer- stcn Linken aufpstanzte. Erst in den letzten Monaten zwangen ihn Erschöpfung und der feste Wille des Arztes, im Sana- lorinm Erholung zu suchen. Und die Kur schien auch tress- lichen Erfolg zu versprechen, als ihn ein neuer SchikksnlS- schlag traf. Seine treue Lebensgefährtin wurde von schwerer Llingenentziindnng aufs Krankenlager geworfen, und noch hatte sie kaum die Krise überstanden, als auch Mehring selbst von der tückischen Krankheit befallen wurde, der seine Kon- slitution nicht mehr gewachicn war. Das Tragische dabei war. daß man dem Kranken, der unausgesetzt nach den neuesten Zeitungen verlangte, das furchtbare Ende seiner Freunde Karl Liebknecht und Roia Luxemburg auf die Dauer nicht verheimlichen konnte. Da» grausige Schicksal der Beiden spielte so in die Fieberdelmen seiner letzten Tage hinein..... Wer Mehring war und wa» er der deutschen Sozial- demokratie und den, internationalen Sozialismus bedeutete. braucht den Anhängern der unabhängigen Sozialdemokratie nicht erst gesagt zu werden. Möglich, daß sich jetzt auch die Mchrheitsrecht« seiner Verdienste erinnert, jetzt, wo er sich pveideutiger Lobeserhebungen nicht mehr»u erwehren ver- mag. Als Mehring nach die ichmachvolle Politik der Mehr- heitssozialisten schonungslos geißeln konnte, mied man ihn wie einen Pestkranken. Konnte ich doch vor drei Jahre», nach Mehrings siebzigstem Geburtstag, folgende Betrach- tungen meinen Aufzeichnungen einverleiben: „Am 27. Februar wurde Franz Mehring 70 Jahre alt. Mehring galt bis zum Kriegsausbruch in der Partei ganz allgemein neben Karitskr, als der bedeutendste lebende Theoretiker der dcntschcn Sozialdemokratie und unbestritten als ihr hervorragendster Historiker. Es war also selbswer- ständlich, daß icin siebzigster Geburtstag von der Partei— ungeachtet aller politischen Zerrissenheit dieser Tag«— zu einer würdigen Feier des Jubilars gestaltet wurde. Denn überragende Leistungen und bleibende Verdienste haben in der Partei nock, allezeit nnbesangenste Würdigung und ritterliche Huldigung gesunden. Dies ehrende Faktum hätte der Chronist gern gebucht — aber er muß leider etwas ganz anderes schreiben. Denn von einer allgemeinen Ehrung des siebzigjährigen Kämpe» kann gar keine Rede sein. Nur die Presse der„Minderheit" brachte Festartikel; die„Mchrbelts".Dlätter begnügten sich yyi07i Ml ;( Bonii jZ / •nlt s'ück'sk bDrfffopr �TrtffrW.pn ober Notnikim. und �ie An« krkciUZiinn siit die jiptv.ilti�en LcistiiWcn des Ziebzigiiihrl- jien Mir eine ubenvis krostige. Der der Siirch die Pnrtet gedt. klnsstr ciiict, hier weit und»niiberbriickbar. Wenn sidh's nur lim einen verdienten Proktiker. einen � riilirlgn i�rgnnisntvr gednndelt liiitte. wiird?»mn nocli mit fiifjüutm- Miene nurf» dem im rindern Lager stellenden Veto»' ranen den.ttraiu geflachten Kaden, �ier aber handelte sich's! um den Voi fämp-rr einer Weltanschannng. der man sich in i den verflossenen 1� Jahren innerlich völlig entsrenidet hatte, und da wollten auch die stereowpen.Höflichkeit»« sloskeln nicht einmal mehr über die Lipve. Für Mehring isi's ja nur ehrenvoll, das; er keine lailc Wärme auskommen läht. bah seine literarische und volititche Persönlichkeit nur Neigung oder Abneigung einflößt: aber daß seine Gegner nicht einmal seinem starken können die gebührende Neoc« renz erwiesen, ist kein Ehrenblatt in der Geschichte der beut« tche» Zo-ialdemokratic. Daß der Parteivorstand und die erlauchten Jnstanzcu völlig achtlos an dem Tag vcriibergingen. wllhreqd sie jedem P.arteijubilar von unvergleickl'ch beicheideiiercu Perdienjten die dekorativsten Ehrungen z» bereiten pflegen, hat aller dings nicht das geringste Erstanden bei uns erregt, Wunder- lich hätte?» uns vielmehr berührt, wenn es anders gewesen wäre. Wa« hat auch diese Pelteivorstands- und Jnstanzeu« Mehrheit mit der sozialistischen Weltanschaming zu tun? Wer könnte von ihr ein? Wertimg wsss?n'chnftlichcr Qualitäten. geistiger Leistungen erwarten I Ein gratnlicrcicher Scheid-'mann oder Ebert im Hause Mehrings hätte.sich wie eine 5karrikotnr ausgenommen. Der Äehrock des„einsachcn Arbeiters" Scheidemann, als den sich dieser platteste aller Demagogen in seiner Coutroverse mit Rosa Luneniburg ans dem Jenaer Patteltag dem proletarischen Parkett vorsteNte. paßt viel besser in das Vorzimmer eines Ministeriums. Mehring konnte auch die banalen Ehrungen des Partei- philisierinmS um so eher missen, als sich ein kleiner-kkreis airfr-chtiger Verehrer um Ihn geschart hatte, deren mund- lich- und schriftliche Glückwünsche mannlmft-ehrlich-r und leibmichaftucher Geistesgemrinschaft entflossen. Ihnen war es eine innerste GonugtnUilg. den alten Haiidegen nach Votllendung einer so langen, steinigen Lebensstrccke noch so voll unverwüstlicher Kamvfesfreiide vor sich zu sehen, llnd wenn es nach Jahren gilt, auch dies Stück kampsdnrchwlihl- ter Partei, und Weltgeschichte mit energischen Strichen und