Einzelpreis 10 pfg* Jahrgang 2 »k Einheit» erscheint moranes und nadpnittagf.«r 5omt»»nd FesK-�n« Der Bezug»prei» betrügt bei freier Zustellung ins yau» für Groß-Ver'in oder bei deeekte» Postbezug sbn« Lestellgebühr inoncitl:,50 in, bei Zustellung unter Streifb-nd»,80 OT. Die»Atttlieu" ist in den ersten iiachtrag der Postzeitungsliste für t?i? eing-traze». NedaMvn: Berlw SiW. S, Schtffbancrdaltlm 10 1". Fernsprecher: Amt Norden LdvS und 280«. Montag, öen 7. �pril ftlO Itnmmer 167- �benö-MsgM Znseret«»»iw» die nch»z»sp»N. NoaparrillezeN»»der deren Ran»,« Pf,„Xhine 3 »«, Mtgednufte wort«0 Pf, fede,«eitere wort 20 Pf. T-urrungszufchlog 80% Lot UN« versommlungsanteize« füB» der Zuschlag fort. Znseeot» für de» tana� fetzende» Tag«üsseu spütesten, bis z Uizr nachinittaz, bei der ch/x-ditien«ufgrzede» fei» SxPedUwn: Berlin NW. ß, echiffbaueedam« 19. Fernsprecher:«mt Norde« 978*. Berliner-Orffan t>er VnarDänßigen SofialöemoMtie S)riit0)(ant>s Sie AusrusMg der RSlerepudlik. München, 7. April. Die Räterepublik ist nm 1 Ulir nachts brschlosien nior. den. Die Proklamation, die ste verkündet, wird noch diese Nacht gedruckt und morae» über ßan.i Bayern verbreitet werden. * Manchen, 7. April. Die Aorrespondenz Hoff, nenn meldet amtlich: Telegramm an säiiitllche N beiterräte. DaS werktätige Volk BapernS hat seine Parteiungen übcr.vnnden uiw sich S« einem mächt gen Einheitehlvck geeen jede Herrschaft und AuS» beutung zusammengeschlossr«!. PS übernimmt in den A r- bester», Soldat rn-»nd Bauernräten dir ganze öffentliche Gewalt. Der Landtag wi"d a u f g e l S st. An die Stelle der Minister treten die Beaustrastten und Kommissare des Volke». I» den iisfentlichen Angelegenheiten herrscht vollkommenr Ordnung. Die Wirtschaft und die BemmUiing werden fortgcfiih't. Asse An» gestellten- und Beamienvcrbändr de» Lande» haben sich m.'t den Soldaten solidarisch erklärt»nd gnvährlcistcn gemein, sam den Schutz und den szortgang der Produktion. Die Betriebe werden dnrch Betriebsräte der Ar- beitrr und Angestrsstc« kontrolliert«nd gemeinsam mit der Lei. tnng verwaltet. Alle» gehört der Gemeinschaft. Darum ist jede selbstiindigr Sozialisierung ansgeschlossrn. Die A., S.» uuh B.-Räte haben dir Pflicht, überall für den Schutz der NäteiepubbM und für ruhige Entwicklung zu sorgen. Sir übernehmen die örtliche Giivüt und kontrollieren die Bcr. waltung. Sie sind dem werktätigen Volke für alle Handlungen »nd Nnterlassnngen uerantwor-tlich Montag, den 7. April, ist Nationalfeiertag. Die Ar- leit ruht an diesem Tage. Dir Eisenbahnen, die Nahrung?», Wasser-, Licht- und Heigbctrirbe versorgen da? Volk weiter. Der revolutionäre Zentralint BoycrnS. I. A.: Nie lisch. Ailstsf an das Ho!!. München, 7. April. Der bayerische Zentralrat erläßt folgende Proklamation: An da» Boll in Bayern! Die Entscheidung ist gefallen. Bayern ist Räte» republik. Da» wcrltntige Boll ist Herr seine» Geschicks. Die revolutionäre Arbeiterschaft und Bauernschaft Bayern», darunter auch all unsere Brüder, die Soldaten sind, von keinem Parteigesetz mehr gehemmt, sind fick nun einig, daß von nun an jegliche Ausbeutung und Nnterdrückung ein Ende haben mutz. Die Diktatur de» Proletariat» ist nun zur Tat- fache geworden. Bezweckt ist dir Bcrwiiklichung eine» wahrhaft sozialistischen Gemeinwesen», in dem jeder arbeitende Mensch sich am öffentlichen Leben beteiligen soll, einer gerechten sozialistisch-- kommunistischen Wirtschaft. Der Landtag, da» unfruchtbare Gebilde de» überwundenen kaptalistifchen Zeitalter», ist aufgelöst, da» von ihm eingesetzte Ministerium zurückgetreten. Bon den Räten de» arbeitenden Volke» bestellte, dem Bolke verantwortliche Männer, erhalten al» BolkSbeanftragt» für bestimmte Arbeit», gebiet« außerordentliche Bollmachten. Ihre Ge- Hilfen �werden bewährte Männer au» allen Richtungen de» revo- tatianären Sozialismus und Kommunismus sein. Die zahlreichen tüchtigen Kräfte de» Bcamteutnm?, zumal der unteren und mitt, leren Beamten, werden zur tatkräftigen Mitarbeit an dem neuen Werke anfgesorbert. Das System der Burraukraiie aber wird Unverzüglich ausgerottet. Die Presse wird sozieli- f i e r t. Znm Schübe der bayerilchen Räterepublik gegen reaktiv- «ärr Versuche von antzen und von innen wird sofort eine rote Armee gebildet. Ein RcvolutionSgericht wird jeden Anschlag «uf die Rätertgienitg sofort rücksichtslos ahnden. Die bayerisch» Räterevuvlik salgt dem Beispiel der russischen nnp ungarischen Bölker. Sie «immt sofort dir brüderliche Derbindung mit diesen Böllern auf, jedoch lehnt sie jede» Zusammenarbeiten mit der verächtliche« Regierung E b e r t- S ch e i d e m a n n- Nalke-Erzberger ob, weil sie unter der Flagge einer sozialistischen Republik da« imverialistifch-kapitalistischmilitari- ftische Geschäft des schmachvoll zusammengebrochenen deutschen Kaiserreiche» fortsetzt, Sie ruft olle druischen Brüdervölker ans, den gleichen Weg zu geben. Allen Proletariern, wo immer sie für Freiheit und Gerechtigkeit, w» immer sie für den revoluti»- nären Sozialismus kämpfen, in Württemberg, im Ruh-gebiet, in der ganzen Welt, entbietet die bäuerische Räterepublik ihre Grütze. Zum Zeichen der srendigen Hoffnung«nf eine gHtcklichr Zntiniit für ganze Renichbeit wird hiermit der 7. April zum Nationalfeiertag ernannt. Zum Zeiche« de» be. ginnenden Abschiedes uom fluchwürdigen Zeitalter de? Kapitali»- mu» ruht am Montag, den 7. April, in ganz Bayern die Arbeit, soweit sie nicht iür daS Leben de? werktätigen BolkeS notwendig ist, worüber gleichzeitig nähere Bestlmniuugen ergehen. E? lebe das freie Bayern! ES lebe die Räterepublik! ES lebe die Welt- rcvolution! Einberufung des Rätekongreffes. München, S. April. Die Korrespondenz Hoffmann meldet amtlich: Der Zentral- rat der Räterepublik Bayern» hat beschlossen, daß die Arbeiter- und Baucrnräte nach Bernsen baldigst neu gewählt werden, daß eine Neuwahl der Soldatrnräte gleichzeitig er- folgt und daß im Anschluß daran unverzüglich der Räte- kongreß einberufen widd. Wahltermin und Wahlord- nung werden Ichlruiiigst veröffentlicht. Die Nechtslozialisten für die Räterepublik. München, 6. April Der(Zflutn« der sozialdemokratischen Partei Südbaycrns hat mit 240 aeaen 13 Stimmen beschlossen, der Gründuna einer Räterepublik zuzustimmen unter der Bedinauna. dan die nnabhänaiae sozialdemokratische Partei und die konlinunisiische Partei an der Turchsühruna dieser Räterepublik mitwirken. Die vorläufige bayerische Ministerlifte. T. U. München, 7. April. Am Sonntag war außer den Minister« Fraucndorffer«nd Nnterlritner kein Mitglied de? bisherigen Ministerium» in Mün. che«. Nack, der„Abendztg." besteht folgende vorläusigr Liste von BolkSbeaustragten: Acußrre» Dr. Mühlen, Innere» Segitz, Justiz Dr. Boenheim(Kommunistl, Finanzen Dr. Jaffe sUnabh.), Handel Simon fUnabh.), Sozialifierung(neu) Dr. Neurath, Kuliu» ninistcrium N iekisch, Landwirtschaft Steiner, Bcrkehr Frauen dorffer» Militär S ch n e p- p e n h o r st, BolkSausklärung(neu) Landauer(Unabh.), Soziale Fürsorge Untrrleitnrr(Unabh.), Proklamierung des Generalstreiks in Würzburg. T. U. Würzbnrg, 7. April. Gestern nachmittag fand eine Massenkundgebung aus dem Residenzplatz stalt zugunsten der Räterepublik. Die Redner der Unabhängigen und Kommunisten entwickelten ihr Programm. Für heule wurde der General st reik proklomiort. Die Arbeitr der NahrungSmittekgewerbe beteiligen sich jedoch richt daran. Die Revolution der Studenten. München, ß. April. Der Zewtralrat geistiger Arbeiter veröffentlicht durch die Korrespondenz Hoffmann einen Erlast, in dem es heiht: D i e Studentenschaft der Universität München hat Sonntag nachmittag in einer Versammlung de» Allgemeinen StizdentenauSschusse» der Universität beschlossen, den bis- herigen Senat als enthoben zu erklären und die Verwaltung der Universität einem Studentenrat zu über- tragen, dem ein Fachbeirat von Lniversitälsprofessoren bei- gegeben wird. Hiermit ist die erste Revolution der geistigen Arbeiter in die Wege geleitet. Die Studentenausschüsse der tech- nischen Hochschule und der Handelshochschule in München, sowie der Universität Erlangen und Würzburg sind vom Zentralrat geistiger Arbeiter aufgefordert, m gleicher Weise vorzugehen. Der Hche Landkag. HelssngforS, 6. April. sHavaS.) Der neu« Landtag besteht au» 80 Sozialisten, 42 Agrariern, 28 Mitgliedern der Koalition, 20 Progressisten. 