�lnze�preis 10 pfg ♦ Jahrgang 2 Sonntag, öen 23. Marz 1010 mm** f � t*'**$sttrOtra%, m$c*3 H* Vra�j- tOh* MrtrrdgvMJt'**tSi m- üatJKhr*�«0 Cr, tiHn tcti'.ni Won X Pt e»u-nli>a»,>!schla, M>% Bot jamiiint* ani Derrtmmiocqttuijtr�fK fiüt an Luichla. fort\Mterat« füi Ot* daraus» tMgaad«» Zaf lüttn Ipdi'ft'«» bu»(Ibt aadinJiltoai tn Btt Sxprdrt!», aukar-ird»» Uli. dycbtnm V«Uiv 9!® a Schiffvanerdaml» 19. Fen,i»rech«r»«Imi Nvrtca itlttft. berliner-Organ brr llmbbängigea Sojialömiofratip S�eutfcfMnbs »SWüSsl yp-» Die Neuwahlen zum NAelangreh. Lrohevter Koiifllll. Nm Montag wird die Vollversammlung der Groß-Ber!incr A.- und S.�Näte entickeide». od für den bevorstehenden 2. Nätekongrek Nciuvahlen auf der Grund- läge der BenrkZwoht. wie sie vom Zentvalrat an- geordnet worden ist, vorgenommen werden sollen oder nicht. Ter V o l l � u g s r a t hat sich mit 9 gegen 8 Stimmen für die Vornahme der Ncmvahten aus>g?sprochen. Alle Einwände, daß die Vornahme dieser Wahl aus einer gan� neuen Grundlage technisch nichr möglich sei, find unberücksichtigt geblieben. Der Beicksluß des Doll�ugSrates hat in der reaktionären Presse große»rreude ausgelöst. Triumphierend teilt die »Deutsche Tageszeitung" mir, daß der Vorstand der Dcutschnarionalcn Lolkspartei den national gesinnten Schichten der Bevölkerung die Beteiligung. e d e r l a g e. Der Verzicht der ungarischen Regierung ist unmittelbar durch die Ausdehnung der Besetzung Ungarns erfolgt. Ein Telegramm aus Wien meldet: Die neue Besatzungszone i« Ungarn, deren Grenzlinien in der von Oberstleutnant Vix dem Grasen Knralyt überreichten Ententenote i» einzelnen bestimm: werden, be- deuwt ein Borschieben der Alliierien, insbesondere der r u m ä n r s ch e» Truppen au? 230 Kilometer Länge um etwa 60 Kilometer nach Westen. In diese Zone fallen außer dem ganzen Biharer Komitai auch die bedeutenden Städte: Arad, Szegedin, Grotzwardein und Debreczin, welche, weil mit der neuen Zone auch die politische Grenze sestzelegt wird, für Un- garn verloren gehen wurden. Es würde hierdurch ein Gebiet mit erwe 25s Millionen Menschen von Ungarn los- gerissen und Ungarn in der Hauptsache auf das Land zwischen Donau und Theiß und das mittlere Theißtal beschränk. Die Note besag: wener, daß der Rückzug der ungarischen Truppen hinter die Westgrenze der neutralen Zone mit dem 23. März beginnend innerhalb höchstens 10 Tazen beendet sein muß. nach deren Ablauf die rumänischen Truppen ihre Linien vorschieben sollen.?«)as Kriegsmaterial in der neutralen Zone wird der ungarischen Regierung zur Verfügung gestellt. Eilen- bahn- und Wirtschaftömaterial muß bis zu weiterer Entscheidung aus dem Platze verbleiben. Die bürgerliche Verwaltung joll iu dtr uentro.'cu Zone unter Kontrolle der Alliierten in der Hatfl bei" ungarischen vsegierung neröen. Die ungarische Gendarmerie und Poüz-i soll, die Aufrechterhaltung der Ordnung sickern. Um die Zerstückelung des Landes zu verhindern, hat Graf Karolyi in die Hand des Proletariats abgedankt. Tie neue revolutionäre Regierung hat folgeniu:» Au f r uf erlassen: B ud ap est, 22. März. Tie»ngnrländische Suziulistenpurtei und der revolutionäre Rcgierungsrat veröffentlichen einen Aufruf an Alle, in dem es heißt: �ns Pesletariat Ungarns nahm mit dem heutige,, Tage alle Macht in seine Hand. Tie Arbeiterschaft ist nicht geneigt, ihr Haupt auch fernerhin unter das Joch der Großkapitalisten und Großgrundbesitzer zu beuge». Tas Land kann von der Anarchie des Zusammenbruches nur durch Schaffung des Sozialismus und des Kommunismus errettet werden- Auch außenpolitisch steh, die ungarische Nevelution vor der vollen Katastrophe. Durch den Beschluß der Parisr» Konferenz, nahezu das ganze Gebiet Ungarn? militärisch zu besetzen,»oird die Bersorgnn�, des revolutionären Ungarn? vollends unmöglich. In dieser. Lage blieb der ungarischen Regierung als einziges Mittel die Diktatur de? Proletariats. Die entscheidende Grundbedingung hierfür ist vollkommene Einheit des Proletariats. Jeder arbeitende Mann oder Frau wird in die ungarische Sozialistenpartet aufgenommen. Tie Negierunqspewalt übernimmt im Austrage dieser Partei ein revolntlo�ärer ReglerungSrat. Die Macht, die Gesetzgebung, die Exekutive und die richterliche Gewalt werden von der Dift.aiur der Arbeiter., Bauern, und Soldatenräte ausgeübt. Der revolutionäre NegierungSrat beginnt unverzüglich seine Arbeit zur Verwirklichung deS Sozialismus und Kommunismus. Er bestimmt die Sozialisierung deS Großgrundbesitzes, der Bergwerke, Großbetriebe, Banken und Berkrhrsunternehmungen. Die Bodenreform wird im Wege von sozialistischen ProduftionSgenossenschaften durchgeführt Der Regierungsrat organisiert eine mächtige Prole- tarierarm ee, die die Diktatur der Arbeiterschaft und Bauernschaft gegenüber den ungarischen Kapitalisten und Groß- grundbesitzein wie gegenüber den rumänischen Bosaien und der tschechischen Bourgeoisie zur Geltung bringt. Er erklärt seine volle Solidarität mit der russischen Sowjetregie» r u n g und bietet den Proletariern Rußland? ei« Waffen. VündniS an. Er fordert die Arbeiterschaft England?, Frank- reichs, Italiens und Amerikas auf, nicht weiter den verruchten Feldzug ihrer kapitalistischen Regierungen gegen die ungarische Räterepublik zu dulden. Er fordert die Arbeiter und Ackerban- treibenden Böhmens, Rumäniens, Serbiens und Kieatlen? zu bewaffnetem Bündnis gegen die Bojaren, Großgrund' besitzer und die D»naftien auf Die Arbeiter Deutsch-Oesterreichs und Teutschlands fordert er anf, dem Beispiele der ungarischen Arbeiterschaft zu folgen, mit Parts endgültig zu brechen und sich mit Moskau z» verbünde«, die Räterepublik zu konstituieren und mit den Waffen in der Hand den imperialistifche« Eroberern Trotz zu bieten. Die ungarländlfche Sozialistenpartei untz der revolutionäre ReglerungSrat sind sich der Schwierigkeiten und Opfer bei der Beschreitung dieses Weges bewußt, aher sie msisien Krieg führen zur Befreiung der Lebensmittel und Bergwerke, sie müssen den Kampf ausfechten für dir Freiheit der ungarischen Proketarier und. für die Freiheit der eigenen Existenz. Rur aui ..diese.» Wege können wir dem Sozialismus zum Siege perhelfen. Wir kordern jeden Arbeiter uud jeden Ackerbautreibenden auf, zu arbeiten, zu produzieren oder in die Proletarlerarmee ein. zutreten und für den Triumph der Idee Opfer zu bringe«. Aus diesem Dokument spricht großer Mut, aber es ist zu einem guten Teil der Mut der Verzweiflung. Wir dürfen mit dem ungarischen Proletariat hoffen, daß sein revolutionäres Beispiel die Entwicklung in Böhmen und Numänien beschleunigt und dort dem aggressiven Annexio« nismus ein Ende bereitet. Seime Erhebung wird auch den Westmächten zeigen, daß ihre Hinauszögerung des stsrie- dens, ihre Länderverteilungspotitik auf Sclnanken stößt. die auch für ste unüberbrückbar sind. Aber wir dürfen uns nicht verhehlen,, daß dre Führung eines neuen Krieges mit der Entente keinen Erfolg perspricht, daß namentlich die Lage des deutschen Volkes und des deutschen Proletariats nicht eine solche ist. die einen neuen Feldzug gegen die Entente möglich erscheinen ließe. Rickt von einem Kriege, sondern nur von der W e i t e r s ü h r u n g der Revolution hängi das Schicksal des Sozialismus ab. Aber nicht nur für den EntentekapiwliSmus. auch für den deutsckien Sozialismus bedeuten die unaori- schen Ereignisse eine ernste Mahnung. Die R e v o l u t i o- niernng deS ganzen Osten» schreitet fort: die . deutsche Regierung führt aber als Degen der Entente im Osten den Krieg fort. Das ist ein Zustand, der immer unhaltbarer wird. Das dem'che Proletariat kann unmöglich auf die Dauer sich aeacn den revolutionären Osten wenden. Es kann in dem entwickelten Industriestaat nicht eine Politlk machen, die nacki innen und außen rein bürgerlich ge> blieben ist. Es muß endlich die Entschlossenheit finden eine wirklich sozialistische Politik durchzusetzen, die im Innern mit der Vertvirklichung der sozialen Umgestaltuna ernst macht und nach außen Frieden mit dem revolutionären Osten schließt. Sonst gerät Deutschland in Gefahr, zwischen dem imperialistischen Westen und dem revolutionären Osten zerrieben zu werden. • Ler Umsturz in Ungarn. Bon dem In Berlin weilenden Vertreter«ine« arosten Buda- bester BloUcs wird de» P. P. R. über die Tllmmuugsfaliorc». die zetzt zum Umsturz in Ungarn sührten. folgende Mit eiluna ge- mach: Für jeden Kenner der ungarischen Verhältnisse war eö klar, daß in den letzien Woche» die Lage einer verhängnisvvllen K-uiästrophe zutr eb. Die unsuz�eiehlen Peinigungen d»rch die Entente haben da» Maß überlausen lassen und zu einer explosiven Einladung geführt. Bei Ausbruch der luwariichen Revolution war ällenchglh die Stimmung durchaus«fl.enlcirenndbich. nicht zuletzt dank der Politik de» Grasen Karolyi, der einmal über glänzeiide Heziekuingcn zum Verbände oerfügte und andererseits auch während des ganzen Kriege» eine stark zur Ententr d.n- neigende Hal'.ung eingenommen hatte. Aber'chon mi, Alckrlfluß de» WafsenstiMtande« kam die Enttäulchuna Unter der im WnssrnittUstandSvertrag vor« gvsehcnen Beletznng öeßtimmter ungarischer«etieM'iHc hatte nwii die Ve'etzung durch»nstlisch«. iranzösiiche. qmerikamlche Truppen verstände n. Statt dessen kamen die Rumänen und drangen bi« zur Tde'ß vor. die«erben tii'ttpitn Lüdungarn Vi» Ezegedin, die»sclxcbaslouuften Oberungara. k» folgten son- währende Ueber'chieiiiing. I, der De»»is>ati»uslin»«n yuxch i»e Druppenloiitingenle der Beiotztingsm.cht«. ipei dieser Lage der Dinge warer mnerpaUtisch hm»e größten«-cywierigkeiten für die Regierung unausbleiblich. Nah- rungcrnangel. Kvhlenmangel. Verkehrsschwierigkeiten. Arbeits- lasigteil infolge übeeslurzter Demobilisierung, das war der Nähr- boden für die junge boiiwewistifche Bewegung, von dcr vor zioei Monaten in. linear» noch kein Mensch etuas hat'e wissen wollen. Der prominenteste Führer der bolschewistischen Bewegung ist Dr. Bela Kuhn der in dem intUahisiischen revolutionären Re- gierungSrat das Bolkskonimisiariaf d.s Aeußeren übernommen hat. Er machte>ls Kriegsgefangener in Moskau die Bekannt- schaft vojj Lenin und Trotzki. Nach Ungarn zurückgekehrt, verhau- Helte er zunächst m.t der sozialistischen Pariei, fand aber keine GegenliehO Daraus ging er an die Gründung einer eigenen l'ngaris.i'en Kommunistenpartei, schnitt aber bei dem letzten Budap ster Kommunisienansstande sehr übel ab und wurde im Gefängnis von erbitterten Polizeibeanften furchtbar zugerichtet. Wenn jetzt er und seine Partei Heb rwasser hat,»so heißt das, daß die Zerrllttung d.s Landes durch die maßlose Ge-valtpolitik der Entente in den letzten Wachen reißende Fortschritte gemach und die stark mit Sozialisten durchsetzte Regierung unter der Prä-idenlschasl KarolyiS au Macht und Autoritäv stündlich Ein- büße erlitten h�r. . VevowklonSw Ordnun?. Budapest, 22. März. sMcldung des Ungarischen Korrc- spondenz-Bureaus.) Vormittags herrschte hier vollk-mmene Ruhr und Orduunz. Die Straßen zeizte» lebhaftes Treiben, da die meisten Betriebe feierten. A kcnlhalbcn sieht man Plakate mit der Aufschrift:„Es lebe die Proletarierregicrunz;" Andere Plakate sorderu zur Ordnung und Arbeit auf. Zahlreiche Geschäfte und säintliiLe Banken sin>< gesperrt. Tie Ordnung wird von Militär und BolkSwehr an'rechterhalten. Ter revolutionäre ReaierungSrat erließ im Laufe des Bormittags eine Verordnung, in der daS Waf.enverbit ausgesprochen und die Neberlretuag dieser Verordnung mit fünfjähriger Zuchthausstrafe und 50 000 Kronen Geldstrafe bedroht wird. Ach au« allen Teilen des Lande? laufen Telegramme ein, nach denen überall die größte Ordnung und Ruhe herrscht. Sonntag nach ittag findet eine große össentliche Versammlung, der ungarländischen sozialistischen Partei statt. l'ms ssm"reil'Tn. Fünf geschlagene Stund'» debattierte gestern die pro»' bische Landesvcrsamnilung über die L o s l ö i u n g s b e- strcbungen von Preußen. Der Zentrumsabg. K a s l e r t suchte die„Los von Pl"ciißen"-Bewegung aus der Stimmung- der rheinländischen Bevölkerung zu erklären. die sich schon vom altem Preußen swrk benachteiligt glaubte. Dieses Manöver wurde von dem Redner der Unabhängigen Pariei, dem Gen. S tö ck e r, gründlich durchkreuzt, des an der Hand reichhaltigen Materials die wahren Motive dicsci „Republikaner" nachwies. Es sei doch sehr bezeichnend. daß die Gründung dieser rl>einiichavestfälischen Republik ausgerechnet am Tage nach der Revolution in