Nr. 137. = • Abonnements Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1897 unter Mr. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Matt pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. 390 Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Hernsprecher: Amt I, Mr. 1508, Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Die Betheiligung an den preußischen Landtags- Wahlen.") Die reaktionäre Novelle zum preußischen Vereinsgefeß hat in der Partei aufs neue die Frage angeregt, ob wir nicht unsere bisherige Taktik der Wahlenthaltung bei der Landtagswahl aufgeben und selbst auf der Grundlage eines der schlechtesten Wahlgefeße versuchen, eine Vertretung in dieser Körperschaft zu erlangen. Das Eingreifen unserer Parteigenossen bei der Wahl soll so meint man dazu benutzt werden, die bürgerliche Opposition zu stärken, indem wir diese Parteien unterstützen und dem verhaßten Junferregiment im preußischen Landtag das Ende bereiten. einnehmen. Mittwoch, den 16. Juni 1897. Die schwächste Besetzung der beiden ersten Abtheilungen weist Berlin auf. In Prozenten ausgedrückt, zeigt sich folgendes Verhältniß: 1. Abtheilung.. 1,9 2. " • • 1888 8,1 Zusammen. 10 " " W 1893 1,7 8,16 9,86 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Als Ruriosum mag hier dienen, daß in 2002 Urwahlbezirken erster Abtheilung und zwar in 315 städtischen und 1687 ländlichen. nur ein Wähler und in 1694( 489 städtische und 1205 ländliche) je zwei Wähler vorhanden sind. Die zweite Abtheilung weist 65 Urwahlbezirke( 13 städtische und 52 ländliche) mit einem Wähler auf, und in 131 Bezirken( 8 städtische und 123 ländliche) sählte man nur zwei Wähler. 100 . bei 9152 52 M. einem Die Wahlbetheiligung betrug 1893 nur 18,40 pt. und erreichte vordem die höchste Ziffer im Jahre 1862 mit 84,3 pt. Die Abneigung gegen dieses Wahlsystem war von jeher so start, daß selbst nachdem die Fortschrittspartei ihre Parole der Wahl enthaltung aufgab, fie teine große Wablbetheiligung erringen konnte. Für die einzelnen Abtheilungen ist der Prozentsatz der Wahl= betheiligung in den Städten auf d. Lande im ganzen der Abtheilung I 54,45 45,36 II 37,77 15,47 " " in III überhaupt 18,68 29,43 15,04 18,22 48,13 32,05 15,21 18,40 Diese geringe Betheiligung an der Wahl machte sich auch da burch bemerkbar, daß in 196 städtischen Urwahlbezirken erster Abtheilung, in 30 aweiter Abtheilung und in 82 dritter Abtheilung feine Wahl zu stande fam, weil fein einziger Wähler zur Wahlhandlung erschien. Daffelbe Resultat trat in 888 ländlichen Ur wahlbezirken erster Abtheilung, in 81 zweiter Abtheilung und in 75 dritter Abtheilung ein. Mithin gab in 802 Bezirken überhaupt! tein Wähler eine Stimme ab. sonst einflußreicher Regierungsmann gewählt werden, und wehe demjenigen, der seine Stimme einem anderen Kandidaten geben würde. So kommt es, daß sogar einige dieser Herren einstimmig gewählt wurden. Preußen ist in 256 Wahlbezirke eingetheilt, von denen 105 je einen, 125 je zwei und 26 je drei Abgeordnete, zusammen 488 Abgeordnete wählen. Die stärkste Besetzung der ersten Abtheilung zeigt sich im allEine sehr umfangreiche Tabelle der amtlichen Statistik ergiebt gemeinen in klein bäuerlichen Kreisen des Westens, eine besonders ferner, daß die untere Grenze der Steuerleistung mit 50 M. bei schwache in einzelnen Kleinstädten in Hannover und Rheinland. Das Verhältniß wird sich aber bei der nächsten Wahl in der 4610 Urwahlbezirken( unter 8463) und in 8419 ländlichen UrwahlAbgrenzung der einzelnen Abtheilungen noch traffer gestalten. Bom bezirken( unter 15 667) überschritten wurde und die SteuerJahre 1895 tommt die Heranziehung der oberen Klassen zur Ber- leistung des obersten Urwählers zweiter Abtheilung in den städtischen mögenssteuer in betracht, ferner wird es sich darum handeln, wie Bezirken den Satz von 200 m. bei 4388 Urwahlbezirken, in den von ländlichen Bezirken den Gaz In anbetracht der gegenwärtigen politischen Situation hat diefer die den Gemeinden überwiesene Grund- und Gebäudesteuer zur Er- Urwahlbezirken nicht überschritt. Nun mag hier ers Borschlag viel Berlockendes, und wenn wir die Stimmung in der bebung gelangt. Werden auch hier die Kapitalkräftigeren in der wähnt sein, daß eine Einkommensteuer von Partei, insbesondere nach den in unserer Presse erschienenen Bevölkerung mehr herangezogen, so wird sich in anbetracht dieser Ginkommen von 2700-3000 m. entspricht und eine Einkommensteuer Rundgebungen tagiren wollten, so hätte sich eine überraschend Aenderung in der Besteuerung eine nicht unbedeutende Vervon 212 M. ein Einkommen von 7500-8000 2. voraussetzt. schnelle Henderung in der Auffassung unserer Taftit bemerkbar fchiebung abermals zu ungunsten der dritten Ab Allerdings sind bei einigen hier zur Berechnung kommenden Steuer gemacht, denn noch im Jahre 1893 konnte der Parteitag ohne theilung einstellen. Widerspruch eine sehr entschiedene Stellung gegen die Wahlbetheiligung Man sieht, die sogenannte Wahlreform" trug dazu bei, den fäßen auch andere Steuern eingerechnet; immerhin aber haben wir ungefähr eine Vorstellung von der sozialen Stellung der Wähler bisherigen Zustand nur noch schlimmer zu gestalten. dieser Abtheilung. Natürlich werden uns solche Beschlüsse für die Dauer nicht Regierung hatte in dem Entwurf zur Aenderung des Wahlbinden, benn gerade in Fragen der Tattit tanu, je nach der politi- gefeßes bei der Klaffeneintheilung die Zwölftelung vorgenommen. schen Lage sehr bald ein Aufgeben des bisherigen Verhaltens rathfam und zwar so, daß für die erste Abtheilung fünf, für die erscheinen. Unter diesem Eindruck steht unstreitig ein großer Theil zweite Abtheilung vier und für die dritte Abtheilung drei Theile der Parteigenossen. Die Gefahr, daß inr preußischen Landtage eine der Steuersumme in Anrechnung kommen. Diese Aenderung wäre fehr unzuverlässige bürgerliche Oppofition das Schicksal des reaktio- gegenüber dem bisherigen Zustand immerhin eine Befferung gewesen; nären Vereinsgefeßes in Händen hat, drängt zu der Erwägung, aber nachdem das Herrenhaus die vom Abgeordnetenhaus an ob wir weiter Enthaltung bei den Wahlen üben sollen, so daß genommene Eintheilung abgelehnt hatte und die Drittelung wieder der größte und einflußreichste deutsche Bundesstaat im Parlament berstellte, fanden sich Nationalliberale und Konfervative bereit, ohne eine fozialdemokratische Vertretung bleibt. Unsere Partei hat das Wahlgesetz in der Form anzunehmen. Die Herren wußten, aus Preußen 24 Abgeordnete in den Reichstag geschickt und bei der welche Dienste ihnen das Dreitlassen Wahlsystem geleistet hatte, legten Reichstags- Wahl vereinigten sich auf die sozialdemokratische deshalb ihr Bemühen, den bisherigen Zustand aufrecht zu erhalten Bartet 968 807 Stimmen. Wenu diese Wählermassen für die Landtags- und für fich zu verbessern"- und deshalb die Zurückweisung Wahlen mobil gemacht werden so talkuliren die Anhänger der eines Versuches, der, wenn auch nur ganz minimal die erste Wahlbetheiligung dann könnte in der Zusammenseßung des und zweite Abtheilung etwas anwachsen ließ, ihnen die sichere preußischen Landstags eine arge Verschiebung eintreten. Majorität in diesem Junkerparlament zu gefährden schien. Die Ehe wir uns mit der Frage der Wahlbetheiligung beschäftigen, Verschlechterung machte ihnen weniger Strupel als eine auch noch mögen gunächst die Ergebnisse der amtlichen Wahlftatiftit über die fo geringe Befferung des gegenwärtigen Wahlrechts. Dieser äußerst Wahl des Jahres 1898 einer Prüfung unterzogen werden. raffinirt ausgedachte Wahlmodus hat ja dann die komische That Die gefeßliche Grundlage des Wahlrechts hat sich feit 1849 fort- fache gezeitigt, daß in einem Berliner Bezirk der Reichskanzler während geändert. Jede Steuerreform mußte auf die Kaffen- Caprivi und eine Anzahl preußischer Minister gemeinsam mit ihren eintheilung ihre Wirkung ausüben. Die Verordnung vom 30. Mai 1849 Bedienten in der dritten Wahlabtheilung wählten. Was die Parteistellung der Wahlmänner anbetrifft, so fehlt in bezeichnet, als anrechnungsfähig für das Wahlrecht die Klaffen. Die Eintheilung der Urwahlbezirke erfolgt durch die Verwaltungs- der Statistik die Angabe. Es ergiebt sich aber, daß auf die that ftener, Grunde und Gewerbesteuer. Wo teine Klaffensteuer behörde, und zwar mit der Maßgabe, daß der Urwahlbezirk mindestens sächlich gewählten Wahlmänner im Durchschnitt 80,05 pt. und auf besteht, foll diejenige direkte Staatssteuer eintreten, welche nach der 750 und höchstens 1749 Seelen umfaffen muß. Die Urwähler diefer die gegnerischen Wahlmänner 19,95 p6t. ber Stimmen entfielen, die Berordnung vom 4. April 1848 ftatt der Mahl- und Schlachtsteuer Bezirke wählen die Wahlmänner, und zwar einen auf jede Vollzahl Wahlen also mit großer Majorität erfolgten. Eine Erscheinung etwa eingeführt worden ist; sonst soll die in der Gemeinde zur Er- von 250 Seelen, so daß auf Bezirke mit 750 bis 999 Seelen 3, auf die mit der öffentlichen Stimmabgabe zu erklären bebung kommende direkte Kommunalsteuer in Anrechnung tommen, solche von 1000 bis 1249 Seelen 4, von 1250 bis 1499 Seelen 5 ist und die starke Abhängigkeit der Wähler zeigt. Be bei Nichterhebung einer solchen aber nach den Grundsäßen der und von 1500 bis 1749 Seelen 6 Wahlmänner entfallen. Sind 3 zeichnend dafür ist auch, daß von den 142 Abgeordneten Rlaffensteuer- Beranlagung eine ungefähre Einschäßung bewirkt und oder 6 Wahlmänner au wählen, so erhält jede der drei der fonservativen Partei 125 in ihrem Wahlkreis wohnen. Natür derjenige Betrag ausgeworfen werden, welchen die Urwähler als Urwähler Abtheilungen die gleiche Anzahl; bei Bezirken lich darf bei solchen Wahlen nur der Landrath des Bezirks oder ein Klaffensteuer zu zahlen haben würden. Das Gesetz vom 25. Mai mit 4 Wahlmännern werden der zweiten Abtheilung zwei, bei 1873, das eine Reform der Klassensteuer vornahm, sowie das Gesetz Bezirlen mit fünf Wahlmännern der ersten und dritten je zwei vom 16. Juni 1876 hatten finanzpolitisch die Wirkung, die wohl Wahlmänner zugewiesen. Bei dieser Wertheilung der Wahlmänner habenden Klaffen flärker aur direkten Besteuerung beranzuziehen; auf die einzelnen Abtheilungen kommt es vor, daß z. B. bei der eine Berschiebung in der Klaffeneintheilung war die Folge. Nach Wahl von 4 Wahlmännern die 10 Urwähler der zweiten Abtheilung derselben Richtung wirkte die Einführung der Gebäudesteuer, und 2 Wahlmänner wählen, also genau so viel zu bestimmen haben als die Aenderungen in der Grund- und Gewerbesteuer. Die Miquel'sche alle übrigen Wähler der ersten und dritten Abtheilung zusammen. Steuerreform im Jahre 1891 brachte für die Einkommen bis zu 900 M. Daher tommt es, daß in Preußen die zweite Abtheilung nahezu Diefer kurze Auszug aus dem amtlichen statistischen Material wird Die Steuerfreiheit und entlastete die Einkommen bis 9500 m. in der 1000 Wahlmänner mehr wählt, als die erste und dritte gesondert für sich. gewiß dazu beitragen, die fanguinische Auffaffung der Parteigenoffen, Besteuerung. Auf grund dieses Gesetzes wurden 1892/93 154566 Benfiten In bezug auf die Steuergrenze für die einzelnen Abtheilungen die der Wahlbetheiligung das Wort reden, herabzustimmen und von der Einkommensteuer befreit und 543.308 Benfiten zu einem ge- ergiebt sich, daß von den 24 130 Urwahlbezirken 274 meist oft- und wir kommen zu dem Schluß, daß der Einfluß der sozialdemokratischen ringeren Steuerbetrag herangezogen. Durch die Gewerbesteuer westpreußische, posensche und schlesische, darunter 63 städtische, in Wählermassen bei diesem Wahlsystem sehr gering sein muß wurden gleichfalls 400 000 fleine Gewerbetreibende von der Steuer der dritten Abtheilung lediglich Urwähler enthielten, die zu feiner weil die Soziale Schicht in der Bevölkerung, in der befreit und die Großbetriebe zu höheren Leiftungen herangezogen. Staatssteuer veranlagt waren. Eine auch noch so fleine Steuer- die Sozialdemokratie die größte Anhängerschaft hat, eine Es war flar, daß durch solche bedeutsame Steuerreformen die bis- leiftung eröffnete also hier den Eintritt in die zweite und sogar erste nahezu untergeordnete Bedeutung spielt. Vielfach ist die herigen Bestimmungen des Wahlgefeßes, soweit die Klaffeneintheilung Abtheilung. Bon diefen zu feiner Staatssteuer Beranlagten wären Meinung verbreitet, die dritte Abtheilung biete gute Chancen schließlich auf grund der alphabetischen Reihenfolge 7701 Wähler für unsere Partei. Diese Annahme trifft nur sehr bedingt zu. Das Wie das veränderte Wahlgefet aussicht, werden wir sogleich in die zweite, und 84 in die erste Abtheilung gefommen, Ergebniß in dieser Abtheilung fann nicht viel anders fein, als das feben. Nach längeren Berathungen im Abgeordnetenhaus und wenn nicht das Wahlgesetz vom 29. Juni 1893 diese Möglichkeit entsprechende Resultat in den einzelnen Wahlbezirken bei den Herrenhaus tam man schließlich dahin, daß fortan den Urwählern, beseitigt hätte, indem es, wie schon erwähnt, alle diese Wähler von Reichstagswahlen; denn wir haben zum Landtag ein allgemeines die nicht zur Einkommensteuer veranlagt waren, ein Betrag von vornherein in die dritte Abtheilung einreihte. In Wahlrecht. Die geringe Zahl der Wähler, die für die erste und 3 Mart bei der Bildung der Abtheilungen in Anrechnung gebracht weiteren 497 Wahlbezirken, darunter 5 städtischen, überstieg die zweite Abtheilung bei der Landtagswahl ausscheiden, sind für die werden sollte, und die Bildung der Abtheilungen auch bei Gemeinden Steuerleistung des ersten Urwählers dritter Abtheilung nicht 5 M., dritte Abtheilung fast bedeutungslos, denn sie würden hier: von 1750 Einwohnern und darüber, die nach der Verordnung vom in weiteren 3257, darunter 336 städtischen, nicht 10 M. Die Ur nur sehr selten mit ihrer geringen Zahl das Wahlresultat ändern. 30. Mai 1849 in mehrere Urwahlbezirke zu zerlegen sind, bezirks: wahlbezirke, in benen schon eine geringe Steuer Ganz anders gestaltet sich aber die Sache, wenn die paar Leutchen: weise, nicht, wie bisher gemeindeweise erfolgen sollte. leistung bis an die Grenze der zweiten Abtheilung führt, in der ersten und zweiten Abtheilung zwei Drittel der Wahlmänner Endlich verwies das Gesetz vom 29. Juni 1893 alle sind besonders häufig auf dem dem Lande in Schlesien( 904) wählen. Das Gesagte wird uns sofort klar, wenn wir berücksichtigen, Aufeiner Staatssteuer veranlagten Urwähler in die dritte und außerdem noch in der Rheinproving( 624). Daneben giebt es daß nach den letzten Aenderungen der Wahlverordnung in . Abtheilung; während diese Wähler in ärmeren ländlichen Bezirken aber zahlreiche Urwahlbezirke, die in der dritten Abtheilung mit sehr jedem Urwahlbezirk die Drittelung nach der Steuerleistung vermöge der erwähnten Anrechnung von je 3 M. in die zweite und beträchtlichen Steuerleistungen abschließen. Bei einem schlesischen vorgenommen früher Steuerleistung Der felbst in die erste Abtheilung gekommen wären, wurden sie so von Urwahlbezirk ging die Steuerleistung des Urwählers dritter Ab- ganzen zur Grundlage diente. So gelangen Dornherein der dritten Abtheilung zugezählt. Auch die Klaffen- theilung über 10 000 M., bei drei Berlinischen über 5000 m., bei in den Urwahlbezirken, wo die Bourgeoisie ihre Wohnsige inne hat eintheilung nach der Steuerleistung der Urwähler des einzelnen Ur- fechs Berlinischen und einem sächsischen über 3000 m., bei 64 anderen dies gilt besonders von den großen Städten noch so viel wahlbegirls hat zur Bermehrung des plutokratischen Charakters des schwankte die Steuerleistung zwischen 1000-2000 M. Ein zusammen- Wähler aus diesen Kreisen in die dritte Abtheilung, daß hier die Wahlsystems beigetragen, da in den Bezirken, wo die Bourgeoisie faffendes Bild giebt folgende Darstellung: Arbeiter überstimmt werden, während in den Proletariervierteln ihre Wohnfige hat, die Steuergrenze für die dritte Ab. große Majoritäten entstehen tönnen. Wir würden also nach theilung ganz unverhältnismäßig hoch geworden ist. unferer Schäßung im günstigsten Falle soviel Wahlmänner in Die Folge ift, daß die dritte Abtheilung in folchen Bezirken nicht der dritten Abtheilung gewinnen, als im Verhältniß nur die Minderbegüterten aufweist, sondern auch einen starken Prozentanderen Parteien bei der Reichstagswahl für unseren Kane faz der Wohlhabenden, während dann in die erfte und zweite Klaffe didaten Stimmen abgegeben würden. Es wären nur zwei Drittel eine ganz geringe Zahl der Wähler gelangt. Umgekehrt wird natür der Wahlmänner in der dritten Abtheilung erreichbar in sehr lich in ärmeren Bezirken eine Verschiebung zu gunsten günstigen Wahlkreisen, wo eine starke sozialdemokratische Anhängers der unteren Klassen eintreten. Hier ist aber das flache schaft existirt. Dann gilt aber zur Voraussetzung, daß auch unsere Land mehr begünstigt als die städtische Bevölke darunter Wähler ungefähr in der gleichen Zahl wie bei den Reichstagswahlen antreten. Diese Hoffnung wird man aber faum hegen fönnen. Eine Dafür liefert der Bergleich der statistischen Ergebnisse vom und in so start eingewurzelte Abneigung gegen diefen Wablmodus läßt sich Jabre 1898 zum Jahre 1888 den Beleg. In Prozenten vertheilten Für unsere Betrachtungen wird uns auch die obere Grenze der nicht mit einem Schlag beseitigen, ganz abgesehen von den Unannehmlich sich die Wahlberechtigten auf die einzelnen Abtheilungen wie folgt: feiten des Wahlattes, bie ein Fernbleiben vieler Wähler zur Folge haben werden. Die Aussichten in der zweiten Abtheilung laffen fich auf dem Lande schwerer abschätzen. Wir sehen aber aus der Statistit, daß die Urwahlbezirke, wo ein sehr geringer Steuerfaß den Wähler in die zweite Abtheilung gelangen läßt, auf dem flachen Laude am zahlreichsten vertreten sind; und darüber sind wir uns wohl alle einig, daß wir in diesen Wahlkreisen mit öffent licher Stimmabgabe nicht beginnen können. Bleiben also die städtischen Urwahlbezirke. Hier scheidet zunächst zunächst gut ein Drittel aus, da die untere Steuergrenze der Wähler über 50 M. beträgt, mithin wohl kaum für uns in betracht kommen. Es wäre. in betracht fam, unhaltbar wurden. Tung in den Städten # 1888 1893 1888 1893 1. Abtheilung. 8,29 2,73 3,81 4,03 10,09 9,64 11,26 13,63 86,62 87,68 84,98 82,34 823 aj Auf den ersten Urwähler der dritten Abtheilung entfiel eine Steuerleistung von über über über über über über über über 3000 1000 300 100 80 20 10 B M. bis bis bis bis bis bis 3000 1000 300 100 30 20 an. M. M. M. 64 500 2675 9438 3111 4804 3754 274 Urwahlbez. in 11 in 10 58 .. 3 bis M. 10 7. 397 1705 4842 868 679 341 63 städtischen 16 108 970 5096 2243 3624 3413 211 ländlichen. Steuer für die zweite Abtheilung intereffiren. Auf den ersten Urwähler dieser Abtheilung tam eine Steuerleistung von über über über über über über über 3000 1000 300 100 30 3 30 000 bis bis bis bis bis bis . 80 000 3000 1000 800 100 80 ant. M. m. M. M. M. 719 8722 8448 in 2 157 in 127 465 und in 30 204 2238 1484 Da in dieser Frage innerhalb der Partei die Meinungen darunter getheilt sind, so wird der Vorwärts" die verschiedenen Ansichten aum Wort kommen lassen. S. d.„ V." 21 8844 2738 Urwahlbez. 