HnzÄpreis 10 pfg ♦ Jahrgang 2 nschei»t msrgenz und nachmittags an Sann» nnd Zrittagen»»'«arg«»». o« Sqog�rtis t�äzt(«i fniet Zustillnng In, yau, für Hi-b-Sttim<*tx b-, dii-Ne» P'Wtpg ,f)nc 8.(i,Dg«Ml;t monalL 2.50 M, bei Zustellung untre Steeisb-nd ,.50 M. " ist in den ersten Nachtrag der Postzeitungeliste sie WW eingetragen. «rtohi«,:«nlbi«W. 9,«chiffbaucrdaimn 19»«. 'sm>«.r«qn: Amt stiotbcM*5».» und WM. Nlontag, öea 5. Mas 191* Nummer 212> Morgea-Zusgabj "u'erate fastete die achtgefpatt. Nonpareillezetle ade» deren Nnuin llO pst.»Xletn» ttNzatgeN� tu, ieltqedrnlfte wort«I ps, jede, weitere wart SO pst0!t Geiseln aufnehmen müssen und noch dvn ist geboten gegenüber den Meldungen, die � fraglichen Einzelheiten zu erzählen wissen. Doch Üix�. �r mit allein Nachdruck feststellen, daß wir schon ift flr 0�me tlon ��seln für einen ungerechtfertigten torify0' viT deu Geboten der Menschlichkeit wider- don �ben diese Zluffasiung gehabt, als die Festnahme - �eissln, von nnschuldigen und unbeteiligten Personen, Kriege, der alle Greuel der Vergangenheit neu „2, f jfe&' wieder aufkam, und wir hasten an der Auf. Vn£ c§ reine Umstände gibt, die es entschuldigen �g' e-. Vetze der Humanität zu mißachten und Un- »y;, Z"nen Zu lassen für das. was andere getan haben. ||trf-r tresrnahme von Geiseln ist eine venversliche Grau- i dem st Zugleich eine unnütze Torheit. Denn sie ändert e Crsti.i" � Ereignisse gar nichts, sie vermehrt nur hsjen �"ung und gibt den Vorwand zu den unmensch- foq �ausanikeiten und der wütenden Rackie der Sieger. fK>..w �i der Festnahme selbst der Gedanke an die wirk- e®rfü'rln0 �er Geiseln gar nickst vorhanden sein, so zeigt e � daß, wenn der Kamps einmal tobt, wenn lllaust! Käwpsenden blind gemack.t hat, es dann keine tj,'J mehr gibt, das Leben der Gefangenen zu schützen ifow-V,.Entsetzliche, die Ermordung Unschuldiger, eine rUchfett wird. Vincn sich mich die Ereignisse in München ofi- iofirFi■?" �a�en» wenn die nachstehenden Meldungen auf SUim-! �fru�n- Irgendein Sinnloser hat in der Er- � Kampfes den Befehl zur Erschießung der@e- e'w. 2 geben und niemand hotte mehr die Macht und ' oritäl, das Gräßlick>e zu hindern. � rechtfertigt aber min in keiner Weile, daß man tuwi� Seite mit gleicher Unmenschlichkeit und t iiftT• ��Uhren wird. Tic Methode der Repressalien t,'(j'on'M Kriege ein Frevel: wieviel frevelhafter ist sie i,'wstst zwischen Angehörigen desselben Volkes. Leider arbn'�ten, daß die Sieger in schrecklichem Umfang diese ische Methode anwenden. Die Erschossenen. MNnckien, 4. Mai n � Zuerst im Betr ebSrat in der Nacht zum Donnerstag >« j mrauho.ist mwgctctite bestialische Eru, ordung vo» «bex." rief in der S'adt und auSwär!» Sutsetzen hervor. �«'ten � bliche Verbrechen wird von den»Münchener Di,''"�richten" noch mi Elcrit: «sotgoe vor Mitternacht im Garten deS ste»a �unnasirwis. Di« Geiseln wurden an die rückwär- ll<,iifoV"l> gestellt. Den Befehl zum Feuern gab ein 4 fiejfc Armee namens£e;t>l. Da sich die Soldaten er»«wmems weigerten, zu schießen, wurden auch Russen � turrf.''€ �rmorduna anSzujühren. Einige oer Geiseln wur- '"'cerst-? �°lbenschläge und Bajanetlsttche getötet. Unter de» � befindet sich auch eine Frau. Die Leichen wurde» °n dkrti/"� berart verirümme-It. daß sie bisher mit Airsnahm« thlt st�""och nicht erkannt werden konnten. Bei zwei Leichen '�Vick, Hälfte de» Kopfes. Die Leicken wurden in das ?' g«tö. m�iAmische Institut gebracht. Bisher konnten unter " weiset» feftgcflellt werde»:'Siudteiuai B onoer, «6 ,e,'re,öt»nton D a u m e n l a ng und Fürst Thür» , So: f'2 �österreichische Linie). toeit» �'fler Stelle wird nock mttgUeilt: Ts konnte noch h fefigcitellt wenden als die einer Gräfin Viitf S8eits,r befanden sich unter den Ermorderen zwei tih.'che Soldaten, deren Namen noch nicht festgestegt � UtJ*** ber Ermordung befanden sich Nisse« L e v i n« und * u» McU&c de» Lwtpotd-Ggmitch'uuu»: sie«uiuea von der Tak. Auch die mikitÄrischen Mhcer der Ävmmnnifle« waren davon unterrichtet, dach hat den Befehl zum Feuern Seid! auf eigene Faust gegebe«. Man plant, die noch unbekannten Leichen auszustellen und so ihre Identifizierung herbeizuführen. > Gustav Landauer. Di« Nacküruchs von der Erschießimg Landauers ist bisher nickst bestätigt. Auf eine telegraphische Anfrage bei der bayerischen Regierung wurde Sonnabend nachts geantwortet, daß dort weder von der Verhaftung, noch von der Erscksteßung etwas bekannt sei. Auch die Nachricht von der Erschießung des als Geisel festgenommenen berühmten Malers Stuck scheint glücklicherweise falsch zu sein. Gustav Landauers Erschießung wäre übrigens um so ungerechtfertigter, ais gerade Landauer stets Gegner von Gcwaltniaßnühmen gewesen ist und sich auch der Fest- nähme von Geiseln widersetzt hatte. Er gehörte der kom- munistischen Regierung gar nicht an. stand vielmehr zu Levien und Levinck in scharfem Gegensatz. Die Kämpfe in München. München, 8. Mai(W. T.».) Tin Auschlag gibt bekannt, dag über Bayern der Be- lagerungszustand verhängt ist. In München ist d«S Betreten der Straßen von 7 Uhr abends bis 7 Uhr vormittags verboten. Die Stadt steht unter Kriegsrecht. Der Häuser- kämpf hat an zahlreichen Gebäuden zum Deik schwere« Scha. den angerichtet und auch die Verluste an Menschen» leben dürften sehr erheblich sein. Der am 80. April angeordnete Generalstreik ist aufgehoben. Der polizeilich« SichScheitSdienst, der von den Kommunisten gewaltsam beseitigt worden war, ist wieder in Tätigkeit getreten und gegen alle Störungen von Ruhe und Ordnung wird mit der größten Schärfe vorgegangen. Massen und Handgranaten sind bis 4. Mai abends abzuliefern. Dr. Levien und Nissen-Levine sind bischer unauffindbar geblieben. Nach andLren Meldungen sollen Toller und Klingelhöser verhaftet sein. Von der Regierung Hofsmann sind die Mehrheitssozialisten Schilling zum Münchener Stadtkommandanten und Vo l l n h a l» zum Polizeipräsidenten ernannt wor- d e». Die endgültige Säuberung Münchens wird planmäßig durchgeführt. „Die Kämpfe km allgemeinen abgeschlossen." Stuttgart, 4 Mai. Da» Kriegsministerium veröffentlicht folgenden Bericht au? München vom 4. Mai morgen»: Das Gruppenkrmmando ist im Nir.ghc.Iel in München unter- gebracht. Dir Nacht verlief ruhig unter geringen nervösen Schieße» reien in der Stadt und in den Vororten. Di« Kämpfe sind im allgemeinen abgeschlossen. Die Besetzung der Stadt ist durchgeführt. Fn den Vororlen zeigt sich noch da und dort Widerstand. Die Durchftichung nach Waffen ist im Gange. Die Bildung einer VolkSwehr in München wird allmählich eingeleitet. Di« Stimmung der Truppen ist gut, ihre Aufnahme bei der be- freiten Bevölkerung sehr gut. Di« in der Presse verbreiteten Nachrichten über Plünderungen und Zerstörungen«r» scheinen übertrieben. Die nvrddculfchen Truppen. München, 4. Mai Der bayerische Oberbefehlshaber Generalmajor M o e b I erläßt folgenden Aufruf: An die Einwohner MünchenSl