10 Pfg* Jahrgang 2 dlenstag, öen 20. Mal 1010 Nummer 241> Mlnö-Msgabr uns nachmittag cm Som-«nh Jeflt«««« mit morjni». �oflbtjng ohne Öef>»rF?.fc-fc. sustellunz in» Haus für Groß-Verlin oder b«> direktem "»'nihiil» ist~ V m�noti. st, 50 m, hei Zustkllung unlfr Strtifbanb 4,50 OL «tkofiln..~ d" P0fl3tihm35l.fi. fftr l«9 �«*«'2%� SäSTÄS. Inserat, tosten die«cht3tsptitt.Nonpareilleztil. oder deren Raum 3,20 lNk.. IVorionzeigen d-15 settgedrnikte Wort 60 pf, Jtd« mtitcr-!Uorr 23 Pf. Teuerunzoiufchlaz Sll proz. .�arnilien->md verfammlunz»on3eigrn fölll dcr Auschl-iz fort. Inferale für den darauf- olzendm Toz müssen spätesten, bi, 3 Uljt nnchmittaz, bei der Lrpeditton onszezeben fein. Expedition: Berlin NW. 6, Tchiffbauerdamm 19 Fernsprecher: Amt Norden 97«» Berlüm'-Organ MW Die Flucht des Sberleulnauls Vogel. Air Gute Vorbereitung! erhalten folgenden Brief: Berlin, de» 20. 5. 1919. . Werter Genosic!_, ,, j, 5u den Mitteilungen über die Flucht des Oö-rleutuaniS � 0 0 1 1 stelle ich folgendes fest: 5m 14. Mai, dem letzten BerhandlungStage des Pro- wr"®ritÖ«mlniftcr Reinhardt telephonlfch mitgeteilt, für bi; Angeklagten bereits Pässe auf falschen Namen Kurt Vogel r i e g s- ...... rrwioerte mir u. a., vag ia oom vir �"�klagten 'v»st seien; ich habe ihm darauf bemerkt, da?; tur.edcu gehörige Bewachung der Angektagten no. g l MDZWM *!» di, �°chte. in Ilif''te'o?ftn- weitergebe. Herr Rauscher hat mir auf 0 c i'11®11.'lnfragc bestätigt, dah er m c i n e M i t t e i. Herrn o ��'tergegeben, insbesondere auch mit dem �: e g s m i n i st e r darüber gesprochen habe. Heu«il*-s°nderr» Erläuterung scheinen mir diese Tat- bcd.',rstig zu sein. Mit Partcigrust Ihr Dr. Oskar Cohn. Tie Vogels Gönner. des Oberleutnants Bogel auS dem Ge. rv, bürgerlichen und der rechts t'oz i al i stischeNl �----- v:« Js e tnd.t. �'Olingen, nartz Over araituvi: iw -'l>«ncV"!k n Worten über die schleck, te Bcnxichung des �-er„Vorwärts" allerdings übertrumpft bei dieser »» � �.----,, Man d nickt entweder nur die oder begnügt sich mit einigen st Wh Ä» dadurch, dah er nicht etwa das Eden- „Tg nm, i,IC Mitschuldigen der Mörder Pen Rosa Lurctn- � Liebknecht angreift, sondern„Unabhängige C�'ikn''. Höicn mir des Blatt: letzt w �a�cn bie Unabhängigen awib Sparicfiftcin, die Jl,r®v � Eeschre-i erheben, das geringste Recht sie haben in zahlreichen Fällen d a S @«»0%*' 1« i e I gegeben und bi« gvioalftame Gesom- >ei rrCilM� zu einer Dane rc rfcheEiung gemacht. Erinnert Jf1'd* E-rstäomuülg zahlreicher Gefäergnisse. Erst jüngst veohg�ete Spartak istin R o,s i Wollstein von �•f'ftietc.n Hansen au 3 bsm Eesängniis geholt. In Er- �haftu"�ch"'Tc Eichhorn bot seiner vorübergehenden •toben nl," Geivalt befreit würbe. Di« Freunde Bogels 'Trem Standpunkt aus genau dasselbe getan, wie die � s�'chhorns oder Rost Wöllsteins. Wir veourieiilan das . Ordere. Wer aber selber gewaltsame Gefangenen- da: fein Recht, sich zu entrüsten, wenn der jm �flner'ihn darin nachahmt. so schamüts ui JtTcn, st:' Kentralorgan sein, um einen des gc- ld Leu'»� ��stlgen Mordes Beschuldigten gleichzusetzen Ct i0 menen PoIiftickKr Vergehen verfolgt werden. -"dt ni,ia 1�'' n cacht diesen Unterschied nicht, weil er über- Mehr proletarisch, sondern nur ruich bürgerlick»- �mpftntzx» kann. äöaac bat aedt einen anderen Som. Der 1 so verlogen wie um einen des ■'»yi«♦ i ubvicit*-v..* v �- mbifQiii,fM Mehr proletarisch, sondern �'th empfinden kann. „Vorwärts" sieht' es gar�nicht so ungern, daß Vogel befreit worden ist; um seine Spur zu verwischen, hetzt er gegen „Unabhängige und Spartakisten". Jo der vorgeleglen 5orm" unannehmbar. Versailles, 19. Mai. Bei den am Sonntag in Spaa erfolgten Besprechungen zwischen den Sieichsinmistern Dr. Dernbuvg, Graf Brvckborff- Rantzau und Wissel, dem preußischen Finanzminister Dr. Südekum und den au» Versailles und Berlin eingetroffenen WirtschastS- Finanzsachverständigen wurde vollkommen« Uebercinstimmung da- hin festgestellt,' dag der Friedensentwurf der Entente in der vorgelegten Form unannehmbar ist. Bei dem in der gesamten Welt herrschenden Wunsch nach Herbeiführung eines dauernden Friedens soll jedoch von deutscher Seite nichts unversucht gelassen werden,«ine brauchbare Basis für einen Frieden zu finden, der den berechtigten Forderungen der Gegner Rechnung trägt und für das deutsche Volk erträglich und erfüll- bar ist. Keine voWändige Veröffentlichung der Ziedensbedinguogen. London, 18. Mal.(Reuter.) Im Unterhaus gab B on a r Law bekannt, die alliierten Re- gierungen hätten beschlossen, gegenwärtig nicht die gesamten Be dingungen des Friedensvertragsentwurfes zu veröffentlichen. Auch erachteten sie Erörterungen in den Parlamenten im Augen blick für nachteilig. Bonar Law wiederholte darauf die Erklärung, daß die Ratifizierung des Vertrages'erst erfolgen werde, nachdem die Parlamente ihre Zustimmung gegeben hätten. Lle Verhandlungen mit Sssterreich. Saint Germain, 19. Mai.(Reuter.) Der Austausch der Beglaubigungsschreiben zwischen den öfter- reichischcn Delegierten und der interalliierten Kommission fand heute statt. Er dauerte nur fünf Minuten. Ardeiler! parleißenofsen! Die Unabhängige Sozialdemokratie ruft Euch zur Massenkundgebung am Mittwoch, nachmittags 5 Uhr, nach dem Lustgarten und Schloßplatz auf. Niemand darf bei dieser Kundgebung fehlen. Sie muß von ungeheurer Oicwnlt werden, denn es hau delt sich darum, zu zeigen, daß die Masse des Berliner Pro letariats weder für neue Abenteuer zu haben, noch die Un klnrheitcn der Politik der Regierung und der Rechtssozialiste» mitzumachen grucigt ist. Ter Vorstand des BezirksverbandeS der RechtSsozialisten betont heute in einem Aufruf im„Vorwärts", daß der Kamps um den Frieden noch nichtentschicdcnsci. Gerade diese Tatsache macht es dringend notwendig, daß die Kundgebung der Unabhängigen Sozialdemokratie durch die Teilnahme auch deS letzten Arbeiters und der letzten Arbeiterin von. so großem Umfange werde» muß, daß dem- gegenüber die Kundgebungen der nationalistischen Kriegs- Hetzer als klein und unbedeutend verschwinden. Aber das arbeitende Volk Berlins muß auch zeigen, daß es mit der „nenffchlossenen und nur diesen 51rirgshctzern und den Militaristen Vorschub leistenden Stellungnahme der Regie- ruiig und der RechtSsozialisten nichts Zu tun haben will. Klare Entscheidung tut not. Neuer Krieg ist neues Unglück, besonders für daS Pro- letariat, Ablehnung der Unterzeichnung völliger Zusammen- bruch in allerkürzester Zeit. Arbeiter! Parteigenossen! Erkennt diese Gefahr. Sorgt dafür, daß alle Wankenden und Unentschlossenen sich bewußt werden, daß die nächsten Tage über das Schicksal Deutschlands und das Schicksal der Revolution entscheiden. Erscheint in ungeheuren Massen zur Kundgebung! Die neue Armee. Kürzlich war ich in einem kleinen, rein agrarischen Dorf» chen Schlesiens. Die Einwshner waren in