Nr. 132. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1897 unter Mr. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Hmt 1, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quiffung. V " Donnerstag, den 10. Juni 1897. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: Vom Vereinsgeseh. sich den Moabiter Richtern und Geschworenen darbot, ist Suche nach ihnen die zur Verfügung stehenden Mittel versagt allerdings spezifisch preußisch- deutsch; der Unrath kann nur haben. Im Monat Mai sind bei dem Unterzeichneten folgende aus einem noch nie noch nie ausgeräumten Augiasstall junker- Nein, nein, Hintermänner giebt es nicht. Und Normann. Parteibeiträge eingegangen: licher Polizei- und Kasernenwirthschaft kommen. Daß Schumann ist nicht zur Rechten Tausch's auf die AnklageArnsdorf b. Lungenau, rothe Kindtaufe 2,55. Alt- Warthau wir neben den häßlichsten Auswüchsen des modernen Kapitalis bank gesetzt worden. i. Schl., amerikan. Auktion bei der Maifeier 11, Aschersleben, mus zugleich noch, wohl aufbewahrt, den muffigen Massenschmut Schade, schade! Der Mann weiß so viel. durch d. Vertr. 20,-. Arnstadt 30,-. Apolda, A. B. 4, Allerdings, wäre er zur Rechten Tausch's auf die AnBerlin, Beiträge der Wahlkreise: 1. Kr. 50,-. 2. Kr. 800,- patriarchalisch- bureaukratisch- feudalen Regiments haben, das ist ( darunter E. 2. 3,-,. P. durch Müller 2,-). 3. Str. 300,- recht stolz sind. Allein im wesentlichen hat auch dieses auch dann wären noch Hintermänner zu suchen gewesen. Auch unsere nationale" Spezialität, auf die unsere Patrioten" mit klagebank gesetzt worden, und hätte er gesagt was er weiß4. Kr.( Südost) 1000,-( darunter D. Gbt. 25,-, Stfib. Newlt. 10,-). 4. Kr.( Often) 2100,-( darunter Bierprozente v. 9 Tischlern politische Panama einen internationalen Charakter. Das Friedrichsruhe hat seine Hintermänner, und wenn alle Hinter der Möbelfabrik v. Bölling u. Hirsch 20,-, Emil Böhl 100,-, Reptil- und Spizelgesindel, die Pest der politischen Polizei" männer des politischen Banama gefaßt würden, dann wäre vom Kernspiße 50,-, v. Joures, Fruchtstraße, weil arbeiten mußte haben wir in allen sogenannten Kulturländern; der französische preußisch- deutschen Reich nichts übrig so wenig von der am 1. Mai 5,-, damit es beffer werde 100,-, Zeitungs- Andrieux, der englische Melville, und wie das Pack kapitalistischen Gesellschaft etwas übrig wäre, wenn das ganze Spedition März April 579,-). 5. Kreis 300,-. 6. Kreis sonst heißt, nehmen es mit unseren Tausch, Mauderode und finanzielle Panama ausgeräumt würde. ( Wedding und Oranienburger Vorstadt) 1050,( darunter Konsorten wohl auf. Und der englische Kolonialminister Nicht einmal die bescheidenen Hoffnungen der ehrlichBaul Gruß, 1. Mai- Ueberschuß 20,-, ein Landwehrt. b. Bergem. Chamberlain spielt in der Londoner Transvaal- Unter- bürgerlichen Presse werden erfüllt werden. Die politische 1,-, St. bei R. 1,50, Polarlicht 55,-). 6. Kreis( Moabit) 400,- fuchungs- Komödie eine merkwürdig ähnliche Rolle wie Nor- Polizei" ist zwar moralisch todtgeschlagen, mauſetodt- ber 6. Kreis( Schönhauser Vorstadt) 700,-( darunter Personal von Rüstermann, Usedomstraße, zum 1. Mai 6,-). Berlin, mann- Schumann im Tausch- Prozeß, dessen Aehnlichkeit mit moralische Tod befähigt aber zu langem physischen Leben. Die diverse Beiträge: Werk Abtheilung der Buchdruckerei von jener Londoner Untersuchungs- und Justizkomödie so frappant politische Polizei ist tausendmal schon todtgeschlagen worden, Bading 30,- Mallien 4,-. Organisirte Musiker 30,-. Machetes ist, daß der Pariser Temps" ihr einen Leitartikelfie wird moralisch todtgeschlagen, so oft sie ans Licht der 5,- Lederfabrik Salomon zum 1. Mai 23,85. Möbeltischlerei von widmet. Handelt es es sich doch hier wie dort um Sonne gezerrt wird dort um Sonne gezerrt wird und sie lebt luftig fort, wächst und Eberhardt, Ueberschuß einer Sammlung 5,10. Prozente durch H. Hintermänner", deren Beine meterlang unter dem Bett gedeiht. F. 10, Rothe Buchbinder Grünüraße 5,-.. u. H. B. 5, hervorschauen, für die berühmte Göttin mit der Binde jedoch Den Tausch sind wir los, die Tausche sind geblieben. Ein Dr. H. 300,-. Sächsischer Genosse in Moabit April- Juni 30,- so unsichtbar sind, als trügen die Besitzer der Beine Tarn Geschwür wird ausgeschnitten ein anderes wächst nach. Arbeiter und Arbeiterinnen der Buchbinderei von Bading 10, Pugerkolonne Dertel Grunewald 10,25. Zum 50. Geburtstage vom fappen. Ob Normann- Schumann dem Chamberlain über ist, Und wer alles faule Fleisch ausschneiden wollte, der würde rothen Wilhelm Maiquartet 3,-. Immergrün" Sandtute 2,80. Zu oder der Chamberlain dem Normann- Schumann, das mögen tein Fleisch übrig lassen, und bis ins Herz hinein schneiden Köln 1,-. Von den Freunden Troß alledem 10,-. M. J. 1,25. Bier die beiden unter sich ausmachen jedenfalls beneidet der müssen. prozente vom unteren Saal Carl Müller, Blücherstr. 35 8,30. Don Normann- Schumann nicht den Chamberlain, denn dieser ist Und das verbietet die Staatsraison. Juan" 1, Eisengießer B. 5,-. Buhl 1,-. Die Buchdruckerei- Hilfs durch seine Stellung am Posten gehalten worden und muß die arbeiter Hermann's 3,-. Arbeiter von Schuster u. Bär 20,20. Dr. G. H. Suppe ausessen, die er eingebrockt hat. für Vortrag bei den Bildhauern 5,-. D. G. 3,-. F. P. 3,-. Die finanziellen und die politischen Panama's haben das Bon der Herrenpartie am Himmelfahrtstage von Kairo, durch Mozant miteinander gemein, daß sie den Gesammt- Staats- und Ge4,25. Von einem National Sozialen 1,-. G. A. B. 5,-. Buchholz b. Annaberg, Posamentenfabr. 1,50. Bamberg, v. Genossen, sellschaftskörper erfüllen und in ihm keinen Anfang und kein die am 1. Mai nicht feiern konnten 40,-. Breslau- Neumarkt von Ende haben. An jedem Panamisten hängt ein anderer. Jeder Genoffen 50,- Bamberg, Jäcklein Rohrbach 5,-. Becum, Ueber- Panamaprozeß schafft einen Rattenkönig von Panama Prozessen. ichuß der Kupferschmiede am 1. Mai 11,46. Cassel von Es ist wie in einem franken Organismus: wird eine Geschwulstden Genossen 200,-. Cöpenick 30,-. Gotibus, S. 10,- oder ein Geschwür ausgeschnitten, so bildet sich sofort ein Gegen den Ausschluß der Frauen aus politischen Göln- Ehrenfeld, 5 Metallarbeiter, die zur Zentenarfeier arbeiten neuer Krankheitsherd. Vereinen und Versammlungen wendet sich der Bund der dursten 5,-. Durlach, Ueberschuß der Maifeier 40, Die kapitalistische Welt ist heute im Zeichen des deutschen Frauenvereine". Er will eine Betition an den Erfurt 50,- Fürstenberg a. W., von Porzellanarbeitern 10,-Krebses- politisch und physiologisch: Rückfall in Barbarei Reichstag senden, in der den bekannten Beschlüssen des Abgeordneten Faltenſtein i. v. 12,70. Greiz und Umgegend, von den Genossen und brandige Bersehung. Es fehlt das gesunde Fleisch. Um hauses entgegengetreten und der Reichstag aufgefordert wird, dahin 50,- Gießen, H. K. 5,-. Gräfrath t. Solingen, v. D. L. 25,-. Hamburg, 2. Kr. G. Tm. 10,-. Hagen- Schwelm Bolts tribüne gesundes Fleisch zu finden, muß man eine andere Welt auf zu wirken, daß das Vereinswesen durch Reichsgesetz geregelt werde. 100,- Hamburg, Seger vom Hamburger Echo" die Hälfte des suchen: die proletarische die Welt des Sozialismus. Das Herrenhaus gedentt am 24. d. M. die Berathung der Lohnes vom 1. Mai 111,-. Haftedt, v. d. Genossen 10,-. Hamburg. Da ist Kraft, da ist Leben und Zukunft. Hier in dieser alten Vereinsgeseh- Novelle zu beginnen und am 30. b. M. die SchlußN. N. 50,-. Hof, d. J. 2. 28,15. Ingolstadt, Hoch der 1. mai, 10,10. Panama- Welt des Kapitalismus ist alles reif für das Messer berathung vorzunehmen. Es ist anzunehmen, daß das Herrenhaus eif für das Luckenwalde, rothe Hochzeit d. d. Vertr. 5,55. Lunzenau, Uebersch. des Chirurgen. die freitonservativen Anträge aus dem Abgeordneten der Maifestztg. 4,-. Lunzenau, stille Maifeier v. A. B. 1,-. London, In Frankreich steht man jetzt vor dem vierten Schub der bausetleines Sozialistengeset" wieder aufnehmen wird. abgelehntes Honorar, v. E. B. 18,-. Leipzig," Fortuna" 100,-Panama Prozesse- es wird nicht der letzte sein; und so Man spricht von einer noch flareren Formulirung". Luxemburg, L. 400,-. Leipzig, rother Holzwurm, z. 1. Mai 5,-. Ladenburg, d. d. Vertr. 30,-. Ludwigshafen, d. d. Vertr. 100,- lange das kapitalistische Frankreich dauert, werden auch die D. h. der Entwurf soll so gefaßt werden, daß er lediglich gegen München, Waldläufer 5,-. Marburg a. 2., ein Einfamer 10,- Panama- Prozesse dauern, weil jeder Panamist einen anderen die Sozialdemokratie gerichtet und alle Befürchtungen Mann im Mond 2700,-. München, d. d. Vertrauensmann 200,- nach sich schleppt, so lange es noch Panamisten giebt. Und andrer Parteien für die eigene Haut beseitigt werden! München, Genossen d. Gärtnerplatz Biertels 40,-. Neuhaldens Kapitalist und Panamift ist eins. Das finanzielle Panama ist leben- Wolmirstedt, Wahlkreis 60,-. Oranienburg, v. d. Weiß nicht zu trennen von der kapitalistischen Gesellschaft; es fällt gerbern 10,-. Derlinghausen 20,-. Offenbach i. B., d. d. Ver mit ihr zusammen, und es tra cht mit ihr zusammen. trauensmann 5,- Offenbach, Volksfreund" 6,80. Pfälzer, zwei, Augen links 2,-. Rostock, von den Genossen 200, Regensburg, von den Genossen 10,-. Rosenheim, 0011 den Aufgewachten 7,-. Rousdorf, durch den Vertrauens mann 20. Ratibor, Maifeier 2,20. Schwedt a. D., gef. von den Tabakarbeitern am 1. Mai 18,30. Sagan, bei der Maifeier gef. 5, Siegen, von den Genossen 5,-. Saararabien, aus dem Königreich Stumm 30,-. Württemberg 50,-. Weißenfels, von den Genossen 50,-. Zeiz, v. d. Genossen 50,-. " $ " In der Quittung in Nr. 108 des Vorwärts" vom 11. Mai d. I. muß es unter 3. Kr. Berlin, nicht heißen darunter Alexandrinen straße 25,-, sondern Alexandrinenstr. 25 15,-, ferner fehlt in der gleichen Quittung hinter Erfurt: Thüringer freie Sänger. Hamburg Eimsbüttel, den 7. Juni 1897. Für den geschäftsführenden Ausschuß: A. Gerisch, Eichenſtr. 4. = Das politische Panama, dem heutigen Klassenstaat. Das Gleiche gilt von dem politischen Panama und " Obstupui! Wir waren niedergedonnert. Dder auch nicht. Wer kann sich im Lande des Zickzackfurses noch verwundern? Armer Marschall, der sich vor dem Trifolium Leckert Lützow- Tausch in die Deffentlichkeit flüchtete! Und über diese Mikroben soll er gestolpert sein? Das glaube, wer riefen start ist im glauben. Und wer es nicht, der sucht nach den Herenmeistern und Nicht Herenmeistern, die im Besitze einer Tarnkappe sind und sich unsichtbar machen können. 36 Gewerkschafts Versammlungen in Berlin und Umgegend protestirten gestern Abend gegen die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses, insbesondere gegen die Entrechtung der Minderjährigen und Frauen. Der Bericht über diese Versammlungen findet sich an anderer Stelle dieses Blattes. * ** " Politische Webericht.' Berlin, 9. Juni. In zwei Neichstags- Wahlkreisen ringt jeßt die deutsche Sozialdemokratie um das Mandat: in Wiesbaden, wo Wo ist der Anfang und das Ende des Panama? Wo hente, und in Königsberg, wo morgen die Wahlschlacht der Anfang und das Ende des Klassen staates ist. Der ift. In beiden Kreisen wird es voraussichtlich зи fleine Leckert klammerte sich an den großen Lüßow; der große Stichwahlen kommen. Der Wiesbadener Kreis hat uns Lützow an den größeren Tausch der größere Tausch an bisher nicht gehört. Unsere Stimmenzahl ist aber Halloh! Es giebt keine Hintermänner!" dröhnt es aus Wahl zu Wahl gewachsen, und diesmal gelingt es uns voraus der Tiefe des Klaffenstaates. Und in der ganzen Majestät des fichtlich in die Stichwahl zu kommen. Hier kandidirt Genosse für Religion, Ordnung und Sitte kämpfenden Soldaten, uard. In Königsberg, das bisher von unserem unvergeß unter- und Polizeistaates verkündet Ober Staatsanwalt lichem Schul te vertreten ward, kandidirt Genosse a ase. Drescher:„ Wenn etwas durch diesen Prozeß bewiesen worden Bei der Tüchtigkeit der Königsberger Genossen zweifeln wir ist, so ist es dies, daß es teine Hintermänner nicht, daß dieser Wahlkreis die Wacht im Osten! giebt." der Sozialdemokratie erhalten bleibt. Glück auf! Verfassungsbruch. Zu unseren gestrigen Ausführungen haben wir noch folgendes nachzutragen: Als im Jahre 1873 das Ministerium die bekannten vier kirchenpolitischen Gesetze ohne ein ausdrückliches Verfassungsveränderungsgesetz vorlegte, in das der Leckert Lützow- Tausch- Prozeß uns hineinblicken ließ, forrigirte bekanntlich das Abgeordnetenhaus in Uebereinstim hat mit dem finanziellen Banama das gemein, daß es für die mung mit der Regierung diesen Verfassungsbruch durch ein Justiz zu groß ist. Die Justiz ist nur ein Theil, nur ein besonderes Verfassungsänderungsgesetz. Trotzdem fühlte sich der konservativ ultramontane Graf von Organ des Staates, der sich selber Rechtsstaat" nennt und von uns Sozialdemokraten bei seinem richtigen Namen: Ein Glück, daß Normann- Schumann dem Tausch nicht Landsberg Velen und Gemenim Herrenhaus Klassenstaat genannt wird. Da nun das Ganze selbst Gesellschaft leistete. Der weiß hundertmal mehr, und hat veranlaßt, das Vorgehen der Regierung wie folgt zu kennverständlich größer ist als ein Theil und ein einzelnes Organ, hundertmal mehr Hilfsmittel- äußere und innere. Und zeichnen:" Nehme ich an, der Herr Minister ist sich bewußt ges so fann schon aus räumlichen Rücksichten der Staat nicht vor Normann Echumann hat eine gewandte, leicht lösliche Zunge wesen, Vorlagen einzubringen, die mit der Verfassung im Widerdie Justiz tommen. Und im politischen wie im finanziellen er liebt es, von den Hintermännern zu reden. Freilich hat spruch stehen, die unzulässig waren nach der Verfassung, dann, Panama ist es der Klassenst a at, gegen den sich die An- er dabei die Schlauheit des Fuchses, der falsche Spuren in meine Herren, fehlt mir die Gewandtheit im parlamentarischen flage richtet und der auch thatsächlich auf der Anklage den Sand drückt und die richtigen verwischt. Er sprach Ausdruck, um aussprechen zu können, was ich darüber denke. bank sigt. Jedoch nicht auf der Auflagebank eines immer vom Grafen Walder see als seinem Auftraggeber. Db Aber ich würde in dem Falle bedauern, daß " Justizpalastes" oder gar Justiztempels", sondern auf etwas Wahres daran war? Jedenfalls war es nicht Graf Waldersee, wir fein Minister verantwortlichkeits.Geset der Auflagebank der öffentlichen Meinung und der das Bötticher'sche Reptilienfonds- Geschäft verrieth; haben." des Rechtsgefühles der Völker aller Bölker. und Graf Waldersee war es auch nicht, der dem Kaiser perDenn Panama ist international. Es ist international wie der sönlich unangenehme Dinge an die große Glocke hing. Das Kapitalismus, dessen Fäuluiß es in seinen Eiterbeulen zum war ein anderer und wer denkt nicht an diesen anderen? Da sind wir sehr begierig, wie Herr v. d. Recke sich ver Ausdruck bringt. Tas finanzielle Panama ist nicht ausschließ- Wer den wiehernden Jubel hörte, der Tausch's, des fanatischen halten wird, nachdem wir ihn darauf aufmerksam gemacht lich französisch, das politische Banama nicht ausschließlich Bismarcverehrers", Freisprechung in Moabit begrüßte, der er haben, daß die Erledigung der Vereinsgeseh- Novelle auf dem deutsch. Hatte Frankreich sein finanzielles Panama, so hatte fannte sofort die Stimmen wieder, die an jenem Märztag des eingeschlagenen Wege in Widerspruch mit der Verfassung Italien sein Panamino, Ungarn, Desterreich, England, die Jahres 1890 sich heiser schrien, als der Hausmeier heimgeschickt steht! Schweiz überall Banama; und wäre in Deutschland die ward und zähneknirschend sein: Le roi me reverra! hervor Ueber die Sozialdemokratie bei den Landtagswahlen öffentliche Meinung so stark wie in Frankreich, wir hätten das stieß. Und das Triumphgeschrei der Bismarck'schen Leibpresse, leitartikelt die Bossische Zeitung". Nur eine Stelle französische Panama vielleicht in Schatten gestellt. Aehnlich daß es den Hintermännern nicht an den Kragen gegangen ist, des Artikels veranlaßt uns zu einer Bemerkung. Die„ Voss. ist's mit dem politischen Panama. Die Form, in welcher es und daß dem verhaßten süddeutschen" Marschall bei seiner Zeitung" schreibt: - Es giebt keine Hintermänner!" = Und heute? Heute handelt es sich um eine gegen die, Arbeiter gerichtete Verfassungsverlegung. " fönnte um so eher gebrochen werden, je weniger ausgeprägt die fozialdemokratische Parteistellung der Wahl männer zu sein brauchte. Es könnte auch der Sozialdemokratie nicht darauf ankommen, ausschließlich namhafte Mitglieder ihrer Partei zu Wahlmännern zu machen, sondern Personen, die das Vertrauen genießen und verdienen, daß sie nur einem Kandidaten die Stimme für das Abgeordnetenhaus geben werden, der alle rückschrittlichen Gesetzesvorschläge abzuweisen sich verpflichtet." Deutsches Reich. Da die freisinnige Volkspartei bei der letzten Landtagswahl p Allerdings haben wir in unserem Artikel- da es uns nicht nne vierzehn, die freisinnige Vereinigung nur sechs Sige erlangte, darauf autam, vorgefaßte Meinungen statistisch zu bethätigen, sonAuch ein Situationsbild. Die„ Berliner Neuesten so müßte die Gefährdung dieser Mandate durch die Sozialdemokratie dern die Wahrheit zu ergründen darauf hinweisen Nachrichten", das Blatt für Knebelgesetze und Sozialistenvernichtung, der Linken empfindlich werden. Aber mehr als aufgewogen könnte müssen, daß auch die Klein- und Mittelbetriebe bedeutend zu entwirft ein Bild über die Arbeiterbewegung, deffen Farbengebung dieser Nachtheil in den großen Städten durch die Vortheile in den genommen haben. Die Gründe dafür haben wir kurz angedeutet und durch die Absicht eingegeben ist, die sozialdemokratische Gefahr so fleineren Städten und auf dem flachen Lande werden, wenn allent- gleichzeitig bemerkt, daß sich die Verhältnisse für den landwirthschaft groß als möglich und die Bekämpfung der Sozialdemokratie als halben die Sozialdemokratie in den Wahlkampf einträte und ihre lichen Großbetrieb voraussichtlich wieder bessern werden und daß Anhänger ausböte, um jedenfalls Wahlmänner durchzubringen, die dann wieder ein schnelles Auffangen der fleinen Stellen beginnen ganz ungenügend darzustellen. Immerhin aber ist das Bild nicht uninteressant. Das Bismarck- Blatt schreibt: gegen das Junkerthum stimmen. Die Macht der konservativen Partei werde. Wie das geschieht, wollen wir mit Worten der„ Franks. Wenn das Selbstgefühl der Arbeiter sich wieder fecker regt und 3tg." melden, die am 31. Mai d. I. schrieb: herausfordernder Uebermuth sie zu neuen Kraftproben antreibt, so " Der Großgrundbefizer strebt natürlich nur dann nach wirkt dabei ohne Frage auch die Ueberzeugung der Unangreifbarkeit einer Vergrößerung seines Besitzthums, wenn eine solche ihm und des wachsenden Respekts mit, den die Sozialdemokratie der rentabel dünkt, das heißt insbesondere dann, wenn hohe bürgerlichen Gesellschaft leider nicht so ganz ohne Grund einzuflößen Getreidepreise ihm die Vermehrung des Ackerlandes gewinnbringend glaubt. Sieht fie doch mit Genugthuung, wie ihre Vertreter im erscheinen lassen. Dann kauft er den Bauer aus, und da er sich Reichstage als gleichberechtigt mit den anderen Gruppen behandelt oft sehr zweifelhafter Mittel bedient, um den Bauer zum Ver- werden und sich sogar eines gewissen Ansehens rühmen dürfen, das taufe feines Anwesens zu bewegen, und da der Bauer selbst häufig durch Aktionen wie die Bebel's gegen Peter's nur noch verstärkt wird. nicht die nöthige Einsicht befiht, um zu erkennen, daß er damit Eine Bekämpfung der Sozialdemokratie von der Tribüne des Reichstags Die Frage unserer Betheiligung wird von dem Parteitag den Ast absägt, auf dem er sigt, läßt er sich leicht überreden."