Einzekprels 10 pfg- Jahrgang 2 Donnerstag, öen 12. März 1010 M> JMMf• •MatttM) Vcrfta»tt-» KchisN>a»er»a»>» IS Lila 8OTi»m»m tun Koatm XtiM uu BtiSS. Nummer 120* Nlorgen-Nusgabi >»l«ll Mm Mi«»irtt»S.ampm»M»�«r«Mi M«m 8m*»PI, �OW" W»*i m P», m** m««. tt>*»» Pt»•/, 8M �nnilim» m» Onl«milaM>mstifOT M>(«t(*t i» f�rntm f"t Mflnt �Itrftnu W»» llh»»achixM»«« M»« mf«««»»«« I«** •sMSHtmis Berit««W.«.«chtsfdauerdamm IS, gern>ptcch»ei ttmt W.t#r* S7ttS> Berliner-Organ ber Vnabdänßigen ScjMbmmnvtfe£>eutJWiant>3 ■•«., c%'*.• Mf** v--"Ä■ VWomsllmnmng in Verlin. das MkSrreglmeul. Die Dollversammlungder und S.- R ä t e, die gestem in Berlin getagt hat. hat einen recht bemerkens- werten Verlauf genommen. Der Bericht, den Gen. Mal- zahn über die Verhandlungen mit der Regierung er- stattete, zeigte mit erschreckender Deutlichkeit, in welch hohem Grade diese Regierung bereits in Abhängigkeit von dsn militärrsckien Machthabern geraten ist. Es ist deutlich er- kennbar. daß alles darauf angelegt wvrden ist, diesmal einen möglichst ergiebigen Aderlaß an der revolutionären Arbeit�rsckiaft vorzunehmen. Daber die Ablehnung aller Verhandlungen, die schroffe Abweisung aller Vermittlung� versuche. Mit allen Mitteln einer skrupellosen Pressemache . wird eine Pogrom st immung erzeugt, in der auch daZ erbarmungsloseste Vorgehen gerechtfertigt erscheint. Wir haben bereits festgestellt, daß die Verhäng ung des Standrechts absolut ungesetzlich ist, und die Meldung der„Deutschen Ztg." wiedergegeben, daß diese Verhä'ngung durch ein Ultimatum der Offiziere erzwungen worden ist. Es ist bezeichnend, daß weder Zer„Vorwärts" noch ein anderes Blatt bisher darauf eingegangen ist. Die Volloersammlung hat energisch ge�en all di« Un> gesetzlichkeiten protestiert und Richard Müller hat mit Recht die Regierung gewarnt, auf diesem Wege fortzu- schreiten, der immer weiter ins Verderben führt. Aber es scheint, daß die Regierung nicht mehr Herr �er Lage ist. Denn anders sind Vorfälle, wie sie sich in der Vollversammlung selbst abgespielt haben, nicht zu erklären. Denn was soll der U e b e r f a l l, der da verübt worden st. für einen Sinn haben? Mitten in den Verhandlungen erscheinen plötzlich Noskegarden, besetzen alle Aus- .zänge und internieren die ganze Versammlung! Es be- durfte erst längerer Verhandlungen, um$tzen Befehl zum Abzug zu erwirken. Wer waren die Veraniralter des Ueber- falls und welche Zwecke haben sie verfolgt? Glaubt man denn wirklich, daß die Arbeiterschaft und ihre Vertretung schon vogelsrei ist? Und ist die Regierung nicht ivillens oder nicht imstande, solche Willkur zu verhüten? Aber es gibt noch Schlimmeres und Entsetzlichere� Das Standrecht wütet. Und wir, die wir nicht einen Moment lang zögern, Grausamkeiten und Beftiali- täten, die an Regierungstruppen begangen worden sind, aus das schärffte zu verurteilen, hoben das Recht, dagegen zu protestieren, daß unter einer sozialistischen Regierung diesem Wüten nicht sofort Einhalt getan wird. Begreift denn diese Regierung nicht, daß das entsetzliche Ueberinoß eine Erbitterung schafft, die mit furchtbarer Schnelligkeit anwächst, und eine Saat gesäet wird, die fürchterlich au�- gehen muß? Weiß denn die Negierung nicht, däß sie mit dieser Ausnützung des Sieges sich eine Niederlage bereitet hat, die sie noch eine kurze Zeit lang verbergen, der sie aber auf die Dauer nicht mehr entgehen kanrt? Aber nicht nur das Standrecht wütet. Von absolut zu- verlässiger Seite wird uns mitgeteilt, daß die zahlreichen Gefangenen, die im Gefängnis Lehrter Straße 3 eingeliefert werden, von den ausgehetzten Truppen mißhandelt und be- schimpft werden. Mehr noch, die Gefangenen sind� ihres Lebens nicht mehr sicher. Selbst der Gesängnisdirektor fürchtet für ihr Leben und hat z. B. Karl R a d e k«mp- sohlen, auf seine Spaziergänge im Hos zu verzichten. Im Kriminalgericht hat sich auch bereits eine Tragödie abgespielt. Dort ist ein Redakteur der„Roten Fahne", Leo Jogisches, von einem Soldaten erschossen worden, und nach der„Vossischen Ztg." hat noch ein zweiter Verkrafteter dieses Schicksal geteilt. Diese Zustände dürfen doch nicht einen Tag länger fortdauern! Die Regierung muß zur Gesetzlich- tM zurückkehren und ihre Garde zur Gesetzlichkeit zurück- fuhren. Das Standrecht muß sofort au ige- hoben, das Leben der Gefangenen gesichert werden! So kann es unmöglich fortgehen! Der Versuch, die Vollversammlung durch Militär- macht zu sprengen, zeigt auch, wie recht wir hatten, als wir gestern uns gegen die vom„Vorworts" mitgeteilten An- nrcldtmgen von nichtöffentlichen Vevsammlnngen durch die S. P. D. wandle«. D�a energisch«« Protsit der iltt-llver- scnnmlung gegenüber hat man sich nachher diesmal noch auf einen„Irrtum" berufen. Aber der ganze Vorgang zeigt doch, wessen man sich gegebenenfalls zu gewärtigen hat. Volloersammlung der A.- u. S.-VSle. Die Bollderfammlung der Groß�kevliner A.» und S.-Räte trat gestern vormitlog in den GermaniasSten in der Thaussee« strahe zu einer Sitzung zusammen. Vor Eint ritt in die Tagesordnung stellt die K o m m u- nistifch« Fraktion den Antrag, die lüürgerliche Presse einschließlich de»„Vorwärts" von der Versauwlung auSzu schließen. Her furch wie» begründend auf die durch die derlsgene Schreibweise der Presse geschaffene Pogroms! immruig hin und stellt« die Annahme de» Antrag» crts ein Gebot der Würde der Versammlung hin. Richard Müller sprach geyen den Antrag. Er sagte: Ich verurteile die Schreibweise der bürgerlichen Presse, insbesondere auch de»„Vorwärts" aus da» allerschürfsle. E» gitt lein Wort daß da» schamlose Treiben dieser Zeitungen genügend denn- zeichnet. (Stürmische Zustimmung.) Zerrret er dieser Zeitungen was ihnen hier gesagt wird, und ubjeliive Berichte dringen weroen. Mit etwa Zweidrittelmehrheit Aber gerade deshabb imtssen hier lassen, damit sie hören. wir werden ja sehen, ob sie wird der Antrag abgelehnt. Bei Fosisetzung der Tagesordnung wird beschlossen, die Be- richte der Ronrmijffionen voaoegzunehmeo und— aus Antrag der Kommunisten— anschließend daran je einen Rcdnek der Fraktionen zu den gegenwärtigen Vorgängen sprechen zu lassen Binlzahn berichtete über die Verhandlungen mit den mül tärischen Gewalthabern über die Freilassung der wegen Streilvergehen Inhaftierten und wegem der Ver gewattigung der Preßfreibeit durch Verbot der „Freiheit" usw. Die Herren sagten da» Wiedererscheinen unseres Organs zu, becharrten aber aus Ablehnung bezüglich der anderen Blätter. Die Verhandlung wegen der In- haftierten verlief ergebnislos. Die Militär» ver- schanzten sich hinter Kompetenzbedenkvn. Sie könnten der richterlichen Gewalt nicht rn den Arm jallen. Besonderes Interesse beanspruche die Auseinandersetzung mit Freiherr nvan Hammer st ein. Dieser Herr ist der Ansicht, die Unabhängige Sozialdemokratische Partei und die Kommunisten seien schuld an den Vorgängen. Er äußerte: Diesmal werden wir ganze Arbeit machen! Wir werben alle niederfchll»»enl E» wird uns gleichgültig sein, o» Unschuldige darunter leiden! Mit Reecht beetonte der Referent, t» sei ganz offensichtlich, daß diese reaktionären Herren vollkommen die Macht in der Hand haben. Eine unverkennbare Wut gegen die gesamte rwolutionäre Arbeiterichast spreche au» allen chre» Aeußerungen. Sie würden e« wahrscheinlich am schmerzlichsten bedauern, wenn et etwa zu einer gütlichen Beilegung deS KonflittS kommen sollte. Dat Interesse der Militär» liege an möglichst langairbauernder Be- setzung Berlin» durch die RcgiernugSgarden. Beschämend ist geradezu das Vechalten de» S. P. D.- M an n e» Neue, der sich nickst endblödet«, den Herren ausdrücklich darin beizupflichten, daß U.S. P. D. und K. P. D. schuld an den Vorgä ngen seien. lAllgem. Entrüstung.) Büchel berichtete dann über die Verhandlungen über die Bildung. einer kommunalen Arbeiterwehr. Auch diese mußten ohne Ergebnis bleiben, weil NoSke» Vertreter auf telephonische Ansrage erklärte, die Frage solle nur dilato- r i s ch behandelt werden, also ohne den ernsthasten Willen, sie der Verwirklichung näher zu bringen. Wegmann erstattete Bericht üh« die Verhantstungen mit NoSke über die Zurückziehung der RegierungS- truppen aus Lichtenberg und Berlin.„Aug Berlin auch?" frug NoSke„Dann haben wir nicht» mehr zu ver- handeln", drehte sich um und wollte gehen. Nur mit Mühe konnte die Besprechung fortgesetzt werden, ergab jedoch auch nur eiirige JBenn" und„Aber". Der versuch, eine« Waffenstillstand herbeizuführen» fand bereitwilligst bei den Lichtenbeuger Kämpfern AnKang, die Negieruugvtrnppr» kehrte» sich aber nicht daran» sie feuerten weiter. Es wurde nun»ersucht, die Bedingungen zu formulieren, unter denen e« zur Einstellung der Kämpfe kommen könne. Die revolutionären Kämpfer sind zum weitesten Entgegen- kommen bereit gewesen. Auch der Oberbürgermeister Ziethen- Lichieiiderg hat sich an N o« t« gewendet mit der dringenden Bitte, die Kämpfe einzustellen und die Truppen zurückzuziehen, da nur Nnschnldiv- die Opfer seien. NaSk« erLänte>edoch kategor.lch: CS gibt nur bedingungslose Uebergob«. Und Major Gilsa tat den Ausspruch: Es gibt keinen Pardon wehr, jetzt wird durchgegriffen. W e g m a n n knüpft« an seine Ausführungen dl« Mahnung an die MehrheiUer, sich nicht mehr von der Rücksicht auf den Parteigenosse«' Rotke leiten zu lassen, sondern d-» Standpunkt, der M enschlichkekt und der sozk ak i st! sch e n Revs« l u t i o n zu verirrten.■ m' Jsti der Aussprache wies Mllller darauf hin, � daß die S5m wegungen während des Krieges zivar nledergeschlagen wurden» aber Sieger blieb die Arbeiterschaft. So werde e» auch nach dem Zlbbruch de» Generalstreiks sein. Er sei zw« beendet, aber seine U r s ach e n seien nicht � � s e i t i g t. Im Gegenteil, die Dinge seien schlimmer geworden. Verschärft Werden die Gegensätze durch das Verhatten der Presse, einschließ« lich de»„V 0 r w ä r>»". Das muß zum Zusammenbruch de» gesamten wirtschaftlichen und politischen Lebens führen. Die gegen« warligen Kämpfe in Berlin und Lichtenberg sind nicht Folgest des Generalstreiks, sondern darauf zurückzuführen, daß man Aiw Organisa! ion kann. Gewiß fang Dezember eine m i l i t ä r i s> die man nickt mehr meistern kann. Gewiß wird vielleicht ein« KirchhofSruh« geschaffen. Aber die Saat wird bitterböse Früchte trarjen. AIS der Jonuarstreik tbtS nieder» geschlagen war. hat Scheidemann wn Reichstage ge« sagt:„Soll so vielleicht die Arbeiierschrst zufmeden gemacht werden? Das ist eine böse Saat, die sie da säen. Zeigen Sic den Arbeitern, daß Sie nicht mit der Peitsche regieren wollen." Und ai» Oldenvurg-Januschau den Ausspruich getan hattet Ein Kanzler, der nicht den Willen Hab«, aui da« Volk schießen zu lassen, tauge nchtS, habe sich derselbe Scheidemann da- gegen gewandt m-it den Wovien: Solch Leute mögen sich als«inq Zierde der Menschheit halten, wir betrachten sie als den AtiKwnrf der Menschheit! Heu!« ist dieser Maim Munsterpräsideirt, fuh-p Müller fort, und— er läßt auf da» Volt schieben. Aber e« wird ihm und seinen Leuten gehen, wie allen devartineti Gewald» menschen. Nur die Erfüllung der Forderungest der Ardeiterschaft kann eine Besserung der Lage bringen. sBeifall.) Frank(S. P. D.) wurde, da seine Ausführungen als pro-' vozierend empfunden wurden, häufig durch lebhaste Entrüstung»« ruf« unterbrochen. Er führte etwa auS: Wir alle, ohne AuS- nahm«, bedauern die traurigen Vorgänge. Al>er wir haben ton vornherein darauf hingewiesen, daß bei dem Generalstreik da? Militär werde eingreifen müssen. sZuruif: Schämst du dich nicht?) Ich habe die Ausfassung, daß keine Ursache zu dem Streik, w i« zu dem weiteren überhaupt vorlag.