klnzesprns 10 pfg ♦ �ahraang 2 9b tut»«wen»«w«vi«wremv. GM"W�u�r1****»»'Ca»'*•' nr»iVt �uUrfluvi�'«• �aa» ü> ¥»*0)5• fWtt«» t.V(«WH bcrfl»«» 4"W»fth«iut|■-?-n Kaum«Klein« Knjlt�ev* bas tettq«Hru<5:« EPort iO pi.'.tfis* a«iiei> N)sr» 20 Pf. Teueruaq.zufchkag 60°,«, 5t* jfamUien» und Verfamm!unu>»-.;<» Auschlaa rort Inserat« für den daiant» koigeii�en l�ag atusj«»» fp�teüe/,» o»»»'.Uze nuwnultaqs de« See L�edition auft�e�eben sein tf'UittMtou: Verl»» NW ti Lchtffbauerdamm IU �ernjpzcchsr: Aua Norden WtiS. Sertmer-Organ bor Umbbänmen SojinlömoFratic Oeutjtblanbs ■.•*;.'» �xs?tSA>»?- �--'t'■■.%,;%<■•■.. rV'-»-y<"».• -.32, -?r?W 3iim j Äoäfe uüö seine Erzieher. . �>n 17. Februar snnd in cinrm Nerlincr Hotrl die Hoch- Ztlt des Hauptmanns Waldemar P a b st statt, der nach oen unwldxrltiztrn Mcidiiiistrn der„Roten A-ahnc" dringend oex-üctljilfc an den Mordtaten im(rdendotel verdächtig ist. �em„estc wolznte auch der berüchtigte Hauptmann von P f I u g. H a r t u n g bei. Tie.Hochzeit stand unter dem de. londcren Schübe der Soldateska, dir nicht nur die Neben. räume der Fcst.äle, sondern während der Zraunnq auch die «irchc bewachte. - bürste die breiteste Lesirntlichkcit interessieren, dast «n dieses. Hrchzeilc-fest folgendes Telegramm des„Arbeiters" •KoSke hineinplante: „Seiner treuen Stiche und dessen junger- Gemahlin 'endet die herzlichsten Glückwünsche Äicichswehrminister N o S k e nebst GH es des Stabes Major von G i l s a." . Ter Bräutigam verlas das Telegramm und ttlumphiertc: ,/a.rr lernt ja schon Maau�a,,«n, haben wir ihn nicht fl«t erzogen?" !er Scließerlatz avs dem Edenhokel. Tie„Politiicsj.Parlamenlczri scheu Nachrichten" des Herrn Hotrichter verbreiten unter der Ueberschrist„Stein ge heinier Ossiziersbcfehl" folgende Meldung: VcrschioScinlch ist davon gesprochen worden, dast ein gehei- OsfizicrSerkatz airgcorduel haben soll, es irtiren auch die veute zu erschießen in deren Wohnungen Waffen ge- t u n d e n werden. Den P. P. R. wird an zuständiger Stelle er i f*'. ein solcher Erlag, der sich in krassem Widerspruch zum �rlaß prS RcichswehrministerS befunden hätte, gar nickt er» Langen ist; vi so!, jedoch noch sejlgrir.tl: werden, tvic das Sc- "chr von diesem Erlaß ouftommcn koni ic. Das Bestehen des betreffenden Befehls ist zuerst von "nZ ausgedeckt worden. Tic Nachricht darüber stand in('er �onntagmorgenausgabe unseres Blattes. Obwohl die � a r ü e k a v a l l e r i e i ch ü tz e n d i v i s i o n einen eigenen Pressedienst unterhält und sonst init„Berichtigungen" gleich Sur Hand ist. hat sie sich bisher nock nicht veranlaßt gc- lohen, uns mit einer solchen..Berichtigung" zu beglücken. �ie überläßt es der sattsam bekannten Korrcipondeuz des Herrn Hosrichter, unsere Behauptung zu„widerlegen". Diese "Widerlegung" gibt mis teinerlci Anlast, von dem, was wir behauptet haben, auch nur ein Jota zurückzunehmen. Es mteressjeet uns an ihr nur soviel, daß man den Verbreitern vwses„Gerüchtes" auf die Spur gehen will. � Danach scheinen der Gardekavallcrieschüvendivision die Aussagen die uns von Zeugen gemacht worden sind, welche blten Machthaber entsprechend, aber völlia ungeeignet geworben zu sein. Sie will daher den Zeugen auf den Leib rucken. Ein? bequeme Methode, durchaus dem Geist der >'«> bereit erklärt haben, sie zu beeiden, höchst unbequem � Wahrheit zu verhüllen. tf-« scheu Straße auch llnschuldige zum Opfer gefallen se i n s o l l e n. Er meldet als besonderen Kall, daß sich unter den Erschossenen auch ein gewisser R ö s» e r, Fidicinstratze IS. l> runden habe, der nach Äussage seiner Ehefrau seinen durch l'tranatschuss schwer verwundeten Arm noch in der Binde trug und gar nicht fähig war, Wasfr» zu trugen. Die Leiche dieses Nlannes soll»ach Aussage der Frau noch beraubt wordeu fem. Der Tepalfiihrer des Depo: II bekundet, daß er beschimpf: und ge- schlagen wurde/akl er'sich um die Freilassung der Inhaftier- lc» bemühte. Die Angaben der Zeugen stimmen durchaus. ES wurden aber nicht erst den Toten Gold und Wertsachen abgenommen. Vielmehr wurden sämtliche Matronen beim Betreten der Bureau- räume umersuch! und Gold- und Wertsachen verfielen dnbci der „Befchst'gnabmc". Wer eine größere Summe bei sich trug, wurde ohne weiteres als Räuber und Plünderer bezeichnet und mit dem Tod? bedroht. Wir iöuiien außerdem»och milleistn, daß auch einige Leute deshalb ericbosscn werden sollten, weil sse Mitgtiedsknrten der II. 3. P. T. bei ssch trugen. Diese Leute waren sthon im»ose mit aufgestellt und bauen bereits mit dem Loden abgeschlossen. Erst durch Ta.zMif.he-i:»tc!i.eine.-dauPtmaunS. wurde"an der Erschießung dspser M:«Ik"äbigeskw'n.' S:.e wurden beisc-ite ge- stell: und sahen mit eigenen Auge» Sem»chrecklicken Bor- gang zu. Später wurden sie mit noch anderen Gefangenen- nach Moabit tvansportiert. S:e find seelisch völlig zusaminengebrocheu und erleiden die fürchier ichlten Quaken, da ihnen das Schreien und Jammern der beklagensioerten Opfer Tag und Nacht in den Ochren liegt.__ Mrzfeier. Der boyriDe La dkay. Münckun, 17 März. W. T. B. Ter bäuerische Landtag trat heute vormittag wiedernm an LandtagSgcbäudc zusammen. Es waren auHorgewöhnliche Sichcrhoitsmatziiaöinen getroffen worden. Die Sitzung wurde crbntiei durch die stellvertretenden AltcrSprÄidri.ten Dr. Äochbrwuner lBaqerisckie Bollspartei), der die Abgeordneten begrüßte und dem Abscheu über die blutigen Ereignisse in der ersten Sitzung des Hauses Ausdruck prrti. Das Haus hörte soiiie AuSsiibruiigeii stcheird an. Zum Präsiden- len wurde der Abgeordnete Franz Schmidt lMehrheitSsoz.) geivahtt.- Darcus wurde nach kurzer Beratung das Staats- grnndgesctz rn erster und zweiter Lciung angenommen und der Abg. Hoffmann lSoz.' mit der Wahrnehmung des Pastctis deL Ministerpräsidenten einstimmig betraut Ein Kali abkommen. Berlin, 17. März. In Rotterdam R beute das Abkommen über die Liefcrung von Kali nach England abge- 'üilossen worden: e§ ist nicht ausgeschlossen, daß es noch zu einem weiteren Abkommen mit Amerika kommt. England ninrint LtlvtllZ Tonnen ab, deren Ertraa der deurichen Regierung gutge'chricben wird, um aur die Bezahlung der Lebeiis.nittcl angerechnet zu werden. 10 0OU Tonnen gechen über Hamburg oder Bremen, 20000 Tonnen über Rotterdam. ie Bezahlung der LebeuS.nittcl Tonnen gehen über Hamburg iber Rotterdam. Vichon üher die Lage. In �ie EfstHejjtfiP der Motto Die„P. P. N." teilen mit:»n.«..«.» Tic verschiedenen Gerüchte über Erschiessung M»• � b5r»ranzofifchen Strafe haben den;hC'!l'" 6cn um eine beim Rrichswehrmlniiter v«r st ellig zu, �....-■■■ issirtlgc Nnterf-ichung der ketennzeichneten � acricht- könne der Völlerbundplan nicht durch die veranlassen.-eitei.S«es Neichswrhrm.uifterS wurde d.e»cht nach könne ie r«»tie_-.»ss.„,„., '"he Untersuchung änge-rdne.. Tiefe selbst ist. w.e d.."P-*■« "fahren, auch bereits eingeleite» wardrn. . Es wird höchste Zeit! Natürlich � /�den" die suchung nick,: von denjenigen stellen geführt �wero �. � an der Erschiestting irgendwie beteiligt waren. che volle Wahrheit nie aus Licht. Wir wr.' Pari«, 10. März. Bei einem Empfang der alliierten Journalisten faglc Pichon nach einer Havasmeldung unter anderem.- Die deutschen Schiffe, die zur Versorgung Deutsch. lauds dienen werden, sollen einem inleraltilerten T r a n S p o r: a u s sch u ß zur Verfügung gestellt werden, ohne in dessen Besitz üvcrzugehen. Ihr Sch.cksal wird von der Fri«. dcnskonfcrenz selbst geregelt werben, Auf die Frage, ob der Völkerbundptan in den Friedend- t-ertrag aufgenommen würde, iagie Pichon, die Frage sei von dem Zehncrrat noch nicht offiziell anggstchnitten worden; seiner An onst kommt fordern daher die Friede nspräliminarien festgelegt we den � Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen den B™/! rnmanen und oem Frieden-vcrtrm, selbst erklärte Pickion die Fe, e d c n s p r a l> m i n a r! c n b, I d r i e n aruüdsäd tick. da« er u"dam e�n t des Friedensvertrages �.-ese- ö nB �...,,------ fleffftH1!"8 C'ner unparteiischen, mit allen Vollmachten aus- Öq>.s f. Konimission, wie sie bereits in der Preußischen uaesoersauiiilliina von der Zrakt'"» ö»? 11. S. P. D. de- dcsvcrsammlung v" ""tragt worden ist. Kat der �'chl ch.»------„„ Er lommt damit zwar iSof,. V,,: ssnd tut d.cs sicher»ich! aus eigenem Drange nach ..-?e.t. Bielmehr ist cr von Zeugen bestürmt worden, und �fert. 'öelbft der.BornuirlS' steht sich jetzt veranlaßt, zu ..Benerschießung Stellung zu nebmc»'' �" ü und tut d.cö sicher nicht au Vielmehr ist cr von Zeugen doa'h""' o. M M vorgeiragene Material veranlaßte chn denn, leinen Lesern versicherte, die fr UKUteklea, daß dem»summarischen Verfahren" m der Französi- j f e n n u n g d unvPCi/vttiyzi�v*» w---- o------ dt--- � ie: nicht daran zu Pvlnfgtn. daß diene Stualsform für jenes Land selbst Vorteile wirischastlichcr, m lttarischer und hirndelspolitischer Art beinaen werde. In Bezug aus Polen sagte Pichon u. a.: Tie Abreise pol nifcher Triwoen nach Dan zig ist glundsätzlich beschlossen; fran zösssche Offiziere sind ebenfalls beauftrag,, nach Polen zur Per stärkun« des Heere? zu ch'hen., Uevcr die bolscheivistische Gefahr erklärte Pichon die Frage werde bald auf die Tagesordnung gefetzt werden.~ '>-■>------ r: r ji.- er? � � � � f a V: „Noch sind nicht alle Märze vorbei.. G. H e r w e gh. Tie erste Märzfeier im revolutionären Deutschland. Die Zwingburgen der Monarchie sind gefallen. Der Mili- tarismus lmt einen furchtbaren'. Schlag erhalten. Vieles von den Forderungen der bürgerlichen Revolutionäre von 18-!8 ist Wirklichkeit geworden. Würde es sich bloß um die Verwirklichung dieser Forderungen lxmdeln. so könnt« man heute triuinphieren. Man könnte die Gräber der Märzgefallenen mit Emblemen des Sieges schmücken und stolz verkünden, daß das Werk, das sie begonnen, heute vollbracht sei. Möglich, sa wahrscheinlich, daß der heutige Tag von bürgerlichen Demokraten und ihren rechtssozialistischen Mit» Käufern in solchem Sinne ausgeschlachtet werden wird. Das klasjenbewustte Proletariat macht diese Kowödie nicht mit. Es Weißid-D- ,irr?,e qesch'chtlichs Bedeutung des November« sicges sehr wohl zu würdigen. Es bat mit Feuereifer ge» kämpft für diese erste große Revolution in Deutschland. Aber weil eS sich über den ungeheuren Abstand zwischen 1848 und 1919 klar Rechenschaft abgibt und genügend aus der bürgerlickien Revolution des 19. Jahrhunderts gelernt lxlt. läßt es sich durch.Zurückdrängung auf die Ziele der bürgerlichen Demokraten von 1848 nicht von der Bahn seines großen sozialen Befreiungskampfes fortstoßen. Dieser Befreiungskampf ist durch die sedige Etappe der deut'chen Revolution aus das sckssverste bedroht. In ver- änderter sform spielt sich jetzt in Deutschland derselbe Prozeß ab. der auf die Zebruar-Revolution der Pariser Arbeiter die Iuni-Schlachten, auf die Berliner März-Erhebung die Sep- rember-Kämpfe, auf die Pariser Kommune von 1871 die Ffiisiladen der Kommune-Schlächter setzte. Noch steht Berlin unter den Nachwirkungen des Standrechts, unter der.Herr» schait des Belagerungszustandes. Noch triumphiert im ganzen Reiche die ei'erne Zaust einer scheinsozialistischen Regierung, die, ebenso brutal wie unfähig zu schöpferischer Arbeit, die Mission der Covaignac und Galliset, der Brandenburg und Windjichgrätz übernommen zu babcn scheint: Die große Gefahr, die diese Regierung bedeute:, besteht darin, daß sie die Gärung im Volke io zu steigern und die Konflikte derart auf die Spitze zu treiben im Begriff ist. daß beim geringsteu Anlaß ein gewaltsamer Ausbruch erfolgen kann. Die instinktive Erkenntnis dieier Tntsack>e bildet die Griindlagc der allgemeinen politischen Unruhe, der panischen Znrcht und Entschluß, lojigkeit der bürgerlichen Klassen. Sie flößt aber andererseits dem kämpfenden und leidenden Pro» letariat die Zuversicht ein. daß es nach dem jetzig»» Rück- schlage sich um so mächtiger erhoben wird, um die Lücke zwischen 1818 und 1919 ausfüllen zu können. Wenn der mächtige revolutionäre Anlauf des Pariser Proletariats und die schwächeren Bewegungen in Berlin nnd Wien schließlich niedergeworfen wurden, io liegt das an der Unreife der damaligen ökonomischen Bedingungen. Diese Bedingungen sind setzt für den Besreiungskainpf des Proletariats unvergleichlich günstiger- Sie haben nickt nur die Voraussetzung geschaffen für die Besitzergreifung der politischen und ivirtjcha'tlichen Macht durch das Proletariat. sie haben diesen Akt zu einer historischen Nor- w e n d i q k e i t gemacht, nachdem das privatwirtsckxiftlickze.. itatistisckie Snstem im Weltkriege Schissbruch erlitten und unfähig erwiesen hat. aus dem Trümmerhaufen des Krieges die wirtschaftliche und staatliche Exii.enz zu sichern. In Erkenntnis dieser historischen Notwendigkeit ehrt heute das deutsche Proletariat das Andenken seiner nanien- loien Vorkämpfer vom 18. Marz 1848. die durch ihre revolu- lionärc