EknZelprew 10 pfg. ♦ü* DI»»Fr»lh«!«�»tfifitln» morams und nmdmlHaj«, an«etw» und ftfHapn m mftftnt, Vn v»,uz»i'7il» NlnJat hti(rtitt Zuftillunz in» Pau« für(SroS- Utrlin t.50 911., W kinftrm pastdazuz obnt l'ffltll.ithUr mana«I.!M.. dti Zust-Nuna untfr«Irtifbanb 1,50 M. Di» �«ilieil- ist in d»n ersten d�achlraA der Postzeitungsliste für istfst»ingetrag»» Redaktion: Berlin NW. 0. Tchlffbauerdamm 19 III. Lerniprrcher: Ami Stordeu 289S und LS»«. D i e Morgen-Ausgabe Inserat« k»st«n dl» achsaefea». N»n?aeeA»zeIse od»» d»een Naum 75 Pf,.XI»in» Anz»ig«n» da« fetigedruckle Werl«b Pf, jede, weitere wort?0 ps. Teuerunzszufchlag 5t% i)«i Familien, und verfammIungsanO gen füllt der Anschlag fort. Inserate für den darauf. soigenden lag tnstffen spätesten» di» 5 Uhr nachinillag, bei der«rpedition ausgegeben sei». Expedition: Berlin RW.«. Tchiffbnuerdamm I» Fernsptrcher: Amt Rordcu 97 US. verfiner-Orgon ber Unabhängigen Sojialömofratie 3)nitjlf)lanbs Mf-:* Sijt ■-fe-'?.' � Jahrgang 2 Dienstag, öen 4. Zebruar 1019 Nummer öl Wilsche tage an der Vasserkäuie. Sie Laie in Bremen. Die Situation in Bremm ist noch immer kritisch, da die Neaierung auch die weitgehen cntacgenkommenden Bor- schlüge der Bremer Arbeiterschaft als ungenügend befunden hat. Sie bat ein neues Ultimatum gestellt, das folgen- den Wortlaut hat: „Ter Bremer Rat der volksbcauftragtrn tritt sofort ««rück. ES wrd im Laufe des Montags eine neue Bremer Regierung gebildet auf Grund des Stimmenverhältnisses der RationalratSwahlen. Ablieferung der Waffen bat sofort nach Lusammentritt der neuen Negic'nini gn erfolgen. Dieselben sind an die Division Grrstcnberg abzuliefern. Sind diese Bedin- gungen einwondfrei erfüllt, wird die Tivision Gerenberg Bremen nicht besetzen." ReichSrrgierung." Es braucht nicht erst länger ausgeführt zu werden, dab die Art und Weiie. wie die Negicruna mit der Arbeitersckxift rtpnorpii"i-ri �nua'ta hup uvw oerhanocU, wie|ie immer neue Beüingnngen in ninmanocr Form stellt, die die Absicht der Demütigung baben. er- Gitternd und vrovozierend wirken mich. Glücklicherweise lassen sich die Bremer Arbeiter nicht brovozierm. Der Not der Volksbeauftragten in Bremen «wie die Vertreter der Kamburger und Bremcrbavener� Luvven baben einstimmig folgende Resolution angenommen: t. Rücktritt der fetzigen bremischen Revieriing. und Bildung einer neuen Rrgicning, die paritätisch zusammengesetzt ist. unter Mitwirkung aller sozialisüschen Parteien, nach dem Berhä'iniS der abgegebenen Stimmen zur Wahl de? A.» und®..tRp'?. t Tie bcivn'fnctei. Arbeiter erklären sich bereit, die Wafsrn abzugeben an die einrückenden Hamburger und Bremer- harcnkr Truppen, die alSdrnn die Sicherung Bremen» über- nehmen und den Sicherheitsdienst organisieren. i. Tie Division G c r st c n b r r g verpflichtet sich in den jetzigen Slellnngen zu verbleiben und den Einmarsch der Hamburger und Bremerhavencr Truppen nicht zu behindern. Räch dem Einmarsch dieser Truppen rückt die Diviston Gcrstenberg ab. der Vollsidung das A.» und S.-Rates wurde diese Resolution einstimmig angenommen. Der Rat der Volks- beaustraatcn sandte hierüber ein Telegramm an die Berliner Regierung lind spracki dabei die Erwar« tnng aus, dah nunmehr die Einstellung der geam Bremen aerichtctcn Aktion und die sofortige Zurückziehung der Division Gersteubera eriolge. Diese Erwartung ist wohl durchan? berechtigt. Die Forderungen her Reichsregierung sind sachlich völlig erfüllt. Die einzige Tiskerenz bestellt nur noch darin, wem die Waffen auszuliefern sind. Dah um difi� Frage ei» Gc- mchel angeiichtet. die Truppen gegen die Arbeitcrichast marschiere» sollten, das können wir nich� einmal der Re- giernng Ebert-Scheidemann-Noske zutrauen. Ist es doch ohnehin mehr als arg, das; dar Konflikt nicbt schon beigelegt worden war. nachdem die Rrenier Arbcitm schlaft bereits am L. Februar der Eiitwaffnnng zugestimiut hat. Dabei niuh nochmals festgestellt weiden, dan von einer Rubestörung in Bremen in der lebten Zeit iiberbanpt nickt gesprochen wer- den konnte, und dah die Ausfahrt der Lebensmittelschifse nicht in Frage stand. Wenn der„Vorwärts behauptet, dah eine Gc- fahr für die Lebensmittricinfuhr wiederholt besteht und Eingrifsg in die Lebcnsmitlclöestände wiederholt vorgckoin- men sind, so ist das unwahr. Lebensmittelbeständc sind in Bremen weder von dem A.» und S.-Rat noch von den Hafen- arbeitcrn angegriffen worden. Noch in der vergangenen Woche haben sich angesehene Bremer Einfuhr» firmen bei der Ncichsleitung dafür verwendet, dah die Leb-'nslnittelicndnngen von Amerika nach, Bremen geleitet we'''en, da eine Gefahr für in keiner Weise zu besürch- tcn, sei. Im Gegenteil, da die Belebung des Schiffahrts- Verkehrs den Arbeitcrn Ve'chästignng hringe, da dadurch eine wcscntliche Beruhigung der Arbeiterschaft eintreten werde. » Wie die militärischen Tinge in Bremen liegen. ist zur Stunde noch nicht geklärt. Tie Ar- bdtcrschaft bcharrt darauf, ihre Waffen lediglich in der Kaserne des 75: Infanterie-Regiments niederzulegen. Niemals will sie sie an die Tivision Gerstenberg abgeben, deren Einrückcp in Bremen unter keinen Umständen etfolacn soll. Der Hamburger Soldaten rat hat sich, wie schon gee- meldet, mit der Bremer Arbeiterschaft solida'asch erklärt. Im Bereich des 9. Armeekorps ist die erhöhte Alarmbereitschaft angeordnet worden, um einem weiteren Vorrücken der Di- Vision Gcrstenberg rechtzeitig entgegentreten zu können. Trotz des Waffenstillstandes ist es am Sonntag und auch gestern vormittag zu kleinen Plänkeleien zwischen den Arbeitern und den Regierungstruppcn gekommen. In Hemelingen wurde ein Unterossizicr und ein Matrose der Regierung verhaftet, die in den Ort eingedrungen waren. In der Nähe von I n g nahmen die bewaffneten Arbeiter einen Leutnant und 3 Mann gefangen, die als Vorposten in einem Bauernhaus untergebracht waren. Auch Maschinengewehre sind den Arbeitern in die Hände gefallen. Die revolutionären Arbeiter sind über das Vorgehen der Regierungstruppcn empört. Sie haben festgestellt, dah trotz der Vereinbarungen die Negierungstruppen ihren Vormarsch -rich't nnf'iVSinnf einaest-Mt h>»n i viTWiirt-JUiii»»-,»!««»,«<.»«.»•*«.«...n,»»-»..-----._ v- v, Am Montag früh kam es am Lehrst er Deich zu einem blutigen Zusammenstoß. Bewafsnetc Arbeiter gingen gegen eine Fcldwackse vor, dabei fielen auf Bremer Seite fünf, auf Seite der Negierungstruppc zwei Mann. Ebenso ist eine Anzahl Verwundeter zu beklaget. Aus den größeren Werken ruhte am Montag die Arbcü vollständig. Die Ab- wehrmahnahmen der Arbeiter sitzd bei Tag und Nacht fort- gesetzt worden. Wie es beiht, soll auch in Bremen das Bürgertum der Division Gcrstenberg in grohen Scharen ' zuströmen. Durch GesangenenauSiagen konnten die Bremer Arbeiter erfabren, dah es in der Division Gerstcnbcra teil- weise zu Dienstverweigerungen gekommen ist. Ter Division sollen über 13 303 Mann zur Verfügung stehen. Haml'vrg, S. Februar. Wie die.Hamburger VockSzeiiung" meldet, ist in Hanitnirg in AuSsiihrnmg der am Sonnabend ge- fatzten Beschliis« de» grohen ArbeiterraieS alle» getan, um die Bewaffnung des Proletariats vorzubcreitrn. Der Hafen und > di« Anma-rsckstrahen sind durch verstärkt« Wachen besetzt morden. Die am Hafen liegenden, mehrere Millionen Wert darüelleude LebenSwitielmagaz!»