Eknzelprels 10 Pfgu 8W mt m Smm m* JitUmi mt__ B« Wftu�jpr«. t«r>d«i IW Htiti fafirUrn, mt e«K» Mi•w|<0ntHi t.«0 au M »«««U» o-ftdi«,«dl» moiw«.*«, tot S«�Iu»z mtn 5«rrtttv.'totl- M M to»«(tn HttAttM to> O,»,»» Rrtrtffion;«crite«« A echiffda»erda«» I» IU. Sernjprrch«! Kmt Nörde» ZUM hmM StMM» D l e Morgen-Ausgabe? yßmH Mm Me NmpareMezeNe»tot»fr«« Kamm T? Pf».XWn« Sajaifm* tots>,»�»|»>»» tD»it M pft t«»«»eilftt Wort 20 Pf. IfuimUgszufchlaS 60% M Aamittm» m» PfTfMnnlBNgMRjriQen fällt&fr Zufchwg fort. I«ffrat« fit to»»ar«af>.■> MttBtm i«G r*t|—(jpättftn» vi» B Uhr«acbmittag» M drr Erpfviiio« auf jtgcvra fei».' «xpediti»»: Berlw NW a. Schtstdauerd««»»«. i. Frrajprechii«mt»«»«,»7««. 'X Berlüm'-Organ ber Unabdängiaen SoßalbmwFmtie SbcutTcbtanbs Jahrgang 2 jreitag, öen 14. Kebruar 1414 >- Nummer KS Neue WaffenskWaudsverhandlungeu D'r neue waffeustUftmd. Paris, 13. Februar. Nach einer HavaSmeldung wird das hervorstechendste Merkmal des neuen Waffen st ill st andeS sein, da� er nicht mehr auf kurze Frist, sondern endgültig bis zur Unterzeichnung der Friedenspräliminarien abgeschlossen werden wird. Der Oberste KriegSrat war der Ansicht, dah der provi» sorische moäuz vivenä! weder für Deutschland noch für die En. tente länger wünschenswert sei, und dah eS besser sei, das Pein- liche in den Beziehungen der beiden Parteien zu beseitigen. Eeit dem 11. November haben die Alliierten in der Tat Deutschland aus der Nähe prüien und sich genau von seinen wirklichen Ab- sichten ihnen gegenüber Rechenschaft ablegen können. Eie müssen in der Lage sein, von ihm die Ausführung seiner Verpflichtungen zu erreichen, ohne das Zwangsmittel einer allmonatlichen Er Neuerung des Waffenstillstandes zu gebrauchen, das gleich einem Damoklesschwert über Deutschland schwebe. Andererseits wurden die ZllHeme grt.ötigi, um so ernstere Biirgschaften zu fordern, als der Waffenstillstand länger dauern wird. Sie wandten die Grundsätze Wilsons an, wonach es Deutschland unmöglich gemacht werden müsse, den Krieg wieder zu beainnen, und-wonach die Beziehungen zwischen Deutschland und der Entente nicht durch häufig wiederholte WafsenstillstandSbesprechungen vergiftet werden soll- ten. Ferner wurde der energische Wunsch ClemeneeauS berück- fichtigt. Frankreich gegen jegliche Ueberraschung zu schützen, den er in der gestrigen Sitzung des KriegSrateS zum Ausdruck brachte. Präsident Wilson schloß sich dieser Ausfassung an. Nach Anhörung der militärischen Sachverständigen nahm der KriegSrat schliesslich folgende E n tsch I i e ss u n g e n an: Der gegenwärtige Wafscnstillstand wird am 17. Februar für eine sehr kurze Dauer erneuert werden, mit der Möglichkeit für die Alliierten, ihn jederzeit aufzuheben, sobald die Klauseln nicht erfüllt wcroe». zu denen die vorher von den Teiilscken nicht auSgeführken, sowie die Verpflichtung für ih, Heer gehören, unverzüglich die Feindseligkeiten gegen Polen einzustellen und nicht die festgesetzte Linie zu überschreiten. Während der kurzen Frist wird ein« Sonder- kommission endgültig die Bedingungen für den neuen Wasfenstillsland redigiert haben, der diesmal bis zur Unter» zeichnung der Friedenspräliminarien gelten wird� Die Bedingungen sind scharf und sollen vor allem eine De Mobilmachung und Entwaffnung Deutsch. l a n d S unter Konirolle der Allücrien inS Auge fassen. Deutsch- land wir) dann mit den neuen WaffenstillstandSbedingungen be- fasst werden. Tie Nationalversammlung in Weimar wird sie zweifellos bis zum Erlöschen dcS provisorischen Waffenstillstandes zu prüfen vermögen. Verlin, 13. Februar. Die französische Delegation in Spa» hat am lj}. Februar, morgens 3 Uhr 30 Min. telephonijch die Deutsche Vertretung in Spaa benachrichtigt, dass vom französisch» Generalstob General Weygano bei ihr folgendes Telegramm ein- zelauien ist: .Ter am 16. Januar erneuerte Waffenstillstand läuft am 17. Februar ab. Tie Verlängerung über diesen Termin hinaus bis zu'. Unterzeichnung des Präliminarfriedens ist von den alliierten Regierungen nicht g e b i'l'l i g t worden. Infolge- dessen haben sich die alliierten und die deutschen Bevollmächtigten. welche die Vereinbarungen vom 11. November, 13. Dezember, 16. Januar getroffen hckben. zu einer Konferenz zu vereinen, um über die Verlängerunz des WajfenstillftandeS über den 17. Fe- hruar hinaus zu beschließen. Das Oberkommando der Alliierten hat die Ehre, dem deut- scheu Oberkommando vorz,isch>c.oen. die Konferenz am 14. Februar, nachmittag« in Trier stattfinden zu lasse». un> zwar unter denselben Umständen, wie im Januar. E« wird -,m»»verzügliche Antwort gebeten." Sozlalstische JefeRreHaflon ildn de« w-issensWa»». Pari«, lZ. F-�niar�Havas.) Ter Oberste KriegSrat •zk in feiner gestrigen Sitzung oie S3 f d t n g u n g c n für die Erneuerung des W a f f e n st i l l st a n d e s «xst. Sie werden nicht bekannt gegeben werden, bevor sie Teutschland mitgeteilt worden sind. DaS neu« Ab- joinnan werde in militärischer Huisicht au« wuuschenLtver- je« Büraichalt-» utöaUuw Amsterdam, 13. Fedrnar. W'e aus Pari? gemeldet wird, interpellierten dte französischen Sozialisten die Negierung in der Sitzung des 5tainnierausichusseS für Auswärtige Angelegenheiten über die neuen Waffenstill- standsbedingungen für TeutWvnd. Die Besprechung der Interpellation wurde auf Dienstag vertagt. Lloyd George über die 5rledeusfrage. London, 12. Februar. Im Unterhaus« klagte Oberst G u i n e» über-die Verzögerung der Friedenskonferenz, die fast alle», tiur nicht de» Frieden mit Deuischland besprochen habe. Amerika, das spät in den Krieg eingetreten sei, könne sich vielleicht diese Verzögerung leisten. Diejenigen aber, die die Last und Hitze des Tages getragen haben, könnte» eS nicht. DaS Land brenne darauf, zu wissen, ob Lioyd George nickst nur Schadenersatz bis zum Aeusserstea verlange, sondern a ich s'Utjchlanb bis zur Grenze r«ver LetstunKlllWzkri� v�hl-.».. In seiner Antwort versicherie Lloyd George dem Hanf«, die Konferenz tue ihr AcusserfteS, um laldn-ögüchjt zum Frieden zu kommen. Viele Fragen seien mit Deutschland zu regelu, man rechm« z. B. die Frage der ierritorialen Wirderh�rstellung. Be- züglich Deutschlands Westgrenzen fänden augenblicklich nichts offizielle Erörterungen statt und eS bestelle die volle Zuversicht, daß eine völlige U«berei»stimmung bezüglich der gegen Deutschland vorzubringenden Forderungen, die die Westgrenze betreffen, er- reicht werde. Die Grenzrcgulierung zwischen Polen und Deutschland sei aber eine andere Frage. Dort sei eine ungeheure Bwölkerung und eS sei sehr schwierig, dort ohne eine sorgfältige Untersuchung die Linien zu ziehen. Elsaß Lothringen sei'ein« hinreichende Warnung vor den Gefahren eines begangenen Fehlers. Bevor die na.ch'Polen gesandt« Unter- suchungSlomimsjion zurückgekehrt sei, werde eS unmöglich sein, die Forderungen der Alliier.en bezüglich der territorialen Wieder« Herstellung im Osten Deutschlands festzustellen. Was die Kalo- nien anlx'ange, so habe Deutschland durch die Art. wie es die Emgeborenen behandelt hat und auch im Juteresse der Sicherheit deck Welt dieses Anrockst verwirkt. Das fei der wesentliche Teil des Friedens mit Deutschland. Bezüglich der Enlsckfeidung Halle die Regierung unbedingt an ihrem Wort fest. Von feiten der britischen Regierung sei kein« Schwäche in dieser Frage gezeigt worden und es bestände darin keine Meinungsverschiedenheit zwischen ihr und irgendeiner anderen Regierung. Die Wiedergutmachung sei in den Eni schädigiingen enthalten. Lloyd George bedauerte, daß von eini gen Mitgliedern dem Völkerbunde gegenüber ein gering« schntzigcr Ton angeschlagen werde. Die kleinen Nationen sehnten sich sehr nach dem Völkerbund, da sie auf ihn vertrauten. Die Alliierten haben neue Nationen, z. B. den ischecho. slowakischen und den jugoilawischen Staai geschaffen. Einige davon hätten »löchlige Nachbarn. Das Leb:n aller dieser Staaten hänge von Völkerbünde ab. Er(Llovd George) pflichte dem Satze bei, daß keine Nation von dem Völkerbund dein Kriege überlassen werden dürfe, ohne die Möglichkeit zu haben, selbst die Verantwortlichkeit zu erwägen. Zum Schluß äußerte sich Lloyd George über die Haltung der Entente gegenüber der botschewisiischen Regierung. Es bestehe nicht die Absicht, sie anzuerkennen oder zur Friedenskonferenz zuzulassen. Eine militärische Intervention in Rußland habe we- nig Zweck. Deshalb sei der Versuch gemacht worden, eine Konfe- rczn einzuberufen, um in Osten Ordnung zu schaffen. Die tebensmlttelversorouyg. Hamburg, 13 Februar. An den LcbenSmittelauischuß der WafsenstillstandSkommission in Spaa sandte der Arbeiter- und Soldaten rot folgende« Telegramm:. Der Hamburger Arbeiter« und Soldatenrat erklärt hierdurch auf daZ bestimmteste, die vollst V untwortung dafür zu über- «chmeii, daß seitens keiner Partei sowie keiner militärischen oder sonstige» Stelle, insbesondere auch»k'st seitens bewaffneter Ar. heiter in die pianmätzige Lebensmittelversorgung u. a. in die Beivachung, Verwaltung und Bewegung der Hamburger Lebens- mittellägcr eingegriffen wird. Der Hamburger Arbeiter« und Soldatenrai wird seine qanzc Macht dafür einsetzen, daß die Ein« richtungen der LebenSmitteiversorgung in Hamburg ebenso un- oerfehrt vor inneren Kämpfen bleiben wie die Einrichtungen de« Roten Kreuze», so daß volle Gewähr für die unbedingt» Sicherheit dieje« gmächttaumi besieht. Sas koalllionsgebräll. DaS Regierungsprogramm, das der Ministerpräsidenß Scheidemann heute in der Nationalversammlung vortrug, Hai «inen Borzug: Es schafft Klarheit. Die revolutionäre Arbeiterschaft hat von ihm wirklich nichts zu erwarten. Sieht m» von einigen hochtönenden Redensarten ab, die die Pockens und katalogartige Aufzählunsi der Programmpunkte begleiteten, so hätte auch der Präsident einer bürgerlichen Re-� gierung nicht viel anderes sagen können als diese« Sozialist.' Zwei Punkte sind entscheidend. Di« Revolution d?s 3. November war ihrem historischen Sinne nach eine sozia- listische Revolution. Das Proletariat war ihr Träger, und es bildet bei der sozialen Iusawmensetzung Deutschlands eine solche Macht, daß sein Wille selbst dann der ausschlag- rebende blejh» str.iljij wn."":ch vollst v Durch" setznng durch die bürgerliche Mehrhest- der Natwnalver- sammlung Hindernisse bereitet werden. Die Regierung aber mutet im entscheidenden Fall dem deutschen Prols», tariat von vornherein fast völligen Verzicht zlu T«nn was Herr Sclfeidemaim über die Sozialisierung sagt, hat von der Sache nicht mehr als den Namen. Der Rate» kon�reß hatte seinerzeit die sofortige Jnangriffnahms der Sozialisierung, insbesondere des' Bergbaus, einmütig der» langt. Die Regierung Ebert-Scheidemann hat diesen Auf- trag nicht erfüllt und den Beginn bis zum Zusammentritt d«r Natronalversaminlung verschleppt. Jetzt erklärt Herr Scheidcmann, baß Wirtschaftszweige, die einen privat» inonopolisti schon Charakter angenommen haben, der öfsent- lichen Kontrolle zu unterstellen seien. Insbesondere seien Bergbau und Erzeugung von Energie in öffentliche oder gemischtwirtschaftliche Bewirtschaftung zu ubernehmen. �| Daß die Privatmonopole irgendwie unter staatliche Aufsicht konnnen sollten, darüber herrschte schon während des Kriege? und vor der Revolution in den damals regierenden Kreisen kein Ziveifel. Wußte man ja, daß dazu!chon die finanziellen Bedürfnisse das Reich zwingen würden. Pläne dafür wlirden daher in den Aemtern schon ausgearbeitet. Daß das mit Sozialisierung etwas zu tun hat, ist naturlich Unsinn. Für uns bedeutet Sozialisierung eine Wirtschaftspolitik, die auf die Vergesellschaftung der Pro» biiktionSiuittcl hinarbeitet und in planmäßiger, fort- schreitender Art die kapitalistische Ausbeutung bese.tigt. Herr Scheidemann nennt aber Sozialisierung die Bcauf» sichtigling der Privatmonopole durch das Reich, und er kann nicht einmal ankündigen, daß wenigstens die mineralischen Bodenschätze künftig der Gesamtheit allein gehören werden. Er spricht selbst da noch von der Möglichkeit der gemischt- wirtsclzastlichen Unternehmungen, einer UnternehmungL- form also, in der das Kapital Einfluß behält und sein« Profitinteresscn verfolgen kann. Uebcr der neuen Regie» ning schwebt der Geist Walter Rathcnaus, der für den Kapitalismus zu retten sucht, was nur zu retten ist. und| nicht der des Sozialismus. Für die Negierung ist die So- zialisiernng des Bergbaus nicht der Ansang, der dem oeut- scheu 5kapitalism»s eine beherrschende Machtposition entreißt. sondern nur die unumgänglich notwendige Konzession an die schlechte Finanzlage und ein Beruhigungsmittel für: die Arbeiterschaft. Nicht minder entscheidend ist, was Herr Scheide- mann iiber das Rätesyftem sagt und nicht sagt. Für die A r b e i t e r r ä t e bat de» Mann, dem sie einmal zur Macht verholfen haben, überhaupt kein Wort übrig. Sie existieren� für ihn nicht. Sic hahe» in einem historischen Moment ihre! Schuldigkeit peta»»nd sollen nun gehen. I Die S o l d a t e n r ä t e aber werden degradiert. Sie werden von nun an Küchen inspcktorcn sein»nd Vermittler! bei Beschwerden. Wie die demokratische Heeresverfassung, j die Herr Scheidemann ankündigt, danach beschaffen um wird, kann ina» sich denken. i Was der Ministerpräsident sonst sagte, ist gegenüber dieser Preisgabe der revolutionären Organisation und det revolutionären Inhalts von keiner sonderlichen BedMUuqg, Dak er in der Frage der deutschen Einheit nu» ei« schwächliches Kompromiß anpreisen würde, stand«beuso von vornherein fest, wie daß die Regierung, in der lne/ iAkribJc««awebende» Einfluß haben,«im— f 11-•:i J f �• 1'• i i ü" iührcn fiiificrftanic ifl. Diese woen>=7«»«ft ihre fl«u, bürgerlichen, mittelftänilenfchen Zorderungen in dem Programmkntalog aufnehmen lassen, öeren Ers�üuug allerdings die ökonomische Situation zienr» lich innnöglich machen wird. Aie Wirkliche Bedeutung, die diese ReZjexungsbildMg deicht, brachten vjol klarer al| Scheidemann die folgenden Redner, die Herren Groeber und Naumann, zum Ausoruck, die ja auf die Täuschung der sozialistischen Ar- l>eiterschaft weniger Rücksicht zu nehmen hatten als der rechtssozialistische Führer. .Herr Greeber stellte� fest, daß die Regienriig keine]ßf jialtstische sei, sondern eine Koalrtion, in die seine Partes ohne Opferung ihrer Grundsätze hätte eintreten kennen. Daß Deutschland eine Republik sei, stört ihn nicht weiter, Herr Groeber wein, dasj die Klerikalen auch in einer Re. publik ihre Herrschaftszwecke erreichen können. Da d;e Monarchie mig wenigstens vorläufig eriesigt ist, überträgt Herr Groeber, der sich dazu offenbar für berufen hält, Gottes Gnade von den Hohenzollcrn pnd ihren Kollegen straks auf »die neue Regierung. Noch deutlicher wurde Herr Naumann. Eine rein bürgerliche Majorität wäre nicht imstande gewesen, die Re- Volution zu beenden. Denn sie hätte den unüberwindlichen Widerstand der gesamten Arbeiterschaft bervorgerufpn. Des- halb je! die rechtssozialistisch-klerikal�emokratihhe Mehr, heit cheit vorzuziehen: sie könne leisten, was die PUrger, lichen allein nie geleistet hätten. Ktgrer und schärfer kann die Roste, die die Rechts- soziatssten spielen, nicht gekennzeichnet werden. Sie sind die Helfershelfer der B o u rg e o i sie»in ihrem Kampf gegen das Proletariat. Aber Herr Naumann triumphiert vielleicht zu früh. Was er fürchtet und was unsere Hoffnung ist, wird gerade diese Regierung, rrellich sehr gegen ihren Willen, doch herbeiführen: die Eini- gung des Proletariats. Und dann wird sich Herr Naumann doch als guter Prophet erwiesen haben. Gegen das geeinte Proletariat, das endlich das frevle Spiel, daS die rechtssozialistische Führung mit seinen Interessen tmbst durchschaut hat. wird die Bourgeoisie machtlos sein ♦ Das nm NtUerwtn. Das neue Reichsministcrium srtzt sich wie folgt zu- fammen: Präsident des Rkichsmiilisteriums— Philipp Scheide- mann, Bertreter des Reichsminislerpräsideutkn und Reichs- minister der Finanzen— Schiffer, Reichsminister des Auswärtige«-- Graf Brockdorff- Rantzau, Reichsminister des Innern— Dr. Preuh. Reichsarbeitsministcr Baue?, Rcichswirtschaftsministcr— Wissell, Reichseruährungsministrr— Robert Schmidt, Reichsjustizminister Landsberg,. ReichSwchrministrr— Noske, Ncichskolonialminister— Dr. Bell, Reichspostministcr— GiesbcrtL, Reicheminister des Demobilmachungsomis— Dr. floeth, Reichsminister ohne Portefeuille— Dr. David, kr; berger, Gotheiv. Ksser gegen elne Mdmlung. I« einer Unterredung mit dem Münchener Korrespindenteu ber �Frankfurter Zeitnng" erklärte der Biintsterpräfident S i s» «er, er sehe keine Beranlassung, als bnyerischer Mi» Disterpriisident zurückzutreten. Die provisorische bayorlsche Berfafsung»»rpflichte die repolutloniirr Rezieruus, die Staats- Geschäfte so lanse weiterzufiihren, his von dem konstituirrendrn baverischeu Landtazr eine endgültige«erfaffung brschloffrn sei. Falls der Landtag aber eine andere