€{n*e(pret* 10 pfg. IN» rStittV Smm nt H»»«agirrth kfOtqi dm(ntn JufttBuiu hn Oos» Ml Ant« i Llasi: U|»P tfytu vittillqidühi«soatt.S M� dm Adstivinig llNIm 8t».fmdmr* MW»»«ftt» NaMki»»»(MNiUoniilifti tw ilafttrafr*. •irtnftion Berlik- MW» 9 ch iffdaucedon» I» tIZ. gttkijVrecheri Ami Rvrde» At»» a»» Die Msrgen-flusgade «, �»«lv»>i.?oi>?-n!lIeziN» sd« c-i--! La-tnt TZPk..Zkiii« U-iz-lz«»» fdtiqidru-tt« wmi iO pi. i-d» weit-» wsrt 20 pi. T-ü-lun�uschwz 60% L«i Ommlimi» m 0-ewmmluxzsmezeigea fällt dir Zus�iuz fj-l. Jnfftüt» fi-i Sin HetaH* Ca;«lOgen Ipäleften» dl» 6 Udk a-chmii:-,» bei der-x-x-d tion awz-zebe» s-!». «U»cd!»i»n: Berlin 9fid. 8. Schifflmuerdnmm l», yernsp-ech«; Ami WorPtn»7«8. ■ r V.y■& r-■ Jahrgang 2 -Y'lt So.nabenö, den 22. Zedruar Nummer �5 '$'f-iV, Nbschieö von Kurt Eisner. »schwer ist uns umv Herz. Immer neues Grauen mal der Gedanke, daß der reinste, gütigstes opfer» vollste Mensch auf so gräßliche Weise uns entrissen wurde. Kurt Eisner ist für. unsere Partei ein unersetzlicher Lerlust. Wir verlieren in ihm emen Mann, dessen Wollen rein und stark, dessen Geist klar und umfassend war. Kurt Eisner hatte in sich alle Schätze der deutschen Kultur aufgenommen und in ihm war die weltbilrgecliche Humanität lebendig geworden, die unsere großen Klassiker einst beseelt hatte. Für EiSner war aber auch das Marx-Wort die leitende Idee geworden: Es gilt nicht nur. die Welt anzuschauen, es gilt sie zu verändern. Der glänzende wurde ein Mann def T-tt. Seitdem er nach kurzer Täuschung den wahren Charakter des Krieges erkannt hatte, wurde er sein unermüdlicher, unerbittlicher Bekämpfer. Alles, was man ohne jede Riuksicht auf Persän» liche Sicherheit unter dem Belagerungszustand gegen den Krieg sagen und schreiben konnte, hat Eisner ge- sagt. Aber die Worte genügten dem Manne nicht, der die ganze Kulturschmach des Krieges, d-ie eklige Lüge, die icheußlichen Greuel als persönliches Leib empfand. Ms endlich der große Streik das späte Er- wachen der deutschen Arbeiterklasse ankündigte, da wurde er der Führer, der den Streik zur Revolution gegen den Krieg, zum Sturz des fluchbeladenen Systems fortführen wollte. Vergebens I Noch war das Alte zu stark, noch die Energie der Arbeiterklasse zu gering. EiSner wurde verhaftet und blieb fast neun Monate im Ge- fängnis. Kaum freigelassen, ging er sofort wieder an die revolutianärc Arbeit. Und diesmal krönte der Erfolg sein Werk. Eisner wurde der Führer der Uevolunon, von ihr wurde er an die Spitze der bayerischen Regierung gestellt und treu bis zum Tode ha! er in revolutionärem Geist sein Amt verwaltet. Das deu-sche Volk lehrte er die Schuld.igen deS Weltkrieges erkennen. Dem Ausland wollte er die Wandlung beivcHen, die die Revolution geschaffen hat. Das bayerische Proletariat hatte an ihm seinen unerschrockenen Vertreter, der seine Rechte stützte, seine Nätoorgairisätion verteidigte. Und in der Jnter» nationale hat er der deutschen Arbeiterklasse wieder Achtung und Ansehen erkämpft. Feind der Lüge, schuf er der Wahrheit Bahn; Feind dem Morde, verabscheute er die Gewalt: Treu leinen Idealen hat-r gewirkt, und deshalb wurde er ermordet. Schwer ist uns ums Herz, da wir Abschied nsh- men den diesem Edlen und Reinen, und schwer drückt>mS die Sorge»m dieses deutsche Volk, das seine Besten beschimpfen, verleumden, hinmorden läßt. Die Tat des Verblendeten ist eniporgewachsen aus der Saat der Lügen, der Verleumdungen, der Hetze, die nach den ersten Tagen der Revolution gegen alle die ausgesät worden ist, die den wahren Geis: der Revolution bewahren und retten wollen gegen die Fälschung, die zum Verderben wird. Immer mehr ist die politische Atmosphäre der» giftet worden, immer verhängnisvaller wurden die Wirkungen. Die Reyiemn? in! schritt den Weg de? Gewalt und will keinen anderen mehr kennen. Die alten Mächte erheben immer kühner ihr Haupt. Ihre Missetaten, ihre Gewaltakte bledben«ngesiiHnt, weil die Regierung, die die Spaltung der Arbeiterklasse durch ihre Politik erhält und vertieft, nicht mehr ivagen kann, gegen ihre Stützen dem Rechts zum Siege zu verhelfen. Die Sprache der reaktionären Presse wird immer drohender und zügelloser. Sie schüren den Bürgerkrieg, den die Regierung begonnen hat und den sie nicht mehr?» beenden loci ß. Gewalt und immer wieder Gewalt, verkündet Scheidvmann unter dem Jubel der bürgerlichen Welt. Gewalt ist die einzige Losung dieser ideenarmen, über- .norden.•, Ist eS da ein Wunder, daß jeder reaktionäre Fanatiker glaubt, sich ein Verdienst zu erwerben, wenn er Gewalt auf eigene Faust übt, Gewalt gegen einen. den die elenden Hetzer, weil er die Verkörperung alles Hohen war. das sss i» ihrer Niedrigkeit haßten, schon lange als Freiwild preisgegeben haben? Nur in dieser Umwelt.' die der unfessge Bruder- krieg geschaffen hat, konnte die Mordtat geschehen, nur die Ohnmacht der zerrissenen deutschen Arbeiterklasse erzeugt den Frevelmut des konterrevolutionären Atten- tats. Der Mord hat Mord gezeugt. Der Attentäter wurde niedergemacht. In den Münchener Landtags- faal find Bewaffnete eingedrungen, die den Minister Auer schwer verletzt, den Zentrumsabgeordnetcn O s e l getötet haben. Fn München ist der Generalstreik proklamiert worden, die Stadt ist in furchtbarer revo° lutionärer Erregung. Die Folgen der Untat sind un- absehbar. Wir bebauen: tief die sinnlosen Gewalttaten, deren Opfer der Minister und der Abgeordnete wurden und die dem Geiste Eisners so sehr widersprechen. So kann EiSners Tod nicht gerächt werden. EiSners Leben hat nicht ihn: gehört, es war der Ar- beiterklasse. Und nicht einzelne soll die Rache treffen. Aber die Welt der Lüge und der Verblendung, in der die Untat möglich war. müssen wir zerstören. Aus» rotten müssen wir die Gewalt der Unterdrückung, ver- treiben müssen wir ihre Tröger, vernichten die Politik, die den Brudermord gebiert. Arbeiter gegen Arbeiter hetzt und den reaktionären Fanatismus ermutigt. Das erste Wort, das EiSner aussprach, als er die Revolution zum Siege geführt batte. war: Einigung des Proletariats! Er sprach es zu früh, eS war der Jrrttim eines großen HcrzenS. Sein Tod spricht jetzt dasselbe Wort. Aber er lehrt uns auch, daß die Eini- gung nur möglich ist auf dem Wege und zu dem Ziele, das Weg und Ziel Eitzners getvden ist: Einigung zum Kampf und zum Sieg des rcvolutibnären Sozialismus. Nur das