« wurden Bern, Hamburger Arbeiter- und Soldaten rat beschlagnahmt und werden stark bewacht. Auf der Vickkanimerst nmih'em wegen Kohlenmangel heute morgen zwei Drittel der Arbeiterschast zurückgeschickt werden. Daraufhin be- schlössen auch die übrigen, nicht zu arbeiten, sie veranstalteten nritwgS ein« Demonstration zngunsten Bremens vor dem Rat- IiauS und zogen nach dam Gewvrbs chaift chauS, wo der Soldaten- rat in Pelnanenz lagt. Bremen» Z. Februar. Staat und BcvSlkcrung stehen seit gestern unter dem Eindruck der politisihrn Ereignisie und der vor de» Toren der Stadt liegendrn Tivision Gcrstenberg. Auto» mit Bewaffneten, Gewehren und Maschinengewehren und Munition durcheilen Tag und Rächt die Stadt, deren Verkehr sich im allgemeinen in Ruhe und Ordnung abwickelt. Ter Straßeilhahnverkehr war nur vormittags auf kurze Zeit unter- brochen. Ein besonders lebhaftes Bild trug das Innere der Stadt, fpezir« der Maiktplatz, wo Im Rathaus die Einteilung der Be- waffueten zu den einzelnen Wachabteilungen stattfand. Infolge von Ansammlung grSherer BolkSmassen wurde derselbe daher zeitweife abgesperrt, in mehreren Schulen fiel der Unterricht aus, in mehreren Großbetrieben ruhte die Arbelt ganz oder teilweise, so bei der Aktiengesellschaft„Weser" und auch auf den Atlas» werke»; bei de» Hl-nsa-Llovd-Wcrken wurde beschloslrn, die Arbeit fortzusetzen. Heute abend um K Uhr fanden Im Easino, den Zen- tralhnllen und tn der Börl» vom Rat der BolkkSbcaustragten ein- berufene Massenversammlungen statt. Weimar. In Weimar ist es Leim Tinrücken der Negierungstruppen zu Konflikten mit dem dortigen Arbeiter» und Suldatenrat gekommen. Die vorausgeschickten Quartiermacher wurden am Sonnabend ent- waffnet. Im Laufe de» Sonntags sind in Weimar größere Truppenverbändc eingetroffen, die die Rückgabe der Waffen durch» gesetzt haben. Anscheinend ist der Weiiniraner Arbeiter, und Soldatcnrat durch rigoroses Lorzchen der RegicrungStruppen zu seiner Maßnahme herausgefordert worden. Inzwischen haben sich weitere Borfälle nicht mehr ereignet. Tic RegiernngStrgppe» haben die umliegender Dörfer durch starke Kräfte besetzt. Ar- tilleric, darunter vier schwere? Geschütz, ist im Anmarsch. Unter � dem Schutze dieser freiheitlichcn Kampfmittel wird die National- l veriammiuna nnaehindcrt tagen können. MgM-Fanfaren. Der Stogtssekretär des Auswärtigen AmikeS Gral Brockdorff-Nantzau hat dem Berliner Vertreter der „Chicago Dailv News" in längeren Ausführungen seinen Standpunkt zur Kolonialfrage dargelegt. Ter Staats- ickrelär' wendet sich energisch gegen die angeblich geplante Verteilung der denlschen Kolonien unter die Mächte der Enteilte und tritt für eine Rückgabe der Kolonialbesitzungen an Teutschland ein. wobei er die deutsche KolonialveNval- tung zu rcchtsertiaen sucht mit dem Hinweis auf die noch größeren Fehler der Kolonialpolitik anderer Mächte. Als Zukunstsprogramm deutscher Kolonialpolitik erklärt Graf Brockdorff-Nantzau zum Schlüsse: .Nicht das ist das Ziel der deutschen Kolonialpölitik, daß alle Kolonien tropischen Charakters unmittelbar unter eine iilternatio» »ale Negier» ngsgewalt gestellt werden; vielmehr erscheint auch UÜS> b.oe änjtemr heur ZÄrktKIitz"»»..'i\ Nationen zur Verwaltung unter eigener Verantwortung als die bessere Lösung. Heber die Verwaltung der einzelnen Staaien muß aber eine Kontrollinsianz des Völkerbundes stehen, die dem star- ken Ausbeuterinieresse de» Mutterlandes das MenschheitSinteresse einer wohlwallenden Behandlung der eingeborenen Bevölkerung gegenüberstellt." Ein ähnliches Kolomasprogramm in demagogisch zuge- spitzter Form entwickelte am Sonntag nachmittag in einer grohen Rede der wandlungsfähige Herr E r z b e r g e r in einer Massenkundgebung in der Philharmonie. Dieser Protest gegen den Raub der deutschen Kolonien war ganz dazu anaelegt, imperialistische und nationalistische Instinkte a»sz»peitschen. weshalb natürlich auch Staatssekrelär g. D. Dernblirg, der Vater der Hottentotlcnwahlen von 1337. nickt feblen durfte. Seine zahme Kritik am deutschen Kolonial- assesiorismus fand aber bereits lärmenden Widerspruch der versammelten Mitglieder und Anhänger dcnt'chler Kolonial- gelellichaften und Missionsvereinigungen. Charakteristisch für den Geist deg- Erzbergerschcn Ausführungen ist sein Appell an das dentiche Volk überall Kundaebungen z» ver- anstaltew, um sein Reckt auf koloniale Bctätiauna zu for- dein. Erzbcrger formulierte sein Programm in folgenden Sähen: .Die Jittcrnot!'onasisicrlin>g der.Koloniolsrage Ist keine Lösung. Etwa» andere? ist e», Afrika und die.Kolonie» zu neu. trcrlisicren, nachdem eine gerechte Verteilung der Gebiete vor» genommen ist. Da? liegt im deutschen Sinn, doß Afrika, der dunkle ErdVcil, zum Eidteil des ewigen Friedens werde, damit niemals wieder die KriegSsnckel in dieses Land fällt und seine Söhne, die.Kinder der Meiischhcit, vor daS mörderische Moschinrngcwehrfener getrieben würden. Wir herben ein Neckt auf kolonialen Besitz' und kolonial« Teiätigung, ein natürliches Recht wie scdeS andere Volk, eine göttliche Pflicht, uns an der Er» ziehung der Menschheit zu beteiligen, ein von Wilson und allen Alliierten verbriefte» Recht, da» nicht gcsckinä'ert werden darf. Wir hatten ver dem Kriege Kolonialbesitz schon längst nicht in dein Maße und Umfairst, als er der Größe unseres Volkes und seinem Können entsprach; man will ihn unS jetzt rauben. Aber man täusche sich nich'; der Rriib in Pari» bringt kein Glück für die Well, er ist der Raub de? LcbenS dcS Völkerbundes. Darum muß unser Volk sich wie ein Mann erheben und einrii eherne» Protest einlegen, den man an der Seine, an der Themse und in Washington hört und beachtet. Die Gerechtigkeit allein ist der Bahnbrecher des Welt» frieden». Die Gerechtigkeit fordert: Teutschland vom Kolonial- besitz nichi auszuschließen, sondern ihm Rauin zur erfolgreichen tolonia'cn Bctäi'guiig zu geben- Mein Mahn-/ und Sorgenruf ist: Deutsches Voll erwache, ehe e? zu spät ist!" Jntorcshint war die Mitteilung, daß der Volksbeanf- tragtc N o s k e verhindert sei, dah er sich aber für die Rück- gcwinnung der deutschen Kolonien ausgesprochen hätte. Tic Mchiheitssozialisten haben ia i» Würzburg offen ihre Ka- pitulation vor der bürgerlichen Kolonialpolitik bekannt und Artikel in der„Neuen Zeit" zeigen, daß sie auch nach der Revolution an diesem Umlernen festhalten. Um so not- wendiger ist es, dah wir das alte internationale Programm von Stuttgart gegen!rdc kapitalistische Kolonialpolitik ver- treten und alle die Sckfeingründe angeblicher Nohstosfbeschas. fung. Kulturpdlitik, Erziehung niederer Rassen usw. jetzt wi? vor dem Kriege bekämpfen und alle Projitvorwände xnt- hüllet». y y 1 rm ■�nflcTWft Mrfrt neuen Kolon ial.PropaganSa muft die ToZl.udcniokrolie ihre Stellung zur Koloninipolitik im nll- geinelnen nnd Au der Dentschlauds insbesondere jÄnrs be- tonen. I.V'ir lehllen tie kapitalistische Kolonic'lpolitik mit chren verheerenden Wlltnn�en ans tropische A isbentnngs* tolonlon Zündsatz! Ich cid und kiinnnern uns nicht darum, ob Engl ind oder �.entichlond der Tröger dieser ÄliSbeutiiiig ist. Ar ir dekrtmvsen vis Koloniaipolitik von internatioüalem und vrolemmchem Gösichtspilnkt und sehen daher nicht me die y-p.iler fremder Regierungen. Unser Programm muß daher lauten: n t e r n a t i o n a l i s i e r n n g d e r K o l o n i e n, und vor allem Ailsbau der Selbstverwaltung der Ein- geborenen, Schutz der Ureinwohner und ihres Eigcutnin? vor Aiisraiibnng und Ausbeutung. Diese Ueberleitnng vorn Kolonialbesitz zur selbständigen Verwaltung ist nach dein Kriege nm so notwendiger, da. wie auch Graf Brockdoris. sRnntzn« betonte, der Einfluß. Nordamerikas ans die afnka- nimen Kolonien wächst. Die Veziehungen der Neger der Pereinigten Staaten Zu ihren Stammesbrüdern im schwär- zen Erdteil werden lebhafter und vielseitiger, während andererseits durch den Weltkrieg die Stellung aller enrovö- ischm Staaten in d,i> Kolonien sehr gelitten hat. Ter Ein- ttuß der Missionen der europäischen Verwaltung, die Ach. n-'-a vor der europäische« Kultur sind sehr vermindert, während die Selbsiändigkeitsbcstrebungen der Eingeborenen an Bedeutung gewonnen haben. � Bei dieser Lage kann es nicht die Aufgabe der Aibeiter- Ffafse JcIjv nationalistischen Kolonialbestrebungen Vorspann zw leisten und ans alle die schönen Redensarten von denk- scher Kultur und.Erziehung in den Kolonien hereinzufallen. Tie Sozialisten können allerdings ebenso wenig die Ver- teilnngspoliilk herrschender Kreise der Entznte billigen, die den Krieg«nm Vorwand der Vergrößerung ihres Kolonial- besttzes ausnützen wollen. Gegen beide Ertreme. Nationa- lismnS im eigenen Land und dem Imperialismus der West- mächte muß die sozialistische Arbeiterklasse ihr Kolonial- Programm, internationale Befreiung der Eingeborenen, er- nont energisch vertreten und ste kann dabei auf die Hilfe chrcr.Klassengenossen auch in den Entcntcstaaten hoffen. Veischlkpx»»A der RsiWnrvnha d'imzea. Wir»trdkfentltchien in otr Äi. 41 vom 24. Jannor ein Brr- dimdlur«sprogramm, cinnereiikit an den Zeiitralrat der R.