3701 1800 130 städtischen 4747 6544 2608 ländlichen. wird, während Gemeinde A zu mit 3 bis 30 M. ab, während aber sehr falfch, wollten wir nun weiter folgern, daß die übrigen verlegen( geschweige denn tödten!) können, falls er gesp Urwahlbezirke zweiter Abtheilung, nach der sozialen Stellung troffen worden wäre was freilich außer dem Be der Wähler zu urtheilen, für uns aussichtsvoll wären. So schließt reiche der Möglichkeit. Hödel lengnete, daß eine Kugel( das die obere Steuergrenze nur in 130 städtischen Urwahlbezirken heißt ein dickes Schrot, denn mehr ging nicht hinein) Verhältniß bei 2608 ländlichen Urwahlbezirken zu konstatiren ist. Auch im Lauf gewesen wäre, als er knallte, und eine„ Kugel", die niag bier gleich eingeschaltet werden, daß die öffentliche in den Lauf paßte, ist auch niemals gefunden worden. Stimmabgabe für Leute aus bürgerlichen Kreisen sehr oft nach- Und doch wurde dieses Attentat- zum theil auch von theiligere Folgen hat, als für den Arbeiter. Der Arbeiter ist in den Blättern, die über das neueste Attentat die Lauge ihres dem Bezirt, wo er wohnt, sehr selten bekannt. Der Unternehmer Spottes ergießen Der Unternehmer Spottes ergießen sehr ernsthaft genommen; es wurde so müßte ein weites Spionagesystem einführen, wollte er alle Arbeiter gut fruttifizirt", daß ein Nachfolger Hödel's gezüchtet ward, fontrolliren, wie sie stimmen. Die Maßregelungen werden nur und der Rauch des Hödel'schen Terzerols verdichtete sich zum einige treffen. Der fleine Gewerbetreibende und Händler ist in seinem Sozialistengesez und zur Bismarck'schen Wirthschaftspolitik. Bezirk viel mehr bekannt, und alle unsere stillen Anhänger aus diesen Kreisen würden fich die Abgabe einer sozialdemokratischen Stimme Höbel selbst aber wurde zum Beweis dafür, daß das sehr überlegen müffen. Ungünstig wirft auch die Wahlkreis- Attentat doch ernsthaft sei, von dem Biedermann Krants feier Geometrie ein. Bum Reichstag wählen wir in Preußen in lich geföpft, der Kopf jedoch Herrn Professor Birchow, der das 235 Wahlkreisen eine gleiche Zahl Abgeordneter. Zum Landtag Hirn untersuchen wollte, nicht anvertraut. haben wir 256 Wahlkreise und wählen in diesen 433 Abgeordnete. B fistirt. Da Bommeli in letzter Zeit wiederholt naturwissen. schaftliche Vorträge und gelegentlich der Maifeier in Gablenberg sogar die Maire de hielt, wurde die Aus, weisung neuerdings wiederholt angeordnet. Bommeli hielt am Sonnabend in Heslach seinen letzten Vortrag im„ demos kratischen" Württemberg. Die Bersammlung war übers füllt. Die Genoffen bereiteten dem Ausgewiesenen eine schöne Abschiedsfeier, bei welcher Genosse Kloß die Abschiedsrede hielt und der Gesangverein" Freiheit" den gesanglichen Theil übernommen hatte. Am Sonntag Vormittag ist Bommeli nach Zürich abgereift, um dort über die Deutsche Freiheit" sich seine eigenen Gedanken zu machen." " B Daß Württemberg die engherzigsten preußisch sächsischen Gepflogenheiten nachahmt, ist einigermaßen neu. Wir hätten die Herren in Stuttgart für weniger turzsichtig gehalten. Württemberg wäre wohl faum zu grunde gegangen, wenn Bommeli weiter über Pflanzen und Thiere und selbst über die Maifeier gesprochen hätte. worden. = ihn So wählt Berlin neun Abgeordnete, hat aber nur vier Wahlkreise. Die guten Junker! Wie besorgt sie für die Gesundheit Die Differenzen zwischen Transvaal und England sollen Von diesen entsenden drei je zwei und einer drei Abgeordnete in den des deutschen Volkes find. Von ärztlicher Seite wird mit dem durch ein Schiedsgericht beigelegt werden. Die englische ReLandtag. Wäre Berlin in 9 Wahlkreise eingetheilt, dann hätten wir gewiß Ersuchen um Veröffentlichung der„ Kreuz- Zeitung" mitgetheilt, gierung hat ihre Zustimmung gegeben. Es handelt sich hier um die an der Peripherie der Stadt einige Wahlkreise, die ihrer Wählerschaft daß in letzter Beit Fälle von schwerer Kolit vortamen, Regelung des Verhältnisses zwischen England und der Trans. noch einen sehr großen Prozentfak fozialdemokratischer Anhänger die offenbar auf den Genuß von amerikanischen Ring- vaal- Republik, die zu England noch in einem gewiffen aufweisen. So aber müffen die Wahlmanner, die an der Peripherie äpfeln zurückzuführen sind. Die Aepfel sollen des engeren Bertragsverhältniß steht, das zwar feine Abhängigkeit be in den Arbeitervierteln gewählt werden, von den Wahlmännern der besseren Aussehens und der Konservirung wegen mit Bint ver- dingt, aber doch England gegenüber gewisse Verpflichtungen auf im Zentrum gelegenen Urwahlbezirke in ihrem Einfluß zurückgedrängt erlegt, die anderen Staaten gegenüber nicht vorhanden sind. Die werden. Man sieht, es giebt in diesem Wahlmodus soviel Schliche setzt sein, wodurch der Genuß gefährlich wird. und Wege, um den Einfluß der Arbeiter herabzusehen, daß, je Wir haben gefunden, daß die amerikanischen Ringäpfel englische Regierung ist durch die blamable Rolle, die Herr Chambers mehr man sich damit beschäftigt, man zu der Ueberzeugung vorzüglich sind und weit besser schmecken als unsere lain und durch ihn die ganze Regierung in der Transvaalfrage tommt, daß die große Majorität der Bevölkerung in eine politisch nationalen Apfelschnigen. Statt von den rührigen Amerikanern gespielt hat, jedenfalls zur Einsicht und Nachgiebigkeit gebracht gänzlich rechtlofe Stellung herabgefeßt ist und selbst die durch ein zu lernen, schimpfen unsere Junker auf ihre besseren Hendrik Witbooi, der Hottentotten Häuptling, ber unseren fo jämmerliches Wahlrecht hervorgerufenen Minoritäten brutal Waaren, wie das die plebejischen Käsekrämer gegenüber dem Kolonialpolitikern eine so beschämende Lektion in Anstand und unterdrückt werden. Konkurrenten thun, und schreien nach der Polizei, d. h. Menschlichkeit gegeben hat, ist, 60 Jahre alt, gestorben. Die Bedenken, die der öffentlichen Stimmabgabe gegenüber nach Schutzöllen und Schuh polizeis Maßregeln. Unsere wollten strammen" Bivilisations Verbreiter geltend zu machen sind, haben wir bereits zum Theil erwähnt. Es unterliegt feinem Zweifel, daß für die zahlreichen unteren Agrarische Gewiffenlosigkeit. In einer Petition an das praktisch christlich" als Rebell erschießen. Dieses Ber Beamten, die bei der Reichstagswahl für uns stimmen, eine Abgeordnetenhaus war verlangt worden, daß die aus Sammel: brechen wurde aber zu unserer Ehre verhindert. Gewiß ist, daß Bethelligung an der Landtagswahl in unserem Sinne unmöglich molkereien stammenden Milchrückstände nur in sterilisirtem Zustand Hendrik Witbooi in den paar herrlichen Briefen, die er mit der unift, und für viele Arbeiter wir sehen die geringe abgegeben werden sollen, damit die darin enthaltenen Zubertel- widerleglichen Logit des ehrlichen Naturkindes an Lieutenant Leut Betheiligung bei den Stadtverordneten Wahlen hier gleichfalls bazillen vor der Verfütterung jener Rückstände getödtet werden. wein richtete, wahrhaft klassisch den Seume'schen Satz bewahrheitet ein Stein des Anstoßes entsteht. Die Sache wurde der Agrarkommiffion des Abgeordnetenhauses hat: ir Wilde sind doch bessere Menschen. Noch schlimmer wird die Sache, wenn wir uns den Wahlaft überwiesen, und hier hat der Regierungskommissar, wie aus dem Ueber die Friedensverhandlungen in der Türkei liegt die bergegenwärtigen. Alle drei Abtheilungen wählen in einem Lokal jegt erstatteten Bericht der Kommission hervorgeht, dargelegt, daß Meldung vor, die Großmächte hätten beschlossen, dafür einzutreten, nacheinander. Die dritte Abtheilung beginnt, so daß in Gegenwart die Tuberkulose unter den Schweinen feit Errichtung der Sammel- daß der Kommissar für Kreta in einem kleinen europäischen Staate der Herren aus der zweiten und ersten Abtheilung die molkereien, insbesondere der mit Zentrifugenbetrieb versehenen, er- gesucht werde. Stimmabgabe erfolgt. Das ist nun aber gar nicht so einfach, heblich zugenommen habe. Während früher nur 1 pet. der Schweine Auf Kreta haben die Admirale auf Ersuchen der Aufständischen wie es es hier erzählt wird. Der Wähler zum Reichstag fich als tuberkulös erwiesen, sei erwiesen, sei nun der Prozentsaz auf in Afrotiri die Märsche in der Umgegend von Kanea, die heute betommt während der Wahlstunden, wo er Zeit hat, giebt feine 14 pt. gestiegen. Auf den Schlachthöfen zu Magdeburg und gingen sollten, verschoben. dife Stimme ab und entfernt sich. Ganz anders bei den Landtags- Danzig feien 60 pCt. der Schweine aus Sammelwahlen. moltereien mit Tuberteln behaftet gewesen, es Deutsches Reich.deur daniele Der Wahlatt beginnt mit der Verlesung sämmtlicher Ur- fönne daher feinem Zweifel unterliegen, daß die Fütterung der wähler feitens des Wahlvorstehers, der Wähler hat hübsch auf Milchrückstände aus diesen Sammelmolkereien die Ausbreitung der- Der Präsident des Reich 3- Bersicherung8. aupaffen, bis sein Name genannt wird, um dann öffentlich zu Krankheit bewirkt habe. Um den Ansteckungsstoff unschädlich zu amtes, Dr. Boebiler, beffen Rücktritt sicher erscheint, foll Brotokoll zu geben, welchen Wahlmann oder welche Wahlmänner er machen, habe daher die Staatsregierung in Erwägung gezogen, vor nach einer Meldung des B. T." Direktor der zu einer Aktienwählt. Ist die Verlesung beendet und haben die nachträglich er- zuschreiben, daß alle Magermilch und Buttermilch aus Sammel- gesellschaft umgewandelten Firma Siemens u. Halste werden. Als fchienenen Wähler die Stimme abgegeben, so darf der Wähler moltereien nur nach Erbizung auf 85 Grad Celsius abgegeben werden Nachfolger im Reichs- Versicherungsamt wird der Direktor des Reichsteineswegs das Lokal verlassen, denn es wäre möglich, dürfe, und daß bei Zentrifugenbetrieb der Zentrifugenschlamm ver- amts des Innern, v. Woebte, genannt. daß bei dem fofort festgestellten Wahlergebniß teine absolute nichtet werden müsse. - Wo wadelt es? Die Frage nach der Bedeutung der Majorität zu ftande tam. In solchem Falle geht das Vergnügen Das war sehr schön von der Regierung.! Den Herren Agrariern auffälligen Reife Miquel's von Wiesbaden nach Berlin, feine noch einmal von vorn an, um in der Stichwahl das endgiltige gefiel es jedoch gar nicht. Sie versuchten, die Angaben Konferenz mit Hohenlohe und der Empfang beider durch den Kaiser Ergebniß zu bekommen. Ist die Wahlhandlung so weit gediehen, des Regierungskommiffars aus dem Landwirthschafts- Minifterium giebt den Blättern zu allerlei Kombinationen Anlaß. Die liberale Preffe dann hat der Wahlvorsteher das Recht, an die Herren von der zu bestreiten, und meinten, man dürfe den Molkereien in anbetracht bringt die Sache mit dem Börsentrieg in Zusammenhang, man dritten Abtheilung die Aufforderung zu erlassen, nunmehr das Lokal der Konkurrenz der Margarine eine kostspielige, den Ertrag weiter muthmaßt, daß der Handelsminister Herr Brefeld feinen Abschieb au räumen. Die Herren von der zweiten und erften Klasse wählen herabdrückende Last nicht auferlegen. Den Vorschlägen wurde nehmen werde. Andere meinen, Miquel, der ja seit langem unter sich. Dieser umständliche Wahlatt kann für den Wähler sehr oft nicht zugestimmt. Handelt es sich doch nur um die Gesundheit der als zu Höherem ausersehen gilt, solle an Bötticher's Stelle Bize= einen halben Lag Arbeitseinbuße bedeuten. Schweinefleisch tonsumivenden Bevölkerung wie tann man wegen präsident des Ministeriums und Stellvertreter des ReichsWer tann ein solches Opfer von unseren Wählern bringen? einer solchen Lappalie der Landwirthschaft neue Laften auferlegen! anglers werden und, indem Hohenlohe der Form uach im Gewiß, die disziplinirten Parteigenossen, die jeden Beschluß gewiffen- Berlangte doch im Frühjahr v. J. ein Großgrundbefizer im preuß. Amit bleibe, die that fächliche Leitung der Politit haft befolgen und auch diese Opfer bringen würden, sind da; aber Abgeordnetenhaus, man folle überhaupt die obligatorische übernehmen. Andere meinen, Hohenlohe werde gleich ganz bei feite ihre Zahl ist doch nicht so zahlreich, um bei der Wahl den Aus- Fleisch beschau einstetten, um der Landwirth geschoben werden. Auch um die Tirpigerei fann es fich handeln; fchlag zu geben. Die Bedenken gegen die Wahlbetheiligung müffenfchaft die Roften zu ersparen. Miquel soll Herrn Tirpiz mittheilen, wie viel neue Steuern bas fich bei Erwägung all dieser Hindernisse mehren, und man kann nur Andererseits tönnen die Agrarier aber auch rührend beforgt deutsche Bolt vertragen fönue. eine tiefe Entrüftung empfinden gegenüber solchen Thatsachen. fein um die öffentliche Gefundheit nämlich, wenn sie einen Es würde nun noch übrig bleiben, zu untersuchen, wie soll der Vortheil davon haben. Wer erinnert sich nicht der zarten BeRompromiß mit den bürgerlichen Oppositionsparteien abgeschlossen sorgnisse wegen der Gesundheitsschädlichkeit der Margarine? Die werden, denn ein Kompromiß ist vielfach von den Parteigenossen Agrarier sind es, die ihren ganzen Einfluß aufgeboten und ihr Ziel empfohlen. Für die dritte Abtheilung würde es fich vielleicht auch erreicht haben, daß fast sämmtliche deutsche Grenzen gegen die empfehlen, besondere Wahlmänner bei den Urwahlen aufzustellen. In Vieheinfuhr abgesperrt wurden, daß an der Grenze eine rigorose der zweiten Abtheilung würde man am besten von vornherein einen Fleisch beschau geübt wird und - Vereingesetz und Gewerkschaften. Die offiziöse die Fleischeinfuhr fast Rompromiß abschließen, damit wir damit wir die Stimmen nicht zer- unmöglich gemacht ist. Alles aus Bolts- Gesundheitsrücksichten! Norddeutsche Allgemeine Beitung" hält es bei der Beunruhigung, Splittern. Wir haben bereits geschäßt, wie unsere Aussichten Diese feine Witterung für Gefahren, die der öffentlichen Gefundheit velche die Gewerkschaften wegen der Minderjährigen- Entrechtung für diese beiden Abtheilungen sind; wir schlagen sie sehr gering an. drohen, erstreckt sich auch auf das ausländische Getreide. So ergriffen hat, für angebracht, die Sache so darzustellen, als ob die Ja, wir behaupten sogar, daß wir in einigen Wahlkreisen mit erklärte der Graf v. Arnim am 7. Februar 1896 im Reichstag, es Aufregung in der Arbeiterschaft ganz unnöthig fei. Nur unferen Bundesgenossen, den Freifinnigen, die Wahlmänner, die sei längst festgestellt, daß ausländisches Getreide mit völlige Unkenntniß oder das Intereffe der Agitation ver biese bisher inne hatte, theilen werden. Denn die Erfahrung bei Batterien behaftet sei, und er beantrage auch, daß regierungs- mag so etwas in den Entwurf hineinzudichten" ben Reichstagswahlen ergiebt, daß wir bei diesen Wahlen den feitig gründlich untersucht werde, ob das ausländische Getreide nicht das Blatt und erzählt, daß durch Reichsgerichts. Erkenntniffe wohl abgegrenst fei, was politische, was wirthschaftliche Freifinnigen die meisten Size abgenommen haben. Dann haben durch monatelanges Lagern gesundheitsgefährdend werde. wir aber unferen Bundesgenossen" einen schlechten Dienst geleistet. Bethätigung bedeutet. Die Verwaltungspraxis hat im Anschluffe Denken wir uns den Fall, die Wahlmänner feiner Partei haben an die erwähnten Erkenntniffe die Grenze zwischen der gewerblichen Affoziationsfreiheit und der Beschränkung der politischen Vereine die absolute Majorität, die Freifinnigen tommen mit den Konser innerhalb des preußischen Rechtsgebiets in aweckmäßiger und dem pa tiven in Stichwahl. Die Wahlmänner unserer Partei tönnen den Die Frage der Betheiligung der Sozialdemokraten praktischen Bedürfnisse entsprechender Weise festzuhalten gewußt. Freifinnigen nicht die Majorität geben, es muß mit den Wahl. männern der Nationalliberalen oder des Zentrums an den preußischen Landtagswahlen wurde am Sonntag bieran tann und wird auch die Bereinsgefez- Movelle nicht bas noch ein Handel abgeschlossen werden, um den Gegner zu Fall zu in Bochum von unseren Genossen besprochen, und es tam mindeste ändern." nos aris bringen. Da die Partei, die Hilfe gewährt, in solchen Fällen zu Auseinandersetzungen mit Mitgliedern der Zentrumspartei. nicht leer ausgehen will, einigt man sich dahin: da zwei Ab- Wir sind der Ansicht, daß unsere Genossen, so lange fein den geordnete im Kreis zu wählen find, wird ein Freifinniger Rölner Rongreßbeschluß aufhebender Parteibeschluß vorliegt, und ein Nationalliberaler gewählt. Wollen unsere Wahlmänner gut thun werden, fremden Parteien gegenüber sehr zurüd ihre Bundesgenoffen" nicht schmählich in Stich laffen, dann müssen haltend zu sein. fie für den Nationalliberalen und Freisinnigen stimmen. Da wären wir dann allerdings mit unserem Sturm gegen das Junkerparlament in eine schöne Sadgaffe gerathen. Soviel lift sicher, aus eigener Rraft tönnen wir tein Mancat erobern. Wenn wir aber nur auf den Krücken einer anderen Partei ein oder zwei Abgeordnete entfenden sollen, so widerspricht das unserem ganzen bisherigen stolzen Verhalten, in Wahlkampf selbständig, ohne einen Gegner um Hilfe anzugehen, den Rampf zu führen. Die große Masse unserer Wähler wird es nie Die Juristerei hat also angeblich scharf bas politische und wirthe verstehen, warum diefelben Leute, mit denen wir gemeinsam an schaftliche Moment begrenzt, aber täglich" wird die Grenze über einem Strang sogen, nun bei der Reichstagswahl bekämpft werden Zur Vereinsgefehfrage meint die Nationallib. Korrefp.", fchritten. Das heißt, in der Praxis des Lebens find den Gewerk follen. wenn bei der zweiten Abstimmung im Abgeordnetenhaufe die Be- fchaften die größten Schwierigkeiten in den Weg gelegt, fo große Der ganze Charakter unferer politischen Beschlüsse auch nur um einen Buchstaben anders ausfallen, als bei der Schwierigkeiten, daß die Grenze des Erlaubten" tros aller Borsicht wegung verliert die strenge Absonderung von erftmaligen, so müsse wieder eine Frist von 21 Zagen statthaben, täglich" überschritten wird. ben bürgerlichen Parteien, und diese alten guten benn die beiden Beschlüsse, die über eine Verfassungsänderung ent- Danach fann man beurtheilen, was das ganze Gerede der NordGrundfäße aufzugeben, darf felbft um den Preis nicht gescheiden, müßten übereinstimmend sein. Die Korrespondenz" fährt deutschen Beschwichtigungstante bedeutet; bas Blatt beweist das schehen, der uns winken könnte. bann fort:„ Es liegt in der Sache selbst, daß unter teinen Umständen gerade Gegentheil von dem, was es beweisen will. 8 beweist, daß Wollen wir den Hebel an dieses elende Wahlgefeß einsehen, die Hand dazu geboten werden wird, durch irgend ein unwesentliches die Gewerkschaften nur allausehr recht haben, wenn sie von der dann geschieht es beffer außerhalb des Parlaments, als durch ein Amendement die Entscheidung um weitere drei Wochen hinauszuziehen, beabsichtigten Vereinsrechts Berschlechterung die unangenehmsten oder zwei sozialdemokratische Abgeordnete, die großmüthig die Gegner fondern lieber die ganze Vorlage abzulehnen, zumal Folgen befürchten. uns gewähren. Wir haben uns bisher auf unfere eigenen Kräfte weder seitens der Regierung, noch seitens der Konservativen auch verlaffen und find babei nicht schlecht gefahren, üben wir diese Tattit nur eine Andeutung vorliegt, welche darauf schließen ließe, daß das auch in Zukunft. Herrenhaus die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses sich zu eigen und bessen bisherige Arbeit fruchtbar machen will." Ob die