Einzelpreis 10 pfg- Jahrgang 2 Mittwoch, öen Ib. �prtt 1919 m !< ml , � «<*■ ■tMitoi:«trlla««.«.«chissdan�damm lv»". Senqpnch«;«m»»05 und*»*«. Nummer 1$4- /.benö-Nusgad>i jBfmit« foftenWt adjtjtfpaB. nonparriOtjtUf oder bfre* Han*«Pf,»Xtrin* UnjrijtN W* fttljtbnKflf Wort 40 pf, jotes weiter« Wort ZO Pf. tleuerinrgszrrschloz« JM Fmnilien»«ab verfamrntunziiiirzeigeie fällt ber Zuschlag fort. Inserat« für den barewf» folgen beer?az müssen spätesten, biz 3 Ukir nachmiltaz, bei bei Zsxedition a>»fzez»b»» sei» Sxped»i«n: Berlin SlW. 6, Schiffvauerdalmu I*. gernlp recher:«mt Siurdeu»769, Berftner-Organ ber VimbMnßlgm SoMömofmäc ScutjcWanba eif A Die machllose Keglern Der Generalstreik der Angcstclllen. gestern die Versammlung der Obleute ein- ."lg den Beschluß auf Eintritt in den Generalstreik ge- «viles nachdem auch Sie Verhandlungen in Weimar te,«.Reaieruna-und Vertretern der Bankbeamten ikt-r. �'rtedigendes Ergebnis gezeitigt haben, iniiMt®enerölftreif aller Angestellten für Berlin in un- de« fc 5?e �he gerückt.. Die Entscheidung dürfte im Laufe klh.« � TogeS erfolgen, nachdem die Generalstreik- stimn!?."*ch*MoIß endpultiae Beschlüsse aefaßt und die Ab- den ,n den einzelnen Betrieben über den Eintritt in sm"kolgt ist. hprn,'®?nn der Generalstreik der Angestellten nicht mehr zu t i(*, und auSbrickst. so zeigt das, daß die p o l i- #,:! ri,"navälzung keine ebensolche soziale Uimvälzung gebracht hat. Die Gleichberechtigung iin politischen %, erkämpft worden, aber um die Gleichberechtigung sSm-��tschaftsleben entbrennt fetzt dieser gewaltige Wirt- Brßfct dessen Ausdehnungen und dessen Folgen die Ki-on Möglichkeiten erösfnen. Die Einmütigkeit in den feji ff" der Angestellten oller Berufe über die Notwendig- ,..Generalstreiks ist ein deutliches Zeichen dafür, daß Nlnc,.Schichten das Vertrauen zur Macht der Regie« lvissp gegenüber dem Unternehmertuin geschwunden ist. Sie reäu'& kie ihre Forderung und das Mitbestimmungs- ickoil««"� verwirklichen können durch Ausnutzung ihrer Wirt- ■""m Pichen Macht. Tcfe �'e �gierung hat zwar die Zusage gegeben, ein Ge- Uh. das Mitbestimmungsrecht baldigst einzubringen. �"Handlungen der Angestellten niit den Ministern dafefi T�wibt uitd Noske haben ihnen deutlich gezeigt. bon-a"jfit darauf rechnen können, daß ihre Ansprüche auf run» i,n")bestlmmungsrecht erfüllt werden. Eine Regie- in eine � lni Schlepplau der Kapitalisten sich befindet, muß techfaV 10 fiementaren Frage, wie der des Mitbestimmungs- Sßillen w l? a e n, da sie weder die Kraft, noch den ernsten " vvt. die Forderungen der Angestellten zu erfüllen. �gebvlslose verhaudluvgen der bavkdeamlen. Delegierten ber Bankbeamten, dir sich«ach _ Dir Mo.�brstimmunghrechtrS Fühlung zu nehmen, sind heute zu begeben hatten, um mit der Regierung in der Frage �gekehrt. Die Knmmisstan der Bantbeamte» wurde in«Sei- das der �«r biummifitou orr« ben*uno and fallende Standrcchtkei» Verbot» sondern '"fall# ein Erlaß fei Sei dirseir OJcIcgcS�cit wurden ven Bankbeamten auch Beschwerden darüber vorgebracht, daß die BanNvitun««, Militär gegen die Streikenden und dir Streikposten herangezogen hätten. Ob- wohl ihr Streik rein wirtschaftlicher Natur sei und«an mit Politik bei diesem Ausstand nicht da« Geringste»« tun haben wolle, dürfe doch nicht verkannt werden, dah durch Eingreifen von Truppen die Stimmung«nter den Streikenden ungünstig beeinflußt werde. Minister Bauer erNärte, daß da« Eingreifen der Truppe« lediglich habe verhindern sollen, daß zweifelhafte Elemente, die nicht zu den Streikenden gehörten, die Gelegenheit anSautzten, um im Trüben zu fischen. In einer zweiten Unterredung mit dem Reichs. arbeitsminister legte dieser dar, daß die Verankerung der Betriebsräte an sich ja schon genüge, um alle Streitfrage« mit Htlse des Schlichtnngsansschnsses aus de« Wege z» räumen. In der Praxis würde ei ja schließlich so sein, daß die Be- trievSräte alle Angelegenheiten, auch bei Einstellungen, die nach Ansicht der Bankbeamten ans die Allgemein- heit schädigend wirken könnten, dem paritätischen Schlich- tungSauSschuß zur Erledigung übergeben würden. Die Delegation machte daraufhin den Einwaud-Leltend, daß dieß nur für große Betriebe zutreffe, wo es genügend rückgratsstarke Elemente gebe, die in der Lage wären, nötigenfalls ihr Swcht durchzusetzen. In leinen Betrieben aber, wa der einzelne durchaus abhängig fei, müsse durch ein Gesetz gewisse Richtlinien geschaffen werden» die von beiden Parteien zu respektiere» seien. Der Reich-SarbeitS. minister, der inzwischen auch mit ben Vertretern der Bankleituugen konferiert hatte, sah diese Notwendigkeit ein und erreichte ans dem Verhandlungsweg, daß durch einen von ihm zu ernennenden Kommissar in Berlin dir Verhandlungen über da« Mitbestimmungsrecht erneut aufgenommen würden. Er sprach die bestimmte Erwartung auS, baß die Bankbeamten, sich diesem Urteilsspruch, der nach seiner Ansicht beide Teile befriedigen würde, auch fügen würden. Die Bantbeamte« konnten keine bindr«de 3»« sage geben, da sie lediglich die Vertreter der Obleute� der Streikenden seien, und der Obleuteversammlung die endgültige Entscheidung, anheimgestellt werde» müsse. Dir Beratungen vor dem ReichSkommiffar werbe« wahrschein. lich noch in» Lause de» heutigen Tage» in«erlin be» ginnen. Der ZuHalt des Zriedeusuerirages. Part«, 15.»pril.(HavaS). «uS bck» in den Zeitungen über den Stand der Brrhand- lu ngcn veröffentlichten«»»künstcn geht hervor, daß der Friedensveetag in zwei TeUe getrennt ist: I Die Friedenspräliminarien mit D'entsch» lanb, die»inen Artikel enthalten, durch den sich Deutschland verpflichten wird, Im»»r°»S allen«bkommru. die mit seinen frühered Verbündete» abgeschlossr« werden» zu- zustimmen. 2. Dir Klausel, dir Deutschland nicht direkt be- trifft und für deren Unterzeichnung später die österreichischen, ungarischen, bulgarischen nnd türkischen Delegierte« herbeigerusea werden. Bezüglich der Besetz«« g de» linken Rhein nfer». die früher allein duech die Franzosen vorgesehen war. scheint die Meinung ,« bestehen, daß die« e r e i n, g t e» S t» a t e n und England die Mitwirkung für ein bis zwei Jahre nicht ver- weigern werde». Der Mgeckrieg in Machen. Die Hoffnuna. daß die Lösung in der bayerischen Krise oljne Blutveraießen erfolgen würde, ist vergeblich gewesen. Nack den gestrigen Kämpfen scheint München zunächst im unbestrittenen Besitz der Kommunisten zu sein. Der Gene- ralstreik ist verkündet. Die Arbeiter sind bewaffnet und die Miinchencr Garnison hat sick zum größten Teil der Be- megunc. angesclilossen. Der(rubere Zcntralrat ist ausgelost und die Gewalt auf einen neucnAktionsaus> ch u ß übergegangen, an dessen Spitze der Kommnnlstenfubrer Dc Lcwicn steht und dem auch die Russen Lev,n6 und Arclrob sein Nesse des bekannten Führers der Mensckicwik,) nnaebörcn. Auch zwei Mitglieder der Reckitssozialisten und der Unabhängigen sollen in den Ausschuß eingetreten