%erptcte 10 pfg. Jahrgang 2 %;ntrr,,7'dÖ* n» nachmittags m, L»nn.»nd Fefttazn'«u?»»rz>«. k" fr"tr �uftellung ms �aus Mi«to�-HtHin»»«t i>«i»irtft«« »«.JtrtMiT m.11�"""""'•'.W m, bt, Zustellung„nler Streift«»» 1.50 m. nfk.p»et pefhf,nmgj!lfte fit„l, eisjetrsgm gtreipt* elltn w®* 6' Tehissbauerdamin «ml SSotkm»606 und Ui*. Montag, öen Mai 191t Nummer 239/ M�n«)-Ausgabe Inserate kostttl die achtzefz ult. Nonparnllezeile oder btreit HoMm �,20 IML, Wsrtcmzeiqem das fettgrtmrfte ttJart 50 Pf., jedes weitere Vvrt 25 pf. Teuerungszuich'az 50 ptoft» Familien- und versammlunasanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den darcmf- fols»nden Tag müssen spätesten, bis 3 Uhr nachmittags bei der Ct-pediticm aufgegeben fei». Expedition: Verli» NW. 6, Schiffdanerdamm 19 Fernsprecher: Amt Norden 9799 Seruner-Organ opt Unabhängigen SojMömwfmäe S)entfd)lanö$ v-tyspfikm*# % >■ �debour vor den GeschVorenen. ®4�"rOfri4t3fciaI zu Moabit begann heute vor- fcoi�L H'r ö«r Prozeß gegen die Genossen Ledebour und M;»A. �Cn Vorsitz sührt Landgerich'Sdirektor M a c c o w, Z)r m» i vertreten durch StaatSanwaltschastSrat Mdim. �'/ Un� Staatsanwalt Dr. Z u m b u ich, alsuVer- »i o i,s. fungieren«r. Joseph Herzfeld. Dr. Kurt öbuch' Theodor Liebknecht imb Reck)tSanwalt o r s i tz e n d e macht darauf aufmerksam, daß der >i o,.Däumig nicht erschienen sei. Rechtsanwalt 6t 6nt v teilt hierauf mit. daß Däumig erkrankt ist. allein* Erfahren abzutrennen und den Fall Ledebour Sestelli ��bandeln. Er habe am 23. April einen Antrag der w � i�all« Däumig einen wichtigen Zeugen zu laden, %Qo,»" foHe, das; Täumig während der betreffenden ®uf>,• f9 und Nacht im VovzugSrat tätig gewesen sei. -. tfen Antrag sei die Staatsanwaltschaft nicht ein- biSs .! i g fti gesetzwidrig gewesen. ab,, r"'«r habe dagegen beim Kammcrgericht protestiert. �kerS r dort noef) keinen Bescheid über seine Be- 0e.eryalten. TaZ ganze Vorverfahren gegen &£.!; gÄÄ fe!«- Staatsanwalt bat, den Antrag, den Fall zu verhandeln, abzulehnen. Von uns.>>"' töiiiw keine Rede sein. Die Fälle Lede- Daumig dürften nicht voneinander getrennt auft«0 vnuE �urch gemeinsame Verhandlung ein'klareS «"'7"dk kommen könne. II6 �«debour wendet sich gegen den TtaatS- M w-n«inen jugendlichen und frischen Eindruck «koz�k. J} uut aller Entschiedenheit darauf bin, daß der iuchuno chn endlich beginnen müsse. Die Voruutcr- erst' Monate lang ohne Täumig geführt worden habe und �gelassen drei beigefügt. man Täumig verhaftet, ihn aber wieder den Fall Däumig dann als Nachtrag der ,°r?j tm.Z'"'"- beigefügt. Ter Staatsanwalt hätte in den !?�en.u??.reichlich Zeit gehabt, ein gemeinsames Der- . ozes�'??ulelt«n. Uebfcr die Gründe der nachträglichen �slicki spreche sich die Staatsanwaltschaft wohl- -"! Unters!!� auS-®r befinde sich nunmehr seit 4 Monaten f ii l v• iuchungShaft, die weiter nichts fei als eine MaSke f�htfert!« Schutzhaft. Er wolle sich nunnwbr endlich b»g �. �n und vor aller Oeffentlichkeit die Regierung bonf fit, m u r k e n, durch deren Schuld er auf die Anklage- tle ßnf,. Regierung habe die Revolution verpfuscht. putsch, m.5.Arbeiterschaft in? Elend gestürzt, habe da? % rm Auslände in, Mißkredit gebrachst und durch scheu»>0?,rn wesentlich dazu beigetragen, daß dem deut- r»ke diese FriedenSbcdingungen auterlegt worden �r verlana» den sofortigen Beginn der nur in Klange M■-.--B|B1 treffe s n0.en- dickst nur in seinem persönlichen Tazch." Interesse der gesamten Arbeiterklassi-. nr'cri�t �hnte den Antrag ans Trennung deS Per- . DaS Kammeraericht babe die Beschwerde d«S . �San�.st.,� Kammergericht habe... ! dies» q l J�r- �osenfeld bereit» a b g e�l e h n t. Wenn noch nicht erhalten habe, so läge da» � An c. den Postverhältnissen.— Der Verteidiger dem legt nunmehr ein ärztliches Attest vor, �ipp«»�/'"dorgelst. daß Genosse Däumig schwer cw der �.och d,,» �"kt ist, er hat über 40 Grad Fieber und kann 'cht DeriQflJJj9"'* d-S Ärzte» vor 8—10 Tagen da» HauS i-u Vst0�"�llschaftSr»t Dr. G h s e macht der Verteidigung urf. daß eine gewisse Verzögerung d«S Verfahrens ''*'-••- rm ÖftrtLÄ- flUtch ivrro« Schon vor einigen Tagen fei eine Notiz Presse gegangen, daß Däumig erkrank�,, er bat siin' d-w Angeklagten D-äunng durch einen GeruhtSarz Tr �r Wohnung untersuchen zu lassen. Rechtsanwalt �°s-nfeld bezeichnet die Unterstellung des Staats- �eif» f? Q!ä kin« unglaubliche Behauptung, die in keiner vvf ki.�unbet sei. Täumig dringe genau w ww Ledeoour .„i m- m.,.. Verschleppung Genosse Lei ebostr erwidert daraus, daß die Recht« fertigung seine? Verhallens in dem Vorgehen der Regierung liege, die sich der schwer st en Vergehen schuldig gemacht habe, tvieser Prozeß sei ein politischer Prozeß, wen» da? der StaatSanwalti«l)aft«rat nicht begreiien könne, so läge da» an seiner Jugend und an seiner Unerfabrenbeit auf politischem Gebiete. Der Vorsitzende ermahnt dar- auf Genossen Ledebour zurMäßigung. Er dürfe den Staatsanwalt nicht persönlich angreife«. Senosse Ledebour erwidert darauf, daß eS ihm an eiiwm persönlichen Angriff aar nicht gelegen hätte. Er babe aeaen den Staatsanwalt lediglich mildernde Umstände in§ Feld geführt. Sein Verhalten fei darauf be- rechnet gewesen, die verderbliche Regierung Ebcrt-Schcide- mann, die sich hinter die Freiwiliaenverbäude verschanze und sich nur auf Gewalt stützen könne, zu deseitiaen. Er werbe die Notwendigkeit«nd Nützlichkeit leine» Vorgehen» beweisen. Das Gericht beschließt hierauf, de» A«g»klagte» Dihimia durch einen Grrichtsarzt untersuchen zu lassen. Die Ver- Handlung wurde deshalb bis 11V, Uhr ausgesetzt. * ES macht sich noch nstwentzig. ein Wort über d» Z u« sammensetzungd er Geschworenen zu sagen. Wir haben schon daratuf hingewiesen, baß sich unter ihnen nicht ein einziger Mann befindet, der der erwerbstätigen Be- völkernng entstammt. Von welchem Geiste die Herren be- seelt sind, beweist fosgenber Vorfall: Als der Genosse Lede- bour sein« Erklärung abgab, sagte einer der Geschworenen zu seinem Kollegen, wenn der Mann von früh b-i» abend» arbeiten würde, käme er nicht auf derartige Gedanken. Als später der Rechtsanwalt Obuch den Vorsitzenden bat, dem Genossen Ledebour doch einen kleinen Tisch zur Verfügung zu stellen, damit er sich«imge Notizen machen könne, meinte der Geschnorene zu seinen Nebenmännern: Natürlich auch noch ein Chaise i ongue und ein paar Flaschen Wein. Er fand damit die Zustimmung seiner Kollegen. Vefrelniig des ObeMmraks Vogel. D«»»arde.Ka«allerie.Sch sangenen bei büefliaur Kost in Feindvötand fronen, als s, »Ikn ««».»n'f SÄ «BWWWW ??geu die außerordesWen Kriegsgerichte! Von Kurt Boenheim. "Ii. Ein weiteres Urteil: Am 25 April 1919 W ebenfalls. Oa§ auberordentliche KrisaSpericht beim Landgericht III unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors Wanjuva und U"t" Mitwirkung der Beisitzer: Kammergcrichtsrat Lena- irf- �'Nior Stein, Major Wendland und Hauptmann Sckmnk de» Arbeiter EwaldManthey wegen Aufruhrs r," �kangnis verurteilt. Manther, soll am 6. und 7. D.arz bcwasfuet in der frankfurter Allee uniheraezogen sein. DaS außerordentliche Kriegsgericht folgert hieraus: y' U'w der Angeklagte, mit Gewehr und Seitengewehr bcwaifnet, in den Straßen umherzog, kann dies nur getan Huben unr sich an der Susammenrottung(in Lichtenberg) gu beteiligen und sie als Person, Patrouille oder in anderer Weise gu unterstützen." Manthey selbst bestritt, an dem betreffenden Tage überhaupt in der frankfurter Allee gewesen zu sein. Der einzige Vclastunaszeuge.