Einzelpreis 10 Pfg+ Jahrgang 2 Die Freiheit erscheint morgens und nachmittags, an Sonn- und festtagen nur morgens Der Bezugspreis beträgt bet freier Zustellung ins Haus für Groß- Berlin oder bei direktent Poftbezug ohne Bestellgebühr monatl. 2,50 m, bei Zustellung unter Streifband 4,50 m. Die reiheit" ift in den ersten Nachtrag der Postzeitungsliste für 1919 eingetragen, Redaktion: Berlin NW. 6, Schiffbanerdamm 19111. Jerbrecher: Amt Norden 2895 und 2896. Mittwoch, den 2. April 1919 Nummer 157 Morgen- Ausgabe + Jnferate foften die achtgespalt. Nonpareillezeile oder deren Raum 80 Pf., Kleine Anzeigen" das fett ebrudte Wort 40 Pf., jedes weiter Wort 20 Pf. Teuerungszuschlag 50% Bei Familien und Versammlungsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den darauf folgenden Tag müssen spätestens bis 3 Uhr nachmittags bei der Expedition aufgegeben fein. Expedition: Berlin NW. 6, Schiffbanerdamm 19. Fernsprecher: Amt Norden 9768. Freiheit Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Gegen das System der Gewalt! Genossen und Genosinren! nung auch für die Gewaltherrscher von heute kommen wird; an beers als Noste und seine Geisiesverwandten in der Regierung wird dann das Proletariat die Gebote der Menschlichkeit nicht vergessen. Die Lage im Ruhrgebiet. Patrioten! Von H. v. Gerlach. Die alldeutsche Deutsche Zeitung" läßt sich unter dem 29. März aus Flensburg telegraphieren: " Die Flensburger Handelskammer hatte mit einem rein wirtschaftlichen Auftrage eine Abordnung nach Kopenhagen, gesandt, die von dem Flensburger Sommeraienrat hübsch geführt wurde. In der dänischen Hauptstadt wurden die Flens burger Bertreter von allen Parteien empfangen. Dabei foll Sommergienrat Hübsch erklärt haben, daß die Stimmung in Flensburg start umgeschlagen sei und man damit redjnen tönne, daß in Flensburg allgemein der Wunsch auf Anschluß an Dänemark bestünde." Die Politit der Regierung wird von Tag zu Tag arbeiterfeindlicher. Die militärische Nebenregierung der Garde- Kavallerie- Schüßen- Division herrscht mit unbeschränkter Machtvollkommenheit. Tausende von Personen, zum größten Teil Arbeiter und ArbeiEssen, 1. April. terinnen, werden verhaftet, Hunderte sind grausam hin- Soweit sich die Lage jest übersehen läßt, hat die gemordet, wehrlose Gefangene roh mishandelt worden. Streitaufforderung der Spartafiben nur geringen Erfolg gehabt. Die größte Zahl der AusStreifende Arbeiter werden mit Maschinengewehren unter ständigen ist im Dortmunder und Wittener Bezirk, von wo Entziehung der Lebensmittel bedroht. Streifbrecher die Bewegung ihren Ausgang genommen hatte. Im Obergarden werden von der Regierung gebildet, um das haufener Bezirk ist nur die Beche Lohberg ausständig. Auf Streitrecht, das elementarste Recht der Arbeiter, für das den Bechen Gewerkschaft Deutscher Kaiser und in Hamborn sie ohne Unterschied der Parteianschauungen seit Jahr- wird überall gearbeitet. In den Bezirken Altendorf, Werden Die Flensburger Handelskammer rüdt in einem entund Hattingen sind die Bechen Gottfried, Wilhelm und rüsteten Protest auf das entschiedenste von der Tätigkeit zehnten gekämpft haben, niederzuknütteln. Victoria, im Effener Bezirk die Zechen König Wilhelm der drei Herren ab, verurteilt aufs schärfste die Aeußerungen und Amalie vom Streit betroffen. Auf der Seche Serfules, und bedauert tief das eigenmächtige, unverantwortliche Borwo die Belegschaft gestern ausständig war, ist die Arbeit gehen der Abordnung über den ihr anvertrauten Auftrag heute wieder aufgenommen worden. Ebenso arbeiten die hinaus". Belegichaften der Bechen Langenbrahm und Königin Elisabeth. Im Recklinghauser Gebiet sind die Belegschaften der Bechen Augusta Bictoria und König Ludwig ausständig. 3u Rubestörungen ist es nirgends gekommen. Der Boden des Gesetzes wird mit vollem Bewußtsein verlacht. Der Belagerungszustand wird über immer weitere Gebiete verhängt. Die Klassen der Bevölkerung werden mit verschiedenem Maße gemessen. Den Bürgerlichen und den Offizieren wurde in Berlin erlaubt, auf den Straßen Demonstrationen zu veranstalten. Die Arbeiter dagegen werden in der Ausübung ihres BerSammlungsrechts verhindert. Noch niemals im Deutschen Reiche, selbst unter dem reaktionärsten Regime des alten Kaffertums nicht, sind die Arbeiter so verächtlich behandelt worden. Bochum, 1. April. Im biefigen Bezirk bat die Streitbeweдuna an Ausdehnung gewonnen. Neu in den Streif eingetreten find folgende Rechen: Friedrich der Große, von der Heydt, Julia und Alma. Infolge der Gassperre konnten die Volksküchen in Bochum schon heute mittaa kein Essen Gegen dieses brutale System müffen die Arbeiter mehr verabfolgen. Wenn der Streit auf der Reche Sibernia überall im Deutschen Reiche in wuchtigen Bernoch anhält. wird Bochum in den nächsten Tagen auch ohne sammlungen profeftieren. Wir fordern Euch elektrisches Licht und elektrische Kraft sein, da das Elektriauf, Genossen und Genossinnen, sofort an die Veranzitätswerk Westfalen von Hibernia mit Licht und Kraft staltung dieser Versammlungen beranzutre- versorgt wird. fen. Auch die Frauentagsversammlungen müssen in diesem Sinne ausgenutzt werden. Das Zentralfomitee der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Keine Menschlid teit, feine Sentimentalität! Die Zukunft Danzigs. Paris, 1. April.( Reuter.) Die Frage des zukünftigen Schicksals Danzigs ist noch ungelöst. Wahrscheinlich wird die Frage so gelöst werden, daß die Stadt Danzig und die Bahn, die sie mit dem pol. nischen Eisenbahnsystem verbindet, internationalisiert werden oder daß darauf das Mandatsystem Anwendung findet. Arbeiterräte in Böhmen. Wien, 1. April, Die Unruhen in Frankfurt a. M. Der Lokal- Anzeiger" hat einen Vertreter der Reichsregierung, der leider nicht mit Namen genannt wird, darüber ausgefragt, was von den Gerüchten bon neuen goßen Unruhen in Berlin zu halen sei und darauf folgenden Bescheid erhalten: Die Regierung sei über alle Nach einer Prager Meldung der Blätter fand bort eine foBorgänge auf das genaueste unterrichtet und auf alle zialdemokratische Massenversammlung statt, in der beschlossen Eventualitäten hinlänglich vorbereitet. Gie wurbe, überall Arbeiterräte zu bilden und den Kampf um würde mit rüdsichtslrfer Schärfe eine solche Bewegung nieder- die Diktatur des Proletariats aufzunehmen. fchlagen. Auch die Uebergriffe der Regierungstruppen und anderer Organe würden in teiner Weise eine Milderung ber Maßnahmen herbeiführen. Der Regierungsvertreter behauptete bann, daß sich in bürgerlichen Streisen, besonders unter den Bei den gestrigen Unruhen wurden, soweit bis jebt fest Malern, ein gewisses spartatistisches Stolettieren zeige. Aber," so gestellt werden konnte, 11 Berfonen getötet, darunter 7 Blün sagte er:„ Bei unseren Maßnahmen darf nicht die Menschlich derer. Von den Polizeitruppen fielen 2 Mann, ein britter wird bermißt; auf feiten der Matrosen wurden 2 getötet und 7 schwer teit sprechen, auch nicht die Kunstliebe, sondern nur nüchterne verlegt. Bis jest wurden über 20 sehr schwer verlegte Blunderer Vernunft." Der Regierungsvertreter schloß mit folgender den Krankenhäusern zugeführt. In den frühen Morgenstunden Drohung:„ Die Reichsregierung wird keine Sentimentalität zeigen. wurde das große Lebensmittelgeschäft Büdle u. Baumgarten von Bur Illustration ihrer Stellungnahme dient ja ihr heutiger Plünderern heimgesucht, denen 200 Bentner Butter, 70 000 Gier und 100 Zentner Fett in die Hände fielen. Erlaß." Frankfurt a. M., 1. April. Frankfurt a. M., 1. April. Di Arbeitersdaft veiß längst, daß sie von einer Regierung, Nach verhältnismäßiger Ruhe während des Vormittags in der ern Noste ben Krieg der weißen Garden gegen das Prole- wurden heute mittag nach 12 Uhr neue Ausschreitungen berübt. tariat organisieren darf, weder Menschlichkeit nach Sentimentali- die wiederum in der Altstadt begannen. In der Allerheiligenstraße tät zu erwarter hat. Sie wird sich aber nicht abhalten lassen, den versuchte der Mob, in Lebensmittelgeschäfte und Bädereien ein Kampf für ihre Befreiung aus dem kapitalistischen Joch so zu stehenden Polizeiträste rüdten ben Plünderern sofort entgegen. au aubringen, um zu plündern. Die gesamten zur Verfügung führen, wie es die Notwendigkeit erfordert. Die Kanonen. Die Kämpfe find zur Zeit noch im Gange. Minentwerfer und Maschinengewehre sollen den Nosfegarden als Stampfesmittel belassen werden. Die Arbeitersdaft fann, wenn fie will, ein tausendfach stärkeres Kampfmittel anwenden, das ist die Verfügung über ihre Arbeitertraft. Wann sie von diesem Kampfmittel Gebrauch machen will, das wird fie felbst bestimmen, sie wird sich von der Regierung nicht provo mieren laffen. Denn die Arbeiter wijen, daß der Tag der AbrechAus dieser scharfen Sprache der Flensburger Handelsfammer müßte man schließen, es handele sich bei der Handlungsweise der drei Flensburger Herren in Kopenhagen um etwas für Flensburg ganz unerhörtes. Nun liegt mir aber eine Gingabe vor, die am 22. Januar aus Flensburg abgegangen ist, und die Unterschrift von 104 zum Teil sehr bekannten Firmen trägt. Diese Gingabe lautet: „ Angesichts der nahegerückten Möglichkeit, daß die neue deutsch- dänische Grenze ohne Abstimmung und dann direkt nördlich und westlich von Flensburg festgelegt wird, und in Anbetracht der Tatsache, daß die deutsche Reichsregierung das Wilsonprogramm als Friedensgrundlage anerkennt und Wilson felbst sein Programm so ausgelegt hat. daß durch das Selbst. bestimmungsrecht bestehende wirtschaftliche Zusammenhänge nicht zerrissen werden sollen, bitten bie unterzeich neten handelsgerichtlich eingetragenen Fir men bie beteiligten Mächte, insonderheit die deutsche und bãnische Regierung, darauf hinwirten zu wollen, daß, sofern die Bisherige Grenze nady Euden verschoben wird, dieselbe nicht hart an Flensburg berbei, sondern soweitsüblich der Stadt als möglich geführt wird, damit die Stadt ihre Eristensfähigkeit behalten kann. Wir sind davon überzeugt, daß eine Grenzlinie Wassersleben- Babburg- Tondern die Lebensbedingungen der Stadt untergraben würde." Daß bei dem kommenden Friedensvertrag die bisherige Grenze zwischen Dänemark und Preußen nach Süden ver schoben wird, ist selbstverständlich, nachdem wir das Wilsonprogramm und damit das Selbstbestimmungsrecht der Völker anerkannt haben. Die in Nordschleswig kompakt zusammen. lebenden Dänen wollen au Dänemark gehören. Die dänische Regierung und das deutsche Auswärtige Amt haben sich unter der Hand bereits über die Linie verständigt, die am zweckmäßigsten die künftige Grenze bildet: nördlich von ihr gibt es fast nur Dänen, südlich von ihr fast nur Deutsche. Es ist das die Linie, gegen die die 104 Patrioten in ihrer Eingabe vom 22. Januar protestieren. Die dänischen Chauvinisten heben gegen die vernünftige Mäßigung ihrer radikalen Regierung, die es nicht nach über wiegend deutschem Gebiet und damit nach einer deutschen Irredenta innerhalb Dänemarks gelüftet. Sie möchten am liebsten ganz oder doch fast ganz Schleswig haben. Und nun kommen die 104 handelsgerichtlich eingetragenen Firmen Fiensburgs und liefern den dänischen Chauvinisten die schneider.dften Waffen gegen ihre eigene Regierung. Flensburg ist eine fast rein deutsche Stadt. Die 104 Lrterzeidiner der Eingabe vom 22. Januar sind auch fast ausnahmslos Deutsche. Und zwar dieselben liberalen Dentichen, die während des Serieges jeden pazifistischen De mokraten meiner Richtung als Mießmacher, wenn nicht gar Vaterlandsverräter zu fennzeichnen pflegten. Solange fie glaubten, daß es Deutschland gut gehe, fonnten sie nicht lau! genug Hurra schreien, nun aber, wo es Deutschland schlech! geht, möchten sie sich in die rettenden Arme des Ausland! flüchten. Crankfurt a. M., 1. April. Eine Bekanntmachung des Polizeipräsidiums berfügt Sie wünschen, die Grenze möglichst weit nach Süder Straßensperre ab 7 Uhr abends. Kinos, Theater und Wirtschaf ten müssen bereits um 6 Uhr schließen. Um den Verkauf geitohle borgeschoben zu sehen, also am liebsten wohl bis zum Nord nen Gutes zu verhüten, wird der Straßenhandel, der sonst oftfeckanal hin. Diesen Wunsch auf möglichste Verkleine üppig blühte, verboten. Wer Waffen trägt, wird als Plünderer rung Deutschlands übermitteln sie nicht nur der dänischen betrachtet und bestraft. Die gefährdeten Gegenden wurden von Regierung und den Alliierten, sondern auch der deutschen Polizeitruppen, die mit Sandgranaten ausgerüstet find, abgesperrt. Regierung. Gemütsmenschen! 