einiger Erregung:! mit der Gründung einer Einwohnerwehr sollte eS nun Ernst werden! Der Gemeindevorsteher hatte auf die ersten Anzapfungen des Landrats nicht reagiert, weil er die Ge'chichte für ganz und gar überflüssig hielt. Aber nun war er so dringend gemahnt worden, daß er zur Tat schrei- ten und 20 Gewehre bestellen zu müssen glaubte. Er zeigt« mir das ganze amtliche Material, das ihm in dieser Sache zugegangen war. ES bestand in einer Anzahl von Rund- schreiben. Richtlinien, Merkblättern uiw. Nach ihrer gen wissenhaften Durchsicht kann ich folgendes berichten: Der ganze Rummel mit den Einwohnerwehren auf dem platten Lande geht aus von einem Erlaß des preußischen M i n i st e ri u m s d e s I n n e r n, der am 18. März, olfai unter dem unmittelbaren Eindruck der Berlin-Lichtenberger Ereignisse, ergangen fft. Der Erlast macht empfehlend auf die ihm beigefügten Richtlinien aufmerksam, die der „Schutzverband der deutschen Landwirt- schaf t". Köthcner Str. 39, entworfen hat. An diesen Nicht- limcn findet sich folgender Absatz: „An Sonntagen müßten von den Gemeinden, Gütern und Landstädten Ilebungcn abgehalten werden, um vor allen Dingen bei den aus dem Kriege heimgekehrten alten Soldaten und den hinzutretenden junge» Elementen wieder Lust und Liebe zum Soldatenberuf zu erwecken. Unsere Kinder auf dem Lande müssen wieder lernen»Soldat sp i e l e n"! Angeblich sind die Einwohnerwehren nur dazu bestimmt. gsgeu feindliche Einfälle wie gegen Anfftände und Plimdo rungcn durch Banden im Inlande«chutz zu bieten, auch „Spartakisten-Autos" abzufangen. Ans dem angeführten Passus geht jedoch der„tiefere Sinn" der Gründung hervor: der milltaristisckze Geist soll gepflegt und schon den Kindern eingeimpft werden. Wir schwärmen offiziell nach außen für den Völkerbund Mit Wcltabrüstung. Offiziell i m In. n e r n aber wird von einem s o z i a l d e m> k r a t i s ch e n Mlnuter für den Milttansnius in Reinkultur Propaganda gemacht. lieber Me geplante oder vielmehr in den meisten Orten bereits in szene geletzte Organisation der Einwohnerwehren ist zuiammenfassend Nachstehendes zu sagen: Jedes Dorf, jedes Gut. jede Landstadt bildet eine Ein- nerwchr. Die Vor''' �'' wieviel Gewehre sie für erforderlich halten. Kreisstädte, ,.,, und Gemeinden stillen auch Maschinen- gewehre, leichte oder scliwere, mit mindestens 3000 erha.teil. Für ledes Gewehr sind mindestens 500 vorfiel(chen. Die Einwohnerwehren e!nt mir nickt(trmx nnbeacktlick. o.i Drm blatt Dctz Eciirrcilkominandos ist über die ?ll WckckMiN* fiir die Einwohnerwehren neiaat: ..A-ufruse in allen TagekzeitunFen ausschließlich der cey.erii»llsseindiich«n linsSradikalen/ Sslsy in hxn reni?snnnsfreundlicket, rechsSradi, ' a I e n �kiistttstßst ssiftst hse Attfrnie erickeinsn. Wohl a e. radö ist ihnen I Kjer hnbßst sie sickzerlich am meisten auf Ersgist»n Vßchnen. Tenn. das müßte dock ciaentlick selbst der Vertrauens- seligste Rechtsso*ialist einsehen, diese Einwohnerwehren auf dem platten Lande drohen, das entscheidende Merk- zeua der Gegenrevolution zu werden. Sie kosten einschweresStücfTeld! Die Waffen, die Munition, die Organisation, das ganze Schrejh, nnd Buren»werk, die Vergeudung von Arbeitszeit usw. Sie bedeuten �ine bewußte Gegenarbeit gegen den Pazlsisinus. Statt den Geist des Völkerbundes bei nns zu pflegen, dienen sie dazu,„Lust und Liebe zum Soldatenberufe" zu erwecken und die Ainder zum „Soldatenspielen" zu animieren, Sie stellen eine schwere Ungerechtigkeit gegenüber der groß städtischen Arbeiter- schaft dar. Die industriellen Arbeiter sind systematisch entwaffnet worden. Das in seiner Mehrheit leider noch arbeiterfeindliche platte Land wird sysiematifch b e, wafsnet nnd unter das Kamwando vpn �qltsst Unter, ossizieren, Offizieren und gieserveoffizieren" gebracht. Sie sind die gegebenen Kaders für die Gegenrsvolutisn, sobald dies« ernstlich versuchen sollte, die ganze Macht an sich zu reißen. Heute hölt sie das Ministerium für eine Schußtruppe seiner eigenen Macht und will sie nur als solch« organisieren. Aber die Geister, die es ruft, wsxden ihm bald über den Kopf wachsen. Alle Kautclcn dagegen helfen nichts. Der agrariich-konservstive Geist, der den größten Teil de? platten Landes beherrscht, wich den Emwohsterwehren bald seinen Stempel ausdrücken. Das wissen hie r e a k t i c>- nären G r o hg r u n d b e i i tzc r. an# ganz genast. Darum lind st? wie ich höre, diceisrigstenFörderek der Ein w u; r w c h r c n. H. V, Gerlach. veb.r ei; P aride in Leipzig berichtet das„Leip. ilger Tageblyti"; .Pünktlich H13 llby traf der Asmmanhierentie Genssgl p, Leu t hold ein; tze; Vorleiisiaw'ch begann. Pje Gpitze haste wcnergliuqjor Maercker inn«, gefatgt pyn seinen, Stabe. Hinter ihm salgte de, KomiliNNd-iir der sächsischen Grenz- jägerbrigade General!, lajgy h Oiderßhqnsen. darauf der iffummaicheur der Lnfanlerie General Vi ü s l e r. Stecht« aus- hjegend nahm die Generasititt Astsstettnug hinter dem qomman- direuden General, um die Truppen psssiercn zu lassen, Unter den wehenden Vimpeln ihrer Lmizen eröffnete di« l. Grenz» reiter-Fsksdrqn den Aeigen, Nun kam die Infanterie! K!di»arschmöwa. im ßtichlhekm. aber ohne Tsrnistex, passierte sie ist GrWpenksIkwne vörbei. Da? erste Grenzjsgerregi- m«nt unter Major Martini, da# zweite unter Major * d, Vnssche lern«' out p»shet, Zwischen, der LnwMeri- mar- ichlerten die reichlich vurhsndenen Msschip-Ngewebre, dahinter die Milienwekferlampöauien und hie Jnsanterle-GeschiihBast terie, Ein leichle? zeldartillerie-viegiment unter Major Vslatlgestder solste, Berein, rste Bespangunlsen sahen sehr gut au§, aber soi.st way»ie Hunzerblecksde auch hen Psördeu ansuchen. Dahinter kamen weitere Mine. nwerfer, dann Pioniere. Neue Musiki Di« erst» Garde-LandeS. s ch ü tz c n, A p, e, l u» g. durch Rittmeister v. Reu fv l ll e geführt, defilierte w glünzend»,. an AriedenSzeiten«kinnerndsr Weife vorbei. BefonderS frisch gelang der führenden Kompagnie der Vorbeimarsch. Wieder rassdien Mafchinengewehrwagen und Artillerie. Unter dem Douaumont Stürmer Oberst v. Oven folgt Hessen Regiment. Genau so schneidig marschierend wie die Landesschützen, wurde eß wie jene» jubelnd von de« Meng« be- grüßt. Auf da» goldene Eichenlaub, Ha» die Kragen de» Pst»- damer(b. Open) schmückt, folgte Ha» sitverne de» Lande»- j ig e r. General Maercker»ist auf seinom Schimmel dem exften Regiment, da» Obers» v. Reihen stein befehligt, entgegen und führt« eZ dem KonimandierenHen General vor. Auch hier erschallte der Jubel de» Publikums. Hinter jeder Infanterie- Abteilung folgten eine Bastene uns eine Schwadron. Zwei schwere Batterien schlössen sich qst. Oberst P- Franken- b e rg ritt vor dem zweiten Regiment her. Auch hier marschier- son nach jedem Bataillon Maschinengewehr«, Geschütze, Kavallerie. Selbst ein Flakzug war vertreten. Die 6. SchwaSron und die