\J Berliner-Organ t>er VmWängigen Seßiaiömoffflie&eutffi[ani& /•�ementmrm»■ ww- iJl/ i,r.»»HW»JBggK73� ti. i»* m i—■■ 11 iihi im iij*— uwhmjiiiiih.i�-i mm» H Las Komplott der kaisertreuen. Sonaabenö, öen 1. tNarz 79?� Ni-r�-"ler 708- Morgen-�üsgaK ynnn h*ci« Mt»trn ZmmnpL,,}n*m/ im« I Übt aachintU-q- b»> bn,n» aab eachaifftagb m Umm mt H>»»aa»W mm WWW»» Ha» a�aKX"�» Wf»4a» Ml It.*« ialtrOua.>W» Haaa fW> W.M M.»W »»»twa. t>a»>a�, �a» fcrtnOa»».!» awaaa»W.»n ZaMa*. oatR Simfbaa» m. H» jitnutf«WWW»«fw» r)arS gcfomten Volke» anzurufen; b) die Räte wirken in der Verwaltung mit. 7. Dir tünftige Verfassung de» freien VolkSstaatS Bayern wird von der provisorischen Regierung iu gemcinschaft. lichem Aktionsausschuß ausgearbeitet und dem gesamten Volk zur Entscheidung vorgelegt. 8. Der Kongreß der A.», S.» und V.-Räte wählt ein neue» Ministerium unter Hin i rziehung einrS Vauernbiindlerö als LandwirtschaftSministcr. Dem Ministerium für Kunst und Unter. »icht wird eine Abteilung für Volksaufklärung angegliedert. Der BitiunSflusschuH hat mit dem Ministerrat über die Frage der Ernennung von Staatssekretären zu entscheiden. S. Das Gesamtmini st erium ist dem Zeotralrat bzw. dem provisorischen Rationalrat verantwortlich. Dieser Antrag wurde von der Versammlung gegen l z Stimmen angenommen. Genosse Fecheubach erklärte, daß diese Annahme die Grundlage zu einer neuen Rr. g i e r u n g in Bayern biete. Er bringt einen Antrag ein, daß der Zcntralrat»ist drn Parteien nunmehr auch die Vildnng eines provisorischen Ministeriums brralen soll. Da« Ministerium soll stch morgen früh dem Rätekong.eß vorstellen, der dann über die Ablehnung oder Annahme zu entscheiden hat. Im Anschluß au die Annahme dieses Antrages erklärten «icht nur die Kommunisten, sonder» auch dir Mitglie- der des revolutionären ArbeiterratS ihren A u S- tritt aus dem Zrntealrat bzw. aus dem Aktionsausschuß, da le sich nicht bereit erklären lännten, an einem solchen Kompromiß «ltzuarbriteu. Ein Zwischenfall. Nm die dritte NachmitlagSslunde stürmten plötzlich Solda- ten in den Kongrrßsaal mit hoch erhobenen Revolvern unter dem Rnse:„Aufstehen! Hände hoch!" Im gleichen Augenblick wurde der Kommunist Dr. Levin von den Soldaten gepackt, nieder- geworsen«nd auS dem Saale entfernt. Aehnlich erging e» dem Kommunisten Mühsam. Später stellte sich heran», daß auch Gustav Landauer verhaftet worden ist. Eine«ngehenee Er» regung bemächtigte sich de» Kongresses. Die Tribünen mußten beräumt werden. E» stellt« sich herau», daß diese Verhast»»»»« ausgegangen sind von der Republikanischen Schuß. truppe, ans Veranlassung des Stadtkommandanten Dürr, der, wie rr nachher erklären ließ, einem Putschversuch der Kommunisten damit hätte vorgreisen wollen. Die Verhafte- ten wurden von der Bewachung des Landtag» wieder freigemacht «nd kamen nach etwa einer halben Stunde in drn Saal zurück. Der Rätekongreß protestierte gegen die Verletzung feiner LouverSnität. Er forderte strenge Bestrafung der Schuldi- gen. Wie erklärt wurde, lag kein Grund zur Annahme rineS kommunistischen Putsche? vor, da die Kommunisten am gestrigen Tage freiwillig ihre Waffen und Maschinengewehre abgeliefert hatten. Eine gkhe'me gifizlersgersamirlunii. Von elrier ebenso zuverlässigen, wie aut informierten Seite gehen uns Mitteilungen zu. die die k o n t e r r e v o» lutionäre Arbeit beieutlften und die Gefobren auf- zeigen, die der Revolution von jenen OsfizicrSkreisen drohen, die die Regierung als ihre sicheren Stuben schätzt. Di« erste Mitteilung betrifft eine Weebeversammlung und hat folgenden Wortlaut: Am Sonntag, den 16, Februar, 12 Ahr mittag», fand im Schloß Eharlottenburg eine geheime Bersammlung von Offizieren statt. Einberufungen erfolgten durch Major von Hreringen(dem Sohne de» früheren KriegSmini- strr») mittel« dienstlichen Briefe», in welchem die Empfänger zn strengster Geheimhaltung verpflichtet wurden. Etwa 20 bi» SV Offiziere haben an der Bersammlung teilge- uommen. Jeder Teilnehmer dieser Versammlung wurde ehrenwZrt. lich verpflichtet, eine gewisse Menge von Handgranate« und Munition bei fich aufzubewahren und anf ein verabredetes Zeichen sich bewaffnet an bestimmter Stelle ein- znfinden. Bei dem ausschließlich von Offizieren geplan, ten Unternehmen, dem in Berlin eine große Anzahl Trilneh» mer angehören sollen, handelt e» sich ohne Zweifel um ein seit längerer Zeit sorgfältig vorbereiirtr» konterrevolutionäre» Unternehmen, augenscheinlich zum Sturz der jetzigen Regie, rung und Wiederherstellung der„alten Ordnung", für da« jeder der Vertrauensleute Adressen weiterer zuverlässig gesinn- tcr„kaisertreuer Offiziere" nennen fällte. Eine weitere Mitteilung läßt uns Einblicke in die ae- plante Organisation tun. Die Waffenauslieferung erfolgt gegen folgenden Schein: Abschrift: G. K. D. Abt. 8a Nr. Gegen Abgabe de» Schelae« ist zu verabfolgen: 1 Gewehr, M Munition, 2 Handgranaten, 1 Stahlhelm. gez. Vogel, Oberleutnant. Die Unterschrift interessiert schon deswegen, weil Ober- leuwant Vogel bei ster Verhaftung Rosa Luxemburgs be- teiligt war, und zwar als Transportleiter. Er steht in dringendem Verdacht, durch uugenügende Bewachuna sich der Begünstigung des Mordes schuldig gemacht zu haben. Die kaisertreuen Teilnehmer werden durch die nach- folgende Mitteilung verständigt, daß die Waffen für sie bereit sind: Königl. Oranien-Gemeistdr-Schnle Oranienstraße 13— IS, Flügel B, Zimmer 227. Euer Hochwrhlgeboren werden ersucht, baldmöglichst mit ein- liegender Anweisung unier Vorloge einer Photographie einen Waffenschein bei der AnSweiSzentrale der Garde-Kaval.- Division, Sdenhotel. Zimmer 35 und danach gegen die ebenfalls mitfolgcade Bescheinigung dir angegebenen Waffen Nürnberger Straße K3, Zimmer 320, in Empfang zu nehmen sprrsönlichi von 9—1 und 3— 6. Die Durchführung der Bewaff- nung ist mitzuteilen. ,(gez.) Poeschel, Major. Nach Herrn Oberleutnant Vogel sehen wir also die Sarde-Kavallerie-Schützen-Division selbst auftauchen und er- fahren wieder dunkle Geheimnisse aus dem Edenhotel. Schließlich wollen wir nur noch bemerken, dasi seit der genannten Zeit die Anwerbung und Bewaffnung von kaisertre.uen Offiziere« i» arobem Mabstob« fortae�lh�itttzu a—, veglnnende Wendung. Die nflnt steigt, die Erregung in der ArbeitersKask wächst von Stunde zu Stunde. Und zugleich wächst die Ueberzeugung, dasi nur die Arbeiterklasse selbst durch einiges und geschlossenes Auftreten der zunehmenden Anarchie, die Ricfxird Müller in der Vollversammlung der A.» u. S.-Rät« gestern treffend geschildert hat. Herr werden kann. Dazu bedarf sie aber eines Organs, und das kann unter den gegenwärtigen Umständen nur der Reich skongrek der A.- u. S.