Einzelpreis 10 pfg* Jahrgang 2 Dienstag, öen 15. MprN 1010 Nummer 151- Norgen�MsgW Ml riltilieif ny« im» I,ch«m»�... v« Sq»g5pr-i, WrAgi M fttHt Awsty«, h» f>M» fSr*tm In p-?bq>,, o()M B«(ieOg«t>iU|t msmatl. 2,50 m, tri AxpriUmz mit« Suriftmb Di, �Mi�rir iß m tm a�tra, te poferiwyUfh t*, iW' «,b«fthw; Berit» N«.«,«chitsvaMerd»»« WW. Somlprech«: Amt«»rde»*865 m 1 1 Ii»»■ W««ch�fpa». Ttu m,«M,,,» y, tew*mm wfft, ,*M W* W»tni«1l tCffrt«epmtln* mHtm Wert topf. 6rt Ol»>>»>» M* Onfoinnhmyqrty fiW» drt Z»fql-z fort.>tnat,(kOmtmirtf «Ari,»«rtpMO H»SIII|tMd!rtittajeMt«C!prtri«te«-e Arbeit erfchafi! Brauns chw« igS beharrt nach wie vor k �»erakstreik. Die Unternehmer haben den Streikenden die ini*• un® gestellt, die Arbeit am Montag wieder aufzunehmen, tj-. Allenfalls st« ihre Betriebe bis acht Tage nach Ostern ge- w" �vÜcn würden. Die Verire'.er der streikenden Artwiter a?/'" daraufhin baschloffea, im Generalstreik zu beharren. hn und Bürgevstreik dauert ebenfalls unverändert fib--' ca*1 ��uieustreiik haben sich am Freitag auch di« städti- Beacntc« angefchlosson. In einer vom OrrSarbeiterrat ein- uzen«, Versammlung erklärten die Delogierten, daß der Streik torn-» wuche, bis die Aobciterschast de» Generalstreik z« jpw, rovoll�ionäre StreBleitung mach: bekannt, daß vom t»«'l wegen des bisher durch keinerlei AqZschrei- d>» Preten, dorchcme nchizen Verlaufs de» Gene«ytr«ik» der StraSoMn,� WecfseWb»ächklöche©trofeai. sperrung, Schließung von Restaurants. CafÄ ufw. aufgehoben werde». Bei dem Zusammenstoß bei Börsjum halten die Braun- schlveiger RevolutionSÄruppe» vier Tot«»«d 14 Ver- mundete. Sert Dienstag ist keine Zeitnag erschienen. Nur der»»nabhängige �llolksfveund' gibt täglich ein MieteilnngS- blatt über die Sireitlage aus. Im Ruhrgebiet ist in der Zahl der Gtreikendem ein Rückgang zu verzeichnen. In der gestrige« Frühschicht'waren 139 266 Bergarbeiter gegen 160 720 am Sonnabend morgen aus- ständig. Di« Arbeiter de» Meinisch-Welrfältschen ElektrizitätS- werkeS in Essen»erharren noch weiter im Sympathiestreik, find aber mit wenig Ausnahmen zur AtJwfc erschienen, um die Not- standSardeiten zu verrichten. In Düsseldorf ist nach den Kämpsen der letzten Tage Ruhe eingebelhrt. Die Zahl der Opfer, die bei den Kämpfen ge- fallen find, steht noch nicht fest. Der allgemeine Ausstand dauert unvevmindert fort. Slratzeskampf i« 3 Wo#. M v. Iserlohn, 13. Avril. In einer Versammlung ia der Kaiserhallr, in der der Kommunistenführer Brenner eine Rede über dir Weltrrvotu- tion und daS bewaffnete Bürgert«««ehalten hatte, begab sich ein DemonstrationSzug von Kommunisien zum Rathaufe, um die Sichrrheitvwehr aufzulSfe«. Die Fonstcrfchvtben wurden ein- geschlagen und Wwa 20 Gewehre»nbrauchbar gemacht. Auf bei- den Letten wurde grschossc« und mit Handgranaten ge- werfe» Bisher find acht Verwundete in« Krankenhaus eingeliefert»ardea. Ob es Tot« bei dem Kampf gegebe» hat, ließ sich bisher noch nicht feststellen. Die Erregung unter der Einwohnerschaft ist graß. Mittag» zog die Meng« unter voran- tritt von Trauimlorn und Pfeifern durch die Stadt. ES gelang schließlich in einer Besprechung»wische« MagisteatSmttglirdern »ud dem Arbeiterrat ei'ae Einigung herbeizuführe». Neu; kovflilte. Die Herabsetzung der Löhnung aus den Friedenssatz hat unter den Soldaten eine begreifliche Erregung hervor- gerufen. Am heftigsten kommt diese zum Ausdruck bei den Lazarettiwsassen, die nunmehr pro Tag noch fünf Pfennig Löhnung erhalten sollen, während ihnen bisher pro Tag sine Mark zustand. Die Erregung ist vor allem deshalb so groß, weil die H ö t s � e l k i n d e r der Regie- rung, die Freiwilligen nämlich, weiterhin ihre alten Bezüge beziehen. Bei ihnen kennt man keine Sparsamkeit. Sie er- halten, wenn sie im Lazarett liegen, pro Tag 4 M a r k. Das muß natürlich aufreizend auf diejenigen Kranken wirken. die Jahr und Tag kn Felde waren und sich schwere Ver- wundungen zugezogen haben, so daß sie teilweise schon seit Monaten ans Bett gebunden sind, während die Kranken der Freiwilligenverbände vielfach überhaupt nicht an der Front waren und sich ihre Lorboeren höchstens bei den wenig rühm- reichen Berliner Stroßenkämpfen erobert haben. Die Art, wie man die Kämpfer an der Front gegenüber den Freiwilligen benochieiligt, ist eine treffende Illustration zu dem so oft in die Welt gefchrienen Satz: Der Dank des Vaterlandes ist Euch gewiß! Die Lazarett- inisassen lachen heute ohne Ausnahme darüber und sie wissen, daß st« von der neuen Regierung bisher ebenso betrogen worden sind wie von der alten. Die Regierung hat die Pflicht, den Erlaß so schleunig wie möglich nickgängig zu machen. Nach einer Meldung des Wolffschvn Telegraphen- bureaus soll das Jnkrafttpete« der Aeroidnung einstweilen bis 1. Mai verschoben werden. Das genügt nicht. Wir for- dern seine restlose Aufhebung und verlangen völlige E> leich st el lu n g der Soldaten hinsichtlich- ihrer Beziige. Wenn aber durchaus ein Unterschied gemacht werden soll, so dürften nur die Feldsoldaten de» Vorteil haben, denn diese haben es wahrhaftig verdient, nicht hinitnan gestellt zu »verdeu. Aus Aasarn. Eigener Drahtbericht der.Freiheit. Tic noch im Jahre 1918 errichtete» Soldatenräte sind ausgelöst, ihre administrativ« Tätigkeit geht auf die Acbeiter- und Soldatenräte, deren Wahl auf dem ganzen Ge. biete der Räterepublik soeben erfolgt ist. über. Ihre politische Tätigkeit beschränkt sich«ms die palitische« Kommissare bei den Truppentteper». SchluWANg des KZiekongreffes. Sozialisier ung.— Auslandspolitil.— Wahl des Zentralrats. Die Sozialifieruns. das Kernproblem unser» Zeit, wurde zu Beginn der heutigen Sitzung, die erst u« 11 Uhr begann, theoretisch unisassend beleuchtet durch ein Referat des Genosien K a u t» k y. Genossin Luise K a« t s k y verlas da» Manuskript für ihren durch Krank- t»crt abwesenden Mann. In außerordentlich klarer Weise legt Kautsky das Wesen der Sozialisicrung dar, ihren Gegensatz zur Produktivgenossenschaft, und zur Verstaat- lichirng. Er zeigt, daß die Vergesellschashmg durchgeführt werden muß durch die Arbeiterklasse, unter Mitwirkung des Konsuniinteresics der Allgemeinheit bei Anwendung der Wissenschaft auf allen Gebieten der Produktion. Er wen- dct sich gegen die VcrschleppungSpalitik der Regierung, di, in der skandalösen Behandlung der Sozia lisierungS- kommission ihren stimbolischen Ausdruck fand. Er wendet sich auch gegen planlose Sozialisierung, die eintreten muß, trnm die Regierung das Gebot der Stunde nicht erkennt. Mit einein Appell an die Einigkeit des deutsche» Proletariats schließt das ausgezeichnete Referat. Genosie Könen- Halle ergänzt in längeren AuS- führungen Kautskys Standpunkt und zeigt, wie mit Hilfe der Arbeiter- und Betriebsräte die Soziati sicrung als Orga- nisation der Produktion durchzuführen ist. Einige polemische Bemerkungen von K a l i s k i gegen das von KautSkl) bo- tont« allgemeine Konfumcntenmteresse beweisen, daß der Kritiker den Referenten falsch aufgefaßt hat. Nachdem alle Fraktionen ihren Standpunkt vertreten und Genosse Hil- f e r d i n g im Schlußwort die Einwände widerlegt hatte. gestaltete sich die Debatte über eine Reihe Anträge zu einer Besprechung auswärtiger Fragen, nachdem die Re- solntion Kautskys dem Zentralrat als Material über- wiesen war. Die Aussprache über die A n sla n d spo litik der Regierung brachte schärfste Kritik an der Zusammensetzung der Friedensdelogation, an der von der Waffenstillstands- kommission betriebenen Hetze gegen da? Ausland, an der Politik Erzbergers und Davids, an der Haltung zur Sowjet» regierung usw. Bezeichnend ist aber, baß bei aller Kritik seitens der Opposition j« den Reihen der S. P..Fraktlorl. die besonders durch Kaliski und Cohen-Renß vertreten ist, man sich nicht entschließen konnte, den Antrag anzunehmen, der die Ausschließung Dr. Davids aus der Friedens- Delegation verlangte. Sowohl das deutsch-französisch« Ab- kämmen m't der Losung„von Samter bis Soissonne", daS KauZki. der sozialistische Mittelcuropäer, mit viel Tempera- ment vertrat, wie die Kontincntalpolitik passen nicht in den Rahmen einer proletarischen international orientierte« Außenpolitik der Arbeiterklasse. Längere Fraktionssitzungen vor und während der heu- tigen Tagung hatten sich mit der Neuwahl des Jen- tralrates beschäftigt. Leider war keine Einigung er- »ielt, wie sich bei Beginn der Wahl zeigte. Die von der U.S. P. vorgeWagene Parität in der Besetzung des Zen- tralrates wurde nach längerer Debatte mit 91 gegen 81 Stimmen abgelehnt. Die S. P.-Fraktion schlug der U. S. P. 10 Mandate vor. während sie selbst 14 beanspruchte und 4 den kleineren Fraktionen überlassen wollte. Der An- trag geheimer Listenwahl auf Grund des ProporzeS der an- Wesen den Delegierten wurde von der Mehrheit heftig be- kämpft, wobei der U. S. P. vorgeworfen wurde, daß sie die Abwesenheit zahlreicher Mitglieder der Mehrheit ausnutzen wolle. Nach sehr erregten Debatten wurde auch der Antag auf Poporz. mit ungcsähr 90 Stimmen gegen 60 abgelehnt, während die U. S. P. das Angebot auf 10 Mandate zmück- wies. Daraus blieb weiter nichts übrig als der Vorschlag der Mehrheit: DerZentral ratwird mit 2 1 Mi t* gliedern besetzt, wovon 12 der S.V.