Einzelpreis 10 pfg- Jahrgang 2 Montag, öen 24. März 1414 Nummer 140- Morgen-?lusgablj M«» �*Sg»e�bi«MM an a �U. Wi �ufhOmi« Mm MraafbMM# a W m. •k•tote«te Qa4tra* te vMte»»»»a»k, toi|M) Bftafllaa SrHto Cito« Cdiiffbnrrtamni•»«««- SmA�rrch«««au Ntir»ca«m «am)�w.a«itow»» Ott tetaHttM* tot tot CiättiMa nf«tattoa(tia •toauim: Crrfht«KB. B Echffthiwer»»«« I». g»r»tpi«chto!«m ItorHa»76#. Berliner-Organ ber Umbljä'nßigen StyialöemoFratie S>eat]Wtani>s e Isiilil der Gewalt. 1er M.slauec KoBMiüiist.nlön reA. Stockholm. 23. Mörz.&U ein Funkspruch aus Moskau meldet, ist am 18. März der a ch t e K o n g re h d e r r u s s i s ch en Aommunistischen Partei in Moskau erössiiet ivor- den; nach BegrLsmng des Kongresses durch den Bolksbeausfrag- ten LosowSky hielt Lenin eine 3iede, in der er sich gegen die von B u ch a r i n vorgeschlagene Foruiel..Selbstbestimmung der arbeitenden Klasien" wandte, da diese Formel die Arbeiter- klaffen im Ausland: gegen den volschewisuiuS einnehmen könnte in der Annahme, daß die Bolschewiki ihr Thstein mittels der Lajonette der roten Armer mit Gewalt einführen wollten. Der KmmuniSmuS könne nicht mit Gewalt verbreitet werheA. Jede Nation müsse daS Recht auf Selbstbestimmung erhalten, da nur hierdurch auch das SelbstbcstimmungSrecht der arbeitenden Klassen gefördert werden könne. Bezüglich der Bauern verfolge die russische Kommunl skische Partei die Politik, die Bauern allmählich und planmäßig na dem Aufbau deS Sozialismus teilnehmen zu lassen, indem tue» die Bauern von den ländlichen Wucherern absondere und sie lM»ch aufmerksame Behandlung ihrer Bedürfnisse aus die Seite dar arbeitenden Klasse herüberziehe. Bon besonderer Wichtigkeit sei die Lösung der Frage der bürgerlichen Fachar bei t e r. Um diese Arbeiterklasse für den Sozialismus zu gewinnen, müsse man gewisse Opfer bringen und den Facharbeitern eine gute Existenzmöglichkeit bieten. Ter Kampf mit der Burcaukratir könne nur dadurch zu einem guten Ende geführt werden, das, dir ganze Bevölkerung au der Verwaltung teilnehme. Niemand sei es eingefallen,'die Bourgeoisie aus den Sowjets anSzuschliessen, sondern diese habe ihre Mitwirkung selbst verweigert. Nachdem der Kampf gegen die Bourgeoisie auf dem Laude erfolgreich beendet und das bäuerliche Halbproletariat orgaüisiert sei, gelte es jetzt, auch den mittleren vanernstatK) zu einem Berbündeten umd Freund der kommunistischen Revolution zu machen. Endlich wies Lenin noch darauf hin, daß die hauptsächlichste Aufgabe de� russischen Kommunistischen Partei dorn bestehe, die rote Armee nach sozialistischen GesichtSpuniten zu organisieren und durch Feldzüge ihr Werk zu vollende». Die Rede Lenins bewegt sich in denselben Gedanken- zängen die der Führer der russischen Kommunistenpartei wt Gegensatz zu dem linken Flügel der Partei vertritt. Deine Aeuherunqen über die Bauern und die bü gerlichen Facharbeiter zeigen, daß er von seinen ursprünglichen Farve- rungen ziemlich erheblich abgewichen ist und geneigt ist, den realen Verhältnissen mcbr als früher Rechnung zu tragen. Etwas unklar erscheint lediglich die letzte Aenszerung über die Notwendigkeit der Vollendung des kommunistischen Werkes durch Feldzüge. In der wiedergegcbene» Fassung widerspricht sie durchaus dein om Anfang formulierten Standpunkt LeninS. daß der Kommunismus nicht mit Hilfe der Bajonette durchgeführt werden kann. Ungarns Anschluß an Ruhland. Budapest. 23. März. Am Sonnabend nachmittag 5 Uhr rrat die ungarische R ä t e r e p u b l i k im Wege der Tfcpeler Funkipruchftation mit der r u i i l i ch e n Rate- r.e p u b l i k in Verbindung, indein üe an Moskau zu Händen LeninS folgenden Spruch abgali; Das ungarische Proletariat, welches gestern nachts die ganz» Staatsgewoit an sich gebracht hat, hat die Diktatur des Proletariats eingeführt und begrüßt Sie als Fuhrer des internationalen Proletariats. Wir übergeben;shnen den Ausdruck unterer revolutionären Solidaritor unv ent- bieten unseren Gruß dem ganzen revolutionären rummien Proletariat. Die Partei der Soziakdemokroten hat sich auf den Standpunkt der Kommunisten gestellt. Die beiden Parteien wirken im Einvernehmen, und wir nennen uns, solange der Moskauer Kongreß keinen einheitlichen Titel für uns feststellt ungarlänidische Sozialistenpartei. Wir erbitten in dieser Ginsicht entsprechende Weisungen. Ter Rar der Volksbeaustragten hält gerade jetzt Sitzung. Genosse Vcla Kun ist Volkskommissar für auswärtige An- gelegcuheiten. Tie ungarische Räterepublik erbittet sich ein Schutz- u n d T r u tz b u n d n, s ö e:-» i s i i ch c n S o w j e t r c a i e r u n g. Tie Waneu in str Hand bieten wir sämtlichen Feinden des Proletariats und bitten um sofortige Mitteilung übclr die mitl- .'J. i-tltf C. ;;.iiids 9 Uhr ll) Minuten traf folgende Botscha st Ms/Oftkott(»in: Meinen mrtrirftfi.wn ßirnit der prolckarischen Regierung der ungarischen RäterepuNi? und insbesondere dem Genossen Bela Kun. Ihre Botschaft habe ich in diesem Augenblick dem Kongreß der Kommunisten« Partei des bolschewistischen Rußland mitgeteilt. Sie wurde mit uncirdlicher Begeisterung aufgenommen. Um die Be schlllsse des Moskauer Kongresses und ebenso den Bericht über die militärische Lage mitzuteilen, ist es unbedingt notwendig, zwischen Budapest und Moskau eine ständige drahtlose Verbindung ausrechtznerhatten. Mit kommunistischem Gruß und Händedruck. Lenin. Sie Haliung der öslerreichischeu 9oz!a!demokralie. W i e n. 23. Mäez. fKore.-Bn-saug In der Arbeiterzeitung antwortet der NeichSvollzux>sa»Sschuß der Arbeiter- räte Deutsch-Oe st erreich« auf den Aufruf der Räte regicrung Ungarns sich anzufchliehen, indem er unter der Be. toiruiig, dasi die imperialistischen Sieger heute die Hauptfeinde sind, dle Erhebung des Proletariats Ungarns gegen die Entente herzlich begrüßt und besten Erfolg wünscht, zugleich aber feststellt, daß daS deutsch. österreichische Praletariat zur Zeit dem B e i fp iel ii n in ö g l i ch folgen könne.„Wir täten u von Herzen gern, heißt eS in der Antwort,..aber zur Stunde könne« wir leider uicht." In unserem Lande find keine Lebensmittel mehr. Wenn wir eurem Rat folgen, dann würde uns der EntentekapitlrliSmuS un- erbrttlich dir letzte Zufuhr abschneiden und uns einer Hunger- katastrophe preisgeben. Unsere Abbängigkeit van der Entente ist eine vollständige. Wohl aber ist eS unsere heiligste Pflicht, für alle Fälle gerüstet zu sei«. NeuerdingS ergeht per Ruf au dir Arbeiter allerorten, die Räteorganisation schleunigst auszubauen. Kampf bereit stehen auch wir, gewillt das zu erfüllen. woS die gefchicht liche Notwendigkeit fordern wird. Der Sand dal. Als General v. Lettow-Vorbcck unter gcwalti- gem Tamtam der bürgerlichen Presse vor einigen Wochen in Berlin begrüßt wurde, machten wir die Oesfentlrchkeit darairf aufrnerksam, daß der Lettow-Vorbeck-Ruminel mit dem Plane kaisertreuer Ofsizicrskrcise in Zusannnenhang stehe, den Verteidiger Teiltsch-Dslafi-ikas bei der ersten sich bietenden Gelegenheit auf den Schild zu heben. Darob natürlich in den..wohlgesinnten" Kreisen ge- waltige Entrüstung, die so nachhaltig war. daß noch einige Wochen später Kriegsminister Reinhardt m der preußi- schen Nationalversammlung uns mit kräftigen Liebens- Würdigkeiten bedachte. Nun verbreitet Wolffs Bureau die Meldung, daß der„ruhmreiche, unbesiegbare Verteidiger Deutsch-Ostafrikas" ein Freikorps aufstelle, das als Division Lettow-Vorbeck dem Garde-Kavallerie- Schützen- Korps unterstellt werde. Als Begründung dieses Schrittes wird angeführt, daß General v. Lettow-Vorbeck sich der Regicrung zur Vcr- fügung gestellt habe, um„an der Spitze eines Freikprps für Ruhe und Ordnung im Jnne.n und für den Schutz der Landcsgrenzen zu sorgen". Da diese Tätigkeit unter der Leitung des Garde-.Kavallerie-Schützen- Korps vor sich gehen soll, ist anzunehmen, daß sie sich in derselben Richtung bewegen wird, wie die der O f f i z t e r s- k l i q u e aus dem E d e n- H o t e l. d. h. in der Rich« tung der planmäßigen Organisation der Konterrevolution unter Anwendung von Meuchelmord, Terror und gewalt- sainer Unterdrückung jeder freien Regung der Arbeiterklasfe. Znlernationale Regelung der Arbeilsbedinouugen. Rotterdam, Lt. März.„Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus Paris: Der Internationale Ausschuh für Arbeiter» angelcgenheiten ist mit seiner Arbeit gut vorwärts gekommen. Die internationale Arbeitcrgesctzgebung wird einen wichtigen Platz im Bölkcrbund cirinekmen. Der Völkerbund wird den ein« zclncn Ländern nicht die Freiheit lassen, ihre Arbeits» bedrngungcn selbst festzusetzen. Die cebevsmittelschiffe. Geestemünde. 23. März. AIS erst? LebenSimttelschiffe sichren. wie Die„Weserzeituiig' berichtet, die Lloyddampser„Prinz Fried« rich Wilhelm" und.Zeppelin" am Tienbtag ab. In den nächsten Tagen folgen weitere Schisse..___ Bremen, 23. März. Die Bremer Seeleute, einschlieh» lieb der Offiziere, werden, wie der..Wer r'»rtgotrilt wird, am Montag morgen gemeinsam in c;»-'■mmluissj cirbgültig Beschluß über die Ausfahrr lv. Proteste und Srohv qe«. E. P. ES wird wieder stürmisch protestiert. ES wird wieder heftig gedroht. Osticbutz, Schlesierschntz, Saar-Hi'tf« heißen die Parolen, und in zahllosen Resolutionen wird be- teuert. daß soundsovielc tausend betitsche Männer und Fvaucn Gut und Blut und manches andere daransetzen würden, damit Danzig nicht den Polen zufalle, das Saar« gvbiet den Franzosen nicht zugesprochen werde, Ober- schlesien nicht an die Tschechen komme. Bon Eliaß»Lotb- ringen ist freilich nur noch flüchtig die Rede, und wenn noch gestern, als Hindenburgs und Lwdendorffs Sterne leuchteten, das„ganze deutsche Volk" vom Grafen Reventlow bis zum letzten Scheidemann geschworen hatte, daß es in die Loßreißuwg von Elsaß-Lothringen niemals willige» »verde, wenn ehedem auch nur der Gedanke einer Abtretung der Reichslande, an. Frankreich als Hoch- und Landesverrat galt, so ist es Heute davon ganz ruhig gaivorden. Unter den Demonstranten für die verschiedenen Schutze sehet', wir alle die alten Namen. Äi« aus der KrieMeit von den Bünden für offene oder versteckte Annexionen noch in deutlicher Erinnerung sind. Die neuesten Protest- kundgebungen werden deshalb auf die Alliierten WM nur geringen Eindruck machen. Sie werden sogen, daß die- senigen kein Reckst haben, über ihre Gewaltvolitik Bss« scheverdc zu führen, die beim Abschluß der Gewoltfrieden von Brest-Litows? und Bukarest mitgewirkt oder sie gut- geheißen haben. Selbst die Poradepscude der Protestanten. die Erzberger und Lechen, werden kaum erhebliche Syin- pachien bei der Entente erwecken kdnnen. Nun wird außerdem in einem Artikel! aus Stampfers Mcinungsfabnk der Entente mit der Unzufriedenheit der deutschen Arbeiter gedroht. Man wird sich erinnern, daß wahrend des Krieges Stampfer und die von ihm geistig geuährre Presse keineswegs sich gegen die Äriegspolitik der deutschen Regicrung gewendet haben, daß sie im Gegenteil wie die ganze Partei der Scheidemänner die getreuesleu Diener dieser Kriegspolitik geivesen sind. Wir brauchet? heute im einzelnen nicht nachzuiveisen, daß die deutsche Re- gierung, ganz gleich, ob sie unter der Firma Bethmann' Holltveg, Hertling oder Prinz Max ging, immer die gleiche Politik der Mackrtenveiterung, der Unterdrückung fremder Rationen, der Anwendung von Gewalt gegenüber den Schwächeren betrieb. In den Friedensichlüssen von Brest» Litowi? und Bukarest sind diese Prinzipien in die Tat um- gesetzt worden. Die Leute, die jetzt so lebhaft gegen die Gen'altpolitik'der Entente protestieren. Werl das Kriegs- glück sich gewendet und jetzt Deutschland darunter zu leiden hat. waren damals stille. Wer gegen die deutsche Politik der Gewalt während des Krieges protestierte, der wurde ins Gefängnis, ins Zuchthaus oder in den Schützengraben geschickt. Hat heute femond das Recht, sich über die Entente» Politik zu entrüsten, der während des Krieges der Scheide» mannschen Theorie von der Vcrrückung der Grenzpfähle gehuldigt hat? Ter von uns erwähnte Stampfer-Artikel schlägt aber noch lautere Töne an. Es heißt darin, wen» es nicht Z» Friedensverträgen mit der Entente auf der Grundlage „internationaler Weltgerechtigkeit" komme,„wenn nun der EntenteimperialiSmus Deutschland einen io schamlosen Raub- und Gewaltfrieden vorlegt, daß nicht einmal ein dürftiges Friedenspapier alten Stils zustande kommen kann, geschweige denn ein Friede von der Art, wie ihn die festen Geister aller Länder erträumten", dann werde Deutschland gezwungen sein, den Blick nach Rußland z» wenden und die„östliche Orientierung" würde in ver« änderter Form ihre. Wiederauserstebung � feiern. Deutschland winde die M e t h o d e n d e s Bolschewismus nachahmen müssen, es wäre gezwungen,„aus Gründen der ailswärtigen Politik mit der ganzeck revolutionären Energie, die es im Leibe hat. über die Landesgrenzcn hinauszudrängen". Wir glauben nicht, daß diese heroische Geste bei den Politikern der Entente großen Eindruck machet? wird, denn einmal kann vvn revolutionärer Energie bei den Scheidemännern wirklich nicht die Rede fein, und außer- dem beteuert der Artikel in seinen weiteren Absätzen, daß er es gar nicht so schlimm meine, eS solle ntrr den Gegnern Deutschlands rnn letzter- Stunde vor Augen gestellt werden. wie es bei uns koiiimon könne.' Man brauckst also nicht zu fürchten, daß die Schcidemänner futi'-piötz.lich zum Bolschewismus bekehrt hätten, und die AWerleit welchen diese: rtunflf firfkrtuh nickt herwn. yn der Tat ist ei so: wer seine äußere ebenso wie seine «Nnere Politik auf kapitalistischer Grundlage aufbaut und die sozialistischen Grundsätze in den Rauchfang schreibt, der ist gezwungen, alle Konsequenzen daraus w ziehen. Die Sowjetregierung konnte bei dem ilir von Teutschland auf- gezwungenen Friedensschluß den Vorbehalt machen, daß die koinmende proletarische Weltrevolution nachträglich� diesen Frieden ii er den Hausen werfen werde. Tie� Scheide- inann�Rcgicruug darf sich am allerwenigsten die Taktik der Sowsetrepublik beim Friedensschluß mit Deutschland jetzt zum Vorbild nehmen, und es wirkt geradezu lächerlich, den Bolschewismus vor der Entente als Schreckgespenst in dem- selben Augenblick aufzustellen, in dem Hindenburg seinen Feldzug gegen den Bolschewismus führt. Für die Unabhängig« Sozialdemokratie ist die Stelliiug in dieser Frage gan� klar. Sie darf ihre Auslandspolitik nicht auf kapitalistisch'lmperialistischer Grundlage aufbauen. sondern uc muß sich von den Interessen des internationale» Proletariats leiten lassen, die zugleich die Intcr- essen des deutschen Proletariats sind.— Unter den durch das Kriegsende aesckasfenen Verhält- nissen kann vorläufig die auswärtige Politik des deutschen Sozialismus nur nach Osten orientiert sein. Von den Segnungen des Völkerbundes, unter der Führung des anglo-amerikanischen Kapitals hat das deutsche Proletariat nichts zu erwarten. Wir müssen unsere Taktik in der answärtigen Politik auf den Wiederaufbau einer von sozialistischem, von revolutionärem Geist erfüllten Jnter- nationale einrichten. Und von diesem Standpunkt aus bekommt die Frage unserer Stellung zuiu Bolschewismus erst ihre wirkliche Lösung. Ganz gleich, wie man zur bolschewistischen Taktik steht, so ist als Tatsache festzustellen, daß bisher nur in Ruß- land der proletarische Wille das Staatswesen sowohl im Innern wie nach außen beherrscht. In den Ländern der Entente haben sich die sozialistischen Parteien durch ihre Kriegspolitik an der Mitbestimmung über die Gestaltung des Friedens selbst ausgeschaltet, wir können also nicht hosseu. daß in der nächsten Zeit ein wirksames Gegengewicht gegen die Gewaltpolitik des Entente-Jmperialismus durch die Macht des Proletariats in den Ländern der Alliierte» geschaffen wird. Nur die Verbindung mit Rußland gibt einem sozialistischen, aber nicht einem kapitalistischen Deutsch- land die Möglichkeit, die Raubpläne der Entente abzu- wehren und zugleich in den Ländern der Entente die g-eisti- gen Vorbedingungen für eine soziale Umwälzung z» schaffen. Nicht Proteste und Drohungen der kompromittierten Politiker tun also Teutschland not. sondern in der auS- wärtigcn Politik brauchen wir eine vollständige und griind- liebe Umkehr von den alten Wegen und den Beginn einer neuen, auf sozialistischen Grundsätzen ausgebauten Politik. Wie in der inneren Politik, so muß auch in der äußeren unsere Losung der Sozialismus sein. Tie Fortführung der kapitallstischen Auslandspolitik drängt uns immer mehr ins Elend der wirtschaftlichen und politischen Ohnmacht. * ■Ädjiilidje GedankcngSnge, wie Stampfer sie entwickelt, fin- den sich