�lnZelprels 10 pfg. 0k«M n*»». �utttdüna n« tau» mi»H»(|- Katlt» l*% a# ttw«Wiu»\»#h#,ua«ou*«tunuft#% am �uAfOuua«um aarrnft»«*» a � CXI, tk i# i» aaa ttt»»'la,kHna«a. Patwllua««!,*.<•■|D|H O»»t»tno» flrrltk«Jt» t€(t)iftbanrrtAmni«t«1». Äuu«urdet tnoi tut toUb, S) l e Morgen-Ausgabe MI«» Wf«hn fcwn«mim Npf«„Kltm# aitjti«**» da»»nt«»A»u.ft» Mo?»»/i pL if0r»(nettrir Morl 20 Pf. leufTunas�uffblag SO 0)r Bei �dm'lcrn»«jf»0 t»er»nmmlunq»»nze'�en»dflf Ar» fort Inierate fü» Arn Aarauf» S|aa mü�en fpdtrNrn» b»« s Üb» aachimttaq» bfi Ar» Orpev,t»on amaeqeden frttk Exped.ttoui Verltn NW tt Schiftbanerdamm 19, Feruipcech«« Uwl Wart«»»tfSa BcvUnev-Organ bor Unabhängigen SttMömxoFratfc.Onit/tüfanöss Jahrgang 2 .;.~-;w'..»r. Zreitag, den 2S. Zedruar 1919 Nummer 106 Vor der Cutscheidung in Mnchen. Ler bayerl'che Rükelonzreß. Privattelegramm der.Freiheit'. M ll n ch r n. 27, Februar. Der Kangrcß der bayrrisihcn Trldaten-, Arbeiter- u»d Bauern. Käie hat heute den ganzen Tag getagt. Dir Debatten waren »um Teil Sußcrst he.'tig. Im Mittelpunlt der Brratungen stand »k Frage der lünftigen Berfaffung Bavcrn. Alb r» am Schlüsse »er NachmittazSsihung zur Abstimmung kommen sollte, stellt« eS iich heraus, daß 7l> Delegierte anwr'cnd waren, deren Mandate "st nachzuprbfrn sind. Jnsolxet, essen ist die« b st i m m u n g auf borgen vormittag 0 Ubr»erschabrn»vorden. Die Debatten de» Tage» brachten zwei große Reden. Am Bor- Mittag sprach der Ncchlssozialift L S w e n f e l d. der sich In ziem. 'ich scharfen Korten gegen die Politik der Sbcrt und Schcidewann m°»dte. Er will durchaus dir Beranlernng der Räte in der Ber- Jassung, doch bekämpft er die dauernde Diktatur des Proletariats, sie nur zu einer Berewigung de« BruderkampfeS führe« würde. Am Nachmittag sprach Dr. L e w i n. Im Gegensatz zu LSwrnfeld forderte er die rasche und endglilt'ge Aufrichtung, der Diktatur de» Proletariat», In Form der Anerkennnng de» Räte» ldsirms. Er ermahnte die Versammlung, nicht hintrrher zu '"arschirren, sondern dem Volke voran zu gehen. Ungeheure Ver- »ntwortung laste aus der Versammlung. Levln erklärte ausdrück- kch: wir»vollen Sie nicht terrorisirren. Rast Lewin sprach der llnabhängige Brehm au» Augsburg, »»r die Standpunkte von Löwrnfeld und Lewiu zu vereinbaren »Uchte. « Mllnchrn. 27. Fevrusr(BS. T. SS.) Die heutige Sitzung *'» Kongresse» der A.», B.» und S.-Näte beriet die Ber- Wssung de, freien BolkSstaate» ivahern. Hierzu lagen folgende �'chtlinien de, Zentralrate, vor: «» wird der cefsentlichkeit und dem Alterspräsidenten Dr. ««ger mitgeteilt, dah der Landtag au, Gründen seiner eigenen Sicherheit in Anbetracht der BolkSstimmung vertagt bleibe. Der »uiammengetretcue Lande,-Arbeiter-, Soldaten» und Bauerurat iuil den Untertitel provisorischer Nationalrat er» Saiten. Der Nätckongreß ist bi, zum Zusammentritt einer neu '"'äuC-cruf.nijcn gelehgebeiiiden Körperschaft Träger der ihm vom °rb-itendcn Boss übertragenen höchsten Gewalt. Er bildet einen 'lionSauzschuß und dieser wiederum den Zcntralrat. Bi, zum «usamincntritt de, Nätekongresse, übt der provisorische Zentral- '«t die gesetzgebende da» �ivmmen mit den Ministern die Grundlinien eine, poiliiiwen �kogramniS. Beim Zusammentritt de, Rätckongresse, legen der %'lösche Zcntralrat und der provisorische AklionSauSsch»b ihre zarter in die Hände de, Nätekongresse, zurück.— Ein weiterer w_____ Gewalt au» und bestimmt Ministerium. Ter provi'orische Zcntralrat entwirft Hammen mit den Ministern die Grundlinien eine, politischen �rogr......---- mm Piopjs %en �ntrog fordert unter Beibehaltung der im Amt verbliebenen ."»ister die Bildung eine, sozialisti'chen Ministerium,, an da, Landwirt,'chastSlninisterium au, Kreisen de, Daucrnbunde, "Skgttedert werden soll. . Vauernrai Gi-nderfer erklärte, die Männer, die am . November die Arbeit genicxcht halten, mühten sich wieder her- ° SU positiver Arbeit. Er fordert u. a. Abbau der Leben»- ,'Ucipreise. Höchstpreise für tägliche Bedarfsartikel und Tch.'*- |u"0 der Konservenfabriken, damit keine Konserven nach ganze Sand beschließt.(Starker Beifall der Mehrheitssozialisten.), Wir wollen alle, tun. wa, dem Prolctc» iat dienlich ist. und wollery e, zusammen führen. Wie Mehrhcitksczialisten wollen die Räte. und zwar in einem reicheren Ausbau als unsere Minister es< leider vertreten haben, aber wir wi-llen die Massen vor ungeheure»] Enttäuschungen bewahren. Die Räte als solche marschieren. und diesen Marsch kann keine Macht der Welt auf- halten. Bedenken Sie, daß, wenn e, gelingt, die Räte mit einer wahren Demokratie, wie sie Kart Marx vertreten hat, zu ver- binden, wir der ganzen Welt ein Beispiel geben und die Vor- tämpser der ganzen Welt sind. Der wahre Revolutionär ist nicht der, der die radikalsten Anträge stellt, der am meisten schießt»nd droht, sondern der. der Werte schafft, die über die nächsten Mo- nate hinan, dauern. Die Sitzung wird bi, Nachmittag unterbrochen. L?r Avlk nach links. München, 27. Februar.(Eig. Drahtber.) Es ist heute . abend eine SR i s o l u t i o n eingebracht worden, über die morgen früh abgestimmt wird und wodurch der Rätekongreß die Souve- ränität de, Volke, erklärt, und solange bleibt, bi, alles, was das Boll will, durchgeführt wird. In erster Linie wird«ine große Wohnungsreform erfolgen, eine weitere Reform auf dem Gebiete de, ErnährungSwesen, und der Justiz usw. Sfiendarer ZMeroll. Höher und höher branden die Sireikwellen. Ein Ort nach dem anderen, eine Arbeiterschicht nach der anderen wird in den Strudel hineingezogen. Die Bewegung ist nicht organisiert, die Arbeiter handeln zu einem großen Teil unabhängig voneinander, und doch wird die Bewegung immer allgemeiner. Tie Regierung weiß nur mehr ein Mittel, die Gewalt. Aber lnas nützt sie? Gerade die Ge- waltanwendung vennehrt das Uebcl. Eine Zeitlang mag wieder„Ordnung und Sichel heit" Herrichen, aber die Er« fbilterung der Arbeiter wächst, die rechtssozialistische Partei verliert ständig an Einfluß und in kurzer Zeit ergreift neue tlnrnhc die Massen. Tie Bewegung, die wir gegenwärtig erleben, ist von dyr Ncgierung in der törichtesten Weise provoziert wo» den. Seit dem Beginn der Revolution erwarten die Bergarbeiter die Sozialisierung des Bergbaues als eine Selbstverständlichkeit. Slber die Regierung hat nicht das Geringste getan, diese Erwartung zu erfüllen. Als die Bergarbeiter im Ruhrrevier zur Selbsthilf« schritten, mußte sich die Regierung zu Zugeständnissen bequemen. Im mitteldeutschen Braunkohlcnrevier aber hat sie in der Frage der Zechenräte die Arbeiterforderungen unberücksichtigt gelassen und damit den Streik hervorgerufen. Zunächst glaubte die Regierung rasch damit fertig Auabhänglge Mehrhelk in Sokha. vn." r eingetrclen. Da« große Problem, so fuhr er fort, da» kabi.0,?1" doNiegl. ist: Wie wird sick, der Uebergang au, der � Pitokiffifcsien Gesevsclast in die sozialistische vollziehen? Daß f kapitalistische Gesellschaft beseitigt werden muß. darüber sind Ul" olle einig, und darum sind wir Mehrheit, soziallsten zb"" dafür, daß die Einheitsfront de, Sozialismus gegenüber ü:"ap'lolismu, hergestellt wird. Wir fürchten, daß den An- Ji0h9ctn der Diktatur die von ihnen angewandten Mittel über den IpZJ wachsen und diese Mittel sckließlick» Sclbisiqweck � ew Und ungeheure Erschütterungen anrichten, wie lo*.. Niss-sche Bolschewismus. ES wäre zweifel- DiNatur, wenn die ktclnste Gruppe mit dem rovuftesten lolla � und dem größten Maul d'e Massen beherrscht. Ma» ** München doch nicht durch Massenversammlunzen »a»«. Tee SV- b!« 40 jOO Arbeitslosen haben nicht allein kam sich»is Proletariat und Volk zu betrachten. ES w> aus ha,«nw Land an. rt kommt darauf an,«ad da« dem besten Wege. E, gebt keine wesentlichen Unter- fortgegangen, die Eisenbahner hoben sich ihm angeschlossen, schiede mehr. Der äußerste linke Flügel wurde heute z. B. ganz Sachsen ist von ihm ergriffen. mit sehr großar Ruhe angehört. Bei den Mehrheltsfozialistrn Unö noch mehr. ES ist selbstverständlich, daß eine so hat ein sehr großer Ruck«ach link, stattgefunden. Die Atmosphäre große Streikbewegung unter den heutigen Verhältnissen der 2. Revolution wird im allgemeinen anscheinend überall klarer politischen Clsarakter annimmt und sich gegen die Regierung und deutlicher werden al, be, der erste». wendet, die immer wieder ihre Unfähigkeit zeigt, für die Arbelterklasse in i t der Arbeiterklasse Politik zu treiben. Tie Frage der Sozialisierung deS Bergbaues ist ja ein Musterbeispiel. Trotzdem sie seit den ersten Tagen der Gotha, 27. Februar,»ei den Wahlen zur G-thaischen Revolution brennend war. trotzdem der Rätekongreß ein- Landesversammlung erhielten die Unabhängigen 4 219 5, Mmmia hie sofortige Sozialisierunq des Bergbaues ge- dir Demokraten 17 92«, dir Deutschnationalrn 12 523, bi« mit fordert, hat die Regierunq nichts Wesentliches getan. Und das den Deutschnationalcn verbundene Liste Gräbel sRechrtwirt- Wenig?, was sie getan hat. hat ste sich erst von den Berg. schaftler) 3261 und die MehrheitSsozialisten 7530 Stimmen. Fiinf arbeltern abringen lassen. Trotzdem die Sozialtsiernngs. Ortschaften sehten noch. Infolge de» Generalstreik, ließ sich da, kommtsiion schon vor Monaten der Regierung empfohlen Wahlergebnis äußerst schwer und langsam seststellru. E» werden?otte. Wenigstens prinzipiell die Ucbernahme aller Boden- voraussichtlich entsalten auf die Unabhängigen 10, Demo- in das Eigentum der Nation zu verkünden, hat die traten 4, Deutschnationalen 4 Sitze, MehrheitSsozialisten 1 Sitz. Regierung es unterlassen. Jetzt hat die Sozialisierungs. kommittlon der Regterung einen Plan für die Sozialisierung des Bergbaues übergeben, der vielleicht eine brauckchare Grundlage für das sofort nötige Handeln bieten würde. Die _...,_....... Regierung hat den Entwurf bisher noch nicht veröffentlicht Bern, 27. Febrlmr.Tte„Neue ZiircherZettima teilt und es besteht Weng Aussicht, daß wirklich endlich etwas zu den vom 10. bis 22. Februar ln Bern zwnckten Vertretern Entscheidendes geschieht Deutick,-Böhmens und der Fn�nte stattgesundeiien Ver. Und so werden die Dinge fortgehen, wird die Unruhe Handlungen über die Zu Fünf Den>.'ch-Vohm ens solaendeS der Aibeitcrickjaft wachsen, das wirtsckBstlick>e Chaos zu- mit: Die amerikanische Tclcgatlon bet�r Wirttchaftsvorkon» nehmen, bis endlich die Arbeiterklasse in ihrer Gesamtheit fercnz stellte nach Anhoriir« der �icksch.