«in Kaufmann Schünemann. er- klarte, er habe Mandhey am 10. März auf der Straße ae- sehen und verhaften lassen. Werl er in ihm die Persönlichkeit wiedererkannt habe, die am ß. März bewaffnet in der Frank- furter Allee umhergegangen sei. Von früher her kenne er ihn nicht. Ein Irrtum sei aber nicht möglich, da er am 6. März mit ihm einen WorhnwWel gehabt habe. Die Braut des Manthcy, die gleichfalls als Zeugin, aber als Braut un- eidlich vernommen wurde, bekundete, daß Manthep sich beide Tage von morgens bis abends in ihrer Wohnung au fge- halten Habs. Sie erinnere sich an die betreffenden Tage genau, da sie mit ihrem Bräutmam vor seiner Verhaftung an diesem Tage zum letzten Male zusammen gewesen sei. Trotz dieser widerspreelienden Zeuaenauzsgjren kam das außerordentliche Kriegsgericht zur Verurteilung. Vergeb- lich wurde von dem Angeklagten, der noch Spldatenunisorm trug, darauf hingewiesen, daß Per>w»n in Uniform besonders leicht verwechselt werden könne». Die Verurteilung ist unfaßbar, Wiederholt haben gerade die Vorhandlungen der oußerordrntlichen Kriegs- gerichte die Unzuverlässigkeit von feuaenaussaaen eraeden. So hat in einem Prozeß gegen einen Kellner G l o m b a wegen Mordes eines Regieningsioldaten,»ine Zeugin Un- gleich beschworen, daß sie in Glomba den Mann, der auf die NegierungSsoldaten geschossen habe, wiedererkenne. Ihre Aussage wurde durch andere Sengen widerlegt, so daß das außerordentliche Kriegsgericht beim Landgericht I. Vor dem jener Glomba angeklagt war. ihn frei sprach. In einem andern fall, der gleichfalls vor dem außer- ordentlichen Kriegsgericht beim Landgericht I zur Verband- Irina kam, war ein gewisser Löverick von drei Sengen be- stimmt als der Täter bezeichnet worden, während drei andere Zeugen einwandfrei bekundeten, daß er an dem betreffen- den Tage gar nickt am Tatorte aewesen war. Das außer- ordentlickre Kriegsgericht beim Landgericht I sprach dann auch Löperick frei. Das außerordentliche Kriegsaerickt beim Landgericht III aber verurteilte trotz der widersprechenden Zeugenaussagen! Aber selbst, wenn das Gericht auf Grund der Aussage des Belastungszeugen für sestgoftellt ansah, daß der Manthev am 6. und 7. März bewaffnet auf der Straße umhergezogen sei, so reichte dieser Tatbestand- zur Verurteilung nicht aus, Denn daß der Angeklagte bewaffnet in einer Straße, in der nicht gekämpft wird, uniherzog, ist nutzt strafbar. Daß er es tat,„u m sich an der Sui'amm�nrottung zu beteiligen und sie als Person. Patrouille oder in anderer Weise zu unterstützen", daß er also ettvas Böses wollte, ist gleich» falls nicht strafbar, denn zur gerichtlieben Ahndung stehen nur Handlungen, nicht Absichten. Oder wird eine an sich st ras läse Handlung, das bewaffnete Umberzieben auf der Straße, dadurch zu einer strafbaren, daß der Herum- ziehende während des Hin- und Hergebens etwas Böses beabsichtigt. Das Kvieg-gericht hätte hiernach, wenn eS dem Belastungszeugen glaubte, höchstens Nichtabiteferung von Waffen annehmen können, für dieses Vergehen ist es aber nicht zuständig, die Sacke hätte dann an das ordentliche Ge- richt verwiesen werden müssen, das wegen.Waffenbesitzes regelmäßig auf geringe Geld- oder freilreitsstrafen erkennt. Der Vater des Manthey hat den Versuch gemacht, das Urteil im Wege des Gnadengesuches zur Aufhebung zu bringen. Das Gnadengesuch ist jedoch abgelehnt worden! Ein anderes Urteil: Am 14. AprA verurteilte■das außerotdentliche Kriegsgericht beim Landgericht II unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Bruhns und Mitwirkung der Beisitzer Landgerichtsrat Ladrozinski, Major v. Borries, Major v. Weckede, Rittmeister v. Skoppnick die Stadwer- ordneten Futran und Mund wegen Verleitung von Soldaten zur Untreue zu je 2 Iahren, Seidel und Rosenkranz zu je 1 Jahr Gefängnis. Der Tatbestand: In Köpenick standen Anfang März 10 000 Arbeiter im Generalstreik. Wilde Gerüchte schwirrten umher, die unter den Arbeitern starke Erregung auslösten. In fiedrickShagen, hieß eS. seien Kanonen zur Beschießung von Köpenick aufgefahren. Auch in fricdrichs- Hagen war die Erregung sehr groß, futran, der als Streikleiter in zahlreichen Versammlungen stets vor Ge> walt gewarnt und erreicht hatte, daß es während des Gene- ralstreiks nirgends zur Ausschreitung gekommen war, begab sich nach friedrichshagen, um drohendes Blutvergießen zu verhindern. Hier verhandelte er, sowie Mund, Rosenkranz und Seidel mit dem Militär und erreichte, daß die im Ort aufgestellten Maschinengewehre sowie die Gewehre im Rat- hauS abgeliefert wurden. Rosenkranz, als Mitglied des örtlichen Arbeiter- und SoldatenratS, verbürgte sich dafür, daß die Waffen an keinen Unberechtigten herausgegeben würden, und daß sie am nächsten Tage dem Bataillon wie- der zur Verfügung ständen. Infolge der Verhandlungen kam eS trotz der Er- regung der Massen zu keinen Ausschreitungen. Gelbst der als Belastungszeuge geladene Zahlmeister G o t t s ch I i n g, mit dem Rosenkranz wegen der Waffen- abgab? verhandelt hatte, erklärte, daß eS Rasenkranz darum zu tun gewesen sei. Blutvergießen zu vermeiden, und daß die Forderung der Waffenabgabe vernünftig aewesen sei. DaS sind nur ein paar Beispiele. Es ließen stch noch zahlreiche andere Urteile der außerordentlichen Kriegs- gerichte anführen, die gleich entsetzlich sind. Während de? Krieges haben die heutigen Minister, haben Scheidemann, Heine, Noske den Belagerungszustand und seine Folgen, die außerordentlichen Kriegsgerichte, auf das schärfste be- kämpft.