- R ä t e sein. Der Bontrott, den wir hier der Regierungsvolitik vor- ausgesagt haben, ist überraidtend rasch eingetreten. Die rechtssozialistischen Führer hatten sich eingebildet, die Ar- beiterräte sowohl wirtschaftlich als volitii'ch völlig ausschalten zu können. In der überhebensten Weise lwben sie verkündet, daß mit der Einberufung der Nationalversammlung die Stunde für die Nöte geschlagen habe. Vor keinem Konflikt lzaben sie zurückgcscheut. um den Arbeiterräten alle Macht zu nehmen. Der gewaltige Streik, der jetzt ganz Mitteldeutschland erfaßt hat. ist ausgebrochen, weil die Regierung den Räte» der Bergaweiter nicht che notwendigen Reaite � einräume« wollt«. Wenn seht von der Regierung erklärt wird, es habe sich dabei nur um Mißverständnisie gehandelt, so ist das kecker Schwindel, der dazu dienen soll, der Regierung degl Rückzug zu erleichtern. In Wahrlreit war diese Re- gierung geradezu besessen von dem Geist der Feindschaft gegen die Arbeiterräte. Jetzt steht sie zweifellos vor der Kapitulation. Als hier vor einiger Zeit aefordert und ausführlich die Not- wendigkeit begründet wurde, daß das Rätesystem erhalten. daß den Räten sowohl wirtschaftliche als volilische Funk- tioncn eingeräumt werden, die in die Verfassung aufzu- nehmen seien, alt hier gesagt wurde, es könnte sich nicht um eine Beseitigung, sondern nur um einen Ausbau des Räte- shslemS handeln, konnte der„Vorwärts" nicht genug über diese angebliche Preisgabe der Demokratie zetern, und die Regierung erklärte hochmütig, an die Erfüllung solcher Forderungen i'ei aar nicht zu denken. Gestern sah sich der Wortführer der Sozialdemokati» schen Fraktion der A.- u. S.-Räte bereits qezwungen. der von den Unabhängigen beanlraalen Resolution auf sofortig« Einberufung des ReichSkongresses zuzustimmen und in seiner Rode weitgehende Konzcssionen an das Rätesystem zu machen. Tie Einberufung des Kongresses, die die Regie rung in ihrer Verblendung noch vor kurzem abgelehnt, du der Zentralrat wenigstens hinauszuschieben versucht hat wird nun wohl in kürzester Frist erfolgen. Damit aber nicht genug. Die Unzufriedenheit in Sei Arbeiterkreisen. die bisher der rechtssozialistischen Fuhrun« gefolgt sind, wächst zusehends. Während bis vor kurzem u der rechtssozialistischen Presse jode oppositionelle Stimm« verpönt war. muß jetzt sogar der„Vorwärts" dem Ausdruck der steigenden Unzufriedenheit Raum gewähren. Er ver- öffentlicht eine Zuschrift aus Parteikrersen, in der es heigt: „Ein Gewitter ist im Anzug«- Die Sturmzeiche», die stch im Tuben de» Reiches zeigen, drohen auch auf andere Gebiete und von neuem noch Berlin überzuspringen. Gewittcrschül« lastet wieder über Berlin. Eine steigende Erbitterun» ergreift die Massen, hicse erzeugt eine Hochspannung, die iu kurzer Zeit zur Entladung drängt.... Wa» find nun die Ursachen dieser drohenden Entwicklung? ES ist da» Recht und die Pflicht eine» jeden Sozialdemok raten auszusprechen, daß der Arbeiter mit dem bisherigen Entwicklungsgang der Revolution und den ge« zeitigten Ergebnissen gerade in bezug auf Arbeiterfragen nicht zufrieden sein kann. ES ist ein tragisches Geschick, daß gerade die Sozialdema. kratie eS ist. die den jämmerlicken Bankerott der alldeutschen Schwcrindustriellen und verwandter Kapitalkreise übernehmen mußle. ES ist ein tragisches Geschick, daß durch die Uneinig» keit des Proletariats dieselben Kreise sich wieder zu- sammenschließen können, die jedem Fonschritt, auch dem kleinsten, kämpfend entgegentreten. Wer angenommen hat, daß die Kapitalisten, diese Könige und Autokraten im Arbeiterreichb auch nur einen Hauch der neuen Zeit verspürt haben, der b«a findet sich in einem verhängnisvollen Irrtum. Wir erlebe» «s, daß durch passive Resistenz. Stillegung der Betrieb« und sonstiger Maßnahmen dieser Kreis» «ach«ehr Berwjrruua h» da« WUtschaftlU»«# getragen ttnrS, in dem Moment, wo mch! die fetten Verdienste wie während des Krieges mühelos eingestrichen werden können. Wir erleben es, daf) diese Kreise den Arbeitern das Mit« bestimmunglrecht, das elementarste aller demskratiscken Forderungen, vorenihallen. Den Arbeitern wird zugemutet, auch weitcrbst Hörige der Jnd'�trietönige zu bleiben und sich ihrem autokr?*fchen Regiment zu fügen. Wer sieht, welch eine Summe von Erbitterung in allen Arbeitern, ob Hand- oder Kopfarbeiter, aufgespeichert w'od, der kann eS nicht verstehen, datz Nicht durch ein Notgesetz Udtr eine Verordnung der berufenen Stellen schnellstens Abhilfe g«> schaffen wird.... Die Hoffnung der Arbeiter aus die National- Versammlung ist rapide gesunken und nicht wieder gut zu machender Pefsifliismus hat Platz gegriffen. Ts dürfte erwartet werden, daß Notgesetze über di« Fragen de« Wahnungswvchers, Lcbensmittetbewirtschaftung, Arbeitsfragen, Siedlungsfragen, Verbesserung des Arbeiter- rechts, Demokratisierung der vetriebe alt das allernoiwendigste beroten und zur Durch'ühruNg prtracht werden, damit hätte man stch die Popularität selbst bei denrn gesichert, die abseits standen, und Beruhigung inS Volk getragen. Statt dessen hält man Reden über ganz ander« Dinge und st'bt detaillierte Fingerzeige üiber die Besteuerung, die in Angriff genommen werden soll, die es reckrtze'ttch rnmchitisen, Vermögensverschiebun. gen Nach dem Auslände zu bewerkstelligen. ES ist doch kein Geheimnis, und in den weitesten Kreisen belohnt, dag selbst durch Motorboote WerttranSpoete nach dem Aus« land vorgenommen wurden.... Wenn unsere Genossen in der Regierung trotz der demo« kratischen Mehrheit nicht einmal die demokratischen Forderungen während der verflossenen Wochen k'ar präzi» sicrt bekanntgeben konnten, dann ist eS an der Zeit, offen auSzu- nretlen. dag ztir Freiwerdung der negativ wirkenden Kraft die RegierungSmllgiieder unbedingt zurücktreten miif ken in logischer Konseguenz nach porlamenta- rischen Regsln. Dann werden nur dtesenigen wieder die Ver- ontwortung tragen, die uns in da« Unglück gestürzt haben. Die Abrechnung des gesamien Proletarial» wird dann mit eienientarer Geivait über diejenigen hereinbrechen, die jetzt aus Hartnäckigkeit und ererbter Behäbigkeit glauben. dem Volke auch weiterhin alle« bieten zu können....' Das ist sicher alles sehr gemäßigt ausgedrückt, und die verhängnisvolle Rolle, die die reckstssozialisti- sehen Führer bei dieser Entwicklung gespieH haben, wird schonend übergangen. Aber bezeichnend für den Grad der Unzufnedenheif in der gesamten Arbeiterklasse ist diese Stimme sicherlich. So bereitet sich die Stimnnmg vor. die notwendig ist. damit dierettendeTat geschehen kann: die'/.'reinigung der gesamten Arbeiterklasse zu einer grundsahlichen, sozia- listischen, revolutionären Poliiik zur Forisilhrung der Revolution, die die Durchführung des Sozialismus ermöglichen wird. Sie SireikdeweMg. � Letpztg,#8. ftzekwum. G Uhr abend».