Eknzelpreks IS pfg. Aw eSfibeto* Set>�og,prt,»<>r)täqi**1 ÄretfV;.fciisQui GteekiDit, po�b*)«� üjjn» Btftt QcjttfÖHi* a�nal St» �trtibrtf tt t»«c» nft** Üf&nffton Ver!w RW tk TttUt»' reche? i Am» Norde» ?SWf« kü'&td|*BtTini 8.�0 3L vck ü(JeU:ii?f, antr» Z4r»tfba»e M. tur.trtfo ao\9tf«tafehrd�ai, Msrgen-Mtsgabe natL*'®,-** J/bül'L-'.n: mtEl .«tttKTf, M« M»€hu tmn 3mm 71 Pf,.KW» Hnjtl j««» Ct HB-Jrtraift» Wort«ü Pf, weit»,»ort JO P'- T-i-Nin-SZufchlaz 60% bt» Scmilitn' �g»>id»» r,A Ulüfl«« Ipttofton« b» i Hirt Irtich mittag brt Mi tkreO'tion«ufgtfeb«. ina. CKMftUiOMi Berlin R« a«chiffbauerdan!.» I». L»r»ipr«ch»r! Am»«»rd»n»7«». •SerHner-Organ tcr Unabbön�iqm SojMöemofratie S�eutfiölanös Jahrgang 2 Dienstag, öen 25. Zebruar Nummer 1�0 M KS.», die Wrlile»ariei Wims. Eeueraisireik iu MlleideMlmd. V' I V r i v a t t e l e p r a m m der„Freiheit"'. Halle a. S., 24.?sebruar. Die Konferenz mittel- deutscher Bergleute beschloh den G e n e r a l st r e i k ab Montag bis zur Anerkenn« na der Betriebs- röte und des Bezirks-Bergarbeiter-Rates durch dir Ne- gicrung. Tie E i s e n b a h n e r des TircktionSbezirks Halle schlichen sicki an. Sie fordern auch Betriebsräte, ebenso die grohen chemischen Fabriken und Stickstoff- werke und Ucberlandkrastwerke. Die M e t a l l i u d u° st r i e will sich anschliehen. In Halle und Umgebung vollkommene Ruhe. Bezirks-Bergarbeiter-Rat beim Oberbergamt Halle. Ed ist u n e r h ö r t, das; die R e g i e r u n a es ist. die 'durch die Maßnahmen immer und immer wieder die Be- unruhigung des Wirt schaftsl eben s her vor- � fic der Betriebsräte ausgesprochen hat. lehnt sie seht diese s?»r» berung ab. Ärrgcsichts der jeweiligen Erregung der Arbeiterschaft kann dieses Verhalten nur als schärfste Provokation angesehen werden. Wir fordern, daß die Regierung dicForderunaen der Bergarbeiter sofort erfüllt, ehe durch weiteres Umsichgreifen des Streiks dem Wirtschaftsleben neue Gefahren erwachsen. Halle(Saale.). Di« Eisenbahner des EisenbahndireZtionS- bezirkS Halle sowie die Metallarbeiter der Halleschen Maschinen- Gabrilen haben den Generalstreit für DionStag früh beschlossen. Aoskes Spitzel esklsesl. Der„Leipziger Volkszaitung" ist es gelungen, ein« «nerhörte Lockspitzclorganisation aufzu- decken, die von Noske und seinen Kreaturen ausgeht, hfn den Potizeiakten, die diesen Fall enthüllen, sagt ein Kriminalbeamter aus: „Ich begab mich auftragsgemäß nach Hotel Nord. Hier teilte mir der Soldat Hans Härtung, in der Arlillerietaserne in Halle wohnend, hie: als Fremdet im Hotel Moria aufhältlich. folgendes mit: Ich bin in Hall« bai einer Vereinigung tätig, die gegen die SpartakuSleu:e vorgeht. Seit eim- ger Zeit kenne ich den S. und bin vollständig überzeugt, daß die- ser falsche Papiere führt und mit der Sowjetregierung in Der- bindung steht." Diese Aussagen führten z-ur Verhaftung des beschul- digten S-. der seinerssits bei seiner Vernehmung folgendes zu Protokoll gab: Vor etwa zwei Wochen kam der mir bis dahin völlig uube- kannte Hariung zu mir. Er war von einem hiojigen mir gut bekannten Kommunisten zu mir geschickt wooden, um mit mir frber die Perhällnifle in Halle zu sprechen. Härtung erklär:« sich mir gegonüber als Mitglied deS Spartakusbundes in Halle uud sprach sich dahin aut. daß die Halleschen Spartakisten losgehen wollten und die Leipziger Unterstützung senden sollten. Nach Rücksprache mit hiesigen Koinmumsten reist« ich nach Hal!« un-d wurde dort von Härtung in den Kreis der Spartakisten eingeführt. Bei der Versammlung, deren Teilnehmer erst von Härtung zusammengerufen wurdet,, habe ich ausdrücklich davor gowarnt, örtliche Putsche zu organi- rnsieren uud herbeizuführen, vielmehr müßten nur durch Litera- tur und aufklärende Schrfwn Mitglieder und Anhänger gewor- den werden, um dann durch eine große Masse auf legalem Wege «um stiele zu gelangen Mein« Meinung fand in der Halleschen Versanunlung auch Anklang nad Unterstützung uud ertlärirn die Hallesckicu Kommunisten, vorläufig>« dlesem Sinne weiterzu- wirken." Daraufhin wurde S., als auch eine slniersuchtiug seines Gepäcks nicht das geringste„belastende Matena!" ergab. «ns d>'r Haft entlasten. An seiner Stelle wurden Härtung und seine Helferslielfer, ein Obermatrose Bär und ein Fähnrich z. D.. der gleich nwlirere Renten zur AuNvachi ÄHct«. ver'xiftet. Man fand bei ihnen neben eine? Samni- lwng vo» Spitzelpapieren, zahlreiche Waffen, u. a. ifcharf« Eiephmlitaraucrtaw Wowu twoie We-iten Kienen.stille ken, geht daraus herSor, daß Hcrrkntig in da? Ztlnrner dcS S. im Hotel„Nord" in Leipzig heimlich eine Tasche mit Waffen und Munition stellte, um sie dort von der Polizei „finden" zu lassen. Die drei Spitzel gaben übereinstim- tneriid an, im Austrage des Eden-Hotels, Berlin(Garde- Kavallerie-Schützen-Division) zu arbeiten. Alle drei berie- fen sich auf Noske. Die„Leipziger Lo'kszeitung" sagt zu dieser Erklärung: -GZ steht also fest, daß die angeblich zur Aufrechterhaltu-ng von 3lulje, und Ordnung dienenden NoSkcgardon Lockspitzol cm- wenden, die gsvaltsanre Putsche hervorrufen sollen, itftd zu diesem Zweck Waffen und Munition in DpaotaituSkvsisen zu schmuggeln suchen, die von Putschen irichl? wissen wollen. ES steht ferner fest, daß hie berüchtigte Garde-Kavallerie- Schützendivision in Berlin ähnlich geioaltsame und willkürliche Berhäftungen wie in Berlin auch in Leipzig vorzunehmen der- suchte, ohne jeden Recht Sgr und. Schließlich suchl fest, daß NoAie imd seine Garden sin« Sodfe'fjrfoOTcnifaHw nach der berüchtigten Methoden der alten politischen Pol-izei angelegt haben, die der Reaklion dient." Natürlich wird die famose„Schützendivision" wieder „dementieren" und auch NoSke wird erklären:„Ich kenne die Menschen nicht." Aber das hilft ihm nichts. Es steht fest, daß Kreaturen, die zu seinen Söldnerscharen gehören, mit Papieren und Waffen, die sie nur von amtlichen Stellen erhalten können, umherreisen. um Putsche und Unruhen hervorzurufen, damit ihre Äuftraggeber wieder Gelegenheit finden,„einzugreifen" wie in Bremen usw. Es steht fest, daß Noskes Kreaturen mit den gemeinsten Mitteln arbeiten, die die Welt kennt. Und diese Gemeinheiten fallen auf ihn zurück und auf die, die ihn schützen. tandkagswahl iu oldenburg. Oldeaburz, 24. Kcüruar. In Oldenburg ohne Lübeck und Birkenfeld wurden gestern zur L a n d e S v e r s a m m l u n g 12 Sozialdemokraten, IL Deutsche Demokraten, 10 Zentrum und 5 Bolksparrei gewählt. Alarmmeidunge« aus dem Zudustriegebiel. Düsseldorf, L4. Februar. WslffS Bureau meldet: Eni- gegen der Abmachung zwischen dem Kommandierenden Ge- ueral des 7. Armeekorps in Münster und dem Streik- tomilee in Essen ist für heule die Arbeit nur in«inigen kleinen Betrieben wieder auf- genommen worden. In den großen Betrieben wurden die Arbeiter durch bewaffnete«Spartakisten gehindert, die Betriebs- stäuen zu betreten. Um 10 Uhr oormitags fanden einige Sparta» klstcuoersanrmlunaen fkatl. Verschiedene Redner erklärten, daß sie auf keinen Fall die Waffen abgeben würden. Ein Arnrqg, den Generalstreik in Düsseldorf iortzu setzen, farB über» wälugende