Elnzelprels 10 pfg. W»«jHlttB*«rtäirtw» iii)iiu out»Sinkttaq» m juiui- mt >» S�ai�prr» WtrAfl M fnin gafhOun� tn> Ooia ffil»10(1 HuftsM iWbcfBf»V�» S«0«a4rMI)i manatL» bei Allste llu»9 lllllei' Db» �rvlblllf* tst w be» erste» naefatz»» 0« CMhtltun«>fifta istl SNstattion Berta StW» emiffbanerDornrn 18 Ul« Sersjprech«! Utta Itorde» 288» an» 2888. D! e Menö-Msgabe Jnfetah Wh« Mt«WgiftiaN. tTonpernUtjeil« 9»«t»«im Smnn 7! Pf-.Xtefne Anzetg««« »OS fen,-dellckl, w-n«0 pf, teste» weitere wert 20 Pf. reu-run,,,ufch>az 50«/» Sei Aamitien» unv Dtrfammlunqbanjciqen fällt stet Zufchtag fort Inserate für den darauf» Wsteast« ia»«ügea spätesten» bt» 5 Udr nachniitl-lli- bei der«kpedinon ausgegeben sei». Expedlüon! Berlin NW. 6. Schiffbauerdamm l». Ferujptcch»ri Amt Norden 9709. berliner-Organ tw Vmbbäncfißen Sojialöemofratie S>eutjtf)tan(>& -X'J-A,'..- 1 �-...v � � e-�,-•*/'•••■ Jahrgang 2 Zreitag, öen 25. Zebruar 1919 ' �'?».■''.;■ i.V■ �. Nummer 107 VechmidsWze» in Aussicht. Ltipziff. 28. Februar. Wie der biesige?l.. und mitteilt, sollen heute nachmittag zwischen Veriretera der RcichSleitung und den Streikenden in Halle Bfr- handlungcn beginnen. Der Streik iu Thüringen habe sich auf Suhl. Greiz und andere Jndustrieorte ausgedeout. Iu alle» vom Streik betroffeneu Orten ist das Frschei. »e» bürgerlicher Zeitu-ugeu verboten. Die Absichkeu der Regierung. Wie die„Deutsche Allgemeine Zeitung" au? dem Reichswehr- Ministerium erfährt, sieht man der Entwitteluug der geplanten «ftlt&ri.tchen Mahnahmen lo Mitteldeuts�laad mit Zuversicht entgegen. ES fanden auch Besprechungen mit Abgcorb- «etrn der vom Streit betroffenen Gegenden statt, so am DonncrS- tag mit dem Abgeordneten DeliuS(Demokrat) und Tliiele(Mehr- heitSfozialist). Man hofft, besonders im Hallefchcn Revier noch durch Berhandlungen zu einer Einigung zu gelangen, ist aber sonst entschlossen, die für die Allgemeinheit so notwendige Wiederauf. nähme der Arbeit auf den Zechen mit allen verfügbaren Mitteln baldigst herbeizuführen. Ruhe iu Leipzig uud iu Halle. (Privattelegramm der Freiheit.) Leipzig,#S. Februar. Die gestern von W. T. B. verbreitete Ziachricht de» Rücktritts de» bisherigen Vorsitzenden Deeger, de» A.» und S.-RatS in Leipzig, ist bereits vor einigen Tagen erfolgt und hängt mit dem Generalstreik in keiner Weis« zusammen Er erfolgte, da Seeger als Mitglied der Reichs- und der sächsischen Natlonalversammlung und als Vorsteher der Gtadtverordnetenversammlung mit Arbeit überlastet ist. In Leipzig herrscht b o l l k o m m e n e R u h e. All« anderen Meldungen der bürgerl chcn Presse sind unwahr. Dasselbe ist in Hall'e der Fall. Holle ist von der Außenwelt abgeschnitten. Durch die Verbreitung von Meldungen über Unruhen und Aus. schreitungen will man den Boden bereiten für die von der ««ichSregierung geplante Anwendung von Gewalh Halle abgeschnitten. Die„Bossische Zeituncr* meldet auf Weimar: Halle ist von jedem Verkehr mit der Austenwelt abgc- schnitten, und zwar, wie sich jetzt herausstellt, nicht etwa durch den Streik, sondern durch die Maßnahmen der Reich»- regierung. die alle Zufuhren unterbunden und auch den letzten nach Halle rollenden Stsonbahnwagcu auf» geholte» hat. froleMeit in Könlgsberq. Privattelcgramm der.Freiheit'*. Königsberg(Pr.), 28. Februar. Die Gewerkschaften, die Post. oetriebe sowie die Eisenbahner von Königsberg traten am 27. Februar in den P r o t e st streik wegen der Leben». Mittelknappheit ein. Der Verkehr ruhte, Zeitungen er- schienen nicht. Am Nachmittag drang eine größer« Menge in das Polizeipräsidium ein und holte die dort lagernden Waffen des öffentlichen Sicherheilsdienste» heraus. Die von der bürgerlichen Presse berichte:« Besetzung de» Schlosse» ist unwahr. Heute ist die Arbeit wieder aufgenontinen worden, da Zusicherungen auf Mehrverteilung von Lebensmitteln gemacht worden sind. Angriff ins einen Eisenbahnzng. Tesfan, 28. Februar. W. T. B. meldet: Laut.Anhalter An- zchger" wurde gestern abend rn mit Spartakisten und etwa 2nmu1r find 7 Männer, die von der„Vorwärts-Besatzung als Parlimentärc zur Verhandlung üfcr ö,e Uebcrgabe des„Vorwärts" abadandt waren, in der vte aus dcm„BorwStt«" kommen, werden er- schössen". Nachdeln dieser Befehl erteilt war, zozcn sich die Herren Offiziere in ihre Stube zurück Man nahm den in Frage stehenden Leuten ihre Papiere und Wertsache» ab, führte sie anfden Hof und ermordete sie in der bestialisch. st e n Weise. Denn mit einem Erschießen konnte man dir vor. genommene Handlung nicht vergleichen. lJch verweise auf den Leichenbefund. Die Leichen waren bi» zur Unkenntlichfeit ent. stellt.) Ich selbst und ein anderer mit mir anwesender Kamerad wollten gegen diese Form der Hinrichtung protestieren, aber wir mußten es»orziehen zu schweigen, da e» uns mit großer Mühe gelungen war, einen unserer Kameroden der Bolkswehr, der ganz unverschuldet in dies» Dragoncrkasernr geriet, vor dem gleichen grausamen Tode zu bewahren. Ich begab mich in mein Depot zurück und nach zirka einer halben Stunde stellte sich ein Rcdaktrur de«„Vorwärts" auf«nsrrm Depot vor, der mit einem Auswei» der Regierung versehen war und bat den mittlerweile genommenen„Vorwärts" besichtigen zu dürfe». Mit diesem in Frage kommenden Herrn wollte ich nach dein„Vorwärts" gehen und kam gerade hinzu, wie die anderen 30lt Gefangenen in die Kaserne gebracht wurden. Nachdem der Nedaktenr gesehen hatte, wie man mit diesen wehrlosen Opfern nmging, bat er den Kommandeur um ein abgesonderte« Ziininei um sich telcphonisch mit der McichSregierung in Berbiiib',"g* sehen,»m weitere Liewalttätigkeiten zu verhindern. Die 300 Ge- sangcnen wurden auf de» Hof gebracht und an rine Mauer gc- stellt und ein Maschinengewehr vor ihnen anfgepflanzt. Einig: der Toldaieu aber hatten sich schon eine Frau heraulzegriffen, di angeblich ein Maschinengewehr bedient hatte und waren geradc ?>abri. dieselbe zu erschieße», als der vrrüin geaanute Mass Ttephant dazwischentrat und dir achte Hinrichtung per- hinderte. Hiera,,« geht hervor, daß e» in der Macht deS Major» Stephan! gelcgin hätte, auch die bestialisch: Hini.!r.sclung der 7 Parlaiuentä-, zu»erhlndern." Der Vater eines der Endicssenert,.fstrr Rentier Gruner Fern bock), Fiiodenau, Snarstr. 8. bat den Namen de-r ZeiMn, der Vorstehendes bekundet und vor Gerickt eidlick dekräftiaen wird, sowie weitere Zeuaen nambal machen kann, am G.Februar der Staatsanwalt- i ch a f t II mitaeteilt. Aber bis zun» 27. F e b r u a- hat deirZeuae keine Aufforderuna zur Ver- n e h m n n a erhalten. Sollen mich in diesem Fall, aenau wie im Falle der Mörder von Liebknecht»nd Luxembiirfl, die Mörder und ihr Anstifter vor Strafe neschübt werden? Der Mörder Runge. Die..Rote Fahne" schreibt: «Herr Jörns l Bei Ihrer eifrigen AiifklArungstötigkeit in Zachen Liebknecht-Luxemburg ist Ihnen zufällig der Mörder Runge aus den Augen gckcmmen. Falls es Ihnen noch nicht bekannt ist, teilen wir Ihnen ini:. Zaß es nicht unwahrscheinlich ist. daß Sie ihn im Husaren- r e g i m e n t Nr. 8, K. Eskadron, und zwar augenblicklich in B a S- darf finden werden— falls Sie gelegentlich Zeit finden, um ihn zu suchen. Für da« dem Mörder freundlich geneigte Publikum die Mit- teilung. daß Geldsendungen an den Mörder nicht mehr nötig sind. mit 13 000 Mark reicht einer hübsch lange." VZAZWrn An'stklluiig genommen und singen an, de» Mann da- mit iv bearbellen. Da mich dieser Vorgang interessierte, ging ich mit diesem Trupp und geka-glr in die Dragonrrkoscrne. In» zwischen brachte man noch einen und dann süns andere unter gleicher Vehgliblnng bl« in die Arreststube der Kaserne. Da die Peitschen zne Mißhandli'ni scheinbar nicht ausreichten, nahm man Olewehrkolben und schlug diel? Leute derertiz, daß ich an ein Aufstehen überhaupt nicht mehr