Einzelpreis 10 pfg ♦ Jahrgang 1 Dienstag, Ken IS. März 1010 Nummer 130* Menö-Msgadt *•»« M>**>**•«— MW» B«» n Ut rM<«»nxf» Kwrt«9 pt. WM•«(«• WM X p|. t»ii»tu*4»}«IAI«| S« V fam-.Vn**m» OKle»UiM; Qcslhi«««.»chiff-�vertm»» I«. um nwcfl»»rw- berliner-Organ brr 11nat>Mn0$m SotMömofratie Oeutitfitaxibs Der abgeleugnete Morbbesehl. kudgklllg enklarvl. Der rechtssozialistische Hof richte?, da» Reptil des Edenhotels, der die widerliche Hetze gegen den Hauptmann o. Beerfelde inszeniert hat, hat gestern geleugnet, daß der von uns angeführte Befehl der Garde-Kavallerie-Division existiere. Nach diesem Befehl sollte nicht nur jeder, der sich mit den Waffen widersetzt, niedergeschossen werden, was dem Noskeerlaß entsprach, sondern auch jeder, bei dem Waffen gefunden wurden. Nun bestätigen heute mehr als je offi- giöse Ableugnungen die Wahrheit des Gemeldeten. Wir wollen aber auch, damit kein Zweifel mehr möglich ist. den Wortlaut eines solchen Befehls wiedergeben: Gache-Kav.-Division. Div. St. Llu., de« Ist. 3. 1919. Abt. Ja, Nr. 20 950. Befehl für den 10. 3., nachm.,»ndden 11.3. Leitsatz: Wer sich mit Waffen widersetzt oder plündert, gehört sofort an die Mauer. Daß die» geschieht, dafür ist jeder Führer mitver- antwortlich.' Ferner sind aus Häuser», au» welchen ans die Truppen geschossen wurde, sämtlich e Bewohner, ganz gleich, ob sie ihre Schuldlosigkeit beteuer» oder nicht, aus die Strafte z« stelle», in ihrer Abwesenheit die Häuser»ach Waffe» zu durchsuchen;»er- dächtigt P e rsö n l i ch k r it e». bei denen tatsächlich Waffen gefun- den werde«, zu erschicften. Ziffer 2e: Jeder Hausbewohner oder Pasiant. der in nnrechimäftigem Besitz gefunden wich, ist fest- zunehmen und mit kurzem Bericht in dem nächsten Gefängnis abzuliefern. Wer sich mit der Waffe in der Hand zur Wehr fetzt, ist sofort niederzuschleften. Unsere Leser wissen, daß dieser Befehl bereits eine 'roße Zahl von Optern gefordert hat. Viele Menschen sind nur auf Grund dieses Ukases ums Leben gebracht worden. Es unterliegt nicht dem geringsten Zweifel, daß dieser Besebl jeder gesetzlichen Grundlage entbehrt. Der Belagerungszustand bietet für den Erlaß nicht einmal einen Vorwand, ebensowenig der Schießerlaß Noskcs. über den der Befehl weit hinausgeht. Di« Division war zu einem solchen Vorgeben absolut unberechtigt. Und nun frazen wir: Wird sofort eine Unter» s u ch u n g eingeleitet, wer den Befehl gegeben bat. und werden die Urheber und Verantwortlichen jofort zur R« ck e n s cha f t gezogen? Wie lange gedenkt man der Berliner Arbeiterschaft den Tort anzutun. diese Division in Berlin zu lassen? Wie lange gedenkt man diese Division und ihren Stab noch fortbestehen zu lassen? Wenn noch eine Spur RechtSgefuhl im deutschen Volke lebte, müßte sich ein Sturm der Entrüstung erheben. der Sühne fordert«. Statt dessen leben wir. daß unter Führung der Noske und Heine eine Hetze gegen die tlnabhängigc Sozialdemokratie arrangiert wird, die den Zweck verfolgt, die Aufmerksamkeit von den u n» geheuerlichen Gesetzes Verletzungen, die de» gongen worden sind, abzulenken.' Sine neue Mordtat. Der.BoNvörts' teilt mit:„am Donnerstag vormittag gingen die tvjährigen Arbeiter Paul Biedermann. HanS G o t t s ch l a l g und Paul Gurke aus ihrer Wohnung in der Friebrich-Kack- Straße fort, um sich an khr«? Arbeitsstelle bei den Siemenswerken in Herzlberge nach der Wiederaufnahme de? Ar- seit zu erkundigen. An der Frankfurter Allee wurden sie von einem Posten angehalten und nach dem Wacht lokal im.Hoike- peter' Ecke«ogtftraße gebracht. Dort erhielten sie Aiiswci.se, zogen es aber vor, gleich wieder nach Hause zu gehen,«n der Friedrich-Sarl�strahe wurden sie von einem anderen Posten festgenommen, der ihnen erklärte, sie seien von einem guten Freund denunziert worden. Der Posten brachte Re drei jungen Leute nach dem Zentralviehhof und sperr»« sie in«in Lokal, wo bereit« zwei Tot« lagen, die wegen einet tätlichen Angriff« auf einen Feldwebel mit Recht erschossen wor- Pen fein solle»,«an tzen tzrei Leute« lebt»nr»och Paul Gürte. der mtt Schußwunden im Krankemhause Frtedrlchshain liegt. Aach den Angaben, die er feiner Mutter gemacht Hot, wurden sie alr drei von dem Poren durch«in Fenster beschösse». Räch«rmzer Zeit trat Pauk Biedermann infolge des Jmnmerns seines gleichfalls verwundeten Freundes Goitfchlag an da? Zeit- ster, um zu bitten, daß sie herausgelassen werden. Daraufhin habe der Pvstcu mit den Worten:,»Was, ihr Hunde seid noch nicht tot?' die beiden totgeschossen» während Türke als vermeintlich tot der Ermordung entging. Medemmann» Angehörige waren am Froiwg vorrnittag auf dem Viehhof, um wenizftenS die Feststellung des Mör- d e r S zu erlangen, gewannen aber den Eindruck, daß die« nicht erreicht werden würde. Biedermann» Vater, ein hoch in den filnizlger Jahren stehen- der Mann, begab sich wegen derselben traurigen Angelegenheit am Freitag in da»«avähnte W-�chtloSal, wo ihm der Offizier erklärt Hab«:„Die drei wäre» Verbrecher."«!ü der Vater erwiderte:„Mein Sohn war kein Verbrecher", Hab«— so erzählen die nächsten Angehörizen— ein an der Schänte stehender Offizierstellvertreter dem«»«er eine Ohrfeig«»ersetzt, lieber diese niederträchtige Behenhlun�.st«er Auar. nqchher in Tränen ausgebrochen. Er wagte aber nicht, inmitten der Soldaten Ein- spruch gegen die Brutalität zu erheben. Der Bursche trug am Kragen einen Kranz mit einem Schwert." Der„Vorwärts" muß inzwischen auch hestätizen, daß in der AnbreaSstraße Vater und Sohn deshalb erschossen worden sind, weil man bei ihnen Handgranaten- stiele gefunden hat. Der Vater, Paul Dänschel, war übri- gen» Mitglied der rechtssozialistischen Partei. » Auch Mr„BorKner BolkSzoitung' niinlnt zu dem Mord an Paul und Alfred Dänschel Stellung. Sie gibt die Zuschrift einer Leserin wieder, die sich bereit«rdlärt hat, zu beerdcn. daß bot den Erschossenen nur zwei Hanbsranotenstiele»efunden worden sind und schreibt i-m Anschluß daran: „Wir hatten am. Sonnabend restlose Aufklärung gerade Äber dieser» Fall verlangt, und zwar sebr bald? Aber kern« der amtlichen Stellen, die dach so fichnell� bereit waren, die unwahren Schauer- und Mordgeschichten aus Lichtenberg der Press« zu unterbreiten, hat e» bis jetzt für nötig gefunden, auch nur ein Wort über diese un erhör- ien Mcharepiungen wrwuten zu lassen. Nicht einmal die Zu- sichern ng wurde bis jetzt von amtlicher Stell« gegeben, daß man willens f«, diese ti Fall autzuklären. Auf Grund der mit- gateÄten neuen Eingelheiten über den Fall Dön-schel fragen»tr die Regieeu»g, ob sie auch jetzt»och vi« Stirn hat, weiter zu fchweizen?" Auch wir vergangen restlose Aufklärung. Aber nicht von den stellen, die d« Mordtat verübten, sondern von einer wn Partei- ischen UrrtersuchungSkomm�ffio». vor wichtigen Entscheidungen. Part», l«. März.(Reuter.) Bei der heutigen Sitzung de» Obersten KriegSrate» wurde Lloyd Georg« ein dam Präsidenten Wilson, Clemenceau und Orlando Unterschriebener Brief über- geben, worin er dringend aufgefordert wird, sein« geplant« Rück. kehr nach England um zwei Wochen zu verschieben angesichts der Dringlichkeit de» Problems, mit dem sich die Konfernnz in den nächsten Tagen zu belassen bat. und da« die Uirlerzeichner de» Briefes für wichtiger halten al» sogar die Arbciierschwierigkciten, die in England beigelegt werden müssen. Der Bericht wird nach London gesandt werden, um dort dem Kabinett vorgelegt zu werdet». Wie verlautet, wird Lloyd George seinen Beschluß in dieser Frage von der Ansicht seiner Kollegen abhängig machen, ob sein« Anwesenheit in England nötig sei. Pasel, 18. Milrz.(XelunI«»).«ach de«„Petit Pari- sioa" werde die Frage de» linken Rheinnfer» die Friedr»«k,»ferenz die ganze Wiche beschSstige«. Sei« SoalMolfs-Wnifleriam in Sachsen. Dresden, 18. März.