W berliner-Organ trv Vmtyftäminen SonWmofmfte OeutTdMnös .♦rjy>■-•■; ?. HM Johrpanp 2 Sonnabenö, öen 1. Zebruar 7919 Nummer 57 Einzelpreis 10 pfg. JHt �relliett* nIAidnl mmftns nnb mm fium mm> StMtfim mm mtmrqttu. Vet Btiuasprtis KtlrJlft(ni fnitt Aus»,»»», mt ftm(tr rfirmi■ I�rrltn J, v> M btctPtem pciftbrtn« ebm StO'Ba'bübr moiiall. i 9H., M Z»«»>>-»§ uiun Swiitb«*»* w m. DU„bttiknl" ift m bfn nfin,»«»trag Wr p*hq4 berichten nicht rtwa nur unsere Genossen, das meldet übereinstitnmend die ganze bürgerliche Presse. Trotzdem organisiert die Regierung den Krieg gegen Bremen. Man könnt« rfagen: mit welchem Recht? Wb»r diese Regierung hat ja längst ausgehört, sich um irgendwelche Rfchl&DQvantren zu fümmern. In Berlin bat sie.-chibe den Bslagerungsziistand i» verhänge», idre Töldnerichareii diel ickllinriner Haiden wsien. als es soldst der BKogerungS- zustand gestattet hätte. Und wozu hätte sie da» Llandrecht verkünden lassen sollen, wenn jür d.e Veseitigimg Liebknechts. Roio Luiemburgs und mancher anderen doch ein kürzerer Weg zur Verfügung stand? Jetzt«nd da« Berliner System auf da« Reich übertragen niit denselben Mitteln und demselben Eriolg. Tie Regierung hat..verläßliche" Truvven und sie tvcr- den immer mehr. Tie Werbungen geben ununkcrbrochen fort. Nickt an die Zlrbeiler Menden sie sich, die norien Conidottieri, die Werbeofsizrere des Noske.»n die Bürger. Studenten, Lisiziere ergebt der Ausruf. Tie Lssiziere und Unterojsiziere sind begeistert. Sie fürchteten, daß sie überflüssig und be''chästigu»gsl»s würden, jetzt finden sie lohnende, sehr lohnende Beichäjtigung. Stehen doch nicht nur die Mittel des Reiches»ur versiigung Tie Kripitalislen öffnen ihre Taschen, uiid»um«icUliche» kam, reichlicher Zuschuß gerviibrt weiden. Di, berischende Arbeit«. sosi-gkvit silAsst auch für die»erfnim, yimsti#, B�i>g>«�e». und für Geld und gute nationale«orte findet sich für die Organisatoren des Bürgerkrieges»enug Wateiiol. Umsonst ist ja nicht da« deutsche Boll da« inilltaristisch»er- feuchteste der Welt gewesen. Nun gibts einen neuen Kr�o«,»vt) S»rr Wolfe kann neue Lorbeeren pflüchen. I»»och srioolerer und un- verantwortlicherer Weile bot die Regier»«, ale Berband- lbungsversiiäre absichtlich vereirelt. Sie hat bermitzt atch>gi«rt und ihre GeHMlt aus der Hand gegeben zugunsten der Dkdt- sion G e r st e n b e r g, die sich scha» in Berti» in den Tagen des Brudermordes hervorgetau bat. Tie Regierung Hot jetzt für die Ablehnung der Verhandlungen»icht einmal diesen Vorwand wir dmiials in Berlin, als sie die Räumung aller einzelnen Gebäude von dem kintritt in die V?rbandlun>en forderte. Sie will eben keine Bertzandlungen, sie will Gewalt. Dieielb? Regierung, die»or joden, Stirn- runzeln der Bourgeoisie feige zutüAaewW, die bei keiner stfrage und bei keiner Gelegenheit de» Akut zur sozialistischen Palitik gefunden bat. den Arbeitern gogenüber kennt diese Regierung nur ben Standpunkt her brutalen M o ch t r o l i t e k. To aibt e« für sie mer die W>« b« r- wersungsstrategie de« deutiche» Militarismus. Keine bürgerliche Regier,»,, bätte der deuticken Arbeiterbewegung so viel Schoben zufü»«, können, w'e d'eie sozialisliiche. die den Namen nur deSbalh südren kann, weil sie die Regierung der Tiskredii'erun« de» Sozialismus Denn von einer bürgerliche» Ragiervitg bätien sich die Arbeiter eine wiche Politik ni, bieten lasten. Rur einer Regierung, die sich wtialiitiich nennt und der die Arbeiter viel zu lauge ihr Vertrauen geschenkt babm. war e« matztich. einen Teil der Arbeiterklaste gegen den andere» anszuwlelen und w der Reaktion wieder zur zu»erbelse». Iietzt allerdings beginnen d« Arbeiter Mmuer mehr «inzm'elen. v-ebi n Nf Politik führt, die die Soldaten- rate o(im,Yichi+i,»la�h und den Allen erkor»« htiPicr tu« Mruirt einniumt, die die Arbeiterröte eiisfliiKivS n»a«n ui* damit die Stellung des Km>ilals be- fcstigt. die mir bi« eine Sorge kennt,»mt der vonrgeoisie in keinen Konsbikt z» geraten. Tes<«kb will die Regierung mcstt DerhanW*. Sw tneiß. die SVuirgeoif* riiihch4 tu« völlige Unter» ndmsng der ArbeiikitAasik unter die Gekwt« dar Nalianlverlnfn»"- jung. TsU-er d»»rsen dw Arbeiter- unck SchtwtenrÄt««» keiiwm 5>»nMii�iitrelen, doch,r WS die idcmülfa! Arbeiierklaff« dbre Wa'sen«»Ssioier» an die Eöltduerschoren der B»uih»eoifie. die unter der%pma«äberL. ®dVif*U*»nn, 7>c9ft geworben und doS gefügige Werkzeug de« alten OffizierAwpS sin». Noch darf man hoffen, daß die Pläne der Reaieruna an der Besonnenheit der Bremer Arbeit«! ietrast scheitern werden. die auch dieler Provokation gegenüber rubigesBlutbe- wahre» muß und die Abrechnung auf eine günstigere Stund« verschieben wird. Diese Abrechnung wird kommen, und dann wird es nicht die durch die Politik der rechtssozialistischen s�ütircr zervissene un» Zeichealdete Arbei bei schabt sein, die R�hensärast fordern wird, wndern dann wird das geeinte, zu neuer Macht erstandene deutsche Proletariat Gericht halten I Roske« ZePz«? jfj:« Vre«?». Vreme», 81. Januar. Der Rat der Vollibeauslragten er» h-elt n«l iow-'nde betapromme au» verlin: Jj»K« der«M �irißben Aktion O,�n Bremen geht au» meiner lkrkläruu» bewor. t>e h ut« morgen in der Presse bekanntgegeben. Mahne bringend von Widerstand abzusehen. �iir Meichsiogieru,�. Ro»ke. Andrer der Küifciüeu soB« verbandeln I Vögedwg. t Bäche- b»,. d« Kommissär für da» ErnährnngKw. sen, ist im Ausir»»e der Bremer Neuerung in Berlin zur Zügelung von S«den»«it,el«»>gelechcich«!b n.f Brem»», 81. fywu«. Die Arbeiter- und Soltaten- räie Bremerb«»en uiw de» 8. Armeekorv» Hamburg sondten«» die Steich»regier»ng Telegramme, in wichen sie che gen die nach Bremen unternommene?kt cm energisch »rotest er»». Ei« erklären datz de Auinabme von Kämpfen die Aolche»»»«d!«schar ieie». Der Soldatenrat k» 9. Armee-Korp» siebt i« der Besetzung Bremen« al» Bereich de» 9. Armee- kwrp»«in« Kri»,»er?lärung«n da» 9. Armee-Korp». Off i,> S» bemerkt b'erz« da» W. 7. B.: Nvnchen einem Mit- gleb« de« Hamburcher Soldatenrat» und km Staatisckretär A»» k e fand Are'wg vor», lta, leleabonisch ein» A,»»sprach« ül>er die Aktion ch«ch«« Bremen statt. Raächeen StoaUbsckcetär NoÄe sestchesbrllt botte.»atz»an einer Bedrohung Hamburg» gar keine Rebe sei, wurde ihm versichert, datz für den Hamburger Soldaten- rat loi« ini»i vorlioche, sich i« d e»iigeicgenheit einzumischen.(?) d!e!ei besovdem» Schutz au. Die Garde de« Herrn Suppe, die in den ersten Wochen der iHevalutwn ein« höchst ovmkwibrdige Nolle in B'rlin gespielt hat und A-eroll üderflinsig war. kn erst unter N o» k e, e-cm Siegreichen, ew«ichenUiche» Arbei�td geßuichem. gum Dank für ihre alorreich, Be-ät-gnnp bei der Nied-rs>t,!ag-,nn der Svarta'isten. bei der Drangs, lierunß der verhafteten, der verfolgunp llnschiildiger iß sc« beul ifteftmrn. Steins», ro angvgnrdert worden und greift nun noch de» bächsten Lorbeeren. In en>en»n die Rcgie- ruirg»rnvertl sie«uf ihre.g-n>iffenhafbe Pftichterfiilbiing im Denste der freien lozichlistisch'n Nopublik". Sie bittet, zum Schutz und Srbi'-'n der Vo-mn-i'rxriammtung nach Weimar berufen zu werde». Und sie kr»nt den Geist der sozialistischen Herrenti>chen Bianv»- die»n�rzi�itch- Schaffung eine» großen einheitlichen Heeredkörpcr» verlangt, der die von der National- oersamuvu», �choneveii setze»ersolgrcich" durchführen soll. Die fre»»»>i�» Ge»bäich« solle« den Kern dieser Heeeesmachl bitten. >ka» kann den Scheid emönnerrn ju tiefer Hilfe von Herzen graiul'envn Die Suopegard' be'tebt au» aktiven Unter- o f f' 8 i e r e». Au» deren Kreisen gingen jene Helden hervor, die im Friedenthoer die scheutzlichsicn und borbraischstcn Schindereien ni oen wehrlosen•" r f r n' e n v«tz.L>»en, jene vb i ci-en lify». raktere. die bar jeder Menschenwürde, bar jeder anständigen Ge- sinnun,«MKeit. Auch im eeniecen sie durch ihre Drang- atierungdmehode»»ur H-'B Aiuch. Ma-iche», ehrticlvn Sot- daten haben sie in» wesäiigm«.