(Stnrmnche Unterbrechung.) Aber«» war ein Ver» brechen, den politisch Ungeschulten die Illusion zu erwecken, der Sozialismus werde ihnen ein Schlaraffenland bringen. Wir sind dabei, wenn es gilt, die Interessen der Arbe.iter'chast zst vertreten.(Lachen.) Wir sind dabei, wenn es gilt, den Kampf gegen den Kapitalismus zu führen.(Erneutes Gelächier.) Wir sind aber nicht dabei, wenn der Kampf von Arbeitern gegen Arbeiter geführt werden soll. sStürmische Unterbrechung.) solange Jför Fanatismus, Ihre Tobsucht und Naserei anhält, wird kein gedeihliches Arbeiten möglich fein.(Erneut ausbrechnde Empörung.) Büchel demerkt beruhigend, daß der Redner niemand habe beleidigen wollen. Herfurth(K P. D.) führte auS: Die standgerichtlichen Er- schießungen stellen sich als Mord dar. Wer nur eine Milgliedskarte karte der Kommunistischen Partei bei sich hat, wird nieder, geschossen. Von der bürgerlichen Presse und vom.Vorwärts' wird systematisch eine Pogromstimmung erzeugt. ES fehlt dieser Presse an dem i ottoendigen PeranstvortlichkeitS» gesühl gegenüber der Masse. Tairsende von Arbestern. Familien» Vätern werden gesangen abgeführt, ohne daß man tveiß wohin sie konimen und cä> sie übeihaupt noch leben Man h a t der „Weißen Garde" die Verpslegungssätze und di« Löhnung bedeutend erhöht, um sie zu neue» Talen anzuspornen. Bei den Kämpfen sind Mitglieder aller Par» teien beteiligt. Die ka last ro.v Halen Ereignisse sind stssteinatisch vom Edenhotel aus herbeigeführt worden. Der Nichterspruck der Geschichte Wird über alle Beteiligten ein VerdamiunngSurter fällen.(Lebhaftes Sehr richligl) In diesem Augenblick werden die Taultiiren aufgerissen und schwerbewaffnete Noekegardislen erscheinen mit schiihbcreitem Gewehr im Saal. Sir besetzten alle Galerie» und Ränge. Nie- mand darf Herrin und heraus. Der Bersammlung bemächiigt sich ungeheure Erregung. Stürmische Protestrufe erheben sich. De» tofendeu Lärm durchdringt endlich die Stimm» Strasser» (S.P.D.), der ruft:„Der Führer der Truppen, die soeben da« Gebäude l-esetzl haben,»rllLrtt mir daß er den Befehl hätte, die Ein- und Ausgänge zu besetzen, daß jedoch alle« andere tele« phonlfch abgewartet werden müsse." Die Bersammlung muß vertagt werden. Das vorstand«» Mitglied Büchel verhandelr unterdessen mit dem Führer der Truppen, der erklärt, nicht« gegen die Fortsetzung der Berhand- lung einzuwenden zu haben. Nach etwa halbstündiger Pause et« öftnet R. Müller wieder die Bersammlung. Er verliest folgende von allen Fraktionen eingebrachte und durch einen Zusatz Strasser« ergänz.e Entschließung: Die Bersammlung der A.- u. S.-Räte protestiert auf da« Entschiedenste gegen die unerhörte Provokation der»Weißest (Sorte*, M( es wagt, das Partament efner revakuttonSren KSeperfchaf» durch Eindringen in das Bersa nmiunzSgebäiide zu stSre« uad unmöglich zu machen. Tie fartcrt Gr- n u g t u n n g siir dieses unerhörte B-rzehen vnd ruft die Arbeiterichast aller Betriebe zum einmütigen Vroteft gegen da? WillktirregimeutN»ste. Reinhard auf. Die A. v. F.-Rate erheben schärf st en Einspruch gegen das Eirldringen van bewaffneten Soldaten in die heutige Sitzung Er wird von der Negierung Rechenschaft für diese? Verhalten der Truppen verlangen und nichts»nterlafien, um einer Wiederholung derartiger Vorgänge vorzubengeu. Die üfeialutiau wird c i n it i m m i g angenammen Dann erhielt Dr. Michaelis da» Wort. Er wies die Bor- tufirf« gegen die Presse al? zum arößten Teil unbeariindet zurück. Wegmcmn müsse er den Vorwurf machen, d e Presse nicht in- formiert zu haben, es würde dann ein sbfekrwer Bericht gegeben Vörden'"ein. Die Vueiehreirnngen seien eine no wendig« Kon» sequenq de? Genexüftre.ts«Großer Wider'pruch.i Jetzt komme es darauf an. die E>.>miV«r-u beruhigen. Tie Entente sei drauf »nd dran, neben orderen schweren Bed nguugcn uns eine jähr- zehnlelan-ae Tchuidk,iech''chrst aufzuerlegen. sZuruf! Durch eure Schuld.! Ec sei der Meinung, wir müßten unter allen Um- ständen iolch, schmachvolle Nedingnngeu ablehnen lWiderspruch.l Bim seinem Siairdvunkte an? halte er die Weltrevolution für möglich,«fr wün'che eine ftarle BolkSregierung Wenn Dec weiße Schr Vie SlZWslage\n Lichtenberg Am Lichtenberg ist ein eiserner Ring gezoge». Die Regie- pungStruppen drängen von allen Seiten dem Jnueru der Stadt zu. Die Ausständigen sollen bereits volsständi« umzingelt fein. Gestern vormittag wurden die zur Warschauer Etrahr führende,, Nebenstraßen gesäubert. Min»«»« u d Schrapnell- fenrr kam wieder zur Anwendung. Gegen Mittag wurde Lichtenberg von Hohenschönhausen auS unter Artillerie» fever genommen. TaS Srtilleriefeuer wurde von Fliegern gc. M-t 'Der Bahnhof Frankfurter Allee ist gegen Mittag besetzt »erben. Di« vnterführung soll durch Minenwerfer und Artillerie- fever vollkommen„er stört sein. Auch dir Häuser haben durch dir erneute Beschiehnng schwer gelitten. Eine groß» Aazahl Gefangener wurde wieder abtrnnSportiort. Die WogiernngStruppen habe»!n der Röhr der Irrenanstalt Herz- ßerge eine Funteuftation e,»gerichtet, dir mit den rin- »olaro Truppenverbägde» und dem ReichSmariueamt in Ber» biadung steht. Die Sufftändlgen find in Richtung KorlShorst abgedrängt »ort-n. Ihre Stützpunkt« standen im Verlauf des Nachmittags wieder unter schwerem Feuer. Tie Zahl der Toten bei de» Kämpfen in der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch und st» Mittwoch vormittag, soll sich aus 1&0 b» laufen. Alle Rettungsstelle» find mit Leichen überfüllt. Mehr als 2 00 Verwundete mußte« geborgen werden. Dfc tSgNchev erWeßunFen. von«iMänscher Seite wird gemeldet! Bei Durchsuchungen den besetzten Stadtteilen wurden Dienstag nacht 1 Spartakisten, die bewaffneten Widerstand leisteten, festgenommen und standrechtlich erschossen. Bei Aushebung eines Sparta- ffistrnneste» in der Gegend östlich de««IcranderplatzeS wurden 20 Pole» gefangengenommen. Berlin. 12. März.(«3. T. B.) In drr KSpenicker Pttaße wurde durch die Truppen der Garde-Kapaverie-Tchützen-Divifin» ein Spartatiftennep ausgehoben. Die Leute mußten erst «it der Waffe niedergetämpfi werden. 34 Spartakisten wurden erscholsen, die andere» gefangengenommen. TS wurde owe große Anzahl Waffen dar, gefunden. Vogelfrei. Amtlich wird durch W. T.«. mikgettilt: Die Depots 1 ,. 2», 4, b, 8, 10 und IS der Republikanischen Totdaten- »ehr find ausgelöst. Jeder frühere«ngrhilrige dieser Depot». st»»«it Waffen tu der Hand betroffen wird, wirderschosse». Neue Verlchte über Greuellalen. Di« Aarde-Kavallerie-Division stellt der bürgerlichen Presse ein« Reihe von protokollarischen Aussagen zur Vevfügo»ng, durch die bewiesen werden soll, daß die Aufständischen i» Lichtenberg eine große Anzahl von Gefangenen in dr schwersten Weis« gemih handelt und nachher erschossen haben sollen. Zuuf Teil decken sich die Berichte mit den am Sonn- tag in der bürgerlichen Presse veröffentlichten Breuelzeschichten. Luch diese Aussagen hatten gefangen« Resierungssoldalen gemacht, die den Mißhandlungen und Erschießungen beizewohnt haben wollen. Wie sich später herauSnellte. waren die Gerüchte zum größten Teil erlogen. Selbst der Kommandeur eine» in Lichtenberg einmarschierten Bataillons mußte zugeben, daß nach �inen Keststellunge.i nu- vier Soldaten und zwei Kriminaliste» erschossen worden sind. Man wird also auch die neuesten Zeugen- aulsagen nur mit der allergrößten Borsicht aufnehmen müssen. ©ö will ein zesangen gewesener Gefreiter gesehen haben, baß außer den Kriminalisten 18 Artilleristen erschossen worden seien. Die Erschießung soll am Sonnabend stattgesunden haben. Die Gefangenen, so sogt der Gefreite auS, feien vckrher durch Resser st, che schwer verletzt worden. Anderen habe man Finger abgeschnitten s?) Auch Lb gefangene Maschinen- gewehrschützen sollen erschossen werden sein. Wir müssen an der Aussog! deZ Gefreiten den stärksten Zweifel hezen. Denn eS ist kaum glaubitch, daß Menschen so verroht sein tännen. Gefangenen vor der Erschießung die Finger abgufchneiden. Derartige Nachrichte« erinnern allzusehr a» die Greuclgeschuhten, wie ste in den ersten Monaten de? Krieges verbreitet worden sind'. ES ist unbedingt notwendiz, daß eine Kommission die Vorgänge in Lichtenberg einwandfrei unter- such«. Durch derartige unkontrollierbare» Berichte wird die Stimmung unter den Soldaten noch mehr erregt al» sie es ohnehin schon ist. Sie schaffen den Boden für neu« Greuel. Auch die PevSllerung wird in Angst und Schrecken gejagt. Wir mißbilligen die Greueltaten, von welcher Seite sie auch fcqonge.» werden, auf da« entschiedenste. Aber mit der gleichen Energie wenden wir uns gegen dtt lügenhaften Berichte, die iu der Presse ,etzt täglich veröffentlicht werden. S» man den Krieg im Inner« mit den gletchr-. SSküjbtji, daS ffJ»§e Pol? ssch z» ekner einheitlichen Macht �isammenschsießk, um eine einheitliche Politik zu treiben, werde leicht über alle Schwierigkeiten hinwegzukommen sein.(Zustimmung.) Ein Antrar» der S. P. D. auf sofortige Freigabe der„Re- publik" und der„Noten Fahne" wird einmütig angenommen. Ferner w-ird bcichlofien, jedem Armeekorps sollen zwei Vertreter, den zentralen Militärbehörden gleichialls eine Vertretung auf dem Näielongreß zugebilligt werden. Mit der Einberufung des R äj e i o n g r e s s r K durch den Zentralrat zum 20. März er'lär« ssch die Persammlung einverstanden. An Stelle der aus dem Bgllzur>Srat freiwillig arisge'chiedenen Vertreter der Komma, niste u sollen Zwei Unabhängige eintreten. Da-Z wird debattelos von allen Frakt onen zugestanden. Dam>it war di« Tagesordnung erschöpft. Die Versamm- l u n g mußte jedoch notgedrungen weitertagen, da die zu Rvske abgesandte Kommission, die wer>en der ausrecht- erhaltenen misüäri'chen Besetzung des VersammlungSIolaks ver- handelte, noch nicht zurückgekehrt war. Es wurden kleinere An- gelegenbeiien besprochen. Sch! estlich berichte e Nene: Die Besetzung ist von der Garde- Kavallerie-Schützeudivisso', angeordnet, weil dort ein Befehl por- liertt, daß sämtliche, off» auch pichfössentllch: Versammlungen überwachst und eventuell aufgelöst werde» sollen. Die K-ommkssion wand e sich en Schieden dagegen. Darauf wurde die Besetzung a!S c n Mißverständnis bezeichnet und die Zurückttebung der Trnvven angeordnet. Nach zirka einstündiger Jnternierunn konnten die Verfammkungske-ilnebmer endlich den Saal verlassen. .M» in Zerliv. mit denen man den Krieg gegen die„äußeren Feinde" geführt hat. Welcher Art diese Methoden waren, da? sitzt der denkenden Bevöiserunz noch so tief im Bewußtsein daß sie dieselben mit aller Entschiedenheit ablehnt. Die Erschistzuny eines Nedakkeurs der Jfiolen Fahne". NeichSwehrminifttr N o S k e hatte bei Beginn des Berliner Generalstreiks der Garde Kavallerie-Tchützeu-Divifion den Befehl gegeben, dir Redakteuee de»„Noten Fahne" zu verhaften, und alle Mitglieder der kommunistischen Partei, die über größeren Einfluß veefügea. Die Garde-Kavalleele-Schutzen-Divifion besorgt dieses Werk gründlich. E« gelang ihr, de» Genossen Leo JogifcheS Hab- Haft zu werden. Die„Soffische Zeitung" vom 11 März meldete, einer der gefährlichsten Aufrühree, Jogi schr, fei während der Straßenkämpfe verhaftet und von einem