I klnzelprek« 10 pfg» Jahrgang 2 Jfc«scheint rrwrgtnj und na�mittag», an Sann# und Lesttagan nur eteffen» Be�ugsfrtU beträgt bei freier Anstellung in$ Kau» für �eoß#Vertm oder bei direktem Postbezug ohne Bestellgebühr mcnatl 2�0 HU bei Zustellung unter Streifband 4J0 M. J**«»Freiheit- ist in den ersten Nachtrag der Postzeitungsliste für 4W9 RrMiktt: Verlin RW. 6. Lchlsibancrdam« IHUI, «ernsprecher: U«u«Acden 2svS und Zrtitag, icn is. Bptil 1019 S £ i Nummer 1$7- Morgen-Nusgabe JwftMl« Whtt Mt a*«j»fpalt rt»npmtiBejelIf»»et beten Raum 80 Pf,.Kleine Rnjelae* »n» feilaebnufte»eil 40 pf, jebet irfiirr.»ort 20 pf. �euenin�ejufdjlag SO"v üei Familien» unb rerfammlunnsanjeigen fälll»er Zuschlag f»tf. Inserale sül»en barauf» talgenben 2a* müge» spinsten» bi» 8 Ul>t»achmittaz» bei»et Sxpeditian aufgegeben fein, ErprdiU»»: Verl!» RW. 6, Schiff iiimrrdnmn, 10. S«r»jpr»che»b nm» KsrXu M7G8. berliner-Organ bar Vmbbängißen Soriaibmofratie Oeutfcfytanbs ■'■>■*»■»**.'* yU. t* i-•*,«•■ e» z.... f'-y-TiVll�'-"TTN' ■f i i I I Ter GewMeich in Vraunschineii. Die Besetzung vrauuschwzig». Verhaftung Eichhorns. � April sind die Arbeiter Brounschweigs in den «u.a�streik getreten unter der Parole: Alle Macht den k;»., �Q(cn! Am Tage darauf antwortete das Burgertuin ,, �>ts mit dem allgemeinen Streik. Die Reichs- «..�./kung hat diesen Anlaß benutzt, um mit Waffen- «■nt. verhaßten radikal-sozialistischen braunschweigcr entgegenzutreten. Sie hat dieses Vorhaben auch �..nygefuhrt. obwohl zwischen den Vertretern des Bürger- tunis iuito��. enen der Arbeiter Mittwoch eine Vereinbarung tu nir nfom.men war, am Dienstag nach Ostern die Arbeit Iii ��lebtn wieder auszunehmen. die Besetzung Braunjchweigs liegt folgende halb- '""nve Meldung vor: Mittwoch Mitternacht sind die ersten Neglerung»- "Vven in die Stadt ringertickt; zusaiiimcn mit emaligrn aktiurn braunschwcigischcn M.litSrpcrsanc» belogen 8,1 snchreren Stellen Postcn. Sor dem Hailptpoftamt wurde schu, �"�iii(iigcRi(()t aufgestellt. Tie Volkewelir ist ver- teil.""H"'"'tc A»str» sind unbcsrtzt und ihre Kasernen sast .. Ben Widerstand ist nichts bekannt �"�d en. Im Laufe des Vormittag» und M Mag» si»d fB ere Truppen sowie General M a e r ck r r selbst«nge- dioii'*� Irupprn wurde» auf den Straheu von der(kin, scheni/��t freudig begrllht, mit Blunicn gcschmllckt und be» lsak," M nisterium wehen zwei schwarz-wcisi-rotr IruhÜV"»uch auf dem Schloff, das ebenfalls von RczierungS. * beseht ist, weht an Stelleder raten Fahne die dm»« bSr. Verschiedene Prwa.hllnser flaggen in den Neichj- » �""dezfarben. Braunschweig atmet auf. Tie HSuptrr der �""'ltischrn Bewegung, MergrS, Snelsel vsw., solle» im srin, Eichhorn soll Brauuschwe.g gestern abend " Slugzeug verlassen haben. h o»„«nS Braunschwcig melden, daß E i ch- >n»1 �fvunschweig in einem Flugzeug verlassen habe, das Nviiil. � von Holzmindcn zn einer Notlandung ge- dvn a)n.iD<*r. Eichhorn wurde bei dieser Gelegenheit �glerungstruppen festgenommen. M a e r k e r hat folgenden Befehl bekannt- B«,/,'. Einvernehmen mit der RcichSregierung wird dir ökk». entwaffnet nach Maßgabe meines noch zu der. '"'''tfienbcn Befehls. Wj-v' �'e bestehende VolsSmirincdivision und BolfSwehr die Die bisherigen Angehörigen dic'cr Verbände. joerti' b'e Braunschwcigische Staats., iigchcrigkcit besitzen. vcue�l �Teschoden. An Stelle der an'gelöilcn Verbände treten vo.mationcn nach meiner Anweisung. •enaw �'bherize Regirrung In Braunschwrig seht ich ab. Sine h,.. Vierung entsprechend der Zusammenschung der Lande»» "limmlung richte ich ein. ous e" braunschweigcr Arbeiterrat löse Ich Volk-, ExPräsident M e rge S und die kommunistischen s,h„».°�">'slare Ocrtcr. Eckhart und der frühere Vor» x n»* 08?f-""d S..N..-tcS Husar Schütz ans Berlin werden lleri�fr �l b Haft gcnrnimen, bis über die Einleitung eines BefcRra en �l?r ahrens und den Erlaß eine» gerichtlichen Haft» 'llchc» diese Pcr'oncn entschieden ist. Soweit die gcsetz» ��vS.etzungc» toriicgen u> d die Ilmstände c? erfordern. llegen andere Personen in gleicher Weise verfahren. wach» � 1Imfflno meiner militärischen Maßnahmen. %eWl, l'on'icin verhalten der bisherige» Negicrung und der gl e:"nfl des Freistaates Bymnschweig abhängig.' �iche».'�/'nersindlsch woher die Ncgicrung die gesttz- ®roiii,lrfÜi•"fl"' 8 dem Einschreiten ableitet, da die �echtSin-: rl" Regierung, die m;3 Unabhängigen und �fßchlich«.''L-" Zusammengesetzt ist. vom Landlage ans- lloasif!sl„.�uui>tlt wurde. Daß diese Niegierung der lend» e,»kl�>"iing Scheidemanns nicht paßt, kann die fch- dieser Unterlage wohl nicht ersetzen. Aber bei Ö'iiiwn sl• or,3cr 5» vcnvcilen. ist wohl ein müßiges Bc- - ÄeT--" W letzte« ffn„, e'terJ�0ft Brannichwcigs hat jedenfalls im 4lI«fichIgraI',CnL�)r vernünftig gehandelt, daß sie einen kann rrrifiA.�"derstand nicht eist versucht hat. Dabei %n n,ij.;„7"!"• i veisckw-i eg e n werden, daß sie von Ansaug Hülsen 1'.°W" Vorgehen der Regierung hätte rechnen «t bestätigt sich eben immer wuSer die Lehre, daß .siis f Ii I solche lokalen mtfc zersplitterten Bewegungen von vornherein wenig Aussicht aus Gelingen haben. Will die Arbeiterklasse die Revolution sortsühren, dann inuß sie es verstehen, ihrer Bewegung einen altge in einen und einheitlichen Charakter zu geben. Aber auch die R e ch t s s o z i a l i st e n in Braunschwelg sind mit dieser Gewallaktion Noskes und MacrckerS nicht einverstanden und verlangten ihre Aufhebung. Wie die „Braunschweigische Landcszeitung" mitteilt, hat der braun. s ch w c i g i s ch e A e l t e st e n a u s j ch u ß an die Reichs- rcgierung nach Berlin das solgcnde dringende Telegramm gerichtet: An die Reick, Srrgirrung— Berlin. General Mäiker verfügte:„Tie bisberige Regierung fetze ich ab und errichte entsprechend der Zusammensetzung der Lande», Versammlung eine neue Regierung.- Diese Absetzung ist ungesetzlich. Eine«cur Regierung, auch eine vorläufige, kann nur von der Landceversammlung gcwäiilt werden. Die Boltsbrauftragten haben sich dem LandrSaucschusse zur Bersügiing gestellt, fuhren aber die Geschäfte mit dessen Einvernchmrn weiter. Dir Eingriffe in oir bundeS staatlichen Rechte sind unzulässig. Wir fordern die sofortige Aufhebung dieser Bersügung. General Marter kündigte an,„die Landtags, abgeordneten Detter und Eckhardt in Schutzhaft zu nehmen". Wir legen rinmlltig Verwahrung gegen solche Verhaftungen ein. Sir verstoßen gegen die Verfassung. gefährden die Immunität der Abgeordneten und find politisch be, denklich und«nerwlinscht. Weiter lüfte General Märker den Arbeiterrat auf. Dieser unbefugte Eingriff ver stützt gegen unsere verfossvng. Wie bi.trn, diese Verfügung als ungültig aufzuhrbrn. Tann oidnetc der General den»crfchärft.'n Belagerungszustand am Wir erlitten Mi dernngen, um das Wirtschafldlrben möglichst wenig zu stören. Die Stand- geeichte sind ungerechtfertigt. Tie Bevölkerung ist ruhig, srdoch ist besonders die Arbeiterschaft durch die Militär, diktatur erregbar. Tie Vermittlung der Volksbeaustr.igten legte den Generalstreik bei und ermöglichte drn kampflosen Einzug der Truppen. Dauernde Ruhr ist nicht durch eine Diktatur, sondern nur durch ein g e s e tz m ä tz i g r S Vorgehen zu erziel:n. Es wird»m eine Anweisung gebeten, datz der General im Einver. nehmen mit dem Aeltestenaucschutz handelt, der die Landrsver. semmlung vertritt. Wir erbitten eine sofortige Uuterrcdung, um die Verhältnisse zu klären. Dr. Jasper, Präsident. Klaue, LandrSshnhlku». Jasper ist Führer der R e ch I S s 0 z i a l i st e n in Braunschweig und Präsident der Regierung I Keine Aushebung des Zelag.'iuuzg- zuftmdes! Die Vollversammlung der Arbeiter, und Soldaienrätc vom 2G. März beschloß, das preußisch,. Staatsministcrinm zu ei suchen, den über Berlin verhängten Belagcriingszustaud aufzuheben unü beantragte den Vollzugsrat damit/dies dem Ministerium des Innern zur ftennlnis zu bringen Auf das an das preußische Staatsininlstcrium am 27. März IlllO gerichtete Schreiben erhielt der.LollzuaSrat gestern folgende Antwort: „Dem Antrag auf Aufhebung b@ Be'agrrun�zustande» kann zur Zeit nickt entsprochen werde», da die Voraus. setzungen hiersür noch nicht vorliegen, zumal es nruerding, in Magdeburg und Dresden zu Ausschreitungen gekommen ist, wie sie Üh'lich bei Auflitbnng w durch d a Bringerun S. zustand ermSglichlen lchärserea Ueberwachung auch für Grab. B e t l i.1 nicht ausgeschlosseu wären" »ez: Hirsch. Die preußische Regierung hält also hartnäckig an der Aufrcchtcrhaltung des BclagciUiigSzustnndcS fest. Sie de- stätigt die Richtigleit des alten Wortes, daß mit dem Be- lagcrungszustand jeder Esel regieren kann. Sie beruft sich aus die..Aiisschreitunge»" in Magdeburg und Dresden — wobei sie übrigens die Tatsache unterschlägt, daß in TreS- den der Belagerungszustand schon vor Ausbruch der Un- ruhen beschlossen war— und folgert daraus die Notwendig. seit des BelagcriiiigSziistaudcS i» Groß-Berlin. Wenn eine solche„Beweisführnng" zutreffend wäre, so könnte der Belagerungszustand in absehbarer Zeit überhaupt nicht auf. gehoben werden, denn dank der genialen Politik der Regierung werden die Unruhen in: Reickv nicht nur nicht abbrack'en. sondern sich mehr«»>1, mciir simmi. Hohn! Der reine Keine Soziallfterung— Sicherung der Kapltalsherrschast Unter dem irreführenden Titel„Organisation der Kohlenwirtjchast" läßt das Reichswirtschafts- ministcrium mitteilen: Der Sachversländigenrat sfir die Kohlenwirt- schast hat seine erste Tagung nunmchr abgjichlossen und die Vorschläge de? ReichSwirtschaftöministerium» zur Ncgelnng der Kohlenwirtschaft durchberaten. Er hat sich auf solgeuds Örunb- lagen geeinigt: Ein N e i ch Skoh len ra I von 50 Vertretern der bergbaulichen Arbeitgeber und-nehmcr. der Verbraucher, des Kohlenhandel« und der Wissenschaft leitet die Kohlen Wirtschaft. Ten Vertrieb der Kohle fibernchmen Syndikate. di« in den einzelnen Bergbaubezirkcn zu errichten sind, soweit sie nicht schon bestehe». In jedem Syndikat stellen die Arbeitnehmer zwei bis drei AufsichiSratSmitglieder und ein Mir- glied des geschäftsführenden V 0 r st a n d c S. Die Gas- ansialten, welche Kols erzeugen und absetzen, bilden ein Re! ch s ga S l 0 k s sy n d i k a t. Tie Syndikate werden u, einem Reich Skohlenverband zusammengefaßt, in dessen Aufsichtsrat die Arbeitnehmer drei Sicllcn, die Angesicll cn eine Stelle besetzen. Auch hier stellen die Arbeitnehmer ein Mitglied des geschäßssührendeii Vorstands. Sfllt wichiigcn Fragen können im Wege der Berufung an diesen NcichSlohlcnrot gebracht wer» den. Der Kohlenhandel wird nicht in gebundene Organisationen übergeführt. D!e Beseitigung deS un« wirtschaftlichen WeltbewcrbS und der Schutz der Verbraucher wird durch die Zusammensetzung des mit weitgehenden Rechten ausgestatteten Rcichskohlenrats und außerdem durch folgende be- sondere Bestimmungen gesichert: Jedem Verbraucher wird er- möglicht, seinen Bedarf van mindestens einem Eisenbahnwagen zu den dafür festzusetzenden und zu v e r ö f s e n l i ch e n. denckprcisen, Zeiten und sonstigen Bedingungen gegen Bar- zahlung zu beziehen. Oberste Instanz für die Preissestsetzung ist das R c! ch S w! r t s ch a f t S m