Angriff ge- nommen mca-den- sollte. Stöcker legte den k a p i t a l i st i. schen Charakter dieser Bewegung bloß und geißelte die-Heuchelei der Finanzkreise und des Klerus, die über Diktalur schreien und die allerschliminste Vergewaltigung bisher ausgeübt haben. Das schmerzte den Deutsch- Nationalen, Herrn v. d. Osten, der sein Preußen verteidigte. Sonderbar muteten die Ausführungen des Unter- st-Kitssekretärs Tr, F r e u'n d an. der. eben von Weimar ge� kommen, sofort in die Debatte eingriff und an das Gefühl des Zentrums appellierte. Gegen die Tenkschrift des Staats- sekretärs Preuß nahm er scharf Stellung. Der Demokrat Janssen kam dem Zentrum zu Hilfe, während Lim- bertz von den Mehrheitssozialisten den Hintennünneru der ZentriimKleute noch einige derbe Wahrheiten sagte. Die Debatte geht am Montag iveiter. Vorher wurde ein Antrag angeiiommsn, der sich auf die Vornahme von M a g i st r a t S w a h l c n in Schleswig-Holstein bezog, wobei von dem Unabhängigen Sozialdemokraten Abs Leid auf den unhaltbaren Zustand in den Gemeinden in anderen Landesieilen hingewiesen wurde, in denen noch die alten Magistrate weiter bestehen. Auch hier sei Abhilst dringend notwendig. • 8. Sitzung, Sonnabend, 22. März 1010, mittag» 12 Uhr. Am RegiernngSlische Hirsch. H a« n I s ch u. a. Der Platz de» Genosse» Adv'ph Hoftmann war van der Fraktion mit einem Blumenstrauß geschmückt worden. auS Anlaß dex Pollendung des 61. LebenSjahieS dieses streitbare» und wür- i>:gen BortämpferS für di« R.cht« des Proiciaria:?. Auf der Tagesordnung steht die Beratung des Antrages der Abgg. Dr Vi u e r u. G e n. lDem.):.Die Landesveisammlung ipolle beschließen: Im Gebiet der S ch l e S w i g. H ol st e i- nischen Städteordnung sind bis zur endgültigen Rege- luirg des Gemeiudewahlreck'ts fiir Wahlen zu den Magistraten alle diejenige» Personen wahlberechtigt, denen nach der Verordnung vom 24. Januar lstlö de» Wahlrecht zusteht. Abg. Lrid sU.S.P.): Ein Blick auf die Gemeinde- und MaglstralSverfassungeu zeigt, wie vidgestallig deren Regelung erfolgt ist. Eine ein- heitliche Regelung ist dringend notwendig. Wir haben einen entsprechenden Antrag gestellt, der aber heute nicht mit auf der Tagesordnung steht. Zwar haben wir sür die Ge- meindcwahlen das allgemeine und gleiche Wahlrecht erhalten, die Neuregelung der MagistralSveifassungen aber steht noch aus Der in Rede stehende An. rag will für Schleswig-Holstein eine» Notstand beseiligen. Wir stehen dem nicht entgegen, wolle» »ns aber damit fürdie jj u k u n f t i n keiner Weise festlegen. Wir sind Gegner deS Zweikammersystems und wünschen, daß eine Neuordnung im Sinne des E>»ck a m m c r i y ste m s erfolgt. Ter Notstand, der sür SchieSwig-Holstein durch den Antrag beseitig! werden soll, besteht für andere Landeöieile weiter. Abhilfe ist hier dringend notwendig. Sie ist so dringend erforderlich. daß hier e ne Noiberordnung wohl berechtigt wäre. Da Sie da» nicht wolle«, bleibt i«ur der la-nwiergere Weg der Gesetzgebung. Hier muß einmal rasch gearbeitet werde»». Der bestehende Zustand ist unhaltbar und kein« Zeil ist zu»er liere», ei» einheitliches Recht zu scherssen. Nur unter desem Vor- he.dali stimmen wir für den Antrag: iDer Antrag wird an die Etemeindekommission verwiesen) Hierauf setzt da? H-niS die Besprechung der förmlichen An. frage der Deulschuationalon. betreffend die Unteilbarkeit und Unversehrtheit des preußischen Staate», in Verbindung mit der förmlichen Anfrage oer Demolraten, betr. die L o s l ö s u n g d e r R b e i n l a» d e. fort. Mit dieiei Belprechung wrbitndrti»vrk vi,. Erürterung eine» Antrage« sänuliehet Parteien mit An«»ahme der Unad- hänpg v. der sich gegen die Einrerleidung rhei» nischer Landesieile, msdeioiidere des Saarbecken», in da» Gebiet Frankcaich! oder Belsen» und gegen t>r Diidamg eines Pufferstaates verwahrt.— Endlich steht zur Diskussion ein An» trag, der sich gegen die Errichtung einer west» deutschen Republik erklärt.. Abg. Kaskert(Z.): Wir im Rheinland wußten schon lange, daß sür die Franzosen die Annexion mindestens des linken Rheinufers beschlossene Sache war Da kam einigen Herren in Cöln der Gedanke, ob nicht die Rettung de» linken RheinuferS und der gesamten Rheinproviuz für das deutsche Vaterland auf dem Wege erreicht werden könnte, den die Wilsonschen 1t Punkte an die Jjanb gaben, nämlich auf dem Wege der Abstimmung innerhalb her in Betracht kommen- den rheinischen Gebiete, unter Bildung einer westdeut- schen'Republik zu einer Zeit, wo die FriedenSocrliand- Inngen noch in keiner Weise eingeleitet waren, wo man also die Alliierten noch vor ein talt aacampl' stellen konnte. DaS waren die Erwägungen, die uns geleitet haben. Die Revolution ist bis beut« den weitesten Kreisen des rhei- nischen Volke? durchaus zuwider, und nach wie vor betrach. t e n w! r die Revolution als b ö ch st ü b e r s l u s s i g, als unnötig und für das gesamte deutsche Vaterland unglückselig. s Stürmischer Beifall und Händeklatschen rechts und im Zentrum.) Man muß versuchen, auch den Gegner zu verstehen. Frank- reich muß sich sagen: wir sind ein Volk von 30 Millionen und so» bald dos deu fche 70- M llionen-Bolk in der La-'« ist. sich zu rächen, wird es uns ftfcenallen. Und noch ein zweites Moment: als wir Rußland mili arisch niedergerungen la i«n, da haben wir ein« ganz eir>enarKge Politik im Osten be'rieben: wir arünbeten lll an dfi aalen, w' r verteilten Königs krönen ind Ein eiking diekeZ Reiches in Verwaltungsbezirke unter , rioecken: die'« Beispiel« können wir auch nachahmen, indem wir an un'erer Ostgrenz« einen Randstaat bilden. Dieser Gedanke :si ta sächlich mehrfach geäußer worden, und wer war das kdpfer ''iefer Pläne?— da? waren wir. Dagegen wollten wir uns zur Vehr setzen. Wenn in den Zeitungen behauptei w rd, wir hätten uns in �der Siille in Verhandlungen mit der Entente ring''n"en, so stelle ich d-megen fest: Wir sind in keinerlei Ver- Handlungen mit den Alliierten eingetreten. Die westdeutsche Republik sollte un er allen Umständen im Verbände des Deutsche» Reiches für alle Zeit*» bleiben. Abg. Stöcker(U S): Als Anhänger cRer einheitlichen großdsutschen Memiblik wenden auch wir uns auf das Schärfste gegen die Los» löiung der Rheinlande oder anderer Teile des Reich». Wir wünschen, daß auch die wirtschaftlich« und'nkturelle Gesetzgebung de«' Einzel- staaten auf daS Reich übergebt und Kurhüte. Da? mußte bei den Franzosen den Gedanken Wahrung größtmöglichster Selb st Verwaltung. Aber daran'ann erst gedacht werden, wenn wir im Reich ent- sprechende Verhältnisse hoben. Sehr eigentümlich berübr» uns las Geschrei über die der �n'ente zuge'chriebene Absich' zur Bildung eines Pukferstaates. Wo war denn Ihre Entrüstuna. als im Osten von der deutschen Regierung ein Pniserstoa» nach dem andern gegründet wurd-? Wo war sie. als g. B. Herr Spahn Belgien z» einem Pufterstaat machen wollte? Und wenn der militärische Zusammenbruch Deutschland? nicht gekommen iväre. hätten wir beut« auch im Westen Pufferstaaten uud zwar mit Jbrem Einverständnis. Da? hindert un» nicht, für die Anträ->e zu stimmen, ES ist gestern geaen Elewalt, Diftatzur und Terror gezetert worden. Ihnen ist die gievolnti'in in die Gliid r gesailiren.i''ch«nrufe),wa» werden Sie erst zu' der Durch- führung unserer Grundsätze sagen? Wenn man heute Herrn KirSkert. den Zentrumsvertreter gehört hat, denkt man unwillkürlich an das Wortt.DieS Kind, kein Engel ist so rein". Man hat in der Tai»ersucht, un» vor eine pollendete Tatsache zu stellen sWiderspruch.) Au» zahlreichen Presseäusterungen. besonders auS der.Kölnischen V�kszeitung" geht dos klipp und klar hervor. Die Herren vom Zentrum und die Herren, di« hinter ihnen stehen, geben vor, aus nationa- listischen Gründen gehandelt zu haben. Von allen Seiten, auch von Herrn Erzberger, sind Sie daraus aufmerksam gemacht war- den, daß Sie mit ihren Bestrebungen der Entonte direkt in die Hände arbeiten. ES ist Ihnen gesagt worden, hadin wir erst eine westdeutsche Republik, dann wird sie bald unter französischem Einfluß stehen. In diesem Sinne baden Sie dauernd gearbeitet. Ulnrube.) Aber daS Zentrum hat immer für alle volksfeindlichen Bestrebungen ein natirmalisti'choS Mäntelchen gefunden Si« iagen, wir müßten mf die Pshche der Franzose» Rücksicht nehmen. Nun. wenn die Franzosen die Ablicht haben, zu annektie- ren, fo nur au» Angst vor dem preußisch- deutschen Militarismus. Dal hefte Mittel dagegen ist der gründlich« Abbnei de? Milit«»iöinus, der gründliche Wandel im Geist und in den Köp- fen per führenden Männer Teutschlands. Sieht man doch heute noch an der Spitze der Deutschen Republik dieselben Männer, die die Politik des alten Regimes dauernd unterstützt und mit- gemacht haben. �Zuruf: Auch Hirsch?) Auch der. wenn auch nicht in dem Maße wi« Tcheidemonn, Wer, wie ich, im Rbeinlande Bescheid weiß, mird nie zugeben könaen, daß dort gegen Preußen Haß und Antipathie besteht. ES bestehen Unterschiede im Temperament, aber nichts weiter. WaS der Rhei»! ucker haßt,»fl die preußische Methode der Pickelhaube und d>« Parole:.Immer jaste drusfl". die nur in den Bcsilden der Junker Verständnis findet. In deren Verurteilung war da? preußische Volk immer einia Der alte, von der französischen Republik herrührende Haß der Beamten«st ebenfalls längst erloschen. . Di« Hauptträger der LoSVsungsbestrebungen sind kapitalistisch« Interessen, und kUiuliche Herrsch cktsgelüsto. Ueberall hat man hören kSnnen in diesen Kreisen, wenn doch der Engländer käme, um uns vor dem rcvolu- tionären Proletariat zu reiten. Diese Schichten, denen der Krieg nicht lange genug danern konnte, und die sich nicht genug tun konnten im patriotischen Ucberschwa»,>c. wollen uns jetzt in der Ltund« der Gefahr verloffen und sich vor Be- iteuernng drücken.(Lebh. Sehr richtig! link») Toi ist. um mit ihren Worten zu reden, Landes-, da» ist Hochperrat.©i« wäre n faeieit, aus den eigensüchtigsten Gründen eine blühende und reiche Provinz de» Reichel an Hie Entente auszuliefern. Sie meinen, die rheinische Repubi-ik bilba«inen Tamm gegen den Boljche- wismus. BolchewiSmub sag» man, und Sozialismus meint man. Sie lünbten die sozialistische Kulturpoliiik. da« ist es. Darin sind Sie alle einig, wenn es gegen den Sozialismus geht, da»« spielt es für Sie keine Rolle, od eS Franzosen. Eng. länder oder Amerikaner sind, an die S>e sich wende». Und d i« patriatischen Gesänge, die Sie anstimmen, sind nickt» als Schlummerlieder für da» Proletariat. lGiftigrS Pfui rech'».) Ich kann Ihnen versichern, daß weite Kreil« de» Zentrum S mu uns gejubelt hrcheu über de« JuKimmm&tudj tniTttoriftircften System». Hub Sie können udi: he iuciif«, bojj gcrodc die Aroeiter- und Sol.! 'aienrole det Rl,e�n'!o»dcs alles zetan sabc». um da» zurück, lntrnde Heer wohlbehalten zurückzu- lüdren.(Widerspruch r->chtS.) Tic LoslösunaSdestrebungen des Zentrums resultieren aus KirleipoHuschc» Gründen. Sie habe» Vlnflst. idre kirchliche Kormach. sicllung und ibrcn E i n f I u h a n f d i e T ch u l e zu der- Zieren, und dcsbalb schlafen sie die NtilturknmpspauK von Ieil >u Zeit wieder und rufe»:„Tic RellgJim ist in Gcsahr". Das icugt von keinem arogcn Vcrlraucn zu der Rrast ihrer Idee» Würde c» ihncu gelingen, eine solche rheinüch« Republik zu grün- »en, dann würde das allerdings für das Zentrum ein Idcalsinal . Verden. Wie es dar!» ausgehen würde, hat unS der Wahltag ar- rhrt Wer nicht Zentrum wählt, so wurde von den Geist- üchen im Hochamt, in der Predigt verkündet, begeht eine tob sü nie.