22 Mitgliedern der Schwedischen Partei»nd 2 christlich-sozialen Arbeitern. Der Agrarier Rolland» wurde zum Präsidenten und der Sozialist K o t o n o n i sowie da» KvalitionSenitglied Birkkuno« zum Vizepräsidenten gewählt. Elsösischer pulest mm die Zreisprechvug Mains. Bern, 0. AprU. Nach der.Humanitk' haben die ekfafz-lothringilch.'« Sozia- listen in riiwr Strastburgrr Versammlung gegen den Frei. spruch Viliain« prötrsviert. der erne Ohrteig« nicht nur an d:« soz ali, tische Arberierschast, somder« an die gelainten Arbeiter- kreis« sei.«nb sich derer! erklärt«'t alle- Kratzt für dtze V e r» wirklichun« de, So»ia!it«u»»u arbeit«». Gegen öle Msllfker des Lmgerkrieges! Wie wicht anders zu erwarten, fällt die reaktionär� Presse niit wüsten Beschimpfungen über uns her, weil w« ote Machcnsckpsten der kaisertreuen Offiziere in Verbindung mit der Verbreitung der Pogromflugb'.ättcr tor Regi««ung aufgedeckt haben. Allen voran der„V o r w ä r t s". der daS Lakaientum des offiziösen Berichtigu-ngSapparateS be» weitem übertrifft. Für dieses Blatt, dessen Ehefredakteur Stampfer noch gestern auf dein Bezirkstag der S. P. D. ern- gestehen mußte, der„Vorwärts" sei mit den Nachrichten aiis Lichtenberg„hereingefallen", ist der Ableugnungsversuch der beteiligten Ossitierskreisc natürlich lauterste Wahrheit. ES bringt nicht einmal die Ehrlichkeit auf. um— wie es beispielslvcise das„Berliner Tageblatt" tut— die dementierte Ansprache Major v. Stockhausens im Wortlaut zu bringen, gar nicht zu reden davon, daß es die von unZ ge- brachten weiteren Feststellungen und Koinmentare seinen Lesern unterschlägt. Dafür leistet es sich die ungeheuer- lichc Fälschung, wir hätten die Arbeiter aufgefordert, die irregeleiteten Soldaten zur Meuterei zu verleiten- Diese Behauptung ist wohl das Schändlichste, was der«Vor- wärtS" bisher zu erklären gewagt bat. Wir haben wörtlich geschrieben: „Arbeiten! Parteigenossen! Merkt euch da», waS der Leiter de, Generalstabes Lüttwitz seinen Ofstzicren anbefohlen hat. Lastt euch nicht provozieren! Klärt die Uirwissenden auf! Eni- lavvt vor den irregeleiteten Soldaten die Lüge und de» Betrug ihrer Vorgesetzten! Stellt dem neuen Anschlag der« Reaktion die Eeschlos�nheit eure, revolutionären Willcnll ent- gegen. Schützt die Errungenschaften der Revolution vor de» uniformierten Pogrom istcn, die all« Schrecken der Hölle gegen euch loslassen wollen." Für jeden ehrlichen Menschen geht aus diesen Worten! hervor, dast wir unsere einzige Ausgabe darin erblicken, der von der Regierung in Verbindung mit den Ofsi.zieren ein- geleiteten Pogrompropagandg eine friedliche Abwehr« aktion der Arbeitcrschosi entgegenzusetzen. Wir forderten die Arbeiter auf. die irregeleiteten, ausgehetzton Soldaten über die wirklichen Verhältnisse aufzuklären. Mr forderten sie aus, der Lüge, und dem Betrug, mit deren Hilfe sie gegen die revolutionäre Arbeiterschaft auf- geputscht werden, entgegenzutreten. Diese Aufforderung ist nach den Worten des„Vorwärts." gleichbedeutend mit einem Aufruf zur Meute reit Der„Vorwärts" will also nicht, dasi die Arbeiter aufklärend»nd besänftigend auf die Soldaten einwirken. Der„Vorwärts" will nicht, daß die Arbeiter den Treibereien der Offiziere, die offenkundig den „alten Preußischen Geist" wieder herstellen wollen, entgegen- treten. Der„Vorwärts" fürchtet, daß durch eine derartig« aiifklärende Arbeit die einzige Stütze der Negierung Ebert- Schcidemann untergraben werden könnte..Und darum scheut e-r auch nicht vor ber'�Jnfami? zurück, die Soldaten direkt gegen uns anfzuplrbschen. indem er»ns vorwirst, wir hätten sie bisher stets als„Bluthiwde".„rohe Soldateska" usw. de- zeichnet. Für jeden gewissenhaften Menschen ist diese Lüg« »hne weiteres ersichtlich. Wir haben uns, trotz der säliveren mwheosllen Arbeit der Aufdeckung zahlloser Greueltaten von Regierlingstruppen, nie zu Beschimpfimgen gegen sie hinreißen lassen. Wenn der„Vorwärts" das jetzt zu de» baiipten wagt, so ist der Zweck ohne weiteres klar. Neben dem Pogromistenfliigblatt des Rc i chsiveh nivin.i ster i 111118 soll auch tzie d i r c k t e H« tz e g e g e 11» u S unter den Trust» Pen fortwirken, um jene„Schneidigkeit", jene Wildho-ir zu erzeugen, die den Sck)rittii>achern der Willigen Gegenrevolution notwendig erscheinen, um ihre verruchten Ziele zu er» reichen. Wir hoffen trotz alledem, daß dicsses Ziel nicht verwirk- licht wird. Auch unter den Freiwittigen-Truppen, wi« unter den immobilen Formationen und den untern Chargen, gibt es genügend viuisichtige Männer, die trotz aller Ver- Hebung seitens der Vorgesetzten begreifen, wohin die Neys« geht. Die jüngsten Ereignisse werden ihnen vollends die Augen geöffnet haben. Sie werden-ihnen gezeigt haben, -daß sie nur alsKononenfutterfürreaktionär«, volksfeindliche Zwecke mißbraucht werden, daß si« als Werkzeuge zur Niederkmippelung der freihettiiche« Bewegung nnd zur Ausrichtung de» alten m i 1 i tä- e i s ch e n System« benutzt wer den sollen. Sie Wrde* stmen geseigt habe«, daß die zusaumrengeraßsteN und vo«! ollen Satten»nssammengego genen Truppe«»n Beesi" al» fcifcr Wall Fem# frerFen Tollen stehen ife ßroßc VaTkS. PfiBTöuiifl, die non allen Seilen mit ünaiiffwltiamcr Macht Cnfchuillt._ Diese Poweanng ist in ihren Zielen»nd Ms- thoden f�r i e d l> ch. Sie verabscheut jede Gemalt, vor, neelct>er teile he auch angewendet werden mag. Wallen die Soldaten durch Nnterstiitznnti der Vrovokntorischen Machen- schuste» der rffwere sich in den blnrigsten aller Bürger» kriege bineinl'eden lassen? Wösten sie stch„i«lktionen �brauchen laste», die letzten EndeS zum Scheitern ver» Ärl(7?il fin o iinb ihren Hncncn JVntcrp��n ivt�crft�rprfvn? Wir find überzeugt, da st die Einsichtigen unter den Tos. »aten das nicht w 0' l e n. Wir lind auch sicher, dast die Arveiter, ahne Unterschied der Parteirichtung, unbekümmert um die wahnsinnige.Deweradopolitik der Heutigen Macht- Haber und ihrer reaktionären Hintermänner, alles aufbieten werden, um der herausgehenden grasten?l!iseinanderseh»ng emen friedlichen Charakter?„ verleiben Diese AuS» «inandersesziing ist dank der Unfruchtbarkeit der bisherigen NegieruugSvaliiik unausbleiblich aeworden. Zu ihr drängt auch die gesamte internationale Entmicklung. Und dast sie ,n friedlichen Formen voll'ogen werden kann, zeigt das Bei- spiel Ungarns, dem sich bereits Bayern angeschlossen hat. Wir astpeMeren nochmals an alle Arbeiter und Sol- dato»: Sastt euch nicht provoziere»! Lcht euch nicht zu Ge- WoMaten aufputschen t Lastt euch nicht in den Bürgerkrieg ttviben. der unser Land und Volk mit dem größten Unheil »moht. Vlies des Genoffen Hanse an dea MinislerprWdenken Scheidemenn! Genosse Laase hat an den Ministerpräsidenten Scheldeinann folgenden Brief gerichtet: -'�ie heutigen Zeitungen enthalten eine amtliche Mit- leiliina. in der erklärt wird, die von dem Ncichswehriiiiiiister verösfcnlich.len Photographien geben eine„entsprechende Antwoit" ans die Bebauptunaen GaaseS in der National» fierfammliina, SfusMircitimacn gegen Ncgicrungstruppcn eien aar nicht vorgekonimen. , Tiefe amtliche Bebauptiina ist. soweit sie stch auf mich bezieht, unwahr. Nach dem amtlichen Stenogramm der Natioiialversammlung vom 27. März 1919 habe ich im Gegenteil gesagt:„?cch verurteile Roheiten auf allen Sei» tenl" Jcrfi habe damit auf einen mir gemachten Zuruf lo» fort zuni AiiSdriick gebracht, dast aus beiden Seiten der Kämpsrnden Roheiten vorgekonimen stnd. Ich habe ferner im weiteren Vertauf rneiiwr X de gesagt: „Dost es zu Kämpfen gekommen ist. auf allen Selten EntfkhlicheS vorgekommen ist. darüber ist kein Wort zu diesem Abscheu Ausdruck aegeben." fS 847.) Endlich habe ich in derselben Rede in bezug auf die 13- kung des Obersten von Klüber in Halle ausgesührt: „Tie Art und Weite, wie Oberst von Klüber behandelt Worden ist. bat uns alle mit Ablcheu erfüllt und wir haben diesem Abscheu Ausdruck aegeben.