Nationalliberalen diesem Rath Folge leisten werden? Ober werden sie dem Gaufelspiel der Ron ervativen weiter Borschub leisten?! Württemberg in der Reihe der Reaktionsstaaten. Unser Stuttgarter Partei- Organ berichtet: Politische Weberlicht. R. S. Berlin, 15. Juni. Attentate und Attentate. Das neueste Attentat" ( deffen Adresse Herr Felix Faure war) wird allgemein verlacht. Und warum? Weil das angebliche Mordinstrument für Mordzwecke lächerlich ungeeignet war. Aber wir erinnern uns eines Attentats, bei welchem das Mordwerkzeug noch lächerlicher ungeeignet war und das doch zum Ausgangspunkt einer neuen Politik in einem großen Lande gemacht wurde. Wir meinen das Höbel Attentat. Das Hödel'sche Terzerol, das Schreiber dieses in der Hand gehabt hat, war so gebrechlich und mise tabel, baß man auf fünf Schritte teinen Sperling damit hätte Wie verschieden doch das Gewiffen unferer Agrarier funktionirt, je nachdem es sich um ausländische oder um deutsche Batterien, Trichinen und Tuberkelbazillen handelt! Zur Wiesbadener Stichwahl verbreiten bürgerliche Blätter die Nachricht, daß die Sozialdemokraten die Absicht haben, für den Zentrumskandidaten zu stimmen. Uns ist von einer solchen Absicht nichts bekannt und die ungeduldige Bourgeoispreffe wird schon warten müssen, bis die Genossen im Wahlkreise in der Sache beschlossen haben. Wir sind überzeugt, daß unsere Parteigenossen bei der Entscheidung über die einzuschlagende Taktik das richtige treffen werden. Ausgewiesen aus dem Königreich Württemberg wurde von der Stadtdirektion Stuttgart der durch seine populären Werte in den weitesten Kreisen bekannte Schriffteller R. Bommeli. Derselbe hatte als Schweizer Bürger vor drei Jahren Der Reichstag tritt bald zufammen, vielleicht bringt feine kurze Tagung allerhand Ueberraschungen. bas Es bereitet sich etwas" vor in den oberen Regionen" scheint sicher. Und in diesem Tohu Wabohu ist alles möglich. Wir werden nicht überrascht werden. did fagt Also sei altes in bester Ordnung. Die Gewerkschaften brauchen nur nicht politisch" zu werden, dann wird ihnen niemand die Minderjährigen entziehen. Gleich darauf sagt aber baß edle Organ rond en barted th felbft folgendes: Filtäglich tann man es erleben, daß eine zunächst gewerblichen Zwecken dienende Versammlung einen rein politischen Charatter annimmt, und das gleiche gilt auf dem Gebieten des Vereinswesens. Erft vor wenigen Tagen versandte bas Duisburger Gewerkschaftskartell Einladungen unter der Auffchrift: Mit sozialdemokratischem Gruß!" Damit wird eine rein wirthschaftliche Sache von vornherein zur Angelegenheit der Revolutionspartei gestempelt; ben erlaubten Zwecken werden Zwecke untergeschoben, für deren Verfolgung nach geltendem Rechte gewiffe Beschränkungen bestehen." se B Protesttundgebungen gegen die Berschlechterung des Vereinsrechtes fanden statt in Bernau, Nowawes, Ach i m. - Das amtliche WahIresultat der Rönigsberger Reichstag3 Erfahwahl lautet: Gesammtzahl der abge gebenen giltigen Stimmen 23 138. Davon erhielten Rechtsanwalt Haase- Königsberg( Sozialdemokrat) 11 914 Stimmen, Gutsbesißer Papendieck- Dahlheim( freifinnige Boltspartei) 5008, Rechtsanwalt Krause- Berlin( nationalliberal) 4050 und Glafermeister Stormer Der Kandidat Königsberg( foziale Reformpartei) 2161 Stimmen. der sozialdemokratischen Partei Rechtsanwalt Haase- Königsberg ist daher gewählt. - Günstige Folgen der Berkürzung der mili. in dem Sozialdemokratischen Verein Heslach einen natur- tärischen Dienstzeit. Nach Einführung der zweijährigen wissenschaftlichen Vortrag über die Steinkohle" gehalten, was Dienstzeit wurde als eine der guten Folgen dieser Heeresreform dazumal schon die Polizei zur Ausweisung Bommelt's veranlaßte. tonstatirt, daß in der Kriminalftatiftit der Armee eine merkliche Diefelbe wurde aber auf erhobene Einsprache vom Ministerium Wendung zum Bessern eingetreten sei. Die von jeher seitens der 95 Numänien. Amerika. Freunde der zweijährigen Dienstzeit aufgestellte Behauptung, daß die p Paris, 15. Juni. Die Mehrzahl der Blätter beharren dabei, einer Kreisbehörde, aus Berwalter und Rath bestehend, wovon meisten Vergehen beim Militär von Soldaten verübt würden, die daß die vorgestrige Explosion nur als Scheinattentat oder alberne ersterer durch den Bundesrath, letzterer durch das Bolt zu wählen; sich im dritten Dienstjahre befänden, erhielt dadurch ihre Be- Demonstration anzusehen sei. Die zweite aufgefundene Bleibombe allein in den welschen und katholischen Kantonen erhoben darob die ftätigung. Diese erfreuliche Erscheinung, deren Bedeutung an dürfte erft während der gestrigen Nacht niedergelegt sein, da in dem Föderalisten ein großes Geschrei und die Kommiffion beschloß daher, fänglich von den Gegnern der zweijährigen Dienstzeit nicht Gebüsch bei der Kaskade trotz sorgfältiger Durchsuchung am Sonn- daß jeder Kanton ein Versicherungsfreis fei, was durchaus teine gewürdigt oder die auf zufällige Ursachen zurückgeführt wurde, tag nichts gefunden worden war. Berbesserung bedeutet. Während bei Organisation der vorgeschlagenen ist im Laufe der Zeit noch stärker hervorgetreten. Sie zeigt sich soParis, 15. Juni. Bis jetzt hat die Polizeibehörde noch keine eidgenössischen Versicherungskreise der Bund die Verwaltungskosten wohl in der Abnahme der Geschäfte der Militärjuftis als auch in Spur des Urhebers der Explosion entdeckt. Die Oppositionsblätter bezahlt hätte, müffen sie nun die Kantone bezahlen und zwar ganz geringerer Frequenz der Militärfirafanstalten. Die erwähnten Folge sprechen die Ansicht aus, daß die Polizei selbst das größte Interesse mit Recht. Neben den Kreisbehörden fungiren als Organe: unten Erscheinungen, Abnahme der militär- kriminalistischen Geschäfte und daran hat, daß der Urheber des neuen Attentats unbekannt die öffentliche Krankenkaffe und oben das eidgenössische Versicherungs. geringere Frequenz der Militärgefängnisse, ist um so bemerkens bleibe. amt mit dem Sib in Bern. werther, als gleichzeitig mit der Einführung der verkürzten Dienstzeit Die öffentlichen Krankenkassen sind: Gemeinde- Krankenkassen, auch eine beträchtliche Bermehrung des attiven Heeres eintrat. Bukarest, 15. Juni. Angesichts der durch die enormen Wasser Betriebs- und freie Kaffen. Diefelben genießen bei der eidgenössischen Beschlüsse des Welt Poft tongresses. Auf dem Schäden nöthig gewordenen Kredite für die Wiederherstellung von Post Portofreiheit. Kein Versicherter kann gleichzeitig Mitglied von Welt- Postkongreß in Washington, beffen Verhandlungen geheim ge- Brücken, Straßen und Bahnen sowie der staatlichen Hilfsaktion zu vei oder mehr öffentlichen Krankenkassen sein. Die freiwilligen halten wurden, haben, wie nach der„ D. Verkehrsztg." verlautet, die gunsten der durch Hochwasser schwer betroffenen Bauern wird die Mitglieder zerfallen in Boll- und Halbversicherte. Erstere Berathungen in den Kommiffionen im wesentlichen zu folgenden Gr. Einberufung einer außerordentlichen Parlaments besigen, gleich den obligatorischen Mitgliedern Anspruch auf gebnissen geführt: Die Ausdehnung des Briefgewichts von 15 Gr. figung beabsichtigt. Krankenpflege und Krankengeld, lettere lediglich auf Krankenpflege. auf 20 Gramm ist abgelehnt worden; es widersprachen die Ursprünglich nahm man/ Million obligatorische und 14 Million Länder, in denen das Ungengewicht gilt, einzelne andere erfreiwillige Mitglieder an, die Kommission verschob das Verhältniß New- York, 1. Juni.( Eig. Ber.) Wie seinerzeit mitgetheilt, haben auf 600 000 und 400 000. flärten, den bei Einführung der Maßregel im inneren Verkehr zu mehrere fübliche Staaten eine Verschlechterung des Wahlrechts vor: Die Leistungen der Stasse bestehen darin, daß das erkrankte voll erwartenden Ausfall nicht tragen zu können. Der Antrag auf Ein- genommen, indem dasselbe von der Kenntniß des Lesens und Schreibens versicherte Mitglied von der Stunde der Erkrankung an sofort führung einer Weltpostmarke fand auf keiner Seite Unterstützung; abhängig gemacht wurde, tbeilweise auch von Bahlung einer unentgeltliche ärztliche Hilfe und Arznei, sowie andere Heilmittel und dagegen wurde dem Vorschlage, die Verwendung von Gelegenheits- gewiffen Steuer. Die Maßregel richtete sich ausgesprochenerweise vom dritten Tage an Krankengeld im Betrage von 2/8 des festFreimarken im internationalen Verkehr zu verbieten und für die gegen das- republikanische Regervotum, und so war es gesetzten Tagesverdienstes erhält, wobei ein Mehrbetrag über Postkarten die Bezeichnung carte postale" auf der Vorderseite nicht zu verwundern, daß bei dem in jenen Staaten noch in 7,50 Fr. nicht in betracht fällt; die Dauer der Unterstüßung beträgt vorzuschreiben, zugestimmt. Das Meistgewicht für Waarenproben ist alter Weise herrschenden Rassenvorurtheil die weißen" Arbeiter ein Jahr. von 250 Grammt auf 850 Gramm, der zulässige Meistbetrag keinerlei Protest erhoben. Nun ist aber dem Beispiel auch ein nicht über den von der Kreisbehörde aufgestellten ärztlichen Tarif Die Aerztewahl ist frei, jedoch zahlt die Rasse der Postanweisungen von 500 Franken auf 1000 Franken der ältesten industriellen Staaten gefolgt, nämlich Connecticut, wo hinaus. Frei ist auch die Wahl der Apotheke, für welche das eiderhöht worden; es ist jedoch den Ländern die Befugniß zugestanden, fich die Maßregel gegen das eingewanderte Element richtet; die genössische Versicherungsamt eine einheitliche Krankenkassen- Arzneibei Postanweisungen die Beschränkungen von 500 Franken bis betreffende Borschrift lautet, daß der Wähler die Verfassung in eng tage aufstellt. Die Krankenkassen tönnen auch selbst Apotheken be auf weiteres noch aufrecht zu erhalten. Die Postanweisungs- Gebühr lischer Sprache lefe und feinen Namen schreiben tönnen muß. Und treiben. Die Krankenunterftigung wird allwöchentlich geleiffet. ift für Beträge bis 100 Fr. unverändert geblieben, dagegen bei auch von dort hört man keinen Laut darüber, daß die arbeitende Wöchnerinnen erhalten nach sechsmonatlicher Mitgliedschaft Unters höheren Beträgen für den 100 Fr. übersteigenden Theil auf die Bevölkerung gegen die Verschlechterung des Wahlrechts protéftirt ftügung bis auf die Dauer von 6 Wochen, bei Krankheit wie in Sälfte herabgefekt worden. Nachnahmen auf Einschreibsendungen hätte. Im Staate Delaware ferner ist eine dirette Wahlsteuer in jedem anderen Krankheitsfalle. follen bis 1000 Fr. zulässig sein; auch hier soll aber den Ländern Form einer Registrirungsgebühr eingeführt worden, wonach jeder vorläufig noch freistehen, den Betrag von 500 Fr. als Grenze bei- Wähler vor Eintragung in Die Prämien follten nach dem Entwurfe aufgebracht werden zubehalten. Die Beschränkung des Meistgewichts der Postpackete auf 8 kg zahlen muß.( Eine gleiche oder ähnliche Steuer foll übrigens Tag und je zur Hälfte durch den Arbeiter und Unternehmer. Die die Wählerlisten einen Dollar durch den Bundesbeitrag von 1 Cts.( 8,65 Fr. pro Jahr) pro foll im Grundfaß nicht mehr gestattet sein; für einzelne Länder, die nicht in manchen anderen Staaten schon lange bestehen.) Angesichts der Kommission hat den Bundesbeitrag von 7 Cts. auf 5 Ets. pro Woche fofort auf 5 Kilogramm hinaufgehen können, foll im Schlußprotokoll Gleichgiltigkeit derjenigen Wählermassen, welche durch derartige reduzirt. Für freiwillig versicherte Ausländer wird kein Bundes eine Ausnahme zugelassen werden. Der Erfaßbetrag für Packete Wahlerschwerungen direkt ober indirett getroffen worden, ist zu be- beitrag geleistet. Die gefammte Prämie darf 4 pet. des Lohnes ohne Werthangabe ist auf 25 Franken ohne Abstufung festgefeht fürchten, daß die Diener der herrschenden Klaffen in den Legisla nicht fibersteigen. Der Arbeitgeber resp. Dienstherr darf die halbe worden. Im Postauftragsverkehr soll eine und dieselbe Sendung turen der übrigen Staaten Werthpapiere für folgen werden. Freilich dem in nach dem Beispiel Prämie vom Lohn abziehen und hat dann die ganze Prämie qu die enthalten dürfen. den Briefstempeln für die Jahre von 1900 ab betrifft, so( wegen der Aemterbeute) ein Intereffe daran haben, feine Gefeße zu jeboch hat auch dann der Arbeiter nur die Hälfte des einfachen erhöht ift befchloffen worden, daß die Jahreszahl 1900 durch 00, schaffen, welche bei den Wahlen den Besitzenden über den Nicht( einen) Beitragssatzes zu leisten.d 1901 burch 01, 1902 burch 02 u. f. w. bezeichnet werden soll. besitzenden stellen. Aber das Bedenken in letter Hinsicht dürfte Nach dem Entwurf wurde für Versicherte, welche ihren Lohn Der Antrag ber britischen Bertreter, als Gegenwerth des Vereins- in dem Maße schwinden, als die selbständige Klaffenpolitit der theilweise in Naturalform( Verpflegung) erhalten, derjenige Lohn portos von 25 Centimes in englischer Währung 2 d festzusetzen, ist Arbeiter um sich greift, und so kann es kommen, daß die Arbeiter als maßgebend angenommen, welcher in reiner Geldform in der be vom Kongreß abgelehnt worden. Am 3. Juni sind die Plenar- tlaffe dieses Landes einmal gezwungen sein wird, sich erst wieder treffenden Gegend für gleiche oder ähnliche Arbeitsleistungen bezahlt berathungen beendigt worden; über die Beschlüsse der Plenar- bas allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht erobern zu müssen, ehe wird. Die Kommission hat nun diese Bestimmungen, um den verfammlung liegen Mittheilungen noch nicht vor. Als Sig des sie zu dem Versuch schreiten kann, auf friedlichem und gefeß- Bauern und Handwertern entgegenzutommen, zu ungunsten nächsten Kongresses, der im Jahre 1908 stattfinden wird, ist Nom lichem Wege" eine Umwälzung der Gesellschaft herbeizuführen. Der Arbeiter arg verschlechtert. Nach ihren Abänderungen fällt näm bestimmt worden. Hier in New- York und Umgebung haben wir wieder einmal einen lich nur der über die Naturalleistung hinaus entrichteke Lohn Chronit der Majestätsbeleidigungs ProMaffenstreit der jüdischen Schneider. Diesmal effe. Aus Mainz wird uns geschrieben: Der Schreiner hauptsächlich die Rockschneider, daneben noch die Rinderjackets in betracht, so daß die Bauern und Handwerker allerdings nur einen find es für die Prämienbezahlung wie für die Höhe der Krantenunterstüßung Johann Deiner hatte in Worms gearbeitet und dort in der macher und die Arbeiter einiger anderer untergeordneten Fächer. geringen Betrag als halbe Prämie zu entrichten, der betreffende Familie seines Arbeitgebers im Privatgespräch üble Nachreden gegen Die Ursache ist die alte: Weigerung der Schwigbosse, die vor der Arbeiter aber dafür auch mit der Geldunterstützung den deutschen Kaiser geführt. Er wurde aus der Arbeit entlassen guten Saison" mit den Arbeitern getroffenen Bereinbarungen ein handlung und Arznei sind gleich unentgeltlich gewährt einen ge ärztliche Be und denunzirt. Am Montag stand er vor der Straffammer des zuhalten, welche regelmäßig während der„ tödten Saison"( in welcher ringen Betrag und viel weniger erhält, als andere Versicherte. Mit Landgerichts, welches ihn zu drei Monaten Gefängniß wegen der allerordinärste Echoddy zur Verarbeitung gelangt, dessen Ver- Recht ist Nationalrath Forrer mit dieser Verschlechterung sehr un Majestätsbeleidigung verurtheilte. wendung bei Bahlung der regulären Löhne und Einhaltung zufrieden und macht darauf aufmerksam, daß auch dieser Umstand Schweiz. der bito Arbeitszeit überhaupt unmöglich wäre) suspendirt werden. Dazu beitragen wird, der Landwirthschaft und dem Handwerk die auch in Philadelphia ist ein solcher Streit im Gange, wo die Löhne Arbeitskräfte noch mehr zu entziehen, als es schon jetzt der Fall ist. noch 15 pet. unter den hiesigen stehen. Für Prämien wie Unterstüßungsberechnung werden neun Lohnklaffen von 1,20-4,50 Tagesverdienst gebildet. Jion und nach Was die Bezeichnung der Jahreszahl in jene zwei Seelen in der Brust" tragen, indem sie als Polititeraffe abzuliefern. Für Betriebe mit besonderer Erkrankungs- und Die Generalversammlung der Kaffe kann aus sämmtlichen Versicherten und Delegirten bestehen und zwar halten die Unternehmer wie die Arbeiter gesonderte Generalversammlungen ab. Die Antheilnahme der Unternehmer an der Berwaltung besteht in der Genehmigung der Statuten und deren Abänderung, des Jahresberichts und der Jahresrechnung, der Wahl von Schiedsrichtern in das Kreisschiedsgericht, gleich den Arbeitern, in der Bertretung durch einen Mann im Vorstande. Die Selbstverwaltung der Die Schweizerische Kranken- und Arbeiter ist durch diese Rechte der Unternehmer wesentlich gefchmälert. Die Bestimmungen über die Betriebstrantentaffen bieten nichts Besonderes und wird sich übrigens noch Gelegenheit bieten, darauf KUT B 304 oid Unfallversicherung. inte Bern, 11. Juni. Basel, 14. Juni.( Gig. Ber.) Der Proporz war in der gestrigen Bolts abstimmung erfolgreicher als vor sieben Jahren, wo er mit 4217 gegen 2755 Stimmen abgelehnt worden, gestern Washington, 14. Juni. Dem Senate wird binnen Kurzem fand er mit 2730 gegen 2634 Stimmen, also mit einer Mehrheit ein Vertrag vorgelegt werden, welcher die Annexion von Hawaii von 96, Annahme. Aber dieselbe ist nur die prinzipielle. Das vorsicht, ohne über die fünftige Regierungsform Bestimmung zu Ausführungsgesetz hat nun erft zu folgen und um das treffen, welche Frage den Bereinigten Staaten zu erledigen über felbe, wofür bereits ein regierungsräthlicher Entwurf vor- laffen bleibt. Die Vereinigten Staaten werden die Hawaii'sche liegt, werden neue und heftige Kämpfe entbrennen. Die Staatsschuld übernehmen und sich dagegen Kronländereien und Annahme des Proporzes bedeutet eine neue Niederlage der frei andere Befihungen sichern. finnigen Partei und eine neue Bestätigung dafür, daß sie gegenüber den anderen Parteien keine Mehrheit hat, also eine Minderheitspartei wie die andern Parteien ist. Die Regierung hat an die hiesige Universität den Privatdozenten Dr. Franz Berghof fing, der früher auch an der Berner Universität dozirte, als Professor der Nationalökonomie be rufen. Herr Dr. Berghof hat eine Vol der Kritik Heute hat im Nationalrath die Berathung der beiden zurückzukommen. Umsomehr interessiren die freien Krankenals oberflächlich erklärte Geschichte der schweizerischen Ar- Gefeßentwürfe, betr. die Kranken- und Unfallversicherung, begonnen faffen. Nach dem Ferrer'schen Entwurf konnte eine folche ber beiterbewegung geschrieben und nun wird dieser Stribent", und trotzdem sie kapitel und nicht artikelweise geführt wird, dürfte Gemeindetrantentaffe gleichgeftellt werden, wenn sie die gleiche Krankenschreibt die Züricher Arbeiterstimme", zum Professor in sie wohl doch etwa 14 Tage in Anspruch nehmen, da die Materie unterstützung unter gleichen Verhältnissen wie diese leistet, und sie Basel ernannt". Für die Basler Regierung und Erziehungs- eine sehr weitläufige ist; umfaßt doch der Krankenversicherungs- fonnte dann auch die halbe Prämie vom Unternehmer erheben, wie direktion ist diese Ernennung, sagt das Blatt weiter, ein erschreck. Gesezentwurf über 200 Artikel auf beinahe 200 Druckfeiten und der sie auch den gleichen Anspruch auf den Bundesbeitrag hatte. Aber liches geistiges Armuthszeugniß. In der That, war kein anderer jenige, betreffend die Unfallversicherung, über 100 Artikel auf etwa diese Gleichstellung, d. h. der Charakter einer eingeschriebenen Mann als Profeffor der Nationalökonomie an der Basler Universität 40 Druckfeiten. Krantentasse, tonnte ihr entzogen werden, wenn durch sie eine aufzutreiben? Der Anfang zu dieser Gesetzgebung liegt nicht weniger als öffentliche Strantentase gefährdet werde. Das Bern, 15. Juni. Der Nationalrath hat heute mit 136 Stimmen der Baseler Abgeordnete Klein eine Motion auf Prüfung der Frage, mit Obstruktion, wenn diese Bedingung nicht gestrichen werde. Aber 12 Jahre zurück. Am 20. März 1885 ftellte im Nationalrath gegen liefen nun die welschen Kranfenfaffen Sturm und drohten einhellig beschlossen, in die Einzelberathung der Kranken- und Unfall ob nicht eine allgemeine Arbeiter- Unfallversicherung anzuftreben fet. fie verlangten noch mehr, nämlich, daß sie weniger Krantenunter versicherungs- Vorlage einzutreten. Die Motion wurde als erheblich erklärt und damit die Versicherungs- ftüßung, nicht über 2 Frants pro Tag, Teisten dürfen, wie die öffent Frankreich. Gefeßgebung eingeleitet. Die folgenden Vorarbeiten können hier lichen Raffen, verzichteten dagegen anderseits auf den Unternehmer Paris, 13. Juni.