0214 Die Flensburger Dandels- und Industrieberren, die 8111 Canemarf wollen, find fast ausnahmslos feine Tänen. Sie Find Deutsche- dem Namen und der Sprache nach. Ju Babrbeit sind sie nationalgeschlechtslose Rapi. taliitenfeelen. Ubi bene, ibi patria! Sie baben fich früher über die vaterlandsloie Sozialdemokratic entriiftet. Jebt inchen sie sich selbst ihr Vaterland da, wo ihnen hr Profit am besten gesichert idwint. Der Tert ihrer Notionalbymne scheint mir zu lauten: Mammon, Mammon über alles, über alles in der Welt!" zum Getreu dem Beispiel feines grohen Vorbildes eine ( Wolfgang nicht Heinrich) erklärt auch Echöpflin den Aufruf zur Bildung der Streifbrechergarde für ein bedauer liches Mißverständnis", ohne allerdings die Gründe anzugeben, aus denen dieses Wisverständnis entstanden ist. Merkwürdig genug ist es, das sich immer nur die Maßnahmen der Regierung als Mißverständnisse berausstellen, die fich gegen die Arbeiter richten. zu an etnen Streit der vrediginer uberhaupt gebacht werden fonnte, das scheint uns das niederdrückendste Zeugnis für die herrschende sittliche und menschliche Verwirrung zu sein. Im Felde half der Arzt in den Lazaretten, im Kampfe, den Menschen, gleidbiel, ob sie französisch, deutsch oder eng. lisch redeten. Coll jetzt. Im Frieten, das franke Kind, die gebärende Frau eines streifenden Arbeiters, eines Simmell beutfchen Arbeiters sterben müssen, weil Herr Schöpflin zieht seinen Aufruf zurück, dessen Wirk der. der helfen fann. einer politischen Frage wegen jamfeit Samit erloiden fei. Cb auch die Garde- Kavallerie nicht belfen will? Tas darf nicht sein! Das Blatt appelliert ichließlich an die medizinischen als vorsichtiger Mann nicht mit. Wie wenig sich die G.-. Schüßen- Divifion diefer Meinung ist, teilt Gerr Schöpflin Körperschaften Teutichlands, damit der Aerztestreit zu einem Sch.-D. um seine Anordnungen fümmert, mag man aus der Ser Wissenschaft und Menschlichkeit unwürdigen Vergehen Tatsache erfeben, daß sie feinen Aufruf willkürlicher gestempelt wirde. Wir glauben nicht daran, daß dieser gänzt hat und nicht nur eingreifen will, bei„ nicht ge fichant Eine von vielen Taufenben tesuchte Barteiversammlung der appell irgendwelchen Erfolg haben wird. Es handelt sich nehmigten wilden Streife", sondern auch bei Streifs, bie 1. S. P D. in Danzig nahm einstimmig folgende Ent hier um einen Kampf der Klaffen und dabei steht der weit nicht von der„ Mehrheit der Arbeiterschaft" gebilligt werden. atts große Teile der deutschen Mediziner auf der Seite der Da die G.-.- Ech.- D. darüber zu entscheiden hat, weiß man, " Im Namen von 11000 organisierten unabhängigen Bourgeoisie. Die Arbeiterschaft weik das längit, denn sie was das bedeutet. Aber will uns Herr Schöpflin nicht auch Sozialdemokra'en Westpreußens erhebt die heute in der Sport- hat schon vor 70 Jahren von Karl Marg gehört. daß das fagen, ob die Bildung der Streitbrechergarde durch die halle torende Versammlung Einspruch gegen eine Kapital die Wissenschaft und ihre Vertreter in seine Dienste G.- R.- Sch. D. nun auch wirklich unterbleiben wird? Berschacherung deutschen Gebietes zugunsten gestellt habe, damit es als feine Sklaven fapitalistische ausländischer Stapitalistengruppen. Wir wollen deu sch bleiben, Interessen wahrnehme. Die westpreußischen Parteigenoffen und die Botenfrage. Schließung an: weil die Pulunit der westpreußischen Arbeiterflaffe im polnischen Stact nicht gesichert it. Wir fordern das Selbstbestim= mungsrecht für die Bevölkerung Westpreußens und erwar'en von der deutschen Regierung unbeding'es Ein.re'en in diesem Sinne Wir deutschen Arbei.er mach.en die Revolu.ion, um mit den Völkern zum Frieden zu fommen, nicht um in die Knechtschaft des internationalen Großfapitals au geraten. Der Internationalität der Bourgeoisie sehen wir die proletari dhe Internationale entgegen. Wir haben Anspruch auf einen gerech'en Fr eden. Verweigert die Entente diesen der deutschen Arbei.erschaft, so bleib: ihr nur übrig, bie Brole tarier ganz Europas zum Etura der kapita Liftenregierunnen aufzurufen. Wir führen den fritischen Stard der Bolenitage auf die falsche äußere Bolitit Lod pigelei. In den letzten Tagen mehren sich die Fälle, in denen höcst verdächtige Personen sich an Parteigenoffen herandrängen und ihnen Pläne zur Beschaffung von Waffen und zur Beseitigung bestimmter Personen der Regierung unterbreiten. Auch wir müssen uns jest täglich solchen Gesindels erwehren. Ein Konflift in Koburg- Gotha. Für Montag war nach Gotha eine gemeinschaftliche Sibung der Landtagsversammlungen der Freistaaten Koburg und Gotha cinberufen trorden Die zehn Abgeordneten der Unabhängigen Sozialdemokratie aus der Gothaif: ben Lan ein, den sie damit begründen, daß durch die Revolution bas desversammlung legen gegen die gemeinsame Tagung Protest Staatsgrundgesetz aufgehoben sei und teine Gemeinschaft mehr zwischen den beiden Bundesstaaten bestehe. Die Sibung wurde hierauf durch die drei Vollebeauftragten von Gotha, die der Un abhängigen Sozialdemokratie angehören, geschlossen. Die unabhängigen Sozialdemokraten laben für den Wolfs. Grundfäße enthält: der deutschen Reg erung gegen Bolen und Rußland zurück und Der Zwed ist deutlich! Man braucht einen neuen Vorftaat Gotha eine Verfassung borgelegt, die folgende fordern den Rüdtritt ber Regierung und die Bilwand zur Entfesselung des Bürgerkrieges. dung einer rein jozialistischen Regierung." Der weiße Schreden in Württembera. in Genossen, seid auf der Hut! Keine Waffen für die Weißen Garden. Erfurt stattfand, faßte folgende Entschließung: Eine Reichskonfereng der Rüstungsarbeiter Deutschlands, die Die Reichskonferenz der Vertreter der Waffen- und Munitionsarbeiter Deutschlands erblidt in der völl.gen Einstellung der gesamten Rüstungsindustrie das letzte und höchste Ziel, einen dauernden Bölkerfrieden zu schaffen und zu sichern. Bis zum Vormittag des 1. April war nach allen Melbungen von irgendwelcher Störung der öffentlichen Ordnung nichts zu spüren. Der Generalstreit hat das wirt schaftliche Leben der württembergischen Hauptstadt volltommen lahmgelegt. Nicht nur ein kleiner Teil der Arbeiter, wie die Rechtssozialisten erwartet hatten, ist der Streifparole gefolgt, sondern ihr hat sich fast das gesamte Proletariat Stuttgarts und der größeren Industrieorte des In der gegenwärtigen Periode der Uebergangswirtschaft beLandes angeschlossen. Und wenn der werktätigen Bevölke- deutet die Herstellung von Waffen und Munition eine Vergeudung rung vorher noch nicht klar gewesen sein sollte, daß es den von Arbeitskraft, Kohle und Rohmaterialien, Verbunden damit Kampf geschloffen durchführen müsse, so hat der Bürger ist die Gefahr, daß die Friedensverhandlungen zuungunsten des streit das Seinige dazu beigetragen, um diese Klarheit deutschen Boltes beeinflußt werden. Die weitere Herstellung von zu schaffen. Trotzdem nicht zu erwarten war, daß irgend- Waffen und Wunition ist auch geeignet, die deutsche Arbeiterschaft etwas die Ruhe der Stadt stören würde, hat sich die bürger- in ständiger Erregung zu halten. Die Reichskonferenz lehnt das lich scheinsozialistische Regierung beeilt, den Belage ber die Herstellung von Waffen und Munition grundsäglich ab. rungszustand über Stuttgart und die größeren Industricorte des Landes zu verhängen. Ihr Erlaß hat folgenden Wortlaut: 1. Alle Menschenansammlungen auf Straßen und Plägen sowie öffentliche Umzüge aller Art find verboten. Keine Versammlungen. 2. Die Beschränkungen des Gefeßes hinsichtlich der Verhaf tangen, Beschlagnahme und 2urchsuchung sind aufgehoben. 3. Die Verbreitung von Flugschriften und Handzetteln, ebenso der Vertrieb von Zeitungen auf Straßen und Bläßen ist nur mit Genehmigung der Regierung gestattet. 4. Die Polizeistunde wird auf abends 8 Uhr festgesetzt. Alle öffentlichen Lokale, Wirtschaften, Theater und Kinos sind um 8 Uhr zu schließen und dürfen vor morgens 9 Uhr nicht geöffnet werden. Der Straßenbahnverkehr ist von 9 Uhr abends ab verboten. 5. Die Regierungsorgane sind ermächtigt, jeben zu berHaften, der es unternimmt, die öffentliche Nuhe und Crd nung zu stören oder den Bestand des Staates oder der Regiezung zu gefährden. 6. Für das Gebiet des Belagerungszustandes werden außerordentliche Kriegsgerichte eingefeßt, die in beschleunigtem Verfahren alle Strafsachen des Hoch. und Landesverrats, Aufruhr, Mord und Naub, der Blünderung, der Befreiung von Gefangenen, der tätlichen Widerseßung, der Zerstörung von Eisenbahnen und Telegraphen, des unbefugten Waffentragens, endlich alle Zuwiderhandlungen gegen die von der Regierung im Interesse der öffentlichen Sicherheit er Laffonten Verbote abzuurteilen haben. Alle Macht soll beim Bolte des Gothaischen Landes ruhen, Staat und Kirche sollen getrennt und die volk aiehende Gewalt im Staate der werttätigen Mebr heit der Volfsgenossen übertragen werden. Die Organe bieser Mehrheit sollen die Arbeiter und Soldaten sowie die Bauernräte sein. Die oberste, ausführende und kontrollierende Gewalt soll bei dem von den Abgeordneten diefer Näte gebildeten Land: Brat liegen. Nach den Grundsätzen der Verhältniswahl wird die Landesversammlung gewählt, die der Bestätigung der vom Landesrat gebildeten Regierung unter liegt. Stommt zwischen Landesversammlung und Regierung feine Uebereinstimmung zustande, dann soll die Bolfsabftim mit 10 entscheiden. Die Gemeinden sollen Selbstverwaltungskörper sein, deren Geschäftsführung ben Arbeiter und Solda: en- oder den Bauernräten übertragen wird. Crtsvorsteher und Bürger meister sollen als Beauftragte der Räte gelten. Je hundert Ar Deiler sollen einen Arbeiterrat wählen, wobei jede männliche oder weibliche Person über 18 Jahre wahlberechtigt ist nicht wahlberechtigt bei den Rätewahlen sollen Berfonen sein, welche ihr Ginfommen aus dem Besitz von Häusern, Wal Die Reichstonferenz verlangt die weitgehenbite Cozialisierung dern, Ländereien und Kapital beziehen, ferner die Effiziere det der