Mr. 139. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit tauftritter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Boft Beitungs Preisliste für 1897 unter Mr. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint fäglich außer Montags. Vorwärts Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonels seile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Hmt I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Die Freitag, den 18. Juni 1897. würden. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: daß die ungestörte Ruhe, der ihn die Arbeiter überlassen, durchaus losen Flottenpläne" wieder auftauchen und von den„ vaternicht beweist, daß alles in Ordnung ist, sondern daß sie zu ihm kein landslosen Gesellen" abermals zum Papierkorb verurtheilt Sächsische Gewerbe- Inspektion. Vertrauen haben. Charakteristisch für die sächsischen Zustände ist auch, daß nur Der Kampf um die Gespenster- Flotte, die seit Jahren im Der Bericht für 1896, der jetzt erschienen ist, hat zwar einen vereinzelt vom Verkehr der Beamten mit den Gewerkschafts- Nebelbild auf den bewegten Wogen des Zickzackkurses_umberetwas größeren Umfang wie der des vorangegangenen Jahres, aber fartellen die Rede ist. Während in Baden, Bayern, Württem der Kampf tommt. Ob er noch in diesem Sommer sein Jubalt ist so dirilig, wie es bei den sächsischen Berichten Vor- berg die Beamten jedes Jahr in verstärkterem Maße darauf hin- tänzelt schrift zu sein scheint. Wenige Einzelbeobachtungen werden, fast weisen, daß eine dem Geist der Gefeße entsprechende Revision für kommt, wie von Einigen geglaubt wird, oder was wahrschein ohne jeden weiteren Ausblick auf die Gesammtlage der Arbeiter und sie nur durchführbar sei, wenn sie in Verbindung mit den licher, erst im Herbst- der Kampf kommt, und der Kampf das wiederholen der Industrie, in schematischer Reihenfolge abgebaspelt und eine Vertrauensleuten der Arbeiter, speziell mit den Gewerk- muß ausgefochten werden. Herr Tirpit lebersicht über dieselben noch dadurch erschwert, daß man es im schaftskartellen stehen, fann in Sachsen nur der Beamte von wir ist dabei nur eine Nebenfigur. töniglich fächsischen Ministerium des Innern, wo die Berichte Blauen berichten, daß er Beschwerden durch Vertrauensmänner Es handelt sich um einen Kampf, in dem die deutsche zufammengestellt werden, nicht der Mühe für werth hält, ein Stich der Arbeiter erhielt und der Beamte für Wurzen kann sich Volksvertretung sich die ihr gebührende Machtstellung zu er wort Register hinzuzufügen, wie dies in Preußen und Bayern ge- rühmen, daß gegen Ende des Jahres ein Gewerkschaftskartell mit obern hat, wo sie sich nicht mit der demüthigenden Rolle einer schiebt. Oder befürchtet man etwa durch ein solches Stichwort ihm in schriftlichen Verkehr trat. Register es noch deutlicher erscheinen zu lassen, wie schablonenbait Wenn dies anderwärts nicht geschah, werden die Arbeiter schon Jasagemaschine begnügen will. und nichtsfagend die scheinbar so umfangreichen Mittheilungen find? wissen, weshalb. Nach unserer Ansicht mußten sie aber, auch wenn Const erfahren wir noch, daß der Reichskanzler und Herr Und doch hätte eine Gewerbe- Juspektion wie die sächsische, die die Beamten die Beschwerden nicht berücksichtigen, immer wieder v. Bötticher heute nach Köln gefahren sind, wo der Kaiser fich auf 16975 Anlagen mit 456 402 Arbeitern erstreckt, sicherlich sehr dieselben in aller Form einreichen und im Parteiblatt ihres Bezirks übermorgen sein wird, und von wo er über Riel und Helgo vieles, für den Sozialpolitiker wie für den Ausbau der Gewerbe- nach Ablauf eines angemessenen Zeitraumes den Beamten land auf 4-5 Wochen nach Norden reist. Juspektion selbst recht Wichtiges mitzutheilen, wenn sie ihre Auf öffentlich mahnen, falls er die ihm mitgetheilten Uebelstände Was ist betreffs des Reichskanzlers und des Herrn merksamkeit auf die von den meisten Aufsichtsbeamten anderer nicht beseitigen ließ oder dem Gewerkschaftskartell nicht Antwort v. Bötticher beschlossen worden? Wir wissen es nicht. Was Staaten berücksichtigten Verhältnisse richten wollte und könnte. ertheilte. Die Arbeiterschaft muß die Inspektoren, wird beschlossen werden? Wir wissen es nicht. Emsig Aber an beiden mangelt es im Lande der Wahlrechts- und die ihre Aufgabe nur mangelhaft erfüllen, zu wird hinter den Koulissen gewoben am Webstuhl Bereinigungsverfümmerung, zumal die Beamten, wie in allen deutschen gründlicherer Thätigteit erziehen und das kann sie Staaten, überlastet sind. nicht durch ein paffives Verbalten gegenüber dem Beamten, der Reaktion. Wir hören das Weberschiffchen schwirren, Von den 16 975 Anlagen haben sie nur 11 756 revidirt, das sind denn gerade dem schlechteffen wird es am liebsten sein, wenn die wir hören ein Zischeln und Hin und Herdrängen 69,3 St.; die Gesammtzahl der Revisionen betrug Arbeiter ihm keine Beschwerden mittheilen, sondern nur durch aber die Fenster sind dicht verhängt, jedes Licht ausgeschlossen. 15576, da 1515 Betriebe zweimal und 476 drei und mehrmal ein aktives Fordern und Mahnen, wozu die Gewerkschaftskartelle Und während andere wilde" Völker die Schmiede ihres besucht wurden. Dazu tam noch die Dampfteisel Jn beziebungsweise die Vertrauenspersonen am geeignetsten find. Schicksals sind, wird das zahme, deutsche Volk mit spettion, bei der neben 1224 abgegebenen Gutachten über neue Erwähnt werden in den ganzen Berichten die Arbeiterverbundenen Augen von Händen, die es nicht sieht, oder veränderte Anlagen 1612 Wafferdruckproben vorgenommen organisationen und ihr Einfluß auf den Arbeiterschuß nur einem unbekannten Ziel zugeführt. wurden, ferner 1118 Abnahme- Untersuchungen, 6589 regelmäßige einmal und zwar von dem Leipziger Beamten, der dabei an Du stolzes Deutschland, freue Dich! Dich! äußere und 549 innere Untersuchungen. Er erfemnen muß, welchen wohlthätigen Einfluß sie ausüben. Gegen das Vorjahr hat zwar die Anzahl der revidirten Anschreibt: Tr. Bödiker, der Präsident des Reichs- VersicherungsTagen um 5 pt. zugenommen, aber die Zahl der in den revi Durch das in steter Zunahme begriffene 3usammendirten Anlagen beschäftigten Arbeiter um 8,7 pet., das heißt, es fchließen der Arbeitergruppen erscheint ein 3uri damtes, bat jetzt sein Entlassungsgesuch genehmigt erhalten. ist eine Anzahl größerer Betriebe revidirt worden und vorgehen der Arbeitsschicht unter zehn Stunden Er verläßt sein Amt dekorirt mit dem Wilhelmsorden, der wiegend lleinere Anlagen blieben unberücksichtigt. Das geht auch täglich als unausbleibich." solchen Persönlichkeiten verliehen zu werden pflegt, die sich auf schon daraus hervor, daß in den 11 756 revidirten Betrieben Mögen die unorganisirten Arbeiter aus diesem Zugeständniß fozialpolitischem Gebiete hervorgethan haben. 387 085 Arbeiter, also durchschnittlich 24,3 Arbeiter beschäftigt erkennen, wie werthvoll für sie die Organisation ist! waren, in den nicht revidirten 4219 Anlagen 69 317= 16,4 Arbeiter. Die fleineren Betriebe bedürfen aber erst recht einer gründlichen Revision, weil in ihnen noch Uebelstände hinzukommen, die der Großbetrieb nicht oder weniger tennt. Und die Aufgaben der Juspektoren hatten fich gerade im legten Jahre noch erweitert, indem bie Bäckereien und Steinbruchs- Anlagen hinzukamen. Aber die Bahl der Beamten wurde.nicht vermehrt. waren. = Ueber Lebenslage der Arbeiter, ihre Gesundheit, Echutz gegen Unfälle u. f. w. machen die meisten Beamten nur einige recht oberflächliche Bemerkungen; nur wenige melden vom Widerstand einzelner Unternehmer gegen die Forderung, vermehrten Schußes ein Beweis, daß die Beamten im allgemeinen nicht au bobe An forderungen stellten, da souft der Unternehmertruß sich auch den Beamten gegenüber recht deutlich offenbart haben würde. M 0 Der Orden täuscht jedoch nicht hinweg über die Thatsache, daß Dr. Bödiker gegangen ist, weil seine Stellung unhaltbar geworden war. Seine Stellung war aber unhaltbar ge worden, weil er die Aufgabe seines Amtes mit einem Ernst behandelte, welcher dem Widerwillen des neueren Rurses gegen soziale Reformwerte verhaßt wurde. Dr. Bödiker hat, soweit es innerhalb der Dürftigkeit Freilich, wenn nicht Beamte tommen, die von einem anderen Nur aus Annaberg und Döbeln werden einige solche Re unserer Versicherungs Gesetzgebung möglich war, einen wohl Geiste erfüllt find, als die meisten der bisherigen in Sachsen, dann bellionen erwähnt. Charakteristisch für gar manche Unternehmer ist das thuenden sozialpolitischen Einfluß ausgeübt. Er hat das wird vielleicht zwar das Schema der Revisionen voll ausgefüllt Berhalten eines solchen in Döbeln, der eist unter Hinzuziehung Reichs Versicherungsamt mit vorurtheilsfreiem Geiste geleitet werden können, aber die Berichte wie der Erfolg der Reder Polizei zur Beschaffung von Schüßenfängern an Webstüblen zu und zu einem Institut entwickelt, das wohl allein unter allen visionen werden fo bedeutungslos bleiben, wie sie es von jeher bewegen war, weil er sie als zwecklos und überflüssig bezeichnete, sozialpolitischen Einrichtungen des Reiches auch das Verwährend er aber gleichzeitig seine eigene werthe Person durch Draht Den Maßstab für den Werth einer Inspektion neße, die vor den Komptoirfenstern aufgestellt waren, gegen das trauen der Arbeiterschaft sich zu gewinnen versucht und vers standen hat. bildet ihr Berhalten zu den Arbeitern und das Herausspringen von Webschützen sicherte! der Arbeiter zu ihr. Denn es sind ja die Arbeiterschutz- Bemerkenswerth aus den sächsischen Berichten ist noch die Zu- Hierin aber liegt auch der letzte Grund für sein Gefeße, deren Innehaltung von den Beamten zu überwachen ist nahme der jugendlichen Arbeiter, die auf 112 pet. stieg, während Scheiden. Sein Verständniß für die Lage des Arbeiters ließ und über deren Nichtachtung gäbe es in Hülle und Fülle zu be: die der Erwachsenen auf 108,2 pt., die der männlichen ihn die Rechtsprechung des Reichs- Versicherungsamts so beein richten. In steigendem Maße geschieht dies auch in vielen Bundes- auf 108,7, die der weiblichen auf 108,6 und insgesammt flussen und die Ausgestaltung des Versicherungswesens in solcher staaten; die Beamten der einzelnen Bezirke haben, wie z. B. in auf 108,7 pt. gestiegen war. Jm ganzen waren von Bayern, gelernt, daß fie gemeinsamen Uebelſtänden nur durch ge- den 456 402 Arbeitern 51 pet. männliche und 18,9 pt. weib. Weise befürworten, daß ihm von gewissen Unternehmer und meinfame Maßnahmen entgegentreten tönnen und daher Ron- liche über 21 Jahr, 11,1 pet. männliche und 11,2 pGt. weibliche Regierungstreifen allerlei Schwierigkeiten in den Weg gelegt ferenzen mit einander abhalten und über die Er von 16-21 Jahr, 4,3 pet. männliche und 3,0 pet. weibliche wurden, sodaß ihm schließlich sein Amt eine Bürde wurde und fahrungen, die sie in den Einzelbezirken machten, aus von 14-16 Jahr, 0,2 pt. männliche und 0,1 pet. weibliche unter er sich von dem Werke, an dessen Ausgestaltung er den hervor fprechen müßten. Und deswegen schicken deswegen schicken sie auch ihren 14 Jahr. ragendsten Antheil hatte, zu trennen genöthigt fühlte. Berichten allgemeine Erörterungen über die Lage Biel zu ausgedehnt war auch in diesem Jahre die Bewilligung Nicht als ob Dr. Bödiker ein sozialpolitischer Neuerer der Industrie wie der Arbeiter, über besondere Mißstände und von Weberarbeit erwachsener Arbeiterinnen; fie be- und Etürmer gewesen wäre. Aber für unsere Tage, für den allgemeine Fortschritte, voraus. trug 1 195 080 Stunden, gegen das vergangene Jahr zwar ein Kurs Miquel- Tirpit sind selbst solch' mäßige Sozialpolitiker Die dürren Notizen der fächsischen Beamten lassen von solch Rückgang von ca. 360 000 Stunden, die aber den Arbeiterinnen nicht zu ertragen! gemeinsamer Berständigung nichts spüren, und besouders über die nicht durch größere Strenge der Behörden, welche die Bewilligung Lage der Arbeiter berichten sie nicht viel mehr als was ihnen einige der Ueberarbeit aussprachen, zu gute famen, sondern dadurch, daß Unsere fächsischen Parteigenossen haben den Wahl. Fabrikanten über Suppenfüchen, Speise Anstalten, Kochschulen, die Unternehmer weniger Anträge Anträge geftellt feldzug für die herbstliche Landtagswahl mit Feuereifer Sparkassen und allerhöchste Geburtstagsfeiern Seiner Majestät" batten. Im Gegentheil die Behörden, die 1895 noch 45 solche begonnen. Es ist die erste Wahl unter dem Drei. au erzählen belieben. Anträge zurückgewiesen batten, wiesen 1896 fogar nur 32 zurück- flassen Wahlsystem. Neue und große wahltechnische Die Arbeiter erzählen den Beamten nichts und die der Bewilligungseifer war also durchaus nicht erkaltet. Beamten treten den Arbeitern nicht näher ein Verhältniß, das allein schon den Tiefstand der sächsischen Fabrikinspektion tenn Am schlimmsten ist es aus bekannten persönlichen Gründen in Dresden. Der Herr Regierungsrath Siebdrath hat fich die Arbeiter so entfremdet, daß fast fein einziger in die Sprech- in vier Abtheilungen trennte! Der Aufsichtsbeamte bält es Biel steht für das fächsische Volk auf dem Spiel. Re flunden fam, sondern nur schriftlicher Verkehr, zum theil anonym, für zweifelhaft, ob eine solche Ausnutzung der Vorschriften gierung und Reaktionsparteien haben das frühere, fast all play gegriffen hat. im Sinne des Gesetzgebers gelegen habe. Nun das ist ungemeine und gleiche Wahlrecht vernichtet unter dem 3n Chemnitz famen im Laufe des Jahres nur 14", in 8 weifelhaft eine arge Rechtsverdrehung, die da die Unterorgeben, daß die Masse des Boltes auch hinter der 3widau, Baugen, Meißen blieb der Besuch der Arbeiter nehmer sich erlaubten, und hatten die Behörden hier die Pflicht, Majorität der Kammer- Abgeordneten stehe. Der Wählerso schwach wie früher", in Wurzen tamen 130 Unternehmer und energisch nein zu sagen. ist einverstanden, daß 7 Arbeiter, in Plauen i. V. waren unter 202 Besuchern 7 Arbeiter Oder giebt es in Sachsen nur für die Forderungen der Arbeiter so vermaß man fich zu sagen und in Döbeln bei 240 Besuchern faft gar fein Arbeiter, außer ein entschiedenes Nein? ihm sein Wahlrecht gekürzt und zu nichte gemacht Daß sie mindestens feine energischen Vertreter ihrer Bestrebungen wird, weil folchen, die eine Stelle als Resfelheiser haben vor er fo und ber Sozialdemokratie wollten"!! Die anderen Bezirke machen ungenaue Angaben, und Rechte bei der Gewerbe Juspektion im allgemeinen baben, be- ihren weiteren Erfolgen bewahrt werde! Nun soll es aus denen ebenfalls hervorgeht, daß Arbeiter nicht kommen; die weisen die vorliegenden Berichte, wie es die bisberigen stets gezeigt sich zeigen, ob die Behauptung der Reaktionäre richtig war Beamten scheinen darüber wenigstens nicht gerade erbaut zu fein. haben. Auch auf denjenigen Beamten, die besseres tönnen und wollen, oder ob die That der" Kartellparteien" das war, als was fie Der Beamte in Aue aber erblickt den Gipfel sozialpolitischer Weis: lagert der Druck der sächsischen Reaktion. von unserer Seite angesehen wird: ein schamloser Verrath an heit auf seinem Gebiete, indem er schreibt:" Der Verkehr mit den Wählern, ein politischer Betrug! den Arbeitern war nur ein mäßiger, was in anbetracht des Ums standes, daß dem Vorsprechen eines Arbeiters in der überwiegenden Bahl der Fälle eine Beschwerde gegen den Arbeitgeber oder dessen Beamte zu grunde liegt, nur zu begrüßen ist, da dies auf ein nicht ungünstiges Verhältniß zwischen den Arbeitgebern und Arbeitern schließen läßt." Die Krisis dauert fort, und die Dunkelheit dauert fort. Warum die Arbeiter erft, wenn sie großes Vertrauen Denn daß Kontreadmiral Tirpit heute im Reichs- Die Partei will nicht, daß die Landtagswahlen, die zum Aufsichtsbeamten gewonnen haben, diesen um Hilfe ersuchen, Anzeiger" als Nachfolger Hollmann's steht, ist weder etwas durch ihre 20 jährige Thätigkeit stets an Bedeutung gewonnen und bis dahin lieber beim Unternehmer ruhig ertragen, was durch Neues, noch klärt es etwas auf. Db Rontreadmiral oder haben und für die politische Ausbildung der Massen werthvoll einen energielofen Beamten doch nicht geändert wird: das scheint Marine- Sekretär- Tirpik ist Tirpiz, d. h. der Marine- Roon, wie geworden sind, zu einem Jdyll der Ordnungsbrüder herab der Beamte für Aue noch nicht zu wiffen; wir rathen ihm, die Berichte der Beamten für Baden und Bayern gründlich durchzulesen, der Kaiser ihn genannt haben soll. Er ist der Diener seines Herrn, sinken. Sie will das politische Leben wachhalten. Sie will und auch mit seinem wenigftens etwas besser darüber unterrichteten und thut, was der Herr befiehlt. Nicht mit Tirpib wird auf die wichtige Gesetzgebung des Landtags nach wie vor Kollegen in Blauen Rüdsprache zu nehmen, damit er endlich erfährt, die deutsche Volksvertretung zu thun haben, wenn die ufer- Einfluß behalten. zeichnet. Und wie wird er ausgenugt! Im Zwidaner Bezirk hat eine Schwierigkeiten sind von der Reaktion zugleich mit der Fabrit, um mehr Ueberarbeit bewilligt zu bekommen, ihre Anlage in Bertrümmerung des Wahlrechts aufgeworfen worden. Aber fünf Abtheilungen zerlegt und so, jede einzelne Abtheilung unsere Genossen scheuen dieselben nicht, sondern gehen muthig voifchiebend, 34 Bewilligungen erlangt! Gine Rammgaru aus Werk und werden durch Beharrlichkeit jedes Hinderniß spinnerei erhielt 15 Bewilligungen, indem sie ihre Anlagen überwinden. Politische Uebersicht. Berlin, 17. Juni. " Db unsere Partei unter dem jeßigen Wahlsystem in Sachsen Erfolge in Form von Mandaten erzielen tann, das ist nicht mit Sicherheit abzusehen. Aber die Partei will dem arbeiten. den Volte Gelegenheit geben, durch Abgabe seiner Stimmen Proteft zu erheben gegen das ihm geschehene Unrecht. Die sozialdemokratische Partei Deutschlands verfolgt den 1 Kampf der sächsischen Genossen mit lebendigem Interesse und wir wünschen ihnen das beste Gelingen! E3 lebe der Kochtopf! heißt's jetzt in gewissen franzöfifchen Kreisen. Das Huhn im Kochtopf!" ist be famtlich ein Programm, welches einem früheren Könige Frankreichs angelogen ward denn solche nahrhaften Königsprogramme sind nie wahr.- Später begnügte man fich mit dem Kochtopf ohne Huhn; und damit der hubulofe Rochtopf auch hübsch die Aufmerksamkeit auf sich lenke, füllte Es wird mits Amerika. - Der Inselstaat Hawaii ist an die Bereinigten Staaten übergegangen. Aus Washington wird ge meldet: Der unterlassene Raisertoast. getheilt, daß der Kaiser die Einladung des Komitees zum Besuch der Gartenbau und landwirthschaftlichen Ausstellung in Hamburg wegen Zeitmangels ablehnend beantwortet habe. Man muthmaßt, daß der tiefere Grund der Ablehnung in der Unterlassung des Kaifertoastes Der Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten und Hawaii bei dem neulichen Reichstagsbesuch in Hamburg zu suchen set. Ja, sowie die Botschaft des Präsidenten Mc. Kinley wurden anr Mitt die bevorstehende Entlassung des Herrn v. Bötticher wird bamit in woch Abend dem Senat vorgelegt. Die Jufeln find in Wirklichkeit Busammenhang gebracht, daß ihm sehr verübelt worden sei, daß er bebingunglos an die Vereinigten Staaten übergegangen, und es bleibt bei jener Gelegenheit eine Frühstücksrede gehalten habe, während der den letzteren überlassen, die Verwaltung nach ihrer eigenen Weise einzurichten. Eine Kommission, bestehend aus drei Vertretern der VerRaifertoast unterblieb. Kleine Ursachen große Wirkungen! einigten Staaten und zwei Vertretern Hawaii's, vom Präsidenten erVon der Einleitung des Disziplinar- Ver- nannt und vom Senat bestätigt, wird den Modus der Regierung bes man ihn nach dem Rezept eines großen Staatsmannes und fahrens gegen v. Tausch oder eines anderen gerichtlichen Stimmen. Die Botschaft Mac Kinley's weist darauf hin, wie die Gesellschaftsretters', Verfahrens ist nichts bekannt. v. Tausch hatte unter Einreichung Vereinigten Staaten und Hawaii von Jahr zu Jahr enger mit einstatt der Eßwaaren mit Feuerwerkskörpern, die hübsch knallten eines ärztlichen Attestes einen Urlaub zur Wiederherstellung seiner ander verwuchsen und führt sodann aus, daß es fich nicht um eine und durch ihren Knall, nach Vorbild der gadernden Gänse Gesundheit beantragt. Der Bescheid auf dieses Gesuch ist jetzt ein wirkliche Annexion handle, sondern um eine Weiterführung der Roms, das Kapitol, wir meinen Staat und Gesellschaft retteten. gegangen. v. Zausch hat einen sechswöchentlichen Erholungsurlaub bestehenden Verbindung unter fefterem Zusammenschluß zwischen zwei Völkern, eng verknüpft durch Bande des Blutes und der Eigentlich sind diese Kochtöpfe seit einigen Jahren aus der erhalten. Freundschaft. Mode, indeß auch auf dem Modegebiet giebt's Rückfälle, und Begna big uno. Wegen Vergehens gegen die Sittlich Die Frage ist nun, ob Japan diese Entfernung Hawai's aus so haben sich denn neuerdings einige Kochtopfliebhaber in Paris teit wurde am 5. März 1896 der Gutsbesizer Robert Schremmer feinem Einfluß ruhig mitansehen wird. Zweifellos wird. aufammengethan und treiben wieder den Kochtopfssport. Zum in Steinseifersdorf, Kreis Reichenbach in Schlesien, zu 1 Jahr Japan, Sobald es vont der Unterzeichnung des Vertrages Glück schadet es ja nichts. Reinem Menschen wird ein Haar 6 Monaten Buchthaus verurtheilt. Jetzt ist unterrichtet ist, die Bereinigten Staaten davon in Renntniß eer begnadigt worden. unterrichtet ist, die Bereinigten Staaten davon in Kenntniß setzen, daß es daß es die Anerkennung aller feiner Rechte und gekrümmt und den Staatsrettern, die das Attentatsgeschäft Fünf Monate feiner Strafe wurden ihm erlaffen. betreiben, find zum Glück die Flügel beschnitten, so daß ste Ungarn. Privilegien aus seinem bestehenden Vertrag mit Hawaii erivartet teinen ernstlichen Schaden mehr anrichten können. Wir sind Budapest, 17. Juni. In Tiszaföldvar find große Un- und fordert. Außerdem ist Japan überzeugt, daß infolge feines Vertrages mit den Bereinigten Staaten, der im Jahre 1899 in jetzt im Stadium ber jetzt im Stadium der wilden, oder wie Nochefort sich aus- ruhen unter den Feldarbeitern ausgebrochen, so daß Militär schleunigst fraft tritt, die Japaner nicht von Hawaii ausgeschlossen werden drückt, der, 3 a hmen" Attentate angelangt. Es giebt ja nach dort requirirt werden mußte. fönnen, wie die Chinesen unter der amerikanischen Ausschließungszweierlei Attentate: die milden und die zahmen die tradit Afte. Bubenstreiche und die Jungenstreiche. Nachdem die Wenn sich auch die Angliederung Hawaii's, die besonders von er Frankreich. att ord Bad - Ueber die allerneueste Explosion haben wir zeichnen hier die eingegangenen Depeschen. Polizei uns zwei Jahrzehnte lang mit Bubenstreichen erschreckt oben in der politischen Uebersicht einige Worte gesagt; wir ver den amerikanischen Zuckerpflanzern angestrebt wurde, zur Zeit ohne hat, erheitert sie uns jetzt mit Jungenstreichen. Das ist zwar tein Fortschritt, aber doch eine Besserung. Nur darf es nicht zu oft wiederholt werden. Nach dem Sonntagsstreich im Boulogner Gehölz vorgestern ein zweiter Rochtopf- Kuall das folgt zu rasch aufeinander. 