fchomingsloiem Wirklichkestssinn �u sch'ldern. möge der Par- tei dann diese ihre beste Fedrr nicht fehlen! Daß Mehring bei aller spröden Herbheit seine» Wesens eine immerhin fo stattliche Zahl leidcnichastücher Verehrer lim sich zu scharen vermocht hat— Jünger und Schüler, die seine os'izielle Verfchmuna nur»m so enger an ihn ange- schlössen hat liegt an der geistigen Potenz diese» eigen- artigen Mannes. Er ist bei aller Wciensverichiedenheit doch der echteste Nachfahre der geistigen Väter de» Sozialismus. dcx Lnsjalle, der Mar? und Engel», Zoiitskq ist sicherlich ein stärkerer Notionalökononi. ein gründlicherer Wirtichost»- kenncr. Heinrich Cunow ist»lim an kultnihistorischem Cpezwlwifseu sicherlich weij überlegen. Auch gibt e» unter den Vertretern der internationalen Sozialdemokratie zwei- Jellos Philosophen, die ihn an tüftelndem Grübelsinn in de» Schatten stellen. Aber Mehring ist von allen weitan« der linivcricllste Kopf, ist Philoioph. Oekonckni. Historiker und Philologe in wundervoller Vereinigung. Er ist so der per« sonifizierte Träger der besten und stolzesten Uebcrlieferniigcii des wissenschaftlichen Sozialismus. Wo man seine Schrlsten oniblällert: überall begegnet man vielseitiger Anregung und Velchrnng, stößt man ans eine int�cfjante und bedeutende Persönlichkeit. Aus«inen seinen, künstterisch ab» gestimmten Geist, der auch den jprödesten Gegenstand in eine künstlerische geradezu klassisch anmutende Form zu gieße» versteht. Man braucht keiveSweg» in� jedem Punkt auf ihn z» schwören, weder als Qekonoinen, nocki Philosophen, noch Acsthetiker— aber den Re pekt vor ihm wird man nicht lo». iSr ist und bleibt ein ganzer jkerl, ein Menich von Distiuk» tion. eine Nummer unter soviel Nieten. Und dielen Mann behandelle die„Mehrheit", behan« Helten die„Instanzen" al» erledigten Altenteiler. al« an». rangierten Parteikarrenganl. Sie haben sich damit nur selbst ausrangiert und er» irtw- Leiber hat der Wunsch, den wir vor drei Jahren oiederschrieben, nicht in Erfüllung gehen sollen. Die Ge» schickste des dentsck'en KriegSsoziolisimi» wird nicht mehr durch Mehring» Feder aufgezeichnkt irnden. als abschrecken« de» Beispiel für spätere Geschlechterl Auch In den rcvolntio. närcn Kämpfen dieser Zeit wird Mehring? plastische Dar« stellnngSgabe schmerzlich vermißt werden, gleichviel, wie man sich in jedem Einzelsall zu diesen Aufsassungen ge- stellt hätte. Aber wir wollen nicht beklagen, wa» uns daS Schicksal versagt hat. sondern die aewaltigen Leistungen niißen. mil denen er uns beschenken durfte. Liegt dock> in Mehrings Arbeiten eine gewaltige Summe theoretischer Auf klär iingä- arbeit und ge�ckstckstsmaterialistiick�r Aufhellung beichloslrn. Sein« Marxbiographie und seine Eiuleitungen und Kom« mentare zu den nachgelasienen Schriften von Marx und Engels gehören zu dem Sllerwertvollllen. was die inar- zistilche Literatur bislang hervorgebracht dat. Unvergesie» wer»«» auch leine literarhistorischen Arbeiten sein, unter deurn feine Festschrift über Gckstller einen besonder» hohen Rang einnimmt. Und unter seinen historischen Schritten hat namentlich seine prackstvolle Lesstna-Legende seit Jahr« zehnten gerade in den geistig anspruchsvolleren Kreisen de» Proletariat» und de? sozialistischen Intellektuellen eine be- sondere Werbekrast für die Weltanschauung des Sozialismus ausgeübt. Seitdem das klägliche Renegatentum auchsoMistischer Theoretlkee während der Klhegssahr? und die feige Komvro. mißpolitlk Set Parteiburcaukratle die erireuliche Rebellion breiter Proletarleramsleck gegen die Liistanzenpolltik ans' löste ist«sttkr deck revolutioniieea Elementen der Ardsitee« fchaft Sie Theorie in Mißkredit geraten. Nicht Nut die sol'che Theorie die Thsokie der Nsnegaten und Umlerrier, sondern die Theorie Wechthin. S-.sehk sich das psbchologisch be« greifen läßt, h bedauerlich ist das gleichwohl, frt geradezu »erhöngniSdoll könnte da» für die Redolution und den Sozia« liSmu» werden. Denn ohne den tiefen Einblick in die zkonSriliichen Triebkräfre, die sozialen Machtsaktorin uud die bjjiorischen Zusammenhänge, die nur der Theoretiker de- sitzt und besitzen kann, laßt sich nicht einmal erfolgreich die vergänglichste Tagespolitik betreten, geMvelge denn die' ge«i walfigstk soziale Revolution durchfiibren, die die Weltge- schichte bisher erlebt hat. Diesen R'espekt vor der Theorie. dessen Notwendigkeit nur die Verblendung politischer Neulinge oder die Anmaßung wirrer Demagogen zu leugnen| vermag, predigen geradezu die Schriften Franz Mehrings. Gerade die unvergänglichsten dieser Schriften sind Hnldi- gungcn vor dem Genf? jener Männer, die er als die Fülwcr und Vorkämpfer stveier aussteigender Klassen charakterisiert, vor L.ssing und Karl Marx.. Möge deshalb auch das Proletariat aus den Schriften Mehring» lernen, daß Zweierlei sich vereinigen muß. wenn große historische Aufgaben gelöst werden sollen: rcvolulio- näre Energie und ein Höckistmaß von politischer und sozialer Einsicht! Ae drehen m» der SegenreeslnNens' Sie Nii lansiecuni Zerlins. Vrrlin, SV. Januar. In einer der letzten Sitzungen des Voll- zug»ra e« der berliner Arbeiter- und Seldatenrät« lvar«in An- trag W itz angrnommen worden, der di« ReichSregterüng auffor- dert. sich vor einer vcrsaimilung ter gesamten Arbeit«« und soldateiiräte Groß-VrrlinS sowie der komiminalcn Arbeiter- und Loldateurii!