(S. 847.) Ich habe diese Rtickiastellnna dem W. T. V. zur Ver- Pfsentlichuna übergeben und ersuche Sie. Herr Minister- firastdent, dieses Bureau anzuweisen, dast die Verösfent- lchuna stattfindet. gez. Hugo Haas?. Mitgl. der Nationalversammlung. Die Vogromhetze. Tie vom ReichSwehrminister herauSacgebenen P o» gromiiugblätter tollen dokumentarisch die von den „Svartakinen" oeiiiblen Ereueltale» an den Negicrungs- tiupven darlegen. Tie höchst merlpnirdiae Aiifichichtung der Leickien beweist aber, dast es dem Reichsivehrminister ffi o S l e und den ihm nahestehenden Kreisen lediglich auf Hie politische Wirkung diver'er Bilder ankommt, viel weni» Ser auf die Verbleitung erwiesener Tatsachen. Unter den Hhotoaraphierter Toten ist bei der aröstten Anzahl eine Derwundiing oder gar Persliiinnielnna überhaupt nicht zu leben. Man hat diese Toten niitphotoara- p h i e r t. li m die W i k k» n a z» erhöhen. Bti zwei Toten ist deutlich zu erkennen, dast sie nickt ver» stümmett, soiidkr» durch crplodimnde Artillerie- geschostk getötet worden stnd. Dast man dieie Leicken mit zur Schau stellte, und Zwar an vorderster Stelle, beweist mehr als alles andere den dunklen Hinterarund viejcr vergiftenden Mache. Auch das MärAe» von der Verwendung von Tum- T u m» G e ch o s i e n fehlt bei der Pogromhetze nickt. ES ist aber erwiesen, dast es selbst Aerzten schwer fällt, die Verwendung von' Tum-Tiim-Geschosten aus der Art der Ver» wundnng feslziisielleii. da derartige Verwundungen häutia von L ii e r s ck 1 ä g e r n verursacht werden oder durch schlechtes Mateiial des Gefchostmantels sich erklären lasten. Das haben ärz-tlicke Autoritäten während des ganzen Krieges wiederholt daractan: auch den Front» soldaten ist eö zur Genüge bekannt. Nicki» anders verhält es stch mit den gebrochenen E!> e b in a st e n. Hunderte deutsche Soldaten sind während deS KrieaeS init derarnaen Verwundungen anfaesiin- den worden, kein Arzt hat diest'ihalb aewaat von Greuel- taten der Feinde zu reden, weil durch erplodierende Minen oder Artillericaeschostc die Leute vielfach in die Luit gehoben wurden und beim Fallen die Glieder brachen. To lästt sich alw— reiz» miliiärifch betrachtet— aus den Poarombildern der Reichsreaieruno iebr weni, ein- wandireies Material zur Erhärlima„spartakistiieher" Greueltaten erbringen. Wir verurteilen selbstverständlich alle Vorkommnisie dieier Art ans das schäi sste, aber die Pooromfliiabtäuer der Regierung sind nickl dazu angetan. Her Wahrheit und der Gcreckliakeit z» dienen Das gebt deutlich, aus der wabltoien Ausichichtiina der Leichqn. hervor: austeidem beweist die massenweise Verbrei'.ung dieser Pro- grombilder Peinlich, dast es Herrn Noske nicht aus die Wahr- heit. sondern aus die Wirkung ankommt. Ter Zweck soll die Mittel heiligen. And diese Mittel stellen das Verwerflichste dar. was sich je eiste Regierung geleistet hat. Las LWeii mit den Räten. In der„Berliner Volkszeitung" bespricht O. N. in «lsnem Artikel unter der vorstehenden Uebenchnst den 53c- jjchlyst des Kabinetts, den Acbeilerraten gewisse Wirtschaft- ktch? Befugnisse p: gehen. Er kommf genau wie NW zv einer vernichtenden Kritik dieses Vorschlages. St schreibt: Aber man kann beim Lesen de» neu vorgeschlagenen ver- fassnngsartitcl» den Eindruck nicht loswerden, dast man hier da» tun will, loa» Feroinand Lassalle seinem Helden Zranz von Sickingen zum Borwurf machte: dast er listete,»o e» sich um eine Idee handelte. O. N. weist dann nach, dast das. was die Nestierung seht venviikliche» will, nichts anderes ist als die Verwirklichung des uralten Planes bürgerlicher Sozial» Politiker, den„Fabrikkonstitutionalisnius" einzusühren. Aber auch bei den..Bezirksarbeiterräten" handele es sich um nichts anderes als um einen Ausba» des alten Arbeits- k a m m e r g e s e tz e s. Tie wahren Absichten der Regierung gsojsiert O. N. fotgendennasten: Aber ez ist nicht zu verkennen, dast die Regierung mit ihrem Entwurf eine Nebenabsicht verbindet. Indem sie da» populäre Schlagwort.Räte" als Bezeichnung für ihre Einrichtungen wählt, will st« den Anschein erwecken als würde seht doch e!» großer Teil der radikalen Forde ning «Alle Macht den Röten" verwirklicht. Aber eS hcistt nach unserer Kenntnis doch den politischen Bildungsstand auch der radikalen Arbeiterkreife unter- schätzen, wenn man sich in dem Glauben wiegt, dast dir Arbeiter nun befriedigt oder auch nur besänftigt würden, die auf dem Boden der politischen Räte stehen. Wir fürchten, hier wird der Eindruck, daß man sie llberilsten will, die gegenteiligen Wirkungen hervorrufen. So findet denn die hilflose Negierung mit ihren B e- ruhigungspillen nicht einmal Unterstützung bei denjenigen demokratischen Politlkern. die den Ernst der Stunde kennen und sehen, dast nur die wirkliche Erfüllung der Ansprüche der Arbeiter sie zufriedenstellen wird. SezKkskng der RechlsWaliskev. Auf der am Sonntag ün Herrenhaus stattgefundinen V« z i r ks v e r so m m l u n g der Sozialdemokrati- s ch c n Partei machte sich die Opposition gegen Sie Politik der Regierung und der Parteiführer auf da? lebhafteste geltend. Hermann Müller, der daS politisch« Referat hielt, polemisierte gegen Streik« und Streikende und setzte sich für die Freiwilligenverbände ein. Obowhl ihn der ,Borwärt»"-Redaktcur Erwin Barth nach Kräften unter- stützte, wurde trotz mehrfacher Abstiminung ein Antrag an- genommen, der dem„Borwärt»" untersagt, Inserate für die Freiwilligenwerbung aufzunehmen. Daraus geht hervor, dast die Mehrheit auch dieser Versammlung durchaus gegen die Freiwilligenverbände gerichtet ist und Noske» Politik verwirft. Ein Antrag, der dem.Vorwärt»" ein Misttrauen». rotum ausstellte, wurde, da Stampfer und Barth ihr« ganz« Redekunst aufgeboten, gegen eine sehr erheblicke Minderheit abgelehnt. Aber niemand von den anderen Rednern ist für die Haltung de».Vorwärts" eingetreten. Und wenn die jetzige Redaktion da» Matt noch weiter leiten darf, so wohl auch des- halb, weil ein Teil der Mehrheit der Versammlung glaubt, dast die Wandlung»fähigke!t der jetzigen Herren ihnen künftighin auch gestatten»verde, eine andere Hältung al» dl« jetzig« einzunehmen. An unerhvrler Gewallakt. Privattelegramm de».Freiheit". Mazdebnrg, 7. April. In Verbindung m't der Magdeburger„Verschwörung" wurde unser Grnofse Brande« von einem Marinrossizier und zwei Mann verhaftet und nach auawärt»»erschleppt. Sein Buscnt- haltSort ist unbekannt. So reiht sich ein Gewaltakt der NoSkeaarden an den anderen. « Weaen der Verhaftuna von Brandes hatte der V oll- zu a 8 rat heute vormittag ein Tclephonaesprach mit Noske. Noske erklärte dabei: „Brande» Ist auf meine Beranlassvn» verhaftet worden. well unter seiner Leitung«ine Sitzung von. Dol- datenrätru stattgefunden ha» für Magdrburg«nd Umgebung. I» dieser SoldatenratSsitzun» find Besprechungen ge- pflogen worden übe« b�wassnrten Widerstand gegen dir Nelchsrcgierung. Tag Brande» verhaftet ist, ist sehr gut, und wenn die Magdeburger Arbeiter aus diesem Grunde in den Streit treten»vollen, dann können dir Magde- burger Arbeiter lange streife»! Brande» wirb »wrlfelioS tvegen dieser Geschichte der Prozeh gemacht werden und daran wird der St»«'! der Magorburger Arbeite« nicht» ändern" Wir brauchen zu dieser Erklärung kein Wort hinznzu- fügen. Den Geist, der auS ihr spricht, kennt die Ar- beiterschast. Ihn zu beseitigen, ist die dringendste Ausgabe. Eingrelfen der ffrelwill'gen Truppen gegen dle glreikpesteu der Angestelllen im Siemens-Kouzern. von der Streikleitung der Angestellten erhalten wir folgende Mitteilung: „In SiemenSstadt erschienen heute morgen g r S ß e r e Truppen« u fgebotr der Frelwill'i gen. Truppen, die zum Teil In der Schule, zum Teil im SiemenSgebäudc selbst untergebracht wurden. Tie Streikposten wurden feiten» de» sllh. renden Lffizier» aufgefordert, au»einandcr zu gehen, widrigen- fall» Verstärkung a„ Truppen herangezogen»ocrden würde und mit einer Räumung de» Platze« zu rechnen wäre. Di« Truppen jähren u.«- M i n e« w« r s e r bei sich. Die Zentral- Strriklriiung der Sieui«n»ongrstellten ist darauf. hin mit dem Hauptmann in vcrhundlungt», eingetreten, deren Ergebnis noch aussteht.— ES erscheint auf alle Fäll« dringend geboten, daß dir Reich»- regierung bzw. der Gouverneur von Berlin unverzüglich ein- »reifen, um da» Noalitionsrecht der Jndustrie-Angestelltra und damit auch die Frriheit der Strrikpostrn»rgeuübe? der Frei- «illigen-Truppen zu sichern." So ist also wahr aeworden. was wir immer aelaat haben: dle Freiwilligenverbände sind die Schutztruppen de« Kapitals im Kamps gegen die Arbeiter unddie Angestellten I Nicht gegen Räuber und Plünderer allein kanmien sie. ion- mn He JfnS auch Miffek der Unfern ehmer. die wlrtfcW liehen Äust riiche von Arbeitern und Angestellten zu«vli! drucken. UadfürdieleAufgabewerdensiev� den NechtLsvzialisteu unterstützt. Gewertschaflsoorsläokie und Meilerrate. Die Konferenz der Vertreter der GewerkschaflSvorflä� die Anfang April in Berlin tagte, besaht« sich auch mit der iW der Arbeiterröte. Einstweilen wissen die Gewcrschafltsüdii selbst noch nicht, wie sie sich stellen sollen, wie die Debatte zeigte. Legten bezeichnete die von der Negierung angesttt� Lösung al« eine Enttäuschung der Arbeiter.