ItW 'A ia i" »settl -.Ä nm t bf vorg» I »u< i ivt . uni Sail r g tfrärf .) b* 'oW% ßarid ifii« SS :po(> J. l» t K« :J che« if c«* »e.>« il-li- nn«|; •feile« ruft B»«'| b ss | jftfl ;?» ([*' iitpej i'-f 'A �!«zelprrks 10 pfg- Jahrgang 2 Die W�theit- erscheint morgens und nachmittag», an 5onn- und Fefitage»«« morgen» v** �Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins �aus für Groß»Bertin oder bei direkte» Postbezug ohne Bestellgebühr monatl. 2,50 bei Zustellung unter Streifband MOSl. ölt Freiheit- ist m den ersten Nnchtvag der Postzeitungsliste für eingetragen. «cbaWmt: Berlin SSV.«.«ch�anerdam« 19% Fernsprecher:«mt Norden L8SS und 2990. Dienstag, öea 15. April 1010 Nummer 152 ♦ Abenö-Ausgal Om&wb kaiwl Uc«dtjefpcIL IfonpoteilUjetft oder bmn Raum 8# Pf,„XWine UMilfr. hm W>di>wuW« wort 40 Pf, fodes»»itere Wort:8pf. trueKmrjrjufBfUg(0»/„ Sri JanW.»«ed Vecfammlungsanjefgra fZll« drr Zuschlag feit. Jieferat«(fit de» dwf» Mfimfim tofi»flften jätest«» bi, z»hr nachurittaz» bei der eA«d>ti«,«mfzezr»«. fet». «xpedMon: Bcriw nm.«,'*■ Scrofprecher: Kmt Kmbm 97WI Serfitw-Organ betUnobbänQigen�i�mc���e��an� Beginn der Zriedensnerhlmdlnngen. Legin« am 25. April. P- r i». lt. April. iRmter.) Wilson ertlärk. dir b»«tsche« Bevollmächtigte« ' de« 25. April nach Versailles»ingelade» würde», um � urit de« Vertretern der Alliierte» zusammeuzukomure«. Sie iienalur'ekle Malseier. Rezieruna hat batanntlich in der Nationalversamm- ."U ßgzz--- JCI V— 4 cn\.: �f-> cm_ t:--- 1 keieu. Antrag einpsbrscht. den 1. Mai als National� Unct Äu erklären. Der„SBortiKiitS" war auf diele Tat ki die bürgerlichen Parteien in der National- wollen vom proletarischen siesttaa nichts taaelana aebandelt und kompromisselt. kam in die Sibuna der rechlssotialisiischen und beschwor sein« Gefolgschaft, ja nicht U n- nqm., v lJ'n d i e Mehrheit au brinoon. Er be- HeiW?c Demokraten, und schließlich ewiate man sich,»war liirrnuf'11! hf i M«i au seiern. ober ihn— durch tofu-ta keftftlufi natürlich— seines prolstarischon Tha ....... betn ci. ein«ltgemeiner Feiertag eingeführt, der Aalirn, beS Weltfr«scns. M VMcrbm dos und deö inter« «in»«%" Arbeiten schule» geweiht ist und skr den der Sharakter KgLt. mitfeiert M gl» erfiredt wrw. Seine endgültige buno X nach frieden sschluh und Verabschie- gefeie®£rk«ITonfl. In diesem Jahre wird«r«m i Rai t i r 4' dUfiieich als eine BollSkundgcbnng für poli» ' und s» z i fi l« Fortschritte. für fiinan S e r e ch- ReckitSsaairtliften und Dfimokraten „Entwurf eines Gesetzes üSer eine» embringen frieden", fllr" sofortig» Befreiung der tf" � b und Der I Mai lvtv gilt m Sinn« reich», und tanles- "WMfc-r Vorschriften nö ap«m?incr �fierlap. der Ü8.ist natürlich mne lächerliche Einblldnns ��egiernng der Nattonalveriammliina. daß fie das S« Sie?>e Ablehnung des Antrags ankommen zu lallen. natürlich die Klärung, die auch bei dem s�'�er Anhänger die Abstimmung biwirkt hätte. .*& auch dieser Vorgang ungeheuer charofte. 5»..� Wr die wirÄlche» ÄkachwerhÄtnisß: innertzak der btirgerlichen Ii�sierungSparteien ideelle» Frage salchs Widev !« Bm« ii, (S0u t« solch ein« rein'"ZT | �•n materielle« Fragen«>rd. Dwse Farce d«o».w �ur wiederum, wie die»rbeiwr von dies« KoalitioitSr«»»»- �ung deren sogeuanirtr s»,iaiiftischc Riniver d.e«-wnperurn � bürgerlichen Partei«, iind. m#@ zu erwarten haben. ü&r uns aber wird natürlich dieser sSarganB nur»m Anspern sein, die Maifeier:n größtem Um- '�nge und in proletarischem«eiste z» Hegehen. Ä Änel" Vdlker kann. Luhe in Sachsen. Fn Dresden wie i» Sachse« hmrscht vollkommene Ruhe. Nirgends haben sich ZwischenfSIe ereignet. BelagerungS. austand und das Standrecht erweisen sich schon jetzt als voll. kommen überslüfsig. Die Opfer der Dresdener Unruhen. Dresden, 14. April. Bei den Unruhe» am Sonnabend sind z we i Personen getötet und z e b n schver verletzt werden. Dt» Letthe de» «rmordetca. Mmisters loanie W jetzt mchi eusgejunden werden. Die von der Relchseegseoung zur Aufrechte chattang der Ordnung entsandten Truppen find eiligst rossen und in der Umgebung von Dresden untergebracht tvorde«. In DreZde» herrscht heut« vollkommene Ruhe. Ei» Aujnns der Unabhängigen Partei. Leipzlß, 14. April. Der Landesrat der Unabhängigen sozialdemolrotischen Partei Sachsens erlätzt heute»wen Anfrvs an die Aebeiter und Parteigenrchen, In dem der Regierung das Recht de- stritten wird, wegen eines lokalen Vorganges zur Per» höngung des BelagerrmgSzuflande« und de« Sie ndrechtes für Sachsen zn schreiten. Das tvarktöNge Bolk wird aufgefardert, gegen den Grenzschutz, gegen die Bewafsnnng dsö Bürgertums, gegen die vildang«eitzer Garden, gegen die Verwendung van Truppen, gegen streikend««rdeiter, gegen den Velagerungszustano und die Snisendung»an «»Ske« Garden Pretest zu erheben. Der Ansnis schliefet niit den Worten t Lotzi Such nicht einschüchtern I Sine Stärke ist eure ArbeWkraft, über die khr selbst»e, fügen könntj Ruhig Blut bewahren l E!« Mmalm in VkMS«. Bremen, 14. April. Die DorfiLnde der Unabhängigen und Komeminlstischen Partei habe» der Bremer Regierung ein befristetes Ultimatum überreicht und folgende Forderungen aus- gestellt: 1. Anfhebu n g des Vslageeal�SznstmideS. 2. Frei- lasfung d»r in Hast bestrichen fiaweenben Sf?« und Drctt. mann, 9. E n t s ch S d i g n n g und Unte Stützung der RsoolutionS- opser dam 14. Februar drrrch den Staat. 4. Gleichstellung der BevSlkewtng mit der Slabtwehr tu der tzebenSmittel. liefernng, 5. Entwaffnung des Büegertumö und Bo- «affming der gewerkfchastkich und Pott lisch orgunifisrien Arbeiter, «. Erhöhung der AnterfrStzang sstr b« Avbe-tSlosen. Igs MVWmNUASSWchl der Hlmkhekmte« in HkMckMß mmtmml. H a« b n r g, 14. AprN. Lei den Ei«igunoIverhandl»»,x� zwischen den Direktoren der hiestssn»aolen und den Vertreter» der «ankdeamtenveebinde ertttirte» sich dl« Vertreter de» Hamburger BonNeitung«, deeritz da« MitbestiwmnngS. reckt der«naeftoMe» feel fttUwfiimj»« und«ntiaffunaen»ach VZodgafec a,»ch«r und unter»««schattung anderer in der 9m. oeduung WH« 24. Januar Ml« HHfeoUsncn Leftiwwwge« WO auf wettere« anzoerkeanen. 9Ne Partie»«»»fiirtHi, sste diese Sweinfenuini in ihren greifen loteten zu weg»«. MZseUftrÄkt i«««sÄlle. »er«,*. April. AuS Berichten des �Shoner Progrä«» geh« hewor. datz in Marseille seit mehreren»ochen Streiks haaefchta«, über die von der Zensur die Stech, ichts« unterdrSst ameben. Die Streite stünden nunmehr dar der Beaadignag. Nächsten Tonn. abend satt m de« Streiksragan.