i n i st e r i u m unter Mit- Wirkung deS RcichSlohlenratS. In den Bedingungen wird mich die Notwendigkeit berücksichtigt werden, daß der Bezug möglichst in der verkchrkgünsiigcn Frühjahr?» und Sommerzeit erfolgt. Die Gemeinden und bei weniger als 10 000 Einwohrzcrn die Kommunalverbände können weitere Preisfestsetzungen für den Kleinhandel vornehmen. Die volle Oesfeutlich» keil der Preisbildung ist das beste Mittel gegen Mißstände. Die Verbrauchergenossenschaften und deren Verbände werden ebenso wie alle Wiederverkäufer im Einkauf bei den Shu. tifa cii im'er gleichen Bedingungen gleichmäßig behandelt. Neben den BetriobSergmiisatlonen werden eine Technisch» Wirtschaftliche G e s e l l s ck a f t für Kohlenbergbau, eine Tcchnisch-W irisch östliche Gesellschaft für K ohlenverwcndung und eine Sozialpolitische Gesellschaft für Kohlenbergbau gebildet, die in loser OrgmiisalionSserm ein Sammelpunkt für alle Bestrebungen sein sollen, die Kenntnisse ans diesen Sondergebieten in Forscknng und Praxis zu fördern. Die Mitglieder des ReichStohtenratS teilen sich auf diese drei Gesellschaften auf und bilden ihren Kern. Da- neßen beruft der RcichSlohlenrat andere Mitglieder in diese Ge. lcll'ebe.flen, fo daß anch wci'cre 0» der Kohlenwirtschaft beteiligte Kreise mitarb. iicn können, deren Berusung in den NelchSkohlen» rat nicht möglich ist, weil eine allzu gresje Miigliedorzahl dessen ArbeitS'äligkcit beeinträchtigen würde. Die Oberaufsicht de» Reich« wirtschastS» Ministerium« ülnr die SclbstrernniltuiigSkörper der Kohlen- wir schuft beschränkt sich auf die Abordnung e i ii c 3 Bevollmächtigten, der Beschlüsse beanstanden lann, die dem Gemciiiiniercssc zmridcrlauscn. Dadurch können z. B. auch PreiSerhöhungcnhIntan gehalten werden. Auch kann da» RcichSwirtschastSminißcrium P re i s b e r a b. letzungen verlangen. krsrenlichste Ergebnis dieser ersten Tagung einer nach der nonen Mirtschaitsauffassuiig zusammengestellten Körpe.scha'i is die f a st d n r ch weg e i n st i m n, j g e Annahme der oben wieder. gezelene» Grund, atze.?o oft auch die Gegensätze mambma! "chnr, einander gegenüberstanden, so führte doch stet» die sachliche Lrrrlcning zu einem gangbaren Wege. Einlae Sondcrfeagen wurden mu Komnii sionen verwiesen. nächsten Tagung deS SachverstfindlgenraiS am 15. und iß Mai wird der inzwischen iu GcscheSsorm zu bringend« Enta, B« t f terpeffnt worden. To dav mn ftnct MstgemShen Erledigung im Laufe des Juui gerechnel werde»?a»u. Inzwischen beginnen ilioininissidiisberatungen über die Rege- lung der finanziellen Beteiligung des Reiche» mi der Kohleuwirtschaft. Auch die Frage der Rechte an Lager- statten(Privalrcgalc) w�rd in Verhandlungen mit den Bundesstaaten in Gang gebracht. Da die Frage de» u n in i t t e i» bare» Einflusses der Arbeitnehmer i» den Beirieben im ReiclSarbeitSchinistcrium bcarbciict wird, so Wird da? gesamte Gebiet der Kehlenwirtschast in Vöde seine gesetz- gebe» ische Regelung im Sinne der Gemeinwirtschast gesunden haben. So sieht osso d.-iS Zeug nuS, das im NcichSwirtschaftS- ministeriiuii ziisaiiuiieiigeilickt worden ist. Icht versteht man. warnin den Herren die Sozicilisieriingskoiiimission so unbequeni gewesen ist und wainiii sie es so ängstiich ver- miede» hoben, sie zu den Berotnngcn des Sachverständigen» Rots hinziiziiziehen. Sie wnsiten»aliirlich dost die Koni- Mission diese Beschwindelung der Arbeiter nw mitmachen würde. _ Von der Veracsellschrftung der sohlen Produktion ist überhaupt keine Rede. Tie Slcsinng des.siopitols bleibt hier völlig unberührt. AlleS, was geschieht, ist. dost der Vertrieb der Kohle Syndikaten übergeben wird. Tie Arbeiter dürsen in diesem Syndikat zwei bis drei Anfsichts» ratsiiiitglieder und ein Mitglied des aeschästssiihrenden Vor» standes stellen. Sie sind natürlich in hosfnungsloser Minorität. Tos ist aber auch alles. Tcnn die übrigen Bcstim- mungen sind Kleinigkeiten, die die Kohlcnabnchiner vor Ungleichmäsiigkcit bei der Preisfestsetzung schützen sollen. Sonst ändert sich nichts. Ten» das Recht. Preiserhöhungen zu verhindern, hatte der preusiische Staat durch seine Teil- nähme am Kohlensyndikat bisher schon, wenn er davon auch fast nie genügenden Gebrauch gemacht hat. Jetzt wird ja auch gesagt, dasi das Ncichswirtschaftsministerium Preis- hcrabjetznngeir verlangen kann, nur erfahren wir leider nicht, was geschieht, wenn die Kohlcnherren darauf nicht eingehen wollen. Es mnsi deutlich gesagt werden, dasi das Gesetz der reine Hohn a»f jede Sozialisier» n g ist. Tie Regierung gibt damit zu. dasi sie weder sozialisieren kann noch will. Aber dann soll sie wenigstens die Wahrheit sagen, soll sagen, dan sie nicht daran denkt, für den Sozialismus zu wirken, und soll nicht vorgeben, an der Jna»grifjm.ihu,e der Sozialisierung zu arbeiten. Ans dem Rätekougres; bat Minister W i s s e I l, dessen Amt setzt dieses Machwerk herausbringt, die Keckheit gehabt, seine Ziistiiliiiinng zu dem Referat Kants kys auszudrücken. Kantsky hat der Regierung vorgeworfen, durch ihre Untätig- kcit schwer gesündigt z» haben, und er hat energisch gesordert, dasi jetzt endlich Ernst gemacht werde. Daz» sei alk'ridings diese Negicruug unfähig, sie' müsse durch eine sozio» l i st i s ch e ersetzt werden. Wissell bestritt dies. Nun zeigt es sich, daß er schon damals gewußt haben miisz. dich in seinem Amt an eine ernsthaste Sozialisierung gar nicht gedacht wird, das; dort vielmehr alles daran gesetzt werde, uw wirkliche sozialistische Arbeit im Interesse des Kohlcnkapitals zu saboticrcnl So setzen die rechtssozialistischen Führer auf allen Ge- bieten fort, was sie aiy 4. August begonnen haben: die völlige Preisgabe des Sozialismus. Aber wir hoffen, daß diese neueste Leistung endlich auck ihre letzten Anhänger darüber aufklären wird, daß es hofsnungS- los ist. von diesen Rcchnnngsträgern irgend etwas zu er- warten. Wenn irgendein Zweig des Wirtschaftslebens zur So- zialisierung reif ist. ist es der Kohlenbergbau; wenn daS Brechen des.Kapital in otiopolS irgendwo notwendig ist. so ist es hier. Ter Entwurf der Sozialisic- rungskoinmission gibt den Plan für eine sozialistische Kohlen- Wirtschaft. Die Negiernngssozialisten aber lassen das Kapitalmonopol unangetastet, sie verweigern die Sozialisic- rnng da. wo sie cm möglichsten intz nötigsten ist und be- weisen daiuit mir. daß sie>> b e r d a u p t von S o z i a 1 1- I i e r u n g n i ch t? w i j i e» wallen, daß sie b ü r g e r- lich geworden lind und daß oie Arbeiter nichts. aber auch gar nichts von ihnen zu erwarten Habens Der Kainxs imi Niirchen. ivliinchrir, 17 April. Ter Generalstreik daucrt an. Der geiainte Post-, Lei»- graphen. und Telcphonrcrkehr nach Tiidbaner» ist gesper«. Die Grenzlinie verläuft von E scnstein—PlatilmgS- Regensburg»nb Ingolstadt nach der schwäbisch- bayerischen Grenze. München ist volitommcn In der Hand dcr Lloleu Arbeiterwehr. Teile der Regierungstruppe» werde» bei Dachau, wie»m Anschlug in München besagt, von der Roun Armee in Schach gehalten.(An Putschversuch in Rasend., im wurde von der Raten Garde unierdrückt. Rrnenbeim ist noch auf der Seite der Räterepublik, dagegen haben Augsburg, Kempten, Ingolstadt. Pasiau sich wieder von der Räterepublik nbgewandl. während sich Landshnt»eut.al verhält. In München ist eine große Zahl von Geiseln verhaftet worden. Es finden furigesetzt Haussuchungen noch Lebensmitteln und Beschiag» »ahniuiigen von solche» statt. Tie Banken sind wieder geäfsnet. München, 17. April. Die Miüeilungen des VostziigSratS dcr Betriebs, und Sol» dateiirüie, welche an Stelle der.Münchener Neuesten Nach. richten"«rfcheineii. enthalten unter dein 18.»achinitiagZ folgende Bekanntmachung: Proletarier aller Länder, vereinigt Euch! Arbeiter! Ge- uosseul Ihr steht im Krieg mit der Bourgeoisie! Ihr wollt und müßt siegen! Darum Disziplin! Disziplin und nochmals Disziplin! Wählt Euch gute Führer! Gehorcht ihnen unbedingt und setzt sie sofort ab. wenn sie im Kampf versagen! Bildet Kompagnien und Ba'aillone. versainnicil Euch täglich auf fest» befnmmten Appellplätzen in Euren Betrieben. Diese Appellptätz« sollen auch in Aiariiisällen Eure Sammelplätze sein, wo Ihr Be» fehle und Instruktionen erhaltet! Uebt Euch, in geschlossenen kleineren und größeren Abteilungen zu marschieren! Demonstriert in laichen geschlossenen Zügen durch die Stadt und sorgt mit allen Mit lein für festen Zusammcnhall. Holtet Gewehre und Munition intakt und gebt sie nicht au» der Hand. Disziplin und proletarische Ordnung werden die Revolulion und die proletarische Räterepublik reiten. Es lebe das Proletariat und die revolutionären Soldaien! gez. München, 10. April 1019. Der Stadtkommandant Edelhofer. Eine weitere Vekanntmachnng de» PollzugZratS der Betriebs- und Soldatenräte Münchens betrifft die Waffenabliefe- rung der Bürger. Eine dritte Bekannimachung des VallzugSratS der Betriebs- und Soldatenräte Münchens und seines WirtschasiSauSschugeS verbietet die Schließung von Lebensmitlelgeschäfien, Apothclcn und Drogenhandiungcn bei Slrufe der Enieignung. München, 17. April. Eine Verordnung des VollzugSrat« der Betriebs- und So!» dateucäie besagt: Vom Strett sind auSgeschlosien: Banken, Sparkassen, Post, Eis.nbahn, Eiseubahnwerlstätten, Tetegraph. Telephon, Spedition, Eteklrizilätswerke, Gaswerke. Wasserwerke, alle mit der Nahrungsmitteiherstellung und-Versorgung beschäftigten Betriebe, Hotetbetriebe. Artitleri-werkstatten usiv Kandiloreien, Cafäs, Kouzerllokale sind geschlossen zu halten. Die Hrrslellung von Konditoreiwaren ist untersagt. Die Unternehmer sind an- gewiesen, Lohn für die Streiktage zu zahlen. Stuttgart, 17. April. Auf Biiie der bayerischen Regierung beschloß die Staats- regicrung, freiwillige würkiembergtsche Truppen zu Hiiseicistun- gen nach Südbayern zu entsenden. AngSbue», 17. April. Von einem aus München zurückgekehrten Augsburger wird den Augsburger Neuesten' Nachrichten mitgeteilt, daß DienSiag abend und Mittwoch früh in München Etnrm geläuit�� da ei hieß, die Weiße Garde iei»» Anmarsch. Bei an der gauzen nördlichen Peripherie der Stadl sind<5 w'' J g r ä b e n und Drahtverhaue angelegt. Pom Reg erungSirnppen(oll ein Ultimatum an die Regierung gestellt worden sein, dnS bt» gestern abend bc J g» n g» I o i e U ede rgabe(orderte. Heute morgen st• Kamps beginnen. die CewLl fjerrWIl im Die rechtssozialistische..Essener Arbe'� ze> t u i, g" schreibt z» Oer Verhastnno der 403®ct'rt,J (enie der Berga rbeiter anläßlich ihrer Konferenz in w T# .Dieser Vorfall dürfte im R-ilirgebiet 9 e 0 ß e ö � sehen erregt n. ob hiermit aber die Stimmung J Berga rl'eitern gebessert und die Streilbctrtt� zum Abfchiuß gebracht wird, möchten wir' � bezweifeln Tie beränderie Streiktage durch AbslaR � Streikliewegung bildete den HauptverhandlungSzegenstst � einer Anzahl Delegierter wurde für Beileg""6 Slieit» e i ii g e> r e t r n. Nach weiteren Schilderungen Hai Hanplmann hier antckeinend einen S ch I a ch t p I a n entworfen, als f gegen einen übermächtigen, stark«uSgerüslski" � zu operieren Das Gelände um Werden war mit storsttt penteiien besetzt, G c s ch ü p e nnd Maschinengl�. ausgefahren. Herr Lichtschlag mag ja ein tüchtiger« � sein, zur Beilegung von Lohnbewegungen dürste er a�t J de r geeignete Mann sein. Wir befürchten, daß d>�| Maßnahme nur Ocl in» Feuer gegossen worden"'»ß Nach dem Bericht, den wir in der bürgerliclen ist man bei der Verhaftung mit den Konserenztrilnk 4 gerade nicht allzu sauft umgegangen. Die jj nnd Verletzten— nach einem Bericht sollen e» nach einem andern einer— zeugen davon. War da» Wenn man mit K a n o n e.n s ch ü s s e n und gj feuer die Konferenz anfhebi, so fürchten wir, wird ßs/ dieser Schießerei zwar bei dem B« r g e r i» m die be"''1'%ii Gefühle erwecken, bei der Arbeiierschaft a b e r S n i ch t.