>n» guchehan» gebracht. Dwn kann den Scheiden, ännern»u dieser Hilf« wrrNich graiulieren. � A Die verner Konferenz. Bern. M. Januar. Der Sitzung, welche die Delegiertet« gach Sozialistenkonferenz heute abhielten, wohnten über 50 Delegiert» bei. Unter den Neuangekommenen befinden sich Hugo Haasts Ramsah Macdonald(England), T r o e l st r a(Holland). B r a n t i n g erklärte, daß er von der deutschen Delegation ein» Mitteilung betr. die Lage der deutschen Kriegs» gefangenen in Frankreich erhalten habe. Die Konseren,' wird sich mit dieser Denkschrift, die leb haste Klage» ent« hält, zu beschäftigen haben, aber erst, wenn alle Delegierten an« wesend sind. HuySman» unterbreitete der Konferenz de« Borschlag, eine Kommission zu ernennen zur vorläufigen Di«- kussion der zahlreichen GchictSsrag�n. die gestellt wurden. Di«. ser Vorschlag wurde lange diskutiert und schließlich in der Ao,M angenommen, daß die bereit» vollständig anwesenden Delegatione« die Mitglieder, die sie in diese Kommission entsenden, ernennen. während die Mitglieder der sranzösischen, belgischen und eng» lischen Delegationen erst bezeichnet werden sollen, wenn alle Mit» glieder dieser Delegationen angekommen sind. Dieie groß« Dele» gation, der alle anwesenden Nationen angehören sollen, soll« dann au» ihrem Schoß« eine Redaktionskommission wählen.. An der Diskussion beteiligten sich Ellenbogen(Oesterreich), B u ch i n g e r(Ungarn), B r a n t i n g(Schweden), T r o e l st r a (Holland), Müller, KautSky und Eisner(Deutschland), Grumbach(Frankreich). Ncmec(Böhmen), Macdoaald (England) und Wibaut(Holland). An» Tokio ist ein Brie, eingetroffen, demzufolge eine Delegation der japanischen Sozialistenpartei unterwegs ist. „Diese Leuke..." Unmittelbar nach der gestrigen Sitzung der Berliner Arbeiter. und Soldatenräte, die sich mit starker Mehrhe't gegen die Versuchs zur Beseitigung der Rä'e aussprach, sagte va» ofsiziöse Organ der Regierung, die.Politisch Parlamentarischen Nachrichten' i» e nem wut-ichnaubenden Artikel, der geringe Besuch der versamm» lung(e» waren etnw 1200 Delegierte anwesend) �lege die Frage nahe..in wessen Namen eigentlich diese Leute s p r ech e n'I Heiite setzt der..vorwärts- die Kampagne gegen die Be» liner A.» und S-Räte fort. Wenn d e P. P. N. in ihrer Auf. gercgtheit von der Vorbereitung eine»»Putsches gegen die Na- .ioiialversammlung" faselten, so sagt der.Borloärts" vorsichtiger, die Mehrheit der Berliner A.- und S-Räte habe sich von vornherein in einen.Gegensatz zur Nationalversammlung- ge» stellt. Da» eine wie das andere ist Unsinn und SchuvindcL In der von der Mehrheit angenommenen Resolution he'ßt e» ausdrücklich, daß eine Neuordnung Deutschland» in wirtschaftlicher, politischer und sozialer Beziehung nur möglich sei, unter aktiver Beteiligung de» werktätigen Volke», das sich in den A.» und S.-Näten e ne der Umwälzung des Staatswesens entsprechende Vertretung geschaffen habe. Diese Formulierung zeigt, daß die Berliner A.» und S.-Rätc nicht an eine Diktatur kr A.. und S.-Nät« denken und keinen.Putsch- gegen die Na- tionalversammlung organisieren. Wenn sie sich aber gegen d'e letzter« wie gegen Regierung und Burcaukeatie wenden, so vor allem des- halcz, nvil ihre räie feindliche Haltung nach der Stel- lung, die ihre Mehrheit bereits eingenommen hat, für niemand ein Geheimnis ist. In der Abwehr gegen die den Räten drohende Gefahr schließt sich alle» zusammen, was noch auf dem Boden der Revolution ui.d des Sozialismus steht. Wie kläglich nimmt sich gegenüber diesem klaren Sachver- halt der Hinweis de»»vorwärts- au», der Berliner A.» und S.-Rat gebe kein reine» Bild von den Anschauungen der arbeiten- den Massen. Die Wahlen in Groß-Berlin hätten gezeigt, daß die .Mehrheit de» arbeitenden Volke» von Groß-Berlin zur Mehr» he!t»partei- stcbe. Daß diese Mehrheit sehr groß gew'sen ist, wird wohl auch der.vorwärts" nicht zu behaupten wagen. Aber abgesef"-n davon: wie viel„Mitläufer- au» den bürgerlichen und kleinbüruerlichen Kreisen, die aus Angst vor der Revolution mit den S�-eiidemännern gehen, sind unter ihren Wählern mit ein» geschlossen! Schon die nähere Bclrachlung der Wahtjiffern zeigt, daß in den reinproletarischen Bezirken die U. S. P. in der Mehr- heit ist. Noch mehr geht da» aber aus der fortgesetzte» vchi» f»»Y e»M« ft nn« ttnT» v?rvor, die stq bei ben Nrbeiier» rdten in bcü Gcirieben bemerkbar macht..Barwäris' Jontr elf« bei der Verteidigung seiner acbeiterradfeindlichen Politik seine Taschenspirlerkunststücke lassen..Diese Leute', von denen heute da« RegierungSreptil so verächtlich spricht, werden sich da. durch von ihren klaren, einheitlichen Zielen nicht abbringen lassen. kMK'eswe'se des.?orw.üls". Genosse Weinberg schreibt uns: b�r.Freiheit- au? den gen Marge nblatt einen peribniicbcn Angriff gegen mich bringt. wie et"immer und verlogener nicht gedacht werden kann. Da!, der»Vorwärts von dem Inhalt der von mir an da« Tageslicht gezogenen Akten seinen Lesern keine»enntms gibt, versteht sich bei d,e,e,n Blatt von selbst. Mi« Rücksicht auf den knappen Raum der-N reihe it heichranke ich mich aus folgende kurze Richitgstellun. gen. Lecher sind durch eine HauKsuchung, der ich im vorigen Jahre alz.Nutznießer de» BelagerungkzusiandcS' au«»esetz, ge- Wesen bin. meine Korrespondenzen derarti« in Unordnung ge- bracht, daß es mir im Augenblick nicht möglich ist. die aus die An- gelegenbeit bezügliche» Schristilnck« heranSzüsinden. Ich habe eine Veroi'entlichvng derselben vom ersten bi« zum letzten Borte in keiner Weise zu scheuen. Ich habe niemalk vom Militär!»!»»? auch nur die kleinste Ge. fanigfeil verlangt, sondern mich ausschließlich darauf beschrünkl. gen infame Rechlsverletzungen. die der Miliiartsmus an m.r gongen hotte, anzukämpfen. Wegen der Einzelheiten verweise ich auf meine bereit? vor mehreren Wochen niedergeschriebenen Erinnerungen au» meiner Militärzcit. die in der.stzreiheit' bisher wegen Raummangels nicht erscheinen konnten. Zur Richtig- stellung de? Tatbesiantze» mag folgende» genügen: Ich bin im Frühjahr lglkl, lrotzdem ich dienstunianglich war. «u? politischen Gründen zum Heere eingezogen worden. Ich war selbst zugegen, ali dem Truppenarzt, der mich bereit» untersucht und dieiistiintauglich befunden hatte, der Befehl de» Venerai» kommando? überbracht tvorden ist, man wisse dort, daß ich dienst- untauglich sei, ich solle jedoch unter keinen Umständen entlassen werden. Trotzdem meine Diinstunlauglichkrit noch von einer gan- zen Reibe von Militärärzten bi» hinauf zu den höchsten ärztlichen KoiNiNissioiien bestätigt worden ist, wurde ich nicht entlusse», weil meine mbl lärischen Geheimakte» den Befehl enthielten: ,XX. W. darf unter keinen Um ständen entlassen werbenl" Da mich die Militärärzte, wie erwähnt, für dienstuntauglich hiel» ten, wurde mir in den erste« Monaien jeder militärische Dienst verboten, so daß meine Eiicziehang als eine reine Schutzhaft an- zusehe» war. Erst später wurde mir aus Befobl von Berlin eine unangemessene Beschäftigung zuteil. Um meine wiriichasiliche Existenz völlig zugrunde zu richten, war außerdem noch der Be- kehl ergangen, daß ich nicht nach Berlin beurlaubt werden dürfe. Ich durfte deshalb, trotzdeni ich vor de» Toren Brrlm» in Gar- nison lag. anderthalb Jahre lang nicht beurlaubt werden. AI» ich trotzdem im Juni 191G— also vor der Parteispaltung— zur Beerdigung meiner Schwiegermutter ohne Wissen der Berliner Instanzen einen kurzen Urlaub erhiekt, traf ich im Reichstag den bgeordnewn L a n d» b e r g. E» war dies am Tage, nachdem Genosse Dr. Cohn meinen Fall-in Reichstage zur Sprache ge- bracht hatte. Ich war als Magdeburger au» meiner Jugendzeit her mit LandSberg bekannt und kam deshalb mit ihm in ein Gespräch, wobei ich erwähnte, wie e? mir beim Militär ergangen sei. Londsborg dal mich um Tinzelheiten über meinen Fall, ohne daß hierbei»o» irgendivelchen Schritten, die er unternehmen follie. gesprochen wurde. Im Einverständnis mit dem Genossen Dr. Cohn versprach ick Land»berg daraufhin, ihm eine Ab-ebrift de? von mir an Dr. Cohn gerichteten IniormationSschreiben» zukommen zu lassen. Bald darauf teilte mir LandSberg mit. daß er im vinoerständni» mit dem Genossen Dr. Cohn eltva» für mich unter» lumnieii habe. Da Ew nasse Dr. Cohn in der damaligen sozial- demokratischen ArbeittgcmeinschafI Referent für die militärischen Angelegenheiten war. glaubte ich, daß die Angelecrenheit damit für mich erledigt sei. Da Landsberg mir wiederholt schrieb und ein rege» Interesse für meine Angelegenheit bekundete» hielt ich mich für verpflichtet, ihn auch weiterhin über die Dramrialierungen, denen ich beim Militär gesetzwidrig ausgesetzt war. zu unierrich- richten, edeirso wie ich die» den Genossen Dr. C»hn und Haase gegenüber lai Ich habe e# in der Annahme, daß die» au« perlön- sich cm Wohlwollen geschehe, ha n klar angenommen, daß Landsberg bei leinen Rücksprachen auf dem KritgSminisierium dort auch mei- nen Fall gelegentlich erörterte und Abhilfe verlangte. Nachdem ich bereit» viele Monate außer jeder Korrespondenz mit Landsberg stund, teilte derselbe meinem Bureau ielevhonisch mit, daß er e? Paul Cinäfitt f. Um Freitag abend ist Dr. Baul Linda« in seiner Wohnung im Grunewald, nach kurzem»rankenlagcr im 80. Lebensjaor geslorbcn. Die Jugend, der Paul Lindau niemal» wohl gesonnen war, Isi bereit» mehr als fünfzigjährig getvorden, und auf die nalura- »istische ist eine andere Jugend gefolgt, die nur wenig noch von tzem Nestor d« deutschen Journalistik weiß und von dem Dichter Paul Lindau nichts mehr wissen will. Wenn sie wieder älter getvorden sein wird, wird sie sich vielleicht seiner erinnern und im Rückblick seiner Persönlichkeit gerechter werden. Paul Lindaus Tod reiß! keine Lücke in da» Lebendige der Zeit, aber sein Sterben bedeutet da» Aufhören einer Literatengeneration, die jahrzehnte- lang die deutsche Ztzeli geistig geführt Hai und auf