(T.-U.) Wie der„Dresdner Anzeiger" »«»»rtvater unterrichteter Seite Kört, wurde gestern vormittag 11 Uhr i» einer Sitzung deS GrfamtminifteriumS»««er dem Porsitz de» Ministerpräsidenten die KatzjnettSfrage zu« Abschlnh gebracht. SS bleibe» sämtlich« Mitglieder des l>i». herigru Grsamtminifterium» in ihren Aemtrrn. Rur da«»otn Ministerpräsidenten Dr. Gradnaner geleitet« Minister. u.» de» Inner« wird von demselben abgegeben und ne» besetzt. Neber dir Person des neue» Ministers steh, noch nichts fest. Minister. Präsident Dr. Gradnaner behält neben den Präsidenteageschäften nur»och die Leitung he» Ministerin«? de»«rußer«. Gefahr im Verzuge. Bon Dr. Anna Simlett. Im preußischen Kultusministerium herrscht«ine siebe?» hafte Tätigkeit. Kein Wunderl Es ssibt ja nirpends soviÄ Reformer als im deutsckzen Lehrerstande. Und jeder Reformfreudige drängt jetzt mit seinen Plänen und Ber- schlöffen an die Reffierung heran. Diese selbst aber hat natürlich ihre eiffenen Gedanken und Absichten. Go mnß also Hochkonjunktur in Reformen herrschen und sicher ist die preußische Schul« seit den Novembertagen schon ein halbes Dutzend mal in freiheitlichem, demokratsich-lozialisti- schem Sinne reformiert worden: theoretisch. W?S geschieht aber mittlerweile in der unthevretischen Wirk» lichkeit? Mittlerweile wird auch m der Schnls gearheiiet, aber in einem recht anderen Sinne. Die alten Schulregenten sind durchaus nicht gewillt, sich ihr« Domänen rauben zu iasien. Und wenn die lMkSschullehr-er zum großen Teile liphfiine*. und ihre alten Ideale: Seldstverwaltung, weltliche'Schirl?, Einheitsschule tapfer verfechten, so sind demgegemibar die Rektoren auch auf ihrem Platze, und in den höheren Schulen sind Direktoren und Lehrerschaft durchaus' entschlossen. freiwillig keinen Schritt zu räumen. S i e haben nicht umgelernt. Sie sind dieselben ge- blieben, die zum Kriege bliesen., die bis zum letzten Augen- blick vaterlandSparteilich für Heer und Thron und dal größere Deutschland Rufer im Staat« waren. Sie habe« diese ihre Tätigkeit jetzt nur von der Ocffentlichkelt mehi in die Schule selbst verlegt.„Politische Verhetzung" soll in der Schule nicht getrieben werden. Man braucht sich unsere Kinder nur ciiimak vor- zunehmen und sie auszufragen über den Krieg, die Revo- lution, über Sozialismus und Völkerfrieden, um zu merken. wie dieser Erlaß beachtet wird. Die„Erinnerungsfeieru" zu Kaisers Geburtstag und ähnliches lassen diese stille und unermüdliche Arbeit zuweilen ans hellere Tageslicht kommen. Die sozialistischen Ledrer aber, eine kleine Minderheit bis jetzt, kämpfen einen ausreibende» Existenzkampf um ihre Arbeit und ihre Stellung in der Schule gegen Schikanen. Intrigen und Hetzereien. Und sie kämpfen diesen Kampf ohne die mindeste Unterstützung von feiten des �sozialistischen" Kultusministers. Wenn ein reaktionärer Philologenverein eine Eingabe an das Kultusministerium schickt, oder ein Direktor sich über Eingriffe des Arbeiterrats beschwert, so erfolgt sofort ein« flehende, beruhigende, womöglich telegraphische Nachr'cht. Ein simpler Lebrer und dazu noch ein Sozialist hat im demokrati'chen Preußen von einem sozialistischen Kultus- minister natürlich keine Antwort, noch minder Hilfe zu er- ivarten. Die»folge davon wird sein,»nd sie tritt bereits heute zutage, daß olle günstigen Aussichten in der Schule verbaut, alle neu«insetzenden Bewegungen im Keime erstickt werden, daß wohlgemeinte Neuerungen, wie die Schüler- röte, nicht im freiheitlichen, sondern im reaktionär- bnreaukratischen Sinne auSgenntzt werden, und baß die freiheitlichen Elemente der Lehrerschaft ein- geschüchtert, mundtot gemacht oder ganz aus ihrer Stellung gedrängt werden. Unsere Schulen habe« seit dem 9. November, das kann keinem Eingeweihten verborgen sein, sich wieder gewaltig nach recht» entwickelt. Von Reform ist nichts zu 'puren. Man fürchtet sie nicht einmal mehr. Das neue schulfahr. das notwendig wenigstens Möglichkeiten freierer Arbeit hatte eröffnen sollen, beginnt trotz aller theoretischen Rerormarbeit ,m alten Zwang und altem Schlendrian, tlnd als neueste Aussicht eröffnet sich die auf einen Bürger- lichenalsKultusminister. Es gibt wohl kein Ministerium, da« für die Zukunft Preußens— und Dcntschiands— so wichtig ist wie das des ofientlichen Unterrichts. Ströme von Unheil sind von dort bisher über das Land gegangen und haben die Deulscheit so er, an ft ,m Zivang. Unlvahrhastigkeit. Verantwortung�. lok" Vielwisserer und dumpfem Autoritätsglauben, den Jahrzehnte kaum werden heilen und bessern können. Und nun will man dies Ministerium in einein Kuhhandel ichliiniiist« Sorte an die Bürgellichen ausliefern. Das hclßt, man will all« Möglichkeit einer UlN�hr zuch einer Man will noch mebr als bisber �rDunipfen� Dcrbiinimcit und benebeln. Und wanini? �amit dle Me'hrheltKso.�ialist�n in ih?r Re�ierunn einen clUKJä bequemeren Sitz und ein nnbebelligte« Dasein tHi-ben. Sfur r �rivJ lwn, der völligen �deen-»nd«rund Ns-!?5 Ä f�ciren' a.be�cs darf nicht so binaeben. daaeaen nt Selbitbilse. Es mnk sich ein autietneln�r tttivci der Entrüstung erbeben nus der freiheit- aelinnlen Leyrerichast sowohl wie anZ der Arbeiter. «Wni,!*" nu,5fHr Neaiernna zeigen, da st sie nicht die �si n nst unterer Kinder und unseres Volkes hinter seinem Ducken vertchaclrern darf. Und eS musi weiterbin ein.8» wmmenuchliisi aller derer erfolaen, die eine freie un! ö a � u n f t s r e r che Schule wollen und erstreben. Wir hayen lanste aenufl auf Taten der Reaieruna aewartet. La "n. Sticht» laftt. m..& die Lehrerschaft selbst �ud nehmen. � Sie mnn sich organisieren w, toaifluftiidfan Verbanden, diese müssen untereinander �nbliing. nehmen und sich Über ihre Arbeit einig werden. Eine Landcskonteren, aller sozialistischen Lehrerverbänd« ist dringendes Erfordernis. dlinn wird man sich in allen Gemeinden, die daksir 'racnd Möglichkeiten bieten, durch sozialistische Stadträte i et bst a n d i gan die Arbelt machen müssen. Denn„von oben haben wir weder Kilfe noch Anregung zu erwarten. Wir werden dar, im kämvfcn müssen, daß uns von dort nicht Widerstand und Semniun«, znteil wird. Von der iozialisti schten Vrcsse aber erwarten wir. dasi sie uns in diesem zrampie unterstützt. Denn eS ist die Zukunft, über die hier und nirgends anders entschieden wird. ßeive CchShwig der Rationen! Angesichts der Tatsache, daf, die Versorgung Deutsch- lands mit?ebens»iitteln bei Ersüllung der Bedingungen des Brüsseler Abkommens bis zur neuen Ernte sicher- g e it e l l t ist, hatten wir die sofortige Erhöhung der Lebcnsmittelrationen unter Zuhisfenabme der ein- heliiinchen Bestände an Nahrungsmitteln verlangt. Auf dieses Verlangen antworten die amtlichen Stellen ablehnend. Durch W.T.B, wird folgende Meldung verbreitet: Vkrlin, 17. März. Wie die Blätter melden, wird das mit der Ewienle geschlossene Lebensmittelabkommen zunächst nicht gestatten, die Brotration ,u erhöhen, selbst wenn die erste Sendung von L70000 Bonnen«ietreide in Deui'ch- tand angelangt ist. Tide Sendung kann nur dazu dienen, die bisherigen Brotrationen sicher zu stellen, die ohne die Getreide- zufuhr schon in nächster Zeit hätten heruntergeietzt werden müssen. Ob später die Nationen erhöht werden können, wird von der weiteren S�ntuhr abhängen, di« nur möglich sein wird. wenn wir die zur Cwistchr,»gelassenen Ouantitäten im«u«. land kaufen koiinen und di« nötige Tonnage haben, um die tkn- fuhren zu bcwerkstrll'gen. Können wir diese BorauSietzungen ernilkn, dann wird sich später allerding«»niere Bersoegrmg. insbesondere mit Brot, Flei'ch und Kett günstiger gestolien. Da- gegen dürfte m-t einer Verbesserung de» Brote» zu rechnen sein, d- m,n