ncuerding» auch in der bürgerlichen Presse. To erklärt Herr Ternburg im �Vcrliner Tageblatt", daß, wenn die Entente Deutschland einen ihm ungünstigen Frieden auferleg', der Friede nicht unterzeichnet werden dürfe. Das KoalitionSmini- fterium müsse dann zurücktreten. Deutschland werde dem Bot. schewismuS keinen Widerstand mehr leisten und die Entente werde dann die Folgen zu tragen haben. t Wir möchtcn demgegenüber bemerken, daß ei uni. allerdings aus ganz anderen Gründen als Dernburg und Stampfer, drin- gend ndiig scheint, mit Rußland heute schon zum Frieden zu ge- langen, daß aber im übrigen die Herren sich täuschen, wenn sie meinen, daß wir ihre konfu» nationalistisch« Berzweif» lungZpoluik irgendwie unter st ützen würden. Wenn die Koalitionsregierung abtritt, so wird La» stet» zu begrüßen sein. Deshalb braucht aber Teutschland nicht auf den Weg einer der» zweifelten Abenteurerpolitik gedrängt zu werden. Lenin hat bekanntlich die NichtUnterzeichnung de» Frie- den» in Drest-Litowsk von Anfang an al» Fehler betrachtet und späier unter noch ungünstigeren Bedingungen Frieden mit »Deiilschland geschlossen. Seine Hoffnung war nicht der gewalt- same militärische Widerstand, sondern bat Kommen der so» z i« l e n Revolution, die die imperialistischen Frieden». schliisse vernichten würde. Auch wir erwarten bei der Lage de» > deutschen Volle» nicht» von einem neuen Krieg, der im Gegenteil die revolutionäre Entwicklung in den Weststaaten wieder auf. halt-in könnte. Sondern wir erwarten, daß die Fortschritte der Arbeiterklasse jeden Friedensschluß, der die demokratischen vrm» zipien verläßt, in naher Zeit annullieren würde. Die Herren täten gut, mit der nationalistischen Parole der Nichtuuterzeich. »uug de» Friedens nicht allzu unvorsichtig zu spie» len. Sie könnten sonst bald die Gefangenen diese» Gchlazworte» lverden. Wenn der Ententekapitalitmu» hören kann, so wird er auch ohne solche Drohungen oen Bogen nicht überspannen. Di« Mißerfolge seiner Politik in den östlichen Kleinstaaten sprechen ja eine genügend deutliche Sprache. Will er nicht hören, so wird er fühlen müssen, denn die Erstarkung der Arbeiterbewegung wird ihm da» nötige Berständni» beibringen. Voraussetzung dazu ist allerding«, daß die deutsche Arbeiter, chaft nicht länger den SoziakiSmu« diskreditiere n läßt durch die innere und äußere Politik der heutigen Regierung. Tiefe hindert den Fortsch.itt de» Sozialitmu» in Deutschland, damit aber auch in den großen Staaten der Entente, und trägt somit die Hauptschuld an den ungünstigen Bedingungen, die der Eutcutc-LlapitaliSmuI heute noch stellt. SttiZßendemonMonen. Im Sportpalast und im Zlrku» Busch fanden am Sonntag stormittog Protcslvcrsammluugen statt, dir sich gegen die L«»> trennung deutscher Gebiet««endeten. Im Anschluß daran degab sich ein Teil der Besucher in geschlossenen Zügen znm NeichSkanzlrrpalai» ta der Wilbclmstraße. Diese Straße«. demonstrationrn waren von der bürgerlichen Brest« vorher «»ge kündigt worden und fände» mit«isten und unter Billigung der ilieichdreglernng statt, in der«» Namen der Minister Schiffer dl« Demanstrantr»«lt etaer M« sprach« beglückt� Wir habe« gegen diese Straßendemonstratlone« natürlich nichts einzuwenden. Aber e» ist drch sehr bezeichnend, daß in einem Augenblick, tn arm orr Belagerungszustand herrscht und Demonstrationen verbietet und in dem nicht nur Demonstrationen von Arbeitern, sondern öffentliche. ja sogar geschlossene Versammlungen mit Gewalt zu ver- hindern gesucht werden, Demonstrationen von bür- g e r l i ch« r Seite durch die Regierung gefördert werden. Ist das der Zweck de» BelagcrungSjustande»? Arbeiter find demnach auch unter der„sozialistischen" Regierung minderen Rechts. Unbekümmert um den Belage- rungszustand kann das Bürgertum alle seine vokitischcn Ziele verfolgen, während der Arbcüerschast durch den Belagrrungszu- stund das BerfammlnngSrecht weitgehend beschnitten wird. Wir fordern die sostrtige Aushebung de» Belagerungszustandes, dessen Berhängung und Weltervcstefen nur im Inlereffe der von der Regierung unterstl'utcn Vlilitaristen li-�t. die gegenwärtig stär- ker als je ihr: dunklen Ziele zu verwirklichen trachten. Sie unfari'che Revolution. D?lchffge Beschlüsse. Budapest,?Z. März. Da» Ungarische Telegr.-Korr.» Bureau meldet: Der Revolutionäres Regierende Rat hielt Sonnabend unter dem Borfih von Alexander Gnrbai seine erste Sitzung ab, in welcher folgende wichtiger« Br- s ch l ü s s r gefaßt wurden: «bschasfnng von Ranz und Titeln, Trennung von Kirche und Staat, Abschaffung aller Zwangssteuern für kirchliche und kon» festionellr Zwecke. Gleichzeitig wurden die Bolkskommissare für Unterricht, Ackerbau und Finanzen angewiesen, zur Erledigung der hiermit zusammenhängenden Fragen eine Verordnung au». zuarbeiten. Der Revolutionäre Regierende Rat entsandte eine Fünfer-Uommisfion zum Zwecke der Vorbereitung der Wahlen der Arb:Itcr-, Soldaten, und Bauernräte. Ter(Hat beschloß, sämtliche RegierungSkommissare zu entheben, und fordert die Ar- belterrate aus, überall dreigliederige Direktorien zu wählen» welche die Geschäfte der bisherigen Rezicrungskommissare zu ver. sehen haben. Ter Revolutionäre Regierende Rat wird aus Laienrichtern bestehende NevolutionSgerichte bilden. Ter erste Rcvolutionsgerlchtshof mit dem Sitze in Budapest wurde sofort errichtet. Der Revolutionäre Ncgiereüdr Rat wie» die Volks- k-mmissare an, Vorschlüge über die Sozialisierung der Häuser und Betriebe binnen kürzester Zeit dem R-te vorzulegen. Ter Rat beschloß die Sozialisierung der«n Privateigentum besind. Ilchen«unstschäye von Museumswert, glelchzeltl, wurden dt« Volkskommissare für Unterricht angewiesen, einen Vorschlag zu unterbreiten, auf welche Weise die Theater«n den Dienst der Proletarierkultnr ,u stellen und für die Massen zugänglich ,n machen sein werben. Sämtliche Zeitungeu werte« verpflichtet, amtlich« Verordnung«» de» Revoluiionärea Negierenden Rate» an leitender Stelle zu veröfseutlichen. Der Revolutionäre Regierende »tat hat den Wiener Gesandte» O»kar Eharmant abberusen und an dessen Stell««lexiu» volger«um politischen und«ndor Feaqö zu««irtschastllchen Bevollmächtigten ernannt. Besehung der Banken. Budapest, 23. Man. Die revolutionäre Reaieruna er- nannte drei V o l k S k o ni m i s s a r e für die S a u p t- stedt Budapest. Bürpermeister und Ma-aistrat boten ihre Entwssunp an. wurden aber ersucht, anf dem Posten zu verbleiben. Ebenso wurden die Leiter und An-aestellten aller Aemter, Betriebe und Schulen Budapest? aikfaesordert, bi» auf weiteres auf ihren Plätzen zu verhleiben. Ten Blättern zufolpe wurden sämtliche Geldinstitute Budapests heut« militärisch besetzt. Budapest, 23. März. fUnyarisch«» Teiear.-Korr.- Bureau.) Sonnabend vormittaa haben Truppen deS Sladtkonimandos infolqe eines Mißverständnisses eimae Banken besetzt und die Beamten nach Hause peschickt. In- folqedesicn konnten mchrcre Fabriken ihren Arbeitern den Lohn nicht auszahlen. Ter Votks-kommissar für Finanzen hat soiort die Aufhebung dieser Verfügung angeordnet. Die ansqcbl-iebcne Lohnzahlung findet am Montag statt, w daß die Arbeiter kernen Anlaß zur Beunruhigung haben. Die ungarische Presse zum Umsturz. Budapest, 23. März.(Ungarische» Telegr. Korresp.-Bureau.j Di« gssamt« ungarische Presse ohne Unterschied der Parle! begrüßt tu» neu« Regime. In einer Besprechung der neuen Ordnung schreibt»Pelti Hirlop": Ohne einen Tropfen Blut zu ver» gießen, hat die ungarische Proletorirrdiktatur die Staalsg.'watl übernommen. In unserem neuen Freiheitskampfe gereicht diese Uebernahm« der Siaat»gewalt ohne jedwede» Blutvergießen zu wicht geringem Ruhm. .Vi lag' schreibt: Mit stiller Defangrr.helt blicken- wir aus sene Männer, welche da» Schicksal dazu bestimm!