Elnze-xreks 10 pfg ♦ Jahrgang 2 Sonnabend, den 15. tttSrz 1010 tb«M�w mm�rm rrl«i. VntHa« m«wr»»«,» VfHu�fp nr<«wreo» *"• fem ftrtti im V» Ä» Ihot•**rüm tM M. MI MmMm pnlMifef a�w ÄeMnurhfet?! aimudLfelQ. fem AfeBe»»», jntn Mn4lkaM«.fee Ol <*'*•*' t* b fe»«tU» tnitirmt m S«M>Un«*»*>■» Ott ■rMMlga Qrrtt» Rtb% CAimvrnirrknni. Iii UJ, 3(Rtikf(4ni«m K.rfee» 28*3 tat s»0ft. tlummer 125- Menö-Insgabs ytftte* toRmtfeh fe�q«ft>«n. r.ang«t»fB«5e(t»«fern fern, A«»«PI, �OMfeAnzel�«. tat ttttttltmitf W»rt 10 pf. I«d» mcitrn tCort 20 Pf. Tfeu«rung,zuschwz<0%. Sil F-milirn,->1,» rttfmnnilimo.ianjcijen IUI fett Anschlug sott. Znsttatfe sftt t« featonfa Hgcnfe«, Ztg atgu(pltcBtn fei»«Ob»»ochmino», fern fett«tpefe-itfe,«tsgegfefem(tix. tfttwkitint Berlin W®.<1, Tchiffbauerdamm 19. Sernsprech«! Smt 5!«i»e«•799. verltner-Organ ber Vnabdängiffen SwialömwfratSe S>riitfä)fanös Die Verhöhnung des Rechts. Las VSlea des Slaadrechl». UnS ging«m Donnerstag ein Brief gu, dessen Schreiber Äufenjeug« Met, wie in der g« H«n ft e i« ss t«fe e 46 zwei Rennte erschossen worden sind. Wir geben ans dem Haies da» Folgend« wred«? .Ach möchte voonifeSsetzen. daß ich anfangs durchaus ans Seite tut NegterungStn>ppen stand und das straff« Vorgehen der Trup» he««Ntspoechend gutgeheißen habe. Die bisherige» in der Bress« derlantlbaete« Artikel über angebliche Greueltaten der ÄegiemmgStrugp«« habe ich als übertriebene und ketzerische Agi- tation der ShaitakuSanbänger auSg�egt und dieselbe« mit grSsf 4em Metz traue» gelesen. Leiber habe ich bell» Gewißheit darüber hrlange» müssen, daß doch mehr Wahres daran ist. Heute vormittag(«m 18. Märg) gegen 9 Uhr, war der Ueber- tzang wer die Oberdaumbrücke durch RegierungSsoidaten besperrt. Jeder Passant mußte sich ausweisen und wurde auf Waffe« untersucht. Zwei Zivilisten— angeblich Vater und Kahn— wurde»«»jt Waffen augetrosfeu und ohne batz sie Dch— gemäß den Voraussetzungen deS No»ke-«rlessc«„kämv» send' gegen die RegterungStruppen wandten— kur« und Sündig D»f de« H»f de» Hanse» galkeusteinftraß« 4« abgeführt und �tandrechtttch'«schössen IN Da» ist«eine» Grachten» ein ga«»?lar«» Mord, genaa Hd, wie er bei den EpartaNsttn tmnuer wieder gerügt wird." Wir haben«ach Gmpfanq diese» Briese» sofort einen Bericht- «ipatler i« das botreffend« Hau» geschickt und folgendes fest- Wpellti Am Mittwoch, hen 18. Mfrrz dormit'ag» gegen 8 Uhr, Krachten PegierungStrichp«, zwei Männer«ach dem Grundstück Falke«. siein straßc 4», wo sich das Standgericht der Truppen im ersten Stock befand. Di« beiden Häftlinge waren auf die Denunziation von Hausgenosse» au« den Betten geholt worden. Sie waren sehr gut gekleidet und»achten durchaus den Eindruck ruhiger und anständiger Leute. E« war ihnen nachgesagt worden, si« hätten sich an den Kämpfen gegen die Negi«rung?i»»ppcn be- teiiigt. Sonst hatte man kelue Beweise. Da» Standgericht begnügte sich deshalb damit, daß man in Her Wohnung der Verhafteten. Lübbener Straße. Waffen gesunden Hatte, sowie, daß man Postkarten mit Bildnissen Rosa Luxem- bürg» und Karl Liebknechts und einige angeblich spartakistische Flugblätter zwischen ihre« Papieren entdeckte, als ausreichend« Schuldbeweise anzusehen. G» wurde die Erschiesinng der zwei Angkückliche»«ugeortmrt und sofort vollstreckt. Auf dem Müll- Haufen an der Wand stehend,«a die Kugel spuren noch deutlich «rkennbar sind, empfingen sie die tätlichen Geschosse. Daß nicht alle« menschlich« Mitgefühl bei einigen vngohSri- gs« der RegierungSiruppon erstorben ist, geht«uS dem Umstände Hervor, daß zwei gu der Exekution befohlen« junge, fast knabenhaft« Manns chaften nicht»u bewegen waren, auf die beklagenswerten Opfer militärischer Willkür zu feuern. Von Anwohnten jener Häuser wird übrigen» ausgesagt, die Offi- gier« de» Standgericht» feien vorwiogend Studenten gewesen. Eine Stimme d« Vernunft. Watrsnd die bürgerlich« Presse im allgemeinen NeMe Lufriedenbeit mit der Scharfmacherred« A e i n e S äußert, sieht sich di»„Bossische Zeitung" veranlaßt, an dem Be» halte» der Regierung die a l l e r s ch ä r fste Kritik zu üben. Diese Kritik deckt sich mit vielem, waS wir sagen. E» ist aber bemerkenswert, daß ein bürgerliches Blatt den Mut findet, da» auszusprechen. .Die Regierung hat, wie aus der Rede Heines hersorgtht, da» Trewen der Spartakisten seit langer Zeit versokgt. Äbrr »»an hat nicht de» Eindruck gewonnen, daß mit der notwendigen Festigkeit und Schnelligkeit»unädhst alle friedlicheu Mittel»agowaudt worden sind, um die*« Treiben? Herr zu werden. Die traurige Wirklichkeit, vor der wir heut« steh:'', und die die Rede Heine» noch doutklchtr gemacht hat, gist«t:et »icht, die Frage»u unterdrück»«, wie alles hält« werden können, wen» die Regierung rechtzeitig und folgerichtig Politik getno- bou hätte. Daß man im Februar spar�tistisch« Organisation?. gentre» ausft>ür«» konnte, und daß dennoch Ansang Märg Schcidemann den gemäßigten und verstand. gen Forderungen weiter«rbeüerireile ein Rein-ntgegenz.- setze« vermocht«, da» er nach«>n paar Tagen w.derrtes,— da» ist und bleibt zumindest«nverdiindlich. D.e Ankllrgrn der Un» «ohäng gen gegen die Regierung sollen hier keineswegs rnter- stützt werde». Diese Partei ist durch die politisch« Tatenlostgke-i issror ostwn HRfi««ch bar« Ist, in»lg«, Setzkchuwgon chker anderen Hälfte gu den Gpartavsten selbst viel zu tief vorschulvst, um ander« beschuldigen gu können. Wer da« kann nichl hm» dern, der Regierung die»ffeukundigen Versäum» nisse und Fehler be» Vergangenheit bis zum heutigen Tage als«in warnendes Beispiel hür ihre künftigen Taten vorzuhalten. Der preußisch« Justi»«i,tister hat gweifoilvv manche Be- schuldigungen gegen die Regierung entkräftet. Neber andere» ist er h inweggegange». Daö dunkle Kapitel der Lichten- berge» Berichterstattung ist«icht erwähnt werde«, dagegen hat Heine festgestellt, daß die als.Staudvecht" bezeichnete Verfüg mg von Nr sie ül erchaupt kein Standrecht proklaneiert hat. Bei dieser Gelegenheit ist wiederum, ähnlich wie in dar Lichten- berger Angelegenheit, dar Versuch gemacht Word««, die Press« für eine« schwere« Fehler der Rette rnn«»rrtntwortllch zu mache». Es ist richtig, daß die Leitungen die Bezeichnung „Sfcmdoecht" zuerst i» dar veffentkichleit sietvaucht haban. War t» muß festgestellt werden, daß ihnen van amtlicher Seite die erwähnte Äcrfüzun« mit rieser Bezeichnung suzezzwAr« und daß ihr die Berwonbuny d!«f«» Werke» nahegelegt worden ist. Mit diese» System sollte nunmehr rasch und endgültig nabrochen werbt«. Der Minister Haine hat manche rlai über die Freiheit der Press» gesprochen,»llerdm»« in de» vergeblichen Bemühen, die tezen die»»Gerste Link» zerichtewu Zeitung?. Verbote zu rechtfertige». Eine selche Rechtft»tigm>g gibt e» nicht. Wer wirkliche Achtung vor dt, Fooiheit dar Presse erschöpft sich teincSwegS in der Untetlassuug von Barbottn, sie Sesicht vielmehr wesentlich auch dach», daß«an dir Wichtigkeit jedar veoöffent» lichung und damit de» journalistisshen Berufe«ckennt; daß mau sich vor einem Mißbrauck, der Presse zu bedeuAichen DiigertblickS- zwecken in acht nimmt, und daß mau sich mSbesondeee abgewöhnt, durch— gelinde gesagt—»»übechrch« Bchchuldieungen dm Press« da» K«dit zu untergmchen. den fit im allgemeinen Interesse beanspruchen muß." Eine Herausforderung. Da» heomwfordmmdr Areiben xt NaSltgäager da den Ära- ßen Berlins wird jetzt auch schon dmn Bürgertum unsiequei». Di« „VolkSzeiiung" berichtet: „Im Reserveiazamtt Seitzuitzstza—sstum erschien am lv. PS. am Abend eine Aöteikung ResitrwngStruppen, bie der lZtardekovalleriedidision«n.!!,ehört«, unter der Führung des Ritt- meistech v. Oerzen und bsgog in der Tuen hasse und auf dem Hofe Querch«:. Trotz xc streng ablehneude» Haltung de« leitenden ArzteS bestand der Führer darauf, daß feine Leute in dem untor dem Zeichen desRotenKrau»«» stehei�en Tebär-be unkergebaacht werden Müschen- Harr». Oer- zen selbst und sein« Offiziere schlugen r»r SiabSquartier in einem Krankenzim'mer«». Eine Vvschwerdc bei der Kommau- bantur harte den Sosalg, daß am 12. früh die Soldat«,» zu- rückgezogen»urdou, jedoch am Abend desselben TageS«• schitna« die Truppe» vo» neue»� Der Arzt k«h»t« wieder die Verantwortung at und vorweigerte d«e Herausgabe das Schlüffeks. Tweturfhin ließ Rittmeister ». Oerzen da» Tor gewaltso« offne» und wohnt»i- j?tzt tmmer noch unter dem Zeichen da» Roten Kreuzes 1" Me wir belögen wurden. Unfet dieser Ueberschrift veröfstutticht die„Bzrlrner LsskSzeftlmg"' folgende Notiz: Der Polizeipräsident van Lichtenbrtg, v. Sa!