- i'.'id V.-MLtr TeutsilUnnd», das als Unterlage zu weiteren rveutucUen iverhandlunLen aus den lehtea NevvIutiouLwirren dienen sollte, um eine eventuelle �latttorm für dir Einig u.ng dcS gesamten revolutianSren Proletariats zu schassen. Zugesagt war, tast von der Serwaltung der Waluuercine S. P. D. Berlin gleich- ialfa ein LerhanslungSprogramm baldnrZglichst eingereicht werde. niv nn'ere Einsendung ist uns nun nnter dem 30. Januar folgende Mitteilung de» ZtaiealratS zugestellt worden, welche wir ohne; in uentar der Oc,ieiitlichke!t llürrgebe». Sie Prozesse in Moabit. Tee Zenirasuor stand dcS BcrlniiideS fozialdemakratischer Watzlorrciue U. S. P. D. Berlin. !. StS. Hn den Zeutrakoorsiand der UnalchSngigeu Sozialdemokralischrn Scrlln, den 20. Jaunar 19. Moabit haben gestern die Prozesse gegen die Teil- neymer an der revolutionären Erliebiing in der Januar- woche begonnen. Tie Prozesse werden sich mehrere Wochen ainziehen, da etwa 7Ä) Angeklagte abzuurteilen und. Ter erst? Vcrhandlungslag bat bewiesen, daß das Ge- richt auf den Standpunkt des geschriebenen Nichts steht. Es ch/ich �'c Ausführungen der Verteidiger zu eigen gc- macht, die darauf hinwiesen, daß die Revolution ihre eigenen Wietze habe. So werden wir das wunderbare Schanspiei erleben, daß in den ncjck'tten Wochen Dag für Tag Männer zu längeren GesängniSstrafen verurteilt' werden, die weiter nichts getan haben, als das, Idas in den Novembertagen der Revolution in ganz Deutschland geschehen ist. Den Angeklagten wird vorgeworfen, sich tu Hansen zu- laniinengerottct, Waffen angeeignet und in Häuser ein- gedrungen zu sein. Gegen diese Vergehen siebt das Gesetz- biich schwere Strafen vor. Es steht aber fest, daß auch Scheideniann am 9. November sich unter ein.n solchen ziisaimnengerotteten Haufen gestellt und vom Reichstag an? die Republik ausgerufen har. Ter„Arbeiter" N o S k e ist extra nach K'.el gefahren. um sich dort unter die Ziisaiiimeiigerotteten zu begeben, sich von ibnen als Goiivemeiir ausrufen z» lassen n-id die her- gebrachten Gesetze zu brechen. Er hat dies allerdings ans seine Art getan. Aber die Zusamniengerolteten waren ihm sedensalls gut genug als Sprungbrett für seinen Aufstiez. Was den Herren der jetzigen sozialistischen Regierung zu ihrem Posten verholfen hat, ist setzt auf einmal, wo ste die Macht besitzen, zu einem Verbrechen geworden. Tic Verteidiger, Genosse R o s c n k e l d und Genosse Wein- bcrg, hgbcn auf diesen Widerspruch hingewiesen. Aber sie vermochten es nicht, das Gericht entsprechend zu bc- eiiiflusseu. Ter erste Vcrhandlnngstag hat uns bereit? bewiesen, daß die Angeklagten keine Verbrecher sind, sondern von einem hohen Ideal beseelte Männer. Prangenberg, der erste Angeklagte, hatte keinen Verteidiger. Er verstand es trotzdem, das Gericht auf das Widerspruchsvolle der An- klage zu verweisen. Er fffunlmt sich> durchaus männlich nnd sagte den Nichern, daß sie nicht glauben sollten, die Revolution sei schon tot. Ebenso war die Art. wie der angeklagte Student App.el sich verteidigte, äußerst spannend. Vor der Geschichte stehen die Angeklagten heute schon rein da. Möge das Gericht in Moabit walten, wie es will: die Rezirmig Eberl-Scheidemann, die diese Prozesse inszeniert hat. wird am Ende nicht geläutert dastehen. Ter weitere Verlans der revolutionären Vewegung wird ebenso über ihre Köpfe hinweggehen, wie diese Bc- wegnng am 9. November gegen ihren Willen ausbrach. Tie Geschichte wird den Angeklagten das Ikecht zuerkennen, das sie heute vor bürgerlichen Gerichten nicht finden. Und der Gang der Ereignisse wird um so schneller sein, wenn die revolutionäre Arbeiterschaft nicht müde wird,-ei»? den Taten Zcheideinann-Regierung zu lernen. Die Prozesse in Berlin O «ychicklerstr. 5. T.et StntrilUnt ystr Äch-eiken»om 24. K«niiar mit dem bclgesllolen BerliandluneSprezramm»rhaiien. Der Zentralrat , tauet iude» nicht mehr in der L a« e zu fein,' s- kurz vor dem Ertökchen seine» Mandats in dieser Zr.rae noch verHandel» zu sollen. Er empfiehlt vielmehr, diese Verhandlungen von Partei zu Partei zu führen, da ftr ja auch nur iu diesem Falle erfolg. versprechend sein IZnnen. Zentcalra, der sozialistischen Nepublik Deutschland. Z'r Kyy'ersrz der Armee-Zenttalrüke. Heute tritt im Hmenhause eine Konferenz der Zentral- räte aller Armeekorps zusammen� die am 3. d. M. vom Z e n t r a I r a t telcgraphisch einberufen worden ist. Gegen. � stand der Verhandlungen soll der Gewtzentwurf betrefsen� Die R 6 u r e g e l u n q der K o m ma n dogewa l t sein. ES berührt eigenkümllck, daß eine so wichtige Be- sprechung io überstürzt einberufen worden ist. Seit etwa zwei Wochen beschäftigt die Frage der Neuregelung der Komma ndogewalt unausgesetzt die Soldatenmassen im ganzen Reich In zahlreichen Kundgebungen haben die Soldaten räte gegen den Erlaß des Kricgsministers über die K rnimandogewalt Stellung genommen und von der Re- .gierung verlangt, das; sie sich ans den Boden der Beschlu,se des RätekongresseS stelle, statt die Abwürgung der Soldaten- rate systematisch zu fördern. Der Zentral rat, als oberstes Trgan des Rätekongressc's. Ware schon langst vcr- pslicinct gewesen, wenn er selbst nicht in der Lage war, den Beschlüssen des RätekongresseS Geltung zu verschaffen an ieine Auftraggeber Zu appellieren, um gemeinsam mit ihnen den Angriff gegen die Existe �er Soidatenräte abzuwehren. Der Zentralrat hat das nicht getan. Er liat auch in dieser Frage völlig v e r> a g t sind es geduldet, daß der alte preußische Militarismus in neuen Formen wieder auf- erstanden ist. Jetzt hat er, obne den Soldatcnräten Gelegen- heit zu geben, zu der Besprechung Stellung zu nehmen, eine Konserent der Zentralräte aller Armeekorps zusammen- getrommelt. Was für ein Zweck hierbei verfolgt wird, wind sich ja aus der Konferenz erweisen. Jedenfalls miiß schon jetzt gesagt werden, daß diele Konferenz nicht z u stä n d i g ist, bindend« Beschlüsse für alle Soldatenräke zu. sMsen. T<chai, nach fünstägiger Hast ohne jede Ber nehmung freigelassen. Di« Eoldateu und Beamte« wurde» durch den herbeigerufenen Vor der 8. SkraffWmer. Ms erster betrat ein t 7 j ä h r i g r r S ch ii s e r die Anklage- bank, der sich verdächtig gemacht ha», cirn 8. Fauuar an Zusammen. rottungen tcilgcnommcn und auf R cgier ungStruppen geschossen zu haben. Tie Verhandlung ergab, dah er sich am 7. Januar im NeichSlag für die NegierungStruppe hat a n- werben lassen, um gegen TsartakuS zu kämpfen, obwohl er nicht Soldat gewesen ist und sich den Gebrauch dcS Gewehrs erst hat er- klären lassen müssen. Für diese Betätigung slaatSerhallendcr Ge. sinn ng hat der junge Mann, der erst katholischer Priester werden wollte, eine dreiwöchentliche Untersuchungshast übe. sich ergehen lasten müsten. Tas Gericht ließ sich von seinU Schuldlosigkeit überzeugen und sprach ihn frei. Sodann erschien der Sludcnt der Rationalökonomie Hein- rich Appel: der zur Besahung de? MossegebäudeS(nicht des „Vo.wärts", w.: im gestrigen?lbendblatt irrlümlich gemeldet wurde) gehörte, um sich wegen Aufruhrs. LandfriedcnSbruch usw. vor dem Landgericht zu verantworten. Vor Eintrit! in die Ver- Handlung beantragt Nechlkamvalt