lt. Batterie des 2. LandeSjäger-NcgimenlS bildeten den Schluß. Zwei Stunden dauerte der Vorbeimarsch, zwei erfreu- liche Stunden in diesen trüben Zeiten. Wenn auch der fricdensmäßig gedrillte„alte Mann' an seinem Parade- marsch zu erkennen war, so wirkte doch die Truppe im ganzen überaus frisch und schneidig. Man spürte den flotten Soldatengeist, und merkte dach auch, daß es ein neues Heer war, das hier vorübermarschierte.' Tie Reichsverbrmdler der vorwärksredit ion. Unter dem Doppcltitel„Terror im Metallarbeiter- perbmid",„Maßregelung der Lokalangestelltcn in Stutt- gart" schreibt Der„Vorwärts": In der Generalversammlung der Verwaltungsstelle Stutt- gart des Deutschen Metallarbeiter, Verbände» wurde in geheimer Abstimmung ein van den revolutionären Ver- traueitzieustn eingebrachter Antrag mit 300 gegen ßOO Stimmen angenommen, wonach sämtlichen Angestellten, 7 oder 8 Gewers schaftiführern, gekündigt ppd unlbr Bor- ausbezahlstNß eine» Biesteijahretgehglie» sstsists die SnstnffnnS gegeben wurde,?ie Augesielsten waren Gegner de» G s n e ra l st r e i-k» und hatten vor«hm alz einem für die Axbeiterschqst u„d dos ganze Volk schädigenden Peginnsn ge,varnl. Die Annahnw de» Antrage» hat in den Kreisen der Metals, i n d u st r i e große Erregung hervorgerufen. Kein Wort ist scharf genug, um gegen diesen empörenden T e r r o r i s m u s zu protestieren. Aber es ist eine Linie der EntWickelung! Pressefreiheit— worauf Ihr den„Vor- wärth' besetztet, persönliche Freiheit— worauf Ihr Ncuring ab- schlachtete», und jetzt— GesinnungSfreiheit, worauf Ihr Genossen, die einmal sich erlauben, anderer Meinung zu fein alj Ihr. auf die Straße setzt. M-rkt«s Euch. Arbeiters Der MilitariSmu» ist beseitigt(I), aber wer vor der Unisonn— der Unabhängigen nämlich— nicht Front macht, fliegt. Und was sagst Du dazu—— »Freiheit', die ich meine? Wir wollen 6m Lumpen, Der W geschrieben hat tmd Der Nedakdion, die das ueröffeullicht hat, unsere Mei. nung nicht vorenthalten. Die MschtachUwa N ß u r i n g s uns Unabhängigen M' z tischt eben, ist eins bübische Gemeinheit, Di« Menschen, Die nur eine Spur AnstänlDigkeitsgefühl haben, nicht bsgsh«, könnten. Im übpigen simD Vovmärtsleute Di« oller. setzten, die Das Recht hätten, sich über politische Maßregelungen aiifznresten. Die Leute sitzen Dort, weil Das Blatt von Dem sog ig! dem o>kw t! scheu PartoivorstanD aios GounD Des Belajeni ngsj uftan des mit Unterstützung Des Generas- komnignidos Der Berliner Arbeiterschaft go- raubt worden ist. Seine SieDaftme flogen damals wegen ihrer ariindsätzlichtm sozialistischen Gesinnung aus Der Sie? daktion. Die Geschäftoleitung des„Vorwärts" hat sie gegen Den Widerspruch Der Preßkonimission sh ne Zastlung Der Gehälter aus Die Straße gnoorfei, und Den Prozeß Der Hinans- geworfenen bis vor Das Reichsgerickst verschleppt. Tie Vor- u>ä rtb-Rada ktaurs, Di« Nutzniesisr Dieser Maßregalung bleiben auf ihrem Stühlen sitzen, auch nachdem es fängst fest- steht, Daß Der„Voinoörts" nur Das Organ einer Minderheit Der Berliner Arbeitsrichast geworden ist. Vach wie vor stehen wir auf Dem SwnDpunktz Daß Der N a u b D e s„Vorwärts" r ück g ä n g j g gemackst werden muß iinD Daß er feinen rechtmäßigen Besitzern. Der Berliner Arbeiterschaft. Die in ihrer großen Majorität heute Der Un- abhängigen So�laIDm;oJratie angehört, zurückzugeben ist. Dl» Besetzung Des„Vorwärts" war eine schlechte Methode. Mit Pres,'' yon Recht Das Ver Der lEEläSSt Mit Derselben Ooglf könnte man Der Negterumg absprechen, Die po'li tisch reaktionären Land rate fs «Kit** rumgsvrälftdentsn jetzt zu entlassen. So u 'Dem Vorwärts sein mag, er wird sich fckpn Daran g' müssen, et,—'Der sonst ja Die Demokratie so ve: Daß auch in Den Gsiverkschasten Der g l i e D e r zur Geltung kommt. Sie neue Sriezthetze. Aufwiegler und ähnliches Gesindel. fr ljn yt.,4„M«D.---- hoch rn großen Plakaten und Inseraten wird Dort lur«»' Noskegtrden geworben. Welcher Geist Darin großgeM? wird Das geht aus einem Aufruf für Die.WinterMer Deutlich hervpr: es heißt Darin: Vertrauen vom Führer zur Truppe und vom llvterzebeet» zum Vorgesetzten, stramm» Disziplin, freiwillige vnter-rdnun«. guter Geist sollen in der«iferpen Wehr herrschen. Kommt alle, die Ihr dasselbe wellt; an Euch,# ff Winterfcldtner. ergeht d»p Ruf. aber auch alle andere» gesinnten sind willkommen. Fahnenflüchtige, Marodeure,«pfwleglcr und«hnliche, � nnbcl finden keinen Platz in unseren Reihen. Schlesien geht Der nationalistische Taumel bd'�� Die flammenden Proteste. � Die Breslauer Volkswacht teilt mit, Doß fall Kundgebung in Benthe u. O.-S., etwa 36 OOü-o beteiligt hätten; wenige Zeilen weiter berichtet Daß Dieselbe Kundgebung weit über 100 000 aufgewiesen habe. Im„Oberschlesischen Zeh gleichfalls einem rechtssozialistischen Blatte, wwd �s der Teilnehmer an einer st a t t o w i tz e r �unDpev ein und derselben Seite einmal mit etwa avMt n � mit ungefähr 8000 Teilnehmern angegeben. �anir»(fctctt' aus diesen Beispielen, welchen Wert Die von der-v � mW Des Staatskommissars für Oberschlcsien, des Rfchisj» � Hpfsing. hrausacgehenen Meldungen über dl« l�w Proteste der oberschlesischen Bevölkerung haben, Keine Zkellungnahme zvm Frieden. � Aus der Versammlung der pechtßsoziatistischen �ch- die zum Foielden Stellung nehmen sollte, ist noch der««v,:;|i: ' erklär«" jhr«a (fiiss zutragen. Nach dem Bericht de«.Aovwärt«' erklär«" ,hl«« Wenn wir nicht unterschreibe«, wird die Enten!«. Zwangs maßregeln torq�pn. Panm wipd es � da»? Z-h Kohle, kamen Bahnverkehr, kern Sicht mehr geben. das vollendet« EhaoS haben— und in vierzehn unterschvieden werben. Jed»r Esel kann � unterschreibe nicht 1 Da» ist aber eine Polisit_«n# sinn». Erst ein« Poljtst der Verständigung kann �#1 auferlegten FriedenSpertrag die Grundlage entzioh«''-. � W begründete sein« von UNS bereit« mitgetcslt« Reio" gegen den Gewaltfrieden protestiert, aber von fordert, daß sie nicht durch Ablehnung die Wiederaufn Krieges hcrbeifülhrt, sondern durch Verhandlungen �.g|,; zu ändern sucht, Vpospt betonte, daß die Folge" Friedensvertrages in erster Linie die Krdeiterschw würden, und auch Amen»«rklgrt«. diesen Fnebe � könne auch er nicht unterschreiben. Ea spa r i fcußte*<. Kk Annahme der Kalisliscksen Resolution einen 3�* Ententeländern auslösen, würde. Dieser Friedensvertrags � den Tod des Sozialismus und sei daher unannehmbar. � eine Resolution in diesem Sinne vor, die von der~„jgW fordert, durch Verhandlungen einen Frieden auf � u'« der Wilsanscken 14 Puistte herbeizuführen. Frank den Fkiedensverlrag als unerfüllbar nn» fi wprd« die U«' und daher unannehmbar bezeichnet hatte. v. schlössen. In der Avsümmung wurden dann f»n ��it ------- stellt« fest, d/« v- z«' f""'S> s o l u t i o n« n abgelehnt. Büchel S. P. D.