Mehrheit. Von onner Beschlagnahme der Bank- guthaben der Fndustries-irme» soll noch abgesehen werden, da- gegen wurde vielfach die Verhaftung der Fabrikletter gefordert, Iis seilen» der Unternehmungen Slreihrelder gezahlt sind. Srerkrade, 24. Februar. Nach einer Meldung der„Sterkrader Voltä,zeitung" gelang es heute morgen den Regierungs» truppen, die hiesigen Spartakisten durch vinen kühnen H a n d st r�e i ch z u überrumpeln. Dabei wurde oin Spar- takist getötet. Der Haupiführer Thiele wurde festgenommen und dabei von der Volksmenge übel zugerichtet. Diese offiziösen Nachrichten sind mir großer Vorsicht aufzu nehmen. ES läßt sich nicht sagen, wieweit sie zutreffen. Nur eines lassen sie erkennen: daß man auf feiten der Regierung nicht die Absicht hat. die Welle der Unruhe im Industriegebiet von selbst abebben zu lassen, sondern daß manein mar schieren und eingreifen will, daß man Gewalt anwenden will. Und dieses.Eingreifen" beginnt, wie die Meldung aus Sterkrade besagt, ganz wie in Berlin mit der bei den Regie- rungSiruppen so beliebten.Lynchjustiz". EZobervfunq der ösimeichischen HonfilMe. Wien, 24. Februar. Präsident Seil? berief die konsti, tu irrende Natimialveriammlung für DienStag ein Skreitrecht der ftamöfifcheu Leamkea. Nach der„Humanitc" vom 22. Februar hat die französische Kammer trotz des Einspruchs des ArbritSministerS den Peamtea des Streif-„ad QoolitipnSrecht jngebilli�t Tie Wahlen in öerlin. Was wir in diesen Blättern seit Anfang Dezember vor- ausgesagt halben, ist schneller eingelcofsen, als mancher Ge- nosse glaubte: Wenn wir nach der langen Zeit des Belage- rungszustandeS und der Zensur genügend Zeit zur Aus- klärung der breiten Massen über u-niere Politik, unsere Ziele und die unserer Gegner hätten, würde es sich zemvn. auf welcher Seite die proletarischen Massen stehen. Man der- höhnte uns von mehrheitssozialistifcher Seite und meinte, wir hätten vor der Abrechnung Furcht, als wir die Nationall wählen hinausgeschoben haben wollten. Die Mehrheitssozialisten hatten es sehr eilig und konnten gar nicht schnell genug die Wahlen ausgeschtiebeu iahen. Ahr Apparat arbeitete tadellos. An Papier, an Soldaten, an Geld fehlte nichts. Der Erfolg war ihnen am 19. Januar sicher. Wie prahlten sie doch mit ihren 11 Mrl lioiren Stimmen gegen uns armselige Schächor mit unseren 2 Millionen.' Wir aocr wußten, oaß oie D.v-wv traf «inen Scheinersola errungen halten. Acht Tage später, am 26. Januar, stand es schon weniger gut. De? Tag dar Preußenwahl brachte ihnen allein i« Berlin einen Stimmenrückgang um 60 606. War auch die Wahlbeteiligung insgesamt vied geringer als acht Tage vor- her. so waren doch die Scheidemänner von dieiem Verlust am härtesten betroffen. Es bröckelte ab. Seitdem sind nur vier Wochen verflossen.?tn diesen Wochen ist die Ebert- Scheidemann- Noske- Negierunq zu Taten geschritten, zu Toten, die den Arbeitern immer mehr die Äugen öffneten. Die Gelegenhen. ihre Meinung zu» Ausdruck zu bringen, bot der letzte Sonnlag. der Tag der Stadtverordneten- und Gemeindewahlen. Wohl tragen diese Wahlen gemeinhin nicht den ausgesprochen politischen Cha- rakter wie die National- und die Preußenwahl en. aber dies- mal standen die Tinge anders als sonst. Es handelte sich um die Erstürmung der Gemeinden, zu denen zum ersten Male unter Fortfall des Dreiklassenwahlreckires und der Besitz- Vorrechte zu wählen war und es war nicht gleichgültig, wem der Arbeiter sein Vertrauen schenkte. Wir standen vor der Entscheidung, ob mit dem Gemeiudesoziaiismuö erust gemacht werden oder ob es weiterhin mit Nedcnsarten sein Beivendeu haben soll. Es war deshalb doppelt notwendig, genau zu prüfen, wem der proletarische Wähler sein Vertrauen zuwenden soll. Die Mehrheitskandidaten hatten zudent iidi selber als Verteidiger der Ebert-Sck>eidcma«t-Potttik b-kannr und nxrs fehlte, wurde durch unsere Genossen in schriftlicher, nock,»icl-r aber in mündlicher Agitation besorgt. Selbst die Agitation der Bürgerlichen bewegte sich meist auf parteipolitische»! Gebiete. Die Cut ichsi düng mar also klar und tinzwc':Vmch zu treffen Und fte ist getroffen worden. Aber nicht so, wie sie den Herren Mehrheitlem angenehm war. tsn den rein proletarischen Bezirken Berlins wenden sich in steigeitdam Mast« die Arbeiter und Arbeiterfrauen der Unabhängigen zu. Die Mehrheitssozialisten verloren am Sonntag reißend an Stimmen. In den Dtimmbezirken des arbeiterreichen Nordens Berlins, in dem ehemals 6. Berliner Reillfstagswahlkreise haben die Mehrheitssozialisten M vA) Stimmen eingebüßt: hier stehen 138 000 unabhängige 105 500 mehcheitssozialisti- ichen Stimmen gegenüber, Im. Osten Berlins, dem ehemals 4. Wahlkreise, beträgt ihr Verlust gegen die Prcußenwahl rund 30 000 Stimmen. Nock) eindringlicher tritt daZ Wahl- resultat in folgenden Ziffern in die Erscheinung: Berlin: Deutschnational« Deutsche BolkSpariei Zentrum.... Demokraten... Soziulvemokraten Unabhängige.. (90 202), ' l). QO Ott 30 820(S2 001) 44 331 r52 853). 118 653 043 75t), 249 003(343 009), 260 078(270 460). Die eingeklammerten Ziffern bedeuten die der letzten Praußenivahl. Wenn sich diese Zahlen auch noch ändern dursten, so ist doch als ziemlich sicher anzunehmen, daß die Mehrheitler bei der Stadtperordneteiiwäht in Berlin f»si 100 000 Stimnten verloren haben. Dabei darf nicht uergeftcck Werden, daß ihnen bereits die Vreußenwalll QO ODO©Sap««« SSerritif nfßen M? Waülen ja 5?attonaTberfammiitng 6. Krei'«i sind den Mehrheitisozialisten 7643 Stimmen zugeschrieben worden, sie haben aber nur 4643 erhalten. Bernau: U S. P. D. 1359, MchrheitSsozialisten 1396, Bür gerlichc 1333, Hohen-Schönhansen: N.T. P.D. 1164<6 Eitz»), H. P, D »67(4), Bürgerliche(geschlossene Sitze) 979(6). Christliche. Volks, Partei 181(1). Direktor Roth 286(1). Lichtenrade. U. S. P. D. 266(2), S. P.D. 764(4). Demo. Katen 392(S). tzauSbesitzer. Dchch-Aall.. Deutsch- Boltsyartei Bürgerpartei gebundene Listen, 4 Mandate. Etorkew(Mark). U.S.P D. 378'S), S. P. D.»43(»). Deutsch-Demolr 453(6),«sikGirtei 346(4). Biesdorf. 11,-T. P.D. 346(81, S. P D. 546(4), Deutsch Nationale 362(3), Deuisch-Temokraien 291(2). Die Deutsch Nationalen und Deuifch-Tcmokraicn baben sich vereinigt, zu- sammen 373 Stimmen, zusammen 5 Mandate. KaulSdorf. U. S, T 2'4(2), S. P.D. 312(S). Bürger lichc Parteien ZUsüItz inert 621(3). «irderschönst nsen. u. T. P 1895. Mebrheit SldS, Deivokraie- 1685, Christl'ch.Sozi-'lk 11?", TemschAationale ISS?. Die Listen der Cbriktlich' Sozialen und Dcutsch-Aetlona!,' find verbunden, erhasten zusammen 6 Mandate, Demokrat� 4 Mandate. U. S, P 4 Mandate. Mehrheit' Mandate. Rvwawe?. N S P T.«»8?(41631, K. P»z. 5,45 MS' Ztoni. 1Jt5.""t, 1" 0 f 700,.wo 1451 Stacken. Bei der am Sonntag, den 23 Februar hier statt- «fundeucn Gemeindcvertreteuwahl wurden für die Liste Buhl U. E. P. 1392 Stimmen, für die Liste Notlmann S, P. D, 851 und für die Liste Drorner, Demokrat, 584 Stimmen abgegeben. 