einige Proletariat kann das Joch ab- schütteln, das ihm der schmähliche Bund mit den bürgec- lichen Parteien auferlegt, nur das einige Proletariat kann das ChaoS meistern, das über Teutschland her- eingebrochen ist, nur der revolutionäre Sozialismus kann Deutschland retten. Der Triumph de» vereinten Proletariats«ber die Bourgeoisie, das allein kann di* Räch« fein, die tairt EiSner? würdig ist. Die revosutionäre 8?a«nunez. Die Schüsse, die gestern den Genossen Kurt Eisner zu Boden streckten, haben den nstihsam zurückgehaltenen Gcoll der bauerlichen Volksmassen hell auflodern lassen. Alle kunstlich errichteten Dämme sind wie in: Sturme fortgeschwemmt, die Institutionen in denen die bürgerliche Gegenrevolution einen Stützpunkt sucht«, sind machtlos geworden, und wie in den ersten Tagen der Novemberrevolution- ist wieder der spontane Drang der arbeitenden Masse nach grundlegender rcvo- lutionärer Neugestaltung zum Dnrchbcnch gekcpnmen. �Die Einzelheiten der blutiger: Tragödie, der unser Freund und Genosse Kurt Eisner zum Opfer fiel, sind zu? Stunde noch nicht aufgekiärt. Noch weniger geklärt ist de? Zusämmsnhgng zwischen der Ermordung StSnertz und den daraükfolgenseil blutigen Ereigintien im Landtag, bei denen de: mehrheitsioziaustisthe Minister Auer lebensgefährlich vorletzt, der Zen- trnmsabgrordnete Ose! getötet und der Ministerial- direklor Dr. G a r.e i ß verwundet wurde. Feststehend erscheint, daß der Mörder des Genossen Eisner, ein Sprößling der altbayerisckiei: Grasen familic Arro- Valley, als Werkzeua der sunkerlich-monarchisti- schen Gegenrevolution gebändelt hat. die nicht erst seit gestern ihre Mutbesudelten Hände ausstreckt, um dem deutsche« Volke die Früchte der Revolution zu entreißen.' Noch vor wenigen Tagen ist von dieser Seite ein reaktionärer Putsch in München unter- nommen worden, der nur dank der Wachsamkeit der Republikanischen Schutzwiache abgeschlagen wurde. Schon im Dezember»yar eine weitverzweigte gegen- revolutionäre Verschwörung in München- aufgedeckt worden, und seitdem war alles, was der proletarischen Revolution und dem Sozialismus feindlich ist. eifrig an der Arbeit, um den Boden für einen Sckslag gegen die Tröger der revolutionären Bewegung vorzu bereiten. Mit kaum zu überbietender Gehässigkeit und Gemeinheit hat die Presse, vor allem gegen Genossen EiSner. gehetzt. Keine Lüge, keine Niedrigkeit wurde verschmäht, um ihn als Schädling des deutschen' Volkes, als Unhcilbrinae: Bayerns darzustellen und die schlimmsten Leidenschaften gegen ihn zu entfesseln. Jetzt, wo die Saat dieser verleumderischen Hetze ausgegangen ist und die Hand eines Junkersprößlings einen unserer Besten hingemordet hat, verhüllen die intellektuellen Urheber und Mitschuldigen des Ver- beechenS bcnchlerisch das Haupt.„Es ist keine patrio- tische und keine christliche Tat"— jammert das führende Zcntrumsorgan. die„Germania"—,„es ist ein Verbrechen, das hier begangen worden ist." Zwar habe sichBayern, das christliche Bayern, lange genug die Miß- Wirtschaft Eisners gefallen lassen, aber das fromme ZentrumSblatt hatte dennoch immer gehofft, daß dieies christliche Bayern„durch eine allgemeine Er- Hebung und durch eine aeetzliche gesunde Gegenrevolution sich der herrschenden Minder- Keit mit allen ihren Anmaßungen entledigen würde". Das ist klipp und klar das offene Bekenntnis zur Gegenrevolution, und die Gesinnungsfreunde der ..Germania" haben sicherlich nichts unversucht gelassen. um dieie Gegenrevolution mit allen ihren Scheußlich- keilen und blutigen Schrecknissen in die Wege zu leiten. Es ist anders gekommen, als die Herren es er» wartet Heiden. Alle Lorstöße gegen die Regierung Eisners, alle Versuche, den Boden zu unterminieren und eine chronische politische Krise herbeizuführen, alle Bemühungen mit Hilfe der Mehrheitssozialisten eine Koalition nach Weimarer Mu>'t-r herzustellen,«nd die Urbeike», Lauern- und Solbatcnrüte abzuwürgen,— all das bat in immer steiaendem Maße dir Aktivität der prole- tarischen Masse angestacbelt und sie veranlaßt, sich um so fester zu einer sozialistisch revolutionären Arbeitsfront zu- sammenzuschließen. Dank der klug abwägenden Taktik Eisners, der eS ver« stand, revolutionären Elan mit politischem Realismus zu vereinigen und die Aktion des Proletariats von dem Oppor- tunismus der Mehrbeitler und dem Putschismus der Spar- takisten frei zu halten, war der Boden für eine solche ein- hdtliche proletarische Front ohnehin in Bayern günstiger als sonst im Reich. In die mit Hochspannung geladene Münchener Atmo- fphire sind nun die Schüsse sanatisierter Verbrecher gefallen. Sie fielen in einem Augenblick, wo die sozialistische Regie- rung bereit war. den Forderungen der formalen Demokratie Folge zu leisten und die Macht in die Hände der bürgerlichen Mehrheit des Landtags zu legen. Allein war diese bürge» liche Mehrheit unfähig, auch n»r einen Schritt weit zu gehen; gegen die Zusammenarbeit mit ihr aber erhoben stch alle revolutionären Kräfte des arbeitenden Volkes. Me Voraus- setziingeu für eine scharfe politische Krise waren gegeben, eine Krise, deren Ausgang von dem Kräfteverhältnis der kämpfenden Parteien abhängig war. Nun haben die Schüsse des funkcrlichen Mörders die E? V l o s i o n gebracht. Eine Welle der Volksempörnng geht über die bürgerlichen Pa» teicn hinweg. Spontan richtet sich die Wut der Massen gegen die bürgerliche Presse, die das Gift der Verleumdung in die Massen getragen hatte. Als die einzigen Organe der Volks- gewalt treten wiederum die Arbeite». Bauern- und Sol- datenräte in den Vordergrund. Nach dem„Verl. Tagebl." ist die Situation so ernst, daß der Bauernführer G a n- d o r f e r. ein Mann von revolutionärer Gesinnung, sofort alle Schritte getan hat, um die weitere Tagung des Landtags zu verhindern und den Rätekongreß einzuberufen. Denn der Landtag Ware auch' nicht eine einzige Stunde heute. morgen oder übermorgen vor einem Sturm sicher. Äehnlich äußert sich ein Telegramm der„Deutsch. Allg. Zeit.", in dem «S heißt, daß vom Landtag nicht mehr viel die Rede sei; ob und wann er wieder zusammentreten werde, sei unsicher. Die Münchener Arbeit?» und Soldätenräte find gestern zusammengetreten. Nach der Stimmung in den führenden Kreisen der Arbeiter zu urteilen, soll alles vermieden wer- den, was die innere Front des Proletariats schwächen und «inen Kampf