Auslehnu«g geaen den absolutistischen Iunkerstaat die Bahn freimachten nicht nur für die Schönredner des frankfurter Parüunents und die bürgerliche Temokratle, MMIW�W�WWMWWWMWW�W(Sz... ravOstsche Regierung habe niemals die An-i wndern auch für die revolutionäre Bewegung des deutschen er Sowjetregierung beschlossen. Prolelaciats, das in den nachfolgenden Jahrzehnten in Mer, Ausbauender Arbeit die Grnndlacie schuf für seinen sozialen Befreiungskampf. An dem Wendepunkt, an dem fetzt dieser Befreiunas- kämpf steht, schöpfen die deutschen Proletarier Mut und Zuversicht aus dem unbeuammen Wirken ihrer Vorkämpfer. wie aus dem pemeinsamen Voraehen ihrer Klassenaenossen in allen Ländern. .Die Besten müssen sprinaen in den Rist der Zeit, nur über ihren Leibern schliestt er sich, nur ihre Leiber sind der seltne Samen. aus dem der Völkerfreihcit üppiae Pflaiue atüaend hervorschiestt. ein« Welt befruchtend/ Erinnerung zu bringen. Sie hat das heute eigentlich nicht mehr nötig, nachdem sie während des Krieges ihren imperia. listischen und nationalen Charakter zum deutlichen Ausdruck gebracht hat. Diese neuen Debatten im Abgeordnetenhaus haben(je- zeigt, daß die Mehrheitssozialisten Feinde des revolutio- nären Proletariats sind, dast sie keinen Funken Verständnis für die Ursachen der tiefgehenden Bewegung der Zeit empfinden und den sozialistischen Grundsätzen längst un- treu geworden sind. Für uns doppelt und dreifach Veran- lassung. fest und entschlossen im sozialistischen Kampfgeist zu arbeiten trotz aller Sozialistenhetze! SoziuMlihefte nach altem Nezepk. Sozialistenhetze unter einer angeblich sozialistischen Regierung klingt zwar recht sonderbar und doch ist es Tat- fache. Das haben die Verhandlungen in der preustischen gesetzgebenden Landesversammlung über den Antrag der Unabhängigen sozialdemokratischen Fraktion aus Aufhebung des über Berlin verhängten Belagerungszustandes und des Standrechtes mit nicht wegzuleugnender Bestimmtheit er- geben.„..... Mehr noch: Schlimmer und niederträchtlger ist die Sozialdemokratie im alten Treiklassenparlament von der herrschenden Sippe und der reaktionären Regierung des alten Regiments bekämpft worden, wie am Freitag und gestern die Unabhängige Sozialdemyokratie rn dem auf Grund des„freiesten aller Wahlrechte" zu- sammengesetzten Parlament. Regierung. Konservative bis zu den Mehrheitssozialisten hinüber bildete eine geschlossene Phalanx gegen unsere Partei.' Die Mittel, deren sich dieser Block gegen unsere Partei bediente, waren die alten abgebrauchten des früheren Systems; kein Haar anders. Unsere Partei ist dieser Koalition der Störenfried der Ruhe und Ordnung; sie stört diese Kreise in dem Bestreben. die bürgerliche Republik zu festigen, denn selbst Konservative erklären, sich mit den neuen Verhältnissen abfinden zu wollen. Unser Verbrechen ist, dast wir Sozialisten sind und auch bleiben wollen; dast wir fest entschlossen sind, das sozialistische Ziel zu erreichen, während sich die anderen gemütlich einrichten wollen. Das darf nicht sein und so geht der Kampf dieser Fronde gegen den gemeinsamen.inneren" Feinds gegen die un- abhängige Sozialdemokratie. Es ist ein Schauspiel für Götter und wir hätten nur den einen Wunsch, nämlich den, dast die Arbeiter den stürmischen Sitzungen in diesem neuen Parlament hätten beiwohnen und sich durch Augenschein von dieser Art der Vertretung des Volkes hätten selber überzeugen können. Die Kcmrpsesweise dieser Koalition war furchtbar niedrig. Wer jemals die Ansicht einer Einigung vertreten haben mag, der must nach dieser Kampsesweise zu der Ueberzcugung kommen, daß mit solchen, i an Machtkitzel leidenden Partewertretern, wie diese Rechts-> sozialisten sind, an eine Einigung nicht zu denken ist und� daß die Arbeiter sich schon damit abfinden müssen, dast die Einigung nur auf dem Boden der rcvoluiionären Kampf- � ziele des Proletariats erfolgen kann. Regierung. Konser-� vative, Zentrum, Demokraten. Rechtssozialisten, alle arbeiten ten nach demselben Rezept. Die Spartakisten haben die sinn- losen Schießereien der letzten Z«it veranlaßt und die Un- abhängigen gehören mit den Spartakisten zusammen. tragen vielmehr durch ihre wüste Hetze die Hauptschuld. Die „Freiheit" bereitet den Boden. Das Truppenaufgebot und die getroffenen militärischen Mastnahmen sind nur Ab- Wehraktionen, sllr die in letzter Linie wir die Verantwortung tragen. Auch der Generalstreik ist unser Werk. Unser Redner O b u ch wies nach, was uns von Spartakus trennt daß wir blinde Gewalt bekämpfen und weil. sie anti- sozialistisch ist. Dast solche Darlegungen in diesem Paria- ment tauben Ohren gepredigt werden, ist selbswerstänplich, genau so, wie das unter dem alten Regime der Fall war. Man braucht aber die Unabhängigenhetze. um die eigenen Anhänger eine Zeitlang noch bei der Fahne zu halten. Man macht in Entrüstung und arbeitet mit dem Appell an das Gefühl. Es sind in der Streikwoche Ausschreitungen vorgekommen und flugs werden diese, die mit der politischen Bewegung und auch mit dem Generalstreik nicht das min- deste zu tun haben, den Spartakisten und den Unabhängigen in die Schuhe geschoben. Der Belagerungszustand ist damit gerechtfertigt, das Standrecht ebenfalls und die bösen Un- «bhängigen sind gerichtet. Und als unser Redner, zuletzt noch Genosse Hoffmann. zahlreiche Einzelfälle über Erschießung Unschuldiger durch Rcgierungstruppen vorträgt, bleiben dieselben teilte, die vorher bei anderen Ausschreitungen sich im Pfuirufen nicht genug tun konnten, still und kalt und bewiesen dadurch nur. wie weit ihre Heuchelei geht. Kein Wort der Verurteilung der Hetze und Willkür gegen die Berliner Bevölkerung: im Gegenteil. Rechtfertigung des Belagerungszustandes»ud des Standrechtes, was nach dieser Begründung nur noch als Ausnahmemastregel gegen unsere Partei anzusehen ist. ob- wohl sie nicht das geringste mit den Strastenkämpfen ge- mein gehabt hat. a Mit allen möglichen unkontrollierbaren Behauptungen wurde gearbeitet, selbst der Kriegsmiyister scheute nicht vor der unglaublichen Behauptung zurück, daß in Adlershof die Truppen große Wafsenbeute gemacht hätten, obwohl es sich um Waffen der Flugzeugmeisterei handelte, die von der Kommandantur geliefert und dem Amtsvorsteher genau bekannt waren. Es must schlimm um eine Reglerung stehen, die mit solchen Mitteln des alten Regimes nur noch arbeiten kann und um eine Partei, die zu der Methode der reaktio- nären Parteien mitregieren will. Hätten die Mehrheits- soz sten noch einen Rest von Sozialismus im Leib, so müstien sie sehen, wohin sie treiben, wenn sie schon von den Konservativen und dem Zentrum freudig begrüßt werden. Aber sie wollen nicht sehen, sie wollen Macht und wollen regieren. Ob dabei der Soziatimus ruiniert wird, ist ihnen gleichgültig. Wir werden uns durch das Geheule und Geschimpfe gegen unS nicht irre machen lasten. Uns gilt der Sozialis- müs alles. Das Proletariat möge erst recht wachsam sein, dann wird es erkennen, wo seine wahren Freunde stehen. Die Mehrheitssozialisten sind mit allen bürgerlichen Parteien an der Arbeit, gegen die Unabhängige Sozialdemo. kratische Partei eine Progromstimmung hervorzurufen, um sich bei de« bürgerliche» Freunde» in besonders empfehlende Ei» neues Opser»es Slandrech's. Wir müssen ei« naueS Opfer deö RoSkoschen Standrech!- Erlasses verzeichnen. Am Mittwock, den 12. März, vormittags gegen 11 Uhr, wuvd« im Hofe des Hauses Memeler Str. ld der Zigarrenhändler Johannes Müller„standrechtlich" erschossen. Der Genanme war seit 16 Jahren in der Arbeitrrbeweguerg tätig und war ein überzeugter Anljänger der U. S. P D. Auf Grund einer Denunziation von Aachbarsleuten erschie- nen an dem genannten Tage em Leutnant und mehrere Saida- ten in der Wohnung des Genossen Müller. Sie bohauptelen, l«t ihm seien Waisen versteckt. Er sowohl, als auch seine Fa. milienangehörigen verneinten dies. Die Wohnung wurde gründ- lich durchficht, aber weder Waffe,, noch Munition gefunden. Lc« diglich ein« Mitgl,edSkart« der U. S. P. D. und ein paar Schriften über die russische und die sranzö- sische Revolution fielien don Schergen des Herrn NoSke in die Hände. Das genügte dem Offizier, gegen den Genossen Müller daS Todesurteil auszusprechen. Eine standrechtliche Verhandlung iand vorher nicht statt. Müller wurde in den Hof geführt und empfing dort von 6 Soldaten die tötkicbe Kugel. Sein« Angehörigen, vom Schreck wie gelähmt, hörten in der Wohnung die Schüsse und wollten immer noch nicht daran ptauben. dast ihr Vater getötet sein lönnte. Noch ein paar Minuten kehrte der Leutnant zwrück und teilte den Angehörigen ohne eine Spur von menschlicher Regung mi«. dost da? Todesurteil voll- streckt sei. Zugleich defahl er den Angehörigen, sich sertig zu machen, da sie in einer Stunde abgeholt würden. DaS ist aber nicht geschehen. Der Offizier, der die Er'chiestung des Genossen Müller an» ovdnete. h.nstt Baum und gehört zum Detachement von G rot he. Wir fordern, daß der Mann wegen dieser Mordtat sofort zur Rochen schaft gezogen wirb. verdände hat m diesen Tagen gez-igt, dast für stm kein Platz sein darf in einer sozialen Republik. Nur dem„alten Verhält- nis zwischen Offizier und Mann" für dessen Wceder- einfi'chrung der„Vorwärts" in seinen Reklamcspatlen täglich Propaganda macht, haben wir die groben Ausschreitungen der letzten Tage zu verdanken. Der Offizier befiehlt, der Mann ge- horcht, wird?ur Maschine, weil fein eigenes persönliches und menschliches Denken ausgeschaltet wird durch die militaristische Pflicht zur unbedingten Disziplin, zum knechtischen Gehorsam. Zmmer liefer. HS»-'« In Svanda-. In der Zerf, als das Fretwilligen-Regiment Hülsen Spandau besetzte, ist eS an verschiedenen Stellen von seilen de» Frei- williaenregiment» zu grölen Aus'chveiwngen gekommen Ein Dame, die vom Bahnhof kam und sich auf dem Heimweg befand, wurde von einem Ofsiziersiellvertreter ohne Grund a n die Wand geschleuderr. Zwei Kameroden befinden sich i« der Potsdamer Strahe, der eine von diesen sollt« ohne Grund zum Rathau» geführt werden, sein Kamerad zog ihn an dem Arm. Aus Grund dieses Tatbestandes legte ein sunger Ben gel. ungefähr 19 Jahre alt, auf denselben an und schoß ihn nieder. Der Kamerad fiel sofort um. eine Kvankenschivester uud ei» TanitälSoffizier vom Reservelazarett II, die sich über diesen gemnaen Fall emvörten, brachten den Verwundeten nack dem Lazarett, woselbst der Kamerad an den Folgen deS Bauchschusses gestorben ist. Wer wird nun wegen dieser Mordtai zur Reckenschaft ge- zogen? LeZnh rd H Adkrs�o. Am Sonntag morgen w irde A d l« r s h o r von Reaiernngs. truPpen übcvfcven. Panzerantomobile. Kanonen leichte«rd schwere Maschinen-«wehre worden»n Tlell-ung getrachr. Mo» harte vor..8066 ichwcrbewassnet« Dpartakistcn" zu verhasten. So wurde woniAlens am Tage vorher den Reaseruilgsrrugve» bei der BcifehlsouSgabe gesagt. Der Sieg Hai aber den Eroberern kerne Lorbeeren eingebracht. Die S> ckr. rbe i rs m o» rrkba Her d'e den Flugplatz bewachten, ließen sich»bne weiteres entw-'-ineri Hierauf wurde der ganz- Platz nach Waste*«w-ex-ch. Da aber die Werkstätten und die Hallen rxrschlosser waren, wu de» ste kurzerhand mit Aexten erbrochen. Die lap'-rr.-n Eroberer liesten»o gleich Üfire Wut an Tischen>«nd Siühten ans. an denen roch deutlich dir©purer'e Kamp«? z» eben sind. Bei der Durchsuchung de: Schräirke aber erw e'«n sich die Regierungstrupprn als Lirbbaber'chöner Sachen Ei», Anzahl von Uhrer, Messern. pb»!i»se«'yhiiche Avva«r und Br- tteidungepölte ist verschwunden. Uc'xt den angerichteten 2. j den wird demnächst ein« genau«,.tu' Hellung gemach, w.rd.i, Wenn sich Herr Krie.-sminirsier Reinhardt iür die Wahrheit inter- essiert. kann e>r sich beute noch von de» Schädeo überzeugen, die leine Schutztruppe angerichtet hat. kriech, e? wurden auch Waffen erbeutet. Drei« lagerten aber in den Waifentanmer» und standen zur Verfügung der Sicherbeitsw- hr. die sie nichi für«spartakistische Umtriebe" rerweudete. sondern für die Sicht- rung des Nugpsatzes. auf dem Millionen Werte lagern. Die Ne ie«st",p?eu. Der»Vorwärt»' hat vor einige» Ta�en de» Leistungen der RegierungStruppen einen schwungvollen Lei-orutei geroio,».-». Ei fand darin nur Worte des Lobes für die höchst sonderbar*,?