Die norddeutschen Truppen sind zur Befreiung der Heimai von der spartakistisch- kommunistischen, von russischen Führern errich'eten Gewaltherr- schaft herbeigeeilt. Ihnen gebührt der Dank der gesamten anstän- digen Bevölkerung ohne Unterschied der Partei. Trotzdem ist ein« böswillige Hetze gegen die Preußen jetzt im Gange. Ihr ist mit allen Mitteln entgegenzu-treten. namentlich auch durch Festnahme solcher Personen, die sich hierbei besonders hervortun, ll. a. wird ein Gerücht verbreitet, daß die norddeutsche Reichstruppe unsere Lebensmittel aufzehre, das ist ein Unding. Die Truppen führen ihre Verpflegung mit. Sie haben außerdem Tore geöffnet, durch die reichlichere verpftegung als bisher in die Stadl hereingeführt wird. In wenigen Tagen wird dir Stadt die Wirkung verspüren. Auch hierfür ist die Einwohnerschaft den norddemschen Truppen Dank schuldig. Der bayerische Oberbefehlshaber. «»«u Ciöan. t WS*' Darstellung Nu trübes Kapitel deutscher AuslüubSpolW» Die Halhma. die der ReiÄSwsbrministe« N o.. der Ltbauer Fraae einnahm, hat endlich dabin aeMrt. sogar der �vorwärts" ihm die Geiolaschait aekÜi.. hat. An unzweideutiger Form weift er die Aitqrifft Atttäi die Noske durch die.Politisch- Varlamentaresche«"" J richten" gegen den Offizier richtete, der im �Vorwärts 30i April eine sachlich unanfechtbare, obsemve Darst. der unerträglichen Zustände in Lrbau geliefert hatte. gehe auch nicht an. erklärte der„Vorwärts"' nach der ftur&ch weiiung dieser Angriffe, daß der Neichsloehrmintster daß wesentlich st e des Artikels mit der Pemerkuna beWeH* schiede, das von ihm Gerügte lasse auch den Wert der sonssiaeU Anklagen„im ungünstiaen Lichte erscheinen". Er sei im Gegenteil der Ansicht, daß„daS Problem tiefer liegt, als es Genosse Noske betrachten will". Auch die demokratische.�berliner Volksgeitunu" schließt sich dieser Kritik an und unterstreicht das wesentlichste. nöm»i lich die von Anfana an von uns vertretene Forderuna. daß die verhängnisvolle Politik in Lettland ichleuuialt aus- gegeben werde. l .Wir sind mtt dem sozialdemokratischen Blatte in dem Per». langen einig, daß Über die Hauptsache, nämlich die BesctNgung der rechtmäßigen lettischen Regierung mit Hilfe des deutsch«! Militärs, in Kürze rücklialiloS die Wahrheit gesagt werde»' muß. Der Regierung scheint nicht« davon bekannt zu sei«, datz die Lage in Lettland einer Katastrophe entgegengeht, wen« nicht schleunigst alle» getan wird, um den unerhörte» Mißgriff wieder gutzumachen." Kommt diese Kritik zwar reichlich spät, so könnte sie«LS ein Anzeichen wiederkehrender politischer Vernunft gewerkt werden, wenn sie nicht ganz vereinzelt dastände. Die Ubnat Preise nimmt nämlich von dieser Angelegenheit entweder gar nickst Notiz, oder sie tritt, wie beispielsweise die kon» servativ-ickiwerindustrielle„Post", mit Elan für den im». schuldig angegriffenen NoSke«in. DieS legt unS die Pflicht auf. nochmals auf den mit den Litauer Ereignissen zusammenhängen Fragenkomplex einzugeben, der. weit über die Grenzen eines Lokalereignisses hinguSreichend, don?tn- schneidender Bedeutung für die innere und äußere Politik Deutschlands geworden ist. Innerpoliiiich ossenbart sich in dem Vorgehen der deut- sehen Gouvernement ebehörden in Libau gegen den dortigen Soldatenrat derselbe Geist des wiedererstarkenden MisttariS- nruS, der sich in dem östlichen„Okkupationsgebiet", im Bunde mit den deutich-oaltischen Baronen, weit offenherziger und zügelloser gebärdet als im geliebten deutschen Vaterlande. Mo der Artikel schreiber im„Vorwärts" schon auseinander- setzte, war es hauptsächlich dos Verdienst des■Soi.üfdWmteS, daß überhaupt ein frciiroiHiges Korps in Libau gctildet merden konnt-e und daß zwischen den Truppen mit den deutschen Goupernementsbehorden ein erträgliches Ber- hältms zustande kam. Diese Verdienste des Soldaten rateS wurden denn auch non den früheren Goiwerrumren Frhr. v. Ledebour und Genenalleutnvnt Neugebanetz lmmmmlnden anerkannt. Ais jedoch der..FinnlandShcld" M-neral von der Goltz zum Gmwerweirr von Sita» er- nannt wuftie, kam es zu immer lchärtcren Reibungen Wvk ichen-dem Gouvernement und dem Soldatenrat, die noch ventarft wurden, als an die Stelle des früheren StadS- chess dos Gouvernements, Frhr. von Gaza, der Major HcinerSdors trat. In einem Briefe, den eine Anzahl Per- trauenSleute der L ibaner Garnison vor kurzem an unS richtete, heißt eh über den um diese Zeit einsetzenden Um- sckstoung: -AIS der Graf von der Goltz Gouverneur von Sita» wurde, ändert« sich mit einem Schlage alle«. Die Ossizierswirtschait setzte schlimmer ein al« sogar während de» Kriege», und aus»to- l«i Anzeige».— so beispielbweii« daran», daß sich die Offte Landeswehr unter dem Protektorat des Generals von der Goltz statt. Wie unsäglich dumm, wie blaurahsl dies Unternehmen ttfot, hat sich bereits wenige Tage nach dem Umsturz gezeigt. Nach v»rg«dlick)en Versuchen, die Libauer 83 o ig äuge gu vertusck>'n und zu beschönigen, mußte die Neichsregie- rung die Note der Entente entgegenudhiuen, in der die Aiadorherstellung de» vor dem Staatsstreich bestehen- den ZustandeS in Lettbano gefordert wird, lieber diesen Vorgang, der ein« empfindliche diplomatische Niederlage DeutschlaivtS bebautet, geht der Neichswolirminister Nosk« mit Stillschlveigen hinweg. Er fluchte die zutreffende Kritik deö Artikel schrei her» im„Vorwärts" zu entkräften, indem« ohne eine Spur von Bsveisen die Zuverlässigkeit seiner Angaben in Rroge stellte. Er geht absichtlich auf die Hauptfrage: den politischen Konflikt in Lett- laud nicht»in, obwohl er als Mitglied der ReichSrogisnmg die Pßkiäst gehabt hätte, sofort nach seiner Rückkehr die OesfenLichkeit über die Lrbauer Vorgänge gu unte-rrjchten. Ab»r nicht mir das allein. Er inrtsi'fchlug vor der Oeffent- lichkeit die Talsache, daß die Vertreter der sozial- demokratischen Arbeiterpartei Lettlands bei ihvotn persönlichen Besuch ihm einen entschiedenen Protest gegen die Unterstützung-des Staatsstreichs durch die deutsch� Regierung überreichten. Er zog es anscheinend vor, im Einvernehmen mit dem deutschen Bevollmächtigten 28 innig, der gänzlich unter den Einfluß der baltischen Ijsilfffec geraten ist. auch weiterhin die Geschäfte idieier voak- tronären Sippsch)aft zu besorgen und der deutschen Oeffent- lichstsit die Wahr bei t über den wahren Stand der Dinge in ÄoMnnd vonzuenttialten. Diese Dinge liegen aber momentan so, daß die fchleu- nige Emtnischiing der öffenUichen Meinung in die*e An- ■fftiefenlKit erforderlich ist, wenn zu der erlittenen diplo- matilchen Schlappe nicht noch weitere ernste Schädigungen der deutscknm Politik im Osten eintreten sollen. Kurz ae- sagt, liegen die Dinge so. daß. wenn nicht schleunigst in den oberen nvlitärisckien Stellen in Lettland Wandel ge- schössen amt> di« reaktionäre Politik der deutsch-baltischen viunkor prsiSgegeben wird, ein Aufstand der lettischen Bwötkorunz unabwendbar