�bmnchen KommN» sesbst die Wahrheit begreift, daß nur eine entschlossene, ziel sion den Antrag, dos? die Zutciluna Dnitsch-Bohmens an klare sozialistische PoUtik die Situation noch retten kann den tsckiechoilotvaklichcn Staat wlanae in der schwebe Denn der SozialisiiiuWallein»nd nicht die elende Kompro Die Zukunft Deutfch-Vö'Meus. nehmen, bis endlich die Arbeiterklasse in ihrer Gesamtheit ....... v-�",----------- Mbst die Wahrheit begreift, daß nur eine entschlossene, ziel» sion den Antrag, dos? die Zutciluna Dnitsch-Bohmens an klare sozialistische PoUtik die Situation noch retten kann. den tsckiechoilowakiichcn Staat wlanae in der schwebe Denn der SozialisiiiiFallein und nicht die elende Kompro- bleibe, bis emc o l k Sa bst. m mw ng statwcs.mden„.jßlcrei. die jetzt an der Regierung ist. kann Deutschland habe. Die amcrikanliche Delcaation setzte sich encrailch dafür no h retten. Die Koalitionsregierung steht heute schon am ein. daß die Abstimmung in Deutich-Bohmen durch keiwe, Enjde ihres Lateins. Mag auch die Gewalt sie eine Zeitlang Propaganda weder von Hck)echischer noch von deutscher««,te„och am Ruder erhalten, politisch und moralisch hat sie heute beeinflußt werde, sie beautracste zu diciem Zunicke, daß schqn abgewirtsckxiftet. das aeiamte Gebiet von Tcutsch-Bobmen vom Böbmerwald Die Entwicklung hat sich genau so vollzogen wie Wir bis Troppau von amerikanncncn und. engliick'en Truppen«s hier vor mehr als einem Monat, als der erste Plan einer besetzt werde. � Dieser amerlkaniickie Vonchlag wurde von- Koctlisionsre,i>eriina auftauchte, voiailsgesaat haben. enaNickuir Seite«ntcrstntzt und ichtleßlich nach einigem Eine solche Rcaieriing, schrieben wir damals, wäre ab. rsögern von Frankreich anaenomnwn. i solnf rezierunastinfähig. Glaubt man denn, daß die I Arbeiterklasse, die nach dem.Zusammenbruch des alten Ge- Ein Ansang. I waltjastems endlich„MI Bewiißtseill ihrer Macht aekoiiinien \. a«'>t- fickim znteben wurde, wie das Bürgertum wieder mit Budapest, 27. Februarc Konlitionsrcniernnz leisten würde, nur ersolgra. di» unke tlvollstenFolgen haben könnt«. Wenn der sozialistische Neuaufbau nicht von der Ren» frole aus vrraiinftia. aber auch mit aller Energie in An» jariff aenoiuincn wird, dann wird sich— und da werden alle Reden und selbst die Gewaltpolitik eiws Noske nichts danan ändern— die Alcheiterschast nicht zurückhalten lassen, übter» all selbst vorzuael>en. Und dann bekämen wir nicht Sozialismus, sondern einen wirtschaftlichen SvndikaliS- muS. der ein Unaliick wäre. Die KoalitionSreaieruna würde ia versuchen, m i t allen Gewaltmitteln dem entzraenzutreten. Aber das würde nur bedeuten, dah die deuti6>e Wirtschast vollgndS ruiniert, neue Wirren heraufbeschworen, der Brudermord verewiat wird. Wenn die Eberl Tcheidensann und Landsbera meinen, ihrer Neaieruna durclr KeranzieSuna von Büiaerl�chen aröszere Sicherheit aelvn zu können, die sozialistische Neuerdnuna vertonen und in aller Ruhe dis rein demokratischen Errnnaenschaften befestiaen zu können, dann aeben üe sich einem schweren und verhänansSvol- l e n Irrtum hin. Dirse Politik würde nur neue# Unheil heranshcschwören. die Kämpfe in der Arbeiterklässe selbst ncxh erbitterter aestalten und die Gefahren der Geaen- vevolution in nächste Nähe rücken.... Wir Unabhanaioen Toztasdemotvnten erbeben mit allem Nachdruck Einspruch aeaen dies« Politik der rechtssoziulistischcm Führer, und wir wa r n e n all»' Arbeiter. ihnen auch noch auf diele Bahn, die zum Abarund führt, zu folaen. Unsere Warmina ist damals unaehört verhallt. Unter» dessen Häven die Ereianisse aewrockien. Kostbare Reit ist versäumt worden, und eine Lebenssraae ist e«. dak lebt weniastens nicht noch mehr Reit verloren wird. Es wird immer deutlicher, dah die Arbeiterklasse selbst em ent» scheidendes Wort sprechen muh. Wie die Dinae beute lieaen. aibt es dafür nur ein Orqan. den allaemeinen deutschen Räte» k o n q r e h. Ter R e n t r a l r o t must sich saarn. dafi der Zeitpunkt de» RusanrmentretenS de« Rätekonaresfes nickt bis zum 25. März binauSa-c schoben werden darf. Denn G e f o h r i st i m V e r z» a e. So wie bisher kann eS im» möalich weitergehen. Die Politik der Neaieruna wird von Taa zu Taa imertraalicher und aebiert immer neues Ver» derben. Die Gewaltpolitik steht vor dem Bankerott, und eS ist die höchste Reil dak die Arbeiter» Haste endlich diele Politik liauidiertl Amfichgreifen des Slreils. Leipzis, 27. Februar. vormittaqS XH Uhr.S Börnsdorf: nach Lüden. Norden und Wehen ruhi er vollständig. Seit heule miuag 12 Ubr Gegen st reit d er Bourgeoisie. Die AmtShaupsmanw- schaft Lcipzig-Land hat ihren gesamten GeschästSbetricb eing*- stellt, auch d-ic Lcbcnsmitlelabieilung. Die Beamten auf dem Schlachthof haben die Arbeit eingestellt. Die Beamten der Ort». krankentasse wollen streiten und morgen die Auszahlung vo» Krankengeld verhindern. Eine lllcihe von städtischen Beamien streiten ebenfalls: Polizeiosfiziere und Feuerwehrosfiziere.. Die StreitleiUing Leipzigs wird mit Gegenmastregeln vor- gehen. Sie wird die nach Leipzig kommenden LebenSmittelzitge dir von den tkisenbabnrrn laut Beschluß»esvrdert ive.den, durch die Grnäliriingskommission der Streikleitung ausladen, und dir Lebensmittel ausschließlich der arbeitenden BevSlkerung z«> führen lassen. Sie wird die AintShaup.mannse zu nehincn wegen militäril'ckier Maßnobiuen. Man erkannte den General und eine, große Menne sammelte sich an. die stän- dig wuchs und eine drobendc' Haltung annerbm. Der Gene- ral sah sick genötigt, zu seinem persönlichen Schutz den Arbeiterrat anzurufen. Jetzt ist alles wieder in bester Lrd- nuna. und der General Maerkcr hat versprochen, keine Truplvn wciter nach Erfurt zu senden, wenn der Arbeiter- rat für Ruhe und Lrdnuiia sorgt. In N o r d h a» s e n findet beule abend eine Konferenz statt, die zu dem Generalstreik Slellung nehmen wird. Die Eisenbahner sind ein- stimmig für den Generalstreik, während die Kaliwerke eine Urabstiinmung verlangen. Durch die Urabstimmung kann ein �ndgülliaer.Beschluß erst Sonnabend aefaßl werden. Alagdcburg, 27. Februar, mittags 12 Uhr. sEig. Drochl. berichi.) Ein Teil ber Betr'ebe streikt bereits feit g. stein. Dn# Militär ist vorläufig neutral dein LiOik geizenüber, wird gcher gegen Plünderungen vorgehen. Bei poltprschen Streiks wirb es nicht einschreite». Heule»achniiltag um 2 Nhr findet eine Be- sprechung der Mehrheiissvz'olisten. der U. S. P. D. und der Kommunisten mit den GewerkichafiSvertrelern statt. KlinigSberg, 27. Februar.(W.?. B> An dem heutigen eintägigen Teinonstraliontstreik der hiesigen Arbeiterschaft beteiligen sich auch die Bclricbe de» Elektrizitä!»- und Gaswerke». Die Zeitungen erscheinen nicht. Die tage im Suhrrevler. Essen, 27. Februar, 12 Uhr mittag« fSig. Drahtber.) Hier ist alle» ruhiz. Tie Wafsenabgabc hat stangciunden. Ebettso in Mülheim. In B o t l r o p, wo die RegierungSiruppen noch find, streiten die Bergarbeiter, wen di« SiegierungSiruppen noch immer dort hauscn. In Oberhausen w rd noch gestreikt, weil die RegieruiigStr uppen noch da»nd. Sonst ist alle» ruhig, auch die Wasfenabgube hat staltgesanden. In Hamborn ist die Situation sehr unzetlkk«. Heute findet eine Sitzung mit dem Generalkommando in Münster und den Arbeiter- und Sofdatrn- röten und den Gewerlschafien statt, welch« Klärung bringen soll. In Düsseldorf find ganz verworren« Zustände. Bochum und Dortmund wie Essen. Die Lebensmittel sind im Rhein- land außerordentlich knapp Wenn nicht bald Besserung eintritt. sind erneute Unruhen zu erwarten. Essen. 27. Februar. Vfe8 Uhr.(Eist. Drahtbericht.) Durch Telegramm hat das Generalkommando mitgeteilt, daß der gesamte Telephonverkehr für das Industriegebiet unter- brachen wird. Düsseldorf, 27. Februar. Der Arbeiterrat beschloß den neuen verscksärften Generalstreik zur Erzwingung der Be- Zahlung der Streiktage. Drei Mitglieder de« Arbeitgeber- Verbandes wurden im Zellengesäiignis Derendorf festgesetzt. Die Theater, Hotels und Caf a l i st i j ch e n Arbciterräte für Groß» Berlin wurde folgende Entschließung gefaßt: Die kommunalen Arbeiierräl« der Soziakdemokrattschen Partei Deutschland» für Groß-Berlin erklären, daß nachdem di« Stadt- und Gemeindevertretenvahlen auf Grund de» allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrecht? erfolgt und die Per» ivaltungen in Tätigkeit getreten find, ein Weiterbestehen dieser Rät« nicht mehr erforderlich ist. Sollen die sozialistischen Ausgaben innerhalb der Stadt- und Landgemeinden erfüssl werden, so ist e» von dringender Not» wendigkeit, daß die Erfüllung lediglich in die Hände der gewähl- ten Vertreter gelegt wird, da sonst da» Sel-bstv«rivali»ing«rechl der betreffenden Gemeinden schwer gefährdet, wenn nicht unter» Kunden wird. Da» Kontrollrecht kann lediglich in die Hände der am Ort« befindlichen politischen Organisa Ikonen gelegt werden. Betreffend die Einwirkung auf die Siadt» und Gcmcindevor. stände kann dirse lediglich von den gewählten Stadt- und Gc- incindevcrordnclen ausgeübt werden. Au» all diesen Grünben erachtet die Konferenz e» für zweckmäßig. daß, nach den oben bezeichnelen und vollzogenen Tai- fachen, die kommunalen Arbeiterräte zurück- treten und kommunale Fragen nicht mehr al» Aufgaben de» BollzugSrai» erachtet werden. Die Erkläruns der mehrheitSsovalistischen Arbeiterrät« ist insofern inkonseauenl. als sie. ungeachtet der