« tveoc» drr Vorgänge während der ftralvallwoch« zu rechtfertigen. Ii« A«ich»regierung hat e» abgelehnt dieser Ausorder, mg Folge zu geben. Gt? sandte dem Voll;»g e n d e» Kräften soll nicht nur nach wie vor von der Regierung au». geschlossen bleiben, sondern fort und fort auch noch an seiner Ehre gekränkt werden. Dat sind fo unhaltbare Auslände, daß die bekannte RedenZart von dein kleineren Nebel nachgerade jeden Inhalt verloren hat. Di« Regierung soll sich nicht wundern, wenn nach dieser Erkenntnis nunmehr auch allgemein ge« handelt wird. Das ist Sie ganz unverblümte Drohung der Militär« parl«i mit der Gegenrevolution. So svlll Ihr grüßen! . g» der.Täglichen Rundschau' gab neulich ein Hauptmann seinem Schmerz über den mangelnden Kadavergehorsam Ausdruck und stellt unseren Soldaten nl« Muster da» Verhallen mancher KricgSgesangcnen in Deutschland hin. die angeblich biSwcilcu noch heul« bei der Bezegnung ml« Offizieren den Bürger« steig verlassen und auf dem Straßendamm stramme Ehrenbezeugungen machen. S» soll nämlich noch solche Käuze gefren. Die haben e» gewiß durch strengst« Slrafaudrohungen in den von uu» unter Luden darf f seinerzeit besetzten Ge« biete» Belgien» und Rordfrankreich» so gelerut und glaubcck! leider im Deutschland N a S k e» wtiter dazu gezwungen zu sein. Und de» gegen jede Lockerung der militärischen Fefleln rcbellie« renden Ofsiziereu scheint ein derart sklavisch unterwürfiges Vre» halten, da» un» den Spott und die Verachtung der ganzen Welt eingetragen hat, auch für deutsch« Soldat«» mustergültig und erstrebenswert. Nach der Reoolutiont Ne raykl stifche Akilallon im Großen Haiiplqiiarl er. Unsere Rachrckit über die KaisergeburtstaaSkeicr im Großen Hauptquartier wird offenbar unangenehm cnlpfun» den und also— dementiert. Die„Alla. Deutsche Zeitung" behauptet, zu wissen, daß cS keine Geburtstagsfeier für den Uaiier, sondern eine AbschiedZfeier für einige Offiziere war. So also soll'S die Oesfentlichkeit lesen. Natürlich weiß die Allerweltsofsiziöse gar nichts. In der Tat handelte cS sich t»» eine Kaiserseier, und der Entsloheue wurde in verschie- denen Reden gepriesen. U n S sagt diese Nachricht übrigens nichts besonders Neues, denn wir keniwn den Geist, der im Lager H t n d e u- burgS herrscht. Dafür nur ein Beispiel: Im großen Saale des Generalstabsgebäudes fand am LS. Dezember abends eine Weihnachtsfeier für die Lssiziere und Mannschaften des Großen HauptauartierS statt. Die Festrede hielt Herr Konfistorialrat Treppe. Aus seiner Rede geben wir folgende Slelle wieder: Bcickegten Herzen» wird»ielleickt maneber von Euch an frühere Wcihnacktkn im strive denken, wie Ihr Such da sckvulei um unfern Kaiser und König und wie Ihr ihn grüßtet, ihn und sein« Gemahlin und iei» ganze» Hau», und wie Ihr dachtet, wa« an Segen im Lauie von ftOO Jahren von den Hohe»zollern In uns«» Land ge> 'lussen ist. Laßt un» auch von hier, wi« vorhin in der Garnison. kircki«, im Geiste zu ihm Hinsibergrüßen, zu dem unglücklicheu Mann, von dem wie losen, daß er und seine Gemahlin schwe» teideu» sind. Er Hai unz ße» Eide» entbunden, aber in Sas Ende eines ftonloslv Mches. Wolfs» Tclographenbureau gibt von dem Putsch in Wilhelmshaven noch folgende Darstellung:, Die Kommunisten kamen am Montag morgen hier an uns besetzte» die öfsrutliche» Gebäude, u. a. die R e i ch t b a n k, wo sie unter Gewaltandrohung 40 OOO Mark erpreßten. Bei den ver. handlungeu zwischen den Kommunisten und dem Arbeiter« und Soldatenrat verlangt» letzlerer die Herausgabe de» entwendeten Geld«». Di« Kommunisten gaben jedoch die Beute nicht zurück, raubten vielmehr noch eine Million Mark au» der Rcichdbank. ! Da» geraubte Geld wurde zum Hauptquartier der Spartakisten, der.Tauseud-Mann-Kaserne' gebracht. Bei nochmaligen Ver« Handlungen wurde verabredet, daß da» Geld bi» 7 Uhr abend» zur Retch»bant zurückgebracht werden sollte. At» um 7-Uhr ein mit Soldaten besetzte» Aukomobil»or der Kaserne ankam, um da» Geld zu holen, wurde«» von den Eparlalisten, die sich weigerien» da» Geld herauszugeben, mit Schüsse» empfangen. Infolgedessen wurden von der Besatzung des Auto» Beruf»« soldaten zu Hilfe gerufen, die nunmehr mit der Belagerung der .Tausend Mann-Kaserne' begannen. E« wurden Maschinen« gewehre und kleiner« Schisf»geschütz« herangcschasft! gegen v Uhr begann ein regelrecht«» Gefecht, da» bi» gegen 2 Uhr nacht» dauerte. Gegen 10 Uhr abend» trat»in« Kampspaus« ein, weil die Spartakisten