�lnzekprels 10 p*g. Wt.Mwr iiMTjno m> m Stm. n» StfUf*"** I__ »«IMJtr'rt» Wi ftttrt JuAtDu«!|m hm» f*i«Mt-Btrita InM M »in fUM P,mh,,u, ohn< P.ll.IIj.l«!,, moHutlu» 2 Ol, WI inDtt SlKliW»» 4 W v- I# m Wa«iln. N-chl,», W, p.ßzilw.z.Iift» fW I «rtnfildw: t»frllw«W.«. echlffbaiikrdimm I» UJ. TitVHiHKÖt«; SUiut Kvtöcu i85»S unh 281#*. Die /idenS./tuoeabtz im f>t«r*nin« IP»rt 30 pf, KW« mim, Ii Pt«•% M Jamill#»* kü» O.ffawmltiÄjMiijfi«« f»il Wr A-fchW» W«4. Jafnaw IW W# W#m� T* 31 Iii Ii. Ut mättn i> itnlrm W> I UM m 4-111«$« w>*n CimWIM» mfyyw M» •ZBOUU«: CfHtn«t»«chiffdiu�»»«»,>* S«lut»iicheri«ml«»ide» V7Mi berliner-Organ M" Umtyängigen Sojialdmafratie S)cutfä)lanö3 Jahrgang 2 Zreitag, öen AI. Januar 1019 Nummer 55 »U Akl rbelker und die Virlschasisuot. Zum Produ'lionzrückMüg. Wir rrhtiltrn von einem Genossen im Auftrag« der Eisen» bahnerliaupiwerkstülle Grunewnld so!>gende Zuschrifl: .Bezugnehmend auf Ihren Artikel...Nohlennot" vom 28. 1. 19, Abendausgabe, möchte ich foigendcS erklären. Ich bin Eisenbahner, lind zwar Schlosser in der Hauptiverkstätle Grunewald. Hierselbst tut ein jeder seine Pflicht und Sänldigkeit, vom Arbeiter bis zum Beamten, was Sie ja in Ihrem Artikel schon betont haben. Wir könn.en noch einmal soviel schassen, wenn wir erstens mehr Werkzeuge hätten, zweitens wenn drei Schichten einge- führt würden; es liegen Genossen noch genug auf der Strasje, die pcrne arbeiten möchten, aber der Direktion wird da? zu teuer, und drittens sind einig« Leute soweit körperlich herunter- gekommen durch den langen Krieg, dab sie nicht mehr imstande sind, ihre volle Arbcitslrast der Ei'eubahn zur Verfügung zu stellen. ES sind in letzter Zeit diel Zeitungsartikel in der bürger- lichen Presse gegen uns Eisenbahner erschienen, di« unS als Faulenzer hinstellten. Wir sind deshalb zu dem Herrn Regie- rungSbaumeisler gegangen und haben uns darüber beschwert. Die- ser erklärte uns, dag er nichts davon wüßte, und daß er uns recht. fertigen wollte in der bürgerlichen Presse. Das ist bisher noch nicht geschehen. Wir werden unS aber zu verteidigen wissen, um diesem Element Einhalt zu tun." Diese Zuschrift schildert die Grund« sehr richtig, die den Riickgong in der Produktion zur Folge haben. Wenn die bürgerliche Presse ihm die Faulheit der Arbeil zur Last legt, so ist das eine der Verleumdungen der Arbeiter, an denen die Presse gegenwärtig so reich ist. Warum haben wir keine Kohlen? Ein Arbeiterrat schreibt uns aus Hall: Vor den Toren unserer Stadt liegen die Braunkohienselder und Briketlfabrikcn. Trotzdem ist die Stadl ohne Kohlen. Seit Monaten ist der Arbeiterrat bemüht, die Kohlen- gruben mit Arbeitern zu versorgcn. Bis zum Aus- bruch der Revolution verdiente ein Häuer pro Tag und Schicht ö Mark, jetzt beträgt der Lohn 9—12 Mark- Seit fünf Wochen streiten wir mir dem Magistrat von Halle um einen Z u s ch u ß von 3 Mark pro Tag für di- Halle- scheu Arbeiter, damit dies« Arbeit in den Gruben annehmen können. Geeignete Ucbernachtnngsräume für Arbeiter sind in der, BergwerkSbctrieben nicht vorhanden. Den Arbeitern au« Halle müßte also die Möglichkeit gegeben werden, ihre Arbeitsstätte mit den dafür eingeiickteten Arbeltetzügeln zu erreichen, wenn sie Arbeit in den Gruben annehmen sollen. Di« 3 Mark Zuschuß waren als Entschädigung für die Hin- und Rückfahrt gedacht, die drei Stunden Zeit in Anspruch nimmt. Der Magistrat wehrt sich gegen unseren Antrag auf Zahlung dieser Entschädigung mit der AuSreve, er wüßte nichl, aus wel- ch e r K o s s e er diese 3 Mark zahlen soll. Formale bureaukratische Bedenken hindern uns also, eine größere Zahl von Arbeitern in die Kohleirbetriebe zu bringen. Und Stadt und Land bleiben ohne Kohlen! Der geringe Lohn während des Krieges und die hohen Preise für Bekleidungsartikel haben e« den Kob'enarbeitern unmöglich gemocht, ihre Kleidung zu ergänzen. In Lumpen gehüllt, mit mangelhaften Schuhzeug versehen, geht der Bergmann seiner Arbeit nach. Schwere gesundheitliche Schändigungen sind die Folge. Um den Bergleuten Hilfe zu slkaffen. war ich heute bei der- schiedenen M i n i st e r i e n i n B e r l i n. um sie zur H e r g a b e abgetragenerMiIitärröckeund-stieselandieA' bei- ter der mitteldeutschen Biaunkohlengruben zu veranlassen. Im HaitdelSmiiiisterium fand ich volle» Verständnis hiersür. ich fürchte indes, daß die übrigen DeHörden, die für die Beschaff'»>9 der Bekleidungsstücke zuständig sind, im Tempo der Erledigung Schritt halten mit dem Magistrat von Halle. DaS DemobilmachungSamt, bei dem ich um die Be- mUligung der 3 Mark Sntichädigung für di« Bergarbeiter an» EtaatSmi te�n vorsorach. hol die wohlwollende Prüfung deS An- trage« zugesagt Der Arbetterrat von Halle soll sogar tele- graphischen Bescheid bekommen, und zwar bis;uim 20, Januar. Wir warten I Kohlen gekommen wir damit aber immer noch nicht. Dir sehen auf der einen Veite drohenden Zusammenbruch dnpch Koh- lenmanges» auf der anderen wohlwollende, bedächtige Prüfung. hier halbnackte Bergleute, dort Berge verschimmelnder Röcke ind Stiefel in den Militärdepots. Tie Arbeitslosigkeit nimmt zu, die Bedächligkeit der Behörde» in der deutschen sozialisttschen Rep iilik bleibt unerschütterlich. Die kohlevlnt?ppi'e!l. Die außerordentliche Kohlenknappbeit im Osten Deut'chlands veranlaßt« die deutsche WaffenslillstandSkommission. an Admiral Browning folgende Depesche zu richten: .Der vollkommene Zusammenbruch der Eisenbahntransport- läge im Osten Deutschlands, der, abgesehen von der Abgabe bei Lokomotiv- und WaggonmaterialS, auf BctriebSschwierigkciien. insbesondere aus die Absperrung von Bahnstrecken durch die Po- len, zurückzuführen ist. macht eS unmöglich, die Bevölkerung dieses Gebiet» auch nur mit dem notwendigsten Bedarf an Hausbrand- kohle zu versehen. Es sind deshalb bei der gerade in jener Ge- gend weit mehr als im übrigen Deutschland bestehenden Frost- gefahr Unruhen schlimmster Ar: zu befürchten, die angesichts der militärischen Lage besonder? verhängnisvoll wären. Abhilfe kann, nur durch KohlenlranSporte seewärts ersolgen. Als Abgangs- Häfen kommen die Städte Bremen. Emden und Stettin, als Bc- stimmungShäfen Tanzig und Königsberg in Betracht. ES wird gebeten, für die hiersür in Frage kommenden KohlcntranSport- dampfer, die laufend angemeldet werden sollen, Gcleitscheine zu erteilen. Sofortige Enischeidung ist mit Rücksicht auf die droheircV' Gefahr dringend notwendig." vir einem vlnlbali in Bremen? Der„Alibeiter" N o s k e ist im Bogvilff iviHrzmnaclten, was er neulich in grop'prcchiaer Weise anaekündut bat: So- Wb in T-crlitt Di ich e e-ingoi cchrt ist, nei de ich in der Pvo- Ving Ordnung schössen I Cr hat sich zuerst nach Bremen gairandt. Wie bereits gvmÄdet, sinlb im der dortigen Umgebung aestern früh NcaierungstvnpPen eingetroffen. Es tjartdeli sich um die Division G e r st e n b e r g, bie sich aus An-ge- WrißCM der Ddarinebrigttdie— Teckosflizieron und Kapitulanten, denen Herr NoÄe das Tragen von Nangabzeichen erlaubt hat.