zwischen Proletariern hervorrufen könnte. Dies ist also die Signatur der Stunde: Frontflegen rechts, Zusammenschlnßallerproletarischen Kräfte, vereinigter Ansturm gegen die Zi- tadelten der bürgerlichen Gegenrevolu- ti on. Zwar hat die Hand eines Verbrecher? den klügsten und weitschauendsten Kovf der bayerischen Revolution ge- troffen. Aber diese Schüste haben nicht die Revolution selbst getroffen. Mit neuem Wagemut sind die Massen wieder in Aktion getreten. � Sie sind aufgestanden, um das zu sichern, was die bürgerliche Reaktion ihnen entreißen wollte: um das zu vollenden, was sie im November begonnen haben. Ae Schüsse im Landkag. München, 21. Fekwu«. Gegen 11 Uhr wurde die Sitzung im Landtag wieder aufgenommen. Die Abgeordneten hatten sich wie- diir vollzählig im Saale eingefunden. Auch die Zuhörer- tribllnen waren besetzt. Der Minister des Innern Auer erhob sich zu einem Nachruf für EiSner. Er führte. nachdem die Abgeordneten sich von den Sitzen erhoben hatten. auS, der provisorische Ministerpräsident Eisner habe soeben durch Mördevhand den Tod gefunden. Der Mörder sei auf der Stelle gerichtet worden. Di« Tat fei von ruchloser Hand in feiger Weise verübt worden, als Eisner auf dem Weg« zum Landtag war, um dort inmitten der gewählten Volksversammlung seiy Amt als vrovi- forischer Ministerpräsident auszunutzen. Diese Handlung müsse bei jedem anständigen Menschen tiefsten Abscheu hervorrufen.(Zustimmung.) Der Politische Konflikt in Bayern stand vor feiner friedlichen Lösung. Eisner war im Begriff, dem versammelten Landtag den im Ministerrat in An- Wesenheit aller Minister gefaßten Beschluß mitzuteilen, daß * das gesamte provisorische Ministerium seine Aemter in die Hände der gewählten Volksversammlung legen werd«, da- mit die Grundlage geschaffen werde, auf der nach demo- kmti'chen Grundsätzen der wirtschaftliche, kulturelle und politische Aufbau sich vollziehen und damit die bestehende Not des Landes gemildert werden könne. Um so unve» antwortlicher ist die begangene Bluttat.(Sehr richtig I) Wir beklagen in dem Ermordeten den Führer der Revolution in Bayern und zugleich den vom rein- sten Idealismus und von treuer Sorge für das Proletariat erfüllten Menichen. Auf diesem Weg« kann und darf nicht fortgefahren werden, wenn nicht die voll- kommene Anarchie eintreten soll. Angesichts dieser wahn- sinnigen Mordtat, gegen deren Urheber mit aller rücksichts- losen Strenge vorgegangen wird, gilt es nunmehr, Be- sonndnheit zu wahren und alle Kräfte zusammenzufassen um die ungeheuren Aufgaben der nächsten Zeit io zu lösen wie eS die Interessen des geliebten bayerischen Volkes er- fordern.(Bravo!) Auf dem Hause lag eine gedrückte Stimmung. Titfc Bew?-""'i ging durch al'e B wke. Dr. S ii ß h e i m(Soz.) beantragte, die Sitzung zu vertagen und die Einberufung der nächsten Sitzung dem AtterSpräsidenten zu überlassen (Allseitige Zustimmung.) AlS daraus eben Abaeordnrtrr G i e h rl(Bayerische BolkSpartei) eine Erklärung seiner Partei abgcbea wollte und einige Schritte vorwärts zum Reicrcntenpult machte. fiel plöklich ein R e v o l v e r s ch n h. Der Abgeordneten bemächtiate sich eine große Panik. Weitere Schüsse ilelcn vom Eingang her und von der Zuhvrcrtribüne. Die lbgeordneten flüchteten durch alle Türen aus dem Saal. Der Vorhang an der linken Eingangstür wurde aus. gerisirn und Herrin stürmte ein Mann, der mit erhobenem Rcvosvcr>vr''-� in Irr Richtung auf den Minister- tisch abgab. Minister An»« sank plötzlich, von einem der Sch«*- in die linke V r u st s e i t e g e t r v f s» n, zu- sammen. Abgeorducter Ose! wurde von einer Kugel tödlich getrosscn. Zwei Ministcrialbramte erhielten schwere Schlißverletzungen. Tie Minister Frauen- d o r s f r r Mb H o ff m a n o sowie Abgeordnet« der sozialdemokratischen Fraktion bemühten sich zunächst mn Auer. Tie Verlrdnng ist schwer. Sanitätspersonal leistete die erüe Hilfe. Die Sidung wurde daraus aufgehoben. Tie Kund" von diesen blutigen Vorgängen drang mit WindeS-stfe irr-»u- �-�teile. Die Erregung ist üerall sehr groß. Alle Geschäfte wurden grschlosien. Der Straße». bahnverkehr wurde mittags eingestellt. Ucbcrall wurden rote Flagge» auk Halbmast gehißt. Auf der Theresienwiese sammeln sich dir Masse» zu einer großen Protest demo n° st r n t i o n. Der General st reik wird proklamiert werden. Münzen, Ll. Februar. Der Minister für milrtänlche Angolegenbeiten Roß- baupter befindet sich in.Haft. Minister Auer wurde sofort nach d-m A�enfot in ein Lazarett gebracht, wo er von einem Militäratzt untersucht und operiert wurde. Dein stiittond ist lebensgefährlich. Münchea, Zt. Februar. ES verlautet mit Sestimmtheit, daß Minister S u e r setuen Berletzungen erlegen set. Rvßhaupter fall geflobrn sein. Sn verschiedenen Stellen der Stadt ist eS»u Schießereien ge- kommen. Besonder« deftig wird baS Regina-Palastbotel be« schössen, da« von Offizieren verteidigt wird. Muchens schwZrzester Tay. Privattelegramm der.Freiheit". München, Zt. Februar. Di« erste FrüblingSsonne bricht iervor aus den Nebelwänden,«18 wir hevKih in di< banerische Tbene rollen. Ein feierlicher Manz, der Hoffnung erweckt auf friedliche Arbeit und friedliche Ernte. AuS den Gesprächen ring« hört man bei dieser Stimmung nur wenig Sorge um das, waß kommen wird, wenn auch da« Schicksal de« eben eröffneten Landtage« di« Gemüter befchäfligk. Der Mittwoch- Putsch wird erörtert, aber die blendende Sonn« verscheucht alle trüben Gedanken. Tinfahrt im Münchener Hauptbahnhof.' Eine Postenkette. Absperrung der Havptfront. Was ist geschehen? Man fühlt plötzlich«in« erregte Stimmung, eine seltsame Gewitterschwüle, lastend, drohend. Wo« ist geschehen, was kann geschehen sein? siegend jemand neben mir sagt-„Gisnek ist erschossen!" Ehe da« Gehlr» begriffen hat, eine ungläubige Frag«. ÖiSiwr ist xr-chossen?! Wie ein«sestrrscher Schlag zu cht e» durch die Menschen. Unstchtbar« Fäuste hallen sich, ein allgemeiner Schrei de« Knt» setzen», innerster,«ufnihif scheint durch die Luft zu hallen. Da» Unglaubliche bestätigt sich. Kaum eine Stunde vorher ist Kurt Eisner den Weg zum Landtag gegangen. Raum«ine Stunde vorher hat verbrecherischer g iNatiSmu» sein Leben vernichtet und Unverantwortliches heraufbeschworen. Man denkt an dir Stunde, wie die Nachricht vom Tode Jaurö» durch Deutschland zuckte. an jenem heißen, schwül« Abend im frühen»uzust