-,» menge setzten FreiwilligenkorpS Inzwischen icheineit ihm die Augen etwas besser geöffnet worocu zu sein. Wenigstens schreib« er in seiner gestrigen Abendausgabe: „Zusammenfassend ober kann man wohl fugen, daß nach allen visherigen Erfahrungen eine gründliche tttesvrm der Frei- wittigrnti uppr» nicht zu umgehen sein wiro Es mutz erreicht iverdeu, vaz sich diese Trupp.» aus die Ausführung der ihnen erteilten Befehle beschränken, e» muß verhindert werden, eotz einzelne ihrer Angehörigen nach eigener Lust und B e- lieben Krieg fuhren. Im Bürgerkrieg wird es sich nl« vermeiden lassen, daß Ausschreitungen auf beiden Seiten verübt werden, daß in Leidenschajt und Uebereiser manches geschieht, was sich bei ruhiger Ueberlegung nicht rechtfertigen läßt. Aber Aufgab« der Negierungstruppen und ihrer Führung mutz es sein, die Ouel- len diese» Hebels zu verstopfen. Man hat bisher nicht de« Ein. druck, daß in dieser Beziehung mit der uLtigeu Tatkraft gegangen wird." Eine gründliche Umlernung j» zwei Tage»! Es fällt un» auch nicht em, jeden einzelnen Freiwilligen als schlechten Men- ichen hinzustellen. Aber daran liegt eS ja auch gar nicht. Denn nicht der Einzelne, sonder« das ganze System der Freiwillige». Der„Vorwärts" veröffentlicht einen Artikel»eaen die Unabhängige Partei, worin er sich vor den erstaunten Zu- schauern als Charakterspieler produziert: Die rechtsiozia- fistischen Führer sind danach der Ausbund nicht nur der poli- tischen Weisheit, sondern auch, worauf wirklich noch niemand aekommen ist, Muster sozialistischer Prinzipientreue und Charakterstärke. Die Unabhängigen aber besitzen wohl Sinn und Instinkt für politische Koniunkturen, aber weder Ernst, noch Tatkraft, noch Mut. noch die Konsequenz, um die Geschicke eines Volkes zu leiten. Woraus folgt, nur die Rechlssozialisten sind würdig, die Ministerstllble zu erklettern. wir aber gehörten eigentlich alle ins Gefängnis. So weit, so gut. Das zu beweisen ist in der Auftrag. den die rechtssozialistischen Iournalist-'n auszuführen haben. Aber diese.Herren entledigen sich diesmal der Aufgabe in einer'elbst für den„Vorwärts" una'wohnlich schmie-- r i a e n Weise. Sie bebaupten, unsere Genossen bätien am 4. August für die Kredite gestimmt, nicht aus Prinzip, son- dem aus Angst und weil die Koniunkwr es damals der- langte. Die Herren wissen sebr gut. daß sie das Geaenteil der Wabrbeit saaen und uns Motive zuschieben, die einen großen Teil-der �firmen wirklich leiwten. Wir haben da« ma's von der Vortei- verlangt, daß sie getreu den iozia- kistischen und internationalen Prinzip'en gegen die Kriegs- krcdite stimme, ima pachtet aller Konleauen'en. Wir haben uns damals Liebknecht einge'chlosien, dem Traktionsbe'chluß aesi'nt. weil wir unter den schweren'Umständen die Einheit imd Ge'chlosienheit der Partei bewahren wollten. Und wir haben seitdem alles daran gesetzt, um die Partei auf den nchtiami Weg zurückzuführen. Der„Vorwärts" meint, in„dem Maße als die Unmog- lickkeit offenbar wurde, den Krim zu ra schein, gutem Ende zu führen, wuchs der Mut der Unentw gten. sich wieder io- genannter Grundsätze zu besinnen". Die Gemeinheit charakterisiert den„Vorwärts"-?«ournalisten, trirkt aber nicht die Part"!, deren Anbänaer wäbrend der bitteren Kriegs- iahre die schlimmsten Verfolgiiwaen erdnld ten. die größten Opfer brachten, oebetzt von den Arv>'6?6t-'n der Rechts- sozialisten.. anhebt von d-n Scherzen der Mach'b-ber. während die reck'tsoziaUsti'chen Führer und ibr? Partei die aebät- schelten Lieblinge der Regier» nasgun st wurden. Auf dem'elben Niveau sieben die Austührunaen deS Vorwärts" über uniere Tätiaksit wäbrend und nach der Rsvolution. Doch es ist zu efcffwft, sich dabei länger auf» zuhalten k ?lc tiefer die Kamvsrsweise der Rechtssozialisten sinkt. desto rascher und»naushlltsamer werden unwr? Fortschritte) Die ganze Meute ist ietzt aeaen uns losgelassen. Konier- vative und Rechtsiozialllim sind ein Herz und eine Seele. wenn es aeaen die Unabhänaia.n aebt. Wir vertreten eben die wirklichen Klanenintereiien des Proletariats, vertreten sie in'brem vollen Umfange und bis zur letzten Kon'eguenz. Deshalb sammelt sich geacn uns alles, was biiraerlich d nk oder zu ieiae ist und z» klein- gläubig, um die Turchsiibrnno des Sozialismus zu er- hiinv'eli. Aber diele Sammlung leEst ist fein Zeichen der Stärke, und die Beteilianna der ree tsio'ialistischen Führer an ibr� wird du n teuer zu stehen kommen. Denn gerade diele Samiiilun.ve'itik b it bei?'s tue«?» rechtssozialistischen Arbeitern Sc Auren a?ö''ne Die lebten Ereignisse und d'eie»iH l i iel sn und wid> wältigen Versuche, sie in der Art des..Vorwärls" ansZiischlochten. werden den Rest be- iaraen Der„Vorwärts" laßi ig unseren Sinn und Fnstinkl iür oolili'ä c Kersi nk urpn gelten Wir n wnen davon Kcnn'ms und könne,>-bm versichern daß wir der Weiter- eniwicklut,, der Dinge mit Zuversicht--nkiea nseben D i t Z ii k» n k t muß doch uns gehören' Vom Frcilvi Hül'e-v d uns'ol-endeS mNeetriit'. „Der bei n lkaw?ell tr* Sold« dg- nick! a ebliÄ- «ndern tetinckr! ck, io'.1»<•-'eucen in de: Fxonl- iurtei Allee au- Regie» si, l<>. i ck�sse» Tie Erichießuna iand riebt in der;r> ,»' cii'-« e g deue» W...sc i'ait'ondern »-rbe Sunt drc« S x»»'»llz.'e-n de er erst.' Sowc dos Urteil vcllitr ckte. De» Dwrn ss-'d n-ck, drei Ringe geraubt ivort«.«; der Ha«.p«u»i'e»- den Truppe«ü unter Tobochiuna gestellt worden. Der Name de» Verurteiller ist Bruno Niebert" Der Herr Hauptmann hat nur einen Ring gei-hc»- U«ece beide,. Zeugen l.abcn aber drei gesehen und sie sind bereit. zu bewrisen, gas; dem Toten zwei Ringe geraubt worden sind Autzctdcm noch ein paar neue Schuhe, di« die Berichtigung völlig veroeflen zu hoben scheint. Gerade diele» Diebstabls wegen hoben sich die beiden Zeugen empört, und d««'« Empörung hat ihnen den Haß der Mstbeteiligten eingetragen. der zu ibrer Beobachtung und EnNassung führte. l?ljchllrslt!r öeta«eluu szu kan? in Aentoiln. .In Neukölln ist der derchärste Belagerungszustand, der ••■•w«um L.,t�n..z.'r Dauer wieder aufgehobe« tk, von neuem verhängt worden. Nach g Uhr abends darf ftö 'ÜI1«. Ausweis auf der Straße blicken lassen. Cessen»' -he Lokale mutzen um 8H Uhr schließen. beendeter Streit. ««bum. 17. Marz. Die Verhandlungen der Zechen-. Metz und UedertagSorbeiter von Deutsch-Luxembura mit Leitung, de, Getverlschast haben zu einer Einigung gesül T!« Arbeiter haben den Streik iür beendet erllärt. H« morsen sind di« Belegschaften angefahren. Totentanz. Zum IS. März. Es huscht im Friedrichshaine Manch' düsterer Schatte« umher Die alte« Leichensteine Erbeben und ächzen schwer. Die grüne Eseudecke Zerreißt in schwarzer Nacht. Hin über Zaun und Hecke Stiebt eine wilde Jagd. Die Toten kehren wieder: Ihr Geist geht um im Land. Sie singen Sturmeslieber Bon loderndem Freiheitstrand. Sie konnten nicht mehr ruhen. Der Frieden ward gestört. Sie haben in ihren Truhe« So Seltsames gehört. Die Jüngsten, die dort schlafen, Sie haben viel erzählt. Da haben all' die Brave» Das Auferstehen erwählt. Boll Zorn und Kampfestobe» Sind sie zusammen erwacht. Nun liefern sie hier oben Die letzte, entscheidend« Schlacht. Die Toten reiten schnelle. Ihr Geistcratem sprüht.— „Hierher, du Sturm geselle, Hörst du der Kugel Lied?" „Das sind vertraute Klänge, Wie's achtunbvkerzig war; Die alten Sturmgesänge, Die gleiche Volksgefahr." „Wir können nicht mehr sterben. Denn wir sind ewig fetzt. Einst hat man in Berderbe» Uns und in Tod gehetzt." „Nun kämpfen wir für's Leben. Nicht eher gibt es Ruh'. Vorwärts, kein Mitleidsbebe«: Kampsbruder, schlage zu!" „Erst wenn der Sieg errungen» Dann steigen wir in's Grab. Erst wenn der Feind bezwunge«, Dann sinken wir hinab." „Erst wenn von Mund zu Muude Ein Freiheitsjauchzen klingt, Erst wenn die frohe Kunde Ja jede Hütte dringt--" „Dann wollen wir uns berge« Ins Dunkel uns'rer Gruft, Und schlafen in den Särgen, Bis man uns wieder ruft." Nachts geh'n im Friedrichshaine Die allen Kämpfer umher. Bemooste Leichensteine Erbeben und ächzen schwer. Es rau"� nicht nn? borten Geheimnisvoll zur Rächt. Schon braulets allerorten. Der Freiheitssturm erwacht. Clchar Vet der Schvl?, um sich die Rest« von dem Mittag» effen aus der Mulaschlanone zu erbitten. Di« Kinder mögen wohl etwas zudringlich gewesen sein und w�ten deshalb weggejagt»er- den. Wie Kinder nun einmal find— besonders wenn sie Hunger haben—, fie wichen vor dem Schelten nicht gleich zurück. Darr. griff ein Soldat eine Rebelbombe und schle- derte sie unter die Kinderschar. Di« Kinder eilten erschreckt auseinander, aber mehrere von ihnen wurden doch von Splitter» des explodierenden ÄeschoffeS getroffen oder von den ausströmenden Biftgasen an den verschiedensten Körperteilen derbrannt. Die genaue Zahl der verletzten Kinder konnten wir nicht ermitteln, es find etwa« bis IS Kinder betroffen. Auf»« den zu« Teil schweren Verletzungen, die die Kinder er. litte», haben auch bei alle» die Bekleidungsstücke— Schuhe. Unter. Neidung, Kleider und Mäntel— Schaden davongetragen, da die giftigen Gase in Leder und Stoff Löcher gefressen haben. SS find alles Kinder armer Eltern, die nicht i» der Lage find, die Klei- Otts«etae. Velornlmachpng. Arbellerräte Grob Berlin»! Am Montag, den 24. März»»?- «lttag» 1 0 Uhr. findet m den(SermawolSlen. ehansfeestrab«. die,„.. � .Vollversammlung der Groß-Verlmer«rtclimnie Tagesordnung: Stellungnahme zum Reichörätckongretzl # n t r a g e»um Natekongrrtz. bi- in der Voll- �Nammlung behandelt werden sollen, müssen m»»««» Mörz dem Vollzugörat eingereicht werde». « _.Am Freitag, den 2 8. März Wittag» J 0 Uhr, findet in den Germaniasalen, �vansseestrahe. eine Vollversammlung der Groh-Berliner Arbeitereäte statt.' Tagesordnung: Wohl der Delegierten zum ReichSrätekongretzl _ Die Fraktionen werden ersucht, rechtzeitig m«W« wefammlunyen und den aufgestellten Tagesordnungen»lel- ""HJ W nehmen... t w illH e. Di? Bureaus des Bollzugsrates befmde» sich letzt»n �useJn den Zelten 23(Telephon Amt Moabit 150 Regterungstruppen gegen Kind«. ,, Stich«»ui, gegen Sparwkiste». gegen ÄommwHften,»wro» wngige od« sonstige Personen gehen die RegwrnngStruppen •Wena-axilt vor. auch gegen unschuldig« Kinder»erwenden fie �an ih« Mordwerkzeuge In der Slbeftrahe in -findet sich etn« Gemeinde schul«, wo zurzeit«egieennaSim-tzpen — Quartier Uesen.(Leitern mittaa sammelte kstt«t»e arötzev» Sammelt Geld für Organisation und Presse! dnng durch neue zu ersetzen,«er ersetzt den Schaden? Sin Ossi,»er. de»«ine Mutter die Sache vorstellte, soll mit großem Gleichmut erklärt haben:.Wir wisse«, wie weit wir zu gehen haben." Er scheint also da» Vorgehe» seiner untergebenen Sol» baten zu billige«. «uf der Feuerwehrwache i» der»lbestrahe. wo die leichter verletzten Kinder verbunden wurden, rief dieser Vorgang unter de» Feuerwehrleuten ebenso wie überall in Rentölln berechtigte zrvß« Entrüstung über diesen Bubenstreich hervor. Man fragt. od denn die Kinder auch als Spartakiste« angesehen werden, daß man auch gegen fi« schonungslos mit Waffengewalt vorgeht. Für die Aufhebung des Belagerungszustandes. Die Stadtverortmeten Dr. Wehl und Genossen U. S. P.) habe» solgende dringlichen Anträge bei der Ber- liner Stadtverordnetenversammlung eingereicht: „Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen, bei ber Deutschen Nationalversammlung und bei der Reichsregierung die U e b e r n a h m e der durch die Un- ruhen in Berlin entstandenen Schäden auf das Reich»u fordern." „Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, sofort den BelagerungS. zustand aufzuheben." Die Märzfeier l» Reuköll« tonn hente oben» nicht stottfindea, da in der Aula de» Kaiser. yriedrich�iralzmnnasium» Soldaten eineuartiert find. Die Feier siadet«nn einige Tage später statt. Nähere» wird noch bekannt geseben. Die»«Sgegrbenc» Eintrittskarte« behalte» ihre Gültig- ML Konferenz der auf dem Boden der U.