sein. Untcrodessen trifft die Regienina Soffmann die mili- tSrüchcn Vorbereitungen für die Einnahme Münchens. Das rtroikorvs Evv und andere reaierunastreue bayernche Truppen sind im Anmarsch aus München. Las AichsschatzaM. Von Pros. Dr. C. Ballod. Herr Schiffer geht. Endlich... Leider vM zu spät. als daß noch viel au den deiUichm Finanzen zu bessern wäre. Eine wirksame Besteuerung der Kriegspewinne ist verpa«. Nahezu um öl) Prozent ist unter seiner Serrschast die deutsch« Valuta gesunken, sie wertet haute nicht viel über 32—38 Prozent vom Pari... Durch die Schuld der deutschen Ar- bester natürlich— so hat Herr Schiffer noch dieser Tage durch seine Preßkulis verkünden lassen. Diese hätten durch ihre wilden Streiks die deutsche Valuta noch in den letzten Wochen um 16 Milliarden geschodigt. Eine Irreführung sondergleichen. Auszuführen hätte es dock) bei angreng bester Arbeit höchstens für ein paar hundert Millionen aeaebsg. An der ungeheuer wichtigen Tatsache dagegen, daß Sern Schisser durch die Verhinderung der Negistration der»st Deutschland befiiibliclien mobilen Werte einen Freibrief sfi» deren AuslandSflucht erwirkt hat. gebt man achtlos vorbei. Tatsächlich ist doch die Erklärung des ungeheuren Sturzes der deutschen ffltohitn außerordentlich einfach: es sind die gewaltigen, von Herrn Schiffer offiziell natürlich nicht erlaubten Ueberführungen deutscher Werte ins Ausland, di« jetzt auf den deutschen Kurs drücken und dadurch eine sed« Einfuhr von Lebensmitteln und RoHstosH« und damit astÄ eine jede Neubelebung der deutschen Industrie in der nahe» Zukunft geradezu unmöglich machen.... Deutschland ist mit durch Herrn Schiffer aus einem Gläubiger- cM® Schuldnerland geworden. Wer soll jetzt das Erbe Schiffers antreten? Wenn eS ijuicki den bisherigen Gepflogenheiten der Reichsregieruna geht, so werden natürlich auf einen Schelmen anderthalb« gesetzt, ein Stümper durch einen ärgeren oder, besser gesagt. durch einen noch ausgesprocheneren Interessenten der Pluto« kralie ersetzt. In der Tat werden wir auch bereits mit Herrn Dernburg bedroht. Hat doch die Reichsregierun-g es auch fertig gebracht, Deutschland auff der Friedens- kommifsion durch fast lauter Jadnstrio- und Bankinteressen- ten vertreten zu lassen, höchstens, daß ein paar Gelehrte liberaler Wirtschaftsauffassung als Dekoration figurieren — sozialistische Wissenschaftler schalt die Regierung mehr als der Teufel das Kreuz. i Wie ist die revolutionäre Neichstegiemng eigentlich dazu gekommen, diesem blutigen Dilettanten das Reichs- schatzomt, des wichtigite aller Fachressorts, anzuvertrauen? Die Lösung dieses Rätsels kann man nur in der völligen fachlichen Ignoranz der Protektoren Herrn Schiffers suchen. Daß aber Herr Schisser. der sich zwar mit der Rechtsanwalt- ichklsf-aber nie mit Finanzen besaßt Wie, nichtsdestoweniger den Mut besaß, das wichtige Fachressort für sich zu bean» wruchen. stempelt ihn zu der übelsten Sorte von Beute» volitlkern. Allerdings, er hat ja eine gewisse Entschnldiguna m den Vorgängern unter Wilhelm II., als die Minister- posten stets nur nach augenblicklicher Laune vergeben wurden. Einmal ist ja dabei Wilhelm II. sogar auf einen tüchtigen Mlniiter gelstoßen(Miguel), dessen Steuerreformen, die Ein- suyrung der Selbstdeklariening. von allen deutschen Bundes- staoten nachgemacht wurden. Das R e i Ä s s ch a tz a m t ist allerdings stets mit Stümpern oder Dilettanten besetzt worden. Hatte einmal das Militär oder die Marine beson- der? hohe Mehrsorderunnen. dann wurde, wie man sich er- zahlte, die Beratung über' die einzuführenden Steuern zwischen Wilhelm II. und seinem auserwählten Finanzchef gewöhnlich in einer Viertelstunde zwischen Sekt und Käse abgemacht. Die eigentliche Ausarbeitung der Vorlagen wurde dann den Gcheiimäten anvertraut. War wegen der Hohe der Fordmingen eine wisjemchaftlicki-volkswirtschaft- liche Darlegung über die Finanzen des Auslandes nötig, so reichte dazu die Sachkunde der Geheimräte des Reichsschatz- amtes nicht auS, man mußte von anderLwo das Gute nehmen, d. h. sich von anderen Aemtern die Sachkundigen ausborgen. Auf diese Art. als zur Mitanfertiaung des Denkschriftenbandes über die Finanzen'des Auslandes..Einberufener" hat auch Schreiber dieses seinerzeit. 1908/09. den Betrieb im Reichsschatzanit kennen gelernt. Auffallend war vor allem die Armseligkeit der Bibliothek. Alle wiebtiaeren --.lteraturbehÄfe mußten von anderen Bibliotheken ausge- borgt, zum Teil erst angekauft werden. Die Gebeimräte im «ichsickatzeunt datto» offenbar aar kein Interesse daran. .WssiaÄ! i::;ucn, �.studsen.%w desMen. k, ,o 17 öj5 HslfteMs zur � berufen ttiitihc, sich eitlen yDtiiiisit, den Prof. Alfred Weber,«zls fochlichen Pernier kommen las en, welcher letterer freiH* nlS aufrechter ToM- die tföffi flud re stitmperhafts Mnainvoliti! des KetWchoWnüe). he fiel) In der Porlnoe eines 93ünbc(3 in- inreffer steuern funbfloö, nicht mitaemacht Hot. sondern als. bald ausqeichiedeii ist. Bekannt ist, daß 101 T/18 mich ciniie andere Outsider, insbesondere Bankiers, ins. Reichsichatjat-'t ein&ennen imirben, erst vor Ansanä Märzi d. I. wurde soctSk em Mitglied des Preußischen StatistiKlen Ainte» cinbe- rufen. Bon einer sfcrtiastelluna timsaslenderer �inawt- vorlaaen lst aber fltchts bekannt aeworden. Nicht einmal »is Vermöaenssteuervsrlaae ist kertiz aeworden. obwohl doch da alle Vorarbeiten und wesentlichen Gcdankenaänae in der Llteratur Ä umfassender Äeis« behandelt si,ch: allein in den Ztvei vom„Verein für Sozialpolitik" herauSgeaebenen Banden, in Iastrows„Gut Und Blut dem Vaterlande" ist em»etoaltiaes gedankliches Materjol vorhanden. Sehr üu bedauern bleibt, daß der..Verein für Sozialpolitik" betr. »er Gelamtfinanzlage, insbesondere der??rage der Monopols und indirekten Steuern noch nichts herausgebracht hat. Ten oükgerlichcn Natlönlökonomen graut osfenbar vor ierner Bshandluug dieser fragen, denn dabei wiitde sich her. onZstelllsn, dah mit dem gelobten individualistischen Wirt- .zchaftsshstem ein Aufbringen des heutigen Mnanzbedarfes [picht zu vereinigen ist.. M, habe bereits für den Kerbst 1917, als die finanzielle ÄefaMtbslaituna einschließlich Demo- dillsierungsauZgabett auf Höchstens 120 Milliarden zu veran- Ichlagen war. darzutun gesucht, daß aus den direkten Steuern höchstens die Kälfte des Gesamkbedarses kommen könne, die ändere Hälfte ans Monovolen hereingebraäft werden müßte '(in meiner Broschüre„Die Finanzen nach dem Kriege"). 