( Eig. Ber.) Ueber die politischen füglich übergangen werden. Am 26. Ottober 1890 fand die Bolts beitrag( halbe Prämie). Und die Kommission erfüllte ihre Wünsche, Umtriebe des Klerus in der Bretagne hat die Unter- abstimmung über den neuen Artikel der Bundesverfassung: Der fo baß es nach deren Borlage zweierlei eingefchriebene( freie) Rassen fuchungsfommission in Sachen der Wahl des Abbé GayBund wird auf dem Wege der Gefeßgebung die Stranten- und giebt; folche mit Unternehmerbeitrag und gleicher Geldunter rand ein erdrückendes Material beigebracht. Einen Begriff davon Unfallversicherung einrichten, unter Berücksichtigung der bestehenden fügung wie die Gemeinde- Krantentaffe, und solche ohne Unter geben schon die Kapitelüberschriften des umfangreichen Kommissions Krankenkaffen. Er kann den Beitritt allgemein oder für einzelne nehmerbeitrag und mit nur 1 Fr. täglicher Geldunterstügung. berichts: Propaganda während der Predigt, Bedrohung der Bevölkerungsklassen obligatorisch erklären" statt und er wurde Nationalrath Forrer tröstet sich über dieses föberalistische Unikum Wähler mit Höllenstrafen, Einschüchterung der Frauen, Bedrohung mit 283 228 gegen 92 200 Stimmen, also mit einer großen Mehrheit damit, daß sich nur wenige Arbeiter finden werden, bie die ganze der Asyl- Insassen, Druck auf die Bedürftigen, Druck auf die Pächter, angenommen. Prämie bei geringer Unterstüßung zahlen, wenn sie nur bie halbe Verweigerung der Absolution und der Ostern- Beichte, Verweigerung Daraufhin wurden die Entwürfe ausgearbeitet, befriedigten bei voller Unterstüßung zu entrichten brauchen, und sodann über die der kirchlichen Trauung, Entlassung von weiblichen Kloster- aber, namentlich die Arbeiter, so wenig, daß sie 1898 auf dem wohlthätigen Folgen dieser Konkurrenz für die Geschäftsführung der novizen, Briefe von Seminaristen( geschrieben unter dem Diktat der außerordentlichen Arbeitertage in Zürich die Aufstellung eines Gemeinde- Krantentaffen. Geistlichen an Eltern und Verwandten zu gunsten des Abbé Gayrand), Initiativbegehrens auf unentgeltliche Krankenpflege und Einführung Die Unfallversicherung, und über diese können wir uns Verlegung des Briefgeheimnisses, Wahlversammlungen in der des Tabakmonopols beschlossen und dafür die nöthigen 50 000 Unter- furz faffen, lehnt sich im wesentlichen an die Organisation der Kirche. Ein Lehrer bezeichnete vor der Untersuchungskommission schriften aufzubringen versuchten. Da aber nur 47 000 aufgebracht Krankenversicherung, auch bezüglich der Behörden, an. Sie ist die flerikalen Umtriebe als eine schwarze Schredens herr- wurden, war die Initiative gescheitert. Durch ihre Aufstellung war sentralisirt und wird durch die zu errichtende Unfallversicherungsa schaft". Einem frommen Bürgermeister werden wegen feiner natürlich viel Zeit für die Fortführung der vorbereitenden Arbeiten Anstalt in Bern betrieben. Auch sie genießt Portofreiheit. Wer republikanischen Ueberzeugungen seit vielen Jahren die Satramente verloren gegangen, ba die ganze Angelegenheit inzwischen ruhen dem Versicherungszwange bezüglich Erkrankung unterliegt, für verweigert. Während des Wahlkampfes hette der Klerus Grund mußte. den besteht auch das Obligatorium der Unfallversicherung. befizer gegen Bächter, Herren gegen Diener oder auch Diener gegen, Anfangs 1896 veröffentlichte nun der Bundesrath eine 600 Druck. Außer der Versicherungsanstalt in Bern stehen der Unfall Herren und sogar Ehefrauen gegen ihre Chemänner. Mehrere feiten lange Botschaft mit den zwei neuen Gefeßentwürfen, welche versicherung noch die Kreisbehörden und die Krankenkassen als Beugen aussagen lauten dahin, daß die keuschen Pfaffen den immerhin die Forderungen der niative für unentgeltliche Kranken- Organe zur Verfügung; ferner wird dem eidgenössischen Versiche Frauen für den Fall, daß ihre Männer nicht für den pflege und dies ist auch ein Erfolg berücksichtigte. Der rungsamt ein Versicherungsrath beigegeben, welchen der Bundesrath Abbé Gayrand stimmen sollten, den wie foll ich es schicklich Nationalrath bestellte fodann eine Kommission zur Vorberathung, bestellt, und zwar zu gleichen Theilen aus den Kreisen der Arbeiter nächtlichen Ehestreit angerathen hätten.. die ziemlich ein Jahr währte und wobei wesentliche Abänderungen und Unternehmer. Bis zu sechs Wochen haben die Krankenkaffen Bei alledem handelte es sich, wohlgemerkt, um einen Wahlkampf an den Entwürfen, wie sie im Auftrage des Bundesrathes der die Unfallverlegten auf ihre Rofien zu verpflegen, sodann hat sie nicht etwa gegen einen Freidenker, sondern gegen einen gut Nationalrath Advokat Dr. Forrer in Winterthur ausgearbeitet hatte, bie Unfallversicherung zu unterstüßen, aber ebenfalls durch die Mitfatholischen Monarchisten, den Grafen de Blois. Der Klerus hatte vorgenommen worden sind. wirkung der Krankenkassen, welche dafür entschädigt werden. Die sich aber darauf versteift, daß der Wahlkreis des Erzbischofs Freppel Der Versicherungsawang erstreckt sich auf alle unfelbständig er- Unfallversicherung gilt für alle, auch nicht berufliche und des Bischofs d'Hulst unabänderlich von einem Pfaffen vertreten werbenden Personen männlichen und weiblichen Geschlechts, welche Unfälle und tann man fich in Rücksicht darauf wohl fein muß. Der fromme Graf wurde daher für den Kandidaten des in Transport, industriellen, gewerblichen, taufmännischen, land- und mit der sechswöchentlichen Unterstützung durch die KrankenZeufels", hingegen der unter der republikanischen Maste auftretende forstwirthschaftlichen Betrieben arbeiten, sowie auf alle Dienstboten taffe abfinden, obwohl eine Karenzzeit von vier Wochen Abbé Gayrand für den Kandidaten des Papstes" erklärt. Und in vom 14. Altersjahr an, sofern nicht die Beschäftigung durch die ebenfalls genügt hätte; umfomehr, als zu gunsten der der That trieb die päpstliche Kurie eifrige Propaganda für den mit Natur ihres Gegenstandes oder im voraus durch den Arbeitsvertrag Unternehmer der Bund die Verwaltungskosten und außerdem dem Titel der apostolischen Missionare ausgezeichneten Abbé. auf einen Beitraum von weniger als einer Woche beschränkt ist noch 25 pet. an die Prämie zahlt, welche die Kommission allerdings ausdrücken? Die rückständige bretonische Bauernschaft, die Nachkommen der( Taglöhner, Dienstmänner 2c.). Diese Bestimmungen gelten auch auf 20 pet. reduzirte, dafür aber die Arbeiter mit 1624 000. Frts. fontrerevolutionären Chouans, werden zwar von jeher vom Pfaffen für alle öffentlichen Betriebe und für alle im Dienste anderer neu be- und die Unternehmer um etwa 18/4 Millionen entlastete.. zur Wahlurne geführt. Nie aber hat der Klerus bisher so frech stehenden Personen mit weniger als 5000 Fr. Jahreseinkommen. Bei dieser Belastung der Arbeiter sollte die Karenzzeit wegfallen, und mit so verwerflichen Mitteln das Wahlrecht zur Poffe gemacht. Für die Taglöhner, Hausindustriellen, Dienstmänner 2c. kann jede denn eins oder das andere, beide Leistungen sind zu viel, umſomehr, Das Rabinet Meline lebt eben nicht umsonst von der Gnade der Versicherungsgemeinde den Versicherungszwang beschließen. Neben als die Nichtberufsunfälle der Arbeiter verschwindend Clein find Kleritalen. den obligatorischen Mitgliedern können auch Nichtversicherungs- gegenüber den Berufsunfällen. Die Untersuchungskommission, die mit einer erbrückenden, aus pflichtige in die Krankenkassen, also auch in die öffentlichen, ein Wie die unternehmerfreundliche Kommiffion des Nationalrathes der Opposition und einem Theile der Opportunisten zusammen- treten. die Geldunterstützung der Krankenversicherung von 66 pt. des gefeßten Mehrheit beschlossen worden war, schlägt selbstverständlich Die Forrer'schen Entwürfe wollten sodann ohne Rücksicht auf Tagesverdienstes auf 60 pet. herabsente, so auch für die Unfall. bie Annullirung der Wahl Gayrand's vor.die Kantonsgrenzen eidgenössische Versicherungstreife bilden mit versicherung. Dieser Saz gilt sowohl für die einjährige Unters Frage ihrer Instruktion entsprechend bejahten, so mußte etwa 150 Personen, darunter viele Kleinbauern, besucht. Sie hörten fügungsdauer des Verlehlen, der während diefer Zeit auch ument- 1 Die Böttcher beschlossen, im Laufe dieser Woche in allen| Französisch- Buchholz ertheilte auch die Bescheinigung hierüber. er aber das Verbot, geltliche ärztliche Behandlung wie Arznei erhält, als auch für die Betrieben den Zebuftundentag zu fordern. Herrn Kremzom selbst übermittelte Festsetzung der Rente. Nur in außergewöhnlichen Nothfällen Die Klempner in Helmstedt in Braunschweig stehen mit den den Saal betreten zu lassen. Sollte in dem Saal eine Verso werde die Vers kann der Satz bei beiden Versicherungen bis auf 100 pt. erhöht Meistern wegen Lohnforderung in Unterhandlung und ersuchen sammlung abzuhalten versucht werden, so werden, d. h. es muß also erst wieder gebettelt werden. Die Renten deshalb die Fachgenoffen, den Zuzug vorläufig zu unterlassen. fammlung, hieß es in dem Verbot, mit allen zu Gebote stehenden der Hinterbliebenen, Wittwen und Kinder, dürfen zusammen nicht Mitteln verhindert werden". Begründet war das Verbot damit, über 50 pCt. des Jahresverdienstes des Verstorbenen hinausgehen. start besuchte Bergarbeiter- Bersammlung nahm am Sonntag Stellung behauptet hingegen, der Saal sei banpolizeilich abgenommen. Unſere Aus Teuchern berichtet das Volksblatt für Halle": Eine sehr daß der Saal an baupolizeilichen Mängeln leide. Herr Kremzow Die Renten werden monatlich auf der Post ausbezahlt. Für die Berechnung der Prämien werden Gefahrentarise aufgestellt und für zur Ablehnung der Forderungen durch die Grubenverwaltungen. Benoffen befragten die Gendarmen, ob in der That die Versamm Das wenige, was bewilligt worden ist, genügt nicht, es wurde denn die Sicherstellung der Renten das Deckungsverfahren eingeführt. auch einstimmig eine Resolution angenommen, welche besagt, das lung im Saale gewaltsam inhibirt werden würde. Da diese die Für die Bundesrath und für die Unfallversicherung war es nach dem Vor- auf Erfüllung fämmtlicher Forderungen bestanden wird und daß im die Bersammlung aus dem großen, fühlen Gaal in die minder fchlag des Bundesrathes das Bundesgericht in Lausanne; die Kom fommission wurde gewählt, die sich mit den Grubenverwaltungen großen Nebenräume verlegt werden. Die Versammlung war von miffion hat aber in Uebereinstimmung mit dem ursprünglichen Vorschlag in Verbindung fehen soll. Die Lage ist sehr fritisch und ernste gespannt den Ausführungen des Genossen Stadthagen zu, der Forrer's beschlossen, ein besonderes Bundesversicherungsgericht zu Differenzen sind unausbleiblich, wenn die Unternehmer ihre über die politische Lage sprach. Als Stadthagen auf die Schilderung Das find die wichtigsten Partien der beiden Gefeßentwürfe Dividendengier nicht zu gunsten der arg bedrückten Arbeiter zügeln. des Gegensatzes zwischen Großgrundbesigern und Bauern zu sprechen betreffend das Versicherungswesen. Die organisirte Arbeiterschaft ist mit Die Spahn'sche Etuisfabrik in Eisenberg i. Th.( In fam, wurde ihm lebhaft Beifall gezollt. Gleich darauf erklärte aber mehreren Bestimmungen derselben sehr unzufrieden, sie sind ihr zu haber Ernst Schmidt) hat an ihre Kunden unterm 10. Juni ein der überwachende Gendarm, die Versammlung müßte aufgehoben fehr kapitalistisch und arbeiterfeindlich, zu viel föderalistisch und zer: Rundschreiben erlassen, worin es heißt:„ Es dürfte Ihnen nicht un- werden, weil es zu warm sei. Der Vorsitzende, Genosse Freyfahren, und es wird nun abzuwarten sein, in welcher Form beide bekannt sein, daß der im vorigen Jahre vom 2. November bis gab höflich zu, daß es allerdings infolge der Entwürfe aus den Berathungen des Nationalrathes hervorgehen 20. Dezember dauernde partielle Etuisarbeiterstreit das Ergebniß Behinderung der Inanspruchnahme des großen, fühlen Saales warm fei. Das sei aber kein werden. Hernach haben sie noch den Ständerath zu pafsiren. hatte, daß die am meisten bedrohte Fabrik den Arbeitern sämmtliche etwas Jedenfalls wird manche Verbesserung playgreifen müssen, wenn nicht Forderungen zugestand. Jezt nun schon machen sich Zeichen bemert- Aufhebung einer Versammlung, deren Theilnehmer durch ihre gein der nachfolgenden Boltsabstimmung beide Gefeße von der Bolts bar, daß wir dieses Jahr mit einem allgemeinen, bedeutend früher spannte Aufmerksamkeit bewiesen, daß sie selbst in den Räumen mehrheit verworfen werden sollen. beginnenden Streit zu rechnen haben..... Ich richte deshalb an und bei der Size der Versammlung beiwohnen wollen. Der Sie die ergebene und dringende Bitte, Ihren Weihnachtsbedarf in überwachende Wachtmeister erklärte nunmehr, daß er die Versamm Etuis schon jetzt zu decken, um die Lager darin zu vervollständigen lung auflöse, weil es zu warm sei. Die Versammlung war damit und uns somit die schwierige Lage erleichtern zu helfen." errichten. Partei- Nachrichten. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. leber die Lohubewegung der Tischler wird vom Streit Romitee mitgetheilt, daß 750 Tischler in 85 Werkstätten zu den neuen Bedingungen arbeiten, während 100 im Streit stehen. wald, Grund für die natürlich vorbei. Nach derselben sprachen mehrere Bauern den In Karlsbad in Böhmen erscheint seit Anfang Juni ein In Dresden ist in der Blumen und Blätter fabrit Genossen gegenüber ihre Entrüstung darüber aus, daß die VerPartei Organ unter dem Titel Die Arbeiterpresse" von Gebr. Referftein, Polirgaffe, dem ganzen männlichen fammlung verhindert war. Sie seien theilweise über eine Meile weit wöchentlich einmal. Redaktion und Administration befinden sich in Personal wegen Nicht- Unterschreibens der neuen Fabrikordnung ge- hergekommen, seien mit den gehörten Darlegungen des Abg. SlabtRarlsbad, Panoramastraße, im Reichsadler". fündigt worden. Die Gefündigten erfuchen um Vermeidung des hagen durchaus einverstanden und bäten nur, baltmöglichst eine neue Ber Zuzugs. Selbstredend fammlung, auch wenn es heiß sei", einzuberufen. wird gegen die Inhibirung der Versammlung und gegen die Auflösung Beschwerde sowie gegen den Amtsvorsteher Klage auf Er Der Amtsvorsteher stattung des Miethszinses erhoben werden. Der Stand der Lohubewegung der Maurer ist, wie Ueber den weiteren Verlauf des Töpferstreiks in München Schulze war 1890 und 1893 ein eifriges Mitglied des konservativen in der gestrigen Versammlung mitgetheilt wurde, ein äußerst wird uns aus dem Verbandsbureau der Töpfer geschrieben: Die Wahlkomitees und hatte im Jahre 1890 gegen Stadthagen auf günstiger. Von 6353 Maurern, die auf 576 Bauten in be- Innungsmeister, deren Hartnäckigkeit den Streit so in die Länge Bestrafung wegen Hausfriedensbruchs angetragen, weil dieser eine tracht kommen, arbeiten bereits 3229 zu den geforderten Bezieht, beginnen unter sich uneinig zu werden. Nachdem am 12. Juni von Schulze geleitete Bersammlung besucht und angeblich der Aufdingungen. Als Streifende find gegenwärtig 2044 Maurer zu verberungen der Arbeiter unterschriftlich anerkannt hat, bewilligte am gekommen war. der erste derselben, bei dem 12 Mann beschäftigt sind, die For- forderung des Herrn Schulze, das Lokal zu verlassen, nicht nachStadthagen wurde freigesprochen. Bei der Vergeichnen. Nur 1080 arbeiten au den alten Bedingungen. 14. Juni auch die Firma Hausleiter, die in München von handlung wurde aber u. a. festgestellt, daß die von mehreren Amisfeiten des Publikums entschieden zu den besten Geschäften gerechnet vorstehern und dem Liebenwalder Bürgermeister geleitete Verfamms wird. Weitere Anerkennungen der gestellten Forderungen find in lung nicht polizeilich angemeldet war. Der Mangel einer polizeis Die Kupferschmiede Breslau's befinden sich seit dem 15. Maiden nächsten Tagen zu erwarten. Von den Streifenden fiel während lichen Anmeldung in der von Schulze geleiteten Versammlung wäre Hedmann giebt sich Mühe, Kupferschmiede aus Böhmen sowie teiner ab. Es wird gebeten, so wie bisher auch weiter den Zuzug von Wärme ist nach dem Gesetz kein Auflösungsgrund. Man fitn Die Firma der fünf Wochen, wo sie sich im Ausstande befinden, bisher noch ein gefeßlicher Grund zur Auflösung gewesen, der Ueberfluß aus anderen Gegenden heranzuziehen. Bis jetzt ist das erfolglos geblieben. Es wird gebeten, auch ferner alle Annoncen in bürger von Ofenfegern nach München fern zu halten. Die Forderungen der Tischler Münchens sind von den unsere Genoffen auf dem Lande zu kämpfen haben und daß die berechtigt erachtet, die besser die indifferente Masse aufrütteln, gelehnt worden. als es die schönsten Flugblätter vermögen. Wer ist doch der Geist, Deutsches Reich. im Streit. Der Geist unter den Streifenden ist gut. lichen Blättern nicht zu beachten, bis im Vorwärts" der Streit für Bertretern der Zischler, Bau- und Zimmermeister sämmtlich ab. Polizei sich auch nicht weit von den Thoren Berlins zu Maßregeln beendet erklärt ist. Achtung, Holzarbeiter! Der Tischlermeister G. Kindling, Billardfabrikant aus Magdeburg, deffen Arbeiter wegen Maßregelung zweier Kollegen im Streit stehen, sucht in Gotha und Landeshut in Schlesien Ersatzkräfte, wovon die dortigen Fach genoffen mit der Bitte benachrichtigt werden, um Fernhaltung des Zuzuges bemüht zu sein, In Brandenburg haben, wie in der letzten Sigung des Ge wertschaftskartells mitgetheilt wurde, die Tischler obue Streit eine Berkürzung der Arbeitszeit auf 59 Stunden und eine Lohnerhöhung von 18-14 pt. erreicht. 