erscheint. Die Vertreter der deiibschm Republik in Lettland haben durch ihre verbohrte Politik, die einseitig die Interessen des deutschen Groß- grundbositz?» vertritt, die große Mehrlreit der Bevölkerung, die Indische Bciiiernsckxift, daS Bingvrtiim. die Intelligenz, die sreeiterfefoft gegen sich aufgebracht. Sie werfen der gestürzten dsmokra tischen Regierung vor. daß sie nicht energisch genug gegen den„VolschsviKinuS" angekämpft Hab«. uich sie räumen sich dessen, daß nun. nach dem Staatsstreich, ein fester Wall gegen die„bolschsvi-stische Flut"»nfgerichtet werden würde. lFn Wirklichkeit wird durch diese stumpf- sinnige Politik, die ganz dem Geiste unserer militaristischen Machlpolitiker entspricht, der Einfluß der bolsclMvistiischen Propaganda unter der lettischen Bevölkerung nur nock mehr verstärkt und asten lnirgerliäpdemokcatiscl�n wie sozialisti- lck>en Elementen die Möglichkeit entzogen, den heraufziehen- den blutigen Konflikt aus dem Wege der Verständigung abzuwenden. Die Vestirilitäten der baltilck>en Landeswehr, die wie in Feindesland haust, hunderte friedlicher Bürger niederschießt, die Ortsbevölkerung plündert und unzählige Personen in die Gefängnisse steckt, tun ein übrige«, um die lettische Bevölkerung gegen die Söldnerscharen der deutsch- baltischen Barone und ihrer reichSdeutschen StandeSgenossen aufznlmngrn._._ Hier wie überall un Reich zeigt sich hie verhängnisvolle Eigenschaft unserer Nesierungsmänner. jeden kleinen Gegensatz zu vsrtiefen, ihn zu einem großen Konflikt aus' wachsen zu lassen, ihn mit den alten Mitteln der brutalen Gsvalt nach innen zu treiben, statt den Untergründen deS Konflikte» nachzngelien nind ihn im Jnteress« der sozialen Entwickliiun zu lösen. Hat diese Methode auf unserem inneren KviegSsckw'wlatze schon Ergebnisse gezeitigt, die unsere gante Zickunst in Frage stellen, so beschobit sie aus dem mit Erptosivstoffen gedüngten, von nationalen und sozigien Gegensätzen zerrissenen Boden der Ostländer Koni- piikationen herauf, deren Tragweite unabsehbar ist.?En letzter Ltiinde warnen wir die NeichSregierung. von dieser Politik abzulassen. Wenn sie glaubt, daß ein NoSke der geeignete Mann ist, durch feine Visite bei. dem Genmai von i>er Goltz den lettiändisch-en Konflikt in einem für Deutsch siwid günstigen Sinne lösen zu können, so täuscht sie sich über den(Hjurcftcr und die Bedeutung'der sich im Osten vocheraiten-den Evaignine. An politisches Zendenzmlell. Dem„Lokal-Anzeiger" wird unter dem L. Mar aus L i b a u depeschiert: Vor dem WouvernementSxsrichr in vibau fand«in fünf- tägiger Prozeß g.gcn zwei Mitglieder de# Sidauet Soldatenrates statt, den Leiitnant Quer und Offizierstell- Vertreter N e u m a n n und fünf Vertrauensmänner der Maschinengewehrkompagnie de» Bataillons»Berlin' wcgen Nicht- auSführung eine» Dienstbefehls, Aufforderung zur VehorsamSver- Weigerung, Aufruhr und B-ewaltiätigkeit. Den Kernpunkt der Beweisaufnahme bildete di« strittige Frag« der Kampetenz de? Soldatenrates, die zu einem schweren Konflikt zwischen dem Gouvernement und dem Soldatenrat führte. Im Laufe der Per- Handlungen wurde auch der MeichSwehrminister R» S k e während seines Libauer Aufenthalts und Gouvrrneur B»af K d. Goltz al» Jeugen vernommen. Ter Staatsanwalt beantragte für Quer und Neumann, beide Inhaber d�s Giserncn Kreuz©» erster Klasse, drei Jahre Gefängnis und Entfernung aus dem cheeoc, für di« fünf Vertrauensmänner vom Bataillon Berlin Neubueser, Ebeling, Dudlitz, Ahner und L e w i e n Fvciheitsstrasen von einem Jahre Gefängnis bis siebe isiähr ig-m Zuchthaus. Da« Gericht sprach die beiden ersten frei und»erurteilte die fünf Vertrauensmänner zu Vtrafen von drei Wochen Mittelarrest bis zu vierjährigem Ge- f ä n g n i». Das Urteil gegen die Vertrauensmänner des Bataillons „Berlin" ist direkt ungeheuerlich. Die Vertrauens- inäiiner haben' Hand in Hand mit dem Soldatenrat für Ruhe und Ordnung unter den Truppen gesorgt und waren nack, Kräften bemüht, den Konflikt zwischen den Tnipven und dem Gouvernement aus sriedlickim Wege beizuleaen. Wie gegenstandslos die Anklage gegen die beiden Soldaten. rate L u e r und N e u m a n n war, geht schon daraus der- vor, daß das Gericht auf F r ei sp r u ch erkennen mußte. Um so mehr muß verlangt werden, daß«ich die anderen Angeklagten nickt dem Tcndenzurteit des Gmckst» zum Opfer fallen sollen. Wer kommanbierl in LelllauN Der deutsche Gouverneur in Libail. General v. d. Goltz, erließ am 24. April folgende Bekanntmachung: „In Lettland habe i ch allein den Oderbefehl über sämtliche Truppen und militßrifchr ginrichtnnze». Wie dir Froattruppen, glrichzültlz welcher Rationalität, einjlz»ad allein meinem Oberbefcvl unterstehen, so sind auch sämtliche Militär. Personen hinter der Front, wo sie auch sein mözen und welcher Nation— rrichSvrutsch, lettisch, baltisch»der russisch— sie ange» hären, meinem Beseijl und meiner Aufsicht unterstellt. Niemand ist berechtigt, irgendeiner dieser Truppen»der eine« ihrer Ange- hörige» Befehle zu erteilen, die den von mir gegebene» Anord. nungrn direkt»der dem Sinne»ach zuwiderlaufen. Ich warne vor jedem Unfrieden l Allen Bestrebunzen, den Bsirzer.»der Banden» krieg im Lande zu entseffein, von welcher Seite sie auch unter. nommen sein migcn, werde ich mit eiserner Hand und ohne Schonung entgcgenteeten." Ein Kommentar zu diesem Befehl erscheint überflüssig. Ebenso zu der Behauptung, daß die deutsche Regierung und ihre Organe den Ereignissen in Äettland völlig„neutral" gegenüberstehen. Roch einmal: Mschmz und tiize. Der.vorwärt»" ist äußerst ungehalten, daß wir an der Hak- tung der beiden rechtssozialistischen Delogierten Müller und W elS in der letiländischen Frage Kritik geübt haben. Sie hätten, schreibt er, in dieser Angclsgenheit gar keine Mitteilung an die Presse gegeben. Wenn das zutrifft, mögen die Herron sich mit Wolfs» Bureau auseinandersetzen- besten Meldung wir wortgetreu wiedergegeben haben. Weiter teilt der.vorwärts" den Wortlaut der Erklärung mit, den Mkller und Wels dem lettischen Gcnosten Seja übergeben haben. Diese Qfrkläruug lautet: .De« Delegation der Sozialdcmok»atis«h«n Partei Deutsch- land« erklärt, daß di« Beteiligung des deutschen Militärs am Sturze der provisorischen Regierung Lettlands— falls die eingeleitete Untersuchung eine solche Beteiligung nachweist— gegen den Willen der deutschen Regierung so- wohl al» auch der Sozialdemakratischen Partei Deutschland« geschehen ist. Die deutsche Delegation lehnt jede Einmischung in innere Angelegenheiten Lettland» entschieden ab und bestätigt die auf der Berner Konferenz abgegebene Svklärung de» adseluten DeSinteressementz Deutschland» an Lettland und> anerkennt da« volle Selb st de st im» mungSrecht de» lettischen Volke». Hermann Müller. Otto WelS." Trotz dieser Erklärung müssen wir unsere Kritik an dem verhalten der rechtssozialistischen Führer und ihrer Berireter in der Regierung