ünztiprels W pf?•?chrgaas 2 ÄÄaTilo«: Vrrlw 99®. 6, edüffVinetbomm l»111- R«ni>K4n: Hart Werben«••»»"» 2»»«. Mittwoch, öen 21. Mai 1*19 Nummer 243> �benS-Musgade Infernt» kofirn die clchtgespaN. Nonpareilleze�e oder deren Nairm 1,20 Ctf., lvorianzeigen das fettgedruckte Wort 60 jedes weitere lvort:5pf. Tenerunzsznsc�laz ßOptoj. Familien- und!)trsammlunzsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den darauf- folgenden Tag müssen spätestens bis 3 Ühr nachmittag, bei der Erped�tion anfgegeben fein. Expeditw«: Neri in NW. v» E chissbanerdamm Itt Fernsprecher: Am« Norden 07CS berliner-Vrffan bpr Umbhämfmi SojMömiüFmtie �eutfcblanb# Arbeitendes Volk Berlins! Heute 5 Ahr: Massendemonstration sür den Frieden im Lustgarten I �— i-------------------------- � gut vorbereilele Alilchl. *•----* t A•(*XT.. 'oum e�n Mansch zweifelt daran, daß die Flucht dt«,-, gelungene»»nn-r>n n 6 i v o r- Bbe- i"« i( n---- .— Ergebnis einer wohl vor i-'en-iiöt'.rtuil.n Aktion der OffizierSkamarilla des 6iirm,rr:�' das verlegene Schweigen N V reffe und die würdigen Ausreden tg* v r 1*"' der zu NoZkeS mildem Schreiben an sangen g-nk �tttwitz meint,„es stehe fest, daß die War- die leiAt.�j rbci< den zuständigen Stellen keineswegs auf genommen worden sind". W i e I e i ch t sie 'hn,;.& ��d$" sind, zeigt je die Tatfache, daß die Flucht �ilum, ß,:/.-? � w i e r l g k e i t gelungen ist, daß die Mit. ftyfenfnA»*" 1WK der„zuständigen Stelle" erst der '*'« od.. r- unterbreitet worden ist. nachdem Vogel und . letne*s.if»r«Fi.lf.r in Sicherheit waren, und daß od..? � unterbreitet worden ist, nacyvem 5.0* j»h,'f!ne Helfershelfer in Sicherheit waren, und daß wflen fwVf1* Öffentlichkeit auch noch systematisch zu be- �ttelst Offizier, der den Oberleutnant Vogel Alterst'?f'.„ D�r Offizier, der den Ooerleurnanr-vogrt Mt(e ij'Wstfr Papiere au? dem TefängniZ befreit hat, ?en wir in unserer DicnStaa- Hchune-J'iL wiedergaben, wurde gesagt, daß Nach- ft ftflv!. einem Offizier namenS Lindemann bei �esen u: e'Kavallerie-Schützen�Division vergeblich ge- Hiei» , MT, kern„C*n»ätt#" Herr Dr. Z? a x Bre». irrirAichc« Grap?il»Verumdt.ur»gKsle!I«, SiS- Wgm.—*. ISA»W»n*fv *%##:## • v t % Httttru1 8f®ei*ort»S einlra», Wtr«r Kassierer der ürapfft- ettt Kikym»erschiedener Cedfentnnnsie twrr von ----"""'"• 1.— �« � rr Wf /»- T f S T rt t santlvortlich«» Instanzen geduldete, wenn nicht selbst Vorbereitetee NefreiungSaktion handelt. Die Zuchtlosigkeit der SoldateSla, die stiicht von den„national" «mpfmdcnden deutschen Mitbürgern in erschreckender Weise auS den Ostgebieten und den AufstalidZgebietcn gemeidet wird— sollen doch nach veroiirgden Nachrichten in tv tünchen mehr alS 700 Aufsirindische ohne Urteil«rschosien worden sein— nimmt immer mehr überhaiS», bU OffizierS-Kamarilla verlacht i n offenem Hohn alle revolutionären Errungenschaften, spottet der Lnardnunaen de" KriegSimnisteriumS und fetzt den Befehlen der Regierung, sofern sie ihr unangenehm sind, die nackte Verweigerung deS SehorfamS entgegen. Genosse Rovke ist ein willenloser Spielball in den Händen dieser KriegSlnechi«, dt« offen vor aller Welt ohne Scham und Scheu den reaktionäre>i Putsch vorbereiten und ihre militärischen llmsturzversuche nicht im Geringsten zu verbergen suchen. Di« Tag« der Abrech- nun# de« Volke« für diese zuchtlose Soldaiedka werden koinineii. dann aber wird die Abrechnung nicht Halt machen vor denen, die heute die Verantwortung für dieses Treiben tragen. Der„-v» r- w ä r! s" findet in feiner gestrigen Abendausgabe einen ein- zigen Satz der Verurteilung Über diese neue Ungeheuer- lichkeit, einen Satz, der dk Erwartung nach einschneidenden Maß- nahinen ausspricht und wie ein blutiger Hohn auf da? heute die verantwrrtuug für dieses Treiben tragen. Der„vor. wärt?" weiß ebenso gut wie wir, daß eZ sich nicht um die Zucht» losigkeit einzelner Offrziene, sondern um die Reuerrichtung de» skrupellosesten Militarismus handelt. Der„vorwärts" weiß genau s« gut wie wir. daß«inschneidende Maßnahmen nicht mög- lich stnd, da die Rogierurrg sich diesem MilUariSmnS mit.Haut und Haar verkaust hat und ihm heute machtlos gegenübersteht. Aber auch dieser neue Militarismus trägt den Todeskeim in sich und sein Sieg wird sein Untergang sein." Aber der„v o r w ä r t 8" ist auch in diesem Fall getreu seiner ständigen Haltung ganz damit zufrieden, daß RvSke eine milde Warnung an die OffizicrSkainarilla gerichtet hat. Wie in allen Fällen, so will er auch jetzt nicht sehen, daß die Flucht Bogels die offene Auflehnung der Militaristen mm �"Men. Im.— ni>we«saat.»• 5' Ifi in.« vjrv/»--w-----~ Y~ f'ffe wie««sagt, m. 5. große* persönucye» «v?iM daran, daß dieser«indeuram, den Ober- Ü." befreit bot? Und wer wagt zu bestreiten die CV->4» V/VSt» vm> t V m-m—--------- bo« Ä 2aß die Existenz diese? Lindeman t.„ j?r. Earde-Kovallerie-SLühen-Dibision ab a e b.„ fIr®' nachdem stevoreiniaenTaaenzu » Wurf», r,; mt j&mj r..1 ' � I Ol c n qr�rii t/uv— «rü"7.'- die in diesem Treiben der Osstziiersi'amarilla fin. schreibt die rechtssozialistische„Freie Zeitung": ichst"*»Hort» neu« Nachricht, die die Massen iffi.!-tregung auspeitschen muß. Der einzig verurteilte durch«me völlig unerklärliche BefreiungStai' . kraden aus dc:n Gefängnis entflohen, vergeblich ver-' _.—\..r„ vrO. 1 bin f««f»-dem ste vor einigen Taaen zu- der n.r f' �ristif hindeutet, wo die eigentlichen Ur- dtlf A Nucht zu suchen sind? Tekogi. L wuschen neben da? zu und erkennen die gegen Recht und Gesetz ist, daß die Regierung sonders RoSk« tatenlos zusehen„uusscn. und be- «e nv-\ r#u8 dcw GcsäugniS entflohen. Vergeblich v n hf �'ltavallerie.Schiitzcn-Division diese unerhörte P.. wttch. q s�su schütteln. Wer da? Schw i n d e I s y st« m Hot ü lRilitariSmu» 4% Kriegsjahre hindurch kennen eift' au* den Verhandlungen de? Prozesses den»b- i d» Schwindel und«ohlvorberei teten daß"'i lwr zweifelt auch heute keinen Augenblick w sich hie- um ein« wohlberechnete, von den ver- Eine öeuifche Me an die'ÄMerkea. Antrag auf Verlängcnmg der Frist. « erfaillr«. 