- herab, wie sie in früheren Jahren gewissermaßen als Vaterlandspflicht entschieden werden. Aber in einer Beziehung besteht inner- Die Miliz Reorganisation ist seit einigen Jahren in geübt wurde und noch zur Zeit des schlagfertigen und tapferen Ministers halb unserer Partei keine Meinungsverschiedenheit: Wo der Schweiz auf der Tagesordnung. Die neuen Geschüße von Bronsart mit großem Erfolge auch vom Bundesrathstische her immer wir Kandidaten aufstellen, werden es nur solche sein, und Gewehre machten eine Umgestaltung nöthig, und der Ruf geschah, hat längst aufgehört. Weder von seiten der Regierung noch die durchaus auf dem Boden des fozialnach einer Reform des Wehrwesens wurde allgemein. Bon auch von den bürgerlichen Parteien erfolgt etwas, um das Bewußt. demokratischen Programm3 stehen. Gs giebt einigen eidgenössischen Offizieren, die an dem„ strammen" fein, daß die Sozialdemokratie die schwerste, im Innern drohende keinerlei taktische Gründe, welche uns dazu veranlassen könnten, preußischen Militarismus Gefallen fanden, wurde eine Be- und mit allen Mitteln abzuwehrende Gefahr bildet, im Bolke von neuem zu stärken. Das Reichsgericht ist sogar soKandidaten mit einer weniger ausgeprägten sozialdemokratischen wegung in Szene gesetzt, um die nothwendig gewordene weit gegangen, den sozialdemokratischen Bestrebungen Parteistellung" herauszusuchen. Reformi im militaristischen Sinne zu vollziehen. gewissem Sinne eine Reform im militarist i s- chen, Ginne zu vollziehen. weissem samé eine volle Berechtigung zuzuerkennen. Wenn die Partei beschließt, sich an der preußischen In militärischen Kreisen Deutschlands hoffte man den Kathedern und in den wissenschaftlichen Berufskreisen Landtagswahl zu betheiligen, so thut sie es in erster Linie, schon auf ein Gelingen dieser Bewegung, allein das beginnt die Sozialdemokratie salonfähig" zu werden, nur im um sozialdemokratische Propaganda 311 schweizerische Volk begriff, welche Gefahr seiner Freiheit und Heere geht man ihr noch mit der alten Entschloffenheit und Schärfe treiben. Hierüber mögen sich die bürgerlichen Oppo- seinen demokratischen Einrichtungen drohte, und der Bundes- zu Leibe, dagegen darf sie in der bürgerlichen Sphäre dreiſter als je siti onellen nur feinen Täuschungen hingeben. rath arbeitete im Jahre 1895 einen ziemlich liberalen Reform- ihr Haupt erheben, und nur fürzlich erst hat sich das Bürgerthum bei Gelegenheit der Hundertjahrseier ihren zynischen Hohn gefallen Entwurf aus, der dem Volke zur Abstimmung vorgelegt ward. laffen müssen. Soll man sich angesichts solcher Zustände noch Das Mißtrauen war jedoch inzwischen erweckt worden, und darüber wundern, wenn ihre Macht an wächst und die froß verschiedener Vorzüge wurde der Entwurf zurück- nächsten Wahlen noch schlimmere Erfahrungen gewiesen, weil er der Demokratie nicht genügende Bürg- befürchten laffen, als die von 1893?" schaften bot. kultiviren wollen. in Auf Gewiß, die Sozialdemokratie wächst und wächst. Und richtig Die Reform war aber dringend nothwendig und so hat ist auch, daß die bürgerliche Gesellschaft in der Bekämpfung der der Bundesrath einen neuen Entwurf ausgearbeitet, der die Sozialdemokratie sich nicht so schneidig" vorzugehen getraut, wie Fehler des ersten vermeidet, und, wie uns telegraphisch mitgetheilt die Gewaltpolitiker wünschen; ſie ist theils selbst von des wird, heute vom Nationalrath, also der Boltsvertretung, den Glauben an sich selbst verloren. sozialistischen Gedankens Blässe angetränkelt", theils hat sie Wollte und könnte sie einstimmig angenommen worden ist. Da auch im Stände aber auch den Rathschlägen der Stumm und Recke, der" Post" und rath( der Kantonalvertretung) die Annahme sicher ist, so wird Neuesten Nachrichten" nachfolgen, so würde ihr auch das nichts der neue Entwurf noch im Laufe des Jahres dem Volfe zur helfen. Es geht eben bergab mit der bürgerlichen Urabstimmung unterbreitet, und diesmal wohl auch angenommen Gesellschaft und bergauf mit der Arbeiter: Gesellschaft. werden. S Kommt eine neue Marinevorlage? Ueber diese Frage spintisirt und fabulirt die Preſſe allerlei. Jeden Tag wird die Frage anders beantwortet. Giner sagt: Sie kommt bald im Nachtragsetat. Der andere: Sie kommt erst im Herbst. Einer wieder sagt: Es werden„ nur“ die die zwei vom Reichstag abgelehnten Kreuzer nochmals gefordert werden. Der andere: Es wird eine große Vorlage" werden. Sicher ist etwas im Werke. Tirpitz ist da. Nicht um sonst hat man nach dem ablehnenden Votum des Reichstages fortwährend und mit stets vermehrtem Nachdruck für die " Nothwendigkeit" einer großen Flottenvermehrung gesprochen und geschrieben. Nicht umsonst hat der Kaiser seine neuen Tabellen Einst und Jezt" der Mitwelt vermacht. Wann und in welchem Umfange die neue Vorlage kommt, Wir werden, sobald der Entwurf uns vorliegt, denselben- Kontre Admiral Tirpik sprach, wie der Bolts. ist nicht zu sagen. In den Zeitläuften des Zickzackkurses ist nichts sicher. Aber sicher ist, daß die Vorlage kommt und daß eingehend besprechen, da die Materie für uns Deutsche Beitung" aus New- Yort mitgetheilt wird, auf seiner Durchreise nichts sicher. Aber sicher ist, daß die Vorlage kommt und daß von außerordentlicher Wichtigkeit ist. Eine tüchtige Organisation in New York einem Berichterstatter des" Morgen- Journal" seine sie sehr groß sein wird. Die„ Weltmachtpolitik" kann nicht bes Milizwesens zieht dem Militarismus, unter dessen Last Verwunderung darüber aus, daß es noch nicht allgemein mit bescheidenen Forderungen auftreten. Sie geht ins wir erdrückt werden, den Boden unter den Füßen weg und bekannt sei, daß Kaiser Wilhelm ihn von vornGroße". nimmt ihm die Existenzberechtigung. Wenn die Schweiz durch berein zum Nachfolger Hollmann's bestimmt habe. Jeder Tag also kann die Erneuerung des Kampfes ihr Beispiel den praktischen Beweis liefert, daß die Im übrigen fet er ein warmer Anhänger der Flotten. pläne des Raisers, obschon er dieselben nicht ausgearbeitet bringen, des Kampfes zwischen den See- Abenteurern und allgemeine Wehrhaftigkeit in einer Form durchgeführt werden habe, wie behauptet worden sei." denen, welche Deutschland vor Bettelungen an allen Ecken der kann, die uns weit mehr wehrtüchtige Soldaten Erde bewahren und dafür im Lande selbst wirken und bei weit geringeren Rosten liefert, als unser junter- tellertag in Leipzig hat die Frage der Strafvollziehung - Der allgemeine Journalisten und Schrifts Der schwanken Welle des Meeres ist Kontreadmiral liches Militärsystem, dann ist dieses zum Tode ver- bei Preßvergehen behandelt. Herr Dahme- Berlin hielt das urtheilt. Referat. Es wurde eine Petition an den Reichstag beTirpitz Herr geworden. Mit des deutschen Volkes festem Willen wird er nicht fertig werden! Die Parteileitung der sozialdemokratischen Arbeiterpartei schloffen, dahin gehend, daß bei politischen und literarischen BreßFrankreichs richtet anläßlich des im Juli stattfindenden Jahres vergehen im Falle einer Freiheitsstrafe nur auf Festungshaft Die Befteuerung der Konsumvereine in Sachsen. In dieser tongresses an die Organisationen einen Aufruf, aus dem erkannt werden solle, oder daß für solche Gefangene, deren Strafs Frage hat das sächsische Ministerium die längst erwartete namentlich die Ausführungen über die Kammerwahlen von that als nicht aus gemeiner Gesinnung hervorgegangen anerkannt Entscheidung getroffen. In der Verordnung des Minifteriums wird 1898 und über den Internationalismus hervorzuheben sind. ist, eine besondere Art der Strafverbüßung vorgesehen werde. Berichti eine Sonderbesteuerung zunächst für zulässig erklärt und es Die Vorbereitung der Wahlkampagne wird die wichtigste Aufgabe Bu dem ferneren Punkte der Tagesordnung Es wurde folgen werden die dagegen erhobenen rechtlichen Bedenken zurückgewiesen. des Kongresses sein. Unsere Partei beabsichtigt, den Kampf in der gungs- 3wang" sprach Hirt Leipzig. Zu diesem der Antrag angenommen: Der Deutsche Schriftsteller und Dagegen knüpft das Ministerium des Innern an diese Be- größtmöglichen, Zahl von Wahlkreifen aufzunehmen. steuerung gewisse Voraussetzungen, so besonders den Zwecke hat der Nationalrath von allen Organisationen einen Journalistentag folle dahin wirken, daß dem§ 11 Abfaß 1 des Ge Nachweis des örtlichen Bedürfnisse für eine solche genauen Bericht über die Situation auf Grund eines Frage- fetzes über die Preffe folgender Wortlaut gegeben wird:„ Der ver. Steuer. Allgemeine Gesichtspunkte würden hierbei sein, ob in dem bogens eingefordert. Auf dem Kongreß sollen dann die antwortliche Redakteur einer periodischen Druckschrift ist verpflichtet, betreffenden Orte ein mittlerer Stand von Kaufleuten und Gewerbe- allgemeinen und besonderen Bedingungen der wichtigen Wahl eine Berichtigung der in legterer mitgetheilten Thatsachen auf Vertreibenden vorhanden ist, der leistungsfähig genug ist, um den Waaren- fampagne" festgestellt werden. Damit tritt unsere Partei als erste langen einer betheiligten öffentlichen Behörde oder Privatperson bedarf ausreichend zu decken, sodann ob für diesen Mittelstand ein in die praktische Organisation des Wahlkampfes ein. Neber die ohne Einschaltungen und Auslassungen aufzunehmen, sofern die Bebesonderer Schutz nöthig ist und ob er durch den Großbetrieb so geschädigt internationalen Aufgaben der Sozialdemokratie richtigung sich wirklich als eine solche erweist, von den Einwird, daß ein Schut thatsächlich erforderlich wird. Komme man aus( auf der Tagesordnung steht u. a. die Stellung des Sozialismus zur fendern unterzeichnet ist, feines strafbaren Inhalts ist und diesen Gründen zu eine Sonderbesteuerung, dann würden aber auswärtigen Politit) heißt es dann im Aufruf: Die drei legten sich auf thatsächliche Angaben beschränkt." Hierzu wurde ein Zusatznicht lediglich die Großbetriebe von Vereinen und Gesellschaften Jahre haben den Taubften und Blindesten ein glänzendes Zeugniß antrag Steinbach- Wien angenommen, wonach die Berichtigungspflicht u. f. w. anzufassen sein, sondern es müßte die Befteuerung auf von der Macht der Partei in der inneren Politik geliefert, aber die nicht vorhanden ist, wenn der Redakteur in der Lage ist, die Unalle Großbetriebe, gleichviel ob Vereins- oder Einzelbetriebe, regierende Klasse, wie jede sterbende Klasse in Julufionen befangen, wahrheit der Berichtigung darzuthun. Nach längerer Berathung ausgedehnt werden. Endlich dürfe die Umsatzsteuer nicht über zwei erhebt den Anspruch, allein die auswärtige Politit zu leiten, deren über den 8eugniß zwang wurde ein Beschlußantrag angenommen, Prozent hinausgehen. traditionelles Räderwerk ihr zur ausschließlichen Verfügung zu wonach alle an der Herstellung periodischer Druckschriften Betheiligten Leider ist uns der Wortlaut dieser Werordnung bisher nicht be- stehen scheint. Es giebt jedoch nur eine Partei die Arbeiter ihr Beugniß über ihnen hierbei bekannt gewordene Thatsachen fannt. Sofern die obige Inhaltsangabe der Verordnung richtig ist, partei die kraft ihres tiefwurzelnden internationalen Charakters sollen verweigern fönnen. Zu dem Beschluß des Journalistentages, daß bei Annahme haben wir es mit einem außerordentlich bemerkens die Fragen und Gegensätze der auswärtigen Politik harmonisch werthen Vorgehen der fächsischen Regierung zu thun. Damit lösen kann, ebenso wie sie allein im stande ist, gründlich mit den gemeiner Gesinnung" die Strafvollziehungsmilderung nicht eintreten Die internationale folle, möchten wir bemerken, daß durch eine solche Klausel die ganze wäre zum ersten Male im Deutschen Reiche ein Versuch gemacht, inneren Gegensägen aufzuräumen. die Entwickelung des rationelleren, gesellschaft. Nation der Arbeiter muß ihre Diplomatie haben, bestehend Bestimmung hinfällig werden oder nur zu parteilicher Behandlung lich werth volleren Betriebes zu gunsten des in einer energischen Propaganda im Innern, in einer parallelen der Preßsünder führen würde. unrationelleren und rückständigen von Staats. Aktion der tlaffenbewußten Arbeiter aller Länder und ihrer Ver3um Streit zwischen Bayern und Preußen treter, die mit uns verbunden sind durch die gleiche Tattit, die bezüglich der Militär Strafgerichtsreform. Bayern wegen zu hemmen! gleiche Sache und das gleiche Biel. Diese Frage wird unStatistische Taschenspielerei sollen wir in unserem Leitartikel zweifelhaft sich an unsere Tagesordnung in noch unmittelbarerer will, wie wir schon mittheilten, sich nicht mit der Einrichtung eines bayerischen Senats beim höchsten Militärgericht abfinden lassen. Ein Agrar- Statiflit" vom Donnerstag, den 8. Juni getrieben haben. So Weise anschließen infolge des Umstandes, daß die allgemeinen Münchener Korrespondent schreibt hierüber der„ Germania":„ Das behaupten gleichzeitig die" Post" und die" Frankfurter 8tg." Die Wahlen in Deutschland wahrscheinlich mit den ist aber doch in Wirklichkeit auch nichts anderes als das Aufgeben des Taschenspielerei soll darin bestehen, daß wir zu der Klaffe der franzöfifchen ablen zusammenfallen werden." bayerischen Kronrechts der Militärjustizhoheit. Es handelt sich in WahrGroßbetriebe nicht blos die Betriebe mit über 100 hektar-3u den bereits mitgetheilten Punkten der Tagesordnung( Kammer: heit darum, daß das Bestätigungsrecht der bayerischen Krone = 400 preußische Morgen, sondern auch schon die Betriebe von wahlen, Gewerkschaften und Genossenschaften, auswärtige Politit, verbleibt für die im Bereiche der beiden bayerischen Armee200-400 preußischen Morgen gerechnet haben. Das ist natürlich nur Frauenfrage) ist ein weiterer hinzugekommen: die Arbeitslosigkeit. torps erlaffenen Urtheile. Ist der Sitz des obersten ein Streit um Worte, nicht um die Sache; und wir weisen Außerdem werden die Gemeinderäthe der Partei, wie bereits Militärgerichtshofs für uns nicht mehr in Bayern, dann die Behauptung, wir hätten mit" Kniffen" gearbeitet, als un- auf dem vorjährigen Kongreß, in einer besonderen Sigung über die wird zweifellos der König von Preußen in seiner Eigenschaft als berechtigt zurüd. Es tam uns in dem Artikel darauf an, der bisherigen Leistungen und ihre weitere Thätigkeit berichten. deutscher Kaiser die letzte und höchste Justanz sein. Würde das Ansicht entgegenzutreten, daß in der Landwirthschaft der Klein. betrieb die rationellere Betriebsform sei. Die Vorzüge dieses Dreyfus. Für diesen wegen Spionage in Frankreich nicht der Fall sein, wäre für den bayerischen Senat" der König der oberste oberste Gerichtsherr, so brauchte man Kleinbetriebes follen darin bestehen, daß die Wirthschaftsarbeiten verurtheilten ehemaligen französischen Militär ist jetzt wieder von Bayern der im wesentlichen von dem Bauern und seinen Familien ein Begnadigungsfeldzug begonnen worden. Dreyfus, der einer in Berlin teine bayerische Abtheilung, dann fönnte alles bleiben wie angehörigen, eventuell mit Buhilfenahme weniger in der reichen Familie angehört, soll durchaus unschuldig sein; und bisher. Das ist es aber auch, was wir wollen. Möge Breußen seinen Militärfirafprozeß nach Möglichkeit verbessern, das soll uns Familie lebender Gesindepersonen erledigt werden können. Das Loos des Verurtheilten ist ja auch ein so hartes, daß leicht freuen; wir wollen aber den unseren nicht verschlechtert haben, Die Vortheile sollen dabei in der liebevollen Bearbeitung des Ackers, Mitleid erweckt wird. Wir wünschen vom Standpunkt der und am allerwenigsten wünschen wir, daß der König von Bayern abermals der persönlichen Pflege des Viehs, der sorgfältigen Behandlung des Menschlichkeit eine humane Behandlung des Verurtheilten wie ein Recht verliert, daß an der Krone haftet. Es unterliegt für uns nicht Geräthes 2c. und darin liegen, daß der Bauer überall dabei sein, überall mitarbeiten könne. Wir sind dagegen der Meinung, daß jedes anderen in ähnlicher Lage Befindlichen- aber von Unschuld dem geringsten Zweifel, daß man in München an der höchsten diese Vortheile durch die Vorzüge des Großbetriebes, deren hat man wohl kein Recht zu reden. Dreyfus wurde ver- Stelle und zwar im Gegensatz zu den wir in unserem Artikel mehrere aufzählten, mehr als auf urtheilt, weil er der deutschen Regierung militärische Gegewogen werden, trotzdem die landwirthschaftlichen Arbeiten heimnisse ausgeliefert hat. Wäre er unschuldig, so würde im wesentlichen durch fremde bezahlte Hilfspersonen aus- es der deutschen Regierung ein leichtes gewesen sein, seine übernommenen und noch vorhandenen Rechte der bayerischen geführt werden. Zu den Großbetrieben in diesem Sinne zählten Unschuld zu beweisen; und es wäre sogar geradezu ein Verwir nun die Betriebe von 50 Hektaren an. Jedermann, der die brechen gewesen, die Unschuld nicht zu beweisen. Unter Landwirthschaft fennt, wird bestätigen, daß bei 200 Morgen das Alles selbermachen aufhört. Wie hoch wir die Grenze jenes Klein solchen Umständen können wir an der Schuld des Dreyfus betriebes mit 50 Hektar gefeht haben, ergiebt sich z. B. aus der nicht zweifeln. Berathern, die im allgemeinen immer bereit sind, Konzeffionen zu machen, gar nicht daran denkt, in dieser Frage nachzugeben. Man will, und damit deckt sich der Wunsch aller Bayern, die 1886 Krone nicht weiter schmälern lassen. Damit sind wir vollkommen einverstanden und werden in dieser Frage alles aufbieten, um das bayerische Stronrecht erhalten zu helfen." " Die Rechte der bayerischen Krone fümmern uns nicht. Wohl Viehhaltung. Nach von Prof. J. Conrad mitgetheilten Zahlen( Hand- Die Friedensverhandlungen zwischen Türkei und Griechen aber verdenken wir es den Bayern nicht, daß sie ihre bessere Militärs wörterbuch der Staatswissenschaften II. Band S. 280) berechnen sich land gestalten sich immer schwieriger. Das Athener Blatt Atro juftig zu Liebe der Vereinheitlichkeit der militärischen Rechtsprechung auf je 50 Hektaren in Preußen 6 Pferde, 24 Stück Rindvieh polis" soll sogar behaupten, daß die Friedensverhandlungen gänzlich im Reiche aufzugeben keine Luft verspüren. 13 Schweine und 23 Schafe. Auch pflegt man als spannfähige abgebrochen feien, worüber große Erregung herrsche.- v. Tausch soll nach einer Meldung der Augsb. Ab.- 3tg." Bauernwirthschaft" schon Betriebe mit 5-8 Hektar zu bezeichnen. Wie es heißt, wurden die Verhandlungen nicht zu Ende, geführt, Im übrigen haben wir ja, ohne alle Kniffe", die ausführlichen weil sich die Vertreter der Großmächte nicht einigen auch vom bayerischen Offiziers- Ehrengericht zur Verantwortung ge Zahlenreihen mitgetheilt, aus denen sich jeder selbst seine Be- tonnten. Ministerpräsident Ralli, über die Richtigkeit dieser 30gen werden. Er erhielt erst vor einigen Jahren die Vergünstigung zum Tragen der Uniform.rechnungen machen kann. Rechnet man, wie es in der Literatur ge- Meldung befragt, habe lettere nicht dementirt. wöhnlich geschieht und wie es die Frankf. 8tg." wünscht, zu den Die Londoner Morning Poft" meldet aus Ronftantinopel, v. Manteuffel und der Polizei.Agent. zur ton. „ Großbetrieben" erst die Betriebe mit über 100 Hektar, dann ver- Bulgarien verlange von der Pforte, daß Makedonien für v. 2ühow hat bekanntlich auch Beziehungen mindert sich eben die Zunahme der Großbetriebe von 821647 Hettar autonom erklärt werde. servativen Partei gehabt. Aus dem amtlichen stenographiauf 551 833 Hektar gleich 2 207 332 Morgen. Also eine sehr Wenn diese Gerüchte sich bewahrheiten, so ist klar, daß die schen Bericht ist darüber eine Aussage des Angeklagten v. Tausch bedeutende Zunahme, die nicht möglich sein würde, wenn der Groß größten europäischen Berwickelungen in Aussicht stehen, daß jeder hervorzuheben. v. Tausch bemerkte danach: Herr v. Lühow sagt, Betrieb in der Landwirthschaft gar so unrationell" wäre. Zag sehr intereffante Ereignisse bringen kann. woher er solche Sache wissen sollte, er hätte teine Verbindungen. GA " 1 4 angeblich revo= Man braucht nur seine Berichte durchzulesen, die er an die Barenempfang, die Rechnung nachträglich vorzulegen. Die bösen Aus dem Wahlkreis Höchst fingen- Homburg- Idstein im Bolizei geschrieben hat, wo er sogar öfter Herrn v. Man- Sozialisten würden ja die Gelegenheit zu ganz etiquettenwidrigen Regierungsbezirk Wiesbaden wird uns geschrieben: Eine rege teuffel anzieht und sagt: Ich habe das von Herrn Ausfällen benutzen. Einen Vorgeschmack davon giebt Genoffe Agitation wird gegenwärtig im Kreife in Angriff genommen, schon von Manteuffel erfahren und zwar sehr viel. Gérault- Richard in der„ Petite Republique". Er erklärt sich rund beginnen die Vorarbeiten für die nächsten Reichstagswahlen. In Ich will damit nur andeuten, daß Herr v. Lützow sehr gute weg gegen die Reise, die gar keinen Zweck habe; Rußland Homburg und Höchst haben sich Agitationskomitee's gebildet, politische Verbindungen hatte, und daß ihm von solchen Seiten auch werde nachher bei uns einige Milliarden Anleihen machen, uns die die Agitationsweise in den einzelnen Bezirken regeln. Die etwas mitgetheilt sein wird. Ich könnte noch mehrere andere nennen, wie im Orient in Abenteuer verwickeln und überall unseren Einfluß Pfingstfeiertage wurden gehörig mit Ausflügen fagitatorischen aber diese eine Person genügt, um zu zeigen, daß er in der That vermindern...." Charakters ausgenutzt. Es stehen bereits einige Säle zu Versammlungen Verbindungen gehabt hat: er ist im Wahlbureau des konserBelgien. zur Verfügung, wo unser Reichstags- Abgeordneter Genosse Brühne vativen Wahlvereins beschäftigt gewesen, wenigstens sagte Brüssel, 9. Juni. Die Etoile belge" veröffentlichte gestern feinen Wählern Bericht erstatten wird. Auf ihrer füddeutschen Agitationser das, er hat Wahlreden gehalten, ist herumgereist im Auftrage der eine Rundfrage über die Militärfrage. Am ersten Tage erhielt tour referirte Frau Steinbach aus Hamburg in einigen Orten konservativen Partei, hat den Auftrag bekommen, Broschüren das Blatt über fünfzig Briefe von Generälen und hochgestellten unseres Kreises mit großem Erfolge für gewerkschaftliche und zu schreiben gegen Herrn Stöcker und hat also sehr wohl polis politischen