aufrecht erhalten. Wenn die deutsche Re- gierung und di« sozialdemokratische Partei tatsächlich, wie Müller und WelS behaupten, den Sturz der lettländischen Regierung und die Einmischung de» deutschen Militär» in die inneren Ange- legenheiien Lettland» de»urteile», sa erscheint e» mehr al» merkwürdig, daß bisher nicht» geschehen ist, um diese Einmischung rück. gängig zu machen nnd die Schutdigen zur Verantwortung zu ziehen. Oder ist die Regierung machti»», den hohen Militär», die hinter dem Staatsstreich sieben und die Gewalt m Lettland an sich gerissen haben, ihren.Willon" auszuzwingenf Unwahr- scheinlich ist da» nicht, wenn ma« die Haltung Roste»» de» Vertrauensmannes der Militärs, beeückfjchtigt. Nosles Lorbeerkranz. Unter dieser Ueberschrist wendet sicki M< ttkwiTick- demokratische„Basier N a t i o n a l» e i t u n g", die sich keincAivegs durch politischen Radikalitmu» auszeichnet. gegen die neu« Lügenkampapne und Scharsmachere:. die gleichzeitig mit dem F ei d z u g gegen München ein- gesetzt hat. Die Gerechtigkeit erfordere die Feststellung. haß die Münchner Nöteregierung die heranrückenden Weißgardisten aufgefordert hat. sie möchten sich(eckst durch Entsendung von Deputationen überzeugen, wie g e h ä>' s i g und übertrieben alle verbreiteten Rachrichten über Münckten seien. Weiter wendet sich daS Btatt gepen die Orgien de» Hasse«, die planmäßig i« Deutschland entfesselt werden: Die Wildl>eil diese« Hass»S wird sicherlich nsht kirrch neu« Scharfmacherei besänftigt, und man hm sehr den Eindruck, daß di« Regierung und ihre Söidnor durchaus verzesson haben, daß sie Tettflf M5«w Sfe%«;nfe*»: eT««t Freilich war dies«ine Revolution, die nicht-,# g gemacht hat. fondern von der er sich falM � hang nur geschickt in die Höhe treiben ließ. � den nicht, daß die Ziele von Spartakus ßch w lassen und daß sie Deutschland au» seinem» führen konnten, nwd e« fchemi uns gewiß, t»'ß jßft- und überstürzt« Durchführe i�; de» MarriSnm»,- Imw* Ruinen und Schulden sozialisiert, eine völlige llo Uber so wonig die Ziel« deS deutschen KonwmwnSm sind und so wenig wünschenswert ihre Erfüllung ist es doch, daß die Mutige Roheit der"° et � d i st« n, die alle Schändlichkeit«, deutscher f gjen, Frankreich, Rumänien und Serbien im ng**" i4 derhost und noch steigert, vollkommen zw««1® x«i! 1 sich nur selbst da» Grab gräbt. Da» wund und verzweifelt;«» befindet sich in schwer»�*1 krankheit, e« bedarf wohl der Festigtett, jedoch gilt' Verständnisses und der Güte. NoSke kann nicht. � pt entwertung verhindern, nicht die Arbeit zwingen, ihnen nicht daS 0' ,in 0'� VertrauenindieZukunftgeben, Mag 1# beendet sein, wird er morgen wieder ausbrechen,> g,p: heute besiegt zu RoSkeS Füßen, so erheben sich a''.rt j," es gilt die Ursachen der Krankheit zu beseitige», nt» tome..ß Die Einsicht, die hier das � Blatt zeigt, ist den verbohrten rechtssonalsi gierungsmännern schon längst abhanden gekoimn Zum Liebluechl-Prozeß. Eine Erklärung der Angehörigen. � Wir erhalten folgende Zuschrift mit dem Ersuchet öffentlichun«: Nach einer offiziösen Zeitungsnotiz sollen die>». zur Verhandlung gegen einige der Mörder K a r l L> und Rosa Luxemburgs in erster Linie für, l hörigen der Ermordeten reservier: werben. AIS Vertreter dieser Angehörige� � i' wir hiermit, daß wir jede Teilnahm« Verhandlung ablehnen. Bei einem so offenkundigen Verbrechen de» M" � seinen unerbtttlichjten Gegnern ist eine Aburteilun» � n tärS, also Kameraden der Mörder und politisch« w', mordeten, ein Widersinn. Wir haben deshalb von W** revolutionäre U n t e r s u ch u n g s k o m m> l> � dert. Zur Ermittelung der Wahrheit, zur Äusdecku 0�� stir tischen Zusammenhänge, zur En iarvung der Anst>!�« gen Hintermänner ist si« das einzige Mittel. Die"? un» diese Kommission ntcht gegeben; sie fürchtet d>e v ihrer Mitschuld.'> Sie gibt un» statt dessen ein Kriegsgericht,#tr� das einem Korps angehört, da» die Nachricht von®.j � f Stunden lang der Oefsentlichkeit vorenthielt, Winnen, einen offiziellen Bericht für die Presse striW dem es als„einwandfrei festgestellt" bekanntgab, jt« auf der Flucht erschossen und Rosa Luxemburg kannten Menge gelyncht und ihre Leiche geraubt Nachrichten, die jetzt al» schamlose Lüge eintM'"! ,, j sind.. Sie gibt un» ein Kriegsgericht. if dessen Gerichteherr bei den letztken Vorvereü\»si Morde und bei seiner Ausführung im Edenhotel während einige seiner Stabsoffiziere an dem teilnahmen, und der die Verhaftung der schuldigen MI unter dem Druck de» drohenden Generalstreik» aitor!> Sie gibt uns ein Kriegsgericht,& � dessen Ankläger von Beginn der UntersuchuiW Standpunkt vertrat, daß doch nicht» Wesentliche» �, tylr. der dann nicht» getan hat, um die Verdunkelung halt» durch die Mörder zu verhindern und der t" itlr schließlich getan hat, erst durch da» Eingreisen Tc:l gen werden mußte....ct s Ei» solche» Verfahren muß al» o«11 � scheinen, öS kann keinem andern Zwecke � Oefsentlichkeit irrezuführen und die Aufdeckung der<' heit zu verhindern. W i r protestieren hiergcze„p Entschiedenheit und fordern nach wie bor eine r e v o l u UntersuchungSkommission, die kommen mu» men wird. Berlin, den 4. Mai 1S1V.«,() Theodor Liebknecht. Kurt Rosa K Ä Der Prozeß gegen die MSrder Dr. Karl L> �' jck � und Rosa Luxemburg» beginnt am 7. Mai n1"t. m*, .auSsichtlich drei oder vier Tage dauern. Da die Anz- von un» bereit» genannt sind, sämtlich dem Eurde- � d Schützen-Korps angehören, und diese Formation* t f?, wird di« Verhaichlung vor einem FeldkriegSge � finde». Sin Rechtsmittel gegen da» Urteil eine» I* richte» gibt es nicht. Da» Geric� wird mit zw«> Lgp, � täten, eiimm Offizier, einem Unteroff izer und en-m o � setzt sein. Die angeklagten Offiziere werden anwalt Fritz G r ü n s p a ch verleidigt. Der Husar Ott» � C der wegen Mordversuchs in zwei Fällen angeklagt ss Antrag feine« Verteidigers auf seine Surechnun»»!«» � prüft werden, in tt infolge einer Schädeioerletzu"»' gf" lang>m Krankenhause zugebracht und auch währe-'d zug» einen Säbelhieb gegen die rechte Schläfe echaUen Sie blullge Maiseier in Paris. � T-U.«•"''jjulU"V Die Kundgebungen de» 1. Mai fino in Pari» Vj i' laufen. Der Polizeibericht spricht von mehr al»\ mündeten Polizisten, verschweigt aber d«/ Gegenseite, obwohl zwei Arbeiter getöte 400 verwundet wurden, darunter der® Joubaux und andere Führer, die au« der Arbeit am A,lh � geeilt waren, um die aufgeregte Menge zu beruhiget Bericht de»»Petit Parisien" ereignete sich der>.(«Iß j sammenstoß mit den Arbeitern und der Polizei j Weise: Mehrere hundert Arbeiter, die am Rochm't'» � � wurden, sich zu den VersawmIunzSpunkten zu KOy" � i".(f über die Boulevards nach der ArbeitSbörsc zurück- pßLp Opernpiatz auf eine Pelizeikette stießen, wichen|t< reichten ohne Zwischenfall auf einem Umweg dt« Hier führte di« Polizei ohne jeden Anlaß von zwe'" Sturmangriff auf di« Arbeiter au», der ein« ju� veranlaßt« und die lckliamUte» Solaen hatte.'' Sie MvensverlMvimgen. ' i, T.U. Bttfaiat#, 5. Äai (kr Kreisen brt deutschen Delegation rechnet man mit VV auch in der kommenden Woche die Friedens. fdiin�?