weitere Jahr- zehnte ihren großen, oft leider allzu großen Einfluß ausübte. Paul Lindau hat seinen heftigsten Gegner. Franz Mehring nur >m wenige Tage überlebt Diese Gegnersebaft war nicht zufällig, c* war der Kampf zweier Menschen, in denen sich zwei Weltan- schauungen bitter bekriegten. Lindaus ganze» Schaffen und Leben war bürgerlich und.gesellschaftlich', sein Können ist damit umgrenzt und jeiiwr Kunst das Urteil gesprochen. Lindau, einst wohl der meist ausgeführte und scher einer der meist gelesensten Autoren DeiitschlandS, konnte ai« bedeutender Dichter gelten, salange e» keine wirtlichen Dichter bei un» gab. ein bedeutsamer Journalist ist et immer««Wesen und al» Journalist wird er seine Bedeutung behalten. Die.Erinnerungen' au» seinem Leben, van denen zwei Bände bei Eoita in Stuttgart erschienen find, legen beste» Zeugnis dafür ab. Er ist allen Großen der letzten Hälfte de« 19. Jahrhundert» begegnet, Größen der P-litik und der Kunst,— man lese, wa» er von Lassalle zu berichten weiß. oder von Wilhelm Busch, vom Herzog von Meiningen, oder von Absen. Von allen erzählt er, und er erzählt von allen gut. Die 8 Buch gibt Lindau ganz, wie er ist, und au» ihm lernt man auch seine persönliche Liebenswürdigkeit, um di« er von den Zeit- genossen so besonder» gechakt wurde, kennen, diese Li«ben»wür- bigfeil de» genialen Gesellscha-tSmenschen. Lindau hat dabei eine scharfe Feder geführt. Seine Bau- reuther Briese vor allem, sein Kampf gegen Richard Wagner, der ihn der Jugend von beute wieder nahebringen sollt«, sind Beweis. In der Kritik seiner Zeit, der Zeit vor dem Nat»rali»mu,. lag seine beste Kraft. Seine Romane und seine Dramen«eben un» nicht» mehr, und wenn sie noch immer viel gelesen werden, so ch'* kein gute» Zeugnis für du» Deutschland de» 20. Jahrhundert«. Poul Lindau, der Journalist, hat viel erlebt und ist beruftich ftUI arnwniwrL cht et«i» Dramaturg der Königliche» Schau- bei e-lm»r NückA>r«ste aus dem ffrua-. m iierium durchgesetzl habe. daß mir llrlu.ib grwäbr! werde. AI? mir die» durch mein Bureau mitgeteist wucdt, Hab« ich s elbs»e r ltärd lich Landrbera»ie-rjür go- dankt. Der Airrikel schreibet de«.Vorwärt»' muß jedoch eine riebt kalte Natur sein, wenn er dir schstchle-n Warle, mit denen ich die» getan habe, alt.überströmende Worte de» Dankbarkeit' tituliert. Eine lofle Verdrehung ist e», wen-i der.Voriväerd' k» so darstellt,«l» ob«ein« Koe.statierung. daß tet Borbriaaen meine« Falle» durch unser- Pniteisrerinde im Reichstag»iii nicht» genutzt Saite, bezweckr babe, die ÄechtSsozialisien gum Vorbriiuren Meine» Falle? in- Reichstage zu ern-unter-i. Wenn ch auch eine Melchrisi meine» Brieses nicht gut cuni habe, j* weiß ich doch au? der Erinnerung, duz diese KonstsOrr.in; von«ir nur drshatb ersolpt ist, um zu verhindern, daß Landsberg meinen Fall im MeiehSiag vorträgt. Die» muß sich auch ans dem Inhalt de» Briese» er- geben. Ich habe mich auch in meinem Briese an Landsberg vi*4 darauf beschränkt, meinen eigenen Fall zu enöriern, sa.cheen habe ihn auch auf andere politische Maßregelungen, die ich in meiner Garnison beokmchten konnte, hiniwwieten und hierbei vielleicht auch erwähnt, daß Derartifte» nir� möglich wäre, wenn die Mehr- heitSiraklion entschiede» gegen derartige Maßrcgelunnen Protest erhoben hätte. Daß ich, so schwer auch sie gei'eymidtige Maßregelung mein« Familie und mich wirtschaftlich und gesundheirstch traf, darüber meine Würde nicht vergaß, mag die Tat-'ache zristen, daß ich, al» ein sehr einflußreiches Mitglied der Wrihrheitseraktio», mir ohne mein Zutun seine Hilfe anbot, die« ablehnte. Auch dir Porstand der Anwoltskammer hatte sich mit nie nem Fall beschäftigt Keine gesetzw�-rme Sin�iehung und Zurückbaituna beim Militär war nämlich ausdrücklich domil moüoier' worden, baß ich mich al« Verteidiger von Roio Lupenchurg, Franz Mebrin« und Clara Ze«kin bei den Milirärbebörden mißliebig gemacht dobe.*» ivnrde mir dort in Ansftcku gestellt, daß man«ah, scheinlich binnen viernnd- zwanzig Stu-nden Remed-ur n könne, wenn ich gostatien würde, daß di«-?rledi;m»g m-eine» Falle» durch einen börqer- lickwn oder einen mebrheitt-'iz-atistischen der Anwaitkammer nahe- siebenden Abgeachneten erfolgen dürfe. Ich babe die» ausbrück- lich abgelehnt. Wenn ich LandSberg» Hstse nicht verschmäht habe. so geschich die» nut deswegen, weil ich annahm, dich Re au» persin- lichcm Interesse«rkolgte. vorstehende Darlepiinsen werden hoffentlich aenügon. um dartun zu können, ivelche Iniamie e» ist. mir nachziisazen. baß ich, dem der �laAerungs�isiand fast drei Iabre seine» Leben» und seine ganze wirtichaslliche Existenz geloitet hat, an dem .Nießbrauch d«? ioelagerung szustun.de»' habe wilr-bmea»ollen. PtesieSße«- Durch die bsirgersiche Presse geht folgende Notiz: Am 2. Januar erschien Adoti Hoff mann nach seiner Wiedergenesnng voller Zatendrang im Ministerium. Man wie» ihn daraus hrn, daß seine Tätigte it an dieser Stelle nicht w.-iter gewünscht werde. Hoffmann verhielt sich zunächst durch- au« bar'böeig, erklärte kch aber nach wiederholtem fliueden schließlich bereit, da» Feld zv räumen, wenn man ibm sür die! Monate da» Gehalt zahle. Man sagte itznr zu, daß ihm da? Geld in die Wofwung gesandt iverde, aber Hoff- mann erklärte:.Darauf lasse ick mir nich in. wenn ick nich in einer bolben Stunde mein IeF» habe, sollt Ihr wat erleben.' Das ganze Sultu?minjst»riuin geriet in Bewegung,«u« allen Kassen wurden die vmbaiidenen Bestände zusammengekratzt. ES gelang wirklich die fiOOO Mark aulzuireibcn, die Hofsmann für drei Monade boanspruchte. Man überreichte ihm da» Geld, er steckte es ein, hüllte sich in seine» Havelock und seine Ballt- iribunenwürde»nd schied mit den vassischeu Sorten:.Hier sieht mir keeaer wied«r.' Wir brauchen kaum hinzuzufügen, daß die Geschichte von N bis Z erfunden»st. Unsere Leser wissen, daß Adolf Hoffmann mit den anderen preußischen Ministern der U.®. P. gemeinsam sein Amt niederlegte. Hoff mann ha« einer RciW von Blättern Berichtigungen zugchovdt. Ohne Erfolgt m Xfuiel! Geinstssin Toni S i ch h o r n schreibt un»: Wir haben e? unter der sozialistischen Regierrina im revo» lutionären Deulstchland herrlich weck gebracht: Der politische Gcg- ner ist vogelsrei und die militärische und polizeiliche Schutzirnpve der Regierun-z darf unaetzindert in d e Wstznunge» politisch ver- solgter einbrechen und sie schmierigen Schwsck» zn Schau stelle». Nachdem bereits am 12 Januar«ne srundcnlange Hau«such, livz in meiner Wohnung stuttgeftinden. wurde sie in d«« folgenden Tagen mililännch boleizwn und jeder Besucher bi» zur Wohnung verfolgt; ich selbst mußte mich mit meiner Tochter, um den Ber- solgungen zu entgehen, oni« der Vohnung entfernen und anders spiele in Berlin eine stetige Ruhe sand, der seine Tätigkeit al» Herausgeber der.Gegenwart' vovaittzing. Aber nur den Al'en war er jung, jung auch noch as« hoher Siebziger, nur ihnen war er der frSbliche Genosse, weil er«ur noch zu ihnen gehörte. 91!» er noch vor wenigen Jahr-rn in einen Krei» von Jungen geriet, rief ihm einer zu:.Dr. Lindau, wie wird man ein Genie?' Und auf sein Staunen und Stutzen,' fügte er lachend hinzu:.L'e müssen es doch wissen. Sie sind c« doch einmal gewesen I'— Paul Lindau mag verstanden haben, denn or verstand jeden witzigen Hieb und parierte ihn. Da» war vielleicht sein« größte Stärke. Und um dieser Stärke willen, wird man ihn nicht vergessen. Sie war zugleich die größte Stärk« seinoi Journali-mu». U. S. �tukher".—„Ben morgens bis Mitternacht-.— ooflncpi-. Ttrlnbber» in der Bolktzbllhne. Strindberg? Luthe r-Drama, seine deutsche Historie' von der .Nachtigall von Wiltenberg', hat im ersten Kriegswinter die Uraufführung im Künstlertheater erlebt. Wenn Friedrich Kayßler, der Luther»ou damals, da» Werk unter seiner Volkßbübnen-Dlrekiion neu a. f die Bühne stellte, dann durste man auch Neue» erwarten. Allein s.fthst die vornehmste Forde- rung Sirindberg«, daß man seinen zehn Bildern di« eigene Er- scheinungdform geben, daß man in Anlehnung an die Ghakcspearv- Bühne oder an bat Barackenthcaler de» Hon» Sachs.na«e Dekorationen' schassen möchte, auch die blieb unerfüllt. Hat nicht Ewald Dülberg noch vor wenig Monaten in.Maaß für Maaß' da» Beispiel gegeben? Sah man damals nicht den Weg offen auck für da» Striichberg-Luther-Thooter? Zugestanden, daß der Will« dazu fühlbar, daß Einige» in diesem guten Sinn.' naiv war: die Bühne hatte den unveränderlichen Rahmen eines gotischen Bogen». Aber der Rahmen war Mlbern umgeletzt, die keine Erfüllung brachten Die Farbe, da? naivste Mittel, eine Bühne geistig zu durchdringen, feblte. Da» Erhöhen und Er- Niedern de« Räume» mar vu«geschaltet. Die Bilder waren ein- fach, aber diese Eirismbbeit versag« ihre Wirkung, weil sie nicht mitgestaltete, und weit sie gestört wurde durch Kostüme, die historisch waren, statt sich einzuordnen in die gleiche Naivität. Harnisch und Sp'tzeniragen, Barett und Mantelwurf, wie gern hätte man sie vermißt. Farve hätte genügt. Da» hochmütige*»! t«» päpstlichen Legat.i. iß dafür Dewei» genug. Die«ollsbühnc leidet daran, daß sie den Stil nicht finbet. den sie sucht. Sie kamt und wird itzet auchi finden, solange nicht | wo Schutz Juan:», i-etae'ät..tefrte wurde, als sie der derbrssenets Wubnung einmal einem äBesach ar; stattete, an der Tür verhafteü nach dem Kowsstag zu dem txrti•inpuaotiorlen Militärckommand» getnewü», imd ihr Wide nochti ich die WechniingSlckckkssel ahgenomJ mcn.