Tr. Rosen sc Ib. einer der Verteidiger des Angeklagten. daS Verfahren einzustellen, da laut eines zwischen der Mossebe'etzung und der Regierung abge'chlosse» neu BerlragcS die BesatznnzSmannschafte» als Kriegs» gefangene zu betrachten sind und als solche nicht bestraft wer. den dürfen. Eventuell seien die Voltsbeauflraglen Ebert und 2 ch e i d e m a n n a!S Mitnnterzeichncr de? Schriftstückes zu laden. Dieser Antrag der Verteidigung wird abgelehnt. Der Angeklagte A p�i e l, Sohn eines evangelischen Geistlichen nnd ehemaliger KriegSsreiwillicer. legt nun die Motive dar, die ihn dazu bewogen, sich a» den Kä-wpfe» bei Moste zu beteili- ge». Als Sozialist auf. Grvnb wisscnschaf.licher Uebcrzeugung kam er in, Dezember ll)l8 im lvsetztcn Gebiet am Niederrhein mit belgischen und englischen Soldaten zusammen, die als Soziaiistcn die deutsche Resolution nur als Scheinrcvo» i u t i o n bezeichneten, so lange kompromittierte Persönlichleitea an der Spitze ständen. Ebenso hat der Almeklagte ans Ge» sprächen mit streikenden Bergarbeitern den Eindruck gewonnen, daß die Arbeit in dem Moment wieder aufgenemmen werden würde, sobald die Regierung ernstlich die S o z i a l i s i e r u n g der Bergwerke in Angriff nehmen würde. Rur die Liebe zum deu. scheu Volke und- das Jntereste. andere Männer an die Regie- rnnig zu bekommen, hat ihn bewogen, sich am 7. Januar abendS dem Berliner Polizeipräsidium zur Verfügung z» stellen, von wo aus er zu Moste geschickt wurde. Ihm kam eS nickt darauf a». mit der Waffe zu kämpfen, woran ihn ein Lungenleiden schon hinderte, sondern als Schreiber»nter der Besatzung für die II. S. P. Propaganda zu machen. Mit!4 Mann blieb er am Tage der Einnahme durch die Re- gieruugstruppen im Gebäude, um das vorhandene S a» i t ä t S- personal zu s ch ü tz e n, sind doch am Tage vorher zwei Sanitqter aus der Straße verhaftet und einer von ihnen von Re- gierungSsoldaten erschlagen worden. Der Angeklagte betont noch einmal, das; er nicht glaubte, Nch strafbar zu mache», da doch durch den Vertrag mit dem Be- fatznngskommandanten Drach die Besatzung al? kriegführende Macht anerkannt worden ist, indem der Vertrag eine Verteilung des Sicherheilsdiensics auf den angrenzenden Siraßen unter bei. den Parteien mit gleichen Rechten vorsah. Ve leidiger Tr. Rosen- seid fügte dem hinzu, daß der Ken, Mandant RoZkc durch Abschluß dieses Vertrages ein Teil seiner Macht an die Mossebesatzung ab. gab.— Der Antrag des Verteidigers Dr. Weinberg, die Kommandanten Roste uns Ä u h n t al» Zeugen zu laden, wird abgelehnt. Ter S'aatknnwaN hält in seiner Urleilsbcgründung cht-, Dclilte des Aufruhrs pp. für zweifellos festgestellt, auf die idcelen Beweggründe dgrf ei heute nicht ankommen, ebenso schalten politische Erwägungen hier aus. Er beantragt e i n Jahr Gefängnis. Verteidiger Dr. Rosenfeld: Man wird diesem Fall wenig ge recke, wenn man ihn auö dem großen wcldgcschichiliche» Rah» inen herausnimmt. Revolu. Ionen sing nicht in wenigen Monaten dsirchnisührcn, wir lüi-nen nicht heute schon, wo die liievolution noch nicht zum Abschluß gekommen ist, einem Man.n wie den An» geklaglen Appel mit juristischen Argumenten gerecht tveiden. E« liat dasselbe getan, waS andere vorher am S. November getan haben, indem sie Ebert»nd Sihridemann an die Spit>e gestellt haben. Der Verteidiger zieht dann geschicHliche Pornlsilen mit dem Prozeß von Karl Marx vor den Kölner GesckMorencn. Wie damals liegt der Kampf zwischen zwei St-aatSgewallen weder im Bereich des allgemeinen Reckts noch des S'rafrechtS. Rcvolii» tion bleibt Revolution, ob sie von einem Staatsmann gemacht wird oder von einem Kestclflickcr. Da der Belagerungszustand nicht verhängt war, war Roske vom streng juriftisckcen Standpunkt nicht befugt, das Mostegebäude zur Uebergabe zu zwingen. Tem Angeklagten fehlte Bewnßtsefn der RerbtSwidriateit. Di« llieoolutio» vom 9. Rovcniber nnkerscheidet sich von der am ll. Januar nur dednrch. daß erster« Erfolg hatte, letzter« nicht! der iso. I � Moabit werden vict zur Erhellung der poUtischcn Lage beitragen können. t Wie jetzt in Brem i hätte da-na,» durch Verstandlunz das Alu«» i&i "CN Verteidiger Dr. Weinberg: ITelKt die heute zur Vev Handlung stehender i'aden w cd mir die Gesthich'e ibr Urteil ab> geben können. Der Verteidiger gibt auch historische R«, niiniszenzen, die dazu ziviiigen. wegen Feh eng des subjektive» Tatbestandes den Anewklagten freizusprechen. Nachdem an ö. Januar die Gebäude besetzt wuroen, begannen schon an 8. Verhandlungen der revolutionären Lblewe mit der Re> gierung. Es ist n äst die Schuld des Angeklagten, daß sich di« Verhältnisse derart zugespitzt haben.— Das Gericht erkannt« nach� längerer Beratung auf ein Jahr Gefängnis unte> Anrechnung der 3 Wochen Un'ersuchungKhaft.— Der An'rag am Haftentlassung de» Angekiag'en— er ,st verheiratet, auf Grünt feines Lungenleidens 60 Prozent erwerbSnnfähig— wird grge» den Einspruch des Staatsanwaltes angenommen. Es kam dann der Fall des Heizer? Friedrich Böttge, aus Spandau zur Aburleilung. der wrae" derselben Aergehcv wie der Anzeklag'e Appel'zu v Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Er gchücte ebenfalls zur, MaAcbefatzung. Durch' die ZeugenauS'aze des Redakteurs Block vom„tperliner Tageblatt' wurde dokumenüert, daß die führenden Leule der MosscHefasiang trotz ihrer poliisschen Ansch,uu!»'>en anständige Menschen gewesen sind, di« nur von den edelsten Motiven gele'tet waren. Zum Schluß hasten sich Gebrüder Frick aus Lichtenberg gegenüber der An'lag« zu verantworten, sich nnbestig, einem bewaffneten Haufen angeschlossen zu haben. DaS Gericht er- kannte gegen Felie Frick auf 3 Monate, gegen Alfred Frick auf 0 Woche» Gefängnis. RechtSbeistand Tr. Boenheim darauf hingewiesen, daß eine Ver-i hastung nur durch das Gericht oder die Staatsanwaltschaft er- 1 folgen kösine, und daß da? hier angewandte Verfochren ungesetzlich sei. Von der Verhaftung wurde daraufhin vorläufig Atsttand ge- nomine». Beerfelde hat sich sofort te ritzten. Der Vorstand soll in dieser Sache bei der Regierung vorstellig werden. TeS weiteren wird beschlossen, in den verschiedenen größeren Städten des Reiches Ortsgruppen zu gründen und an die deiitschen Vertreter auf dem internationalen Sozi» alistenkongretz in Bern telegraphisch die Mitteilung von der Gründung de? Verbandes gelangen zu lassen und damit eine internationale Regelung der Schutzhastinteressen anzubahnen. Zum Schluß wird äuf die Propagandaversammlung am nächsten Sonntag im großen Saal der Philharmonie hingewiesen, zu der Herr Hauptmann Weber da» Reierat übernommen hat.— Tic neuen Räume de» BurcauS befinden sich setzt im Abgeordneten- hauS, Oftscite im Obergeschoß. Zimmer Nr. 45 und 4S. Vollsitzung der Soldalenräle des Garde-Korps. In Ausführung eineS Dcfchluffeö der Groß-Berlincr Solda- teuräle traten gestern im Sitzungssaal dcS Herrenhauses die Solda.enräle de? Garde Korps zu einer Vollsitzung zufamme». um die Wahl ciucS KorpSsoldatcnralS vorzunehmen. Es sind eliva ILV Tclegierle anwesend. Tie Notwendigkeit eines ordnnngS- gemäß gewählten Korvksoldatenrats sei, so führte einleitend N r e b d auS, insbesondere durch die neuesten Verordnungen de? KriegSministcrium dringend gelrorden. TaS ArmeevcrordnungSblatt hat dfe Wahl deS KorpSsoldaken- rat? auf den 10. d M. ausgeschrieben. Die Wahl soll durch die Mannschaften aller Tiuppcngaiiungcn erfolgen. Auch Lsfizierk seien wählbar. Nach langer Tebatle, in der befürwortet wurde. daß alle Waisenaa!!:"gen und auch daS Eani'RSpersonal und die Verwundeten iin Soldateiirat vertreten svin müßten, wurde .bcschlosfen, die Wahl sofort vorzunehmen um-ur Rcichskonfereuz De!c.g.ier!e en!s.eilpen-,i! inen. Der soll ans 7..Mit» gliedern besteben, sechs feien in der ä�nlchung der Soldatenräte und ein Mitglied vom Gein ralkon'.rnando zu wählen, das von einer spätere» Vcü'jitzliRg zu bestätigen se Gewählt wurden: Platte. Stöchtzl. Radccke. KrcbS. Teich mann und Da- nelta. als Clellvcrtretcr Stolt. Wiener und Albrecht. Tie beiden Vcriteler zur Reichtskoiiserenz ber Zenlralsoldaten- rate aller Armeekorps am 4. Februar, soll der ucugewähUe Sol- doienrat bestimme». ES enlspaun sich noch eine. Debatte über dw Regelirng der Kommandogewalt Stöchel teilte mit. das; auf Grund der er- lasicnen Versiigung ein Tivisionär, die Versetznng eines Vor- trauenSmannS angeordnet habe, wiwnrch dieser seiner Funktion verlustig ging. Krebs bemerkte, die Regierung habe er. klärt, kein Jota von der Verfügung über die Kommandogewalt abzulassen.