$. P D. stehenden Stadt« verordneten und Gemeindevertreter der zum Zweckverband Groß-Berlin gehörenden Stadt- und Landgemeinden am Sonntag, den 23. März 1919, vormittags 10 Uhr, im Sitzungssaale des Berliner Ratahouse». Tagesordnung: 1. Kommunale Angelegenheiten Groß-Berlin«. Ref.: Dr. Wehl. 2. Aufgaben der kommunalen Arbeiterräte. Ref.: Richard Müller. Jeder Ort muß vertreten sein. Mit Parteigruß Dr. Kurt Rosenfeld. Berlin C. 2. Spandauerbrücke In. Borhastungen in Friedrickshagen. Leber die schon von v'ckere» Blättern berichteten Berhaftun- gen von Mitgliedern der U. S P. m Friedrichshngen wird un» sotgende» mitgeteilt: L« Smmabenb früh um s Uhr erschien in der Friedrichs« raße»1 ein mit einer starken Patrouille besetztes Automobil der SchntzdivifioN 81 und besetzte sofort alle Ausgänge de» dort befindltelea PerlehrSlokals unserer Friedrichshagener vtenoffen. de» Sieiian'ant»..TäüaerhaNen". Da aber kein« Bterffra oder sonst etwa« Verdächtige» vorgefunden wurde, zog die Patronille un verrichteter Sache wieder ab. Sie begab sich aber nun nnch der Wohnung de» SoldatenratSrnitgtiedcS Genossen Fritz Rosenkranz, den sie au» dem Bett heraus verhafteten. Ebenso erging«t dann dem l. Vorsitzenden unsere» Wablvereins iHch Gemeindevertreter J-srt Aawraki, dem Genossen Willy Mandl sowie dem c-bmana de» Arbeits- lotenrate» Genossen Albert Raroschat und MNießlich auch noch dem Sohn de» Gcmeindeveri reter» Genossen Wirde. mann, den man ai» Geisel für seinen nicht anwesenden Vater mitnahm. Der Grund der Berhaswngen soll angeblich die Eni- waisnnng von Regterungstruppen fem. die man den Verhafteten zur Last legt. Die Verhafteten wurden»ach dem Stab der Schutz- didistoa in Biesdorf gebracht. Der Borfall erregte große» Aufsehen. » In AdlerShof wurde der Genosse Klodt in Hast«enommen. obwohl er darauf hinwies, daß er Mitglied m Haft genommen, obwohl er darauf hinwies, daß er Mitglied der xreußifchen Rat-ionaloersammluna fei. Seine Karte als Ab« geordneter wurde nicht beachtet. Erst auf Veranlassung der Di- Vision und nach Intervention des AmtSvorsteher» wurde Kladt nach S* Stunden wieder freigeben. Arbeiter, und Soldaten. rät« existierten für die Mtlitär» mcht. Die Prozesse in Moabit. In den gestrigen Verhandlungen vor der Strafkammer des Sondgerich, I hatten sich 20«ng-tkiagte wegen«ustuhr und Land. friedenSbruch, bcgangen durch die Teilnahme an der Besetzung de« Polizeipräsidiums und de».Vorwärts' in der Woche vom «. bi» 18. Januar 9* verantworten. Die Verhandlungen vor der 8. Strafkammer boten nicht» wesenstich Reue», wir beschränken un» daher auf die Wiedergabe des verkündeten Urteils. Es wurt den verurteilt Milz zu einem Jahr. Fritsch«, Hagen. Leipold, Meinhardt und Rhoil zu je v Monaten und Dentschmann zu 7 Monaten Gefängnis: Springer wurde stetgrsproche«, die Verhandlung gegen Hei» vertagt. � Au» dem Prozeß gegen l0 Mann von der.Vorwart,-Be- satzteng vor der 10. Strafkammer seien die AuSfüh. ränge n**-wen VertetdigerS J-sttizrat De. Werth. u.r» besonber» hervorgeh-Ben. die sich mit dein Bogrtsf: Mannschaften der vewaffneken Macht, geW� ine die Angeklagten Widerstand geleistet habe» sollen, d» schästigien. Der Verteidiger bestritt an der Hand einer Entschei, dung des Reichsgerichts vom S. Dezember 1V10, daß die TruP, pon, die zur Wiedereroberung des.Vorwärts"«ingesetzt worden waren, als Staatsgewalt im Sinn« de» Strafgosetze» anzuseh-Wj sind. Auf Grund dieser angeführten ReichSge licht»entscheiduNG hätte es dazu einer besonderen Verordnung bedurft. Um Klarheit, zu schaffen, beantragte er«ine Erklärung von der Regirvung«s» zuholcn, ich sie nicht selbst den damaligen Kampf als einen regelrechten Krieg zwischen zwei Parteien mit allen BcgleitmevkniateN des Krieges: Truppeneinteilung, besonderen Ausweisen, Reguift» tionen usw. betrachtete zwischen zwei Parteien, von denen leim die andere als recht anerkennt. Tann wäte auch zu untersuche� eventuell durch Vernehmung eine? Vertreter der Deutschen Bm( inwieweit die Mittel für die Löhnung dieser sogenannten Regio- rungödr Uppen durch Privatpersonen aufgebracht worden ftndk � Recht Sanwall Theodor Liebknecht legte dem Staat». anwalt auch nah«, gegen den Kelln.er AUfred Roland« Karlstraße 26 bei Rabe, Strafantrag zu stellen, der sich als Mitglied de» roten Soldatenhundes hat aufnehmen Sassen, sich a» Te monstra tionen und der Besetzung de».Vorwärts" beteiligt»ich Sauernd mit der Kommandantur in tel«pho»isch«p Verbindung gestanden hat, ebenso gegen Leutnant H! l d e b r a n d, der als Spartakist verkleidet«benfall» ga» ..VorwSrtS'-Deisatzung gehörte, um dort Spitzeldien ft« z» leisten. j Ohne auf die Einwände der Verteidiger einzugehen, verküm- dete das Geriibt nack längerer Beratung folgendes Urteil: Eirk- lew fki erhält 1 Jahr, Klei n ly Monate, Schr aveu.Hsll» stein und Diederich je 7 Monate, Gebauer und Rieß je 6 Monate Gefängnis; Misch n-ik, Zimmermann«itz Sun ratb wurden freigesprochen. Meldet den Schaden an! Die Stadt Berlin ist gesetzlich verpflichtet, fllr de» durch tze» Ausstand hervorgerufene» Schaden aufzukommen, ganz gleich» o» es sich dabei um die Zerstörung von Gebäuden oder um die Ber» nichtung von Menschenleben bandelt. Da« Gesetz verlangt, daß die Schäden inner bald 14 Tagen nach Bekannt» werde« des Beschädigten anzumelden sinte D« seit den ersten AufstandStagcn bereits 14 Tage oergangen lintzp wird eS höchste Zeit, daß die Geschädigten ihre Verluste meld«». Wer diese Frist nicht einhält, mutz gewärtig sein, abgrwirse»«■ »erden. Baterlandelose Gesellen. In der 144. Gcmeindeschule hat ein Lehrer Schäfer de» Km. dern da» Lied eingrübt: Deutschland, Deutschland über alleSk Einig« Kinder variierten die erste Strophe mit Deutschland u«teT alle». Das empörte den Lehrer so, daß er erklärte, daß die bet«f» senden Kinder keine Vaterlandsliebe im Leibe hätten. Zwei Mich» chen hat er verhauen und sie als Vaterlands loses Gesindel de» schimpft. Dabei ist der Herr Lehrer so in Wui geraten, daß et brüllte. Dem Herrn sollte nahegelegt werden, lieber etwa» andere» zu' tun. als sich an imfeven Kindern noch weiter al» Jugentzbildne» zu versuchen. Achtung! Ardcitcrräte der Arbeitslosen Groß-Berlfo?» Am Mittwoch, den 19. März, pünktlich 1 Uhr. findet i» Dresdener Garten. Dresdener Straße 45. eine Besprechuu»ß. statt betr. Stellungnahme zum Rätckongreß und zum Kou» greß der Arbeitcrräte der Arbeitslosen Deutschlands. Arbeiterräte Groß-Berlins müssen erscheinen. Der Arbeit»- rat der Arbeitslosen Groß-Berlins. Der Alarm in Hermsdorf. Zu der Alarmierung der Fatev» wehr in Hermsdorf gegen in Anzüge befindlichen Spartakist«« wich uns mitgeteilt, daß die im Reserve lazarett in Tegel»atev» gebrachten kranken Soldaten an dem betreffenden Tage eine» Ausslug unternommen hatten und im Cafe Volcy in Frohnau eingekehrt waren, um eine Erfrischung zu sich zu nehmen. Bon diesem Gase aus ist die Feuenvehr in HermSdors�«igcrufe» worden. Allem Anschein von einem Manne, der an Spartakisten. iurcht leidet und in den verwundeten Soldaten Stmltakisten»er» mutet«. Tie abseits sitzenden Krankenschwestern� hat der Man« in seiner Gespensterfurcht nicht bemerkt, sonst hätte er von den» i«4ben Auskunft bekommen, wenn er sich die Ruhe genom»«« hätte sie zu fragen. So wird Spartakistenfurcht verbreitet. In die RegierungStnippen hincingetriebe«. AIS am Freit»» nachmittag und abend Züge aus Johannisthal und KönigSwnHe»» Hausen mit vielen Tausenden von zurückkehrenden Arbeiter« in Stvalau-RummelSburg ankamen, wurden die Zuginsassen aufize» fordert, auszusteigen, da au» militärischen Gründen der Zuf nicht weiterfahre. Die vielen Arbeiter, die gegen 7 Uhr aickameu, ivußten nicht wohin.— Und sie mußten sich entschließen, de» weiteren Weg zu Fuß anzutreten, ES war finster. Di« Straße« waren nicht erleuchtet, Wohin die Leute sich auch wendeten, überal bteßen sie auf stark bewafinete RegierunpSt-uppen. Ging«an ein Stück WogeS. ffteß man in der Finsternis auf die Druhrverhrae� und kam in dcn Verdacht. Spartakist zu sein. In den Laube«» kolonien bei Lichtenberg verirrten sich viele und gerieten in schwer« Lebensgefahr, Viele Stunden irrten oft die Zurückkehrenden um» her. um endlich einen Weg au» diesem Labyrinth zu stechen. Genosse Wilhelm Krause, Höchste Str. 8. ist am 16. Räi� mutz längerem Leiden gestorben. Ein»«uer Genosse, der alt Abteilung»» führer im vierten Kreise stet» gewissenhaft sein« Schuldigkeit flv» tan bat, ist damit unserer Partei geraubt worden. Der einst kras» tipe Man» ist nuefc ein Opfer der KriegSnöte geworden und zag sich die Proletaricrkranlhcit zu. Mögen immer Streiter von solch« Selbstlosigkeit unserer Partei erhalten bleiben.— D!« Etnäsche» runa findet am Mittwoch um 4)4 Uhr im Krematorium, Gertitz» ftroge. statt. 4 Unter großer Beteiligung würde gestern mittag der t« da« Handlungkgehilscnbewcgung sehr tätig gcwesine Genosse La» Bernstein. Arbeiterrat des Betriebes A, Wcrtheim. Königfte, und Sckriftiührer des Wahlverein» im 6, Kreise, auf de« Frtetz. Hose in Weißen see zu Grabe getragen. Die vielen Kranzspenda» mit ihren roten Schleifen und herzlichen Widmungen zeugte« von der Beliebiheit und aufreckten Gesinnung de» Vorkämpfer in der Beivegung der Groß-Berliner Waren- und Kaushau»angv» stellten. Am schlichten Sarge sprachen mehrere Redner und wate» in ihren Nachrufen sich einiß, die Arbeit im Sinn« ihre» gefall«»« Freunde» fortzusetzen und ,n seinem Geiste auszubauen und ihn« so ihre Treue zu bewahren. Genosse Bernstein war auf den» Äkre zu einer ArbeiterratSsitzung von einer Kugel g« troff«», und getötet worden. Die Venuyun, ver Gebäude, die der F-rmiiie HohenzoUea» oder einek ihrer Mitglieder gehören, den Gemeinden für Aoht» fahrtszwecke zu ermöglichen, hat die Fraktion der Unabhängige» sozialdemokratischen Fraktion der preußischen LandeSversa«»»» lung beantragt. Zeugen gesucht! Am S. MLrg wurdetusl>lil!>inksvorftänden oder deren Vertretern on> D'enstaa'den IS. Starz diese? Jahres, von der zuständigen BrotKommisston ausne- handigt Die Verltaufstage werben noch behanntgegeben. Aus den Organisationen. Tritte- Kreis. Die Abteilungsn, welche letzten Mittwoch an der Aoha'tung des.jahlabends behindert waren, halten morgen. Miitwoch. einen Eitra.-hlabend ob, wo das Erscheinen mlcr Mitglieder dringend erso derlich ist. Sleultälln. Heute. Dienstag, abends Boiratslitzung im Railiaus, Zimmer 103. Dempekhok.?ür die heute abend 7� Uhr In bei Aula de? Aea?-' mmn...li>!ins, Kaiferin-Züugusto.-L!'. iS-30. stattfindende Marz-! Siwti'fttsknrifn»1 J.50 M.'such ein tiheub felbft 511 1 -1 iß verfp.icht einen tjoljen ftünfticrifefjen Öenun. nußer oe �cfirröc'und Si�ilatwn ein Symvhou-.. Orchester non.% Mn- MRern f.Nls�mmen�feht aus Kräften bzs'' MUthne.-Orcheftero) unter H.«äzerchen Lymphanien Ferner Spie? und Sport. Ferner wirb! der Dollischzor Tempelhof-Mariendorf dieser?!eranstalt'.>nz wird ein lohnender sein un empfehlen. bI4 Uhr, Vorstands- und Philharüwnischen und des! Leitung das debannle» Kapellmeisters! von Vsethotien zum Vortrag kommen, j mit. Der Besuch> und ist besten? zu! »,,---r Bilbuilgrmuschuß. ACgel, Si: ♦ 1 ro 0 ch. abends 7 Ilhr, Mitgiieoerversomni- -»W•!n �c- �rr Huinboldtichole. Vbrt.ag noii Herrn Rektor Perlewitz.idcr.Einheitsschule". Neuwahl der' Bezirksleltuna. Heute, Dienstag, nachmittag 2 Uhr.»rbeitsloscnver- f o m m! u n g bei Lehnhardt. . Stralau. Mittwoch. 10. März, abends 7 Uhr, bei Steinicke, Alt. istralau s. Mitglieb-rversammiung. Bericht über die Beehandlunaen des Parteitage�. Berlln-Ob-r'chöneweld-. Heute.chsnd 7�1 Uhr in der Aula des LlealgymnasiUin? März- Feier. Rebneri Erwin Rcumann. Mii- Wirkung des Gelangvereins..Liebsriufsl".— Mstimoch abend 714 Uhr Zahlabend in den bekannten Lokalen. �reie Jugend, Rosenthaler Vorstadt. Dieiistaq, den!8. d. M. Uhr, Sitzung im Lokal Wenzlow, Garlenstr. 80. Tie Kreisoerturnerstunde»es I. Kreises des A. T-?. welche an, ittag in Berlin, tagte, halte hiiizichtlich de? Veiuche-, durch die widrigen Zeit- und Lahnvethällnisse, nicht die erhoffle Teilnehmer tahl. Der Kreisturnivort führte ivirkungsoolle Freiübunge» vor. die dem- unchsl den Bereinen gedruckt zugänglich gemacht werden. Di« Dar- legungen über sportliches Hallentraining. unictstiitzt tirrrch p-aklilche Vo:führungen aktiver Sporlsleule, dürflen ebeirfal,- auf guten Boden gefallen sein. Im Juni d. I. soll ein S p 0 r t l e h r k u r s u p, lowie im Juli ein Kreis-Turn- uiib Spoi Stadion abgehalten werden. Außerdem menarbeit aller turnerischen Organisalionen werden. Freie Durnerschaft„NeukSlln-Vritz". Ter Verein hat auch für Britz den Durnbeirieb wieder eröfsnet. E? tu'iien.ieben Dienstag von 0—8 die 5. Schülerinnen-Abteilung, jeden Donnerstag von 6-8 die 3. Schuler-Abieiluug, jeden Donnsrsiag von 8— lv die 3. Männer- und - i. Frauen-Abieilung. Anmeldungen werden in der Turnhalle Britz, Werderstr. 22, entgegengenommen. i 1 s e st im Deutschen soll eine engere Zusam« .G.oß-Lerlins angebahnt Illen'kk iliill Ve'SstMiiten. llolli«»�. szv.,s. Pirektio" Friedricti Kayssler. 7� Uhr: Oa«. 3>etnr.troor;tlich für die Redaktion Alfred Wielevp, Neukölln.— Vcrlagsgenossenschoft..Freiheit", e. E. m. b. H., Berlin.— Druck der Lindendruckerei und Derlagsgesellschaft m. d. H.. Sckiffbaue.damm 10. Opernhaus 7 Uhr: MS Pflilie. Sc�aTispie'hins 7 Uhr: Peer tiynt. Direktion MaxReinhardt Deutsclios Tfientet 7 Uhr; wie es ru-ck seläl't Knmmerspiele 7 Uhr; Faschine. Kleina; Schauspielhaus 7i Uhr: l>i« Süchte der Pandora. vir.: L. Meinhard. R. Bernaner Theater i. d. Köißiserätzer Str. 7i uhr: Biberpelz. Eomöd'enhaus Sdilfibauenlamni 25, ». d. Nenen Wilhclmstr 7ß uhr: Erdgeist. Bereiter Theater 7i Uhr- Sterne, die __ wlert- r leuchten. Tfian'n-Theater Bhf.Friertrichstr Ztr. 4927. 2.391 78 Uhr: Ber gute Zill! _ Von sl prm ann Sn�crmann. Tii. ö. Frisärlchstflöt TldOoh l'i, Uhr: ilJrel teile Tage Ü�sÄienz-Theater TSfrlich 78 Uhr: Das höhere Leben. Von tlermami Sndermann. Lessiag-Theater Direkt.; Victor Barnowaky. 7V Uhr: Der rote Hahn. Mittwocir Der ro te Hahn. Donnerst.: Der Blaufuchs. IDsutsches Künstler-Ttisat. 7 Uhr; Der Schöpfer. Mi ttw. Donnerst.: De rSdhöptcr. Centrat- 1 henter. Wer. Vnibereltnn■ iur Novität geschlossen. Casino-Theater.| I uthrin8:eiStr.37.Tasrl.%8Uhr: Der Schlager der Spielzeit. Hns neue Berliner Volksstflck: tfater Knolle. Dazu erstklassige Spezialität. Si 3 2 Uhr: ChrllchesHandwerk � Kleine Anzeigen j Achtung 1 1 Nledersdiöneweiile Die Spe'ition der „Freiheit" befindet sich Sedans'raße 57 bei Schaffranletz. Tabahsamen ca. 3000 Korn bester Sorten tn. Kulturanw. 