3 Esnzelprels 10 pfg* Jahrgang 2 BW yjniVU* nf�tint motjnu»od»achmiWaz»,re(9fr.%mt fUtkn»89» mk 9899» Vonnerstag, öen 3. /lpril 19# Nummer 15�- Nlorgen-Musgad� Inserate kost«, die ach�gefpalt. No«pa?eillezeile oder deren Ra«« 80.Aletne Nnzei�o-» das fettgedruckt, wort 40 pf* zedes«eitere Wort 20 Pf. Teuerem gsznschtr§ 60*/r � Familien» und verfammlungsauzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserat« für den da»«He folgenden Tag müjfm spätestens bis S Uhr nachmittags bei der Txvedition aufgegeben sefe. Expeditisn: Verlin NW. 6, SchiffbanerbO«« W. Fernsprecher. Aatt Nerve» 97M. Serltner'Vrffan M* Unabhängigen Sojialöemofratie S>eatfd)lanbs Verschärsung der Streitlage. AllgemeiuerSlreikim Ruhrrevler. i- rp'c l:'or�er,�en Meldungen lassen erkennen, hdk I>ct •an6«' ausgegebenen Parole»um Generalstreik mi Westen bisher nirgends ftolqe geleistet worden ist. Der Mreik hat nur geringe Zunahme ,u verzeichnen und be- Ichrankt„ch ,m wesentlichen auf die Kohlenzechen, während die E»enwerke und hie übrigen Betriebe im großen und ganzen»veiter arbeiten." So lügen die..Politiich-Par. lomentanichen Nachrichten" noch ain Nachmittag des 2. April. *�r Generalstreik ist zusammengebrochen, die Masse der Bergarbeiter folgt der Parole der..Spartakisten" nicht! So schwindelten alle anderen offiziellen und offiziösen Nachrichtenbureaus. Zur gleichen Zeit aber muß das ..Berliner Tageblatt" mslden: Esse», t»peil(3 Übe aachm.). Dir Stteittage im Ruhrhezirk h«t hrntr eine»«de»k. l'-L kef'-her-,. Wihrrnd rs Astern»Mh be» Sinbrack««cht«, alt tb die»refte Metrzahl her»eeglrwte der kommunistischen«eneralstreikpaeole uicht Salze leiste» »strde, kämme» heute alle» Teile« h»,«uhrhezirks Mel- b—zen ttber die»rur»»rbeitseinstrllnnzen. da» r» de« An- schein«ewiuut, al»»h de» Streik dach ziemlich all. hrmei»»erde» wird. Im Sste.er Revier ha» de»«»«. stand heute ebens»»i» in de»«ezirke»»m, Mtilhei« und vattrop»uf dir zroh« Mehrzahl der Zech.»«hrrzezriff-». Rur auf«enige» Zechen find die»elezschaften beut« nach«»gefahre«. »nch im Dartmunder,»ochumer. Hernrr, Wittener und R«ck- liaghauseaer Revier fi»d zahlreiche»»eiter« Zechen »om»««stände betroffen. Im Hamborner Revier ist heute die Brlezschaf» der Schacht«, ttaze Deutscher Saifer I/IV i» de»»«»stand«etrrten«uf den stbrigra Hamborner Zechen »ird Mar heute»ach,-arbeitet, doch erscheint c« ziemlich sicher da» sich auch deren veleischastea morgen dem Streik anschliefien »erde». e. Wolfffche Wreau muß sich Mittwoch abend zu sorgender Meldung beguenien: Esse»,!. April. Die Meldunzea«der die Streikla,» im Ruhrgebiet lossen dnrSber keine» Zweifel, daß auch heu,« von einem Generalstreik «i«ht»esproche»«erde« kaa». In der heutigen Friihschicht hat die Zahl der«nsstiindigen etwa 110 00« betragen Da sich die Sostziffer der Srsthfchicht auf 2ISMa bist 220 000 Mann stellt f. wird etwadieHillfteder Belegschaften fich im««»stand de. finde»,«eaaue Zahle» klnnten infolge mangelhafter telephoui- scher Verbindung mit einem Teil der Zech«,,«ich» festgestellt werten. ES steht also liest,»ab der Ausstand eine» Uinfang an- gcnommm tzst. der den vorHergegangen«» wert übersteigt Man wird in der Annahme nicht fehlgehen, daß der Aus� ruf der Regierung, die Verhängung des Belagerungs- zvstandeS. die Drohung mit den Noskogavden da« ihrig? dazu beigetragen haben, um die Erregung der Bor�eute bis zur Erbitterung zu steigern. Glaubt die Regierung immer noch daran, daß sie mit brutaler Gewalt die Archeiter in die Gruben zurückjagen kann? � Die Meldung der.Arankfurter Zeitunz-, daß a» Mittwoch zwei»bordauage» der streikende« Bergl.ent? w Weimar eingetroffen und von dem«rbeittminister Bauer »ach Berlin mitgenommen worden seien, entsprich« nicht den Tatsachen. S« handelte fich.»ach dem.Borwärt»", um ein« Delegation von Kruppschen Arbeitern, die wegen»er Ernährung,-. frage dorstellig wurde. Eine audere au» de« Ruhrgediet apifiert« Kommissio ist bi»her in Berlin nicht eingetroffen. Achtstündig» Arbeitszeit im Saarrevier. SnarbeSAe», S. April. Wchfche» de» Vertretern der Artet tgeder und«rteitnehmer »« Sdk» die Jstwna Aehitttssorderuugen ab» gelehnt ssatte, heute tiormittag 10% Uhr in den Ausstand getreteh.- avisierte Kommission ist bither in Berlin nicht eingetroffen. wurde stillzelegt. Seine Annexion des Saaneniers. Pari». 1. April.(Reuter.) Frankreich dringt auf volstbndigr Annexion de» Saarbecken». Dieser Sortcrung wird jedoch�» ich, stattgegeben werden. Man neig« dazu, Frankreich al» Teil der Eatschildigung die K o». trolle über die Sohleubrrgwerke für«ine festgesetzte Zeitdauer ,u überlassen. Pari», l.»perl.(Reirter.) Der Rat der Bier erwägt jetzt den Plan. Frankreich wirtschafilich und politisch die Auf» sich tü der da» Saar decken zu geben, bi» hie Gruben in Nordfrcmlreich wieber leistungsfähig sind. Di«ö wird voraussichtlich fünf Jähre dauern. Zorderwiken der MechMev Ssziallsteu. Prsvatte legramm der.Fr e kh e i t".' Budapest, S. April. Die Versammlung ber Vertrauensmänner der tschechisch» sozialisti scheu Arbeiterschaft in Prag nahm eine R«. solrttion an, welche gegen den Terror protestiert, der gegen die radikalen Sozialisten augewendet wird. Die Resolut«« faßt die Forderungen der sozialistischen Arbeiterschaft»obzendermaßen zusammen: Konfiszierung de» Großgrundbesitze». der Grube». der Eisenbahnen, der Bauken. der M o» op ol fa brike n ohne jede Entschädigung. Bc. strafung des Wucher» mit Kousiszierrmg de? Vermögen» und schweren Kerterstrafen. Gesetz über Arbeitszwang und eine Verfügung, daß nur Arbeitende Leben»- mittel erhalten. Die Resolution wendet sich gegen den Militarismus in der Tschechenrepublik sowie geg«» jeden Krieg, sei«» gegen das magyarische, sei es gegen das russische Proletariat, und schließt mit dem Ruf:»Proletarier aller Länder, dereinigt euch!" Wieder die Dunkelkammer. Au» Weimar wird berichiet. daß die MehrheitZpartrten der Rattonalversammlnng wieder einen Ausschuß für au»- wärtige Angelegenheiten einrichten,»um ein« engere Fühlung zwischen Regierung und Parlament herzustellen". Der Zweck diescr Hebung ist, da» Volk von der Mitwirkung an der Gestaltung seiner staatlichen Geschicke immer mehr auszu- schalten. Die Mehrheit der Nationalversammlung scheint der» Ehrgeiz zu haben, die reaktionären Methoden de» alte» Reichstags natur- getreu nachzuahmen. Und die Rechtssozialisten helfen eifrig da- bei mit. Das erste Opfer.. Offiziös wird gemeldet: Di« Bereinigung zur Bekämpfung de» Bol» schewi»««», die seit längerer Zeit eine große Propaganda betreibt, ist eine völlig private Gründung. Amtliche Stellen unterhalte» S» i�r kein« Beziehungen. In dem Haus« Schellinzstroße 2. in de« sie domiziliert, befanden sich. wenn wir recht unterrichtet sind, früher die Bureau» der Vaterlandspartei. Da« ahnungslose Publikum, das bisher mit den Preß- erzeuamssen und Plakaten der oben genannten Bereinigung beglückt wurde, wird die offiziöse Notiz mit Erstaunen zur Kenntnis nehmen. Konnte es dock, annehmen, daß die «Vereinigung zur Bekämpfung des Bolschewismus" nur «tter ausdrücklicher Billigung und Förderung der Regie- rung ihr Unwe'en zu treiben vermochte. Nun wird diese Bereinigung als„völlig private Gründung" erklärt und. was besonders pikant anmutet, die famose Vaterlands- Partei in die Affäre hineingezogen. Die Frage ist Wohl gestattet, weshalb diese Feststellungen nicht schon vor Wochen und Monaten gemacht worden sin»? Oder mußte just ain so kritischer Moment wie der jetzige eintreten, ehe die Regierung sch entschloß, die bisher protegierte Vereint- gung zur Bekämpfung des Bolschewismus als erstes Opfer ihres erneuten Kokcttierens mit dem Bolsch«- ttijjpuä darzichxii�aen?. i klerikaler TrluWh. Mit ungeheurem Jubel wurde die politische HinwSt zvng der Rovembcrtage bis weit in die Kreis« deS Büraev, tum» hinein begrüßt. Was erhoffte man nicht alles vo» der Revolution: Befreiung vom Militarismus. Befrsun»» von der Burcaukratte. Befreiung vom wirtschaftlichen&& Befreiung von aller politischen Ungerechtigkeit. Befrei«»« von Unkultur und vom Geist der Rückständigkeitl Was aber ist von ollem in Erfüllung gegangen? Wir haben eine Scheindemokratie, die dem Bürgertum den will« kommenen Anlaß gibt, Stück um Stück von den Position«» zurückzuerobern, die es im ersten Schreck dem Proletariat fast kampflos überlassen hatte. Wo stehen wir heute? Dick Unterdrückung der freien Meinungsäußerung ist schlurnne? »lS je im kaiserlichen Deutschland. Gegen Streikbewegungen der Arbeiter werden die Weißen Garden mit Maschine»- Gewehren und Kanonen abgeboten. Der Militarismus«nd die Buroaukratie erleben eine Wieder a�urt. Schon alauba» dir Roaktil-när» aller Schattierungen, daß ihre Zeit wieder» gekommen fei. Und nun melden auch die Klerikalen ihre Ansprüche wieder an. Besonders das Zentrum, das mit der an dies« Partei gewohnten Takik erst abgewartet hat. wie die Dinge sich entwickeln würden, hört die Stunde schlage«, m d««9 seinen alten Einfluß auf daS Staatsleben zurückeroder» könnte. In den ersten Wochen der Revolution hatte unser Genosse Adolf Hoff mann als preußischer Kultus- mirnster die ihn, als Sozialdemokraten obliegende PfliM zu erfüllen gesucht, die Stellung des Staates zum Kirche». welen und zur Religionsübung auf der Grundlage z» regeln, die fisr die Sozialdemokratie im Erfurter Programm festgesetzt ist. Dieses Programm hat ja. wie von de» Rechtssozialisten beteuert wird, immerbin auch für sie noch Geltung. Aber was haben wir damals schon erlebt? Dl« Klerikalen überboten sich in Protesten über die angebliche Absicht der Regierung, dem gläubigen Volke die Religion zu nehmen, von Staat? wegen die kirchliche Betätigum» z» erschweren. Und der Ministerkolleae Adolf Hoffmann». Herr Konrad Haenisch, ließ sich von diesen Protesten so weit beeinflussen, daß er alles tat. um die Absichten Adolf Hoffmonns zu durchkreuzen. Als Genosse Hosfmann mit den anderen unabhängigen Sozialdemokraten aus der preußischen Regierung schied, da standen die Dinge nicht viel archers als vor dem Revowtionsbeginn. Inzwischen aber hat sich die. Kulturpolitik im Reiche und in Preuße» noch weiter nach rückwärts entwickelt. Kennzeichnend dafür sind einige Vorgänge aus der jüngsten Zeit, wie einer der letzten Erlasse Haenischs. der zwar die einmal entfernte» Monarchenbilder aus den Sckmlen nicht wieder zurückzubringen gestattete, im übrigen aber nichts dagegen ein- zuwenden hatte, daß die tausend anderen Kaiser- und Königsbilder an den Klasseuwänden hängen bleiben, oder jene andere Verfügung an die Gemeinde von NowaweS, für drei