'Heute sind allein die alten KrieaSattsgabcn bis Ende 1918 vom Reichs schatzamt zu 146 Milliarden berechnet worden. dazu kommen aber noch etwa 18 Milliarden Auslagen der Gemeinden, außerdem sind im Lause von drei Monaten neue Kriegsansgaben in der Höhe von? Milliarden entstanden. Macht 146+ 18+ 8= 172 Milliarden. Dazu kommt noch bie Arbeitslosenunterstiihuna, die ebenfalls in die Milliarden «cht. Und wenn wir die KniWidtguiIg an dir Entente auch zmr gemäß der Wilfonschen 14 Punkte berechnen, so werden «s weitere 86 bis 60 Milliarden, Also unter 307 bis 222, vielleicht 260 Milliarden Gesamimehrbelastung kommen wir njcht herlun. Dazu kommt dis Uirtsrstühung an die Kriegs» tttvaliden, Wtuven und Waisen, die allerdings nM 4,1 Mil- «tardsn jährlich betragen kann, wie W Herr Schiffer in» iolge einer offenHaren Verwechslung oder eines �tiiammen- werssnS verschiedener Ausgaben, bekjauptet hat— ich schätze Pe auf höchstens 1'/« bis 2 Milliarden jährlich.... Herr iSchtsfer selbst hat sein Defizit fiir dieses%ahr zu 7 Milliar- t>en angegeben, ohne die noch fälligen EntschödigungsauS» Waben und die Milliarden für die Unterhaltung der Annes von Freiwilligen. Um sich bei bürgerlichen Politikern einen fcliten Abgang zu sichern, hat Herr Schisser erklart, er gebe wegen der Sozialtstermigsplänö der Regierungl Soziali» sterunaSplaue? Wir Wilsen bis heut« nur von Pieudo- �FszlaUstmingsplönsn. Aver die Jfinae der Monopole ist :"fß, der Herr Schisser aus dem Wege gehen will, denn diese find allerdings heute als kein fiskalische Monopole nicht denk» bar. Wer es heute ernst nimmt mit den deutschen Finanzen. der weiß, daß man mit'den alten Stümpermethoden, dem (kmporschraubsn von indirekten Stenern, nicht auskommt. j*r weiß, daß voll ständig Rene Wege einzuschlagen sind, daß man ohne sehr weitgekiende sozialistische Maß» nahmen einfach gar nicht durchkommt. Nicht wissen es bloß di-e Ignoranten und Ctmriatane. die noch heute in der Na» tionalversammlnng in Weimar den Ton angeben. Also wer ist der Tapfere, der die deutschen sfinanzen aus dein Sumpf bringen soll? Hätten die demokratischen Partei» bonzen, an die sich die liÜfloje Regierung Eberi-Sche idemann wenden wird, Einsicht und Verstand, io würden sie zur Nach- folge Schissers nicht Bankiers vorschsagen, Böcke zu Gärt» nern machen wollen, sondern ihren besten Fachmann, das ist zur Reit unstreitig Aisred Weder, heranholen.... Daran denk! man natürlich nicht. Den Agrariern isr der ärgste ftinanzschlamassel schon recht: ja, je mehr der Kurs stürzt, desto mehr steigt im Werte Grundbcsih, eine desto stärkere Sckwldenabschütteluna durch Enttvertuna der Hppo» theken tritt ein. DaS gilt natürlich auch für die Kau5« agrarier. die gerade unter der„repichlikanischen" Regierung das immer stärkere Emporschrauben der Mieten durchaeietzt haben. Tie Leidtragenden sind die Bescher von mobilen Werten, insbesondere das Volk, dessen Sparkasseneinlagen Makulatur werden, und die Arbeiterschaft im allgemeinen, der alle müHIam erkämpften Lohnausbesserungen durch den Hochgang der Lebensmittelpreise genommen werden, gar nicht zu reden von den Beamten und Angestellten, den„sfest- besoldeten", die schon heute trotz der Teuerungszulagen geradezu am Hungertuch« nagen. der Generalsirell der vergerbeiler. Vom Zentral, zechenrat(Neunerkommission) wird uns über die Ursachen des Generalstreiks der Bergarbeiter und die Verhaftung einiger Mitglieder der Nsunerkommisstsn aeschrieben' Die Vressttibttilung des Reichskommissars Severing teilt mit. daß die Meldung, wonach der Reichskommissar Mitglieder der Neunerkommisston zu Berhandlunaen ge» laden habe, unrichtig ist. Er hat die Neunerkommisston nicht zu Verhandlungen bestellt und kann auch mit ihr. die den Sturz mit allen Mitteln betreibt und Volk und Berg« ordeiterWtast durch das Ersauscnlasten der Vetviebe in namenloses Unglück stürzen will, niemals vcrhan- dein. Er ist gern bereit, jede Vertretung der Arbeiterschaft zu empfangen, die mit ihm über wirtschaftliche und soziale Wünsckte und Forderungen reden will, aber mit Leuten zu verhandeln, die in erster Linie phantaftisch-volitiscke Zwecke im Sinne der Spartakisten anstreben und die Arbeiterschaft dafür mißbrcilichen wollen, muß er als zwecklos ablehnen. Dies? Mitteilung ist von Ansana biß Ende eine dicke L ü a e. Die Neunerkommissiön hat den Streik nicht in- szeniert. Die Aufgabe der Neunerkommission war. und ist die V o r b e r e i t u n a f ll r d i e S o z i a l i s i e r u'n a des Bergbaues. Bei den Ianuerstreiks war sie der Rettunas» anker der Regierung und wurde ans Vorschlag der M e H r ff e i t s s o z i a l i st e n ins Leben gerufen, unter Mitarbeit sämtlicher gewerkschaftlicher Oraanisaiionen. und wurde ouS diesem Grunde auch aus Lsfentlichen Mit» t e l n f i n a n zi c r t. Erst als die Mehrheit der Kommis- ston sich nicht zu t>uda»dienstcn heraeben wollte, kam sie in Konslikt mit der Regierung und den alten Arbeiterorganisationen. Tie Mehrheitsiozialisten traten auS, die alten Per» bände führten einen verleumderischen Kampf gegen die Kommission, und schließlich wurden ihr die öfsentlichen Mit- tel entzogen. Der Gegensatz, der sich zwischen den Ver- bänden und den Bergarbeitern daraus entwickelte, weil letz- tere in der Sozialisterung des Bergbaues die einzige Ret- hing sahen, führt« dazu, daß sich die Beraarbeiterschast iifnner mehr um die Neunerkommission scharte und in ihr die einzige Interessenvertretung sah. Der offene und ver- steckte Kampf der Negierung gegen daS Rätcsystem machte die Neunerkommission immer populärer. Der jetzige Generalstreik ist nicht daS Werk der flleuner- kommission. sondern dasWerkderRegieruna. weich« Mit ihren Gewaltmaßnahmen im Ruhrgebiet die Berg- arbeiter in den Kampf hineintrieb. Das Blutbad in Witten gab den unmittelbaren Anstoß zu diesem Generalstreik, und mit ihm entlud sich wie Gewitter all der Groll» welcher sich bei den Bergarbeitern durch jahrelange Unterdrückung an- gesammelt hatte. Nachdem min auch noch die sichrer der alten Organisationen auf die Seite ihrer fternde traten und sich als Verräter zeigten, war die Einigkeit unter den Grubenjktaven mit einem Schlage da. ein« Einigkeit, wie sie noch nie in der Geschichte der Beraarbeiterb ewea una zu ver- zeichnen war. Der Gedchik? nach einer einzigenBerg» akbeiterorganlsation fand freudigen »W i d e r tza l l. Es kam deshalb der Beschluß zustande, auf Grund vts Rätesvstenis, nach Sckiachtorganisationen aealie- dert, die neue Organisation, d-i e„Allgemeine Berg» a r b e i t e r- U n i o n". inS Leben zu rufen. Wenn jetzt auch du . Allgemeinen rch die militärischen Geivaltmittel dal Or�k einen Veraarbeitcr-Uniontl unterdrückt und dinf ist. die Einheitsorganisation der Bergarbeiier ist aujzuhajten. Diese Räteorganiiation wird den niiren Kampf um die Sozialisterung der Bergwerke% und schließlich die Lerwaltnngsoraanisation bei der � nähme der Bergwerke in den Besitz der produzw'Z Klasse abgeben. Sie wird das S o z i a l i i i<' vj; werk finanzieren, nachdem die unsozialrn�. gierung es abgelehnt hat. Mit dieser OrganisatW» Herr Severing nicht verhandeln. Er glaubt schon. ger zu sein, die Verhaftung der Nennerkoinmissiow. von dem Freikorps Lichtschlag im Ausiraae der Reim-, rung vollzogen wurde, soll— nach der ersten Öffenja'-�. gründuna— erfolgt sein, nachdem die