1 M. Nachn. 1.35. Ferner empf. das Buch Der Tabak v. Samenkorn bis z. 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Schiit bauL-tdamm 4aNorden:8l 71. uhr: iHetouseneSasMne Haiast- 1 healer. 7 uhr: C rsms Sismenssiafll „Die Freiheit" wird den Lesern vom 1. M rz ab durch Botenfrau zuge- stellt. Die Spedition befindet sich Wattstr. 13 bei Nowottny. +SB-+ Be.nndiünt. Magnetisch mit Erfolg. Pur innere und äußere Krankheiten jeder Art. Nur gegen schriftliche Voranmeldungen. Heiimrignetiseor A. Blsner, Schöneberg. Ebersstraße 59- Landrichter, außerdienstlich, Rechtsbeistand it» a len erdenklichen Rechtsfüllen. Qerichtsvonratung. Eingaben usw. Beratung kostenlos. Lothringer Str. 47. Müllcr- str. 176. Achtung Arbeiter! Auf Grund des Abkommens mit der Gewerkscbaftskommis- s«on für i'erlin und Umgebung: Arbeiter der Metallindustrie, des Transport- und Fuhrwesens, der Chemischen- und Bauindustrie sowie der Industrie für Stein und Erde aus Betrieben, die weniger als 40 Arbeiter beschäfligen, erhalten bilSIge gCleidung gegen Abgabe eines Bezugscheins und eines Ausweises vom Arbeitgeber, in der K. V. Q. 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Friedhof ii»> Weißensee. Gleichfalls �ur Nachricht. � ! daß am 9. Februar unjer\ Cportsqenvssa Gustav Schulz! � verstorben ist. Auch er war nnS ein\ lieoer Genosse. Ehre s.lnem Andeuten Der Vorstand.! «In Nliii Will!! in eleganten Speisezimmern. aparten Herrenzimmern. gediegenen Schlafzimmern. Küchen farbig und lasiert, billigste Preise, Besichtigung unbedingt lohnend. Mob Ihaus Osten nur- 30 Andrcasstr. 30.— Piano oder RIftßeL eo: tuelt Har faiin � dl o(Ii t' f di w e l b c r,» uckower.'r.U.iu Pretsanaedot erdeten. ! Verband der Zabrifarbeiler Veutsch-and?. > Z rblhetle Groh-Lerlw. Bureau: SD 16. Engeluser 15 Hos li kc. i Tr- j Geöffnet von 9—12 Uhr vormittag» und von 4—7 Uhr na onutlaM D'Ievboi': Amt Morirplast Vr. 114 4h._ Für den Monat SHär* finden na �hebende B.rsammtn?.«.n halt? Am Mittwols», den It>. März IDfU: »rzlrf Klirrletteitbarp.'m S it? an», nioiliituflt. S. m Qbrr ichöneweide, b i Banip. W' eimlnen ol!>:«. Am Donnerbtan. den 30. März 1010: Bezirk«prd-We»,?-»sitlsl?.!>.»kraeriäle. m fRoröeu, Huffttenftr. 4», vei Riedel. » SchünhanserVorstabt, ttopen aaener S'r. 74. h. CHücfchb v Cftb>Cft. Reichen berqe? Str. 147. Retchenberßer Hos. «• Cftrn, Warschauer Str. 61. be. Hnth. «, Neu öl!«« Äitchho'ftr. 41, bei olf. » Weistensee» Verliner Allee 251. bei Masche. m Cfböneberft, in Srerlitz. Tüvbflnr. 7. „ fWeittitfeitborf, Waldhr. fil. be» ssürtt nberz. »« Schl eyerftr. 60, b.t Ebr strn en »» Lid'tenvrrfi. Alt-?c>r aqei' 56. bei Blume. „ 5ldler?hof. tu Alt-Gl'.cnicke. Grünauer Str. 7. „(�rfttcr, ryrtedrtrfiftr. 75, bei Brosts. Göpenill, Grünstr.. im Stet serlwf. Am Tonnabcnd. de« 33. März 1010: Bezirk Svanda«, Wd:cttbarser Str. 5. b-l®iub. „ Siledrrleliuie, H: Sock. Siesleuraul.I aertruii'. Alle Brisammlungeu beginnen um 7 Uhr abend». «rnppe der Blumen-, BlSttcr-, gtederarbelter: Am TonnerSt«,, de» 20. Mörz, abend». Den Mitgliedern zur I Nachricht, daß unser| Iang!ährigcrOenosce.der| Schuntacher U/lHißim Krause Höchst er Straße 8. gestorben ist Ehre seinem Andenken! j Die Einäscherung finden amMittWkich demP.März nachmittags 4J•> Uhr, im 1 Krematorium Gerichtstr. 1 statt, Um rege Beteiligung] ersucht der Vorstand Am 15 Marz 1919 ver starb nach schwerem | Leiden mein lieber Mann, j nein guter Vater. Sohn, ! unser li.udcr. Schwager [ und Onkei, der Schuh- ' mache r U/iHißim Krause im Alter von 56 Ja ircn.| | Dies zeigt tiefbetrübt an> j Louise Rranso n. Tochter ! nebst allen Hintcrbüe-! benen. Die Einäscherung findet am MittwochNachmiitag 1 4'- Uhr im Krematorium f i(ierichtstraße statt. Zahlreicher urb öflrftl cher Beimch W'rd erwartet. ' �ie Mt'q'iedSbücher resp.-Karten find zur Äbftei bringen... zur ÄbstemvHuna ml'ss _ Dte CrtfbfrtPfiituittHJ Arbeilerrgle der Ardeilslvsen sststz-Verlin! Vlinwoef,, den'S. SXSrH. PS« t!ich i«br si,. c] �reedeneraartkN, Tresbener Ztr. 4« eine vcj.-ctfuj" n«» werfÄett5lo:rn Denlschland?. Alle Arbeit»loienr.»e Gror.-BerLns müssen rrstbelnef. Zct Wrbcitrrrnt der Arbeitslosen<>lro-V�rllu» U. 6.?. SeHin-�iimersaL?! MitgUeder-Versammlunq -ktenstag. den IN. Sliärz. abend« 7»tbr In»er»inj der lUlkemta»tul!euschn e. vtaftelnerstr. ifC.t Udiaudin irr PtNkitsß Brr ll.s.P. bhü Hit vililischt W Rrt. Gknostin Anna»ienrill. tzrrie siiü str-.üal:« SeuMer KßlailardelterdLriiaail Verzvaltvnirss»«>e i ei-lln. «»tektrltche LeimngsdrSh»! L:hen Kabel taust preiawrr: l A.«chumann. Gratze Frantsun.r -Irak« dt II. «dallelongne S0.- M. an engl, che Lettuellen, Valenl- Nlalratzen. Anflaz«. Mamchen. Tapezierer Walter stargarder Strahe 18. i Br, kaute ankerst dllllg aller- darb Gerdinen. Zw:««. Parlieren, 1 tZuaaard., Tlludeudert, Tl'.vaiv drrten. Inck-esteu, auch jast neue I Teppiche, Äeuvorleaer, Läuter- uaste, Zieppdechr», Tau«mwdn:, i tzederdeuen. Frlrds Gelezenbill?- äertaus», Prlnjen>.r.»> II itbiaiip- pla»>. 4, tiomöopsll,.»I» Inst.■ Muggelstr.zSÄ'A,� für Haut-, liarii-, Qeschleclits- a-Fraue»iIcidcn.neiv.Schwfichc Spe.veralt.t alle bei schneller sich. u. schmerz!. Beliandl.ohnc Berutsstörung.-.Ausk. KOstenl. SprecbsLlO-Lö'-Ö» Soqnt 10-13 Wieder ist einer der Unsrigcn durch Meuchelmord gelallen. Am 10. März ist Leo Jogiches(TyBka) im Alter von 52 Jahren von einem Kriminalbeamten und einem Reinhardsoldaten im Kriminalgericht Moabit erschossen worden. Die, die ihn den Mördern in die Hände spielten, kannten seine große politUche Begabung; sie wußten, welche organisatorischen Fähigkeiten Leo Jogiches(Tyßka) besaß. Daher seine Verfolgung. Er kam 1906 aus Rußland; et war dort langer Kerkerhaft entflohen und wirkte seitdem hier Seite an Seite mit seiner Freundin Rosa Luxemburg und mit Karl Liebknecht. Während des Krieges, als fast alle mißliebigen deutschen Genossen ins Gefängnis gesteckt oder in den Schützengraben ges-hickt wurden, war er der Träger unserer Bewegung. Keiner hat mehr zur Abschöttelung des Wilhelminischen Regimes und zur Aufklärung der deutschen Arbeiter geleistet als er. Nach der Gründung unserer Partei war er Mitglied unserer Zentrale und nach Liebknechts und Luxemburgs Tode auch Redakteur der„Roten Fahne■ Nun ist er, der den Schergen des russischen Zarismus lebend entgangen ist. den Schergen einer sozialistischen" Regierung zum Opfer gefallen. Sein Name aber wird in der deutschen Arbeiterschaft wie bei dem inlcrnationa'en Proletariat unvergeßlich fo.tleben Die Beerdiäuni findet am Miitwoch; den 19. März 1919 nachm. 3 Uhr von der Leichenhalle des Friedhofs Frie richsfcldc aus statt Die Beisetzung erfolg bei den 32 Januar-Opfern. Zentrale der Komirmmstisch.cn Partei(Spartakusbund). Todesanzcise. Den Koilegen zur Nachricht, daß unsere Kosteten der üörtler Max Siebenbrodt Neukölln, Steinn clzsiraße 71, am 14. d. M gestorben ist. Die Bccrditruns findet am Mittwoch, den 19. d. M. nachmittags 4'/« Uhr, von der Leichenhalle des neu-n Jakobi-Klrchhofcs. HermatinstraDe, an» statt. Der Schmied Max Brandl Audenardcr Straße*4 am 13, d M. gestorben ist. Die Einäscherung rindet am Miitwoch. den 19. d M. vormittags 10 Uhr im Krematorium Qerichtstraße statt Der Klempner Hugo Tiedemann Königsberger Straße 17. am 13. d. M. gestoibcn isi Die Bcerd gung findet am Dienstag, den 18. d. M nachmit ags 3 Uhr. von der Leichenhalle des neu i | Thomas-Kirchhofes in der Hcrmannstraße aus statt. Die Arbeiterin itlsbeth Rudolph Liebigstraße 28, am 12. d. M. gestorben ist, Die Beerdigung findet am Dienstag, den W. d. M. nachmittags 1 Uhr, von der Leichenhalle des Auter- stchungs-Kirchhofos m Weißcnsce aus statt. Die Arbeiterin Anna Ganson Qrai'denzer Straoe II. am 12. d. M. gestorben ist. Die Beerdigaug findet am Mittwoch, den 19. d. M., nachmittags 3"' Unr, von der Lolch- üh alle des Markus- Kirchhofes in' Hohen Schönhauseti aus siatr. Ehre ihrem Andenken 1 Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltuns:. iSacnmt. Am Montag, den 17. Mfirz, wurde unser Genosse Leo Bernstein Mitglied der Fraktiou der ü. S. P D-Arbeüerräto, beerdigt. Er ist ein Opfer der Freikorps. Aul dem Wege von seiner Wohnung zur Vollvci Sammlung der A.- u. S.-R5te wurde er von Regiernngstruppeii erschossen. in dem Genossen Berns ein vcilicren wir eine.« tüchtigen überzeugungs-treuen Anhänger unserer Ideen. der bcm Alles zur Befreiung des Pjoletariats aus den Fesseln des Kapitalismus einsetzte. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Der Fraktioasvorstand der U. S.P. D.-ArbeUerfäte. Sommerfeld. .>ac»rui 1 Am Dienstas, den 6. M4rz. fiel«nf dem Wege rar AtbcllcrratssitzungdnrchKop schall einer deiVorkkmplei und fOhrer in der Uewegu-g der Waren- and Kaufhans- aogesteliten. unser Kollege and streand. der Genosac Leo Bernstein Sein Prole.arlerschicksal kai n uns iiich: hemmea und hindern, es spornt uns an und vi d uds vorwärlstreibcnl In unserer U eiterarbeit wird er fortleben! Seine K'-llegen und Kolleginnen der Mäuser: A. Werthcini. Leipziger Straße, König, ralle. Rosenrhs- Icr Straße und Mintzplatz. Kanliiaus des Westens. Charlottenburg; A Jandorl dt Co.. Belleallianccstraßa Brnnnenstraße. Große branklurler Straße unj KuUbuser Damm; Hermann Tietz, Leipziger Straße, Aiexanler- platz und Frankfurter Allee; Hermann Uerson Werder- scher Markt um) ande e mehr. «V. m. Vellage zur„Freihell". ZZleu.'lag. 18. lpärz 1l?1l> preugiiche Lanoesversammlung. i. Sitzung, Montag. 17. März 1919. Präs Seinett eröffnet die Sitzung nach ISÜ Uhr. Tie Beratung de» Antrag» der U. Sog.»oegen ««»fhebung de» Standrecht» und de» Belagerung«, uftaude» wird furtgesetz!.. Dazu liegt der Antrag Adolph Hofsmaun vor. d»e Reg'.erun� zu ersuchen, sofort eine«ntersuchuiigS.'ommission einzusetzen, die. defiehenv au» einer gleichen Anzahl Mitglieder der l!ande»vet- sammlung und de» Berliner PollzugSratS, die Aufgabe hat, die Vorgang« zu untersuchen, welche sich auf den Straßen Groß' Berlin»'n den letzten Wochen abgespielt haben und damit im Ausoinmenhailge stehen. Ein Antiaa der Abgg Auch und Gen, iSoz.s gehi dahin, eine Kommisponvon 81 Mitgliedern einzuietzen. die gemäß Art. 32 der alten Preußißl>en Bei- faffung die Tatsachen über di« Ursachen und den Berlauf der Urrruben'N Berlin vom März diese» Jahre» sestitellen soll. Tie Kommission ist berechtigt, den Justizmimster und den Krieg»- ministei aufzufordet' die geriet Il'chen Alten über die au» An- laß der Unruhen eingeleiteten Strafverfolgungen einzufordern und der Kommissio> vor�nleae», sobald die» ohne Berzögerung und Störung drr gerichtlichen Verfahren möglich ist. Ministerpräsident Hirsch: Die.B. 8 am Mritag" hat vorigen Frettag über die Vor. gänge in Lichtenberg zu ihrer Rechtfertigung folgende» mitgeteilt: Um 11 Uhr vornnttag» sei vom Minlstcrium de» Innern bei ihr angeklingelt und mitgeteilt worden, da» Kommando der Schutz. maniitchafi habe gemeldet, sämtliche Beamte de» Polizeipräsidium» feien crn.otdcrl worden, der übermittelnde Beamte bäte dringend. die Nachrichten in dem Blatte, andernsall» mit einem Trrtablatte, zu verbreiten. Diese Angaben haben Anlaß zu gehässigen Bor- würjen gegen da» M i n l si e r i u m d e» I n n r r n ergeben, diese Gebäisigkeu steigert« sich bi» zum Vorwurf der Lüg». Ich Hab« sofort Ermittlungen angestellt und teile deren Er» .gebni« mit, da ich e» für di« vornehmst« Pflicht der Regierung ansehe, nicht» zu verheimliche». Kein Beamier de» Ministeriuin» des Innern hat über die Porgänge in Lichtenberg irgendivelche Miticiluiigen an die.B. Z." geioocht. Die Nachrichten, di« sie, ebenio wie da» Ministerium, erhalten Hai. stammen von dem Kommando der Schutzmannlchaft. f Da» hatte zwei gleichlautende Meldungen erhalten; von der Garde-Kavallcrie.SchUtzen-Tivifio». die ihr turz nach 19 Uhr vor- mittag» telephouisch nugeteili hatte, daß di« gesamte Besatzung de» Po-izoipräsidium» ermordet worden fei u»d ongav. die Nachricht von ei.wm z.v r i f e l i o» zuverlässigen Augenzeuge» erhalten zu hauen; di« zweite Meldung itommie von einein So l- baten de« Detachemcni» Küntze.. der sich aus die Angabe» mehrerer Soldaten berief, die den Porgang al» Augenzeugen mit angesehen hätten. Daraufhin hat da» Konimando der Schuhman». sitast roil oen Äorgaiige» Kenntnis gegeben u»d deren Peröfjeni- lichung anheimFestcllt. Ob 00# KsmmandtZ&cr Schutzmann schaft bei dem terephoiiisEen Anruf, wie mir ein Redalteur der»B. Z." »"tteili. hinzugesügl hat. da« Ministerium de» Inner,. tvuniche b;e Peröisentlichung. e Ii t z, r h t s i ch m e I n e r K e n» I. u>»; sest steht, daß das MinisteriummitderSache nicht da, Geringste zu tun hol. Sre dürfen aber nicht vergessur, dag di« ungeheure Aufregung, die sich oller bemächtigt halte, die in unniiltetbarer Perbindui.g m>t diesem Pvcgehen stehen, riin saoche Berlchteritailung rn der Press«, so bedauerlich sie ist. v e r- st a n d l t ch er,cheir.en läßt.