Dutzend katholische Kinder ein« besondere kon- sessionelle Schule zu errichten. Die Situation erscheint den ZentrumSvolittkern s» günstig, daß sie nunmehr nickt mehr länger abwarten wollen. Sie begnügen sich setzt auch nickt damit, in den Einzekstaotea für die Aufreckterhaltting oder Wiederherstellung des alt« Verhältnisses des Staates zur Kirch« zu arbeiten. Sie dehnen ihre Ansprüche auf das Reich aus und wollen ver- kindliche Bestimmungen für alle Bundesstaaten schaffen. Der Verfassung»»»sschnß der Nationalversammlung von Weimar, dessen Beratungen im all- gemewen wenig Beachtung finden, beschäftigt sich zur Zeit mit den Artikeln 30 und 31 der Verfassung. Artikel 30 will die volle Glaubens- und Gewissensfreiheit herstellen. Dke behordliehe Frage nach der Zugehörigkeit zu einer ReligionS- gesellschast wird verboten. Die Zulassung zu öffentliche» Aemtern, sowie alle bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte sollen von dem religiösen Bekenntnis unabhängig fein. Die freie Ausübung gottesdienstlicher Handlungen. zu denen niemand gezwungen werden darf, sowie die Frei- heit der Vereiniguna zu Religionsgesellschoften soll gesichert bleiben. Nach Arttkel 31 sollen die Kunst und Wissenschaft und ihre Lehre frei und der Volkssckulunterricht unentgelt- lich fein: auf die Volksschulbildung soll sich der Unterricht in mittleren und höheren BildungSanstalten aufbauen. daA. Unternchtswejen uyter stagUicher Aufsicht stehen, > Man ipirt«jfleSnt muffen. M Hon 5t«fe Vestim- tiiHngett reichlich weit gehen, das; sie insbesondere genügend Naiiin für reaktionäre Auslegungen bieten. Aber dem Zentrum war damit noch nicht gedient. Es stellte einen Artrag. der unter gewissen Umständen die Sfrage nach der Netigion wieder gestatten soll, die Ordcnsgesellsclxiften staatlich geuehmigen will, den Religionsgesellschaften und Orden die Rechtsfähigkeit geben, beim Militär, in Gesang. nisscn. Krankenhäusern usw. Seelsorae einrichten, die Kirchen im Besitz ihrer Vermögen und ihres Beste»?runas> rechts belassen will. Der Religionsunterricht soll ordent- liches Lehrfach in den Schulen unter Leitung der ReligionS» gcscllichaften bleiben, die theologischen Fakultäten sollen weiterbestehen. Privatiinterrichtsanstalten sollen auch künf. tig errichtet werden können. Was»rill das Zentrum mit diesen Anträgen? Schein» bar stimmt es der Trennung von Kirche und Staat zu. in Wirklichkeit macht eS alle Anstrengungen, um der Kirche den alten Einfliif; auf daS Staatswesen und auf die Erziehung der Kinder zu erhalten: die Privilegien des Klerikalismus sollen in etwas modernisierter Ztorm in der Neichsverfassung verankert werden. Tie Vertreter der anderen klerikalen Fakultät, die Tentsch-Nationalen, stimmten selbstverständlich diesen An» trägen zu. Es zeigte sich in der Debatte, wie aroh in Wirklichkeit die Seelengemeinschaft zwischen evangelischer und katholischer Klerisei ist. Was aber taten die Rechts sozio listen in der Beratung? Sie rühmen sich alle Tage ihres groben Ein» slnsses. aber erfüllten sie bei diese? Gelegenheit ihre Pflicht. sind sie für die Vcrwirklichnna der Forderungen des Erfurter Programms in bezug auf Kirche und Schule eingetreten? Pichls von olledcm. Erinnern wir sie daran, was das Programm darüber sagt: Erklärung der Religion zur Privatsache. Abschaffung aller Aufwendungen auS öffentlichen Mitteln zu kirchlichen und reli- giösen Zwecken. Die kirchlichen und religiösen Gemeinschaften sind als private Vereinigungen zu betrachten, welche ihre Ange- legenheiten vollkommen selbständig ordnen. Weltlichleit der Schule. Statt ans der Verwirffichuna dieser Forderungen zu beharren, die deutlich unsere Stellung zur Religion. Kirche und Schule uinschreiben. erklärten sie sich sofort zum Feil- schen und Gondeln mit den Klerikalen aller Schattierungen bereit. Unsere grundsätzliche Auffassung ist. das; die Religion die Privatsache jedes Einzelnen ist, daß der Staat wohl die Ausübung der Religion zulasit. im übrigen damit aber nicht das mindeste zn tun hat. Daran kniivft sich die selbstverständliche weitere Fordeninq. daß die Schule als Staatseinrichtung von allen religiösen Beeinflussungen frei» zzibalten ist. Was aber sind den Rechtssozialisten Prin» zipien? Ihnen kommt eS nur darauf an. Wählerstimmen zu fangen, und sie glauben dem Zentrum in den katholischen Gegenden dadurch das Wasser abtragen zu können, dasi sie den klerikalen Forderungen möglichst weite Zugeständnisse machen. Besonderes leistete darin ihr Gauvtredner. Gerr Meerfeld aus Köln, der, wie die bürgerlich« Presse übcreiustimmcnd berichtet,„ernen erfreulichen Ton dcZ Entgegenkommens anschlug". Schanden» halber berief er sich zwar im Anfang auf den alten sozial» demokratiichien Standpunkt, das; Religion Privatsache sei. und dcch deshalb Kirche und Staat getrennt werden müßten. aber dann versicherte er immer wieder, dasi seine Partei den hohen Wert der Pflege religiöS-sittlicher Gesinnung voll anerkenne und darum den kirchlichen Wünschen der Kleri» falen aufs weiteste entaeaenkommen wolle. Tie weitere Debatte stand, wie ferner berichtet wird. im Zeichen des günstigen Eindrucks, den diese freundliche Rede des Rechtssozialisten auf Zentrum und Konservative geniaclit hat. In voller Garmonie verlief die Diskussion. Man war sich in allen Parteien, von den Konservativen bis zu den Rechtssozialisten, darüber einia. dasi sich eine Lösuna der Fraae. die alle Teile zufriedenstellen könne, schon finden lassen werde. Selbswerständlicki. dasi bei diesem Sandel die Klerikalen als die schlaueren Geschäftemacher den Sauvt- vroüt einstecken werden. Die endaültiae Fassung der Be- stimmunaen über diese Materie wurde noch nicht festgestellt. ober mau darf annehmen, dasi daS Zentrum seine Rechnung dabei nndeu wird. Rückwärts gebt eS. immer weiter rückwärts. Die Reaktion triumphiert auf allen Gebieten. Schon wird gemeldet, das; in daS vreußiickie Kultusministerium Pro» fessor Wildermann, ein Zentrumsabgeordneter, als Ünterstaats'ekretär berufen worden ist. und dosi damit da? preußische Kultusministerium zum erstenmal einen katho» liiclen Priester als Berater erhält. Vielleicht kommen wir bald so weit, das, daS Zentrum die Revolution segnen wird. die es zuerst verflucht hat. teliensmlllel, Mammenvwch und Lo'schewlsmus. Der UnterstaeiSsekrerär de» Deutschen Reiche rnährungS- Ministeriums. Herr von Braun, der die Verhandlungen mit den Alliierten über die Lebensmittelversorgung Deutschlands leitete, hat einem Mitarbeiter einiges darüber gesagt, wa» Deutschland in der nächsten Zeit ,u verzehren haben wird. Die Lieferung der ersten gS00y Donnen, hauptsäcktich kondensierte Milch, Speck und Fett, werde jetzt nach Deutschland verfrachtet. Es seien ferner kontraktlich über 230000 Tonnen Lebensmittel abgeschlossen, für die da» Geld bereit» in Brüssel hinterlegt sei. Um für März und Spril die voll« monatliche Ration von 870 000 Tonnen zu erhalten, müsse versucht werden, auch au» den neutralen Ländern Lebensmittel zu beziehen, da die Zufuhren au» Amerika mit den jetzt milfahrrnden deutschen Schiffen erst im Mai in Europa ankommen könnten. E» seien auch au» Holland gröhere Posten Lebensmittel angeboten woiden. Herr von Braun hat sich aber nicht nur mit diesen fach» liehen Mitteilungen begnügt, sondern ihnen auch politische 5kom. menlare hinzugefügt. Er meint«, da« deutsche Volk habe vier Jahre lang an Unterernährung zu leiden gehab« und sei jetzt am Ende seiner Kraft, nur so könne der Zusammenbruch im vergangenen«odember erklärt werden. Der Hetzpresse der Entente wird diese Bemerkung nicht ungelegen kommen; sie wird möglicherweise sagen, datz man Deutschland keine Lebensmittel liefern dürfe, dem» wenn da» deutsche Volk wteder gut genährt sei. dann werde ei nichts Eiligeres wieder z« tun haben, als dem alten, die Welt bedrohende» Militarismus wieder auf die Beine zu helfen. Der Herr Unterstaatssekretär hat ferner nicht umtzerlassen. de«. Entente mit dem Schreckgespenst des Bolschewismus zu drohen. Er meint«, wenn wir nicht bald bessere und reich- kichere Nahrung bekämen, dann würde e« zu spät werden. Dann würde der Bolschewismus die Grenzen Deutschland» snd wahrscheinlich auch Holland» überström«». E» handelt sich nicht mehr um eine aussckköestlich deutsche Angelegenheit, sondern um ein Kulturinieresse der ganzen zivififierten Welt. Herr d. Braun scheint den Anschluß an die Zeitereignisse verpaßt zu haben. Weiß er noch nicht, daß in den regierenden Kreisen Deutschlands ein eifriges Kokettieren mit dem BolschewiSmu» eingesetzt hat? AuS alledem ersieht man, daß der Unterstaatssekretär von Braun der richtige Mann fü'�die Vertretung wichtiger deutscher Interessen gegenüber der fcj Pnte und Herrn Erzberger völlig gleichwertig ist, �!" Man wird Euch flachen! Der„Vorwärts" rst mit dem Inhalt des Auf- r�u fs deS P a r t« i vo r st a n de S der Unabhängigen Sozialdemokratie wicht zufrieden. Er behauptet, daß der Ausruf„mit den bekannten Mitteln gröbster Entstellung" arbeite, indem er die Schuld cm allen traurigen Erschei- nungen des Bürgerkrieges der Seite aufbürde, die den Bürgerkrieg nicht gewollt habe und kein Wort des Tadels gegen diejenigen finde, die ihn gewollt, geplant und herbei- geführt hätten. Der„Vorwärts" unterstellt damit der re- volutionären Arbeiterschaft, daß sie die Schuid an den wahnsnmigen Metzeleien der Soldateska»rage. Diese Be» Haupt ung erhebt er zur selben Zeit, in der gegen friedliche Arbelterstreiks die ganze Macht des alten Militarismus aufgeboten, in der im Ruhrrevier und in Württemberg der Belagerungszusta,nd verhängt wird, der nur den einen Zweck haben kann, die Streikbewegungen der Arbeiter in Blutbädern zu ersäufen l Der„Vorwärts" weiß aber noch mehr an dem Aufruf zu tadeln. Er meint nämlich folgendes: Gegen hie Regierung wird der Vorwurf der.Arbeiter- feindlichkeit" erhoben. Ist da» schon ein« arge Unter- stellung gegenüber den bürgerlichen RegierungSnntgliedern. die sich zur Zusammenarbeit mit der Sozialdemokratie bereitgefun- den haben, so ist da» vollends eine Infamie gegen die jo- zialdemokratischen Mitglieder der Regierung, die nie etwa» anders als Vertreter der Arbecterinteressen gewesen find. Man mag darüber, wie in der gegenwärtigen Zeit Arbeiterinterelsen zu vertreten sind, verschiedener Meinung sein und diese Kei- nungen mit Leidenschaftlichkeit austragen« SS Ist aber eine geradezu verbrecherische Gewissenlosigkeit, an- der»d«nlende Vertreter der eigene» Klaffe al» bewußte Keiade dieser Klaffe hinzustellen. � Diese Häufung von Schimpfereien kann