Persönlichkeiten, welche das 203kaufsystem energisch politische Organisation; so sprach sie in Höchst, Homburg, tische Beziehungen gehabt. verurtheilen. Eschersheim Heddernheim in sehr gut besuchten Ver-Behandlung der Untersuchungsgefangenen. Italien. sammlungen, was vor allem den Zorn der Kreisblätter erregte. Ein Die„ Kölnische 3tg." schreibt: Bei der Vernehmung des Geheimen-Crispi. Die Gazetta Piemontese" theilt eine Unterredung fruchtreiches Arbeitsfeld liegt uns bis zum Jahre 1898 noch offen und Regierungsraths Muhl im Prozesse v. Lützow- v. Tausch ist eine mit einem hohen Bologneser Juftigbeamten mit. Derselbe versicherte wenn alle Genossen ihre Kräfte zur Mitwirkung einsehen, dann werden Ungehörigkeit zu tage gefördert worden, deren Beseitigung längst auf das bestimmtefte, daß die Gerichtsbehörde sich unter feinen Um wir bei der Reichstagswahl im nächsten Jahre den Kreis glänzend hätte geschehen müssen. Herr Muhl erklärte nämlich, die erste ständen bestimmen lassen werde, das Verfahren gegen behaupten, trotz der verleumderischen Kampfesweise der Zentrumspolizeiliche Vernehmung des Beckert nach seiner Verhaftung sei Crispi einzustellen. Die Auflagen gegen Crispi umfassen agitatoren. eilig betrieben worden; denn wir wissen aus Erfahrung, daß drei Gruppen, erstens Vergehen, die Crispi unter Mißbrauch Aus Meiningen. Am zweiten Pfingsttage wurde in Gräfen die Arrestanten, wenn sie nicht bis zum Mittag ins Gefängniß feines Amtes als Minister begangen habe, zweitens that der sechste Parteitag der Sozialdemokratie gebracht sind, nichts zu essen triegen. Ich drängte, gemeine Bergeben, die er während seiner Minister Meiningens abgehalten. Vertreten waren die Orte: Breunig, schnell, schnell, so daß ich nicht einmal, wie ich sonst immer thue, zeit verübt, drittens gemeine Vergehen, die er begangen hat, Gebersdorf, Gräfenthal, Großgeschwenda, Großneundorf, Hafenthal, eine Abschrift der Vernehmung zurückbehalten habe; meine Atten während er Privatmann, das heißt Nichtminister war. Für die Hüttensteinach, Judenbach, Köppelsdorf, Lauscha, Lehesten, Martt find unvollständig." Wir zweifeln keinen Augenblick, daß Herr letzten beiden Punkte werde das gewöhnliche Tribunal, für den gölik, Meernach, Pößnec, Probstzella, Reichmannsdorf, Saalfeld, Muhl, sobald er seinerseits eine solche Erfahrung gemacht hatte, Bunkt 1 jedoch der Senat zuständig sein. Der ungenannte Gewährs- Schlettwein, Schmiedefeld, Sonneberg, Spechtsbrunn, Steinach, fofort die erforderlichen Schritte unternommen haben wird, um mann des Turiner Blattes erzählt weiter, das Gericht habe soeben Steinbach b. S., Wallendorf, Bopten; Geiersthal, Lichte, Unterdiese Ungehörigkeit zu beseitigen. Um so dringender ist es erforder- Indizien erhalten, daß Crispi von der Bank von Neapel große weißbach, Rudolstadt( die vier lekteren Orte sind schwarzburgisch). lich, festzustellen, warum das trotzdem nicht geschehen ist. Als am Summen entnahm, um damit einem Mitgliede seiner Familie Ge- Der Bericht der Kreisvertrauensleute ergab die Nothwendigkeit, daß 31. Mai dem Präsidenten Rösler gemeldet worden war, daß beide schenke zu machen, aber nicht nur die Banten, sondern auch viele fünftig die Agitation wieder energischer betrieben werden muß; dazu Angeklagten kein Mittagbrot erhalten hatten, weil sie nicht pünktlich Privatleute hätten Crispi mit Geldmitteln ausgeholfen, wofür dieser gehört eine beffere Berbreitung der Breffe, Herausgabe von Flugum 12 Uhr im Untersuchungsgefängniß zur Empfangnahme ihrer ihre Sonderinteressen protegirt habe. blättern, vermehrte Arrangirung von Versammlungen. Im GegenVerpflegung erschienen waren, erklärte Herr Rösler, daß dies wirklich Ehe Ehren- Crispi nicht wirklich vor dem Richter steht, glauben fatz zu der theilweisen Vernachlässigung der politischen Agitation ist doch ein Skandal sei, da es doch unmöglich sei, grade um 12 Uhr wir nicht an den Ernst der italienischen Behörden, ihm an den die Gewerkschaftssache einen bedeutenden Schritt vorwärts gekommen. die Verhandlung zu unterbrechen, und Staatsanwalt Dr. Eger ver- Kragen zu gehen. So sind beispielsweise aus dem Meininger Lande zirka 1000 M. sprach, alsbald die nöthigen Schritte zu thun, um diesem Uebelstand Rom, 8. Juni. Die Deputirtenkammer genehmigte heute in für die Hamburger Genossen aufgebracht worden. In einer abzuhelfen. Es ist wohl selbstverständlich, daß in gleicher Weise dritter Lesung und in geheimer Abstimmung mit 163 gegen 88 Resolution erkannte der Parteitag die spezielle Bearbeitung des auch die Untersuchungsgefangenen nicht dadurch geschädigt werden Stimmen die Vorlage betreffend die Reorganisation des Heeres.- Kamburger und Kranichfelder Bezirks als erste Pflicht an. Nach dürfen, daß fie tein Mittagessen erhalten, wenn einmal oder Rußland. dem Bericht des Genossen Weh der über seine Thätigkeit im Lands häufiger ibre gerichtlichen oder polizeilichen Vernehmungen sich über die Mittagszeit hinausziehen. Es scheint uns dringend wünschens- Man schreibt der„ Boss. 3tg." aus Libau( Kurland): In der gehenden Landtagswahlen, sowie an den fünftigen Gemeindewahlen Bon der zarischen Schreckensherrschaft. tage wurde über die Betheiligung an den im September vor sich werth, daß, nachdem Herr Muhl eine solche Erklärung in öffent: Nacht des letzten Mai, früh 2 Uhr, wurden hier plötzlich debattirt. Der Parteitag erkannte die Nothwendigkeit der Bealsbald die Gefängnißverwaltungen auweifen, für die Beköftigung der Verhaftungen vorgenommen, der Gendarmerie mehrere Haussuchungen. und theiligung an diesen Wahlen einstimmig an. Nachdem in Be ziehung auf die Preßverhältnisse beschlossen worden war, daß fünftig nicht pünktlich zur Mittagszeit eintreffenden Untersuchungsgefangenen tutionärer Umtriebe, wodurch unsere gute, loyale Stadt alle Kreise zu den Zuschüssen beizutragen haben, wurde Pößneck ausreichend zu sorgen." Libau in nicht geringe Aufregung versetzt wurde. So etwas ist wieder als Siz der Agitationskommission gewählt. Nach einem bisher in Libau nicht vorgekommen. Früher waren überhaupt die fräftigen Schlußwort des Genossen Reißhaus wurde der Parteidrei baltischen Provinzen Kurland, Livland, Esthland von dem Gift tag mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. des Nihilismus und dem Unwesen der Geheimbündelei ganz ver schont geblieben. Seitdem aber die Schulen russifizirt sind und viele baltische Abiturienten, namentlich aus den Kreisen der Letten und Esthen nicht mehr die halbrusfifizivte baltische In New- York hat sich die American Cotton Company ge Hochschule Dorpat( Jurjem) aussuchen, sondern Mostan, Kiew, bildet, eine Gesellschaft, die, wie der Konfettionär" mittheilt, die echt russische Universitäten vorziehen, ist das Abficht hat, durch Ausnutzung der erworbenen Verpackungspatente Lemberg, 8. Juni. Gestern geriethen in Schodnica Arbeiter anders geworden. Manche dieser Studenten lettischer Abstammung den gesammten Baumwoll 3wischenhandel an sich zu mit Juden infolge eines Wortwechsels ins Handgemenge, überfielen traten in Moskau in Berührung mit den Agitatoren der russischen reißen und die Baumwolle den Pflanzern direkt abzukaufen. Borderen Häuser und demolirten einige. Die Gendarmerie stellte die Studentenschaft, nahmen deren revolutionäre Ideen ohne Wider- fitzender der Gesellschaft, die über ein sehr bedeutendes Kapital verRuhe nach vorausgegangenem Kampfe her, wobei ein Arbeiter ge- ftreben auf und suchten sie dann, in die Heimath zurückgekehrt, bei fügt, ist John R. Searps, der dem berüchtigten Zuckertrust ans tödtet wurde. Siebzehn Personen, welche sich an den Ausschreitungen ihren jungen Landsleuten, den lettischen Gymnasiaften und Real- gehört. Ferner find verschiedene Eisenbahn Magnaten Mitglieder betheiligt hatten, wurden verhaftet. schülern weiter zu verbreiten. So sind denn unter den gestern ver- dieser neuen Gesellschaft. Die Baumwolle soll in Zukunft nicht Ungarn. hafteten 14( nach anderen Angaben 20) Personen auch zwei Sekun- mehr in Ballen, sondern in zylindrischen Rollen verpackt werden. Budapest, 8. Juni. In dem Städtchen Nadudvár daner des hiesigen Gymnasiums und ein Realschüler. Außerdem bei Debreczin tam es während der Pfingstfeiertage zu Unruhen wurde ein lettischer Rechtsanwalt Sawel verhaftet und, wie man und Zusammenstößen zwischen Sozialisten und Gen- sagt, auch ein junger Schriftsteller namens Walther( ebenfalls Lette), darmerie. Die Gendarmerie machte von der Schußwaffe Ge- der in Berlin Nationalökonomie studirt hat und für die Sozialgegen die Vereinsgeseh- Novelle. brauch; eine Person wurde getödtet, sieben Personen wurden schwer lettischer Sprache gedruckt, sozialdemokratischen Juhalts und wurden demokratie schwärmt. Die beschlagnahmten Schriften sind in Den zahlreichen Rundgebungen, welche seit Bekanntwerden des und mehrere andere leichter verwundet. Aus Debreczin wurde Militär an den Thatort entsendet. von den jungen Agitatoren an die Arbeiter der hiesigen Fabriken preußischen Entwurfs veranstaltet worden sind, folgte gestern eine neue, impofante Demonstration der Gewerkschaften Berlins und der UmDie Danziger Zeitung" bringt ferner folgende Mittheilung: gegend, die in 36 Versammlungen zu dem Knebelungsversuch des An der russischen Grenze sind zwei Personen, der Thorner Vereins- und Versammlungsrechts Stellung nahmen. Es wurde vom Stadtreisende Kozielewski und der Agent Guiatchynski, verhaftet Standpunkt der Gewerkschaftsbewegung energisch gegen den Entwurf worden, die es unternommen hatten, Zeitschriften nihilistischen protestirt und darauf hingewiesen, daß derselbe einen großen Theil Inhalts nach Rußland einzuschmuggeln. Db ihnen dieses schon derjenigen Staatsbürger und Bürgerinnen, die sich ihren Unterhalt Zürich, 8. Juni.( Eig. Ber.). In der nicht zur Ruhe tom früher gelungen und woher fie die Schriften hatten, ist noch nicht mit faurer Arbeit selber verdienen müssen, verhindert, auf die Gemenden Krawallangelegenheit hat der Große Stadtrath ermittelt. Am letzten Donnerstag gelang ihnen diefer Verfuch aber staltung Lohn und Arbeitsverhältnisse Einfluß aut üben. Da durch die Auslegung des Begriffs politisch" wieder neue Beschlüffe gegen die Opposition der Sozialdemokraten nicht. R., ein hochaufgeschossener schwächlicher Mensch mit schmalem verhindert worden gefaßt. find, sich Die Krawallkommiffion hatte beantragt, vorbestraften Geficht, fiel bei ber Visitation in Alexandrowo den dortigen Boll- schon die Frauen vielfach Schweizerbürgern das Aufenthaltsrecht zu entziehen, wenn sie in beamten durch seinen starken Körperumfang auf. Die Leibesvisitation der Organisation ihrer Gewerkschaft anzuschließen, und da mit Sicher Zürich wegen schwerer Bergehen gerichtlich bestraft worden sind; wurde angeordnet und bei beiden die verbotenen Schriften gefunden. heit vorauszusehen ist, daß auch ferner findige Polizei Organe geeinem Ausländer ist in der Regel die Niederlassung zu entziehen, G. versuchte noch zu entfliehen, wurde aber bald festgenommen. werkschaftliche Vereine und Versammlungen zu politischen stempeln wenn er einmal wegen schwerer Bergehen bestraft ist und ferner, Schwer gefeffelt find beide Männer zunächst nach Warschau trans. werden, so würden also auch minderjährige männliche Arbeiter- dank dem Verhalten der Nationalliberalen von der gewerkschaftlichen wenn er einmal wegen Körperverlegung, Widersetzung, Ruppelei, Er- portirt worden." regung öffentlichen Mergernisses mit mindestens einem Monat GeOrganisation ausgeschloffen werden. Dieser Gedanke war es besonders, fängniß bestraft wurde. Genosse Lang bekämpfte die Der Streit um Egypten. Die Bewegung gegen das der sowohl von den Referenten, als auch von den VersammlungsAusweisungsmaßregel sowohl gegen die Schweizer wie gegen die englische Regime in Egypten ist jetzt in die Deffentlichkeit getreten. besuchern gewürdigt wurde. Man betonte gang entschieden, daß es Ausländer und als darob die Ordnungsleute sich echaufferten, er: Wie man aus Alexandria telegraphirt, fand bort eine große ungerecht und eines Kulturstaates unwürdig sei, diejenigen ihrer flärte Greulich, daß die Sozialdemokraten niemals Ordnung Versammlung statt, in der Must a pha Kamel, der Führer der natürlichsten und auch durch die preußische Verfassung gewährDurch Polizei und Gummischlauch billigen. Speziell hier könnten auch sogenannten Nationalpartei, die englische Offupation bekämpfte und leisteten Rechte zu berauben, denen der Staat weitgehende Pflichten Ausländer getroffen werden, die in ihrem Vaterlande wegen politischer schließlich von mehreren tausend Egyptern eine Resolution an urtheilung des vorliegenden Knebelgesetzes herrschte natürlich völlige als Steuerzahler und Wehrpflichtige auferlegt. In der VerDinge bestraft wurden. Die Mehrheit des Großen Stadtrathes genommen wurde, worin vom Sultan und von Europa eine Lösung urtheilung des vorliegenden Knebelgesetzes herrschte natürlich völlige Einstimmigkeit. ftimmte aber den Anträgen ihrer Kommission zu, wobei immerhin der egyptischen Frage gefordert wird. die Einschaltung gemacht wurde unpolitischer Bergehen" 2c., so daß Hinter Mustapha Kamel stehen bekanntlich die Franzosen, welche In sämmtlichen Versammlungen wurde folgende Resolution politische Bestrafungen nicht in betracht fallen. Ob dadurch die England aus Egypten zu verdrängen wünschen. angenommen: Ordnung verbürgt sein wird? München, 9. Juni.( Privattelegramm des„ Borwärts".) Im Herbst werden in Bayern eine Anzahl von Landtags Nachwablen stattfinden. Für den Kreis Regen ist vom Bauernbund Dr. Sigl aufgestellt und soll sein Sieg dort sicher sein, da sich von 132 Wahl männern 70 für ihn erklärt haben. Damit ginge ja Dr. Sigl's heißestes Sehnen in Erfüllung. Desterreich. Budapest, 9. Juni. Anläßlich der Unruhen in Nadudvar bei Debreczin find 21 Sozialisten verhaftet worden. Wie sich nunmehr herausgestellt hat, beträgt die Zahl der bei dem Zusammenstoß mit der Gendarmerie schwer verwundeten Personen 28.Schweiz. Frankreich. und vertheilt." Afrika. anAlgier, 8. Juni. Die Truppen, welche infolge der durch den Stamm Udjah verursachten Ruheftörungen nach der marokkanischen Grenze entsandt worden waren, sind in ihre Garnisonen zurück gekehrt. Parlamentarisches. Paris, 8. Junt. Es ist kein Zufall, daß die Nachricht von Felix Faure's Reise nach Petersburg in die Breffe lancirt wurde, erst nachdem die Bertleisterungsversuche der Diplomatie im Orient begonnen hatten. Der Sturm gegen die russische Allianz hat sich mit der Niederlage der Griechen gelegt, Ueber die Geschäftslage im Reichstage nach den Ferien Hanotaur tann bis auf weiteres ungestört den Handlager der vernimmt man, daß in Bundesrathstreisen bestimmt auf die ruffifchen Diplomatie spielen nichts steht also mehr der Neu- unveränderte entgiltige Annahme der Handwerker- Novelle in ihrer aufführung Don offiziellen Verbrüderungsszenen im Wege. jetzigen Gestalt gerechnet wird. Die Verhandlungen über den Militär Das offiziöse Petersburger Blatt, Nowoje Wremja", hat strafprozeß dürften ruhen, bis der bayerische Bevollmächtigte v. Sabel diesen Thatbestand mit echt mostowitischem Bynismus von seinem iezt nach München angetretenen Pfingsturlaub hierher dargelegt, indem es Faure's Besuch als einen Be- zurückgekehrt sein wird. Unternehmer- Verbände. Protest der Berliner Gewerkschaften ihrer = Die Versammelten erblicken in dem Bersuch der preußischen Res gierung, das Vereins- und Versammlungsrecht durch die Novelle zum Vereinsgesetz weiter einzuschränken, eine schwere Burücksetzung des Arbeiterstandes in der Ausübung seiner politischen Rechte. Denn wir sind fest überzeugt, daß die im Gesek vor. gesehenen polizeilichen Maßregeln, die eine freie Ausübung des Vereins- und Versammlungsrechts unmöglich machen werden, sich nur gegen die Arbeiterklasse richten. Die bisherigen Erfahrungen bestätigen, daß die Auslegung des Vereinsgefeßes einseitig gegen die Arbeiterbewegung gehandhabt wurde. Wir fordern deshalb eine freie ungehinderte Ausübung des weis dafür begrüßt, daß Frankreich die russische Die Geschäfts Dispositionen im Herrenhause hat der Vereins- und Versammlungsrechtes für beide Geschlechter. Ein Leitung der auswärtigen Politit gutheiße... Präsident Fürst Wied in einem an die Mitglieder versendeten Versammlungsrecht, das uns die Vertretung unserer wirthschaftlichen Die Kommentare der unabhängigen Pariser Presse zu der Reise sind Rundschreiben dargelegt. Die Plenarsizungen follen am 23. d. M. Intereffen ohne Einschränkung innerhalb der Gewerkschaften ermög freilich nichts weniger als enthusiastisch. Die bekannten Ausfälle wieder beginnen und bis zum 30. d. M. fortgeführt werden. Für licht und nicht, wie es bisher üblich und nach Annahme der Novelle gegen die Allianz werden wieder erneuert und daneben Felix den 24. d. M. ist die Berathung der Novelle zum VereinsFaure wegen seiner Sucht, sich auf den Monarchen hinauszugesetz in Aussicht genommen, die wahrscheinlich mit der Einsetzung in erhöhtem Maße geschehen wird, die Unternehmer- Organisationen spielen, arg augerichtet. Es gilt nämlich für ausgemacht, einer Kommission endigen wird. Diese soll unverzüglich ihre begünstigt und somit die Arbeiter der Unternehmerwillkür widers daß die Präsidenten der Kammer und des Senats nicht mit- Thätigkeit beginnen und schon den 25., an dem feine Plenarsizung standslos überliefern will. reifen werden. Das ist nach einer glaubwürdigen Preßmittheilung stattfindet, benußen. Der Präsident nimmt an, daß die Kommission der Wunsch des russischen Selbstherrschers, dem Faure fich natürlich bis 28. ihren Bericht festgestellt haben wird. Am 26. werden die Jm besonderen erblicken die Gewerkschaften in der rechtlosen mit tausend Freuden gefügt hat. Mit welcher Geistesfreiheit die von der Kommission nochmals berathene Städte und Landgemeinde- Stellung der Minderjährigen, die auch in den Beschlüssen des bevorstehende Allianzparade in gut bürgerlichen Kreisen behandelt Drdnung für Hessen- Naffau und der in der Finanzkommission ab- preußischen Abgeordnetenhauses mit Hilfe der nationalliberalen Partei wird, zeigt wohl am besten der heutige Artikel Lapelletier's im gelehnte Antrag Frankenberg, betreffend die Dotation der Provinzen, beibehalten wurde, eine vollständig unberechtigte Zurückseßung eines parteilosen„ Echo de Paris". Es heißt darin: Unfer Präsident auf die Tagesordnung gesetzt werden; am 28. der Gesetzentwurf, windet sich vor Ungeduld beim Gebanten, feinem" theueren Freund betreffend die Errichtung von Handelskammern. Am 29. muß wegen großen Theils des Arbeiterstandes, der vermöge seiner sozialen Nikolaus dessen vorjährigen Besuch zurückzuerstatten. Andererseits des fatholischen Feiertags die Plenarsizung ausfallen. Der 30. b. M. Stellung die Vertretung seiner Interessen in Gemeinschaft mit den denken die russischen Finanzmänner, die uns noch manche Anleihe ist für die Schlußberathung der Novelle zum Vereins. übrigen Berufsangehörigen fordern muß. Das Ausscheiden dieser anzubieten haben, daß die französische Maulafferei geschmeichelt sein gefeß bestimmt. Berufsangehörigen aus den Organisationen raubt diesen Arbeitern das wird, zu erfahren, daß der Autokrat aller Reußen geruht hat, den Erben des fleinen Tapezirers von Batignolles zu empfangen. So lud Recht auf Unterstüßung und Förderung ihrer Interessen innerhalb Ludwig XIV. Samuel Bernard( den damaligen Rothschild) nach Vereiner Berufsorganisation und setzt sie der Laune und Rücksichtsfailles ein, um bei ihm einige Millionen zu pumpen..." In radis Parteiliteratur. Die Broschüre über die Verhandlungen des losigkeit des Unternehmerthums aus. Gegen ein solches Attentat talen parlamentarischen Kreisen erhebt man gegen die Reichstages wegen Aufhebung des Majestätsbeleidigungs- auf die Arbeiterbewegung und im besonderen auf die Gewerks Reise konstitutionelle Bedenten. Die Verfassung schweigt Paragraphen ist jetzt auch in dritter Auflage vergriffen. fchafts- Organisation protestiren die Versammelten auf das entgänglich über die Abwesenheit des Präsidenten aus Frankreich. Man Die Parteigenossen werden ersucht, ihren etwaigen Bedarf um schiedenste. macht daher geltend, daß das Parlament zum mindesten in der Form des Votums der Reisegelder befragt werden müßte. Die Re- gehend der Buchhandlung Borwärts mittheilen zu wollen, gierung aber scheint es vorzuziehen, wie bei den Krebiten für den damit diese die Höhe der 4. Auflage feststellen kann. Partei- Machrichten. Ueber den Verlauf der einzelnen Versammlungen geben wir in folgendem einen furzen Ueberblick: In der Versammlung der Bauarbeiter, die im unteren Saale des Lokals Englischer Garten" stattfand, sprach Fritz 28ilte unter lebhafter Zustimmung. Die Resolution fand ein stimmig Annahme. In Joel's Festsälen hatten sich die Bildhauer und Stuck a teure versammelt. Die Versammlung war recht gut besucht. Das Referat hielt Genosse Dupont. Die Brauerei Arbeiter und Böttcher tagten in Wilke's Salon in der Andreasstraße. Das Referat hielt Genosse Stabernack, und die Resolution wurde nach dem beifällig aufgenommenen Vortrag einstimmig angenommen. Die 3immerer waren in Cohn's Festsälen, Beuthstraße 21, sehr zahlreich versammelt und nahmen nach einem von Bruns gehaltenen Referat die Resolution einstimmig an. Die Versammlung in Charlottenburg war von 600 Personen besucht. Resolution wurde einstimmig angenommen. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Gewerkschafts- Abrechnungen. Unterstüßungsverein auf die Aufforderung der Kollegen hin einen Redner zu entsenden, ebenso müssen bei befonderen Gelegenheiten Agitationstouren unternommen werden. Zum Redakteur der Buchdrucker- Wacht" wurde Gasch gegen drei Stimmen wiedergewählt, nachdem er vorher seine Demission zurückgezogen hatte. Auf dem Kongreß bekam die Parteipreffe wegen ihrer Haltung zu den Buchdrucker- Angelegenheiten ihr Theil ab, am reichlichsten der Vorwärts". Der Vorwärts" weiß sich darüber zu trösten und die übrigen Parteiblätter wohl auch. Der Zimmererstreik in Mannheim ist beendet. Die Arbeiter Die Gasanstaltsarbeiter waren bei Buske versammelt.deutscher Hutmacher. Jahresabrechnung für 1896. Einnahme haben, wie die Voltsstimme" mittheilt, ihre Forderungen mit AusIhnen führte Bruno Pörsch die Gefahren vor, die das Koalitions- der Hauptkaffe einschließlich) tes Bestandes vom 31. Dezember 1895: nahme einiger unbedeutender Bunfte durchgesezt. Am 8. Juni ist recht bedrohen. Nach kurzer zustimmender Debatte nahm man die 139 222,92 M. Ausgabe: 57 253,34 M. Für Reise- Unterstützung die Arbeit wieder aufgenommen worden. 4 Geschäfte haben nicht Resolution einstimmig an. Die Musiker protestirten im Buste'schen Lofal bereits des Vor- Arbeitslofen- Unterstügung am Orte sind in 1148 Fällen( 24 994 Tage) wurden in 1577 Fällen für 6416 Zage 4491,20 m. ausgegeben, an nachgegeben. mittags gegen die durch den Entwurf bezweckte Drangfalirung der 82 192,94 m. gezahlt worden. Hierbei sind Gemaßregelte und Ausaufgeklärten Arbeiterschaft. gesperrte eingerechnet. " Die im Handels und Verkehrsgewerbe Be schäftigten hatten sich sehr zahlreich im großen Saale der magistrat dadurch erschwert worden, daß dieser den UnterDen streifenden Steinfegern Stettins ist der Kampf vom Arminhallen versammelt, auch das weibliche Geschlecht war starf vertreten. Dent Referat des Genoffen August in folgte eine nehmern die Frist, binnen welcher die Arbeit kontraktlich fertiggestellt animirte Diskussion, in der sämmtliche Redner mit großer Ent ſein muß, um vier Wochen verlängert hat. schiedenheit gegen jede Beschränkung des Vereins- und Versamm- Dienstag in einer Versammlung, am Donnerstag die Arbeit zu Wie die Ostsee- 3tg." mittheilt, beschlossen die Steinsetzer am lungsrechts sprachen. Die Resolution fand einstimmige Annahme. Die Glaser, Glasschleifer, Bilderrahmen= den bisherigen Bedingungen aufzunehmen und über ihre Forde macher und Porzellanarbeiter hielten in den Arminhallen rungen mit den Unternehmern gütlich zu verhandeln. ihre Versammlung ab und nahmen nach einem beifällig aufgenom menen Referat des Genossen Görte und kurzer zustimmender Diskussion die Resolution an. Die Holzarbeiter tagten im Böhmischen Brauhaus und. in der Norddeutschen Brauerei. Im ersteren Lokal sprach Genosse Glocke über die Gefahren des Vereinsgesetzes. Die Viesolution wurde einstimmig angenommen. In der Norddeutschen Brauerei waren wesentlich die Tischler verfammelt. Nach einem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Referat des Genossen Pä tel bekundete die Versammlung einstimmig ihre Zustimmung zu der Protestresolution. Ausland. In Wien ist der Streit der Pferdebahn Angestellten am Mittwoch beigelegt worden. Das Wolff'sche TelegraphenBureau berichtet darüber: = Nach mehrstündigen, im Polizeipräsidium unter Mitwirkung des Bürgermeisters Dr. Lueger und des landesfürst lichen Kommissars der Wiener Tramway- Gesellschaft, Etattden Vertretern der Tramway- Gesellschaft und den Delegirten der halterei- Rathes Rutsch era, stattgehabten Verhandlungen zwischen ausständigen Bediensteten wurde infolge weitgehender Zugeständ nisse der Tramway Gesellschaft eine allseitige Einigung erzielt, Die Lage des Tischlerstreiks in Rostock ist unverändert worauf die Delegirten der Streifenden namens ihrer Auftraggeber Die Ausständigen bitten insbesondere die schlesischen und Berliner Die Zugeständnisse der Tramway- Gesellschaft bestehen darin, daß der erklärten, die Arbeit in vollem Umfange wieder aufzunehmen. Fachgenossen, für Fernhaltung des Zuzugs zu wirken. sogenannte Unterbrechungsdienst jeden Bediensteten nur einmal Die Versammlung der Beisitzer des Berg- Gewerbegerichte wöchentlich trifft, daß alle Kategorien der Bediensteten mit Aus. für den Ober Bergamtsbezirk Dortmund, die am 2. Pfingst- nahme der Kondukteure eine tägliche Lohnerhöhung von 10 Kreuzern feiertag in Bochum abgehalten wurde, war schwach besucht. erhalten, und schließlich, daß alle Bedienstete nach dem zweiten Nach kurzer Debatte wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Dienstjahre ständige und nach zwölfjähriger Dienstzeit definitive Endesunterzeichnete Beisitzer der Arbeiter des Berg Gewerbe Angestellte werden. gerichts beantragen, vom königlichen Oberbergamt ein Gutachten einDie Antisemiten haben sich der Pferdebahnbediensteten, was zuzufordern über Aufhebung der jetzt bestehenden Arbeitsordnungen gestanden werden muß, ziemlich energisch angenommen, während die auf den Zechen; Einführung einer einheitlichen Arbeits- Liberalen nichts für das schamlos ausgebeutete Personal der ordnung unter Anhörung eines Arbeiterausschusses, welcher Pferdebahn übrig hatten, so daß sich auch bei dieser Gelegenheit durch die Arbeiter frei gewählt wird. frei gewählt wird. Endesunterzeichnete wieder zeigte, daß am österreichischen Liberalismus Hopfen und Malz beantragen, daß dieses dem Gesammtausschuß des Berg- vollständig verloren ist. Gewerbegerichts zur Begutachtung überwiesen wird. Gründe: Die Sorb ma cher hielten ihre Versammlung bei Rautenberg, Oranienstr. 180, ab. In derselben geißelte Genosse Ad. Hoff mann sarkastisch die neueste Staatsretterei der Firma Recke, Stumm u. Komp. unter dem ununterbrochenen Beifall der Berfammlung. Die Resolution fand einstimmige Annahme. Tie Schichtdauer auf den Zechen ist keine einheitliche und läßt viel Bei Uliz in der Badstraße waren die Arbeiter der Leder- zu wünschen übrig. Ferner protestiren wir gegen das jeßige Eystem industrie in der Zahl von etwa 300 versammelt. Nach einem der Lehrhauer, die durch Abhalten der Prozente u. f. 1. materiell Referat des Genossen Bösch wurde die Resolution einstimmig geschädigt werden. angenommen. Die beiden Bergarbeiter Verbände( alter Verband und chrift lier Gewerkverein) sind aufzufordern, dahin zu wirken, daß in jeder Spruchkammer Belegschafts- oder Bezirksversammlungen wegen der Lohndifferenzen stattzufinden haben. Die Versammlung der Maurer tagte in Keller's Lokal, Stoppenstraße, und war nur mäßig besucht. Das Referat hielt Genoffe Robert Schmidt. = In der Metallarbeiter WerfammInng in Sanssouci", Rottbuserstr. 4a, welche sich eines sehr starken Besuches zu erfreuen hatte, referirte Litfin unter stürmischem Beifall. Die Resolution gelangte auch hier zur einstimmigen Annahme. In der zweiten Versammlung im Rösliner Hof referirte Genosse Rohrlack. In Feuerstein's Lokal in der Alien Jakobstraße waren die Maler und Vergolder versammelt. Genosse Ewald hielt das einleitende Referat. Als zweiter Referent sprach edebour. Nach lebhafter Diskussion nahm die Versammlung folgende von Ledebour eingebrachte Resolution an: In Bielefeld wird erwartet, daß im Maurer und 3 immer erstreit diese Woche die Entscheidung bringt. Gelingt es immererstreit den Unternehmern nicht, jetzt andere Arbeitskräfte anzuwerben, dann würden sie nachgeben müssen. In Bremen dauert die Aussperrung beziehentlich der Streit des Personale der Jutespinnerei und Weberei Bremen unverändert fort, weshalb die Arbeiterschaft Deutschlands, ins besondere die der Textilindustrie, um Fortsetzung der moralischen und finanziellen Unterstüßung gebeten wird. Am vorigen Sonnabend Die Versammlung spricht ihre Mißbilligung aus darüber, wurden an ca. 1200 Personen ungefähr 9000 M. ausgezahlt. daß die Redaktion des Vorwärts" der Nede des nationalliberalen Landtags Abgeordneten Die Vergleute des Kohlenreviers Zein- Weißenfels hielten Krause zum Vereinsgesetz am 17. Mai unbedingten Beifall gezolt hat, am 1. Pfingstfeiertage eine Wassenversammlung in Lucena u ab, austatt die darin bereits namens wo beschlossen wurde, daß die eingereichten Forderungen schlimmsten Bartei angekündigte Zustimmung zum Ausschluß der Minder- falls mittels Arbeitseinstellung durchgesetzt werden sollen, und daß man gegen die vom Knappschaftsvorstande abermals verweigerte 9 der nationalliberalen zu brandmarken und Versammlungen als voltsverrätherisch Bestätigung des zum Knappschafte ältesten gewählten, von allen Bergstädter Beschlüsse voll eintreten werde. Vorläufig erwarten die mit den Grubenverwaltungen erreicht wird. Ans der Schweiz. Die Buchdrucker in Luzern sind in eine Lohnbewegung eingetreten mit den Forderungen: Neunstundentag und 32 Franks wöchentliches Lohnminimum. Eine Buchdruckerei, in der das dortige Arbeiterblatt( Zentralschweiz. Demokrat") gedruckt wird, hat die Forderungen bewilligt, die anderen Geschäfte dagegen nicht. In Chaux- de- fonds( Kanton Neuenburg) haben die Maurer und Handlanger eine Lobnerhöhung von 2 Gt3. per Stunde bei 11 stündiger Arbeitszeit erreicht. Der Lohnzuschlag bis 12 Stunden beträgt 25 pet. und bei mehr als 12stündiger Arbeitszeit 50 pet. Ferner wird der Lohn 14 tägig ſtatt wie bisher monatlich aus bezahlt. Ju Sachen wy!( Aargau) streikten die unorganisirten Arbeiter eines Dampffägewerts zur Er ringung einer besseren Behandlung. Die von 40 Delegiten besuchte Delegirten Bersammlung des schweizerischen Typographen bundes, die am Pfingſtden Haltung des Zentralfomitees in St. Gallen den Wieder. sonntag in Chur abgehalten wurde, beschloß entgegen der ablehneneintritt in den Gewerkschaftsbund. Ferner erhielt das Zentralkomitee den Auftrag, einen Sey maschinen- Tarif auszuarbeiten und endlich wurde beschlossen, für den 1. Mai die Arbeitsruhe anzuftreben. Als Verbands- Vorort wurde St. Gallen bestätigt und Solothurn als nächstjähriger Bersammlungs. ort bezeichnet. Boziales. Verwahrung dagegen einzulegen, daß leuten hochgeachteten Kameraden Knoblauch energisch protestiren vom 23. bis 25. September in Köln ab. Die Tagesordnung weist Der Verein für Sozialpolitik hält feine Generalversammlung Herr Strauſe es gewagt hat, die Worte des Genossen Auer in der Reichstagssitzung vom 3. Juni 1896 als eine und für die Reform des Knappschaftswesens im Sinne der Helm folgende Punkte und Referenten auf: 1. Handwerkerfrage, lefeverhüllte Zustimmung der sozialdemokratischen Partei zu jener renten die Professoren Dr. Bücher( Leipzig), Dr. Hike( Münster i. W.), geplanten Entrechtung der Minderjährigen zu deuten. Die Ver- Bergleute aber, daß über die Lohnforderungen eine Verständigung Dr. v. Philippovich( Wien); 2. Der ländliche Personalkredit, fammlung fuüpft an diesen Protest die Erwartung, daß nunmehr Nach Angabe des Boltsblatts für Halle" sind in dem Zeitz Dr. Seidel( Schmiegel- Bosen), Dr. R. Thieß( Offenbach am Main); Genosse Auer gegen jene Mißdeutung seiner Ausführungen durch Weißenfelser Revier innerhalb der letzten drei Wochen von 3. Die Handhabung des Vereins, und Koolitionsrechts der Arbeiter Referenten Hofrath Direktor Dr. Hecht( Mannheim), Landrath Herrn Krause öffentliche Verwahrung einlegen wird. ca. 3000 Bergleuten über 800 dem Verbande deutscher Berg- und Hüttenarbeiter beigetreten. Das ist sehr hübsch, nur ist schade, daß im Deutschen Reiche, Referenten Beh. Justizrath Prof. Dr. Löning die Leute immer erft kommen, wenn sie glauben, daß ein Streit in( Halle a. S.), Prof. Dr. Herkner( Karlsruhe); ein weiterer Referent wird im Einvernehmen mit dem Verein der Industriellen der Luft liegt und sie deshalb auf Unterstützung rechnen. des Reg.- Bez. Köln bestimmt werden. antworten. Selbstverständlich wird die Redaktion auf letzteres Votum morgen Die Versammlung der Möbelpolirer im oberen Saal bei Keller, Roppenstraße, zählte ungefähr 100 Theilnehmer. Das Referat hatte Genosse Wagner übernommen, der unter allgemeiner Zustimmung eine herbe Kritik an der Vereinsgesetz- Novelle übte. In Erfurt haben die zwischen den streikenden Zimmerern und den Unternehmern angeknüpften Verhandlungen ein abschließendes Resultat noch nicht gezeitigt. Vor den Musikinstrumenten Arbeitern, die bei Brochnow, Sebastianstraße, versammelt waren, legte der Genosse Blauroc ausführlich die Gefahren dar, die aus dem neuesten lehner u. Ko. durch Vermittlung des Stadtsyndikus Dr. Brunner Ju Kaffel ist der Tischlerstreit bei der Firma 3uVereinsgesetz der Gewerkschaftsbewegung drohen. Die Versammlung und des Ober- Bürgermeisters Westerburg durch Vergleich beinahm die Resolution einstimmig an." Die Versammlung der Pußer, die nachmittags bei gelegt. Am 9. Juni haben mit Ausnahme derer, die selbst auf die Joel tagte, war sehr gut besucht. Das Referat von Litsin, der Wiedereinstellung verzichteten, alle am Streik betheiligt geweſenen außer über die neue Vereinsgefeß- Novelle auch über den Werth der Tischler die Arbeit aufgenommen. Berkürzung der Arbeitszeit sprach, wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Die allgemeine Resolution fand ohne Diskussion Annahme. Die Sattler und Tapezirer tagten bei 3ubeil Rörsten hatte das Referat übernommen, welches die ungetheilte Zustimmung der Versammelten fand, welche die Resolution ein timmig annahmen. Die Schneider und Schneiderinnen zc. hatten sich in Hensel's Salon, sowie in der Ressource versammelt. In ersterem Lokal sprach Genosse Timm, in der Ressource hielt Bohn das Referat. Beide Versammlungen verliefen ohne Zwischenfall; die Resolution fand selbstverständlich einstimmige Annahme. scheinlich. T 20 € 2 haus tagte, wies Genoff ouisenstädtischen Konzert- Orten), der Beschluß gefaßt, ein neues Blatt zu gründen. Zum die Zugeständnisse, die die Großmächte der Türkei machen wollen, = Depeschen und lehte Nachrichten. Ersaßwahl entfielen nach dem bisherigen Zählungsergebniß in der Wiesbaden, 9. Juni.( W. T. B) Bei der heutigen ReichstageStadt Wiesbaden auf Wintermeyer( freif. Vp.) 2840 Stimmen, auf Duard( S03.) 2147, auf Bartling( natt.) 1679 und auf Fugger ( Bentrum) 922 Stimmen. Man hält eine Stichwahl für wahrDie Handlungsgehilfen Konferenz, die zu Pfingsten in Kölu, 9. Juni.( B. H.) Der Wiener Korrespondent der Leipzig abgehalten wurde, war von 11 Theilnehmern aus Ham- Köln. 3g." meldet, daß dortigen Berichten und Auffassungen zu burg, Magdeburg, Chemniß, Leipzig, Fürth, Nürnberg, Frankfurt folge die Friedensverhandlungen in Ronstantinopel ihren regel. am Main und Stuttgart besucht. Die Hamburger Handlungsmäßigen Gang nehmen. Es sei unrichtig, daß England die gehilfen wurden beauftragt, am 1. Juli einen Zentralverband Griechen oder Deutschland den Sultan ermuthige, Schwierigder Handlungsgehilfen und Gebilfinnen Deutschlands ins Leben zu feiten zu machen, oder oder daß zwischen Rußland und Eng rufen und den Verbandsvorstand aus ihrer Mitte zu wählen, sowie land wesentliche Meinungs Verschiedenheiten beständen. das Statut auszuarbeiten. Das Statut foll als Zweck herrsche vielmehr allerseits das Bestreben, eine Ermäßigung der des Verbandes die Erzielung möglichst günstiger Anstellungs- türkischen Forderungen herbeizuführen und fein chriftliches Bolt bedingungen und gesetzliche Beschränkung der Arbeitszeit, berufs- unter die türkische Herrschaft zurückzugeben. Die Kabinette erörtern statistische Ermittelungen, Rechtsschutz und Stellennachweis bezeichnen. gegenwärtig die französischen Vorschläge. Parteipolitische Bestrebungen sollen ausgeschlossen sein. Weiter Wien, 9. Juni.( B. H.) Aus Konstantinopel wird der Neuen In der Versammlung der Buchdrucker, Lithographen, wurde, und zwar mit 5 gegen 3 Stimmen( abgefiimmt wurde nach Freien Preffe" telegraphirt: Nach zuverlässigen Informationen sind Buchbinder 2c., die im haus tagte, wies Genosse Massini u. a. zutreffend darauf hin, Schluß erklärten die Delegirten, daß mit Gründung des Zentral- jezt folgendermaßen feftgefeßt: Fünf Millionen garantirte daß ein Sprößling des Fürstenhauses schon mit 18 Jahren verbandes das Verhältniß der von ihnen vertretenen 8 Städte zu Kriegsentschädigung; umfangreichere Grenzberichtigungen, als mündig wird und Regent werden kann, daß die Arbeiter der auf dem Berliner Kongreß am 5. und 6. April eingesetzten ursprünglich zugestanden werden sollten. Ferner sollen zwar jedoch mit 21 Jahren noch nicht einmal als reif zum Ber- Agitationstommission gelöst sei. die Kapitulationen für Griechenland aufrecht erhalten bleiben, aber sammlungsbesuch betrachtet werden sollen. Wir sind der Mei- Die Gegner der Tarifgemeinschaft unter den Buch die griechische Jurisdiktion in der Türkei soll eine bedeutsame Umnung, so äußerte sich der Redner, daß jeder, der sich mühsam druckern hielten am zweiten Pfingstieiertag in Reizig eine gestaltung erfahren. Dieses Entgegenkommen wird in türkischen sein Brot verdienen muß, auch mündig ist, in Versammlungen seine Konferenz ab. Erschienen waren 22 Delegirte, die Gesinnungs. Regierungstreisen sehr günstig beurtheilt. Es herrscht die Ansicht, Interessen zu vertreten. Nach einer furzen Diskussion wurde die genoffen aus Berlin, Hamburg, Hannover, Nordwestgau( Bremen), daß auf diesem Wege vielleicht eine Verständigung zu erzielen fei. Resolution einstimmig angenommen. Ban Rheinland- Westfalen( Düsseldorf), Magdeburg, Salle, Erfurt, Die Erbitterung über die herausfordernde Haltung des englischen Die zweite graphische Versammlung im Swinemünder Gau Bayern( München), Dresden, Leipzig, Burgstädt, Wurzen und Botschafters hat sich noch nicht gelegt. Gesellschaftshaus war von etwa 150 Personen besucht. Das Liegnitz vertraten. Bei Besprechung des ersten Punktes der Tages- Lemberg, 9. Juni.( W. T. B) In dem Prozesse wegen der Referat hatte der Steindrucker Otto Sillier übernommen, ordnung: Die fernere Taktit der Opposition, empfahl Pollen der Wahlunruhen in Dawidow wurde heute das Urtheil gesprochen. der den Zuhörern tlar machte, welche Gefahr. in der aus Leipzig die Gründung von sozialdemokratischen Buchdruckervereinen. Von den 29 Angeklagten wurden zwei freigesprochen, die Auflage vorliegenden Gesetzesvorlage für die Gewerkschaftsorganisationen Dieser Redner bezeichnete die Wahl Gasch's zum Redakteur der gegen drei wurde zurückgezogen; 24 Angeklagte wurden zu Freiheitsliege; obgleich nur für politische Vereine und Versammlungen Buchdrucker- Wacht" als einen Mißgriff und begrüßte es, daß Gasch strafen von drei Wochen Arrest bis zu fünf Jahren schweren Kerkers bestimmt, findet sie bestimmt auch Anwendung gegen die Gewerk die Absicht bekundet habe, von diesem Bosten zurückzutreten. Der verurtheilt. Der Angeklagte Szeremeta erhielt fünf Jahre. fchaften. Nach einer animirten Diskussion nahm die Versammlung Vorschlag, eine eigene Organisation zu gründen, fand in der Dis Paris, 9. Juni.( B. H.) Die hiesige Ausgabe des Newobige Resolution einstimmig an und schloß mit einem dreimaligen tussion wenig Antlang und wurde abgelehnt. Angenommen wurde York Herald" meldet aus Mexifo, 20 Soldaten der spanischen Hoch auf die politische und gewerkschaftliche Organisation. folgende Resolution: Marine hätten eine Demonstration veranstaltet, wobei ihre Rufe: Die Schuhmacher hielten zwei Versammlungen ab. Die 1. Zur weiteren Agitation gegen die Tarifgemeinschaft ist es" Es lebe Spanien!" mit den Rufen:„ Es lebe Frei- Kuba!" von Schooßarbeiter tagten in Cohn's Festsälen, wo Genoffe unumgänglich nothwendig, daß ein Fouds zur Bestreitung aller den Bürgern erwidert wurden. Es kam zu einer blutigen Schlägerei, Hammacher referirte. Die Fabritarbeiter waren in der Unkosten geschaffen wird, und daß deshalb jeder der Opposition bei welcher die Soldaten zum theil schwer verwundet wurden. Die Königsbank verfammelt, in welchem Lokal Genosse Sassenbach angehörende Kollege pro Woche 10 Pf. zu entrichten hat. übrigen wurden ins Gefängniß abgeführt. über das Attentat auf das Koalitionsrecht der Arbeiter sprach. Die 2. Eine fräftige Propaganda für die Buchdrucker- Wacht" zu London, 9. Juni.