— urtb Aingshörsigen der Sandes-Sämtzen- Brigade znsainmieivsetzt. Die Division ist mit den schwer- ston fionchifmitteln auHgeriiistet. Sic marschiert mit Flach- bahngejchsiitzen. Minenwcrfern. Flammenwerfern, leichten und schweren Maschinengewehren und Bergen von Hand- grorclcn■gccicn Bremen vor. Tom ÄmiMiandeur siniö die iv-eitgeh'cnidstcin Vollmachten übertragen worbon. Gestern abend bc färben sich die Truppen bereit» in Achim, dicht vor den Toren der Stadt. Die Arbeiterschaft Bremen« ist über da? Triuppenairf- gebot äu�rst erregt. Der iftat der Bromer Volksbeamstrag- ten ist nl-tt der Berliner N-egienrng sofort in Verbindung getreten, um über die Absiälen der Division Erkundigun- gon einznzil'hon. DaS AmSlausen der Lebensimttelschifse nach Amoriba ist in keiner Weise gefährdet. In B r e- m e n herrscht vollkommene Ruhe und Otbmin>g imd rS liegt keinerlei Anilvb zu einem gewaltsamen Ein- schreiten gegen die BeoMeriing vor. Anscheinend hat Herr Nosfe die Absicht, die Arbeiter zu entwaffnen und dafür. wie eS in Berlin goscheden ist, die goldene Jiilgend mit Ma- schinengewehren und Handgranaten auszurüsten. Es be- steht die Möglichkeit, daß sich die Arksiterschast diessm Vor- gehen widersehen wird. Herrn Noskes„starke Hand" wird immer mehr zu einer �chiveren Ce fahr für die bisheriaer Errnngrtr- schaften der Revolution. Schon kündigt er einem Presse- Vertreter, der ihn über die Absichten des Trnppenelnmarchs in Bremen befragt hat, an, mit„rücksichtsloser Entschlossen- heil" durchzugreiien, wenn den Truppen in Breineu irgend- welcher Widerstand geleistet würde. Kommt es in Bremen zn blutigen Zusammenstößen, so steht schon jetzt lest., daß sie von Herrn NoSke provoziert worden sind. Die re- volntionären Arbeiter müssen gegen die Gewaltpolitik der „sozialistischen" Regierung aufs schärfste protestieren. Es darf nicht geschehen, daß das Regiment des Brudermordes auch noch auf die Provinz übergreift, lArbettszwmil mit Hungerpeilsche Die politische Vormacht des Bürgertum? und aller ihm nahestehenden Kreise ist mit Hille der rechts« sozialistische» Führer wieder ausgerichtet. Die National» Versammlung hat eine bürgerliche Mehrheit, mit der di« Nechtssozialisten paktieren wollen, die aber von der Förde« rnng des Sozialismus nichts missen will. Tie Soldaten« rate führen nur noch ein Schattendasein, die Arbeiter« röte haben in den Betrieben selbständige Betätigung nur noch im engsten Umfange, und im übrigen üben sie nur ein« sehr eng begrenzte Kontrolle aus. Aber selbst diese winzigen Besugnisse. mit denen die Arbeiter ihre Macht zu rerankern suchen, sind all denen ein Dorn im Auge, die glguben, daß setzt die Zeit gekommen ist, die Arbeiter auch wieder in di« wirtschaftliche Abhängigkeit hineinzuzwi»g«n. in der sie sich während des Krieges besnnden haben. Ter Krieg hat da? Wirtschaftsleben zerrüttet. Vier« einviertel Jahre äußersten wirtichastlicheti Raiibbaues mit seinen Folgen des Mangels an Rohstosfen, der Abnnbiing aller Produktionsmittel, der Unterernährnng der Arbeiter. haben den Zusammenbruch des W i r t s ch a s t S» lebens unvermeidlich gemacht. Jetzt kann die drohende Gefahr des dauernden wirtschaftlickken Niedergangs nur noch durch Hebung der Wirtschaftskräfte und Förderung des Sozialismus abgewendet werden. Aber in der Förderung des Sozialismus sieht das Bnr» gertnm eine große Gefahr. Ter kapitalistische Pro- i i t ist bedroht. Mit dem Aufgebot asier Kräfte suche« deshalb die Kapitalisten alles zu verhindern, was den So« zialismns fördern könnte. Von ihnen gehen deshalb viel« der Schwierigkeiten aus, die gegenwärtig die Erzeugung hemmen. Der Präsident des Tentse» Handelstages hat in einer Eingabe an den Rat der Volksbeänstragten ausdrücklich darauf verwiesen, daß die drol>ende Sozialisier»»» den Unternehmern den Anreiz zur Produktion nehme. So mußt« auch der„Vorwärts" vor einsgen Tagen mitteilen, daß ihm eine Reihe von Briefen von Arbeitern der Eisenbahn» Werkstätten zugegangen sind, die sich ü b e r ei n st i in» i» e n d gegen die Aussassnng wenden, daß die ProduktionS- Verminderung in den Eisenbahnwerkstätten auf Arbeits- ii n I» st ziinickznsühren sei, sondern daß die Betriebs» leitung schul.d an den mangelhasten Leistungen ist. Ferner bringt der„Vorwärts" daraufhin eine Zu« schritt von dem Arbeiterrat eines großen Werkzeugbetriebes. „Es wird uns von Mitgliedern dieses ArbeiterrateS aus das bestimmteste versichert, daß der Betrieb m der Lage sei, das fehlende Werkzeug für die Eisenbahnwerkstätten herzustellen, daß aber alle Aufträge annulliert werden! DaS habe zur Folge, daß die Arbeiterschaft dieses Betriebes in allernächster Zeit selbst der Arbeitslosigkeit preisgeseb-, werde." Die Unternehmer, die viereinviertel Jahre getreulich alle Schritte der KriegSpolitik mitgemacht haben, die nn» den wirtsckjaftlichen Zusammenbruch gebracht haben, wollen unter allen Umständen die Vorstellniig erwecken, daß eine sozialistische Regiernna zur Hebung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht imstande ist und sie verantwortlich machen für den Zusammenbruch des WirtichastslebenS. Zu diesem Zweck hat in der letzten Zeit unter voller Ausnutzung aller durch das kapitalistische Pressewesen gegebenen Äög- lichkeiteu ein wüster Pressefeldzng eingesetzt, der sich gegen die wirtschaftlichen Ansp iiche der Arbeits« k l a s s e richtet, im besonderen aber eine ungeheure Hetz« gegen oie Arbeitslosen entfaltet hat. In der Landwirtschaft werden zur oidnnng»« mäßigen Bestellung der Felder etwa eine Million Arbeiter benötigt. Ebenso gebraucht der Bergbau zur Hebung der Fördening der Kohlenerzengnng einige Hiinderttausend. Während also in diesen beiden Produktionszweigen der Be» darf an Arbeitskräften sehr groß ist, wächst die Zahl der Arbeitslosen, ohne daß es bisher gelungen ist. die nötigen Arbeitskräste in die Landwirtschast oder den Bergbau zu bringen. Deshalb beWmpft die bürgerlick« Presse die Albeits« bösen insgesamt als„Arbeitsscheu e". die sich, ange- razt und bestärkt durch die Gavährnng der ArbeUStoiem V HBvN•?r ntfafcfcn fronen. Wie l�kuU. v*»" n u r Herabsetzung der an- \ii W#.�Hft«fenitiucrfiiitztina. sondern v ö l l i» (j t! n u n l sn i der Nnteisisstzung in allen Fäden, in denen pa�eN"e»?ne Ärboit nicht anstenoinmen wird. Ter 5o- »,as1»:n!l« flftnnt die Arbeitspflicht aller Menschen an n.�chj sie ,oMr»„r Vora«»setzit»s seiner slrdeit. lind die � n'.iec iilü: die allorletzlan, die dos NicltStnn nrit einer Besyhn,,,«»»iren wsllen. Koer bei den Wichti«lesen, die fio1 j t* o t III den eii ben Stötten Hiiraniineirbollen, liandelt es sich„im al'.'rksi.'chten Teil nicht nm Aicheits�ne. die lich U'iec Pilichl„ir Arbeit eiitzieben wollen. Ter llrica und tet tmrtlchafttiche ZnvnmrenHrnch als seine Tolge. laben eine P e r k ch i c b n n q de» Bedarf» an Arbeit». krä ften hervSracrusen. die sich auch durch den besten Ar- veitSiKcftiTi» nicht in kurzer Reit beseitqwn lött. Die �Industrie in den oreßen tVbichin Zentren, die vor pem flrieac(»nderttausrntze von Zlrbeitern beschzästigte, iirai jetzt still, dafür oti»a»gewitlcr. da» jetzt durch ihre Herzen stürmt. braust über den Wundergarten hinweg, s-Hittelt die Kronen seiner RicscnblütcnstrSilße. Da» Srlebni» beranschi d>e Mensch. bei', sie ergibt sich dem Wunder wie nackte, tanzende Kinder! ohne bedenken, ganz Gefühl. G« Iwife nicht» wehr vom gestrigen Woher, braucht kein Wohin im«ugenbück— nur sein, sein!.. Dcrellw Zugrndbraiiscn im Herzen, aber ernste, bange Ge- Vonken hirstee den Stirnen, stehen rilich«. die stch aus der ewigr» Brücke zwischen dcm Gestern nnb dem Morgen wissen, lind wie die Hand unwillkürlich rückwärt» zur Stütze lastet angesicht» de* «rschütter'den, ans ihn Eindringenden, greift der eine und niidore Jlirück auf Gedanken und Worte, die ZeitporlSuker»nd ältere jcitgrnosscn au» eigenem E.lcbni» gewonnen haben, a!» sie vom Me»schhcil»'rühli»g träumten, um sich Wunsch und Willen und Denken z» jenigen. Einer unserer besten Zeitgenossen, der sranznstsch.