die Tatsache nicht vericl, leiern, daß die politischen Gandlunaen der fiih- renden Personen unter den Rechtssozialisten bewußt arbeiterfeindlich sind. Daß sie ehedem der Arbeiterklasse angehört haben, beweist noch nichts dogeaen. Es ist bei dieser Gelegenheit nicht notwendig, an Einzelheiten nach» zuweisen, daß der Aufruf deS ParteivorstandeS der Unabhängigen Sozialdemokratie Wort für Wort der Wahrheit entspricht. Immer stärker zeigt sich der Widerwille gegen die Politik der Rechtssozialisten selbst in ihren eigenen Reihen, immer häufiger werden die Stimmen rn der Icheidemannsthen Partei, die die sofortige Umkehr von dem bisherigen Wege und die Rückkehr zu einer wirklich sozialistischen abeiterfreundlichen Politik fordern. Erinnern wir un» aber down, was dem„Vorwärts" am 28. Februar 1919 von einem seiner Parteigenossen geschrieben worden ist. Es hieß damal» in dem Artikel ..Eewitterstimmijng". daß die Massen eine steiaende Er- bitterung ergreife, daß diese eine Hochspannung erzeuge. die zur Entladung dränge. Wörtlich wurde damals gesagt: ES ist das Recht und die Pflicht eines joden Sozialdemo- kraten auszusprechen, daß der Arbeiter mit dem bisherigen EnttoicklungSgang der Revolution und den gezeitigten Ergeb- nissen gerade,» ia bezug auf Arbeitrrfra»«»»ich» zufrieden fein kann. Die Hoffnung der Arbeiter auf die Nationalversammlung ist rapid« gesunken und nicht wieder»utzumacheuder Pesfl- miSmuS hat Play-»rsriffe». Und zum Schlüsse ruft der Artikelschreiber den Führern seiner Partei zu: .Noch ist es Zeit ,ur Umkehr, noch ist ein« Frist gegeben. ander« Wege einzuschlagen und dem Arbeiter d«S zu geben, worauf er aus Grund sriue» Leben»«nd Menschenrechte» zu- mindest—- Anspruch dat. Tut man es nicht, so wird auf der anderen Seite einst die verfluchen, die diese Warnung nicht beherzigt unb lächelnd bei Seite gelegt haben." Seit dieser Warnung ist ein Monat verstrichen. Die Enttäuschung und die Erbitterung in den Kreisen der Ar- beiter ist seitdem immer größer geworden. Bald wird die Zeit da fein, in der nicht nur die Unabhängigen Sozial» demokraten. nickt nur wie jetzt schon ein Teil der Anhänger der rechtssozialistischen Partei, in der alle Arbeiter erkennen werden, wie die Scheidemann. Ebert, Noske und ihres» gleichen die Revolution verraten und die Arbeiterinteressen an die Bourgeoisie verkauft haben. Und dann wird daS Wort des Parteifreundes des„Vorwärts" in Ersllllung gehen: Man wird Euch fluchen! Prtozen. Herzöge lmd Ziirsken. Ungarn hat eine rote Garbe, Oesterreich»erweist bie Hab»- burger de» Lande». Deutschland aber? Im.Gtaat»anzeiger für Württemberg". Rr. SS vom 20. März lSIS. wird amtlich bekanntgemacht, daß nach einer Verfügung der Regierung in die betreffenden Regimenter u. a. «ingeteilt werden die Leutnant»: Eugen Prinz zu Schaum- burg-Lippe. Karl Gero Fürst von Urach. Graf von Württem» berg, aggregiert dem Grenadier-Regt. Nr. Ilv; Max, Pr'n» zu SckaumburgLipp«. aggregiert dem Ulanen-Regt. Nr. SO; der Oberleutnant Wilhelm Albert. Fürst von Urach. Graf von Württemberg, aggregiert dem Fetd-Artrllene-Regt. Nr. 13. _»wd Mgjt wurde go-new-t. daß He r»oa««E»rieÄrich»»» Mecklendurg�Schweri« zum Sommandeo»: Le» JLger-eg� men!S Nr. 10 ernannt worden fei. Prinzen, Herzöge und Fürsten al» Schützer sse r s» n g: u Rtpublikl Schlafe, mein Deutschland, schlafe ein? Vormarls! M. W.„Im Einvernehmen mit den klassenbelvüßien poetischen und gewerkschaftlichen Organisationen des Pro- letariats in ihrem Lande veranstalten die sozialistischen Frauen oller Länder jedes Jahr einen Frauentag, der in erster Linie der Agitation für das Frauenwahlrccht dient... Der Frauentag muß einen internationalen Charakter tragen." So lautete der sinstimmige Beschluß der internationalen Frauenkonferonz in Kopenhagen 1919. Und als die sozial- demokratische Minderheit Ostern 1917 in Gotha zu ihrein ersten Parteitag zusammentrat, da hat sie diesen inter« nationalen Beschluß bestätigt und erneuert. Der diesjährig« Parteitag der U. S.P. D., der in der ersten Märzwoche in Berlin tagte, tat das gleiche und beschloß einstimmig, den diesjährigen Frauentag in der Zeit vom 6.— 18. April ob- zuhalten. Damit hat auch dieser Parteitag seine internattonals Solidarität bekundet, hat ausgesprochen, daß. wenn auch im eignen Lande die politische Gleichberechtigung der Frau durch die Revolution errungen wurde, die deutschen Ar- beiterinnen trotzdem für die Erringung des gleichen Rechts für ihre Sckjwestern in anderen Ländern eintreten wollen. Die zweite Internationale hat mit Kricgsbcgmn zu be- stehen aufgehört, aber die Fraueninternationale hat während deS ganzen Krieges immer wieder versucht, die dünnen Fäden, die die sozialistifchen Frauen aller Länder vorbanden, nicht zerreißen zu lassen. Und der Frauentag, der auch während des Kriegswahnsinns in allen Ländern stattfand, war ein Zeugnis für die trotz alledem lebende Solidarität der Arbeiterklasse aller Länder. Das Frauenwahlrecht hat aesiegt! Gesiegt überall, wo Frauen in diesen entsetzlichen fünf Iahren Unbegrenztes geleistet. Unaussprechliches gelitten haben. Das vorrevolu- tionäre„Deutschland in der Welt voran" war naturgemäß am wenigsten geneigt, die Gleichberechtigung der Frau anzuerkennen. Was es nicht gutwillig geben wollte, hat das klassenbewußte Proletariat nun mit Gewalt genommen. Und die Frage, an der alle Reaktionäre von rechts bi» links in die Reihen der Regierungssozialisten klügelten und tüs- telten. war mit einem Male aelöst. Es gab kein«„stufen- weise Entwicklung", kein vorsichtiges Abwägen, ob die Frau in den Gemeindedeputationen nur mitberaten oder auch mitstimmen dürfe— die Revolution macht« kurzen Prozeß und gab alle» gleich ganz und uneingeschränkt. Nun besitzen alle Mädchen und Frauen im Deutsche» Reick)« daS Wahlrecht vom zwanzigsten Lebensjahr« an. Aber trotzdem ist das goldn« Zeitalter für daS Weib nicht angebrochen, so wenig wie für die Menschheit überhaupt. DaS Wohlrecht allein befreit nicht vom Joche des Kavi- taliSmuS. Gewiß ist es eines der Mittel, die Massen auf- zueiitteln, die Klassenherrschaft wie die Bedrückupa und Ausbeutung des Proletariats zu mildern, aber nicht, sie zu befeittgen. Die poltische Freiheit, die die Frau errungen hat, muß weiterführen zu ihrer wirtschaftlichen Befreiung. Daher erheben die Frauen Deutschlands auch am dies- jährigen Frauentag ihr« Forderungen, und diesmal steht an erster Stelle: Sozialifttnnen zu den Friedenöverband- limgen zu entsenden, die das Vertrauen der Internationale genießen. Dns trifft aber nicht zu auf die Rechtssozialisten und auch nickt auf ihre Delegiert« Frau Iuckarz. denn diese besitzt nicht einmal daS Vertrauen der Mehrheit der deut- schen sozialistischen Frauen. International denkend« und handelnde Frauen hätten bei diesen Friedensverhandlungen eine große Aufgabe zu erfüllen. Sind sie dock als Vertrete- rinnen der Mütter. Ehefrauen. Töchter und Schwestern der vom Kapitalismus Gemarterten zu allererst berufen, die Drachenfaat des Mißtrauens und deS HasseS. die von den kapitalistischen Regierungen zwischen den Völkern aeiät wurde, auszurotten und al» internationale Sozialifttn- nen darauf hinzuwirken, die Völker der Arbeit ihre gemeinsamen Interessen kennen zu lehren. Die Frauen sind die Trägerinnen eines neuen Geschlechts, sie sollen zu dessen sozialistischen Erzieherinnen werden, die in jedes Kinderhcrz und Lkinderhirn die Liebe zur Freiheit und Brüderlichkeit einpslanzen..... Und im engsten Zusammenhang hiernnt steht unsere Farderung, daß Mutter» und Kinderschutz, wie der ganz« «rbciterschutz überhaupt bei den Friedensverhandlungen international« Regelung finden muß. In allen Ländern sang man während deS Kriege» da» Loblied der Frau. Man glaubt ihrer jetzt nicht mehr zu bedürfen. Darum müssen die Frauen alles tun, um genau so wie bisher ihre Unentbebrlichkeit im politischen wi« im wirtschaftlichen Leben zu beweisen. Frauen müssen zur Arbeitskontroll« herangezogen werden. Sie sind bis jetzt in den Arboiterräten viel zu schwach vertreten: ihr Bestreben muß darauf gericlstet sein. auch hier gemeinsam mit den männlichen Kollegen auf Grund ihrer reichen Erfahrung zum Besten der Gesamt- heit zu wirken. Frauen müssen unter di« Frauen gehen. Z» chn«« werden ihre Leidensschwestern da» größte Vertrauen haben. ihnen werden sie ihr Herz öffnen. Jetzt ist di« Zeit da. alle Frauen aufzurufen, ihre Energie de» Ertragen» und Lei» denS umzusetzen in Taten. So ungeheuor viel ist zu tunl Heraus mit den Kindern auv Fabriken uttd Heimarbeiter- höhlen l Hinaus mit ihnen aufs Land, in gesunde Luftl Verbot jeglicher Kinderarbeit! Schutz der Jugend! Laßt sie lernen! Befreit Euch Frauen selber von der Bürde de» dreifachen Berufes, al» Mütter, Hausfrauen und ertwcM- töttge Arbeiterinnen l Der diesjährige Frauentag fallt in ein« schwere Zeit. Und doch ist sie voll von Verheißungen für eine baldige giückliche Zukunft derer, die bis jetzt unterdruckt und rechtet waren. Me nur der Sogialisinu» allein die Mensch. l>eit befreien kann von JmperiaäiSmu» und KapitaUsmu». so kann auch der Sozialismus allein da» Menschenrecht der Srau verwirklichen. Ihre Unterdrückung wirb erst ein nde finden mit der Lösung deS Problems der Arbeiterin- Mutter und da» Sonn nicht geschehen, so lange ein Staat sich stützt aus die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Nock lebt der KapitaliLmuSl Doch er ist er» schiit v. ct. DaS Proletariat hat die Art an jern« Wurzch» \ r. 150. Vellage zur«Kre-heU' touuerslag. Z Vprll ISIS sonen. Sie l?at ihren Sitz in Gav«rla.»h« s�estsale Neu« �riedricbstr. 8S(Jrt. N rden 4854). f Vorsitzender der Streikleitung ist Ingenieur T'amm vom Bund der technisch-industriellen Beamten. vtemene-SKuikert.Werk». «ebSudr»! D"» Sireikbureau LngesteNt» de« befindet sich ob verwaltuni»» Frrilag. den er Lohnkamps in der berliner Metallindustrie. Testern vormittag haben die kaufniännischen und tech- schen Angestellten in der Metallindustrie den Unter- 'hmern den Kamps angesagt. Als Antwort aus das brüske 1«"d'"»?', im Lotai.Heidekrua'. eiemendstadt. Ronnendamm ?rhalten der Unternehmer, die die Verhandlungen wegen alle? 8g, bei Marsand.— Die Kolleginnen und Nolle«««.oerdcn neö an sick gar nicht so bedeutenden Streitpunkte» ab- gebe»«, recht pünktlich Zur fest gesetzte nZe.l dort ,u eriche.nen� jbrochcn hatten, sind rund 30«X)?ngestellte indon Streik ,M e � crmerl! Dtreitbureou b,. treten. Ob der Streik auch auf die Arbeiterschaften den � ini g{,{(aüront Schleus«', Eiemenidanm, t. Zu. I>''*■'"*'~""S cimmenbunst vormittag» 13 Uhr. Au die Mitglieder des Deutschen Melatlardelter verdaudes. Zu dem Streik der Angestellten, in der Berliner Metall. Industrie geben wir unseren Mitglieder» nlulutehrnde Ber- haltnngsmnhrcgcln: 1. Wir empfehlen, vorläufig nicht in einen Sympathie streik eingntreten. �. 