(Eigener Draht- bevicht.) Der Gfreik hält sich in Lritzzig aus der alten Höhe. Heute morgen haben IC Volksvei sammlunqcn statiacfundcn, die sicki n.Ü dein Ktzeeik beichästiat haben. Die Stimmima ist ausi«rovd«»dlich gut. Der Goganstreik der Bürgerlichen vevniag die Aebritrrschast nicht von ihrem Streikwillen abzubrinzrrn. Die Gogenmahreaeln der Streikleimng machen sich heneitS fühlbar. Die Ortskronkenkassen werden Morgen fritl, wiedrr arbeiten. Die Amlsbauptmannschast r ei k bereits wieder r i n ge st e l l t. Alle Grschäft« sind Ver Generalstreik in Thüringen. Leipzig, 88. Februar. sMeldung der TeI«graphen.Kompagnie.) In allen bedeutenden Jndustrcstädten ruht die Arbeit vollständig. In fast allen Stadien Thüringen« haben die von Arbeiterabordnungen besetzten bürgerlichen Zel tungen ihr Erscheinen einstellen müssen. In Gotha haben die bürgerlichen Parteien den Gegen- ist von dsr Skroiklsihma besetzt wurden. Es wird aus die Beamten eingewirkt, um sie zur Arbeit zu zwingen. ES läßt sich setzt schon sehen, daß der Gegenstrrik der Bürger- lichen wirkungslos ist. daß er vielmehr die Srbiiterung der Arbeiterschaft steigert. Der Eisenbahnverkehr ruht nach wie vor völlig. ftn Halle ist die Stimmung dieselbe. Der Genen- streik der Bourgoolste ist zusammengebrochen. Auch Im Be- girk ist die Strciklaae glänzend. Der Streik hat ganz Tbü- «ingen erfaßt. Die letzten Verbindungen mit Weimar sind ahgebrochen. ES gibi weder eine Verbindung nach Erfurt s«och nach Gera. Die Nationalversammlung ist damit tak- tisch interniert. Die Stimmung der National- dersammluna I st außerordentlich gedrückt. Die rechtssozialistischen Minister machen Annäherungsver suckle, namentlich der Reichsarbeitsminister Bauer und der Bergarbeitersicheor Huck bemühen sich darum, ein Zeichen, daß der Voden unter ihren Füßen wankt. Leipzig,»S. Februar, m2 Uhr vorm.(Eig. Drahtber.)� Der Streik verschärft sich. Heute»ermittag ist der Amtshaupt mann verhaftet worden,»eil er sich weigerte, da» Lebensmiited «ml zu öffnen. Er erklärte, daß«r nur ver Geivalt weiche. Außerdem hat er auch den Arbutern zur Abwicklung der<£* schäfte dir Räum« verweigert. Ss muß abgewartel werden, wie sich die Dinge weiter entwickein. Der Kreisbauptmann hat in. zwischen schon Protost erhoben und erstärl, daß dir LebenSmitiek- stellen freigegeben werden. Die Angestelltin und Beamten weigern sich aber zu arbeiten. Man wird morgen früh dazu über- gehen, die Amtshouptmannschast sowie die Stellen der streikenden Beamten und Angestellten mit Beauftragten de« Streikkomitees zu besetzen von Seiten de» B ü' g e r I n m««wd der Streik sehr stark angewendet; sämtliche Sparkassen und Banken sind geschlossen, so daß Auszahlungen von Geldern nicht mehr möglich find Die Ortskrankenkassen haben den Dienst eingestellt. Dir Auszahlung von Krankengeldern an die Kranken ist nicht möglich. Da» Postami k in Leipzig ist durch den Streik der Be- amte» ebenfall« stillgelegt. Heute vormittag sollen Verhandlungen in Halle stattfinden, gestern abend war ReichSarbeitSminister Bauer in Halle. Halle a. ftU Uhr vorm.(Ein. Drahtbcr.s Es Ist alle» ruhig. Di« Bevölkerning gehi sonntäglich geAeidet spazieren, und ist von spartakistischen Unruhen nick»!» zu merken. Die Arbeiter halten vollständige Rabe, trotzdem die Polizei gegen sie ist. irgendwelche militärischen vc'wick, ingen babe?i nicht ftattzefunden. Karlsruhe, 28. Februar.(58. T. B.) Da« G e w e r k- schafiskartell und die sozialdemokratische Par- tei Karlsruhe hatten die Karlsruher Arbeiterschaft für heute nachmittag zu einer Massenkundgebung im Saale der städtischen Festholle eingeladen. Da der große Saal die herbei- strömenden Mengen der Arbeiter nicht annähernd zu fassen ver- mochte, mußte gleickczeilig ein« Versammlurift vor der Fest Halle im Freien obgeballrn werden. T« wurde Stellung aeuoinmen gegen die unzureichende LebenSmitielveriorgung, die Wohnung«- not, die unmenschliche Zurückhaltung der Kriegs- und Zivil- gefangenen, ferner gegenreaktionäre Bestrebungen, aber auch insbesondere gegen Putichveriuche und spartakistiiche Bestrebungen. Anschließend wurde zur Ruhe. Ordnung. Einigkeit und Arbeit ermahnt. In diesem Sinne lautende Sutlchließungen fanden einstimmige Annahme. Dann begab sich der gewaltige Demun- stralionSzug von weit über 10 Wv Arbeitern nach dem Markt- platz, wo sich die Menge verteilt«. Die Rübe wurde nirgend» gestört. Fabc len und Geschäfte hatten geschlossen, um lhcen Arbeitern und Angestellten die Möglichkeit zu geben, sich an der Kundgebung zu beteiligen. Königsberg 23. Februar, t Uhr mittags. Gestern haben in Königsberg sast alle Belnebe gestreikt, weil die Arbeiter mit der Lebensmittelversorgung nicht einverstanden waren; inÄ»esu>«dere verlangten sie. daß da« MilitZi nicht besser verpflegt wird als die Zivilbevölkerung. Eine bessere Kontrolle des Sckileirlilmnde-lS soll stattfinden. Ungefähr 80 000 bi» dg 000 Personen nahmen an den llmzügen teii. T« wurde eine Deputation gewählt, die mit den Behörden, dem Arbejterrat und dem Prodi nzrai verhandelte. Diese Deputation ist jetzt ist» dauernde Einrichtung(ErnährungdauSschußl gevlietien. Tas war Zweck und Ztek de« Streik». Heute morgen Höchen die Arbeiter die Arbeit wieder ausgenommen. Sollten jedoch wipder Mißstände eintreten, werden sie wieder in de» Streik treten. Zu Brut- oerfließe» ist es nicht«kommen. wieder geössnet; die Post arbeitet gleichsall» wieder. Dagegen' wird der Generalstreik der Arbeiter fortgesetzt. Dies« verlangen Äbfchaffuitg der Konimandogewalt, Beibehalt>ung der A.» und S.-Räte und sofortige Soziaiisierung der Großbetriebe. Eine Verständigung mit den Regierungstruppen Ist noch nicht erfolgt. Gotha, 23. Februar, tt Uhr vorm.(Eigener Drahibericht.) Zurzeit befindet sich noch alle« im Generalstreik. Die Lebensmittel Verteilung, die der Arbeiterrat gesperrt hatte, ist wieder frelge- geben worden, da die Not zu groß wurde. Gleichzeilig haben die Beamten der Ortskrankenkass« die Auszahlung de» Krankengelde» wieder aufgenommen, nachdem sie sich erst geweigert halten, weiterzuarbeiien. Auch die Gesckäft« sind wieder geöffnet, nachdem der Gegen streik des Bürgertum» in» Wasser gefallen ist. Da» Elektriziiälswerk arbeitet wieder, nachdem eS gelungen Ist, Streikbrecher zu erhalten, die nun unter militari ichem Schutz arbeiten. Die Regierungstrrippcn sind in ihrer großen Mehrzahl abgezogen, da sie wobl wo ander» gebraucht wurden. An dem Gegenstreik der Bürgerlichen war auch die Reijspoft beteiligl. In E i s e n a ch war der Streik beendet, da falsch« Nachrich'en ein- gegangen waren. Doch jetzt ruht alle» Wieoer. Avsdehsuvg des Slreits auf Vresüea? Dresden, 28. Fedrnar. Im Anschluß an eine Demonstra- tlon von Arbeitslosen»am e» beute vormittag zu einem Umzug, der sich zum EIeklrizitot«wert begab. Hier wurde mit den Arbeitern verhandelt, die daraus beschlossen, in einen Sympathiestreik für die Arbeitslosen einzu- treten. Jnsolgcdessen ist es sehr wahrscheinlich, daß Dresden von heute nachmittag ab ohne Lieht fern wird. Auch in den übrigen Betrieben hat man Neigung, sich dem a l l g e m e i- nen Generalstreik anzuschzieße». Gera gern den Generalstreif. Gera, 28. Februar. Gest-rn tagten hier sämtliche sozial- demokratischen Orzanlsationen, einschließlich der GemerischastS- kartelle. Es wurde einstimmig beschlossen, den General» streik abzulehnen Der Gexenstrelt der VSrg-r. Privattelegromm der»Freiheit�. Leipzig, 28. Februar. Die Leipziger Bäcker-Zwang?