* von den Röten politisch« Aufgaben erwarten und als nächst� für da» Wirken der Gewerkschaften«nd der vrbeitSgemcinsäioll" Ta auch in der Gcncralkemmission in dieser Frage eine eir heitliche Auffassung nicht bestehe, so gab der Rudis anHeim, aus der Konferenz eine einheitlich zusammengesetzte K'* Mission zu wählen, die der ReichSregierung gegenüber den<5W' Punkt der Gewerkschaften zum Ausdruck zu bringen habe- 3? Perlauf der Debatte, in der sowohl Redner für al» auch W* gegen das Rätesystem zum Wort kamen, machte Giebel M Vorschlag, eine Studienkommission einzusetzen, die die orgaiw torischen Wirkungen de» Rätesystems prüfen und geeignet« schlüge machen iollte. L e i pa r t war der Meinung, dah die Pr» fung dieser Fr«»« ohnehin zu den Ausgaben der von der vorit� Boriiändetonserenz eingesetzten Verfassungskommission gehör«. Die Konferenz kam zu dem Ergebnis, der Y e r' a s su nr k o m m> f f i o n d e Vorbecatung der Rätefrage zu über'ragews für die nächste Lorständekonserenz geeignete Vorschläge tnoP soll. Arderungeu der preuhischeu Lehrer. Wir erhalten folgende Zuschrift:_ Trostlos ist die finanzielle Lag« der aus dem If' heimgekehrten und wieder im Volksschuldienst beschäftig'� Lehrer. Mit täglich 4,75 M. soll der unverheiratete. 5,20 M. der verheiratete Lehrer auskommen. Wo bleiben? Mahnahmen der Regierung? Zweiundzwanzigtausend preutzl'» Lehrer erwarten von der Regirrung nun schon monatelang JJ Abstellung diese» Elend». Aber eS bleibt alles beim Warum wird die Verfügung vom�Oktober 1913 nicht zur WeV heil gemacht? Fst da» der Geist der»reuen Zeit? Die h(f fische Junglehre r scha f t hat sich zu einem entscheide'"' Schritt entschlossen. In einer am 10. April stattfindenden*3 sammlung in Koffer, Holländische Straße 30 iBraustübtf sie zu ihrer finanziellen Notlage Stellung nehmen und' Forderungen an df« Regierung zwecks Neberoabe m» den Min'V für Kulturangelegenheiten formulieren. Alle Jungleh'� Preußen» werden gebeten, an diesem Tage in'#1 BezirkSverrinen Verfamwliinaen einzuberuf-n und Zustimmungserklärungen ihre Solidarität mit den hefstl� Junglehrern kundzugeben. Wo schon solche Vereine in« � gerufen sind, wird gebeten, sich durch Entsendung Vertretern an unserer Versammlung zu beteiligen. Die Forderungen erstrecken sich auf: 1. Zweiie Prüfung. 3. Fest« Anstellung mit rückwirke� Kraft bom 11 Januar 1019, 3. Teuerungszulagen für die � gangenen Monate, 4. Bildung von Lehrerrä'' 6 Besetzung der Mitteltn stanzen voi» Lehret 0. Gründung eine» BereinSorgan». 7. Heranziehung der Prce zu VereinSzwecken. Der Hessische I un g leh r«r»v e rei» SWere und 1luleroW?re. lln» wird au» Unteroffizierkreisen geschrieben: � Laut kriegSministerieller Verfügung vom 22. 3 10 erh»' Offiziere, denen bisher an Stelle fehlender Dienstwohnung eine MietSenlschädigi'ng von 15 338 Mark gemahn werde« � nach Mahgabe de» Etat» vom 1. 4. 1910 an eine M ie« entfchädigung von 8000 Mark, die beim Nachweis* sonderer Aufwendungen bis auf 16 833 Mark erhöht werden t?� Aktive Unterofftz ere dagegen, die ivezen gel» an Dienstwohnungen außerhalb de» Kaferiiemenis wo»' müssen, werden mit einem Wohnung» servi» ron 2io n jährlich abgesunden. J Wie soll in der gegenwärtigen Zeit ein ledig t oder hcirateter Unteroffizier für die geringe MietSenlschädigring � gesunde Wohnung mieten können? Dafür bekommt man'a in einem Hinterhause eine Dachstube. Warum zahli man den in Frage kommenden Ossizieren so hohe Summe? Warum macht man einen so krassen Ü" 1 schied zwiichen Offizier und Unterojfizier? Abhilfe ist dringend geboten. Es dämmetk. I Von etnem aktiven Unteroffizier wird un» geschrieben: i ES ist mi: nicht recht erltörlich, worum die kommunistische � Unabhängig« Pur«> zum Teil so verbissen auf die aktiven U" j ojfizierc sind. Al» oltcr, aktiver Unterossizier und Kenner � Unteroffiziere bi» m die entfernteste» Gaue-Deuti'chlaiidS l'eö mir am Herze»», eine Klärung dieier Angelegenhe»» tzerl'e'i. führen. All« militärischen Vo'-schciflen sprechen nur von. Ost zier und Mann. Dot llnleroffiz er gehört zur Mannjch», klaffe. Er ist im wahren Sinn« de« Worte» der g r ö h t e P r 0 t a r> e r d e r W e l i, der nur aus sein laglich Brot augcwiese>> (18 M. monatliche» Wohnungsgetd. bzw. 130 biS 180 M. nW* ich« Abstnduicg mit ollen Gebührniffen). � Di« zum teil scharse Behandlung de» Manne» durch � llnterostizier fand ihren Ursprung in dem Baron und Ltstk� Der Unterosiizier wurde vom Offizier solang« gekniffen. � er au» einem schlecht veranlagten Manne einen bienslunbra� baren Krüppel oder einen Paradesoldaien machte. Nun U""„ errungene Freiheit, die bald in Fäulnis überging. Der U». ofiizier, ohne legl-ck« Rückendeckung, arm wie eine Kirchen»'', sah seil.« Existenz bedroh». Au» diesem Grunde und au» Liebt � der viel versprechenden Mehrheitspartei""J.jp atliv hervor und setz'« sein Leben ein jür die Festigung der R« rung. � Da kam dt« grotze Enttäuschung, viel wurde ih'" � spräche». nicht» wurde gehalten. Sin neuer Erlah sogt. MB Mann Offizier werden kann,— da» heitzt, wenn e» d>e b herigen Lfftziere wollen und ihn hierzu»orschM, T» fällt ihnen aber im Traume nicht ein. solch schmutzige? � in ihr Gestüt zu nehmen. Exzellenz R 0» k e ist von einem Cchivarm Generalstub»rsfizteren u.ngcben, die nact meiner A"' j allein befehlen, wobei No»'« al» Sprachrohr dient. Wuru« f der Erlast nicht«lautet:»Die Hälfte»der ei» D r> � 3 d!'! 5) f f kz ke rstelk«« ftnb sofort von Hnteroffl« j virn und NlLnoschast«« gu besetze»?" Gibt et tu cht genügend dieser Prvlrtarier. die im Kriege hervor- r'kend 9 ii drei(teile ii anssültten? Alle anderen Ofsi- ziere hätten sofnrt entlnssen iverden müssen. Exzellenz SivSkr Hut vor etwa füns Wockien in der N a t i o n a l» dersoo. mlung e>wu iolgende» gesagt:.?ch kenne die Jlotlage der Unlerossizirre. ich bin nicht gewohnt, solckr Sachen aus dir lange'i�inl zu schi ben." Wa» aber ist bi» beute geschehen? R chtil Alle Wünsche, die nicht von Qssizieren oder glcichgesinnten(Sie» mentcn kommen, fallen unter den Tisch. Man m»b daher an- nehmen, dafi Se Erz. entweder wissentlich gelogen hat oder er g.ehi eine Besserstellung mit Absicht in die Länge, um die Unter» ofsizirre zum Eintritt in die Freiwilligenbataillone gu gwingcn, d a es den Offigieren an Erfahrungen und Kenntnissen zur Ausbildung, Zusammenhai» der Truppe, Nachrichtendien st usw, mangelt. An- dernsnllz besteh! die Annahme, das; Vater NoZke seiner Umgebung machtlos gegenüber st cht und sein Eintreten für den Prolewiier-UnterokkigXr an dem Baron, tingier und General klanglos dorüberzieht. Daher ist folgende Bemerkung der Lei- tung der Gewerkschaft aktiver Uuterosfizicre im Schreiben vom 27. März recht guirefkend: „Wir erkennen die Gründe der Opposition der U. S. P. immer mehr als zntrefscnd an. Die sozialistische Regierung schaukelt sich aus ihrem jetzigen Wege ihr eigenes Grab." Wie mir ans Kamcradenkreiscn bekannt ist. stehen die Ureter. osfiziere aus Lmngcr hinter der jetzigen Regierung, ohne ge. nügend aufgeklärt zu sein, daß In Rußland. Vraunsc�weig und Ungarn das Brot auch zwei Krusten hat. Tie Notlage hat die Untcrosfizicre zum Glück dem Verzweifeln nahe- gebracht und sie sehnen sich nach dem Augenblick, der ihnen eine neu«, wahre sozialistische Regierung ins Leben ruft. Möge daher die U S. P. bei diesen Proletariern die Füh- lung suchen, Hann trifft sie den Kern b:S Stamme?. Der Zeitpunkt reift, an dein in allen Gauen, bis nach Kurland hinein, der Ruf ell'challen wird: »Kamcradeul Köpfe hoch, wir sind.belogen und betrogen; die Bugen link»;-- der vorletzte Mann mit dem„U." auf der Echullertlappe wird angesehen;—— richt Euch!" Die jetzige Regierung sowohl als auch die Naiionalversamm- lung würden nach meiner Ansicht bester tun, aus» Land hinaus zu gehen und die Felder zu bebauen. Sie würden der ganzen Mäste gute Dienste leisten. Ich glaube, daß in Weimar nur leeres«�troh gedroschen wird. Der Terror der Verleumoung. Wir>-,erden um Aufnahme folgender Erwiderung ersucht: Do?