Einzefpreis tO yfg- Jahrgang 2 » M-v»%*t m» Oaa» KB Snf.BnUB t.«®. ""■ iWI*»*•»«• 8«» i,,, «»»nfttoo Vcrn»«9»« EaziM'iiskrvamw«»»»» Keroitilich«- Ami Siorve» Ltiv» ,uH SttvtB Mittwoch, Sen 2H. Marz Nummer 144* Morgen-Musgade pKem* toße* M« iOiqeipalt fTanpcnfat�U«On Sern: Quam npt,«Kletiu Anzeige«» Ku tctwedruift«(D#r«<0 pt,»ede» V«ter» ü?or) 30 Pf. tLeucruna&zufdjlag 60 0/r Bei �amilitn* and OerfammtmigsunzftqeR fdQl Oer Zuschlag fort\iiferalr für den darauf» ßo�euden Tag müZe«[pAtrfitm bts% öbr aachmittaa� bei der Expedittsn aufgegeben sei«. Sxpedttton: Vertw RW tt. Tchiffbanerdamm It». Serniptechsr- Amt Siorbev V76I. Bedina'-Orffan txr Vmpfiänßisen Soffalömormtic S>eiit]U)lanös Jt ' W■•�r> v;'iW Ä Revolulionürer Au Sie vkgmi'alion ker Koke» Armee. Drahtdericht der„Freiheit". Bndapest� 2.'. März. Ter revosutionärc regierende Rat hat die Bildung einer auf Uevolutionsdiiziplin basierenden neuen Proletarier- arniee der ungarischen Räterepublik angeordnet. Es ist eine sogenannte Rote Armee, welche in erster Reihe auf Anwerbungen aus den Reiben der organisierten Ar- beilerschaft und aus den gegemoärtig unter Waffen stehen- den Proletarierioldaten beruht. Ter Eintritt in die Armee erfolgt aus Empfehlung seitens der Bertrauenskorperschaf- ten der Truppenkörper oder der ungarischen Sozialisten- Partei oder der Fachorganisationen oder schließlich des Rates der Arbeiter und ackerbautreibenden Proletarier. Die Soldaten der Roten Armee erhalten volle Ver- pflegung und Kleidung. Ausrüstung und außerdem monat- lich �50 Kronen Gehalt. Jedes ihrer Familienmitglieder erhält eine Familienzulage von nO Kronen monatlich. Tie- jenigen Soldaten die für ihre Familien zu sorgen haben, "rohsten halbjährlich ein Quartiergetd von 300 Kronen. Räch sechsmonatlicher, in tadelloser Tisziplin verbrachter Ticnst->eit erhält jeder Soldat eine Prämie von 300 Kronen. Tie Räterepublik erachtet es als ihre heiligste Pflicht, für die Angehörigen der Gefallenen oder Verwundeten zu sorgen. Ter oberste Leiter der Roten Armee ist der revolutio- näre regierende Rat. Tic direkte Leitung und Organi- fierung der Armee ist die Ausgabe des P o l k s k o m m i s- sariats für das Kriegswesen. Die Revolutions- disziplin wird in höchster Instanz vom Revolutions- geeicht überwacht. Ncber kleinere Vergehen urteilen die Gesckiworenen'genchte der Truppenkörper. Die Rote Armee ist das Klassenheer des Proletariats. Jeder Soldat hat die gleiche Pflicht-, die Interessen des Pro- l' tariats gegen. jeden inneren und äußeren Feind zu 'chüheu und für die Befreiung des Wcltproletariats zu kämpfen. Ehcraen und Ranaunter'chicde gibt es in der Armee nicht. Es gibt nur Befehlshaber und Soldaten. Tie Befehlshaber werden, vom ftoniiwgnieführer angefangen vom Volkskommissar kür das Kriegswesen ernannt. Jeder Zug wählr einen Vertrauensmann, der zugleich Zug- 'ühre7 ist. Jeder Schwärm wählt einen Schwannführer. Zur Kontrolle der Wirtichnftsangelegenbeiten, der Ver- pf'eguna und der kulturellen Angelegenheiten wählt jede Antir ab: eilung je einen Wohlfahrtsvertraucnsmann. Die verschiedenen Wohljahrtsvertrauensmänner vereinigen sich äej jedem Truppenkörper zu einem Wohlsahrts- Ausschuß. Tie Uuterabteilungskomnwndanten smd. wenn mög- lich. aus den nii.'itärifche Erfahrungen besitzenden Elementen des Proletariats zu wählen. Die Ernennung der höheren Konimandanten hat nur nach eingebender Prüfung der Ernennungsvorfchläge, wobei auch auf politische Zuverläs- ngkeit Rücksicht genommen wird, durch dos Komitee zu er- folgen, welches aus einem Vertreter des Volkskoinmifsariats für das Kriegswesen ans Arbeiter- und Soldatenraten und der ungaristkien sozialistischen Partei gebildet wird. Inner- dolb acr Noten Armee werden auch Arbeiter-Rcierve- bataistone und Truppenkörper gebildet werden, deren Koni- Mandanten ausschließlich ans den Reihen der Achetterfchaft entnommen werden. Tie Ansbilduna wird durch Offiziere dvsorgt. denen weder das Recht eines Koinmanixinten noch das Recht. Waffen zu tragen, zusteht. Die Ausbildung hat außerhalb der normalen Arbeitszeit zu erfolgen. D'.e An- lvsrbiing für die Rote Armee hat sofort nach der Pupliranon der Verordnung zu erfolgen, und jeder, der die Anwerbung gehindert, oder deren Interessen durch Nachlamgkcil fchädigt, ist vor dem Revolulionsgericht zur Verantwortung iu ziehen. Gegen die Sabotage der Lnternchmer. . Budapest. 25. Mörz. tKorr..B»rcau.> TaS Volks- koinniiffariat iür soziale Produktion erließ eine Verordnung, ü>onach dir Brüder von Betrieben und Unternrhiiinnaen ocrpslichtrt sind, ihre Betriebe in einem den Kohlen, und Rohftvssverhältnissrn entsprechenden Maße ansrecht zu er- halten. Jede Sabvtaae der Beljoer mir: Betriebs. rinstrllnna, Pernachlässtnuna der vflichtncmösirn Lbsorae '"-er Iiistandhnltiina, niibcarüiidetr Berwriarrnng der A»l>- ...Iilniin von?Irbrit!>!öI,nen, Abtransport aufzuarbeitenden '»«atcrials»der der im Betriebe notwendiarn Maßtiineu und Einrichtungen, bilden Verbrechen. Alle Personen, welche solche Handlungen begehen, werden vor das Revolutions- gericht aestellt. (Wolfis Bureau, das dieses Telegramm des llngarij�fen Korr.-BureailS wiedergibt, unterschlägt den zweiten Teil, der das wesentlichste, nämlich das Verbot jeglicher Sabotage der Unternehmer, enthält. Eine solche Berichterstattung ist ein öffentlicher Skandal.) Anschluß der bürgerlichen Parteien. Lud a.p,e st, 24. März. Fn einer Ansprache bei der?cr- abschicdunp. der Mitgkirder des friibrren Kabinetts bemerkte Karolvi, alles was geschehen sei, sei eine naturgemäße Eni- wicklung, die durch die Blindheit und die Böswilligkeit dereUc:cht das Signa: zur Wicdcraufnbhme des Krieges sein. Man kann sick aber nicb: vorstellen, daß die Arbeiter in England. Frank- reicii und Italien bereit sein werden, gegen die bolschewistische Rrvoliitioii zu den Waffen z» greifen. Hosseiitlich werden die Machthaber in Pari« dem Reckinuirg tragen und gegenüber Ullaarn»nd den Mittelmächten eine Mäßigung beobachten, die allein die Welt vor einer lieil von«chrecknissc» bewahre» kann, gegen die selbst die von 1L14 nichts sein würden. Die kap'iölssluchk. Von Friedrich Wagner. Die allmählich sierauSkoinni-entzen Steuergesetze, be- sonders hie aroße Vermegeiisabcmbe, drohen die kapi- talistische Gesellschaft an ihrer empsindlichsten Stelle, am Gclldbeutcl, zu fassen. Zwar ist die Deffentlichkeit von Viesen Einariffcn nicht überrascht, und man ist auch geireiat. sie in geivissem Grade als unabänderlich hinzunehmen. Aber wer da glauben sollte, die Veritiogensträger warteten auf den Moment aedulidig, obne Gegenwehr, etwa wie der Frosch vor der Schlange, bis er verschluckt wird, der. ist von einein Irrwahn befangen. Zahlreiche Mittel lxit die vermögende Klasse inPvischen ersonnen, die entweder, trotz aller Geaenmaßreaeln der Regierung, die Geldilucht ins Ausland, oder die Verheimlichnng oder Zersplitterung, des Vermögens bezwecken. Gerade wer sich deutichnutronal-r Gesinnung rühmt. dem müßte schon seit Monaten der Ekel qnkommey. wenn er einen sachverständigen Blick aus den Eftekteiiinartt wa.s. Sc,: MonuMi•.«»» de.. Wo.-l..»iiatt!teii..vstr.vtr die Geldmittel der vorher io verlästerten Ententestgcnen zu erwerben. Dieses Treiben begann an dem Tage, an welchen!— der Sieg der Entente klar wurde. Run begann man die«gelwniiierlen Reichsvanknoten dem dcifür eust- »ahmewilligen Auslandsmarkt anzubieten. Tie größten Knsgsanlrhezeichner haben inzwischen auf diese Weise diei'e Anleihen in Anslandswerte umgetauscht. Dabei waren sie in der Auswahl der letzteren gar nicht wählerisch. Erotische Renten, Merikaner. Argentinier. Chinesen, Japaner. wurden gekmist. Ja sogar Italienische Bahnen ver» schmähte man nicht. Die Folac dieier Manipulationen war natürlich ein torbivährendes Sinken der Re:chsmark und im Gcaem'atz dazu ein raiendes Steigen der„feindlichen� Ans- landswcrte in Teutschland. Dieie SchlouNieier scheint allerdings setzt die rächende Nemesis z>l erreichen: Das Reick muß zur Bezahlung der von der Entente zu liefernden Ladensmittel auf diese in deutschem Besitz befindliche Auslandswerte zurückgreifen. Es droht also diesen Besitzern eine Zwangsentekgnung. Aber— wie die Katze immer auf ihre Beine fallt, io sucht auch der Kapitalist auS allen Schick'alsschlägen Honig zu saugen: schon hört man� seine Stimme, daß er für dies« von ihm abzuliefernden Wertpapiere den H ö ch st k u r s de- ai'fpriiche! Interessant sind die Schleichwege, die von den ein- zclnen Kapitalisten zur Verheimlichung oder Umwechilung ihres verfügbaren Geldes.betreten wurden, besonders in den Monaten November bis Januar, als die gewerbs- mäßigen in Deutschland arbeitenden ausländischen Geld- Wechsler und ihre Autkäuser noch nicht so zahlreich existierten wie heute. 'Da wurden alle Beziehungen zu Personen des neutralen Auslandes angeknüpft, die sick nur ausdenkea 'ießen. Geschäftsfreunde, Verwandte, alles wurde in Bc- ivegung gesetzt, um halbwegs vertrauenswürdige Personen ausfindig zu machen. Bald letzte ein reger Verkehr zwischen Holland, den skandinavischen Ländern und der Schweiz mit deutschen Grenzgebieten ein. Wenn die deutschen Paß- und Grenzkontrollen alle die Reisenden nicht nur auf Schmuggel- »vare, sondern auch in den Brieftaschen, Hoseutascheu usw. untersucht hätten, würden Millionen deutschen Geldes ge- fundcn worden fein.- Nun liegt es geborgen im Ausland und ist den Zugriffen des Staates entzogen. Und nicht nur das. Es drückt drüben auf unsere Valuta! Andere Wege mußten Großbetriebe und Aktiengesell- schaften einschlagen. Es ist schon jedem Fachmann im Ge- schäjtsleben aufgefallen, daß so rasch wie iür 1913 die Jahresabschlüsse der Aktiengesellschaften und G. b. H. noch niemals herausgekomuien sindl Ja. man wird au.ch in den früheren Abschlüssen vergebens das entdecken, was jetzt fast ständig wiederkehrt: eine gewastige Ausschüttung von Dividenden nicht nur vom erzielten Reingewinn, son- der» auch von Rücklagen und Reserven der Vorjahre! Die Gesellschaften sind alw bestrebt, ihre Vermögen unter di« Teilhaber und Aktionäre zu bringen, es alio zu verkleinern, zu zersplittern um>o de» großen Eingriffen des Reiches zu entgehen. Sie waren deshalb äußerst betroffen, als sie hörten, der Stiel, tag für die Abstbütziiiig per Vermögen solle öcr 3t. Dezember 10 18 sein! Tos nnluv für oicie über- eilige« Ättienaeiellichaste» usw. bedeuten, dein sie ati'o auch für dic bereits misaeWitteten Betrage'Stenern zu zamen biulen wenn dicfe Bctröpc ans dein am 31. Teze:»ber 1918 abpelanienen GeMftsjahr stammen. Sie wurden also dem noch vorlwndenen Vermögen wieder ziigezüylt werden. O Nun verlautet allerdings, dast als Stichtag nicht der 31. Dezember 1918. sondern der Dezember 1919 in Bc- tracht gezogen ist. Damit ist den Kapitalisten bzw. Leitern der Kroszbetriebe ein Stein vom Herzen gefallen. Bis da- hin ist noch lange Zeit! Und Zeit gewonnen, alles gewonnen. ist im Weschäftsleben ein viel bewährtes Sprichwort! So sehen wir auch hier in einer io einschneidenden Frage des Finanzwesens die Uncntschlostenheit der jetzigen Regierung. Segiim der Zrledens«? hmdlunM. Berlin, 25. März. Graf Bernstorff teilte in der hentiakU Besprechung in der Geschäftsstelle des AnswLrti- gen Amts für die Friedenewertjnndlungen mit. die feindlichen Regicrnngrn hätten erstichst, eine Kommission von sechs deutschen Finanzsachverständigkst nach Paris zu senden, eine Demarche, die als Beginn der Friedensverhandlungen anzusehen sei. Berlin. 