- Innung hat ibrr Mitglieder ducch Zirkular aufgefordert, sich dem Biirgcrstreik anzuschllrtzen und ihre Betriebe einzustellen. Es sollen nur noch die sertiien Backwaren verkauf«»erden. Ter A.» und S.-Rat wird da« Rötige tun, um die Arbeltrrbrvölkernng mit Backware zu»ersoigen. Zunäckist werden die Bäckereien de» Kansiimverrin» die Brotheestellun, in geofjem Umfange über.! nehmen. Ferner i» Borsoeqe grtrolfcn. dah die Herstellung von Backwaer, wenn nötig, In koininiinalr Siegte tUieruommen nitrd. Die A e r z t e und A p- t b e l e r gehen in ganz rlgo- e» k e r Weis» gegen die ktrelken�en Aebeitee vor. Tie Aerzte haben ihre Prozi« eingestellt. Fn den Kranken. bäulern werden schwertranle Patienten»ha« genaue Untersuchung aus dl» Strasse gesetzt. Arbeiter deMNcki der SoztaNsterans aiiflf» nornrnen und die Regierungstruppen zurück- gezogen werden. Zwsn?swe!!e VeurZgubung der Offiziere. Privattelegramm der.Freiheit'. Leipzig, 28. Februar. Heute morgen wurden sSmtkiche Offiziere de? hiesigen Generalkommandos de» kll. kächs. Armee- torv»»wangsweise vom A.- und T.-Rat beurlaubt, weil sie sich gegenrevolntionärer Bestrebungen schuldig ge- macht habeu. Ter AmtShauptmann weigert sich, die Lebensmittel. Verteilung für die Amtshauptmannschaft Leipzig wieder in Wang zu setzen. Er wurde festgenommen. Wenn die AmtShauptmann- schuft die Lrbensmittelversgrgung morgen"ich, wieder eröffnet, wird der«.- und S.-Ra« selbst derrn Tätigkeit übernehme». Die Slreillage in Magdeburz. D. U. Leipzig, 28. Februar. Nach einer Meldung der.Leipz. Volks- Ztg." au» Magdeburg bcündei sich seit gestern ein Teil der Betriebe im Streik. Da» Militär verhält sich neutral. Um 2 Uhr nachinlllagS fand gestern«Ine Besprechung aller drei so- zlaldemokralischen Partcirichhinfrfn und der Gewerk'chaftSver- lreter statt, die sich mit der Slreiklag« befaßte. E'nc Berlamm- lung der Kommunisten beschloß, die Arbeitrr mit Gewalt au» den Betrieben herauszuholen. Dl« beiden sozialdemokratischen Parteien, die Unabhängigen und die Mehrheit«- sozia listen, haben sich zu einem Kartell zusammen» geichlosieiv Inzwischen hat sich auch der Slreik auf eine weitere Anzahl von Belrieben ausgedehnt. Heule nachmittag soll der Be- schliih über den Generalstreik von den beiden sozialislischen Par- lcien gesaßt werden. Der Eiscnbadnverkebr Weimar— Erfurt ist unterbrochen. Die auf dieser Sireck« tiegende Eisenbahn- brück« ist gesprengt worden.(?) Ausruf zum SijinpfllMci'tflf. Die Funktionäre der Gchwartzkopssschen»«« triebe baten folgende Entschließung angenommen: Im Hinblick auf die polilische und wirtschaftliche Lage i» Reiche, die die Folge und der Fluch des Burgfrieden»- und der Durchhaltevolitik ist. die Folge de» verrat» der Gewcrtschaft»banze« und be» verrat» der Ebert-JcheIdeinanne R r g i r r u n g S t r n p p r n sind ßentr vormittnsi in Düssrldors eiugrriickt. DaS GtäntchanS und die Bahnstöse sind besetzt worden. Dir H a» p t rä d r l S s ü h r e r der Spartakisten sind c n t- kommen. Im übrigen herrscht Ruhe. Ver wird enlwnffnel? Dem 8 Uhr-Abevdblatt wird an» Leipzig gemi-kdet. daß dort vtstkvmmene Ruh« berrschi. Ter Generalslreil de» Arbetter gehl weiter. Jedoch wird der Bürgersireik nicht mehr gan* INäcnloS durchgeführt, verschiedene Ladenbesiver haben wieder ihre Geschält« geöffnet. Die Stadl war gestern abend vollkommen in Dunkel gehüllt. Mit Ausnahm? der v,u«t»hängiaen Btätier erschien kein« Ze i I u n g. AuS dem übrigen Sachlen liegen infolge der Telephon. und Telegraphenstörungen nur spärliche Nachrichten vor. jedrch lassen dies» erkennen, daß der General st reit überall fortdauert. Die 5orderuv?c» der Aiisstt&dlßeü.* Leipzig, 28, Februar.(Meldung der Telegraplicn- Kompagnie.) AuS Kalle wivö gemeldet, daß der Reichs- arbeitsniinister Bauer der Streikleitung Einiglings- oerliandlungen vorgesckssagen habe. Die„Leipziger VolkSzeitung" nimmt in einem Flugblatt dazu Slel- lung und erklärt, die Verhandlungen würden nur dann zu einem Ergebnis rühren, wenn die Forderungen der Die„P. P. N." erfahren von.zuständiger Stelle', daß da» Ministerium de» Innern eine am l. März beginnende erneute systematische Absuchung Berlin» nach Waffen an- geordnet hat. Zweierlei an dieser Anordimng erscheint bemerkenswert: Die Absuchung der Häuser soll von den Truppen nur in Zusammen- arbeit mii der Polizei erfolgen..Selbständige Durchsuchungen ohne Mitwirken der Polizei sind verbo'en' Man ist also durch die Ersahiung wenigsten» so weil klug geworden, daß man den RegierungSiruppen da» Delreten imd Durchsucken von Privatioohnungen ohne Polizeiaufsicht nicht mehr anzuvertrauen wagt. Zweiten» ist e» recht interessant zu erfahren, wer von der Pflicht z»r Ablieferung der Schußwasfcn befreit ist. E, Heißl dar«:? Bon der Pflicht zur AMirferung der Schußwaffen sind b«. freit:»> diejenigen Personen, die zur Führung von Wassen krasl ihre» Am««» otcr Dienste» bereckttml sind lPolizeibeamte, Mililärpersouenl; I>> dir Fuhabei von Waiienscheiiie», die von dem gegenwärlige» ersten Komnmutan en von Berlin, von dem gcgciiwäiltgeu Polizeipräsidenten odrr den Laiidräten der Kreise Teltow«der Nietzervarnim ausgestellt sind; c> die Jnh«i>>-r von Jahretjagdsck einen. D-'« heißt»lli»: L a n d r ä t e bestimmen darüber. wer bewassnet sein darf und wer nicht. Iknd auch der, dei soviel Gc d hat, daß er sich eine Jagd packten oder einem Jagd verein angehören kann, darf Waffen besitzen. Der Arbeiter ober, der lein Geld und keinen Jagdschein hat. dessen Wohnung wtid durchsucht, der wird enlwossnet. Zurücknahme französischer Vessitzungs'ruppen. Berlin, 28. Februar. Aus eine müiidliche Anfrage btx Detilielwn Waii enslillsla ndskoiii>ii jssion in S p a a teilte R||hnn- mit. daß die Ziirücknahuie der sran- zoliick'en Truppen aiiS Manu bei in aus das linke Nbeinnser und die Verfibrilverre zwischen Maiinlieiin und Lndivigs- Hafen ans k ir m M o n n h e i m ousgebrochenen ll n r u h e n �' u ren ici. AIS wo zur Herstellung der Ordnung bf.'bf'''"seuen öre. deu.sckton Balailloue e.nlraio... seien q..lamn.?.n»"r>-ckgrnoi»i»m worden.»III ihr -ä��d di...!" u"".