(i So ntüssen also anckt in diesem Fall selbst die J'>< s o ü i o Ii st i f ch e n Arbeiter gegen das Nethgltctt, Militärs und ihrer eigenen Negiernng protestieren, � bei diesem Vorfall handelt es sich ebenso wenig wie Pc liehen Anlässe» nur tun ll ebergriffe cineS oti'K« Offiziers, sondern iitn die Folgen der von der reckst sso' � schen Negiernng vorgenomtnenen W i d e r h c r st./' j d e s alten M i l i t a r i s i» n S. Mit seiner die„sozialistische" Regierung das Verlangen nach � »ins zu eivrosieln. t Noch immer vollzieht sich die Wiederanknahme" � be!t mir langsam. Tic Mehrzahl der Bergarbcitck noch mt A ii s st a n d.. i Wie die P. P. N. mitteilen, ist die Nachricht beabsichtigten völligen Einstellung des nicht richtig. Olyvohl die Kohlonvorrate bei dc>>.� bahnen knapp seien, werde der Güter- sowie ein bel»'� s Persoiienverkehr atifrechtetchalten werden können,'v; Eiienbahtten mich ans aitderen Kohlenvor täten nl" st versorgt werden. loppelle W?al. In der gestrigen Versammliing der Obkente gestellten der Metallindtistrie. über die wir an gndercr � berichten, hat der Rechtssozialist Büchel, der Fu�.i S. P. D.-Ftoklioti im Arbeiterrat, die A b s p e r r u l'JJ G a S. Wasser nnd Elektrizität als Kat»R-J der Arbeiterschaft bezeichnet. Tem„Vorwärl- � diese Aeußerungen seines Parteifreundes sichtlich nehm. Seine„Objektivität" gebt deshalb so weit, Leiern zu verlckiweigen. daß Büchel Nechtsjoziall Aus den Vrophelen. Jagende Nasse tanzende Wagen bäumende Neiterl Schwertes-Flammel Lanzenblitzl— Zahllos die Erschlagenen! Masse von AaSl Kein Ende der Leichen l Man stürzt über Leichen! Weg mit dem Kopfbund, herunter mit der Krone! Dies ist i'ichk dies. Empor das Niedrige! Herunter das Hobel Zu Trümi.tcrn Trümmern, Trümmern will ich schlagtn Auch diese? bleibt nicht bis der kommt, dem gehört Das Reckst und dem ichs gebe! Hesekiel 21,31 f. Das Qb!|c(2cjnfe Abendmahl. Von Wladimir Korolenko,») Ich war elwa in der vorletzten Klasse, als in unserer Schule irgendein Streich ausgeführt wurde»ird zwar ein ziemlich häß- licher. wenn ich mich r.cht entsinne. Nicmaiid von unS hatte für bi«»crülitc Schandtat etwa» übrig, die Schuldigen wurden jedoch von den Kollegen wie üblich der Obrigkeit gegenüber gedeckt. Gerade, rückte die Zeit der oslerlichen Fasten unb der Beichte heran, al» uir» plötzlich eröffnet wurde, daß die Schüler der oberen Klassen nur bei dem Schulgeiftlichen zur Beichte gehen dürsten. ") A»S Wladimir Koroienko».Geschichte eine# Zeit- »enosien" bringe» wir dieses Kapitel. Ans das im Verlag Paul Eassirer."Berlin, jüngst erschienene, von Äoia Luxemburg übersetzte und eingeleitete Wert des großen ru ssische» Schritt!, eller» haben wir bereits imi gewiesen. Koroienko bat in diesem Buch eine Reibe von Bildern des vergangenen halben Fahrhnnd.riS au» lenei» Gedächtnis hervorgelocki und sesigehalte». wie sie sich! in»er Seele erst des Kindes, dann de» Füngiing». endlich Erwachsene» fpiegelten. Seine frühe Kindheit und die erlie»' Jahre seiner Jugend''allen>» die Zeil der sogenaunten großer.| Reformen Alerander» II. Die M'tie seine« Lebens h>'> f» nn> der finsteren Reiüio» im h. rrsthenden Rcnienii'.gsfssiem unb In| der Ge sellschaft, iamie unter den ersten lKeguiigeu des rcnoi«t>. nöten Kampie» verlebt. i Die Neuerung warb mit Befremden und Bedauern ausgenommen. Gewöhnlich wurde nämlich um diese Zeit, zur Enriastung be» Schuipopen, der Stadrgeisliiche Barananntsch herangezogen, ein aufrichtig religiöser Mann von reinem und gütigem Herzen Die Schüler ginge» auch meist zu ihm and während e« not dem Beichl. stuhl de» Schuipopen fast leer war, drängte sich alle» um Bora» nowitsch und wartete auf die Reihe. Fehl war keine Wahl übrig die älteren Pennäler mußten nolenü volens zum ReiiproiiSiehrer zur Beichte geben.. Da geschah eS. daß gleich nach dem ersten Tag der Beichte die Schuldige» jene» erwähuren Streich» der Obrigkeit betannt waren. Ter Geisitiche hatte ihnen seinerien« da» Abendmahl verweigert und eine Kirchenbuße auferlegt. Ehe aber die drei Schüler noch Zeil hatten, die Buße anzutreten, wurden si« tn den Karzer gesteckt und mit Ausschluß au» dem Gymnasium bedroht.. Ter Vorfall machte tn den Kreisen der Schüler große» A»f. sehen. Der Verdacht tauchte auf, daß e« der Belchtva'er war, der da» Schlveigegebol gebrochen hatte. Am nächsten Tage sollten Vi« beiden obersten Klasien zur Beichte gebe». Unterwegs in dt« Kirche holte ich in der Gym- nasiumstiaß« meinen roihaarrgen Frcuud Gtuschkofs«tn. «Hast du saron gehört?" frug er mich gleich. Er mar erregt und ich wußte sofort, wa« ihn so lebhaft beschäftig'«. .Ja," autwarte»« ich,.kann man aber mit Gemißh tt sagen. baß es eben der Schalpope war?" «Zugeged-n. Kanii man aber mit Gewißheit sagen, baß«r e» nicht mar?" Ick suchte wir ba» häßliche nnb kluge Gesicht de» geistlichen Russiiika'ar» vorzustellen...»Der Sireich w.-r Nichtswürdl»... Der Vope'si mehr Beamter, mehr Pädagoge and Puiit>k»r ilJ Secisiirger, dem bi» He>i>yt«it be« Beichtgrheun sjr» über ollen anderen Rücksichten stehen würbe... Ja. r toor auch1 fähiiz. f zu tun." .Ich... hch nicht sicher." gab ich onf bi«.»nag« Glush'off«* zurück. �Fch auch irtchf. Kann map aber s»»» Herz äffn-n. inrnn wen vichl«"0 mal dies« G-wißheir hat? Ich fen-a; c«• cht." . Fch auch nicht.. Wa« ober bann 7' Glne schwierige J»g« ianchie»>"«»#«»"f P-er G Wllche war'i'c>»ns kein H-i!igt»m mehrt b-'ß>»-« die eizm'-ng, a' Buchse zur«nsackier Formalität machen foottn v i« man'!»•*« Sckn-lanfpchbr h rfr mochte nicht hing-hen. lPir ober usi dem Aü-ndiNi HK' Diesrw glitt»# gegenüber stände« wr grr.-.r ncht ohne.stapestfl br.d n'.t Achinng gegenüber, nch« tat in» w'h. 'r r n»„ch's'.' z.> einweihe H. Traien mir r-be- t ri>« b' gab. t".»"fi Uw.'iftng des Ab, vdoialst» var. aom oürrd' «r itX �nipctior« ww b�i l-eelr sicher. ich' entgehen. Wir entschlossen uns jedoch, auf die Gefahr � � merkt zu werden, un» vom Abendmahl*zu drücken. �Jl eine eigenartige letzte Reverenz vor dem überwundene»*' tum.... J Nie im Leben bin ich wohl so aufgeregt zur Beichte P'O wie buinats Es war kurz vor der Abendmesse.?»> kämpften die gelben Kerzenfiamnien mit der Däninier»� in dem dünnen Nebel de» Weihrauchs zerfloß. H Beichtstuhl laß Pop», KrjukowSki. Er war. leberkran' ! Gallenieiden mai in den kleinen Augen, mit denen er i ttetenben musterte, beutlich zu etlcuneu. EiwaS weilrr 1 faß der große bleiche Barauoivitsch mit seinem gütigen i auf dem innige Ergriffenheit leuchiele, und empfing dce � denen et da» Schultertuch über den Kops breiieie, um/ mit feierlicher und gütiger Aufincrlsamkcit über sie 3" j/ Wie beneidete ich in jenem Augenblick die Knirpse- zog e» m ch zu diesem gu'en Riefen hin, um vor fW«pk | ganzen Seele nzuftanb, mi samt der Absicht, mich bei der � . einer Lüfte schuldig zu machen, auszubrei enl Dock dce 1 pope wartete auf wich. Er hall« eben einen Beichlkw y ; lafstn und blickt« auf die Schar älterer Schüler, di« «einem Blick z» ducken schienen. Keiner rühr e sich. � c, de» Geistlichen blieben auf mich ruhen und ich trat vor• Mein Gesicht glühte, die Stämme zitterte und Trä»ets mit rn die Aiim?n. Der Pope, durch diesen Zustand ll' mach« sich auf ungetvöhnliche Grständuiss« gefaßt' Al» er meinen vorgeneigten Kopf bedeckle, packte mich j j Augenblick die gewohnt« Ergriffenheit der Beichte.' I soften, soll ich« be'ennen'f" Doch da» war nur e n MolM!, i fieflCflnvte seinem Blick. N ch» lep darin außer der Ii"' xi ( Wachsam keil be« g«' ist Ickten.Vorge'etz en". Ich I i«n< Fragen förmlich, um so mehr verblüff e ihn mein« K J i b«i di«f-n kurzen Antworten. Er nahm sorgfältig d«' ,/ j Rogilter de' Sünden duich, ich antwortete znnie st w>, Rem: an«Sä oben" erwies sich mein Konto ganz cht'' �' -•r beschloß mofl. daß meine Aufregung von der seeiito* j yieifffnbeL du ,ch'-n geheimiusvollen 31 in« her rühr-'■ 1 D»«Ablaß' sprach er mit weicher S imme..7* ilJ ] kew«'gir�e nif Bete eifrig... auch für mich, S'iodV' i!' t pläi» ich istwai. Dieser Schluß saß trieb mir wü'dcr | in tu« Witt.««» un(b Tränen in die Augen vor bittere�\ i'eil mv' i*,* Hechele, wider Willen.. � j A'S vti �ärhiten Tage olle nnier wachßrin\ Bücken.Vu 7)i fpefiot» und der Pedelle zum E>' ;.Ibenbinchls KMutialen, mifchirn wir uns beide, zitn» ; s j' b 1t R :'"t' ii i 7i.'-i«. hegen NM die vor dem Altar sl'si" dk"• 'f? nicht ohne Gefahr, bemerkt zu tn-rd-> die• $5e McNimgNÄhinc V!>ck?els, bic wir nicht für richtig Hastrn. lf( oder ouiji'roiciciitlich beincrkenöwert, drnn bei dein Ge- «entlftrcif ini Ü'Mrj war es ja gernd? der Beschluß der Voll- �sninmlnng. den Generalstreik ans die Gnz.. Wasser, nnü VleklrizitatÄvrrke nns�iidehnen. der den Nechtssozialisten dl? öichere Veranlassung bot, mit alten Mitteln den t r e i k d r n ch zn betreiben und eine ungeheuere H e S e gegen d i e tt n a b l> ä n g i g e n zu entfalten. Der hdrts" will sjch anscheinend dieses Hetzniittel auch für d>c Zukunft nicht entgehen lassen. Er verschweigt deshalb. dah der Führer seiner eigenen Fraktion iin Arbcitcrrat jetzt ln dieser,'frage einen Standpunkt cinniinmt, den der Führer w unabhängigen Fraktion. Genosse R i ch. Müller, im -ltarz aui das entschiedenste dekäntpst hat. des üleuchelmordes. Die„Deutsche Tageszeitung" verzeichnet recht ärgerlich j>>e Nachricht vai der Peihastnng des Fägers Runge, eines cer Meuchelliiärder Liebknechts und Naja Luxemburgs. Das «vtatt benierkt dazu: «A»it> in dirsr,» Autammrnhang bclenen wir, daß wir nach wir tinr auf dem Ztanapun»,(tc!;cn, datz die Nasa Luxeml'nrli ein Opfer ihres Ii e m m u n g s I«|( n?1 u f 1 1 1 1 c n 8 gcioBt. de» ist." Diese Tyinpathiekundgebung für die Meuchelmörder wu dem Rrventlolv-Organ nnvcrgejsen bleiben. ' Eine O'lecqn�e. Die NclchSregirrung lilit versNg«. das) den lnfolze KrirgS. beschädig»»,, vor dem U. November 1918 entlassene., Untcrofsi. «i"cii uns Maiinsch. ftrn mit Rlicksich« aas die Pcriencrung aller �eiengenstände des«Skliche.i Z'rdarsS eine einmalige Z". >«lie von 5» Mo r t gejahlt wird. Die Zahlung rrsvlgt durch �ie üicjiit�lommondoS, Bot EejSs« der MdersvethilndluiMl,. Dle Rede Lloyd Georges. Ans der bereits kurz gemoldeten Rede Lloyd Georges im Nntcrluins tioßcn wir ncich hem Neutel-'b�richt noch eznl�e wesentliche Einzelheiten nach. Lloyd Ecorge wi.s daraus hin, dah zehn neue Staaten cn standen seien, einige, die uuabhäng g. andere, die halb abhängig, u»d einige, b:f möglicherweise unter Schutzqerrschast sein würde». Ähre Eirenzen mühte» angedeulcl, wenn»ichl endgülüg seil' »rsehi w.rde». Die Grenzen von vierzehn Ländeln mühte» neii hrzogen werden, und das gebe nur eine Idee van den terri» '»tialcn Schwitrigseilen. E, seien aber anch nach andere Pro. bjeme Vorhemden, die sür den Frieden der Welt und für da» «chicksal der Mmschhcil cb.nfo ivittg seien und von denen t�he», wenn e» falsch behandelt würte, der Menschheit schwere Odser tosten würde. Zum Aeäp'ei die wirtschastllchen Fragen. Fragen der interna. ionalcn Wasserwege u»d lkisenbahnen die Schade»v.rgn»,ngen. Lloyd George verw.e» aus die '»>er»aliona!cn«ercinbar.ingen über«rl>eitcrsr»gcn. die wSher ''och nie versuchl worden seien, und sprach mit den Worte,' .wärmster«nerkciiiiuiig Po» den D>e»slen. die«.ariie» geliistet. U"» von der Unters,!'»'