Wendung nehme und seinen, EiSnrrS, Rücktritt fordere, werde er auf Grpnb der provisorischru Berfassung do? Volk durch ei« Rrfereudp«, entscheid»« jassen. Eisner hewnir, dasj er nicht daran denke, in einer nach dem Ergebnis drr PeihältniSwahl zusammengestellten ftoalitiirn». regieruag mitzuwirken. Entweder solle die aus den Wahle« hrrvorgegangrne bürgerliche Mehr- heit die Regierung übernehmen»der, wenn sio das nicht könne oder wolle, soll? sie den«»,»«. liste« die S t aatSlhit« n g überlassen, yinr radikale sozialistische Herrschast der Bauern und Arbester nnd ein» wirk. lich grundsätzlich sozialistische Pplstik könnten drr ffitfafi» des Bolschewismus entgegenwirken, dex, wenn m«« versuche« w»st», die alte Gesellschaftsordnung zu retten, nur ,«,mre drehender sein Haupt erheben würde. Den Standpunkt, beu Genosse Eisner ernnimmt. billigen wir durchaus. Man kann i''Nt u ich t b e n�jeh t'iebten Vorwiirf mach-'n, haß»r gegen die-'Tsl�kkak verstoste. Er hält sich durchaus im Rahmen der propllori schen Verfassung, er lehnt es«nch Nicht ab. die Reglcruug in die Hände der bürgerlichen Lanätagsmeöiinnl zu-eg. wenn sie allein die Macht übernehmen will,.ehnt-?! aber ab, bedingungslos vor dem Burgartum gbziidan, die revolutionären Errungenschaften vreiszuge�n und dl Sozialdemokratie in einen Schwan, der bürgerlichen P° teien, in eine Schutztruppo kstpitalsttlscher Polüil zu � Man vergleiche mit dieser Stellungnahme die Haltung der Ebert-Scheidemanu-Parte, in der Natioiiawerfa, ui- Inng. und man wird unschwer erkennen, Wie.Mast wwr Anerkennung der Deuiohatie und der bürgerlichen Meg- heit eine wirklich f o z i g I d e m p k r a t l s ck ü Poll' tik getrieben werden kann, diesen Bodm der Rsvpsus.hN nicht verläßt. Eine ßnlimmg Eigners. Tte Korrespondenz Hojfmann veröffenslW folgende Erklärung des Ministerpräsidentkn Ei�Nsk'- „Walur-nd ich in Bern, nicht ohne Erfolg, mich de. mühte, für das deutsche Volk z„ wirken, gegßft hG uch wegen der Kerdrechen Ves alten Sgsiems ei« unszehLures Most von Host. Pergchinng nnd Misttrauen gngebauft.»' halte ick wjs PGkM Meiieersöltgnifsß zugssälldt. dfe mir leider bewelieil, dgy dwiemgen, dw die Fuhrer des ossrnt- lichen Meinung' seist wflyen. heute nach ebenso isUstchs istS frevelhaft das Verderben Teutschlands prSnMNSkSp helfe», wie während der iVi Jahre des Krieges. Wan tweiß noch immer nicht, von welchen Gefahren»vir bedroht un, so � ppsi st. da furo, uird noch weniger, xout» wir in flieset: Lage zu tun haben. Da druckte man, daß ich nach Bern gegangen sei, um das während meiner Regterung gestohlene Vermögen in Sicherheit zu bringen. Ein anderes edles Mitglied der Presfezunft macht von der Schrqnkenlosigkeit der Pressefrer, Seit den Gebrrutch. sogar unter Berusung auf ein Familien. Mitglied, die idioiische Geschichte in die Welt zu fetzen, ich hätte jede Woche von England Geld erhalten: idiotisch und Zugleich hewustt erlogen, weil ich ja 8V2 Monate lang in Untersuchungshaft gesessen habe und»vährsnd dieser Hcit mit peinlicher Genauigkeit alle meine Verhältnisse durch- stöbert worden sind, vmst die gesamte Pres»« bringt Üher die Berner Verhandlungen, in denen es min Mellingen ist, das Vertrauender Internationale sn den guten Willen der dentschen Massen zurückzugewinnen, gefälschte und entstellte Berichte, nicht dimchmegs durch Schuld der Berner Korre- spondenten, die sich bemühten. wahrheUsgcmäst die Tätigkeit des bayerischen Ministerpräsidenten darzustellen, son» dern durch redaktionelle Verblendung, die gegenwärtig in der ganzen Welt nichts mehr sieht, als den verächtlichen Kleinkram des kovitaliftischparlamentarischsn Schieber. tums, fcaS einige Lpute für den Inbegriff politischer und staatsmännischer Weisheit halten. Liest man olles da« im Ausland, so möchte nran daran verzagen, oh diesem armen. irregßführten deutschen Volk überhaupt noch zu Helsen sei. Dennoch muß jeder seine Pflicht tun.»vd"h wenig sie nö gegenwärtig bin entschlossen, sie weiter zu f— widerwärtig es auch sein mag. mis eister Wel Lüge und T st M m h e i t zu ringen, denn im we Wahrheit und Vernunft siegen werden, und mochte hoffen, daß das Erwachen nicht ebenso zu spät kommt. wie bei unserem militärischen Zusammenbruch." Röleorganisatlsu in der bayerischen Verfassung. München, 13. Februar. In der heute begonnenen Kelegiertenversammlung öfter bayerischen Arbeiter., Soldaten- und Bauernxät« lag der Entwurf vor, der die Räteorganisationen in der neuen baye- rischen Verfassung peranfert. Nikisch-Augsburg und Wadler-München sprachen für den machtvollen Anshsu der Räte, wandten sich gegen den Parlamentarismus und protestierten gegen die Parole der Reichsregierung und der syuveräneu Nationalversammlung. Wadler erklärte, der Kamps zwischen Kapitalismus und Sozialismus müsse jetzt ausgekännpst werden, weil er später viel furchtbarer und blutiger sein wiirde. München, IS. Kebruai. In Mönchen begann ej« Kouzreh der Arveiter-, Bauern» und Soldatenräte. Austerhalst der Tag«»- ordnung nahm EiSner da» Wort. Er wandte sich einleitend überaus scharf gegen die Presse, bezeichnete fic einer beispiellosen Hetz« und nannte sie Pressegefindel. Er, TiSner, steh e und falle mit den Räten; er weigere sich, mit den Bürgerlichen zusammen in her Regierung z« sitzoa, wall« dagegen mit de« demokratische« Bauern zu- sammenarbeiten. SiSner fuhr dann fort: Man redet mir nach. dast ich in Bern daS deutsche Patcriand verraten und die beut, schen Befangenen preiLgegsbn, habe. Niemand von dem Presse- gefindel ist glücklicherweise in Bern gewesen, und ich weist, da« Wahrheit« getroue Berichte nach-..mchen gekommen sind, die von der i scheu Press« nicht abge- druckt wurden. Dsese Leute, die ebenso dumm wie gemein sind sBei diesen Worten erhob sich ein wüster Lärm. Stürmische Rufe ertönen: Hinaus mit ihnen! Hinqu« mit der Bande und dem Gesindel l Sämtliche Pressevertreter verliesten hieraus den Saal.) Layern gegen de» Sslschuh. * Die Korrespondenz Hoffmann mevet ans Münchs»: „Die neueste Entwicklung der Lage in Polen lästt es zur geit untunlich erscheinen, dast bayerische Freiivillige zum Ostfchutz abgehe«. Abtransporte«nch dem Osten werden daher, nach einer Mitteilung des Wmftersum« für miiitürischs Slugeiegeuheiten, »mischst«uterbieiben. DaS Wolfburea«,»os dies« Motdunh»iwitergibt. kchwht hei dieser Gelegenheit«inen Giftpfeil gegen de« lüenossen Eisner ab, indem es behanptst, die Bewegung gegen den Michlitz geh« von dem Minisierpräsiidenten aus. Der Pfeil ist dem W. T. B. natürlich von der Regi�nng geiiefert worden. Wir stellen demgegenüber fest, dast dxr B 0 1 l z 11 a s a n s l ck u ß des bayerischen Sandesfoldaten« raw? sich schon vor Wochen in einer Relol-ution gegen den Ostschutz gewendet has. weil sich hinter ihm tzis Organs. sitzt UNa der W eisten G g r d e pßfherg«. Herrn N 0 S k e, dem HguptoMnisgtor des Ostschutzes. wurde in der Reso- iution wörtlich gesagt:„Herr Noske befindet sich vielleicht 'n dem Wahn, daS deutsche Volk noch. genau so wie in der , Ausdruck gtzFracht. hgß Kse Soltzatenräte Bayerns den Tclgvindel des Ostschiitzes mit dem Schlachtruf: Die Revo» Ultion ist in Gefahr! beantworten werden. «Im scherte Mle»e. !«tZir»rhaltei, folgende Zuschrift: „Ei« wunderbares Beispiel, wie herrlich weit msp es in der ..soziakistifchxn' Ncpublts gebracht ltfben. bildet die Ku rs- st 0 i g e x u n g der Aktien der Tasmler.Msioren-Ält.-�es, an der Berliner Pörse. Dsz?mb-k. UK die Herren Kapitalisten sich noch vor einer Sozialisierung fürchteten, stand der Sturs dieses Papier? auf J 3 0. J«, Laufe de».Ausbaues her Revolution" stieg daö Papier fast täglich, bis es an der Börse vom Dienstag einen fcnrS von ä 3 3 erreichte. Und warum k West dieses Gesellschaft, hie Ipie nur wenig Midevß enorme Ariegsgewinntz erziekie. jetzt vom R e sch e kür rückgängig gemachte Kriegs« usträge nach Mit- teisungkn der..Mügchener Negtzste Nachrichten«' eine Agtschg- d i g U n g van ä7ch Rivipnen Mark gezahlt werde« soll. Die erste Rats in Höhe von 13 Millionen Mark hat die Gosellschnft bereits erhalten. Seilte man eß sii« möglich halten, dast unter einer wzinlifti. schen Regierung einer Gesellschaft, deren Aktionäre vor dem «stxiege«, 1«. 10. 12«yd 11 Prozent Dividende, während des Krieges iss, s«. W u,ch A) Prozent Tspideyde exhselte«. dafür, daß NNU endlich der Krieg und mit rhsss die enorr.icit Prasite aus- gehört haben, eine.Eni schab sizang" von iajt ÖO Millionen Mark gezahlt werden können?! ftud das zu einer Zoit. wo das Reich mit jeder Mark zu rechnen hat! Hier wirst man nichtswenden Aktionäre« KP Millipnen in den Rachen, während man«uf der anderen Seit» behauptet, die ArdeitSkofenlinterstütznng ermäßigen g mästen. Man rechne sich aus. wie viele Gesellschaften eben- alls eine Entschädigung erhalten werden,«nd man bedenke, wi« viele Hunderte t>0« Millionen dies dem Reich kosten wird. Tat. sächlich sind an der Berliner Börse die Aktien So» RSstungSgesellschasteu in der letzten Zeit in Erwartung dieser Entschädigung schon erheb» lich gestiegen." Wir erwarten eine s» s,» t i g, kkenßernng der Regie-' rung zn dieser Anklage. Sollte es richtig sein, daß der Industrie für rückgiiniig gemachte Hriegsansträge so gewaltige Entschäd!- guqgen erstottct worden sind, so wäre ein solches Berk, alten u». geheyerlich. Aber leider ist es nicht so uiiwahrschelalich» daß de» Satten Millionengewinne in den Rachen geworfen werden� während zu gleicher Zeit die Arbeitslosen mit Entziehung de» Anterstühung bedroht werden. Zu Ladeks Verhaskuug. Untz geht soigeudö Erklärung zu: Kars Rahok hat bei fessier Verhaftung erklärt, er sn durch Richard Müller und Molkenbuhr nach Berlin geruscn wopflen. Hierzu stellen wir folgendes fest:. 1 Am 23. November 1018 beschloß der Vollzugsrat eineiv Zentralkongreß der A.» und S.-Räte Teutschlands nach Berlin einzuberufen. Am 20. November sOlft beschloß der Vollzugsrat. die rnsiische Negierung zu ersuchen. Delegierte zu dem am 15. Dezember 1918 stattfindenden Kongreß der A.» und S.-Räte zu entsenden. Dieser Beschluß wurde ausgeführt und von den beiden Vorsitzenden gegengezeichnet. Der Rat der Volksbeaus- tragten erhob gegen die Einladung der russischen Regierung zum Zentralkongreß Einspruch, worauf der Vollzugsrat seinen Beschluß vom 20. November wieder aushob. Eine andere�Einladung an die russische Regierung, deren Mitglied Karl R ad e k ist, als die vom 29. November, ist von uns nicht veranlaßt worden. Richard Müller. Molkenbuhr. Vrykest des verkeidigers Kar! Rädels. Der Verteidiger Karl Rcdeks, Rechtsanwalt Dr. Siegfried Weinberg, übermittelt uns folgenden Protest: zftirl Rades hatte mir ordnungsmäßige Nollmacht zu seiner Verteidigung erteilt. Auf Grund derselbe» erhielt ich heute von dem zuständigen Untersuchungsrichter die schriftliche Erlaubnis, Rade! im Zellengkfängnjs Moabit, in dem er untergebracht ist, in seftier Gegenwart zu sprechen. Als ich mich zur vtzrehcharteii Zeit im Gefängnis eingefunden hatte und in die Zelle geführt worden war, in der Radek und dex Unterluchungsrichter sich befanden, und kaum meine Unterredung mit Radek begonnen hatte, er-« schienen ein Leutnant und einige Soldaten des Regiments Reinhardt, die verlangten.-daß ich sofort die Zelle verlassen. sollte, da ich als Verteidiger Radek nicht o«bnc vorherige Erlaubnis des Obersten Reinhardt sprechen d'iirse. Mein Protest hiergegen blieb unbeachtet. Der Leutnant, der ficy auf piein Verlangen mit anerkennenswertem Eiser bemühte/ des Hbeßsien Reinhardt habhaft zu werden, erreichte diesen schließlich nach Bcmühimgen telcphonisch sin Restaurant Hiller. wo er gerade dinierte. Oberst Reinhardt verbot, krotzdcm er darauf hingewiesen wurde, daß ich von flem allein zuständigen Richter die erforderliche schriftliche Genehmiguna hatte, mich zu Radek zu lassen, und erklärte, daß kein Verteidiger diesen ohne seine und des Oberstaatsanwalts schriftliche Ge» nehm i gung sprechen dürfe. Nur an meinem energischen Prptest scheiterte der Versuch, mir die von Radek erteilte Vollmacht abzunehmen... Da es sich um ein schwebendes gerichtliches Strasoer» fahren handelt, und da nach der Strafprozeßordnung jeder Angeklagte das unentziehbare Recht aus Verkehr mit seinem Verteidigßx hat. imd da ferner die ordnungsmäßige Ge-- nehmigung des hienift allein zuständigen Untersuchungsrichters vorliegt, stellt das vorstehend geschilderte Verhalten des Militärs einen Eingriff in die Rechtspflege dar. wie er bisher geradezu unerhört war. Selbst während des schlimmsten Wütens des Belagerungsziistandes ist eine deparlige krasse Gesetzwidrigkeit nicht oorge» kgmmen. Sowohl öur Wahrung der Rechte des Angeklagten, wie zur Wahrung dex Rechte des Verteidigers sehe»ch mich fleshglv genötigt, gegen diesen Skandal vor aller Oeffent» lichkeit zu Protestierelp Selbstverständlich habe ich auch be» reits andere Schritte getan, um Remedur zu schaffen. Gelegentlich meines kurzen Besuchs bei Radek mußte ich feststellen, daß derselbe in so schweren eiserne« Fesseln schmachlete, wie das selbst bei Raubmördern tzeute nichj mehn üblich und bei politischen Gefangenen wotzi noch niemals vorgekommen ist. Selögerungszustand in Hsmbarg. Hamburg, lg. Jcbruqr, Ter A- und S.-Rat WilheI,flSp«rg erlätzt eine Bekamitmachüng, wonach er sich insplge der großen Beraubungen der Eisenbahn durch hewassnele Banden, gezwunze» siebt, über Wilhelmsbura den B e I a g e r« n g e- zustand zu verhängen. Alle Persaneki, welche ahne ErlaubuiS Waffen tragen oder Heim Plunder« upd Rauben aiigetrosstn werden und am Ausruhr sich beteiligen, werde» stanbrechtlich erschossen. Für H a n, b y rg»rede ,eitens des S!ebener-Aus- schusses pss SoldatenralS der Aelagcrungszusiand dahin der- schärft, dag keinerlei Dewau st ratio neu statt- finden diirseu, sowie datz große politische B'e'r s a m m- jungen nach sechs llhi abends P erböte« sind. ZnlekNaliyLales Arbchmechl. Paris, 12. Februar. iHavasrneleung.) Ter AuSschutz für internationales Arbcüerrecht hm gestern Arlikel 4 de» englischen EistwurstzS,-.der die Abstimmung nach Staaten durch dgs Recht der Persteier ersetzt, stztbstgi-dig ohne Rücks.cht auf hie.Meinung der Psrireler desselben Landes z« stiinmen, serner Artikel S, iMlchcr der i n t r r n« t i 0 n a. e» A r de j t e? k 0„ f c r c n» itzre-t-itz am Sitze tzcs Pöstepouudes anweist, angenommen und die Ariik«: siber Errichtung eines ständigen inieruatio. >> a l e n A r b e i t e r a in t es in uc Hauplstqdt des vglser. bundes als Bestandteil seiner Verwaltung berat«. c Gkwerkschaftli Sie Fleischer siir die Ardeikerrste. Zu einer interessanten Debatte kam es auf der GeneralDer-- fNUMluW oer Fleischer.?tuf Grund emes Antrags Urban wurde die Tagesordung um den Bericht der Arbeiter- räte erweiterte Diesen Bericht erstattete Kollege Li all in. In ausführlicher Darlegung schilderte er, wie sich die Widerstände' gegen ein ersprießliches Wirken der Arbciterräte von Tay zu Tag mehren. Tie Ursache sei in der Haltung der Regierung z» «rblicken, hie jetzt die Jnstitulion, der sie erst ihr Dasein der» danke, mit Recht als ihren reaktionären Plänen binderlich egip» finde. Die Regierung und di« Unternehmer würden jedoch nichl >p vorgehen könnep, Weng die Arbeiterschaft vorsichtiger bei der Auswahl ihrer iZertreter, der Arbeiterrale, gewesen wäre. Hiel- fgch seien Legte gewählt worden, die der revolutionären Einrichtung, den Arbeiterräten, das Grab schaufeln helfen. Er V nicht der Ansicht, daß durch das Räteshstem die Gcwerfschafter beseitigt werden sollen. Tjese niüßien aber eine ganz ander' Haltung einnehmen, als sie es im Kriege getan haben und auch jetzt noch vielfach tun. Immer deutlicher trete eich Uinschwung ■tn der Stimmung der Arteiterschast zutage. Sie werde die ver- fehlte Politik der Gewerkschaften nicht mehr mitmachen pnd wende sich immer enlschiedener vpn den M-ehrheitlern ab zu der U. S. P. D. Der lebhaft!' Beifall, der während dieser Aus- führgngcn und an deren Schluß dem Redner zuteil wurde, be- Wiek, daß letzterer sich in völliger Nebereinstichjmir.g mit fast der ganzen Versammlung bestfnd. An den Bericht schloß sich eine eingehende Aussprache an. Kall. Urban sagte u. gi: Die Gewerkschgftpn dürfen in ihrer bisherigen Form nicht bestehen bleiben, sondern die gewerkschofU lichen Organisationen muffen mit den politischen e'Iie Einheit bilden. Und ine Arbciterfchaft muß sie mit revolutionären» Geist erfüllen. Wir wollen die Revolution wejigniihren bis zu in Siege des Sozialismus. Dazu fft c» aber nötig, die Arbeiter- räte, die sich als unzuverlässig erwiesen haben, durch geeignete s» ersetzen. Er beantragte schleunige Einberufung einer außerordentlichen FloischcrversgiUlii- lung zur Bornahme. von Neuwahlen der Ar- Heiterrätr. � � Auch Kollege Schneider, der davon berichtete, tpie ihm bei seinem Bemühen, die Firma Ludwig zum Tarisabschlnß zu bewegen, sogar von Mehrheit? soziali st en Schwbe- rigkeiten bereitet wurden, forderte, haß nur Kollegen mit langjähriger potlnscher Schulung zu Arbeilerräten gewählr Würden. Koll. W o f e l kpm auch auf die Eintgungsbe strebungen zu sprechen und sagte: Mit einem wirklichen Sozialisten kann man sich immer verständigen. Aber war nennt sich heute nicht alles.Sozialist". Und gerade diese Leute bestimmen heute dje Politik, weil wir am S. November zu rücksichtsvoll gewesen find. Wir hätten fester durchgreifen müssen. Die Gewerkschaftssührzr glauben»ine Hammelherde hinter sich zu haben. Sic werden aber bald einschen müssen, daß eS so nicht weiter geht. Krause von der BorvandSleitung wendet sich energisch gegen diese Aus- fassung. Die Mitglieder, so fährte er aus, haben es ja in der Hand, bei der alljährlich stattfindenden Neuwahl ungeeignet er- scheinende Angestellte durch andere zu ersetzen. Er schildert Sann an zahlreichen Beispielen, wie reaktionär selbst heute noch Stadt- sekrefär» Groß-Berliner Gemeinden und sogar BeriinS gegen- Äver gewertschafflichen Vereinbarungen sind. Zum Schluß de- tonte«r sein Einverständnis mit dem Rätesystem. Die Arbeiterschaft dürfe sich die Stellung der Arbeiterräte nicht verkümmern lassen. Gerade weil in der- National- Versammlung eine bürgerliche Mehrheit vor- banden sei. sei»» sie um s, notwendiger. Die Gcneralversammwng beschloß die schleunige Vornahme von Reuwahle« der Arbeiterräte und vertagte die VorstandSwahl aus eine spätere Versammlung.» istirch GeseyeSverorbnnngen die Kapitalksten dazu»ufrus«? föliiitt! aber man Uiürde sie picht mit Getua-vit zwstigen könne», Bersammlung der Angestellten Her Kleinbetriebe wurde witgeteist. daß die im Dcutschrn Trqnsportgcoeiter-Perbgnd'organfsierle» Kassenboten sich der Bewegung aggechlassen habeu." Sires? ho« s�itMHKS it. Hgss»e.'»isschter.