2Z. März. Die deutsche N�gieruna wird die Mitglieder der nach Versailles z» entsendenden Finanzkom- Mission sofort ernennen und dieselben für Donner-taa nach Weimar berufen, um ihnen die nötigen etlnstrilftionen zu erteilen, io dast die Finanzkommission bereits am Sonntaa in Versailles eintreffen kann. Die üww'ifanmq In Bartn. München, 25. MSr». Aach amtlicher Meldnna der Kor- responbenz Haffmann hat die baherlsche Regierung nach»:n Grnndsiihen de? Entwürfet Eeanrsd-Reurnth-Tchnmann. nachdem der Sozialifierun-SauSschnh de? Landtages ihre P'Zne nach längerer Aussprache einstimmig gebilligt hatte, im Einklang mit den Wünschen deS ZcntralratcS die sofortige Errichtung eine? Zentral-WirtschaftSamtrS versagt und Dr. CU» Reurath zum Leiter diese» Amte» mit außerordentlichen.'all- machten zur Borbcreitung und Derwirkstchung des SoziaUs unS, Kommunismus und LolidariSmu« in Bayern in AuSstcht ge. nommen. Dresden, LS. März. Der sächsisch« Ministerpräsident hat an den bayerischen Ministerpräsidenten ein Telegramm gerichtet, in dem es u. o. hciht: Vom dortigen Zentralrat erhielten wir die Aufforderung zu Besprecknngen zwischen Bayern und Sachsen über die SozialisierungSfrag«. Wir glauben, daß im«taatenauSschuh die rechte Stelle rst, an der sich die Regier» ngSver reter der Einzelstaaten auch über dir SozialisirrutrgSfrage aussprechen und gegebenenfalls Einwirkung auf die Reichsleltung ausüben können. Hiermit soll jedoch nickt erNärt sein, dah wir eS durchaus ab- lchnen sollten, mit Vertretern de» ZemralrateS, sofern dieser nicht im Widerspruch zur bayerischen Regierung handelt, besonder» aber unverbindliche Besprechungen abzuhalten. Als maßgebend und verbindlich können aber nur Verhandlungen zwischen den Regierungen erachtet werden. �!e Bealflon und Tw H?-'ser. Ter„Vorwärts" unterbricht für einen Toa feine Hetze gegen die Unabhängigen, um einmal eii«» Artikel gegen recksts loszulassen. Die monarckiistisäien Drmonstra- Honen in Berlin öffnen ja aucl, best recktssozialist'ülien Ar- bcitern die Augen darüber, welch berriiche Wege bi?l,er ihre Führer gewandelt haben, und da mnst der„Vorwärts" schon einmal kräftige Worte gegen die gndcre Seite misten,. Dos treiben der Reaktion, schreibt er ist„ein Skandgl. der zum Himmel stinkt. Tie monarchistischen Strastenkundacbunacn vom Sonntag haben ihm die Krone aufgesetzt. Wir lraaen die Regierung, ob sie noch lange a e d n l d i a zu- sthen will". Da müssen wir die Regierung schon in Schutz nehmen. Die tuegierrma hat sa aar nicht aeduldia zugesehen. ionde»n sie hat l e naHongiiit.;'� Agitation mit uostem Wohlwollen verfolgt und unterstützt. Das Mitalied der Regieruna. Herr Erzberger. hat in der einen Veriammlunz selbst gesprochen und zwar gemeinsam mit dem Professor R o e t h e, einem der wildesten alldeutschen Hetzer, und mit Professor Hoetzsch, dem Wortführer der KonseeyaHven. Ein anderer Staatssekretär, der nationalliberale Herr Schiffer, hat die Demonstranten vor dem Reichskanzler palais begrüßt. Daß die Demonstranten ein wenig weiter gegangen sind. als es einigen rechtssozialistischen Negierungsmitgiiedern recht ist, ist möglich. Aber darüber können diese doch am wenigsten verwundert sc«. Sie sind es doch, die den nattona listischen und monarchistischen Offizieren wieder Zu Einflust und Macht vcrholfen haben. S i e haben ja deren. Gc- sinilung genau gekannt. Wenn sie trotzdem die Macht der Soldatenrät« gebrochen haben, wenn sie diese Offiziere mit allen Mitteln unterstützt haben, sich eine bewaffnete Macht zu schaffen, so können sie doch nicht erwarien. dast die Offiziere jetzt Plötzlich ihre Ueberzeugung verleugnen werden, denn diese find doch keine rechlsfoztatiitijchen Ter„Vorwärts" und seine Gesinnungsgenossen in der Regierung mußten daher ganz genau willen wie die Dinge kommen werden, und ei ist ganz falsch, den Vorwurf des ge-� duldigen Zusehens zu erbeben. Ter„Vorwärts" hält dann den Reaktionären ein langes Sündenregister vor. Sic haben Deutschland in den 5lrieg gestürzt, durch ihren brutalen AnnexionisninS den Krieg verlängert, durch den U-Bootkrieg Amerika zur Teilnahme gezwungen und den Gewaltfrieden von Brest-Litoavsk ge- schlössen. Däs ist alles richtig, aber der„Vorwärts" oergißt da- bei einige Kleinigkeiten. Er lagt nicht, daß f e i n e V a r t e i die K r i c a L P o l i t i k der Regierung bis zum letzten Tag unterstützt hat. Er saat nicht, daß. nachdem der U-BooH krieg beschlonen war. gerade auch die R.'ch.siozialiiteu. insbesondere Herr NoSke, seine unumschränkte An- Wendung gefordert haben. Er unterläßt eS, das kleine, alber bezeichnend« Detail zu envöhnen, daß Herr NoSke so- gar über daS Ausbleiben einer österreichischen Offensive seinen Unwillen verkündet hak. Er vergißt ganz, daß die R e ch t S s o z i a l i st e n gar nicht gegen den Ge- w a l t f r i e d e n von B r e st- L i t o iv s k gestimmt haben, gegen den er beute Entrüstung flammt. Und er er- UM M.* nnr n'Mu<•■—'«C hjK ZlÜCtzt verkündet rwt, der Weg zum Fncben gebe nur Uber den deutschen Sieg. Tast die U n a b b ä n g i g e n S o z i a l d e m o k r a t e n aus der Partei getrieben wurden, weil sie die Kriegspolitik nickt niitnwchen wollten, da»an denkt der„Vorwärts" natür. lich auch nicht. Aber, wird der„Vorwärts" sagen, diese Sünden gehören der Veranngenhcit an. Also reden wir von der Gegenwart. Die RechtS- sozia islen haben sich mit de» Trägern dieser Poli'ik ver- bnnden und niit ihnen das Ministerium gebildet. Sie haben die komproinittiertesten Personen nach wie vor an die ersten Stellen gerückt. Si? treiben eine auswärtig? Politik,'i. ganz imW di"u Dikl � der Miliwriften und der Nakiona- listen steht. Sie haben den Milltarismus. den die Re- volutio» zerbrochen hatte, wieder aufgerichtet. Ter„Vorwärts" klagt über die Frechheit der Reaktion. Wer hat diese Frechheit und diesen Uebermut gezüchtet? Wer hat den Reaktionären ihre Stichworte geliefert gegen die Arbeiter- und S o l d a t e n r 3 t e Wer bat die P o g r o in st i m in n n g gegen die radikale Arbeiterschaft n n a u s h ö r l i ch geschürt, hat bis in die letzten Tage, zusammen mit der„Tägl. Rundschau", der..Post", der„Deutschen TageSztg." den� Kampf gegen links in der gehässigsten und oerfogensten Weise geführt und dadurch hie reaktionäre Bourgeoisie geradezu aufgeputscht? Es ist der..V o r w ä r t s" gewesen, die„Sozialistrsche Korrespondenz" des Herrn Heilinann. die„Nachrichten" deS Herrn Hofrichter! Jetzt klagt der„Vorwärts" über die Folgen dieses Treibens. W i r haben unaufhörlich gewarnt vor diesen Folgen und sie wollten nicht hören. Jetzt schlagen sie oppo- siüonelle Töne an. weil sie liirchten, daß die Arbeiter endlich erkennen lernen, wohin diese Politik geführt hat, und in welch hohem Maße der Reaktion die Wege gebahnt worden sind. Aber wir nieinen, letzt ist es etwas spät. Die rechtssozialistischen Führer sind die Gefangenen derer gewonden die sie zu Hilfe gerufen haben. Jetzt kann nur eines die Revolution rett?n: völlige Abkehr von dieser Politik die Einigung»nd der Zu- l a m m e n i ch l» ß der Arbeiterklasse gegen diese Führer. Ver Mh der Harmlosen. Von amtlicher Seite wird mitgeteilt: Tie Presse erö.Icrt v'elfuch die Demonstrationen, die aftgebl-ch in größerem llrnfatige am vergangenen Sonnlag unter Hochrufen auf de» ewiHgeii Kaiser und Absinken der früheren Nat'onalhymntz, kchli.ßl'ch avcb unter tvalionen für den Ge» neral Ludendorff stattgefiinden haben. Demgegenüber ist festzustellen, daß diese Demonstr.ilionen in Wirküchlcil Spaziergänge kleiner, schon ihrer Zahl nach jeg» lichcr Bedeutung entbehrender Gruppen ge- w e s c n sind. Fm übrigen versteht e» sich s«l selbst, daß dl« lepublitan'sche Regst, runa mit allen ,hr zur Verfügung stehenden Machtmitlest» monarchistische» Putschen und nationalistischen Kra- wallen entgegeuzuiret.n wissen wird. Es sind also nur harmlose Spaziergänger gewesen, die Somuag siir den Kaiser und für Ludendorff demonstrierten. Tie harm'ose Regierung! Ob sie mit derselben Gelassen- heil auch Tciüanstratioüe i mn Arbeitern behandelt hätte? Las pr-y'iis!,- sie lertt'iMroiira'ym. � Die neue Regierung in Preußen ist gebildet. Zu Be- ginn der g est r igen Sitzung der Landesversammluna teilte der Präsident Leincrt feierlich ihre Zusammensetzung mit. Das Zentrum hat im letzten Augenblick doch noch auf den schaärzesie» der Schraizcn, auf Herrn Spahn, ver- zichtet und Herrn Am Z e h n h o s t zum Justizminister er- nennen lassen. H.rr H a e n i s ch ist den Geheimräten de? Kuitusmiiiisteriums erhalten geblieben und wird überdies noch, einen Demokraten und einen Zentrumsmann als Unterstaatsicireiäre zur Beaufsichliauna erhalten. Dann entwickelte Ministerpräsident Hirsch das Re- gierunasproaraftim. Tie llnabbönaiaen empfingen ihn mit lauten Zurufen:„A in n e st i e! A m n e st i e I" Die Rede des Ministerpräsidenten enthielt eine Reihe von Versprechungen, die sich ganz gut anhört n. Es klang ganz leidlich was er über die Demokratisierung der Selbst- verwoltuna. die größere Seldstündiakeit der Gemeinden, die Modernisieruna der Rechtspflege, die Reform des Steuer- wescns sagte. Auch der Arbeiterräte tat Hirsch Er- wähnung, denen er aber nicht viel mehr als die Ausführung der Arbeiterichutzbestimmpiigen zuweilen will. Daaeaen war dürftig, was er über Soziali iierung sagte. Hier muß gefordert werden, daß den soziglistifchcn Gemeindever- .retu ngen ein ausreichender Spielraum zur Durchführung der Keminilinalisietuna aegeben werde und daß schleunigst alle gesetzlichen Einschränkungen auf diesem Ökbiet fallen. Recht diplomatisch wurde Hirsch, als er auf die kitzliche Frage der Trennung von Staat und Kirche und der Schule von der Kirche zu sprechen kam. Das Verhältnis von Staat und Kirche soll auf Grund freier Vereinbarung geregelt werden. Auch die Trennung von Schicke und Kircke wird vorläufig aufgeschoben. Nur soll der Religionsunterricht in allen Schulen für Lehrer und Schüler weblfrei werden. Das aber ist gerade der entscheidende Punkt. Das Zentrum ist zu dem ausgesprochenen Zweck in das Ministerium eingetreten. � um jede entschiedene Kulturpolitik zu hemmen. Bei der Abhänaiakeit vom Zentrum. in die sich..die Rechtssozialisten begeben haben, ist nicht daran zu zweifeln, baß das Zentrum seinen Zweck schon erreichen wird. Herr Haenisch hat ja bereits Proben dafür abgelegt, welche Eignung er besitzt, viel zu roden und gar nichts zu leisten. Alle energischen Ansätze zu den notwendigen Reformen, die Adolf Hoff- mann begonnen hatte, hat er schleunigst wieder beseitigt, und er ist bisbcr nicht einmal imstande gewesen, die Lehrer- schalt gegen die frechsten Uebergriffe der örtlichen Reaktion zu schützen. Gerade auf diesem entscheidenden Gebiet wird die neue Regicrung es bei schönen Worten lassen. Nach Hirsch nahm der Finanzminister Südekum das Wort zur Begründung des Notetats. Ein trübes Bild war es. daß der Redner von den Finanzen Preußens entwarf. Auch seine Rede gipfelte in der Mahnung zur Arbeit, über die er des längeren philosophierte. Er sprach sogar davon, daß Einer für Alle. Alle sür Einen stehen müßten. Sude- kum scheint keine Klassengegensätze mehr z» kennen, bre unser heutiges Gesellschastsieben durchfurchen, wo das Wort noch gilt: Bereiche rr Euch! Aus diesem Grunde hotte Südekum fortgesetzt starken Beifall in der MitU und zum Teil sogar auf der äußersten Rechten des Hauses. Nur zum Schluß.