gesamten Produktion. Sie erblidt in einer solchen durch alten Armee, Angehörige von Freilorps und alle Personen weib greifenden Maßnahme die einzige Möglichkeit, den völligen Zu von ihren Eltern oder sonstigen Verwandten unterhalten werden. lichen Geschlechts, welche bei voller eigener Erwerbsfähigkeit jammenbruch des deutschen Wirtschaftslebens zu verhüten. Ta Sozialisierung nur bei wirklich produktiver Arbeit möglich Da die unabhängige Sozialdemokratie die Mehrheit iv ist, aber die Ausgaben für die gegenwärtig angeworbenen Freis der Landesversammlung befißt, so ist die Annahme dieser Bew willigenhcere eine Vergcubung von Staatsmit.eln darstellen, fassung gesichert. jordert die Reichskonferenz die Arbeiterschaft auf, jedwede Waffen. herstellung zu verweigern, falls nicht bis zum 8. April, dem Zu. schaftlich und politisch organisierten Arbeitern bestehende Volks. jammentritt des zweiten Rätefongresses, cine nur aus gewerk. wehr geschaffen ist. sein, wassen und Heeresgerät herzustellen, so hat das nicht mehr Sollte nach Erfüllung der vorstehenden Bedingung noch nötig auf dem Wege der Privatindustrie zu geschehen, sondern jo muß es in verstaatlichten Betrieben geschehen. In solchen Betrieben ist die Produktion unter strengster Kontrolle der dort zuständigen A.. und Betriebsräte durchzuführen, die auch mitbestimmend über die Verwendung der hergestellten Waffen und Munition zu entscheiden haben. Dasselbe gilt auch für alle Sammell tger und Garnison. Lagerbestände. Soweit in absehbarer Zeit noch Betriebe zur Herstellung von Waffen und Heeresgerät notwendig sind, sind sie sls rein wirt. ichaf.liche Unternehmungen bis zur völligen Eozialisierung dem Reichswirtschaftsamt zu unterstellen. Ebenso unterstehen ihm alle Sammellager und Garnisonlagerbestände. and Revolvern usw. darf nur unter Kontrelle der in den tetreffen. Die Herstellung und der Bertauj von Jagdwaffen, Brownings den Betrieben in Betracht fommenden Arbeiterräte erfolgen. Waffenscheine dürfen nur bei wegenzeichnung der Eriitchen A. and S.- Räte Geltung haben. Eine Ohrfeige für Noste. Die Stimmen in den Kreisen der Rechtssozialisten, die meis dem Treiben Nostes nicht einverstanden sind, mehren sich. Selbst treue nicht fehlen läßt, übt in der Nummer vom 28. Märs die Ehemniper Boltsstimme. die es sonst an Regierungsicharje Kritik an dem Mörderregiment, das in Berlin aufgeridtet worden ist. Das Blatt meint, man solle einmal darüber nady denten, was das Ausland dazu sage, und bemerkt dann: Da finden wir denn auch, daß der bekannte Edhießerlab der Regierung in den Lichtenberger Kämpfen fich in tei ner Hinsich rechtfertigen läßt. Er ist ja vetanntlich er gangen unter den. Eindruck der, wie sich nachträglich heraus stellte, falschen Meldungen über die Massenermordung von Lidy tenberger Bolizisten durch fommunistische Horden. Laß diese Meldungen fals waren, hätten die zuständigen Regierungs stellen seh wohl rechtzeitig feststellen tönnen. Aber selbst angenommen, daß diese Meldungen richtig gewesen wären, wird man doch sagen müffen, daß der Schießerlaß selbst noch immer unberechtigt war. An sich herrschte in Berlin bereits der Belagerungszustand sdärfster Form. Jedes Verbrechen, gegen die öffentine Sicherheit fonnte innerhalb 24 Stunden abgeurteilt und mit dem Tode bestraft werden. War es da wirklich nötig, den fämpfenden Truppen das ausdrüdliche.cht zu geben, jeden Mann, den sie mit den Waffen in der Hand trafen, auf der Etelle zu erschießen? Wäre Epartafus in Lich tenberg nicht genau so gut bejiegt worden, wenn man diese Mittel, zu dem fich selbst die nü.enste Barenmeute nie veritie gen ha, nicht angewendet hätte? underten dahingemordet werden dürfen. Wenn etwas geeignet fein fönnte, die Erregung der Arbeitermassen zu steigern und die nichtdisziplinierten Elemente zu 1nbeionnenheiten zu treiben, so ist es dieser „ Cin bedauerliches Mißverständnis." Erlaß. Ein ähnlicher Streif wurde vor furzer Zeit zwei Der Generalgouverneur von Berlin, Echöpflin, teilt mit: Wochen lang in Leipzig durchgeführt. Dort hat der Arbeiter- und Soldatenrat die Macht in Händen. Er forgte uurten Beitfreiwillige für die Gas, Wasser und erinnern solle, daß ihr Brüder seid." Edlieslich sagt sie, daß die Durch einen von mir erlassenen Aufruf in voriger Woche Morden innegehalten werden und daß man sich daran Die Chemnizer Boltsstimme verlangt weiter, daß mit dem durch seine eigenen Ordnungsmannschaften für die Aufrecht. Steftrizitätswerte für Groß- Berlin gesucht. Sowohl die Wer erinnern solle, daß ihr Brüder seid." Echließlich sagt sie. daß die erballung der öffentlichen Sicherheit. Er verhängte nicht liner Gewerkschaftskommission, wie bie in Betracht kommenden Todesstrafe überhaupt nicht verhängt werden den Belagerungszustand über die Stadt und es ist sehr sewerfidhaften haben wegen des Aufrufes lebhaften Einspruch dürfe, ba fie mit den sozialistischen Auffaffungen nicht zu verein gut auch ohne ihn gegangen. Nicht das mindeste fam in erhoben. In einer gemeinsamen Sigung der beteiligten Organi baren fei. diesen zwei Wochen vor. Die Arbeiter hielten glänzende iationen und der Gewertschaftsfommission wurde auf die tief. Das Blatt wird mit seiner Mahnung wenig Erfolg haben Disziplin. Es gelang weder dem provozierenden Verhalten gehende Erregung in der Arbeiterschaft hingewiesen. Die G. Der ehemalige Arbeiter Roste hat schon längst alles Klassen der Bourgeoisie, noch den undisziplinierten Arbeitern, Un- jahren, die die organisierte Arbeiterschaft bei der Durchführung empfinden beiloren, er fühlt sich als der fünftige Diftator von ruben zu erregen und damit den Vorwand zur Herbeirufung des Aufrufs befürchtet, find meines Erachtens nicht vorhanden, der Bourgeoisie Gi.aden, die Proletarier find ihm und seines bon weißen Garden zu liefern. Tie württembergische Ne- aber die tiefgehende Erregung in der Arbeiterschaft ist eine gleich. n keine Brüder mehr, sie sind die Feinde der fapitalisti gierung aber icheint es gerade darauf abzusehen, die Ar- Tatsache, und da es weder meine noch einer anderen militärischen Cronung und darum höchstens soviel noch Wert, daß sie zu beiterichaft zu reizen, denn ihre Maßnahmen treffen zu aller den Stelle Aufgabe und Reigung ist, in fchroffem Gegenfas erit und zu allermeist das Proletariat, die Bourgeoisie findet zu der organisierten Arbeiterschaft zu geraten, und außerdem, auch unter den provozierenden Bestimmungen dieser Verwi sich bei der mündlichen Unterhaltung herausgestellt hat, ein ordnungen noch genug Gelegenheit, um für ihren Streit zu bebauerlides Wisverständnis beim Erlaß des Aufrufs obwaltete, pirfen. Wir hatten mitgeteilt, daß felbft Aerzte und Apo erloschen ist. ziehe ich den Aufruf zurüd, deffen Wirksamkeit damit theter sich dem Bürgerstreit angeichloffen baben. Das scheint die ganze bürgerliche und rech'siozialistische Bresse der Notwendigkeit leiten, an die organisierte Arbei. Bei der Veröffentlichung meines Aufrufs ließ ich mich von Deutschlands in der Ordnung zu halten, denn sie hütet fidy, teridaft das dringende Ersuchen zu richten, dafür Sorge irgendetwas zu diciem barbariichen Verbalten der Güter der au tranen, bai bei allgemeinen Streife der Schuß der Säug medizinischen Wiffenichaft zu fagen. Ein einziges Blatt linge, Kronte, Stranienanstalten und Hauswirtschaften gesichert macht, soviel wir jeben fönnen, eine Ausnahme, das ist die Stockholm, 1. April Berliner Volkszeitung". Sie schreibt in ihrer Laut Stodholms Dagblad" bat der amerikanische Gesandte Dienstag- Abendausgabe, daß fie zwar den Bürgerstreiften Arbeiter Herrn Schöpflin zur Zurücknahme eines Er die Nachricht erhalten, daß alle Norwegen. Schweden und Tänd So erfreulich es ist, daß der Widerspruch der organifier- in Stodholm, Morris, bom Cbersten Blodaderat telegraphiid billige, einen Streif der Aerzte dagegen aufs schärffte ver- laffes veranlaßt bat, so entschieden muß doch darauf bin mart auferlegten Fischausjuhrverbote nach Deutschland aufgehoben urteile. Tas Blatt sagt dann: Wenn auch alles streift die Aerzte haben sich vom gewiesen werden, daß sein Aufruf sich nicht an die orna worden sind. Das faved sche Rete Streng ift fomit in die Lage die Aerzte sich Racuje fernzuhalten und nur au helfen, wo au helfen iftifierte Arbeiterschaft wete, wie er iegt im bersett, 200 000 ounen geringe nach Deutschland aut Abidilt des vorstehenden Erlasjes behauptet. zuführen, on dem Blatte ausgeht, dessen Chefredakteur Hert Was diese Kritik besonders bemerkenswert maht, ist, daß fie os fe bis bor furzem noch gewefen iit. Freilich wird der Mann die Ohrfeige, die ihm damit erteilt wird, faum empfinden; sein Gewissen ist so robust, daß er auch die Abstrajung durch dal eigene Blatt ertragen fann. Seringslieferung für Deutschland. e Behandlung der Gefangenen von Cen leg en Berliner Unruhen. lezen Unter diefer ltebersdrift teilt uns der Gouverneur von Berlin, Schöpflin, folgendes mit: Trogdem möchte gerr Schöpflin die Gelegenbeit be- 1& Schifer, is bon ter Eefinabime am Religionsunterri nuben, fich an uns zu reiben. Er nimmt es uns febr übel, befrei find, fint auch nicht zur Zeilnahme an Shule daß wir nicht wie die übrige Breffe geholfen baben, dieje feieta mis religiofem Charakter verplichtet. mil 8. Lehrern und Lehrerinnen an öffentlichen Schulen Gefängnißgreuel au vertuid, en, fondern die Ceffentlich Diese Bestimmungen treten mit Beginn des neuen Schie jahres in Straft. Der Erlaß vom 29. November 1918 U II 1841 U II W wird hiermit aufgehoben. ( gez.) Haenisch. feit auf fie animerfiam gemacht baben. Wenn herr Schöpf-| nenahme der eigens für den Religionsunterricht angestellten lin fich weniger als Beschüber der Militärherrschaft und die and Gewissensbedenken am Befreiung von der Verpflichtung Um den in der Presse erhobenen legen über die Behand. mehr als früherer fozialdemokratischer Journalist füblen sur Erteilung von Religionsunterricht nachsuchen, ist die Erlei lung bei bei den lekten Unruben in Berlin eingelieferten Ge- würde, fo wiirde er wiffen, daß es stets zu Sen bornebmlung des Religionsunterrichts abzunehmness, ohne daß sie deshalb in ibren Dienstbezügen gelürzt oder von den Aufsichtsbehörden fanpenen nachzugeben. babe ich auger den Gefängnissen in i en Aufgaben der jungen fezieldemokratischen Breffe geMoabit, fowie in der Lebrier Straße, nunmehr and die hört bat, gegen offenbare Minstände öffentlich Aritif au suridaefebt werden dürfen. Diese Lehrer( Lehrerinnen) sind Gefängnisse in Blogenfee und Tegel einer Besichtigung üben. Aber freilich, was früber für Berrn Schöpflin und auch zur Teilnahme an Schulfeiern mit religiösem Charakter aichi verpflichtet. unterzogen und nach eigener Auswahl mich mit einer fehr Genossen Verdienst war, ift für fie beute Verbrechen. 