(Errege Zwisckenrufc: Lüg«, im Zentrum.) Einige Worte a» die R e ch t S s o z i a l i st e n: Sie haben stch gestern erfreulicherweise gegen d> rheinische Reprrblik ge- vendet. Äber in der ersten Zeit der Bewegung konnten wir uns WS Eindrucke» nicht verwehren, dag Ihre Vertreter— wie Meer- seid— zumindest mit der Republik etwas geliebäugelt zu habe». um nicht den Ansthhlst zu verpassen. Hätten Si« vom erste» ilngenblick an ein« entschiedene Stellt, ng' dagegen«ingcnomm«» würbe die Bewegung nicht derart an Boden gewonnen haben. Colli? ti gelingen, unter d e in Schutze der Entente eine solche Repriblik zu gründen, würden wir ihr keine Träne nachweinen. Aehuüche Gründungen sind während de? Kriege» mehrfach unter deutschem Protektorat entstanden. Ich verweise aus die Ukraine. Aber sie sind rasch wieder zerfallen. Der revolutio- näre Wille der Böller hat sich in einem Lande nach dem andern durtgekctzt. Und der Glaub« an die Unbesiegllchkeit dieser Kraft gibt uns die Gewißheit, dajj alle volksfeinblichen Bestrebungen scheitern müssen. Tcm steghasten Gedanken des Sozialismus gehlrt trotz olltui die Zukunft. (Bei'all link?.) in Saarbrück m gezeigt. Ich bin am freien deutschen Rlsein geboren und will mein mübes Haupt auch am freiem deutsche» Rhein betten. Abg V d. Osten(Teutschnat.): Wir hängen mit allen Fasern unseres Her�nS am alten P reu sie n. Uns treibt heisie Vater- landsliebe, die uns in fünf Jahrhunderten mit dem Hohen. zollen, hause und unserem Staat verbunden hat. Wenn mau in Berlin herumhört, so findet man manchen Sozial- deniokraten, oer sagt:.Wenn doch der Kaiser wieder da wäre." Der Preusiische Staat muß ein Macht- faktor bleiben, dafür muß die Regierung sorgen. UnkershaatSsekretär Dr. Freund: Di« preußische Staat»- regierung ist der Aufsas ung. daß all« Bestrebungen, die aus eine Absplitterung und LoSlösung einzelner Test« vom vreusistch.m Slaate hiwzielin, in der Tat greignel stich, die Leistungsfähigkeit Preußens auf das ernsteste zu gefährden. Soli Preußen i.. jti Lage bleiben, seine wirtschaftlichen und kul- wrcllen Ausgaben zu lösen, so muß ein Ausgleich gefchafsen werden, zwischen den wohlhabenden und ärmeren Lanbesteilen, zwischen dem Osten und zwischen dem Westen.» Preußen ist auf allen Gebieten groß geworden nur durch die Vorzüge des Großbetrieb», wie er in einem solchen Ausgleich liegt. Es würde e nkach unmöglich sein, die großen ÄuigalRu auf dem Gebiet der Schule, der innere» Kolonisa ion, in der O�land- kultur, in der Errichtung von Talsperren, in der Versorgung mit Elek rizilät zu läsen, wenn man darin bie einzelnen Provinzen aus ihre e gene Krast stellen wollte Run wird e'naewendet, alles baSkönnejaauchdasReich machen Da» wäre a» sich Durchaus denkbar, aber darandenkt das Reich nicht. Wir haben eben in Weimar die Komp« enden des Reiches durchherg'en lund das Resultat war: Da? Reick, will wohl sür solch» Tinge Grundsätze aufstellen, aber die praktische Lösung überläßt es den Gliedstaa en. Preußen würde aber einfach nichl mehr mstande sein, dies« Aufgaben'zu läsen, wenn man die wohlhabenden Provinzen einlach abtrennen wollte. Deshalb übernehmen die Herren, die dlesc Bestrebungen auf LoSlösung iördern, eine ungeheure Verantwortung tSrhr nchtigl Zustimmung.) eine Veranlwor un-a, die sie e gentllch kaum tragen können. Ich nehme kein Blatt vor den Mund und erkläre, daß der Reichsminisier Dr. P r e u ß einen bedenklichen Weg ge- Hangen ist. als er die Glieder aulries gegen den Gesam körver. Tas, was in Weimar be'chlossen wurde, ist eine Vergewalti- g u n g Preußen». Daraus kann sich niemand einlassen, der eine''e�ens'eiche Entwicklung PreustenS will. Astg. Limbertz(Toz.): Di« zollpolitische Absperrung, d'« die Folge einer rheinisch-weftsälischen Rkvublik wäre, würde dfe kernichtnng der rheinischen Industrie kein. Die sofortige Folge »er Proklamierung einer rheinl'ch-westfälsschen Republik wü'-e »weifello» der Generalstreik. Wir wenden»n» aus allgemeinen wsttschartlichen Gründen mit allen Mitteln gzgen wiche Pläne der Zentrumstreise wehren. Abg. Jansen kTem.): Wir Demokraten wenden un» auf da» «ntichicdeiiste auch gegen den bloßen Gedruken einer Ab- splittern ng. Ter Vorschlag der»Kölnischen Boikszoitung". jön Landtreis zu Landlrcis abzusiimmcn, bedeutet do.l> die Z e r- splttterung eines Staatswesen» in Atome. Ich Hobe durch eine Umsrage bei 83 Stadtverwaltungen ei»? Stich- »robe gemacht, um die Stimmung zu erforschen. Mir sind Ü Antworte«, g worden und davon hat sich fürdieRevu» »lik nicht eine einzige auSgesprocher«. Da» Hau» vertagt sbch. Montag 2 llhr: Förmliche Ansragen. Wciterberatung. landivirtschaftliche Anträge. Schluß M Uhr. Die Vewaffnmm des Vürsterkums. Au unserer in Nr. 133 vom 23. Marz unter der vor- stehenden Ueberschrist verösfentlichten Mitteilung über die Lersaminlung in der Kasenbeide. in der die Bewaffnung des Bürgertums borgten wurde, erhalten wir von Herrn kektor Kopsch solaende Berielstiauna: 1. Es ist unwahr, daß ich in der am Montag, den 17. d. M..in der H.isonheide, Schultheißbrauerei, statte- fundenen Versammlung behufs Gründung einer Ein- wohnvrwehr m den Hasenheide-Bezirken den Vorsitz ge- führt habe. 2. Es ist unwahr, daß ich die mir in den Mund ge- legten Ausführungen wörtlich oder auch nur dem Zinne nach gemacht habe. Ich bin in dieser Versammlung erst erschienen, als die Versammlung bereits ihr Ende erreichi hatte.. r,, 3. ES ist unwahr, daß ich in der furzen nachträglichen Ansprache erklärt haben soll:„Arbeiter find unter allen Umständen fernzuhalten. Bei Aufnahme von Mehrheit?- sozialisten sei äußerste Vorsicht geboten." Vielmehr habe ich ausgetührt. daß jeder in oer Einwohnerwehr will- kommen sein soll, der mithelfen will, sür Ruhe und Ord- nung in unserem Stadtteil einzutreten. 4. Es ist unwahr, daß ich erklärt haben soll, daß „unter allen Umständen dakür gesorgt werden müsse, daß die„Roten" nichts davon erfahren I" Im Gegenteil habt ich ausgeführt, daß die Existenz der Einwohnerwehr in . her Oesfentlichkeit bekanntgegeben werden müsse. ■ An dieser Berich.iguna möchten wir bemerren. doß I Herr Rektor lkovich nur berichttat. daß er die ihm in den Mund aeleatcn Aeußernnaen nicht getan hat. er sucht aber nickt zu bestreiten, daß die von uns wiedergebenen Aeuße- rungen gefallen sind. Tadnrch bleiben alle von uns auf» gestellten Behauptungen unberührt. Im übrigen zeigen ia unsere Mitteilungen über die Waffensendungen von Berlin nach Maadeburg. wie weit die Bewaminng des Bürgertums auch im Reich schon borge- schritten ist. Die Ermordung der Mose«. Unsere verbürgte Vorstellung über die Ermordung der 24 M a t r o s c n in der ssranzösitchen Straße wird von der gesamten Berliner Prelle unterschlagen. Eine Ausnahme macht die„Berliner Volkszeitung". Sie gibt unsere Tar- stellung wörtlich wieder und schreibt im Anschluß an unsere Forderung, den Sberlcutnant Marlow wegen Vorsatz- lichen Mordes sofort zu verbasten, folgendes: Diese Forderung sollt« in einem Rechtsstaat« selbstverftänd- lich sein. Gestern ist d-r Presse»ssiziöS mitgeteilt worden, daß daS Persahren gegen die in der Fraozvsischc» Ttratze verhasteten Ma- trvsen eingestellt tvordcn ist, ,g>a ihnen st ras bar» Handlun, gen nicht nachgewiesen wo'rden fi» b". Wir fragen erneut: WaS lag g-.gen die Erschossenen vor? Wenn sie unschuldig Hingemorde twurden, warum wurde der schuldige Oberleutnant sRarlow nicht sofort verhaftet und seine Verhaftung be- kanntgegcben? Auch nach vcn unS gnvordcnen Mitteilungen ist der Umfang de? VlutbudzS durch das Dazwischentreten eines HanplinanuS verringert worden. Sein Name ist, wir uns mitge- teilt wird, Gentner. Der..Vonvärts" wird auch hier wieder von einem bürgerlichen Blatte beschämt. Das Gefühl für Recht und Gerechtigkeit ist ihm völlig abhanden gekommen. Er hat jeden Bericht der Garde-Kavallerie-Schüßen-Division über angebliche„Greuel der Spartakisten" unterläuigst ngchge- druckt, obwohl die Vreßerzeugnille dieier»lilitämchcn Stelle den Stempel der Unwahrheit aus der Stirn trugen. DaS ringeheuerliclie Verbrectren in der Französischen Straße rührt sein regieruitgssp-ues Herz nickt. Aber die Beweise gerade über diesen Fall sind so klar und so ein- wandsrei. daß jeder Versuch, die Erichießung durck den Noske- Erlaß oder einen sonstigen Befehl zu rechtier- tigen. in nichts zusammenfällt. Es handelt sich um eine wohlüberlegte, seige Mordtat, die, wie die.Volks- zeitunfl" sagt, an Entietzlichkeit ihres gleichen iucht. Wir fordern dal>er nochmals die sofortige Verhaftung des Mörders. We verschlke Dro'iung. Wir echiclle» vom Tetachemenr Lorn folgenden Brlaf: „In der gestrigen MorgenarlKgabc(Nr. 127) Ihrer Zeitung wird gegen daS Detach.nnent Oven die Beschuldigung erhoben, daß vcn demselben unschuldige, jugendliche Gesängen« durch P e i l sch c n h i e b e gröblich m stß h a» d e l t worden seien. Au, Grund der angestellten Ermittlungen wird hiermit diese Anschuldigung als von Ansang bi« zum Ende als er- s u i, d e n bezeichnet. D i e Redaktion wird deshalb ersucht,«nlivedrr ihre Zeugen namhaft zu machen, danui in eine weile,.« Ausllörung der Äilgclcgenheil eingetreten werde» kann, otcr alvr unter Hinweis auf den entsprechenden Para- araphen dc» PreßgesetzcS aufgesordert. in ihrer»ächzten Nummer der Oefjentlichkeit daoon jdennliiis zu geben, daß sie sich von der gänzlichen H a l t l.o s i g t e i t dieser schweren Anschuldigung Überzeugt hat. Sollte die Redaktion wider Erwarten keinem der beiden Ansuchen entsprechen, so behält jich da» De da che ine m weitere Schritte vor. I. A.: Unterschrist unleserlich. Da» De>ach«ment Oven verwechselt anscheinend unsere Re- daktion mit einem Kasernenhof. Anders läßt sich weni#enS der Ton nicht erklären, den«» gegen uns anzuchlagen beliebt. Wir wollen dem Detachement Oven aber allen Ernstes sagen, daß tS sich gründlich verrechnet hat. wenn«S glaubt, wir würden ihm unsere Zeugen in die Hände spielen. ES gibt nämlich, wa» dot De'.achcuteul Oven nicht zu wissen scheint, ein Redaktion»- g e h e i m n i S. Wir haben im übrigen den Hall noch einmal nachgeprüft und erneut fengestcllt, daß om Donnerstag, den 18. März, ein junger .Neusch im Atte: von 1ö bi» IS Jahren suis dem Fabrickhoi« mil einer Reitpeitsche von dort stationierten Soldaten miß- hanbelt worden rjt. Durch da» Jammergeschrei de» U u- glücklichen wurden die Anwohner der Nachbarhäuser au»inert- >am. Um unliebsame. Zuschauer fernzuhalten, gaben die Soldaten Schreckschüsse ab. Trotzdem wurde der Vorgang genau beobachtet. Der junge Mensch wurde zu Boden geworfen und mit Lüben getreten, fo daß ihm schließlich das Blut zu den Hosen herouSlsirf. Schwer kann fein Vergehen aber nicht gewesen sein. denn man hat ihn wieder laufen lassen. Mühsam konnte er sich nur fortschleppen, lim ihn in schnelleres Tempo zu bri»- gen, feuerte» die Rohlinge Schreckschüsse hinter ihm ab. Weitere Trupps junger Leute sind denn später noch verschie- denblich herbeigejührt worden. Man zog ei jedoch vor, sie in den inneren Hof zu führen, der vor den Blicken der Außenwelt mehr geschützt ist. WaZ dort geschah, können nur die unmiitelbar be- teelbgten Opfer wissen. DaS von uns«rmitteite Beispiel läßt aber daS Schlimmste besürchten. Wie sie zu Werke gingen. Von einem bürgerlichen Herrn, der leitender Veamter eines FnbustrieuuternchmenS in Lichtenberg ist, wird uns folgendes be- richtet: Ich bin Portepeeträger und Inhaber deS E. K. 1. und II. Kl. sowie verschiedener anderer Kriegsauszeichnungen. Meine Ge» sinnung ist durchaus regierungstreu. WaS ich aoe, am Donnerstag, den 14. März, mit eigcuen Augen gesehen habe, Zwingt mich, meine Ansfassung»her die RegierungS- truppen zu korregieren. Am genannten Tage begab ich mich in Begleitung von zwei Micglicderu der Soldatenwehr vom Garde-Gren.-Regt. ll in de» Schulhof der MSllendorf st ratze. Hier war eine Frei- willigeiuormation unlergebracht, bei der ich wegen der Forttüh- rung meines Betriebes Erlundigunge» einsielieu wollte. Zwei Magistratsmitgürder, dir»leichfaUS Schutz suchte», folgten uns: Sogteich be« unserem Eintritt mutzten wir die Erschie. vung von drei MS»»er» und envaS später, von weite« ren zwei Opfern mit ansehen. Hauptmann Loigt vom III. Batl. Rgt, IVö, Homdurg, mit Monokel nnd verstümmeltem 1 nken Arm, in Lichtenberg altgemein wegen seiner Tiichtiglei« belannt, rief, kaum meiner ansichtig ge-� worden:„Den Kerl au dir Wand!" Krinerlei Vernehmung, nicht einmal eine Verhastnng war porherg« gangen. Nur dem Eingreisr» des Adjudantrn habe -ch c8 zu verdanken, daß Ich nicht erschossen worSen tzlfc. Ich wurde jcdoch bi« 1 Uhr i>. S ch u n h a s t behalten. Dann verwendete sich Herr Oberbürgerineister Ziethen für mich. Ich konnte gehen. wuuderie mich aber sehr über den geringlchätzigen nnd groben Ton, mit dem der Hauptmann mit dem Oberhaupt der Stadt Lichtenoerg nmzngehon beliebte. In der Zwilchen zeit war en Gefangener vorgeführt worden. Ein Brrhör oder dergleichen Hot nicht statt- ! gefunden, sondern Honpimani! Vo'zr schrit mit sich über- schlagender Stimnle:«An dir Wandt An die Wand! An die Wandl" A»e Bitten des Nngllliklichen, wenigstens seiner Frau und seinem Kinde Nachricht grbei, zu düefru, begegneten tauben Ohren. Der Sstann wurde erschossen. Später sind eiiua 20 weitere Ge'angenr angebracht worden, die nach dem Wagnerplatz geführt werden sollten. Ein besser- gekleideter Herr, der diese Leute an?cheiiir:>d legitimieren wollte, wurde von Hauptmann Voigt mit den Worten angefahren: „Sie haben das Maul zu halten; hier habe ich zu bestimme n." Unser Grwährßmanu ist bereit, seine Angaben in jeder Welse zu vertreten. Er hat nur den einen Wunsch, datz allerschn'ltstenS mit solchen Instiinden, und besmiderS mit Leuten vom Schlage J» igt'S, aiifggrüunit wird. Wir fordern die fofortige Verhaftung des Hauptmanns Voigt. „flof sich gar nichts gelsnde!!