geglaubt habe. Man fing nun an, die Taschen zu durchsuchen. Irgendwelche Munition »der Waffen Ist bei d.n Leuten nicht gesunden wbrden. viel- mehr gaben die Leute an, als Parlamentäre geschickt worden zu fein, um mit den Reeierunistruppc» bezüglich Nebeegabe des „Vorwäris"»u vr handeln. Vor der Drazonerkascrne hatten mittlerweile vier big fünf Ofi-zierr in aktl-ergebrachter pornehmrr Aufmachung Posten gesaßt, die Hände reibend, diesen Mißhand. lungen»»sahen. Einer vo>. diesen, wie mir spsitrr bekannt wurde, Major von S t e p h a« I, erklärte:„sämtlich» Leute, Sie ikicheiksMon. Die von T i» n e r mitbegründetr»Nene Zeitung" in München brachte am Sonntag, bei. LS Februar, den folgenden Aussatz, der anläßlich der Debatten im bayrischen Rätskongreß auch noch heute aktuell ist, .Die beiden vergangenen D'ige haben bewiesen, daß die politische Macht In Bayern anerschütlerlich in den Händen der Arbeiter» und Soldalenräte liegt, und daß olle diejenigen, die da glaubten, durch die Macheuschai» ten reaktionärer Klüngel, durch WeißgardistenSrlasse, durch im» provisierte Putsche oder durch Hinweg, äumung der Führer deS Proletariats die Macht den Räien entreißen zu können, sich gründlich geirrt haben. Wie ein Mann erhob sich da» gesamte Proletariat. Einig und geschlossen trat es feinem Todfeind. der Bourgeoisie, gegcnübcr. und erhebt nun seine Stimme auk Befestigung. Erweiterung und Ausnutzung seiner Macht. Waren sich alle Sozialisten uuvedingt einig tn der Front gegen die konterrevolutionären Versuche, so erhebt sich nach Ab- wehr derselben die Frage, wie nun bei den verschiedenen Rich- tungen die gemeinsame sozialistische Aktion er- reicht werden könne. Eine» ist tlar, der Mangel an einer einheitlichen Grundlage de» Handeln» kann lediglich zugunsten der besitzenden Klaffe« aus- schlagen. Wonn es aber gar unter den Sozialisten zu Kämpfen, gleich denen in Norddeutschland käme, so müßte dies naturgemäß sehr bald zu», Siege einer militari- st, scheu Reaktion führen, der eine rechtssozialistische Regierung als Feigenblatt dienen würde. Ein einheitliches Handeln ist natürlich erst dann möglich, wenn ganz bestimmte fest e Richtlinien als Grundlage vorhanden sind. Die Anschauungsdifferenzen find sehr wesentliche. In der wichtigsten grundsätzlichsten Frage dcr Demokratie gibt die Stellung der Mehrheit»sozialisten oder, besser gesagt, ihrer Führerschaft, den größten Anlaß zu Rei- Hungen. Die Vorstellung, daß eine Versammlung von einigen Hundert ous mehrere Jahre gewählter Männer und Frauen in Ver- undunz mit dem alten bureaukratischen Apparat die gewaltigen Probleme, die den Sozialisten sür d«e nächste Zeit gestellt sind, öjen könne, muß notwendig al« absurd erscheinen. Massen, die che heute durch die revoluiionäre Entwicklung in immer stärkere pärung geraten, können nicht nach den Methoden ver- lasse»er Verwaltungskunst, und sei e» auch Selbstverwaltung", regiert werden. Die sich in rasender Eile ollzichende Wandlunq in den menschlichen Gehirnen verlangt -ch einer elastischen, alle Stöße tn sich verarbeitenden Organ:. ation. Diese besitzen wir in den Räten. Wenn cS uns nicht gelingt, die instinktiven Bewegungen und uckuugen in der Masse durch das Räiesystem in fruchtbare ozialistische Arbeit zu verwandeln, so treiben«ir unrettbar der llgemeinen Zerstörung entgegen. Trotz dieser unserer grundsätzlichen Stellung zwingt uns die .bicterische Forderung nach einheitlichen sozialen l ktion. den durch jahrzehi'telange politische Arbeit eingewur- rlten Anschauungen und Gewohnheiten der formalen -timmzetteldemokratie Rechnung zu tragen. Wenn wir heute in dieser Richtung Zugeständnisse machen, 'o tun wir die» mit der festen Inneren Ueberzeugung, daß die Nacht der Tatsachen im p> ältlichen sozialistischen Handeln ie Zweifler und Widerstrebenden belehren wird. Da» parlamentarische System als politische Fprm der bürger- che» Gesellschalt wir� sich al» unlruchtbar erweisen für die ösung der gewaliigen Zukunstkaufpaben, Dagegen wird die Selbsttätigkeit der proleiarl scheu Massen in �en Räten siegreich au» allen Proben hervor. -ehe n." �rledWetösuna derVs?Mbe'ler?risein EnMd. Amsterdam. 27. Februar. iMeldung der Telegramm-Korn- agnie.) Unter dem Druck der Streikdrohung der eng' tischen Bergarbeiter macht di« englisch« Regie- r u n g die größten Anstrengungen, den Ausbruch des Kon» flikt? durch Konzcszionen an die Arbei- terschaft zu verhindern. Da» von Lloyd George eingebrachte Gesetz für die Regelung deS Arbeitsverhältnisse» tn B-rgbetrieben wurde auf die dringende Bitte des Ministerpräsidenten am Montag vom Unterhause in allen drei Lesungen angenommen und da» Besetz hat bereits gestern die Zustimmung de» Oberhauses erhalten. Tiefe schnelle Arbeit hat Lloyd George insofern einen Erfolg gebracht, als er die Bergarbeiter zu einer nochmaligen Beratung über die Termin- festsetzung de» Sircik» veranlaßt bat. Dadurch Ist ein« gewisse Entspannung der kritischen Lage entstanden, und man nimmt an. daß es dein energischen Ein- greifen Lloyd George« gelungen ist. die Voraussetzungen für eine friedliche Lösung deS drohende« Konflikt» zu schassen. Die.sozialistische" Regierung Teutschland« aber kennt nur Maschinengewehre und Gewalt. Teverunyszulage fi!r Beimrte. «erlin, 28. Februar. W, T. B. meldet: Die Verhandlungen zwischen den beteiligten RcssortS im Reiche und Preußen wrgen Aufbesserung der Teuerunglzulageo für Beamte Ve�ches Maier. Wie cS Euch gefällt. A!o du euch hlnllberfllohsi, Nlempl» l onrnft Vu an da» ledtz giek, Preis« jede W?It und auch di» Tlern«! Alles ives du hier so siehst, siii so nuz ein feine» Lich>isplel, Eine gloh- Aunderwelilat» ne. Dieke Won« Paul Cchecrbarl» könnte man mit besonderer Beziehung auch öder Shakespeares Lustspiel.Wie es Euch ge. fällt" setzen, m'.t dcm das.Deutsche Thealer" gestern wieder ein- mal einen seiner großen Abende hatte. In einer unter Max Rdnhard!» strafser Regie äußerst kultivierten, von Laune und bunten Einfällen blitzenden Ausführung kamen alle LehenSgeister der Thakespeorlchen Komödie zu so starker Wirkung, daß der jubelnde Beifall am Schluß kein Ende nehmen wollte. Man konnte sich in die Zeit des ersten.Tommeruach.Siraum'.Erfolge» Reinhardt?«»rückversetzt glauben Bei mancher Stiländerung ist doch vieles oeim alten gebl eben, das dekorative Element ist— nicht zum Schaden rnec größeren Konjenirierung auf di« Dar» stellung— erheblich eingeschränkt, aber Musik und Tanz behaupten al» schmückendes Beiwerk ihre angestammten Mechre auf die Bühne. Und wa» vollzieht sich dort? Au» dem Königreich der all- vernichtenden Herrchsucht und Gewalt stüchtet sich die gequälte Kreatur in die erträumten Geülde her Seligen, in ein bukolische» Dasein, in ein verliebte» Schäkerleben. Etwas ähnliche» ichwebte ja neulich Georg Kaiser vor, als«r im.Ga»" die Menschen aus den Klaue» der Jndusiriearbeit und de» Kapitalismus befreien »ollt». Aber wa» bei ihm nur dürre Abstraktion und grober PlakatsUl blieb. daS wird bei Shakespeare zur I>e.za>ll>erndste» Dich- tung. Da blüht der Gedanke, da funkelt der Witz, da spricht dcr Neist und da» Herz Wie in Shakespeare» unvergänglich großen Trogödlenund doch auch ander» ist hier tn seinem.Lustspiet" der menschliche'N Leipenschrst und Liebe der ewig zeitgemäße Skarrenspiegel vorgehalten: Weisheit wird Torheit, der Mcn'chcn Sehnsucht und alle Zärtlichleit gaukelt blind aneinander vorbzü und in dem Reigen der Verliebte» und Verblendeten, der über voSheiten und Irrtümern in dieser Welt dcr menschliche» Komödie sich findenden, spricht»achdentiich Melancholie lächelnd da« letzte Wort. Im Mittelpunkt der Aufführung wnr Helene T h i NI i g. al» Mädchen voll süßer Innigkeit, al« verkleideter Bursch von ent- zückender Schalkhaftigkeit, di« ganz im