die Au�an ihlung de» Getreide» he�-abfeven kann. Ueber die Verte/ung der Fett- und Fleischmengen läßt sich noch nicht» sichere» soien. doch sollen Erwägungen darüber emgestellt werden, die Großstädte zu bevorzugen. Da» amerikanische Cch-nalz besitzt nicht den feinen Ge�inach. den nton vom Schweinefett gewolmt ist. Der am-rikanb'ch« Sperk ist rrngeräuchert in Saig und Snipeter konserviert. S» empfiehlt sich, den Speck zu wässern und dann räuchern zu lassen. Da» Ech.vcineslei'ch is, gepökelt»wd recht schmackhaft. Aukgezeichnet »st da» Dörrfleisch, da? in langen schmalen Streifen getrocknet Et- An keuilenskrier Miich wird gezuckert« und»»nges-ügte Boll» milch geliefert. Wir werden auf diese uns bnrchaiiv nickst übenengenden "runde der amt>ick>en Stellen noch eingehend zurückkommen. ?iüs beute begnügen wir uns damit. alS Zeugen für die Nichtigkeit unserer Anschi'.unng Heren Geheimtat Kühner zu zitieren. Er war Mitglied der Ver- h a n d l u n g S k o in m i s s i o n i n B r ü s s e l, er ist. wie nur wenige andere Personen, über den gegenwärtigen Stand unterer Ernährung» luge aus erster Ouelle und zutreffend unterrichtet. In einer Unterredung wit dem Vertreter der„Berliner Neuen Zeitung" Hot Herr Gebeimrat Rubnec über, die künftige Eeltccktung der Er- »ährnngSverlKiltnisse folgendes ausgesprochen: Nun, den miuixstenS zwc-n onatizcn Ausfall an Kartoffeln können wir durch zugeführte 800 0(10 Tonnen Brotgetreide reich- lich decken. Weiterhin werden wir unsere Brotration nicht nur erhöhen, sondern wir körnen auch unser Brot be deutend verbessern. Da die Kartoffel darau» entfernt wird, also ebenso w'« die Klcie(iü# Getreide wird schwächer aus- grmohlen werden), erhäl! da» Brat einen weit besseren Nährwert, der durch Weizen zu sah— Weizen ist äußerst Eiweißhaltig— noch erhöbt wird Da? un» zugesagte Getreide wird nämlich zumeist in Weizen bestehen. Fleisch werden wir in nennenswerten Mengen nicht er- halten, obgleich unsere Bemühungen sich auch auf ein« Fleiscbzu- fuhr erftreckien. Zuerst sollte un» Büchsrnfleisch zugesichert werden, aber e» will scheinen, al» ob ein andere», den Lieferanten be- freundete? Voll, da» ebenfalls Fkeischmar.gel leidet, sGeheimrar Aubncr scheint auf die Franzose» anzuspielen) un» hier den Rang abgelaufen habe Allen denen, die daraufhin den Fleisch- topf in weite Fernen gleiten sehen, sei aber zum Trost gesagt, daß mit der a»? dem Brot entfcrnren Kleie und Kartoffeln unsere Schweine in einigen Monaten so schön und rund aufgefüttert werden können, daß die Getreidezufuhr auch eine» indirekte» Fleischzusuhr z teichkommt. «in allrrfreudigsten begrüßen wir die an nn» gelangenden Aettmengen. Kr« werden in amerikanischem Schmatz und Speck bestehen— nicht in Butter, die ja auch ein wenige» konzentrierte» Fett darstellt, leichter verd'rbt und wegen ihre» Wassergehalt» mehr grachtraum benötigt. Aber der Schleich- prei» der Butter wird durch die Fettzufuhr naturgemäß sinken. Mit der kondensierten Milch verhält r» sich ebenso wie mit den Fleischkonserven Kleine Posten wurde» ursprünglich zngcsichert, werden aber nicht geliefert. Aber dafür werden wir an? frische Milch selbst schaffen können, denn erhöhte Futtee» cation bedeutet auch erhöhte Milchproduktion und e» ist anzu- nehmen, daß wir für die R ndviehfütterung nicht nur auf unsere ersparten Kartoffeln nntz Kle'emengen angewir-e» sind, sondern e«oa» O e l f r ü ch t e und Mal» erhalten werden. Der Anlauf von Ledensmitteio. Neber den Ankauf von Lebensmitteln, werden folgende Mit- teilungen verbreitet: ,. E» find bereit» gODOOTonnen In Rotterdam angekauft und teilweise'm Anrollen. Delegierte der Re'ch»fleisch. und ReichSsettstellr haben!»n Rotterdam die Ladungen übernommen lind tragen fvr die Weiterbeförderung nach Deutschland Sorge. E» handelt sich um 10000 Tonnen reine» Schweineschmalz und etwa LOOOO Tonnen Speck. Weitere«0000 Tonnen Lebensmittel, darunter Schweinefleisch und Milch, werden in den nächsten Tagen eben- fall« angekauft werden. Die Tonne ist nach deutschem Gewicht, also zu 20 Zentnern, gerechnet. D e Bezahlung erfolgt in Bold und fremden Devisen. • A m st erda«, 1#,"llllez Einer Renteemekdnng au» Pari» nfolge find t« Hinblick»uk di» Lieferung der ersten t-O COO Tannen Leli»ii»in>0»rl ffir Teuchih- lonv«an den»erschiedenra Aliiertenreglernnsen-rl« f» k a r t lieferbar angegeben worden. Bon der britischen Re» »leruirg: 30 000 Tonnen Speck, 10000 Tonnen kondenfierte Milch, 20 000 Tonnen Pflanzenil, 2000 Tonne« Maesarlne, 2000 Tonnen Brotenfett, 35 000 Tonnen Ret», 50 000 Tonnen Nanaoanbabn 15 000 Tonen Hafermehl,>0 000 Tanne« Gersten- nn» Rogzen» mehl. Bon der franzisiichen Regierung Kabelia«, R-iniota- Mehl«nd 50 000 Tonne» Palmkerne, die schlieunirSweise 15 000 Tonne« Palm»!»nrha'ten. Boa Vorräten»er an, e ei ton i» sche«; Koengefellschast in Europa«0 000 Tonne» Weiten mebl, 20 000 Tonnen«adeec Mchlsorten nnd 20 0>0 Tonne» Roegrn. Das SchlffahrtsabkowNen. Heber den Inhalt de» neuen Schiffahrtbobkommen» mit der Entente wird m-irgeteilt: Die deutschen Delegierten. ersuchten, für di« Zw- cke der Küstenschiffahrt u-nd der Erzcinfuhr au» Schwe- den die Grenzen für die vorläufige Freigebe von Schiffsraum von 1000 a u f 2500 Tonnen zu erhöhen. Man kam fchUeß. lich überein. daß d!« Frv-.gab« von Tch ffen bi» zu 2500 Tonnen in der Zwifchinzeit in der Schweb« bleibt, d. h. bi» zur Prüfung der deutschen Forderungen durch di« tMeraumerl« Sackcherstäiidigen. Di« deutsche Regierung>st verpflichtet, all« ihre Energie darauf zu konzentrieren. Schiffe von erhöch!» Trggfähiglkeit bauen und vom Stapel gehen zu lassen. Tie Alliierten bestehen nicht auf der Freigabe Vv- T« n k- dampfern. Für die Bedürfnisse der deutschen Oftfront w'.rd vine Anzahl von Schaffen s r« ig e gebe n. Ein sehr wichtiger Punkt ist die Frage der Bemannung der deutschen Schiff e. Die feindlichen Vertreter Attont?», e» könne gar keine Rede davon sein, daß bei der ersten An- fahrt der britischen und französischen Häfen durch deutsche Mann« schaften d ese beibehalten wurden. Die deutschen Mai»« schaften würben auf Kosten der Alliierten, aber auf This'en. die Teutschland zu stellen hätte, in ihr Heimatland zurück« befördert. Tagegen wäre die Frag« der deutscheu B.'i'an« nung der Schiffe für eine nochmalige, sehr ernste Er» wägung reif, wenn Deutschland sein« eigenen Sstrs'e mii Kohle versorzen könnte, so daß sie die tranZatlaürische Fahr! machen körrnten, ohne in England oder Frankreich ,u b rnkerw To-regen werben wahrscheinlich die deutschen Bemannungen vo« Schiffen, die in entfernten neutralen Häfen liegen, z. B. in S'.ck� amerika oder in HolländisdHJndicn, beibehalten werden. Bon den deutschen Delegierten wurde gefordert, daß au jedem Schiffe deutsche technische und nautische ver- Ifeier bleiben. Di-ser Wunsch wurde nur insofern erfüll', all solche vertretee auf großen Schiffen mit besondere» Eharakteristi- len zugelassen werden. � Die deutsche Regierung verpflichtet sich, sofort fokgeicke Dampfet ausfahren zu lassen:„Zeppelin",„Prinz Friedrich- Wilhelm".„Graf Walderfee".„Patrizla".„Kaf F i n i» D e r r e",„P r ä t o r i a".