«, die Leitung de» Geschicke» Ungarn« in die Hand zu nehmen. Durch ein« be- sondere Fügung vertreten sie«ine Prolctarierrevolution, welche gleichzeitig eine national« Revolution Ist. Hanptsächtich dieser Ilmstand hat den Widerstand gleich null gemacht. Andcrerseit» ist ihnen die Tienstbereitschaft aller Gesellschaftsklassen gesichert. welche sich ein« Prolctarierrevolution sonst nur schwer hätte schaffen können. In ähnlichem Sinne schreibt.A lkot m a n tz". welche» au». führt: Die Pariser Not« machte e» unzweifelhaft, daß auf dieser Grundlage Ungarn kein lebenisähiger Staat bleiben kann und daß bloß eine Proletarierdiktatur, welch« auf internationaler Grundlage steht, da» EtaalSlcben zu retten vermag. So he» gegnete sich da» soziale Interesse mit dem nationalen. »A z U j s a g' schreibt:-.Wa» un» mit der Neuordnung voll- äSudig aussöhnt, ist da» Bewußtsein, daß wir auf Grund der bisherigen Ordnung ohnehin nicht hätten bestehen können. Tie Kommunisten begegnen sich mit den Rationalisten tn dem Em» ichluß, unseren Boden niemandem abzutreten. »Budapesti Hirlap' schreibt: Ter KommuniSmu». dessen rote Flagge in Zukunft da» gesellschaftliche, politisch« und wirtschaftliche Leben Ungarn» führt, ist bei weitem nicht jener Dämon, für welchen er irrtümlich angesehen wurde. Da» Ziel ist der Aufbau einer neuen Ordnung, einer neue» geistigen und materiellen Struktur. .N-c p s z a v a' schreibt: Nicht die territoriale Integrität, auch nicht da» sogenannte Prinzip dcr LolkSiittrgrität ist dcr Grund, welckier da» ungarikche Proletariat gegen jede» ihm wider- streitende Beginnen in Reih und Glied stellt, sondern die heilige Einheit de» Proletarierintcressc«. »Pesti Napio' febuifet; Hintersistig« Eroberer baden unsere Fahne in den Schmutz getreten. Zwei Farben unjcrer triUdatA. weiche unser Bürgertum bedeuten» hoben st« ab. gewiesen. Bloß die rote Farbe bleibt, die Farbe jede» freie» und > oahren Menschen. Heute ist die rote Fahne die ungarische. Der.Pest er Lloyd' bespricht eingehend die Wirkung dcr Proletarierdiktatur in Ungarn auf Frankreich und England und führt au?: In der Luft, die vom zornigen Rufe der ungarischen Sturmglocke zittert, sckwingen die Vorzeichen eines End-bet-ens. das sich vom Uro! bi» zur Themse erstreckt. Tie iw>----?ische Räte- rcpn-blik ist eine Etappe auf dem Ero-ßmingSweg. sVomTm»- »ismus, der nach dem Westen führt. Aeußeruirgen der Wiener Presse. Wien, 22. März.(Meldung de« Wiener Tel.-Korr.-Bureaus., Fast sämtliche Blätter erbl'cken in d:n Borgänaen in Ungarn eine» Verzweiflungsakt des in der Ausübung seines Sclb'ibestimmungs- rechtes behinderten, in seinen Hoffnungen auf die Gerechtigkeit der Pariser Konferenz enttäuschten ungarischen Volkes Ebenso wie das russische Volk, wclck)es den Frieden wollte, dem aber die Entente weiterzukämpfen gebot, sich aus Verzweiflung dem Bolschewismus in die Arme warf, ist auch in Ungarn der Sieg des Kommunismus nur die Folge der Verzweiflung des von Natur aus konservativen Volkes Das unzari-me Volk ersehnte einen gerechten Frieden, wurde aber durch die Verletzung seines Nalionalgefühls. wie sie die neueste Mahregel der Besetzung kern- ungarischer Landesgeb'ele rnU Hilfe tschechischer, rumänischer und serbischer Truppen darstellt, wodurch die fruchtbarsten und an Kohlen reichsten Geg nben Ungarn« in fremdem Besitz übergehen. von den radikalsten Strömungen fortgerissen. Nur so ist es zu erklären, daß der bol'chewistischen kleinen Minderheit in Ungarn »uumebr die landwirtschaftlichen, ja sogar die bürgerlichen Klasse» Gefolgschaft leisten. Die Bcrzänge tn Ungarn müßten kür die Staatsmänner in Pari? eine letzte Mahnung sein, nicht auch Deutschland in den Bolschewismus hineinzutreiben, womit der Damm durchstoßen würde, der die nach dem westlichen Europe flutende bolschewistische Woge noch aufhält. Z>e«)'lh'«nlis Eplmililarifiecunz. Amsterdam, 22. März. Der Korrespondenz der„United Preß" erfährt von sehr gut unterrichteter Seite, daß der Zehner. rat folgende militärischen und maritimen Bedin- gungen, die Deutschland auferlegt werden sollen, endgültig angenommen hat: Di« deutsche Armee soll aus höchsten» sieben Divisionen Infanterie und drei Divi- sionen Kavallerie, zusammen 100 000 Mann, b.st-hen. Da» Offizierlorps darf 1000 nicht übersteige». In den verschiede- neu Kriegtmini-stcrien dürfen nicht mehr al» 300 Offizier« und ein Zehntel der Zivilbeamten vom Jahre 1913 beschäftizt werden. Die Kriegsschule des Generalstabs und ähnliche E-inrichtungen werten abgeschafft. E» wird nur ein« Militärschül« zur Heran» bi-ldung von Offizieren aller Tienstzweige gestattet. Bete» ranenvereine, Turnvereine und ander« Orga« nikationen, in denen militärische Uebungen abgehalten werden, sind verboten. Alle F e st u n- gen innerhalb einer Streck« von IS Meilen vom Rhein Verden geschleift. Neue Werk« dürfen nicht angelegt werden. Die Kavallerie verfügt über 18 000 Karabiner. SS schwere Mdschinen- geweher« und SS Feldgeschütz«. Schwer« Artillerie ist verbot«». Mumtionvvorrät« werten auf da» äußerst« b«. schränkt werden. Die Lage der Munitionsdepots muß bltkanntgege-ben werten. Di« Alliierten behalten sich ha» Recht vor. die Zahl der Munitionsfabriken zu beschränken. Da» übet die festgesetzte Menge hinausgehende Kriegsmaterial muf de» Alltirrten auSgelie'ert werden. Einfuhr und Ap»jizht-�z von Kriegsmaterial mit Einschluß von Stickgasen. VtvltWjgDßstjim und Tanks ist verboten. Tie Marine darf aus sechs Schlachtschiff«»'? der»Teutschland", oder»Lothringen'-Klasse, sechs leichten Kreu. zern, zwölf Zerstörern und zwölf Taxpedobooien bestehen. Für Panzecschisse wird al» größter Tonnengehalt 10 000. für leichte Kreuzer 6000 Tonnen; für Zerstörer 300 Tonnen, für Torpedo. boote 200 Tonnen bestimmt. Schlachtschiffe oder Kreuzer dürlen erst dann ersetzt werden, wenn sie 20 Jahre alt sind, Torpedo» boote, wenn sie 1b Jahre alt sind. Da» Personal der Marin« wird auf ISO 0 0 Mann mit Einschluß von ISOO Osfizieren b»- schränkt. Alle Hilfskreuzer, die abgerüstet werden können, wer» den Handelsschiffe, alle U.Boote müssen ausgeliefert werden. Bau von neuen U.Booten ist verboten. Tie Befestt. gungen, die die Zugänge zur Ostsee beherrschen, werden g e. schleift, die Benutzung stärkerer drahtkoser Stationen für militärische, maritime und politische Zweck« ist ohne Zustimmung der Alliie.ten nicht gestattet. Militärisch« und maritim« Luft. fahrzeuge sind nicht gestattet außer 100 Wasserflugzeugen bi» zum 1. Okober zur Vernichtung von Minen. Fingplätze innerhald 93 Meilen östlich de» Rhein» oder 93 Meilen westlich der Ostgrenze oder 93 Meilen von der italienisch tschecho-slowali» schen Grenze sind nicht gestaltet. FassZ die Angaben der„Nn!ted Preß" zutreffen, wurde dem deutschen Militarismus mit dem Abschluß des Friedens endgültig da» Genick gebr'ochen fein. Biel Unheil Ware der Welt erspart geb'ieben, wenn das dcutsche Volk auS eigener Kraft schon früher diesen Schritt unternommen hätte. Jetzt wiid die Entwaffnung von dem übermächtigen Sieger diktiert, in einer Form, die bei dem oder jenen, das nationale Empfinden verletzen könnte. Aber diese Form darf nicht die Tatsache vergessen lassen, daß die Entmilitari'ierung Teutschlands ein historisch notwendiger Schritt ist, sowohl für die Sicherung deS Weltfriedens wie für die soziale uno poli-ische Entwicklung des deutschen Volkes. Die Me ln Encsm d. Ter Beschluß de»»Treib, mdeS". der Vereinigung de. Gm'crkschaften der Eisenbahner. Bergarbeiter und TranZ. vortarbeiter, durch einen Unterausschuß die abgebrochenen Verhandlungen mit den Eisenbahngtsellschasten wieder aufzunehmen, sowie die Aufforderung an die Eisenbahner an derArbeitzu blnben, bat eine Entspannung dcr Lage hervorgerufen. Ein Ncutcrtclearamm befagt: Amsterdam, 22. März. Einem Rciitertesegramm zufolge sehen englischc Blätter verick'i.h.ncr Richtlingen die drotjende Krise in der englischen Industrie al» über. wunden an.»Time»' schreibt, daß man die Schwierig» keilen unter den Bergarbeitern und Tra»»portorbeitern al« so gut wie beigelegt ansehen könne und daß nur noch die Eisenbahner in feindlicher Haltung beharricn. Die radikalen»T o> ty N e.w»' schrci-ben. daß dcr Beschluß dc» „Dreibünde»' die unmittelbare Äesahr. die da» ganze Land bc- Srvkt habe, behob«. Die Arbeiter hätten gezeigt, daß st« weit« blickend sein könnten, und erkannt, daß man einen Fehler begehe, wenn man anderen ein große» Unrecht antue, um dadurch nur ei» geringe- Recht, st. sich ,*. Konsetenz der Gememdeverkeler der ll. S. V. T. Groß- Berlin. Di« neii-gewäblten G?n,«indev?rtrelcr unser� Partei h:«l> en gestern ihre crite ÄuSsprache ab. Der Sitzungssaal d:S Berts»-? Rathauses war dicht besetzt. KS Orte waren durch 180 Ge- »offeu vertreten. Nachdem Genosse Rosen seid zum Vorsitzenden, Kunst- « r � Neukölln zum Beisitzer und Weise» Berlin zum