( W. T. B.) Der internationale BergResolution wurde in beiden Versammlungen angenommen. betreiben, muß nach wie vor die Hauptaufgabe jedes Tarifgemeinarbeiter- Kongreß verhandelte gestern über die Achtstunden- Frage In Gründel's Salon, wo millarg referirte, waren die schaftsgegners fein. und nahm einen Beschlußantrag der deutschen, französischen und Tabatarbeiter zahlreich versammelt. Die Protestresolution 3. Jn allen Buchdruckerversammlungen, ob Vereins- oder öffent- belgischen Abgeordneten an, welcher das Achtstunden- Prinzip wurde einstimmig angenommen. lichen, muß die Opposition vollzählig vertreten sein und dafür Sorge auch auf die Männerarbeit über Tage ausgedehnt wissen Die Textilarbeiter und Arbeiterinnen hatten sich tragen, daß der Buchdrucker- Verband immer mehr den Ideen der will. In der heutigen Sigung wurde mit Einstimmig im Englischen Garten verfamurelt. In flammenden Worten be- modernen Arbeiterbewegung zugänglich gemacht wird. Die Schäden feit ein von der der Föderation der Grubenarbeiter Großhandelte hier Frau Marie Greiffenberg das Thema des der Tarifgemeinschaft sind bei jeder passenden Gelegenheit seitens britanniens eingebrachter Beschlußantrag angenommen, wonach die Abends. Nachdem zwei Redner im Sinne der Referentin gesprochen der Oppositionsredner hervorzuibeben. Arbeitgeber für alle Grubenunfälle verantwortlich sein sollen, wie hatten, wurde die Resolution einstimmig angenommen. Darauf ver 4. Sind bei wichtigen Anlässen, Bersammlungen 2c. am Orte auch immer die Bestimmungen über die Haftpflicht in dem betreffenhandelte man noch einige gewertschaftliche Angelegenheiten. teine geeigneten Redner, so hat das Agitationskomitee die Pflicht, den Lande lauten. Berantwortlicher Redakteur: Avgust Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. " " Nr. 132. 14. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Doerflag, 10. Juni 1897. sogar drei Bäuerinnen, Delegirte aus der großen Land: Bahn, je größeren Umfang der Kampf der arbeitenden Klaffe gegen Sechfter österreichischer sozialdemokratischer gemeinde Solt des Pester Komitats, sind erschienen, um im die Unternehmer annimmt, je intensiver er wird. Besonders nothParteitag in Wien. Wien, den 8. Juni 1897. Dritter Verhandlungstag. Den Vorsiz führt heute Hy besch- Brünn. " - Namen der organisirten Feldarbeiterinnen an den Verhand- wendig ist die Pflege der internationalen Beziehungen für die lungen theilzunehmen. Wohl der erste Fall, daß sich Bäuerinnen deutschen Bergarbeiter, deren Lebenshaltung noch tief steht. Das an einem sozialdemokratischen Parteitag aktiv betheiligen. Von der Programm ist reichhaltig und berührt strittige Fragen. Wir erzielen. Ich hätte geVerifikationskommission des Kongresses wurden von 120 Städten hoffen aber Verständigung zu und Gemeinden 262 Delegirte und die von 46 Budapester Organi- wünscht, daß schon auf diesem Kongreß über die Berg diefer Die Debatte über die Parteitaktit und Parlamentarische sationen geschickten 88 Delegirten als verifizirt erklärt. Drei Mandate gefeßgebung der verschiedenen Länder referirt würde, Thätigkeit" wird fortgesetzt. wurden annullirt. Zu Vorsitzenden wurden gewählt die Genossen: Wunsch wird sich hoffentlich im nächsten Jahre erfüllen lassen. Die gestrige Rede des Gen. Brot zittert auch in der heutigen Ed. Baron, Radi, Gombossi. Als Dolmetsche fungiren( Lebhafter Beifall.) Diskussion noch lebhaft nach. für die slavische Sprache Delegirter 2 a par, für die serbische Sprache Der Kongreß nahm hierauf die Wahl der verschiedenen Roma Dobiasch- Aussig bestreitet, daß die Partei anfange, einen Delegirter G. 2o3diat. Vor dem Eingehen in die Tagesordnung miffionen vor und setzte seine Arbeitszeit auf fünf Stunden täglich, Stich ins Antisemitische zu bekommen, wie Brot angedeutet habe. wird der Antrag, den gleichzeitig in Wien tagenden sechsten öster von 10-1/ 21 und von 2-5 Uhr feft. Zum Vorsitzenden der Gegen das jüdische Proletariat werde niemand etwas einwenden, reichischen Parteitag telegraphisch zu begrüßen, mit Begeisterung an morgigen Tagung wurde Sachse- Zwickau einstimmig gewählt. Die aber infolge der antisemitischen Bewegung kämen sehr viele bürgerliche genommen. Leitung der gesammten Arbeiten des Kongresses wird Mr. Thom. Juden in die Sozialdemokratie. Aber nicht um Sozialdemo Erster Punkt der Tagesordnung ist der Bericht der Burt als Vorsitzender und Mr. Pickard als Generalsekretär überfraten zu werden, sondern blos um die Antisemiten zu Parteileitung über die Fortschritte und Ereignisse innerhalb tragen und dann die Sigung für heute geschlossen. bekämpfen. Gegen diese bürgerlichen Auch Sozialdemokraten fei der Partei seit dem vorjährigen Kongreß. Der in Druck vorgelegte 0 1 Vorsicht sehr am Plaße. Redner schlägt ſchließlich eine Resolution, und vertheilte Bericht wird von Genoffen Max Großmann und weite General- Versammlung des Zentralwelche die Bekämpfung der Pfaffen fordert, vor. Schuhmeier- Wien kommt auf die Frage der OhrfeigenPolitik zurück. Daszynski habe gewiß nicht unrecht gehabt, wenn er gesagt habe, wir wollten nicht die ersten sein, die Ohrfeigen aus theilten. Aber noch weniger dürften die Sozialdemokraten die ersten sein, die Ohrfeigen einstecken. Dem Geßmann hätten für seine Büberei schon ein paar" Watschen" gehört. Dieser Mensch, der sich aus dem Nichts emporgeftiebert habe, habe es gewagt, unfere Partei eine Gesellschaft von Spizbuben und Lausbuben zu nennen, und er meine, man hätte sich nicht um die Zukunft der Partei sorgen brauchen und dem Geßmann ruhig einen Fußtritt versehen sollen. In der Frage der Bekämpfung des Antisemitismus stehe er ganz auf dem Boden des Vorredners. vereins der Former. Ed. Baron refapitulirt. Er enthält die Passionsgeschichten der Partei in Ungarn im abgelaufenen Jahre. Drangsalirungen, Verhaftungen, Schubirungen, Verurtheilungen ohne Zahl, Berbote von Hannover, den 8. Juni 1897. Bersammlungen, Ronfistationen von Zeitungen, Büchern, Broschüren: Die Diskussion über die Agitation" wird fortgesezt. Sendler das ist die ungarische Freiheit für die Arbeiter! Mit lebhaften Farben werden die drakonischen Maßregeln der Ausnahmezustände erinnert daran, daß bereits der vorigen Generalversammlung ein im Alföld geschildert. Die Opfer der Bewegung waren innerhalb Antrag auf Errichtung von Agitationskomitees vorlag, der aller Die Agitation konnte in den letzten einer Jahresfrist: 14 Todte bei verschiedenen Zusammentreffen mit dings abgelehnt worden ist. den dazu nöthigen Mitteln nur den Gendarmen, 280 Tage Gefängniß und 175 fl. Geldstrafen bei Jahren aus Mangel an werden. in geringem Maße betrieben den unterschiedlichen Verurtheilungen. Einen Theil der Aber auch bedeutende Lichtblicke weift der Parteibericht auf. Schuld trage der Hauptvorstand, welcher am unrechten Fleck Es komme hinzu, daß Schwark mit allen gut Der Sozialismus breitet sich in faum geahnter ipare. Weise aus, namentlich in den Landgemeinden. In Freund sein wollte, dies habe dazu beigetragen, daß wir von Ein Antrag auf Schluß der Rednerliste wird angenommen, da Gegenden, wo vor einem Jahre noch kein Genoffe existirte, giebt es den Metallarbeitern überall gehindert werden. Besonders zu be fich ergab, daß noch 31 Redner zum Wort gemeldet sind. In der heute schon eine stattliche Anzahl überzeugter, flaffenbewußter Sozia klagen sei die Haltung des Wupperthaler Algemeinen Arbeitervereins Debatte wird besonders die Bekämpfung des Pfaffenthums diskutirt. liften. 123 Ortschaften wurden neu gewonnen. Der Bericht spricht gegenüber den modernen Gewerkschaften. Die allgemein gehaltenen Mehrere Redner weisen daraufhin, daß es nothwendig fei, der auch von den zahlreich stattgehabten geheimen Versammlungen, die Flugblätter des Verbandes haben nichts genützt; zu rügen sei, daß indifferenten Bevölkerung den Unterschied zwischen dem innersten nöthig wurden, nachdem die behördlichen Anmeldungen außerhalb viele Ortsverwaltungen diefelben nicht genügend verbreiteten. Das Wesen der Religion und der äußerlichen Institution der Kirche Klar der Hauptstadt, in der Regel unter den nichtigsten Vorwänden, nicht gegen wurde mit einem Spezialflugblatt für die Temperformer ein zu machen. Der parlamentarischen Thätigkeit der Fraktion wird zur Kenntniß genommen und verboten wurden; in der Stadt Tata gutes Resultat erzielt. An der weiteren Diskussion betheiligen sich fast sämmtliche allseitig Beifall gezollt. Die Fraktion babe am fachlichsten von allein 14 angemeldete Versammlungen nacheinander. In Ungarn allen Fraktionen gearbeitet. Ein Redner aus Brünn beklagt, daß existiren gegenwärtig 87 Fachvereine und 31 Bildungsvereine. Diese Delegirte, die mit wenigen Ausnahmen für die Errichtung von die Antisemiten dort prinzipiell keine öffentlichen Versammlungen Bablen sind bedeutend zu nennen, wenn man bedenkt, wie viele Vereins: Agitationskomitees eintreten. Im Schlußwort warnt Schwarz vor einberufen; er ist der Ansicht, daß man diesen Leuten diese Art der statuten unerledigt bleiben oder einfach verboten und zurückgesendet leichtfertiger Gründung von Zahlstellen des Verbandes, da mehrfach Agitation nicht länger gestatten dürfe, sondern eventuell mit Gewalt werden. Die Parteiliteratur hebt sich in ganz kolossaler Weise. bereits schlechte Erfahrungen damit gemacht wurden. In Bochum, in die Versammlungen dringen müffe, um dort sozialdemokratische An- Seit April erscheint das Fachblatt„ Der Feldarbeiter" und seit Schwientochlowit und anderen Orten in Schlesien waren die Former Als sie schauungen zur Geltung zu bringen. Diese Taktik wird aber sofort 1. Mai die flavischen Partei Organe" Nova Doba" und" Bora" als Einzelmitglieder des Verbandes gut organifirt. von mehreren anderen Rednern bekämpft. Wenn die Antisemiten In einzelnen Gemeinden ist es den Genoffen gelungen," in die sich stark genug fühlten und eine Zahlstelle gründeten, wurde nicht öffentlich tagten, so beweise das nur, daß sie die freie Dis- Gemeindevertretung einzudringen, ja in zweien gehört der ganze diese sofort durch die Unternehmer unterdrückt, die Arbeiter tussion fürchten. Der Weg der Gewalt müsse durchaus vermieden Gemeinderath ihnen an. Es geht, wenn auch unter den denkbar gezwungen, ihren Austritt aus der Organisation zu erklären. im Glück auf" nur als werden, sonst könne man sich nicht wundern, wenn Antisemiten auch schwierigsten Verhältnissen, unausgesetzt und unaufhaltsam vor- Wiebe in Duisburg hat den Artikel Vorwand benützt, um eine lang gehegte Absicht zu verwirk Sozialdemokratische Versammlungen sprengten. Die Lösung der wärts. Nationalitätenfrage wird allgemein im Sinne des von Dr. Adler So weit der vorliegende Bericht der Arbeiter- Zeitung". Ein lichen. Arbeiter- Zeitung". Ein lichen. Die Agitation wird große Summen foften, es werden gehaltenen Referats besprochen. Es treten mehrere Czechen und Telegramm aus Budapest vom 8. Juni besagt: Ter hier tagende daher die Mitglieder größere Opfer bringen müssen. Nothwendig Slovenen auf, die sich damit vollständig einverstanden erklären. Ein Sozialisten Kongreß wurde wegen mehrerer gegen ist ferner, daß zur Beseitigung der Mißstände in den Gieße slovenischer Delegirter hebt hervor, daß das slovenische Prodie reien eine Aftion auf breitester Basis unternommen wird. Die Frage Regierung gerichteter heftiger Reden letariat teine Vertretung im Reichsrath habe und bittet behördlich geschloffen, wobei Gewalt angewendet ist daher zu erwägen, ob der Refervefonds geöffnet und ständige die sozialdemokratische Fraktion, die Vertretung des slovenischen wurde. Liftensammlungen eingeführt werden sollen. Beschloffen wird gegen Proletariats mit zu übernehmen. In den Reden mehrerer Ein Telegramm der Frankfurter 3tg." führt aus: Während eine Stimme, Agitationskomitees zu gründen; dieselben bedürfen der czechischer Redner spielt die von den sozialdemokratischen czechischen der heutigen Schlußßigung des Sozialistentongresses erschienen Bustimmung des Vorstandes. Reichsraths- Abgeordneten beim Eintritt in den Reichsrath erlassene mehrere Bauern aus Radudwar, wo gestern eine blutige Revolte In der Nachmittagssigung wird Punkt 6, Statutenberathung Erklärung gegen das Staatsrecht in Böhmen eine große Rolle. Die stattgehabt hatte. Einzelne Bauern, die aus Nadudwar vor den und Anträge", berathen. Claussen begründet den Antrag, das czechischen Redner erklären sich wohl prinzipiell mit dem Wortlaut Gendarmen flüchteten, trugen noch die blutigen Kleider. Der Bericht Eintrittsgeld auf 50 Pf. und die Beiträge auf 25 Pf. zu erhöhen, der Deklaration einverstanden, beklagen sich aber darüber, daß die der Bauern erzeugte eine große Erregung, die noch gesteigert wurde, mit der Nothwendigkeit, das Unterstützungswesen auszubauen; hierErklärung so stilifirt war, daß sie den Jungczechen Material zur als Bauern mittags von der Polizei in Haft genommen wurden. durch würde die Errichtung von lokalen Zuschußkassen überflüssig. Agitation gegen die Sozialdemokratie liefern konnte. Die Polizei verbot die Besprechung der Angelegenheit auf dem Kongreß, der, da die Theilnehmer eine Besprechung erzwingen wollten, aufgelöst wurde. Dr. Rommet( Bukowina) vermißt in dem Referat Dr. Adlers einen Hinweis auf die Frauenagitation. Internationaler Bergarbeiter- Kongreß. London, den 7. Juni 1897. treten, sind in der überwiegenden Mehrzahl. " Nach längerer Debatte wird in namentlicher Abstimmung mit 22 gegen 11 Stimmen beschlossen, das Eintrittsgeld auf 50 Pf. 31 erhöhen. Der Antrag auf Erhöhung des Beitrages von 20 Pf. auf 25 Pf. wird in namentlicher Abstimmung mit 19 gegen 14 Stimmen abgelehnt. Gleichfalls abgelehnt wird einstimmig die Klassifizirung der Beiträge. Lebhafte Diskussion veranlaßte der Antrag, die in Gießereien beschäftigten Arbeiterinnen in den Verband aufzunehmen. Mit die der Im weiteren Verlaufe der Debatte hält Dr. Berst I( Wiener Neustadt) gegen die Parteileitung eine überaus scharfe Oppositionsrede, die in der Versammlung eine große Erregung hervorrief. In der Wahlbewegung sei von einzelnen Kandidaten weniger auf die Der achte internationale Bergarbeiter- Kongreß trat heute Wittag proletarische Propaganda Gewicht gelegt worden, als darauf ge= wählt zu werden. Mit der Auslegung des Begriffes Inter- um 12 Uhr in der St. Martins Town Hall zusammen. An- Majorität wird alsdann beschlossen, dem Antrag Folge zu leisten, nationalismus durch Adler und Bernerstorffer sei er nicht wesend sind vorläufig 68 Delegirte als Vertreter von 1 050 000 Berg- jedoch haben die Arbeiterinnen die gleichen Beiträge zu zahlen, wie einverstanden, diese Auslegung sei eine Konzession an die Gegner, arbeitern. Die englischen Delegirten, die 590 000 Bergarbeiter ver- bie Arbeiter. Zur Sichtung der noch rorliegenden Anträge wird eine Kome ebenso wie der Beschluß des Parteitages auf Unterstügung. Der Deutschland ist durch drei Delegirte repräsentirt. Reichstage mission gewählt. Bevölkerung den Unterschied zwischen Religion und Kirche klar zu Hannover, den 9. Juni 1897. machen, werde schwer sein. Die Taktik der Parteileitung sei lahm Abg. Möller vertritt Ober- und Niederschlesien, Sachfe Die Statutenberathung wird fortgesetzt.§ 5 erhält eine Erund zahm gewesen, nad) unten verwirrend, gegenüber den Gegnern aus Zwickau die mitteldeutschen Bergwerksreviere und Mühlenbeckaus Altenessen Rheinland und Westfalen. Aus weiterung, wonach ausgesteuerte arbeitslose Mitglieder von der konzedirend und zur Kompromiffelei neigend. Nachdem die Diskussion geschlossen, ergreift Daszynski das Frankreich sind als Vertreter von 130 000 Bergarbeitern der Ab- Beitragsleistung befreit sind. Duittung erfolgt durch Extramarken. Schlußwort. Auch er wendet sich gegen die Rede Brot's. Wenn geordnete& amendin und der von der Regierung gemaßregelte Der Antrag Berlin, den Zahlstellen 25 pet. der Beitragseinnahme das Interesse des jüdischen Proletariats in Frage kommt, habe frühere Maire von Carmaux, Calvignac erschienen. Die statt der bisherigen 20 pGt. zu belaffen, wird zurückgezogen, da von ab von gesammten Kosten der Agitation die Partei stets ihren Mann gestanden. Ob ein jüdischer belgische Delegation trifft erst morgen ein Die„ chriftlichen Berg- jekt arbeiter Deutschlands" baben ihre Betheiligung abgelehnt, um die sie Hauptkasse gedeckt But§ 16 wird beschlossent, Bourgeois einmal nicht höflich genug behandelt worden im Einverständniß mit den deutschen Delegirten der Vorsitzende des bei wichtigen Angelegenheiten kann der Vorstand, wenn die Einist, sei ganz gleichgiltig. Die Hauptkraft der Partei müffe sich gegen das Pfaffenthum kehren. Gegen ihn habe ein galizischer mächtigen Berbandes der Grübenarbeiter( Miners Federation) berufung einer Generalversammlung nicht statthaft erscheint, eine Piaffe von der Kanzel den Bannfluch geschleudert, sein Leichnam Pickard, ersucht hatte. Der Vorsitzende des Zentralvorstandes Urabstimmung anordnen. Ebenso hat der Vorstand auf Antrag von folle nicht auf den geweihten Gottesader, sondern auf einen Mist- des Gewerkvereins chriftlicher Bergarbeiter, August Brust, hat mindestens ein Biertel der Mitglieder eine Urabstimmung zu veranlaffen. 3u§ 17 bemängelt Hartig die Eintheilung hausen gebracht werden.( Große Heiterfeit.) Redner wendet sich diesen Entschluß in folgendem Schreiben mitgetheilt: Altenessen, den 31. Mai 1897. der Wahlbezirke und ist der Meinung, daß zu gunsten gegen diejenigen Ausführungen, welche die methodische Rohheit als Geehrter Herr Kollege! der fleinen Zahlstellen die großen Zahlstellen benachtheiligt Rampfmittel empfohlen haben. Dreschflelgel, Bierkrügel- und Antwortlich Ihres gefl. Schreibens vom 6. d. M. betreffend Gin- worden seien. 9 M. Diäten pro Tag für die Delegirten Watschenpolitik sei nichts anderes als methodische Rohheit. Eine ladung zum Internationalen Bergarbeiterkongreß zu London theilen fei zu hoch. Schwartz tritt dem entgegen, da es sogar wünschens, auständige Partei dürfe sich dürfe sich nicht so weit erniedrigen, wir Ihnen ergebenst mit, daß wir in unserer Sigung vom 27. d. werth fei, daß möglichst alle fleineren Bahlstellen auf der General ein auständiger Parteitag dürfe fo etwas nicht be beschlossen haben, von der Beschickung des Kongresses Abstand zu versammlung vertreten sind. 9 M. Diäten pro Tag sei nicht zu hoch schließen.( Beifall.) Die schärften Mittel feien angebracht gegen die Lumpengesellschaft, man dürfe sich nicht scheuen, nehmen, da die deutschen Bergarbeiter noch in den Anfängen der bemessen. Nach längerer Diskussion werden sämmtliche hierzu nationalen Organisation stehen. Die Arbeitsverhältnisse gestellten Anträge abgelehnt. Ueber das Organ„ Glück auf" einen Schuft einen Schuft zu nennen und auf einen Schelm anderthalbe zu setzen. Aber eine Grenze müsse gesteckt werden. Die( Lohn, Arbeitszeit u. f. w.) sind in den einzelnen Berg entfaltet sich eine rege Diskussion. Gewünscht wurde größere Be baubezirken Deutschlands derartig verschieden, daß es rücksichtigung des gesammten Gebietes der Sozialpolitit und der Partei dürfe nicht gemein werden.( Beifall) Gr müsse das aus fprechen, als gerade ein Mitglied der Parteileitung die Thätlich- unsere erste Aufgabe ist und sein muß, hier er ft Remebur Arbeiterversicherung. Zu§ 27 wird beschlossen: Im Falle der zu schaffen, che wir an internationale Berhandlungen denken Auflösung einer Zahlstelle geht das vorhandene Vermögen in das teiten empfohlen habe.( Beifall.) Mit der Versicherung, daß wegen fönnen. Anbei übersenden wir Ihnen einen Bericht über den ersten Eigenthum des Zentralverbandes über, wird jedoch später, bei neuem der politischen Aufgaben die wirthschaftlichen Aufgaben von der Fraktion nicht zurückgestellt werden würden, schließt der Redner Delegirtentag chriftlicher Bergai beiter- Vereine Deutschlands, aus Entstehen, der betreffenden Zahlstelle wieder zugestellt. welchem unsere Bestrebungen und Ziele ersichtlich sind. fine Ausführungen.( Beifall.) Mit follegialischem Gruße Bentralvorstand des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter. Essen( Ruhr). J. V.: August Brust." Dr. Victor Adler spricht in seinem Schlußwort seine Befriedigung über die Höhe des Niveaus aus, auf welcher sich die Debatte gehalten habe. In bezug auf die Watschenpolitit stehe er auf dem Standpunkte Daszynski's. Wenn Schuhmeier die WatschenDie österreichischen Bergarbeiter haben von einer Beschickung tafuf für Gemüthsfache erklärt habe, so möchte er sie für Privat: des Kongresses absehen müssen. Vom Parteitag der österreichischen fache erklären.( Große Heiterfeit.) Auch auf die von Brot auf Sozialdemokratie ist ein Begrüßungstelegramm eingelaufen. gerollte Judenfrage habe Daszynski eine erschöpfende Antwort gegeben. Nach einigen persönlichen Bemerkungen spricht der Parteitag der Fraktion in einer Resolution volles Vertrauen aus. Der Parteitag spricht sich ferner auf Antrag Adler's in einer Resolution für Beibehaltung der bisherigen Tattit aus. Alle Anträge, welche sich auf die parlamentarische Thätigkeit beziehen, werden der Fraktion zur Berücksichtigung überwiesen. Nach dieser Abstimmung wird die Verhandlung abgebrochen und auf Mittwoch früh vertagt. Außerordentliche Generalversammlung des Verbandes der Glasarbeiter und Arbeiterinnen Dritter Verhandlungstag. 