« uth, eckklärt, daß nur die Mitteilungen, di« er gegenüber dam Ve�rcter des W. r. B. über di« Borgäng» in Lichtenberg gemacht hat, authsn- tisch sind, und h« st r« i t« t, irgendeiuan anderen Prasset, ertreter gegenüibe» Mitteiluagen übar dies« Vorgänge gm nacht zu haben. Insbesondere Hab« er niemtl» Aussagen semacht, au» denen her. »orginge, daß 1S0 Perfeaeu bei dem Sturm auf da« Peltzet- Präsidium und die Post ermordet worden feie». SS rst erfrsvlich, daß jstzt auch«in ig« bürgzrliche Blätter den a ifbringen. dir Srzewgnisse der amtlichen Liigenfabrik cntsprechsnd»u würdigen. Die Rehrzahl der bürgerlichen Zeitungen aber, voran der„vorwärts", unter- schlagen ihren Lesern den offenkundigen Schwindel der«unt- lichen Stellen nnd speise» hie Oeffentlichkeit weiter mit dem Unrat, dtr aus diesen verseuchten Oueven ftieht. Uhr« Politik kann mir in dem Dunstkreis der absichtlichen Lüge gedeihen, Las bkAssge MverstSndnis., Nach Nosie Hei»«. Nach dem preichischen Ntcksü' offistersgerst der Seift der preußische» Swserveleutnants. Die Rangordnung ist eiugehalttn: Htm« vertritt noch mehr die Eewalttätigkeit und Gesotzlostgkait und die Wirkung ist mn so größer, als«L der preußische Justiz minister, de« »berste Atter dar G«»echngkeit ist, de» spricht. WaS uns bei dieser Rede erregt, ist»icht daS Geschimpss auf die Unabhängigen. Wir verstehen tfa A n g st, die di« rechtssozinlisiisä�» Führer gepackt hat. Ihve Politik stösch auf inuner größer m Widerstand der gtsamten Arbeiter» nasse. Die Reihen ihrer Auhäng« lichte« sich und die Un- abhängige Sozialdemokratie marschiert. Daher die skrupol« lose Lkitsschtachtung der traurigen Vorgänge. Und seines Bellen» lauter Scholl Beweist nur. daß wir reiten.\ Wir verstehen auch den geifernden Haft, der m« W Rede Heines spricht. Es iss der Haß jener revlfwmitii'che» Jntellektuellon, die bei der Partei gsUiebe« find, nachdem ihnen innerlich die großen Ideal« der Partei längst un- erfüllbar erschienen oist gleichgültig geworden waren. Sie blieben bei der Partei, weil daran ihr« politischt Existenz geknüpft war, imd haben versucht, den Sozialismus aus- zuhölfien und sie in eine bürgerliche Reformpart« zu der, wandeln. Sie haben mit Begeisterung die KrlegSpolitij nntgemacht und jede revolutionäre Entwicklung bekämpft Nun sind sie die Nutznießer und Erploiteure der Revolution geworden, sie sind zur Macht gekommen und wollen sie im Bund mit dem Bürgertum behaupten. Daher der zügellost -Haß gegen alle die. die den bohen Idealen deS Sozialismus treu geblieben find. Es ist der Haß der Verräter das SossiallAmits gegen seine Verteidiger, der Haß der politischen! des glückliche» oben haben Sharakierlossszkeit gegen den Tbarakter, Emporkvmmltngs gegen die, die ihn hin«.. Wütend und g festig ist dieser Haß. weil dumpfen Gefühl der eigenen Minderwertigkeit des Charak- ters beruht. Herr Heine hat für die Behauptung«neö Zusammen-, hangeS zwischen dem Generalstreik und der Gewalttätigkosti oder gar zwischen der Politik der Unabhängigen nicht den Schatten eine? Beweists auch nur vorzubringen versucht. Die einzige Behauptung, die neu war, war die von der* Teilnahme de»„Roten S o I da t e n b n n des* an dem Kämpfen. Wir habo« kernen Ztksammtnhang mit diesem* Bund und wenn er tatsächlich die Kämpfe unterstützt hättet würden wir daS als unheilvoll und töricht verurteilen. Aden nach uns gtwordtnen Informationen, die mitzuteilen wir, unS schon deshalb für verpflichtet halten, weil die Kommunisten ihveS Organs beraubt find, ist auch dies« Behauptung unwahr. Der„Bund" war in letzter Zeit fast zur Hälfte mit Spitzeln durchsetzt, war völlig aktionsunfähia- und seine Leitung konnte an irgend welche Akttonen gar nicht denken..Herr Heine iagte ja auch selbst, daß die«&. gieniug von allen inneren Vorgängen genau informiert war und di« Frage wirft sich ans. worunvsie denn so g a r n i cht S- getan hat, um den Ereignissen zuvorzukommen,»bsr wie dem ai�h sei, jedenfalls beweist auch daS wieder nur. wie notwendig die Einsetzung der UntersuchungSkommiflion wäre, die unsere Genossen gefardert haben, Was an der Rede Heines so aufpeitschend wirkt, ist. ttwaS anderes. Seit einer Woche wütet das Stand- recht. Unmittelbar nach der Exlindung der Lichtenbera» Greuel wurde es in allen Zeitungen verkündet- Wir haben sofort die Un-ieictzlichleit der Derhanguna des Standrechts nachßmiesen, Herr Nosk« erklärte, daß fei ihm gleich, er kümmere sich nicht um juristische Tüfteleien. Heine macht sich die Sache noch viel leichter. DaS Stand- recht ist überhaupt nicht v erhängt torden. das ist ein bloßes M i ß v e r stä n d n rS der Zntun cn ES sristiere übeihaupt nur der rein militärische Be- fehl, den Noske aeaeben hat. jeden, der kämpfend mit der Waffe in der Hand angetroffn werde, zu erichießen. Wir habeA jeden Tag schaudernd die Berichte über die standrechtlichen Erschießungen gelesen. Dio Erschießungen selbst sind keinMißverständni?. abep sie deruhten au? einem unglücklichen Riß- Verständnis, für das die Zeitungen verautnwrtltch sind. Serr Haine war offenbor von wicktiaeren Dinaen ta lehr in Anivruch neno�mmen, öoft er feine««t lano. 009 Viif-veiständinK zu beriditiaen. Und nnirc es unseren wir verlangen ist nicht?. waS von r-chtlich Denkenden verweigert werden kann. E? fällt uns nickst ein. irgendweiche Tinge beschwnigen. irgendeine Brutalität und Grausamkeit verteidigen zu wollen. Aber wir fordern, das? Klarheit� geschgssen wird nach allen Seiten. Wir wollen wissen, wie eS ae- kommeu ist. dost in Berlin länger als eine Wockie bjndurch ganze Stadtteile beschossen, hunderte von Unschuldigen qe- tätet, mibverständlichs standrechtlich« Erichiesumgen in grosser?ahl vorgenommen worden ssnd. Wir wollen wissen. warum die Reigerung. die angeblich vorder alle Pläne ge- könnt bat. nicht? zur Verbiitung getan hat. wir wollen wissen, wer die erlogenen Grenelnachrichten und die Pogrom- stiinmung fabriziert, wer da? Mißverständnis mit dem Standrecht hervorgerufen bat und worum man dieieS Miss- derktändnis so lang» besteh»n liess. Ei?'» aründ'-che Untersuchung Ist im Interesse de8 deutschen Volkes geboten. ihr? Verweigerung bedeihete, dass die Regierung und die Militärs diei'e Untersuchung zu fürchten haben. Heines Geständnis, d-ass daS Stand- recht, da? blutige Wirklichkeit ist. ungesed- lich sei, dass alle standrechtlichen Erschießungen zu unrecht stattgefunden haben, lasst alle? andere in den Hintergrund treten. Aber hln?vkisen muss man doch auch auf.Heine? Wort über die„Rote ssiahn e". Auch hier nicht einmal der Versuch einer gesetzlichen Rcchtsertigung. Dafür aber kl'ndigt Heine an. dass das Blatt, wenn e? nach sein»« Wün- Wen ginge, auf die Dauer verboten würde und die Mehr- heit begteitet auch dies« Aeussenmg mit lautem Bravo. Auch wir begrüssen diese Aeusserung. weif sie über die Aufrichtigkeit dieser Leute so blendendes Licht verbreitet. Für die Pressfreiheit, für das höchste Gut der Demokratie. haben st« Kanonen ausfahren lassen, sie baben damals� alle Vermittlungsversuche abgelehnt und schießen lassen und jetzt sa#t UN» Heine, und das ist vielleicht da» einzig Wahre in sciner Rede, wie e» mit dieser Begeisterung für die Press- srtiheit in Wirklichkeit bestellt ist. Heine» Rede ist ein Unglück für daS deutsch- Volk, weil sie maßlose Erbitterung auslösen wird. Die Regierenden sind lehr schlecht beraten, daß sie solchen Amokläuscrn der Reaktion, wie Roske und Heine«s sind, freie Bahn gewähren. Es ist schwer, die Aatzrhett z« sage«. Sogar die..Sozialistische Korrespondenz" de» Herrn H e il in a n n sieht sich genötigt, von den„amt- lichen Quellen" abzurücken, die da» B l u t m ä r ch e n von Lichtenberg erfunden und verbreitet haben, nachdem «r selbst zuvor kräftig mitgeholfen bat. Er greift zu den feinsten Tönen seiner Leier. Cr bemüht sogar Tolstoi. Und »Wz- so: Wenn man bedenk«, w'e schwer«» überhaupt sst. die Wahr- heit zu sagen— so ungefähr sagt Tolstoi irgeiidwo im |l»—■.mii. 1............ Aevslvtiovöre kutWoliM. Wie die Künstler der Politik meist fremd geblieben sind, so ist allzulange auch die Kunst vom Vo.ke geirenrn geblieben. Und doch, keimten gerade au« ihm di« stärksten Triebe, die ewigen Werke. Die Revolution unserer Tage muß auch in di« künstlerischen Bezirke dringen, fluch in ihnen gärte c» längst. Exprcssioni«. mu« ol» Ausdruck der bewegten eeele zersprengte den R.ng der Eindrücke hergebrachter Kunst.. Wenn>chöpieri|cht Kräfte am Werk sind, ist alle« gut. Aber die Kunst wird auch von Beamten verwaltet. Tie Fehler der Kunstpolitik sind oft noch schümmer und verheerender al» dir Mängel der Kunst. Nachdem der Tchutzmann die deutsche Kunst allzulange verjeidwebelt hatte, ist in den ersten Tagen der November-Nevolution diele Bevormundung abgeschafft und die Zensur beseitig! worden. Aber eine wirtliche RevolutionSregicrung hätte auch längst mir den Scheußlichkeiten aufgeräumt, die ein cäsaristisch-banausischer Kunstgeschmack über da« knechtselige Teutschland und da« byzantinisch« Berlin verhängt hat�e. Man kann nrcht den ganzen Augiatstall von Denkmäler nr Pruirtbairten usw. auf einmal reinigen, aber Einheimische wie Fremde fragen erstaunt, warum die marmorn« Ahnengallerie der H 0 ls«» z 0 l l e r n noch immer die Sänger der TiegeSallee be> lästigen und jeden ernsthaften Kunstgcschmack beleidigen darf. Wie in der inneren und äußeren Politik, so wird auch in der Kunst und Wifsenschaft mit einer da« ganze demfche Volk kom. prcmittierenderr Daumseligkeit am Alten festgehalten l Wie di« weißen Puppen in der TiegeSaller. so stehen auch in den Dchulen, Akademien und Universitäten norü immer die im alten System erstarrten Männer und lassen für die Pcrtretcr einer neuen. revolutionär verjüngten Zeit keine freie Bahn! Hinweg mit allem überlebten Plunder, für den selbst die Museen noch zu schade sind, Fort auch mit jener vernageilen Kolossalstatue gpairivlncher" GeichmackSoerirrung, dem monströsen Hinden» burgstandbild. Früher gab c» wohl keinen Sozialdemokraten, der nicht schon Im Namen de» guten Beschmack» gegen die wilhelminischen Kunst. vcrschandelungen prvteslicrle, aber beute wagt eine sich sozialistisch nennende Regierung, die so hurtig Malchinengewehrc und schwer« Artillerie gegen Arbeiter ausfahren lässt. die Tenkmälcr einer be» fleckten Pergangcuhcilecpoche nicht anzulasten! Wie viel un- blutiger wäre da» doch. Wir baben einen in der Revolution pe- jchajjeueu.Arbentrat jür Kunst", aber über sein« Borfchläge und „.lerixl, K<1x1{,:irwn janii uur? mar. ach nirtr. a« i>.<<. wa«- bern, daß die Meosch«,, wenn sie vo» ihren KriegScrlebnissen .'e richten, auch bei gri rm W'tlen nicht bei der Wassrheit bleiben. Diele sehr zutrefsetide Beobachtun, ist in den letz en sün? Jahren mill 10 neu fach bestätig! worden. Alle Berichte über die Kreuel der Franklireurt und der Tentschen in Belgicii sind von Zeuge«. meist sogar eidlich, bestöligt worden, und doch ist die Hälfw davon frei erfunden, und»ie andere Hilf.« niaßle» übertrieben. ssm Biirgerlrica, wie ihn Berlin In diesen Tage,» durcklevt hat. ist e» um die Wahrheit nicht besser bestellt. Nenn ssius Mensche« erschossen oder er'chla-en werden, sazen a«» ß ck'" Dutzend sonst g'-uiz t nwondircier Zeugen au», e«''ewit �ünizig gewesen, weiche diese»'Uechtbece Schicksai erlitten hätten?>e Hrcueimeldungrn au« Lichienberg über lbC oder 200 gemeuchel'e Botizeibeamte oder Reei«nm?»io.'dolen sind ganz bels-cher» stark itberirieben gewesen. Trotz der amtlichen Quelle««rn die Meldungen t a l f ch. So ganz icknver erscheint e» also doch nicht z» sein, die Wahrheit zu iaoen. Wem? Herr Heilmann sich Mühe gibt. gelingt e» sogar ibm. Nur einer bleibt, dem eS nicht grlimit: N 0 s k e. Seine eigenen PartkÜreunde sägen ibm. daß er � das S t a n d..r e ch t" mit Lü.?en gereck'tkertigt bat. Er lelbst gesieht ein. dass eö Lügen»aren. Aber er hält da» Stand- rocht aufrecht. Gae Vhfselge tm rechls. Zu dem Be'chlnß de? Wohlvereins Moriendorf-Slid- ende, der dem. Vorwärt»"„für die während der Streiktage beliebte Schreibweis? sein? i ch ä r k st? Mißbilligung" ausspricht, ichreibt die demokratische„BerlinerVolks- z e i t u n a": Ed ist in d.'r Tat erstaunlich, daß da» Blatt zum Be-spiel in keiner Weise auf die wiederholten Soreiigu«- gen speziell der Arbeiier?>eriammlunartiährt. ko teeibt tf fein« Leser samt und fonder« in» Lager der Unubbäng gen. Biel» leicht sieht e« sich 0- rar laßt, wenigsten» au? diesem Ge",cht»punki ,'einc Haltung zu ändern. Ist denn da» Btatt einer Partei, die iner Koolitiontrea'ernng angebSri. verystichlet. letze» Bor. ? 0 m m n i» unter dieser Regierung zn verteidigen und zu beschönigen? Wir zlauben im Vegenteck. daß dir Stellung der Partei innerhold der Koalition und gegenüber allen Faktoren durch ein kräftlgc» Austreten ibrer Presse nur gestärkt würde.' ES ist wirklich weit gekoiumen. wenn ein an-redlich soziiildeiifokratischsS Blatt sich so ettva» von den Demokraten sistzen lassen nmss. die EvischuMgvvg des..Vsrws?!»". Auch der.Vorwärt«' g>>äU sich ein paar Worte der Eni. schuldigunx ob über seine«.Massen«ordbaicht'. Ader wie macht«r do«? Er schreib«: Der Lichtenberger Massenmord vom vorigen Sonntag ist vom.BorwärlS' natürlich nicht unkritisch über- nommen warten. Aus eine Aufrag« hei« Kommando LüNwitz wurde uni damol» der Bericht al» richtig bezeichnet,«ine persönliche oder telephonich« Rochprü'ung i» Lichtenberg war nickst möglich mt davon, daß der vollzugdrat ein« ilnter- suchung veranstaltet«, wurde dem.VnrwürtI' kein Wori mit- geteilt, flndr-rseit» war auf der Rebellenfeile so- vi«! vorgekommen und hatte Svortalu» fovi'I aus dem ®nij ssen. daß die« m tl i«be Meldung in jenen, aufgeregten Augenblick glaubhost erschien. Di« birrg.-rlich«.B. g. am M Itay'. nian ia sonst nichi a!« ein Muster von Gewissenhaftigkeit hinzustellen pflegt, war anderer Ansicht. Sve wollte die ungeheueilich« Nachricht nicht ohne Rachprüfung glauben und rrst»l» da» Ministe- rium de« Innern au»drück! ch um Verbrettung der Räch eicht bat.«nischlaß sich»i«.ffi. Z.'.(k zu veröffrutlichen. Dem soziakdemairatiiesten.Vorwüri»' aber ersch-en die Mol- dung.glaubhaft". Handeste e« sich doch mir um Spartakisten! Und denen traut der.Bviivär'S' alle« zu Bez khnele doch da» Kommando Lüttwitz die Me dung al» richtig! Und wo» ein m litärische» Kommando jag!, da« ist für den.Vorwärts" natürlich ein Evangelium. _'nw—m—— ww—— ei— Proteste geht man ntchtach:c»d hinweg. Ter Offizier, der— trotz Armeebefehl— noch immer über feine silbernen Achselstücke den Kops hoch und höl>er trägt, ist in fast allen Fragen wieder maß. gebend« Stelle geworden. Er darf sich wieder a!».Blüte der Ration", jeder Beamte am Schalter und in den Bureau« sich wie» der al» Stück gottgewollter Obrigkeit dünken. In den.Staat». theatern" weht zumeist noch die alte Hoftheaterluft, der Hauch der sttrüft«. Di« neue Bühnentunft eine« Kokofchia und anderer, die die ati«n Tafeln zerbrachen, kann sich die Rampe nur schwer oder gar nicht erobern. Auch in Archiicktur und Malerei, in der Plastik und im Drom« wollen wir mehr vom Nevolution-Zren und rrvo- lutionären Bei st der neuen Zeit spüren. Serade da« Pro. letaria! hat ein Anrecht daraus. Fcrt mi-l den Almojen und Ueberblcibseln«iner schäbig-schundigcn BourgeoiStunstl E. B. Sec A erpelz im Theater in der Louiggratzer Strasse. Statt Uraufführungen bringen m dieser Spielzeit die Ber- liner Bühnen«esst RoeeüssstiMernnoen. Man kann sie sich wohl gefallen lassen, zumal wenn sie«iliein Dichter wie Serhart Hauptmann und seinem oft und gern gesehenen Meisterwerk, der DiebvStomödi«.Biberpelz" geiie» und«in tissedersel«!. mit Else Lehmann bringen Sie spielt«m« ehedem oic Mutter Wotsfen, nach immer mit jener beneunderndwerien Mischung von Teeuherzii-iBt und Verschlagenheit,»ie wie rüstil-ft- Rechtschgjienheit anmutet und von mütterlichem Leben strotzt. Die stürmisch bejubelt« Lesstung ber Lehmann, die im dritten Akt ihren Höhepunkt erreicht, wurde nur durch ein«llzu hänftge» verräterisch-'» Lüche!« ein wenig beeinträchtigt, dag»über- iialb der Rolk Uta. Tie Regie R dols Bern au er». die sich in der Hauptsache mit gutcm Selingen an Beahm» be. mähr. est Botvild bt«ti..»tri« vi« nufiuyroiig stellentveii« auf einen etwa« zu passenhaften Ten abgestimmt p man hätte sich die Tupfen uich Mätzchen sparen können, dir den menschlichen Humor dieser mehr al» satirischen.