„Berliner Tageblatt" antwortet in seiner alten Weis« auf meine Angriffe mit dem Terror der Verleumdung. ES wird auf diese Weise nicht erreichen, daß ich den Kampf gegen seine Kuppelei zwischen Militarismus und Demokratie, in Wort und Schrift, aufgeben werde, wenn«» auch für einen Augenblick die Unterhaltung verschiebt. Die habe ich allerdings keinen Augenblick zu scheuen und so gehe ich ihr. im Gegensatz zum..TageMail", das nervös wird, wenn man von seinem Chauvinismus spricht, auch nach dem zweiten Angriff nicht aus dem Weze- Da».v. T." rühmt sich jetzt, ich hätte„g u g c g c b e n". im KriegSpresscquartier gewesen zu sein. Als ob ich das je geleugnet hätte und als ob eS da überhaupt etwas zu leugnen gäbe! Ich kam hin a.'S Soldat, ungefragt und ungebeten, und da ich immer wafjenunfähi- ger Landsturm war hatte ich es nie nötig, irgendwelche„Dienste" anzubieten. Meine Berichte über die Propaganda aller krieg- kührenden Länder haben weder mit Kriegshetze noch mit Patrio- tismus, noch mit Bespitzelung der Preff« das geringste zu tun, wie ich überhaupt nie Zeitungen zu irgendeiner Kontrolle oder sonst kvas in die Hand bekam. Diese Berichte waren rein« Dienststücke. IReldungen an höhere Stellen über die propagandistische Tätig- keit de« Krieg? pressequartier» und aller anderen Staaten und völlig unperkönlich. Sie haben allerdings, wie da» „B. T." kichert,„ausgezeichnet gekallen" und sie gefallen auch mir infolge der übersichtlichen Zusammenfastung so. daß ich sie gern drucken lasten würde. Zu schämen ober zu verbergen gibt'S da gar uichtsl Nie habe ich etwa» anderes als diese Berichte und Kanzlciatten geschrieben, nie ein Wort zur Veröisentlichung geschrieben, nich» einmal für die verschiedenen Zeilschristen, die da» Kriegspressequarlier herausgab, die kleinste Notiz. Nie lourde ich für„alt-öiterreichisckes patriotisches Wirken" oder MonarchiS- mu» oder sonst einen Dreck belobt. Also belobi zu werden, war wenig Gelegenheit da. Aber wie steht cS eigentlich mit dem«B. T." und seinen Redakteuren und Mitarbeitern. Darf da»«B. T." vom KricgSprestcquartier sprechen ohne rot zu werden? Wenn ich nicht irre, hat Herr Wolss nicht nur eine linte Hand, die Demokratie treibt(bester vertreibst. sondern auch eine rechte namenS Leo Bryk, den die Kenner de» MostehaujeS als den eigentlichen Leiter de?„B. T." bezeichnen. WaS der Mann und seine Zeitung für den österreichischen Militarismus geleistet haben, weiß ich nicht, aber vielleicht erzählt er selbst der Rejidenz, wieso ihn das KnegSprcsteqnartier ol» Konfidenten (zu deutsch: Spitzest bezeichnet und wofür er. auf m i l i t ä- r i s ch e n Vorschlag hin, den Franz-JosefSorden bekommen hat. Felix Stässinger. « Uever diese Galtuna deS„53. schreibt die„ 53 e l t a m Montag" unter der Ueberichrist:„Heble i o u r» natistische Sitten": In der von drei pazifistischen Organisationen ein.. berufenen Versammlung im Herrenhaus hatte in der Diskussion der Unabhängige Felix 615; singet gesprochen unk eine sehr scharfe, aber durchaus sachliche Kritik on der Haltung deS„Berliner Tage- hlottS" nach der Revolu'wn geübt. Da»«B. T." revanchiert sich mit gehässigen persönlichen Anzapfungen StössingcrS. Dabei wird allerlei„Material" aus der— unfrei- willigen— Tätigkeit StössingerS für da» k. u. t. KriegSpreste quartier produziert. Uebcr die Zriverlässigkest dieses Materials könnte nur ein unparteiischer GcrichlShof entscheiden. Herr Elösjinger hat un» eine ganze Anzahl der von ihm für da» k. u. k. KriegSpressequartier angesertig,«» Berichte vorgelegt. Sie macken den Eindruck einer durchaus obj-ktivcn Information. Der aufmerksame Leser findet darin sogar Proben de» nicht g«' tobe militaristischen Geiste» de« Verfasser». Doch da» nebenbei l Da»„B. T." wußte zu berichteu, in der Bersammbumz>m Herrenhaus halten Profcflor Schücking. v. Teppcr-SaSki. Lilli Jannasch und Dr. H. Stöcker referiert. Tatsächlich war S.iücking nich! in der Versammlung und Herr Tepper-La»« hat kein Wort gesprochen Dagegen holte Herr v Gerlach da» Hauptre-serat. Es läge nahe, von dieser Zuverlässigkeit der Berichterstattung de» „ffl. T" aus die Zuvcrläjstgicit seiner Jufounatwnen überhaupt »u jchließc«...... Gewerkschaftliches. Um das Mbesiimvmagsrecht. S. A. Ohne Vorbereitung, aber erfüllt von bem Aertranen auf die eig nr Krost, find Zchniaufcnde von Angestellten der Ber- liurr Metallindustrie in den Ausstand getreten, nachdem ihn-en der Fehdehandschuh vom Verband der Berlii.ei M.tallindustriellen hin- geirorfen worden war. Vwle. birk der bisher inbisferenlon Jtol- legen und Kolleginnen, die b»hei immer an dem reflgnieeten „ES nützt ja doch nicht«" festgehalten habe», empfanden bei dieser erst.» großen Arbeitsniederlegung zum erstenmal, welch« unüberwindliche Macht die ü n gestellten in der solidarisckien Slereinigung haben konneii. wenn sie nur erst wolle». Ich! erst haben die An- gestellten restlos erkennen lönncn, daß sie mit die Träger der Produktion sind und daß alle» in der Industrie invest'erte Kapit»! tows Kapital bleiben muß, wenn cS nicht durch ihre täglich« Arbeil in Werte umgesetzt wird. Trotz ihrer wirtschaftlichen Notlage befinden sich die Strei- kcnden in einer gehobenen Stimmung. Solang: der demütige HandlungSkommiS immer»»> von der Gnade und der Großmut feines Herrn abhängig war, blieb sein ganze? Arbeitsleben eine ewige Tretmühle ohne Freude und ohne Sonne. Erst das eigene Kraftbewußlfein, da» jetzt von den kämpfeiidc» Aug. stellten empfunden w rd, gibt ihnen da» Selbswertrauen. daß sie, ohn: auf Geschenke zu warten, in der Lage sind, mit eigener Hand ihr Schicksal neugestalten zu können. Es ist kein einfacher Lohnkampf, der sich hier abspielt, sonder» ein Befreiungskampf in de? Worte» wahrster Bedeutung, der von unseren Ingenieuren, Werimeist rU und kaufmännischen Angl' stellte ii zielbewußt und rutsch ctrn auSgcsoch'.en wird. Der Geist, der in den Versammlungen der Ovleube und d'r Streikenden herrscht, ist die beste Gewähr für einen erfolgreichen Ausgang de! Kampfe». Wa» will es gegenüber dieser natürlichen Hochstimmung besagen, wenn einig« Unternehmer glaubten, einzelne käufliche S.elen o't Streikbrecher auef ndig machen zu können. Und wenn darüber hinaus die sog.„Vereinigung von Angestellten in Handel und Industrie" sich sogar al» Organisation für d°esen unsauberen Zweck bereitgestellt hol, so weiden die Streikenden darüber hin« wegzukommen wissen. Solche Hyänen waren noch auf allen Schlacht feldern zu finden. Die Melallindustriellcn haben offenbar den hier geschilderten Geist der streikenden Angestellten bisher völlig verkannt und wollen e» deshalb nicht verstehen, daß diese mit solcher Zähigkeit an ihrer ideellen Forderung nach dem Mitbestim- mungldecht hängen. In der Lohnfrage ist eine Ver- ständigung möglich, dagegen fehlt hinsichtlich de» Mitbestimmung». rechte» noch jeder Ausatz für einen befriedigenden Ausgleich. E» geht aber nicht länger, daß der AngeitelltenauS- schütz al« die gewählte Vertretung der AngestMen gegenüber der Firma nicht» zu sagen hat. Wemi in den Stretkfordcrungen ganz besonder» verlangt wird, daß bel Kündigungen„seine vor- herige Zustimmung" erforderlich ist. so wird hier der Kern de» MllbestimmungSrechles getroffen. Der AngestelllenauSschuß soll nicht„gehört" werden, sondern mitentscheiden. Was nützen alle Deklamationen von der Demokratie in unserem neuen Volks- staat. wenn un» innerhalb de» Betriebe» eine vollwertige paria- mentarische Vertretung versagt bleibt. Der Ruf nach dieser Ein- flußnahme auf die Gestaltung der eigenen Arbeitsverhältnisse ist heute bei den Kopf- und Handarbeitern so gewaltig, daß er von den Unternehmern und vor allem von der Regierung beachtet w.rden muß. Die Zeit, die AngesteMev mit verklausulierten For- mulierungrn um diese» Recht bringen zu wollen, sind vorbei und die streikenden Angestellten Groß-Berlin» sind bereit, im Kampf um dieflS Ideal auszuharren. Sie finden dabei die begeisterte Unterstützung ihrer gewerkschaftlichen Verbände im Gegensatz zu manchen„Arbeiterführern", die da» Mitbestimmungsrecht nicht als da« eigentliche Endziel de» gewerkschaftlichen Klassenkampfe» erkennen wollen. Die Reg'erung sollte endlich— man möchte sagen tn letzter Stunde— erkennen, daß der Weg zu geordneten Verhältnissen nur über deS Mitbestimmungsrecht in den Betrieben führt. Für die Angestellten und Arbeiter im