Soldaten i« Kriminalgericht e r s ch o s j e n worden, weit er sich gewehrt habe. Bon alledem ist nur der Tod JogifcheS glaubhast, da er von seinen Freunden nicht mehr gesehen worden ist. Alle« andere ist ganz unglaubwürdig. JogischeS war an den Straßen- kämpfen absolut unbeteiligt Er war auch viel«» klug, sich gegen einen Haufen bewaffneter Soldaten zu wehren. Sein„Verbrechen" bestand nur darin, den Mord an Lieb- knecht und Lurcmburg aufzuklären, und dab hatte ihm tödliche» Haß zugezogen. Die„Bossische Zeitung" meldet, e« habe sich im Kriminal. geeicht noch ein„ähnlicher Fall" abgespielt. Wer ist da n o ch rrschassea worden? Die mküchen Schlachkberlchle. W. T. B. meldet: Bevor am lg. vormittags die dereinigten Truppen der Deutschen Schutzdivision und des Freikorps Hülsen zum Angriff gczen die Barrikaden der Frankfurter Allee über- gingen, bahnte sich ein mit Offiziere» de« DiviflonSstabeS der Deutschen Schutzdivision besetztes, ungepanzertes Per- sonenauto unter Führung de« Rittmeisters von Arnim, kämpsend den Weg bis zur ersten Barrikade, dir sofort von den Offizieren und zwei Begleitleuten gestürmt wurde, wobei fünf schwere Maschmengetvehre in di« Hände der Anzreifer fielen. Die Spartakisten flohen unter Hinterlassung eines Tote». Die- selb« kraftfahrende Besatzung fuhr dann als. erst e� Spitze der Regierungstruppen, umjubelt von der befreiten Lichtenberger Bevölkerung, noch von allen Seiten beschossen, die Frankfurter Allce weiter, teils auf dem Bürger- steig, teils auf den Anlagen sich vorarbeitend und stellte die Ver- bindunz mit den an der Warschauer Straße vorrückenden Teilen der Garde-Kavallerie-Tchützen-Divlsion her, die zunächst daS geglückte Wagestück nicht für möglich halten wollte. Weiler wird durch W.T.B, gemeldet: Di« Besetzung de» Osten« von Berlin einschließlich Lichtenbergs durch die Schutz. division, da« Freikorps Hülsen und die Garde-Kavallerie- Schützen-Dioision ist planmäßig durchg«f>%t Di« Kämpf« waren sin allgemeinen nicht allzu schwer. An verschiedenen Stellen kam e« jedoch zu lebhaften Tinzelkämpfen, so wurde besonders am Dahnhof Lichtenberg ein« große Anzahl Ae- f a n g e« e r gemacht; die mit der Waffe in der Hand im Kampfe gegen die Regizrungstruppe» Betroffenen find er- schössen worden. Viel« Fäll« bestialischer Grausamkeiten der Spartakisten sind einwandfrei(?) festgestellt. Die Beute an Waffen ist beträchtlich. Auch größere Bestände an Lebensmitteln fielen in vi« Hände der Regicrungstruppen. Bei den Kämpfen haben sich di« Kampfwagen besonders bewährt. Die Verluste der Regierungstruppen sind nicht erheblich. Seschktterle Vermittelungsyersuche. Schon am 0. März begonnen Mitglieder der Unaöhängfgen Sozialdemotrats« den Streik der Wal- und Wasser» arbeiter zu verhüten und dem in den Straßen Berlin« be- gonnenen Blutvergießen ein Ende zu bereiten. Zluf Veranlassung de» Oberbürgermeu'terS Wermnth bat der Volk«beauftragte für die Stadt Berlin. Genosse Dr. Rosen- f«ld, den Genossen Richard Müller, mit Rücksicht auf die mit einer Gas- und Wassersperre für die Berliner Bevölle- rung verbundenen Gefahren beim Groß-BerlinerkAobeiterrat durchzusetzen, daß der Streik nicht auf t-i« Gas- und Wasser- werke ausgedehnt würde. Genosse Müller hat dann anch er- reicht, dach die Durchführung de» Streikbeschlüsse» unterblieb. Ferner bat Genosse Dr. Ro s« n fe l d gegenüber den Reinhardt» Truppe» ebenfalls schon am 2. März seine Ver- mittlung zur Verhütung weiteren Blutvergießkn« an. Ober- bürgermeister Mermuth untersifttzte die» Anerbieten und empfahl den RegierungStrutweu. davon Gebranch zu machen. Dies ist aber nicht geschehen. Am 7. Marz verhandelte cber�ürgermeffrer Wermnth rrtt NoSleS Adjutanten über di« tunlichst fc-ttige Einstellung der Der Ajqntmck«wliarti. dach die««st da«, mägkich fein würde, wenn von be? anderen Seite bestimmte VorfchkZgk hierfür gemacht würden. Dies teilte Herr Mermuth dem Genossen Rosenfeld mit, der sich darauf sofort mit dem VollzugSraf in Verbindung setzte und mtt einer von diesem eingesetzten Kommiffion, die auS je einem Demokraten, einem Rechissozialisten und einem Unabhängigen bestand, einen Plan für eine neu zu schaffende Valksivehr entwarf, deren Aufgabe eS sein würde, Räuber und Plünderer in Schach zu halten. Dieter Plan wurde auch Herrn Mermuth mitgeteilt. Am 10. März machte Genosse R o s e n s e l d dem Adjutanten NoSke? Mitteilung. Dieser aber erklärte nunmehr, JlkoSke habe befahlen, die Sache dilatorisch ld h. in verzögernder Weise) zu behandeln, man habe mit den Bolkswehren tchlechte Erkahrungen gemacht sie müßten abgebaut, ein« neu« Voikswehr solle nicht gegründet werden. Nach dieser Erklärung hatte eS keinen Zweck mehr, mit Noske zu verhandeln. ES ist somit NoSke. der durch sein und'eine» Adjutanten Verhalten eine Verständigung unmöglich machte. Ueberlrieh-ne AhspenmqsmafywWen. Infolge der Ttraßenkämpfe in Lichtenberg ist der annze Berliner Osten hermetisch abgesperrt. Die Sperre erstreckt sich vom Bubnbof frankfurter Asse über den Ttrausberacr Platz zum Köniastor nach dem Friedrichs- hgin bis Weißensee. Es ist den Bewohnern des abaeipcrrten Stadtteils unmöglich, in das Innere der Stadt zu aelanaen. und wer sich in der Stadt befindet und nach Ganse aeben will, stebt ebenfalls vor einer undurchdrinalichen Mauer. Tic Zugangsstrasien sind durch eine doppelte Posten- kette abgesperrt. Die Posten sind schwer bewaffnet, außer» dem sind Hunderte von Maschinengewehren und eine große Anzabl von Geschützen aufaestcllt. Tie Besten geden ganz rücksichtslos nor. Sic lasten stch auf Unterhandlungen nicht ein und erkennen keinerlei Ausweise als maß- gebend für den Durchlaß an. Selbst Ausweise, vom Nei Iis- wehrminister Noske ausgestellt, werden nickst cheochtet. Die Basten drohen bei der kleinsten Gelegenheit, oor� der Waffe Gebrauch zu machen und schneiden dabei Gs- sichter. daß es den Passanten, die notwendiae Geschäfte zn erledigen haben und die Sperre passieren möchten. Angst »nd Bange wird. Die Folge dieser Absperrung ist. daß nach dem Ber- lim Osten Lebensmittel nickst mebr transportiert werden können. Viele Leute sind deshalb schon seit einigen Tagen ohne Lebensmittel. Mutter und Säualina? sind ohne Milch. Wenn die ickertriebene Absperrung noch längere sseif anhält, steht der Osten Berlins vor einer Hu n g e rS- n o t. Aber anch die Arbeiter werden durch die Äbsperruna schwer gcsckwdigt. Es ist den meisten nicht möglich die Ar- beitsstätfe zu erreichen. Andere irren von einer Straße zur anderen, um nach.Hause zu gelangen, aber auch das wirst ihnen verwehrt. Den Anwohnern wurde von den Posten gestern abend erklärt, daß sie am Donnerstaa morgen über- hauvt nickt mehr herausgelassen würden. Es ist unbedingt notwendig, daß iin Interesse der Be> völkeruna des Ostens die Sperre schnellstens gemildert wird oder möglichst bald gänzlich ausgehoben wird. DachfchiZtzen« Seit sich die RegierungStruppen Berstn» bemächtigt haben. wird wieder in allen StadtleUen geschossen. Wir erleben da» gleiche Spiel wie in den Januarwochen. Auch damals sollten. als die RegierungStruppen die Straßen abpatrouillierte», von allen möglichen Dächern herab Schüsse auf sie abgegeben worden sein. Wir konnten damals festsiellen, daß diese Tachschützen in den aller. meisten Fälsin. gar»scht existierten. Vieljoch haben sich die Re« gierungStruppen in der Ausregung selber beschossen. Da» gleiche Schauspiel wiederholt sich jetzt noch einmal. To wollte man Montag nacht in der H a r d e n b e r g st r a ß e und am Kurfürstendamm, w o nur ganz ferne Leute wohnen, Tsartflkisten festgestellt haben, hie von den Dächer» herabschössen. 4Ss» ist aber vollkommen ausgeschlossen, daß e» einem fremden Menschen geling» in dies« Häuser einzudringen. Ebenso kann er. wenn er mit den Verhältnissen nicht ganz genau vertraut ist, nicht den Weg auf die Dächer finden. Ünfe dort selbst ist e» ihm nicht möglich, sich bei der Dunkelheit länzere Zeit auf- zuhalten. Tai müßte schon ein erstklassiger Kletterkünftlsr sein. Die Tatsache, daß man trotz Ableuchtung der Dächer mtt Schesi». Werfern nie eines.Spartakisten* habhast wird, beweist zur««- nüge, daß die Dachschützen nur Produtte einer erregten Phantasie sind. Wer glaubt zum Betspiel, daß in der Nacht zum Mittwoch von den Dächern au» mit Maschinengewehren und Mine«»- werfern llll) ein Angriff auf die Kaserne des ft. Garde» regimentb in der Wrangelstraße unternommen worden ist? Die Bürzerliche Presse berichtet davon, aber fl« muß selbst»u- geben, daß es picht möglich war, auch nur einen dieser Schützen sestzunehmen, obwohl es ein ganzer Haufen gewesen sei« soll. sind wo mögen erst dw Mtnenwerfer geblieben seinl. Auch die Zigarettenfabrik Manoli fvurde ln einer der letzten Nächte von den RegierungStruppen unter daS Feuer eine« Marinegeschützes und einer R ev olver kan«nt genommen- Nach der Beschießung, dir eine stark« Beschädigunt des Gebäude« verursacht hat. mußten die Regierungssoldaten einsehen, daß sie ein unnützes ZerstörungSwerk angerichtet hatten. Bei»«n blindwütigen Schießereien im Januar wurde un» von Offizieren der RegierungStruppen mitgeteilt, daß die Truppen nicht genügend Feuererfahrunz hätten und sich deshalb durch den Schall der Schüsse, die a»? ganz anderen Stadtteilen herüber- hallen, irreführen ließen und ohne weiteres auf die Häuser, in denn, sie Schützen vermuteten, M Foner eröffneten. So und nicht ander» ist eS auch diese» Mal wieder- Da» Schlimmste an der ganzen Sache ist nur, daß durch dies« blindwüftgeu Schieße- r-ien fast jedesmal unschuldige Menschen um» Leben komme«, Ae Opsn dn veschiehmg. Schrecklich find die Opfer, die das Bombardieren de»«ort -stens gekostet hat. In der H uf e la n d str- ß e wurde. Äie uns berichtet wird, eine Frau beim Bettenmachen.rrissen. Di« Tochttr lief i« den Zimmern umher, um sie»u � den Als lle enÄich di« umwliegcnd-n Teil« bemerkt wurde fie irr.; st NN i tr Am SneditGShain. wc die Bötzowstraße ansängt, hatten sich h«r«l»,e Z,v»i,st«n angesammelt. Beobachtend, Flre�er schicken kurzerhand ihre Bomben hinein. Zeh» Per- Am Sonntag nach-mttag sich �«ugsnzenge. toi« tn b-i Sld-nzzer slxaße ern« Granate einem innae» tHann noj mo fetner Braut h»zieren ytnz. die«eHle ,«rriz. T,oe JJrou und zwei Kinder wurden noch getötet. Die Granate lousre durch Baume des Ariedrichshames und krepierte auf der Stratze. Erstürmung einer massiven Haustur. Nur ein einziges Beispiel Kit die Art der Berichs erstnttiina und für die Art der„Krienkührunz" wie sie heute t« Berlin iieübt wird. Wolsss Bureau meldet: B»>ltn, 12. März. In der letzten Nacht wurde von der flie. Kende» Kraftwagen-Aagdüaffel der Garde-Kavall«tle> Schützen-Division eine Unternehmung gegen die Redaktion der.W e l t re V 0 l u i i 0 n" durchgeführt. Aus mehreren Safttraf.wagen fuhren einige Stotztrupp» zur Reuen Friedrichstrahe. sperrten die Strahenzugäng« und drangen nachdem mittels Handgranaten die massive Haustür ge- wrcngt war, in dl« RetzaktionSräume ein. Hier wurden viele Tremplare der.Weltrevoluiion", schriftstülkc. Setzplatten usw. beschlagnahmt. Auf die absperrenden Mannschaften wurde von den Dächern der umliegenden Häuser heftig geschossen. Da» Feuer wurde von den RegirrungStruppen erwidert. Daraus maäte die Jagdstaffel eine Streife in die Lothringer Strahe und Umgegend, wo ebenfalls von de» Dächern und Fenstern geschossen wurde. In den Fenstern