2. Unsere Mitglieder haben von ihren Arbeitgebern zu verlangen, daft die Sicherheit de» Betriebe« gewahr- leiste« ist. 3. Jede Art Streikarbrit ist abzulehnen. 4. Bei Schli'ebnng der Betriebe haben unsere Mitglieder grundsätzlich die Bezahlung für entgangenen Ardeit» verdienst zu verlangen. 5. Jede Stillegung von Betrieben ist sofort unserem Bureau, Liuienstr. 83/85, Zimmer«, zu melden. Die OrtSvrrwaltung. rtricben übergreisen wird, muh erst abgewartet werden. ie Arbeiter haben vielfach beschlossen. Arbeit nur von ihren ten Meistern, den jetzt im Streik befindlichen, anzuneh en. und damit ist ja in Wirklichkeit der ganze Betrieb hmgelegt. Ein Streik von längerer Dauer, in dieser teite geführt, könnte bei der Wichtigkeit der in Betracht mmendcn Betriebe, sich in unserem gesamten Wirtschaft» den unheilvoll bemerkbar machen. Um so mehr»u ver- 'teilen ist das Unternehmertum, da» sich hier wieder als r halsstarrige Teil erwie». nachdem seitens der Angestell n in wochenlangen Verhandlungen versucht worden war, \ einer Verständigung zu kommen, um einen so schwer legende» Kampf zu vermeiden. Die Diskerenien entstanden durch die von den Unter- chmern belieble Auslegung eines früheren SclüedswrucheZ. anack wollten die Unternehmer die den Anaestellten in elen Fällen gewährten monatlichen Gratifikationen leine rt Anteil am GeschästSgewinn) bei der Berechnung des uch den erwähnten Schiedsspruch gewährten Gehalte .'ovikoriumS in Wegfall bringen, während die Anaestellten in Schiedsspruch so auslcaten. dost nur die Weihnacht»- ?a:ilikation angerechnet werden soll. Darüber ist e» nun im Bruch gekommen. Die Anaestellten haben nun wieder noch neue forde mgen aufgestellt, die fick auf da» Mitbestimmungsrecht in ken fragen de» Lohn- und ArbeilZverhältnisseS beziehen. Die Trinlgeldfrage km Gastivirlsgewerbe. Sm Di«ii0lag fand in den Germania sSl«n, lhaussetstraste, >n neuem aufgestellt. ES wird naturlich letzt Ichwer lein. stall In de- Haupl ache n-urdc Pui.tt L, Sch.«d«gerici>t». >n in» Rollen gekommenen Stein aufzuhalten und eine! Verhandlung«», besprochen. Kolleg« E r r I» e r gab einen au»- Udige Derständiaun!, herbeizuführen. ,W0l-1 tx � die U..ier..chmer ' sich nicht ernstlich bemühen, dt« Trinloeidabl�ung in Bier- restaurani» in Balde>>orz»»eh»t«n. sondern out Giiuoendungc» Die streikenden Angestellt«,, deren Zahl noch ständigl-a««rt vcrsä.lcppung»wktil üben. ächst. haben dem Verband Berliner Metallindustrieller D'e hier anschließend« Trskus,.on nahm«instimmig.,n« !rrch di�»lr>'ikl--!tiimi ikir« fpai-deniir-wi mit der Kr- Rrsolwion an. lvonn der vor>iand aufgefordert wird, mit alle» fll die BtrcirlPitiing igrc joröermigen mit � � 1®cMt stehende» Mitteln die sofort!«« Trinkgeld- 2? unterbreiten lassen, dast sie jederzeit zur V* j awSi'ung in den Bierresiaurani», Daul« und Gariengeschäf�en >n Verhandlungen bereit sind. Sie fordern siir icden I A��.Derliii» und llmgebung /'urchzudrücken. Die Bersammiung ngestellten vom 1. März ab eine ilionotlicl)? Zulage, und! gegen die Beschäfli. mg von Kelluerimren in neu Mark für Angestellt« unter 20 Jahren und 75 Mark| eröffneten verrieben und in de.«», wo vor dem Kriege Kellner gestellte über 20 Jahr«. Die Mll�esteüikourmen! beschäsiigt gmocsen. weil dadurch du» Herr der«rbcitlloscn ver- grösert und die in Frag« kommend«» Gemeinden immer mehr mit Erwcrb»Iose»uniersiutzung belast« nxrdkn.«ub«rdem wird die Dr�rchführung de»«chtstuirdentage« für all« Branchen im Gewerbe gefordert. «ach Erledigung einzelner verusssragen verpsiichieien sich die versammelten, die bürgerlichen lvlStler au» ihrem HaiiShali zu eniitrntn; sie erkenne» nur ein« im Siun« der«rbeiwr- bewegung schreibeiid« Presse an. Lohnbewegung in ber BlumengeschSslsbranche. Di« Gruppe der Ivlirmengeschäst»angeftellten im verband der Gnrlner und Gärinereiarbeiier hielt am Dienktag abend im .Rheingold' eine zahlreich besuchte Mitziiederversammlung ab. lieber A b, ch l u y eine» Tarifvertrage» für Groh- ""',n führte Kall. AI brecht in sehr ausführlicher Weife rn betragen: a) Jugendliche im Id. LebenSjah.e.... 100 Mark monatlich • 16. 0,•,• 160 0 0 m 17. 0»» I» 800, 0 • 16 0••»• 825 0» • 18. 0»» i» 850•• ......... 275. ») Sonstige kaufmännische und technische Angestellte. ktzür diese sollen die monatlichen Bezüge gegenüber b«m,..i,l%rr lonatlicken Einkommen im Juli de» Jahre» 1814 um»..> k<___».■»i-,.- Öf ri laende Sätze erhöht werden: bei weniger alv ILO M..,»«» 800 Itz. 4 weh» alt.... UO— tBO SR. Steigerung um 190% auf mindest««» 850 M. 150-190 180— S80 830-270 870— aas 885- 870 «70-420 480-500 809-000 «00 M 180% 165« 156% 130% 110% 90% 70% 00% 50% 435 505 010 600 750 780 800 850 900 au», wie schimcrig e» sei, mit den Unlernehmer» zu einem eini- germahen annehmbore» Tarif zu gelangen. Eigentümlicherweise sei im GSrtnereigewerb de- Umstand zu verzeichnen, dast man hier erst einen sogen. Zenlraltarif schaffen will, bevor man Sri- liche Tarife abschiiehen wolle. Redner führt« weiier au», dast bei den Verhandlungen zum erwähnten Zentraltarif für da» ganze Reich die Lehrzeitfrage die größte Rolle gespielt habe. Die Ber- treter de» verbände» deuticher Blumengeschäfttinhaber wollte» unter allen Umständen die dreijährige Lehrzeit durchsetzen. Referent veria» eine längere Erklärunz de» Verbandesvoesta»' de», worin in oulsührlichsler Weise begründet wurde, daß eine zweijährige L«hrzeit da» höchst« fei, wa« man zubilligen könne, zumal auch in anderen Berufen da» Bestreben dahin gehe, dir Lehrzeiten abzukürzen. Redner meint, daß jedenfalls versucht werde, durch Hinieriurt» längere Lehrzeiten ourch dir örtlichen sie nicht durchgeführt würben Lei der Sonntagsruhe sei«» de» Unternehmecn anscheinend gelungen, Sondrrbcstimmungen für sich herauszuholen. Er stell« folgenden Antrag: .Die heut ze versammluz der BlumengeschäftSangrstelkte» verlangt von der Behörde, daß irgend'velche Autnahmen für die voll ständige Sonntagsruhe den Blumengeschäften nicht b«. willigt werden. Sollte die» wider Erwarten doch geichehen. so verpflichten sich die versammelten Beruftanzehörigen. in Ichärf- ster Form dagegen Stellung zu nehmen und Tonntag»» arbeit zu verweigern.' Dieser Antrag wuroe einstimmig angenommen. KwaSnik erklärte, er wolle bi» Sonntag eine k'a-e Lrellangnahmr der Behörden zu errichen suchen. Im enteren Falle bitte er, den eventuellen Anordnungen der Organisation, die.öiigenfall» noch in der Arbeiterpresse bekannt gemacht würden, unbedingt Folge zu leisten. Mit einigen Ermahnungen, die nötige Agitation für vi« Organisatlvn zu betreiben, schlost der Vorsitzende die für alle Anwesenden interessante Versammlung. In einer Branchrnvr.sammlunz o«r Einrichter gab d«e Branchenleiter Beyer zunächst dei. Jahre»b«richt. Derselbe war kurz, da die Branche erst gegen Ende de» Kriege» be» grünoet ist. Gellagi wurde über da» geringe Jnirresse. da» in Kollegenkreiscn für die Aufgabe» der Branche vorhanden ist. E» wurde dann zu dem Nemvahlen geschritten AI» 1. Branchenleiter wurde gewählt: Max Schneider, al» 8. Branchenleiter: Robert Klein, als Schriftführer: Rennburg. Di« beiden Crstgeivählten sind»ach Abgab« ihre» politischen Glauben»!»«» letintnisseS U. S. P., der letzi« nicht politisa» organisiert, aber Anhänger de» Rälesystem«. Ein« lang« politische Debatte enr» spann sich dann bei der Wahl der Agitation»komm!s» sion. Neben dreizehn Kollegen, die in der U. T. P. organisier! sind, wurden 2 Kollegen vorgeschlagen, die Milglieder der S. P. sind. Beide erklärten, auf dem Boden de» Rälesysienr» zu stehe>». Auf den Aviseheuruf:.Welche» Rälesystem?'«rgrist Büchel da» Wort, der zunächst erklär'«, auch Anhänger de» Stätesystem» zu sein. Niel)« da« Sch.'agiroit.All« Macht den Arbeiterrälen'. wndern»alle wirt''chafl»pol!!ische Macht'. Erst einmal im Besitz der ökonomische»?'.acht. werde die polilisch« Macht der Arbeiter» kchaft von selbst in den Schoß fallen. Redner verbreitet« srch dann in längerem Ausführungen über da» russische System. Tr kam dann aus die Tätigkeit der Aibeiterräte in den Betrieben zu sprechen und enllpiefclle sein? Pläne über den Aufbau de» Räte» sysrem» überhaupt. Er ist Anhänger de» berufSständischen Wahl» recht» Ter grönle»eil der D. P D.. außer einigen ungekrön» ten Königen, standen auf decn Boden der Arbeiterräie. Wir stehe» in«erlin in d-r Parte! der S. P. D. vor wichtigen Ent. scheidungen. Wer sich nicht zum Rälesystem bttennt, über»e» gehen wie zur Tagesordnung hinweg. Schneider ieat Büchel entgegen und vee'rat di» Ansicht, nicht durch Opposition in der S. P. D, sondern dneeh Urbeetritt zur U. S. P. tö»n« die Arbei» lerschaft eNvn» erreichen. Daiauf erfolgte dir Wahl der Agila» lioiiSkommission, die nunmehr an» folgende» Kollegen besteht: Kotlewfli, Dehrend. Dorn. Zernikow. Joses, Lorenz. Holland, Fohrmeister, Lützel. Meyer, Beyer K, Mockel. Krieg r, Beyer O« Rimz. E» wurde dann in die Beratung de» Kollektiv» vertraae» eingetreten. Nach einer sehr lebhaften Aussprach«. in der hesiig« Vorwürfe gegen die Unlernehmer erhoben wurden �vegen ihrer schikanösen Auslegung d?» KolleklivuerliageS, wurd« einstiirmig beschlossen, den Verl rag zu künbigen. Ein Anlrazi überhanpi keinen Vertrag mehr abzuschließen, wurde abgelehnt. Darauf wurde in die Beratung über den neuen verlrag ein» getreten und wurde beschlossen, einen Stundenlohn von ZLö M£ zu fordern. Außerdem wurd, beantragt: Maschiiieiiarbriter, so- l'ald sie X Jahr al« Einrichter tätig sind, erhalten drnsclben Lohnsatz wie di: selbständigen Einrichter. Unter einem Jahr 20 Pf. iveiiiger. ES wurde dann noch eine verhandlungSkommis- ivn gewählt, bestehend auS Kadkewski. Schneider, Klei», Beyer O., Krüger, Meyer, Zernikow. Richter. Al» Beisitzer für den Schlich- lungSauSfchuß loerden Klein und Katlewfki vorgeschlagen. Achtung, Zimmererl Du die Tarisl'erhai'dlungen ge. (kjeilcrl sind, ist seit dem l. April der Tarif a>ifgehoben: so>»U befinden wir un» fetzt in einer tarislosen Zeit. Sm DienSla» ludet aus diesem Grunde eine Zahlstillenversauunkung im Ge» werkschaflthau», Saal 1, statt.,, j, -- Di« Jestleauna der neuen Dezüa« stützt sich aus die am Tarif« einzusührc», und bltt«i in dieser Beziehung die Augen ). Juni 1914 aezablten Gebälter, um einen Ausgleich in»fs«n zu halten. Da der Zentraltarif aber voraussichtlich !r Ent obniina der Angestellten berbeizitfübren gegenüber vorläuifz nicht zuftande käme empfehle er, einen t üleMpiianma aflor LsbenSbedürfnisf« durch den Krieg. Tarif abzuschließen. ED halt«» am 24. März r Verteuerung aller Looenvoecu""".