lU« !b. Ar» ff. eiif %(ptcfo 10 pfg. Jahtrans 2 |»nt n->»milt->g5, an S->nn. und Felltazn, nur inorzni». » P-Hdizuz�s... Sustrllun-i ins Laus für Grax-L«rlin->d-i bei tierüeni ' �iheit- wanalL 2.50 IN. bei Zustellung unter flrenbcnb 4,501ü. "«Wrttl." nf,Cn i:atf,tra3 der Postzeitungsliste für IW eingetragen 3»®"6, Schiffdauerdamm 19 m. «WR Amt Slordeii S695„nd«89«. Mittwoch, öen 4. Juni 1919 Nummer 267> Morgen-Ausgabe Inserate kosten die achtgejpalt. Nonpareillezeile oder deren Raum r,20 Mk., wortanzeigen oc«neifere Wort 25 Pf. TeuerungSzusthlag 50 proz* W 4##*5» IV Xk V m � Inserate kosten die achtgespalt. Nonpareillezcile oder deren Raum r,20 Rlk., wortanzeigen das fettgedruckte wort 50 pf� jedes weitere Wort 25 Pf. Teuerungszuschlag 50 proz* Familien- und versammlunzsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserate mr den darauf- folgenden Tag müssen spätestens bis 3 Uhr nachmittags bei der Lfpedition aufgegeben sein. Expedition: Berlin NW. V, Schiffdauerdamm 19 Fernsprecher: Amt Norden»7«8 dt» it5 • 8«» hun» lies'* '? it f1' dit 1� JuM S\f !idt> ber Vnabfiänßh immm— w-Organ,. Mömwfmtfe S>eaawiani>s et- ituJ tevinß zum Tode zl�verraker an der Kevolukion. (.Landgericht in München, hat sein Urteil ge- J'fbfi,' �*6 ist wegen Hochverrats zum Tode verurteilt f�netfita. övr Justizkoniädie gegen die Mörder Karl rHetWe� Rosa Luxemburgs hat dieses Urteil gerade N 50[re' um das Bild von dem„revolutionären" Deutsch. riichi;.- Milien zu machen. Ein Mann wird zum Tode % et on, nichts Weiler vorgeworfen werden kann, als «uirj der„rechtmäßigen" Regierung Hoffmann 1'' r m"e,;oriina Hofsmann ist des- wüten, die sie, die eigentlichen Hochverrates an ihre Pflicht erinnern wollen. Dieses Urteil erst wird zu Recht gefällt werden I Das Todesurleil gegen tevinS. München, 3. Juni. Vom Standgericht München wurde nach zweitägiger Ber. Handlung der 1883 in Petersburg geborene Ziedatteur Dr. Eugen L e v i n e badischer Staatsangehöriger jüdischer Konfession, .»nerratS zum Tode verurteilt. Der ~----. wurde wegen I% er Qm. •;.r3c öcr..rechtmäßigen" Regierum, �-,1- l il� Hogmnw.? Regierung Hoffmann ist des» s| k,'� ihr.(in fQf.§ lchuldig, dessen Levinä beschuldigt wurde. oT. bot e�lsglieder sind zur Macht nur dadurch gekom- die„rechtmäßige" Regierung des bayerischen Und wenn Der Geiichtshof in sei- e Gesinnung des ----- y; i dos, �utglicder sind zur Macyl mee— r .% in- d>e„reckitinäßige" Regierung des bay »"i Ii, halfen. Und wenn Der Gerichtshof �Sekl' �uch die ehrlose Gesinnunj "den uah'hre % unseljädlich zu machen.. t«.�4 sie Hai .®ie UnS M>!!nNren ÖC ön,' �"� München berichtet wird, hat die Haltung ' drin," Gericht aus alle Teilnehmer den günstig- iihnn flcn,cui)'f- Er nahm die Verantwortung für ' �en aus sich und hat nicht um Milde gebeten. S?«' Tst;-r,'" Nichtern auf Grund revolutionären du Richter aber handelten so, wie es ihnen ihre earcn. Anschauungen vorschrieben. Der ' � hat in seiner Antragsbegrünbung das die L- der fw/'l'�ichricndc Wort gesprochen: Wer die Gewalt ■' dns Recht. Und das Gericht W sich diesem "tf- � vi-oklamierte, an- � t- f...