« Schließlich lote Wissest, ohne den Arberterräten über Hm Blockwerk der Firma Siemens u. Hakske in Siemensstadt ihre Machtbestrgniffe Auskunft zu geben, sie an das Kemobili» war vvr einigen Tagen fem Qumann Lg puste gekündigt wqxden. jjerisngsamt verwiese,? ugd sich kurzerhand verabschiedet. Diesen Seine Kollegen betrachteten die Kündigung als Maßregelung und i Verhandlungen wohnte auch öohen vom Me.rallarbeiwrverbande versangten in einer Betnebsversam-nluiig, daß L. so lange im bei, der Wissells Ausführungen unterstützte. Betriebe r-rbleiben spfle, bis der Schiichiuugsausschuß in dieser! Nach längerer Diskusston, die sich besonders gegen die Volks- Angelegenheit das Urteil gefällt hat. Trotzdem verharrte die! bemiftragfei? richtete, wurde eine Resolution einstimmig ange- Dsvekiion auf dem Standpunkt, dgß L, den Petrieo zu verlassen i nommen, in der die Aersaminelten gegen das Verhaiten des bade uird fein Mandat als Obmann erloschen ist, Gegejr pieics] Voiksbcgustragtep Wissest auf das entschiedenste protestieren. Die Vorgehen der Direktion protestierte die Arbeiterschaft einmütig, Versammzlien verlangen, paß her'Sabotage der Unternehmer indem sie gestern mittag die Arbeit niederlegte. Das vorgehen j durch energische Maßnahmen der Regierung entgegengetreten der Firma verstößt auch gegen den Kollektivvertrag, wonach bei lverde. Ferner forderten sie'die Entivasfnung der Weißen die Arbeit fortzusetzen. ES bliebe nur Pas Mittel, an das woev ische«itichtgesii! I er Kapste listen zu«pxePe«".'(Große» Ge» y. i... r< 1*£.?. � CYi'S. iT.,ti. a.... S... ,4 n>• v■*•/> v> Ti ni- I �JWWW bei lntlaflgiigsstrcitigkeupn der Schlichtiingsausschuß anzurufen ist, Zum Streik der Wareuha�sansiestellten. ,Um die Bewegung rasch zu beendest, hat Oberbürgermeister W e r m u t h seine Veniiittlung angeboten. Es find Perhandlungeu im Gagg«, die jedoch noch nicht abgeschlossen sind. Die Haupt- fcharfmachor find dt« Herren OSkar T i e tz und G r ü n f e l d. Sie haben aber den Bogen überspannt. Eine Ägzahl Ffrmen find bereits au» der Arbeitgeoerorganisation auSge?chiedcu und haben die strittigen Forderungen anerkannt. Weitere Abchlitterun- «n sind bald zu«rwarten. Es unterliegt keinem Zweifel, daß der gerechten Cache der Angestellten ein rascher und pollständig- r Sieg beschieden wird. Bei der Firma F. V. Grünseld, Leipziger Straße Al— Lll, er- ßielien gestern sämtliche am Streik beteiligten Angestellten«i» Schreiben, worin sie aufgefordert werden, bis zum 14. Februar früh 8 Uhr öl) Minuteu ihren Dienst wieder anzutreten, andern- falls st« fristlos entlassen werden. Die Drohung mit der Hunger- peitsche dürfte jedoch ohne Erfolg bleiben, denn Herr Grünfelp wird sich überzeugen müssen, daß hinter den Bedrohten eine machj- volle Organisation steht, die seinen Machtgctnsten einen Damm setzen wird. Der Streik der Versicherungsangestellte«. Der Stand der Streikbewegung in der Versjchernngsbranche f)t sehr günstig. Die großen Firmen sind vollständig ge- schlössen. Nur in der.Vi k t o r i a", wo die Forderungen be- Dilligt find, wird gearbeitet, doch besteht dor! große Geiicigihkii bei den Angestellten, in einen Sympath«streik«iuzutrelen. Di« entschlossene Haltung der Sirelkenden Hai bereits bewirkt, tmß die Ulitcrnehmer den SchlichtungsnuSichuß angernftn haben. Dieser hat sich jedoch bis zur Stunde noch nicht an die Streikleitung gewendet- Wenn aber die Unternehmer, die die Polizei um Hilfe angegangen haben, glauben, damit irgendwelchen Einfluß gut die Bewegung ausüben zu können, so werden sie üch ober gewaltia täuschen. Sie tälen wahrhaftig klüger, von solchen albernen, mittelalterlichen Maßnahmen abzuschen. Dank der oernilnfligen Haltung der Sireikparfm sind Zwischenfalle der, m cden worden.,..... Di«.Wrlhelma" ist auf den auch Nicht mehr ganz neuen Ge- danken gekommen, Streikbrecher von außerhalb herbeizuholen. Sie"hat sich zu diesem Zwecke nach Magveburg gewendet. Natürlich ist die Streikleitung auch nicht müßig ge- ivescn und har entsprechende Gegenmaßregesn ergriffen. Ge? spannt MKn mau sein, ob eiwa ßtioonnene Streikbrecher den Fghrtenswei» nach Berlin srhalten. Wir sind der Meinnng, daß leine Behörde das Pechi hat, den Streikbrnch zu hegnnsligen. Bon der Streikleitung vird. UN« �nsch geschrieben k.Um asten Irrtümern vorzubeugen, fcnlen 5Ö � ,r drei dem Knrtellvertrag angeschlossenen U�enentenvecbande. so»- gende Forderungen gestellt worden find: Bis zum Uo'chlutz off Tarifvertrages fall«in monatliches Provllqnum gezahlt werden biS zum W. Lebensjahr öl) M., bis zum si4. LebeiiSzahr kä M-, über da? 24. Lebensjahr hinaus lllv M. auf die Dizembergehalter. Dje Gehälter der Allgemeinheit der PerficherungSangeitellien he- fragen ungefähr vo M.. m M. monatlich, so.d.,ss nach B«vi.li- gung de? Propl-orium« immer noch recht befchmdene Gehaftee iersriSkommen. In einer Donnerstag vormittag sta.. gefundenen All««sere Srgmisakionen. Partcigenossral Tic Revolution haj die Fcssetn gesprengt, in die unsere .Organisationen vordem eingezwängt Wasen. Urberall vollzieht sich jetzt ein. mächtiges A n s ch w e l l c n u n> e r c r i t g i i e d s ch a s t e n, vielerorts habe« unsere Genosse» neue Vereine und-neue P a r t e i b l ä t t e r ge- gründet, Tic Walürn zu den neuen Parlaistenten im Reich, Ttnat und Grnrciiidc nahmen und nehprcu die persuulichr» itnd materiellen Kräfte unserer Vcnossclk' aufs änsjerste in Änipnich. Eine Fülle neuer Äufgaben mußte gelost ipeyden nntz drängt sich täglich auf. Tic Zentrale der Partei hat die Lösung und Pewältignng all dieser Aufgaben bisher nach Kräften ge- fördert und wird eö auch ferner tun. sie ist aber bei dem ttrhexmasj der plötzlich gleichzeitig an sie herangetretenen Au? fordkrungen guszerstande, für die nächste. Zeit asten Wün- schen der Parteigenossen nach zentraler Wfe zu entsprechen. Tie Parteigenossen müssen i» verstärktem Masse aus eigener Kraft die Aufgaben lösen, die ihnen die revo- lutjoiiäre Zeit stellt. Parteigenossen? Es gilt, neue redne- r i s ch c u n d s ch r i f t st e l I c r i s ch e K r ä f t e heran- zuziehen und dabei das Vorurteil gegen Einheimische zu überwinden. Die erforderlichen Geldmittel müssen mög- sich st örtlich aufgebracht werde,». Keine öffentliche Vcrsamm- lnng sollte ohne E i n t r i t t S g e l d, T e l l e r s n m m l tt N g nstp. abgehalten werden, um die llnkosteu für Justpate, Plakqte, Referenten und die akgkineincn Ausgaben zu decken. Für Wahlen, Tclegationen und sonstige besondere Zwecke sollte unter den GcsinnungSgenosscu»nittclst Listen oder Bons eifrig gesammelt werden- Bei ZeitungS- grjindnngen nnd ähnlichen Unternehmungen sollte vor allem a« die O p f e r w i l l i g k c i t der Genossen b e 3 VerbreitungSbezirks appelliert und die Hilfe anderer Organisationen des Bezirks herangezogen werden, deren Interesse für die Gründung dadurch dauernd wach- gehalten wixd, P a stei g e n o ff e n 1 Diese Meriiodep find jähr- zehntelang von der Tozmldemvtratie geübt worden, ehe die Abhängigkeit vom grossen Gcldfack der Zentrale einsetzte, die sich Während des Krieges als so verhängnisvoll erwiesen hat. Wir wollen diese entnervende Erscheinung in unserer Partei nicht aufkommen lassen. Tarin war sich unser Gründungs- Parteitag ig Gotha einig und bat unser Organisatio»»sstatnt entsprechend gestaltet. Dir Selbständigkeit und Unabhängigkeit muffen der Stolz unserer Organi- sation sein nnd bleibe». Ter Aufstieg unserer Organisationen ist mühselig»nd schwer, aber ihnen winkt reicher Erfolg. Tie Massen strömen uns zu, Deshalb, Partei- gen offen, allen Schwierigkeiten zum Trotz: Frischauf ans Werk, rüstet zum Kampf für hie Verwirklichung des Sozia- liömus? Z-nltMmlkee der llnabWMen SsMdemokralischen Partei Deakschlands. Alle Sendungen, bkfvndcrs aber Geldsendungen müssen postalischer Bestimmungen wegen nicht an die Partei, sondern p�r sonlich adressiert sein, und zwar«u eine der folgenden Adresse«: Wilhelm Dittmann, oder Hermann Radtke, oder L n i s e Z i e tz, alle drei Berlin NW. K, Schiffbanerdamm 21, 2. Hof, 3 Treppen. Met den Sisnd unserer Lrgamsalion spo auf dem ig nächster Zeit statifindenden Partcitgg Bericht gegeben werden. Der größte Teil der Organisqtionen hgt aber bisher die für den Bericht als Material notwendigen Frage« bogen noch nicht an die Zentrale zurückgefan'dt. Wir bitten die Genossen, allerorts bei ihren Leitungen darauf zu drängen, daß die Einsendung— soweit sie noch picht erfolgt ist— sofort geschieht. Das Zentralkomitee der Unahhängigeg SvzialdemokrMchtn Partei Deutschlands. Berlin NW S, Schissbauerhamm 21, 2, Hof, L Tcp. MWWWWWWWMDDWWWWWWWx I Garde und die Bewaffnung der revolutionären Arbeiterschaft zur Durchführung des Sozialieinriß und schnellst« Aburteilung der .jetzt bekannten Mörder Liebknechts und Luxemburgs von einem ' vog der Arbeiterschaft eingofetzten Gericht. SÜ"? mSm* Die Sabotage der Unternehmer. Die Methode der Unternehmer, durch zeitweilige Eipstessung der Produktion tine Massenarbeitslosigkeit hervorzp rufen und dadurch dl«»töhns hergbzud rücke», erfuhr eine Beleuqtunz m der Betriebsperfammlung der Deutschen Waffeu- und Mustsjsgjizfcibrik Wittenau, Abteilung Was» feg bau, di« gefi, in in den Pharnssäsep tagte. Da» Arbeiter� ratsmitglied Schmidt, berichtete über die BewühjM.gen des ArbeiterrnteZ, die Produktion aufrechtzuerhalten, was aber die Unternehmer verhinderten. Trotzdem Kahle und Rohmaterial dar. handcn sei, halben sie Ärbeitereni-iassunsen in großem Umfange vor. genviguien. Die Verhandlungen vrx Obieute der Großbetriebe mit der Regierunz, insbesondere dem Voltsbeauftragten Wisse«, >e!en ergebniklc» Verlaufs» Aui die Krage der Arbeiterröte, wa» sie zu tun hätten, um die UnteMhs �(Sri »C 9U INN Produktion ZU am die veranlassen, antuu� mer zur Forrjührung de- ete Wissell. daß man wetzt > Die Krlegtzesellschaften und Kriegsorganisattone« sandten gestern ihre Arbeiterrqte zu einer Konferenz in» Herrenhaus. An dieser Besvreckung nahmen die Arbeiterräte, die auf dem Boden der S. P. D., Ü. S. P. D. und K. P. D. stehen, teil, und babxn zu der Lohnbewegung der Angestellten der eben genannten Organisationen Stellung genommen. Hinftimmrp wurde folgende Resolution angenommen:„Die am 13. Februar 1919 im Herrenhaus versammelten Arbeiterräte der Krieqsgefelljchaften und Kriepso-gaiiisationen anerkennen die berechtigren Forderungen der Angestellten der Kriegs?? f pH üb-ssten und KriegZorganifationen, erheben hierdurch pleickzeitig fchräfsten Protest gegen eine Ver» schleppung der Verhandlungen zwischen dem ArbeiterauZschuß der Angestellten sämtlicher Kriegsgesellschaften und KriegSorgani- ftrisonen und den Behörden, sowre den Geschnftsleitern und be- auftragen den Vollzugsrat, bei dem Zentralrat und der Regre» rung sofort vorstellig zu werden und dafür zu sorgen, daß jetzt die gewählte und zu Recht bestehende Meunerkommission von seilen der Behörden und Geschäftsleiter anzuerkennen ist. als InteressenPerlretung sämtlicher Angestellten der KrieaSgeiell- 'chgficn und Kriegsorganisationen— also auch der gewerblichep Arbeiter und der Hausangestellten— und daß npnmehr die«er- Handlungen innerhalb 5 Tagen zu(rnde zu sichren sind. Hierauf wurde eine Kommission eingesetzt, welch« beauftragt wurde, mit dem Vollzugsrat, dem Zentralrat.und der Regieruaa in Verhandlungen zu treten. Diese Kommission ist sofort mit dem Vollzugsrat in Verhandlungen eingetreten. Ein« Vranchcndersammlnng der Eisen-, Metall- und Revolver» drchcr, sowie Rundschleifer, beschäftigte sich mit dem K o l l e k t i v- abkommen der. Branase und beschlloß nach dem Bericht über dm stgttgefundenen Berhandlnngen das Abkommen abzul«bn«n. — Dann berichtete der Branchenleiter über die willkürliche«chue- ßung dor Betriebe sowie die' nicht planmäßige Verteilung der Kohlen. Er wies darauf hin. daß ein Betrieb, der Vistienkarte» nnd Werbeplakate herstellt Kohlen in reichem Maße zugeteilt er- bält. während z. B die Bäckerei der Konsuinaenossenschakt, ttelchch 'A Million der Berliner Bevölkerung mit Brot versorgt, bor einem Nicht» steht.— Die Versammlung nalm einstimmig einen An- trag an. der die Regierung ersucht, die Iknternchmer, die ihre Be- trieb« ohne Grund schließen, ohne Entschädigung zu enteignen. .Lebhafte Klagen über die zwangsweise, während des KricgeS�nach Deutschland gebrachten Polen, die man jetzt ihrem Schicksal über? läßt, wurden vorgetragen.— Zum Schluß wurde auf Antrag eincS Kolleggen gegen wonige Stimmen beschlossen, daß in Zukunft keine Annoncen sm„Vorwärts" aufgegeben werben, sondern nur die„F r e i b e i t"..Republik� und die»Rote, Fahne" zu verwenden sind. Die Möbeltischler des Bezirk» Osten III nahmen in rfne«! Mitgliederversommluna Stellung zur Genera lversamm- lung rur Groß-Äertin. Der Obmann, Kollege Bves«, dev sprach in kurzen Ausführungen die Ausgaben der Delegierten auf der Berliner Generalversqmmluiig. Er tckies darauf hin-, daß sich innerbalb der Gewerkschaften Bestrebungen geltend machen, langfristige Tarifverträge mft den Arbestgeherverbände» � abzuschließen, um so dal Streikrecht der Arbeiter illusorisch zu machen. Auch eine Aeußeriinz de?„Genossen" Legten auf einer Vorstäude-Konferenz zage, daß man den Arbeiterräten daS Lebenslicht ausblasen wolle. Bei der Wahl der Delegierten müsse man also sehr vorsicksiig sein,— In der sehr lebhaften Diskussion wurden djese Ausführungen unterstrichen»nd ergänzt. Unter besonders großer Anfmerksamkeit kritisierte Kollege Siegle die Haltung der Gewerkschaften während des Krieges. Di« Gewerk- fchafte» hätren durch die'Unterstützung der Politik de» 4. August die Interessen der Arbeiter verraten und sich so zum Mitschul- digen an dem jetzigen Zusammenbruch gemacht. Die General- versamnilung müsse eine Abrechnung vornehmen auch an unserer Verwaltung, die nicht» getan habe, um dieser Politik entgegen? zutreten, ja sie sogar gefördert habe. Die Haltung der Gewerk- schaften führ« nicht zur Beseitigung des SissiemS der AuSbentung, sondern streb« dl« Aussöhnung zwischen Kapital nnd Arbeit an. Von der Zusammensetzung der Generalversammlunz hänge es ab, ob die seitherige Politik gebilligt und fortgesetzt werden soll. Die Kollegen mögen Delegierte wählen, die die sozialistischen Prinzipien hochbolten und auf dem unverfäkfchten BodeWdeS inkerngtjonalen Sozialismus stehen. Auf Beschluß der Versamm- lung mußten die vorgeschlagenen Kandidaten ihr politische» GlaubenSbefenntniS ablegen. Die Vorschläge der Delegierten zum Verbunds tag wurden für eine spätere Versammlung ver- tagt.— Dann fanden noch folgende Anträge, die der General« versamnftimg unterbreitet werden sollen, gegen eine kleine Minderheit«»nähme: Der„Vorwärts" ist nicht mehr gl« Publi- kationSorgan zu benutzen. Als Publikationsorcgane' gelten die „Freiheit" und„Rote Fahne'.