�en putschen Truppen zu vermeiden. deuten Tr. an„ ��"beiin beigelegl seien lind dl» deutlckp.n Truppen nicht mehr benötigt würden, bedürfe eS nur einer Tenachrichtigiing des französischen Abteilung S- LTnÄ1"'""""" m"»Kä'Ä tet Zusamwenkrttk der pre��schen Nakona!- Versammlung verschoben. Weimar, 28. Frliruar. Mmttlch.) Mi« Rllcksicht auf dt» vrrkrlirtschwieriAteilen hat d»S priuhifche StaatSminIsterlum »»fchlasstn, den Termin fiie den 3 u f a m m e n t r i t t d r r C« n< »(•«rrfammiuni auf unbrsttmmir Zeit h i« a ti»» u- fchtrhe». In dftt Verc'n'�en Twnten haben?!e daS auch In der Gestalt 1 der berühmten Bo! schalten an den Konitretz. Di« 3� der; ReichSministet sollte begrenzt sein. Tai Recht jede» einzelnen Deutsche yallonMersammlung. 17. Sitzung. Freitag, den 28. 2. Ig. 10 Uhr. ErsteBeratunzdeZTntwursedeinerBerfassung de» Deutschen Reichs. Präs. Fehrenbach teilt den iveschluß des SeniorenkonventS mit. dah von jedu Fraltion-wct Redner mit einer Redezeit von je einer Stunde zum Wort kommen sollen. Abg. Fischer-ikstrlin all und Unterdrückung kennzeichnet die ganze Geschichte de» alt�n Reiche»z der Wnffenivebr drohend nach austen diir, bis es unter dem Sturm d.« Bölkerkriege» und der Revolution zusammen- brach. Jehl soll ein neues, mit den andern Völkern Europas gleichberechtigtes, gleichweriiges und ebenbürtige» Deutschland autgebant werden. Wir So-raldemokralen baben dabei die bcson- der? Auknabe, es mit sozialem und sozialistischem Geiste zu er- füllen. Davon ist leider nur recht wenig in dieien Entwurf hineingekommen.(Sehr wabr I b. b. Soz.) Schon die Wabl de« Wort«»..Reech" in der Verfassung war kein guter Griff. Wir werden daher beantragen, stall„Reich" z» sogen.Deutsche Republik". Als Sozialdemokraten sind wir Anhänger de» Einbelttstaates und Gegner de» verknöcherten PortikulartSmu». Seitdem wir freilich haben erleben müssen, hast Unabhängig? unb Sparlaktslen ,n Lauern sich al» Siegelbewahrer de» bayerischen PortiknlariSmiiS knUäligt haben, sind wir geneigt, manck>«n partiknsarlstischen Perrückenhelden wenigsten» mildernde Umstände zuzubilligen. s�eilerfeit.) GnindsahKich verlangen wir, dost aui allen Gebieten der Schritt vom Partikula- r i s m u Z zur deutsche» Einheit mit valier Rücksicht»- losiakeit ge'an wird. lVMsall b d Soz.i 11»??''? endgült'no Stellungnahme zum RelchSral behalt«» wir"n» bi» zur enh- gültigen Acstsctzung seiner Befugnisse vor. C-enso bezüglich des Reichkpras'de.tcn. da ma-.che der lyni in der Vorlage zugeschrieben«» VesiigtiHse u n» zu w i i l gehen. E» fehlt In drr Persossung eine Bestimmung, wie sie Frank- reich bat. w-mach b;f?tk!tgieder der b'Sber rralerenden Familien für die Präsidentschafl der Republik nicht wählbar sind. sSehr richtig! bei den Soz.) Der VeriassunaScntwiirf trägt be- danerlicheriveise den Stempel de» stomvromisle» zw lche n den Aniordernngen de» Einbeit»staat?s und den Fesieln ocs stöderativitoale» oifen an der Stirn. Darunter hat die Klarheit an manchen S'-etlen geli'ten. So Heist!«« u. a.. dost eine Enteir'nung nur aus aeletziiichcr Grundlage gegen Ent'chätngiina dor>t«nommen werben kann. Da» ist un» zu uneingeschränkt und bedeutet z. B. bei der Dozial-ilierung d«r Bergwerk« mäglicher- weise e ne Enlschädigiing lür den Entgang künftiger Gewinne, d. h. Verew'pung der Liebe»aaben an di« Ar«nb«rg und Tbiel«- Winkler. lSehr richtig! b«i den So».! Die poldtischen Funktionen der A.» und D.- Räte lind ja he nie gegenstandslos geworden, aber auf Wirtschaft- sichern Gebiete vcrble bt ihnen nach wie vor ein weiie« Feld. Di« Solsnung. dast endlich Eisenbahn, und Wasser- »er de h r ouSnahms!oS dem Reiche vorbedal!«« weod«, ist bitter enttäuscht worden. Auch die Schulverwal- tung ist leidet nicht zur Reichs'achc erboben worden. R'ch! einmal die U n e n t g e! t I! ch k e i t der VolkS'cknii« ist gesichert. denn wenn ein Glicdilaat e» will, blolb' es beim Schulgeld. Auch de Einheitsschule ist nicht erreicht worden. Auf dem®e- biete des Schulwesen» must die Negieruns, den Schritt, den di« uen« 8eit erkordelt, tun, und dem Re'chSral die Verantworiung daiür überlassen, ob er daran das Verfassungswerk scheitern lassen will. sSehr richtig! bei den Soz.) Abg. Dr. Spahn(•lcntr.): Au» territorialen, ethnographischen und kulturellen Gründen wird da» Deutsche Reich auch als Republik rn Bundesstaat bleiben müssen. Er bclrrichl dann die einzelnen Beslimmiinaen de» Enlwurs?. Avk'chliestliche Stich? de» Reick?«» in Gesetzgebung und Vermal- tung sind d'e Beziehungen zu auswärtigen Staate».— Eine Scheidung zwischen Reichs-»nd LandcSsteuern. direkten«nd in- direkten Atvaben ist nicht vorgenommen, io dost da» Reich auch auf direkte Steuern zurückgreifen kann. Dabei ist aber Vorsicht geboten, damit die Eiozelstaaten ihre kulturellen und wirtschaftlichen Ausgaben zu lösen imstande bleiben. Abo. Dr. v. Delbrück fDn. Pp.): Die Revolution hat die ruhige demokratische Fortcntwickiung gewall'am gestört. Die demokratische Monarchie, wie st? im letzten frerbst bei un» entstanden war. hätte völlig ausgereicht, um auch die weiiest- gebenden 3'kle der äustenten Linken zu verwirklichen lSehr richtig! rocht?) Im vorliegenden Eiitimirs lind viele Mängel de? ci'ten Fustaiidc» wieder enthalten, aber gerade die wertvollsten Punkte der Bikmarckschen Gedanken fehlen in ibm. lSehr richtig! rech!».) Er ist ein G e I e tz zur allmählichen«« i- löinng des Deutschen Reiche«.(Sehr pull recht«. graste Unruh« link».) Der E n l w u r s erfüllt nicht seine Ausgaben, eine hinreichende Grundlage"ir die Aufrecht- erh-'tung und F o r l e n t w i ck l» n g der ReichSgewal, zu' bieten. sLelh. gust. reck!?.) EZ ist ein Fehler, dost das Reick, keinen n n in i t t e l b a r r n E> n' l» st a u f die Verwaltung in den G 1 1 e d il a a t e n bot. Neben dem Reick?!,!.' lallte eine«rite Kammer flehen, wenn auch in anderer Zusammensetzung a>» da» Staatenbckus. N o. ch«» 1 1 t a g» s i tz u» g. Abg Kock,. E a s s e l(Dem> polemisiert gegen Dekbrück uwd sagt: Ter erste und wiiüügste Baustein ist die Einheit de« Reickie? riVfall.) Der«iveite Grnndslem. aus dem unser i>,u-k R« ch erbaut werden soll, ist der Gesichispunkl ker Dem o- lraiic Wer sclllr uuscrein Boüte noch heilen tonnen, a« die selt.s'geii'Shlten Führer? Demokratie l-'? nichiTckivachc sei», lo.idern TtSr'e l'�isall.) Tie beste«usdruckssorm der T emokralie ist der P a r l a m e n t a r>» m u». tBeisall b. d. �Aba Dr �eiiizefDisckr Bp.) tritt für ein starcke? Preusten ein Al*,. Dr. Eohn(U. Sog): Da» Peefassung»n>erk d,irf nur ein Mitte! sein der R e v o l» l i o n zum vollen Siege zu ver» Helsen Aii die PaulSkiiche können wir nicht antnupron. Hier in Weimar beinuhl sich da» Bürgertum, die verhastke Reooi». tian möglichst vergesse» zu machen. Der Entwurf b'etet nur ßalbbeiten. Nicht einmal die U n e n t g e l l l> cht r i t de» ganzen Unierrichtswesen» ist in ihm ausgeiprock�. Auch die voll ae Trennung von Staat»nd Kirche und die Weltl'chkeii de« Kaa? DieleÜ'e«! tradiiionellen Reckte, wt« die Dovern könnten auch die Deutsch- ßannvveroner beaochpruck*». D« ReichSpros,- dent Möst!