der oberen Stockwerke wurden Sand'äcke beobachtet In der Lothringer Strahe lS. wo sich ein« Ausgabestell« der .Wellrevalution* befindet, wiederholte sich derfclbc Borgang, wie i» der Reuen Friedrichstrahc. . Wir konstatieren, daß nach diesem kiochamtlichon Be ncht die einzigen Heinde, die die tapfere Jagd- staffel von Angesicht zu Angesicht gesehen und siegreich be- kämpft hat. eine„maffioe HauStür" und einige »S a nd fa ck e" waren. ES ist auch von„Tachfchiitzen" die Rede. Aber diese Dachlckiitzen kennt man schon. Sie treten überall auf. wo man gerne schießen will Die gab es auch im Januar. und damals wie heute ist ibre Gaupteigenschaft die. daß sie immer spurlos verschwunden sind, wenn man daS betressende Gaus und Dach absucht. Nm es glatt zu lagen: diese Dochstfiübengeschichten sind in 99 Jallen von 100 ein purer Schwindel. Und sie sind auch in diesem Jalle ein durchaus unzureichender Grund >»n die ganz unrechtmäßige..Erstürmung" einer �.massiven G a u S t ü r" zu rechtfertigen. Ist eS anders, to wird ja gewiß die tapfere Jagdstaffel in der Lage sein nicht nur die erbeuteten Schriftstücke sondern auch die bei dieler.Unternebmuna" gemachten Gcfan» aenen und getöteten siseinde nachzuweisen. Aber die ganze Art des Berichtes kennzeichnet- seine «erfasser so einwandfrei, daß eS unnötig wäre ein Wort darüber zu verlieren, wenn nicht Noskes Standrecht- erlaß ausgerechnet in die Gände dieser Leute das Leben »brer Mitbürger gelegt hätte. Und was von solch einer •ztagdstaffel" zu erwarte« ist. daß zeigt ja der Bericht. Haussuchungen. Im Lauf« de» gestrigen Taze» wurden im Norden und Gsten Berlin» erneut ganze Stadtviertel nach Waffen abgesucht. Die Untersuchung gebt äußerst streng vor sich. Die Straßen werden abgesperrt und mit Maschinengewehren gesichert, ebenlp die einzelnen Häuser, die von der Nnlersuchunz betroffen«er- den. S» ist unmöglich«in Hau» zu verlassen oder zu betreten. bevor e» tue RegierungStruppen bi» in den letzten Winkel durch- stöbert Halen Die Absperrung ruft natürlich große Unannehmlichkeiten hervor Die Bewohner sind nicht in der Lage, ihre Einkäufe »u erledigen und kommen bei der Knappheit an LebenSmitieln dielkach um die ihnen zustehenden Rationen. Anderen ist e» nicht möglich, die Arbeitsstätte zu erreichen. Sie haben«inen Lohnausfall zu erleiden, der. ihnen niemand vergütet. tk voraSnae in lieusölln. OnS»KV geschrieben: Am Donnerstag, den S. März.»ach. «fttag», bekam die in'der Scimle am Hertzbergplatz«in- stnanwrte Republikanische SoldatenwÄlr einen, wi« sich »achträgkich herausstellte, gefälschten Befehl von dem Depotsührer Schulz, sich szünt zum Marstallgebäude in Berlin zu begeben, da diese« angeblich bedroht sei. Di« Truppe rückte daraufhin sofort ab und kieß nur«in« Wacb« von ie 15 Mann IN ihren ftaserw zurück. Kurz nach dem Abrücken erhielten d,e zurückgebliebenen Mannichaiten di« Nachricht, daß Aegierungbtruppen in größerer 3ab! im Anzüge seien, um die Depot» zu besetzen. Die zurückgebliebenen Wachen brachten darauf ihre in den Kasernen befindlichen Kleidung»- und«u». rüstungsstück« sowie ihr« LeibenSmittÄ?u» den Kasernen herau» "«d zogen mit diesen ab. Al» die zum Marstall beorderten Truppen bei ihrer Ankunft »rfuhren. daß es sich hier um ein fingierte» Ranäwr handelte. kchrten sie nach Reukölln zurück und fanden zu ihrem grenzen. tosen Erstaunen ihre bisherigen Quartier« von den Reinhard» truppen besetzt. Diese hatten unterdessen die Hertzbergschule in �in« rickitige Festung umgcwaudrtt, eine Reihe von Beschützen ausfahren la s> eh, und in den Fenstern der Hertzbergschuse. dem Polizeipräsidium, sowie auch in anderen Bcbäuden �»schiuengewchr«»ingebaut. Ten zurückkchrendan Mannschaften Wurde vor den R«,nhardtruppe« gesagt, daß sie hier nicht» mehr hu suchen hätten.- Durch diese Vorgänge hat sich der Einwohnerschaft Neukölln» tin« große Erbitterung und Unruh« bemächtigt. Obwohl di« �vbeiterschaft sehr oppositionell gestimm« ist, ist sie während der Januarwoche vollständig ruhig geblieben und ha»»ch togar nach dem Einzug der Reinhardtruppen trotz aller Provoka tianen zu keinen unbesonnen«! Taten hinreißin lassen. In der Docht vom Freitag zum Sonnabend waren Schrehcreien im Dange. ES läßt sich nicht fe'Vtellen. wodurch diese Kämpfe den Anfang genommen Hadem, und ob ti sich bei diesen Trupp» mn republikanische Soldaten oder um Zivilisten gehandelt hat. E« 'st ganz unerklärlich, daß die Reinhardtruppen dazu über» Ergangen sind, bei diesen Schießereien schwere ZKinen««I Vre Häus« ,« Wersen, we urch die Um»««V furchtbar, DchS»,n erlftten hat. Di� Reinbardtruvpen zogen am Sonntag früh wieder«.»« » charakunjtisch, daß zur Zeit der Adwesenl.«, der Reinhard. trupdep nicht«in Schuß in Reukölln zu höre« war. Am Dennt»g nachmittag gab«s rwe große Völkerwanderung der Deutöllner, die sich die ,» dz: Nähe der Hcrtzbergschuto besim>» t'chen verwüchiingen ansahen- Al» am Montag m'ftazi die Deinhardtruppen wieder«niv'gen, kam e»«"de''»u'Inruhea und Schftßee. leo.«.? bau»». Mittwochs wir» n R-ukä'r s-U- t«ve-wd.».«», ,uch mit Unterbreeftung. anakl«, n-ägtichna �tetk«»»«sch.�»«. MW» spricht w» t'tel-»»tytoc-' deren Zahl natürlich schwer festzustellen ist. Die Bevölkerung befindet sich in fortwährender Aufregung in einer Panik- und BerzweiftungSstimmung. An Einzelheiten sei«och folgende» mitgeteilt: ES wird behauptot. daß die sogenannten Spartakisten von Treptow au» mit Geschützen die Hertzbergschule bombardiert hätten. Tat» sächlich sind von dieser Seit« Beschoßspure» nicht zu bemerken. Einer wettere» Aufklärung bedarf das Verhalten de» Depot- führer» Schulz, von d«m Berückte herumgeben, daß er von der Regierung bestochen sei. Er selbst hat Anschläge plakatieren lassen, worin er sich gegen diese Borwürfe wehrt und behauptet. daß er nur auf Befehl feiner Vorgesetzten gehandelt hat. Er gibt jedoch leider nicht an, wer sein« Borgesetzten gewesen find. die den falschen Alarm verursacht hatten. Nach all dem ist es ein außerordentlich starke» Stück, wenn die gesamte Presse angibt, daß di« Reinhardtruppen nach Reu- kölln geschickt find, um Ruhe und Ordnung herzustellen. In Neukölln herrscht« bi» zum Einzug der Regierungttruppcu allenthalben Ruhe. Erst mit den Regt erungSlr Uppen kehrte di« Unordnung ein. Es ist nach alledem nicht zu verwundern, wenn die Einwohnerschaft nicht» sehnlicher wünscht al» den Abzug der RegierungStruppen, daarft jeder ohne Störung seiner Arbeit nachgehen kann. Das Skan�echt. Ein Mitarbeftcr der»P P. 31." hat den Stellvertreter de» preußischen Juftizminiftert T r. Hugo Heine mann über die .juristisch« Seite' de» Standrechts befragt. Die Antwort lautete: .Standrecht gibt e» jnristisck, überhaupt nicht. Der Begriff de» Starrfc'echt« ist suristisch nick» existent. Rur im VolkSmunde werden die außerordentlichen Kriegs- aerichte auch Standgerichte genannt. Juristisch kann man da» Standrecht unter den Begriff der Rotwehr stellen. soweit e» sich um eine solche handelt. Der Bezr'ft der Notwehr kann iieritzutage ziemlich weit auSgedebnt werden, weil die RegierungStruppen nach den Vorkommnissen der letzten Wochen dort, wo sie bewaffnete Spartakisten antreffen, auch «»nehmen können, daß diese oui sie schießen wollen.' Da» aber ist die»juristische Seite" de» Standrecht». Daran» geht hervor, daß da».Siandrecht' überhaupt kein Recht ist. Und daß die Truppen No»ke» genau so viel und so wenig da» .Recht' haben, entwafsnetk Gefangen« zu erschießen, wie-- irgend«in anderer. Da» ganze Siandrecht läuft auf den Be- fehl hinaus:.Pardon wird nicht gegeben." Der Be- fehl war grausam aber ehrlich Aber er ging nicht von RoSke, londern vqn Wilhelm kl. au». Damals ging ern Schrei der Ern- pörung durch die ganze Welt. Aber da» ist schon lange her. Kampfe La».Lerilner TaaebW im pegsn die.vestie". Der Beschluß unseres Parteitages, der die Auf- lösung der NoSkeschen Söldnerscharen, die Entwaffnung des Bürgertums und die Er- richtnng einer Volkswehr aus den Reihen der klassenbewußten Arbeiterschaft sortiert, scheint dem„Berliner Tageblatt" unruhige Nächte zu bereiten. Zweimal schon nahm es die gegenwärtigen Unruhen in Berlin zum Anlaß, um die Urheber de« Be- schlussrS der Vorliebe für eine Politik der Gewalttätigkeit und aar der Begünstigung der„niedrigsten Scheußlichkeiten des JanhggelS". der„infamsten Gewalttaten des Aommu- niSnuis" anzuklagen. Wer solche Beschlüsse faßt, meint das „Tageblatt", der»will der Bestie, der man den Käsig ge- öffnet hat. auch die Wärter au» dem Wege räumen, damit sie ungehemmt durch die Straßen rasen kann". Und ein anderesmal schreibt es: .Rein, kein ehrlicher und vernünftiger Mensch kann glauben, dK Ruh« und da» Leben de» deutschen Volkes seien gegenwärtig durch andere Mittel zu schützen, als durch biefenigen. mit denen sich die Regierung heute behilft. Und die Aufnahm« jener Forderungen in da» Aktionsprogramm ist eben einer der dunklen Punkt«, die daran zweifeln lassen, daß die Unabhängigen vertrauenswerte Hüter der Ordnung sind." „BertranenSwerte Hüter der Ordnung" sind nach der Meinung des„B. T." einzig und allein jene Garden, deren Angehörige Rosa Luxemburg und Karl Lieb knecht ennordeten, und die aegenwärtig unter der Be- völkerung der Arbeiterviertel Berlin» ein Blutbad au richten, wie eS in der Geschichte der Konterrevolutionen seinesgleichen sucht. Der Parteitag forderte die Auslösung dieser Truppen in der Erkenntnis, daß daS Svldnertum jeder militärischen Moral entbehrt und aus djz Dauer die niedrig st en Elemente des Volkes im Heere vereinigt.. Tie Spießruten der alt preußischen Armee warm kein Privoweignügen der du maligen Ofsiziere. Manneszucht ist im Söldner- Heere nur zu erreichen durch strengsten Zwang. n den Söldnerscharen, die gegenwärtig rm Norden und >sten Berlins eine blindwütende Schreckensherrschaft ans- üben, ist ein solcher Zwang nicht durchführbar. Ihre Ange� hörigen sind nur mit einer gewissen Nachsicht bei oer Truppe zu halten, und di«—„energischsten" Elemente unter den Söldnern dürsten dem Dienst nur darum Reiz abgewinnen, weil er ihnen Gelegenheit zu Beute und Abenteuern bietet. Dazu komnit. daß sich die Truppen meist aus blutjungen. politisch ganz ich unerfahrenen und sittlich wenig ges« st igten Leuten zusammensetzen, die sich völlig in der Hand von Ossizieren befinden, d»« infolge ihrer Klassenzugehörigkeit von einem tiefen Haß gegen die so- zialisitsche Arbeiterschaft beseelt sind. Trotzdem gelten diese Truppen dem„Berliner Tageblatt" als die besten Hüter der Ordnung und di« sicherste Gewähr für«in friodliches Beieinanderlehen der Geselljchaftsklalsen. Die vom Parteitag vorgeschlagen« Volkswehr da- rigen würde sich vorwi�'-.nd aus gereiften Ar- eitern rekrutieren, die durch jahrelange« Wirken in ihren politischen und gewerkschaftlichen Organisationen be- wiesen haben, daß sie Seloslzucht»u üben und Ordnung zu wahrer verstehem DaS„Berliner Tageblatt" weiß genau, daß dies? Kreis« gemeint find, wenn von klassenbewußten Arbeite-n die Rede ist. Und es ist eine Unverschämt- h e i t. di« nicht scharf genug zurückgewiesen werden kann, di, Arbeiterschaft die sich in solcher Truppe zu einer Ord- nungswehr vereinigen würde, in eine Linie zu stellen mit Mordbrennern.. Di« klassenbewußte Arbeiterschaft bringt von vornherein weit höhere moralische Qualitäten für den Ordnungsdienst mit, als das Söldnertum des Noske. das mir geeignet ist, die durch den Krieg begonnen« Demortcks- sation der Jugend fortzusetzen. Allerdings: für Bourgeoisintercssen würde die sozio- listifche Volkswehr nicht ins Feuer gehen. Und das ist der Gr und, weshalb das„B. T." die vom Parteitag geforderte Ordnungswehr so verabscheut. Als Vorwand für seine Entrüstung dient dem Blatte allerdings die Spaltung der Arbeiterschaft in mehrere Po- litische Richtungen. Das.,B. T." meint, daß damit die Ordnung in der"Ordnungstruppe von vornherein unter- graben sei. Die Herren können sich beruhigen. Die Einigung de? Proletariats wird oller Verhetzung zum Trotz erreicht werden und ein fruchtbares Zusammenwirken der Arbeiter auch in einer Volkswehr möglich machen. Im übrigen zeigt das Beispiel der Volkswehr in De u t sch 0 st e r r e i ch, die nach dem gleichen Grundsatz gebildet worden ist, den unser Parteitigbexhluß ausspricht, daß � mit einer solchen Truppe der Ordnung Kestens gedient ist. Die Herschass der Dsnrkesisie. Die..Deutsche Allgemeine Zeitung" brinat einen län» aeren Aufsatz von Paul Lenich unter dem Titel„Die Krisis der Sozialdemokratie". Sein« Darstellungen und Erkenntnisse sind nicht eben tiefgründig, aber er sieht wenigstens klar: Daß dir Sozialdemokratie in steiaendezn Maße den Zusammenhang mit der Arveiter- bewegung zu verlieren drolii. D!