— Gegen eine Stimme wurde beschlossen, das Ausschlußverjahren gegen den„Arbeilgx" No»ke zu beantragen. Tarifseinbschaft der Konbitvreihcflhcr. Nach fünf VerHand- lungen war eine Einigung mit den Kondstoren-Jnnungen und dem Verein der„selbständigen Konditoren" fast erzielt. Wider Erwarten ging uns die Mitteilung zu, daß der Tarif von den Konditoreiöesitzern abgelehnt sei- Ohne Begründung sträuben sich dix KonMioreibesitzer, einen Vertrag zu unterschreiben, dessen Sätze bereits in größeren Konditoreien gezahlt werden und mit einzelnen Geschäften vertraglich abgeschlossen sind. Es ist der Geist einiger kleiner Konditoreien, welcke noch Monatslöhne von 120 M. zahlen und nur-junge,� lediae Leute beschäftigen wollen. Folgende Resolution gelang!« in einer Versammlung der Kon- ditorgebilfen zur Annahme: Tie heut ge Versammlung des Berliner Konditorei-,� Laden- und BackstubenpersonalS nimmt mit Bedauern Kenn'nis von der ablehnenden Haltung der Kondi- tordbesitzer Berlins, gegen ein geordnetes tarifliches Arbeits- vertragspetzhästniS, Dl« Versammlung llhnt die Verantwortung für die Erschütterungen des Gewerbe?, wellhe durch die rückstän. dige„Tariffeindschasi" eines Teiles der kleinen und mittleren Konditoreien kommen muß, ab und heaufiragt die Organisationk- leitung, all« derselben geetzgnet«rscheinenden Wege zu beschreiten, um die Bewegung in eine den berechtigien Interessen der in dMl Kondilorelsn Beschäftigten Rechnung tragenden Form energisch zu Ende zu führen. Die ersten Schritt« dazu sind bereits getan, und das Berliner EintzzungSamt angerufen woeden, in der Hoffnung, daß damit die beschetvenen Forde- rungen der in den.Konditoreien beschäfftgien Gehilfen. Hilf?- arbeii«r und Arbeiterinnen geregelt werdcm Zcntrylvcrband der HandlunsSgehilfen, Kolleginnen und �wllcgen, die sich dem Streikburcau zur Verfügung stellen wollen, fteften sich vormittags 9 Uhr im«bnigstaot-Kasino, Holzmarkt- siraL-, Ecke Alexanderstraße..- fheaicr und wwWnZen. Voiksbiih);e. Direktion WilliO1'" Kayssler. 7� Uhr. CI® armSx�ÄWi Besta- bloßer. Opernhaus 7 Ulir: Mona Usa. Scliousple'hsus 7 Uhr: Heimat. Direktion MaxReinhara'l Deutsches Theater JUiir; Der Übende Leichnam. K�mnierspiele 7 Uhrt Narrenspie! des Lebens. Kleines Sc�uspiethaos Fa<:?*nAnstrnsse I. Porta' 5. 7\' Uhr: Oie aücJ.s� d r Pandora. Dir.:C. Meinhard. R. Bernauer Tlica'er i d- Eöjiif:ffrät'r«r Str. 7i uhn Der Totentanz. lomöd�enheas Schiffbauerdamm 25. a. d. N mich Wilhelmstr n uhr: Erdselsf. Berliner Theater 71. Uhr: Sterne, d'e wie t r Inrchten. lesSing-Tjeater Direkt. Victor RarnowJky. 7 U ir: Peer(iynt, Sonnaiieni: Oer Scllöpfcr. So�tita-: Oer Schöpfer. Mon.nc: Der IDsufUCilS. tNeuein�tudierung'. Deiiischea Könsler-Tliest Zum IOO. Male: Mttie'.cuchtung (Zum 1, Male: Der fllejüc.de Tie elmrat—' Lo' enfifrin— Tohhy— Mlnttn Ma�clnfetta). Th.ij.krMichsWt 1 ägUch 7,A Uhr: Drei tri s T�ge Triann- Theater Bhf Fricdr chstr Ztr. 4927, 235! 7V Uhr:' gUtS HUl Von Hermnnn?u'ermann. F. s-e�z- Theater TSsüch 7 Uhr: Das höhere Leben. Von lltimonn Sndermann, Centr il- 1 ucater. tv uim OicPiisevonSlambnl D« i. sc ii 0 oroiiausbaar•Uook. 7 Uhr RlorolettO.___ i'ri Li.«!,- WnheiBi«.- Vheiwr. 7k i'iir; Hanneil. Ou-s. jsltüärfattiaua ___ II Teil._ R ü;ii6t Taeater. 7 u.: üans im ScteMocli Komische Öner. nmr:Sc..war. Lustspiali.aus. T'.uhrCiesp.niKneFisge hiebt po.-'ißeater. 7- uhr: D b Fatc�ingstee st» s till r; Wl-ner Blnt NETROPOL litattt i Betirenstr. 53-56 Dir. AVax Braune. Albe Rolk ItiorniaA Fernand lanzlss?— Dugson Gy'.p]fl- Konzerle Vortü�Iiche Khchi. Unabhängige Sozialöemokcatifthe Partei öerlm OeffenMche Vahlerversammlungen Zreitag, 74. Zebruar, abenös 7 Uhr: Schul-Aula. Veißevbmger Straße 4s i Schul-Aula. Sderberger Sftaße 57,53 Schul-Aula. Wattstraße 1ö Schul-Ma. ZZappet-Allee 43/42 Schul-Aula. Gotenburger Stmße 4 I Schul-Aula. Prinzen-Atlee 8 Referenten: Genossen Eichner, Aug. Hintze, R. Krille, Schneider, Franz Goß» Ad. Zeuner. Tagesordnung in allen Versammlungen: Sozialismus in öer Kommune Parteigenossen, sorgt für zahlreichen Besuch! Der Propaganda-Ansschnß. I. 5t.: K. Sichle. Piano »her Tilligrl, ac turll Dar noninm tonn««Ii a cit I- i rti u< t ti« r, t utfciot c. 1 14,ui itrclMiiochoi erhccB. b. Wahlkreis U. S. P. greitrti», den II. Februar, abends 7'/, Ni,r Orffeutliche Franen-Arrsammlung im Moabiter Stadttheater, Nit-Moabit 47/48. Tagesori nung: I. D'e �rau in d:t Gemcindcvcrwuliung. N�rentin: Genossin D e m n i n g. 2 Di,?u,iio:i. Der Vorstand. Nowawe�. ?tm Arctlaa. hen 14. irrbrnar loin, adend» 7 llhr, fiiidc: in eiiiRCi« BoltSgarte«. Pilcsieistrasie 31. elhe cffeitil dje Zraiteiivetsammmg ftait. Tageiordnuna: Tie Frau in der ncnen H'emelnde. »ekienlin: KriioNi» sttrau«Imou-Zcklcnvorf. Sittu fion.-- Frrl««»»sprach«. Jede?krau mnst lu dte'cr V�rfonimliinn«r'chelnen. Zentralverbanö öer hanülungsgehilfen ' DrlagLUpp« Dr»k-e»r>ia.--- Generalversammlung oill Jtrctins. btn 14. ffetrnnr,«btnüs 7 Uhr In den Mnfl!«- ;ä:en, Äai.«:1 lhclir-Slrak« PO. 3Mnltrr P» n I Lanq« Tirabe Iv. »> o rl b 0 r« li. Msthaciliichv ap 2. A!i o r II«« I f e r, Slicciktr SN aste>3. 7- r I n(i, Silin c ittaht 23,». pu 9«« 4» t I e, Bvvnstra' e I. »inner. Musioue« Slioi« 3L Denke«, Utrtomstr. 18. 902 1 lo«.«« tethr. 28. «chlfslinnerdemm 10. Zrieüenau: ZtUnlA, Rhrlnstraße VI. ü. 8. r'. Ortsvorcic NvukSllr Am Dienstag, den 11. Februar d. J. vers arb j nach kurzem schweren! Leiden im Krankenhaus I ß"Ckow unser braver 1 Genosse, der Pezirks- ImsSCprer de"« 1� Bezirks J Gustav Holfmaan im 5t) Lebensjahre. Die Beerdigung findet 1 j am Sonnabend, den 15.> Febr.* nachm. 2 Uhrauf' j dem stadtischenFriedhof| «Mariendorer Weg.'tatt. Ein chrerdos Andenken j bewehrt ihm Der Vorstand. DekanvtmachtMH,— � Gemäß§ 7 der«usführungsbeMmmuns»ort 21. September 1918 lDerordnung über die«bgab« u»d Enlnohme von Fischen und Fischworen vo» S. Juli 1918) wird sllr den EemeindebSzirk der Sladt Berlin bestimmt: In den Brolbommisstonkbeziriien: 1—2. ZI, 40—42, 58—54, 58—76, 80-82, 92—95, 179—181, 195. 200, 208, 210, 222—223, 228, 238, 240, 242, 243 gelangt vom 17. Februar ab für jede abgegeben- Marke 8 5 bei Berliner Bezugskart» X Kilogramm Salzheringe zu» Berouszabung. � Der Kleinhandelspreis betrögt: für'A Kilogramm Hering« netto Isischgewicht 4-25 M. für X Kilogramm Heringe net!� Fischgewichl 0 85 M. Di« Deliefe ung richtet sich nach der Log« de» Ladens des Kleinhändlers, bei dem der einzelne fein» Einlragung bewirkt hat, nicht nach der Wohnung de» Berbrauckiers. Die Abholung muh bis zum 24. Februar 1919 b« wirkt fein, Di« Kleinhändler sind verpflichlet, bis fpölestcn« 1. März 1919 die gesammel'en s-Absckinltte, zu 106 gebündelt, im Filckibureau, Dtr-ksenstr. 45, 4 Treppen, abzugeben. Die sttakete sind mii der genauen Zahl der abgegebenen Abschnitt«, sowie mit den Namen de» B.oh- und Kleinhändlers zu versehen Berlin, den 12. Februar 1919. Maglsirat. Abteilung für Fisckioersorgung. L 0 e h n i n g. Tgb. Nr. 2175. Fisch 19, Ausschneiden! Aufbewahren! Bi Aufnahme Bedingung: ■gi Spezial-FeTtanJhmf von Geschlechts-, Hast- v. Eamleiäen D. ulschcr fialiiitbc tcr-Sttbaiiii"" B-nvaliung Berlin..«Sä Tel.: Morikplatz 10523. 3573, Bureau: Rungestr. 30, Zm« D,eii-.s ttticc ettciiiiuus.: SchlHhaumliinini«»NorJencSl 71 uhr: Oie lst-uMe Siisaaat' faiaai-'l lua.er. n u r 1-er J�oubaäoun Si.ki lor■ 1.u-i i,uar.o«H"hiH(j 7 mir Ein Volksjßind. iTraha- Mieatcr nuhr: Poiiisc-ef/irlsciialt Yi-eaici aoi e&ttoripiat*. 7 Uhr: b.. Trel nlfg Schacliteltl. Ihea.er ues VVesiems. 7V Uhr liist 1'iSli 8 Witwe VVäiiiiöT-'« iieater 7s. uhr: Geisha Ste 3 Uhr firat Habenlcht» Casino-1 heater, Lothfn»,-, Ptr. ITTTßi: ,.''48 Uhr: Der Sci laser der SoicUeit. Dac r.t;e LerHoer Vio.ksstttck; Onkr Knolle. Dazu erstkla1-:» ge Spezialitat. Sonn r-t Uhr Dk woWe Dame 'A ättUtTia-'i hea i«-» 7' Uh': A im ts st tleratarke Kose I nea er T, Ui r L"er Mann ohne VeremmesihKit. Qaslspicl{l,br,ed;ich.WiiUeIni- <;> d'-I'nes ert._ Morikplatz 10323. 3578. Bureau: Rungestr. Stauchen- Vecsammlungev. der Mvdell- und Fabriltischler und Drechsler, i Sonntag. den lS. Februar, vorm. 10 Uhr, im„RchentHaler Hos", Rosenthaler Str. 11/12. Tagesordnung: Der Kollekiivvertrag. Das E.scheiitvn aller Bronchenkollegen ist er- forderlich. Die Branchenkommlfston. Äm SomitM. den IS. d. Ml-., vörm. 10 Ahr. im Ziikus Busch: BoNversanttttlktna sämll chec Angestellten der Aet.ro-Zkdustrle i Taaesordnnng: t. Die S�vslut on und die Angestellten. Zi.se>e»r: Herr Dr. Brcllschsid. >. Der Ab chluß der Kolleltio- SerKSge durch die srelen Geivettii« ailen. Im Siamen der Fachgravp« 15«S etlro-Jndnftrle) de».8ci»ralousl«l:iisie». sr. 3. D no». ■ leder Art b»l MSnoern rnd Pranen.«per, veraltete(chronische) Harnleiden v. AusUOsse. nervöse Schwache >iw.. Chrllrh.Hata-Kuren. lilutuntcrsrichiiog. t.lcht. und Piusen•Bchar.dliiiib'. Oercksllher- Entzlchunes-Kuri n.:iK«r-Bad fftr elektrische unJ '{ medirinische Bade Ohne Bemfss'Arune. Getrennte Räume (fir Damen und Herren. Aerrtllch releitete Hellanstalt. 30. Loser, KBnzstr.9, Kleine Anzeigen ÄNllglisie, Laslf. Citarrf, \Vandermando!ine4t5.— ,e'»-kl. P5.-, Konzertlaute 12L-. H5-. «Unterricht S.—. MonMshono- rar. evtl. 10 stiindl�e Schnell- kurse). K»:nstlcrvIo!Jne mit Zubehör 125—. Konzcrt�elte 65.—. Ernst, Oranienstr, 166111. MftfÜedschaft in einer iozlaldcmokratlschen Partei odef etner frelgewcrkscbuftlichen Oreanisat on. Aufna' meKeblllir 50 Pfennig. 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Charlotteoburg Donnerstags, Kirch» Straße 3 d l Bendlx. Lelirkurse nnenlgettlich für Jedermann. Anmeldanget In a Ion Abteilungen und im freien Schachverkehr je les Sonntag vormittag von 9- 1 i Uhr: Verl n im �Logen-Restau« ram Kleina Augusfstrnßc 14. NcukSIta in den„Passagt» Fcstsälea Bergstraße 51. Der Vorstand I. A.: Robert OchlschlSger. Tcrlln N 65, Hochstädter Strasse 10.' Frie'e'SüiaRU 1250.—, bochelegan e«; nchwar/es Nuß- bnumpia'io 195�.—. schwer eichenes(Prach stRckf 350V.—. eleganter Konzer(Biiftc! 2800.—. seuwa rzef Stn> zfiiircl 1 500.- ve r- kauftFrnst. Oraolenftr. 166,111 2 Mark! 4.— Mark os Das grosse Spenli'ites-Pfii�äil Anfanß 1 a8 Uhr i:in ti iltirei! ücliön-RBbarett Künstler- Diels Taribemir. 34. ■ AbdUhrOrcliester« von(—7 Uhr: lins grolle ProKr.mm. I 1 Ab 5v Uhr: lanz. E Utt niniulirr Tn. bllu. Ktkt*. 1 I Schalende. fiis,&MB, Buchdrucker! Sonntag, 16. Februar 1019, vo m. 9., Ulr, im �Wintergarten' der Unionöbrauerei, Hasenheide, Öffentliche B e r f a»n ui 1 u« g! Tagesordnung: 1.«rbeiterräte und Tärif- vertrage; 2. Disfuinon.__ Fääm äSLitl mit cc' tem Ffieilens-Kdutssliuk nchSn«. aatstrllche Farbe bei 5 j d s. SC sll!l,sios GhfdlltiS, Zahnziehen mit Örtlich. Bctäuhiins nach bewährter Methode bei Bestelhins von Gebissen c r a t i s! Spezfalitüt; Zähne ahne Saunnnl Echte Goldkronen von 20 Mark an. tMT Keine Luxuspreise. Persönliche fachmännlsclie Mund- untersuchung und Rat Kostenlos. Zahnpraxis M%*§*§*&&&*. Danzlger Strasse l oöllVcirii Ecke Schönhauser Allee. Eiligen» Danzlger Straße. Sprechstunden von 9— 12. 2—7. Sannlaus und Feie, tags 9—1'. In d€n letzten 2 Jahren über 2500(Seblsse zur voilstfcn 2u- :: frieäenheit geZteäert.:: 'HböIb!-»!3 Bs aadiüns. Msänelisch mit Frfolg. Für innere und äußere Krank- hei'e» jeder Art, Nur gepen schriftliche Vor- anm-eldangen. M lm�setisvnr iL E scsr,. Schßncberg, P.bcrsstraße 59. Srw-rbsiole .-ie»a>iieal»«v,t!I.'» Ächrelv- npliftieti.Ste"') el(rtl«lB>i«OCU mlgt an Zkr.iu»:«, N>>>. 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Einheitliche Fährung der Arfenpolitik. einschliev'ich der ansmärtigen Wirtschaftspolitik� !. Auhcnpolilik. 1. Herbeiführung sofortige i' Friedensschlusses. Festhalten an den Grundsätzen deS Präsidenten der Vereinigten Staa.en unter Ablehnung jede»' GewaltfriedenS. 2. Wiederherstellung eines deutschen Kolonial g e b» e t s. 8. Sofortige Rückgabe der deutschen Kriegs. gefangeneu.(Lebhaftes Bravo l) 4 Gleichberechtigte Beteiligung am Völkerbund. Gleich. zeitige und gegenseitig« A b r ü st u n g. Obligatorische S ch i e d s- g c r i ck t e zur Vermeidung der Kriege. Abschaffung der G e h e i m d i p l o m a.t i e. II. Innenpolitik. 1. Demokratische Verwaltung Beseitigungaller Bevor z-u g u n g e n bei der Besetzung von Beamteusiellen. Heranziehung der Frauen zum öffentlichen Dienst entsprechend de» auf allen Gebieten vermehrte» Fraucnausgnbcn. 2. Hebung der allgemeinen Volksbildung durch höchste Enlwick'irng des Schulwesens von nuten auf. Jeden» Kind ist ohne Rücksicht auf VermogenSverbältniffe der Zugang zu den höchsten AuSbildungSstufe» gemäsi seiner Begabung zu er» »nöglichen. Ertüchtigung der Jugend. 3. Schaifuiig eines auf demotralischcn Grundlagen aufge- bauten Volks heereS zum Schutze des Vaterlandes, unter wesentlicher Herabsetzung der Dienstzeit. Jeder Truppenteil wählt einen VertrauenSauSschusi zur Mitwirkung bei Ver� Das erste Wort der ersten verantwortlichen Regierung der deutschen Republik mutz, ein Bekenntnis zu dem» Gedanken der V o l k s h e r.r s ch a f t sein, den dies« Versammlung verkörpert. In gerechter freier Wahl hat daS Volk sie zu seinen Vertretern be* st-'llt, durch sie wird es sich seine Gesetze geben, denen unverbrünch' üchen Gehorsam zu leisten unser aller Pflicht ist. Lassen Sie sich alle von der Größe dieser Vorstellung durchdringen, auf daß die Souveränität des deutschen Volkes, die der l>. No» »emocr ver'ündet hat, stabilisiert ist wie ein Felsen von Erz. Di? erste Regierung der Revolution ist abgetreten, sie trögt ihre Verantwortung vor Volk und Geschichte. Sie hat ihre Auf» gab« auch nie anders aufgefaßt als so. daß sie da? ihr zugesalleuc Amt zu treuen Händen zu verwalten hatte bis zu dem Augen» blick,»n dem das Volk selber in geordneter Abstimmung über die fernere Gestaltung seiner Geschicke entscheiden könnte. Darum hat diese Regierung schon in ihrer ersten progrmnmaiischen Er- llärung am ö. Nooember die Wahl dieser.Nationalversammlung angekündigt und alle Widerstände dagegen nieder- gekämpft. Die? iü der Teil ihres Wirkens, auf den sie glaub! mit restloser Befriedigung zurückblicken z» können. Wir wissen nicht,»velche schweren Stürme unS noch bevorstehen. Aber ich glaube, die Prophezeiung wagen zu dürfen, daß die Zeiten der Kewaltherrlchaft ein für alle mal vor- über sind.(Frau Zietz, U. Soz.: NoSkel), das keine Macht der Welt jemals ungestraft es wagen dürste, das gleiche politische Recht aller Volksgenossen anzutasten. lLeöd. Beifall i Wir betrachten es als eine der größten Errungenschaften, daß auch die Frauen als gleichberechttgt« Volksgenossinnen in unsere Reihen ringe retxn sind. lBeikail.) Soll es doch die große Aufgabe der neuen Zeit sein, die Politik menschlicher zu gestalten als bisher. Wer»väre mehr dazu berufen als der Teil des mensch. lichen Geschlechts, der seit den ältesten Zeiten niemals Waffen geführt hat. Von stolzer Höhe ist unser Volk in einen Abgrund ge- stürzt. Als man uns rief, war längst kein Halten mehr.(Rufe rechts: Rai na!) Das ist das schlimmste eines zur Niederlage best mmlen VolieS, daß es> ch st Iber be.öaen muß, weil es an die Niederlage nicht glauben darf. Wir aber waren zur Niederlage bestimmt. Wir mußt?:» vor der brutalen Wahrheit die Augen ! schießen, daß zehn schließlich) immer stärker sind als einer. Wir duifte» an unsere Niederlage nicht glauben, wenn wir sie nicht herbrisühren wollten, konnten aber mit diesem Glauben an uns selbst nicht die Macht der Zahlen ans der Welt schaffen. AlS ciitgezeii allen Voraussagen unserer-U-Dootprophe.en das Heer der Feinde im Weste» um Millionen anwuchs und schließlich der geniale Hasardeur des Weltkrieges, Ludendorff,(Widerspruch rechts) den Bankerott erklärte(erneuter Widerspruch rechts); die- jenige», die es miterlobt haben, werden keinen Widerspruch wage»! (Beifall)— fiel eS wie eine Binde von den Augen des Volkes. Deutschland war reis gewo ben für bei 9. November. Daß unser pflegung(Kantine), klrlaub und Unterbringung, sowie bei Be-;® furchtbaren Augenblick n«h die Kraft besaß, die schwerdcn. E n t l a s s u n g der in den Kalernen befindlichen Sol- alte Gesell, chaft zu zertrümmern nnd sein« eigene Herrschaft auS� sie sich bewährt haben. die KrtegShinter« Wiederaufbau de« der Ausgestaltung bei dale». auch des Jahrgangs 1 8 99. Auslösung der milstäri sehen Behörden, die nur für den Krieg geschaffen waren und de, heute als»iberflülsig zu erachtenden Friedensbehörden. Für» sorge für die bisherigen aktiven Offiziere und Unter- offiziere.— Für die UebergangSzeit: Bestätigung der bisher von den Soldaten gewählten Führer, soweit 4. Ausreichende Fürsorge für bliebenen und Kriegsbeschädigten. ö. Estiheitlick'e Grirndlaoen kür den Wirtschaftsleben». Förderung VrrkchrkwescnS»nwr voller Wabruna des R.sichSintercsscS. Das Reich hat in engster Fühlung mit den beteiligten Kreisen regelnd und auSglcichcnd eiiizngrciscn. damit das deutsche Wirtschaftsleben sich zuiN Wohle de? ganzen Volkes entwickelt. Förderung der vurch die Krie�Sfolgen schwer geschädigten m i t t l e r em und kleineren Gewerbetreibenden. lBcaoo!) 