- Frok», JAi«*»rni der Rest de« kleine» StMltlAKtm T wn wt3 wtc nrcTTctr o e r rr. T. � reserviert. Tie U. S. P. stimmte durch Enthaltung �egen. -.. 1#L:;■>> �'' l-. Deutsche vallonMersammZung. + 1 UfT. Sitzung, flont««, Ii-«pril. Auf der Tugesordnuna steht eine sozialdemokratische Interpellaiion:»Ist der Sltichdr�giecung bekannt. daß die Art, wie die Lebendmittel aus dem Aus» land verteilt werden sollen, sowie, d.« hohen Preise dieser Lebensmittel und sonstige Matz» nahmen in d-r Ernährungdfrage grotze Be» unruhigung in der Bevölkerung hervorgerufen haben? Was gedenkt die Regierung dagegen z u i u n?" Abg. Rühle(Coz.): Wir haben zum ReichsernährungSmiiiister volles Vertrauen, wünsche» aber Auskunst auf verschiedene Fragen. Die auSländischeii Lebensmittel sollen nur an Städte mit mehr als 50 C00 Einwohner gehen, obwohl auch in den kleinen und mittleren Städten die Not groh ist. Wir verlangen eine Verteilung nicht nach der Bevölkerungszahl, sondern nach der Bedürftigkeit. Tic Entente nützt unsere Notlage gc- wiß aus. Aber die Verhältnisse werden noch verschlimmert durch die fortwährenden Streiks, deren Lolge ein stetiges Sinken der deutschen Valuta ist. Den amerikanischen Weizen müssen wir mit 1 Mark das Pfund Mehl bezahlen. Im.lVleinhandcl kostet diese» Mehl aber bis zu 8,6 0 M. da? P f u u d. Woher kommt dieser ungeheuerliche Zuschlag? In Berlin ist das aus- ländisch« Fett den Großhändlern überwiesen worden, anstatt e» direkt an die Verbraucher abzugeben. Auch dadurch tritt wiederum eine Verteuerung«in. Im Notfall mühten Reichs- mittel zur Verfügung stehen, damit jeder Verbraucher, auch der Minderbemittelte, sich ausländische Lebensmittel kaufen kann. ReichsnahrungSminister Schmidt: Die Interpellation gibt mir willkommene Gelegenheit, verschiedene Irrtümer und falsche Anschauungen der Interpellanten richtig zu stellen. Di? Bestände können natürlich.nicht in dem Augenblick verteilt werden, wo sie im Hafen lagern und erst über ihre Verteilung Dispositionen ge- troffen werden müssen. Ich kann auch nicht mit der Verteilung warten, bis die Bestände so groß sind, daß ihre gleich- mähige Verteilung über das ganze Land möglich ist. Ich muh zunächst gewisse Bezirke bevorzugen und sie in den allgemeinen Verteilungsplan einrangieren. Der S chke< chha n del kann i* Wesen Waren nicht Platz gret- r, denn die Waren gehen direkt an oi« Kommunalverbände und batben das Recht, in eisten«« Verkaufsstellen oder durch den Kandel die War« weieerzu lebten. Darüber wird Ihnen van der Zentralstelle keine Vorschrift gemacht. Nur durch Betrug oder Diebstahl könnte die War« in die Kanäle ldcs Schleichhandels ge- leitet werden. Bennrichig: bin ich dadurch, datz de Lebensmittel- »ranspvrt« nur mit starker militärischer Deckung gehen können ss>t� würden sie auf Grund de»§ 9b des Gesetzes über den zustand mit Gefängnis bis zu einem Jahr oder mit<3eV™ vi» zu 1500 Mark bestraft werden l Auch diese rechtssozialistische Gewaltpolitik derffl»� 1 Arbeiter nicht niederzuwerfen. Erst am 8. April 1019 wurde die Arbeit von den �( geschlossen aufgenommen, nachdem durch die Streikleiw»«- 7. April die Parole ausgegeben worden war, die Aktion brechen, um sie zu gegebener Zeit wieder aufzunehmen, i Ihre Forderungen vermochten die Arbeiter durch den streik nicht durchzusetzen. Trotzdem fühlte sich nicht e i N,ä J schlagen oder gar besiegt. Im Gegenteil, die Arbeiter M J den glänzend durchgeführten Generalstreik moralisch und � stärker geworden als jemals zuvor. Sie brennen darauf, von l in Aktion zu treten, und sie werden wieder in Aktion Der Generasstreik war au» den Arbeitern heran« 85 Prozent der Arbeiter au» dem Groh-Siuttgarter gebiet hatten den Streit beschlossen. Beteiligt waren kommunistische und rechtssozialistische Arbeiter. Die r(% listischen Arbeiter lebnten sich damit zum erstenmal in borg in großer Zabl bewußt gegen ihre Instanzen j den Streik wurden die Regierung und die bürgerlichen gezwungen, sich völlig zu demaskieren- Die ArbeiierfeindiA' gezeigt, datz sie bereit sind, das Proletariat mit aller"j bis auf» äußerste zu bckänlpfen. Viele Illusionen bei«.! Arbeitermassen sind zerstört- Die vielgerühmte Sentrft",) al» Diktatur der Demagogie und de» Militarismus et�l hellen Haufen marschieren die Arbeiter nach link». DaS" v große Gewinn de? Generalstreiks. Lefrett! Wie wir seinerzeit berichtet balten, waren mit � k auch die Heiden Mitglieder des Zentral-Soldaienro'' � 4. Armeekorps. Völker und Kegel, verhaftet Berlin transportiert worden. Wie. vir hören, sind dieselben auf energisches? vent'on rhrcS Vertreters, des Harm RechtSanwnlt- s Halpert. bei den) NoichSwehrminister NoSke der Haft entlasse» worden und nach Magdeburg Z» Truppenteil wieder zurückgekehrt. Heilmanvsche tügev. Hoilmann, der gelehrig« Schüler von Noske und He'"�/ breitet d:« Nachricht. Kaut Sky werde am Dienstag � J von der Berüchtigter. Deutschen Gesellschaft von 1914 teten Vortragsabend der Deutschen Liga für den Völkerbw" � .So» alismuS und Völkerbund� sprechen. Heilmann knüpi' f etnige seiner bekannten schnoddrigen Bemerkungen, di« druck erwecken sollen, als ob Kautsky sich jetzt in die/ der Lensch. Winnig und Südekum begeben wolle, di« Ktf Nationalist, scheu Gemeinschaft tbrem üblen Ration-»� huldigten.| Dasu ist zu bemerken, daß die Deutsch« Gesellst?- dieser Veranstaltung der Liga für den Völkerbund, wie%' genau wech, uichtSzutunhat. Diesen Eindruck f"®; mann auch nur«u» sehr durchsichtigen Gründen zu c - s 7 ?(«.■» ä I#' pdt' ui>: # p' et S & I K ,w te«T bog Wefenrt«mf dem RLtekongre� W haNen?5nn«R. Daher Prb ouch Ankündigungen über da» Austreten Kautekh» i» anderen vüranstalwngen durchaus irrig. DleEnste Volksabstimmung. «arNrnh«.*4. April. Di« erste Volksabstimmung in Deutschland seit Beginn der Revolution wurde gestern in der Republik Baden vorgenommen. klbgeftimmt wurde über die von der badischen Rattonalversamm- lung angenommen, neue badisch« Vorsassnvg. Sie wurde mit 855 000 gegen 20 000 Glimmen angenommen. Gleich. zeitig wurde darüber abgestimmt, ob dir Mandate de« badtschen Nationalversammlung al» gesetzgebender badischer Landlag bi» zum November 1920 weiterbestehen bleiben sollen oder nicht. Da- für stimmten gleichfalls 355 000, dagegen 31 000, Tas Ergebnis ist noch nicht ganz vollständig, da zwei Bezirke fehlen, die jedoch un dem Ergebnis nichts wesentliches ändern dürften. Die Stimmbetciligung war minimal, sie betrug nur 30—83 Prozent. Die Unabhängige Sozialdemokratische Partei, die in der National- Versammlung durch keinen Vertreter vertreten ist, hatte ihre An- Hänger aufgefordert, mit Nein zu stimmen. Die Lebensmittel aus Holland. Amsterdam, 13. April. Dem»Algemeen Handelsblad" zufolge fetzen sich die hebenimittel, die nach der jetzt erfolgten Einwilligung der Assoziierten au» den Niederlanden nach Deutsch- land ausgeführt werden dürfen, au» 8000 Tonnen Fett, 2000 Tonnen Speck, 1000 Tonnen Butter und 30 000 Tonnen Kartoffeln zusammen. Wegen der finanziellen Schwierigkeiten ist den Ausfuhrverhandlungen zwischen den Niederlanden und Deutschland ist nach keine Uebereinstimmung erzielt worden. Es wird jedoch ein« baldige Regelung erwartet. .............. 1 Gewerkschaftliches. ---------------------- ;# | »» 3| öm Slrelk der Angestellten in der llteiallindnstrle. Di« am Sonntag vormittag in der vom BollzugSrat einbe- �vfenen Sivuna a«ma>». Wnn>. jH* '-Ä ht« x uC i P':\ ! | | 1 % $ X Bett*.'«»" ö« machten Dorschläge sind innerhaW der Ange "'reife ais ein« gewisse DerhandlungSbastS betrachtet wor- eine,« scheint. Safe auf Grund dieser Vorschläge et zu n Snedensschlutz kommen Wird. Sestrige Obleuteversammlung der streikenden Ange. R-sni, Metallindustrie nahm nach kurzer Debatte folgende °lmution einstimmig an: „,"Nachdem in den Berhandlungen vor bim«ollzugSrat "Niere vorderung des M it b e st i m m u n« S r e ch t e, auf "■fchlog des Generaldirekt-r» Brückmann eine AuSlegun« «» i hat, die wir unterstützen können, erklärt die heutige Vsaminlung der Obleute, obwohl sie nicht verkennt, da» auch wlc Formulierung ein Nachgeben der Angestellten gegenüber wer ursprllngliche» Forderung enthält, den Kollegen in den «rtrtrbSversammlungen dieAnnahmed«» Vorschlages empfehlen. Dir Versammlung beauftragt dir See- sandlungslommisston, diesen Standpunkt bei den heutigen ,"�"vlungen im Pollzugsrate zum Ausdruck zu bringen und ve weller» vbschwächung rundweg abzulehnen. w verhandlungSkommissson wird weiterhin beauftragt, die Zustimmung zu dem Vorschlag des GeneralöirettorS Brück- wann nur ausdrücklich unter der Voraussetzung g« geben, vß hinsichtlich einer Entschädigung für den durch den Streik Angestellten entgangene Verdienst eine Regelung gefundca wird, die den Angestellten eine volle Befriedigung gewährt. Hinsichtlich der materiellen Forderung erklären "w Obleute, das, zwar der Schiedsspruch in keiner Weis« den vurchauz berechtigten Ansprüchen der Angestellten genügt, daß "v aber bereit sind, die endgültige Regelung dieser Frage bis *st de» Tarifverhandlungen zurückzustellen. Dw Verhandlungc» vor dem Bollzugsrat sind heute unbedingt zum Abschluß zu bringen. Lehnen die Metalliudustrirllen aus, bi« neuen Vorschläge ab, so rufen die Obleute alle Ange- stellten Berlins und im gleiche auf, sich hinter den Aufruf der Streikleitung zu stellen und den Kampf um unsere Forderung '"»nsitig aufzunchmen, bi» das endgültige MitbestimmungS» recht allen Angestellten gesichert ist." Bor dem Vollzugsrat fanden gestern abend verhand» .