de« Fahre» IBli. Lippen stammeln nur Entsetzen. Karl Liebknecht. Rosa Luxemburg, und nun— EiSner! Bor dem lvahnhof Gruppen, dl« erregt da» Geschehene de- sprechen. Die Nachricht von der schweren Verwundung Auer» wird kommentiert. Man will wissen, daß er bereit» seiner Ver» letzung erlegen ist. Lastauto» mit Matrosen und Soldaten jagen au» den Straßen über den Plo" Rot« Kähnen flattern. Ist dieser Frühlingstag ein zweiter 0. November? Leberall Fragen, ängstliche» Aufhorchen, ein unheimliche» Bangen nach Taten, die sich ereiguen müssen nach diesem Mord Nach einer halben Stund« begegnet man den erst« n Zügen der Streikenden. Wer will arbriten an diesem Tag? Wen leidet e» noch in Fabriken und Werken? Wie ein Trauerzug be- wegl sich die Masse. Friedlich und wassenlo», um ihren Willen und ihren Schmerz zu zeigen. Die Parole lautet: Theresienwiese! Wie am fl. November und oft seitdem. Man hat da« Gefühl, alt sei aller Parteihadcr geschwunden. Die Vereinigung de» Proletariat» in München ist angesichts diese» Tode» eherne Tatsache geworden. Di« leeren Straßen liegen in fried« sicher Nuh«, kein Laden ist mehr geöffnet. Die ösfentllchen Lo« kai« sind wie auSgeswrbeiu Ascherimttwoch Witten im Fasching. Mittag» berrit» hört man von derErklirungbesGeNe» ral streik», der kaum der Erklärung bedurft hätte. Die Straßenbahnen fahren nicht mehr. Pünktlich um v Uhr legen auch die Eisenbahner di« Arbeit nieder. Kein Zug fährt mehr«in. Di« Reisenden pilgern zu Fuß in di« Hauptstadt. Inzwischen tagt im Deutschen Theater der A.. und S.-Rat, um seine Beschlüsse zu fassen. Die Menschen drängen sich durch di« engen Zugänge nadf dem Platz. Absperrungen verhindern die Passage, Auto» rasen wieder durch ganz München, Flieger kreisen, e» werden blutrote Flugblätter abgeworfen, aus denen die Verhängung de» Belagerungszustände» verkündet wird. Dazwischen ein Weiße» Blatt, da» vom Entsetzen über die grausige Tat spricht und zur Ruhe mahnt. Um 7 Uhr müssen dte Straßen teer, alle Lokale geschlossen sein. Di« Renschen stauen sich und strömen mit Stilbruch der Dunkelheit ihren Häuser» zu. Aber niemand glaubt recht an die Ruhe. Man fühlt, daß sich irgend»stva» Außerordentliche» vor- bereitet. Im aufsteigenden»bendnebel tuten die Auto», mil Soldaten beladen. Wa, bringt die Nacht? Niemand weiß e» Nur da» eine wissen alle, daß Bayer, vor einer Schicksal»» wende steht. Wer sie schafft, ahnt man noch nicht. Wie am Abend de» S. November in Berlin ist noch Einigkeit die Stimmung der Massen im Schmerz und im Entsetzen über den Mord. EtSner» Geist beherrscht sie alle. Ter Geveralftrelk. M ll» cki e n. ii. Februar. Di» Unabhänztze S« z i a l. demokratische Part»! hat im Lauf» der Abendstunden durch Milittrauto» folgende» Flugblatt an die Arbeite» und Soldaten verteilen lassen: Die Gegenrevolution hat zum ersten großen Schlage an». geholt, indem sie den gehatztrsten großen Fllhecr der sozlalistischrn Revolution niederstreckte. Die vllrgerwehr, die weiße Garde, der Mittwoch-Putjch sind die Etappen zur Erwllrgung der soztalisti» scheu Revolution. Sie fanden ihren Ausdruck in dem Wühlen der Rraltioa, in der verleumderischen Hetze einer feilen Presse, die lienchlerifch« Ruhe und Ordnung predigte und die Atmosphäre für den Meuchelmord schuf. Arbeiter und Soldat en? Man wNl Ench wieder«nker daß alte militaristische und kapitalistische Joch beugen. Jetzt giU e» zu handeln, die Revolution zu retten! Zum Generalstreik heran» au» den Se» trieben! Nieder mit der Bourgeoisie und ihren verbrecherischen Helfer». Helfern! Hoch die soziale Revolution! In Nürnberg haben di« Gewerkschafteu beschlossen, de» Generalstreik zu proklamieren. Wie in einer Sitzung deS Arbeiterrate» im Deutschen Theater heute nachmittag mitgeteilt wurde, haben auch die Münchener Gewerkschaften beschlossen, ihre Mitglied» zum Generalstreik aufzufordern. Selagervngszustand. Mllnchen, 81. Februar. Soeben wurde über München der Belagerung», zustand verhängt. Die Straßen sind von 7 Ahr abend» für jeden Zivilverkelir gesperrt. AuS Anlaß der Ereignisse hat sich au» den drei sozlalistlkmon Parteien, einschließlich der kommunistischen Partei, und den Boll» zugSräten der Arbeiter-, Bauern» und Soldatenräte ein Aktionsausschuß gebildet. Im Laufe de» heutigen Tage» wird noch ein Ministerrat stattfinden, der sich mit der Bildung eine» neuen Ministe- rinm» befassen wird. In einem öffentlichen Anschlag gibt der LandrSsoldatenrat, da» Ministerium für militärisch« An» Gelegenheiten, sowie der Stadtkommandant und der PolizeiprSst» dent bekannt, daß da» BolkSgericht eine Untersuchung der Angelegenheit bereit» in Angriff genommen habe, und die strengste Bestrafung der Schuldigen durchgeführt werde. 1 Eigners tebenslauf. Kurt EiSner ist am 14. März 1867 zu Berkin geboren und hat somit ein Alter von 62 Jahren erreicht. Nach Absolvierung de» Gymnasium», Ostern 1886, studierte er Philosophie und Ger» manistik. Schon in jungen Jahren wandte er sich schrirtstelleri'cher Tätigkeit zu. Seine erste Schrift behandelt.Friedrich Nietzsche". 18Ö2 bi» 1803 war er in der.Frankfurter Zeitung" tätig und lebt« dann in Marburg, wo er politische Artikel für ver'chiedene Blätter schrieb. Einer seiner Artikel führte ibn wegen Majestät»» beleidigung auf neun Monate, November 1807 bi» August 1808, in» Gesängni». Bald danach trat er auf Ausforderung Wilhelm Liebknechts in die Redaktion de».Vorwärts" ein. Von da an be» ginnt seine Tätigkeit für di« Partei, die noch eingehonderer Wüv» digung bedarf. Lerlchle aus dem Ruhrrerier. Effen, 21. Feberuar. Im R Uhrbergbau befanden sich in de» gestrigen Mittagsschicht SS 000. in der Nachtschicht 16 000 und in der heutigen M-rgeufchich« 75 000 Bergarbeiter im«u»stand. Bon insgesamt 250 Schachtanlagen find 110 von dem Streik betroffen. Essen, 81. Februar. Der g t st r i g« T a g ist im Stadtkreis Essen im allgemeinen ruhig verlaufen. Auf der Zech» Herkule» kam e« gegen mittag zu einer Schießerei. Ein« Rotte bewaffneter Kommunisten zwang hier die Belegschaft, di« Arbeit niederzulegen. Auf der Schachtanlage Amalie kam e« ebenfalls zu einer Schießerei, bei der zwei Arbeiter ge» tätet, drei schwer und mehrere leicht verwundet wurden. Gladbeck, LI. Februar. Wolff meldet: Der ziommäitdüsik der hier eikigetkoffenrn Regierung»-trappen«rri-'ß%tn«u Aufruf a n die Bevölkerung de» Jtihalt», daß pen zum Schutze von Leben und Eigentum der Bürger eingetroffen sind, und daß ein Vorgehen gegen die Streikenden nicht beabsichtigt ist. Der Arbciler» und Soldatenrat hat sich mit etnem gleichen Aufruf an die Einwohner geivandt; da» Veisnmm. lung»» und Verein»czcht sei nicht beschränkt. E» seien aber eln- sammlungen zu vermeiden. Die Etreitbewcgungg reift u m s i ch, da die Arbeitswilligen nach wie vor von den streiken- den arg belästigt werden. Der Slraßenüahnvcekehr tst nach allen Richtungen hin unterbrochen. Bei den Kämpfen in Bottrop sind auk leften der B ü r g« r- wehrLI Mann getötet. 