«der die das Bta« nich» mü- teilt, ein Schiedsspruch gestltt werde«, dem sich Arbeitgeber»nd Arbeitnehmer unterwerfen sollen. DW Schisfbauarbeiter. Metall. arbetter.«rd Hasrnarbeiter habe» sich stjg«bmjcheldun««doch nock»orbebolteu. Re Schuldige«. Von Rudolf Mettscheid. Die Unabhöagsgen haben tzen GtaatSagrichtßa h o f gefordert, wich deshalb begrüßen wir de» Entwurf da? 9tegjeru»g. der die Errichtung«nes solche« Tribunalb WP* sieht. Aber wir gebe« uns keinen übertriebene» Erwartungen über die Arbeit dieses SipparateS hin. Die Borlag« ist itt manche« Punkt«, schwächlich, zonhast und unzureichend,»n# waS dos Bedenklichste ist: stc steht aiS Nichter Personen ans de« Kreisen vor, die bei der Nrchtsprechnng die nötige Ruch- sichtSlostgkcit nicht au ß) ringen können, weil sie selbst an je««» Verfehlungen mitschuldig sind, über die sie zu Gericht sitze» sollen. Em Ausschuß der Nationalversammlung prüft die Akten, bezeichnet die Aeute, denen der Prazetz gemacht wer- den soll. Der Gerichtshof selbst seht sich aus einer Anzahl der hötlMn Berussrichter sind widderum von der National» Versammlung gewählten Borfitzse« zusammen. Wer aber beherrscht da? Pariaiuent. das so einen mckß» gebenden Einfluß bei der Untersuchung sowohl wie beim «rteissprnch erhalt? Es ftntz divstMen Parteien, zum Teck mit etwas veränderten Name«, die während des Krieges die Politik der Regierung und der Heerführer unterstützt haben und ihr die sinauzsslle und morollschk Rückendeckung gewährten, ohne die das Verhängnis seinen Laus nicht hätte nehm«, können. Wir denken dabei natllclich wicht nur an die biirger- lichen Gruppen, sondern auch av die R ü h r h e i t s s o z i a. listen. ES gab während des Krieges außer den Unabhängige« kein« Partei, die sich piUwne« jfaurrte, der ver- b reche rijchen PolM der Machthsber»iiw» eim germaßen ernstaimebmandsn Widerstand eutgogeästtsetzen. Vielleicht wirb man ssvioi Schamgefühl auslbringen, nicht gerade die Herren von Gräfe, Krzbsrger. Stresemann, von Patzer, Naumann, 0 moralisches Recht. Tic MchrhcUssozia- listen besitzen dieses Recht nicht, und wenn sie sich jetzt trotz- dein so energisch gebärden, so merkt man gar zu deutlich die Absicht, die Spuren ihrer Mitschuld zu verwischen. WaS aber dem rigorosen Programm des„Vorwärts" noch einen ganz besonderen Charakter verleiht, das ist. datz Herr Erich K» t t n c r. gerade Herr Erich Knttner als fein Verfasser zeichnet. Man setzt sich an den Kopf, denn dieser Mann ist es gewesen, der wie wenige andere der Parteileitung und ihrer Politik den- wertvollsten journa- listischen Beistand geleistet hat. ___ Als der Krieg ausbrach, war er Redakteur an der .TÖ'hcurniitzer Volksstimmö" und bliW mit seinen 5kollegen «Heil mann und Noöke dieselbe patriotische Trompete. Man hat nichts davon gehört, datz er die Heilmannschen Versuche der Rechtfertigung der jetzt so scharf von ihm an- gegriffenen Zensur verurteilte. Wir kennen keine Zeile von ihm. in der er über die Verletzung der belgischen Neu- tralität das gesagt hätte, was ein Sozialist sagen mutz. Er schwamm im Strome der vaterländischen Begeisterung, die die„Chemnitzer Volksstinmie" vor allen anderen sozialdemo- kretischen Organen auszeichnete, und noch vor seinem Meister ging er zum Hindenburg. Nach seiner Rückkehr aus dem Feld trat er als geschickter Mitarbeiter Stampfers in die Redaktion des„Vorwärts" ein. und der Chemnitzer j�aden wurde dort wcitergesponnen. Es hietze der Intelligenz des fwrrn Kuttner zu nahe treten, wollte niak. annehmen, datz er während deS Krieges nicht wenigstens in Umrissen die Wahrheit erkannt hätte. Er wollte sie nicht sehen. Er blieb in den Reiben der Leute, die bei den Untaten der Militärpartei Schmiere standen. Datz er sich jetzt in der Rolle des i'chcrstrcngen Cato gefällt, der dem StaatsgerichShof das Gewissen schärfen will, könnte Heiterkeit erregen, wenn wir nicht auch bei ihm den Willen vermuten mütztcn, die Massen irrezuführen und über die schmähliche Kriegspolitik der Mehrheitssozialisten durch wilde Deklamationen gegen die unmittelbar Schuldigen hin- wegzutäuschen. Zum Glück jedoch ist eS für Manöver dieser Art zu spät. Man wird die Verantwortlichen im Lager der Mehrheits- sozialisten nicht vor dm Staatsgerichtshof ziehen, aber es hat sich schon ein anderes Gericht etabliert, das über sie mit derselben Strenge Urteil sprechen wird, die sie jetzt gegen die Ludendorff, Ncvmtlow usw. fordern. Sarlcsseln oder preslige? Von H. v o n G e r l ach. Der Reichsernährungsminister hat kürzlich auf daS Herannahen„k a r t o f f e l l o s e r Wochen" aufmerksam »emächt. Und jetzt verlautet offiziös bereits, datz vom Juni an es mit den Kartoffeln wohl gänzlich aus sein werde. Diesem Uebel kann auch die Entente nicht steuern, selbst wenn sie wollte. Sie verfügt über einen Ueberflutz an Getreide. aber nicht an Kartoffeln. ES gibt jedoch ein Land, das geradezu rn Kartoffeln erstickt, und dies Land ist unö fahr beauem aeleaen. Es ist nämlich— Polen! Die Polen haben sowohl in der Provinz Poicn wie in Kongretzpolen soviel Kartoffeln zur Verfümlna. datz si? sie beim besten Willen nicht alle aufessen können. Die Polnischen Landwirte sind in arger Sorge, datz ihnen mangels Nach- frage Hunderttausende von Zentnern verfaulen könnten. Sie vürdm sehr gern nach Deutschland verkaufen. Die Frage ist onr die, ob Deutschland bereit wäre, die polnische Leistung durch entsprechende Gegenleistungen zu erkaufen. Dazu sind Verhandlungen nötig. Zu ihnen ickeint bisher auf unterer Seite kein» Neigung« bestehen. Wie den ersten Schritt tun? EL tztt« ja unse«„Prestige" darunter. Und Pr«. Ilge ist»och wobt wichtige? als Kartoffeln. vber«tw, nicht? M» ich Mitte Dezember mit den Ministem Hirsch und ärnmst te Bekrn war. wurde von powilcher«eite U ata- regung aeoracht. von Pose« aus mehr Karioffetn m liefern. als man vervffichtet ici, aber nur unter der Bedingung. daß diese Kartossein nach Obcrschlesien gingen und man von dort dafür Koblen erhalte. Mir schien diele Anregung einen sehr gesunden Kern zu enthalten. Konnte sie doch eine I n t e r c s s e n g e m e i n i ch a s t herstellen, die beiden Teilen von Nutzen war. Ich imterbreitete den zuständigen Stellen bei uns den Vorschlag: Was die Provinz Posen über ihr« vom Reichs- ernährungsamt scstgesedte Licferunasvflicht hinaus an Kartoffeln erübrigen kann, darf sie nach Oberschlesien aluühren. Als Entgelt für diese Lieferungen erhält sie von Oberschleiien Koblen. Es darf aber nur daS an Kehlen nach Posen abgeführt werden, was die Durchschnitts» förderung der letzten Monate übersteigt. Kam ein iolcteS Abkommen mit den Polen zustande. 