20. Mal. Der«orsitzende der deutschen FriedenSdelegation Reich*. minister deS AuSwSrfize», Graf vrockborff-Rantzau, hat heut« folgende Rote an den verßtzrnden der FrledenSkonferen» Slrmenceau gerichtet: Versailles, den 20. Mai ISIS. Die deutsche Frieden»- delezation beabsichtigt, in de» nächsten Tagen noch iibcr fol- »ende Punkte Mitteilungen an die alliierten und assoziierten Regierungen gelangen zu lassen, von denen sie an- nimmt, daß sie unter den vegrisf der praktische« Vorschläge fallen: t. Eine Rote über die territorialen Ost fragen; 2. Eine Rote über Elsa»- Lothringen; «. Eine Rote über biebesehtenGebiete; 4. Ein« Rote über Umfang und Durchführung der von Deutsch- laud übernommenen Sch-benSersai! Pflicht rn; 5. Eine Rote über die weitere praktische Behandlung der Fragen de? Arbeiterrech tv? 0. Eine Rote über die vehandlung deS deutschen Pri- vatei«entum» im feindlichen Ausland. Außerdem eine Zusammenfassung der Bemer- k n n g e n in Arbeit, zu denen der Entwurf drL Friedens, ertrag» in srinrn Einzrlbrftiuimimgen der deutschen Regierung Anlaß dielet. Da die hier behandelten Fragen zum Teil sehr»envickelter Art sind und mit den Sachwersländigen sowohl in Versailles al» in verlin eingehend erörtert«erden mußten, werden sie in der»on Euerer Exzellenz am 7. d. Mt«. bezeichneten Frist von fiinfzrhn Tagen nicht samtlich erledigt werden können, wenn die Delegation sich auch bemühen wird, möglichst viele der Noten innerhalb der Frist zu übergeben. Mit Rücksicht hierauf stelle ich namenS der deutschen Friedenödelegation den Antrag, den Inhalt der in AuS- ficht genommenen Roten schon jetzt«l» gnm Gegenstand der schrift» lichea Erörterung gemacht anzusehen und un» für seine eingehen. der? Tarlegnnz die erforderliche Frist zu gewähren. Götzendämmemng des MiAMLMS. Die 5«uijcFstn Militaristeit. von NoZke annefanam luS hinaus zum General von Licbert, schreien dreimal Wehe über die Fordcrunp.cn der Entente, daß DeuisÄlemd nicht mehr als Hnnderttansend Mann Soldaten behalten solle. Aerr NoSke hat in einer Unterrednn« ausgeführt, daß 100 000 Mann nicht ausreichten, um den E r e n z 1 ch u I; zu stch-rn und die Ordnung im Innern ausrechtzu- erhalten. Selbst wenn in ruhiaen Zeiten diese Zahl ae» nrigcn sollte, so würden wir durch da? Werbesystem von Jöld- nern mit IZjähriaer Dienstzeit im Falle von Unruhen sofort wieder in Verlepenheit kommen, da im? diese? System ja keinerlei Reserven lasse. Dasselbe hat der KriegSminister Reinhardt in einer anderen Unterreduna anSaefiibrt. Die zahlenmäßige Leschränkuna sei aber noch keinetwea? die drückendste und unertxaalichste der militänstben Dcdi» avnaen, süsste er hinzu, ein aenaueS Studium der Destim- munacn de? Vertraat-cntwurfZ über die Land-, Dre- und Luststreitkräfte erweise, daß sie die allerunwürdiasten?>u- mutunaen bildeten, die dem deutschen Kolke a-stellt würden. �General v. Liebert sieht gleichfalls da? Deschänrende an diestn Bestimmungen de? Friedensvertrages nicht in der Beschränkung der Zahl, sondern in der von der Entente angestrebten Vernichtung de? militärischen Geistes in Deutschstittd. ES werde als eine tiefe Schmach und Schwade empfunden werden, so meint er. daß der deutscha Grclße Gencralstab und alle ähnlichen Formationen ausgelost werden sollen, alle Kriegsakademien oder ähnlichen Einrich- tnngcn ebenso wie die verschiedenen Militärschulm sür Offiziere, Offizier S-Aspiranten._ Kadetten und Unteroffiziere. Damit wäre da? ganze deutsche Militär VildmigSlnesm zertrümmert und der Geist von Scharnhorst, Clausewitz. Moltke und Dchliesfen ausgetrieben. Zlber e?'«che noch weiter. Artikel 177 bestimmt:„Die Unterrichtsanstalten, Univer- sitäien, Kriegerverein«. Schiitzengilden. die Sport- und Wandervercine, überhaupt allgemeine Vereinigungen jeder Ar; dürfen sich nicht mit irgendeiner militärisckwn Frage be- schästigen, gleichviel m welchem Alter sich, ihre Mitglieder befinden...* Welch ein Eingriff in die persönliche Frei- heit und in da? verein? recht! Welch eine Angst von: der den Deutschen innewohnenden Wehchgstigkcit und dem a-siinden Sinn, sich an der Verteidignna des Vaterlandes zu beteiligen! So klagt Liebert! Es ist in der Tot ein? Schmach und Schande für Deutsch» land, daß es erst des Eingreifen? der Entente bedurfte, um dem deutsckwn Volke die Möglichkeit zu geben. 'Jtntn? Militarismus zu befreien. Erst die Mög- uchreit, denn �tzt muß das deutsch: Volk selbst beginnen, den niutaiTi tisch egt Geist aus Deutschland zu vertreiben. Die-euischen Mtkitaristen haben freilich nicht ganz Unrecht, wenn ste sagen, die Beseitigimg deS deutschen Militarismus ntcht die Beseitigung deS Militarismus der anderen--anuer. Das wissen wir auch, aber wir kommen Beseitigung deS militaristischen Geistes, der im \ Ibtlde Otgien gefeiert lmt, daß wir uns auf den be; der Entente noch weiter lebenden Militarismus rJ�n'�d n;m verlangen, daß er anck, öc:»nS wieder- bvlebt werden müsse. Der deutsibe Militarismus war die Ouelle und das Urbild für das Militättvesen der ganzen Welt. Wg neue?-Heer ausgestellt werden sollte, da wurden deutsche Militär? als Lehrmeister herbeigeholt, in Türkei ebenso wie in Fapan, in den fiidamerikaiiisckxm Staaten wie in den asiatischen Despotien, überall sah man deutsche Offiziere, die den militaristischen Geist weckten nnd stärkten. Dorum darf man die Hoffnung hegen, daß di« Beseitigung de? Urbildes den Anfang für die Erlösung ganzen Welt vom Militarismus bedenten wird. Schon auS Praktischen Gründen wird auch die Entente dazu übergehen müssen, in absehbarer Zeit mit dem Abbau des MililärwsenS zu beginnen. Der Wilsonsche Völker- wind, der den; alliierten Kapital die Ausbeutung der ganzen Welt unter Ausschaltung der deutschen Konkurrenz garan- tieren will, wrrd andere Methoden zur Austragung der Gegensätze zwischen den kapitalistischen Ländern schössen, als sie bisher;m Gebrauch waren: der sich demokratisch ««Wivbeitire AwlTtTflsinHl twf® fron* prrwti, lra% 5?e CnifefMiitifl von Kriegen ein«tcnk fofHpieliflf# wie »ewanteS Unternehmen ist und Deutschland al» der im Welt- krieg unterleaene Teil bekommt daS jetzt besonders deutlich %w spüren. DeOweqen ist nnHUnebmen. dcch die schon vor dem Ausbruch de« Weltkriege« besonnenen Bestrebunnen. auf- tarnhende DifserenHen ebne Wosfenaebranch zu lösen, setzt tnit größerem Erselne fertaesetzt werden. Mt diesen flwerf könnte der Bökkerbund ein bmiMareS Instrument Verden, er könnt« dagu führen. d«tz die Beseitiauna de« VkilltariSmu«, die jetzt nur Deutschland»wana«n>eise auf- erlogt wird, von den anderen Staaten voraenommen wird. Nicht dies« Srwartun« freilich ist e«, die un» die zwanat- weise vefeitiguna de» deirHchen Militarismus leichten Gerzen» ertragen läßt. Nnsare Gc�snun« stützt sich nicht auf den Völkerbund de»«Siierten Kapital». sandern wir er- warten die Veseitiauna de» MilitariSmu» der aanzen Welt erst von dem Völkerbund der Nrbeit, von der s o z i a l i st i- scheu Internationale. Erst die Verwirkkichuna deS E»»c«lid>nu< wird die Verufuna auf die brutale Gewalt un- möglich inaclvn.