Neunerkomr zu Verhandlungen, wozu st« vom Minister Bauer � war, nickst erschienen war. Jetzt teilt Herr Seven � überhebendem Tone mit. daß er mit solchen Berief „phantastisch-politische Zwecke im Sinne der Sva"� anstreben, nicht verhandeln wolle und werde. Zur � der Wahrheit und um diesen Lügner und Betrüger � � lorven, müssen wir mitteilen, daß die Herren� � rungsvertreter zuerst dann mündlich durch d t e l e v h o n i 1*|| en Bei seotön. *»'! Rath an die Neunerkommifsionhero t e n. um noch dem„Kaiserhof" zu Verhondlun men. Der Beigeordnete Roth war ungefähr eW' Stunde vorher, als die RegierungStruppen kommifston verhaften wollten und bloß zwei Miüw-j,: wischten, ouf dem Bureau der Neunerkommisston» dieselbe eingeladen, zum„Kaiserbof" zu Verhandlun kommen. Entweder wollte man mit der Neunerkow berhandelv, oder aber es war eine stalle, wo � mübelos fangen wollte. Sei dem wie es sei, mit pC.,.iW »nrehrlichen, hinterlistigen Gesindel werden die A« der Neunerkommisston nicht verhandeln. Für o revolutionäre Bergarbeitrrschaft gilt heute die Durch Kampf zum Sieg! Glück auf! Massenverhaftungen. «gen, tö."« heute mittag bei Kettwig«u«>�,j screnz üb» den Streit zusammengetretene Ruhrber« � wurden von RegierungStruppen umstellt und f e st g e** Ji Ueber die Verhaftungen schreibt unS der Zentk« tat ferner-„ Bei dem Einbruch In die EefchäftJräume des S�jjl rate«(Reuntckommifston), wo man vor allen Dingen � Ädressenmaterial suchte, mußte man unw'j Sache wieder abziehen. Jetzt ist durch«inen S! e<* i Regle rungsmeut« da§ ganze Materia i». Sünde gefallen. Au» diesem Grunde ist ti" rung ein Leichte», überall die BcrtrauenSleute der nüren Dergarbeiterfchaft zu verhaften. Wenn auch � � die ganze Bewegung nicht getötet werden kann, tontc an ihre S.tell« treten werden, so ist doch der ganze i satlon«» und Nachrichtenapparat d od u J st Sri. Genaue Berichte können deshalb von dem 3«u J bureau nicht gegeben werden. ES find aber auch d> J zlöfcn Nachrichten der bürgerlichen Press» mit tooW®! nehmen. Der ganze Apparat wird aber wieder gesai-n p den. Die nächsten Tage werden Klarheit über die bringen. Immer noch Massenauoslanbl Die Verbuche, den Streik ohne die NeunerkM zu beenden, haben keinen Erfolg gehabt.»V; der Streikenden ist nur sehr wenig hurllckgegangen�h f die amtlichen Berichte Altgeben müssen. Noch»lwu. die Masse der Bergarbeiter im A u S st� «ff»«' 19 v: Die ElMikziffet geht immer welter zurück. Die AuZständigen emichis ihren Höhepunkt am 10. April m j, Seitdem hat hie Zahl täglich abgenommen und heutigen Frühschicht 127 028 gegen 138 266 gestern. Höchststand ist mithin allein in der Frühschicht ein«« rund 40 000 zu verzeichnen. In der gestrigen Früh'. v i« r h u« ms f kaut und ver Welsfrieden. ' Poe riiftS 120 Jahren hat Immanuel Kant, der berühmt« Äönlgeberger Philosoph, sein« Abhandlung»Zum ewigen Frie- ven' geschrieben und darin viele Fragen vorweggenommen, die hente die©cinlUet bewegen. Kant versteht unter dem ewigen Frieden den wirklichen Frieden, nicht denjenigen, der eigentlich nur einen Wnsfenstiüstond zwischen zwei Kriegen bedeutet. Sautet doch der Schlußsatz:»Wenn es Pflicht, wenn zuglelch begründete Hvfsn-una da«st. den Zustand eine» öffenckichen Rechts, obgleich «ur in einer in» Unendliche fortschreitenden Annäherung wirk- itch|« machen, so ist der ewige Friede, der auf die bisher fälsch- Nch so genannte« FriedenSschlüess(eigentlich Waffenstillstände) folgt, feine leere Idee, sondern eine Aufgabe, die nach und nach nufgeiösr, ihrem Ziele(weil die Zeiten, in denen gleiche Fort- schritte geschehen, hoffentlich immer kürzer werden) beständig näher kommt." Der erst« Abschnitt de» philosophischen Entwurfs zum ewigen Flieden, der dl« PPrüliminarariitel enthält, stellt folgend sechs yuntbe auf:»t. Es soll lein Friedensschluß für einen solchen gelten, der mit dem geheimen Vorbehalts de« EtoffS zu einem künftigen Kriege gemacht worden ist. 3. Es soll kein für sich b«- stehender Staat(ttettt oder groß, da» gilt hier gleich»iets von einem anderen Staate durch Crbung, Tausch, Kauf oder Scheu- kung erworben werden können, ö. Stehend« H««re(mit»« per netuu«) sollen mit der Zeit ganz aushorem 4. ES sollen leine Stanisschule» in Beziehung auf äußere EtnaiShandel gemach! werden, b. Kein Staat soll siw in die Verfassung und Negierung «inet anderen Staates gewalttätig einMaschen. 6. Es soll sich lein lAtavt im Kriege mit einem andern solche Neiicdieligieiten er» krähen, welche dai wechselseitige Zutrauen im künftigen Frieden unmögllch machen müssen, als da sind: Anstellung der Meuchel- mörder(pertu�oMe), Giftmischer(venefleli, Brechung der Kapitulation, Anstistung deS Vertu tS(perä'iellis) in den bekriegten Ltanien.' tzm Verlauf feiner klassischen Avhandlung brandmarkte «fortj auch di« die aus den häutige» Tag üblichen sophistisch«, Grundsätze de«.Staatsmänner", die sich ungefähr so zusammen- kassea wssen:«rsten«: Fae st«xcusa, Ergreise die günstig««e» leoertbei»»ur vigenmächtigeu Besitznehmung(entweder eine» «Lu de» Staate« ätze« sein Voll«der wer ein benachbarte»), jjjJUAtseetwtf»«trv tzch weit igichwr«ad«tevitchet nach der Tat vortrage» und dis Gewalt beschönigen lasse«, denn der Erfolg gilt als der beste Rechtsvertreter(so auch NoSkeS Rechtfertigung in der.Nationalvevsammlungl) Zweitens: Li kecistl negar. Was du selbst verbrochen hast» z. B. um dein Volk zur Verzweiflung und so zum Aufruhr zu dringen, das leugne ab, daß e» deine Schuld sei; sondern behaupte, daß eS die der Widerspenstigkeit der Untertanen sei. oder auch bei Bemächttgung eine» benachbarten Volke», die Schuld der Natur hes Menschen sei, der, wenn er dem" andern nicht mit Gewakt zuvorkommt, sicher darauf rechnen kann, daß dieser ihm zuvor- kommen und sich seiner bemächtigen werde. Dritten»: Dlvicke et im per». Da» ist: sind gewisse privilegierte Häupter Im deinem Volt, welche dich bloß zu ihrem Oberhaupt lprimu, tnter per«,) gewählt haben, so veruneinige jene untereinander, und entzweie sie mit dem Volk, stehe nun dem letzteren, unter Vorspiegelung größerer Freiheit, bei, so wird alle» von deinem unbedingten Willen abhängen. Oder sind e» äußere Staaten, so ist Erregung der Mißhelligkeit unter ihnen ein ziemlich sichere» Mittel, unter dem Schein des Beistandes des Schwächeren, einem nach dem anderen dir zu unterwerfen. Mit dieser Kennzeichnung der Machtpolltiter und Gewalt» Herrscher tröfft Kant auch noch dem heutigen System in» Schwarze. Seinen Anhang über die Mißhellgkeit zwischen der Moral und der Politik in Absicht auf den ewige n Frieden schließt er mit folgendem Satze: Wenn eS Pflicht, wenn zugleich begründete Hoffnung da ist, den Zustand eine» öffentlichen Recht», obgleich nur in einer ins Unendliche fortschreitenden Annäherung wirklich zu machen, so ist der ewige Friede, der auf die bllher fälschlich sogenannten Friedensschlüsse(eigentlich Waffenstillstände) folgt, keine leere Idee,»sonkcrn«ine Aufgabe, die nach und nach aufgelöst, ihrem Ziel«(weit die Zeiten, in denen gleiche Forrschritte geschehen, hofftnAich immer kürzer werden) beständig näherkommt � ,-f* « Ein neu et llttketschled zwischen Manu und Delb ist nach einer Mitteilung von Professor Kakharlno in der.Um» schau' van dem bekannten Pariser Antbvopologen M-arcell Vwudouin nachgewiesen worden. E» bandeil sich um«In» Eigenschaft de# Knochen gerüs». an der sich da»««schlecht mit hin- utchenUr Setze«Witt«rluurai lStztz Wort»«rnch tau«in«OvM ____ ckW ieil, nämlich einRückenwirbck, erhalten ist. Wissenschaft der menschlichen Urzeit wie für Knochengerüst weniger als vier Gramm, und auch der v eines weiblichen Wirbels Ist stet« kleiner. Dazu komsw- � dtv Form des Wirbel« bei beiden Geschlechtern vcrsch'-�.M ist beim Mann mehr länglich, indem der Unterschied beiden Durchmessern vier MS sieben Msimeter!