24 Die Maurer in Sonnenburg hatten beschlossen, die zehnflündige Arbeitszeit und einen Stundenlohn von 25 Pf. einzuführen. Die Arbeitszeit war bisher, wie uns berichtet wird, elf- bis zwölf Mitglied der Innung belagten die Maurer ibre Forderungen befündig und der Lohn betrug täglich 2 M. und weniger. Von einem willigt, bei den übrigen stellten sie zumeist die Arbeit ein. Dem Junungsmitglied, das bewilligt hatte, waren einige städtische Arbeiten übertragen worden. Dieser Unternehmer machte nun die Bewilligung der Maurerforderungen wieder rückgängig, als im Amtsblatt" folgende Bekanntmachung erschienen war: Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß wir mur folche Bauhandwerker und Arbeiter im städtischen Dienste beschäftigen, welche die bisher ortsgebräuchliche Arbeitszeit bis 7 Uhr abends innehalten. Sonnenburg, den 5. Mai 1897. " " Der Magistrat und die Polizei- Verwaltung." Ausland. Die Tischler und Zimmerer in Belfort in Frankreich stehen im Streit. Sie verlangen nach unserem Gelde-40 Pfennig Stundenlohn und Verkürzung der Arbeitszeit von 121/2 auf 10 Stunden. Von 200 Mann betheiligen fich 160 Mann an der Bewegung. Die Société des Ouvriers françaises hat den Ausständigen 1000 Fr. Unterstüßung bewilligt. Unternehmer- Verbände. der manchmal Böses will und doch nur Gutes schafft? Stralan. Die Protestversammlung gegen das Vereinsgeseh für Stralau Rummelsburg und Friedrichsberg, die am 9. d3. Wits. in Rummelsburg tagte, war von ca. 100 Personen besucht. In einem sehr beifällig aufgenommenen Referat geißelte Stadthagen treffend die reaktionären Bestrebungen der Regierung. Die in Berlin angenommene Resolution gelangte auch hier einstimmig sur An nahme. Steglit. Am 8. d. M. fand in Steglit im Gambrinus" eine Der 1884 gegründete Berein schweizerischer Maschinen- öffentliche Volksversammlung ftatt, in der Genoffe Massatsch industrieller umfaßt über 100 Gießereien, Maschinenfabriten, Berlin über die heilige Stellung der Frau" referirte. Der Vor Fabrifen für elektrische Maschinen 2c., wo rund 21 000 Arbeiter be- tragende verstand es, in fesselnder Weise sich seiner Aufgabe zu ent behäftigt fing. Der Berein Beitsnachweis Bureau, artichtet nicht flatt. Bum Schluß wurde die Lokalfrage einer scharfen Kritik schäftigt find. Der Verein giebt in der ganzen schweizerischen Breffe ledigen, wofür ihm reicher Beifall gezollt wurde. Diskussion fand hat, deffen Statut aber jede Beurtheilung des Be- unterzogen. verbers ausschließe" und sich nur auf die Arbeitsver- Bernau. Lehten Sonnabend hielt Genosse Bebel hier eine mittelung beschränke. Das Bureau ist in Zürich. Das sieht, sehr gut besuchte Boltsversammlung ab, in der er über das Thema schreibt unser Züricher Korrespondent, febr harmlos aus, ob nicht sprach: Die ökonomische Entwickelung und die Sozialdemokratie. doch noch etwas anderes dahinter steckt? Für die Metallarbeiter Bei dem Beginn der Versammlung fam es zu einer kurzen Aussollte dies Aufporn zu umfassender und guter Organisation sein, einandersetzung mit dem die Versammlung überwachenden Gendarmen, womit es aber noch sehr unbefriedigend steht. der nicht dulden wollte, daß die Fenster des Saales geöffnet blieben, weil man draußen den Vortrag hören könne. Da derselbe aller Bors ftellungen ungeachtet Miene machte, die Versammlung aufzulösen, gab man ihm scheinbar nach; die im Garten stehenden Leute hörten doch Soziales. Die Bäckerinnungen des Unterverbandes der Provinz was sie hören wollten. Am Schlusse der Versammlung befürwortete Der Obermeister der Sonnenburger Baugewerks- Jnnung soll, Brandenburg, dem zur Zeit 96 Junumgen mit 2884 Mitgliedern der Referent die Annahme einer scharfen Resolution gegen die ge wie uns mitgetheilt wird, Mitglied des Magistrats sein. angehören, hielten am Montag in Berlin ihren 13. Berbandstag ab. plante Vereins- und Versammlungsgesetz- Verschlechterung, die ein Jedenfalls muß die Bekanntmachung als eine behördliche Unter-& wurde dort der übliche Sturmlauf gegen die Bundes- ftimmig Annahme fand. Konstatirt muß noch werden, daß das ftützung des Unternehmerthums gegen die Arbeiter aufgefaßt werden. Im Stumm'schen Zeitalter ist eine solche Unterstützung ja nichts rath- Berordnung exekutirt. Die sozialpolitische Einsichts- einzige dort erscheinende Blatt( Amtsblatt) sich weigerte, eine Annonce feltenes. Daß aber das Eintreten der Behörden für die Unter- losigkeit der Herren vom Backtrog verdichtete sich in folgendem für die Bersammlung aufzunehmen; auf den Besuch derselben hatte nehmer bei Lohnkämpfen das sicherste Mittel ist, um die Arbeiter zu Beschluß: In anbetracht der enormen Schädigung, welche die das kleinliche Mittel der Chifane keinen Einfluß. Bundesraths- Berordnung Anhängern unferer Partei zu machen, darüber sollten sich die Bäckergewerbe nicht nur in den Großstädten, sondern auch in kleinen Bundesraths Berordnung betreffend den Maximal- Arbeitstag im Staatserhaltenden in Sonnenburg doch keiner Täuschung hingeben. und insbesondere auch in Babe- Orten gezeitigt hat, ersucht der Wer- Depelien und lehte Nachrichten. bandstag den hohen Bundesrath, die Berordnung wieder aufzuheben. Die Frankfurt a. M., 15. Juni.( B. H.) Der Frankf. 8tg." Erfüllung dieser Bitte dürfte um so gerechtfertigter sein, als der wird aus Hamburg telegraphirt: Der Senat beantragt bei der Meister beim Maximalarbeitstag vollständig von den Gesellen ab- Bürgerschaft die Bewilligung von 11 Millionen Mark für den hängig wird und nur solange unbestraft bleibt, als sein Personal Bau neuer Häfen. damit einverstanden ist." Darmstadt, 15. Juni.( B. H.) Bürgermeister Köhler( natl.) wurde heute bei der Landtags- Erfahwahl gewählt. Aus Kattowik wird uns berichtet: Auf der benachbarten fürstl. Sobenlobe'schen 3inthütte Hohenlohe hütte brach am 11. Juni ein Streit der gesammten Arbeiterschaft - über 400 Mann- aus. Alle Arbeiter( Schmelzer, Bedienungsmannschaften, Heizer und Reservearbeiter) verlangten eine Lohn erhöhung, die ihnen am 12. Juni früh auch gewährt wurde. Die Obermeister Bernarb referirte dann über die Drganis volle Einmüthigkeit der Streifenden hat ihnen also einen vollen fation des Handwerts. Der Redner sprach sich für den jezt Wien, 15. Juni.( W. Z. B.) Wie verschiedene Morgenblätter Erfolg gebracht. Unter allen Hüttenarbeitern ist die Lage der Bink dem Reichstage vorliegenden Entwurf aus. Von einer Zwangs aus Teplig melden, tam es am Sonntag bei einem Ausfluge, hüttenarbeiter die schlimmste. Gerade deren Arbeit ist die gefähr- Innung und vom Befähigungsnachweis tönnten sich die Bäcker welchen etwa 500 Sokolisten nach Karbiz unternommen hatten, in lichste und wird doch am schlechtesten bezahlt. Das Einathmen der meister nicht viel versprechen. Hoffentlich werde der Reichstag gleich legterem Orte zu einer Schlägerei mit den Deutschen, bei welcher Schwefelgase und die Gluth der Zinköfen ruinirt die Arbeiter in nach den Ferien den Entwurf zum Gefeß erheben. Der Verbands- auf beiden Seiten einige Personen verwundet wurden. wenigen Jahren; besonders die Schmelzer werden, wenn sie lange tag erklärte sich mit dem Standpunkt des Referenten einverstanden. Nikolsburg, 15. Juni.( B. H.) Ju Bratelsbrunn schlug der bei ihrer Arbeit bleiben, felten viel über 30 Jahre alt, und doch Arbeiterrifiko. Aus 3 wida u i. S. wird uns unterm Blig während des gestrigen Nachmittags- Gottesdienstes in die Pfarre verdienen auch sie nur ca. 3 M. pro Schicht. Die Arbeit an den 14. Juni mitgetheilt: Heute Nachmittag explodirte der Luftkessel im tirche und tödtete ein vor dem Altar betendes 17jähriges Mädchen. Schmelzöfen ist so anstrengend, daß die Leute immer nach wenigen Maschinenraum des Schaderschachte 3". Die umliegenden Zwei Frauen wurden verletzt. Stunden schwach werden und Refervemänner antreten müffen. Die Paris, 15. Juni.( W. T. B.) Die Deputirtenkammer feste schlesischen Binkhütten sind die reinsten Arbeiterhöllen. Nach der Nach der Schuppen wurden vom Feuer ergriffen und total zerstört. Vorschrift des Oppelner Regierungspräsidenten waren alle Zwei Arbeiterinnen und ein Fördermann waren sofort todt, beute die Berathung der Vorlage betreffend die Bank von fieben Arbeiter wurden schwer verwundet: Der Materials Frankreich fort und nahm mit 303 gegen 230 Stimmen Gastwirthschaften in Hohenlohehütte während des eintägigen Ausstandes den ganzen Tag über schaden ist bedeutend, wird aber, soweit er den über Tage einen Abänderungsantrag an, dahin lautend, daß die Stellung des liegenden Komplex betrifft, durch Versicherung gedeckt. Die Mann- Gouverneurs der Bank nicht mit einem gefeßgeberischen Mandat geschlossen. Die Gastwirthe beschweren sich bereits über diese schaft unter Tage erhielt sofort das Ausfahrtssignal und tonnte un vereinigt werden dürfe. Der Finanzminister Cochery hatte sich gegen In Schönlante streifen 60 Arbeiter einer Zigarrenfabrik um gefährdet das Tageslicht erreichen; doch wird das Gerücht verbreitet, diesen Unterantrag ausgesprochen. Lohnerhöhung. In einer Versammlung der übrigen Fabrikanten ein in einem entfernteren Flöß arbeitender Trupp Bergleute fei wurde befchloffen, die Arbeiter der betreffenden Fabrit unter feinen abgeschnitten, was eine fürchterliche Ratastrophe nach sich ziehen Umständen zu beschäftigen. Durch die Bigarrenindustrie in Schönlante werden ca. 300 Arbeitsfräfte beschäftigt. Maßregel. würde. Versammlungen. Die Maurer in Königsberg i. Pr. hatten in Beziehung auf bie an die Unternehmer gestellten Forderungen( Behnstundentag und Eine öffentliche Versammlung der Fliesenleger tagte am 50 Pf. Stundenlohn) das Gewerbegericht als Einigungsamt an 18. Juni im Englischen Garten". Zum ersten Punkt gab gerufen. Es handelt sich zunächst um 30 Unternehmer. Das Wegener bekannt, daß der Tarif an 16 Firmen abgeschickt worden Gewerbegericht lub diese auf Dienstag voriger Woche zu einer fei, von welchen aber nur 4 Firmen höchst ungenügende und die Sigung ein. Es erschienen aber nur 7 der geladenen Unternehmer übrigen gar feine Antworten eingeschickt haben. In der Diskussion und diese beschloffen, sich erst dann zu entscheiden, wenn die Gesammt heit der intereffirten Maurermeister und Bauunternehmer sich über gemeinsame Schritte in dieser Sache verständigt hat. wurde das Verhalten der Arbeiter in den Firmen Billeroy u. Boch und A. Pied einer scharfen Kritik unterzogen, da von diesen beiden Firmen tein Arbeiter erschienen war. Auf Antrag Kerber und Suppte wurde in anbetracht des schwachen Besuches der Vertrauensmann beauftragt, in kürzester Zeit wieder eine öffentliche Bersammlung mit derselben Tagesordnung einzuberufen. Charleroi, 15. Juni.( B. H.) Die 1200 brotlos gewordenen Arbeiter der fallirten Glaswerte follen ausgezahlt und die Glashütte in furzer Zeit wieder in Betrieb gesetzt werden. London, 15. Juni.( B. H.) Die biesigen Blätter veröffent lichen eine Nachricht aus Sunthal in Madeira, daß der Dampfer " Stot", welder aus Kapstadt hier eingetroffen ist, die Nachricht überbracht habe, der befannte Goldgräberfönig Barnato habe einen Selbstmord begangen, indem er sich unterwegs über Bord ins Meer stürzte. Die Leiche konnte alsbald aufgefischt werden. London, 15. Juni.( B. H.) Die Hochofen- Arbeiter des Kleves lander Bezirts haben beschlossen, da die Arbeitgeber den verlangten achtstündigen Arbeitstag verweigerten, auf den 2. Juli zu kündigen. Venedig, 15. Juni.( B. H.) Der Streit der Reisarbeiter nimmt ungebeure Dimensionen an. Es streiken etwa 9000 Mann. Militär ist bereits nach dem Streifgebiet abgegangen. In Krotoschin in der Provinz Posen legten am 14. Juni Christiania, 14. Juni.( W. Z. B.) Die Europäische Eisen 200 Maurer und Bimmerer die Arbeit nieder, und zwar bahn- Fahrplan- Konferenz ist heute hier eröffnet worden. Achtzehn wegen Nichtbewilligung der 11 stündigen Arbeitszeit( die Unternehmer befiehen darauf, daß täglich 12 Stunden gearbeitet werde) und eines Aufgelöst wegen zu großer Hite wurde eine am Sonntag europäische Länder sind durch 210 Delegirte vertreten; nur GriechenStundenlohnes von 25 Pf. Die Mehrzahl der Streifenden reifte zu Mühlenbeck( Kreis Niederbarnim, 2 Stunden von Pankow) ab land und Luxemburg haben feine Vertreter entsandt. Konstantinopel, 15. Juni.( W. T. B.) Der türkische Gou noch am selben Tage ab. Wenn Buzug ferngehalten wird, ist, wie gehaltene öffentliche Versammlung. Unsere Genossen hatten den uns geschrieben wird, baldiger Sieg der Arbeiter zu erwarten. geräumigen Saal des Herrn Kremzom gemiethet. Kremzow hat verneur von Volo ist von der Pforte angewiesen worden, die von Ju Cuxhaven ift lein Maurerstreit ausgebrochen. Ge- feine Schanktonzession, weil Gesteine Schanktonzession, weil ohne Zuftimmung der Polizei auf thun eigenmächtig erlaffene Verfügung wegen Konfistation des Be fordert wird 43 Pf. Stundenlohn. dem Lande Schanktonzession nicht ertheilt zu werden braucht. fizzes ausgewanderter Theffalier zurückzunehmen. Tauger, 15. Juni.( W. T. B.) Der Mörder des deutschen In Magdeburg Sudenburg find die Differenzen bei der Unsere Genossen mietheten hierauf, da in der Umgegend eine andere Firma K. Wehmer bereits beigelegt. Die Kündigung der Arbeiter Räumlichkeit zur Abhaltung von Bersammlungen nicht zu haben ist, Raufmanus Häßner ist heute früh in Gegenwart des Vertreters der ( Schneider), die sich geweigert hatten, daheim zu arbeiten, wurde das Lotal, denn auch ohne Getränke laffen sich politische deutschen Gesandtschaft, des Gouverneurs und anderer maurischer Bersammlungen abhalten. Der Amtsvorsteher Schulze aus Beamter sowie einer großen Menge Volkes bingerichtet worden. zurückgenommen. Druck und Berlag von Mag Badina in Berlin. Sierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: 2b. Glocke in Berlin. Nr. 137. 14. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 16. Juni 1897. Bur Entwickelung Die Hüttenwerke) verminderten sich von 266 auf berathen wollen. Da in Tegel die Wirthe bisher ihre Säle nicht 237, ihre Belegichaft stieg von 44 041( 156,56 auf 1 Haupt- freigegeben haben, so mögen die Berliner Arbeiter auch anderswo hin betrieb) auf 44 750( 188), die Produktion von 4 297 900 Tonnen ihre Ausflüge n. s. w. richten, als nach diesem Orte. Wollen die des Grokkapitals im Bergwerks-( 16 157,5 auf 1 Hauptbetrieb) im Werthe von 303 880 000 W Tegeler Saalbefizer hübsch unter sich bleiben, so wird die sozialMann und Der Vorstand. auf 6 323 700 Tonnen( 26 680) im Werthe von 393 417 000 m. demokratische Arbeiterschaft sie nicht in diesem Vergnügen stören. M. Die Lokalkommission. J. A.: Oskar Mahle. und Hüffenbetriebe. Diese Entwickelung ist namentlich durch die Roheisenerzeugung im Hochofenbetrieb bestimmt. Hier waren 1885 vor Dritter Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonntag, den Wie das Kleingewerbe in seiner wirthschaftlichen Behanden 125 Werke mit 298 Hochöfen, von denen 229 im Betrieb 20. Juni, Familienausflug nach Grünau. Treffpunkte die Lokale beutung zusehends durch die Ueberlegenheit der Großindustrie waren, und bei einer mittleren Belegschaft von 22768 Mann Wilhelmstraße, und Lindenhayn, Friedrichstr. 2. der Genossen Wagner( früher Lidtke), Friedrichstr. 1, Ede Nach zurüdgedrängt wird, das zeigt jeder Blick in das tägliche wurden 11 325 000 Tonnen Rohstoffe verhüttet und 3 687 400 mittags 3 Uhr: Ueberfahrt mittels der Fähre nach den Leben der Arbeit und jeder statistische Bericht. Aber auch Tonnen Roheisen im Werthe von 160 947 000 m. erzeugt. Auf Spielplätzen am jenseitigen Ufer. Zahlreiche Betheiligung erwartet innerhalb der Großindustrie selbst wiederholt sich der das Werk tamen 182,7 Mann Belegschaft, ein Verbrauch von Der Vorstand. gleiche Vorgang. Je ein Rapitalist schlägt viele toot" 90 600 Tonnen Rohstoffe( Erze, Schlacken, Zuschläge) und Für die Mitglieder des durch den Köllerkoup aufgelösten und wenn im Kleingewerbe die Bersetzung sich nicht in einer eine Produktion von 29 499,2 Tonnen Roheisen. 1895 war Wahlvereins im fünften Berliner Reichstags- Wahlkreis findet am zahlenmäßigen Verminderung der Gesammtzahl der Gewerbe- die Bahl der Werke auf 103 zurückgegangen mit 263 Hoch- Donnerstag, den 17. d. M. in Paster's Lotal, Neue Königstr. 7, eine treibenden zum Ausdruck bringt, da auch die ausrangirten öfen, von denen 212 im Betrieb waren. Die mittlere Beleg Bersammlung statt, in der über die Auflösung Beschluß gefaßt werKleinmeister immer noch als Handwerker leben wollen und schaft betrug 22 029 Mann( 232 pro Werk), der Verbrauch den soll und der Kaffenbericht zur Entgegennahme vorgelegt werden sich durchdrücken müssen, so zeigt sich die Entwickelung zum an Rohstoffen 13 765 800 Tonnen( 133 650 Tonnen), bie wird. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich in dieser WerUeberleben einer Minderzahl Bestangepaßter" in der größeren Erzeugung 5 464500 Tonnen( 52 745,4 Tonnen) im Werthe ſammlung zu erscheinen. Industrie mit voller Deutlichkeit. von 231 570 000 M. Den Fortschritt der Technik bezeichnet mals auf die heute Abend 81/2 Uhr stattfindende außerordentliche Arbeiter Bildungsschule. Wir machen die Mitglieder noch Eine der fefteften Grundsäulen der kapitalistischen Pro es, daß 1885 zur Herstellung einer Tonne Roheisen noch Generalversammlung in der Annenftr. 16 anfmerksam und erwarten duktionsweise wie der heute damit enge verbundenen vater- 3,07 Tonnen Rohstoffe, 1895 nur 2.52 erfordert wurden, und bei der Wichtigkeit der Tagesordnung recht zahlreichen Besuch. ländisch- loyalen Gesinnung ist der Bergwert3betrieb, daß auf 1 Arbeiter 1885 nur 161,56 Tonnen Roheisen entfielen, vornehmlich der auf Steintohlen. Hier gab es im 1895 aber 248-**) Umgekehrt zeigt die Thatsache, daß in Jahre 1885 im Reiche nebst Luxemburg 452 Hauptbetriebe diesen 10 Jahren niemals weniger als 46, 1886 aber 70 und mit Förderung mit einer mittleren Belegschaft von 218 725 durchschnittlich 56-57, faft 21 pCt. der vorhandenen Hochöfen weiten Kreisen der Bevölkerung noch immer ziemlich groß ist, wird Die Abneigung gegen das Krankenhaus, die bekanntlich in einer Förderung von 58 320 400 Tonnen im außer Betrieb waren, welchen gewaltigen Verlust an produk burch Fälle, wie der am Dienstag aus dem städtischen Krankenhaufe Werthe von 302 942 000 m. Seitdem hat sich in fast un- tiven Kräften unsere ungeregelte Produktionsweise selbst in Am Urban von uns gemeldete, leider nur gesteigert. Man tann unterbrochener Reihenfolge von Jahr zu Jahr die Zahl der hochentwickelten und gut organisirten Gewerbszweigen fort und angesichts solcher und mancher ähnlicher Vorkommniſſe, über die Betriebe vermindert, die Höhe der Belegschaft aber fort mit sich bringt. wiederholt aus verschiedenen Berliner Krankenanstalten berichtet ebenso wie die Produktion nach Menge und Werth ge. Die Eisengießereien nahmen an Zahl der be- werden mußte, wirklich nicht sagen, daß die weite Berbreitung der steigert. 