sich bereit erklärt hallen, da» Geld heran». zugeben. E« wurde dann der Retch»bank zurückerstattet, jedoch nicht der vollständige Betrag, da ei» Teil borett» unter die Spartakisten verteilt worden wa«. Um 2 Uhr nachi» erklärten di« Spartakisten sich zur bedingungslosen Uebergabe bereit. VOO Mann wurden sodann in Hast genommen. Bei dem Kampf wurden im ganzen sieben Person»,, getötet, darunter zwei Spar- takisten und zwei Aer»f»sotdaten. v» wurden etwa 80 Personen verwundet. Außerdem wnrd» gegen 7 Uhr abend»«In Arbeiter, der an der �eichbriickc Posten stand,«on einem B«rus»'0lda!en erschossen, wodurch«lne Span» »ung zwischen den Beeufl'oldaten und den Werftarbeitern h«r» vorgerusen wurde. Heut« am L». haben die Post-, Telegraphen« und Eisknbahnbeamten morgen» den Dienst wieder auf- genommen. Der gestrig« Abend und dl» Rackit verlicsrn bi» aus einzelne Schüsse Im allgemeinen ruhig. Lwistben den Be« teiligien Ist»in vorläujige» tlebereinkommen grlraffen worden, wonach d!« Beteiligten sArbeitcr» und Sokkalenrat. die Kam« munlslen und die Arbeiter und BerukSsoldaten) sich verpslichleteu.l Ruhe und Ordnung zu halten. Diel«» Abkommen ist gestern durch>.'» Sinlindzwauzigerra« in rinem Auinis an die Bevölke« ning veröffentlicht worden, der zur Beruhigung dienen kolk. Augenblicklich befinden sich„och im Ausstand die städt!''cken Be« amtcn In Msist ringen und Wilhelmshaven, die eine besondere Forderung haben, nämlich die Errichtung einer Bsirgrrwehr zum Schutz« gegen gewaltsam« Angriffe auf da» Eigentum der vür«»� Dieser Schutz scheint ihnen nicht genügend gewährleistet zu sein � durch den irtzigen Dienst de, Sicherheit, ivesen», der sowohl die zweimalige Beraubung der Mcichsbank. al» auch die Besetzung i»�'�f�shavener Tageblattes' nicht zu verhindern vermocht hat. Di« Bttdunz einer Bürger wehr soll heute er- folgen. unfern Herzen bleibt doch die alt, Treu«, und e» wird niemand in unserm ganzen driliichen Boll»o» un» verlangen, daß wir charakterlos würden, daß wir unsere iniierste Heberzeugung, die wir lährau«. jahrein im Herzen getragen, von un» ablegen sollten, wie ein alte» Kleid, da» man leicht ablegt. E» wir» niemand von un» im deutsche� Bolke sein, der»nS vor un» und vor Gott veräcbtlich sehen will Ja, ie mehr wir den„nglsickiichen Mann leiden lehen.„m so ehrerbietiger ist ti un»; den» iedrr Leidend» und lluglückitche Ist dVh vor lief« und sclnsühliaen Menschen ei» «egenstan» de» Ebrerbirtung. ist etwa« Heilige«. Di» Red« wnkd« spgttt gedruckt und unfzg ßsg Manufchaft, und zwar kurz« Zeit vor den Natisnalwasslsu verteilt. Das ist der Geist, der int Großen Hauptquartier bettW. Bei dff Gekgggnßelf wollen Wir noeft 581 pikante Detail mlttrllcn. daß im Wahllokal Hindenburas. wo soft au«. schließlich die CMMzicrr und Maniisesiaslen bei Haupt» quartier« wähltcn, bei den Nationalwahlen 4 Stimmen für die U. S. P. abaeqebcn wurden, bei den Lreußeiuvahle,, Ware» siq aui Ick Stuumen gestieae«�.— tos endgültige VaMgednls. Ins Endresultat aus den W a h s e n ßn r r r e u ß i f ch e n L a„ d e s v e r s a m>» Inno liegt mich niflifnnttlidKn Meldungen nunmehr vor. Lediglich dnS Er« gebnjS au? dem ll. Wahlkreis Polen mit 2t Mandaten fehlt noch, von den äOI Mandaten entfallen ails die Sozial« d k m°.kr a l! s ch e Partei Deutschland« I 4 Z. die �irislllch? BolkSmrte! 87. die Deutsche Demokralllche ifar« Je, Ol, die Deutsckinatlonate Volkspartei ckl. die Unabl'änaige Sozialdemokratische Partei Deutschlands Ll„nd die Deutfcho volkspartri t8 Mandats. Außerdem haben erhalten die Lchlesw si-Holftginifche Bauern,„„d Laudarbeiter-Dema« im W Wahlkreise ÄchleSwig-Holslein 1 Tm' d!t � Wahltrelsk Aurlch. Stade. Osnabrück 2 und t NI?(I hl f reti i» Osy* n 1 1 � CXt s Ol v»_ Die WaMsche Mehrheit In Leipzig. STI« erste deutsche Troßstadt verzeichnet Leipzig eine sszialistische Mehrheit im Stodtparlnment. Bei den Wehten am Sonntag hat die unabhängige Sozialdemokratie von 72 Mandaten 33 erhalten und-die SiechtSsozialisten V. Beide Parteien verfügen also über die Mehrheit. Ob aber beide Sruvpcn danrrnd gemeinsam die Mehrheit bilden werden. ist leider bei der Haltung der Nechtksozialisten in Leipzig sehr Zweifelhaft. So drücken jcht schon die..Leipziger Neuesten Nachrichten" die Hoffnung aus. daß die unabbän» gige Sozialdemokratie allein dastehen werde, da die viir« g e r l i ch e n mit den N e ch t S s o z i a l i st e n ein gut Stück Weges werden gemeinsam zurücklegen können und müssen. Von besonderer Bedeutung ist der Vergleich der abge- gebenen Stimmen niit dem Ergebnis der Nationalwahl. Ter Anteil der unabhängigen Sozialdemo- k r a t i e lt i e g von 42 auf 46 v. H.. der der N e ch t S f o z i a- I i st e n fiel von 17 ans 8 v. H.. Dieses Ergebnis zeigt, wie beherrschend der Einfluß der unabhängigen Sozialdemo- trat«« in der Stadt Leipzig ist. v!e Wahlen In Hessen. Darmstadt, 29. Januar. Da> vollständige Ergebnis