40 Plann der Bürgccwehr wurden von den Spartakisten gefangen- Münster, Li. Februar. Der Arbeiterrat in Ratingen und Eckamp bei Düsseldorf sowie der BollzugSrat haben, wie da» Generalkommando mitkeilt, dal Privateigentum de» Grafen Spee in den Gemeinden Eckamp und Natingen de» schlagnahmt und beginnen, der. Hochwald abzuholzen, um Brennholz daraus zu machen. Münster, LI. Februar. Der Arbeiter« und Soldatenrat in Sterkrade hat in einer Bekanntmachung vom 17. Februar 1019 mit Rücksicht aus die stattslndenden Kämpfe über die Stadt Sterkrade den Belagerungszustand auf drei Tage ver- hängt. Die Bekanntmachung trägt auch den Dichtvermerk de» Oberbürgermeister». Tie Alagge der Reaktion in Wilhelmshaven. Wilhrlmtzhuven, 21. Februar. Der Oberbefehlshaber der Regierung?«, upp.n dat den ZI r r Rat aufgelöst und dessen Gefck'äfte dem Abgcordi eteii Paul Hu g übertragen. Auf den Kaiernen. Konimand». und andere» öfsentlichen Gr. bänden webt die schwnrz wt'ß-rote Flagge. DIcSmal hat man sich nicht einmal die Mühe gemacht, nach einem Vorwand zu suchen. Eu.e. wie die amtlichen Meldungen selber sagen, völlig ruhig? Stadt wird überfalle» und militärisch vesctzt. der Ller-AuSschuß, der sich allgemein an. erkannte Verdrenstc um die Revolution erworben hat, wird .au fzelöjt". die Flagge der Reakt an wird gehißt. Und was für einen Vorwattp wird die Ragierung imchlrägllch zusammenlügen? BegUwtide Cinfe't! Die unsagbare JcfnuMicfifcit d?S SJ?rfnßreti8 der attst 'ichen Stellen in der Angelegenheit Liebknecht- ü II r e m b u r st scheint endlich auch einzelnen Kreisen des Piirgeriums zum Bewußtsein zu kommen. So fordc-rr mt .Berliner Volksztg." in ihrer gestrigen Abelidmimmer die Ersetzung des Miiitarperichls durch ein bürgerliches Gericht, und zwar soll dies auf dem Wege eines N o t g e s c tz e S ge- schchcn, das die Nationalvers.'lninlu»g erlassen muß. "Daß dl« Militärgerichl»barkcit weitgehend elnaesch'chtkt werden soll, hat der KriegSmlnIster selbst zugesagt. Nun also. dann nehm««an d«n Fall L i e b k n e ch t» L u x e m b u r g durch ein Notgesetz vorweg. Da» Vertrauen auf da» Mllltärgerlcht, da» die Untersuchung führt, Ist schwer erschüttert; da» gibt selbst dsr lehr zahm gewordene.Vorwärts" zu. Gewiss«! T«,i« der öjjeiulichen Metnunz» dedürie» atz«r der Leruhtauna: heute abend 5 Uhr: Zlugblattverbreitung für öerlin von öen bekannten Lokalen aus. muß ihren Vorwurf entkräften, daß da» republikanisch-dcmv» kratisch« Deutschland mit seinen Sozialistenministern ärgere» Unrecht dulde al» das verflossene kaiserlich militaristische.' Also nick)t im Interesse des„objektiven Rechts", auf da? «an sonst im„Nechisstoot Deutschland" so stolz zu sein pflegte, sondern im Interesse der„Beruhigung" der öffent stchen Meinung soll dos Schandgericht im Edenhotel preis Begeben werden. Das wird man sich merken müssen. Immer. in bedeutet die Forderung der„Berk. VolkSztg." einen Fort. schritt gegenüber der bisherigen schmählichen Haltung der bürgerlichen Presse, einen Fortschrilt, der den Tiefstand deS .B o r w a r t Z" nur noch deutlicher hervortreten läßt. Ein Fntzkriit. Herr Sandsberg, dessen Gewissen robust gemm ist. um jede wirk'ame Aufklärung der Mordtat zu verhindern, die die Offiziere an Liebknecht und Rosa Luxemburg begangen haben, der mit den elendesten juristischen Finten arbeitet, um auch beute noch zu verhüten, daß die Mörder gefaßt werden, hat plötzlich die Welt mit seinen zarten Regungen überrascht. Dem feinen Mann widerstrebt-S. wie er im Weimarer Theater verkündete, dem armen unglücklichen Wilhelm Hohenzollern UebleS nachzusagen. Es geht eben nichts über doppelte Buchhaltung in Gewissensangelegenheiten. Herr Landsberg verausgabt alle Bedenkenlosigkcit im stampf gegen Link?, so daß ihm für Rechts alle Anständigkeit zur Verfügung bleibt. Aber der Mann hat mit seinen Anbiederungsversuchen bei den Mon- archistcn kein Glück, und die„Deutsche Tageszeitung" läßt ihn gründlich abfallen. Die ganzen Monarchisten glauben eben die halben Monarchisten nicht mehr nötig zu haben, sie hoffen bald selbst auch ohne deren Hilfe obenauf zu sein. Kein Vormarsch der Tschechen. VZokffS Bureau meidet: Aach de» an amtlicher Stelle einige- zogenen tlkundigungen hat die tschechoslowakische Re- a i« r u n g di« N« Bcht« über einen von ihr beabsichtigten! Vormarsch in deutsche« Reichsgebiet al» völlig u n z u» treffend bezeichnet. Lettische ssalignalverkammlviig. 13. Sitzung vom Freiiag,»I. Februar ISI9, nachmittag» 2 llhr. Vor Eintritt in di« TageOordnung nimmt da» Wort Präsident de» ReichSministeriumS Scheidrmannt In tiefstem Schmerz, aber auch in größter Empörung habe ich 5$"™ tue folgenden Mitteilungen zu machen: staut» sind die Schusse auf den französischen Minitterpräsidemen Elömenceau verballt, da tonen schon wieder neue an unser Ohr. Heute morgen hat ein Fanatiker den baherischen Ministerpräsidenten S i« n e r, den.Vorkampfer der Revolution, erschossen. Der Mörder ist ge- fükte». München befindet s i ch in blutigem Bürger. k r Ot g. Mein ivreund Roh haupter soll tot sein, mein Freund Auer, Mitglied diese» Hauses, soll im Landtag ebenfalls er- schössen sein. Die ReichSregietung spricht durch m:ch ihren tiefen Schmerz und ihre Verurteilung dieser schändlichen Mordtaten au», die die ganze Bevölkerung München» in die groß!