(Große Unruhe-I E« wurde noch beschlossen, alle 14 Tage eine Vollsitzung abzuhalten Streik bei der Korsettsabrik Arnold Obersly. Die Arbeiter und Arbeiterinnen sowie das kaufmännisch an» gestellte Personal der. Firma Arnold Obersky, PolSdamer Str. 73, legten am Sviinabend, den 1. Februar, die Arbeit nieder. Die Veranlassung ist die völlig ungenügende Bezahlnng bes der Firma. Die wöchentlichen Turchschnitlslöhne betragen 3» Mk. Der Ver» band der Echi.eider. Schncidcriniie.i und Wäschearbeiter hat am 21. Januar an die Firiäa Fordernngen gestellt, �ie in der Haupt- suche folgende Bedingungei. entgalten: Atif sämtliche Akkordlöhne ist ei» Zlischlag von 25 Pr>.ze''t zu zahlen. Di, Arb>'iter und Arbeiterinnen sowie das kausmäunische Personal erhalten eine EntschnldiingSsuinine je nach- Dauer der Vcschäsligung bis zu 300 Mk." Auf diese bescheidenen.Forderungen bat die F>enra trotz wicderholtrr. Crsuchei'S wede� ichrifllich noch mündlich«ine Antwort gegeben. Ein Versuch, mit rhr am 1. Februar in Ver» handliingcn einzatreteu. scheiterte daran, daß Hcr»- Obersky'ich nicht sprechen ließ. E-- ist olso durch die Schuld der Firma dieser Streik nunmehr ausgebrochen und die Kollegen und Kolleginnen sowie das tauimäji»'>sche Personal beabsichtigen, ihre gerechte» Forderungen mit allein Nachdrr ck zu vertreten. Wir bitten das ko.ifende Publikum, d>e Streikenden zu unter- stütze». Auch die arbcilerirenndlichc» Blätter werden ersucht, v"» viescr Notiz Kc»»tiiis zu»ehiiic». Verband de» Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter ' TrutsrhIandS. Vcrban5 der Handlungsgehilfen. Sine Branchcuversammlung aller In der Metallindustric bc- chäsl gtr» Hobler. Bobrer. Sioher. Fräser, Stanzer. Prester, Ziehcr und dabei bescliastig'.cn A.beilcrlune». die außerordentlich stark besucht war. sand am Sonntag in den PhaniSsälen statt. Ter Branchenleiier Koll. T> r p i tz erstattete Bericht über die Ver» Handlungen mit den Unternehmern. Tupitz wies daraus hin. daß in der vorigen Versammlung jeder Kollege annahm, das; von selten der Unternehmer eiwa? mehr Entgegenkommen gezeigt würde, o« tten Verhandlungen mit den Unternehmern herrschte bei den letzteren ein Geist, der sich der jetzigen poalnchen Lage ganz an» paßt. Von den UnIernelMcrn wurde betont, daß Löhne von 2,00 M. bei Sievolverdrehern zu hoch>,se:cn und ihre endgültige Zu» sliinmung noch nicht gegeben sei. ES wurde die Beseitigung dt» Mehriilaschincnsystcms verlangt, um eine reibme Ausbeutung der Arbeiterschaft zu beseitigen: auch die» wurde kurzweg mit der-Be» griiiidung abgelehnt, daß gerade durch dieses«yitcm Teutschland anderen Ländern gegenüber m Äe Höhe! gekommen lei. Ferner .vurbe verlangt, daß Anlornungen an Mchchinen nur dann vorge- uoinuren werde» dürjen, wenn lein acbeilsrojec Maichinxnarbeiter mehr aus dem Arbeitsnachweis vorhanden ist. Auch dagezwn wandten sich die Unternebmer, diesen PasinS mit in den Vertrag hineinzunehmcn. Betreffs der Lohnaufbesserung derjenigen Kollegen, die die Akkordbtisis von 2,70 M. b�w. 2,00 M. nicht haben, die 10 Prozent fallen zu lassen, konnte ebenfalls die Zustimmung der Arbeitgeber nicht finden. Nur in einem Punkte ge- lang es der Verhandlungskommission, etwas Positives her- auszuholen, daß bei Beschäftigung in Lohn nicht 15 Pro- zent. sondern 5 Prozent in Abzug gebrächt werden. Kols. Tirpitz vcrlaS dann noch eine Notiz des„Neulöllner Toge- blntteS", in der eS heißt:.Abban der Lohne: Die Fnnktio- näre Und Arbeiterräte der sozialdemokratischen Mehrheitspartci bescl)lossen nach einer Besprechung über die wirtschaftliche.Lage folgende Resolution: Wenn unsere Industrie und das ganze Ge- schäitSIeben wieder in geordneten Gang kommen sollen,»st eS in erster Linie novvrndig, die Arbeitslöhne so abzubauen, daß sie den Löhnen der mit»nS konkurrierenden Länder entspreäten, um so der deutschen Industrie die Konkurrenz auf dem Weltmärkte zu errnög- lichen. Gleichjeitig mästen aber auch die Preise der uotwendigcn LebenSmillcl und Gebrauchsartitel so herabgesetzt Werden, wie sie der Lage auf dein Weltmärkte entsprechen. Die Versammlung erklärt, daß sie die Regierung, zu der sie volle? Vertrauen hat, auf diesem Wege vorwärtStrciben will, um so schnell als möglich zu geordnete» Zuständen zu kontmcn" Kall. Tirpitz bemerkte dazu, daß gerade die hohen Lebensmittelpreise die Steigerung der Löhne herat'.fbcschworen haben, und das; gerade in letzter Zeit nichts getan wird, der Steigerung der Lebcnk-mittelpveise Einhalt zu bieten. Nach rcifl!cl)er Prüfung der Lage sei die' Branchen. kom Mission dazu gekommen, weil ein Teil der Kollegen noch weniger verdiene,«IS das Lohnabkommen vorsehe, dieses anzu- nehmen, da eS sa nur niit einer Kündigungsfrist von 14 Tagen lanfe. Anders sehe es mit dem Kollektivvertrag aus. der noch viele Mängel enthalte und nur halbjährlich mit Zustimmung der OrtSve�waltung zu kündigen ist. Do die oberste Instanz der Der- liner Arlwiterschast. die Generalversammlung, den Kollektivvertrag abgelehnt hat. soll die Versammlung darüber entsäeiden, ob die Branche für sich allein einen Vertrag abschließen will.— An der Diskussion beledigten sich zahlreichc Kollegen, so daß die Redezeit auf fünf Minute» beschränlt werden muhle. Von den meisten Rednern wurde da? Verhalten der OrganisaiionSvorstände ge- gciszelt, die sich an die hcntige Pohtik der Regierung anlehnen und iinn.cr mehr der Reaktion die Macht in die Säiide spielen. Durch daS neue Abkommen wurden viel« Betriebe schlechtere Lohn- nnd ÄrbeilSbedingungen erhalten. Von der Firma Beil gab ein Redner bekaunt, dieselbe entlasse ihre Leute und wolle dieselben mit geringeren Löhnen wieder einstellen. Wer sich dieser nncr- hörten Zumutung nicht fügt, erhält die für die Arbeitslosen- unlerstntzuug erforderlichen Papiere nicht. Es wurde«euch hervor« gehoben, daß nicht die Arbesterschaft allein schuld daran sei, sondern das; lei einigermaßen gutem Willen die llnternehmer viel dazu beitragen können, die jetzige schlechte Lag« zu verbessern, aber letzten Endes soll den Arbeltern alles aufgehalst werden. Scharsc Kritik wurde gegen daS Vorhaben, die Arbeitslosen alS Kanonen- fntter für die Ost front zu acbrauchen(laut Bericht der„A. Z. am Mstiag") geübt. Ingen zwei Anträge vor, t. die gesamte Vorlage abzulehnen, 2. der Antrag der Kommission, den Lohn- vertrag anznnehinen. Die Abstiinmung ergab Annahme deS Kam- rnissionsvorWageS gegen eine Stimme. Znm Schluß tvieS der Kall. Tirpitz darauf hin, daß nur durch einen festen Ziua>mmenschluß der Branche zu in gewünsäien Ziele zu kommen sei.— Zum Punk! Verschiedenes bemerkte ein Redner, daß man bei Besetzung der Posten nur solchen Kollegen sein« Stimme gaben soll, die eine klare politische Stellung einnehmen.— Zum Schluß wurde das Verhalten der Ullsteinpreste gebrandmarkt, die die Arbeitslosen in jeder Weise in den Schmutz zu ziehen suche. Ausgabe denkender Arbeiter sei eS, eine Presse zu lesen, die die'Interessen der Arbeiterschaft in weitestgehender Weise vertritt, ucud dafür Pro. pazmuda M. ma�?n....