Teinokrali- sierung der Gemeindevettretiingen. die Notwendigkeit eines Kontrollrecht« seitens der politische» Ö r g a n i- sationen anerkennt. Damit geben die MeHrHeitsiozia- listen z». baß sie die kommunalen Arbeiterräte als solche nicht wünschen und deren Abdankung fordern, obwohl sie auch jetzt ihre Kontrollfunklionen auszuüben hätten. Diese Jnkanlequenz deckt die eigentlichen Ursachen des neuen Vor- stoßes gegen die Räte aus, über den die morgige Versamin- liing der Groß-Berliner kommunalen Räte noch ein Wört» chen zu sagen haben wird. Die Vcrleieu des prnchi'chen tandlages. Die verfassunggebende preußische Landesdersammlung setzt sich nach einem amtliche» Verzeichnis wie folgt zusammen: S. P. D. 14A Abgeordnete. N 8. P. D. 24, Deutsche Demokraten 65, Zentrum 88, Deulschnalionale 60, Deutsclx Vslk»pariei 21. Deutsche Hannoversche Partei 7 und«in Mitglied der Schleswig- Holsteinischen LandeSpariei Die Muglieder de- Unabhängigen sozialdemokratischen Partei sind folgende Genossen: Frl. A r e n d s e e- Berlin, Ehriftanger, Zigarrenf-'brikant. EiSlebcn, Dr. Lohn. Rechtsanwalt, Berti,. H e n e> g Schciitleiier. Halle, A. Hoff« mann, Buchhändler, Berlin, Paul Hoffmann, Gastwirt, Berlin, grau John- Erfurt. K l a u ß n c r- Storkow. Ä l e i n> l p r e ch e r, Schriflleiter. Nordbauien, K l o d t. Gürtler. AdlerShol, Leid. Redakteur. Berlin. L> ch t e n st e i n. Rechtsanwalt, Hindenburg fOkerscblcsien), Ludwig, P-.crieikekrelär, Haz,n(WestialenZ. N e h r b o s. Schriftleiter. Eriun. Mrazel- .Kaufmann, Halle, O b u ch, RechlSanwoll, Düsseldorf..Dr R osense ld. NechtSonwall. Berlin, Sä misch, Parteisek- retär. Sck'keuditz b. Hille. Schlösser, Expedient, Mennel»- kirchen. Stöcker, Rcdakieui, Elberfeld, Dr. Wepl, Arzt Berlin, Windau. P-'rleise'retär, Zeitz. Witzk«, Lezzerhalter. Lichtenberg und Zeigler. Monteur, Breslau. RlacdonaZd zu Eieners Tod. Amsterdam, 27. Februar Im..M a n ch e st e r G u a r- d i a n". schreibt R a m 1 1 y Macdouald anläßlich der Ermordung EisnerS, wenn man in Poris überhaup« etwas von Staatskuns! verstehe, so werde man über d« wahre Baöeulung des in Miincbeu Gescheheueu nicht hinweg' sehen. Eine der dringendsten Fragen sei die Festsetzung der allgemeinen Friedeusbedingungen. damit die Geister l" Mittelruiopa sick) mit anderen Gedanken bcichältiarn könm ten. als mit denen des Chaos im eigenen Lande. Macdonalk weist aus die Möglichkeit hi». daß die Regierung Schc-de» mann von einer revolutionären Regierung verdrängt werden könnte. Nur ein Verbrecher könnte eine solche Fortjetziing des Krieges mit leichtem Herzen und einem Achselzucken mit- ansehen. Gerade jetzt wäre eS leicht, der Rajerei Einha» zu tun und das Opjer Eisner zur Rettung der Welt zu M*' wenden. Der neuerskankeue ReichslÖienveeband. .Bürgerliche glugblatlzentrale' heißt du Firma. Sie versendet e n Einpfehlungsjchreiden. in d«m e» u.»- heißt: »Solang« die Sozialdemokratie bei den Wahlen nicht üb«' ein« absolu.e Mehrhe» verjüg, kann dos douiich« Bürgel' tum noch gerettet, der Zusammenbruch der d u.fcben Pol'»' wir schZit noch verhindert iveode». Dezu ist drin zen» nötm- d i e Arbrilerschoji im bürgerlichen Scnnt zu b e e> n s l u j s e«.... Der zwcckniäf'.igfte Wcq, die Wirtschaft!'ch sch'vaihen Voll»' lreise zu bee nflussen, ist der direkte Versand von Ziugblätierf durch die Post. Der Weg ist bei großer ArbeiderzoHi fpieiig, aber er furrt am ebenen zum.ziel, �rio-nail der klei"� Mann ein Fliy-blali im Briefumschlag in feine Wohnuns zugefand, dann ist er während der Lti.üre der Dee nilussuils durch andere en. zogen. Er und seine gnm lienmi.gliedcr lest'' gewöhnlich aufmerl|Om die Fluzblä.ter durch. Sie lönnen nich' aus oinmai wirken, ober nach und»ach wirle» sie doch. Der.R r i ch» v e r v e> n o gegen die Sozial' d« pi o t r a l i e" hatte diese» Lhslem eingeführt und vor dew Wellkr e,'« alljährlich an Hunder..auscnde von Ardeiier adresse» Flugblätter ubgeschickl. Da sich nun der.'I!e chSverbnU' g. d. S. aufgelöst hat, will dies« Seite seiner Tätigkeit »B u r a e r l i ch e Flugblailzenlrale" ausichlieb!'� übernehmen.... Sie beginn! mi. Zlugbläi.ern gegen den schewiSmu», zunächst da» Dringendste. Fiugblät.er über andere Gegenstände werden folgen.® Dache ist so gedacht, daß die Arveiigeber die Kasten der Flu»' flatter, die Persendunn uich Frankatur tragen." Banz so einfach, wie sich dieje edle Gesellichast da» vorzU' stellen scheint, ist e» ja nun«ich,.die wirtschaftlich schivachc« BolkSkreiie zu beeinflussen". So leicht wird sich geeenwärliz ei" Arbeiter von den Lüzenilugblättrrn dieser Herren nicht einfangtf lassen. Aber e, ist lehrreich, zu sehen, mit wa, für M'Iicl" die ü brgerlichcn Parteien arbeiie». Dieselben Bürgcrlichk»' mil denen die Herren Rrch»«sozialis,en Arm In Arm gehen. Auch da» diese Lügenkabrik mit Flugblätter» gegen " Bolschewismu».beginnt", ist bezeichnend. Da» ist zun.ichft .Dringendste", wie sie jagen. Und«a» kommt nachher» Sturm in Weimar. $lf Woaen her Sireifbnwquna. die Weimar von der Umwelt fast vollständig abgeschlossen haben, haben die Rnl»? der Weimarer Herren emfindlich gestört. Sie ahnen, das, sie vor wichtigen Ereignisse» stehen. Da sie nickst wissen, was der nach.ite Tag ihnen bringt, suckvn stc die Verhandlungen r" s e» e I den II So,.). Wir wissen, dast russische»aenlen und russische» Gesti au» bei der setz! Im Lande in S�ne gesetzten Bewegung eine stolle spielen. Wir selbst würden Verbrecker an unserem Polte '»in. wenn wir nickt dafür sorgten, dast diesem Verbrechertum ein fl V&�Vrr.sT O* Soz. st Dast ick den Streik provoziert hätte. st eine glatte lln w a b r b e i t.(Nnrube b. d- Boz.) Ansang .larifi, ist ji 'ebrocken(Lacken b. d. Soz.) Der R»d»er verliest e>n lä>igere» tlngh'a't an? der Streikbewening.(Lebbofte Schlustruke.) Ter «lbg. Tbiele bat arratw," hem'e'en. dast hie V o ck! v i tze! w i r t» ck o t, nrn oben herab helckeben wird.(Widerspruch h�d� Soz.' nJ'i*iimmTßZ,bCM sind: ""'»(/'««„»m» l»»»e""•»Mnjlnc«Nil- WMMM mi, Maschinengewehren und Haadgranatenwerfern kwsetzt stnd Ä'l�n•ÄTSÄeiW*«» I. e«. W hoc eiiibernkcnen Delegiertenversammlung gksast« wokdcn. d e ZV ÄkS sstrÄrÄ'fÄÄ die ungeheure Mehrheit der Berparbelterlwlegierten gegen den Genera Ist reit war. Von 520 Vertretern vcrltcsten 814 die Konferenz. weil ibnen die A''st'm'>i»iig ü--r einen Anlnao wgen den übereilten Mülhcimer Beschlust unmöglich aemachl wo»en»ar. Mit nur 170 Stimmen ist dann der unbeschränkte Generalstreik beschtz'sstn �£o3).„„f Jenaer Parteitag von 1013 bat die Lozioldemokrati«»«« M a s s« a st r« t k ausdrücklich als politisches Kampfmittel in ihr Waffen» arsenal ausgenommen. Es wäre doch unmöglich gewesen, im Ruhr- revier die Massen der Streikenden im Stich zu lassen. sAba. Htie: Sie wollten ja aar nicht streiken!). Heute billigen es die Re- gierungssozialisten, wenn gegen Streiken de Maschinen» g e w e h r e aufgefahren werden(Lauter Widerspruch und stürmt- sche Unterbrechung bei den Soz.). Präsident Fehrenbach: Ich bezweifle, dast da? deutsche Volk an diesem Vormi'tag seine Freude hat.(Sehr richtigl) Es wird jetzt überhaupt nicht mehr zum Wchrgesctz geredet, weil Herr �ro-e andere Fragen angeschnitten bat. Ick»"G* in Zukunft die Ordnung de» Hauses strenger handhaben(Beifall). A>bg. Dr. Yohn(fortfahrend): Minister NoSke bat die Unwahrheit gesagt, wenn er bestritt, dast die Verpflegung der Weimarer LandeSjäger besser(ei al» die normale mobile Verpflegung. Was dw Bebauvtung betrifft, ich hätte russische Gelder empfangen, so Hab? ich diese Dinge in meiner ö-sentlichen Erklärung vom 2ss. Dezember in der.Freiheit" vollständig kla'- aestcllt. AIS am 5. November der ru-'sische Botschafter Josse die Aufforderung erhielt, Berlin zu verlassen, übergab er mir al? Recktsbeisiand der Dackchaft ein" runde Midiem, nm die Ge'okwr der dreihundert Angestellten der Botschakt weiter zu bezahlen(Auch für Eickborn I Sehr gut!) und die übrigen Verpflichtungen der Botschakt zu decken. 10'' M'lsioren Anbei, die bei Mendelssohn lagen, sollten für die Unterstütz»»« der russischen ge-anaenen stivilverwncn verwandt werden. Ich bedanre. dast ich höchstens öOOA) Mark für politisch» Zwecke, iür Flugblätter«iw. ver» wenden konnte: nur zwei Zeitungen bade ich einen kleinen Be- trag gezahlt, damit sie sick eine Maschine schneller anschaffen konnten. Haben denn die bürgerlichen Parteien und die Mehr- steitS-ozialisten ihre Vergangenheit veroess-n? Mit beut- schem Geld? sind Iren zum Bruck ihre? Fahnen- rides verleitet worden. Durck meine Hände' ist kein russisches Regierungsgcld geOossen, Joste bot mir nur Parteigeld gegeben.(Laute? Gelächter.) Wer in d-eier Sacke noch geoen mick austritt, ist ein Lügner.(Beifall b. d. Soz. Un- ruhe u. Widerspruch b. d. Mehrheit) Rrick)» minister NoSke: Da» o!te Heer ist unbrauchbar ge. worden, wir mustten Freiwilligenverbänoe aufstellen, Herr Tobn aber, dieser OrdnungSsrerrnd, kennt kein eifrigeres Bemüben. als die Truppen vor dem Linde, besonders vor der Arbeiterschaft zu diskreditieren. Hur Cohn und seine Freunde wollen der Regie» rung jede Waffe au« der Hand nehmen; ia Berliner Bersamm- lungen haben sie den Eintritt in die Freiwilligenverbände propa- gert. damit sich eine» Tage» die Gewehre umdreiien. und die Frei- willigenvrrbände auseinandergesprengt werden. Tie Tatsache sieht lest, dast Joffe die Parteifreunde de» Herrn Cohn Haase und Barth als Lügner gebrandmarkt bat, well sie in Abrede gestellt baden, russische Gelder in Empfang genommen zu haben. Dle Tatsache stesit fest, dast Haaie hinterher erklärt bat, er sei ein so harmloses Gemüt(Heiterkeit), dast er angenommen habe, dast dt» Hundertlausends den Ma-ck die in>ie Niub? Rarst-S gslert wurden, von deistfchen Kavitnsiften gegecken worden feien, auSge- rechnet zu dem Zweck, damit ihre Arbeiter ihnen den Hals»m- dvr'hen.