-belgisch« Dichter Maurice Maeterlinck, hat in seinem Buch«.Der doppelt« Garten") einige Gedanlen niedergelegt, die»hm beim Vetrach. ten der großen Bew«gung»kurv« d«» vöikrrleben» ankamen Ich »irhe eine der wichtigsten heiar.« au» dem Sdlchnitt«-Ta» allge» meine Stimmrecht"». Die Tchlaglich:«, die au» der tebendigen Gegenwart(da» Buch erschau um 19C0) daraus sollen, sind zu park, al» daß wr, an ihnen achtlo» vorübergehen dürlten. Unter dem Zwang« de» mächiigen Zeilgcsrtzc», da» un» zum «iitzrrstrn drängt,»«stört man fast überall die Zwischenstujcn. ') verlegt bei Eugen Dtedttich» w aen«(dttchs»»on Hvvekn.Bunuwwsli)• twder die Frage der Unterkunft der Arhekter, n«? die über Entlohliuii-� Er will sogar die Entichoidung über die An» nähme der Arbeit einer Kommission übertragen, in oer der GeweikschaitSvertreter stets in der Minderbeit ist. Ge- Walt ist anrh ans dielem Gebiet die Losung. Wer die Ar» beit nicht annimmt, die ihm zugewiesen wird, soll nicht nur mit Entziehung der Arbeitsloleiniiiterstützung bestrast wer» den, sondern o»ck mit— Entziehung der Ö eben 3- in i t t e I k a r t e n l Ter Arbeiter soll hungern, bis er mürbe wird und sich als willenlose» Werkzeug der Agrarier gebranchen läßt. Tie Arbeitelosen wollen arbeiten, aber sie Ivollen sich nicht ausbeuten lallen und nicht die Ernm- genichajten ihrer langjährigen Gewerkschaftsarbeit preis» geben. Das liegt auch dinchouS im Interesse der Allgemeinheit. Tie Landwirtschast gebraucht wie jede andere BeriifSarbeit geeignete Arbeitskräfte. Diese kann sie nicht durch den Arbeitszwang nchoUen. der gün- sttgenfall» Arl>?itSkräste auss Land schaffen kann, womit aber nicht gesagt ist, daß dadurch auch die Produktion ge- hoben wird. Ter Vorschlag der Entziehung der Lebensmittelkarlen ist ungeheuerlich. Er trifst»nr die Arbeitslosen, die besitz t oS sin-d. während die Vesthenten sich durch de» Schlesch?ltg»del ausreichend versorgen würden. Damit ist das Wesen dieses Vorschlages genügend gekennzeichnet. Ter Vo» schlag bedeutet aber auch ein? schwer? Schcidigmig der Allgemeinheit. Die dauernde ilnte'einährnng lwt die Leistungsfähigkeit der Arbeiter gewaltig vermindert. Naudclt sich nur ihn da» Bempo. in dem da» Zie! erreicht werden soll. Neber da» Ziel selbst ist die Meiischbeit sich einig. Nicht ihn da» Stimmrecht geht(»: da» ist die restlo» erfüllt« Voraussetzung: sondern um den erden- brrilrn Weg zur Freiheit nutz Gtückseligkeil Auf ihm geht der WeUlous nach dem Ziel. Die einen überhasten sich, zerstören dir.Znrisckeiistufen' oder wollen sie«insach überspringen: die nnderen zögern!(in sehr stattlicher Teil, der Menschheit zur Ehre, gehl un seilen Tritt. Nur ei»« mißgünstige Minderheit ewig Gestriger will zurückhalten, wird überflutet... —.Diese« Ideal verdeck! noch völlig d»:« lx-Isere Ibras, da» sich wahricheiiilich hinter ihm verbirgt, und erichnnt noch nicht dl» da», wa» c» vielleicht ist: nämlich eine provisorisckx Lösung. E» wir» so lang«, b>» alle in ihm enihaltriien Illusionen erschöpsl sind, dir Blicke der Menschheii mit ihre Wünsch« auf sich lenken, E» ist da» notwendige gut» oder böse Ziel, dem d»e Völker ent- gegeugehen- E» ist unerläßlich für den wrrcchtigkeüsiiistiiitl der Masse, daß dies« Eniwickelunz» sich vollzieht. Wie jede« ollgrniciiir und gebieterische Ideal, va« sich in den namrntosen Ttcsen de« Leben» bildet, hat et zuerst da« Reckst, sich zu v'rivirllichen•.• Tie Dölker bachrn da» Recht, vortäusig alle« zurückzuiveisc», wa« vielleicht besser ist. al, da« allzeinciue Stimmrecht, ES ist mög- lich. daß die Masse mit drr Zril einsieht, daß die JiitcNigeiitrsten da« allgemeine Wohl besser rrtrnnrn all die anderen und bester regieren. Sie wird ihnen alSoann ein rrchl müßige« llrbergewichi verleihen-«u?«nb!Icklick denkt sie noch nicht daran, sich selbst zu erkennen und erschöpfende versuckie anziistellen, die absurd«■ scheinen mögen, aber dmd nonvendig sind, weil sie die Etälw freilegen, wo sich wabr'chr'n'ich die letzwn Wabr�eiien verber- gen... Di« Irrtümer der Degenwart bilden den Schatz de» Zu- inust.'— Wir haben heute, da wir eben daran gehen, ein« jener Löningen zu verinckirn. nickt Zeit, un« in den tt�edanken zu der- liefen, daß e« überhaupl leine endgültigen, sondern nur provi- sorijche Lo unge» givi. Hamteijch« Gedaiikonbtäjj» wäre der Vor- schatten unseres Tobe« Wir haben zu handeln! Und wir fthen un» Heu!« in»er Kindersiube. der sich verjüngenden Menschheit; mästen titfex taubca ab» auf hea Lärm vor, Uu»atäcUch tai- der Erkrankung tfnd der VerpMMNg vro cottci etntjaTt grraiv «erden kann. De: Zeniralrat hat dir Verpflichtung, auf alle diese für da» Volk sckwerwiegend-n Folgen de« ungeregelten Ciscubahiibctriebc» hinzuweisen. Di« Zeit ist zu ernst, um durch wilde Streik» da« Volk in unabsehb-rr« Schwierigkeiten zu bringen. Vor allen Dingen darf unter keinen Umständen eine sofortige Erfüllung vo» Forderungen ohne Verhaudlüngen durch Streik« verlangt werden, denn die Demokrat'? setzt boroiiS, daß über alle Fordernugrn nach jeder Seite hin gerecht geurleilt wird. Berechtigten Wünschen muß natürlich eutgegengekommeu werden, aber nicht ohne vor» herige Deratung. Tie Ziele der Revolution können nur erreicht wecken, wenn alle«rbeitdföhigen Menschen ihre ArbeitSlrakt restlo« in den Dienst der gemeinfamen Einrichiungen stellen. To» gilt(»«besondere■ von den Sisenbahnarl>eitern, Angestellicn und Beamten. Wir fordern deshalb alle auf, durch verstärkte Tätigkeit dem Wohle de» Volke» zn dienen und alle Forderungen auf dem geockneteu Wege durch die Organisation oder die im Betrieb« gdschassenen Einrichtungen drr Arbeiter-AuSschüstr, tzlrbeitcr-Räte usw. de» Verwellunakbehürbrn zur Kcnnlni» zu bringen. Nur durck Organisation und Ein fügen eine» jeden Einzelnen in da« große Ganze kann da» Weck vollci�et werden, da» im November 1U18 begonnen hat. Der Zentrakrat drr deutschen sozialisti'cheu Revubli? gez. Leinert. Cohen. Gegen den OMuh! Der CoHtoicnrat der Garnison Cottbus erkäßt In der Lobaiz> esse Ingenien Aufinf: Kauieradcnt Vorsicht? Anitrn nnkk Mit Geld u-nd schönen Worten wick zum Einirilt In frei- willige Regimenter gebuhlt. Bedenkt, wo» dort Euer Lo« ist. Fhr werdet in neuen Krieg oder zum Kamps gegen die eigenen Kameraden und Brüder geführt. Wenn?hc dort eintretet. stellt?hr Euch unter die ol'e Kommnudogewalt mit seiner perhaßten Disziplin. Tort herrschen überall die alten Ossiziere. Deren Gesinnungen