« Verwirrung gestürzt haben. Auer und Rohhaupter waren Mitglieder meiner Partei, die seit Jahrzehnten alle», wa» sie an geistiger und körperlicher straft zu bieten hatten, der Emporarbelt de» beut. sehen Volke» gewidmet haben. E i» n e r, der 23 Jahre an meiner Seit« wandelte, ging zu» letzt Wege, die t.icht mehr die meinen waren, aber sein Ziel war auch das meine, da» Ziel, das deutsche Volk au» der Verwirrung in Klarheil und Recht überzuführen. Nicht» bezeichnet den Niederbruch einer Zeit deutlicher, als wenn da» Attentat zum Mittel de» politischen Kampse» wird, al» wenn die Unantastbarkoit des Menschenlebens nichts mehr gilt. SS liegt hier eine Er- krankung der Volksseele vor. Wenn der Opfertod EiSners ein« gute Folge hat, so wird es di« sein, un» alle in den einheitlichen Willen und Entschlossenheit zusammenzuschweißen. Um solche Zu- stände zu beseitigen. ES wäre der Untergang de» deutschen Volke», wenn auch nur ein Teil von ihm sich von dieser Verurteilung aus» schließen wollt«.(Das ganze Haus Hai di« Ansprache de» Mi- nisterprösidentcn stehend angehört.) Präsident Frbrenbach: Di» Nachricht vom Tode unseres Mit- gltedeS Auer hat sich bis jetzt nicht bewahrheitet. Wir wollen hoffen, daß er nur verwundet iit, und daß er un» bald in der Nationaldersammlung wiedergegeben wird. Tarauf tritt das Hau« in die Tagesordnung ei». Präsident Fehrenbach teilt folgende Dispositionen für die Geschästseinteilung mit: Morgen vorn itiag 10 Uhr eine Sitzung, i« der das Uebergangsgesetz und andere Materien �ur Beratung kommen sollen; Montag nachmittag 2 Uhr wieder eine Plenarsitzung, in welcher der ReiSSminister de» Innern die mündliche Begründung dieses V e r s a i s u n g S e n t w u r s» vorlegen wird. Ich nehme an, dack die Fraktionen sich DienS» tag und Mittwoch mit dem Verfassuivtsentwurf beschäft gen. ss daß wir Donnerstag und die folgenden Tage der nächsten Woche in die erst« Lesung dieses Verfassungsentwurfs eintreten und sie noch in näckister Woche erledigen können Da» Diätengcsetz wird mit einem von allen Parteien g«- stell'«» Antrag, wonach ein Abzug für da» Fernbleiben von e n«r Vollsitzung nicht stattfinden soll, wenn das betrefsende Mitglied an dem gleichen Tage an einer Ausschußsitzung teilgenommen hat, ohne Deba-v« in allen drei Lesungc» angenommen. Hier auf wird d'« Besprechung der Erklärung der »eichSlegierung foiOgesetzt. Präsident de» SiaichS- mnisterium» Schcidemunn: Die Zustände, di« sich in manchen Aegenben Deutschland» herausgebildet habe« und die ganz besonder» durch die heuligen Meföiiiigcn au» München blitzartig beleuchtet worden sind, machen ■ti mir zur Pflicht, aul die Vorgänge, die sich am Nieder» rhein abspielen, hier einzugehen. Die junge Nrpublit wird in lürzestct Feit bor der schwerste« Erschültcrung stellen. Da» Reich, da» Volk, seine Srnährungsmog- lichkeiten und Arbeit«möglichkeilen sind ans da» schwerste bedroht nicht vom Feinde, sondern von Landesgenossen, die jetzt unsere werlv0llfl>e, wichtigste Provinz, da» rbeiniich.west'älische Jnd-iistrie- gebiet. Mit Zertrümineiuiig bedrobrn. Der Boden, aus dem wir nehen. jchivanlt. Er bri.üt oiclieifl« schon In lürzcstcr geil ,u> sammen, wenn e« nicht gelingt, dem Wahnsinn und Verbrechen rm Riihrgcdie! entschlossen ein Ende zu mmticn. Ich will ans- driickiich feststellen, daß die A,-, und S.-flläte in den ersten Revo» luiloiiewocvcu viel Gute» gelriste! hnbcn, aber mehr als einutal Hai es un» die Schamröte in»«esstlit getrieben, wenn wir von der Vergewaltigung der Preßsreiheit durch die?I. und S.-Räte hören mußten. Mitte Januar fielen den spartakistischen Gewalt- streichen Menschenleben»um Opfer, Am 17. Januar kam die Ein- setzung vom Standgerichten. E» folgten Verhaftungen und die Sprengung der Stadtverordnetenversammlung. Die tpartakistische Mißwirtschaft bat Düffeldorf fast zum Bankerott«bracht. Am 11. Februar baben in Mülheim drei Mitglieder des A.» und S.-Rate» 74 Lt)0 Mark für die SicherbeitSkompagnie durch Bedrohung mit dem Revolver in der ReichSbanlstelle er- preßt. So sehen die Spartakisten deS Ruhrreviers in Wirklichkeit au». fZurufe: Das sind die Unabhängigen!) Sie sind nicht die llnfchuldsgestalten, als die st« uns hier dargestellt werden, halb Kinderspiel, halb Gatt im Herzen. Sie sind ganz geriebene Räuber, Spitzbuben und Erpresser.(Stürmische Zustimmung.) In Duisburg ist gestern eine große Anzahl ArbeiiSwill�cr grlötr. und schwer verletzt worden.(Hört l bort II Auf Arbeits- Willigkeit ist die Strafe de» Erschießen»«setzt worden. Da» ist nur eine Hand voll von den vielen Melsungen, die uns täglich zugehen. Sw müßten die Regierung noch beute zum Teufel jagen, wenn sie nicht mit aller Kraft und Entschloffenheit Gewalt gegen Gewalt setzt« lstürmischer Bcisall und Rufe: Daß kommt vlek zu spät!), um den letzten Rest de» spärlichen Bolkßverchögen» vor Ver- nichtung und Zertrümmerung zu bewahren. Die R e- zierungStruppen kommen in» Rubrrevier al» Schutz- truppen der Demokratie und der vergewaltigten Arbeiter, nicht als wclße Garde. Ich bin überzeugt, daß es ihnen gelingen wird, den Spartakisten und Gewaltmenschen in kürzester Zeit da? Handwerk zu legen.(Stürmischer Beifall bei der Mehrheit, Zischen bei den U. S o z.k) Von den Abga, v, P a h e r(Dem,), Müller(Soz.), G r ö- der(Ztr., Stresemann(D, Vp.) und Gras PosadowSlh (Dt..N«.) ist ein Antrag eingegangen, in dem es heißt: Das deutsch« Volk erwartet einen Frieden de» Recht». Es hat seine Waffen erst niedergelegt, nachdem eS sich mit seinen Gegnern über die vom Präsidenten Wilson aufgestellten Punkte verständigt hat. Da» deutsche Volk rechnet auf die Unverletzlichkeit dieser Zusage, Inzwischen behandelt Frankreich schon vor dem Abschluß des Frieden» Elsaß-Lothringen wie französische» Land. Die Wahlen zur Nationalversammlung find dort verhindert worden. Wir hoffen aber, daß Elsaß-Lothringen durch seine Vertretung in der Rsichtregierung. gleichwie in der Nationalversammlung, zu seinem Recht« kommt. Ferner trifft Frankreich Maßnahmen im Saar gebiet, die die Befürchtung rechtfertigen, daß«in« Annexion diese? deutschen Gebiete» beabsichtigt ist. Die Nationakversamm. lung weiß, daß alle Versuche, die Treue unserer Brüder im Gaargebiet zu erschüttern, vergeblich sind. Sie legt aber gegen solche Versuch« feierlichst Verwahrung ein. Sie legt Wert darauf, daß der Entscheidung über Polen feiten« der Fricdenskon- ferenz nicht vorgegriffen wird. Sie stellt fest, daß innerhalb der Demarkationslinie Gebiete liegen, die als unbestreitbar deutsch anzusehen sind. Sie erwartet vcm der Regierung, daß sie weiter« versuche der Polen, in deutsche« Gebiet einzudringen, ablehnt, Die Nationalversammlung fordert die Anwendung aller Mittel. um Angriffe bolschewistischer Truppen und Banden gegen unsere Ostmark abzuwehren. Noch