�"gen zwischen dem Verband der Metall» "dustriellen und den Angestellten statt. Die ""ternehmer waren zu folgendem Entgegenkommen bereit: �°r Arbeitgeber ist verpflichtet, dem Angestelltenaussuch von jvder Kündigung eines Angestellten mit einem GesanitjahreSein» �wmen von weniger als 10 000 M. Kenntnis zu geben. , � Angestelltenausschuß ist berechtigt, berKündigung ?�wider>sprechen, wenn ex der Ansicht ist. daß wichtig« 'schliche Gründe der Entlassung entgegenstehen. Bcirifst di« Kündigung ein Mitglied de» Angestellt enauSschusse». l" hat»g Anspruch auf Fortsetzung des Dienstverhältnisses bi» x endgültigen Entscheidung durch den Schlicht ungsausfchuß. Sur Forderung der Mitbestimmung de? Angestellten» �chchusse, bei der Einstellung von Angestellten empfehlen Bertreter de, Verband«» angesichts der außerordentlichen f�Utung der Frage für die beteiligten Kreise ganz Deutsch. "ag, big Erledigung einer zu diesem Zwecke besonders einzu» ! tz'nden paritätischen Kommission zu übertragen. Sie erklären drei, Einfluß für eine Lösung einsetzen zu wollen, welche grujid- wv-ih dem Gedanken der vorliegenden Fassung entspricht. Dies« Vereinbarung soll als Ergänzung de» Schiedsspruch«, 0m 13. April gelten. Die Angestellten erhalten bei der nächsten khaltszahlung außer den bisherigen Bezügen«inen Vorschuß n Höhe von rund 25 Proz. eine, regelmäßigen MonatS» '"kommen,.» Die Verhandlungen über dielen Dorschlag sind«och "'4*-bg-schlossen. EeneralslreU aller AngeWlea»ad veamteal fi k ß k Eine gestern in den Mustkcrsälen ragende Obmäru'erver» .ammlung der bisher am Streik nicht beteiligten Fachgruppen ihr- schärfst« Entrüstung darüber au», daß die Metalltiw». "Miellen trotz weitgcheirditen Envzegenlommen« der Angestellten "ch nicht beret' gefunden heben, ch« Forderungen zu erfüllen. Mit Dedaueon stellte die Versammlung fest, daß auch di« Regie» w-ng gegetiüder der Forderung nach dem Mitbestimmungsrecht sich zu plaurnilchon»rSlärungen bereitgefunde« hat. Um dies« � alle ArfcftltMrferwt(• unerläßliche Forderung durchzusrtzen. «schloß di« versamminag, all«««»«ftellte« Geaß» w&tu.#»mm ,***#»#*««. Ml>»- faawneJipn erklärten, alles daran setzen zu wollen, um diesem Streik weitgehende Ausdehnung zu verschaffen. Die Schuld für alle», wa, sich aus diesem Streik ergibt, treffe einzig und «Klein dk Arbeitgeber der Metallindustrie.. Sin« in diesem Sinn« lautende Resolution wurde von ver- t«a:e«i van 150000 Angestellten und Beamten von Handel, Industrie sowie Kommunal- und Reichsbehörden ein, stimmig gefaßt. Der Kampf um da, Mitbestimmungsrecht er- faßt immer«eitere Kreise. Ein« Angestelltengruppe nach der an» «« steht auf»nid stellt diofe Forderung, droht mit de« Streik, fall» st« wicht ocfüllt wird. # Da heute erneute Berhandlungen über den Tarifvertrag für Waren» and Kaufhaul-Angestellt« beginnen, rech- net man in Arbeitgeberkreisen scbon damit, daß auch ihre Ange- stellten bei dieser Gelegenheit das volle Mitbestimmungsrecht fordern werden. Wie verlautet, stehen die Arbeitgeber im Einzelhandel jedoch auf dem Standpunkt, daß sie einer reichs- gesetzlichen Regelung nicht vorgreifen wollen. El mutz deshalb auch mit einem neuen Warenhausstreik gerechnet werden.' « Zwecks Herbeiführung des Mitbestimmungsrecht für dkie Brauereiangestellron hat gestern eine Verhandlung unter dem Vorsitz des Direktors Jäger von der Brauerei Friedrichshain stattgefunden, an der auch vom Zentralverband der Handlung,- gehilfen Schmidt und vom Gewerkschaftsbund Schwarz teilnah- man. In der Verhandlung ze-gten die Brauereileitungen hinsichtlich des Tarifvertrages, wie auch in der Frage des Mitbe- stimmungsrechtes Entgegenkommen, und cs kam in den späten Abendstunden eine Einigung auf der Grundlag» zustande, baß«in Tarifvertrag abgeschlossen sowie daS volle Mitbe» sttmmungsrechl den Angestellten gewährt wird. Auch im Versicherungsgewerbe ist eine E i n i- aung erzielt worden. Hier wurde gleichfalls allen Angestell- ten da» Mitbestimmungsrecht gewährt. Bei dem voraussichtlichen Generalstreik werden die Angestellten de» versicherungsgewerbes, da sie das erreicht haben, was ihre Kollegen fordern, nicht in den Sympathiestreik eintreten. Sie ziehen es vor, ihren strei» kenden Kollegen die nötig« Unterstützung dadurch zu gewähren, daß sie ihnen«inen Teil ihres Arbeitsverdienstes zur Verfügung stellen. Sympachlestreik der Beamten der Reichsversicherungs- ansialt. Mit größtem Interesse verfolgen die Angestellten der Reichs- Versicherungsanstalt für Angestellte den Kanipf der Angestellten« schast der Berliner Metallindustrie und der Bankbeamteuschaft um das Mitbestimmungsrecht und die Erreichung einer»rträg- lichen wirtschaftlichen Lage. In der Erkenntnis der ungeheuren Tragweite dieses idealtstischon Kampfe» sprechen sie den Streikenden ihre voll st e Sympathie au». Um diese und die Solidarität in unzweifelhafter Weise zum Ausdruck zu bringen und gegen Verschleppungsversuche zu protestieren, haben die Angestellten der Reichsversicherungs- anstalt gestern mittag 12 Uhr die Arbeit.bis zum heutigen Tage eingestellt und die Diensträume ver- lassen. »ng�stellten-AuSschuß ber Fachgruppe Shemische Fndustrl» und verwandte Branche». Alle Angestellten ausschüsse der chemischen Industrie werden aufgefordert, in BetriebSversamm« lungen eine geheime Abstimmung über den Streik in das Mitbe.! stimmungsrecht vorzunehmen und die Resultate der Zentralstreik- leituug, HaberlandS Festjöle, Neue FrFiedrichstr. 35, und dem Obmaan der Fachgruppe, Herrn Kasper(Telephon Uhland 1574) sofort bekanntzugeben. Sämtliche AngestellienauSschüsse der chemischen Industrie und verwandten Branchen treffen sich Mitt woch, abends 7 Uhr, im Pschorrbräu. Behrenstraße, Ecke Friedrich straße(Hintere Räume), zwcS Beratung weiterer Maßnahmen. Die Hilfskräfte des Magistrats Berlin halten am Dienstag, 15. April, nachmittags 3% Uhr, im„Zirkus Busch" eine Massen- Versammlung ab. TageSordnuiig:„Die wirtschaftliche Besser stellimg der Magtstrats-tzilfSkräfte." Akt.-Ges. Mix u. Genest. Alls streikenden Angel stellten haben sich ab Dienstag täglich von 8—12 im Streik- lokal Brumin, Schoneberg, Reichertstr. 3, zu melden. Betriebsingenicure und BctriebSassistenten der Berliner Metallindustrie. Am Donnerstag, 17. April, abends 7 Uhr, findet im„vollshaus", Eharlottenburg. Rosinenstraße, eine Bersamm« lung statt mit folgender Tagesordnung: 1. Bildung einer Fach. gruppe innerhalb der bestehenden Organisationen; 2. Stellung. nähme zum tommenden Tarifvertrag; 3. verschiedenes. Er. scheinen sämtlicher Kollegen ist dringend notwendig. Uuergesrllschaft. Betriebsversammlung der streikenden Am gestellten Dienstag, 15. V M., nachm. 4 Uhr, in der Wobefchule, Naglerstraßc. Die Streikleitung. Telephon- und Apparotenfabrike> Büttner, vneisenaustt. SS, außerordentlich«««neral- nersammlung. Situationsbericht und Neuwahl de» oesamten Vor- schleZw�wMn'KriÄ'n. V?r"mw tStig�sh'w?rd .1» einer velprechung»um Dienstag. 15»Ptil, 47 Uhr, Im Sehol von Lehmann. Bahnholstr. 44. eingeladen. Freie Fugend«roh-llierNn, Dienstag obend. 7% Uhr. große Oer» sammlung in der Brauer») Vöyow. Prenzlauer Alle«. Thema: Do» Kampf der Tugend um Wir« Recht».• »•wmtiMrtlich für bW Reduktto» Alfrek Wtelsvp.»mböth».— ÄSa» ÄSLkSck- 1 1 w Mer und WWzunzen. mMi. > Opernhaus PtHir: HttgmodM ErA3hlan*en Sshanspielh�ns t Wit: Peer Qynt. Dlralc�ion f�axfieinharat Melles Theoler t Uhr: Wie et eacb tetöllt. Rawnoieie Uhr: M« Wehe# dsr Pandere. Lies Ooercttenhnu«. ilShaesräsawi da Nord tnJ8l i uhr: Bis keoseüt Süsjdm ICarfrelttg, den IS. IV. geschl. SäsetBf-Tbeatar k' WWW dlttwoch: Uer rote Ha Im. Donnerst.; DerBI laufuchs. seil« KÜBStlSI-TIlSli 1 Uhr: Der Sehöpfer. "Htw� Dorna: Ber Schagter tesldna-Vheatar ÄrlßW Das . ttose-Thester PV Uhr: Sliiakw«ie dar Walhalla-Theater SUbr: DerJ»r.sr au: Karsfair. Casino-Theater. Inthrmee i Str. SP-Tdef/rf Uhr: u J alttlteVoUc�lfiek rate? ßaohe. Am allem Peleitagem 2 Vorst Abend: Vt Uhr Vater Knolle. Nachm..t> Uhr au kl. Prelaen L Maual mel SÜH. t WWsigartsn yerffimtesiuns Kanchen ec: tauet Neue Leitung 3SS*S SM« Säserift. Iii Stehe zrmktNche iJotiHUttm fflnte boi)t.i*e Süflje Prlma Stuguttuec Biet Neu ersetaieneu: um mit fltr Mossensteaanr frei: 50 Ptg.