und Bestrebungen(«ii.nl Ichr. Ihr werdet misibrauck! werden' Vorsichtk Anzrn auk! Labt Euch nicht einfanarn? Drr Eoldatrnrai drr Garnikin Kottbn». Der Arbciterrcit Hut sich diesem Ausriis nngeschkossev irntd verbietet Hie AntterHung von FreiwiM,>en. da erwiesen rst,-doß die Trnptventeile dazu dienen sollen, den alten Miilitoris-iiiuS Ipieder auszurichten und dem deutschen Volke die Fnichie«der NcfoIuHon zu entreißen. Die Eott- buscr Gvrnilcn, die fest ours dem Bccken der revolutionären Erriirzievschgsten steht. Iiat sich bereits den florn deS«91 r, beiters" NoSke zugezvgen, n-fil sie sich seinerzeit weigerte. Truppen uvch Vciitn zu schicken, irmi liier im Interesse der Bourgeoisie die 9lrbeiter niederzuWrßen. ZAire tapfere Halbiiuig veitdieni Nochnpnntng. Demi alle Trwphienteitl» Sic üleid.c Energie an den Ttoa keßtu, wind sich Herr NoSk» battd den �«pf einstoßen. See Putsch fn wilhelmshe en. Nach den letzten Meldungen zn schließen, ist der körn- mitnistifche Putsch in Wilhelmshaven durch das Zusammen» wirken a 1 i e r E I e m e ii> e. die sich gegen dieses völlig sinn» los?, politisch verwerfliche Hnternehmen zusamiiieugelan haben, niedergeschtagen worden. Wie sich die Dinge ab- gespielt haben, läßt sich von hier aus noch nicht übersehen. da wir von dem Putsch der Berufssoldaten her wissen, daß die Berichterstattung über Wilhelmshaven völlig uiizuläng- lich und Mi stellend ist. Trotzdem geht selbst aus den bürge» lichen Meldungen mit genügender Deutlichkeit hervor, dab die H n a b h ä n g i g e n, der 21er Nat und unser Genosse, Präsident.E n h n t, sowie die gesamte unabhängige 9lrbeiter» schaft an ihm völlig» n b e t e i l i g t war. In Wilhelms- Häven spielen die.Eoiinuunisten keine große Nolle Und die Unabhöngigen haben sich wiederholt in ihren Versanimliiugen »ud in ihrer Presse entschieden sowohl gegen die Scheide- männer wie gegen die spartakislische Theorie»ud Praxis ausgesprorlien. Infolgedessen war gerade in Wilhelmshaven nichts z» ernvuten und der Putsch konnte nur durch den Zuzug reckst ziveiielhaster Elemente an? Bremen eut« stehen. Der Lebrer Jörn, der Führer der Bewegung, bat sieben mußte, al» ui< grogc«binverjchar ihre Hüter, die sie vor den Al-grund gesiihrl liatlen, davonjogle. ES ist etwa» Rührend'», den ersten Gehversuchen der jungen Frcihei: zuzuseheii. v'al>en. die Flioaer klappen,. Ein r.isii'cher Gutsbesitzer, der vor einiger Zeit au« Rntztan» nack> Teutschland gekommen ivae, er» zähst, daß Bauern in sein Ha»« eindranzzen: jeder eignete sich ein Stück HauSrat an. Ein große« Bild gefiel ihnen mitsiimme». nutz sie zerschnitten e» einfach in viele Teile, damit jeder ein Stück abbekäme. Schließlich warsrn sie alle« fort, wir dir Kinder dir zeckrecken« Vnppe... BorbariSmn«. Itiigriftinfrit ka-x» die einen, und sie haben reist. Dir große Kinderstube dir böse»ud gut. nützlich und schädlich nicht teiint, sagen die anderen; und sie haben ebenso recht. Aber wir. wollen au» der Kinderstube berau*. müssen ibrr ilunrlrn abstreifen, denn wir baben uns selbst kür mündig crkiärl! Oder sollen lere verhärteten Greise recht behalten, die mit Hebbel« ewig-atlein Tischte rmeisler der.Maria Ma�.i» lrna" saren:»Ich verstehe die Welt nicht mehr?" Wir müss.n wissen. w>'« wir wollen, und zeigen e« mit dem, wa? wir tmil —»Die W insj ««geben haben. Ich halle c4 deshalb für nolwcnvig. zur Richtigstellung eil* Dariiellung des Vorgänge» selbst und gewisser Ac- gleitumsiände z» geben, muh mich aber, da meine Haft andauert, auf die Ansühtulig von Tatsache» beschränken. Notwendig ist c», vor allem sesizustellen, bah ich zur Zeit meiner Verhaftung an Verhandlungen mit der Regierung zur Herbeiführung eine» AnegleichS beteiligt war. Diese Ausgleichs- veihaiidlungen ivaren zuiiächfl am Montag. k>. Januar abend». durch de» frühere» Volksbeattsiragten Tiumann als Vormittlcr «ingeleitel worden. Ich selbst halte ein Eingehen dmaus in einer Eihung der revolutionäre» Obleute befürwortet und war vo» •ihnen in eine siebengliedrige VerliandluiigSlominission hinein- gen'äbll worden. Ilnsere Verhandiililgen zogen sich bi» Miitwexh. st. Januar. Inn. scheiterten aber zunächst an dem Widerspruch der Siegierung, sich auf sachliche Auseiuandersehuiigen überhaupt «inzulajsen,«he nicht das VoiivärtSgebäudc geräumt sei Am Touucrstag, v. Januar, wurde die Wiederausuahme der Vcrhaiitlnngen angeregt durch ein« au» Mitglieder» aller drei sozialistischen Parteien zujamniengesehte VollSversaminIuiig im Hnuiboldthain. Auch dieser Anregung wurde aus meine dringend« Empfehlung hin Folge gegeben und die»ämliche Kommissiou. der auch ich augehörte, mit der Führung der Verhandlungen wiederum betraut. Tie neuen Verhandlungen begonnen am Freilag, 10 Januar, unter Leitung de» VollzngSratS. stn« Vertretung der Regiernna war niit unbeschränktcr Vollmacht der Zcnralirat der Republik beanfiragt. Erschienen wa.en Mich Abgesandte der Epandaner Arbeiter, die in demselben Sinne wie die Versammlung im Hnin. doldtliain sich für einen friedlichen Ausgleich eingeschl halten. Ab. gebrochen wurden die Verhandlungen gegen unfern Widerspruch a»f Antrag de» Mitgliedes des Zeuiralrat» Heeniann Müller, an- geblich um noch den Ausgang einer'zweiten Versammlung im Humboldthain abzuwarten. Die anfangs bis 1 Uhr. dann bis S llhr vcrtagle Sitzung wurde aber den ganzen Tag nicht wieder ausgenommen, da dce stcniralrai beständig durch den Empsang von Arbeiterdeptilalione» in Anspruch genommen sei. Wir war- teten bi«!0X llhr abends im AbgcordiielcnhauS und erhielten dann die Nachricht, drih der Aeulralrat sich entfernt habe, aber am solgeiidrii Morgen. Sonuabend. II. Januar, vormittags 0J4 llhr, zur Fortführung der Verhandlungen erscheinen wolle. Spälee habe ich dann erfahren, dasi in dieser Nacht die endgülti- gen mililnrifcheii Vorbereilnngen zum Sturm auf das VoeivärtS- gebnude getroffen wurden. Um MiiternarlN noch Hause gekommen, leche ich mich sofort zn Veit, wnride aber ichmn nin 1 Uhr von meiner Frau geweckt mit der Mitteilung, e» seien drei Soldalen erschienen, die mich «ii sprechen verlong en. Ich zog mich noidurftig an und richiete an die auf dem Korridor warirnden Soldaten die Feage, loa» sie wünschten. Von dem Befehlfiihrcuden, wi« sich später heraus- stell f. einem Leutnant, erhielt ich die Antwort, Herr Dr. Ernst Meyer erma riete mich in seiner Wohnung zu einer Bcsprechungt sie woll en mich dorthin begleiten. Da ich mit Meyer gar nicht im prrsönl chen Veikebr stand, lonme da» nur eine Finte sein. Ich lehnte das Ansinnen also ab mit dem Ve merken, wenn Herr Dr. Meyer mich sprechen wolle, könne er zu mir kommen. ist überall gleichmäßig niid unbeugsam. Eines nach dem anderen dieser Völker enteinnl der Tyrannis. Eine mehr oder minder arisiokratischc oder pliitokratisch« Regierung, mit beschränklein Stimmrecht enoähll, tritt an die Stelle des absolnt.n Herrschers, «nd d es« NegierungSsoini wird ihrerseits w edcr fast überall über. Wunden von der Herrschtet aller durch da» allge meine Stimmrecht. Wobin wird nn» diese« führe»? Zur Tyrann!» ziirück? Oder wird e» sich in ein Kiassenwahlsyslein umwandeln? In eine Art von Maiitarinentnin. in die Herrschast einer Elite oder in den orgaiw. (irrtfii fliwichiSmiiS? Wie wissen e» noch nicht, denn bis henke ist lein Volk über die Phase de« allgemeinen Stimmrechte» hinaus- gekommen."