Schrift- Lhrcr gewählt waren, hielt Genosse Dr. Wehl das erste Ne- era: über »Die kommunale« Lngelegenheiien Gross-BerlinS". in vielen Gemeinden Groh-Berlin», führte er aui, g�Ite es e»:, vositive Arbeil nach unseren sozialistischen Grundsätzen zu «ist«». Im Hinblick auf die Folgen deS Krieges sei dies besonders schwierig. Die auf uns lastende grohe Verantwortung verde noch erhöht durch die vielen neuen Kraft«, die fich nun- nehr auf kommunalem Gebiet« zu betätigen haben. Ter Kch.uierigkeiten würden wir nur Herr werden, wenn wir alle nach «nhoiilichen Richtlinien einem gemeinsamen Ziele zustreben. Das erste wichtige Problem, daS sich uns aufdrängt, sei dir Frage der Schaffung eine» Aroh-Berlins. Darüber werde die R.gierung in den nächsten Tagen dem preubisiheu Landtag einen Gesetzentwurf vorlegen, der uns aber wenig Freude bereiten dürste. Es bestehe die Absicht, nur die in einer Entfernung- von 10 Kilometer von Berlin liegenden Orte zu dereiiren und iiisbesondere die finanziell kräftigen westlichen Vor- orte von der Heranziehung zum Lastenausgleich auszufchliege». Demgegenüber«nüssen wir verlangen, dast die Vorschläge, auf die sich alle V.rtreter der Gemeinden und auch die Regierung im November geeinigt halten, durchgeführt werden. Ss m«s> se» alle ihrer wirtichaftlichen Struktur nach in Frage kommende» Orte, die in einer Entfernung von etwa 20 Kilometer von Ber- An liegen, zu einem Grotz-Berliner Verbände zusammengefassi werden. Eine solche Zentralisation mit der durch di« örtlichen Eigenheiten bedingten Dezentralisation sei unbrdingl notwendig. wenn auf den Gebieten des Verkehrswesens, der Gesundheitspflege, des Ernährungstvcseni und der übrigen kommunale» ArdeitSzwcige eine ersprießliche Tätigkeit nach sozialistischen Grundsätzen entfaltet werden wll. Die Macht der sozialistischen Gemeinden werden eiiigeengl und teils illusorisch gemacht durch die Existeuz der bürgerlichen Tk a g s st r a t S- und G e m e i n d« v o r st ä n d e, zu deren Auslösung die Regierung sich nicht entschließen kann. AuS finanziellen Gründen sei es rotsam. hie besoldeten Magistrats. Mitglieder ohne weiteres nicht zu beseitigen. Zunächst müsse bei den unbesoldete» Mitgliedern der Magistrate und Gemeinde- Vorstände begonnen werden. Sie seien mi» Hilfe der in den cin- seinen Fällen erforderlichen Mittel zum Rücktritt zu bewege» Prinzipiell stehen wir natürlich auf dem Bode» des Ei»- k a m m e r- Svitems, es wäre sehr wohl möglich, die Exekutive einem Ausschuß zu überiragen. der aus der Gemeindevertretung hervorgegangen ist. Di« Frag« der Aufwandsentschädigung bedürfe einer einheitlichen Regelung. Sie müsse sich in bescheidene» Grenzen halten. Auch die freie Benutzung der Verkehrsmittel, Straßenbohnen usw., durch die Gemeindevertreter sei erforderlich, wenn sie ihr Am: korrekt ausführen. Die von den Gemeinden anzustrebende Kommunalifie- rung gewisser Industriezweige, wofür das von der Sozialisic- rungSkommission geschossene Rahmengesetz Hinweise enthalt, er» fordere ein einheitliche» vergehen. Sozialismus läßt sich nur im jstoßcn, nicht im kleinen betreiben. Zweifellos würden in tlelnjtren Gemeinden bestimmte Fragen leichter zu regeln fein, als i» großen Stödien. Ein Erfolg auf diesem Geb et? sei aber nur zu erzielen, wenn nach einbeulichen Gesichtspunkten vorgegangen werde. Darum fei hie Schaffung einer Zentrale, die benimmte Richtlinien herausgebe, wünschenswert. Wir müssen mitiKÜhNheit und Energie, aber auch mit ber nötigen Einsicht und Vorsicht an die Lösung der kommunalen Probleme herangehen. (Lebbaswr Beifall.1 Darauf referierte an Stelle de» verhinderten Genosse» Richard Müller Genosse Maltzahn über Tie Aufgabe» der kommunalen Arbeiterröte. Unbedingt müssen die kommunalen Arbciter'räte erhalten iueitbon. be'anders, wenn die Beseitigung der Magistrate und Ge- weintevorsiände erstrebt werden solle. Die Arbeitmäle habe» bereits einen tieferen Einblick in die Tätigkeit dieser Körper- tchaflcn erhalten. Tie Acolmunalisierung sei besonder» auf dem Gebiete des ErnogrongSwesens notwendig. Die vop de» Gewerksckafttzn ange- »rebte Kontingentierung deS Mehl», um die arbeitslosen Bäcker beschäftigen zu können, habe zu einer Erhöhung de« Brotpreises um 9 Pf. geführt �Widerspruch des Genossen Wurmi und die AuS. Nutzung de» maschinellen Betrieb» der Konsumbäckerei in Frage «rstelll. In der den beiden Referaten folgenden sehr auSgieblge» Diskussion wurde übereinstimmend die Schaffung einer Zen-ralstelte verlangt, di« den Gemeindevcrlreteri, zu jeder Zeil Auskunft erteilt. Ebenso wurde die Herausgabe eine» Wochenblattes und einschlägiger Literatur ge- fordert. Verschiedentlich wurde gegrn daS vom Zentralrat heran». gegebene Wahlreglement protestiert, da» als eine Sabotage de» Rätesysicm» bezeichiiet wurde. Die Redner sprachen sich sämtlich für die Erhaltung der kommunalen Arbeiter« täte au». Tie Haltung der Re-chtSsozialistxn ihnen gcgenübei wurs? al» nnzudcrläsfig bezeichnet. In Stralau, berichtete Genosse Pfeiffer, haben hie Nech!S>'sz!aIi>ten in der Gemeindevertretung den Antrag«inge- bracht, daß der Arkeiwrrat von der Teilnahme an den Litzunae» ous-uschl'eßen fei. S i e v e r S» Neukölln befürwortete, d« Wahlen zu den Arbei. erröten berulsweif« vorzunehmen und bedauert«, daß die kommunalen Aibeiterrät« auf dem Rätekongreß nich ver're'en ftien. Auch die Schaffung einer Zentralstelle für die kommunalen Arbeiterräte sei erforderlich. In Neu- -ölln labe der Kommandeur der Repierungstruppen den Arbeiter- rat aulgeläsi. Der Zentralrat habe zwar dagegen protestiert. aber ftit vierzehn Tagen sei c< ihm nicht möglich. Noske zu einer Stellungnahme zu gewinnen, trotzdem der Vnrgermeister von Reukälln die Wiederein'etzung de» AvbeiterrateS gefordert habe Llwi alle Anfragen de» Zentralrats erklärte der Adjutant NoSkc» �aß Noske nich: zu sprechen sei. lZuruf: Tr ist der Gefangene der MilitäiS!) Genosse Wurm ging auf die Frage der Sizialislerna« näher ein. Es käme nicht darauf an. kapItalistisch-fiSkalisch« Be« triebe zu schaffen, die auk die Bevölkerung wie� eiste indirekte Steucrquclle wirken. E» werde nicht überoll möglich seln, �so- »ialisierte Betriebe zu einer Einnahmequelle zu machen. Die«o. »ialistcrung habe die Auigabc. die zersplitterten ProduklionSkraft« zusammenzufassen, um so mit Hilfe der Anwendung der Technik die Produktion ergiebiger zu gestalten und die Arbeiter von der Last der Arbeit zu befreien. Nur mit Hilfe ber Arbclterr-ste könne die Srbeii»fr«udinteit der Arbeiter geweckt werden. Die Arbe,'.-rrSt« müssen in die Verfassung verankert werben uns die Kont»->llc und Verwaltung der Betriebe ausüben Tie Gemeinden feien der ohnmächtig, wenn sie nicht vom Reich und Staat Hilf« erhalten. B'Shcr waren sie nur ausführende Organe de» Staate». Da« SelbstverwaltungSrecht der Gemeinden besteh« faktisch nicht. Solle dl« Gemeinde im sozialistische» Geiste wirken, so müsse ein entsprechende» S»aat»gcsetz geschaffen werden, von der gegen- völligen Regierung fei die» nicht zu erwarten. Di« Entschädmuna an die der kommunalifie" l. müsse sich i.cch dem gegenwärtigen Gewinn rich.sn. Besonders notwendig fei die Sozialisierung der Lebensmittclerzeugung und-Versorgung. Die Schaffung maschineller Großbetriebe stoße aber gegenwärtig aus Schwierigkeiten, da Maschinen jetzt nicht zu haben seien. In- folgedesscn konnte man auch die Großbäckereien Berlins nicht aus. bauen. To sie aber nur cin Drittel der erforderlichei, Brotmenge bernellen können, mußte mit den Klcinbäckereien gerechnet werden. Di« Verteuerung des Brotes beruhe nicht aus der Beschäfligung der arbeitslosen Bäcker, sondern auf der Erhöhung der Pro- dilktionSkosten. Rur durch die Anwendung der besten technischen Errungenschaften können wir di« Produktion in Zukunft der- billigen.. ES werde un» schwer fallen, die für die Kommunalarbeit erforderlichen Kräfte auk der Arbeitersckmft zu gewinnen, da die Tätigkeit ehrenamtlich ist Deswegen sei alles Blendwerk, was über den Ausbau und die Demoftotisiening der Gemeinden geredet und geschrieben werde, solang« die kommunale Tätigkeit chrcnamtlich ist. sLebhafle Zustimmung.) DaS Ehrenamt ist ein Privileg des Besitzes'Erneute Zustimmung.), Der Geietzent- ivnrf über dw Kommunalisierung ist nichts als ein schöne» Pro- grami», das ohne