— Porto 8 Pfg. rheaterstiieke, Prologe, kieder, Postkarten, Anstecknadeln zur ßi- Filet Ricü.IW#!, Leipzig Wnlcstr. 12. rernsor. 2360- grfin«S«r losarh. Anmeld, vom Patent, Debrauehsm. Kostenl. Atiak. Patencbarean Packseher. liertraudtenslr. 15. Zentr. 7600. in. Kreis Mittwoch, bett I«. April, abends 8 Uhr, iitilifilfr- JechmN in der Aula, Dresdener Straße 118: t Tagesordnung: 1. Reorganisationsftagen.- ?. Verschiedenes. Mitaliedsbnch leaitimiert. Die Versammlung wird Punkt 8 Uhr eröffnet. Der Vorstand. Mdm Acklllirbeittt-Vttbmij OcrtMHmMkftrne Wrtfl« n 54. eiulrnftrate 83-85, «tNdRsjeU bmi 9—1 Ml): muh«en 4—7 Uhr. Tdepim: Amt Kothen 185, IAO, 1987, 9714. Mittwoch, den 18. Spei! 1919. abends 8 Uhr. Branchen-Versammlung der Metall- und Revvlverdrcher sowie -dreherinnen im«ewerkschastshau». Engelufer 15 lSaal 5). Tagesordnung:- 1. Vortrag de» Kollegen Urtch über:„Räl-csyflem". — 8. Dishufston.— 3. Branchenangelegenheiten.— t. Drrschäedenes. Ohne Mitgliedsbuch dein Zutritt. Das Erscheinen aller Sittglieder ist dringend erforderlich, Dl« Ortsoeewefhrng. Verband der GSrkner n. GörltZeremtbetter Gruppe: Landschaftsaärtnerei. Der«» S«. Lnlsawfer 1. Zernruf: Marlhplatz 5785. SLrtner, Hartaerelarbeiier, Gortenfeauen! Mittwoch, den 18 April, abends 1% Uhr, in den Reuen Ratbmisfilen(Untergrundbahn Stadt- park Schöneberg), Echönsbevg, Martin-Luther-Str. 89, ver-limmkmsi aller in der Landwirtschaftsgärtnerei Beschästigten. Tagesordnung: Der Streik in der Landschastsgiirtuerei. Referent: Kolleg« Walter Kwosnik. Kollsgen und Kolleginnen! DI« bisherigen Der- Handlungen mit den Unternehmern der Landschnfts- gärtneret sind ergebnislos oerlrmfett Die Unternehmer haben sämtliche Forderungen einstimmig abgelehnt, auch die Anrufung de» Schlichtungsausschusses hat bisher ein Ergebnis nicht gehabt. Wir fordern dringend zum Be- >uch der Dersaminlung auf, da in dieser Bersanimlung wahrscheinlich der Streik beschlossen wird. konsumsenoffenschaft„HsffMKg" für potstmn vsd LmMenv ewgetraame Geu-sleatchaft mit beschrSuktcr HaftttN». Kontor- nnb Zentrallagrr: RaeaoweZ. Katzbachstrahe 1/5. Telefru: Ämi ivowauxd Nr, Mv FreitaG, den 13. April 1919, nachmittag»'£2 Uhr, findet im Lokal von Seegcitecht, Potsdam, Schahenstrage 20, die Ürdeulkche Gsneml berjemmlMg statt. Tagesordnung: 1. Hcrlbjahreedertcht.— 2. Wahl eines Vorstandsmitgliedes.— 3. Wahlen zum AuiOchtsrat— 4. Be icht des Berbandsreoisors.— 5. Statutenänderungen: a) Erhöhung der Zahl der Eenosseirschafisratsmit- glleder 30, 22; b) Erhöhung des yeichüfisantoiis von 80 Öui 50 M.; c) Verlegung des Seschäftsjahres- schluffes§46.-8. Anträge der Mitglieder.— 7. Ge- nosfenschatlitche Angelegenheiten. Die Mitglieder werden gebeten, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Zum Zwicke der Legitimation siud die Mitgliedsbitcher mitzubringen. Der Aafsichtsrat. Alfred Stoof. Borsitzender. #*$####&# Zweiter Wahlkreis. »IcuMn«. den 15.»» Mt»., abend» 7»/, Uhr. in der»chnlanla. Mitten- waider Ttrahe 34: Mitglieöer-'verlammlung. 1.(Damraa be»«tadt». SM. Carl Seid»der.namtnannlc«ufgabeu-. 2. Dltkniß»». MttgNeh»bnch IcoUimiert. Wir bitten Im Interesie de» oltuclltn Tyrmai um jahltctchrn Bciuch der ffienoffen und Genoffinnen. Der«orstand. WsttM Iiml«MiMllkmdMk Im EiidtiUDiM, Boch-, P®!er- a. MHINWSZM. Altttwoch. den 16. April 1919.»hemj: 7 Übt I» den i'rachtsälcn Alt-Berün(Thsatersaall Berlin O. Blumeostr. 10: VersammStmg der Anasstellleu. ued HaadelshWurbeiter-AuseohllMe— In Betrieben ohne AussebAsse: Vertraaeeateulo dor Aonc4elttaa and Handetshlll:. erbeltor aller Betrieb« Donners tasr, den 17. AorH 1919, abends 7\ Uhr, im Börsensaal. Elngae; BurgstreSe 25: Cöff entflieh« B�ufs-Verssinmiung «Her Aatestellte« und HandoltkllUarbeiler.(Marktbcllar. Packer. Kutscher. ScboDdre. Raetnbrer, Bolen, Aeab««krl Im Orott-BeHtner Bacli-, Kuesl- und Uaüfcallenbaadet den Zahneambetrlobea. Buobdrackeceiea. Unc5- bluderelea, Paolerbendtnngea uew. Toceaardamax la haldaa Veaaanaiiliiagan> msem l.sWMZiZT VotlzAillfes Ersehen» e« unbedln«« erforderilcb. Aa%aal«IWea-V arkaad da# BaoWnnndala. Bach-«. Zattanffaeawerbas Oaatachar Treaae-ertarbcllor-VerljBsd ZaatrulTarbaad HaadlnscsealLUIen. Devlslher KssmrbkiKr-VttbM Verwaltung Berlin. Tel. Morihps. 10623. 8678. Bureau Sern«, Runge fit. 90 vürstenmach«. Mittwoch, den 18. April, abend» 7 Uhr, Rungestr. 80 lArdeilslosensaai), außerordentliche Branchen versanrmlung. Tagesorda»««: 1. Warum befinden wir»n» im Streik.— 2. Bericht von der Schtichtungsbammission. ZZfchler, Bezirk ReukSlln. Donnerstag, de« 17. April, nachmittags 4% Uhr, im Lokal von Schulz, Richard» straf}« 85, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: L Bericht von der Tenerowerfammlung. — 2. Bericht über den Stand tmseoer Lohnford e- ttmgen. Achtung, Bürstenmacher! Di« Ardeiter und Arbeite- rinnen in der Bursteirindultri« Berlin» befinden sich im Streik. DI« vetsoerwaltimg, Verband der Schneider. Schneiderinnen nnd WSschearbeiler Zevisch?ands. Miele Berlin. Sebastlanflr. 87-88. Am Mittwoch, de» 18. April 1919, abends 7 Uhr, im Vewerdschaftshaus, Engeluser IS, Generalversammlung Tagesordnang: L Stellungnahme zum EewsrK sch aftsdongretz, Re- fernt: Kollege Schumacher.— 8. Sollen wir noch im ,v»rwä.ts" inserieren?— 8. Mittellunaen. Mitgliedsbuch legitimiert:»hn« dasselbe oder mtt mehr als 8 restierenbea Wochenbeiträgen kein Zutritt. _ Die Ortsverwaltnng. Am Dienstag, de« 15. April, abend» 7 Uhr, Milgliederveriammluvg der Arbeiter und Arbeiterinnen der Herren- tväsche-Fabrilation in den SoPhien-TSle», Eophicnstr. 17/18. Tagesordnung: 1. Bericht über die Verhandlungen mit den Arbeit» ftebern und Stellungnahme dazu. Berichterstatter: Kolleg« Ealcwsky.— 2. ßtek Aussprach«.— 3. Verschiedenes. Eintritt nur gegen Vorzeigung des Mrtglleds- buches. Mit mehr als S Wochen restierender Beiträge kein Zutritt. Die Branchen-Sommisflo». I. A.: O. Sa l« k» k y. ! JiMM-konWiSV. Am Mittwoch, den 18. April 1919, nachmittags S Uhr, in der Aula, Rirderwallstr. 12, veffenMch? versllMmZMsi der in der Damenkonfektion beschäftigten Arbeiter imd Arbeiterinnen. Tagesordnung. Bericht von den Behandlungen vor dem Ein!» gungsamt. Referent: Kollege Frih Knoop. Di« Kommission. Die Wahrheit über öle berliner Straßenkämpß 48 Selten. Preis 35 Pt AufL 100 000 ExemP1 ElneaasnihrltcheScliHlieniiig der letzten Berte ErelgöW Soeben erschienen. Zu beziehen durch unsem Verla? und Spedrttonen, Buchhandlungen, Zettungshändlar VvIllWllMeiMlilN„FREIHEIT" e.S.!lI.�. Berüo, RMtnmngFdßmm 19 i l'Wi WifW was Üie �rbeiterräte wollen unö sollen! rm Mcharö Müller, Ernst däumig Preis so Pfennige »>......... II' I.----.L_W_L_n.1 W I______ Verlag ,der istrbelterrat�, Serlin Zn beziehen furch die fiof.ien»tr u. S. p. 0.» �.belterrdt», Seritn,?n»en geLen 13, Zimmer 24 Wir tekttm die AMerMe lSlktWer«elriede Ml, W mm Meter mm«mm dt die Ssild Nl g#i' NWWiiyWiriiliifi� Deutscher MetallerbeUer-Verband Verwaltunesstelto Hcrlln,. Toitos-Anxesige. Den Kolleren rar Nachricht das: nnsere Kollegin, die Arbeiterin Berta Heyntartll. Kastanien-Allee 59. i am II. d M. cestorbeo Ist Ehre Ihrem Andenbee! Die Beercfl-nee lladol am DJenslaf. den Ii d. M, aachmlttaia 5V> Ulir. von der Leichenhalle de: Ziens- Klrdihofe: In Nordend ans etMt Rege Beteillcnnt erwartet DI« Orlsvenrillnot. Verdes der ZÄMtbetter Seutschlmids. pkAt■ eltc Ohet-testti:. Bntvja:(ED 1h, öirjelirei 15. Hol ftn», 1 39. ®e3jfn« von 9-19 Mr Bormtrtaj: nnd ton 4— 7 Nhr nachmittag«. Telrvhon: vtm! Merlableb S!r. 114 43. Für den Monctt April finden nach ft:h ende ver- saminlungrn statt:. am Stätlrooch, den 16. April 1919; Bezirk Stort-SWeft, SCJotbenferftr. 19, bei Thielemann. , lUTOkiiCn. Kirchhosstt. 41, bei Wolf.( , Obarschtneweid«, Ix. Bawp, WiIhelmineuhofstr.4S. Am Tosnetstag, de« 17. April 1919: Bezirk Jioaown, Hussiienstr. 40, bei Riedel. „ SchSechaufer Berstadt, Kopenhagcner Str. 74, bei Eiielche. „ Süd- Ost, Reickienberger Str. 147, Reich«»- beiger Hof. „ Osten, War schouer Stt. Gl, bei Huih. „ Eharlottsnbarg, im Bolkshau», Rofinenstr. 3. „ S9tiis«tfcc, Berliner Alle- 251, be: Masche. , KchLneirrg, in Stegiik, Düpp-elstr. 7. , Aklors�s, Ssdanftr. 9/4. bei Ziege. „ Rastiitfendcrs, Scharnwcberstt. 22. bei Deneche. „ T Schlieoerfft. 69, bei Christensen. „" Lichte«, borg. Sllt-Boxhagen 56, bei Blume. » Erkner. Fried richstr. 75, bei Brodt». , SZpeniK-,©Timftrofeä, im Kaiser Hof. Span» au. Lynarstr. 2. bei Pähl. Alle Beesiwemlongen beginnen mn 7 Uhr abends. Grnppe der Blumen-, Blatter-, Feder- arbeiten Am Donnerstae. den 17. Swril. abends 8 Uhr, bei Will:«. SehaKamir. 89. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Dar trag.— 2. Diskussion.— 8. Stellungnahme zur Denerawersammiung!.— 4. Berschiedenes. Zahireichor und pllnbllicher Besuch wird erworlet. Di« Mitgliedsbücher rrfp.