immer lastet die Hungerblockade auf dem Vo.'ke und fordert Menschenopfer ohne Zahl, noch immer werden die für die Wiedetaufrichknng unsere? Wirtschaftöleben» notwcndizen Rohstoffe uns vorenthalten, noch immer wird der Berkehr zwischen dem beseiten und unbesetzt"? Gebiet fast völlig unterbunden, noch immer leiden, hunderttausende deutscher Kriegsgefangener im Ausland an Leib und Seele, Jede Verlängerung des Waffenstillstände» wird ausgenutzt, um un« neu« erdrückende Bedingungen aufzuerlegen. Eine solche Behend- lung muß das deutsche Dokk zur Verzweiflung treiben und die Nationalversammlung legt dagegen vor der ganzen Welt feierlich Verwahrung ein." Weiter ist von den MehrheitSparteien folgende« Vertrauensvotum fit die Regleruus eingebracht worden: Di» Nationalverfammlunz billigt de» Arbeitsplan de» MeichSministeriumS und spricht dem ReichSmini- sterium das Vertrauen au». Preußischer Justizmiuister Heine: Da« verfahren wegen der Tötung der grau Luxemburg wird von der Militärbehörde geführt, doch h.:be ich al» Justiz- minister von Anfang an da» Verlangen gestellt, daß auch ein Kommissar de» Staatsanwalt» daran teilnimmt. Da» ist geschehen, und der Kommissar nimmt an allen Zeugen- Vernehmungen teil. Er sorgt dafür, datz alle Anträge auf Be- weiSerhebtingen auch wirklich ausgeführt werden.(Hört! hörtl) Auch die an mich gekommenen Vewc'santräge habe.ch sofort zur Erledigung weitergegeben und die Beweise sind sämtlich erhoben worden,(Hört! hört!) E» ist unmöglich, jetzt über di« letzten Ermittelungen etwa» zu sazev, wenn man die Ergreifung des Schuldigen nicht gerade verhindern will,(Hört! hört!) Rädel ist auf Grund«ine? richterliches Haftbefehls verhaftet worden. Er sitzt im Untersuchungsgefängnis'N Moabit, das feit Jahren al» Untersuchungsgefängnis benutzt w.rd. Richtig ist, daß er zunächst gefesselt worden war, ans Veranlasiunz des Untersuchungsrichter» aber sind ihm die Fesseln abgenommen worden. Es ist nicht richtig, daß sein Verkehr mit den Verteidigern auch nur den ge- ringsten Schwierigkeiten unterliegt.(Hört! hörtl) Irgend eine Beschwerde de» Rade! über scme Behandlung im Gefängnis ist nicht laut geworden.(Hört! hört!) Di« wegen Beteiligung an den SpartäkuS-UNruhen verhafteten Personen befinden sich in versäuedenen Gefängnissen, ihre Zahl ist zu groß, alS daß sie alle im Moabiter Unterfuchungsgesöng-iis hätten untergebracht werden können. Sie werden aber säntstch al» UnteisuchungSgefangene behandelt und erhalten in uw�ngreichster Welse Zusatznabrungs. mittel. Wa» Ledebour anlangt, so hat er ausdrücklich erklärt, daß er übet seine Behandlung im Gefängnis keinerlei Klagen zu führen hat. Ledebour hat Decken bekommen, soviel er will. Er hat sein eigene» Bett, erhält Krankenkost, und seine Frau bring! ihm jeden zweiten Tag Lebensmittel. Er bat da» Recht der Be» Nutzung von Bädern und steht in ärztlicher Behandlung. Ich weise daber olle von Frau Zieh gegen die preußüch« Justizverwaltung erhobenen Ängrifie al» unberechtigt zurück,(Peisall.) Ein von i ä m t l i ch e n Parteien gestellter Antrag sprich, sich für den A n i«b I u ß D e u t s ch ö st e r r e i ch S au«. Abg. Meerfeld(Soz.) erklärt für di« VertrauenSresolUtio« stimme,' zu wollen und polemisiert gegen die Unabhängigen, CS sprechen noch Stegerwald für da» Zentrum und Dt. Gertrud Bänmrr für die Demokraten Dann wird von der Mehr- hei« Schluß der Debatte angenommen. Dagegen prviestiert Dr. E°hn ftl S. P,).«er Schluß der Erörterung beruht, wie ich bist«, auf Abmachungen über«in« Uebung, die jetzt herrschend werden soll, den kleinere!'. Par-' ttien nickst mehr das Recht zuzugestche». in glelckwr Zahl Red« ner zu stellen wie die große» Parteien. Da» ist»>ne iNsvale AuSnutziing de« MehrheitSi eckst».(Der Präs. rügt den Ausdruck.) Tai VertrauenSvotnm wird gegen die- Stimmen der U.-Sozinijstxv und der beiden Parteien der Rechten anze« «»««»«. Die allgemeine Resolution wirb mit großer Mehr- heit angenommen. Der Antrag, der die D e u t s ch ö st e r r e i ch«a: begrüßt, wird einstimmig angenommen. Damit ist die Tage»- oronung erledigt., Nächste Sitzung Montag 2 Uhr: Erste und eventuell zweite Beratung deS Gesetzentwürfe» über die Bildung einer vorläu» figen Reichswehr, erst« Beratung de» Entwurfes einer V e r f a f s u n g für daS Deutsche Reich. Schluß gegen 7 Uhr. Die ArbelterrNe der S. ss. 0. gegen die Abwürxnng. Am 1», d. M. hielten di« Arbeit« rräte der ffvaktla» V. P. D. ein« Versammlung im Herrenhaus« ab. Aus der Tagesordnung stand de» R ä t« s y st e m.®» wurde zunächst ein Vorstand für diese Versammlung gen-ählt. Au» der Mitte der Versammlung wurde der Antrag gestellt, daß, ehe die Wahl der Vorstandsmitglieder erfolge, diese sich zunächst äußern sollten, wie sie sich zum Rätesystem stellen. Dies wurde von dem gegenwärtigen Leiter unter Phrasen abgelehnt. Ein hierauf bo- züglicher schnfUicher Antrag wurde nicht zur Abstimmung gestellt. Noch Wahl deS nenen Vorstände» erhielt Lüdemann da» Wort. Derselbe führt« au», daß die Räte mit dem Zusammentritt der Nationalversammlung ihre politische Tätigkeit b»- enden müssen; si« würden höchsten? in wirtschaftliche» E" ragen herangezogen werden können. Er denk« sich, daß«ine ammer der Ärbeiterräte gebildet würde, die dann Gut- achten wie hie jetzigen Handeis- und LandwirtschaftSkam- mern abgeben könnten. Lüdemann wurde wiedarholt durch Lachen der Anwesenden unterbrochen. Hieraus sprachen di« Genossen Frank und Büchel für da» Weiterbestehen deS Rätesystem» und nahmen ganz energisch Stellung, daß bei der Nationalversammlung recht schnell Anträge eingebracht werden, daß in dem V e r fa s s u n g»ge s« tz da» Rates h st em sichergestellt werde. Genosse Büchel führt« u. a. cmS, daß die Unruhen i«n ganze» Reiche zum großen Teil durch di« geplant« Abschaffung de» Rät»- chstems provoziert seien. ES wurde«in« Kommission von neun Mitglwbern go» wählt, welche über die Pflichten und Rechte der Arbeiterrät« eine Denkschrift ausarbeiten soll. Dies« gelangt in der nächsten, am Mittwoch stattfindenden FraktionSsitzung zur Beratung und wird dann der einzuberufenden Vollversammlung der Arbeiter- und Sotdatenräte und dann der Rationalversammlung zur Beschluß- fassuna vorgelegt werden. Ein Redner führt« Beschwerde darüber, daß der.vor» wärt»" nicht mehr die Interessen der Arbeiter wahrnehme, sondern die der Kapitalisten. Er führte zum Beweis« mehrere im.Vorwärt»" erschienen« Annoncen der Avdeitgeber an. welche gegen die Arbeiter Stelluntg der KritgSgesellschaftSangestellten. 