6 Stimme» sind iingül'm Bon den 16-» wählenden Vertreter» «atfallen auf die U. S. P. 8, auf die S. P. D. 4 unÄ auf di« De- mokraten 8 Vertreter, AdlcrShof. U.S. P.D. 2681(16). Rechtssozialisten 1422(5). Bürgerliche 16�1(6). Hennigsdorf. U.E. P.D. 822(7). S.P.D.»40(»). Demo- traten 259(2). Block 171(1). Köpenick: U.S. P.D. 5546(14). S.P.D. 5596(15h Rech». hlöck(5 Listen) 6103(13).— Uiisere Liste nahm 866 Stimmen zu. 74 Prozent Mahtbetciliguug. Zehlehtzorf: U.S. P.T ö.39. S.P.D. 2551. Block 6574. Wilmersdor,: U, S. P, D. 4721(S). S.P.D. 17 6»» l2l). Bürgerblock 33 458(46). Die Bürgerlichen hatvn etwa 46 Pro- zent Stimmenvertust, die S.P.D 20 Prozent; die U. S. P. D. cä» einzige Partei B Prozent Slimmenzunahm«, 1 Berlin-Buchholz. Kcn>äblt wurden: 1 Unabbünglgrr, 7 Mehr- l hoitSfozialisten, 2 Demokraten. 8 Deutschnationale. Steglitz: Nnabbängige 3249(4 Sitze), ZllehrheitSfsz!aliften 11 438(16), Demokraten 9943(13). Bürgcrbiock 14 983(21). Stralau: tt, S. P, D. 1181, S.P.D, 961, Biirgerlichre 542. Schmargendorf, tt. S. P. D. 627, S. P. D. 1256, Demokraten 734. Deutschnational 1176, Beruisständ«(bürgerlich) 1634. Äle Machksraae in Zßyern. Heute tritt der Rätekongreß de? Volksstaats Bayern zusammen, um endgültige Beschlüsse über die Regelung der mnerpolitifchcn Verhältnisse in Bayern zu treffen. DaS ruchlose Attentat der monarchistischen Gegenrevolution gegen Eisner hatte mit einem Schlag die bürgerliche Mehrheit des Landtags, die unter dem Zeichen kopitalistisch-klerikaler Wahldemagogie gewählt war, ausgeschaltet. Als die ge- gebenen Träger der Volksgewalt traten die Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte in den Vordergrund. Nur sie vermochten in Verbindung mit den sozialistischen Parteien das ausgebrochene Ehaos zu meistern und den blutigen Bürgerkrieg zu Verbindern. Nun stehen sie vor der verantwortungsvollen Aufgabe, feste Fundamente für den zu errichtenden neuen Staats- körper zu schaffen. Die von uns bereits mitgeteilte Verein- barnng der Münchencr Kommission zur Wiederherstellung der Einheit unter den sozialdemokratischen Gruppen bat die Richtlinien für diese staatliche Neuschöpfung geschaffen. Diese Richtlinien, die der bayerische Rätekongreß zu Prüfen haben wird, schaffen insofern etwas Neues, als sie die All- macht der bürgerlichen Parlamentsherrschaft durch die ent- sprechende Eingliederung des Rätesystcms in die demokra- tische Verfassung einschränken und der werktätigkn Arbeit jenes Gewicht in dem politischen und sozialen Leben per- schaffen, das erforderlich ist zur Abwebr der sich regenden Konterrevolution und zum energischen Fortschreiten auf dem Wege des praktischen Sozialismus. Es sind auch in München Bestrebungen im Gange, die eine solche Vereinigung der Demokratie mit dem Rätesystcm als ein widerspruchsvolles Kompromiß zurückweisen. Die bürgerliche Presse schreit Zcter und Mordio und möchte lieber heute als morgen ihren Noske gegen München mar- schieren sehen. Und die Schreibweise des„Vorwärts" läßt erkennen, daß die rechtssozialistischen Führer gar nicht abge- neigt wären, solche Wünsche zu erfüllen. Wir hoffen aber, daß sich die bayerisck)en Arbeiter von dem einmal eingeschlagenen Wege der Zusammenfassung der revolutionären Kräfte des Proletariats nicht abbringen lassen werden. Die werden sich nickst auf den Weg der inneren Ierfleischung, des Bürgerkriegs innerhalb des Proletariats drängen lassen. Voraussetzung für die Vermeidimg der drohenden Ge- fahren ist der Zusammenschluß aller Arbeiter zur kon- seglienten Einhaltung teuer revolutionären Linie, die das bayerische Proletariat unmittelbar nach der Ermordung EiSners in spontaner Aufwallung einschlug. Fortgeschwemmt waren mit einem Schlage die künstlichen Dämme, die die mehrbeitSsozialistifchen Führer innerhalh des Proletariats aufgerichtet hatten. Fortgefegt waren alle Beschwicht igungs- und Einlnllungsphraien, mit denen von rechtssozialistischer Seite jede revolutionäre Aktion des Pro- letariats gehemmt wurde. Ter Eindruck dieses revolutionären Erwack�ens war so mächtig, daß selbst die rückstäridige Partei- und lliewerkschastsbure�titkrat'e sich, wenn auch wider- willig, der allgemeinen Strömung fügen mußte. Es sind aber genügsame Anzeick�n vorhanden, daß die- selben Elemente jetzt wieder am Werke sind, um die revolu- tionäre Bewegung in Dahnen zu lenken, die den W e i- marerHerren wünsckwnKwert erscheinen. Von hier auS drohen die sckWersten Gefahren. Zeigt sich das bayerische Proletariat nicht einig und geschlossen in der Abwehr, läßt es sich durch Drohungen und Versprechungen abbringen von dem Wege der praktischen sozialistischen Politik, die ihre Ziele unbeirrt durch Vorstöße von rechts und links verfolgt, so treibt eS rettungslos dem Chaos und dem blutigen Bürger- kriege entgegen. Das Allenlal gegen Auer. Ter„Vorwärt»" bringt in seiner gestrigen Abendaus- gäbe an leitender Stelle die Nachricht, da? Attentat gegen Auer sei von dem Mitglied des revolutionären Arbeiterrais Alois Lindner verübt worden. Die LandtagSwache sei mit ihm in Verbindung gestanden, während der Tat seien die ganzen Tribünen von Mitgliedern und Anhängern des re- volutionaren Arbeiterrats besetzt gewesen, die mit Hand- aranaten und Revolvern bewaffnet gewesen seien. Ter Vor- sitzende des ArbeiterratS, Hagemeister, habe, nachdem die ?chüsse gefallen waren, von der Tribüne heruntergerufcn: .Das ist die Reiche des Proletariats!" Der„Vorwärts" fol- gcrt daraus, daß er und seine Genossen über die Tat Lind- ners und ihre Motive im voraus orientiert gewesen sei, wie r überhaupt das ganze Attentat dem„unter unabhängigen md fpartakistiickten Einfluß stehenden reooluiionäreu Ar- eiterrat" in die Schuhe Zu schiebe» sucht. Tie ganze Aufmachung der„VorwärIS".Meldnivi for- ert zu dem allergrößten Mißtrauen heraus, das tun io be- echtigter scheint, als der„Vorwärts", der nach dem ersten ?chieck über die Ermordung EinSnerS einen lichten Augen- stick hatte, ncnerdina? krampfhaft beiuiilst ist Material für m? neue frstchströhlich? Hetze gegen das Münchener Prole- tariat herbeizuschaffen, NM elwaiaen gewalttätigen Ein« nifien seitens der Reichsregienina den Boden zu bereisen. Sollte sich indessen heniis''"llcn. daß d'e„Vorwäris"- 'iadjricht den Tatsachen entspr cht— und Aniklärung wird vohl sehr bald daS unter Teilnahme aller Parteien einge- setzte Volksgericht bei dem Landgericht München verschaffen —, so würden wir selbstverständlich die Handlungsweise des Attentäters verureilen. Unsere Partei bat immer den Stand- Punkt vertreten, daß Jeder Akt individuellen Terror? auf das schärfste zu verurteilen ist und daß das Proletariat ieitre Ziele am ehesten mit Histe geistiger Walsen und der Anivenduna seiner wirtschaftlichen Machtmittel durchzusetzen vermag. Damit akzeptierte freilich nniere Partei nicht den Standpunkt des tolstoianischen„Widerstrebet nicht dem Bösen I" Sie erkannte vielmehr bei der Abwehr der dem Proletariat und der Revolutton drohenden Gewalt auch die Berechtigung der Gewalk als Kampfmittel des Proletariats an. Eben weil sie aus dieicnt Standpunkt steht, verurteilt unsere Partei alle terroristischen Gewaltmethoden, von welcher Seit« sie auch kommen mögen. Sir verurteilt sie. weil sie in dem Terror von