-Korten sind zur Ab» stempelrurg mitzubringen. Die Ortsverwaltung. WW üemjrMen« Bwtsclilflnilj j Nachruf« I Aa 27. MZn vtrstnrh nneer Mltflled Alex Wuadersoe. aw 7. April neser�J�Iisd Tel. Norde« IJ'p fiittoi«, ist verstorben L# Dienst. 15. 4 tfttA 12 Uhr. Krem«" Oerlchtstr. 3i-e°- ß A:««3l »elm BShm, am 9. April unser Mitglied Lose Brunn. Ehre Ihrem Andenken! Die OrfSTernratlnnc. Eiakscb nachm. 4 Tieplow Brie» Oe#"l Enael-Ole« K-J- SM ®el alle« StrohenhSndleru zn liaben. .Tribüne" Kimmerstrnke SB. fidt arieaiichfir.: Der Zeitgeist. Sattrisch-poliiifche Blätter fiir das«oolutionär« Proletariat. Reich Illustoiert. Peel, 28 Pfg. lltLgig eine Rummer. Jeder revoirttionäre Aeöeiter lieft dieses satirische, dl« gegenwüUigen Zustände in Bild und Wart geih.Inde Blatt. Vertreter überall gesucht. Beklag: K. Beibexmger, Rürnberg, Kobergerstr. 83. Der DrtMn HrakHn . sur itt für■•fort einen KWPiton ZeMumsmspodMeur Meldungen sind bis zum 21- April dem Parteibüro, NecknrstraSe 3, einzureicUwu In Frage kommen nur Neuköllner Mitglieder. Der Vsrstand. % er Zozialift. t? rühcr 5oz!aliftische Kuslauäopolirik). Anadhängig« soz!a!äema?racische Wochenschrift- 5«raue»(;:b«n oon Dr. Ruä. Breitschelä. Anter ftLnälger Mtwirkung von: H. Block, H. Hause, K. KoutoEy, R. Stein, H. Ströbel u. a. Bbonnemrmte otetlel(gl)tl(ch J 311t Beste-iun�en find aufji�tbcn bei der nä Einzelnummer JO Pf. ■chfeen Po-touftalt, Mr dl» jKf und zublreiebeo � f» | spenden bei», äschereng rem Cnttc)'l«f(,ji Jewci n ft p 1 danken«ir teiliztcn herzi g, Wftbtrt llartl I£llu.-ObctscliPjje1!,tl Mathlldenstr. 5 Vsi M � Der Ert K** ,, Ricliard S# Dft.-B'iE«- 1 f/ I. Bat)., 1. BeW', Um Auaknoft Jt'iÜfA Pran Adlet shof, Unkosten»ertle0 � VermiSt seit äeP'> bei den Sptdkeana der Freiheit, edrt In de» ganpt. J i. c«pedfdoo derselben, Berlin DW 6, SdjIftbonctJnnim I« IV.ji j��==T==========m==—----=�V F** SÄL-E Haut-, Harn-, Unterdrdb.).>1-1' Vereine,(leseltscftattea. Tanz. lenrer. Versa maataaseii zu vermieten. s# Aach Sonnabende and Sonntafs aoeh(reL Kelters Konzert- und Festeste, Berlin A koppenstr. 29.— Norde# 9392 n. 9293.* MHWHHwewteeee 9 & 0» + { für frant-, Boro-. 1' turrsuenlc/üw«.'1-1 Spee.reraU.rSlIe 1 sieh-u-sclimeril.1-1 fceevtastaraoe.- p S»a«d»«t.lfr-i.S-i Nr. 191, beiwe zur Freiheit". vienslag. R. April MS. Zweiler Rälelongretz. 7. Sitzung aa Montag, den 17. Tlpril. Auf der Tagesordnung steht da» Thema „Sozidlisicrimg des Wirlschaltslebens". Hlerju liegt vor eine Resolution ltautSktz folgenden InhaitS: Leku.iomiichr Befreiung de» Proletariat» ist nicht möglich, »h«e Lozialiflernng de» Dsirtschas,«leben«. Da» Proletariat kann sich nur befrcirv durch seine eigene Krast. Dir machtvollste Triebkraft dafstr bildet da«»rganisierte, klaffenbcwußte Proletariat, al» besten vornehmste und kraftvollste Organi- satlon in der heutigen wirtschastlichen Situation Deutschlands d i r klrbeiterrilte ,u betrachten sind. Rur ihre Macht verbürgt °ie rascheste So/iialificrung, jedoch nur dann, wenn in dem Bc» tr>rb»zweige nicht bloß die Nrbeitrr, sondern auch Vertreter der Konsumenten»ur Geltung kommen. Den Konsumenten winken niedrigere Preise, den«rbcitern erhöht« Löhne, kurze«rbeit». «riten, Sicherheit der Existenz, und Verwandlung au» bloße« Werkzeuge« der Bereicherung anderer zu freien und gleichberech. Ngten Gen-sten, im gesellschastlichen Produkttonsprozrh. Di« Sozialiflerung läßt fich jedoch angestchts de» ökonomischen ousaminenbruches insolge de» Kriege» unter keiner Produktion». weise sofort allgemein realisieren vm so wichtiger ist zunächst die «erkllrznng der ArbeilSzetrrn, Sicherheit der Existenz und freie Teilnahme der Arbeiter an der Produktion. Eine Neuorganisation dr» wirtschaftlichen Leben» kann nyr schrittweise vorangehen und braucht Jahre zur völlige« Audzestaltung. Aber um so dringender votwendig ist, datz fie von einer Regierung in die Hand genommen wird, die rnt'chlosten ist, die So'ialisterung auf» energischste zu fordern, und dir fich dabei durch dir Widerstände der alten Möchte, «er Kapitalisten, der Agrarier, der Burcaukratir in keiner Weise ««Irren läßt. Die heutige Regierung zeigt dies« Entschlostcnheil ""ht. sie hat bereit» zuvirl kostbare Zeit verstreichen lassen, ohne wehr al» leere Versprechungen zutage»u sördern. Nicht ein bllrger- "ch.vrolrtarilchcs KoalitlonSministrrium, sondern nur eine ''in sozialistische Regierung. grst!lht auf die Ge- lchlossenheit de» deutschen Proletariat«, vermöchte dem Sozial,. sterungSgesch jenen Schwung zu verleihen, der den Arbeiter» Interesse an der Arbeit einflög«, den Streik» und Unruhen ein «»de«„cht«nd die«tmospliörr der ArbeitSfreudigkeit schafft, in «'r allein da» deutsche Volk von der galoppierenden Schwindsucht lleurse« kann, in die r» der sluchwllrdig« Krieg gestürzt hat. - MM» y leider Daher habe a u i» l n vai Referat übernommen. . Krau KautSkv:(Wir werden auf da» Referat de» Genosien �oiitzsh-Irlich ziirütkkommen und geben hier vorläufig —....."".) Wir leben al» Macht» ______________................ vielleicht wird v; wvnchem der Anwesenden akademisch erscheinen, die Notwen. �ll'eit der Entwicklung vom Kapitali»mu» zur ?«zialisixeung darzulegen, aber hier müsien nüchterne «'wogungen Platz greift». Sozialisierunq ist nicht zu verstehen. man nicht den KapitalikmnS versteht, denn Svzialisterung bedeutet Beseitigung der Grundlage» de» Kapitalismus. r... Sur da» Proletariat gilt e». diese Grundlagen nscht zu zer> stören e...v___...«.— Frau Ka u t» t u da» Reierat übernommen. � Krau KautSkv: sW'r werden aus da, Referat d Lutzky»och onssnbrlich zurückkommen»nd geden h °der Organisation, frage behandelt, v' es mnn».—<.—•* renn I sondern zu benutzen. Da» Wesen de» Kapita- du,.! besteht in der Trennung de» Arbeiter» von den Pro stimm? Kapitalisten mieten die Arbeiter für be- bfu 2'"?ohn und lassen sie so lange arbeiten, dah sie nicht nur ""rnr. I'hrc« Lohn», sondern einen Mehrwert produzieren, den o die Kapitalisten einstecken. Der Prosit ist um arm-....e flftinflet pxr Lohn und je länger einft,� roeitszeit der Arbeiter ist. Der Prosit de» ko»?».'st um so groster, je teckinisch oder kominerziell voll� debr v�''e'n®i'icieb ist. Deshalb sehen w'r den Drang nach Ivifc» Sem ikchnischcn Kortschiitt, der an sich äusterst nutzbringend de» � unter dem Kapitalismus die ftorm eine» Kampf» w... 7� st s ch> n« gegen den Arbeiter annimmt. Der . � wird noch verschärft durch die Abhängigkeit de» Ar» sein o*™ allen Saune» de» Kapitalisten und der Unsicherheit Lage. Dazu kommt dann der Konkurrenzkampf der ein, vz.?®otriebe. Der Kapitalismus erzeugte nicht bloß da» Be- tori»"".'st Sozialismus, sondern auch besten Träger, die Prole. Hirn»®'ne stust' Entwicklung der Technift würde ohne Sozia gk' st"r allgemeine» Elend bringen. S o z i a l i» m»» i st unter ollen Umständen möglich, da» ist eine die beute vicssach verkannt wird, und der Sozialismus Dr""""'i mit dem Fortschreiten de» Kapitalismus verschiedene 'st stn» Zunächst kamen die Produktivgenvstrnschaften. . Dies« haben aber al» Mittel zur Ueberwin. .Ust« de» KapitaliSmu» versag«. Dw einen sind zu. Ssunde gegangen, andere, die gediehen sind, nahmen neue«rbc.Ier st'chl al, Teilhaber aus. sondern al» Lohnarbeiier. sie wurden zu 'ap'lalistjschcn Unternehmungen Die Idee der Produkl.vgenostcn. fchaflen geh! auch dahin, das; die Artoiter aNein den vetrch»»er- Sil& ?°nh>wkrl»mabigen nahestand, damal, genügt« gesunde Men- Äinverstand und praktisck»- Einsicht zur Leitung de» Betriebe». w>ne modern« Industrie ist aber nicht möglich ohne einen graste» ..�..Entwickelter JnielleklucNrr. Tann'?>?««»'««kt.cn. »esrUschas en auf. und e» lag nahe, gerade dies« BelneWiorm »u verstaatlichen, weil sich in ihr schon eine Ar, Bureoukrat� ent- K�ho.-e. Man sah in der Berftaallichüng ..—»..»........—..............—... den S35«g zur Nvindung de» Kapilalik-mn». zur Tozialisierung. Aber b fr st- i st keine Wirtschaftsorganisation, Zeine ist da, Kennzeick ife zu ennze.chen Verstaatlichung würde die die Produttivitäl der Arbeit nicht wird. Der Arbeiter verfangt auch ein Mskwirkunglrecht, "'cht lediglich al» Werkzeug der Produktion bebandelt ank.�n"'' Dorum wird durch dir Verstaailichuivg nicht» geändert; uJv V v'rler Herren bclwiirni' der Arbeiter nur einen einzigen bi.u» L,"''st' nw' die Froiheit, den Herrn zu wechseln. Au» ,«2,jlst«runde haben die englischen Arbeiter so lange dem Sa» lum.ZT'* widerstrebt. Run ist»ber a.ich da» Jnteressr der K»n. - h'nzugefommrn, nachdem die Kapitalisten sich zu Trust« ' Tst« Wx-n. und dadurch die Preis« gestiegen sind. «�«»ese Entwicklung ist durch den Krieg aus» höchste gestiegen. » zur Sozialisirrnng ft'mmt, wird es überall notwendig -rden, dast die Produllion. gelenkt wird, durch Zusai!?mrnw>rkrn der t'«i Gruppen, der Arbeiter, de? Kailsumentcn und der Wisienschnft, �»dernsnll» lief; der ganze Prozcst auf eine Gcwalihcrrschalt der » �»st.st'stibehrlichen Arbeiter über die anderen Klassen hinan», - �-»"iiand. der ebenso u'.crträglich ist wie die kapitalistische Au»- Äoia tze& audera n�'.