««nödie nicht veruesen, sondern nur den äußeren He:Ur(ei Wrfulg im Theater steigern. Ter bornierte Leutnant», und R.'gieruugSailessorendünke!. wie er auch heute kurz nach der Revolution wieder ganz munier auflalichi. tan»», Herrn Schünzel at» Äm:«»rrf»cher v. Vehthahn ein«, amii- santen. aber nicht durchweg so scharf umrissen«« Dutstell«r. wie Me es mm. Bon früheren Aiizckföcigen der VoltSwwri.ieAiviston wird uns über den Ursprung»er Kämpfe in Berlin jolgen- de» aiiigeleilt: Wit bekamen am Miwroch. den S. März mittag», ein«» Tt. tephoiispruch von der Kommandantur, daß da» Polizei. präsitstum von Plüiiderern und sonst gen Kteineulen beichossen «ürde. Ta«» unser Bezirk>»ar. in dem wir für Ruhe und Srdnuna Sorge zu'ragen hatten alarmierte der Tepassührer und sofon rrären fäintlich'. Kaeneraden»er Marinedw'sicm her» au», formierten sich und rückten nach dem Alexanderp- rtz lss>- Unter Bozleitung von zwei Panzeranro» rüstete sich die Marne- bivtsivn'N einer Stärke von etwa 800 Mann, um dem Prä. s! i' u m zur Hilte zu eilen. Wir kamen dort unter heftigem Feuer an und riefen her Besatzung de« Polizewräsidiumt zu: nicht schießen, wir kommen zu Hilfe. Hierauf nellie die Besatzung hc» Feuer ein und di« Mariiiadivifion scherär'Mie au»,»ir die Plünser? von ollen Seilen anzugreifen. W r erwischten noch etwa 20 von �een Plünderern, die gerade da» War en hau» Tietz mit«ack und Pack verlassen wost'««, und nahmen sie fest. W�r übergaben sie zuerst dem AI-xanderreqiment, von dort wurden sie� geschlossen nach dem Polizeipräsidium geführt und vorschosstSmäßig abge» liesiwt. Hierauf spmien w r den ganzen Aleranderplatz— weder Fvhiwrrt noch Paffanten durften passieren— und dräng. len die aufgeregte Menschenmenge bi» zur Tchönibaufer Allee zurück Daraus befetzien wir da» Warenhai!» T'etz mst e:nein Ziigtührer»nd kS Mann, um dasselbe vor den Plünderern zu fchfltzen. Der Direktor de« Marenhaufe« ließ die Wache mit s.'cki» Wächtern im War-nhiu» vatrovitl'eren und am näckfften Morgan such, gegen 8 Uhr. rückte die Wach« der Marinedwision «>,» dem Warr-ihau» Tietz. unter Danksagunqen de« Direktor». wieder ab Cin« Deputation begab sich zu einer Unterredung in da» P«lizeivräsfdinm. Al» die Trpu'ation da» Polizeipr.'sid''.im wieder verließ, wurd« Kamrrad Klöppel, der Führer der Deputation, vom Polizeipräfidinm au» durch einen Lchuß hinter» ritckv verwundet. Da» rief proste Erbitterung hervor. Kameraden eilten sofort in da» Marinebau» und erzählten dort den Borfall. Unter den Mannschaften ensstand ein« große Erregung. Tie Leute waren, da Kamerad Klöppel kehr beliebt war. von der Führung nicht mehr zu tasten und sie bestMossrn. Aufklärung vom Polizei» präfidium, in dem sich Regierungltruppen befanden, zu fordern. Ein Führer begab sich zu dem Kommandanten de» Präsidium» und wurde hier sebr unfreundlich empfangen. Al« er Ausllärung über den Schuß der aus Klöppel abgegeben wurde,»er. lanote, äußerte sich der Alarmoffizier, der Schuß sei nicht vom Bräsiduim. sondern au er über die Straße von der Litfaßsäule au»»bgegÄw« worden. Hierzu muß festgestellt«erden, daß Kamerad Klöppel, der da» Bo'iieivrösidium in der Richtung Alexaiiderstraße verließ den Schuß von link» erhalten hat Der Schuh ist durch die rechte Seite gedrungen, kann also nicht von der Liisaßsäul« au», sondern nur von Polizeipräsidium her ge- toiiimen fein. Auf Eirund diele» Porkommniffe» begann dann die Schießerei. Di? Angehörigen der Volfsnurrine-Divistan sind der festen. Ueber. zengung. daß der Borfall mit Absicht provoziert worden ist. Man braucht sich nur die Hetze zu vergegenivärtigen. die seit dem Per» welle» der BolkSmarlne-DivIsion in Berl'n gegen st« unter- nommrn worden ist. Auf die Matrosen ist man bei den Gegnern�' der Revolution bekaiintlich nicht gut zu sprechen. Sie werden al» die Urheber de» Zusammenbruch» der deutschen Front bezeichnet und deshalb von allen Seiten brschfinpft. D'« fonterrevelutionäre Presse hat da» Erdenklichste geleistet, um die Matrofen in der Oefse»! lichtest herabzusetzen. Selbst Flugbtäster. von deren Inhalt jede« Wort eine Berleum- »ung war, wtirden gegen un» in Hundert tau senden von Exemvlaren verbreitet. Wir wurden mit Räubern und Plünderern auf eine Stufe gestellt und galten in Berlin al« eine Art Freiwild. Tat- fache ist aber, daß wir überall, wo wir den Wachdienst versahen, gelobt wurden und un» den Dank der belrrsfenden Häuser zu- zogen. So bat die in der ReichSbank stehende Kompagnie von dem Direktor ein sehr gute» Zrugni» bekommen, außerdem er- hielt jeder Kamerad«ine t!ntchchädiaung»summe von 100 Mark. Bon anderen Häusern können«ir da» Gleiche be- rich«n. E» ist klar, daß die Regierungktruppen auf un» nicht gut z« l�n jeinerzeil ba« ,T«utfiye Theairr' in v«tar Sauer wahrhaft ui'.übertresflich hatte. Die frühieife Adelheid de» Art- Dierk« schien wie«ine.Rütte" au» einem Bild von Zille g sprungen. -ch d-ie Herren Leopold tat» Am»».euert, Picho(Rentier rüger), H»» k e l sSchiffe? Wulklnv), v. Alten und Mieren» 'orff boten Borlrefflich'».— lieber den �"fbe-e-eTk"»n'rd im Ziisam-menhann mit dem.Roten Hahn", der al» eine früher viel» fach mißverstandene For.setz'u'g diese» Srückeg heut« im.Lessing- tbeaver" wieder ausgenommen wirb, noch einige» zu sagen sein. ». S. L!s N-.;�g?«e!v>e der Aakufk. iZvr Aaffühcunz der II. Symphonie von Gustav Mo hier.! Im musikalischen Betrieb der Gegenwart sin» Äusführuuzen Mahlerscher Symphonien ein Lnxu«. Sic bedingen durch die an- gewandte Häufung der Mittel ein große» Orchester, Chöre und eine erhöhte Probenzahl. In einer besseren Zukunft aber, in der solche Bedenken nicht mehr auifchlagoehetid sein werden, haben Mahler» Werke Aussicht Volkskunst im besten Sinne de» Worte» zu werden. Dazu bestimmt sie ihr tiefer und allgemeiner EmpfindungSpehalt und ihr allem Gekünstelten abholde» Wesen. Tie zwiespältige Dtellunonahme zu der Symphonik Mahler» und die Ansichten über da» Weiterleben seine» Werke» lausen aus die Frage hinatt», ob cin.Kunstwerk zu bedeutendem Inhakt un. bedingt«ine» durchan» neuen Stile» bedarf. Run hat Mahler ge- wiß seinen eigenen Stil. Tic Elemente dtefe« Seile» aber setzen sich au» zwar wohl abgewogenen und im Dienste de» Ausdruck» mit ungeheuerer Intensität eifiindenrn und angewandten, aber immerhin Hagetrachten Wendungen zusammen. Aber gerade diese Unbekümmertheit um eine zünftig-zeit» gemäße Au»dviich*veise dürfte Mahler» sozusagen agltaloristhe Bedeutung sin die symphonische Musik den großen Massen gegen- über lut fast allein Tastehende steigern. Denn die Eiuschähung de» Rriilirtiaen. Besonderen in der AuZdruckSivcise setzt«in« jfenr.erschaft vorau». die gerade denen vorerst durchaus sehlt, an deren Deiltuhtn« un« in Zuluitst am menteu gelegen sein wird. auf deren C-np-änzkichkett wir unsere.Musilwirtschast' werdev ausbaiien müsse». Hierzu kommt noch sdo» ist der Erundgedanke von Pauk Belke rl icdö.-cm Buch.Da» MusiAebeu der Gegenwart',, daß die Form eine» Musikakischen Werke» nich, durch die ihm inne- wohnende Form im engeren Sinne rcsllo» erfüllt wiid. sondern eri? durch do« Zusammenwirken von Gebenden und Tmpsangen. sprechen wnrcn. Deren Führer sind noch von bcin allen mi!i! iriüi. tchsii ßiin'ic beieclt. tit wollen die 5ß epertebr per allen S'-i" fiäiilc und sahen in ur.S, de» Vorkämpfern der Sikvolui o«. ihren Feind, HeioiiperA rerärxeri waren sie darüber, dag wir keine L f f i z i e r e anerk innren, sondern unsere Führer selber wählle», ?ie habe» deshalb he S'Jnnnfd'aficn(rege»»nS aufgef-eht und d kam diescrhalb ichen öfltcS zu Reibereien,«der da» Blut, da» in die'«» Tagen geficssen is>, wird sich später n�b bilrer rächen. Die zanze Angelkpenheit ficUt einen g r o h z ü g> g srgani'ier» l«n Verrat dar Man Wellie die Urheber der Rcvelutian cnd- lich aiik Verlin hcrauSbringen. um den SSiliuniätnn» wieder auf Die Höhe zu bringen. T a» ist verläufifl auch geschehen,?lber die Fvigin. dir diese» Treibe» mit sich gebracht hat. stallen»cht auf »»» zurück. ZK Kelter Nrkms. Wie Mc NoSkeaaidi'. Jer ia biird' die �"vf-araiina de? Standreckt? uneinaekck'iankte Meebt über Tod und L ben ihrer Mitilie»'ck)en in die Hände acaebcn ist. Meie Mackit mihbrauckte. darüber aohen uns immer äieue Tckiilderiiuaen zu. Wir brinaen nackistebend einiae davon rur ösfentli�en Kknntni?»md zeben un? dabei der Hossnnnr bin. dab der Neaieriina anaesselckS diese? Wüten? da?«ewiUen sckläat und unserer Fordreuna nach ivsortiaer Aushsbuna de? Standreckits /Fokae nesejstet wird. In der Fich'chile UndrcaSsirahe?cke Tiralmier Plah. sind feit efnfgen Danen Hu koren eirgusrnat, die zu den Regie- rurpSiiuppen gebkrer. und sich n Der anDatebigst«� Wcike an der Reiiang Verlin» beteiligt hoben, Mebrerc dicker Leute, daiunler ein Tergcant mit dem lkisernen Kreuz erster Klaffe, sa�cn am Dannrr»r»o abend in einem Lokal am Tiralauer Platz und rühmten s ch ihrer Heldentaten. Sie brästetei, sich damit, in der Neck»»om Mittwech jnm TonnerStag fünf Spartakisten an die Spree g c f k p r t, e r s ch» s s e» und dann in? Wasser»e stürzt zu lieben. Tee Sergean!»e>»,nstrieete den nnweferden Gasten, wie er einem Verwundeten den letzten Schuß beißeheecht habe. Ter Verwundete habe am ganzen Leibe»ezHteet Und seiner Vnsserdeeanz, gerade zu stehen, damit er ihn richtig erschi-Sen fäiiiic. kei-e Folge xekeiliet. Kr habe Ihn richtig«nrechtgeftgucht und ihn mit dem Revalver au? nächster??»he erledigt. Lachend olimte ee nach nach, wie der drm Tode Geweihte nm Nntde flehte. Wir können tie Ungakcn der sick mit kdren Heldentaten brüstenden$1, koren natürlich ntebl nacki rü�en. Tai ist in diekem Aalle auch inchi näiig. Tie Da-iache. Mst man Neuffen m't einer derartig dertvü'derten Phantasie di« Ausübung de» Ttandrrchte» in dir Hände gelegt hat beivkist zur Nenüqe. wir weit wir e» in der Aera Rodke Tcheidemann gebracht haben. « Ein weiterer Fall: In einem Parb!erkaden in NoukZVn unter. halicn sich die K linden über einen Artikel der„Berliner Volk»'- geilung", wonach in der Nacht vom Montag zum DierShg in der lk>o>na»nrastc ein Kampf stat'geinnden babcn soll, Niemand, der in der Nabe wohnt, hat etwa» daiwn bemerkt, Ta kommen zwei jvgendlicke Jseg!rrung»soldaten in den Loden hinein, um sich eben» fast» bedienen zu laffen. Tie Tedatle wird trovsem foclgeieht- Pfotzlich springt riuer der beiden Toidatcn ank. hält eijvem der A�tresrnden einen Revolver vor» Gesicht und whirm,:„Ich bin Negjidrunglsoidal kommen£ic mitl" Ter Angerempelte sagt: „T» ist gut, ich komme mit," Tarauf hrüflt der Soldat noch lauter:„Tic sagen kein Wort mehr, oder—!" Und zum Nachdruck seiner unausgesprochenen Trobung drückt er seinem ArresiaiUen den ungesi.leiten Revolver fest an die Ttirn,„Noch etnen Laut, und Tie sind alle." sägt ec noch hinzn.