品 bi Parlamentarisches. ராகம் Paris, 16. Juni. Die Explosion auf der Place de la zwischen den beiden großen Staaten am Stillen Dean doch hierConcorde erfolgte während eines heftigen Gewitterregens; der durch außerordentlich gefteigert. Die Vereinigten Staaten treiben zum Platz war fast menschenleer, und selbst die Schutz- zum ersten Male Kolonialpolitik und gehen dabei, wie fich zeigt, in fehr aggressiver Weise vor. Japan ist aber kein zu verachtenber leute hatten sich unter die Arkaden des nahe gelegenen 190 spoilin Gegner Marine Ministeriums geflüchtet. An der Ecke der Place qinday to splot Unferm italienischen Partei- Organ wird dann und wann be la Concorde und der Rue de Rivoli wurden einige Blutvon einem indiskreten aber freundlichen Wind ein geheimes" und spuren aufgefunden. Es wurden zwei Personen festgenommen. vertrauliches" Attenstück aus der Hegentüche der Reaktion auf Die allgemeine Ansicht geht dahin, daß es sich um eine Kundden Redaktionstisch geweht. Während des letzten Wahlkampfes gebung handelt, bei der es nicht auf die Tödtung einer Person abwar es ein Birtular des Ministers des Innern an die Polizei- gesehen war. behörden, durch das sie zu strenger Ueberwachung und Maßregelung Paris, 17. Juni. Wie mehrfach verlautet, war die auf dem der Sozialdemokraten aufgefordert wurden. Jetzt ist es ein ge- Ronkordienplay explodirte Bombe sehr gefährlich, eine sogenannte heimes Birkular deffelben Minifters Serona heißt der Mann. Sturzbombe. Das neue zirkular richtet sich gegen die Bresse, und hat den Zweck, aufgefundenen Ueberreste der Bombe rührten von einer klein zu bewirken, daß im Fall einer gerichtlich angeordneten Beschlagnahme falibrigen Granate her. Die Polizei ist in betreff des einer Druckschrift die wegnahme aller gedruckten Thäters noch immer ohne Spur. Das Verhör von neun Personen, Gremplare und Beitungsnummern erfolgen tann. welche sich während der Explosion in der Nähe der Statue der Es find nach dieser Richtung die minutiösesten Vorschriften gegeben. Stadt Straßburg befanden, ergab feinerlei Anhaltspunkte. Das wäre an sich schon schlimm genug, doch das Zirkular ent- Paris, 17. Juni. Man glaubt, daß die gestrige Explosion hält viel schlimmeres. Die Polizeibehörden werden darin aufgefordert, am Fuße der Straßburg- Statue denselben Ursprung hat, wie das fich, wenn es nicht anders geht, auf vertraulichem Attentat" am vergangenen Sonntag und die Explosionen gelegent anche fich, wenn es nich via confidenziale in Besib lich der Anwesenheit des Baren. Das Publitum glaubt meinden oder Ortschaften in ungetheilter Gemeinschaft befizen. Ein 3 eg Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung der Borlage, betr. die Erweiterung des Bezirkes der Norddeutschen Knappschafts Pensionstaffe, und dem Ausschußantrage betr. den Salaftener Ber waltungskosten- Etat für Sachsen- Meiningen, die Zustimmung ertheilt. Ferner wurden angenommen der Entwurf eines Gesetzes für ElsaßDer Sachverständige Girard habe erklärt, die Cothringen betr. die Registrirungsabgaben für die Uebertragung von Apotheken und Kuyen, sowie die Erbschaftssteuer von Kupen und die Beschlüsse des Landesausschusses zu elfaß lothringischen Gesezentwürfen betr. das Stempelwesen und die Gebühren in Verwaltungsangelegenheiten, betr. den Geschäftsbetrieb der öffent lichen Vorschußfaffen, über die Rechtsverhältnisse der Gerichts. vollzieher und die Errichtung einer Pensionskasse für Gerichts. vollzieher und deren Hinterbliebene, und endlich über das Bermögen der Ortschaften, sowie über das Vermögen, welches mehrere Ge ber ersten Exemplare aller Drudschriften und nicht an ernste Attentats versuche, da lettere immer Antrag Preußens, betreffend die Behandlung von Naturalisations. Beitungsnummern zu sehen, damit die Beschlag- stattfanden, wenn kein Mensch anwesend war. Der gefuchen, der Freundschaftsund Handelsvertrag zwischen Polizeipräfekt schreibt diese Zwischenfälle dem Umstande zu, daß die dem Reiche und den Oranje- Freistaate und die Vorlage, Es ist wahr, in Italien tann die Polizei teine Beschlag- Feinde Frankreichs durch folche Attentate zeigen wollen, daß Frank- betreffend die Desinfektion von Eisenbahnwagen bei nahme einer Druckschrift anordnen; es ist ein richterlicher Befehl" reich niemals zur Ruhe kommen könne. Beförderung thierischer Abfälle und Fäkalien wurden den nothwendig, allein dieser richterliche Befehl erfolgt mechanisch schablonenmäßig, im Handumdrehen, Paris, 17. Juni. Der Präsident der Republik hat das Schieds- zuständigen Ausschüssen, die Reichstags Beschlüsse au Petitionen Antrag der Staatsanwaltschaft, die ihrerseits nur das richteramt bei den Grenzstreitigkeiten zwischen Roftarifa und Kolumbia wegen gesetzlicher Regelung des Kellnerinnenwesens und betreffend Mundstück der Polizei ist. 20 idis die Errichtung taufmännischer Schiedsgerichte bem Reichskanzler überwiesen. Endlich wurde über die Reichstags Resolution be treffend die Einberufung einer Kommiffion zur Berathung der Impf frage, die Vorlage, betreffend die Neuwahl und Berufung nicht. ständiger Mitglieder des Reichs- Versicherungsamts aus bem Stande der Arbeitgeber und Arbeitnehmer und über eine Reihe von Eingaben Beschluß gefaßt. nahme rechtzeitig erfolgen tönne. und auf Erwägen wir dies, so müssen wir unserem Bruderorgan recht geben, wenn es sagt: dieser Erlaß ziele auf die Vernichtung der Preßfreiheit, und gebe die ganze Presse in die 28ilitärgewalt der Polizei. So groß ist zum Glück nicht die Macht der Regierung in denn Italien, baß sie ein solches geheimes Rebelgeles barauf läuft es hinaus bis zum äußersten durchführen kann. Die Enthüllung des Avanti" hat, wie telegraphisch mitgetheilt wird, in ganz Italien ein ungeheueres Aufsehen gemacht, und Herr Rudini wird Mühe haben, den Sturm zu beschwören, den er durch seinen Polizeiminifter frivol hat hervorrufen lassen, Grundrechte 11 angenommen. Rußland. = Ueber die Stellung der Heimarbeiter im deutschen Gewerberecht der bringt der Magistratsaffeffor und Vorsitzende des Berliner Gewerbe gerichts M. v. Schulz im Braun'schen Archiv für Soziale Gesetz. gebung und Statistit" eine interessante Studie. " i Holland. 19 And G Ueber den Ausgang der Wahlen bringt die Deutsche Wochen- Beitung in den Niederlanden" folgende Bufammenftellung: Ohne jeglichen Zwischenfall ging der Wahlakt vor sich, der damit endete, daß der Liberalismus von den geeinten Reaktionären ( Antirevolutionären und Katholiken) im ersten Anlauf an die Wand gedrückt wurde. Nur 14 Liberale gingen fiegreich aus dem Kampfe hervor, den mit ihnen 23 Ratholiken und 12 Antirevolutionäre verließen. In Stichwahlen kommen 45 Liberale, 5 Raditale, 33 Anti revolutionäre, 16 Ratholifen, 2 Anhänger der Chriftlich- Siftorischen Ein merkwürdiges Zusammentreffen aber ist es, daß in Italien Partei und 4 Kandidaten der Arbeitspartei. Trotzdem ist die Ausebenso wie in Deutschland die Regierung fich bemüht, die sicht der Liberalen nicht ganz boffnungslos. Allerdings wird sich Das Gewerbegericht zit Berlin hat im Anfang seines Bestehens des Voltes burch die Polizei das Aussehen der alten Kammer- 60 Liberale gegen 40 Antialu erbroffeln dort die Preßfreiheit, hier das liberale. verändern, aber ein Uebergewicht werden die Klerikalen in mehreren Entscheidungen die Heimarbeiter als gewerbliche Vereinsrecht. Der Ausdruck Zusammentreffen" ist übrigens nicht nicht gewinnen, da die Anzahl der Wähler, welche sich auf die zur Arbeiter nach Titel VII der Gewerbe Ordnung behandelt und richtig. Deutschland ist vorangegangen; Italien bat nur das Stichwahl gelangendenKandidaten vereinigten, im allgemeinen zu gunsten sie dementsprechend den Werkstatt und Fabritarbeitern gleichgeftellt. beutsche Beispiel befolgt. Und in der That, es will fast so der Liberalen spricht und ca. 30 pet. der Wähler, welche größtentheils ben Die Oberinstanz dieses Gerichts, das Landgericht I zu Berlin, hat Scheinen, als ob von Berlin aus jetzt überall, so weit der langjährigen Wahlberechtigten angehören, nicht an der Urne erschienen dagegen in zwei Berufungsfachen dem Heimarbeiter die Eigenschaft Berliner Einfluß reicht,- zum Glück giebt es große find, jedenfalls aber zu den Stichwahlen erscheinen dürften. Auch eines gewerblichen Arbeiters ganz allgemein abgesprochen. Da n jetzt der Reichstag sich mit dem Gefehentwurf zur Besse Lauder, in die er nicht hineinreicht, zu reattionärem ein großer Theil der Arbeiterpartei wird den Liberalen Heerfolge nicht hineinreicht Vorgehen, sowohl auf dem Gebiet der inneren als der äußeren leiften. In Erwägung dieser Umstände ist sehr wohl anzunehmen, rung der Verhältniffe des Konfetionsarbeiter zu befaffen hat, hielt Politit gedrängt würde. Die traurigen Lorbeeren Metternich's daß die kommende Ranmer teine fefte Majorität aufweisen Herr v. Echulz es für zivecdicellich, zu untersuchen, welche Aufund der Heiligen Polizei Allianz laffen offenbar gewiffe wird. In diesem Falle würde der Liberalismus noch eine Stüße fassung der Rechtsstellung der Heimarbeiter die richtige ist. Diefe Leute im Deutschen Reich nicht schlafen. an der Erften Kammer finden, in welcher bekanntlich die Liberalen Untersuchung hält der Verfasser von großer Wichtigkeit für die Denn der Heimarbeiter Es ist Zeit, daß das deutsche Bolt erwacht und unser Vaterland das Uebergewicht haben. Das Ergebniß der Wahlen läßt deutlich Heimarbeiter aller gewerblichen Branchen. von dem Ruf reinigt, in den das Deutsche Reich überall in der erkennen, daß die Schutzöllner Terrain gewonnen scheidet in dem Falle, daß er der Eigenschaft der gewerblichen ArWelt tommt der internationale Gendarm zu sein. haben, und daß die neue Regierung den Anhängern des Schuß beiter ermangelt, aus ihrer Gemeinschaft aus und untersteht demnach nicht den Bestimmungen des VII. Titels der Gewerbe- Ordnung, Wir dächten, an dem Tausch- Lützow- Schmug ist es genug; wir sollsystems Konzessionen zu machen haben wird. no fondern den Bestimmungen des gemeinen bürgerlichen Rechts.d brauchen den deutschen Polizeiruhm nicht auch ins Ausland zu Der Verfasser giebt zunächst die Begründung der auseinandertragen. Unfere italienischen Genossen werden den Zusammentritt der Die Ergebnisse der Böttszählung. Nach den gehenden Urtheile des hiesigen Gewerbegerichts und beffen Ober Rammer nicht abwarten, um dem Minifterium Rudini fräftig, und vorläufigen und fummarischen Mittheilungen, welche fürzlich der inftans. Die verschiedenen Auffassungen über die rechtliche Stellung wie es es verbient, zu Leibe zu gehen. Direktor des Statistischen Zentralfomitees zu St. Petersburg über der Heimarbeiter drehen sich im wesentlichen um die Auslegung die Ergebnisse der ersten Boltszählung im ruffischen Reiche, welche be§ 119 b ber Gewerbe- Ordnung, der bezug nimmt auf die Bor Bezüglich der Friedensverhandlungen steht noch alles auf am 9. Februar d. J. stattfand, herausgegeben hat, hat die Gefchriften gegen das Trucksystem(§§ 115-119a). Der§ 119b lautet bem alten Fleck. Die Nachrichten von einer Vermehrung der Armee, fam mtbevölkerung des Reichs fich auf 126 683 812 Personen nun: Unter den in§§ 115-119 a bezeichneten Arbeitern einer Neuformation der Kavallerie und einer Neubestellung von beziffert. Davon entfielen auf die 50 Gouvernements bes werden auch diejenigen Personen verstanden, welche für bestimmte Maufergewehren feitens der Türkei werden in Konstantinopel als europäischen Rußlands 94 188 750, auf die 10 Gouvernements Gewerbetreibende außerhalb der Arbeitsstätten der letzteren mit der unbegrünbet bezeichnet. Die Muftahfis( Landfturm), welche aus den Bolen 3 9442 590, auf die 11 Gouvernements und Provinzen Anfertigung gewerblicher Erzeugnisse beschäftigt find, und zwar Vilafets Monaftir, Salonichi und Smyrna einberufen wurden, find Sibiriens mit der Jufel Sachalin 5 728 782, auf die 5 Provinzen auch dann, wenn sie die Rob- und Hilfsstoffe selbst beschaffen." zur Besatzung für die von den Truppen entblößten Garnisonorte der Steppen 8 415 174, auf die 3 Provinzen von Turkestan mit Provinzen von Turkestan mit Nach der früheren Auffaffung des Berliner Gewerbegerichts und zur Erfahreserve für die Operationsarmee bestimmt. Transkaspien und dem Gebiet des Amu- Darja und des Pamir 4 175 101 das fich jetzt bekanntlich immer der Entscheidung des Landgerichts I Uus Kanea wird gemeldet: Um Zusammenstöße zwischen der und auf die russischen Unterthanen in Khiva und Bukhara 6412. anschließt hat der§ 119b nur die Bedeutung und Absicht, die Vor muselmanischen und der christlichen Bevölkerung zu vermeiden und Dazu kommt noch die Bevölkerung des Großherzogthums& in land mit fchriften der SS 113-119a hinsichtlich der Auszahlung des Arbeitsver um die Verproviantirung der eingefchloffenen muselmanischen Be 2 527 801 Personen, sobaß im ganzen 129 211 118 Personen gezählt dienstes konstitutiv über ihr gefeßliches Anwendungsgebiet, über die Klaffe völkerung zu fördern, haben die Admirale die Zurückziehung der find. Dem Geschlecht nach stehen im ganzen 64 616 280 männ der Arbeiter hinaus auch auf die als Unternehmer zu betrachtenden türkischen Truppen aus Sierapetra vorgeschlagen; Lewfit Pafcha hat liche 64 594 883 weiblichen Personen gegenüber, fodaß au- Hausgewerbetreibenden zu erstrecken. In der Bezugnahme des fich in Gemäßheit der ihm aus Konftantinopel zugegangenen Befehle nähernd Gleichgewicht besteht. Was die Volts bichtigteit an S, 119b auf 119a( der von der zulässigen Höhe der Sohn. geweigert, diesem Berlangen nachzukommen. belangt, so stehen die polnischen Gouvernements mit 84,6 pro einbehaltungen zc. bei widerrechtlicher Auflösung des Arbeits Quadrat- Werft obenan. Unter ihnen find am dichteften bevölkert verhältnisses handelt) hat das Gewerbegericht das indirekte das Gouvernement Betrokom mit 130,7 und Warschau mit 125,8 pro Anerkenntniß gefunden, daß auch Personen, welche für Quadrat- Werft. Das europäische Rußland zeigt insgesammt eine Bolts. bestimmte Gewerbetreibende außerhalb der Arbeitsstätte ber -Tirpiz. Der neue Staatssekretär hat, wie der Hamb. dichtigkeit von 22,2 pro Quadrat- Werft, Am dichtesten bevölkert find das lekteren mit ber Anfertigung gewerblicher Erzeugniffe be die gesetzliche Rorrefp." berichtet, einen Urlaub von 21/2 Monaten erhalten und Gouvernement Moskau mit 88,2 und Podolien mit 82,1 pro fchäftigt find, unter gewissen Umständen wird denselben in den nächsten Tagen antreten. #STA Quadrat- Werst. Am dünnften bevölkert find Archangel mit 0,5 und Kündigungsfrist aufteht. In der Beurtheilung der Eigenschaft der 7001- Große Protestversammlungen gegen die Ver- Dlone mit 3,2 pro Quadrat- Werft. Das Gouvernement Riew weist in betracht kommenden Person hat das Gewerbegericht im wesent schlechterung des Vereinsgesetzes wurden in Heilbronn, wo 79,6, Boltawa 68,7, Rurst 58,7, St. Petersburg 58,9 als Dichtigkeits- lichen folgende Unterscheidung getroffen: 1. ob die betreffende nur ziffer auf. In Kaukasten kommen nur 28,6 Personen auf ein Quadrat- für einen bestimmten oder für verschiedene Arbeitgeber beschäftigt Genoffin Bettin sprach, und in Forst, wo Genosse Timm sprach, Werst, in Sibirien 0,5, in den Steppen 1,8, in Turkestan und Trans- ist; 2. ob sie allein oder mit Gehilfen arbeitet. ist fre abgehalten. ! g to all fafpien 8,9, in Finland 8,8. Die Gesammtfläche einschließlich Fine Schon diese Auslegung und die Unterscheidung zwischen den Das entfübnte Staatsministerium. Wir haben lands beträgt 18 990 785,4 Quadrat- Werft ohne die bedeutenderen sogenannten Hausgewerbetreibenden und Heimarbeitern halten mitgetheilt, daß der Reichskanzler Fürst Hohenlohe, seine bis Binnengewäffer. Unter den bedeutenderen Städten, deren Bevölfe- wir für unrichtig. Beide Gruppen find schlechtweg gewerb herige Gepflogenbeit aufgebend, gegen den Rebatteur des„ Dziennit rungszahlen vorliegen, haben 19 mehr als 100 000 Einwohner. liche Arbeiter derjenigen selbständigen Gewerbetreibenden, für welche Poznansti" wegen Beleidigung des Staatsministeriums Obenan stehen St. Petersburg mit 1267 000, Moskau mit 988 000, fie liefern; sie sind in§§ 119 und 119a der Gewerbe- Ordnung aus. Strafantrag geftelt habe. Nunmehr wird aus Posen gemeldet: Warschau mit 614 000, Ddeffa mit 404 000, Loba mit 814 000, Riga brücklich bezüglich der Lohnbestimmungen den gewerblichen Arbeitern Die Straffammer des hiesigen Landgerichts verurtheilte den ver- mit 239 000. 3wischen 50 000 und 100 000 Einwohner zählen 35, gleichgestellt und müssen nach rechtlicher Auslegung auch rücksichtlich antwortlichen Rebatteur des" Dziennit Poznansti", Ludwig Hojnacki, zwischen 20 000 und 50 000 79 Städte. Außerdem sind nur noch der Kündigungsbedingungen diesen gleichftehen.") ing Nun hat das Landgericht I aber aus der Faffung des§ 119b wegen Berächtlichmachung von obrigkeitlichen Anordnungen und 6 Städte mit 6000 bis 20 000 Einwohnern aufgeführt. ber Gewerbe- Ordnung fogar gefolgert, daß die in ihren Heimstätten Beleidigung des töniglichen Staatsministeriums durch einen Artikel, Der sich mit den Bolenbebatten im Abgeordnetenhause am 5. un sazzadAfrika. beschäftigten Personen burchgebenbs als selbständige Unternehmer angesehen werden müssen. metus red Deutsches Reich. und 6. Februar beschäftigte, zu weihundert Mark Geld B13mfontein, 16. Junt. Der Volksraad des Oranje trafe. Der Herr Reichstansler und die Herren Staatsminister staates bat im Prinzip bie engere Bereinigung mit Transvaal ge strahlen nun wieder in unschuldsvoller Reinheit.ded auline nehmigt und beräth nun das Protokoll hierüber.sbtund so Siehe auch Stadthagen: Das Arbeiterrecht, 6. 18. R Zu dem Rundschreiben der Spahn'schen Etuis fabrit in Eisenberg in Thüringen, das in der Mittwochnummer des Vorwärts" erwähnt ist, bemerkt die„ Reußische Tribüne":" Die Eisenberger Lederarbeiter standen im vorigen Herbst im Streit um den Zehnstundentag und 25 pSt. Lohnerhöhung. Nachdem sie einen Demgegenüber giebt Assessor v. Schulz eine Darstellung des Bei den Gewerbegerichtswahlen in Hannover wurden in tag, 1/ 2stündige Frühstücks- und 1/ 2ftündige Mittagspause, 15 pet. Entwickelungsganges der für die Entscheidungen des Landgerichts der Klaffe der Arbeitervertreter die vom Verein zur Wahrung Lohnerhöhung, Aufschlag für Ueberstunden, Nacht und Sonntags= besonders maßgebend gewesenen Bestimmung des§ 119b der gewerkschaftlicher Interessen aufgestellten Kandidaten einstimmig arbeit, sowie für Arbeiten über Land, Abschaffung der Akkordarbeit, Gewerbe- Ordnung. gewählt. Freigabe des 1. Mai. Eine Arbeitseinstellung ist nicht geplant, Aus Anlaß habsüchtiger Ausnutzung der Fabritarbeiter durch Bei der Wahl der Unternehmervertreter erhielten unfere fondern man hofft, geftüßt auf die gute Organisation, eine gütliche ihre Arbeitgeber erging zu gunsten der ersteren die königliche Bot: Kandidaten 181, die Gegner 1023 Stimmen. Abmachung mit den Unternehmern zu erlangen. schaft vom 24. Oftober 1848 an die zur Vereinbarung der VerDie Gewerbegerichtswahl in Koblenz endete mit einen nach faffung berufene Nationalversammlung. Die Bolschaft enthält den Lage der dortigen Verhältnisse glänzenden Siege der sozialistischen Entwurf eines Gesetzes zum Schuße der Fabrikarbeiter gegen die bei Sache. Troß der größten Anstrengungen der Schwarzen wurden in Berechnung ihres Arbeitslohnes in mehreren Fabrikoistrikten der Klasse der Arbeitervertreter die von den Gewerkschaften aufherrschenden, unter der Benennung Trucksystem bekannten Mißbräuche. gestellten Kandidaten gewählt, und zwar mit einer Mehrheit von Aus dem Artikel III des Entwurfs ist die Entstehung des 100 Stimmen. Wir erhielten 309, die Schwarzen 209 Stimmen. Theil dieser Forderungen durchgefeßt baben, glauben wir faum, daß jebigen§ 119 b herzuleiten. Aus der Fassung des Artikels III geht hervor, daß die Bestimmungen sich auch auf die HausJu Lübeck soll bei einer Gerichtsverhandlung gegen einen des fie jetzt einen Streit beabsichtigen. Die Spahu'sche Etuisfabrik geht gewerbetreibenden beziehen sollten. Durch Auflösung der Strohoiebstahls Angeklagten, der aber schließlich freigesprochen wurde, wohl nur auf Kundenfang aus, wobei es ihr auf eine Verdächtigung tonstituirenden Nationalversammlung unterblieb die Berathung des der Landgerichtsdirektor Clauffen gefagt haben: Das der Arbeiter nicht weiter ankommt." Entwurfs. Jedoch wurde dieser Gesetzentwurf alsbald aufgenommen bemokratie nicht gerade hoch angeschlagen zu werden. Sie fagen ja: war am 15. Juni unter den Grasmähern auf der fürst. Interesse zwischen Mein und Dein scheint bei den Leuten der Sozial- Aus Gera meldet die Reußische Tribüne": Gin Streit in den vorläufigen Entwurf einer Verordnung zur Ergänzung Eigenthum ist Diebstahl". So berichtet der„ General- Anzeiger". der allgemeinen Gewerbe Ordnung vom 17. Januar 1845. lichen Hofwiese ausgebrochen. Weil das anstehende Heu in Der Verfasser veranschaulicht durch Wiedergabe der verschiebenen Direktor Claussen eine noch bedeutend größere Unkenntniß vom Wesen schwer ist, forderten die Arbeiter eine bessere Bezahlung als in ben Ist die Nachricht zutreffend, dann hat der läbische Landgerichts- diesem Jabre unbeschreiblich dick steht, die Arbeit demzufolge sehr Zufäße und Abänderungen die schließliche Aufnahme der Beftimmungen in die Gewerbe Ordnung für den norddeutschen Bund, der Sozialdemokratie an den Tag gelegt, als selbst sein ehemaliger vorigen Jahren. stimmungen in die Gewerbe Ordnung für den norddeutschen Bund, Kollege Brause wetter in Berlin, der bekanntlich im Irrenhause worden. Wie es heißt, sind ihre Forderungen bewilligt woraus immer ersichtlich ist, daß bezüglich der Vorschriften gegen den Truck die außerhalb der Fabrikstätten für Fabrikinhaber thätigen Personen dem Fabrikinhaber gleichgestellt werden Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Ter Maurerstreit in Leipzig hat vor allem darin seine Ursollen. Der Verfasser führt alsdann aus: -Das gegen den Redakteur der Schleswig- Holsteinache, daß die Unternehmer keine Verkürzung der jetzt zehnstündigen Dieser für sämmtliche gewerbliche Arbeiter günstige schen Volkszeitung" in Riel, den Parteigenoffen Star Arbeitszeit bewilligen wollen. Ihr letztes Bugeständniß war: 48 Pf Rechtszustand soll durch die Novelle von 1878 geändert orn, wegen. Gottesläſterung vom dortigen Landgericht gefälle Stundenlohn bei zehustündiger Arbeitszeit, festgelegt auf die Dauer worden sein, indem behauptet wird, nur für die in den Wert, Urtheil enthält folgende Stelle:„ Mit Rücksicht auf die.... vonvon zwei Jahren, 43 Pf. Stundenlohn für altersschwache, sowie für ſtätten und Fabriken angestellten Arbeiter beständen noch die Be die erkannte Strafe angemessen. Genosse Korn veröffentlicht nun füngere Gefellen bis zum 19. Lebensjahre. Die Maurer hatten darauf dem Artikelschreiber bethätigte gemeine Gesinnung erschien ftimmungen des Titels VII der Gewerbe- Ordnung; diejenigen Personen, in der„ Schleswig- Holsteinschen Volkszeitung" eine Erklärung, worin befchloffen, das Gewerbegericht als Einigungsamt anzurufen. Der Arbeitwelche für bestimmte Gewerbetreibende außerhalb der Arbeitsstätten der letzteren mit der Anfertigung gewerblicher Erzeugnisse beschäftigt find, er gegen den Vorwurf der gemeinen Gesinnung protestirt und weiter geberverband lehnte es aber ab, die Sache durch das Gewerbegericht zum hätten selbst im Abhängigkeitsverhältniß der Heimarbeiter nicht mehr fagt: Die zitirte Kritik des Urtheits empfinde ich lediglich als den Charakter gewerblicher Arbeiter... Wenn man nun erwägt, gewaltigung, wie sie unberechtigter kaum dem Genossen Steiger, Austrag bringen zu lassen. Am Dienstag Abend beschloß nun eine daß die Novelle von 1878 lediglich eine Erweiterung des Arbeiter welcher zusammengekoppelt mit einem gemeinen Verbrecher durch von Taufenden besuchte Maurerversammlung, den Neunstundentag schutzes bezweckte und daher in erster Linie die Vorschriften Die Richter hatten zu entscheiden, ob die vorliegende einzelne Forderungen den sofortigen Streit zu proklamiren. Es Arbeiter- bie Straßen Leipzigs transportirt wurde, angethan wurde. und 55 Pf. Stundenlohn zu verlangen und zur Durchführung dieser gegen den Truck zum Schuße des gesammten gewerblichen Strafthat unter einen der unzähligen Paragraphen des StrafArbeiterstandes" für erforderlich erachtete, so ist hieraus haben!" dies in den endete. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. . Das Wolff'sche Bureau berichtet über den Streit unterni 17. Juni: Das Streiffomitee der Maurer hat bis jetzt über 2700 Streiffarten ausgegeben. Jin ganzen dürfte man mit etwa 3 über 3000 nsständigen zu rechnen haben. 21 Meister mit 388 Gefellen haben die Forderungen bewilligt. 850 Maurer arbeiten zu den alten Lohnfäßen weiter, 200 find abgereift. Das Gewerbegericht hat bereits gestern Abend durch ein Schreiben an die Arbeitgeber und Arbeitnehmer seine Vereitwilligkeit ausgedrückt, an der schon zu entnehmen, daß der Gesetzgeber weit davon ent gefeßbuches fällt oder nicht. Wie wenig ich ihre Entscheidung bandelt sich um den wirklichen Generalstreit, denn die Arbeit sollte fernt war, die Heimarbeiter in eine schlechtere sogar von dieser rein formal- juristischen Seite anerkenne, beweist am Mittwoch auch da eingestellt werden, wo die Forderungen so2age wie bisher zu bringen. Hätte man eine derartige un- das von mir eingeleitete Revisionsverfahren. Ueber meine ge- fort bewilligt wurden. Erft Freitag früh soll die Arbeit zu den gleiche Behandlung der Heimarbeiter den anderen gewerblichen fammte ethische Persönlichkeit aber ein Urtheil zu fällen, gestatte ich neuen Bedingungen aufgenommen werden. Das Streit- Hauptbureau Arbeitern gegenüber geplant, so würde man am allerwenigsten den Richtern, welche tnapp zehn Zeilen von mir Motiven und in dem Gesetz auszusprechen Anlaß genommen gelesen und während einer Inappen Stunde mich gesehen haben. befindet sich im Pantheon, Dresdenerstraße. Zuzug ist streng Bei den jetzt in unserm preußischen Vaterland herrschenden Rechts-, fernzuhalten. Der Verfasser wünscht schließlich, es sollte sich das er d. h. Machtverhältnissen, bleibt mir gegen diese Beschimpfung höhte Interesse der Gesetzgeber auf sämmtliche Heimarbeiter, nichts übrig, als dieser öffentliche Protest und der Appell an alle deren Lage fast durchgängig eine schlechtere al3 die logisch und rechtlich denkenden Menschen." der Fabrifarbeiter ist, lenten. Man sollte, wie im Reichstage Bon der Polizei in Biegnis wurden vor einigen Wochen empfohlen worden ist, einen besonderen Abschnitt des Titels VII für mehrere Tausend sozialdemokratische Flugblätter beschlag die Heimarbeiter bilden und in die Paranthese der Ueberschrift des abmt. Wie das dortige Tageblatt" jest meldet, ist die Beschlag: Titels VII hinter Fabrifarbeiter" das Wort„ Heimarbeiter" aufnahme vom Gerichtshof bestätigt worden. nehmen. In dem Abschnitt Heimarbeiter" wäre zu erklären, daß auf sämmtliche in eigener Behausung arbeitende unselbständige Gewerbetreibende die Bestimmungen des Titels VII der GewerbeOrdnung nicht nur über die Allgemeinen Berhältniffe"( S$ 105 bis Au die Zimmerer und Maurer Deutschlands: In Erfurt Beilegung des Streiks mitzuwirken. 120), sondern auch über die Verhältnisse der Gesellen und Gehilfen befindet sich fast das ganze Baugewerbe im Lohnkampf. Die Leipzig, 17. Juni.( Privatmittheilung des Vorwärts".) Die (§§ 121-125) entsprechende Anwendung finden. Damit erledigten Bimmerer haben allerdings durch ihr geschlossenes Vorgehen in den fich dann auch die hier und da hörbar gewordenen Zweifel darüber, letzten Tagen die 10stündige Arbeitszeit und eine 18prozentige Zohn- 3ahl der streifenden Maurer beträgt sirka 3000. Streitbrecher find ob bie Vorschriften über die Sonntagsrube gleichfalls auf die Heim- erhöhung errungen, so daß die Arbeit nach achtwöchigem Kampfe 350 gezählt worden, abgereift find 130 mit und ca. 70 ohne Abwieder aufgenommen wurde. Aber die Maurer sind noch aus meldung. Bewilligt haben bis jetzt 20 Unternehmer mit 370 Maurern. Man kann der Kritit, die der Borsigende des Berliner Gewerbe- gesperrt und es ist bis jetzt noch teine Aussicht auf eine Einigung Auf Ersuchen des Vorsitzenden des Gewerbegerichts wurde in der gerichts gegen die der rechtlichen Stellung der Heimarbeiter un mit dem Unternehmerthum vorhanden. Da nun die Maurer sich gestrigen Versammlung befchloffen, einer etwaigen Aufnahme eines günstigen Auslegungen richtet, fast überall zustimmen. Auch die Bor- seinerzeit solidarisch mit den Zimmerern erklärt haben, indem sie schläge, daß die Gewerbe- Ordnung durch entsprechende Umänderungen die gemeinsame Arbeit mit den arbeitswilligen Bimmerern ver- Ginigungsverfahrens beizutreten und wurde zu diesen Zweck eine bie Stellung der Heimarbeiter im Gewerberecht präziser zum Ausdruck weigerten, so beschlossen die Zimmerer, ebenso zu handeln und nicht Kommission von sechs Kollegen gewählt. Die Sache der Streifenden bringen solle, find sehr beachtenswerth. Diese Abänderungen müßten mit den Streitbrechern der Maurer zusammen zu arbeiten. Alle steht sehr günstig. Zuzug von Maurern nach Leipzig ist streng fernaber fo tlar gefaßt werden, daß ein weiterer Wirrwar zwischen den Bimmerer und Maurer bitten wir deshalb bringend, den Zuzug zuhalten. Alle Buschriften und Geldfenbungen find an Richard Benennungen: Heimarbeiter und Hausgewerbetreibende vermieden nach hier fernzuhalten. Ferner machen wir darauf aufmerksam, würde. Nicht allein für die sogenannten Heimarbeiter, sondern für daß die biesigen Zimmerpläge von Hildebrandt, Kummer und Griete Beyer, Leipzig, Friedrich ft r. 14, zu richten. die gesammten Hausindustriellen ist ein neuer von den organisirten Bimmerern gemieden werden. Rechtsboden zu schaffen, denn beide künstlich auseinander gehaltenen Gruppen sind eine sozial gleiche Schicht. arbeiter zutreffen." Partei- Nachrichten. " Die Arbeiterpreffe wird um Abdruck des Vorstehenden gebeten In Dresden hat der Studateurstreit die Unternehmer zur Gründung einer Innung veranlaßt, um in Zukunft gegenüber Lohnforderungen der Arbeiter besser gerüstet au sein. . Die Lohntommission der Zimmerer Erfurts. Die Arbeiterzeitungen werden um Abdruck ersucht. Achtung, Metallarbeiter! Von den 7000 in Dänemark beschäftigten Schmieden und Maschinenbauern find 6000 durch den Im Maurerstreik in Wiesbaden ist es zu einem Vergleich Unternehmerverband ausgesperrt. Die dänischen Kollegen erwarten gekommen. Die vereinigten Meister boten den Zehnstundentag und von den deutschen Arbeitsgenoffen thatkräftige moralische und einen Normal Stundenlohn von 38 Pf. für tüchtige Maurer und materielle Unterstützung. Bu legterem Zweck werben Sammellisten herausgegeben, die bei den bekannten Vertrauensleuten zu erhalten on 28 und 29 Pf. für tüchtige Tagelöhner. Wer tüchtig ist, das find. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter: Otto Bohn garantirt sein, den sie vor dem Streit erhielten; sie würden soll der Meister bestimmen; den Mindertüchtigen soll jedoch ber näther, N., Anflamerstraße 44. also denselben Vohn für zehnstündige Arbeitszeit bekommen, den fie früher für ein elfstündiges Tagevert empfingen. Die Streifenden afzeptirten diese Bedingungen und beschloffen, überall da die Arbeit. wieder aufzunehmen, wo der Vergleich anerkannt wird und Maß regelungen unterbleiben. Borläufig ist natürlich der Zuzug noch zu vermeiden. Ju Schweinfurt streiken die Arbeiter der Rugelfabrit von Janich en u. Rom p., an Zahl zirka 120 Personen. Komp., Die Maurermeister in Neustadt in der bayerischen Rhein( Ausland. Soziales. Zur Stichwahl in Wiesbaden. Die Frankfurter„ Bolts. flimme" veröffentlicht den Bericht über die Parteiversammlung in Wiesbaden, die am Dienstag Stimmenthaltung beschloß. Aus dem Bericht geht hervor, daß bei einem Theile der Barteigenossen that Bericht geht hervor, daß bei einem Theile der Parteigenossen that fächlich Neigung bestand, für das Zentrum zu stimmen, daß aber Abmachungen mit diesem nicht getroffen worden sind. Genosse Quint aus Erbenheim erklärte, die Genossen seiner Gegend hätten Die Waldheimer Schuhfabriken, die ihre Arbeiter wegen die größte Lust, dadurch gegen die bekannten Gemeinheiten der Fort- der Maifeier ausgesperrt haben, laffen gegenwärtig Swicfarbeiten schrittler und Demokraten zu proteftiren, daß sie für das eine Jahr in Straußberg anfertigen. Es dürfte sich empfehlen, daß die Schuh den Zentrumsmann Fugger wählten." macher in Straußberg dies beachten und möglichst verhindern, daß Genosse Quard trat diesen Ausführungen entgegen. Er ihren Kollegen der Kampf erschwert wird. fagte u. a.:" Davon, daß wir aus purer Rache für den Deutsches Reich. Bentrumskandidaten stimmen, fann gar keine Rede sein, und ich bitte Der Zentralverein der deutschen Böttcher hielt zu Pfingsten die Genossen dringend, solchen Bornesanwandelungen überall in Magdeburg seine 5. Generalversammlung ab. Anwesend nachdrücklich entgegenzutreten, wo folche sich äußern. Saben waren 38 Delegirte. Die Mitgliederzahl ist seit der 4. General pfalz haben infolge des Maurerftreits ihre Betriebe geschloffen. wir sonst schon nichts mit der schwarzen Rutte gemeinsam, die sich verfammlung, die 1894 zu Mainz abgehalten wurde, erfreulich gegerade hier auch als Schuß für Thron und Altar, Raiser und stiegen. Im Jahre 1894 waren 58 Filialen mit 3306 Mitgliedern Reich" so aufdringlich empfiehlt, so liegt noch weniger Grund vor, vorhanden, im Jahre 1895 stieg die Zahl der Filialen auf 64 mit Ju Utrecht in Holland streiten die Arbeiter der Igl. Nieders in dem Freiherrn v. Fugger einen neuen Großgrundbefizer zur Ver- 4202 Mitgliedern, und im Jabre 1896 betrug die Zahl der Filialen ländischen 8igarrenfabrit G. Ribbins Peletier. ftärkung des agrarischen Elements in den Reichstag an bringen. 79 und die der Mitglieder 4455. Die Einführung der ArbeitslosenHandelte es sich um einen Zentrumsdemokraten, so hätte sich unter Unterstützung durch den Verband wurde abgelehnt; es ist den besonderen Umständen, die auch nicht vorhanden sind, über die Filialen überlassen, diesen Unterftigungszweig einzuführen. Der Sache reden laffen. Eo aber wäre es geradezu eine Selbst nächsten Generalversammlung soll statistisches Material über diese Berhütung von Milzbrand Vergiftungen. Offiziös wird züchtigung, für das Zentrum zu stimmen. Ihm persönlich Frage vorgelegt werden. Beschlossen wurde weiter, den Hinter geschrieben: Seit einer Reihe von Jahren haben die Erkrankungen erscheine der Freifinn als das fleinere Uebel, trogdem er doch bliebenen verheiratheter Mitglieder ein Sterbegeld zu gewähren. Die und Todesfälle an Milzbrand, welche unter den mit der Berpersönlich am meisten von dieser Seite angegriffen worden fei. von München beantragte Verschmelzung des Böttcherverbandes mit arbeitung roher thierischer Haare und Borsten beschäftigten PerDer Freifinn habe sich wenigstens in der Flottenfrage hatatt dem Zentralverband der Brauer fand nicht die Buftimmung ber fonen, namentlich den Arbeitern in Roßbaar Spinnereien, gehalten, auch in der Wahlrechtsfrage sei er immerhin noch sicherer, Generalversammlung. ais das Zentrum, das so emsig an der Umsturzvorlage mitarbeitete. Bürsten und Pinselfabriken, zuweilen vorkommen, Freilich sei der freisinnige Randidat, der Millonenbauer Winter Bum Streit der Tischler Lübecks schreibt die Holzarbeiter die Aufmerksamkeit der Reichsverwaltung und meyer, den Arbeitern nicht weniger unsympathisch als der Beitung: Die Streifkommission der streitenden Tischler in Lübeck Bundesregierungen erregt. Auch im Reichstage Zentrums Freiherr. Die demokratische Richtung im Freifinn werde führt bitter, Beschwerde darüber, daß trotz der Warnungen vor wurde wiederholt der Wunsch geäußert, daß die in solchen Betrieben auch er nicht verstärken, wie fein Liebäugeln mit der Freisinnigen ob die Kollegen es auf Lübeck, d. 5. auf die Erschwerung des Kampfes möchten. Durch umfassende Erhebungen und Verfuche im taifers Buzug dorthin derselbe geradezu beispiellos ist. Es sei gerade, als thätigen Arbeiter gegen die Milzbrandgefahr geschützt werden Bereinigung und den Nationalliberalen im Wahlkampfe gezeigt habe. In feinem neuesten Flugblatte fahre der Freifinn alle Kanonen dafelbft abgesehen hätten. Während sich die Zahl der Zugereiften lichen Gesundheitsamte ist die Frage geprüft worden, ob gegen das Zentrum auf. In der Wahlkampagne selber aber habe in ruhigen Zeiten auf höchftens 10 beziffert habe, betrage diefelbe und in welcher Weise ein folcher Schuß burch Desinfektion gegen das Zentrum auf. In der Wahlkampagne selber aber habe jetzt 25 und mehr die Woche. Wir müssen gestehen, das ist ein des Rohmaterials sich erreichen läßt. Nach Abschluß dieser im theingau tein Wort für die Volksverrätherei des Zentrums gehabt, weiteren Vorbereitung allgemeiner unleidlicher Zustand, und darf es so nicht fortgehen. Die Kollegen in Versuche ist nunmehr zur die den Kampf Sozialdemokratie den mächtigen Schwarzen ganz allein führen lassen und in Schleswig- Holstein, Mecklenburg und Hamburg, vornehmlich die Bahl Schutzmaßregeln eine Rommission von hygienischen Gewerbe Aufsichtsbeamten, schandbarer Weise um die Zentrumstimmen gegen uns gebuhlt. ftellenverwaltungen, müssen es sich zur Pflicht machen, auf den schweren Sachverständigen, Arbeitnehmern der betheiligten Der Ausweg aus dieser Lage scheine ihm, dem Redner, nach all' der Kampf der Lübecker Kollegen in den Versammlungen, auf den Ser- Arbeitgebern und Kommissaren der Reich 3. Erbitterung, die er heute gegen den Freifinn wahrgenommen, nur vor der Zureise nach dort zu warnen. Die Lübecker Kollegen haben verwaltung und der hauptsächlich betheiligten Bundes. bergen und Arbeitsnachweisen aufmerksam zu machen und dringend Betriebe, sowie von Kommissaren die Stimmenthaltung zu sein, und zwar die strengste Stimmenthaltung immer, wo sich auch Berufskollegen im Kampfe mit den Unter- regierungen in das kaiserliche Gesundheitsamt einberufen Wenn sie beschlossen werde, müssen wir von den Genossen erwarten, nehmern befanden, ihre volle Schuldigkeit gethan, sie haben die worden. Die Arbeiten der Kommission haben am 14. d. M. begonnen daß sie nicht privatim thun, was sie wollen", wie ein Redner vorhin Opferwilligkeit bis zum äußersten gefteigert, und thun es im eigenen und dem Bernehmen nach bereits zu erfreulichen Ergebnissen geführt, geäußert habe, d. h. doch aus Rache für das Zentrum stimmen, Stampf um so mehr, da sie sämintliche Opfer, die der Streit erfordert, so daß zu hoffen steht, daß demnächst wirksame Anordnungen für die sondern daß sie sich streng an die Barteidisziplin balten und den Beschluß der heutigen Versammlung streng ausführen." aus eigenen Mitteln aufbringen. Sie beanspruchten bisher von den gefährdeten Arbeiter getroffen werden können. Die fibrigen Redner schlossen sich diesen Ausführungen an, auch mit Fug und Recht verlangen, daß ihnen der ohnehin schwere deutschen Kollegen feine finanzielle Unterstüßung, fönnen daber aber worauf Dr. Quard's Antrag, für die Stichwahl am 23. Juni trengste Stimmenthaltung zu empfehlen, einstimmig But fein, überall!" Kampf durch Zuzug nicht noch mehr erschwert wird. Also auf der er angenommen wurde. mit " Ju Dessau streifen, wie das Boltsblatt" mittheilt, die Former der Maschinenfabrik von Becker. ber die Firma Biermann u. Heinemann vom Schöffengericht zu Wegen Bruchs der Sonntagsruhe wurde in Dortmund 500 beziehentlich 300 M. Geldstrafe verurtheilt. Das Landgericht bestätigte das Urtheil. Die Firma hatte ihre neuen Verkaufsräume während der Sonntagsruhezeit durch das Publikum besichtigen lassen, Aus Bochumer Parteikreisen erhalten wir eine Zuschrift, die weshalb das Personal im Geschäft anwesend sein mußte. unsere Vermuthung bestätigt, daß die Erklärungen, welche Genosse Lütgenau in einer Versammlung des Zentrums über ein Die Dachdecker in Erfurt haben von den Meistern 12 pet. Schade, daß die Gerichte Berstöße gegen den Arbeiterschuß nur eventuelles Landtags Bündniß zwischen Sozialdemokraten und Lohnerhöhung und 75 Pf. Aufschlag für den Tagelohn bei Thurm- felten fo träftig ahuden, wie es in diesem Falle in Dortmund ges Zentrumspartei machte, rein persönlicher und spontaner Natur arbeit bewilligt bekommen. Von dem geforderten Aufschlag für fchehen. Der Magiftrat von Schweinfurt in Bayern hat die Schaffung waren; daß sie nicht im Partei- Auftrage erfolgten und auch nach Theerarbeit nahmen sie Abstand. Nur bei einem Meister tam es eines Gewerbegerichts beschlossen. träglich nicht die Billigung der Parteigenoffen erhalten haben. Wir zum Streit, der jedoch nur fünf Tage dauerte. 0 können nur wiederholentlich zu großer Borsicht und Reserve Die Maler in Weimar stellten einen Lohntarif auf, laut bei Behandlung dieser zum mindesten sehr heillen Frage ermahnen! welchem folgende Forderungen erhoben werden sollen: Behnstunden. Aus Zwickau wird uns geschrieben: Bon den bei der Grubentatastrophe Schwerverlegten find in der auf den Brand folgenden Macht zwei Bergarbeiter, die Häuer Uhlig und Wagner, im Kreis- dafür zu sorgen, daß der wöchentliche Beitrag auf 50 Pf. erhöht| Vorschlag Sympathie entgegengebracht wird und soll diese Frage noch weiter ventilirt werden. Krankenstift gestorben. Am Mittwoch Mittag starb noch daselbst wird, damit die Streifenden mehr unterstützt werden können. der Häuer Starte infolge der erlittenen Verlegungen. Er stand im leben. Versammlungen. Von einer Ecke des Baues muß bie Die Banarbeiter hielten am Mittwoch eine öffentliche Ber Tie Ban- und gewerblichen Hilfearbeiter hörten am 13 d. M. Holzarbeiter Verband. In der Bezirksversammlung für die 60. Lebensjahr und war ca. 30 Jahre angefahren. Die Szenen in ihrer Mitgliederversammlung einen Vortrag ihres Witgliedes Rofenthaler und Schönhauser Vorstadt sprach am 14. Juni Genoffe während des Brandes waren herzzerreißende. Bahllose Angehörige Gutsche über das Thema: Warunt organisiren wir uns? Das Väßel über das Thema:" Buufigesellen und Fabrifarbeiter". Bei umstanden während des Brandes bänderingend die Unglücksstätte, Referat wurde recht zustimmend aufgenommen und bewegte sich die Besprechung der Werkstattangelegenheiten wurde das Verhalten des da befürchtet wurde, daß infolge Unterbrechung der Luftzufuhr die Diskussion im gleichen Sinne. Nach einer längeren Debatte beschloß Fraisermeisters gemte scharf getadelt. Lemke foll, nach Angaben im Schachte befindlichen Wetter sich entzünden könnten, was ein sodann die Versammlung, in allen Stadttheilen Verkehrslokale einzu in der Versammlung, Tischler für Maschinenarbeit angelernt haben, unberechenbares Unglück herbeigeführt haben würde. Die Kata- richten. Im Anschluß an die Erörterungen über den Maurerstreit um sie dann nach Stettin zu senden, wo bekanntlich die Tischler im strophe hat bis jetzt sechs Todte gefordert, weitere drei liegen wurde zu eifrigem Sammeln für den Streitfonds aufgefordert. Ausstand stehen. hoffnungslos darnieder, während zwei außerhalb aller Gefahr Sanimellisten sind entgegenzunehmen bei Beier, Hussitenstr. 