6. Rationierung und S ö ch st p r e'i s c werden für notwendig« Lebensmittel und zwar ftir diejenigen, an denen wir Mangel leiden, vorerst aufrecht erhalten. Die Frcig»b» der Verteilung der Lebensmittel und die Entfaltung des freien San» delS erfolgt, sobald die Versorgung deS Markte» so sicheegestellt ist, daß Angebot»nd Nachfrage ibren Ausgleich finden können. Die S i n f» b r wird nur insoweit beschränkt, als die? mit Rücksicht auf unsere Finanzverhälsiiisse netwendig ist. Solange die Einfuhr der rationierten Lebensmittel von Neichsftellen geleitet wird, sind die Vertreter des Handeis und dec Berbraucl»er binzuzuzieh.n. 7. WirtschaflSzweige. die nach ihrer Art und ihrem Entwicklungsgang einen prival»monopolistischen Cha- rakter angenommen haben, sind der öffentlichen Kon- trolle zu urterstellen. Soweit sie sich zur einhci'tichen Regelung durch die Gesamtheit eignen, insbesondere Bergwerke und Erzeugung von Energie, und dadurch zur einheitlichen Regelung durch die Gesamtheit(Sozialisicrung) reif geworden sind, sind sie in öffentliche oder gemischtwirtschaftliche Be- wirtschastung oder aiif Reich. Staat, Gcmeindeverbände od«. Gemeinden zn übernehmen. 8. Die Koalitionsfreiheit ist für jedermann in der Verfassung festzulegen. Tie Lohn- und Arbeiisbcdiiigungen sind zwischen de» Organisationen der beleiligien Unternehmer. Arbeiter und Ängestellt"» zu ve;einbaren. Ihr« Diirchsührnng ist durch �Vertretungen der beteiligten Arbeiter und Angestellten zu üb.r>vachcn. Das gesamte Arbeitsrecht ist den neuen Vfrhält- nissev anzupassen. 9. Auf sozialpolitischem Gebiet sind in Angriff zu nehm"!» die planmäßiee Ve.be sserung der V o l k s g e s n n o h e i t, die WohnungSfürsorg«, der Ausbau deS Mutter- [chutzcS, der Säugling»-»nd Jugendfürsorge. Der Arbeitsnachweis ist auf öffentlich rechtlicher und pariläli- fchcc Grundlage zu regeln und für die Arbeitslosen, soiveit ihnen nickt Arbeit beschafft werden kann, zu sorgen. 10. Ten B e g m t e n sind die staatsbürgerlichen und beruf» liehen Rechte einschließlich des Koalitionsrechtes, zu sichern Eine zeitgemäße Neuregelung der Besoldung«, und PensionSverhältnisse ist durchzuführen Schaffung eine» freiheitlichen Beamten, und Dis'i-lirarrccbte». 11. Steigerung der landwirtschaftlichen Er» zeugung in kleinbäuerlichen, bäuerlichen und allen sonstigen volkswirischafttich wer.vollen BetriebSforme», insbesondere durch Pflege des Genossenschaftswesens. Sckasfung von Neu- land für Siedeln ng Szwecke durch Bodenvertesseniug und Heranzichling des Großgrundbesitze» nach vorwiegend Wirtschaft» liehen Grundsätzen, ersordertichensall« durch Aiuvendung deS Vor» kausSrechte» oder dürft: Enteigmiiig. 12. Verschärf« eErfasiung de rKriegsgewinae und wiederholte Erhebung einer Mebr-Einkommenstelwr. Heran- ziehnng der Berinögen, nnter Freilassung der kleinsten, zur Ver» Minderung der Schu'denlast de» Reichs. Die Emkommeichesteue- cung ist tunlichst auf einheitliche Grundlage�zu stellen und nach sozialen und bevölkeningSpolilischeii Grundsätzen auSzuge stalten. Die Erb sch oft» best e» e r n ng ist»n der Richtung der schärfsten Erfassung de» Großbesitzes unter Berücksichtigung de» Vern'ögcnS der Erben auszubauen zur» sei», darin erblicke ich die beste Bürgschaft für eine gute Zu- tunft. In dem Augenblick, wo Deuischland reif wurd� für ein« demokratische Republik, mußte notwendigerweise die Forlfüh- rung der G. schäste an diejenige Partei fallen, die. seit jeher die Vorlämpferin de» demokratischen Prinzips gewesen war. Weder für den Kanzler deS alten Regimes Noch für uns gab e» in diesem Augenblick eine Wahl. Wir standen unter dem Zwang .'er g. seüicltlichen Notwendigkeit. Am 10. November ergab sich die Notwendigkeit, daß wir unS mit der Fraktion der Unabhängigen auf Bildung einer gemeinsamen Regierung.zusammentaten. Wir gingen \»b«i von der Ansicht anS. die Revolution ebne weiter?» Blut» oergießen ihren Zielen zuiuführen, so wie wir diese Ziele der- staiiden, zur Aufrichtung einer reinen VotkSherrschaft im Staat, die unS auch als Sozialisten die Möglichkeit zu praktischer Arbeit erössnete. Wie ernst unser« Absicht und wie weit unser Entgegenkommen war, ersehen Sie au« dem Umstand, daß wir »nS bereit erklärten, alle Posten paritätisch zu besetzen, obgleich wir genau wußten, daß unser Anhang im Volke unvergleichlich viel größer war, als der jeder anderen Partei.(Sehr richtig! bei den Soz.) Wir nahmen da» Verhältnis 1:1 an, während die Wahlen zur Nationalversammlung das Berbältnis 11:2 ergaben.(Hört, hörlk Zuruf bei den U. Soz.: Wird�fchon anders tu erden'•— Lachen.) Unter diesen Umständen war unsere Herrschaft von vornherein belastet mit einer Erbsünde gegen den Geist der Demokratie.(Sehr richtig! bei den Soz.— Lachen bei den U. Soz.) aber e» war die» berni damaligen Stande der Dinge ein not- wendiges Zugeständnis an eine Partei, die nun einmal i» den Febier verfallen war,»nebr gellen z» wollen als sie ibrer Zahl nach bedeutet.(Unterbrechungen bei den U. Soz.) Der Fehler vergrößerte sich bei einem Teile der Partei zur tragische» Schuld. Er strebte danach, als Sp'itter des deutschen Volke» mit Gewalt die ganze Macht an sich zu reißen. Er verkannte da» Wesen der Revolution und lehnte e» ab, die Mehrheit der Köpfe zu revolutionieren, sondern such« durch List und Ucber- redung die Mehrheit der Fäuste�und der Waffen auf seine Seite zu bringen.(Sehr richtig' Unruhe bei den U. Soz.) Ich nehme ohne weiteres an. daß die geistigen Urheber jenes Unternehmens der Sache der Menschheit zu dienen glaubten, aber ei ist der schlimmste Irrtum dessen ein Mensch fähig ist, wenn er glaubt, die Segnungen de» Sozialismus mit Handgranaten und Ma- schinengewehren einem Boll« beizubringen.(Sehr richtig! Un- ruhe bei den U. Soz.) Diesen Irrwahn haben wir bekämpft, mit Worten, solange er sich in Worten äußerte, mit der Tat, als seine Anhänger wahnwitzigerweise zu Taten übergingen.(Zu- stiminnng.) Wir haben dabei die Interessen de» ganzen deut- schen Volkes verteidigt, und, so«chwer wir»in? auch zu diesem Kampfe entschlossen haben, unser Gewissen ist re,n. ((Stürmischer Beifall.—- Zuruf« de! den U Soz.: Blutbefleckt!— Erneuler Beifall.) Wir haben zur Vermeidung de» Bürgerkrieges alle« ge- tan(k>. nicht zuletzt auch, weil wir wußten, daß nach Entfesselung des Bürgerkr egev Scheuhüchkciten auf beiden Seilen nicht zu vermeiden sein würdem Man kann nicht neben jeden Soldalen einen Minister stellen, der aufpaßt, daß der Soldat nicht über die Strenge schießt. (Sehr rich igl) D e alleinige Schuld für da», nm» geschehen ist, Warnungen und Be� entfesselt habe«.(Lebfällt- iausschkießlich auf die, die allen schivörungen zum Trotz das Verderben haste Zustimmung.) Die Meinungsverschiedenheiten über diesen Punkt führten zum Austritt der Unabhängigen aus der Regierung. Was dann >olgte. haben meine Freunde mit de» Unabhängigen, als Angehörige der sozialdcmokralischen Partei, auszumachen, nicht .ch als Miwlied der Regierung. Wir können aber nicht vergessen. welch ungeheuren Schaden dadurch dem Grundgedanken aiisziigcstalten.' der Demokratie zugefügt ist, daß die Unabhängigen sich niemals zu einer reinlichen Trennung von den Aichängern jener Minder» heit aufgerafft haben, die die Rat sualversammlmm bis Z»Ictz' der Gegenrevolution bekämpft haben.(Lebhaft« ! als einen Hort...____• JPU.... i.. 13 Tichcrslelliing der persönlichen und staa-S-bürgerlichen Zustimmung.— Unuhk und Zurufe bei den U. Soz.) Ihr Per- 9?■••fite de» einzelnen. Gewissensfreiheit und Freiheit dienst ist e» wahrlick, nickt,»oenn heute schon bje National. der R e I! a, o n S n b n n g. Freiheit der MeimingSäußerung in Versammlung da» erste LebenSbeduriniS unsere« Volke» erfüllen tK-rt und Christ, Freiheit der Presse. Wissenichast und Kunst, der: kann, d.e Säiaffung einer Verfassung.(Erneule. Zurufe be. den Ueriammlung und Bereinigungen." K" � w ' U. SanJ Sie sind die SUave» einer Demagozie geworden, ste folgen den lautesten Schreiern, sie bekämpfen die Rational- Versammlung, obwohl sie»ich's anderes ist und nicht» anderes sein soll als die Versamlung, die die magna ciiarta der Revolution beschließen soll.(Lebhafter Beifall.— Lärmende Zurufe bei den U. Soz.) Nicht die Revolution zu beenden, sondern ihr Werk methodiseh und ohne Blutvergießen fortzuführen, muß die Aufgabe jeder künftigen Volksvertretung unS jeder künftigen Rorierung sein, die vor der Geschichte in Ehren bestehen will. (Zurufe bei den U. Soz.: Aufewig ge brandmarkt!) Nachdem das Volk am 19. Januar keiner Partei die absolute Mehrheit zuerkannt hat, ist die Bildung einer miS mehreren Parteien zusammengefaßten Regierung zur un- ausweichliclen Notwendigkeit geworden, und zwar auf einer mög- lichft breiten Grundlage; die dabei auftauchenden Schwierig» ketten müssen überwunden werden. Der Friede, den abzuschließen die schivere Aufgabe dieser Regierung ist, soll keine bloße Ermartungspause in einem ewigen Kriegszustände der Völker sein, er soll vielmehr das harmonische Zusammenleben aller Völler auf dem Boden einer Weltverfassung begründen, die allen Völkern gleiche Reck e verleiht. In diesem Sinne ist das Programm deS Präsidenten Wilson von un» au» innerer Ueberzeugung angenommen worden. Da» deutsche Volk hat sich sein Se'bstbestimimungsrccht nach furchtbaren Kämpfen errungen, wie sollte es anders ats freudig dem Grundsatz huldigen, oaß Völker und Volksteile nicht wie Bauern auf dem Scherfbrett verschoben werden dürfen. Aber e» darf auch keine neue Sklaverei aufgerichtet werden; das deutsche Land soll und wird das Vater» land aller sein, die Deutsche sein und bleiben wollen, keinS seiner Glieder soll in Schmach und Not verkümmern. Die restlose Er- reichung aller Vernich.ungsziele im Osten hat uns wahrlich alle« andere als Glück gebracht. Ein niedergetretene?, hungernde» Deutschland wäre fji die gan-c Welt ein Una'ück und eine Gefahr. Wir fühlen die Kraft in un», der Welt mehr zu geben, als man uns gcnemimen hat, wenn man un» die Arme frei läßt zum Schaffen. Waren zur Zeit der militärischen Erfolge Deutschland» unsere Alldeutschen eine Gefahr für die Welt, so sind eS die All- deutschen deS AuslaiideS fetzt. Diese Machtpolitikcr können un» wohl, wenn sie die En.scheidung maßgebend beeinflussen können, zum Frieden zwingen, aber sie werden niemals 70 Millionen Menschen zwingen können, einen solchen Frieden im Innersten ihres Herzens als ehrlich und gerecht anzuerkennen. Sie werden nie imstande sein, einen roa' re" FciedenScund der Völker zu begründen, der ans dem freien Willen der gemeinsamen lieber- zeugung ruht.(Lebhafter allseitiger Beifall und Zustimmiing.) I» diesem Zusanimenhange möchte ich«in Wort richten an alle gerecht und menschlich Denkenden auf dem ganzen Erdenrund: daß sie unS Unterstützen möge» in der Forderung, die wir in unserem Programm bereits formuliert Herten, daß endlich den deutschen Kriegsgefangenen die Möglichkeit der Heimkehr zch ihren Faunilien gegeben werden möchte.(S ürmifcher Beifall und Zn- stimmung; Zuruf bei den Unabh. Sozialisten: Schicken Sie doch d i'e Russen zurück!' W r sind docb hier im Deut- sehen Reichstag und nicht im russischen.(Stürmischier Beifall unt Zustimmung.) Indem wir unfern Brüdern, die jahrelang von ihren Familien, von ihren Frauen und Kindern und Geschwistern getrennt gewesen sind, die Herzlichsien Grüße senden, verbinden wir damit den Wunsch, daß uns alle Neutralen, die sich ei» Gefühl der Menschlichkeit bewahrt hoben, in'dieser Forderung untev- stütz«'». Die die alte Welt nur in veränderter Form wieder aurrichten wollen, da» sind die gefährlichsten Gegenrevolutionäre, und chnen stellen wir da» Prinzip der deutschen Revolution entgegen, die eine neue Welt schaffen will innen und außen.(Beifall b: d. Soz.) In diesem Sinne rufen wir als Helfer und Bundesgenossen alte Gleichgesinnten der ganze» Erde auf, mit denen wir freudig uild ehrlich zusammenzuarbeiten gewillt sind, denen wir auch unsere Bereitschaft erklären, jedes Opfer zu bringen, da? die Perwirk- lichung dieser groß-n Jdbe von un» fordert. Einstweilen aber wolle» wir unverzagt an unserm eignen Hause bauen, in dem Bewußtsein, daß alles, was auf deutscher Erde gut wird, auch der ganzen Weit zugute kommt. Die vorläufige Verfassung, die aus den Beschlüssen dieses Hause» hervorauig, ist nur ein Gerüst für den Ausbau der endgültigen. Es unser aller Ehrgeiz, in dieser Bersassung ein Maß von Freiheit zu verwirklichen, wie es keine ander« der Welt kennt.(Bravo!) In diesem Geiste wird auch das Heerwesen geordnet werden, sch daß jedem einzelnen Angehörigen da» Maß von Freiheit gewährt bleiben soll, da» mit dem Zwecke des Ganzen vereinbar ist.(Bravol) Es muß aber auch dafür gesorgt werden, daß sich nie wieder eine Orgaiiisatio» der bloßen Gewalt über die Organisation des Rechli erhebt.(Beifall b. d. Soz.) ES kann in Deutschland keine, anderen Soldaten mehr geben, als den Soldaten der Republik Niemand anders wird die höchste Kommandogewalt haben alt da» Volk selbst durch seine verfassungsmäßige Vertretung. Den einzelnen steht feine Ueberzeugung vollkommen frei— die Armee als ganzes kann keine Politik treiben, wede, royalistijche noch bolschewisti'che.(Bei'all.) Ein andere?, nicht leicht zu lösendes Problem liegt in deir Verhältnis des Reichsganzen zu seinen einzcl« nen Teilen. Die Regierung hofft, in ernstem Zusammen« acbeiten mit ihnen den idealen Grundsatz zn verwirklichen, dii Einheit und die Freiheit wie die unverbrüchliche Solitwntät alle' deulschcn Stämme auf dein Boden der Republik in die Tal um« zusetzen. Die Negierung ist sich auch dessen bewußt, daß Staats- verfassunzei«, auch die voltkoininenlien. nur leere Formen sind die ihren Inhalt durch die gesellschaftlichen und wirtschaftlicher« Zustände erhalten.— BeseitigungderKlassennnlcr. schiede, das ist die große Aufgabe, die wir uns gestellt habe« Ich will an dieser Stelle ein osseneS Weift zu Ihnen sagen. ES würde sinnlos und unnütz sein, die Tatsache verdunkeln zu wollen daß innerhalb der neugebildeicn Regierung über das Ideal der lünstigcn Gesellschaftsordnung verschiedene Aufsassun- gen herrschen Die Volksabstimmung vom 19. Januar bat keiner dieser Anschauungen eine olleinherrschende Stellung ein- geräuml. Aber ich glaube sagen zu dürfen: kein Mitglied der Siegiernng verschließt sich der Erkenntnis, daß wix uns im Zuge einer Entwicklung besinden, die weder zurückgeschraubt werden kann, noch ohne die schwerste Gefahr für das ganze überjehkn werden kann. Auch die nichtsozialistischen Mitglieder der Regie- rung wissen, daß die sozialistischen nicht aufhören werden, Sozia« listen zu sein und demgemäß nach ihrer sozialistischen Ucber- zeugung zu handeln.(Bravol bei den Sozialisten.) Nicht aber denken wir daran, auf unsere Kollegen oder aus diese Versammlung eine unzulässige, mit dem Geist, der Demolratie unvereinbare Pr-sstün auszuüben. Die lationalverfammlunz wird bleiben solange bis das Volk sie durch eine andere Vertretung ersetzt, die volle Herein ihre» Enischlüsse. Wir aber wollen, solange wir das Vertrauen ihrer Mhrheit genießen, gemeinsam arbeilen im Dienste des Volkes, das durch seinen Spruch vom 19. Januar Gemeinsamkeit der Arbeit von unS gefordert hat. Was uns zusammenführte, da? war das harte Muß, die bittere Not. Wieder hat sich das War- bestätigt, daß die Not gute Kameradschaft bringt. Nu», deutsck>e Männer und deutsche Frauen, Bahn frei für alles was aus der Tiefe zum Licht strebt. Bahn frei ftir d.-s drän« gende Reue! dann»verdea wir ei fchafsen.(Lebhafter Bei« fall., Das Wort hat Abgeordneter Greeber(Zentr.): Unser oberster Leitstern bei unserm Handel» ist der Gedanke der Pflichterfüllung gegen Volk»nd Staat. Es sind nun schar wehr«ix 4'4 Monats daß Deutschland um den Friede» Orteten jjrf, vaß ist fu Vorgang, tofs er in der ganzen Geschichte oer Wel?noch uieiiialZ oo».gkk:mmen ist, das; ein Volk um Frieden Kittet und mehr als 4�' Monate nicht einmal eine Antwort aus diese Bitte erhält.(Lebhaste Zustimmung im ganzenause.) ffiir müsse» auss schärfste gegen die Anuexchnsbestrebungen Krankreichs, nanrentlich im Saarreuier, uus wenden. Wir l'.e- kennen uns zu dem Grundsah Wilsons über die Gebiete mit un» zweifelhaft polnischer Bedölkerung. Heber den deutschen Charakter von Danzig und cderfchlesien kann doch wahrhaftig nicht gestritten werden- Wir erheben Protest gegen den. Plan, den«deutschen Kaiser vor ein ausläifdischeH Gericht zu stellen. fBravo! rechts und im Zentrum.) Wir treten kür einen Völkerbund ejn. Ein solcher aber muh den TodeSkeim in sich tragen, svenn uns heut« schon an- gekündigt wird, dah unsere Kolonien nicht zurüchaegeben werde« sollen, und daß uns auch die N c u e r to e r b u n g von Kolonien verwehrt werden soll. Ein Völkerbund kann nicht Bestand habe», wenn im voraus eiuzewe Machte mit Gewalt Gebietserweiterungen zu vollziehen suchen. Tas gilt van Elsaß- Lothringen und von dem Borgehen der Polen. Das Por? gehen der Polen ist um so verwerflicher, weil chleichzeitig ein anderer Feind der gesanitcu Kulturwclt gegen uns anströmt, der Bolschewismus. Grgcn beide Feinde muß sich das deutsche Volk zur Wehr setzen, und es braucht deshalb keine PolkSwehr. Zur Zermürbung unserer Armee hat westntlich das- Bestehen der Soldaten röte beigetragen. Das ist keiniiar»iellon Verhältnissen eine Ehrenpflicht sein und bleiben.