Bergbau hat da? NcichSarbeiti» amt nach harten Kämpfen Wege gefunden, die den Ansatz für ein Milbestimmungsrecht bilden. Muß e» denn nun in allen außer dem Bergbau bestehenden Industrien immer wieder zn Arbeit»- kämpfen kommen, eh« man auch hier dem BctriebSabsolutismnS Schranken fetzt? Die verantlvordlichen Stellen sollt n sich bewußt sein, daß der Kamps um das Mitbestimmungsrecht nicht nur eine lokale Berliner Angelegenheit ist. sondern daß die Angestellten- schaft in ganz Deutschland stürmisch nach der Erfüllung dieser Forderung drängt. Die Ang. stellten Groß-Berlin« dürfen siib mit Genugtuung zu den Pionieren im Kampf um diese» Menschen- rech» zählen. Diese» Bewußtsein verleiht ihnen Kraft und Au». bauet. Der Streik in Siemensslabt. Vom ZentralslreikauSschuß wird«nilgmüt: Im SiemenSkongern streiken zur Zeit rund 8000 Augestellte, also die überwältigeiide Mehrheit aller Belegjchajten. Die Lrga- nisation de» Streiks, der jür die SiemenS-Angestellten ein Novam ist, funktioniert bisher sehr gut. Entgegen den Nachrichten ver- sckuedener Blätter muß hier sestgestellt werden, daß dic Streik- Posten ruhig und sachlich ihren Dienst versehen. An Zusainmen- stoßen« die vor allem beim VcrwaltuiigSgebäude zu bcobachle» waren, sind die Provolationen gewisser Herren der Diretno» schuld, und zwar der Herren, die allzeit die Verhandlungen er- jchwerten und letzten Endes durch ihren unheilvollen Einfluß oen Ausbruch de» Streike» mit herbeiführten. Fast restlos durch- geführt ist der Streik im Kabelwerk, Metallwerk, Dynammvert, Elmowerk, Wernerwerk, Biockwerk, Kleinbauwerk, Charlotten- burger Werk, Autowerk. Gliihlainpemverk, SiemenShau» und im Verwaltungsgebäude. Letztere» ist die Hochburg der Reaktionäre, die vor allem auch Mitglieder der Vereinigung der Angestellten in Handel und Industrie sind. Daß da» Verhalten der Slreik- posten bisher eimrandssrei war. beweist am besten die Taimche. daß die ausgestellt«» Schutzmannsposten(zu Fuß und zu Pierdj noch nicht einzugreifen brauchten. Das Verhalten der Arbeiter gegenüber den Angestellten ist mustergültig. Die Arbeiter sind in den Werken, weigern sich aber, unter Streikbrechern zu arbeiten. Der Bund zwischen Arbeitern und Angestellten scheint fest ge- schlössen zu sein und dürfte auch in Zukunft im SiemenSkonzern eine Macht bedeuten, mit der die Unternehmer sehr zu rechnen haben werden. Diese wollten die ZerspU'ternng da» Gegenteil haben sie erreicht. Zur rechten Zelt wurde von Angestellten und Arbeitern die Gefahr erkannt, frühere kleine Stegensätzc schnell ausgeglichen und dir Einheitsfront hergestellt. So ist jetzt im Kreise der Arbeitnehmer die St'w.mung ausgezeichnet, um so mehr, als die Nachrickucei au» der Zentrale bisher nur günstige» zu de- richten wußten,, Von den Vertretern der Angestellten wurde einstimmig fotz� gende Eni Schließung gefaßt und der Zentrale in Berlin"bet-, mitiklt:„Wir halten!eii an den Sireikiorderm-gen. iusvesondcr« am MitbcstimimuigSuch! de! AngestrlltcnauSichustcS. Wir leheit nach w.e vor als drn wichtigsten Bestandteil der Herder Nu gen an, daß oas ZusiiinmuiigSrecht de» Aiigriielltenaus!chusseZ bei alle» Einstellungen, Enilassungen, Kündigungen, also bei allen, Vagen de» Lohn- und Arlwiisverhäitnistei, unbedingt bei diesem«irei? erreicht werden muß." * i Der freie Angeslellirn-Berband schließt sich den FordrnmgeMs der Angestelllen in der Metallindustrie in allen ihren Teilen an,, wie er überhaupt den S'.anbpuutl der Sireitleüung voll und ganz vertritt Der Verband hat seine Mitglieder in der Meiallindustr.» angewiesen, sich restlos an die Mr-ßuahmen der slreik«' leiiung zu halten. Freier Angestellten-Verband. Zum Slrelk der Nohrlezcr und Helfer. Neber die Versammlung der Rohrleger und Helfer, die am Sonnlag den Siieik beschloß, feh: uns nach fostiender Berich! zu t Ta über den neu abzuschließenden Tarisvcrirag im Berliner Rohrlegergewerbe bis dahin eine Einigung mit dem Arbeitgeber- verband nicht zu erzielen war,'st von den Parteien da» EinIgnngSamt de» Berliner Gewerbcgerichts angernfe» worden, über dessen Verhandlungen in einer übersüksten Versammlung im Wintergarten der Schulthcitzbranerei. Hasenheide, gestern die. Kollegen Ziese und Maitzahn Bericht erstatielen. Tie Unter. nehmet stellten sich allen Forderungen der Arbciinchmer ab« lehnend gegenüber. Gegenüber der Forderung eines Stunden»! lohnes für Rehrleger(Monteure) von 3 M. erklärten die Ar-! beiigcber. über 2.40 M. nicht hinausgehen zu können. Ein Vrr- miltlungSvorschlag de» Magistratsratz v. Schulz, einen Grund. lohn festzusetzen von 2.30 M. mit 20 Prozent Teueriin�Szuschlag. j um» einem Stundenlohn von 2,78 M.«nlsprechen würde, scheilerte l a» der Hartnäckigkeit namentlich de» Uiiternthm-rvertretetS Dr.' Mielenz. An Entgegenkommen von seilen der Arbeitnehmer»: Vertreter hat es also nicht gefehlt Auch über die übrigen Forde»- rungen, betr. genereller Verkürzung d-'r Arbeitszeit,, Fahrgeld, und Fahrzeitvcrgntung. Werkzeug. kaution, Bewilligung von Ferien. Neuregelung deS ArbeitSnach- weise» u. a.. ist keine Verständigung erreicht worden. In der Frag» der Betriebsräte wollen sich die Unternehmer nur on die gesetzlichen Bestimmungen halten, sie wissen, daß diese Regelung die Arbeiter nicht befriedigt. Au» all dem geht hervor, daß e» di« Arbeitgeber im Rohrlegergewerbe auf«ine Kraftprobe ankomme» lassen wollen. In der Diskussion, die sich einmütig für den Streit aussprach, trat Jngnieur Brand von der Firma Körting für eine einheitliche Phalanx aller Hand- und Kopfarbeiter gcgennbe»e dem Kapitalismus auf dem Boden des Llätesysteins ein. Di» technischen AngefteWen würden sich mit den streikenden Rohr-- legcrn solidarisch erklären. Streik bei der Firma Aschinger. Bot der Firma Asch Inger werden zur Zeit noch Löhne aezahlk, welche unter den heutigen Umständen direkt als Hungernihnc b«« zeicknet zu werden verdienen. So erhalten z. B. die Handwerker Woche, ilöhne von 50—33 Mark inkl. einer sogenannten TemobUi» sativnSzulage von 10—23 Mark, welche inde» auch erst seit Mitt«. Februar d. I. gezahlt wird. Seit ca. vier Monaisu steh«» dahe« die Handwerker. Tischler. Schlosser, Klempner. Maler. Maurer, Rohrleger usw. in Verhcndiungen mit der Direktion um»mr zeitgemäße Regelung der Löhne herbeizvsühren. Bei der Verhand- lung vor dem Tchlich.ungsauSschuß wurde seitens de» Vorsitzenden erklärt, daß die von der Gesellschaft gezablten Löhne al» ange. messe nc burimi« nicht bezeichnet werden können und dem Ber» treter der Firma nahegelegt, sich den im Kollektivabkommen det Metallindustrie vereinbarten Löhnen anzupassen. Trotzdem«r. klärte bei den letzten Verhandlungen Herr Kommerzienvat Lohnert. leine weilcren Zugeständnisse machen zu können. De» A cd item und den Vertre ern der Organisationen wurde bedeutet, daß auf der Grundlage eines StundenlohncS von 2 Mark Verhandlung«!, vollständig ausgeschlossen wären. Daraufhin traten am 3. d. M. die gesamten Handwerker mit Ausnahme der Maschinisten un» Heizer geschlossen in den Ausstand. Städtischer Hauvhaltungsplan. Der Magistrat beendete seine Beratungen über den Hau 8» haltSplan für 1910. Der neue HauShalt geht in Einnahm« und Ausgabe mit rund 7 19 Millionen auf gegen 437 M i l» Ii onen im Vorjahre. AIS Zuschläge sollen erhoben werden 200 Prozent StaatScinkommensteuer(gegen 175 Prozer t im Vorjahre), 220 Prozent Gewerbesteuer gegen 103 Prozent im Vor» jähre), 208 Prozent(gegen 173 Prozent im Vorjahre) der staatlich veranlagten Grund- und Gebäudesleucr. Einnahmen(nach Abzug der Ausgaben) werden erwartet: aus Steuern 219 490 830 M.(185011 140 M. im Vorjahre). sonstige Einnahmen 18 732 270 M. Tic Erhebung der Genieindeeinfammcnlteuer vom Ein- kommen von nicht mehr al» 000 M. unterbleibt. Ausgaben(nach Abzug der Einnahmen) sind erforderlich: beim Untcrrich'swcsen und der Jugendpflege 44112 0:0 M.(im Vorjahr 38 747 050 M.). beim Armenwesen 24 390 070 M. (18 800 380 M.j, bei der Kranken, und Gesundheitspflege! 10 887 060 M.(12 080 310 M.j. sonstige Ausgaben 132 822 270 M- Kommunalausschub Groß-Verlin. Der auf der Konferenz der U. S. P.«im 27. März gewählte Ausschuß hat sich lonstituiert. Zur Vorbei eirung der nächste» Konferenz werden die Vor- stände der Wahlvereine ersiicht, die Namen und Aorcssen der Magistralsmitglieder, Gemeindeschöffcn, Stadlverordneten, Ge- meindevertreter und Bürgerderulierten Groß-Berlin» jchleunigft dem Genossen Weise, Schicklerstraße 3. mitzuteilen. 