der Kahlen zur hcffUcfcn Larg-eeverhrmmlung ist folgende«: Unab« hängige Sozialisten t Sih, Sozialdemokraten 3t Sipe, Demokratische Partei>3 Sitze, Zentrum>3 Sitze, Deutsche v«lM- Partei 7 Sitz«. Hrsfifch« voltSpartei S Sitz«. Lle Verschiebung des Varkellapes. von den fächüfchen Parteigenossen war bei der ZentraNritung der U. S. P. beantragt worden, den Parteitag nicht vor dem S. Februar stattsinden zu lassen. Sie gingen dabei von der Aus» Fassung a»«. daß man den Parteigenossen im Lande Gclegcnheii geben Müsse, sich über die Pariciverhältniss« gründlich ouSzu- sprechen und die Delegierten zu bestimmen, besonder» da zu der Aussprach« unier dem Belagerungszustand leine Gelegenheit mar. Auch finden in Sachsen am 2. Februar Wahlen statt. Die stichst« fchen Genossen erklärten deshalb, sich am Parteitag am 2. Fe» bruar nicht beteiligen zu können. Da dieser Standpunkt auch von de» Genossen in Württemberg und Bayern unterstützt»vurde, hat sich die Parteileitung veranlaßt gesehen, ihm stattzugeben und den Parteitag zu verschieben. Wir verhehlen uns nicht, daß diese Verschiebung de» Partei- sage» gewisse Rachteile hak. Wir müssen aber andererseits an- erkennen, daß die gründlichere Diskussion strittiger Fragen In der Presse und in den trganisaiionen sowie di« Wahl der Deleglerlen aus breiter demokratischer Basis wesentlich« vorteile bilden und dir Arbeit de» Parteitage» fruchtbringend«» für unsere gesamte Polt- tit gestatte« dürsten. Vera für öle ckajgmrg. Dt« SIeneralversammlung de» sozialdemokratischen vereint für St e u ß j. L.(11. V. P. D.) hat am Gonntag. den 26. Janua». «ach eingehender Tikkussim, folgende Entschließung angenommen: Wir fordern slünnisch d»« Vereinigung aller soztaiisnschen Parteien Teutschlands ,u einer Partei. Die genirallettuiigen müssen sich sofort über di« Ein. derufung eine» sozialisiischen EinigungSloiigrefleS verständigen. Alle sozialistischen Vereinigungen Deutschlands, di« sich »ffen zum Erfurter Programm bekennen, haben da» Rccht. sich nach der Stärke ihrer Mitgliederzahl zu beteittgen. Ändert Vorbedingungen für das Zustandekommen oder die Betciügung an diesem Kongreß dürfen nicht gestellt werden. Die Reußischr Tribüne hat diesen Beschluß in ihrer nach- sien Rümmer an erster Stelle zu bringen und daran' anschlie- ßend die Parieipcnossen im Reick)« aufzufordern, diese« Eiul- gungsbcstreben im obigen Sinn« sich anzuschließen. 5orderuageu der uugaris�eu'Meiler. Budapest. 80. Jannar.(Meldung de» Ungarischen Telegr.» Bnreaus.) Der Arbeitcrrat hielt Dienstag abend eine Sitzung «b, in welcher folgender Antrng mit allen gegen dreizehn Stim- nun angenommen wurde: 1. Die Anhänger der Kommnnlstenportel wcrdrn au» der sozialdemofratischen Partei ausgeschlossen und wenn sie die Oed- nung stören, auch au» den Geiorrtschasle». Dem Arbeite»»»« föiiiien sie nicht angehören. 2. Die illc(nrrung möge mit den energischsten Mitteln gegen- revolutionären Bestrebungen entgegentreten und die Führer der Gegenrevolution und«sse Tch�ildigen de« alten System» mit UN- barmherziger SchonungSlosiglcit vor Gericht stellen. 3. Die Stcglcrunz möge auch den PrelSlrelbern, Ketten. hZndlcru und Warenversteckern gegenüber die schonungslosesten Mittel in Anwendung bringen.''' Ae Euleule und die lulernaliouale ßaufere.'.z in Bern. Wie wir der.Berner Dagwacht" enlnchmen. haben die Entente. Machthaber beabsichtig!, zu der internationalen flemscrenz Nur Delegierte mit b r st i m m l e r D e» d e n z zuzulassen. Besonder» deutlich zeigt sich da» tn dem Fall de» Genossen Friedrich Adle». dem zuerst der GingangSpoß nach der Schweiz verweigert wurde 'Aber auch lmtsstchende französische Genossen konnten bi»h«r nicht nach Bern gelangen. Gegen diese» Verhalten hat die Uchweizer'Partei Stellung genommen und«hreck Vorstellungen gelang e», den EingangSpaß für Friedrich Adle» zu erhalten. politische Aachrichlen. ».->« Siiibtizstellnnß. Bon der Leilurg der Murtne-Divlsion. Depot lki. geht unk eine Erklärung zu. in der sestgrstelll w-rd. dost der Fünscr-Ausschuß der Sicpnblckaiiistchen SoldatenN'ehr, de», die M-rinc-Dtvisson a»gcg!ird'-rt ist,»in verbat der Stestellnng einer EbrentoinpagN-e zur Beerdigung LiebkneclU, erlassen habe. »abr sei»lelmehr. daße Grunde teilti Genosse Zubeil solgrnde» mit:.Am Sonntag, den 6. Januar» hatte Ich in Zcrntdorf eine Versammlung, kehrte erst mit de» letzten Zuge zurück und hatte kein« Ahnung von den vorgaiigen, die sich im Laufe de» Sonntag» in Berlin abgespielt hatte«. Am Montag, den v. Januar, sollte ich da» erstemal nach LS Jahre« die R«chmittag»auSgabe übernehmen. A>» ich Nackmnktag 1 Uhr nach dem.vorwäri»" kam. sah ich. wa« sick> zugetragen statte. Ich begob mich in meinen ErpeditionLrer»ver6a»d. Zweigtwret« Berkin. Scltion der Stukkateure. I. A.: Carl Hoffmann. Da» Personal de» ve?leld>,n,S-Jnstandfe»nng»a«t» de» Gordekoep» nahm tn einer BetriebSdeefammlnng Stellung gegen die