10 hatten alle Beteiligten davon Vorteil: die Polen Posens bekäme''. Koblen. die Polen und Deutschen Obersöblesiens bekamen Kartoffeln laus dem Ueberflutz der polnischen Landnürte über ihr Lieferungssoll!), das übrige Deutschland eihielt die Pslichtlieferunaen Polens garantiert, die vol- niseften Giubenarbeiter OberichlesienS hatten ein lebhaftes Interesse an der Vermeidung von Streiks. WaS für die Kohlenversorgung Deutschlands von höchster Bedeutung war. Das von mir auf Grund der polnischen Borschläge an- geregte Abkommen ist meines Wissens bei uns von den zu» ständigen Stellen nie ernsthaft erörtert worden, Seit d«n 1. Januar bekommen wir überhaupt keine Kaitosseln mehr aus dem von den Polen besetzten Teile der Provinz Posen. Längere Zeit wurde überhaupt nicht mehr mir den Polen verhandelt. Sie gelten ia als„Rebellen" imd„Hochverräter". Später fand eine Verhandlung unter dem Vorsitz des crzreaktionären Untcrstaatssckretärs Hein- richs statt. Ergebnis— Rull! Um das„Prestige" zu wahren, wurde nämlich von deutscher Seite verlangt, datz erst alle bewaffneten Polen Posen zu verlassen hätten, klw man sich über die Auslieferung der Geiseln und alle sonstigen schwebenden Fragen verständigen tonne. Ngtürlich dachten die Polen nicht daran, einen solchen Diktatfrieden anzucrken- neu. Der„Krieg" ging weiter, bis. was seder wirkliche Sachkenner voraussehen mutzte, die Entente eingriff und uns eine sehr viel ungünstigere Demarkationslinie auf- zwang, als wir durch freie Vereinbarung mit den Polen hätten erreichen können. Aber lieber Uetz man sich von der Entente das Schlechtere aufzwingen, als datz man mit den Polen über das Bessere verhandelte. Das gebietet wohl so der„nationale" Ehrenkoder, der mir immer so unverständlich geblieben ist wie der Dnellkodex der„Satisfaktionsfähigen". Wie ich von unterrichteter deutscher Seite höre, bestände in Warschau Geneigtheit, mit der deutschen Regierung über gegenseitige Lieferungen zu verhandeln. Die Polen haben nicht klotz Massen von Kartossein, sondern auch Eier und aalizischeS Erdöl abzugeben. Natürlich mutzten wir uns ans den Standpunkt stellen, die Polen als gleichberechtigte Macht anzuerkennen. Geben wir unter dreier Voraussetzung den Polen zu er- kennen, datz wir zu Verhandlungen bereit sind, so bestellt nach meinen Insorniationen kein Zweifel, datz Warschau und Polen nicht nein sagen werden. Und datz wir auf diese Weile um die kartofsellofen Wochen herumkommen werden? Ein Ziel, da? mir wichtiger scheint als die Wahrung des„Prestiges" im Sinne unserer alten»giionalistischen Staatsmänner und ihrer mit allerlei vaterländischen Realitäten belasteten Nachfolger. Zwei«exe vcrsiigmgen»es Kultus- miuillers. Der Kultusminister erlaßt zwei neue Verfügungen, von denen die eine die.leistungsfähigen Schulverbände" anweist,»Versuchs- weise etliche öffentliche Volksschulen so einzurichten, datz auf jede ordentliche Lehrtraft bei mehrklassigen Schulen höchstens 40, bei eink.'crssigen höchstens 50 Sdjulfinber entfallen". Diese Maßnahme soll die von bcr Staat»»eg>erung angekündigte Reform de» Sch-lwesenS vorbereiten. Die zweite Verfügung besetzt sich in Trgänzung des(Masse» vom 5. April d. I. mit dem Zusammenwirken der ein- zelnen Regierungen mit den Lehrerräten. So» weit Bezirkslehrerräte bestehen, sollen sie die Re- gierungen tn allen allgemeinen Fragen des Schulwesens, ins. besondere bei der Regelung der Dienst- und Rechtsverhältnisse der Lehrkräfte»durch Stellung von Anträgen, Er- sta'ttung von Gutachten und tatsächlichen Mit- teilungen beraten." Sie sollen Wünsche und Be» schwerden der Lehrerschaft entgegennehmen und ge- gebenenfallS an die Regierungen weiterleiten. Sie sollen die Re- gierungen auf etwaige Mängel und Mißstände nn Schul- Wesen ihre» Bezirke» hinweisen, und sie sollen endlich den Re- gierungcn auf deren Ersuchen Sachverständige für be- stimm:«(Labiete de» Schulwesens vorschlagen. Auf Wunsch der Zehrerräte hat die Regierung zu den Beratungen der von den Lehrerräten gestellten Anträge deren Vertreter zuzuziehen.— Die Regierungen sind berechtigt, zu den Sitzungen der Bezirk»- lehreträte, deren Tagesordnungen jedesmal rechtzeitig vorher mitzuteilen sind, Beauftragte zwecks Teilnahme an der Beratung zu entsenden. Auch diese Verfügung entscheidet die Frage der LehrerrÜte nicht. In der verliegenden Fassung baut sie lediglich das»Be- schwerderecht" der Lehrer ein wenig aus. Ein tatsächliches Recht gibt sie den Lehrern und den Lehrerräten nicht. Statt dessen gibt sie der Regierung das Recht, die Lehrerräte durch„Beauftragte" in weltgehendem Matze zu kontrollieren. Solche Verfügungen werden den Forderungen der Lehrer in keiner Weise gerecht. Die Lehrer verlangen nicht da» Recht zu „beraten", sie verlangen da» Recht, mitzubestimmen. Eine Verfügung, die nur im allergeringsten die Frage der Lehrerräte lösen will, darf überhaupt nicht mehr beginnen mit dem Satz:„Soweit Bezirkslehrerräte bestehen". Sie mutzte lauten:„U eberall sind Lehrerräte zu bilden t" Das wäre ein Ansang. Waffenbeschlagnahme. Bei dem Prinzen Heinrich von Preutzen, der s» Hemmelmar! m Holstein wohnt, wurden bei einer Haussuchung unter an« d«em 80 Jnfanteriegewehre, 30 Seitengewehrs,«inrgtofce Menge Patronentaschen, zwei Kisten mit je 25 Handgranaten. 4800 Schuh Gewehrmunition beschlagnahmt. Die Waffen sollen am 8. April noch(ummtlmatl gebracht wetön feil. So ft»ks Voll» ng» rot fordert zusammen mlt bleken Arbekker»«ine ü niers der Angelegenheit und«in Eingreifen durch RoSke., Die Kieler Nechtsszioliften scheine» Herrn AoKe TV wenig zu kennen, den diesem Herrn wird e» kaum einfalle». Bürger die Wasse« zu nehmen, geschweige denn(ß*« Prinzen. Von Herrn RoSke in dieser Angelegenheit«•" greifen zu verlangen— da» heißt wirklich den Bock zum!»W machen. Eine Znsamle. Uns wird geschrieben:*.