3 Dr. Kurt Rosrnseld. Wieder ein Sieg. Au» Velten wird uns geschrieben: Am Donnerstag, de» 3. April, zog ein Trupp Freiwillige der Abteilung v. Oven in den bei Vellen gelegenen Ort Marwitz ein, obwohl der Arbeitcrrat von Velten sieh energisch geweigert hatte, die Truppen im Cne auszunehmen. Bei der Besprechung mit dem erscksienenen Offizier wegen der Einquariierung in Velten, wurde dem Arbeiterra! mügcwill» daß die Truppen ied.gUeq zum Schuve der Landwirischasi nach hier kommandiert worden seien. In der sofort einberufenen Arbeiierratssitzung wurde die Aufnahme der Truppen abgewiesen. Nachmittags 4 Uhr erschien eine Abteilung, welch« sich nach ihrer Abweisung in Marwitz einouarrikrt hatie, aus dem hiesigen Bahnhos und besetzte sämtliche Ein. und Ausgänge. Gieichzciiig wurde an mehreren Stellen solgende» mit Blau» stift geschriebeaeS Plakai angeheftet: BekaunlinachUng I Da» b.cr stalionicrie Kommando der Abteilung b.«-wen i# k«ine»sall» alt Bejetzpeng de» Bahntzos» anzusehen, joA» Smt Tj hre Betriebe ich liehen, ebenso sollen die Pferde- bändler den Handel mit Schlachtvserden so lange einstellen, bis der freie Handel im Rohlchlächter-Gewerbe gesichert ist. Der Rohschlächterstreik soll zugleich ein Protest gegen die Llommunalisieru»" des Lebensmittelbandels und der Lebensmittelproduktion sein. Die Rohschlächter wollen sich nicht proletarisieren lassen, sie wollen— wie sie in einem Flugblatt erklären—»freie Männer bleiben und keine Sklaven in einem Fveiiiaat werden". Der Schutzverband der Rotzschlächler soll mit dem ReichsernährungS- und dem Reichs- wirtschaftsamt verhandeln zwecks Abbau bzw. Abänderung der Höchstpreis« und in letzter Linie zwecks Aufhebung der Kriegs- Mvangswirtschaft Überhaupi. Di« Freiheit, welche die Rohschlächtermcister verlangen, ist al'o in letzter Linie die Freiheit der Ausbeutung des Publikums. Die Art, wie sie ihre Sache vertreten und zum Siege führen wollen, wird aber nur d«zu beitragen, die Kommunalisier»ng des LebensmittelhandelS zu beschleunigen, nicht, sie zu verhindern. Wenn in irgendeinem Gewerb« unberechtigte KriegZgewinne gemacht worden sind, so ist es in den Rohschlächtereien und der Her- stcllung von Rohwurst geschehen. Wer schafft Ordnung? Vom Depot 1 der R S. W. wird uns mitgeteilt: Tie Zu schinde in der Weinmeiiter- und Schönhauser Strohe sind dem Berliner Publikum zur Genüge bekannt und haben schon so manchen Unmut hervorgerufen. Tie hochgespannten Hoffnungen, die man auf das Eingreifen der Freiwilligen- verbäude in diesen Strahrn setzle, haben zu einer grohen Eni- täuschung für die Protektoren dieser Truppe geführt. Seit einigen Tagen zeigen sich Auswüchse unter diesen Ordnung?- leuten. die sast ungluuMich sind. Zu zweien oder auch einzeln gehen diese Helden, mit Pistolen oder Handgranaten ausgehistoi, in den Ströhen pairouillieren. Ein verständniSUelleH Blick oder, wenn dieser nicht gleich verstanden wird, auch ein sanftes Tippen auf die Schulter des Bankhabers der Glucksspieler veranlaht letzteren sofort, je nach dem Gange der Geschäfte den RegierungS- soldaten einen 2- oder S Mark-Schein in die geöffnete Hand gleiten zu lassen. Diesem Zuhältertum geht nun die Mannschaft des 1. Depots der Republikanischen SoldaieuweHr energisch zu Leibe. Sie hat am Freitag etwa zwölf Verhaftungen von Mannschaften und Unteroffizieren der Freiwilligen- Regimenter vorgenommen. Der vielgeschmähten R.S.W. gebührt hierfür alle Anerienmmg. Wittenau-Borsiewalde. In der letzten Sitzung der Gemeinde- dertrclling hatten unsere Genossen einen Tringlichkeitsuntrag ge- stellt, nach welchem die Austellun,«- und BcsoldungSordnung da- hin geändert werden soll, nah Hinsort hierbei di« Gcmeindever- treiung mitzubestimmen hätte Der Bürgermeister verwies demgegenüber auf die noch zu Recht bestehende Bestimmung der Lanldgemeinde-Ordnung. wonach hierin nur der G'meindevor. vi v< p. vi meindeschnveitern im Jmercsse besserer Wohlfabrtspsleiie. Für ireie Lebensmittel ssnd zunächst 15 000 M. vorgesehen. Der Gas preis soll abermals erhöht werden, und zwar auf 4 4 Pf. vom l. April ah Für die neue Mittelschule siud 8000 M. ingestelll; Ausgaben für Pfarrer und Kirche sind gestrichen. An Steuern werden erhoben 200 Prozent Zuschlag zur StaatZeinkommensteuer(mehr gegen 1918:£50 800 Mark erwartet), Getverbesteuer 800 Prozent l mehr 270 000 M.), Grunidivertsteuer 2.5 refp. 6 pro Mille. Unsere Genossen hatt"n 'chliehlich noch einen Antrag gestellt, zur würdigen Ausgestaltung der diesjährigen Maiseier an? Gemeind'muteln einen V 0 r- 'chuhvonZOOOM. zu gewähren, den Sckulen, Beamten und Arbeitern den Tag freizugeben und einen FestanSschuh zu bil- den. Bürgermeister Will« erklärte den ersten Teil des Antrages ür nnzulaftip.'da G�meindemittel zu politischen Zwecken nicht hereiegebril werden könnten; auch betreffs der Schule iei der An« 'rag abzulehnen. Angenommen wurde nur, den Beamten und Arbeitern gegen volle Bezahlung den Tag freizugeben. Neinickendorf. In ihrer ersten Sitzung nach der Neuwahl be- chäftigt« sich die Gemeindevertretung mit Besoldung S- ragen für die Beamten und Arbeiter Beide Vor lagen, die eine glcichmähige Regelung dieser Materie über Groh- Berlin erstreben, fanden einstimmige Annahme. Ebenso wurde ■em Hochhahnprojekt zugeslimmt, sowie einer Beteiligung an de» KleinwohnhauSbaugescllschaft»Luisenhos", nachdem unsere Ge- '.offen ihre Bedenken gegen diese Siedlung des hohen Preises loegcn zum Ausdruck gebracht.— Di« zweite Sitzung der Ge- meindeveriretung, die vorige Woche stattfand, brachte die Neu- wohl des Gcme'ndevorstandes. Beide sozialistische trakiionen hatten sich dahin geeinigt, das; die Besetzung»ach dem Stärkeverhältnis zu erfolgen habe. Dem Wunsch der Rcchtssozia- isten. auch einen Bürgerlichen in den©emeindevcrstand auszu iehmen ividersprachen unsere Genossen. Durch das Ausscheiden 'on sünf Schöffen, die auf schriftliches Ersuchen ihre Aemter zur Verfügung gestellt hatten, kcm, folgende Wahl zustande. Unsere Zraktlon schistt die Genossen Bendt. Bchnke unh Neu Hofs, ie R.chtSsozinlisten Schönberg und Zeising in den Gemeindevorstand. Die Stellung de? Bürgermeisters bleibt unbc- setzt. Seine Funktion übernimmt der Beigeordnete Stadtrat Reichhelm. Ein Vertrag mit der Gemeinde Rosenthal bezüg- lich eiuor Strageichahuverbindung nach dieser Nachbargemeiude and dw Zustimmung der Genieindevertretung. Lebhaste De- 'chwerde wurde über die trostlosen ErnährungSverhältnisse im hie- iigen KreiSkran lenhaus« geführt. ES wurde bezweifelt, hast die dem Krankenhaufe zugefü-hrien beschlagnahmten Sachen auch den Patienten wirklich gegeben würden. Bei dieser Gelegenheit kam er zu einer lebhasten Kontroverse zwischen dem Genossen Kauf- in o n ii uns dem Fraktioiisfichrer der Mehrheitssozialisten Schönberg, der seinem ablehnenden Standpunkt den kom- munalen Arbci'errüten gegenüber unzweideutigen Ausdruck der- lieh. Die erste Lesung des Etat? wurde der nächsten Gemeinde vertretersitzung überwiesen. Diese hat am 2. April stattgefunden Sie zeigte die ganze Trostlosigkeit unserer finanziellen Verhält- nisse. Ter Rechtssozialist Schönberg als guter Kenner der'kommu ualen Verhältnisse Reinickendorfs zeigte im Verlauf seiner pro- grammatischen Erklärungen die verschiedene Schwächen des Etat? auf, um in seinem Schluss die einzige Möglichkeit, aus dieser Misere heraußzukocmiien. den Wunsch nach einer baldigen Eingemeindung zum Ausdruck zu bringen. Die Siel- lung unserer Fraktion vertrat der Genosse S c l k e. Indem er die einzelnen Elatsposten in grossen Zügen streifte, gab ihm die in den Etat eingesetzte Summe von 25 000 Merk für Arbeiierräle Gelegenheit, unsere prinzipielle Stellung zu dieser Institution vorzutragen. Ter Voranschlag für die Schulen bot willkommenen Anlass, das überaus langsame Tempo, da? die Regierung der Pokksschule gegenüber einschlägt, zu kritisieren. Unsere alte gor- erung, Ueberncchme sämtlicher Schullasten auf den Staat unter Wahrung der kommunalen Selbstverwaltung wäre auch süi tnsere Gemeinde eine Erlösung. Tie gesamten Schullasten be- aus«» sich auf rund 1 X Millionen. Auf die Volksschule eutsallen l 100 000 Murk. Auf den einzelnen Schüler umgerechnet, zahlt ie Gemeinde für einen Volks'ck-üler 148,— Mark, für ein- Schülerin de? Lyzeums 300,— Mark, und für einen Realghm- nafiafteh 415 Murk Zuschuss Ter in der letzten Gemeiudeverlre- lersitzung beschlossene Abbau der Vorschule wird in absehbarer Zeit diesem ungesunden Verhältnis ein Ende machen. Unser Redner verlangte»unm.hr endgültige Beseitigung aller mou- archischer Embleme aus den Schulen, sowie der Hetzplakale, die immer noch die Wände emzelner Schulen zieren. Weitestgehende ärztliche Fürsorge, sowie alle»nfere bekannten Forderungen wurden zum Vortrag gebracht. Auch hinsichtlich der Armen, und Waisenpflege. Da« veranschtagle StaatSeinkommenste lersoll von ,30 000 Mark dürfte angesichts der mtgebeilven ArbeitSloNg'cA kaum ein kommen. Ein Seuerzuschlag von 350 Prozent rückt o* mit in er'chrrckende Näbe. Eingehende Beratungen der Finanz- kommission, an die der Eta, zurückverwiesen wurde, werden ze>' gen. ob sich dieser Sah erheblich wird mindern lassen. Auch unter Redner sah di« einzige Rettung in einem Aufgehen in Grog- Berlin.