doM Oberkommando in den Mn,ken beabsichtigte Lohn- «duzierimg für Facharbeiter, sowie nngrsernke Tkrbviter und Arbeiterinnen. Folgende Mesfllntlan wurde esnstlmmkg angenommen: Die heutige Betriebsversammlung do» Bekleidung». JnslandsetzungSamt» de» Gardekorp» Nimmt mit Entrüstung Kenntni» von der dem Oberkommando gedachten Vohneeduzierung und erklärt von ihrem Lohn»nch nicht einen Pfennig ahziehen zu fassen. Sie beauftragt den Arveiter- und Betriebsrat auf dem Wege gütlicher Äerhandlung, alle» daran zu setzen, um eine Lohnreduzierung der gedachien Art z« verhüten, sie erklärt ferner dem Rufe Ihrer Führer in jeder Hinsicht Folge zu leisten und eventuell da» Nittel, welche» geeignet, eine Lohnreduztcrung zu verhüten, in Anregung ,u bringen. Der Streik bei der Großen Berliner Straßenbahn. Mittwock, vormittag beschäftigt« sich da? EinigungSamt des Berliner GciverbeaerichtS mit den Differenzen zwischen der Direktion der Großen Berliner Stvasienbahn»«nd deren technischem Arbeitspersonal. Nack) einstündiger Beratung fällte da» Einigungsamt folgenden SchieOtspruch: Bei den biofcr gezahlten Löhnen an di« WerkstStten- angesielllen erscheint die Forderung einer einmaligen Snlschul- dungSzahlung nicht am Platz«. Aachdem aber dt« Gesellschafi den Kriegsteilnehmern eine einmalige Zuwendung in Gesamt- höhe von«00 000 Mark zugesagt hat, wird vorgeschlagen. diesen Betrag gleichmäßig an da» gesamte tech. nifche Personal bei der übernächsten Lohnzahlung zu derleilen. Die Arbeit wird am 80. Jannar wieder«ufgenom- wen. von beiden Seiten, Akbcitgebern w!« Arbeitnehmeen, ist binnen 24 Stunden Mitteilung zu machen, ab de» Schiedsspruch aiigenoirnnen wird. Di? Direktion Hot den Schiedsspruch dereit» nngenom- mcn. �cills cuick, die Arbeiter ihn annehmen, dürste der Streik erledigt sein. Tumulte auf dem Bahnhof Lichterfelde-Slk. Auf dem Bahnhof Lichter,'»'de-Osi kam e» gestern»»rmittag zu erregten Auftritten, die in eine Schießerei au»artet«n. Ans dem Bahnhof sollten für den Ostschutz bestimmte Ttnppen de» Areiwilligen-Stegimeiit« Rothe verladen werden. Alz die Ber- lad, mg im besten Waug» war. kamen einige srühert Angehörige de» Freiwilligen. Regiment», die vor einigen Tagen rntlassen worden waren, und störten die Arbeiten. Sie versuchten, dl« Mannschaften zur verwecherung ihrer Dienste zu bewegen und sie von dee Fahrt nach Oberschtesten abzubringen. Es kam zu erregten Auseinandersetzungen, die schließlich so weit gingen. daß einer der Soldateg einen Revolver zog und den Unterafstzier Ponnewitz durch einen Kopsschuß schwer verletzte. Di» tku- ruhen daue, ten noch den ganzen vormittag fort. Der Bahnhof wurde vbgekpere«. tit Truppen de« Freiwtgigeu-Keyimenl» k»s!len Verstärkung heröci, worauf di«$ifffv«n|tii d»>ch Der Handlungen beigelegt würben. Bevorstehende MkkchvweMttMtk. Wie fteeeit» gestern mllgtteilt. hat sich da» Reich»trnZhrnn?s- «kmk mit den Verhältnissen der Vertaner Vkilchknteressrnten ein- yrh-'nd besckmfttgt. Der Herr Stoat»setrr>Sr de» Relck«eenöh- rungtanit» hat in gleichcr Weise wie di« Fettstellt Groß-Brrlin öl« Forderungen der Zuterefsenteu für zu hoch erachtet und eine« »s�vi» iv» p-ui»-'»»i-i f- Mohr hat seine Sckmldigkeit getan »»-» „Arbeiterrate." An der am Donnerstag, dm 30. FcM'ftr?. nachmithag? i Uhr. im Plcnarsißungssaale des Herrenhauses stattflndeiia den Versammlung der Arbeilcrräte der ik. S. P-H- werden auch dir in den Kommunen Groß'BerltnS tatigen, auf dem Boden der U. S. P. D. stehenden«rbeitsrrat»«i» geladen. Wir ersiichen um vollzähliges Erscheinen. Di» Sraktion der U. S. P. D.. Arbeiterrsike. gez.: Zißka. Äuflöfung de» Sicherh-ilsdienste» Grod-Bersin. vn» wird mitgeteilt: Da» Ministerium de» Innern hat die Auslösung de» SuhrrheitSdienste» in Berlin zum 28. Februar 1» in Wilmersdorf und Schönebcrg zum 0. März, und in Neukölln bis»um 15. März angeordnet. Für di« Auflösu»g»arbeiten hat sich au» den Kreisen der Mannschaften und Leituno herau» ein Zentralrat aller WcherheitSmaunschaften Groß-Bcrnn» gebildet» dessen Aufgabe r» ,st. für die nötige andecweüige Unterbringung b« Munnschofte« bezw. Ueberjührnng in ein geordnete» Arbeits» Verhältnis zu sorgen. Zweck» Stellungnahme in dieser Angelegen» hett findet am Donnerktag, den 30. d. M. im Lehrcr-VcrcinS» hau» Alexandervlatz. Mittag» 2 Ith« eine Versammlung der Sicherheitkenannsckwsten von Groß- Berlin statt, in der Kamerad Tt. G Francke, übet die vuslösu,� de» SlcherhsitSöienstes spre- che««vir». tsiückrritt de» Kommaudrnr» ber Berlin rr Sicherheltsmann schast. Herr Dreger, der b!»herig« Leiter de» Sicherheitsdienste» im Polizeipräsidium Berlin, hat in einem Gesuch an den Minister «nd Polizeipräsidenten Eugen Ernst um die Enthebung vo» seinem Posten gebeten. Der Rücktritt ist genehmigt worden. Disscrenze» mit dem Soidaienrat sollen Herrn Dreger zu diese» Schritt»«ranlaßt haben. Achtung: AkiionSansschnfsk der KrlegSgtsellschnskkn. Di, Obleute