®? blieb dem Bedrohten nicht» weiter übrig, al» sich diese brinale Be» Handlung stillschweigend gefallen zu laffen. Erschreckt sahen die Umstehenden diesem Tchauspiel zu, Ter.Held" aber verlieb, mit vor S aiz geickwelltcr Brust den Tatort, ohne sich um seinen »Arcestanien" nach weiter zu kümmern. * Im Neuköllner Rathaus wurden am Ti!en»taq nachmittag acht Gefangene— angeblich Tpariakisten— eingel eseri. A!» die dort liegenden Reg>rung»eruppen die» mertien, drangen sie in den G.fanzencnraum ein unz mitztmudelten die Gesan» genen in unmenschlicher Weise? einer der Mihhandelien sakl be« mx�m�rmiai)iaeaimtaamtrc-zuv.uM'liBmimimmtmmmiBammmamm«in« 1 ratsumimm den, Äu»-ühre»i>ei, und Ausnehmenden. Die voll« Airlung eine» inusikaiiichen eWr.'e» ist nur mögtlich innerhalb der Gefelbichas?, für die e» geschaffen worden ist. D-abei wird meisten» die Ge« scllschast die ihr adrquate Kunstkarm erst hcrcwrbringen. Doch ist da» nickt unbedingt notwendig. E» genügt dabei, auf die Tginphonten Bcerhaveu» htiizuwersen. Ihr erhabener JnlMlt macht e» wahrscheiikiich. daß sie zur dauernden seelischen Bereicherung aller Mcnich berufen sind, solange die phvsiokogi ichen Grundlagen untere» MusUrmgiinden» stch nicht von Grund»»» verschieben. Aber die Bedingungen, unter denen ein Kunstiver! in» Leben tritt, haben sich seit ihrem Entslehen so'che verändert, dag mau kaum noch wagen tann, au sihneu de» Ausbau ctner musikalischen Zukunft»gemeindc zu versuchen. T�r musilalische Ap»>arat. für den sie ersonnen sind, gennzt unserei, Zlnsorderungem aualitauv und quantitativ nicht mehr. Schon längst wurden in dieser Hinsicht Aenderungen(sogenannte Relouchen) al» not» wendig eriannt. Kein Geringerer al»«ichard Wagner ging darin bahnbrechend vor- Der groste Saal der Philharmonie, für die voffe Wirkung»- mSglickleit b«r M-thlerschen Werke zu Aein, ist lür diefeni�m der Veeihovenichen(mit Aufnahme der IX. Tbmphonie) bereit» zu grost. Mahiers Symphonien si>»d im Hinblick auf eine grohe undifscrenzicrt«. stark kollektiv und gemelnsam empfindende gu- Hörerschaft entworfen. Sie weiten in die Zukunft. In unsere Zukunft. 0» braucht noch»:el. hi, c» möglich sein wird, ihre Wickungen aus die grohe Masse zu erhärten. Inzwischen wissen wir Mehrow itz und den Pbilhormenikern für ihre schöne Aufführung Dank. Sa erwarten die Gebenden in schöner Bereit- tchast da» Herannahen der Empfangenden. Gl.Tt. Tanztvits und Danzverbot. Der Berliner Polizeipräsident Eugen Ernst hat die leichibc» ichwingkei, Bein- und Körperbergnügniigeu, die Schieber, Wackler, For-Trotl» uns w.e die Dänze der Bgr»»ud aller höheren Kaschemmen der Kaviar.�äuZchcu und der goldenen Rliegdge. miniiier Hoisten mögen, verboten. Auf diesem peraltei-burcau- kraiischen Wege wird aber dem HeOei»ickä beizulommen sein. e» sucht nur andere Tchiupfwiukcl. Sosern die Tanzwut Au»- wüchse und Entartungen zeitigt, wir c» in lchier Zeit häusig der Zoll war, handelt e» sich rckcht um'.Luitbarleiten". dcncn adminijrrallb betzutoiinnen wäre, sondern um Kr,ittll>eii»ertch:i» »ungen iine» bi» i» die obersten Schichten oergisirlen Volk»- «iiiiee» bei er-.e v.u..jUn.■.1.11...o.i reitS gtstorben lern. AI» die Tchindertnechte««» dem ornum hrrauktamen, rühmten sie üch uns emee bemerkte:„Die Hu»de -irre» genug/' Ten NeinigungSsrouen gegenüber, die über da? Geschre- der M'sth.i>tdei'ien sehr aufgeregt waren und weinten, erlrubien sich die Bestien die Frage� ob sie auch zu den Sporia« kiften gehören. VsBsmisskrlWe« sieze« SkeWsße«. Bisher lasen wir immer, da» die Freiwilligenkovp» nur gegen „Sporiati!«- kämpfen. Such der.Vorwärts" beröreiteie diese Meinung, Jetzt bringt er folgende Zuschrift des Zentralverbande» der Kilm- uns Kinc�ngehörigen Teutschland». „Gestern abend wurden»ier Zikiiglieder d«S Zentralvertzande?. die vor den Ui.irn'erlichtspielcii am Ktirfürstendamm Streik- Posten standen, durch einen Leutnant berhaklet, der ihnen den schütz fertigen ibevoloor vorhielt. Sie wurden ma'/eS beschimpft.(„Aaulc» Gesindel" ui-o), geschlagen und in de» Keller de» Ddealers gerührt,»0 sie über eine Stunde bkeiber«nistler. Ihr- Bitte mit dein Stadilommandanten Kla- wunde telephoiiitck' zu si recken, wurde abgelehnt. Schließlich wurde» die vier Sireikvosten unter Bedeckung nach dem Eden- Hotel abpeführl, wo sie erst nach einer Stunde durch da» Ein» greifen de» VabandSvorsitzenden erlöst wurden. Auch h-ut- vormittag wurden Streikposten verhaktet und zum Teil mit Kotber. stoßen forizeiagi. Der Kommandant der Ariedrichftadt, d. d G 0 l h. hat den Antrag, den Führer de» Streik» Reg'fferr Wnu.r, wegen G e 1 tt e» l r a N k h e i t zu per- ha-ten. s!> abgeleckni." Ter.Borwärt»" verö'',ptlicht diele Zufchrift. ohne ein Wort de» P-stest?» gegeu sie>. neueste Leistunq der Naskeg-rde zu verlieren Er fiircffc» si h oi.fck'eikieich vor den Herren, die er mit gerufen bar, um durch sie den.Lozialismu»" sichern zu lassen. Sie tehepsM'el-V thmdstwi«. Balles, 14. Mörz. fHavab-Renter.) Die Perhandlun- a e n zwi'cken den Vertretern der A! l i' e» t e n und d'r d t u t- schcn Telegat'on wurdev beute»vrm Itog tortgeietzt. In der Vollsitzung der Befvrechnng der L-denSmiltelv rkargung sprach aNein Hoover im Namen der Alliiertkn Die Haupt sächlichsten zur Sprache gebrachten Fragen betrafen die an Deutschland zu lieserpdcn Lebenkmitte'. mengen'ow'e chre Kontrolle und Bezahlung. Di: deutschen Vertreter erhoben keine ? nwendiingen. nur In der Frage der Kontrolle ergab sich eine Rkeimirpf'rjrtFifbrnbeit. da die Tevtichen wollten, das bte Ken- trolle durch deutsche MlfttärbehSrden autzgeübt werde, während d e Alckierlen verlangen, datz si- in Händ n der d.utschen Zivil» behörden lieg-, die regelrnäß'g Berochte und Stat'ftlken zu lielern haben werden, ßt wurde beschtoff-n daß die K onvcn- t i 0 n betreffend d'e Leckensmtttelvcrso-gnng heu.e abend unter- zeichnet werden soll. E e.chzeitig m t dies« 6 tzung fand eine T tznng der Sch>!>ahrl«?om Mission statt. Collie ii'ic Meldung richtig sein, daß die denfichen V?r- tretcr verlangt haben, die Kontrolle der cinzunihrenden Lebensmittel liuisse in den Häntzen der MilitärbrhZrden liegen, so wäre detgegen der a ll e r s chä r f st e Einspruch zu erheben. Mit welcher Begründung will man ein derartig unerhörtes ZZerlangen stellen? Tanz abgesehen davon. Satz damit«der Militärbehörde Ausgaben übertragen tlierden. die zu lösen, sie durckxiu? nicht imstande ist. so Ware damit auch die gerechte Zerteiliing a» die bedürftige Nr- völkr.nna, die die Entente oerlangt, auf da?«verstärkste gefährdet. Wir können dektfolb den Entente- Unter- Händlern nur dankbarsein, wenn sie diese? Ver- langen ablehnen. Wir stark würde wobl der neue Militari?- inus in Tcutichland werden, wenn die Entente nicht zu- weilen die Interessen der deutschen Bevölkerung besser»x>h- reu würde at« manche dieser deutschen Unterhändler. « Cr# ff et, lt. Mörz. Die in Dpa»«nterbrochenen Verhonb- luiigc» der Koiniitifstonrn für die LebenSmitteloersorgun», die Schiffahrt»- und die zugchSrigen xi,,l>nzfro»en, welche in vrüffel wieder»usgenominen worden waren, sind«m 14. Miirz, abend? L Uhr lUI SUinuten, zum Abschiutz gekommen, tk» wurde ei» neue? Al-tom.men unterzeichnet. kaeangtifse im H«uje. Prof. L. Hase behandelt in einer Monographie.Die B c> t r. a n» e. ihr Lebe» un» ihre Btekämp�ung", auch die»er- schiedenen Wege, diesen Schädlinz zu beseitigen« Insektenpulver, Rapthalin, Kampfer, nächtiiche Himi�rdeieuchtung sind alle nicht znv�r.