� als Südekum mil einem Zitat ans Goethes Prometlieiis schloß, zollten:hw auch die Mehrheitsiozialisten Beifall. Anschließend knüpfte sich eine Debatte über die Zw stände in Posen und über das Verhältnis zu den Polen, bei Ivelcher Gckegenheit Minister Hirsch den Herren von der Rechten, die der Regierung Vorwürfe machten, die Vcrant- wortiing für die heutigen Zustände einfach ihrer oerderb- lichen Polenpolitik zuschob. Unsere Genossen schickten den Genossen Lichten- stein vor, der in Obelschlesien gewählt, die Tinge aus Grund eigener Kenntnis der Tinge behandelte. Heute soll das Programm der Regierung besprochen werden. VerfassMgskvs�ntz. In seiner II. Sitzuw beriet der VerfassungSauS'chuh die Zoll- und Sleueraesetzgebung. Nach längerei Debalke. an der auch Abg. Sohn(U. S. P.s daS Wort erzrirs und sür eine straffe Zentral lsation der Zoll, und S.eucr- verwat ung ein'rat. wurden dig vorliegenden SIrtiM rni einioe» Rraderungen angenommen, von denen die folgende die erbeb- 1 chste ist:„DaS Reich hat ferner die Gesetzgebung über die Ab- gube und sonstigen Einnahmen, soweit sie ga»' chcrj.ilmche für Kin« Zwecke in Anspruch genommen werden, sowie über die Auf- stellung von Grundsätzen für die Zulässigkeit un�, Erhebungsart von Landesabgaben." Erhöhte SleuerzuHlitge In Vreußen. Der preußischen Londekversammlnng ist der Entwurf eineS Gesetzes über die vorläufige Regelung deS Staatshaushalts für das Rechnungsjahr llltv zug-gang«n. In ihm werden für da» Rechnungsjahr 1819 die S t e u e r zu fch l ä g e für E i n k o m- rnen über 3COO M. neu geregelt. Die Zuschläge sollen alsbald nach dem 1. April 1019 mit der Hauptsteuer selbst zur Hebung ge- langen. Einkommen bi» z u 3000 M. bleibe» von der Erhöhung der Zuschläge befreit. Bei E'nkommen von 8000—3900 M. betrögt der Zuschlag 15 Proz., bei 3900— 5000 M. 20, bei 5000 bis 0600 M. 25 Proz. und so weiter steigend bis auf 300 Proz. bei 1000 000 M. Einkommen. Ebenfalls ist eine Eihielhirrtg der Zuschläge bei der S rgän- zungSsteuer twrgesehcn. Die arbeikslosen Ossizleke Weizern sich. Durch eine Verfügung des Preußiichen KriegSministeriiim» werden die aktiven Lffizicre aufgefordert, zum 1. April frei- willig den Abschied zu nehmen. widrizerlsallS sie zwangS- weis« pensioniert würden. Diese Verfügung hat den lebhaftesten Unwillen der..Deut- sehen Tageszeitung" hervorgerusen Sie fordert die tnizicre auf, der Verfügung keine Folge zu leisten und von dem Antrag auf Pensionierung abzusehen. Sie fordert, daß den Lsfizieren für den Zeitraum von fünf Jahren der volle Betrag, nach Ablauf der fünf Jahre dreiviertel deS pensionsfähigen Dienfteiickommens zugcsicheri werde. ES ist sehr bezeichnend, daß die„Deutsche Tageszeitung". die täglich gegen die Arbeitslosenunter st uyang der Arbeiter und Angestellten wettert, hier dafür eintritt, daß die Offiziere für volle 5 Jab.e eine Rente in Höhe de» früheren GehallS erhalten sollen. TaZ glauben wir, daß diese Forderung den Herren Offizieren paßt. Fünf lange Jahre würden sie auf Staatskosten erhalten werden, ohne irgend etwas andere? dafür zu leisten, ali die Organisation der Gegen- revolution zu betreiben, die ibnee dan» weiter helfen würde. Ob die Regierung auch hier klein beigibt? * Jn/wischen verbreitet Wulffs Bureau folgendes Telegramm: Berlin, 25. März. In letzter Zeit ging das Gerücht, aktive Offiziere hätten die Aufforderung erhallen, zum t. 4. 1919 frei- willig den Abschied zu nehmen, widrigenfalls sie zwangsweise pensioniert würden. DaS K r>« g S in> n i st e r i u m teilt unS mit, daß dies nur auf Mißverständnis beruhen lann. Etwa an Offizieren wegen ihres Ausscheidens ergangene Anfragen verfolgen lediglich den Zweck, d e erforderlichen zablenmäßinen Unterlagen für die weitere Behandlung dieser Fragen zu schaffen. Di,' Versorg un. es- und Penn onSanfprü che der Offiziere behalten wie die der Beamten nach wievor ihre voll« Gültii,!>.it. Unsere oben gestellte Frage hat also schon ihre Antwort ge- funden: Tie Regierung gibt tatsächlich klein bei. Falsche RellMe-NeWen. Di« Umgebung de? Herrn E b e r t bemüht sich von Zeit zu Zeit an die Existenz dieser Ueberflüssigkett zu erinnern. So wird jetzt als Antwort auf verschiedene Telegramme der Press« aus dem Bureau de» Rcichs-vräsidenlen mitgeteilt: »Die Bevölkerung dieser Landesteile kann aber überzeugt «in, daß der Reichspräsident jeden mit den für uns wie ür unser« Feinde verbindlichen Punkten Wilson» unVerein- «rcn Versuch, deuifche Gebiete abzutrenen, mit Entschie» denbeit bekämpfen und jeder Vergewaltigung deuifcher Volksteile energischen Widerstand leisten wird. Der Reichspräsident will adso abdanken und sich als Freiwilliger zum Grenzschutz Ost melden. Denn ander» ist ihm— ivemgfien» verfassungSgemäß—„entschiedene Bekämp- su«g' und„energischer Widerstand" gar nicht möglich. Die erllen tebeusmittelsch'.ffe. Hambor», 25. März. Der für Danzig bestimmte amerika- nifche LebenSmitteldampfer„West Eaenlfax" mit Lebensmittel, der heute früh bei BrunSbüitel angehalten wurde und den Befehl erhielt, die Reife nach der Ostsee abzubrechen und sofort nach Hamburg elbaufwärts zu gehen, hat eine Lebensmittelladung von 0000 Tonnen Mehl und 1500 Tonnen Fett und anderen Leben». Mitteln an Bord. Er soll sofort, nach den durch die Hunger- Blockade im Augenblick am härtesten betroffeneu Gebieten weiter» befördert weiden. Hamburg, 25. März. Der amerikaicksche Dampfer„West Earuifar" traf heute nachn.itlag S Uhr Im Hafen ein und legte am Kaiserln-Auguste-Viktorio-Kai fest. Der Dampfer brachte, wie schon gemeldet.«Xv Tonnen Mehl und 1500 Tonn«« smiitl« g« LetzenSwcktel. bi« neuer Mord. £»B«, 24. März. Dcr seit S Tapen xrschwundcne.Spurla- WiNtsShrer" M esc borg-ft gestern nachmittag als Leiche aui der Saale gelandet worden. Wie die Erimtte- Siingcn ergeben haben, ist er durch einen Schuß in den Hinterkopf getätet und dann in da« Wasser geworfen worden Auf dir Enr.iitelnnz der Täter ist ein« Belohnung von SOOli Mark auSge'ept worden. Tnd fVng tche.?olk5b!att' schreibt dazu:..Wir kbnnrn an? «igener.flenn»is ddr Ding«- ohne den Ermittlungen d«r Krimi-- «alpolizei irgendwie vorgre fcn zu wollen— ergänzend hinzu- fügen, daß es feststeht, daß Keseberg planmäßig und mit ebenso doller Absicht ermordet worden ist, wie Rosa Luxemburg. Karl Liebknecht. Jogich«! und viele andere. Der UTrö« von Zamös oor Gericht. Bari», 25. Märlz. sHavaS.) In dem Prozeß gegen B i 1 1 a t n hat der Angeklag'e gestern erklärt, nut Vorbedacht gehandelt»u haben, und zwar, weil er Jaurei Wirken sin un- ueildoll für da» Volk gdhalten habe. Schon beim Regiment habe e» ihn geschmerzt, seine Kamei ade» unpatriotisch« Lieder fingen zu hören;'e-ne Erb-thiurg fei»ngefichtb der Bedrückung der Elsaß-Lothringer aufs höchst? gestiegen, und er habe zuerst den Kaiser zu töten hcschlos'en. Erbittert Hab» ihn auch der Wid«r- fpruch?aurök gegen da» Gesep über die dreqibrigr Dwusrzcit, da er davon Slörimgen der Mobilmachiing durch Sabotage befürchtet Hobe; iMmatS fei ihn der CBri'ciit« gekommen Faii>«S zu töten. Am Zt. Juli habe«r bei den einrückenden koldaien »veniger Begeisterung gefunden, al» er erwartet habe, aber die Ausführung feine« VorfuheS noch verschoben. Sr sei am Abend lange um das Tafö herumgestreift, in dein Jaurö» sich befanh habe dann abc». einer plötzlichen Eingebung folgend, den Vorhang ge- lüfte: und gefeuert; er Hab« unter einem unwide.stehlicheu Drange geb.n'dckt Daran, daß Jaurö» Frau und Kwdcr Hab«, habe er nicht gedacht. Auf die Frage de« Prästdenten, ob er nichi erwogen Hab«, daß dieser Mord schivere Arbeitcrunriib?» bervorrufen könne, und ob «r nicht an die hervorragende Rechtschaffenheit de» Ermordeten gedcnb: Hab«, erwiderte Villaiti: Ich bin lief religio«, aber da« Gewissen erwachte in diesem Augenblick nicht w mir. sk) Nach diesem verhör wurden die Irrenärzte vernommen, die Villain al» erblich stark belastet ansehen, dargu» auf Verminderung seiner Zurechnungöfahigkeit schließen und meinen, Villain Hab? au« patriotisch.'! Ueberhitzung g.handelt. Darauf ekzäihllen mehrere Redakteur« der.Humanilt' wie der Mord sich abgespielt _ �_._ i Koiiferens der komminalcn ArbellenS e. Di« kommunalen Arbeiterrätr Groß-BerNn« versammelten sich aestern im früheren Herrenhause, um zum Rätekongreß Stellung zu nehmen. Vor Eintritt in die Tagesordnung benchle'e Brosche über Verhandlungen mit dem Kinisterkim»nd dem Quartier im Edenho'el, betrefsend die Schaffung von Einwohner- wehren. Ter RegierungSdcrtrrtrr rrkiärtc, daß der Staat für derartige Einrichtungen kein Geld hätte. Für die öffrnt- ltche Sicherheit würden die Regierungstrup- Pen sorgen. lHeitcrkeit.) Schließlich sei eine Vereinbar»»« auf folgender Basis geiroffen worden: Tie Einwohnerwehr soll die Gemeinde scidiitzcn vor Raub, Plrlneernng inid Diebstahl. Sir verfolgt kein« politischen Kveckr Di« Ritgliedschaft kann jeder Waffenfähige vom 20. Lebensjahre ab erwerben, der nicht vor- bestraft(polltif-he Strahn kommen nicht in Betracht), am �tc ansässig ist und sich fllr die verfassungsmäßige Re- g i« r u n g erklärt. Zur Leitung der Wehr werde vom Eden- Hotel em Vertrauensmann bestimmt, der in seinen Amts- Handlungen bei Kontrolle de« A-»nd S.-Rote« und der Be- moindcvertretvng untersteht. Tie Gründung der Einwohnerwehr dürse nur nach Rückipracbe mit dem A.» u. S.-Rat und der Ge- meindevertretur.g«rlotzen. Zu dem mit Widerspruch aufgenommenen Bericht bemerkte der Vorsitzende, Hälfe« sS. P.), unter lebhafter Zustimmung: Ran soll un» mit derartigen Wehren vom Halse bleiben. Hat sich doch überall gezeigt, daß erst dann Unruhen ausgebrochen seien, wenn Mitifiir erschienen war. Luch die übrigen Di»- kusstonsredner wandten sich gegen den Vorschlag Grofch«. Er sei, führte Dr. Rosenfeld unter Beifall au«, für jeden Sozialdemokraten unannehmbar und keinen Pfennig dürsten die Gemeinden für derartige Wehren bewilligen. Für uns käme nur eine Wehr au» den Reihen der Nassen bewußten Arbeiter der drei sozialistischen Parteien in Betrocht. Da inzwischen Genosse Richard Müller erschienen war. wurde die Debatte abgebt oclen nnd in die Tagesordnung eil» getreten. Richard Müller führte an», daß auch die Aui- fossiing der iommunalen Arbeitcrräte auf dem Rätelonzreß zum »»«druck kommen müsse. Daß die kommunaalen Arbeiterräte bestehen bleiben müssen, auch in den Orten mit sozialistischen Gemeinden, hätten ja bereit» frühere Vollversammlungen ent schieden. Eine Vertretung der iommunaken Arbeilerräte sei aber nur dadurch zu erreichen, hrfc die Vollversammlung der Arbeiter- und Soldatenräte, welche di- Zvahl dcr Delegierten vornimmt, auch lammunal« Arbeilerräte m.tnühtt. De U. S P. D. sei bereit, auf ihr- Kandidatenliste zw«: kouiniunale Atbcilerräte in a»S> sichtsreiche Stellen zu rringen. Die« Ersuchen müßte auch an die S. P. D. gerichtet wetden. In der DiSkufsion sprachen sich sämtliche Redner dahin au». daß auf dem Rätekongreß die Ausgaben und die Notwendigkeit dar kommunalen Arbciterrät« wahrgenommen werden müsien. E» wurde indessen bezweiselt, ob»le»-n der wünschenswerten Weise möglich(«t. Man regte dann einen Kongreß der kommunalen Arbeilerräte Deutschland» Verschiedene Redner erhoben heftig- Verwürfe gegen die Regierung, die durch ihre Verordnungen die Tätigkeit der kommunalen Arbeilerräte eingeengt habe. E« wurde aber auch von einigen Redner-, darauf hingew'esen, daß viele A r- beiterräte selbst Schuld daran tragen, wenn sie von Regierung nicht geachtet worden seien. Können doch viele Ar- beilerrät« den Zeitpunkt ihrer Aushebung nickt schnell genug erwarten. An dies« Bemerkungen knüpfte Genosse D ä u m i g an und beton:«, daß erst die machtine Streikwelle, al» ein Ausdruck der Macht de» Proletariat», der Regierung die Anerkennung der Arbeiterräte abgezwungen habe. fLebhaste Zustimmung.) Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: „Die Vvklvrrsammlunz der kommunale» Arbeiterröte Groft.Vo-'ta« und der»reis« Teltow«nd Niederbarnim bean. troz«, de.