(Eiregte Zurufe bei den U. Soz.! Das hat er nicht ge- sagt, da» ist eine Lügel— Präsident Febrenbach ruft den Abg Cohn wegen diese» Zurtiss zur Ordnung 1 Ein Porwurf. der von Herrn Cobn kommt, trifft mick nickt.(Präsiden! F e h r e n- buch: Herr ReichSwehrminstler. auch diele Bemerkung einem Mil- »livde des Hause» gegenüber ist unzutzisig. ich rüge Sie.) Haas? ha' erklärt, dast er niemals russisches Geld in Empfang ge. nommen habe. Daran habe ich nie gezweifelt, aber nnbestri'.ten ist. dast Barth russische Ge'der in Emvsang genommen bat zur Entfach, mg des Bürgerkriege» in Drn'sckwnd. Nun krage ich diese Gemütsmenschen da drüben(zu den U. Soz.), die un» immer minder ein»n Vorwuri M'cheu. wenn wir vor d»r Gewalt nicht zurückschrecken: zu welchem Zwecke habt Ihr damall den Arbeitern die Pistolen in die Hand gegeben? Die Pistolen waren mit russischem Gclde nngeknift, doch nur zu dem Zweck, gegen die eigenen VolfSgenossen den Kampf zn führen.(P'uirufe.) Und da kommen Sie setzt und machen un» einen Borwurk darau«, dast wir versuchen, die grosts Masse der Bevölkerung vor Gewalt zu sckützen. Da? ist ein Mast von Heuchelei, wte e» krasser und toller gir nicht gedacht werden kann. Di« Herren von der unabhäuglgen So-ialdemokratie möoen sich wenden und drehen, wie sie wollen: die Empfang. nähme diese» rttssiscken Geldes und feine Verwendung ist ein so peinliches Kapitel für sie, dast sie niemal? imstande sein wer- den, sich vor dem deutschen Polte dafür zu rechtkerligen.(Beifall.) Ein Schluganlrag wird angenommen. Abg. Jmbusch sZ.) stellt in persönlicher Bemerkung fest, das- von den Hnr.derttausenden von Mitgliedern de» christlichen Berg. arbeiterverbandeS nicht ein einziges für den Streik gewesen Ist (Hört, hörtl) Abg. Braun(Soz.): Von einer Unterstützung der russischen Revolution durch deutsche Par'etze.der weist ich nicht».(Abg Frau ZIetz: Welch kurze? G e d ö ck t n i» 1) 1005 handelte e» sich nur um die Unterstützung der Opfer der Revolution, nach- dem der Zarismus die Revolution niedergeschlagen hatte (Hört, hört!) Abg. Dr. Sohn(Soz.): Do» war selbstverständlich nur ei» Vorwand. Ich war Vertrauensmann der Parte, und über mein Konto ist da« Geld gegangen (Hört, hört I b. d. U. Soz.) Mich ehtt da« Vertraue». damals der Deulschrn unp jetzt der Russen. Abg. Braun: Bestimmt war das Geld für die Opfer de, Revolution, aber e» kann ja se n. oast Dr. Sohn e»»u anderen Zwecken venoendet hat. ssebr- utl) «bg Dr üobn(II. Soz.): Dal war selbstverständlich nur ein ilon selbst, später für die Opfer der Revolulion.(Widerspruch b. d Soz.) Sckäml euch doch nickt eure» früheren Anstände». Tie heftigen A-uSeinandersetzunge« zwischen den beiden sozialdeino'rat'schen Fraktionen gehen noch eine Weile weiler. Da» Webrgcsetz wird in dritter Lesung gegen die Stimmen der Unabhängige» Sozialdemokraten angeilpmuten. ♦ Die Vorloge wegen Z» l a, s u n g von H! t i# m i t g>> e. der» zum Patentamt wird in allen drei Lesungen an. genommen. E, folgt da, Notgesetz für Ttsost-Loihringen Tie Vorlage will für die Matznahmen zur Abhilfe dringeudei Notstände eine Recktsgrundlage schissen. Da» Gesetz wird angenommen. Hierauf wird die Sitzung vis'M Uhr nachmittag» unter. brachen. N a ch m i t t a g« s i tz u n g. Zur Beratung steht' da» UebergangSgesetz. Anträge der deulschnationalcn Voltspar', i fordern die Aus. Hebung de? ErmächÜoungSgesetzes und»ine möglichst WOW gehende Eiuschränkuna des BerordiMtigsrcch'es.— Anträge der llnab- hüngigen beztoscken eine E nschrän'ung der Rechte de« Reichs Präsidenten und des S'.aalenausschussaö.. Reichsjustlzministcr LandSberg wendet sich gogen dies« An- träge der deu.schna'ionalen Volkspartei. Abg. Becker-Nassau(Zrntr.): Der Tendenz der Vorlage stimmen wir zu._,.. ReichtarbeilSminister Bauer rechtfertigt den Erlast der Krankenkasienverordnung. S-i« war dazu bestimmt, vine Anzahl arbsiterfeindlichen Bostlwmungen. die bei Verabschiedung der ReichsversicherungSordining in da, Krankenkasiengesetz hinein- gekommen waren, wieder zu beseiUge» und Wendel sich gegen den Miiuuiinin iiKircn, ö« � f. ui,u«v.. Antraf,«bläh« daß alle � Verordnungen, dk nach dem 10. Februar erlasien sind, ungültig sind. ""U---- u Abg. Dr. Zoephel(Dem.) befürwortet dle Annahme de« '"'«(�«orniuth(Drutscknot. Vv.): Di« Materie bedarf durch- au» kommisiari scher Beratung. Abg. v. Marehky(Dt. Bp.): DaS Gesetz ist ein Versuch, dÄ gesetzgeberischen Akte der Revolution zu legalisieren. DaS« ipt! cht der Reichsminister Landsberg von einer gelungenen Revolution. Wir erkennen ein Recht zur SIevolu» tion überhaupt nicht an.(Lackfen b. d. Soz.) Auvh Sie (z. d. Soz.) erkennen ja eine Revolution nicht schlechthin an, son- dern nur di« Rechte der Revolution, die Sie selber gemacht haben(Sehr gutl rechts), od« vielmehr die Rechte der Nevolu» :ion, die Sie gemacht zu haben s'ch selber ein- bilden(Lacken und Widerspruch b. d. Soz., Beifall b. d. Unabh. Soz.) Die ganzen anderen Verordnungen müssen erst gründlich nachgeprüft werden. Wir fordern Ausschustberatung für da» Gesetz. ReichSsustizminister LandSberg: Ich habe nicht erwartet. dast der heutige Gesetzentwurf zu hochpolitischen Reden führen würde. Die Revolution wird sich ruhig gesallen lassen, dast sie von dem Abg. Maretzky nicht anerkannt wird.(Sehr rich- tig! b. d. So») Nur die Geschichte vollkommen lebensunfähiger Völker ist frei von Revolutionen. Die NeichSregierung ist vom der Absicht geleitet, die RecksiSstzherhei! möglichst bald wieder herzustellen. Ich bitte daher, von einer Ausschustberatung ab» zuseben. Abg. Dr. Cohn(N. Soz.): Wir haben wichtige Bedenken gegen den Gesetzentwurf. Er Hai tatsächlich einen höchst politischen Charakter und will den Verordnungen der VolkSbeanflragten den Makel der unehelichen Geburt nehmen. Es ist jetzt aber noch viel zu früh, von einem Abschluh der Revolution z» sprechen. Die von der Regierung beabsichtigte Kodifizierung konnte leicht zu einer Mumisizierung der Ncvolulionsergcbnisie führen. In Bremen erkennt da? Gericht die van den Volksbeauf- kragten vorgenommen« Aufhebung der Siesindeordiiung einfach nicht cm.(Hört! Hött! bei den U. Soz.) Wir können nicht ohne wri'eres die alten NelchSgcfetze bestätigen, z. V. das sehr reform- bedürftige Sirafgesctzbuch.(Sehr richtigl bei den U. Soz.) D l« wertvollen ersten Verordnungen der Volksbeauf« iraalen dürfen nicht einer Zufallsmehrheit- der Nationalver- lammlung preisgegeben werden.(Beifall bei den U. Soz.) Ein ZenIrumSantran will den Entwurf Gesetz werden lasten, die einzelnen Verordnungen der VolkSbeanflragten aber verschie» denen Ausschüssen zur Nachprüfung ütrerweisen. Abg. Giebel(Soz): Die Revolution wird Ihr Recht und ihren Weg behaupten trotz der Herren Maretzky und Genossen. Di« Bedenken des Abg. Cohn teilen wir nicht. Abg. Ablaß(Dem.): Nach den Ausführungen des Reichs- Ministers Bauer kann ich meinen Antrag nickt aufrecht erhalten, dazu veranlastt uns vor allem die Gofahp, dast sonst da* Wechsel- moratorium morgen ablaufen würde. Wir beantragen deshalb jetzt, dast alle nackt dem 10, Februar 1919 erlassenen und publizierten Verordnungen gültig fein sollen, dast wir aber jeden Tay die Möglichfeit haben, unzulässig« Verordnungen aufzuheben. Abg. Behren» kDt.-Notl. vp.): Die Verhandliing bewetst lediglich, wie notwendig Kommissionsberatung ist. Damit ich sieht die 1. Lesung. Kommissionsberatung der Vorlage wird gege« Deuifchnationole und Unabhängige abgelehnt. Aus einer grossen Reib« von Einzelabstimmungen geht schließ- sich§ 1 in folgender Fassung hervor: Die bisherigen Gesetze und Verordnungen de» Reickes bleiben bis auf weiteres in Kraft, soweit ihnen nickt dieses Gesetz oder das Gesetz über die vorläufige ReichSgewalt vom 10. Februar 1919 entgegensteht. In Kraft Reiben oder treten auch die von dem Rate der VolkSbeauktragten oder der Reichs- regicrung erlassenen und verkündeten Verordnungen. Ein Ver. zeicknis bieler Verordnungen ist der Nationalver-ammlung inner m\b der Frist von einem Nonas nach dem Inkrafttreten dieses GeietzeS vorzulegen. Eine V e r o r d n u n g ist von der Reichs, regierung ausser Krakt zu setzen, wenn die Na, tlonalversammlunn diese innerhalb dreier Mottaie n«d( dem Inkrafttreten diel«? Gesetze? be-ckliesst. Das Verzeichnis ist im RelckSanzelger zu verSffentlickwn. Verordnungen, die i* diesem Verzeichnis kehlen treten ausser Kraft. Der Antrag Gröber-Maver-Becker wegen der Nachprüfung der Verordnungen in 8 AuS-'chüssen wird anaenommen. Der Rest de« Gesetze? wird nach dem Entwurf unter Alb- lehnung der Anträge Agnes shne Debatte erledigt. Dem Bor- schlage de« Vizepräsidenten Hauhmann. sofort auch di« 3. Lesung vorzunebmen. widerspricht Abg. Fischbeck(Dem.). Hierauf vertagt sich da» HauS. Nächste Sitzung Freitag 10 Uhr*. Interpellation Arnstadt u. Gen.. 8. Beratung deS�lcbergangSgesetzc», 1. Lesung de» Ber- kassungSgesetze». Wie dle Polen lhre Gefangenen behandeln. Wir erhalten einen Brief von einem in die Gefangenschaft der Polen geratenen deuüchen Soldaten. Er äussert in starken Worten seine und seiner Mitgesongenen Entrüstung über die Ver» logenhHt der deutschen Presse, die Greuelgescküchten erfinde über angebliche Geiangenenmisthandlnnzen durch die' Polen. Er schildert alS Gegenbeweis seine eigenen Erleb» nisse in der Gefangenschaft, wie folgt: ..Ick kann bii setzt noch nickt einen Augenblick erwähnen, tn welchem ich n«sskandelt worden bin. Ich wurde verwundet und geriet In Gefangenschaft. Da« war am Ii. Januar. Seit dem Tage habe ich nichl ein einzige» Mal Marmelade gekriegt; immer nur Butterbrot, Kartoffeln mit Fleisch » n d S o st e. In der Zeit hal>« ick 12 Pfund zugenom- m e n. Ebensall» wurde ein Kamerad, welcher einen Lungen» schuss hatte, dank der aufopfernden Tätigkeit de» diensttuenden Arztes am Leben erhalten Die K-meraden, welche ihr Leben lassen mustten. wurden mit allen Ehren, sogar mit Begleitung einer polnischen Sbrenkampagnlc begraben. Durch solch un» wahre« Berichten, w'e