�n?tol ncH� m�>I bekannt gegeben morden. Die Haupt. L jfjü'ctkn bei der Festsetzung der FeiedcnSbedmgungen sol> enntllntwil�n nonoti CPsiCC,' sMMMW kfrn-t-i.»- »UtüifiS!l'.rJUr''<"c�ren' dann wieder nach Bersaille« sich lleberr � �'an der definitive Text und auch der Termin der (XMAnZT! bon feitcn der Entente fest«ele,t ist.- Die«b. ter d?« die franzSsisch« Regierung gegenüber wikdcr'.u-?. an ergriffen hat, sind in den lctzien Tagen ««cj[djai|t tovcion. Der Zaunaasl. ßtlaLr"� �0' �flHiedencn Pressevertretern, die nach versaWeS um dort nicht» zu erfahren, befindet sich auch der Et üt J11 des.Vorwärt»", Herr Friedrich Etampfer. sebr„ der Behandlung, die man den Herren angcdeihen läht, Di».��'eieden. Jeder Verkehr mit der Außenwelt sei verboten. x,'�"jösischen Sozialisten scheinen die unwürdige Ivö'en deutschen Delegation noch nicht bemerkt zu haben, sie kein*""etbem ohnmächtig, etwa» dagegen zu tun. lk» gibt hier Verbindung zwischen den deutschen Sozialisten n":id den französischen in Pari», daher erscheint auch kein drr sozialistischen Presse gegen diese der internatio. Rtfiii.* v Un® hohnsprechende Absperrung. E« sei sogar beab. x''en- skr Unabhängigen Zozialdcinokratic„Die freie Welt" klangt am 7. Mai Zur /lusgabe. Sveditrurr. Z r i t u n g S. müssen �fort ihren öeöarf anme'öen, 2'� �"chtzeitig in de« Lefitz der bestefite» Sxem- ° aclaugcn. �lagszenossenfchaff e.G.m.b.9.. Berlin RW V, Fchiffbaucrdam« 19 Abt. Bxlchhaudel., Generalversammlung der Transportarbeiter. Di« zweimal vertagte Generalversammlung fand am Tonn» abend im GernerlschaslShams« ihre Fortsetzung. Maschte gibt vor Eintritt in die Tagesordnung die Erklärung ab, daß die Richt. Wiederwahl bei ersten Bevottmüäitigte« kemesivegS seiner potit,- ichen lleberzeugung wegen erfolge, da seiner gewerkschaftlichen Ge- stt>,stSführung kein Vorwurf gemacht werden könne. Werner solle oekamijüch zum Hauptkassirrer gewählt werden und außerdem ist von Schiunann behauptet worden, er müsse ohnehin bald durch «in« jüngere Kraft ersetzt werden, daher sei e» richtig, ihn jetzt nicht wiederzmvähten. Ein anderer Redner bezeichnet de» Vor» schlag al» annehmbar und mahnte zur Einigkeit. Frank stellte fest, daß Döring al» Vertreter des TranSportarbeiterverbande» in der Vorständekoilferonz der Gewerkschaften gegen die Aufhebung de» Belagerungszustandes gestimmt ljabe. Hierauf trat man in die Debatte über die Vorschläge zur Wahl der Bezirksvcrwallrmg ein. Auch dies« Aussprache war wieder sehr lebhaft. Besonders betont wurde, daß die Wahl ihre Bedeutung dadurch erhalte, daß der KriegSpolitik der Gewerk. sthasten endlich ein Ende bereitet, die Geiverkschaften zu einem revolutionären Kampfmittel gemacht werden müßten. Ortmann wie» darauf hin. daß der erste Bevollmächtigte und der Schrift- sührer sich eigentlich gar nicht zur Wahl zu stellen brauchten, da sie vom Hauptvorsrand ernannt würden. Gegen diese eigenartige Methude protestierlen verschiedene Redner unter dem lebhaften Beifall der Versammlung sehr energisch. Der Antrag Luckow, die Wahl der vier Angestellten bis nach dem Verbandstag zu der- tagen, wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Dann wurde die Diskussion durch Schtußanlrag beendet. Der Antrag Eräbner, die Wahlen nur aus Widerruf, entsprechend der Rätevcrfassung. vorzunehmen, kam nicht zur Abstimmung. Zweifellos stand die Versanunlung aus diesem Standpunkt. Werner wie» aus die entgegeiigesetzien statutarischen Bestimmungen hin. Zum ersten Bevollmächtigten wurde O r t m a n n mit 850 Stimmen gewählt, während auf Werner nur 181 Stimmen entfielen. Kassierer ist Bretzk« mit 277 gegen 244 Stimmen und Schriftführer Böhmer mit S2C gegen 202 Stimmen geworden. Die Wahl al» zweiten Bevollmächtigten entfiel auf Klose. Damit hat die Opposition den Sieg davongetragen. Die weiteren Wahlen wer- dem in einer am 12. Mai stattfindenden Generalversammlung vorgenommen werden. Magkflratshllfskräfte. Yn dnet»cm etwa 8000 Personen besuchten Massenversamm» kung der Hilfskräfte de» Magistrat» Berlin am Sonntag vo-rmitiag im Eporipalast wurde der Schiedsspruch de« Schlichtung»au»schilffe» bekanntgegeben. Der Magistrat hat, in letzter Stund« dem Schiedsspruch in allen seinen Teilen zuge- stimmt. Diese Mitteilung wurde mit lautem Bravo und Hände. klatschen enigegengenommen. Das Mitbestimmungsrecht wird den BureauhilfSkräften und den Hilfskräften im Unterlicumtendienst in allen wirtschaftlichen und da» Arbeitsverhältnis berührenden Fingen zuerkannt, in«. besondere bei Einstellungen, Kündigungen und Entlassungen von Angestellten, bei Festsetzung von Gehältern, Urlaubsbewilligungen und Beförderungen. Bei Unstimmigkeiten entscheidet ein Schlich- tungöausschuß, dem sechs Mitglieder der Stadtverordnetenixtr. sammlung angehären. Die Abmachungen treten am 1. Mai in Kraft. Al» Ausgleich für die von den Angestellten geforderte Rückwirkung ab 1. Januar 1019 wird eine einmalige EnischuIdungSsumme in der Höhe des ab 1. Mai 1019 festgesetzten Monatsgehalt» gewährt. Urlaub wird gewährt nach zweijähriger Dienstzeit drei Wochen, nach vierjähriger Dienstzeit vier Wochen. KriegSteil. nehmer, die zwei Jahre im Militürverhäfini» gestanden haben, erhalten den Urlaub nach viermonatticher Diensttätigkeit. Wie wir hören, hat der Magistrat übrigen» bereits vor Erlaß de» Sch iedsspruches da» Erforderliche veranlaßt, um das Verhält» ni» der verschiedenen Gruppen seiner Beamten, Angestellten und Arbeiter zur Verwaltung im Sinne der Ausbildung de» Mit» bestimmungtrechts in allen die wirtschaftlich« Lage nnd da» Arbeitsver�ltni» der verschiedeneu Gruppen berührenden Fragen allgemein zu regeln. Drohender Strekk der Berliner Kohlenarbekier. In einer überfüllten Versammlung der Kohlenarbeiter am 29. April fand nach langer leidenschaftlicher und ausgedehnter Debatte«in Antrag auf sofortige Verweigerung jeder Ueberarbeit und eine Refelution einstimmige An- nähme, worin gesagt ivird, daß von dem Angebot de» Verbandes der Berliner Kohiengroßhändler Kenntnis genommen, jedoch be- dauert wird, infolge der Unzulänglichkeit desselben es al» unannehmbar bezeichnen und zur weiteren, nochmaligen und um. gehend stattfindenden Verhandlung an die Lohnkommisston zu- rückverweisen zu müssen. Die Versammelten protestieren ganz entschieden gegen die Zumutung, der Wirkung der anderen Lobnsätze ab 1. Mai d. I. ihre Zustimmung geben zu sollen, sie fordern vielmehr, daß diese mit Wirkung ab 1. April Geltung haben sollen, zumal die Arbeitgeber durch Hinauszögern der Verhandlungen die rechtzeitge Erfedigunz der Tatisberatung bi« zum Aolauf de» alten Tarife» verhindert haben. In der Versammlung herrschte schon starke Stimmung für eine sofartige Arbeit»niederleaunp,. doch gelang e» der Leitung. die