« Bewegung hat sich ein andere» Bett gegraben und scheint der alten Führer- schafl vöftifl«>» den Händen zu gleiten. Er sucht die Gründe dafür vor allem in der schwanken- den und unsozialistischen Haltung der Re- gieruna in der Sozialisierimasirage. in ihrer Vex- ständnislosiakcit gegenüber den Arbeiter- röten und in der falschen und heuchlerischen Kriegs- politik der alten Partei. Er fährt dann forH: Dritten» und schließlich kann man die Schwierigkeiten der alten Partei in der widerspruchsvollen Haftung zwi'cben ihrer inneren und äußeren Politik rinden Man kann wicht im Innern revoluiionär ausseien und d e Herrschaft der Bourgeoisie brechen wollen und gleichzeitig im Aeußern s i ch den schamlose st«n Befehlen der Bo urgeoisi« unterwerfen. Sa lang« di« reaktionären Bewalchader in den Cnlente- staaten am Ruder bleiben, bedamtet die dentsebe Rcpaftition « neu S-urm ttn Glas« Wasser, und di« Soziaftsieruin unserer Wirtlchaft wird dort enden, wo die EnteMebourgevisie«3 luill. Lensch redet nur von der Bourgeoisie in den Entente- landein. Geißelte er auch das Paktieren der Mehrheitler mit der Bourgeoisie im eigenen Lande, sähe er ein. daß gerade das Zusammengehen, das dauernde Nach- geben vor d-n Wünsiben der kapitalistischen Bourgeaisie innerhalb und außerhalb der Regierung, die Arheilerschast erbittert— so träfe er den Nagel auf den Kopf. ßetoe Amnestie. Weimar, 12. März. Wolff moldei: In der Presse>si � richtet worden. RzichSwehrministcr Noike habe erklärt, di« ReichSregierung bereit« ein« Amnestie au» Anlaß der letzten Aufstände vor. Ein« solche Aeußerung ist nicht getan worden, und e» besteht auch ein« derartft>>e Absicht nicht. Die Schuldigen soll vielmehr die volle Strenge deS Ge- setze» treffen. D�e Verhafstmg der Mörder. Die Regierung freut sich, mitteilen zu können, daß die Verhaftung der Mörder Rosa Luxembura» und Karl Liebknechts ohne jeden Druck von außen her erfolgt fei. Sie soll vor allem in gar keinem Zusammen- hang mit dem General st reik stehen. Da muß man sich denn doch fragen, warum die Verhaftung so lange auf sich warten ließ und warum sie vor allem nicht gleich naB der Veröffentlichung des einwandfreien Materials der „Noten Fahne" und des Vollzugsrats vorgenommen wurde. Ten Husaren R u n g e bat man bisher inimer noch nickt gefunden. Das Kriegsgericht muß setzt selbst zugeben, daß dieser Mensch sowohl Karl Lkbkiiertit als auch Rosa Luxem- bürg beim Verlassen des Edenhotels mit dem Gewehr» kalben über den Kopf geschlagen bat. Warum findet man diesen Mörder nickt? Die„Rote Fahne" bat in ihrer Nr. 40 vom 38. Februar bekanntgegeben, daß sich Runge im Hiisarenregiment Nr. 8, k. Eskadron, befände. Der Truppenteil lag damals in B a S d 0 r f. Es sind nach dort Geldsendungen an ihn gerichtet worden. Der Aökekongress verschoben. Berlft», 12. März. Der Zentralrat der Deutschen sozialssti« scheu Republik richtet folgende Bekanntmachung an alle Ar- b r i t« r», Bauern- und Soldatenräte Deutsch- land»: Di» schwierigen Wirtschaft», und Verkehrsverhältnisse in der ganzen Republik, di« Streik» der letzten Zeit und die damit verbundenen postalisch?n Schwierigkeiten machen e»«inpm Teil der deutschen Arbeiter», Bauern» und Soldatenräte unmöglich, die für den Kongreß angeordneten Neuwahlen bi» zu dem vorgeschriebenen Zeitpunkt durchzuführen. Der Zentralrat mußte die Berechtigung der au»»en verschiedensten Gegenden der Republik eingegangenen Beschwerden in dieser Sache anerkennen und hat daher beschlossen,«ine verschie- b u n g d<» Termin» de» auf den Lft. URarz einberufenen zweiten Mätekongress«» vorzunehmen. Der Kongreß wird nunmehr auf Dienltag, den S. April, tormiitag» 10 Uhr. in den Sitzungtspak de, «hemaligen preußischen Herrenhauses. Berlin Leidiger Straße, berufen. D!« in den RichMnirn be, Zentrakrai, v«rgesichenen«ahs. termin»«rfahreu demgemäß dv. entsprechende P-rschiebung. VoWsche llzchrlchle«. ,. feztoliftische Studentkupartei ersucht un» m!tzut«slei daß die von ihr gefaßte Resolutio», die eine sozialistisch« B, fttzung de» Kultusministerium, fordert, mit den Pläne»-p Teirnig de» Ministeriums t» tonern Zulämmentzmzg L An unsere Abonnenten! In einer Zeit hochaehender Erreimna die Zeituna der» miflen zu muyen. kommt dem politisch interessierten Leser schwer am Und doch mußten sich in voriper Woche Hundert- tausende m ihr Schicksal fiizen, ohne Zeihinfl zu sein. Die t'Ct»/nrciycit tDcir�n bcibiircf) BcfonbctS öuSöcsctc&nct. weil vom erften Tage des Generalstreiks ab die„Freiheit" ?? 5« dw Beschlüsse der Dersammluna der Arbeiterräte kehrte, wahrend eine Anzahl bürgerlicher Blätter und auch der„Borwarts" noch einige Tage erschienen. Unsere Leser «tot aber, wenn sie etwa annehmen sollten, unser Blatt hatte dlml, das Nichterscheinen einen Vorteil gehabt. Wir müssen deshalb unsere Leser bitten, den Botenfrauen bei Einkassierung des Abonnementsbetrages für den laufenden Monat kerne Schwierigkeiten bereiten und auf die Ereig- msie Riicksicht nehmen zu wollen, die nicht die Zustellung der Zeitung ,o ermöglichte, wie das sonst notwendig ist. So wie uns unsere Leser die Treue bewahren, werden wir uns bemühen, in aleicher Treue die �nteresien der proletarischen Bevölkerung nach wie vor furchtlos und unerschrocken zu vertreten. Verhafttlugsfieber. Ann DienStög vormittag kamen 12 schwer bewaffnete Kegieningksotdaten unter Kührung eine? Leutnants»ach der Siemen estr. 12 in Röntgensal, um da» dort wohnende Mitglied de» NÄeiterrate» von Röntgental. den Genossen R. Uobekvr. z? verhaften. Zn gleicher Zeit ging ein Trupp nach dem Gemeinde« Hureau. um den Genosse» U.. fall» man ghn zu Hause nicht antreffe, dort zu verhasten. Ter Verhaftete isi bereit» im Eden- Hrtet eingeliefert. Ferner wurden Haussuchungen bei de» Mit. gliedern des Arbeite rrats vorgenommen. Zugleich woBte man den vorstand de» Ortwerein» der N.S. P.D. verhaften, wa» aber mißlang, da nmmond angetroffen wurde. Vorübergehende Passanten wunden noch Waffen nnterfucht. Verhaftet wurde gestern von eine» AnfgeKot von vv Bewaff- «rte» der Herausgeber der..Lichtstrahles'. Herr Julian Borcho rdut. Der Grnnb ist �ckannt. Jugendweihe ü: NeaMl«. Vm den Eltern, welche ihre Kinder«cht kiuhlich eftrsegnen lalfen. Gelegenheit zur Jugendweihe zu geben, wird eine der» So? ber Arbeiterschaft Neukölln» am Sonntag, den vormittag« 1» Uhr. in den Stern-Lichtspielen der- anfialtet. SmnelZnmge« werden noch bi»»im Ib. März im .«ureau des Wahlvereiu«, Neckarstroh« 5, entgegengenommen. Kekne Gtadkverordnetenverfammlmtsi. Wegen der für größere Zusammenkünste noch immer be- siebenden Schwierigkeiten fällt die Verpflichtung und Einführung der neu gewählten Bcrkiner Stadtverordneten heute an». Der S-llzugSrat der Groß-Verftner JL» tu e.-RSte hat seine Bureauräume au» dem Abgeordnetenhaus jetzt nach der Straße In den Zelte» 2S verlegen müssen. Achtung! Arbeiter-, Betriebs-. Angestellteurate und BctriebSvertrauenslcute der ll. S. P. D. Groß-BerNnSl Freitags den 14. März, nachmittags S Uhr. in den Kammer» Mon, Teltower Straße(Ecke Belleallianceftraße): Außerordentliche Funktionärkonferenz. Mitgliedsbuch legitimiert.— Der Fraktionsvorstand der U. S. P. D.-Arbeiterräte. Malzabn. Heute, Donnerstag, den 13. März, abends 7 Uhr. findet in den Zelten 33 der Rednerkursus statt.— Der Fraktionsvorstand. Malzahn. Der Straßenbahnverkehr in Groß-verN» ist am Mittwoch«n Westen und teilweise auch im Südwesten in beschränktem Unna irre wieder aufgenommen worden. Der Berkehr ruht noch vollständig insol-w technischer und anderer Schwierigkeiten— Brücken- und Slraßensperrungen, Störungen von Leitungen. Beamtenmangel u. dgl.. im Osten, Nordosten und Süden. Im Norden nnd in Moabit verkehren einig« Linien. Die städtischen Straßenbahnen können noch nicht verkehren, weil die Endstrecken in der Thorne». BeterZburger-, War schauer- und anderer Siraßen noch unter Feuer liegen und die Beamten ohne LebenSzefahr die Depot» nicht erreichen können. Die Teilnahme der Eisenbahner am Generalstreik wird in bürgerlichen Blättern als nur sehr geringfügig be- zeichnet. Bon unterrichteter Seite wird uns dagegen mit- geteilt, daß sich übe? 30 000 Eisenbahner an dem Ausstand beteiligt haben. Dies wäre um so mehr ein Zeichen für das politische Erwachen dieser Arbeiisrschicht, als seitens der EisenbahndireFHon sedem einzelnen, der nicht mitstreikt. eine besondere Belohnimg in Höhe von 20 Mark pro Tag versprochen worden war. AuS Kreisen der Feuerwehr werden wir gsbete«. mitzuteilen. daß die Nachricht. Wagen der Feuerwehr seien zu Munition»- tranSporten verwendet worden, nicht zutrifft. Wir Hatto» ein« schche Nachricht nicht verbreitet. Der Neuköllner A.. und S.-Rat ausgelöst? Wie.die „B. Z. am Mittag" erfahren haben will, ist der A.» und S.-Rat in Neukölln aufgelöst worden. Eine Bestätigung dieser Meldung liegt uns noch nicht vor. Die ErwerüSlofonfÜrsorse deZ Leben dmittelverbande» Groß- Berlin verzichtet mit Stüekficht auf dir BerkehrNrerbältnisse auch für die Wochr vom 10. bi» Ib. März d. I- auf die Abstempelung der Kontrollkarten bei den Arbeitsnachweisen. Städtische Arbeits nachweise in WilmerSders. Die Männer» adteilnng der städtische» Arbeitsnachweise in Berlin-Wilmersdorf D nach her Turnhalle der Gemeindeschule l Giefekerstr. 1—% verlegt worden. Für Borhandlungen mit Arbeitgebern und Kriegsbeschädigten iowi« für EimzÄbesprechungen mit den Arbeit« suchenden stehen besondere Räume zur Verfügung. Der Arbeits- Nachweis iür Männer ist werktäglich von 8—3 Mr geöffnet. (Fernruf Pfalzburg 3320.) Neben der MänncrabteLung bestehen die beiden Fraurnabtevlungen der städtischen Arbeitsnachweise in der Gasteiner Straße 11(Fernsprecher Uhland 3730) rmd in der Trautenaustr. 