-Fraktion der A.» und S. Räte sich st i m m t e habe. Stellungnahme zur Frieden.fr«-« »ni#* kmmvsl. Von Erich K. Schmidt. Indessen patsan Kätchen mit dem Suppeniöfstl in dem Teller herum. Tropfen spritzen. Der Pgler Wischt sie sich pblegmgusch von der Stirn. Die Mutter schilt. Klopft Kätchen aus di« Fin- g«. Kätchen kreischt bösartig auf. Der Lochen grinst versteckt. Krampfl fährt dazwischen: .Ich habe dir doch schon oft sesost. du sollst Ha» Kind nicht schlag«»! Kannst du da» nicht bsgreifenk" Und dann mit prüfendem Blickt »Hast du der Kleinen heute die Avgenränd« mit Eolbk bestrichen k Natürlich wieder"cht.' Kätchen hat die gleichen entzündete» Lid« wie der Vater. Stellenweise Schorf. Julius Krampfl laut, dumpf erregt, sein Fleisch. Steift mit seiner Gabel neu« Kartoffeln au» der Schüssel, fgut und starrt vor sich hin. Jochen schlingt. Kätchen schmatzt mit dem Vater um dl« Veite. Frau Emma nimmt drei Bissen und legt Hg» Bestück zur Seite- Sie ist noch jung. Schwere Flechlen umrunden ihren Kepf. Braune Flechten voller Glunz. Aber ihre Mundwinkel sind müde, söhlaff. Eine zehnjährige Ehe, voll Zank, unerlöste Wünsche und Begierden in der Brust machten sie alt und duinps. »Also heute kommt Alfred', sagte sie nach halbstündigem Schweigen. Julius Krampfl sah mißtrauisch auf. Trug etwa sein» Frau einen Zug froher Erwartung im Gesicht? Sollte Alfred, der Bruder Leichtsinn, sich nicht geändert haben. Hoffnung auf Er. oberungcn hegen? Wart«, mein Jüngelchen. du dürftest dich täuschen. Er würde acht geben. Gut aufpassen würde er. Wozu überhaupt die Einladung? Sie tat ihm längst leid. llcberflüssige VerwandtschaftS-Sentimentalität. Der Dans? Ein Dreck. Man hatte sich weiß Gott wie lange nicht gesehen;«s � wäre auch weiterhin gegangen. Er begann dem Bruder widrige Gesühle entgegenzuwerfen. noch ehe er anwesend war. Ggensätze erfüllten sie seit j«.» Alfred nahm das Leben auf die leichte Schulter. War pfiffig und verschmitzt. Hatte, kaum flügge, mit einundzwanzig Jahren, geheiratet. Erfahrungen schie. nen ihn zwar um einiges gebessert zu haben. Seine letzten Brief« klangen so. War das nicht der Fall, nun, so sollt««r etwa» erleben. Juliu» Krampfl reckt« dt« eingefallen« Brust. Er war i« ÄtUtot SD««SknocT sollt« sei« Uoberlegeuheit sgüua. Julius Krampf ging zum Postamt und besiellle den.Berner Bund'. Man solle nicht glauben, daß er sich mit der Lektüre seines KreishlättchenS begnüge. Er verfolgte Innere und äußere Politik.aus hoher Perspektive'. Darum bestellt« er den.Ber- ner Bund'. Alfred würde sich wundern. Dann aber sank Krampfl wieder zusammen. Er ging zum Bureau, Den Dornenweg. Ihm war dir ganze Welt verhaßt. Und der Landrat vor allem. » Eine Stunde vor Ankunft de? ZugeS, der den Bruder Alfred bringen sollte, schwankte das Schlaszimmer HeS Krampflschen Ehepaare» vor Aufruhr. .Und ich sag« dir; du kommst nickst mit zum Bahnhof!' wetterte Krampfl mit ungewöhnlicher Energie.„Du erlaubst doch, daß in allgemeinen Taktfragen meine Ansicht maßgebend ist. wir? Du kennst ihn noch nicht persönlich. Also hast du zum Bahnhof nichj mitzukommrnl Damit bastal' Krampfl suchte mit dem Feigefinger den Kragen zu weiten. Sein Genick zuckte konvulsivisch. Frau Emma, so ihrer still auflehnenden Art, rebellierte elgenstnnig. .sind ich komm« doch mit! 23a» ist da» fkr ein Verbrechen, wenn ich. mit dir zusammen, deinen Bruder von der Bahn ab- holen will? Ich glaube, du bist auf meinen Schwager schon eifersüchtig, noch eh« ich ihn kennen lernte!' Julius Krampfl, in seinen geheimsten Gefühlen erkannt, be- gnügte sich mit einem zischenden»Dul', Do« er dicht vor Emmas Antlitz auSspi«. Sie wich zurück, al» er ihr nah« kam. Seine schadhaften Zähne. Mangelhafte Verdauung.@» war nicht verlockend, ihn nahe zu spüren, Juliu» Krampf setzte schließlich seinen Willen durch. Auf- geregt ging er zum Bahnhof. Sein« Frau sah durch da» Fenster auf die schwach erhellte Kl-instgdtstraße. Sie setzte sich an den Flügel. Sie gedachte früher Mädchen- tage. Sie spiette. verträumt, melancholische Lieder, die Julius, in Ihren kurzen Flitterwochen, behaglich gestimmt hatten. Plötzlich ward Ihr das bewußt. Si« brach jäh ab. Ein Griff nach der Stirn. Seufzer. Frau Emma Krampfl ging in den Stall hinab, um die Siege zu melken. In der Küche schalt da» Dienstmädchen Anw mit Ischen und Säte, Dm beide ichiien... SU««' IST ö sttidiei-te in dem homöopalhif<�n � V. Schulter. Buchstav- � CTT�.* Mage« (k zurüstke� P Heut« all«# ,«äS Al« sie wieder in» Eßzimmer trat, saß Tisch. Er-- Tr. Kneipp. Sic sah ihm über die iSe wußte: Verdauung. De» Gatten „Wo ist dein Bruder?' Keine Antwort. Frau Emma ging in die Küche, und al» sagte Juliu». nach geraumer Zest:, „Du merktest wohl indessen, 5aß er nicht kam. Klingel schrillt. Telegramm. „Komme morgen früh mit drm ersten Süll6 schluß verpaßt.' Krampfl reicht« das Blatt wortlo» seiner F�uu Sie aßen Bbendbrst schweigend wie immer. Nach einer halben Stunde stellt« Krampst Frage: ß „Ist die Ziege im Stall?' „Ja.' Schweigen. Di« Kinder schmatzen D--nn tzehen si'j�n» it�ü" darf ÄS IHO n btx �oii�cn rechtKjosialistijchin Partei �er lim gegen dea lSewaWeden. � ("Tb=, ## �rtichastio�nung gesucht werden kann. ÄÄÄfÄ'isr'Ä� »ÄÄT'S-- Ä TT:'"""-- lft»»l«l| vertanen und verraten sind. tedebsut vsr dm Geschworenen� KMSW OGMUWW UWMMW gehöre», zu beeinflussen._. isl die � h Revolution. Er schilderte die einzelnen s'nd jh/.--van der revolutionär gesinnten Aebeitersikiaft g.''icg?-arn unternonimcv worden sind, um den �-gliZi»..�'"'"/ Aiqatiforrn umzuändern und den �ein K'�berbeizuführen. Tie Regierung Hobe im k Mfiihn,..RegieriiWSsoziallsten alles getan, um di« hindern üf* wirklichen und gerechten Friedens zw Gilten r„L Regierung und die mahgebenden Parteien tvrrr!�" RuZgleichStrieden. weil sie sich des Sieges gliche S'n V('.'Wieviel glücklicher würde beute dos ganze Una�«.. Mv. wenn sich der Reichstag den Forderungen �ebour„ ,�-den Fraktion gesltgt hättet so sagte Genosse -lchtit(5' aneroiscl>cr Stinime. zu den Geschworenen ge- M der?�!be�e dann dos Verhalten der Regioswng öilkorxst.�Ä�ien beim Abschlus, des Brest-Litowsker und "to(eril-T �ewaltfriedrns und hob hervor, daß die heutige : Fortsetzung der ölten Annexionsrcaierung sei "ichon H rfin moralisches Recht habe, heute den«nncxionS. »"�Gegner abzulehnen. bfckv�T?,.�v>d« b 011 r«spmch nach 11 Uhr noch welter. tl« nunmehr iden wsiteren Veidaief der Noovlu- TiPfT locht hämtsch'.Eo�ift�r�v�der. kany et ineinetmg�n gehen schwelgend noch Hänselt(choüt. Die Stexn? im feuchtet phoSphoren.