#rit wenn da» vroletariat der aanzen kielt stch brüderlich im qemeinfamen Schaffen die Sand oereicht hat. werben kriazerische Konflikte«wischen den ein- zelncn Völkern aam unmöglich sein. Uber e» ist bezeichnend für den Geist, von dem die deutsche Skegierung beherrscht ist, der insbesondere die Tätigkeit Nodke« beseelt, daß solche Gedanken, die die Gedanken sede» Gwalisten sein müssen, bei ihr keinen Zstaum finden. Genmi so wie die alten Machthaber braucht mich NoSke ein aewal- tigeZ stehendes Geer zum„Grenzscsnitz". vor allem aber zur Niederschiaauna de« inneren Heinde». Die Reaieruna. die durch ihre militärischen Sachverstänbioen m Versailles er- klären läßt, daß hunderttausend Mann Militär für Deutsch- land m wenia seien, glaubt bei der Bonraevisie der Entente am besten dadurch wirken zu können, dob sie auf die Notwendigkeit der Bekämpfung de» inneren stieindeS. d. b. auf die Nsederschloguno der revolutionären iapitolSfeinblichen Vestreb, ingen der Arbeite rkleste hinweist._ Der zweite Parteitag der llnabhänsigen Gozialdcmo- »ratie im März d. IS. hat die völlige Auslösung des alten Heere», die sofortige Auflösung de« durch Freiwilligen- korp» gebildeten Söldnerheeres, die Entwaffnung deS Bürgertums, die Errichtung einer Volkswehr aus den Rethen der klastenbewußten Arbeiterschaft gefordert. Die deutsche Regierung hat daS Gegenteil davon getan. Sie hat den alten Militarismus neu belebt, ste hat der Gegenrevolution Gelegenheit gegeben, sich zu sammeln: das ganze deutsche Bürgertum ist wieder vom militärischen Geiste beherrscht, man fpielt dort schon mit dem wahnwitzigen Gedanken, den Krieg aufS neue z» beginnen. Es ist nicht die kleinste Schnlo der Regteriing, daß ste die Arbeiterschaft verhindert hat. die revolutionären Forderungen eiger VolkSwehr zu verwirk- Iwfyen, und daß das deutsche Volk die Bedingungen der Entente annehmen, ein Söldnerheer, wenn auch in»er- kleinertcm Umfange, als es NoSke zu bilden beabsichtigte. «tragen soll. Die Amliefenmg AxeKsds. Bekanntlich wurde der'Kommunist Azelrodbei seiner Flmfyt auS München in Tirol verhaftet und von der Tiroler , Landesregierung an Bayern ausgeliefert. Dazu schreibt die »Wiener Arbeiterzeituna": »Man hat<4 hier mit einem infam«» llebergrtff de, Tiroler LiaideSrcgicruiig zu tun, deren Treiben nnchgerstd« In jeder Hinsicht ein Skandal ist. Axelrod ist in jedem Falle— wenn ihm überhaupt etwa« zur Last fällt—«in politischer Verbrecher, und schon deshalb war die Auslieferung nichl zulässig. Dazu kommt noch, dah sie don Nähern gar nicht begehrt wurde, tveShalb sich die.Ilebergabe* an die bayerisch' Behörde geradezu al» Niedertracht darstellt. Ganz mit Un- »echt beruft man sich in JanSbruök darauf,„datz die Italiener die möglichst rasche Atwefioderung der Spwctallston vom tirole- »ischen Boden wünschten-, denn ersten« ist der JBNnsch" de» Italiener doch kein Befehl für Deulschösterreich— so hadcn sie »S auch wohl nicht gemeint—> und zweiten« wäre diesen» Künsche auch durch. eine.Abbeförderung' nach Wi»» andre ich« nd Aechnunq zu tragen gewesen. Unsere RepubNk st«ht auf der GruWVwge de? Asyl rechtes, aus welchem sstflichen Grrncb- sah sie es ja auch ablehnt, die ungarischen Grafen, die nach Wien geflüchtet sind, der Ratcreflicrung auszuliefern. Abe» dieser Grundsatz mutz natürlich auch für die Spartakisten gelten. Von Wien aus wurde, als die Verhaftung AxelrodS gemeldet ward, ein Bericht begehrt; Herr Schraffl, der sich nun wirb lich einbildet, wn zu dürfen, wo« ihm beliebt, hat«bor nicht be. richtet, die Verfügung au« Wien nicht abgewartet, fondern die .Abbeförderung' selbstherrlich verfügt. D«tz er dabei dem, Wut Tirol immer ausgezeichnet hat, in« Gestrbt schlägt, verschlägt den sauberen Thristlichsozialcn natürlich nichts.'' In den Kreisen rechtssozialistischer RegierunoSleus« und Journalisten wird man wcfyl über diesen anständigen Protest einige Verwunderung empfinden. Die halten„Spartakisten' für Wild, da» man am besten gleich abschiestt. Neuerding» praktiziert man ja auch die Verhoftung»nb Berfolauni derer, die dem Flüchtigen behilflich stnd. Wir Sozialdemo. kraten haben stet» dankbar und rühmend derer gedacht, die während deS Sozialistenaesetz?» den Gefyedten und Verfolgten Unterkunft oder Beihilfe gewährt haben. Jetzt löst! die Negierung diejenigen verhaften, die mcnschlich und mit- fühlend handeln, ja. in München mußten manche solche Betätigung der MeAschlicbkeit mit dem Tode bezahlan. Wir leben eben in der»vollendeten Demokratie'. Ein nobler Denunziaui. Un» testtb geschr leben: In der ersten Beilage 1*9.Vorwärts' vom 18. Mai gi»t die Vedaklion des.Vorwärts'»rit edler Dreistigkeit zu. ste habe lehrend der Märzutwuhen die ihr auS dem Leserkreis« zugehenden Beschwerden gegen die RegierungStruppcn Herrn N o» k« u«» dem Korps von Lüttwitz»zur Prüfung und Trledl- gung' zugeschickt, natürlich mit Namen und Adresse.da Be- schwerden ohne Angaben deS Beschwerdeführer«, also de» Hauptzeugen, ke'n Mensch nachprüfen kann'. Die Redaktion dos.Verwär!»' ist dann noch sehr stolz darauf, daß tvotz dieser elenden Denunziation kein Tinsender«inen Schaden erlitten hat, also.erledigt' worden ist, wa» sie übrigen» erstens nicht wissen kann und loa» zweiten« nicht da« Verdienst der Denunziation wäre. Nun finde ich aber in meiner Dokumenten mappe die vorahne nb von mir wohl erwartet« Nr. 132 de».Vorwärts' vom 18. März 1919 mit folgender kurzen Notiz: »Die Zuschriften'» die un» mit lebhaften Beschwerden gegen da» Borgehen der NegierungStruppen zugehen, übersenden wir täglich ohne die Namens» und Adrcssenangabe dem Oberkommando zur Nachprüfung. Diese kann durch Vev- öfscniilchungen in der Press« natürlich nicht ersetzt werden.' Wann bat also die Redaktion de».Vorwärts nicht gelogen! Ich glaube sicher, dah sie erst am 18. Mai den Mut tmzu aufge- bracht hat, was am 13. März vielleicht wicht ganz ungefährlich für sie gewesen wäre. WaS soll man zum Schluß noch sagen! Tin Kommentar ist nicht nötig, höchsten« ein kräftige»:»Pfui DeubeU' GreiJZ'6Mtz Off. Der Soistwkvnvat de« 11. Armeekorps hatte ewe Kommission entsandt, die die Derhältnisi« beim Grenzschutz Ost prüfen sollte. Der Bericht dieser Kommiifsion, der bereit» im März veröffentlicht werden sollte, ist bischer von den militärischen Dtenstftellon unterdrückt. Tr ist deshalb irn�ordrücki. nnÄ er, wie JBaSfrei« Wort', da« recht«sog ialistifche Tageblatt für. Mecklenburg, fcststellt,»geradezu«iederschmet- iernde Ding« über die Zustände im Osten e«t- hält.' Da» rechtSs»ziaststische Mast veröffentlicht einige Stellen cm» dem Bericht, in denen e» u. a. heißt: .So z.V. sind bei der Brigade Branden st«in sämt. liche Offiziere miteinander verwandt und ver- fchwägert. Bier Offizier« don Wittersheim, ein Oberleutnant v. Kokowfky, der die Tochter ein«» Hauptmann« von Wittersheim zur Frau hat, ein Oberleutnant v. Richthofen, der mit dem Brigadekommandeur verwandt ist, bilden den ganzen Brigadestab, der sich in dem ein« halb« Stunde vom Dorfe entfernten Schlosse häuslich eingerichtet hat und sich mehr um fein eigene» leibliche« Wohl wie um da» seiner Truppen kümmort. Bon anderen Truppenteilen werden ähnliche Dinge festgestellt. So kommen Nyr.wn wurve..TT mg nur Vieh»nd K«A« reznirtoet. st pp wn biie»««»erbeh-chen, in«ucew' i besetzt hatten, nacht» die Schra«. «u«zc:plü»dern; die Pol« halben •m Polen»weder frei,«lasse z. v.»et dar«ruf 409 M a wn giere, an einer andern Stelle auf 200 Wann 9# CfW* Detachement Blasse wer don SoldateneÄ« nicht Geduldet. � s« Oiegamw} I« der ieiwxije«srntzon Afiziplinlsflg«' deutsche« Ten Hm« wird berichtet, dag die Voten »whr in Banden, sondovn in geordnet«« ForiWtBM" und der Seist der Truppe«in soche gcctor so», da nfs J-Ow Disziplin pphalwn würde. Die Polen h«�« höhender Befztzcmg—"•1"Jt«"*■--»niriori.".. den! schon Trupp« vorher vie Pole« breche»«nb Auch die von oe« i--,*--- i«-_.