<�ägt,* dagegen nur ein bis drei Millimeter. Der Fachmann'!>! daß dieser an sich gering erscheinend« Unterschied fQ* Geschl.chtßbestimmling vollkommen ausreichend ist. vesteneichische Sichlet<. senden un« folgenden Aufruf ihre» GenossenschaslSbir> y Noch ist der Dichter, der Denker in der Hand bek. s' Noch entscheidet über Druck und Verbreitung erft»��. persönliche Voreingenommenheit der Verleger, dt»/ j'/' befangüNer Herausgeber. Jung« Dichter fielen,«h« M t sahen, verhungerten, blind geopfert, ehe man sie ic%»! niemand gab ihnen da» Lebensmittel: Geld für ihre gu pf Vers« unh Prosa der starken Anfänger berkümmcrn woll der zarte Anfang oder der steile Wurf noch ke!>l IfV' So beschlossen wir, uns und den Proletariern, die»aal � men, zu helfen. Wir fordern euch auf,«in Gleiches zutun. Wir selbst wollen, was wir zu geben haben, i Wir wollen jede neue gut« Stimm«, soweit u»>. reichen, schallend machen... an Wir: Genossen, Kameraden, Brüder, wollen zu � m sogen, bekennen, was wir sind, was wir fühlst, und � j Mollen weder ausgebeutet werden, noch Ausbeuter sijükck j Der Ertrag aus den Büchern der Klassiker, de« 0'%� aller Zeiten, darf nicht G-schäfttl-uten, Büchernw«'� allem Neuen auf» Neue verlegenen Verlegern z-si� H der» den Erben der vergangenen Dichter, den lebend a den Dichtern: uns und unsenSgletchen. Da» Wort muß frei werden, Gemeinbesitz aller, lliw gthört der Menschheit. ltd\ Der von uns Gefährte« verwirklicht, Genossen!� stellt dt. Dichte« endlich* die Reibe de« Arb-iie«-* '■* f/«l sich die Zahl der Dtr-i?rnve» aus .�1�1 i tiaufen gegen 300 IM in den drei Schicht«» am ««mwagi . Cfftn, 1v. Nvrtl. .,»>>ispr«ch-,ij> der 3uniiT;we de« Streife ist in der Derwoche vi! Förderung der suchen im Muhrrevier weiter S u r u." o cga tzg« r, Tie FSrd cuna, die bis zu» Schluß der i'or. ergeh �«sci» Dache uf laglich SSÖOO Tonnen gesunken war, betrug am 10. Hpril nur nach 13 OOO Tonnen, In normalen Krtegemonatcn bezislerre s'e stch auf rund 380 OW Tonnen tSglich. Avgeseheu von den privaten und kommunal«» Betrieben steht ltUnmehr auch die Eisenbahn unmittelbar bor der B« I r i c b« e i n it e l l u g, denn ihr« Brennstoifvvrräts reichen 'N den meisten Bezirken nur iwch für ein bis zwei Tage au». Die befielllen tSgeu des„vorwSrlb". Der.Vorwärts" hat in seiner FreitqgabendauSgaie den Be- s>chi angezweifelt, der uns über eine Reds des Kapitäns Türk m der Berliner UniversttÄi zugegangen war. Di« in dem Bericht ••nthaltenen Angaben waren an» durch s ü n f Heu g«n, di« dem «ortrag persönlich beigewohnt hatten, bestätigt worden. Von «tsen Kreisen wird un» nun geschrieben: In welcher dMwllligen und««vorsichtigen Seife sich der »«»rwSris" zum Verteidiger eine» reaktionären Cffigier» macht, aus feiner„Berichtigung" hervor, die er über den Kalt Türk '» Vr. IS? loSläßt. Geradezu erstaunlich ist daß Thstem d«S- MehrheitSblatie» im, was ih« nicht in den Kram paßt, einfach als Lüge gu be- Zeichnen. Daß dazu ein Bctvcit nötig ist, fällt ihm nicht«in;«r streitet Wr ab. muß abstreiten, denn da» Sdenhotel verlangt«# A t r halten unsere Behauptungen in vollem �mfangeaufrecht. Kapitän Türk hat gesagt, die Deutsche Revolution fe» von«in •paar Strolchen in Kiel" gemacht worden. _ Cr hat die Gegner der Freikorps als.internationale» �erbrecherpaä" bezeichnet. ®r hat der Regierung in beireff der Waffenstillstand». Zunahme Dämlichkeit vorgeworfen. Er hat an die deutsch-natianal« Sefinnung b«, Studenten- ichafl appelliert. Er hat von den 90 Prozent Arbeitern im Freikorps Hülfen Asprochen und dabei ausdrücklich erwähnt, stärkere Beteiligung °er Studentenschaft fei erwünscht, weil man sich.auf die andern ganz fest verlassen könne". SSii» fragen: Woher nimmt der„Vorwärts" die Kühnheit, «n» absichtliche Entstellung und Verdrehung der Tatsachen vorzu- werfen? . Hat er auch nur die Spur eine» Beweise» für feine vor- Wir bezweifeln, daß er einen Berichtcrstalter auf dem Durl-Borirag gehabt hat. Hat ihm das Manuskript de, Türk- Ertrages etwa vorgelegen, so behaupten wir: Türk hat frei «-sprachen und flch so gut. wie gar nicht an feine Schriftstücke Ahalten. „ Der„Vorwärt," scheint wirklich süß in den Armen der �'ster zu träumen, die«r rief und nun nicht mehr tos Die �Stimmung in der Studentenschaft ist'hm wohl plannt?. � P„. .,®ir könnten ihm Proben davon geben, die ihn aufrütteln wurden. Einstweilen hetzt er aber gegen tne wenigen, ftecheltllch Ctnmiten Studenten im Auftrage des Edenhotels. Diesmal ist �ln danebengelungen. Eine plumpe Fälschung. Eigener Drahtdgricht der.Freiheit". Budapest, 10. April. .. Di« Moskauer russische Sowjeiregierung hat«enntnis er- �lten. daß in mehreren deutschen Zeitungen-w angeblich von 3"ffe, dem früheren russischen Botschafter ,n Mrlin. g-schr.e- ZWMWM Eroberungßgelüste unterzuschieben. Joffe Hai n i e e i n e n d e r. artigen Artikel geschrieben. Der darin ausgedrückte Gedanke steht in krassestem Widerspruch zur ganzen Politik der Sowjetregierung und de» Kommunismus. Lenins Annäherung an Amerika. T. tJ. Amsterdam, 18. April. Räch der Skew JJorke«„Tridnne" hat der Senator Johnson vier wertvolle Konzessionen von Lcnin erworben. Er arbeitet eifrigst an der Aussöhnung zwischen Amerika und Lettin. Die MW er in L esterreich. Wien, 10. April. Der Kabinetitrai Hai den 1. Mai al» allgemeinen Amt»« und Schulfelertag erklärt. Der Mailänder proleMrelk. T. U. Lugano, 16. April. Der gestrige Mailänder Proteststreik ist vollständig gelungen. 