(Beifall.) Zu de» Grund- rechten des Volkes gehören nach dem ehen eustv ckelten Arbeitsprogramm auch die Gewissens srciheit uiO die Freiheit der Re- ligionsübung nicht nur der persönlichen, foirder» auch der ge- nossettschqs'jiche». Nur diesem großen Grundsatz wollen wir uns kür die Gesamtheit des deutschen Volkes retten. Die Nege- lun-r der Einzelheziehunge« zwischen Staat und Kirche muß Sache der Einzelstaaten sein, nur dqß sie ans dein Bode« Ser Freiheit, nicht der Ünfreiheit zu erfolgen hat. An einzelnen Lgndesteilev und von einzelnen Landesregierungen find Prf diesem Gebixte wie auf dem Gebiet des Schulwesens Maßnahmen und Aendcr�ngen vorgenommen oder doch angekün? digt worden, die dem historisch Gewordenen wie dem Poltsempfin- den durchaus widersprechen. Man soll seden nach seiner Fasson Gott suchen lassen. Niemand hqs sich da einzumischen.(Zu- stimmung.) Es ist doch ganz gut, wenn vom Reiche cuS ei» kräftiger Wind in die muffigen Räume hineinfährt.(Heiterkeit und Beifall.) Wenn alle diese Ziele erreicht werden sollen, so braucht das Volk Brot und Arbeit, bor allem aber Brot, Brot und nochmals Brot. Denn eD ist vielfach die Folge der langk» Hilter- ernährung. wen» jetzt nicht so gearbeitet werden kann, wie eS notwendig wäre. Die jetzige Regierung bat ihre Macht nicht von dem Recht und Willen einer.einzelnen Paptei, sondern yon dem gesamten deutschen Volke. Meine politischen Freunde im ganze» Reiche erkennen sie alt rellstmäßig an. Map darf nicht, wie«» am ersten Tage hier geschehen ist, den Unterschied machen, daß die früheren Machthaber sich auf göttliche Verusuug stützten, wäh- rend die neue Regierung vom Volke erwählt sei. Nach unserer Meinung ist jede Obrigkeit von Gottes Gnaden. ganz gleich, ob sie monarchisch oder republikanisch ist. (Beifall i. Zentrum.) Durch unseren Bettritt wird glich die P o l j t f k d e r Regie- rung beeinflußt. Dat Ztebkjttprggramm der R.esierung ist ein KoalitionSProaramin, nickst ein sozialistisches. iSehr wahr! bei den U.-SoD Man wird öwh künftig nicht mxhr y?» einer kozialistifchen Regierung sprechen tzörsen. Trotzdem miß- hilligen wir die Neboüitjon. weil sie eine gewgiisame Unter- brechung der stetigen demokratischchen Furjcnjwtlliung und da? mit eine Gefährdung der Temokcatje selbst war, Die Regierung de? Prinzen Max hatte uns alle wichtige» demokratischen Errun- ge» schatten gebracht, nuf denen wjr hätten weiter arbeit«!, könne». Statt dessen kam die Revolution vom 9. Rovember, die ei» Unglück war für das deutsche Volk. Wein« poijtiichen Freunde stellen sich nach allem, was geschehen ist, auf den Bode» der voll? endeten Datsachcir und ziehen daraus die KpnsegUtpzen, � Wir tun daS, weil wir i« der demskrutifchen Republik die einzige .- iL.. n. i|i| I-*.l- VLJJUL Das Mlamenknrische ZchaWel im Weimarer Naiionvl'Theaier. Va» Rudolf Leonharb, Mg» kann noch so sehr Dagmaliker lei historisch� Materia- lssmas sein und das Inkommensurable sedes �-.nur auch feinem eigenen Milieu zu xpklärcnden— histoptschen Borgangcs be- tonen: die Ueberzeugung von den ZusammenhänZen der Repa- lutionpn, vo» der Kontlpuitäi dxS revolutionären Geistes ist nof- «endig so stark, daß der allgemeine Pprgleich per deutsch«,, kog- stituierenden Nationalversammlung mit den, Parlament der gro? ßen französischen Revolution nicht banal ist. Daß er ist«lner katastrophalen Weise zu Ungunsten der Weimaraner V-rsammlung ausschlägt, ist nur eine notwendige Folge des ffrijelmiffes, das der Vergleich beider Revolutionen überhaupt hahxn muß- DaS„Reue Wiener Tageblatt" zitiert« eben das Wort aus dem Dantondrama des wahrhchste» pnh ernsthasten RevutvtionärS Georg Büchner: „Die Revolution muß aufhören, hie Republik muß apfastgrn." Nun, wl« ei mit der Republik steht, werden wir baid� iehen: die Wahl des Reichspräsidenten wird unsere Ahnungen bestätigmi und die sogenannte Republik konsolidiere»; die Revublik im Sinne der französischen BourgeojSrepuhlik. die wir und das Aus- land erwarten— von der deutschen sozialistisch?» Republik bx- steht ja bisher nichts als der Grundstempel. Ü»d VPN der Rcpo- lution. das sollte täglsch wiederholt werden, Pksteht überhaupt noch nichts. Das Büchner-Zitak der Wiener Zeitung wa? un- berechtigt. Die Revolution muß nicht aufhören, st? darf nicht aushören, sie kann niebt aufhören, denn st« hat noch nicht b, gönnen. Und es ist kein Wunder, daß dl« Nationalversammlung wahrhaftig nicht al? revolutionärer Kon- vent. der dem Borwurf her Usurpaljo» stolz mst der Berufung auss Ngturrecht begegnen kann, i'ondxrn qlS Forz'srtznng de? Reichstages anmulet- In esiwr Zeit, in der Pje legislative ttorm des bürgerlich- kapitalistischen Staates, dex ParlauwiijarisinuS t schlimm genug, daß Deutschland ihn nicht zur rechten Zeit per- wirklicht battc), bereits reichlich fragwürdig geworden ist. bat die Körperschaft, in der die deuticlie Revolution sulmjnjsren und end- gültig werden sollte, nichts besseres zu ju».»ls möglichst parla- menharisch zu erscheinen; schwunglos. geschäftsmäßig, uugo'stig. eilig und ohue Bedeutung, Zus Furcht rm de», sgts.hep Pathog, der hohle» wilhelminisch-n Periode vielleicht, verwebet«urn tzag Möglichkeit erblicken, au? dem Chaos der Revolution heremSzu- kommen in geordnete rechtmäßige Zustände, und das ist für uns die Hauptsache. Wir wollen die demokrat sche Republik, ober keine sozialistische; wir chollen p�gkratische Republik auf föderativer Grundlage, entsprechend de« bisherigen Charakrer des Deutichen Reiche» und seiner ganzen Jahrhunderte alten geschichtlichen Neberlieferung. Unser Boik muß zum Geist der Arbeit und der Pflichterfüllung zurückgeführt werden, lLebb. Bestall im Zentrum.) Ai«g. p. Nnvmann(Dem.): Bisher lag für die BolkSpertretung kein Zwang vor, bestimmte MehrheitSgruppierunaen zu bilden. Eine rei» bürgerliche Mehrheit würde diese Revolution nicht beendigen können, denn gerade diese Zusammenfassung würde alle Sozialisten zu einer gemeinsamen Opposition formieren und den ordmingsmäßigs» Gang der Geschäfte nicht gewährleisten. Dem Ausland gegenüber würde diese Mehrheit der Rechben als eine Garantie für einen kir»ftige» Rechtsfricden in keiner Weise erscheinen.(Sehr richtig!) Es bleibt nur hi« zweite in diesem Hause vorhanden« M-ebrbeitsmög'ickkeit übrig, die Zusammen» laffung der Mehrheitssozjaldcnwtratte mi; den demokratisch fühlen� den Gruppen. Dies« Gruppen tonnen sich leicht vereinigen auf die Gebiete, der durchgeführten und exatten Demokratie. Gewiss« Schwierigkeiten bleiben. Jede der drei Parteien hat ihre» eigenen historischen Charakter und auch in her Regierung bleiben die Ber» treter drr Parteien ihrer Partei zu-zehörig. Wenn wir jetzt die Republik aufrichten«ollen, so darf nickt übersehen werden, dqß alle Neviibliken. aechnilch betrachtet, sehr schwierig« Apparate sind. Vor nn? liegen ganz-Woße Schwierigkeiten, Tezentrolisation, Zentral;- s«tion, Bundesstaaten, Zwiespältigkeiten zwischen Nord und Süd. Wir sind kein einheitlich ichemchisch gefügtes Bolk. Ein einheit- liches republikanisches deutsches Volk zu machen, da? ist die Auf- gäbe, worum wir hierher geschickt worden sind. Wir stch�» setzt in einer Weltsttuation, wo der politische Typ von Amerika ausgebt. Wie 181ö von Osten mit dem Koster Alexander von Rußland di« heiltg« Alliance kam, so kommt jetzt, ein besserer Alexander, Wilson, vom Westen mit seiger heiligen Alliance de« Völkerbundes. Wir.braucheir die Einfügung in diesen Wetttyp no-wendig. In der West besteht jetzt d:« große Legende vom Brutaiismus des deutschen Botkes. Rein, wir aUe ivollen ehrlich den Frieden, aber wir wollen auf deutschem Bo, den nickt von Fremden aufgefressen werden. Wenn, in dieser ver- zweiielten La« die drüben nickis anderes zu sagen wissen, als: Rührt euch nicht» laßt euch weiter fressen, so kommen einem doch tiefe Z weifet an der Wahrhaftigkeit der große» Deklamatio- neu van der Zivilisation. Wenn Deutschland von der Last?» der Miste Europas''on dem Druck, von allen Seiten erstickt zu werde», befrest wird, kgg» es fvc»djg giMmen, und wird, da« bisher so viel geplagte Volk der Krisger der veooangenen Jähr? hunderte, der aufrichtige Freund des Völkerbundes sein. Ist dem aber so, so müssen wir persangen, daß auch die andere West, dl? Welt drr Sieger, das Gefühl der Anständigkeit der Memcktickste!!, der Noblesse uns gegenüber bessU und da» kapn man nicht scharf genug aussprechen: das, waS uns jetzt zerrejßt und stört, ist, daß wir s�t unserer Niederlage die übrige Welt vy» e!»er Härte kennen lerne», die unerhört ist- Tie Besprechung wird morgen fortHesetzt. Zttkerystüopale Fraueuksüsersuz.\ «er», 13. Februar.(Schweizerische Depeschen-Ugeuiue.) Die internationale Frauunkoisterenz in Bern behandelte in Wxr zweiten Sitzung die Wiederherstellung des Handeis und Verfehrs. Frau Snowdey schilderte die Schrecken der Blockade und berichtet«, daß in England unter den Frauengxganssalionen Protestkundgebuiigen erlaff«» worden seien, ES feien von Eugtand aus an die deutschon Frauen lik Millionen Gummi« stm gec ittigegansev. Es sei ein Gesuch an die Entente abgegangen, die Blockade so rqsch als möglich aufzuheben. Ueder das Frauen st immrecht wurde eiire Resolution angenommen, die betont, daß dl? Forderung der politischen Gleich- bercchtigung der Frau mit dem Manne ein« Garantie für den Friede» bedeute, da der Hharakter dpS Man»cs dem Kriege günstig sei, die Frau aber schon in ihrer natürlichen Achtzig? gegep jede» Krieg käuipfen müsse. Sine Einführung der Frau in die funec« und auhenpolitischie Verwaltung könne allein nur für den zukünf- tjgc» Friede» unter den Nationen beitragen. Frau Tchwim, M e r referierte darauf über den Bölkerbund Mb gab der Meinung A»Sdr»ck. dsß�der' künftige Pplkcxbund nur auf der rechtlichen Grundlage einer Völkerliga bor Kriegen bewahrt werben könne. Gin FriedegSdrecher müsse auS diese«; Bunde ausgeschlossen werde», und man könne diesen empfindlich dadurch strafe», denn ex werde weder durch Post nack Telegraph oder irgendeine ander« Art, Verbindung mit den ihn umgebende» Staaten unterhalten können. echtes Aber gab es j« eine Revolution ohne Pathos? Gab es neue« Geist ohne Größe? Empfindung und schöpfekifche Kraft phne Leidenschaft? Hier aber daß'»hl?» d'.e L«-iamn:eltin selbst— ist picht Größe und nicht Leidenschaft; de»» hier ist kein? Uevellution u,:» kein? Nlltionalvsrlgmnilpiig. di?s ist ein? Bersamminng von v»' bedeutenden— uns sie»eede» nickt bedeutender, wenn sie»ach vorher besprochenem Plana miteinander svrech«». Ti« Zwischenruf« der Deutschationaicn, an dc»«n nur zu erkennen war. daß die parlamentarische Maschin« mit Nor- male? Reibung läuft,- war«« typisch) aber war «swg Eberls Rede bedeutend, jvar sie— u»d sei es durch Schlicht» hxit der vorgeZebenen Würde de? Augenblicks gemäß? Auer au» München ohcr Schulz«»u? Hinterpommern$>ei Muster aus Meiningen hätten natürlich dieselbe Rede halten könn«», und es wär« dieselbe Ouvertüre zur selben spziastftifchen Republik ge, wesen. Wie wirkten doch foggr dl? wenigen Worte Psannkuchs danach herzlich und herzhaft! Aber vor wem wird dieses Schtznfpiel im Nationaltheatcr, dieses Grammophonslück, eigentlich aufführt? Kie Mitwirkende» kennen esnondex es sind ja nicht umsonst fast iso Mitglieder der Site» Parlamente dabei(p«»e» nie schwerste Schuld am sinheif der letzten Fahre obsiegt: sie haben sich wissentlich betrügen lassen, sie hatten«ll» Macht und habe» alle» geduldet), man weiß, was man will und erhandelt, was man bekommt, Reden, deren Fnhqst Berliner Zpittingen vorhex drucken, Wahle», deren Ergehgis man Vorher kennt, Abmachungen, die jenseits und diesseits der Tüx niemand überraschen dqK jft der Inhalt der ersten Tage. Was kommt nach,»ntz was werden Vi? Folge» sei»? Einen Stolz scheint mqn zu haben, man beherrscht tzl« par- kamentarische Taktik, und per politiich? Mechanismus spielt. Ader Einzeln? besinnen sich— wie jener Rebrhejtssezjgiist. d»r z» einen? ander» am Abend bor der Eröffnung sagte, einen salckc» Tiefstand habe?k noch nicht erlebt, und das soj der Ruin des Sazialtsmu». Und fast schauerlich ,ft dj« Sslbsterkenntnis eines Berliner Fourstaliito», der»»i Atzend vor dem Erössn»»tl�tNöe einiz« seine« Freund« warnt«, sich ernst zu uebmen; tckie könne man sich nur st) ernst nehmen—— dieser Sseptszismu»- aus yerworfenheit, nickt qus VerMiftgug, picsxx unlustsß? Mangel an Pathos sind die Todeszeichen ej»«« yerlore- »mu langsam noch lm«i«r sterbenden Geschlechts. Lachertich, wer Tie Frmienkonfcrenz bedauerte weiter, daß bei den Prä- limiiiaiucrhaud.lungen uird den Friedensve rhandi ungen keine Frauen hinzugezogen worden seien. Sie beschließt deshalb die Entsendung einer Kommission nach Paris, die aus drei Abgeord- »et«» bestehen soll— zwei Engländerinnen und einer Schweizerin. Dies« Kmnmission wird nach Paris reisen und sich dort mit Clemenccau und Wilson am nächsten Freitag besprcchen und den beiden Führern der Friedeilsionfereuz die Wünsch« der Berner Frauen lonferenz unterbreiten. Sie LMslentöle des Eardelorps versammelten sich gestern im Sitzungssaal des verrenbmuses. Etwa 350 Delegierte waren anwesend. Der Chef des General- kommandoZ war durch Hauptmann von Eapelle vertreten. Ter Chef des iZeneralstghes, Voss, und der Kommandant der Stadt Berlin, Klawunde, die ebenfalls eingeladen oaren, find nicht erschienen, Tie TaaeSordnung lautete: 1. Berich i soldaten- rittes, S. Erweiterung pet Korstssoldatenrä?, ab lt Mit- glieder, 3. Bericht über Neick'skonsercnz und Kongr eer Korps- soldätcnräte, 4 Wahl eines Mikgliedc? zum Reichssoldatenrat. lstu« ersten Punkt der Taaesordnung berichtete Albrecht. daß der in dei vorigen Nersammsung der Soldatenräte des Gardekorps gewählzc KorpLsoldoieniat U'ckt arbeiten konnte, da das Generalkommando seine rechtmäßige Wahl anzweifelte. Nach Ansicht de» Generalkommandos dätte die Wahl nickt durck die Ssldatenräte, sondern durch die Truppen selbst erfolgen müssen. Darüb� entspann sich eine stundenlange Debatte, in der unter anderem ferrnptmann von Eapelle erklärte, daß der kam- mqndil;reii5e General nichts gegen den neuen Karpssoldatenral persöiilich einzulpenden habe. Er let bereiß mtt sedem Soldaten, rat, dkssen Wahl in unanfechtbarer Weise erfolgt sei, zusammen. zuarbeiten. Schließlich wurde folgende von Albrecht eingebrachte Resolution, der auch hon Capelle beipflichtete, einstimmig angenommen: Die am}S. Februar 1019 stattfindend« Versammlung dm Soldaienräte des Gandekorvs nimmt sienutuis davon, daß der am 3. Februar 19Zg gewählte Korpssoldatenrat vom Stabe des Gc>ieoalkpm>na»r.os nicht anerkannt wird. Die Versammelten stellen sich erneut auf den Staickpunkt, daß die Wahl des Korpssoldatenrates nur in einer Boll- Versammlung aller S.-R. des G K, vorgenommen werdcn kann und erwarten, oaß das Gsueraltommando seine, die Wahl be» ixeifeiidc» Verfügung«» zurückzieht und sossrt gemeinsam mst dp«; am 3, Februar 1910 gewählten K.-T.-R. ein« t» jeder Beziehung zur Wahl eines orvnu naSmäßigen K.-S.-R, befugt« Vollpeksammlung der S.-R. des G.-K. einberuft. Sfach Annahme per Nesßlutson wunde die Erledigung der übrigen Punkte der Ti»zrsorj>»aing auf die neu, iiizuberufend« Pollversammluiig vertagt. Außerdem wurde noch besMossen, eine besondere Versammlung, tux zur Wahl vo» Bei�ochi!"«» dex Kriegsgerichte Stellung nehmen soll, abzuhalten. Aus der Mel. Einizunatbestrebungen in Kassel. Der Vorstand der U.$. 9. Oklsvekein Kassel, hatte den Rechtssozialisien den Vorschlag gemacht, bei den Stadtvcrordnejenwahlen zusammenzugehen. Eine Kommission sollte di* Bedingungen für das Zusammen- arbeiten bei der Wahl besprechen. Die Rechtssozialisien wollten dach gemeinsame Borgeheu von der Verschmelzungstrage abhängiz machen, Da« wurde vrn der. Vertretern der U. S. P. al« Ztreu- bruch gegenüber ihrer Organisation bezeichnet. Die Kommission einigte sich schließlich dahm, prinzipiell für eine Wiedervereini- gung beider Parteien zu wirken. Die Kandidaten heider Pap- tele» sollte» sich tut Stadtparlaaieut v«,« Uia-Mdtoia n» uniaf~- ordnen und in der Stadtverordne. enversaiiiniliinz sich für eine einheitlich« Abstimmung bereit erklären. In einer Mitglieder- Versammlung der U. S. P. wurde de? Vorschlag abgelel?nt und die Bedingungen der S. P. als nicht vereinbar mit den Grund- sätzen der ll. S. P. bezeichnet. Die Kasseler Genossen txrpfsickj. toten sich aber, nichts unversuchi z» lassen, um die Wiedervereini- gung des gesamten Proletariats zu fördern, natürlich nur«us dex Grundlag« eine? wirklich sozialistischen Programms. Gemeinsames P«r>»hen. In Tssen wurde in ejner stür, misch verlaufene» Ti»jg»ngspersamml»!ig her beiden sozial- demokratischen Richtungen die Rottpendigkeif einer Einigung der sozialistischen Gruppe« als erforderlich bezeichn«!. Nach langen Auseinanverfxtznng,'» wurde fi» geschlossenes Vorgehen der Rechtzsoziglisten und d«r sinabhängigen bei den Stadtverordneten- wählen auf hex Grundlage vereinbart, daß jede Gruppe vie Hälfte der Kandidaten stellt Im übrigen solle» beide Gruppen sich zu elnep Arbeitsgemeinschaft auf Grund des Erfurter Pro, gramm» zusummeuschließen. i,. r?'