4. Die Teilnahme von Lehrern und Schülern an tirchlichen großen Zahl von Gefangenen unterhalten. Soweit die Be= Es ist unwichtig, daß Herr Schöpflin die Gefängnisse Beranstaltungen außerhalb der Schule ist stets freiwillig. föst gung in Betracht kommt, ergab sich das überraschende schon am 20. März besucht hat, wenigstens hat er der Bei organisch vereinigten Kirchen- und Schulämtern bleibt die Refu'tat, daß die Gefangenen, die in größerer Zahl in großen Deffentlichkeit darüber nichts mitgeteilt. Einen Bericht Ausübung der firdlichen Amtspflichten der Stelleninhaber Zellen untergebracht sind, übereinstimmend über die Beidh a fiber feinen Besuch in Gefängnissen hat die Bresse erst am späterer Regelung vorbehalten. fenheit und Menge der verabreichten Nahrungsmittel fia 28. März veröffentlicht, also einen Tag nachdem wir durch betlagten, während die in Einzelzellen untergebrachten Ge- Veröffentlichungen aus dem Tagebuch eines der Gefangenen fangenen im allgemeinen zufrieden waren, in der Ausnahme die greulichen Bustände in den Gefängnissen enthüllt hatten. edenfalls Ausstellungen zu machen hatten. Die Urteile, daß das enen gut gefocht, aber der Menge nach nicht immer aus. reichend fei, waren zahlreid. Ueber die Behandlung durch die Beamten der Gefangenenanstalten äußerten sich bis auf eine Ausnahme fämtliche Gefangenen lobend. Die eine Ausnahme. wo ein Gefangener von einem Aufseher einen leichten Schlag bei der Einlieferung erhalten hat. wurde in meiner Gegenwort durch den Herrn Direktor durch Gegenüberstellung des angeklagen Aufsehers näher unterfuckt. Stichtig ist, daß an den ersten beiden Tagen, wo sich die Einlieferung der Gefangenen statt. Er soll euch Gelegenheit geben, eure Forderungene mpner Berlins, die Bezirksversammlung des in großer Zahl vollzogen hat, allerlei Unguträglichteiten fich ergeben haben, die jedoch zu vermeiden außerhalb der Kraft an Staat und Gesellschaft erneut zu erheben. Sorgt da- Metallarbeiter Berbandes der Bezirke Westen, und Möglichkeit der Verwaltung gelegen hat. Das gaben frei für, daß der Frauentag zu einer mütig auch Gefangene zu. Eine recht 63 ie' n auträglidfeit wat die durch den Andrang gebotene Unterbringung von Gefan Geno finnen! Arbeiterinnen! Am nächsten Sonntag findet ber Frauentag machtvollen Kundgebung genen in den sogenannten Stojen oder Stäfigen im Gefängnis eures revolutionären Willens werde. Zeigt, daß ihr in der se find in her hat einen Plößensee. Diese Käfige sind in der Tat eine an Mittelalter erinnernde Einrichtung, beren Auf- Schule des Krieges und der Revolution gelernt babt, die rechterhaltung im 20. Jahrhundert als ein Elandal bezeichnet Ketten der Vergangenheit zu zerbrechen. Zeigt, daß ihr werden muß. Die Verwaltung bedauert selbst auf das aftertieffte euch durchgerungen habt zu einem neuen freien Menschentum Die Urbeller profeffieren gegen Däumigs Berha lung. Bahlreiche Brotest sind gegen Däumigs Verhaftung erhoben worden. Die Betriebsversammlung der Munitionsfabri! afelhorst, die Branchenversammlung der Gasmesser. Schöneberg, Friedenau und Steglit und bie Branchenversammlung der Elettromonteure und el fer des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes haben mit azer Ent schiebenheit die Freilassung der Genoffen Däumig und Bebe bour gefordert. Algemein wird in diesem Vorgehen der Stills Regierung ein Schlag gegen das Nätesystem erblickt, ben die Wifi tärkamarilla geführt hat. Es wird daher gefordert. die offene und verstedte Gegenrevolution und die ihr Vorschub leistenden Führer der Rechtsjogialisten mit aller Entschiedenheit au befämpfen. Auch gegen den Reichswehrminister Noste und seine Ausführungen wenden sich die Protesterklärungen der Arbeiter, besonders die der Gliedmaßen der Staatswertstätten pandau, die mit Entrüstung gegen die lügenhaften Anschuldigungen Nostes Ein fpruch erhebt und gelobt, bei einer neuen Aftion fefter und ge fchloffener benn je, die Rechte des Proletariats, Schulter an Schul ter au erfämpfen. bas Vorbandenfcin dieser Einrichtung. Die Strafanstalt Blötenfre ist eine sogenannte Probieranstalt, die etwa zehn oder noch mehr Systeme der Unterbringung von Gefangenen in sich ent hält. Es muß als ein dringendes Gebot bezeichnet werden, biter und auf dem Poften feib, um euch und euren Kindern eine Betriebsverfammlung der Abteilung für fünstliche auf befchleunigtem Wege Abhilfe zu schaffen. belle Zukunft zu schaffen. Ein trübes Stapitel ist unstreitig die Behandlung, die ein Teil ber eingelieferten Gefangenen burch bie Colbaten erfahren hat, die die Gefangennahme und den Transport zu bewerkstelligen hatten. Die Gefangenen find vielfach und zum Teil fewer min zwei Mitteilungen, die die bürgerliche Bresse ausdrücklich handelt, einzelne auch getötet worden. Ich habe am 31. März, am als Mitteilungen von Schöpflin bezeichnete, hat Lage der Residit'gung, bei mehreren Gefangenen noch die fichte baren Spuren der erlittenen Mihhandlungen sehen können. Ein zelne Gefangene, darunter auch solche, die mit im Felde waren, haben mir mit Tränen in den Augen von den Mikhand. Iungen erzählt. wobei offenbar die Erinnerung an die er. littene chmach stärker als etwa die Erinnerung an den er littenen förperlichen Schmerz war. Bemerkenswert war, daß eine Anzahl Gefangener freiwillig erklärte, beobachtet zu haben. daß die Cifiziere sich gegen die Mihhandlungen gewendet haben, aber, was begreiflich ist. nicht überall zur Stelle fein fonnten. Daß auch viele Gefangene erflärten, weder mißhandelt worden zu sein, noch Mißhandlungen gefchen zu haben, trotzdem sie ebenfalls an den schlimmsten Unruhetagen eingeliefert worden sind, darf nicht berschwiegen werden. Es darf aber auch nicht verschwiegen wer. den, daß die Truppen durch die heimtüdische Kampfesweise, der fie in jenen unieligen Stampfestagen des Bürgerfrieges ausgefcht waren und durch die unbestreitbare, zum Teil befiialische Er mordung von Kameraden in Verbindung mit den wilden Ge. rüchten, die damals Berlin durchschwärmten, in die größte Er. regung berfekt worden sind. Unterhaltungen darüber haben manche sehr eindrucksvolle Schilderung des Seelenzustandes der fämpfenben Truppe zutage gefördert. Die so scharf angefeindete Brigade Reinhardt hat in jenen Tagen mit an den schlimmsten Posten gestanden. Berr Schöpflin dann lediglich Klagen fiber die Beföfti ng als festgestellt mitgeteilt. Erft jest, nachdem wir dieses Verfahren von ihm gekennzeichnet hatten, stellt er die reulichen mishandlungen und Totschläge fest. Wenn Herr Schöpflin stola feststellt, daß er nicht durch die Deffentlich leit auf die lagen der Gefangenen aufmerksam geworden fei, fo nimmt uns das nicht wunder. wir wissen, daß er bereits in seiner Eigenschaft als fozialdemokratischer Redakteur Beitungen nur sehr flüchtig ge. lesen hat. Aber genau so wenig wie früher denten wir heute daran, diese aus Höflichkeit nicht näher zu bezeichnende Eigenschaft des Herrn Schöpflin zu befördern. Auf zum Befreiungstrieg! Wir erhalten aus Akademikerkreisen folgende Buschrift: Am Sonnabend, den 29. März 1919 bielt Stapitän Türt im größten Anditorium der Berliner univerfi tät einen Werbevortrag über Das Freitorps Bülien". Er führte etwa folgendes aus: abgesehen vielleicht von ein paar verrückten Jdealisten. Der Med ner schloß mit dem Appell an die Studenten: Die Beit et innere en 1818. Also herein in den Befreiungstrieg!" Die Militärgerichte. Amtlich wird mitgeteilt: Die von der Reichsregierung bereits angekündigte Aende tung des militärgezichtlichen Verfahrens beste in der Hauptfache darin, daß einerseits die 8u ständigkeit des Militärgerichts für die gegen die allgemeinen Straf gefete oegangenen, nicht mit militärischen Vergehen zusammen treffenden Zuwiderhandlungen aufgehoben und andererseits die Einrichtung des Gerichtsherrn beseitigt wird. Die Geschäfte des Gerichtsherrn gehen 3. T. auf die ridderlichen Militärjuftigbeamten, 3. T. auf besondere Beschwerdegerichte über. Von Wichtigkeit ist ferner noch die Neuerung, daß die Laien richter bon der Truppe gewählt werden. Diese Henderungen des militäraerichtlichen Verfahrens fönnen durchaus nicht befriedigen. Durch sie wird die Ausnabmeftellung dieser Gerichte nicht beseitigt. Nach wie vor muß deshalb die Forderung nach völliger Befeitiaung der Militärgerichtsbarkeit erhoben werden. Die Furcht vor dem Bolschewismus. Amsterdam, 31. März. Der Bariser Korrespondent der Daily New meldet, die duingendste Frage sei die der Forderung Frankreichs bezüglich der Begrenze Deutschlands. In der Situng am Freita, sei diese tye net nicht gelöst worden. Die un längst aus Bars nach sluß'and abgereisten Gesandten seien wieder zurückgekehrt und ist B.richt. der die Lage keineswegs boffnungslos darstelle, ha den großen Eindruck gemacht. Bugleidy wirte aber auch die Furcht vor einer weiteren Ausbreitung des Bolschewismus auf die Verhandlungen ein. War beginne au beareifen, wie groß die Gefahr sei, daß enin einen Boikerbund auf bolfchewistischer Grundlage bilde. und daf, Deutschland beschließe, diesen Bund als Mitglied beizutreter Das Bestreben, Deutschland tre den Bölkerbund aufzunehmen, beruhe teilweise auf der Furcht bor biefer Gefahr. Die Plenarsizng der Konferenz wird dies deutlich beweisen, wenn Deutschland sich bereit zeige, die Bebingungen für die Mitglie schaft des Bundes anzunehmen. Von einigen Anhängern diefes siares wird jedoch der Vorbehalt gemach. daß Deutschland dem Gelferbund nicht beitreten könne, bevor es eine ftate, fefte Regierung habe. Andererfeits masse man bedenken. daß die Mitgliedschaft des Bundes ein wichtiger Faftor fü: die Stärke der deutschen Regierung fein werde. Unsere glorreiche" Revolution sei bon sei bon ein paar Strolchen in Riel gemacht worden. Unsere Regierung jei dämlich genug gewesen, den erniedrigenden WaffenstillDie Aufregung, die die Bresseerörterungen über die Behand stand zu schließen. Damit habe sie es fertig gebracht, Frankreich lung der Gefangenen innerhalb eines großen Teiles der Berliner Gelegenheit zu geben, uns vollends zu unterjochen. Am 9. No Bevölkerung hervorgerufen hat, rechtfertigt es und verpflichtet vember habe die Regierung an allen Straßeneden Blafate an mid, bas Ergebnis meinet Besichtigungen nicht nur auf dem geschlagen: Der Militarismus ist tot." Jetzt hole sie die OffiWege des dienstlichen Berichts, sondern auch auf dem der öffent. siere wieder und rufe die Studenten zu den Waffen. Das lichen Befanntmachung mitzuteilen. Durch die Veröffentlichun Freiforps hülsen wisse wohl, daß die Stimmung der Studenten gen in der Presse und durch die Besichtigungen gewann eine von gegen die Regierung fet, aber man trete beileibe nicht Herrn Ledebour am 20. März mir gegenüber getane Heuße- wegen der Regierung m die Freikorps, sondern wegen rung für mich eine weientiid andere Bedeutung des Vaterlandes, das ja wisse, daß die Studenten stets gut als bama's. Ich habe deshalb Herrn Ledebour nochmals befragt. deutsch national gesinnt gewesen wären. Also mödien Er protestiert lebhaft dagegen, bag politische die Studenten nur fommen: Dem reitorps lage gans Gefangene an einem Orie untergebracht wut befondets an den Etudenten. Es befänden sich näm ben, der gleichzeitig auch von den Reinhard. lidh 90 Prozent ungebildete Leute in den Freiwilligen truppen bewohnt witb. Verbänden, auf die man sich nie so gana fest ber Nicht unerwähnt foll bleiben, wie die Freiheit die Be- lassen tänne. Es wäre manchem vielleicht peinlich, als schwerden über die Behandlung der Gefangenen parteipolitiich Deutscher auf Deutsche schießen zu müssen; er, Kapitän Türt, ausnübt. Auf die halbamtliche(?) Mitteilung über meinen Befage aber: Was gegen die Freikorps stelt, find gar. fcine Deut. fuch in den Gefängnissen in Moabit, unteritelt mir das Blatt, ichen. Tas ist internationales Verbrecherpad. ich hätte erst dann inspigiert, als alles in Ordnung gebracht worden it" und die Greueltaten der Regierungstruppen ichon seit Wochen in der Ceffentlichkeit befannt waren". Mein Besuch in den Moabiter Gefängnissen fand am 20.