da» de«.Berliner Tageblattes", wird un» Gesanzenen natürlich der Aiikenlaalt erschwert. Ich schreibe die» nicht unter dem Druck und Zwang«ine» polnischen Soldaten, sondern a i* eiaenenz Willen. Bemerken. möchte Ich noch, dast ich al# Gefangener von den polnischen Sol» baten Zigaretten, was ich di-cki wir'Iich nickt verlangen dürfte» gern und oft geschenkt bekam. Mir gefällt e» hier tadellos. Ich bitte nun die wert« Redaktion, diesen Brief genau in Ihre Zeitung setzen zu lassen und hiermit den Wunsch eine» dcutichen Kriegsgefangenen recht bald zu erfüllen." Die Arbei'erralswal'leu!v Sieliin. Die ArckeiterratSwahlen in Stettin haben den Regierung»» koziallsten nicht den erhofften vollen Eriolg gebracht. Trotzdem sie durch eine lügenhafte Hetze ihren Anhang gegen die Un- abhängigen auf die Beine zu bringen suchten und die gesamt« Beamten Ichast für stc mobilisiert war und fast vollzählig fü; ihre Liste eintrat und auch die bürgerliche Presse Stimmung, für sie gemach» halte, erlebten sie eine Enttäuschung. Die Arbeiter Hessen sie im Stich und wählten, soweit sie über»« Haupt an der Wahl teilnahmen, die unabhängigen Kan» d i d a t e n, deren Bewerbung käst»»SsichtSlo« erschien. Die Liste der U.S. P.D. erhielt 2798, die RegierungZsozialisten 9485 Stimmen. Die letzteren bekommen demnach 28, di« U S. P. D. 8 Sitze. An dem neunten fehlten ihnen nur 21 Stimmen. Der„V o l k» bo> e" ichrcibt belricht. dass dies« neue Zusammensetzung des Arbeiterrale«.auch kein zuvertässlae» Bild von dem SiärkeverhältniS der beiden sozialistischen 91 ich» tungen gibt". Da» ist allerdings richtig, aber in einem um» gekehrten Sinne, denn selbst der Führer der Rechtesozialisten, Herbert, hat zugeben müssen, dass da» von den Stettiner RegierunaSiozialisten ausgeknobelte AcbeltcrratS»Wahlrecht««Im schändliche»" gerne je» sei Mutterschaft Werden, Geburt, Pflege u. Erziehung des Kindes von Klara Ebert-Stockinger mit zahlreichen Abbildungen. Geheftet 5.5i> Mark, gebunden 6.50 Mark. Au« dem Inhalt: l. Vordere tu»g zur Mutter chikt. H. Entstehung und Ge. urt de« Mensche». III. SSuolingjpflege. I V. Pflege., V. Klnderiran'Helten. VI. NatürlU-e Erziehung. Der Mensch Werden, Sem u. Vergehen von A. Tscherkoff mit zahlreichen Illu' ralio' en. Geheftet 7.t>0 Mar*, gebunden 10.00 Mark I. ilripruna und Entwich ung. II. Menschliche Kö.per. III. M« schwerdung und Geburt. IV. Vom Leben. V. Vom Tode. vom vnn A. Zimmermann Geheftet 3 SO Mail Gebunden 4.50 Mark Au« dem Inhalt: I. Einle tu-'g. II. Au gaben de» Manne». III Aufgaben der Frau. IV Llangsraae. V. Die Etesatte» i Verkehr miteinander. VI. Streitigkeiten in der Ehe. Das GeiÄlkchlsieben des Weibes von Frau Anna Dr. glseder-Dück lmanu mit vielen Jltostrat onen u d e.n m zerleg- baren ll�odell des Fraucnkörpcr». Geheftet 5.00 Mark, gebunden 6.50 Mark. Geschlechlskrankheite« «nd Ehe von Uüi'versitäts-ProfefsoeDr.v Nottbaffr Preis 3.00 Mark. Die Gescllecl't.kranfheiicn und ihre Folge. erscheinunzen namentlich für die Ehe. STsfdv:-#!#'ü'ulti'.iMH'iin" yrmiiini|iinhii''S vm jünaHng zum Rinn von Dr. med. Buscht» Geheftet S.OO Marl Gebunden 3 00 Mark Natfchläae ur sexuellen LebenSf.ch.ung. 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Unter Teilnahme von etwa 150 Delegierten auS dem korpö- »ezirk III fand am gestrigen DonncrSIag im Sitzungdsaale des �krrcnhauies die Vollversammlung der Soldatenräte statt. Der Vorsitzende des Zentralrate» Lauke leitete die Versammlung mit tinenr Nachruf auf�EiSnet unh die anderen Opser der »eboiution ein, der von den Anwesenden stehend angehört wurde. »egenüber dem heverischen Versuch deS„Vorwärts', den Unab- ?ongigen anläßlich der Miinchener Vorgänge etwa» am Zeuge zu jucken, verweist Lmike auf da» einmütige Zusammengehen aller drei Richtungen In Bayern gegen die Reaktion. ES sei völlig der- jchlt, den Unabhängigen meuchelmörderische Absichern andichten zu «ollen. So klug seien diese, zu wissen, wenn heute RoSke, diese» Werkzeug der Reaktt»« tyeitigt würde, käme morgen ein neuer NoSke an seinen Platz. Alsdann erstoltct« Lauke den Bericht deS Zentralsoldaten- '»Kl. Heute, am Ende seiner Tätigkeit, so führt« er aus, sei oitzustellcn, daß nichts von den Zielen und Wünschen erfüllt sei, fj* man zu Beginn hegte. Di« Verordnung über die Regelung »er Kom mo n dogewalt bedeute da» Grab der Soldatenrätr. j�n Proteslfturtn sei losgebrochen, aber man mußte sich der �rwalt beugen. Wir Halen auf unser» Schild geschrieben, die •Kgierung gegen eine eventuelle Konterrevolution zu schützen. " hat sich gezeigt, daß die Regierung erst He Gegen- Evolution in« Leben gerufen und groß J'äogen hat. Redner ging dann auf die.OldnUiigs"-Bestre. Kvtgcn der Division Lütlwitz ein, hob das verständige Verhalte» � Kottbuser Soldatenrats hervor und wies nach, daß in Kürze "ch andere Garnisonen von einem ähnlichen Schicksal betroffen »'rden würden. . Ta keine Ausstriche über den Bericht gewünscht wurde, kam '»Ute dann aus die Neuwahl des Korpssoldatenrats zu sprechen. lallen sieben Kameraden gewählt werden. Von den bisherige» !'rtrelern im Zentralsoldatenrat stellen sich die meisten zur ""derwahl. Er wandte sich gcgcn die ll n i e r st e l l u n g d r S »r w ä r t S". man wolle keine MchrheitSsozialisten in der „kloinmtung haben, deswegen habe man im.VorwärlS' keine .siosfenUichung gebracht. Da sei falsch. Auch dem.Vorwärts' W die Notiz gesandt worden, obgleich diese Art der Einladung überflüssig sei, weil die Soldalenräte sämtlich direk! .'Fladungen erholten Irr m V«»».»«»» K�fi Cr müsse bei dieser Gelegenheit doch 'auf hinweisen, daß sich dl« Sodatenräle glücklicherweise nicht . Nraktibnen geipaiten haben. Daß auf diese Weise ein .�rchau? crsvrießliche» Arbeiten möglich ist, ,�,'>ne allerdings dem.Vorwärts" fremd z« ,''n. sonst Mlird, er nicht überall einen Keil �einzutreiben versuchen. Uns Ist ohne Rücksicht aus mit dem sicb verständig vi•*>nzutrriven venu wen. >.: �arteistellung jeder wtllkoimiten. kde»(gß, lf Sn der Aussprache über die Wahl wunde alt selbstverständlich zürnet, daß nitr solch« Kameroden gewählt werden, dir auf dem Vvdea de« Nätesyftem» ,. Ein« ander««uffaffung sei Widersinn. An Rund- l».?'ben de» Stabe« Lüttwitz fordere auf, nur KanKraden zu 1,1 die sich bedingungslos hinter die Regirrung swuen. Das z.»f«te unmöglich uns wäre reaktionär. Die Vertreter von rj sprachen sich dahin ans. zurücktreten zu wollen, weil sie �."bl ebnen müßten, den Herren Offizieren kg'Stich al» Staffage zu dienen. Gegen diese Auf >!>»>,? wandten sich die meisten ferneren Sprecher, Et gelte viel y--,'» dieser Zeil, wo ftch ganz offenstch.lich die Dinge täglich W.J11 einer Entscheidung zuspitzen, auf dem Posten auSzn» kfiiK..' Nicht die Osfizieie seien die schlimmslen Feinde der �-�enrättz, sondern dieieNige» seien eS, die in den eigenen iieii, Räteshßem unlergraben. Aber et werde sich heraus- «»ic''', daß der wirtschaftliche Zusammenbruch Deutschlands un- w'sam fei, und dann werde sich da» bei (tw. 1*»; Freilich in Berlin gewinne man dtn Eindruck, daß die so;,.''Schaft unfähig sei, die Dingt fest in dtr Han>d zn i»'«,, 3» Siiddentschlaiitz werde mit Rech! der Vorwurf er» tzq»' Vre» sie« habt die Karre in den Dreck gefahren. Den »dx.,.", Werde später vielleicht zugestände» werden müssen, daß sie tti»c,J 0,8 als Erste den befreienden Schritt getan hätten. Daraus wir lernen, die rn" 3„Verschiedenes" wurde ein Antra« eingebrocht. �ben' f' 6" N 0 S g e I d« t von 8,70 auf 5 Mark zu er- ch/.ll,, 3n der Begründung wurde darauf hingewiesen, daß den «, neben den BeköstigungSgeldern Fleilch. Rei« kntigw- gegeben wird, während die»llen Soldaten, die die Re« iltt»... witgemacht haben, stets teer ausgehen. Auch die Cifi- «>? in,'K" für ihre Pferde ein erhöhtes Hafergeld. El wurde L!Im"!lnfl ausgesprochen, da» NeichS'chatzamt sögere vi, ��lüÄ� deshalb so lange hinaus, um erst die vällig« De « abznwarlen. Ein andrer Kamerad wieS auf die ""'ifn. c"® auf wirtschaflltchem und politischem Gebiete hin, jjid ,c Kweite Phase der Revolution herankommen#u sehen di« Kameraden» ihre Pflicht im revolutionäre» jSw erfüllen. kfti„i'1n.'«m ein Vertreter von KottbuS zum Wort. e eingehende Darstellung der � Vorgänge mit dem Korps Lüttwitz '» Obwohl der Kottbuser Soldaten rat mit der Regierung '»0»..,".dlung stand, kam diese RoSkegarle plötzlich dorthin und {htde z j n Soldatenrat in der brutalsten Weis«. Die RoSke« , d«! es fertig gebracht, daß die geiamte Einwohnerschaft I auflehnt. Selbst di« Mehrheit Ist In e« u f l ö s u N tz der F r e i w I l I i tzk n. ' Geradezu haarsträubend sind die Sinzelheiten, die doli kgardisten �gongen haben. Ihre Leute sind kür den..Sturm" mit 20 Mark egtra„belohnt" �'e haben geplündert und gehaust wie wilde Horde». wurde ihnen ihre.Arbeit" dadurch, daß die Niiter- ofsiziere für sich eine Vereinigung gebildet und um eine Vor- tretung im Kottbuser Soldatenrai gebeten hatten. Diese Ist be- willigt worden. Aber diese? Entgegenkommen rächte sich, indem sich die Unteroffiziere als Lockspitzel entpuppten. Sie haben in leicht erkennbarer Absicht Gerüchte über angebliche Spartakusumiriebe in KottbuS in Umlauf gebracht. Die Kottbuser Garnison bat sich jedoch»ich! dadurch provozieren lassen und ist ruhig geblieben. Um so ver. werfl'icher ist die Behandlung der verhafteten Soldatenräte, die man beschimpft und mit der Hundepeitsche mißhandelt hat. Aber die„Sieger" erleben keine rechte Freude. Allüberall begegnen sie tute zu berechtigtem Mißtrauen und Abscheu. ES ist dem neuen Kommandeur K e r st e n offen gesagt worden, wenn der Vorsitzende deS Kottbuser Soldatenrat?, Schwing, nicht frei- gelassen werden, würbe jeden Tag einer der Ihrigen am Laternen- Pfahl hängen. Der naive Offizier gab vor, geglaubt zu haben. in Kottbus würde er mit offenen Armen ausgenommen. Daraus war er wobl gekommen in der Erwartung, die dort dominieren- den