S'nn« der Rolle zuweilen etwas bewußt anmuten dürft«. Hau» Maß mann ist al» scheckiger Narr noch immer umviderstehlich In seiner komikchen Sprechweise, wenn auch sein Humor etwa» Fett angesetzt hat. Als ungemein natursri'che» Talent fiel ein Neuling, Hans B r o ck m a n n, auf. Nicht grau rn grau, sondern wundervoll farbig und melodienreich war di« Melancholie in der künstlerischen Gestaltung M o i s s i S. Herr Dtegelmann erschien als.Rin- ger" äußerst bildhaft in feiner henkermäßigen Klobenf'gur. Au» der großen Zahl der übrigen Mitwirkenden'«ien noch die Damen Termin. Christian», Pünkösdy,>owie die Herren Deutsch. Thimig. Graetz und Richard hervor- gehoben. Der Abend war für all« ein schöner und großer Erwlg. E. B. SchlM'pselhans. „Die Kreuzellchreiber." In dem Wust mindcrlrertlger Tbeaterwar», mit dem meisten- teils die heutigen kapitalistisch«» Bühnen»um Schaden der Kunst Handel treiben, ist eine Ausführung Anzengruberz doppelt zu begrüßen, und nun gar, wenn sie in dem ehemals königlich verzopften Schauspielhaus« am Bendarmenm nkt statt. findet. Unter den im besten Sinne volkstümlichen Dramen de» noch viel zu wenig gespielten österreichischen Dichter» nehmen ..DieKreuzelschreiber" einen besonderen Rang ein. Schon allein die köstliche Gestalt de».Sleinklopfcrhan»" mit seiner un« getrübten Lebensphilosophie.es kann dir halt nix g'schehn" er- hebt sich weit über daS Maas der üblichen Dorfkomödic. Die Regie deS Herrn Patry hielt zwischen den beiden Möglich. leiten: Ausmalung des ländlich bunten jahrmarktmäßigen Trci» bcn» und Betonung des gedanklichen Tendenzgehaitcs den Mittel» weg inne, ohne tn farblose Nüchternheit zu verfallen, aber auch ohn« alle Urwückisigkeiten aiiizuschLpsen. Die nie versagend« handfeste Bühncnwirlung stellte sich da»» auch namentlich bei den Aktschlüssen«in; selbst das bislang so zimperliche Publikum de» Schauspielhauses jubelt über die Rauferei in der Kneipe, däs nächtliche Fensterln Einsteigen»»Z die vorgetäuschte Rom-Wal- sahrt der au» dcm ehelichen Schlqfgcmach verbannten, von mit» leidigen Jungsranen begleißetc» Bauern. Das Motiv dieses.SgiberstreifS' entstammt schon griechische», Porbitde; der stets wiederkehrende Komps für Gewissens- fretheit gegen Pfafscntum entsprang Anzenzruber« eigenem innerste» Gefühl kür Menschlichkeit. Tarin liegt auch die unvergängliche Leuchtkraft seiner d. chauS nicht künstlerisch vollen- deten. aber echten und oft herzhaft unbekümmerten Dichtungen. Spiel! sie. ihr großer, und kleinen Volksbühnen, auch wenn ihr keine so hervorragenden Anzcngruberdarsteller habt wie Max P o h I, der a>t äußerlich zerlumpter Stejnklopferhans— ohne ihm an Sonne und Seele von Natur verwandt zu sei»— mehr bedächtig al» hinreißend zu überzeugen und schließlich alle» sür sich zu ge- Winnen vermochte. Neben ihm bot die stärkste Leistung Frau Straub, die— bewußt modern akzentuierend— ihre derb- blonde Bäuerin durch und durch'nit scsse'nder Eigenart«rsüllte Für den aus Gram in den Tod gehenden alten Brcnnlnger bringt' Herr Sommer st orff weder da» rechte Wesen noch den rechten Ton mit. Von den übrigen Mitwirkenden seien noch die Herren Zimmermann, Eichholz und Mannstädt so- wie Frl. Reff genannt. x. L. (Wegen Raummangels bisher zurückgestellt.) Zur Heye grscn dg» Blsithner-Orchcster wegen der Teilnahme an der Trauerfcier Liebknecht Luxemburg veröffentlicht der.Vor- wärt»" einen Briefwechsel zwischen dem Vizcpräsidenien dcr Nationalversammlung Heliuich Schulz»md dem Kultusminister Haenijch. Auf die Bitte, durch seine Antwort die durch reaktionäre Hetze In Verwirrung gebrachte öffentlich« Meinung wieder auf den rechten Weg zurückzuführen, erwidert, Haegisch. c» sei ihm schlechterdings unverständlich, wie man einen Künstler dafür tgdeln und verfolge» könne, daß er bei einer Trauerfeier für die Toten mitgewirkt habe. Er bedauere, daß er a m t l i ch»ich,« Unmittelbare» zum Schuh dcr Riinstlerfchar tun könne.' Das preußische Ministerium für Wissenschast, Kunst und Volksbildung öffnet der Volkshochschulbewegung für ihr« Arbeiten und Uebungcn alle staatlichen UnterrlchlSränine und Sammlungen und wivd Beratungen über Aufgaben uich Ziele der Volkshochschule veranlassen. Kttttstkalenster. Am Mär, finden die Erstausführung von Wilhekm Speyer» Drama.Der Revolutionär" im kl« inen Theater Am Sonntag, g. März,» Nhr wird im Palast theaUr da» pt«her verbotene Drama.E h r> st u»' von Fnch» mit Ludwig W ü I ln»rin der Tiielrolle. Ferdinand Bon» al» JnduS, ge. Lietw» Zohg�':&amtn Man«: Herren Fred«, ich. vnb SoZnangestelltc find, wie wir hören, soweit fortgeschritten, daß die Durchführung der Maßnahme in einigen Tagen erfolgen wird. Sie Vollversammlung der A.-«. S.-Räle. Die am Mittwoch vertagte Versammlung begann heute um Uhr in den Germaniasälen, Chausseestraße. Die Versammlung ist wieder sehr stark besucht. Tie TageS. ovdnung lautet: 1. Einberufung eines NätekongresseS, 2. Neuwahl des VollzugSrateS, 3. Aenücrung der Geschäftsordnung. Nach Eröffnung der Versammlung durch Neue er- teilt er gleich zum ersten Punkt der Tagesordnung Richard Müller das Wort. Richard Müller: Deutschland befindet sich gegenwZrtig in einem Zustande revolutionärer Gärung. Die Ruhe, die wir erwarteten, die wir dringend bedürfen, tritt nirgends ein. Unser ganzer Volk muß znarunde gehen, wenn dieser Zustand sich nichi ändert, wenn unser Wirtschaftsleben nicht bald in geordnet« Bahnen geleitet wird. Der entsehl'ch lang- dauernde Krieg hat un'er gesamte? Wirtschaftsleben vernichtet; er hat uns moralische und materielle Lasten aufgebürdet, unter denen wir lest zusammenbrechen müssen. Wenn dazu die„gegen- wärt igen Zustände noch anhalten, so ist da» Ende gar nicht abzusehen Was wir jetzt in Deutschland haben ist Anarchie auf wirtschaftlichem, auf politischem, wie auch auf militärischem Gebiet». Und em jeder, der auch nur«inen Funken Verantwor- tungSgefühl in sich trägt, der muß sich fragen, wie soll da» enden, wenn das so wc tergehi. Die Arbeiter, und Toldatenräte waren e», die Den schlau' m den Tagen der Rovembcrrevolution retteten und ich g.aube. die A.» und O.-Räle find diejenigen, die auch dazu be- ru'cn find, miser Volk auS dielen trostlosen Zuständen heraus- »ufübren. Auch heute wieder blickt die oxohe Masse des arbeiten- oen Volkes auf die Arbeiterräte und man hört allerort die Frage, wo» tun die Arbeite: rate? Wo Hieiben sie. was soll nun werden? Uustr« Pflicht Ist es. gegen biet« anarchischen Zustände Tt«lluS>g zu nehmen. Das kann allerdings nur dann geschehen, wenn die g e s a m t e n A.- u n d S.- R ä t e deS Reiche? zu einem Kongreß zuscnnmenberufen wenden und dort zu dieser Frage Etelluna nehmen. D-Shaw haben wir. ebenso wie ein« Anzahl Gtädte den Antrag auf schleunigste Einberufung de» Kongresses an den Zentralrat gerichtet. Am 4. Februar haben wir nochmals durch ein schreiben den Fentralrat aufgefordert, er möge sofort einen Kongreß einberufen und sich mit uns verständigen, nicht nur über die Einberufung, sondern vor allem darüber, wie dem Zusammenbruch unsere» Wirtschaftslebens abzuhelfen wäre. Der ntralrot antwortete uns am 6. Februar, daß er grundsätzlich der cinung sei. daß ein« ReichSkonferen» einberufen werden muß, Iedoch mußte er in bezug auf die Art der Durchfühning erst in den lrcisen seiner Mitglieber Rücksprache nehmen. Da« wird nach den bsther geuosten-n DiSposistonen erst in den nächsten Wochen möglch sein. Als kein« weitere Mitteilung an uns gelangte, haben wir am kl. Februgr den Zentralrat nochmals daran er- innert, er möge nun endLch Ttelluua nehmen und einen Kongreß «interufcn. Wir haben den Zenivalrat welter darauf cmfmerk- sam gemacht, daß die Arbeitcrräte der U. D. P. sich ein« ver- schicppung der Einberufung eine» Kongresse» nicht gefallen