-'- �- sich ernst nimmt, ohne haß andre, urteilsfähige,«S tun; schür- tisch, wer so tut, als ob er sich ernst nähme, ohn« es zu hin. Aber wer in dieser Zeit zwischen den Zeile» es proklqmjert, sich nicht ernst nehmen zu wostan, d«r gehört vielleicht jfl he» Umkreis hßk Rationaivsrsammiuny dwseS BürgertumS, aber de» werde» ernste, reifere, reinere Z.'tten noch weniger ernst nehemn d«»» sie werde» nicht einmal seine Selbstjronie ernst nehmen, Ost sie tz!« Ratlonalversmmlung ernst nehmen werden, daS wird vor allem sie selbst zu entstHeiditn haben, warten wir eS aifo gb. Dt« Geschäftsmäßigkeiten und Formalitäten werden öalh erledigt sei»,»ie Debatten kp»«ne» wssttan wir ab, oh'dq»» ein Rampk der Geister Geist anzeigt Tie Unabhängigen Spziaidenic traten iperden wachsam sein— sie, daS revolutionär« AßtoissM!, überhaupt dg? Gewissen dieser Ztatloneb.rsa iimsungk Krafkebüdung. 1) u e Ä n» e n sie i t S der Schulreform. Sle�u Pom e>nheitlust-orga»ifatorjsch«n Aufbau des ge- samten schuiwesens spielt di, Frage nach dem Geist, der in den, neuen Schulgebüude herrschen soF. eine wichtig« Rolle. Die Be- wequng der Schulreform hat die Forderung formuliert, daß aap her�ernschpi« eine«rbeitsschule werde» muß. daß«ine u»;- wäkzuna gsser bisher gültig-n dogmatischen Ausihauungcn Platz z» gresfen habe� paß die neue Schul« produktive Gräfte entpiudo» und entwickeln soll, Di« seitherige Schule ist dadurch sck sehr i« Rückstand m t den Anschauungen her Zeit geraten, weil sie den EntlpicksungS- gedanken, dex s�it«pelhes Pagen unsere Weltanschauung be- herrscht, vössig unberücksichtigt ließ, ja'hm geradezu feindlich gegenstberstaud. Scholastische Gelehrsamkeit sah in de» Kindern fertige Gefäße, in dw siz tz!? Bilhex hex Welt i» wshlpräparier. � teil Testivat«« hineingoß, Tie machte nicht da? Kind und s»t«« Uwwest zum tzluSgangspunst ihrer erzuchlichpn Maßnahm««, sondern ließ s)rb von außsrhokb ihrer wirkliche» Fnteresscn liegen- den Motiven bestimmen untz erzog einseitige Berufsmenschen, ge- fügige Untertanen»nd brauchbare Ärheitsheere. Sie degr»- dierte he» Lehrex zu einem aus snspjzirxrnden Leistungen ppchrickk» Trkttikr, wo rx ci» pfftasamer Mt.wr,«i» Befieizs v«l tchlummerndcn Keimen, ei» Lensur vo» sick emfaltenven Die Maske W. Im Bürgertum herrscht große Unzufrieden- h« i t. Dieselben Kreise, denen der Tag der National? Wahlen nicht früh ge/nm gelegt tvenden konnte, lind mit der Verordgz-ng der preußischen Negieruug, daß die Gemeinde- toohlen nach demselben Wahlrecht wie bei der Nationalwahl vi? zum 2� März vollzogt» seiq müsse», ganz und gar nicht «»«»erstanden. Sie hotte» es sich so schön gedacht, daß dtk wichtigste Domäns ihrer Herrschaft noch rangiere Zeit»nangetastet bleiben werde. Sie hofsten, die bürgerliche Mehrheit der Nationalversammlung werde das Wahlrecht zur Gemeinde nach ihren Wünsche» gestalten und besonders durch eine Unsässigkeitsflansel, soivix durch Fest, sttzung ein�s höheren Wahlaltexs, xjne zu weitgehende Nadikaltsierung der Gemeindevertxetun, gen zu vernlfiden suchen, Dieselben Herrschaften, die vor der Nationalwahl mit riesigem Eifer, aber wenig Ucher? geugungskraft betonten, alle demokratischen Errungenschaf, ten der Revolution schützen zu wollen, sind jetzt entrüstet, daß die preußische Negierung dieses Versprechen auch wghr- gemacht hat, ohne sie zu fragen. Das Bürgertum hat deshalb sein« demokratische Maske schneller als beabsichtigt fallengelassen. Die Stadtverivaltungcn waren bisher die festeste» Stützen seiner Herrschaft. Durch sie erreichten die Bürgerliche den Schutz ihres Geldbeutels unh ihrer Herrschastsistteressen. Das deniokratische Wahlrecht aber bringt ihre bisherige Iuter- essenpolitik in Gefahr. Das seit über einein halbe» Jahr- hiiudert bestehende Hausbesitzerprivifeg. sowie die Ein- teilung der Wähler in drei»ach den, Einkommen abgestustc Klassen hatte ihnen Schutz vor Angriffen auf ihre» Gelo- 'beutel gewährt. Jetzt sehen sie das Ende dieser Vorrechte in drohende Nähe gerückt. Ein volles Aghrhundert haben die Gemeinden getreulich die Klasfeninteressen der Bc- sitzenden gewahrt. Das Ktassemvahlrecht und die ungerechte, nur dem Geldinteresse der Besitzenden entsprechende Bevorzugung des Hausbesitzes hafte verhindert, daß Bor- treter der Arbeiter in irgendwie nennenswerter Zahl in die Gemeindeparlamente gewählt wurde». So konnte den», entgegen dem Interesse der großen Masse der Bevölkerung, sahrzehntelang ein« Politik betrieben werden, dje die stärk st e Bevorzugung des Geldbeutels dar- stellt. Die Mehrheit i» den Gemefnöskollegle», unterstützt von einem ebensglls nur aus Vertretern der B e-> sitzenden gebildeten Magistrat, sorgte dafür. daß alles geschah, was das Interesse des Geldbeutels und der Hausagrarier förderte. Nirgends ist das Interesse der Allgemeinheit piisschlaggehend gewesen, Ueberall haben, wo die Allgemeiuinteressen mit den Interessen der Besitzen' den M Konflikt gerixten, die letzteren gesiegt, Nun soll das durch die demokratische Zusaminensetzung der Gemeinde» anders werden. Mit Bangen sehen die Hausagrarier und die sonstigen Jnleresscnpertreier dieser Entwicklung entgegen. Sie merken, baß»uiu tlucm Geld- beute! Gefahr droht. Haben sie biehgs alle Vorteile ihres beherrschenden Einflusses in der Gemeinde voll ausgenutzt, so soll jetzt dgs Interesse der Mehxhejt der Bevölkerung«NÜ' � scheidend sein. Das wird sich sowohl in der Finanz, und . Steuerpolitik der Gemeinden, als auch bei 6er Besetzung oer Aemter und Stellen, und besonders bei der Gestaltung deS Wohn- und BodsnwrsenS zeigen. Auf diesem Gebiet haben bisher die engherzigste» Interesse» zahlenmäßig gering sügiger Schickten der Bevölkerung gesiegt. Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß die Hqnsbesjtzex jetzt alles daransetzen, um ibren Einfluß in der Gemeinde zu erhalten. Besonders in Groß-Bcrlin, wo der berüchtigte „Kommunalfreisinn" jahrzehntelang ausschlaggebend war. tritt dieses Bestreben zutage. In vielen Groß- Berliner Gemeinden haben sich die Demokraten mit den reaktionären Parteien auf ein gemeinsames vorgehen geeinigt. Nicht weniger bezeichnend für den reaktionären Geist der Demokratischen Partei sind die Vorgänge bei der Aus- stellung der Kandidatenliste für die St a dt Berlin. Hier haben es die HlGsbcsitzer verstanden, alle bisherigen Stadt- verordneten, die sich- nicht ohne weiteres zu Sklaven der Hausbesitzer herabwürdigen lasse» wollen, so weit unten auf hie Liste zu setzen, daß sie kein? AutzWt haben, gewählt zu werben. Den FÄrer der bürgerlichen Linken, Dr. Nathan, hat man an die 66. Stelle gesetzt. Alle dies? Vorgänge habe» die Entrüstung der liberalen Zeitungen erweckt. In einem Artikel des„Berliner Tageblatts", der sich mit dieser Angelegenheit beschäftigt, heißt es: Um so bedauerlicher muß es erscheisten, daß die dem»- krotische Liste von der neuen Zeit kaum eine» Ha« � verspüren läßt- Bis auf ganz wenige Ausnahm«» sind an diejenigen Plätze, die für die Wahl ernstlich jn Beirachl kommen, nur solche Persönlichkeiten gestellt worden, die e«t- weder Mher las f tzp i sch e Vertreter de s Berliner Kommunalfreisinns anziehen werden mußte», oder die geradezu das HauSagrariertum in Reinkultur darstellten. I«, man wird im einzelnen Falle die Frage auf' werfen müssen, ob ein aussichtsreicher Kandidat auch ,n,r Gewähr dafür bietet, daß er anlj semitische» Reg»». g e U unzugänglich sei. Auch die„Nossische Zeitung" hat gegen diese Arf von „Demokratie" scharf Stellung genommen. Unter dem Druck der ollgemeinen Mißstimmung, die sich gegen diese krasse Jnteressenpolifik bemerkbar gemacht hat, hat man nun eine kleine Ergänzmig der Liste vorge- »ounnen, aber nur, um die Massen zu täusch«». De»» wie selbst die„HoffiM Zeitung" z'uglht, bezieht sich diese Aende- nmg des- Liste„auf nicht viel in ff) k a I s das Aus- hgugeschild—an ihrem Geist hat sich nichts geändert". Wenn jetzt auch Naunian» a» die Spitze Pep Liste gestellt worden ist, und eine V e r- tre te r i» der Frauen an die zweite Stelle, so ändert das kaum etwas an der Tatsache, daß auch setzt noch die von de» Temotrate» präsentierte Kandidatenliste a» alsssichts. reicher Stelle fast nur Leute enthält, die entweder nackteste Jntereffenvertreter der-Hausbe'ißer sind, oder doch sehr, sehr weitgehendes Verstäijdnis für die Wünsche der Haus besitzex haben w?rhß», Dcx Kampf um die künftige Besetzung der Stadtver> vrd»e!eiwersgmi»ltt»g ist oder nicht sin Kampf UM Personen- Die Gemeinden haben in der nächsten Zeit nnaeheuer groß« und bedeutungsvolle Aufgaben zu erfjjfleu. Tic von den Deuiokratcu verössentlichten„Richtlinie» für Gemeindewahlen" lassen deutlich erkennen, daß nicht nur einzelne Personen, sondern auch die Demokratische Partei jm alten Fahrwasser deS Berliner Kommunal, freisjnus fortwursteln Will. Ihr Programm enthält z» keiner Frage clff'e klgrx und entschiedene Stellungnahme. Km Gegenteil, wo das Programm deutlich Wich, da spricht es sich zugunsten der Hg u s b e s i tz e x aus, »Die Lage ßes HaiisbesitzeS ist,,, auch durch e i g e N i Maßnahme,» der Gemeinden zu fördern.� Wer deshalb am stZ.�Februar verhindern will, daß auch hie neu zu wählende» Stadtverordneten sich schützend vor den Kassenschrank der Besitzendsu stelle», der wähle die Kandidaten der Unabhängige» Sozial d e tzl p k x g t j ß, HroA-öerlin. Wir protestieren! Wie uns mitgeteilt wirb, ist trotz wiederholter Hin- wefsß dje Ernährung der in den� Januarkqmpfen gefauge». geuommen?» Revolutionäre in der Strafanstalt Tegel nach wie vor völlig ungenügend. Trotzdem die Gefangenen seitens ihrer Augehprigx» teilweise»och Eßwaren soweit diese Pom Munde abgespart werden können— in Empfang nehme», Pye» einige körpsf-jich so heruntergekommen lein daß sie einem Kinde gleichen. Wir bemerken noch, daß cS sich vorläufig noch uni Untersuchungsgefangene handelt, deren Schuld erst erpiese» werden soll. Daher protestiere» wir energisch dahegk», daß man diesen Gefangenen gegen. über di« einfachsten Gesetze der Humanität mißachtet und verlangen schnellste Abänderung dieser schmachvolle» Zw stände. Die KKnbsgpng SchwerbesthSdigter. Di« unterm 1. Februar tlllll veröffentlichte Absinds» rung der Verordnung übsf Beschäftigung Schwerbeschädigte r scheint noch nicht allgemein bekannt zu sein. Es sei da&e? hier auf ihren Anhalt nochmals hingewiesen. Sie lautet: Eine Kündigung nach ß 1 darf frühestens zum 15. Mär» 1919 erfolgen. Ast einem nicht nur vorübergehend de- schäftigten Schwerbeschädigten seit dein 14. Januar 1919 zu einem früheren Zeitpunkt als dem 1ö. März 1919 gekündigt worden, so ist di'-digung erst zum 1ö. Marz 1919�virk, scyn. In diesem' kann der etwa schon entlassen» Schwerbeschädigte, t er»ach Inkrafttreten dieser Ver- ordnupa die BMwich-uq bei dem bisherige» Arbeitgeber unverzüglich wieder guinjmmf, für die infolge dex KÜndj« gimg nicht geleisteten Dienste die vereinbarte Vergütung perlangen, ohne zur Naditeiftuna verpflichtet zu sei». Der Arbeitgeber kann eine aus Anlaß der Kündigung bewilligt« Abfindung zurückfordern.« Die Butter wird noch teurer. Die Jettstelle Groß-Bcrlin seht ab 17. d, M, den Klein»««- laufspreis für Butter auf 7 Mark für da» Pfund herauf. Entschuldigt wird diese Verteuerung mit dem Hsnweiß darauf, daß größtenteils ausländische Butter zur Verteilung zugewiesen wird, da die Anlieferung inländischer Buiter im Nüchgang begriffen sei. .Die Arbeiter und Angestellten fordern hohe Löhne. Sofort entsteht Geschrei darüber. Verlange» die ersteren da»» Abba» der hohe» Lebensmittelpreise, dann würden sie die Lohnforderun- gen einstellen, so verhallt diese berechtigte Forderung ungehört. Stattdessen folge» noch weitere Preiserhöhungen für wichtig« Lebensmittel. Es ist deshalb gewiß interessant, darauf hinzuweisen, wie billig unsere Landsleute in den besetzte» Gebieten leben, �lutk Pasel wird berichtet: Im besetzten Hanauer Land haben die Franzose» die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse festgesetzt, und zwar wird füx ein Pfund Butter nur 1,?6 Ai a r k und für einen Liter Milch 1 0 P f. bezahlt. Port können dif Löhne natürlich bedeutend niedriger sein als bei uns. Arbeiter» u»d Soldatepräte jl, S.P.D.• Sonnabend, den 15, Febrpar, nachmittags 6 Uhr, finbet in: Plenarsitzungssaale des Herrenhauses et»e Sitzung statt, Um zahlreiches Erscheine» ersucht Der Frakttousvorstand dsr U. S. P, D.-Arbtziterräte und-Toldatenräts, ' H. Malzahn. PeterSdors. Erhöhung der Bestellgebühr für Pqs«te, stnfolue her außerordentlich staplen Stoigßrung d«» de» Poslfuhr» und Haretbestxltzienftx», Hot sich tzjg uugbweiShan Notwendigkeit ergehe», die Gebühre» für die Bestellurrg der Paket« bei allen Postanstalten zu erhöhen. Vom Ib. Februar«ch ioech«» hrcher fslzende Stehöhxen erhoben tpezde»? Im Orts« besteübezirk be'- den Postämtern 1. Klasse für Pakete bis§ Kilo, mfm rn»schließlich 20 Pfennig«, für fchzMvere Paket« 'v Pfennige: bei den ührigen Postanflallen iPostämtern 8. uns 8. Klasse mo ¥osta;w»hitcn) für Paket« bis ss Kilogramm«in- schließlich 10 Pfeniiiac, für schwerere Pakete 16 Pfennige, Zs« L».>i,dl>estrWeziti für Pchkeie bis 2a Kilogramm«inschlseßsich JÖ Pfennige, für schwerere Paket« 80 Pfennig». Für dw Einsammlung vo» Pqkele» werden«rholicn: im OrtSbesteBbezirf ,i>r std? Sendung ohne Nncksicht auf da? Gewicht 10 Pfenniqe: im Lantzbestellbezirk für Pakete bis 2a Kilogramm einschließlich 10 Pfennige und füx schwerere 30 Pfennige. St-itztischer Vlöb-lperkauf in AeukSll». Die Gtadtgemeind« hat«i durch Abfchlnß eines LieferungSvertrageS mit dem Berel» Berliner Möbelindustr' eller ermöglicht, daß den Neuköllner Ein- wohgern gute, neue Möbel prciNoert zugeführt werden könne». Dir Möbel stehen in der DekleidungSlfielle, Bergl'tr. 29, zur Besichtigung aus. Die Preise der Möbel»nd auch die der Jkssrqtisussiücke können an Yrt und Melle erfragt werden. Ferner hat die Stadtgemeinde noch«inen geringen Posten alter Möbelstücke, Bettstellen, Schränke usw., die ebenfalls von der BekleidungSstellc an die Bevölkerung verkauft werden. Die Be- kleidungsstclle ist wochentäglich von 8 bitz 3 Uhr, Sonnabends bis 2 Uhr geöffnet. Herr Apotheker Bloch, Steinapothek«, bittet uns, zu unserem Bericht j» Rr. 3g um Aufnahme folgender Zeilen:.Meine Apotheke war am fraglichen Abend nicht zeschlosse», sondern nur infolge de? ßlektrizitätsstkeiks dunkel. Erst« Hilfe und Per- handSsloff ist an dickem Abend nicht verlangt worden, würde Kräften sein sollte. Sie ließ den HuSgangspunkl aller Erziehung upd allen Unterrichts, da« Kind, außer aS>t, denn sie studierte nicht die Faktoren, die das Wachstum einer Kinderpflanze bedingen: die tausend D.nge der Aeilgnng, dcS Lebens und des All- tags. Sie sah im Kinde ein passives Medium, das sich mit den Produkten der Umwelt anfijllte, In der Ueberschätzung des Per- stqndes kannte sie beim Kinde nur die ei»e, df« aufneh- mende Seite und ließ die sin Kinde nach außen wirkenden Seelenkräfte völlig unbeachtef. Die neue Schul«, die nicht eine Berstandeskultur, sondern ejne Kultur des Verstandes betreibt, vertritt gleichzeitig die Forderung, daß neben dem Intellekt auch da? Tun zu feinem Reckte kommt. Ihr ist das Arbeitsprodukt von untergeordneter Bedeutung. Als Hauptfache gilt ihr daS aktive Mitschaften des KindcS, die Gestaltung der Außenwelt so, daß sie aus freier Aufnahme der Umwelt entspringt, und neu», schöpferische Aktiv-- täj in sich trägt. Tie Erziehung hat weiter nichts zu tun, als dag Kind in lebendigen Verkehr mit der Umwelt zu bringen und dgfür zu sorgey�daß alles, wqs das Kind äußert, auch von ihm erarbeitet ist. Unser Begriff der Arbeft saßt de» Begriff dcS Spieles in sich, nur daß die klare Zielsetzung des Verstandes dem Spiel die Richtung weckt. Au« diesem Grunde verschwindet für uns die Grenze zwischen vorf.hu lpflichiger Spielzeit und ernster Schularbeit, Spiel- und Arbeitsgemeinschaft gehen unmerklich zu einander über. Tie neue Schule verteidigt die Persönlichkeit des Kindes gegenüber einer Unkxxprtznung desselben unter eine theo- recksch als notwendig erachtete JRrst.