1891: 1868,25 m., . 1892: 1895: ES Die Verhandlungen des Kongresses werden um 12 Uhr von Stralau, 8. Juni. Die Statutenberathung wird fortgesetzt. Ein Antrag der Fürther Thomas Burt, Mitglied des Parlaments, mit einer furzen Be grüßungsrede eröffnet. Er dankt besonders den auswärtigen Dele- Delegirten auf Beseitigung der Arbeitslosenunterstützung wird nach girten, die übers Meer gekommen sind für ihr Erscheinen und hofft, lebhafter Debatte abgelehnt. Nach einer Ausstellung des Vorstandes daß die Arbeiten des Kongresses erfolgreich verlaufen werden. Die hat der Verband seit seinem Bestehen folgende Summen für Arbeits Tagesordnung umfasse wichtige Punkte; noch seien viele Fragen lofenunterstüßung ausgegeben: strittig, aber wir leben ja und sind in einem Lande, wo das 6581,20 m., 1893: 5983,45., 1894: 5930,90 M., freie Wort, die freie Debatte regiert." In einem Puntte 4364,35 M.; 1. und 2. Quartal 1896: 4134,50 feien alle einig: die Organisation muß gestärkt und ausgebaut ergiebt das bei einem durchschnittlichen Mitgliederbestand von werden. Noch sei auch in England vieles in diefer Hinsicht zu 2500 eine Ausgabe von 5 Pf. pro Woche und Mitglied. Sodann thun; noch fehle in manchen Diftritten die Organisation. Aehnlich, gelangt ein Antrag zur Annahme, nach welchem in Krankheitsja noch schlimmer siehe es auf dem Festlande. Noch wollen die fällen von mehr als zwei Wochen Dauer oder Freiheitsstrafen im Kongreß der Sozialdemokratie Ungarns. Regierungen dort die Freiheit des Wortes und die Freiheit der Interesse des Verbandes die Beitragspflicht ruht.§ 14 des Statuts Wir entnehmen den folgenden Bericht der Wiener Arbeiter- Koalition schmälern und hindern. Die englischen Arbeiter sind ent- wird dahin abgeändert, daß von jetzt ab die Generalversammlung Zeitung". schlossen, die Arbeiter des Kontinents in ihrem Kampfe um die den Geschäftsleiter selbst wählt, während das bisher durch die MitAm Sonntag hat in Budapest der fünfte Parteitag der Freiheit zu unterstüßen mit Thaten, nicht nur mit Worten! glieder des Vorortes zu geschehen hatte. Es wird sodann eine präzisere ungarischen Sozialdemokratie begonnen. Die Betheiligung an dem Möller dankt für die freundliche Begrüßung. Wir sind gern Faffung derjenigen Bestimmungen beschlossen, welche die Abhebung Kongreß ist eine weitaus größere als an den früheren. Ein hierher gekommen und bedauern nur, daß wir eine so fleine Anzahl und Verwendung von Verbandsgeldern betreffen, desgleichen strengere hervorstechendes Merkmal ist die große Anzahl der bäuerlichen find. Aber wir hoffen, daß die Zahl unserer Vertreter sich in den Kontrollmaßregeln bei der Wahl der Delegirten. Bei der Festsetzung Delegirten aus dem Flachland, unter denen sich so manche nächsten Jahren beträchtlich erhöhen wird. Die Idee des inter- der Vorstandsgehälter wird beschlossen, die bisher auf eine Person 10 Jahren und harter Arbeit gebeugte Gestalt befindet. Ja nationalen Zusammengehens aller Arbeiter bricht sich immer mehr vereinigten Aemter des Geschäftsleiters und Kassirers zu trennen. G3 erhält der Geschäftsleiter wie bisher 750 M. Jahresgehalt, der Laternen derselben abgenommen werden, da es häufig vorgekommen unaufgeklärtem Anlaß entstand in dem Zimmer des Knaben ein Kassirer 250 M. Bei der Wahl des Geschäftsleiters plädiren viele Dele- fei, daß infolge des aus ihnen abtropfenden Deles andere Gepäck Brand. Glücklicherweise wurden die Nachbarn darauf durch den girte lebhaft für die Wiederwahl Gebel's, welche derfelbe jedoch ablehnt. fachen befleckt wurden. aus dem Fenster dringenden Rauch aufmerksam gemacht. Sie schlugen Bei der hierauf vorgenommenen Wahl entfallen auf Gür big- Auch ein Kampf mit der Polizei. In Sachen Rothenburg" die Thür ein und brachten das schon arg mitgenommene Kind in Köpenick 20 Stimmen; da derselbe jedoch nicht anwesend ist, so wird theilten wir vor kurzem mit, daß der Sohn der seinerzeit Inhaftirten, Sicherheit. Die Feuerwehr, welche später zu Hilfe gerufen wurde, beschlossen, daß, falls derfelbe ablehnt, weiß Fürth als gewählt Herr Referendar a. D. Rothenburg, vom Berliner Polizeipräsidium fonnte das Feuer, welches Betten und Möbel ergriffen hatte, schnell gelten soll, welcher 17 Stimmen erhalten hat. eine Vorladung erhielt, der er aber, da kein Grund angegeben war, ablöschen. Alsdann gelangt ein Antrag Stralau zur Annahme, nach nicht nachtam. Auf ein Schreiben des Referendars a. D. Rothen Eine nachbarliche Fehde mit tragischem Ausgang. Seit welchem überall, wo es angängig ist, Bezirks- Agitations- Kommissionen burg an das Polizeipräsidium, in welchem er um Angabe des längerer Beit herrscht zwischen den im Hause Prinz Eugenstr. 18 gewählt werden können, die mit Buftimmung des Verbands. Grundes bat, ging ihm jest folgender Bescheid zu: Euer Wohl- wohnenden Familien des Hausreinigers Ehlert und der Wittwe vorstandes Agitationstouren zu unternehmen haben. geboren werden auf das Schreiben vom 2. b. M. ergebenft ersucht, Lange Uneinigkeit, die mehrfach zu heftigen Auftritten zwischen Unter internen Verbandsangelegenheiten wird ein Antrag Gebet sich zur Entgegennahme eines Bescheides des Herrn Ober- Präsidenten einzelnen Mitgliedern der beiden Familien führte. Gestern Nacht angenommen, wonach die Summe von 900 M., welche der Worftand in Angelegenheit Ihrer Frau Mutter im Laufe der nächsten Woche hatten die Söhne der Wittwe Lange, der 20 jährige Arbeiter Karl zur Unterstützung des Hamburger Hafenarbeiter Streits geliehen, während der Bureauftunden im Polizei- Dienstgebäude am Alexander Lange und der 18jährige Lehrling Willy Lange, welche in Gesellschaft als Unterſtüßung überwiesen wird. Ein Antrag, den Fürther Vor play, Portal II, eine Treppe, Zimmer 191, einzufinden. Graf des Arbeiters Albert Groß heimkehrten, es offenbar darauf abgesehen, standsmitgliedern Rechtsschutz zu gewähren, damit dieselben sich Bückler." Herr Referendar a. D. Rothenburg hat auf dieses einen Streit mit Ehlert anzufangen. Vor dem Betreten des Hauses gegen ehrenrührige Vorwürfe vertheidigen können, wird angenommen; Schreiben hin um schriftlichen Bescheid gebeten, da er sich nicht verübten sie einen furchtbaren Lärm, schlugen die Scheiben der EinDesgleichen ein Antrag, daß die Vorstandsgeschäfte am 1. Juli d. I. verpflichtet fühlt, sich in dieser Sache persönlich vernehmen zu gangsthür ein und lärmten auf dem Flur, so daß Ehlert sich veran den neuen Vorstand übergeben werden. Als Siz des Ausschusses lassen. anlaßt sah, nur mit dem Hemd bekleidet, auf den Flur hinauszus 8 Uhr geschlossen. Tokales. der Vorstand nach Fürth verlegt wird. Nach einem kurzen, Bormittag im großen Saale des Architektenhauses vom Professor ihn gerichteten Angriff, bei welchem ihm das Hemd vom Leibe ge kernigen Schlußwort Schmidt Frankfurt eröffnet worden. Im Auftrage der Reichs- riffen wurde, genöthigt worden sein, sich schleunigst in seinen regierung begrüßte Unterstaatssekretär Rothe und im Namen Korridor zurückzuziehen. Nachdem er die Korridorthühr geder preußischen Medizinals und Unterrichts Verwaltung schlossen, kleidete er sich schnell an, um die Hilfe der RevierMinisterial Tireftor von Bartsch, Ehrenpräsident des Ron- polizei anzurufen. Aus Furcht, von den Ruhestörern, die das greffes, den Kongreß in ben Mauern Berlins. Dann Haus bereits wieder verlassen hatten, angegriffen zu werden, will hielt Birchow, der gleichfalls zum Ehrenpräsidenten gewählt er seinen Revolver geladen und zu sich gesteckt haben. Wider war, eine Ansprache. In der eigentlichen Tagesordnung sprach Erwarten seien die jungen Leute bereits im Hausflur von auf ihn eingedrungen und zwar Karl Lange mit und und feine Behandlung; das Gegenreferat hielt Geheimrath Ott einem gezüchten Meffer. Ehlert will nun sofort in den Eingang zu seiner Wohnung zurückgetreten sein, den Revolver seinen Angreifern aus Brag. räumen verbunden, auf welcher die Krankenpflege, Bakteriologie, nicht unglücklich machen. In diesem Augenblick habe sich der ReMit dem Kongreß ist eine Sonderausstellung in den Neben entgegengehalten und ihnen zugerufen haben, sie sollten sich und ihn Glektrizität, Nährmittel und Arzneimittel vertreten sind. Daselbst volver durch einen unglücklichen Zufall, vermuthlich weil seine Frau werden lehrreiche Demonstrationen veranstaltet. ihn am Arm habe zurückziehen wollen, entladen. Das Geschoß traf Iung Vorwärts zur Verfügung. " 1 Mehring's Geschichte der deutschen Sozialdemokratie. Die seit Jahren von den Parteigenoffen mit Spannung erwartete Webring ist jetzt bis zum 8. Heste erschienen. Wir machen ins besondere die Berliner Parteigen offen auf dieselbe auf merksam. Die Verbreitung, welche dieses für das Verständniß der Entwickelung und des steigenden Einflusses der Partei unerläßliche Werk bisher gerade unter den Berliner Parteigenoffen gefunden hat, entspricht durchaus nicht dem Umfang und der Bedeutung, welche die Sozialdemokratie gerade in der Reichshauptstadt ge wonnen hat. Besonders wenn man weiß, welchen großen Absatz Eines zahlreichen Besuche hatten sich die städtischen Bade. den Hals des Karl Lange. Lange wurde von seinem Bruder und gewiffe Lieferungswerte in Barteitreisen finden, welche mit gutem anstalten in den Tagen vor Pfingsten zu erfreuen. Am stärksten Groß der nahe gelegenen Unfallstation zugeführt, wo eine schleunige Grunde als nicht lesenswerther Schund bezeichnet zu werden ver- wurde an diesen Tagen das Volksbad an der Schillingsbrücke Ueberführung in eine Klinik in der Biegelstraße angeordnet wurde. dienen, dann muß doppelt bedauert werden, daß ein so hervor. besucht, nämlich von 6427 Personen, von denen 2104 Wannen-, Dort ist Karl Lange heute früh kurz nach 4 Uhr gestorben. Ehlert ragendes Werk wie das von Mehring verhältnißmäßig so wenig 2178 Brause- und 2150 Schwimmbäder nahmen. Am Freitag vor wurde von der Revierpolizei festgenommen. Bermißt wird der dreijährige Knabe Willy Krell; er ist für Beachtung findet. Es ist eine Ehrenfache der Parteigenossen, Pfingsten waren in dieser Anstalt schon nahezu 4000 Bäder ver daß in diesem Punkte eine Besserung eintritt. Die abfolgt worden. Das Voltsbab Moabit hatte am Pfingst- fein Alter träftig, hat blondes Haar, blaue Augen und war beBuchhandlung Vorwärts, Beuthstraße 2, sowie Sonnabend 4105 Befucher, während die sämmtlichen städtileidet mit roth farrirtem Rittel, dunkelblauen Hosen und schwarzen jeder Parteispediteur und jeder Kolporteur nehmen Befchen Flußbade- und Schwimmanstalten einen Gesammt: Strümpfen. Etwaige Nachrichten erbittet Frau strell, Bayreuther ftellungen auf dieses in Wochenheften zu 20 Pf. erscheinende hoch verkehr von 28 457 Personen an diesem Tage hatten, darunter die Straße 9, II, an ihre Adresse und an die Polizei. Vermißt wird bedeutende Werk entgegen, das wegen seines Inhalts und seiner Männer Badeanstalt im Nordhafen allein 8848 ferner feit Sonnabend Frau Auguste Sauce. Sie ist geiftestrant, vornehmen Ausstattung jeder Bibliothek zur Zierde gereicht. Für Personen. 48 Jahre alt, hat blondes, graumelirtes Haar, schlechte Zähne und diejenigen Genossen, welche sich für den Vertrieb dieses Wertes Bei den Anhängewagen der elektrischen Bahnen wird von ein frankhaftes Aussehen. Bekleidet war sie mit rothem Rode, intereffiren, stehen isten zum Abonnenten sammeln der Polizei mit großer Strenge darauf gesehen, daß sich auf den weißer Nachtjacke; die Wäsche ist A. H. gezeichnet, Nachrichten ( 3. 28. in Wertstätten, Fabriken, Vereinen) in der Buch hand- Borderperrons nicht mehr als fünf Personon befinden. Allerdings werden an Robert Haucke, Huffitenstr. 16, erbeten. steht auf dem Vorderperron der Vermerk, daß sich hier nur fünf Straßensperrung. Das Polizeipräsidium theilt mit: Der 3um Kampf gegen den Straßenhandel wird uns aus Personen aushalten dürfen. Doch hat diese polizeiliche Vorschrift Krenzdamm der Langen- und Markusstraße wird behufs Asphaltirung unserm Lesertreise geschrieben: Seit einiger Zeit betreiben die wohl nur dann einen Sinn, wenn sich auf dem Borderperron der bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Desgleichen febhaften Geschäftsleute lebhafter denn je ihre Agitation gegen den Bolizei hat indessen in der legten Zeit eine ganze Anzahl von pflasterung und vom 14. b. M. die Straße an der Friedrichsgracht Kutscher befindet, der bei den Anhängewagen natürlich fehlt. Die werden gesperrt: vom 10. d. M. ab die Waisenbrücke wegen Um Straßenhandel. Die guten Leute versprechen sich Wunderdinge von Schaffnern, darunter alte erfahrene, die noch nie gegen das Regle-( zwischen Grün- und Gertraudtenstraße) wegen Erneuerung des dem Verbot des Handels im Umherziehen und wenn man einige Kampfhähne reden hört, so follte man meinen, daß es im wesent Worderperrons der Anhängewagen mehr als fünf Personen geduldet ment verstoßen haben, zur Verantwortung gezogen, weil sie auf den Bohlwerks. lichen die Kohl und Apfelfinenkarren find, welche den Weg zu haben. Wie wenn die gleiche Strenge auch einmal bei der Stadt. einem neuen goldenen Zeitalter des Mittelstandes" verrammeln. und Ringbahn Anwendung fände, wo die Wagenabtheilungen oft Ans den Nachbarorten. Namentlich sehen die Vereine Hand in Hand"," Merkur" und Aus Spaudan wird der Brandenb. 3tg.", unserm märkischen Nord" in dem Straßenhandel die Ursache alles Unglücks. doppelt soviel Fahrgäste, als zulässig, bergen müssen? Partei Organ, berichtet: Das Arbeitspersonal der hiesigen königlichen Anstatt ihre Mitglieder auf die Schäden und Mißstände Ein Tituskopf erregte vor einiger Zeit, wie wir berichteten, Bulverfabrik zerfällt in zwei Kategorien, nämlich in Bulverarbeiter aufmerksam zu machen, die namentlich beim Waareneinkauf auf einem hiesigen Bahnhofe die allgemeine Aufmerksamkeit der und Arbeiter. Es wurden früher Arbeiter des genannten Instituts, ftetig fortwuchern, anstatt auf bessere Wirksamkeit der Sachverstän. Fahrgäste und der Beamten. Das stattliche junge Mädchen machte wenn sie eine gewiffe Anzahl von Jahren dort in Arbeit gestanden, digen in der Zentral- Markthalle zu dringen, wird in der Presse wie fast den Eindruck einer Geisteskranken, zumal es ohne Hut und in mit vierwöchentlicher Kündigung angestellt. Von diesen Arbeitern noch verschiedene, in Petitionen gegen die Leute agitirt, die wahrlich fauer genug ihre einem ziemlich weit ausgeschnittenen Morgenrock im Wartefaal er find allerdings schon schon alles bejahrte paar Nickel verdienen müssen. Der Handel im Umherziehen gehört, schien. Einem Beamten gegenüber, der es schließlich der Polizei Leute, vorhanden. Einem Beamten gegenüber, der es schließlich der Polizei Leute, vorhanden. Für diese Pulverarbeiter waren nun im wie schon die Polizeifcherereien und Strafmandate beweisen, wahrlich zuführte, nannte es sich Edeltraud von Gohlrep und machte Anhang II des Seglements. a. folgende Bestimmungen nicht zu den Annehmlichkeiten des Lebens, und mehr als ein Händler über seine Wohnungsverhältnisse etwas unsichere Angaben. Die getroffen: 1. Die Pulverarbeiter find auf vier wöchentliche würde getrost sein Geschäft an den Nagel hängen, wenn sieh ihm in Ermittelungen haben nun ergeben, daß man es nicht mit einer Sündigung angestellt, jedoch kann die Direktion bei Bergehen die anderen Berufen Arbeitsgelegenheit böte. Geistestranten zu thun hatte, sondern daß das Mädchen aus einem fofortige Entlassung verfügen. Müssen Pulverarbeiter infolge von Vorsicht ist der Tapferkeit befferer Theil. Die„ Deutsche anderen Grunde in so auffallender Verfassung auf dem Bahnhofe Dienstunfähigkeit, welche durch vieljährige treue Dienste oder durch Tageszeitung" schreibt:" Gegenüber der sozialdemokratischen Pro- erschien. Edeltraud von Gohlrep, so heißt die Auffallende in der unmittelbare Beschädigung im Fabrikdienste entstanden ist, entlassen That, besaß in Berlin keine feste Wohnung, sondern hatte nur vor werden, so steht ihnen eine fortlaufende Unterstützung paganda in akademischen Kreisen hat die deutsch nationale Studentenschaft die Parole ausgegeben, die von sozialistischer Seite übergehend bei einer Bekannten ein Unterkommen gefunden. Diese nach den darüber bestehenden besonderen Bestimmungen in Auseinberufenen Studentenversammlungen zwar zu besuchen, aber dort war ihr nun mit ihrer ganzen Habe ausgerückt und hatte ihr von sicht. Die Pulverarbeiter werden bei ihrer Annahme unter nicht das Wort zu ergreifen. Man wolle, heißt es in der Be- den Oberkleidern nur den Morgenrock gelaffen. Die Bestohlene ift Hinweis auf diese Arbeitsordnung, sowie auf die festgestellten gründung, die dargebotene Gelegenheit wahrnehmen, um die sozial- nach Dresden, woher sie kam, zurückgekehrt; sie hatte schon damals besonderen Dienstinstruktionen, ferner in bezug auf die Geheimdie Absicht, dorthin zu fahren. demokratische Agitationsmethode aus eigener Anschauung kennen zu haltung alles dessen, was ihnen als geheim zu halten bezeichnet Ternen, habe jedoch keine Veranlassung, die Akademiterversammlungen In der Potsdamerstraße sind jetzt sämmtliche Bäume, die worden oder später noch bezeichnet wird, vereidigt. 2. Bei den der Sozialdemokratie durch Eingreifen in die Diskussion inter- zwischen dem Potsdamer Platz und der Brücke an der Bordschwelle Pulverarbeitern kann der Direktor eine Beurlaubung mit Lohn bis Kürzlich sind nun diese alten effant" zu machen." Wenn die deutsch- nationalen" Studenten ihren standen, verschwunden. Nur zwischen der Linkstraße und dem Platz auf 8 Tage eintreten laffen u. f. w. Beschluß nicht rein wörtlich ausführen, sondern sich auch im übrigen sind auf dem hier nur wenig breiten Trottoir, das übrigens auch Pulverarbeiter aufgefordert worden, eine Erklärung zu unter gefittet verhalten, so wird nichts dagegen einzuwenden sein, daß die einen Meter an den neuen Straßendamm abgeben muß, vorläufig schreiben, wonach diese beiden Punkte für aufgehoben erklärt jungen Leute in sozialistischen Versammlungen zuhören. Eine solche vier noch ziemlich junge Bäume an der Bordschwelle stehen ge- werden. Der Grund wurde ihnen nicht mitgetheilt. Wahrscheinlich Bersammlung wirkt gewiß auch erziehlicher auf urteutsche Studenten blieben, da sie sich für die auch ihnen bevorstehende Verpflanzung ist die vierwöchentliche Kündigungsfrist und die fortlaufende Unters als wüste Kneipgelage. erst noch etwas erholen sollen. Nicht umgehauen oder verpflanzt stügung die Ursache dieser Maßregel Auch Arbeiterfürsorge! werden indessen auf der Nordseite der Straße neun größere und Die Gesellschaft Urania, die mit einem Aktienkapital von leinere Bäume, die mitten auf dem breiten Bürgersteig stehen Ein kaum glaublicher Vorfall, der sich am Abend des ersten 500 000 M., auf das jedoch nur 98 250 M. eingezahlt find, arbeitet, und deshalb bei der Verbreiterung des Dammes nicht hinderlich Pfingstfeiertages auf dem Ringbahnhof Wilmersdorf Friedenau er schließt nach dem B. T." das Geschäftsjahr 1896 mit einem Betriebsverlust von 5926 M. ab, der durch die von der Stadt Berlin find. Auch auf der Südseite bleiben aus demselben Grunde eignet hat, erregt in Friedenau und Schöneberg begreifliches Aufgewährte Subvention von 6000 M. gedeckt worden ist. Die Brutto- unweit der Brücke zwei Bäume, darunter eine schöne Kastanie, er sehen. Ein gut gekleideter Herr wurde auf dem Bahnsteig ohnEinnahmen der Gesellschaft beliefen sich auf insgesammt 205 000 m., halten, so daß also der alte Baumschmuck aus dem zur Verbreiterung mächtig und brach zusammen. Statt ihn nun in irgend einem Raume des Bahnhofs unterzubringen und die Ortspolizei zu benach und zwar famen an Eintrittsgeldern 184 986 Wt. ein. Von den im gelangenden Theile der Potsdamerstraße nicht ganz verschwinden richtigen, nahmen zwei Beamte den Herrn vom Bahnsteig auf, ganzen mit 211 128 M. aufgeführten Ausgaben des Jahres entfielen trugen ihn auf die neben dem Bahnhof hinführende Straße, unter anderem auf Gehälter 74 282, auf Betriebsunkosten der beiden Unfall oder Selbstmord? Aus dem Landwehrkanal wurde legten ihn hier troß der erstickenden Hitze auf den Straßendamm die Leiche eines Mädchens gelandet, das höchstens 11 bis 12 Jahre und Institute der Gesellschaft 51 304, auf Miethszahlungen 33 600 und alt gewesen sein kann. Spuren von Gewalt find an der Leiche ständig seinem Schicksal überlaffend. Hier fand ihn später ein gingen dann ihrer Wege, den Ohnmächtigen auf Juferatenkonto 22 110 m. Aesthetisches. Die Polizeireviere sind neuerdings veranlaßt ins Wasser gerathen oder freiwillig in selbstmörderischer Absicht Feuerwehr zur Hilfe herbeiholte, mit denen er den Ohnmächtigen Aesthetisches. Die Polizeireviere sind neuerdings veranlaßt nicht wahrzunehmen, das Kind muß demnach durch einen Unfall Friedenauer Polizeibeamter, der sofort zwei Mann der freiwilligen worden, ihre besondere Aufmerksamkeit darauf zu lenken, daß auf nach der Sanitätswache des Sportparts brachte. Da der Herr hier öffentlichen Straßen, sowie an Thüren, Fenstern und Balkonen, die hineingegangen sein. straßenwärts belegen sind, teine wäsche aufgehängt werde. Der geiftestranke Arbeiter Scholz, Alvenslebenftr. 