------ I mit den llnternehmrrn statlgefundcn. die zu keinem posit»ven Ergebnis geführt hätten. vic Mindestforderungen, so bescheiden dieselben auch seien. rrr Beziige im gleichen Verlxrctnis der Viemerung aller wären von ihnen abgelehnt worden. AI» vorläufige Sätze für den reis« der Leb«nSmittelbedürsniss«. St« erreichen mit ihren neuen Tarif sollten festgelegt werden für Binderinnen im ersten orderimaen auch nickst die durchschnittliche Lohnforderung Lehrzahre monatlich 87,50 Mark, im ziveiten Lehrjahre 00 Mark. r Arbeiter die vielfach 300 und mehr Prozent beträgt. Im dritten Jahre der Beruf»Iätigkeit 86 Mark, im vierten Jahre äbrend die' IkoFten der Lebenshaltung durchschnittlich um � Mark und im fünften Jahre 55 Maxi wöchen.kichcr Lohn. Mc«�„,,4. M», leinen cfce f.-wwn da 6 diel- ktzo-derungen sich durclxi»» in dem I(«"• fiifslon legte bi« Kollegin Keil die traurige -..iiitr,. i'viicn ,umal doch die I La?« der BerusSangrhörige» in anschaulichster .Ilten gegenüber billigerweise leisten a'usierordentlistvn x' 2m allg«m«inea wurde von sämtlichen Rediwrn und Ngestellteil in erster Linie mit zu deu Rsdnerinnen auf die geringe Höhe der Lohn, ätze hingewiesen. ewinnen beigetragen haben, die gerade b.e J)■ auita«| Man sprach mit gewissem Recht von Hungerlöhiie». Ein Redlirr ehrend d«k.striegyp eingei't: lchen mtt-«rilätle, daß man zehn Mark pro Tag al» da» mindeste betcachlen Im lZuianiiiienbnna mit der Lohnforderung haben ober?suss«. um einigermaßen leben zu können, vom vorsipenden Mtutiamt ideelle ford.'rung»u-rbach. nn.rd«. erwidert, daß man leider oersäum. « Angestellten au» eine "mmen�s�r in�allen Kragen �de» Lob"' und Arbeitsverhält- NeS �!b,sond�o?-llen Einstellungen. Kündigungen 'S foo«'leIItenQHBi�in�«rst��.'ljna(j>unflgj0mrniffar be- Mii...-»-.Nde. «rtiner Metallindustrieller teil. �»eht au« LS»er- Sk eiietfUüuna d«»naeitelltev«n« � �'Onnifation so aut-zubauen. daß nian derartige J m0*" nut Erfolg verbeten könne. An den Mitgliedern nl». �«�"s4ongehörigen liege»S. da» versäumte so oa« wie möglich nachzuholen. Di« Versammlung nahm ' olgenden Antrag beinahe einst mmig an:.Die heulige !?���mmkung der BlumrnzrschäftSangestelllen braus. «füni 2lf, Veetrauenlleestp, mit den Geschäft»! nhabern zwecks leiten' besseren Tari°» nochmals Unteehandlungen elnzu- dorherig« Abstimmung hatte man die oben an- e»!n Lobnfätze al. zu niedr g abzelehnt. »» r.. i. u» a» n i k sprach dann über den achtstündigen v.««» und die völlige Sonntag, ruh« in tun» d« e.rfI.nMklchüf«en. und daß die strengste Einhal. «nh Jw«�n QCn Arbeitszeit Pflicht eine« jeden Kollege» �1'"!*'• Die achtstündig««ebeitSze.t fei gesetzlich kestzel«,!» ßUt bit fchünsteu Gesetz« verlören ihre« Wert, wenn Versammlungen. Fünfler Kreis. Die Denassen de« fünflen Kreise» ncchmen am Dien»tag I« der Aula de» Sophien-Nealgymnasium» den Sktichk de» Genossen Weis« über den Parleiwa entgegen. Au» dem Sllm- mung»b!ld, da» der Redner einlrikrnd vom Parteitag gab, sei da» auffallende Hervortreten jüngerer Benassen hervorgehoben, während da» Dirigier«» und Slenuiiungmachen dunh alt» .Parteischimmel', wie man r» auf früheren Parteitage» beob. acksten konnte, diesmal nicht zu bemerken war. Der Referent de» weilt« dann länger bei der Beratung de»«ktionlpr»- g r a m vi», wobei er hervorhob, daß da» Resttrcn Haase» von dem dem revolutionäre» Temperament getrageiwn Vortrag Däumig» wenig abwich. Die vom Parteitag geforderte Diktatur de» Prole» tannl, hat für un» keim-chnecken. da wir setzt die Diktatur einer Rebenregierung im Gd», Hotel erieagen müssen.— Genoss« Weis« beaerüßf« dann wc>? den Beschluß in der Geweek- s ch a f t« s e a g e. der die Parleiaenosse» auffordert, i» n« r h a l t der Gewcrks.kaslen für Ausbreitung de» revolufionären Geistetz zu wirken. Schon heute kann man beobachte», daß die Revo» lution auf den KlärungSprozeß der Gewerkschaften befruchtend getpitu Hai.— In der Frag« der Jugendbewegung könnt« der Referent die Herausgab« einer Jugendzeilschrift nichi gniheißen, Der Zenirawoi stand habe der Berliner freien Jngend einen niö�iliässt weiten Spielraum, völlig« Freiheit und we!la«htnd« matrrielle Unterstützung zuteil werden lassen. Trotzdem hat sich di frei« Jugend acht Tag« vor dem Parteitag auf einer Reich». konferenz rllckhakllo» auf den Bode» der konununistischön Partei fltilellt. ohne die Stelliinanahm« de» Parrvitaae» abzuwarten. In der Di»kusflon brachte Genosse He n sei eine Resolulio» ein, in der da» Srgebni» de» Parieilage» al» nicht befriedigend. da» Prograrim al» unziieeichend erklärt wird. Er»erlangte nähere fkpgaben über die«ampfiniltel zur Erreichung de« lozialiftisch«" Gesellichafi. De» weiteren bezeichnete die Resokutioi, die Erhöhung der Beiträge al» nicht genügend, ebenso müsse der �Übungsarbeit und der Jugendbewegung mehr Beachtung ge. scbenkt werden.— Tr. Roicnberg ist im Deaensad zum Ge. nassen Henski mii den Beschlüssen de» Parteilag»«innerstanden. nur in der Jugendsrage häitc mehr geschehen können. Der Redner b es ckiaN e i s e rrr pi'n"1,tw",,lfn DemoustrationSruinmel! UN. t l t unserer Stell.ingnabm« zu den polnischen Aniierion». beiirebungea aus Danzig müssen wir auch in dieser Frage ein« icriiehrnen, In- da» 91 1 cht abipreche». gegen Gewakipolifik z» pro» leiiieren. solange sie die Gewaltpolitik im Innern aufrechi ev> �"°ss- Hilde» he im hielt eine Kritik an de? pr« kati?n»�ranpn�ps»,i Ä' worden ist. müsse IN den Organi, UN Biidung�csen vernachläsfigi worden ist. müsse i» den Ceg-ini. u� S.» M5L?.fr n- r®5no|'t«°ck. kritisierte di» Hak. rnentnnim bct �rag« Rätesystem oder varla. mentariSmu», eine» könne e» nur geben. Er hätte Rusrnnm»,, gehen mit den Kommunisten gewünscht. Gegenüber br» Kritiker» .„ �. v wsmH» wß d« Mast, btt Pücteiginoss?« nicht» im Wege stände, d« Kundgebung«ine radikalere Auslegung im Tinne TäumigS zu geben. I« seinem Schlußwort nahm W e i s e den Genossen Haas« t« Sch'ch. auch Däumig hat nicht zu jeder Zeit die politische Situation klar erkennen können, er hat auch hinzulernen müssen, genau wie Haosel Was vom Parteitag nicht gelelstet worden ist, fällt auf das Konto der damaligen Verhältnisse, vor allem der knappen zur Perfiignng stehenden Zeit.— Die Resolution Sensel wurde horauf abgelehnt,«in« andere, die den Zentralvorstand aufsordert. in der LanteSverteidigungSfrage Aufklärung zu verbreiten, dem Vorstand überwiesen. Für den zurücktretenden Genossen Dr. Wevl wurde Genosse SchellauSke zum zweiten Pocpfeenben gewählt. Der Vorsitzende widmet« zum Schluß dem von NoSke« Gardisten erschossenen Genossen Leo Bernstein einen die Ber» dienste des Verstorbenen für die Partei— er war Schriftführer d«S WablvereinS— anerkennenden Nachruf, zu dessen Ehren stch die Versammellen von den Plätzen erhoben. Lüttwitzereteu. Tin« Patrouille von drei Mann ber Abteilung Lüttwitz, 8..Kompagnie. Regiment 70, S1. L D., halle den Austrag, als Patrouille gestern nacht Lichtenberg zu passieren. Anstatt sie chrem Dienst nachgingen, setzten sie sich in ein Restaurant, Frank, furier Allee in der Nähe des Bahnhofs und betranken sich derart, daß sie in dem Restaurant schössen, eine Handgranate warfen und die Tckicibe einschlugen. Darauf kamen zwei Mann der Republi- kanischen Toldenwehr, Depot Frankfurter Allee, und sollten sie entnaffnen. Die Lüttwitzer nahmen aber den andern die Ge- webre ab und jagten sie rauS. Darauf verschwanden sie und wellien vom Bahnhof Frankfurter Allee nach ihrem Depot nach Wartcnberg fahren, schössen abermals vom Bahnhof Frankfurter Allee auf Leute, die ihnen gar nichts getan hatten; eS wurde zum Glück niemand verwundet. Ungefähr nach einer halben Stunde, um'A7 Uhr, wurde einer verhaftet und zum Depot in der Frank. furier Allee gebracht. Kurz darauf kamen die beiden anderen die Frankfurter Allee herunter am Tepot vorbei und fuchtelten mit ihren Gewehren und Pistolen, geladen und ungesichert, in der Luft herum. Tie wur- den von der Sicherheitswehr angehalten und sollten wenigsten« »in Gewehr abgeben. Das verweigerten sie mit de» Worten: .Wir wollen uns nicht wie Bieh abschlachten lassen" Bald kamen die beiden Lültwitzer in Streit, und der eine, der Soldat Alber/ Rcinstadtlcr. gab sein Seitengewehr ab und der andere, der Ge» freite Für?, vom selben Depot, drang auf ihn vor Wut empört »in und erstach ihn. Darauf wurde er abgeführt. Achtung! Soldatenräte! Nrn Donnabend. den 5. April, vormittags 10 Uhr. findet im Gebäude ded VolLuusrats.?[n den Zelten 28, Saal d i u m, wo er sich a' den Kämpfen— angeblich nur durch Schüsse in die Luft— be teiligt hat. Da« Betvuß.-sein. sich strafbar zu machen, hat er nick'! gehabt, da er selbst am 9. Rovember den nachherigrn Volt» beauftragten, jetzigen Reichspräsidenten Ebert. an der Spitz bewaffneter Demonstranten gesehen hat. Unter den zahlreichen Belastungszeugen feien nur di< Aussagen de» BorwärtS-RedaktcurS Ä u t t n e r besonder« erwähnt. Hi« entwickelte sich wieder da« Frage, und Antwort spiel zwischen Verteidiger und Zeuge wie in einer früheren Bei Handlung vor der Gtrnftammer, im Verlaus dessen der Zeug zugab, selbst«inen bewaffneten Haufen, die sog. repuolikanisck Schutztruppe im Reichtage, gebildet zu haben, ohne sich bewußt ge wesen zu sein, gesen§ 135 de» Strafgesetzbuclies zu verstoße» In feiner Anklagerede verweigerte der Staatsanwalt bei: Lnoeklagien trotz stiner UnbeschoUenhest die Zubillign»! inildernder Umstände. Di« Beeiligung am Bürgerkriege in de damaligen servier igen Lage der Regierung nach auß:,i hin sc moralisch wie Landesverrat zu bewerten. Der Verteidiger Dr. Bö n he im fetzte d:n Geschworene. auseinander, daß es sich hi« um einen politischen Proz Handel« wie im Falle Liebknecht und anderer Prozesse währen de? Krieges. Die Regierung habe nicht da? Recht, hier den A» lläger zu spielen, die selbst am 9. November durch Aulruhr u» Landsri�enSbruch zur Macht gekommen ist. Der Verteidiger schlo, seine allgemeinen Ausführungen zu den Geschworenen gewendet mit den Worten: Aus Polizei und Militär mag sich die Regie- rung stützen, aber nicht auf unabhängige Richter, die dem Reckst zur Durchführung verhelfen sollen! Di« einzelnen dem Au» «klagten zur Saft geleg-en Straftaten deirchsehenb. braniragte er dessen Fecisprechung. Roch längerer Beratung kamen die Geschworenen zur Bejahung der vier vorgelegten Schuldsragen, di« fünfte Frage aus Anerkennung mildernder Umstände wurde ebenfalls bejaht. Dem Antrage de» Staatsanwalts gemäß kam da« Gericht zu einer aeHitttffnaf de»«stwe Nagten pt f Fahre«« Kaffee Bellevue, Lichtenberg, Hauptstr. 