„Der Ausnahmezustand auf Grund des Belage- rungszustandes ist geradezu ein Unglück für unser Volk," erklärte am 28. Okwber 1916 Scheidemann. Und am 6. April 1916 warnte er:„Wenn Sie nicht bald das ganze Volk gegen sich ausbringen wollen, dann machen Sie diesem Zustande ein Ende." Die Revolution machte ihm ein Ende. Die mehrheitssozialistische Regierung aber stellt« den Be- lageningsziistcind mitsamt den außerordentlichen Kriegs- gerichten wieder her. er Herr Kelchsprasiveuk. Wir treiben mit vollen Segeln in die Katastrophe�. ein, genau wie 1914. Es sind dieselben Leute, nur jetzt nach vier Jahren ihrer Kriegspolitik die Scheidenta» die Fühlung gleich selbst übernommen haben. Der gestrige..Protesttag" in Berlin war«n.ni durch gekennzeichnet, daß Herr E b e r t, der R ÄA? der Hauptredner war. Er erschien zwar nicht ieibn{1 Versamnrlungen, aber er sprach zu den Deputation?' sprach vom Balkon und was er sagte, gefiel den auiaer, nationalistischen Leuten ausgeezichnet. Der Hon ju Präsident vertrat den Standpunkt der Regierung un»>' Partei, erklärte den Frideen für unannehmbar und so � die Unterstützung des ganzen deutschen Volkes für i-, Politik. Man sieht, wir brauchen uns zwar nickt" Kaiser zu scharen, aber wir haben dafür ine WJ®' getauscht, uns hinter den Herrn Präsidenten gu stelle- Wir meinen, diese ganze agitatorische Betattßumi_ Herrn Präsidenten ist grober Unfug und stualsr � lich unzulässig. Der Reichspräsident W � nach außen zu repräsentieren, er hat �oer � Politik zu machen und Agitation zu treiben. Der W. muß wissen, daß große und wichtige Teile beS deu � Volkes dje Politik, die er befürwortet, als v erder � and katastrophal betrachten: Parteinahme» brauch seiner Stellung und bildet den �oriuck gu-. Wiederbelebung des persönlichen Regiments; die mung und Vertretun gder Politik ist Sacke der j und nicht die seine. Der Reichspräsident wird stui wundern dürfen, daß man ihn nach seinem Auftrel fach als gegnerischen Parteimann wertet. g-akt Dies um so mehr, als er auch über den nötigen für seine Stellung nicht verfügt. Uebereinstimmeno � berichtet, daß er die Sprecher der KriegSbesckadlgt' eine Resolution gegen die Regierungspolitik ubcrr'j sehr ungnädig, wie es früher hieß, anließ und iW" der den Rücken drehte. Wir wissen nicht, ab die Fu» � Deputation den Herrn auf das Unangemessene eine» Betragens mit dem nötigen Ngchdruck hingewiesen' � möchten aber auch nicht die Bemerkung sinterlastew unseres ErachtenS solche Deputationen beim M» deuten überhaupt nichts zu suchen haben. Poutn®« � derungen sind an die Regierung zu stellen, niÄ»»» den Präsidenten, den sie nickt? angehen. Scheiöemanns Unannehmbar-. Die ausländischen Blätter berichten übek A» Scheidemanns, in der er den Standpunkt 0 gierung gegenüber dem Friedensvertrag darlegt- fälligerweise ist in keinem dieser Blätter der»spsll Satz mit dem„N n a n n e h m b a r" enthalten. Des. � Am 12. Mai. mittags ff Krampsl. ®Bti Erich K. Schmidt. JufiuS Krampst, Dienbant, Leiter der Sparkasse de» Kreise» Mulmen, ging verstört zu Tische Er sah memand. Erwidert« kei. neu lvrutz. Stieß seinen sch.pai�en Stqhlchock mit der silbernen Krücke vehement auf di« buckligen Stein«, Wut lagerte rot in seinem Aehirn. Diese(Gemeinheit. Dieser Hund von einem Land» rat. Ihn vor die Tür zu setzen. Hatte er, in zehn Jahren, die Einlagen seiner Kasse nicbt um Missionen gesteigert? War da» der Dnik? Jetzt sollte er die schönen luftigen Burecmräume der» lassen. Hinaus aus dem LandraiSatnl und hinein in jene enge| Bude, die seiner, KrampslS Wohnung, gerade gegenüberlag. Der fünf Minuten weite Weg zum Bureau fiel nun fort. Der Weg,> den er viermal täglich ging. Den er brauchte. O, fein« Hämorrhoiden. Er fühlte sie. stärker allein bei dem Gedanken, daß nun sein täglicher Vcrdauungsgang aus ein Minimum zusammen- schrumpfte. Er könne andere Wege gehen, soviel»r wolle? O, Ihr kennt Krampst nicht. Er haßte überflüssig« Gänge. Haßte fie fanatisch Er brauchte den gsinf-Minuten-Weg zu seinem bisherigen Bureau, wie andere Leute Lust und Sonne brauchen. Die Welt ging ihm au» den Fugen.®ie drehte sich rückwärt». Krampst weinte, voll Ohnmächtiger Wut, unsichtbar« Tränen in sich hinein. Und seine Kollezen vom Lsndrat,amt—»a, würden sie sagen? Di« Brüder hon, Gericht, von de. Post— die Hüm- linge, die Ihn schon iwmcr um sein« Erfolge beneideten wie würden sie höhnen l Und dann— da» Schwerst«!— f«'11* B'W. Schon sah er ihr Gesicht »Julius, was ist dir?" Diese Frage, au» ironischen Mund. winkeln herauzschlüpsend. Der Landrat- Dieser Hund. Schikane. Werter nicht». Wie kam er heute eingesabbert? »Lieber Herr Krampst- Ich brauche Ihr? Bureauräum«»n» bedingt. Ick muß Sie leider umquartieren. Aber Sie sollen einen guten Tausch machen. Sie sollen ei bequem haben: Sie ziehen in da» Hau» um da» Ihrer Privatwohnnng gegenüber» liegt. Dort haben wir zwei Räumlichkeiten gemietet. Ich denke. sie werden Ihnen gefallen." WaS hatte Juliu» Krampst da gestammelt?»Ja, wenn der Herr Landrat meinen. Wenn der Herr Landrat meine Bureau- räume durchau» brauchen— Uni«x hatt«»in«» Buching gemacht. Der Rendant Julius Krampst. Einen Bückling, wie immer, wenn er vor dem groß- mächtigen Landrat stand. »Der Schurke, der Hund," knirschte er nun-in sich hinein. (Da» war feine Rache.)»Rau» haben wollte er mich nur, weil— weil—" Ja, warum? Juliu» Krampf! wußte e» nicht recht. Wer weiß, wa» da für Gründe im Hintergrunde steckten. Und er warf aus da» Hau», ihm gegenüber, die alte Bude, den dumpfen Kasten mst den dunklen Löchern, einen schiefen Blick voll er- fistfier Wut Dann trat er in fein Hau». Er hängte seinen Strohhut auf den Garderobenständer und ging in» Eßzimmer. Der stebensährige Jochen, als er die zerknitterte Stirn de» Vater», die bös« stechenden Augen mit den rotentzündeten Rän. bern sah, schlich um ihn herum und zur Tür hinaus. Der Bater verfolgte ihn mit einem kurzen mißtrauischen Blick. Was hat er wieder auLgefressen, der Wasserkops? Emma, mit ihrem resignierten, stereotyp freundlichen Lächeln kam. Teller»N der Hand, zur Tür herein. »Guten Tag, JulinS", sagte sie. Und ihr« geübten Augen erfaßten, rqsch ppüsend, die Sachlage. „Aber Juliu», wa» hast du?" fügt« sie hinzu, al« kein Gegen. grüß kam. Geifer sprüht« sie cm. Der Gatte äff:« sie nacb:»Aber, Juliu», wa« hast du? Wa» soll ick> hab'n? D-r Hund fetzt mir den Sftnbl ber die Tür. Ich muß umziehen. In die beiden Läcker dort drüben kDanmen. wink), die seit einem Jahr leer stehen. Er braucht mein« Rämn« unbedingt. Ta>,u Hab' ich die Kasse in die Höhe gebracht. Da» ist der Dank. Und meine Hämorrhoiden—* Emma lächÄt«. Dann wirst du eben täglich spazierengehen. Und ich komme mit. Hab' ich überhaupt etwa» Veen Leben? Immer dein gräm» licbe» Gesicht—". Der.Rendant zischte sie stumm an. Seine struppigen Nackenhaare tanzten. Sein« Finger trommelten auf dem Tischtuch. Die Frau setzt« die Tesser hin. . Da trippelte e» von der Tür ber. Kätchen kam. Die Zweijährige. Sie, di« allein noch den Pater zum Läck-eln zwingen konnte. Sie wackelte, auf ihren rachitisch gebogenen Beinen, heran. »Der Pappa. Der Pappal" jauchzte sie, und ihr dünne» gelbe» Zottelhaar wehte in einem Lufizug, der vom offenen Fenster, quer durch da« Zimmer, in die offene Tür hineindrang. Lösung wird nun gegeben.