(??) März statt. Die -Breibeit felbft gibt aber an, daß die von ihr behaupteten Borgänge vom 8. bis 15. März fich abgespielt haben. Nicht durch die Ceffentlichkeit, sondern am 18. März durch Arbeiter eines Seeresbetriebes habe ich zuerit Slagen über die Behandlung der Gefangenen vernommen und bin ihnen dann sofort aus eige. nem Entschluß und auch auf Anregung von Cffigieren des Gou bernemente nachgegangen. Die Freiheit" jucht ferner den Anschein zu erweden, als hätte ich die Begierungstruppen beiraat. De die Freiforps. gegen die sich hauptsächlich bie Anflagen richten, mir in feiner Weise dienstlich unterstellt sind, fonnte ich fie nicht beitagen, vielmehr habe ich die Gefangenen und Verwaltun Bornehmste Pflicht eines freien Staatswesens ist es, die Ge gen befragt. Das Blatt behauptet, eine Fülle von Material und wissensfreiheit sicherzustellen. Insbesondere gilt das für das Beweisen für die Mihhandlung von Gefangenen au befizen. Gebiet des religiösen Lebens und der religiösen Erziehung. Da. Warum bat es im Interesse der Gefangenen mich nicht zu gehört auch entsprechend der Regierungserklärung bom feit dem Ausbruch der Revolution um mehr als 50 000 Egem Die Leipziger Boltsgeitung" bat ihre Auflage fofort auf die Vorgänge aufmerljam gemacht? Wogu 25. März 1919, daß der Religionsunterricht wahlfrei place erböst. Ihr Abonnentenstand ist jetzt fait doppelt so body feit dem Ausbruch der Revolution um mehr als 50 000 Erem ein telephonischer Anruf genügt hätte. Diefe Bilicht ist. Bis zum Erlaß fünftiger Gefebe, die die Beziehungen von als selbst in der günstigsten Zeit vor dem Krieze. hoch für bie Gefangenen stand ber parteipolitischen Aut8 Staat, Kirche und Echule sueinander auf neue Grundlagen nüßung weit voran. falls die Freiheit in erster Linie an die stellen, ist deshalb den nachstehenden Grundfäßen gemäß zu berüber 60000 Lefer babe. Das Boltsblatt für alle" teilt mit, daß es jeb Gefangenen, statt an den parterpolitischen Gewinn gedacht haben fahren: Ter Stand der Abonnenten sei jebt breimal so hoch als vor der Resolution. Sollte. 1. Soweit nicht bereits nach den bisherigen Bestimmungen Vom 1. April ab erscheint in Breslau ein neues Tages Tiefe Darstellung des Herrn Echöpflin beftätigt alle Schüler der öffentlichen Schulen von der Teilnahme am lehrplan blatt der Unabhängigen Sozialdemokratie, die Schlesische unsere Angaben. Sie muß ausdrücklich feststellen, daß in mäßigen Religionsunterrichte befreit sind oder befreit werden Arbeiterae.tura". den Gefängnissen die Gefangenen vielfach und zum Teil tönnen, sind sie auf Antrag von der Teilnahme an Das Bollsrecht in Frankfurt a. M., bas bisher ich wer mißhandelt, einzelne auch getötet wordem Religionsunterricht au entbinden. nur einmal wöchentlich erschien, tann vom 1. April ab als Sur Tageszeitung berausgegeben werden. ben sind und daß auch jetzt noch nach vielen Tagen bei Stellung des Antrags find diejenigen befugt, welche die Religion, einzelnen Gefangenen die Spuren der erlittenen Mißband- in der die Schüler zu erziehen sind, zu bestimmen haben, bzw. der Druderei, als Bochenblatt, dann als Lagedaeitung In Stettin erscheint der Kämpfer, bis zum Ausbau Lunaen au leben sind." nach Erreichung des religionsuindigen Blters die Schüler leibit, brelle bet Rebaltion: teltin. dhallebnitz. L Was die anderen Offiziersstüten der Regierung vorläufig nech still im Busen halten, das plaudert der Kapitän Türk offen aus, daß nämlich die Nosfegarden den Be freiungsfrieg" für die vom Sozialismus bedrohte Sapitalsherrschaft führen sollen. Und dazu kann man freilich Broletarier nicht brauchen. Bidtritt der finnischen Regierung. Selsingford, 1. April. Die finnländische Regierung hat ihr Entlassung nachresucht. In dem Schreiben an den Reichsverweier begründet Staats. minister Ing man den Schritt damit. daß die Regierung, ge tützt auf die Parteien des früherer Landtags, zustandegekommen Der Minister für Wissenschaft, Kunst und Boltsbildung er fei, um die Neuwahlen durchzuführen. Mit dem Zusammentritt läßt folgende Verfügung: des neuen Landtags set biefe Aufgabe erfüllt. Wah freiheit des Religionsunterrichts. Fortschritte der Parteipreffe. Theater und Vergnügungen. Volksbühne. Theater am Bülowplatz. Direktion Friedrich Kayssler. Uhr: Luther. Opernhaus Uhr: Thannhäuser. Schauspielh us Uhr: Die Judasglocke. Direktion Max Reinhardt Deutsches Theater Uhr: Wie es euch gefällt Kammerspiele Uhr: Fasching. Kleines Schauspielhaus Uhr: Die Büchse der Pandora. Lessing- Theater Direkt. Victor Barnowsky. Uhr: Der Blautuchs. Donnerst.: Derrote Hahn. Freitag: Peer Gynt. Warschauer Konzerthallen Warschauerstr. 31 Ecke Bevalerstr.( Am Bahnhof Warschauerstr.) Direktion Adolf Jung. Doppel- Künstler- Konzert Sonntags: Montags: Dienstags; Mittwochs: Donnerstags: Kabarett- Abend Freitags: Kabarett- Abend Gesellschafts- Abend Bockbleriest mit Rio Renner Oberbayr. Kirmeß( Tyroler Gesellschalt Schneeglöckeri'n) Sonnabends: Sollsten- Konzert Eintritt frei! Anfang 5 Uhr 6 6 Eintritt frei! Pianovirtuose Vanderveldt Violinkünstler Horst Jung Ausschank: Pfefferberg, öhmisch, Münchener Warme Küche. neu und IANOS, FLÜGEL braucht PHILOS Romhildt A.-G., Leipziger Str. 119/120 Polnisch, Russisch, Englisch. Französisch. Teutsch. Mechnen, reiben, dentiche und volnische Stenographie, Watchinefchreiben. faufm. n. landtoirtschefil. Buchführ., Tages- n. Abend! urke. Jeutsches Künstler- Theat. Saufmännische Privatschule von Baul Kowalsti, Uhr: Der Schöpfer. Donnerstag: Der Schöpfer. Berlin, Rövenider Strafe 143, am Schlesischen Bahnhof. Freitag: Der Schöp er. Neues Operettenhaus. Schiffbauerdamm 4a Norden 281 Uhr: Die keusche Susanne Rose- Theater Uhr: Stärker als der Tod. Walhalla- Theater Zum 1. Male: Der Jäger aus Kurpfalz. Casino- Theater. Lothringer Str. 37. Täg!.8 Uhr: Berlins größte Sensation Vater Knolle. Terliner Vo'ksstück in 3 Akten arh. d. neue April- Programm. tr.3 Ehrliches Handwerk Wintergarten täglich 7 Uhr Varietévorstellung Rauchen gestartet Theater Hottbuserfor früher Sanssouci Kaisbuserstu EliteSanger ehemalige Mitglieder der Stettiner Sänger. Seidel. Ruselli, Horst, Gröning, Schubert, Riess, Rathke. Otto Schrader. Rud Schrader. Auserwähltes Programm Abends 72 Uhr u. Sonntag nachm. 3 Uhr. Vorverkauf 11-1 Uhr. Blüthgon- 0.chester. MALHALLALICHTSPIELE Chaussestraße 79 Bis Donnerstag: Das grossa soziale Filmwork FabrikMarianne Lieb und Leid eines Proletarierkindes Pola Negri Neu eröifnet! Patzen ofer Bierhalen Allen Partel- und Gewerkhafisgenossen, Freunden u. isten zur gefl. Nachricht, daß h mein Geschäft nach der Ravenéstr. 6 rlegt habe. 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April, nachmittags 2 Uhr: Betriebs- Versammlung, " Pharusjä e", Mülleritr. 142, Der Arbeiterrat. Verband der Friseurechilfen Deutschlands. Zweigverein Berlin und Vororte. Versammlung Donnerstag, ben 8. b. M., abends 7% Uhr, Engelufer 15. Tagesordnung: 1. Der Verbandstag und feine Bedeutung, Referent: Kol. Ekkorn. 2. Bericht ber Lohnkommiffion. Zahlreiche Beteiligung erwünscht. Der Vorstand. 3e tra verband der Handl nasachil en. Die Angestelltenausschüsse der Berliner Baren und Raushäuser und Spezialgeschäfte werden zu einer Sigung Donners'ag abend 7,30 1hr, 3entral- Festfäle, Alte Jacobftr. 30, eingelcben, mit folgender Tages. orbnung: 1. Situationsbericht über die Tarifver handlungen. 2. Stellungnahme. Die Fünfer- Rommission. 3. A.: Hannemann. Spezial- Behand ung von Geschlechts-, Haut- u. Harnleiden jeder Art Zentralverband der Handlungsgehilfer Ortsgruppe Groß- Berlin Büro: Berlin, Münzir. 20, geöffnet werktäglich von 10-3 Uhr. Wir laden hiermit alle Stolleginnen und Rolleren ein, bie nachstehend ver eichneten Bezirk Berfammlungen vollzä Itg zu besuchen. In telen Eigangen tönnen die Beiträge entrichtet werdet auch wird den Mitaliedern Gelecenbelt geboten, fich in ber Allgemeinbliding fiber tozialpolit fche ur Gewerkschaftsfragen burch Teilnahme an den Borträgen in den Bestr.shitungen neita zu feitiges Andererse 18 tht es aber dringend erforderlich, dass die Mitglieder an den inneren Verbandsarbeite durch Besuch der Bezirkssigungen egen Antelt nehmen. Die Bezirksversammlungen finden ftatt: Mittwoch, 2. April, abends 7½ Uhr. Bezirt Spandau: otet 8um Etern", Boisdamer Straße. 99 99 19 Kiefholzuzaße. Treptow: Baumschulerweg, Restaurant Treptower Alaufe", Ellenstraße 27/28, Weißenfee: taurant Rent, Berliner Allee 255, Ede Lebberstraße. Königswuiterhaufen- Wildau: Hotel Suht in Königswulierbauien, aberds 5h ith Donnerstag, den 3. April, abends 7½ Uhr. Bezirt Norden II:( chönhauser Borstadt). Lambert Jeft, äle, Schönhauser allee 128. Norden III: maniasäte, Chauffeeftraße 110. 铃 " 99 " " . 99 99 99 99 90 99 b. Männern. Franen. Harnröhrenaustinsse, Syphilis, Mudah Bezirk ARBEITS- DEMOKRATIE brüche, Flechten. Geschw, Beinleid., Mannesscliwäche usw.nach Primararzt Dr. Hermanns er olgreichem, gift! osem He verf. hren möglichst schmerzlos, ohne Operation u. Berufsstörung. Anch Anwendung der wissenschaftl. anerkannten u. glänzend bewährt. künstl. Höhensonne. Auf Wunsch Sanabo- Behandl. Sprechst. 10-124-7Uhr) Zu haben in allen Buchhandlungen und Kiosken und beim SPIEGEL- Verlag, Chariottenburg. Kantstr. 6. Entw Dir. Hermans Ecke Friedrichstraße Sonnt. v. 10-12 Uhr vorm. Elsasserstr.42, 14 Min. v. Stett. Bahnhof. DER FREIHEIT EINE GASSE Spartakus Ein Erlöserroman von Hans Land Voll tiefer Bedeutung für die Gegenwart ist dieser grosse historische Roman, Ein Seitenstück zu dem berühmten Roman Que vadis von Sienkiewicz. 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Grün raße 10. 3 Kurishorit: weibe, Köpenick, Friedrichshagen, Restaurant Kaiserhof", Adpen Lichtenberg: Cogen afino", norrpromenabe 2. Baniow- Riederfchönhausen: Restaurant Schloßed", Bankow, Breitestraße. Schöneberg: courant Raionalhof, Bülowstraße 87. Tegel, Reinidendorf Weft: Restaurant Sindengarten", Tegel, Berliner Str. Eigwalde: Restaurant- Friedrich, Bahnhofstraße 1. Freitas, den 4. April, abends 7%, Uhr. Brunnenstraße Norden| Berite, eta 146.beuner, Reinickendorf- Dit, Lokal Oswal Nord- Dit: unions- Beale, Greifswalder Straße 221/222( großer Saal). Süd- Ost: Metaurant Bersöönun- shalle, Grünauer Straße 14. Sud- Belt: Rearrant Sindenhof, Lindenstraße 16, Botsdam- Rowawes: Restaurant Eisenbahn- Gotel, Rowates. " " " 99 Tempelhof: Restaurant„ Töpfer", Berliner Straße 100. 99 99 Rentöln: Restaurant Deutsches Wirtshaus, Bergstraße 137. Steglit, or richment of derfelbe, Steglts, Ebenbe, on Tahlem, Zehlendorf, W.imersdorf: Logen- Nesturant, Stegliz, Albrechtstraße i Dienstag, den 8. April, abends 7%, Uhr. Bezirt Süden: Raffee egne Safenbelbe 40-44. Mittwoch, den 9. April, abends 7 Uhr. Jugendsektion. Seltionsverfammlung. Arminhallen, Rommandantenstraße 68-59, Lichtbildervortrag Montag, den 14. April, abends 7 Uhr. Industrie: Tektion:... Fabriten, der und Trunnenkraße, in Franke's Jef Unserm alt. Viertelsführer Gen. Otto Thieleman zur Silberhochzeit die besten Wünsche. U.S. P., Bez. Lichtenberg. 