— sKortsetznng folgt.) &':""w v«nuiw------- So war er yrV t«nn er ineinetiwgpn tomnien, wann er Willi' folgend noch Houf«. Die Stern« im PKffen löschen aus. Gewitter tton. Sein« AuSfichrimgen waren von höchster posrti scher Bsdeutuidg. Er sprach frei und ungeMuugen, wandte sich Wd an die Sdicl>ter. bald an vi« Gesch. vor« neu. basd sprach « nach dem Zuyärerraum hin. Der Lvrsitzen'de ireß ihm m seiner Rede freien Spielraum, und uutcivrach ihn nur eimnal, als er den OberstaatSamixilt als eifrigen Vensosger des poZitlschen Umsturzes bezeichnete. Dieser Prozeß wird sich nicht durch jurisrisckie Finessen lösen lassen. ES wird ein poliitischer Prozeß werden, an Vom vaS gesamte Proletariat 'der WÄt innigen Anteil nehmen wird. Die ganze Schuld der Regierung Ebert�Schsi demann, ihr hinter hÄtiges Doppelspiel, die Schande, die sie durch ihr Verhalten dem deutschen Volk« dam Auslanide gegenüber zugefügt hat, wer- den airsgsrollt werden. In btefem Progeß wird nicht vor Genosse LedebourderAnge klagte sein, sondern d ie Regierung E b e r t- S ch e i d e ni a n n, die die Revo- tutian vermten bot, irm sich eine gesicherte Existenz im kapi- talisWschen Staate zu schassen. Seseiftm der lommusaleu Ardeiterrate? In den letzten Wochen weigern sich immer neue Gemeinden, «m die kommunalen Arbeiterräte fernerhin die Eni- schätzigung zu zahlen, die von den Gemeinden nach der Be- kannlmachung der preußischen Retzierung vom 18. November 1918 zu entrichten ist. Der Bürgexrat Gr»h-Berlin hat, nach einem im, Vorwärts' vom 18. d. Vi. erschienenen Bericht, beschlösse», auf Grund der angeblichen Tatsache, daß die preußische Regierung diese Bekanntmachung nicht in das Verzeichnis der der LandeSveriammlung zur nachträglichen Kenntnis unter- breiteten Verordnungen ausgenommen hat, den Minister de» Innern um Aiisktärung der Angelegenheit zu ersuchen. Der Bürgerrat stützt sich auf eine Tatsache, die nicht wahr rst. Jene Verordnung rst unter Nr. S deS vorerwähnten Verzeich» nissc« autdrüiilich ausgeführt. Infolgedessen kann keine Red« davon sein, daß preußische Gemeinden auch nur unter dem Anschein des Rechts die Zahlung v»u Eutschädigunge» an die kommunalen Arbciierräte verweigern. Zur Aufklärung der Angelegenheit hat Genosse Dr. Rosen, feld in der preußischen LandeSversnmmlung folgende kleine An» sruge gestellt: .Ist der Regierung bekannt, daß sich in letzter Zeit eine größer« Anzahl Gemeinden weigert, an die kommunalen Arbciterräte die durch die Bekanntmachung vom 18. November 1918 vorgesehenen Höhlungen zu leisten! Wo» gedenkt hie Regierung zu tun. um die Beachtung dieser Bekanntmachung durchzusetzen und die Existenz d« kommunalen A r b e i t« r r ä t« zu stchecn?' Gcwlilkslrelch gegen eine» vergakbellerrol. Da» Oberbfirggmt Hall» hat ein« Verfügung erlassen, wonach aus Anotvnung deS preußischen Handel«, ninister» der Bezirködergarbeiterrat beim Obabergamt Halte wegen Mißbrauch» seiner Tätigt«»!, weil er ein« politisch« Agitation gegen die bestehende Regierung entfaltet, und zur Sammlung eine» .KampffondS' aufforderte, beim Oberbergamt nicht mehr zugelassen werden würde. Dem Begirt». bergarbeiterrat»«irde da« durch folzend«; Schreiben mitgcteilt: .Schon(oied erholt hat der Bezirksbergarbeii-erra»«ine Tätigkeit vistaltet, die sich psfen ober v«rsi««tt ge g«n tzj« Reich»- und L q n d«» r« g i« r u«» richtet«. Im den, Text toi l« von Rr, HB de».Höllischen BolkSblatt" vom 14 Mai d. I. ist ein von d«m.Nezixtet>«NiM'rb»i»rr«rt kirn yberlergamt Halle" unwrzoichncwr Aufruf an dw.Revo- lütionären Bergariioit«« Müteldeutschkont«'' abgedruckt, l«r mit den Worten:.Kamenndenl Arm in Arm mit dem Kaptia- liSmu» versucht euch die Re-gi«rung zu tncveln.'.Schändliche Maßnahmen hat man getroffen, um die««twIuttvnHve Bewegung der Bergarbeiter zu erstickeu'.R isstet zu ucurn Schlägen, d«r Dag der Abrechiiui� mit eurem geinde» ist nicht mehr fern', offen gegen d»e Pvlirik uiiv di« Waßiuchmon»er Regierung Stellung nimmt und zu Widerstand undAampf�egen di« Regierung aufreizt. Der Bezirk« bergarbeiterrat sann deshalb in Zutunst für oft« Tcjtigkoit bei dem Oberbergamt nicht niohr zu. gelassen werden, denn das Oberbergamt hat als Slaatsbehache di« lfit der H'oglSregiening z» unterstützen und kann mich: . VoltsbShve. � Der Umzug, ? k tp»�. �'aufführung in der Volksbühne ließe �r».«.5 lsteignetexeS tztück irgend eine» noch unbekannten i •«au,"'t>irfen' al« c» die flomöbi«.Der Umzug" von � � sie g'«'"kf>ft Statt besonderer dichteriscker Eigenart; u*' von!lUt �ur<� etwa» ungewöhnliche.Einheit drs �»f», �B�ldjen ab: alle drei Akte spielen auf dem �nio�rr"''"fan ist da» Schema nicht gerad« neu: Dichter» 'Rpsk � mn lebendiger Hungerted— Diäter» Sterben, ei» n-kim.®chnihm. Da« alle» öbertfickt er selbst au» der "W- Im an der sein besckwidene» Grab g�'HO. unter vlütenhänsen und Amseigeflöte steigt in'"si h«wor und sieht baß verwundert zu. wie sein �'-----—*»**t»rWn U'oen ließ, unter i in ha»"'"J* tfflOUl Uli«—„--- ylichem% f TgtengrShep» JCöchterJrin legen ließ, unter 'Nii unh«in Prunkgvabmal mit Marmordenkmal. dem m �u«rweid«n.umgebettet" lvird, und kehrt angacke'.t ö�lerkfz»? und dem göchenhasten Torben dieser närrisch �'bn �spitzelte, verlachte und verriet, in sein .%«« iH Unter der Ech« zurück. g.� rruwen Lustspielen und Operetten an» tzwsem Thema felüfiirf* warde. hätte in lnefer halb märchenhaften, *1« di, einmal vertieft gefiaktet werden können, si*.��nlsserin nach poetischen Anfängen nicht ganz so dfr?"�ebke und Possenhafte verlöre,! hätw. Im .�."dlung fehlt e« lelder an bunten Simsällen, aber der ?.**riteh. � I'Nmep seffekkoser, die Sasire wird dickflüssiger, 0robtSrmg«v.«m hübschesten.st«», ivie wr ?,«intz T.** Lonne und dem Dezwitfcher der Bügel nichts als rtelfltfä'kiH'"f'm Annchen zur liebsten und zuteatelichsten g*! SeJJ/'y arimnitt. Abpr da» von der Regie de« Herrn .'*«ästig verstärkte Tsching-Pumm der Pauk« de» der �te«b«te schkteßlich«Se felser«« dichterischen Alönoe und entschied bei einem großen Teil de» Publikum» den HeiterkestSelssotg- Sin Reiner er Teil«nteirstete sich ig übertriebener und völlig unangebrachter Weis« ci�f HailSschlüsseln. Die Darstellung Rieb in der Wiedengabe mnigsr provinzielle, Typen(besonders der Komiterherren) selbst im Provinztellen stecken: al» verstorbener Dichte? halte ochet Her» Jörgen Fehling nt rechter Mischung bi« nötigen Merkmale von Tod und Loben, fveilich ohne die voll« künstlerisckje U«l»erl«genly:it. In den Mittel- Punkt der Aufführung tollte sich herzhaft al« Annchen Frl. Lueie Mannheim: sie war«in Springinsfeld der Bühne, ohne dabei dt« kindtich« Nattir zu verleugnen. Die Damen Bethge und Weißleder bewährten sich al« redselig, Klatschbasen, wn live ich Frl. B e rg S m a al» traiernd« gräfliche Geitebte fast nur dekorativ zu wirken hat:«. Herr H e r z s« l d al» salbadernder Bürger- moister und Herr Lach» ist» vertrottelt sächselnder Kultusminister warcn ziuei sehr amüsante Typen. Herr Berber zeigte als Dich-terpaler eigenen Umriß. Di« Bühnenbilder von Karl Jakob Ht yfch sorgte» für Vtm»muns»reiz am Dichteryxaib, E. B.f dulden, daß Personen, welche SsferttAch zum Kampfe gegen! dkg StaatSregievung«ufroizenk sein« Tätigkeit übecwachen luchi seine Diensträuin« benutzen. Aus telegraphischeAnweisnugdeSHerrn