lassen wollen, daß sse dazu übergehen wollen, selbst über den Kopf des ZentralratZ Hinwez die Konferenz einzuberufen. Darauf er- h elien wir am 24. Februar nochmals ein Tchroiben, daß infolge des Dazwlschentretens anderer Umstände und der starken Juan- fpruchnahme seiner Mitglieder der Zentralra' wahrscheinlich erst am Mon'an zu der Frage der Einberufung eines zweiten Räte- kongrelleS enognsiig Stellung nehmen werde. Sie sehen also. Pom 31. Januar bis zum 24. Februar war der Zentralrat nicht in der Lage, sich mit dieser wichtigen Frage zu beschäftigen, trotzdem am ö. Februar die Relchskonfcrenz der Soldatenräte gleichfalls den Kongreß forderte, Der Zentralrat hat die Einberufung de» Rätekongresses nicht besonders eilig gehabt. Am 16. Februar tourd? ich durch ein Telegramm nach dem Rheinland berufen. Die Genossen, mit denen ick sprach, de- fürchteten damals, bere t» den Ausbruch gewaltiger Unruhen Im Rbeinland und in Westfalen. Sie erklären, es fei wohl kaum möglich, dte'e Unruben zu bannen. Die politischen und Wirtschaft- lichen Verhältnisse im Rheinland, da» Zusammenziehen der Frei- w lstgenkorps der RegierunaStruppen auf der einen Seite, da» verhal'en der Regierung in der Frage der Sozia» llflerung auf der anderen Seile würde einen Streik zur Folge iahen, der sich auf ganz Mitteldeut'chlaud auSbrei'en würiie. Die Betreffenden mochten weiter darauf aufme'-rmn. daß«S febr wob! möglich fei, daß, wenn die Regierung mit Wakfengeivalt geoen die Bergarbeiter vorginge, die NotstaiidSarbeiten flehen gelassen und die Gruben ersaufen würden. Meiner Meinung nach und auch meine Freunde stimmen mit mir darüber überein, würde eS bernbi�cnd auf die Bergarbeiter gewirkt baben, wenn ein Kongreß Nie SozlaNsierung des Theaters. Gegen den Schund auf der Bühne. Mit den Mißständen im Theoterbetrieb befaßt sich in der letzten Rumnwr de».Neuen Wegs", de» Vrganl dcx Deutschen Bühnen« genossenschast. Direktor Dr. Max Alberty. In seinen Aulfüh- runaen, die die Sozialisterung de» Theater» befürworten, heißt es u. a.: .Die Arbeiterschaft, dlv auf Grund de» allgemeinen Wahlrechts in den meisten Kommunen, dor allem in den Großstädten, ganz anderen Einfluß erlangen wird als bisher, kann unmöglich dulden, daß die Bühne, die» unvergleichliche Mittel der Volks- bildung, durch kunstfeindliche Spekulanten zu einem niederen Tr- werbs-eschält degradiert wird. Der Theaterbelrieb ist nickt nur reif zur Sozialisierung. er schreit danach. Aber auch die bürgerlichen Kreise, die unmöglich, wenn e» ihnen Ernst ,st mit ihrer stet» betonten Kunstfreundlichkeit. den unerhörten jetzigen Zustand de? Theater» weiter dulden können, werden jede Nmge- stastung d"? Theaters vom Amüsterlokal zur Siätte der Kunst und der Kult, c freudig begrüßen. Ich höre sehr wohl den Einwand der Skepiikcr aus Prinzip und der in ihrem Heiligsten, dem Geld- sack, getrofienen Tbeaierspekulanten: da» sei alle» Utopie, weil kein Mensch mehr in» Theater gehen werde, wenn die Bühnen- seitnng lediglich Kunst pflege und bewnders die Operette, die da» Volk vor ollem wolle, fallen lasse. Die« dumme Geschwätz der Begncmen und Jbeen(ef(n wird durch häufige Wiederholung nicht eindrucksvoller. Diese Leute haben überhaupt kein Recht mitzu. reden, weil sie nie ernstlich darüber nachgedacht haben, wie das Prpb'cm zu lösen sei, uüd weil sie vor allem gar nicht den Willen dazu haben. Sie erstreben vor allem ein steigende» Bankkonto, und die Kunst ist ihnen Hekuba wie die Volksbildung. Gewiß, so wie man bisher Theater betrieb, wird die Umwandlung zur Kunst- bühne nicht erreicht. Zuallererst muß jeder Unterncbmcrgewiim grundsätzlich auSgesckaüet werden.� Die Annahme, daß mit dem Aufhören unbegrenzter Verdienstmöglichkeiten der Bühnenleiter in geringerem Maße seine Ausgabe erfüllen iverd«. heißt sämtliche Oberbürgermeister der Welt, sämtliche Schnldirektoren und alle ehrenamtlich Arbeitenden beleidigen, verrät eine zwar sehr kapl- talistische, aber auch eine ethisch ticfstebende DenkungSweise. Das Siulturlbeater sab neben ibm noch Geichätistheatcr ihr Wetcn ttkiben. iit für dir Kultur so gleichgültig wie ja» Bestehen anderer einberufen würde. Ich habe den BollzugSrat an fge fordert, seiner- seitS einen Zentraikongreß einzuberufen. Der VollzugSrot l-hnte das mit 10 gegen S Stimmen ab. jPtuii) Ich beantragte dann weiter, sofort«in« Vollversammlung einzuberufen, damit die Bollverammlung über diese wichtig« Frage entscheiden könnte. Auch das lehnte der Vollzugsrat mit 10 gegen 0 Stimmen ab.(Pfuil) Daraufhin haben über 160 Arbeiterräte einen An» trag gestellt, sofort eine Vollversammlung einzuberufen und so kam die vorgestrig« Versammlung zustande. Wir haben uns mit den wirtschaftlichen Verhältnissen der Gegenwart zu be'chättigen. Wir wissen all«, daß das deutsche Volk durch diesen Krieg verarmt ist. Zur Tilgung der ge'amten Verpflichtungen des Reiches sind jährlich mindesten» 30 Milliarden aufzubringen; unser ganze« volkSemkommen betrug jährlich 34,4 Milliarden, also blieben uns 4,4 Milliarden zum Lebensunterhalt übrig. Dazu kommt noch, daß wir da» Deutsche Reich nicht in dem bisherigen Umfang« behalten werden. Dann die Last, die un» die Entente auferlegt, kurz«In Unglück, in da» wir gestürzt wurden durch die früheren Machthaber und nicht zuletzt durch v!e Partei, die während de» Kriege» d�e Mittel der Regierung bewilligte. tStürmischer Bei. fall.) Wie kann man das Volk au» diesem großen Unglück ljerauSführen? Da gibt eS nur ein»: Arbeit, Produktion und Werte schaffen, sve'fall,) Wir können keine Kapitalistenrät« brauchen. Stürmischer Bei- fall bei den Unabhängigen.) Wir müssen produzieren. Run müssen wir es mal untersuchen, wer et»st. der die Produktion unterbinde,. Da» ist nicht Spar- taku». Das sind die Kapitalisten. Ich könnte Ihnen Huiwert« Fälle anführen, wo die Unternehmer ihren Betrieb stillgelegt haben ohne zwingenden Grund. Humtsrttvusende Arbeiter sind dadurch arbeitslos, die gern arbeiten wollen, aber nicht können. Wenn wir die Statistik fertig haben, die-wir darüber aufgenommen haben. so wird da» eine furchtbar« Anklageschrift gegenüber der kapi. tilstischen Klasse. Im weiteren Verlauf seiner Rebe legt Müller dar, daß Deutschland nur gerettet werden könne, wenn den Arbeiter. räten die nötige Macht eingeräumt werde. ES sei daher notwendig, die Arbeiterräte Deutschland» zu einem Kongreß zu- sammenzuberufen. auf der eine Grundlage geschaffen werden müsse, auf die sich alle Arbeiter vereinigen können, Er verlas dann noch eine R e s o l u» i o n, die die Einberufung eines Kongresse» forderte. Dies« fand stürmischen Beifall. lDi« Versammlung dauert fort.) Tas Militär im ZMriekebisk. Münster, 87. Februar. WolffS Bureau meldet: In der heut« beim Generalkommando ftattgefundenen Konferenz hatte das Generalkommando außer einem vertroter des Ober» Präsidenten der Provinz Westfalen und der wichtigsten In- duftrlestäbte je drei Vertreter aus verschiedenen Bezirken der drei sozialistischen Richinngen und Vertreter der freien Gewerkschaften geladen. Ju der Konferenz wa-rsn indes Vertreter der Kommunisten nicht erschienen. Ruf der TageSordnirng standen S!ch«rhe!tllwehr, Waffenabgabe, Verletzung der WasfenstillstandS- bedingungem und Verantwortlichkeit der Führer w Düffel» darf. In Düsseldorf haben sich die Verhältnisse so zugespitzt. daß die Regierung sich hat entschließen müssen, dort«in zu- schreiten. Rübe im Iudustriegebtet wird nur dann eintreten, wenn der Herd der gewalttätigen Umtriebe erfaßt wird. Die Berührung einzelner Teil« de» Industriegebiet» ist dabei nicht zu umgehen. In der heutigen Versammlung wurde von sämt- lichen Anwesenden einstimmig beschlossen, daß gegen Düsseldorf militärisch eingeschritten werden mutz. Di« Bcrireter der Par- teicn und der Gewerkschaftsorgcmisationen haben versprochen, ihren SInfluß dahin geltend zu machen, daß im Industriegebiet Ruhe gehalten wird und nichts gegen die Truppen unternommen wrrd. Die in den vorigen Sitzungen fest- gelegten WaffenstillstandSbedingungen stich in Düsseldorf nicht gehalten worden. Die Bulletins des münsterisckon Generalkommandos zeichnen sich durch einen sehr vorsichtigen und gewundenen Stil auS. Wir fltzrchien nur, die Truppen dcS Generalkommandos werden nicht so„vorsichtig" vorgehen. Man will allen Einfluß geltend machen:„daß nichts gegen die Truppen unternommen wird". Ob man auch ollen Einfluß geltend macht, daß die Truppen nichts gegen die Arbeiter „unternehmen"? Esse», 27. Februar. TU. In der heutigen Morgenschicht sind nur noch die Belegschaften der Zeche Mathias Stinnes 1, 2. 