6, Hof III. Im Bezirk N. sprach Genosse Grempe über Riefen Eine Mitgliederversammlung der Zahlstelle II des fernrohre, deren Konstruktion und Handhabung unter großer Aufs deutschen Maurerverbandes tagte am 13. d. M. Nach dem merksamkeit und lebhaftem Beifall der Versammlung. Derselbe ließ Soziale Rechtspflege. Vortrag des Genossen Litfin wurde au stelle von Rabe, der sein zum besseren Verständniß einige Klichees zirkuliren. Ferner machte Amt, als zweiter Bevollmächtigter niedergelegt batte, Fischer ge- Redner darauf aufmerksam, daß die Arbeiterschaft Berlins jetzt Eine wunderliche Rentenfeftsetzung. Der Zimmerer A. verunglückte am 24. August 1895, während er einem Ackerer beim Gr wählt. Sodann machte Frisch die Streitfilialen bekannt und er- Gelegenheit hätte, derartige Instrumente und Ausstellungen in richten seines Wohnhauses behilflich war. Die Brustfellentzündung, mahnte die Mitglieder, in der nächsten Woche ihre volle Schuldig- Treptow zu besichtigen, um ihr wissen in dieser Weise zu vervoll die sich A. hierbei zuzog, führte den Tod des Verletzten herbei. keit zu thun, damit der Streik der Berliner Maurer sobald wie fommnen. Ferner wurde zum Beitragssammler Rudolf Obst Seine Mutter kam dann um eine Aszendentenrente ein, indem fie möglich gewonnen werde. Ein Antrag, ofchel, Weber 3 und gewählt. Nach Erledigung einiger Werkstatt- Angelegenheiten erfolgte geltend machte, der Verstorbene sei ihr einziger Ernährer gewesen. Meding aus dem Verbande auszuschließen, sowie ein weiterer Schluß der Versammlung. Im Bezirk Friedrichsfelde hielt Martmann einen Antrag Bag a nz, zwei Poliere, die dem Verbande angehören, ebenfalls ga Tie Baugewerks- Berufsgenossenschaft sprach ihr denn auch die Rente auszuschließen, wurde der Untersuchungskommission überwiesen. intereffanten Vortrag über„ Gewerkschafts Agitation". Aus dem 3. Sie legte derselben einen Tagesarbeitsverdienst von 1,80 M. zu Baganz bittet die Mitglieder, ihre Verbandsbeiträge pünktlich zu be- Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission ging hervor, daß von den grunde. Die Frau war damit aber nicht zufrieden, sondern verlangte, daß die Rente nach einem höheren Verdienste berechnet werde, zahlen. Zu dem am 17. Juli auf dem Bock stattfindenden Stiftungsfest Arbeitern der eingeladenen Werkstätten nur ein geringer Theil der wurde ein Vergnügungskomitee gewählt und hierauf ein Schreiben Einladung gefolgt war. Die Erschienenen erklärten ihren Beitritt n ihr Sohn als Zimmerer bedeutend mehr verdient habe, als 1,80 Mart täglich. Die Berufsgenossenschaft erhob jetzt den Einwand, der streifenden Münchener Töpfer an die Gewerkschaftskommission zum Berband. Einzelne Redner wiesen auf den Judifferentismus der hier am Dcte wohnenden zahlreichen Klaviera beiter hin. Tese überwiesen. 2. sei gelegentlich einer Gefälligkeitsleistung verunglückt, die nur in Berrichtungen bestanden habe, wie sie gewöhnliche Tagelöhner aus- In der Freien Vereinigung der Bauarbeiter sprach am follten sich doch betreffs der Organisation an ihren Arbeitgebern ein Beispiel nehmen. zuführen pflegten, und deshalb habe der Jahresverdienst solcher 13. d. M. Friz Erfurth in einem beifällig aufgenommenen VorIn der Vereinigung der chirurgischen Vranche bielt am Arbeiter der Hente unterlegt werden müssen. Das Schiedsgericht trage über die neue Maßregelung der Regierung gegen das 15. d. M. Dr. Wollheim einen lehrreichen Vortrag über Naturs schloß sich dieser Auffassung an und das Reichs- Versicherungsamt Vereinsrecht. erfenntniß und Weltfortschritt. Sodann gab das Mitglied Schuster wies ebenfalls den Mehranspruch der Klägerin als unbegründet Die Stanfer hielten am 18. Juni eine öffentliche Versammlung einen Bericht über den Ausstand bei der Firma Dr. Rohrbeck. zurück. ab, in der Th. Fischer über die gegenwärtige Situation im Bau- Der Ausand ist durch die Einführung des Kolonnensystems herbei Einbehaltener Lohnt. Die Firma Flack u. Kallenbach hatte gewerbe referirte. Redner beleuchtete besonders die eigenartigen geführt. Die Angriffe richteten sich auch gegen den Werksührer es sich gegenüber den Heizungsmonteuren D. und P. vertraglich Berhältnisse dieser Berufsgruppe unter den Berliner Bauarbeitern Mertens, dessen Verhalten zu der Forderung führte, nur bei Ent ausbedungen, daß ihr das jeweilige Guthaben der Leute verfalle, und erörterte eingebend die Mißstände, unter welchen dieselben zu lassung des betreffenden die Arbeit wieder aufzunehmen. Die Vers wenn sie den Arbeitsvertrag nicht innehielten. D. und P. legten leiden haben. Wenn für die anderen Handwerker schon vieles au fammlung gab ihre Zustimmung zu dem Streik und sind nunmehr nun die Arbeit nieder, ohne sich an den Vertrag zu binden. Die wünschen übrig bleibe, fei aber zum Schuß der Stanker gar nichts Unterhandlungen eingeleitet, die einen günstigen Abschluß erwarten genannte Firma machte deshalb von jener Vertragsbestimmung auf den Bauten vorhanden. Gebrauch und enthielt den Monteuren den rückständigen Verdienst derselbe mit seinem Werkzeug in die andere ziehen, ohne irgend lassen. Die Ausständigen werden von der Vereinigung unterstützt. von 12,50 M. und 11,25 M. vor. Diese flagten darauf beim Ge- welche Garantie zu haben, es am anderen Morgen noch wieder zu werbegericht auf Herausgabe des Geldes. Sie waren der Meinung, finden. Auch unter dem Bauschwindel hat der Staafer am meisten sammlung ab, um ihre Stellung zur Lohnbewegung der Maurer zu fei mu doan Guthaben nur der sogenannte Affordnachschuß gemeint au leiden, da der Bauherr die Arbeit gewöhnlich an einen Zwischen- berathen. Vor Gintritt in die Tagesordnung theille der Borsigenbe sei und daß ihnen die geleistete Arbeit zum mindesten nach meister vergiebt und so bleibt für den eigentlichen Arbeiter am Noack mit, daß der überwachende Beamte die Anwesenheit von einem angemessenen Stundenlohn bezahlt werden müsse. Die Be wenigsten übrig, oft aber wird am Sonnabend der ver- Frauen in der Versammlung für unstatthaft halte. Dazu wurde in fleinen Raten von anderer Seite bemerkt, daß das zur Zeit giltige Vereins- und flagte erhob die Widerklage und beanspruchte, daß ihr eine Ent: diente Lohn gar nicht oder doch nur Die vorjährigen Lohnbewegungen fchädigung zugefprochen werde, weil sie durch die Arbeitsnieder gezahlt. Die haben auf die Versammlungsrecht die Frauen von öffentlichen gewertschaft. legung um einen höheren als den einbehaltenen Betrag geschädigt Staafer feinen Einfluß ausgeübt, weder geregelte Arbeitszeitlichen Versammlungen- und um eine solche handle es fich hier- nicht worden sei. Beide Klagen wurden indessen von der Kammer Vnoch ein fester Lohn sind vorhanden, der Zwischenmeister zahlt nach ausschließe. Wenn der Beamte anderer Meinung sei, dann möge er Darauf konnte man ohne abgewiesen. Die Kläger fönnten den Akkordverdienst nicht Belieben. Redner mahnt dringend zur Organisation; da nur in thun, was er für erforderlich halte. in Vorschuß- und Nachschuß theilen. Zu dem Guthaben im Sinne Berlin ein derartiger Beruf vorhanden ist, fönne bei gutem Willen weitere Zwischenfälle in die Behandlung der Tagesordnung ein treten. Noad, Krüger und Gutsche sprachen sich im In der Diskussion verwies des fraglichen Vertrages gehöre die gesammte bisher verdiente und auch etwas erreicht werden. Agitation, da allgemeinen dahin aus, daß die Bauarbeiter sich mit den noch nicht ausgezahlte Summe. Andererseits könne aber die Be- Bliesenick auf die Schwierigkeiten der alle Berufszweige vertreten sind und Maurern solidarisch zu erklären und überall dort die Arbeit Andererseits flagte wegen der unberechtigten Aufgabe der Arbeit über das unter den Staatern die Maurer streiken. leicht zu erlernen niederzulegen hätten, wo jeweilige Guthaben hinaus nichts fordern. Einer außer der Holzarbeit die Arbeit sehr nach Annahme einer ent- sollten auch die Maurer Solidarität üben, wenn die Bauarbeiter weitergehenden Schadenersatz Forderung stehe die Vertragsfei. Im dritten Punkt wurden, bestimmung entgegen, wonach das jeweilige Guthaben der Beklagten fprechenden Resolution Christopi. Möser und Franke hier oder da um einen Stundenlohn von 40 Pf. fämpfen sollten, verfallen solle, wenn die Arbeiter rechtswidrig bie Arbeit einstellen. gewählt, um in Zukunft eine rührige Agitation zu entfalten und Das sei umso mehr zu verlangen, als die Bauarbeiter durch die Diese Bestimmung fixire von vornherein das jeweilige Guthaben Material zur Ausammlung eines örtlichen Fonds herauszugeben. Arbeitsniederlegung der Maurer jegt stark in Mitleidenschaft gezogen feien. Leider herrsche in den Reihen der Bauarbeiter noch ein so als ausschließliche Deckung für den Schaden, der den Eine öffentliche Versammlung der Bäcker tagte am Dienstag großer Judifferentismus, daß an eine durchgreifende Besserung der Arbeitgebern aus der Einstellung der Arbeit entstehe. Nachmittag in Keller's Eaal, von nahezu 500 Per Lage derselben zur Zeit nicht zu denken fei. Fritsch. sonen besucht war. Genosse Liebknecht referirte über Mitglied der Lohnkommission der Maurer, begründete das Vorgehen die Novelle zum preußischen Vereinsgesetz, einleitend das feiner Kollegen und theilte mit, daß bis jetzt über 4000 Maurer Wahlrecht, Koalitions- und Preßfreiheit des deutschen Volkes unter zu den neuen Bedingungen arbeiten. Er rieth den Bauarbeitern, Der fozialdemokratische Wahlverein für den 4. Wahl- dem neuen Kurs greu beleuchtend. Weiter bemerkte er, daß gelegentlich nicht zu gunsten der Maurer die Arbeit niederzulegen, da keiner freis( Osten) hielt am 15. Juni im Lokal Königsbant" eine der öffentlichen Lebatte über die Novelle zum Vereinsgefeß auch der beiden Theile einen Nußen von solchem Vorgeben haben würde. Versammlung ab, in der Genosse S. Kagenstein über der Punkt Betbeiligung an den Landtagswahlen" in Vordergrund Man möge aber auch nicht verlangen, daß die Maurer zu gunften Kommunale Sozialpolitit" referirte. Der Redner legte dar, daß gerückt wurde. Diese Frage fei augenblicklich noch als eine offene der Bauarbeiter streiken. Die Organisation der letzteren sei zu schwach, Die Gemeinden als das Mittelglied zwischen den Einzelnen und dem zu betrachten; obwohl seines Wissens ein Theil der Genoffen mit um eine Lohnbewegung in Szene zu setzen. Man möge zunächſt Staat berufen und verpflichtet seien, eine wirksame Sozialpolitik zu dem Vorschlag, der unbedingt auf Kompromisse mit bürgerlichen für eine gute Organisation Sorge tragen und das Solidaritätsgefühl treiben, soweit der kommunale Rahmen dafür ausreicht. Er ver- Parteien hinauslaufe, um die Junkerposition bei den Landtags unter den Berufsgenossen stärken und alsdann könnten die Baue hehlte sich nicht, daß die Vorbedingung einer segensreichen Sozialwahlen ju zerstören, fich einverstanden erkläre. so müffe er sich doch arbeiter gesondert vorgehen, was, wenn die Maurer ihre For politit die Beseitigung jeder Standesbevorrechtung sei und daß als firifter Gegner solcher Taktif bekennen, trotzdem er anerkenne, daß derungen durchgefeht haben, nicht so schwierig sein könne. Bei einem vor allem eine gründliche Umgestaltung der politischen Grundlage es sich um eine nur tattische, aber nicht prinzipiele Frage handle. Nach solchen Vorgehen würden die Maurer gewiß hinter den Bau der Gemeinden erstrebt werden müsse. So lange eine solche nicht dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrage beleuchtete ein arbeitern flehen. An der weiteren Debatte nahmen Rei. dann wurde vorliege, dürfe man aber nicht müßig sein, sondern müsse praktische Diskussionsredner anschließend die Agitation der Meister bezüglich der mann, Gutsche und und Krüger theil, Vorschläge wenigstens zur Abschwächung sozialer Nothlagen machen Handwerkervorlage und Beseitigung des Marimalarbeitstages, worauf folgende Resolution daß angenommen: In Erwägung, und dafür kräftig eintreten. Redner charakterisirte dann die sanitären nach einem Schlußwort des Referenten, welches er mit dem Satz: die Verhältnisse der Bauarbeiter Jahr zu Jahr Berhältnisse der Großstädte, die mit der immer dichter werdenden" Organisirt Euch, Eure Zukunft liegt in der Organisation", beendete, schlechter werden, und dieselben durch das Vorgehen der Maurer Anhäufung großer Wienschenmassen auf einem verhältnißmäßig be- die Proteftresolution einstimmig Annahme fand. Schaden erleiden, appelliren die Bauarbeiter an das Solidaritätss schränktem Gebiete immer fchlechter würden. Er brachte Nach verschiedenen geschäftlichen Mittheilungen wurde die Ver- gefühl aller Bauhandwerker, und ersuchen dieselben, die Bauarbeiter zablenmäßige Belege dafür bei und forderte vonl den sammlung mit einem Hoch auf die Arbeiterbewegung geschlossen. in dem Bestreben nach Verbesserung ihrer Arbeitsverhältnisse zu Gemeinden, gegen bie schamlofe Ausnugung des Grundbejizzes durch fortgefeßten Grundbefizerwerb Front zu machen. Die auf dem Boden der Vertrauensmänner- Zentralisation unterstützen. Die Gemeinden müßten eventuell felber den Bau von Wohnungen stehenden Zimmerer nehmen am Dienstag den Bericht der Deleunternehmen. Ein solches Borgehen sei die Grundlage städtischer girten vom Kongres in Halle entgegen. Fritsch- Stegliz referirle Sozialpolitit. Staßenstein führte ferner noch eine Reihe von Gebieten über die Beschlüsse des Kongresses und empfahl die Annahme der an, auf die fich die soziale Fürsorge der Gemeinden zu erstrecken selben, es werde sich alsbald zeigen, ob der erhoffte Erfolg eintrete. habe; im wesentlichen decken sich feine Vorschläge mit den Bestre. Bedauerlich sei die entstellte Berichterstattung in den einzelnen bungen der sozialistischen Stadtverordneten. Er bedauerte, daß Gewerkschaftsblättern. Redner hofft, daß die auf dem Kongreß Sigung das Anerbieten die verschiedenen Fragen kommunaler Sozialpolitik bisher wenig ins Leben gerufene Preffe die nöthige Aufklärung schaffen Einigungsamt bei dem Ausstande der Maurer thätig zu werden, ab. Beachtung gefunden hätten, und wünschte, es möchten ihnen be- werde. In der sich nunmehr sehr lebhaft gestaltenden Diskussion ist Bugleich wurde der frühere Beschluß, den Mindestlohn von 45 auf sonders die Wahlvereine eine höhere Aufmerksamkeit schenken. Dem zunächst off mit den Beschlüssen des Kongresses nicht zufrieden, 48 Pf. zu erböben, zurückgezogen, da er feine Anerkennung seitens beifällig aufgenommenen Vortrag folgte eine furge Debatte. Ein er meint, daß die Berliner Zimmerer Gewerkschaft die am meisten der Arbeitnehmer fand. Bern, 17. Juni.( W. T. B.) Die Kommission des Ständes R.duer führte ein Beispiel dafür an, wie das Publikum von den belastete fein werde, weil feine andere die nöthigen Mittel zur Apothekenbesitzern ausgenußt werde. A. Sailer fand den Vorschlag, haltung des Blattes aufbringen wird, er ist auch Gegner der raths für die Eisenbahnrückkaufs- Vorlage beantragt die Aufund wünscht für jeden Beruf selbst- nahme folgenden Artikels in das Rücklaufs- Gesetz: Der Bund die Gemeinden sollten den Arbeitsnachweis übernehmen, sehr be- Geschäftskommiffion Obft tritt den Ansichten des Redners als Rechtsnachfolger der Jura Simplonbahn verpflichtet sich der Ausführung denklich. Der Referent suchte fein Mißtrauen zu zerstreuen. Die ständige Agitation. durch den Bundesbeschluß 1873 ertheilten für den Konzession Bau einer Bersammlung beschloß, im Juli feine Vereinsversammlungen ab entgegen und verbreitet sich eingehend über die auf dem Kongreß aur Jahre gu lage getretenen Ansichten. Petereit und Rickert er zuhalten. flären fich gegen die Beschlüsse des Kongresses. Letterer Simplonbahn und der italienischen Konzeffion vom Jahre 1896 für Der Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- WahlFreis hielt am Dienstag in Wernan's Eaal, Schwedterstraße, glaubt dadurch die Bewegung der Berliner Zimmerer ge- den Bau und den Betrieb einer Eisenbahn durch den Simplon von eine Versammlung ab, in der Gen offe Metzner über die Sozial bemmt. Der Verband werde in Berlin feine eigenen Wege der schweizerisch- italienischen Grenze bis Jfelle, sofern die in dem demokratie und ihre Gegner" referirte. Eine Diskussion wurde über geben. Fischer bedauert, daß man wieder bestrebt sei, die schweizerisch italienischen Staatsvertrag vom 25. November 1895 ausMarseille, 17. Juni.( W. T. B) Die Arbeit in den Salzwerken in die beifällig aufgenommenen Ausführungen nicht beliebt. Unter Berliner Zimmererbewegung zu zersplittern, der Kongreß habe nicht bedungenen Subventionen geleistet werden. Vereinsangelegenheiten" wurde nochmals auf die bereits bekannt das geringste mit derfelben zu thun, die dort gefaßten Beschlüffe gegebenen Bahlstellen aufmerksam gemacht und die Genossen darauf schieben die Einigung der Berliner Zimmerer nicht hinaus, sondern, Giraud ist heute Vormittag wieder aufgenommen worden, ohne daß es wenn die Zeit zur Einigung gekommen, werde man, ohne die Be- au einem neuen Zwischenfall fam. Gendarmeri Abtheilungen befin en hingewiesen, daß auch die alten Quittungsbücher durch neue ersetzt schlüsse des Kongresses zu verlegen, diefelbe vornehmen. Für die sich noch immer mit dem Unterpräjekten von Arles an Ort und ( umgetauscht) werden müssen. Wernau wünscht, daß der fleineren Berufe sei aber gutes geschaffen und fein vernünftiger Stelle. Die Erregung scheint nachzulassen; es herrscht überall Ruhe. Vorstand in Bälde sich mit der Frage" Sozialdemokratie und Landtags- Wahlen" befassen möge, worauf der Borsigende betont, Mensch fönne etwas dagegen haben, wenn andere für diese Tas Bataillon Zuaven, welches zum Abmarsche bereit war, hat Organisationen eintreten. Die nächsten Redner, Schäffer, Arles nicht verlassen und wird es wahrscheinlich auch nicht verlassen. daß der Vorstand dementsprechend handeln werde. Nachdem Die Meldung, daß bei dem geftrigen Zusammenstoß zwei Arb.iter Päseler, Grabsdorf, sina u. a. erfennen ebenfalls das Metzner noch erwähnt, daß wohl der nächste Parteitag in dieser Vortheilhafte des Kongresses an und betonen die Nothwendigkeit getödtet worden seien, bestätigt sich nicht. Moterie Klarheit bringen werde, und diese Frage wohl vorläufig der Bresse. Es wurde alsdann folgende Resolution einstimmig an Salonichi, 17. Juni.( B. H.) In der Bierballe des hiesigen als offen zu behandeln sei, schließt die Versammlung mit einem Hoch genommen: Die Versammlung erklärt sich mit den Beschliffen des Hotels Colombo" wurde ein Atentat auf zwei bulgarische Lehrer, und Garwanow, von zwei Montenegrinern auf die Partei. Hallenser Kongreffes einverstanden. Gerner versprechen die Anwesen- namens Ganow Der Zentralverband der Maurer( Bahlstelle I. Buyer) hielt den, für die neu geschaffene Presse mit Energie unter den Kames verübt, wobei der erstere getödtet, der zweite schwer verwundet am 18. Juni feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Bor raden zu agitiren. Die Anwesenden erflären feruer, daß auf wurde. Die Montenegriner scheinen zu der That gedungen worden Eintritt in die Tagesordnung theilte der Bevollmächtigte mit, daß dem Kongreß kein Kampf gegen die Zentralisation befchloffen au sein. Athen, 17. Juni.( B. H.) Hier hat eine Berathung der die Protokolle vom 4 Verbandstage zum Preise von 20 Pf. bei den worden, wie vielfach in den verschiedenen Gewerkschaftsblättern bestattgefunden, und zwar Kassirern zu haben sind. Hierauf sprach Maurer Silberschmidt hauptet wird, sondern nur für die Weiterverbreitung der Organi hiesigen Vertreter der Großmächte in einem mit Beifall aufgenommenen Vortrag über die Einführung fation das möglichste gethan wurde. Nachdem der Vorsitzende zur infolge dringenden Ansuchen des König, den vollständigen wirth des achtstündigen Arbeitstages. Redner führt an, wie nothwendig regen Betbeiligung an der Urabstimmung aufgefordert und bekannt fchaftlichen Ruin Griechenlands durch einen schnellen Abschluß des die achtstündige Arbeitszeit sei, da durch Verkürzung der Arbeitszeit gegeben, daß am Freitag eine Plazdeputirten- Bersammlung statt- Friedens zu verhindern. In dieser Berathung wurde beschlossen, den Regierungen fofort Bericht zu erstatten und das Ansuchen des den Kollegen mehr Gelegenheit gegeben werde, Arbeit zu finden. findet, wurde die Versammlung geschlossen. Rönigs, weil es den Thatsachen entspricht, zu befürworten. In Redner warnt aber vor einem Streit, wenn man nicht gewiß fei, Der Verband der Möbelpolirer( Filiale N.) hielt am biplomatischen Kreifen wird versichert, einige Griechenland wohl daß fämmtliche Kollegen von dessen Nothwendigkeit durchdrungen sind. Die Putzer aber sollten die ersten sein, welche die Bahn für den 14. d. M. feine regelmäßige Bersammlung im Swinemünder gesinute Mächte würden nunmehr energisch in Konstantinopel gegen Achtstundentag hier am Orte brechen und das Augenmerk sämmtlicher Befellſchaftshaus ab. Dr Weyl sprach über" Lungenkrankheiten" jebe unnötbige Verschleppung des Friebensschluffes auftreten. Gewerkschaften auf sich lenken. Sämmtliche Diskussionsrebner halten Die Ausführungen des Redners wurden von der gutbesuchten Ber. New York, 17. Juni.( H.) Große Erregung henscht hier unter die Frage für eine brennende und ersuchen, dieselbe nicht von der fammlung mit regem Intereffe verfolgt und mit Beifall aufgenommen. dem Publitum über die Meldung des Journals", nach welcher die Tagesordnung abzusetzen, bis der Achtstundentag eingeführt ist. Ein Nach Besprechung einiger internen Angelegenheiten erjolgte der 3 Geschworenen Boyan, Fasch und Hill, welche die wegen Monopol erpreffung angeklagten Millionäre abuntheilen sollten, sich bestechen Rundschreiben vom Hauptvorstand, das eine Aufforderung zum Schluß der Versammlung. Die Holz und Bretterträger beschäftigten sich in ihrer legten ließen. Die 3 Geschworenen werden gerichtlich verfolgt. Es wird eifrigen Sammeln für den Streitfond enthielt, wurde vom Bevoll Die Be ferner ein neues Schwurgericht fonstituirt und die Verhandlungen mächtigten verlesen und im Anschluß hieran aus der Lokalkaffe dem Versammlung mit der Abschaffung der Affordarbeit. Streitfond 200 M. überwiesen. Die Mitglieder wurden ermahnt, Isprechung führte zu dem Ergebniß, daß allgemein einem solchen gegen die Millionäre werden auf's neue eingeleitet werden. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage a. Unterhaltungsblatt Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. # Depeschen und lehte Nachrichten. Leipzig, 17. Junt.( W. T. V.) Der Bau- Unternehmer- Verband lehnte, wie das Leipziger Tageblatt" mittheilt, in feiner beutigen des Leipziger Gewerbegerichts, als vom Nr. 139. 14. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Feldarbeiter- Organisation in Ungarn. Freitag, 18. Juni 1897. der Bestellung dieser 11 Vertrauen männer übereinzukommen. dadurch zugeführt, daß neuestens mit großem Eifer Frauens Uebrigens ist dieser Rath in der Regel nicht vollzählig bei- Organisationen gegründet werden zur Förderung und sammen. Die Mitglieder sind zumeist etwas besser fituirte Feld- Unterstützung der bereits vorhandenen Organisationen männlicher arbeiter, die auch eine Hütte ihr Eigenthum nennen. Arbeiter. Die Soziale Praxis" veröffentlicht einen böchst interessanten Teren Ausgabe besteht hauptsächlich darin, die in einem gewissen Mit dem eventuellen Streit wollen die Feldarbeiter nicht blos und stärenden Artikel aus der Feder des trefflichen Kenners der Umkreise Wohnenden zusammenzuhalten, Ort und Zeit von zu ihre materielle Lage verbessern, sie betrachten denselben auch als ung schen Arbeiterzustände Krejcsi in Budapest, den wir, mit sammenkünften den einzelnen kundzugeben, Schriften zu verbreiten und Mittel zur Erkämpfung der politischen Rechte. Sie sind darüber einigen Auslaffungen weniger wichtiger Partien hier wiedergeben: auf Wunsch zu kommentiren. Ta öffentliche Versammlungen nicht tlar, daß fie mit Ausnutzung der politischen Rechte ihre materiellen Die Landwirthe und Latifundientesiger der ungarischen Tief abgehalten werden dürfen, veranstalten die Landarbeiter Zusammen Verhältnisse um so nachhaltiger verbeffern können. Die Feldarbeiter ebene werden seit längerer Zeit von der Furcht eines kommer den fünfte in der Weise, daß 20 30 Genossen bei einem Gefährten, der balten sich an das Vorbild in Belgien; wenn in Belgien, wo Feldarbeiterstreiks beherrscht. Hervorgerufen wurde diese Furcht ein größeres Bimmer befißt und wo Kinder geringere Störung ver Industrieprodukte erzeugt werden, ein allgemeiner Streit von zwei durch die Reden und Resolutionen des Feldarbeiter- Kongresses in ursachen können, sich zusammenfinden, wie sie sagen, um zu lesen und Tagen genügte zur Erkämpfung der Rechte, dann hoffen sie in der Budapest, in welchen in sehr rositiver Form und mit Hinweis auf Ideenaustausch zu pflegen. Der Ausnahmezustand hat wohl die Koinkammer Ungarns, wo Brot erzeugt wird, bereits am ersten die Erutezeit angedeutet wurde, daß die organisirten Landarbeiter Maffenversammlungen im Freien, wo 10-12 000 Leute anwesend Tage zut fiegen. behufs Erkämpfung der politischen Rechte, in efter waren, unmöglich gemacht, kann es jedoch nicht verbindern, daß im In die Ereignisse der Zukunft vermag niemand zu bliden. Deihe des Wahlrechts seinerzeit belgisch reden und handeln" werden. Tieflande alfomntäglich viele tausende derartiger kleiner Wir unsererseits sind der Ansicht, daß die Feldarbeiter in diesem Eine Reihe von Komitats- Munizipien hat für den Fall eines Streits 3 ufam mentünfte abgehalten werden, weil diese ganz pro- Jahre zur Erntezeit nicht in den allgemeinen Streit eintreten bei dem Minister des Innern um Beurlaubung und Heran arammlose Privatbesuche sind. In diesen Zusammenkünften wird vom werden. Kleinere partielle Streits werden aller Wahrscheinlichkeit ziehung des Militärs zu den Erute- Arbeiten petitionirt; Querbalken, wo neben der Bibel und dem Kalender und neben der Saug nach veranstaltet werden; diese werden jedoch blos ein Probespiel fein es wurde der Gedanke aufgeworfen, die Regierung möge Maß- flasche des Säuglings 10-15 sozialistische Flugschriften aufbewahrt zu dem wahrscheinlich unvermeidlich ausbrechenden nahmen treffen, daß Arbeiter in größerer Masse aus der Fremde werden, eine Broschüre heruntergeholt und daraus eine Eeite oder allgemeinen Streit im nächsten Jahre. importirt werden; auch fucht man Trost in dem Umstande, daß ein kurzes Kapitel verlesen, worauf sich in Sofrates- Manier eine Nahezu mit Gewißheit kann behauptet werden, daß diese Kraft. infolge eines Streits landwirthschaftliche Maschinen in noch größerer Diskussion entspinut und Fragen gefiellt werden, die dann in der anstrengung durch Gewährung des Wahl, Bereins- und Bersamm Anzahl verwendet werden können, als bisher. Regel der in den Lehren mehr versirte Vorleser beantwortet. Selbst- lungsrechtes derzeit noch vermieden werden könnte. Die Befürchtungen und Bedenken der Grundbesitzer sind nur zu verständlich werden bei diesen Zusammenkünften auch Sammlungen begründet. Es giebt faum ein Land, wo ein Feldarbeiter- Streit veranstaltet und verschiedene Partei- Angelegenheiten lokaler Natur Kommunales. verbängnißvoller sein fann als Ungarn. Den größten Theil des erledigt. volkswirthschaftlichen Einkommens liefert das Getreide Die Des Lesens kundige oder wie man dort sagt„ gelernte" GeStadtverordneten- Versammlung. Dauer der Erntezeit beträgt im Tieflande anderthalb Wochen. noffen stehen in dem relativ kleinen Kreise der Analphabeten in Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 17. Junt. Obne Erntearbeiter fein Getreide. Falls die Feldarbeiter bei Beginn großem Ansehen; größere Achtung, fast Verehrung wird den Zu Beginn der Sigung werden die neugewählten Stadtvv. der Ernte in den Streit eintreten, tönnen fremde Arbeiter nicht mehr Gemaßregelten entgegengebracht; lektere werden als Märtyrer Bähnisch und Reimann vom Vorsteher Dr. Langerhaus importirt werden. Sie tämen zu spät, abgesehen davon, daß sie kaum der gemeinsamen Idee angefehen und wie Heilige behandelt. Die in ihr Amt eingeführt und auf die Städte- Ordnung verpflichtet. in genügender Menge aufzutreiben wären. Auch fällt das Korn Kommentatoren der Schriften werden mit dem Namen„ Lehrer" In den Ausschuß zur Vorberathung der Vorlage wegen mittlerweile aus der Nehre und in diesem Falle sind die fremden ausgezeichnet. Im allgemeinen ist dieses Arbeiterelement außer Aenderungen in der Gehaltsordnung für die Lehrpersonen an den Arbeiter überflüssig importirt. ordentlich verständig, gelehrig, es erfaßt das Gelernte und kann Gemeindeschulen sind auch die Stadivv. Bruns und Singer An die Erntemaschinen sind auch keine besonderen Er- dasselbe in der Diskussion in ungezwungener Weise treffend gewählt. wartungen zu knüpfen. In der schier endlosen Ebene Amerika's anwenden. Das Vertrauen in die herrschende Klasse und in die Vor der Tagesordnung richtet der Borsteher Dr. Langerhans tönnen diese in ausgedehntem Maße zur Verwendung kommen; Autorität ist ganz verschwunden. Sozialistische Feldarbeiter be folgende Worte an die Versammlung: wenn die Maschine Unvollkommenes leistet, wird der Entgang bei fuchen niemals die Kirche, sie verachten und hassen den Priester, Ich halte mich als Vorsitzender der Bertretung unserer Bürgerder großen Produktionsfähigkeit des Bodens kaum bemerkt. Anders weil er für Geld lügt". Seit Geltung der neuen Kirchengesetze schaft für verpflichtet, gegen einen Bericht, der in der Stadtfynode in Ungarn, wo nach Möglichkeit jedes Körnchen eingeheimft werden erfolgen hier im Tieflande massenhafte Austritte aus der Kirche, Berlin II erstattet und in seinem wesentlichen Inhalt unwiders muß. Auch ist zn erwägen, daß die Beschaffung von Maschinen bei Chefchließungen begnügt man sich in der Regel mit der sprochen geblieben ist, Profest zu erheben.( Lebhafte Zustimmung.) mit Geldaufwand verbunden ist. Sollte es ferner den Feldarbeitern Ziviltranung, neuestens werden selbst Kinder nicht mehr getauft. Die betreffende Stelle lautet fo: Unkeuschheit und Unzüchtigteit gelingen, auch das Hausgesinde in den Streit mitzureißen, dann fehlt Dagegen helfen und unterstützen sich gegenseitig die Feld in Worten und Werken ist den jungen Leuten beiderlei Geschlechts so der Maschine die Bedienung; die Maschine allein fann nicht ein- arbeiter; die Familien der Märtyier werden erhalten, etwas Natürliches, daß der Ehrentitel Jungfrau" in seiner wahren heimfen. am Krantenlager von Genossen wird ein Samariterdienst Bedeutung faum noch verstanden wird( Ruse: Pfui!), und wo das Die Hoffnung, daß die verdungenen Erntearbeiter mit physischer organisirt, furz in allen Lebenslagen ist auf die wirklich werk- noch der Fall ist, da kann man wohl der Meinung begegnen, in Gewalt zur Arbeit gezwungen werden, dürfte kaum erfüllt werden. thätige und weitgehende Unterstüßung der Genossen zu zählen. Berlin sei es überhaupt nicht mehr möglich, eine Jung Eine durch Gendarmen erzwungene Arbeit wird kaum Erfolg In einzelnen Romitaten des Tieflandes, deren Bevölkerung frau zum Altar zu führen."( Wiederholte Pjuirufe.) Das ist haben. Ist es überhaupt möglich, zu diesem Behuse für 12 bis durch ihr energisches, und wirkliche oder vermeintliche Unbill sofort unpassend, ehrverlegend und frivol.( Burufe: Und unwahr!) 13 Romitate Gendarmen aufzutreiben? Mit den Militär- Urlaubern vergeltendes, man fönnte sagen raufluftiges Auftreten im ganzen Dagegen können wir nur protestiren und wollen hier öffentlich vor wurden seinerzeit auch schon eigenthümliche Erfahrungen gemacht Lande bekannt ist, haben die Feldarbeiter den verhängten Aus unserer Bürgerschaft bezeugen, daß unsere Ueberzeugung, die wir im und deren Arbeit für ungenügend befunden. nahmezustand in anderer Weise paralyfirt. Die behördlichen täglichen Berkehr in den Familien und mit der Einwohnerschaft Das Erfassen und Festhallen der Idee des Etreits durch Organe müssen in ihrem eigenen Interesse bedacht sein, die Auf- gewinnen, eine andere ist. Wir wollen bezeugen, daß in die zu Erwägungen neigenden und vor überftürztem Beginnen reizung der Bevölkerung durch behördliche Maßnahmen nach unseren Familien Humanität und firenge Siulichkeit vollauf zurückschreckende Landbevölkerung deutet darauf, daß die Feldarbeiter Möglichkeit zu vermeiden. Dieser Zug des Volkscharakters sowie die ihren Boden finden. Das können wir nicht leugnen, daß volles Vertrauen feßen in das feste Gefüge ibrer Organi: Furcht der behördlichen Organe vor den die Person betreffenden Ausnahmen stattfinden wie bei jeder Regel; wir müssen sation. In der That waren die vielen tausende von Feldarbeitern Repreffalien Einzelner hat es mit sich gebracht, daß die Ausnahme- aber auch darauf aufmerksam machen, daß Berlin als Haupts im stande, im Laufe von fünf bis sechs Jahren eine derartige verfügungen in der Bácska nur sehr sporadisch angewendet werden. und Residenzstadt unseres Reiches einen Zuzug von Fremden aller Organisation zu schaffen, wie sie sonstwo, selbst in Staaten mit sehr während in den meisten Komitaten des Tieflandes Volts: Art hat, die allerdings häufig zu recht lebhaften Klagen Ber start entwickelter Arbeiterbewegung nicht vorhanden sein dürfte. versammlungen verboten werden, können in der Bácsla die anlassung geben. Das aber rechtfertigte nimmermehr, in einer In den Jahren 1890 und 1891 haben die Feldarbeiter zufolge nach Feldarbeiter nach Belieben Versammlungen abbalten; um die offiziellen kirchlichen Versammlung so etwas auszusprechen.( All brücklicher Propaganda seitens induftrieller Arbeiter den ersten An Erbitterung der als gewaltthätig bekannten Bevölkerung zu feitiger Beifall.) lauf genommen zur Gründung von öffentlichen und den gefeßlichen vermeiden, trachten meistens trachten meistens die Stuhlrichter und die bes Oberbürgermeister Belle: Auch ich bin, nachdem jener Bericht Bestimmungen entsprechenden Vereinen, Lesezirkeln und Bildungs: bördlichen Organe, wenn sie Wind bekommen, daß eine in der Presse Berbreitung gefunden hat, in den Kreisen unserer Bürgertlubs. Diese Bestrebungen der Feldarbeiter wurden durch den Arbeiterversammlung geplant wird, auswärts zu thun zu haben. Die schaft allgemeiner Entrüstung begegnet, und ich kann wohl sagen, daß, tufolge der am 1. Mai 1892 in mehreren Orten des Tieflandes aus: nächste Folge ist, daß die Versammlungen ohne behördliche An- io viele Angriffe auch unfere Berliner Einrichtungen und unser Berliner gebrochenen Tumulte über die ganze Ziefebene verhängten Ausnahme- meldung abgehalten werden, die seitens der Behörden beobachtete Leben erfahren hat, ein so unerhörter und ungeheuerlicher mir zustand vereitelt. Die vorhandenen Vereine wurden aufgelöst, die Reserve verursacht es jedoch auch, daß in jenen Gegenden Zusammen noch nicht vorgekommen ist.( Sehr richtig!) Es ist mir sehr zweifel Gründung neuer Vereine nicht genehmigt, das Abhalten von Bolts- stöße oder Unruhen überhaupt nicht vorkommen. In der Bácska ist haft, ob solche Steden, die dann nachher in die Preffe kommen, auf versammlungen verboten, die Verbreitung von Schriften nach Möglichkeit es üblich, daß die zu einer Versammlung erwarteten Referenten am unsere Jugend nicht den umgekehrten Einfluß haben als den päda behindert, die Broschüren- Literatur unzählige Mal polizeilich tonfiszirt, Bahnhofe von der ganzen Ortsbevölkerung eingeholt und mittels gogischen, den fie haben sollen.( Sehr richtig!) Aber es ist sehr beunzählige Hausdurchsuchungen veranñaltet, mit einem Wort ein blumengeschmückter Wagen im Triumphzuge den Ver: trübend, daß den Leuten, die außen stehen in den Provinzen, die Präventiv und Retorfions- System inaugurirt, das die Feldarbeiter- fammlungsort gebracht werden. Zu diesen Versammlungen strömt alles heraussuchen, um Pfeile gegen unsere städtischen Einrichtungen schaft nicht zur Ruhe kommen laffen sollte, und die Behausung des die Landbevölkerung aus weitem Umkreise zusammen, die dann die zu schmieden, durch derlei unrichtige Behauptungen wieder neues Feldarbeiters zu einem öffentlichen Durchhause machte, das die neuen Lehren meilenweit verbreiten. Thatsächlich ist in der Bacska Material gegeben wird; denn wenn auch der gesunde MenschenGendarmen unter den nichtigsten Vorwänden bei Tag und Nacht in taum eine Gemeinde zu finden, in welcher die Sozialdemokrate feine verstand sich sagt, daß solche Ungeheuerlichkeiten unglaublich sind, beliebiger Weise betreten durften. Anhänger hätte, die Bewohner der meisten Ortschaften sind durch fo giebt es doch draußen Leute, die wenigftens so thun, als wenn Diese behördlichen Maßnahmen, welche den Feldarbeitern jebe wegs Sozialdemokraten. fie daran glauben. Ich habe geglaubt, nachdem diese Behauptungen Luft zur Theilnahme an der sozialdemokratischen Bewegung be in die Oeffentlichkeit gekommen und auch Proteste dagegen nehmen sollten, haben das entgegengefegte Resultat aus der Bürgerschaft erhoben find, daß ein gewiffer erzielt. Anfangs tam es wohl vor, daß die Feldarbeiter mit diesen Widerruf erfolgen, eine gewisse Korrektur gegeben werden würde, veränderten Verhältnissen sich nicht befreunden fonnten, was in entweder von dem Herrn selbst oder von denen, die jenen Bericht einzelnen Fällen Unruhe und Tumulte zur Folge hatte; bald jedoch akzeptirt haben; das hätte doch der chriftlichen Liebe und Milde ent fonnten sie sich dem Ausnahmezustand akkomodiren, sie lasen die sprochen.( Lebhafte Zustimmung und Zurufe.) Der Herr fann vielleicht Arbeiterblätter, veranstalteten in Form von freundschaftlichen Besuchen fagen, daß er sich nur auf Meinungen berufe, die in Berlin herrschen; Bufammenfünfte, pflogen Besprechungen und fügten sich dem früber aber wer solche Meinung weiterträgt, macht fich der Beleidigung so verhaßten Ausnahmezustand in der Ueberzeugung, daß auch dieser, mitschuldig, und wenn er sie wiedergegeben hat, afzeptirt er fie in wie manches Schlechte vorübergehen wird und daß sie von den Die sozialistische Bewegung wird derzeit in Ungarn eigentlich hohem Grade auch für sich. Bedarf es denn überhaupt eines Fesseln, die ihnen derzeit nicht mehr lästig erscheinen, befreit, mit von der Landarbeiterschaft getragen und erstarkt in einer Weise, Gegenbeweises? Jeder von uns wird sich wundern, wie Hilfe des Vereins- und Versammlungsrechtes weiter arbeiten werden wie es früher nie zu beobachten war. Die Industrie Arbeiter jener Herr den Nachweis für seine Behauptungen führen an der Verbesserung ihrer Lage und an dem Werte ihrer Bewegung scheint merklich schwächer zu werden; nicht als ob die will. Man ist erstaunt, in welche Winkel, in welche Emanzipation. industrielle Anhängerschaft sich abwenden würde, denn diese lieft Schattenfeiten unferes städtischen Lebens der Herr hineingedrungen Eigentlich hat der Ausnahmezustand an der Sachlage gar nichts auch ferner die Arbeiterorgane, und fonsumirt ihre Flugschriften; sein muß, um auf dort gesammelte Erfahrungen folche Behaup geändert und auch die Entwickelung der Organisation nicht ge- die Abnahme ist mehr an der Bethätiguna bemerkbar, die Vertungen auszusprechen.( Sehr richtig!) Nachdem aber einmal solche hemmt. An ftelle der früher angestrebten und verhinderten öffent fammlungen und die verschiedenen Manifestationen haben Dinge ausgesprochen sind, ist es an uns, auszusprechen, daß sie thats lichen Organisation ist ein um so intensiveres Zusammen infolge verschiedener Umstände ihren früheren Umfang ein- fächlich unrichtig sind, und es entspricht der Ehre und der Würde schaaren der Feldarbeiter getreten, das durch einen viel feste en gebüßt, das Autreten hat die frühere Kraft verloren. Gerade unserer Bürgerschaft, daß wir uns dergleichen Infinuationen für Stitt gefestet ist, als es genehmigte Statuten fein tönnten. Das der Umstand, daß die Feldarbeiter mit fliegenden Fahnen in das fünftig ernstlich verbitten.( Alseitiger Beifall und große Bewegung.) Gefüge diefer unparagraphirten Organisation bilden alle jene Lager der Sozialdemokratie einziehen, erweckt in den Einsichtigen Die Vorlage wegen Aufnahme einer neuen Straße 5a in Elemente des Charakters des ungarischen Feldarbeiters, welche die der herrschenden Kreise schwere Bedenken. Die industrielle Bes Abtheilung VIII des Bebauungsplanes, wodurch zwischen Bremer Drganisation unverwüstlich erscheinen lassen. Diese Elemente find: wegung mußte sich in unserem Agrikulturlande naturgemäß auf und Emdenerstraße eine neue Verbindung der Siemens- mit das Bewußtsein gemeinsamer Bedrückung, ein hochentwickeltes einige industrielle Städte beschränken, fonnte leicht kontrollirt, der Thurmstraße geschaffen wird, geht auf Antrag Bracke an einen Solidaritätsgefühl, Standhaftigkeit, energisches Zesthalten an den gehemmt oder unterdrückt werden. Anders jedoch auf dem flachen Ausschuß. als eriprießlich erkannten Lehren und ein unausroubarer Glauben Lande, wo die große Ausbreitung faum zu übersehen ist, die Mög Für die zweite Handwerterschule follte auf dem Grund. an den Sieg seiner Sache. lichkeit der Ueberwachung aus Mangel an Organen beschränkt ist stück des alten Waisenhauses an der Waisenbrücke ein definis Die Grundsäße der Organisation find höchst einfach und be- und die polizeilichen Machtmittel des Staates auf einem weit aus- tives Gebäude errichtet werden. Geit 1892 ift fie provisorisch ftehen aus 5 Punkten. Diese Grundzüge sind im ganzen Tieflande gebreiteten Territorium nicht in der Weise zur Geltung gebracht in dem alten Schulhause Stralauer Play 24 Andreasstraße 1/2 allgemein üblich und wir wollen behuss weiterer Kenntnißnahme werden können, wie in den begrenzten Städten. Zudem ist noch zu untergebracht. Auf diesem Grundstück will jetzt der Magiftrat das den Wortlaut der in Hódmező- Vásárhely geltenden Organisations bemerken, daß die ortspolizeilichen Funktionen, welche in den Schulgebäude errichten und sucht dazu die Zustimmung der Vers regeln in folgendem mittheilen: Bauernstädten und Großgemeinden des Tieflandes in den autonomen fammlung nach. Die Zustimmung wird ohne Debatte ertheilt. 1. Mitglied der Parteiorganisation ist jeder, der das sozial Verwaltungsbereich gehören, in der thatsächlichen Durchführung Bezüglich der Dienst stunden des städtischen Bureau. demokratische Programm anerkennt, dasselbe verbreitet, die Partei merklich abgeschwächt werden, weil ja die Exekutivorgane, die personals will es der Magiftrat entgegen den Anregungen der in geistiger oder materieller Hinsicht unterstützt und feine ebrlose Polizisten, aus der Ortsbevölkerung refrutirt werden und diese mit gemischten Deputation für verschiedene dieses Personal betreffende Handlung begeht. Parteimitglieder können feiner Partei der der Bevölkerung verschwägert" find. Das Zusammenspiel aller Fragen bei der bestehenden siebenstündigen Dienstzeit, die voll ausherrschenden kapitalistischen bürgerlichen Klassen angehören und dieser Umstände macht es begreiflich, daß der über das Tiefland genugt und in dringenden Fällen auch überschritten werden soll, dürfen in deren Interesse nicht thätig sein. 2. Die Agenden verhängte Ausnahmezustand in der sozialdemokratischen Bewegung belassen. der Organisation führt der für die Dauer eines Jahres gewählte felbft auf eine kurze Spanne Zeit feinen fühlbaren Rückschlag hervor- Stadtv. Wallach beantragt Ausschußberathung. Die bestehende Rath. Der Hath besteht aus 11 Mitgliedern. 3. Der Hath hält rufen könnte. Gepflogenheit sei nicht berechtigt, da laut Gemeindebeschlusses die wöchentlich Sigungen ab, nach Bedarf auch mehrere. Die Be- Das Anschwellen der Bewegung ist auch aus dem Umftande zu Dienstzeit acht Stunden betrage und diese Sagung nur durch Ge schlußfähigkeit erfordert die Anwesenheit von 9 Mitgliedern. ersehen, daß am 1. Mai 1. J die erste Nummer eines ungarischen meindebeschluß geändert werden könne. Durch die Junehaltung der 4. Ter Austritt aus dem Rathe erfolgt durch: a) freiwilligen Feldarbeiter Organs berausgegeben werden konnte und dieses heute bestehenden Vorschriften werde eine große Summe erspart werden, Austritt; b) nacheinander folgendes fünfmaliges unentschuldigtes bereits in vielen taufenden von Exemplaren verbreitet wird; die denn auch hier heiße es: Zeit ist Geld." Redner bemängelt auch, Fernbleiben; c) Vertrauensentjiebung seitens der Rathemajorität; Herausgabe eines ähnlichen Wochenblattes in serbischer und daß die erwähnte Deputation vom Oberbürgermeister schon seit Urfachen privater Natur sind jedoch ausgeichlofien.