„T l e d e l a n d",„Kaiserin Auguste Viktoria". Eine Diskussion, ob die auf deutschen"V rftnr im Bau befindlichen Schiffe unicr da» Ablominen fasten und ausgeliefert werden sollen oder im deutschen Besitz bleiben, wurde nicht be- endet. Die feindlichen D-legierlen werden darubr ihren Re- gierungen berichten. Leo Zoglches. Un» wird geschrieben: Am 10. März fn-b%5 Uhr war Leo I o g i ch e» Tpszkaj von Truppen de» Regicnent» Reinhard an» seiner in Nenkölln befindlichen Wvbirung geboit nnd nach dem Kriminal- gericht Moabit gebaacht worden. Dort ist er am selben Pormitiag von einem Kriminalbeamten und einem Reinhardsolbaten er» 'ck-ossen worden. Zur Entscknldicning dieser Töwng wich von den Beteiligten behcniptet. sXopiche« habe flüchten wollen. Da» ist inde» völlig ungtcnikwnrdig. Man hatte den Getöteten, der mit drei anderen Genossen verhastet worden war, allein nach einem scknmilen Treppenscbacht de» Kriminalgericht» gebrach», w« die Tötung von niemand beobachtet werden konnte. Dort ist ib» eine Kngel derart durch die Sehädeldeck« gejagt worden, daß fic om Kinn wieder hermiatrat. Lee Fogischea iThi-�a' der im 50. Leben Siabre stand, Wae st» Jahre 1906 nach der russischen Nevolution au» Rußland hierher» -ekomwen. wo er seitdem in cn-rster B-rbindi'ng mit Noi» Luxemburg polit-isch tätig war. Unter seinem«ioenen Rom«» konnte er sich freilich nicht betätigen; da» war infolge der boheirxrllern-schen Liebedienerei vor dem russischen Zaren unmög- lich. Er wirkte im stillen, nnd er stbte diele Tätigkeit anck während de» Kriege» fort. In den Zelten, al» in Deutschland die Verfolgttngen der Kriegsgegner am schärfsten waren, ruht« die illegale sozialistische Agitation wesentlich mit aus seines Schultern. Erst im 5ahre 1918— nach dem Jann.grstrej? gelang tt den wilhelminischen Schergen, seiner habhast zu wer» den. Die Revolution befreite Ihn au» dem Untersuchung»» geföngn-» in Köpenick. ES w-ir klar, daß die Gegenrevolution bestrebt sein würde, sich diese» Agitator» der Kommunistischen Partei und Redak'eur» der„Roten Fabne� zu bemächiigen. Sic Hot ihm nun da»f«kb« SeWch'al bereitet, wie seiner Freundin Rosa Luremburg und Kurl Liebknecht. Er baite unter dem russischen Zarismu« ge- wirst, er war in Sibirien— nnd mußte auf dies- Weise enden unter einer„so'iali'tischen" Rwierung Tbert-Scheibemann. Die Beerdigung findet am Mitiwoch statt. Jogiche«(Tyszka) war sckweizerisrler StaalSang'böriger: e» ist zu erwarten, daß die Schweiz wegen seiner Töwno di« erforderlichen Schritt« unternehmen wird. L«ltkehr zur Liebe. , von Robert Thome. ES war in der zweiten Hälfte de» achtzehnten Jahrhundert». Die Menschheit fühlte sich auf dem Gipfel der„Zivilisation". Tie vorausgegangenen gewailigen Erienntnlsse und Fortschritte in Himmclskui'dc. Mechanik und Naturwissenschaften hatten die Geister frei gemacht. Die letzten Fesseln mittelalterlicher Schul- Lberlieseku ig und kirchliche» Fwangev waren gesprengt. Da? Zeitalter du„Aufklärung", der Enthaftung de» verstände», versprach Erstklluo/> alten Sehnsüchten und freie Bahn jed'ni Denken unk Willen Und doch k„nn der Mensch nicht ohne Sehn. such« leben! D« selbstaewisse, jto'ze Verrninit, die ta'tterech- nende, vermag allein nicht Welt und Länder, Staaten und Völker zu ordne»; ji« ton» nicbt Ouell �»d M«« zugleich sein, daher und dahin alle Wasser kommen und fließen. So gewaltig die Fernsicht der errungenen Erkenntnisse war, die Menschheit sah sich dockt bald keimatlo», frierend und»erlassen auf der Hochfläche der Verstandeiulutr Ta tvoi c» der Schlachtruf„Rückkehr zur Natnrl", der die seelische Erneuerung bringe» sollte. E» war der Schrei, mit dem die Urtriebe der Lcidensch-ftcn und die Nöte gequältcr Massen ihre Erlösung fmderten Tiesr«t.'ioejunj hat von Rousseau her über Herder und die„Stürmer und Tra-.aer" unsere Dichtung z» den strahlenden Gips-in in Goethe und Schiller»mporgeführt. Aber sie hat auch in der großen franzssischen Revolution mit Titanenkrafi die Art cm qll:s gestgt. wa» setbstherrlich war und sich gottähnlich dünkte. Auch wir stehen heute am Ende eines beispiellosen Aufschwunges einer rein verswndcbmäßizen Liviliiation.„Beim Techniker ist keig Ding unmöglich." Gen Hiinmei soaar sliegen -vir Menschen de? zwanzigsten Achrhundert». Un'er äußere» Leben hat keine Räise'. keine lltfragcn mebr. die wir inchi hosten zürfien, auf eine rcchnerisckc Formel, ein Zahlenbeispiel oder «in Maschinengelriebc zutücklühren zu küna»». Ist das der WdZheii.etzl-r Schluß» Und unser innere» geben? Sind wir nicht doch ärmer geword-n in unserem kalten Zeitalter der Industrie? Fehlt t.»S nicht doch ein wenig Tonne, daß wir nn» warin und w.chlig külln könn'en ans die-er Erde. die nun einmal unsere Heimat ist? Wahrlich, auch wir hätten Grund das„zurück zur RaUir!" au' unser Dauner zu ßbre b-n.: auch»ns fehlt ein Prediger, der un» au» der Sleinwüste der tu**-■»Ahi« biuauSiühltt nur tzlri che der Natur, der un» dtr Schönheit ungekünstctter Verhältnisse und reiner Menschentriebe verkündete. Was aber mehr noch al» die NaNir den Mitlebenden unsere« Zestaiter» fehlt, da, ist— die L l e b e. ein gering«» Sich-Ein- finden-Können und Sich-Eindenkcn Wollen in die Gefühle und Ansichten oc» Anderen I Edelste» und Beste» im Menschen gilt nicht« mehr, sondern nur sein Wut ol» Sache und Handel»- warel Rur cine.Rückkehr zur Liebe' lann un» vor ptattestem Ain-rikaniSmu», vor ruhelosem nervenzerrüttenden Jndustriali». mu» retten. Wer Unliebe säe», wird Haß ernte«! Die Frucht diese» Hasse» ist der W-.'Uknest. Auf all n Seiten ward viel--e'ünd'gt. Nur die Rückkehr zur Liebe kann dem Frieden Dauer verleihen. Die selbstische Pernnnft gllein kann da» Rätsel nicht lösen. Sie]- rnoz wohl Ouclle sein, worau» die Handlungen entspringen. In- � de» der Otncllen sind v'rle. jede wäbnt da»»Reck«" auf ihrer Seite. Aber da» Meu nach d u all� Wasser sich sehnen und i streben, ist nur eine» E« ist da» unendlich, Meer der Liebe,' worin die Sterne de, Frieden» und der Bölkerversöhnung sich sp egeln. Liebe zur Raiur, zur Wissenichaft. zur Kunst, zu den«ew- fchen, Htnga-be zum anderen in de» ander'» selbst willen, so iorderl e» di- reine Liebe. Rickg um de, eistenon»eiwsse« oder der Eitelkeit willen, auch nicht in blindem Autoritätsglauben oder um himmli-chc» Lobn zu ernten und ewlger Strafe zu enigeheul Die reine Li„be'ft frei von jedem Zweckgckühl und seder Nutzen»- erwäpnnz. ist Güte. Sonne und Wärme,«st Phantasie und Schönheit. Wahrheit und heiliger,'ätiger Geist! Diese» Zeichen stelle ich euch: Zurück zur Liebe» E» beginne die wahre Revolution von G«-st und Seele 1 ist eine Auslese der U n tüchtiosten.— Ob di« Kultur sich durch die Kriege.auswärt» entwickelt" hat, da» kann nie entschieden werden, weil hier da» Kontrollerperiment(wie e» o h n e den Krieg„gekommen wäre'j stet» fehlen muß. Wahrscheinlich aber erben sich iörvrrliche Defekt« ol» PerschlechtcrungScinflüss« auf die Nack'kommensckaft fort, wenn auch nicht direkt in den gleichen Organen. Am schlimmsten wirkt gegenwärtig ein Krieg auf da» rmrstndsamer gewordene Nerden'tck'cen ein, weil e» an» der stärkeren Rcrvenreagil'iliiäi eine Nervenhysterle macht. In sich d äre die Swvß'nd awkci- kneck',> kein« Teg n'rationSer» scheinung. sondern«ine zeitgemäße Anpassung. Dagegen ist de« Todesverachtung im Kriege ein echte» Degenera« tionSsumptom: Der Mangel an S-lbst-shalwnaStrieO weift auf geringe Lel-enkkraft hin.— Besonder» schlimm werden die KriexSsolgeu auf die während de» KrieoSernährungvinangel» Gezeugten sein. Jukolge der Eiwrißarnrut der citerlichen Nahrung verlümmer» sie bereit nn Muckerleib«. Die nächsten Gcnerationr» werden diesen F.uch zu tragen Häven. K.mmecer» Buch sollte sich in de» Händen jede» Sozi'listen und Pazffiften befinden, um Ihm Waffen gegen di« rassentheoretischen Fälsche' und Dimmköpf« zu liefern. ßileg vnd Vötlergedechen. Der Wiener Lictoti« Paul Kämmerer hat durch dir ganze KriepS-eii unerschrocken»einen Oamvä gea-u den""o''» van d--? Rc'ssenverbesscrung durch«riegsühruno wcntergcsührt. Er tut - cf«uch in seinem- VÖ--'>''' � biologische Unsterblichkeit' Di« Krieztdarwiinsten verhehlten� daß grraoe i».entierrn noch fördernd erneue« können, wen chr jetzt auck, einige jnnzschöpkersiche Kräfte, wie die Ralee«il I3;aC5ClvUn�®« 1. Mai ihre Forderungen nicht angenommen werden. Vakzlerstebnlffe. Hamburg, i7. März. Tie Wahlen der Hoachurger der» fassunggeb enden Versammlung haben folgende« vorläufiges Ergebnis in 577 von insgesamt 593 Bezirken ge- habt: Unabhängige«1764 mit 13 Sitzen, Sozial- demokraten 200 465 Stimmen mit 81 Sitzen, Deutsche Demokratische Partei 106 044«n!t 23 Sitzen. Deutsche BoHspertei 44 644 mit 14 Sitzen. Drutschnotionale Volkspartei 14 839 mit 4 Sitzen, Zentrum 0102 mit 2 Sitzen, Wirtschaftsbunb, Grund- ugentümer usiv 43 544 mit 13 Sitzen. Etwa 75 Prozrrt aller Wähler haben ihrer Wahlpflicht genügt. Hannover, 17. März. Die gestrigen Arbeiterrats» wählen in Haiinover-Linden hatten folgende? Ergebnis: Unabhängige 11 Sitze; MchrheitSsozinlisten 75 S'tze (60 Arbeiter. 