«...........— fl, re wurde den Vertretern der ausländischen v � der Tert der Scheidemannschen Rede übergeben. hielt folgende Stelle: Meine Damen und Herren I Wir haben Gegen gemacht. Wir werden noch weiter« machen. Wir g j heilige Aufgabe darin, zu Verhandlungen zu'C"I1I!1' ufll wer de nicht über die Gefahren � � eine» Nein sprechen. Dazu wird noch Jett!«'. ein da» Unmögliche Ereignis zu werden droht, daß die Buch tragen kann, ohne daß au» Millionen und aber � Kehlen, au» allen Ländern ohne Unterschied der Partei erschallt: Weg mit diesem Mordplan! Am 12. Mar 3% Uhr hielt Scheidemann sewe�z. DariilMatt« die oben zitiert« Stelle folgende Fall genanWen:„„„rsth� Meine Damen und Herren! Wir haben gemacht. Wir werden noch weitere machen. Wir Einverständnis unsere heilige Aufgab« darin, 9"(!»") zu kommen. Dieser Vertrag ist nach Au!! � M der Neich»r«gierung unannehmbar, so unanneq'.jiüt ich noch nicht zu glauben vermag, die Erde könne'offflCh ertragen, ohne daß aus Millionen und aber Million ujj._m.______ Juliu» Kramp fle nahm sie auf die Knie«. »Ist Kätchen Pappa dut?" »O, so dut."-u, ptt" Aermchen ranken sich um feinen Nacken. Ilm schiebt sich Lächelnd zieht er seinen Mund in die Bre die Augen werden, sekundenlang, gut. �- D>k Die Sonne geht mißtrauisch an diesem Zimmer �_ Hin' Vögel zwitschern, ihm ferne. E-Z ist kein Frohsinn»n de» Rendanten Juliu» Krampfl., gllt» Und dennoch steht der Sommer breit und golden Türen...__ � 30#* Zuletzt, al» man schon bei Tische sitzt, kommt oa angeschlichen und geht stumm an seinen Platz. ziff Der Vater richtet langsam seinen harten stechenden ihn. Ironisch: .,Wa» hast du wieder auSgefressen, mein Jung«- �e» Jochen schlägt die Augen herab. Die Mutter wi kurzen verstohlenen Blick auf seinen Kopf. »Das werden wir schon herauskriegen", sagt der immer große Verbrecher wittert.»Warte nur, Bürs Er taucht den Löffel schweigend in die Suppe. Er Di« Serviette engt ihm den Hall ein. Er wird rot. Do» Dienstmädchen, nacktfüßig. bringt Kartoffeln un Frau Emma läßt die Suppe stehen, mit der st« füttert— sie selbst aß kaum einen Löffel noch— und r za? löffeln und Fleisch auf de» Gatten Teller. Sle D» Fleisch wie für ein unmündige» Kind. Da» ist so üb hat Julius gern, Da» ist(ein Gatlenrecht. (Fortsetzung folgt.) Vatcl' W* ».* f »Sozial» Dichtungen" deklamiert« Maria gel» im Harmaninm Saal mit sthwungvollcan �* alten Schule. Sie gab Armeleutedichtnngen der Ada � zu beullickie, allzu lormgeuaud«— ließ ein« Erzählu BolSelam Pru» folgen u»d gab schließlich eigene*5 über di« sie entschuldigend ein müde« Urteil fällte, da» ß' kräftig! wird. Man kennt den Stil! Nol und Elend% dt' verklärt(£» küßt«in Engel das Bettlerkind und so. Jv- Kunst i, ich> wäre.— In diesem Ton« ging e» stundeni�"' � sie ousivondig sprick't, soll ihrem Fleiß und ihrem rechnet werden, erlste» Mitgefühl wird ihr niemand Der. soziale' Abend endei«.national". Sie glaubte i&tN"<00 ten Herzen Lust machen zu müssen, sprach etwa» von d«- � ve« nationalen gelt" und begann männlichen Eunfte» � \ Stj mit 0�,w �"i«rschicj> der Partei der Aus erschallt: mch Staat mtd der Vievotat'vnierunq des BlQmngSwesen» im®ie Vorsitzende yah folgendes?a ttvorttefe gra m« Kiem Mordplan l j proletarischen und soz�aiisdischcn Sinne den an ihn gei'telltcn Er. � W i l s o n»<«17 da« vom Kangieg nach Paris gerichtet Telegramm w* die Heruvtsache ist der Zeit Kvischm 1% martnngen autrechter Sozial osten nicht entsprochen, sondern sogar � � Of\_ V.''—-••*-— X&——.—. I V l W �«• 4* am y« � Vi} vaI va a 4 s*t ö ii 1 1 1> ry � r äi»«? ff i WM U|w das deutsche Vol>k der Leidtragende. w>« sie wSl-«. � Die rechtSsoziatistillhe �BreSlaner 0. i?»» WWF «'fneroim�v'«vi«)'ioerte asonau zemi, xtiii muti nur ein kirk 01..* l?1' einem solchen Aufruf öffentlich auf. es {'eren»!?» s0" 5en Grenzichutzmannschaften und den Offi« feiern»°e,n brutalsten Mitteln versucht, jede Kritik an «infs>i. m v�rischen Treiben>u unterbinden. Was rie- �bor... 55'"una-iU tun. um-die Scktuldiaen an diesen " Vorgängen»ur Verantwortung zu ziehen? KrlezsschauM Seulschland. Belagerungszustand über Eifenach. E l s e n a ch. 19. Mal-n dem '••Vj'***®»r>e M a e r ke r wurde heute früh der Be "Sdzu stand über Eisenach verhüngt. ES herrsch« Mord. einf'mUn5 mitgeteilt wird, ist der am Sonnabend forf ,onfl(chIicfKn stsluchtversuck schwerverletzte Leutnant �llep � � beute vormittag seinen Verwundungen er- tiü to�tT0" �blrcichcn Opfern der Militärherrschaft ist nun -"res gefolgt. � soziaiistische i Slvdenkea gegen Haenifch. erst,e Kongreß sozialistischer Studenten und Akade- .-Jii Älr JL" den Ostertagen in?fena tagte, bat. wie dttü "ist, 014 A y. rwv*'--*v*»«mw»»»»» tt«-----, öff-n!?' Aontag" berichtet, nachstchende. bisher noch nicht «I�tlicht« Resolutton...... d-rzerttge beschlossen: preußische Kultusminister > ch nicht allem in der Frage der Trennung von Kirche hie WJT�f�iszene zu mimen, um iruS zu beweisen, wa» gerade dß»u» � Schiller bebeutete. Man schnappte nach Luft und «ngestellten. Ausschuß de» Deutschen »m»,"da�se, in Eharlottenbuegl erhalten wir mit der B'tte �Nln» � folgonb« am 17.«Piwi in einer Versammlung der gf- rinfH �"gestellten und Mitglieder de» Deutschen OperemhauseS ""ig unHenommem« Nesolution:»Die heunge Volloer. "8 der Mitglieder und Lngeslrlltcn de» Deutschen Opern- Qu» 1 fbrichi Herm Neumann. Hofer ihr Mißtrauen kn lOJi*»u der Ueberzerngung gelangt ist, daß er thren soz.a- �iep.r- hindernd im Weg« steht und die selbstischen A.' � iKMl VI» JK X»•«*1><-- aaCa.«« 4 OTT((nßf ftc H M ungen hindernd im Weg« steht di« ibn dabei leiten, unter den gesamten >X>n der Unzufriedenheit und Verbitterung schafft. s«td�. �nstiitut(ocnzuhubcn, sein Kulturzweck gebieterisch die a« ?5 Landauer, der viele Jahr« im klmstlen- . soll"�»#oIf»6ühme in hetbanrcgcnter Weise in i. e-�nuvag. deu 26. d. M., vonunidag» iilL Uhr ein« «m Bällerplatz statt siniden.— lich/N und N».? M>igl«t>vr be» BvrbawdeS der freien Volks» „ trt d., dop i d ü ue fVerfurhSbühn« am Knie Tharloitenburg) S>r' If.1 Hofen« fever die dramatische Dichtung.Der * zur n. ni<� veröffentlich!« Komödie.Di« Cntschei- ."rmiffuhrung angenonimen. •lnt Sklavin", die Tragiksmödi« von 2?