— Nirzeiid» auderShin fuhrt unser Weg als zur Herrsch«'! de» ot&eilcnben Volke», zu einer scheinlurren Klaffe'! hvrrschast. Denn diese Klasse wird sich e»vc>lern im inen schlichen Bewußtsein zur tLesaiuthcil der orbcil«uden Menschheit in geistiger Gemein. fauikcit. Vermutlich wird diese jetzt einsetzend« Wandlung bei jedem Volte in einer anderen Form sich vollziehen. Wir standen Häher al» unsere östlichen Nachbarn, stehen heute weit über unseeen westlichen, die einige Zeit»nd bi» zum Kriege manches vor uns voran» hatten.— und inzwischen scheinen nn» die östlichen Räch- Harn w?der überflügelt zu habe», aber sich In ihrem Fluge noch nicht fassen zn können. Wie werden ihnen z» nutzen vermöge», wenn wir an ihnen gelernt haben, nicht über die Gesamtheit der Völker hstiwegzilstürmcn, sondern sie zu geivinnen. indem mir sie zu den Gesetzen wahrer Freiheit und Menschemvürde aller er- ziehen. Die Schule ober ist keine Exrkiitivnl Und die wesl-icheii Nachbarn werde» zu ihrem eigenrn Heile nnsehen. daß sie nr* in dem großen Erz rhu ug'werke nicht miitivillig stören dürfen damit, daß sie al» harte Sieger im alte», überlebten, van diesem Kriege la'geschlageneii Sinne sich aufspielen. To» allgemeine Tlimmrvcht ga» nli« die Stimme de« Menschen rechle«. Aber wo sind die großen starken Ge iler, denen sie zugehört? Wo die Männer, in denen der Geist neben der Seele wohnt? Heran« mit ihnen! Sic haben «ttc menschlich Kirichliglcn Stimmen für ficht Kuttstkvlendtr. »I>e«z.. Herdt spricht Sonnabend im MellleeSank S?IU«! .v.• zt Periodont»IN!?« au, dem Vianusdript), M.?. vrtage, intzltch. Cornel and Dien»tag in der Berliner Sezel>on t» l«« i Zellgevichle. TeMschlaad.«oaigucero. Hebräisch« Li« ladt»». «W* vebichtw Der Örotntrni sieh irun die Maske fallen lind forderte mich brunsk auf. mitzukommen. Auf meine Frage nach seiner Legi- timalion zeige er einen gewöhnlichen Passierschein vor. der obendrein offeubae aus eint andere Person ausgestellt wir. Eiuen Haftbefehl hatte er nicht. Auf meine Frage, in wessen Auftrag er komme, erttärte er:»im Namen der Regie- rung." Eine best in?»,! c Person als Aufltaggeber zu nennen, weigerte er sich. Auf meine Frage, mit welchem Recht er mich iibechmisjt fortführen wolle, erklärte der Leutnant:„Mit dem Recht des Stärkeren." Ais i«l? mick weigerte, milFugehen, kom- mand erte er:„Anfaffen!" Ein Soldat trat vor. packle mich mit der linken Hand am Arm»nd hielt mir mit der Siechten den Revolver vor. Ich erfläete nunmehr, da e» sinnlos fein würde, mich einer Anzahl fo'iuet bewafineter Soldaten zu widersehen, daß ich ihnen sahwn würde. Der Leutnant wollte mich halkb angezogen, ohne S iefel die Treppe hrrabsührcn laffcn. E» bedurste erst sehr energischer Vorhaltungen auch meiner Frau, daß man mir Feit ließ, m ch völlig anzukleiden. Vor dem Hause hielt ein Auto. E« stellte sicki herau«, daß etwa ein Dutzend Bewaffnete anfgeboien waren. Meiner Frau verweigert« man die Miisahet. Einige Straßen weiter hielt da« Auto, um den Genossen Dr. Erii,' Meyer aufzunehmen, der mittlcrwcüc gleichfalls verhaftet und auf die Straße gebracht worden war Auf dem Wege von Steglitz in die Stadt wurden wir weh! ein Dutzendmni von Sperrkommando» angel>alien. Der Weg ging nach der Kommandantur. Wir mußten im Anto auf dem i&of« warten, wurden nach einiger Feil in ein« Hastzelle eingesperrt, dann wieder ins Anto gebracht, nach einen, anderen Gehöft übergesühr! uiiD mußten wieder endlo« warten._ Sc verging etwa eine Stunde, bi» schließlich aus unier entschiedene« Veriangeil, ivir de», Koiniuandantei, vorgeführt wurden. Der Koinmandank, Herr K l a b u a d e, empsing un« sehr höflich und erklärte zu unfern Erstaunen, er habe die Verhaftung nicht veranlaßt und kenne überhaupt den Leutnant und die Si-ldalen, die uns verhaftet hatten, g a r n i ch t. Unsere wiederholte dringende Ansfordernng an den Lent» nani, seine» Namen zu nenne», lehnte er ab mit der Begrün- dnng:„Ich muß mich sichern." Herr Klabnndc forderte schlicßl'ch den Lentnant und seine Begleiter ans. das Fimmer zu verlassen. Er gab dann zu. un» nicht in Haft behalten zu können. Da c§ mittlenvelle etwa 3 llhr geworben war. riet er unt-ckndeS, dort zu bleiben, erklärte sich aber auf unser Verlangen doch bereit, ,ii,S in de», Auto, das nnS gebracht hatte, wieder nach Hanse betörderi, zn laste». Er be- orderte fnni Mann von der SicherheilZinannschaft zu»userer Ve- gleining.(Die Soldapen, die nnS verhaftet hallen, gehörten ofsen- bar einer anderen Formation an.) Als wir in das Auto eingestiegen waren, erschienen indes statt der 5 nur 2 Mann, die mit nnS im Magen Platz nahmen. Sie erkundigten sich, ob sie bei der Rückfahrt auch sicher sein würden. Wir beruhigten sie. Der Ehaussenr ließ das Anto nach rückwärt« anziehen. Plötzlich hörten wir vor de». Portal lanle Stimmen. Die Türen wurden aufgciiffen. Ein Ossizier kommandierte:„Aussteigen! Ich gebe meine Leute dazu nielst Herl" Wie der Wind sprangen die beiden Soldaten wieder heran». Die Tür wurde zugeschlagen. Unö wurde zugerufen:„Sc, nun fahren Sie!" Die Situation war völlig klar. Wäre der Chauffeur auch wirklich losgefahren, wir wäre» sicher von eine», der nächsten Sperrkoinmandos wieder festgenommen und— güstigstenfall»— aiiderSwohiii verschleppt ivorde». Wir erklärten deshalb:„Nein, wir bleiben jetzl bis zu», Tageslicht hier!" Herr Klabunde geleitete unS wieder auf fein Fimmer. wo er un» bereitwilligst ein Cefa und«inen Lehnsessel zur Verfügung stellie. Ich war auf dem Sofa gerade eingenickt, ak» ich durch den Furuf aufgeweckt wurde:„Bitte, meine Herren, kommen Sie mit!" Da» Fimmer war wieder mit Soldaten anqesüllt. Auf meine erstaunte Frage. waZ denn lo» sei, wiederholte der Kom- mandierende seine Aussorderung. Meine Antwort, er habe hier gar nichts zu befehlen, sondern nur der Stadtkoinmandanl, Herr Klabunde. ivnrde erwidert:„Jawohl, ich bin der Oberbefehl?