3 und 4 und verein Wehlheim auSstäudig. Der Streikgrund ist die Forderung auf sofortige Zahlung einer LOprozcnlige» Lohn- erhöbung. Aus« neu« in den Ausstand getreten ist die Belegfckiaft der Zecke KaiserFriedrich in Barop, eben. Amüsierstätten) ist nicht dazu da, daß«in einzelner an ihm. sich bercickere. Ferner muß die heillose Anarchie aufhören, die e« dem lieben Zufall überläßt, ob und wie«in Theater besucht ist. Mit jeder Sozialisterung Hand in Hand muß eine Reu- organisierung gehen, denn gegenüber der privatkapitalisti- schen ist die sozialistische die bessere Organisation. Eine umfassende DesnchSorganisation, die daS Theater finanziell sicherstellt und ihm noch Möglichkeit jeden Abend die größte Einnahmemöglichkett sickert, die allein eine künstlerisch« Arbeit ohne Hetze und Unrast gewährleistet und den künstlerischen Betrieb vom Kassenrapport unabhängig macht, muß in systematischer Agitation, die sich auf alle Bevölkerungsschichten, alle Organisationen und Korporationen erstreckt, in die Hand genommen werden. Die bisherigen Abonne- mentS-, Verein»-, Arbeiter- und Schülervorstellungen bilden dazu Borstufen. Ferner muß ein enger Konnex zwischen Theater- besuchern und Bühnenleitung geschaffen, planmäßig die Freude und da» Verständnis für die K u n st de» Theater» in allen Schich- tcn gefördert werden. Es ist da» die einzig« Weise, wie ein Theater dauernd auf gesunde Beine gestellt werden kann, so daß ei, selbstverständlich ohne jeden Gewinn, aber mit einem in ver. hältniSmäßlg bescheidenen Grenzen bleibenden Zuschuß der Stadt seinen Etat balancieren, und was die Hauptsache ist, künstlerisch arbeiten und seinen Mitgliedern eine gesicherte menschenwürdige Existenz bieten kann." vle Znlernllttomle des Geistes. An Künstler«nd Gelehrt« aller Länder richtet sich eln Auf- enf der geistigen Internationale. Nach einer Aufforderung zur Organisation heißt e» darin:»Im praktischen Leben arbeitende Intellektuelle aller Länder, laßt euch nicht länger«nißbrauchen, organisiert euch. Studenten aller Länder helfet mit. eine glück- liche Zukunft für alle Völker aufzubaue». Versammelt eu-h, werbet, redet, schreibet überall. Wissenschaftlich« und kulturell« Körperschaften, Vereine und Blätter, tretet in den Dienst der Menschlichkeit. Erhebr euch alle Über die gewöhnlich? Politik, denn die Zeit der Ideale ist gekommen, die brutale Gewalt muß machllo» werden. Der Völferbaß wird verschwinden, weil e» auch Intellektuelle waren, die d»e Völker aufeinander gehetzt haben. Di« Massen werdein sich allein überlassen sein und sich versöhnen, den« si« such Ute» war«« immer friedliebend fall» wegen Lohnforderungen. Di« Zahl der AuSstÜndtge». tzmtäüD sich aus 500g Mann Duisburg, 27. Februar. Bei der Erstürmung Harn- bo rn s hatten die RegierungStruppen keinerlei Verluite. Unter den gefangenen Spartakisten befinde» sich sehr viel Jugendliche und Frauen. Gewerkschaftliches. "'r"', �>i ii t>M Heraus mit den Notstandsarbettent Um der auch im Baullempnerfach bedenklich zuoeh- wenden Arbeitslosigkeit zu steuern, ,st ein NotstandSkon'.miffion gewählt worden. Diese hat mit der städtischen Hochbauverwal- 1 ttinz(Baurat Matzdorfl Rücksprache genommen. Leider ist nichts dabei herausgekommen. An Rohmaterial fehlt c» nicht, aber es wird in unbegreiflicher Weise Zurückhal- t u n g geübt. D'e Kon Mission wurde schließlich an da» De- mobilmachungSaint verwiesen. Aber auch dort hatte man nur Vertröstungen. Anscheinend will man nicht einmal die während des Krieges liegen gebliebenen Arbeiten jetzt endlich ausführen lassen. Man sieht daran, wie verlegen daS Gerede von der Arbeitsscheu ist. In der kliiösprach« über den von den Kollegen Schulz und Ostrowski erstatteten Bericht, den diese in einer Versammlung der Bauklempner erstatteten, wurde auf eine Unmenge von Mög.�chteiten für Arbeitsbeschaffung hin- gewlesen. Es wurde aber auch mit Nachdruck die Vergebung von Natstandsardeiten geiorderi. Die Siadlbahnhöfc, Gasanstalten, Schulen bergen eine Fülle von Eriwuerungs- arbeiten. Also Hera-? damit! AnÄ die größexen Vor- ortzemeinden sollten ihre Zurückhaltung aufgeben. Die Versammlung beschäftiat« sich ferner mit der Tarif- erneuerung. Der im Jahre 1010 ichgeschlossene. Vertrag läuft am 31. März ab und ist gekündigt wurden. Heute noch werden Löhne für gelernte Klempner gezahlt, die mit 1.00 Mark weit hinter den bercchtiaien Ansprüchen zurückblolben. Es ent- stand nun die Frage.ckob die Bauklempner dem allgemeinen Kollektivvertrag beitreten oder selbständig einen Vertrag ab- schließen wollen. Die vorarbeiten sind einer fünfglicdrigen Kommission übertragen worden. Eine frühere Versammlung hatte beschlossen, nur die„Fr«!- helt" und die„Rote Fabne" als PublftationSorgan zu benutzen. dem„Vorwärts" aber keine Annoncen mehr zu geben, da er die vielen Anzeigen der Wcißgardiften hat. Die OrtSverwal- tung ist diesem Beschluß nickt nachgekommen. Dagegen wurde schärfster Protest erhoben Wenn die OrtSvor- waltung nicht in der.R'ten Fahne" annonciert, soll es künftig von der Branche selbst geschehen. Forderungen arbeitsloser lSLrtner. Die ackeitslofen Gärtner Gvoß-Berlin». die am Dicnttaz in einer Versammlung ibre Lag« besprachen, halten die per- mehrte Befckasfiing von gärinerischer Arbeitsgelegenheit für eine wertvoll« wirtschaülich« Aufgabe und fordern die ungesäunne Inangrifsnahmc aller bereits vorhandenen gäriuerifchen Arbc'.tcn. Insbesondere wird gefordert, daß alle zur gärtnerischen Nutzung geeigneten Grundstücke erfaßt und bearbeitet wcrd:». ES ri scharf darauf zu achten, daß, solange arbeitslose Kollegen ver- fianden sind, keinerlei Zuzug von Arbeitslosen auf der Provii z stattfindet. Ferner sorderien die Versammelten ein Vordet uw Anzeigen in der TageSpresse. solange eine große Anzahl arbetck- loser Kallegen sich auf den paritätischen Nachweisen besindet. mwi durch Ansiedlung von Gärtnern auf dem Lande würde mvi Arbeitslosenelend in der Großstadt wesentlich vermindert. 5 e Arbeitslosen unterbreiten diese g ragen d'n m hgebendtit Hörden und der Ocssentiichkeit zur dringenden Bcackm,». Die Angestellten de» Preußischen Glntiftischen üandcKamG waren wegen Erhöhung ihrer Gehälter und Regelung ihrer sonstigen AnstelliingSbomngungen an ihre vorgosctz:«;r herangetreten. Die Verhandlungen im preußischen Ministsr in..-. des Innern, welche seitens der Angestellten durch dm Verband der Bureouangestellicn geführt wuÄen, sind bi« auf wen w Punkte nunmehr zum Abschluß gelangt DurchsckuUtlich ist c- Erhöhung der Gehälicr u.m SO Prozeni eingetr ien, AI her! u sind die Kündigungsfristen geregelt worden. Aus der Mel. Neue Organ« der N. S.P. Fn Köln erscheint seit Ansa w Fanuar zweimal in der Woche„Die Sozialistische Republit". Schr ftleftung und Verlag Köln, Mlibleuckach 33, Unsere Genossen in Karlsruhe i B. geben seil kurzem ein Wochenblatt, feie„Sozialistische Republik", heraus. Geschäfte- stelle Karlsruhe i. B.. Kaiferstraße 13._' uwbwbi— p—nam Parallel mit dem Weltkongreß der politischen Mackihaber, parallel mit dem Weltkongreß der Arbeiter soll ein Weltkongreß der Intellektuellen zusammentreten, der ihren Zusammenschuß in einen Weltbund bedeutet. Unterzeichnet ist der Aufruf u. a. von Eduard Bernstein, Joseph Bloch, grau Minna E auer. Geh, Reg.