°"fte � bat im Berliner Roseth ater bisher aus» «ü?"an uHlj* /�stielt. Die Direktion hat si.l,«ntsthlosssn, bai R�fWelen?"bin sem weit gröberen Walhall alheater ""'rorr» ssO r lo f f ist auf weitere fl Wochen für die -t0C< verpflichte HSf. WffTi omm«rau,stellung Soimab�». ..... inden Godäch!« Theo von MM............ �. ÄT.W'Ü1 « V,»• f**1*- Sj!!�:n,n»1" p h i s ch« Kabinett I. B. Reumann. Kurfür» k�fr Unv � zeig! gleichzeitig mit dem Feininger-AuSstellung. finv�Men von Paula Becker- Modersohn. Diese fchS1 die ini.*ljf tt-eien Besichtigung ausgestellt. Paula Moder- «z e&'&rj rte'aa �iel* und«ch(Bcöbezt* verkpmch. die gegen da» revolutionäre Protetariat bestimmten Freuvilligen verbände unterstützt hat, besonder» durch seinen Ausruf an die aiadeinische Jugend, spricht der Kongreß der sozialistischen Glu» denten un& Ala demiler Dcuischtanb» und Deutschösterreich» ihm da» allerschärfst« Mißtrauen au». Er erstört et weiter für rime Schande, daß unter einem Kultusminister, der sich sozialistisch nennt, noch beute Rele» gationen und Verfolgungen aufrechter Sozia» listen unter den Studenten möglich sind. Der Kong eß behält sich vor. da» von den einzelnen Gruppen vorge» brachte reichhaltige und vom sozaliftisch.n Slandpunst unerhörte Mmerial in einer Dmkschrift der Oestentlichkcit zu übergcbin. Der Kongreß ist der Meinung, daß di« Taten und Unter. lassungSsünden des KuituSmimste.» In keiner Werfe tn E nklang zu bringen sind mit dem von ihm selbst im BegrühringStelegramm an den Kongreß erwähnten Ali tat von La stille, wonach sich die Mffenschaft und die Srbeidrbcwegung vereinigen müsse. Hochschulen-Schiebung. In der Technischen Hochschule in Eharloltenburg fand eine Studentenversammlung statt, auf deren Tagesordnung die Schließung der Hochschulen zweck» Eintritt in die Freiwilligenverbände stand. Wir erhalten darüber einen Bericht von studentischer Seite, au» dem hervorgeht, daß bereit» heute ganz der alt« reaktionäre Offizier», und Korp». st u d e n t e n g e i st sich an den Untversiläten breit macht.»Die Studenten müssen al» geistige Führer de» Volke» alle revolutionären Strömungen unterdrücken.-»W ir müssen u n» wappnen mit stahlharter Wut gegen den äußeren und inneren Feind.- Da» etwa war der Inhalt der 10 bi» 12 Reden, die von Werbe. leutnant», Studenten und Profestoren gehalten wurden. Aber alle Phrasen und Drohungen scheinen noch immer nicht genug.Freiwillige" hervorzuzaubern. So wurde denn der vor- schlag gemacht, ein Zwischensemester einzulegen und di« Beteiligung daran außer den KriegSbcschödigien nur den .Freiwilligen" zu erlauben. Wer also im Studium mit feinen Kommilitonen Schritt halten will, muß.freiwillig" zu 9?o»fe gehen. Da» nennt man Nötigung. Feine Mittel brauch«» NoSkeS Mngerl Skimpfecs Hetze. Unter diesem Titel schreibt die In Berlin erscheinen!* rechtssozialistische.Freie Zell": Die.Freiheit' hat sich bereit» vor kurzem genötigt gesehen, die Hetze Stampfer» gegen die französischen Soziliften vor aller Welt festzustellen. Mit leeren Worten hat Genosse St. ver- sucht, diesen Vorwurf zu enikrästen, um gleiKzeitig in aller Ruhe feine Hetze fortzusetzen. Genosse St. erblickt heute sein« Haupt- aufgab« darin, die drutfch.französisch« Verständigung zu ver- hindern und zu diesem Zweck eine systematisch« Hetz« gegen Frank. reich zu treiben. Da da» aber nicht ganz einfach ist, angesichts der sehr vennuftigen und soziolistifch geradezu vorbildlichen Hat- tung der französischen Parteigenossen, s» bemüht er sich, durch Entsiellungen noch ganz besonder» gegen die sranzäsi. fchcn Parteigenossen zu hetzen. Er macht ihnen jetzt den vor- wurf, daß sie gegen den VergewaltigungSsrieden nicht scharf genug Stellung nähmen. Er behaupket, die Haltung der französischen Sozialistenpresse sei schlechter al» die der Deutschen bei Brest» L i t 0 w s k. Da» ist ein« so unerhörte Verkennung der Tatsachen, daß sie nicht, scharf genug zurückgewiesen werden kann. Genosse St. hat sich während de» ganzen Brester Bertrage» nicht zu einem einzigen ern st haften Protest auf» raffen können, ein verlegene» Ge stamme! und Ge» murmel war feine einzige Stellungnahme zu diesem uner- hörten Gewaltfrieden. Ja, mehr, Genosse St. hat den ukrainischen B r 0 t s r i e d e n, der der Anfang zu der Zerschlagung Rußland» war, mit heller Freud« begrüßt. Genosse St. hat kein Wort der Mißbilligung für die Fraktion gefunden, die in nur allzu be» dauerlicher Kurzsichiigkeil dem Brester Frieden mit dbr Ukraine, der Rußland feiner wichtigsten Gebiete beraubte, z u st i m m t e und sich bei der Abstimmung über den andern Brester Frieden der Stimme enthielt. Heute wagt Genosse St. et, den französischen Sozialisten, di« bereit» mit allem Ernst gegenüber dem Gewalt« frieden mit dem Generalstreik drohen. Vorwürfe zu machen. Viel- leicht find unsere französischen Genossen noch zu schwach, um den Generalstreik wirklich durchführen zu können, an ihrem Ernst und Willen dazu kann nicht gezweifelt werden. Wenn Genosse St. e» wagt, zu behaupten, die französischen Sozialisien hätten sich nie. mal» stark oder groß benommen, so ist da» angesicht» dieser Tat. fache eine der ungeheuerlichsten Verhetzungen, die um so unerhörter ist, al» Genosse St. zu den deutschen Sozialisten ge» hört, die sich wahrlich, al» wir anscheinend die Sieger im Krieg« waren, weder groß noch auch nur de» SozialiSmu» würdig gezeigt haben. vom iulernalionalen IrWenkovgretz. Zürich, 18. Mai.(Schweiz. Dep..Agenwr.f Der internationale Frauentongreß führt« am SvnnalxMid vorm>7 lag dir Beratung der Stotuicn der FmmcW>va für Freihit und Frieden zu End«. D« soeben eingetroffene sran» zösische Delegiert« Frau Melier übe brachte dem Kongreß die Sympaih« der französischen Frauenwelt. Frau Melier erklärte u. a.: Der Krieg war nur möglich, weil d'« Frauen nicht da» Recht hatten, mitzusprechen und mitzu hanteln Wir wollen Hand in Hand mit d n Männern«ine bessere Zukunjit schaffen. Aus Vor» schlag von Fiau Ba lch»i.m«rita erhob sich die Versammlung zu dem Schwur, olle» zu tun, um Krieg« t n Zukunft un» möglich zu machen, �"«u H« r tz k a- Wien urrtert-re wr« ein« bekannt: Ihre Bolschaft appelliert sowohl an meinen Kopf wie cm mein Herz, und ich wünsche aufrichtig, daß Mittel gefunden werden, obgleich die Aussichten nicht vielverfprechentz sind wegen unendlicher praktischer Schwierigkeiten. Giwerkschaftliches. Die Postaushelfer mid-üushclfcrimien. hielten gestern«in« stark besucht« Versammlung in HatexlonM» Fest sä len ab. We n d I a n p vom Zentralverband der Handlungsgehilsen gab den Bericht üaer den Ül uiiverlran. Trotzdem schon am 6. Mai der Tarifvertrag bei der OberpoilSirekrion e'..gereicht worden ist, mit der Bitte, bi» zum 14. Mai mit den Verhandlungen