- haber." Beim Nähertreten erkannte ich den Leutnant Fischer, den b!Sheri>wn Siadtkominandaiilcn, der jetzt also zu einem höheren Posten avaneicrl war..Aus meine Frage. ivaS er denn mit un» vorhabe, sagte er großartig:„Wie diskutieren hier nicht, wir handeln." Wir ivurden nunmehr, vo» Soldalen umringt— auch die un« hergebracht hallen, ivaren wieder dabei—, die Treppe Hin- unter-»nd auf-die Straße geführt: dann bog der Fug in ein anderes Gehöft ein. Als ivir zwischen de» Gebäuden einher« gingen, sagte der voraufgehcndc„COerbefcHlSkaher" Fischer: �Sie folge» mir. Bei Fluchtversuch erfolgt sofort die Kugel." Das war an sich eine völlig überflüssige Warnung denn e» wäre ja geradezu irrsinnig rvwkseu, wenn wir. mehrere Soldalen mit fchießtvreilen Gewel rcn und Revolvern hinler un». einen Fluchwersnch hällen machen wollen. Wohl aber mußl« jene «Mona Lisa- im Opernhaus. „Mona Lisa" unter den Anden— zum, ich ivniß nichi wi«- imelten Male seit drei Jtrhren. Waeiun? Vielleicht darum: alS nichch lange vor de», Krieg« Lionaidos B-ildiii» der Mona Lisa auf rätsclhaste Weise a»S dem Pariser Lonvre verschionuden ivar uiid bald daneuf in den Händen eine» lYiOiduMflen Handel», nannes in Rom wiedergefunden winde, defilierte da§ ganze römische Volk vo« dein Kunstwerke:«iive Nalicnalserer im heiter-ernsle» Geiste der Sdenatssaiiee. In Dr»tschd im* Im, daranslen Bealrice Dovsky und Max SchiCngS eine pseudovcnezianische Oper iiin das berühmt« Lrühe!» dar schonen Giaconda: eine aktuelle Sensation für bildungisbcfiisseiw Italien reifende. Da s« da» dann lmld dar« auf nicht mehr sein dursten und noch iimner nicht sei» dürfen. gingen mild gehen sie unter die Linden; obgleich die kurze Reise dar., hin heute mindesten« so be'cktverlich ist ff" 9 zu stzrer Feit eine italienische Reise. So entstand komponierler Bädeker oder Opern- konnnewtar z» dein rälselhasien Lächeln: ein Oeideuck in»ivderuer Technik und darum herum ein teurer Rahmen im Geschmacke d r Bilderkäns« von ver Pnss-ag«. Ein Stück Erbe an« jener Feit, d>, einer auch nech etwa« andere» sein mußte al# Künstler, zum Bei- spiel irgen-dwo Hofstzlvllincister. wen» er... Jeue Feit ist nichi mehr, oder will doch nickst mehr sei». Aber Wo bleiben die, die sonst nicht» als Künstler sind? F»m Vcifpid Hau« P fitzner?... Gia- conda läckzolt nnenträlsett iveiter.— Im Öperichanse hat man»och die alten stlänzenden Mittel, und den alten Geist dazu. Den reichen Porten, und Moua-Lisa-Tiesitzer Francesco Giacando galt zun, ersten Male Co ruf Ii« 2 t o n»gc c ft. Sch-ide. diesen cminenien Sänger just daju z» gebrauchen. Wexander Kirchner I QMotxiiiui de Solviati) und llVnWra Komp(Mona Ziordalisa) sind gute« Jiwei'.tar von danwi» her. K. p, Auszeschnunff Sktsflinssons. 5Di<»nreriko nisckx National Geographica! Sorieky hat Hub- bard« goldene Medaille dem Polarforscher Wilhjamar S I e f f a ii« s o n verliehen, dcffen arktisch» EiitdeckuiigStpren der ietzien fünf Jnhre ermöglicht habe«, ein Gebiet von etwa>00 000 englischen Ouadrotineilen bisher unbekannler Polargegeeden auf der»estlichen Halbkugel karlograpbiich sesiznlegen. Hierdurch bat er eine Forschungsarbeit auSgeiübrt, die an Umfang alle» weit übersteigt, wa» in vielen Jahren geleistet worden ist. Die H ii b b a r t. M e d a i l l« ist di« höchste Auszeichnung, die die Gc- tellichai» jtf.rUi&ta(om. Drohung ein« suggestiv« Wirkung auSubeN. Sie koste LeffA iniÄ? prompt<,ei den Solda'en den Ruf au«:„Die Kerle müßte mau eigeuilich gleich totschießen!", welche Ankündigung dann mit stärkeren Schimpfworten gespickt verschiedentlich variiert wurde. Von den jungen Leuten im feldgrauen Rock, die solche haß» erfüllte Drohungen auSstietzen, hatte sicher kein einziger auch nur die klaffeste Ahnung von den Kämpfen, die ich Jahre lang in ihrem eigensten Interesse gegen ihre Unterdrücker durchgeführt habe. Sie brachten nur kritiklos zum Ausdruck, wo» ihnen di« Handlungen der Konterrevolution eingetrichtert halte. Wir wurden schließlich in ein düsteres Hinterhauk geführt. wo wir, eine Stiege hoch, in einem einsenstrigeu MannkchaftS- zimmer einquartiert wurden ES befanden sich dort zwei-iserne Bettstellen mit Strohsäckcn und Wolldecken, von denew je«ine ans zerfetzte» Sotdatenmänteln zusammengeflickt war. Kopf- kissen fehlten. Da ich nun einmal nicht, mit dein Kaps nack unlcn hängend, schlafen kann, nahm ich mir aus einem Winkel de« Zinnner» eine alte Pappschachlei mit Pnironentaschen darin zum Kopfkissen. I» diesem düster» Fimnier, loa fast den ganze» Tag Licht gebrannt werden»uißte, haben wir 4 Tage lang gehaust. An die Luft kamen wir nur, wenn wir ein schwieriges Bcdürt"!» zu verrichten hallen. Tann beal-ntele uns der Wachtposten vor unserer Tür mit schuschereitem öicwehr über einen holprigen Hof »ach einen, stallartigen Seitenflügel, wo in eine», dunkeln Ver» schlage zwei WasserklosctS für lie Mannschasten eingebaut wa-en. Die Gesamteinrichtungen der Baulichkeiten entsprachen etwa denen eines Hinterhauses in einer äüeren Mietskaserne Berlin«. Unserer Gesundheit war der Aufenthalt gerade nicht förderlich. Wir lilien schließlich beide stark an Kopfschmerzen. Ich würde dennoch solche Einzelheiten hier nicht erwähnen, wenn nicht durch eine ossiziöse Preßnotiz im„Vorwärts"� damit geprahlt wäre, Meyer und ich mären„in einem der König- i i ch e ii Schlösser" unier.aebracht. Da das schmuddelige Hintergebäude, in dem wir hausten, zu den, Palai« de? ehe- nialigen Kronxr nzen gehört haben soll, ist die zitierte Nebe» Wendung zwar buchstabenricktig und war doch«ine fauft dicke Lüge, da sie den Glauben erwecken mußte und erwecken sollte, daß wir den Komfort genössen, den die srichern Besitzer des Schlosse? sich leisten konnten. Dieser Eindruck wurde noch verstärkt durch die Bemerkung, unsere BecPslegui� sei „"länzend". Auch da« war eine starke Ucbertragung. Doch siegt es mir durchaus fern, über die Verpflegung zu La�en. Es war ante und ou?rcick?ende Mannschaftkkoft. Da untere Frauen, denen man anfangs jede Auskunft über unser Schicksal berwe gert hallen, schließlich die Genchmigung erhielten, uns zu bes.ncheit und allerhand Zubußen zu bringen, konn'en wir ganz gut au«« komme». Auch da» Verhalten der Soldaten, mit denen wir zw. tun hatten, war durckpveg entgegenkommend. Dem TepoHührrti besonders will ich es gern ösfentlich bestätigen, dckß er uns durch» weg gesällig-reroefen ist, soweit dnS in seiner Macht stand. Arn Sonntag, 12. Januar, trug un« Herr Fisckwr den Wuns«? vor, wir möchten, um unnötige« Bluwei�ietzen zu vermeiden. doch darauf hi nwirken, daß nicht unsere Verhaftung zum Anlaß von Angriffsveosuchen genommen werden möchte. Da die mäy lichste Verinei'bung von Blutvergießen durchaus meinen Ve« mühungen entsprach und ich vor allem nicht wünfchte, daß meine» eigenen Person wegen auch nur ein Tropfen Blut vergossen würde, habe ich jener Anregung dadurch Rechnung gelragen, daß ich meine Frau brieflich ersuchte, meinen Freunden mi�uteiken, ich wünschte nicht, daß meiner Verhaftung wegen die Feindselig- koiten irgendwie verlängert oder verschärft würden. In gleichem Sinne hat auch Eeiwsse Meyer an se.n« Frau geschrieben. Ich kann aber nicht umhin, mein Bedauern auSzukprechev. daß die Regierung und ihr« Gehilfen die nämliche Rücksicht auf. Vermeidung von Blulvergießeii für sich nicht haben gellen lasse,!, Denn al» ich nach der Einlieserung in das„König! che Schloß Herrn Fifcher gegenüber sehr energisch geltend machte, ich müßt# unbedinnt— e« ivar 4 Uhr morgens— in ein paar Slunven! freikommen, um als Miiglied der VersländigiingSiommissian anj de» AusgIeichSverhandliinge.il um'A\ü Uhr teilnehmen zu können, wurde m t von einem Offizier jugerufen:„Die Soldoteji wünschen nicht, daß S t« AuSgleichsv«rhand« l u n g k» führenl" Daß J)i< Sokdaten" au« eigenem Nachdenken zu einer solche« SchlußfolMung gekommen sind, beztvcifle ich. WM aber kann ich mir lebhaft vorstellen, daß mein erfolg reiche« Eintreien für di« Matrosen am 24. Dezember, da» zu einem befriedige»de n Tu«. gleich zwifchen ihnen und der SIegiening führte, den immer noch unbekannten Drahtziehern_ dcS Verhaf:,>ng«vntscheS vom Ii. Januar den Gedanken eftigegeben bat, mich an neuen An«- gleichsbemühungen mit Gewalt zu hindern. Wie wurden denn auch bi« zum 15. Januar in strengem Militärgewahrsam gehalten und dann erst in UnIersuchungShaft überführt, Ivckbei die Regierung vorsorglich mir Gelegenheit ge- gelten hat. drei Gefängnisse kennen zu lernen. Mit der Unter- suchungShast beginnt aber ein»euer Abschnitt, über den Wh mich hier nichi weiter aussprechen kann. Sie Hleruklionale kovferenz. Arbeiterschutz.