�ewalti» ber- gen. Di« Wissenschaft muß dahin wirken, dast in jedem Betrieb die vollkommenste Technik und Organisation durchgeführt ist, und mit dem kirinslen Kraftaufwand das grösttmöglichste Resultat er» zielt wird. Die Wissenschast hat die Aufgabe, nicht nur die Produktion, sondern auch die Konsumption zweckmästi» zu gestalten. Verschwendung von Material und Kraft, Planlosigkeit und Sinnlosigkeit der Produltion sind ausgeschlossen. Sozialiemu» bedeutet nicht biost Expropriation der Kapitalisten, sonder Or- ganisierung der Produktion und de» Absatzes durch Zusammenwirken der organisierten Ar. heiter und Konsumenten auf Grund wissen» schastlicher Erkenntnis. Di« Gewerkschaften waren ehedem die wichtigsten Bausteine de» Sozialismus. Sie vereinigjen die zur Sozialisie- rung nötigen organijierlen Massen. Aber sie haben in Deuljck». land p o r s a g I. Ei» B o r b i l d b o» Ruhla nd. gerade tvegen seiner politischen und wirlschasllichc» Rückständigkcit. Während der Revolution von 1905 haben die Vcrtrclcr der Petcröbuigcr Zrostbetriebo einen Arbeilerrat gegründet. So war e» auch 1017, und vom Osten au» trat d a» S h st e m der Arbeiter- rät« seinen Siegaslauf an, sogar in England hat e» schon Boden gefastt. Den«rbolterräten fällt bei der«ozlallsirrung die entscheidende Rolle zu. Die Sogialisicrung ist nicht nur ein« Machtfrag« zwischen Arbeit und Kapital, sondern auch eine Frage der Orgainsation. In der erste» Zeit der Revulution während der rhaolischen Zustände waren keine Richtlinien für die Arbeitrrräte vorhanden. Wer die Sozialisierung beschleunigen will, muh dafür sorgen, dast wir au» diesem Chao» herauSionimen, dast die Arbc>- levrät« fest organisiert und zusairun enge schlössen werden und klare Richtlinien über ihre Tärigkeil bekommen. Die Sozialisierung kann aber nur schrittweise vor sich gehen. Zunächst sind die dazu reifen'Vetriebc zu eifasirn. Mit Hilfe der Erfahrungen kann man dann daran gehen, andere Betriebe in den Besitz der Allgemein- hei, übepzusühren. Nicht einzelne Betriebe, sondern nur ganze Industriezweig« soll und darf man sozial!. sieren. Die Sozialisierung kann ausgehen von dem Antrieb der Arbeiter und Konsumenten. Die dringlichste Forderung ist die Sozialifirrun, de» Wohnungswesen», an sie wird sich die Sozialisierung aller der Industriezweige an- fchliestcn, die mit dem Wohnungswesen zu tun haben, denn wenn inan erst einige entscheidend« Schritte auf dem Gebiet« der Sozia- lisierung getan Hot. zieht sie notwendigerweise immer weitere Kreise und durchträntt schliestlich unsere ganze» Wirtschaftsleben mit sozialistischem Geist. Die Sozialisierung soll aber leine Not- baracke sein, die man nach Erledigung de» Notstände» wieder ab- reiht, sondern ein ftster Bau soll sie w-rLen, der für Jahrhunderte allen Stürmen trotzt. Wir müssen un» hüten, da» russische Vorbild nach zziay men. Selbst die Russe» warnen un» vor ihren Fehlern, und wir haben all« Ursache, sie zu vermeiden. Der Ruf»ach' sofortiger Vollsoziali sie- e u N g Ist nicht» weiter al» ein Schlagwort. Ganz verkehrt ist e» aber, zu glauben, man könne durch Lohnforderungen, die sogar so weit gehen, dah selbst grost« Betriebe mit Unterbilanz arbeiten»«ine Beschleunigung der Organisierung herbeiführen. Da» wäre eine Sozialisierung de» Dankrott». Aber deswegen darf die Sozialisierung kein Pflänzchen Rührmichnichtan sein. Die Arbeiter werden sich auch überreden lassen, ftir da» Kapital zu arbeiten, wenn sie sehen, dast da»«in notwendige» Uebel ist. wenn gleichzcitig ernst gemacht wird mit der Sozial,. jierung. Gewinnt aber die Masse den Eindruck, dast nicht» getan wird, dann wird sie verztonseit zur S e l b sth> l s« schreiten, wa» gleichbedeutend mit Selbstmord wäre. Dir heutige Regieeung besitzt bei der Masse sein Vertraue«, weil sie den Eimdruck erweckt, dast sie nicht mehr zu sozialisieren bereit ist, al» die Arbeiter durch da, Mnltd de» Streike» zur unumgänglichen Notwenbigkeit machen. Au» dem Zusanomen- bruch heraus müssen wir neu« Wege zum Wiederausbau finden. Bis dahin ist alle» ein Experimen. da» schl.iin.mite Experiment oter wäre es wenn man den Kapitalismus wieder aufrichte-n würde. Wir fordern ein zentrales Sozialisierung». amt mit weiigohendsten Befugnissen. Sofortig« Verstaatlichung von Grund und Bosen der Fideikommiss« und Bergunerte. Woher rührt rnni bie Unten schlossenheit der Regierung? Die S p a l i u n g d e« P r o l e l a r i a t« ist e». Wäre» wir Arbeiter einig, dann hätten wir eine einheitliche Regierung, es wäre viel mehr geleistet worden, und kein Roste und kein Heine wäre in Deu> jchlano möglich gewesen. Die Elnigung ist zur Zeft die Hauptsache! Gelingt sie, dann kann die Revolution gerettet werden, und keine Gegenrevolution ist nichr möglich. Karl Marx schliestl das kommunlitiiche Manifest mit den Waren:.Proletarier aller Länser vereinigt tfuchl" Und wir wollen hinza>etzen:.Proletarier Deuifchland» vereinigt Euch!" sLevhasler Beifall und Händetlatichen im ganzen Haufe.j ttalUki(S. P. D.): Wir habe» zu den soeben gehörten Au». führungen nicht viel hinzuzufügen Die Organisierung drs Auf- baue» der Produktion ist schon ein Schritt zur Sozialisierung Kaut»ky» Resolution bietet weite und breite Angrisfspuntle. Die Grundlage de» staatlichen und wirtschaftlichen Lebens kann nur die Produktion sein. Ein Gegensatz zwischen Produ- zenten und Konsumenten kann nicht gestellt werden. Der von un« vorgeschlagen« Ausbau der Produltion unter ent. scheidender Mitwirkung der Arbeiterschaft schließt jeden Wucher au». Aber auch der Konsum muh organisiert werde». Will man dem Arbeiter die wirtschaftliche Stellung geben, die ihm gebührt, dann darf man auch nicht vor einer vorübergehender Erhöhung der Preise zurückschrecken. Ich glaube, im Namen aller Fral- tivnen dieses Hauses den Votschlag machen zu dürfen, daß die Resolution KautSlq und alle anderen zur Sozialisierung vor- liegenden Resolutionen dem neuen Zentral rat über. wiesen werden und keine Abstimmungen stattfinden. WeichSwehrmiinster Wissel: Mit Ausnahme de» Schlustteil« kann auch die Regierung dem Referate Kautsky» zustimmen. ollgenieinen kann man sagen, dast die Haltung der Regierung durch diese» Referat ein« Begründung e rhalirn hat, wie sie sich k»>n« lxfsere hätte wünschen lönncn. Die Haltung der Regierung in der Frag« de» Kohlenbergbau» Hai auch hier wieder eine Roll« gefpielt. Sie ist so oft krilifch erwähnt worden, dast die Regierung nicht umhin kann, daraus hinzuweisen. dast bei der Erörterung dieser Angelegenheit immer ein» vcrgeft sen wird: der abschlirstende Bericht der Sozialisie- r u n g« k o,n m i, s> o n über den Kohlenbergbau und sei»« Sozialisierung liegt der Regierung noch nicht vor. Am Schlüsse der Relolntion Kautsky wird gesondert, da» vorgetragen« Rahmengesetz möglichst bald verabschiedet»verde. In diesem Punkte laiin die Regierung erklären, dag alle» geschehen ist und boch gesthieht, um da« gewünschte Gesetz«heften» zur Vccohsch,«. dung zu bringe». Kocncn-Halle(11. S. P. D>: Die wichtigst« Frage ist. wie wir gu» der R o Hit v f s n o t herauskommen. Ta erscheint uns de, Weg. den dir Regierung b'i setzt eingeschlagen Hai. schlecht g.,„g. bau«"ch in all den aichmn rc ragen, dre sicb mit der Sozialisie. rung v-rbinden. kommt die Regierung au» de» Hnibheitr» nicht heran«. Wenn die Regiening in bisherige» Welse weite. hrbniet.•elfte» wir«»t.oeder zu,» Kapitaiismue» zurnck oder irnt ternmen« heiftose« Durche.nu.ider. üt gcht kin aiidcoe» Mittel, al» die schleunig« Durchführung der Sozia- Itsteuung. Die Regierung sollt« dach bedenken, dast die Ein- sührung von WirtschafiSämtern und von Handelsmonopolen noch lange keine Sozialisierung bedeutet. Wirksam« Sozialisierung kann man nur durch da» Rütesystem erreichen. Erst die Betriebsräte werden in den Fabriken und Werk- flätten ArbeitSfreudigkeit schaffen. Der Redner be bandelt die derschtedenen Aufgaben der Be- triebSräl«. Hand in Hand mit den Betriebsräten müssen die Bs» lriedswirtschafisräte arbeilen. Erst dann wird man zu bciriedi- geilden Produktionsergebniffen kommen. Au» der Assessoren- und Geheim rat» Wirtschaft müssen wir endlich heraus. fommen. Detricbslechnische Fortschritte sind lvährend der Krieg»- fahre fast nur in der Munitionsindustrie und in den Waffen- betriebe» gemacht worden. Hier hat sich eine Fülle von Material angesammelt, dessen wir un» bei der Vervollkommnung all der anderen Industrien bedienen müssen. Notwendig ist auch die Organisation de« Absahe». In dieser Hinsicht operiert KauISky wieder mit recht vcrschrvommenen Begriffen. Auch vom Standpunkte der Arb«it»l»sigkeil muß die Sozialisierung behandelt werden. Die Regierung glaubt, sozialisiert zu haben, wenn sie beispielsweise da» Kohlensyndikat in Gtaat»regi« genommen bat. Ist denn da» eine Sozialisierung? KrinessallSI Die Gruben sind nach wie vor im Besitze der Kapitakistrn. D i e A» I b e u t u n g besteht weiter, und wir haben hier die Ursachen für all die Streik», die unfere Kohlenrevier« so arg beunruhigt und das deutsche Wirtschaftsleben manchmal geradezu in Frag« gestellt haben. Di« Regierung sagt: au» unserer Wirtschaft wird nicht», wenn die Arbeiter leine Vernunft annehmen. Ja, wie sollen bei einer solchen Regierung die Arbeiter Vernunft annehmeir? Der Redner macht der Regierung den Vorwurf, sie habe Zusagen, die sie den Kohlenarbeitern bereit» vor langer Zeit gemacht Hab«, nicht einge. löst. Jetzt wunder« fie sich, dast der Streik gekanimen sei. Hätte die Regierung im Dezember sofort eine umfassende Sozialisierung der dazu reifen Betriebe eingeleitet, so wäre sie wahrscheinlich spielend über alle Sclrvierigkeirn hin. weggekommen. Auch die Eisenbivhner beklagen sich»och darüber, dast ihnen die Gchcimrai»wirlschast da» Leben schvec mache. Auch in ihren Kreisen besieht«in« ungeheure Unzu- friedenheit, von der man noch ni«W weist, wa» sie dem de«» scheu Wirtschaftsleben bringen kann. Man hat von Ihrer Seite (zu den MehrheitSsozialistenj de» Arbeitern einen Vorwurf dar- au» gemacht, dast sie die Revolution al« ein« Lobnbewegu ng ansähen.