Erregung etwa« zu dämpfen, so daß ein eutsprechender An- trag noch nicht zur Abstimmung gelangte. Lohnbcwtgnng der Pvstausbelfer. Da det große Saal de« Slewerkschaftshause« für d> erschien«. nen Postaushelser und«iishelferinnen nicht ansr-ichte, mußte im Cwf eine zweite Versammlung abgeholten werden, um den Bericht der Lohnkommission über d'e Verhandlungen mit der RcichS- post Verwaltung entgegenzunehmen. Di« von der Berwoitung ge- machten Zugeständnisse waren derartig gering, daß jich>n den Versammlungen ein starker Unwille über da» rück'ländige Ve� hallen der P o st be Hörden l>emerkbar machte. Der Versuch, durch Versetzen der Ausbelser in Beamten stellen einen Km! in tu« Be- wegung zu treib. n. wurde energisch zurückpew esen. ebenw da» Abreißen der Einiadnngsz-tlel vom schwarzen Brett. wie e» in Neukölln aescheben ist. al, unzulässig erklärt. Bevor in den Streik getreten wird, soll versucht werden, si» des Softdari- tat der Unterbcomten zu versichern. Solange jedoch die B-og! ch- keil der Verhandlung gegeben ist, soll die'er Weg b ibeha.ten und zunächsi der Schiedsspruch de» NelchZarbeitSministerium« ab- gewartet werde». Eine entsprechende Resolution fand eurstimmige Annahme._ Die Glasarbeiter und Arbeiterinnen der Zahlstelle Berlin nahmen in ihrer Versammlung Stellung zur Generalverfamm. iung. Alle Redner nahmen Stellung gegen die Politik der Mit- glieder de» HaupivarftandeS, die auf Unterftiitzung der Politik per früheren Regierung hinausiief. Die Arbeitsgemeiuschaften müßiea ÄMssjiM werdep. In einer einstunmia anaenonmieneu Rrfl/kirkkon wurde M< KrkvgSpockiMt her GeueraNiommMon Will» urteilt. Leute wie Legten und Genossen gehörten nicht an die Spitze der Arbeiterbewegung. Tie Sie ue ra! ve r sa m m l u ng wird auf- gefordert, so lange die Beiträge an die Generalkommission zu sperren, bi» diese Leute unschädlich gemacht sind Die Angestellten, die auf dem Boden der Mehrheitsiozialisten stehen, sollen durch Kollegen ersetzt werden, weiche Gegner der bisherigen Kriegs- Politik waren. Endlich wendet sich die Resolution denjenigen zu, welche in den Freiwilligen-Regi meutern Dienste tun und der Organisation angehören, mit diesen Kollegen soll gebrochen wer- dem. AI» Delegierte werden die Kollegen Alex Zimmermann nnd Paul Barde gewählt Als Publikationsorgan kommt außer dem Fachgeuossen mir die.Freiheit' im Frage. Obleute der Angestellten tu» der Metallindustrie llssoch- gnippen 12, 13, 14 und 15). Mittwoch, den 7. Mai, abend» 7 ilbt, Versammlung in Havelland» Fcstsälen. Neue Friedrichstraße 35. Tagesordnung: 1. Der Verlauf des Streik». 2. Der TanfVer- trag. 8. Verschiedene». Erscheinen dringend erforderlich. Legiti« mation mitbringen. Der Zentralausschuß. Oeffentliche Versammlung der Schildermaler am Dienstag, den 6. Mai, abend» 7 Uhr, bei Wollschlager, Adalbertslraße 21. Tagesordnung: Lohnkampf. Versichrrungsa» gestellte. Montag, den 5. Mai, nachmittag» 4% Uhr, Sophiensäle, Sophienstr. 17/18 sSänger-Saal), Vcr- sammlung der Obleute der Angestelltenausschüsse. Die Truppen in t>ett Schulen. der Sitzung der Starit�hailSkialtZkpmmiffion detz preußischen Landesversommlung kain es fesleni zu einer ein- gehenden Aussprache über die Belegung von Schulen durch Truppen. Ein Antrag der Demokratischen Partei, der die sofortige Zurückziehung der Truppen aus den Cchnlon nnd ferner die Bereitstellung von öffentlichen Gebäuden, ins- besondere von!>asenien für Wohniinaszwecke verlangte, wurde vom Oberbürgermeister von Berlin-Säföneberg Herrn Daminicus eingehend begründet. Er wies auf die schweren Schädigungen hin. die durch diese Inanspruchnahme von Schulen für Einguar..erungszwecke entstanden sind und noch entstehen. Abhilfe sei umgehend erforderlich. Der Ver- treter deZ KriegsministerS legte dar. daß die Militärbehör- den durch eine Reihe Erlasse die nachgeordneten militärischen Behörden angewiesen haben, Anträgen der Gemeinden auf Rückgabe von Schulen möglichst zu entsprechen. In der Besprechung wurden von Vertretern aller Par- teien lebhafte Klagen über den Schaben, der durch die Be- Nutzung der Schulen durch die militärische Belegung en» standen sei. vorgetragen. Die Schulen, die von SoU dalen benutzt worden sind, sind in einem solchen Zustande. daß es moatelanger Arbeit bedürfen wird, ehe sie ihren, eigentlichen Zwecken wieder zugänglich gemacht werden können. Hunderttausende müssen auigewendet werden, che die Kinder wieder die Schulräume benutzen können. Verschmutzt, verlaust und verseucht sind alle Räume. Vieles ist demoliert. Einige Fälle wurden varge! ragen', aus dencr» hervorgeht, daß zahlreiche Geschlechtskranke die Schulräuma auf lange Zeit unbenutzbar gemacht hätten. Der Vertreter des Kriegsministers hatte' demgegenüber einen schwere* Stand, er nahm das zur Kenntnis und will prüfen. Vom Vertreter der Unabhängigen Partei, Genosseitz Leid, wurde ausgeführt, daß die Benutzung der Schulen durch Militär sich zu einem öffentlichen Skandal aus« gewachsen habe. Sei es schon schlimm, daß die Schulen schweren Schaden durch die Schweinerei erlitten hätten, in welche die Schulräume versetzt worden seien, so sei der Schladen, der an unseren Kindern, verülft worden sei durch das Fehlen ein?» geordneten Unterrichts, gar nicht mehr gutzumachfen. Es müsse offen ausgesprochen werden, da» dafür die militärischen Behörden nicht einen Funken Gefühl und Verständnis hätten. Die UntcrrichtSverwaltnng müsse mit Knüppeln dazwischen schlagen, da sie doch diesen morall. schen Schaden an unserer Schuljugend zu würdigen wisse. Dar Vertreter der Unterrichtsvenvaltung erklärte, daß sie alle? getan habe, was in ihrer Machst stand, und mit sskach- druck wiederholt bei dem Kriegs, ninisterimn vorstellig geworden sei. Der Antrag auf sofortige Zurückgabe der Schulen zu Unterrichtszwecken wurde daraufhin einstimmig angenommen. Befremdlich ist, und das wurde in der Kommission auch ausgesprochen, daß die Belegung von Schulen durch Sol- baten erfolg«, obwohl dock) demobilisiert sei. SvldatenrLte der U. S. P. D. Heute nachmittag 5 Uhr Fraktionssitzung im Zunmer 18 des BollzugsratS Groß,'Berlin, In den Zelten 23. Vortrag des Genossen Richard Müller. Gäste willkommen. Kameraden, sorgt für starken Besuch. A l b r e ch t. * ♦ De? Redner?»,» der U.S. P.D. findet am Montag, den b. Mai. 7 Uhr abends. In den Zelten 23 statt. Achtung! Soldatenräie! Am Dienstag, den 6. Mai, vormittags 10 Uhr, Vollversammlung der Svldajenrät« Grosz.Bcrli»» im Plenarsaal des Herrenhauses. Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2. Bericht über den Reichssoldatenrat. Referent Kam. Scholz vom Zentral- rat. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheimm ist unbedingte Pflicht. Militärischer Ausschuß des Vollzugs rat« Grosz-Berli». Molken du hr. Albrecht. Ist Verwundetentransport Aufruhr? Mit dieser strage beschäftigte sich am Sannabend da» rrußer- ordentlich« Kriegfgcrichl de» Landgericht» l. Angeklagt war der Kinooperateur Kieler nagel, weil er alt Chausfeur mit oinem Auto de» WilmerSdorfer Magistrat» Verwundete der Auf. ständischen zum Lazarett transportiert haben soll. Ferner— wich ihm der Transport von Munition zur Last gelegt. Der Angeklagte- schilderte, wie er dazu gekommen ist, Verwundete wegzufahren. Er kam am 10. März zufällig in die Frankfurter Allee, wo durch Artilleriegeschosse viele Leute ver» wundet wurden. Diensttuende Sanitäter und Schivestern suchten nach einem Chaulseur, der in hinein bereitstehenden Auto die Verwundeten zum Lazarett fahren sollte. Daraus meldete sich der Angeklagte und fuhr viermal zum Lazarett am Bahnhos Frankfurter Allee. Nach dem letzten Transport brachte er eing Ladung Kisten mh SRmritwn zAM Depot und fuhr da an mit dem Sulo davon. Er ist dann unterivcgö verhaftet worden. In der Dcwcisauincrhmc konnten die Angaben des Angeklagten nicht widerlegt werden. Der Anklagevertreter sah in der Handlungsweise des Kiescrnagcl eine Teilnahme am Aufruhr, und da das von ihm geführte Auto deiv Nagistrat von WilnrerSdorf entwendet worden war. eine Deteiligi ng an Plünderungen. Er beantragte drei Jahre Gefängnis. Der Verteidiger machte geltend, daß eS sich bei der Tat des Angeklalsten um ein Werk der Nächstenliebe handelte. Verwundet« zu bergen, sei nicht strafbar. Da der MunitionS- transport nur unter dem Zwange der Verhältnisse stattfand, müsse K. freigesprochen werden. Das Urteil lautete auf k o st e n l o s e Freisprechung. Totgeschossen wurde Sonnabend früh, 8 Uhr, in der Grenadier- straße ein junger, etwa lbjähr ger Mann von einem ebenso jungen Regierungssoldaten. Der d«m Getöteten fand mau ein paar Vroikarten, mit denen er gehandelt haben soll. Der Noske» jünger erbleichte, al» er sah. was er angerichtet hatte. Immer noch Opfer der Märzunruhen. Auch gestern wurden wieder zwei Leichen gelandet, die schon etwa«»cht Wochen im Wasser gelegen haben, unzweifelhaft Männer, die bei den März- Unruhen gefallen sind. Beide wurdenf und einen Frauenkopf mit gekreuzten Armen über dieken geschlungen. Der andere ist etwa 30 bis 40 Jahre alt und 1,65 Meter groß. Er hatte dunkles Haar und einen Vollbart und trug eine braune Joppe, eine schwarze Wolljacke und schwarze Militärstiefel. Kleine Nachrichte«. Durch Gasvergiftung ums Leben gekom- wen sind b'e 21 und 27 Jahre alten Brüder Moreitz� die in der Blumenthalstraß« 2 wohnten. Ob Unglücksfall oder Selbstmord vorliegt, konnte nicht festgestellt werden.— Länger wie 2 Monate tot in der Wohnung gelegen hat der 52 Jahre alte Arberter llugujt Milkau auS der Feldzeugmeistersiraße 5. Als der für sich illein wohnende Mann pestern gefunden wurde, war er vollständig aerwest.— Falsche Fünfzigmartscheine sind im Umlauf. Es handelt sich um Scheine vom Oktober 1918, bei denen die Wasser- zeichen fehlen.— Bei der Sch«ßer.i am Andreasplatz sind ein Wann getötet und 10 zum Teil schwer verwundet worden. Tödlich verwundet ist ein Schneider Otto Bergmann aus der Markus- straße; er ist bereits gestorben.•— ttan einer Militärstreife erschossen wurde d.r 21 Jahre alte Händler Abraham Eppstein aus der Grenod'-rstraße, als er mit Brotkarten handelte.— Ein Spez algefchäft mit Lebensmittelkarten hatte ein Karl Mostart :n der Schönhauser Straße 15, eröffnet. Er wurde verhaftet. Bei ihm konnte mau alles haben. Von der Zentralstelle für Einigung der Sozialdemokratie, Bezirk Norden, wuroe in einer sehr gut besuchten Versammlung von Mitgliedern aller sozialistischen Parteien folgende Resolution einstimmig angenommen:„Die von der Zentralstelle für Einigung der Sozialdemokraiie einberufene Versammlung am 30. 4. 19 in der Schul-Äula, Glcimstr. 49, erklärt einstimmig, daß sie eine Einigung des Proletariats nur auf der Basis des Rätegedankens in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht erblicken kann, ohne Rücksicht auf irgend eine Partei. Freie Vereinigung für Recht und Sozialismus. Freitag, den 9 Mai 1919, abends 7% Uhr, im früheren Herrenhaus, Leiziger Straße, Zimmer 20: Aussprache über„Die Reform der inneren Verwaltung Preußens im sozialistischen Sinne". Referent: Landrat a. D. Dr. jur. Dr. Phil. Freiherr von R ei b n i tz. Gäste — auch Nichtpartetgcnossen— willkommen.— Im Interesse der Ueöersicht wird gebeten, die beabsichtigten MitgliedschastSerklärun- gen möglichst umgehend abzugeben(an A. Joachim, 23.30, Berch- tes-gadener Straße 35 j. tebensmiilelkÄettder. 3« der Woche vorn 5. bis 11. Kai gelange» wieder 125(Stamm amenhenische Echweinofleischprodudie aus den Kopf der Bevöliierung zur Ausgabe. Die Abgabe erfolgt auf Abschnitt E 2 der Einfuhr-Zusatzkarte. Die bisher noch nicht eingelösten Ab- schnitte A 1 können in der genannten Woche ausnahmsweise noch nachträglich beliefert werden. Die Zufuhr an Schlachtvieh und Flelfchkonferven ist auch weiterhin ungenügend gewesen. Als Er- faß für das entgangene Fleisch werden auf jede nicht belieferte Fleisch- marke 25 Gramm Ackerbohnen und 25 Gramm Nährmittel ausgegeben werden. Aus technischen Gründen wird sich die Ausgab« I««d«r noch etwas verzögern. Die nicht eingelösten Fleischmarben müssen also auf» bewahrt werden. Bis Montag, d«n 5. Mal in den Bezirke« der 110., 112., 203. und 221. Brotkommlfston, bis Mittwoch in den Be- zirben der 113., 114., 115. und 122. Brotkommifston. Bis Donnerstag, in den Bezirken der 110., 118., 119, 120. und 209. Brotkommifston, und bis Freitag in dem Bezirk der 117. Brotkommifston pro Kopf 125 Gramm Käs«.— Die Fettstelle Groß Berlin• schließlich dem Kleinhändler vorzulegen. Es dürfen sich A A- und 41-KinderkarIen und von Karten über% Lit»r, welch» gekennzeichnet sind, nur in d«n durch»in Plakat p»bennZ«� j, A» und IZ-Milchgeschästen, Inhaber der übrigen Boilmllchkar». � den durch Aushang kenntlich gemachten C-Milchgeschäften jtun � von Sollmilch anmelden. Zum Ausgleich für die oerkurz» Portion wird den Kindern im 2. bis zum 6. Lebensjahr« F*«äj*. Nährmitlel gewährt. Di« Karten werden zusammen mit de» karten ausgegeben. � Berlin-Oberfchöneweide. Mütter, die ihr« Kinder über.M* � Monat hinaus stillen, erhalten gegen Adgad« einer v-sche»»w>w>�, Hebamme«der des Arztes im Zimmer 58— Frifchenstra«« Gutschein über 1 Pfund Grieß— Zur Verteilung gelangen w � Wache auf die allgemeine Lebensmittelkarte: 200 Gramm WJ«�< Ablcquitt 8, 50 Gramm Aähifupp« auf Abschnitt 9, SSO Brom � ''---- � seife und l«,; Psund Waschmittel in Blechdosen. Nähere» in W* kaufsstelleu. Nowawe». Am Montag, den 12. Mai. kommen Produkte zur Ausgabe. Auf jeden Abschnitt E2 der««WJWj.nt)i karte entfallen 126 Gramm. Die Karteninhaber haben E 2 am Montag, den 5. und Dienstag, den 6. d. M- bei Fleischoerkäufern gegen Quittung abzugeben, in dessen Verzeichnis ste eingetragen sind. Di« Ausgab« neuer Brot-,»„„z, Kartoffel- und Lebensmitrelkarien an di« Hcnmwiri««der»«>«" Vertreter findet gegen Borlage der Grundstück saus well«" Priesterstroße 81 vom 5.