— ■v-V— rWTa' Groß-Serlik. J Zur Eingemeindunq. Die Gemeindevertretung von Bcrlin-Roseulhal hat sich ein- stimmig für die schleunige Eingemeindung nach Berlin auSge- sprocheii und den Magistrat Berlin ersucht, das Einverständnis der Stadtgcmeind« und das Weitere herbeizuführen. Der Wunsch der Gemeinde Derlin-Rosenihal ist auf Tatsachen begründet, die die engen Beziehungen dieser Gemeinde zur Stadtgemeindc Berlin er- weisen. Tic städtische Straßenbahn, die einzige Verbindung, ver- kehrt von der Mittclstraße über den EutöHof und vorbei am Rosen- thaler Verwaltungsgebäude nach dem Bahnhof Rosenthal. Auch untcrstehcn der dorligen Amtsverwaltung die städtischen Güter Rosenthal Und Blankenfelde. Die Kinder aus diesen Gutsbezirken besuchen die guten Schulen von Rosenthal, daS auch Yen Berlin an» kanalisiert ist. Der KanalisalionSvertrag ist selten» der Stadt? Berlin vor dem Jahre 104l nicht kündbar. Der Voranschlag von 1018 schließt mit einer Mehreinnahme von 300 000 M. ab, waS in Verbindung mit dem Besitz eines eigenen Wasserwerkes und eines wertvollen KleinsicdlUUgSgeländeS die günstige wirtschaftliche Lage von Derlin-Rosenihal erkennen läßt. Sie wird erhöht durch die für Jndustriezwecke besonders günstig angelegten Bahnanschlüsse. Achtung? Soldatenräle II. S. P. D. Tie Saldatenräte Groß-VcrlinS, die auf dein Vöde» der N. S. P. D. stehen, werden gebeten, am Donnerstag, den 6. Februar, nachmittags S�lUjv, z» einer Sitzung im Ab- geovdnetenhavS. Zimmer 1". S» erscheinen. Reinhard, das„Mädchen für alles". DaS FreiwilligenkorpS Reinhard soll nach einer Erklärung der Regierung in Berlin bleiben, um für gliche und Ordnung zu sorgen. Ter Herr Oberst mischt sich aber auch m Dinge, die gar uichiö mit der Äusrechterbasti.ng von Ruhe und Ordnung zn tun haben, im Gegenteil, die Ruhe nnv Ordnung kann nur durch sölches Anstreie» gestört werden. Ein Leser der»Freiheit" teist u»S folgerte» Kcicgiilückrixn des Obersten Neinh.ird mit: Beim KriegSbetleiViingSamt de» Gardekorps wird betaniillich gestreikt. Montag naeiTmiliog um V>3 Uhr erschienen plötzlich von der Ka- ferne deS 4. Garde-ZtegimentS i» Alt-Moabit l>cr Reinhapbsche Truppen und besetzten da» Veklcidun aSamt. Ter Vorstand des A.» und S.-RolS proteftierle, jedoch ohne Erfolg. Der Vorstand begab sich darauf znmi L berst Lk«i»hard selbst, der nun fürchtet- lich auf den Soldaten�at. der e» chnr besonder» angelau haben muß, schimpft«. Auch gab er seiner Ver>vuii,derung Ausdruck, daß der A.» und S.-Rat wie mich die Arbeiter sein« Soldaten nicht Ebenfalls al» Volksgenossen betrachten.(Wie naiv!) Nebenbei bemerkt, /befinden.sich beim BekleiviuigSamt schon Wochmann- schaften in der Zahl von 250 Mann. Ein Offizier sowie Oberst Reinhard selbst äußerlon. diese Mannschaften sollten entlassen werden. Es wurr-r schließftch vereinbart, daß die Wachtposten pucitotiisch besetz, norden. Ob den alten Wachmaiirochaften dabei behaglich zumute sein wird, neben drei bis an die Zähne bewaffneten Reuchard-Gardjflen Posten zu stehen, ist sehr frag- lich. In den Kreisen der Arbefter ist die Frage mifgetamht. emf wessen Veranlas ung L Herst Reinhard sich auch in aincn Streik misilit, der in größter Ruhe und Ordnung vor sich geht. Auch wir jrasu»: Muß de im joc«während �rovo�iert werden? Und ij» denn Oberst Remharv mit seiner Truppe wwir bestssmm?,<» Berlin alS»Mädchen für alles" zu dienen? Die Einigungssrage. Am Sonntag fand im Zirkus Busch eine von etwa 4000 Pev» sonen besuchte Betriebsversammlung der im AEG.-Werk Brunnen» siraße beschäftigten Angestellten und Arbeiter statt, um zu der Einigungssrage Stellung zu nehmen. Ais Reserenten waren vor« gesehen Heilinann von der S. P.D. und Vogtherr von der U S. P.D. Da Heiluiann am Erscheinen verhindert war, übernah« V o g t h e r r allein das Referat. In längeren Ausführungen legte er dar, daß eine Einlguntz d?S Proletariats notwendig sei, a» eine solche von Organisation zu Organisalion aber nicht gedacht werden könne, da von der Gegenseite eine zielklare sozialistische Politik auf Grund des Er- surter Programms nicht betrieben wird. Rrdncr führte weiter ans, daß das Abweichen von den Beschlüssen der internationalen Kongresse und die Politik des Turchhaltens und dcS Burgsrieden» zu Ansang deS Kriege? zur SpaUung der Partei führte. Durch die gegenwärtige Gewaltpolitik würde unsere Republik dem Bürgerlum und die Arbeiterschaft seinen Ausbeutern wieder auS» geliefert. Redner schloß mit einem Appell au die gesamt« Ar» beiterschaft zum Kampf gegen die Konterrevolution. Im Verlauf seines Vortrages fand Genosse Vogtherr wieder- holte Zustimmung. Rur al? er die letzten Vorkommnisse streifte» machte sich ein gewisser Widerspruch bemerkbar, der sich aber schnell wieder legte. Folgende vom Referenten vorgelegte Resolution fand ein» stimmige Annahme:> »Die Versammlung erklärt: Ilm die Ziele der Revolution ganz zu erreichen und zu sicher», und um insbesondere die sozialistische Republik zu schaffen und zu befestigen, ist die politische Einigung der Arbeiterklasse unbedingt erforderlich. Diese Einigung muß die Gleickcheit deS Ziels und der Mittel, d. h. eine von echt sozialistischem Geist getragene selbständige proletarische Politik zur Vo>raussetzung haben. Ter Klassenkampf, den die Arbciterklassl gerade jetzt gegen da? Bürgertum auSzusechkeu hat, verbietet jede» Paktieren mit der bürgerlichen Klasse, die die erbitterte Gegnerin der sozialistischen Gesellschaft ist. Das klassenbewußte Proletariat wird sich als stark genug erweisen, die sozialistische Gesellschaft selbst aufzubauen und so daSWohl der Gesamtheit zu begründen» wenn es sich unter dem Banner einer Politik.vereinigt, di« de« Sinn und Ziel dör Üievoluliou entspricht. Die jetzige Politik der Gewalt oder des Kompromisses ist anti» sozialistisch und revokutionLseindlich. Die Ausgabe dieser Pelitlk ist die wichtigste Vorbedingung der Einigung deS sozialisiische» Proletariats und des Sieges der iszinlistischen Revolution." Ferner wurde ebenfalls einstimmig dem Protest zugestimmt» der ro» der Generalversammlung des ö. Wahlkreises gegen d!« Verhastuiig dcS Genosse» Lcdcbmir und anderer Genossen, sowi« gegen die Behandlung dieser Gefangenen eingelegt worden ist. Zur besonderen Verschönerung der Versammlung hatte noch ein Sängerchor beigetragen, bestehend aus de» Vereinen»Neu- Erwacht",»Nord" nnd„Liederwfel Lbcr-Schöneweide"(M. d A.» T.-B.). Unter Leitung des Dirigenten Herrn Herz trug der Ebor mehrere stimmungsvolle Lieder vor, die ebenfalls großen Beifall fanden. Zur Emiqunsisfrasie. Die von Mitgliedern der S. P. D. und der Tl. S. P.®i gegründete Zegiralstelle für die Einigung der Sozialdemokratje bält ihre crstS öfwntliche Versammlung am Mittwoch, den 5. Februar, abcndS 7 Uhr, in dpr Aula des Soohien-Gymnasiumz, Weinmeisterstraße 15, ab. Redner sind die Genossen Redakteur Richard Bernstein(S. P. D.) und Dr. S. Resiriepke lll. S. P. D.) Tie Tagesordnung lautet: Die Nstwer.dlglkelt«>" �'eit der Vereinigung der Sozialdemokratie. �§siy �rakl-st pan Mir werlwn um Verösfentlichung folgender Resolution g«» beten: ..Di« am 5. Februar IZlS von zirka 2000 Arbeitern besacht« Betriebsversammlung der Deutschen Waffen» und Munitionsfabriken, Abt. Kugellager, erhebt hiermit schärf st en Protest gegen die Schließung de» Be- triebe? wegen Kohlenmangel und erwartet von der Direktion sowie der Kohlcnstelle Groß-Derlin, daß alle Schriitc getan wer- den. die Firma so schnell wie möglich mit Kohlen zu versorgen, da nach Aussage der Direltion das Werk soviel Aufträge hat, um drei Schichten ä 8 Stunden arbeiten zu lassen. Nur dadurch, daß alle Instanzen bestrebt sind, so schnell wie möglich Kohlen zu liefern können diese 2000 arbeitSivilligeu Arbeiter den ArbeA»» lojenmarkt von Groß-Dcrlin entlasten. Wenn mgn die zwanzig Eisenbahnzüge, welche die Regle- r»»g zum Transport von Truppen nach Bremen benutzen ließ, zum Transport für Kohlen verwandt hätte, dann hätfe die Regierung nach Ansicht der Versammelten eine größere soziale