2. Viertel. Silberne Ho hreit feiert am 4. April Alfred Torgor u. Frau, Pettenko'er Straße 13. Das Fest der Silbernen Hochzeit feiert heute der Genosse Otto Stüb nrath u. Frau Berlin, Winsstr. 16. fälen, Bac straße 19, Ber cht über den Rolle.tivvertra. 6. Wahlkr, U. S. P. D. Soz'aldem. Wahiverein. 16. Abtig. Bez. 755. Nachruf. Am 7. November 1918 fiel im Westen unser Genosse, der 33 jährige Böttcher Franz Mittag Kiautschoustraße 15. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigu g meines lieben Mannes. unseres guten Vaters, des Sch ossers Paul Eckelmann sagen wir allen Kollegen, Genossen und Freunden unsern aufrichtigsten Dank. e nes Zeugen gesucht! Augenzengen des Unfalles Knaben auf dem Stadtbahnsteig Lehrter Bahnhof am Montag, den 31. 3., morgens 6%, bitte Adresse anzugeben Schumann, Malpiaquetsir. 51. Bohnsdorf, 31. März 1919. Die trauernde Witwe nebst Kindern. Deutscher Metalls rbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin Nachruf! Den Kollegen zur Nachricht, daß unsere Kollegen, der Schlosser Richard Zahl, am 4 v. Mts., der Arbeiter Franz Jordan, Kiefholzstr. 177, am 17. v. Mts, der Schlosser Otto Kahlbaum, Neukölln, Hermannstr. 232, am 8. v. Mis., der Klempner August Hohmann, Elisabethkirchstr. 10. am 17. v. M., der Klempner Max Kothe, Stralsunder Straße 27, am 28. v. Mis., gestorben sind. Todesanzeige. Den Kollegen, zur Nachricht, daß unser Kollege, der Schlosser Alfred Sosna, Schievelbeiner Str. 33, am 29. v. Mts. gestorben lat. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 2.4 1919, nachmittags Uhr, von der Leichenhalle des St. HedwigsKirchhofes in Reinickendorf, Berliner Str. 26, aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Ehre ihrem Andenken! Spezial- Behandlung von Geschlechtsleiden bel Männern und Frauen gündlich und möglichst ohne Berufsstörung C.Weißert, Berlin. Invalidenstr. 147, 1. Etg. Ecke Bergstraße. Spr. 10-12u.4-7. Sonut.10-12. Mittwochs geschlossen Viele Jahre in Krankenhäusern und Kliniken tätig gewesen. Untersuchung kostenlo Odeon MusikApparate. Schrankform. trichterlos. alle Modelle. Odeon Musikplatten, alle Neuheiten. Odeon Künstlerplatten von Jadlowker. Slezak, Piccaver. Naval. Erb. Vogelstrom. Schra der. Hempel. Destinn. Ivozün, Denera. Culp. Dux: Unterschränke für Trichterlose u. Trichter apparate. Plattenalbums. Große Ausstellung in Lauten. Gitarren. 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In einer einstimmig angenom Die Soldatenräte des Gardekorps versammelten sich gestern halb dem geeinten Proletariats Ungarns feine brüderlichen menen Resolution wurde gegen die Verhaftung protestiert und die im früheren Herrenhause. Stödet, der den Bericht des Korps Grüße. Sodann gab Kollege Hagen den Kassenberitht, fofortige Freilassung des Verhafteten verlangt. Als einziges soldatenrais gab, stellte zunächst fest, daß die Resolution der vori und wurde ihm auf Antrag der Revisoren Entlastung erteilt. Bublifationsorgen des Werbandes wurde einmütig die Freiheit gen Vollversammlung, welche die Absetzung des fommandierenden Bei der Wahl der Branchenleitung wurden, nachdem die vorzu bezeichnet. Generals fordert, gegen eine Stimme angenommen worden war. schlagenden Kandidaten nach ihrer Parteizugehörigkeit und Stel Wernerwerk S. 1. H. Die Funktionäre, die auf dem Boden Und diese eine Stimme erhob sich nur, weil der betreffende Ka- lung zum Nätcsystem befragt und sämtliche Vorgeschlagene sich der U. S. B. D. stehen, treffen sich am Donnerstag, 3. April. nach merad den Verhandlungen von Anfang an nicht beigewohnt hatte. als Anhänger des Mätesystems und Mitglieder der U. S. P. reip mittags 3% Uhr, bei Marsand( Heidekrug). Die U. S. P. D.. Are Zu der Kundgebung der acht Kavallerieregimenter für den kom. B. befannt hatten, gewählt: Koll. Johannes Knauf als beiterräte. mandierenden General, fagte der Nedner, daß sie auf unwahrheit Branchenleiter; ais Mitglieder der Agitationsfommission für die beruhe. Die Untersuchungen über die geforderte Abjebung des Gruppe der Hobler, Bohrer, Stoßer, Fräser: die Kollegen Bülow, 2% Uhr, Versammlung sämtlicher Fabrikvertrauensleute Deutscher Werkmeister- Verband. Mittwoch, nachmittag int tommandierenden Generals seien noch nicht zum Abschluß gelangt. Toefte, Sagen, Holz, Kittler, Kranz, Langner, Mottner, Moniac, Lehrervereinshaus, Alexanderplaß. Bei der Uebernahme des Gardeforps in die Reichswehr Baffarge, Neisiger, Schulwitz, Steinbring, Tirpitz, Wilfe; für die Mitteilungen über Angestelltenbewegung. Tagesordnung: Wichtige follen die ranger und Augusta mer ausgenommen Gruppe der Schnittarbeiter: Shulz, Bergmann, Kaczmared, perden, angeblich auf grund eines Berichts über die Unguver Sühn, Casse; für die Gruppe der Arbeiterinnen die Kolleginnen: lässigteit dieser Regimenter. Berner, Gnath, Gutsche. Schulz. Zum Schluß gab Kollege Tit. pit den Vericht über die Verhandlungen mit den il nternehmen. In der äußerst lebhaften Diskussion wur Sen fast allseitig die Zugeständnisse der Unternehmer als zu ge ring bezeichnet und vielfach die Ablehnung derselben gefordert. In seinem Schlußwort ging Tirpitz auf verschiedene Einwendun gen ein und wies nochmals darauf hin, daß den bisher am schlechtesten bezahlten Kollegen doch zum großen Teile erhebliche Verbesserungen winften. Er beantragte aus diesen Gründen die Stimmen angenommen. Annahme des Lobnvertrages. Dieser wurde sodann gegen wenige In der Diskussion wurde von einigen Rednern der Standpunkt vertreten, daß die von den Soldatenräten betriebene Bolitik zur ichigen Ausschaltung des Gardeforps geführt habe. Die Politik müsse vom Heere ferngehalten werden. Kreb& redete den Soldatencäten ins Gewissen, daß sie nicht auf ihrem Bojten gewesen seien. Wer nicht auf dem Boden des Mälesystems stebe, habe die Bilicht, zurückzutreten. Albrecht legte dar, daß jene echt Kavallerieregimenter den zehnten Teil des Gardekorps aus machen. Alle acht umfaßten 1090 Mann. Ein Standal jei es. wie hier mit dem Gelde des armen deutschen Wolfes gewüstet werde.( Bustimmung.) Fellechner teilte mit, daß der bis. herige Berliner Kommandant Klawunde wegen grober Verfehlungen vom Gouverneur feimes Postens enthoben worden sei. An seine Stelle sei er, Redner, netreten. Ein Ver treter eines Garde- Kavallerieregiments berichtete, daß jene Rund gebung für den- tommandierenden General ihm nicht vorgelegen habe. Der Soldatenrat, der für jein Regiment die Stundgebung unterschrieben habe, Stöckelmeier, befinde sich seit drei Wochen im Urlaub, er fann also die Unterschrift selbst gar nicht geleiste: haben. Schließlich wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die versammelten Soldatenräte des G.-. nehmen mit Entrüstung Kenntnis oon der Verfügung des Generalfomman bos, wonach bei Errichtung der Reichswehr die Gardetruppen mit den freiwilligen Verbänden des Generalfommandos 2üttwig verschmolzen werden sollen. Bei der Wisstimmung, die in weiten Kreifen der Bevölkerung im allgemeinen und der Berliner im besonderen gegen die Freikorps herrscht, hätten die Versammelten es für richtig gehalten, die für Groß- Berlin in Frage kommenden Reichs wehrbrigaden nur aus Gardetruppen unter Befehl des G... su formieren. Die Versammelten sind mit einer Zusammenarbeit mit den Freiwilligenverbänden nur unter der Bedingung einverstanden, daß unbeschadet unserer Stellungnahme zu den sieben sam. burger Punkten der Erlah vom 19. Januar 1919 aud) auf die Reichswehr Anwendung findet." Darauf wurde an Stelle des ausscheidenden Mitgliedes Platte Kamerad Lüde( Potsdamer Garnison) in den Storpsfoltatenrat gewählt. Bum Rätetengreß wurden folgende Anträge einftimmig beschlossen: 1. Der 2. Rätefongreß wolle beschließen, daß zur Wahrnehmung der gesamten Interessen der Heeresangehörigen jofort ein Reichsfoldatentat nach den Beschlüssen der Reichstonferenz der Korpssoldatenräle bom 4.- 6. Febr. 1919 beim Kriegsminister um zusammentritt. 2. Der 2 Mätefongreß wolle beschließen, daß die bereits bom 1. Nätetongreß einmütig angenommenen 7 Hamburger Bunfte sofort zur Durchführung gebracht werden. Die Grenzstreitigkeiten zwischen Konditoren und Gastwirtsgehilfen. der Durch Vermittlung des Ausschusses der Berliner Getvertschaftskommission tam zwischen der Firma 3o it y einerseits und dem Verband der Gajvirtsgehilfen sowie dem Verband wäder und Kontitoren andererseits eine Einigung zustande, wonach der Betrieb sofort wieder aufgenommen wird. Zu der Abgrenzung der Gesääste, ob sie zum Verband der Gastwirts gehilfen oder zu den Konditoren gehören, wird der Ausschuß in ciner weiteren Eigung Stellung nehmen. Lohnbewegung in den Kriegsgesellschaften. Groß- Berlin. Bekanntmachung. Der Aktionsausschuß der kommunalen Arbeiten räte Groß- Berlins unterbreitete den Vollzugsrat einen An trag der Vollversammlung der konumunalen Arbeiterräte, der verlangt, daß die kommunalen Arbeiterräte eine Ber tretung im Vollzugsrat erhalten. Der Vollzugsrat beschloß: Die Eristenzberechtigung der kommunalen Arbeiterräte Groß- Berlins soll der Entscheidung einer sofort eine zuberufenden Vollversontmlung der Groß- Berliner Arbeiteräte gemeinsam mit den fommunalen Arbeiterräten überlassen bleiben, desgleichen auch deren Eingliederung bzw. Ausnahme in den Vollzugsrat. Den Parteien wird anheim gestellt, die Frage in ihren Fraktionen zu beraten irnd der Vollversammlung geeignete Anträge zu unterbreiten." Im Einverständnis mit dem Artionsausschuß der kom Die allgemeine Geldentwertung und damit verbundene munalen Arbeiterräte berufen wir eine Teuerung hat auch bei den gewerblichen Angestellten Vollversammlung der Kriegsgesellschaften das proletarische Klassen. bewußtsein wadygerufen und sie beranlaßt, Einipruch gegen der Groß- Berliner Arbeiterräte und bet das Vorgehen der Direttoren und der vorgesetzten Behörde. fommunalen Arbeiterräte ein. des Reichsschaamtes, zu erheben, das jetzt noch den er Diese Vollversammlung findet am Sonnabend, wachsenen männlichen Arbeitskräften einen Sungerlohn von den 5. April er, vormittags 10 Uhr, in den Kammerwöchentlich 40 Mart, der ganz nady Willfür der Geschäftsführer älen, Teltower Straße, statt. bis auf 70 Mart erhöht werden kann, zu bieten wagt. In einer Versammlung am 28. Mära wurde in einer Resolution stimmig Profeit gegen das Berhalten der Direktoren der Gesell. schaften erhoben, da diese sich weigern, einen Tarifvertrag abzuschließen. Es muß entschieden Einspruch erhoben werden gegen die völlig unzulängliche Höhe des Lohnes und dagegen, daß das Reidsschaamt das Gehalt festgefeht hat, ohne die Angestelltenorganisation zu hören. Der Deutsche Transportarbeiterverband ist daher beauftragt worden, alle Echritte zu unternehmen, die dum Abschluß eines Tarifvertrages führen. ein. Bei Auskunft und allen Fragen wende man sich an den Stollegen Carl Wolter im Bureau des Deutschen Transportarbeiter Verbandes, Engelufer 14/15, Bimmer 86, Tel. Amt Dtorikplay 2382 und 4797. Der Vollzugsrat der Arbeiter- und Soldatenräte Groß- Berlins. gez.: Nichard Müller. Paul Neue. Einwohnerwehr und Mehrheitssozialisten. erhellt aus einer Verfügung des Landrats des Kreises Teltow Zu welchen Zweden die Mehrheitssozialisten gebraucht werden, über die Sicherheitswehren. Darin heißt es: Diese Wehren find als Hilfsorganisationen, zur Verstär fung der Polizei, einzurichten, müssen durchaus paritätisch au sammengesetzt sein und dürfen teine politijden Ziele verfolgen. Grundsäßlich müssen die Organisationen der S. P. D. zur Mitarbeit berangezogen werden, weil sonst auf reaktionäre Gesinnung gefolgert wird." Also als Deckmantel für reaktionäre Bestrebungen ist die S. P. D. gut genug. Ob ihren Anhängern nicht die Augen auf. gehen? Die Lohnbewegung im Buchhandelsgewerbe. Nachdem eine aus Mitgliedern des Angestelltenverbandes des Buchhandels., Buch- und Zeitungsgewerbes und der Sektion der Warfthelfer in Deutschen Transportarbeiterverband bestehende Deer Erlaß über die Neuregelung der Kommando. Sommission gebildet worden war, sind mit dem ArbeitgeberverDie Voltsbeauftragten in der Kommune. gewalt vom 19. Januar 1919 fann von der Versammlung handlungen zweds Durchführung der Forderungen angebahnt band für den deutschen Buchhandel, Ortsgruppe Berlin, Ver nicht als Erfüllung der Wünsche der Soldaten anerkannt werden worden. Diese sollen bereits am Freitag im Sigungssaale der ab, zu welcher die vier Volksbeauftragten der Stadt Berlin Der Vollzugsrat hielt am 1. April 1919 eine Situng und muß wieter verschwinden. Die Versammelten sind der Ansicht, daß die militä. Rorporation der Berliner Buchhändler beginnen. riften Mitglieder des Zentralrates durch ihre Die genannten Arbeitnehmerorganisationen richten an alle geladen und auch erschienen waren. Die Aussprache wurde Bustimmung zu obiger Verfügung die Interessen der noch nicht erganisierten Angestellten und Arbeiter im Groß- notwendig, da ein früherer Beichluß des Vollzugsrats zu deutschen Soldaten und Golbatenräte ber- Berliner Buchhandel die Aufforderung, jich unverzüglich ihren Weißverständnissen Anlaß gegeben hat. Außerdem fonnte zuständigen Berufsorganisationen, dem Angestellten- Verband und angenommen werden, daß der Vollzugsrat mit der Tätigkeit den aufgestellten Forderungen einen größeren Nachdrud zu ver- darum deren Abberufung erfolgt. Die Aussprache hat er Scan Deutschen Transportarbeiter- Verband anzuschließen, um so der vier Boltsbeauftragten nicht einverstanden sei, und geben, daß eine Kritik an der bisherigen Tätigkeit der Bolksbeauftragten damit nicht verbunden sei; im Gegenteil ist der Vollzugsrat mit der Tätigkeit der Volksbeauftragten vell und ganz zufrieden. Niemals hat ein Anlaß zur Klage vorgelegen. raten haben. Sollten di militärischen Mitglieder des Zentralrates jedoch mit ihrer ablehnenden Meinung überstimmt worden sein, so wäre es ihre Pflicht gewesen, als Protejt forporativ zurüdautreten." Gewerkschaftliches. In einer Branchenversammlung der Maschinenarbeiter und-arbeiterinnen leihen. In unserm gestrigen Bericht sind einige Fehler unterlaufen, die hiermit richtiggestellt sein sollen. Die Buschläge auf die Ge hälter sollen nach den Wünschen der Versammlung betragen: bei einem Gehalt von 101-150 Wiart 200 Brozent, bei 151-200 Wart 150 Prozent, bis 201-300 Wart 125 Prozent, bei 301 bis 400 Mart 100 Prozent, bei über 400 Mart 75 Prozent. Bei den Kleider- und Entschuldungsgeldern foll ein Unterschied zwischen berheirateten und unverheirateten Kriegsteilnehmern nicht gemacht werden. Schließlich ist noch hinzuzufügen, daß die Ange stelltenausschüsse in allen Fragen des Arbeitsverhältnisses, auch bei Einstellungen und Entlassungen, ein Mitbestimmungsrecht haben sollen. An die Vertrauensleute des Zentralverbandes ber Handlungsgehilfen in der Metallindustrie. gab Rollege Tirpik den Jahresbericht. Einleitend schil derte er, unter weichen Polizeififanen unsere Organisation zu leiden hatte, schilderte die Versuche des Unternehmertumis, durch Gründung von sogenannten Arbeitsgemeinschaften ihre Profitwirtschaft aufrecht zu erhalten und wie dieselben, trop stattge fundener Revolution, durch Einführung des Taylorsystcans bie Am Mittwoch, den 2. April, nachmittags 6 Uhr, Ausbeutung der Arbeiterschaft aufs höchste steigern wollen. Da jindet in der Aula des Realgymnasiums in der gelte es für die Arbeiterfait. wadjam zu sein. Sodann gab Steinstraße, eine Versammlung der Vertrauensleute des Tirpig einen Bericht über die Tätigkeit der Bran Bentralverbandes der pandlungsgehilfen und des Burcauangedenfommission. Er wies auf die eminente Eteigerung der stellten- Verbandes statt, in der über die weiteren Schritte beraten Mitgliederzahlen hin und forderte die Kollegen, insbesondere die wird. Um ein einheitliches Vorgehen zu ermöglichen, ist es notVertrauensleute auf, dafür zu sorgen, daß das jetzt erwachte wendig, daß die Vertrauensleute pünktlich und vollzählig er Interesse der Kollegen dauernd rege bleibe. In der darauf ein scheinen. Die von den Arbeiterräten der städtischen Betriebe geforderte Kontrolle fann sich nur auf diese Betriebe und deren Verwaltungskörper erstrecken, während die Kontrolle der Stadtverwaltung nach wie vor dem Vollzugsrat bzw. dessen Beauftragten zusteht. Folgender Beschluß gelangte zur einstimmigen Annanie: " Der Vollzugsrat übt die Kontrolle über die Stadtverwaltung Berlins aus. Er überträgt diese Stontrolle den vier Volksbeauftragten, die gemeinsam mit den fommunalen Ausschuß des Vollzugsrates ihre Tätigkeit ausüben." Verurteilenswerte Gewaltakte. Vor dem außerordentlichen Kriegsnericht des Landgerichts I hatte sich wegen Aufruhrs und Betätigung als Mädelsführer der Schneider Hermann Dill zu verantworten. Am 7. Märs feßenden Diskusjien wurde scharfe Stritit an den jebigen Berhält. Bentralverband der Handlungsgehilfen. Ortsgruppe Groß- Berlin. Bing eine Patrouille der Regierungs.ruppen durch den Stamp play nissen geübt und besonders das Verhalten der Generalfommis- Verband der Bureauangestellten, Ortsgruppe Groß- Berlin. Der Aufrührer in der Echönhauser Allee. Gin Soldat war bon sion sowie der Gewertschaftskommission aufs schärfste gebrand. jeinen übrigen Kameraden getrennt worden und ging allein die markt. Bligartig wurde die Situation beleuchtet durch die plötz Reichskonferenz von Delegierten der Angestellten- Ausschüsse Scaße entlang. Da wurde er wie die Antlageschrift hervor. hebt lich bekanntgegebene Witteilung: Täumig ist berhajtet! bon einer mehr als tausendföpf gen Menschenmenne et Eine Ser Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft Berlin. Am Freitag, ungeheure Empörung bemächigte sich der Versammlung, die jich den 4. April 1919, abends 8 Uhr, in Leipzig im Burgteller annt und unter Geschrei und Gejohle soll sie über den Soldaten Sergefallen sein. Dabei soll sich der Angeklage ganz besonders 1. Prüfung der Mandate; in erregten Burufen Luft machte. In seinem Schlußwort ging( Naschmarkt). Tagesordnung: Tirpik noch besonders auf die Organisierung der Arbeitsfreiwilli. 2. Wahl eines provisorischen Vorsitzenden; 3. Aussprache( Ge. hervorgetan haben, indem er die Menge anreizte, den Soldaten gen ein und geißelte scharf die Seuchelei des Bürgertums und haltsregelung usw.); 4. Zusammenschluß; 5. Wahl eines Aktions- fallenen Soldaten mit dessen Stahlhelm auf den Kopf und trat tolzuschlagen. Der Angellagie schlug den dann zu Boden ge der Mehrbeitsfoz., die mit den schofelsten Mitteln jeden Streit ausschusses; 6. Verschiedenes. der Arbeiterschaft befämpfe, jedoch gegen Streifgelüfte der bür mit feinen Stiefeln auf dessen Körper und Ge In einer Mitgliederversammlung des Deutschen Händler.icht herum, so daß er blutüberströmt dalag. Es gelang dem gerlichen Elemente, insbesondere der erste, nichts einzuwenden verbandes berichtete Genesie Brendel über die Bemühungen Soldaten, noch einmal zu ennlichen, er tourde jedoch eingeholt, Eine Resolution, die einstimmig angenommen wurde, des Verbandes, an die Berliner Gewertschaftskommission bgiv. an und ein Mia.roje sowie der Angeklage drohten jedem Unheil an, fordert die Ortsverwaltung auf. fofort Schritte zu unternehmen, die Generalfommission angeschlossen zu werden. Bisher ist dies der dem Soldaten zu Hilfe eilen würde. Zwei Männer aber nen die sofortige Aufhebung des Velagerungszustandes herbeizu nicht gelungen da die Händlerorganisation nicht als Arbeit nahmen sich des Weißhandelten aber doch an und brachten ihn führen. Außertem wird darin gegen die Freiwilligenregimenter nchinerorganisation angesehen wird. Die Händler dagegen be- nach dem Lazareit in der Brauerei Köninstadt. Die nachstürmende Stellung genommen und soll gegen Mitglieder, die dort eintreten, trachten sich durchaus als proletarische Existenzen mit freigewert Wenge riß den Soldaten aber wieder zurüd, der nunmehr nach das Ausschlußverfahren eingeleitet werden. Die aus diesem schaftlichen Grundsätzen und glauben deswegen auch zum Anschluß dem Senefelder Platz geschleppt und von einem gibilisten Grunde Ausgeschlossenen dürfen nie wieder Mitglieder des Ver an die Generalfonimission berechtigt zu sein. In der Besprechung aus der Menschenmenge niedergeschossen wurde. bauses werden. Die Versammlung erwartet ferner von der Orts. dieser Angelegenheit fun zum Ausdrud, daß man bisher ange Nad, dem übereinstimmenden eugnis von vier Personen, die den ver.vaunung, daß in allen Betrieben darauf hingewirkt wird, daß sichts der kriegspolitischen Saltung der Generalfommiffion nichts Angefagten mit aller Beitimm bei wiedererkennen, ift er bei dem nere Sollegen nicht mit Personen zusammenarbeiten, die den verloren hatte. To aber ojicubar ein Wandel hierin vor sich gehe. ganzen trautigen Gewaltat: der Haupträdeisführer gewesen, der jetzt bestehenden Freiwilligencegimentern angehört haben. Ferner sei der Anschluß jebt geboten. Die Händler haben das Bestreben ich nicht nur tätlich an den groben Mihhandlungen bele lint hatte, wird gegen die Vechaftung des Genoffen Täumig protestiert und mit der modernen Arbeiterbeweauna in engite Fühlung au tome fondern die enge, wenn sie schon Ruhe ballen wollte, imunen, haben. 