>, ng d.e d,e«rbeit rabgeordnelen ,»'d du �(werlfcho ,en gewährt hätten. waS e» ermöglicht habe, em VtoKc» Weltsch-ma anzunehinen. Daneben gebe e»»och ioief dtohe Experiment, a» dem der ganze Frieden hange, na», I>ch d>e �iellschnst der Nationen. Jed« einzelne dieser- Probleme wnrde ™onate in Anspruch nehmen. Ein Fehler könnle zu einem all- «°»'e'»en Kriege führen. Fast jedes Polt der Erdr sei an der �eraiung dieser Probleme beleiligt. und da» rechtfertige die «eit. dir hasstr j» Anspruch genommen würde. sDeisall.) � Lloyh George bezeichnete als eines brr chnrakteristischsten •perfmnlc der gegenwärtigen Luge, buk infolge ber Ze- . n'Ä'K'v:.' n f ü r sorgen, das, nicht durch dle jetzt IN Da» war wie ein Abschicdnehmen... Seitdem liehen m ch � 5� E.iiasc» im Innern unberührt, und GIaube»»probIe.ne schien in meinem Deuten nach und noch anderen Platz. Nicht ?)»°b ich die Grundsragen von Go/c» Dasein und der Unsterb. '"�eit für mich gelöst HS te. D e endgültige Formel ha',«'ch «°ch nicht gesunden, allein da? Problem an sich verlor sur mich Wne Schz�e und ich rat e? aus zu suchen-»tein geistiger Hari- 5"" wurde von neuen Erscheinungen, neuen Begrifien. von engen d?» realen Leben» eingenomemm. Und die» neue ersch,«n 7/. iv farbig und mannig-altig. so verlockend und»nerschopsl.ch, " log in alldem soviel Leben und liefe, soviel Unbetannle» und geheimnisvolle», dah für NeligionSprobleme kein Naum mehr "br'g blieb. Dies« wurden von Da fachen de» Leben» verstell'. die Himmel-blaue von rasch dahinzichenden. leuchtenden. 'e auch meine neuen Visionen in unermeßlicher Hohe zu Ichwcben... , Gegen den Schluß de» Tymnasiaskursil» stand Ich abermal» 1"*"'< Belrach un., über mich selbst und die Weit um m.chver- M Wieder war«» mir. al» messe ich me.ne gn'.ze derzciriae k'" sr W r" on weder Hcu«l>elcl nocl, Klernmut je dazu bringen sollten. '"üch eren Wahrheit" untreu zu werden. ,u eitlem Trast tl'- zu nehmen und im Nebel ocspensterischer unlösbarer P» ewe lwrumzuirren.-.. y. � Dabei bli-.b e» viele Jahre...*'# die Dckorat.on d« �''"e wieder einmal völlig wechselt, d e'-uchient�n WoUen «nNchwnnden und hinter ihnen wieder dir unendliche Dläue her verschlossen, glalt. verlockend u»d mit al rn S-phhnz- le-n im neue» Genxinde neckend... Dann wurde ich" o di* ewigen Frage-, nicht gelöst, nur hinweggeschobcn waren.. vollsbWe. Penthesilea. Kleist,.Pcnthestlea": Ein klassische» Drama? New. wilde Hcrrtichlei» ohtteg'eickien. Wir au« Urwäldern dcr •Neuschhm, man dari� brünstige» Tchrcica wie da»«ch»au- 2" großer schöner Tier». Luit, tiefer nach al, Herzeleid---- Klo'st selbst in aller Umdülierung seine, Geiniil» und s-'ner �'»hesileo-ap, r»-. D»' Mensch tan», groß, ein Held im Leiden m». doch göttliih K, er. wenn er selig ist «u» Urgründen. Abgründen herau'beschwo'rn. bäumt st« klammert(Uv Sehnsucht, ver-öchviit Ä'.ebe Auch in biciet Entstehung begriffene Regelung Nrsnchen sür künftige Unruhen geschassen würden. Als eines der schwierigsten Problein« bezeichnete Lloyd George die L a g e i n R u ß l a n d. Aon einet Anerkeiiitiing der jetzigen Regierung könne keine Rede sein, da keine Regierung ganz Rußland. Eine milltärische Jnterventton lehnte er als aussichtslos ab. Die englische Politik sei, ein geioaltsame» Ucbergreifen de» Bolschewismus auf die alliierten Länder zu verhüten. Deshalb organisiere England alle Hisssträste von der Ostsee b!» an da» Schwarze Meer. Wen» der BolschewiSinn» eine» der alliierten Länder angreifen würde, so wäre e» die Pslicht England», e» zu verteidigen. Die Politik England» sei, die einander bekämpfenden Parieien in Rußland dazu zu bewegen, die Errichtung einer allgemein annehmbaren Negiennig z» besprechen, die die Alliierten al» russisch« Regierung auerkennen könnten. Er zweifle nicht an dieser Lösung. Nach verläßlichen Informationen seien die bolschewistischen Streitkrästc zwar anscheinend im Zunehmen begrisfen, aber der BolschewiSmu» selbst schwinde angesichts de» unbarmherzigen wirtschaftlichen Drucke» rasch dahin und brrck>e zusammen. E» sei-» unverkennbare Anzeichen dafür vorhaiiden. daß Nußland wieder emporkomme, und wenn e» erst wieder gesund und normal fei. dan,, sei c» Zeit für die Alliierten, in Rußland Frieden zu stiste» lieber die allgemeinen Friedensbebin- g i> n g c n sugle Lloyd George, die Vertreter der Großmächte seien z» einem vollständigen Einvernehmen über d i e großen grundlegenden Fragen bezüglich des Friedens mitDeiilschland gelangt. Sie hätte» diese Fragen bercils formuliert und er hoffe, d.iß sie Ende nächster Woche vorgelegt werden würden. Die Friedenskonferenz habe einstimmig und ohne Zögern beschlossen, daß e» ein Fehler ersten Range» sein würde. die FricdciiSbcdingungen zu veröffentlichen, ehe sie. mit dem Feind besprochen wurden Keine Friedenskonferenz habe jemal» >bre Verhandlungen öffentlich geholtem.Wir wollen mehr einen g"»cn Frieden o/»ine gute Presse haben." lBeisall.) Die Konferenz im-rd- alle? tun, loa» notwendig sei. um eine vorzeitige Vcröjiciitlichung zu verhüten, die den Feind dazu ermutigen würde. Widerstand zu leisten. Jede Verpflichtung der Negierung sei in die Forderungen der Alliierten aufgenoinmc» worden. Die Negi.-ruiig sei»ie»v>l» um ein Jota von diese» Forderungen abgewichen. Sic habe daran festgehalten, weil sie sie sür berechtigt gehalten habe.»Wir wollen", sagte Lloyd George,.einen st re ii gen Frieden, weil der Fall e» verlangt, aber er dars nicht darauf berechnet sein. Nachegcsühle zu befriedigen, sondern darauf,-G c r e ch t i g k e i t zu üben." Jede Klausel und jeoe Bedingiiiig müsse in jeder Weise gereckstscrligt sein. Vor allem wünschen wir die Zukunft vor einer Wiederholung der Schrecknisse diese» Kriege» z» bewahren. Eine» der Ergebnisse de» Frieden» wird dle Entfernung der großen kontinentalenGcsahr derRüstungen sein. Die Sireitkräfte Deutschland» werden zu einein Heere herabgesetzt wenden, da« eben ausreicht, um den Polizeivienst in seinen Släd.en durchzuführen und seinen Handel zu schützen. Wir und Europa müssen daran» Nutzen ziehen. Die Gefahr besteht nicht, daß e» in Deutschland noch z» einem neuen Ausbruch kommt. den» Deutschland könnte nur mit Mühe 80 000 bcwasinete Männer aufbringen, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. Diese Gefahr besteht jetzt, daß die Welt in Stücke geht, wenn da» hagere Gespenst de« Hunger» durch da» Land schleicht. Lloyd Georg« betonte zum Schluß, daß e» die Pflicht aller TtaatSmäniier. Pai» lamente und Führer der öffentlichen Meinung sei. den Triumph dc» Recht» nicht durch Nachgiebigkeit zu verderben. Pari», 17 April. kHcwotz.) Der VorsttzenHe der WasfeiistiUstandSkoiimiission in Spaa Geiierol RaPdant, wird lxutc von der fmnzösischen Regle- rung Instruktionen für die Berufung der de utlclien Delegierten empfangen. Heute findet ein« weitere Sitzung des Vierer- und Zehnerrates statt. Vertin, 17. April. An die Stelle de» Gesandten in Bern. Dr. Adolf Müller. tritt in da» führende SechSmänner-Kallegium unserer Frieden»- Dichtung ringt der Dämon Heinrich» von Kleist mit dem Gcniu» Sliakespeare� und Goethe», denen später drr Dichter de» Robert GuiStard den Kranz entreißen will. AI, er am Ansang de» neunzehnten Jahrhundert» seine.Penihesilea" schrieb, wuchs ihm die Gestalt der«mazonenkönigin Über da» Schicksal der Griechen. und Trojaner, die um die Stadt Zrojo kämpfen, weit hinau». Er chrieb-.ES ist wahr, mein innerste» Wesen liegt darin, der ganze Schmerz zugleich und Glanz meiner Seele." Der Frauenstaat— nick'«» al» ein Hintergrund. Da» Rosen. fest— nur ein lyrischer Beiklang der Liebe. Du, Schicksal ganzer «ölfer— ein Abbild der Tragödie in der eigene» Brust,«chillc». noch strahlender Griechenheld. Pelideinohn— Pcnthcsilca. den; Renschlichen tief verwurzelt und dach Ichon hoch entrückt, halb Furic halb Grazie. Nutz»och anch Weib:.Staub lieber al» ein Weib'scin. da, nicht reizt!" Haß wird ihr zu Liebe. Liebe ,u Haß. barbarische Grausamkeit euü sich mit der Inbrunst zartester. holdester Gefühl«. Wenn sie die Hunde auf den gehaßten Geliebten hetzt und seinen Körper, seinen zerstückelten Leichnam mit wilden Bissen zerfleischt— so hak sich diesem Furchtbaren di« Bühne allzu lange in banger Scheu und frommem Unverstand verschlossen(wie ja auch Dlrindberg und andere warten mußten, bi» ihre Zeit kam). bock, nicht- wehr in den letzten Jahren, wa man.Penthejilea" im .Deutsche» Theater' und sogar im Schau spielhause Berlin» sah. Jetzt hat steh auch die.B o l t» b ü h n e" an da» grandiose Wert gewagt und der große Wurf gelang, weil eine Penthesilia oon»ahrhast tragischer Große aus der Bühne stand. E» war Mary Dietrich, die schon vor Jahren in dieser Rolle bei Reinhard« ihren Ruhm gewann. In jeder Sehne ge- strafft, in jeder Fiber bebend, vom Sturm de, Leidenschaf, bi» zur Selbstvernichinng gepeitscht,«vor sie ein Bild der kriegen. schen Göttin und Mänade zugleich. Neben ihr»onnte Herr Tlahl-Nachdaur al» Achillc» sich nur schwer behaupten. (*r ist ein guter Specchcr und Eharatterspieler. wa» ihm an heldischem Glanz der Jugend fehlt, ta» sticht er dieser«hm eiaentlich sernliegendr» Rolle durch allzu wuchtige Akz-r.- zn ersetzen; in seiner Art hatte aber auch»x starke Mo-neu»«. Die 'stegie>» Heren Legband hätte wohl b« alle- sonst ange- wandten Sorgfalt eine strengere Aus-'-.öt unter den foeechem «nd Spreche« i»»en tre'sen musim, um Erin-er».>-chea ... Schauspielschule und»itte! mäßig» Dtadtth-'mr z- lilnen. Frl. Hoser al» Protho«. Frl. Send rock Oberpriestrrin. Frl. M a a n h 1 m aie Jtofernr"Mx». ftert L e 1 1 i n ge r al» Odysse.'» und vn M i, in. übte!n Ehren bestehen. Da»?<»•>, iiurn, g»,.z l" Bu.m|.« Dichtung und der AutjüHr'«..