-. Die„Hamburger Volksz.itung" veröffentlicht den B,'.s eines jungen, freiwilligen Leutnnats aus Berlin. Es heißt darin: «Glücklich' hier in Berlin gelandet. Hier ist tatsächlich Krieg. Schevere Artillerie, Zwei-Zentner-Miuen, Fliegerbomben sind an der Tagesordnung.(Folgen die erlogenen Grcuehberichte von Lichtenberg.) Tie Wut der NegiernngSIruppe» ist auf daS höchste gestiege«. Tie Disziplin ist ganz vorzüglich. Genau wie früher Wird auch st ramm gegrüßt. Offiziere tragen fast alle Achseistücke und Degen. Macht tatsächlich wieder Spaß, Soldat zu spielen. Habe auch meiuen Burschen. Hat sich gar»ichtS geändert.., tebensmMeldMp!?? laufen lms. Hamburg, LS. März� Folgende Dampfer laufen heute auS: Nach den DoronS.K>w Finisterr?",..Rio Negro",„Rio Pcrdo", ..Alexandra Woermann",„Eduard Woermann" und„Java".— Nach dem Firth of Forlh:«Santa Cruz",„Cordoba",.Jlajahi", ..Regina',.KronenfelS",.Peru' und.Kigoina'. • Bremen, 22 März. Die heutige SeemannSversammkung er- klärie sich mit 222 gegen IS Stimmen gegen die Aussahrt der LebenSmittelschifs« aus Bremen. Sckon die geringe Aghl der Abstimmenden zeigt, daß dieser Beschluß nur von einer kleinen Minderheit der Seeleute Bremens gefaßt worden ist. Wir halten diesen Beschluß für ebenso verfehlt, wie den inzwischen ja bcreils wieder aufgehobenen der Haniburgcr Seeleute. Auch die Bremer Seeleute müssen einieben, daß sie ihre eigenen Iutcressen hinter denen der Aligemeinhelt zurücktreten lasse» müssen. ValksbNne. Die Heirat. Mk Mit allen Heiterkeiten wurde gestern abend in der Volks- bilhue Gogols tragikomische.Heirat', eine«unglaubliche Begebenheit in drei Akten", aufgenommen. Gegen den starken Bei'all vermochten die wenigen unzufriedenen Zischer am Schluß nicht aufzukommen. Sie mißverstanden wohl den tieferen Sinn de? unenvarieten Ausgangs, daß der eingefleischte Junggeselle, nachdem er es glückuch zum Bräutigam gebracht hat. mit seinen FreierS-üßen vor der Trauung durchs Fenster flüchtet. Auch in bieser Komödie, die im Gegensatz za der osr gespielten politischen Satire Gogols„Der Repnor" in Deulschianb wenig bekannt ist, erweist sich der große russische Dichter— ein Vorläufer Dosto- jeivski»— unter dem Mantel des Possenhaften als Künder und Mittler der wten und lebenden Seelen. Auf stawischem Grunde rundet sich ihm ein Weltbild, wo Glück und Grauen, Torheit und Welsl>e!t sich ineinander verschmelzen. Der Aufsührung fehlte leider jedes russische Kolorit, aber die Herren Herzfeld, Berber und Stahl-Rachbaur, die Damen Mannheim. Wei'ß» leder und Albrecht wurden den Absichten des Dichter» an. nähernd gerecht. Dem Schtvanken zwischen Natürlichkeit und stilisierender HerauShobung fehl!« auch in der Reaie da» Gleich- gewicht. Die Rolle der zegernden Braut— es sind menschlich ernste Posicn wie von Shakespeares Gnaden, die da getrieben wer- den— sollte Frl. Mannheim aus marionettenhafter Erstarrung und Vermummnng zu fener Frauenart erlösen, für die ihr Talent bidtveilen schon die rechten Tön« fand. Neben dem in seiner wissenden Einfalt rührend gepflegien russischen Hofrat de» Herrn Herzfeld nahm sich der betriebsame Freund und Kuppler de« Herrn Julius Sachs wie ein Gast aus einer Berliner Bor- stadtposse auS. Auch in dieser«lustigen Person' des Allerwelt» lumpaus steckt GogolS Geist. E. ß. Derantworllich für dl« Redaktion Alfred WIelepp, Neukölln.— Verlagsgenosienlchast-„Freilze«",« IS. in. b H.. Berlin.— Truik der Llnd-ndru»eret und Berlag»aesellschasl m. d. H., Schisfbaueidamm IS. Wie nutzt äer Berliner seiner Heimatstaät am besten? Durch Zeichnung von Berliner Ztaätanleihe von �919 AWHSHEIPi Fs sb ifefGi mit fflofssohfees für Herren und Kmder m veiadtiedenen Ausführungen Orßfien ZT-AO 8.00 31-3S 9*00 36-39 10.50 40-4« 7,50 we'S bunt b«m£:i Bra'-enschusseln�'l.öS ws 3.50 �«ikeez er vice'Sr- 1»»- 7.75 9.00 Beilagschalcn.... 55 70 Pf. Broiicller....... 65 55 Pf. Kompoüschöss 85 Pf. 1.05 4.15 Teekannen.. 85?- 1.85 2.45 t4:!cktönke........ 8 42 Pf. Zuckcidosca........ 45 pf. Tassen........£5 Pf. 1.45 Bu'terdosen......... 2.10 '»«NVZP«««! T eeserviee m.«?«,. 1 4.7 5 19.00 �ucnentelier........ 1.86 Obsitellcr......;---- 1.10 Tafelgeschirr far« Pers. 68.60 für JJPereoneB 258.00 270.00 Tassen____ 90 Pf. 1.05 1.20 Milchlöpfe.......... 85 Pf. 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Vo'ks-Vorst ra ermnßitftcn Preisen: Josef fn bsyptCH« 7 Uhr- Tjelland.____ Lsds««Vi«M u» 2 Uhr: 7 Volksvorstellusg ü« em'äBi'stPii Prefs�. Die.iitdasrlecke. 7 Phr S"'8 K-.nt*«8li£»P«r._ Direktion MaxReinhardl D?uf!C!lSl TijSdfe? 7 Uhr: FrBhJlncs P.rwflchen. 7 Uhr; Wie es euch jiefällL K«pi;nersnif!e 2lmir: Der Weibsteufel. 7''lir; Unterweis, Kielns. LÄMgiesam 7k Uhr: Bit föebt» der Pandof«. Dir.:C. Mcin'.iard. R. Bernauer Theca�e»* i. dv KAaiicgrfttxer Str. 3 Uhr: Der Kntrenstes. 7k Uhr: LsMöäisndM» Schiffbaoe rdamm 25, a. d. Neuftn Wilhelmstr 7* Uh r; Oer F oldb errclttly I Beriigtr Thettw 3 Uhr; iTle trüo 7 Uhr: Sterrse. die S'"t: nvied, r leuchten. Tnasron-Taeater Bhf.FricdrlcIiStr Ztr. �92� 2391 7k Uhr: vL.k' gUt« fiEi Von Hermann Sn'ermann. T{!.«?. krlMMM Täglich 71'- Uhr; Drei Wils Tage Ees'deQS- Theater Täglich 7k Uhr; Das hdiiere Leben. Von Kernann Sndermann. Ktessißg-Tseater Direkt.: Viciot Barnowaky. » Uhr: Der Raub der babinerlnnen. 7i UKr: Der Ulautuchs. Mor sn: Der roie Hahn, Dienatsg: Oer Biaatuchs. Miitwoch; Derrotehahn. Donnerst.: Peer(iynt. Freitag: iJer rote Mahn. Sonnabend; DerHIanfuchs. Sonntag; Oer IDauiuchS. Montag: Der rote Mahn. Deutstf.es Könsüer-Theat 3 Uhr: Mala I.arhbar»melaa. 7 Ubr; Der Schöpfer. Montag on-i folg. Tage 7 Uhr; Der SchCpter. Central- 1 heater. 7 Uhr; Die Schönste von Alleit. BaiUsct.Orertwans Char'ettonh, 7� Obaf©n- rri'dnc» VVüht naa.- ihaaftr. 3 Uhr: Das Drelmäderlbana* 7k Uhr; Mattnerf. Das Uretmaderihaus. II Teil. Palast-T neaier. 1 Uhr: t■ er T roubaaour. ' Uhr: G�r�stus Srtai.ler TüE«i�c»�otUff.�a.'L lUhr. Die Braut v. Messl�a. % uhr Wie es EiWjelailt. Thalia- Theater (Ubn Unter d. bluhendea Linde. ,ubr. Züf wJüefl HafflineL Theater a, Nereadarlglstg öt Uhr: Der üifsbaron. 7 uhr: lo dl« Ural!««Inzl. Theater des Westens. 3� ITtr: Hl» Deflariirfijre*?!«. Tt uhr: Hsdame am WäTTner-Theater 3k Uhr:«raf» InrathnT n mir- Lsltdk heater 3 Uhr: FrSnlcit Schnabefs Vorlohuag. 7\lThr; Pas Drefmädorlbaa? OastjäpictdTfjcifrlch Wilhelm- af dt. Thcafef<. _____ A-..>W O Uhr. RIsroleKto. 'A Uiir; Aurust der Starke Casino-Theater. LothrinccrStr.JT.TIfff.'/gSUlir: Der SeMafer der Srielzeft. Das neue Berliner Vollcastück: Votn Knolle. Üazn orstkla�enice Spez'afltftt. 3�» Uh rr Eh fUchc* Handwerk. Wliterfart« täglich 7k Uhr Variet�orsteliani Rauche« resta'tet Tabaksamen ca. 5TO0 Korn bester Sorte« m. Knlturanv. I M. Nachu. 1.35. Ferner empf. das Bnch Der Tabak v. SamcnkorB bis z. OefiuB. Inh.; Aussaat Kultur, Steuer, Ernten, Trocknet». Lautren, Beize«. Fennentleren. Selbst- afjfertljcn v. Zie&rren. Zijra- retten, Ranch-, Kan- und Schnupftabak 1 M.. Nachn. 1.35. Ad. Hecht« Tabakkulturen, BgrUw-SchOiibotz l?g__ Grelle Geld-Lotierie »r tat liirlsi-iKuanitlniBi. Zieliunc; 3.-7. Airll I I9h< Geldnvlnne V. rn.-MI 375 000 1100000 I 50000 I 20000 I 10Q00 gRI Blütheersa«?. Dienstag, de« 28. 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Die Wahl von Delegierten zum Rätekongreg wurde dem Korps-Soldatenrat überlassen. CS entspann sich dann noch eine längere allgemeine Debatte, in der die politische S-tua- tion gewürdigt wurde. Schröder iagte. seit dem 9. November sei ein stetl-ger Rückschritt in Deutschland zu verzeichnen. Die führenden Männer in Teutschland beteiligten sich an der Abwur- «ung der Soldakenräte. deren Existenz auch im neue» Heere not- wendig sei. Gegenüber den heuchlerischen Klagen über die angeb- kick, hohen Unkosten, die die Sotdatenräte dcruriachen. wies er auf die hohen Ausgaben, die die Offiziere erwiderten, hin. �.azu käme, daß sie in den meisten Fällen so gut Ww wne T-rt'gkeit entsalten Ep meier die die Ant�IlchewiZmuS-Veriamm. lung besucht hatte, bemerkte, die dort aufgestellten Richtlinien gelten nur für die Bekämpfung des Terrors der Straße Al- brecht gab in einer längeren Rede einen Uöberblick über sie letzten politischen Eroignisse. Er� wandte fich besonders.cha-n gegen die Beibehaltung der m.-Iltarl.chen Diensiztellen. die nach hm Kriege in diesem Umfange ke-ne.�'�ung mem haiten. Tie Berliner Kommandantur bezchaftige benplelsw«,« 700 bis 800 Arbeitskräfte. Außerdem bestehen noch immer General. lommandos im krieass.arken U-nw.ige und zu den v.e cn Br,ga. den bildeten sich noch neu«. Auch an einen Abbau der Kräfte de. Kriegsministeriums und des Generalstabes müsse unbefugt her- angetreten werden. Gegen die vom Generalkommando beavstchtläts politische Reinigung in de« Reihen der Solvakenrät« müßten die schwersten Bedenken erhoben werden. Denn da? werde nicht alles»IS SpartakismuS und BolstfcmnSmiw bezeichnet Ter Boli-bewiSmuS als politische Bewegung düne nur mit gefttd. gen Waffen bekämpft werden. Auch er und wme Partei ver- urteile den Terror. Wer hat denn aber in Berlin den Terror am schärfsten geübt? Redner verbreitet sich über die Berliner Zustände während der Herrschaft der Regierunastrupven und pro» testiert besonder« gegen die Behandlung der Gesangenen durch die weiße Garde. Der Kommandeur der freiwilligen Loiidzager, die Halle besetzt hatten, hckbe sich über seine eigenen Truppen dahin ausgesprochen, daß nur 20 Proz. zu gebrauchen seien, wah- rend die übrigen Sstitzbutben und Vorbrecher seien. 5>r Vertreter de? GeneraKommandoS. Hau-pimann von Capelle, erklärte, daß man nicht den BegrW deS Bol�chewiS. mu? bekämpfen wolle,«S handle �sich um viel harmloiere Maß- nahmen als die Soldatenrate begiirchten. Dem��nn�r wurde festgestellt, daß in der Einladung zu zener a."t>bvli«hc'>mst.sck�n Versammlung gesagt war: ES muffe jedem einzelnen«oldaten ttarzcuiacht werden, daß der Bolschewismus nur mit Waffe«g«oa.lt zu bekämpfen fei. E'N Vertreter des 8. Armerkorps erklärt«, daß sein Soldaten- rat auf Grund der Erfahrungen, die er mit dem Grenzschutz ge- macht habe, einen dicken Trennungsstrich gegen- über den F r e iw i l l ig e n k o r p S gezogen hlick verwirrt. Inzwischen haben sie in der Weimarer Versammlung eine feste Burg der Reaktion errichtet. Noske und Landsberg ein blutiges Regiment gegen)as revolutionäre Proletariat. Im fünften Monat der Revolution steht das Prole- tariat auf der ganzen Front im Abwehrkampf g e g e n d i e Konterrevolution. In diesem Kampfe steht d i e ll. S. P. D. a l l e i n auf der Seite der Arbeiterklasse. Die ganze presse hetzt durch Verleumdung und Lüge gegen die ll. S. P. D. Allen voran steht der„Vo r w ä r t s", am dichtesten verstrickt im Gewebe der Lügen, blind in seiner Wut gegen die revolu- tionäre Arbeiterschaft. Männer und Frauen der Arbeiterklasse! Ihr habt in diesem ungleichen Kampf? nur eine Waffe: Eure eigene Presse. Bon der Bourgeoispresie begeifert, von den Scherge» der Konterrevolution bedroht, steht euer Organ üie„Freiheit' im Kampfe gegen Lüge und Verleumdung in vorderster Linie. Stärkt euer Blatt. Parteigenossen! Das junge Unternehmen bedarf der breiteren geschäftlichen Basis. Die verlagsgenossenjchaft„Freiheit' fE. S. m. b. tz.) hat sich gegnindet, um der Zeitung des Berliner Prole» tariats dieses Fundament zu geben. Genossinnen unü Genossen, werdet Mitglied in der Genossenschaft vnd erwerbt Anteilscheine. In den Parteiorganisatio- nen liegen Listen zum Zeichnen von Anteilbeträgen aus. Alle Funttionäre Grvst-Berlins können Zeichnungen ent- gegennehmen. Aufnahmefähig ist jede geMäftsfähige, über 21 Jahre alte Person, die der ll. S. P. angehört. Die Höhe des Geschäftsanteils ist auf 20 Mark fest- gesetzt: mehr als tausend Anteile kann niemand erwerben. Trotzdem hat jedes Mitglied bei allen Beschlutzfassungen nur eine Stimme. Die Mitgliedschaft kann schriftlich mit einjähriger Frist zum Schlüsse eines Geschäftsjahres gekündigt werden. Arbeiter und Arbeiterinnen, stärkt eure Presse und ihr verdoppelt eure Macht! Sorgt dafür, datz die„Freiheit" den Kamps gegen die anstürmende Reattion mit Tatkraft und Frische fortführen kann! Schafft euch ein starkes, eurer grotzen Bewegung würdiges Organ! Trage jeder bei zum Bau des Ganzen und fei es mit den Neinsten Mitteln. Der Vorstand der Berlagsgenossevschaft i.»Freiheit".