«ettbem schsi>.t Ättiitätfoosmando und Polizei nach Her- �enSlust in raeluet Wohnung zu sämiten und zu ivalien, und zis ihren Besuchen salbst Persse-Beeichtersiatler mitzunehmen, di« et nicht intter ihvar Würde hatten, bei Meiern traurigen Grschä'l HonblanfKvdiensti zu-ersten. Am Tage noch der ersten Haust siichung»usite ai» Lchm-ock im.Berlinde Tageblatt' bereit» zu melden, wie es in meiner Wohnung au»sioht, und in der Rum- mrr vom llst. Januo-r bringt die»Datsche Togrszeichng' eine »ene Katq dieser ttrt tintet der parftd-M» Ueberschrist:.Hern kichhaen nta tttiegüge(wmler", lwrt wird erzählt, daß bei der Durchsuchuag»»einer Wohnung die.fahr interessante Totlache seügeitellt werden kann, daß tlickchorn al« Krtegsaewinnter anzn- 'ehea ist'. Dir Feststellung' stützt sich tzaraas, dast anmblich zwi- sitirn ästen«b>jei utzten L-oaveln sich.tveriwSe neu«- kaufte Ein, richstiugeieegan stände" betändon. Der beb /nern»werte Schinock scheint sehr siblach: gesehen zu haben, in meiner Wvhaantz besin- det sich ein MBbeiiiück, da» innerhalb der lotzoen 10 Iabre gekauft wäre. D«.Kriegsgemmn' mein'" Manne» besiecht darin, daß er iür seine FriedanSbestrebunnen- n Mvnote in Hn-erstichiing». l-aft(tekeSer und sich in dieser'"-ftingniSzen eine schwere Kranktest«ebofi hat, die ikm monatelang an» Krankenlager fesselte. 0»»sl S-tzwintzsl, lwß neue elegante Kleider m meiner Mahnung herumltagan, ebenin wie e» c'iie ffe-.lie Rledeetochbtigloit iß, von einem Haufen schmutziger Wästhe und von dem. russs schert' Eindruck zu veden, den die Wohnung mache. Wenn es heule in der Wohnung unordentlich ouSsehoei sollte, so kann da» nur die Folge der Berwllsiungan sew, dw van den Polizei- nub mstiräeischen Kommando» angerichtet wnrhen. welckie m« Hilf? dee»«derrochtlich angeeigneten EntckAssel ober mit Hilfe de» Echfesler» der schon vaodam einmal d»e Lsoborung a»»brechen mußte, da« ein. und autiaehen.— Die„Te* stehe T«o«»e.lnng' schließt ihoe psbelhafte Konz:»llsifui keufell' In der tat: tssikui ieufel übe* eine lo schmutzige pvii tische»aMlpsoOnwisc I Saffl tlESWhWt». Clara Zetkin sveidet un» e'ne iängcre Zuschrift, l» dar sie Maige Vlellan in dem GaidfübniSorivW her G-nofRn flaufcjft» flfcet Rosa Kuxamckieeg poiem-'iert. Wir förtren wegen u niere» oisieroedeeriticheii Aauinmange?» die tutzfüb' leider nicht wäniliS, brntgen Uriu Aetkin wendft sich hsuz-ijächiich gegen die Bemetttting fifcor dbe Rosa Lwycmburg» urh bc- messt dazu: .Rasa Cttzenrfntrg Hat auch den Sstoftan Fr-Kind nicht geschont, wenn et chrer ah»! ecken tstworsrutzung nach zum Brtderbea und ÄchKrigar de; PraMewschen Massanlauobsa» wurde. Die Sache sianto ihr sieb» über der Person Hack! sie e» für ihre P'licht. svtbft de« ch:»st>vn Aeewck zu Vekämpfen, ia Ha; fi- e« mit all«» ibr zur B-Mfügung sieben».' n Wochen getan. Stil dem graße-i tKe sebütz«rvsiar Wkss.-.nsch»fti>c!chcit und reifar theoreti- scher Vchuluntz, mit den wuchtigan Hielten eftwr glänze»den Tnolcktik, mit cem ckrtzaniee, AK»«: de, Ironie, de»«'»pet, dc» Tpo'i». Nie hak sie sich siMch unriHrotichtr Waisen b dem. Rosa Lupemdiur» uxw eine durch und"utch vor nc hon« Retur und unfähig Weicht» mit Gieichem vergelte»de Warfen der Gemeinheit zu gchraua;eii, auch wenn faahe gegen sie selcht zur Anwendung kamen' In weiteren AuSsührungen veriaidigt Krau Zetkin hie Taktick Naja ÄUtzamburiM Sie Sliltzeu der Wie in der böheten Diplomatie, ja umgibt sich die neue Regierung mir Vorliebe auch in den uuteron Stellen mit Männern vom alten Slomra. Do ist fetzt, wie bereit» stirz mitgeirilt, in der Presseobtestu-ng der K o m»t a n d a n i u r in voU»bühne muß suchen, daß sie ihren Regisseur findet, wenn sie nicht auf Tchöpferischcs verzichten will. Eine»inzig? Szene war da, die über alle» Alltäglich« hinautz» wuch», eine Szene, die trächtig war vom Lathergeisl Strindberj«. Ulrich v. Hullen. Franz Wenzler,»nd die gesiebte Con- stantia Peutinger, Johanna H o f e r, stauben sich getzenliber und sprachen Menschheit zueinander, Liebe und Verz'veiflung. Da war jede« Wort und jede» gingerbiegen und Händefatten fern vom Gestrigen und Alltäglichen Aufgang eine« neuen Theaters war e5, zwei Menschen falteten sich auf unb nicht mehr nur zwei Schauspieler. Nicht» störte sie, wie die volle Wlokung bcr Szenen gestört wurde, wo der Htairpitz Stahl-Nachbau r» sprechen mußte, der groß im Wort und ganz auf» Wort gestellt seine«it- spielet überragte, von denen nur dar Kanzler»palati«(Hans Brahm) gleichen Willen» war. Die Kunst Friedrich Kayßler» blieb fremd daneben. Sein Luther zündete nicht, iveil sie zwar Funken schlug, ober keine Flammen. Gr gab Leben vom wirklichen Leben, aber nicht da» UoberlebenSgroße des lpbcndigen Geiste», de« Sirindberg schuf, a!» er die harten, großlinigen Holzschnitte diese» Drama« in den BnchSbaumstock grub. Sirindberg wollte feinen Raturali«- rnu» äußern okr innerer Bewegung, und Kayßler gab fit. Tnruat war er in der Szene mit dem alten Powe«lloi» ganz wirksam, weil dort Strindberg am meisten von seinem Weg de» Stil» abgeirrt ist. Zum Wort zurück und zu sein« AllmachU Zurück zu seiner UeberlebenSgröße und seiner besoeligende» Unwirklich keil!®? ist fast unbegveiflich, daß derselbe Katchter. der 1910 in seiner Gedächtnisrede auf Josef Kainz seine Hwmne auf die» Wort sprach, in der Praxi» nicht zu lösen tzorntag, wa» er sich dort lbevretisch zur Ausgabe setzte. Die Jugend um ihn herum kann e», und er selbst versagt. Würde auch Kainz heute»erjaaen? Liegt e» daran, daß«ine junge Zoit gebieterisch und grausam nur ihr Recht gelten lassen will? Wie Nayßler so versagt auch der Dr. Johanne» Faust Gudido Herzfeld», der mystisch. magische Gestalter de» Siriiidbergschen Luther». Der.graue Alte' ist ein Männlei» und nicht der unheimliche Ge-st. Da» graue Männlein ist eine vortreffliche schauspielerische Leistung ober vergriffen bleibt sie darum doch. Und so ging e» mit manchem anderen Spieler de» MWWwss o?3 VZrgerschreS. Der B<'I�ch«visiimiS als Vilr�erscfrmf wird immer dummer imd geivissenloser ausgebeutet. Ein Toten- kopfgespenst mit Tolck' und Galpen in lÄitrünstizen ßorten(irin�t jetzt als PtaLat die A�onlbergcltienden an. Ein kckneiend hnbli«h&r Schwarzweiiidnuck eines wild- aeivordenen. gen'ekiejckiringonden Bürgers ruft im Namen des Regimen»« Neinbaüdt.. Zn den Waffen", als ot wir uns im Anflnstwrimel deS Jaknes 1914 befänden, freilich wendet man sich diesnml unter AnSschluh der Arbeiter nur an die Offiziere und Studenten. Airger und Dawaten. DaS läfit lief blicken. Und wie auf einen Nanb morder setzt die Vereiniguna zur Bekämpfunzz des Bt'ftchenäsinüs an den' Berliner VnMagsäuZen und in den feitungen„für die Ergreifung Nodeks" eine Bblichnung von 10 000 Rai? anS. Wir baben es heimlich weit gebracht I V!it welche« Neck»! majzt sich hier WrigenS eine prinate Vereinisung PolizteigerichrS- oder gor Hcniersdienfte an?I SSchsilchs Dressen, 81. fnniiat.®<- sind zu Bundesbevollmachtiyirn ernan»! sie Voltescauflrngten Tr. Bradnauer, Aitzsche und St e u r i n ß. Die der Republik Kachfen zultcbende 4. Stimme verirr'! der bereit« fcüln« zuw. Kunbedutt b«vvü«rächt igte Bolls- beauftrag.« Schwarz. Lie RW Vieffch 3V* Ttaalchekretär das R'vi r lc», Dr. Tuguist Müllm. tzcxr am Donner»!«� vor«Kr.«uöeewöhltcn" Z-chörcc- scchrb ernen KkiZrao übe« Mf Mi»tscho�ttpat iW tm neuen Dmffch» lanb Cfctyrltcn, Dem Bemchi Uber dr»i«u«ntneymon»nr. b-ah ficrr A t-'f uit SWÄrr«uch h>u.'°e m# dem S�unipurtll WrlrtW, ixtfe e? fraglich sei.