25 wohn aber nicht zum Bewußtsein zu bringen war, wurde er mittels des Ebenso ist das Sonnen, Klopfen und Ausstauben von Betten, Fuß- baft, verursachte gegen Abend in der Wilsnackerstraße einen Auflauf, Gemeinde Krankenwagens nach der Friedenauer Unfallstation überdecken, Matraßen und dergleichen Gegenständen nach der offenen wobei er wie rasend auf die angesammelte Menge mit einem Wesser führt. Doch auch hier tonnte ihn der herbeigerufene Arzt Dr. S. Straße zu nicht geftattet, wozu übrigens auch die öffentlichen Waffer losging und dem Lackirer Hebel eine schwere unde am Kopf bei- nicht ins Bewußtsein zurückrufen. Und erst am nächsten Morgen um läufe gerechnet werden. Hausfrauen und Dienstmädchen werden gut brachte. Ein Schuhmann machte, um ihn zu bändigen, von seiner 7 Uhr tam der Herr wieder zu sich und konnte nach Hause fahren, thun, diese alte, aber immer wieder übertretene Vorschrift zur Ver- Waffe Gebrauch, ohne ihn jedoch weiter zu verlegen. Auf der Wache d. h. nach Schöneberg. Ueber den Vorfall ist seitens der Ortspolizei meidung eines Strafmandats streng zu beachten! trat der Geistestrante mit dem Stiefel dem Wachtmeister in das die Untersuchung darüber eingeleitet, weshalb und auf wessen Geheiß Die Neise des deutschen Kaisers nach Jerusalem, die vor Auge und zertrümmerte schließlich, obwohl er an den Händen und die Stationsbeamten mit dem Ohnmächtigen, der eine schwere, goldene Füßen gebunden wurde, die Wände der Detentionszelle. Er wurde Uhr und viel Geld bei sich trug, in der geschilderten Weise verfahren kurzem dementirt wurde, soll nun doch vor sich gehen. Dem Ham- dann durch drei Wärter nach der Frrenanstalt in Dalldorf gebracht. sind und weshalb von der Station nicht die Polizei zur Hilfeleistung burger Korr." wird aus Berlin gemeldet, der Bau der evangelischen Erlöserkirche in Jerusalem sei so weit fortgeschritten, daß man schon Im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater werden jetzt die herbeigerufen worden ist. Den Ergebniß dieser Untersuchung darf im vorigen Monate mit der Aufsehung der Thurmfpige beschäftigt griechisch- türkischen Kriegsthaten dramatisch ausgeschlachtet. Eine man mit Spannung entgegen sehen, denn, daß der Vorfall sich so, war. Die Einweihung der Kirche im Frühjahr 1898 werde um, fo angeblich große Burleske- Posse" führt den Namen Lehmann's wie geschildert, nicht abgespielt haben kann, erscheint uns sicher. feierlicher werden, als der Kaifer wiederholt und bestimmt seine Ab- Striegsabenteuer im Orient" und sucht nach den abschreckenden Einen unheimlichen Besuch erhielt am vorgefirigen Tage der in Prinzipien, die sich in den Kunstinstituten des Herrn Direktor Samft Beißensee, Lehderstr. 120, wohnende Bäcker Friedrich. Als die guveilen breit machen, auf die Besucher einzuwirken. Der Held des Familie sich im Wohnzimmer zum Mittagstisch vereinigt hatte, An das radfahrende Publikum richtet sich eine eisenbahn- Stückes, ter vor einiger Zeit seine Erlebnisse auf der Weltausstellung troch plöglich eine ziemlich große Schlange, anscheinend eine Kreuz amtliche Erklärung, in welcher den Radfahrern behufs schneller und in Chitago zum besten gab, wird auch jetzt in Abenteuer von un- otter, durch die Stube. Dem Bäcker gelang es, das Reptil, welches zuverlässiger Beförderung von Fahrrädern auf der Eisenbahn, glaublich fader Erfindung verwickelt und muß in den verwickeltsten eine Länge von achtzig Zentimetern hatte, durch einen Stockhieb auf namentlich an Sonn- und Feiertagen, an welchen Tagen erfahrungs- Situationen Schalheiten ine Publikum hineinschleudern, die selbst den Kopf zu tödten. Bollständig unklar bleibt es, wie die Schlange gemäß Fahrräder in großen Mengen zur Beförderung gelangen, ein Berliner Schufterjunge nicht als vollgiltige Wiße hinnehmen würde. in die in der dritten Etage belegene Wohnung des Bäckers gelangen dringend empfohlen wird, die Auflieferung derselben bei den Gepäckabfertigungsstellen möglichst zeitig zu bewirken, da bei außer, in recht flottes Spiel suchte zu retten, was zu retten war. Die tonnte. Damen Schmidt und Caßmann, sowie die Herren Lur und Bauer gewöhnlichem und unerwartetem Andrange die Bestimmung in kraft thaten ihr mögliches, um der„ Poffe" Geltung zu verschaffen. Das in dem Verlorenen Weg in der Nähe des jüdischen Friedhofes in Ihr Unwefen trieben seit längerer Beit eine Anzahl Burschen tritt, nach welcher Reisegepäck, welches nicht spätestens 13 Mi schönste an dem Stück aber find die Dekorationen, die Herr Samst Mi- baten Abgang Des Zuges aufgeliefert ist, Weißensee. Die die Straße passirenden Frauen wurden von den Anspruch auf Beförderung mit bein Strolchen angefallen und wiederholt in brutaler Weise mißhandelt. betreffenden Buge fich zum Theil neu zugelegt hat. Der Kunstschüße Krüger, der durch seinen verunglückten Tell Bei Annäherung von Schuhleuten verschwanden die Burschen habe. Für größere Vereine und Gesellschaften, welche auf Fahr. rädern Ausflüge machen und die Hin- oder Zurückreise auf der Schuß bei einer Vorstellung im Schloß Weißensee seine Braut tödtete, schleunigst auf Weißenfeeer Gebiet. Das Polizei- Präsidium hat dem Eisenbahn zurückzulegen beabsichtigen, empfehle es sich ferner, die ist, wie das„ Kleine Journal" berichtet, aus der Untersuchungshaft Unwesen nunmehr in recht energischer Weise ein Ende bereitet. Kriminalbeamte batten sich, als Strolche verkleidet, auf den Feldern Gepäckabfertigungsstelle der Station, von welcher aus die Eisenbahn- entlassen worden, Aus Feuersgefahr der Umgebung des Verlorenen Weges poftirt. Ein Kind in Verbrennungsgefahr. fahrt angetreten werden soll, von der Anzahl der zu einem beDie Beamten, die ftimmten Buge aufzuliefernden Fahrräder in Kenntniß zu sehen, da- wurde ein Knabe im Hause Willibald- Alexisstraße 39 durch Nach- natürlich nicht erkannt wurden, veranstalteten gegen die Strolche ein mit erforderlichenfalls ein Gepäckbeimagen eingestellt werden könne. barn gerettet. Die Eltern waren ausgegangen und hatten den allein Refseltreiben mit dem Erfolge, daß fünf der Burschen festgenommen Auch sei es wünschenswerth, wenn bei Aufgabe von Fahrrädern die zurückbleibenden Knaben in der Wohnung eingeschlossen. Aus bisher I wurden. sicht ausgesprochen hat, daran theilnehmen zu wollen. nuten vor teinen wird. voll Gerichts- Beilung. Eine sonderbare Warnung enthält eine Tafel am Zugang| hiesigen Schöffengerichts geladen worden war. Was da zur Sprache| Nachtheil des Rentiers R. Schneider in Berlin und dessen Ehefrau zum Kriegerdenkmal in Buckow in der märkischen Schweiz. Dort heißt fam, war die alte Geschichte, die doch ewig nen bleibt: ein junger, gefälscht, und die gefälschten Atzepte bei einem Wucherer Simon es schwarz auf weiß:" Es ist verboten, Bäume, Sträucher und Hecken kaum flügge gewordener Mann lernt eine fleißige, unerfahrene diskontirt haben. Als die Wechsel am Verfalltage nicht eingelöst abzupflücken.- Man scheint in Buckow den Besuch von Riesen Arbeiterin fennen, er geht mit ihr" Jahr aus, Jahr ein, spiegelt wurden, gelangte die Sache an das Gericht. Frau Schneider hat zu fürchten. ihr vor, fie zum Traualtar führen zu wollen und, vor diesem jede Kenntniß der Wechsel eidlich in Abrede gestellt, nachdem er das Mädchen wie eine Bitrone ausgepreßt insbesondere auch bestritten, den Namen ihres Ehemannes als und moralisch verdorben hat, schließt er die Ehe mit einer Afzept auf die Wechsel geschrieben zu haben. Frau Dr. Vogeler anderen. Acht volle Jahre hat Frl. Liebreich Leiden und Freuden behauptet nun, daß sowohl die Frau Schneider, sowie auch der( jetzt Der ,, Märkische Landbote". Uns wird berichtet: Gelegent- mit dem Angeklagten getheilt. Sie hatten beide nichts, als sie sich verstorbene) Wucherer Simon einen Meineid geleistet habe. Ferner lich einer am 13. Dezember 1896 stattgefundenen Berbreitung des zufammen fanden, aber Frl. Amalie besaß einen frohen Muth und behauptet sie, daß die treibende Kraft in jenem Prozesse ihr eigener Märkischen Landboten", Volkskalender für 1897, welche in Greifenberg unermüdliche Arbeitskraft, und die felfenfeste Zuversicht, daß der Ehemann gewesen sei, der auf grund der Verurtheilung seine vor sich ging, wurden die Genossen Zastrow aus Angermünde, Angeklagte, der ihr tausendfältig seine Liebe erklärt hatte, Chefcheidungsklage durchsetzen wollte, was ihm aber nicht gelungen sowie Liehr und Pietsch aus Berlin auf Veranlassung des General schließlich sein Wort halten und sie heirathen würde, brachte ist, da er mit der Scheidungsklage in allen Instanzen abgewiesen Direktors Ha hu verhaftet. Nachdem die Personalien festgestellt sie über viele trüben Stunden hinweg. Und es gab so viele und zur Alimentation seiner Ehefrau verurtheilt wurde. Frau waren und man den Genossen die gefährlichen Schriften dunklen Stunden auf dem gemeinsamen Lebenswege, Stunden, Dr. Vogeler glaubt nun in der Lage zu sein, ausreichende Beweise für abgenommen hatte, wurden die Uebelthäter Den Schaden wieder entlassen. in denen die bittere Noth an ihre Pforten klopfte, aber auch solche, ihre Unschuld beibringen zu können und betreibt nun um ihrer Kinder heilte der Vertrauensmann in Greifenberg in denen das Mädchen fast so weit war, dem Angeklagten empört willen mit Eifer und Zähigkeit die Wiederaufnahme des Verfahrens, fofort, in dem er seine Parteigenossen mit neuen Broschüren auf immer den Rücken zu fehren. Liebe macht bekanntlich blind um sich zu rehabilitiren. Fünfmal ist sie mit ihren diesbezüglichen versorgte, und die Verbreitung nun doch noch recht gründlich und so sah denn auch das Mädchen nicht, daß der Mann, dem sie Anträgen bereits abgewiesen worden, das hat sie aber nicht abge stattfand. Jeder Einwohner hat noch ein Exemplar be fich preisgegeben, ein schändliches Spiel mit ihr trieb und in seiner halten, ein sechstes Mal ihren Antrag mit neuer Motivirung ein tommen, troßdem die Behörde 143 Landboten tonfiszirt hatte. Dieser moralischen Haltlosigkeit solche Fortschritte machte, daß er schließlich sich zureichen. Das Oberlandesgericht in Kassel hat nun ein neues Vorver unschuldigen Angelegenheit sollte aber noch ein gerichtliches Nach ganz von ihr ernähren ließ. So vergingen einige Jahre. Da tam fahren in der Sache angeordnet. In den letzten Tagen sind bereits fpiel folgen. Am 13. Januar 1897 erhielten die drei Genoffen jeder der Angeklagte in einen schlimmen Berdacht und hielt es für an- die Entlastungszeugen vor dem Charlottenburger Amtsgericht komein Strafmandat, in dem ihnen eine Geldstrafe von 45 M. oder gemessen, bei Nacht und Nebel nach England zu verschwinden, aber missarisch vernommen worden. 15 Tage Haft in Aussicht gestellt wurde und zwar wegen Ueber das Mädchen wurde seiner nicht ledig. Sie erhielt aus London tretung der§§ 10 und 41 des Preßgesetzes vom 11. Mai 1851. Es einen Brief, in welchem ihr der Angeklagte schrieb, daß er wurde heute der herrschaftliche( 22jährige) Kutscher Diez aus Wegen Verbrechens wider§ 176 III des Strafgesetzbuches wurde richterliche Entscheidung beantragt. In dem Strafverfahren ohne sie nicht leben föune. Sie padte ihren Koffer und eilte nach Reinickendorf von der zweiten Straftammer am Landgericht II zu wider Pietsch und Genossen fanden zwei Verhandlungen statt. London, um auch dort für ihn die Sklavendienste weiter zu einem Jahr Zuchthaus verurtheilt und fofort in Haft genommen. Die erste Verhandlung wurde, trotzdem sechs Zeugen vernommen verrichten, die sie hier freiwillig auf sich genommen hatte, Der Angeklagte hatte einen sehr umfangreichen Entlastungsbeweis waren, wegen nicht genügender Klärung vertagt, und zur zweiten wieder für ihn zu arbeiten und wieder den Lebensunterhalt für angetreten, der aber nach Ansicht des Gerichtshoses als mißlungen Verhandlung sollte der eifrige Vernichter der Sozialdemokratie, fie beide zu erwerben. Sie schilderte gestern dem Gerichtshof mit angesehen war. Da der Angeklagte zur Zeit der That an einer General- Direktor Hahn als Zeuge erscheinen. Da die erste Ver- beweglichen Worten, wie sie auf ihrer Reise durch England im häßlichen Krankheit litt und diese auf das mißhandelte Kind überhandlung nur vertagt worden war, um die Aussage des General- wahrsten Sinne des Wortes sich von Station zu Station durch- tragen hat, so fand der Gerichtshof keine Veranlassung, mildernde Direktors Hahn zu hören, so sollte man meinen, daß Hahn gebettelt habe und wie es ihr schließlich durch verdoppelte Umstände zu bewilligen. doch zu der zweiten Berhandlung persönlich hätte zur Arbeit immer wieder gelang, die äußerste Noth von dem Stelle sein müssen oder daß wenigstens eine vonl Ans Flensburg geht uns mit der Bitte um Abdruck folgende ihm Angeklagten fern zu halten. Sie fonnte ihm sogar die Gelder Aufforderung zu: In der Gerichtsverhandlung des Königl. Schöffen gemachte protokollirte Aussage zur Verlesung gekommen wäre. Aber aufbringen, die er zu Reifen nach Paris und Amsterdam gerichts am 18. Februar d. J. sowie in der Berufungsverhandlung nichts von alledem geschah. Verwunderlich ist es, warum die An- gebrauchte. Endlich schien ihnen das gelegenheit nicht gleich bei der ersten Verhandlung zum Abschluß Das Pärchen fehrte nach Berlin zurück und hier gelang wurde Unterzeichneter wegen einer Anfrage in Glück zu lächeln. Des tönigl. Landgerichts am 30. April d. I. zu Flensburg, gebracht worden ist, da doch der Amtsanwalt in beiden Terminen es dem Angeklagten, eine Arbeitsstube für Damenkonfektion schaftsversammlung am 19. Nov. 1896 zu Flensburg, dahingehend, der Gewerk Freisprechung beantragte. Das Schöffengericht Angermünde sprach einzurichten, in welcher auch die Beugin Liebreich eine ausreichende ob die Aeußerung, die ein Schlächtergeselle der Flensburger Exportdie Angeklagten demgemäß auch frei. Die hier in betracht Beschäftigung fand. Lohn erhielt sie nicht und sie war damit zu Schlächteret dem Besitzer dieses unter Beugen mittheilte, wohl betommenden Paragraphen waren, wie das Gericht selbst konstatirte, frieden, denn der Angeklagte hatte ihr oft genug gesagt, daß er gründet sei", zu einem Monat Gefängniß verurtheilt und zwar wegen in ganz ungehöriger Weise den Angeklagten gegenüber angewendet das Geld für sie aufsparen und dann als Mitgift betrachten öffentlicher Beleidigung des betreffenden Export- Schlächterei- Bewürde, wenn er sie heirathe. Nach und nach gingen dem Mädchen fitzers. Zur weiteren Rechtsuchung in dieser Sache wird der Wegen betrügerischer Schädigung einer armen Schneiderin die Augen auf. Das Benehmen des Angeklagten wurde Schlächtergeselle G. Homburg aus Bütow in Pommern, welcher 1896 war Frau Alwine Marotti, eine Dame aus den besseren gegen sie immer verlegender und unerträglicher, es tam vielfach zu auf der Flensburger Export- Schlächterei gearbeitet und seit November Ständen" vom Schöffengericht zu einer Woche Gefängniß verurtheilt Mißhandlungen und schließlich sah das Mädchen zu seinem Kummer 1896 Flensburg verlassen hat, dringend als Zeuge gewünscht. Beworden. Die Schneiderin Steinte empfahl sich durch Annonce zur auch noch, daß er sich ernstlich um eine andere bewarb, die er denn nannter, oder sonstige Personen, welche mir den Aufenthalt des Anfertigung von Damenkleidern. Die Angeklagte bestellte Fräulein auch geheirathet hat. Sie ging von ihm und verlangte wenigstens E. Homburg mittheilen können, werden dringend gebeten, mir Steinke zu sich und beauftragte sie mit der Anfertigung eines Kleides. den Lohn für ihre in der Arbeitsstube geleistete Arbeit. Das hiervon sofort Mittheilung zu machen. F. Kersten, Flensburg, Bei der Auprobe fragte die Bestellerin die Schneiderin, ob sie zu Innungs- Schiedsgericht erkannte ihr einen solchen in Höhe Norderstraße 145.- Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um der Robe wohl ihre Brillantbroche und Brillantnadel tragen von über 500 M. zu. Der Angeklagte weigerte fich, das Abdruck gebeten. tönne. daß Die gericht weiter. Er wurde durch einen Vergleich beendet, zu Schneiderin hielt es deshalb nicht für nothwendig, bei der Ab- dem fich das Mädchen auf gutes Zureden bereit finden ließ es erlieferung fofort Zahlung zu verlangen. Als sie später aber ihre flärte sich durch eine ihm zu zahlende Summe von 50 M. für be= Ansprüche geltend machte, wurde sie hingehalten und als sie dann friedigt. Für den Herzenskummer, den ihm der ehrlose Angeklagte in der das Mitglied Sufchte über die Lage in der Rammindustrie Die Kammmacher hielten am 31. Mai eine Versammlung ab, im Rlagewege ein obsiegendes Erkenntniß erftritt, stel die Zwangs- bereitet hatte, wollte es aber feine Privatrache haben. Es er referirte. In der Diskussion wurden die Verhältnisse in der Werkfiel vollstreckung fruchtlos aus. Nun zeigte die Steinke die Angeklagte ftattete Anzeige wegen Betruges und betheuerte gestern dem statt von Brauer, Mariannenstraße 31/32 besprochen, wobei über wegen Betruges an, indem sie angab, daß sie durch die Bemerkungen Gerichtshofe, daß es dem Angeklagten außer seiner Ehre auch die niederen Löhne und die mangelhaften sanitären Einrichtungen der letzteren in betreff ihrer Brillanten u. f. w. zur Lieferung des Kleides fein gesammtes Hab und Gut nur deshalb geopfert habe, weil Klage geführt wurde. ohne fofortige Zahlung verleitet worden sei. Das Schöffengericht es durch ibu fälschlich in dem Glauben erhalten worden trat dieser Ansicht bei. Die Verurtheilte erhob Einspruch, worauf sei, demnächst von ihm geheirathet zu werden. Der Staatsanwalt die Sache gestern vor der Berufungsinstanz verhandelt wurde. Jetzt schenkte der farmoyanten Erzählung auch vollen Glauben und bebehauptete die Augeschuldigte, daß sie selbst und nicht die Zeugin antragte, den Angeklagten ob seines schnöden Verhaltens auf ein Steinte die Geschädigte sei. Die Beugin habe den ihr anvertrauten Jahr ins Gefängniß zu stecken. Rechtsanwalt Leonh. Fried Thatsächlich begutachtete der Sachvers mann vermißte dagegen das Merkmal der. Vermögensschädigung ständige, daß das Kleid Mängel habe und der Aenderung bedürfe. und führte aus, daß mit Rücksicht auf das lange Zusammenleben Auf grund dieses Gutachtens gelang es dem Wertheidiger, Rechts- der beiden Personen, die sich gemeinsam durch die Tiefen des amwalts Leop. Meyer, die Aufhebung des ersten Urtheils und ein Lebens hindurchzuarbeiten hatten und Mein und Dein durchaus freisprechendes Erkenntniß zu erwirken. nicht auseinander hielten, eine Vermögensschädigung des Mädchens sich gar nicht substanziiren lassen. Jedenfalls hielt der Vertheidiger das Strafmaß für viel zu hoch. Das Schöffengericht hielt die Beugin mindestens in Höhe von 500 m. für geschädigt und verurtheilte den bisher unbescholtenen Angeklagten zu 3 Monaten Gefängniß. worden. durchblicken, fic luperbem ließ sie noch durch allerlei Redensarten Geld zalen und 1000 fich der Streit vor dem Bivil. Stoff total verschnitten. in G Versammlungen. Werder. In der am 6. d. M. stattgefundenen öffentlichen Protestversammlung gegen die neue Vereinsgesetzvorlage wurde nach einem 21/2 stündigen, mit vielem Beifall aufgenommenen Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Peus eine Proteft- Resolution einstimmig angenommen. Nachdem noch bekannt gegeben war, daß die Wahlvereins- Bersammlungen am ersten Sonntag jedes Monats stattfinden, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Brunnen fit. 25, ist für die Mitglieder an folgenden Tagen geöffnet: Sonn Arbeiter- Bildungsschule. Die Bibliothet in der Nordschule tags, vormittags von 10-12, Dienstags und Freitags, abends 9 bis 10 Uhr. Mitgliedsbeiträge werden an diesen Tagen in der Nordschule entgegen genommen, ebenso in folgenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralfir. 40a. Gleinert, Müllerstr. 7a; Burghause, Putbuserstr. 32; Blantenfeld, Stephanstr. 29, Schöning, Köpnickerstr. 68; Reul, Barnimstr. 42; Babiel, Rosenthalerfir. 57. Werner, Bülowstraße 59; Grube, Mariendorferstraße 5; Staßler, Junterstraße 1; H. Königs, Dieffenbachstr. 30. Alle Buschriften sind an den Borsigenden Paul Müde jr., SO. Manzu senden. teuffelfir. 128, Geldsendungen an den Kaffiver S. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Schwedenfir. 13, v. 1 Tr. Alle Renderungen in Bereinskalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. fizender P. Gent, Dresdenerfir. 