- v, \' Ferner gelangte«in Antrag zur Annahme, zu diesen Sitzungen sämilich« kleineren Betriebe WeißenseeS hinzuzuziehen und Borträge von Referenten halten zu lassen. Die ArbeiterrSte beim Magistrat Berlin haben sich ungeachtet chrer Bcrnps- und Parteizugehörigckei-t in einer Arbeitsgemein. ichaft zusammengeschloffen. Anschrift: Zimmerstr. 90/91(Zim. Sl. Versammlung der Aagestellten-SuSschüsse der Waren-, Kauf- Häuser und Spezialgeschäfte am Montag, den 24. März, abend» 7 Uhr. in den Zentralfefftälen, Alke Iakobitr 32. Ausweise sind mitzubringen. Die Füiifertommission der Waren-, KauGäuser und Spezialgeschäfte. Bekanntmachung. Arbeiterräle Grotz-Berlins! Am Montag, den 24. März 1919, vormittags 10 U h r, findet in' den Germaniasälen, Chausseestraß?, die Vollversammlung der Grosi-Berliner Arbcitcrräte statt. Tagesordnuna: Stellungnahme zum Reichsräterongreßl Anträge z u ni R ä t e k p n a r e ß. die in der Lob- Versammlung behandelt werden sollen, müssen bis zum 21. März dem Vollzugsral eingereicht werden. Die Ernährung der Berliner Bevölkerung. Nach einer Erklärung des Oberbürgermeisters Wermuih bleibt die Ernährung der Groß-Bcrliner Bevölkerung äußerst kritisch. Die Zufuhren an Fleisch sind nach wie vor schr gering. In den letzten Wochen sind an Stelle von dem fehlenden Fleisch. wie bekannt, Ersatznährmiitel verteilt worden, aber diese gehen ihrem Ende entgegen. Es scheint, daß die Zentralstellen die große Gefahr, die Berlin droht, noch immer nicht genügend würdigen. Die Viehhandelsverbände werden nicht genügend zur Licscrunz angehalten. Auch die Kartoffelzusuhren hoben durch den Streit so schwere Einbußen erlitten, datz man nicht von der einen aus die andere Woche mit Sicherheit disponieren kann. Heber die vom Auslande hereinkommenden Nahrungsmittel lasse sich«rst sprechen, wenn sie wirklich hier sind. Bei der Ver- t eilung müssen zuerst die Großstädte berücksichtigt werden, weil dort die Not am größten ist. Es muß beizeiten dafür gesorgt wer« den. datz ein fester Verteilungsplan geschaffen wird. Der Magi» strat Berlin hat bei der RcichSstelle für Speisefette beantragt, dag die Verteilung dieser Nahrungsmittel ausnahmslos in die Händ» de» Magistrats gelegt wird, weil sonst sehr leicht ein großer Teil der Waren verschwinden oder seinen Weg in den Schleichhandel finden werde. Es wurde mit aller Entschiedenheit gegen die Absicht Ein- spruch erhoben, die vom Auslände kommenden Nahrungsmittel auch mir teilweise dem freien Handel zu überlassen, dann bekommt d!« örmer» Revölkeniu.' hiTJltn Ware.in ieben. Aus dem nathaule. Am Dienslag wird eine autz erordentliche Stabverorh- netenversammlung stattfinden, zu der eine Reihe wichtiger Gegenstände vorliegen. Einmal soll der Antrag unserer Ge- nosien zur Aufhebung des Belagerungszustandes zur Der- Handlung gelangen, ferner liegen Anträge vor über die Schadenersatzpflicht aus Anlaß der letzten Vorgänge. Außer- dem sind noch andere Anträge eingereicht worden. Di« Uebernahme der Polizei in städtische Verwaltung, über die Zuwendung der vom Auslande hereinkommenden Lebens- mittel an die Städte u. a. mehr. Hilfe für Notleidende«us Anlaß der letzten Borkommnisse. Der Magistrat Berlin hat beschlossen, einen mit 3 000 000 M. auSzivstattenden HilfSfcm-dS Berliner Einwohnern, die bei de« Unruhen der letzten Monat« ohne eigenes Verschulden durch Ver- letzung ihm Person»der eines Unterhaltpslichtigen oder durch Beschädigung ihres Eigentums in wirtschaftliche Söbwicrigkeiten geraten sinv, denselben zu geringem Zinssußc und in Fällen be- soliderer Not auch Untersiützungen zu gewähren. Der Stadl- derorbnetenversammlung soll hierüber sofort Borlage gemacht werden. Wie ersichtlich, handelt es sich hierbei um eine andere Art deS Gintretens, ja zum Teil um einen anderen Personen- krei« als sie bei dem Ersatz der sogenannten Tumultschäden in Frage kommt. Der Magistrat ist der Meinung gewesen, datz es unmöglich angehe, die Notlage zahlreicher Einwohner so lange dauern zu lassen, bis Reich und Staat sich über die von den Gemeinden in der Landesversammlung gestellten Anträge aus der vom November bis zum März entstandenen Schäden schlüssig ge- macht haben. Er hat alber erneut an die Staatsbehörden die dringende Bitte um schleunigste Entscheidung dreier über da? jetzige Vorgehen weit hinausgrcrfcndeu Frage berichtet. Der Kampf ums Spanbauer Rachaus. Die politischen Kämpfe der Dezember-»nd Ianuartage bilde- ten den Gegenstand der Verhandlung, in der sich gestern vor der 4. Strasikammer dcS Landgerichts III der Maschinenbauer Knie Hofert und der Handlungsgehilfe Franz Sch n e b el e wegen Freihcitsberauhung und unbefugter Bildung eines betvaff- neten Hausen» zu verantworten hatten. Der Angollagte Hofert ist nach der Revolution vom 9. No- veuiber vom A.» und S.-Rat Spandau als Obmann des-sicher» heitSailsschusses eingesetzt worden, um das gesamte Polizeiwescn Spandaus zu kontrollieren. Für diesen Dienst wurden ihm nr- sprünglich 12 Siche-rheitSbcanite beigesellt, ihre Zahl stieg bis zum 10. Januar aus 84 Mann. Ihm sowohl, wie dem Arbeiterrotsmitglied S ch n e b e l e legte nun die Anklage zur Last, am 24. De- zember im Anschluß an eine Weihnachtsfeier im Spandauer Rats- keller die vier mehrheiiSsozialistischen Mitglieder des A.- und S.-Rate» Lenk, Richter, Stahl und Vogler verhaftet und der Volksmarmo-Ditnsion in Berlin für ihrem Kampf gegen die Regierung Waffen und Munition geliefert zu haben. All- mählich soll auch die Sicherheitswehr aus 200 Mann verstärkt, die MehrheitSsoziabisten aus dem A.--und S.-Ra! hinausgedrängt und da» RathauS mit Maschinengewehren armiert worden sein. Mit dem Beginn der Spanakuswoche wurden dann wieder am 3. Ja-� nuar die Mehrheitssozialisten Bardeleben, Lenk und Rick)-' te r auf Betreiben des später erschaffenen Vorsitzenden de« A.» lirib S-RateS von L o je w S k i gefangengesetzt, nachdem sie sich schriftlich verpflichtet, nicht me�r gegen die unabhängigen So- zialdemokraten zu agitieren, wieder freigelassen. In der Rachi vom 9. zum 10. Januar wurde dann das Rathau» von Soldat«« de» 3. Pioni«r-Bataillo»s gestürmt nutz die beiden Angeklagie» jbei der«etegenhe-it verhaftet. � Btöt dl« Bel»eiS«uifi,a?m« war«n unyefS?« ein Dudend Z?«u« Ken aufssöbotcn, u. a. de« Führer de« von der Kommandantur eingesetzten Siebcrheit»bataiIIonI.«in Justigrat, der üder die Kompetenz!, Herschreiwngen doS SicherhcitSauSschusse« Angaben machte. Er bezeichnete den Angeklagten Hchert als den nur Ge- schobenen, die eigentliche Seele bei all den Uebergrikken seien die Brüder Mcrx gewesen. Der au« der Untersuchungshaft vorgeführte Zeuge Georg Merx gab zu. im Au-ftrage von LojewSki versucht zu haben. 1l>l> Gewohr« au» der Zitadelle ab» «ucholen. bei der Gelegenheit aber verhaftet worden zu sein. Zeuge Polizeünspekwr Marku» gab«in Bild von der Tätigkeit de« nach der Revolution eingesetzten SicherheltiauS» schusses. dessen Mitgl eder sich wenig respektvoll geg«nüb«r den alten Beamten umd Offizieren bencchmen. Die Zeugen Lenk. Richter, Bardeleben. Hesse, Köppen als Mitglieder de« A.» und S.-Rate« kchtlderten ausführlich die Vorgänge nach der Weihnachtsfeier und in den Ianuartapen. ohne fedoch die bei- den Angeklagten persönlich Belastende« vorbringen zu können. Der Staatsanwalt ließ in seiner Anklagerede die An- klage auf Freiheitsberaubung fallen, hielt die Angeklagten jedoch der unbefugten Bildung eines'bewaffieten Hausens durch die Bc- weiSausnahme überführt und beantragte gegen H o f« r t 6, gegen S ch n e be l« b Monate Gefängnis. In eingehender Weife legte der Verteidiger Dr. Herz- f e I d dar, daß nach dem Mege der Revolution die A.» und S.» R.te von der neuen Regierung legalisiert« Jnstituationen wäre» und auch befugt, SicherheitSauSschüsse wie in Spandan«inz»- setzen. Die Beweisaufnahme ha>be nicht ergoben.� daß die Au- geklagten AnwetbungSbetehl« gegeben oder Waffen au»geterl> hätten. Di« von der Anklage besonders betonte SinauSdrängniig der abhängigen Soziaiiisien au« dem A- und S-Rat bedeute für den Tatbestand des 8 127 gar nichts, der Zweck der Bildung eine» bewaffneten Haufen» sei bedeutungslos. Er beantragte daher Freilfprechung ieiner Mandanten. Der Urteilsspruch de» Gericht? lautete bei beiden Angeklag- ten auf je 0 Monate Gefängnis! Tie Ouiiitefsenz bei Handlungsweise beider Angeklagten sei d e Bildung einer»Roten Garde' gewosen! Das neue Grofz-Berlin. Die Gingemeinduna in Groß-Berlin ist nicht mehr aufzuhal- ten. Diese Meinung scheint nunmehr auch allgemein zn�w rden. E» ist beabsichtigt, in Berlin nur Ortschaften mit städtischem Eharatrer einzuverleiben. ES dürften etwa 40 Gemeinden in Frage kommen T'? Verwaltung dürfte von einer Groß-Berliner Körperschaft mi» einem Groß-Berliner Parlament Wahrgenom» men werden. Jen« Gemeinden, die jetzt noch Einzelgemeinde» stnd, werden BczirkSparlamente behalten. Stabtverordnetensitzung w Neukölln. «im Freitag fand die erste Sitzung de» neugewählten Stadt Parlaments in Neukölln statt. Oberbürgermeistcr Kaiser begrüßte Junächft die neuen Stadtverordneten, ein« Verpflichtung durch fand ichlag erfolgt« auf Widerspruch unserer Fraktion nicht. Dann übernahm Genosse Donath als AllerSpräfidcnt den Vor- sitz. Die Vorstandswahlen hatten folgendes Ergebnis. Als Stadt derordnetervorsteher wurde Scholz fMehrheitsso�s gewählt, als Stellvertreter Genosse Künstler und als Bcischer E Z» e r fDem�l. Die Wahl der Schriftführer wurde auf Antrag unterer Genossen ausgesetzt. Stadtrat Markgrasf gab eine Erklärung ab. daß die neubcsoldeten MagistratSmitglieoer ihre Mandate zur Ver» fügung stellen, aber bis zur Neuwahl im Amte bleibe» wolle» Es ersolgie dann die Wahl der verschiedenen Ausschüsse. Eine Vorlage betr. Erhöhung der Gaspreise wurde auf Antrag aller Parteien einer gemischten Kommission überwiesen. Genosse Schneider wie» zu diesen Punkt auf die ungeheure Be. � lastun g der ärmeren Bevölkerung hin, die unser» Fraktion nicht ----*-------..................... nossen gestellten Anfrage betr. Kurllckziehun« der_ korps. Genosse S i e v e r I gestaltete feine Rede zu einer wucht i> n« der Urestvtlllgen» t Stever» gestaltete feine Rede zu einer wuchti. gegen o e Regierunzstruppen und ihre Helfers- chrheitSsozialisten. Srbon am S. März habe Slodl- P h» gen Anklage heiser, die MehrheiiS,„.. rat Brunn um den Einmarsch der Truppen gebeten. SieverS schil derte die vergeblichen Bemühungen des ArbeiterratS, die Be- sehung Neuikölln» zu verhindern. In eindrucksvoller Weise, a» "aiib eines reichhaltigen Materials läßt Redner nock» einmal die chrcckenStage Revue passieren, oft von lauten Beifalls iiiid- bungen der U. S. und erregten Zwischenrufen der Mehr» eitSsozialistei unterbrochen. Scharf geht der Redner mit den Lü�en der- bürgerlichen Presse und deS .vorwärts' in» Gericht. Warum ist der Magistrat diesen Lügen nicht enigsgengetreten? Redner fchsießt mit de» Worten: Wir geben nicht den Weg der Gewalt. Arbeiterleben sind un« zu kostbar, um sie vor die Maschinengewehre zu treiben. Wir iord-rn vom Magistrat: 1. Sofortige Erhebung, wer in Nenköll» standrechtlich erschossen worden ist, auf Grund lvelchen Tatbestand de» und welche« Beweise. Wir verlangen umgehend da» Resultal dieser Erhobungen. L. Wir verlangen, daß e» den MagistralSiiiit- gliedern auf» strengste untersagt wird, militärische Maßnahme» anzustreben, ohne vorher mit den kompetenten Vertretern der Arbeiterschaft Rücksprache genommen und Genehmigung erhalle» zu haben- S. Daß dem Stadirat Brunn eine öffentliche Rüge iriegcn feine« provozierenden Verhaltens erteilt wird. 4. Daß der Magistrat den Arbeiterrat als sein« rechtmäßige Konlroll- instanz anerkennt, sich dieser Kontrolle unterwirft und jede Denunziation und Verhetzung gegen ihn unterläßt. Oberbürgermeister Kaiser beantwortete die Jnter- vellation. Er erkennt die Tätigkeit de» ArbeiterratS an, die Ruhe ver Stadt zu bewahren. Der Magistrat hatte keine Macht, irgend- welch? militärischen Maßnahmen zu verhindevn, auch habe der Magistrat mchlS getan, um die Besetzung