7 Angestelliel; Demokraten 16 Sitze; Christliche Ge- iverkschasten 16 Sitze; Welfen 5 Sitze; vereinigte Bürgerliche 0 Eitze. Düsseldorf, 17. März. Tie Wahlen zur Stadtverord- netenversammlung sind gcstccn überall ohn« Stürung verlaufen. Er erhielten die Unabhängigen 23 Sitze, die Zenlrum 33 Sitze, die Mchrheitssrzziab'sten 11 Sitzr die Dmlschdemokr» ten 8 Sitze, die Deutschnationalon 7 Sitze und die Deutsch« Voll Spartet 9 Sitze. tzo�achrWen. Mr lesen im der bürgerlichen Presse: Die Republikanische Schutztruppe bittet um Aufnahm« solgendec Roti«: .Die Kapelle der.Republikanischen Schutztrupp«", stiegU ment Reichstag, erfreute dcn Ministerpräsidenten Scheide« mann heute vormittag vor seiner Privatwohnuna in Friedenau. mit einem musikalischen Morgengruß." Der„Vorwärts" ist auch in diesem Kall ein s ch l e ch t e r C b r o n i st, seine Leser erfahren nicht? über die Aufmerksamkeit, die die rechtssozialisiiiche«chutztrupp? ihrem angebeteten Führer zuteil werden läßt. Geyen die Mlttörherrschafl. Die Arbeiter und Ansrslellten der Firma Beermann b/kben in einer am IS. März fla tgehabte» Versammlung, in der beide Richtungen der Sozialdemokraten vertreten waren, sich dem Protest der Bollveisammlung der Arbeitcrräte angeschlossen; sie verurteilen da» Borgehen der weihen Garde und verlangen Genugtunng. Sie verlangen Vorkehrungen, damit sich solch« Fälle nicht wiederholen; im andern Falle würden Gegenmaßnahmen verlangt werden. Da» Verhalten de».Borwärt»" wird verurteilt. A»ichdie Wevbeannonzen für die Frctwilligenkorp» im.Vorwärts" wurden verurteilt, weil üe in ein Arbei erblatt nicht gehörten. Einstimmig wurde in diesem Sinne beschlossen: Die Arbeiterschaft de« gesamten A.E.G.« Konzern, welch« ca. 60 000 Arbeiter und Angestellte umfaßt, pro- testieren auf da» Nachdrücklichste gegen da? unbefugte Einschreiten de« Militär» in der Yollverfammlunq der Groß-Berliner A.» und S.-Räte in den Gemaniasäien am 12. März 1919. Sie betrachten die Angelegenheit durch die Zurückziehung der Truppen und durch dir Erkläruna der Regierung, daß die Besetzung irrtümlich erfolgt sei, für diese» Mal al» er cd igt. geloben aber, bei. aber» maligen derarftgen Zwisckeufällen sofort alle Dch'.ilt« zu ergreifen. die geeignet sind, die gewählten Führer der Arbeiterschaft der Groß-Berliner Betriebe gegen Uebergriffe zu schützen. Sie verlangen für dl« Arbriterräte volle Immunität für die Au«- Übung ihrer Täktakeit al» Arbeiterräte. Sie protestieren ferner gegen die grausigen, in keiner Weise kontrollierbaren Erschießungen»nd verlangen sofortig« Aufhebung de» Slandrechtc». Sie warnen die Regicrung. unter Hinweis auk die unabsehbaren Folgen, durch wci'rr« Provokation der Arbeiterschaft die schon jetzt aus beide« Seiten herrschende Progromftimmung zu er» höhen. In Sch»nrber> findet heute abend in der Aula der Rückert» schule, Räthrrstraß« sam St�dtparft e'ne Märzfeier statt. Hierzu we ben u. a. Kommermusik durch Kräfte de« Blütbner Orchester» und gute Rezitationen geboten. D e Festrede hält Genosse Zubeil. Unsere Mitglieder und Freunde unserer Bewegung werden um zahlreiche? Erscheinen gebcten. Der Beginn der Veranstaltung ist pünktlich um V/? Uhr. di■ Saalöfsnung 6)4 Uhr. Eintritt?» karten find für 1,60 Mark einschließlich Garderobe und Programm bei allen BezirkSführcrn und an der Abendtasse zu h-den. nisten d Reczincek und Hans P f i tz n e r die akademische Würde erhielten. Trotz ihrer angeschminftcn Jugend gehört die Akademie in die historische Rumpelkammer. In einer wahrhast freien'ozialisttschen Republik, in der die Kunst den ihr gebühren- den Rang groß und frei einnähme, wäre kein Platz für derarrizr Zwangsanstalten. Sie zehn Gebole der'Meiler. Au« einem Flugblatt der 4Ser Revolution. Erstes Gebot: Du sollst arbeiten. Wer nick't arbeitet, soll auch nicht essen. So steht es geßbneben. Und doch essen viele, die nicht arbeiten. Da» muß aufhören. Zweite« Gebot: Tu sollst keinen Müßiggängcr neben dir dulden. Wenn du einen siehst, der müßig neben dir steht und fähig zur Arbeit ist, so gib ihm ein Schurzfell und eine Hack- unp sprich zu ihm:.Jetzt sttiafsel Denn siehe, Bruder, wenn du "'"sjig gehst, muß ich deinen Teil Arbeit mit übernehmen und da» >ft unrecht. Darum schq�se, reicher Müßiggänger." Tritte? Gebot: Tu sollst keine Stlaveuarbeit verrichten. Alle Menschen sind sre unv gleich. E» wird keiner al» Sliuvr ge- boren. ES braucht kein« em Sklave zu werdcn. Deine Arbeit kann und muß ein« frei« setn. eine solche, die deiuc»� Fähigkeiten und Neigungen entspricht, deinen Geist nicht erdrückt und bclnen Le-b nicht erschlafft. Nicht zum Lortci! eine? anderen tollst du arbeiten und«um Nackieil deiner selbst. Nicht ai« Stlav« für einen Herrn sollst du arbeiten, sondern als freier M-inn für dich und deinen Bender, der gleichfalls wiederum fti« dich und sich atbeftet. Die einzigen Sklaven, die es geben soll auf dicter Welt, da» sind die Masibinen. die dem Memchen unter- tan sind Btertrs G-bot: Tu sollst gerechten Lohn für de'ne Arbeit fordern Wenn man dir sagt, die Ge'chatte gehen schleckt, sein Lobn muß derktirzt werden, du mußt dich fügen in die fchlechle Zeit U'w— iurd dir so noch und nach den gerechten Lohn ent- »teh, und dich zum clendeiicn der Lasttiere macht, so antivortet Ds« schlechte Zw» mach! ihr. nicht nur rurrr Habsucht, enrer »neriöttl chen Geldgier, eurer tollrn Konkurrenz wegen gehen die Gelchtn-e ichlrcht. ihr üt'errennt euch einer den ander» und in turen Fall wollt ihr uns Arbeiter mr! hineinzieben. Ta« muß «ufötUHl Wir Hoden den Preis der Ware» tu bestimmen. Wir, die sie schusfen. nicht ibr. Wir wollen einen gerechte», Lohn für unsere Arftnt. denn jeder Arbeiter ist seine« Loihne« wert. Fü»'»«« Slebat: Tu sollst keinen Hunyer leiden. Siehst du. ?« fällt keiei Sperling von dem Dache au« Hunger; kein Wurm kriecht im Gra�e. der sich nicht sättigt; kein Fisch schwimmt im Wasser, der verschmachtet. Und du. Mensch, müßtest Hunger leiden? Warum da«? Baust du nicht da« Ackerfekd, reifen dir «•cht die Aebren in die Hand, bäckst du nicht selb« da» Brot. brichst du nicht selber die Frucht vom Baum? Warum sollst du Hunger leiben? Ein Narr, der für ander« orbeiret und für sich hungert. Sechste» Gebot: Du soll?» nicht in zerrissenen Kleidern geheb Di« Beilchen auf den Wiesen, die Roien in den Gärten baben'chimmernde Gewänder an. der Bogel trägt ein schmucke? Fcherkleid. der Bär hat einen warmen Pelz. Hast du nickt den Flach? gesäet und die Seide gesponnen, hast du nicht de? König» Purw'rmantel gewebt? Warum willst du in Lumpen gehen? Siebente» Gebott Du soll dich deine» Leben» freuen. Der Zweck de» Leben« ist. daß der Mensch glücklich sei. Hast du alle» ge'an. wa» nötig ist zur Erhaltung und Verschönerung de» Menschenleben»— hast du dem Boden die Nahrung abgerungen, hast du dem Geiste Flügel gegeben, d. h b'st du ein ganzer Mensch, gesund an Körper und Geist geworden, so mußt du glücklich sein und dich de» Leben» freuen— du und alle deine Brüder k Achte» Gebott Du sollst in Ehren leben. Ehre! d. h. e» koll keiner über dir stebrn und dich verhöhiien t.Arbeiter, unwissen- der Arbeiter, armer Arbeiterl" Nein, du sollst zu jenen sagen, die bisher von deinem Schweiße sich genährt:.Müßiggänger, arme Müßiggängerl lFch. verzeihe euch alle«, wa» ihr an mir verschuldet. Ich reiche euch die Bruderhand. Auch ihr sollt in Ehren leben. durch eure Arbeit!" Neunte» Gebot: Du sollst dein Ohr verschließen vor den Pfakfrn. Der Bannt der Erteiinlni« ist der Baum de» Leben». Tie Pfasfe». die nichl» tu» wollen, und doch leben, schtvelgen ivollcn. sckemfceii dich zurück vom Baum der Erkenntnis..Nicht hier." 