•voow' be«eugen fibesecnstiwmimk, daß st« teer kein« fchl«« lung klagen stinwon. Noch der Festlegung dor, in find Posten, die oisemnächii, �schössen halt««, da« � fort zu m�hrmonotigo««eftmgaislstrnjW, pervateiit, � erschssto« Word?*.' � � Da«««h<»'»»i�Wche VUA fstgt db-jen, Vortcht �(t er.astjoVst»'»ehalt«« ist.«bor«b»n desho».***" die Wahrheit sogt. wiÄ»«r nnle�niistt. �»j« Fveiwikligenanaoe« hat als» scheinbar ba« DagwUcht s#014 zu schau«», wie die aste kaiserliche zwangsav»«» Ler letzte?gtztrM. Dum»«ine Verordnung besoitigt jetzt die Regueuus'll-t'««' Reste der noch bestehenden Soldotenröte. d«sii bei jedem noch»vrhondenen Allfl»sun,»ft«b und bei! gy wicklungSstelle WS alten Heeres ein BertvauenSmonn terofstzieren und Mannschaften zu wählen sei. Nur in™ orte« mit einer Kopsstoete von über 1600 Unteres Mannschaften setzen die Saldatenräie einstweilen®« jedoch darf ihre Stärke nicht«ehr«l» 8 MitglieWr Herausgabe befonWrer Zeitungen«>«* f. b I S t t e r ist den Sestatenräten u n t e r j a t t- Tie ggfi befürchtet, daß sich die Seldaienräte über de» tzlah«*"'»cz« gabcnkreif«» hinaus betiti�n,»a« nicht im n tie»» und zu einer Gefährdung der Disziplin l?..�zrtitt Den Soldatenrälen und den neu zn diScnden"LtWihtt wird zur Pflicht zemacht. gber»lle varlraustchen � xi« Angelezenheilen strengst« Verschwiegenheit zn L tzr' Tätigkeit der Goldatenräte wird b»n beiterräten völlig getrennt. Weder kvldau- � Miitärpersonen dürfen sich während de» Dienste» P* fof inligen. Außerdienstlich sotzen den Soldaten darüber" schriften gemacht werde«. Heber plle Versammlungen■ � »der Garnison-Soldatenräte ist der in Betracht kemmen vorher in Kenntnis»,i fetzen.«»chatenl�" Die Regierung hat mit dieser Verordnung den v*, den letzten Fußtritt versetzt. Sie waren schon nach dem inisteriellen Srlatz vom 18. Januar ff die letzt» . nrH«n, u�nj.e oIe-.cg.rcu.ig...,, den Soldatcneaten noch einige Scheinrechte zu. S'- � |ch» erschüttert. Er trat, nach einem energischen Ruck, I � et"� Pfahl, da»-Gesicht gre„, verfallen, in» Zimmer. sie I' Blick bemerkte er die überon« poröse Bluse Emma«, ihren Brauttagen nicht mehr geirogen hatte. W* Aisrod zerdrückt die zweit« leer« Eierschale � sieWj" Bruder entgegen. Seine Kienen kbn««n eine fgWtf raschuug nicht unterdrücken. Dvr Bruder hatte derändert. Diese« schlaff« Gesicht Die enftündeion»* jlK Beinkleider wie hohl Da» Haar schütter. Aber da«" näher, um ihn zu küssen. Der»rudor dicht den Seite und küßt die Lustschicht über Aljred« Wung� Recht» und link«. Formell»« Alt. Suliu» Krampsl sagt:, Astr .Wir hatten dich schon heut« nacht« herMk' mein Lieber.' Und e« entspinnt sich«in« De»-, ,fceute«" .morgen früh' natürlich erst den N,un-Nhr-Z»S Dann geht ZuNu» Krampfl zögernd davon. � fle(A,£,% bot in« Bureau. Roch hatte er die Korridortür i ha hörte er den Bruder laehen. Da» galt ihm, n-' 1" Emma nicht auch! Er lauschte. Richtig, s"**)« Er Sie hatte jahrelang nicht gelacht. Wa» sitt* �g aufpassen. Sie solle nicht denken--»�«gv- Und Krampfl ging auf m. sichere» FÜß«» Dornenweg. � gck An einem der folgenden Tag« tritt J'gj Zimmer. Da sitzt der Bruder Alfred. Ihm•® �jcke* »mma. Ihr»efprtch bricht oö.«e st�oe»««« � von Mißtraueec, adwohi sie sich keiner Schuld bewuü b* Ceüebouc vor den Geschworenen. Id» z-ukalst-ll- 1»' WWW KWWM?Z •vÄft frfl«—»*• Btrtommfrttn Jffnntnf! v»n brr Mo cht brt DbcrfcntnonfS BbbcI nnt jwrifcln, da diese Flucht möglich war, an dem ehrlichen Willen der verantwortliche» Stelle», die Wahrheit tiber da» Verbrechen »nfznNSre». i» öftere in'«T""£"'?„. ?• Auf ttr.JLv �"dlunll, die auf da« höchste zu oerwerfen •"Udo* in vorliegenden Material» bleiben wir dabei: de« nnd die Matrosen sind»emordet worden L u m h roich: Fch mus, e» zurückweisen, fcajj ,�»laubt. � �öttr mir ein Recht herau»nehmen zu dürfen vch habe lediglich da» erklärt, wa» der Angeklagte �•.noeg ir• de x-SSLLWZN �-ndfreien flcugen dar. dve»uQegfn w°«n, S'nchtberfuch •HH-u �"••1 iib», L �• bkn ech t: Ich halt« an unserer Aus l" Cntht auf«rund der Nnte lagen fest. S« liegen u1<�tl»tn Uli. �vauche deshalb nicht Weiber daraus einzugehen. Mutigen VormittagSsibung wie» Rechts �on hgc' T" o>r wTiniitBunn oc»«omurunistra Schutz �2'h,11 einige Schritte gehen lassen und dann den von. auf ihn abgegeben, und zwar auf dem ihn StaatSo mvaltschaft, der er zur Ber- Staatsanwalt � VVA tn purn 5 r• i äum UnterfuchiingSgeffingniS. f«r ji»-°1(h muhte zugeben, daß rhm von Dorenbach bei b»r»""n ausdrücklich gesagt worden ist. er füge sich Öt>Qit und wolle keinerlei Versuche zur Flucht � wurde dann mit der Vernehmung Ledebour ausgefüllt. �• Vrvlefle der Arbelker. � ÄQ»i!!l"I,r!i#nate der Firma s..F w i» t u s ch«. lk«.— Hand. h®'et>fnr,fJliCr— erheben schärfsten Protest gegen da» Nrteil pt, Luxemburg. Prozrh. Sie erblicken In der Art und "lang. /Vtozrssez einen Tendenz.Prozrß schlimmster Art und 'm ver Regierung dir Richtbestättgung de» Nrteil». ,�'rl gg.!1*1' �°nd. und llopfarbeiter der Firma S. B. G» e r z ""b Optische Glaswerke(WO Personen aller te H"ril v�., �"tteien) erheben flammenden Protest gegen �' vo« ein Sitilo« in« nteflrfi« hei oesamten Proletariat» tu Strt e'n®rt'l09>n» Gesicht de« gesamten Proletariat» d,,� finde."Imme"fn fordern, daß diese» Nrteil keine Bestäti- pJjW«*«... r2nd neue Gerichtsverhandlungen vor einem Me- �—" eingeleitet werden. Mit Sntrilsinng nehmen die AebereS �Sparksklstsn* Eifenach, 20. Mai.