«.»"g* sU» and fcmir-n. El kl delegatwn der Präsident der preußischen LandeSversammlüng L e i n e r t. Dr. Adolf Müller ist durch K.aukheii dcrhindert, dm ihm i» Pari» zugedachte Aufgabe zu erfüllen. Alalausrus au dle Znlernallonile. Stockholm, 17. April. „Soziakdemokratcn" ve'össcntlicht einen Ausruf, den die Kommission bei der B c r n e r K o» s c r c» z z n»i 1. Mai an die Arbeiter der ganzen Welt richtet und der dir Fordcrunaen der Internationale zusammenfasik. Darin heißt e»:ß| Private Jntcressen verschwöre» sich mit dem Militnris. mit#,»m euicn kapi.alistischru Frieden zustaildcziibri»gcn ii»d durch Aufrrchtrrhaltung des internationalen Misz.raueiiS und drr internativnnlrn Ungerechtigkeit dir alte Lediinng mit stehenden Herren, gewaltigen Rüstungen nnd Krieg bei» behnlirn z» kviinen. Diese Poti.ik müssen die Arbci.er de- kämpfen. Die Regiernngrn, die vom Kriege n cht# gelernt haben, erstreben eine heilige Allianz. Wir dagegen arbeiten sür den Völkerbund, der ans dem Gedanken drr Vrüdrrschast fußt. Wir oeslreiten sednu Sieger da# Recht, den Nalionalitötrn ein tieurS Fach aufzuerlegen. Wir proklamiere» das Srlbstbcstiiuinungsrccht als unveräußerlich. Wir widersetzen»us allen Annexionen, welche die Freiheit d-r Völker vergewaltigen. Dem Kriege muß eine umfassende Enteignung der großen Kriegsvrrinvgen folgen, damit da# Nationalvermögen, da# jetzt in de,, Händen de# privaten Kapitalismus ist, für nationale Zwecke verwendet werden kann. Der Ausruf ist unierzeichuet von Braut ing und H u h# in a n s. Die Krl'e in der Mehr�.lgimM. Mittwoch abend tagte, wie eine Lotalkorrespondenz berichtet, im Sitzungssaal des Herrenhauses eine von Pac'ciniitolicbern der MchrheitSsozialistcn slark besuchte Versammlung, hie sich mit der auswärtigen Politik und der Sozialdeiiiokraiie beschäftigte. Den Vortrag hietl K a l i S k i. Er führte u. a. aus. daß dir sozialdemokratische Partei die GewaltSpoliük Deutschland» vor und während de» Kriege» gebilligt habe. Tie» sei vom sozialistischen Standpunkt an» vcrwcrslich. Nach Ausbruch der Revolution sei die auswärtige Politik Teulschlands unter sozialiiiischcr Lei» tung nicht konsequenter und besser geworden a!« sie vorher war. Man habe die alten Fehler nach wie vor weiter gemacht. Dir autwärlige Politik habe-nicht» von der früheren Unwahr hastigkci« verloren. Ter Vo»> sitzende der WaffenstillstandSlommission, Minister Erz berger, beeinflusse die öffentliche Meinung durch einen große» Teil der Presse in einem Sinne, der unehrlich und u n>o a h r h a s! i# sei. Man Hetze gegen Frankreich, anstatt elnziiiehcn, daß die einzige rcalpoliüsche Möglichkeit für die europäischen Kontinentalmächte eine wwt'chaslliche gegenseitige Annäherung sein könne, Die sozialistische Politik der letzten Monate sei obne ein Ziel ge- wesen und könne al» solche auch keincSsall» angcsprocn werden.' In der anschließenden Debatte wurden die Ausführungen de# Referenten verschiedentlich unterstützt. Heil mann unternahm e», die Politik der Negierung zu rechtfertigen. Er führte au#, daß er in allen Fällen die Kriegspolitik der sozialdcniokratrchdn Partei und die Haltung der Negierung nach dem 8. November für gerechtfertigt halte.— Zum Schluß der Ver'amiiilung kam e# zu außerordentlich stürmischen Szenen. Im Schlußwort de» Referenten polemisierte dieser gegen Heikman« und so entstand daraus ein außerordentlich heftiger»nd periön» sicher Disput, der den in der Minderheit anwesenden An» hängern der bisherigen Partelpolitik Gelegenheit gab. durch lär» mende Obstruktion den Versuch zu machen, die V e r s a m m l u n g z» sprengen. E» kam hierbei zu sehr tumultuarischen Auf« (ritten, in denen die Parteiangehörigen untereinander sich in hest tigster Weise angrisse». Sitzung des vollzugsrals. Der VollzugSrat beschäftigte sich in seiner Sitzung vom ,7. d. M. mit Differenzen, die unter der Arbeiterschaft der Firma R. ausgebrochen waren. Der Dnher W. war im Januar in einem We-bebureau tätig. Als er später zurück in den Betrieb kam, beschloß eine Fuiiklionärkonfereiiz»nd später die in Frage stehende Abteilung, e» abzulehnen, mit W. zusammen« zuarbeiten. Der Vorsitzende schlug zunächst vor, die Angelegenheit durch einen Vergleich zu erledig'». Dem wurde von den Mi'glledern der D. P. D. widcisprocken. sie verlaiigten eine Entscheidung. Nach langer Debatte wurde von der U. S. P. D. folgender Antrag vorgelegt: .Der VollzugSrat erachW e» sür die heiligste Pflicht eine» sehen sozialistisch denkende» A-beiier». für die Einigkeit der Proletarier zu»-äiken iiiid besonder» unter seinen Arbeitsgenossen alle» zu tun wa» zur Aufrechterhaltung der Ruh« und Or'onung im Betriebe notwendig ist Sollten sich in eii'km Betriebe die au» den poli» tischen Verhältnissen entstehenden Gegensätze schar« zuspitzen und dadurch e>n ersprießliche.» Zusamuienarbeiten gcsähiden, oder gar die Mehrheit de« Arbeiterschaft Anstoß an der Tätig» keit irgendn-elcher Arbeiter nehmen, so hält e» der VollzugseZt für ganz selbstve ständlich. daß die donon Bclrosf-ni'n da» tun, wn» die Aufrechterhaltui'� bor Einigkeit der im Betriebe beschäftigten A rbetterschaft �rfarhect. ttnierlassen dir» die Be. trasfenen, sc beweisen si� daß sie nicht die Einigkeit der Ar« beiterschas» wollen, fondutn!»-'n»,ßt und mit Ueberzeugung tu Reaktion in die Hönde rrpfiren" Die®. P D. schloß sich dem Antrag an, verlangte aber die Worte:»Sollten sich«n r.mai Betriebe die an» den polit.iscben Berbältnissen eiit,rchendei> tzt.üdec spricht. Der Antrag der U. S% D. W irde oh n e d I e von d-r. T'.%>. D. v»rge schlat-en e A-'nderung am*#" .i j:»lc-, u.*,»»riietze- den tebensinMeMenser. Städtisch-, Stablgeiueind« Iroitiengemaf». DI- Berlin wird demnächst G-miissBerforgtmnsstekl, der 830©comm getrockneter Weibkohl in Verbindung mit 100 Gramm l a,nie3en öemuiearten, je nach den in den Kieinhandelz- Gestanden. Siolllohl, Wirstnglrohl. Mohrrüben. Spmat oder Zivlebeln. Bestimmte Bcmüsearten können nicht be- onipruchL werden. Die Abgabe der ICO Gramm Notkohl. Wirsingkohl. .a' �puiat oder Zwiebeln kann nur zugleich mit der Abgabe von SSO igramm getro-cknelem Weigkohl ersolgen. Der Kleinhandels. pg#&"%. %'�eln O.g N. füt je 100 Gramm Eew.cht. Der wie Ab- m1 if"e � y � den Deschäfien, welch» fcftrch Aushängeschild: «Derhauf von Trockengemüse. hergesieNt unter stcGischer Aufsicht, auf «e liner B-zugsiiarte- kenntlich sind, gegen ENpsangsschein abzu- liefern Sonnabend, den 10.. Dienstag, den 22 und Mittwoch, den 2�. April. Nachträgliche Anmeldung findet nicht statt Ausgab« erfolgt «ist cm 25. April. Der Magistrat macht daher ausdrücklich daraus aufmerksain, das) das gute städtische T-ockeng-mLse nicht»or Mitte nächster Woche ausgegeben wird. Vor Ankauf bereits Im Handel de- fmducher, minderwertiger War» wird gewarnt. Aerlin. Infolge de» geringen Mtlchetngange, KSnnen auch am Eoniiaoend, 10. April, feie �-Liter-Krankenkarten nur mit% Liter VostmUch beliefert werden. Auf dt« C 1- und C ll-Korlen wirb vom Montag, den 21. Ap.il, ab auf 4 Tage, also di»«iiischiieblich Donners. lag. den 24. April, je eine Büchse Kondensmilch verabfolgt. Tpand-ur. Da der erwartet« Dampfer nicht rechtzslllg«In- geirossen ist, wird leider in dieser Woche eine Verteilung von cmeii» b.ainfchem Weizennuszugmehl nicht erfolgen können. Sie findet aber in. nächster Woche bestimmt statt.— Es wirb darauf hingewiesen, dajj bie Fischzusuhr vugenblichlich reichlich ist, und bah deshalb den Ein-j wohnern geraien werden muh. Fische auf Feld 4 der Fischkarie recht bald zu beziehen. Da, Feld wird voroussich'.llch In kurzer Zeit für ungültig erklärt werden müssen.— In feer Derkaufsstell« im Ralhaule I trtrt»nabgsriebever Vlshrrilbenfamen zum»reif« ,«l 79 Pfa. je Tüte abgegeben. Reinickendorf. Der auf Abschnitt 2 feer Bezugskarte feer Gemeinde -ühstosf noch nicht entnommen hat. kann diese» bis zum 30. fe. M. noch nachholen. Wir bringen gleichzeiiig zur Kennlm», dah ein« Sendung Sühstoff für Gastwirt« wieber eingetroffen ist. Aus den Organifallonen. «Mershof. Der Bildungsausschuh veranstaltet für die Arbeiter- schaf! von Adlershof am Sonntag, den 20. April, in der Turnhalle, Hackenbergstrojje, eine Frühlingsfeter unter Mitwirkung liich- iiger Kräfte. Eintrittsgeld t Mar». Anfang 7% Uhr. Karten sind bei den Funklionären zu haben. Marienfeorf. Tonnabend abend, S Uhr, b«i Pieper, Dorfstroh«, Vorstands- und Bezirksführerfihung. Röntaental, Zepernick, Schönow, Schwanebeck. Hobrechtsfetfee. Am 1. Oftsrfeiertag Unterhaltungsabend im Lokal von Marx, Rön!» genial, Bärwolfftrab«. Ansang 7 Uhr. Programm ILO M. Waidmainslust fvezlrk.> Sonnabend, 10. April, in Hermsdorf, bei Pseffer, sRestaurant DeNevue) Mitgliederversammlung de» vezirks. Bericht vom Parteitag. Stellungnahme zur Maifeier. Mitgliedsbuch legitimiert. Beginn 7 Uhr. Freie Jugend Oberfchiin-weld«. Sonnabend Distuisstoasadend Bortrag! Jugend und Revolution. Spiel und Spott. Märkische Spieloereiniguna Grob-Berlla. Resuitote vom 12. April: Siralau I— Herta l 0:1: Ficht« 12 l— Fichte 4 1 1:3; Jahn- Treptow I— Lbersvre« I 7; 2; Ficht» 17 I— Rummelsdurg. Rummelsburg nicht anget eten; Minerva-Borstgwold« I— R D. l 0:7; Stralau II— Alemannia II 6:2; Bikiocia-Temp.]|— Minerva II 8:1; Minerva III— R B. C. II 1: 2; Stralau I. Iugd.— Minerva I. Zugd., Minerva nicht angetreten; Siche-Teg«! 1. Zugfe.—* II. Iugd. 7:0. Korfreitag und Öste.n werden vom Haup» Ausfchuk keine Spiel« vermittelt. Die Dereine müssen sich fchaftssplele suchen. Arbeiterturnerbund, 4. Bezirk. Zwecks Wiedergrllndunl Nordgruppe findet am Sonnabend, den 28. April, in Söst111' Turnhalle B e l z i g e r Strohe, abend» 7 Uhr, ein Zusa* turnen der Gruppeirvereine statt. Nach dem Turnen Sitzung-. Der Arbelter-Turn-Vereln Rosenthal. Rlefeerschönhauf-n-Ks? den Turnbetiieb wieder«rössnet. Die Turnobend« finden und Freitag von 8— 10 Uhr in der Echuliurnhall«, Gaethestrelst- 1 gang Schillerftrotze, statt. Damen und Herren ol» Mitglieder kommen. � Wilmersdorf, Schmargendorf. Di« Frei« Iurn«r1chaft W« 1. Osterfeiertoz, nachmittcgs 3 Uhr. auf ihre» Spielplötzen"Lß Wültemberaifchen Strotze izwifchen Olivaer- und Zehrbellin«-. ein interessantes Zutzballwettfpiel gegen Stetiin«« vl genossen. � Tchäneberg. Der Arbelter-Iurnv«re!n feiert am Karfreiiol L iLjähriges Bestehen durch»in öffentlich«, Turnen W* Turnhalle der Rückerschule am Siadtpark. Eintritt frei. 5 lih: nachmittag». Nach dem Turnen Versammlung beimf Gescblechtsbra1 pertouettt im«tgeiten Smetefie.»et Rdi#et»' tu itdützp, meine nutfiSre: de«reichute Aber � v.,„ t*, Bluiunietwchmig uitu.. hitlnuetuull ttub teenl»1«« vc1. uendilpijeueii llraic ias j'""''■ Sbt chtz. nden etlittflcu. (hing i 1.04. Leitungsdrahte. Ktbei. Litzen, Anker- und>puldraht kauft hBehstzahlcnd t lektro- büroOrao enalr 199. Mpl.4016. Frackanzug, Jackettau- zug Mlttelfigur, vcrkil Kaiser. allce 31. Milchgeschäft Raa;« Hodimeirrle, 9»(fe. 1 1 Irr ett Zeniifecftg«:«!. i.t tetr Z fedenicker Etz. i2a(—6). Verschiedene MSbcl zu verKaulen. Wochentags von 6-13. 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Eiupubz".«' Ij,; ssrsTg� Hennovc'SC't®"/ burger TqH- Sii-S ZWO Ke�gufe� atrmms#* im Ks WW Strasse A Strasse d».____ ,, ZZHA feetßasc I« :4 Nr. 187. Beilage zur.Lreiheil". Zreilkaa. 