*] Im Zelleng« sä ngni» Moabit sinb fftt M Tag sn unmittelbar vor dem Eingange, her zu dem der politischen Gefangenen führt, die berüchtigtem vom™ ministeriim herausgegeben«, P o g ro m f lu gb lätte? ihren aufreizenden Bildern an der Wand angenagelt. Tor � in dem sich diese Flugblätter befinden, dient zum ständig## enthalt der mit der Bewachung der Gefangenem Leaul! Reinhardtfoldaten. die dadurch offenbar in eine � stärkere Verbitterung g'gen die politischen Gefangenen trieben werden sollen. Bedeutet schon ohnehin die Besetzung Gefängnisses durch die Neinhardttruppen eine schwere J für die politischen Gefangenen, so wird diese Gefahr dm s derartige»ufstachelung der schlimmsten Leideftschastea Bedrohlichste erhöht. Im Interesse der Gefangenen mutz erneut mit der grZtzten Entschiedenheit die Zurückzi«>,�' SAdnertrnppen auS dem Gefängnis gefordert werden. Der glttve UnleroWer. Von einem Wachtmeister der Schutztruppe wird u»- schrieben: „Zu meiner größten Freude habe ich von dem-MM Ihrer Montagnummer„Es dämmert" durch Zufall»PQ nehmen können. Ich bin beglückt, zu sehen, daß Sie de» geleiteten aktiven Unteroffizieren die ureigenste Zug**• keit zum Proletariat nicht absprechen. Der aktive Unteroffizier ist vom Volke und gfWjt Volke. Daran ändert auch die Tatsache nicht», datz er»»? wertigfles Werkzeug der Ultramenschen gewesen ist. JstV'', dem dem Unteroffizier politisch die Augen geöffnet(ü*» sich des ärmsten der Proletarier ein tödlicher Hätz g*g� s alten Unterdrücker bemächtigen. Der Unteroffizier hat gesehen, wie er betrog*"- belogen worden ist, und zwar nicht nur von dem alte»i| gewollten" Regime, sondern auch von der neuen»Reg'* y Beide haben ihm, geistig sowohl wie körperlich, kaum wendigste gegönnt, denn bei beiden ist man al» geborener � noch lange kein Mensch; der Mensch beginnt dort«K, Offizier und ist selbst nur dann vollberechtigt und v»" y wenn er von namentlichem Adel ist. Tie für ein*« kenden Menschen nichtssagende Präposition ist bei ibv*".� Mögen die aktiven Unteroffiziere nicht zögern, in die � treue Hand der um ihre heiligsten Rechte kämpfend�.! beitcr zu schlagen, denn wie bei iesen, gel?t e» um r seiner Lieben Glück.". 0 Zorderungeu der deutschen Zriedensgesei Die GeschäftSleitung der Deutschen FriedenSgesellW�. langt, daß unverzüglich eine Kommission eingesetzt licht in'>>> ■ WM»....»WWW«„Nsp„...... sämtliche in deutschen Archiven befindliche Urkunden, die t, Entstehung und Verlängerung des Krieir, zug haben, vorzulegen sind. Das so gesammelte und � J Kommission kritisch zu sichtende Material ist einer intern«;' J aus Persönlichkeiten neutraler Staate» gebildeten� 3nP«0 überweisen, deren Einsetzung von der deutschen RegieniNßZ regen ist, und welche die Frage der Schuld aller kriegw� i. Mächte am Kriege zu untersuchen hätte.... i Soweit Personen in Deutschland schon auf Grund deutscher Seite angestellten Erhebungen für schuldig.iK iverden, sind sie alsbald unnachsichtiich in einem ö f f c n t> i Verfahren zur Verantwortung zu ziehen. � Die Deutsche Fciev.'nsgesellschaft fordert die PW'j'lvJLl kriegführenden Länder auf, im Interesse eines dauerhaw � gerechten Friedens an ihre. Regierungen eine im gleich*" Ta gehaltene Forderung zu stellen. Avschlutz Misburg an die«lle bogcr� »eglmmg. J T. U. Augsburg, lb. i Gestern vormittag ist der Stadwo-rstand Edrlm« /. einer Abordniung, gemischt aus Arbeiter- und Soldatenrch bürgerlichen Parteien nach Bamberg gereist, um dem"' �1 Präsidenten Hoffmann offiziell den Anschluß A I an. die alle bayeri schc Regi crung kum-dzutun.'1 Giir««z in Zlalien.. B-rn. 15.& In MaNanb und der ganze« Lumbarbet fanden i suzialistische Versammlungen statt, wobei eS in 9%«%# heftigen ZnsammenstShe» zwischen einer»ieltavs««�„p Menge und der Polizei kam, die in einen HauSslue* wurde, auf die Menge schoß und später von de» Soldat*� jj' wurde. Der größte Teil de» Bcuicht» über den$«»«*» „Avanti" und„Vrcolo" von der Zensur gestrichen. Sie �Lohnbewegung" der Sisevbahv� Uns wird geschrieben: Seit einiger Zeit füllen die Spalten der bürgerliche"-/ geheimnisvolle Andeutungen, die die Oeffentlichkeit darauf yffsi fem machen, daß eine neue Lohnbewegung de*\' 6 ahn er, der Beamten sowohl wie der Arbeiter, im f Die»VolkSzeitung" brachte kurz nach Abbruch de» Streiks sL f teilung, datz die Preutz.-Hess. vertrauen»leute der®'ff./Jj Forderung von 8,60 Mark Mindestlohn haben. Ein« Funktionärkonferenz de» Deutschen Verbände», Bezirk Berlin, nahm zu dieser Notiz Stell" f et konnte einwandfrei festgestellt werden, datz obengenannt band nicht» mit jener PreiSuotiz zu tun f ES ist bezeichnend für die Stimmung, die unter t*" y trauen»leuten herrscht, datz man an ein« Erhöh*% s Löhne vorerst gar nicht gedacht hat, sond«r« 26. Februar doa einer Ort»gruppe der Antrag aus" der Lebe»»«ittelpvais« eingegangen wcw. J In einer Sitzung, die im GewerkjchaftShau» statt der stellti. BezirkSIeiter Schulz mit, datz er ein bKTV liche» Schreiben dem Staatdmini sterium sowie dem M'" f für ösfentkiche Arbeiten hat zukommen lassen, bisher keine Antwort bekommen habe. Er führte au», datz nannten Stellen nicht im Unklaren damit gelasse» wen» a» der Siegu ruug«cht geltngt. die [iiiS« «ä- Ä I i(15- «W igr' ZUM ne- hi»» chM ;** juii' HM« UlU' *«# *«( hZl W ctlfcjj lüd' j G(*r tt»' M rv Ä % dann. H« Folge«W erhebliche LochnrchiHnng Mn««Fr.«r »erlangte in seinem Schreibe«, wie er erläuternd ausführt?, ba% ♦i« ausländischen Lebensmittel ausschließlich an die w e r! t ä t i Z e Bevölkerung zu angemessene neu Preise« verabfolgt werden dürfen, und daß der Staat die Differenz zu trage» habe. Die Kontroll«, w« berechtigt ist und wer nicht, die Lechens- mittel zu empfangen, fest so ausgeführt werden» daß die Unter» nehmer und Arbeirslosennackiveise' kurzfristige Karten ausgeben, die von den bestehenden»ctrfcW» oder«rbeiterräten»der der Berufsorganisation gegengezeichnet werden müssen. Gr fordert die schärfste Stellungnahme gegen das immer schamloser werdende klustreten der Schleichhändler. Unter Schleichhändler verstehe man nicht etwa die Arbeiter, die aus» Land fahren, um ihren wöchentlichen Bedarf zu decken, sondern jene Schmaroher am Votlskörper, die die Dörfer heimsuchen, alle» Greifbare auflaufen und dann für teures Geld weitergeben. Wenn die Aegienrng ein» lichtig wäre, könnten wir zu ganz anderen Ergebnissen kommen. Bor allen Dingen müsse man den Herren Gutsbesitzkr gehörig auf Finger sehen, und wenn es not tut. auch mal energisch daraus klopfen. Aber dazu wird wohl die Energie der Regierung nicht »ueretchen. denn die braucht sie nur dazu, um die Arbeiter nieder» »uhalten. Die hetze gegen die Sr'egsbelchSdiglen. Pom Vorstand des Internationalen Bundes der Kriegs- beschädigten wird uns geschrieben: . In seinem Artikel»cm IL. d. M. behauptet der.Vorwärts'. Kamerad Tie», habe sich mit einigen Gesinnungsgenossen an »er am S. Januar stattgefundenen Demonstration beteiligt, um :">« sparlaNstischen Hcerhaufen hinter einem Gchutzwall von Kriegsbeschädigten zu bergen und die RogierungStruppen mit dem �wm zu belasten,«uf Kriegsbeschädigte geschossem zu haben. Zn dem Artikel vom 14. ist Wt Phantasie de»..vorwärts» Schreiber» noch viel blutrünstiger geworden, er malt folgende» ab» schculiche