2 sBahnhof Straia RummelSburg) eine Konfevcn� der Gemeiudeoertreder u> äadiverordn« en stalt. Di« BezirlSleirer, soweit die« nu elstst Gem'indeverireter sind, werden gleichfalls gebeten, zu i cheinen. Mandate wollen die Bezirle selbst ausfüllen und« Pezirksstempeln versehen. Oberbarninr. Die Gsmeindevertreter und die«tadtvt odneten tönmen an der Niederberrniiner Gsmestidevertreu onferenz teilnehmen. Tharlottenbnrg. Dee Redner, und AnsSngerkursu« fällt t eit�g dtefex Wachs aus Am Sonnabend, den 5. Apnl» Uhr, im Rnthoii» Cho loltenburg, Zimmer 304, Sitzung d ngeren Bor stände», und um 7 Uhr kombinier öitzung de« erweiterten Vorstand«». Reuklilln. Achtung. Bezirkefbh.er, Das Material zum Frau, rg ist l>«nte nachmi.lag bestimmt nn Dureau, Reckarstr. 3, abzuhol, Lichtenrade. Freilag, 4. April, abends 7% Uhr, Zahlabend lestaurant Buggenftoch. Wichtige Tagesordnung. Frei» Augen» Grotz-Berlln. Sömillche Orlsgruppen müssen, »nnerstag, den 3. April, zur Flugblottousgab« rm Zuge« chretariat joon S Uhr an) Beitreter«ntl-nden. Freie Jugend Teddlng. S-ui«. Tonnerelag. den S. April, abei». Uhr, im Sabal von Kroll, Uiredhlet«, Eckte Mazstratze, rsammlung. Frei« Zvaend Llchtenberg. Sonntag, S. April, nachmiitog»' v h:. f.ndel tm Zuaenth-im. Toss»st..-H- 22, eine Feier sür£.';) illtssene stet». All« schuUnlloss.nen Bursche» und Mädchen sü hierzu eingeladen. Geschäftliches. Sla tKuflliwoeenhaus ist durch Herrn Dabbert unter der Flrz Schweizer Mufikhous in der Rrinichrndotser Eirchz 1l7»rosle worden. Al« Spezialität lührl die Firma Odeon-Apparaie ui »Plalten. V-raniworilich sllr die Rrdakilon Alfred Mielepp. Neukölln Aerlogegenossenlchalt»Freiheil".». E. m. d H. Berlin. Druck d Lindendruckerei und Lerlagsgelellschall m. b. H, Schitsbaue.damm 1 Wältige Mitteilung för alle Leier der„Freiheit" Alle L ser der„Freiheit" erhalten ge'kN Ein» leritiiig de«»ebcnsiehcnden Guischcin» ein Gcaii». strob.hesl der rühmiichsl betannlen illustrierten Zeit» «Hüft„Welt und Wissen". Dieselbe bringt oon ersten Lchrif'üellern gemeinverständliche Abhandlun» jen aui allen Wissenschailen �ede« Heft enthält zirka öS Ar'ikel. z B.: Ter Menich in der Pfahlbauzeii. — Wenn die Srde erzittert.— Wie erhakte ich mich gesund. Der Wille und dessen Gymnastik.— Das Leben unter Wasser.— Fernphoiographie.— Liebe und Ehe bei den Naturvölkern.— Ter Mensch und die Veisterwelt.— Flüssige Luft.— Einfluß der Lebens» weise aus da« Menswenaiter— Berschwundene Städte in der Sahara.— Sine Fahrt im Unterseeboot usw. Außerdem erhält seder Abonnent eine ss-oste illustrierte Haxsbiblililhtk püs und zwar zu jedem Jahrgang drei Werke. Tarmi ieder Leser darauf absnincren kann, ist der Preis auf, nur 89 Pf pro Heft festgesetzt. Gutschein �.tl An den ÜPerlrtfl„Welt irnt» Nsissr verli» SchSnedcrg,«UI Varl lt. Ich lest.lle hiermit ern Probeheft koj Name: Ort: p k K R 0 5 äS»N,tIdIUlk.lli große Auswahl sfebraoehfer. I» eigener Rene* raturwerivstatt wie nau hfrsastant, sowie neuer Ptanos. Panzerplatte, weifie Filze. Kapfarbespan un? 1800 Mark. Klavierstimmer Adam, MflfIZStr« 16« KisSneAnzei Rechis*, DtlektivbOio Qe- mndbw nen, Frin.-ena'ie« Sil. 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Wir werckcn! ckaher ckie Abonnements von ckiesem � Tage an vorläufig der Post übecweijea. i Am eine Anterbrechung in der Zu» i stellung zu vermelden, bitten wir a'Ie! unsere Nbonnenten, welche bisher die! Zestung durch'Srogkops erhielten, i ihre Kdresse sofort mitte's Postkarte uns bekanntzugeben. I ' 1......... j Verlag �relhell". E. S. m, b. h. 1 Spiralbob.er, neue, kaaft I Lelloretdrlhte. IC b I.LUzen lede O mens, konitch. Knnb. 1 ksult A Bramho'sl.holzncrkl. Steslifi 33di, Markttelnttr. 3' Straße Nr. 17. Al�xinJer MJ* Botenfrauen werden noch in nachstehenden Speditionen eingestellt: s e r I i n: 8a a er,«, der NlchrrbrZcke z. tri). tHüKiunftt.iite ab, 0 r a tf e l, Ibeimmlit. IS. Onduatlii,'«icheeltirdwintz 7 Sen n 1 r. kotnimftrab« U. 1 c r t dt n c r, Ißtild mtr errat« 83. S d r l n g, etsiiuor hrnke 23. 99 1 1« r I e a, stlcneburg.'r Straf« M. « I e« t 1«. Snonß cale t. Cibitiknnrrbnmm 10. Zborulollcr, uitkedn Sit. 43. Chariottenvur?: Lorenz,«ellftr.». Nieöerfchöneweiüe: Schott ran itz Srdaitstrakr b7. Stegtitz: M a 1 it, BibrnbtRr. 0. Vtlmeesöort: «ettede. SteWcrAtute 28. Sv a fl ö a u: a s p p r o, breltefir. 44. Schön eaerg: irurl ert.<8» si o v, Miilireftrete 1. pfsUns Orarmn 1(1 Mk. Zthng. bisse. Gold, Si'bcrab'ailc kault Fiau Linke. BlücherstraBe 40. mm Speztri-Arzt t Uesoaiecütsielden »per. veralwte, hinnäcklce namrOliren-An.nn.se. Gösch» Ure. rnschlag. Mundausbrlirlie. Matina«.cli«äche.(ioaen Syphilis etfeiie Hellmathcde veibenden mit Salvarsan-Knee. Urin- s. Mta.unlersuchijiioen. Im ersten». illesim Kur.inslliul von ll�tai 1 vsecsas soninr Nur knseiirhalerStrnßetie.Tv . bs d�a s,v»«r««"Illl. am knsenthaler I'iatr. i* I KSrlaen-laroratorlua. Holl-Anstslt fOr elektr. n. med. Uä'et. 1 Belle rdiMgsseit P-l d-P, Soodl 9-1. Separate« Dameuriiamer. Ecp'ole trafen, Kabel Litzen kault zn hOchsteiiTa.esprelsen f.Iekno-Baro. LangestraBe27I LckeAndreas* rsBa. AIex,39.TC. WiBbeirrrttt an{«btrinatm. 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Sonalä Qire auf w toffrafttacr MltarbcltI Den Schwestern in Unaarn und Rußland sendet er leinen revolutionären Trnk und ist der sicheren Lossnuno, dak m oEUn Ländern die Revolution kommen, den Völkern und m,t ihnen den grauen den Siea des Sozialismus und «mit ihre Besreiung brinaen wird. Sie tage in Zranlrelch. Saris, 2. April. sHadaS.s« Die Ka»mner beriet über das provisorische Budgetzwölftel »nd behandelte außerdem die Einführung einer Jnscratensteuer und einer Luxussteuer. Es imude eine Herabsetzung des Nredits in Höhe von 10 Millionen vorgenommen, um zum Ausdruck zu bringen, dag die militärischen Ausgaben eingeschränkt Iverdcu müssen. George Leygues erinnerte daran, datz Pichon er. klärt habe, dah die Regierung keine Expedition nach Rutzland zu entsenden gedenke. Das HauS bewilligte sodann daS Budgetzwölf- tel mit den vorgeschlagenen Abstrichen. « »Humanitt' schreibt: Die sozialistische Partei hat die Militärkrcdit« abgelehnt als Protest gegen ein« Intervention in Ruhland. Die.Federation de la Seine" er» klärt in einer Resolution der Freispruch BillainS sei inspiriert von Hah und Furcht vor dem Proletariat und bedeute die Aufforderung zum Bürgerkrieg. Die Föderation beauftrage ihren AüSschuh, mit den Syndikalisten die sofortigen Kon» sequenzen hieraus zu besprechen. Rotterdam, L. April. Der..Niniwe Rotierdamsche Eourant" meldet au» Pari», daß die Bergarbeltcr im Departement Tara, dessen Abgeordneter Saure» war, einen 24fiünbigtn Proteststreik gegen die Frei- sprechung Villain» beschlossen haben. Bern, 2. Avril. Gmnamtö veröffentlicht aus ganz Frankreich, u. a. auch don den Pariser und Seinegewerkscltaften. Protestbcrichte und Zuschriften über den sisreisvruch Villain«. der unae» heure Unzufriedenheit und Der st immun« in der französischen Arbeiterschaft zur Z�olge aebabt hat. Das französische Manifest. Die„D. Allg. Ztg." gibt in einem Züricher Telegramm den Inhalt des Manifeste« der französischen Sozialisten- Partei vollstäich>iger wieder, als das gestern veröffentlichte Wolff-Telegramm. Ans dieser Meldung geht hervor, dah das Manifest von sämtlichen Führern der französtschen sozia- listischen Partei einschließlich der Gruppe der Einund- vierziger unterzeichnet ist. Die Kundgebung weist ein- leitend darauf hin. daß der Sozialismus den Krieg vor- ausgesehen habe, und erklärt, der internationale Sozia- liSmus allein könne den Weg zur MenschheitLzivilisation weisen und die Ordnung in der Welt wieder her- stellen. Die Demokratie, so heißt e« weiter, kann nur völlig verwirklicht werden, wenn durch sine soziale Re- Solution unter Fortführung des Werkes der französischen Revolution die Erbprivilegien der Besitzenden und die Erb- knechWiftcher Arbeitenden beseitigt wird. Die sozialistische Partfi»�erlangt nicht Revolution mit Gewalt. Sie wünscht, daß ihre Ziel« in Ruhe und durch planmäßige Organisation erreicht werden, doch darf da« Proletariat zur Froberuna der politischen Macht auf kein Kampfmittel ver- zichten. Die Form seiner Revolution wird schließlich von den Umständen abhängen, nämlich von der Art der Wider- stände, die sein Bestreben nach Befreiung vorfinden wird. Die Partei verkennt serner nicht, daß die sozialistische Re- Solution nur dann gelingen kann, wenn sie ihre aeschichtliche Stunde wählt. Die Partei kann vor keiner Gelegenheit zurückschrecken, die ihr durch die Fehler deS Bürgertum« geboten werden. Welches auch die Form der Revolution sein wird, die Uebernahme der Gewalt durch daS Prole- tariat wird voraussichtlich von einer Periode der Diktatur begleitet sein, denn wahrscheinlich wird die Diktatur des Proletariats notwendig werden. Aus Aogaru. Pr.'palle'egramme der.Freiheit". Budapest, 2. April. Ueberau bilden sich BauernrSte. An Ihnen herrschen die armen Bauern vor. Di« Diltatur de» Proletariat» in Ungarn läßt den Männern de» alten Regimen» nicht jene grausamen«erfolgungen zuteil werden, von denen die im«uSlande verbreitelen tendenziösen Rachrichten zu erzählen wissen. ES wurden nur einigeBerhaftungen vorgenommen. Doch erstrecken sie sich nur auf diejenigen, die die Schuld am Kriege tragen. Budapest, S April. Durch eine Verordnung über die Organisation der Besitz- regelung und Sicherung der landwirtschaftlichen Produttion wird die landwirtschaftliche Verwabtung auf die Lokalversassung begründet, wrbei stet» der Bauern rat al» Ausgangspunkt dient. Als höchste Instanz gilt die au» Mit- gliedern de» BolkSlommissariat» für Ackerbau und drei Delegierte des Landesverbandes für Bodenarbeiter bestehende Lande?» kommisfion. Keine Eiumischmlg der Tschechen. Prag. 2. April. Laut.Pravo Lidu" hat der Minister de» Innern, Svehla, in der Obmännertonfcrenz der Nationalversammlung auf Anfrag« eine» Sozialisten erklärt, daß die tschecho-ilowakische Regierung in die Verhältnisse anderer Staaten, also auch in die i n n e- cen Angelegenheiten Ungarn» nicht einzugrei- je n beabsichtige. Das Ralewahlrechl. Budapest,?. April. Räch einer Meldung de» Ungarischen«irrrspondenzbureau» bestimmt elur Verordnung d:S revolutionären Regierenden Rate» über die Wahl der Arbeiter-, Soldaten, und