Neukölln» hcrbetzu» führen. In einer lebhaften Aussprache, in welcher Bürgermeister Dr. Mann und Ttaotrat Brunn die gegen sie erhobenen Vonvürse zurückweisen, Mermuth(MehrheitSioz.j auf alle» mögliche ein. g.ht, nur nicht auf die Neuköllner Vorgänge, im übrigen aber die Politik NoSkeS voll und ganz verteidigt, ergänzen Genosse Künstler und R a d tk e noch die Ausfuhrungen SiewerS. Zum nächsten Punkt der Tagesordnung: Vermehrung de» Schwestcriiperio wl» um SO Srlzvestern und Schaffung vo» Wohnräwmen für dieselben, fordert Genosse K r i l l e Ausbau in eigener Regie. Die Vorlage wird angenommen. Ebenso die Bor- logen betr. Uobernohm« der bisherigen privaten Fürsorgestellc für Lungenkranke uird Einrichtung einer Kleiniinderfürsorge �ü» Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren. Zu erst« rem Punkt begrüßt Geiioisin Slnnecker die Vorlage und fordert weiteren LuS- bau des Fürsorgewesens durch Errichtung einer Heilstätte. Ein« Anfrage unserer Fraktion: Welche Schritte hat der Magistrats unternommen, um dem zum t. April sicher zu erwar» ngkmangel abzuhelfen, begründet Genosse mu n d: Er bekämpft vor allen Dmgen den Plan, Schulen leiiden Wohn L a ch m u n d f, als WohnunHCn einzurichten, und bekämpft die bic-herige Woh nungSpolitik. Mietssteigerungen bi» S0 Prozent find keine Selten. Heft. Stadtrat L-i nd n e r beanttvortet die Anfrage und teilt mit, daß trotz aller Maßnahmen des MagijlraS zum 1. April 78 Familien ohne Wohnung sind, fodaß unbedingt Schulen zu Hilfe genommen werden müssen. Die übrigen Punkte der Tages- ordnung wurden vertagt. Dir GaSsperrstunden sollen vom DienStag ab aufgechotben werden. Reine Freude wird diese Mitteilung nicht auslösen, zu, mal der veftbranch nach wie vor begrenzt bleibt»nd Uoberschrei, tung bestraft wird und ondererssit» das gelieferte Ga» teuer und schlecht»st. Der GaSprei» soll auf 37 Pfg. pro Kubvkmeter erhöht we>rd«n. Konsumenten mft nicht mehr wie llSS Kubik- ih£uf>r0"rfl Automat# ttltuoben bezahle» nur Die Pressealsteilung der Republikanisch«, Solbatenwehr teikt mit: Die Angehörigen des aufgelösten Depot» 3 der Republika» nischen Soldatenwehr, Gneiienaustraße. hoben ihre Bekleidung». stücke, soweit diese» noch nicht genchehen ist. in der Franzerkaserne, Blsicherstraße, umgechend at�ugeben. Wer bis zum 25. März lölg feine Sachen nicht abgegeben hat. wird strafrechtlich verfolgt wer» den. Löhnung wird dortselbst alSdann bi» zum 17. März 1919 gezahlt. Das Büre für die Bearbeitung der AufruhrfchSdenanträge ist von der Spandauer Straße 83 nach der Kaiser-Wilhelmstr. 12 und 43 UJ verlegt. Sprechstunden finden dajelbjt nnr von 11— 1 Uhr statt. Aus den OrgaulfaNonen. Sechster Krei«. 1». Abteilung. Der Frauenleleabend findst Montag, den 24. März, de, Schulz, Steltlner Siroh«, abend» S Uhr, statt. Zweiter«ahlkrel,. Seseobend Montag, den 24. MSrz. obend» Ti4 uhr, bei Ziaulcher, Gneifenaustr. öS, und in der Schulaula, Dintev- feld Istrai» IS. Sharlo'tenbura. Am Dienstag, den SS. d. M.. obend» 7 Uhr, findet im Bollishaus. Ziolinenstrohe. die Fortfekung der Seneral» oerfommlung statt. Tagesordnung: 1. Bericht oon der Kreis« generalrerfommluiig.— 2. Bericht vom Partettag. Bandow. Am Moniog, den 24. d. M., obend» 8 Uhr, Zusammenkunft aller Funktionär« bei Schwerdt. Nühlenstiab-, lkck» Mazimiliau. siratz«. Tegel,«ontag. abend, 7H Uhr. vorstaM-ssstzung der U.S-P. bei Thrtstinfe». Echllede str. 89. Karlshorst. Am DIenswg. den SS. März, abend» 7 Uhr, Mitglieder« Versammlung im Geselllchastshau», Augusti-Vikloria-Str. 4l. Zages- 0 dnung: 1. Diskutlion über den Parleltogsbericht.— 9.(Bemeinbe- angelegenhetten. Da» Mitgliedsbuch Ist mitzubringen, ohne daslelb« kein eintritt. Di« Bezirksleitung. Frei» Jugend SSden«nd Sild-Dest. Die Zusammenkünfte beide, «ru>>p-n finden künsttg gemeinsam jeden Dienslag und Freitag von 7— 10 Uh- abends statt.— Dienstag, ds» 28. d. AU Vortrag üdsr dl» rullisch« Revolution, Frei« sszlallstlsch« Fugend Neukölln. Sonntagabend. 7 Uhr. Volk» llederabend. Jugendheim. Aaga str. 18. Da» Seim ist Wochentag» von 7—>410. Sonnlogs vo» 4—>410 Uhr geossnet. Spiel und Spork. Futzball. Turn- und Sportverein.St.alau I' spielt heut»>44 Uhr gegen„NordisKa 1". vorher spielen.Stralau ll" gegen»B. f. B N. Platz: All-Stralau 48..Stralau 1. Fgd.- In Tegel gegen.Eiche-Tegsl 1. Fgd.'. Slelchzeltig zur Kenntnis, datz jeden Dlenstoa und Donner� tag von 7—>410 Uhr in dsr Städl. Tu.nhall«, All-Strarau 88, unferO Turnabend, stattfinden,, Turnverein Fichte. Heute finden folgend» öffentliche Turnen statt: Z. Schule. innen und S. Schlller-Adleiluiig>n der Turnhalle Wleinr. strotze 49.— 8. Schülerinnen- und 0. Schüler-Abtellung in der Turn- alle Dräfestr. 88/89.— Beide veranftollungen von S— S Uhr. Gaste «rzlich eingeladen. l Turnverein»FIchte< DI« 8. Schüler« und Schülerlnnen-Abiellun« veranstaltet heute nachmittag von 3--S Uhr in der Turnhall«, Dleunu stratze 49. che öffenlltche» Turnen. Dl« Frei» lurnerschaft Aowaw«, hat fetzt wieder folgend- Abtet« lungen und Turnabende«röflnel: Echüler-Ab'eilung Dienstag» und Freitag» von 7— 8'.4 Uhr. Lehrlings- und Männerobteilungen und Tu nen der Alten Herren am leiben Abend von 8>ch— 10 Uhr. Im Gymnasium Eingang Althoflstrotze. Freunde de» Turnlporls bitten wir. uns zu besuchen. Ausnahmen werden Im Tuinsaal entgegen, genommen. Dort auch Meldungen zu unserer Futzball-Abi».Iung. Bereinsoerlammlung findet jeden Sonnabend noch dem 18. im Monat statt und zwar>n Einger, volksgarten, Priesterftr.»1. Aebelter Wanderbund»Naturfreund«', Ortsgruppe Berlln. Di« für Sonntag. LZ. März, angetetzt« Wand» uug dmch All-Berlin mbltlout Thyrow Glauer Vera« fallen au». Dolür abend» r gVmu'.uu;«» oBiiumiiiciiitiii o«> tüull«», MUhlendamin 3. Aufforderung M Zeichnung der 4% Rettmer Stadtanleihe von 1919. .... Zur Beftrektung ber SssenMchen Aussstiben der Gtabt BerNn kst durch ye« Muh der städtischen Behörden vom y. l./30. 1. 1919 die Aufnahme einer neuen Anlelhe von 409 000 000 genehmigt worden. Die Anleihe wirb hiermit zur allgemetnen Zeichnung aufgelegt. Für die Zahlung unb die Verausgabung L ©tu« gelten die untenstehenden Bedingungen. Der Zeichnungspreis beträgt WJ&W*®lrb in Stücken von 10 000-6, 5000 Ji. 2000 M, 1000 M, 500 M, 200 M und 100 Jl ausgegeben. Die Tilgung der Anleihe er- folgt vom 1. 4 1920 bis Ende März 1930 mit 1 v. H. einschlieizlich der ersparten Zinsen durch Ansammlung eines Tilgungsstocks derart, dast die in dieser Zeit an« gesammelten Beträge zur Tilgung nur durch Auslosung zu verwenden sind. Vom 1. 4. 1930 ab sindet die Tilgung mit 2. v. H. einschließlich der ersparten Zinsen. ebenfalls unter Ansammlung eines Tilgungsstocks statt, und zwar so, daß die am gesammelten Betrage von 5 zu 5 Nähren zur Tilgung durch Ankauf oder Verlosung verwendet werden.° otn i �)-ie �kchaber können über die Schuldverschreibungen wie über sehes andere Wertpamer ldurch Verkauf, Verpfändung usw.) verfügen.' Stadlschuldbuche» mit allen stch daraus ergehenden Bequemlichkeiten und Vorteilen wird den Zeichnern empfohlen. 1. Feichnunesbeömgungen. Zeichnungen werben vom 3. März bis 1. April 1919 von sämtlichen �»cichnungsstellen angenommen. Der Magistrat behält sich vor. die Zeichnungsfrist jederzeit abzukürzen. Hauptzeichnung, stelle ist die Sladthauptkasse Berlin. Rathaus, Erb. Z.mmer 20, Eingang Epandauer Straste. Geschäftsstunden Verktaalich von 9— 2 Uhr, Zeichnungsstellen sind sämtliche Banken und Bankskrmen Groh-Berlin, sowie die kn den Bekanntmachungen an auswärtigen Plähen genannlen Banken und Banckfirmen. die Deutsche Girozentrale in Berlin. Gertrandtenstr. 10/17, und die Brai'denburgische Girozentrale in Berlin, Kronenstr. 01—63, die städtische Sparkasse Berlin mit sämtlichen Zweigkassen und amtlichen Nebenstellen, die städtischen Sparkassen in Charsvttenburg. Neukölln. Berlin« Lichlenberg, Berlin-Schöneberg, Berlin-Wilmersdorf. Potsdam und Coepenick, die Gemeindesparkassen in Berlin« Pankow, Berkin.RelNlckendorf, Berlin-Weistensee. Zeichnungsscheine sind bei allen vorgenannten Stellen zu haben. Die Zeichnungen können aber auch ohne Verwendung von Zeichnunga» scheinen brleflich erfolgen. 3- Schuldverschreibungen werben in Stücken zu 10 000 M. 5000 M, 2000 �,1000 c4f, 500 J(, 200 und 100 ausgefertigt werden rtVUr � de werben Zwischenscheine ausgegeben.' flahue �mS� f � iahldar am 1. März und 1. September jeden m's mo' 3lTOW£i"«■ 1 S�lnlTfprä-ietrfinI9-�5r� kür je 100 Jt Nennwert, unter de! Ächner Stuckzlnsen. Den Schluhnotenstempel trägt S. Die Zuteilung findet unmittelbar nach dem Zeichnungsschluss statt. Im�lle �kzahltttl Beträge gelten als voll zugeteilt. der Zuteilung''�elchnung en.scheldet der Magistrat über die Höhe anbfSu* Sfr?\uW«n!??erMnl � w Zeichnungsscheln anzugeben. °°° Z-lchnung-f>«>I,n Mch ihrem 0. Die Zeichner können die gezeichneten Beträge sofort bezahlen- ble Ver« zinsung beginnt vom Tag. der Zahlung ah." 3 0 e m � � 2°hlu°g muß Di, 17. April ISIS gUUst». st!„ UN» �::ZVUU' Verlin, den L5. Februar 1919. -"VT** Magistrat. Wermuth. VSst. !»8D» U das deulsche Voll und an die Kullukwelt! Sichn nefi'mt für unbrarenzte Zeiten »laubte daS deutsche Volk seinen vor einen« bnlben Icililhundcrt aufaeführtcn ReickSban. ?sm Aucnist I9t I meinte es. die kriegerische liatastrophe. an deren Beginn es Nck aestcllt Iah, werde diesen Bau als uikbesic,ilich er- weisen. Heute kann eS nur auf dessen krümmer blicken. Selbst'besinnung muh »ach solchem Erlebnis eintreten. Denn dieses Erlebnis hat die Meinung eines halben Jahrhunderts, bat insbesondere die Herr- ichenden Gedanken der KriegSjahre als einen icagisch wirkenden Irrtum erwiesen. Wo liegen die Gründe dieses vcrhängnisvolleu Irrtums? Ties? Z�rage niuf! Selbstbesinnung in die Seelen der Glieder deS deutschen Volkes treiben. Ob jetzt die Kraft zu solcher Selbstbesinnung vorbanden ist. davon hängt die Lebensmöglichkeit des deutschen Volkes ab. Tessen Zukunft hängt davon ab. ob eS iich die �lrage in ernster Weise zu stellen ver- '»ag: wie bin ich in meinen Irrtum ver- lallen? Stellt es sich diese s�rage heute. dann wird ihm die EickcnntniS aufleuchten. das. es vor einem halben Jahrhundert ein •Reich gegründet, jedoch unterlassen bat. diesem Reich eine au» dem WesenSinhalt der deutschen Volkheit entspritigcnde Aufgabe zu stellen.— TaS Reich war gegründet. In den festen Zeiten seines Bestandes war man bc« »eübt. seine inneren Lebensmöglichkeiten nach den Anforderungen, die sich durch alte Tra- ditionen und neue Bedürfnisse von Jahr zu �abr zeigten, in Ordnung zu bringen. Später ging man dazu'über. die in materi- ellen Kräften begründete äußere Macht- stellung zu festigen und zu vergrößern. Da- »ut verband man Maßnahmen in Bezug aus d>e von der neuen Zeit geborenen sozialen Anforderungen, die zwar manchem Rechnung "»gen. was der Tag als Notwendigkeit er- �Nes, denen aber bock) ein großes Ziel fehlte, JNse es sich hätte ergeben sollen aus einer Er- �»ntnis der Entwicklungskräfte, denen die »euere Menschheit sich zuwenden muß. So �ar das Reich in den Weltzusammenhang hineingestellt ohne wesenhafte, seinen Be- Itand rechtfertigende Zielsetzung. Der Ver- t?uf der Kriegskatastrophe bat diejcs in trau- �gcr Weise geosfenbart. Bis zum Ausbruche derselben hatte die außerdeutsche Welt in dem �erhalten des Reiches nichts sehen können. �as ihr die Meinung hätte erwecken können: die Verwalter dieses Reiches erfüllen eine weltgeschichtliche Sendung, die nicht hinweg- difegt werden darf. Das Nickstfinden einer Mtfien Sendung durch diese Verwalter bat notwendig die Meinung in der außerdeni- schen Welt erzeugt, die für den wirklich Ein- sickckigen der tiefere Grund deS deutschen NiederbruchcS ist. Unermeßlich vieles hängt nun für das deutsckie Volk an seiner unheh'--"'»n B--r- tcilung dieser Sachlage. Im Unglück müßte die Einsicht airftauchen. welche sich in den letzten fünfzig Jahren nicht bat zeim-n wollen. An die Stelle des kleinen Denkens über die allernächsten Iorderungen der Gegenwart müßte jetzt ein großer Zug der LebenSan- schauumg treten, welcher die EntwicklungS- kräfte der neueren M�schheit mit starken Gedanken zu erkennen strebt, und der mit muti- gem Wollen sich ihnen widmet. Ausiiören «nüßte der kleinlich« Drang, der olle diesen!