- 5. Der flovatischer Sprache soll in Vorbereitung sein. Diefes Feldarbeiter langem nicht mehr berufen fei. Rath hat Sorge zu tragen, daß den Mitgliedern der Organi Blatt ist wohl ein Unitum in der sozialistischen Presse aus dem Oberbürgermeister Belle: Die großen Ersparnisse, die Herr fationen Zeitschriften und Bücher zugänglich seien und an Sonn- Grunde, weil es ausschließlich Landarbeiter- Fragen bebandelt, und Wallach ausrechnet, werden durch die halbe Stunde Frühstückspause, lagen Vorlesungen und Ideenaustausch ermöglicht werden. eine große Anzahl Don Landarbeitern für die er doch auch konzediren will, wieder aufgefressen( Heiterkeit). Der Dieses Normativ, das allen Organisationen als Grundlage dient, dasselbe fleißig torrefpondirt; auch bietet dieses Blatt gitirte Gemeindebeschluß ist seit 50 Jahren obsolet; davon hat auch bird nach Möglichkeit durchgeführt. Die Wahl des Lofalraths aus diesem Grunde eine unerschöpfliche Fundgrube für den sozial die Versammlung Kenntniß. Die Deputation wird ihre Arbeiten n öffentlicher Bersammlung wird infolge des Ausnahmezustandes poltischen Forscher zur Erkennung und Beurtheilung der ungarischen demnächst fortführen können. erhindert; die Feldarbeiter finden jedoch Mittel und Wege, betreffs Landarbeiter- Frage. Neue Kraft wird der Landarbeiter- Bewegung Aber nicht blos im Tieflande, sondern auch in anderen weit abseits liegenden Gegenden findet die Sozialdemokratie rapide Verbreitung. Selbst an der äußersten Gemarkung Sieben bürgens, an der rumänischen Grenze, schließen sich die dort an fäffigen Szefler, die Urmagyaren", wie sie genannt werden, dem Sozialismus an. Als charakteristisch ist anzuführen, daß unter den Szeflern die Anhängerschaft sich nicht blos auf die Landarbeiter beschränkt, sondern daß dort auch zahlreiche Kleinbauern in die Ben egung eintreten. H · 17 $ Der Antrag auf Ausschußberathung wird angenommen, Das Belles hat unter Vorfiz des Stadtverordneten Reichnow beschlossen, das die Rollfutscher bei den geringsten Verstößen" gegen die mit dem Vortrag des Verwalters Martens ergiebt fich verein zur schroffen Durchführung bringt, vermöge deffen der Sache die erste Gläubiger Versammlung statt. Tokales. " " C Chud tönne. " " " verAus Wegen der Kinderarbeit auf den städtischen Riefelfeldern, Der Berliner Spediteurverein hat es meisterlich verstanden, zufassen, daß hier ein Durchschlüpfen unmöglich wird. fiber welche gestern berichtet wurde, beabsichtigt die sozialdemos das Klaffenbewußtsein unter den bei ihm beschäftigten Rollfutschern Alliance Theater hat bereits einen neuen Bächter gefunden. Es ist tratifche Stadtverordneten- Fraktion den Magistrat zu interpelliren. zu wecken. Bekanntlich zählen die Rollkutscher mit zu den aus Herr Kapellmeister Max Federmann, der die Bühne vom Herbst ab Die Juterpellation hat folgenden Wortlaut: Die Unterzeichneten gebeutelsten Arbeitern, welche bei geringem Lohn die Herren übernimmt. richten an den Magistrat die Anfrage, ob die in der Zeitungsnotiz Spediteure rechnen" mit den Trinkgeldern, die aber auch heute nur behauptete Thatsache auf Wahrheit beruht, und wenn ja, ob der noch eine spärlich fließende Einnahmequelle bilden und einer Beitung": In dem Konkursverfahren über das Vermögen der BerNeber die verkrachte Verkehrsanstalt berichtet die„ Bossische Magiftrat entsprechende Maßregeln ergreifen wird, um die die fchrankenlosen Arbeitszeit schwerste Arbeit verrichten müssen, indeffen liner Berkehrsanstalt, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Richtigkeit der Angabe vorausgesetzt auf dem Rittergut Groß ihre Brotherren" die goldenen Früchte fremder Arbeit einfäckeln. Haftung fand heute bei dem fönigl. Amtsgericht I zur Verhandlung beeren eingeführte Kinderarbeit sofort zu beseitigen. Verschärft werden diese Gegensäte wie gesagt noch durch über die im§ 120 der Konfursordnung vorgesehenen Fälle Der Petitionsausschuß der Stadtverordneten- Bersammlung das rigorose Strafverfahren, welches der Berliner Spediteur- und zur Berichterstattung des Verwalters über die Lage Gefuch einer Dame in der Gerichtstraße um Rückzahlung von raffinirter Klugheit ausgetüftelte Arbeitsordnung schon mit Strafe bas Unternehmen durch einen Herrn Achilles gegründet wurde, der 1250 M. Umfazsteuer der Versammlung zur Berücksichtigung zu belegt werden und„ abladen" müssen. In welcher Weise die Straf in der Kommandantenstr. 18 ein Büreau errichtete, ſpäter wurde es empfehlen. Die Petitionen des liberalen Bezirksvereins Friedrichshain": Beseitigung verschiedener Mißstände in dem prozeß- Ordnung" des Berliner Spediteurvereins gehandhabt wird, Kommanditgesellschaft, angeblich mit 25 000 m. Einlage; diese nördlich vom Friedrichshain belegenen Stadttheil- Elbingerstraße- das erhellt aus einem Vorfalle, welchen der„ Kourir" mittheilt und Kommanditgesellschaft verkaufte durch ihren Vertreter Tolkmit das Herstellung geräuschlosen Pflasters, Regulirung und ausreichende legthin einer der angestellten Kutscher einen Geschäftsauftrag, welcher, Berliner Berkehrsanstalt eingetr. Genossenschaft mit beschränkter der die idyllischen Zustände sattsam beleuchtet. Es erhielt nämlich Geschäft für 38 000 m., so daß es eben jest schließlich als Beleuchtung der Promenade wie der Seitenstraßen, Errichtung von follte er noch zur richtigen Zeit zur Ausführung gebracht werden, Haftung bestand. Ihrem Direktor ist es nicht gelungen, das Bedürfnißanstalten u. f. w. und die Petition des Komitee's zur Erben Rutscher nöthigte, seine Pferde ein wenig in Trab zu setzen. Unternehmen durch Aufnahme der Packetbeförderung zu verbessern. richtung eines Denkmals für die Märzgefallenen um Bewilligung Das ist aber, nebenbei bemerkt, ein ftrafwürdiges Vergehen gegen Die Genoffenschaft hat gewiffermaßen ihre Angestellten ges eines Beitrages zu dem beabsichtigten Denkmal für die März die Vorschriften der Dienstordmung, welche vor allem darauf bedacht zwungen, ihrem Unternehmen als Genossenschafter beizutreten und gefallenen haben den Instanzenzug nicht erschöpft und hat der Ausschuß dieselben als ungeeignet zur Verhandlung im Plenum der nimmt, das edle Pferdematerial zu schüßen und das Frachtgut zu dadurch viele arme Leute in eine sehr traurige Lage versezt. Auch Berfammlung erachtet und zurückgewiesen.de begegnete dem„ trabenden Rutscher" ein Kontrolleur des Berliner und nach Ablauf von vier Wochen nicht einen Pfennig Gehalt sichern auf Kosten der Kutscher. Und richtig! Unterwegs ist es vorgekommen, daß Leute nur gegen Raution beschäftigt wurden, Hinsichtlich des Projektes über die künftige Ausgeftaltung Spediteurvereins, welche derfelbe zur Ueberwachung der Kutscher erhielten. der Ladeftraße zwischen der Jannowiß- und Waisenbrücke hat die aussendet. Als der Rutscher schließlich wieder auf den Hof gefahren 10 172,92 m. nachzahlen. Doch wenn dies möglich wäre, hilft dies mich ein 285 Genossenschafter mit 825 Antheilen sollen jetzt ftädtische Bau- Deputation beschlossen, mit der Verkehrs Deputation fam, erhielt er fofort eine Berwarnung", mit der Androhung einer nichts mehr, denn da die Miethe noch 3641 M. und die Gehälter darüber in Verhandlung zu treten, ob unter der Ladestraße Lager zu erlegenden Geldstrafe, wenn er noch einmal bei dem Vergehen" 14 153 M. betragen, so werden nur die Kosten und die Masseschulden räume zur Ausführung kommen sollen. Die städtische Bau- ertappt werden würde, die schutzbedürftigen Pferde im Geschäfts- theilweis gedeckt und die vorrechtlosen Forderungen fallen mit Deputation verhandelte in ihrer gestrigen Sigung über die Einschränkung interesse schnell laufen zu lassen. Und siehe da! Bald nach diesem 41 057,53 m. gänzlich aus. Der Baarbestand der Genossenschaft betrug oder Verlegung des nach dem Bebauungsplan zu einem öffentlichen Vorfalle befand sich der Kutscher genau in der gleichen Lage. Wieder bei der Konkurseröffnung nur 46 Pf. 1200 Brieffaften dürften nicht so Plazze bestimmten Steindepotplates an der Pantstraße( Brunnen erhielt er einen eiligen Auftrag, wieder mußte er im Geschäfts- viel bringen, als deren Abnahme fostet. Die Gläubiger bestätigten play) sowie event. über die Anlage diefes öffentlichen Platzes, und intereffe die Pferde traben laffen, wieder begegnete ihur derfelbe den Kaufmann Martens als Verwalter und den vom fönigl. Amts. hat beschlossen, in Erwägung zu nehmen, ob sich für den Steindepot Kontrolleur und diesmal war der Kutscher dran"! 1,50 Mart gericht vorläufig in dem Direktor des Kredit- Genossenschaftsverbandes platz an der Pantstraße ein Ersatz finden läßt und wird dann den Geldstrafe, von Rechts wegen! Daraufhin beschwerte sich der Kutscher Ernst Berg, dem Kaufmann S. Herzberg und dem Klempnermeister vielfachen Wünschen der Anwohner daselbst zur Anlegung des Platzes bei der Direktion und hob hervor, daß er lediglich in Wahrung Augar, Nügenerftr. 19, eingefeßten Gläubigerausschuß, und beschlossen, entsprochen. der Intereffen der Firma gehandelt habe, d. h. schnell gefahren fei, daß der Verwalter mit dem Gläubigerausschuß über die zu er und für dieses löbliche Beginnen doch unmöglich bestraft werden greifenden Maßregeln beschließen soll. Die Gesammtschulden betragen tönne. Doch wurde ihm der wohlgemeinte Rath feitens der 56 647 m. Direktion, nur ruhig seine ihm aufgebrummte Strafe zu berappen, Im Dienfte der Wohlthätigkeit. Eine wie mühselige Arbeit denn es sei nichts dagegen zu machen! Und der Kutscher? Er Ein Brandunglück, bei dem drei Meuschen den Erstickungsbie Wohlthätigkeit ist, davon haben die Bedürftigen und Armen, in gab sich thatsächlich zufrieden und berappte! Warum? Um in der Zentrum der Stadt ereignet. In dem Hause Spandauer- Brücke 16, od fanden, hat sich am Mittwoch Abend zu später Stunde im deren Interesse diese Arbeit von den Wohlhabenden und Reichen faulen Zeit" nicht wochenlang arbeitslos zu sein! Das sind wah Ecke der Neuen Friedrichstraße, befand sich in einem Barterreladen geleistet wird im Grunde genommen keine blaffe Ahnung. Eine baft idyllische Zustände. Erfüllt der Kutscher nicht prompt wbie anschauliche Schilderung der schweren Anforderungen, die dabei pünktlich einen ihm gewordenen Auftrag, so wird er bestraft; vedie Gierbandlung von Feigenbaum. In dem Laden des F. befanden zuweilen an die Wohlthäter und Wohlthäterinnen gestellt werden, stößt er in Ausführung desselben gegen die Dienstordnung, so wird sich zahlreiche leere Risten, sowie große Mengen von Stroh und enthalten die Berichte bürgerlicher Blätter über ein Promenaden er bestraft, bestraft wird er also auf alle Fälle. Und dennoch Säckfel, worin die Gier bei Transport verpackt waren. Am Mitt Konzert, das am Mittwoch Abend im Garten des Reichsamts des um des lieben Brotes willen derartige Ungeheuerlichkeiten ertragen woch hatte der Händler drei Kisten Eier geliefert erhalten und war am Abend gegen 10 Uhr damit beschäftigt, die Waare zu Innern zum besten des Mariannenhauses veranstaltet wurde zu müffen, das ist ein Bild aus dem heutigen Arbeiterleben. fichten, und von einem distinguirten Bublifum zahlreich als eine hierbei von F. benutte Petroleumlampe besucht Akademisches. Uns wird geschrieben: Der Vorwärts" brachte umstürzte. Der Inhalt des Bassins explodirte und die brennende war. Außer dem Ronzert mußten die Gäste eine reiche Fülle gestern eine Notiz, welche auf die heutige Versammlung in der Ton- Flüssigkeit verbreitete sich in dem Geschäftsraum; F. flüchtete durch Tutullischer Gaben, die ihrer auf opulent ausgestatteten Buffets halle hinweist, in der Herr von Gerlach über das Thema der eine nach dem Treppenhaus führende Thür und ließ diese un harrten, über sich ergehen laffen: faftige Braten, Majonnaisen und Rektor und die akademische Freiheit" und Herr Assessor Schmieder vorsichtigerweise offen stehen. In wenigen Minuten brannte der Summern, schäumenden Champagner, treffliche Litäre, füßes Ronfelt, über die Errichtung allgemeiner studentischer Ehrengerichte" sprechen gesammte Inhalt des Ladens; die Flammen zersprengten die Schau fühlendes Eis u. f. w. u. f. w. Den trinkhaften Gottheiten," sagt ein werden, Da die in der Notiz enthaltene Bemerkung, daß diese Ber- fenster und loderten an der Hauptfront sowie im Treppenhause bis Bericht, dem Gambrinus und Bachus, waren überhaupt die zahl fammlung in einem der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung stehenden zum dritten Stock empor. Der Bewohner bemächtigte sich eine furchtreichsten Stätten des Verkaufes geweiht." Den Besuchern wird die lokal abgehalten wird, einzelne unserer Genossen veranlassen tönnte, den bare Bestürzung, sie zertrümmerten die Fenster und schrien gellend Aufgabe, die ihnen dabei zufiel, erleichtert worden sein durch das falschen Schluß daraus zu ziehen, daß die Versammlung von unserer um Hilfe. Leider vergaßen die zahlreichen Zuschauer, die Feuerwehr erhebende Bewußtsein des edlen Zweckes, zum besten des Mariannen Seite aus zu ignoriren sei, so möchte ich demgegenüber den Stand zu allarmiren, und als dies endlich gefchab, erfolgte die Meldung hauses zu schmaufen und zu zechen und dadurch mitzuwirken an der punkt vertreten, daß ein Modus gefunden werden muß, welcher die gleichzeitig von der Wache des 14. Polizeireviers und den Rettung gefährdeter oder gefallener Mädchen. Im Dienste der Wohl Bertretung des sozialistischen Standpunktes in dieser Versammlung öffentlichen Feuermelderu an der Gips, Klosterstraße und am thätigteit", sagt jener Bericht, wurde gekauft, geraucht, das ermöglicht, ohne die Intereffen der Arbeiterschaft zu verleben. tühlende Naß geschlürft und hin und wieder auch ein kleines Flirt" Monbijouplay. Beim Eintreffen der ersten Löschzüge, etwa Deshalb richte ich die Aufforderung an die akademischen Ge- 20 Minuten nach Ausbruch des Feuers, war der Laden fast vollgewagt, von den Jungen und auch von den Vertretern und Ver- nossen, diese Versammlung möglichst zahlreich zu besuchen. Es wird ständig ausgebrannt. Zur Rettung der in den oberen Etagen befreterinnen älterer Semester." Es ist wahrlich keine Kleinigkeit und ihnen sämmtlich hinlänglich bekannt sein, welche Tallit von ihnen drohten Personen wurde sofort die mechanische Leiter aufgestellt unb tein Bergnügen, allen Anforderungen eines derartigen Wohl in einem gesperrten Lofale zu befolgen ist, ohne daß unsere Be- über diese eine Frau und zwei Kinder ins Freie geschafft; ein thätigkeitsfestes gerecht werden zu müssen. Die Armen wissen, wie wegung darunter leidet. Berthold Heymann, Redakteur des Feuerwehrmann brang auch in die im dritten Stock belegene gefagt, wirklich nicht, wie schwer das Wohlthun ist! Und wenn Sozialistischen Student". Wohnung des Schneidermeifiers Hermann Pinkalla. Hier bot sich nach solch einem Feste hinterher ein Reinertrag übrig bleibt, von dem ein tnappes Dugend Bedürftiger unterstützt oder sonstwie„ gerettet" Die Frommen der katholischen Richtung wollen jetzt den ihm ein furchtbarer Anblick: In dem vollständig rauchgefüllten werden kann, dann jammern die Einfaltspinsel in ihrem Unverstand beiligen Antonius gegen die ttt Sozialdemokratie mobil machen. Raume befanden sich in besinnungslosem Zustande fünf Personen, und ihrer Begehrlichkeit, daß für sie so wenig bei all' den Wobl. Herr Dr. Hille, der sich bescheiden Generalsekretär der Berliner P., dessen 28jährige Frau Marie, sein 14 Monate altes Söhnchen thätigkeitsbazaren, Wohlthätigkeitskonzerten und Wohlthätigkeitsfesten Arbeitervereine nennt, fordert von seinen Schäflein eine Mark oder Max, die 22 jährige Tochter Lieschen und der bei B. herauskommt. Sie begreifen eben nicht, daß dazu erst hunderte 50 Pfennige oder noch weniger, um im Osten Berlins, wo die in chambre garni wohnende neunzehnjährige Korbmacher Dornbusch. vornehmer Damen und Herren fich einen Nachmittag, einen Abend, Sozialdemokratie reiche Ernte halte, diesem Heiligen eine Gnaden Die Samariter der Feuerwehr unternahmen, geleitet von zwei hinzu. eine Nacht hindurch im Schweiße ihres Angesichts amüsiren mußten. Stätte" zu errichten. Ob sich wohl Wiele finden werden, welche ihr gerufenen Aerzten, Wiederbelebungsversuche, die jedoch nur bei zwei Perfonen von Erfolg waren; der Korbmacher, der durch Einschlagen Möchte doch eine Ahnung all dieser Mübsale des Wohlthuns Geld für einen so verlorenen Zweck opfern werden? wenigstens in den Köpfen der rettungsbedürftigen Insassen des Wie die Blumenhändlerinnen ihren Erwerb nachgehen der Fenster schwere Schnittwunden an beiden Händen erlitten, erhielt Mariannenhauses aufdämmern, wenn sie in dem Waschhause ihrer müffen. Die Lage, in der die aufgeputzten Mädchen sich befinden, durch die Löschmannschaften auf der Straße einen Nothverband. Er bebabe am facfaß ſtehen und statt den heilsamen, fittlich die nachts in den Lokalen der Friedrichstadt Blumen an den Mann wohl, wie die wieder ins Leben zurückgerufene Frau B. wurden hebenden Einfluß der Arbeit auf sich wirken zu lassen, darüber zu bringen suchen, mag aus folgendem Beispiel entnommen werden. meister und die beiden Kinder, die alle drei erstickt waren, wurden murren, daß zu wenig für sie geschieht! Ein Zuschneider K. in der Tilsiterstraße sucht sich in dem bekannten nachts um 2 Uhr nach dem Schauhause gebracht. Der Zustand der In der gegenwärtigen Reisefaison lenkt sich unwillkürlich die Bermiethungsbureau in der Jägerstraße sein weibliches Aus- Frau Bintalla ist ebenfalls hoffnungslos. Das Feuer wurde in beutungspersonal zusammen. Die Mädchen erhalten Logis und Aufmerksamkeit auf die eigenthümliche Stellung, welche die Gepäck Beköstigung, aber keinerlei Lohn, doch wird ihnen bas halbstündiger Thätigkeit der Löschmannschaften mit leichter Mühe träger auf den Bahnhöfen einnehmen und über welche in dem Rostüm, das sie nach13 tragen, noch gnädig umsonst geliehen. Abends gedämpft. Betriebsberichte der Eisenbahnverwaltung nähere Angaben gemacht gegen 10 Uhr packt der Prinzipal ihnen 30 bis 40 Roſen in ben noch nicht wieder zum Bewußtsein gekommen, obwohl sie Lebens. Frau Pinkalla liegt in der Charitee schwer danieder. Sie ist werden. Auf allen neuen Berliner Bahnhöfen, von denen genaue Korb und dann geht es los in die Stadt; die Blumen dürfen zurzeichen von sich giebt. An äußerlichen Verlegungen hat sie nur eine Mittheilungen gemacht werden können( vom Görliger Bahnhof Beit nicht unter 25 Pf. verkauft werden. Der Gesammterlös ist fehlen sie), haben die Gepäckträger die Durchgangsgüter, die von ohne Abzug nachts um 2 oder 3 Uhr, wenn die Waare verkauft geringe Brandwunde am linken Arm; sie ist daher auf die Abeinem Bahnhof zum anderen befördert werden, ein- und abzuladen, ift, an den Unternehmer abzuliefern. Dennoch sind die Bertheilung für Innerlich- Kranke verlegt worden. Leider ist noch der ferner die Diensträume zu reinigen und Botengänge für die Ver- täuferinnen nicht ohne Baarmittel; Gäste, in denen das Gefühl Ober- Feuerwehrmann Frauendienst bei dem Rettungswerke schwer waltung oder Direktion zu besorgen. der Stettiner und die fünf Stadtbahnhöfe unter der Berlin- Trinkgelder. Welche ſittlichen Gefahren dieser Beruf für ein junges Pintalla in Schlafstelle wohnhaft gewesene Schneider Michael Viofer Bon den Bahnhöfen ſteben des Mitleids besonders entwickelt ist, speuben ihnen häufig zu Schaden gekommen. Er wurde vom Rauch betäubt und mußte in ein Krantenbaus übergeführt werden. Der bei dem Schneidermeister Stettiner Direktion. Bei den anderen drei Bahnhöfen, dem Lehrter, Mädchen in sich schließt, braucht wohl nicht erst auseinander gesezt hat bei den von ihm angestellten Rettungsversuchen erhebliche, wenn Anhalter und Potsdamer Bahnhof ist die Aufbewahrung des zu werden; aber auch die Gesundheit der Verkäuferinnen wird Handgepäcks den Gepäckträgern nicht übertragen, sondern wird durch durch die nächtliche Thätigkeit in den meisten Fällen auf das auch nicht lebensgefährliche Brandwunden erlitten. Auch er mußte Beamte besorgt. Auf dem Lehrter Bahnhof erhalten die 20 Gepäck schlimmste untergraben. Das rechte Wort für die moralische Quali in ein Krankenhaus gebracht werden. träger täglich je 90 Pf. Lohn. Von den 30 Gepäckträgern des fitation der Unternehmer dürfte wohl von unseren Lesern selber mit Amtliche Untersuchung von Gebrauchsgegenständen und Potsdamer Bahnhofes erhalten 24 nichts, abwechselnd aber je 2 auf wenig Mühe gefunden werden. dem Nahrungsmittelu. Im Monat Mai wurden in Berlin 11 Proben ban Botsaner Sauptbahnhof 1,25 M, und 4 auf dem Wansee. Ein besonders kraffer Fall von„ Prügelpädagogik", die von verschiedenen Gebrauchsgegenständen auf die verwendeten Farben Bahnhof 1,50 M. täglich. Auf dem Anhalter Bahnhof, wo im Sommer 52, im Winter 42 Gepäckträger angestellt sind, erhalten ärztlich konstatirte Mißhandlung eines sechs Jahre alten, die Schule und sonstigen Stoffe amtlich untersucht und dabei ein Haarfärbe abwechselnd 6 Mann für den Tag 2,50 m., die übrigen 36 beziv. 