Bauernräte: In Ungar« bildet jede Ration» wenn sie auf einem zu- sammenhängenden gröberen Territorium lebt, einen br- sonderen Rntinnalrat und BolIzugSa«»schuh. Die VU- dung der»erschicdenen Ratlonalräte«nd dir Beziehungen der- selben zueinander sowie die endgültige Berfassun, der auf fSdrrait- stiichrr Grundlage stehenden ungarischen RöterepubU» wird von der LandeSuerfammlnng der Räte seftgeftestt werden. Di« Re- gcluug und Leitung sürUUcher Fragen des staatlichen Leben» von oullchsidrud»»«tchoiateto uLAttm*m. tm«ieliwwOJmip hm LanbeSversammluag der Arbeiter-, Soldaten- und Banernräte. Die Diktatur des uugarläudische« Proletariats wird van der Landesversammlung der Räte zusammen mit den lvkale» Ar- beiter-, Soldaten- und Baurrnräten ausgeübt. Weder aktive« nvch passives Wahlrecht besitzen diejenigen, die zwecks Erwerbung eine» Gewinnes Lohnarbeiter beschäftigen, ans Einkünfte« ohne Arbeit lebe«, Kaufleute, Priester uid Mönche» Geisteskranke und unter Kuratcll Stehende und schließlich Persanrn, deren palitifche Rechte wegen gelinder Serbreoicn aufgehoben sind. Eine zweit» Verordnung de» revolutionären Regierende» Rate» ordnet die Abhaltung der Wahl de» Dorf- und Städterat«» für spätestens den 7. April, die Wahl der KreiSräte bis spätesten» 10. April, die Wahl der Komitatsräte bis spätesten» 12. April und schließlich die Wahl der LandeiwersammlungS-Rät« bis spätesten» 14. April an. Jer Mlilarismvs marsch er«. Die wilhelmin ilchen Offiziere arbeiten fieberhaft, um den alten Militarismus in allen seinen Teilen wieder auf die Beine zu bringen. Die Hcrrjchiisten kümmern sich den Teufel um die Sehnsucht der breiten Massen nach einem endaültiaen Weltsrieden. Sic treffen vielmehr Vorberei« tungen. als steuerten wir aeradcnweas einem neuen Krieg zu. und ihre Pläne gehen dabei direkt ins Großzügige. Hier ein neues Dokument. daS uns ein günstiger Wind auf den Tisch geweht hat: Generalinspektion de» Milltär-ErziehungS- und BildungSwesen» Nr. 1SS/1S. Berlin SW. 6, den& 3. 19. Schiffbauerdamm 40. E» ist beabsichtigt, baldmöglichst kriegSschulartige Lehrgänge für KriegSIeutnantS einzurichten und je nach Bedarf Krieg». schulen für Fahnenjunker und Fähnriche zu eröffnen. Di« hier» für erforderlichen Anordnungen können erst auf Grund eine» Ueberblick» über die vorhandenen Lehrer, Schüler und geeig- neten Oerttichkeiten getroffen werden. Es wird deshalb gebeten, der Generalinspektion folgende Fragen möglichst umgehend. spätesten» aber bis zum 81. März 1819, zu beantworten oder bereit» erteilte Auskünste im Sinne dieser Fragen zu ergänzen. Al« Kommandeur« und Lehrer sind in erster Linie ehemalige K r ie g ö s ch u l l e h re r erwünscht. Außerdem auch ander« geeignete Offiziere, die erst General- stabSoffizier« einer Division gewesen sind, für die andere» kriegSwissenschaftlichen Fächer Fachleute, also Artilleristen, Pioniere. Lfjiz er« der Luststreitkräfte, Nachrichtentruppen, al» Lehrer für Heerwesen kriegserfahren« Frontofsiziere, mit guter Allgemeinbildung, die sich in der Fürsorge für ihre Truppe und durch die geschirtte Behandlung ihrer Untergebonen bcjonders bewahr« baten. Als Kommandeure komme» in Betracht: Oberstleutnants oder Majore, al» Lehrer Majore oder ältere Hauprleute, al» Adjutanten oder JnspekiionSoffiziere Hauptleute oder Ober- leutnant». E» wird gebeten, die al« Kommandeure geeigneten Offi- ziere mit Personalbogen und kurzer Beurteilung namhaft zu machen, und im übrigen kurze zahlenmäßige Angaben, wie viele Offiziere vorhanden sind, die sich al» Lehrer. Sdju- tauten oder �nfpek t i on» o f f izie re eignen, und zroar mit Angabe' der Dienstgrad«� Waffcuggtmngeq. oder Lehrfächer. Bei den JnspektionSoffizieren wird um Angabe ge. beten, wie viele von ihnen den Reitunterricht oder den Unter- richt über Luftfahrwefen übernehmen könnten. Die weiteren Fragen sind folgende: ->) Wie viele KriegSleuwant» kommen für den Besuch eines Lehrgange» in Betracht? Wie viel« Fahnenjuntre oder Fähnriche für den Besuch einer AriegSschule? b) Liegen in den Standorten der im KorpSbereich gelege- nen Kriegsschulen Verhältnisse vor. die ihre Wiedereröffnung bedenklich erscheinen lassen, welch« andere Oertlichkeit kann für die Einrichtung eine» Lehrgange» vorgeschlagen werden? e) Welche Oertlichkeit(Truppenübungsplätze, unbenutzte Kasernen) eignen sich in den Korpsbezirken, in denen keine Kriegsschulen liegen, zur Einrichtung von Lehrgängen? d) Sind von Generalkommando» oder Divisionen bereits Lehrgänge eingerichtet, wo und für welche Zeit? Die Wiedereröffnung der militärischen Akademie ist in Aussicht genommen. Hierfür find folgende Angaben notwendig, die die Generalinspektion erbittet, ihr oben- fall» bi» spätestens zum 31. März 1818 zugehen zu lassen: ») namentliche Angabe der Offiziere, die sich al» Lehrer and DirektionSoffiziere eignen unter Angabe de» Lehrfaches; d) wieviele Offiziere der verschiedenen Waffen kommen für ein« Kommandierung al» Schüler in Betracht? Den erbetenen Personalvorschlägen werden eingehendere. deren Eingabe durch A.-B.-Bl. bekanntgegeben werden, zu fot» gen haben. Der Generalinspekteur, gez.: don Gabei«. Also statt Entmilitarisierung neue Aufrüstungl Keine VolkSwehr zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung im Innern des Landes. Sondern ein kriegsmäßig aus- gebildetes Offizierskorps, das seinen Angriffsgeist dm Mannschaften einzudrillen hat. Das ist der Zweck dieser Kriegsschulen. Und dementsprechend wird das neue Heer beschaffen sein. daS die.sozialistischen" Machthaber in« Leben rufen. Der Militarismus ist nicht tot. er dürstet nach neuen Taten, und das Volk muß auf der Hut sein, damit es nicht über Nacht in ein neues Abenteuer gestürzt wird. Sulkner lu Dortmund. AuS Dortmund wird un» geschrieben: Die Gesellschaft für.? ujbau und Werden' hatte sich den.Borwärt»'»Redakteur ErtchKuttner verschrieben, um der Dortmunder Arbeiterschaft zu zegen:.Wo» u n» der Bolschewismus bringen würde' Diese Absicht ist gründlich daneben gelungen. Herrn Erich Kuttner'S Verhalten bei den»Vorwärts'-Kämpfen in Berlin stand den Arbeitern Dortmund» In so gutem Gedächtnis, daß die Versammlung mit'/, Mehrheit beschloß, den Reoner nicht sprechen zu lassen und ihn alofsarderie, da» von 4---ö000 Personen besuchte Versammlungslokal zu verlassen. Danach tagti- die Versaninüung weiter. Sie beschäftigte sich aber nicht iir.hr mir dem ZukunstSthema. da» Kutter gestellt hatte, sondern behandelte d'e zeitgemäßere Frag«:„Was un» die Herrschaft der MedrheitSsozialisten gebracht ho?.' Unter ftünnischem Beifall der großen Versammlung wurde an der Hand von Tatsachen d!« arbeiterfeindlich« Politik der Sbert und Scheidemann gebührend beleuchtet. So l wurde der ursprüngliche Zwack der Bersamuüuug in ein Gegenteil' vcSobrst Di« Arheiterschasr Dortmund» ist nicht g«vM, flch von Z» kunftSphrastn einlullen zu lassen. Sie urteilt nach Tatsache«, und sie hat auch Herrn Kuttner nach seineu Taten behandelt. Wo bleiben die Staalsgelber? Im Armeeverordnungsblatt Nr. 28 vom 28. Märt 1A9 ist auf Seite 240 folgende Verordnung zu lesen: KriegSminiftrrlnm. Re. 609/3. 1» U 1 Berti«, de« 22. Mär, IN» MietSentschSdlguag«« Offiziere»« Stelle der fehke»d«» Dienstwohnungen. Offiziere, denen bisher o» Stelle fehlender Dienst- wohaungr» eine Mirtseutschädignng von 1» 838 Mar? gewährt worden ist, erhalte»»ach Masgebe beb Etat» w» L April eine Mietieatschädigun, von 8000 Mark. Me bei« Rachwei» besonderer Aufwendnage« bis«es 1» 888»«et erhöht«erde«?»»«. Der»rir,«minister. Der Unterstaatssekretän. t. gez. R»hde. gez. Söhre. Die Zahl der Offiziere, die diese hohe Miet- tmd Wandentschädigung erhalten, ist natürlich nicht klein, nachde« die A u f r ä u m u n g s a r b e i t. die in den ersten Revost»- tionSwochen geleistet wurde, durch Herrn N o S k e wieder »i«nichte gemocht worden ist. So arm das deutsche Volk durch den Krieg auch geworden ist. es hat nach Ansicht der Weimarer Herren immer noch genug übrig, um sich einen neuen Militarismus mit einer weitverzweigten, äußerst anspruchsvollen Offizierskaste leisten zu können. Das neue Mlvlslerlum in vaben. Karlsruhe, 9. April Die badische Nationalversammlung wählte in ihrer heutigen NachmitdagSsitzung da» neue Ministerium. Es wurden gewählt für Auswärtige Sngelegenheiten: Dietrich. Finanzen: Dr. Airth- Innere»: Remmele, Justiz: Dr. Trunk. Kultu» und Unterricht: Hummel, miliiärische Angelegenheiten: Geiß, sozial« Fürsorge und öffentliche Arbeiten: Rückert. Zum Gtaatgpräsiden» ten wurde gewählt der Abgeordnete Geiß und zu seinem Stell- Vertreter Minister Trunk. Zu Staatsräten wurden gewählt die Abgeordneten Haas, Köhler. Marum. Weihhaupt, Witteman« und Stadtrat Wikhelm Engler in Frerdur� Kanton Badisch leistet sich also einen eigenen Staats- Präsidenten. ES wäre ja schlimm gewesen, wenn die Re- volution Herrn Geiß, dem rechtssozialistischen Führer, nicht einmal eine Sinekure eingetvagen hätte. Hen Winnig droht. ftönigtberg i. Pr, 2. April Der ReiHstommissar für den Osten, August Winnig« nimmt in der Harwngschen Zeitung zur Frage der La«» dung polnischer Truppen in Danzig folgendermaßen Stellung: Wenn wir sagen:»Hände weg von Danzigl' f» ist da» mehr al» ein Protest— e» ist eine Warnung, die sich nicht nur an die Polen richtet. Das Maß ist Poll! Streckt»an die Hand nach Danzig au», so lönnen wir un» über solche Schmach nicht mehr auf den Protest de» Worte« beschränke». Da müßt« und würde da» deutsche Volk wieder z« Ratio« werden, die freudig olle» setzt an ihre Ehre. Herr Winnig ist reis zum Ehrenpräsidenten de» Knegerbunide« unid deS Alloeiitschen Verbandes. Glaubt>di?ser„Arbeiterführer", daß er mit seinen albernen Drohungen bei der Entente Eindruck machen wird? Teilwelse Aushebung der Dlockab?. Paris, 1. April(Reuter.) S» wurde beschlossen, die Blockade nicht nur über Polen und Estland, fondern auch über Deutsch-Oesterreich. dir Türkei, Bulgarien, die Tschecho-Slowakei und dir durch Rumänien und Serbien besetzten Gebiete aufzuheben. Die Internationale HandelSkommisfion. die ihren Sitz in Wien hat. soll di« Ausfuhr von Deutfch-Oesterretch nach Deutschland verhiader». Lebensmittel von der Entente. Hamburg, 2. April Der amerikanisch« Dampfer.West-Wonke' ,st mit einer großen LebenSm»tteiladung hier angekommen. LudwlgShafrn, 2. April Räch pfälzischen Blättermeldungen beginnt die Nahrung» mittelversorgung der Pfalz durch die französischen BesatzungSbehörden diese Woche und zwar zunächst mit Mehl und Fett. Dir Verteilung nehmen die Kommunal»«- bände vor. Zunächst sollen die größeren Städte bedacht werden. Die lchleswlg'sche ssrage. Kopenhagen, 1. April. Die beiden Häuser de» Steichöioge» hielten heut« eine Seheimsitzung über di, schleö- wigsche Frage ab, in der Verteidigungsminister Münch und FolketingS-Abgeortmeler Reergaard üb« die Tätigkeit der dänischen ReichStagöabordnung auf der Paris« Frieden»« konserenz Bericht erstatteten. vle wlrtschaflliche Demobilmachung. In der Press«, wie in der interessierten Oeffentlichkeii, ist vielfach die Auffassung verbreitet, daß mit der Auflösung de» Reichsministerium» für wirtschaftliche Demobilmachung alle von diesem Amte erlassenen Verordnungen außer Kraft treten.