18. April 1919. Ter Generalstreik der Angestestlen. ,- Vor ernsten Entscheidungen. Dn Versammlung der Obleute der Urei�nden Ange- KSVM geeignete Grundlage der Verständigung ansehen Am Mei »»SM ! f 4 ij rung muß den Herrenswndpunkt der Unternehmer bre�n. Ue muß wahr machen, maS sie den Angestellten versprochen dat. Sie steht vor einer schweren Entscheidung, gibt sie der Beeinflussung der Unternehmer nach, so wird sie den allgemeinen Streik der Angestellten nicht verhindern können wrd die Verantwortung'tragen für all« seine ssso-lgen. Auch bei den B a n k b e a m t« n ist eS bisher noch nicht gn einer Einigung gekommen. Die Verhandlungen sollen am Sonnabend fortgesetzt werden. Inzwischen tut die bürgerliche Presse alleS, umdse Bewegung ber Angestellten'herabzusetzen. Sie verdachtigt fie *° t i t i s ch e r- M v t i v« und wirft ihnen vor von Drabt- N.crn radikalster Nichtungen aenaSfühii zilwerdem So Fussen auch dre Angestellten erfahren, waK die Arbeiter in ledein WirtschaftSkamps erlebt haben, daß die Verleumdung unentbehrlick>eS Hilfsmittel der Unternehmer im Kampf gegeg die Arberter und Angestellten ist. Verschärfung des Streiks. Di« ytstrige Versammlung d«r Oblrut« sämtlicher streikender ?tanch«n hotte s«hr schwerwiegende Entschlüsse»u IA b,Jen' Lunächst derichet« Aufhäuser über di« mn Mstlwoch ßl.'ItQcfunöcuen Verhandlungen bor dem Vollzugtrat mit dem �sbeitgeberverband. Er brachte zum Autdruck, daß di« Streit- I SRltJ1? der zusammentretenden Kommission, di« über bat wi �'�"""ungtrecht bei Einstellungen verhandeln solle, beteiligen iofc L über darin nicht ein« Schwäch« zu erblicken sei, sondern der o Äentrolstreikleitung und die v n gestellten schaft sich durchaus i - (I eil r. I ! 4 feh,, »Ki t»ir H o»««y 4/»V»iy*|l«/ VU«.U�4U» �st bewußt sei, die ihr innewohnt, und die bis heute van zu Tag gelvachsen sei. luk?" � e � t,CW' Bollzugtrat fordert« Re Angestellten auf, au»> dick» ren ihrem Kampfe, und ließ dabei die Versammlung tiskj],' 111 Stoeifel darüber, daß es sich nach seiner Meinung bei �...�"sen Streik um ein« Machtfrage Handel«, und daß � darum die Angestellten fest bleiben müßte». Verhandlungen, die bis weit in den Nachmittag ""i�de schließlich beschlossen, der Verhandlung»» Vtült wifzugeben, daß der Vorschlag de» Generaldirektor» d« h» n l unter allen Umstände» al» Min» -rn. hrt.~ wi"" u»v.»»v- fj«»-»«»-»»•••»p»»-—-/ üb-,/ e sti. daß di« Bestimmungen de» künstigen vertrage» l i■'t O cm;.,>,• �*# M» durchgesetzt werden soll«. De» weiteren wurde '�ut festgelegt, daß bei den Verhandlungen di« gorderung nach ,e bot die sei. daß die Bestimmungen de» künftigen Bertrage, ,, da, Mitdestimmu»g»recht so lang- Geltun« habe» sollen. Z,»fine llesetzliche Regelung«intrit�Jn dw Kam. wurden gewählt die Herren Roth«.«- M. Schmidt, Bublitz, Ans hänser. übrigen kam in der Versammlung in sehr starkem Maßt Svni Ausdruck, daß die Angestellten unter allen Umstanden gewillt '"d. auszuharren ti» zur Durchsetzung ihrer Forderungen. �-f anderen, erklärte Sudik von den MogistratSbcamben. daß sich durchau, zur Verfügung der Zentralstre,kle>tung galten. P- bürden restlos« den Au»stand treten, sobald e» von dort »-blangt würde.„ W1. Au, der Versammlung herau» wurde der Antrag gestellt und T�nommen. den allgemeinen Angest-Nt-nstreE noch zu»er» � Zur Haltung d«r bürgerlich«» Pr.ss« "U)e folgend« Entschließung angenommen: ;##### �hrzehnt«« immer gewesen ist. WWMW WWWWW d,e Augestelllenschaft die Konsequenzen au, diesem �er gercchwn Sacke ziehen wird. ZentraI»Streitleitung, lstresseabtoUiMg. Der Streik der Kalisyndikats-AngesteMen. verrat Walter. D-r Betrieb, al?gestcllü!nrat ist aber völlig korrekt verfah«w die Mehrheit der Angestellten in geheimer Abstimmung für «L?!' si'mmte. erklär, sich daran», daß trotz monatelang �»Handlungen weder ein Mindestgehall-abkommen noch dt« b- ZI b-utigen Berkehrsverhältnisie" für den Berliner Bureau» «rbeiter gesundheitlich erforderliche durchgehend« Ar fr« t, z«i t....' folge -«.SMMZM ausgeschlossen wurden und wiederholte Eingaben an Bs» Hörden und Regierung dieserhalb ohne Antwort blieben. Da» Kalisyndikat zählt heute noch Beamte mit acht- und mehrjährigem Dienstalter, die verheiratet find und monatlich unter 20 0 M. beziehen. Etwa 50 Prozent der Beamten haben ein monatliche? Gehalt unter 300 M. nach Abzug der VersichernngLgebührnisse. Infolgedessen herrsch! unter den Angestellten große soziale Not und sie klammern sich an da» Mitbestimmungsrecht als die einzige Möglichkeit, eine Besserung ihrer Lage zu erzielen. Das Mitbestnnnmngsrecht ber Angestellten bei der Hochbahn. Wie wir erfahren, haben auch die Angestellten der Hochbahn in eingr am 16. April stattgefundenen Versammlung zur Frage deS Mitbestimmungsrecht« Stellung genommen. Die Direktion hat sich bereit erklärt, bi« zum Erlaß eine« Reichsgesetze» Kün» digungen und Anstellungen von Beamten nicht vorzunehmen. Die Versammlung ist hiernach zu dem Beschlutz gekommen, daß fie im Einvernehmen de» AngeftelltenauSschusse« mit der Zentral- streikleiwng im Interesse der werktätigen Bevölkerung Groß- Berlins von einer Arbeitseinstellung absieht. Sie sprach aber den im Kampfe um das Mitbestimmungsrecht befindlichen Angestellten ihre voll« Sympathie au» und wünschte ihnen vollen Ersolg ihrer Bestrebungen. Gleichzeitig wurde von der Versammlung beschlossen, die im Streik befind- lichen Angestellten auch finanziell zu unterstütze«. Gegen die unwahre Berichterstattung. Van d«r Gewerkschaft der Beamten der ReichSversiche» rungSanstolt ist un» folgende Zuschrift mit der Bitte n« Veröffentlichung zugegangen: „Heber die Sympathiekundgebung der Angestellten der ReichSversicherungSanstalt zugunsten de» auch für sie unbe» dingt erforderlichen Mitbestimmungsrecht», ausgedrückt durch eine halbtägige Arbeitseinstellung am vergangenen Montag, hat der „Berliner Lokal-Anzeiger* in seiner Nummer vom DienStag morgen in Wahrung der von ihm vertretenen Interessen der Großunternehmer in verletzender Weife berichtet. Dabei hat er die Stimmung der Angestellten bei der ReichSversicherungZ anstatt durchau» unzutreffend wiedergegeben. Eine im Interesse seiner Leserschaft dem„Berliner Lokal-Anzeiger" über. mittelte, rem sachliche Berichtigung t st von ihm stillschwet- gcnd unterdrückt worden. Wir überlassen diese auch dem Pressegesetz widersprechende Handlungsweise dem Urteil der Oefsentlichkeit, ohne unsererseits in den gehässigen Ton de»„Lokal-AnzeigcrS" zu verfallen. Zur Sache selbst bemerken wir: Abgesehen davon, daß bei Bekanntgabe de» Beschlusses über eine solche Sympathiekund- gebung keiner der versammelten Vertrauensmänner Widerspruch erhoben hat, ist in einer am Mittwoch abgehaltenen Vertrauens- männerversammlnng, zu der jede» Mitglied der Gewerkschaft Zutritt und Gelegenheit zur Aussprache hatte, die Sympathie- kundgebung auch-nachträglich einstimmig gutge heißen worden. Die für den Beschluß in erster Linie Ver- antworrlichen sind keine„radikalen Elemente", vielmehr„genügend klare und ruhige Köpfe" und durchau» nicht»vom Streilfteber ergriffen". Die vom„Lokal.Anzeigcr" betonte Notwendigkeit„ge wissenhaft« und treuer Arbeit" ist der Gewerkschaftsleitung und dem AngestelltcnauSfchutz in solchem Maße»eigene Ueber- zeugungSsache, daß darauf von ihnen bei jeder Gelegen- heit die Angestellten gerade w der jetzigen Zeit auf» eindringlichste hingewiesen worden sind." Die Noskesiarde gegen den Stre-'k. Die Zentrakstreikleitung der Angestellten Haiti für gestern vormittag eine Versammlung im Lustgarten füt di« Ange- stellten der Kauf» und Warenhäuser anberaumt. Die Versammlung war von der Kommandantur und dem Polizei- Präsidium genehmigt worden. AIS die Versammlung etwa eine Viertelstunde getagt hatte, erschienen ungefähr 50 Regie- rungSsoldaten und jagten die versammelten ohne jede Begrün- dung auseinander. Eine Abordnung ist wegen dieser heraus. fordernden'Handlung zum Reichswehrminister NoSke geschickt worden, um gegen diese Ungesetzlichkeit zu protestieren. Auch vor' dem Warenhaus Wertheim ist r» zu einem Zusammenstoß zwischen Streikposten und RegierungStruppen ge- kinnmen. Eine Patrouille verwies die Streikposten von den Eingängen und ließ die Arbeitswilligen vom„Gewerkschaftsbund passieren. Die Zentral-Streikleitung hat wegen des Vorgehens der Patrouille Protest erhoben und«ine Deputation zum Gouvcr- neur Schöpflin gesandt, um gegen da» Vorgehen der Kol- daten Beschwerde zu führen. Ei muß unbedingt festgestellt werden, welche Person«» die Soldaten angameseu haben, gegen die Versammlungsteilnehmer und die Ttreitpoften gewalttätig vorzugehen. Dies« Personen müsse» unbedingt zur Rechenschast gezogen werden. Sympachiekundgebungen. Di« Angestellten de» Preußischen Statistischen LandeGmck, versammelten sich im Lindenhof. L i udenstr/' iTTzii ZZ'MMsWZ L'IAKr # SS recht erreicht. D,e Angestellten weise» auf die unabseh. lose Telegraphie und tomit der ganze Uebcrsecvcrkehr still. SS; L".ÄSÄ genommen. Die gestern im WeiHenstepHan tagende Versammlung der Obleute und Vertrauensleute d-r Hol»- und Möbel» industrie und de» Handel« drückte den streikenden Kollege» in ihrem berechtigten Kampfe um daS Mitbestimmungsrecht ihn vollste Sympathie au» und erklärte sich bereit, den Kampf d« Kollegen weitgehcndst zu unterstützen, auch finanziell. Da» Vev halten der bürgerlichen Press« wurde besonder, gegeißelt Die Angestellten de« Buchhandels, deS Buch« druck-, Papier, und ZeitungSgewerbe» nähme» gestern in einer überfüllien Versammlung im großen Saat d« Börse zum Streik der Angestellten Stellung. Dr. Pfirrmann vom Angestellten. Verband erstattete zunächst Bericht über di« aufgestellten Forderungen an die Unternehmer im Buchhandel und Papiergewerbe, in denen neben GehaltSfraaen da» Mb bestimmunasrecht der Angestellten eine groß« Rolle spielt«. Nach- dem am Mittwoch di« Prinzipale im Buchhandel in dieser Frag« Zugeständnisse gemacht hatten, zogen sie dieselben am Donners- tag wieder zurückl Di« Versammelten»erpflichteten sich in einer Resolution, gemeinsam mit scm Zeniralverband der Handlungsgehilfen in den Kampf für da, Mitbestimmungsrecht«inzn- treten. Vertreter de» Buchbinder- und TranSportarbeiterver- bände, drückten den Angestellten weitgehendste Sympathie und Unterstützung aus. Di« Angcstelllen der Firma Orenstein u. Koppel er» klärten gestern nachmittag in einer Betriebsversammlung in de« Kammersälen, einmütig im Streik solange zu verharren, bi» da» Milbestim mungSrecht erkämpft ist. Di« Beamten de« Heerelwerkstatten in Spandau faßten folgend« Eni- schließung: „Die Beamten der Heereswerkstätten in Spandau können au» staat»- und beamten rech lichen Gründen an dem Streik... Angestellten nicht aktiv beteiligen. Eine Teilnahm« am Streik wird auch von ihrer Organisation, dem„Deutschen Beamten- bunb", verboten. Di« Beamten wünschen den Angestellten in ihren wirtschaftlichen und ideellen Bestrebungen vollen Erfolg und erklären«instimmig, für dif Dauer de» Streik» kein« Arbeiten auszuführen, di« bisher von Angestellten erledigt wurden, soweit solche nicht von der Direktion im Einvernehmen mit dem Arbeiter« vat angeordnet werden." Di« Angestellten der Eharlottenburger Wasserwerk« nahmen m einer Versammlung zu einem Schreiben ihrer Direktion, in dem die Zahlung einer einmaligen WirtschastZbeihilfe abgelehnt wird, Stellung. Im Laufe der Verhandlung wurden die Forde- rungen neu formuliert, erweitert und der Angestellten-AuSschuß beauftragt, bei der Direktion folgende Forderungen zu stellen: 1. Da» Mitbestimmungsrecht des Ausschüsse» W allen daS Dienstverhältnis betreffenden Fragen, 9. Zahlung einer einmaligen Wirtsck'aftsbeihilfe: gestaffelt nach Alter, ledig, verheiratet und Kindern, 8. Regelung de» Einkommen» nach dem GehaltSprovisorin« der Metallindustrie, 