«* Mr Scht-Stundentaq beibehalten werden könnt bliest, scheu A««.d«re< tnircVetzt, ia daß m(S»et«T5fc,$Mr l«cich wich kfenAwA Am-'rila die Ärtx'btar'e�n»e>se m* nur di« Ei irftihrun, de» vcht�b»u�?n- tage«. ioMberr der 4'>Wnfc»ftBn Äch«t»»»oche baetaiuz««. taki Ptanbrnmkt. dah der Acht-Aemdei»««� i» satch»« �nbittVri«! faden miiffe. deren Kanturoanzsähizteff dem ZluHtarche AvzenSber dwin« tr«ch''a> iverd«, d»«hall> eine Berbeuqung vor dein Unter. nebmertum. da» vi« Wiedeeeinflibrunq ein« längeren Ar- bribZ-e>i an«»rt Meiden kann. Wirb Heren Külte r« Geheinrni» bleiben. Da««oradc«, akt früh re« B-rsiandchatiialied in d«r beutfÄeii ftcnfimaaenofieechcha�- bewegxny sich hcht auch mit den MittftfiänWmi«njufttunian sucht, lonn bei um» nur»«> Eindruck r«u»cken. als wen» Herrn Zldli llrr daran imgt. sich«tue a4Ig»»ei»»«»«rke«q>»ngzu «öuwrbnu W Vcmstmg Nc%itkvk WW. Hamburg, 8i. Ranuar. lWT.B.) Die Vewcn' cken Sesm« n u«bi; n de» mit riWwirlcnber Kraft vi» vm 15. Dezember anerkannt weichen, anderersr't« soll die Seemann»ordn«ng vom 1, ß-ebnuet alb nmh doei wer. chee Wtonale Etritun« haben. $*€ Msiis- e NrM ewkMz. Rotterdam, 80. fttniurt Wie die..Shirutue Rotterdmnisthe To,«» tont*' au« Äondon meldet, hält die Regierung an ihrer Absicht. sich in die Streik« am T! h de, in Veliaft und in Eon. Stucke». Rein an» gut war der Ecßot E du» r d Rothavser«, an den aber eben auch teilt« andere Kvedeaung Herautrat, cü* Lvgnt z» fein. Trotz alldem und allem: man geh« hin und btgrrtfe da» Lutber-Trama Strindberg«. Kewe tlnvolkkommenheit der Auf- führung kann ihm die Wirkung nehmen; lein« Zeit, und wenn ii ihr noch so wenig genehm ist, kann sich seiner breiten Kraft der- schließen. Ulrich Steindorlf. # Aeorg Kaiser im Deutschen Theater. Georg Kaiser gehört zu jenen Dichtern, die stürmisch zur Welt kommen, aber nicht wachsen können. Denn ihre pstzchifche Konstitulion hat einen organischen Febler. Einem hypertrophen Gehirn vermag sein Ernährer, da« Herz, nicht un Wachstum zu folgen. Da» Gehirn Georg Kaiser» feiert Orgien, berauscht sich an sich selbst,»ud da» Herz verkümmert darüber. Für Augen- blicke begegnet diese« prajsende Gehirn dein verarmton Hertzen und wirft ihm al» kläglich«» Almosen«ine banale»de sentimental« Moralsormol zu. Die Fülle der Gestaltungen, die diese« Hirn au«stSht, Hitz- blasen eine« denkgeilen Intellekt«, war zuerst befremdend, jetzt ist sie beängstigend. Da» sind keine drmna tischen Gebilde mehr, sondern Kauisestoiionen denkerifcher Hast, projiziert auf die Schaubühne, die übenvunden werden soll«it dem ästhetischen Programm:„Au» karger Schaulust zu gliiAvoller Denkbuft.** Da sind kein« donnernden Kräfte wirksam, sondern knallende Hetz- peitschen einer überkomprimierten Phantasie; Viaßlosigk«t in der Türmiinq der Kittel, nicht bildnerische UsbvrloAercheit bei der Fülle ihrer Auswahl. Für diese».Slück in zwei DeUen" gilt da» in höchstem Kaße- Qi bat sieben Bilder: Der Kassierer, bi« zu diesem Augenblick« ein korrekter Beamter, wird morgen» dur chdie flüchtige Berührung der Hand einer fremden, schönen, seidenknisternden, parsömierten Dame urplötzlich i» dad Perürechen hinau»goschle« der»: die«est« dramaturgische Handgranate. Er stiehlt jechzigtausend Mark (warum just„achiundfünfzigtouscnd in blauen und braunen Scheinen, zweitausend in Gold*?l. stapft sie in feine Taschen. jagt mit ihnen: durch da, Hoielziinmer der D-'me. die«r für «ine Hochitaplerin bellt und si«b mit dem gestohlenen Geide laufen möchte, hinau» in die T-Hneeöde unier einen grate» tew Bnim, aus dein der Tod sitzt; hinrin in den Kerker.feiner Häutlichkeit, in dem dir erste Tochter iächich Wagner» InnuböuffT-OtrtJtrtflre i spielt, die zweite Tochter täglich Stickereien ven'ertigt. die Freu täglich ftoleletten brät, die alte Mutter täglich am Fenster sttzt. und aSe täglich dad'elve sagen; jagt übe?»in Sech» lag« von mea, bei de« er sich all König über die tierischen lDksies und afi«v "dar. nickst einzumengen, fest. Etz'ffanhf« stcks durchaus mm Va»- stände, die van den Leitungen doe Gewecti chatten nicht anerkannt würden. Die Lage in B e l f a st hat sich in.gwisckwn fahr verschlimmert. Da» ganze Leben der Stadt ist lahmgelegt, es ist zu Gewalt! ätigkei lern gekommem; za�wich* Läden wurde» ge- plündert. 4r WWVfW�" V V�f Wien, 81. Januar. In seiner gestrigen KabineftSsihung hat der Staatsrat für Deuts ch-O-vste vre ich den Gesetzantrag an die österreichisch« NatiamilversawHniung, der Deulst� Oestereich al« Glied de» Deutschen Reich«« erlläxi einstimmig angenommen. MMftsNmg. Genost« Rich. Müller«sucht um Ausnahme der folgenden Berichtigung: Fn dem Bericht Ober die Bollversammlung der Grost-Berliner Arbeiter- und Toldaterirüte ist in meirnen Ausführungen ein sinn- entstellender Sich enthalten. Ich habe nicht gesagt:„Bei Borsig könne nicht gearbeitet werden, da den Arbeitern kein Geld auSge- zoblt werden könne", sondern ich führte dem Ginn« nach auS: .Die Firma Boosig vergibt Arbelten»n andere Unternehmer; diese Arbeiten sind jedoch so niodeig kalfutieet, daß t» den Unternehmern nicht möglich ist, ihren Arbeitern«ütam der Zoit entsprechenden Lohn zu zahlen". t?»t«ir8ch«Aiche?»'««»«. Auster der nanen Landarbetttordnmng veröffentlicht feie Regierung jetzt n»ch»in« zweite sofort in Kraft tretend« Bcrordnung zur Beschaffung von l a n tz« i rtschast- licbcm Siedlungsland. Die Wmfeoastaaiem sind danach verps lichtet, zur Schaffung neuer ÄnsieWunafN gemeinnützige Siedlungdzesellschaftern zn begründe«. Der Be- ichäfiSbezirk der Unternehmungen, iAnsiediingSbsqir.ff Wied durch fei« San de» zentral behürtzen bestinvml. Den gemeinnützigen Sied- lungguntokurodmen müffen die Ttaatßdemönen bei Ahlauf de« Pachtvertrags» zu höchsten» dem SrtragÄwert zum Kaust an- geboten»neiden. Da» GstdlungSunternahmcn ist berechtigt, Moorland oder andene« O« b l a n d für Befiedlu»g»zwecke im Enteignung»««»« in Änspiinch zu nehmen. Absiedlung». bozivst, deren landwivtschafstiche Kutzstäch« zu mehr al* st 18 Prozent au« segcuaiurten»rasten Gittern besteht, sollen danach zu »echtsftihigen Landlieferungtverbänden zusammen. gelchlssic«»verden. Diesr verbände müssen den Giedwngtunte» nehmungen ihr?r Bezirke bi« zu eine« Drittel der landwirtschaft- lichen Stützfläche der Güter für SiedetungSzwecst zu angelnefstnen Preisen zt-c Verfügung stellen. Dem verband»vird auch in Fällen dringenden Bebörfnisse» ein Snt«ignung»r«cht au# dem Besitzstände der»rosten Güter gegen angemeffen« EnischSdi- gung«ingeräumt. Bosondsr» solle» dafür ie, Betracht kommen: Güter, die während de» Krieges»cm Personen erwarben sind, die die Landwirtkaft nicht im Hauptberuf betreiben; ferner Güter, die durch vevtauf mehrfach den Besitzer gewechselt haben. sowie Güter, di« besonder» extensiv ober schlecht bewirtschaftet wer« den. Ferner sollen Gutsbesitzer, die während de» gröstten keile» de» Jahre» nicht zu Hause find und ihr« Güter nicht selbst bewirtschaften, enteignet werden körnnen, besonder» wenn die Besitzungen ungewöhnlich»rosten Umfang haben. Luch sollen hie Lanfeiieseriingdverböube vorztigstveis« solche Güter er werben, di« früher selbstärndige Bauerngüter oder Land- stellen»varen und in den letzten 80 Jahren von Brostgrundbesitzern ausgetauft wurden. Anwärter von Fideikommissen können einer Üobertvagung an den LandlieserungSverband nicht widersprechen. Landgemrinden«nd Buttibezirke können durch Anordtmng der von der Landedzentvalbehörd« zu bezeichnknden Onelle der- pstschtet»Verden, denstnigen Avbeitern, welche im Uwdwirtschast. lichen Betreibe ihre» Bezirk« ständig brschösftgt srnd, auf ihren Wunsch Belegenheit zur Pacht und sonstigen Benuhungvom Land für den Bedarf de« Hau»halt» zu geben. Die AuSfüheungsbestimmunge» sind de« Gtaatssekretör de» ReichOarbeitSamt» wich den Londeszentvalb« Hörden übertragen. artig haftonde« Kampfrichter blüht, mit angelündigien Renommier- preisen Lungen und Glieder der cwmon Pedal treter bi» zum Zustt rechen aufputscht; in«in Separee, in dem« et« arme» Freudenmädchen mi teinem Hoizbeine zum Tanzen zwingen möchte; um endlich vor einer Heittarmeeoersammlung zu landen, der er mitton sin Se«»enmassenre»tun'g»werke die ganzen ge stöhle- nen„Braunen" und„Blauen" hinwirft. Gie stürzt sich, gerettete und rettungdtost Seelen ln irdischer Fwietracht. über dir stnchigcn Flugblätter der weltlichen Richtigkett her und mit ihnen davon. >» komm« der Schittzmann, um den denunzierten Kasiendieb zu veichaftrn. Am Kronleuchter erscheint wieder da» Totengerippe. Der Kassierer eofchiestt sich. Kurzfchlust. Der Krooleuchler erlischt. Ende um Mitternacht.„Mit keinem(Befee au» allen Bankkassen der Welt kann man sich irgend etwa» von Wert erkaufe»». Da» Geld ist der armseligst« Schwindel unter allem Betrug." Banal, wie jede sortnukievte Moral einer Selbstverständlichkeit. Und dazu die ganze, guantitativ faWbofk tufwachuug auf dem Theater 7 Hatte Kaiser Angst, daß man im Lärm der BegeBenheiten den Sinn seine» Stücke» überhören könnte 1 Und malte et sie darum begrifflich hin. wie man auf gang alten Bildern Sprüche auf die hevaudgestarten Zangen der handelnden Personen schriebt Der gestrig« Abend scheint dies« Annahme beinahe zu be- stätigen. Dann«» war ein Höllenlärm, wie auf, sa auch vor der Bühne. Ein regelrechter The»t«rskandalz aber kein kunstgerechter, denn die Bfcifor, Fi schar»nd Klo»scher, die Rufer nach Kaiser und Pollenberg gönnten einander nicht da» verschtadenr Vergnügen, sondern pöbelten sich laut und verstänblch an,— Premieren- plhchose. Der Kassierer Max Parkenbergz»ar f» der Tat fabelhaft. Er kaai bi» zu Tiefen, in denen er sich mit Moifsi» herzwunder MensMichkeit innig schnitt. Die Dame Ha n tz S p e i d«!» war von süperber florentinrscher Dunkelheit; aber ich weist nicht, warum diese Toöianerin ein Rufst sch-Deutich sprach. Dvr Bankdirekior Max Sülstorff» kam au» den„Fliegenden Blättern". Regie nnd Bühnendekoration tobten sich nach Herzen»« tust, aber mit starkem Können und gutem Geschmack au«. Der Hitze der Srnsatioo, konnte keine Kohlewnot etwa»«»»haben. � Karir»Iaer. Wilhelm stückt»» im Tbecter L k ftönlggrlgerstretc. X. T Pnrput. Erb« eine» minderen Ladengeschäft«, sah ein- mal ein kloii,?