— Plenarsitzung Monlaa. Bern, 30. Januar. Der Sitzung, die von sehr zahlreichen der anwesenden De!«. gierten zur internationalen sozialistische» Konferenz heute vormittag unter dem Vorsitz Bra» tingS abgehalten wurde, wohnten an sonstigen bekannten Persönlichkeiten der botie» risthe Miliislerprüsideiit Eigner, der englische Deiegierie Bond- sield, die norwegische» Delegierten Schaffler und Trannhee, di» dänischen Delegierten Börgbjerg und Lina Bang, Marina für Estland, Janson von der deutschen Generalkommission der Ge- wcrkschafirn und I ä ck c l von den Unabhängigen'Sozialisten best Die Erörterung drehte sich hauptsächlich um die programmatisch« Erklärung, die zur Arbeiterschutzfrage angenommen wer» den soll. ES wurde allgemein festgestellt, daß darin volle« Eiuver- nehmen zwischen der internationalen sozialistischen Konferenz herrschen soll, und beschlossen, ein RedaktionSkomitee zu ernennen von Vertretern der verschiedene» Staaten, welches der Konferenz den Text vorlege» soll, der sich zwar auf den in LeedS und Ben» seinerzeil vo» den GelverkschaflSkonferenzen angenommenen Text stützen soll, aber auch die seinerzeit in verschiedenen Länder» ein- gcireteiien Ereignisse zu berücksichtigen haben wird. Am Schluß der Sitzung leiste Hu YS man» mit, baß die erst« Plenarsitzung der Konferenz am Moustfg iiMugcn un großen Seal de» immer Vottshauses siattsiuivet. * Die englische Negleeunz schlägt her Pariser Frsehenskonferr«, vor, der inlerualionalen Arbeiiskomiiiissio» die Schaffung einer Orgaiiisalioi, nahezulegen, in der auch die Arbeiter verirr- ten sein werden. Diese Organisation würde Informationen zu sammeln babe», um iwe Prinzipien der Internat io- nalen Arbeit festzusetzen, die dann im Einvernehmen mit der Oeganisalion den Regierungen zur Erwägung dorgeschlagen wer- den würde. Volikische Vachrlchlea. Die SonuitenrÖW de» 19. Armeetorp» gegen»en Vstschu». Die Loldatenra!« sämtlicher Garnisonen des 19. Arine tneben den Beschluß gesaßi. daß das Anwerben von Frei- willigen für den Osten nicht mehr st a t t s i n d e n solle Das sächsische KriegSininisteriuiu tr:U dioieni Beschluß m t der Verfügung enewgeii. daß die Werlelädigkeli für den Osten fofor, wieder aufzunehmei, i,t Dw SollxUeutäte tzüttem.»chre Zu- tUtndigkcit uborichrurcw»-■■ Der fRWoWfiTft Warrnverkehr ist d-urch die srche Waffen still st andSkommission hat S» geübter, jede? zulässige Mass aber überschreitender Kritik die Vertrauensfrage gestellt. Die Versammlung spricht ihm ein» stimmig da« Vertrauen aus. Es werden daraufhin gewählt: Kall. Münter(1. Vorsitzender), Soll. Soffmann(.Kassierer), Po- SenSke(2. Vorsitzender), Paul Schulz sSchriftführer), ebenso en bloc di« Vorschlagsliste der Vertrauensleute. Die Zahl der Revisoren wird von 3 auf 5 erhöht; die seither verireiungsweise beschäftigten Angestellten desinitiv gewählt. Nach Erstattung de? Stassenberichts wird aus Vorschlag der Revisoren dem Kaisierer Entlastung erteilt. Aus dem Geschäftsbericht ist noch» besonders hervorzuheben, daß der Magistrat Berlin sich bereit erklärt hat. denjenigen Betrieben, die seit Januar noch keine Lohnerhöhung erhalten haben, sofort eine einstweilige Zulage von 20 Pfennigen pro Stunde von Januar ab zu zaylen und die Diiserenz nach Abschlub d«S Tarifvertrages auszugleichen. Die Erhöhung der Gehälter für die Angestellten um vorläufig 15 Prozent findet die Billigung der Versammlung. Die bevorstehenden Stadtvervrdnetenwablen in Berlin. Die bürgerliäien Parteien, die bisher in der Berliner Stadtverordnctenversgiiinilung die Mehrheit bildeten, recl>- nen heute schon damit, daß ihre Zeit mit der Neuwahl auf Grund des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts abgelaufen ist. Die bi'ugrr liche Presse Rechnet aus. daß nach der Neuwahl% der Stadtverordneten Sozialdemokraten st in werden, so das; etwa 96 Sozialdemokraten von 144 Stadtverordneten die Sitze im Rathanse einnehmen. Die bürgerlichen Parteien werden alles aufbieten, um her- auszuholen, was herauszuholen ist. Es ist selbswersländlich. das; auch der Magistrat eine andere Zlisammeuietzung erfahren muh. Heilte hat der Magistrat die Exekutive und eine starke sozialistische Mehr- heit würde bei der heutigen Znsammenietznna des Magi- strats mit ihm in ständigen Konslikt kommen. Vor allem ist daran zu denken, die vielen unbeioldcten Stadträte durch andere zu ersetzen. Heute bildet der nnbeioldetc Stadtrat ein Monvvol für das grosse Portemonnaie»nd ein Privileg für den Besitz. In Zukunft muss der unbesoldete Stadtrat eine Aufwandsentschädigung erhalten, wenn man nicht dazu übergehen will, alle Stadträte voll zu besolden. Aber lo wie heute kann die Magistratsverchssiing nicht bleiben. llnter allen Ilmständen muh der Umwälzung in der Stadt- vcrordn.kenversanimlung eine solche im Magistrat aus dem Fusse folgen. Soll die Voransberech'nnna der bürgerlichen Presse sich erfüllen, so dürfen wir die Hände nicht in den Schoss legen. Ohne Arbeit kein Preis! >> Die Aufhebung von Hamsterlagern. Der Berliner Magistrat teilt mit: »In letzter Zeit haben mehrfach Durchsuchungen von Privat- haushaltiingen nach Lebensmiit.'worräten stattgefunden, ohne daß die Bevölkerung die Berechligung hierzu nachzuprüfen in der Lage geiresen wäre. Ternrtig« Massnahmsn stehen nicht nur berechtigten Interessen der Ber-ölkerung. sondern auch dem plan- massigen behördlichen Vorgehen zur wirlscnnen Ersassu-ng der Lebens mittel entgegen. Ter Lebensmittel»? rbo nd Gross-Berlin hat daher in Verfolg eines Erlasses des Herrn Staatssekretärs des NeichsevnäihrungsamtS mit dem Vollzugsrat des Arbeiter- : und Soldaten rates und mit dem KriegSwucheraml ein« Ver- j ständigung drihin getroffen, innss alle Mitteilungen über Ansamm- lung übermäßig LokeiiSmütel Vorräte in Pnivcr'händen in dem Lelbeiismittelrerband abgegeben und durch seine Revisoren nach- geprüft werden. Ratürlich kann eS sich nur unn nicht- i anonyme A»zeigen handeln. Die Revisoren werden be- �.sondere Ausreise führen, die sowohl vom Lebensmittelverband Groß-Berlin als vom Vollzugs rat des Arl>eit«r- und«oldaten- i ra!s gestempel: und unterzeichnet sind. Die Ausweise werden auf Wasserzeikieupapier der Brotkarten hergestellt wenden. Di« Bevölkerung ist also tri der Lage, nachzuprü-fen. ob der Nvvi- sor legitim: ieri st, und all« Personen, die nicht im Besitz des ordniingsmässigen Auftneise« sind, zurückiz»weisen. Den bisherigen Rüstungsbetriell'en, den Kühl- und Lager- Häusern, Easilwirtschesstcn, HolelS irstv. hat der L«bensmitt«lver» band eine besondere Pflicht zur Anzeige der L«benSmitt«lv»rräte miferlegt." Wir fiiiid glwsr glVitlssalfs«der A»ist cht, dvss nicht jetbe be- ticbiste Person zui einer Exekutive berechtigt ist,«fonldern baß hieß hierzu legitimierten Pcissorien ich er!