die erforderlichen Reichs« und StaatSgesetzc undurchführbar b'eibtn muß Wenn man die Gemeinden soziali- sicren wolle, müßten noch zuerst im Reich und Staat di« politische Macht erobert werden. sLebhafter Beiiall.) Im ähnlichen Sinne äußerte sick Genosse Leid- Berlin, der insbesondere forderte, dasi für die Enteignung, das Schul- und Steuerwesen den Gemeinden besondere Rechte verliehen werden. Redner empfahl die Veranstaltung von Konferenzen zur Durch- bildung der Gemeind'Vertreter. Tr. R o, e n se' d- teilte mit, daß die Regierung, die nicht daran denke, die nach dem KlassenwaHlreckst gebildeten Magssi rate auszulösen, die aus Grund dcL neuen Wahlrechts geb'ldete Stadl- verordneienvcrsammluiig in Halle aber aufgelöst habe. sHärtt hört!) Dr. R o s e n f e l d beantr.tgte folgende Resolution: »Die Konferenz der aus dem Boden der U. S. P. D. stehen- den Siadtverordneten und Geme'mdevertreter aller Gemeinden Groß-Berlin» fordert die preußische Regierung auf. schleunigst dafür Sorge zu tragen daß die kommunale Zersplitterung Groß-BerlinS beseitig! und unter Einführung de? Einkammer» shstems ein einheitlich?? Groß-Berlin geschaffen wird. Die Konferenz ist der Ausfassung, daß die kommunalen Aroeiterrät« auch nach den Wahlen bestehen bleiben müssen. Die Befugnisse der kommunalen Arbeiter röte müssen in der Städte, und Landgemeindeordniing festgelegt werden. Die Konferenz fordert, daß in allen Gemeinden Groß- Berlin» der 1. Mai als Feiertag anerkannt wird.' Dies« Entschließung wurde einst'mmig angenommen. Es wurde dann beschlossen, ein« Kommission, bestehend ans fünf Vertretern von Berlin und je zwei Vertretern der Kreise Teltow und Niederbarnim sowie Spandau-Lsthavelland einzu- setzen, die Richtlinien für di« Tat gkelt der Geme'ndcvertreler nnd Vorschläge für die Organisa ion der Groß-Berlincr Ge- meindevert reter unserer Partei ausarbeiten soll. Sie sollen der nächsten Bersamniiutv unterbreitet werden. In die Kommission wurden gewählt für Kreis Teltow de Genossen Vogtherr- Lichterfelde und Dr. H e r tz- Charlot enburg. für Niederbarnim K u b i g- Pankow und Frenze!- FrkdrichSftlde. für Span- dau-Osthcwelkand D o l i b» i«- HemiigSdorf und Auth-Span- bau. Di« Berliner Vertreter werden von den Berliner Gemeinde- verlottern entsandt. Die Holzarbeiter rechnen ab. Die außerordentlich« Generalversammlung der Berliner OrtSverwaltung de» Deutschen Holzarbeilerverbande». die zuui Freitag nach den Kaiserhollen am Morchplatz einberufen worden war. um zum verbandStag nnd Gewerkschaftskongreß Stellung zu nehmen, gestaltete sich zu tiner gründlichen Abrechnung mit der herrschenden Politik der Gewerkschaftsführer. Siegle, der Redner dcr Opposition, hielt eine länzere, fast einstündige Anklagerede gegen die GcwerkschoftSpolitik. Er entrollte das Sündenregister der Gewerkschaftsführer, von der Bewilligung der Kr!eg»kreditc b'S zur Abwürgung de» letzten Generalstreik». Von dem Geist der Revolution feien die Gewerkschaftsführer völlig unberührt zeblleben. Durch die Schaffung der Arbeitsgemei»- schaften streben sie in Konsequenz ihrer KriegSpolilik eine Har- monie der Klassen an. während doch da» Proletariat fein Ziel, den Sozialismus, nur im Kampfe gegen di« Kapitalistenklasse erreichen könne. Die Gewerkschaften als solche könnten in der ilebergangS�eit her Ablösung der kapitalistrschen Wirtschast durch den Sozialismus gewiß Nützliches leisten; aber nur, wenn sie sich auf dem Boden de» Klassenkamps«.» bewegen. Ter Redner wandte sich unter lebhafter Zustimmung besonder» gegen den .Vorwärts', der die Arbeiterinteressen nicht vertrete, und geg.'» da« Verhalten RoSke», welchem.Arbeiter' eS vorbehalten blieb. da» vor dem Kriege von den Kapitalisten ersehnte ZuchthauSgesetz für die Arbeiterschaft zu schaffen. Redner wie» auf die Bedeu- lung der Arbeiterrät« hin nnd legte im Auftrage einer Reihe Kollegen ein« länzere Resolution vor. Diese weiidet sich gegen die verhängnisvolle KriegSpolttik, die nur mcgliq wurde, weil die Führer der sozialdemokratischen Partei und der Geivertschaften den Boden de« Klassenkampfe» verlassen, den Burgfrieden mit der Bourgeoisie geschlossen und die Arbeiter durch unwahre Behaup, tungen zum Durchhalten aufgefotdert haben. Tie Resolution protestiert gegen das HilfSdienstgesetz und den Beitritt der Ge> werkschaften zu dem annexionistischen.volkSbund für Freiheit »nd Vaterland' und gegen die G'ündung der»rbeitSgemcMschaft der Unternehmerverbändc mie den Gewerkschaftsführern. Sir fordert weiter den konsequenten Ausbau des Räteshstein» bis zur Konstituierung eine» deutschen Rätepocloments. Da» zu« samiuengebrocheii« Wirtschaftsleben Deutschland» aufzubauen, könne nur di» Werk der«rbeiterräte sein. Die bisherige Hat. tung der Gewerkschaftsführer zeige, daß diese Hindernisse aus dem Wege der sozialistischen Entwicklung feien. E» gell« daher, die Gewerkschaften au» Instrumenten der GewerlschastSbureaii- kratie und Gewerkscbafisdemagogon zu Instrumenten des Klassenkampfes zu mach n. Zum Schluß heißt es dann; .D e Generalkommission der Gcwerk'chaiten Deutschlands hat diese arbeiterfeindliche Kricgspolitih offiziell betrieben. Die Berliner Gewerkschaftstoinmissioii, der vorstand de» Deut- scheu Holzarbeiter-Verbande». sein Organ, die»Holzarbeiter- Zeitung',„nd nicht zuletzt die Verwaltung der Zahlstelle Ber- lin haben diese Politik nicht nur gebilligt, sondern sogar i» Wort und Schrift gefördert Die Gencralvcrjam nlung der Holzarbeiter Groß. Berlins verurteilt deshalb auf» schärf st« die Haltung dieser Körperschaften während und nach dem Krieg. Sie erbückt darin«inen Miß. brauch de? in' sie gesetzte» Vertrauens, e nen glatten Verro an den heiligsten Interessen der Arbeiterklasse, eine Preisgabe der Grundsätze de» Sozialismus. Sie entzieht ihnen jede» Vertrauen und verlangt: 1. vom Gewerkschaftskongreß ») Beseitiqung dir Gencrolkommission. b) Ruckführung der Gewerkschaften auf den Boden de» Klassenkampfe«. «) Aufhebung der Arbeitsgemeinschaften mit den Unter- n#&m*rMriMnh#a? 2. vom Perbandstag a) Nichtwiederwahl derjenizen Vorstanbsmitfllikider»nd Gauvorsteber die auf dem Boden der Politssk der Generalkommission stehen, d) Abberufung deS Redakteurs der»Holzarbeiter- Zeitung". c) Aufhebung dcr Arbeitsgemeinschaften mit dem Arbeitgeber-Schutzverband; 3. fordert sie die oppositionellen Elemente der Berkiner Ge- werkschaften auf. eifrigst die Absetzung derjenigen Mit- alieder de- GewerkschostSkommission zu betreiben, welche sich zu Mitschuldigen dieser Kriegspolitik gemacht haben.' Schade wand!« sich oegen den in der Resolution erhobenen Vorwurf, daß die ÖrtSverwaliv ig die offizielle Gewerkschaftspolitik unterstützt habe. Die Verwaltung habe gemäß des Be- schlussev einer Generalversammlung de« Jahres 1916 sich einer Einmiscbung in die politischen Strömungen enthalten. Und daß die Kollezenschaft mit dieser Tätigkeit einverstanden war, b«! Iveise die Wieferwabl der Beamten, f Widerspruch.) Die Per- ivaltung habe sich auch nicht an den Burgfrieden gehalten. fWidcripruch.) ES seien verschiedene Streiks geführt worden. > Zuruf: Abgewürgt habt Ihr sie.) Die Verwaltung habe nicht? gegen die �Aroeiterräie. Sowohl gezen das Hilfsdienstgesetz wie auch gegen den Anschluß der Geweekschasten an den VolkSbund für Freiheit und Vaterland habe seinerzeit die Generatversamm- lung Protest eingelegt. K l e v erwiderte dem Vorredner, daß die Lohnbewegungen durch den Druck der Kollegen entstanden'seien; die Beamte» mußten erst dazu getrieben werden. sLebhost« Zustimmung.) Redner wie« noch auf das Treiben der NoSiegarde hin. Darauf»ahm G l o ck.e das Wart. Die Verwaltung habe auch während"es Krieges den Boden des Klassenkampfes ein- --ehalten.(Widerspruch.) Ich stehe 3S Jahre an der Spitz« der Bewegung fStürmische Zurufe: Leider!) Da» können nur die sagen, die keine Ahnunz von der geleisteten Arbeit haben. Ich habe mir nichts vorzuwerfen.