- gen olS unpraktische Idealisten unschädlich macht, die ihren Blick auf dtes? EntwicklungS- kräfte richten. Auklwrcn müßte die An« maßung und der Gochnmt derer, die sich als Vraktiker dünken und die doch durch stiren alS Praxis maskierten engen Sinn das Unglück herbeigeführt haben. Berücksichtigt müßte werden. waS die als Idealisten verschrienen. aber-in Wahrheit wirklichen Praktiker über die EntwicklungSstedürfnisse der neuen Zeit zu sagen haben. Die„Praktiker' aller Richtungen faden zwar daS Heraufkommen aanz neuer Mensch- heitSforderungen seit langer Zeit. Aber sie wollten diesen Zorderungen innerhalb deS RahmenS altüberlieferter Denkgewohnheiten und Einrichtungen gereckch werden. Das Wirtschaftsleben der neueren Zeit hat die Forderungen hervorgebracht. Ihre Bcfriedi- gung auf dem Wege privater Initiative schien unmöglich. Ueberleitung deS privaten'Ar- beitens in gesellschaftliches drängte sich der einen Menschenklasse auf einzelnen Gebieten alS notwendig auf: und sie wurde verwirklicht da, wo eS dieser Menschen- klasie nach ihrer Lebensanschanung als er- sprießlich erschien. Radikale Ueberführung aller Einzelarbeit in gesellschastliche wurde da» Ziel einer anderen Klasse, die durch die Entwicklung de» neuen Wirtschaftslebens an der Erhaltung der überkommenen Privat- ziole kcur Interesse bat. Allen Bestrebungen, die bisher in An- betracht der neueren MenschheitLforderungen hervorgetreten sind, liegt ein Gemeinsames zugrunde. Sie drängen nach VergeseMchaf- tung des Privaten und«rechnen dabei auf die Uebernahme des letzteren durch die Gemein- fchaften sStaat. Kommune), die au» Voraus- setzungen stammen, welch« nicht» mit den neuen Forderungen zu tun haben. Oder auch, man rechnet«nit neueren Genicinschaf- ten lz. B. Genossenschaften), die nickt voll im Sinne dieser neuen Forderungen entstanden sind, sondern die aus überlieferten Denkge- wobnheiten heraus den alten formen nachgebildet sind. Die Wahrheit ist. das kein« im Sinno dieser alten Dcnkgewohnheiten gebildete Te- meinschaft aufnehmen kann. waS man von ihr aufgenoinmen wissen will. Die Kräfte der Zeit drängen nach der Erkenntnis einer sozialen Struktur der Menschheit, die ganz anderes ins Auae faßt, al» was heute ge- meinialick ins Auge aeiaßt wird. Tie sozi- »len Gemeinschaften haben sich bisher zum größten Teil auS den sozialen Instinkten der Menschheit gebildet. Ilire Kräfte mit vollem Bewußtsein zu durchdringen, wird Aufgabe der Zeit.._ Der soziale Organismus ist geqlsiedert wie der natürliche. Und wie der natürliche Orga- niSmnS daS Denken durch den Kopf und nicht durch die Lunge besorgen muß. so ist dem sozialen Organismus die Gliederung in Systeme notwendig, von denen keines die Aufgabe de» anderen übernc-hmen kann. jedes aber unter Wobrung seiner Selbstän- digkeit mit den anderen zusammenwirken miuß. � DaS wirtschaftlich« Leben kann nur ge- deiben, wenn es als selbständiges Glied des sozialen OrganißmnS nach seinen eigenen Kräften und Gesetzen sich ausbildet, und wenn eS nicht dadurch Verwirrung in sein Gefuge bringt, daß es sich von einem anderen Gliede deS sozialen OraanissmuS. dem politisch wirksamen, aufsaugen läßt. Dieses politisch wirksame Glied muß vielmehr in voller Selbständigkeit neben dem wirtschaftlichen be» stehen, wie im natürlichen Organismus daS AtmungSfystem neben dem Kopfiystem. Ihr heilsames Zusammenwirken kann nicht da- durch erreicht werden, daß beide Glieder von einem einzigen GesetzgebungS- und Vcrwal- tungsorgan auS versorgt werden, sondern daß jede» seine eigene Gesetzgebung und Verwal- tun« bat, die lebendig zusammenwirken. Denn das politische System muß die Wirt- schaft vernichten: wenn es sie übernehmen will: und daS wirtschoftlick)« System verliert seine Lebenskräfte, wenn eS politisch werden will. Zu diesen beiden Gliedern des sozialen Organismus muß in voller Selbständigkeit und au» leinen eigenen Lebensmöglichkeiten heraus gebildet, ein drittes treten: das det geistigen Produktion, zu dem auch der geistige Anteil der beiden anderen Gebiete gehört. der ihnen von dem mit eigener gesetzmäßiger Regelung und Verwaltung ausgestatteten dritten Miede uberliefert werden muß. der aber nickt von i�nen verwaltet und anders beeinflußt«verde.« kann, als die neben einander bestehenden Glicdorganismen eines natürlichen GesamtorganiSm««» sich gegen, feitig beeinflussen. Man kann schon beute da hier über die Notwendigkeiten de? sozialen Organismus Gesagte in allen Eingerheiten vowvissen- schaftlich begründen und ausbauen. In diesen Ausführungen können nur die Richtlinien hingestellt werden, für all« diejenigen, welche diesen Notwendigkeiten nachgehen wollen.:| Die deutsche ReickSgründung fiel in eine Zeit, in der diese Notwendigkeiten an die neuere Menschheit herantraten. Seine Ver- waltung hat nicht verstanden, dem Reich eine Aufgabe zu stellen durch den Mick auf diese Nostvendigkeiten. Dieser Blick hätte ihm nicht nur da» reckte innere Gefüge gegeben?. er hätte seiner äußeren Politik auch eine be-« rechtigte Richtung verliehen. Mit einer sol� chen Politik hätte da» deutsche Volk mit den« außerdeutschcn Völkern»uiammenlcbent können. Nun müßte au» dem Unglück die Einsichfl reifen. Man müßte de» Willen zum mög, liihen sozialen Organismus entwickeln. Nich� ein Deutfcktland. das nicht mehr da ist. müßt« der Außenwelt gegenübertreten. sondern eint geistiges, politische» und wirt� sch östliches System in ihren Vertrelerir' müßten als selbständige Delegationen mit denen verhandeln wollen, von denen da» Dsutschland niedergeworfen worden ist. daS sich durch die Verwirrungen der drei System« zu einem unmöglichen sozlalen Gebilde ge-! macht hat. j Man hört im Geiste die Praktiker, welch« über die Kompliziertheit des hier Gesagten! sich ergehen, die unbequem finden, über da» Zusammenwirken dreier Körperschaften auch nur zu denken, weil sie nichts von den wirk- liehen Forderungen des Lebens wissen mögen. sondern alle? nach den bequemen Zorderun- gen i h r e s Denken» gestalten wollen. Ihnen! muß Kar werden: entweder»nan wird sich bequemen, mit seinem Denken den Anforde- rungen der Wirklichkeit sich zu fügen, oder «nan wird vom Unglücke nicht? gelernt haben. sondern das herbeigeführte durch weiter ent, stehendes ins Unbegrenzte vermehren. Alchen Sendung durch diese Verivalter bat I setzungen stammen, welche nicht» mit den I und au»«elnen eigenen...._____________ lkchsser Oes Außiiss: Dt. RuDolf steinet, das fiomlfee: ptof. Dr. w. no» D um. Tlibluzen. Smmerzlenral E. Moll. Slullxml, Dr. Zng. C. Anger, ZMilant, Slutgack. Wer dem vorstehenben Aufruf zustimmt und gewillt ist im Sinne der in ihm gegebenen Anregungen mitzuarbeiten möge seinen Namen an die Adresse: Kurt Kvalther, Berlsth raße 17 oder Hans Kühn, St»lttgart, WcrfmerShalde 10, mitteilen. Vom Verfasser de» Aufruf» ist im Verlage von lSreincr äc Pfeisser» Stuttgart» nnter dem Titel„Die Kernpunkte der sozialen Frage nnb die wirklichen Lebens� 'Gerungen der Gegenwart" eine Schrift erschienen, welche den Beweis erbringen soll, daß die hier skizzierten Angaben über den sozialen Organismus» sich wissenschaftlich begrülldeu �praktisch verwirklichen lassen. Tie Schrift ist durch alle Buchhandlungen zum Preise von Mk. 2.— zu beziehen. ------- Kleine Anzeigen fWcli, Läufer, E»«» Utifl Kliiicb r*. StrA Mtiopi. 6(jW, K«n»!«d«n PottM Ziga.ren Zigaretten Rauch- und Kautabak. /igarrennescliBft Wnrscliauer fctraBe 67, reriumtiher Alfiaiider 916. �®incn, Messel, Inlett. UiinMt, Anmg- J"'; Futter kauft Kllngbfr». Sübur�er Str. 8. Steinpl d6'7. P Afo.c, rti kioklrrst' h"(t »■u i umvttonn«- Caiitimuet«t.att U, 7tn> i crer. 'Plraüiolirir Ketciile .. Platina to Mk. Zalingebl gd kau«, p.a» 5.. »i'aae*1. leblaie, k« Pinna «in lutll®«tr •»tMMt, leuii a rti o«t,«■ z• t b t r. i ii(l«iMt<>|.U,lll Wr<*»i ewtmt. wann Laitunjsdrälue, i,i,n-K:bel kiufi Bcliumu«*, [■'•bMtrag« 7«. vom 1«. »uktv-lreben Bahnlio«. ,'«»'utraBc 7«. Jtn. oMt,|.t|1Cn_ a«j Reparatur von 'Utnret. ßvilem» Ecb, JUrbuati raBe 67, I. ,'tioonle, neue, kaufi "••r. Moabit. Lübecker 1—*'"8« 24 II, Hot. »"•«.lungt«, Kabel. Lilren '?,!! 2u böchitenT».ciprti*an {btfO-B(fg. 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Ptochl-SflouiMOpUd« us, 45 f cpv ipiutttn utt.üu 1, Xtrulc, Bitunfiter.t W, 9 Bbtlneiitiail. Laute IPavhtiand cm Hai n- hof keinickendorl» Roaenihal billigst ,u verkaufen. Scbnldt, Wolllnerstr. 8._ Klefutrech Bilk fast neu so veik. bunge.Husslieistr.23 fbeiloiilc liutc ii tiUlu nlici" Bai d»ortiii.u.®iok». Vsntttcit, «Mitcui»., tiillbeiibrd, tliuan- ecdrn. Iben. ed. ii. SU»«eil ttrn« ZtPpldw, fil.aoilMtT. k'ämcr. i.okf, Eirnvdcd.n. Tau rticnfm. Jrttrüriitn. flrl K»rtraciiüiitf- ncrliUlf«. Bii'njtii' r.H«»(Biuil»- •ifü Nußbaum• Kleidersehrank. Nußuaum.HerrenscIireibtiKn mit Autsais. I Dio- ohne Auf» aale.« Mahei.l olle tenipiegel. Z hoclililne Oelgemlldo low e eitert. Mesiieg-Teemeschine wegiugshelbel veiklullich tventl. gegen Ooldsachvn, Drillelten. Merkensammlung ,> vtriauschen. Von 2—7 Un'. KnichlnikL WertstruB» 3. III. t'.iege. Vordtrhaua. Kflehe verkauft Sturnpe. PtlktnMClnetr. SelienH. V. rechter AucechaeitloB I Aus Mili'ärTOaeteln.»decken (»•llgtbamenmln1»! prtiiwerL Slmil. 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Großmann,| Klestcrneuburg bei Wien, 1 SchieUstattcgrabe« 23'. s iiumwmwiefeMiimmwwmrnmt ScbloCplsztz. Kaufmännische Pnvetschule von Me* Sc. ollch Inhaber Emil Welti er, Berl.». BrOderetr. 3#. Anfang April beginnen neue Jahres» und HuIhletireelehrgängelürDameu und Herren zur AusbLdung tor Iten kaufmännischen Berat. Druckeecben unenlgeltlicb. Fernsprecher Zentrum 3677. Hattdelsfücher— fremde Sprechen. Jcnlfiüfr Bezirk Bcrl«. Mrtjtuuol grauen! Die«tciflhlt gieutiiunlamma luna(Intrt i ui'ntfüt ein a? ttt- luortt, den 81«. SNifrz» nach, m llngo 2 Uhr. fnt niuM «.■.nie b.i Oi.iL'ctlid)fljf4f)niiieä. llii clule 16, fielt. Tie«tcsirfebcrtunlntno. Bclanntmachung. «die B.Warh.eidbtlifllTenfA«!"«. de, 6f«bt BerNM werben vom L Hptll b.% ab einflejOQen. dieselbe» SclircibarbrUcn. Oesuche, Bücherordnen. Schriltsäite. Stellengesuche, Konzessionen. Darlehen, Verkäufe, Krankenkassen-Aufnahmen. Versicherungen a lerbllllgst besorgt, auch auswärts. Direkilons- BOro. BorsigslraU* II. tDldbcf' und ScfchSridlubi-- fvcst ial)rt Bfoidcmut koiia«, Vaidufer Etc. Vermißt wird seit dem 15. 1. 1919 der Soldat Richard Dren ke. Auskunft über Ver» ble b usw erbitten die Litern, (Ndbeltrrbit 0, Wlfltiecitie«■«mtXitppe Herren- ehnärstielel 47 neu elegeet. Nlümaechine 46.— M Klsppsiuhl gepolstert, preis- weft veikäullich. Mysleiecu. MäUcrsuaue 174 Lanilflcliter. außerdienstlich. Kechtsbeistend in» 1«» �ä««,%..nnWn?i!Ä 1 BVrMrr�.-chTuh.üs... usw. liaratung kottenloi* 1 Kep ertir. 4. Lothriager Str. 47, Müllar Juwelen Montejia u. Goldschmieds In dauernder Stel. hinft bei eutem Lohn verianet per so'ort oder später A. Gröniwg, Bcflln, Qerirand enstr. 24. LDUsUilHClie aus solider Familie als l.xpe- ditioiisl-hrling gcsuchL Drei» radfahrer bevorzugt Sucrolsbrik HegelbergerStr.ßZ TfliiiKlerunien Blutschwamm, Muttermeie entfernt ohne Schneiden necb System Dr. med. Ooedel M-LlndeminntOreniensir.5611 Sprechalnnje 6— 8 Sonnt ttr. 17b. 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An. klamer Stralie Nord. 1002' Die von ml' gemachten Aeußerungen nehme ich hiermit zuiück. und bedauere dieselbe» getan zu haben. Carl Base». müssen die gum Nl' Üpr» d. I.»inffelösi sein, sie v«v» lie.en mil dem 1. Mol d. Z. Ihr«©ültlflftelt. Nur echte Scheine werden angenommen. D!e Mi«« lösungosrisl der zünfzlgpsennlgscheina wirb die zm» 1. Lkloder ISIS verlängert.'. »Is Einlösungsslellen kommen In Frag«: g. Die veneralslaalekass«, TS, Hinter dem®le|< die königliche Serhandlung sPreiißisch« Slanlpf dank), hier, Marbgrasenstr. tS z,' dl« Preuhlsch» Zentralgenossenschallekasse, hleg Am Zeughaus« Nr. 8! n die Deut'che vanlt, hier, Kanonlerstr. SSM:. die DIreeilon der Dlsccnlo-Vesellichast. hletl vehrensir. 4L: l die Deeabner«an», hier, Behrejislr. 87/09;. dl««and für Handel trab Industrie, hiech Echinkelplast 1/2: i die NatlNTalhanb sllr Deuischlanb, hier,«ehre» slrohe 68/09; «erllner k>andel4gesellschalt. hier, Fraw äöstschestraße«Z: «andgeschäst S. vieichröder. hier,«ehre» ftrehe 62/63,' ilommeeß» und DleconIodanK, hier, Thon» iottenslrahe 47; das»anItgeschSst Delbrli». Schicklee u.«».. HIeg, «lauersliahe 61/02; bw«andgeschöst g. e. Krause«t tt«, hl«* . Leipziger Slrahe«: d««.nbqeschZst Mlendeiesotzn u.«4. hle� stuge.strahe 49/80; »je MItteibeuifch: Sreblttank, hier, vu raste. 2I| die Berliner �auedeststerdank, hier, Paflsk. 