46 erit feit sechs Tagen befuchenden, franken Kindes, ist in der letzten mittel, weil fupferhaltig, beanstandet. Von 197 Proben von nichts. Wieder anders verhält es sich mit den Gepäckträgern auf Versammlung der Schulfommiffions- Vorsteher zur Sprache gebracht Nahrungsmitteln wurden 88 beanstandet, darunter von 20 Milch. den der Stettiner Direktion unterstellten 6 Bahnhöfen. Auf allen worden. Das im„ Gemeindeblatt" veröffentlichte Protokoll fagt, es proben 7, theils weil gewäffert, theils weil mehr oder weniger ent diefen haben die Gepäckträger die Aufbewahrung des Handgepäcks zu sei das Bebauern der Versammlung über diesen unliebfamen Fall rahmt; von 20 Gierproben 2 als verdorben; von 18 in der besorgen und neben den üblichen Arbeiten noch abwechselnd Nachtdienst ausgesprochen" worden. Was dem Prügelpädagogen geschehen ist Schmelzkontrolle vorgeprüften Butterproben 16, welche fich theils als reine Margarine, theils als Mifchbutter erwiesen, von zu thun. Auf dem Charlottenburger und dem Schlesischen Bahnhof oder geschehen soll, wird nicht angegeben. haben sie außerdem noch Dienst- und Eilgüter zu verladen. Auf Von der Einheit des Tentschen Reiches erhält der gewöhn- 20 Chokoladeproben 8, weil entweder ftart meblhaltig oder unter 10 pet. Kakaomasse enthaltend; von 5 Theeproben 3 grünen Thees, beiden Bahnhöfen erhalten die Gepäckträger festen Lohn; auf dem liche Mensch, dem der Verstand fehlt, um alle ihre Finessen be der durch mineralische Stoffe zu ungefähr 2 pet. beschwert war; Charlottenburger Bahnhof die 5 Mann monatlich je 60 m., auf wundern zu können, u. a. auch auf dem Gebiete des Post wesens dem Schlesischen Bahnhof die 17 Mann im Sommer 50 Pf., im gar seltsame Begriffe. Zur Illustration eines der bekannten Poft Viqueurweine; eine Malzbierprobe erwies sich als gehaltsarm und von 10 Proben Medizinal- Ungarwein 2, weil fünftlich gezuckerte Winter 1 M. täglich. Auf den anderen Bahnhöfen erhalten die kuriosa wird uns von einem Parteigenossen geschrieben: Ich war mit Saccharin verfüßt; von 15 Proben denaturirten Spiritus Gepäckträger feinen Lohn, haben vielmehr noch für die Auf mehrfach genöthigt, bebufs Anknüpfung von Berbindungen an mir endlich erwiesen sich 4 als zu arm an Altohol. Die Milchkontrolle bewahrungsräume des Handgepäcks von ihrem Verdienst, den sie persönlich unbekannte Genossen in bayerischen Orten zu schreiben erstreckte sich auf 1168 Geschäfte und fübrte in 58 Fällen zur Be durch Gebühren und Trinkgelder der Reisenden erhalten, dem und legte diesen Schreiben gewohnheitsgemäß eine Postkarte des Eisenbahnfistus Miethe zu zahlen vierteljährlich pränumerando! Deutschen Reiches behufs Rüdantwort bei. Ich hatte dabei außer anstandung; die Butterkontrolle auf 342 Geschäfte mit 47 Be anstandungen. Auf dem Bahnhof Zoologischer Garten erhalten 18 Mann acht gelaffen, daß Bayern in postalischer Beziehung nicht zum Deutschen 150 Mart jährlich, auf dem Bahnhof Alexanderplatz 15 Reiche gehört. Die Strafe" für dieses Bersehen blieb denn auch nicht Ju der Angelegenheit des Mordes an dem Pfaubleiher Mann 210 Mart, auf dem Stettiner Bahnhof im Sommer 49, im aus; ich mußte für die ankommenden Postkarten 5 Pf. Strafporto, ein Beidler, der vor einigen Monaten von unbekannter Hand verübt Winter 36 Mann 700 M., auf dem Bahnhof Friedrichstraße 84 Ge- mal sogar 10 Pfennige zahlen. Kürzlich nun schickte ich eine Post- wurde, sind gestern zwei Personen, nämlich die Tochter des Gr. päckträger 1500 M. und außerdem noch 200 M. für die Gas- farte mit Rüdantwort nach einer Stadt Bayerns, und siehe mordeten, eine Frau Hartmann geb. Beidler, sowie der 45 jährige beleuchtung. Auf den leßtgenannten beiden Bahnhöfen haben die da, ich hatte nicht nöthig, für die Antwortfarte Strafporto zu er- Pensionär Rein festgenommen worden. Legterer wohnte früher in Gepädträger neben den gleichen Dienstleistungen wie ihre Kollegen legen, trotzdem auch diese Karte uur" eine solche der Deutschen dem Beidler'schen Hause; er war in den Spandauer tgl. Fabriken auf den anderen Bahnhöfen auch noch andere Arbeiten zu verrichten, Reichs" Post war! Sollte ich in Zukunft genöthigt sein, einem thätig und bezieht seit dem Unfall, der ihn des Gebrauchs eines die ihnen besonders unangenehm find, weil sie von ihrer Berufs Brief nach Bayern eine Bofitarte zur Rüdantwort beizulegen, so Armes beraubte, eine tleine Benfion. Ueber die Art der Berdachts. thätigkeit am weiteften abliegen und öffentlich vor dem Publikum werde ich dazu stets eine solche benußen, die den amtlich aufgedruckten momente wird noch nichts Näheres berichtet.( auszuführen sind. Auf dem Stettiner Bahnhofe haben sie nicht nur Vermerk Antwort" trägt, damit die Postbehörden in Bayern ersehen Der alte Einbrecher Zwiebela hat am Mittwoch Abend die Diensträume, fondern auch noch bas Beftibül zu reinigen. Auf fönnen, daß es sich um eine solche handelt. Qual 93/4 Uhr den Weinhändler Eckert in seinem Geschäft, Greifswalder dem Bahnhofe Friedrichstraße müssen sie müssen sie die Feuerung für Die Pächter des Bellealliance- Theaters Maurice und Häfeler straße 228, überfallen und ihm zwei Siebe mit einem Stemmeisen die zu heizenden Räume vom Schiffbauerdamm, 100 das haben gestern den Konkurs angemeldet. versetzt, die glücklicherweise teine lebensgefährliche Wirkung hinter Maschinenhaus steht, herbeischaffen und außerdem abends Seit 14 Tagen sollen die Gagen nicht bezahlt worden sein, und ließen. Auf den Hilferuf des Weinhändlers eilten Nachbarn herbei, nach der Dienstzeit die Perrons, nicht allein des Fern- das Personal, das wahrscheinlich keinen Pfennig erhalten wird, liegt die nach längerem Suchen den Angreifer in einem Nachbarhause bahnhofes, sondern auch des Stadtbahnhofes, auf dem sie sonst auf der Straße. Die Behörden, die sich zur Zeit so sehr um die versteckt fanden. Der Einbrecher setzte sich mit einem Revolver zur nichts zu thun haben, reinigen. Man sieht, auch hier gilt das Sittlichkeit der Bühnen fümmern, thäten gut, die Rautelen gegen Wehr, doch ging der Schuß nicht los, da die Patronen von zu Wort: Biel Arbeit wohl, doch wenig Lohn! leichtfertige und gewiffenlose Theater- Gründungen derart scharf ab- großem Raliber waren, Man übergab den Mann, der erst am " " noring 9. Februar d. J. im Zuchthause au Sonnenburg eine zwölfjährige Strafe verbüßt hatte, dem nächsten Polizeirevier. Er hatte bei feinem vorgefirigen Attentat noch einen Komplizen, der aber enttommen ist. Der 22 Jahre alte Hausdiener Hermann Müller, dem auf bem Neubau Friedrichstraße 12 am Mittwoch ein herabfallender schwerer eiserner Träger beide Beine zerschmetterte, ist auf der Unfall station I infolge des starken Blutverlustes gestorben, nachdem man ihm ein Bein abgenommen hatte. Der 16 jährige Tänzer Mangelsdorf, der vor längerer Zeit dem Ober- Regiffeur Grube ein Fahrrad stahl und gegen Frau Grube und mehrere Sängerinnen der königlichen Oper verschiedene Schwindeleien versuchte und verübte, ist aus dem Untersuchungsgefängnisse beute morgen zur Beobachtung des Geisteszustandes der . Charitee überwiesen worden. Seinen Wochenlohn in Höhe von 20 M. hat am Sonnabend Abend um 7 Uhr ein Arbeiter am Potsdamer Play verloren. Der unbekannte Mann kann sich das Geld bei R. Hennig, Schüßenstr. 65, abholen. Ein Kind ertrunken. Gestern gegen Mittag wurde die Leiche der seit dem 14. Juni d. J. verschwundenen vier Jahre alten Tochter des Arbeiters Adler, Bethanien- Ufer 6, aus dem Engelbecken gezogen. Das Kind hatte gulegt mit awei größeren Geschwistern auf dem Hofe gespielt, ist plöglich auf die Straße gelaufen, wahr scheinlich um sich zu verstecken, und dabei in den Kanal gefallen. Berliner Arbeitervertreter- Verein tagt jeben Dienstag nach dem ersten wird ertheilt: im Monat bei Buste. Grenadierfir. 33, abends 6% Uhr. Unentgeltlicher Math abends. ſtraße 19. M. Step ban, definit gegeben, ist diefelbe Wochentags von 7-9 Uhr. Briefkasten der Redaktion. denselben einem Sicherheitsbeamten. Leugnen half dem Diebe vor p dem Gerichtshofe nichts, da er auf frischer That abgefaßt worden, sein Geständniß konnte aber auch nicht strafmildernd wirken, da es Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters- Berfichefein freiwilliges war. Das Urtheil, welches mit der oben angegebenen rung, abends von 7-9 Uhr: W. Buchholz, Suffitenstraße 36, v. 3 Tr. Sentenz begründet wurde, lautete auf sech 3 Monate Ge.. D'a ehne, Demminerfir. 66, v. 3 Er. R. Gutheit, Wiefenftr. 29a, von 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, Gartenstr. 55, v. 2 Tr. G. Gimanowsti, n guiß und zwei Fabre Ghrverlust. Gartenstr. 78, Portal 2, 2 Tr. M. Stuhlmann, Oberbergerstr. 37, 4 Tr., von Einen achtundsechzigjährigen Mann wegen gewerbsmäßigen 6-9 Uhr abends. M. Tamm, Suffitenstraße 6, von 8-9 Uhr abends. Heirathsschwindels auf der Anklagebant zu sehen, dürfte gewiß zu 2. Boigt, Wiefenstraße 41-42. G. Warnst, Kolbergerstrawe 7, von 6-7 Uhr Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, den Seltenheiten gehören und dafür sprechen, daß trotz aller Ver- Streligerstr. 58. B. einta nn, Bellermannftr. 83. F. Trapp, Schulftr. 56, urtheilungen, welche durch die Preffe bekannt gegeben werden, von 7-8 Uhr abends. Im Nord- Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung heirathsluftige Frauen und Mädchen immer wieder folchen. oh, Schönhauser Allee 62. Schwindlern zum Opfer fallen. Gestern traten fünf folcher be Im Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: E. Bader thörten weiblichen Wesen vor der 188. Abtheilung des Schöffengerichts Gr. Frankfurterſtr. 34, v. 4 2. Süd- Gften: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: als Beuginnen anf, um halb verschämt und halb verbittert, ihrem Süd- ten: Erfahrungen zum besten zu geben, die sie mit dem auf der Anklage. Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stügel Nur für Juvaliditäts- und Altersversicherung Gr war, wie gesagt, 68 Jahre alt. Gin etwas scharf. elus en su fo bank befindlichen Kaufmann Gustav Bock gemacht hatten. mater, Brimmftraße 39. blickender Mensch hätte sein Alter auch in dieser Höhe ein Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Sänet, Solmsfir. 44 geschätzt, denn soweit noch von einem Haarwuchs die Rede Im Nord- Westen: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Wilsnacker sein konnte, war alles ergraut. Wie die Zenginnen aber seiner Be Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung: G. 2öffler, Klosterfir. 91, hauptung, daß er erst 58 Jahre zähle, feiner ganzen Erscheinung Bet sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier teine Sprechzeit annach hatten glauben glauben tönnen, schien etwas unbegreiflich. Bod trat als ehrbarer Freiersmann auf, ber wegen Mangels an Angehörigen ein weibliches Wesen suchte, welches ihm die letzten Lebenstage verschönern und verfüßen sollte. Er bot dafür ein behagliches Leben und das Versprechen, Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags, daß die Erkorene ihn dereinst beerben solle. Hatte er auf eine Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. seiner verlockenden Annoncen eine Antwort unter ben Walther 50. Sie verlangen viel auf einmal. 1. Die Frage der vielen die ihm zugingen ausgesucht, so war die Bekanntschaft Ueberfüllung der Stadtbahn- Koupees wird fast jebe Woche in der Presse bald gemacht. Er prahlte viel mit seinem bei Adlershof be- erörtert. Ein Recht, überzählige Baffagiere hinauszuweisen, steht formell legenen Grundstück. Nur um nicht ganz müssig zu liegen, wolle nur den Beamten zu. 2. Kaifer Friedrich regierte vom 9. März bis 15. Juni er sich nach der Hochzeit ein kleines nobles Bigarrengeschäft ein- Reichstag tritt nach der Vertagung wieber am 22. Juni zusammen. Das Die Dauer der Barlamentsferien ist noch nicht bestimmt. Der richten. Von seinen sieben Vorstrafen wegen Betrugs u. f. w. fagte Reichstags- Gebäude ist morgens von 8-9 Uhr und mittags von 2-4 Uhr er nichts. Die meisten Bewerberinnen sahen in dem alten Herrn sowie Sonntags von 2-4 Uhr zu besichtigen. einen Goldonkel" den fie voraussichtlich beerben würden. 9. K. Uns ist nichts von der Notiz bekannt. Er ließ stets durchblicken, daß er ein Freund von guter Haus A. H. in Köpenick. Kommen Sie heute oder morgen Abend zu uns. Ein schlimmes Rohheitsvergehen ist letzte Nacht in der mannsfost sei, die aber leider von so wenig Frauen hergestellt N. 25. Unverständlich. Sprechen Sie gelegentlich in der juristischen K. 1. Ja. 2. Die Höhe der Kosten hängt von der Hussitenstraße verübt worden. In einem dort belegenen Lokale werden könne. Wohl selten wurde dann ein Mahl mit solcher Sprechstunde vor. waren die einander befreundeten Schloffer Bigan und der Klavier Sorgfalt zubereitet, wie es dem Angeklagten„ als Probe" vorgefeßt De 10 bet Höhe des Objekts ab. 2 Streitende. Je nach Art der Handlung in N. S. 1. Ist uns nicht gemeldet. 2. Nein. arbeiter Drewell in Streit gerathen, weil D. den start angeheiterten wurde. Und wie schmeckte es ihm! Es dauerte nicht lange, dann war W. S. Ein Leser schreibt uns: 8ur Züchtung von Mehlwürmern ist 3. ermahnt hatte, des Trinkens nunmehr gentig sein zu lassen und der Angeklagte in einer augenblicklichen Geldverlegenheit und nun be- nur erforderlich, daß man einige Dußend dieser Thiere in ein mit Weizenden Heimweg anzutreten. Nachdem der Wirth die beiden Männer gaun die übliche Ausbeutungsmethode, bis das Opfer ausgepreßt war. Heie, alten Brotresten, reinen Wollappen und einigen Mohrrüben versehenes aus dem Lokal gewiesen, setzte sich der Streit auf der Straße fort Gine bildsaubere 30jährige Köchin, welche ebenfalls darauf spekulirte, Gefäß thut, dasselbe mit Gaze oder durchlöchertem Papier verschließt und und erst nachdem es zu Thätlichkeiten gekommen, suchte jeder der eine reiche Wittwe zu werden, hatte dem Angeklagten alle Baar- an einsamen Ort( auf den Stubenofen) stellt. Selbstverständlich sind die Freunde" seine Wohnung auf. Kaum jedoch hatte Drewell seine mittel gegeben, die sie besaß und versuchte dann noch von verbrauchten Nahrungsmittel von Zeit zu Seit zu erfegen. Zum Frühjahr Behausung erreicht, als er über heftiges Unwohlfein klagte und ohn ihrem in der Proving lebenden Vater ein Sparkassenbuch über entstehen Puppen, die in ein zweites gleichartig ausgestattetes Gefäß zu mächtig zusammenbrach. Jezt stellte ein herbeigerufener Arzt fest, 2000 M. zu erhalten. Zum Glück war ihr Vater einfichtsvoller wie bringen sind, was täglich zu geschehen hat, aus denen nach 22 Tagen Käfer entschlüpfen, die sich während ihres 3-4 monatelangen Lebens befruchten baß D. mit einer scharfen Waffe in den Unterleib gestochen worden she be alien seh. Thatsächlich war der Angeklagte benn auch und weiter des big lige Brozek bauert girla ein Jahr. ht Berunglückter Radfahrer. Am Mittwoch Vormittag fuhr der Verwalter der Oranienburger Eiswerte, Nözel, nach Angabe von Augenzeugen auf einem Zweirade die Artilleriestraße so schnell entlang, daß er in der Nähe eines langfam fahrenden Bierwagens das Rad nicht mehr bremsen konnte, herunterfiel und überfahren wurde. Er erlitt einen Rippenbruch, einen Bruch des rechten Knöchelgelenks und mehrere andere Verlegungen. Unrichtig ist die Mittheilung eines hiesigen Blattes, wonach der Bierfahrer sich seiner Feststellung durch die Flucht zu entziehen gesucht habe. Den Führer des Bierwagens foll keinerlei Schuld an dem Unfall treffen. in Milz gestreift. Während der lebensgefährlich verwundete D. mittels völlig mittellos. Der Gerichtshof verurtheilte ihn zu einem des Kopp'schen Krantenwagens dem Moabiter Krankenhause zugeführt Jahr Gefängniß und dreijährigen Ehrverlust. wurde, nahm die Polizei noch in der Nacht die Verhaftung des Bigan vor. Aus den Nachbarorten. 1888. bei der Wahl seine Stimme abgiebt; Pflicht eines jeden klaffenbewußten räumte ein, daß er einen solchen Zusaß zu machen pflege. bann aber feinen Kellermeister zur Rede und diefer bezirks, sondern des Wahlkreises zu britteln. 5. Den Junkern erlassene zehn Tage ruhen zu lassen. In der Charlottenburger Stadtverordneten Versammlung machte unser Parteigenoffe, Stadtverordneter Beyer, den Ausstand der Maurer Berlins und Umgegend zum Gegenstand einer Anfrage an den Magistrat; es sei ihm zu Ohren gekommen, daß der Magiftrat einem Unternehmer gestattet habe, einen städtischen Bau vierbaß ein Magistratsbeschluß über die Frage nicht vorliege, der Magistrat jetzt wohl auch kaum Veranlassung nehmen werde, sich in die Angelegenheit einzumischen. Die Stadt tönne auf feinen Fall die Ausständigen unterstützen; eher liege es im Interesse der Gemeinde, den Unternehmern zur Seite zu stehen. Wie sollte es in der tapitalistischen Gesellschaft auch anders sein? E3 ist nur nothwendig, daß diese Thatsache den indifferenten Arbeitern immer und immer wieder vor Augen geführt wird. Die Parteigenossen von Reinickendorf Eichbornplan, Tegel, Hermsdorf, Dalldorf zc. werden ersucht, die am Sonnabend Abend 8½½ Uhr in Böttcher's Seeschlößchen, Markstr. 1/2, stattfindende Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins recht zahlreich zu besuchen. dem mit Sie Robert. Die Bestimmungen auch des verschlechterten sächsischen Land tags- Wahlgesetes sind andere, für die arbeitende Bevölkerung erheblich günstigere als in Preußen. Die Wahl ist wie in Preußen eine indirekte und Gepfefferter Nordhäuser. Bei dem Großdeftillateur Bellwig Dreiflaffen- Wahl. Aber die Wahl sowohl der Wahlmänner, wie der Abwurde eines Tages von Polizei wegen eine Anzahl Proben von geordneten ist im Gegensatz zu der öffentlichen Wahl in Preußen, in Sachsen eine Getränken entnommen. Während sich alle übrigen Proben als ein- geheime. Ferner ist das plutokratische System ganz erheblich modifitzirt, wandsfrei erwiesen, gab der Nordhäuser zu Bedenken Veranlassung. und zwar durch folgende Bestimmungen: 1. 2000 M. übersteigende Steuern An die Parteigenossen von Mariendorf, Tempelhof und Der Gerichtschemifer Dr. Bischof hatte festgestellt, daß der Nord- tommen nur mit 2000 Mt. in Ansak. 2. In die erste Abtheilung kommen mgegend. Wie schon früher, so bringen wir auch jetzt wieder den bäuser mit Pfeffertinktur versetzt war. Als man den Fabrikanten unter allen Umständen alle Wähler, die wenigstens 300 M., in die zweite Parteigenoffen die für unsere Ortschaften in betracht kommende auf das Unzulässige dieser Beimischung hinwies, bestritt er alle, die wenigstens 38 Mart Steuern jährlich entrichten. 3. Auf jeben Wahlmann müssen auch in der ersten Abtheilung mindestens fünf politische Organisation in Erinnerung. Es genügt nicht, daß man entschieden, daß dies in seinem Geschäfte vorkomme. Er stellte wähler fommen. 4. In der Regel ist nicht die Steuersumme bes Urwahl Er Steuern tommen nicht wie in Preußen zur Anrechnung. Jeder Wahlkreis Proletariers ist es, der Organisation anzugehören und für sie zu wirken. Indem wir die hiesige Arbeiterschaft auf ihre Pflicht aufmertfam nehme zu 1700 Liter Nordhäuser einen Liter starte Pfeffertinttur. wählt in Sachsen nur einen Abgeordneten. Die zweite Kammer besteht machen, geben wir uns der Hoffnung hin, daß recht viele unserer Sein Prinzipal erhielt darauf eine Anklage wegen fahr- in Sachsen aus 82, das Abgeordnetenhaus in Preußen aus 433 Abgegen bas Mahnung Folge leisten und dem Arbeiter Bildungsverein lässigen Vergehens Nahrungsmittelgefeß. Er geordneten. Bei der Reichstagswahl 1893 fielen in Preußen von 4 656 404 gültigen für Mariendorf und Umgegend beitreten. Die nächste Versammlung stand gestern dieserhalb vor der 136. Abtheilung des Schöffen: Stimmen 963 307, also fast der fünfte Theil auf Sozialdemokraten. Sozialfindet Sonntag, den 20. Juni, nachmittags 3/2 Uhr, bei Teutschbein gerichts. Dr. Bischoff begutachtete, daß der Pfefferzufaß demokratische Abgeordnete wurden aus Preußen 22 gewählt, während Preußen um das Publikum über in Marienfelde mit der Tagesordnung:" Vortrag des Genoffen gemacht werde, den schwachen zum Reichstag 236 Abgeordnete zu entfenden hat. In Sachsen wurden Lehmann über Verwandtschafts- Organisationen", statt; es wird auf Alkoholgehalt hinwegzutäuschen. Der in Rede stehende Nordhäuser 1893 von 592 435 giltigen Reichstagswahl- Stimmen 270 654, also fast die diese Bersammlung besonders aufmerksam gemacht.' Auch werden babe nur einen Alkoholgehalt von 25 pet. gehabt. Der Gerichtshof Hälfte, sozialdemokratisch gewählt. Von den aus Sachsen in den Reichstag neue Mitglieder aufgenommen. Der Vorstand. war mit dem Staatsanwalte der Ansicht, daß der Angeklagte die gewählten 23 Abgeordneten waren 7 sozialdemokratisch. Das ungerechte gestelten Erzeugnisse zu fümmern, und jedenfalls für dieselben ver- wie für das Reich mit derselben ungerechten Begrenzung der Wahlbezirke Pflicht hatte, sich um die Art der Zubereitung der von ihm her. Berhältniß zwischen Wahlstimmen und Zahl der Abgeordneten liegt an der Ungleichheit der Wahlkreise. Würde für Preußen dasselbe Wahlverfahren antwortlich sei. Das Urtheil lautete auf 20 M. Geldstrafe. eingeführt sein, so wären von den 433 Landtags: Abgeordneten 46 Sozial: wurde am Donnerstag mit der Beugenvernehmung fortgefahren. Aus Halberstadt wird gemeldet: In dem Mordprozeß Brünig demokraten. Wahlberechtigt zum Reichstag ist jeder 25 jährige männliche Dramatisch gestaltete sich die Bernehmung der Frau des angeb- Deutſche, der in Deutschland einen Wohnfis hat. Ausgenommen find: Bevormundete, Kontursleute, denen die Ausübung staatsbürgerlicher Rechte ich ermordeten Bothe; diese war wegen Mitwissenschaft an durch Erfenntniß entzogen ist, und die Personen, die aus öffentlichen ober worden. Morde verhaftet bestreitet mit vollster Gemeindemitteln eine Armenunterstützung beziehen oder im letzten der Wahl Entschiedenheit, dem Angeklagten intime Beziehungen vorhergegangenen Jahre bezogen haben. Wahlberechtigt zum preußi unterhalten zu haben, ebenso entschieden stellt sie in Abrede, über schen Landtag ist jeder 24 jährige männliche Preuße in der Gemeinde, in die Beseitigung ihres Mannes mit Brünig gesprochen zu haben. der er 6 Monate seinen Wohnsiz oder Aufenthalt hat. Ausgenommen: Be Einige Beugen bekunden, daß der Angeklagte am Abend des vormundete, denen der Vollbesig der bürgerlichen Ehrenrechte durch Urtheil wesen sei, er habe zwei Leute aufgefordert, mit ihm und Bothe nirgends in Deutschland aktiv wahlberechtigt. 