Bild:„Arme Kriegsbeschädigte sollen zusammen» Bschossen werden, damit man mit ihren Leichen spazierenfahre» und das hetzerisch« Schlagwort ausgeben könnt«, die mehrhelt». mzialistische Regierung lasse auf.Kriegskrüppel schichen. Wir Sind schon jemals Menschen solcher bestiahschen Bei» Alchen angeklagt worden, ohne daß der Ankläger r« für notig holt, auch nur den Schatten«ine» Beweise» Auer- »nngen? Erinnern dies« Greuelgeschichtrn nicht lebhast an die Lügenmärchen, die uns während des Kriege» von den Feinden be» 24'� wonden sind? Nun werden fi« von einer gewissenlosen gegen di» eigen«, Volksgenossen losgelassen. _ Ter.Vorwärts'�Redakieur E r ich K u t t n« r ho«! an den im »Voowzrts" acnannlen BorltandÄitinnaem in seiner Siaenlckast ""ü genau unarrichlet, dah Kamerad TieW und feine Ge- �?ungSg� nassen niemals die ihnen jetzt vom„Vorwärts" vor- vs>vor,eri«a Scheußlichkeiten„im wesentlichen zugestanden haben". ,- UMitz ferner, daß ihnen solche Vorwürfe überhaupt „.chi gemacht worden sind, daß sich die Debatte mit darauf bri?• �wieweit sie durch ihre Teilnahm« an der Dem an- ,, �sn, zu der nicht nur die Partei Nebknecht», sondern auch die P. D. und die Vertrauensleute in den Äroßbetvieben auf- tat Ä t.ckSf PUy*, V L VU t>[IC»»VMI l/CUWt U4t V%.® w werÜsLec Ortsgruppe des Noichvbundes stechen. 0 ... k Ä t r �~... V1C\.CiVf|Vlllt\V�UI(g Sitzungen vom R« i chsb undesvor- "«vd-----.?... er-i...-- UN» »»»MUßpn giuii cifURUcn|irn>. xsk»m-ia-un aber anderes ergaben: ön jenen Sitzungen ist auch be«. Fall des„B o r w ä r t S"- R e da kte n r» Kutt» Erhandelt, der nicht, wie Kamerad Tiedt und sein«„Ge- M„,."si�genosi«n" friedlich domonsiriert hat, sondern, der mit der der m Hand zusammen mW den Offizieren, Student«, und BmwgeoPe sich bei der Roinhapd-Garde bwoikigte. »m,»!-Vorwärts" behauptet ferner, daß er die für den 9. April am R geplante Demonstration verhütet hat. Da wir uns erst an w"«.0" i>en Reichsbund wmidten mit der Anfrage, oh er sich ..Kundgebung beteiligen wolle, kann für den 9. tt. keine trst'" beabsichtigt gewesen fein, denn der Anfrage, die %........ y StoKÄr"#'itWUunö sN r oen u» ganz«nmogn� irau qn* iunhlV1 Mn3 bon der Groß-Berliner Ortsgruppe deS Reichs- wird. Hlbjtverständlich geworden «t i j % I Xltfi»— � O ♦ w M1 I»**»4««s 4 4*W Urgeschichten ne« zu belebe«. ."V l. 5nte?n fr*** Är' 175 der.Freiheit' erschienen Zuschrift de» dom �'onolen Bundes der KriegSveschSdigten erhalten w,r 4» b u n d der Kriegsbeschädigte» folgend« fj Bebn/'®8 unwahr, daß der Internationale Bund auf sein An» nf k-im S",0"3' eine gemeinsame Demonstration zu»evanstalten. °bg7nan--°" �l.ten hat. Die. Antwort ist am.gleichen. Tage k an welchem der Artikel in der wFreiyeit" erschien. f I Beziehungen deS SieichSbundcSvorstandeS zum sliw nicht enger und nicht loser al» zu irgendeinem Berliner Blatt«. «v-r.u treiben weder in der BundeSleituna noch in unseren j�ctkreisen irgendwelche parteipolitische Schnüffelei. Tat» ver,»,.?' doß dem Bunde und seinen Instanzen Kamerad«« der ka„5, ulken perteipoliiifchen Richtungen angehören, weil sie er- * WO&f M CJr J e*Aaft«Crf- AImI»»!««!— Hot wtsächi Vir d«: Zersplitterung nicht auf wt wollen das traurige Beiststel -«n«„Hl milWi,»'* «ni'tnkr und Slompfrr. konb.rn LI«am.radeu. b,e den ver- *» Ortsgruppe« und#000«UigKebw W«Wimm*. Ekelt der Gründung de» ausgesprochen kommunistischen Jnier- nationalen Bunde» hat das Wachstum unserer Organisation be- sonder» stark eingesetzt. In vier Monaten haben wir 120 000 Mitglieder gewonnen. Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegshinterbliebene. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦»»♦<»♦♦ helft den GsfliWenen! Wir stellen erneut fest, dab die politischen Ge- faagenen in den Gefäneinissen hungern. Die ihnen verabreichte Kost ist meist so ungenügend und minder» werlig, daß sie allen Qualen des allmählichen Verhungern» ausgeliefert sind. Wenn leine Hilfe beschafft wird, müssen die vielen Hunderte politischen Gefangenen, die in den Kerkern schmachten, elend zu gründe gehen. E» ist Ehrenpflicht der Arbeiter. Pflicht jedes an ständigen Menschen, den Opfern der Willkürherrschast zu Hilfe zu lvmmen. Spenden an Geld und Lebens- «nitteln werden entgegengenommen von N u d o l f Budde. Berlagsgenossenschafl„Freiheit", NW. 6, Schisfbauerdamm 19 Iii. E» ist Vorsorge getroffen, daß die Spenden schleunigst den notleidenden Gefangenen zugeführt werden. Redaktion und Verlag„Freiheit" ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Regelung der Lohn» und Arbeitsverhältnisse der städtischen Arbeiter in Grost-Berlin. Zwischen dem Magistrat der Stadt Berlin und dem Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter find die Nicht- linien für einen neuen Tarifvertrag festgelegt worden. Dieser neue Vertrag baut sich auf den achtstündigen Arbeitstag auf mit einer viertelstündigen Ruhepause. Die Stadt verpflichtet sich u. a. neben der Zahlung zeitgemäßer Löhne zu weitgehenden sozialen Leistungen: Fortzahlung des Lohnes in Krantlxitskällen bis 20 Woche», bei Betriebsunfällen darüber hin- aus. Gewährung von Erholuugsuelaub bis zu 20 Werttagen, Ruhegeld bei dauernder Arbeitsunfähigkeit usw. Die Entlohnun- gen der vielgestaltigen Arbeiterschaft sollen nach einem einfachen System erfolgen. Es sind drei Gruppen vorgesehen: Bureau- und Verwaltungsbetriebe, AnstaltS- und ähnliche Betriebe, und son- stige Betriebe, wie Werke usw. D>c 3»u«r de» Vertrage» ist bis X. Oktober, die des LohntarifS bis 1 Juli dieses Jahre» vorge- sehen. Sämtliche Parteien haben aug«ftii„imt. Die Berliner Stadt- verordnetenderfauimlung ist ebenfalls»m ihre Zustimmung schon ersucht worden. Der Tarifvertrag gilt auch für die übrigen Ae- meinden von Groß-DerUn. Die Bewegung unter den Schneidern der Herrenmatz- und Umsormbranche. In der am II. April stattgefundenen Versammlung der Her- renmaß» und Uniformbranche wurde festgestelt, daß die Teuerungszulagen nunmehr auf 1B8 Prozent für die Stück- und über 200 Prozent für die Tag. und Wochenfchncidcr gestiegen sind. Diese Zulagen fluid unzureichend. Es wurde daher soigeiwer Aufruf an alle Mitglieder im Deutschen Reiche beschlossen: .Die Versammlung nimssit den in Jena gefällten Schieds- fpruch der Unparteiischen bejiügll'ch der Gewährung einer weite- ren Teuerungszulage an. Sie spricht jedoch aus, daß das System der Teuerungszulage nicht geeignet ist, eine grundlegende Aende- rung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der Schneiderei herbeizuführen. Unser Programm: Abschaffung