«« wird von amtlicher Scide darauf aufmerksam gemacht, daß dies« Auffassung unzutreffend ist; die Verordnungen blei- den bis zum amtlichen Widerruf in Geltung. Volltische Uachrlchken. ' Die anf de« Gebiet de» rhrmaligen Orstrrrrich entstaadrne» AolkSstarnrn protestier«« durch ihre Gesandten gegen den Gesetz» entwurs beirejfend Uebernahme des Vermögen» de» Hause» Habsburg-Lolbri ngen durch die deu.ichüsterreichische Republik. E» ■jehdre der gemeinsamen LiquedationSmasse der Volksstaaten. Lost in» der Urheber de» Mordanschlog» auf Elemenceau. hatte «egnlegt. rt Berupuigsgericht hat fi,««wert«» unD®crte.2ÄteÄ� wn nrtunbtn �. nnr r- Vsömfon VlSnifljerne,Les-«den. Deutsch von«tels Houer»ud Her Tafeln nach altme Originalkupferstichen KO Seite» hart. 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Sonnabend: Der Schfinfer. �ieöes Onerettcnhaua. ScSHibeuerdamm 4aNorden28l viuhr: Diekeusclie Susanne Hose-Theater IV Uhr: Slftrker->>» der Tod. Wallialla-Theater ftUhr: Der.liger«mKarplai«. Casino- Theater. -othringäiStr.�.TagL'/iSUhr; Berlins eröHte Sensatloa Wer Knolle. Berliner Volksstück in 3 Akten- Zorn. d: neue April- Ppegramm. U Ehrllcbes Ttandwcrk Wmtergarieii t!! glich 7i Uhr VariettuorsteM Jit&~ Vdng'ez* chf-njalige Mitglieder der Stettiner Sänsrer, Seidel. RuselM, Horst, Grüning, Schubert, Riess. Rathkc, Odo Schräder. Rxidf t irader. Auserwahltus Programm aiienäs 7% Uhr u. Sonntag nachm. 3 Uhr. Vorverkanr II-1 Uhr. Blulh�en-O�cbcster. Piano, eiegahtes. tchwarzes, 1950 M.. (kreuzsaitiges) NuBbaumptano verk. billig brnst, Oranicn- ytraBe 166. 3 Tr.___ Harmonium, neu. gebraucht, verkaufi billig Ernst, Oranienstr. 166 III. BccUsteinfflügel, eleganter schwarzer Stutz- flÜKel.�Sf'O. M., Konzertflügel. 1W>0M.. verk.Erntt.Oranicn- sirallc 16(i, 3 Tr. 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A.: Der Vorstand. >h»>IiI!in»IMUiWUIIj„n»ggt0igMft»tjMIl,A,I>llljIilMI>I!Mllj>I»g!! Deutscher Metallarbeiter-Verbaud Berwaltungssteo« Berlin«1. ist. Llnienstr. 88/85. Veschäftszeit oon 9—1 Uhr und von 4—7 Uhr. Telephon:«ml«orde» 185, mg, 1987, 9714. Stetton. de»< April 1919, abend»»X Uhr. im �Dresdner Barten", Dresdner Straste 45. Branchett'Bersammlnng der Graveure und Ziseleure Tagesorhnnng: 1. Bortrag:»Das Rätesystem".— 2. Branchen� airgelegenheilen. Kollegen! Wegen der wichtigen Tagesordnung Ist es Pflicht aller Kollegen, pünktlich in der Lerfamm- lung zu erscheinen. Dt« Ortsverw-lluug. McheMMr-BeM: ZahWe Lerlin. Uartonbrnnche. Am Zreitag, den 4. April 1919, nachmittag« 5 Uhr, in den Arminhallen, Kommaudanienlirah« SS, Lrastcheu-VerillmmÄins aller in den Grob-Berliner Karton-Wellpapp- und Faltschachtetbetrieben beschäftigten Arbei- ter und Arbeiterinnen. Tagesordnung: 1. Bericht über die Tarisverhandlungen.— 8. kussion und Branchenongelsgenheitrn. Zahlreichen Besuch aller Rilglieder erwartet Di»« Di« Be»»ch«»l«itung. seinpellnk. vie Spedition der„Freiheit'', hetindel sich nicht mehr Oherlsndstr. 2, bei Böttcher, sondern GMM S. bei UM". Die Wahrheit über Sie berliner Straßenkämpfe 43 Lsitsn. preis 35 Pf. eiuemizMrMeZcliüSMM llsr leweu SerllierkrelgnlRe Soeben erschienen. Zu beziehen durch unsern Verlag und Speditionen, Buchhandlungen, Zeitungshändler UertDjJSMsensiMJ„FREIHEIT" s.G.m.b.B., Berlin, ScdManenlaimn 19 er Sozialist? (früher Sozialist![d>« AuolondepolttiF). Anadhängig« sozialdemokratisch« Wochenschrift- AevouszogeheN 00a Dr. Rod. Breiischeich Aarer ständiger Mitwirkung oau? H. Block, H. Haas«, Ii. tiautskg, N. Stein, H. Ströbel». a. nbonnemente oiccteifÄbcltch 5 znr. Cinielnummer JO Pf. Beft-»ua»«a find oufzvgcbcn bei der nächste» pofionftnlt, bei de» Spediteuren der Jrelhelt,»der i» der fjoupt» �»pedWon derseidm/Brriw�TP�Schiffhoncrda,«» Ig Aeklua»! H»nsir«n,»I Da die Neua»fl«g»Bt 4er Plelschkandenlislen«ugnatien der Krlegeieilnebmer angeordnet ist, bitte ich, mich berück. »ktitigen zu wolle*. "out, Plelschermrlster. Ootakiwr«fcy»tf. 12. Zijgan»tteB-F»brilz gibt noch»n prompte, gutzahleade Abnehmer. Anfr. aaC P, 72 an die Erp. der Freiheit. Feiosle iaehmilnaieebe M«B- aniarilgang.: Jede rorkom- ineode Arbeit liefere nchneil- stens. Joe. IftfrhjuM M titist» lielinne C. Scnudt, Dem»- mt hmn-laiH Frleirfolntr. U Ii). Darlehea i» Jeder H«he ren Mir. 100»ufwirtr, jedermann. Ledigen, auch Damen. Zahl- reiche Daakscfareibea. Be- «ueraste RatenrOckzahiung. Barean BorsigstraBe II(aach Sonntags vormittags)._ Kostenlose Rechtsbe- ratang! Spezialist: Ehesachen, Strafsachen 1 Gesuche, Pro- zellfilhrung vor allenQerichten. Mlelke, DemmlaerStr. 31. Ecke Puttboser Str._ Neu« Spedition. Mit dem heuligen Tage haben wir in Wifhelmshaa*»*«"»•* ((«■senwinkel eine neue Spedition bei Rudolf Schulze, Wilbelmsfiagen, errichtet. Wir bitten alle unsere Abonnenten, auch solche, welche bisher durch die Post bezogen haben, die Zeitung direkt bei dem genannten Spediteur zu bestellen. Die Zeitung wird Zmal täglich durch Botenfrauen ins Haus gebracht. Verlaf„Freiheit",«. Q. m. b. h. 4. Kreis. Speditionswechsel. 4. Kreis. Die Spedition Paul, Lanzestr. 16, wird mit dem heutigen Tage zu Zimmer, Straiiebergerstr« 24, verlegt. Paul wird daher von heute an unsere Zeitung nicht mehr bestellen und demgemäß für den Monat April nicht mehr kassieren. Die Abomieraentsquittu*gen pro April müssen den Firmastenipel Zimmer Kid dessen eigenhändige Unterschrift tragen. Wir bitten alle unsere Abonnenten, welche bisher durch Paul die Zeitung' erhielten, ihre Adresse sofort dem neuen Spediteur Zimmer. Strausbergerstr. 24, mittels Postkarte oder persönlich miizuteilen, damit in der ZustefltHig der Zeitung eine durch den Speditionswechsel allenfalls mögliche Unterbrec«ung nicht eintritt. Verlag„Freihell** e. O. m. b. H. pMionswechsel! g Ansere bisherigen Speditionen L. Neumann, C, Grün» ftt.91 und 6. Walter, Qüw.. Kronenftr. 3, werden mit 1. April zu Otto Zacher, An der Fischerbrücke 2(Laden) verlegt. Wir birrea alle unser« Abonnenren, welche unsere Zeitung bisher durch die oben genannten Speditionen erhalten haben, unverzüglich chre Adresse mittels Postkarte dem neuen Spediteur Otto Zacher, An der Mscherbrücke 2 (Laden), bekanntzugeben, um aus diese Weise die durch den Speditions» wechsei allenfalls mögliche Anterbrechung«.s.», in der Zustellung der Zeitung zu vermeiden. WcKIlJ MgfüClQEll h. ♦ Für dl« an« aelSBItcH A unserer Slibethochielt- so uhlrelch erwiesenen Aahnerksamkeitea and flbersr.ndten Oetchenke, insbesondere dem Qe- saagvtreia-FreiheH*- k t.\ii«e".demWali!ver«la U, S. P., sowie alten Ver- vaadtea and Bekanatea herzliche» Dank. Heraiaaa Müller«. Free. torwaiMa. JeSsinWiih tt OOOOO' Die Beieldignng. weiche ich dem Herr» Oualt ngelügt habe, aehme ich hiermit vt' rück. Oneger. Nllhmaaclitaon- Rep»- ralmrc» übereimmt aiicrbiV- ligst.Postkarte genflgt.Kleiaer, PfasmoestraBe 1. Moabit. gR� St&rke« Rrsat* stärke, Pfd. 10 M, Borax. 10 M„ verkauft Bartcl, ziger StraSe 12. Aszoc zu Verkäufern, fete�il ScfcreinerstraBe 49, ▼. Itl. Sanft tnd unerwartet starb am 31. März im Alter von 89 Jahren nuserc Hebe Mutter, Großmutter. Urgroßmwttcr und Sokwiegerraatter Frau Paullne Dahinter geb. Friedrich. Im Name» der tmaeradem Hinterbllebeae» Riciiard Dahinter Berlia O. Frtakfnrter Allee 287 Am L April 1919. Die Beerdigung findet am Freltsg, luicb- mittag 4 Uhr, auf dem DreiiaKigkeilsHirclibof. Bergmar.natraBe, statt. Zenlretoband 1 HandluüisfÄn Ortsgruppe Gross-Beriin. AOenchUtgtledera die traarige Nachriebt, daB unser 1 langfihriges Mitglied, der Kollege Hans Jaeckel, Betirk Lichtenberg, verstorben Ist Ehre seinem Andcnksn! Die Beerdigung findet am Freitag, den 4. Aprii.| nachmittags t4 Uhr auf dem Oemeindefriedho! ii Kaulsdorf statt Kege Beteiligung erwartet Die O-tavarwaltung. O<>oooooooo0oo oooooootto Der Rreisivahlvercin Essen-Ruhr der unabhöngigen sozioldemokralischen Partei Deuischland», sucht vom 1. bis 14. April einen Parteisekretär. ZlsfleKIieri wird auf«ine Uichiig«, redegewandte Nraft. Bewerbungen müssen mit Angaben über bisherig« Tiitigkeit, Lebenslauf und E-Hoitsansprüche bis tutn 14. April in Händen der Anstellungskommisfion Gustav Tkoetsch, Deuischer Vaualbeitervorband, Essen-Ruhr, Grabeirstr. 87, sein. OOOOOO�OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO Heue Spedition. Für die Ortschaften Wildau, Nönigswusterhauseit, INederlehm« und F-rmsdorf ist vom 1 Aprii l. I. ein« neue Spedition bei Richard RSHle, Wildau. C6,warij< kopffftrahe 57,«rrichiet. Wir bitten alle unsere Abonnenten, auch solche, die bisher durch die Post bezogen hob«», unser« Zeitung nunmehr bei dem genannte» Spediteur zu besteilen. Die Zeitung wird zweimal täglich durch Botenfrauen ins Haus gebracht. _«erlag„Freiheit" E. G. m. b. H. GtschlcchtSkrauke vfriauoeii m eigenen Sniercfje, mn sich vor minder». Hellvcrtafre» 8! ichllycn, meine naiilärei dc Broichure üdcr Ttlpp-r, SyvbiU» iuiuiiterjuchuiig usw., witlungrvoll: und wetiloie S..iv:rioZrcii>» vcrjchlossciieii Umsätag t 1 M.<0>ii:oar:t l.2d M.). cdeuio in den Ejmchttaben eroSttl.«,—«Seitete mündliche Sluilunft tcjlenlr». Spezlnlont Dr. med. Kotl Reinhardt, Potsdamer Str. 117, an der Lühowstrabe. Etzrechst,-nden zll-d mbl. u. iti-ZU) U. r dbenM, Soaniog ztt-L Warnnnktz v. schwindklhaft. Anpreis. nngeblichcr kcpezialarzte. spscHtlons v/eekssl l zu Die bisherige SpecMHon Kordgien, SW, Solmsstr. 4, wird mit I. Aprii 1. j. Girschnsr, Gitschiner Strasse 92 verlegt. Der erstgenannte Spediteur wird daher von diesem Tage an unsere Zeitung nicht mehr bestellen. Wir bitten alle unsere Abonnenten, welche bisher durch Kordgien unsere Zeitung erhielten, ihre Adressen unverzüglich der neuen Spedition(Girschner, Gitschiner Strasse 92) mittels Postkarte bekannt zu geben, um eine Stockung in der Vertag„Freiheit",> e.-.».H. Platina Gramm 10 M., Gebisse, Oold, Sitberabfftile kauft Frau KnutK Ziottikirchsir. 54 v. IL Facb urztl Dr. Meyenbergr( IBr Oeschlechtsieiden il-I and 5—7 Uhr j JSeerstr. 12.