4. Regelung der Urlaubifrag«. Di« Angestellten sind bereit, mit allen Mitteln, die ihnen ztt Gebote stehen, für di« Erfüllung dieser Forderung einzutreten. Ein« äußerst zahlreich besuchte Versammlung d«r Recht»« anwaltS-Angestellten im Verband der Buteau-Angestellten sprach ihren Kollegen in der Metallindustrie zur Erreichung ihre« zweifetlo» berechtigten Forderungen ihr« volle Sympathie au», Sie hofft, daß die Erfüllung dieser Forderung auch dazu be> tragen wird, die elenden Verhältnisse, die noch zum großen Teks in den RechtsanwaltSbureau» bestehen, zu beseitigen. Di« am 16. April 1019 im Restaurant Borchel, Haselhorfk. versammelten Angestellten de» Kabel- und Metallwerks! der GicmenS-Schuckert-Werke, G. m. b. H.. heißen die Eni- schließung und Profiamierung des Generalstreik» durch ihr« Obleute gut. Sie sind festen Willen», weiter zu kämpfen, bis die Forderungen betreffend das Mitbestimmungsrecht und vorberigels ZustimmungZrccht bei Einstellungen, Kündigungen und Eni- lassungen, sowie in allen Fragen des Arbeitsverhälwisse» ohne jede Worwmstcllung errungen ist. Der Zentralstreikausschnß de» Siemenskongern». Der Arbcitgeberverband der deutschen Versicherungsunter- nehmungen hat auf seiner Gencralversammliing den Verein- barungen der VcrhandlungSkommission über da» Mitbestim- mungSrecht der Angellelltenausschüsse zugestimmt. Es fällt daher für die Angestellten der VersicherungSunternchmungen vorläufig der Grund für ein Beteiligung am Generalstreik fort. Sie sind aber bereit, die noch kämpfenden Angestelltengruppen in jeder Beziehung zu unter stützen. Die Angestellten der Biktoria-Versicherung haben den W Kampfe um das Mitbestimmungsrecht stehenden Kollegen 10 000 Mark überwiesen. Der Betriebsrat der Biktoria-Versicherung. Achtung! Slemensangestcllte! Un» wird geschrieben: Di« Direktionen der SIemenS-Tchuckeriwerke, Ä. m. b.&» «nd der Siemen» n. Halske, A.-G. fordern die Kollegen auf, durch Einschreibebrief di« A r b e i t« ty i l l i g k« i t zu versichern. Der Zweck dieser Inserate liegt klar auf der Hand. Die Arbeitgeber brauchen Zahlen für die Oefsentlichkeit. Die Strcib- leiwng erwartet mit Ruhe dir Publizierung de» Ergebnisse» der Arbeit»wiill,oenmeldungen und weist hierdurch nochmal» auf da» Abstimmungsergebnis vom 10. d. M. hin, wonach die Ablehnung de« Schiedssprüche» mit überwältigender Mehrheit beschlossen wurde. Diese Abstimmung war geheim I Die Firmen, oder wohl richtiger bezeichnet, besonder» tüchtige Oberkollegen, greisen neuerdings zu einem neuen Mittel der Stimmungsmache, welche» verdient, veröffentlicht zu werden. In mehreren Lokalen werde« von Vorstehern mit Vertrauensleuten Stammtischsitzun- gen abgehalten, um dort gegen den Streik zu agi» tieren. Die Streikleitung kann allen Kollegen nur emp'ehlcn� Einladungen zu solchen Bierabenden recht rege Folge zu leisten, um dadurch das Ergebnis dieser Agitation illusorisch zu mache» \ Der Z-ntralstreikautschuß de» Siemens lonzcrn». Emigungsverhandlungen im vankbeamkenstrelk. Zm Streik der Bankbeamten fanden am gestrigen Donnerstag nachmittag wiederum Einigungsverhandlungen vor dem Schlich- tungSausschuh im Siemenshause statt. Der Vorsitzende, In» genicur Lüdemann, stellte zunächst drei bestimmte Punkte zur Erörterung, Über die der Ausschuß vor weiterer Beratung noch die Stellungnahme der Parteien zu hören wünschte. Es handelte sich um folgende Fragen: 1. Auf welchen Personcnkrci» soll sicki da« Mitbestimmungsrecht der Angestelltenausschüsse erstreckend 2. Soll die Mitwirkung der Angestelltenausschüsse auch bei Pen. sionierungen erfolgen und L. Soll die Mitwirkung bei Kündi- gungen und Entlassungen nicht einer Einschränkung durch Ein- fiihrung einer bestimmten Karenzzeit umerUvgen? Zum ersten Punkte vertraten dieVertreterderBank- leitung den Standpunkt, daß sich die Mitwirkung der Ange- stelltenauSschüsse nur auf die Angestellten erstrecken dürfe, die nach dem Wortlaut der Verordnung vom 23. Dezember 1916 wahlberechtigt seien. Die Vertreter der Angcstclltenschast dagegen stellten sich auf den Standpunkt, daß die Angestelltenausschüsse d'e Interessen aller Kategorien der Angestellten wahrzunehmen haben und wollten eine Ausnahme nur für di« Direktoren und stellvcrtretenden Direktoren gelten lassen. Sie verlangten auch. daß unbedingt die nach dem Gesetz noch nicht wahlberechtigten Angestellten ebenfalls dem Ausschuh unterstehen sollen. Die Ein- tühruna einer bestimmten Karenzzeit m der Dteufeeit ßer«ngesteMen, fcS�renb welcher der Ausschuß don einer Mit- Wirkung ausgeschlossen sein sollte, lehnten die Angestelltenver- treter entschieden ab, während die Arbeitgebervertreter sie als un- bedingt notwendig bezeichneten. Eine sehr lebhaste Erörterung gab es auch über die dritte Frage, der Mitwirkung des Ausschusses bei Pensionierun- gen. Die Angestellten hielten eine Mitwirkung der Ausschüsse auch bei Pensionierungen für selbstverständlich, um Zwangs- penftonicruiigen zu verhindern. Marx vom Allgemeinen Ver- band deutscher Bankbeamten verlangte das Mitbestimmungsrecht der Ausschüsse bei allen Penstonierungon ohne jede Einschrän- kung, während Fürstenberg vom Deutschen Dankbeamten» verein unter Umständen bereit war, die Mttwirkung der ÄuS- schüsse auf die Zeit zu beschränken, während welcher den Ange- stellten ein Anrecht auf Pension noch nicht zusteht, aber auch er betonte die Notwendigkeit der Mitwirkung der Ausschüsse nament- lich bei den sogenannten Hauskassen der Banken. Nach dieser Aussprache zog sich der SchlichtungSauSschuß zur Beratung zurück. Gegen 7 Uhr abends wurde dann in die Beratungen der Tie» Haltestagen eingetreten, die mehrere Stunden in Anspruch nahmen. Die Einigungsverhandlungen werden voraussichtlich kaum vor Sonnabend beendet werden. Ae Bewegung im Reich. Die Chemnitzer Bankangestellten haben mit Rückficht ftttf das über Sachsen verhängte Standrecht am Donnerstag die Arbeit wiederaufgenommen. Au» Köln wird berichtet: Da die zweitägigen Permitt» HungSverhandlungen beim Regierungspräsidenten zwischen den Organisationen der ausständigen Angestellten der Kölner In- dustrie und den in Frage kommenden Unternehmerverbänden zu keiner Einigung geführt haben,.haben die Angestelltenorganisa- tionen beschlossen, den Schiedsspruch der britischen Behörde anzurufen. Die Schneider gegen den„Vorwärts". Eine gestern im Gewerkschaftshaus tagende Generalverfamm- iung des Verbandes der Schneider nahm zunächst Stellung zum bevorstehenden Gewerkschaftskongretz. Das Referat des Kollegen Schumacher gestaltete sich zu einer scharfen Abrechnung mit den Gewerkschaftsführern in der Generalkommission, die mit- schuldig seien an dem Elend, in dem wir jetzt leben. Er stellte die Forderung auf, dah die Gewerkschaften die Arbeiterräte in ihr Programm ausnehmen müßten, aus dem Gewerkschafts- kongreß mutz der Gedanke der Arbeilsgemeinschaft abgelöst wer- den durch den Gedanken des Rätesysiemö. Eine Resolution, in der die Versammelten sich auf den Boden des Rätesystems stellen und die politische und wirtschastliche Macht, in Verbindung damit die vollziehende Gewalt zur Erreichung der sozialistischen Gesell- fchastSordnung fordern, fand einmütige Zustimmung. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung lag«in Antrag vor. in dem die Verwaltung aufgefordert wird, de»„Vorwärts" als Publikationsorgan nicht mehr zu benutzen. Schumacher bat im Namen der Verwaltung um Ablehnung diese» Antrag». Da viele Kollegen noch den„Vorwärts" lesen und durch ihn in einseitiger Weise informiert werden, ist es nötig, sie durch Aq- zeigen im„Vorwärts" in unsere Versammlungen zu bringen. Nach kurzer Diskussion, in der die Haltung deS.Vorwärt»" namentlich während des letzten Generalstreik» scharf kritisiert wurde, gelangte der Antrag gegen wenige Stimmen zur Annahme. Da» Abstimmungsresultat wurde mit stür- mischem Beifall aufgenommen. Zum Schluh kam die Entlassung des ArbeiterratS in dem Spandauer Bekleidungsamt zur Sprache. Die Versammlung de- .schloß, gegen den auf Veranlassung des Generalkommandos neu „gewählten" Kollegen Köhler, der sich in einer Besprechung auf den Standpunkt stellte: weh Brot ich esse, des Lied ich finge, das LuSfchlutzverfahren einzuleiten.— Des weiteren wurde sine Protestresolution gegen das blutige Vorgehe« der zaristischen Noskegarden angenommen, in der jedes weitere Zusammen» arbeiten mit Angehörigen dieser Truppen verweigert und ihr Ausschluß aus dem Verband gefordert wird. Arbeileraussperrung ln den Spandauer Heereswerkstatten. Der Arbeiterrat der Pulverfabrik Spandau Hai folgend« Beifügung erhalten: „Da eine- wirtschaftliche Weiterführung der Betriebe der HesreSwerksiätten in Spandau infolge der Angestelltenstreiks nicht möglich ist und die nahen Osterfeiertage ohnehur eine längere Unterbrechung der Arbeit bedingen,. so sind die Span- dauer Heereswerkstätten bis auf weiteres zu schließen. Mitteilung über Wiederinbetriebnahme wird be- fonders erfolgen. Regelung der Lohnfrage bleibt vorbehalten. Einem Bericht über WiedereröffnunK wird entgegengesehen. Der Kriegsminister,(gez.) Reinhardt. Der UnterstaatSsckretar.(gez.) Göhre. I. V. Im Auftrage: WrieSberg. Nr. Stab H. O. 78. 4. 19. K. G. H. 907, 4. 19. G. H. B. p. Berlin. 17. 4, 19. Abdruck zur Nachachtung für den Zentralrat, Betrat gez. Sichler. Die Arbeiter wollen sich dies nicht gefallen lassen und werden /hierzu noch Stellung nehmen. » Achtung! Entgegen der kriegsminifteriellen Verfügung vom 17. 4. 19 erscheinen die Arbeiter sämtlicher Spandauer Institute am Sonnabend vollzählig zur Arbeit.— Die Arbeit wird am L». 7 Uhr früh, aufgenommen. Die gesamten Arbeiterrate der technischen Institute. Streik in der Landschaftsgärtnerei. All« Versuche, eine gütlich« Einigung mit der Arbeitgeber» organisation zu erzielen, sind fehlgeschlagen. Nachdem die Ver- Handlungen sich nun lange genug hingezogen haben, ohne daß ein Erfolc, erzielt wurde, ist die Geduld der Arbeitnehmer zu Ende. Die Organisationsleitung empfiehlt, in allen Firmen, in denen der Tarifvertrag nicht anerkanni wird, am Sonnabend, den 19. April, in den Streik zu treten. Eine Bersamm- lung der Streikenden findet am Sonnabend, den 19. April, vormittags 16 Uhr, in den neuen RathauSfälen, Schöneberg, Martin Luthcrstr. 