-, Staats- und GcsellschaitS- ochnung und behütet es vor unzeitgemäßer Ueberrumpelung durch stzstemalischeS und schematische« Material unserer. Kwlturwelt. Das Kind soll in unsere Kultur arbeitend hineinwachsen, unbe- einflußt von äußeren AnfosherMiß�n� Tie alte Schule sah im Menschen ein fertiges, aus her Schöpferhapd hervorgegangenes Gefäß, und kam nicht auf den Gedanken, daß das Kind ein organisch wachsendes Pfläuzlei» ift Die massenhaften Tatsachen der Außenwelt, di« tz?« Wissenschaft durch chxe Systematik Übersichtlich gemacht hat, frug st« in dos Kind hinein, möglichst schnell und vollzählig; sie verwechsesix W'sftll wsi Können, bevor» zgate die Form vor dem Fnhalt, sitzte die Antwort vor das Problejp. •Sie schuf eine schöne Fassav», b'm aber nur notdürftig die innere üeere verhüllte. AuSsichherauSwachse» verwechselte sie mit an» liebendem Anwachsen eines menschliche« Bauwerks. Müh s an, schleppte sie Stein um Stein der wissenschaftlichen Einzeltat- fachen herbei, leimte sie durck die Sprache zusammen und krönte das Ganze mit de? stolzen lleberschrift: Wissen i ft Macht! Solche« Wissen ist aber absplut keine Macht, well ei nicht rrar, fieitet. nicht auK eignem Wollen heraus gewachsen ist. Man nahm ja dem Kinde so ziemlich gyes. was Arbeit ist, ab: TnS Kind lernte Sprechen durch NgMprechkn, Denken, indem man ihm die Gedagfs» vordachte. Man klebte am Buche, man memorierte. formulierte Merlsätze, faßte täglich und stündlich zusammen und lernte auswendig. Der Lehrer gab und forderte wieder vom Kind, und dieses hchtr der Unnatur solchen Unterrichts gegen- über keine andere Waffe als seine Unaufmerksamkeit. Um ihn aber diese auszutreiben, da erfand man jene harte Zucht, Diszi- plin genannt, die sich»u« suf äußere Autorität stützen könnt«, Darf man aber ein Pftrd schlagen, wenn e$ nW g» einer Mauer in die Höhe klettern will? Der Lehrplan, bisher«in großes Schachtelshstem von allem Mögliche«, nur nickt von dem, was das Kind wissen will, er muß etwas Lebendiges sein, das«in Hineinwachsen in die Kultur der- bürgt. Bjsher war er ein Beschneiden eigner Triebe unh Aeuße- rungen dex Kinder, pj» sckmttjveiseß Gängeln, jetzt soll ex eine Entwicklung vom Körperlichen inS Einstige werden. Während di« alt« Sckmle nicht frühzeitig genug Leistungen enoarte» konnte. fordert die neue Schul« aij> oberste Lehrertugend die Geduld- Tb wird nicht-Unmögliches immer wieder gepaukt hi? etz fitzt, sondern still gewartet, beim einen wenig, beim zweiten lang, beim dritten sehr lang. Nicht die Gleichheit der Leistungen wird mehr zum Maßstab erhoben und Ungleichheit als Unfähig- leit gebrandmarkt, nicht hat jeder mehr das Gleiche guS dem Gleiche» zu lernen; nicht mehr wird dieses Glc-che in bestimmte» Worten dargestellt wepden, sondern es soll dargestellt werden, was bei jedem einzelnen gewachsen ist. Mit dem Grundsatz, bah der, der mit dem W o r t am schnellsten fertig ist da» prae hat, muß endgültig gebrochen werde», denn wie oft sitze» gerade dt« tiefen und besinnlichen Naturen da und erzählen nichij po» dem, was bei ihnen im Annepn vorgeht. Sie durfte» da« bisher auch nicht, weil da» nach Meinung der Lehrer nicht zur Hache gehörte. In der alten Schul« ist wohl auch gearbeitet worden, und gar manchem mag die Arbeit herzlich sauer gewyxde» fei», Aper wir verlangen eine Avbeit, die sich selbst quält und nicht andere, die nach Problemen sucht und Rätsel lösen will, ganz wie eS der Natur der Kinder entspricht; wir wollen da« Erarbeiten; vir wossen dp« Unvolllommen« steigern, daß es zum Vollkommenen werden will. Die alte Schule hat im Wisse» das Material ge- sehen, das der Erwachsene für seine stetere» Zweck« braucht. aber außer acht gelassen, daß daZ Kind eigene Zwecke»nd eigene Probleme hat. Sie wandle sich unverhältnismäßig stark an da» Gedächtnis, sie wollte mit der Sprachforcierung die Verstandes- entwicklung, die Begriffs- und Urteilsfähigkeit befchleuniaen. Sie gab fertige Formen und übersah, daß der Inhalt flch eigne Formen schafft. Dorum mußten ihre Resultat« Scheinresultate sein, die Kinderköpfe, nach Kerschensteiner, blankgeputzten Kupferkesscln ohne Inhalt gleichen- Di« Arbeitsschule denkt»»cht gering vom Wissen; aber sie erkennt n»r«i» Wisse», daß die Spttren der Arbeit trägt. »Nicht das gedächtniSmäßige Aufnehmen eines überlieferte« Stoffes, sondern das Selbstsuchen und Selbstfinde» ist da» Lcbenweckend« in jedem Lernen." Dadprch wird da« Wissen Macht, das Wissen mit Können, die Tbeorse mit praktischer Fähigkeit, das Denken mit der Möglichkeit selbständigen Handeln« sich paaren. Dann werden sie erhalten, wq« wix brauche»; Eha- raktere. ggt und fest, Maniior ul,d Frauen, die auf«ig««e» Füßen sieben, die ihr eigenes Urteil sich bilde» und die ihre» eigenen Weg finden. H. Kttnstkaletther. gestoben. �.Sum Ver&ouf der Sammlung Iam«, Simo«. Weimar ist ftemaier enejahre DI« Nachricht ein«; Besitz James Simons.»Der Brief- von Jan Bermeer van D-Iit und das»Blidniz«sner Dame' von Fcanz Hols. noch Holland zur Ansicht flcbtackit worden sind. Doch ltehl weniasiens vo» dem Sals zu hoffen, datz«r wieder nach Deutschland zursichsiehren wird. Di« anderen «emotp« haaegen. di« von James Simon nicht dem Kaiser-Friedrlch. vtrkaust worden sin.d werde» In Deutschland freihändig Di»„Vereinigung sunger Dramatiker», die sich zum stiel sekd jungen, befähigten Nutzten den Weg i» Pia Oefsentlichkeit ,U bahne» °fingt al, erstes Werk Waldemar HasssWaldschs dreiaktig?, Schais !?>«!„Bigamie" am Donnerstag, den S0. Februar, i« de» gealiat theaterMsälen. Alte Iahobstraßs Zv/ZS. zur Dacktel?un» Z / «abcr in zahlreichen anderen Fällen bereitwilligst und unen geli- lich gewährt. Die ange>ührte Aeus�erunz ist weder von mir noch von feiten meines Personals gefallen.' Demgegenüber bleiben unsere Gewährsleute bei ihrer Darltellnng. Die Beamten and Angestellte» der staatliche» und stiidtilchen Betriebe in IieukZlln werden zu einer öffenilichcn Berfammluna am Freilag, den 14. Februar, abend? 6� Uhr, in den Passaae- Feftiälcn. Bergstrast« 150. eingeladen. Tagesordnung: l. Die Unabhängige fozialdemokraüsch« Partei und d'e Kommunal» Wahlen. Referent,: Genosse Kohle. 2. Freie Aussprache. ArtiNcriewertstatt Nord. Svanda«. Freitag. d«n 14. Fe» brnar,» Uhr nachmittags, Betriebsversammlung in den Pharus- säten. Müllerstraste 142.. Turnverein«Fichte". Die Jahresversammlung de? Vereins findet am Sonnrag. den IS. Februar, vortnittaaS 9 Uhr. in de, Aula des Königstädtischcn Realgymnasiums. Elisabethstr. 57/68, Hof linlS II, statt. Arbeiterschachllnb. Die durch den Krieg demoralisserie, in sedem Menschen mebr oder weniger vorhandene Spiellcidenschaft soll wieder in vernünftige Bahnen geleitet werden. DaS Schach. eine innig« Vereinigung von Kunst W'sscnfchaft, Sport und Spiel, ist für den Arbeiter die schönste, edelste, geistreichste nno billigste Ilnterhastvng, da das Schach in Arveiterlreisen ohne Geldum'ah gespielt wird. Der Berliner Arbeiter» s ch a ch k l ii b ist da« Samwe'veckcn aller Grotz-Berliner Ar- beiter�chachspieler und solcher, die eS erlernen möchten. Die Mitgliedschaft ist abhängig von der Fnaehörialeit zu rner sozial- d.""okratischt.n P-�rtei oder einer kreigewerkschastlichen Organi- sation. W-r machen auf. d->» heutige Inserat des Berliner Ar- ibeiter SchachklnvS aufmerlfam. Filminterrssen'en werden auf eine im heutigen Inseraten» teil angezeigte Versammlung der Berussgrnvpe.Geistige Arbiter" des Fentralverbandes der Film» und Kinoang-hörigen Deutschlands aufmerksam gemacht. v_ LebensmikkeZka'ender. Berlin. Fn den Brotlommilstonen 1— 2, 34. (B-76 80-32. 92—05, 179—181, 195. 200, 208, 2l> 2�—223. 228. 938, 210, 212—243 vom 17. Februar wird für fede ab- gegebene Marke Ss � Kilogramm Heringe ausgegeben. t- Aus den Ornrntrarorn ReulLlln. Am 23. März d. I. findet die von unserem Cr§» wablvere n veranstaltete Fugenhweihe sta�t. Können die Fugend- weihen in früheren Fähren eine sehr rege Teilnahme aufweisen, so verspricht die diesiährige Ferr aus Grund der hi?h?r ein- gegangenen Anmeldungen eine b?>'onderS grast« Bstei!ignne>. Weitere Anmeldungen werden entgegengenommen im Bureau des CVSvminS R-ulölln, Netkarstr. 3.(Geschäftszeit vorm. 9— 1, nachm. 3— 7 Uhr.) Brrlin-Obrrschöneweide. Fi-eitaa.- den 14. Febrnar. abend? 7'- Nbr. öffentliche Versammlung in der Aula de? Realgymnaliums. T.-C.: Die Soziatdemoiratie in der Kam- i mime. Referent: Genosse Rstt-r.— Der Zahlabend findet am nächsten Mittwoch, den 19. Februar, in den dekannten Lokalen statt. Temvelt-of. Die Einirilt�arwn d"m am S->nnah?nd. den 75. d. M., stattfindenden Mustkabend sind bereits vergriffen. '.Freie Fugend Wedding. Arn Sonntag, den 18. Februar, findet im Lokal von Nebel, Marstr. 12. eine G'd''-k'eier für unsere gefallenen Jugendgenosscn statt. Beginn 7 Ubr. Versammlunaev. Niederschönewcide. Die lehte Mitgliederversammlung de» schäftigte sich mit den bevorstehenden Gemeindewahlen. Gen. Bengsch erstattete über die bisherig« Tätiakeit im hiesige» Gemcindeparlament Bericht. Er betonte, wie sich die Vertreter des Büigertums auch nur dem geringsten Fortschritt widerseh'.en und ihre Machtstellung restlos zur. Unterdrückung der Arbeiter aiiSnudtcn. Ueber die Bedeutung der kommunalen Wahlen sprach Gen. Müller. Angesichts der Tatsach«, dast die überwiegende Mehrheit der Jndustriebevölkerung sozialistisch ist. müsse dieser Wahlkampf ein frisch-fröhlicher Kamps«erden. Nachdem man biv jetzt da» Proletariat körperlich und geistig geknebol: habe. müsse eS jetzt sein« politische und ökonomisch? Macht benutzen, um die sozialistischen Ideen in die Tat umzusetzen. Die Auf- ltellung der Kandidaten ergab folgende Liste: 1, Paul Bengsch, 2. Wilhelm Reimann,> 3. Wilb. Ladendorf, 4. Festx Müller, 5. Frau Radzuweit. S. Otto Müller, 7. Karl Müller, 8. Artur Tchaller. 9. Karl Idigkeit. 10. Robert Blockwitz, 11. Map Dehme!. 12. Julius Schorsch, 13. Fra» Försterling. 14. Emil Hohne, 15. Robert Krone, 16. Karl B-iiakowSki. 17. Karl Hermann, 18. Kurt Kersten, 19. Robert Meister, 20. Max Hauptmann, 21. Hermann Schneider, 22. Max Hänilch. 23. Paul Schafsranictz, 24. Ernst Langer.— An Stelle des scheidenden Gen. Karl Reh» topf wurde Gen Max Dehme! als Vorsitzender gewühlt. Die Arbeiterschaft der Lud«. Lvewe». Ca. A.°G. und der Tvpagravh G. m. b. Hut'enstroh«, ist nun ebenfalls in die be- dauerl che L'ge versetzt worden, auf unbestimmte Zeit feiern zu müssen. Auch hier soll der Kohlenmangel der e:nzige Grund dalür sein; so erklärt eS die Direktion dem Arbeiter Rat. In der De» triebsversammlung am 10. Februar d. I. wurde eine Resolution angenommen, die vorläufig die Meinung der Arbeiterschaft de» sagt. Die Resolution lau'et: »Die Arbeiterschaft der Lud«. Loewe u. Co. A.-G. und der Tvpo�raph G. m. b. H., Huttenstrase. gibt sich im Anschlust der Erklärungen de? Arbeiterrate» der Hoffnung bin, dast für die Still« legung de? Betriebe» allein nur die Kohlenmangelfrage der Grund iei. Sie ersucht jedoch den Arbeiterrat. alle? zu tun, nm in Verbindung mit den zuständigen Behörden, dem Demobil- machungSamt, den Fachausschüssen usw., darauf zu dringen, das; durch Lieferung von gerüeend Mengeil Koblen der Betrieb bald wieder aufgenommen werden kann. Die Arbeiterschaft ersucht auch die auftragerteilenden staatlichen Behörden, bei Vergebung von Aufträgen in Werkzeugen und Werkzeugmaschinen die beiden Firmxn in erster Linie zu berücksichtigen. Bezüglich der Wieder. einstellung sollen alle, soweit sie nicht den Demobilmachungs- anordrsungen unterliegen, an ihre alten Arbeitsplätze gestellt wer- �e».— W-!ter erklören die Ve-rsgmmk'len. w-�ll"i»„s,», wie schwer die allgemeinen Zustände speziell in wirtschaftlicher Hin» ficht liegen, das; e? angebracht sei. nicht nnr den Arbeitern, sondern auch den Ilnternchmern die inibedingte Warnung in Punk: Ver- nunsi zuteil werden zu lassen. Die Arbeiter ersuchen auch um Einrichtung einer Erwerbslo'enkontrollstelle in Moabi». Ein R''d"er erimd-»!« ans B'-sr�-'n be-naiick, der Wi»der- einstellnng folgend«?: Aussicht auf Wiedereinstellung haben wir alle nicht. Feder Arbeitslose bekäme iraf dem Arbeitsnachweis ein«! Rümmer, nach weicher Reihenkolge dann die A. heiter eingestellt würden. DaS würde dann heißen, dast der Belrieb mit betrieb»- � fremden Arbeitern wieder beginnen mühte. Einer Darlegung über� die Trngwei«? der Folgen, die in jeder Hinsicht nur zum Schaden der Gesamtheit ausschlagen würde, bedarf es nicht. Iedensgfls ist da» Elstlegen eines!o<'e"-'i'.ni?n Kri'gKbetrie- be» eine ander« Sache als da» eigentlich« Nur-Aussetze» wegen Kchlrnmongels eines geregelten BelriebeS. Di» Arbeiter»ad Angestellte« he» KraftverfehrSamte? verlit wandten sich in einer Versammlung gegen die von Dr. vallrutm vom ReichSverwertungSomt gepla.iie Gründung v o n K r a f t» Verkehrsämtern im Kommunalbetriev. Di« Kraft- Verkehrsämter, wie sie jetzt bestünden, seien ihren Ausgaben auch unter den schwierigen Verhältnissen bis jetzt voll und ganz ge- wachsen, aber die beabsichtigte Gründung der G. m. b. H. deS Dr. Vallentin würde eine Förderung der Eegcnrcvolutwn und nur eine Unterkunft für stellungslose Offiziere sein und die Arbeiterichast ihrer Rechte berauben. Ein Redner, der loebcn von einer Reise zurückgekehrt, gab der Versammlung besannt, dah im Reche noch Tausende von Wagen umberständen. die bisher von der venoertunosstelle nicht ersaht seien. Darum batte Herr Dr. vallenlin Wichtigeres zu tun. als sich mit der Gründung neuer G m. b. H.» zu beschäftigen. Fast einstimmig wurde dann eine Re'oliition angenommen, in der die Regierung aufge, ordert wird. Dr. Vallentin seine» Posten» zu entbeben, da er eS»»ch. verstanden habe, sich da» Vertrauen der Arbeiterchast zu er» werben, sondern über deren Kops hinweg die Gründung von Ge» sellchasten eingeleitet habe, durch deren inS-Leben-treten der gröhte Teil der Angestellten und Arbeiter der letzt bestehenden KrastverkehrSämter brotlos gemacht werde. Gu!e Löcher siir den Ehestand in mehr al» 100 000 Familien verbreitet. Der Men'ch Werden, Sein und Vergehen von«. Tscherkoff. 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Licbigstr. 10: Lehmann. StrauSberger Str. 24: Zimmer. Südosten: MuSkauer Str. 81: Sinner. Reichenbcrger Str. 142: Kunze. Westen: Kronenstr. 2: G. W a l t c r. Wwe. Steinmetzstr. 23: Otto Döring. Südwesten: SolmSstr. 4: Kyrdgien. Schützenstr. 54: Grohkopf. Gitschiner Str. 92: G i r s ch n e r. Süden 7 Michaelkirchplatz 2: Hackbarth. Boppstr. 1: B l ä n k l e. Berliner Bororte. AdlerShof: Richter. GenossenschaftSstr. 27. Lorstgwalde: Richard Krüger, Ernststr. L2. vritz: Günther, Hannemannstr. 81. Mittag, Ehausseestr. 80. Charlottenlnrg: Köbnke. Kajicrin. August« Allee 6. KaulSdorf: Scholz, Gieseslr. 80. Lichtender»: Engel, Holteistr. 2g. stieiscwitz, Tasdorier Str 25. F. S t e rn k ike r. Könia!n-Eli'abeth-Str. 6d Schulze. Paul. Eitelstr. 30. Oswald Lorenz. Wallstr. 68.-...._,. Flchtrnan b. RahnSdor- Eöpcnick: Janke, Kaulsdorser Str. 2». Vlanksnbnrg-'vnchholz: Reck, Strahe 10, Nr. 4. Biesdorf» Noll. Karlftr. 7. Bohnsdorf-Gninau: P r i e b k e. Baumschnlenweg: Müller, Daumichulenstr. 14. Eichwalde: Mendt, Grünauer Str. 87. Falkenber», Alt-Gllcnlcke: Hoffmann, Prcuhenstr. 49. Fredersdorf: Rechenberg. Frirdenan: Schulz, Rheinstr. 51. FrirdrichSfeld«: FurmanSki. Viktoriastr. 11. Fried ick, Shagent Schwarz. Friedrichstr. 109. Grüna«: Bergemann, eöpcnicker Str. 22. Hennigsdorf: Kraus«. Haupistr. 5. Hrrmbderf, Hohenneuevborf und Wald» « mannSlust: Schmidt, Hermsdorf, Bahnhofs«!, v. Johannisthal: Göpfert, Kaifer-Wilhelm-Str. 44. Kalkberge: Schuckar.» * Gerhard, Suguste-Vikloria-Str. 35. K r«»ke. Waldstr. 28. Hohenschün Hansen: Rodde, Berliner Str. 93. Lichtenradr: Pollex. Bahnhosstr. Lickterfclde: Alb recht, Dürcrstr. 3. Mahll'.r.f: Oertel. Das- ii ,sstr. 14. tzRoriendorf: Komnick, l..reiir. 7. Maricnseld«: Bauer, T.. lstr. i. Aonenhagen: Leh, Dottist. It. Nel'üll«: Parteibur?�-. R 5<,xstr. 3. Niedeeslhiineweidc: Schasfranitz. Sedanstr. 57. Riedeeilhüii Hausen: Losch. Kaisevto.'g 10. ?! swi'.we»: x a u sch e l. Prfesterstr. 31. Obcrschö! eweide: Kaul, BiSmcrckstr. 20. Oranienburg: Hox, Schützenstr. 38. Paukowt Herbst, Florast l 25. Potsdam: Stab, Hoditzst- 16. Rahnsdorf: Rhein, Mulnenwsg 41. N'inickc>ld»rr-W:st: Glamann, Schillings! e. 30. Rclnickendorf-Oft: B e h n k e, Amentestr. 79. � Rosenthak: Aelz, Eerinanenstr. 36. Schönebrrg: Furkert, Gusiav-Müller-Str. 11. Schgnriche: T h i c m: g. Steglitz: Na uck, Albrechtstr. 6. Stralau: Senne, Markgrafendamm 19. Staaken: V ö l k e l, Eschenwinkel 16. Storkow: Mohr, Kirchstr. 23. Schmargendorf: Reimer, Bieitc-Str. 8. Tegel: P o i t h o f s, Berliner Str. 39. Tempclhos: Bartsch,. Friedrich-Wilhelm-Str. 8. Böttcher, Oberlandstr. 2. Treptow: 'Brall, Blesserstr. 6. Bellen: Paris, Luisenstr. 17. Waidmannölnft: Siehe Her.nSdorf. Wrißenscet» Werner, Seeon str. 19. Wittenau? Zimmermann. Triftst 70. Zehlenderf: Wegen«», Annastr. 10. Zinthen: Kali», Kai?er-WilheIm»SIr. 3V.