« Isen werden nuiss. Aü'ldereifoils verwegen wir aber mit allsni Nochldrnch, daß die Atulfhrdii'wg vFN Hamstovlvigeon etlwvs snevgifchcr be- t rieben wird als bisher. Der Einheitstisch für das Personal in städtischen Heil-, Erziehungs- und Pflegeanstalten. In den städtischen Heil- und Pslegeanstalten bestanden bis- her verschiedene Tischformen. Dienst- und Wartepersonal er- hielten andern Tisch wie Schwestern, Oberschwestern. Apotheker und Assistenzärzte. Mit dem ersten Tisch ist schon immer sehr viel 11 ii fug gelrieben worden; es wurde viel Geld verschwendet. TaS soll nun anders werden, indem für alle nur eine Tischfarm eingeführt wird. Dadurch wird vor ollem eine Verbesserung de? Tisches für das Warte- und Psleoepersoual erreicht und auch die Schiveslerii, Oberschwestern und Assistenzärzte haben ein Interesse daran, daß der Einheüstisch angemessen ist. Manche Klagen werden damit verschwinden. Allerdings wirksam erst dann, wenn ' Lebensmittel mehr zu haben sein werden. Gegen ble Einschnürung bea Slrastenbanbels. In einer ossentlichcn Versammlung, einberufen vorn Deutschen Händlervcrband, nahmen dk Berliner Strassenhändlor Stellung zur vom Polizeipräsidium erlassenen Verfügung. Der Referent Stattko besprael, an der Hand von reichhaltigem Material die allmähliche Einschnürung des StrassenhandelS vor und während tcS Kriege». Nach dem Striege refp. nacli dem v. November hat,' e» den Answin, als ob der Handel wirllich ein freierer werden sollte. Die im alten Polizeisiil geha'.ten« Per» fügung in u ss di« Händler jedaä, eine« anderen belebren. Es soll zugegeben weiten, dass zur Zeit Auswüchse im Strassonhandel be- iiehrn. als soläz r ist haiiptstichlich daS Glücksspiel anzusehen, aber sS geht nich! an, daß ein« nach Tausenden zählende BenisSgnipp« existenzlos gemacht werden soll, wenn»nsaubere Elemente in der Weiiirneislersirasp? ihr Unwesen treiben. Folgende Resolution wurde einstÄimig angenommen...... .Tie am 29. Januar in den Sophiensalen(Grosser Saal) tagende ösfentlichc Händlorversammlung nimmt Kenntnis von den Verhandlungen zwischen dem Berliner Polizeipräsidenten und der Tepntalion des Deutschen HänblerverbandeS. Tie Persammluiig verurteilt auf daS entschiedenst« di« jeweiligen Arnsttnichse im Sirassenhandel— wozu auch der von Kindern betriebene Handel gehört—, da diese geeignet sind, den Slrassenhai bcl herabzuwürdigen. Als ganz besonders verwerf. ich betrachlen die Anwesenden das Glssukspiel auf ossener Strass-:. Trotzdem erblickt die Versammlung in der Verfügung de» "'lizeipräsidenien vom 34 d. M. ein« ganz besondere Här'e. weil i er» ach jeder, auch mü Ausweis und Gew rbes-l'ein versehene. ' ä ndler fes: genommen werden kann. Hierg'gen pro'estiert die Versammlung aus das entschiedenste und erwartet, dass der Velizev präsiden! Mittel und Wege finden wird, die Auswüchse im Sirassenh-ndc! zu beseiiigen, ohne jedoch den söbleckit und recht um seine Eristenz ringenden Strassen Händler zu schädiaen. Den D«»lsshei' Händlervcrband erkennt die V flamm lung al» Vertreter ihrer Jnkressensragen an und erklärt, denselben durch Mi g'iedsclaft zu»nterslützen.. Den verletzenden Arlilel in der.Berliner Morgenpost werien die Anwesenden al? gemeine Unterstellung zurück.' Die Beerdigung de« Genossen Kram, Mehring dürste am Dienstag vormit ag erfo'gen. Nälhev?« w rd noch belanntgrgeben. Eine Brücke soll im Zuge der Danckenstra'ge erbaut werden. Scbon lanae war daS BediilfniS vorbanden, die Strasse über di« Bahn zu ül-erfübren, damit die©traf* endlich ein« zusammen- hängende wird. Es war heschwerlich und erkordrrt« Umwege, von der Dunckerstvasse lssrben nach der Dun«k!crstras>e drüben zu gslanKK, zumal imimer mehr Schulen getxnit wurden, nach denen_ dl« Kinder beguem gelangen können. Die Ausfüharng des Brucken» Projektes wurte immer Iii n ausreichet* n, weil die dort wohnen» den Grund- und.Hai'Slesit'er zu einem Beitrag lrerangezogen wer. den sollten, da sie einen erheblichen Vor eil W*n. Aber d« Grundbesitzer waren sehr hartleibig. Sckssiesslich sollt« nur ein« Fussaängrrbrücke gebaut inerten. Dagegen wendeten sich ntver« Gencsseii und erreichten, dass doch sin« Fahrbrücke errichtet werden j soll, auch dann, wenn die Heranziebiing der Grundlesitzer zu den Koste» keinen nennenswerten Erfolg hat. Schliesslich muss doch dem ' Verke rsledürfniS entsprochen werden. Da» soll mm geschehen. 1 Die Stadverordneten haben zugestimmt. Der Berkauf der„Freiheit" auf Bahnhöfen wird verchiedent» lich iichib ert. Am Mi imobh früh wurde ein Parteigenosse, der in de» Räumen de» Schlcsischbn Bahnhof:» die„Freiheit" feilbot, von einer Wiche der reipublikan: scheu Soldatenwchr mit Gcwall enl- fernt und nach der Wache gebracht. Hier teilte man ihm mi', ei gäbe keinen Eichborm wehr und e» dürfe lein Handel getriehen werden. Tatsächlich w rd aber in den Räumen. Vorraum uni Warteraum, unbehindert da«„Ta�blatt" feilgeboten; auch der ..Vorroärt«' bleibt unbehelligt. Der neue Hinweis auf die Ein- ichränfiing des wilden Handels bezieht ssch doch nur allgemein aüf den venkebrisstörenden Handel. Anscheinend wsid die Verordnung allzu engherzig von übereifrigen und schlecht zu sprechendem Wachmannscbaften ausgofasst. Ob wir AMjiPfe et- warten können? Tie Willlür soll, wi« e» scheint, mehr wie früher massgeibend sein. tebensmikleMender. Nicht 7, sondern 5 Pfund Karlvsfeln. Die Kar ohfetverso» gu-ngsstelle des Magislra'« teilt mit, dass die KarlobielverhrauchS- meng« für di« Woche vom 8. bis 9. Februar 1919 nicht._ wie irrtümlich an ben Säulena-nfchlä�en angegeben ist, auf 7 Pfund, sondern auf 5 Pfund festgesetzt ist. Reinickendorf. Auf Abschnitt 05 der LebenZmittelkarte Gross- Derlin 250 Gramm Kunsthonig zum Preise von 39 Pfennig. Anmeldung bei den Kleinhändlern und den amtlichen Derkauf». stellen bis einschliesslich G. Februar. -, Aus den OrgunWom Parteibureau Neukölln. 11. S. P. D. Die für Sonnlag nach- mil'ag 4 Uhr angesetz e Sitzung der BezirkSsührcr und de» Vor- stände» findet nicht statt. Verantwortlich sür die Redaktion: Alfred Wielepp. Neukölln.— Druck der Lindend. uckeret und Verlagegesellschast in. b. H. , Schillbauerdamm 10. Zensur Alle Aufsätze, Besprechungen, Komödien usw., die während des Krieges dem Ziegelbrenner von der Zensur gestrichen wurden, für Politiker, Publizisten«.Redner ein wertvolles Beweisstück für das „Walten" der militärischen Zensur. Preis: M. 3,60 Arbeiter! Funktionäre! Das solange von Euch entbehrte Organ der Arbeiter- and Betriebsräte Deutschlands erscheint endlich. „Der Arbeiterrat" soll Euer Sprachrohr und Eure Informationsquelle sein. „Der Arbeiterrat" erscheint wöchentlich und ist zum Preise von 50 Pf.(monatlich Mk. 2.—, vierteljährlich Mk. 6.—) im Straßenhandel, durch die Post und in jeder Buchhandlung erhältlich. „Der Arbeiten- ai" Wochenschrift der Arbeiterräte Deutschlands. AchUigl Parfrgenosstnl Möbel, ranze Wohnunvs- Binricliiungen,«uch einrelne Stöcke, gibt billigst ab Kredow, Tischlermeister, Zehdcnicker Straße 24. Spezial-Behandlun«:-I- von Geschlechts-, Haut-u. 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