(TlwfRch,') Heute»«-mittag 1 Uhr wurde der Güterschuppen auf vahnhaf Gisonnch»»n Tstartakisten durch Angriff vom an- grenzenden Waldraub au* in Brand g« s« sz t. Güterschuppen Halle u-nd Umladehalle mit IG Güterwagen find vollständig ausgebiannt. Personen find nicht r erletzt. Di« NeitungS- arbeiten wurden durch Angriffe der Tpartakiften»nd Explosio- »en von Säureflafchen erschwert. «fsenach, SO. Mal. Eine Arbeiierversammlung beschloß aus Vorschlag der Ar- beitervertreter, die Arbeit morgen früh in allen Betrieben wieder auszunehmen. SS herrscht NuHe. Die Gerüchte »cm Toten und verwundeten gelagentitch der Borfäll« dar letzten Rächt entbehren jeder Begründung Königsberg und der Gewnifftiede«. Ein Neinsall der Rechtssozialisteu. Au» Königsberg i. Ostpr. wird un» geschrieben: Am Sonntag, den 18. Mai, sollten hier zwei Massenbersanrm- hingen der N«chl»sozialisten stattfinden. Otw Breuer, Wintvlg und Heinrich Schulz wollten sprcclwn über:»Die Sozialdemolrati« im Kampf gegen den Macht- und Schinachfrieden."' Im Riesensaal der Börse, einem der größten Säle Deutsch» land», waren 600 Personen anwesend. Die Abstimmung ergab. daß von ihnen nur etwa 150 getie n die Unterzeichnungen de» Frieden» eintraten. Dieser Neinfall der Veranstalter rief groß« Heiterkeit hervor. Di« zweit« Versammlung, in der Breuer sprechen sollt«, mußt« ausfallen, da nur— 82 Personen anwesend Ware». Die HoWlschen Sozinlisle« und die Arietensbediugmigen» Anifterpa», 20. Mai. Wie»Hrt Volk" meldet, hat sich die Parteileitung der nieder» ländischen sazialdrmotrattiche» Arbeiterpartei dem Manifest angeschlossen, da» der von der Jnternativnalen Soziali st enkonserenz in Ber» ernannt« Aktionsausschuß bezüglich der de» Deutsche« überreichte» FriebeuSbcdin gongen verössentlicht hat.>« Hungerstreik im GefSngnis. Versailles. 20. JUat Wie»Populnbr" meldet, habe» M* bei de» Kundgebungen am 1. Mai Verhaftete» gestern im Santt-Gefingni» einen HungerstreU begonnen, om dagegen zu protrstierrn. daß fie im GesSngni» wie gewöhnlich« Sträflinge, nicht«de» wie politisch, Sefaaz»»e behandelt werde«. Das Versahren gegen den Ex-Kronprinzen. London. 20. Mai. fNttterhau».s In Erwiderung aus eine Aufrage, ob die Alli» irrten beabsichtigten, gegen den früheren deutschen Kronprinzen und die Lagerlommandanten, welch« ungesetziicher Be- Handlung Kriegsgefangener schuldig seien, ein Straf» Verfahren einzuleiten, erwidert« Bonar Law, der Sxkronprinz und die anderen erwähnten Persönlichkeiten würden nach den Bestimmungen de« vertrage» einem gerichtlichen Verfahren in gleicher Weise unterworfen sei» wie aridere seüidliche Personen, die am Kriege beteiligt wäre». An Sanys in Marskka. Versailles, 90. Mai. .Journal" meldet au» Tanger, daß am 14. Mai südlich von Undjero»«in Kampf zwischen Marokkanern und Spaniern stattfand, bei dem SS Spanier getötet und zahlreich« verwundet wurden. Lohnforderungen der Schneider und Schneiderinnen. Di« SchneiVer und SchueDermmen der Herr«»maß-, N>n>isovm- u>nd Damemmiaßbranche hielten gestern eine überfüllt« Tersamm» limg wn großen C«ai de» LehrervereonShause» ad, um zu de« Krage der Lohnbewemong Stellung zu nehinon. Der R«f«roirt, Kollege Schumacher, schildert« iu« Snt» Wicklung der Sck)n«aderbenwgung. Sin großer Hominschnh de« Beweg, rng war die gerade»m Schcwidecberuf sehr verbreitet« ----"■■t, Me letzt auf jeden Fall ai'goschafsi werben muß. De« Woihon�vntvevhelbmss« in BerW wach«« e» don.stell««»» slichi, ine Schiwidsrei au» der Wohrrnng zu entfern«,. DM gesetzliche Achlsduridri'i-ag wird besonder» van den H«-ir,n>«boit«r« nicht innegehalten, muß aber auch m noch hast allen Beteieb«« zur Durchführung gebracht werden. Bor allem muß ab« die Akkordanbett deseitigi wnd der Wochenlohn«ingefichrt swm«««» allgemeine Lcchnerhöh'.ii� erkämpft weiden; de»« Kocheni.hne von 96 Mark für ersiktassige Schne-ider lind wicht mit den heut' che« Leben»vc rhälvwi llen m Siutlang zu vchrgen. iäin««ochiig« Joe» der,«ig ist da» Mitbestionmmria&recht, b«s»>cherS auch b« der B?» »ei-l-ung bor Arbeit. Di« Smfuhnrng von Femen ist edeufaA«»im« ronbekn'ngie Rotwsndigieit. Um dies« Kovdevuagen zur Ainevkro»» rinug zu bringen, ist eine Lohnbewegung in Aussicht gemomme«. Die Tavise sind sämtlch geküiidiat und taufen für die Har««- maßbranch« am 1. August und jür die Damenmaßbranch« an, 1. Sep'ember ab. Redner begründete eingehend die einzelne« vorgeschlagenen Forde ruugon. dl« nur durchgcfichri werde« tonne«. wenn die Kollogen auch in Zubunft für die Stärkung Sei Cngarni» sation sorgen. Sämtliche Di»kusfion»red ner unterskchhen die Au»- ffchrungon de« Referenten. Die Versammlung beschieß ei«» stimmig,»« nachstehenden Forderurngon den Unievnechmevn#u unterbvoiien: Abschaffleng der Heimarbett bi» 1. Iwwuar 1930. SefoWigC Inangriff-nahm« und Grrichvung von Betoiö»dS 6 E+urtoen. Di« Betriebsräte haben da» Mitvestrr-rmung»» recht bei Tinste llung und Tullosiumg von Arbeitern, ebenso im Verteilung der Arbeit und bei allen Lohnfragon. Feweu sirt» pt gewähren nach Vjsähr. Tätigkait 6,«ach 1 Hahr 0«nd«ach 2 Jahre» 12 ArbeiiSlage. Der Streik der Berliner Holzbildhauer. Di« Bewegiorg in der Holzmdustri« geht unvenmini-tvi fBti Der Aktionsausschuß, der von den Holzmdustriellen in vorsthlaW gebracht wurde, war am 14. d. M. zusammengeiretsn, Koch Im inte ieine Grundlage geschaffen werden, um in verhandln ngon eingu» treten. Auch da» Tarifamt, da» am 16. d. M. ziosanmuntrat, wurde von selten der Acüaiigrber al» befangen abgelehnt. Dia Parteien einig'en sich dahin, die Forderungen dem Schi ichtun, NM ailSschiiß von Groß-Berlin zu nuteabreiien. Am 20. b. M. foot dieser zusainme». Zu einem Schiedsspruch koimte der AuSschutz noch nicht kommen und setzte ör die Schlußsitzung für den 22.& M. fest. Die Sireikvensauunlung findet am Freitag nachmittag 2 Uhr im GeweeksckiaftShauS, Saal 8, statt Den Kollegen zur Nachricht, daß dies« Woche die Nie abstimmung betreff» liebertritt zum Deutschen Holzarbeiter-Verband und die D e> e g i« r t e n w a h k zum Perbandkta-g in Würzburg swltkndet. -müssen alle E-tcmmzettel abgegeben sein. Die Branche» Bi» zum 20. d. M, Kommissum. Die Sektion 5 brt Transport arvetter-verbande«(MetaffßrV triebe» hielt am Monlagaberöd»m Gew«rkschaft»hau»«in« On» sammlung ab. zu der der Andrang so gaoaKig war. daß»osder der große Saal noch der Hof Raum genug boten. Di« Bechamdlnng»« hÄmmifsioil berichtete über da» Trgebni« ihrer Verhrndtumgen uvit dem Kühnem üimerverband. Der Tarif rft gekündigt worden m» «ttwn neuen, zeitgemäßeren aufzustellen. Grfoitdert wurde für gelernte Arlwiter 2,76 M., für uirgrlewnt« 2,60 M. und für wellb» «che eine entsprechende Aufbesserung pro Stunde. Die ttnie». nehiner wollten nur 2,10 bzw. Ißd M. bewilligen. Um«ine friedliche AuSeinandersetzurog nicht unmöglich zu machen, ist W Kommefsian mit ihrer Forderung auf 2,60 M. bzw. 2 25 M. he»> luitergegamgcn. Di#» fand die Bikliigima der im Hof SJcrlornm-ii- ton. Im Saal« dagegen regte sich ein« scharfe Opposition. S.istieß» lich fand sich jedoch die Mehrzahl bereit, da» Angebot der Kr#»-! niifslcm anzuerkennen, verianqt« aber, daß unter dies« Sätze keineswegs herabgegangen werden dürfe. Kommt e» auf diese« Grundlage zu keiner Tattgun» dann ist die$lt Leuteschaft zm» Kampf bereit. $####: h-n:.Onkel Alfred, warum trägst du eine» 'ragt eine Brille.' m„Ht. ' t0n-«ver Jochen, naseweiß. macht ihn Bund'«rft in der vorige» """Ij �k°lg ist erreicht. b.�'lred �tr au» väterlichen Augen. � tett, schein In den Lippenwinkeln, da» Krampf! t„®T'«gl die Zeitung hin. doch. JuNu».' itr benup« J'lreb:.Seit Jahren hast fi« den Mauikvrkastrn **!8iUf,' rl«(ft will fU dir imponiere». Damit und mit " auch.» ..