«ötekvuzreß„dfle beschließen t Die von der Sikgiernn» angekündigte Gesetzesvorlazr «der dir veranterung der vrtriebSorbriterröte in die See- fassunz lä?t die Arbrtterrötr i« den Gemeinden und Perwal« tungSkörperschafte« unberührt. Angesicht« der Tatsache, daß die Verwaltung nach wie vor fost vSllig in den Händen der alten Machthaber ruht, fordert der Rztel-ngrest auch ersetz. ltche Gruadlageu für dt« Töttakeit der Ar- betterröt« in den Gemeinden uud verwal. «»»aSktroorlchaktr«." xre aveiwen vevauertcn noehr-we Nesimcr, daß See Vollzugs- rat den fomnmiiale» Arbeiterräten nndt da« nötige Interesse gc- schenk»>abe. ES wurde eine Vertretung dcr tonimunalen Ar- eeiterrä.e im berliner VollzupSr«. verlangt. Die Genossen Dünn! g und Müller itimmien dem zu, wiesen aber auf die finanzi n Tchtenerigkeilcn der Durchfübrung de« Antrags hin. E» un�. e oe schloff«», einen AktionSnildsckiiß bcstebend au» je 3 Angehv, ge der drei sozwliftisckfn Parteien zu bilde-n, der dem Vollzugsrat beigeordnet werden soll. Gowählt wurden: Dahle, F r e i m a n n, T o st tS. P D.s. Lang«, K n b t g, Frei- g a n g fll S P. D.), Alb. Müller, Heini«, Hohlfeld (Kammunistenf. Die Fraktionen versündigten sich dann über die Vertreter dcr kommunalen Arbe'terrät«, die auf die Delegiertensiste für den Rätekongreß gesetzt nerton sollen. Zie Berliner Menmhlen. An» dem Zentralrar wird uns geschrieben: An die Nachricht, daß die Arbeiterratswahlen t» Groß- Berlin der technischen Sächiicrigkciten wegen unterbleiben müssen, knüpkt die Redaktion der Freiheit die folgend« Brmer« kung:»Wir haben sefe!rl auf di« technischen Lchtowrigtriten der vom gentralrat ausgeschriebenen Wahl hingemsiesen. Der Zeu- tralrat ist selbst schuld an dem Wirrwarr, der jetzt eingetre- te n tkt" Dieser generelle Vorwurf gegen den Zentralrat ist nnberech- tigt. Die technischen Schn-ierigkeiten siiw. wenn man die Ver- hält,, ist« der ganzen Republik und die kurze Zeit, di« zur Vor bereitnng zur Verfügung stand, in Betnacht zieht, auf der B.'si« dcr Gemeuidetnahl viel geringer, al« bei Betri.bZwahlen. Bei deren Durchfübrung hätten alle Keinen Betriebe, die wenige» als 1000 Arbeiter beschäftigen, zusammengelegt werden müssen. was bei ordnungsgemäßer Durchführung einer monat-lange» Vorbereitung bedurft bäite Da alle Tinzell, Ven Bahlv r- fahren», der verschiedenen örtlii>n verbäliniss« wegen, gar nicht allgemein geregelt weichen konnten, sondern den Bezirken über- tauen bkeioen mußten, so kat der Zei'tralnat mi: d-n Berliner Wahlen an sich nicht mehr zu tun, a?» mit den Wahlen anderer Jemeinden. Am toenigsten aber dam t, daß die zur Durchiühruug der Wähl berufenen Stellen ihr« vorchereibungen zu einem io späten Termin in Angriff nasmen, daß die Wahl selbst unmög- lnh Ivurde. Da« liegt aber nicht an den vom gentralrat heran«- gegebenen R.chtlinicr». Aas dem Vollmgsraf. Der vollzugSrat hielt am 25. März ein« Sichung ah in der ein« Komm sfton der Berliner Zeuerwehrleute erschien Tiefe hotte den Austrag, gemäß eine« Bcichluss«? der am 23. und 24. März tägeuden Bollversammlug des Verein« de» Feuerwehrbcamlen, schärfsten Protest gegen di« Maß- nahmen de» Polizeipräsidenten E. Ernst zu erheben. der die Abberufung de« Besollmächiigten de» A.- und S.-Olale» bei der Abt. Feuerwehr verlangt. Dem Vollzuasral wurde eine einstimmig gefaßt« längere Resolution vorgelegt, in der zum Ausdruck gebrach! wird, baß die Feuerwrbrleut« in dieser Maßnahme eine starke Benachteiligung ihrer beruflichen und Wirt. ichaktlichen Interessen erblicken. 6« verlangen darum die Wiedereinsetzung de« Kameraden Müller ol» Kontrolleur bei der Feuerwehr. Der Vollzu,'»ra! schloß sich diesem Protest an und wählte eine Kommission, di« zusammen mit den Feuerwehrleuten beim Polizeipräsidenten vorstellig wird, um die von ihn, vollzogene Maßnahm« rückgängig zu machen. De« weiteren erschien ein« Kommission de» A.-R. der kam- munalen Betriebe Berlin», welck>e die Abberufung der vom V.-R. eingesetzten kommunalen Volksbeauftragten wünscht. Die Kontrolle de« Magistrat» soll einer von den kommunalen A.-R. gewählten ArbeitAaemeinschakt über! ragen werden. Der V. R. hielt die Abberufung der voitsbeauftragteu für notwendig. E» soll deren bisher ge Kontroll'ätigkeit dem kom munalen Ausschuß de» V»R. übertragen werden. Die Bildung dcr Arbcieegcmeinlchaft der A.-R. der kom- munden Betriebe wurde begrüßt. Sie soll al« Kontrollorgan ihrer Vorgesetzen Dienstbehörden anerkamrt werben. Di« weitere Erledigung bieser Angelegenheit Ivurde dem kommunalen Ausschuß übertragen. Stadtverordnete und Belagerungszustand. Die gestriae Stadtverordnetenversammlung beschäftigte sich mit der E n t sch ö di gu n g» f r a ge für die au« Anlaß dcr Unruh»» an Leben und Gut Geschädigien. Der Magistrat hatte ein« Vorlage gemacht, zunächst 0 Millionen Marl bereitzustellen. um so schnell wie möglich drinaendste Hilfe zu bringen. Di« die EnrschädigungSpflichl geregelt ist und insbesondere, bi» mit Siaal und Reich ein« Verständigung erzielt ist. Da» Icgle der Oberbürgermeister eingehend dar uud bcklagie sehr die Haltung dcr staatlichen Organe, die zu keiner Entschließung kommen können. Herr Wege von der bürgerlichen Vereinigunghiell seine polternde EinleitungSrcde. die bemie«, daß dcr Mann keine blasse Ahnung davon hatte, über wa« er sprach. Er rief nach einem starken Mann, der hätte aufstehen müssen, etwa so. wie e« am Sonnlug eine Reihe Leute im„vaterlSnoischen Sinn«'' getan hätten. Genosse Dr. R o s« n f e l d rechnete mit den Großsprechereien de» Herrn Wege gründlich ad und zeigt«, daß die Schuld an Vom wahnsinnigcii Atieittat auf die Berliner Bevölkerung der unsoziaiislischen Politik dcr Regieruno zuzuschreiben sei. Auch wir wünschen schnelle Hilfe allen Geickädigien. aber nicht vom Standpunkt« der ausgepumpten Hausbesitzer, wie das Herr Weg? will. Ritter bemerkt«, daß er aern gesehen hätte, wenn unser Red«,« auch von der Schuld der Elemente auf der anderen Seite gesprochen oötte. Nach einigen Bemerkungen de» Herrn T a s s e l wurde der Antrag der Unabhäogigen Sozialdemokratischen Frak- tion angenamnien, nach welcher der Magistrat bei Reich und Staat vorstellig werden möge wegen Ucbcrnahme der durch die Unrnben kn+Oondeuen Schäden. Den zweiten Geaenst md der Beratung bildete der Antrag der Ilmrbhäng'gen Fraktion auf Shtfljeftung de» Belage» rungSzustandeö, den Genosse Adolf Hoffmann be. gründet«. Er wir» auf die Ursache dcr so unerhörten Bedrückung der Berliner und Lichtenberg« hin. Eharalteristisch sei die Hand. habung de« BelagerungszusiandeS. Auf der einen Seil« können die Abdeutschen nach Herzenslust für monarchistische Bestrebungen demonstrieren, während den Arbeit«» Ansammlungen untersägt sind. An der Hand eines reichhaltipcn Materials zeigte Hoffmann di« unglaubliche Roheit und Bestialität, unter der wele Hunderte Unschuldig« zu leiden harten und legte dar, wie Leute ohne ge- ringst« Ursache ersckwsscn oder richtiger gemordet worden sind, und wie erst da» Siaridreckt auf Grund von Lügen und Schwindel über die angebliche Ermordung der Lichbenberg« Post, und Polizeibeamten verhängt wurde. He« Koch von der bürgerlichen Vereinigung ist mit der heutigen Regierung nich: ganz zufrieden, w ll sich aber aus den Boden der Talmck�n stellen. Aber die Schießerei>el ein Brndcr» krieg zwischen Sozialdemokraten, und die meisten müssen leiden. Wenn auch nur ein Teil von dem wahr sei, waS Hofimann vor» getragen, habe, s» muß entschieden Einspruch erhoben werden. Andererseits müsse auch die Kehrseite hervorgehoben werden, nach »er wev raateer eseice hffiueTV 2nHssa)!«"imiep.,ii-uniuiiv,i» lumiita seien. Herr NoSk« ist sein Mann, er hm sich den Tank verdient. Dans auch allen tapferen Männern für ihre Hingabe. Brun« sprach für die Mchrhci:«sozialistc!i unter Hinweis auf die eingesetzte UiilrrsuchungSkamlmfsion der preußischen LaiideSversammlung, wenn auch nach anderer Nich:ung hin. doch rech! vorsichtin. Auf beiden Seiten seien die Gesetze der Menschlichkeit verletzt worden. Zu bedauern seien die armen Opfer. Benrafnng müsse verlangt werden Schuld kälten diciciiigcn. die mit dem Feuer gespielt hätten. Tie Mchrheitksozialisten lehnen den Antrag auf Aushebung de« Belagerungszustandes ab, weil sie Vertrauen zur Regierung buben. Herr Dave von den Demokraten kann sich für Aushebung nicht aussprechen, e« sei Sache der- Negiening. den Zeitpunkt der Aufhebung zu bestimmen, denn sie trage die Verantwortung für Ruh« und Ordnung. Herr Sed l a ze k stellt sich noch als Arbeit« vor. hält aber die Maßnahmen der Regierung für angebrachi H o f f in a» n geißelte zum Schluß noch die Mehrheitssozia- listen, die erklärt hatten gegen unseren Antrag stimmen zu wollen. Bei der Abstimmung erhielt der Antrag für Aufhebnag de« Be- lagerungSiuüande« einzutreten nur die Stimmen unserer Ge- nosscn. Di« MehrheitSscziatisten in inniger Gemeinschaft mit den bürgerlichen Gruppen lehnten den Antrag ab. Sie können auch anders. Wenn eZ galt, wehrlose Gestngene zu mischand-ln und zu erschießen, dann tä'en die RegicrungStruppen..ihre P'licht". mit et ihnen die Vorgesetzten acboien. Wenn tie aber wi, klicke Auswüchse bekämpfen sollen, dann versagen sie, d h. wenn et sich lohnt. UnS wird mitgeteilt, daß Di.nStag abend zwißkren 0 und 7 Uhr in der Neuen Schönhauser Straße eine Militärpetrouille sich von mehreren dort stehenden gewerbsmäßigen Glücksspielern Geld in die Hand bnlckan ließ. Ein auf dem Revisionsgang be- kindlicher Feldw be<, darauf aufmerkst«, gemacht, nahm einen Mann der Patrouille fest und führte ihn ab, die beiden anderen iraren fckpell verschvirnden Es stellte sich heran«, daß die Patrouille zu einer Formation von RsgierungStruppen gehört«. .die im Rath.,»« untergebracht waren. Wenn man will, kann.man die Leute i llstellen und ihnen beibringen, daß wir nicht gewillt Md. nach fcuhecen russischen Mustern derartige Bestechungen zu dulden. Vermkfit. Gustav Dettmann ging am Donnerstag früh S Uhr von Hause fort, um E'Nkäute in der Zentralnrarklhall« sAlerander» Platz) zu bcsoige» D. ist bisher noch nichi zuriickgekehrt, er hatte -inen dnnkelgestreiften Anzug. Milllärwantel, Militärmühe und Militärstiefel an. Ferner war er ini Besitze keiner sämtlichen Ausweispapiere.— Mitteilungen werden von Frau Dettmann, Woldenberoer Sir 10. Hof i erbeten Zeuge« gesucht! Die vier Herren, welche am 12. Marz 191D nackmiitag» gegen 4 Mr. einen funaen Mann, der von einem Rrgierungp'oldatcn an der Oberbanmbkllck.' ang�chossen wurde, verbunden haben, werden gebe'en, sich bei Käte Schwitzt. C. 112, Simon-Dach-Str. 26 II, zu melden. Vor allem der Herr in der Dirsckauer Straße, der un« die NachricH brachte Eine Kundgebung der Krlrgsbeschödigtrn und KrlegShinter- blieben«» veranstaltet dcr»Jnternotional« Bund der Kr'-g»- deschcidig'en' am Sonnabend, den 29. März, im Stadthau», Ein- gang Klostcrstraße, abend« 6 Uhr. Kamerad Tiedt sprich! über da« Thema: Lride-.i und Sorgen der Kriegsbeschädigten und Krieg«hinterblk?ß?nrn. Bei der traurigen Lage dieser VolkSgenos- sen, die ihr Beste« in diesem Völkermorden dahingeben muhten, steht zu erwarten, daß der Besuch ein sehr großer sein wird. Relchvbund der Krlegcbeschädlotcn und ehem. Krleg»i«llnehm«e kBezird Eharlottenburg). Giob? öffentliche Dersaminlung Ml'Iwoch, den LS. März, abend« 7 Übe, Im Vollichnu», Nosinenstr. 4. Inges- »rdnung: 1. Portrag de» Kameraden vader über die Aulgab« der Kommunen zegenübor Kriegobeschädiglen und Kriegshinterbliebenen. den vega�satjonen. ■•oa lSuklo�g.