rechts wie in dem Terror von links Metboden sieht, die aeeianet sind, das Vroletneiat tnai richtigen Wege abzudrängen, seine Zerrissenheit zu der- ewigen und der Gegenrevolution die Wege zu ebnen. Und sie wird selbstverständlich jede Maßnahme nnterstützan. um die Sckiuld der Schuldigen vor aller Oeffcntlichkeit in vollem Umfange aufzudecken, ohne, wie der„Vorwärts" und feine Weimarer Vorgesetzten daS im Falle Liebknecht- Luxemburg tun— die Schuldigen und ihre Hinter- männer mit allen Mitteln zu beschützen. Der MMn der Mersuchung. DaS VolkSgerich! bct dem Landgericht München hat folgend« Bekanntmachung b:röfsc»tl:cht: Die- TtaatSanlvalischaft und das Volkkaericht München haben aus Anlaß der Anentate auf die Minister Eikner und Auer, feinte der Tötung des LandtagSabgeordneten Ofel sofort eingehende Er- Hebungen eingeleitet. Um die Möglichkeiten zu schaffen, dem Ver. fahren eine öffentliche Gestaltung zu geben, wird auf Vera». lassung des Ju'tizminifleriumS je ein Vertrauensmann de, . U. C. P,. der Mehrhci!Ssozialisten und der Bayrischen Volks- 1 Partei zu allen UntersuchungShandlungcn zugezogen, Komplott in München. München, 24. Februar.(T.°U.) Von einem Mitgliede der Prefselommisfion des ZentralraieS wird der„Telegraphen- Union" mitgeteilt: Seit dem Tage des AttentaieS gegen den Mluisterprüstden. ten CiSner stellt sich j« länger je aiehr heraus, daß eS sich um ein großzügig angelegtes vorbedachtes Kom- p l 0 t t bandelt, das monarchisch gesinnten Kreisen enlsvringt. Ohne Zweifel steht es auch im Zusammenhang mit dem Putsch vom Tag« vorher, in dem de: hohenzollernsche Prinz Joachim jedenfalls soweit eine Rolle spiel!«, daß man e« vor« zog, ihn nach dem Norden abzuschieben. Seit Sonnabend mor- gen ist der durch seinen Kirchenerlaß verhaftete Minister de? Kultus, Hoffmann spurlos verschwunden. ES ist als snyec anzunehmen, daß er das zweite Opfer deS Komplottes geworden ist. Mysteriöse Angriffe an verschiedenen Stellen der Stadt wer- den mit der Organisation des Komplottes im Zufannmenhang ge» bracht. Um vor der vollkommenen Aufdeckung der Verbrecher weitere» Bltitp?rgi«ßen zu»erstindern, hat sich der Zentralrat entfchloffey. unter der Noblesse und unter den als reaktionär bekannten Kreisen Geiseln festzuhalten, ES handelt sich um vor« derband zirka 36. Die Jnbasticrlen. die gut depforgt und ver« pflegt werden, sind ibre» L'benS und Besitzes versichert, solange ':ine weitcr-cn politischen Attentate auS gegenrevolutionaren Kreisen'verfügt werden. Sollte dies« Vorsicht SmoWflel ntcuf� nützen, so ist damit zu rechnen, daß ein revolutionäre« rubt eingesetzt wird und alle, oder zum mindesten ein Teil der Geiseln da? Leben verlieren werde. ES ist die Hoffnung Ott Arbeiterschaft und deS Zentralrates, daß«Z dazu nicht kommen möge. Volilische Spannung. Prtvattelcgramm der.Freiheit'' München, 21. Febiwar. Di«„Neu« Zeitung" bringt einen Leitartikel unter der lieber- schrift„Gärung". Sie führt aus: Die Mordrechnnng hat getrogen. Wir wissen heute noch nicht. wer hinter dem Mordbuben, der unseren Genossen EiZuer getötet hat, steht. Sicker Ist, daß da? Gcgentetk ver rrhvfftrn Wirkung ein- getreten ist. Die gewaltige Bewegung in den Arbeitermassen hat sich noch mehr vertieft und verdichtet sich nun zu festen Forde- ningen. Mit besonderer Leidenschaft und Heftigkeit wird die Be- waffnung deS Prolctariats verlangt. Die Ereignisse haben be» wiesen, daß hinter der Hetz« der bürgerlich«» Press«. hint«r der Person des Meuchelmordes nicht die geringste reale Macht stand, Der Umstand, daß die feudal-kapitalistisch« Gegenrevolntion den Meuchelmord als politisches Kampfmittel wählte, zeigt deuilitb den Zustand der bollkommen politischen Ohnmacht, in dem sich diese Kreise befinden. Keine noch so starke Trnppenmacht vermag die Vorkämpfer der Revolution vor den Mordanschlägtn einzelner zu sichcru. Hierzu genügt vollkommen die Festnahme von Geiseln aus den höheren Gcsellfchaftsschichlen, wie sie der Zentralrnt bereits angeordnet hat. Die Bewaffnung der Massen käme also nur dann in Frage, wenn von außen her eine Gefahr drohte, für die aber zur Zeit nach keinerlei Anzeichen vorlieaen, Die Wirkung, die der Mörder stch erhofft hatte, blieb nicht nur aus, sondern— daS ist bezeichnend für die wirklichen Machtver» hältnisse— gerade eine Verstärknng der Machtstellung der Ar- beiterklasse ist eingetreten, ohne daß auch nur der geringste Vernich einer gegenrevolutionärcn Erhebung erfolgt wäre. Zur Sich» rung genügt demnach vollkommen eine allerdings erhebliche Ver. stärkung der republikanischen Schlitztruppe, kür die nur die Ente dcJ revolutionären Proletariats in Betracht käme. Die Reaktion bat in dicken Tagen auch ibre letzten Machtposilionen verloren. Dem 12. Januar ist setzt der Li, Februar gefolgt. Mächtige Persönlichkeiten, wirken im Tode oft noch stärker als im Leben. Ans Führern werden sie zu Propheten. Den Schuldigen am Tode unsere» FüfrcrS mag eS furchtbar ins Ohr dröhnen: Eine Zeit wrd kommen, wo mein Schweigen im Grabe mäch- tiger fein wird als die Stimme, die Ihr meuchlings ermordet habtl München, 23, Februar.(Privattelegrammt der„Freiheit".) Der Zcntrnlrat der RepnblU Bayer» hat heut« nachsteheude Bekai»tirocf ring erlassen: Laut Beschluß des Zentralrats sind zum Lchtitze der Revolu. Hon bestlliip't PersönliMeften a'S Ge s-ln in Lch'.itzhift gisetz! werde». Di« Sicherheit de» B«rh>tstn«n wird verbürgt, solange leine Attentate aus konicrrevoluiionüren Bestrebungen unter' noenmen werden. gez ichnet: Nikisch, Sauber, Gandorfer. München, 84. Februar. Der Zentralwt ordnete für den BestatttingStay EiSners. den 28, Februar, vollkommene Arbeitst übe, Bki'Iayannti der Häuser und feierliches Geläut aller Kirck>eitKlockcn an. München, 24, Februar, Mit der dorluitsigcn Wahrnehmung der Geschäfte de? Miyisier'Um» für militärische Angelegenheiten ist vom Zentralrat der Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte der bisherige RcgierungZvertrcter im bayerischen ersten Armeekorps Scheid beauftragt worden. Augsburg, 24, Fcbrua«. Ganz Augsburg ficht unter der Gewalt des Arbeiter- und SotdatenrateS; di« wich- tigsten Gebäude, wie Bahnhof, Post und Raihati» sind stark mit Truppen besetzt. Der gestrige Sonntag ist ziemlich ruhig ver» laufen, gelegentliche Absperrungen fanden statt. Die Straßen« bahnen dürfen nur bis S Uhr abend» verlebe»». Di« büruer» / owomBcn stns auf i Xa*t am die sozialdem». ratifche„AugSburzer VolkSz.'itiing" erscheint unae�indert, da- neben unter Aufsicht de? Arbeite.