der Anqestelltenausschüsse der tkriegSgelellsck)asten werden zu einer Plenarversammtui� am Freitag, den 3k. Janunk. nachmittags �3 Uhr. in den WilhelmShallen am Zoo eingeladen. Wichtige Tagesordnung. Vollzählige» Er- scheinen notwendig. Der GaSprei» in Neukölln soll von So Psennlg pro Kubtk- meter auf 84 Psennig erhöhl werden, der Prel» für eletlrlsehev Strom wich von 50 Pfennig auf 80 Psennig pro Kilowatsi'tund« (hoher Ltchtprei»), von 80 aus 80 Psennig(niedrigee Lichtprei») herausgesetzt. vpan-au. Die Beerdigung de» Genossen Merx, der tn de, Nacht dam 10. zum 17. Jliimae aus der Fahrt von Spandau »ach Tegel tm Tegeler Forst erschossen worden ist, sinket am Sonnabend nachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle tn Friedrich«- selbe au», statt. »Der Arbelteerot" nennt sich tinr neue Wochenscheist, deren erste Nummer soeben Im Erscheinen begrifsen ist. Diese» Organ wig durch belehrende Artikel und VersammlungSbcrichte au» dem ganzen Reich einen innigen Kontakt zwischen olle» Fnnktlo- nären der Arbeiterschaft herstelle» und diese über die wichtigsten Trelgntsse Informieren. Zu beziehen ist da» Blait, da» pro Exemplar 50 Pfennig lostel, tm Bureau de»»Arbeiterrat', Berlin E., Burgstr. 10. Das neue Deuffchland braudif geluncke€hen ..II..- i:. ,ll.l. wie falche in der sozialwisicnschaftl. ktudl« d«t krau Dr. ktlcker-Dllckclmann das öefchlcchfslcbcn der frau geschildert werden. Mit diele« Abbildungen in Bunt- und Schlrarzdruck M. kh»-». I,rne»«»psehlen wir da» Ledenkbnch des � krau Trufjha Sogicnski Die aufgeklärte krau tm de» nwnigin wertvollen Büch»! aus diesem Gebt«»« St,&« Zu beziehen durch Vogler& Co., Berlin W 9, Köthener Strohe 27. Hbt. 8. Nat eliemaNscr Schnhhafti l u» g. Tagesordnung: Neuwahl der Bezirttleitung und Stellungnahme zu den Gemeindewahlen. „Frei, Jugend Gr,d-BerNn." D»nner»tag, 80. Januar, abend« von 6—0 Uhr im Iugendsekretariat:«u»gabe der neuen Jugendzeitung und Cerieilung von Agitation». Material. Jede Ortt�unp« muß Vertreter entsenden.— Um 8)4 Uhr- Sitzung der«orsltzenden und Kassierer der Ort». gruppen. Frei» Jugend«ritz.Berltn.(Gruppe Petergburger Viertels Frei-ag. den 81 Januar, abend« pünktlich 148 Uhr. Gruppenversammlung im Jugendheim, Petersburger Straße 39, Eck« Kochhannstraße. Bertr»uen»l««te der Jugend in den Betrieben. DonnergtaH, den 80 Januar, abend, 7 Uhr. in der Schicklerstraße 6, Hos 2 Tr-i Versammlung der Jugendausschüsse in den Betrieben. l. Vortrag de»«en. Schiller:.Di« poli'isch« Lage". 2. Tie Agitation in den Fartbildunglschulen.— Von 6 Uhr an: Ausgabe der Zeitung._ v.rontwortllch für dl«».dabtlon:»lkredvtelep». AeuliSNi,. Druck de» Lindexd ucksrei und virlag«g»selllcha>t m. d. H., echillbauerdomm 1». flieiitei II Nil vekjniiKvnseii. VollttdBtlne. > Theater am naiowplatx, nirek'loa Fried Kivt.ler. iz Uhr:■•»«die dar l'the. frei', aam I. Malt: Luther. IllrehOen Mar Pelnhartlr Deiitsclies Thentcr «Uhr: IM dar lie'it rdrinrl i> to FMinck Kommersnieie$ /Uhr: S'iaar rtmoeit-. Kleines SchnusnfeHiiras. Pasanenstra�se l. Port 5 TV U t Via Pfl<>hfa dar Paadart. frhn rüftr □ir.: C. Mefnlfard— K, Humaue* Theater 1, d. Zön�erä�tor<6tr. 7'/. Uhr: Mnsik. Eomödienbans. Tekiltsdaltt'� k '/.uor: Eselei. Berliner Theater. � Sleriip.tliewMer IfOfhleii Lessmg- Iheater. nirektion' Vicroi ISarnowsky. /z Uhr: Dar Staig rreita«: Der SchOpfer. Sonaabead, Sonnlag Dar hlalg. Deutsche» Kiin»tler-lb. �APabendUehT SJhr: Nachthcleuchtung. �h. d.t'riearichstadt, TJr'leh 7". Uhr: Dreitolletane ...._' rlanön- l hcatcr. 'Ol f. rriedriclutr. Zu. Vtn. 2391. r, Uhr; Der gnte Buk. Vq1* Hermann Sudermann. Besidenx-Theater. Täglich* Uhr: . Elisen Burs a ..Dt Lehonoschfltor**. Central- Ihenter. �u.: DleRosevonStomlml üchtadkaa Ooernha» OurUttaalT 7 Uhr; D.GiOekehefld.&emiteii. I rudritn■ WCaaiaaUdl. Thaaur. 74 Uhr: Männer). Das braimadafüiaut __ II. Tal'. Kleines Theater. 7v Uhr Tabnlt rasa. Homiüelie Oper. uhr: Scliu/flrzwaldnifidel. ■So»atag34Uhr: lehotmta daUdrl l,UHIai|»il.||lHII4. nuhr: Die gpanlscha Filaga. Meiropoi-Yheater. »- Die Fnschingsfee. Sonntag 3 Uhr; Wiener Blut. INeues Operettenhaus. Schifbaurrdamm 4a Nordea 241 7 uhr: Dia kausche Susanne. Ballett Charel"? Ntua Tiaia. Palast- 1 heater. 74 uhr: Die im Schatten leben I«amar-Tlit(t«r voarianaakwg. 74 uhr: Oer Reisebegleiter. lualla-liieacer. 74 uhr: Polnlgcha Wlftsctialt. tmaiar.m koii-uaartpiaia. 3 Uhr: ur. Klaus. 7 uhr: Der Juzbaron. liiealer ocs Westens. b uhr. Die lustige U/Itve Banaab 4 Uhr: iaduahrMd. Wallner- 1 Heater. 14 uhr: Geisha. «♦anlag»i Uhr«rat»ahdalaW». Kose- 1 heater. Zum««r.nlzwa Halni inalap il.Friadr.-Willielmst.Theal. «Uhr; DasUrefindderihaus. Jdd M, 1179. 1400, 1880. 8100, 8700 JCaUOdkud« taaja aad kalkUast Pnlualatall j.« M. 840. 818, 880, 478, 6S0, 890 Zatiücktadn Pt.inah- aad Jlatmchaaii total i J.UI üfl. I6S, 820. 880, 350, 460, 680 VmadrrTntl« KanMa«, Utoit, laasl(ll»«aUa|. JaUtM. 