ßSj���höhnicch, '"'uüfen U?*"*4 nicht alle mit schwarz« Fingernägeln „�..»kan L®ie»u.' kt» T 9ttafc« Zeit für solch« Firlefanzereien. wenn man, " Muß» Kartoffeln buddeln und Ziegenställ« au»- � bre�e" VAmnmng in dieser Atmosphäre, propovtienell i»».'�"rr Tage, gradweis« sank, sagt: ' iankt euch nachher.' und schlendert im Zimmer Lrhl, tziz Häad« i» da» Hosentasche», elastisch, gelang» weilt Tr bleibt an dem eichenen Regal stehen, da» über dem grünen Piüschsosa hängt Der Brockhau» steht dari» sehr sauder. don keiner Hand berührt Plötzlich schlägt Krampfl» Hand auf den Tisch. Alfred dreht sich blitzartig um. Da sieht«r da« heftige Final« eine» stumme« Augenduell» zwischen den Gatten. Sr gähnt..Guten Abend.'«r marschiert trotzig f» eine betörende Nacht hinaus. Seitdem Julius Krampf in den neuen VursSurkknwen fitzt, ist er noch mehr verfallen. Tr brummt vor sich hin:.Dies« dunkle Dreckbude! Aber sie werden wa, erlebenl' Sr kommt alle paar Stunden über die Straße. Sein« Augen prallen mißtrauisch in die offenen Fenster de» zweite» Stockwerk» hinein.. Was treiben sie dortk Aber Alfred ist zumeist fern.®t kommt nur zu den tl-lahl- zelten nach Haus«. Dann fitzt er ebenso stumm am Tisch wie die E begatten. Jnliu« Krampfl hat noch jeden schweigsam gemacht Sr ver- kehrt mit keinem der Kollegen. Diese Täufer. Diese Schand» mäuler. Mögen sie ihn Sonderling schelten. Da» ist ihm gleich- gültig. Tr kramt tn einer Kommode und zieht est, breite» Buch her- vor. Er will dem Gast etwa» bieten. »Jnteressieri dich unser Gtammbaumk' fragt er Alfred in seinem schleimigen Tonfall. Der sagt, ohne Emphase, z«. Und Juliu» Krampfl zeigt ihm einen weitverzweigten Baum. Jeder Ast trägt est, Wappen, darinnen sind Väter, Mutler, Ahnen mit Geburt»- und T«de»tag eingetragen.# .Da» bracht« ich in jahrelanger Arbeit zusammen', sagt Juliu» mii selbstverständlichem Stolz. Und seine Augen gletten. liebevoll über den Krompflschen Siammbaum. Er zeigt dem Bruder Briefe und Dokument«, zerknittevi. vergilbt!» hat ein Geflcht wie einer, der eine TwigteilStai vollführt«. Alfred sind sein« Ahnen sehr gleichgülig. aber er hört auf. merksam zu. In dieser Liebhaberei glaubt er Mwa» von de» Bruder» Herz zu spüren. Er lechzt danach Unheimlich ist ihm der Gegensatz zwischen ihnen. Sind sie denn eine» Vater« Söhne? Hat den anderen der muffig« Bureau staub ganz vergraut? Und Krampst, einmal im Fahrwasser, zeigt die Bilder seiner Ktnder vom erste» Lebenslage cm bi» st, die letzte» Jcchr«.«r hat sie selbst oft photographiert und jede» Brid m* ctOOB Dato« versehen. .Warum thpst du st« heut« nicht mehrN «ber Krampfl gibt hhx Antwort Alfred zieht ein MId au» der Briefitaßy« mtdMgt M der Schwägerin, die bei allen Ercklärunge» gähnte. E» sind sein. eigenen Kinder. Junge und Mädchen. Mühend gesund. Hübsche gepflegte«wstthter. Gerade Gestalten. .... �i- beiden blicken lange darauf hin. Aber«- kommt Utn Urteul cm, ihrem Munde. -*■-" . �t8en ��»fikerrlte und andere demokratische Refonme» wendst sich«in« Denkschrift bekannter . �hauspleler und Bühnenautoeen. Di« Kuadgebmeg 0 h von der falschen Voraussetzung au«, al« bedeute die Sozia», t>I>« r u n g da»(kn-de einer(im kstpitolisstschen Zeitalter bishee gar nicht bestehenden) F r e i h e i f der Kunst. Wir werden a»f die Kundgebung, die dein Kuliutministerium, dem Re»ch»arb«It»» autt und den maßgebenden künstlerisch»» Instanzen nntirbeeitef »vcrden soll, bei der«ufrollung de» ganzen Problem» noch auJH ftthrUdj zuriicfkoimncn. (stn Tharlottenburger Deutschen Oprrnßa«» hat de, »ufsubtSrat besebiossen, einen lintuirteirschen Ausschuß zur Prttz rutin. der gegen Herrn Neumann-Hofer erhoben«,» vorwürfe«ftp Auseys� Eine««»lese ______|«krainischer volk»mu sik»ringt ,«» Konzert.' da« an, Maittag, den 2. Juni, abend» 7% Uhr, im Müttmersaat stattfindet. Zum Vortrag kommen haliplsichttih ukrainisch« Volkslieder in deutscher Uebersetzrtng. S,«irtoii Saliftrn, da» Blüthner Oechest« und der verstäniie SchalnpstuH- «Hot mit. von Profefior E l tz ba ch er«rschetnt noch in tzw'««wch» ein« Broschüre.D«r V°lsch«wi»mu»und die deutsch» Zukunft' sEugen Diederich, Verlag, Jenas, m der der v«. fester seine bekannte Stellungnahm« für den BolschewiSmu» noch- mal» begründen und«»ußevungen»on Persönlichkeiten alle, Parte«» zu dieser Krag» der Oefseatlichlkeft unterbreite» wirch Die Klage der Kriegerfrauen. Kri«Herfrau«n klagen:„Seit dem 1. AprL b. I?. Äcf»inmen diejenigen avdeitSlosen Kricgerfrauen, deren Minner im Ge- fangensrhaft oder vermißt sind, icin« EnserdSlosennnterstütjimg mehr, weil sie ja die„groge" KrieMinter'tühung beziehen. Auf die Anfrage bei der ErwerbSlosenfürsorzesklle in der Breiie- prasie wurde mi? auf meine Frage, ob ich mit meinen beiden sowieso schon unterernährten Kindern mit 33 M. wöchentlich auSkomnwn soll«, yesnworwte, dcch ich mich noch einige Zeit gel dulden müsse,«S fei bereit» diese Ungerechtigkeit den Krieger- frauen gegenWer erkannt worden und eine Vorlage in Arbeit, die diesem Uebelslande abhelfen solle, indem die KriegSunter- stiitzunz erhöht wird. Wir Kriegerfrauen warten aber fetzt schon feit dem 1. April sehnsüchtig auf diese Erhöhung und sind froh, das; wir nicht schon in dieser Zeit verhungert sind. Ich für mein Teil bin nicht in der Lage, die amerikanischen Lebensmittel zu ürufe*. Die amerilamsche Milch für 2 Kinder kostet 12 Mark (4 Büchsen je S Mk.) da bleiben mir noch 23 Mk. für 8 Per- fönen, davon soll da» teure Fleisch, Vratfctt und txwgl. gekauft werden, die andern notdürftigsten Anschaffung«» wie Stiefel- sohlen, Kleidung garnicht zu rechnen, Sollte es wirklich cm Arbeitskräften beim De Mobilmachung». »der Reichswirtschast-amt fehlen, wo dieser Usbekstand den Krie. -u esrauen gegenüber kereilS erkannt und dcnnceb so lange mit der Abhilfe gezög-rt wird? Oder denkt man dort, da» wir Frauen ja daS Warten gelernt hätten in Bezug auf die RücA-chr unserer Männer und nun nicht au» der' Gewohnheit kommen dürfen? Beim Abholen der Kriegsunterstützung wird un» Frauen gesagt, datz von der in Aussicht stehenden Neuregelung der Unter- stützung zwar etwa» beten, ä sei, aber die.Verfügung' fei noch nicht erlassen. ES scheint un» Frauen so zugehen wie den Kriegsbeschädigten mit- ihrer. Ostergade", da ist auch seit Ostern Koch 5eine.Verfügung" erlassen.' ES wird die höchst« Zeit Abhilf« zu schassen. Man sollte end- Kch aus den Erwäg rmgen heraus fein. r Warum ist eine so große Kartoffelnot? ES gibt kerne Arbeiter. Lieber mästen sie sich mit der Erwerb». ks,e.lun!erstützung. als daß sie auf» Land gehen, so hört man e» in allen Tonarten. Wenn aber die, die so schreien, den wahren Ur- lach«;: nachgehen wollten, mühten sie schweigen. Darum tun sie'« nicht. Verleumden ist ja sehr einfach und vor allem Dmgeu, e»! wirkt. Wie sehen aber