-9. Rai, von 8—1 Uhr, statt. Aus den Organisakonen. Sitzung Neukölln. Montag abend. 8 Uhr, Sitzung Wr netenfrahlion im Rathous, Zimmer 108. Oherfchöneweide. Die Genosten werde» nochmals o*f in Mörners Blumengarten stoNfindenden Sortrag de» � Siemfen aufmerksam gemacht. Ansang 7 Uhr.__ verantwortlich für die Ziedaktioa Alfred Wielepp- Berlagsgenostenichast»Freibert', e. G. m. b. H„ Berlin.~ T!-# st Lindendruckerei und Berlagogesellschast m. b. H> Schislba»«!»«�� ------- ai' weiterzubilden, den Kreis seiner Kennwtffe zn erweitcm, Peulsche Männer m» Zrme»! Z« WI ist es«Ichl, NS-SSLiS-V Unsere Lenntnige sind»nser«lderlierbares Eigentum, weiches»ns«'tmai er gerufen kommt nun die Goldene Bibliothek der Bildung und des Wissensw In ihr findet ein jeder, was m i große Prochlbönde pusiration.n, zahlreichen bunten und einfarbigen Tafeln »nd vielen Ucbungstafeln sowie einer aus mehreren 100 lebungSvorlngen best.chenden Zc chcnschule— für MI. 60.— mt Zahlungserleichterung ß von monallich tttlC 4 lUOtf« Inkait: Eid- u. Bötlerkunde— Kuliur- u. Lileralnrgcichickte— Himmelstund«— Geographie u. Ethuograpbii— Geologie(mit einem Grundriß der GestcinSlunde oder Atlneralogre)— Physik— Boilswirtichaftslchre n. Bürgerluade(Adhandlg. über alles so>ial u. politisch Wissenswerte)— Natgeber in Nechtssachen— Bürgert.». Stralge setzbuch— Zelchenichnt«— Lachchrist— Schönschreiben it. Ruiidschrijt— Deutsch u. Fremdsprachen— Stenographie— Buchführung(ein jach, doppelt u amerikaiiisch)— Rechnen— Orthographisches Wörterbuch— Brie'steller— Musterformulare zu Schnslstücken aller Art im Verkehr mit Gerichten und Behörden, Anjertigung von Klagen, Kontratle»«. Eingaben sowie Steuertabelle«. (3n offenem(Brief. umjchlag für j Pf> Jr�- —----------- BSltfllitHdU.?ee.».» An die Buchhandlung A. M. FeNer, Hermsdorf � 1 � Bestelle hiermit von der Goldenen Bibliothek ein Must«� zur Ansicht. Name: Ort: ilieaiw unfi tffer8niijun?en. olksSSlins. Bä: >lrektlon Friedrich Kay«;sler. Hanta« 7- Uhr: PtKÜKtUla. Opernhaus IJhr: r!«gca;!er Ho linier. Sch�ufpiolh�us Uhr: Uee- Oynt. Wintergarten «-eilet. A Ulir* Ufiricfcvcrsteilüng Rauchen gestat'et, Direktion MaxReinhardt ! DeDtsches Theater »S Uhr: Wie et euch xeläUt. I Koram erspiele H Uhr; Der Star. Kieinss Schauspielhaus Uhn D. OBchsc d. Pondorf , Direktiaa ft■elnhara— lt.. Bornooer. The-ter! tl Rünlgsrätzer Straße « Uhr: Der lillterpelz. rrau Wolf: Ilse Lehmann) D.ensiav:: Der Hlhcrpcli. \ HomütSicnhaüs BonlaithS Uhr: fideeljtj, liens a� Fcl> J-erj-ohnac'. 1 Berliner Theater iE Uhr: Stern® die wieder leacntejs. Casmo-Thealer, |»Othrinflrei Str. 37.Taxl.'48 Uhr: l etzter Monat Kiiore, Berliner Volksstöcli In' Akten Dazu orsikl Soeriat'itl-n. Wallialla-I heat«r NUhr: Derläacr ausKurp a<7. . Lcssing-Tüe.iter Direkt. Vicio'(larnowsky PV Uhr: Oer Blaufuclis. Dieos. Mut«'.; Dies iroe. Deutsches Küns'lef Theat. Allal endl. 7 Uhr: DasdculoB smWaemsee Neues Operelteniiaus. schilt üuertJainmJaNurdenjgi TiigUch abend« nuhr DiPkruscbe wsw i Ho«e Ilieater n mir- Kiolae SnUTia. Tltcafer a. Kotibüsei Tor (fr. Sui'oiitl lettd. Str. 1) Ahe da?1 Borna tag nadunitcagi 1 Dkr: Elite- Sänger ihenal. ttltzl. der Statt tilt St'gsr (9 Herren) Blütlwi-Koareft Sonnt nachm. ermaß. Hr. Vorverkauf Ii— I Uhr. Buchkändler! Spediteure! Zeitungshändler! Am 7. Mai erscheint „Di® freie Welt Nr. 2. ff Uns rm lieben Va'er Carl Ourghardt zu seinem 42. Geburtstage ein donnerndes Seine Familie. i niostrierte Wochenschrift der Unabhängig. Sozialdemokratie Deutschlands. Mit vielen Illustrationen von der Maifeier, zahlreichen Beiträgen, dem Roman usw. Preis 20 Pfennig. Wieviel Ezempiere benötigen Sie? Geben Sie sofort Ihren Bedarf an) Verlagsgenossanscliafi„Freitisit" e. G. m. b.H, Berlin M 6, Schilftauerdämm 19. Abteilung Buchhandel. Verclnszlmmer zu vergeben, Kümmert, Luxemburger Straße 31. Bote ffrauen sucht sofort CharloMurg.Äs TtiMtr$!ftoflor(ifi|tr4'trl!Biii) Verwaltungsstelle Berlin N. 54, Linienstraße 83/85. Geschäslszeit von 9—1 Uhr und von 1— 7 Uhr. Telephon:«mt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Ach Ulf q! Achtung I haben selbst die II in der„Freiheit". Sp�zial-Arzt Dr. med. GrOtering Still., üio!-. SMoWttlbU Moetin feivo-iideaslrrOo 33, Chausseestf.« S eit Bhf. ll-1.4<-6. Sornme« 11-13. Br.fenfratien j sucht l.elimann. Llebig- ttraOc 10. HaleMsee. Vom t. Mb! ab wird die Zeltune In Halensee durch llo'.en- (ranen unserer Wilmersdorfer Spedition Deunecke, Qieseler- Straße 75. Laden, täglich 2mal ins Maos«bracht Wir bitten alle unsere Posubontr-nten ih e Adresse sofort m ttels Postkarte dem Spediteur Denn ecke. OI-.e'erstraBe25. be ar.nt- augeben und(Or den kommenden Monat nicht mehr bei der Post zu beste'i n, Berlg?„Freiheit', e.G. in. UM. Thealer-Verem sucht suieiarße Mitglieder, succ. Herren. Auskunft Pidlrowlc*» Cbarlottcnhurg.(iarüe-du- Corp*-Sir. 8. Hot I Trp. SiizunR jeden Sonnnhen-J vor dem I. und 15 im Monit 6k Uhr bei Treppmacher, QarJe-du-Corps-Str. 15. Hauskassieruna. i Kostegen, welche verzogen sind, unvünktllch oder ar nicht kassiert werden, bitten wir Bor- u. Zunahme, iuchuummer und Ad. esse dem Bureau, Linien- straße 83/85, mitzuteilen. Dl« Ortsvcrwaltung. Lenffcher Nletallardeiteroerdand Süffetdoct 3erw-?!tuvgsstelie. Die Aenvaltungsstell« Düst:ldors des Deutschen MetaUorbeiter-Berdonde» sucht für Agitation und Inneren Dienst 4 Beamte. Di« in Frage kommenden Beamten wüsten red- nerisch gewandt sein, wie auch mit den inneren Ber- wollung,aibei:cn vertraut sein. Dos Gehalt ist ge.egelt durch die Generalverfamm- lungsbsfchlüste von Breslau und Köln, außerdem wird noch eine örtlich« Teuerungszulage von 125 M. monatlich gezahlt. Die Bewerbungen mästen dl» zum 15. Mal in den Händen des Kollegen Karl Kronshage. Düsteldorf, Wallstroße 19. I. sich befinden Aus dem Bewerbungsschreiben muß Alter, Beruf und die Dauer der Berbandsangehöiigkeit henw gehen. Es kommen nur Mitglieder in Frag«, welche dem Deutschen Metollorbeiter-Verbond fünf Fohre on« gehören.___ Di» Verwaltung. c Kleine Anzeigen Kupfer ) sSntl. Metallahfälle, Oueck* sflbcr, Platin, Oold, Silberbruch, Zahngebisse kauft zu Fabrikpreisen .Mefall schmelze Cohn Brunnenstr. II Hof und Neukölln. Kais.-Fricdr.-Str. 229 (nahe Hermannplatz). Kaufe jeden Posten Lei- tuntrsdrfihte. Q. A. Ware, Reschkc, O.1 12, Rigaer Str. 2b. Boschmagnete neueBcsch- kerzen, kauft hicycrfilialcZeb- dcnickcr Str. 12a.(3— 7.) Kupteileltoogen, Kabel. Litzen kauft zu höchstenTagespreisen Clektro-P.üro Langes- raße 271 LckeAndreasstraßc. Alex. 3939. SpiMiöiw, alle Dimensionen, kauft höchstzahlend Brandt, Steglitz, Birkbuschstr. Tel. Stegh 3041. Piatina zu den höchsten Tagespreisen Za'iDgt bisse, üold,-il herab- iälie kauit Frau Linke. Blücherstraße 40. Elektrische Leitungsdrähte. Litzen-Kabel kauft Schumann, Andrcasstraße 78, vorn II. am Sc1! legi sehen Bahnhot. 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