- und ToldatenrateS ein Nach. richienblatt sitr die Bezieher der kürgerlichen Zeitungen. In der gestrigen außerordentlichen Bollsitzung d-S Arbeiter und ToldatenratcS wurde zum we'teren Ausbau des Räte. system» ein 1l)gl-iedrigcr Aueschuß aus beiden sozialistischen Parteien beauftragt, baldmöglichst Vorschläge zur Ucbcrwachung der DeHörden zu machen; alle Lfk'ziere und reaktionär wirkenden Mitglieder der höheren Dienststellen sollen baldigst entlassen oder beurlaubt werden. Dre Vergnügungsstätten, Theater. KinoS usw. sind geschlossen der Zugverkehr auf dem hiesigen Bahnhofe ist unter Vorbehalt wicdu zugelassen. Nach den Mitteilungen deS Arbeiter, und ToldatenratS haben die Rubestörungen vier Dote und sechs bis acht schwerer Verletzte gelostet. � 3»mn diese Nachricht toirFlich zutrifft, müßte man die Sabotage der Smdtocrordnetenwahien als einen törichten Streich verurteilen. Deutsche Ratiouaiversammluug 14. Titzung vom 24. Februar lölg. ?uf der Tagesordnung steht an erster Stelle die erste eventuell ßweite Beratung des von den Abg. Loebe(Svz.), Groeber (Z.), v. Pay er(Dem) und Dr. Ric ßer(D. Vpt.) einge brachten Gesetzentwurf über die Bildung einer vorläufigen Reichswehr, an zweiter Swlle die erste Beratung de» Snt. Wurf» einer Verfassung für da? Deutsche Reich. Präsident Fehrcnbach schlägt dem Hause die Umstellung der beiden Gegenstände vor. Abg. Hanse(U. Sog.) erhebt Widerspruch gegen den Ein- tritt in die erste Beratung des Verfassungsentwurfes, da er erst am Sonutog zur Verteilung gelangt sei und ihm eine schriftliche Begründung lehle. Die GcschäftSl.'vdnungSvorsck'rift, daß in die e�ste Lesung frühesten» am dritten Tage nach der Verteilung ein» ge'lreten werden dürfe, müsse besonders in diesem Falle strikt be- vbachtet werden. Da» gleiche gelte übrigens auch von dem anderen Gegenstände dcr heutigen Tagesordnung. Nach längerer GeschäftSordnungSdelxitte entscheidet die Mehr- heir gegen die Stinimen der Deuisänationalen und der U. Toz. für die Zulässigkeit der Entgegennahme der Begründung durch den Reichsminister des Innern Dr. P r e u ß. ReichSminister des Innern Dr. Preuß verteidigt sichtlich mit halben Herzen den En.wurf. Unter antwrcm sagt er: ES ist richtig: man vermißt nicht mtt Unrecht, namentlich, wenn man den augenblicklichen Zustand vergleicht, etwa mit der Stimmung beim Anfang dcr Tagung in der PaulS.'irche in Franlfurt, den großen Schwung der Stimmung für die revolutionäre Versassung, aber übersehen wir darüber auch ein Anderes nicht: es ist hier in zweimal 24 Stunden hie vorläufige Verfassung zustandegebracht worden— etwa», wa» wir in der deutschen Geschichte noch nicht erlebt haben, und eZ ist jetzt auch in ganz kurzer Zeit dieser Ent« Wurf vorbereitet worden, wobei nur drei Punkte strittig geblieben sind, von denen auch nur einer grundlätzliche Bedeutung hat. Freilich, ich verkenne nicht, der organisatorische Grundgedanke konnte nicht in klarer Eindrücklichkeit restlo» durchgeführt werden; «r hat Abbiegungcn, Ausnahmen erleiden müssen. ES kommt jetzt darauf an, der Fortbildung die Bahn freizuhalten, dann erfüllt das Verfassungswerl feine hohe Aufgabe. Die Staats- g c w o l t l i e g t b e i m V o l k, da» ist der leitende Grundgedanke der frei staatlichen deutschen Verfassung. Einen geeinten, freien, nationalen Staat»ollen wir organi. feren, aber nicht in nationalistischer Ablchlietzung. Wie einst ie Vereinigten Staaten von Nordamerika in den Krei» der alten Staatenwelt eintraten mit dem Bekenntnis zur bindenden Kraft de» internationalen Rechts, so bekennt sich die jung« deutsche Republik in Artikel 3 zur Geltung de» VolkSrecht». und Artikel 63 weist auf den erhofften künftigen Träger und Fortbildner deS internationalen Reckst» bin. den Völkerbund. Aber eine un- «läßliche Borau Sscdung ist dabei: die deutsche Domokrati« kann nür den Völkerbund begrüßen, der selbst eine wahrhast demo- kratisch« Verfassung hat. der die Freiheit und Gleichberechtigung aller'einer Glieder ohne Rückhalt und Vorbehalt anerkennt. Wir wollen keine Bürger minderen Recht« in untrem Reich, aber wir wollen auch nicht Glieder minderen Rechts in einem Völkerbund sein. sSebr richtig!) Em umsangreiche» und nicht ohne allerlei Komplikationen zu lösende» Ziel de? Verfassungsentwürfe» ist die A r be i!« te i tu ng zwischen Reich und Gliedstaaten, di« Kompetenzabgrenzung. Hier muß der Mmister selbst konsratieren, daß der Entwurf Unbesriedigend ist; in der Militär- wie in der VcrkehrSfrage ist der PartikulariSmuS nicht überwunden worden. Ebenso gibt Preuß selbst di« Mängel an. die dcr Umwanlstung der Bunde»- ttaaten entgegenstehen und Ist auch von dcr Einrichtung deS RsichSral» nicht entzückt. Im übrigen ist in der Organiiatron der ReichSgcwalten selbst der demokratisch-rrpubli- kantsche Standpunkt al« Leitgedanke rein und klar zur Durchführung gekommen. Die Legislaturperiode ist auf drei Fahre vorgesehen, kürzer al» bisher. Allzu kurze Legis- laturverioden!chw.ie., die Stellung de» Parlament» gegenüber der Regierung. � Neben dem Reichstag stellt der Vcriassung-- .ntwurs den unmittelbar au, VollLwahlen hervorgehenden R e i ch» p r a> i d e n t e n. Daß an die«Pitz«-me» siebzig- millioncnreiches ein Präsident treten muß. bedarf Be- gründung(?). Nolwend'g erscheint c#«nir. neben das unmittelbar au» rein demokratischen Volkswahlen henwrgehenden Paria- ment eine durch sieselbe demokratisckie � Grundlag««slAa�ne starke Präsidentengewalt zu stellen. Da» tarische Shstem verlangt ein solche? Gleichgewicht der Gewalten.. � Der unmittelbare Einfluß, den da» Parlament ans Reale- rung und Verwaltung ausübt, gibt dem Parlament selbst sein friscke« polliischc» Geficht und ermöglicht die Auslese der Poll- tischen Führer durch da« Porhment. Jnd�m Reick'Sregi-rung und den Entwurf der Verfassung dem Hohen übergeben, legen sie die alleinige endgültige Entscheidung in Jhee Hand. Leite Sie bei Ihrem Werk die Stinume de? größten Inneren SiantSmanneS unserer Vergangenheit, des Freib�icn v. D t e i n: Fch kenne nur ein Vaterland, und da» ye>ß> Deutschland. Dctha'b tann ich auch nur dem gesamten Deutich- land und nicht einem Teil davon mit ganzer S«el««rgeben sein. Nächste Sitzung Dlen»kag 10 Uhr: Reich»w«hrgeseß. Sl�rvn� der Skadsverordnelenwahlen? Düsseldorf. 24. Februar. Wolff» Bureau mesixt: Die Eladtvercrdnelen-Wahlen wurden durch bewafineieS Einschreiten der Spartakisten gestört. PgrcitS am Sonnobend abend veilangien bewaffnete Männer von einigen Wahlvor- sichern d!« HcrauSgabe dcr Wählerlisten, e? konnte daher in den betreffenden Bezirken nicht mit d«r Wahl begonnen werden. Gestern abend erschienen mit Gewehren und Handgvänaten be- wafsnel« Spartakisten in den meisten Wahllokalen der inneren Stadl und in den Vororten, nahmen die Wahlurnen ud Wahl- Wen geevaltsam an sich und verbrämten sie auf der Straße oder onrfcn sie in den Rhein. In mehreren Fällen kam es zu leb- zaile:, Schießereien, wobei ein Fngcnlcur durch einen Luitgenschnß chwcr verletzt wurde Da die Erstürmung dcr Wahllokale in allen Stadtteilen fast zu gleicher Zeit losging, muß angenoinmen wer- den. daß eZ sich hierbei um einen vorher festgelegten Plan der jetzigen Machthaber handelt. AvsffonS in M«kan7 N Amsterdam, 24. Februar. Den„Times" wird au» Heising» fro» gemeldet, daß nach einem amtlichen bolschewistmben Bericht in M o S k a»«in neuer Aufstand gegen di« Sowjetregierung ausgebrochen ist. Tie Sozialrevolutionäre wollten die gesamte Regierung Lenin« während einer Sitzung im Kreml gefangennehmen. Sie er- hielten mit Hilf« falscher Papiere und durch Verrat de» Kam- mandanien Einlaß. Der-Aufstand scheint jedoch durch außer- ordentlich« Maßregeln der Bolschewistenbehörden unterdrückt zu sein. SO Angehörige der Sozialrevolutio när« wurden verhastet. darunter Frau Spiridonowa. Gewerkschaftliches. "">>-» fSZ&TtZZTTTTZ?' r'-.