169, 840■•Uaamlatal. »•tat M. 83, t48 Ctata» an« walshaa Plaldatn'f.-. Jclat m. 88— 41■»•ri-Saakom. Jatat II. I90~868 Tasa-■. CaaallaakaftBklaldoe. Rücke eil i«r Reiohsbekleieungsstelto|t|ii Berliner Ma§ltlrats«ehein Sirii D 29,—, Seil» IV Ii-, Sirii V 99.51 Serie VI 73.11 Westmann i. Hanl« W, iPhrenitraBe 87t. k UaanaSNi Harlia MO, Gr. Franklirter StraDc 119. ••Utas. smmU**!« Walhalla- i lioatar. 7« Uhr:»agmat dar ätarha. ■Apollo' Ä'r'lÄ'i't/Ä 7*/a Saaatagt 1% aad 7', I Ein TheatefCrelgnUlj Persflnl. Auftrete« d. walthnrühmt Koannnlalan| GILBERT! aevlt ein frol.Varlatd-Prag � blntrltr trell � Lleban-lebiretl? ssKOnsller-DI«!«» 3 Tanbcnalr. 34© Ab4lJhr: Orchester von 6—7', Uhr — da* grelo Programm— Ah 7'h llhr: I aar. «cht rnaa. Taa, Kid«. Mokka, Schokolad». Faia-Ocbtck i. W',— 1 He«, rmhfrtlia. Jtfetropol- jfCabaret Direkt; Alox Brmama| KUnatL Lmt: Uasaih Am llOgnIi M knt* |•IIIS(«tM»0l»*l»»ltlt»*»IM»»«»»*»»| 61 Uhr: Das horvorragondo Jaaaar- Pracraaw EHI GISssner Otto Höhr i AnnlWiikefls-SelivIlMl{ Reben üiseaan tionili- Spiro Carl Stiar Gylgyl- Konzerte I 1 ktnchl(Mi i.(drtsti. Casino-Theater. Lothrlngni Sir. 3t. TlgL 7A Uhr: Dm nrMgtdchaln Snktagor oiagoldtne BrOcke Vorher aratkl. SgaalallWlen. B. a. dar orkom acha Slgoa. Soaatai 34 Uhr, vi« wall« Dam«. Du frosu WMl-stiWI chnlonss'/, 8 Ubr Yenli tur Krllnr BicUfDcter n. WWsr Fraltar. da« 8L Januar Generol-Vorsammiunsa Basinn pBnktllch 74 Uhr. da*<«*n andarwoltigtr haiuUnng dos Saal,, loldor altkt(rthor anfclaugoa ward« kann. 0,r flanvoralaad. Lelanntmachung. Rm Srcftaf, öen 31. Januar leie, vormittags e1/» Uhr, finöet im Großen Saal» der Phil. Harmonie, Serlin vw» Sernburger Sir. 22/23 iNäh» potsSamer Platz)»in» Versammlung Ser gesamten �rdelter. unö SslSatenrät» Srotz. Verlin», fow.e der in öen Sem ZwetkoerbanS vroß.verlin angeschlossenen Kommunen ge» «ätzlten �rbeilerräte statt. lagesordnuvg: 1.«iiteftzste«—«»lionaluersdWMlnu,— Versdffnng». »nhaurf. Mtfntmt:....»oi, eferent:.... 8. Diolaißa«. 8. Bericht»er»»ItSbtanftragten»4«»ie Boro»»»« der letzte« Woche«. 4. Beeicht»er 8»nz«,JiÜ«»ber die Ber«»»« der letzte» Wochen. 8. Diokuffion. Nur hlrhotarn Mrttlk* m*•tMatmatt tat« gntrw. 41(,14 hur« bU ardn«.»,». mrtir ÜdaUhMi anolartr auriMilrn Unnnt. Dh»»>« dh 8nilralfttl, M, Nr*.11«. um» aaikttturli, kn«,e;, Xrhaw an»«iafer. iotkIm ntali« ran»»»» aluhr» ga»»».ntz,«,'. lt(Uta IrrtKUt«t Wtkrn ia,latt|tli*l-ai.«. Der BollzuiSrat»e» Arbeite«.«. Voldotenrdt« Grotz-Berlia. tH. in«, mm««._ tat, V'.oi«»»«• DETEKTIV HULLER Ermlttalancen und Beohachiuneen. _. Frxa."" folophoo Aloiandtr 1139. Am 28. Januar«Urb im Altar von 73 Jahre« untar Treund, Mitkämpfer und Oenosse FrAnz MeTkrlng. Er, der so lange Jahre der literarische rohrcr der Arbeiterschaft war, hat dem Prolelarlat n schwerster Zelt die Treue bewahrt. Cr hat in sein m Alter noch alle Bruta ilä'en des B•lacerun srustand-s(iber sich ergehen la sen und hat sich Im Gefangiiis den Keim zn seinem Tode aeholt. Wir werden ärgerem teuren Genossen und Mitkümpfer ein treues Oedenkcn bewahren. Komunnlatlsche Partei Deutschlands. Zaatralstslla. Uoserca Pfcunde» lad Qcaoxoa geh« ich dl» traarlg» Sgchrtcht, dal mein lieber Main Dr. Franz Mehring Kva MAhring. gesltra»aalt eauehlaloa tat Berlin, daa 2t. Jtanar 131» Oraaewald-Savalorluia, Ha'rai-.aSe 43 Nachruf. Alt Optar der Soldateake Sei am Schlcattcliea Baha- hoia aaaer Derer Kolleg» Fritz i htal. »»In mutig», Ciairaten Itr dl» Vsrwlrklichaag de» so» iltliatlachea Ziel» wird an, hier iaimtr eil Icachlaad« Vorbild aeia. Die Arbclterochaft der Firma Knorrbremsc. Nachruf. ArMlor-Scfew.-Varalaltord.{ Allan MltgUadern aar traarl- rtllao. Mnabli(Kammmfleii) vezlil Z. Mitglied er» Versammlung am frellag. den ZI. S. Mt».. abends 7 Nhe. B.sio.rani Arminiushallen, Bremer Str. 72. ErlOrinea aller Iii> ai.irodl». Berlrlc 4 der K. P. D. Wcddlag«. Oaiuadbrnaaen. Tralttz den 31. Jannar, abend, 7 Uhr, Zarammeakanll in lalgendcn Lokalen: Nabel, Maxelr 13. OSrlel, Traa.vaalilr., Sie L Nordufer 7, Wald. Pllugatr. 5. Uorchoit, Stet- tiaer StraSe 13 Die BetlrktleKaag. Botenfrauen fflr d e Freiheit stellt ein Spedition Tempelhof Bartsch, Friedrich-Wil el.n-Str-SO, Hai parL Botenfrauen verlangt Blänkie, Boppstrasse I. Botenfrauen sucht SchulZg Friadennit, Rheinstraße 51. AchtunBl Lichtenberg I Die Spedition Engel befindat«ich jetzt HoiteUlraPe 23, Ecke Alt- Boxhagcn. .rmltlaiancei--------- 1 ParaSnllcha■�aladiar-a«-. Fraaldartar AOaa 37» ' lalaoh I- Spezial-Behandloog+ von GiscUls-, Haut- u. Harnleiden jeder Art SL?!l,,.B.e""ad Piaaeo, HarnrShrenauillöM», Syphilii, Maadaas- arllcao, riochtoa, BoialaiJcn, Maanesachwlch«. 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SLIiarle XBriug,«erll» W.*i«lnuit,. t.-8, ». H".__ Zsltunjs- Aüstriiserinnen werden eingestellt in der Expedi ion dei�MFreihait", Berlin NW 6, Sc'tiiibauer- dnmm 19, 4 Treppen. IHrfSTMWMMl MMtMtM