(Stiirmifcher Widerspruch bei den MehrheiiSsozialisten.) Si« mögen schreien, so laut Sie ivollrn. die Beweis« liegen vor. Dast die Arbeiter Löhnforderungen stellen, ist dock, selbstversiand- licht Die Arbeiter sagen sichl Sozialisiert wird nicht, also»voll«, wir au» der Umwälzivng wenigsten» höhere Löhne heraus: ava- gen. Wenn die Regierung nickck bald dazu übergeht, den«o-iali- sierungsprozest einzuleilen. und zwar im schnellsten Tempo, dann gehen wir unabsehbaren Schwierigkeiten entgegen. Braß(U. S. P. D.j gibt eine kurze Erklärung darüber ab. weshalb sein« Fraktion gestern gegen die Resolution der Mehr- heft«sozialisten in der Frage de« Rälesvstem» gestimmt haoe. Die Ursachen liegen einfach darin, dast sich unsere Begrifte über den Sozialismus von denen der Mehr- helt»sozi.a listen weit entferne», Nachmlttagssitzung. Der Beginn der Nachmittagssihung verzögerte sich um an« nähernd 1% Stunden, weil die beiden sozialistischen Fraktionen über die Besetzung de» Zentralrate« nnterlvnstzlten. Tie Verhandlungen halten auch, al» endlich die Sitzung begann, noch zu keinem Ergebni« g. führt. Die Diskussion über die Sozialisierung wird fortgesekt. Schultze-Hannover: Manche vcm Ihnen werden dielle cht fragen, was wir Soldaten mit der Sozialisierung zu tun bälten. Aber gerade im Heerekwesen sind groste Betriebe vor- banden, die reif zum Sozialisieren sind. Ferner befinde» sich im Hceresbesitz noch für Millionen R o h st o f s e, die ebne Zwischenhandel und Schieberei unverzüglich der deutschen Boll-?. wirtsck>aft zugänglich gemacht werden müssen. Soweit kapital!- stische Betriebe bei der Heereiversorgnna noch in Anspruch ge« nommen werden müssen, must eine scharfe Nachprüfung der Preise eintreten. Die Firma Körting in Hannover'al in zwei Monaten Heeresansträge im Betrage von 20 900 Mark geliefert. Ein anderer Betrieb lieferte die gleichen Aufträge bei besseren Löhne» für II 000 Mark. Durch eine einzige PreiSlontroll« eine» Soldatenrate« sind dem Staate 8 Millionen Mark gerettet worden. Eine schwere yerlänmni» der Regierung sehen wir darin, dast sie noch immer nicht die Kriegsgewinne eingezogen hat. Flügel(Dem.): Es ist»»denkbar, in der Stunde de» Tchei- den» auf ein so ungeheure« Problem einzugehen, wie cS die Sozialisicrung ist Wir sind mit KautSly in manchem einverstanden. In seiner Rrsolntton dagegen ist auch manches, womit wir nicht einverstanden sein können. Wir lehnen den Ktassen- lamps ab. Wir sind Anhänger der Sozialisierung. Wir steten aber aus dem Standpunkte, dast abgewartet werden must. ob eine Erhöhung der Produktion und die Konkurrenzfähigkeit der deut- 0uf dem Weltmarkte trotz der Sozialisicrung ze» wahrlristrt sind ..%. dcn erkrankte« Kautsky erhält da» Sck'lustwor« Hilfer. r 1 v �"kienversöhnung ist auch unser Ziel. Aie, fit wrrd nur erreicht durch Abschaffung der Klasse«. «"n. nt Abschaffung der Klassen hat»ur Voraussetzung den ** ♦«! i c n r a nt p f. ftennr.V ei1'"I"� entgegenhalten, wa» auf diesem ®ojl5i/»0n ausgesprochen Wörde» ist: nur der in« am, J r?' retten. Auch wir verwahren Erven mnnt �"ö'-iisieren und gegen wirtschaftliche ?ber begonnen must mit der Sozialisierung wer- ort.«.. � die Regierung noch nicht getan, denn die Per- wA' ri'. ,% f fr"?;'; T/Ärrir. ,% dem vu e"? bcn viichlnst de, ersten Rätekongresses, nach >nN».- Sozialisierung sofort in Angriff genommen werden !,''llnoriert.«ebnlich steht e» mit der K o m m n a l i. o.aM'J.0 i d'< l» e n Betriebe. Hier stehen un, »ot allen Dingen die«ustenpolitik im Auge. der Regierung entgegcnrufen: wir Heute müssen wir der Sozialismus ist de« Friede im Jnnrru. Kali Ski beantragt, die Resolution Kantsty und die gehörenden Zusatzanträge der Regierung und dem Zentral. rot zu überweisen. Der Antrag wird gegen o'' Stimmen der Unabhängigen angenommen' Die Anträge 43 und 44 übet AuSIandsPolitil begründet Rolrnfrld: Der Rqtekongrest denv'rft die bl?h>' Außenpolfti! der Regieruna. Wir steyen aus dem-oa.-o.'-nkl» daß ein Böltersriede erreicht werden muß. an dech--fthU"' zrinen Völler den gleichen Anteil haben. Nur e;m iv'�er., friede kann von Daner(ein. Jede Zusa-inienft.ssnng � Völler gegen ander« Völler oder Völker de.chivoct 04 / tieuet fflonfTtfie SoM* Zusainmrnfcssunyen »arcn ßceiflnrt, Deutschland aufs schwerst« ,u schädigen. Wir vünschen endlich freundschaftlich« Beziehun. tz« n zu Rußland. Auch die Polenpolitik bekämpfen wir. Wenn der Rcichsminister Echm dt h-ier ausgeführt hat. die Polen seien nicht unterdrückt, so erinnere ich an das Wahlrecht in den pol- mischen LandeSteilen. Wir wenden un» auch gegen die Be- rfirfung der W a ffe n sti llfta nds kom nn ssion d-urch Erzberger. Erz- erger ist al» Mitglied der Wasleiist.llstandSkominifsion nur geeignet, die Gegensähe zu verschärsen. Glaubt jemand von Jynen, die Entente Hab« vergessen, dah Erzbcrgcr der Verfasser»vildesler anneiionistischer Schriften ist. Hat Erzbcrgcr nicht im Vahre 1014 in einer Broschüre die mili- tärische Oberherrschaft über Belgien, über de» französischen Nord» leegürtcl, über Eiigland und sein« Kolonien, über die Ostsecpro» Binzen und über manches andere ncehr verlangt? Ein solcher Mann wird von der Regierung zur Führung der WasfcnstillstandSvcr- Handlungen delegiert I Wir sehen in ihm den drnldar wenigst ge- eigneten Mann für eine solche Funliiow tLebhastc Zustimmung.! Wir verlangen überhaupt die Zurückrufung aller lom» promittierten Personen au» der FricdcnSdelcgation, MSl-esoi�ere auch die fcö Dr. David. Es liegt Ihnen sodann der Antrag aller Fraktionen vor. der dahin geht, die Regierung zu ersuchen,„da» vorliegende Akte»Material über: a* S n t st e h e n de» Kriege» zu veröffentlichen'. Warum zögert die Regierung noch mit der Verösfentl'chung drS Material», da« Kaulsky zusammenge. ?ellt hat. Diese Zögerurg ist unl'egreiflich. Ich ersuche Sie, allen lesen Anträgen möglichst cinmülig Ihre Zustimmung zu geben. KeliSki(®. P. D.): Ich bin jederzeit bereit, auch vor einem Bericht zu beweisen, das; die Organe der Wafsen still- st andsko in Mission ein« Politik getrieben �aben, die auf die verhehung Deutschland» Segen Frankreich hinausläuft. Frankreich ist gegen uns stet» zuvorkemmender gewesen al» England und Amerika. Älmeneeau war der erste, der dafür eintrat, uns Lebensmittel zu senden._(Lebhaftes Hört, hörtl) Erst haben unS die Engländer die Gedärme ausgezogen, dann die Zähne ausgebrochen und jetzt spielen sie die Mitleidigen. Wir haben e» versäumt, Frank- reich zum Wiederausbau seiner zerstörten Gebiete beut- scheS Material und deutsche Arbeiter anzubieten, und un» darauf deschränkt, über die Zurückhaltung unserer � Kriegsgefangenen zu jammern. Redner vertritt dann noch einmal recht lebhaft seine bekannt« Auslandspolitik, um zum Schlutz seinen diesbezüglichen Antrag zurückzuziehen. Heise(II. Soz.) begründet den Antrag der N. S. P.,«Ine Studienkommission nach Ruhland zu senden.-Alle», was den russischen Botschcwistcn zur Las« gelegt wird, sind die Folgen des Kriege», die Folgen der Sünden, die da» zaristische SIegiment begangen hat. Wenn sie auch viel« schwere Fehler gemacht haben, sie wollen doch den Sozialismus, und in dieser Arbeit müssen wir ihnen Helsen. � Schimmel(S. P. D.