�e'm�'�'��no-rein Are»,«. aroß-VerNu, tag, v«. stunde lr»IW°»doldertstr. v». Nächste Itebungs- kL D.-' V ÄV SB i tp/rtt, ststSiA 8. Bez.: Thiel, Älbrechtßr. S7. 7. Bez.: Jakob, Stepha'nstr. 0. TchSneberg. Mitlmoch. 28. Mä z, abend« 7'. 4 Uhr, Mitgliederversammlung IN de, Aula der Hohentollirnschul«. Belztger Str. 48-68. Biiste hoben Zutritt, lllenosse läumig wird Uder da« RStesystem referieren und den Bericht»am Parteilag geben. Tempethof. Mittwoch. 28. d. M., abend, 7!z Uhr, Im LvzeuM, Mermanlastr. 4<», Mitgllederverlammlung. Tagesordnung: 1. Bericht au» den Vemelndovertrete sitzringen. 2. Bericht von der Konsernz bor Gemeindevertreter Grotz-Bsrlins. Gichirald». Heut«. MIttwocki, abend» 7!4 Uhr, Wahlverelnsvee» sammlun« be! Witte.— Die Spedition der„Freiheit- befindet sich beim Genossen 2l. Wendt, Grünauer Str. 27. Bestellungen find nur dorthin zu richten. Ilrel« ssugend Temo-lhof-Marlendorf. Am Sannabend, de« ?8. März, findet In der Aula de» Realgymnastum», Kalserstraße,«in Kunst abend lstrühlinpsseierl statt. Mitwirkend«: Siberchen»� qunrlett, Alfred Beierle. Rezitalionen. Volkschor Tempelhos-Marien«� darf. Saalöffnung Sit Uhr. Beginn 7� Uhr. Eintrltlsharlen bei den Bezlrkesiihrern. in den Konlumgefchäften und an der Abendkass» zu haben. Frei» foz. Zug-nd Pnnkow-NIederschSnhaiifen. Miilwoch, 28 3, abend« tttz Uhr, Mitgliederversammlung bei Gaßmann, Kreuzstr. 14. Berantwortllch für die Nedahtion Alfred Wlelepp, Neukölln.-� Berlagsgenossenlchast„Freiheil-.«. G. m. b®, Berlin.— Druck der Lindendruckerel und Bcrlagsgeselllchalt m. b. H. Schiffbaue�damm 1». Die Berliner Staätanleihe von 1919 ist eine Volfeemleihe, ein jeder soll zeichnen! Tiieater und wznUmM Voihsfifihne. Direktion Friedrich Kaysslcr. 7V Uhr: Die Hefrfit. Opernhaus 7 Uhr: Carmen._ Sebauspieäh ns 7 Uhr: Peer Uhr: Hannerl. Das Oielniäderte __ II. Teil._ K.eJüss faeatsr. 7 u.; BerRewIaflonllf Komische 7kuhr:Sc;iwa�wai({inaM Bezirks- Bildungsausschuß der sozialdemokratischen Wahlvereine(ll. S. P. D.) Am Sonntag, den 30. März, nachm. ZVZ Uhr im Stadthaus, Eingang Klosterstraße Vorträge Llistsplclhaus. «uhr Die spanisct'ieF.iege ESetropol-Tlieater. 7- uhr; Die Faschingsfee. Neues Operetten haus. Schlßbaucrdafnm t.tNorden�SI «uhr: DielgBseiieSnsaaBe Palast-'l healer. 3 Uhr: Plccoiomlni. 7 Uhr: Christus. Lc UUer Trieatt.-ChirlottOBbnrg «uhr Wie es eith gcsällt. 1 tialla-Theater rühr Zur wlllenJümniE!. T neatcr am Nelteiidorlpiatx.' Uhr; WaHensteins Tod, ? uhr; Wn die Lerche Mgl. l iieaier des Westens. «uhr; Mflöiimc Sherry. Wallner-'! heater 7�Uhr: IsSiShE SU�fbUhr: Craf? iTixe�bnrf. Kose-T heater T�Uhc: Pas Drefniiiderllinus CiüitfpJctd. Friedrich Wiihclin- st:idt. Theaters._ \V« lltal la-TI»eater 7- Ulir: Atfsrust derStarke 21. Uitr: Dorn» o�chen. Casino- Theater. :.ftthrinzeiStr..�7.Tfisrl//48Uhr: Der Schlager der Spielzeit. Das nene Berliner Volksstück: Vfiier Knolle. Dazia�rstklassice Spezialität, Stg. 0 U EhrWches Handwerk Wmterganoii täglich 7h Uhr UaMvorstellung Rauchen gestattet. Alexander Moissi für die Berliner Arbeiterschaft. Wir bitten unsere Genossen sich rechtzeitig mit Eintrittskarten zu versehen. Die Wiederholung dieser Veranstaltung ist nur durch besonderes Entgegenkomme» des Herrn Alexander Moissi möglich. Eintrittskarten zum Preise von 1 Mk. sind von Donnerstag ab in den Kreisbüros Gerichtstr. 71, Königsberger Str. 27, Lichtenberg, Neue Bahnhofstr. 31, Neukölln, Neckarstr. 3, bei den Kassierern des 1., 2., 3. und 5. Kreises, sowie im Sekretariat Schicklerstr. 5 zu haben. _________ Der Budungsausschuy. Wchloere'v des 4. Kreises. ZLS.JJ.D. MW{ zu FMprel en von 3,50 M. an bis 2i M. Prima Ausführung 3 Jede Lampe ausprobiert! N elf auswärts Versand per Na h- uahme. Porto extra. 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Erscheinen aller SleBtettt ist Pflicht. LotalvrrwaltNNa Berlin. I.?: Parfür ft. Arbeiler-Sekretar gesucht. Für das ArbeiterfeKretariat Barmen4klb«rfeld wird zum sofortigen Eintritt ein erfahrener Arbeitersekretär gesucht. Nur auf erste Kraft wird reflektiert. Be- Werbungen mit Angabe bisheriger Tätigkeit mit der Aufschrift Ardrlter-Sekretör find bis zu« S. April zu richten an Gewerkschaft«- sekrelariat Barmen, Allee 237. rvwv T TT T Die(Dohrhett Ober Sie BerlinerStrossenkSinple 48 Sehen. Preis 35 Pf. Eine nuMiWe Scbildernng der letzten Berliner Ereignisse Soeben erschienen. Zu beziehen durch unsern Verlag, euch Speditionen, Buchhandlungen, Zeitungshändlar Verlagsgenossenschaft„FREIHEIT" e. G. m. b. H., Berlin, Schiffbauerdamm 19 Berliner Zahn•Institut Klinik-System Königstrelle 48, Eingang Hoher Steinweg vis-i-via vom Rathaus Sprechstnnde 8—13, 5-7. Zahnziehen unentgeltlich Zahnziehen mit Betäubung 2.— Mark. Plomben bestes Material. Zement-Plomb«.............. 2.- Mark Silber- Amal�an-Plombe........... 3.—„ Gold-Amalgan-............ 4.—, Zahnschmelz-Porzellan............ 4.—„ Z&hnereimjeu, blendend weiß......... 2.—„ V akMAwcsf w mit und ohne Platte, erstklassige *>an!TinsrSaiZ Verarbeitung, biMflste Preise Schonendsis Betiandana; aoeh für empfndlchsta Petsonan Angehörige des Depots IIa der Republ. Sold-Wehr werden Hiermit»ufgc'ordert. ihre rfickstlndice Lähnung. gegen Abgabe sämtlicher cmpiangencn Sachen.Donners- tag. den a. de. Mt,.. vormittags zwischc:: II u. 12 Uhr. Woiliner Str. 20, Restaurant. abzaholea. Dkilijchtt ffolmrlit tft-|frbani) Verwaltung Berlin. Tel. Moritzpl. 16323. 3578. Bureau: Berlin. Nungestr. 30. Heute, Mittwoch, den tt«. lv,«iiz IvtS, nachmit ant« v>'n 4 bis 7 Uhr: Wahl der Delegierten zum Verbandstag und zum Gewerkschastskongreb. GDie Wahl erfolgt durch Urabstimmung in den s«l- xciiden 25 Lokalen. 1. Dobrohlow, Swine» 1Z. Mcrkmann, kr. Fronk- munder Str. 11. furter Straße 16. 8. Klimpel, Duncker« 16. Huth, Warschauer straße 83. Str. 61. Z. Gliesche, Kopenhagener 17. Rott, Straßinannstr. 29. Straße 74. 4. Brack, Stcttiner Straße 15. 5. S-esels, Tchulstr. 114. 6. Krüger, Pullitzsir. 10. 7. Habedank, Wiclef- strahe 24. 8. Wald. Pflugstr. 5. ii. Wiemers, Bülowstr. 58. 16. Schult, Mariendorfer Strohe 5. 11. ftluio. Rilterstr. 32, Ecke stahobifeirchsticißt. 12. Ehlert, Koitbufer Strohe 16. 13. Mir. Skaliher Str. 50c. 14. Staden. Michaelktrch- straßc 24. 1«. Schulz, Lichtenberg, Kronprwzenstr. 47. 19. Dräger, Wcißenfee, Lehderstr 122. 26. Thunack, Charlotten» bürg, Wtelandstr. 4. 21. Henkel, Schöneberg, Meininger Str. 8. 32. Marlin. Tempelhof, Berliner Etr. 92. 23. Schmidt, Neukölln, Donaustr. 1, Ecke Res- terstroße. 24. Schenk. Neukölln, Rofenstr. 24. 25. Kodanek, Oberschöne- weide, Wilhelminenhof straße 18. Zu:oahlen stnd 21 Delegierte zum Verbandstag und ei» Telegierier zum Gewerkschaftskongreß. Fedes Mitglied ist wahlberechtigt nnd muh zur Wahl persönlich erscheinen. Als Legitimation ist das Mitgliedsbuch vorzulegen: ohne Mitgliedsbuch wird niemand zugelalsen. Die Mit- glieder wühlen in dem Lokal, das sie am bequemsten erreichen käouen. Wer mehr al» sieben Beitröge rück- ständig'.st, oarf nicht wählen. Stel'tnsdher! Donnerstag, den 27. März 1919,»denk» 7 Uhr, «Rofenlhaler Hof", Rofenthaler Str. 11-12: Zttranchenversammlung Tagesordnung: 1. Stellungnahme zum Berbandstag. 2. Bericht von der Gcnoroloerfammlung. Z. Bericht vom Gautog. 4. Bericht über Verhandlungen mit dem Srbeitgeber- Schuhoerband. «llzühltg JsTzühliges und pünktliches Erscheinen notwendig! Die OitMwtnwituna. WM« Moi am Freitag, den 28. März» in den Hohen stau fcn s älcn. C ottbuser Damm?« Thema: Relchsbank und Arbeitslosigkeit. Ref.: Fr. Holhe-Ritter. Stg!,« pl>llt Ich 7 Uhr. eintritt frei; ?reiianll-7reigeill- Bund» Berlin-Steglitz, Berderstr. 22. Zkuthkn-Mlersdorf. Heute, Miltwock, abends 8 Uhr, findet in Micrsdorf bei itrüger Ver ainmlung des Wahl» Vereins 11. S. P. statt. Zahlreiche!- Erso. einen erwünscht. Der>vorstaud. Bund Neues Ualtriand. Herrenhaus: tDisrgca, Donner 4>t«g.»7. März.'IS Uhr Vortrag: Hetmuth von G e r l a ch: AerZssammthitruch her ikutschku jlslriipolittk. jta te> zu 1 Marl an der Abendlasje. Zum 1. April d. I. ist die hiesige Gemeinde-Vorsteher- Stelle neu zu besetzen. Bewerber wolle» bis zum 25. März er. ihre Zeugnisie. Lebenslauf und Angabe der vehaltsansprüche einreichen. Kammunalbeamte, Kriegsbeschädigte werden bevorzugt. Niedertchne. den 14. März 1310. Kr«i» Beeskow-Storkow. Der Gemeindevorsteher. 2.«4 Frant- -Z- Spezial-Bebandtniig+ von Gosshleclits-, Haut- o. Harnleiden joder Art b. Männern ti. rranen. HarBröhrcnMsflüsse.Syphms. Mnndans- bröche, Flechten. Qcschv, Bein leid., Mannesschwacheusw.nach Pnnirint Dr. SarrntB» ir�IgnlckM, pitluii Ri>lrirf.kni möglichst sebmergio«, ohne Operation a. Berutsotörung. Auch Anwendung der wissenschaftl. anerkannten n. glänzend bewährt künstl. Höhensonne. Auf Wunsch Sasabo-Behandl. Spezial-Behandlung 4* von Geschlechts». Haut- und Harnleiden Jeder Art bei Männern nnd Frauen,»pei. Veraltete, hnrt- ntckjre Harnleiden u. Austlllsse. Oeschuräre. Ausschlag etc. Mannessciivächc. Ehrlich- Hata-lSalvaraan) Kuren. Blutnntersuchaug. Liebt, und Finscn. Behandlung. Eigenes ÄÄaTWaSitSTSÄaiE"""'■l Loser, MBütstr, 9, SlCt�SSasSlS. Botenfrauen werden noch in nachstehenden Speditionen eingestellt: s e r i i u: V i e tz, Raumerflrcßr 33. 5» reylch. triebet jttute cOL H en tel, Uiebumitr. 18. iadbarth.«ich-edttchple» 2. c tt a t r, übttumstrak« 14. t«rt chmer. btufmuicr«naß« 92. 3> d r i u S, Sietnmet ftiafce 23. Beiert e». gtcnSburgcr Streß« 3«. e 33. Spanöau: «»»»•«. enlliflc.«4. 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Präsident Lriiicrt: Auf Grund de« Gesetze» betreffend die vorläufige Ordn-ung der Staatsgewalt in Preuhen berufe ich zum Präsidenten des Minislcriums den bisherigen Vorsitzenden der preußischen Regierung und Minister des Innern Hirsch In das DtaatSministcriui» berufe ich zum Minister d«S In- nern den bisherigen Justizminister Heine, u st i z- m i n- st e r den Rechtsanwalt und Mitglied der LandcSvcrsamm- lung Dr. Am Zehnhoff, zum Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung den bisherigen Minister Haenisch. zum Fi- nanzministcr den bisherigen Finanzminister Tr. Südckum, zum Minister für Lancwirtschait, Domänen und Forsten den bis- hcrigcn Minister Braun, zum Minister für Volkswohlfahrt den Generalsekretär der christlichen Äewertscha! en Teutschlands Etegerwald zum Minister der öffentlichen Arbeiten den Direktor der Lstseezciiuna und der Stettiner Druckerei Oeser in Stettin, zum Minister für Handel und Gewerbe den bisherigen Minister F i f ch�i e ck, zum Kricgsminister den bisherigen Kriegt- minister Cforj Reinhard. AiiS der StaarSregierung scheiden damit aus der Minister des Inner», Polizeipräsident Ernst und der Minister der Lesfent- lichen Arbeiten Hoff. Dam t ist die erste parlamentarische Regierung Preußent gebildet worden. Ministerpräsident Hirsch: Dt« Hauptaufgabe der Regierung ist. da« Land auf dem Boden der Demokratie neuen, gesichcrien Verhältnissen cntg g« z führen. Freiheit und Ordnung, das sind die Grundpfeiler, auf denen sich das neue Preuße» aufzubauen hat. Auß dem alten P r c u ß e�n. das für alle Zeiten dahin ist. wollen wir in die Zu- kunft hlvübcrnehmen das, was gut an ihm war: den schlichten Geist ernster Pflichterfüllung und den Geist nüchterner Sachlich- »it. Durch eine schwere Zeit muh unser Land hindurch. Da» neue Preußen wird sich, genau wie das alte, wieder.groß- hungern" müssen. Dazu kann es manche jener Eigenschaften nicht entbehren, dte da, a I t e P r e u ß e n g ro ß gemacht haben; andere jedoch, die mit dem Preußen der Vergangenheit der» knüpft waren, staatliche Bevormundung, enge» Kastenwesen und blinder Autoritätsglauben haben in dem neuen Preußen keine Släit«. Au« der weltgeschichtlichen Tatsache der Revolution sind nunmehr die Folgerungen zu ziehen.