(Lebhafter Widerspruch bei den U. Toz.) entichuldig« damit sogar die maßlo» übertriebenen Dar» stelluiiuen. die der Abg. Adolph Hofs mann, wr« ich a»nchliu durchaus in gutem Glauben hier wiedergegeben hat. Nach der Auslage der Briatzung de» Polize'präsidium» ist diese, imveit dic «partatiiien ihrer habhaft wurden, in rohester Weise mißhandel, «nd wähtend der Arreneruna unauSgeirtzl mit Erschießen d e d r o h i worden. In einem ,;alle ist ein höherer Polizeibeanilei mch- weniger al» dreimal an dir Wand gestellt worden, jedesmal wurde ,hm geingt jetzt werde er erschossen, dann wurde er frei. vclassen. und nach einer Sn-ns« wiederholte sich-da» bleiche Stanoper.(lRufe bei den U. Soz.: Namen nennen I>-—Ich werde mich hu»en— wenn da, nicht grausam ist. dann weiß ich nicht, wao praumm»ft. Nach d«n bisherigen Meidungen ist ein Beamier Waich lt vom Polizeipräsidium gefallen. Abg. Dr. Risenfeld: « i• o nicht«rmordetl) Legen Sie mir doch nicht Worte �"1� gebraucht habe. Soviel parlamentarischen . Ä" I»5" Dr. Rosenfeld verlangen- ein anderer weam.er'st nach nirchtbaren Mißhandlungen auf der Straße Im Adepol erschopen worden. Wo seine Leiche gesunden ist steht bisher nceti nicht fest. Ern anderer Beamter T ch ö n s e l d'e r ist aus.einer Wohnung geschleppt und gröblich n,ißha»delt word«.,. auf einen weiteren ist aus der Straße mehrfach geschossen worden einer tit verichwunden, sein Schicksal ist unbekannt. Alle Beamte haben insotge der fortgesetzten Bedrohungen und Mlßhandiunae» .wervenetichutterungen erlebt(Ironische» bedauernde» k$}\&}■ tw" 11' Soj- Daraus lebhafte Pfuirufe bei der Mehr. hrit.) Die bisher'estgestellten Vorkommnisse in Licktenbero rerfit. Imigen allein fchan in villein Umfang die verschSrfirn mill. tariichen vcslimmungen. die nunmehr ausgehoben siiid. Pon Ihnen hangt e» ob, daß der vberbcfehlshaber nicht wieder zu ähnlichen Maßnahmen gezwungen wird.(Große Unruh« bei den U. Soz.) dt.arub«r laßt b>.' Regierung gar keinen Zweifel: soweit ei sich bei ven etvmnfisten um eine geistige Bewegung handelt wird Ii« ihr mit den Waffen de» Geistc» gegenüberstehen, aber der rohen Gewalt w,rd mit Gewalt entgegengetreten werden («»dauernde groß« Unruhe bei den U. Soz.) volles Sicht in die ganz««ngelegenhelt wird ja hoffentlich «>« pailamenlariickie Untersachungskoinmission bringen, wie sie von den Herren Auch und Genossen beantragt wird. Auch der Regierung l-egt ba;an, daß die Schuld restlo» festgestellt und die Wahrheit ermittelt wird. KrikgSmflllfttr Reinhardti riefernst« Erelstnisse bringen e» mit sich, daß mir hier eibenfo 7?�.»> vser Asche» in Weimar als erste prrlanntntariich« AmtS- pfl'cht die Aufgabe obuegl, Ihnen Aufschluß zu geben ütier mili- tnrsiche Maßregeia, bi« iüt den Soldaten zu den schwersten und undankbarsten gehören. E» Ist wohl kein Wort darüber zu ber» I'eren. daß Soldaten, die«Ist Jahre di« höchste Pflicht, die Ber. .eidiguiig det Heiiiiai gegen äußere Feinde ausgeübt halben, nun nur mit blutendem Herzen ihre Psticht im vürgerkampf ersülle». Zuruf» b d. U. S: 17-13jShr!geIj Rur di-- klare bittere �r- kcnntni», für unser arme» Volk so handeln zu müsse», hält diese Männer a-isrech, den'.n wir alle zu grös'-m Tanke verpflichtet sinb.(»ebh. Beifall und Zustimmurz.l Ez wurde von dem Herr». Antragsteller behauptet, daß nicht ni-r nach dam Besct-luß der io.n- muunistischen Partei der Generalstreit ganz friedlich verlaufen sollte und daß die traurigen Kämpfe nur das W�.rt so.' Gr'ndel und außerdem da» Srgebiii» der Eifersüchteleien der verschiedenen Berliner Truppen und Wehren gewesen s-j. Ich freue mich, daß da» gen'eingesäheliche Gesindel, da? mit der Waffe in»er Hei.ö plündert, von niemand verteidigt wird, noch it.«*.- würde ich mich freuen, wenn auch denen, die in der Bekämpfung solchen Gasin- bei» ihr L-ben einsetzen,«instunsnig gedankt würde.(Beifall.) Wo» den Treubruch eine» Teil» der Wehren und der Matrosen an- langt, so kann eine kleine mißverständliche Schießerei, wl« sie auf dem Alex»ii«Zerplatz vorgekommen sein mag,«in«» solchen niemal» entschuldigen. Solche Mißverständnisse waren im Kriege bei Freund und Jeind so alllägich und sind namentlich von Slraßenkämpsen so unzertrennlich, daß unser ganze» Heer beim Feinde wäre, wenn jedesmal der betroffene Truppeiiieil daran» ein Recht zum Uebenaufen geschöpft hätte(Sehr richtigl Bei Beurteilung der Ereignisse lassen Sie, bitte, die S-p räche der Tatjochen auf(ich einwirlen. Wie finden sich denn die Waffe» zu gewaltigen in den Händen verbrccheriMr Aufruhrer befind- liehen Lagern zusammen? Wie kommen selbst Geschütze, die au»- gesprochenen Großkampfwerkzeuge, in die Hände sogenannter Un- schuldiger und wie speisen st» diese Kampsweikzeuge planmäßig und reichlich mit Munition? Wie oft hat schon die Volksregierung feit dem 9 November verordnet und geoiahni, die Waffen abzugeben I Am gestrigen Sonntag sind in Adlershof 87 Maschinen gewehre, 650 Gew«h:e und Karabiner, 8321 Seitengewehre. 476 000 Patronen eingebracht worden.(Lebhafte Ruf«: Hört, hört!) Zuruf b. d. U. S. Auf der Kommandanturl LSr- mender Widerspruch una Pfuirufe recht?. Al.z Hoffmann ruft: Sie belügen das Volkl Erneut« Zurufe recht» und große an- dauernde Unruhe Ij Präsident Lelnert; Ich bitte die Herren(zu den U. S) doch den parlamentarischen Anstand zu wahren.(Zurufe des Adg Adolf Hossmonn., Herr Adols H o f s m a n n. der parlamentarische Anstand ist durch den Herrn Kriegiminister in keiner Weise ver- letzt worden.(Zurufe b. d. U S.: Aber die Wahrheitll Da» tön- nen Sie(zu den Ist S.j so ohne weitere» nicht enlscheioen, ob die Wahrheil/ verletzt>s. oder nicht.(Widerspruch und erneut« Z» rufe b. v. U Soz.) E» kommen hierzu noch 4 Redner zum Wort und der Kampf miß parlamentarisch auigetämpft werden� nnüt aber in einem Tone, der nicht einmal in Ihren Parleiverlainm- lungen üblich ist.(Sehr richtigl recht»! Große Unruhe b. d. U. S.j Ich bitte um Ruhe, bitte den Herrn Kriegsminister fortzufahren. Daß die Kämpfe nicht so einseitig waren, beweisen die Ver- lust« der RcgierungStruppen. Eine T i v i s i o n hatte schon am lg. abend« rund 20 Offiziere und 80 Mann an Toten und Ver- wundeten verloren. Einzelnen dieser im Kampfe für die Ordnung Umgekommenen sind dabei von eigenen Volksgenossen schwere Martcrungen in undegreiflicker Roheit berettet worden. Der Minister iührt einzelne dieser Fälle cm nach den bereit» tn der Presse veröffentlichten Zeugenaussagen.(Zurufe bei den il. Soz.: Erzählen Sie uns doch lieber etwa» von Grausamkeiten der Negierung»lruppenl) E» herrscht unter allen billig Denkenben die Uebereinstiminung. daß die Negieruny»irup> pen.iufs äußerste gereizt worden sind. Und je schwerer der Kamps, desto weniger lassen sich Schärfen vermeiden. Aber kein vernünftiger Mensch kann doch glauben, daß die mit vieler Mühe zusammengeworbenen Freiwilligen sich über solche Kämpfe sreiite».(Zurufe bei den U. Soz.: Da« tun sie! Psuirufe bei der Mehrheil.) Oder daß unser« kampscrprobten, aber natürlich auch kriegSmüdcn Offiziere sich zu solchen Ausgaden drängten oder gar, daß sie vom deulicken Volk erwählten Führer latsächlstl, nach Blut dürstende Tyrannen sesen. Dagegen sträubt sich der scklichteste gesunde Menschenverstand. Nein, die blutige Störung unsere» Frie> den» kommt von Verbrechern oder Verirrten, denen der gesunde Menschenverstand vollkommen aebhanden gekommen ist.(Sehr wahr! du den Soz.j Nach brm Erlaß des Standrecht» würde ja da» B> ntvergreßen gleich aufgehört haben, wenn die Sparta. listen die Waffen niedergelegt hätten. Da» lag in ihre, Hand. Doher ist e» Pharisäertum, über da» Standrecht zu jammern. aber die Urheber der ganze» Not mit dem Mantel der Liebe zu decken.(Sehr wahr.) Im übrigen sind all« verantwortliche» Dienststelle» bestrebt gewesen, den der Regierung ausgezwungenen Kampf um keinen Zollbreit über da» unerläßliche Maß zu verschärfe». Kriefl»niinrster Meinhard: Nach diesen Feststellungen kann nicht daran gezweifelt werden, daß ein« kleine, wohlorgani- sierte Minderheil mit Gewalt die Herrschaft über dir groß« Mass« de» deutschen Voll«» an sich reißen wollte(Sehr richtig!), und daß e» di« heiligste Pflicht der Regierung ist. mit dem ganzen ihr zur Versügung stehenden Machtaufgebot die Frei- hcit de» Volke» gegen gewaltsame Unterdrückung zu sckützen. Die Verhäihgiing des Belagerungszustandes ist hierbei vom iniülä. r'lchen Standpunkt au« eisse ganz unerläßliche Maßnahme. Die Verhllngung de» Standrecht» ist nur einer äußersten Notlage enisprungen. Wir kämpfen seil vier Monaten gegen die bewaffnete Vergewaltigung. Die bit Januar angeivendelen Mittel haben nicht genügt, die Verbrecher niederzuhalten und sie von Wiederholung abzuschrecken. Die Staatsgewalt war daher verpflichtet, zu schärferen Mitteln zu grei- fen. Ihre Notlage kennzerck"«> sich am dernlichsten in den Berlusteu und Greueltaten, denen di« ausgesetzt waren, die der VolkSrcaie- ®lenf,e aeliehen habe». Zahlen sprechen hier deutlich. auch WWn man alle die zum Teil recht großrn. übrige»« beider- leittgen Uebertreibiingen abstreicht, die für jeden Kenner di« unzer. Irennliche Folge der Aufrcguna von Kompfh.rndlnngen sind. «rne Legende ist e». daß N o» k e zu dem Erlaß de» Stand- recht» von der Truppe oder ihren Führern gezwungen worden ,«i. L-edipkich die Haltung der Spartakisten hat ihn zu dem 9'«- 'ech, veranlagt, und dem Berehl wurde di« Weisung an die Truppenfüaler zugefügt, hiervon nur den durch di« Lage dr'».,- .ichen Gebrauch zu machen. Mit hat NoSke fckion in Weimar oerflchcit, er werde der Befehl in der ersten Stunde wteder auf- heben, in der die Lage b-:3 erlaube, lleorige»,«rfor.'-rte der Befeh. seit Freitag keine Opfer mehr, denn die«ufrührer haben sich gebeugt, und die Waffenabgobe ging'eitdem ohne iede, Blutvergießen uonstatten, Wa» aiso doch ein« Folgewirkung deß strengen Bichls fein dürfte. Daraufhin ist der Befeh' wstern aufgehoben worden, unter der Voraussetzung, daß die Orb- »ung und«icherchei» nicht mehr gestört werden wird. Daß eine einmal in Kampserregung versetzt« Tru-�e nicht gereizt, soudeni llczugelt werden muß, wissen wir alle. Befehle in dieser Mich. lung in.d ergangen. Die Verhetzung hat die Gegenseite besorg». jedenfalls haben die Vorgänge bewiesen, daß Ordnung und Disziplin in den Truppen sehr Urgsälttzer Pflege beb liefen. Ich wene darauf hin angesichts der vielen Erörterun-gen in den letzten Monaten über Diszip'i» und Kadavergehorsam, über Ko«n. mandogewult und Soldatenrechte. Helfen Sie uns di« Reich». wehr so auszugestalten, daß ihre ManneSzuM und ihr««»». bi.dung au? eine hohe Stufe kommen. Dann w'rd Herr Hoff. mann wenig mehr zu klagen haben.(Heiterkeit) Daun wer- de» dl: Uebergriffe auSgesckiallet. Tann stiegen die!lr. ttllrri.geichoss« nicht mehr aus falsche Ziel«, dann vermindern sich auch die falschen Schauermel- düngen. Entschieden ablehnen muß ich die Behauptung, daß die angebliche Verrohung der KrieiiSIeul« die Erklärung für Raub. Plünderung und Mord abgeben/ soll.«SS mögen viele von uns rauher geworden sei durch d>« Stählung im Kriegsseuer. aber die meisten find dadurch auch geläutert(l) worden, wenig. stenS die, die wirklich hart und dauernd zu arbeiten und z» kanwfcn harten. Nein, die Mebrzoil der Untaten'<"li ve«v--hr. losten Jugendlichen und Driickevergeru zur Last, wie sie leider fchen ir den letzten Krieg» nwoalen allzu bäusig z« finden waren '>> engster Gemeinschaft mit den Fahnenstüchngen. Daß Herr Ho ff mann auf die gleich- Stuf« imt ten letzt?« n den Ka.s?r gekwrt hat wegen seiner Abreise nach Holland, mvß sehen Saida. ten*ß Um« Gercchtigkeitäzekilhi ikj verletzep. Wv-chen andern Entschluß der Kaiser an jenem 9. Slovember auch hätte, fasse, köv'.en er mußte zu neuen bluilgen Kämpfen und weitete, Wen."i<« im Kampfe gegen die Feinde, sei e» im Burgew kriege, führen. Um diese zu vermeiden. al,o aus r e> n m e n ich liehe. n und vaterländischem Empfinde n, zog.ä der Kaiser damals nach Holland zurück. � Bei einzelnen Angriffen wll kein" � t te. d i g e n d e, Spartakist zu sehen gewesen sein. D-rs war sogar die Nego und beweist nur. daß auch die Sparta knie o durck>ius nchtnut Gelege uheilskäinpser sind, sondern sich-echt gut aus» Haudlwri verstehen. Um so mehr braucht auch die lozialistiiche Neg.