1895 gab es noch 319 Hauptbetriebe mit Fördes triebenen Werke, noch mehr an Arbeitern und in weit höherem überhaupt besteht und durch Mißgriffe der Krankenhausverwaltungen Scheu vor dem Krankenhause zu verwundern sei. Daß eine solche rung mit einer Belegschaft von 303 937 Mann und einer Maße an Produktion zu. Ausbeute von 79 169 300 Tonnen im Werthe von 538895 100 M. immer wieder genährt wird, ist im Interesse des auf die Kranken Der Schweißeisen Betrieb büßte an Werken, Beleg- häuser angewiesenen Publikums im höchsten Grade zu be Die Zahl der Betriebe hatte sich also in zehn Jahren um 133 schaft und Produktion ein, dafür gelangte der Flußeisen- dauern. Es ist gewiß mit auf diese Abneigung gegen gleich 29% pet. vermindert, die Belegschaft sich erhöht um Betrieb zu um so größerer Entfaltung. Beide Betriebsarten die Anstalts- Krankenpflege zurückzuführen, daß ein beträchtlicher 85 212 Mann( 38,9 pCt.), die Förderung um 20 849 000 Tonnen zusammen zeigten in zehn Jahren einen Rückgang der Werke Theil der in unseren Krankenhäusern zur Behandlung gelangenden ( 35,7 pCt.). Auf ein Wert kam 1885 eine Belegschaft von von 397 auf 357, dem eine Vermehrung der Belegschaft Stranken erst sehr spät und oft leider zu spät in die Anstalt kommt. eine Produktion von 129 000 Tonnen von 84 594 auf 113 270, des verarbeiteten Gisens von 4 116 600 In den drei städtischen Krankenhäusern wurden 1895/96 zusammen 27 296 Krante behandelt. Davon starben 3699(= 13,6 pCt. der auf 6 364 200 Tonnen, der Erzeugnisse von insgesammt Behandelten), und zwar 1614( 48,6 pCt. aller Gestorbenen) schon Jm Durchschnitt der Jahre 1871-75 waren es noch 2 717 100 Tonnen( 1 505 000 Schweißeisen, 1212 100 Fluß in den ersten sechs Tagen, und von diesen 261(= 7,1 pt. aller 628 Werte gewesen mit einer mittleren Belegschaft von eisen) auf 5 038 640( 1 076 720 Schweißeisen, 3 961 925 Fluß- Gestorbenen) noch vor Ablauf der ersten 24 Stunden. Dabei handelt 172 074 Mann( 276,2 pro Wert) und einer Produktion von eisen) gegenüber steht. Auf ein Flußeisenwert entfielen 1885: es sich nicht etwa nur um schnell verlaufende akute Erkrankungen, 34 485 400 Tonnen( 55 350,24 pro Wert), mithin seit dieser 363 Wlann, 1895: 504; 1885: 13 558,7 Tonnen Produktion, sondern auch die chronischen Krankheiten stellen einen hohen Prozentsas Beit eine Verminderung der Betriebe um 48% pCt., 1895: 26 590,1. Auf einen Arbeiter entfielen 1885 zu den Sterbefällen der ersten Tage. Beispielsweise starben 1895/96 in den drei städtischen Krankenhäusern an tuberkulöser Lungender eine Erhöhung der Belegschaft um 765/8, der Förde- 37,35 Tonnen, 1895: 52,8. rung um 129 pet. gegenübersteht: in der kurzen Zeit von So zeigt sich mit wenig Ausnahmen auf der ganzen davon 209 schon in den ersten sechs Tagen, und von diesen wieder schwindsucht( einschl. Kehlkopftuberkulose) zusammen 938 Personen, etwas über zwanzig Jahren! Die durchschnittliche Förderung Linie dieser maßgebenden Industriezweige unverkennbar die 58 schon am ersten Tage. Aus solchen Zahlen schöpft sich mancher eines Bergwerts stieg in dieser Zeit auf weit mehr als das Bier Burückdrängung der kleineren Betriebe, verbunden mit einer die Bestätigung seiner vorgefaßten Meinung, daß fache, die durchschnittliche Förderung eines Arbeiters von 200 mächtigen Steigerung der Technik und der Produktion. Wie Krankenhause rascher als zu Hause unter die Erde gebracht auf 264 Tonnen. fie den breiteren Schichten der kapitalistischen Betriebsweise wird", statt daraus den Schluß zu ziehen, daß das Krankenhaus Minder reißend vollzieht sich diese Entwickelung bei den immer rascher den Boden zu selbständiger Wirksamkeit ent erst aufgesucht wurde, als die Krankheit bereits in ihrem leßten übrigen Bergwerksbetrieben. Die Brauntohlen bergwverte beren preisregelnde Thätigkeit sich bald zur direkten Beeindie in den ersten sechs Tagen gestorbenen Kranten ausgeschieden zieht, so bereitet die Zusammenschließung zu Syndikaten, Stadium war. Thatsächlich ist die Krankenhaus- Sterblichkeit, wenn betrugen wir zählen überall die Hauptbetriebe mit flussung der Produktion ausgestaltet, einer höheren, plans werden, erheblich geringer, in den drei städtischen Krankenhäusern Förderung und sehen von den Betrieben ohne Förderung volleren und den Gesammtinteressen dienenden Produktions. 1895/96 nur 8,1 pct. Es ist, wie gesagt, zweifellos, daß die Abgeringe Babl etwa die gleiche Entwickelung aufweist, wie die weise den Boden. Hauptbetriebei. J. 1885 633 mit einer Belegschaft von 28 186 Mann und einer Förderung von 15 355 100 Tonnen Werthe von 40 378 000 m. 1895 waren es noch 484 Mann und 1895 aber 953 Mann und 248 200 Tonnen. ebenso ab wie von den Nebenbetrieben, deren verhältnißmäßig im (+9 433 300 26 788 Tonnen. $ Kommunales. 2. Vierzehn man im mitspricht, wenn die Krankenhäuser vielfach zu spät aufgesucht werden. Um so mehr sollte in den Krankenhäusern selber möglichst alles vermieden werden, was geeignet fcheint, diese tief eingewurzelte Abneigung noch zu bestärken. 549 Betriebe( 8412,2 pet. weniger) mit 37 476 Mann zunächst hauptsächlich zur Verfügung der städtischen Wasserwerke, ist weitere Fortschritte nehmen. Wie mitgetheilt wird, tritt am 1. D Die Frage der Austellung eines städtischen Hydrologen, Die polizeiliche Tugendbeschützerei im Sündenbabel foll ( 9290324 Prozent mehr) und 24 788 400 Tonnen von dem von der Stadtverordneten- Versammlung zur Vorberathung tober b. J. eine Polizeiverordnung gegen die Singspielballen Auf einen Betrieb entfielen 44 Mann und 24 252,6 Tonnen verordneten Borstehers Dr. Langerhans und in Anwesenheit des mehr als die Hälfte der" Epezialitäten" aus Berlin verschwinden. 61,4 pct.) im Werthe von 58 011 300 mt. Dieser Angelegenheit eingesetzten Ausschusse unter Vorfil des Stadt tober d. J. eine Polizeiverordnung gegen die Singspielballen und Chantants in fraft. Mit diesem Tage soll, wie es heißt, in 1885 dagegen 68 Mann und 45 150 Tonnen 1895. Stadtraths Haad als Magistrats- Kommiffar am Montag Abend ein- Die Forderung des tgl. Polizeipräsidiums geht dahin, daß die sämmt. Im Bergbau auf Eisenerze waren in 1885 Haupt- Der Versammlung zu empfehlen, die Anstellung eines Hydrologen vom tongeffionen erwerben; und diejenigen Etablissements, welche gehend berathen worden. Der Ausschuß gelangte zu dem Beschluß, lichen Inhaber von Singspielhallen, Chantants die Theater.. betriebe mit Förderung 683 vorhanden, in denen 36 072 Mann 1. Juli d. J. ab mit einem jährlichen Gehalt von 6000 Mart zich bis zum 1. Oftober d. J. nicht im Besize der Konzessionen be 9 157 900 Tonnen im Werthe von 33 914 000 m. förderten. genehmigen und sich damit einverstanden zu erklären, daß diese Stelle finden, werden unwiderruflich geschlossen. Bis 1895 nahm mit mannigfachen Schwankungen die Bahl bem Ingenieur Pieffe übertragen wird. Die Geschäfte, welche der finden, werden unwiderruflich geschloffen. Die Erwerbung der ber Betriebe auf 461, die der Arbeiter auf 33 556 felbe auszuführen haben wird, hat der Ausschuß unter Abänderung Ronzession ist jedoch sehr schwierig und für viele der in Frage Kommenden unmöglich. Es wird bei der Bewerbung um die abdie Förderung stieg dabei auf 12 349 600 Tonnen des Magistratsantrages folgendermaßen festgestellt: 1. Bierzehn Konzession gefordert Angabe der Lotalmiethe, des Artisten, Schau im Werthe von 41 075 700 M. Auf ein Werk entfielen bas hygienische Institut ausgeführt worden). tägige bakteriologische Untersuchungen( wie sie jetzt durch spieler-, Spezialitäten- Personals, Angabe über Beleuchtung und 1885: 53 Mann und 13 408 Konnen, 1895: 73 Mann und tägige chemische Untersuchung mit Berichterstattung und graphischen Heizungsart des Etablissements, über Betriebskapital und Bett Zusammenstellungen der Resultate unter Berücksichtigung der durch Inzwischen wird jedoch die allgemeine polizeiliche Bestimmung über mögen des Besitzers. Ferner werden Leumundszeugnisse eingefordert. Die übrigen Erz- und die Salzbergwerke weisen eine ver- Filtration erreichten Erfolge. 3. Für laufende event. täglicheschiedenartige Entwicklung auf, einige Vermehrung der Werte bakteriologische Untersuchungen der Wasser aus den einzelnen Singspielhallen mit außerordentlicher Schärfe durchgeführt; so be legt die Polizei den Juhaber eines Lokals, in welchem ein der und der Produktion, andere Verminderung beider, wieder Werken nach besonderer Anweisung der Direktion. 4. Beaufsichtigung legt die Polizei den Inhaber eines Lokals, in welchem ein der polizeilichen Kontrolle nicht unterworfen gewesenes Lied ge andere den gleichen Gang wie die vorgenannten Hauptarten bohrungen über die Beschaffenheit des Untergrundes und des Grund mit 100 M. Strafe. Als einen besonders schmerzlichen Berluft der Bohrungen bei Brunnenanlagen, Registratur aller bei Tieffungen wird ohne weiteres für jeden Uebertretungsfall bes Bergbaues. Für die Summe sämmtlicher Bergwaffers gewonnenen Ausschlüsse bezw. Aufstellung der Entwürfe werke und ihrer Erzeugnisse, einschließlich der vorerwähnten, für Brunnenanlagen. 5. Bearbeitung und Beaufsichtigung der bee in künstlerischer Hinsicht darf es wohl kaum angesehen werden, wenn ergiebt sich folgendes Berhältniß: fonderen kleinen Wafferwerts- Anlagen innerhalb und außerhalb der Die Zahl der Tingeltangel in Berlin abnimmt. Befremden muß es Stadt. 6. Prüfung der Abwässer von Fabriten in die nur, daß die Polizei in ihrem frommen Streben gerade diefe Jn. öffentlichen Gewäffer, welche einer Aufsicht seitens der Stadt im stitute aufs Korn nimmt, in denen es doch im Grunde erschreckend Förderung schluß hieran soll der Magistrat ersucht werden, der Bersammlung würdigem Alter und unten trinken ein paar Ladenjünglinge und Intereffe ihrer eigenen Wasserwerke unterliegen müffen. Im An- harmlos und nüchtern hergeht. Auf erhöbtem Bodium fißen acht oder zehn geschmacklos gekleidete Künstlerinnen" von meist ehr eine Borlage zu machen, durch welche schon für den nächstjährigen Studenten ihr Glas schaales Bier, das durch ein Wigwort, welches Etat zur Anbahnung eines städtischen Gesundheitsamtes die Anstellung eines in der Bakteriologie erfahrenen Direktors und eines man hier und da losläßt, auch nicht viel schmackhafter gemacht wird. 559+87 761+109+34 475 900+35 259+266 598 900 Gesundheitsamtes ausreichenden Laboratoriums in Aussicht ge- hindurch geöffneten Fleischmärkten von der Art des Café Keck und bewährten Chemikers, sowie die Errichtung eines für die Zwecke des Die Tingeltangel find doch wahre Nonnenklöfter im Vergleich zu den stillen Rupfanstalten mit Damenbedienung und zu den die ganze Nacht Café National. An sich halten wir das ganze polizeiliche Ver Der zwischen der Stadtgemeinde und der englischen Gas- frommungs und Berkeuschungsstreben für völlig verfehlt, aber gesellschaft abgeschloffene Vertrag, wonach die lettere eine jährliche wenn denn einmal der Schuhmann auserkoren ist, der Bevölkerung Rente von 400 000 M. an die Stadthauptkasse so lange zu zahlen Gottesfurcht und fromme Sitte beizubringen, so sollte man denken, hat, als die jetzt bestehenden Gaspreise teine Veränderung erfahren, daß er sein Augenmerk zuerst auf die schlimmsten Auswüchse richtet. ist von drei zu drei Jahren fündbar, andernfalls derselbe sich auf Oder hält die Polizei das Publikum, welches nachts im Café Keck Auf einen Mann tam 1885 eine Förderung von 251, drei Jahre stillschweigend verlängert. Die Kündigungsfrist tritt nun verkehrt, überhaupt nicht mehr für besserungsfähig? 1895 von 280 Tonnen**). demnächst ein, jedoch soll nach Beschluß der städtischen Gasdeputation Werte Belegschaft im Betrieb im ganzen p.Bert Förderung im ganzen pro Werk 1885 2 100 1895 1581 842 894 168 480 155 272 85 817 900 120 298 800 40 866 76 125 1895 geg. 1885( 26,6( 25,600)( 66,9) ( 40,1) pt.) 1885 100 1895-78,4 125,6 166,9 170,1 ( 86,8) Werth ber 439 876 000 706 474 900 ( 66,5) 186,8 166,5 nommen wird. Der Betrieb der Salinen( Gewinnung von Salzen aus feitens der Stadtgemeinde kein Gebrauch von derselben gemacy wie folgt:„ Eine herbe Enttäuschung hat die Woche dem russischen werden. Tohales. " wafferiger Lösung) weist eine etwa gleichbleibende Zahl der Werte auf( 123 gegen 120 Hauptbetriebe, 72 Nebenbetriebe gegen 75), eine geringe Steigerung der Belegschaft( 6403 gegen 6058), eine beträchtlichere der Produktion( 857 800 Tonnen Bur Lokallifte. Der Dekonom vom Schloß Restaurant" im Werthe von 42 707 000 M. gegen 735 100 Tonnen und in Tegel, Herr Trilber, welcher in der letzten Lofalliste als 36 286 000 M.). Auf einen Hauptbetrieb entfielen in beiden frei verzeichnet ist, ersucht une, feine Erklärung, daß er mit der Jahren 50-51 Mann, dagegen 6973 Tonnen 1895 gegen sozialdemokratischen Partei nichts gemein hat und deshalb auch sein 6126 in 1885. Lokal der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung stellt, im Vorwärts" bekannt zu geben und ihn auf der nächsten Lokalliste nicht mehr aufzuführen. Der Herr scheint zu jener Kategorie von Wirthen zu gehören, welche die Arbeiter wohl gern zu Bergnügungen bei sich sehen, aber nicht dann, wenn sie in Versammlungen ihre Interessen Ein politischer Leitartikel des ,, Lokal- Anzeigers" beginnt Kaiserpaar und den getreuen Unterthanen des weißen Zaren gee bracht. Zum zweiten Male hat sich Alexandra Feodorowna in die Wochenstube zurückgezogen, aber das Sehnen der 11/ 2jäbrigen Großfürstin Olga Nitolajewna nach einem Brüderchen ist unge stillt geblieben. Widerum ist ein Prinzeßchen eingekehrt. Arme Tatiana, man wird Dich mit gemischten Empfindungen in Peterhof begrüßt haben!" In diesem Tone geht es weiter. Es sind nicht allein Berliner Bürger, sondern bieten lassen. Die Thatsache, daß ein Blatt, welches seinem Publikum auch Berliner Arbeiter, die sich ein derartig albernes Geträtsche ungestraft folchen Kohl vorsehen kann, über 200 000 Abonnenten hat, zeigt unsern thätigen Parteigenossen, wie viel Aufklärungs- und Agitationsarbeit noch in Berlin selber zu leisten ist! • Die Zahlen für 1895 find dem IV. Band der Statistischen Bierteljahrshefte 1896, die früheren dem Statistischen Jahrbuch für das Deutsche Reich für 1896 entnommen. **) Jm Durchschnitt der Jahre 1871-75 waren es noch 8084 Berg-*) Die Zahlen pro Wert sind überall etwas zu hoch angefeßt, Der Betrieb ber Fünfpfennig Omnibusgesellschaft werte mit 277 878 Mann Belegschaft( 91,6 i. D) und 51 056 900 ba wir die Nebenbetriebe, die in der Statistik nicht ausgeschieden ,, Reform" erfährt eine umfangreiche Ausdehnung; die Eröffnung Lonnen Förderung( 16 828,25 i. D.). Bis 1895 betrug die Abfind, hier nicht berücksichtigt haben. Wir konnten das um so eber, von vierzehn behördlich nachgesuchten neuen Linien soll gesichert sein. nahme der Werke mithin 48 pct., die Zunahme der Beleg- als die Hauptbetriebe bei der Zusammenfassung schließlich doch meist Da sich das auf der bestehenden Strecke Hausvoigteiplay- Belle schaft 58,4, der Förderung 136 pet.; die durchschnittliche Förderung in die gleiche Kategorie( Hütten oder Salinen) gehören. Allianceplay eingeführte System mit Einspännern und ohne Schaffner eines Wertes stieg auf mehr als das Bierfache, die Förderung eines**) 1880 tamen auf 1 Hochofen im Betrieb 11 093 Zonnen, 1894 bisher bewährt hat, wird auch der Verkehr auf den neuen Linien in Mannes von 184 auf 280 Zonnen, also um die Hälfte. aber 25 864, das ist 183 pt. mehr. derselben Weise betrieben werden. ben # Das Steuer, welches sich bei der Explosion von der Gondel ablöfte, ist auf dem Tempelhofer Felbe, etwa 200 Meter von ber Chauffee und 100 Meter vom Bahndamm der Ringbahn entfernt, aufgefunden worden. Abgesehen von der Lentstange, welche gebrochen war, zeigte das Steuer teine Spuren von Beschädigungen; nur an einer einzigen Stelle war es durch eine Stichflamme angefengt. Die Beerdigung des verunglückten Dr. Wölfert bat am Montag Nachmittag 6 Uhr auf dem Neuen Tempelhofer Friedhofe in aller Stille stattgefunden. : Wir Jufolge von Krämpfen ist gestern der 20 Jahre alte Tischler Franz Böschte aus der Manteuffelftr. 20 beim Baden in der Häfeler schen Anstalt am Görlitzer Ufer gestorben. Aus den Nachbarorten. habe er Der Die Ausfälle gegen das Berliner Familienleben, ins- 1 Frankfurterstraße gerieth der Schleifer Geisler in der Trunkenheit sein, weil nicht angegeben war, daß der Artikel einem demnächst befondere gegen die Berliner Jungfrauen, die der Pastor Berlin sich bei unter einen Wagen und wurde am Knöchelgelent des rechten Fußes erscheinenden Sammelwerk entnommen sei. Die Angeklagten erklärten, Gelegenheit der jüngsten Verhandlungen der Kreissynode Berlin II überfahren. In der Berlebergerstraße wurde die 5 Jahre alte daß sie sich im guten Glauben befunden hätten. Kirchhoff gab an, daß gestattet hat, sollen dem Vernehmen nach nächsten Donnerstag in der Tochter eines Ranglisten beim Spielen auf der Straße durch einen er mit dem Redakteur Keller vereinbart habe, daß die Quelle- das Sigung der Stadtverordneten zum Gegenstande einer Besprechung Arbeitswagen überfahren und nicht unbedenklich am Kopf verlegt. erwähnte Sammelwerk am Schluffe des Artikels genannt werden gemacht werden. Die Anregung hierzu soll vom StadtverordnetenBorsteher Dr. Langerhans ausgegangen sein. Den Tod des Verlegten hatte der Unfall zur Folge, der am folle. Leider sei der Artikel seiner Länge wegen in zwei Hälften Sonntag Morgen dem Glafer Richard Bornowski in der Bade: zerfallen und nur die erste Hälfte zum Abdruck gelangt. Es sei dem Erscheinen eines Der Befund der bei den Leichen der verunglückten Luft- Anstalt an der Waisenbrücke dadurch zustieß, daß ihm beim Kopf- allgemeiner Brauch, unmittelbar vor sur fchiffer aufgefundenen Gegenstände wies ganz eigenartige Er- fprung ein anderer Badegast auf die Wirbelsäule sprang. Der Ver- Werks den Zeitungen Auszüge zur Verfügung zu stellen und da scheinungen auf. Während die Brandverletzungen, die der Mechaniker unglückte ist am Montag Abend an einer Halswirbelverletzung Profeffor Münsterberg dies nicht ausdrücklich untersagt habe, fo auf sein Einverständniß rechnen zu Knabe erlitten, geringerer Natur sind, war die Kleidung deffelben gestorben. an der linken Brustseite verbrannt. Welche furchtbare Hize sich bei Durch einen Revolverschuß hat sich gestern der 55 Jahre Angeklagte Steinis wollte es als selbstverständlich angesehen haben, bem Brande des Ballons entwickelt hat, geht daraus hervor, daß alte Bersicherungsinspektor Alfred Mos aus der Nathenowerstr. 45 daß Kirchhoff zu feinem Vorgehen berechtigt war, er selbst habe das Metall der Taschenuhr des Unglücklichen zum theil geim Bureau seiner Gesellschaft, der„ Colonia" in der Taubenstr. 