— Wir sind für die Auf. rcchlcrhaltung des einen und unteltbaren Preußen«, bis der beut. fch« EinheitSgedanke auf der ganzen Linie siegt. Die Borarbeilen für rine demokratische Verwal» j|.#fe'otm zugleich mit dem Ziel größerer Einheitlichkeit und Einfachheit sind in Angriff genommen. Der Land rat soll nicht mehr, wie bisher vielfach, der Beherrscher de» Kreise« und Vertreter einer Minderheit sein, er soll zum Fre»»d und Tier- traucnSmonn der gesamten Einwohnerschaft werden. Die Selbst. Verwaltung ist auszubauen. In der Gemeinde, im Krci» und in dr Provinz haben die gleichen demokratischen Grund- «chte zu gelten wie im Staat und im Reich. Di« Bestrebungen der Selbstverwaltungskörper zur Kommunaliüerung sicher Betriebe, die hierfür reif find, inSbesanbere der VaS-, Wasser- und Tlettrizitä Swcrie sowie der Perke rSui, lerne h- mungen. werden von der Regierung gefördert werden. Die Rechtspflege muß unter Aufrechierhaltung eine« unabhängigen Richterstande» volkstümlich gestalte, werden. Ein besonders wichtige« und ernste« Kapitel bilden unsere Finanzen. Die Deckung de» Mehraufwandes der Allge- meinen Verwaltung ff, für da« Jahr 19,9 nur möglich mittel« namhafter Erhöhung der staatlichen Zuschläge zur Einkommen-»nd Ergänzung« st euer. Damit wird die geplante und bereit« in Vorbereitung befindliche organische Neuordnung dieser Steuern unter oerechtcrer und wzialmr Verteilung de» Steuerdruck» noch dringlicher al» bisher. In dem verarmten Staate, fn dem wir auf absehbare Zeit sein werden, gilt unsere Hauptsorgt dem Nachnnichs. der e« ein- mal besser haben soll.(Lebhafter Beifall.j Sdwe« Wunde« hat der Krieg, hat vor allem die Hungerblockade dem Volk«- körper geschlagen. Hier Heilung zu bringen, die phnsische und sittlich« Kraft de« Polkc« zu heben, bisher vernachlälfigte Gd- biete auszubauen, betrachtet die Regierung al» eine io ernst« Aufgabe, daß st« alle der Wohlfahrtspflege, insbesondere der WvynungSreform und der öffentiichen Gesundheit dienenden Einrichtungen in einem neu zu begründenden WohlfahrtSmtnistreiu« zusammenfassen will. Ein« Vorlag« hierüber wird der Lande»- verlawmlung al»bald»ugchcn. Die Einrichtung de» geianiten Schulwclcn» soll da» Recht jede» Kinde» ohne linterschied de« Ge'chlechl» aus Biidunz und Erziehung nach Maßgabe seiner Fähigkeiten und seines B lduiig».villeiiS ohne Stücks xl« aus Per. mögen, Stand und Glauben der Eltern gewährleisten. fLeb- daiter Beifall.) Auf die gemeinsame Grundschule soll sich die wciterführcitde Schule ausbauen. Mit dem Abbau der vorschul, ist unverzüglich zu beginnen. Dal Atel ist dt« EinhrilSfchule. fDeifall.s Die einleitenden Meßr.abtnen zu ihrer Verwirklichung werden alsbald ge rofien werde-». Bis zur endgültigen Regelung durch ein SchuV-esetz ist durch soiortige Abänd« rung de» Schulunierhaltungsge setze» den Gemeinden da« uneingeschränkte Rech: zu gewähren, die Simultanschule mit wahlfreiem toukeffto- uelle« Religionsunterricht einzuführen. Mv dem Einjührig.orriwitligem- Vorrecht ist sofort auf- zuräume«. lT arkrr Beifall.) Tie Nnentgeltlichtrtt de» Unter« richt» und der Lerumit el ist alsbald durchzusühren; besonder« tveaabien, soweit st« mi lellos sind,.st für den Besuch höherer Lehranstalle» jede mögliche Erleich crung zu gewähren. Die öffentlich« staatliche Schule steht über den politischen Partei- und religiösen Bekenntnissen. In allen Schulen ist Lehrern und Schülern der Grundsatz unbeding er polst scher und religiöser Duldsamteet gewährleiste'.. lLebbafier Beitall.) Bi» zur end- gültigen Regelung de« Verhältnisse« zwischen Staat u md Kirche, sowie der S'ellung von Schule und Kirche zu- einander ist der Religi-Suulerricht!n allen Schulen für vehrer «nd Schüler wahlfrei. Die Entcheibung über die Teilnhme an hm haben bi» zum Eintritt des religionSmün-d'.gen Alier« d e kltern zu treffen, danach die Schäl. r ielb't Lehrer und kchüler dürfen außerhalb de» Religionsunterrichts zu keinerlei Keligionsstbunaen gezwungen werden. fLcbhafler Bestall.) Da» bestehende Rech' de» Staate», allein da» Recht der Schulaufsichl atisznühen, wird aufrecht erhal en und restlo» durchgeführt. Die Schitlaursicht ist durch Fachleute au«- «uüben. Die ertstchulanksicht ist in jeder Form sofort z»t be- fertigen und die Schulleitung tollcnial auszugestalten Eni« Reform her Lehrerbtldvng mit dem Ziel der Hochsckmlbilduna wird in Aussicht gestellt. B» zur eitdaükiigen Regelung wird allen Lehrern die Universität geöffnet lLeb» haster Betfan.) Hand in Hand mit dem systematisch au»> zubauenden Fortbildutv». und Fachschulwesen, auf dem Gebiete der Landwinschastz de» Handwerk», de» Handel» und de» Ve- »ettage zur..Freiheit-. werbe«, muß gegen die Auswei'ung de» getsttgen Horizont» und Siärkutig der GcmülS- und Berslandeeiräst« brc tcster Poll«» schichten durch das Volkshochschulwesen, dessen Hebung sich die Regierung ganz besonder» angelegen sein lassen wird. Auf unseren Hochschulen sollen auch solckfe Personen und Rich- tungcn zur Geltung kommen, dt« bisher in den Schatten gebannl waren. Wissenschastlich« Tüchtigkeit vnrd künftig allein ent» scheiden. lLcbbafter B« fall.) Da» staatsrechtliche und finanzielle Verhältnis zwischen Staat und Kirche soll auf dem Wege der Vereinbarung und unter Vermeidung öffentlicher tti.a veriönlichcr Schädigungen mii dem En dz i et beiderseitiger welbsländ gleit neu geotdnei werden. Der Ministerpräsident spricht dann über die Unterstützung der Lantevirtschast: Dringend geboten ist, dte Umgestaltung der Besitz- und Vetri«b»verhältnisse durch Schaffung von Wirtschaftseinheiten, die den höchsten Er- trag gewährleisten; ersorderstchensalls durch Anwendung des Vor- kausSreckst», der Enteignung und Aufteilung.(Lefchstte Zuftiin- mung links.) Die Privatforsten müssen grundsätzlich der Staatsaufsicht unterstellt werden. Die systematische Si.detung zur Besserung der Wohnung»- und Wirtschaftsver hälliiiss« der Bauern und Arbeiter muß sortgesetzt und erheblich verstärkt werden. Ter sozialen Lage der Landbevölkeruiig muß mehr AusmerksantZeit al» bisher zugewendet werden mit dem Ziele, auch ihren Anteil an den Kulturgütern»u ermöglichen (Lebhafter Beifall.) Den Wiedetaufdau unserer Industrie wird die Regie- rung nach besten Ktäften fördern. Er ist nicht denkbar ohne da« Per bleiben der Bod�nsckwtze de» Saargebiet» und Obevschlrsiens im StaatSverb»id.(Stürmischer Beifall auf allen Seiten de» Hause».) Gewissenhaft wird die Staatsregierung mitwirten bei der Durchführung der SoziallfierungSgesetze de« Reicht» entsprechend den Befugnissen, die von diesen den Einzel- staaten zugewiesen werden. Die Durchführung der Arbetterfchutzgesetze ist durch sorgfältige Nobeyvachung der gewerblichen Betriebe durch die Ge- iverbeaussichtSbeamten unter Mitwirkung der Arbeiterorganisationen und der Arbeiterräte »ach Maßgabe der ReichSgesctze sicherzustellen. Die Gewerbe. inspektion ist systematisch au»zut>auen. Die Arbeit»- Vermittlung ist auszugestalten mit dem Ziele einer inrmcr umfassenderen Bcherrsckgtng de» ArbeitSmarktc». Der Berufs- beratung läßt die Rogiening besondere Förderung zuteil werden Da» sckiwer darniederliegendc Handwerk soll durch die Ler- sorgung mit Rohstoffen billigen Kredit und Aufträgen wieder auf- gerichtet und ebenso wie der Meinhandel durch Förderung seilte« genossenschaftlichen Zusammenschlusses gekräftigt werden. Vor- brdingunz für die Durchführung unsere» Programm«, für den fveiheillichen Aufbau unsere« Staatswesen» und die Erneuerung unserer Wirtschaft sowie für jede sozial« Reform sind Arbeit. Ordnung und Achtung vor den vom Volk selbst gegebenen Gesetzen der demokratischen Republik. Die Regierung wird deshalb mii allen Mitteln ieden Bruch der öffentlickien Ordnung verhindern, woher«r auch kommen mag.(Lebhafter Beifall.) Sie rechnet hierbei auf bi« latträftige Unterstützung aller Vokk»- aeuossen. Unsere wärmste Fürsorge gilt allen, die unter der Aufrecht erhalhtng der Hungerblockade durch die Entente leiden, inSbesoa- deee den auf» schwerste geprüften Frauen und Kindern.(Leo- hafte Ztisttnrrnung.) Möge der heißersehnte Frieden bald da« Ende dieser Leiden bringen und möge dieser Frieden in Wahr- bei! ein Frieden der Gerechtigkeit werden. Ein dauernder Frie- >en und nickt nur ein Wafkenstillstand, der den Keim zu neuem Vötkermord in sich trögt. Die Regierung bittet die LandeSver. sammlung um ihre tatkräftige und vertrauensvolle Mitarbeit -Lebhafter Beifall und Händeklatischen. Zuruf der Unabhängigen. Wo bleibt die Amnestie?) Finanzministe? SfiferTtimt nnterbreitet« den Entwurf eine» Gesetze« über die dorkänffge Rezrlnng dr» StaatShauIhalte» für das Rechnungsjahr 1919. Er enthält dir Ermächtigung zur Fortführung der Gefchöste für April bi» Juni 191g. Reben der allgemeinen Ermöchtizung ist eS erforderlich, Mittel zu solchen Maßnahmen bereit zu stellen. die zwar erstmalig im HaitShaftSentwurf« für da» Jahr 1919 erscheinen, aber so dringlich sind, daß sie auch nicht um einige Wochen oder Monate hinausgeschoben werden können. In Rück- sicht auf die Steuerzahler und im Interesse der GeschöstSver- einfachting soll die Deckung durch Zuschläge zur Einkommen- st euer und zur Ergänzung« st euer aufgebracht werden. Die für die vorläufig« Regelung de» Staatshaushalt? nolwen digen fügnng gestellt werden, und zwar in Höh« von zehn Mit- liarden Mark. Die«chnfben sind dan S'A Milliarden Mark Ende Oktober 1918 auf 0 MIlltarde« Mark End« März 1919 emporgeschnellt Außerordentliche Besorgnisse erregt aber die Tatsache, daß da« bedeutende Unternehmen de» Staate», da» tzrenßisch» Etsenbohnwrsen, beinahe dS"ig zerrüttet ist; anch auf einer Anzahl anderer Ge- bie'e ist mit Verfchlechterunaen zu rechnen, die einen Ge''am«. fehl bei rage von 2400 Millionen Mark ergeben,«in Abschluß. der überhaupt noch nicht dagewesen»ft uns nicht ander» alo kntastrovhal genannt werden kann. Zur Deckung der eriorder- lichen Mehransgaben reicher. He alten Einnahmen nicht mehi a»«. obwohl sie auf einzelnen Gebieten, z. B. dem Stenerwefen und der Fotstverwaliung erhebliche Verbesserungen aufweisen. Die gewalSig« Sinnahmeverschiechterung der Eisenbahnen hat un» zur Erhlhnng der Personen, und Gütertarif» gezwungen weil wir den Grundsatz festhalten müssen, daß die Betriebsverwaltung de» Staate», wenn sie schon nicht Ueber- schüffe bringt, mindesten« bre«t»gaben selbst decken kann. Dl« Tariferhöhungen sollen 1480 Millionen Mark bringen. S-.e solle» diese Summe bringen, ob sie sie bringen werden, ist noch sehr zweifelhaft, da der Fehlbetrag bei den Eisenbahnen 2222 Mit- lionen Mark»eträgt. von denen immer noch 780 Millionen Mark ungedeckt bleiben. Angesicht» d-eler Zustände bleibt inie nicht» andere» übrig, al« durch«ine ErzänzungS- antethe einen Ausgleich zu schaffen. Die Nrsackic» der Zerrüttung»er linanz-ellen Verhältnisse find der Krieg mit seinen Folgen in seinen feinsten und gröbsten Au». strahlnngen. Am auffälligsten ist die erforderlich gewordene Erhöhung der Löhn«. Gehälter und Teuerung». zulagen. Darin dürfen Sie nicht ohne Kritik eine Folge der politischen Umw'lntng vo, 191« seben. ss-iir die Slaalwerwal- lung war e« völl-ig auSgeschloffen. dem Drängen der Beamten nitd Arbeiter auf Erhöhung der Löhne auszuweichen, angesichl» der ungeheuren Lohnumwälzung und der Verfchiebnng der Le- benSverhäitmfs«, die durch me Utrsinnigkeit und Uebertreibuug de» sogenannten Hindenburgvrogromm» herbeigeführt worden find Diese» Programm wollte die ledle wirtschaftliche Kraft au» dem deutschen KoUt herausholen, ohne mnwA 26. Mrz 1919 Rücksicht auf die finanzielle Wirkung. Dte äußerste Anspannung der wtttichaftlichcn Kruft habe auch ich für nöt.g gehalten. Den finanziellen Toil de« Prog.aimn? haue ich seiner Zeit bekämpft und halte ihn überhaupt für den verhängnisvollst«» Schritt, der auf wirtschaftlichem Gebiete während de» Kne- de« geschehen ist. Tie ungewöhnlichen Lahnunterschiede zwischen der Privatindustrie und den Siaatsbelriebcn, machten in die'en da« Festhalten an den Löhnen schlechterdings unmöglich. Zu- gegeben, daß die Revolution, wie das auch der Finanzminister Simon gesi-gi bat, stellenweise?» einer Lohnbewegung eist» ivürdigt worden ist; in der Hauptsache ist für den Umschwung auf dem Ge-bie!