Mi-» nist«rS für Handel und G«w«rb« ersuchen wir Sie» Ihre Tätigkeit bei dem Oberbergamt«inzustellen und dag Dienstgebäube de» Oberbergamts mit allen Ihnen gehörigen! Sachen bi» zum Schlüsse der heutigen Dierisisiwiiben zu räumew. Di« Zahlung Ihrer Bezüge wird mit Ablauf des h'uttgenl Tages eingestellt. Die Führung des Zusatzes„beim Oberbergamt Halle" zte Ihrer Beseichnuniz:.Bezrrksbergarboiterrott' wich Jhn>eni untersagt." Temen rsprecliend hat der BezirkSbergarbeilerrat seine Tätigt« kett am Oberbergamt mit dem Ablauf de» 18. Bivi eingestellt, Scharf. Die kapitalistische Presse jubelt bereits darüber, daß de« Bergarbeiterrat nichts mehr zu sagen haben solle. So schnell dürfte da» jedoch nicht gehen. Zunächst einmal werden die Berg- arbeiter dazu Stellung nehmen und darüber entscheiden, ob sie die Beseitigung ihrer Vertretung zulassen wollen oder nicht. Der Aufruf, von vem in dem Schreiben des Oberber�imteS di« Rede ist, hatte folgenden Worttaut: Kameraden! A rm rn Arm mit dem Kapitalismus be> sticht euch die Regierung zu knebeln. Aufhebung deS Streik rechts. Ausnahm aesetze und ander« ebensa schändliche Maßnahmen bat man getroffen, um di« revolutionäre Bewegung der Bergarbeiter zu ersticken. Vcr» Haftungen sind an dcr Tagesordnung. Hohe Strafen werden verhängt. Mit Hilfe dcr Erpresserparagraphen will «an die Führer in die Gefängnisse werfen. Kameraden! Brecht den Terror dcr Kapitalisten und ihrer Handlanger. Auf euch kommt eS anl Ihr seid der Stoßtrupp des revolutionären Vroletariatlk Rüstet zu neu--n Schlägen, der Tag der Wrechnung mlk euren Feinden ist nicht mehr fe'nl Bezirksbergarbciterrat beim Oberbergamt Halle.! Am Mittwoch, den 21, findet in Halle eine Konferenz der Bevgwe rksbc tr iobs rüte des mitteldeutschen CrubenrcvierS statt, die sich mit diesem Gewaltakt befassen wirb. Augarn vor neuen Kämpfen. Budapest, 19. Mai DaS kämpfende Proletariat Ungarn# richtete ein Telegramm an da» Proletariat der ganzen Welt, in dem eS u.a. heißt: Die vage der ungarischen Räterrpublik hat sich wieder gefestigt. Die Kapitalisten und Imperialisten deS Auslände» rüsten jedoch zu neuem Ansturm und schicken sich an, am 20. Mol einen allgemeinen S ngri ff vo» allen Seiten gegen di« ungarische Räterepublik zu richten. Di» KapllaMstea sind solidarisch, um ein Volk zu erdrosseln, welche» sich von der Ausbeutung befreit Hot. Seid auch ihr solidarisch mit tm« und«acht diese« räuberisch« Attentat unmöglichl Budapest, lg. Mach Wie„voeroe» lljsag" meidet, gelang es in RakoSpalota, ein« Gesellschaft von Gegenrevolutionären dingfest zu Mächen, welche durch einen bewaffneten Ausstand die Rcgi«ru,lg stürzen wollt«». ES wurden große Mengen Waffen inch Munition gefunden. Die verhafteten gostanden, daß sie mit dem ge* wesenen Letter der Budapest«! Polizei in verbin. dung standen, welcher in Budapest eine Ähnliche Bewegung organisierte. ttt wurde dapaufhin eben fall» verhaftet. Man vev- mutet, daß die verhafteten auch mit den«rader und Wie- n« x Gegenrevolution Seen im Verbindung standen. L Dt«.««n-ffenfchast so, tollst, sch.x Künstler" veranstaltet in der nächsten fsett«in« Reih« von vvrl-regSftirsen, di« die Entwicklung de» EopialiSmil« nach der wirtsckv>ftl!ch n und ideellen iphilosoph'schc») S-ite. sowie d« neu«» kü n st arische n und geistigen k nsgaben einer sozinlifti ichen Gesellschaft behandeln. Reierentln ist die Mannte sozialpolitische Scheftst eller in flu Märien. Do« Thema ist in drei Haupdrurse aeteilt mit einem eingelegten Marx-KursuS. Da» Honorar für Vden Kursus(vier bis 5 Abend?! beträgt 8 M., für all« vier Kurs« 10 M. Acnossen- schaftsmitol«sier haben freien Eintritt Ausnchrlich?« Programm wird auf Wunsch kostenfrei von der Geschäfwstelle G nossenschaft sozialistischer Künststr. Berlin-Steglitz Mommtensiraste 24 w, fand».— D<«„Geiwstenschaft sozio 4sti scher Künstter" will als cvste neugebildete sozialistische Organ! sa Ii on der freien künstleri- scheu Berufe, daß d,e demnächst stattfindenden Wahlen drr Arbeiter- Räte in Groß-Berlin für di« G-chiet« drr Kunst nur unter einbeitlichcr soziolisti scher stührung zu erfolgen hoben. Alfons Poquet, der Dichter und PcLjtAer, veröffentlicht ' tefn« B« rickte und Aufzeichnungen über seinen einjahr g«n . Auls«» halt m Moskau unter dem Titel m kommunistj. schen Rußland" im««rioge von Eugen Dtedcoich» in Jena. Re si Langer spricht am LS. Mai im ütessinamasenm Wetzsle nfe D*. A. H. Ä aber den Abmid ein« Gewerkschaftliches. !»>»»v»st»n»»«»»»>»> Sohnkampf der Rechtsanwaltsangestellten. KivsschA, den, Berliner A�nwastSverrim und der Organisation bat A-»g.itellten schwebten lange Zeit Vorhanldlungen über de» Abschiuß eines Taoift'ortro�iS� über den zwischen einer g?m«ur« sgimcn Kgnvnission der Anwälte und Angestellt«« bSbart» ein: Einverständnis erzielt war. AnwaltSangestcllle unterstehen biS- her weiter bor Geinerbftr.timimg noch dem.Handelsgesetzbuch, ge- nfrßen also feinerlei«sctzvichem Eck/utz. Ähre Bezahlung ist wähl dee schlecht ste aller Ärufsgvuppen. verheiratet« Angestellte ar- beiten noch immer für 150— 200 SR. monatlich TeuecungSzu» lagen wurden nicht gewährt. Ein großer Teil der Anwälte hat sm Gegenipil währcrid de» Krieges dte Gehälter noch gesürzt, weil aiigebsich ihre Einnahmen auch geringer geworben sind. Wte traurig die jrtz ge Bezahlung ist. ergibt wohl schon der Tarif- vertrag, der Gehaltssatz« für Gehilfe» von 100 M. bi» zu 200 M. oranoifcch twsim, letzteren Betrag nach neunhährigsr Tätigkeit. Für di« außerordentlich berautimor#iche Tätegk« der Bureauvor» stich.'« werden 800—500 M. gefordert. Es handelt sich hier also we 95,00 M., bei halbjähriger �schäsUaung 100,00»t, für Arbeiterinnen unter 90 Jahren ist der Lohn 20 b. H., über 20 Jahre 25 v. H. niedriger ql« für nseichaltriax männlich«. Die möchrntliche Arbeitszeit beträtzt 48 Stunden mit der Maßgabe, daß an den Tagen vor Spun- und Festtagen 2 Stunden früher Schluß ist. Itederstunden werden mit 25 y. H. Ausschlag vergütet und SonniagSarbeit, die nur in besonder» dringenden Fällen geleistet werden darf, mit 60 v. H. Aufschlag.