« Mädel; es war(Kwntch«» Besondere» an ihr, aber sie hatte sv„e-wa van allen". Da» genügt«, um Purp»» umzn- krempein. Von güunfe an hatte et nur noch«n Aiol: foinen Laden io crudztigestAen, dost sie ihn«inst würde besuchen kommen. In secht. gfbau Hahcen öa er ihu denn auch»telttch st» est» Witstu- Bttnt�enSniwt WöliizWMiW. Eine Konferenz van Vertretern der Provinz BrandenborcK der U. S. P. D. fand am 28. Januar 1018 in Berlin statt. Anst ivesend waren 48 Teilnehmer, davon 7 au» dein Bezirk Frank-i furl a. Q. und LL aus dem Bezirk Potsdam, aust-rdem 11 Mit-, glieder der Agitaiianskommission. Ueber die letzten Wahlen referierte Gen. R o s e m a n n.i Da» Wahlresultat sei besser wie jeher von uns gehofft habe.» Wenn für die Mehrhcitssrzialisien die Schutzleute, Beamte un« Nachtwächter gelvAsst haben, so haben für un» die denkenden� Arbeiter und Ardeiterinnen den Stimmzettel in die Wahlurne» geworfen. Russiiche Gelder, wie vom Gegner behauptet, sin» nicht in unserem Besitz. Eden so wenig haben wir KriegSgewinnleri in unseren Reihen, die uns ihre reichen Geldmittel zur Ver-l fügunq stellen konnten. Der leidig« Papiermanget. unter dem» wir zu leiden hatten, war beim Gegner nicht zu bemerken. Unser« Ausgabe für die Zukunft must es sein, auf Grund der abgegebenen! Stimmen in den einzelnen Orten Wahlverein« ,u gründen. Die Zeit arbeitet für un». Di« Blutbäder vom 6. und 24, Dezember, ebenio da? Auffahren von Kanonen und, Maschinengewehren gegen die Teilnehmer am Leicheubegängni»! Karl Liebknechts und der übrigen Opier der Gegenrevolution sind Agttationsmaterial, wie wir es un? besser nicht wünschen 5önnen.. Schlimmere» haben wir unter dem alten wilhelmin schen Regimes auch nicht erlebt. Bloß daß e« jetzt«ine sogenannte sozialistisch-s Regierung anwendet. In der folgenden Diskussion werden vo»� allen Rednern die Aueführungen des Reserenten teils unter» strichen, teil» ergänzt. Die AnSsproche:st dahin zusammen zu fassen, daß man all-. festig den festen Willen zur Arbeit hat und aus Grund der ge- wor.ncnen Stimmenzahlen weiter bauen will.,, Ueber den bevorstehenden Parteitag rcferterte ebenfalls Genosse Rose mann. Die Siuigm'g der Srbcitermassen müsse kommen. Mit den Führern der NechiSsozialisten sei eine Einigung unmöglich. Wer zu un» kommen will, ist un# angenehm, aber mit ihren Führern mögen sie uns vom Leibe bleiben. Trotzdem un» die linksstehenden Genossen bei weitem näher stehen, mussew wir doch die Putichtaktik energisch ablehnen. Zerner muß der Parteitag uns klare politisch« michr- Ii n i e n geben, damit wir imslmrdc sind, im Untere ss< de# Prole- tariatS unser« Aufklärungsarbeit leisten zu können. Eine ausgedehnte DiSfufsion, cm der sich ialt alle Delegierteitz beteiligen, folgte dem Referat. In folgenden Resolutionen ist da» Extrakt zuiammenzuiassen:____........ 1. Die Provinzialkonferenz der U. S. P. D. verpflichtet dre. Teilnehmer derselben, in den A.- und S.-Rüien dafür zu wirken,. daß zum 6. Februar eine NeichStagnng der und S.-Räie statt- fichet, damit der bürgerlickpn Nationalversammlung eine sozta-i listische Tagung des Proletariats gegenübersteht und die Nevolu- tion vorwärlSgetrieben wird. 2. Die Provinziaikonse cenz kam nach eingehender Aussprache zu der Ansicht, daß ein Zusammcnarbciien im sozialistischen Siikn» mit den RechtSsoziallsten nicht möglich ist. Die Vergangenheit de» rcchiösozialistischen Politik während des Krieges und der Revol« lion hat gezeigt, daß die Führer der RechiSsvzialisten e» nicht ausi richtig meinen mit der Durchführung des Sozialismus. Die Koue ferenz empfiehlt dem Parteitag, ein llare? sozialistisches AktionS- Programm auszuarbeiten, das jede Kompoon ißpolitik nach recht» >owie jede Putschpolilik ablehnt. Beide Ncsolutionen wurden fast einstimmig angenommen. Die Wahl der Delegierten wurde im Hinblick auf die Per- schiedung de« Parteitages vertagt. Tie Delegierten sollen in de» einzelnen BezirkSivahIvereinen gewählt werden. Bei der Aussprache über die bevorstehenden Gemeinde- wählen wurde ein Antrag, ein« L i st e n v e r b i n d» n g mit den Mehrheitlern einzugehen, da in den Gemeindevertre- tungen mehr praktische Politik zu treiben sei, abgelehnt. E» müsse un» die Parole leiten: Klarheit auch in der Äcmeiirdepolitik, damit wir iu Zukunft auch reiu vor unseren Wählern stechen können. yerleipreffe. Die Nr. B der unabhängigen sozialdemökratischsn Wochen- schnitt„Der Sozialist", herausgegeben von Dr. Rubolf Breit- scheid, ist soeben erschienen. Aus dem Inhalt heben wir heivor: Programmfrogen von Rud. Breitscheid, Idee nnd Revolution von O. Jensen, Der AuZizang der Wahle u von S. Nrsstriepke, Beiträge zur pol n! s che» Landeskunde von G. E. Graf. „Der Sozialfft" ist zum Preise von 5 M. vierteljährlich bei der Post zu bestellen. Einzelnummern zum Presse von 60 Pf. in den Duchhaiidluiigen, ZeitungSkiod-u», bei den Spediteuren und in der Expedition der„Freiheit". waocnchau» verwandelt. Und sie kuuuuit; wichtiger: sie wird vor ihn gebracht. Denn sie hat ihren Besuch im Warenhaus benutzt, um gleich etwa» mitgehen zu lassen. Dacht nicht». T. T. Purpu» Lieb« flammt jmt um sb»milber auf. Ob diebisch, overflächlicht dumm und dirnenhaft, er muß sie n-uu erringen. Da» echte, wa» et in feinet Gefcheutheij dazu tart, ist, daß er ihven Liebhaber— sogar ungchvtten— nicht nur in fem Bureau nimmst sondern auch noch mit allem erdenklichen Vertrauen beehrt, Dieser„Orga" Ist der geliebten„Fülle" würdig; ein Lump, Betrüger,©chtoinble» Der edle, kluge Purpu» muß da» Schlimmste erfahren. Aber sein» Nebe ist unerschüttovlich. Um sie nnwerz akäuipfen, will er schließlich„alle Frauen" gegen die eine zu Hilfe ruhen. Er lädt sie i» sein Warenhaus um dessen Schätze rar. st« zu bechchTeufecrn und in ihrem Glück darüber selber Glück zu finden. Damit könnte da» Stück ganz gut zu Ende sein. Aber dem Zuschauer wird nicht» ew- sparst Ein teittar Akt zeigt ihm auch noch den Chef de» Warenhauses, wie er höchfft eigenhändig bie seidenen Kostbarkeiten von einer Galerie herunter in dir johlende Menge schleudert. Roch einmal zu allem Uederflutz gründlich belehrt üb-r die gange Verkommenheit der immer noch geliebten Hnlle-Seeke, möchte er sich schließlich den Seidenstüchrn selber nachstürzen. Aber der Zu- schauer darf sich damit trösten, daß noch ein braver Komm!» da. Stoischen tritt und dentobcnden Chef in eine Ecke schleudert, wo sich wohltätig Über ihn der Vorhang senkt.*,; Kinadrama-tik, schreiend« Kinadrmnati?, voll von pst�ojogfsche» Unmöglichkeiten und sze nischen Willkürlichkeiten. Es ist geradezu erstaunlich wa» einem da alle» zu glauben zugemutet wird. Die CharoKere ftartikafuren, bis raus oas Mädel, die Hülle; die Zeich- nung dies»» Geschöpfes ist da« einzig Versöhnende. Im übrige» glandj man imnrsr wieder, eher in einem NarrenhauS als in eine» Warenhaus zu sein, lleberdie» ermüdende Breiten. Eine gros/ Enttäuschung. In seiner„Straße nach Steinaych" offenbarte Will Helm Stticklen zwar auch keine Gemraiiträt, ober man konnte dock annehmen, daß er wenigstens ein Dramatiker von Geschmack wäre Räch diesem Reißer muß man selbst seinen guten Gaschmgck bep zweifeln. Schade NM die Mibe, die auf die Einstubierung W Stücke» verwandt wurde! Ludwig Hartau machte au» dem PurpuXL was zu machen war. Erika G l ä s s n e r gab der Hülle quirle» t*» Leben. Annemarie Steinsieck al» ungeliebte,«be» iiebesüchcige Frau von Selz und Werner Holtmann«d Orge verdienen noch genannt zu werden, im übrigen Krügen die Nebenspieler, so vor allem der K-ckender bes Richard Leopol» idre Farben-was dick auf. Regie Bewauer» hatte für est gutes Zujammenstnel arlorctst c» Aus jeder Vliike saugen sie Honig. In Nr. 64 der.Froheit" brachlen luir einen Bericht über die Versammlung der Arbeiterschaft der Ttutschcn Waffen- und Munitionsfabrik Wittenau. Ein Eatz darin loulete: »Es kam dabei zum Ausdruck, daß der tatsächlich jeßt be» stehende Kohlenmangel in Groß-Berlin der Firma sehr zustat- ten gekommen sei. In Wirklichkeit laufe aber die Stillegung auf eine Neduzierung der Lohne hinaus" Dieser Sah gibt der Heilmannschen„Sozialistischen Kor- respoiidenz" Veranlassung, gegen die wildcn Streik» in den Kohlenrevieren und gegen die Unabhängige Partei, speziell die „Freiheit" zu zeiern. die nicht die gegen diese Streik» gerichteten Maßnahmen unserer ach so m-isen sozialistischen Regierung gut gu heißen vermögen. Wir erinnern un» aber noch sehr gut der Zeiten, too nicht nur wir sondern mit un» die jetzt chinter der Regierung herlaufenden MebrheitSsozialisten.blaue