14(Fernsprecher Uhland 3733). die von 8—12 und' 4—7 Ahr. SemnabendS von 8— 8 Uhr geöffnet sind. tebensmikleikasender. Pankow. JXn den bekannten Geschäften gegen Abtrennung de» Bezugs- und OuittungsadschnitteS 1VZ von der allgemeinen Ledert»« mittelkarte 100(Brnirnn lose Euvven zum Preise von 20 Pf- Äus die Bezugs- und Ouitiungsobschnüte 2S und 30 der Lebensmittelkart» für Junendlrch« je lOO Gramm Haferflochen, also zusammen 200 Gram« zum Preis« van 31 Pf. BeNen. Di« Gemeinde deadsichtigt den Ankauf von Schafen fii« die hiesige Eimvohnerfchaft. DI« Preise werden sich für da» Mutter- schaf auf etwa 1�0— 180 M. und für da» Lamm auf etwa 60�—00 VI bei au fest. Bedingung für die Beschaffung Ist. daß sich der vesieller verpflichtet, die Schafe und Lämmer mindesten» 2 Jahr» long zirl Zucht zu halten. Die Schaf« dürfen also Innerhalb 2 Jahren nicht adpeschigchtet werden. Diejenigen Eiwwohner, die bereit find, unter diesen Bedingungen Schafe anzukaufen, wallen sich im Bureau de» Äemeinde-Elsktrtzitätswerke» bi» zum IS. März d. A. melden. Aus den Organifskouen. Dharlotienburq. Heute DomrirStsg, adend» 7 Uhr, im Volkshan»» Generalversammlung der U. S- P.(Sicht Inserat.) Neukölln. Dtenstag, den 18. März, abend» 0Z4 Uhr, findet in de» Aula, Koifer-striedrtch-Ttuihs 20, anläßlich der M ä r z f« i« r ein Kunstad«nd statt. Mitwirkend«:«in Solistenquartett d»« Blöthner-Orchesters. dl« Neuköllner Liedertafel, Herr Pqmel lNezi« tatlon) und Genosse Bogtherr fFeftredei. Eintrittskarten zum P reiht von 1,25 3JI. find bei den Be.strkskofsierer» und Im Bureau de, Wah» oereln», Neckorftraß« 3, zu haben. Steglitz. Donnerstag, den 13. März, abend« 7 Uhr, Mitglied«» Versammlung im Pauchen Zleolgyinnanum. Arndstraß« 6. Barl rag übe» ,Xi« 50� Berichte. Mligliedaanswzta.vozzetgen. Spiel md Sport. Duriwereln ffichte. D-gen verkehrsschwierigkefien und der Per» hängung des Standrechles über Berlin sind all« getroffenen Be» anstöltungen aufgehoben. Alles welter« erfolgt durch di« Presse. Spandau. Ardeiter-Schachspieler und-Spielerinnen und folchch die es meiden möchten, treffen sich am Sonntag, den 10. Plötz, octwh 10 Uhr. im Lokal Siakeprange, Neuendorfer-. Eck« Triftstrotze. 1. Bo« trag über.Die Entstehung de, Schachspiel» und di» Ardettrrfchacht bewegung, Genosse Oehlschliiger, Dorf, de» Ard»tt»e»Schachbunde»« 2. Gründung eine» ArbeiterfchachlssiibS in Spantxm. Verantwortlich für di« Redaktion Alfred Wtelepp. Newa köikn.,— Verila«subr:Di£iü&IFraiikt&riier. rüner Theater i Uhr: Sterne, die Wieder leuchten. ll. Frletiriciistaiit Tiiilch 7V. Uhr: fDrei tolle Tsge Idenz-Theater TU rl Ich 7 Uhr: Das dotiere Leben. | ypm H»rM»»« SndermaBii. Triancn-Tueater SkU'rladrichatT.ZU. 4927. 2391 st uhr: Der gute Hol Vd» hennan» äidermann. Lessing-Tneater DtrekL: Viciot barnavskp. r Uhr: Heer Oynt. ■j.uti Oer Blaufuchs. ftoaaabcnd lan I. Male: Der rote Hahn. taitschss KMr-Theat V u.: Nachtbcleuchtuntr Veluc HaohthcinehdUig. eeaabead 7 Uhr: Per»chdpfMf. Central. Tbeater. «uhr. Die Rose vonStanibui b.OwCälr&iiLILS rbafiftUf sth uhr Oer elseroe HeM. tt�rtah. W Uhaiaiu- IhMUr. % Uhr: HannerL Das DieimOderlliafii ll. TetL Kleines Theater. naJefRCTolntlonflr Komische Oner. 7\uhr:Sctiwarzwalf!niäi(8L Lustspielbaus. nuhr. Die spanlsriiB Riep Metropol-Theater. 7- uhr-. Dia FasdiinpfeB. gomrtac 3 Uhr; Neues OperettenhasSa bchißbauardaram 4« NordeoiSl Täglich abends 7-ud» 7 Uhr, tm»oltthans Generalversammlung. »aielaihnaa«: i.«ertcht he*«arltuahek 1 BaU de»«uchaad-». v. Sl vettqi ue* hn grnezenerswrpeunKtNHG. 4. Nertcht den tamuaj. S. thMnillen. Du»»rftSrtnra an«: iNttzthh« ist bitatait) gÜUttc&CT tudtn thxtrlW._%tt»o sih>«ckn»» IXL: CaftangcftcIUe, »Freitag. liwa ll.: vterrc haoroartellner, am »e .den 14. März, vormittags 10 Uhr vterrr ftaoraurtrllner. DL-«Snoitche»Htlt»o«rsauai.e«vt»aVIL:w«ld. »che Suneltellr«, a« Areitag» den 14. Wiät», abendS 11\ Uhr •0» Snfauuntupec tapen tm nrrtav. Valaft. Behtraftnte*8. Xaieltchaiag: L wefchäitSdertch:. 2. Velrragd» «rhötjnufl. S. nnttcOangMmrage. Ost Mtaaitai hat fciäxstua»an attuauebn. Dt« CTtthettaaltang. HS»,«cht» Welda«t. 1 V SOS.«Sri»»; T!Ku|«a* Wiche, Dargiwche 37, SrdeMche MgNederoerfammlmg «L�vtenttag. den SN. Mär, Ivl». abend,«>/, Ubr. im«everklchatithan», uwgrinfer 1». Saat L laut*» thnung: ch de» vurKeude», b) hei iltsslan�«tz da Landrichter, auS«rdi«aa»» lieh, iiechlahclotaad im all«» erdenklich ea RacfclaUmm, Oertchtsvertretasg, Unaabea uav. Beratuag kostealo*. Luthrtager Str. V, Hflller. str. 176. ÖNSbrltrebtt na lebenr.enu. stietaftt SnottmL Mumnr SUwitluBt«We SUJ. ILM. tluiehit MSb-diud- nebe 6» itihuUllaJtah. HritaMnlech.Bchmt la Zahlung. Del Bcrnhlan. ln Zahlu heulend« sta »de PreNermäkignng. »?Hr. Müllerstia�e 7. ewsTrepM. PlkHOS Adam, Mflnzstr.16 grot» Aurwahl gebraachtw, hl eigener Repa. ratarwnrkatatt*1« ata hergestellt, searu neuer Plaoo*. Panzerplatte,«elfi« ntac JCaplerbeapanBaog 1800 Harle. Klaviers timiMr Adam. Münzstr. 16. _-------J d« SchtckSz-rlch:*. 3»®tKn(sk».a, 3.»cht chnng hex Eutfchildlguaa de* Heistarhet, fPfa,utn H-rst»ad«g, hc* ächtttSptlcht»* Jj»t «.«Btbl bei CSrawtfhSetg. S. Batzaagßäaderangen. 7.»a den«echten» gtlMjte Äafd�e aah BufchUtmO, ödiw fltljlteMtort« Idn gatrüt. Neu(mfnmonmnie WN» alitda heben Uc Slafnahuumuuua« uiUzndchugeu. Nntreat tm ShdcMURtannataiu mflsien bis 18. S. 19 in HZ»den de* SorUheu. bea lebt, um httitifHchtup«erden in ttimca.«* wir» gepeua. i(JH(ht:(U«erden zn |Br Bnlnmo-.!!!-» in ettenewni. gehctni. aet Bnrtioad. Sellkfcher Metalla�elter-Verbavd Soncern nnfi naaegtanca. fBC»>«n» MtSeh de» hrrtchArttew Weiooenran»i«fl««n«« tUh aafcw Ufern« dnrchWrhenb»na«-* Uhr ardflnet. ,_ 3>te Or»s»rr)vatt»aa. Die SngteoltaatefMU»ertia. d«d«chch. aNcwaicb. r3k HM bchcht«»«. Ißm Wnt�oi«ariüt 3U aantlMUt aaz» (äflne BOuntet mtissen aollammni«U dm StrhanM�fchStua »atMt lata, vnmaiirhung ftir»tt«oaerdung ch eine flinildhr,� gnrgUcdVML Im ha Dewerduag am» AUer. Bach Inam dir d Udert pa DddgtM m ha IrdeUezbSBegnnz berdergaea. Di, Danerdnugea swb h»«wa».«ir, 1919 a« da BN» fchnst �neabaa,' an dm>»119. 0,l»r Nalch. vnlw 9 dt. Staleafnla«tatalabca. CpS««tal«u)»ab» werde, auM toMMttu. Schlafatnll» oder müh! »ach: solider r JaaggMeile lerX«flgliehv Offerten Botenfrauen welch» la der NU« des Hai- .•elemetartraSO 28. SditunsiAMer!] Auf Grund des Abkommens mit der Gewerkschaftskommission für Berlin nnd Umgebung: Arbeiter der Metallindustrie, des Transport- tmd Fuhrwesens, der Chemischen- und Bauindustrie sowie der Industrie für Stein und Erde aus Betrieben, die weniger als 40 Arbeiter beschäftigen, erhalten billige Kleidung gegen Abgabe eines Bezugscheins und eines Ausweises vom Arbeitgeber, in der K. V. Q. Abteilung für Arbeiterversorgung Berlin SW, Komraandantcnstr. 80/J Verkaufszeit 9— 5 Uhr. Deutscher Metallarbeiter-Verband VerWcltanrt stelle B er Mit. s Reizende ScMafilmmor. Speiseztmmer mit Kindlederaofm, KU che. A»- kleldeaehrtak, Verach. elnr, Umbaaaota, Cbtlselcugae, Bettaleüe, alchcne» Büfett Schreibtlach, WaschtolUtte. Tmmeaa. Teppicha, Peder- tettcu Terkaalt Teltz, K4pe- alckerStr, litt Ctg. Yerkaal an PriTatle»t». haadler rerb. «hatsfloam« n. na. «ngh ch,»Jrü>:«Hni,_ gSeteah BUtiatzW, Inpeslew Striche 18. Rnffcoe- SRuhctra, lSada Stmgmher U ardlnec verkauf I KdnÜergardlBea, Zaggar. dioea. Storor. Tiscbdecken, Divaodecfceu, TBIlbeltdecktn, Teppiche. Battvorleg. Llnler- >:oBt Steppdeckea. siede r. bette» asur billigst. Neraig** Oelcgeuheltsklate. Zchdeaickar Straise 15(nah* Roseathdler Plata). Cobnmohta Bettat»!!«. UnterhettTllldecken, Küchen. rahme» mit Geschirr, Zither verkanit KOkaa, 5-b nachm. Tegeler Straa«»AJt« Tr. Eisgang SpreogeUtraO«. Aeitungsfrau�n werden noch in»achstehende» Spedittsae» eingestellt: s%t l 1«t Wentel. Nschomstr.». .«.nabarttz. RicheeiNrchpl«»» . Hennt o,«»l:!!«hr»Ke IL «terlch»«». hwi-usa EttaKe 9g. DdrlNG, Sltlauledhrabe Zs. »«l«rlcn. Stmüburarr Ktruh, M, :«chtttdan»»hnms: 1S�, � vtenkl«.»»»paruße L> Chariottsadarst" »»»»»».«»«»,.«8...« Llchtenberse a»e»i. taimu«.*' ni*dctf�5nt»tidrt • chalteaaitz«che St»slitzt »an«. Rtoauae. C + Special-Behandlung+ vom Geselüoekts-, Haut-«. Haraieldeo («dar Art hei Mänaera nd siiyaot»pex. veraltete(chro- fliscbei nurTilelde« u. Aacflflase.»»cyAm Schviche Eniziebungfl-Kureii. Eigan«tKar-B»d«r»lekwleebe und medulchtsh»«dm. Ohap H«r,t«,5r»,g Oeucnata Ristoe Ihr Dam«»nd Herrea. AerstUeb»«leitete HeUasstalC tfiser, HUptt BSISasaSfil Nachrnfi Do» Knnngea rar Nachricht da» ooaorc Kpflagta. dt» Arhel'erl» Oeruad RSater, Nottixstr. St.rm t d. MI». gestorben ist_____ Des KoOegen aar»sehrtcht da»«saer KoTTeg«, der Klempaerfrlu»olmava, Kettbaser Daaua 23, aa 8, diese* Mount». gestorbca tat__ De* Kollege« aar Nachricht da» unter Kotleg». der Dreher siritx Stegaaaa, Tegalor Sti.JSraai t d-Mu.. go» ( storba tot____ De» Kotlegei rar Nachricht da» amer Kollege, dar Clnrlctrer Cruat Abeadroth, Oranaitc. 22. au /. 4 Mts. geatochen ist Ehr» Ikroa Aad»ak»ei DI» OrtaTerwaftuaa. i. Wahl kr. U. 9. P. a De» Mitglieder* rar Nachricht da» unser Geoot««. da Klavier. arballer Julius Henko Romlnteaer Strebe 52, gestorbca tot Ehre seinem Aadeaksa I DI* Beerdigung Bndet j am sireilag nachm. am | 3 Uhr ia Arasfelde statt AMabn Wrleseaer HkL um 2 Uhr uaehai Um reg» Detelliguns»raucht Dar Verahvid. 4. Wablkr. U. 8. P. a MnehraL Dea Mltgliedcra aar Nachricht da» anaer Genosse. der Gastwirt Herrn. Roller Grüner Weg HL gestorben tot Ehr* seinem Andenken! ( Kleine Anzeigen > flertantt luter» ttgig aln. hu oh VurMnni,€iecrt, Penise a. iznanotb., tOllberihed., titipon- eeden. Ztidjucdtn. audi fall neue imidK, ecisoiUa«. 2äu(«. hofft etepphnfrn, Tau leuhedea, gebertetten, Fried« erlegcadeUs- derteafe, PilapcaittlM U CSKotto- pich). PaJotot, Ulster. Herrn». stlclei(4», Nkbraaschiaa. Meerschweinchen. Heck- and ftngbaoer, Kaaiocheaalllta verknntt Moltt Torhtrafle 18. Whoolor 4 Wiiaoa, and Laug- aad Rnudschlb mrkanlt billig Klelaot. Eraamaastr. 1(MoabJ ToAasio billigst Klebe mit Geschirr. Tisch. Zag. larape, gohtDaneaabtHerrea. unterwasch», Daaza. Mailar. »tr*3e UlalV.�� Aamg.neu), groSa silg* ▼erkastt Karge, Alcxaadri»� slraSa 127. Kupier! el!angidrihf»i, Kadal. Uixei kault nnd sah die bftchston Preise Barl* Prenzlauer Str. 13 an AlexpW Telephon Köntgstadt 20:8 Ulettrifch« StitungsbcU' 81�*. Ärdiri, hmft prttsO« A. 6ch«man.t•rü|jt Ftenssar» iti«tt»:it Piatina � Gramm 10 Mk. ZalmgeW» Gold kaal: sirai L.ak* BlOcberstrafie«V «>t»fch». WlheiRoff«, tu»! ichle ta�r; jtbra Pesten.erldß vrtktuatpcr* Tie» tat, CugO** Ctrate Ii, XaptjUttt Piano cha Williget»ehtarK Hsj monlam. luui: Schach' ' ch» c 1 d« r, PadornetütU� uued«: ertarn. lleilieiiKllilli »Vi« firelbelt" n irck ckel Lesern vom 1. März 4 durch Botenfrau zu stellt. Die Spedition findet sich Wattstr. bei Nowottny. wuz! illmM Dl» Spedition der Prell befindet sich tttat Eahnh straAa 8 bei Kraasas htcressaata Parteilt vorbaadta. + Homöopath. Inst MolBnor Müggelstr.ZSAÄV llr Uaaw llara«. Oeschluchl* ■.siraar-eleldeaaerr.SchvAcM Spes.««raltFilie bei schnall»« sich. a. schment Behaodt obal Bernlsstbrang.- Ausk. koste« Sprechet 10-1. 5�. Sonnt 10-1 Spezial-Arzt i ffflsohTeehtsleidei spe». ▼erattete. hannicklga HarnrShren-AasSflssc.'OeschwarO Ausschlag. Mandansbrlch» Maanatschwichc. Gegen Syphilll «Igaa« neihuntboda Tcrbaader alt Sslvarsan-Kuren. Urin-fc B�iantarapctjungea. Im«ates a. iltestea Kur-Instltul vo* Vir. Loser senk " all. An» lall Mr alektr. d. med.[ikJeh Tkihi«j Uhr. Zur zweiten Beratung steht der Entwurf eines Sozialisierungsgeseßes. | 1 tautet in Seinem 1. Absatz nach den Beschlüssen de? Au». 