9t ist ruhig verlaufen. �--«wr* Die Soldalenräle des Gardekorps hfekien gestern im früheren Herrenhause«ine Vollversammlung ab. Stöcke! gab zunächst den Bericht des KorvssotdatenratS. Auf dl« Beschwerde gegen den kommandierenden General von Löck- mann und den Chcf de» Stabe», Major von Voß, sei endlich der Bescheid de» Kriegsministerium» eiugegangen. Die dem kommandierenden General in der Beschwerde zur Last gelegten Aeuße- rungen, die den KorvSsoldatenrat herabsetzten, werden in dem Antwortschreiben dcS Ministerium» abgestritten und anders ausgelegt. Lediglich In dem einen Punkte, daß der General den Soldatenrat nur anhören wolle, wenn«» ihm beliebe, wurde die Beschwerde als berechtigt anerkannt. Der Genera! habe aber, heißt«» tu dem Schreiben de» Kriegsministerium», nur zum ««»druck bringen wollen, daß er nicht direkt, sondern nur durch Vermittlung de» Chef» mit dem Soldatenrat in Verbindung treten wolle. Schließlich wird in dem Schreiben de» Kriegs. Ministeriums dem Korpssoldatenrat die Mißbilligung darüber ausgesprochen, daß er dfe Angelegenheit in der Vollversammlung zur Erörterung gevracht habe. Da» KriegSministerium hm fich also parteiisch«nf die Seite de» kommandierenden General? von Bäck mann gestellt und ihn gedeckt und geschtipt. wählend dem KorpSsoldatenrat für dfe Ausübung seiner Pflichten noch Bor- würfe gemacht weiden. Die Versammlung beschäftigte sich dann mit dem Reicks- knogreß. S ch m i e l e w s k i. der darüber berichtet«, hoch die Einmütigkeit der Soldaienfrotii.'n in allen Soldalenkorderungen hervor und bedauert«, daß die RechtSsozialisfen die berechtigten Anträge der Soldaten nur au» dem Grunde abgelehnt hätten, weil st« sich gegen NoSte richteten. In der D i S k u f f k i o n wurde die Bildung de» Reichs- soldatenrat» begrüßt. Dm ihm bewilligten ungenüaenden Rechte seien auf da» Schuldkonto der RechtSsozialisfen zu setzen. Lebhaft Klage geführt wurde über die Herabsetzung der Löhnung der Lazarett Mannschaften und schnellste Aufhebung der Verfügung gefordert. Mit Sfenugmung wurde die Mitteilung auf- genommen, daß die Soldatcnrätc in Württemberg nach den sieben Hamburger Punkten arbeiten. Der LandeSsoldatenrat habe in alle« soldatischen Angelegenheiten da» Mitbestimmungsrecht. Jede Eimnifchung Noskes habe der Landessoldatenrat sich energisch verbeten, und zwar mit Erfolg. Auch die Bildung von FreiwilligenkorpS ist verhindert worden. Zum Schluß der Ver- sammluna gelangte ein Antrag einstimmig zur Annahme, der von der RegietlFng erwartet, daß sie entsprcchctid den Beschlüssen des Rätekongresses den Reichssoldatcnrat anerkennt. Soziales. Einstellung von Kriegsbeschädigten. Das R e i ch» P o st m i n i st e r i u m hat den Ober-Postdirek- Dabei sind in erster Linie Schwerbeschädigte zu berücksichtigen. deren Erwerbslosigkeit um 50 v. tz. und mehr vermindert lst, fe- wie leichte Kriegsbeschädigte, die infolge der Kriea»bc,chädigung thren früheren Beruf nicht mehr aueüben können oder in der lM n Werken dient nicht mehr dem Wucher der Zwischen. ' sondern dem Lebensunterhalt der Mitschafsenden. or retn« Hände hat, stehe zu nnsl hot, w«., Sur den GenossenschafiSverlag Wien: tort,.5biec'«wert Ehrenstein. Fritz Lampl, Jakob ' 0 Seth, Hugo Sonnenschein, Franz Wersel. pi?»»ur Beförderung der Humanität übersendet un» tidet.S' ber Segen die noch immer fortgesetzte Hetze .. pl da»® lü t hnet-Orchester an einer Toten. tJu Liebknecht und Rosa Luxemburg mitgewirkt hat. 1:5,3" Eutzen, e» gelte für die Idee einzusteben— ein« rni,« die Menschheit gedacht hat. Unterzeichnet haben: -------"""• S"—._.7i—«Äfft» finB. Neue Bücher. ,„ Verlag von aul Cassirer(Berlin) erschien-Die#*' meine» Zeitgenossen" von Wladimir 5°r°lento. zwei Bände mit dem Bildnis de» Verfasser, und ei�r Einfettung von Rosa Luxemburg, die fi« im 1818 im Strafgefängnis Breslau schrieb. Zwischen den Rationalitäten— Korolento ist seiner Abstammung«ach Pole, u-rainer und Russe zugleich— fügt er au» feinen Srlebnlssen Buch vom Leben feiner Zeit, einen HhmnuS de» sozialen �itgefghiz. Rosa Luxemburg ist ihm darum so derwandt und "wr feine berufene Mittlerin in» Deutsche. In ihrer Einleiiung »wt sie Korolenko den Platz im Kreis der graß-n russischen Dich� und bringt dabei dem deutschen Leser eine unvergleichiich -lare, kurze Atcratur- und Geistesgeschichte des letzten zarischen -aahrhundcri» % Von Romain Rolland erscheint ein neuer historischer ■"oman heiter grotesken Charakters in der Art von Rabeiai» unter fc'fel„Co las Brcuznon". In der Einleitung schreibt t** ��fer. daß er nach der zwangvollcn zehnjährigen Arbeit an „Johann Christoph" ein unbesiegbares Bedürfnt» nach Misclwr Leitericit bi» zur Respektlosigkeit fühlt«.»Eine Rück- /shr zum heimatlichen Boden ließ mich den Boden ber Bourgogne TD% P o K v£«« C% 1 � � v i je. p t.—- ,*— � r—--- �- «WKAW» ssga-sr«? sr»'ääm« Ju n ae Teutschland kann rnfolge des behördlichen Spiel- Mist Uhr im Deutschen Theater zur Äu?,ührung. Opernhaus. Wegen erneuter und mehrfacher Erkrankungen muß dfe Neueinstudierung des„Don Juan" bis nach dem Fest verschoben werden.- Da» V. Sinsonie-Konzert unter Leitung ?;ni.,E"c6Ä5% VtJSS- ä ourgische» Konzert von«ach und neunte Sinfonie mit Soli und Chor von Beethoven. Außerdem fmdet am 10., Sonnabend mitiao iL Uhr im Opernhaufe ein Sonderfinfonie.Beethoven- v a&s (Beethoven). Im Theater in der Frirdrlchstadt ist man nach dem miß. glückten Ausflug in»'Lltcrarifche schnell wieder zu feiner alten Liebe zurückgekehrt. Ein Einakierabend mii dem Deit auf der Mhne. Das Publikum zeigte sich bei den Einden.igk-it-n»ni- miert wie In einem zügellosen Nachtlokal, so daß Art und Name der Verfasser und Schauspieler, die wohl auch anders könnten, besser ungenannt bleiben. Ueber expressionistische Maleret spricht Herwarth Waiden am Mittwoch, den 16. April, abend» 7% Uhr. tn der Kunstau». stellung Der Sturm. Potsdamer Straße IlUa. Der Vortrag wird durch Originalgemälde der bedeutendsten Expressionisten erläutert. Ein Teztilinstitut soll in Berlin begründet werden, wie die Umschau" meldet. Eö sollen dfe b-ssere i.uSnutzung der Roh. itoste. die Verwendung von Ersatzstoffen und die Erzeugung in. läadi scher Rohstoffe studiert wenden. Di» chemüch-Iechnische Er- -orschung der Textilrohswsft soll dazu auf eine bre tere wissen- die verfem ebenen ForschungSstellen einzugliedern, wmihm au» zu ananzieren. Da» Roich soll jährlich b M llionen Mark bereit. Hellen. Professor Herzog au» Prag, eine anerkannte AutorliS, lckaftliche Goundlag« gz stell i werden. Einem Gcsamiinstitut find au? Seun Gebiete dar Dextilchemfe. soll die Leitung übernehmen. Als Sitz de» Textslinstitut» ijt da» Grundstück Kaiferhosstraße 1 Wähl ihres Berufe» beschränkt ssnss. Soweit KriegSbeschädigk? auch durch Inanspruchnahme der FLrsorgesteven nicht ermittelt werden können, find in die Stellen für HiisSkräfte Vertretung«» und Aushilfen mit Rücksicht auf die große Zahl der ErwerbZlofen auch andere männliche des Erwerbs bedürftige Pc.-cnen— i» erster Linie vom Militärdienst entlassene— einzustellen. Obleute ber Eeleklrizitälo-Versergungs-Gesellschastcn. Die Anträge der Kollegen au» den StromvcrsorgungSg: ell- schaffen auf Teilnahme am Streik find brShcr von der Zentral« streikleitung abgelehnt worden. Da aber dfe wechselnde Lag« neue Beschküff« möglich machen kann, werden die Obleute der ElektrizitätS- Versorgung»- Gefellschaffen sowie der Ga»- und Wasserversorgnngtanstalfen— gleichgültig, ob im städtischen öden Privatbefitz— hiermit aufgefordert, fich Donneritag, de« 17. d. M.. vormittag» 1 0 U h r bei der Zentral-Streckieitun� Reu« giriedrichstr. 