«run( geübte Truppen. Dem deutschen Freistaat ioll nicht ichlechter ge- kient werden al, irgend einem Staate in der We't- Da» ist unsere einfache deutsche Pflicht. Trotzdem bekämpft man un, daw ernd mir den hetzerischen Warnungscusen vor �er Gegen- revolutlon. Sie sollt« komme-n. als die Truppen un Ts- zember in Berlin einmarschierten, dann wieder in den blutigeii Fanuartogen, und dann sollte sie jetzt kommen. In der«lT"-' heit" stand, daß der General oon L r l l o w als ihr Träger oon der Reaktion auf den Schild gehoben iei. Wiederum alles Säfiv-indel! Wann worden wir Ruhe vor dieien Hetzereren hab�nl -v,-... cm____-* HA-utr ni/vmrti5 XVC lüOUCn Nach dem Wunsch der Spartakisten sicher momalS den Unfrieden. Wir aber wollen den Frieden mit vollster LH lichleu. Wir wollen alle zusammenhalten alle Arbriler, Bar- un» Soldaten. Heul«, nachdem die Ruhe-n der Haupt- ' Adolf Hossmann: Kirchhofs- wir ger lt«dt wieder eingekehrt ist(?ttV-—-------.:-,■ ruhe. Hört, hart! bei den Soz.) wollen wir den braven Lift- zstren und Mannschaften und auch dem Od er besr-hl, h ad er 9? öS!« danken. Das deutsch« Volk ist sich einig, unter der Fllh. ruirg der VolkSregieruvg zu kämpsen S-gen gewalttätige der- brecher, die unser» Frieden und unsere Freiheit stören,(�.edh. Beifall.)„. n.n Der Präsident macht Mitteilung von einem A n t r a g G r o- nowSki(Z.), der die Untersuchung durch die Kommissto» auch ausdehnen will auf die Unruhen in anderen Teilen Preußens während dieses Jahre»._ Abg. Siering(So».): Wir begrüßen diese Debatte. a>rs preußisäre Volk will wissen, ob das Parlament den-Willen und die Regierung die Macht hat, da» Volk vor weitere» Unruhen zu schützen. Sonst treiben wir dem Abgrund entgegen. �e>e'Versammlung ist nach dem freieften Wahlrecht gewählt. Gewiß bleibt »och viel zu lun, aber e» ist unmöglich, in einem Tage oll die Wunsche der Volksgenossen zu erfüllen. Dazu ist ein orgaiieicher Aufba>u unerläßlich, der mchl all« Augenblicke durch sparlartst inst Treibereien geslörl werden darf. W'r sind dem Verhungern nahe Es gibt nur eine Möglichleit, au» dem Zustand der Raserei l)e.i:< auszukommen: das i,i Arbeit, lultursördernde Täligieit. W» hoben volles Verständnis für das Bestreben der Arbeiter,(ich dl« Last des Lebens zu erleichtern, aber ein Generalstreiks in vieier Zeit ist ein Verbrechen.(Lebhafte Zustimmung bei den tfoz.) Die Uuabhängigen tanunecn über das unschuldig v e r g.o j< s e n e Blut, aber mit keinem Wort hat der Abg. Ho'if mann diejenigen verurteilt, die es zu den Kämpfen der letzten Zeit haben kommen lassen, gegen die S-partakiste». die zuerst mit Waren- gemalt vorgegangen sind.(Abg. Hoffmann: Der Kriegtinintster hat das Gegenteil behauptetlj Das ist nicht wahr. Tie Unruhen itn-d planmäßig vorbereilet worden. Ich s.lbjt habe be- reit» am Montag gesehen, wie spartacksiisthe Truppen gegen du Alexanderkasern« zogen. Die Regierung mußte gegen das Per- d recheil um mit de» allersckiarfsten Mit. ein vorgehe», gerade im Interesse der Llrbeiter. Tie Unab!)aiigigeu sind Schuld, wenn Truppen herbeigezogen werden mußten. Die Truppen waren iiöiig zum S ch u v e der D e in oft r a t i e. Wenn die Arbeit. r- maßen wieder Arbeit und Lebeusmittel bekommen, dann ist es mit der Heuschaft der Unabhängigen vorbei.(Zustimmaag.j Düsse idors haben die Uimbljöiigigen zu einet armen Susi g,. macht. Di« Regierung Struppen Häven sich durchaus vornehm und anständig beiiommen. Eine Einigniig der Llrbsi- ter gibt es nur noch auf dem Boden der Temokra.ie. Ist es nicht auftauend, daß die Presse der bürgerlichen TonolraLe und der MehrheilSsozia.iste» immer unterdrückt wiiö,(?) und die Deutsche Tageszeitung nicht? Der Belagerungszustand kamt erst ausge- hoben werden, wenn wieder tlluge uno Ordnung in Berlin vor- Händen ist. Wir rufen den Arbeitern Berlins und Preußens zu: Laßt die Trennung und Selbstzersleischuiig, hört auf mit dem Brudermord? Laßt Euch nicht weiter aufputschen. Wir sind zu posutsticr Arbeit bereit.(Beifall der Soz.j Abg. GronowSli lZ.): Dir Reden der Unabhängige« erinnern jetzt mehr an die Ausführungen, die früher die Mannet gemach, haben, die jetzt die Führung der Regierung haben. Di« jetzigen Machhaber lehn«» es an vielen Or.en ab, mit den christ- liqen Arbei.ern zusammenzuarbeiten. Jljre große£i mmentzah! scheint Ihnen in den Kops gestiegen zu sein. Die jetzige« Regierungsm änncr gebrauchen zur Berleidiguug gegen- über den Unabhängigen dieselben Gedanken, die wir immer vertreten haben. Wir freuen un» dieser Werbe- kraft unserer Gedanken, denen auch ein sozialdemolralischer Mi- nistet nichl widerstehen kann. Liegieren ist eben schwerer als kri- lisieren. Da» müssen jetzt die erleuchiele» klopfe der jetzige» Sie- gierungSmänner einsehen.(Heiterkeit im Zentrum.) Ist der Regierung bekannt, daß die Unabhängigen und Spartakisten zum 20. März einen neuen G e n e r a l st r e i. planen? Wir haben den dringenden Wunsch, daß alle Vorkehruiigen gel rossen iverden, damit nicht wieder solch ein Blu.verg eßen einsetz!. damit die ungeheure Zerstörung von Staats- und Privaleigen uni unter- bleibt. Hütte die Regierung rechtzeitig eingegriffen, bann wäre der SpariakuSstuisch unterblieben. Die Behauptung, daß d i e Bauern streiten wollen, ist übertrieben. Die Bauern stehen nicht hinter den konfusen Reden eines Oldenburg(Bravo!) Bisher hat di« Regierung immer nur geredet und verhandelt und Plakate mit häßlichen Bildern ankleben lassen. Das re cht nicht aus, um einen kleinen Prozentsatz von arwalliä igen Menschen zur Vernunft zu bringen. Den BdagerunaS- zustand i und da» Standrecht hat die Regieruung nicht aus llebermut ober Mordlust verhängt, sondern nur in der äußersten Notlage, um di« Bevölkerung vor wahnsiniugen Zur. störet n zu schützen. In einem solchen FalleistdiegrößleNück- s i ch t S l o s, g k« i l di« schönste Wohltat für die Mensch- hrit. Im Ruhrrevirr habe» S Prozent Spartakisten öS Prozent Arbeitswillige an der Svbert verhindert.(Hört, hörtl) Da» Blut der Unfchuloigen kommt auf die Rochnung der Unabhängigen und Spartakisten. Die Regierung hätte früher eingreife» müssen, dann hätte sie die Hauptschuldigen gefaßt.(Zurufe: Hoff- mannl) Mancher Verführte wäre dann nicht um? Leben ge- kommen. Die Mehrheitskozialisten sollten in allen Orten einen Grenzstrich zwischen sich und den Unabhängigen ziehen. Wir brauchen Frieden, Ruh« und Ordnung.(Beisall im Zentrum.) Abg. Riesel(Dem.): In unserer geradezu trostlosen Wirt- schaftlichen Lage ist et eine Leichtfertigkeit sondergleichen, die Arbeiterschaft von einem Streik in den andern hineinzujagen. Ein Putsch nach dem ardern wird organisiert, darin steckt System, das Ziel ist Anarchie und Ebaos. Das gftl auch von dem setzten Putsch in Berlin. Zuerst versuchte man die Natw. ralversamml-ung in Weimar auz dieisem Wege abziischnüren, und dann sollte«» ig Berlin losgehen: die reue Regierung hätte man ja schon bei der Hand, da Hier.zufällig" am 2. Mar, der Unabhängig« Parteitag stattfand. Niemais ist ein Streik leichtsinniger onm Zaun gebrochen worden al» dieser. Er hatte lediglich den Zweck, den polibischen Putsch zu intonieren. Darum erstürmte man unmittelbar nach der Proklamation de» ßleneralstreik« 58 Polizeirevier«. Die Minenwerfer. die schwe- ren Geschütze, die alsbald auftauchten, wird auch sein Mensch für harmlose Andenken hakten, die die Kriegsteilnehmer au» dem Felde rn»tgcbrach>l haben. Gestern bat man in der Beiissel- Itta&e In Moaoi* bei den Parteigenossen de» Herr» Adolf Hoff. «mbh stanze ReisekorHe voll gedlÄnderter �ste,-.stände vo?>Mfun« »e«.< Stürmische Zuru.se bei den U. Soz). Ihre Streikleitung >at ihre Anhänger zu solchen Gewalttätigkeiten direkt aufgefordert fsn Düsseldorf schössen die U. Soz. ganz mahllos mit Ma- ichmengetvehren in einen Umzug meiner Prrr toi freunde hinein, mit dem Ergebnis: 14 Tote und zahlreiche Verwundete. sStnr- nn scher Ausbruch der Entrüstung bei der Mehrheit, cmdaiierndc Rufe: Mörder! Mörder! Abg. Dr. Roscnfeld rrrtt: Holt doch den Leutnant mit 10 Mann!) In Berlin ist eS nicht anders zugegangen. Als der Generalstreik sich bereits seinem Ende näherte, versammelten sich die Vertrauensmänner �des Eisen- bahnerverbandes in Rummelsburg, um dazu Stellung zu nehmen. Die Unabhängigen haben das Versammlung?- lokal mit Hsifc von 200 Bewaffneten belagert, Handgranaten in der Saal geWorten und awr die Herauskommenden mit Gumm.- ki üppeln und Waffen losgeschlagen, io dah e? 40 Schwerverletzte gab, darunter unfern Kollegen, das Mitglied dieses Hau- es, 5>tto Hofs mann, der mit sechs Messerstichen im Kapse im Krankeu- hause zu Nummelsburg horite noch darniederliegt. Neuer Ausbruch des Unwillens bei der Mehrheit, stürmische andauernde Pfu-.- ririei An Ihren kzu den U. Soz.) Fingern klebt da? Blut dieser ehrlichen Arbeiter. Der Regierung kann ich den Vorwurf nicht ersparen, daß sie nicht rechtzeitig zum Schutze der Arbeiter eingegriffen hat. Aus die SicherbeitZwehren ist keineswegs überall Verlaß gewesen, in Halle hat sie sich sofort «n die Spitze der Plünderer gestellt. Die Unabhängigen ver- folgen»i« Taktik, das Vertrauen zu den Regierungstruppen zu untergraben, damit sie, ihre Ossi�ere, die Regierung und?!oske auch die letzlte Lust verlieren, noch etwas zum Schutze des Bürgertums zu tun. Wir d«»ken den Truppen und dem lkberbeirblshaber, wir danken auch den treuen Schutzmännern für dos. was sie geleistet haben. Der Belagerungszustand kann «BgesidstS aller dieser und vieler anderer Schandtaten noch nicht «uf>eh»be« werden. Der Antrag Hoftmann hat offenbar de» Zwech. die«nische, dend« Niederlage des Generalstreiks zu ver- decken. Di« U. Soz. erscheinen, wie ihr Parteitag zeigt. al» die FraktionSdrehschvibe des Sozialismus. Dem Antrag Auch stimmen wir zu. Draußen geht eS mit der Propaganda für neu« Putsche schon munter weiter. Ausgerechnet �Herr Adolf Hoffmann regt sich hier über die Unterdrückung der .Republik" aus, er. der an der Spitze vmeS bewaffneten HmrfeixS am 9. Novemiber in die RedaZUon der„Berbmer Volks- zoitung" eindrang l Auch über die Tefephonsperre dürfen sich gerade die Unabhängigen am«wenigsten' etlag-.-n. Wir Verla ngen vor allem die restlos« Beschlagnahme der Waffen. Albg. Dr. Kaufsmann(D.-Nat-l.): Wenn wir«Opposition gegen Di« Regierung machen, so verwahren wir uns doch entschieden oegen jede Gemeinschaft mit den Unabhängigen.(1) Eine gswiss« Schuld an den Zuständen hat auch die Regierung, weil fte zu spät eingegriffen hat, haben aber auch alle die, die die Revolution de» S. November und damit die Tat des Aufruhrs verherrlichen. Obuch fU. S. P.) anfangs von stuft ununterbrochenen Zwischenrufen gestört, die spater aber verstummen: Es hält schwer, nachdem sechs Redner alle fast in dasselbe Horn gestoßen haben, auf alles das einzugehen, was an Verdrehungen vorgebracht worden ist. Meine Aufgabe wird sein, frei von der Leisen schaftlichkeit und Erregung meiner Borredner, den Ursachen nachzugehen, di« zu den Ereignissen geführt haben. Die Loidenschast bleibt au 'der Oberfläch« haften. Dafür liefert die Rede des Justiz- Ministers Heine den besten Beweis. Anstatt uns objekive Tatsachen zu bringen und uns darzulegen, aus welchen Umstän- den die Regievun-g zu ihren Maßnahmen gekommen ist, hat er sich darauf beschränkt, unsere Partei auf das Heftigste anzugreifen, un» nachzusagen, wir billigten zwar heimlich das Vorgehen der Kommunisten, bekämpften es ober zum Scheine öffentlich. Ich 3 laude, wenn wir, d i e Unabhängigen, in program- ratischer Erklärung unfern Sandpunkt darlegen, darf ich Wohl emiarten, daß Sie mit dem nötigein Ernst diesen poli- ttfchcn Forderungen gegeuubfi�'cn und nicht mit einigen wohl- gesetzten Worten darüber hinweggleiten und Be s ch u l d i g u a e n aufhäufen, dieSienicht beweisen können. Der 'Parteitag hat erst vor kurzem ausdrücklich festgestellt, daß wir planlos« Gewalttätigkeiten verwerfen. '(Zuruf«: planlos«, also nicht planmäßige!) Jawohl. Justiz. minister Heine ist auch über das Wörlchen gestolpert. Er müßte wissen, und es steht auch in der progvammattschen Erklärung, da wir nicht gegen Personen, sondern gegen das System kämpfen. In diesem Sinne lehnen wir Gewalttätigkeiten als planlos ab. Di« Rechtssozialiften stoßen vielfach in dasselbe Horn. ,Denen sage ich, daß unsere Haltung genau den s o z i a- Ii st i scheu Grundsätzen entspricht, de wir nicht nur theo- retisch vertreten, sondern auch in die Praxis umsetzen wollen. Dabei wenden wir die Kampsmittel an, die dem Wesen de» proletarischen Klassenkampfes eigentümlich find. Herr Minister Heine hat behauptet, wir verleugneten die Handlungen, die wir wünschten, und zu denen wir die jungen Menschen antrieben, die au» Jdea- kiSmus in den Kamps gingen. Das ist falsch. Junge Leute neigen meist dazu, sich zu den extremsten Forderungen z» bekennen. Und die Führer der Spartakisten sind MannSgenug, selbst ihren Weg zu finden und zu gehen. Die Angriffe von Ihrer Seite gegen uns beweismugerade, wie falsch eS ist, zu sagen, die Unabhängigen juchten eD die Leute aufzustapeln, um sie dann im Stiche zu lassen. Aber die Zusam- «enkoppelung unserer Partes mit den Kommu» nisten geschieht, um uns von unserem Standpunkte abzudrängen. Wir sind die Allen geblieben und werden sie bleiben. Das können die Vöehrheitssvziolisten von sich nicht