-Rat Prof. Franz. Hellmuth v. G« r l a ch, Käthe Kol! witz, Alexander Moissi, Prof. G. F. Nicolai. » Die sozialistische Gruppe der Universität Heidelberg bat auf den Aufruf„An die Jnternaüonale de» Geiste!" von Henri Barbusse, dem Verfasser des Roman»„Feuer", folgendes Antwortschreiben gerichtet: Al» eine befreiend«Tat begrüßen wir Ihren Aufruf an die Internationale de» Geiste». ES sst uns ein« ehrenvolle Pflicht, Ihnen, dem unentwegten Kämpfer für Recht und Menschenliebe, Dank und Zustimmung auszusprechen. Unsere höchste Aufgabe wird et bleiben, in unserer Heimat die Jugend im Geiste der Menschlichkeit zu sammeln, so daß die Erinnerung an die Schrecken und das Elend des Kriege» den Chauvinismus, in welcher Form«r auch empor- wuchern möge, im Keime ersticken wird. JWit diesem Gelöbnis reichen wir Ihnen die Hand, Die fozlallsti'che Gruppe der Universti�i.Heidelberg. Re-te Bücher. „Die Irren". Drei Aufzüge von Ulrich® t n i! d- r f f, Verlag Paul Casscrer. Berlin. DirseS durchaus expressioNijiilck gerichtete, Ausdruck der Seele bildende Drama, spielt in der Sind: der Irren, jenseits de? Krieges über aller Zeit. Die da irr sind, irren auf der Suche nach dem Guten, Im Kampf um die Wahrheit. Da? Werk, da« der neuen Bühne stark entgegenkommt, zeichnet sich durch gedankliche und sprachlich« Schönheiten au». Einen SpartaknSroman von Hon» Land zeigt der Veilog Hoffiiiaiin u. Camp«. Hambnrg-Berstn, an. Der hiftorfthe Vklavenerlöftr Smtatu» und eine den Welterlöser Christus an- kündigende Gestalt sieben im Mittclpunft der Handlung. Im gleichen Berlage erscheint demnächst«in ,.R« v o l u ti o n s- Älamanach für da, Jahr ISiv" über die EreignM« po» tvtS b>» zur Nationalvcrfammiung. herauSgegel'«» von Ernst Drahn himt"»>««-. Die Gefährdung der Fleischversorgung Groß-- Berlins. Die Fleischversorgung Grotz-BerlinS ist infolge unzureichender Lieferung von äugen her auf das ernsthafteste bsdroht. Weil die Lieferungen schon in den letzten Wochen nicht genügten, haben die Reservebestände der Grog-Berliner Gemeinden an Gefrier fleisch in umfassendster Weise angegriffen werden müssen. Do hat Berlin allein in der laufenden Woche au? seinen Beständen nicht weniger als 900 000 Pfund Gefrierfleisch, da« ist fast. die Hälfte des gesamten Wochenbedarfs, eninommen. Wenn diese Fehlmenge sich nur noch um eine Woche fortpflanzt so find die Bestände er- schöpfe und eine zureichende Belieferung der Verbraucher nicht mehr möglich. Die Grog-Berliner Fleischstelle hat sich daher mit den dringendsten Vorstellungen an das Reichernährungsamt und an die Reichs» und Landeöfleischstelle gewandt- Aus einem Veremslazarett. Da« Kapitel„LebenZmittelschiebungen* ist fetzt so sehr an der Tagesordnung, daß wir unZ verpflichtet fühlen, alle Anzeichen dafür, die sich erkennbar machen, der Oeffentlichkeit bekannt zu geben. Z.uch in nachstehend geschildertem Falle wollen wir durch die Darstellung nackter Tatsachen verhüten, dah grosse Mengen von aufgespeicherten Lebensmittel« in unrechter Weise vertan und der Allgemeinheit entzogen werden. Uns wird berichtet: In dem Rollendorf-Sanatorium am Nollendorfplatz war bis vor kurzer Zeit ein Vereinslazarett unier gebracht, das durchschnittlich 53— 60 kranke Soldaten beherbergte. Ursprünglich war eS eine Privatklinik, und als solche bestand das Sanatorium auch während des Kriege«, aber die freien Räume wurden der Intendantur zur Verfügung gestellt gegen einen Verpflegungssatz von 4.30 M. pro 5lopf der eingelieferten Militär Personen. Neben diesem Entgelt lieferte die Intendantur die nötigen Lebensmittel zum Selbstkostenpreis. Als am 1. November vorigen Jahres der Soldatenrat die Bestände übernahm, fehlten bereits ziemlich grosse Mengen an Lebensmitteln. Die Astgelegenheit wurde der Intendantur unter breitet, jedoch hat diese bisher über das Ergebnis einer Unter fuchung noch nichts verlauten lassen. Am 15. Februar sollte das Lazarett aufgelöst und nach dem Hauptlazarett Lichterfelde über- wiesen werden. Bei dieser Gelegenheit verlangte der Soldatenrat, dass sämtliche Bestände an Kleidung und Lebensmitteln eben- falls dem Hauptlazarett Lichterfelde überwiesen werden. Jetzt hat sich aber der Besitzer des Sanatoriums an den Magistrat Schöneberg gewandt, mit der Bitze, ihm die vorhandenen LebenS- mittel gegen Aufrechnung für die den Privatpatienten zukommen den Lebensmittel zu überlassen. Die Stadt Schöneberg hat mit Zustimmung der Intendantur diesem Wunsche Williahren. Dass es sich dabei um nicht geringe Mengen Lebensmittel handelt. erweist nachfolgende Liste: B:i der Bestandsaufnahme nach der Anfangs Februar erfolgten Auflösung des VeoeinSlazatstts waren vorhanden: 16 Kilo Nudeln, 71 Kilo Griessmehl. 43 Kilo Roggen- mehl, 53 Kilo Weizenmehl, 35 Kilo Zucker, 38 Kilo Grünkern 48 Kilo Graupen, 10? Kilo Bohnen, 81 Kilo Gerstenkaffee, 12 Kilo Kafseersatz. 77 Kilo Salz, 70 Kilo Erbsmehl, 20 Kilo Sago, 27 Kilo Haferflocken, 106 Kilo Törrgemüse, 44 Kilo Pudding, 8 Kilo l Rohkaffee, 14 Büchsen kondensierte Milch, 5 Büchsen Karotten hl Büchsen Svinat, 62 Büchsen Apfelmus, 127 Büchsen Schnitt. bohnen, 7 Büchsen Birnen. 84 Büchse» Suppeuerbsen, 15 Schachteln Käse, 1 Kiste Zwieback, ein Faß Himbeersaft, 10 Fass Sauerkohl, iiß Eier, 24h Kilo Kakao, VA Kilo Tee. Unser« Leser werden gewiss mit uns der Meinung fein, gewöhnliche Kranke viele von diesen appetitlichen Sachen in der heutigen Zeit nicht zu sehen, geschweige denn zu genießen bekommen.. Und so ist wohl der Gcdanko naheliegend, dass die erst- klassigen Privatpatienten des Sanatoriums am Nollendorfplatz, natürlich gegen anständig: Bezahlung, an« diesen vorhandenen Beständen verpflegt werde» sollen. Da aber nicht anzunehmen ist. dass die Stadt Schöneberg«inen Unterschied macht zwischen hemittelten und unbemittelten Kranken, so ist auch eine Auf rechnung der oben aufgeführten B°ständc gegen die von der Stadt Schöneberg zu liefernden Lebensmittel einfach nicht möglich. Man hätte daher erwarten sollen, dass der Magistrat von Schönstberg auf dieses Angebot nicht einging, jddcniallö jedoch nicht «her, ehe er sich von der Art der vorhandene« Lebensmittel über- zeugt hatte. Und ob die Intendantur ein Siecht hatte. Zustimmung zu diesem Verfahren zu geben, will uns auch noch fraglich erscheinen. Uns sind in letzter Zeit häufig genug Klagen von Lazarett insassen zugegangen, die die mangelhafte Verpflegung betrafen. Wir denken doch, dass, wenn die Intendantur über so reichhaltige Lebensmittekbcstände verfügt, sie auch darauf achten muh, dass diese denen zukommen, für die sie bestimmt sistd. Wir hoffen, mit diesen Zeilen dazu beigetragen zu haben, daß dies nachträglich noch geschieht. Der vorgeschobene Fluchtversuch. Am 14. Januar wurde in der„Rheinischen Diele", Schöne- berger Straße, in der Nähe der Potsdamer Brücke, ein jünger Mann Ludolf Wächter verhaftet. Man fand bei ihm eine Aus- weiskarte für den Noten Soldatenbund. Es wird berichtet, dass der Leutnant Bachmann bei der Verhaftung geäussert haben soll dass Wächter nsibt lebend abgeliefert werde. Und so ist es auch gekommen. In der Nacht wurde die Leiche des Wächter im Schauhause'eingeliefert, und zwar mit Schüssen im Kopf. Festgestellt ist, dass Wächter mit gebundenen Händen transportiert worden ist Die Wache gibt au, W. habe einen„Fluchtversuch geniacht, wobei er erschossen worden sei. Ein Unteroffizier Pelz soll dem am Boden Liegenden den„Gnadenschutz" gegeben haben Der„Fluchtversuch" ähnelt