'ageii sie,.sollst du genießen, sondern jenseit». Hier dnidr, dort oben wirst du belohnt." So biete» sie dir ein Schaugcricht, um da« wirkliche ielbst zu genieße» Du aber iollst erkennen, daß d.r» Reckt z» teoen zugleich da» Recht.glücklich zu sein," hier glücklich zu sei», ist. Zehnte« Gebot: du sollst deinen Nächstcn lieben wie tz»» Nur so gelingt e» dir, der Knechtschaft dich zu entziehen. Nm so kannst du wahrhaft frei sein, denn Freiheit und Gleichheit gehen nur von einem Tritten, der Brüderlichkeit an». Haß»nd Neid entzweien, Liebe vereinigt. Einzeln bist du schwach, in Gemein, schast stark und kräftig.— • Diese zehn Gebot« bleihen ein ftrteressante» Dokument für die ursprünglichen geistigen und sittlichen Grundlagen der deutscheu Arbefteihewegung in allen ihren ökonomisch-hiswrischen Wand- lungen und Entwicklungen. Sind Konserven vollwerllge MMNgsnM? Dr.®. Müller, Arzt am FriedrichS-Waisenhause in Beeliu» RuinmekSburg, berichtet über Kiuderstorbut an dieser Anstalt. Die Kinder erhielten vorschristSmäßige Nahrung: Milckftartoffel- drei und Gemüse. Trotzdem erkrankten sie: Weil die Nahrung»- .rohstofse" bereit» konserviert waren, al» sie Verwendung fanden! Di« Milch wurde pasteurisiert geliefert»ud dann nochma!» au? 80—100 Grad erhitzt. Da» Gemüse wor Trocken gemiile, fabrikmäßig bei hohen Temperaturen hergestellt. In beiden Fällen waren zwar alle schädliche««erore vernichtet, aber auch— die Vita- miue, eiwcißähuliche Verbiiidungen, deren Anwesenheit in der Nahrung unbedingt notwendig ist. soll sie dem Menschen be- kommen. Fehlen ste, so hört da» Stofswechselgleichgcwicht im mewschlicheii Körper auf, er erkrankt. In Indien tritt zum Bei- spiet beim Genuß von poliertem Nci» di« Beriberikrankheit auf, weil mit de» Reishülsen die Vitamine abgeschält werdcn. Dies« Krankheit wird durch Verabreick,,»� von Vollreis(mit Hülle) ge» heiltk Entsprechend wirken Bollkarnbrot, frische« Obst und Gemüse, srische Milch. Auch die RummclSburger Kinder genasen, al» man ihnen frische? Gemüse verabfolgte.— El folgt au» diesen Erfahrungen und Einsichten, daß konservierte Nahrungsmittel erst dann vollwertig werden, wenn man sie zu- iainmen mit frisclien verabfolgt, und dag„Keimfrciheit" kein Vorzug ist, wenn mit den schädlickfn auch die unentbehrlichen Keime vernichtet werden. E» ist also wünschenswert, daß alle Ei'tkciiniingS.»nd Kon'ervierungSprozesse wisscuschaftlich genau studiert werden, damit sich zuverlässige Regel« ausstelleu lassew. „Wo kft Verrat?" So fragt der.vorwärts' mit?«zug«mf unser« Abwehr Hegen doS kommunistische glugblott. in der vir den Abbruch beb Veneralsireik« mit dem verräterischen verhalten deS.Vorwärts" und seiner Hintermänner begründeten. Der.vorwärts" meint unter Verschiebung der Streitfrage—. er sei stets ein Gegner bei Generalstreiks gewesen und brauche sich nicht um die Politik der Kommunisten und Unabhängigen zu kümmern. Das braucht er allerdinge nicht. Tis Lrbeiterblatt, wie er sich immer noch bezeichnet, hätte der.VorwScrS" aber die Pflicht. »n erster Linie Politik im Interesse der Arbeiter zu machen. Die Forderunzen, die beim Ausbruch de» Generalstreiks aufgestellt churden, sind don der Mehrzahl der Berliner A r d e i- t« r resp. deren gewählten Vertretern(sogar von der Berliner Gewerkschaftskommission) unterstützt worden. Diese Forderungen waren ohne Kamv? von dieser Regierung nicht zu erreichen; ein Teil ist twtz der Zerrissenheit der Streikbewegung, die der »Vorwärts" miwerschuldet hat, erreicht worden. Wäre der Streik geschlossen weitergeführt worden, hätte sich noch mehr tu reichen lassen. Wir haben nicht gesagt, daz der.Borwärtö" sich selbst verraten hat. Dazu fehlt ihm wohl die Energie, um mit der Firma KrkgSpolUik und Nachfolger zu brechen. Aber die Arbeiterschaft hat der.Vorwärts" verraten von dem Tage »b. wo er durch schnÄsn Staub und Treubruch In die Hände LtampferS und Genossen geriet. ES wird noch ein Tag kommen. «w da« auch der letzte Arbeiter erkannt haben wirb Zickzackwr»(n Neukölln. Seit gestern herrscht in Neukölln»teder verschärfter Belage» emrgSzustand, das heistt, kern Einwohner, der nicht beruflich dazu gezwungen ist. darf in der Zeit von» Uhr abends und S Uhr morgen» die Scraße betreten, öffentliche Lokal« müssen abends schon um 8% Uhr schliefen. Am Donnerstag, den 13. März, er. fchten schon einmal eine solche Anordnung de» Herrn General- majori von Hülsen. Am andern Tage rückte«wer das Frei. korpS Hülsen von Reutölin ab und zog nach Lichtenberg. Der Nach» folger im Kommando, Herr Rittmeister von Neufdille, hob als erste Amtshandlung die Beuordnung wieder auf. und— es» ging auch so Warum mich nicht. In Neukölln war nach den ziemlich unerheblichen Vorfällen in den ersten Tagen nicht» Passiert, und nur die ansang» voriger Woche vor sich gehende Ueber» flutung Neuköllns mit RegierungStruppen, die ziemlich ergebni»» lostn HauSfuchunpen. Glache.drahlabsperrungen. willkürlichen Ber- Haftungen und Mißhandlungen und Erschießungen von Gefangenen hatten, wo sie bekannt wurden, Aufregung verursacht. Alb die Truppen wieder fort waren, war«S in Neukölln ruhig wie selten zuvor. Nun ist Herr ton Hülsen mit seinem Trotz wiedergekehrt. und die Neuköllner bekamen es gleich zu spüren; sie find jetzt wieder halbe Gefangene. Wie e» scheint, hat Herr von Hüls«, Pub darüber geärgert, daß Herr von«eufville vernünftiger war att er. »tan spricht auch davon, daß sonstige Rivalitäten zwischen den veiden Herren bestehen. Wir richten ober die Frage an die Regte» rung: Geht die Macht eines Militär« schon so weit, datz er eine ganze Bevölkerung wie dummeJungenbehandelndarf. Am dvrigen Donner«- tag standen aus dem Korridor de» Neuköllner Ratbaus»« Hunderte von Menschen ftundeutanq, um sich einen Ausweis bgm. die Gr» tauibniS zum Betreten der Straßen Müschen g und S Uhr zu be. sorgen. Viele versäumten dabei ihre SrbeitSzeit und hatten Lohn» einbüße. Und gebraucht hat die.sen»««wei» nachher kaum einer-.wenigstens soweit wir die» erfragen konmcnl. Rtan konnte de» Nachte nachbau se kommen und begegnet« weder �sPa�ouille noch einem Strafjenposten/ Gegen eine derartige Macht haberspielerei mutz auf das schärfst« protestiert werden Di« Neuköllner Bevölkerung braucht sich diese Behandlung eine» Junker» nicht gefallen lassen 1 . Wenn Herr von Hüften Verordnungen erlatzt, dann läßt er ste auch innner sofort tn Kraft treten. Viele sin» dann zuerst ta Unwissenheit darüber und kommen dadurch in arge Ungelegen« heiten. Un» geht ein« längere Schilderung eine» Neuköllner Einwohners zu. dem«s zusammen mit mehreren anderen Per« fönen so ergangen«st. Gr befand sich nebst einigen weiteren Gasten am vergangen«, Donnerstag abend um SX Uhr noch m «nem Restaurant iti der ThomaSstnche. Weder der Wirt noch wne Gaste hatten eine Ahnung von de: Verordnung, die erst am Nachmittag an den Anschlagsäulen und dann tn den Abendblättern erschien, von den Betreffenden ober noch nicht gelesen worden war. Erst zwei noch hinzukommende Gäste mochten alle darauf «.fmerksinn. Der Wirt schlotz sofort de» Laden, und da die Gc,i«'ich mm nicht mehr auf die Stratz« wagten, um nach Haus« zu gelangen, blieöen sie m dem geschlossenen Lokal, um den Morgen� abzuwarten. Gegen ,2 Uhr wurde auf einmal gegen die Fenster getrommelt, und mit dem Stuf.Hände hochl" stürmen al» der Wirt öffnete. S— S Offiziere, gefolgt von ebenso viel Kriminalbeamten und 16 i:» 20 Soldaten herein. Die Anwesenden wurden aus Waffen durchsucht und nachdem *ine vorgefunden wurden, lietz man sein« Wut— wohl über den Mitzerfolg— durch M i tz han d l u n ge n an den Zt«ö«!rsakteA«Ä ditö. wobei sich dessnderd rfa Bfftz!