107/108. Alle Sufchriften, den Bereinstalender Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und der Umgegend. Vors betreffend, find an S. Bendix, Alexandrinenstraße 100, zu richten. Briefkasten der Redaktion. 110 Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags, Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. " Eusebius." Das Manuſtript liegt zum Abholen bereit. Die gewerbsmäßigen Heiratheschwindeleien, deren sich der Justiz- Kanzlist Otto Manzel schuldig gemacht hat, beschäftigten gestern wiederum das Schöffengericht. In einer früheren Berhandlung ist Manzel wegen einer Reihe derselben Vergehen zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt worden, es blieben damals aber noch einige Fälle unerledigt. Der Angeklagte hat während eines Zur Charakteristik des preußischen Militärstaates fann Zeitraumes von fechs Monaten eine große Anzahl junger ein Beleidigungsprozeß dienen, der gestern vor dem Mädchen, die sich in den verschiedensten Lebenslagen be- Rammergericht seinen Abschluß fand. Für den Premierlieutenant fanden, in der schamlosesten Weise ausgebeutet. Obgleich er v. Ruffer hatte der Möbeltransporteur Krause einen Umzug verheirathet und Familienvater war, versprach er allen besorgt. Es tam hieraus zwischen den Beiden zu Streitigkeiten, da Mädchen die Ehe, wobei er stets hervorhob, welch' eine angesehene der Lieutenant wegen der Zahlung des geforderten Preises und auskömmliche Stellung er bekleide. Die Briefe, die er an Einwendungen erhob; und Krause mußte daher gegen den Offizier die Eltern seiner bedaueruswerthen Opfer richtete, trieften von im Wege der Zivilflage vorgehen. In einer Replik führte Strauſe Biederkeit. Er hob stets hervor, daß er als„ töniglicher Justiz- das Verhalten des Lieutenants darauf zurück, daß dieser ihm grolle; beamter" es unvereinbar mit seiner Würde halten müsse, mit er fei eines Tages Beuge einer peinlichen Szene gewesen, die einem jungen Mädchen ohne die Einwilligung der Eltern ein Töpfer dem Offizier bereitet habe, und es wäre ihm desselben zu verkehren. Die Vertrauensseligen opferten damals nicht eingefallen, für den v. Ruffer Partei zu ihm zumeist ihre ganzen Ersparnisse. Geftern war ergreifen. Durch die Erwähnung dieses Umstandes in der Replik es eine Schneiderin und eine Kellnerin, welche die Bräute" des fühlte der Lieutenant sich beleidigt; er machte eine Eingabe an 81. K. 2. Ein Recht auf Aufhebung des Termins wegen des von Ihnen Angeklagten gewesen waren. Jede der Zeuginnen war außer um das Husarenregiment von Schill, in welchem er unter Schilderung angeführten Grundes haben Sie nicht. Indeß fann einem Ihrerseits dahin baares Geld noch um einen Ring gekommen, den der Angeklagte des" Thatbestandes ersuchte, das weitere geneigtest verlassen 34 Bornahme unzüchtiger Handlungen an Personen unter 14 Jahren ist mit gerichteten Antrag stattgegeben werden. B. K. Nein. Thurneifferstr. ihnen unter allerlei Andeutungen von„ Maßnehmen zum Trauring" wollen". Der Kommandeur des Regiments wandte sich nun Buchthausstrafe bis zu 10 Jahren bedroht. Sind mildernde Umstände vorvom Finger gezogen, dann aber verfekt hatte. Der Gerichtshof be- wirklich an die Staatsanwaltschaft und Krause wurde nicht handen, so tritt Gefängnißstrafe nicht unter sechs Monaten ein. Die Ver legte den Angeklagten mit einer Gefängnißstrafe von 9 Monaten, so allein wegen der angeblichen Beleidigung angeklagt, sondern führung eines unbescholtenen, noch nicht 16 Jahre alten Mädchens wird mit daß derselbe nunmehr 15 Monate zu verbüßen hat. wa auch von Rechts wegen zu 50 Mark Geldstrafe verurtheilt. Gefängniß bis zu einem Jahre bedroht. S. 100. Eine Schüler- Freikarte Ein bemerkenswerther Zwischenfall ereignete sich geftern gericht I( Berlin) unter andern aus: Zur Begründung dieses befremdlichen Urtheils führte das Land- für die städtische Fluß- Bade- Anstalt beraubt nicht des städtischen Wahlrechts. Allerdings sei der 2 Wettende. 1. Ja. 2. Ein Deutscher, der in einem anderen deutschen des Gutmanns gandgerichts 1.- In einer Privatflage vorgefeßte Regimentskommandeur des Premiers in diesem Falle zu des des Kaufmanns Gutmann gegen den Kaufmann Josef Goldstein nicht befugt gewesen, für letteren einen Strafantrag zu stellen, weil feit nicht aufzugeben, sich auch nicht naturaliſiren zu lassen, sondern lediglich bei charakterisirte der Vertreter des Klägers den Beklagten als sich die Beleidigung weder auf den Beruf des Herrn v. R. bezogen Nachweis, dem Regierungspräsidenten bezw. bei dem Polizeipräsidenten unter denc gewerbsmäßigen Ehrabschneider". Wirnend meinte der Vorsitzende, habe, noch zu einer Zeit erfolgt sei, wo sich v. N. in der Ausübung gelassen habe, daß er in diesem anderen Bundesstaat sich nieders Landgerichtsrath Büchner:„ Ei, ei, Herr Rechtsanwalt, das find feines Berufes befand. Ein Strafantrag des Regimentskommandeurs. S., A. R. Zum Abgeordnetenhaus ist jeder Preuße wählbar, die Aufnahme in den Bundesstaat nachzusuchen. dieselben Worte, wie sie in Erfurt gefallen find", er spielte dabei habe nun aber hier gar nicht vorgelegen, sondern das Regiment der das dreißigste Lebensjahr vollendet, den Vollbesis der bürgerlichen Rechte auf die bekannte Beleidigungsklage gegen den Staatsanwalt habe nur den Strafantrag des Herrn v. R. der Staats- infolge richterlichen Erkenntnisses nicht verloren und bereits 3 Jahre lang Lorenz an. anwaltschaft übermittelt. Qu) Der Schuß des§ 199 des Straf- dem preußischen Staatsverbande angehört hat, auch nicht Präsident over Die Frage, am wievielten Tage der Ziehzeit eine Wohnung Gesetzbuches habe dem Angeklagten nicht zugebilligt werden können, jeder Preuße, der das 25. Lebensjahr vollendet hat und gemeindewahlberechtigt Mitglied der Ober- Rechnungskammer ist. Wahlberechtigt als Urwähler ist von dem Ziehenden geräumt werden muß, beschäftigte die 139. Ab- obwohl er mit seiner Replit berechtigte Interessen wahrgenommen habe. ist. Die Urwähler wählen die Wahlmänner, die Wahlmänner erst den Abtheilung des Amtsgerichts I gelegentlich einer Verhandlung gegen Denn der Angeklagte habe zweifellos den Premierlieutenant be- geordneten. Die Urwähler werden nach Maßgabe der Steuersäge in drei den Kürschnermeister Thomsen und dessen Ehefrau wegen gemeinschaft. leidigen wollen, wie aus der Form der fraglichen Aeußerung Abtheilungen getheilt. Jede Abtheilung wählt besonders und zwar je ein lichen Hausfriedensbruchs. Die Angeklagten, welche seit sieben Jahren hervorgehe. Der Angeklagte habe aus seiner früheren Stellung als Drittel der zu wählenden Wahlmanner. in dem Haufe des MaurermeistersSantig wohnten, hatten zum 1. April d.. Unteroffizier gewußt, daß eine Beleidigung, die einem Offizier in ihre aus 4 Zimmern, 2 Kammern und Zubehör bestehende Wohnung Uniform und Waffen" zugefügt werde, diesen mit Rücksicht gekündigt. Sie fingen erst am 2. April zu ziehen an und setzten den auf die Uniform und die Waffen um so empfind Umzug auch noch am Morgen des 3. April fort. Santig war licher treffe. Und es sei sein Wille gewesen, den Premier darüber aufgebracht, da die Wohnung noch für den neuen Wiether lieutenant gerade dadurch besonders herabzusehen, daß er hervorhob, in in Ordnung gebracht werden mußte, erklärte ihnen, sie hätten doch Uniform und Waffe habe sich der Offizier unfläthige Worte gefallen Stationen. schon raus" sein müssen und verlangte die Herausgabe der Schlüffel. laffen. Rechtsanwalt Dr. Herzfeld legte für den Angeklagten Krause Diese Herausgabe wurde seitens Thomsens mit dem Bemerken Revision ein. Der Regimentskommandeur habe thatsächlich als Vor verweigert, daß er dazu erst um 12 Uhr mittags( am gefeßter des Premierlieutenants den Strafantrag gestellt und das 3. April) verpflichtet sei, wie aus der der bekannten polizei. Landgericht habe die rechtliche Bedeutung feines Vorgehens verkannt. Swineminde lichen Bekanntmachung hervorgehe, nach welcher kleine Woh: Das ganze Verfahren entbehre deshalb der erforderlichen Unterlage, Hamburg nungen am ersten, mittlere am zweiten, größere zu welchen da nach dem eigenen Ausspruch des Landgerichts der Kommandeur die feinige zu rechnen sei am dritten Tage geräumt werden als Vorgesetzter eines Mitgliedes der bewaffneten Macht für dieses müßten; er bestehe auf seinem Rechte, und dieses umsomehr, als die im vorliegenden Falle einen Strafantrag nicht stellen durfte. Dann Wohnung noch zu reinigen fei. Dementsprechend gab Thomsen die habe aber Krause nicht die Absicht gehabt, zu beleidigen; für eine Schlüssel erst Punkt 12 Uhr mittags am dritten ab. Der Staats- Beleidigung spreche weder die Form noch der Inhalt des betreffenden anwalt hielt nur einfachen Hausfriedensbruch für vorliegend und Schriftsatzes. Das Kammergericht bestätigte aber die Ent Petersburg beantragte 15 resp. 10 M. Geldstrafe. Der Gerichtshof erkannte scheidung der Straffammer! Cork auf Freisprechung; es sei bereits zweifelhaft, ob objektiv ein Einen ähnlichen Kampf um das Wiederaufnahme- Ver- Aberdeen. Hausfriedensbruch vorliegt, zum mindesten sei aber nicht nachzu fahren wie der im Zuchthause figende Barbier 8iethen Elber Paris. weisen, daß die Angeklagten im Bewußtsein des Unrechts gehandelt feld führt die Frau Oberstabsarzt Dr. Vogeler, Adelheid geb. haben. Krug, in Charlottenburg, die im Jahre 1886 wegen WechselEinen ganzen Roman erzählte gefiern die Stepperin Amalie fälschung in zwei Fällen zu zwei Jahren Zuchthaus verLiebreich, die als Belastungszeugin gegen ihren ehemaligen Anbeter, urtheilt wurde und diese Strafe verbüßt hat, nachdem der Inden Schneider Bernhard Raster, vor die 184. Abtheilung des stanzenzug erschöpft war. Frau Dr. Vogeler sollte zwei Wechsel zum. Berlin Witterungsübersicht vom 9. Juni 1897. Ca Wiesbaden München Wien Haparanda. NND Barometerftand in mm, d. Meeressp. 001 000 Windrichtung Windstärke 121222-6( Stala 1-12) Wetter heiter 762 12 . 761 DSD heiter 11 762 NNO 3 halb bedeckt 12 756 NO Regen 13 758 Regen 14 760 bedeckt 14 748 753 CCM bedeckt 10 NO 8 762 8 . bedeckt bedeckt 14 8 756 23 Regen 15 ( 50 G. 4º R.) Wetter Prognose für Donnerstag, den 10. Juni 1897. Ziemlich tribe, zunächst etwas wärmer mit Regenfällen und schwachen südwestlichen Winden, nachher etwas kühler. Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 10. Juni. Neues fgl. Operntheater( Kroll). Don Juan. Schauspielhaus. Zopf und Schwert. Dentsches. Die versunkene Glocke. Berliner. Die Maschinenbauer. Yessing. Die Geisha. Schiller. Deutsche Schwänke. Nenes. Trilby. Thalia. Rothe Zettel. Westen. Der Trompeter Säffingen. bont Friedrich Wilhelmstädtisches. Lehmann's Kriegs- Abenteuer im Orient. Belle Alliance. Konstantinopel. Oftend. Unsere Reichspoſt. Residenz., Deforirt( Decoré). Alexanderplatz. I. Die versunkene Gloce. II. Morituri mit a) Teja. b) Das Ewig- Männliche. c) Friz chen. III. Die Geisha. Bolks. Auf eigenen Füßen. Apollo. Venus auf Erden. Paffage Panoptifum. 500 Sehens würdigkeiten. Zwei Riesen Il: Tufionen. = Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Donnerstag, abends 8 Uhr: Deutsche Schwänke. Freitag, abends 8Uhr: Papa Nitide. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. 6. Weis. Heute und folgende Tage: Unsere Neichspost. Voltsstück mit Gesang in 4 Aften v. Kneifel. Musik v. C. Schüler. Anfang 7 Uhr. Im Garten: Urania, Tauben Strasse 48-49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Gintritt 50 Bi. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62( Lehrter StadtBahnhof): Täglich von 5 Uhr nachmittags ab bis 10 Uhr abends Sternwarte und Mondpanorama. Eintritt 50 Pf. Näheres die Tagesanschläge. & ACTIE BRAVEL FRIEDRICHSHAIN Actien- Brauerei Friedrichshain. Heute Donnerstag: John- Konzert. Kapelle des Kaiser Franz- Garde- Gren. Regiments Nr. 2 ( in Uniform). Eintritt 10 Pf. - Anfang 7 Uhr. Programm unentgeltlich. Zum Ausschant gelangen die unter neuen Direktion gebrauten Biere: Lager, Pilsener, Senator. Passage- be Panopticum. Die Kinder der Wüste. 30 Personen. Vorstellung 12, 5, 7, 9 Uhr. Castan's Panopticum. Neu! Die elektrisch belebten Neu! und künstlich sprechenden Neu! Menschen. Neu! und hochkomisch! Schweizer Garten Konzert- Garten( 3000 Berſonen) faffend. Schiller: Theater( Wallner- Theater) Berlin O., Wallnertheaterstr. 35. Angenehmer Aufenthalt für Jung und Alt. Vereinen wie Gesellschaften em: pfehle ich den Garten zur Veranstal tung von Sommerfesten zc. unter foulantesten Bedingungen. 20566 R. Riefke, Restaurateur. Reichsgarten Friedenstrasse 20 ( Ecke Büschingstraße). Täglich: Grosses Frei- Konzert. Die Kaffeeküche ist täglich, auch Sonntags, von 2 Uhr ab geöffnet. H. Koslowsky. Wedding- Park 178 Müller- Strasse 178. Große Garten: Lokalitäten zit Vereinsfestlichkeiten; Saal mit Theaterbühne, 600 Personen fassend, Am Königsthor u. Friedrichshain. Vereinszimmer zu Versammlungen Täglich! Täglich! Theater- und und Privatfestlichkeiten. Raffeeküche, 7 verdeckte Kegelbahnen, franz. Billard. Jeden Sonntag und Donnerstag: 19842* Frei- Konzert und Ball. Amit Sr. Spezialitäten Borstellung, Konzert, Spezialitäten vorstellung II 1567. Wilhelm Trapp. Theater. Hugo Schulz, Instrumental: Komifer. Anfang 5 Uhr. Volks- Theater 31. Reichenberger: Straße 34. Sommer- Saison. Abends 8 Uhr. Sonntags Uhr. Auf eigenen Füßen. Gesangsposse v. Pohl u. Wilken, Musik von A. Conradi. Border Borstellung von 6½ Uhr, Sonntags 5 Uhr: Garten- Konzert. Entree: Wochentags 30 f. bis 3 M. Sonntags 50 Pf. bis 3 M. Olympia im Belle- Alliance- Theater Belle Alliancestraße 7/8. 8 Uhr: G. Ottavi's Konstantinopel. Große orientalische AusstattungsPantomime mt. gr. Ballet in 8 Bildern. Vorzugsbillets haben wieder Giltigkeit. Apollo- Theater und Konzert- Garten. Auftreten des unerreichten Humoristen Otto Reutter mit seinen aktuellen selbstverfaßten Kouplets. Um 9 Uhr: Venus auf Erden. Boltsbelnstigungen aller Art. Täglich: Ball. Entree 30 Pf. Im Inli sind 2 Sonnabende frei geworden, welche an Vereine zu Sommerfesten z3. verg. find. Viktoria- Brauerei ( Garten resp. Saal) Lützow- Strasse 111/112 nahe Potsdamer Platz. Heute sowie täglich: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Nöhl, Schneider und Schrader.) Anfang& Uhr. Entree 50 Pf. Im Vorverkauf sind Billets à 40 Pf. und Familien Billets à 1 Mart ( für 3 Personen giltig) zu haben. ( Siehe Plakate.) Jeden Sonntag it. Donnerstag nach der Soiree: Tanz- Kränzchen. Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Inh. H. Pierry. Täglich: Burtest- phantaſtiſche Operette mans Gr. Theater- u. Spezialitätenm. Tanz in 1 Aft von Bolten Bäckers. Musik von Paul Linde. In Szene gesetzt vom Direktor J. Glück. Ferner Auftreten v. Spezialitäten erfien Ranges. Rassenöffnung 6 1hr. Konzert 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Puhlmann's Vaudeville- Theater Schönhauser Allee 148, Kastanien: Allee 97-99. Täglich: Vorstellung im prachtvoll renovirten 1500 Personen fassenden Garten. Ballhaus- Anna, Badezu Hause 11. f. w. Passe- partouts haben an den Wochentagen Giltigkeit. Familien fönnen Kaffee fochen. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Täglich: Konzert, Theater- und Spezialitäten Vorstellung. Aennchen vom Hofe. Mannschaft an Bord. Schwant in Aft von Jacobsohn. Komische Operette in I Aft. Amélia Bland, Verwandlungs: Soubrette. Paul Petras, Gentl. Jongleur. Martinius, Gesangs: 1. Tanz- Duettisten. Barbarina, Ballet Ensemble. Mizzi Braun, Stoitüm- Soubrette. Gebr. Harry und William Latoure, Piccolo Theater. Geschw. Morlé, die Planeten d. Luft. Arthur Martin, Humorist. Little Charles, La winensturz. Metzelty Troupe, Miniatur Afrobaten. Ju Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Platz 50 Pf. Concordia Variété-Theater Brunnenstr. 154. Jeden Sonntag: Grosse Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Immer neues Programm. Anfang 6 Uhr. Entree 30, referv. 50 Pf. Jeden Donnerstag: Familien- Abend. Gr. Theater- Vorstellung. Anf. 7 Uhr. Entree 25, reserv. 40 Bf. Der Sommergarten ist nebst Kaffee: fiche geöffnet. Weber: Achtung, Maurer! 1 Verein zur Wahrung der Inter effen der Gast: und Schankwirthe Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 6. Juni unser Kollege August Leschner nach kurzem aber schwerem Leiden ver 69/12 Vereins- forben ft. Die Beerdigung findet am Donners Sonntag, den 13. Juni, vormittags 10% Uhr, im Vereinslokal( Englischer Garten), Alexanderstr. 27c: Ausserordentliche Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über:„ Gedankenfreiheit". 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom letzten gemüthlichen Beisammensein. 4. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. Wir machen ganz besonders auf diese Versammlung aufmerksam und fordern die Mitglieder auf, recht rege für dieselbe zu agitiren und dem tag, den 10. Juni, nachm. 4 Uhr, von der Charitee aus nach dem Charitee Kirchhof in der Müllerstraße statt. Um rege Betheiligung der Mitglieder ersucht Der Vorstand. Am 7. d. M., nachts 1 Uhr, ent: schlief unerwartet mein lieber Mann, der Barbier Otto Kufahl im Alter von 33 Jahren. Dies zeigt allen Freunden und Bekannten an Die trauernde Ww. Auguste Kufahl. Die Beerdigung findet am 10. d. M., nachm. 5 Uhr v. Krankenhaus Moabit aus statt. Berein noch neue Mitglieder zuzuführen. Gäste haben Zutritt und werden Verband der Buchbinder 2c. 280/18 Der Vorstand. J. A.: Frizz Kater, Lübeckerstr. 36. auch unorganisirte Kollegen als Mitglieder aufgenommen. Arbeiter- Bildungsschule. Am Mittwoch, den 16. Juni, abends 8% Uhr, bei Grosse, Annenstr. 16, 1 Tr.: Ausserordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht über die Thätigkeit der Neuner- Kommission. 2. Eventuelle Statutenänderung und Ergänzungswahl zum Vorstand. 3. Anträge. 4. Verschiedenes. 5/ 19* Mitgliedsbuch legitimirt. Beiträge werden entgegengenommen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Die Bibliothek in der Nordschule, Brunnenstr. 25, wird am 1. Juli geschlossen, und ersuchen wir die Mitglieder, die entliehenen Bücher bis dahin zurückzugeben. D. O. Achtung! B. Nicft's senior. Senior Achtung! Kistenmacher. Str. 17 Fest- Säle VII 1663 Bereinsz. m. Biano 30, 50, 150 Berf. Zur Sonnabend, den 12. Juni, abends 82 Uhr: Sais. Sonnabende u.Sount. fr. B.Nieft. Empfehle allen Freunden u. Bekannten mein Weiss-, Bairischbierund gr. Speisegeschäft. Reich haltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier 50 Bf. sowie Abendtisch à la carte von 30 f. an. 2 Vereinszimmer mit selavier für 20-50 Personen. H. Stramm, Rest., Ritterstr. 123. Bahn- Klinik. * Mitglieder- Verlammlung im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstraße 26. Tagesordnung: 1. Die Mißstände in den einzelnen Werkstätten schlußfassung über den Antrag Lehmann, welcher am Rummelsburger Streifprozesse betheiligt war, betreffend Aufnahme in den Verein. 3. Neu wahl der Lohnkommission. 4. Verschiedenes. und wie stellen wir dieselben ab. Referent: Kollege Tschernig. 2. Be 94/16 Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht aller Kollegen, pünktlich zu erscheinen. J. V.: Franz Schulz, Swinemünderstr. 2. Fachverein der Holz- u. Bretterträger Berlins und Umgegend. Sonntag Vormittag 10 Uhr bei Ewald, Schönleinstr, 6: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Künstl. Zähne in tadelloser Aus. führung v. 3 M., Plomben v. 2 M. an Schmerzlos. Zahuziehen mitt. Cocaïn, Cloréthyl, Chloroform und Lachgas unter Leitung eines pratt. Arztes. Bei Neue Mitglieder Bestellung v. fünfti. Zähnen Zahn: werden aufgenommen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. ziehen, Zahnreinigen umsonst; RatenDie Billets zur Dampferpartie können in Empfang genommen zahlung gestattet, Woche 1 M. 84/11 Guckel, Lausikerpl. 2, Elsasserstr. 12, Stegligerstr. 71. werden. Orts- Krankenkaffe der Schneider, Deutsch. Porter Porter Schneiderinnen und verw. Gewerbe in Berlin. Dessert- u. Malzkraftbier 1. Rang. 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Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser Kollege, Buchbinder Paul Rottmann, am 7. Juni, abds. 9 Uhr, verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 11. Juni, nachut. 512 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes der Freireligiösen Gemeinde, Pappel- Allee, statt. Um rege Betheiligung bittet 27/4 Der Vorstand. Danksagung. Bei dem Begräbniß unserer 2516b Schwägerin Anna Meyling geb. Wollert sagen wir allen Freunden und[ Befannten, sowie für die reichen Blumenspenden, unseren tiefgefühlten Dant. Die Hinterbliebenen. Danksagung. Für die zahlreiche Betheiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Gürtlers Karl Bobig, fage allen, insbesondere Herren Kneif, Kinnemann und Familie Biedermann herzlichen Dank. Die trauernde Wittwe. Ehrenerklärung. Die beleidigende Aeußerung, die ich über Frau Margarethe Weiland gethan habe, nehme ich hiermit zurüd. Wilmersdorf. 2509b Wilhelm Paul. Feuerversicherung. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.