35, Haverlarid» Aestsäle, einzufinden. Zentral-Sireiklertung der Vereinigten Angestellfenverbände. StreiNeitimg ber Waren-«nd Kaufhäuser. Angestellte der Waren- und Kaufhäuser und der Spezick. geschäste Grckß-Berlin»(Gruppe VIl) Hauptstreilbureau Haber» land» Festsäfe. Neue griedrichstr, Zimckör 2.. DezirkS-streikbuneau für Chart ottenburg, Gerde», Passaue« Straße 3. Sämtliche«deren Be»!rk»bureau find dort zu erfahren� Di« Streikleitung. i BetriebSderfammlvng für K. d. W.«chend»» Uhr, Haberland� Festfälc, Neue Friedrichstraße, Roter Saal. An dke ArbeiterrSte der Arbettslofen! Zur Vorbereitung der Bildung de» Preußischen Sandes � werbslosen-Ausschusse» ist e» dringend erferderlich, daß sofort dick S nauen Adressen s-unNicher Arbe>I»losenräte l»»werbSlosen-Au»-i lüsse) dem ReichS-ErwerbSloseu.AuSschuß zu Händen de»li Schriftführer« Friedrich Wendel, Bcrlin-Friedenau, Menzefe ftraß« 10, mitgeteilt werden., �' Der Reichs- ErwcrbKlofen-Ausschuß. Zum Strekl der Rohrleger und Helfer. In einer vo« über 2000 Streikenden bekochien Verfem«iltNiA im GewerkschaftshauZ wurde gestern von de». Streikleitung durch Kollegen Z i e s e ein Situationsbericht gegeben. Die Streillage ist äußerst gunstig. Dfe Zahl der Streikenden ist von 1465 am 7. April auf 2151 am 15. A p r l k gestiegen. Der Verband der Kupferschmiede und dfe Bpncha der Klempner haben durch Aufrufe an ihre Mitglieder vor c-Ireil- arbeit gewarnt. Vom Bund der technisch. indnjiriellen Beamten! Ist«ine in einer Versammlung der Angestellten der Ge- sundheilginduftrie angenommene Resolut. on cin» gegangen, in der allen Angestellten, die e» jemal» fertig brinaei« sollten, kämpfenden Rohrlegern in den Rücken zu fallen, die tieiste Verachiung aller Kollegen ausgesprochen wird. Auch gn die H o ch- d r u a m o n t e u r e ist die Ausforderung ergangen, sich dem Streik anzuschließen.) Die sozialdemokratischen Siadtverordneien und Gemeinde» Vertreter beider Richtungen sind von der Streikleitung aufge» fordert worden, darauf zu dringen, daß die von der Stadt«xsp. von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Arbeiten in Angniwfe" nonrmen und bereits angefangene Arbeiten fortegesctzt werden. Zies« schloß seinen Bericht mit der Versicherung, daß keine Ver« anlassiing vorliege, schwarz in die Zukunft zu sehen.> Am Donnerstag, vormi tags 11 llhr. siiwst im Gewerkschaf. 5- hom»«ine Vollversammlung der Streikenden statt, in der eüf Vortrag über ba» Rätesystem gehakte« werden soll....../ Der Streck der Handiverker bei ber Firma Aschinger ist durch das unsoziale Verhalten der Direktion immer noch nicht beigelegt. Trotzdem seitens der Streilleitung weitgehendste», Enfeegenkommen gezeigt wird, bie.'ei die Firma den Hand» werlern Wochenlöbne von 70 M., d. h. Stundenlöhne von 1,48 M. Dfe Arbeiterschaft beschloß in einer Versammlung des Streikenden, so lange im Kampf zu verharren, bis die Direfe tion fich dazu versteht, Zugeständnisse zu machen, welche den LobsnSbedüofnissen der Arbeiter enftpreche-n. A n a l le A rbe i» ter und Angestellten richten die Ausständigen daher die dringende Bitte, die Geschäfte der Firma Aschinger so lange zu meiden, bis die äußerst bescheidenen Forderungen der Ar bei« terbewilligtsind.; Die Delegierteukonferenz der Zivilangestellten bei den milt» »Srischen Behö.ern und Beirieben am 11. April hat in Ergänzung des bereits abgeschlossenen Tarifabkommens einen Kollektivver.rag votiert. Vertreten waren etwa 160 Betriebe In Groß- Berlin und Spandau mit etwa 15 000 Zivilangestellten. Al» ständiges Ver- tretungsorgan lvurtzc ein 14er-AuSsck.uß gewählt, welcher unter Vorsitz von RecktSanioalt Blumberg sofort zu'ammenge irrten ist und wegen� de* Kollektivverträge» dfe Verhandlungen mit de« Zentralbehörden aufgenommen hat. Gewerkschaften gegen den Belagerungszustand. Die Orts- Verwaltung de» Verbandes der Fabrikarbeiter, Zahlstelle Groß- «emn, ersucht un» mitzuteilen, daß sie sich dem Profest der Gewerkschaften gegen den BellagerungSzusland anschließt. Arbeiter, Arbrltrrinnen und Angestellte der Firmen C. Beer« mann, Hirschhorn, M»i»d»rs n. Hochhünsler, Holoch». Ihm, im n", ��Öne. Donnerstag, nachmittags 4 llhr, in der Urania, Wrangelstr. g/iO, Betriebsversammlung. Der wichtigen Tages» ordnung halber ist da« Erscheinen aller dringend notwendig. Bei der Wahl der Crsatzlcufe in der Artillericwertstatt Nord/ Spandau, wurden gewählt: Unabhängige 2 302, Kommunisten 2803, Recht, fojialifien 1842. versammlonaen. Die Gemelndrvrrtrrter der U. S. P. D. fllr die Kreise Pots. dam.«panvau, Osthavclland waren am Sonntag, den 13. April, im Spai dauer Stadtverordneien-SitzungSsaal zu einer Konferenz zusammengekommen. Genosse Vogtherr legte in einem Referat über„Unfere Aufgaben in der Gemeinde" Im einzelnen dar, nach welcher Richtung hin die Tätigkeit unserer Gemeindeverirefev orientiert kein müsse. Er verbreitete sich über die einzelnen Ge- biet« des Gemeindelebeus und gab verschiedeniliche Anregungen. In der Diskussion wurden eine Anzahl Fragen der Gemeinde- Politik bebandelt. Einen breiten Raum nahm die AuSsrrache über die Kommunallss«ruiig der Betrieb? ein. Stark kritisiert wurde vor allem die Versch.feppunpsialtik der mehr- heiissoziolistischen Arbeite träte beim LandratSamt in bczug auf di« KreiStagSwahlen. Für Hebung der Voltsbildung müsse, in den Gemeinden Sorge gei ragen werden, um die Masse ftfe der» pratiisch«« Sozialismus reif zu machen. E« wurde die Grun» dung einer ArbeitSgemeinfetmft der U. S, P. im Kren« beschlossen und Spandau als Vororl gewählt. Außerdem wurde eine Kommission eingesetzt mit der Ausgabe, die Vorarbeiten fiic die KreiStagSwahlen in die Hand z>> nehmen. Die Konferenz war mit 60 Vertretern aus 14 Orten beschickt (STjacTDflcnBiirg. QWf besuchte Mtgliederversaiumtimg des Wah!dcr rechts unbequem" sei, so wundert es uns nur, daß er mit„Rechts" zusammen immer noch in der Bürgcrwehr sich befindet. HMMtetf. 5« der«emeind««In«rsherer Vossen ftiiie zun verkauf, von Rillmoch ab werden bei«aufmon» Ktrchstr� neu- Tuchlitewken und Hose« verkaust. D-sgl->»< � Posten neuer Mäntel sowie ei» Posten DirNighose« und Ziöa>« Bezugscheine für DriNigdosen und-Röcke werde« In d«£!.. scheinkartenausgab» verabsolgt und im Zimmer 23 bestätigt., fchcine sür die anderen Sachen sind erhältlich im Zimmer* j Zahlung erfolgt sofort unter Vorlegung der Bezugsschein- tn- g memdehauptkasse. Zimmer 14, in der Zeit van �-. Ab Mittwoch findet bei«aufmann Delock. Friedruch-«ic6-? Berbauf von gebrauchten gute»»uckläcke« statt. ir Im Zimmer 23 erhältlich. Dt« Bezahlung erfolgt gleichzetlig" Demeindehouptkosse, Zimmer 14. >»beiter.Sa««riter-Bond, Kolonne Donnerstag, den 17. April, abend« 7% Charlotteniburg. Kaiser-Friedrich- Str. 1 stunde. Gäste haben einmaligen freien Zutritt. 