— Urlaub wird«wahrt nach einsähriw-n Bewiafii. äUng drei, nach zweijähriger Beschäftigung fünf, nach dr«>>ahrig«r Beschäftigung acht Arbeitstag«. Auch, die AuWegimg de*§ 610 B. G. B. ist vertraglich festgelegt. Du Bertrag hat rücktvteckends Kraft ab 1. April 1910..... Etwaige Difserenzen bei du Durchfschvung sind sofort dem Branchenleiter Kollegen Kohlsihniidt,«ngel llser 91, Sst meidet». Ebenso sind alle Anftagen»u» diesem Vertrag an iMUU Safe legen zu richte». Der liebe Gokt soll helfen. Er sollte schon bsi Ausbruch-des Krieges seine Grnrst der d-eutsch-Prengischen Kriesfilhrnwg zmvenben. Die Pro- Äiger bor Liebe segneten bie deutschen Fahnen, hielten An- sprachen an bie Soldaten, die fnr König am'ö Vatertand ■muti.g ihr Löben einsehen sollten, Wäl)ven>d>des Krieges hielten sie Dankgottesdienste ab, wenn ein Sieg erfochten war. Die bösen Feinde müßten zerschmettert werden, so wnrrlde von den Kanzeln innerhalb und außerhalb der Kirchen von den Vetkiinbern der Lohre Christi gelpredigt. Der Krieg ist anders ausgegangen, wie sie alle hosslen. Der Webe Gott hat die VöNerhasser nicht erhört, er'hat seine Gunst den„Feinden" zugeivendet. Jetzt passen sich die - Gottes gelehrten der Situation an und veranstalten Betlage für einen guten Frieden. Der evangelische Oberkirchenrat -hatte fÄr den letzten Sonntag einen allgemeinen Bei- Gottes- dienst angesetzt. In der alten Kirche xu St. NiMai predigte der Ganera'Iiiuper: nlenbent von Berlin Probst D. Händlsr. Der Gottesdienst degann mit dem Siede.des deutschen Frei- beitssängers Moritz Arndt:„Ich weiß, an wen ich glaube". Dann leitete das Liad Paul Gerhardts aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges: �Ksfichl Du Deine Wege" zur Predigt über. D. Händler sprach über 1. Petri, 5. So demütigt Euch-unter die gewaltige Haud Gottes, daß er Ei'ck erhöhen-möge zu seiner Zeit. Alle Eure Sorgen werfet ans Ihn, denn er sorget für Euch. Er ge-dachte auch des Kaisers, daß Gott einen Wall um ihn legen möge, unserer Generale, unserer Kinder, aller, die unter der«deutschen Schmach zerbrechen würden. Die Gemeinde stimmte dann an:„Ans tiefer Not schrei ich zu Dir". Das alte Lied, und'doch hat diese Art Christentum schon sängst nichts mehr mit wahrer Mmschertlieve zw tun, welche die VölLepseligkeit zur Voraussetzung lxrt. Immer weitere .Kreise erkennen das und weuden der Kirche fluchtartig den 3iiiuen._ Hätten die christlichen Prediger ihre Aufgabe er- kcmnt, so hätten sie vom ersten Tage des Krieges ab mit aller Eni schwdsnheit als Kriegsgegner und gegen jede Kriegs- Verlängerung auftreten müssen. Heute gleicht an ilire vll- wm fassende Menschenliebe kein Mensch mehr. remnankS zufneoen««r, vor,-in rranrigeR Brnsve?. fräubni'-- vortieg.. De? Mord wird also unge-ühnt bleiben Bisher ist überhaupt noch lein einziger Fall belanniaeworden, wo Mrlitärpersonen, die sich während der Märzkämpfe grobe klliSschreitungen zuschulden kommen ließen, beiira»! worden sind. Wenn die Militärgerichte bei der Untersu-ckung gegen Angehörige der Regierung? truppen mit dem gleichen Eifer und der gleichen Schnelligkeit arbeiten würden, wie bei der Aburteilung von Vergehen der Aufständigen, so hätte schon mancher Mord seine Sühne gefunden. Aus der Armee. Da Sie Freiwilligen- Korps wohl nicht den nötigen.. ulauf haben ist man setz» anscheinend dazu üocrgesrngen. ein Ama- zonen-korps aufzustellen. Um sie für die Angriffe auf Spartakus sattelfest zu machen, kann man jetzt allabendlich hinter-Hundekehlc sehen, wie sie von ihren männlichen Pa ncrn im Reiten au«- Traten werben ztf große?sische mikgeflKTW, ,5.,* ! Fisch-lettsn daran? hergestellt werden. Auch m<».»-> -Schellfisch zum Abendbror dienen.. � Gegen die Spieler und Händler, die sich jetzt den Park ausgesucht haben, erläßt der Aobeiterrat der 1 Drevww folgende Beka nnlmavchung: An alle Brsuch kommando I für die Buchstaben A— D, Bezirkskommaado '"—-- c Ti T S"«®l!v. Ein Mord und keine Sühne. Am S. März wurde in de? Alexonderstraße Nr. S der Gohn d«S Ehepaares Böhme verhaftet, als«r von einer BetviebSber- fammlung nach Hause lohvte. Er sollt« auf RcgierunaStruppen ge- schoffeii haben. Man fand aber keinerlei Waffen bei ihm, auch an den Kämpfen hat er sich nicht beteiligt. Trotzdem wurde der junge 'Mann abends gegen 7 Uhr erschossen. Der Vizewachtmeister H e? l i n g von dcr dritten Batterie, Freikorps Lüttwitz, lies in das Ropierbuch einschreiben:„An den Unruhen beteiligt mit der Was fr." Frau Böhme hat in daS R edierbuch Einsicht genommen und dir Einlragung gesehen. Der Wachtmeister bestritt später, die Ein- tragung vorgenommen zu haben, da an dem betreffenden Tag: der Rittmeister von Düffel das Kommando gehabt habe, und eS fei daher anzunehmen, daß dieser den Zungen Böhme er- morden ließ. Düjfel hat sich inzwischen nach Thüringen ver- fetzen lasten, er ist setzt nicht mehr aufzufinden. Herr Döl me hat wegen der Ermordimg seine? Sohn-cS bei der Militär- behörte Strafantrag gestellt. Die Angelegenheit kann vor kurzem vor das Mlitärgencht zur Verhandlung. Der Wachtmeister beschwor, daß er die Eintragung nicht vorgenommen habe. Die Eltern mußten sich mit der belanglosen Vertröstung eines Ober- wirken und der g.sunkenen Moral nicht gerade nur die Beine Heller Kirchliche Moral. Aus dom Luisen' riedhos am Füvstenbrunner Wr>:, sollte ein Begräbnis ohne die TrosteSwvri« eines Pfarrer? stattsinden, die Angehörigen hatten- die Kapelle schmüäeu lassen und für die Ausoahrung das Geld schon im voraus zählen müssen. Aus dem Friedhof wurde erilärt, die Ausbahvung könne nickt stattfinden, da lein Pfarrer bestellt sei. Auch wurde verboten, jemanden sprechen zu lassen.— Aber sie triefen von Menschenliebe und predigen noch immer: Liebe deinen Nächsten wie doch seilet Die vecwäfferte Milch. Von feiten einiger Vertreter des MilchhandclS wurde bei einer Aussprache mit der Fettnelle Groß-Berlin(Milch) die Fett- � armut nach Berlin gelieferter Milch damit begründet, daß dcr Fett- l geholt der ermolkenen Milch tatsächlich zurückgegangen sei. Hieran ' wurde die Forderung geknüpft, feilarme Milch von der Prä- mierung künftig nicht mehr auszuschließen. Die KreiSfcttstelle Angermünde, welche sich vor allem um die Hebung der Milch- qualität und des Fettgehaltes der nach dem Groß-Berliner LieferungSgebiet kommenden Milch bemüht, hat nun durch dauernde Probenahme und mit Hilfe eines eigenen Laboratoriums wichtige Erfahrungen gesammelt. Hiernach ist festzustellen, daß der Rückgang des Fettgehalte? nicht am Futtermangel, sondern eher ganz allein auf Verfälschung zurückzuführen ist. Zahllose Untersuchungen de? Fettgehaltes haben nur in ganz wenigen Fällen und bei ganz wenigcn Kühen einen besonders niedrigen Fcttgebält ergeben. Di« KmSsettstell: Angermünde ist überzeugt, daß, sobald die Uniersuchung von der Mischmilch mehrerer Kühe erfol l. ein ausreichender Fettgehalt sich überall noch ergeben müsse, wo keine Verfälschung borliege. Die Verwendung des Charlottenburger Schlosses. Der Gouverneur von Berlin hatte Wohl in Anregung gebracht, das Eharlottenburger Schloß für die Kriegsbeschädigten zu verwenden. Die bisher im Schloß zur Verfügung gestellten Räum« genügen dem Anspruch aber nicht. Vor allem ist die orthopädische Anstalt in arger Bedrängnis. ES müssen möglichst alle Räume der Pflege der KviegSbeschädi-zten überwiesen wetd-en, da tä� lich Anmeldungen wegen Besetzung abgewiesen werden müssen. Infolge Raummangels müssen Amputierte oft 3— 4 Monate auf orthopädische Stiesel warten. Gleichfalls mutz Platz geschaffen lverden für eine Lcichtkranlen-Abieuung von C— 800 Mann, dazu können leicht die beiden Schloßkasernen gewannen toerden. Seefische Wierhen wieder reichlicher angeboten!. Die Fische - stammen zum großen Teil aus Holland und Dänamark und kam» men in guter Qualität an. Hauptsächlich sind eS Schellsische, die durch den freien Handel eingeführt werden. Der Berein der Fischhändler weist darauf hin. daß die Fische auf verschiedene Art verwendet werden können. Sie können gebraten und gekocht ge- geben werden, mit Mostrich- oder Mecrrettigsauce, auch grün ge- kocht wie Aal und Hecht. Sceftsche passen zu zudem Genrche. Beim JX-'Jiiycii«UX'yd�**wry,i ivu � v e iv, w. �.i-v»«, �.. schließlich 9. November 1918 bei einem Einkommen von- � in Orten mit weniger als SO 000 Einwohnern, bis 0 Orten mit 50—100000 Einwohnern, bi? 5000 M, in C ------ IT-f.