16. Dezember vorigen Jahres sehr ruhig und nicht betrunken ge- aberkannt ist, und wer Armenunterstützung erhält. Aftive Militärs sind Die Landtags: Wahlen für Wahlmänner und für die Abgeordneten nach Badersleben zu fahren, dieselben hätten dies jedoch abgelehnt. find, soweit von uns zu übersehen, innerhalb Deutschlands nur in Preußen Ein Landwirth behauptet, wenn die Angaben des Angeklagten wahr öffentlich. In Braunschweig, Schwarzburg- Sonderhausen und Waldeck wären, dann hätte der Scheerbaum anders beschädigt und geschleift ist die Wahl der Wahlmänner eine geheime, nur bie der Abgeordneten eine sein müssen. Der Angeklagte bestreitet entschieden, daß diese Be- öffentliche. Geheim sind die Wahlen in Bayern, Sachfen, Württemberg, fundung zutreffe und beantragt, ein Pferd in den Gerichtssaal zu Baden, Seffen, Sachsen- Weimar, Sachsen- Meiningen, Sachsen- Altenburg, Der Vorstand. führen und diesem den Scheerbaum anzulegen, dann werde die Wahr. Sachsen- Koburg- Gotha, Oldenburg, Anhalt, Schwarzburg- Rudolstadt und Auf der Ningbahn- Station Wilmersdorf Friedenan ist heit seiner Behauptung bewiesen werden. Württemberg, Sachsen- Meiningen, Sachsen- Altenburg, Schwarzburg- Rudolstadt, Reuß jüngere Linie, Schaumburg- Lippe haben das jekt an den Renntagen des Sportparts Friedenau ein Polizei Flora Gaß, die Freundin des edlen Hammerstein, stand am dirette Wahlsystem. beamter stationirt, welchen auf Anordnung des Landraths 15. Jummi vor den Schranken des Strafgerichts Basel, um sich 7. K. 73. Ein vor der Che geborenes Kind kann von seinen Eltern die Gemeinde Friedenau stellen muß. Von Wilmersdorf, auf dessen wegen Betruges zu verantworten. Sie hatte sich von einem Züricher durch deren Heirath legitimirt werben. Wenn der Vater bei der Ber Direttion um Stellung eines Beaniten mit der Begründung abgelehnt Bezahlung vereffenen Ringe gegen ände au selbe fennt, so in auf Antrag bei dem Standesamt, das die Geburtsurtunde aufGemeindegebiet der Bahnhof liegt, war ein Antrag der Eisenbahn Goldwaarenfabrikanten Ringe zusenden laffen und nicht allein die heirathung seine Baterschaft vor dem Standesbeamten ausdrücklich anerworden, daß Friedenau, weil es von dem Sportpart- Unternehmen gemacht. Flora Gaß fam mit zwei Wochen Gefängniß davon. In daß dasselbe durch nachfolgende Ehe legitimirt ist. Ist bei der Eheschließung genommen hat, diese Geburtsurkunde ohne weiteres dahin zu berichtigen, viele Lustbarkeitssteuern erhalte, auch den Beamten her- der Verhandlung erzählte fie, daß sie von einem sehr hochstehenden diese Erklärung verabsäumt, so ist folgender Weg einzuschlagen: Der Vater geben könne. Herrn in Berlin" gewissermaßen als Schweigegeld jeden Monat begiebt fich mit seiner Heirathsurtunde und der Geburtsurkunde Der Gemeinde Schöneberg ift jezt vom Regierungs- 150 Fr. erhalte. Giner ihrer Wohlthäter in Basel hatte seinerzeit des Kindes zum Amtsgericht oder zu einem Notar. Dort aner präsidenten der osfizielle Bescheid zugegangen, daß durch die bereits 200 Fr. Kaution hinterlegt, damit sie von der Untersuchungshaft tennt er seine Baterschaft. Von diesem Anerkenntniß läßt er sich eine publizirte Stabinetsordre vom 17. v. W. ber Gemeinde die Annahme verschont bliebe. Ausfertigung ertheilen und die Heiraths: und Geburtsurkunde der städtischen Verfassung zum 1. April 1898 gestattet worden sei, zurückgeben. Diese drei Urkunden reicht er dann( in Berlin bei dem Aus Wien wird vom Donnerstag berichtet: Gestern wurde Standesbeamten, in der Provinz bei dem Regierungspräsidenten) mit dem und daß der Minister sich vorbehalte, in Schöneberg nach erfolgter das Urtheil im Spionageprozeß Waniczek und Bartmann gefällt. Antrag ein, das Geburtsregister dahin zu berichtigen, daß durch seine nachStadtrechtannahme auch fönigliche Polizei einzurichten. Lange dürfte Bartmann wurde vom Hochverrath durch Spionage mit 11 Stimmen folgende Gye fein Seind legitimirt ist. Statt zu gerichtlichem oder notariellem die städtische Herrlichkeit in Schöneberg wohl kaum dauern, da die gegen eine Stimme von den Geschworenen freigesprochen, der ein- Protokoll fann das Anerkenntniß auch vor dem Standesbeamten abgegeben Eingemeindung der Vororte in Berlin fich mit jedem Jahre fachen Ausspähung jedoch für schuldig erklärt. In betreff Waniczet's werden, der den Geburtsfall eingetragen hat. Ist das Kind nicht von zwingender als eine Nothwendigkeit ergiebt. wurde die Frage auf Ausspähung einstimmig bejaht, dagegen die bem Ghemann, der es legitimiren will, gezeugt, so tann des Ehemanns Namen dem Kinde nur durch Bewilligung des Regierungspräsidenten( in Christlich germanische Gastfreundschaft. Der Hauptmann Frage auf Hochverrath verneint. Das Urtheil lautete für Bartmann Berlin des Polizeipräsidenten) erst nach dem 1. Januar 1900 burch 8u Spiekermann hat, wie der Berl. 3tg." mitgetheilt wird, am Thor auf die höchste gesetzliche Strafe von 5 Jahren, für Waniczek auf ftimmung beider Eheleute gegeben werden. weg feines Gutshofes zu Rangsdorf bei Boffen ein großes Schild 2 Jahre schweren mit Fasten verschärften Kerkers. anbringen lassen mit der Aufschrift: Juden ist der Eintritt bei Strafe streng verboten. Aber auch arischen Ausflüglern ist es nicht zu empfehlen, ihre Schritte in die Spiekermann'schen Gefilde zu In einer Versammlung der Riftenmacher, die am 12. b. M. lenken, denn der ganze Wald bei Rangsdorf darf auf Anordnung des Herrn Hauptmann von niemand betreten werden. T " Gerichts- Beitung. er 0 Daß die Radfahrer eines besonderen Schuhes bedürfen, indem sie ihr Fahrzeug faft ftets der Ehrlichkeit des Publikums anvertrauen müssen, sprach gestern der Vorsitzende des Schöffengerichts am Amtsgericht II aus, als er einem Fahrraddiebe eine recht empfindliche Strafe zudiktirte. Der Kaufmann Koch fuhr eines Abends nach seiner in der Golzstraße zu Schöneberg be: legenen Wohnung, nachdem fein Komptoir gefchloffen hatte. Da er den Seinigen etwas Kuchen mit nach Hause bringen wollte, stieg er in der Nähe seiner Wohnung ab, stellte sein Rad in den Flur des Hauses Golgstr. 13b und begab sich in den daneben liegenden Bäckerladen. Dies hatte der Stadtreifende Georg Walter aus Berlin bemerkt. Dieser war schnell darüber mit sich einig, daß er jekt billig zu einem Nabe kommen könne. Dreist ging er in den Hausflur, holte das Rad heraus und stieg in den Sattel, doch als er eben davonradeln wollte, trat der rechtmäßige Besizer des Rades aus dem Bäckerladen, er überfah mit einem Blicke die Situation, hielt den Dieb an und übergab Versammlungen. den drei Lippe. Witterungsübersicht vom 17. Juni 1897. Statione 11. tagte, referirte Tschernig über die Mißstände in einzelnen Fabriken. In der sehr lebhaften Diskussion wurde den Arbeitern der Vorwurf gemacht, in allzu großer Lässigkeit zur Ausbildung gewisser Mißstände beigetragen zu haben. Nach Erledigung dieses Punktes der Tagesordnung wurde eine Lohnkommission, bestehend aus 9 Berge wurde eine fonen, gewählt. Arbeiter- Bildungsschule. Die Bibliothet in der Nordfchule Swinemünde Brunnen ftr. 25, ift für ble Mitglieder an folgenden Tagen geöffnet: Sonn: Hamburg genommen, ebenso in folgenden Sahlflellen: Gottfr. Schulz, Admiralfir. 40a Wiesbaden Schöning, Köpniderstr. 68; Reul, Barnimftr. 42; Babiel, Rofenthalerstr. 67; München Werner, Bülowstraße 59; Grube, Mariendorferstraße 5; faßler, Junterstraße 1. Gleinert, Müllerstr. 7a; Burghause, Putbuserstr. 32; Blantenfeld, Stephanftr. 29. Wien S. Königs, Dieffenbachstr. 30. Haparanda Alle Buschriften sind an den Vorsitzenden Paul Müde jr., SO. Man- Petersburg teuffelstr. 128, Gelbsendungen an den Kassirer H. Königs, S. Dieffenbachstr. 80, Cort Aberdeen. Paris. 10 ubr. Mitgliedsbeiträge werden an biefen Tagen in der Nordschule entgegentags, vormittags von 10-12, Dienstags und Freitags, abends 9 bis Berlin zu senden. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Untgegend. Borsigender Ad. Neumann, Brunnenstr. 150. Alle enderungen im Bereinstalender find zu richten an 2r. Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und der Umgegend. Bor sender P. Gent, Dresdenerftr. 107/108. Alle Zufchriften, den Vereinskalender betreffend, find an 8. Bendir, Alexandrinenstraße 100, zu richten. Arbeiter Raucherbund Berline und der Umgegend. Wenderungen im Bereinstalender find au richten an Germann Braunschweig. Dresdener fraße 80, 3. Bof. 4 Barometer stand in mm, rebuairt auf d. Meeressp. Windrichtung 755 WNW 756 WSW 757 NW 759 NW 761 SM 179 758 28 755 Still 757 29 764 WNW 751 763 WNW WSW Windstärke 454445( Stala 1-12) 288B Wetter Temperatur nach Celfus ( 50. 4° R.) bedeckt 15 heiter 13 Regen 15 halb bedeckt 14 bedeckt 16 19 14 halb bedeckt wolkig woltig halb bedeckt 12 11 8 12 woltig heiter Wetter- Prognose für Freitag, den 18. Juni 1897. Ein wenig wärmer, vielfach beiter, zeitweise wolfig mit etwas Regen und ziemlich frischen westlichen Winden. Berliner Betterbureau. Für den Juhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 18. Junt. Neues kgl. Operutheater( Kroll). Mignon. Berliner. Nora. Lessing. Die Geisha. Westen. Der Wildschütz. Neues. Trilby. Residenz. Der Unterpräfett. Vorher: Musotte. Schiller. Papa Nitsche. Ostend. Unsere Reichspost. Alexanderplatz. Verkäuflicher Werth. Friedrich Wilhelmstädtisches. Lehmann's Kriegs- Abenteuer im Orient. 1 Volks. Auf eigenen Füßen. Apollo. Venus auf Erden. Belle Alliance. Konstantinopel. Passage Panoptikum. Die Kinder der Wüste. Bchiller- Theater ( Wallner- Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Papa Nitsche. Sonnabend, abends 8 Uhr: Bürgerlich und Romantisch. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weik. Unsere Reichspost. Sensationelle Novität, Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Im Garten: Spezialitäten 1. Ranges, Theater, 11. a.; Hugo Schulz. Anfang 5 Uhr. 28 Nummern. Volks- Theater 34. Reichenberger Straße 34. Sommer- Saison. Abends 8 Uhr: Auf eigenen Füßen. Gesangspoffe von Pohl u. Wilfen, Musik von A. Conradi. Vor der Vorstellung von 62 Uhr ab: Garten- Konzert. Entree 30 Pf. bis 3 M. Morgen: Von Stufe zu Stufe. Konzert- Garten( 3000 Personen fassend. Schiller Theater( Wallner- Theater) Berlin O., Wallnertheaterstr. 35. Angenehmer Aufenthalt für Jung und Alt. Vereinen wie Gesellschaften ent: pfehle ich den Garten zur Veranstal: tung von Sommerfesten zc. unter toulantesten Bedingungen. 20566 R. Riefke, Restaurateur. Actien- Brauerei EN- BRAUEN FRICORICHSHA Friedrichshain. Hente Freitag: Gr. MilitärUrania, Tauben Strasse 48-49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Freie Volksbühne. Donnerstag, den 24. Juni, abends 8 Uhr, in Cohn's Festsälen( grosser Saal), Beuthstr. 20: Invalidenſtr. 57/62( Lehrter Stadt General- Versammlung. Bahnhof): Täglich von 5 Uhr nachmittags ab bis 10 Uhr abends Stern warte und Mondpanorama. Eintritt 50 Pf. Näheres die Tagesauschläge. PassagePanopticum. 2 Die Kinder der Wüste. 30 Personen. Vorstellung 12, 5, 7, 9 Uhr. Castan's Panopticum. Neu! Die elektrisch belebten Neu! und künstlich sprechenden Neu! Menschen. Tages- Ordnung: -O Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Heute Freitag, 18. Juni, abends 82 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20: Sigung der Ortsverwaltung. 106/17 Zur Beachtung der Beitragsammler! Die Aus1. Geschäftsbericht. 2. Kassenbericht. 3. Die gabe der Marten und Billets zum diesjährigen Sommerfest findet von 8 Theaterfrage und der Spielplan.- 4. Statutenände- bis 82 Uhr vor der Situng statt. Deutscher Metallarbeiter- Verband. rungen. 5. Neuwahl des 2. Vorsitzenden. 6. Das Sommerfest in Weissensee. 7. Verschiedenes. Achtung! Der Zutritt zu dieser Versammlung ist nur Mitgliedern gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte gestattet. ( Ortsverwaltung Charlottenburg.) Sämmtliche Zahlstellen- Inhaber werden gebeten, in dieser Ver- Sonnabend, 19. Juni, in„ Bismarckshöhe", Wilmersdorferstr. 39: sammlung zu erscheinen. 2. Stiftungs- Felt, Heft 1, 2 und 3 der Monatsschrift Freie Volksbühne" von Dr. C. Schmidt können von den Ordnern entnommen werden, des- bestehend in grossem Sommernachtsball und lebenden Bildern, Festrede, gehalten von W. Liebknecht. gleichen die Monatsschrift der Wiener Freien Volksbühne" von Das Komitee. Fritz Telmann. Voranzeige! Die Ordner- Kommission und der Vorstand haben beschlossen, der General- Versammlung ein Sommerfest vorzuschlagen, welches am Sonntag, den 18. Juli, von morgens ab im Schloss Weissensee mit ausserordentlich reichhaltigem Programm für Jung und Alt abgehalten werden soll. Die Mitglieder werden gebeten, diese Gelegenheit, dem Verein neue Freunde zuzuführen, nicht unbenutzt vorüber gehen zu lassen. Das Entree ist auf 25 Pf. normirt. Die Kaffeeküche ist den ganzen Tag geöffnet. 231/9 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler, Kassirer. Neu! und hochkomisch! Achtung, Zimmerer. Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend. Concordia Variété- Theater Sonntag, 20. Juni, vormittags 10 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 21: Brunnenstr. 154. Jeden Sonntag: Grosse Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Immer neues Programm. Anfang 6 Uhr. Entree 30, reserv. 50 Pf. Jeden Donnerstag: d Familien- Abend. Gr. Theater- Vorstellung. Anf. 72 Uhr. Entree 25, reserv. 40 Pf. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wahl eines zweiten Vorsitzenden. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Ver schiedenes. Kameraden! Im Putt Vereinsangelegenheiten" ist nach dem Stattfinden des Kongresses sehr wichtiges zu erledigen und werden daher die Mitglieder ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Borstand. J. A.: E. Obst. Der Sommergarten ist nebst Staffee- Achtung! tüche geöffnet. Puhlmann's Vaudeville- Theater Schönhauser Allee 148, Kastanien Allee 97-99. Täglich: Mannschaft an Bord. Komische Operette in 1 Att. Amélia Bland. Berwandlung 257/18 Achtung! Appreteure, Dekateure, Färber, sowie alle in der Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Sonntag, 20. Junt, nachmitt. 2 Uhr, bei Wilke, Andreasfir. 26: Größe öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Kotzke. 2. Disfussion. 3. Verschiedenes. Es wird ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Die Färber der Seiden, Der Vertrauensmann. lten- und Bannvollenfärbereien, werden ganz, befenders am biefer Ber: sammlung Sattler, Sattler, Täschner u. Treibriemen- Arbeiter. Oeffentliche Versammlung 26156 Freie Vereinigung der Bauauschläger Berlins und Umgegend. Sonntag, den 20. Juni, vormittags 10% Uhr, im Lokal von Baske, Grenadierstrasse 33: 33/19 Versammlung. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Verschiedenes und Fragelasten. Die Mitglieder werden auf§ 9 aufmerksam gemacht. Der Vorstand. Zentralverband deutsch. Brauer und verwandter Berufsgenossen. Sonntag, 20. Juni, nachmitt. 2 ihr, bei Stabernack, Jufelstr. 10: Monats- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wollheim über:„ Geschichtsschreibung und Geschichtslehre". 2. Abrechnung der Urania- Billets. 3. Vergnügungsangelegenheiten. 4. Innere Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Juh. H. Pierry. Täglich: Gr.Vorstellung u. Konzert im Garten. Aschinger& Haskel täglich. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Passe- partouts gelten. Rixdorf. [ 41/ 20*] Der Vorstand. Danksagung. Für die liebevollen Beweise inniger Theilnahme bei der Beerdigung meines innigst geliebten, mir unvergeßlichen annes und guten Vaters, des Destillateurs Theodor Kaye, sage allen Verwandten, Freunden und Be kannten sowie den Vereinen, auch für die vielen tostbaren Kranzspenden, meinen tiefgefühlten Dank. Berlin, den 16. Juni 1897. Ed. Wiersing's 26086 Restaurant, Garten und Ball- Salon, Knesebeckstr. 77, Hermannstr. 87. Jeden Sonntag im Garten: Gr. v. Die tiefbetrübte Wittwe M. Kaye und Kinder. Die Buchdruckerei bon Spezialitäten- Vorstellung Otto Goerke& Co. bei freiem Entree. 19129 befindet sich jetzt Kaffeeküche, Ste [ 26146 Gr. Ball. See Charlottenburg, Wallstr. 684 Uhr ab: 2 Kegelbahner: Soubrette. Paul Petras, Gentl. Jongleur. Martinius, Gesangsu. Tanz- Duettisten. Barbarina, Ballet- Ensemble. Mizzi Braun, am Sonnabend, den 19. d. M., abends 9 Uhr, im zur Verfügung. Für gute Speisen Kostüm- Soubrette. Gebr. Harry und William Latoure, Piccolo: heater. Geschw. Morlé, die Englischen Garten, Alexanderstr. 27c. Tagesordnung: Meine Lokalitäten stehen zu Versamm lungen, Hochzeiten und bei Leichenzügen und Getränke ist bestens gesorgt. 1. Bortrag. 2. Distuffton. 3. Wahl von 2 Delegirten zum Kongres Niemand Blaneten d. Luft. Arthur Martin, der Tapezirer zu Leipzig. Humorist. Little Charles, La winensturz. Metzelty Troupe, Miniatur- Akrobaten. Ju Saale: Ball. Frei- Konzert.nfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Programm unentgeltlich. Viktoria- Brauerei ( Garten resp. Saal) Lützow- Strasse 111/112 nahe Potsdamer Platz. Heute sowie täglich: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkaufs: Billets 40 Pf. ( Siehe Plakate.) Schweizer Garten Am Königsthor u. Friedrichshain. Täglich! Täglich! Theater- und Spezialitätenvorstellung Wolfsbelustigungen aller Art. Täglich: Ball. Entree 30 Pf. Im Juli find 2 Sonnabende frei geworden, welche an Vereine zu Sommerfesten z. verg. sind. Apollo- Theater und Konzert- Garten. Auftreten des unerreichten Humoristen Otto Reutter mit seinen aftuellen selbstverfaßten Souplets. Um 9 Uhr: Venus auf Erden. Burlest- phantastische Operette m. Tanz in 1 Art von Bolten Bäckers. Refervirter Play 50 Pf. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Täglich: Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Jettchens Liebe und Kabale. Original- Posse in zwei Bildern von Salingré. Novität! Großer Beifall! Novität! Die Circusfee. Operette in 1 Att von E. Felsch. Musik von Fritz Baselt. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag im Saale: Grosser Ball. 157/13 J. A.: Die Agitationskommission. Verband der Sattler u. Tapezirer. Sonnabend, den 10. Juli d. I.: Große Dampfer- Nachtpartie, verbunden mit einem Sommernachts- Ball in den Gesammträumen des herrlich am Wald und Wasser ge: legenen Müggelschlösschen- Friedrichshagen. Hin und Rückfahrt infl. Tanz für Herren 1 M., Damen 80 Pf. Billets sind zu haben bei: H. Lange, Luisenstraße 61, of part.;. Rosenthal, Wasserthorstr. 52, v. 4 Tr.; C. Schulze, Annenstr. 26, vorn 2 Tr.; A. Bed, Admiralstr. 40a bei Sauß; ferner in den Versamm lungen und bei allen bekannten Kollegen. 157/14 Grosse Dampfer- Nachtfahrt mit Musik follte versäumen bei Bedarf Brunnenstr. 110 ( neben dem Pferdebahn Depot) Don Jgnatz Sello zu beziehen: Frisch. Maitrank, Fl.inft. 50 Pf.; alten Nordhäuser per Liter 50 Pf., Hochfeinen Stonsdorfer Halb und Halb, feinste Liför infl. Orig. Fl.( 34 Ltr.) à 80 Pf., mischung, per Champagner- Flasche intl. 90 Pf., Ingwer-, Pfeffermünz- 2c. ff. Liköre/ Literft. inf. 1,10 M., 12 Literft. infi. 55 Pf., Himbeer- und Kirschsaft, rein und dick eingefocht, per Liter 1,10 M., süssen Ungarwein, Orig. Fl.( 2 Liter) von 90 Pf. an, an der Wilmersdorferstraße. Bahn- Atelier. Künstl. Zähne in tadelloser Ausführung v. 3 M., Plomben v. 2 M. an. Schmerzlos. Zahnziehen mitt. Cocaïn, Cloréthyl, Chloroform und Lachgas unter Leitung eines praft. Arztes. Bei Bestellung v. tünstl. Zähnen Bahnziehen, Zahnreinigen umsonst; Raten zahlung gestattet, Woche 1 M. Guckel, Laufiger Platz 2, Elsasserstraße 12, Stegliterſtraße 71. ophastoff- Reste S 16320* zu Bezügen ausreichend, in Phantasie, Nips, Damast, Crêpe, Gobelin, Moquette und Plüsch, sowieSatteltaschen spottbillig. J. Adler, Teppich- Haus, jowie jämmit. Weine, Cognac, Spandauerstr. 30, verkauf, auch eingemessen nur zu am Sonnabend, den 19. Juni nach Grünau mit dem neuerbauten Rum etc. Spirituosen im Einzel zirka 400 Personen fassenden Dampfer ,, Germania". vis- à- vis bem Rathhause. Abfahrt: An der Stralauer Brücke abends 8 Uhr. Rückfahrt: Engrospreisen. Billigste Be: Illustrirte Preislisten gratis u. franko. Nachts 12 Uhr von Grünan. Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt 60 Pf. zugsquelle. Dienstag, den Bitte genau auf Reichsgarten Mittwoch, den 23. Juni: Extrafahrt nach Torkow. Abfahrt 7 Uhr No. 110, Brunnenstr.No. 110 Verwaltung der Kochanstalt Friedenstrasse 20 ( Ecke Büschingstraße). Täglich: morgens. zu achten. 20292*] Preis für Hin: und Rückfahrt 2 Mart. L. Kahnt. zwischen Magazin: n. Kaiserstr., habe ich ein Weiß- und Bairisch Bier Lokal nebst Destillation [ 17152* Wer- Stoff- hat Grosses Frei- Konzert. econperut, bernommen. Teleph. Amt VII Nr.7. fertige Anzug, 20 M., feinste Buthaten, Städt. Schlachthof Täglich( Sonntags vorm. von 7 bis 9 Uhr) Verkauf von: Gekochtem Rindfleisch à 30 und 35 Pf. per Pfund. 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Volksbelustigungen jeder Art. Gute Biere, aus2 verdeckte Kegelbahnen. gezeichnete Küche zu soliden Preisen. Birkholz& Mittag. 99 Volksgarten"( früher Weimann) Badstraße 66. Gesundbrunnen. Pantstraße 25. Sonnabend, den 19. Juni: Gr.Sommerfest des Zentralverbandes deutscher Former, sowie aller in Eisen- und Metall Giessereien beschäftigten Arbeiter( Zahlstelle Berlin). Im Garten: Musit von Baul Linde. In Szene Grosses Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. bon 12 M. an. Gelegenheitsfäufe. à 40 Pf per Pfund.[ 1639* Deutsch- Amerikanische Schuh- Fabrik. Herren-, Damen- und Kinder- Stiefel jeden Genres. Direkte Verkaufsstellen ohne Zwischenhandel Rosenthalerstr. 67, zwischen August- u. Linienstr. Friedrichstr. 131, Oranienstr. 162, nahe Karlstrasse. zwischen Oranien- u. Moritz- Platz. Preise billig und fest, auf jeder Sohle deutlich gestempelt. Vorzeiger dieser Annonce erhalten 2 pCt. Rabatt. Für Angefchmuste Languett. Damen hemden, hochfeine Waare, 1 Dzd. 4,40 Mt. D. 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Jadowsti, Gräfeftr. 69/70 II.[ 26076 Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. gesetzt vom Direktor J. Glüd. Ferner Auftreten v. Spezialitäten ersten Rauges. Kaffenöffnung 612 Uhr. Konzert 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Im Saale: Tanz. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Bf. nach. Ende?? Anfang 4 Uhr. Billets 30 Pf. Alles Nähere die Programme, die an der Staffe gratis verabfolgt werden. 61/ 17* Um zahlreichen Besuch bittet Das Comitee. Leitspindeldreher Tischlerei, L., für Kund. Arb. preisw. zu verkaufen. Näh. Auskunft b. Kahlert, Markgrafenstr. 69.[ 26016 Klempner zum Zusammensetzen von Brennern werden verlangt. J. Hieschhorn, Köpnickerstr. 149. Plätterinnen auf Kragen, Manschetten können biel Geld bei dauernder Beschäftig., hohen 2602* Löhnen verdienen. Wolfradt Wolff, Stralauerstr. 56. 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