3. Verschiedene». Schauivirlhau». Eingetretener Hindernisse wegen muß die für Sonntag, den 23. d. M., nachm., 2 Uhr, angesetzte 4. Äolksvor- stell ung„Dir JudaSgiocke" abgeändert werden. C» wird statt dessen„Heimat" gegeben. Die i n Vorverkauf bereit» verlauften Eintritiskarien(tüS. ltartenreservcsatzl haben MUtigkeit r die neuangesetzt? Vorstellung.Heimat". Sie werden auch, jedoch nut bis zum Vegitm der Vorstellung, an der Schauspielhautkasje zum Kasienprcisc zurückgeuommeett. Eil« später« Zurücknahute ist äuS- gesch isien. FreirrlisISs« Gemeinde. Sonntag, den 23. Februar, dorm 11 Uhr, in der Klosterkinhe, Klostersir.dße 73 a, Vortrag de» Herrn Dr. Bruno Will«:„Kampf umS Dasein in der Geiste» well".-- Gäste wilUvvuueu. MenMMMMer. LerNn. Jitm«uS eht icbeluet la«er Piaitenli. Rnrnmersplele 7 Uhr; Varrensplel des Lebens. Keines Sciiausplslhaos TVUhr; Die RDehte der Pendora. blr.: C. Meinhard. R. Berneuer Theater i. d. EÄnie?rät?«r Str. rutzn Die tl'ilöentc. Komödienhaas Schiffbauerdamm 25, a. d. Neuen WUhelmstr ti uhr-.Ois iiinl Franffurler. Esrliner Theator 74 Uhr: Sterne, die wlerh r leuchten. liBssing-foeater Direkt. Victor Barnowsky. 7 Uhr: Der UlAUtUChs. Sonntag: Der MoulucilS. Moutasr: Der Kflnfa* Oeoisches Kfiiisiler-Theat Allebendlleh 7*- Uhr: fnfliti?e!euchtuiii_ inM./rMrMstäöt Tlglieh Th Uhr: Drei tolle Tage 'iriaui. n-fueäter Shf Trledfichstr Ztr. 4927, 2391 ri uhr; Der gate Rai Von Hermann Sadermann. �vstaeäz Ilieator TJslIch 7 Uhr; Das höhere Leben. Von liermaiit Spdermanw. Central. I heater, nuhr Die Rase von Stamhal •auueh 0. eraheoa Chtr.oltaak. t uhr: Cav lleria rust um Vor- er: Du hgineeh Sola. Kltdriea- Wuke. m,i.- llieat«. D Uhr: Hannerl. Das uieimäderihaut II. Teil. Eieices Theater. tv ukr; Salto mortale. Komische Oper. 74uhr:SGi!wafüWaifiiiiäe!. 5tg.3!iUhr: Schwer»»n-midel. Lusisplelnaus. TsuhrDiespcnieciieF'iegB laeticpo-liieater. 7-- uhr: Die FascoingslBB. �onnUg 3 Uhr: Wiener Btut. Keues Operettenhaus. Sctalübauerdamm 4aNorden-bi n uh.: Die kfDseüe Sosaare Palast-l'neater. Meuio KMchlossen. itt. 5 Uhr: Z. I M.:ChrlstUS. M iL.ler TBeäitiÖhax'Otteebiui > u,:2.i.m. flie gnß'.Paflse. 1 halia-'i heatcr Ts uhr: roliiisesenirisetiall. Tueeicr am blai eadenpieti. 7 Uhr: Wo die Lerche singt. Iheaier des Westens. 74 Uhr: Vis iDitigB Witwe. Waliner-'l'heater 74 Uhr: Leisha Sit. 34 Uhr: Orel, Uienbarg, Walhalla-Theater 74 Uhr; Ausrust deriitarke Rose-Then er 75 Uhr: Das Drelmädcrlhaus. Qastsplcl dTritdrlch Wilhelm- itSdt. Theater». tllgNck 7S ülir Vari�t�orsteliuna Rauchen ges'a-tet. HETROPOL Koborett BßlirciiitT. 53-56! Dir. Alex Breuao. Hans! Tischler Albe ßoik Korma S Fernnr.ö Lunzigs?— Dugson Bll U» m Et Karze» Gastspiel der Alexaistdra Milowanowa Verzflgtlchc Köche. rerems- Mitglieder zur Orflndung eines Mando- 1 ncn-VcrciBs. Auch Anfäneer. Zu vt fragen mit Instramenten zwischen 5 und 6 bei Emal Rasch. Kolo'iiestraße 41. �iiarfOiithern mit Unterlegnoten 2«�—, große 6-akkordige 38,—(Ladcnnreis ca. 50,— bis(A),—). Mandollneo, Ottarren 45.—. eratklass- 55«—» Konzertlaute 125.— bis 145,—. SchQlerviollnen 45.—. Konzert» geigen mit Etui 85.—. Künstler» Violine 145.—. Unterricht 8.— Monatshonorar(lüstüadige Schnellkorta). Ernst. Oranlenetr. 166. III. Casino-Theater. Lothrin«ei6tr.37.T»Kl.'',8Uhr: Der Schla-er der Spielzeit Da, n,ue berliner Volkeeitclc Votsr Knolle. pssv eretklassjfiic SpesiaHtit. JhUhs» DkwWMPtme Unserm langjährig tä- llgen Genossen August Dietrich Romintcncr Str. 46 zu seinem 60. Geburtstage die herz!. Glückwünsche. Die GenossfnaM u. Oenoetea der 26. Abtlg. 4. Kreis. PBr die liebvolle Tell- ■ahme an der Elnäschc- 1 ruag meines Heben Mannes und guten Vaters sage ich allen Verwandten, freunden und He-| kannte«, den Genossen j und Genossinnen de» 4. Wahlkreises U S P. D..| Konsum- Qenossenscliaft j der 25. Verkan."stelle, d. Metnilarbeltei-Vorband, den Kollege« und Kolle- ginaen der D. W. f. Schleiferei I sowie dem Redner Herrn Teschke t seine lieben Worte meinen herzlichste« Dank. Fr. Bifla Waleske «ebst Kifidsrn. il&nksagaBg;. Sagen hiermit allen I ' Verwandten, freunden | und Genossen, ferner d. Kollegen u. Kolleginnen I des Minenwerferparks I Karlshorst d Mun t ons- I | anstalt Jungfernheide, d. Albeitern der Firma K. Ade, Remlkeudorf. u.der| Jugendabteilung des Ar- beitcr-Schachklubs Nor- 1 den für die vielen Beweis« herzlicher Teil- 1 1 nähme an dem Tode«■-| seret liebe«, guten,«h- | vergeltichcn Sohnes«. BrsdersOttoLechier«»•| | Kcren herzMclisten Dank Farallfe Otto Leehner. 1 MMlmMe Svzmldemolmiische varlei Verlm Oeffentliche WäH lerne rlnmmlnngen Sonnabend, üen 22. Februar, obenüs 7 Uhr: Schulaula. Winlerseldlstrabe 16.! Aula LeUnß'Gymnasium. paufstr. 18 Tagesordnung: ?n letzter Stunöe. Referenten: Genossen Franz Kottke» Max Urich. Drbeltslosel Arbeitslose! Oeffentliche Arbeitslojen-Nerjammlung Sonnabend, den 22. Februar, mittags 12 Uhr. Vharlisfüle. Ml erste. 142. Tagesordnung: Die Staötverorünrtenwahlen unö üie �Irbeitslo/en. Referent: Genosse Vositherr. Arbeiter nnt Krbeltelkivnen, erscheint in Massen in ölesen Versammlungen! Oer propaganüa-flusschuß. I. A. st. Siegte. SroSe öHiklie Oolhsoers&mmluiig Sonntag, dien 33. Februar, Tonnittaj« 10 Uhr, Im großen Sani de? neuen PMlhnrmonle, Köpenicker Straße 96,97. Ttceaardanac: Ooram I hren die deulsclten Seelen'e ml! den Sdilllen zwecks Einfuhr von Isfiens- miüeln nicht ous? Re I e r e u t: Ado!! Jöhnke, Hamburg, Bevollmächtigter des Deutsehen Seemannsbundes. Die ßev&lkeinne Berlin,>»t an dieser fraee sehr Interessiert and seil hier-von berufnerer Sehe Klarheit Ibar die Voruinua der Seem.-tnnsbeweeuns seschaöcn Verden. Die Arbeiter Berlins Verden ersneht, für Maasenkesnch zn soreen. Der Eiaberofer. flm Nontag, öen 24. Zebruar, abös. 7 Uhr, im Sankettsaa! öes„Rheingokö", sellevueffrafte, Vortrag des Herrn Dr. Ernst Meyer: set Kommunismus uaD die ZnleKelluelleu Zreie Aussprache. Kommunistische Partei veuifchlanös lSpartakusbuKs!._ Unabhänciee, Kominunlsteo! Sorgt�für Besuch aus»Vor- wäris**- Leserkreisen*ur öffcntl. Versammlung. Qtcim- str. 49. heute 3 Uhr. Näh- res s ehe Ancelge rreilagnuramer. 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