« der Lohnpolit.k die vollkommen ver» kehrte Wirtschaftspolitik de» Reiche» verant- wortlich zu machen. Zu der ungünstigen Finanzlage hat auch die ErwerbSlosenunterstützunz, für die wir 1018 nicht weniger als 3S0 Millionen ausgegeben haben, beigetragen. Gewiß ist sie von minder gewissenhaften Leuten ausgenutzt worden, ober glauben Sie, daß der jetzt z. B. in Berlin gezahlte Satz von 7 M. mit den Zuschlägen für Frau und Kinder bei den heutigen Preisverhältnissen zu hoch ist? Ich glaube, er ist zu niedrig. Tie Höhe der Unierstützung muß aber ihre Grenze ftuden in der LeistuitgSfächigkeit des Ganzen d«»- wegen muß sie auch verschiedenartig gestaltet werden, und da» macht e» beiriigerischen Elementen umso leichter, sie auszunutzen. Aber den witklich Armen, bei beim bellen Willen und trotz aller Bemühungen keine Arbeit findet, dürfen wir darunter nicht leiben lassen. Reben dieser Ursache der finanzieNen Zerrüttung sind e» dt« wiederholt von der SpartakuSgruppe erzeugten Un- ruhen und Unordnungen, die für die Finanzverwaltung die sehl'wmsten Folgen nach sich"gezogen und d-mt Laude bedeutende Opfer gelöste! haben. WaS uns nottut, ist die Erkenntnis, daß Arbeit a» sich selbst adelt, daß bei der ethischen B.-wer- lung der Arbeit kein Unterschied zwischen einem Straßenfeger. einem Beamten, einem Lehrer, einem Regimentskommandeur usw. gemacht werden darf. Richt Glcickcheit der Bezahlung muß an» gestrebt werden— da» hat auch die Sowjetregierung auSdrück- lich abgelehnt— sondern die Gleichheit der Achtung vor der Arbeit Kommen wir dazu, dann«Verden wir auch eine hellere, srenndlichete Zukunft für nn« oder doch fü« untere Nachfahren erreichen. Gelingt uns da» nicht, dann mögen wir Räte bilden, soviel wir wollen, da? Vvl? wird zu» gründe gehen(Zustimmung), dann werden auch innere Kämvfe und Bürgerkriege, die unfern Boden von neuem mit Blut düngen, bloß»m eine neue Form de» Zusammenleben» zn schaffen, zu nicht» führen, was Bestand hat. Alle müssen zu- lammenstehen al» eine Schick'alZgemetnschast, da» Land soll allen gehören, allen eine wohnliche Stätte bieten,»ber e« kann auch von jedem beanspruchen, daß er tein« Kraft, Fähigkeit und Begabung restlo» in den Dienst der Allgemeinheit einsetzt.(Leb- hafler Beifall.) Im Sinne de? Goethescken PrometheuS-Worte«: „Allen Gewalten zum Trotz sich erhalten, nimmer sich beugen, kräftig sich zeigen, rufet die Arme der Götter herbei."(Leb- hafter Beifall.) Auf Antrag de» Abg. Dr. Schmedding(Z.) wird hierauf der Notetat sofort an den SiaatShanShaltSauSschuß überwiesen. Zur Beratung gelangt nunmehr die förmlich« Anfrage der Dem. über die Annekliontabsichien der Polen. Dazu liegen vor der Antrag Budjuhn, Dr. Hötzfch(D.Nat.) auf Verstärkung de» östlichen Grenzschutz«», auf Auslausch aller Gefangenen und Geiseln in der Provinz Posen, auf geordnete FlüchilingSfürsorge, auf Wiederherstellung der Handel«- und Ver» kehrSbezichungen zwisckien dem besetzten und dem unbesetzten Ge- biet in der Provinz Posen, ans LchadloSballung der dortigen Deutschen, auf Beseitigung der polni'chen Postz-niur und Presse- beschrön kiing it'>v.-. und der Antrag aller Parteien: „Die preußisch« LandeSversammlung erhebt schärfsten Widerspruch gegen«ine gewaltsame L«»re!ßung ♦ von Teil vberschlesien». Pofen». West- und Ostpreußen» und gegen ihre Einverleibung in Polen; denn in diesen LandeSleilen be- finden sich weite Gebiete mit unzweisellast deutscher B.völlermtg, und in den meisten übrigen Gebieten ist die deutsche Bevöllerunp so zahlreich, daß sie nichi al» iinbestrcitbar polnische Gebiete an» gesprochen werden können. Die preußische LandeSvcrsammIiing ist einig in dem Willen, unter keinen Umständen von den 14 Wilsonschen Punkten abzugehen. Punkt 13 diesei. Bedingungen läßt eine Abtrennung der genannten Gebiete mcht zu. Sie würde einen groben Vertragsbruch darstellen. Dil preußl-che Landesversainmlung erhebt ferner schärtsten Wider- spruch gegen die beabsichtigte Landung polnischer Truppen in der kerndeutschen Stadt Danzig. Unterbleib! die Landung nicht, so besteh: die dringende Gefahr, dnß in Westpreußen der Bürger. krieg zwischen Polen und Deutschen mit allen seinen Verderb- lichen Fotgen«»»bricht. Abg. Armifohn-Thorn.(Dem.) begründet die Jnserpeklabion. Den Gcwaltläligkeilen der Polen iit nicht rechizestig und nicht mit genügender Entschlossenheit en'gegengetr.'ten worden Und später hat da» Machtgebot der Entente jeden Widerstand verboten. Der wohlorganisierte polnische Aufruhr droht Preußen die Posen fch« Kornkammer zu rauben. In Posen überwiegt die deutsche Be- völkeniitg in weiten Gebieten; ein« läO Jahre alte deutsche Kultur hat dein Lande den Stempel ausgeprägt Schlesien hat seit un- denklichen Zeiten nietnal» zu Polen gehört, allerdings spricht in Obcrschlesicn ei» erheblicher Teil der Bevölkerung eine polnisch« Mundart, diese Wnsserpotacken können aber deswegen doch nicht al» Nationalpelen gelten. Sie wollen auch In ihrer überwiegenden Mehrheit nicht» von Polen wissen. Die Polen haben e» nur auf die reichen Bodenschätze Oberschlesicn» abgesehen und wollen diel Gebiet, gestützt auf fremde Bajonette, an sich bringen. Da» kann nicht die Einleitung eines dauernden Weltfrieden» sein. Auch di« Meeittrcn in Ostpreußen sind ebensowenig Polen, wie die Kaffube» in Wcslprenßen. Wetlprettßen gehört völkiich. wirtschaftlich, kul- inrell durchan» zu Deutschland, und da» entspricht auch der ge. ükrchttuhen Entwicklung. Zur Zeit zählt Westprcnßen unter 1.7 Millionen Bewohnern 1.1 Millionen Deutsche, bat also eine stark« dent'che Mehrheit, von den Stödten hat Eibing 100 Prozenh Danzig 97. Graudenz 86, Thorn 62Vi Piozeni deutsche Bewohner Ter deutsche Elftrakter Danzig» wird selbst von den Feinden nicht in Zweifel gezogen. Abg. Tr. Hoehsch(DNat.): Alle Partelen diese» Hause» sind in der polnischen Frage einig. In Posen werden die Deutschen in unerhörter Weise vergewattigi. In einem Konzentrationslager ichmach en jetzt noch 2600 Deutsch«. Anstedlersöhne will ma» -wingen. in die polnische Truppe einzntrelcn Dank verdienen der Grenzschutz und dir Bnrgerivehren. Danzig»nd Westpreußen müssen deutsch und vor feindlicher Besehung bewahrt bleiben, sonst entsteh! der Bürgerkrieg, der dann den Einfall der Bolfchewi'ten zur Folge hat. Wir haben die Empfindung, al» ob die Regierung fcko» Polen von ihrem Konto abaesetzl hat. Die gewu.idenen Erklärungen Erzbergcr» machten Viesen Eindruck. Da? darf aber unter keinen Umständen geschehen.(Beijall rechtS.1 Minfsterpräsident Hirsch: Die Regierung denkt nicht daran. die Ostmark preiszugeben. Wir haben alle» getan, um die polni- Ickten Ansprüche abzuweisen. Wenn wir diefc« Ziel nicht erreicht haben, t« sind diejenigen daran schuld, die diesen Krieg verursacht haben. Diese Leute sind Identisch mit den früheren Trägern der Polenpoiitik. lLachen recht» und Zurufe: Herr von Gerlach?) Wir waren mit de» Ansichten de» Herrn von G e r» lach nicht einvcrsta ndcn, und e» ist Ihm daher auf seinen eigenen Wunsch diese» Ressort genouuuea worden. Wir hatten rnwyi j>ie Macht, mit Waf-fe n H e Zv a kt i«l Nfltwmb« gegen die Polen vorzugehen. Der Miiiisterpräjsident gibt Auskunft über den Gang der WarpenitiWandsverfjandlungcn. Den Wirkungen des MbruchS der Deohandlungen können wir mit Rübe «ntgegensechen. Die preußische Regierung betrachtet eS als ihre vornehmste Pflicht, alle Angriffs« aus doS Stoatsgebiet abzu« wehren, namentlich die Aspirationen der Polen auff Wastpreußen, Posen und Cfrerschleffien werden von cht abgelehnt. Bei der Durchführung des Wilsonlchen Programm? gegenüber Preußen verlangen wir Rücksicht nicht nur auff die zahlenmäßige, sondern auch auf die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der beut- scheu Betwlkerung. Darüber wird die Fricdcnsabordnuug mit eingehendem statistischen Material versehen werden. Wir werden zur Wahrung der Rechte Deutschlands gegenüber den völlig übertriebenen Forderungen der Polen alles tun im Per. trauen auf unser gutes Recht. fLebhaster Beifall.) Abg. Wcndc-Bromlbcrg sSoz.): Angesichts der neuesten Nach- richten aus Paris ifft die Polensrage besonders brennend ge- worden. Mit Phrasen ist dem Deutschtum im Osten nicht ge- dient; wir stehen ganz einfach der Tatsache des ungeheuerliche» Hasses zwischen Deutschen und Polen gegenüber, der durch die Bvlenpolitik geschaffen worden ist. fWiderspruch rechts.) Gerade Sie haben den Raub der Muttersprache gegenüber den Polen unternommen uird sie von Grund und Bodcn vertrieben. Ihre AnsiedlungSpolitit hat schon 4w frieden dem Posener Polizeipräsidenten von dem Knesebeck das bezeichnete Gutachten abgerungen, daß durch Sie der Haß (je gen die Deutschen in die entferntesten polnischen vütten getragen würde. Ohne diese Politik würde der polnische Adel bei seiner Persolgung der großpolmschen Polieik unter keinen Umständen die Gefolgschaft des polnischen Volkes gefunden haben. Wenn Deutschland durch einen Gcwaltfriedcn zur Preis- gäbe dcutsch-'polnischer Gebiete gezäoungcn wird, wird die deutsche Arbeiterschaft nicht ruhig' bleiben. Desheltb muß es sich die Regierung sehr überlegen, ob sie einen solchen Friedensvertrag. der nicht auch den Frieden für die Ostmark bringt, überhaupt unterschreiben will. Wir verlangen, daß den Polen auf dem Wege der Verständigung ihr Recht wird, müssen allerdings zugeben, daß es Schuld der Polen ist, wenn bisher alle Per- itändigungsveriuche gescheitert sind. Di« Polen müssen sich aber mit den Ergebnissen einer Volksabstimmung auf Grund des Selbstbestimmungsrechtes der Völker unter allen Umständen ab- finden. fBeiffall bei den Sog-) Abg. Dr. Schulte fZentrum): Polen ist von Deutschland in den Sattel gehoben und lohnt ihm dafür mit schnödem Undank. Abg. Lichtenstcin(U. S. P. D.): Meine Fratiion hat sich dein Antrag 114 aus rein fach- Ii che n Gründen angcffchlossen. Haffatifftische Absichten lagen uns dabei natürlich gänzlich fern. Wir stehen auf dem Boden des Wilsonschen Programms und sind der Meinung, daß damii eine Verständigunet der Gerechtigkeit und ausgleichenden Billigkeit auch Mischen uns und den Polen ermöglicht wird. Punkt 13 des Wfflsouschcn Programms handelt ausdrücklich von Polen und steht Volksabstimmungen für strittige Gebietsteile vor. Wie legen den Hauptwert auff das Selb st best im- mungsrecht. Deswegen wenden wir uns gegen die Anwendung von Gewalt Verschiedene meiner Vorredner haben versucht, die Schuld an den Zuständen im Osten der falschen Seite zuzuschieben. Schuld allein trägt die verkehrte Polenpolitik von früher. Herr Dr. H o e h s ch behauptet zwar, für eine Verständigung zu fein. Der Inhalt seiner Rede stand damit im Widerspruch. In anderen Landestoilen, in Oberschleffien zum Beispiel, ist es zu einer Verständigung gekommen. Wenn dies in Polen nicht der Fall ist.jo kann man unmöglich den Arbeiter- und Soldaten- raten eine-schuld aufbürden. Die BevölSerung ist vielmehr durch die g a n z verfahrene P o l i t i k, die bis in die neueste Zeit Unein getrieben wurde, waßloS erbittert Word es ffl. tzn OB??. schleffieu lag eS ähnlich. Dort haben die Arbeiter- und Soldaten- rät« durch"vernmiffliges Vorgehen beruhigend gewidt.