der Heimarbeit, Einführung von Bctriabswerl statten mit Zeitlöhnen, volle Durch- führung des 8-Stunden-TageS und die Durchführung der Bam- berger Beschlüsse zwingen unS, an die Mitglied« des Verbandes im. ganzen gleich die Aufforderung zu richten, mit uns beim Hauptvorstand die sofortige Sinberusung eines außerordentlichen VerbandStage» zu beantragen. Als Tagesordnung schlagen wir vor: 1. Kündigung samt- ' lichcr Tarife; 2. Abschluß von neuen Tarifen nur noch auf der Grundlag« von BelriabSwertstätten mit Zeitlöhnen; 8. Stellungnahme zur Sozialisierung in der Schneiderei: a) Bekleidung». ämtcr, b) Privatinduftrie;«. Eingliederung der Betriebs- und ArdeUerräfc als bestimmende Faktoren in der Schneiderei; v. Aenderung de» Statuts im Sinne unserer Vorschläge. Der Streik in der Kartonindustrie. Die streikenden Kactonarbeitcr und Arbeiterinnen hielten gestern im großen Saal der.Arm,,, hallen" eine überfüllte Ber- saimnwng ab. Kolleg« Gr«gor gab v«« Bericht der Streik- leitung. Die Unternehmer Whiwn die Betriebsräte in der vor- geschlagenen Form ab. Ebenso wolle» sie von der Abschaffung der Heimarbeit und Akkordarbeit nichts«Hssen, die Regelung der Lehrlingsfrage selber übernehmen und sich auf nichts festlegen. Der 1. Mai soll nicht als Zeiering gelten, da diese Frag« vor- auSfftchtlich gesetzsich geregelt wich. Di« Zahl der Btret- landen ist tSgkich gewachsen und beträgt jetzt 1189. .. S» der regen Diskussion schlug Kollege Haenel vor. We Mkordarb«it beswh«, zu lassen, aber di« Preis« so zu bilden, daß die von uns vorgeschlagenen Löhne erreicht werden. Wenn die Unternehmer den 1. Mai als Feiertag nicht festgelegt haben wollt», dann feiern wir chn eben ohne Geinchmigung. Die Betriebsräte müssen unbedingt anerkannt werden. Solange es noch Arbeitslose gibt, soll man an der fünfstündigen Arbeitszeit festhalten. Die Versammlung beschloß, den Vorschlägen HaonelS bei- zutreten und für ANo'darbeit Zuschläge auf die Lohn- sätz« von 1014, n H ö h e v o n 800 bis SSO v. H. zu for- der». Ein Antrag, der dw Angehörigen der W e l l p a p p. und Faltschachtelindustrie auffordert, nicht mehr für den alten Tarif der Luxusbranckw zu arbeiten,>mrd angenom- men. adiorf verurteilt wurde da« Verhalten des Verbandsbeamten Klar, der versucht, einen Keil in die Streikbcweguna zu treiben. Die Werkmeister der Branche stehen dem Streik shm- pathisch gegenüber. Streik der Arbeiter in der Vürftenlndi'flrie. Die Arbeiter in der Bürstenindustrie Berlin» stehen seit >n einer Lohnbewegung. M<; � � ein« Bei dem DemovilmachungSauSkchuß mohreik fortgesetzt d>� Gesuche von Auswärtigen um Befreiung von der EntiajsungSp flicht� ES wird darauf«ufmertfaen gemacht, daß solckze Gesuche nur v o ick Arbeitgeber gemeinschaftlich mit dem Anges pellten, oder Arbeiterausschuß oder, soweit ei« solcher nicht besteht, gemeinschaftlich mit der Mehrä hett der Arbeitnehmer gestellt werden dürfen. Ges siitte von Auswärtigen selbst find daher unzulässig. Ferner sing diese Gesuche jetzt«och versrültt. Sic brauchen«est nach Ablautz der vom Arbeitgeber nach 8 4 Mt Verordnung zu stellenden Frishi die dem Nachweis de« Wohnsitze» fn Groß-Deelin dient, gestellt zck werden. Die Entlassungspfttcht ruht bis zur Beschlußfassung de/ DemobilmachungSauSschusse» über den Antrag. Spandau» Stadtverordnelen-VeriammlunH. Vor Eintritt in die Tagesordnung machte der MagistraiS- dirigent Siavtr« Dr. Wo« Ick Mitteilung, daß die unbchmdeten MagiftratSmitglieder zum Juni ihre Mandate zur Versügunü stell»«. Weiter lag«ine Resolution der städtischen Hilfdarbeile« bor, die eine 8lusb«jse*ung ihrer Bezüge verlangten. Der Magistrat wurde ermächtigt, den HIlfS«rbettern zu den Feier- tagen einen Vorschuß zu zahlen, alle» weitere bivtbt den weitere» Tarifverhandlungen überlassen. Di« Notlage der HilsSarbe,»«« wurde allgemein anerkannt, lieber den»tat Gemeinnützige» entspinnt sich eine längere Debatte. Die Genossen D a h l k e(II. 6.) und Simon(S. P.) wellen die Mittel, di« dem Verein Kinder- und Jugendschutz übernnele» werden sollen» nur dann bewilligen, wenn der Stadtverwattung ein Mit» b e st i m m u n g s recht über die Verwendung juindichert wird. Der Etat wird mit«in« dement sprechenden EntsMeßuug vevab- schiedet. Di« Beratung de» Hauvtetat« fvtrd Von Stadtrat Weber I et längeren Rede eingeleitet, au» der hervorzuheben ist. •9 p Finanzen der Stadt innerhalb Groß-Berlins nicht die schlechtesten sind. Als Berichierstattcr spricht der Stadiv. Kramm '/?,J>�n allgemeinen bedauert, daß d«? Kommunalabgaben- gesetz kein« schärfere Heranziehung der besitzenden Klassen zuläßt. EtaiSauSfchuk hat man sich von dem Gedanken leiten lassen, die Einkoiiimen bis zu 1500 M. frei zu lassen. Da aber für diese» Jahr die t ech n i sche n S ch w i e r i g te i t e n zu große sind, ist man den minderbemitielten Schichten cntgegeiigekominen, die Zuschläge auf 200 Prozent festzusetzen. In der Besprechune brachten die Genossen Härtung(S. P.) und A I l e tz k> (II. S. P.) die Wünsche ihrer Fraktionen zum Ausdruck. AlSdaiin gelangte der H a u p t e t a t zur Verabschiedung. Des weiteren stand dann noch die Vermehrung der Polizei» bcamien um 55 auf der Tagesordnung und Bewilligung der dazck erforderlichen Summe von 150000 M. Unsere Fraktion verweigerte die Mittel, weil nicht die AnitelluiiLSbedinzliiigen einer Reform unterzogen werden. Tie Regierung ist zwar Mm Magistrat aufgefordert worden, ihre Einwilligung zu der Ab« änderuno der AnstellungSbedingungen zu geben, ein Bescheid ist aber noch nicht eingelaufen. Leider benutzte der Redner der MehrheiiSsoziallsten. H e s s e. die sonst sehr sachliche Debatte z« einigen Ausfallen im Noskeschen S.i n n e gegen di« Unabhängigen. Diese AuSsälle de» betreffenden Herrn en>- schuldigen sich aber in Spandau von selbst durch seine bekanilte chronische Aufgeregtheit. Nach einigen kleineren vor- lagen wird die Sitzung um 8 Uhr geschlossen. Ans dem Zeppelinplatz erschossen hat sich in der Nacht' zu« Monlbg ein unbekannter junger Ptaii» von 17 bi» 18 Jahren« Km fanfc ibn tot«ckk«ioec BmI üdend. Bin Revolver, aus d«-»i fr stch thrt ÄttwT Tu We recht« 6chTSfe pichofm batte. lag neben t>er Leiche. Ter r!nl>ckannt« Tote hat blonhes i�aar und trug einen gwnwn H«t mit sckzoarzcm Band, einen feldgrauen Ulster, einen I&roungrüiwn Angug und schwarze Schnürschuhe. Räch dem Benmd e» AdrprrS hat der Tote an der englischen Krankheit gelitten. Die & Ichc wurde beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht. Vinbrecher im Arbeitsnachweis Zwanzigtanscnd Mark er- beuteten