30, für den Artikel bezahlt habe. Der für das Unterhaltungsblatt bes feinen Pfennig von der Summe erhalten, die der Lokal- Anzeiger" schmolzen war. Dem Dr. Wölffert waren Geficht und Hände stark verbrannt, dagegen war die Kleidung desselben von dem getödtet, Zahlungsschwierigkeiten sollen den Mann in den Tod geofal- Anzeigers" verantwortliche Rebatteur Dr. Gebel befundete, trieben haben. Element verschont geblieben. Die viel erörterte Frage, ob es Dr. W. daß er seine Wissenschaft nur vom Redakteur Keller habe, der selbst Der 18 jährige Schuhmacher Otto Gehrke kehrte vor einigen verständlich geglaubt haben müsse, daß Kirchhoff über die Arbeit gelungen war, das Problem ber Lenkbarkeit des Buftschiffes zu lösen, Tagen frant aus Prenzlau zu feinen hier in der Neuen Hochstraße des Professors Münsterberg verfügen könne, denn der Abbruck aus wird in günftigem Sinne beantwortet. Herr Dr. Wölffert wohnenden Eltern zurück. Er erzählte, daß sein Meister ihn mit einem Buche, um auf dasselbe hinzuweisen, bedeute eine Gefälligkeit hatte die Aufgabe, bei dem am Sonnabend Abend herrschen einer Holzpantine auf den Kopf geschlagen hatte. Gehrke starb bald, gegenüber Verfasser und Berleger und dafür zahle man keinen hohen Preis. in einem kleinen Bogen nach und nun soll gegen den Meister eine behördliche Untersuchung einTempelhof zu die Fahrt nach Rixdorf und zurück auszuführen. Als geleitet werden, die Aufklärung darüber bringen foll, inwieweit bie Dieser Ansicht trat der als Sachverständiger vernommene Chefredakteur fich der Ballon in die Lüfte erhob, bewegte er sich sofort in nord- Körperverlegung mit dem Tode des jungen Mannes zusammenhängt. der Bolts- Zeitung" Karl Vollrath bei, meinte aber, daß es ber östlicher Richtung bis nahe zur Ringbahn, um sodann nach Often, in Berbindung zu direkt nach Nixdorf zu, abzuweichen. Es war hierbei deutlich zu Die Beerdigung des Mechanikers Knabe, des zweiten treten, bevor man so über dessen Arbeit verfüge, wie der An fehen, wie das Steuer auf die Flugrichtung des Luftschiffes einwirkte. Opfers der Luftballon- Katastrophe, ist auf dem Friedhofe in Friedenau geklagte Kirchhoff es gethan. Kirchhoff fei einer von ben So mochte die Fahrt etiva fünf Minuten gedauert haben, als fie, trauernden Familie und den näheren Freunden, die den Sarg um- daß sie sich von allen möglichen Gelehrten und Fachmännern erfolgt. Die Betheiligung war außerordentlich groß. Nächst der vielen, welche auf die Weise ein Buch zu stande brächten, anscheinend durch einen Defekt am Steuer, unterbrochen wurde. Go war die Manövrirfähigkeit eingeschränkt und der Ballon drehte sich ftauben, erwies das Arbeiterpersonal der Firma Mix u. Geneft- Berlin, Auszüge erbäten. Der Staatsanwalt hielt das Verfahren beider vollkommen um feine Achse. Da auch die Schraube zu arbeiten welchem nabe lange Zeit angehört hatte, bem verunglückten Kameraden Angeklagten für besonders strafbar, er beantragte gegen Kirchhoff aufhörte, so wurde das Luftschiff durch den Wind nach bie letzte Ehre. 1000 Mart oder 100 Tage Gefängniß, gegen Steinig 300 Mart Tempelhof hinüber getrieben. Wie es heißt, hat die so oder 30 Tage Gefängniß. Der letztere blieb babei, daß er fich traurig verlaufene Probefahrt bewiesen, daß nach dem System von jeder Schulb frei fühle; er habe es deshalb nicht ein Wölffert's die Lenkbarkeit des Luftballons, allerdings nur bei schwachem mal für nöthig erachtet, sich einen Bertheidiger anzunehmen. Winde, durchführbar ist. Der Gerichtshof hielt beide Angeklagte Steinig der Anstiftung für gleich schuldig und verurtheilte sie zu einer Geldstrafe von je 300 M. Steinig erklärte, daß er sofort das Rechtsmittel der Revision Ringbahn Berlin mit den Vororten Rigdorf, Briz, Mariendorf, Mit dem Bau der südlichen Vorortbahn, die als elettrische einlegen würde. 2ankwik Tempelhof und Schöneberg verbinden soll, wird in ben burger Wafferwerken( eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haft. Jahrelang fortgesette Unterschlagungen bei den Charlotten nächsten Wochen begonnen werden können, sobald in den Vororter pflicht) beschäftigten am Montag von mittags 12 Uhr bis abends die nach dem Kleinbahngesetz erforderliche vierzehntägige öffentlice 9 Uhr die zweite Straflammer am Landgericht II. Aus der Unter Auslegung der Baupläne geschehen sein wird. Vertragsmäßig müssen suchungshaft wurden vorgeführt: 1. der Kaffenbote Heinrich oerbs, die Bauarbeiten vor dem 1. Juli d. J. beginnen. 2. der Bureaugehilfe Franz Cederholm und 8. der Bureaus Im Jntereffe der schnelleren Abfertigung der EisenbahnBeim Bau der Schöneberger Brücke verunglückt ift gestern, vorsteher Mar Max Gaster. Der Angeklagte Coerds wurde 1½ reifenden sollen vom 25. b. M. ab( bis zum 20. Juli d. J.) bei faft Dienstag, nachmittags um 1/2 Uhr, der Arbeiter Johann Koposchinski beschuldigt, in den Jahren 1895, 1896 und 1897 der Verfämmtlichen hiesigen Fahrkarten- Ausgabestellen( Schlesischer Bahnhof, bieueu, rutschte aus und gerieth dabei mit der rechten Hand unter wobei er Urkunden vom Grünen Weg Nr. 66. R. hatte die Pumpmaschine zu be- waltung der Wasserwerke 19 625 M. unterschlagen zu haben, Alexanderplay, Friedrichstraße, Zoologischer Garten, Anhalter, den Kolben der Pumpe, der ihm einen Finger abquetschte und den briefe unterschlagen habe. Cederholm und Gaster sollen um diese Urkunden und Register gefälscht und Mahn Potsdamer, Lehrter, Stettiner, Nordbahn- und Görlizer Bahnhof, Rücken der Hand erheblich verlegte. Der Berunglückte mußte mit unterschlagungen gewußt, dieselben begünstigt bezw. bei denselben fowie auch in Charlottenburg) täglich von 9 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends Personen- Fahrtarten am Tage vor dem beabsichtigten einer Droschke in ein Krankenhaus gebracht werden. mitgewirkt und endlich sich der Hehlerei schuldig gemacht haben, in Reife Antritt verausgabt und gleichzeitig auch das Reisegepäck am In selbstmörderischer Abficht sprang Sonnabend dem sie einen Theil der unterschlagenen Gelder für sich beanspruchten. abgefertigt werden. Abend gegen 9 Uhr vom Landungsfteg des Restaurants Den Angeklagten standen als Vertheidiger die Rechtsanwälte ein junger Mann angeblich aus Liebesgram Dr. Werthauer, Dr. Friedländer und Schachtel zur Seite. Bur Das ändert die Sache. Im Berl. Tagbl." lefen wir: Freitag Fleisch, gu effen, hat der Erzbischof von Köln den Theil- ins Wasser, er wurde aber von einem Mitgliebe der Freien Nuder Hauptverhandlung waren 25 Beugen geladen. Es wurden ver zu Bereinigung Oberspree" in feinem Boote noch rechtzeitig ans Land urtheilt: Goerds zu 2 Jahren Gefängniß, Cederholm su nehmern des Diners erlaubt, das am Freitag im Kölner Gürzenich geschafft und durch einen Arzt, der zufällig zugegen war, nach langem 9 Monaten Gefängniß und Gafter als der Spiritus rector zu Ehren des Kaiferpaares stattfindet. Das erzbischöfliche Generalvikariat erläßt nämlich folgende Bekanntmachung: Bemühen zum Bewußtsein gebracht. zu 3 Jahren und 3 Monaten Gefängniß. Gafter allein bringen hiermit aur Kenntniß, daß Se. Eminenz der hochwürdigste Ans Oberberg i. M. wird uns berichtet: Bor einigen Tagen erhielt noch 2 Jahre Ehrverluft, auch wurde ihm die Anrechnung Herr Kardinal und Erzbischof traft apostolischer Vollmacht den ist hier plöglich der Kaufmann und Stadtverordneten Borsteher von drei Monaten auf die Untersuchungshaft versagt, die bein Katholiken, welche am 18. d. dem zu Ehren Ihrer Majestäten des Albert Fortet verhaftet und nach Prenzlau gebracht worden. Coerds wie dem Cederholm zugebilligt wurde. Kaisers und der Kaiserin im Gürzenichsaale stattfindenden Festessen Wie verlautet, soll der vermögende Mann sich in einer Geldangelegen- Sein Nerger über einen Denunzianten brachte dem Arbeiter beiwohnen, Dispens von dem Abstinenzgebote ertheilt haben. Das heit der Urkundenfälschung schuldig gemacht haben. Der Gute war Werze vor der 140. Abtheilung des Amtsgerichts I eine Auflage erzbischöfliche Generalvikariat Dr. Kreuzwald." Was mag die ein unentwegter Kämpfer für Ordnung, Religion und Sitte gegen wegen Beamtenbeleidigung ein. Am 5. Mai d. I. sollte in dem tatholische Bevölkerung zu diesem Dispens" fagen? die Mächte des Umfturzes und ging in diesem Rampf mit solcher Lokal von Blant in der Liesenstraße, in welchem sich der Angeklagte Eine wunderliche Meinung geben die Akademischen Mit Bravour vor, daß er einst anserem Barteigenoffen Sünecke gegenüber befand, ein junger Mensch angeblich gebettelt haben. Der gleichfalls theilungen" zum besten. Sie bringen in ihrer neuesten Nummer sich in der Stadtverordneten- Sigung einer groben und schließlich von anivefende Kutscher Fittkau sab sich bemüßigt, dieses Verbrechen" einen Bericht über die erste Studentenversammlung im Feenpalast ihm selber eingestandenen Berlegung der Geschäftsordnung schuldig dem Schuhmann Kärger zu denunziren und die Verhaftung des an und schließen die patriotische Darstellung der Vorgänge mit den machte. Forfel war einer der ersten im konservativen Wahlkomitee geblichen Bettlers zu veranlaffen. Als der Schußmann Kärger, welcher Worten: Der neueste Verfuch( der Sozialdemokraten) ihren Ideen und verstand sich auch meisterlich auf das Arrangiren mannigfachen der Aufforderung natürlich Folge geben mußte, mit einem in ben akademischen Reihen Geltung zu verschaffen, ist somit als patriotischen Feftrummels. Für die staatserhaltenden Kreise am Kollegen das Schantlokal betrat und die Siftirung vornahm, richtete sich der Unwille des Publikums in erregter Weise gegen den gescheitert anzusehen." Das ist gelinde gefagt, ein sehr starker Orte ist der Verlust dieses Mannes faft unerfeßlich. Denunzianten, welcher zugleich mit den Beamten das Lotal wieder Irrthum, wie uns aus betheiligten Kreisen auf das Bestimmteste betreten hatte. Es fielen Schimpfreden von allen Seiten, der Anversichert wird, hat die Versammlung auf den Theil der akademischen getlagte speziell soll nach der Bekundung des Schuhmanns Rärger Jugend, der seine Zeit nicht mit Rueipgelagen vertrödelt, außerordentlich anregend gewirkt. Wohl nie vorher haben die Studirenden Tod und Verlegung durch Blikschlag als Folge eines gefagt baben:" Ihr wollt Arbeiter sein und helft den Polizei so rührig nach sozialistischer Lektüre verlangt, wie gegenwärtig. Betriebsunfalles. Ein Gutachten der physikalisch- technischen Spigeln?" Fittkau befand sich nämlich in Gesellschaft eines Rutschers Ein romantischer Vorfall, der gewaltiges Aufsehen erregte, Reichsanstalt verhalf der Wittwe Reutrat zu einer Unfallrente. Die Salomonski. Nachdem die Beamten das Lokal mit dem Arrestanten verereignete fich Montag Abend gegen 9 Uhr auf der Potsdamerstraße. Frau war mit ihrem Mann auf dem Felde ihres Schwiegervaters laffen hatten und Fittkau fich aus dem Staube machte, um eventuellen Dort ging bem Kl. F." zufolge) Fräulein St., eine junge, fehr beschäftigt gewesen, als sich ein Gewitter über sie zusammenzog; ein Thätlichkeiten zu entgehen, rief der Angeklagte ihnen nach:„ Euch elegant gekleidete Dame, in Begleitung der Frau Dr. N., bei der fie ligschlag tödtete den Ehemann und beschränkte die Frau in ihrer Polizeispitzel, Euch Lumpen werden wir wohl noch ausrotten." ſie in Pension ist, der Kurfürstenstraße zu, als plöglich eine ältere Dame Erwerbsfähigkeit. Ihre Ansprüche auf eine Wittwen- und eine Beamten bezogen diese Worte auf sich und machten von dem Vorfall mit einem Schuhmann an die beiden herantrat, Fräulein St. gewalt- Unfallrente lehnte die landwirthschaftliche Berufsgenossenschaft Anzeige, worauf feitens des Polizeipräsidenten gegen Berze Straf fam von der Seite ihrer Begleiterin riß, fie in eine bereit stehende Auch das Schiedsgericht ertannte ungünstig für sie. Betriebsunfall landwirthschaftlicher vorlage. antrag wegen Beleidigung gestellt wurde. Der Schuhmann Rärger blieb im Termin dabei, daß die Beleidigungen gegen die Beamten Droschte sette und mit ihr in der Richtung nach Schöneberg davon Auch das Schiedsgericht erkannte ungünstig für sie. fuhr. Frau Dr. R. hatte trampfhaft die junge Dame festgehalten, legte wenig Werth auf ihre Ausführung, daß der Bliß geäußert gewesen feien, während der Angeklagte fortgefent betheuerte, es gelang ihr jedoch nicht, fie der Entführerin zu entreißen. Sofort auf freiem Felde die Menschen besonders leicht treffe und daß die er habe Fittkau und Salomonski genteint. Denselben Eindruck von bildete sich ein großer Menschenkreis, um die zurückgebliebene, äußerst eiserne Hacke des Mannes die Gefahr wahrscheinlich gesteigert habe. Der Szene batten auch die übrigen Beugen. Troßdem folgten sowohl aufgeregte Dame, welche sich bemühte, Namen von Zeugen des Frau Keutrat wiederholte diese Argumente in einem an das Staatsanwalt wie Gerichtshof der Darstellung des Schuhmanns Borfalles festzustellen. Wie sie erklärte, handelte es sich um eine physikalisch- beantragte, Reichs Bersicherungsamt gerichteten Returs. Die Re- Rärger, aber während der Staatsanwalt sechs Wochen Gefängniß gewaltfame Entführung aus Erbschaftsgründen. Die junge Dame visionsinstanz sah sich daraufhin veranlaßt, von der physikalisch beantragte, erkannte der Gerichtshof nur auf 80 M. Geldstrafe und wohnte in dem Pensionat in der Kurfürstenstraße und die Ent des Instituts äußerte sich in demselben dahin, daß die Reutrat'fchen technischen Reichsanstalt ein Gutachten einzufordern. Der Direktor Publikation. Die Immobilieubant. Unwahre Angaben über seine Ber führerin ist ihre eigene Mutter. Bis in die späten Nachtstunden Eheleute einer erhöhten Blizgefahr zum Opfer gefallen feien. mögensverhältniffe follte der Bautechniker Paul Dettbarn gemacht hinein hatte Frau Dr. K. polizeiliche Vernehmungen. Vor dem Saufe in der Botsdamerstraße, wo sich der Borfall abgespielt hatte, auf freiem Felde sei die Blizgefahr für Menschen wesentlich baben, als er im Jahre 1895 von der Jimmobilien und Verkehrsblieb faft ebenso lange eine dichte Menschenmenge versammelt, fo größer, wie im Hause oder zwischen Bäumen. Das Refursgericht bant au Charlottenburg ein dort gelegenes Baugrundstück für den baß Schuyleute energisch eingreifen mußten, um die Passage frei aur Rentengewährung. E3 nahm an, daß es sich hier deswegen um Bau nicht zu Ende führen können, sondern derselbe ist unter den daß Schuyleute energisch eingreifen mußten, um die Passage frei- verurtheilte nunmehr die landwirthschaftliche Berufsgenossenschaft Preis von 156 000 m. erwarb. Er hat den darauf angefangenen einen Betriebsunfall handelte, weil die Erfordernisse des landwirth Hammer gerathen. Die genannte Gesellschaft hielt fich für betrogen, Straßensperrungen. Das Polizeipräfibium theilt mit: Die schaftlichen Betriebes veranlaßt hätten, daß Reutrat und Frau sich weil Dettborn die Mittel, über die er verfügte, angeblich höher an Ruppinerstraße von der Demminer bis zur Stralsunderstraße wird einer erhöhten Blizgefahr ausseßten. Dann hielt das Gericht gegeben habe, als der Wahrheit entsprach und deshalb die Bauarbeiten behufs Asphaltirung bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter auch die Möglichkeit nicht für ausgeschloffen, daß die von K. be- nicht weiter zu fördern vermochte. Gestern unterlag die Sache der gesperrt. Behuss Pflasterung der Köpenicker Chauffee vom Ueber- uußte eiserne Hacke auf die Richtung des Blitzes mit eingewirkt habe. Prüfung der zweiten Strafkammer des Landgerichts Lo Der An gange über die Ostbahn bis zur Ueberführung des Nordringes wird getlagte bestritt, daß er unwahre Angaben gemacht und entwarf die genannte Chauffee von der Ecke Schiller- und Türrschmidtstraße ein wenig schmeichelhaftes Bild von der Geschäftsführung der bis zum Krüger'schen Biehhof sowie das anstoßende Terrain der Immobilienbant. Er wolle nachweisen, daß dieselbe Häuser an Schiller und Türrschmidtstraße vom Montag, den 14. Juni cr. Ein intereffanter Nachdrucks- Prozek fand gestern vor der Personen aufgelassen habe, die nicht nur vermögenslos, sondern ab für jeden Reit- und Fahrverkehr gesperrt. Die Zufahrt nach IV. Strafkammer des Landgerichts I statt. Der Schriftsteller Arthur mit Zuchthaus vorbestraft feien. Er habe bamala Rummelsburg hat daher während der Dauer der Sperre über den Hohen Parallelweg zu erfolgen, welcher von Stralau und Kirchhoff und der Verlagsbuchhändler Hugo Steiniz waren 4000 M. angezahlt und sein übriges Geld in den Bau gesteckt. Die Berlin über den Marfgrafendamm und über die Borhagener Chauffee beschuldigt, durch Fahrlässigkeit den Redakteur Gebel vom Lotal Bant habe ihm damals auch erklärt, daß die über ihn eins zu erreichen ist. Zuwiderhandlungen werden nach den§§ 42 und 67 Anzeiger" zum Bergehen des Nachdrucks veranlaßt zu haben. gezogenen Erfundigungen gut ausgefallen feien. Von der Vors Der erste Angeklagte ging im vorigen Jahre mit dem Plane um, piegelung einer falschen Thatsache tönne gar feine Rebe der Ortspolizei- Berordnung vom 26. Juli 1890 geahndet werden. ein Sammelwert herauszugeben unter dem Zieel:„ Die akademische sein. Der als Zeuge vernommene Direttor der Bank gab zu, Das Verschwinden des Feuerwehrmanns Engel, der seit Frau." Das Wert sollte eine Zusammenstellung von Urtheilen daß einmal ein mit Zuchthaus vorbestrafter Mann sein Vertrauen dem zweiten Pfingstfeiertage vermißt wird und trop eifriger Nach hervorragender Gelehrten und Autoritäten enthalten über die Frage, getäuscht habe, die Thatsache der Vorbestrafung sei natürlich erst forschungen der Behörden noch nicht gefunden worden ist, ift, wie ob Frauen die Befähigung zum akademischen Studium be- später zu feiner Kenntniß gelangt. bie Boff. Btg." schreibt, allen, die den Mann kannten, ein Räthsel. fäßen oder nicht. Kirchhoff wandte sich an viele Universitäts- Obgleich ein zweiter Zeuge bekundete, daß der Angeklagte gefagt Engel diente im achten Jahre bei der Feuerwehr, war ein nüchterner, Professoren mit der Bitte, ihn durch Auffäße zu unterstützen. babe, er besige 15 000 Mart baar, hielt der Gerichtshof es doch ordentlicher und allen Ueberschwänglichkeiten abholder Mann. Er Auch der Professor Dr. Münsterberg in Freiburg i. Br. erhielt ein nicht für angezeigt, auf diese alleinige Aussage hin ein ver war gesund, 32 Jahre alt und ledig, auch waren seine Verhältnisse Anschreiben vom Angeklagten Kirchhoff und kam seinem Wunsche urtheilendes Erkenntniß zu fällen, sondern erkannte auf Freis vollständig geordnet. In seiner Wohnung fand die Behörde ein nach, indem er ihm einen Auffaz einfandte. Kirchhoff hatte in der sprechung. Sparkassenbuch über 1028 Mart und 90 Mart baares Geld von der Person des zweiten Angeklagten einen Verleger für sein Buch ge- Eine Schlägermenfur" vor Gericht. Aus Breslau wird letzten Gehaltszahlung. Er hatte am zweiten Feiertage feinen Dienst funden. Beide sahen ein, daß das Werk umfangreicher werden berichtet, daß dort am Dienstag der Student Thiele, der vor drei und bat vormittags seine Wohnung verlassen, in die er sonst regel- würde als vorhergesehen war und daß das Unternehmen schwer Monaten den Studiofus Opiß, den Sohn eines Schweidniher mäßig um 10 Uhr abends zurückkehrte, um früh seinen Dienst wieder lich einen petuniären Gewinn bringen würde. Steinig foll Pastors, bei einer Schlägermenfur tödtete, wegen Zweikampfs su hierauf die Anregung gegeben haben, einzelne der Auf- vier Monaten Feftung verurtheilt worden ist. Der Tod des Gegners zuhalten. anzutreten. ab, Soziale Rechtspflege. da fein Gerichts- Beitung. " Die 3339 Im Laufe des geftrigen Tages trugen sich eine Anzahl fäge vorher den Tageszeitungen gegen entsprechende Entschädigung soll durch einen unglücklichen Zufall herbeigeführt worden sein. Die schwerer Unfälle durch Ueberfahren zu. In der Wrangel zur Veröffentlichung zu überlassen. Kirchhoff trat mit dem Rebatteur Gebildeten" thäten endlich gut daran, wenn sie jegliche Duell Straße wurde der dreijährigen Zochter des Schuhmanns Pennecke der Reller vom Botal- Anzeiger" in Berbindung, welcher auch den Auf- prügelei ben Edelsten und Besten von der schneidigen Sorte über. linte Unterschenkel zerbrochen. In der Vorfstraße überfuhr der faz des Professors Münsterberg erwarb. Am 6. September v. 3. lassen wollten. Diese meist unnüße Menschengattung ist gerade gut Rutscher Preibisch den 5jährigen Knaben und das 3jährige Mädchen des erschien der Artikel unter der Ueberschrift: Frauenstudium in genug, fich gegenseitig zu massakriren; um Leute von Gefittung und Grüntrambändlers Georgi. Beide Rinder erlitten Knochenbrüche. Amerika" in der