« hilf verstümmelter Hand hervorzeian oaöen. soll. Mit einem bereit» stehenden Panzerauto wurden die C vier dann nach dem Polizei- Präsidium gebracht. Während deS TranSvortS und im Präsidium selbst gingen die Mißhandlungen 3o>: neuen: lo«. Am Freitag nachmittag ,um b Uhr wurde unser Gewährsmann erst wieder freigelassen, von einem anderen Beteiligten werden un» die Borgänge vollinhalrltch bestätigt. Die einzelnen Schilderungen können wir au- Raummangel nicht wiedergebe ii. Wir können nur sagen, et- ist nnglauHich, wie sich besonder» einige Offiziere benommen Haber.. Unter den Sioux-Indtan«: würde man nicht soviel Rohc'.t andreren. Anknüpfend au diese Vorgänge wird un» noch über solche berichtet, die schon am Sauntag. den 9 Mörz,«bentall!' in der Tihomr-e-ftratze in Neukölln ereismeten. An diesem Sonntag vormittag kam ein RegierungöioldiU in der völlig menschen- leeren Siratze mit dem!ftuf angerannt:.Dtr-rtze he: oder e? passiert ei was!" Gleich daraui warf er« i e Ha n d» granate auf den Damm, Heren Splitter einige?-.msterscheiben durchschlugen und eine zum Fenster herausschauende Frau m 3. Stock eines Hauses noch am Kopf verletztem.— Am Nachmittag desselben Tage? hatte sin Militärauw in derselben Straße eine Panne erlitten und die Ladung'ollte auf em anderes Auw ver» laden werden. Es sammelten sich mützrge Zuschauer. PLitzluh rief ein jutiger Offizier:.Strahe frei", und nach einigen blinden «Schüssen wurde gleich scharf in die Meng« hinein» geschossen, wobei es einige Verletzt« gab. Auch in diesen beiden Fällen lag auch nicht der geringst« Ansatz zu dem Vorgehen der Regier'.: ngStvuppcm vor. Dt« heilige Ordnung der Noltr-Garde und die Mißachtung de«»Rote« KreuzeS!" Am Montag, den 3. d. MtS. quartierten RegierungStruppen im Reserve- Lazarett, Versuchs- und� Lehr- brauen ei, Berlin N., Seestratzc, ein. Trotz heftigen Widerspruchs von feiten des SvldatenrateS, de» Personals und der Kranken, war «S nickst möglich, sogleich diew Truppen au» dem Lazarert zu entfernen. � Wie diese treuen Hüter der Lrdnung m dem Lazarett hausten, davon nur einige Proben: Türen, die nicht zuaai, glich tnoten, wurden mit Gewalt erbrochen. Aus einem Spind eines Krankenpflegers, dessen Zimmer ebenfalls während seiner Hb- Wesenheit aufgebrochen war, fehlten verschiedene Gegenstande. Bettstellen wurden entzweigeschlagen usw.— Die Aborträume waren derart derdreckt, datz sie für Menschen nicht mehr Zugang- lich erschienen. Nachdem diese OrdnungSmonschen au» dem Lazarett weg waren, waren mehrere Tage nötig, um die Unordnung, die diese Ordnungshüter gemach: hatten, zu beseitigen. Bemerkenswert ist, datz diese Leute Offiziere waren. Sin Benehmen legten sie dem dort diensttuenden Personal und Kranken gegenüber an dem Tag. datz Worte zu geoing find, um dieses nur annähernd "~' thalt»i zu kennzeichnen Kranken sowohl tau Der Aufenthalt im Lazarett wurden für die wie für daS P�rlonal, gefährlich. Türen. Wege wurden durch' Posten scharf bewacht von Leuten, bis an den Zähnen bewaffnet. Aber darauf be'chränk:x man fich noch nicht; die Postenkette erstreckte fich bi» zwi'chen die Baracken der tot» kranken Kameraden; die Pasten waren zeitweise betrunken, wa« die GefShrl-ichkoir noch steigerte. De» Nacht» wurden Maschinen» gewehr« ausgestellt, datz die Barocken, in dem todkranke Lungen- kranke liegen, unter Kreuzfeuer genommen werden konnten. Der Kontrollposten vom Sanitätspersonal, welcher Stacht» durch die Baracken geht, um den Schwerkranken behilflich zu sein, wurde von den Ordnungshelsen mit der Waffe bedroht. Di« Auf- regung im Lazarett war derart gestiegen, datz die Kranken gar- nicht mehr zu beruhigen waren, und datz für Lungenkranke Auf- regmia den Tod bedeutet, dürfte bekannt sein. Auch war eS dem Personal unmöglich gemacht, unter diesen Ulliständen noch weiter Dienst zu tun. So sehr unter dem Personal die vernünftige A-usfassung ver- treten war. datz Dienstverweigerung Mord an den Kranken ist. so mutzt« doch etwas ijcschehen. um die Kranken zu sichern. TS wurde vorgeschlagen, den Truppen ein Ultimatum zu stellen, dahin, wenn sie nicht da» Lazaretirevier verlassen, das Personal nicht weiter Dienst tum könne. Da» Personal legt damit die Berant- Wartung in die Hände der RegierungStruppen. Inzwischen wurden dann der SanitätSfeldwebel und ein Mitglied de» Soldatenrate» verhaftet nur deshalb, weil beide im Jniereff« der Kranken wirkten Ein Offizierstellvcrtreier von dieser UnordnungSiruppe drohte dem SaniiätSfeldivebel mit Erschießung, indem er diesem den Revolver auf die Brust setzte. Freiwillig gingen diese RegierungStruppen rriijt au» dem Lazarett. Alle» tvurde nun in Bewegung gesetzt. diese Truppen wegzubekommen, aber überall, wohin man sich auch wandte, stieß man auf lOOO Widerstände. Sin« Vorstellung bei der Kommandantur ergab, datz die Kommandantur keine Macht über diese Truppen mehr habe. Das ist sehr bezeichnend. Die Kommandantur erklärt wohl den Arbeitern, datz diesen Truppen unbedingt Gehorsam geleistet werden mutz und gibt ihnen da» Recht, den u-m sein Recht streikenden Albeiter niederzuschießen l Wir haben e» herrlich wert gebracht in der freien, deutschen, sozialistischen Republik! Sttzlitz. Tie Gemeindevertretung hatte sich am Freitag mit einem Antrag des GemeindevorslandcS zu beschäftigen, der die Bewilligung von SO 000 M. für daS Weiterbestehen der Sin- wohnerwehr und von 10 000 M. für deren Versicherung gegen Tod, Unfall und Invalidität verlangte. Die Ei»wohne r- wehr, damals noch Bürgertvehr genannt, ist im Januar an. lätzlich der Unruhen durch einen Erlaß NoSke» in» Leben ge- rujen. Die Ausgaben überschreiten heute bereit» den un Januar von der alten Gemeindevertretung bewilligten Betrag von 10 000 M., trotzdem die Wehr nach den Januar-Unruhen aufgelöst und bi» zu den unruhigen Märztagen nur listenmätzig geführt wurde. Unabhängige und M-ehrheitssoztalisten machten in sthärsster Weise gegen dies« unnütze und nur Unruhe in die Bürgerschaft tragende M i l i t ä r s p i« l e r e i Sront. Unaufgeklärt ist e» geblieben, wer eigentlich jetzt im !ärz diese Einwohnerwehr zu neurm Leben erweckt hat. Ganz besonder» wurde aber von unseren Genossen auf die Einstelliing so vieler Jünglinge hingewiesen, die nicht Soldat waren, mit der Waffe nickü umzugehen verstehen und in iritischen Situa- tionen die in solchem Moment dopi-eli notwendige Ruhe und flefetfegmiä«W feWflfww Mneik.—------ fanden an der GinwoHnerwehr dÄ W5««»»ateS. Auch dl- bereits abgeschlossene Versickerung fand nicht den Betsall der Linken. Dem Gemeindevorstand wurde volgeivorfen, datz er ine Versicherung abgeschlossen habe, ohne vorher der Gememdever» tretung auch nur da» Geringst? darüber mitzuteilen� trotzdem«m Abend vor dem Abschluß einer Gemeindedertret-riitzung iku.« gefunden hatte. Natürlich wurde von unserer Seite und von den Mehrdeckos.ozialisten die Notwendigkeit dieser Versicherung rcker- Haupt in Abrede gestellt. Auf all diese Verwürfe fand der Bun» gerrn eiber keine uns befriedigende Antwort. Nach tangerer, oft recht kräftiger und vielfach politisch gefärbter Aussprache wurde die Angeleaenbeit dem Fmanza-uSschutz überwiesen. Ein Dring» lichkeits-'Anrrag der Demokraten, für die S t a d, i w e r d u n g von Steglitz eine Efttgabe an den Minister des Innern . Usedom,». I». »ao arlt». Ätich.'