zu beginnen, haben noch keine Verhandlungen stattfinde» können. Die Oberpostdirettion hat e» bi» heute noch nicht für nötig gehalten, mit den Organisaliondvertreteon in Verbindung zu dreien, nur ein Telvphongespräch Hai staitgesunden. In einem Echoe iven hat die Postbetzöcd« milgeteilt, daß die Urlaubzzeit geregelt ist, daß nckch einjähriger Karvcmzzsit sieben Tage und nach srnissähußec Dienstzeit vierzehn Tage Urlaub gewahrt werden. Ueber die Lohnsrage schweigt sich die Poftbehörde au*. Da» ist ein Zeichen, daß trotz der Rovolulion kein neuer Geist bei der Post«ing�zoge» ist. E» ist«in Skandal, wenn e» die Regierung duldet, daß ihr« Li igest: llie« Löhne erhalten, mit denen sie den Lebensunterhalt nicht bestreiten lönnen. Ter Tin fang»lohn für PostauSheifer»ort £08 Mark pro Monat ist völlig unzureichend. Auch muß die Gleichstellung der weiblichen Angestellten lmiondm in der Lohn. frage angestrebt werden. Di« Forderung de» Mitbestimmung». rechte» ist mit Rachdruck zu vertrelen Da die Postauohels««» die im Tran»portarb»it«rv«rban» oncwnistTt find, dein Berliner SchlichtungSauSschuß angerufen haben, ist ein Schiedsspruch in der Tarifsrage der Posta ubhelser zu erwarien. Taraus dürfe«: sich aber die Postau»h«lfer und»auShelserinnen nicht verlassen» sondern mehr al» biöher für eine straffe Organisation zu we»» ven. muß ihre heiligste Pflicht sein. In der Diskussion wurde betont, dtfß nicht allein die Postbehörde die Schuld an der Verschleppung der Tarisfrage trägt, fondern vor allem die bisherige Gleichgültigkeit der Kollegen und Kolleginnen. Da» weibliche Element muß der Organisation mehr Jniereff« entgegenbringen. Gegen die, Maßregelung einer Vev» bcmdsfunktionärin durch die Postbehörde wurde energisch Protest erhoben. In einer einstimmtg angenommene« Refokue tton wurde gegen die Verschleppung der Tarisfrage durch da» Reichspostministerium protestiert und der Zentralverband der Handlungsgehilfen beaustragt, bi« Verhandlungen bi» zun« 28. Mai durchzuführen, Ferner wurde einer Resolution einmütig zugestimmt, in dh di« Versa mmeltein gegen die vom Gouvernement veranlaßt« Pressenotiz, in welcher die Schuld an den Mißständen im Fern», �predjv erlehr den Angestellten gegeben wird» schärfsten Protest eo, Die Leitergerüfibanee hielten am Sonnabend ein« Berfannw, tung ab, in der sie sich mit Lohnforderungen beschäftigten. Kolleg« Walter berichtet«, daß sich die Unternehmer ansang» auf den Standpunkt stellten, erst nach Abschluß«ine» Tarifvertrages in» Baugewerbe mit den Leitergerüstbauern ein Abkommen zu treffen» da» die dort vereinbarten Löhne enthalten sollte. Jetzt haben di« Unternehmer in einem Schreiben an di« Kommission erklärt, um ..de» lieben Frieden» willen" bi» zur endgültigen Regelung de« Lohnfrage im Baugewerbe ab 17. Mai folgende Löhne zahlen zu wollen: für Gerüstpoliere 2,66 M., für Gerüstbauer 2,40 M. und für Platzarbeiter 2 40 M. pro Stunde. Kutscher sollen ein« wöchentliche Zulage von 7,20 M. erhalten. Ein Vertreterde» Zimmerer ver bände» teilte der Versammlung mit, daß in den nächsten Tagen di« Abstimmungen Über den Vergleich*- Vorschlag de» Wohnungsverbandes, der für da» Baugewerba Stundenlöhne von 2.76 M. ab 17. Mai und 2,80 M. ab 1. stuft vorsieht. stattfinden. Es ist zu erwarten, daß dieser Vorschlag an» genommen wird und dadurch auch die Leitergerüstbauer die Lohn» irage endgültig regeln können. E« wurde einstimmig be» schlössen, den Vorschlag der Unternehmer anzunehmen; aber die Nachzahlung der Lohndifferenz vom 1. April ab zu fordern. Sobald die Entscheidung über die Löhne im Baugewerbe gefallen! ist, soll die Kommission di« dort festgelegten Sätze auch für di* BeUergerüsttauer zur Anerkennung dringen. Die Betriebsversammlung der Kops, und Handarbeite, de* Firma Daimler-Motoren-Gesellschast, Berlin-Marienselde, erhebt slammcnden Protest gegen die B.'rbreliung der Lügennachricht der .Berliner Mo.genpost", daß man durch TerroriSmu» di« Arbeiter und Angestellten miS dem Betriebe herausgedrängt und vor den Eingängen Posten aufgestellt habe, die den Zutritt zu dem Werk* verweigerten, um gegen da» Urteil im Prozesse Liebknecht—< gurcmburg zu protestieren. Ilm diese Lüg« niederzuschlagen, verw langen di« Versammelten, daß die»Berliner Morgenpost" diese Nachricht dementiert und erklärt, daß d e Arbeiter aller Parteien einig waren, wegen de» krasse Klassenurteilfpruch» im Prozeß Liebknecht— Luxenchurg In einen Proteststreik einzutreten. RowaweS. Dem EewerkschattSkariell angeschlossen öden weder angcschloss n haben sich der Verband der Eisenbahner, Lederarbeiter, SchifsSzimmerer und Maschinisten und Heizer.— Die Abrechnung vom ersten Vierieljohr lOsS ergab eine Einnahm* von 119100 M.. die Ausgabe 243,70 M, so daß ein Kassenbestand von 388,20 M. verWeibt.— Bei dem Voran sbuptungen am 1. Mai wurde ein Nebeischuß von 868,48 M. erzielt. Hiervon wurden d.m Arbeiler-Tunivevein. Gesang-Verein und Samariter-Kolonne für Mätvirkung je 76 M. übem>'es«n. Der Ertrag der am 1. Mai vorgenommenen freiwilligen Sammlung z» Gunsten der polilifch Jnhaitterten von 286 M. wurde ati» dem Ueberschuß auf 8O0 M. erhot). und dem Berliner Unterstiitzung»iond» über»«sen.— Am! Doniwölng, den 22. Mai, bei Klomm, Wilhvlwstraße, Öfstntl'chs in der drst Referat«@. P. D� u.®. P.D. und K.P.®., über die Frage der Trbe'terräte gehalten werden sollen--«ls Beistand für die freie Jngendorgani- drei Genossen gewälstt.— Zur Agitation für d> .voltdsurwige" ist«ine allgcmeine G werkschastZ-Funlttonärsttzung 11 11 fr ir\"-*. � ._. 1. �*iv UIC lil\. W ifcrwi.»|*-'J............. I• V"hl Resolution, daß die utioualen Organ, at oneu dahin zu, unte. Hinzuziehung ton Vertretern der drei Arbeiterparteien ge» wirken Hab n, daß di« Frauen für den Fall de? v.schlussei oder, pfmü— Einem Vorschlag. Schritte zu unternehmen, um dem Ausbruch»«im» Krieg«» M. pflichtet werden, weder durch Geld, noch durch Propaganda und Arbeit den Krieg zu unterstützen. Zur Begründung der Resolution gab Frau HertzSa der Uebe.zeugnng Aukdiuck, daß en organisierter internationaler Streik der Frauen da» beste Mtttel I«I. dir Führung de» Kriege* unmöglich; zu machen. Der g.auenstreik müsse auch gegen einen vom Bö kerdund erklörten Krieg einleben. Frau Melier betonte, daß die Frauen ihren ganzen Einfluß «ls der Friedenskonserenz gelte 1'lachen mußten, damit der ! Friede, der geschlossen würse, will. � tus den 14 Punkten Wilson» beruhe und nicht den Krim zu neuen Kriegen in sich trage. Der Zusonrntcnfchiuß per Eemerksthaften vost Potsdam und Ncwawe» und damiit auch der beiden Kartelle d'e Weg, zu ebnen, wurde zugestimmt und derselbe dem Ausschuß zur weilvren Behandlung überwiesen. Di« Arbeitslosen Köpenick? waren am 1kl. Mai rot Stadt» Theater in einer gut besuchten Versdmmlung zusammen. Di» Versammelten legten gegen die ablehnende Haltung der Regie- rung schärfsten Protest ein. Die vorgelegte Reloinrion wurde «inst mutig augenomnten. Die Versammlung drückte ihren Unwillen gegen die Richter de» Kriegsgericht» an», welche die Mör- der von Liebknecht und Luxemöttrg freisprachen, dagegen unsere Genossen Futran und Seidel und viele andere Genossen, denen n cht? nachzuweisen ist, mit schwer ,, Strafen belegt. Eine scharf« ng Ullv n iv*#« w»i o»-v> i»i(yw----- 1>•''" k*v**• u— t fft r.