« die Verpslichtung haben. ,n icvem Iah:-««inen Be- r.cht über die Lage de» Reiche» zu geben. tZurusc: Thronrede.) vas Volk gewählt westden. Die fremdsprachigen Tei'lc des j Volke» müssen durch di« Verfassung geschützt werden. Vielleicht' auch dir nationalen MinderheitsreckUe ver Juden.(Lachem.) Der Sozialtsmu» must auch in die Gesinnung aller VotkSglioder dringen. Rur. wenn die Verfastung un» die Mittel dsM bietet, «in« solche Gesiununa zu vertiefcn, wird sie ein Werk sein, auf da» unser? Enkel stolz, setu können.(Beif. b. d. N.Saz.) Da» ßaus vertagt(ich. Näck>st«. Aitzuna Sonnabend>0 Nhr. lA-n träge und Ucin« Vorlagen.) Die B.'Ivrechung der ver- fassungtt'orlagc wird erst am Montag fortgesetzt. Schlust IM Uhr. Die Vollversammlung der A.- u. S.'Röle. In Fortsetzung seiner Rede kritisierte Richard M ü l k« r, daß in der Zeit der Kohlr,i»ol LuxuS-Jndustrien übergenug Kohlen erhalten, während die Fabrikation von Lokomotivon wegen Kohlenmangel eingestellt werden must. In BergnügungSIokalen in Berlin herrsche eine Lichlverschweiildung, wogegen energisch vor« gegangen werden müsse. Diese anarchischen Zustände können nur durck die Arbeiter- röte beseitigt werden. Aber die ganze bürgerllcke Gesellschaft bi» hinein in da« Lager der Rechtesozialisten wolle die Arbciterräle beseitigen. Hab« doch die Regierung erklärt, .kein Mitglied des Kabinette denke daran, da» Rä'esysteni in irg»deiner Form, fei eS in der Vensassiing. fei c« in der Verwaltung einzugliedern".(Starke Entriiistirnglt Die Arbeiter wttrdrn Dag»nd Nach» arbciien, wenn dt? Arbeit einem listischcn Ste.atsivesen gelle.(Lebh. sehr richtigl) Die Ursache der Bergarbeiterstrciks im Ruhrrevier und Mitteldeutschland seien nicht spariakislische Umiriebe, sondern da» ablehnende Verhalle» der Rrgicrung gegenüber den Sozialisierungsforde- runge» der Bergarbeiter. AIS die Neunerkommisfion der Bergarbeiter zum Zwecke der Sozialisierung des Bergbaues gebildet war, wurden sofort alle Streik» abgebrocken. Die Vor- bedingung für die Soziaiisierung ist ober da» R ä l« s y st e m. Tie Arbeitsgemeinschaften aber bedeuten da» Ende der Art�eilerräte. Auch durch Weigerung der finanziellen Mittel wird versucht, die Arbeiterräte abzuwürgen. In dieser Hinsicht haben die rechls sozialistischen kommunalen Arbeiter- r ä l e den Gegnern die hilfreiche Hand geboten, indem sie selbst für ihre Aushebung sich entsckieden. So leichtfertig sollte man revolutionäre Errungenschaften nicht preisgeben. Auch auf politischem Gebiete herrsch! die Anarchie. Die Ra- t i o n a l v e r s a m m l u n g in Weimar sitzt in einer Fall«. Ring» berum bilden sich Räle-Republiken. Wie in Bayern und Bra-unfchweig w'rd die Endwichluna i-n den anderen Ländern zur Räterepublik führen. Die Freiwilligenkorp» haben auf militärischem Ge- viete die Anarchie hervorgerufen. Allein im Januar hoben sie ein« AuSgab? von 3X Millji-rden erfordert, und im Monat gedouar diirftk die Ausgabe noch größer fein. Wenn die Regierung nicht imstande ist. dieser Anarchie Herr werden, so solle sie abtreirn.(Lolch. Beifall bei den Unabh.) Ihre Poliiif stürzt un» in« Elend i.inmer weiter hinein. Eni Entrinnen ist nur möglich durch die Tätigleit der Arbeiterräte. Wir müssen in Zukunft auch in Deutschland zu einer Räterepu- blik kommen. lStarker Beifall und Zurufe der Kominuniften: DiktaturlI Habt ihr denn(zu den Kommunisten gewendet) kein anderes Argument al« nur das ein« Schlagwort? Ilm di« Grundloge für die gemeinsame Arveit aller Arbeiierräle zu schaffen, ist die huldige Einderufung eine» zweiten Ratekongresse« undeding, uoiwendig. Redner beaniragl, eine im Sinne seiner Autfuhrungen gr- haltcn« Resolution. Im Auftrag« der Fraktion der T. P. D. erhält da» Worl Kaliski: Er tritt ebenfalls für«inen Rätekongrest rln, der-bi» zum 18. März einberufen werden könnte. Der Räte-Gedanke ist in der Arbeiterschaft zu fest verankert, al« daß e r libergangen werden könnte. Er gebe zu, dast di« Untätigkeit der Regie- r u n g aus wiitschastlichem und polilistbei» Gebiete seit dem 0. November drr Au»gangSpu>, kt der gegenwärtigen Ecschullerung unsere« Wirtschasitleben» darstelll. Auch für die Umschichtung der Arbeiier im WirtschaflSIeben Hai die Regie- rung nicht» Positive» getan. Die Ratkmalver'ainmliing ibe- s riedige ihn auch nicht. Die Verfassung trage nicht einmal den lieberalen Forderungen Rechnung, ebensowenig dem notwendigen EinheitSge- danken. In der Versassuiig muß da» demokratische Räteshstem verankert werden. Während da» Parlament das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht die ver- Irelung der BevS lcrung noch ihrer besonderen Zahl darilelll, ist die Kammer der Arbeit, die sich auf dem Rätrsystem aufbaut, die Vertretung der Produklivkrast de» Volke». Die Kammer der Arbeit repräseniiert somit die sckmfs.nden Kräfte der einzelne» Klassen nach ihrer Bedeutung für die Gemeiusckmfk, also den Aufbau de» Soziali« nin». Die de» I ich« Einste ll»- republik wird von unten ausgebaut werde» durch setbstverwallende Gemeinden, Kreise, Provinzen. Länder: ihr« Zusaminenfassiing bildet da« Reicki. In jeder dieser genanulen politischen Einheile» muß da» Parlament herrschen, ergänzt durch die Kammer der Arbeiter. Die Aufgaben dieser Kammer stoben zu bestehen in Ans- .nbeituiig und Prükung oller Gesetz« mirtschpifilichen Ehorakler». Donernde Untersuchiung der wirlschnillicston Ti'Nrick'iing mit dem Reckt der Jniiiatiue bei der Sozialisierung einzelner Prodi, klion«- iioeige. Die Arbei Opsinei»sck>o't«n de, Unternehmer und Gcwerk- 'chaflen kommen zur Regelung der BenisSfragen In Betracht, auch stier müssen die Aet'eitrrräte verteeie» sein, diese ArbeilSgemein- schoflen lönnen den Unlerbon der Sozialisierung. die sozioliüische Schule sär die kommenden Bclr,eb«!eiter au« dem Arbeiterstande blldei«. Der Redner beantragt eine enifprecheude Resolution, die von der Fraklion der S P. D einstimmig angenommen worden ist. Dr. Michaeli«(Demokrat) schließ, sich der Forderung einer totdigen Einv, rninn-i ein« Rü ewngrrne? evriisall«»Ii. Der Kongreß dürfe aber nicht beobsichiigen, die Notioiialversommlnng zu ersetzen(Zuruf: Naiionalveisaininliing zrun teusel jnge»! Mit einem Kongreß, der deroriige?tuigabrii sich stellt, würden wir nickit einverstanden sein. Drr Rätekongrest darf nur eine Ergänzung der Notioiialversammlung sein. Wir steste» aus dem Boden der Demokratie. Ist die Mehrheit des Vck'ke» kür die Sozialisiernng. so