2. Feiertag, Familienautflug zum Alten Freund(PichelSwk� Treffpunkt nachmittags 2 Uhr am Rcichskanzlerplatz. Samariter und Kursusteilnehmer werden ersucht,! Familien zu erscheinen. _______ Groß-Berlin. L*. TA Uhr im Restaurant r. 45 b: Vortrag und 1«-, eien Zutritt. Am Mont>�,, tebeismMelkalevder. Stralau. Am Donnerstag, den 17. d. M., gelae.� hiesigen Geschäften zum Verkauf: a) auf Abschnitt 16 der k' ß mittelkarte 250 Gramm ausländische» Weizenmehl, b)... schnitt 107 der Lebensmittelkarte 250 Gramm Kunsthani« � Marmelode. Die Ausgabe der Waren erfolgt bei detflk,, Händler, von dem die Abtrennung de» Abschnitte» 14 der% � mittekkarte stattgefunden hat.— Ferner gelangen Don»„.. zur Ausgab« auf die Abschmtte 2 und 3 der Lebcnlv"'- zusammen 250 Gramm Graupen und aus Abschnitt 14 � ausländisches Weizenmehl zum Preise von 1,09 M. schnitt 8 der Zuckerkartc gelangen 376 Gramm-- Kartenabschnitte sind bis Mittwoch, den Iß. d. M., wcnst �! üblichen GejchastSstunden in denjenigen Geschäften abz-. ,, denen die Empfangsberechtigten zum Bezüge obiger die Kuudenlifte eingetragen sind. Steglitz. Aus den Ocganifadonen. Am Donnerstag, den 17. April findet f.. •«0 55 Ober-Real-Schule, Elisenstr..«ine Mitgliedcr-Versamm% abends% 8 Uhr. Tagesordnung: 1. Bericht a. d. Berb.-M � Vers. 2. Reorganisaiionsöeratung. Kreis-Gencralvers. 4. Maifeier. nähme neuer Mitglieder. 's Wahl der Delegiert'",. 6. Verschiedene? ll!'1 Vriefiastev. St, W. S8i« aus allen Gebiet*», so ist d'e Regierung. Hlnterbliebenensürsovge untätig. Dos PcuMwgsprototuni V'1 demnach�. Llndendruckeret und Berlagsgeselllcholt m. b. Hi. Echisfdaue.da� verantwortlich für die Redokiion Alfred Wlelepp, F Verlogsgenossenschoft„Freiheit", ,. S. m. b H.. Berlin.— ♦♦«♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦< % Arn Donnerstag, den I.Mai 1919 erscheint erstmalig in unserem Verlage1 Die freie Melt| BeutseharMetaliarbeiter-Terband| Vcr»aUunc«iit»Ua Barlin. ToduuaitreSo«. Den KoTIezen rnr Nachricht, daß nnser Kollege.| der Schleifer Max Klemau, Maoteuffelstraße 33. am 13. d. Mts. gestorben ist Die Drerdigung findet an Donnerstag, den 17. d. M„ nachm. Uhr. von der Leichenhalle des Emraaus-| kirchholcs. Hermanaslralle, statt Den Kollegen zur Nachricht daß unzer Kollege,| der l Hermann Allensiein, Charlottenburg, Wilmersdorler Straße 149. am 13. d. M. j gestorben ist Die Bei rdlgnng findet am Donnerstag, den 17. d. M., nachm. 3 Uhr. von der Leichenhalle des Charlottenburger Nene» Loisenkirchhofes, Fürstenbrnnner Weg.| statt._ Hachpufl Den Kollegen znr Nachricht daß unsere Kollegen- der Werkzeugdreher Hans Freicslebeiif Nannynstiaße 85, am 8. d. M., der Kernmacher Robert Mörtel, Ocntcr Straüe 6, am 13 d. M., und der Werkzeugdreher Alfred Tiedt, Neukölln. Warthestraße 59. am 12. d.M. gestorben sind Ehre ihrem Andetihenl Die Ortewerwaltung, Olluftcferte Wochenschrift der Anabhöngigesi Sozialdemokratie Deutschlands Preis der Einzel- no Abonnement nummer 20 Pfg.— viertel]. 2,50 M- Das erste Heft erscheint als aifest-Nummer j Bestellungen durch den Buchhandel, dl» Organisationen oder direkt durch uns Verlagsgenossenschaft„Freiheit" i e. G. m. b. H., Berlin, Zchiffbauerdamm M| Die Wahrheit über Sie Heriiner Straßenkämpfe 48 Seiten. Preis 35 Pf. Aufl. 100 000 Exempl. Eine misfOtirliclie Schilderung der letzten Berliner Ereignisse Soeben erschienen. Zu beziehen durch unsern Verlag und Speditionen, Buchhandlungen, Zeitungshändler veriWMWlMüll»„FREIHEIT" e. G.m.b.H., Die Stelle des Etatao BHrgecmefaiere vom KSssLra- »•«■ff Fr. soll sofort besetzt werde«. Die Wahl erfolgt auf zwSK Jahre unter den I» der SUd'cordnung vorgesehenen Ucsfimmungen, Das pensionslJhlge Dlnnsteinkommen der Stelle betrßgt vorbehaltlich der Qenchtnlgung des Besirksausschnases dreißictausend Mark. I Laut Ortsstatut wird bei DleestneUhigkelt als Pension gewahrt nach kürzerer als dlährigcr Dienstzeit atn. nach fijährjger Dienstzeit"/*, vom vollendeten 12. Dienstlaltre ab bis zum 24. Dienstlahre für lede's Jahr'/«o des zur Zelt der Pensionierung bezogenen Qehalts. Die Uebernahme besoldeter Nebenämter ist nicht gestattet Bewerbungen Sind bl« zum ia Mal 1919 an den unterzeichneten S adtverordncten- Vorsteher, Königsberg Pr, Kneinhufischer. Rathaus, zu senden. Königsberg Pr- den 12. April 19191 Der StedtTazordmelem-Voratehmr. Cofca. Berlin. Sthlffbauerdomni 19 Sieglitz. SÄL für Vereine, OeselUchmften. Tmmz- « lehrer. versamm lungern zn veruiicten. Anch Sonnabends nnd Sonntags noch frei. Keilers Konzert- und Festsäle, Berlin 0 KOPOenstf. 29.— Norden 9292 n. 9293. Vom L Mai b. A. wird unsere Spedition von iNautfc zu Hermann Lecnsee. Mommsenftr. SS , verlegt. Wir bitten alle unsere Abonnenten In Steglitz. ihre Abresie sofort dem neuen Spediteur Herinnnn »ernsee, Mommsenstrotze 59, der Konsumverhaussstelle. Aldrechtstr. 115 oder den.tunhlionären der U. S. P. D. i in Steglitz bekanntzugeben, um«ine Stockung, die durch einen Spedtlionswcchsel möglich ist, zu ver- meiden. Wir machen unsere Abonnenten darauf auf merksam, daß vom 1. Mni-an die Zeitung 2 mal lüg- lich ins Haus pünktlich gebracht werden wird. verl«g„Freiheit-, e. v. m. H. Achtung! BrWßM itt ÜHlirkü-ffitrft Silltiii I(früher cmnop). Hm aonnecstttd, b. 17.4. 10, oawmtrrng« S4 Uhr, Verfem«!, inq im Lokal Boa ei'erftnrbt. XflOtSocbnttüe: 1. Aetlcht Bei« Schfichtun-z- «iiStdfnS. 2. Berfdiicdene». »er«rbetterrat. »D» Spezial- Behandlung»D» von aesch.'echtslelden bei Mannern und Frauen grüniUch und mogllditt ofint OimtsslCrung ü. Wßissirl Berlin. Invalldcnstr. 147. I. Ctg.. Ecke Bergstraße. U, HOIUWI, Spr.10.l2n.4-7. Sonnt. 10- 12. Mittwochs geschlossen Viale Jabre in Krankenliäusern und Kliniken tätig gewesen. UnUrtuduuig ktsurUäi. Eheacbaidmcca(auch Im Armenrechte), Strafsachen. Allmentensacben.Prozeßliilirg. Uberall. Cieauche! Hervorragende Erfolge! Beobachtungen. Crmittlgn., Detektiv- tretferl Rechlarchutz„WaUr- heit", Direktor Wandos. Kott- buser Damm 65(an der U, ban-, Weser-.Kaiser-Fnedrich-Str). Neander Strasse 7, Adalbert- bertstr* 3. Neukölln, Emser itrass« fiy.(Anch Sonntags!) Botenfrauen werden noch in nachstehenden Speditionen eingestellt: s» r l I n: E acher.«!n der SifiSerbrüda 2. entfcl, lliebomlir. 18. «tntrbartli. SRnfiaelttidi»!»» 2. chenal». sjoitnniHrake U. t»t»rf ch«er.«!l,d«uer Sita», M. I Döring. 6trimn«sjltak« 23. 5lni»6ur(ttt etrok 7L IH I en kfe. SJopeftioke L »chlffbanerdamm 19. Charlottenburg: «orenj. tßeuflc. 68. NieberfchouewekKe: «chatfranttz, Stdcnsttahc S?. Steglitz: «»««.«wrechtstr. r. wilmersSorf: che nette. Gleleterflmke». Schoneberg: ? n r I e r t.«ultaB-Käiler.gtraßt 4. Sc&reiiJinfl.-,, Zeniru«�/, M A�tTrZ�} + MOggelstr.ZSi.;;; Schlafzimmer is' mit RinJIedeisolk� kleideachrank. J-i.jl''* Umbausofa. Bettstelle, elchf�d'. Schreibtisch. Vc|iä!' Trumean. TechB(0 betten verkatt» g* ,i nicket Str. löt «n Privatleute nser? Htz den da" Ms. L-V-