<——•• �* Vorschlag zur Verhinderung künftiger Kriege den internationalen I Pkotestresolulwn wurde am Schluß einstimmig angenommen. ',.■». V. � u tA._--■ �__ 1» t—»• a fT" rtltil tTlVtll r» v 1 t vn... I �__% 1_. V—— 061 QfO. f> P%i. Frauenstrcik zu organisieren, wurde einstimmig angenommen, �«nso die Aufforderung an den internationalen Sozialistenkongreß, durch Streik, Dienswemveigerung. Kredltverweigerung und andere Mittel stch gegen de« Krieg zu wenden. Achtun» Tabakindustrte! Am DicnStag. den L6. Mai. abend» 7 Übt, Veriainmlung sämtlicher Angestellten in den M«siber?älen» »atser.Wtlhelm»S»raße 31.«eußcrst wichtig« Tasetordnung. g«. scheinen>de» Einzelnen au» alle« Zwplgen Ta�ibndustrt« dringend erforderlich. De« DebevterteneuSschnß der Zigarette!«, brauche. Eememdevertreterkonferenz von Teltow-Bseskow. Gi« Gcmtr. ntetw-t trrttr t*» Ar«ise» S:?It«n-»tf9(rtP nartjwfcn tim geftrtf'gen®onntö�«m SletrföBiret Aaihiu« ei« Sleftrng schwergt sich jetzt ebenfall» au«. Wir müsse« »vrwnge«, daß bald cm Wahlrecht auSyerncheidet w-irb, weicht« «ll«, Personen, die gesellschaftlich notmendtge Arbeit toiften, da» Recht Mm WÄHleu gibt, um so die Lrbeitorräte in der bvciien Masse der veböl?eru-,g zu beranke«. Kür im« kommt fei« Ab. Bem der kommunalen Arbeiterräte, scmd-rn deren tveiürer Au«. hva'« Frage. In der Diskussion, an der sich die Genosse« Reu mann�NowatveS. G i l I e r t. Friedeno«, R a d t k e. Reu. JäB«, Dr. Löwenstei n» Charlotteniburg, L i e d t k e- Treptow und Sieker* und«Frau De u t s ch m a n«. Reuköltn beteilig- ten, wurden Finge rgeige gegeben, über da» Wahlsystem ge- ftzroche« imd schärfste Lchstruktion rn den Gemeinde« angedroht, chekche dazu übergehe« sollten, die Arbeiterräte zu beseitige«. Im seinem Gchlusiwort forderte Genosse K u b i g auf, nicht frei- dckMg van den Rathäusern m weichen, sondern ei«iif die@c- vattantveudimg ankommen zu lassen. Der Porsitzende Frei- ga na forderte zum Schluß noch auf, den Eltern nachzulegen, ihre Kinder au? dem Religion»untervich der Schule« chvauSgu. neBmm. Ferner weiden die KreiiZtag«abgeordneten ersucht,«m- gehend ihre Abesse« an da« Kreisbureau ein zu sende«. Freie Hochschvlgememöe für Proletarier. Die Arbeiterrät« aller Branchen werden zu Freitag,#8, Mai, ckbMchS 8 kthr, in die Aula de» Friedrich-Wilhelm�pmnasium», Kochftr. 18, zur Borbesprechuna einer BortragSre-ich über Bank. «sen eingeladen. Di« Portrage sollen in da« Perftändn!» für smanziclle Zusammenhünge im WirtschaftZleben einführen und werden.Hinweise auf die finanzielle©»lürlisierung enthalten. Psrfeuntetisse sind nicht erforderlich. lichte»Name ftlr die FreiwNllgavtrnphe«. Ei«£efm scheetR int«;.ftch basuch!« am Freitag da» Lichtbildtchater Mpenirfer Straße#0«, welches in de« Hauptsache don Arbeitern besucht wird. Unter andern Film« kam einer unter dem Dltel.Die Hüte »on heute" zur Vorführung vom Zylinder ti« zur Arbeiter» «üpe. K* Wut« Hut kam zum allgemienen Erstaunen der De- sitcher ai«.Stahlhelm" mit der Bezeichnung:.Dar Hut fit al lel Tretet«in in die Reich«»«« rl" Darüber entstand ein gr»ß»r Tumult, und der Operateur sah sich genötigt, de« Ftlrn oen d« Teintvand verschwinden zu lassen. Die Zu« beuiu waren empört über diese Verhöhnung. Herr Aoike mag Krün» ersehe«,»»lcher Vcttebtheit sich seine heutigen Truppen ettzmicn. Wie früher. Sin Vesec schreibt un! falzende Seabachwng: Au- einer meiner Wanderungen durch die Mark begegnete ich am letzten Gsnntcig einer ganzen Schar von Pfadfindern in der «äl« Bernau«. Ich war erstaunt, daß e» so etwa« überhaupt noch gile. Ln der Spitze trug man die scywarz-weiß.rvte Fahne. Borau ein paar Roef�Otfiziere, die Pistole am Koppel. Fort- gesecht wurden vaterlönblsche Lieber gejohlt, wie.O Deutseylanb hmh in Ehren',„Deutschland üSer alle?' und noch viele andere, I tigen Wege find. Bedauert wird, daß ein KeA doch nur solche, wie man sie bei Kaiser�öicburt! tag? feiern in der I bei uns getrieben wurde, durch die Gründung einer � � Schule und in der Kaserne hüten konnte. Ich hatte auch Ge-! der Kommunisten. Es gilt alle Kräfte amzuspannen«' y) leg'.nheich zu beobachten, wie die kleinen Kerlchen geschleift � erlahmen im Kampfe um die Freiheit. Die Äf wurden, ich konnte wich nicht enthalten, zu fragen, ob nian Proletariats zu überzeugten Gozkitzste« ist_ unsere denn«ich: wüßte, welche» die Farben der Republik wären,—»n..m. �Vrin-mmrun« über miiete 3.%* höhnisch entwertete:„Ihr fachet wohl worauf inan mir höhnisch entwertete:„(cht fachet wohl am liebsten die rote Fahne?%a, ihr seid j« auch Wandervögel! Da» sind die Früchte der Revotur:»«. Ganz wie früher! Arbeiter auf» lanbt. Eine Zuschrift eine« Arbeite?», der auch«ms« Land Mntv zeigt mS, daß bei ben Agrariern der alte Unverstand geblieben ist. Die Zusage, pro Tag 9 Mark und wöchentlich 30 Pftmd Karteffein und 8 Pfund Roggen zu bekomme», verlockte dem Archriter, auf eine Zeit nach Alt-Tarnow »umgehen. Aber fch«! nach 8 Tagen war der Traum zu Ende. D»e Arbeit ging von früh 8 bi««benb« 7 Uhr. mit 2H Stunden Pause. Da» Essen»ußl« von den kdartosfeln selbst zubereitet werden. E» gab dazu täglich% Liter Milch, sonst nicht». Da die Sebenlmittetkarten nicht eingetroffen waren, gab e» al* Brot- erfatz 2 Pfund Bohnen. Wa? man damit ohne Zwtakn anfangen soll, müßte der Gutsbesitzer einmal vornehme«. Solch« llnfinnig- keitem werden den Leutemangel nicht beseitige». Die Hü-Markscheina E« ist beabsichtigt, in kurzer Zeit die RenbSbanknote zu 50 Mark mit dem Datum vom 20. Oktckber 1918, auf deren Vorderseite im Haupt teil die fast guadratische Ilmran- dung und der Tex: in braunschwarzer Farbe gedruckt ist, auszu- rufen. Da die Frist, innerhalb welcher diese Neichsbcm knote noch al» gesetzliche* Zahlungsmittel gelten soll, voraussichtlich kurz be- messen und höchsten» auf einen Zeitraum voy einigen Monaten beschränkt werden wird, empfiehlt e? sich, mit der Ablieferung die» se* Geldzeichen« an die Reichkban? möglichst Said zu beginnen. Jntern«t-»nalet Bund der KriegSbesihädinten und Krieg». hinterblirbehen, Orttgvnptze Spnndan. Jeden Dienstag von 6 vi« 7%. Uhr RechttauSluust bei Genosse Galle Spanbau, Falken- Hagener Straße 31, I. Zentralstelle für dir Eknigung der Tozialdemokratie, Bezirk Obers chöneweide. Die Versammlung am Dienstag abend, l1/, Uhr, findet n i ch t im Nest.