Einbrecher, die in der Nacht zum Montag den Arbeits- Nachweis in der Gormannstrahe heimsuchten. Sie-knackten" das Öetb-fpind nach Art der gewerbsmäßigen Spezialisten und stahlen daraus 20 000 Mark bares Geld und auch noch sür mehrere Mark AinLscheine von Wertpapieren. Das Geld war zur Auszah- lnng von Erwerbslosenunterstützungen bestimmt, von den Tätern hat man noch keine Spur gesunden. D«r Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und KriegShiiKerbiiebenen, Berlin, Bezirk Südost, veranstaltet am Mütwoch, den 16. April 1918, eine Mitgllcderbersammlung im Loutsenstade-rafino, Oranienstraße 180. ESpenick. Am Areitag, den 11. d. JH. fand eine Stadt- d«rordnel»n-v«rsammlung statt, die sich zunächst mit Mhrvren Eingängen beschäftigte, darunter ein Schreibe» deS Magistrats, weicher sich nicht für beiugt hält, den Antrag unserer S«nossen betr. Aufläsuna der Magistrate an die Regierung weiter ..... ess< liigedtn und infolgedessen diesen in der vorigen Sitzung an Genommenen Antrag an die Stadtverordneten zurückverweist. Von unseren Genossen wuche bicfc, feineSroegS dem Sinne der neuen Lest angepaßte Tat auss schärfste kritisiert. Die Folgen für der- artige Maßnahmen des..rücks-hrittlchen" Magistrats werden diese 6men Haid verspüren Der in früheren Fahren schriftlich vor- legt« BerwaltungSbericht wurde vom Bürgermeister dieses «Gie BerwaltungSbericht wurde vom Bürgermeister mündlich erstattet, angeblich mit Rücksicht auf die herrschende ese? Mal ap,erknappiz«!t. llnjere svunlche vno Ausstellungen zu Diesem »eicht wurden von den Gegossen Lampe, Gorzke. Küster wich •de in»lngehender Wstse beleuchtet. Unser Antrag, den l. Mai und g. November als Feiertage anzusehen, wurde an- renommen, desgleichen betr. Entfernung von patriotischen Bil- »rn, Büsten»sw. aus Lffenilichen Gebäuden sowie Straßen- AenenrnmgS-Aböiiderungen. Ein weiterer Antrag auf Errichtung »iner AnStunftSstelle im Rathause, wobei eine Besetzung durch den Kommuwalalbeiterrat von unS gewünscht wurde, wurde in sernsm ersteien Teile ang-nommen. Gegen eine Besetzung sei- de» Arbeiterrate tou>de von den Bürgerlichen und den »chtSsoziallsten Sturm gelaufen und von ihnen eine Auöschret der zu besetzenden Stelle beschlossen, unsere Anträge auf hiung einer öffentlichen Le'ohalle und Ausstattung der dtifchen Volksbücherei mit parteipolitischer Literatur wurden angenommen. Ergänzungswahlen von zwei Vermietern zum Miels« inigungßamt Kurden hierauf vorgenommen. Räch den bestehenden Bestimmungen müss-n die Mitglieder der Felddepu- tation Grundbesitzer sein. Da nun'n einer der früheren Sitzun- Pen unser Genosse Echnorr gewählt wurde, welcher natürlich nicht Knindbefitzer ist, wurde die voraesehene Neuwahl behufs einer Satzungsänderung vertagt. Nachdam noch die Zustimmung zu einem Ortsstatut betr einer Pclizaiverardnung erfolgt war, er- folgte Schluß der Sitzung grgen 10% Uhr. Frlcdrichsfrlde. vor der eigentlichen Sitzung fand Wahl eines Schöffen statt. Dies« hatte da» sehr sonderbare Ergebnis, daß der bekannte Rechtssozialist Oehlerr lediglich von den bürgerlichen llteaktionären gewählt wurde. Seine eigenen Parteigenossen b»- beiligten sich nicht an der Wahl, die Demokrat«« gaben weiße Zettel ab, wir stimmten für Gen. Frentzel. Frlcher galt e» nicht als Ehrentitel, der Vertrauen Sma?m der Bürgerlichen zu fein. In der aiischließenden, wiederum sehr ausgedehnten Sitzung gab Gen. K ü t e r namens der Fraktion die Erklärung ab, daß wir in schärfster Obstruktion verharren würden, so lange die alten Schössen am Posten kleben. Dir Zwei, die in voriger Sitzung ihr Wort gegeben hatten, zurücktreten zu wollen, haben dies gebrochen, ermutigt durch den Wankelmut der Nechtssozia- listen und Demolraten. Beide Fraktionen«ni rüsteten sich nunmehr sehr und bekannten sich schließlich zu dem von uns von vornherein und unbeirrbar eingenommenen Standpunkt, daß sämtliche Schöffen zurückzutreten haben. Hierauf wurde nach eingehender Aussprache die Auflösung und Neuwahl der Schuldepu- tation und des Kuratoriums der höheren Schulen beschlossen. In beiden Körperschaften sind wir duncki Gen K ü te r vertreten. Geistliche sollen ausgeschlossen sein. Die Aufhebung derdrittcn Vorschultlaise— ein erster Schritt zur Ein- hcitsschule— wurde von der bürgerlichen Mehrheit— Demokraten eingeschlossen— abgelehnt. Sogar die Pädagogen Krüger und Jänicke stimmten dägogon. Dagegen herrschte Einstimmig- keit über die kostenfreie Lieferung sämtlicher Lernmittel an die BolkSschüler. Den wichtigften Vrr- Handlungsgegenstand bildete der Haushaltplan für 1919. Gen. Schwenk wies in eingehender Kritik nach, welche unge- heucrlichen Mävgel der Etar enthält. Um die grenzenlose Miß. Wirtschaft all der früheren Jahre zu verdecken, hat die frühere Gemeindevertretung, einschließlich der— immer neck»— amtierenden Schöffen, zu den unzulässigsten Mitteln gegriffen. Durch- gängig sind die ÄermögenSodjettz viel zu hoch eingestellt; daS Aus deu Orgousiaklonen. Teltow-Beeslow-Storlow. KueiSvorstand-Sitzu-tg: DoiuierStag, den 17. 6 Uhr.— Koemnunalverlreter: beide Fünfer- AnSschüIie E schaftliche Sitzung, Donnerstag, den 17. Aprtl, abends Beide Sitzungen Charlottendur g. Volkshaus, RositievpoV Strahcnpfiaster, die Stzraßeichäume und die nur noch andeutuwgS» Mi........ ührt. weise vorhandenen Elartenanlagen sind als Aktivposten«ifgessk um nur ein Reiubcrmögen herauszurechnen. In Wirklichkeit über- wiegen die 19 Millionen Schulden weit den Vermögensbestand. Zu ähnlichen gewagten Kunststücken hat man gegriffen, um Einnah. men und Ausgaben ins Glerckigewicht zu brinpen. Wie verrottet die Verhältnisse am Orte sind, beweist die Tatsache, daß Schulden- tilgungen teilweise ausgesetzt worden sind und zu Anleihe» v e r z i n s u n g e n(I) Anleihen ausgenommen werden sollen. Einnahmeposten sind weit höher veranschlagt, als sie vernünftiger. weife erwartet werden können. Und bei alledem sollen nur 200 Prozent. Stcuerzu schlag erhöben weiden. Wichtige, unaufschieb- bare Aufgaben sind einfach unter den Tisch gefallen. Auf diese Aufgabon ging dann Gen. P i n s e l e r noch näher ein. Eine gleiche vernichtende Kritik wurde auch von deu Rechtssozialisten und Demokraten geübt. Einmütigkeit bestand darüber, daß der Etat völlig umgestaltet, der Steuersatz aus 260 Prozent, die Grundsteuer tnif mindestens sechs bzw. 12 Prozent und die Rennsteuer um ei» Vielfaches echöbt werden müsse. Eine besondere Kom- Mission, der die Genossen Pinsel er und Scheven ck an- gehören, erhielt den dornenvollen Auftrag, den Gemeindehaushalt auf eine reelle, gesunde Basis zu stelle--. jflet kr«!». 