1 angenommen. Aus den Organisationen. Teltow- Beeskow. aufs neue aufgeftachelt hatte. Der Staatsanwalt bebauerte, daß immer noch davon abhalten lichen, damit die laufenden Ge- 182 der 2ebensmittelkarte für genbliche 100 oz. 150 Gramm, allo der§ 115 für die Mädelsführer nur zehn Jahre Zuchthaus als schäfte ihren gortgang nehmen fonnten. Die Vertretung be- zusammen 250 Gramm Morgentranh zum Preise von 45 Pfennigen Höchstmaß in Ansas bringt. Dieses Höchstmaß sei in diesem schloß dann, taz auf pic näyte Tagesordnung die ausgegeben. In dieser Woche we hen auf A- Karten Piter, auf B- Karten Liter und auf C- arten Liter Mild verabfolgt. Die Falle gewiß am Blake. Das Gericht verurteilte den Angeklagten Neuwvalyi der Sanibeputationen und der Kuratorien ge- Liter- Krankenkarten können infolge erheblicher Verminderung des zu zehn Jahren Zuchthaus, zehn Jahren Ebrverlust und scht werde. alten Deputationen hatten bisher Ginganges an Frischmilch oom 1. April ab nur einen Tag um den Polize aufich. nicht den Taft besessen, ihre Tätigkeit einzustellen 11 andern mit Bollmilch beliefert werden. Gegen Abtrennung des Bezugs Zwei andere Fälle, die vor dem außerordentlichen Kriegs. fo bcfdyloß die Vertretung ferner, daß sie ihre Tätigkeit selbst- und Quittungsabschnittes 3 von der allgemeinen Lebersmittelkarte Das lonnte dem Gemeinde- 150 Gramm Grieß zum Preise von 15 Pfennig. gericht des Landgerichts 111 verhandelt wurden, zeigten, daß die verständlich einzustellen haben. Nowawes. Am Mittwoch findet in der Zeit von 8-1 Uhr ber Angriffe auf die Regierungstruppen und bie Bujammen oberhaupt nun gar nich passen. Er erlaube sich dreimal die Abrottungen auf der Straße zumeist auf das ganz unverantwort. Stimmung über den Antrag vorzunehmen. Er bewies bei dieser Verkauf von Seefischen in den Verkaufsstellen der Gemeinde auf lide Treiben unreiser junger Burschen zurüdzuführen sind. Der Gelegenhet, daß er die parlamentarischen Gepflogenheiten nicht folgende Nummern des Ausweises ftatt: Winkel Nr. 8251-3750, Es half aber nichts, denn die Frommert Nr. 4524-5023, Müller Nr. 1788-2287, Rubom Nr. 2408 bis 2907, 3iegener Nr. 2647-3148. wegen des Verachens gegen das Belagerungsgesetz angeklagte fennt, oder nicht fennen wollte. Arbeiter Kusias hat am 8. März auf dem Wilhelmplatz in Majorita: war für diesen An rag. Auch der Antron, Neuauf j Charlottenburg einen Unteroffizier von den Regierungstruppen nahmen für die Vorschule nicht mehr vormit den Worten beschimpft:" Ihr Laufejungen, ihr Rozjungen, aunehmen und die berei's erfolgten wieder rüdgängig au ihr habt doch seinem zu befehlen, wo man gehen soll." Dafür machen, schmerzte ihn sehr. Der Antrag wurde sogar einstimmig Ein weiterer Antrag, dem Geme ndevorstand verurteilte ihn jetzt das Gericht zu einem Monat Gefängrep. dem Amtsvorsteher aufzugeben, Anzeichen im amtlichen nie. Die anderen Angeklagten, der 19jährige Arbeiter Erich Crgan, dem Treptower Anzeiger", die für die Beschaffung von Karp, der 22jährige Arbeiter Gustav Steinborn und der Wohnungen Belohnungen ausjeben, au berbie en, wurde einDonnerstag, den 3. April, nachmittags 3% Uhr. findet im 18jährige Arbeiter May Bod. haben am 8. März in der Müller. itimmig angenommen mit dem Rusak, auf Grund des§ 9 der Bureau Neukölln, Neckarstr. 3. eine Sigung des Kreis. straße einen patrouillierenden Regierungsjoldaten überfallen, Mieterichubordung bei den zuständigen staatlichen Instanzen oorstandes statt. Die am Sonntag in der Gemeindevertreter. ibm ins Gesicht geschlagen und das Gewehr entbahn zu wirken. Der Vorsitzende des Hausbesitzervereins, der fonferens gewählten beiden Tünferausschüsse nehmen ebenfal riffen und an der Bordschwelle geridhlagen. Als Demofrat Gry 36, gebrauch'e treffende orie. Er meinte, an- baran teil. die drei Bursden später in der Chausseestraße verhaftet wurden, ständine Beibungen müßlen von selbst derartigen Inseraten die Am gleichen Tage findet die Ausgabe der Fingblätter flüchteten sie in die Häuser; hierbei fiel ein Schuß, der einen Aufnahme verweigern. Das mag gu: gemeint sein, aber der statt. Die Crte werten ersucht, dieselben im Laufe des Nach Soldaten in den Arm traf. Bei Karp wurde eine Bistole bor- Gourdsat Non olet ist bei vielen Leuten ausschlaggebender als mittags bon 5 Uhr ab bom Bureau abzuholen. gefunden, es ließ sich jedoch nicht feststellen, ob er den Schuß ab- die allgemeine Anständigteit. Tem von unseren Genossen eingegeben hatte. Der Staatsanwalt beantragte je zwei Jahre Ge- gereichte Antrag, den 1. Ma, den Weltfeier ag der Arbeit, auf fängnis. Das Gericht überwies Karp dem Militärperidt, da er die Teresordnung zu sehen, war der Bürgermeister nicht nach usch Soldat ist. Dagegen wurden Eteinborn und Bod über den gekommen, weil, wie er fag'e, er sich erst mit anderen Instanzen Antrag des Staatsanwalts hinausgehend, au je drei Jahren darüber beraten müsse. Aus diesem Kleinen Beispiel tann man Gefängnis verurteilt. ersehen, daß der Mann die Zeit immer noch nich: begriffen hat. abends 7 Uhr, findet in der Eöhow- Brauerei, B.enzlauer Allee 212/247, Sechster Wahlkreis. 1.- 3. Abteilung. Am Mittwoch, den 2. April, Die Bureauräume der Kommunistischen Bartel in der eine Mitgliederversammlung statt. Tagesordnung: Bericht rom Parteis Friedrichstraße 217 resp. Wilhelmstraße 114 find immer noch tag. 5. Abteilung. Am Mittwoch, den 2. April, abends 7 Uhr, Mite militärisch besest. Besucher, die dort erscheinen, sezen sich der Un- glieberversammlung bei Strauß, Pappelollee 25. Tagesordnung: 8. Abteilung. Am Mittwoch, den annehmlichkeit aus, von dort ebenfalls anwesenden Kriminal. Berichterstattung vom Barteitag. Grisienzrecht ebenso hat wie jebe andere Bartei, wird dadurch in erstattung vom Parteitag. Wir erfuchen in allen Bersammlungen um beamten belästigt zu werden. Die Kommunistische Partei, die das 2. April, abends 7 Uhr, Mitgliede versammlung im Swinemünder Gesellschaftshaus, Eminemünder Str. 42. Tagesordnung: Berichi den Verkehr mit ihren Mitgliedern arg gebemmt. Dagegen muß vollzähliges Erscheinen. Der Vorstand. auch hier wieder einmal energisch Protest eingelegt werden. Köpenid. Am Sonntag, 30. März, fonden in Köpenick d'e tommunalen Arbei erratewaylen statt. Die Beteiligung war leider eine geringe; dennoch können wir mit dem Mefultat zufrieden fein. Auf die Liste der 11. S. P. D. entfielen 1661 St mmen, auf die der Mehrfeit 701 S'immen. Es sind gewählt: von der i. S. Partei 9 und von der Mehrheit 3 Mitglieder. Es sind ohne weiteres große Roheiten, die besonders von dem erfterwähnten Angeklagten berübt wurden, und eine entsprechende Bestrafung war am Blake. Keineswegs aber hatten die Regie rungstruppen später das Recht, Selbstjustiz zu üben und Schuldige und Unschuldige unter ihren Kolbenschlägen und Flintenschüssen berbluten zu lassen. Das war mehr als Mord. und wenn die Ver über desselben mit dem gleichen Maßstab gemessen werden würden wie diese Angeklagten, dann hätten sie eine noch viel schärfere Strafe zu erwarten. Aber sie laufen noch frei herum und rühmen fich noch ihrer Heldentalen. Das ist der Unterschied, auf den wir hinzuweisen haben. Lebensmittellalender. Berlin. Der für frische Fische geltende Abschnitt der Berliner Bezugskarte Cg wird außer Kraft gefeßt. Mit Geltung vom 1. Ap it werden von nun an cuf V v% Kilogramm fische Fische abgegeben. Die außerdem aufgerufene Marke Rr bleibt weiter bestehen, so daß so wohl für Vv als auch Rrje Rilogramm frische Fische entnommen 18., 19., 90., 91., 95., 96., 191., 194., 204., 218. und 230 Brotkommission werden können. Bis Freitag, den 4. April, in ten Bezirken der P., Stadtverordneten am Sonntag findet um 9 Uhr, nicht, wie angeNiederbarnim. Die Konferenz der Gemeindebertreter und fündigt, um 10 Uhr, statt. Sechster Kreis. 4. Abteilung. Heute, Mittwoch, 2. April, abends 7 Uhr, Fortsegung der Mitgliederversammlung in der Edulaula, Genefelderstraße 6. Diskussion über den Bericht vom Parteitag. Neukölln. Diejenigen Genossen und Genofsinnen die fich ber Bibliothekskommission zur Verfügung stellen wollen, treffen sich am Donnerstag, den 8. April, abends 7 Uhr, in der Bibliothek. Et: glig. Donnerstag, 3. April, abends 7 Uhr, Generalver. fammlung im Festsaal der Realschule am Stubenrauchviat( Düppel Vorstandes. ftraße, Eche Floroftraße). Bericht des Vorstandes und Neuwahl des Echöneberg. Mittwoch, 2. April, abends 7% Uhr, in der Aula ber Hohenzollernschule, Belziger Straße 48/53, als Fortsehung der Ber fammlung vom 26 Mä z eine Mitgliederversammlung. Tempelhof. Wir machen auf den am 5. April stailfindenden Bunten Abend aufmerksam. Billets find bei folgenden Genossen zu haben: Größeling, F., Franzstr. 14; 3iebeil, Dorfstr. 52; Hermann, Rinbahnstraße 58; Straßert, Eiche sheimer Str. 3; Kramer, Fr., Karlstr. 113; Gadegast, Moltkestr. 17, sowie in der Freiheit"-Spedition, Werder straße 81( Laden). Treptow- Baumschulenweg. In der Testen Gemeindevertre tersizung am Mittwoch stand als wichtigster Punkt der Tages- kunit in der Biktoriaftraße 35 fällt aus. Dafür findet abends 7 Uhr Sozialistische Studentenpartel. Die heutige Mitgliederzufammenordnung die grundsätzliche Stellungnahme zu dem zwischen ben im Auditorium 140 der Universität eine außerordentliche Mitgliedergrößeren Gemeinden Groß- Berlins und den Berbänden der Ar- versammlung Itatt. Erscheinen dringend erwünscht. beiter vereinbarten Tarifvertrage. Die Vertretung stimmte dem zu. Um jedoch einen einheitlichen Vertrag zu schaf fen, wurde die Spezialberatung einer Kommission überwiesen, die in den nächsten Tagen zusammentreten wird, um zuerst einen entsprechenden Vorschuß festzusehen, der vorläufig zur Auszahlung gelangen soll, bis der einheitliche Tarif, vorliegt. Das felbe wurde beschlossen bei den Kriegsaushilfefräften, die durch ihren Verband einen Tarifvertrag eingereicht hatten. Diese Karlshorst. Donnerstag, 3. Ap il, abends 7 Uhr, im Gesellschaftss Sammission wird sich mit allen Arbeiter, Beamten- und AngeTagesordnung: 1. Geschäfts- und Kaffenbericht.- 2. Wahl der Bezicks, haus, Auguste- Biktoria- Etr. 41, Mitgliederversammlung. stelltenfragen befassen und es wurde betont, daß in Bulunit p: o Kopf 125 Gramm Käse. leitung. 3. Diskussion über Rätesystem oder Parlamentarismus. bieje Beratungen in Anwesenheit der Ausschußvertreter derselben, zu den vorliegenden Forderungen erfolgen werden. Spandau. Die zu verabfolgende Fleischmenge wird noch bekannt. Mitgliedsbuch ist milzubringen. Bon gegeben. Als Erfaß für die in den legten beiden Wochen um je unserer Seite gehören die Genossen Schlecht und Lüdte 50 Gramm gekürzte Fleischmenge werben 100 amm Erbfen peraus 1919, abende 7 Uhr, im Jugendheim, Nogatstraße 15, Vortrag: Freie sozialistische Jugend Neuten. Mittwoch, den 2. April diesem Ausschusse an. Die Neubefeßung einiger Kommissionen gabt werben. An Speisefetten werden 40 Gramm Butter und ging nicht jo glatt vonstatten. Genosse Freigang legte in furzen 70 Gramm Margarine, Kartoffeln 5 Bjund zur Berteilung gelangen. Das Näesystem. Worten den Schöffen nahe, ihre Aemter niederzulegen. Der Für die gekürzten 2 Blund Kartoffeln werden andere Lebensmittel Freie Jugend Bankow- Niederschönhaufen. Bürgermeister erlaubte sich, diese Anregung zu rügen. Es wäre zur Berfügung gestellt we.den. Ferner werben 500 Gramm Marmelade abends 7 Uhr, Zusammenkunft bei Schmidt, Bankow, Floraftr. 15, In einer Eingang Gö.schstraße. eine öffentliche Serabsehung der Herren, die in jahrelanger Tätig großen Anzahl von Geschäften sind auch Suppen gegen Abtrennung verteilt. Die Berteilung von Weichkäse wird forigelegt. feit ere Echuldigkeit getan hätten. Der Schöffe Schmidt gab von Feld 222 der Lebensmittelkarte zu haben. darauf die Erklärung ab, daß sie schon lange sich mit Rütilis gedanken heglan, nur auf Wunsch des Bürgermeisters sich aber Mittwoch, 2. April, Berantwortlich für die Redaktion Alfred Wielepp. Neukölln. Bankow. Vom Mittwoch, den 2. April, ab, werden in den be- Berlagsgenossenschaft Freiheit", e. G. m. b S. Berlin. Druck det kannien Geschäften auf die Bezugs, und Quittungsabschnitte 31 und Lindendruckerei und Berlagsgesellschaft m. b. S. Echiffbaue: damm 19. 4. Kreis. Speditionswechsel. 4. Kreis. Karbid- Lampen zu Fabrikprei en von 3,50 M. an bis 21 M. Prima Ausführung! 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