die Dinge in Wirklichkeit au». Auf vielen Gütern liegen noch ganz ansehnliche Mengen Kartoffel« in den Mieten. Wegen schlechter Behandlung laufen ihnen die Leute, fort. Ein Teil der Güier Hilst sich daimt, daß Frauen, die zum Hamstern kommen, den Tag über bei der Aushebung der Mieten, arbeiten müssen. Dafür erhalten sie dann Kartoffeln. Verkauft werden keine, da sonst kein Mensch' sich finden würde, unter solch jämmerlichen Vechältrasion zu arbeiten. Hier sieht man wieder, wie die Vater landZretter mit der Not des Volkes«in frivole» Spiel tetibcn. Was kümmert es sie, ob das Volk lebt oder ob ti vertetft, die Hauptsache ist, dasi ihr Pvofttchen bteibt und dar bleibt, je mehr Kartoffeln umkommen. ie Wunder der klalur Ii Bearbeitet von 32 der bedeutendsten Naturforscher de» In» und Auslände», darunter Wilh. Bölsche, Dr. H. Hammer, Eamille Flammarion, Raoul H. Francö, Prof. Dr. Ernst Haeckel. Dr. Adolf Heil. vorn. Dr. F. Marschall, Prof. O. Menthe, Prof. Dr. P. Schwab« usw. Zprachtbanäe in Gtoßquart-F'ormat je M. 76.00 G�Äao) mit 1v Illustrationen, darunter 130 bunt« Beilagen. Natürlich verfaulen bei solcher Be!öirlscl>asi,lng ein« lln-s summe Kähriverte. Es wäre zu begrüßen, daß nun«nistich einmal' mit eiserner Faust dazwi sch.nge fahre n würde, dem schädlichen Treiben mit der VolkSzeslrnidheit«in Ende zu machen. Die Herren sollen anständige Löhne zachteu und Menschenwürdige LerhAtnisse aus ihren Gütern haben, darrn werden sie Arbeiter«id. wir zu essen haben. Und unter solchen Zuständen predigt man immer neuen srisch-fröhliichen Krieg. Masjnahuien»egen WohnungSmangel. Ans Grund der BundeSrat»oerord>rung über Maßnahmen gegen WohnungSmangel vom 23. September 1918 und der Ermächtigung de» SlaatS- kommissars für das Wohnungswesens vom 13. November 1313 hat der Magistrat unter dem 15. Mai 1919 unter anderem angeordnet, daß Verfügungsberechtigte*) dem Magistrat(Wohnungsamt) un. verzüglich Anzeige zu erstatten haben, sobald ein« Wohnung»der Fabrik-, Lager-, Werkstälten-, Dienst-, Geschäftsräume oder sonstig« Räume unbenutzt sind, d) dem Beauftragten- des Mazi- straf»(Wohnungsamt) über die unbenutzten Wohnungen und Räume sowie über deren Vermietung Auskunft zu erteilen und ihm die Besichtigung zu gestatten haben. Al» unbenutzt gelten Wohnungen und Räume der bezeichneten Art, wenn sie völlig leer stehen oder nur zur Aufbewahrung von Sachen dienen, sofern dem VerfügungSberechiigten eine andere Aufbewahrung ohne Härte zugemutet werden kann, oder wenn der Verfügungsberechtigte seinen Wohnsitz dauernd oder zeitweilig in das feindliche Ausland verlegt hat. Diese Anordnung wird hiermit nochmak» in Erinnerung g«. bracht. Gleichzeitig ist auf Grund der Ermächtigung des Staats- kommissars für das Wohnungswesen vom 3. Mai 1919 ergänzend weiterhin angeordnet, daß als unbenutzt im Sinne obengenannter Anordnung auch eine«ingerichtet« Wohnung gilt, sofern sie von dem Verfügungsberechtigten deshalb nicht dauernd benutzt wird, weil er in Groß-Berlin noch eine andere, nämlich feine Haupt- Wohnung besitzt. Jeder, der mehrere Wohnungen besitzt, hat hier- von unverzüglich dem städtischen Wohnungsamt Anzeige zu er- statten und dabei anzugeben, welche Wohnung al» feine Haupt- Wohnung anzusehen ist. Zuwiderhandlungen gegen die Anord- nungen werden mit Geldstrafe bis zu 1000 M. bestrast. Die Dienststuitben der Lr»tkommissi,nen während de» Pfiwgst-; festes sind wie folgt geregelt: Himmelfahrt: Geschlossen; P fingst- Sonnabend: Bi» 1 Uhr nachmittags; 1. Feiertag: Geschlossen. 2. Feiertag: Bon S bi» 10 Uhr vormittag». HauSfraue«, achter auf die Wäsche! In letzter Zeit sehen es Spitzbuben ganz besonders auf die Trockenböden ab. Da kann eS sehr leickü paffieren, daß einer armen Familie das letzt« Stück Wäsche gestohlen wird. E» ist daher Pflicht der HauS- frauen, streng auf ihr Zeug aufzupassen. Opfer sinnloser Schicßeroi. Ein bebaiwrlicher Unfall, der wohl durch die Unvorsichtigkeit eine? Freiwilligen- verursacht wurde, cueign- ie sich am vergangenen Freitag in Charlottenburg, Suarez» straffe, vor denn Gebäude der Miegerinspektion. Der angeblich 12jährige Albert Zufall spielt« tchrnttigSlo» vor besagtem Hause, gl» au» demselben, in dem ein« Abteilung einer Freiwilligen» Formation einquartiert ist,«in Schuf; fiel, der den Knaben am Halse traf. Der Verunglückte konnte sich noch ein Stück taumelnd betveyen, brach aber dann bald ohnmächtig zusammen. Nach kurzer Zeit trug«in Mann den Knaben, dessen Glieder eine starre .Haltung angenommen hatten, vom Platze. Wieder ein Opfer der sinnlosen Schiehevei. Do5 machen vir heute, meinen die Schützen und niemand hindert un». Der Aenberun« der Geschäft»»rbnun» für die Stc:btvcr»rd- netenversammlung, wie sie von der GeschäftSordnungSkommifston beschlossen worden ist, hat der Magistrat in seiner letzten Sitzung, zugestimmt. Alz wichtigste Aenderung ist festgesetzt, dag der Vorstand der Stadtverordnetenversammlung oder einzeln« Mit»> gfieder desselben zurückirrten msisse«, fall# ** Stadtverordnetenversammlung e» verlangt. ArbritSneichweiS und Lehrsteklenvermittlnng für rr feit dem Ende Aanuar d. I. bestehende Porila). Siemen«stadt Slonuendammall«. Ferner hat der «ine besondere Abteilung für Lehrstellenve lung eingerichtet. Auch dies« Lehr sie llenve rnnttlung'�. kostenfrei und machen wir unser« Le'er auf diese sondere aufmerksam. Di« Lehrftellenvermiitlung erte-G' � der GesckjäftSstelle am Köllnischen Park? vorläufig in den Zdiumen de» 9te s ta u ra nt»�® schön fetzt Meldungen vcm jungen Leuten, die am 1- der Metallindustrie in d« Lehre treten wollet:,«ntgegevv-- Verssmmlungeu. ,, BeeSkow-Storkiw. In den tetzten Tagen behcmtzcstr � Künstler daZ Thema, die II.®. P. D. und txt ßrieix F Besten. Zeechen, N«i- Zittau, Warnsdorf und Sosew J7' ji« Desuch war ein Beweis dafür, daß die Ideen der U. � den ländlichen Orten an Boden gewinnen. In nächster of!' k.c sich Ortsgruppen bilden und somit ist Bresche geschlagen m wo bisher die bürzerlichen Parteien und die 2. P. D. d® SBort führten.___ p Klrin-Glienecke. Am Scmnwg fand hier eine ich fammlung über„Die FriedenSstage" statt. Genosse durch sein Referat die Aufgäbe übernommen, einen �'chch der U.©, P. in» Leben zu rufen, der auch voll und Mwz v Ein Redner der SPD. trat den Ausführungen de» Äf entgegen, muffte aber da» Feld räumen. Eine Anzahl ch-t") wurden aufzeiwmmen, so dcrff auch hier Bresche geht überall vorwärts. m Zerpenfchleuse. Am®cm trabend hielte« unser« hier, für Kiemitz und Berg, eine öffentliche verfanirtlu Gründung«ine» OrtSbcreiu« der U. S. P. ab. TaS Thvvte' „Die Arbeiterräte und der Verlauf der Revolution/' griffen den Referenten, Genossen Wein hold, heftig ä"- den aber auch hier nicht mehr den geeigneten Boden.