Mebrheitler würden ibn unterstützen. Dai war aber eine irrige Spekulation. Dtr Erkoig war vielmehr eine gewaltige Zunahme der Anhänger der N. S. P. D. Durch Androhung des Generalstre-ks ist d'e Ziirückziehuna der Noskimarde erzwungen worden. Sie liegt jetzt in den Dörfern der Umgegend. Aber auch die Bauern sind gewillt, diese Banden mit Dresch- flegeln zu vertreiben. Im weiteren Verlaufe der Aussprache trat wiederholt und mit allem Nachdruck zutage, wie sehr e? NoSke verstanden hat, die Köpfe auch der Seldaienrate vollständig zu revolutionieren. Alle erklärten, nickst mehr hinter der Regieüng stehen zu können, sondern mit allen Kräften für jene Bewegung wirken zu wollen, die. wie sich immer deutlicher euch dem be'ckwänktestcn Kopf zeige, als einzige Partei die Interessen des Volkes vertritt. Wer. wie in KottbuS, sehen müsse, daß Mißhandlungen mit der Hundepeitsche der einzige„revolutionäre" Erfolg seien, könne nur noch zur U, S. P. gehören. Von der Garnison Spandau wurLe e.ine Entschließung vorgelegt, worin die Zkbsetznng deS Generals Lüttwitz gefonderi wird. In der Begründung sagte Lenk, da? ganze ttaurige Kapitel KottbuS sei alS AuSfluß der neugeregelten Nommandogewalt anzusehen. Wer davon nur einen Satz unterschreibe, habe kein FünKchen Sozialismus im Leibe. Zum Korpssoldatenvat sind die Kameraben Lücke, Lind- »er, Schimmel, Z o S k e, H ü n i ck e, Kletnschmidt, Lüdicke und Döhl gewählt worden. Sfsene? Zrles an den Reichswehrmlnister llosle. Herr Minister! Soeben geht mir ein« Verfügung folgenden Inhalte» zu Die R S. W. sNepublikaNilche Soldatenwehr) vom 80. 8. 19. beginnend«11« 10 Tag« um mindestens 1000 Mann verringern, und zwar so weif, daß sie zunächst von 16 000 Mann im Laufe von zwei Monaten auf 10000 Mann EtatSstärke sinkt. (Auszug der Intendantur der Kommandantur I. Nr. 41M I. v. SS. 3. 19.) gez. Noske. Die R.S.W, wurde Ende November 1019 in ungefährel Stärke von ILOOO Mann, meistens au» Berliner Familien- vätern, zum kleinen Teil auS Deutschen der von der Entente besetzten Gebiet« de sieheich, gegründet. Sic wollt« für Ruh« und Ordnung sorgen und die Wahlen zur Nationalversammlung sichern. Diesen TvündungSbestiminungen ist die R. S. W voll und ganz gerecht geworden. Das beweisen die IbTodeSopfer, welche die SpartaluSwochS kostete, sowie die ruhige Durchführung aller Wahlen. Wir sind di« größte organisierte SchuMruppe Berlin» Mi t in geheimer Abstimmung gewählten güh« r« r n. Wir wollen unsere Mitgieder, durchweg alte Feld- zng»tellnehm«r, welche viereinhalb KriegSjahr« unter einem furchtbaren StzsteM der Unterjockwiig Mulelen, zur Selbstdisziplin erziehen, ohne Zuhilfenahme des berüchtigten MilitärstrafgesetzeS. Wir wollen auf dieser Grundlage eine» freien, aufg.kiärien Soldaten stand ausbauen helfen, ohne glänzende Aufmachung und ohne Kadavergehorsam, bis die neue Volkswehr al? Phönix au» der Asche der Revolution erstanden ist. Run sollen wir reduziert werden. In dem Augenblick, wo eine große Menge junger Leuie. zumeist au» der dem glänzenden Berlin gelockt werden, um Berliner aus ihrem derzeitigen Unterschlupf zu verdrängen, obwohl wir mit den Polen Waffenruhe hoben und sich die meisten Berliner Frei willigenverbänd« weigerten, nach dem Osten zu gehen. Ich möchte mir daher gestatien, an Sie. Herr Minister, fol» gende drei Fragen zu richten: t. Gegen wen richtet sich die Aufstellung der Frriwtlligenverbände Berlin«, und weshalb dürfen dies« ihre Bestände noch erhöhen. Indes die R. S. W. redu« ziert werden soll. 2.WerzahltdieReklametn Berlin und der Provinz für diese Verbände? 8. EntsprechendieseBerbändemit Ihren Offizieren, Unierofftzieren usw. den Arrungenschaften der Revo. Im klon besser al» die R.S.W, und wie stehen Sie al» Sozialist diesen vorrevolutionären Etntichtungen gegenüber? Ich bitte Sie, Herr Minister, um Beantwortung dieser für mein« Kameraden so brennenden Fragen, vielleicht ist Mittel, die Unruhe, welche uns erfaßte, zu bcsetligen. und bitte um ebensolch« Ich habe klar und offen gefragt, Autwort. Berlin, den 27. 2. 1910. Willy Röhn er, Depotführer de» Depot IZa. b-r Republikanischen Soldatenwehr Berlin, Hannoversche Str. 29/8* Gewerkschaftliches. Die Abrechnimg mit ber Gewerkschaftspolitil. Die Politik der Getverkschaftsvorstände und ber General« kommission während des Krieges konnte nur deshalb so ungehindert betrieben werden, weil der Belagerungszustand und die Zensur die Herren Legicn, Bauer, Umbreit, Lelpart und Genossen in weitgehendstem Maße begünstigte. Es war den Herischoften mit Hilfe deS Generalkommandos sehr leicht, Politik gegen die Interessen der Arbeiter zu betreiben,, Jeden Widersvruch knüttelte man mit allen Mitteln nieder, man scheute sich nickst, sogar zu dem gemeinen Mittel der Denunziation gegen unbequeme Kritiker zu greisen. Jeder weiß, was das bedeutete, nämlich den Schützengraben. Di« Gewcrkschaftspresse, der gesamte Angestelltenapparat mit wenigen Ausnahmen arbeitete in diesem Sinne; viele Vor» stände nutzten ihre Stellungen in dex einseitigsten, Person- lichsten Weise im engsten Parteiinteresse aus. Aber di« Opposition war nicht tot zu kriegen, sie wuchs. Auch die gemeinste Kampfesweise gegen die Opponenten zog nicht. Ost in der niedrigsten, persönlichsten Weise verunglimpft» wagten die Nörgler sich immer wieder hervor. Immer stärker wurde der Widerspruch unter den Gcwerkschafts- Mitgliedern gegen die Negiernngsstützen. Und als gar die Generalkommission sich dazu hergab, ihre tiefste Ehrfurcht der Obersten Heeresleitung Hindcnburg und Gröner zw Kühen zu legen, wurden viele Gewerkschaftsmitglieder köpf- scheu. Das Eintreten für die Lndendorffspende, die einer Verherrlichung der Ludcndorffschcn KriegZtreiberpolitif gleichkam, öffnete noch mehr Mitgliedern die Augen. Die Herrschaft der Generalkommission und der Gewerkfchafts- vorstände lockerte sich; aber noch mar sie stark verankert, Jetzt hat das Kriegsende bewiesen, daß di« Politik der Legi«» und Umbreit Bankerott gemacht, hat. Die Revolution ist gegen ihren Willen, sogar trotz ihrer Warnungen und Drohungen von„einer unverantwortlichen Minderheit, die die Arbeiter ins Unglück stürzen wollen", gekommen.� Und dann standen sie da, die Vrcniser in der Generalkommission«! und suchten Posten um Posten zu ergattern. Ein? Posten- und Aemterjägerei nach giltdotierten Regierungsstellen Hub an, wie sie widerlicher und ekelhafter nickzt dagewesen. Di« Gewerkschaftsblätter verzeichneten obendrein mit einem gewissen Stolz die Ernennung von Generalkommissions- und anderer Gewerkschastsvorstandsmitglieder zu diesem oder jenem Amt. Die Arbeiter aber merkten immer mehr, wohin sie durch die Genevalkommissioiispolitik gekommen wären, Die erste Zeit nach der Revolution gab's in der politischen Bewegung viel zu tun. die politischen Ereignisse nahmen das ganze Interesse, die ganze Arbeitskraft der organisa- torisch tätigen Genossen in Anspruch. Trotzdem fanden sich fortgesetzt Anlässe, um die gänzlich verrottete Gewerkschafts- Politik zu geiheln. Die Arbeiter werden sehender, sie sehen, welche Stützen die Gewerkschaftspolltiker für die immer reaktionärer werdende Politik Ebert-Scheidemann fand, Man sehe sich nur ihr Verhallen in Weimar an, wo sin« erkleckliche Anzahl dieser Gewerkschastsbonzen ihr Mandat absitzen und die brutal-rohcn Reden eines NoSke, Scheide- mann und LandSberg beklatschen. Mit dieser Gesellsck>aft muh Abrechnung gehakte» werden. Sie fürchtet sich davor. Solange das Korrespon- denzblott der Generalkommission die Kriegspokitik der Generalkommission verteidigte, war alles gut. Mit dem Augenblick aber, wo die Opponenten diese Kriegspolitik in den Gewerkschaftsversammlungen unter die kritische Lupe nahmen, schrien die Gewerkschaftsführer das sei Parteipolitik. Die gehört nicht in die GewerkschaftS- Versammlungen, sondern in die politisckn Partvi. Aber in der ganzen GewerksckxtftSpreste wurde di« Politik unserer Partei auf das. heftigste und aemeinste angegriffen Unsere Genossen in den Gewerkschaften werden sich durch diese Heulmcieroi nicht irre machen lassen, denn st« ist nur di« Provinz, t.ack Furcht vor der kommenden Abrechnung. In Berlin haben in er au, ihrem! � einzelnen Gewerkichasten bereit, lebhafte Auseinander- " sebungen stattgefunden, und es muß mit aller Energie weitergearbeitet werden. Unsere Genossen in den Gewerk- schalten müssen auf dem Posten sein. Zähigkeit und Aus- dauer werden schneller zum Ziele führen als manche glau- den. Mit dem Austritt ist da nicht« getan, wie von einigen Seiten propagiert /ivird. Von Berlin aus muß die Bewegimg für eine entschiedene proketavisch-sozialistisch« Gewerkschaftspolitik weitergehen. Die Genoralkommissio-n kann auf dem kommenden CewerkschtiftSklmgreß nur durch die Delegation von Gewcrkscktaftsvorständen und GeWerk- schastsbcamten mit all ihrer Baupolitik vielleicht noch ein- mal als bestätigt heimgehen; lange wird sie aber nicht mehr im Sattel sitzen, wenn die Mitglieder tatkräftig an di« Arbeit herangeben, die Mitglieder aufklären und die Optzs- und Hauptvorstände reinscgen. Weder Schimpfen noch Gutzu reden wird da etwas helfen. Kühn und entschlossen diese Aufgabe ergriffen, wird sie zur Gesundung der Gewerk- schastsbewegutig und damit zur Reinigung der Bewegimg ganz gefährlichen imd verderblichen Politik bei- die» ein von einer ' tragen. Monatl ch nur 5 Mark. €. 