Bohnen" für Streikende alz ein sehr verabsckeuungswürdigc» Mittel betrach- teten. Warum sollten wir heute ander» denken? Hat etwa eine „sozialistische" Regierung mehr Recht auf Newaltanwendung gegen Streikende al» eine kapitalistischen Interessen dienende Regierung? Pharisäisch meint die„Soz. Korr.", die von den Unabhängigen in Schutz genommenen Bergarbcilerstretk»(?) hätten. dazu geführt, daß die Berliner M»nilion»arbeiter Lohnkürzungen erleiden müssen. Da» läuft auf den Versuch hinaus, ein« Arlreiterschicht gegen die andere aufzuheben, was aber nicht gc- singen wird. Die Tendenz der Unternebmcr, die Löhne zu kürzen, ist dock? stets vorhanden. Gew'ß ist ihnen dabei auch der Kohlen- Mangel zustatten gekommen. Aber wie man jetzt weiß— und auch die.Soz. Korr." muß da» wissen— beruht der Kohlenmangel nickit aus zu geringer Förderung, sondern größtenteils auf dem Mangel an Transportmitteln. Doch warum soll man sich eine Gelegenheit zur Arbeiterbetze entgehen lassen. Jede Blüte ist ihnen wert, daß au» ihr Honig gesaugt wird. Die bei der Neichsgetreldestrlle angestellten Kriegsteilnehmer haben, um ihre Jnterehen in wirksamer Weise vertreten zu können, sich zu einer.Jn>eresseng?mcinschaft von Kriegsteilnehmern der Reichsgetreideslelle" zufammengefchlosien. In einer stark besuchten Versammlung kam es zu sehr lebhaften AuSfüh- rungen über die Notlage der au» dem Felde heimgekehrtem KriegMeilneümer-m allgemeinen und über die besonderen Ver- hältuisse bei der ReichSgetreidestell«. Zum Schluß wurde folgende Resolution einstimmig angenom- men:.Die heute in den Aligusta-Viktor'Z-Sälen versammelten Kriegsteilnehmer der Reichsgetreideslelle nebmen mit Entrüstung Kenntni» von der diktatorischen Behandtung ihrer wichtigsten Forderungen, lt. Abt«» der Frauenarbeit, 2. vermehrte Einstellung von Kriegsteilnehmern Z. KleidungS-EntschuldiingSbei- hilfcn) und erblicken hierin ein« Mißachtung ihrer durch den .Krieg und wirtschaftlichen Not bedrohten LebeuSinteressen. Sie haben sich deshalb zu emer Interessengemeinschaft von Krieg«- ieilnchmern zufammengelchlossen und erklären hiermit haß sie (est entschlossen sind, rn Gemeinschaft, mit den lg gleicher Lage befindlichen Angestellten in sämtlichen KriegSgesellschafien. Groß- betrieben. Danken und Behörden die durchgreifendsten Mittel zu erwägen, um ihre berechtigten Forderungen, die bereit» seit Wuckten vom BetriebSangestelltenausschuh der ReichSgetreideftell« tzinstimmig anerkannt und vertreten werden, durchzusetzen. Die Verammeiten erwarten vom BctriebSonnestelltenauSschuß der ReichSgetreidestell«, daß er sofort in eneraischer Weis« bei der Geschäftsführung und den Behörden für die Forderungen und Lluteressen, besonder» der KriegSteiluebmer, eintritt und gleich- geitip Hand in Hand mit den bestehenden Ausschüssen der ande- ren Betriebe Groß-Berlin« entschlossen di« zur Durchführung notwendigen Entscheidiingm trifft." Die nächste Mitglieder- versamimlung findet am 8. Februar um Uhr in den Augusta- Viktoria-Sälen. Lntherstr. 81/32 statt. Die bei den anderen KrienSgc�ell'chatten. Bebörden, Banken und Großbetrieben be- reit» bestehenden teganisaiionen werden hiernrit gelvten. sich zweck» A iisrausch von gemachten Erfahrungen, sowie Anregun- gen, an die GeschäftSst-'lle der Int- reffe ugeineiuschaft, Marburger Strohe 8 s Gartenhau»), zu wenden. Der Vertrauensmann des Herrn Haenisch. Au» Hermsdorf bei Berlin wird un» geschrieben: Wie überall, so existiert auch hier ein Allerivelts-Polltiker. der bei ollem, wo etwa» los ist, dabei sein muß. Man möchte bald sagen: „Hans Dampf in allen Gassen." Dieser RllcrmeltS-Poliliter ist von Berus Lehrer. Während de» Kriege» war er Vertrauens- mann des Oberkommando» in den Marlen. Außerdem wirkte er noch at» Wanderredner de» Oberkommando» und der Deutschen VaierlandApartei. Nach dem 0. November v. Jj. wollte er Sozialdemokrat werden. Auch er empfinde sozialistisch, erzählt« et überall. Doch bald war es mit diesem Empfinden wieder vorbei. nämlich, als er merkte, daß man auch, ohne Sozialdemokrat zu sein, iii der Republik etwa» werden könne. Etwa» zu werden, war für diesen anpaffnngsfähigen Politiker n chi schwer. Die Lehrer stellten Gehallsansprüche. Flun» trat er vor sie hin. er- zählte ihnen, daß er alt ehemaliger Vertrauensmann de» Ober-_.,_„. M kommando» und Wandcrredner der VatertaudSpartei auch schon sonen an die Wand.genagelt mit Der fiiigel und ufe war doch Bervtnrmngen mN der sozialisisschen Regievvwg»»»z-Snktvsk habe, ihm sei e« deshalb e�vas Leiche», die Forder»ng-n der Lehrer durchzusetzen. W e überall, wenn es sich um Gebaits'vr'-erungki' handelt, so auch hier, gab ein Teil de» Lebrerkollegium?. der auch nur gefrwit worden war, seine Zustimmung, daß dieser Avcrwelt»- Politiker die Führung übernehme. Aber damit allein war diesem Herrn nicht gedient. Sein Ziel war. in dem noch zu wckthtev�en Lehrerrat die Führung z» bekommen. Da er aber«"ßle. daß, wenn er da» ganze Kollegium befrag'«, od sie chm d«» Aerlraxen schenken würden, im Lebrervot die Interessen de» oan�en Kove- gium» zu vertreten, er eine ablehnende Antwort erbolten«ürd«. so operierte er ander» Er mnckit« au« der Kommission, d>« nur für d e Gedaltsbew- g»ng gewählt»vorden war. einen Lebreerat. bezeichnete sich al» Vorsitzenden, fuhr nach Beriin. suchte Heren Kultrisminister Haenisch auf und ließ sich solgende Besch«! ausstellen: .Wie wir vernehmen, hat sich in Hermtdarf ein Lehoervot ge- bildet, desien Vorsitzender Lehrer L u m m a un» h-konnt X und unser Vertrauen hat. Ohne uns-rerieit» über die K»«»ed nzver- te-Iung zwischen Räten und Behörden Vr-richrikten machen zri wollen, würden wir e» im gegebenen Fasse für erwiinicht ballen wenn eine Abordnung de» Lehrerrat« zu den Sitzungen de« Schul- vorstände» und de» Kuratorium» mit berat-nder Stimm, zuge zogen würde. W r halten dafür � daß dadurch tn-n gemeinsamen Interessen von Schule. Bckbörd, und El'ernbau» unitt oimeUunben Verbältnissen der beste Dienst geleistet wird. Berlin W 8, den 12. Dezeinber 1018. Der Minister für Wissenschaft. Kunst und Vosksbrkdung. gez..Harnisch." Als Lebrerrat wurde er nicht mit zu den Sitz'.wgen de« Schul. vorstände» hinzugezogen, weil er so gar nicht geivählt war. aber so ist e» ihm gelungen, daß au» dem ebemastgen Berlrauentmaun de» Oberkommando», au» dem Wanderredner der Vaterlands- vartei und dem Kandidaten der Deutschen Volksparb'i ein Vertrauensmann de» sozialdemokratischen Kultusmimster» Haenisch geworden ist. Protest gegen die Verhaftungen. Eine gestern abend in der Brauerei Bötzow stattgefundene, von etwa 1000 Delegierten besuchie Genera li>ertom in lung de» 0. Wahlkreise» beschloß nach kurzer Begründung elnstlirmiiz so.geude» Protest: Die Generalversammlung de» 6. Berliner Wuhlkreise» protestiert gegen die Jnhrrstieruiig de» Genossen Ledebour und der anderen etwa 400 Verhajtcicn. Tie Jnhastierten muffen so- fort auf freien Fuß gesetzt werden. Die Gcneralveriawmliing protestiert ferner gegen die der Humanität entbehrende Behandlung der Verhafteten. Viele wurden vorihrer Einliefrrung in die Gesairgnisse besckimpsi und miß- handelt. In den Grsäiignissen werden sie teiiweis« im übelsten militärischen Ton und nicht wie Uutersuchung«zesa»gen« sonder» wie Strafgefangene behondeU. Ein großer teil ist in Strosge- säiigniffen und nicht im Untersuchungsgesängni» untergebracht. ES wird ihnen fast unmöglich gemacht, Zeitungen zu erhalten. Tie dürfen nicht einmal uirbeichränkt die Lelientmiitel jn Empfang nehmen, die ihnen von ihren Angehörigen Gebrack»t"»erd«i>, was um so schtinimer rst, al» die minderwertige Atesäi'gniskost nicht ausreicht, um Gesundbeittschädigungen der Berhosleten zu verhindern. Auch ungerechtfertigte Rauchverbote ersistieren de» Inhaftierten den Aujenthaft im Gefängni». Den Frauen und Kindern wird es fast unmöglich gemacht, ihre verhaftete» Auge- hörigen zu besuchen. Da» ganze Vorgehen gegen di« Verhafteten zeigt, daß die „sozialistische" Regierung mit allen behördlich«» Kittel» de» Klas. senkampse» gegen die Arbeiterschaft vorgeht. Nameiis der Arbeiterschakt erbebt die G-neralverlammlilng gegen da« ganze unhuman« verhalte» der beteiligt«, Boborden schärfsten Protest! I» Finnland war es ebenso! Nn» wird geschrieben: Wir„laßen", wie sovieke ändere, in letzter Woche bei Bolle im Keller und halten Zeit zu raten, welche Gründe eine höhere Gewalt hatte, un» obnungilo» au» unseren Familien z» reißen. Da gibt'« mal wieder«bzoechilung. Ei» junger, schneidiger Soldat mit weißer Amibinde mir» hineingeführt. Sch»eidige Erscheinung mit hoher Mütze, tinruhig, wie der Löwe im Käsig, läuft rr hin und her, spricht auf die Wache energisch ein und verlangt sofort zum Kommandanten geführt zu werden. Er sei Mitglied de». Sozialen Heiserdienite» unter Kuttner" al» Regierung»t>?amter im Reick-siag und protestiere gegen seine Festnahme. E» half nicht», er rannte»eraeblich gegen die„höheren Geivalten' der ioziaiistischen Republik Sturm, der Posten hatte nur Achselzucken und war»och nur Werkzeug.»Aver Kameraden", rief der Verbastete plötzlich,„da beben»u nun im RcichStagSgebäude acht Tage last Tag und Nacht gearbeitet für Euch, damit Ihr schnell und sicher nach Berlin kommt, um un» zu schützen vor den Spartakisten und Ihr müßt geiteben, daß wir gut Euer Bett vorbereiteten, lind nun Ihr hier seid,»erhastet Ihr un», Eure Freiinbe! ich glaube>ckon über zehn meiner Ka- meraden und mich, obne Gründe. Ja. herrckit Ihr den» nicht, herrschen denn hier völlig Eure Oftizicre und sind imr de»» a»e jetzt in deren Gewalt? Einige Mitinsasse» sagten sich:„Dämmert» vielleiebt endlich in den Köpfen, sehen sie, was sie teten. wen sie riefen?" Noch ein andere» Erlebni» au» dem unfreiwilligen Ausent- halt dürfte Interesse begegnen. Ein junger Soldat der Wache von der.Ei'ernen Division" tröitet« un». die wir Stunde um Stunde aus Vernebmung oder Entlassung dränaten,«» müsse jetzt, wo so viele eingelieiert würden, der llnichuldig« mit dem Schuldigen leiden.