60, statt. Von größeren Firmen hat bis jetzt die Firma 9t. JPenzfch, Reinickendorf, betoilligt Di« zu neuen Bedingungen Arbeitenden erhalten eine grüne Arbeitskarte. All« Arbeiter, be» sonders die Bauarbeiter, werden um Unterstützung der Bewegung, besonders durch Kontrolle der Arbeitskart« bei den arbeitenden Gärtnern, Gartern.rbeitern und Gartenstauen gebeten. Alle auf den Slreik bezüglichen Mitteilungen sind an da» Bureau dcSVcrbandesdec GärtnerundGärtnerei- • r b e i t« r, Berlin©.'2, Luisenufer 1, Fernruf Movitzklatz 3725, zu rjchw? Lohndewezung der Lagerarbeiter«nd Kutscher au» den Eisenkurzwarenhandlungen Groß-Bcrlin«. Die Arbeiter der ge- nannten Branchen haben den Deutschen Transportarbeiter-Ver- band beauftragt, dem Arbeitgeberverband der Eisenhändler Deutschlands einen Tarisverlrags-Entwurf zu über- reichen. Infolge der äußerst niedrigen Löhne, die rn dem weitaus größten Teil der Geschäfte gezahlt werden, haben die Arbeiter ein Interesse daran, eine baldige zufriedenstellende Rege- lung zu erfahren. Voraussichtlich werden nach den Ostertagen die Verhandlungen ihren Anfang nehmen. Die BootSbauer von Groß-?erlin sind infolge Ablehnung ihrer Lohnforderungen— 2,70 M. Stundenlohn für Verheiratete und 2,40 M. für Junggesellen— in den Streik getreten. Während einige Firmen inzwischen den Tarif anerkannt haben, hat der Obcrscharfmacher im Bootsbaugcwerbe— Deutsch-Stralau— seine sämtlichen organisierten Leute entlassen. Die Ar» beiter-Wassersportvereine werden dringend gebeten, nur bei den Bootswerften arbeiten zu lassen, die den Tarif an- erkannt haben. Lohnbewegung der Berliner Portiers. Auch die Berliner Portiers sind in eine Lohnbewegung eingetreten. Ihre Organi» fation, die eine Unterabteilnng des TranSportarbeiterverbandcS bildet, hat einen L o h n t a r i f ausgearbeitet und diesen der Vereinigung Berliner Geschäfts» und KontorhauSiahaber über- sandt. Dies« Vereinigung hat eine Antwort gegeben, die den organisierten Portiers nicht genügt. Eine Versammlung hat deshalb beschlossen, nochmal» an die Arbeitgeberveroinigung heranzutreten und den Tarif wiederholt einzureichen. Sollten dann die Wünsche der Angestellten nicht befriedigt werden, so wollen die Portiers in den Streik treten. Arbeiter der Pulverfabrik Spandau I Dienstag früh zur gewohnten Stunde im Betrieb erscheinen! C. Lorenz, A.-G., Tempelhof. Di« Arbeiterschaft wird ersucht, sich zur Vorschußzahlung am Sonnabend, vormittags 11 Uhr, im Betrieb einzufinden. Dr. Paul Reyer A. G. Betriebsversammlung aller Arbeiter und Angestellten am Sonnabend, de« 10 April, vormittag» 10 Uhr, im Krystall- Palast. Sellerstraße. Angestellte der KriegSorgonisationr» und HeereSbetriebr. Die Zentralstreikleituna hat in ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, daß die Angestellten der Kriegsorganisationen«tid Heeresbetriebe einstweilen vorn Streik avSzuschNeßen sind, da sie in der Haupt» fache volkswirtschaftliche und lebensmittelwichtige Betriebe umfassen. Die Bertreiungen dieser Angestellten werden jedoch be. austragt, finanziell den allgemeinen Streik zu unterstützen, und haben sich hierzu auch oh»e weitere» bereit erklärt. Ferner treten die beiden Arbeitsausschüsse dieser Angestellte,» umgehend mit der Vertretung ihrer Direktionen in Verbindung, um das Mit- bestimmungSrecht restlos durchzusetzen. Sollte die? nicht bewilligt werden, so werden weitere Schritte in Erwägung gezogen. Achtung, Siemensangestellt«! Die tägliche Meldung in den einzelnen Streikausschüffen fällt am Karfreitag sowie am ersten und zweiten Feiertag fort. Am Sonnabend, den 19., und am Dienstag, den 22. d. M., sowie an den darauffolgenden Tagen sind die Streikausschüss« zur Entgegennahme von Meldungen wieder geöffnet. Auch müssen an diesen Tagen die erforderlichen Streikposten gestellt werden. Der Zentralstreikausschuß de? SiemenSkonzern». C. P. Goerz 9.-01., Friedenau. Betriebsversammlung der An- gestellten am Sonnabend, nachmittags 4 Uhr, im Rathaus Friedenau, Bürgersaal. Auergesroschaft. Versammlung der streikenden Angestellten «nn 19. April, vormittags 11 Uhr, im Restaurant„Bellevue", Lichtenberg, Hauptstraße 2. Angestellte Mix n. Genest. Versammlung am Eonnabend, 10 Uhr. Tempelhof, Manteuffelstraß«, Restaurant Birken» Wäldchen. Meldezettel am Eingang abgeben. Erscheinen un- bedingt erforderlich. Vollversammlung der Angestellten der B. T. IB. Berlin,«nn 19. April, mittag« 12 Uhr, in den PharuSsälen. Streikkontrvlle findet im Saale statt. Wristrnsee. Die Streikleitung der Angestellten deS Bezirk» Derlin-Weißense« befindet sich in der Alpenrose, Berliner Allee 60. Sonnabend. bprmittag» 10 Uhr, Angestelltenversammlung Borussia-Brauerei. Betriebtverfammlung für die Angestellten von Hermann T i e tz Sonnabend, den 19. April 1919, morgen» 9 Uhr, in Havellands Festsälen, Neu« Friedrichstr. 83, Großer Saal. Obmann: Kli n low. Setriebdversammlnag der Di scont». Gesellschaft findet am Sonnabend, mittags 9 Uhr, im LehrervereinShau», Llerander- platz, statt. Truppen in Schulen vnd anderen öffenttichen Gebäuden. Es ist ein Skandal unerhörter Art. daß. unser« Schulen zur Unterbringung von Truppen benutzt werden. Im Ja» nuar betrug in Berlin die Kahl der besetzten Schulen 107, letzt sind 15 Schulen mit Soldaten belegt. In C har» lottenbura sind von Höberen Schulen die Siemens- Oberrealschule und die dritte Realschule, wefter die Auzuste- Biktoria-Studien-Anstalt besetzt. ES folgen die Elisabeth- Mittelschule und zwölf Gemcindeschulen, so daß hier also im ganzen 20 Schulen militärisch belegt sind: im ganzen Char- lottenburger Osten ist lediglich das Mommsen-Gymnasium von der Besetzung frei. Auch die Herder-Schuke in Westend hat einige Räume hergeben müssen. In Schöneberg lagert die Republikanische Soldatenwehr im Vrinz-Geinrich-Gvm- nasium. Berkehrstruppen. die eigentlich dorthin kommen sollten, sind aus militärischen Gründen bereits vorher de- mobilisiert worden, so daß jetzt nur noch diese Anstalt dem Schulgebrauch entzogen ist. In Wilmersdorf. ist das Ioachim-Iriedrich-Gpmnasium. dessen Schüler zum Bis- marck-Gymnafium abwandern mußten, und die 6. Gemeinde- schule von Truppen belegt. In den nächsten Tagen wird wahrscheinlich noch eine neue Schule angefordert werden nillssen, da man damit umgeht, die militärtechnische Akademie ebenfalls vom Militär zu räumen. In Neukölln sind vier Schulen, in Lichtenberg zwei, in Pankow eine und in Weißensee drei Schulen, von denen zwei Ooppel- anflalten sind, militärisch beschlagnahmt.. Auch in Gerichtsgebäuden lagern Soldaten, so ist das Parterregeschoß in der Turmstraße mit Soldaten angefüllt und die BerhandlungSsäle Berlin-Wedding und anderer Amtsgerichte habe»»ach dem Kriminalgericht umziehen müssen. Der Schaden, der den Schulkindern entsteht' ist nicht abzusehen. Der Unterricht leidet ungeheuer. Die Kinder kommen in Unordnung durch die Unregelmäßigkeit, mit welcher der Unterricht ausgeübt wird. Was das bedeutet in einer Zeit, in der ohnehin die Jugend außer Rand und Band ist, vermag nur der einzusehen, der Interesse an einer geord- neten Erziehung der Jugend nimmt. Alle Proteste dagegen scheinen in den Wind gesprochen� Täglich � Schaden für Lehrer, Kinder und Eltern. BesteM»«� gends Verständnis für diese großen Gefahren>» sogenannten sozialistiscludemokratischen Regierung Stadtverordnetenversammlung, t I Die Erweiterung der Fortbilde Pflicht bis zum 18. Lebensjnhre forderten zwei beiden sozialistischen Fraktionen. Genossin M a i h> � begründete diese Forderung und befürwortete ei» Vorgehen aller Groß-Derliner Gemeinden. Der schulunterricht soll in die Vormittagsstunden verlegt sich auch aus die weibliche Jugend erstrecken. Der -einstimmig angenommen worden. Nun schritt die Versammlung zur Etat*)( eingeleitet durch den Kämmerer, welcher den engen JPJj hang zwi'chen den Finanzen der Gemeinden Staates und deS Reiches hervorhob und besonder!*�3 die Gemeinden durch die Finanzpolitik des Reiches aus-. benachteiligt worden sind. Daß Jahr 1018 wird mit 20 Millionen Mark Defizit abschließen. Di« last beträgt 875 Millionen Mark. Darin sind 160 schüss« zu Lasten deS Reiches enthalten. Der Kämmerer steht der Kommunalisierung vzi gegenüber, sieht aber das Rahmengesetz dafür für an. Er bedauerte, daß die Revolution nicht mit der und den Bundesstaaten überhaupt ausgeräumt hat, 9� ji zwischen dem Reich und den Kommunen würde sich � � deS Steuerbedarfs leicht eine Verständigung erz>e � während da? Dazwischentreten der Einzelstaaten � Vp Schwierigkeiten stark beeinträchtigt. Schließlich Wunsch aus, der vorgelegte Etat möge der t' sein. Schon jetzt werde«in möglichst enges der Groß-Berliner Gemeindeverwaltungen erstrebt I icherweise auch zum Teil schon erreicht. � Auf Beschluß der Stadtverordnetenversammlung, � Beratung des Etats nach der Rede des Kämmerer! Donnerstag vertagt. � Dann kamen ztoei Anträge zur Verhandlung, wJ* unserer Genossen die schleunige Z u r ü ck z i«% p Truppen au S den Schulen fordert und e:n» allgemein die Verwendung der Schulen zu anderen tigt sehen möchte. Genosse Alex. Wurm wies auf bekannten sehr üblen Zustände hin, di« durch«t« Besetzung hervorgerufen worden sind. Siadtich' � mann mußte zugeben, daß die Freiwilligentruppen � Schränke erbrochen und gestohlen haben, was m worden: 35 Stimmen für Niemetz, 7 für Fischer � 24— genau enisprechend der Zahl der anwesenoev.�. gigen— weiße Stimmzettel. Niemetz ist also m>t 8 I und 27 S. P.-Stimmen gewählt worden.' ES ist schwer zu glauben, daß der Berichterstatter � sich„geirrt" hat, da daS Resultat sofort nach 5/ verkündet wurde. Vielmehr scheint der„Vorw. dar � nen, daß bei der Fülle der don ihm angewandten*' 3? größeren Verdrehungen nicht alle bemerkt und beriV| können. Achtung! K. P. D.l Achtung� j Für die Arbeiterräte von Groß-Berlin munalen Arbeiterräte der Gemeinden deS Berlin der K. P. D. besteht die unbedingte jeder zur Vollversammlung am Sonnabend, de»»�' erscheint. In Anbetracht der wichtigen Tages® j. jede Stimme von Bedeutung. Niemand darf 0® � bleiben. Der Fraktions® H Angehörige der Inhaftierte«, die gewillt abend vormittag ihre Lieben zu besuchen und w®:, mittel zu bringen, werden gebeten, Sonnabend v®. 8 Uhr an vom Äireau der U.S. P.D., Hof II, Lebensmittel abzuholen. Regelung deS Berkehr». Wie wir hören, hat der da» Polizeipräsidium dringend ersucht, auf den Platze»/ die einen starken Fährverkehr auszuweisen haben, rjj1' frühere und bewährte Verkehrsregelung eintreten ZU- sonderS ist auf die Verhältnisse auf dem PoiSdaw« gewiesen worden, die sich täglich unerquicklicher, Passanten wie für die Senker von Fahrzeugen, gest�-F begrüßen dies« Wiedereinführung einer sich bereits � bewährten Einrichtung, di« eine dringende NotwendilPtt DeS Osterfeste» wegen werden alle Sparkassen lassen der Stadt Berlin am Sonnabend, den 10-' 1 als gewöhnlich geschlossen. Sparverkehr in ds., ff findet nur bi» 12 Uhr mittags statt. sind bi» 1 Uhr geöffnet. � Wie die ErwerbSloftnfiirforg« de« Levensrnss? � Groß-Berlin mitteilt, vetzichlet sie mit Rücksicht auf d.ff in der laufenden Woche auf die dritte AbstemPS'''k die kommende Woche auf die erste Abstempelung karten bei den Arbeitsnachweisen. ES sind also in b(«ff statt der sonst vorgeschriebene« drei Stempel nur i® erforderlich. g# BolkZkonzert de» Philharmonischen Orchesters � 8 Uhr, in den Germania-Prachtsälen, Thausseestr®8,�/ tvitt»kart«n zu 90 Pfg. in der Zentralstelle für AugSburger Str. 61, in der Berliner Gewerkschaft � Engelufer 16, Zimmer 13, und in den betreffenden" Geschlechtskrankheiten. Der überaus zahlreich® ,, am 3. und 11. April von der Deutschen Gesellsch�Ä kämpkung der Geschlechtkrankheiten veranstalteten f Vorträge ha: deutlich bewiesen, wie wichtig die Fragen gerade in der jetzigen Zeit ist. Um»ielfaaft?, richteten Wünschen uactzutommen, will die Geselj!, öffentlichen Vorträge nach Ostern wiederholen, sie•[*,„ jederzeit bereit, für geschlossene Vereiusvcrsamuilnn�.-� Vortragende sowie Lichtbilderreiben zur Verfügung 91 fragen sind z» richten«rn die Geühäftöstell« der itraße 45.