- t;„s Of'S Uli; -i-uc«*.y(ci,4iyujiy � 9— 12 Uhr. Die P er sorau ngsabtc i in nig des Bezirks findet sich Potsdamer Sir. 56.' � itettin verkehrt nach einer- � die Züge 435 ab Berlin Stettiner Bahnhof k>,ou Sbersivalde 6,44, Angermünde 7,14 und an Stettin d,-. und 430 ab Stettin 7,45 vomn., Tantow 8,15, Eberswalde 9,22, an Berlin 10,30 vorm. Beide 9..— 4 Wagenklasse und halten nur auf den oben w Mittwoch 2, Stationen Tie Redaktion der„Freiheit" ist am mittag von 4 bis G Uhr grschlossea. ?eltow-Ve«»kow Kreisbureau Aus den Orglmlsakouen. e«»bow. Freitag, den 23. d. St, otlcn�' iti.isuunruu Neukölln, Neckar-Str. 8,«Ine Sitzung„ 53 k delegierten der U. S. P, D, des«reise». Am Ft«U?0.%"i«g findet in der Arbeiterbildungsschule Berlin, Schiblcr-u, Frauenkonferenz statt. Die FunkttonSrlnnen unsere» ersucht, sich daran zu beteiligen. Di« Sitzung de« Kreisvo- � fß Sonnabend fällt aus. Nächst« Sitzung«mr Dienstag, W ab«nd» 8 Uhr, im Kr«isbur«an.„ y Neukölln. Zur Demonstration treffen sich ousig� Genossen, soweit sie nicht von ihre» Betrieben nach»«« A r 1 gehen, um 8 Uhr in den bekannten vezkkslokalen. Avm �,,>1!» i dort pünktlich um'Ai Uhr. Der Aufklärungsabenb de» si# j findet am Donners lag, den 22. d. St., abend» 7% Uhr, v,-?- sonder» bei Lobe, Steinmetzstr. 35. statt..—[((• Wilmersdorf. De: zum Mittwoch abend t» Holenfe«. 1' � si Diskussionsabend fällt au». Die Parteigenossen und Benvll»1 Wilmersdorf und Halen fe« begeben sich direkt zur Dewom"" Schlotzplatz.«w, � ittmoch, den». Mos.<*•*•«%| U. S. P. Spandau. Mitttvo den bekannten Bezirkslokalen Flugblatkerbreltung. � � � kührer empfangen die Flugblätter von nachmittag» 3 W1 dition der.Freiheit", Lindenufer 34. Der Borstonb. tief'' Nowawe«. Heute und Mittwoch, den 21. b. M., schnitt GS her Einfuhr-Zusatzkart« der Verkauf von Sch� D« Produkten statt. Auf jeden Abschnitt»ntsallen 125 Grvm Ausgabe erfolgt zusammen mit der ersten Fleischration WI«'___> Verantwortlich für dl« Redaktion Alfred Dielepp-!) Verlagsgenossenschaft.Freiheit",«. G. m. b, H,. B-rlm. �.�5,, Lindendruckscsi und Berlagsgcsellschaft m. b. H., Cchilt��fst g-m»«MO«Mnmo»»BN f k k ! 1 1 WA Heute Dienstag, öea 20. Mai gelangt zur Ausgabe: Annehmen oSsr ablehnen! Die Unabhängige Sozia!- üemokralte unö öer 5rieAe Mr Beiträgen von K. Kautefg, Gg. E. Graf, C. Ballod, TL Stein, R. Hilferäing und H. Haase. preis so Pfennig. Buchyändler, Lpediteure und Zeitungshäudler wollen sofort ihren Bedarf anmelden. l zrtceter in ollen Grten Deutsch- lanüs gesucht! t: lagt aencssenschaft.Z.cihcit"«. m. b. h. ß-edin N. w. 6. Schiffbauer�imm 1�. 1 P. S. 3. Kreis SeuWer MsLi:er-Ve:ba«d. Aliaie Belli» Gurea» und ArbeittSnachweiS: NO 4�, Weinstrahe H, Fernspr. Alex. 2783. I Elm TonuerStan, den 22. Mal, abend» tmnrt 7 Uhr SsNionS'VersMMlüvg der Velz-Iwstche w dcr Aula des Sophten-Shmuastums, Wetumetstcrstr. 15. TageD-Ordiiung: L Dir(itsoiwJtllsca Lohn- und«rbcU.verbSllUtise Im der Petj- breuli e. Neirrrnt Sollrgc Sali DUtiuaml. Z. DiSIuitzon- Z. Verichtedruet. Dokeacn crichewt in Siegen. Kiraaai der! tchtou Ort Mit ichädigt sich jadji und dir Slligcmciuhtii ' Die OrtSdarwalwna. i Verblmd der Salller und Iorteseuiller Ortsvertvaltnng LeriiiO DteaenUig, den 22. Mai 1919, abends S Uhr I» des ÄRMIKBÄUEH, Konünandafftnstr. 58-59 LichtbiSder-Vortrag de* Sebrlttstclicn Haas Siessea über Die Revolution in Seriin mit eutbestischea Bildern im den Revolutio;is- and StraßcaUaiifen. Einlritt 1 Mk- Vorverkauf bei Schweikert. Alte JakobitraCe U. bei den BeskWekrere und von 7 Uhr ab an der Abendkasse. ,, Der Vorstand. Am Donnerstag, SS. Mai ISIS, abeitds 7 Uhr, findet in Koekers Festfälcn. Weberstraße 17, eine Generalversammlung ftiitf. imtt. DnarSotbnune: t»BaW von 3 Angettellte» fär bte m erliner«ermslm»». g aer Dclfoicrtcn jnr Berliner iSewcrtfchafie- 3.«zahl' von et»-» Dcleaterten j. Tetorrrschatrstonareki. * �?bu�MUni>edibuch oder SRltgiUt.Üutie lein tzutrUt. Znhlrctchk» ivtchcineu ennnrtir Tie ertöverwalmn». veulilher fislilklitittt-NtrbM Verwaltung Berlin. Telephon: Amt Moritzvlatz 10323, 3578. Bureau. Berlin, Rungestr 30. Klavierarbeitcr! MtUW-ch.»«»l.»val,»deud»» Uhr. austerordentliche Veriammlnun dkl BnfrulliuSicme und«lrb.ueraussqLIsc im Nrichcndcrger Hos, Ndch-n.'»»« � �i.ce«er&n.n«: 1. ErflLnzungSwal'l der Branchenlommlssion. 2. VerbaudS- und Lrannjenattgclegenßeto-__ Bautischler sämtl. Bezirke Gr.-Berlius! DonuerSiag. deu 22. Mai. adkild« 7 uvr. im BewcllschastS- hmu, Gaul I. Tngr»ordn»ng- 1. Tie Jefrifle Lag- in i>« vl-mchk. 2. Dlewisio». 2. Wahl »ou"?ni"�Än Kiit.-trocSt der ttlditiscn XanriSortmuiifl l« tä Mc liriler km««injaucn 2oll--,en, in bldet«ersammiimg ju«• :cftciKcn!«lud, die wouraen, dir mdjt raeljt ,n der uiionuie erde» reu. aber eil Bautiidicr für Ifülcr wieder in grüne tommr». tu- wie vimttichc nvbeUälojen Bautischler»nd oelpfuqiei, ei'rnsall? zu eijcheiiien.__ Achtuna! Tischler Bezirk Osten I. Ae A-.iimmiun« Rubel licht cm Monia.i, fosveni cot Mittwoch, üc« 21. Mai. aveudo P Wir ttail. Die Trtsssrwallung. II.!.?. llilirlMiiliiirz. Die Genossen der U. 8. P. treffen sich am Mittwoch nachmittag 4 Uhr am Wilhelmplatz. Von dort gemeinsamer Marsch zur Massendemonstration im Lustgarten. Der Vorstand. IIa freie Welt Illustrierte Wochenschrift der U, S. P. D, Heft 4 erscheint morgen den 21. Mai. Aus dem Inhalt:". Die Bewaiinnng der Bourgeoisie. Bilder von der Friedenskonferenz. Bilder aus dem Kali- u. de m Kohlenbergbau. Notstandsarbeiten am Mittellandkanal. Karikaturen u. a. Der Wiederaufbau unseres Wirtschaftslebens. Von Prof. Ballod. Leo Tolstois Roman„Der Teufel". Preis 20 Pfennig Abonnement Mai /Juni Mk, 1.60 Nr. 1— 3 können noch nachgeliefert werden 1 Zu haben in sllen Zeitunds vcrkauisstellen, Kiosken, Bahnhoksbuchhandlnn�cn, sowie im Verlajs der , freien Welt", Berlin NW 6 Schittbancrdamm 19. Hingerichtet sind die Augen aller auf die P.cchts- detektei„Waiirlioil"! Auskünfte. Beobaclituneen, Verfolgungen! Sämtliche Rechtssachen! Hervorraccadc Erfolge! Kottbuser Damm 65, Ncandcrstr. 7. Adalberts ir.%. 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