„Ja sehen Sie. al« wir im Finnland waren. war e» ebenso. Da habe ich s» manche» Mal«ht hi» zeh» Per- sichcr. daß oft sasi alle unschuldig waren, aber wir läMte»»ich» erst lange aussuck�n." Waren wir nicht einst Menichen? Wie Gluilwunschgdrcsscn zusamwenkomme». Wie Uiiterlchristen für Etückmiinichodressen an den Erkaiser zusamnienkommen, dafür sotp.'i-de» Beispiel, da» un« ein Leser mid'ailt. Gr schreibt:.Pkem« Sckanester. 14 Jabre alt. le sucht den ssonsirmondenunteriicht in der Jmmaoiiet. Gemeinde bei Pfarrer MaschuwiK*.«>« sie am 80, Januar«um ttnlerr'chi erschien, er- öffneie ihnen der genannt« Pfarrer, daß der Ilnteriüht Heu! au»- fiele, levor sie aber wieder geben, sollten sie all« erst ihren Namen auf d-e auSliegende Lifte setzen." Und die Klmfirniarden unter schrieben. Pem Wunsch de» kaisertreuen P'-rrre» entsprechend. So wie hier, ist es auch io vielen ander» Fällen gemache worden. Erhsh»»« der Druikpavierpreis». Auf Gnind der Bekairnt» machuna de« Re ch»kanz!«r», be'reffrnb die Re icktsstelle fu �rack- pavier.»am 12. Februar 1917 lReich»-Aesetzt>l,® 1201 v d die Belann'machuna über Druckpau erprejie b»m 26 Ok'ober 1018 t Deutscher Reiätsanzei, er Kr, 26», dabin abgeändert, daß die im � I fesigeseh kn Aufsch'ätde für Lieferungen»on maichinenglaliem, holzdalli,�m Druckpapier für den Druck von Tageäzeitungen. die in der Zeit»am I. Januar 1910 U« zum 81. März I01U kr»olaen, erhöht werden:»1 für Rollenpapier von 12,26 auf 17,75 Mark, b) für Forma» lp apier von 40,26 auf 51,76 Mark für 100 Kilogramm, Immer höher hinauf, d e ZeitunqSIeser müssen e» zahlen. Vilbel, ilistessilti». Bon der Stadt Berlin für Berliner Ein- wohner. vornchmfüch für Kriegtkei'nelMio--. bescka'ste Einrich'un- gen>'ür Wohn- zugleich Eck-laf-iminer und für Küchen'teden im Tladthail», Eingang Jüd'nstrosje. 2 Stockwerk, Limmer 239, zur Kesickifiguna durch Kauflustige»on 0— 2 Uhr bereit K-rbid z«r A,rt»lenlielenchtvn, kann nur auf besonderen Antrag bei den Brottonimiisionen abgegeben werden. Der amtlich festgesetzte»l,iichand,4«prei» be'rägt V. 1.00 für da, Kilogramm. Die Stenerkassen sind zur AuSpahlunz von Kriea«»nler- stützungen auch*» den Hauptzahltaze» nur von 9 bi» t Uhr ge- össnet. Für die Hinteebliebrne» der Rev»lu«I»«»»»ker wurden vom Arbeiterrot der Bcheitslo'en 700 lss. gesammelt und a» die Partei- kass« zur Verteilung atzgesübrt._.,.. Der Acheiterrat der Arbeltslose». Ms den Orgonüormü. SkeuNlln. N,«.». Monaen. Sonn'n,. vormittag» 9% Uhr, Bezirk««er sammln ii gen aller Bezii'e. Der 10 uns 11. Bez rk tage» Hai W«lf, Kirchhafftr. 41. Gcscheimen aller Genossen ist dringend trso'.d''rlikh. »»„nick. Die Verlam»»luny am Sonntag fiwtzat i» der Aula der»örnerschule statt Alt Oili,Htck«. Sonntag, den fi Februar, 6 Uhr, nackmättagS, im Lokale„Zum Wassel urm". Mitglieder-Versamm- l u n g Wicknige Togetordnung. Revolutionäre Jugend! Arbeiter und Arbeiterinnen! Sonntag, den 2. Februar, nackmiiltag» 5 Udr, in der Stadthalle(im Stadl« Hansel»loslernroße 10/52. Tranerfkier für die Revoliit oi Sopier» destehend in Haruwniuinspiel. Aesoiig tMännerchor Fichte�deorgi» nia 1979) und Trauer rede l Genosse Friedrich). Ehrl durch Mas- sensesuch die Opfer der Revolution! V»ro»>iw»!ll>«h lür ki«»»»udlion: A I s I» d ttiel«»».»«uhölln. D r»«ä bor Clndcib uditifi u«6 v»ilng»z»l»lllchalt nu b. H,, Echilkboueidamm 19. n«ui «tu! Da» grkKt» SktttnbNö 5rantrtlchs. Salzac Ä'anz un) Zlend der iturfifam Pre» M. 12,—, Der gewaltige Run, an enthält alle» wa» ein Kenschenlebep an Gefühlen bergen kann: Fieude. Haß, Taumel, Verbrechen, rührend ßhöne Innigkeit, Torheit, Streben, überschäumender Humor.... Niemaiüz der zu lesen beginnt, kann sich der herrischen Macht des Genie» entziehen. Von Balz« ist ferner erschienen: Die dralliffen Geschichken des Herrn von Sa!zac. Prei» M. 12.— mit berüftuien Bildern von Dort. .Literarische» Echo":..... Balzac, ergötzliche Geschichten sind keine Zolenhistörchen, es sind Geichicki'en der menschlichen Toehcite» und L'.sier. doh aigh der unverwüstliche» Gesundheit. Nehmt sie so und sie werden mehr sei» al» prickelnde Un.eihallung. Zu beziehen durch: Bi.lft i Co.. recliu D. S. Ltl'zever 5tra� 27 Ableüg. VeMschec IReicUatceitcc-Uet�anD llor-4irt!tung«Bi-Ucl3,rliii|l 5 l,(«nlfMrtr. 8.1-85 «Cfdlrtflviclt»o» b-I jll,r und<,o>>1—?»lt,r. ierlrptl««! Amt älorvr» 185, liinu. II1W7. 07 iL Montag, den 3, Februar 1919, abend» SVa Uhr (öruppcn-Vctjanimlunfl der Werbzeugschlelscr tm Lokal von P. Riedel, Hustilenstraße 10. Tagesordnung: 1. Besprechung des Kollektivoertrage,. 2. Berschievene», Jeder Kollege ist verpllichtet, in dieser Dersamm» hing zu erscheinen. Montag, den 3. Februar 1919, abend» 6 Uhr Vranchen-Persammlunq der Former und Berussgenossen in den Pharue-Tiilen, Müllerstroh« 142 Tagesordnung: 1. Bericht über unser» Abinachungen. 2. Wahl der Branchenkommillion und de» Branchenleiter». 8. Wahl von sechs Delegierten zur Reichskonferenz. 4. Beltchiedense. y Zahlreiche» und pünktliche« Erscheinen wird«r- war ist. Achtung! Achtung! r Zaürilirohrleger, Sochdruckimont-uee und Helserk .»loniog, den 3. Februar 1919.-b-»d»« Uhr / Versammlung wer FabrlKcohrleger. Hochdruckimoiiteur» und Helfer im EewerKtchastthou», Engel-Ufer 15. Goal 5. Tagesordnunq: . 1 Bericht der BerhandlungsKommisssoa über den KoU-lilivoertrag. 2. Clellungnahme dazu. [ Es ist Pflicht aller in Frag« Kommenden Kollegen, jp«rtcheinen. Montag, den 8. Februar 1919. abend» 7 Uhr Große allgemeine Klnnpner-Versammlung in den Ändrea»-F«ftli>«n. ZIndrea»stroh« 21. Togeeordnuna: 1. Bericht der Kommitsion Uber dl, Berhandlungeu b'treli» de, Kollektivvertrag,». 2. Diskusston., 3. Neuwahl de» Branchenleiter,. 1. Verschiedene». Koltegent Erscheint olle, keiner darf fehlen. Montag, den 3. Februar 1919, abend» 7 Uhr Vrancben-Vtrsammlunq der Schmiede und aller in Schmiedereien beschäftigten Kollegen in Bit l<«r« Festsälen. Weberstrahe 17. Tageoordnuna: DI« neuen Verhandlungen Uber da» KoNektin- abkommen mit den Unternehmern. All« Schmiede der Broh- und Kleinbetrieb«, der Wogen» und Karossertetolirtken lowie der Innung»- betrieb« müsten bestimmt verlreien lein Di« Lrtsserwaltung. + Spexlal-Bthnsid ud«»j Y#n SsschlecMs-, Kid- u. Arl bei Minaer« und Piautn. Harnrölireaamfl»»*»•. bbyobiU», Mundautbilch«. riecbi«*. neimeiden. M■nncstcbw Aebe. NiEftn-, usw. h triwint Dr. Aarmgn»«»ttiiMMi.»»n#* lo-lreti br«r. mft|licb«1 schnei!,«cbinenl»*. ohne u. M#f#n; Aiicb Anwemdum* d#f wissEnichnftl auer bmmm*#"»- bewährt, kbnsii. MAhencnnne. Auf W««*cb fiumsuvi IMl r riotnW tt.'.M 5,,„ Hl- II Ilv'»or». DETEKTIV MULLER Ermlttelunuen und lieabnehtungen. Ptr.Nnllebt f fled'tiiBf Fraahtnriar AM*# 278, Telephon Alenandar 51 39. Speziai- Behandlung:»Z, von Gesehleehts-, Haut- n. Barmleiden jeder Art bei MSnnern und Freuen spe*. veraltete(chronische) Harnleiden u. AuaflOssO- nefvft*« Schwäche u«w_ bhrllch-hata-Küren. lilutunteraurhim». Licht« und Flnsen- Behandlung. Ouecksllher- Efltzlehung-S-Kuren. ClgcneaKur-Bad fftr elektrische und medizinische Bäder. Ohne DertifsetOruaa. Getrennte Räume für Damen und Herren. Aerztllch geleitete HeilanftnlL Löser, HQnzstr. 9. Acbiuag! L'ditonbsrg! Die Spedition Engel befindet«ich jetzt Hoüaistr. 23, Ecke aH-Boxhegcn. Z BfltenfrTuw~ i■ h Auiun.*'««r »,», Mmekbrnrlh,»I«v,. elkirchpl.t. 2. 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I ttruuviailir, t'jl;irleurt, yuKbi älkig# Hn schüre, tfute Verü'i lungen. j Beer burzer Bolei: stauen verlangt Blänkle,_ liüpp»Lra*se 1. 1»». ii eeeeffveuHivi, muipeuüUiA, fkilKige Hr. sch ire. tfutet rü'enst. ooch für Ve sammj gen.„M chel«räch«of vom er ieki«. f**ef&#ss, Men:>f z#r Sd Ida �4,(j i Ui. pt L| nseralel für dem darauffoljrendctf I a« mbhsmw st ätoeirnnsblü > I hr. h©A»j»hv!iflla bis 3 l lir nncUm»h«i dcl Lzpedhlwn ScWhibummr4 i 19 tulfcuebea wltu