sagen. In dieser Hinsicht war die Kennzeichnung durch den Abg. Gronowfki nicht unverdient. Man hat un».Eichhorn' zugerufen. Dieser hat bei dem Angriff der Regierung auf die Hochburg der Revolution, da» Polizeipräsidium, die Rechte der revolutionären Arbeiterschaft ver- teidigt. Herr Heine, der doch auch nur kraft der Revolution auf seinen Platz gekommen ist, hat am wenigsten ein Recht, ihm daraus einen Vorwurf zu machen. Im Falle Ledebour bedauere ich. daß sich ein Minister in ein schwebendes Verfahren eingemischt hat. Was der BollzugSrat in seinem Mitteilungsblatt immer behauptet hat und was für jeden Einsichtigen klar ist, hat jetzt auch ein Manit wie General Lüttwitz zugeben müssen. Er hat jefdgrstellt, auf Grund seiner genauen Kenntnis des Materials, daß der Generalstreik mit de» Plünderunzen nichts ,« tun hat. Auch die VolkSmarinedivision hat nicht» damit zu tun. Diese wurde durch die fortwährenden Zurücksetzungen gegenüber den Freiwilligenkorps in Erregung ver- setzt, wie auch die Republikanische Soldatenwehr. Das war der « u»gau g s p u n kt für die Märzereignisse. Der Nachhall der Januacereignisse hat Teile der Bevölkerung auf die Seite dieser Truppenteile geführt. Die Wurzeln der Vorgänge liegen darin, daß Si«, die R e ch t e s o z i a l i st e n, die Revolution im Stich gelassen Havel». Da» kann den aufgeklärten Arbeitern nicht gleickgüliig seirf> Die Art und Weise, wie Sie über die Arbeiterräte hinweggehen, muß die Arbeiterschaft aufpeitschen. Auf Sie fällt der Stein. Wenn man uns vorwirst, auch wir handhabten, wo wir die Mackst hätten, wie in Düsseldorf, das Standrecht, so zeugt da» von der größten Unkcnntni» der Dinge. Dort sind wir es gerade gewesen, die sich mit Entschiedenheit und Erfolg gegen das von den SparlakuSa nhängcrn angekündigte S t« n d r e ch t gewendet haben. Bedauert habe ich daß die VclkSbeauftragten zur Sicherung der Republik am v. November kein Standgericht gcsthafseii haben. Der Belagerungszustand, der nicht nur Bertin, jon- tili» das aanK Land bedrückt.,- entbehrt der Restt-Zgruadlagr. Er ist nacy o.m 9. November abgeschafft worden. Ausnahme- ge setze sind d.r heutigen Zeit nich: mehr entsprechend. Aber man boachte: seitens der Reaievung dabei nicht einmal die elemen. tarsten Grundsätze des Rechts, die sogar die alte Regierung an- wendet«. War'am hat man die Angelegenheit der LandeSver- sammlung nicht sofort beim Z«lsammentritt unterbreitet? Da sie erklärte, nur die treffen zu wollen, die mit der Waffe in der Hand betroffen würden, warum hat sie dann eine Reihe von Ver- sässungsartikeln außer Kraft gesetzt, die tief ins politische Leben eingreifen? Warum hat Roste seinem Befehl eine so zwingende Form erlassen, daß unbedingt jeder erschossen wer- den muß, den man mit der Waste antrifft? Wir verlangen auch Auskunft, ob Zusätze in verschärfter Form dazu ergangen sind. Und weshalb das alles? Wir wissen heute, daß die Er- eigmsse in Lichtenberg maßlos üvertrieben worden sind. Wahr. schsiinlich wäre der Befehl nicht ergangen, hätte nicht ergehen können, wenn wahrheitsgemäß die Oesfenttichkeit unterrichtet worden wäre. Wir fordern die parlamentarische Untersuchungs- kommission. um volle Aufklärung zu erhalten. Die Truppen sind noch«weit über die Verordnung hinausgegangen. Wahllos sind auf bloße Denunziationen hin Verhaftungen und selbst Er- ichießungen vorgenommen worden. Ist«S da ein Wunder, wenn immer aufs neue iie Streikidee austaucht? Die Arbeiterschaft stellt die Menschenwürde höher al» wirtschaftliche Güter. Daß von gewisser Seite jeder politische Gegner als ein Mensch angesehen wird, der es verdient, rücksichtslos mit den schärfsten Mitteln knchandelt zu worden, hat die Gegensätze- aufs äußerste zugespitzt. Dazu kommt da? Verhalten der Presse. Das schafft eine Atmosphäre, worin die Menschen schließlich in einen extatischen Zustand versetzt werden; in solcher Situation werden dann ttl n' ch u ld i g e. Frauen und Kinder wahllos getötet. Den Belagerungszustand in dieser Weife sortgeiführt, muß zu Erscheinungen führen, die Sie alle nicht oerantworten können. Preß- und Versammlungs- sreiheit sind bedroht. Wir wollen mehr Achtung vor den staatsbürgerlichen Freiheiten herbeiführen. Tue Lebens- mittelkrise, die Protmllionskriie bilden den Untergrund der Ge< fchehniss«. Da können weder schöne Worte noch lächerliche Pla- lote Helsen, sondern nur die Verwirklichung des Sozialismus. Wir haben zu weitgehende Maßnahmen der Spartakisten ver- hindert.(Lachen und Widerspruch. Zurufe: Sie haben di« 14 er- mordeten Demokraten auf dem Gewissen I Zurufe: Heraus mit dem gestohlenen Gelde!) Auch wir verurteilen die Plünderer und unlauteren Elemente!(Erregte Rufe: Wo haben Sie das Düffel- dcrfer Geld gelassen? Raus mit dem Gelb!— Plünderer, Räuber! — Die allgemeine Erregung steigt. Stufe: Langfinger!) Wenn Reinhard sich vollkommen der Regierung zur Verfügung stellt, so machen wir dahinter ein Fragezeichen. Eine Kommission, die nur daS Recht der Akteneinsicht hat und oeshalb gebunden ist an das, was die Gerichte ermittelt haben, genügt uns nicht. Wir verlangen, daß die Kommission selbst richterliche Befugnisse hat. Gegenüber dem Kriegsminister stelle ich fest, daß die in Adlershof gefundenen Waffen aus der Kommandantur stammen.(Hört, hört! bei den U. Soz.) Jnleressant ist die Aeutzerung eines Ofsiziers in Adlershof:„Arbeiter- und Soldatenräte gibt es für uns nicht mehr.'(Hört, hört! bei den U. Soz.) Wir verlangen sofortige Beseitigung deS BelageruttgSzuftandes.(Beifall bei den U Soz.) Justizminister Heine: Der Abg. Obuch will wissen, warum wir den Belagerungszustand selbst verhängt und nicht zu diesem Zwecke die Landesversammlung einberufen haben? Wir haben den Belagerungszustand am 3. März verhängt; die LandeSver» sammlung hatten wir auf den 4. einberufen, haben sie aber ab- sagen müssen, weil die Bahnen zum Teil gesperrt waren und die Abgeordneten nicht nach Berlin kommen konnten. Uebrigens, selbst wenn wir die Landesversammlung hätten«inberufen können, so wären darüber in jedem Falle Tage vergangen. Im übrigen ist die Verhängung des Belagerungszustandes hinterher sofort vom Staalsminifterium ausdrücklich genehmigt worden. Die«Rote Fahne' als Sammelstelle der Spartakisten muß, solange der Kampf dauert, verboten bleiben. Die Ge- fängnisse sind überfüllt, da di« Spartakisten Berlin zum Kriegsschauplatz gemacht haben. Hoffentlich arbeiten die Ge- richte so rasch, daß die etwaigen Unschuldigen entlassen und die Schuldigen der verdienten Strafe zugeführt werden können. Ge» wiß ist eine gefährliche Stimmung vorhanden. Das ist ein« Folge der ganzen Kriegs.rcignisse. Solagne uns angedroht wird, am 22. den G e n e ra Ist re i k zu beginnen.(Zuruf der U.-S.: Am 26.1— Gelächter und Unruhe.) solang« müssen wir die Macht. mittel zur Ausrechterhaltung der Ordnung behalten. Solange die .Freiheit'«behauptet, die ganzen Zusammenstöße und Vor- kommmss« seien provoziert von der Regierung um einen Ader» laß an� den Arbeitern vornehmen zu können(Stürmische Pfui- rufe), solange ein solcher Wahnsinn behauptet wird und es Leutt gibt, die ihn glauben, solange bleibt uns nichts anderes übrig, als eine Politik der Abwehr zu treiben. Wir hoffen aber, daß wir bald dazu kommen, ein« positive Politik zu treiben.(Lebh. Beif.) Abg. Hallmann(d. Vp.j: In Lichtenberg begannen die Unruhen schon am 3. März, als der berühmte erste Shuß am Alexanderplatz noch nicht gefallen war. Ich habe selbst gesehen, wie eine große Menge, an deren Spitze bewaisnete Spartakisten sich befanden, einen verwundeten Reglern ngSsoldaten unaufhörlich geschlagen, gestoßen und mit Fußtritten bearbeitet hat, wie dieser Soldat zwei krästige Kolben- schlage auf die Schuster und den Hinterkopf erhielt, so daß er eine neue klaffende Wunde davontrug.(Stürmische andauernde Pfui- Mttfe b. d. Mehrheit; Adolf Hoffmann ruft: Haben Sie daS wrrklich gesehen?) Ich habe alle Einzelheiten in einer Ent- fsrnung von zehn Schritt genau verfolgt. Daraus wurde der niedergeschlagene' Gefangene an ein Solztor gestellt und kurzer- Hand erschossen.(Erneute stürmische Pftttrufe.) Dieser Vorgang hat sich noch bei fünf anderen Soldaten wiederholt. Ich möchte die dringende Erwartung aussprechen, daß die Truppen nicht eher'aus Lichtenberg zurückgezogen werden, als für den Schutz der Bürgerschaft yin«rei gerichet worden. Aber eine andere Frage habe ich an Sie zu richten: Wie steht eS mit der Entwasfnuns? Die Arbeiter werden restlos entwaffnet, das B ürgertum ruft dagegen im Geheimen zur Bewafsn-ung weiter auf, und auch Herr Haenisch hat sich jetzt an di« akademische Jugend ge» wendet. Dieser Herr hat übrigens se nem Unter st aal»» sekretär nahegelegt, gutwillig von seinem Posten«gegen«ine jährliche Penston von 12 000 Mark zurückzutre en, andernfalls stehe ihm«in Disziplinarverfahren bevor. Herr Kaufmann hat uns die Schuld an den Ereig» nissen vom 9. November zugeschoben. Er hat also noch nicht be» griffen, daß die Ursachen in der Mißwirtschaft zu suchen sind, die gerade von Ihrer Sei« getrieben worden ist. 4% Jahr haben Sie da? deutscke Volk in der unerhörtesten Weis« blwen lassen und durcki den U-Bootkricg uns den Haß der ganzen Welt zugezogen. Die Angriffe gegen di« Matrosen sind ganz sinnlos. Diese Leute sollten nutzlos geopfert werden. Da» gegen haben sie sich gewehrt und haben durch ihr tapferes Vor- gehen das deutsche Volk vor dem Abgrunde gerettet, in den e» durch Ihre Schuld gestürzt worden wäre. Sie arbeilen allerdings systematisch und gut, um die Monarchie wieder vor- zubereiten. Sie sagen zwar, sie denken nicht an den Umsturz. Ja, jetzt nicht. Erst soll die jetzige Regierung den un. günstigen Frieden schließen und dann werden Sie kam- men. Bedaneriich ist eS nur, daß Ihnen die Regierung so in die Hände arbeitet. Sie entrüsten sich über di« Plünderungen. Niemand hat das deutsche Volk schlimmer bewuchert, als Sie. Sie haben sich auf Kosten der Aermsten die Taschen gefüllt Und wenn sich dieser und jener der Arbeiter die Finger nicht rein gehalten hat, so ist er Ihnen gegenüber doch nur ein Waisen- knabe. Der Belagerungszustand soll erst aufgehoben werben, wenn Stühe und Ordnung wieder hergestellt sind. So sagte Bismarck vom Sozialistengesetz auch. Er ließ et immer wieder um Jahre verlängern und begründete eS genau so, aber schließlich ist er darüber gestolpert und hat sich das Genick gebrocke n. Herr Heine hatte die Stirn, von uns als von Zuhälter« zu sprechen. Ich entsinne mich, daß sich einmal Herr Hirsch ganz energisch gegen diesen Ausdruck gewendet hat und von Ka- sche m m e n t on. sprach. Ich werde ihm jetzt das Stenogramm der Heineschern Rede senden, damit er sehen kann, was Kaschemmentvn ist. AuS der ungeheuren Fülle von Material, was uns unablässig zuströmt, kann ich Ihnen nur einen ganz ver- schwindenden Teil vortragen. Aber die Fälle liegen so kraß, daß wohl Entrüstung am Platze ist. Am 13. März sind zwei Arbeiter an der einsamen Pappel meuchlings ge.ötet und die Taschen au»« geplündert worden, so daß ein Ktiminalveamter zunächst an einen Raubmord glaubte. In einem anderen Falle ist ein Vater mtt seinem Sohne getötet worden, weil sie zwei Hand- granatensttele besaßen, di« sie zu einem Schreibzeug verarbeiten wollten. Aus dem Gefängnis erhalte ich ein«. Brief, der Kunde gibt, wie man die Gefangenen mißhandelt, zusammen- pfercht, ohne genügende Nahrung läßt und seelisch martert, in- dem man ihnen sortgesetzt mit Erschießen droht Wo bleibt denn da Ihre Entrüstung, meine Herren? Jetzt ist die weiß« Garde nach den Vororten gegangen. In Friedrichshagen hat man, weil man den Gesuchten nicht antraf, einfach seinen Sohn verhaftet. Ohne jedweden Grund schreitet man auch da zu Sistierungen, genau wie in Berlin, und bielfacki sind die Angehörigen ohne Nachricht über den Ver- bleib, so baß sie das Schlimmste befürchten. Warum rufen Sie da nicht„Pfui"? Ihr Schweigen von jetzt und Ihre Entrüstung von vorhin läßt darauf schließen, daß Ihre Entrüstung nur erkünstelt war. Ich werde ans dem Tisch de? Hause» ein« photographische Rückenansicht eines Matrosen niederlegen, eine- Mehrheit». sozialsten, den man in Wilhclmshatten mit Tauenden mißhaichelt bat Darüber können Sie sich entrüsten. Wir verlangen die Wahrheit in allen Fällen. Die kann aber nur die von uns geforderte Kommiss«ion an den Tag bringen. Solche Vorgänge müssen die Regierung Mim Sturz bringen. Sorgen Sie dafür, baß Ordnung eintritt. aber nicht durch die Brutalitäten einer sogenannten stMiaiistiüftcn Rpg-erung. londern durch eine vernünftige Io» z-ialistische Politik. In persönlicher Bemerkung erklärt Abg. Harnisch, daß er allerdings dem von Herrn Adolph Hossinann zum Unt rstaatS. Ech'ed ewnwtthen �>ein€B Vorder Abstimmung, die über den Antrag Hoff m a n n eine namentliche sein wird, vertagt sich da« Hau»«ach K9 Uhr auf Mittwoch. 2 Ulm-.