stimmen wir dem z». Amt, wir wollen, dast cndlich gestaiidelt wird. Redner erklärt, daß er und seine FrennV sich n'ck»! auf eine Bekoliition mit bestimmten Gnind- sätzen festlegen können, er wünsck)«, daß die Resolution noch einmal von den Fraltionen durck'geiprvckien werde. Der Rätrkongrest b. dürfe einer griindlr.heu Vorbereitung Er hod« sich n'il dem Ausbau de« Rälesystem». mit der Aus- stellung der Ricks Ii nie» für die Sozialisteruiig zu beschäftigen In Anbetracht der gebotene» Eile soll,« zur Voobereitung de» Uon greise» eine paritätisch« Kommission eingesetzt werden. Der Zenlralro, käme d'-für nickit mehr in Fr'ge. er siebe mi, eine,» Fuß bereit» im Grabe; unler Hintansetzung aller politischen Zwecks sollte der Kongreß sich lediglich m,l dem«ufövu unsere« Wirtschastsleben» beschustige- Der Porsshende tefft ntfi dast eine Abordnung stetk A. E G. Werke in Hennigsdorf, die 7Ml1 Arb'iier beschäftige», er- schienen sei. der Versamminna eine Erklärung �abzugeben. Ein Mitglied der Kommission(U. S. P. D.) verliest die von den Ar. lwitern der A. E.G.-Werke angenommene Resolution, die eine sofortig, organisatorisch? Vorbereitung des Generalstreiks fordert; sie verlangen von der Vollversammlung d'e sofortige Stellung- nähme zum Generalstreik und die Ausrufung der Rä-erepublik für Deutschland.(Großer Beifall bei einem Deil der Versamm. lang.) Die Arbeiter warte» mir auf den Ruf ihrer Führer.� Es sprechen dann noch Mitglieder der Kommission, die die S. P. D. und die Kommunisten vertreten Sie ermahnen di» Arbeiterräte. besonder» die auf dem rechten Flügel steheirtH-ii, da« Gebot der Stunde zu erlcnnen, die von ihnen vertretenen Av beiler feien nicht mehr länger vor dein Streik zurückzuhalten Herfurlh(Kommunist) wendet sich gegen die Nationalveu sammlung, die keine positive Arbeit geleistet habe und gegen di« Demokratie der Stimmzettel, die ein« überlebt« Einrichtung s« und die Meinung de« Volke? nicht zum Ausdruck bringe. Di« Ausführungen K a t!» k i» lassen erkennen, dast die Reckt». sozlalisten genau so wie am ll. November fühlen, hast der Boden unter ihren Fußen hinweagleite. Sie bemühen sich, den ver- änderten Verhältnisse» Rechnung zu tragen. Redner tritt iül die Diktatur bei Proletariat» ein. Auch er boantragt eine Ri- folulion, die verlangt, dast A.» und S.-Rät« di« politisch! und ivirtichastliche Gemalt übernehmen und der neue Zenlralrii die oberste politische Gewalt des Reiches darstelle. Der Reiche-» kongreh der A.- und S.-Räte soll die Nationalversammlung fir aufgehoben erklären. Der Berliner VollzugSrai habe bis zu n Rätekongrest die Tätigkeit de» bisherigen Zeniralrat» auSzuübe,. Ferner beantragt Redner mit Rücksicht auf die Zunahme d:r Arbeitslosen Neuwahlen der Arbeiterräte für Berlin und Um- gegen d. Auf Ankrag Malzahn wird die Debatte geschlossen. Ei» Arbeiterrat des Reick skohteiikommissar» erklärt, dast die Kohienverteilung gerecht vorgenommen werde. ZiSka<11. S. P.D.) gibt die Erklärung crd. daß die Fraktion»- vorstände der N.T. P.D. und de? S. P. D. auf Beranlassiing der RechtSsoziatisten sich auf eine Resolution neeinigl haben(Bravo). Di« Arbeiterräte der S. P. D. ziehen ihre Resolution zugunsten der vom Genossen Müller beantragten Entschließung, die nur un- wesentlich geändert wurde, zurück. Di« gemeinsam beamragt« Resolution lauret: Die am 28. Februar ISIS tagende Vollversammlung der Grost-Derliuer A.» und S.-Räte Wnifeet sich mit Entschiedenheit gegen alle Versuch«, die A.- und S.-Räte zu beseitigen. Sie pro- testiert gegen die in der Nationalversammlung zutage getretenen Bestrebungen, den A.- untd S.-Nä.en jedes LebenSrecht zu rauben. Mit glsicker Entschiedenheit proieftiert sie gegen den tsfenen und versteckten Widerstand, der den v.» und S.-Rät«n von staatlichen, militärischen uiild kommunalen DeHörden ent- gegengestellt wird. Auch die AuSschattung der Arbeiterräte durch das Ilntrriiehmertum wird sie nicht kainpslo» hinnehmen. Die Vollversammlung legt allen Arbeiterräte» di« Pflicht auf, mit oller Energie den Kampf gegen den Kapi. t a I i S m u s und der offenen oder in demokratischer MaSke auf« tretenden Reaktion zu fuhren. Sie verlangt von den A.» Räten, dast diese die hinter ihnen stehend« Arbeiterschaft über den Ernst der Situation aufklären, ihnen Bedeutung und Not- wendigkeit der Arbeiterräte vor Augen führen, damit die Arbeiter- schaft in die Lag« versetzt wird, einheitlich»nd geschlossen mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln den Ansch ägen de» Kapitalismus und der Reaktion entgegenzutreten, mit Hilfe des Rälesystem» den Sozialtsmut zu verwirklichen und voll« politische Freiheit zu erkämpfen. Dir Versammlung mistbilligt die verzögerte Einbe- lufung de! Rätekongresse» und verlangt dessen Ein- berutfung bi» spätesten« den l8. März durch den Zen- tralrat. Jede weitere Verzögerung birgt die Gefahr einer wirtschaftlichen Katastrophe in sich, deren Verblutung da» Le- benSiiitrresle de» deutschen Volke» ist. Der Pollzugsvot wird beauftragt, ohne Verzug mit dem Zerrtralrat über die Einberiofung de» Kvwgres,«» zu verhan- dein. Kommt eine Verständigung nicht zustande, Hai der Voll- zugSrat sofort ein« neue Vollversammlung der A.» und S.-Räte einzuberusen, die allerspätesten» am Dienstag, den«. März stattfinden muß. Di« Entschliestung wird gegen wenige S t i in m e n der K o m in u n i st e n angenommen. Sie soll der Regierung i» Weimar telegraphisch überniiltell werden. Der Antrag der Kommunisten, daß der VollzugSrai dt« Aus« gaben de» Zeniralrat» bi» zum Rätekongrest übernehmen solle. wird abgelehnt. Auf Antrag von Strasse?(S. P. D). erhalten die Vorstände der graltio» den Auftrag, au» je drei Vertretern der vier Feokt onen eine Kommission zu bilden, die Richliinien» für den Ausbau de» Räteiystem» auszuarbeiten habe. Darauf wird zur Neuwahl de» Vollzugs rate» ge- schritte». Die Kommunisten erklären, daß sie nach dem Kuhhandel der U.S. P.D. von der beabsichtigten Listcnverbindung mit der ll. S.P. D. zurücktreten. Die Wahl hott« folgende» Resultat: E» wurden abgegeben 700 Stimmen Davon enttieten auf die Liste der II. T. P. D. ZIB Stimmen. S. P. D. 271 Stimmen, Kommunisien LS. Demokraten 75 Stimmen. Die Wahl erfolgte nach den Grniidsätzcn der Verhältniswahl unter Zugrundelegitng der Höchitzahl mit verbundenen Listen. Die Listen der U. S. D. und der Komiiiunisten wurden verbunden. Nach ersotgier Wahl tritt der Vorsitzende Neue(S. P.D.) mit, daß der Saat' geräumt werden müsse, weshalb er die Versammlung ans Dienstag vertag«. An» der Versammlung werden stiiriNische Rufe nach Abstimumng über die Resolution der Hennigsdorser Arbeiter laut. Mutter wies darauf hin, daß eine gewisse parlamentarische GcscWitSiühning notwendig sei. Die Resolution werde