-t- z-ot+r:» Die Schuhmacher gegen die Eewerkschaftsbureaukratle. In drei aufeinander folgenden Versammlungen nahmen die >m Zentralvcrband der Schuhmacher sverwaltungSstellr Berlin) organisierten Schuhniacher Stellung.zu den Fragen während deS Krieges und der heutigen Zeit. Emleftend gab der Bezirksleiter, stollcge Hamacher, den Geschäftsbericht für da« abaelaufene Jahr. Di« Schuhmacher seien gezwungen gewesen, sich in die Kriegsindustrie zu retten, und erst nach Einsetzung der Beklei- düng», und JnstandjetzungSämier. sowie der BetricbSwerkstätten der Kommunen, seien sie zum Teil wieder in ihren alten Beruf zurückgekehrt. Uebergehend auf die Lohnverhältnisse erklärt der Berichterstatter den Ab'chluß de» RcichStarif? für günstig. Mit den Unternehmern zusammen sei ein paritätischer ArbeiiSnach. weis in der Gormannstraße errichtet. Den Kassenbericht gab Kollege Bendig. Die Einnahmen und Ausgaben der Haupt- kasse belicken sich auf 33 135.70 Mark, die der Lokalkasse auf 34 564.10 Mark. Der Kassenbestand war am 31. Dezember 1917 23 002,18 Mark, am 31. Dezember 1918 23 036,26 Mark, der der lokalen Zuschußkass« am 31. Dezember 1917 6208,63 Mark, am 31. Dezember 1918 6802,34 Mark. Die Mitgliederzahl ist von 1200 auf über 2548 gestiegen. In der Diskussion nahm Kollege B o l l m e r h a u S da? Wort und kritisierte in längeren Aus- führungcn daS Verhalten der Gcneralkommisfion und der Berliner AewerkschgitSkommiision. Auch in der SozialisierungSfrage hätten di« Gewerkschaften versagt. Zu dem Verhalten der Ge- wcrkschasten in bezug auf die Drbeitcrräte meinte der Redner, daß in diesen die Gcwerkfchafttangestellten ein« Bedrohung ihrer persönlichen Existenz erblicken und sie daher bekämpfen. Di« Wichtigkeit d«r Arbeiterröte für die bevorstehenden Aufgaben sei aber groß, und deshalb müsse bei der Neuwahl zur Ortsverwal- tung die Stellungnahme der Kandidaten in dieser Hinsicht berück- sichligt werden. In der weiteren Diskussion verteidigten die Kollegen Hamacher, Böhm, und S i m p s die Politik der Gewerkschaften. Hamacher bezweifelte ein« SozialisierungSmög- lichkeit der Schuhindustrie. Der erste Bevollmächtigte. Kollege Hamann, sprach dem Rätesystem jede Bedeutung ab. Kollege Dolly verteidigte sein« Propagandavorträg« für die Kriegs- anl«ih« im DekleidungSamt und ging zu persönlichen Angriffen auf Pollmerhau» über. Die Kollegen Wussow und Kraus« ergänzten die Ausführungen deS Kollegen Pollmerbau» und dieser selbst nahm noch einmal daS Wort, um darauf hinzuweisen, daß durch di« bereits monopolisiert« Lederindustrie di« Schuhindustrie leicht zu sozialisieren sei. Er empfiehlt folgend« Resolution zur Annahm«: „Die Generalversammlung der Schuhmacher sVerwaltungS- sbcllc Berlin) verurteilt aufsschärsste die Politik der Gewerkschaften, der Generalkommission und der Berliner GewerlschaftSkom Mission während deS Krieges und insbesondere vom Tage der Revolu- lion bis heute. Nacktem der VollzugSrat der A.» und S-Rät« der Berliner GewerkschaftSkommisston di« Poll-ugSgewalt über. tragen hatte, hat sie unter Vernachlässigung ihrer� Machtsüllc d« n Arbeitgebern geradezu in die Hände ge- arbeitet, so daß die Srbeitcrrät« in ihren schon errungenen Positionen fast zur Bedeutungslosigkeit herabgedrückt wurden. Die Schuhmacher erblicken aber in der Fortbildung der Arbciterräte die unbedingte Notwendigkeit zur Weiterführung d«r Revolution und beaustragen di« OrtSverwaltung, sich mit dem VollzugSrat zv'eckS Wahl von Arbei'enräten für die Berufe, di« zur Zeit n cht teilnehmen konnten, in Perbindung zu setzen. Da insbesondere die oben erwähnten Instanzen ihren Hauplstützpunkt in den GewerkfchaftSangeftellten haben, lehnt die Generalversammlung die Wiederwahl so lcher Angestellten ab, die die Politik der Gewerkschaftsinstanzen gutheißen und dafür eintreten." Diese Resolution wirrb« mit großer Mehrheit angenom- m e n. Bei der nun folgenden Wahl�zur Ortsverwal» i u n g wurden gewählt: als 1. Bevollmächtigter Vollmers- hau» mit 225 Stimmen<126 Stimm«» fielen auf Hamann); ferner wurden gewählt»um Kassierer Bendig. Schriftführer Müller. 2. Kassierer B ö M e r t mit 278 Stimmen ldcr An- ««stell!« Dolly kchisft 68 Stimmen). 2. Porsitzender«las. fert, zu Revisoren Mattink, Hörtz, Holzgräfe und Drasper, zu Delegierten für die BezirkSkonserenz V o l l- m« r h a u», Mattink, Wussow und F l e m m> n g. In die SchlichtungSauSschiisse für Militär- und Zibilschubwerk wurden gewählt Wussow und Neupert, in d«n FortbildungSschulrat Hörtz. Heber die wirtschaftlichen Verhält» tss« verichtete Hamann, daß di« geforderten Lichnerhöhungen von der Lokalinstanz an den ZentrnsschsichtungSauSschuß verwiesen seien, von diesem aber an die einze'nen De. riebe zur Verhandlung zurückv rwiescn. Nwlche setzt im Gange seien. Hierzu liegt ein Antrag Böhm vor, welcher besagt, daß nicht allein d!« Kollegen der rin.z« wen Betriebe, ion- der» dt« Gesamtheit der Kollegen üdrr die eventuellen Zngeständ- nisse der Unternehmer votteren sollen. Zur weiteren Erörterung diese» Punk!»« wurde die Versammlung vertagt 5ar!sbewegunq in der Rohrlegerbranch«. Am Sonntag vormittag fand im GewerkschaftSbanS«tue außerordentlich stark besuchte Branchcnversammlung der Robi- leger und He'fer Groß-Bcrlin» statt, di« zu einem neuen Tarif- bertrag Stellung nahm. Dieser Tarifrntwurs sieht einen Stnnd-n- lohn von 8 für Rohrlegeri« Angeklagten� Paul Schulz. Willi J'aeckel. Johanne».Kugelann, Karl Buja-, kow»ki,-Walter S«gor, Emil Detlmer. Kurtz-� Thiel«, Gustav Zander, Gustav KaminSkP luind Adolf Jankwitz, die sämtlich zur„Vorwärts"- De» fatzung gehörten, wegen Ausruhr usw. zu neranpvorten Samtliche Angellagien— irrst einer Ausnahme Mitaliedar der' Unabhängigen Sozialdemokratie— bestritten, sich unbcsnat einem beivafincten Hansen angeschlossen zu haben in der Ab. sieht, Widerstand gegen di« Staatsgewalt zu leisten oder GetvaV- löst igle item zu begehen. Der Angeklagt« Kugelmann z. P h i est die Besetzung des„Donwärt?' für ein« Angelegenheit der Berliner Arbeiterschaft, die nur die beiden pol» tischen Parteien etwas anginge. Und erst als Scheidcmann sein« Anhänger ,u den Waffen rief, hielt er es für seine Pflichi, den .Vorwärt»', der ursprünglich das rechtmäßige Eigentum der ra- diialen Berliner Arbeiterschaft war, zu verteidigen. Buja- k o w S k i al» grundsätzlicher Gegner de? sozialistischen Bruder- kriege», hat sich lediglich als Verinittler betätigt. Er hat schon am 6. Januar in Ge-meinschaft mit Hauptmann v. Beerfelde in der Reichskanzlei ein« Verständigung mir den VolkLbeauf- tragten zu erziel«» versucht, zuletzt noch am Freitag di«„Vor- w'ärt«"-Befatz!nig zum Niederlegen der Waffen beeiniflußt. Durch den Angriff der NegierungStrnppem sind dies« Versuche zunichte gemacht worden. Auf Antrag de» Verteidigers Dr. Wemberg wurde in dieser Sache Herr Hauptmann v. Beerselde als Zeuge vernommen. Er hat am 6. Januar