- jj,;: gltedcr traten dem ne uze gründeten Verein bei. Jinmer verlieren die S. P. D. die Fichlung mit den Arbeitete a] Land und«ine Festung nach der anderen müsse» sie üvertB RiedersckiZnhausen. Am Frei rag hielt der Wahlvc�reiu von 800 Männern und Frauen besuchte grosse VolkStertev.ch, ab mit dem Thema:.Der Sewalffriede und der revate� Sozialismus". Der Referent de» Abends war Siadtve�-- Genosse Schröder, Berlin. Eine stattliche Zahl von Reuaus«. � und Ilebertritte aus der S. P.D. bildeten den weiicren Criv» von prächtigem Geist« beherrschten Versammlung. e* Aus Oeu OrgsmfoUöSJC??. vechster«tele /?uz«nl>s?»!I°n,. Freitag et) end Ti ff S! Schmidt, Frankfurter«Ute 1, vartr», de,®enof(en Rutesystem. � Neukölln. Montag, den ig., Funkttotiörversammlung.. Lf,/ d«n 37., sür alle 24 Bezirke Lezirkzversawmlungcn. Die z-l fuhrer müssen zu diesem Abend sür jeden Bezirk ein Lokü W-'y, Lankwitz. Donnerotag, den LZ., abend- S Uhr. bei DohN� Wilhelm-Stratze Z4, Versammlung. Tagesordnung) Rätesyste�' Verantwortlich sür die Redaktion«lsred AZielepp. V-rlagsgenossenschast..Freiheit", t.®. m. b H.. Berlin.— f.'.,,,' Lindendruckeret und Berlagoiestllschast m. d. H.. Schiffbau?�". An popMres Vrschiwerk übex die Wunder des Rimmels, der Erde»$ Tier- und Mnzenwelt sowie des Lebens in den Tiefen des Cin Prachtwerk ersten Ranges in vornehmster Ausstattung mit einem geradezu verschwenderischen BUderfchmulk...... ANein dieser Schmuck würde nach seinem wisienschastlichen Urkundenwert und seinem künstlerischen Genutzwert den Ankauf des nerkältnismäkis erftaunlick billiaen Werkes recht- r m.) wcnuDiircu otn ituttu nerkältniswätziz erstaunlich billigen Werkes fertigen."(Der Bücherwu Wir liefern da» ganze Werk so- fort auf einmal gegen Monats- Zahlungen von c?>urch den aufreibenden Kampf und die Unr.ihe unserer Zeit geht eine grosse Sehnsucht, die � sich in stillen Feierstunden aus dem lauten Getriebe herauZzuretten sucht, zurück zur ewig gleichen Harmonie der Natur. In und mit der Natur zu leben, das ist heute die Sehnsucht von Millionen und mit der aufdämmernden Erkenntnis, daß nur Allmutter Natur uns wieder aus dem wilden Strudel der Zeit in eine stille Beschaulichkeit hinüberleiten kann, wächst auch wieder das Interesse für ihre ewigen Wunder und Rätsel, deren Betrachtung wie nichts andere? geeignet ist, unS vom Alltag loszulösen. Mit diesen Wundern der Natur beschäftigt sich das vorliegende Werk: auS allen Reichen der Natur sind sie zusammengetragen, in feffelnecr, leicht verständlicher Form geschildert und in Bildern von unübertroffener Schönheit veranschaulicht. Aus dem Inhalt sei nur aufgeführt: Erdoberfläche. Eisberg« Erschelnunaen der Rasser und Wind al» Baumeister— Die Steife: Die©Ictfcher im Hochgebirge— Unterirdische Fluh- läuse— Die Feuerberge der Erde usw. Erscheinungen der Atmosphäre. Fata Moraana— Die Wunder der Eisblume— lieber Polorlitmct— lieber Wirbelstllrme und Wettersäulen— Der Regenbogen— Schneesterne— Das Sewitier usw. Physikalische und chemische Erscheinungen. Elek- irische Entladungen— Das St. Elmsfeuer— Künstliche Pflanzen— Die(Ebel- und Halbedelsteine— Unsichtbare Strahlen— Wirbel und Wellen der Luft— Klangfiguren— Magnetische Kraftlinien usw. Au» dem Tierreiche. Resterbauende Säugetiere— Aus dem Leben eines Dunkelmannes(Maulwurf)— Ameisenfresser— Da» Mammut— Merkwürdige Bogelnester— Ein Bogel mit Händen— Der Urahne unserer Vogel— Der fliegende Drache— Fliegende Fische— Tier«, die kleiner werden— Leben und Lieben der Frösche— Die Entstehung eines Bienen- stacites— Au» dem Leben der Ameisen— Laternen« iräger im Fnsektenieich— Meeresleuchten— Seesterne— Einstedler und ihre Tischgenossen— lieber Schwämme— Korallenbauten usw. Ans dem Pflanzenreiche. Die Rafflest«, die größte Pflanze der Wrlt— Fr.seKtensressende Pflanzen— Wie Pslanzen reisen— Die Königin der Recht— Mao»- wunder— Vom Geheimnis des jallenden Laubes usw. Au» dem Reich: der Sterne. Die Welt de» Man- des— Flammen auf der Sonne— Boten aus dem Weltraum— Die Mitternachtssonne— Die Rebel und das Werden der Welten— Das Zodiakailicht usw. s» Zollbruck& Co,, Serlm Oranienburger Straße 59 Seftelischein ii&wE tet Nnterzrichneter beilegt füqfr.'.it tandlunz A. Wollbrück& Co.,®ct Lie Wunder der -l if--- i#'' % Prechtbinde in»roß»"«' Di. 78,— eluschlieüllch Eraenutä»�1" iKd Zllüstretiene», toturtci iezer.H j Betre« ist rechzmilhuien— wiid etugesandt— wird mit M.<5,� � S«hlt. Erfüllungsort ZZerltu-Mitte. Käme, Slerb.. und SSoCmtitj III■IBIIIIIMB—BWI D&ntscherMetaUarbgiter- Verband I Vorwaltnagsgtalle Berlin Todesanzeige. Den Kollceon zur Nachricht, da« nnser Kolleee. der Revolverdreher <3ottlieb Jurisch, CuvrystraEe 13, am 18. d. M. gestorben Ist. Die Bcerdlena« findet am Donnerstaj. den 32. d M nach in 3 Uhr, von der Lelcbenlialle des Jerasalemer i Kirchhofes. Hermanestraße, aus statt. Ree« Betelllgnnc erwartet. Nachruf Den Kollegen zar Nachricht, daß unsere Kollegin, die Arbeiterin Erna Koihe, PnclrfentraBe 9, am 12. d. M., der Qürtler Julius Johannassen am lt. ä. M. an Speiseröhren leiden, und dar Schlosser Franz Heidenreieh, Spandau, Pichelsdorf 1. am 6. d. M.«eslorbea sind. Ehre ihrem Andenken I Die Ortsverwrasltung Muschelktoiderspind, Oremmophon, 21 Platten. I falck, AckerstraBe 119. ' Aietallbettstellen. �Dflegemalratzen, Chalseton- «oe. Uirbaesofa. Tapezierer alter. SUrearder Straße 18. I epplcfl. gut crh.i ieo. sucht Rohr, Kants trabe Ml, Stein- platz 2456. HaEdleiterwcjren, Kasten- waien. Holzräder in allen Größen, großes Lager. Tiste, Spandauer Brücke b. Ms frole Walt Illustrierte Wochenschrift der U, S. P, D. He!i 4 ist soeben erschienen. Aus dem Inhalt: Die Bewaffnung der Bourgeoisie. Bilder von der Friedenskonferenz. Bilder aus dem Kali- und Kohlenbergbau. Notstandsarbeiten am Mittellandkanal. Karikaturen u. a. Der Wiederaufbau unseres Wirtschafts- lebens. Von Prof. Ballod. Leo Tolstois Roman„Der Teufel". Preis 20 Pienxiig Abonnement Mai /Juni Mk,*1.60 Nr, 1— 3 können noch nachgeliefert werden I Zu haben in allen BuchaaudlunjJcn, Zeitung, ver- kaulsstellcn, Kiosk-n, Bahnholsbuchhacdiun�D, sowie im Verlag, Berlin NW 6, Schiäbauerdamm 19. Kanfe Tuttcr, Hemdenstoffe, allerhand Stoffreste. Säcke, Packlein'vrand, Gam.Rollhaaro fekictlcr. Georgen ki ch p atz 11. Leib-W äs cbc. Betten stets zu kaufen gesacht Karge, Adalbert-Straße 74. Aite Pläne Packlcinwand. Stricke, Bindfaden, Sacklumpen, Polster und SaHIerwarcn kamt Mmcck, Oramenbargerstraßc 58, Norden 3888. 3. Kreis Donnerslas, don 22. Mai 1919, abend« S Uhr # In den Konmar.dan'ensir. 58-59 Lic�tbiider-�ortrag des Schrifisteiler# Haas Sicmscn Aber Iis MiiM Iü Berlin mit authentischen Bildern aas den Revolufions- nnd Strnßcnkampfen. Eintritt I Mk. Vorverkauf bei Schwelkert, Alte Jakobstraße 24, bei den Bczirksführcra and von 7 Uhr ab am der Abendkasse. 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