ord»u»gs- gcmäsz in der nächsten Veriamm'nng behandelt werden(Zurufe: zu spiitl) Seiner Änsforderung, das anderweitig vergebene Lokal z>i räumsn, wird n»r von den Rechtssoziali'ien Folge geleistet. Di« im Saale verbleibenden Arbeiterräte ergehen sich in schärfen Angrificn gegen di« G«ichäi':»snhrung. Schließlich gibt von der Galleric der Obmann der Dcp»- tabion der HennigSdorfer Arbeiter die Erklärung ab. daß sie im Interesse der Disz-pl!» sich mit dem Vorschläge Müllers ei n ver- standen erklären werde»»n'er der Bedingung, daß keine weitere Verzögerung in der Vorbereitung de» Generalstreik» ei>ntrclen und der Dicns ag al« der letzte Termin für die zu trefsend? Enischeiduiig zu gelte» habe. Darauf verlassen di« Anwesenden den Saal. Haussuchung bei der„flolen 5ahne-. Im Auftrage der Staatsainvaltschaft I wurde gestern abend um 7 Uhr bei der Rclwkliem der»Roten Fahne" in der Wilhelm« straste IM. eine Durchsuchung vorgenommen. Sie halt« den Zweck, bestimmte Perionen. gegen die Haftbefehle vorliegen, zu ermuteln. Kriminalkommissar Weitzel mit mehreren Beamten und einigen Soldaten, di« das Hcius abspmten, erfchien plötzlich in den St eda kiion»räumen»nd»nternahm eine grüichliche Durchsuchung. di« fedoch nicht» Belastenr'eS zutage fördert«. Nach dieser FesdstelUmg entfernten sich di« Bcaintei,, um in dem Hanse Lutzvwplatz 14. anS dem gleichen Grunde eine Durchsuchung vor» zunehmen, die jedoch cbenjottS ergebnitlo» v«»l>ef. Tie Eröffnung des Parteitages erfolgt Sonn- tag Ä Uhr im Herrenhaus. Keine Neuwahl der Stadtmaglftrate. Das in den letzten Taaen wiederholt aulaetauckits und weitverbreitete Gerücht, daß. im Anschluß an die ersolatcn Neuwahlen der Stadtparlamcnte in Groß«Berlin und im Reiche, eine teilweise Auflöluna und eine Neuwahl auch der Maaistratskolleaien von der Nvaieruna beabsichtiat lei. de« stätiat sich nicht. Wie die„Neue Keit* in Charlottenbura aus dem.Ministerium des Innern bestimmt erfährt, b?« abstchtiat die Neaieruna für die nächste Zeit nicht, eine Auf- löhmn und Neuwahl der Maaistratsfosteaien im Neich und besonders in Groß-Berlin durckmifübren. da eine solche Neuwahl zweier Körpen'clxisten die Gemeindeverwaltungen einer großen Anzahl mit den.stommiinalaufgaben seit lan- ger Zeit vertrauter und bewährter Gräfte lwrauben würde. Es haben allerdinas in den letzten Tagen Bestzrechunaen im Ministerium des Innern stattgefunden, als deren Ergebnis obigem Beschluß an*iisth?n ist. Wir halten die Auffassung für falsch, die alten Stadt- Magistrate in ihrer fetzigen Znsammensetzung fortbestehen zn lassen. Es werden stch fortgesetzt Konflikte ergeben, wo sosta listisch? Mehrheiten in den Rathäusern Mammen- gekommen stnd. Jetzt wird man uns nötigen, die unbesoldeten Stadträte unter allen Umständen zum Rücktritt zu zwingen. Achtung! Arberter- und Soldatenräte der ll. S. P. D. Heute. Sonnabend, mittags 2 Uhr. findet in den Sophiensälen, Sophienstraße 17/t8. eine Iraktionssitzung statt. Tagesordnung äußerst wichtig. Zahlreiches Er- scheinen erwartet Der Fraktionsvorstand der U. S. P. D.-Arbeiterräte. Malzahn. Arbeiterentlassungen in Spandau. Uns wird geschrieben: Während de? Krieg«? ist eine große Anzahl von kleinen Leuten, die ihre Existenz verloren halten, zur MuitiirnSbranche übe raegangen. Auch in den staalTchen Ve k y. TDrken« r 1« II. Wintergarten »Sellch 7V Uhr Vartttft/orsteHung Rauchen Kesta>tet. Deutsches KönstlerTheat Allabendlich 7i Uhr: IHaclittielmhtm I Central- 1 heater. Tiuiir: Die Rose vonStambul Bauuek.Opernkan« Chanottanb. 7 Uhr: CaTtlltrla ruiicaaa. Vorher: Da« golden« Krtot. tznrdritb- Wubaiauu- IbMttr. 7k Uhr: tiannerl. I Das üieimäderihaus ',_ II. Tall._. Kleines Theater. 7 Uhr; Zum I. Male Der Revolutionär. Komische Oper. nuhr:Scnwarzwaldn]ädel. ] Sonntag Uhr: 1 ScIiwnrzwnltltiifitleL P Lusuipieihaus. TMitr Dia speniscue Fliege Metropoi-Tbeater. ?> uhr: Die Faschingslea Sonntag 3 Uhr: l tl/lener Blut. tveues(Jperettenhaus, ScblfibauerdaBun 4a Nordends) n uhr: Die keusche Susanne i'alast- 1 neater. Heute geschlossen. Sonntag 5 Ulir: Christus. •chldar Tbialai Chanuttasbiug 7v uh«. Die groB; Pause. c Kleine Anzeigen ) Fr'BL'erispianj IM—, hochelegantes schwarzes NuB- baumplano 1950.—, schwer eichenes(Prach'stück) 3500.—, eleganter Konzenriüircl 2800.—. SchwarterStMiz0iiKell8OO.-ver- kauftürnst. Oranlenslr. 166.111. landoline, Laote, Gitarre, WandermandoMne 45.—, ersi kl. 85.-. Konzertiaate 125.-. MS.-, (Unterricht 8.—. Monatshonorar. evtl. 10 stfindige Schnell» kurse). Künstlervlollne mit Zubehör 125.--. Konzertaeise CrosCOranienstr. 156111. Siemenssiodl «Die Fretbeit' wird den Lesern vom l.Marz ab durch Botenfrau zugestellt. Die Spedition befindet sich Waitstr. 13 bei Nowottny. Piano thet tfinpcl,«umtuen Harmonium, lauu« w» N,«, I rti n r 1 b c r.t'udoiuetti j.U.iii tzitlsanathoi etbtien. Piatina 9 ramm 10 Mk. Zahngebisse, Gold kault Frau Linke, BIQchertlraBc 40. Landrichter.«uCerdienst- llch, Rechtsbeistand in n len erdenklichen RechlaHllen. Oerlchlsverrretung. Elngshm HSV. Beratung kostenlos. Lothringer Str. 47, MDller- «tr. I7S. ORäSeltrfblt an(ehern ena. Sl Irinitc Sincohluns, hrq'emiieab-oKimg, grStztr Niick- !>>' 1. äin-rlne SKäbn'tHile nöe he- teihsil Inftah Äriedsanlnh.Becnc in Zahlunq Sri u>>q be- teutenhe Sireiscmtltlounn. Canh- « Hr. AiMleiit aij«7. eineTirpp«. lkelzende Schlafzlmnter, Speiserlmmer mii Rindlede so'a. Kilch«. An- kleidt schränk. Versch. eini.. Umbausofa. Chaise'ongue. Bettsielle. eichene« Büiett. Schreibtisch. Waschloilette. Trumen u. Teppiche, keder. bellen verkauft Teltr, Köpe- nfekerSlr. Ud. d. Etg. Verkaal an Privalleot». Händler verh. tHcifoufc fiukerft fctala mirr. henh Gardinen. 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März, nachmittags 2 Uhr von der Leichenhalle auf dem Zentialfriedhof in Frie- drichsfe'de aus, s'att Um rege Beteiligung ersucht Der Voralazsd. öessenlliche Volksversammlung Xm Sennlog, dm 2. Mörz. obruM 6 Uhr Im Rrftimil d«i S.ninn Ciabtpaufes. Uieilniftokf lUnictiituiilbolmhof K oitei(ttaj:e). Vortrag von Herrn«rast TSnmlgi Reuoiution gegen kirchliche Reaktion �ntibolstheWjstische Liga Tonntag. de» 2. März 1919, vormittags 11 Uhr im Sportpalast, Potedaraer Str. 72-720 Vortrag von Dr. Staöler ..MedensverhaMuugen und voischewismus" Isreie Aussprache! Eintritt frei! SliZiASliijlliöjt Psrlti ZtiissihllüiSs(Sjwtiilista!))). «cjltt(Srnfe'Berllo. «chtnngl«chtmtg! M(inner nnd arnnc« von«enkSllnl eon tag. een 2 Shirt 1910,«ormittogs S'/s Uhr Hlrru» ii> o.©rnnouititrck« 19. «dtaudurg. Dctgftrab« 152! Passage). efib-Ztmi�tirtKo, Änclrtirdlltoke US. 3 BffenUiche versemmlungea TageSardnnnz: 1. DI« Arbrlterrat-waZIe» w Ncllllgnl 3. gicu Auiiprachi. __»!e Leitung de» 0. vezlrtt. 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