versucht, bei Eberl und Scheivemanm seinen E'-nsluß gellend zu machen, ein« Verständigung zwischen beiden Partoien zu erzielen, ist aber mit dem ihn auf» tiefste empörenden Eindruck hinweggegangen. daß die Regieennz keine Einigung wollt«. Den A.naeklaat'n Du» jakowsli hatte er mit hineingenommen, um der Regierung Gelegenheit zu geben, einen.Spartakisten" persönlich konn«» zu lernen., In seiner Anklagerede betonte der Staatsanwalt die?» mal stark die politisch« Bedeutung diese» Prozesse», ohne sich jedoch zu einer objektiven Würdignn.z der revolutionären Ereignisse auf. schwingen zu können. Die von den Angeklagten geschilderten Grausamkeiten der Regien'..gZtruppen in der Dragonerlaserne suchte er durch die Erbitterung der Soldaten aeaen die.S p« k- t a k e l l e u t e" zu entkräften. Da» Mindeststrafmaß von 6 Monaten könne bei keinem Angeklagten in Frage kommen e r beantragic St■. r e n von 8 Monatenbi» z u einem Jahr und drei Monaten Gefängnis! Rechtsanwalt Dr. Weinberg betonte in feiner ver- teidigungSrede wieder die Schuld der Rcpftrnng an dem Blut- vergießen. Den Ausdruck des Staatsanwalt«„Spektakellenie" zurückweisend. beruft er sich auf da» Urteil de? Kultusministers H a e n i f ch. der in einer Erklärung über den Primaner Lieb« knechi wohl von einem intellektuellen Fehle» spricht, aber nicht von einem sittlichen. Dr. Rosenfeld protestierte gegen die enorme Höhe de? vom Staatsanwalt empfohlenen SirasiiwßeS und berief sich dabei aus einen Artikel de« Redakteurs Paul Block im.Berliner TazeMatt", der die Richter vor Sb'chreckungSstrasen warnt und empfiehlt, mehr politische Ueberlegung nach Moabit zu impor- tieren. Auf die vom StaatSanwoll angeschnittene Eigentums- frage de».Vorwärt»' eingehend legte der Verteidiger die Eni. wtcklungSgeschtchte des Parteiorgans der immer als radikal be- kannten Berliner Sozialdemokraten dar, wie nach dem Tode Bebel» und Singer», Leute zufällig Firmenträger de«.Vorwärts' wurden, die sich bei der Spaltung der Partei auf die Seite der RechtSsozialistei. schlugen. Auch dcr letzte Verteidiger Liebknecht protestierte gegen da» Herabziehen dcr au» idealen Motiven entsprungenen Be- wegung durch die Bezeichnung de« Staatsanwälte» mit dem Au»- druck.Spektakelleute'. Durch dieie dauernde Verhetzung und Verbreitung unwahrer Nackrichten ist»« zu den explosionsartigen Ausbrüchen gekommen. Statt auf die Ursachen de» Konflikt» einzugehen— der Verteidiger wie» auf die lange Dauer de» Krieg«? hin— wurde gegen die Leute gehetzt und nach Gewalt gerufen. E» Ist nur zu erklärlich, daß sich der Zorn d«r Arbeiter- njassen gegen die Presse richtete, die sie so lange auf da» schmutzigst« bekämpft und belogen hat.— Er sowie die beiden anderen Verteidigex beantragten Freisprechung sämtlicher An- geklagten, evtl. nicht über da» Mindestmaß hinauszugehen. Das Urteil de» Gerich!» lautete für S ck u l z 10 Mo- nate. für Jaeckcl und Kugclann je 9 Monate, für BujakowSk-, Segor, Deitmer, Thiele. Ka. mlnSkh je 6 Monate, für Zander und Jankwitz je 8 Monate GesängniSI BujakowSki, Segor, Tettmer, Thiele und KamtnSky wurden auf Antrag der Verteidigung an» der Haft entlassen. Achtung! Arbeiter« und SvldatenrSte der!l. E. P. D.! Am Dienstag, den SS. cssbrnar. nachmittag» S Uhr. findet ein? FraktionSiitznng her U. S. P. D.-Arbeiter, und So'datcnräte im Hcrr«nhausc. Lcipzigtr Ztraße, SitznngS- sllal, statt. Es wird zahlreiche» und pünktlickics Erscheinen erwartet. Ter Fraktionsvorstand der U. I. P.D. PeterSdorf. Malzahn. Dazu ist Geld da. In den Betrieben der Schultheiß-Brauerei A.-G.. Berlin, ist vom Verein der Brauereien Berlin» und der Umgegend»um Aushang gebracht: Zritfreiwlllig«! Der Verein der Brauereien Berlin» und der Usngegend Hai in ,«j„cr Sitzung vom 20. d. M— vordcheiitlich jcdcizcitigcn Widerruf»— trichiossen, denicnigen Angestellten und Arbeitern. die sich alß Zeitfreiwillige zu den aufgcstelltcn Sicherheh»- und Schntziorniatioiicii gemeldet haben bzw. nocl' melden, für die Zeit vre vorübergehenden Einberuinng zur Dienstleistung an diese Formationen freiwillig dl« Lohn- und GebaltS- bzw. sonstigen Eintommcnbczilge weiter zu zahlen.— Wi««ntgeaenkommend Dazu tsk Geld vorhanden. Groß-Berliner Arbelterräte. £ Mittwoch, den 26. Februar 1913, vornntkazs 19 Uhr, findet im Lchrervereinshcms. Berlin. Aleranderplah. Broker Daal, eine Vollversammluna der Grok-Ber« !i n e r A r b e i t e r- u n d S o l d a te n r ä te statt. TaaeSordnuna: Einberufung eines Zentral- iongresses der Arbeiter- und Soldaten» täte Deutschlands. Alle Arbeiter- und Soldatenräte Brök-Berlins mit iluZnahme der lommunalen Arbeiterrätc werden ersucht pünk.lich zu erscheinen. Die Vollversammlung der kommu- nalen Arbeiterräte wird noch bekanntgegeben. Der Vollzugsrat deS Arbeiter- und Soldatenrats Troß-Berlin. gez.: Richard Müller, gez.: Paul Neue. 9»« einem falschen LicherheitSbeamten wurde einem Ar» Leiter bei einer Visitation die Brieflasche mit wertvollen Papieren gestohlen. Wer näheres mitteilen kann, wird um Nachricht an Hermann Zwar?, Beusselstrahe 57. gebeten. „Die Bcdentiing und die Bekämpfung der Geschlechtßkrank- Helten", lauter das Thema, über welche« am Dienstag, den 85. Februar, abends 7�1 Uhr. der ärztliche Leiter der städtischen Fürsorgestelle für Geschlechtskranke, Dr. Lebin, in der Aula der Sicalschule, Boddinstrasic S4/3S, sprechen wird. Der Vortrag ist mit zahlreichen Lichtbildern ausgestattet und für jedermann (Mäirner und Frauen), unentgeltlich.. Lehrer und L�irerianen aller Schulen, U. S. P.. Scnrina- ristinnen und Seminaristen. Wichtige Vorbesprechung im GewerkschaftZhaus« am Engclufer 15, 8 Uhr abend? im Saal 10. Soziltlistishe Studcntcnpartei. Donnerstag, 27. Februar, VA Uhr, öffentliche Versammlung im Mommsen-Gymnasium, Wormser Strohe 11. Hellmut v. Gerlach spricht über„Deutsch- fcnidS Auhenpolitik bis zum Beginn und während des Krieges". Funktionäre des SicmenS-KonzernS!' Dienstag, den 25. Fe- brpar, nachmittags 4 Uhr, in der Flugzeughalle in SiemenSstadt Versammlung der Arbeiterräte, Arbeiter- und Angcstellten-AuS- schüfse, Vertrauensleute. Turnverein„Fichte". Lloch stehen de Abteilungen turnen in der Gotenburger Straße 4: 2. Francn-Abteilung Montag und j Donnerstag von 8—10 Uhr; S- Sckülerinnen-Abteilung Montag wich Donnerstag von 6—8 Uhr; 17. Männer- und Jugend-Abteilung Dienstag und Freitag von 8—10 Uhr, S. Schüler.Abtcilung Diens- tag und Freitag von 6— 8 Uhr. Oranienburg Das Gew'erksthnktskarwll Oranienburg hat sich tn einer am 31. d. M. im„Stralsunder Hof" stattgefundenen Sitzung neukonstituiert. Der Vorstand setzt sich wie folgt zu- sammen: Hohenstein, Stralsunder Straße 14, Obmann; Wtgener, Liebigstr. 14, Kassierer; Strobel, Waldstr. 16, Schriftführer; Wilde, LisowSki, Schmidt, Revisoren. Die einzelnen Verbände werden gebeten, die Zusammensetzung ihres Vorstandes, uie Zahl der Delegierten und die genauen Adressen derselben dem Schriftführer des Kartell», dem Kollegen Robert Strobel, Oranienburg, Waldstr. 