dein des Genossen Liebknecht. Die Mutter des Erschossenen— übrigens der einzige LOjährige Sohn einer Witwe— hat der Staatsanwaltschaft von der Sache M't- teilung gemacht, hört und sieht aber nichts von einer Unter- suchung. Ihre Bemühungen um weitere Aufklärung und Bs- strasung der Schuldigen waren bisher vergebens. Bezeichnend ist, dass der genannte Herr Bachmann de* Mutter die Nackricht vom Tode de« Sohnes selbst überbrachte. Die Mutter ist der Ansicht, dass ihr Sohn meuchlings erschossen worden ist. Sie kann verlangen, daß nachdrücklichst der Sache« nachgegangen wird. Aber er war �a im Roten Soldatonbund, das scheint ihn vogekftei zu machen. In einer Zeit, wo bei uns die Willkür der Soldateska Trumpf ist, wo die Untersuchung im Falle Liebln echt-Luxemburg so«ingehend erfolgt, wie das jeder sieht, darf man nicht diel hoffen. Wir leben ja unter der Regierung Ebert-Scheidemann- Noske-LandSbeva! Auch ein November-Sozialist. Was alles nach dem 9..November als Auch-., Sozialist' zu den MehrheitZparteien gekommen ist, zeigt uns ein Dorfall, der sich bei den Gemcindevertreterwahlen in HermSdorf ereignet Hätz Der Malermeister Krause, der seitder Revolution Ritglied der MehrheitSpartei ist, stellte aus eigenem Intriebe eine Liste deii Gewerbetreibenden zu den Gemeinde- «ertreterwahlen auf und vereinbarte mit den Bürgerliche» die Verbindung seiner Liste mit der ihrigen. Di« Mehrheitspartei äess das ohne weiteres zu, ohne diesen Mann aus der Partei auszuschließen. Durch Verbindung der Liste mit dem bürgerlichen Mischmasch ist dieser Auch-.Sozialist" i» die Gemeindevertretung gewählt worden. Nun ist eZ ja interessant zu wissen, wie sich dieses Monstrum weiter entwickeln wird. Tritt er nun als FraktivnSmitglied der MehrheitSpartei bei, oder handelt er weiter nach seiner Zwei-Seelen-Theorie, mal MittelstandSretter. mcki ..Mehrheitssozialist"? Wo das beschlagnahmte Fleisch blieb. Unter der Ueberschrift:„Wo bleiben da? beschlagnahmt« Fleisib und andere Lebensmittel" brachten wir in Nr. 104 einen Artikel, der uns aus Neukölln zugegangen war. Unter Bezug- nähme auf Z 11 deS Pressgesetzes erhalten wir jetzt nachstehende Vprichtigung: „Nach de» amtlichen Festztellungen wurden in einem alten- mäßig niedergelegten Falle am vergangenen Sonntag durch die Neuköllner Kriminalpolizei auf Anordnung des dortigen zuständige n Hilfsbeamten der Staatsanwalrichaft mehrere Kisten und Körbe Fleisch beschlagnahmt, welches zu SchleichhandelZ- «necken von außerhalb bier eingeführt werden sollte. DaZ Fleisch war infolge unsachgemäßer Verpackung und langen Transports bereit- derartig im Verderben begriffen, dass eS dem zuständigen Magistrat, wie sonst vorgeschrieben, nicht mehr zugeführt werden konnte, sondern an die nächst erreichbaren Kriminalbeamten und Zwilpersonen gegen angemessene Be- zahlung verteilt werden mutzte, um eS überhaupt noch für den menschlichen Genuß zu verwerten und den Erlös der Staats- lasse zu sichern. ES hat jeder Beteiligte— es waren etwa 40 Personen— durchschnittlich etwa 3 Pfund einschliesslich Knochen erhalten, soweit es nicht von den Beteiligten wegen Minderwertigkeit zurückgewiesen wurde. Die Behauptung, es habe ein Beamter allein 75 bis 100 Pfund Fleisch für sich er- halten, widerspricht den Tatsachen. Die Beschlagnahme und nachfolgende Veräußerung ist völlig zu Recht erfolgt und stützt, sich auf die Bundesratsve . ardnung vom 22. März 1917. wonach auch in Zukunft verfahren werden wird. Von einem Mißbrauch amtlicher Befugnisse zu persönlichen Vorteilen kann also vorliegend keine Rede sein." Wir enthalten unS zunächst noch jeder Gegenäusserung und warten ab, was unsere Gewährsleute noch dazu zu sagen haben. Auf eines möchten wir aber heute schon hinweisen. In unserem Artikel war auch gesagt worden, daß die erwähnten Beobachtun gen schon mehrere Wochen lang gemacht worden sind. Darüber geht obrige Berichtigung stillschweigend hinweg. Sollte denn die be- schlignahmte Ware jedesmal so nahe am Verderben gewesen sein, daß sie schleunigst an die Beamten verkauft werden mutzte? Auch über diesen Punkt erwarten wir Ausschluss. Proteste der Arbeiterschaft. Eine öffentliche Arbeitslosenversammlung in Tharlottenburg nahm nach einleitenden Referaten des Genossen Zippel über-Die politische Lage und da? Rätespstem" sowie deS Genossen Schubert über„Di: wirtschaftliche Lage" folgende Resolution einstimmig an: „Die Arbeitslosen Charlottenburgs protestieren gegen die Bezeichnung durch die Regierung und ihrer Helker als Arbeitsicheue und verlangen in dieiem Sinn« schleunigste Ab. fchafsung des ArbeitszwangeS, den einzuführen einer„sozialistischen" Regierung vorbehalten blieb. Wir an» erkennen es olS dessen einzigen Zweck, mißliebige, besonders pokiti'ch anrüchige Arbeiter aüss Land zu verbannen und den Großgrund- und Bergwerkskapitalisten billige Arbeitskräfte zu schaffen. Wie verkennen nicht, daß durch die Arbeitslosenunter stützung in heutiger Form dem Staat große Lasten auferlegt werden, sehen aber die Mittel zu ihrer Beseitigung nicht in derlei verfehlten Massnahmen, sondern in schleuniger Inangriffnahme der Sozialisierung, die allein imstande ist, Deutschland bor dem Untergänge zu retten. Soweit die heutigen knappen Mittel verschwendet werde». geschieht dies durch die Errichtung und den Bestand von Weissen Garden und den FreiwilligcnkorpS, die zum Schutze des Kapita- liSmus und zur Unterdrückung der Freiheit dienen und dai größte Hindernis für einen schleunigen Frieden sind. Wir sind überzeugt, dah die jetzige Regierung den bevor- stehende» Bankerott deS gesamten Wirtschaftslebens nicht auf- balte» kann und verlangen deren Demission und Ab. lösung durch eine wirkliche Vollsregierung, die Räteregierung." Es wurde dann ein aus 14 Personen bestehender Arbeitslosen. rat gebildet, der in obigem Sinne zu arbeite« verpflichtet ist. « In der am 20. d. M. im Singerschen VolkSgarten r» Nowa- wes abgehaltenen ArbeitSlosenversammlung wurde nach einem Referat deS Genossen G ü t h über die Arbeitslosigkeit und den ArbeiiSzwang einstimmig folgende Resolution gefaßt: „Die am 20. Februar 1919. nachmittag? 3 Uhr. Im Volks- garten versammelten Arbeitslosen von Nowawes nehmen Per- anlassung, an dei: Arbeiterrat von NowaweS und an die Ar- beiter-Bctrisbsräte der hiesigen Betrieb« folgende Forderungen zu stellen: 1. Sofortige Inangriffnahme von Notstandsarbeiten in grösserem Maßstabe. 2. Entlassung sämslicker in den hie- sigen Betrieben beschäftigten Gewerbetreibenden und Frauen, .die auf ihr eigenes Verdienst nickt angewiesen sind. 8. Per- kürzung der Arbeitszeit von 8 auf 5 Stunden. 