— Nack) einer sich daran anschliessenden Auseinandersetzung zwischen dem bürgerlichen G. V. P i n k u S und dem Genossen S e l k e über die von ersterem befürchtete Vernichtung des kleinen Handwerks und Kleinhandels wurde der Etat an d» Finanzkommisfioi' zurückverwiesen. Ein DringlichkeitSantrag oei- der sozialistischer Fraktionen betraf die F e i e r d e S 1. M a i. wurde beschloss n, alle kommunalen Betriebe, sowie die Schule» an diesem Tagr zu schliessrn. Für die kü'stlerischen VeiAnstaltun- gen wurden 3000.— Mark bewilligt, die indes dunh das zu er- hebende EintritrSgeso wieder eingebracht werden dürften. FSrdcrung»«istig schwacher Siicder. Beim Beginn deS neue« Schuljahres ist es Eltern. Vormündern und anderen Erziehuiilw- verpflichteten vielleicht von Wert, zu erfahren, daß die Eatul- behörde der Stadt Berlin seil mehreren Jahren eine Stell- bentzt' wo unentgeltlich Rat über die erziehliche Behandlung und unter- eichtliche Förderung von schwer erziehbaren, seelisch eigentuc.»- lichen und geisrig sckpvackien Kindern jedes Alter? erteilt ma»- Die heilpädagogische S p r a ch st u n d e des Direktor? X Silfsforlbildungsschule A Fuchs, ist auch im vergangenen Ial!« in zahlreichen Fallen in Anspruch genommen worden. Sie fitiW auch im kommenden Halbjahr jeden Tonnerstag von 10— 12 U»| im städtischen Jugendamt, Jüdenstr. 51-52, statt. Vermißt. Am 11. März ist im Haufe Krautstrahe 85 vo« Regiment Lützen Haussuchung nach Waffen vorgenommen wo? den. Wilhelm Müller ist darauf verhaftet worden, da er angebt« Waffen getragen haben soll, was jedoch nicht zutrifft. M- w dann nacb der Schule>« der Markusstrasse gebracht worden, vor da fehlt jede Svur. Sämtliche Nachforschungen nach ihm. warr» erfolglos Personen, welche nähere Angaben machen können,>»e>b den gebeten, sich bei Frcm Müller. Koppenstrasse 77 zu melden.- VersLMmlvugen. Schmargendorf. In der am Dienstag, den 1. April stattgsi jundenen Veosammiung nahmen die Genossen Stellung zu d? Verhandlungen deS PartzitageS. Genosse Schmidt gab in an* führlicher Weife ein Bild von den Verhandlungen. Er führte->»«. dass den breiteren Raum'der Tagungen Rälesystem oder Tcw» (rotte einnahm. An die lebhaft« Diskussion fchloh sich die A» nähme folgender Resolution: Die Versammlung begrüsst di« En schliessung deS Parteitages, nach der die IL S. P. auf dem Bodest de» RätesystemS steht. Die Versammlung steht aus dem Gtanr punkt. dass eis das eiirzige zweckversprechende Mittel zur Efft richlung einer Räterepublik der gut vorbereitete und vrg� sierte Generalstreik über ganz Deutschland betrackstet wird. Ts Versammlung nahm weiter mit grosser Befriedigung devv Kenntnis, dass der Parteitag die Einführung eines JnseratefK Monopol?, dunh das die Mackit der kopitalistschen Presse i* brachen wird, gefordert hat Die Versammlung bittet dringe� 'o schnell wie möglich die Grundlagen für eilt JnseratenmoitOOck durch die Parteileitung auszuarbeiten.-1 Sodann gab Gen# Böhm einen Tätigkeitsbericht des Arbeiterrats, welcher noch vo« Äeiwssen Wasewitz ergänzt wurde. Lross Äust ist e wort inin! alleit nickst dern sie dt weh, reo ?l»s den OrganisaNonen. bittet über Bezirk Delßenseel Am Dienstag, den S. d. M.. abend» 6#4■ lindst von den bekannten Lokalen aus eine FlugblattoerbretlvH teleg stall. Am Mittwoch, den S. d. M.. abends 7 Uhr, findet in den% j,:. r kannten Lokalen Zahtabend statt. Di« Genossinnen und Genoi!«',. werden ersucht, sich zahlreich zu beteiligen.__ i Stralau. Anstelle der Zcitzlabende findet am Mittwoch.-K Ä l? e ». April 1318, abend» 7 Uhr. unsere Mitgliederoer sommlung.:. Denossen Sielnicke. AII-SIrolau 5, statt. Die(Genossinnen und 5: Nossen sind gebeten, ihr« Beitröge zur Entlastung der(Sruppenfüt)*«sei_ in der Be sammlung zu entrichten. Allseitige Berüchsichligung dlew Bedj Wunsches der Gruppenführer erwartet die Bezirksleitung.„ tpafir rempelhos. Am Mill'woch, 9. April, abends VA Ühr,° in der Sv* tpCfi, des Realgymnasiums. Kailerin-Augustn-tSNobe. Fortsetzung dt Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des B"? bis j stanbes. 2. Wohl de» Baistandes sowie der Funktionäre. 3. Bs- stelle 'chiedenes. Eintritt nur gegen vorzeigen des Mitgliedsbuch«». � Borsiond.. Zohannlsthal. Oessentliche Frauenversammlung. Reserent: 1 ll're ,— v. cn%_ v_ i 1,1... ai: �lUJ,'-ytirnipH, livLNOS i Hl)» tmucnyo;, Spandau. Mittwoch. 9. April,«bends 7 Uhr, in der Krlegsbu�! Noltlrestratze, Eingang Fried nchstratze, Mitglrederversammlung" ll. S P. D. Wichtige Tagesordnung. j lUOrc Potsdam— Spandau— DsthaveNand. Sonntald 13. April, grossi nittag» 10 Uhr. findet im Sladloerordneienlitzungssoal im Spandc-� Raihaus eine Gemeindcvsrt eter-Konfercnz der U. S. P. statt, vss, � nasse Voglherr hat zu dieser Sitzung ein Referat zugesagt. Das 517? wifur reiche Erscheinen aller Gemeindevertreter der U. S. P. ist ernninlt*' I.A.: Emil Olm. i I s o : wackrd «oziai Die Frei« Turnerschast Friedrlchsfeld« eröffnet am Dienst»«, f-tj* ?. April, ihr« erste Öcr)ülcrableilung in der Tu uhalle der I v?'3,,." Spiel und Spork. 3. Apn»,»yre cijte �ajuicraineuung in oer-tu nyaue der» �.' ichule. Rummelsburflvr Straps. Tirrnzeiten: Dienska�s und FreikeK j .. ei 1 y O 1?%.». Cll y. V. Ol" T» � y. S» � m» yy y OT yy r*1%?-- kk.«L 14 ritltstb.- I von 0%— 8 Uhr. An denselben Abenden im Anlchlutz: Turnstundk!. der Jugend- und Münneradteilungen. Frauen turnen Mittwochs uF Zoniiabends von 8—10 Uhr. Gälte willkommen! Turnverein»Ficht«". Die 8. Frouen-Abtellun» turnt � atzt ab Moni®" und Donnerstag in der Turnhalle Gleimstr. 49. abett-J von 8— 10 Uhr. An denselben Abenden van 0— 8 Uhr turn« ebenda fL 3. Mädchen-Ableilung.— Am Dianstag. den 8 April, wt? die 8 F r ä u e n ah I* i I_u ti g in der� Turnhalle Utrechter«, Ecke plaqueistratze eräflnet. Turnzeilen Dienstag und F eitog von i Uhr abends. Die 7. Schülerinnen-Abteilung turnt.?? Repli jetzt ab in derselben Turnhalle. Turnzeiten Dienstag und Fr«»" eiitgi- von 6— 8 Uhr. Eüste willkommen! J � Darantworilich für die Redaktion Alfred Wielepp, Renkölln. ll. S. Berlagsgenoisenichast»Freiheit".«. m. 6 H., Berlin.— Druck% trater Ltndendruckerei und Berlagsgeselllchasl m. b. H.. TchilsbauerdomM� �- Kotenkraue werde» noch in nachstehenden Speditionen eingestellt: H e r l i n: Locher,«n d« Flicherbrück« X. k c ü. Stiiiimersiropk:tb. 4> c u tf c 1, Uicdomtir. 18. Ipockdarlh, UJiWiatlfiKfipIat 3. ch c u n i c, Poiiumfiiadt 14. A i e r> ck, n c r, viiiaun« Suade 92. Daring, Cirinmev(trabe 23. Kl ei er Ie«. gin eimracr Eirede 24, 91 lern tl«. ttotrlitaie L C(0 II( b o ii* r d« m in I». Xtiarnletler,«Idecker Str.«. Charlottenburg: Lore«,. Wallstr. 98. Die Wahrheit über die Derlmer Straßenkämpfe 43 Seiten. Preis 35 Pf. Aufl. 100 000 Exempl. EincaukkührllciißScSilderuns 6er letzlen Berliner Ereignisse tv uu nullriiLiiL llUttlllvi Ui!L uci.vttteu LLltllivi neiyiim Soeben erschienen. Zu beziehen durch unsorn Verlag und Speditionen, Buchhandlungen, Zeitungshändler. Jlicderl JäjMN wt LiebgstraBa�ll.»>... Fachar* Iflr Maut- Harn- Am 13.< 19. ▼erlcire ich meiae Spcdilion*o« Schul. rtrafie M nach SeLwedra- ■IraX« 9. Laden. Httlmsr. Kostenlose Rechtsbe- ratungt Spezialist: Ehesachen, Sirnfsachen! Oesaehe, Pro- zeB(Sfar«ue vor allenOerlchten. Mie'kc. DemminerStr. 31, Ecke Puttuaser Str. leiden. Salvarsa�V f�lelle! — VIuipnieiSOoL� Schnellste Heird»,, ansteckendea �.i t 2. heil nderMtniois�j De. Ritters ■ I lö? jfS"' Hol onst.lt Wb01|t 11-1. W. Sonotat