16, mitzuteilen, damit die Einladungen für die nächste Sitzung rechtzeitig ergehen können. „ LebevsmiSelkalender. Verlm. MS Donnerstag in den Bezirken der 15., SZ., 25., 82. und 244. Brotkommission pro Kopf 125 Gramm Käse; in den Bc- zirken der 22., 24. bis 28., 38, 39, 40., 43. und 197. Brotkvmmission und bis Freitag in den Bezirken der 23., 29., 33., 225. und 244. Broikommission pro Kopf Ä Dos« Wurstbrotaufstrich. Tegel. SS gelangen zur Verausgabung-, a) in den Klein- Handelsgeschäften auf Abschnitt 101 der Groß. Berliner Lebensmittelkarte 100 Gramm Graupen für 9 Pf., auf Abschnitt 105 400 Gramm Marmelade für 80 Pf; b) in der Gemeindcver- taufLsrelle auf Abschnitt 29 der Ionderlebeiis.milielk.ir:« für Jugendliche 1 Vaka Morgentrank für 45 Pf. Reinickendorf. Diejenigen unserer Einwohner, die noch im Besitze eines Oelscheines sind, auf dem sie von dem letzthin ver- teilten beschlagnahmten Oel nichts mehr erhalten konnten, werden gebeicu, sicg Dienstag vormittag im Verwaltungsgebäude, Zimmer 31, mit ihrem Schein einzufinden, um Ersatz dafür in Empfang zu nehmen.— Auf Abschnitt 112 der grünen Lebens- mittelkarte gelangen Gemüsekonserven(Spargel und Erbsen) zur Ausgabe. Sine Auswahl der Sorten ist nicht gestattet. Die Konserven sind nicht haltbar, müssen sogleich verbrauch: werden und wird keine Garantie übernommen. Auf je 3 Karten dürsten 2 Dosen entfallen. Die Ausgab« erfolgt ze'nach Eingang und wird noch bekanntgegeben. NowaweS. Es werden bei den Kleinhändlern ausgegeben: 100 Gramm Grieß zum Preise von 10 Pfg. auf den Abschnitt 99 sowie 250 Gramm Marmelade zum Preise von 50 Pfg. auf den Abschnitt 161 der Lebensmittelkarte. Me Ausgabe der Ware findet vom Freitag, den 88. Februar bis Sonntag den 2. März statt.— Die Ausgabe neuer Milchkarten an die Empfangsberechtigten findet gegen Vorlage des Milchausweises bzw. des Bewilligungsschreibens in der Priestcrstr. 81 an folgenden Tagen von 3—1 Uhr statt: Dienstag für die Bezirke 1, 2, 3, Mittwoch für die Bezirke 4, 5, 6, 7, Donn-rStag für dt- Bezirke 8, 9, 40, Freitag für die Bezirck« 2% 12, 13, Potsdamer Forst, Babels berg und Bergstücken. Aus den SrgauifMouen. S. Srel». Mittwoch, den 26. Februar, abends 7 Uhr: Frauen-', lesen b-nd in der Schulaula Dresdner Str. 113. Vortragende? Genossin Frau Dr. Wehl. 5. KrciS. Die heutige erweiterte Vorstandssitzung findet umständehalber nicht Alte Schönhauser Straße, sondern Josty» straße 7, bei Poirelcit, statt. Achtung? Hohen-Neuendorf. Mittwoch, den 26. Februar, abend? 7)4 Uhr: OeffentlicheWählerversammlung bei Klaus. Tbema: Sozialistische Gemeindepolitik, Referent: Gemeindevertrcter, Genosse Klubig, Pankow.— Dienstag, den 25. Februar, Wablarbeitsemieiliiiig bei Klaar. Schöinfließer Straße. Wahkbureau für die Wahl am 2. März bei Rührmund. Als Kandidaten find aufgestellt: 1. Robert Fink. 2. Frau Ida Linck. 3. Georg Müller. 4. Frau Auguste Sachse. 5. Gottlieb Kiehc. 6. K'.rl Strafen. 7. Frau Auguste Horsch. 8. Willi Heinz. 9. Map Großman. 10. Ernst Bülow. 11. Fritz Ruppin. Cöpenick. Mittwochs den 26. Februar, abends 7 Uhr, im „Schweizergarten" WahlvereinZversammlung. Erscheinen aller Mitglieder dringend notwendig. Achtung.Frciheir"-Lcser! Am 1. März übernehmen wir die geordnete Zustellung der„Freiheit". WWW�WIWI ersuchen wir alle„Frcibeit"-L«ser, bis zum Freitag, den 23. Fe- truar, ihre Adressen in folgenden Lokalen bekanntzugeben: Für die Dannnvorstadt bei Lehmann, Bahnhofsrr. 44, für die Alt» und Kietzvorstadi bei Joch, Kietzer Straße 1, und Ehrenberg, Elisabcibstr. 2. für die Köllnische Vorstadt in der Spedition» Grünauer Straße 1 Außerdam können die Adressen noch bei folgenoen Genossen abgegeben werden: Fritz Hcidrich, Borg» mannstr. 18. Aisred Rebe, Elisabethstr. 6, Wilhelm Matz; Grünauer Straße 33». „Freie Jugend", Berlin-Lichtenbrrg. DienSiag, den 25. Februar, im Jugendheim, Dossestr. 24, Gruppenve-'ammlung. Bericht aus der Rcichskonferenz. Freie Jugend Friedrichshagen. MilNvoch. den 26. d. MtS., abends 7 Uhr, in der Aula des Gymnasiums, Schulsir.: Oeffend. liche Jugendbersammlung. Thema: Jugend und Militarismus. Verantwortlich für die Redoktion Al.sred Wielepp, Neukölln.— Verlag„Die Freibeil" G. m. b. H.. Berlin.— Druck der Linden- druckierei und VerlagsZesilllchakt m. b. H.. Schiffbauerdamm 19. liie�er iina veMmiseli. MMIM. Direktion Wllfielm Kayssler. yV Uhr; Z. I M.: O*«, | Opernhaus Neu einstudiert. Uhr. Josef In Egypten. r SchouspleiliaQS JJ.ni r: Kr«u7elychrclber. Pirel-.tion MaxReinhardt l Deutscties Theater * UUr;''r.d das L ebt scbtlut . In der F rsiemit. �.MmmerMsie j? Wn: Faschlnsr. :■ Kietms Schauspielhaus UUhr; DI« Büch« dw Pondorf I tessing-Tiicatsr Pirek».- Vicio' Namowlky. * mir: Der Mnlsr. Mut vi'och:Dcr BlnufuchS. pnn««r*ta7: lie1" KiSnljr__ peuisches Künsüer-Theat j Allabendlich 7l JJhf: ' Kaclsthelenchtmui r Central- I heater. Tsuhn Ole Rose von Stamhul Doa'.sc!l.O:.CTno Jiu..�r-üUc.tfi, * yiirr Die lustisen Weiber von Windsor. i. wukeiatu-Tbuter. ..... Hannerl. las Dreimäderihacs. IT. Teil. 'Kleines Tmtor. |g Uhr:»««riet!« Jnceby. s Komlsclie Oper. nuhrtScnwarr�icniadel. Custapiciuius. i 74 uhr. Die spinlscne Fliege Iftetropoi-Xlieater. r uhr Die Faschingstee. fifi "Neues Opcrettenbaus. KcblUbaucrUamm 4a N ordeniSt JV Uhr: ßjä IseUMS SUSlPe Ha'iast�TTicaier. k uhr Die iinSsliaCea leben icEler-fbsetci Clur.ouesbars n uhr: Die orrßd Pause. ,r'_ Inalia-'l iiealer JS Uhr : PolfSiSKeWirtsciiall. , füBjias-«ta NolioBdcrtpUu. Wo die Lerche alnrt. Vheater des Weaten». Ts uhr; Die lustige Witwe " Vvaliner-' fneater n uhr; Geisha 6raf v. Luxemburg Konc- 1 hea er Uhr: D«» Oreimäd-rUiaii«. "'Waltialln-'l tieaicr n. uiir: Ausrust der Starke Casino- Theater. Lothnagei Str..17.Tä}ii/''«8Ubi: Der Sct iajrer cter Spielzeit. Das neue Berlinef Voii.sstäck: Vater Knolle. Dazu erstklasjiK« ätieziallsit. Sonnt. Stuhr: DI« w.m« Uiine Wintgrgartsn tÖKlich y'u Uhr Srarl�t�orsteiluas Eintritt frell � V Lieban-Raharett= 5 Künstler-Diele Z Taubenstr. 3d.® ■ Ab 4 Uhr: Orchester von 6— 7V Uhr: I das grolle Programm. I Ab 7S Uhr: 1 anz. t CtM nn'iü'i'r Tu, UIm. IoH». Schcioliili. Ftii-CeMck, II. HETMPOL Hlirttt Belirenstr. 53-5S Dir. 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Dte wichtige Tagesordnung erfordert das Er» scheinen jedes«inzsinen Kollsgen. Mittwoch, den iE Februar ISIS, abends 7 Uhr: Versammlung aller Arbeiter und Arbeiterimien der Wageu» und Äarossericfabrilen ü> Haoerlands ZestsSlea, Reue Fricdrichstr. Zi� Tageeerdnung; Bericht über die Derhandiungen mit dem Schutzverdand für das deutsche Wagenbaupewerbe. Da» pünkUiche Erscheinen aller Arbeiter und Arbelterinnen ist dringend crsa.derlich. Di» Ortsverwaktungen. Trlltsihtr 5iilhbisSkr-!Stt!ili!!ö. ZstzlsitSt IM. Kurtoubranche. »o«aerStaa.»nt 27, Kedruae. utufiamutgO 5 Hin, Na Sdniahitbttfchea rtiec: zvmuustuiu, ll:iied«t:jir. S7.S6: Brüllchellyersammlung nOtr i. d. �erL lUrumrirrum.,'ilafifiir;««., Jtnrtominrm., >BJrUiinW-u.??nMch«ch»«I-iverrtcdcn drf.'ia anilglieöc.-. Sa»et ort, au n»: I.SetidJt»ei Siöuvteuwlmr.ti. 3. iSnhi eliiev'iraudienlcniinitiioa na» ShujltePct zur Ccrspciaialua« i i. Srnnienanflelej enddien." gmjahlrchs« Uquch«stacht«e CftUeOMtaa� y f