(Zurufe: Die Inserate der Frei- willigenkorpS im.Vorwärts'.) Als Redner sagt, daß der.Vor- wärtS" ein Blatt für die Arbeiterinteressen sei. wird er durch stürmischen Widerspruch unterbrochen. Er führte dann weitet aus. daß er stets für die Rechte der Arbeiter innerhalb der Ge- werkschaften eingetreten sei, aber innerhalb der Gewerkschaft sollten die Parteiströmungen leine Gellung finden. Es wurde darauf die Debatte geschlossen. Ein Abänderung»- antrag zur Nesolutlon. her sich gegen den Satz wendet, daß die Verwaltung der Zahlstelle Berlin die offizielle Gewerkschaft»- Politik in Wort und Schrift gefördert habe, wurde mit überwälti- tuender Majorität abgelehnt. Darauf gelangte die Resolution siegle gezen wenige Stimmen zur A n n a h m e. Es wurde dann zur Aufstellung der Kandidaten zum Vsr- bandstag geschritien. Dabei wurde migcteilt, daß die Kollegen M o i sch und Z i r ke l sich in Haft befindui. Glocke lehu.e eine Kandidatur ob. Tte Kandidaten wurden über ihre Stellung zur Re-olution Siegle und über die Dauer ihrer politischen und gewerkschaftlichen Orzan-'ation befragt. Ihre Aufnahme in die Vorschlagsliste wurde davon aber nicht abhängig gemacht. Die Wahl der 21 Mitglieder zum Verbanvslag erfolgt durch Urabstimmung. Ms Delegierter zum Gewerkschaftskongreß wurde Siegle in Vorschlag gebracht. Glocke erklärte zu-m Schlirß. daß er und die Ortsberwal- tung au» dem gegeii sie beschlossenen MißtrauenSvotuin die Kon- sequenzen ziehen würden. Slellun inahme zum Vmlettag. Kreis Niederbarnlm. Am Tonnabend abend nahm eine Kreisgeneralversammlung von Niederbarnim zu dem Ergebnis de» Parteitaze» Stellung. K ü t e r- KarlShorft erstattete den Bericht. Er begrüßt« den Beschluß in der Gewerkschaftkfrage um deswillen, weil durch die- fen den ZersplitterungSlentenzen ein Riegel vorgeschoben worden sei und die Mitglieder zur tätigen Mitwirkung bei der ge- werkschaftlichcn� Umformung angespornt würden. Redner ver- weilte dann längere Zeit bei den Fragen der Taktik und deS Rätesystem». Vesondert die Ausführungen der Genossin Z e t- k i n bezeichnete« als cen Höhepunkt der Tagung. So weit auch unsere Auffassung in der Zielsetzung mit den Kommunisten übereinstimme, in der Taktik scheiden wir uns entschieden. In dem schließlich angenommenen Aktionsprogramm fei mit erfreu- licher Klarheit zum Ausdruck gekommen, daß die Däum-gsche Auffassung sich be» der überwiegenden Mehrheit der Partei durch» zesctzt habe. Leider sei di« Wahl de« Parteivorstandet nicht in demselhen Sinn« ausgefallen. In der ausgedehnten Debatte kam ausnahmslos der Stand- Punkt zur Geltung, daß da» Rätesystem und d'e Diktatur de» Proletariat» die einzigen Mittel sein sollen, den Sozialismus zu verwirklichen. Diesen Gedanken bei den Massen Eingang zu verschaffen, habe als unsere vornehmste Aufgabe zu gelten und nur zu diesem Zwecke dürftet, w.r uns der Parlamente bedienen. Jchlichting zing näher auf die Neugestaltung der Gewerk- schaften ein und forderte, daß jeder unserer Anhänger ouch tatkräftig am Umbau mitarbeite. In der Diskussion über den i n i e r n a t io n a ke n Frauentag trat Genossin Lrendse« der weitverbreiteten Auffassung entgegen, ali ob mit ocr Gewährung de» Wahlrechts nun die Frauenfrage zelöst sei. Im Gegenteil sei jetzt erst der Kampfboden gesunden, auf welchem um die Lösung der zahlreichen Probleme zur Befreiung der Frau au» wirtschaftliche und rechtlicher Bedrückung gestritten werden könne. D- Frauentag müsse«in Weckruf und ein Bekenntnis zum er schlössen«» Kampf um die Gleichberechtigung sein. Alexaiter Moijfi spricht vor ArbMrv. Im überfüllten Saale de» Stadthausc» sprach Alexandei Moissi am gefirißen nachmittag«Ine Folg« von Gedichten, die „ach keinem einheitlichen Gesichtspunkt ziisammenacftellt lvoreu und die verschiedensten Stimmungen nnd gegensätzlichsten Dich- tcrtempcramente zum Ausdruck-brachte. Verherren» große» Naturgemälde.Ter Rcrem-bertvind' offenbarte die Ausdrucks. fähigkeit der Stimme de» Künstlers am herrlickAen. Tie düstere Herbststimmung und da» Rasen de» Sturmes, vom Dichter in unerreichter Wortkunst gestaltet, wurde zur Wirklichkeit durch du» gesprochene Wort de» Künstler». Aber auch der fröhlick?« Humor de»»Ich hob' mein' Sach' auf nicht» gestellt' und die Balladen- stimwung de».Erffcnig' fanden meisterhaften Aukdruck. Neben Verherren» Versen war da» Tolstoffche Volksmärchen »Wieoicl Erde gebraucht dcr Mensch' di« beste Leistung de». Abend«. Tie«>nfache Prosa und die dramati'schc Schlußszene dieser bei aller L-hrhastigkcit packenden PolkKcrzähluug wurde von Moissi in schlichter, aber eindringlicher und zuletzt zum dramatischen Bortrag sich steigcrndcn Darstellung gesprochen. Auch die chinesische.Kleinigkcft" ans dem Kreise Laotsc», die viele» Macklbadcrn heut« zur Lehre dienen könnte, interpretierte Moissi gui. gleicher Beifall lohnte dem Sprecher. Bei Diederholungen :värc«ine etwas andere Gestaltung de» Programms zu wünschen. Gern würden wir ein« Reihe von revolutionären Dichtungen an» «lter und neuer Reit einmal aut Moiffi» Munde hären. Hroß-öerlin. I ArbeiterrZte Grob- Berlins! Wir machen nochmals auf die morgen. Montag, den 24. März, vormittags 10 Uhr. in den Germania-Jölen, Ch.-nsseeslrabe, stattfindende Vollversammlung aufmerksam und ersuchen unsere Mitglieder, pünktlich zu erscheinen. DerFraktionsvorstand der U. S. P. D.-Arbeiterräte * Der RednerkurS der Arbciterräte der U. S- P. D. finde am Dienstag, den 25. März. 7 Uhr abends, in den Zelten 23 statt. Erneute Erhöhung der Brotpreise. Der Bro preis soll um S Pfennig erhöht werden. Da? ist eine wenig löstliche Nachricht. Begründet wird diese Erhöhung mit der Steigerung der Preise für Kohle und mit der Erhöhung des Gas- und ElcktrizitätstarifS, außerdem mit erhöhten Ausgaben für Löhne. Die Bäckermeister sträuben sich noch, mit dieser Erhöhung sich einverstanden zu erklären. Ihre Forderungen gehen höher hinauf: sie möchten einen Aufschlag von 13 Pfennig haben und sie laufen Sturm dagegen, daß ihnen«nur" g Pfennige zugebilligt werden sollen. Es werden in den Gemeinden alle Borbereitungen geschaffen werden müssen, um die Herstellung und den Vertrieb von Brot und anderen Backwaren durch die Gemeinde in Ber. bindung mit der Konsumgenossenschaft zu bewerkstelligen.' Abbau der Löhne. Wie manche Unternehmer die Arbeitslosigkeit in ihrem In- teresse auszunutzen versuchen, kann man alle Tage erleben Aus ein Inserat in der..Volkszcitung" vom Sonnabend früh, wonach die Norddeutsche Mühlenbauanstalt, Koppenstratze, Werkzeug- machcr verlangte, meldeten sich um eine Stelle zirka 200 Mann. Der Direktor nutzte die Situation auch sofort aus, denn er be- willigte l.06 M. pro Stund«, obgleich der Kollektivvertrag 3,20 M. als Einiiellungslohn vorschreibt. Und dann redet man von den Arbeitern, die auf solche Bedingungen nicht sofort eingehen, von Arbeitsscheuen. Ein braver Genosse. Der 4. Wahlkreis verliert in der Person des unschuldig erschossenen Zigarrenhändlers Johannes Müller, wohnhaft Memeler Straße 1 d, einen der tüchtigsten Genossen. Müller war seit 16 Jahren politisch organisiert und ein überzeugter Anhänger der U. S P. D. Er war für jede Kl. in- arbeit zu haben, beteiligte sich an jedem ssahlabend und nahm bei » ollen wichtigen Angelegenheiten an der Diskussion teil. Bei den Wahlen zur Nationalversammlung und bei den Stadtverordneten- Wahlen war er von früh bis abends auf dem Posten. Sein trauriges Ende ist den Genossen bekannt. Müller wurde von übel. gesinn'en Nachbarn denunziert, die ibm nachsagten, er habe auf Regicrungstruppen geschossen. Kein Wort war davon wahr. Die Denunziation hatte zur Folge, daß bei ihm gehaussuchi wurde. Obwohl die Regierungstruppen jeden Winkel durch- stöberten, siel ihnen keine Waffe in die Hände. Die Mitglieds-. karte der U. S. P T. und verschiedene Schriften über die russische und französische Revolution genügten jedoch dem Führe» der Truppe. Leutnant Baum, den Genossen Müller zum Tode zu verurteilen. Das war ein glatter Mord. Bor den Augen seiner Angehörigen wurde Müller im Hose erschösse«. Er hauchte (ein Leben aus mit den Worten, daß er für die Unabhängige kartet sterbe. Die Genossen des 4. Kreise» werden ihm ein ehren- des Andenken bewahren. Die Einäscherung der Leiche findet an, kommenden Mittwoch, nachmittags 5 Uhr, im Krematorium Ge- ichtstraße statt. Dem Verdienste seine Krone. Die Verteidiger des Polizei» räsidiums anläßlich der letzten Kämpfe haben daS Eiserne Kreuz rhaiten. Das gibt» also auch noch in der sogenannten sozia- Mischen Republik. Was will man noch mehr? Möbelverkaiif durch die Stadt Lichtraberg. Der immer noch vorhandenen Möbel not und Möbelteuerung, von der besonders die einen