„Lorelei", sonder« im Restaurant „Ktz ff tzäNs««" statt. t VcrssmmlMge«. Rudvw! Zwei•acheinantex von tex U. S. P. D. einberufene PolkSberstimm.lumqen beschäftigten sich met kern Thema„Die politische Sage." Die Ausführungen de» Referenten, unseres Genosse« Freund, welche die verderbliche Poliiök der S. P. D. brandmark- ten, hatten Regierungssozialist«« imb Demokraten auf den Plan gerufen. In lom-yrtmageit Reben verteidigt« ei« Mehrheitler die Politik sein«„Regier-ung', währmck» der Deenokrat von seinem Kchrssenstaitbpunkk ans die Lage beurteilte und sich ein» fand mit der Mernuvg der.Mehrheitler", der Friedensvertrag sei nickt zu unterschreiben. Peneguna ging durch die Perfammlung, als sin Kr-iegSbefchädigt» die Lecken uwd Schrecke« de» Kriege» aus «igeme-r Srfochrung fchifWk, wobei«t die auch von deutscher Seite begangene««eeuek b« dem Marsch durch Belgien wiebevgab.— Auch einige Reuköllaer G»nofftmren«uck Genossen griffen mit sichtbarem Erfolg« in bie Debatte ei«, f« baß nach dem gu ig- führten Schbißwoet de» Referent«« zwei Sntschkießin»g«« und zw« diejenige, welche bcA Klaffenurteil im Sipbknecht-Lnxembrlug- Prozeß ckeiw est,«wstimemg, die andewe, m welcher die Politk txx kl. e. P. D. gutgeheißen»nd der Regierung ein Mißtrauens- tot«» ausgesprochen wen*, gegen drei Stimmen angenommen würben.— Kür rrve neu zu«rünbenb« Organ» fatien ist baS Fundament geschaffen urck bie Zahl der bisherigen Aufnahme« berechtigt zu den beste« Hoffnungen. H»»ni«*d«rf. Die tetzt« Wahlde,« in«vt r fam mlun» war sehr gut besucht. Gen. Schmidt gab eine« ausführlichen Bericht»cm der Be rbandsgeueralversammluirz. Bei der starken Beteiligung au her bieljährigin Maifeier wurde ein llob-rschug von 237 M. erzielt, wovon je 100 M. dem politischen und den hiesigen Kriegs- gefangen«« zugeführt wurden. Genosse Doliboi« hielt einen mit großem Beifall ai-sgenomruinen Vortrag über die Sinigung de« Proletariat«. Der Zuwach» von 10 Abonnenten in einem Monat Verantwortlich für dl« Redaktion Alfred Wi»l«pp' gniA E V«rlaz»g-no!lenlch->st.Fr«ih»it". e. D. m. b. S-, Sestl"- unb die Beitritte zur Ovzanisation zeigen, daß wir auf dem rich- Linvenvruckeroi nnv V»rlagsgel«llschaft m. b. ö-. �«Utvou-/ gäbe. Gewünscht wurde etn« Versammlung über umesi p � bediugunoen. Die Eltern wurden aufgefordert, soweit Kirche gebrochen haben, ihre Kinder nicht zum SReu0u5st zu schüren. SS genügt dazu eine Benachnchiigung an vc» � Im»uitfc„Reue» Saterland" spricht am MütoochjJfV, H.» Gerlach. Dr. Han» Wehberg und Dr. G. E. G»K_ Lj» bringt, was nimmt der Frieden'-in den Kammersacen � fch«» Tor, Teltow« Str. 1. Eintrittskarten. 1 M, beim Kurfürst enstwaß« 125. � KSnizvwusierhausen. Am Freiiag sprach ü" Schützenhause» vor mehr als 400 Zuhörern nick, über„Die U. S. P. D. und der Friede." Em Reg-e � foliat versuchte tn längeren Ausführungen darzui«ckw.. � nicht so schlecht wären wie ihr Ruf, und nur t�.schsuss., hätte einen großen Teil zu diesem Schritt betrieben: st' ober RoSle ihnen gestohlen bleiben. Diesem wie d-n. zahlreich anwesenden Soldat.» antwortete Gm. Lamps>,� � wenn sie so dächte«, trotz der wirtschaftlichen Notlage w au»zteh«n sollten._, � Tempelhof. Eine gutbesuchte Proteswersammlunz �ss 18. d. M. statt. Gen. Oberlehrer Groß restwerte uvee� N. S. P. D. und der kommende Fr.eden". Tie D'Sknss von Rednern aller Parteirichtungen geführt. Die,»Mt und Becker rechneten mit diestn Leuten in vortreffvw Ort�Ä legenden Aueführungen ab. Storkow. Am Mittwoch veranstaltete der hiesit?» der II. S. P. eine Protestversamm-lung gegen den'wper' � Gewaltfrieden. Gen. Lachmnnd- Neukölln rechnete gii fern Beifall mit der KriegSpolitik der bürgerlichen Pb., � auch den MrhrheitSsozialiiten scharf ab. In der TiMUlpa � sucht-in Mitglied der K. P. D. für diese machen und die Politik der U. S. P. als eine stänhlg! Kaf hinzustellen. Von den Mehrheitssozialssten sprach ei»-k kohl und nach ihm«in Herr Heß für Ablehnung de» v. Vertrages. In seinem Schlußwort wie? jedoch Gen- 2aOOOC>OOOOOOOOCX5 Zenlralflekle f. EinWng d. SoziÄdemokrk«? Bezirk Zentrum. »tenetea, den 20. 371 ot,»dend» 7 mir In der.St«»t8«rle" «tinentio StlolicKireke) Oeffentlichc Versammlung Sie Nuheilssrevt des Vrolekarials Mehaer: fttKoR«*• Herbert»erger,#.?.».>»eni«egmnnn(M ckS S.) Freie»utjprech-. Sozialisten erscheint in Massen. % Vf. Vlntrüt zu, vecknn,«et Nnftktn. oooooooooooooooooooooo Achtung! Pankow! Große öffevtNche voltsveri� Am Dienetag, den SO. Mai,«bei** eitt im„Starfütftt«". SetiiKit Straß« öffentliche Volksverfammluns statt. Tasesordnun« � gfti-d'' 1. Die«rdeitelosen und der S. Freie«uesprache. ff Arbeiter und Arbeiterinnen erfch-w� Der'«Inberuf«. «»beitelosenred � V. Walbauer.®' 4. Wahlkreis U. S. P. D. Dien«ta0i4- 29. Mal,abd«. 7, Uhr In dir„Urania", Wrangelttr. 10/11 Fr@iien-!l@rsaniinlung. Tagetvrdnan«: Die Prau im politischan Kampf. Referentin lleneesln Frau Luisa Ziata. Dlikuselon. Zahlreichen Besieh erwartet Frau Martha Weizor. "i Deutscher Bauarbeiter-Verband:: Verein Berlin Büro: Engel-Ufer IS III, Zimmer 33. Telephon: Merttzplatz 4093— 8702. •fiffnet Pen 9—1«v« Mt» kB« B-r Uhr.«enneden» muOmitlaB neichleffen. Montag, den I». Mai, abend»« V, Uhr im Sebal eon Wilde. Eebasttanstratze M, Mgliedenersawmliu« der SeMon de- Slufkskeme MttzNekebuch le»ltl«lert. _____ Die S«ht!vn»leltung. DienStag, den 20. Mai, abends 6 Uhr, «tfo gleich nach Feietabend, fm Letal von töilte. Gebast.austr.»•, Versammlung sller in den Inbrilhettleben Groß-Verlius befchäsliglen MWre?«nd ßilfssrbeiler. Taz,,,rdRung: Welche Siellunz gedenke« die Kallege« in der I»hw Jogung einzunehmen Ee st yfUchl aller Fabrikmaurer, z» dieser»ersswmlung kich««n, selber zu ifchcinei, sendern knter eü»n Fabrik maurern die ledhastest« Agitaüen für den Besuch Kiefer Versammlung Z» enifniten. Der Borstand dos Verein Berlin doS Deutschen Bauarbeite r-Vcstba«deS. ( Kleine Anzeigen SDIe freie r THuntricrte WoeVienechrift Hlnrerichtet«led die Amern eller aal die Rechts- deiektei„Wahrheit"! Au»- kOnfte, Beobechtunien. Ver- ?el junfen! Slmtllehe Keehts- «arten! Mert erretende Er- felie! Kettbneer Demm SS. Neenderslr. 7. Adelbertstr. 1, GroBc rriRklnrter StraBe 10, NcnkSlla, Emser Strsle 80. Spiralbohrer. Sehmireel- lemce k.Friek, Reinickendorf, Sommeritr. 48.«tn Bahnhof Sehönholr. Reinieken- dorf«118. IIae