'chusso»: Jeder Den tfche bat unbeschadet seiner persönlichen Frei- heit die sittliche Pflicht, seine geistigen und körperlichen Kräfte so zu beiätigen, wie eS i»aS Wohl der gtetamlheit erfordert Die Worte.unbeschadet seiner persönlichen Freiheit" sind vom Ausschuß neu eingeiü«! worden, No« z 2, der gemernsam mit Z t beraten wird, itt daS Reich belügt, im Wege der Mcsetzgebung gegen angemessene EnWhädi- giing 1. geeignete wirtschaftliche Unternehmungen, insbesondere 'olche zur Gewinnung von Bodenschätzen in Nemeinw'.rtlchast überzuführen und 2. im Falte dringenden Bedüriyissc» die Her- itellunn und Berteiluixg wirl'choftlicber Güter gemeimvirtschaft- lich zu regeln. Die EntschädigungSpfiicht. die durch beiondere Reichsgesetze geregelt»erden soll, ist von der Kommission neu eingefügt worden, ebenso die Bestimmung, daß die gemeinwirt- 'choftiiche Regelung der Herstellung und Verteilung Wirtschaft- licher G-iter nur»im Fall«»ringenden Bedürfnisse«' durch da« 'Reich erfoigen kann. Abg. A»esler erhebt Bedenken gegen diese Bortag« und gibt namens seine.' Fraktion folgend« Erklärung ab:.Durch die Kom» mistionilreschlüsse zu dem S�ialisierungSgesetz sind Grundsätze anaenomme« word-n, die«S ermöglichen, die frei« Privatwirt- schuft und den freien Handel in Teutschland ie-rch S'.rnt«eingriffe völlig zw lähmen, und zwar aus Grund von Kommissionsverband. iungen. welche jede suchiichc Begründung diese» Schrittes auf Seiten der Rogicru-naSver'reter haben vermissen lassen. sHortl Hörtk) Wir legen gegen diese Beschlüsse, welche nach nnierer Ueberzeugung für d«» gesamte deutsche BolkSwirtschost verderblich sind, und d«n Wiederaufbau unserer Wirtichast hemmen oder gar ausschließen worden, hiermit Berwahrung«it.' Wir wollen eine revolutionäre Entwicklung, wo« aber in den a-i'gcnbvckvchen Bot« lagen rtstrebi wird, ist eine renolutionäve E-ntnnitn«*. für die wir die Berantsartung ablehwen. föeifal recht«.) Dr. Pachnicke«Dem.»: De» vorivgeude Gesetz ist nur ein Schau de»ha?, weiden die verhängnisvollen Fotgen, die der Vorredner'«fürchtet«, üch nicht au« ihm ergeben hon Kl** iwiaiufionäree ehtfme&rnsi fenft iwfa«efo»rochc* werden, vir werden rechtzeitig abzustoppen wissen. Dem Teses al« ganzem stimmen wir zu.(Lebhaster Deisall bsi den Denuj Abg.«eil»(Dnat.): DaS Fehlen erner schriftl chen BegrÄv dring Hot die gesetzgeberische Arbeit scbr� erick/wert. Die Regierung hat unS noch immer keine Aufklärung darüber gegeben, waS sie eigentlich unler Sozial isienung versteht. Die b«» zweckte Beschwichtigung der unruhigen«le- ment« wird nicht erreicht werden. Man konnte aus den Gedanken kommen, daß di« jetzigen Machthaber glauben, chre Herrschaft werde nicht lange dauern und sie müßten deshalb recht v-iet vom Erfurter Programm in die Scheuern bringen.(Unruhe bei den Sozd.) Wir sind nichi grundsätzliche Gegner einer verständig vorbereiteten Kollektivwirtschaft, aber wir lehnen die jetzt von der Nenierung vorgeschlagen« Art der Sozial ifimrag al« ua tiefstem Grunde unwirksam ab.(Lebhafter Beifall rechts.) vizeprSfident Dietrich rügt«inen Zwischen ruf des Ab» Kuhnert. Inzwischen sind einige AbänderungSanträge«ingegange«. Die Abjg. Arnstadt(Dnat.) u. Gen. beantragen für 8 2: »Für eine Bergeselkschastung geeignete wirticlmfttiche Unternehmungen, inSbeiondere solche zur Gewinnung von Bodenschätzen und zur Ausnutzung von Naturkräften angemessene Entschädigung in Gemeinwuvchffft überzu rühren ist Sache der ReichSgesetzgedung." Im Falle der Ablehnung diese? Antrage« wollen 0«««!?'«« Abgeordneten in einem Eventualantrag auch den Betrieb und die Verteilung der in gemeinwirtschaftlichen Unlernohmunge« gewonnenen Erzeugnisse im Interesse der Geiamcheit regeln 'äffen. Die Mgg. Dr. Nicsscr und Boegler(Dnat.) beantrage«, daß 1. geeignete wirtschaftliche Unternehmungen, insbesondere die Gewinnung von Bodenschätzen und die Ausnutzung vag Naturkräften für die Gesamtheit der dcupchen BollKvirtichaft nutzbar gemacht werden können, und daß 2. im Falle dringenden BedürfttisseS die Verteilung geeigneter wirvchaftlicher Güter zugunsten des Reiche«, der Gliedstaaten. Gemerndea oder Gemeindevevbänd« geregelt werden kann. Abg. Burla-e(Z.): Gegen| 1 haben wir keine Bedenken mehr. Zu§ 2 hält meine Partei daran fest, daß eine Enteignung nur gegen angemessene Entschädigung stattfindet. Vom Kom- muniSmu« kann keine Rede sein. Die Anträge für 1«nd 2 stnd unannehmbar.., ,,,_ j ' Abg. Dr. Sohn(kl. Soz.): Vielleicht wrrd ern künftiger Ge- chichtSschreiber dies«? Gesetz«ine Lex Spartaku« nennen, aber dt« ozialistisch« Absicht hat sich, wenn sie bestanden bot. nicht in dt« oziolistische Dat umsetzen können. Die p o l> U s che Koalition hat zu einer Entartung gefuhrt. Man bat un« mit den Lichtenbe ryer Vorgängen in Verbindung gebracht. Wir lehnen die Verantwortung dafür ab. Ader alle dieie N a ch- richten über Masse n er schießungen von Pot,,«»- beamten sind tendenziös übertrieben. Ter Polizeipräsident von Lichtenberg hat sich selbst mU der Bitte«n dl« Negierung gewandt, die Truppen zurückzuziehen, weil sie zur w«. ruhiaung der Bevölkerung nicht beitrügen.(Hort! Ho�I bei oett U. Soz.) In§ I de« Gesetze» möchten wir das Wort„sitiltcfc Pflicht zur Arbeit" ersetzt wissen durch.soziale Pflicht". Da» Recht auf Arbeit, da« in diesem Gesetz aufgestellt wird, ist nur m n der- ichiinmel!«r kapitalistischer Ladenhüter. Etwa« soziaststi'cher Getst steckt ja in dem§ 2. aber wir glauben nicht an die AuSruhrung diese? Gedanken». Alle«, tva« an SozialinerungSmaßregeln vor- geschlagen wird, wirb nicht« nutzen, wenn es nicht auf einer dem o. kratisch«n Grundlage aufgebaut wird. Die Rate-Demo- kratie auf wirtschaftlictem Gebiete wird kommen, dagegen nutg man sich sperren wie man will, sie ist unausrottbar in da» wußtsein der Menschen übergegangen.(Beifall bei den U. ooz.) Von den«hgg. Auer und Genossen gebt der An! rag ein. m � 2 die Worte:.gegen angemessen« Entschäd gunq" zu streichen. Hiertitber wirb von dem Abg. Dr, R i e ß e c(Deut'die VotkS- pantei) und Genossen namentliche Abstimmrinc beantragt. Abg. vrann-Nürnibery(Sog.): Durch den Krieg sind wir an den Rand deZ Abgrunde« gebracht worden, Die Scharf- macher al« politifche Ratgeber de» General« Ludend örkf haben den Krieg verlängert. Der Krieg hat auch den äußersten Pessimismus, der heute die Grund» stimmung de» deutschen Volke« ist, in den Massen erzeu-at, und da kann keine Red« davon sein, die deutsche Volk«- Wirtschaft beim alten zn lassen.� Selbst wenn di« Herren von der Rechten an die Regierung kämen und die< er- antwrtung trügen, müßten ss« von der Privatwir schast ab- Weichen. Die Privatwirtschokt be sieht sa gar nicht mehr, sondern sie ist s h n d t z i e r t, kartelliert und monopolisiert worden. Wir wollen die Ueberfuhrung der Werke in den Besitz der Gesellsthast. nicht m irgend welche orodu'iive genossenschaftlich« Formen, denn dann wurden wir statt eine« Kapitalist-n eine Menge kleiner Kapitalisten schaiien, Ruch der Besitznahme find allerdings vertckiiebene Meinungen über die V«triebSform möglich. Durch den Krieg ist die deutsche Wirl'chaft zusammenzebrachen. Die Zechen wüssen auch die Unternehmer bezahlen. Die Arbeiter haben genug Opfer g«- bracht. Es hat genug Indust-iekapitäne gegeben, die aus dem Arbeiterstand ausgestiegen sind, aber bei d.m beutigen Kapitalismus ist da» nicht mehr möglich. Die Arbeiter müssen Anteil an dem Gedeihen der Unternkbmnngen erhallen, damit sie wieder Freude am Wirken haben Auch wir betrachten diesen Gesetz- entwurf lediglich als ein Rabmengesetz. und wir hätten ihn�gern ander» gehabt, Dcr Ausdruck„sittliche Pflicht" ist nickt glücklich gewählt. Wir stimmen gern für den Antrag,.soziale Pflicht" ,u sagen. Der Staat bekommt hier die Verpflicktung. kür die Erwerbslosen zu sorgen. Aber da» ist keine Armenpflege. Der Antrag Rießel würde un» da» ganz unmöglich machen. Wir bebalien un» unlere endgültige Stellungiiabm« vor, aber den Entschädigungsanspruch lehnen wir ab. Wlr wollen ein neue» Eigcntun»recht schaffen. Wir ieben in dem Gesetz nur den Anfang zu größeren Daten, die unsere Wirtschaft einer besseren Zukunft«ntgegenführen werden.(Beifall b. d. Soz.) «bg Dr. Becker-Hessen fDvp.): Heute haben alle Redner der MehrbeitSpcuteien anerkannt, daß nubt'äebiiche, sondern politische Gründe da» SozialisierungSgesetz veranlaßt haben. AI» wir da-» in der ersten Lesung b«- baupteten, fnrach Ministerpr>üident Scbeidcmcinn von b«r .Stirn", so etwaZ zu behaupten.(Hört! Hör,!) Wir lassen«n» in der Wertung der Persönlichkeit, euch de» Arbeiters, von keiner Partei übertrefien Die Unabhängigen haben zweifcllo» d»e Spartakisten in Schutz genommen. Wir sehen in den Spartakisten schwere Verbrecher, die entsprechend zu behandeln sind.(Bei'cill recht».) Abg. Dr. Trauib(Dnat.): Die Anträge de� Sozioldemo» traten wie der Unahlränglgen lehnen, wir Jb. Der>oznudem>>- k>»tische. Antrag schlägt dem Grundsätze in» Gesicht, daß be» Tigentuen ge'cbützt fein muß. Wir stehen am Endpunkt der deirtschen Vo-kkswirilchaft, wenn das TozialisterungSgesetz on» genommen wird ES würde zu einer Verichärfung dcr Friedensbedingungen führen. Den Sprung pai» Toziatismu« zum Kv«- n»«m«mu» machen wir nicht mit.(Sehr richhgl reckt».) Reicbswirt schaftsminister Wlssell: Di« Anträge de« Herrn Traub und feiner Freunde gehen darauf hinan«: man darf wohl an den Grundlagen de« Staate« rütteln, ober man muß der, davon Betrofsenen eine»ngemessene Entschädigung zahlen. Andererseits wollen die Herren die Land- und Forstwirtschaft von. der Eozialisierung ausnehmen, als» ausgesprochen wisse«, daß di« Uttlich« V t l- ck. t tun ti c leit i« Interesse itf, Me famtiuirTfdfmft für die Landwirtschaft nicht galten solü lWiderspruch u. GeläMer rechts.) In dem Antrag Nießer liegt da? Zugeständnis daß es Unternehmungen gibt, die der gesannen Vollstrirtschaft nicht dienstbar sind. Ein Wirtschaftssystem, daß da" Testehen solcher Unternehmungen er- möglicht, hat keine Erlstenzberechtigung. In unserer Zeit hat kein Privatuntech nehmen noch einen Anspruch, Privatverdlenst" zu machen, sobald das Wohl der Allgemeinheit fordert, datz es in ihren Besitz übergeführt wird. Bezüglich der Ausnutzung von Energiequellen nach gemeinwirt. schaftlicken Gesichtspunkten hat die Kommission das Wort„un- gesäumt" Gestrichen um den Schein zu vermeiden, als ob von beute auf morgen gehandelt werden sollte. Die Negierung fühlt die Verpflichtung, ungesäumt an die Durchführung des ihr mit Annahme des Gesetzes gewordenen Austrages beranüugehen. Auf Vorschlag des Präsidenten ssehrenbach beschließt das Haus, heute nur Die Diskussion über die Vorlage zu beendigen, die Abstimmungen auf morgen zu verschieben. Nach Z 4 wird die Ausnutzung von Steinkohle, Braunkohle, Preßkohle, Koks, Wasserkräften und sonstigen natürlichen Energiequellen nach oemeinwirtichaftlichen Gesichtspunkten ge- regelt. Gin Antrag Dr. R i e ß e r sD. Bp.) will die Energie- quellen ausschließen, die zur Deckung des Eigenbedarfs der Werke erforderlich sind. Dasselbe will ein Antrag Arnstadt lDnat.). Ein Antrag Agnes(U. Soz.) will das Wort»ungesäumt" wieder einfügen. Ein Antrag A �' st a d t sDnat.) will in einem K 4a land- und forstwirtschaftlich benutzten Boden und seine Be- wirtschaftung von der Sozialisierung ausschließen. Abg. Schiele(Dnat.): Soll unter Brennstoffen auch der Torf eingeschlossen sein. lWideripruch b, d. Mehrheit.) Bezichen sich die Bestimmungen über„Wasserkräfte" auch auf kleine Wassermühlen? Sollen auch die im eigenen Betrieb erzeugten Energien wirtschaftlich geregelt werden? Eine riessge Verteuerung der betroffenen Produkte wird entstehen. Die Land- Wirtschaft wird unter den hohen Preisen seufzen. Wir verlangen, daß ausdrücklich Grund und Boden von dem Gesetz auSgenom- men werden. Zu§ 5, der bestimmt, daß das Gesetz mit dem Tage der Berkündung in Kraft tritt, begründet Abg. Kraut sDnat.)