Sonntagsbeilage des„ Lokal- Anzeigers". Als Professor Bildung jedoch ist es immerhin schade. In der Artilleriestraße wurde der 12 Jahre alten Tochter des Münsterberg erfuhr, daß man über sein geistiges Eigenthum in Ju Halberstadt nimmt heute ein feltsamer Morbprozeß Schmiedes Wernecke der linte Oberschenkel gebrochen durch die anderer Weise verfügt hatte, als vereinbart worden war, erstattete vor dem dortigen Schwurgericht seinen Anfang. Am 16. Dezember Schulb des Arbeiters Alscher, der einen Mineralwaffer- Wagen über er Strafanzeige. Er hob hervor, daß es ihm nicht angenehm sei, vorigen Jahres fuhren die Laudleute Bothe und Befining aus mäßig schnell fuhr und sich nach dem Unfall durch noch schnelleres in den Augen des Publikums und seiner Kollegen als Mitarbeiter Badersleben nachts von einer Jagd, die in einem Gafthose mit Fahren seiner Feststellung zu entziehen fuchte. In der Großen einer Tageszeitung hingeftellt zu werden, denn dies müffe der Fall Kneiperei und Spiel beendet worden war, nach ihrem Dorfe zurüc Kurz nach 1 Uhr tarn das Pferd allein nach Hanse, bald darauf schleppte sich Brttinnz heran, klagte über grope Schinerzen und schickte einige Leute nach der Chaussee, ivoselbst Bothe verunglückt liegen müsse. Sie feien bei dem Glatteise aus dem Wagen ge- schleudert worden. Man fand den Landwirth Bothe mit zer- trümmertem Schädel; er wurde auf Anordnung eines herbeigerufenen Arztes in das Halberstädter Krankenhaus gesandt, starb aber auf dem Transport. Als dann der Arzt den Brüning untersuchte, konnte er außer einigen unbedeutenden Hautabschürfungen keinerlei Verletzungen feststellen; wohl aber wurden bei Untersuchung des Wagens Spuren gefunden, die ans«inen Kampf oder Ueberfall hindeuteten. Diese Umstände bestimmten die Slaatsanwaltschaft, Brüning verhaften zu lassen; er hat sich jetzt vor der schweren An- klage des Mordes zu verantworten. Herr Kaufmann Moritz Ricscnfcld, Manteuffelstr. bO, ersucht »ns, bekannt zu geben, daß er mit dem Kausinann gleichen Namens, der nach unserem gestrigen Gerichtsbericht versucht hat, sich das Leben zu nehmen, mcht identisch ist. VevsÄmmlunüem Tie Drechsler hielten am 2. d. M. bei Stabernack, Jnsel- straße KZ, ein« Wcrkstattdelegirten-Bersammlung ab. Den Haupt- Punkt der Tagesordnung bildete die Baudrechsler-Frage. Wie noch «riunerlich, konnten beim allgemeinen Trechslerstreik vorigen Jahres infolge der unpassenden Geschäflskonjunklnr dieser Brauch« die ge- stellten Forderungen nicht zur vollen Geltung gelangen. Angesichts dieses Umstand«? waren im Monat März in den i» Frage kommen- den Werkstätten Erhebungen veranstaltet, ob es zweckmäßig sei,»och vor Ostern in eine Bewegung einzutreten. Die Stimmung der Ar- beiter sowie die Geschäftslage ließen jedoch darauf schließen, daß lein durchschlagender Erfolg gesichert erschien. Folgedcssen wurde von einem Vorgehen Abstand genommen und beschlossen, den Sommer zu einer regen Agitation unter den Baudrechslern zu ver- wende», um dann im Spätsommer die Forderungen definitiv zu stelle». Der Zrutralverciu der lvnrcau-Vugrstckltcn hielt am Donnerstag, den 3. Juni, seine fällige Mitgliederversammlung ab. in der Herr Dr. Wollheim über das Thema:„Naturerkenntnih und Wellforlschrilt" reserirte. Die Versammlung wählte sodann anstelle des ausgeschiedenen Mitgliedes Schulz Wasser zum Revisor und beschloß, daß für die Sommermonat« vom Juli bis einschließlich Oktober die nach dem Ib. jeden Monats stattfindenden Mitgliederversammlungen ausfallen und statt dessen an jeden, ersten Sonntag »ach dem lö. ein Ausflug mit Familie zu arrangiren ist. K> l>»>t»r-Lil»n»o«t»>»I«. Tie IStbItoIl>er ,» dir Ilordslhul» l» ru»»«»slr. Z«, Ist für dt« MUgltider a» folgenden Tage» geöffnet' Sonn- logS, vorrniuog« von ro— Ii, D.r e n st a g s und Frei, oo 8, abends W MI 10 Uhr. MUgUcds beilrüge werde» an diesen Tagen in der Nordfchulc entgegen- genomi»«», ebenso i» folgende» Zahlstellen I«ottfr. Schul»,«dmtralsir.«o», Schöning, ZIöp»ick«rflr.««: Reut, iSarntinsir.«;«abiel, Rosenlhalerflr. 67; fflliineri, MLllersir. 7a; Vurghause, Vulbusersir. 8S; vlanlenseld, si-nhanstr.»«. «Serner,«alewfiro»« 6»!«rube, Mariendorserstrat« 6!»aßler, Hunkerfiraße l. H. Itöntgs, Tiefsenbachsir. so. «Ue Zuschrlflen sind an den«orfitzenden Baut Mücketr» SO. Manteuffelstr. Ii«, Seldfendungen an den»affirer H. Königs, S. Tteffenbachstr. so, zu sende». Arb»lt,r.Ki>,>g»rb»,,d Berlins und Nmgegend. Borsthender Ad. Sleumann, Cchwedenstr. l«, v. i Tr. Alle Aenderunge» tin Bereinstaleiider sind«u rtchle» an Friedrich Kort» I». Manlensielftr. s». v.» Tr. S>»>d der gcleiligen Arbeit, ruereln» 0-rli»« UN» der Zlwaegend.«or- sihcnder P. S-n», Tr-sd-n-rftr. I07/IV». Alle Zulchrisie», den«ereinslalender detxefsend, sind an H. Beirdtr, Aieraudrtnenstrabe 100, zu richte». Arbeiter- Paucherbund Kerlin» und der Iln>,»o»»d. Acnderungen im veretnstalender sind zu richten an Hermann Braunschwetg, Tristen«:- straße«o. 2. Hof. Theater-„nd z>irg»Lguug»»»r»in„Aelgoland", Sitzung heut«, abend«» llbr,«il-rsir. iu. Zl», rlnignng der!t>al»r. Filiale r Berlin. T»e Kassen- und Bldllottzek- slunden sinden Tonntags, vormittags von 10— 1*, und Mituvochs, abends von o—» Uhr statt. Briese. die Berwallung belreffend, sind a» den Vorsitzenden, Kollegen M ärker, itzoihenflr. i«, zu rtchien. Uvogfellov, bingstab Loarersalloaal. anü»eaüing-LIub. 9 o'clock» Tettenboras' Eastauxani,\VaU-Stris«e gl, Guetta«re welcomo. Mtevttvifches. RechtSanivalt Wolfgang Heine:„Die Sozialdemokratie und die Schichten der Studierte»." Ein Vortrag, gehalten am 23. Mai l3S7 im Feenpalast zu Berlin. Verlag der Sozialistischen MonatSheste, Neue Schöuhauserstraße 17. Preis 20 Pf. Das proletarische Klasseninteresse ist der unversiegliche Bor», aus welchem die Sozialdemokratie immer neue Kräfte schöpft, die reale Grundlage ihrer Existenz, ihres Wachsthums und ihrer Zukunflshossnunge»; aber darum fallen die sozialen Grenzen, innerhalb deren sich die Werbekraft ihrer Ideen belhätigen kann, mit den Grenzen des Proletariats noch nicht noth- wendig zusammen. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, auch der Proletarier, der den Fahnen des Sozialismus folgt, wird nicht allein durch die ökonomischen Bedürsntffe, die ihm seine Lage innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft vorschreibt, in der Armee der Kämpfer festgehalten. Mit dem Grundbaß des Juteresses klingen die helleren Obertöne ideeller Antriebe, moralische, wissenschaftliche, ästhetische Neigungen und Ueberzeugungen zusammen und müsse» zusammenklingen, um den Euthusias- mns und den zuverlässigen Opfermulh, ohne den im schweren proletarischen Kampfe kein Fußbreit Landes erobert werde» kann, zu erzeugen. Das gute Gewissen des Proletariats, daß es mit seiner besonder» zugleich die allgemeine Sache wahrhast mensch- lichen Fortschrittes,„Recht und Wahrheit", wie eS i» der Arbeiter- Marseillaise heißt, verfechte» ist ein gewaltiger Machtfaktor in diesem Kampfe, der auch weit über die Reihen der Arbeiter hinaus, da wo die Grundlage der ökonomi- schcn Interessen ander? gestaltet ist, noch eine stille Wirk- samkeit entfaltet. Da? dunkle, peinliche Gefühl, daß wir das „Recht" vertreten, läßt sich nicht völlig in de» Reihen der Gegner unterdrücken, es verwirrt, schwächt und lähmt sie und muß, zur klaren Einsicht aufgehellt, nicht die herrschenden klaffen, wohl aber einzelne und zwar die besten Glieder derselben mit wachsender Gewalt zu uns hinüberziehen. Nicht jeder Versuch, an Einsicht und Gewissen, die auch im Lager der Gegner nie ganz ausgestorben sein können, zu appellireu, nur dir kritiklose Ueberschätzung der Wirkungen solcher Versuche wäre ein Rückfall in ideologische Denklingsart. ein innerer Widerspruch zum realistische» ülasfeii charakter unserer Bewegung. Die Rede des Genosse» Heine wendet sich an die studentischen und studierte» Kreise des BürgerlhuulS, welche, wenn das Studium an staatliche» Universitäten mit der Enlwickelmig freien wissenschaftlichen Geistes identisch wäre, den allersruchtbarsten Boden einer solchen Propaganda bieten müßte». An eine allge meinere Wirkung dieser klaren eindringlichen Darlegungeil ist unter den gegebenen Verhältnissen, wo politische Lethargie, ergänzt durch Karrierestreberei und wüsten KultuS der nationalen Phrase, noch immer die beherrschenden Geistesmächte der akademischen Jugend sind, natürlich nicht zu denken. Genug, wenn der und jener, der in der großen Feenpalast-Versammlung de» Redner hörte, zum Zweifel aufgerüttelt wurde! An eine kurze Charakteristik der materialistische» GeschichtS- auffaffung schloß der Redner eine Erörterung der Gründe an, durch welche die studierte» Schichte», wenn es ihnen mit ihren besonderen und den allgemeine» Kulturinteressen Ernst wäre, zun, Anschluß an die große sozialistische Bewegung getrieben werden müßten, um sich zum Schluß dann einer— vielleicht noch zu schonenden— Kritik der national-monarchischen Ideologie, mit der man unserm Internationalismus, Republikanismus und Revolu- tionarismus bekämpft, zuzuwenden. Innerhalb der engen Grenzen, die jeder derarligen Propaganda durch dir stunipse Indifferenz der großen studentischen Masse gezogen werden, kann diese, mit großem Geschicke ihrer Aufgabe angepaßte Red« zweifellos sehr werlhwvlle Minirerarbeit verrichten. C. 8. Das Elend in der Knopfiudnstrie. Unter diesem Titel ist im Verlag« von Grinip«, Elberfeld. zum Preise von 80 Pf.«ine klein» Broschüre erschienen, die das gesammelte Material einer Statistik eiithält, die auf Anregung des VertrauenSmamreS der Knopfarbeiter i» Elberfeld eingeleitet und bearbeitet wurde. Die Erhebungen umsaffen dir Orte: Barmen, Berlin, Breslau, Elber- selb, Hanuover, Böhmen und Wie». Von einem sehr bedeutende» Ort dieser Industrie, aus Schmölln, wo 14 Steinnuß- und 2 Horn- Knopffabriteu bestehen, war leider kein Material zu bekommen. Es ist das der vielfach empfundene Uebelstand bei allen Statistiken, die von de» Arbeitern ausgehen, daß leider in weiteren Kreisen. das Verftäudniß für diese Aufgaben fehlt und somit da? Material schwer eingeht u»d lückenhaft wird. Nichtsdestoweniger giebt die Broschüre doch einen sehr guten Ueberblick über die Lage der Arbeiter dieses Industriezweiges und sie dürste für die Geiverlschast einen nicht zu unterschätzende» agitatorischen Erfolg aufweisen. Briefkasten der Kedakkion. MontagS, Dienstags, 8 Uhr statt. Die juristische Sprechstunde findet Freitags und Sonnabends, abends von 7 R. S. 20. Der Flunder schwimmt„platt", wie Sie bei einem Be- suche des Aquariums leicht wahrnehmen können. tioburg. Wir kennen die persönlichen Verhältnisse des Manne? nicht Näher. St., Gartenstrafte. Vielleicht kommen Sie gelegentlich persönlich L. SS. 1. Haben Sie nicht gewußt, daß die gekauften'Sachcn dein Be- treffenden nicht gehörten, so sind Sie zur Herausgabe nicht verpflichtet. 2. Jenrand, der ihn, nicht gehörige Sachen ohne Zustiuunung des Eigen- thümers verkauft, begeht Unterschlagung. 3. Geldstrafe oder Gefängniff. 4. Anzeigen von ftrasbaren Handlungen können bei der Polizei oder bei der Staatsanwalt'chaft gemacht werden. Die Anzeigen gehören zu den wenigen in Deutschland steuerfreien Dingen.— W. u. Ä., Wilmersdorf. Nein. W. S. In der Mehlwurmzucht sind wir leider nicht bewandert. H. P. SS. Forderungen auf ärztliches Honorar verjähren in Preußen in vier Jahren seit Ausgang des Jahres, irr dem die Forderungen ent- standen sind.— RelchötagSivahl. 1. Brmrs und Bruhns sind zwei ver- schiedene Personen. 2. Nein. 3. und 4. Wenden Sie sich direkt an die be- treffenden Kreise.— k. VS. Sie haften nicht für die Soften.— Tan- send. Strafantrag können Sie stellen.— H. S. SZßiZ. Sie müssen die Eheleute aus Zahlung beim Amtsgericht verklagen.— lt. lt. 13. Sie können aus Ablieferung gegen Zahlung von 22 Mark klagen oder eS aus eine Klage von seiner Seite ankvuiuien lassen.— P. S. 100. Leider ist Ihre Schwägerin zur Zahlung verpflichtet.— H. L. 1. und 2. Nein.— Ludwig N. 21. 1. Nein. 2. Ja.- W. A. 68. Wenden Sie sich an den dortigen Generalkonsul.— H. lt. Danzigerstr. Ja. — Frau iUnna Ivo. Ohne Einsicht in den Vertrag nicht zu bcanttvortcn. Sprechen Sie mit demselben in der Sprechstunde vor.— M. S. 42. 1. Der Antrag auf Bestrafung muß bei Gericht, Polizei oder Staatsanwaltschaft binnen 3 Monaten nach erlangter Keuntniß von der Beleidigung gestellt sein. 2. Ja. — O. Sri,. P. 281. Sprechen Sie m i t dem Lehrvertrag gelegentlich in der juristischen Sprechstunde vor.— 106. K. K. 1. Nicht unbedingt. 2. New. 3. bv Pf.- 3. R. Wald. Pohl. Man kam, Alters- und Invalidenrente beziehen, erhält aber nur den Betrag der Rente ausgezahlt, die die höhere ist.— A. S. 20. Einbehaltene Sachen dürfen nicht ohne weiteres verkaust, sondern müssen ausbewahrt werden. Will man sie los fein, so niuß man die Forderung, derentwegen einbehalten ist, einklagen und dann die einbehaltenen Sachen pfänden und verkaufen lasten.— Hampke. 1. von Stumm ist ohne„von" geboren. 2. KS Großvater war Arbeiter.— Schriftliche Antwort ertheilen wir nicht.— Grimmstrafte. Berlin gehört zu keinem Negierungsbeztrk, sondern bildet einen Bezirk sstr sich.- W. Wt. Ivo«. 1. Ja. 2. und 3. New.- B. B. Nein. - SV. Sie sind zur Rückgabe der Geschenke nicht verpflichtet.— H. K. 12. Die Kündigungsfrist für Darlehen»nd Hypotheken beträgt, falls nichts anderes vereinbart ist, bei Beträgeir bis 1ö<1 M. 4 Wochen, bei höheren Beträgen 3 Monate.— Vitt). Frauen, für die vor ihrxr Heirath mindestens 23b BeitragSurarken gellebt sind, haben nach geschlossener Herrath einen Anspruch auf Rückerstattung der Hälfte der itlcbcmarlenbeträge. Der Antrag auf Rückerstattung muh binnen 3 Monaten nach der Verheirathuug bei der JuvaltdilätSanstalt, an die zuletzt Beiträge entrichtet sind, — welche das ist, geht aus der letzten Ouittungskarte hervor— gestellt sein. Dem Antrage sind die Heirathsurkunde, die QuittungSkarte und die Outttmigslarteubescheiuigungen beizufügen.— A. L. An beide, WitieriingSIibersicht tiom 15. Juui 1807. € t a t i o u e ti. Cwiuemnude Hamburg. Berlin., Wiesbaden. München. Wien.., Haparanda, Petersburg. Cork... Aberdeen., Paris.,, i- S S ö £ S-H ö cgoi KZ!-« 760 764 761 766 767 763 754 760 768 764 769 ? JQ C K WNW NW NW NW W Still Slill SW SO EW N ».!» IC ch «_ c ,3 »S leitet Sgf « issfe, Slll i-ät» «gs, wolkig wolkig halb bedeckt heiter bedeckt wolkenlos wolkig heiler wollig wolkig Dunst 19 IS 19 18 18 16 IS 14 13 12 16 Wettet-Prognosc silr Mittwoch, de» 16. Juni 1807. Ziemlich heiler bei schivache» westlichen Winde», kühlerer Nacht und ein wenig höherer Tagestciuperatur; keine oder uuirhebliche Niederschläge. Berliner W e t t e r b u r e a u. An« de» Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Dheakev. Mittwoch, de» 16. Jan f. Neues kgl. Operntheater(Sroll). Die lustigen Weiber von Windsor. Berliner. Die Maschinenbauer von Berlin. Lessiug. Die Geisha. Westen. Der Trompeter von Säk- kingen. Neues. Trilby. Resldcnz. Der Unterpräfest. Schiller. Papa Nitsche. Ostend. Unsere Reichspost. Zentral. Svzialaristokraten. »llexanderplatz. Berkäusltcher Werth. Eine tolle Prinzeß. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Lelnuauirs Kriegs-Abenteuer im Orient. Volks. Ans eigene» Füßen. Stpollo. Venus auf Erden. Vellr-ZlUiaiice. Koustantinopel. Passage-Piinopttknni. Die Kinder der Wüste. ZMnll c f- T Ij catc v (Wuiliier-Tliuuter). Mittwoch, ubeilds 8 Uhr: Papa Nitsche. Donnerstag, abends 8 Uhr: Deutsche Schwanke. Ceutral-Theater. Alte Jakob-Strafte 2«. Mittwoch, 16. Juni und Donnerstag, 17. Jrmi: Sö�lilnstokrattn. Kv mödie in b Akten von Arno Holz. ÄpöÜo-Theater und Ronzerl-Garten. Auftrete» des.in erreichten Humoriste» Otto Kvuttei» mit seinen aktuellen selbstverfaßten Kouplets. II i» O II Ii r: Venus auf Erden. Buriest-phaiiwslische Operette m. Tanz in 1 Akt von Bolten-Bäckers. Musik von Paul Lincke. In Szene gesetzt vom Direktor I. Glück. Ferner Auftreten v. Spezialitäten ersten Ranges. Kaffenössuuiig 6 V, Uhr. Konzert 7 Uhr. Ansang der Vorstellung 8 Uhr, Ostend-Theater. Gr. Franksurterstr.läll. 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M. verstarb mein lieber Mann, der Schuhmacher[ 2588b Otto Kufahl 8 Uhr, in Hirte's Festsälen, Elisabeth: im Alter von 60 Jahren. Die Bes firchstraße 14( Nähe Acker- und In- erdigung findet heute, nachm. 5 Uhr, validenſtrate); vom städtischen Krankenhaus Moabit aus nach dem St. Johannis- Kirchhof Die trauernde Wittwe Emilie Kufahl, Schicklerstr. 4. Ehrenerklärung.[ 2589b Die Beleidigung gegen Frau MittelGeneral Versammlung att der Vertreter der Herren Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Tages Ordnung: Abänderung des Statuts§ 2, Ab- städt nehme zurück. Gustav Schubert. fatz 1 Nr. 2: Worte: Sandlungsgehilfen M. Ewald, Achtung, Bauarbeiter! Vertrauensmänner- Versammlung: le alle Comblungsgrifen und Am Mittwoch, den 16. Juni, abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Musikinstrumenten- Branche. Hoffmann, Alexanderstr. 27c( oberer Saal): Große öffentliche Versammlung der Bauarbeiter Berlins u. Umg. -Tages Ordnung: 1. Die Aussperrung der Bauarbeiter durch den partiellen Streit der Maurer und was denten die Bauarbeiter für eine Stellung einzunehmen? 2. Verschiedenes. Die Kollegen, welche in Mitleidenschaft gezogen, werden dringend ersucht, zu erscheinen. Im Interesse der Sache ersuche dringend ein Mitglied der Lohnkommission der Maurer in der Versammlung zu er scheinen. Der Vertrauensmann. 30/10 Verein zur Wahrung der Intereffen Mittwoch, den 16. Juni, abends 8 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106. Tagesordnung: 1. Bericht über Werkstatt- Versammlungen. 2. Wie stellen wir uns zu den Anzapfungen des Mitgliedes der Gewerkschaftskommission der Branche? 3. Der Arbeitsnachweis. Jede Werkstatt ist verpflichtet, durch ein Mitglied vertreten zu sein. Buch legitimirt. Die Kollegen Arndt, Zutritt hat jedes Mitglied. Schumann und Mann sind brieflich eingeladen. Sonnabend, den 17. Juli: Grokes Sommer- Fest 106/16 in der Aktien- Brauerei Friedrichshain. Die Ortsverwaltung. der Gast- und Schankwirthe Verband der Fabrik-, Land-, Silfsarbeiter u. Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Deutschlands. Freitag, den 18. Juni, nachmitt. 5 Uhr, im Lokal des Donnerstag, den 17. Juni, abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Kollegen Tieke in Steglitz, Albrechtstr. 125: Dersammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Georg Wagner über: Die Vereins: gesetz Vorlage". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Bericht pom Stiftungsfest. 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Potsdamer W. Adelung& A. Hoffmann Stangenbier Actienbrauerei Potsdam. Gegr. 1830. Fernsprecher: Amt Potsdam No. 7 empfiehlt als Specialität: Potsdamer+ + Stangenbier ferner: helles u. dunkl. Lagerund dunkles Versand- Bier in Gebinden und Flaschen. Die Zustellung in ganz Berlin geschieht durch eigene Wagen frei Haus. Niederl. in Berlin SW., Teltowerstr. 43. 69/14 B. 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Liter Inhalt Warenhaus A.Wertheim Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.