4. Einführung von zwei bzw. drei Schichten in den Betrieben, in welchen bisher die normale Arbeitszeit geleistet wurde. Die Versammelten erwarten von den oben angeführten Instanzen, daß diesen berechtigten Forderungen im Interesse der Arbeitslosen und der Allgemeinheit voll und ganz Genüge getan wird. Die Versammelten protestieren mit Entschiedenheit gegen ihre Beschimpfung als Arbeitsscheue in der bürgerlichen Presse und verlangen, daß endlich Schritte unternommen werden, um ihnen das zu lassen, was zu einer«inigermassen geregelten Lebensweise gehört." Es wurde eine fünfgliedrige Kommission gewählt, welche die nötigen Schritte in dieser Angelegenheit unternehmen soll. Ein neuer Soldatenbund. In Berlin ist bor einigen Tagen von verschiedenen ver- iretern der Korps-Doldatenräte der„Deutsche Soldatenbund iD. S. B.) gegründet worden. Der Bund erstrebt den Zu- sammenschluss der einzelnen Jnteressenverbände und die Wahr- nehmung der wirtschaftlichen Forderungen der HeereSangehörizen und Ariegsroilnehm«. Politisch steht«r auf dem Boden der Republik. Die Strahenhiindler Berlins hatte» sich am 2«, Februar, vor- mittag» 9 Uhr, auf Einladung d-S Deutschen Händler-VerbandeS. zu einer Kundgebung im Lustgarten versammelt. Zweck derselben war. f ü r den freien Straßenhandel und gegen die Polizei- lichen Massnahmen die in letzter Zeit den Stratzenhandel unmög- tzch machten, zu demonstrieren. E» hatten sich etwa 800 bis 1000 Personen eingesunden. Nach kurzer Ansprache setzt« sich der Zug an dessen Spitze die ver Kommission ging, nach dem Polizei- Präsidium in Bewegung. Die Kommission konnte weder den P» lizeipräsidenten noch seinen Vertreter sprechen und mußte sich mit dem Bescheid des in Frage stehenden Dezernenten begnügen. In Anschluß fand in Haberlands Festsälen saroßer Saal) eine stark besuchte Händlerversamluna ucgt, welche>ich mit der ganzen Ma- teri« befaßte und nachstehende Resolution einstimmig annahm: „Die in Haöerlands Festsälen tagende Protestversammlung er- hebt energischen Widerspruch gegen jede Unterdrückung ihres Bs- rufe», ob sie von feiten der Behörde, der Presse oder sonstige» Uebelwollendeu kommt. Noch hat sich die Nation nicht von ihren i Schuldigen gereinigt. Sie sind es. die weder ein Herz für das � Proletariat noch für un§ Strassen Händler haben, darum weg mst ihnen. Ehrlichkeit und Gerechtigkeit wird«rieb unsere Leiden| heil«. Al» gemeine» Putsch gegen die Strassenbändler betrach- txn die Anwesenden den soeben erschienenen Artikel in der„V. Z. am Mittag" über die heutige Demonstration. Den Deutsche» Händleroerband erkennt die Versammlung als Vertreter ihrer Jnteressenfragen an und erklärt— soweit die? noch nicht ge- schehen— denselben durch Mitgliedschaft zu unterstützen. Bei einer Schlägerei erschossen wurde in der vergangeneu Nacht ein unbekannter Mann in Neukölln. Gegen 1 M Uhr wurde dem 4. Polizeirevier gemeldet, daß es in der Walterstrasse zu einer -rossen Schlägerei auf offerier Swasse gekommen sei. De Sicher- hoitsioldaten Töpke und Rebel eilten hin. und versuchten Ruhe zu stiften. Als sie einen jungen Menschen von etwa 22 Jahren festnehmen wollten, weil er seine Gegner mit dem Revolver be» drohte, versuchte er sich der Verhaftung zu entziehen. Auf drei- maligen Anruf stand er nicht. Jetzt gab Töpke Feuer und traf ibn so schwer, dass er wt zusammen'brcch. De Leiche wurde be- schlagnahmtz Die Persönlichkeit des Erschossenen konnte noch nicht festgestellt werden. Wie eS hieß, soll er«in Schlächter TewS sein, das erscheint aber noch zweifelbastz P-stverkehr mit Deutschösterreich und der tschech»fl»wakische« Republik. Aus Veranlassung der Postverwaltung von Deuisch- österreich und her tschechoslowakischen Republik treten im Post» verkehr aus Deutschland mit Deutschösterreich, d. i. mit Nieder» österreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Kärnten und Tirol tnördlich der dupch den Waffenstillstandsvertrag festgesetz» ten Scheidelinie) nebst Vorarlberg, sowie mit der ticke choslowa- kischen Republik, d. tz u. a. mit Böhmen, Mähren und Oesterreich. Schlesien, bis auf weiteres folgende Beschränkungen ein: Zugelassen sind nach D e u t s ch ö st e r�r e i ch nur noch folgende Gattungen von Sendungen: gewöhnliche� offene Brief«, gewöhnliche und eingeschriebene Postkarten, gewöhnliche Warenproben, Zeitungen, Postanweisungen im Einzelbetrage bis zu 100 Kronen einschl.. Pakete ohne und mit Wertangabe. In der Richtung aus Deutschösterreich sind Postanweisungen nur noch bis zum Einzelbetrage von 60 Mark zugelassen. Zugelassen sind nach der t s ch e ch o s lo w a k i s ch e n R e v u b I i k nur noch folgende Gattungen von Sendungen: gewöhnliche Briefe, ge- wögnliche und eingeschriebene Postkavten. gewöhnliche Drucksacken. gewöhnliche Warenproben. Zeitungen, Postanweisungen im Ein- zclbetrage bis zu 100 Kronen einschl.. Pakete ohne Wertangabe. In der Richtung aus der tschechoslowakischen Republik sind Post» anweisungen nur noch bis zum Einzelbetrage von 60 Mar? zu» gelassen.— Etwa noch vorkommende, hiernach unzulässige Post» seudungen werden den Absendern zurückgegeben. Der Bäckermeister Richard Becker in Berlin, Emdenerstr.»9. ist wegen wiederholter Verstösse gegen dft kriegswirtschaftlichen Bestimmungen auf die Dauer j�in 2 Monaten von der Mehl- zuteilunz ausgeschlossen worden._' Wilmersdorf. Der Turnerinnen- und Schülerinnen-Abteilung der„Freien Turnerschaft" sM. d- A. T. B.) steht nunmehr die Turnhalle der I. Gememdeschule. G-eselerstrasse 1. Ecke Bran» denburgische Strasse. Mittwoehs und Freitags von S— 10 zur Ver- fügung. Das Eröffnungs turnen, wozu Gäste herzlich will- kommen sind, findet Freitag, d-n 28. d. M, itatt. Die Sckül er» abterlung turnt in der Turnhalle am Sindenburgpark. Eck« Augustastr., Mittwochs und Sonnabends von 6—8, die Jugend» und Männerabteilung von 8—19 ebenda. Der Arbei'er-Turnverein»u AdirrShof turnt von jetzt am folgenden Abenden in der Gemeindeturnhalle: Montags und Freitags von 8—10 Uhr die Frauenabteilung; Dienstag und Freitags von 8— 10 die Männerabteilung; Dienstag und Freitag? van 8— 10 Uhr abend» die Fugendabteilung. Mitglieder werden in jeder Turnstunde aufgenommen. Gäste willkommen. Auch Freunde des FussballspovtS könne» sich den Mamnschafle« der Fussball abteilung amschliesse». cebensmMelkalender. 4 Marteiibors. Die Gemeinde verkaust den Personen üb« 7S Jahre je 4 Pack-- ea. 1 Pfd. Zwieback z. Preise von 1,68 M. oder je 4 Pack--- ca. 1 Pfd. KekS zum Preise von 1,48 M. Der Verkauf findet in den beiden Gemeindeläden, während der üblichen BerkaufSstunden(8—1 und 4— 7 Uhr) statt. Er beginnt am Montag, den S. März und endet am Sonnabend, den 8. März. Ein Bezugsschein über die Berechtigung zum Empfange von Zwie» back oder Keks ist im Rathaus, Zimmer 23 von Mittwoch, de» 26. 2. 1919 an in der Zeit von 8— 12 Uhr dorm, gegen Vorlage der Geburtsurkunde zu erlangen. Die im Juli 1918. ausgegebenen Bezugsscheine werden für ungültig erklärt, die noch vorhandenen Scheine sind zurückzugeben. Ter neue Bezugsschein ist aufzubewahren. Die Gemeinde verkauft freihändig Haushaltwürze in Flaschen mit 250 Gramm Inhalt zum Preise von 1,50 M.. Flaschen mit 460 Gramm Inhalt zum Preise von 2,50 M. Der Perkauf findet in den drei Gemeindeläden, während der üblichen Verkaufsstunden statt. LrieMeu. W. R. Ihr« Zuschrift erhalten Besten Dank Leiber tsin« Raum dafür. NoSke wird sich diese Gelegenheit schon wicht ent- gehen lassen. M. G., Danziger Straße. Ihr Vorschlag ist beachtanSwert. kommt aber nun leider zu spät. Verantwortlich für dl- Redaktion Alfred Wlelepp. Neukölln.- Verlag„Die Freiheit"<5. m. b. 0.. Berlin.— Druck der Lindew druckerei und verlagsges.llschaft m.b.H., Schisfbauerdamm IS. Gute Bücher für de« Ehestand in«ehr alz 100 000 Familien verbreitet. Der'Mensch Werden, Sein und Vergehen von A. Tscherkoff. Mit bier farbigen Tafeln und 276 Illustrationen. Prei» gehestet 7,50 M., gebunden 10 M. Mrtitn nnd Weib eine Gesamtdarstellung ihrer physiologischen, sittlieben und kulturhistorischen Beziehungen von Dr. Merten?. Prei» geheftet 6 M., gebunden 8 M. Das Geschlechtsleben des Weibes von Frau Dr. Anna Fischer-Tückelmann. 20. Auflage Mit vielen Illustrationen und einem zerlegbaren Modell des Frauenkörpers. Für die junge Frau, die Mutter unentbehr. lich, für jeden Gatten begehrenswert. Preis geheftet 5 M., gebunden.6,50 M. Prof. Rohleder nennt das begeistert aufgenommene Buch Die aufgeklärte Fran von �.russka Bagiensh: Das Beste, das je über und für die ,zrau erschienen ist. Mit vielen Jllilstrationen der Fmu in allen Lebenslagen. Preis geheftet 5 M., gebunden 6,80 M. Wer über sich, die Ehe gute Aufklärung Haber will, der lcie diese vorzüglichen Bücher, Männer und Frauen der Wisse!, sckast gaben hier ihr Bestes an Lebenserfahrung. Die •Sudn« find einzeln oder zusammen zu beziehen durch Vogler& Co.. Berlin W 9, Nöthener Straße 27, Abt. 8.