«inen Antrag, daS Inkrafttreten für die besetzten Gebiete während Der Dauer der Besetzung auSzufttzcn. Abg..�unenberg sDnat.) begründet einen Antrag, dem Gesetz die lleberschrrst:„GcineinwirtschaftSgcsetz" zu geben. Wir segeln mit diesem Gesetz in das offene Meer des Kommunismus hinein. .Da ist es nur ehrlich, diesen Kurs auch im Namen zum Ausdruck zu bringen. Damit ist die zweite Beratung erledigt. Es folgen per- sönliche Bemerkungen. Schluß 8% Uhr. Nächste Sitzung Donnerstag 40 Uhr. Gesetz über den Per- kehr mit russischen ZahlungSmittÄn. SozialisierungSgesetz in zweiter und dritter Lesung. Die xrovisorWe preMche Verfassung. Der heute zuwnimentretenden preußischen Landcsver- samnilung legt die Regierung folgenden Entwurf einer vor- läufigen preußischen Staatsverfassung vor: Z t. Die verfassunggebende preußische Landesversammlung hat die künftige Verfassung der Repuhlik Preußen als Staat der deutschen Republik festzustellen, sowie Gesetze, die keinen Aufschub dulden, zu erlassen. 8 2. Auf die verfassunggebende Landesversammlnng finden die Artikel 21. 22, Absatz 1, 23 und 2ß bis 32 der bisherigen Verfassung des Deutschen Reiches entsprechende Anwendung. § 3. Der Präsident der verfassunggebenden preußifchen Landesversammlung beruft die Regierung. § 4. Die Regierung ist ein« kollegiale Bebörde und besteht aus sämtlichen StaatSministern. Der M i n> st« r- Präsident führt den Vorsitz und gibt bei Stimmengleichbeit den Ausschlag. Die Regierung regelt die Verteilung der Ge- schäste unter ihre Mitglieder selbständig. 8 b. Jeder StaatSminister bedarf zu seiner Amtsführung des Vertrauens der verfassunggebenden Landcsversammlung und ist ihr für feine Amtsführung verantwortlich. Di« Per- antwortlichkeit des Kriegsministers gegenüber der Volksvertretung im Reiche wird dadurch nicht berührt. 8 S. Di« vollziehende Gewalt steht der Äegierung zu. Ihr sind staatliche Staatsbehörden unterstellt. Die Regierung ist verpflichtet, die von der verfassunggebenden LandeSversamm- lung beschlossen« Verfassung und die gemäß 8 1 zustand« gekom. menen Gesetze in der Gesetzessammlung zu verkünden. 8 7. Die StaatSminister und ihre Beauftragten haben daS Reckt, den Verhandlungen der verfassunggebenden Landesver- fammlung beizuwohnen und jederzeit gehört zu werden. Die Staalsminister sind verpflichtet, auf Verlangen der verfassunggebenden Landesversammlung zu erscheinen und Eikernhnnk»„JleBe Schule-. tlnter diesem Namen ist eine Vereinigung gegründet worden, die ein« vollständig neue Grundlage für die Schulreformatioa kchafscn will. Es soll vor allen Dingen festgestellt werden, welches d'e Grundursachen der bisherigen Mißerfolge deS Schulbetriebe» sind, es sollen dann in alten Kutturtändern der Welt vorhandenen Versuche und Ansätze zu Verbesserungen geprüft, begutachtet und zu den gefundenen Grundursachen des Schulübi'lS in Vergleich gebracht werden, endlich wird geplant, Verfuchsklassen und Ver» suchSschulen zu errichten, in welchen diejenigen Reiormgedonken, welche der theoretischen Prüfung standgehalten haben, praktisch er- probt werden Diese Kurse sollen öffentlich stattfinden, so daß Lehrer, pädagogische Wissenschaftler und Eltern ständig Gelegen- Heft haben, mitzupcüfen. zu raten, neues zu finden. Auf dies« Weise hofft der Elternbund.Neue Schule' in nicht allzu langer Zeit Erziehungsanschauungen und Methoden ausfindig zu machen, welche den bisherigen weit überlegen sind und welche geeignet erscheine», alle vorhandenen Begabungen und Fähigkeften in den Schülern voll zu entwickel.-,. Geh. Rat Prof. Dr. W. Ostwald, Leipzig, hat das Ehrenpräsidium de« Bundes übernoinmcn. Leitsätze und Satzungen des EkternbundeS»Neu« Schul«" sind beim Vorsitzenden, Richard M. Brunwald. Berlin W. 0, Linkstraße 39, erhältlich. Hierzu schreibt un» ein pädagogischer Miiarbeiter: Der Geist, in dem die neu« Schule aufgebaut werden soll, ist in dem Programm vorbestimmt, nicht abe-r chve»form. Die alte Schule war ei» Instrument des Staat?, die starre Autoritätsschute, in der' er Mensch so geformt werder. mußte für den Staat, wie er ihn am besteu vettoenden konnte. Die Per- sonbch'cft»ftt nicht das Bchnminende für Jrchilt umd Richtung der erzieherischen Arbeit. Den kgegen über s- riroi' ieti der Elterr> bund.N:u« Schute' klar atgeursi«? Z.ei d.»» der Schule gegeben«» ErziehiUtg die ch/?r. ro jkje;.«atariiiw.,ie- Jndivid-raU täten". Was afe besonders gesund am Wese« dieser Organ'. satton hervorgehoben werden mich, fft. bah sie Wa vielfältigen Besir«. bunge» über Reform'rnsere« Sch-rlw-sene zusammenfassen w ll, »hne«ine Reformricktu»� ats die alleinseligmachende aufs Pro- gramm zu schreiben. Die bsunts vorh'ndenen Erneu«rungtt>er- suche soilr» zettersucht �eewiikher Aegründungen und Auskunft zu erteilen oder den Grund anznaeben, warum ein« Auskunft nicht erteilt werden kann. 8 8. Dieses Gesetz tritt mit seiner Annahme durch die Landes- Versammlung in Kraft. Es ist vernünftig, daß die Negierung auf die� Kater- idee, auck in Preußen einen Präsidenten zu schaffen, verzichtet bat, und wir hoffen, daß sich dieser Verzicht in allen Bundesstaaten und auch im Reich durchsetzen wird. Im übrigen handelt es stch nur um ein Provisorium. Aber auch da hätte eine Sicherung des Nätesystems bereits erfolgen müssen, die in der definitiven Verfassung unseres Erachtens unausbleiblich ist. Der Zenlralrak und die preußische Laudes- verfMmiung. Der Zentralrat der deutschen sozialistischen Republik richtete folgende Kundgebung an die Preußische Landes- Nationalversammlung: Der erste Rätekongreß hat dem Zentralrat auch die Kontrolle der Preußischen Regierung bis zur anderweitigen Regelung durch die preußische Landesnattonalversammlung übertragen. Die preußische Landesversammlung ist nunmehr zusammengetreten und es liegt ihi ob. die Regierung zu bestellen und Maßnahmen zu ihrer Kontrolle zu treffen Daher legt der Zentralrat die ihm übertragene Gewalt in die Hände der preußischen National- Versammlung und wird die hier in Betracht kommenden Befug- nisse nur noch solange ausüben, bis die Nationalversammlung die anderweitige Regelung getroffen hat. Seine Stellung als oberste Instanz der bestehenden Ar- heiter-, Bauern und Soldatenräte bleibt davon unberührt;«ine Entscheidung hierüber kann nur der bevorstehende zweite Räte- kongreß fällen. Der Nachsatz, der dem Zentralrat eine gewisse Bedeu- tung zu bewahren sucht, fehlte bei der gleichen Kundgebung an die deutsche Nationalversammlung. Die letzten Wochen haben also auch den Zentralrat gelehrt, daß die A.- und S.-Näte weder durch ein Dekret der Regierung, noch durch die Nationalversammlung, noch schließlich durch ihn selber aus der Welt zu sck>affen find. DtNfsch'Oeskerrei�We In der ersten Sitzung der konstftuiererden Nationalversammlung in Wien gab der Staatssekretär für Aeußeres Dr. Bauer eingebende Aufklärungen über seine Besprechungen in Weimar und in Berlin und erklärte: Die Unterredungen, die er mit dem reichsdeutschen Reichspräsidenten, mit den Mitgliedern der deutschen Reichsregierung, sowie mit Parlamentariern aller Parteien hatte, befestigten ihn in der ll Überzeugung, daß da? ganze deutsche Volk obne Unterschied der Partei über den Anschluß mit Oesterreich völlig einig sei.„Wir können und sollen zum Reiche nickt ander» kommen al» durch unseren eigenen freien und vom Reiche unbeeinflußten Entschluß Die von uni der deutschen RcichSregierung gemachten Vorschläge über die Durchführung dea Verhandlungen über den wirffchaitlichen und staatsrechtlichen Zusammenschluß wurden ohne jede Aenderung angenommen." E» ist in Aussicht genommen, daß eine Reihe von paritäiisch zusamengesetzten Kommissionen in der nächsten Zei' zu- famm«ntreten sollen. Eine dieser Kommissionen wird sich zunächst mit den rech'lichen Fragen, mit den Fragen der Recht»- auSgleichung beschäfligen. E»e zweite Kommission wird die Unterricht?frage behandeln. Eine dritte Kommission wird sich mit der Ueb er nahm« der deutsch-ösierreichischen Beamten in den deutschen Reichsdienist zu beschäftigen haben, ein« weitere Kommission mit sozialpolitische» Fragen. Redner besprach dann die Verhandluvgen, die unter dem Vorsitz de? deulschen Staatssekretärs Grasen BrockSdorff- Rantzau stattgefunden lxiben und erklärte; das Ziel war der E! n t r i t t Deuisch-Oesterreich» in daS deulsche Zoll- gebiet. Dieser Eintritt setzt aber voraus, daß die Pro» duktionSbedingungen und die Produktionskosten, soweit eS nur möglich ist. miteinander ausgeglichen werden. Wir brauchen eine gewisse UebergangSperiode, in der die Interessen unserer dentsch-österreichischen Industrie innerhalb de» deulschen Zollgebietes einen besonderen Schutz genießen werden. ZKan hat in diesen Frarien!» Berlin die größte Bereitwilligkeit gezeigt. praktischen Ergebnisse studiert werden. Versuchsschulen und »klassen«inzurichten, gehört mit zu ihren Zielen. Durch d!« fach- liehe, unvoreingenommene Grundanschauung macht sie da? Experiment zur letzten, entscheidenden Instanz. Und dai ist!m Sinne aller großen Erzieher. Versuchsklassen werden alle, denen die TrzfthiingSfrage ein Problem ist, mehr belehren al» Diskussion in der Press« und in Versammlungen. Für die Arbeit am Neu- oufbau der Schule werden nicht nur Fachleute und Beamte auf- geboten, die in noiürlicher, beruflicher Verengung nicht unmittelbar mit all' den Vielfalt gen Lebensäußerungen des jugc'ndlichen Werdens verknüpft fern köimen. Die breitesten Kreis«, d. h. die Eltern sollen m itarbeiten und kontrollieren. Wen» aber die Eltern der K nder aut den höheren Schulen wieder allein am �rziehungSproblem arbeiten und denken würden, dann wäre buch hier viel Energie resultatlo» vertan. Die vielen, bisher ge» bundenen Kräfte, die der arbeitenden Massen, die von unten sieg- reich herausdrängen, müssen m eine jo.che Organisation ymein- geleitet werden. Die Anlag« und d e Pläne sind breit genug, um eine große Aktion zur Umgestaltung der Erziehung durchzusetzen. Dr. M. S. Die Genfer Reise. Genf, die Siadt TalvniS, Rousseau» und de» Roten Kreuzes. ist da» äußere Ziel einer Reife, von der an» Rene Schicket«, einer der besten Europäer, erzählt: sein wahrhaftes Reiseziel ist eine neue Menschheit. Im Juni und Juli 1918, al» noch die Blutozeane die eidgenössischen Kanton« umspülten, hat Renä Schicke!« das Dutzend kleiner Prosakunstwerke geschrieben, die er in seinem Buche.Die Genfer Reise"(Paul Cassirer. Iglg) vereinigt hat. ES ist ein« Bision de» europäüchen Frühling», eine Vorahnung de» Frieden», der un» inzwischen endlich gekommen Ist. Di« Schweiz war während deS Weltirrsinns.Der Freihafen aller Meinungen",»nie Schiller«I dem Amsterdam des XVl. Jahr- hvidert» nachichhmt. Hier, in den Schweizerstädte, trafen sich die Schieber i-nd die Spione, die Händler und die Hyänen de« Krie» ge», die Wortemachcr der bUu'gen Wiflust, die Henker und die Opfer. Pazifisten nnd Sozvrlfften aller Länder ersannen an Ge- stoden blauer See", d'« Gesetze der Zukunft. Angesicht« de» Mont. blanc bildet« sich craa WeiSke it und Traum,