|: Im Prinzip sind awh wir für die Entsendung einer Kommission nach Rußland. Aber dies« Kom- -Mission zusammenzusetzen, kann nicht Ausgabe de» Kongresse» ?in. Wir beantragen daher kleberweisung de» unab- ängigen Antrage» an den Zentralrat. Auch wir sind für die Berösfenilichung de» Aktenmatcrial» unsere« au»- wärtigen Amte». Aber dagegen, daß die sogenannten kompro- unittiertci« Mitglieder der Friedensdelegation, vor allem Dr. David, zurückirclen sollen. Vohcn-Rruss wendet sich scharf gegen da» beim Kongreß cingelaufcue Schreiben Erzberaer». DaZ deutsche Volk darf sich diese Politik keine Minute langer gefallen lassen. Wenn Erzberger sagt, er könne keine selbständige Politik treibe», dann ist eben die Regierung Schuld daran. Man hat da» deutsche Volk in«iäen Haß gegen Frankreich hin- «ingehecht. weil man angeblich die deuHchen Kriegsgefangenen über, den Frieden hinaiiS beHallen will. Kein Mensch in Frank- reich hat daS bisher offiziell verlangt. In seinen weiteren Aus- Führungen tritt W* Referent für ein« starke Raatkveiital« Politik«in. Dricsrn(Vertreter der WaffenstillstandSkommisfionf: Sßäh- rend den Verhandlungen in Trier wurden in Berlin der Presse Mitteilungen über di« ursprünglichen Forderungen Fachs mitgeteilt. von denen er öekannttich später abgegangen ist. Dieser Irrtum ist auf da» Konto Reichskanzlei zu setzen. Erzberger hat sofor< bei seiner Rückkehr nach Der. in diesen Feh- .ler berichtigt. Die französische Press« hat tatsächlich di« Zurück- Haltung unserer Gesangcnen verlangt. Die Beschuldigung, daß die ösfenfliche Meinung in Sachen der Ablieferung der lcmdimrtschast. Inkwn Maschinen und der Zurückhaltung der Kriegsgefangenem absichtlich irregeführt ist, muß ich zurückweisen. Ein Schlußantrag wird angenommen. In der Abstimmung wird der gemeinsam« Antrag der beiden sozialistischen Fraktionen aagenom- m e n. Unter dem Lärm der Unabhängigen lehnt die Mehrheit de» Hause» den Antrag, der die Zurückziehung Dr. David« u. a. au» der FriedenSdelegaiion fordert, a b. Der Antrag betreffend die Entsendung einer Studicnkommission nach Slußland wird dem Zentralrat überwiesen. Nnumnchr schreit« man zum letzte» PuuSt der TageSdvd- rnmg, Wahl de» Zentralrat». Dazu siegt eln Antrag der U. S. P. vor. der derkangtk.Der Zentralvat ist die höchste Instanz oller A.», B.» und S.-flkäl«. Er besteht au» 28 Mi«gliedern und wäblt an» seimer Mitte eine« aesäzistSsührcndcn Ausschuß. Bei der Besetzung de» Zentralrat» sind alle Teile de» Reiche» zu berücksichtigen. Er hat die Aufgabe, die Räteorganisation zusammenzufassen und die Sozia-lisiornng durel>zuführen, und ist die höchst« Instanz aller politischen Räte. Haben die Arbeirvn de» Zcntralrat» einen gewissen Ab- schlutz erreicht, so hat er einen neuen Rätekongreß einzuberufen. Ei« weiterer unabhängiger Antrag verlangt vom Zentralrat die Ausarbeitung eine» allgemein gib igen Wahlreglement» für die Ausarbeitung eine« allgemein giltigen Wablreglement» für die Räte aus Grund de» Betriebs- und BerusSwahlfhsteinS. und eine stark« Propaganda für den Rätegedanken. Beide Anträge we'rben fast einstimmig angenommen. Fm Namen der U. S. P. erklärt Richard Müller: Der erst« Rätekongreß er'eilte durch sein Bekenntnis zur Nalionalversmmm- lnng dem Rätegedanken e n« Absage. Darum kchnten wir die Beteiligung am Zentral«»» ab. Der zweite Rätekongreß hat nicht allen unseren Forderungen entsprochen, er stellt trotzdem einen Fortsckritt dar. Um di« Revolu'ion weiter zu treiben, sind wir auf Grund der in unserem soeben angenommmnen An'rage ge- stellten Beb ngungen zum Eintritt in den Zenlralrat bereit. Darauf beantragt KSne»(U. Soz.) für beide sozialistische Parteien paritätische Vertretung im Zenlralrat. Im Namen der S. P. D. erklärt Schimmel diese Forderung für unannehmbar und gesteht eine Zusammensetzung aus Grund der Stärke der Fraktionen zu. Richard Müller: Die Ueberlegenheit der S. P. D. auf diesem Kongreß ist die Fruchi de» vom Zentralrat»«»gearbeiteten Wabl reglement». Wenn die S. P. D. diese Stärke jetzt»«»nützt, so tut sie da» au» parteipolitischen Gründen und arbeitet da- mit der Einigung de» Proletariat» entgegen. Wollen Sie(zu den Soz.) die Massen, die hinter der S. P. D. stehen, hinter den Zentralrat bringen, wollen Sie die Einigkeit, dann nehmen Sie unsere berechtigten Forderungen an. S I o l t von der Soldatenfvaltion w ü n s ch t stm Interesse der Einigung dieParität. � Weinbrrnner(Dem.): Wenn Parität gefordert wird, darf sie nicht nur für die sozialdemokratischen Parteien gelten, sondern auch für die bürgerlichen.— Darauf wird der Antrag der ll. e. P. D.«It Kl gegen 81 Stimme« abgelehnt. Bratz(U. Soz) beantragt nunmehr geheilte Liften» wähl auf Grund de» Proporz.— Kaliski(S. P. D.) beantragt, die Verhandlungen«ine Viertelstunde auszusetzen, dem wird«nt» sprachen. Bei Wl-dererSffnmrg der Sitzung erklär« echlmmr, für S.P.D.: Wir sind den Unabhängigen in jeder Weise«nt? gebilligt. Jetzt will man einen Zufall ausnutzen, der günstig ist, denn infolge der schwierigen Bahnverbindung dringender Arbeiten in der Heimat ist ein großer Teil uiije»' Parteigenossen bereit? abgereist. Wir fordern daher Prep«'J auf Grund der Stärke der Fraktionen und w» aus Grund der momentan irr anwesenden Vertreter.— R. W*" (U. S. P.): Wir haben alle Bedenken grundsätzlicher Art � treffend des Rätesystem», wie e» di- Sozialdemokraten vors schlagen haben, zurückgestellt. Wir waren bereit i» Einigung. Sie(zu den Soz.) haben erst die Paritat J gestanden.(Zurufe: Nicht wahr!) Dann gestanden„ gnädigst zehn Mandate zu, und jetzt lehnen Sie die geheime ab. weil Sie Angst haben, daß ein Teil ihrer Mitglieder N unsere Liste stimmen wird. Die S o l d a t e n f�r a kk i o n(y-' sich für den Unabänsi genau trag, während Flügel(Dem.) � Proporz auf Grund der FraktionLstärke besürwortet. Reutz tritt der Behauptung Müller» entgegen, daß seine Pa� die geheime Wahl ablehne, well sie befürchte, daß ein Teil" Anhänger für die unabhängige Liste stimmen werde. Erst h??» Sie(zu den U. Soz.) den Proporz abgelehnt und wollten Pak! und jetzt lehnen Sie die Parität ab und wollen den Ich schlage Ihnen dar, der S. P. D. 14, der U. S. P. T- und jeder anderen Fraktion ein Mandat zu� willigen. i Der A n trag der vnabhängigen:.Die Wahl ist i Grund des Vcrhältnisshpem und geheim vorzunehmen/ v> mitSOgegenSSStimmenabge lehnt. Schimmel(S. P.): Wir machen ihnen den Vorschlag' � Zentralrat folgendermaßen zusammenzusetzen: 14 R e h r h e>' sozialiste», 10 Unabhättgige, e« n Demokrat,« Vertreter der Bauernrätr, ein Vertreter'* Soldatcnräte undein Vertreter derChriftlich* Gewerkschaften. � B r a ß: Da der Kongreß die Parität abgelehnt und d>c l" Heime Abstimmung verworfen hat, ziehen wir unsere Zusage«" den Zcntralrat einzutrcten, zurück..u Schimm«!(S. P.): Wir haben Ihnen nunmehr foW;.% Vorschlag zu unterbreiten: Der Zentralrat besteht an» 21 Witt"? dern, sieben Mandate bleibe« frei für den Kall, daß die hängisrn ihre Meinung ändern svllni. Tie 2l Mandate verteil' ftch wie folgt: 16 Mehrheittsozialisten, 1 Demokrat. 1 BaucratK 2 Soldaten 1 Vertreter der llhristltchen Gewerkschaften.> In den provisorischen R«ich» so ld a t««''' werdenllManngewählt.. Wach einigen formellen Erklärungen nimmt da» Wort°- Borsitzende: Wir sind am Schluß unserer Verho%. lungen. Wiederholt sind die Geister hart aufeinandergepe'i? aber der Beobachter darf nicht vergessen, daß e» ein Revolnii�., Parlament war. da» hier getagt hat. Der Kongreß Wx! Kritik der Mitwelt nicht zu scheuen. Ich wende mich nu» a" beiden sozialistischen Fraktionen. Ich brauch« Ihnen nicht« iagen, was wir erstreben und wa» wir insbesondere al» Erge. de? gewaltigen Revolution erhoffen: Wir all« wollen uniert i. zialistischen Ideale sobald wie möglich in die W i r k l i ch t'! umsetzen. DaSerreichtaberkeineder beiden Fr"'. t i o ii« n für sich allein. Eine der beiden Gruppen sich anheischig machen, den Sozialismus für sich allein durM� führen. Sie können da» nur, wenn Sie sich vereinigen»"'> geschlossener Phalanx an der Verwirklichung unser' Ziele arbeiten. An die anwesenden Vertreter der iür?' lichen Parteien möchte ich die Aufforderung richten:®e*lF|L Die nie, daß wir am Grabe der kapitalistischen und in der% vurtistund« der sozialistischen Ordnung leben. Bemiiden.' ,, Die sich, daß oi« Entwicklung eicht durch verbrecherische de« alten System» gestört werde. E» muß dem freien dcutl�I Volke ein« freie Dahn geschaffen werde«. Schluß 7% Uhr. I iSOOOöOOOOOOOOOoOOOOOOjOOOKoKOOO 1 �VergnügunssS'VaW� ..Grok-Lerlin" früher: MMS Zeslföle ZsstiihciSc lZjlS Sari Soa�t Monlaz.•"/!Pifn5!eg.Ä1: 2. u. 3. Oskerfelerlag LelsenlNche Tanz-Reunion Wiener Ballmuflh»lnsaug 4 Uhr Di««legantkn T»l« und Sommnldeater sind«n Vesellj i asic» und Ocnltte unter tulanUn Bedln- guiiyi» zu vergeben. XdOCOOOOOCOfyOOOOOOKOOOOOOOOO Potsdam. Uotoro Spedition Polodom bcflndat tlcb bol Dobeaaor, KnlHr-Wllbnlnstr. M. Dil Zeiloo« wird»omohr dnreh ßotnnfraacn In« Unna gtbrochl. Wir blllan ollo Poat-Abon- nenten. die Zallon« nicht mehr bot dar Pott, toedtra bei dem teoennlea Spediteur direkt ta bealetlee. Verlag„Freiheit", e. G. m. b. H. Zähne mit ned ohne Oeemeepleile. Kroeee, Brucken. Pioeibeo lader Art, moderne Ooldiecbelk. Um. •rbeliena acblecbtaliacader Oeblate. 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