Tat damit vollbracht." Ans dm LrganMo!?m. Erller Kreis. Dienstag, den 4. Februar, abend»(PA ITH* im Goldenen Löwen. Jndepslraße 55, Außerordentlich« K r e> s-G e n e ro! v e r s a in m l u n g. Tagesordnung: l. Slel- Innguahme zur Wlad!vcrardiielenw"hl', 2. Ausstellung der Kandi- daten: 3. Wahl der Delegieilen für die VerbandS-Aerieralver- simimlung. Mitgliedsbuch als Legitimation mitbringen. Lierler Kreis. Mittwoch, den 4. Februar, E tra Zahl- a b e u d in den belanutc» Lolaicn. Adlershof. Mittwoch, den 5. Februar, abends 7 lkhr, im Lokals Kaul, BiSmarckilraße, außerordentliche General» Versammlung. Tagesordnung: 1. Die bevorstehende Ge- meindcvertrcterwahl, Referent: Genosse Fritz Zubcil: 2. Aufstellung der Kandidaten: 3. Bericht von der KrciSgencralversatUM' lnngi 4� Verschiedenes/ Friedrichsfelde und K»rlShorst. Mittwoch, den 5. Februar, abends 7 Uhr: G c m e i n s a m- r Zahl abend in Steicr« Waldschlößchen, Tresckvio-ANe. Lv. Tagesordnung: Stellungnahme tn den Geineindeivahlen; Gemeinsame Ausstellung der Aandi- datcnliste. Mitgliedsbuch tegilimiert. Pankow. DiciiSwg. den 4. Februar, abends 0 Uhr, Funk- > i o n(i r- K o n f». r e a z bei Gaßmaun, Kreuzstraße 14.— Mittwoch, den 5. Februar, abends 7 Uhr, Extra-Zahlabend m alle» Gruppen. Tagesordnung: Stelluiig�ahme zu de« Gemeindcwahwn. FrederSdorf-PeterShagen. Dienstag, den 4. Februar, abend» 7 Uhr, M i t g I i e d e r v e r s a m m l»« g bei Weiß, Fredersdorf. Stellungnahme zur Gcmeindevertrclerwahi. Ans alier Veit. Schweres Eisenbahnunglück in Offenbach. Am Bahnbof Osfenbach am B'ain ereignete sich Montag vor« mittag ein schweres Eisenbahnunglück. Ein au« Dietzenbach kommender Z u a f u h r in einen ti a I t e n d e n P c r s o n e n- zng aus Tarmstoidt hinein, wodurch sieben Wagen ineinander- geschoben wurden.� Zwei Personen wurden getötet, zehn schwer, sechzehn leicht verletzt. Ter Materialschaden ist be!rächtli., SchiüdAUödftUUU Theater und tferjniijungen. VolHsLOhne. Är Direktion Wilhelm Kayssler. 7� Uhr: Luther OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOACOOOOOOOCOOOOOOOOOOOO( Opernhaus 7 Uhr: �In Miigkenball. SctiflusDiiliiaus 7 Uhr;(lesnenster. Direktion MaxRemhardt Deutsrltss Theater 7 Uhr: VBd d. Köaiggrätrer Str. 7S Uhr MCSlh Komödienhaus Schitfbaucrdamm 25. D. d. Neuen W lhclmstr. 7i Uhr: Die tanzende Nymphe. Berliner Theater 71 Uhr; Sterne, die wleJi r leuchten. Lessing-Taeater ! Direkt Viktor Barnowsky. 7 Uhr: Der Könhr. Mittwoch: Der Scli5pfer. Donnc stag; Der Köntsr. Deutsches Künsüer-Theat Allabendfich 7� Uhr: 1 Haditbeleuctitang Tb. d. FriedricttsM TSjlich 7V, Uhr: Drei td e Tage Trianon-Tahater Bhf.Friedrichstr Ztr. 4927, 2391 7v uhr; Bei- gute Bul Von Hermann Sudermonn. Btsaeaa-xaMter TSElieh 7V Uhr; 1 Das heitere Le,,en. Von Hermahn Siidermann. Central- 1 heater. Tvuhr Uie Rose von Siamhul ÖCiiseh.O ematas Chanotteaa. 7 uhr; Der Z�euneruaron. tri-dnch-Wiilie ms:. ThalterT 7» Uhr: Hanne rl. i Das uteimä�ihaus. 'ir"~ Ktdiues Taeater. in uhr; Tabula rasa. Komiscne Oper. !nu»tr:SCiiwar;w.ir(lrrädel. Lustspieiiiaus. nuhrüiespdnisciieF.ie�e Mciropo.-laeaißr. 7» uhr; Die Fsscninffsläe, ! Neues Opci exienrtaus. jSchinbaucrUonira 4a NordeniSt 1 Täglich abends 7 Uhr: i Diu keusche tiusagae. Hierauf Ballet Charell. Neue Tänie. 2. und 9., nach-n. 3h Uhr; Der soldat der Marie. i'elastvt iicaier. n Uhr: Uie Im bchacten leben. Sibi.tu Tue•..1Ct1ar.01re1.hu: x � uhr- Hamlet I limiia- Theater n uhr: Poi.iisc.iei/ifisclialt. Tu euer am inoiaaUorip an. 7 uhr: Der Jusbaron. Tlieaiec ues Westens. n unr: Did lustige Wüwo Sbd.aU.r:*3Chenbr/, Uhr, wt galdeucn Wl»cn. 3ii. cr.ftrnfec 66. Zaaccorbituna: 1. CtriTunnnnfmt jnt einhtrcroihniic: tuolSl. 2. stus ciiun' her SlnnMhnlcit. t. tJnfii der Tclralrncn f. d SScrbonS'>®ciitr r»«r(flmminit(|. Mhg»ed«b«ch als aeahitnotton mhbr«acn. act Worfinnb. I.«.: 8t i cd c. --------- II. S. P. sr-nkökl». Heilte airn»t<>a, den 4., nbeith« 0 Uhr: Mi«alieve,-Virsammlung In dm Valtnge-Zelttä'en. Scrnitrnnc. X a Ii c 5 o r h n u n«: 1. StcITmttintibiue.in heu ßciuraunalroohten. 2.«ufitciiimfl der ffanblhQtcn.__ 3. T«:»«»»>.■ KltnllcMbiub tcflfHmlert. IZahlmchc Erschciuni mentttt®cr vorltnnd. > ,30000000000000000000 ooooooooooooooooocoooooooo der Sozialist (früher Sozialistische AuslandspoIItlk) Unabhängige sozialdemokratische Wochenscbrifl Herausgegeben von Dr. Rud. Breitscheid Unter ständiger Mitwirkung von: Ed. Bernstein, M. Biock, H. Heese, K.Kautsky, H. Stein, H.StröbeUa. Jlioiiiieicnl»leilellMidi 5.-JI BnbnMNK! WM,»» Destctluneen lind bei der nächsten Postanstalt oder bei den Spediteuren und lo der Hxpedition der«Preineit", Berlin NW 6. Schiffbaucrdatnm 19, IV, Cenrnlllihe(BoHöcrloninitnnfl aller aasiwirtlchaiilicheu Uiiaeltclliea Berlin» Kellner Köche Hilfspersonal erldielnt»eIT»3bHa r.m«ititwoch. dm 6. ffrbntftt 1011), pünktlich VH Uhr»ormitlan». Im Mustkcrverriudhau«. Jt«i|«viiSil(Klu>'Siro6e. 3 Mmutm vom ztlqa Uderpia». TaaeLordnung: Jnieressanfe Enihüllunien des Genoflen Ritter üdert Tie Schuld am Kriege. Freie AuS'pra.te. To» Propagaiidalomltee der kUrstwiridgehUlen fU.E.P.D.) I. A: LZ.,»er. u. S. v. ebarlsttenburfl. ivfiiiwoch, de« S. Fchruar. abeiid» 7', Uhr ?lußeroröentt!cher Zahlabenü in alle» Slruppeil mit beseiide» wlchtiorr Xu-cdordi unn- Da»«richeineu aller»ur.86, Theten, ituis r-7,ricdrid>>Ttrapc 46 h. sttplkdhuii», Sichfie'hai.e. stichuert, �ejen riu.crstruue 11» Xhiinaik, Ntlciandstcade 4. Lahmuitit, Ätt:e:.dcigp.ut> 3. Ter Borstand. 2. S. 4. 6. e. 7. 8. Mittwoch, den 5. ttcbruor. adcnd« 7 Uhr pünkilich ! iu der»Ulla de« Tophie»>(3>i»mas>»m». Wiiiimeipersrr. 16, Große össenll. Versammlung Tubesordnung: Die Notwendigkeit unS Möglichkeit Ser Vereinigung üer Sozialdemokratie. Hauptr.dnrr: Rcdukterr Richard Bernstein,(S.P.D.) Dr.«. Restrieple,(U.£ P.D.) Jreie Aussprächet gum zuhlre.chen feiurf) tobet(reu:ti M)|t ein I. JI. de» Sorüondc»■ Sduard Bernstct» u. Pani echindler, Po ststei de. Bekanntmachung betreffend Einreichung von 144 Wahlvorschlägen s2i die Neuwahlen zur Stadlverordnctenvev sammlung in Berlin. ifuf G und der Verordnung Über di« anderweld Regelung dee Demeindewohlrechi» vom 24. Ianuw 1919 ist der Termin für di? N-uwohlen zur Stadt oerorbnelenversammlung in Berlin aus Sonnlag, den 23.»ebruac d. von vormitiag» 9 bis nachmitiogr 8 Uhr, festgesetzt. Für di« Vornahme dieser erstmalig staltfintenden Wahlen ist di« Wahlordnung für die ve.fassunggsbend« preutzische Lanbesrersammluna mit der Mahgabc an- zuwenden, datz an Stelle des Wahlltommissars der in den Gemstndcverogdnui'gen festgesetzte Äahl"orsta!td irill. Bei den erstmaligen Wahlen sind die Wüh!er> listen zur preuhischen Lvndesrersammlunfl zu ver- wenden. Die Mtiplieder der Ecm-indsrcrt'.eluni'.. n werden in allgemeinen, unmiltelbaren und geheimen Wahlen na» den Grundsätzen der Verhäliniaivahl ge- wählt. Jeder Wähler Hai eine Stimme. Wahlberechtigt und wählbar sind all« im Besitz« der deutschen Roichsangchörigk-it besind- lichen Männer und Frauen, welche da- 29. Lebensjahr vottendel haben und im Besitze der bütgeilichen Ehten- rech!« sind. �._ Bon der Ausübung des Wahlrechts ausgeschlossrn istl 1. wer entmündigt ist o.er unter vorläuliger Bor- mundschast steht, Z. wer insolge eines rechtskräftigen Urteils de» bü gsrlichon Ehrenrechte ermangelt. Es sind 144 Stadtverordnete zu wählen. Die Stadl Berlin bildet sü: die Wahlen einen Dahtkreis. Di« Wahlberechtigten werden hierdurch aufgssordert, die Dchlvorschläge an das Wahldu eau des Magistrats, Stralauer Straße 4!/45, I. Berlin E.!l bis spätestens IK. Februar ISIS zur Prüfung und zur össentlichon Dcltannlgabs der zu- g-loffsnen Wahlvorsd'läge einzureichen. Verspäte! eingereichte Wahl vorschlage finden kein« Berücksichtigung. Die WahlvorsSdäg« müssen von mindestens 100 im Wahlkreis« zur Aus» Übung der Wahl derechügien Personen unte-etchnel sein. Die Unterzeichner sollen ihren Unterschrtsicn d!