ösfig Phpsikaljsch kann man di- Entwanzunz von NSrimen und Gegenständen durchführet- soweit diese kochend heiße? Wasser, heißen Wesserd-mps oder Heltzlu-t ohne Beschädigung vertragen. Die Chemie nimwr«a»angrsfse auf die Wanze vor. Subtimatdampfe konSensirrer sich zu rasch und verderben Metall- teile; Kohtenorhdgo? drir gt seiner Schwer« wegen nicht i» Ritzen ein und ist nu, langsam entfernbor, Schwefelkablenstosf wirkt gut. ist aber feuergefährlich, Schi».teidii>ryd ,st probat, zerstört aber ktsttetalle und Karde» un* dbiintigt noch lang« Ras» und Lunge. Am schnellsten und gründii»st«n wirkt Blausäure. Sie ist für die durckgapen Räume ganz unschädlich; aber sie tann ihrer großen Gistlgkeit wegen nur in völlig abdichtvaren Gebäuden oder Eebättdeteilen angewendet«erden. Kann ein verwanzte» Hau» also für einige Tag« ganz geräumt«erden, so ist e« leicht, da» Wanzeiitiefchlecht durch Blausäure m allen S-ockwerten restlo- au»zu rotten. Natürlich können nur geübte Kachleute dies» Ent- wanzunz aufführen. tu 5iil1etz«m he? krehsftavkhett. Bisher wurde trotz vieler Bemühungen kei« Parasit nach aewieseu, doc den Krev» durch Jnsrkiion von außen erregt. Prot. Blumrnlhal lezi i« p«,„Umschau" dar. daß eine Vielheit von Ursachen für die Eiitstchur.g oer Krebsgeschwülste in Betracht Vn't.: Lk. iv; ep. che i> s b« uns piM-aisitoe Reize. See rufe» Entzündungen hervor, die zu KrebtgefchwiÜsten führen, von denen nun citu neue selbständize Kiontheit. der Kreb», ouSgeht. die weileihin von der lUfoche ihrer Erzönzung unabhönz g sich auzireitel. Wir haben«tsv zw«, eiadicn de- Krrbdtronktzeit zu 1.etf. Da» pru.arzinoiuaiöse 5->i»ium ist die 5er Wim des 5eUMm«chMgsamtt.\ Das DemobikmachungS min ckieriu« teitt mit, daß die virto schaftliche De Mobilmachung im engereu Sinne«l» Sonderaufgab« nunmehr so gu! wie obpeschloss«» ist. Die Vi atznahmen de» wirto schaf.fichen Wieiierau'-stie», che sich an sie anzuspießen hocken« muffen künktig nach den Richekin.cn durchgoführi werden, die von den beteilig!«» Neick-Sministerien(ReichÄvirt-chaftüministeri««» «eichfarbeit»Ministerium, Reick.ik'nanzm.nifterinm, Aeichfschatz» Ministerium usw.) snr die danernte Wirtschaft»-. Vpezial» und Ainanzpolttik sestaeiegt werden. Ter ReichSminister für Wirt» JrfiatUicix T-emcbifwachtiKg, Tr K 0 e t h chot sich deshalb enk» fch.ossen, die Gcschäfie seine» Ninisternim» aus die genannten anderen Ministerien überzuleiten. Zu einem Teil ist da» schon geichebe»; die Lisuidokis!'. de» De!>:ob!l«n.ichnng»ministerium» hat also vereii» begonnen. Sie wird sortgeietzt und wird in der Werk« erfolgen, dai; die einzelnen Gruppen de» Ministerium», deren g?>charU locke Lvganisaston und Erfahrung auch für die kommenden Zlnf-ack-n nicht entbehrt ivrrden kann, den zu» ständigen anderen Min sterien':!,g?g:iedert werden. Wann dieser lleberleitungeprozeß«ckgetchlofser sein, da» DemobilmachungS» Ministerium ai» fojch?}«sts« aufhöre« wird, ja bestehen, ist?ut Zeit noch nicht genau vorauszubestiminen. Sie"'chRltz �er AeOrs«s. Von dem?l k t i 0 n S a 1, s s ck> u tz für den Generakstres? in Mitieldeutießland erhalten wir eine Zuschrift, die über .die Ursachen des Ctreiks und seine schließlichen E l g e b n i s' e solaer.de? feststellt:' 1. In bei Borverhandlung rom 14. Februar billigte di« Regierung lediglich iür die Berzurbeiter die Errichtung von Be» trieb» rliten, jedoch ohne Kontrollrecht. In der Berckaiid-ung am S. März, die den Streik b»» endigte, räumte die Regier ng den Betriebsräten da» Recht der Einsichtnahme in alle Betriebsvorgänge ein. 2 Am 14. Februar nnudc Vi« direkte und gemeinsame Wohl für Angestellte und Atbe.icr al» rechtlich unmöglich abgelehnt. Am S März wurde du direkte und gemeinsame Wahl al» Ncg'eriingSvorlrge jür die gesetzliche Regelung der' Betriebsrät« zugesagt. g. Am 14. Februar kellte da» Ergebni» der Besprechung nur ein Provisorium b» zur Errichtung der Arbeit?- kammern fein. Am 6. März wurden die Betriebsräte al» dauernd« Einrichtung anrrkanut und idre gesetzlia?« Bestätigung durch Berankerung iv der Verfassung fest zugesagt. 4. Am 4 Februar wollte die Regierung da» Ergebnis der Desprechunzeu de» 1I~. ternchmeru empfehlen z st» sagte die Herausanöe vui Richtünie« au. Am 6. März verpflcchtoie sich die Regierung auf baldigst« Durchführung der Vereic.burnr.gen>nst alle« Mitteln bei deu Lrganisatievrn der Arbetizel-er hinzuwirken. Weiterhin wurde die Einiührung de» wirtschaftlichen Räteshstems(Betrieb?-, Be» zirk»-. Zentlw-Arbeiterrat) durch besondere? Gesetz ver« s p r 0 ch e n. 6. Am 14 Februar wurden rechtlose Betriebsräte NU« für den Berzbau gebilllgt. Am 6. März wurden si r alle A i r t sch a s t» gruppe» die Betriebfräte mit erweiterten Rechten zugestanden. 6. Am 14. Februar wurde die Herausgabe der Richtlinie» für Bergcverkt-Betriebsiüce von der Regierung übernommen. Innerhalb dreier Tage follu ier Bezirk». Bergarbeiterrat den RegierungsMcheid erhallen.. In 10 Tazrn waren �»eder die Richtlinien et- schienen, noch der versprochene Bescheid ergangen. Auch Unternehme'' und Bnibehoidcn ballen keinerlei Mitteilung er- halten. Sie haben da» Ausbl-uben jeglicher Anweisung als wesentliche Verschlimmerung der Lage mitempfinden. 7. Der Bezirks-Berzirbeit-r-Rat hat trotzdem sich bemüht, den Bergleuten dir Annoltre de» Erzedniffe» vom l4. Februar fchmackhaft zu machen. Erst der energische Widerspruch der Bergarbriter zwang zu einer anderen Stellungnahme. Und noch btvor dw Konferenz»am LS. Februar entscheide« konnte, brach der Streik au». ZluS ticici Tarstelluna geht dcutsich hervcr, daß die Re- aierunj die Schild an dem Ausbruch drS Generalstreiks in Mitteldeutsichiand trägt und erst durch ihn aeäwunae» wurde, die starderunaen der Veraarbeiter anzuerkennen. fpirillenj Charakter» oder eine ch-mische Vergiftung oder eine Verbrennung durch Röntgen.r-bl.'n«st». Diese Entzündungen rufen d«e bösartigen«escckwulftzrllen hervor, die da» zweite Stad-um eröffne» Diese Krebszellen sind mit selbständigen Eigenschaften bezabt. Ühnek» sclder Porasiten und führten so zu der Ausfassung de» Kreb e» al» einer Varasitenkrankheit. Wir müssen un» aber die wuc Ar ficht aneignen, datz nichtparasttäre Lrgaiizellen(erste? Stadium) durch Abartung ihre» Stoff- Wechsel» parosttäre Elge, tschaften rrtverbe« können. Nämlich ge- wisse Fermente>« der Allen icn.gen an, nicht nur da? zum Ab- bau best'mmce sonder» auch da« Et weist der Gewebe ab?«- baurn,»irker alko zerstörend. Im Iitsauskstadium erzeugt der LrzanjHmu? Hemmungestoffe gegen diese Ferment«, baut durch sie da» Kreb» eiweitz ab, brii gl b>»wii.en als» wohl selbsttätig Heilungen hervor Diese Kzanktzeitsiwiffassurig lft vielleicht mit der Zeit auch von Nutzen für die Krevfbehandlung. P, Konservenbüchsru nu» Pappe. In Norwegen hat man Konservenbüchsen au» getränkte» Pappe, durch Pressen und Fe-tz-it hergestellt. Da sie zuerst a» der Aufttpfeile schimmelten, tränkt man jetzt den Rohstoff der Pappe selbst, stellt also dir Papye erst nach der Durchtränkrmg her, stat: dc- terlig« Papp« zu tränke«. Run haben sich dt» „Büchsen" bewährt. P- Kunstkalender, vrl Paul Sassirer Ist die Aufstellung»Zeichnungen»nb Aquarelle unserer Zeit" an Sountagrn unentgeltich gu- gang g. Ludwig Hardt gibt morren, Sonntag, S Uhr, Vechsteinsaal, einen„Z r 0 h e» Abend": vl«u!«r. Wied. Morgenstern, Märchen, zwock„Por rät»' Berliner Sckomipieler. Ter GvbächtnisiU'Ovd Pcier«Itrnberg wird am nächste» R iiwoch, den iu. Mörz, adeno»?'.& Uhr. in der Kunstau»stellung „Ter Slorm". Po.Zoamer«lc. lL4», wiedcoholt. Di« Dichtungen rägi»««der Rudolf Biümner vor. Ter deutsche Bückneitver. in nahm nach Beratunq de? neuen Torijver.rage» und de» Noimalvei' ragc» die Forderungen der Genotseitjch«-'. au, die Ab'chailuna der Agenturen wurde jedoch abgeleihnt. Hülsen, der o.» Präsident«irdergcwähft wurde, uiiie mit, du st eine Amnestie aller V eriro-zsbrüche mit b«M betitiott» 7unr in Krait triit Bei MiMschreck. Wem» wo ein Autoreifen knallti Da— offne Spartakusaewaltl Tic Kinder werfen Scheiben ein: DuS- muß'der BolichewismuS fein! Tort bricht man ein beim Juwelier! Der Spartakus erbrach die Türt Der Straßenbahn zerreißt die Schnur» Das ist die Bolchewistenipurl Kurz, was des Dürpers Ruhe schreckt, Ist jpartakistisch und suspekt.