(Widerspruch.) Wir verlangen also Volksabstimmung für die strittigen Gebiete. Der Landung polnischer Truppen in Dan zig dagegen können wir nicht zustimmen. Wenn polnische Truppen in Dairzig lan- den würden, wäre der Ausbruch des Bürgerkrieges wahrscheinlich. lind das wollen wir verhüten. Es ist von anderer Seite darauf hingewiesen worden— und ich muß dies ausdrücklich bekräftigen— daß in den Gebieten noch immer die alt e, verkehrte Politik betrieben wird. Namenilich der sogenannte Grenzschutz zeichnet sich durch hakatistischcs Trei- den aus. Politische Verfolgungen sind dort an der Tagesordnung. Die vorgetragenen Fälle«ließen sich noch bedeutend vermehren. Man hat gesagt,'die als Pole» bezeichneten Teile der Bevölkc- rung seien vielfach aar keine Polen. Das trifft nicht zu. ES sind Slawen, die durch die Zkadelstichpoli.ik aufgepeitscht sind. Sorgen Sie dafür, daß die polnische Arbeiter- schaft nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in politischer Hinsicht zufriedengestellt wird und alle drohenden Gefahren werden beseitigt sein. Nach weiterer unwesentlicher Aussprache wird der gemein- same Antrag aller Parteien angenommen. Stächst« Sitzung Mittwoch, 12 Uhr, Anfragen und Anträge. Deutsche Aakoua'wersammlunl?. 28. Sitzung. Dienstag, 23. März. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung gegen'Ai Uhr Auf der Tagesordnung steheli Anfragen. Abg. Dr. Ricßer(D. Vp.) führt Beschverde über Vergewalti- gungen deutscher Zeitungen in der Pfalz durch die französische Besatzungsbehörde. Regierungskommissar Dr. Hacmmer: Tatsächlich liegen Blätter aus der Pfalz vor mit Artikeln, die offensichtlich unter dem Druck der französischen Zensur gegen den Willen der Redaktionen aufgenommen worden sind. Die Pressezensur der Pfalz wird fori- gesetzt in schmählicher Weise'geknechtet. Wir sind im Spaa vor- stellig geworden und hoffen, daß Marschall Foch den zuständigen französischen Befehlshaber zur Rechen säast ziehen wird. Abg. Kuhnert(U. Saz.) behauptet, daß die Truppen des Generals Macrler durch mangelhafte Ueberwachung den Plünde- rungen in Halle Vorschub geleistet haben und wirft ihnen Un- Menschlichkeiten und Ausschreitungen vor. Major Gilsa: Die Regierung jst bestrebt, eine ausreichende Polizei- und Wehrmachit zu schaffen sBeifall). Auch von anderen schweren Ausschreitungen in Halle hat die Regierung Kenntnis bezw. von der schändlichen Ermordung des OberstltS. K l ü b e r. (Sehr richrtgl) Abg. Kunert: Wann wird endlich der organisierte Meuchel- mord aufhören?-(Unruhe.) Major Gilsa: Ich habe meiner Antwort nichts hinzuzufügen. (Unruhe b. d. Soz.) Abg. Haase(U. Soz.) fragt nach den gesetzlichen Grundlagen de» Erlasse» de» Reich?- Ministers, wonach, wer in Berlin mit der Wafte kämpfend ange. troffen wird, auf der Stelle erschossen werden sollte. Major Gilsa: Dieser Erlaß ist wieder aufgehoben worden, sobald die Ordnung in Berlin wieder hergestellt war. Abg. Haase fragt nach den Gründen de» Verbot» der Zeitun- gen„Freiheit" und.Plepublir". Major Gilsa: Die beiden Zeitungen wurden während der Berliner Kampftage vorübergehend ver boten, weil sie in gemein- ' SeflhrWisr WeVe äuff di« ohnehin erregte Siffülmau.' eines Teile» der Berliner Bevölkerung eingewirk! hatten«Zastu....u,ng>. Abg. Haase: Es scheint zum System erhoben zu werden. unseren Fragen auszuweichen.(Unruhe.) In welchen konkreten Tatsachen hat sich die Gemeingefährlicheit dieser Zettungen offenbart? Major Gilsa: Ich habe auch hier meiner Antwort nichts hinzuzufügen.(Heiterkeit. Großer Lärm b. d. U. Soz.) Es folgt die Interpellation Grocber(Z.), v. Paner(Dem.') und Gen. betreffend Maßnahmen für die mittleren und kleineren Gewerbe, und Handeltreibenden und die Interpellation Arnstadt u. Ge n(Dnai) bctressend Wiederaufbau der während des Krieges stillgelegten oder ge° schwächten Betriebe gleichzeitig zur Beratung gestellt. Abg. Wetzlich(Dnat.j begründet die Interpellation Arnstadt und Gen. Im Ausland propagiert man mit allen Kräften die freie WirtPhafr, und man schmunzelt über unseren Sozi alt- sierungstaumel.(Sehr richtig! rechts.) Durch solche Maßregeln hemmt und fesselt man die freie Initiative der tüch- tigen wirh'chaftlicken Persönlichkeiten, die sich nicht in die Zwangs- sacke der Sozialisierung necken lassen, sondern sich schließlich r» nötigt sehen, blutenden Herzens ihrem Vatcrlande den Rücken zu kehren Abg. Irl(Z.): Durch die Revolution und durch die S o z i a l i- sierungsexpcriment« baben sich die Aussichten �ffür Handiverk und Gewerbe seitdem sogar noch verschlimmert.(Sehr richtig! im Zentrum.) Zur Beantwortung der Intervcllation nimmt das Wor! Neick&wirtschaftsminister Wissel!: Es ist unmögliche den Zustand von 1914 wieder herzustellen und jeden einzelnen Beirieb in seine frühere Wirtschastsgeltung wieder einzusetzen. Die Zer-. trümmerung des Wirtschaftslebens ist nicht aus die Revolution zurückzuführen, sondern eine Folge des Krieges. Die preußische Eisenbahn Verwaltung hat Aufträge von rund zwei Milliarden Mark gegeben,(ftwijchenrus: Nicht für da? Handwerk!) Für das Handwerk allein nicht, sondern auch für die Industrie; nur im Rahmen der Ge samtfür kor ge kann auch für das Handwerk gesorgt werden. Tic Rcichkverwaltung bat Aufträge im Werte von einer V i e r t e l m i l I i r d e gegeben. Beim Neuaufbau denken wir nicht an eine Fortsetzung der bureankraftichen Methoden der Kriegswirtsch-rst, wir werden vielmehr Sekbstverwaltunaskörper der einzelnen Er- werbsgruivpen schaffen, wobei Fachausschüsse für die Beavbeilung der einzelnen Fragen vorgesehen sind. Nur im Zusammcn'chluß liegt die Zukunft auch des Handwerks. Die organische Neu- gcfftaltung der Wirtjchafi wird zu einer empfindlichen Bc-. schränkunq der Einfuhr nach Art und Menge zwingen. Wie wir unter der Zwan�wirtschast den freien Handel sich entfalten lassen sollen, ist imr unverständlich. Nur wenn wir aus der Rasignation erwachen, werden wir tarkrästig unser Schicksal in die Hand nehmen können.(Beifall lints.) Abg. Brachne(Soq.): Es ifft nicht wahr, daß die Revolution das ganze Wirischafftslcben zugrunde gerichtet hat. Das hat der Krieg getan.(Sehr richtig! b. d Soz.).Wir wollen alles tun, um den Kleingewerbetreibenden zu Helsen. Die Zusichc- rungen des Ministers Wissel! gehen weiter, als die der früheren Regierungen.(Sehr richtig! b. d. Soz.) Das Haus vertagt die Wciterberatung aus Mittwoch 3 Uhr; außerdem Wahlprüiiungen und kleine Vorlagen. Schluß gegen 7 Uhr. Mllsche»achrlchlen. Die Abschaffung des Adels für Bayern hat der bayerisch« Landtag beschlossen. Bayerischen Staatsangehörigen ist cS ver- boten, die Verleihung des Adels eines anderen Staates anzn- nehmen.___ PIANOS MaiMilnzstr.16 große Auswahl gebrauchter. In eigener Repa« raturw-rkstatt wie neu hergestellt, sowie neuer Pianos. Panzerplatte, weiße Filze. Kupferbespannung 1800 Mark. Klavierstimmer Adam, Mflnzstf*. 16« P nett and Kebraacht IAN0S, FLÜGEL ROmtllldt A,' G., Le'pzigerStr. 119/120 Spezial-Arzt LQeschleelitsleiden («PCX. veraltete, faartnäcklEC Harnrühren- Aasnütse. Geschwüre. : Ausschlag. Mnndausbrüche. Mannesschwäche. Genen Syphilis elxene Heilmethode verbunden mit Salvarsan-Kuren. Urin- u. ! Blntuntersnchnnaen. 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Revolution, Genossen Emma und Hermann Müller; , die herzl. Glückwünsche � 1 , Der Bezirk Borsigwalde i der U. S P.<> ><>00000 siemennüldt| .Die Freiheit" wird den Lesern vom 1. März ab durch Botenfrau zugestellt. Die Spedition befindet sich Wattstr. 13 1 bei Nowottny. Hiermit die traurige Nachrieht, daß unser[ lieber Kollege Hermann Kit' er seinen schweren Ver- (eUungen. die ihm von der Noskegorde am 4. März zugefügt wurden am 21. d. Mts. erlegen ist. Die Einäscherung findet am Donoerstag. den 27. d. Mts.. nachm. 4 Uhr in Baumschulenweg-Treptow atart.' Treffpunkt'M Uhr vor dem Krematorium. Wer sein* Arbeit für unsere Sache kannte wird wissen, daß w ir ihn nie vergessen werden. Die Arbeiterschaft der{ Firma Riebe, Welßensee. «.Wehlkreis U.SJ>.0. 3, Abt. Bzk. 530. Am Donnerstag, den 13. März wurde unser Genosse, der Maschinenschlosser Geoig Pil.'brardt KastanienaMee29 von der Noskegarde erschossen. Ehre seinem Andenken- Die Beerdigung findet am Mittwoch, d 26.d.Mts nachm ttags 4 Uhr von der Leichenhalle des SegensfrieJhofesln Weißensee, Gustav Adolfstr. 67/74 aus statt Um rege Beteiligung ersucht der Vereland. Rechtsrnt! v. Haeuhler. Bor. fiaftratze 11(Stetttnn«ahuh«si ÜSertTituM Dar allm, audi au»- märtifitr»«richten. SHelchelduugä- A iurenten-Stratiach.n!»nahen- a-Inche. L-Pt» Erialg«:» Wenete. 7 Wach n 9 längnl» erlesfenl( (htalgtrithe Halteutlaffungü-Se- suche. Biete Anrrfcununger. Rai- erteitung nuisonft.»uch Sann- tag varmtna-iü._| Todes-Anzciße. Aln unschuldiges Opfer Noeke'scher Ord- nungswut verstarb am 20. 3. an den Folgen der schweren Verwundung durch Regierungs- truppen mein lieber Mann, unser lieber Vater. Großvater und Schwager, der Kraftfahrer Hermann Ritter Lichtenberg, Nieder-Barnim-Straße 23. Die trauernden Hinterbliebenen. Frau Angnsfe Ritter. Familie Seiner. Bolzes. Endrnhn. .Di« Einäscherung findet am Donnerstag, nachm. 4 Uhr, im Krematorium Baumschulen- weg. statt. Wir haben keinen lieben Vater im Himmel. Sei mit dir im Reinen! Wfir" einer droben in Wolkenhöh'n Und würde dar Schauspiel mit anseh n, Wie mitleidslos, wie teuflisch wild Tier gegen Tier und Menschenbild Wütet mit Zahn und Gift und Stahl. Mit aus"esonnener Folterqual. Sein Vaterherz würd' es nicht ertragen. Mit Donnerkeilen würd" er dremschlagen. Mit tausend heiligen Donnerwettern Würd' er die Henkersknechte zerschmettern. 6. Wahlkreis U. 8. P. D. 18. Adlig.. Bezirk 817 a. Nachruf. Am Dienstag, den II März wurde unser Genosse der Seemann(Ma- tr0SCKurt FrSbel Bieseuthaler Str. 18. von der Noskegarde in derFranzösIachenStraße ermordet. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Nachrai I Am 22. März früh V4 Uhr entschliel sanft, nach 5 Monaten schwerem Krankenlager, unsere liebe Kollegin und Mitarbeiterin Fried» Hab» im 27. Lebensjahre. Die Kolleginnen und Kolleren derHalUrstallos IN der Osram-Werke. Die Beisetzung erfolgt am Mittwoch, den 26.3. nachm. 3 Uhr von der Leichenhalle de* Em- miusfrledhois. Neukölln, Hermannstraße. Ehre Ihrem Andenken! MlinussifintitlW SScm 28. d. M. befindet sich die Spedition der.zrecheit- Werder S ettsse 31. Dortselbsi werden auch LoleasraueNgw�gllL Voten krauen welche In der Nütze des Msg» debnrger PI. wohnen, werden verlangt Maria Döring, Steinmetzstraße 23. Zeitungsfrauen sucht Lehanann, Liablg- ._ atralla 10.._ Qeschiftsa teile: N 39. Schön walder Str. 411 Ab 2. April 1919: C 2, Bürobaus Börse, Bergstraße 27. Unser Mitglied Herr Hermann Ritter Niederbarn tnstraße 21 ist verstorben. Einäschdruns 27. März, nachm. 4 Uhr Krematorium T reptow-Baumschulenwef. Danksarunr. Für die Teilnahme bei dem Hinscheiden meines innigseiiebten Mannes, sage Ich allen Verwandten, Freunden und Hckannten, insbesondere Herrn Tcschkc für se-ne trefflichen Worte am Sarge des Veistorbenen. den Genossinnen und Genossen der 37. Abtls. Berlin IV tü. S. P.), sowie dem SIngcrchor. dem Verband der Brauereien und den Kollegen des Böhmischen Brao- hauses auf diesem Wese meinen aufrichtigsten Dank. In tiefem Weh Anna Rundmann Wilhclm-Stolie-Str. 6.