12. und 15. Abteilung. Mtttwo abend« 7 Uhr, Ertra-Zahlabend der beiden den bekannten Lokalen. � Weibens««. Mi-twoch, 16. d. Jl. abends 7 Uhr. in de» � Real-Dymnastum». Wölk-Prom«nad», a u b e e o r d« u t l>«' � rolversammlung. Togesordnuna: Bericht der TVWLu Neuwahl derselben; Bericht der Fraktion; Bericht d«r" kommtstion usw. Cöpent». Mittwoch abend S Uhr Zaklabend DammvorlW», mann. Bohnhosstr. 44. Altstadt: Such«. Alter Maebt». stadt: Zetdler. Müggelheimerstr. A. köllnische Berstadt � Grünauer Straß« 7.— Bericht von der Generale»«»««»M»»« Berlin. ,i Reinlchendors.Weft. Rtttwoch, 6% Uhr. in de«»ul«%, l Allee 37, MitÄi«de»e«rst>nn»9?'> _____ Tvr melndeschule, Augusta-Biktoria-'—.......—„—------ gliedsbuch, Ratte oder Ausnohmequittunz legitimiert, wer Relnllkendors-Ost. Mittwoch, abend» 7 Uhr,� Abteil 1. Abteilung bei Sadan, Restdenzstr. 124; lungen...----------—----—.-----------. Bocch lRostanienwäldchen), Residenzstr. 106; 8. AbieiluGI. III. Demeindeschule, Pankower Alle« Gegenüber dew�»"'�. dos): 4. Abteilung im Schönholzer Tivoli, Bahnhof Schorch«»� Die gegenwärtige politische Lage. Stralau. Mittwoch, abend« 7 Uhr. MltgNederverß Otto Eteinich«,«lt-Strolau S. Genoll« Hermann»ittec. spricht über dl« polltische Lag«.— Die diesjährige Gene* tung findet am 7. Mai statt.. z Zeuthen. MIersdors.(U. G. P. T.) Zahladend SWtW«; 7% Uhr, im Lokal von Paul Enzvrt. Zeuthen. Ireptow-Baumfchulemveg. Mittwoch abend, pünktlich Lokal von kubot, Generolversammtung de» Wahlveretn»- wichtige Tagesordnung. «dlerahof. Sonntag, den 20. April, in der TnrnhaN«. strotze. Frühlingefeier unter Mitwirkung kllnstlerrschee»» rede Dr. Schwabe. EintrUtsprei» 1 Mark, Jugendliche Saaleröfsnun« 8X Uhr, Anfang 7it Uhr. Freie Fugend Adlershos. Dienetag abend, W Uhr, liche Versammlung sämtlicher Mitglieder in der Schul». strotze. De»gleichen treffen sich dasolbst die Mitglieder de» Iugeudverein« der U. S. P. zweck» Glnfühiung. «-.NK Lichtender» rlckiet Kulturwert« In der hDcnonen ötiq uciaie; j\ui»utiuicj.4T w»»- �- bewegung.— Donnerstag abend. 7 Uhr, Geuppenversam»»»? � Freitag wird da» Heim um 4 Uhr gebssnet.— L« Sot"1 ersten Feiertag bleibt da» Helm geschlossen. Spiel v>d Sport. cebensmillellaleuver. Berlin. Auf den Abschnitt 3 der allgemeinen Lebensmittelkarte der Stadt Berlin entfallen 150 Gram« Graupen, auf die Abschnitt« 81 und 82 für Jugendliche 100 und 150 Graaun, zusammen£50 Gramm. Haferflocken. Die Abschnitte sind In der Zelt vom 15, April bi» zum 17. April in den Rleluhandelsgeschästen abzugeben. HruuigSdarf. Am Donnerstag, den 17. April, gelangen zur Ausgabe Auf Lebensmittelkarte 55 650 Gramm Haferflocken auf 56 170 Gramm Marmelade. und Arbeitee-Kadfahree-Band„SokidariUt". Bezirk 21.» S und 4 Di« Bundesgenossen werden zu einer zwanglosen»K/ am RaifteUag, nachmittag» 3 Ichc, in Schönet che, Slestanro»« etnGeladen. Jt SB. 21. LriestaNen. Dea Denunzianten wird Ihnen niemand Deianlwortllch sür die Redaktton Alfrad WIelepp, Verlagsgenossenichast.Freiheit-, e. G� m. b H, Beftjm��� r 6t Ä I m Lindcndruckerei und verlagsgeseUschntl m. b. H.. Schill üdier des Frohsinns Dl« auserleseasiea Romane des berühmt, ungarischen SchrlftsteUers Maurus Jokai Band 1: Die KomScHaatca des Lebens. Band 2: Was der Toienkopf errlfalt Band 3: Geliebt bis zum Schafott. Band 4: Schwarz« Dlamantc-, Band 5; Die weiße Rose. Bantf 6: Schwarzes Otnt Jeder Band in sich abgeschlossen. Preis pro Band gebunden 4.30 Mk. Die nicht lieben dürfen von Hans Erich Tschiraer. Geh. M. 6.—, vornehm#»b. M. 7.50. Die Geheimnisse von Paris Eugen Sue von 3 BÄnde. Vornehm in Leinen geb. Zusammen M. 12.—. Die drolligen Geschichten des Herrn v. Baiaac reich llloatriert. Ein Wunderwerk prickelnder Komik. Gebettet Mark 13.—, vornehm gebunden Mark 16.50. Glanz und Elend der Kurdeanen von Balzac. Der gewaltig« Roman enthält alles, was ein Mwnscbenlebem an Gefühlen bergen kann. Oe' eilet Mark 13.—, veracbm gebunden Mark I6.50- Blinde Lieb« v- Richard Dehme! mit wunder» vollen IRustratioiien von Hadank Vornehm gebenden Mark 5.50. 66 Mutter v Elm Mittornachtsroraan von C. v. Engelhorv- packendes Bild aus dem Leben. Vornehm gebd* Mark l2.-r, geheftet Mark 8. ihm gebut� |C__> faB ihr So JriQ Je« Die Hochzeitsrei*' von Charles des Cortez. Himroelhochjancb'' zu Tode betrübt Vornehm gebunden Mark y. Za begehen durch: Vaeler& Oe., Berlin K Athener strafte 27(10h Potutoer Abteilung& itii 8«! Br Säe Es «tl W, 1 Ar * bÖ DOODDDDDBnpaDODBODtSBDaODOOOaaQDBOO §c Vorlogsgonossonschafl FREIHEIT* c. Q. m. b. K Am Donnerstag, den I.Wal 1919 erscheint erstmalig Im unserem Verlage: DiefreieWelt Nuftrkerte Wechenschrift ä.AnadhSnglge« Sezla!äe«ekratie Deutschlanä» Preis dar Einzel»» Abonnement: nummer 20 Pfg.» viertel], 2�0 M. Dos erste Heft erscheint als Maifest-Nummer Bestellungen durch den Buchhandel und die Organisationen erbitten wir sofort an die Verlasesenofsenschaft„5reihelt" c. O. m. b. H., Berlin, Schiffbauerdamm 19 Kotenfrauen w«ed«n noch in nachstehenden Speditionen eingestellt: "'läiWr. tun* S2. Sf.%Vafi.TÄU l'.rirft.tfeSu.«. W lenUc. L e«MI*ancrdiiMm>0- zv am reit«», chietfti etc. 4a. Chariottenburg: Soreni.«««str.«*. N.ieöerfchSneiveiKe: «challranttz. Sedoaftuck« S7. Steglitz: «an«, nieiestgr.& Wilmersdorf: »tntdt,«tfcUTstTttic». SpasSau: e«rlas(M, StabM-ttfer 94. 6ch»n ebetg: Rar l«»|.»»«ae-saMor-Wrate 5. Potsdam. Uisert Spedltl»» PpteSup k«Sp4et»Ich M Sotsanw, KiHef-WUtielastr. M, Dl» Zdtnnf vir««ounihr dir«» ßotenfruca las Hau gebrpekt. Wir»Kien alle Petr-Aba». ■•otea. dl» Zella»»»»cht mehr htl der Post, sondern bei 'lern genannt« Spedllonr dl,«hl u bestelle». Verleg„Frelhsit*4, s. 1 m. k IL Sestseher Metattw beitcr-Terbaail _ TtrwgUoarwfils Berlte._ Nvoftrufl De« Kelletcn aar Nachricht, dal anscrc Kollegen. der Dreher Wilhelm Mfirker, SchOoebei*. HohenfrledbergstraBc 23. em 16. d. M. und der Schleiler August Milde, rebrbeOiaer Strate 46. an IB. 4. M. geatorben sind. Ehre ihrem Aade*Jtcn! Die Ortsverwaltang, %)er Bozialij? EJvühet SoziaUtzllchc AuslandepoUciC). Auabhängige sozlaldtmolcattichc Wochenschrift. ♦«tnu.o.jaben com Dr. flvni Brettscheiä. OlaMr ftiadlgtr IRtUoMaa, pm H- H. Haas«, K. KauteFg, a Stein, H. Smttel a. n. 5 mt M d« «apedirion Cba» tancmtnlm otttttlMhcUri) iriop«inirlbm, r ■ad iMevFketBinykcB! Pbptographlsche Atrinahmen vpb den Rrvoimlpmkia gagea Bexaklaag ge««cht»je bo le. ev. mit yhpß�p.*, pAkL%6� r*tt fiel o bt Kabel. 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