— ??iir vier Jahr Krieg und Räuberei. Da war kein Spartakus dabei! etliätl, sich«:chc wichr ouf sur'-stische Tüfteleien etntassen M wollen. Dasselbe Recht muß man«ich den SngeNag!en zu- gesteben. Die Veriediger Dr. Friedländer und Riegner schiollen sich diesen KuSfsid.rui'gen an und p!»diert»n ebenfalls für Freisprechung ihrer Mandanten. Da? Gericht verurteilte die An. r?laaten Ltrauß gu 9 Monaten, Jaehne, Küster, a n z, N i k l a ß und T a u s ch k e zu je 8 Monaten, H err> manne und Wunder zu je 7 Monate« und A i s ch i ck und Prellwitz zu je 0 Monaten Ge'ängni». Die A«g«kU>fl�n S i« g« r i und Sammerfeld wurden freigesprochen. Dem Antrag der verteidgung auf Haftentlassung sämtlicher An» yeklagte« wurde stattgegeben. R. M. Glatter Schwindel. Lm PreußenhauZ spielte gestern der Justizminister Heine den Märchc/,erzählcr. Er erzählte der»hohen" Versammlung, daß am v. März nach dem Hause Schicklerstraße 0, nach dem dort be. findlichen verbaudsbureau, zwei Maschinengewehre gebracht wor- den seien Ein Zeuge sei vorhanden, der diese Angabe bestätigen wolle. Diese Mitteilung ist ein glatter Schwindel. Nichts, auch gar nichts ist daran wahr. Offenbar will man durch dies« nachträgliche Nellauptung, die der Dachschützenphantasie würdig an die Seite gestellt werden kann, den Ueberfall auf unser Verbandsbureau rechti'ertigen. Bezeichnend ist, daß man erst jetzt von dieser täte» schichte mit den Maschinengewehren etwa« erfährt. Bei der Durchsuchung deS Verbandsbureaus ist behauptet worden, au» dem Hause Schicklerstraße sei geschossen worden, wa» ebenfalls erlogen ist. Die HauSluchenÄen haben sich selber überzeugen müssen, daß auch da» nicht zutreffen kann. Aber Herr Heine stellt sich im v reußenhause hin und verbreitet den Schwindel weiter zu dem Zweck, um den Unabhängigen ein? auszuwischen. Er muß unsere Leute geradezu für Idioten halten, wen« er«in« solche Angabe glaubhaft nimmt. Wir halten eS in dieser Zeit allerdings nicht für ausgeschlossen, daß bei dem sauberen, in Blüte stehenden Denn»- ziantenwesen auch da» Sockspitzeltum wieder seine Auferstehung feiert. All« dunklen Elemente kommen wieder an die Oberfläche, jene Leute, die gerade Hein« von früher her kennt und die er in seinen früheren Reben so oft unter die kritische Lupe genommen hat. Aber heute, ist er Justizminifter in Preußen, und da redet er eben«nder». Die Begriffe such vertauscht. Ehemaliger Redner gegen den Belagerungszustand, stellt der Mann sich heut«»IS Verteidiger hm. Und«La find ihm«cht.»in Schauspiel SU Götter l vom nörbkich«« ftviegsftfcmpfol ©rit gestern mittag ist der Berliner Wedding hennettsch abgesperrt. Stacheldräht« find quer über die Straßen gezogen. Stahlbehelmte Männer patrouillieren in Scharen vor dem Draht. verhau. Sie lassen keine« da» gefährlich« viertel passieren. Wer sich innerhalb der Absperrung befindet, wird nicht herausgelassen. Wer von der Stadt die Absperrung passiere» will, darf nicht hin« durch. Di« Bewohner irren stundenlang von einer Straße zur anderen und e» ist ihnen unmöglich, ihre Behausung zu erreichen. Ausweise haben keine Gültigkeit. Sobald sich an einer Stell« < bi» 6 Menschen angesammelt haben und um Durchlaß betteln, werden sie durch.Schreckschüsse" auseinandergejagt. Die Truppen lasse« stch auf Unterredungen nicht«in. Sie drohen immer gleich mit dem schußbereiten Revolver oder mit der Handgranate. Di« ganze Nacht hindurch wurde geschoffM. Kefci Mensch weiß, warum. Obwohl die Sperre schon seit gestern mittag durchgeführt worden ist, ist man bisher noch nicht dazu ge» kommen, nach Waffen zu suchen. Heut« früh wnöcde die Sperre etwas gemildert. E» herrscht aber immer noch vollständig« Planlosigkeit. Einig« Straßen dürfen unter k«inan Um» ständen passiert werden. Selbst Ausweis«, die gestern abend von der Kommandantur unterschrieben worden find, haben kein« Gültigkeit. Zwei Straßen weiter kann«an ungehindert pasfieoen. Man wird weder nach Waffen noch nach Ausweisen gefragt. Diese» Stzst«m d«r Minsche«quil«rei hat 4HHHah»« in Belgien. Nordfrankeich und and«»n»»setzten Gebiet«««v» waltet. Jetzt wird«s im Herzen Deutschlands, in Berlin, ausgeübt. Wer bislang noch nicht wußte, wa» MilitariSmu« zu bedeuten hat: hier sieht er e« mit eigenen Auge». Vesser wie durch diese AbsperrungSmaßnahmen konnte noch nie dt« Notwendigkett der Abschaffung de» militaristisch«» System» dokumentiert werde«. Die Prozesse kn Moabit. Nach«in«« viertägigen Unterbrechung nahm«» Westen, die sogenannten Sportatu»prog«ffe in Moabit ihren Fortgang, vor der Strafkammer L stand der Beirat B« nada vom 10». Polig«». revier, der am Sonnabend, den 1l. Januar, in» Palizchprasidiu« gegongen war, um sich Information über seine»veitere Tätigkeit und ausstehende Ahnung zu holen. Er wurde am Abend nicht mehr hinauSgelofsen und geriet dadurch am Sonntag früh nach der Einnahm« in die Hände der RegierungStrnppen. Obwohl der al» Zouge geladen« Stericrvorstcher, Polizeileutnant Bit Je, der revolulionären Institution der Beirät« nicht gerad« shmvathisch gegenüberstand, mußte er dem Angeklagten doch«in rühmende» Zeugnis ausfteven. Da« Urteil lautete aus vier Monat« Gefängnis.— Wegen Alstruhr ,md Sandfri«d»n«druch hatten sich»or der 10. Straflammer zwölf Arbeiter der Schwarykopff. schen Fabrik zu verantworten, die in der fraglichen Woche zur .BorwartS"»Btsatzung gehörten. Auch in dieser Verhandlung operierte der StaatSanwält mit angeblich vom Roten Sotdatrn» bund aufgestellten Kompagnielisten, gtgen deren Berwenduna bei der Beweisführung der Verteidiger Dt. Weinberg all Spitzelarbeit protestiert«. In seiner Anklagerede wie« der Staatsanwalt auf«inen vom Jrsttizrat Dr. Werthauer in der.Freiheit" veröffentlichten Artikel, hin. der fichm nicht E schrieben worden wäre, wenn der Verfasser den heutigen v«r. nWungen beigewohnt hatte, di« erwiesen hätten» daß«S sich i den Besatzungen tcrllächiich um ii ff»nt lich zusawmen gerottet« Haufen aebandelt habe., RechtSanwatt Theodor viebkn«cht ltgtr daraus in seiner Lerte'digun-'Seede energisch Protest ein gegen die tendenziöse Darstellung de» Staa-Sanwall« über die Motive der Angeklagten. lvo gerade n, d« jetzigen Zeit durch unrichtig««naaben über dt« Ermordung der Lichtenberger Schutzleute, über d,« Erstürmung der Bötzowbrauerei u'w. ein» wahre Blutstienmuna in der Bei- iiner Bevölkerung erzeugt wcrdel Entgegen der Auffassung de» StaatSanwa-lt» ist in der überwiegenden Zahl der jfäll« festgestellt worden, daß eine Konirolle bei dem Eintritt m dt« be- sttzten Gebäude ausgeübt worden ist. Auch Dr. Weinberg knupste an die Ercign'sse der letzten tage an, die bestätincn. daß da» öffentlich« Recht seit dem 9. No- »cm der ausgehahen ist, Hot doch der ViLichSwehrmtnister Koste j Parteigenossen! Denkt an unsere Revolutionssammlung! Verbrecherischer Leichtsin«. Von einem Augenzeugen wird un» mitgeteilt:.Ich wohne in der Brückenstraß« und wie Ihnen bekannt ist, ist die ganze Gegend bei un» durch Drahtverhaue und RegierungStruppen abgesperrt. S« wird den ganzen Tag, soweit wir feststellen können, von den Truppen mit Gewehren und Maschinengewehren ge- schössen, ohne daß man etwa» von.Spartakus" z» sehen bekommt. Mittwoch abend benutzte ei« Soldat der Regierung ein in unserem Hause gelegene» Klosett und ließ sich vom HauSportier zu diesem Zweck einen Schlüssel g«ben. Ein paar Minuten später wollte di« Tochter unsere» Portier»,«in Kind von lv Jahren, dasselbe Klosett benutzen und ri«f nach ihrem Vater, daß sich auf d«m Klosett etwa« befindet. Al» der Vater sich überzeugte, um wa» eS sich handelt, bemerkte derselbe, daß«» zwei Handgrana- t« n waren, welche der Soldat au» Fahrlässigkeit vergessen hatte. E« ist hier wieder ein Beweis, wie nötig e» ist. daß die ZloSke- gard« so bald al» mözlich zurückgezogen wich. ES wäre doch hier leicht mögktch gewesen, daß«in unschuldige» Kind durch die Un- Vorsichtigkeit eine» Soldaten sein Leben eingebüßt hätte. Zur selben Zeit wurde eine Frau, welche auf dem Wege zum Ein laufen war, von eine« RegierungSsokdatrn dnrch«inen svgenaan. ten Bchrrckschutz«»geschossen. ES war die» an der Eck« Runge und Brückenstraß«. Um die Sache zu vertuschen, hieß e» natür» lich wieder, e» sei von einem Spartakisten vom Dache geschossen worden und sofort fetzte«in mörderische» Gewehr- und Raschinen- gewehrfeuer«in, u« den Bewohnern miserer Gegend zu zeigen, wie sehr der Regierung« spartaku» auf dem Posten ist." Da» in vorstehende» Zuschrift gerügt« sahrläffig« Liegen» lassen von Handgranate« scheint übrigen» bei den Regierung»- truppen ein« beliebte, dafür aber eine um so gefährlich«« Manie zu sein. Tatsächlich hat W-fe auch schon«in Opfer gefordert. Gestern nachmittag spielten einige Kinder auf einem Bauplatz am Schönhaus« Tor. wo kurz vorher RegierungStruppen gelagert hatten,«i» etwa»jähriger Knabe fand dort ein« Handgranat«; er zog st« ab. die Granat« explodierte, riß dem Knaben die link« Hand weg und zertrümmert« ihm die Schädeldeck«. Auf der Anfallstation konnte nur noch der Tod festgestellt werden. Etn ähnliche»«nglü« ist vor einigen Tagen in«eu««n nur durch einen Gtü-k«umstcmd verhindert worden. Auch dort hatten RazierungStruppen auf dem Straßerwam« an der Ecke der»eis«- und Mahlower Straße eine Eierhandgranate liege« lassen. Ei« Knabe nah« sie auf und zog sie ab; a»«r ftthit«. daß die Gm- uate heiß wurde, warf er sie weg.»nd schon explodierte dies« mit laute« Knall. Glücklicherweise wurde leme» de, Pchkreich st» der Nähe Kiel�pdG, Kinde, geftojseu. Oir CtnUfcroUufurtU»»»«ckt wir». 