14 lj da»«ankge'chüst siaegufer n. Seeuria«. hle» Un der Slechdahn S/4; «Iroten'role fflt die Provinz«tonbenbntg. HI«q Jt-enenstr. 61'03; »U«asten bet Ttadfgemelnben»an KharioiteA birg. Schönederg, Wilmerabar«. Neuköii, und Lichfenderg; »i««reiedasten der«reis» Deltei» nnd Nied«, barnim; dl« Sfadthauplhaste I» Rathauf« und fSmINcht «ttberen ft.sten b« Sf.bt«erlin. einschll.L nq d»r Spackostt nnb Ihrer Zmelobasten. Merlin, den 18. März tSlij... Magistrat.< mvmy s«ldkn.i_,, die da» »U » Mlelcratoffe bedruckt, ca. 110 cm breit, Meter V* L« Belle-fllllnnce-Strasse Gr. Frankfurler Stresse Brannen-Strnsse Rottliuser Danun ti/lünerstSorfer Strasse Weißwaren Kurzwaren Handarbeiten Sciileiertfoffe Filetkragen. men ond vielen schönen Mnstern... 4.J5 O.Uü weiss, bestickt, ca. 110 cm breit, Blusengarnitnren an. xau,. reich mit Spitzen garniert........ 0.43**.95 Meter 25 Blusenkragen ans Tül1, besHckt' .75 mit Tutlspitzen verziert, in verschiedenen Formen........ 7.50 Blusenkragen in � bestickt, mit Stickerei garniert...... 1U.75 Grosser Kragen reich bestickt, in verschiedenen Formen Is.oO — Papierwaren— Hanf-Umschläge... 100 smck 1.85 Briefpapier.......... m Bogen 1.7» Briefkassette Üf.0,!"'' 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Tageyordimila-. 1 Seritöl voll Stt Stretegcuereltirrfammiuiig, Pen. SjatiiitSfi, 2. Sietidu vom Perteltag, Penosfi» Nrnil� der vorstand. VerhattO der Schneider, Schneiderinnen und Wöschearbeiler Teutschlands. Mlialc«erlin.«ebastianitraftc»7-3«. Montag, den 24. Märg 1919, abends S Uhr, fan Lokal M. Zchuiz, Am Königsgraben 2 sa. d. Münzstr.) der in tigien Versammlung den Waren- und Kaufhäusern befchäf Wäschezuschneider, Zuschneiderinnen, Näherinnen, Plätterinnen usw. Tagesordnung: Berich! über unsere Lohnsorberungen. Sb-sereui: vtoilego O. Ealewsky.—. 2. Freie Aussprache. Die Branchenkemmissien. f t. Tcutscher Wkakarbeiler-Verband Pi'r«üü'tnH«9llrUeiÖ«:liul|54,£«»tienBr.S3-85 ♦1r,cit)nft»ieit oon st— I Itliv unk von 4— 7 f elepilv»: Amt ll<>rh»>i"i»5, IAH!», 10X7, 0?l4! Diensiiig. den 25. Mörz 1919, abends 5 Uhr, lSruppenversammlung der Werkzeugschleifer in deil Humboldt'Siilen, Hussitenstrahe 4V. Tagesordnung: 1. Berich!' des(bruppensührers.— 2. Werkstatt «ligelegenheiien.— 3. Verschiedenes. Jeder Kollege ist verpslichset, in dieser Detsamm kung pünktlich zu erscheinen. Tie OrtsvecwaUung. deutscher Metallardeiler-Verband VerwattungssteUe Berlin 91. 54, Linienftr. 8S'8ä. Geschäsis',eit oon 9—1 Uhr und oon 4— 7 Uhr. Telephon:«mt Norden 185. 1239, 1987, 9714. Achtung! Die nächste ordentliche Generalversammlung fmdei am 12. Mai 1319 statt. Anträge dazu sind bis zum 14. April 1910 an die Ortsverwaltunh einzureichen. Die OrtsoerwaNnng. Achtung! Verband der Sattler u. vorlefeuiller. .«Vrisvt! waltung Srrlia. Alilisllstt Hsl!nrbe1cr'Nerbiii!d Verwaltung Berlin. Tel. Moritzpl. 10623. 3578. Bureau: Berlin, Rungestr. 30. Vranchen-Verfamutlungeu. Tischler Bezirk Südosten. Montag, den 24. März, abends 5 Uhr, in der 100. Gemeindeschule, Reichen- berger Strafte 67. Tagesordnung:!. Bericht vo» der Generalversammlung.— 2. Bericht der Ar- beiterräle des Bezirks Südosten.— 3. Verband s- angelegenheiten./ Klavier, und Mechanikarbeiier und»Arbelterinnen. Montag, den 24. März, abends 5 Uhr, in der Aula der Luisenstödilschen Oberrealschule, Dresdener Sir. 113. Tagesordnung: 1. Die Durchsührung unseres Tarifes und die Verhandlungen mit oen Biono-. Mechanik- und Kiaoiaturfabrikanten.— 2. Bericht von der Generalversammlung.— 3. Bericht vom Gautag Rohmenmacher. Montag, den 24. März, abends 5i4 Uhr, im Gewerkschairshaus, Berlin, Engelufer 15, Saal 5. T a g e s o r dA u n g: 1. Berich! der Kam Mission.— 2. Bericht von der Generalversammlung — 3. Branchen- und Verbandsangelegenheiien 2. kreis U. S. p. abends? Uhr, in Dienstag, den 2Z. März ISIS, N Hchulaula, Mittenwalder Strafe 34 der== WüellervenWmlllns i 2. Der Tagesordnung:= Berichterstattung vom Parteitage. Freie Aussprache. Mitgliedsbuch ist vorzuzeigen. wichtigen Tagesordnung wegen erwartet regen Besuch W Der vorstanö. �'schl" Bezirk Norde», Rosenthal« und Schönhauser PkUtschtt liNllarlkciitr-Nrrbaikd, Ntlkill LktliN. �Tsiotisirtirt S(sti 9:-» Wnru rthonhc nlA Ithr f' Z.-,.___.. � Vorstadt. Diensrog. den 25. März, abends 5�' Uhr, bei Büttner, Schwedlerstr. 23. Tagesordnun. !. Bericht vom Gauiag.— 2. Bericht von der Generü Versammlung.— 3. Berdandsangelegenheiten. Wegen der Wichtigkeit de: Tagesordnung Ist das Erscheinen der Kollegen, auch der Arbeitslosen, drin- gend ersorderlich. Schirmmacher. Dienstag, den 25. März, abends 6 Uhr, bei Staden, Michaelkirchstr. 24. Maschinenardeiter. Dienstag, den 25. März, abends 6K- Uhr, in den Prachtfäien Alt-Berlin, Blumenstrake. Tagesordnung: 1. Bericht von der Gaukon- serenz. 2. Bericht von der Generalversammlung Ser.io» der Isolierer nnd Steinholztrger. Mittwoch, den 26. März, abend« 8 Uhr, Ulitgliederversammlilug im Saal 8 des Geiverkschastshausee, Engelufer 15. Tagesordnung: !. Aufstellung eines Kandidaten für die Neuwohl des Arbeiterrats.— 2. Berufsangelecknheiien.— 8. De»schl«denes. Die Gruppenleitungen. oeiiujr uu» oer weneraiveriammiung und Stellungnahme zu den Anträgen zum Berbands- tag.— 3. Branchenongelegenheiten. __ Die Ortsverwaltung. Der Weg. zutrilmd«!! i> ZilüihiiililtliZgtsiijiliiiSs GeschöfiSsteNe Berlin,«noelufer 14.15. Tel-'.chom Amt Moritzpl,'.x Nr. 8430. ÄrSffnri: Bormitlaq»o» 10—12, Nachmittoz«oa t— 7 Uhr Dienstag Nachm.tlag geichtoften. Achtung:«cht»»«! Schuhmacher:' ehilsen(Brob-Becllns Dienelag, den 25. März 1919, abend» 7V- Ukr, im Gewerkschasishaus, Engelufer 14/15 sGr. Saal) Seffemllche Schuhmacher-Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht über den im Schuhmachergewerbe Graft- Berlins vereinbarten Minimal-Lohntarif, Bericht- erstatter k. Tally.— 2. Diskussion.— Z. Aerschiedenes. Das Erscheinen aller Kollegen und Kolleginnen ist Wicht!__ Die Ortsverwaltung. Herausgeber Dr. Zepler. Nr. 2. Offener Brie) an Scheidematm- Gegen Friedrich Naumann und den Reiigictiimnips— Bund der KonsetfionSlosen chw. Prvdennmmer 60 Psg., Jahredbezng 3 Matt beim Verlag Eharlottenbiira, Wiimersdorser Strafte 53. Kranken». Sterbe» u. i �uschuÜkasze kür mann!.{ ! Personen atter Berufe GroB'ticrlin. Am 19. Märe verstarb unser Mitglied Alex Uiiricli. (Hut mach er.) | Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet 1 am Montag, den 24. März nachm. 3'z Uhr, von der Leichenhalle I des Gcorgenkirchbofs, 1 Weißensee, Roelkestr., aus statt Der Vorstand Zentralverband der Maschinisten und Heizer. Den Mitgliedern zuf Nachricht, daß unser Kollege Piiclsard IMe im Alter von 21- Jahren von der Noskegarde am 11.3. erschossen wurde. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Montag, den 24. März. nachmittags 3 Uhr, von der Halle des We ßen- secr Ericdhofes, Falken- berger Straße, aus statt Die Kollegen trerien sich 2 Uhr am Prälaten, Weißensee. Lehder- strasse 122. Um rege Beteiligung bittet Die Bczirk.-Icicang. Sozialdemokratischer Wahlvereln für den | 0. Berliner Relchstags- Wablkrels. 10. Abt.. fezk. 620. Nachruf. 1 Am Freitag, den 7.März, ; fiel unser Genosse Brunncnstr. 84 I durch Kopfschuß vormittags am Roscnthaler Platz. 1 Ehre seinem Andenken. K.P. D. Neukölln. Achtung t Achtum; I Freiheits-SpedLteure Mittwoch, den 26. März, abends 7 Uhr 4. Wahlkreis U.S. P.D. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Zigarrenhändler Johannes Müller MemelerStraße Ib. durch die Noske- Garde un- schnldig erschossen worden ist Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Mittwoch, den 26. März, nachmittags 5 Uhr, Im Kremraatorium Gerichtstraße statt. Um rege Beteiligung ersucht der Vorstand. Versammlung bei Göding, Prenzlauer Straße 29. Tagesordnung: Wie organisieren.wir uns und zu welchem Zweck. 2. EvfI. Wahl. 3. Verschiedenes. Pünkll, Erscheinen bei der Wichtigkeit der Tagesordnung unbedingt notwendig. Zutritt haben nur Spediteure. Benttfll'Serbniii) Her Mer ZeMIMs. Zahlstelle«eriiu. «onnerttag, den 27. März,«bend, 8', s Uhr, in«ew-ttschaftrhauz verfc-mm ung. Erschriueu aller Kollegen is, Pflicht. Lokalverwaltunn«erlin. _______ J. g: guieTartt. Am Dienstag, den 25. März 1919, abendt 7'/, Uhr, Sani 3 des GewettichaiiShauses, Engeiuser 15 im Bpanchenversammlnng der Geschirr-». AeilzeugWler. Tagesordnung: l. Oos Ergebnis öer verhanü.'ungeo über Sie Lahn- regelung öer Gelchirrsattler. !. Wohl öer Sranchenleitung unö Kommission. k verschieöenes. Alle zur Zell in dcr Geschirrdrauche beschästigini Kollegen Nö hjerdiirch driugend eingeladen. VI» Sronchrnlaitung. Lerelv btr»erliner mMtr u. Schristgieher. Gewährung von Erwerbslosen-Llnterstützung bei teilweiser Erwerbslosigkeit. Artikel 1«: .Unterstützungen, die der Arbeitgeber seinen Ar- beitecn vertragsmäftig oder freiwillig aus eigenen Mit- teln wegen Berkürzung der Arbeitszeit gewährt, sind l weder von der Erwerbslosenfürsorge auf die amtlich gewährte teilweise Erwerbsiosenunierslützung anzu» rechnen, noch vom Arbeitgeber oon der letzteren in Abzug zu bringen." Die tariflich festgesetzte Entschädi- gang für den aussallenden Lohn bei verkürzter Arbeitszeit darf also in keiner Weise in Anrechnung gebracht werden. Diese vesttmmunoe» sind mit dem Z. 8. 1819 ins Kraft getreten. Der Dauvor stand. 6. Wahlkreis U.8.? D. Bezirk 706. 14. Abt. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Rev.-Dreher u. frühete Bezirksführer Gustav Hans Emdenerstr. 24 im Alter von 39 Jahren gestorben ist Ehre seinem Andenken, Die Beerdigung findet Dienstag, 25. März.%4 Uhr in Stahnsdorf statt. Abfahrt 2,57 vom Bahnhof Tiergarten. Der Vorstand. Für die Herzliche Teil- nähme bei der Elnö cherung meines lieben Mannes,! meines lieben Vaters, sagen wir hiermit aNen Ber.' wandten und Bekannten. den Mitgliedern des I 4. Wahlkreises sowie dem Am Donnerstag, den !3. d. M., Abends 9� Uhr, entriß mir der Tod/tiurch Meuchelmord derKqske- garde, meinen über alles geliebten Mann und /reusorgenden Vater afeincr Kinder, Sohn, Bruder, Neffe, Schwager und Onkel, der Maschinenschlosser e Die Beerdigung meines lieben Mannes findet am Montag, den 24.. 3 Uhr| 1 nachmittags, Elisabeth- Friedhof, Woüankstr. | statt. Frau Ww. A. Pobans, 1 riebst Söhnchen. Koloniestr. 12q, 1 Sfl.pt. Nochruf. Durch unerschrockenen Mut königstreuer Trnp- | pen wurde meuchlings : unser Genosse Karl Fisher in de/ Berliner Kriegs» wochi erschossen. . Den tapferen Lifh- lingen Noskes gcla g es, ! unseren Genossen Georg Fiilbrandl 37. Lebensjahre. Dieses zeigt schmerz- erfüllte an Ww. Fränze Flllbrandt geb. Teysakowski, nebst drei unmündigen Kinder. Wer ihn gekannt, Wird unsern Schmerz • ermessen, Fflr tiefes Leid, Da gibt es kein Vergessen. Die Beerdigung findet von der Leichenhalle des Segensfriedhof., W eißen- see,OusfavAdolfstr67-74 am 26. 3„ nachmittags 4 Uhr, aus statt Allen Bekannten und Kollegen meines Mannes zur Nachricht, daß durch den unerschrockenen| Mut könlgstrener Truppen am 12. März 1919 I mein lieber Mann der| Mehlfahrer Otto KdllillQllin Karl Güths Danksasunsr. j Für die vielen Beweise herzlicher Tcilnahmebci | der Beerdizung unseres| lieben Sohnes an der Oberbaumbrücke meuchlings erschossen. beraubt und in die Spree geworfen worden ist. Nach fünftägigem mühevollen Suchen, gelang es«einer Frau nebst seinem Bruder Fritz ihn im Leichenschauhanse wiederzufinden. Die Beerdigung findet am Montag, den 24. März 1919, 3w Uhr von der f Leichenhalle in Lichtenberg, Lückstr., aus statt. Um stilles Beileid bittet| Anna Güths nebst Tochter. Mutter 1 und Gesch a-ister. j nach seiner Heimkehr | aus dem Felde auf dein Schlachtfelde Berlm zur [ Strecke zu bringen. i Ehre ihrem Angedenken. Wir kämp en weiter- Die Bezirksleitung. Danksagung:. Für die vielen Beweise 1 herzlichcrTeilnahme.bei | der Beerdigung meines lieben Mannes HerrmnimKorrcS Georg Hefzlng { sagen wir auf diesem | Wege allen Beteiligten unseren herxiichston Dank. Familie Oust. Metzlng. NeuköIln.Steinmetzatr.2. RouchNud„Ofme Zwang [ Sparnewin.«meife- und feetm SHanalle[fit die tro trelchen Worte am Sarge txe tüntschlafeuen [ unleven HerzIIchsuu Danl.; Lonike Krause und Tochter. Verlin. HochMtr. 8. Danksag:uns:. Allen Kolleginnen. Kol- j legen und Genossen sage ich für die aufrichtige Teilnahme beim Hin- 1 scheiden meines lieben i Mannes, meinen herz-| | liehen Dank. Frau Hennl Bernstein. I ceb.RIcwc, Barnimstr.13. Allen Verwandten, Freunden, Bekannten. den Genossen des Wchl- vcrcins