« Angabe ihres Tsruses oder Standes und ihrer Woh> nung beifügen. Gleichzeitig mit den Wahloorfchläaeil sind Bescheinigungen d»r Gemeindebehörden sWahI- bureau des Mogistrats) vorzulegen, dah die Unter» Zeichner in die Wählerliste aufoenommen wo den sind. Die Wahloorlchläge dürfen nicht mebr als 144 Namen enthalten. In den Wahlvorschlägen sollen die Be- werber mit Ruf- und Familiennamen ausgeführt und ihr Stand oder ihr Beruf sowie ihr Wohnort so detti» tich ongeoedcn werden, datz über ihr« Persünliclche» kein Zweifel besteht. Sie sind in erkennbarer Reihen- folge aufzuführen. Bon jedem rorgcschlagenen Bewerber Ist eine Er» Klärung über seine Zustimmung zu: Ausnahme in den Wohlvorschlog anzuschlietzen. In der Stadl Be'lin darf der Bewerber nur einmal vorgeschlagen werden. Mehrere Wahlvorschläpe können miteinander ver« banden werben. Die Lterbindr-ng mutz von den Unterzeichnern der beireffenden Wahlvorschlüge oder ihren Bevollmüchliglen lldereinttumnend spätesten» am 10. Feb uar 1919 bei mir schriftlich erklär! werben. Derbundene Wahlvorschliige können nur p e« melnschastlich zurückgenommen werden. DI«. verbundenen Wahl'orfchläge gelten den anderen Wahl� Vorschlägen gegenüber al- e n Wa-ltlror schlag. Jeder Waltlnortchlag da- nur einer Gruppe verbundenen Wchlvorschlaz angehören. MMM illltlt» Lebrenztr. SZ-ZO vir. Alex ürzun». Albe Rolh Homo A Fernand| lanzlss?— Dugscn Gyigyl-Konzerle Vorzügliche Küche. a Apollo Friedr chsiraCe 218. Dir.: James Klein. 7�, Sonntags S'-j und 7\\ j Ein Iliealer-Erelgnlsl Persönl. Auftreten| 1 d. wehberühmt» Kompon. I GILBERl I sowie ein großes Varietö-Programm. ura Kleine Anzelsen 3 39 Boienfmn sucht Spedition PattJ, Lanftu äiraße 16. Botenfrauen für d e Freiheit stellt ein Spsdlticn UmM Barlscb, Friedrich-Wilhelm-Straße 80. • Hol parL Oberscbcribanm Ahi nncincnt'« aiii die„Freiheit* nimmt Rc.iid®, Berliner Straße 93, an. sucht EM«!!, lifllsslr. 10, auch lür Stralau. Tücntige Boien[rai;en ftt�diCtMFr«s!ieUM sucht Vietz, Raumcrstr. 35. Zeüün's- Mlklizetinneii werden ti gestellt in der Fxaedi ion der..Frei- heil", Ltcrlin N vV 6, Scliifthacerdamra 19, 4 Treppen. ArelillZeretntg.d Zkaprzlerer «Icrltn» n d llmgrarnd lZ!ii»dt!alls:eu>. Tüjftjicrkr-Nkrsilmiillunz lim 3 nnnrrstog d ß. Febr., ouerbs 7 lllit tut xunm, zeriisalcmer-.trade«3/�4. HJoittuii des®eii. Verlhold Eutin. 1. Sojl.i.brmotrate und Sijiu dital:»»««. 2. Frei«neiprnch«. «äste ivlNtoiiimen. BoLsnfi'suen worden iPton tluflifi llt. tutorlc TSring, Ottilu W, ßletumcj. ratze-u,«. pari. Eoieniidüen sticht Spedltion Tliorn- seiier. Lübecker Snaße 44. Z Botenfrauen zum Austragen der„Frsllivlt" verlnngt HackbatUi, Micba- clkirchp.'atz 2. Botenfrunen sucht Schulz, Friedenau, RlieinstraÖe 5!. Bots�fruiEen verlangt Biänki©, ßoppsi rasse!. PSattna Gramm 10 Mk. Znhng-bisse, (ioiu kauft fau Link«. ßlücLcr«3�3 4L. Als Opfer der Revolution starb am I. Febr., mit ogs| ! 2 Uhr. von einer Kugel tödlich verwundet, mein lieber Mann, unser guter| I Sohn, üruder u. Schwa- i ger, der Schlo ser Jöbannas Knüppal] 1 m fast vollendeten 27. 1 i Lebensiahre. Dies zei- I gen tiefbetrübt an vis IrauEf.'d««in!# UieHre» Bertha Knüppel u. Sr>hn.| Luise Knüp»ei Iis Ilaüw. i Die Beerdigung wird, [ noch näher bekanntge- j • n. Allen Teilnehmern, i nsbesondere den A bc.-\ tern der Rahn enmacher- Branche, an de«" Deisel- j zimg meines lieben, un-; j vergeBliclicu Gatten, i welcher durch Mörder-! i band so Jäb vo" meiner �eite gerissen W irde.\ und für die reichlichen Kranzspenden sage ich' 1 hierdurch meinen herz- lichsien Dank. {icrlln. Wattstr. 15. Wwe Luise Merx verwUw, Raaoo, geb. Forsch. toz!a!demvttÄ!'chee MDccein S. K.els (II. z. P. a.) Donnerstag, de» 0. smnnr, abend«>/,? Uhr: Acherotden l. Generalversaminlmig Mnftlerläle. tlat cr-WItHelm-Ctrutzi 31. TageSorinuiiq: I. gtsrlletznnii dcrTiiiuIswil.«»»»art.tmg.- Wetild r Dcto'lerten. 2. Eteltimgnabme.-»r ,2 tnouerse.»cl.uwo.HI. 8t e t e 1 1 n i: guat- vffet uetve Tl. H. Wetzl. g. Aua clluiifl von s,.iiit>i»lcil j.ir®(iidnjtt.-rtiictcui»nr'l. Pliuknlchci und joljivclchcs ilrilhclucu der u tigilcdcr dringend crioreerüch. Ter Vollland. von In jedem Wahlvo schiaast lall ein BerlrouensntdNt« hkZ.eich.nej werden, der AD tzvf unterzeichneten Kommissar zur Nilcknr-Hms 1-r. Wahl- oorschlagez sowie zur Abgabe und Nücknohme ran Beldlndungae- Klärungen bevollmächtigt ist. In der- selben W-ise Kann ein Clellverlreier bes Ber- trousnsmannes bezeichnet werden. Fehlt die. Bezeichnung des Be-l aucnsinannes, fa gilt der ersts Unterzeichner als solcher. Berlin, den 3. Februar 1019. Der Kztnm!lfa? des Wagistrals. L o e h n i n g, Stadl.ar. Zeniralvere'n Her Blidlinuer Dentscliiands s?" l?Ä Vekanntwachung belreffend die Vahten zur verfassungqebsnben drutschen Nationalversammlung in Berlin. Der zum Abgeordneten für bi« versassunggeb. nb« beulschs Ration'lversaminlung lür d:n DahIK ei, Berlin gewählte SiaatsfeKrelLr Bhiligp Gcheidemann hat die Wahl abgelehnt. Der Wrhlausjchutz hat in der heutigen Sitzung den Minisier Eugen E nst al, den gemätz Z 21 des Riich>ivahla.'s»tzsz an Scheibe. manne Stelle aing-j�clenen Ersatzmann nach ier durch Vri-wa'tilnsrsslette Uenin. Am rrcllab den 7. r.bruar 1919, abends 7 Uhr, im Cawcrlt- leli.itsbsus. Saal 10: VeillaUMinMö. Ve sair.miung der Hclzbranche 1 auesordnung: I. Unser 6-Stundenfag. 2. Werks auangelegeuhcitefu 3. Verschieden'. s. Jede Werkstatt muB vertreten sein. Die ürairchen-KoninilssYon. Achtung! Die Versammlung kann erst am Freitag, den 7. Februar, stallenden. Achiung! FreiheU-Lp ditsure. Ach unz! 'Nerjclnunl'ung am?ouu b'Nd. den abend» 7 Uhr, im Lokal von lLStriing, Prenjtauer Siriiie 2U. Da qr«» rdnnng: Recht« und Pstta len der Tpeeiicure. Oro.utuliiou und vcri' tedcuc». Dil islwltokctt der Tegc ordimiiz crsordert d.;« pllnlMche Er» scheine» sSmltuuer Speducnrc. Zreie �ugenö� Groß-Serl.n. Die St'eie» Genossen der Gruppe O»cn und Petersburger bleuet werden zu einer zwangloien Alis prad.e am Mitlrooch, den ö ti. Dil«. abeuds 7k Ulir tm Jugend Heu» 4.e.cr» urger siiuhk 39 Ecke ziochhaiiust age, eiuaeiadeii. iuenosieu und Geuaitiiiue» der audere» Bettle sii.d herzlichst willlommeu. Achtung CharlsZlenburg! Die Spcdifien der Freiheit' befindet sich lVallstraße 68 bei Lorenz. Die Tribüne Ist wehrend der ttanzki, Kriegödaner verboten gclvesc». Man lese in der haute erscheinenden Nr. 3 den Leltnrt'.iel: Leb! Ttosfl tux würg oder ist sls lot? von ldarl Twuridr. Pr»is 10 Vsg. Verlan de? Tribstnr wertlu IjW-, Situuinftc. 86. folge festgestellt. Dies bring« ich hiermit zur Lsfrntlichep Kcnnlni«, Berlin, den 3. Februar 1919. Der Wahlt-rmmMe für den Wahlkreis Beriin für die Wahlen zur ver- fassunggebenden deutschen Natzanalrelsainwlung. L o e h n l n g. Siadlral. Aeliillnx! 1,'ehtLitdzrK! Die Lpeclilion ünZel besinnet si<2l, Zelrt ttQ'tekLte. 2Z, "J* Spoml-Bcha*1* von Geschhohls-, Haut- u. Harnlaiden js'er Ärl bei Männern und Frauen. Harnrölirenaiisfir.«se, Synh Ms. Mundausbröche, Flechten. Bein-eiden. Manrresscliwäclie, ... Nieren-, Blasenleiden usw. na. h "fBirifzt Dr. nerm�nm r cimlich«»?, rit»cc:n He M liri möglichst schnell, schmerzlos, ohne Operation u. Berufs- löritiig, Auch Anwendung der wlsscnschafti nnerkanmen u. ulunzcnd bewährt, könstl. Höhensonne. Auf Wunsch Sanabo-PebandU üb üe»itiin'of,"sS3rslr.4?,l'4 Mic-v. stett iiai,ni,oi.) »ir.hgfUifli �cv, rn�Mr.i, 2 mSliKsrte Zimmer!«rfimii-i'-.isciiii.iil»iu für BQrixwecke eeeienet bei' i1' vc'Iurscn. Lilileuli rg, Genossen gesucht. U-SbEsp.'Jtfiic lltahilhaiitrastc L, im Preihelu ilptot. Lichtenberg Die Spedition Tftsdorfer Straße 3(PreuÜ> ist verlegt nach Tcsdorfer Straße 25 (Rclsewttz). Eisemen Olen, Kimlerwagcn verk.ult Baars, Nenköim. Mertzbtrgst'aBe II. 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