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F:Lruar befaßte sich eine star! beinchr: fuiifl der T i s ch l e r der Oftbezirke des Holüarbeiterver- bandes mit der Aufstellung der Äandidaten«Is Delegierte zum Verbandstog und GewcrksS'af!skongreß In einem einleitenden Nerirng über da? Räteiystem wieS der Referent Karl Siegle zunächst darauf hin. daß, schntthattend mit den Reak- tmnSren. auch Mehrheitssozialisten gegen die A rb« iterräte Sturm laufen. Und doch könnten nur die Arbeiterräte die große Aufgabe, die Produktion wieder aufzu- ricktm, lösen. Die Forderung nach Hochhaltung und Ausbau der Arbeiterräte bezwecke nicht die Ssaltimg der G'M>erk'chafteu sondern deren revolutionäre Umgcsialiung. Sie Zollen M'ttel zum fchoeck fein, besonders jetzt Da~ stellen Tarifverträge. Arbeitsgemeinschaften Hindernisse der NewegungSsreibeit dar. Redner wandte sich dann gegen die Politik de? Gewerk'chaften, besonders während des Krieges, und verrirteiltc die Schreibweise der„Helzarbeiterzeitung", die dieic Politik unterstiidt habe. Sin neuer O'-ciii müsse da hinein. Tie Proletarier müssen sich zusammenfließen zu einer Einheitsfront. Wir bravchsn diese dringend, aber mir auf der Grundlage eines wahrhaft iogialisti- sebcn Programms. Durch die offiziellen Parieien kommt diese Einigung nicht zustande. Die Astbeiterräte seien die gegebene Einigungsbasis. Die Holzarbeiter müßten bahnbrechend voran- gehen. In allen Versammlungen müßten sse auftreten und dafür agitieren, daß die Arbeiter sich einigen müssen, und zwar ohne die kompromittierten Fübrer. Die GewerkichaftZfübrer »rbeiten für die AuS'öhnurrg mii den Kapitalisten, �alfo für die Veibehaltung des herrschenden SvstemS. Redner erinnert an den AeiSfpruch LegienS: es sei kein Be- dürfniS mehr für die Arbeiterrä�e vorhanden. Wolle man aber die Ve'eitigung des kapitalistischen Sssstems. dann müßte die Parole lein:„Ausbau und Festigung des RätesystemSl" In der D i? k u s s i o n wurde von den meisten Rednern dem Referenten zngestinrmt. Gegen 2 Stimmen wurde folgende Reso- lution angenommen. „Die am 25.? 19. zahlreich versammelten Tischler der vier Ostbezirke erklären sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden. Sie mißbilligen in schärfster Weise die von der Generalkommission betriebene Kriegs- Politik und entziehen ihr das Vertrauen.— Sie fordern vom Gewerkschaftskongreß die Absctmng der Generalkommission. Die Versammelten erblicken in den Arbeiterräten eine der größten Errungenschaften der Revo» lution. Sie sind gewillt, mit allen Mitteln für die Er- Haltung und den Ausbau des Ratest! st ems einzutreten, und fordern die gesetzliche Regelung und Verankerung." Au Kandidaten a's Delegierte zum VerbandSiag wurden folgende Kolleaen gewählt: Boefe. UlinSki, Siegle, Gimmel. Meyrhofer, Hacke, Palm, Borchardt. Zum Kandidaten als Delegierter zum Gewerkschaftskongreß «urde gewählt: Karl Siegle. Intsralliierke Eewerkschastskonferenz. Der Verwaltungsausschuß de? ConsÄeration Günörale du f�ravail beschloß grundsätzlich die Abhaltung einer inter- alliierten Konferenz vor der Einberufung der internatio- nalen Konferenz auf Anfang Mai. Generalsekretär I o u h a u x wird über die bei der Regierung für die Gewerkschaften unter nommenen Schritte Bericht erstatten. Tie Tagesordnung für die neueste Tagung des VerbandSauZschusseS wurde wie folgt festgesetzt: Achtstundentag, dessen AnwendungSmeihode und AktionSmittel zu seiner Verwirklichung, internationale Arbeiter Charta und internationale Gewerkschafiskonferenz. des n b• .V*. Die internationale Konferenz der Seeleute beschloß die Auf- stellung einer internationalen LöhnungStaxr, die der Friedenskonferenz unterbreitet werden soll. Aus dem Wilmersdorser Arbeiterrat. Ter A.- und S.-Rat hielt am Mittwoch abend in der Aula der Oberrealsckiule am Seepark eine öffentliche Sitzung ab. Sic erfreute sich einer sehr starken Beteiligung der Einwohnerschaft. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde da? Andenken des durch Mörderhand dahingerafften Genossen Kurt EiSner geehrt Die aus Anlaß der Einäscherung der Leiche EiSnerZ auf Halb- ina st gehißte rote Fahne auf dem Rathauf-: hat der Bürgermeister PcterS wieder eiuziehcn lassen. Zum ersten Punkt der Tagesordnung, Bericht über die Sicherheit in Wilmersdorf, bemerkte der Vorsitzende Dr. Holz daß die Frage durch die Auflösung der SicherheitSwebr in Groß- Berlin, wozu auch Wilmersdorf gehöre, erledigt sei. Der Redner ging dann auf die Verhaftung Liebknechts durch das Mitglied Lindner von der Wilmersdorfer Bürgerwehr näher ein und legte dar, daß die Türgerwehr keine polizeilichen Befugnisse habe. Das Vorgehen des Lindner wurde einstimmig scharf verurteilt. H i l b i g schilderte die Verfehlungen im Lc&ewäntittelamt, worüber wir bereits ausführlich berichtet haben. Die Bericht! gungcn des Magistrats könnten die auf tatsächlichem Material beruhenden Ntnklagen des ArbeiterratS nicht abschwächen, im Gegenteil, sie ziehen nur noch»eitere Kreise der Beamten in Mitleidenschaft. So habe sich herausgestellt, daß der Stadtrat Wenzel Graupen, angeblich verdorben, nach seinem Gute in Grüneberg als Viehfutter verschoben habe. In der neuesten Berichtigung des Beamten Frenze! gibt dieser sogar zu, daß die don dem Arbeiterrat angegebenen Fehlbeträge im Leben? mittelamte auch bei der Inventur festgestellt worden seien. Tor Magistrat weigere sich trotzdem immer noch, die in Frag: kommenden kompromittierten Beamten zu dispensieren. Die Versorgung der Kranken mit Lebensmitteln»urde rein Willkür- lich von den einzelnen Beamten betrieben. Andere Redner, die die Ausführungen des Referenten ergänzten, betonten unter leb- hastem Beifall, daß das Weiterbestehen des ArbeiterratS in Wilmersdorf eine unbedingte Notwendigkeit sei. Die aufgedeckten Mißstände und die in Frage kommenden Beamten hätten schneller und gründlicher beseitigt werden können, wenn der Arbeiterrat größere Machtbefugnisse besitzen würde. Die Volksbeauftragten und die LebenSmittelkommission sollen die Angelegenheit weiter verfolgen. Aus den Reihen der Zuhörer wurden wiederholt Stimmen laut, die ein schnelleres und energischeres Zugreifen des Arbeiterrats gewünscht hätten. Reinhard berichtete über die Lage des Wohnung?- Wesens. An Kleinwohnungen herrsche ein großer Mangel, da die Stadtverwaltung die Politik verfolge, nur reichere Leute in die Stadl zu locken. Durch Umbau von Wohnungen und Geschäftsräumen habe der Arbeiterrat bereits eine größere An- zahl geeigneter Wohnräume geschaffen. Di« Gewinnung d?S Dahlemer Geländes zum Bau von Kleinwohnungen stieß indessen beim Ministerium für Domänen und Forsten auf Widerstand Während der frühere Landwirtschaftsminister, unser Genosse Hofer, den Quadratmeter mit 2—9 M. für hoch genug bezabil hielt, werden setzt 10 M. verlangt. Abgesehen davon, wolle man auch verhindern, daß Arbeiter m dieser Villenaeaend angesiedelt j merd:u. Dadurch würde, klagte der Geheimrat Dr. Kurz im Ministerium, das Gelände sehr entwertet werden.(!) Wegen Abreise des Ministers konnte die angesetzte Sitzung nicht statt- finden. In der Diskussion wurde angeregt, die großen Herrschaft. lichen Wobnungen aufzuteilen und die Sozialisierung von Grund und Boden anzustreben. In die Kommission für die L a z a r e t t sp e n d e, die noch 17 000 M. besitzt, wurden F a b o w S k i und H i l b i g gewählt. Der vorgeschrittenen Zeit wegen wurde die Sitzung vertagt. Die Prozesse in Moabit. In don gestrigen Verhandlungen vor der Strafkammer Landgerichts I hatten sich ausschließlich Angeklagte j u g e lichen Allers wegen derselben Vergehen de» Aufruhr? usw. zu verantworten. Im Gegensatz zu den letzten Prozessen kamen diesmal nur Einzelfälle zur Aburteilung. Der IZsährige Angeklagte Paul Köpisch ist_ai:@ purer Neugier mit cinim DemonstrationSzug in? Polizeipräsidium gc- raten, dann— weil es ihm Spaß machte— mit einem Lastauls zum Wolfsschen TelegraphewBureau gefahren und dort ein? Nacht verblieben, ohne sich über die Tragweite seiner Handlungen tiefere Gedanken zu machen. Das Gericht erkannte auf 6 M o- note Gefängnis! Der Gerichtsbeschluß, den Antrag des Verteidigers D r. R o s e n f e l d auf Haftentlassung diese? soeben Verurteilten abzulehnen, gab dem Verteidiger Veranlassung, da? Gericht in seiner jetzigen Zusammensetzung als befangen abzu- lehnen. Widerspricht doch dieser Beschluß� nicht nur der allgemeinen von den Berliner Gerichten befolgten Hebung, nach welcher erst bei einer Dauer der Freiheitsstrafe von einem Jabre die Verhaftung angeordnet wird, sondern der auch in den SpartakuSprozcssen bisher geübten Praxis, nach der wohl immer Haftentlassung gewährt worden ist, wenn nur noch Straten von weniger wie 6 Monaten zu verbüßen waren.(Die Strafkammer unter Vorsitz des LandgevichtsdirektorS M a c c o zeichnet sich auch sonst durch die Härte der bisher verkündeten Ilrteile besonders aus. indem sie nickst nur in dem Prozeß gegen Heinze und Ge- nassen über das beantragte Strafmaß des Staatsanwalts weit hinausgegangen ist, sondern auch gestern im Fall Metze! den Staötverorönetenwahl Spanöau Sonntag, den 2. März» von a Uhr morgens bis 8 Uhr abends. LZnabhängige fozialöemokeotifthe Partei Liste hornig— Köppen. Antrag des Staatsanwalts von 9 Monaten auf 10 Monate� Gefängnis erhöhte.) Der nach längerer Beratung herbeigeführte Gerichtsbeschluß lehnte den Antrag de? Verteidigers ab! Ter löjährige Packer Max Jäger hatte sich nur kurze Zeit im Ullsteinhause aufgehalten. Er erhielt 4 Monate Gefängnis— Obwohl der Schneiderlehrling Haber landt nur als Hilfsarbeiter in der Expcdiiion de?„revolutionären Vorwärts" beschäftigt war und ihm keine aktive Beteiligung an den Kämpfen nachgewiesen werden tonnte, erkannte das Gericht dcch auf eine Strafe von 6 Monaten; Da der Ibjäbrige Tclephonist Fritz M a tz at offen zugab, in das Mosscgebäude gegangen zu sein, um Mitglied des Spartakusbundes zu werden, ohne jedoch die Absicht gehabt zu haben, sich an Kämpien zu beteiligen, wurde er wegen Aufruhr und Landfricdensbruch zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt, während das Gericht den ebenfalls 18jährigen Karl Hagen, der angeblich bei Masse Kurierdienste geleistet hat, deai Antrag des Verteidigers folgend freisprach und die Kosten der Staatskasse auferlegte. Mehrheitssozialisten pumpen einem Hausbestsierverein 10 000 Mark! Uns wird geschrieben.