.cilnqel,»». tauir, üsiiiimfIrcBe 14. « i c r i di■ r«, w-n.rmtt St»t(«. 3 4 r I n n. Sttlnivf'.draM ja. Vt'ttftn, ditmurgn cinlc • aUflbauttbemm IS. V KBtlc, l)o*|Ratc L Chotiot tenbata: vdrenz.«altftr.«. Xf cfttenbtrg; «»»et. H»liettr.». Ui»üerschLn»w«töe» «chdtirdNttz«-imiisa-t« A. Steglitz: Kamä.«itcnstta. Berii» N M, f riedrlckfltr.»27, aak« KarUtnl* dl« Rechtsauskunltet ch großen Publikums! ■r ttSS»fiÄ«SÄÄ PIANOS Adaiii,Hlgntr.I( ar»8« Auvthl cebraickter,>,(Ifeacr Rep*. r«i«rvprk>l*lt»>, pe« bergcttpllt. mwI* neuer Piano«. Paatcrplatta. weit« Pilza. Kapfarfecapasnane WOO Mark. Iflarlaralim.mar Adam. Aiönzstr. 16. «S» äpezial- Bebandinng mß» von öerchleehts-, Hast- s. Harnloiden I,nd k�an-a.»»«». veraltete(ebro- G Ausflüsse. oervOse Schwäche >4oiit. kuren. Bluluntersuchunic. 'nf /(rhn�. r'Hsen• Hehandlune. Ouecksllber- „ i fin ll-h I" ibeeaei Kar-Bad f»t elektrische nnd medizmische{Uder. Oha« BernfuiSrans. Oetrennta RSume für Damen sad Herren. Aerztllch releitete Heilanstalt. Löser, Münzstr. 9, erklärten alle ihre Redner, daß sie durchaus für die Staditact- dung seien, aber der Ton d?' bereits fertig vorftegenden Pett» tion zwinge sie. dagegen zu stimme». War doch darin von früherer behördlicher Bebsrr-undung. von Knebelung vurg r- licher Selbliserwaltung, von veralieien Anschauungen und ahn-- lichem di« Rede. So etwa? kannten sie natürlich nicht gu«beiden. Und so wurde dem», der Antrag gegen die Sommen de« Burger- block? angenommen. Ein DringlichkeiiS-Antrag der� chvebrbeitS- sruiakrsten verlangt« von d-n unbesoldetenSryoffe n daß sie mir Rücksicht aus die gänglich veränderte Zuiammensetzung der Gemeindevertretung ihre Aemter zur Berf uguug stellen sollten. Man merkte eS den Herr-n an, day sie nny: gern auf die U.ierstützung. die sie dem Bürgerblock angedettfen lassen lönnen, verzichten möchten. Der B-trgerbkock wiederma entdeckt« mit einem Male seinerseits eine äußerst I«*>baft»um» gung zur verhältnikiioahl» bis er auch auf die vtahl der SchSff?n auSgedekmt sehe» möchte. Ein« Zumegung. die»hm früber gänzlich, aber au» gänzlich fern l»z. Nach etn� TuS- sorache bat einer der in Frag? kommenden Schöffen, e« ihm un» seinen Kollegen überlassen zu wolle», die Konsequenzen au» der veränderien Loge zu ziehen. Daraufhin wurde der Antrag ,u» rückgezogen. Die«rbeiterschsft der Muniti,n«fabrN Spandau erho» in einer am 14. Mörz abgehaltenen BetriebSdersammlunz schärfsten Protest gegen daS Eindrit-gen der RegierungStru�n in den Sitzungssaal der Vollverfammlunz der und S�Rata und forderte von der Regierung, dafür Sorge zu tragen, datz derartige Fäll« nicht mehr vorkommen können. Ebenfalls Mr» langte die Arbeiterschaft die sofortige(inzwischen erfolgte. Red.f Aufbebung der Standgerichte. Ein Mütter- und SöuzlinzShekm In«eukllln. Die Stobt Neukölln wird demnächst mit dem Bau de» neuen Säugling». heim» beginnen. Der«au wird die große Gruppe der bereit, am Mariendorfer Weg befindlicken staatlichen und kommunale« sanitären Anstalten in Neukölln um«in weitere» Glied vermehren und«in« außerordentlich zweckmäßige Ergänzung der dem Bau» grundstück gegenüberliegenden Provinzial-Hebammenlehranstalt bilden. DaS neue Heim, in welchem Betten bzw. Räume für vor- läufig 1S0 Säuglinge, 50 Mütter, eine große Anzahl Sätigling»- fürsorgeschloestern und das erforderliche Aerzte- und Wirtschaft»» personal vorgesehen sind, wird nach allen neueren Erfahrungen der Säuglingspflege eingerichtet und unter der fachmännischen Leitung de» auf diesem Gebiet« bewährten Stadtbaurat« Zizler ausgeführt werden, der bereit» ein« Anzahl gleicher Anstalten» die al» Musterbanten dienen können, errichtet hat. VersMMluvgen. u. v. P. Charlottenbue». In der gutbesuchten Generalversammlung erstattet zunächst Genosse Klick den Bericht des Borstands» Die bisherig« Be. setzung der Aemter war ein Provisorium Unter den bekannte» ungünstigen Verhältnissen mußte unsere Organisation in jft» Wahlarbeiten eintreten. Die Organisation der U. S. P. mti durch die Anfang Januar 1910 erfolgte Trennung der Korn. munisten von uns in eine besonders schwierige Lage gekommen; trotz alledem wa? der Erfolg der Nationalwahl, der Preußen» wähl und der Kommunalwahl über alle» Erwarten gut. Di« Miigliedcrzahl der U. S. P. in Charlottenburg beträgt über 2500, die Abonnenienzahl der.Freiheit" steigt erfreulich. Klagen über die Zustellung der.Freiheit" wurden zweck» Abhilfe einer ncugewählten Preßkommission überwiesen. Genosse Dr. Löwenst.'in weist im Zuftrag« der Propagandakommisfion auf die in den nächsten Tagen zur Veröffentlichung gelangendem Veranstaltungen bn: Rednerkurse. Frauenleseabendc, vor» träge usw. Die Neuwahl de» vorstände» hatte folgende« Ev» gebni»: 1. Vorfitzender. Klick; 2. vorfitzender: Schmidt; 1. Schrift» führer: CzachinSti; 2. Schriftführer: Genossin Braunthal; 1. Kos» fier:r: Liebig; 2 Kassierer: Wiek Ferner wurde eine Propa- gandakoinmission, au» 11 Mitgl edern bestehend, die Revisoren und ferner die Beisitzer gewählt. Tie Berichte von der Kreis« generalverfammlung und vom Parteitag mußten wegen der vor» geschrittenen Zeit»ertagt w.rden. Aus den orgaulfatloueu. Friedrichtfelde. Mittwoch, de» 1». Mär� abend» 7 Uhr, Gemeinsamer Zahlabend im Saale von Bausdorf, Berliner Straße 18. Tagesordnung 1. Beschlußfassung über Angelegenheiten de» kommunalen Arbeiterrates und evtl. Neu» besetzung desselben. 2. Wallen. Weißensee. Am Mittwochs den 19. d. M., abend» 7 Uhr, findet im BereinShauS, Eharlotdenburgerstr. IM, eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Tagesordnung: Be. richt vom Parteitag. Raferent: Genosse ElSner. Zahlreiche» Erscheinen erwartet die Bezirksleitung. NeukSlln. Die Vorstande- und BeiraiSfitzung findet nicht wie irrtümli changegeben im Rathause, fanden im Parterbureau, Neckarsiraße 3, heute abend 6K Uhr statt. .Freie Jugend", FriedrichSfrlde. Mittwoch, den 19. März, findet keine Zusammenkunft statt. Tic nächste Zusammenkunft wird in der„Ffrctaett" bekannigegeben. Verantwortlich für die Redaktion Alfred Wielepp, Renkölln— Verlagagenossenschaft.Freiheit".»©. m. w S. Berlin.— Druck der Llndendruckerei und verlagsgefellschalt m. v: ft.. Lchiffbauetdamm 10. IcktrlMh« Laltitncadrihte, Litten und lastallntlons. inaterlal kauft Rasch- *®w«kr. Tfirkepetr. 1811. «ballcl-ngue 90.-«i. sa enjlte« BeSdellen, Patent. iüattnjen Vfuflart. Wnltaftttt. Wallet �targarser , P aMB„ sabraaehle«. lacht 1 1 privaUPrelsaagab«) Milbrath, Kl. Markautr. et. IL Dr*:hacfc«aiaHar. kl.. I fchr.,(er llrehh.-.nk gesucht. Kock. Pas.walkcr StraEe d lOiiareeb. HL Narltlie-.kplata. Praktixlera wieder FrueiiirtiOr.FnokeiisteiB Landsberiter Strata 76 (Alexandarplau) Sornabend 1—2. Botenfrauen welehe In der Nlhe des Mag. deburcar PL wohnen, werden verlaart Mari« DSria& StaicnaualraSa 22. KopIcriaitugadriUlla, Luaoa kauft and zahlt die hAchsten Preise Barte)'. Prenzlauer Str. 13 am Alexpilz. Telephon KAnigsiidt 20(8. Achtung 1 1 Niedersctiooeveide Die SpeJition der «rrelbelt" befindet sich SedanstraBe 57 bei SchafirulaU. ' Tabaksamen i ca. 3000 Korn bes-er Sorten m. Kultnraaw. I M. Nach«. 1.36. ferner empt das buch Der Tabak j v. Samt.tLoru bis r. Oenal. Iah.: Autsaat Kultar, Staaer, Ermen, Tiocknea. Lauuea. Helzen, Fermentieren. Seibat. antertUen v. Zifarren. Zigarette», Lunch». Kau- und Sc�nunlUhalt I M., Nathn. 132. Ad. HcckL Tabakkultura� Bailia-SchbalioJx 12 g, Slemenssiodt .Die Freiheit" wird des Lesern vom 1. M irz ab durch Botenfrau auce» stellt. Die Spedition befindet sich Wattstr. U bei Nowottar-