9m Ben I«. Mär», gegen» Uhr abend»,«tönte in S«,«»»orf da» Fanerstgnal. Die ftuiwi««» Ütmariß begab sich psttchtgsmaß zu« ttutichaBengeMhdt*. um mit der Spritze nach»e« vermeiut- ttcheu Feuer heed oaBzudUc*. Ast» sie gerade st» Begriff waoen. die Speitze«ch dt» Straß, zu bringen,«mne» Angehörige der Bitrgerwehr. de«» WachAotal«n demfekben Hanse»ntevgedvach ift zu den Feuerwehrleute« und sogton ihue», daß sie nicht a«»- zurück«, brauchten, Keuer toä««ergend» auägebmchen» ihr Brandmeister wüßte Boschetd. da» wäre da» Signal fstr dte«w- genoehr gewesen. Deeft sat alarmiert Wochen, weil ihuan an» Frohnau telephonisch die Nachricht übermittelt Word« ist. daß Spartakisten, erst SO. dann 70 a» der Zahl, au, Tegel im An- zuge seien. Gelbswerpändkich kamen«Ale Mann zn Haus. Kampf- bereit, eifrig bemckschlagwn fte den OpeeatwuSpla». Hier und dort sollten wachen aufgestellt werde», u» de« gefährlichen Feind bevor er an Frohnc« heeankommt. abzufangen,«ampsgier sprach an» alle«»Aeuon. Gütig«» Zureden vernsinsttger und«cht«- denkender Mansch« war vergeblich. Wer weist wa» w, stn Schilde führe«! Und al» ihn«»ntgegengehalte» wurde, warum dir Spartakisten nun gerade von Tegel mM Umgehung von HermSdorf nach Frohna»,»um«ngrifs marscheere« sollten, da fte bann doch den Feind HermSdorf im Rücken hätte», wurde er- widert: Wer weiß, wo» sie st, Frohnau vermute»!«de,— die Sache kam ander«, von Taft»öley war»er«larmtuf auchn» gange». Ob er nun au« Ueberenut oder inschge zuviel getruu» tenen West»««ntstande» ist. ist noch nrcht aufgeklärt, dach genug, «g war blind«,«llarnr. Di« vermeintlichen Spartakisten au» Tegel schliefen wechrscheiuftch schon den Schlaf de» Gerechten, dach- ten nicht cm Hermadorf. nicht einmal an die kamvsbereit« Bürger- wehr in HermSdorf und— hie, zogen sie kompsbewi» au», brach- ten dt« Bürger st, Aufruhr und werden, um»u zeteen,»aß sie noch da sind, höchstwahrscheinttch«ch oftmal» Feuer«nfen. solang« bi« dte Fabel vom Schaf und Wolf sich auch bei de» HermS- darfer Feuerwehr bewahrheitet.- 1200 Mark Jah?e,«irt, fti» zw««kusiea. fMt außerdem noch eine besondere Vergütung bietet ein Wohnungzuchenber stn .Trepwwer Anzeiger". Wir verstehen solche» hohe Angebot, da« einen Rekord darfirtlen dürste, au» der allgemeinen Wohnung«- not heran». Dennoch ist«» verwerfliche weil dadurch de» Hau». besitzcrn immer mehr der Kam« schwellen muß»nd sie in der Sucht räch wetteren Riet» ste»gerungen nur rn-ch gestärkt werden. Sicher hat diefer Wohn�giucbrnd». dem da» Geld ftir Miet»« Wucherer s» las» fitft. st inen Zweck schnell«rrticht. ErwerbSlosrnsvrsorze Grotz-Berlin. Die wissenschaftlichen Lichtbildvorträg« der BilduugSabcritung werden voraussichtlich am Montag, den LS. März, wieder begonnen werden. Dst bereit» gelösten Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. Da»«ese-Theoter ersucht un» müzutrilen, baß rntgeaen anders lautenden Kachrichie» die Vorstellungen ab Sonntag, den lü. d. M.. wiedcr«msgenonime» werden. Die für dte Abecch. wie Nachmittagsvorstellungen bereit» gelösten Billett» werden täglich an he« Kasse eingetauscht; Saz'ales. Einstellung, Entlehnung und Enilasiung von Angsstellke«. Bei vielen Gewerbetreibenden und Handwerkern besteht Un. flarhrit darüber, ob die in den Verordnungen vom 4. und L4. Januar 19tS(ReichSgesetzbüttt Seite S und 100— 106) enthaltenen Vorschriften über ZuISssigkeit von Kündigung und Künd»- xungSfristen wäbrend der Zeit der wirtsstaktlichen Demcchilmachung sich nur auf di» wieder angestellten KriegSteil- n e hm« r und die bei dem Inkrafttreten dieser Verordnung dar- handenrn Arbeiter und Angestellten erstreckte oder allgemein auf sämtliche Angestellte und Arbeiter, die«« einem späteren Zeitpunkt eingestellt werden. E» wird deswegen hierdurch wiederholt darauf hingewiesen, daß jene Vorschriften nur auf die wieder angestellten Kriegsteilnehmer und die bei de« Jnkrafitrcten der Verordnung vorhandenen Arbeitnehmer Anwendung finden. Die bei Gewerbetreibenden und Handiverkern bestehende Be- fürchtung, daß sie Angestellt« und Arbeiter, dst st« jetzt zur Be- wältigung vorliegender Auftrag« einstellen würden, nach Aufhören der Arbeit nicht wieder entlassen dürsten, entbehrt somit jrglich« Grundlage. Einstkllmigszwang zugunsten Kriegsbeschädigter. Durch Verordnung vom 1. Februar ISlL hat da» ReichScnnk für wirtschaftliche Domobilmachung verfügt, daß Echwerbeschä- dizten frühesten» zum 1». März gekündigt werden darf. Diese Frist ist durch«ine neu« Berordirung bi» zum 16. April verlängert worden. Anrecht österreichischer Staatsangehöriger ans Wfeber- einstellnng. Da Zweifel auftauchten, ob die verordnunz über die Wieder� einstellung der Kriegsteilnehmer sich auch aus österreichisch« Staatsbürger beziehe, hatte da? Berliner KaufmanuSgericht eine diesbezügliche Anfragt an den Staat»s«kretär de» ReichSnrbeitS- amte« gerichtet Jet>t ist von dieser Seite ein« besahend« Antwort eingegangen. Die Ve ordnunz solle sich aus alle Krieg»tellnkhm«r beziehen, die in deutschen Betrieben gearbeitet haben und von d»rt au» eingez-igen wurden. Zwischen deutschen und österreichischen Staatsangehörigen soll« darin kein Nnierschied gemacht werden. Die österreichischen Handlung», und Gewerbtzehilfen genieße, demnach al« Angestellte deutscher Firmen denselben Schutz, den sie nach dem schon länger in Oesterreich bestehenden Gesetz in ihre« Mutterlande genießen würden. Am de« organisaklsne«. MlmerSbrrf. Sonntag ftüh von 9 Uhr ab findet in allen Bezirken eine Hausagitation für die.Freiheit" und eine Hand- zettelverbreitung für dll- MitgNederversammluna am DienStcrg statt. Material kann vom Parteiburoau, Meselarstraße 2S (Laden) abgeholt werben. Dienstag, den 18. März, abend» 7sf Uhr. Mitgsiedebvee- saemnlung m de, Aula der Blkteria-Luisenschul«, Gaftemer Straße. Ecke Uhtandstvaße. 1..Der Parteitag d«r U.S.P. und dt« politisch« Lag«'. Ref.««nofsi, Anna«emitz. L. Freie«uckfprache. Zahlreiche» Erscheinen der Mitglieder ist dringend erwünscht. Sch«ar»e»d»rf. DienSta», den 18. März, abend« Punkt 7 Uhr, findet in de, Aula de» Goeche-Lyzcum». Spandauer Straße, ein Ernster Abend zum Gedächtnis de» 18. März 1848 statt. Rezieatione«, Musilvorträge und Vortrag. Eintritt»- karte« zum Pwchje txm 80 Pf. bei»en Mitglied«»«. Spiel imd Spott. uni knapp« »est Fußball. Am 16. Mir« 181» finita auf dem Herthaplotz« w Relmckeadors, EchiUeroromenad« 4», nachm. Z% Uhr, da» sallig, Bev bandespiel der Märkischen Spicwcrcinigung zwischen Ficht« 4 Hertha 1» statt. Der kpielftärk« nach ist guter Sport und«m km Steg Hertha» zu erwarten. Am Sonntag, den 1«. Mär» empfängt der». C. C Sperber 1911 (TL d. A-r-B.) ans dem Städtischen Speriplatz in Reukölln, Dr-iip alle«, nachmittag« tü Uhr, seinen In der«losi, schwersten Gegner, den Inrn-und Spert-Veret» Adler»»»s(51. d.».-T.-B>. Di« Frei» Turnerfchaft Reukliln-Vrltz hat in vrttz jetzt wtade« folgend« Adleilungen und Turnobend» eiöfsnet: Schülerinnen-Abtig.! Dienetag, vea S— S Uhr. Krauen-Abttg.: Dienstag«»en»— lv Uhr Schüler-Abtl«.: Donneretag»»on t—9 Uhr, Männer» und Lehrlinge- Abtig.: Donneretag« von 8—10 Uhr abend» in der Echuliurnhail« Werder�l utz«.— Freund« de» lurnfporto bitten mir. un« wieder zu besuchen. Aufnahme« merden aus dem Turnsool entgegengenommen. Dortselbst können stch auch Fukdallspieler meid«,, dl» gewillt sind, stch unserer«dteUuag enzuschlietze». Verantwortlich für die»edaktlen Alfred Wielepp, ReukSlln. «erlagegenossenschaft.Arecheit".«. G. in. k. H., Berlin.— Druck dta Wndend ruckerei un» verlagegesellschatt m.». H., Schiffbauerdnmm Ist Sucher öer Familie von Frau vr. Anna Fischer-Dückelmann. 20. Auflage mit»Wen Llluftratlonen und einem zerleg- baren Modell de» Frauentörpers in der Entwick- lungoperiobe. preis geheftet». S.—. gebunden m. S.50. Ferner ist in neuer Auflage erschienen: Die 5rau als Häusärztin Ein ärztliches Nachschlagebuch der Heilkunde von grau Or. Anna Fischer-Dückelmann. Miwonen. Ausgabe, 1037 Seiten, über 600 Illustrationen, 43 Kunstbeilagen und einem zerleg- baren Modell»on Mann und Frau. Aus dem Inhalt: Teil I. Gestrnbheitspslege, Geschlechtsleben, praktisch« Regeln für die Che, Langlebigkeit usw. Teil ll. Geburtshilfe, W ochenbett, Kinderpflege usw. Tell III Frauenkrankheiten. Teil IV. Bestimmung der Geschlechter, Kinder- lostgkeit, Unfruchtbarkeit usw. Brei» de» Werke» in Prachtbanb bei franko Zusendung M. 36.-. Das EeschlechtMea des Veldes. Zu beziehen durch: Vogler& To.. Berlin V S. SSthener Ar. 27. Abi. 8