„In Treptow ist wieder einmal ein Ding passiert. Es zeigt in bengalischer Beleuchtung die gemüt- liche Verbrüderung zwischen RcgierungSsozialisten und Bürger- lichen. Seit Dezember ist von den Höfen der meisten Treptower Wohnhäuser kein Müll abgeholt. Die Wir.sschafiSgenossenischafl der Grundbesitzer, der die Müllabfuhr obliegt, versagt vollständig zieht aber nichtsdestoweniger von den Hausbesitzern die Absuhr- beisträge ein. Di« Treptower Hausbesitzer beschlossen daher, die Müllabfuhr fti eigene Regie zu nehmen, mach!«, dies aber abhängig von der Bewilligung eines zinslos auf zehn Jahre aus Gemeinde Mitteln zu gelUiährondcn Punivs m Höhe Von zehntausend Mark an den Grundbesitze rverein. Sie brachten diesen Antrag so schleunig ein. daß er noch vor dem alten Haus- besitzerparlament verhandelt werden konnte, weil ihnen ja dann die Bewilligung sicher war. Dieser Vewilligunz Häven denn auch die Mehrheits s ozialisten. von denen Gerisch. Raethke und Kißner aus der neuen Kandidatenlist: standen und wiedc.rgewähl: sind, widerstandslos zugestimmt mit dem Hinweis aus die gesundhcil- lichen Gofahven der Müllanhäufung. Dies« Gefahren sind ohne weiteres anzuerkenmon. ES hat aber bei den M ehrhe it 8 stzz lalistc:, nicht gereicht zu der Einsickst, daß jeder der über 600 Treptower HauSbositzer nur 13 Mark herzugaben braucht, um ohne Pump die gefordert« Snnrm« zusamnieuzubringen. Ave? selbst dieses geringe Opfer wollten die Trevtawsr Hausbesitzer, die den Krieg glänzend Überstanden und trotzdem unerhört die Mieten gesteigert haben, nicht für die Gesundheit der Bevölkerung bringen. Und wozu denn die Bewilligung gleich aus zehn Jahre mi: 5000 M. Z: n S v e r l u st für die Gemeinde? So haben die Trep- towor MehrheUSist-zialistc-n für einen hüblchen und billigen— Agitatiousfonds der Hausbesitzer geformt."— Wir möchten da noch hiuzufügsn, daß es bann das einfachste gewesen wäre, die Müllabfuhr in die kommunale Regle zu über- nehmen. Dieser ganglmrste Weg sollte doch Leuten, die sich Sozi- aldemokraten nennen, in erste? Linie eröffnen. Einquartierung in Hermsdorf. Was RegierungStrnppen in Hermsdorf sollen, wissen wir nicht. Nur da? wissen wir, daß st, dort sind und sich benehmen wie in Feindesland. Die Truppen brauchten Kohlen. Und da die vorhandenen Kohlen nur für die Bevölkerung am Orte da ind und ihnen ohne weiteres uicht verabfolgt werden konnten, wurde zu dem einfachen Mittel gegriffen, zu reguirieren. Der Arbeiterrat konnte dem Ansinnen, Kohlen zu liefern, nur dann tattgebcn, wenn der Einwobnenckiaft die Koblen entzof.en werden. Und weil er das nicht wollte, kam e? zu Differenzen mit dem Genossen Grünberg, dem Mitgtieje de? ArbeiterratS. Ihm wurde wlebcrbolt mit Verhaftung gedroht. Ein Offizierstellver- treter ersch-en mit zwei bewaffneten Leuten in der Wohnung GrünbergS. um ihn zu verüaftcn. Au? der Unterhaltung ging hervor, daß die Herrschaften sich sehr obenauf fühlen und meinen, sie seien dtr Herrscher der Welt. Kohlen kminsn auch nur!n Zukunft abgegeben werden, wenn soviel vorhanden sind, baß auch die Einwohnerschaft nickst benachteiligt werden muß. Wie k-v der Einquartierung verfahre« wird,«»achte noch der Gemeindebaumeister Dictz den Genossen G'ründerg ans« merksam. Mit dem Offizier war vereinbart worden, daß die Soldaten in Massengnartieren untergebracht werden sollten, weil dadurch Heizmaterial und Beleuchtung gespart wird. Der kov" mandierende Offizier war auch damit einverstanden, doch!»- Soltaten verfuhren anders. Bewaffnet mit Handgranaten, ohne im Besitz von Quartier, etteln zu sein, verlangen sie von de« Einwohnern Quartier«. Durch diese Bewaffnung und ihr Auf' treten eingeschüchtert, müssen die Bürger ihre Zimmer hergeben, und daher kommt es, daß oiimals Tage hindurch Leute Ouartiew bewohnen, van denen der- Quartieramt nichts weiß. C? ist doch an der Zeit, daß gegen dieses Gebaren von de« Regierung energiss�e Gst.'dits unternommen werden. Oder st» diese Garde die Bevöllcrung auch in Zukunft terrorisieren? Proteste der ArbeUerschaft. Eine von 3000 gekündigten Arbeitern besuchte Detriebsver' sammlung der L u d w. L o e iv e u. C o. A.- G. und Typograp« G. m. b. H.. Berlin NW 87, Huttenstraße 17/19, protestier«-« Namen der Menschlichkeit gegen den Versuch deS internationale« Imperialismus, das deutsche Volk kulturell und wirtschaftlich B« e"drosseln. Sie appelliert an die Menschlichkeit der gesamte« Welt. Da? deutsch« Volk hat den Krieg nicht g«' wollt, den seine größenwahnsinnigen Machthaber ane«zette>> und mit Lug und Trug über vier Jahre geführt haben. Sie sin° bereit, auf Grund der 14 Punkte Wilsons a n dem Wieder» auf bau der zerstörten Kultur teilzunehme«- Dringend erforderlich ist aber, daß Nahrungsmittel un» Rohstoffe geliefert werden, wenn wir nicht zugrunde gehr» sollen. Die Begründung de? französischen Ministerpräsidenten, un» am 16. Februar noch sckärsere WaffenstillstandSSedingungen am» zuerlegen, weil Deutschland evtl. Frankreich erneut angreift« würde, trifft in keiner Weise zu. Wir wollen in Eintracht u«' Friede» mit allen Völkern leben. Wir appellieren«« die wieder erwachte Internationale, uns die Sünden unserer g«' stürzten Machthaber anzurechnen, uns dafür nicht leiden zu!asie>-- und geben uns der Hoffnung hin, daß der in Bern wieder strahlende internationale Stern auch unseren Brüdern senseit? Vogesen leuchten wird. Insbesondere appellieren wir an d«' Gewissen der gesamten We't. uns unsere Gefangen« herauszugeben. Wir hoffen, daß die internationale Arveu terschaft e« nicht zulassen wird, daß unsere Väter und welche einem veruchlen System zum Opfer gefallen sind, noch ihi* Lieben vorenthalten, oder gar zu Zwangsarbeiten verurteilt w«� den. Die Versammelten sprechen den Deutschnatic nalen das Recht ab, sich für unsere Gefangen« zu verwenden, da diese Partei es gebilligt hat, daß sei««*' zeit Belgier, Franzosen und Polen nach Deutschland deportier wurden.. Wir bitten die Arbeiterschaft Deut''»lands, in diesem S««' zu wirken und geben unS der Hoffnung hin, daß ihr Ruf jenfe� der Grenzen nicht unerhört verhallen wird. Der RrdncrkursuS her N.S.P.T.-Arheiterräte ftnfcj nicht am Montag, den 3. März, sondern heute, Freitag. � 28. Februar, abends 7 Uhr, im Zimmer 17 des Abgeartz netenhauseS statt., FraktionsauSfchnß der U. S. P. D.-Arbeit?rrate.. Malzahn.. Arbrilrr-Samarlter.Bund, Kolonne Groß-Bcrlin. Sämtli? Arbeitslose Samariter werden ersucht, Sonnabend, den 1. Mär> vormittags 3 Uhr, zum Dienst an der Brandenburger Tcrwach« Kj Verteilung sich zu melden.— 1. und 2. Abteilung: Montag, L. März, abends 7 Uhr, Melchiorstraße 15: Bortrag und Ucbunfl»' stunde. Dieienigeu. we.che an der Prüfung teilnehmen woll««' haben sich schriftlich beim Borsitzenden zu melden. Arbeiter-Nadfahrer-Bund„GolidaritSt", Ortsgruppe Berlst- Heute, Freitag, abends 7 Uhr pünktlich: Außerordentliche 3«% tionär- und Zcntralfahrwartsitzung, Holzmarktstraße 66 Schreiber.— Sonntag, den 2, März: 3. Abteilung: NachmiitagSto« nach Johannisthal bei Krüger„Lmdenhos", Friedrich straße. 1 Uhr Lau fitzer Platz 12. 4. Abteilung: Rad- und Fpßtour««" »Lindenpark* am Orankesee. S�art Iii Uhr.' Ta8 VeklcidungSamt des Gardelorps schreibt uns zu.de.? in Nr. 99 veröffentlichten Artikel.PaS Schmiergeldwcstn blüft' daß es in den ersten Wochen bei dem großen Andrang zu es? KleidungSumtausch leider dunkle Elemente verstanden haben. I™ vorzudrängen und dann die erhaltenen Marken zu»crkauft'l Angestellte Wachtposten kämen dabei aber nicht in Frage, denn« sei jedem Angestellten des Amts bei Strafe sofortiger Entlassu« verboten, überhaupt Schmiergelder anzunehmen. Sofort«jft Bekanntwerden dieser Mängel sind die Marken eingezogen ß" den und damit diesem Treiben das Handwerk gelegt. cebensmikkelkalender. Berlin. Am 28. Februar, 1. und 2. März föerden folg««� Milchmcngen ausgegeben: Zluf die„A J" Karten 1 Liter, auf st, „All"'Karten X Liter, auf die„B I" Karten 14 Liter, auf „Uli" Karten ü Liter, auf die„El" Karten% Liter, auf � „Cll" Karten 14 Liter. Am 3. März wird für den 3.. 4.«« 3. März, und am 6. für den 6.. 7. und 8. März auf die„C 1" u »E II" Kari-n je ein« Büchse Kondensmilch verausgabt. übrigen ble!££ die Belieferung an diesen Tagen dieselbe. Auf fi Krankenkartest, Bezugsscheine und Sonderkarten wird die auf ih«° verzeichnete Milchmenge ausgegeben. Spandau. Als Ersatz für die gekürzte Kartoffelratio«««., gegen Abtrennung de? Abschnitte 15 und 16 der Kartosfelkack dieser Woche insgesamt 250 Gramni Weizenmehl in den«T scklägigen Geschäften ausgegeben. Militärurlauber erhalten d- gleiche Menge gegen Abtrennung der Abschnitte über 1000 0r««3 Kartoffeln. Die F--lder verlieren mit Ablauf des 3. März'L Gültigkeit. Auf dste Abschnitte der Kartoskcl karte der vorigen gelangen andere Lebensmittel n'cht mehr zur Ausgabe.— heutigen Freitag beginnt der Verkauf der städtischen Butter c Butterabschnckt 3 der Lebensmittelkarte. Auf jeden Abschnick den 75 Gramm zum Preist von 09 P fg. verausgabt. Mit von Donnerstag. d:n 8. März vertier: Wschniit 3 seine 0"%, keit.— In der stöbt. Fischhall: kann wache nkäglich ven 0— 12 l'lj vormittaoj gegen Abstempelunz der Fletschkarte 1 Pfund gksalz«« Rindfleisch zum Preis: von 7,90 M. bezogen werden. Aus den Orgsnlsaüonen. Telkow-Btttzkow., Heule. Freitag, den 28. Februar. aSends 6 Uhr, Kreisbureau. NcSarstr. 3, Neukölln, eine Sitzung tm Delegierten zum Parteitag mit dem Kre' v o r st a n d statt. Es wird um piinktlick'es Erscheinen Vetetkigten ersucht. Ter Kreisrorstand- März, abends 7 llkjr. In der% NenköSn. Montag, den 3. der Realschule. Boddinstraße. Versammlung der Krieger-srl und Kriegerwitwen. Um rege Beteiligung wird ersucht., Borsigwalde. Freitag abend 7 Uhr bei Hansen, SrnM- Mitgliederversammlung. Orenienbnrg. Freilag abend 7Uhr Zahlabcnd. Freie Jugend. Noscnthaler Vorstadt. Sitzung setzen Dst«?.'? abend? 714 Uhr im Lokal Wenzlow, Gartenstr. 86. Am 4. 2®0* Vortraz: S3c? ist Kommunismus?