neuen Hausstand begründen Wollenden be- troffen werden, sucht vie S-adt Lichtenberg durch einen eige- nen Verkauf einfacher und preiswerter Stuben- und Küchen- Einrichtungen zu steuern Auskünfte erteilt bereitwilligst die M ö b c. o c s ch a f k n n g S st e I l c R a t h a u 5 st r a ß c 7. Gin« sehr zu cinpschleiide Besichtigung der städtischen Möbel s ch a ii st e 1 1 u n g in dem Festsaal deS Schirigebäudes Holteistraßc dürfte zur regen Benutzung der kommunalen BerckaufSeinrichtung beitragen. Erlrichwrun« für Umzüge auf der Eisenbahn. Zur Förde rung des UmzlwSverkebrS aus den großen Städten ist trotz der BetricbSichwierigkeit von der Eisenbahnvcnvaltung für den nahen- den UmzugStermin(mit sofortiger Gültigkeit) genehmigt worden, dich Güterwagen für Umgugsgut unmittelbar bei den Güterovfer- tigungen ohne die bisher ertordenliche besondere Genehmigung der Eiseiib-chndirektion bestellt werden können. Es empsiehlt sich, bei der Wagengestellung ernen Ausweis über den Umzug vor- zulegen. Verzlrchs Versorgung der Krtogshiutcrbliebenev in NeukSlla. Ter Magistrat hat beschlossen, die ärztliche Versorgung der Kriegshinterbliebenen entsprechend dem für di« Angehörigen der Kriegsteilnehmer getroffenen Abkomme» zu regeln. Die er- forderlichen Krankenfchrn« werden bis auf weiteres nur im städtischen Kr'egSfürsorge-mt. Gangihof»rstvaße 10/11, 1 Treppe, gegen Vorlage der Renientbescheid« ausgestellt. Für die kriegS beschädigten Rentenempfänger und ihre Familienmitglieder ist eine entsprechende Regelung schon seit mehveren Jahren� ge- troffen. Tie entstehenden Kosten werden auS Mitteln der städti 'chen KriegswohifahrtSpslege bestritten. cebensmWeltotevfter. Berlin. Wer vom 1. April UlS Uyr nachmillags, statt, und zwar für Personen mit dem Antangsi.ich tabeu: » bis F am Montag, den 24. März. G bis F am Dienstag, den. 25. März.« bis L am Mttwoch. den 26. März. M bis R am Donners». tag. den 27. März, S bis T am Freitag, den 28. März. U bis Z an» Sonnabend, den 20. März. Beim Umtoufch find die alten Milchkarle», welch««it Namen und Wohnung de» Inhaber» ve sehen fein müssen, al» Ausweis vorzulegen.. Di» Milchkarien müssen persönlich In Smp» sang genommen«erden:«in« Zusendung durck Bote» findet nicht statt. Di« neuen Milchkarten sind dem bisherigen Händler zweck« Abtrennung der beiden Milckkarlenabschnilte bis spätestens Montag, den 31. März, vorzulegen. Auf beiden Abschnitten muß Name und Wohnung de» Inhaber» vermerkt sein. Für ve-Iorengegangcne un». abhandengekommen« Korten wird Ersatz nicht geleistet. Um dos lassig« Anstellen bei der Ausgabe von Milchkarten am Schlüsse des Monat» tunlichst zu vermeiden, wird dringend empfohlen, von den nachmittags festgelegten Zeiten ausgiebigen Gebrauch zu machen. Irepto« verteilt außer den üblichen Rotionen: 100 Gramm Nähr» mittel auf Abschnitt 103 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte, 256 Gramm Kunsthonig auf Abschnitt 106 der G oß-Berliner L-bsn?mitt-.- kort». 1 Paket Morgentronk auf Abschnitt 35 der Treptower Lebens- mitteikart« für Personen über 65 Iohre, 500 Gramm Haferflocken auf Abschnitt A I und A II der MUchkarte für Monat April lür Kinder im 1. und 2. Lebensjahr«.% Pfund Räucherwaren auf Abschnitt IS der Treptower Lebensmittelkarte. Nummeraufruf. 1 Pfund fri che Fische aus Abschnitt 140 de- Treptower Lebensmittelkarte. Nummer« »uf.uf, noch Eintreffen der Dar«. NnM»««. In der Woche vom 24.-S0. Mörz. 100 Gramnt Grieß zum P eis« von 10 Pfennig auf den Kartenabschni't 101 der Vebensmiitelkart«. 200 Gramm Dörrgemü'e zum Preis« von 1 M. aus aen Karienabschnitt 109 der Lebensmittelkarte. Da« Gemüse ist er- probt und gut. Eine weitere Vsrteiluna wird in unseren Kästsn und bei den Kcmfleulen bekanntgegeben. Die Karteninhaber baben am Rontag. den 2«. und Dienstag, den 25. d. R.. di-«artenabscknitte 103 und 100 der L»l>«n»mittelkart« bei dem Aleinhändle- ab-ugsben bei dem sie die Ware ,u beziehen wünschen. Derlpälete Anmeldunaen können nicht berücksichtigt werden. Di- Au-orb« der War- findet vom Freitag, den 28. dl» Sonntog. den 30. d. VI statt— Inkolae der j-tzig-n B-rkeh-sschwi-rigkei'en werden«ortaffeln nicht in o-nuacnder Meng« angeliefert. Die Kartosfelrotion wird dahe- vom SU Mär, ass bis auf weiteres vro Kopf und Woche von 5 Pfund auf 3 BUind b:r- abgefetz«. Zum«uspl-ich für»ie weogefallenen 2 Bfund Kartoffeln werden Koblrüben in jeder Menge odgeaeben.— Infolge de- eingetretenen Tvan-vortsckwi-rtakeit-n ist der zur Anmeldung oel'-not, Morgen«. onk nicht eingetrofsen. Wir find doker genötigt an Slell« desselben 1 Suppenwürfel zum Preise von 13 Pfg. auszugeben. Ms den VrgMwNynen. 4. Wablkrels. Heute Montag, den 24. März, abends 7% Uhr, findet in folgenden Lokalan der F auen-Leseobend statt: Loascr. Lau sitz er Str. 25. Mix. Skalitzer Str. 5 0 a. M-- k- mann. Groß- Frankfurier Str. 16. Huth, Wor- schauer Str. 61. Sckwarz, Lang- st r. 53, Rott, Straßmonnstr. 20. Ratsch, Friedeberger Str. 1, Polo». Tilsiter Str. 7 7. Verantwortlich für die Redaktion Alfred Wielepp. Neukölln.— Verlagsgenossenschast„Freiheit", e. G. m. b H. Berlin.- Druck der Lindendruckerei und Derlagsgesellschast m. b.&... Schiffbau« dämm 19. Die Berliner Staätanleihe von]; ist eine Klaffe für sich, darum verfäumt die Zeichnung nicht. Theater und Ve7$n'i$un«en. llolksbOhne. bss.",: Dlrektla" Triedrich Kayssler. A Uhr- O««. Neues Operettenhaus. SchIHha»' rdarara 4a Norden'81 7t Uhr: Die kfasctif! Susanne Pgfnst-I healer. 7 Uhr: C triSlDS Ooernhaus f Uhr: Der Frelcch&ta. Sehanspieihins 7 Uhr: Othello. Direktion MaxReinhardt Deutsches Theater 7 Uhr: Osd dti lebt schaiaet t» der Fwitania. Kommerspieie f Uhr: Faschlna:. Kleines Sciiauspleihaus fV Uhr: vi« B&chse der Pandora. LessiDg-Tueaier Direkt: Victor Barnowsky. » Uhr: Der rote Hahn. Oienuac Der Blau uchs. Mittwoch: Der rote Hahn. fieotsenes Kiinstler-Theal r Uhr; Der Schöpter. Oteostau Bad Mittwoch 7 Uhr: Oer Schöpfer. . Central, l neater. TtzUhr; Die Schönste von Allen Ö„ Ukr unh von 4— 7 Uhr. Telephon: Amt Norden 185. 1230, 1087, 0714. Mittwoch, den 26. März 1018, abend» 7 Uhr, Große allgemeine VranKenveesammlvna der Klempner in den Andreas-Festsölen, Andreasstr. 21. Tagesordnung: 1. Borirag:„Das System der Arbeiterrät-." Refe<: rent: Kollege Richard Müller. Vorsitzender de» Vollzugarats der A.» und S.-Rät«. 2. Aussprache. 3. Brauck, enangelegeuheiten. 4. Be schiedene». In dieser Bersammlung darf kein Klempner fehlen. * Die Lrtsvrrivaltunq. Achtunel Achtung! Freiheifs-Spedl teure Min« och. den Jä. Mürr. abend» 7 l'hf VersammlunK bei Gö tllnr, Prenzlauer Strale Ä TasesOrdBunc: I. M9e orcaBlalerCB vir ubs uod tu velchera Zweck. 7. Evtl. Wahl.. X Vcrsehiedeoea. Panktl. Erschetneo bei der Wichtigkeit der Tagesordnung unbedingt notwendig. Zutritt haben nur Spediteure. Friedrich Franz Qoldau: Schauspiel in 4 Akten. Preis Toruefatn gebunden mit Bild des Autors 6/» Mark. broschiert 4.00 Mark. Das Drama der Revolution. Das Drama wurde vom Autor s.Zt. auf Anforderung bis dem Kultusmin steriura vorgelegt und nach„Prüfung■ In der Welse genehmigt, daB der Aator, der damals die Hanpt- scbiiftleitung des.Kronenkampf" In Hürden hatte, den Verlag niederlegen und sich in die Wünde eines Militürbüros zurückziehen mußte. Das Drama ist nunmehr In der alten rassung unter Berdcksichtlgung das Umsturzes vollendet worden. Dieses Drama ist ein Spiegel der gestürzten Autokratie. Anfordernngeu beim Pusnanns-ferlig. Eln. Btto l\m, «* m Johannis hol befindet sich Kasaar• Witbelaa• Str. 33 bei CSpiart Spezial-Arzt t GtseiüeeAttleiden spez. veraltete, harlnicklge Hamr&hrca-AnsBlisse. OeschwSre. Ausschlag Mundtasbriiche. Mannesschwache. Gegen Syphilis eigene Heilmethode verbunden mit Salvarsan.Knrea. Urin- u. Blntuntersnchungen. Im erste« e. ältesten Kur-Iasiltut von Dir. Löser senior. Ruatgen-Lanoraiorlani. HeH- Ansiall für elektr.«. med. Bi 1er. Behandlnuf sseit$•! 4-9. Senat. P-A. Saparatas Dameagimar. PIANOS Mam,Mtetr.l6 große Auswahl gebrauchter. In eigener Repa- ralorwerkstatt wie neu hergestellt, sowie neuer Pianos. Panzerplatte, weiße Filze. Xuplerbespanr.Bttg 1800 Mark. Klavierstimmer Adam. /Hflnzstr. 16. Zeitungsfrauen werden noch in nächstehenden Speditionen eingejtellt: s e r l t o: Vtass. 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