- j• i—/-- wegen Hochverrat» zum Tode verurt'eilt. Der Mitangeklagte, Architekt Wilhelm Zimmer, wurde wegen Peihilse zum Hochverrat dem ordentlichen Gericht über» wiesen. Die weiteren Angeklagten, Privatdozent Dr. Adolf Arthur Salz von München und der Kunstmaler Botho Schmidt wurden freigesprochen. Au? der NrteilsbegründAng wird mitgeteilt: Dr. Leviue hatte sich im April 1019 an die Spitze der nengebildeten giäte bewcgung in Müncheu, naihbem er gewaltsam die Macht an sich gerissen hatte, gestellt. Seine Tätigkeit war eine überragende. Als anerkannter Führer der kommunistischen Partei war er überall tätig, an dem Sturz der rechtmäßigen Regierung i mitzuarbeiten. AIS nach dem turze der Räteregiernng Dr. Lrvine sich den Nachforschungen der wieder zur vosten Herr- schaft gelangten Regierung entzogen hatte, gewährte ihm durch Bermittelung deS Prof. Salz und des Kunstmalers Botho Schmidt heimlich' llnterknnft in seiner Wohnung. Zimmer besorgte zur brnbsichtigten Flucht Dr. Levines Ausweispapiere, die ihm von dritter Seite angeboten wurden, und ging dadurch in die ihm gestellte Falle. I den Noske (4 i i v v-- f Ct) t l/tl L l» vv,, ...... als erster prokl-amierte, an 't'A, UUIS m zu erkennen, daß selbst die »'.-..�".üiminiinpen der vorrevolutionären Justiz HÜ«- um Levinä zum Tode en Grünben würde war ein politischer ~* anführt illC O * Heber die Verhandlungen wird unS aus München noch be< richtet: Am Montag begann der Prozeß gegen Levine wegen Hoch Verrats unb drei andere Angeklagte wegen Beihilfe. Das Gericht ist mit drei Juristen und zwei Offizieren beseht. Nach den bayerischen Bestimmungen über Standgerichte sind zur'Heber» wachung der Prozeßführung zwei Arbcitervertreter i hinzugezogen, die aber kein Beschlußrecht haben. Levimä | ivird von R o s e n f e l d(Berlm) verteidigt. —-:a«"fnn£ine ergcrl— tsg er Kir Zeit gegen Leoevu.... U n des Standgerichts wind binnen �Poien.,,,., l! ch t s k r ä f t i g. wenn nicht die bayc- �"""adianngsrecht ausübt. Wir for- --»wipsirt. wn- hinzugezogen, die avcr er..... wird von Rosenfeld(Berlin) verteidigt. Die Beweisaufnahme ergab den völligen Zusammenbruch ber Zeugen der Anklagcbehördc, besonders des Hauptbclastungs- «Xuler batte in der Voruntersuchung ausgesagt, daß ' habe und Mitschuld I Ifr- �''nie-nr, � ch t s k r ä f t i g, wenn mu,. L\bafi c,".6>hr Begnadignngsrecht ausübt. Wir ior " be �Pnine nicht feinen Henkern ausgeliefert, wn / 0 t wird: nickst weil wir für �"ade' y'st h»,.'"/rn weil wir das als eine g a «'T'- S t s. n ..nde >jt b l; ch .. u ii L 1 1 utiÄ_ H V' l'' e politische Handlung(vre.... Sst- p R-'-1 onstben. Wir nwaen nickst anzimcklimen. 'en....(>'du Ng ihre G'stnnntigslostgkpit pstm so wpit |— ifnnm V*'-••"nÄrerfit feinpn i��ntp "na anWW , /"ng ihre G'sinn'ingslostgkeir en«.. j'ck nwrist lie t,on ihrem Begnadigungsrecht keinen b'ag•;•« Kff' l folgen könnte, das hat ihr der dr„/"Pr[1V s,�". München bereits klar gezeigt� Wie ein 1'efrvT biirrf,.■'�'p Kunde von dem unfaßbaren llrteils- ](fv- � In der Arbeiterschaft tVZMV----- de, besonders des Hauprociairu,�.-, leugen. Dieser hatte in der Voruntersuchung ausgesagt, daß I Sebiiie vom Geiselmord Kenntnis gehabt habe und Mitschuld daran trage. Außerdem habe er Aeuherungen getan, daß Blut stießen müsse. Er nahm alle diese Aeußerungen zurück. Auch d'e übrigen Belastungszeugen tonnten nichts wesentliches vor- tragen, wogegen bürgerliche Zeugen, wie Pro essor Alfred Weber und L e d e r c r außerordentt'ch Günstiges aussagen. Die Verhandlung brachte mehrfach ZusammenstShe der Berteidi- «iing mit dem Vorsitzenden, da der Vorsihende der Verteidigung niebi den gleichen Spicy'raum gewährte, wie den Anklägern. ' Trotz des Versagens aller VetastuiigSzeugen hielt der Staatsanwalt eine politische Anklagerede. Da cr sich nach dem Znsammenbruch seiner Stützen der wesentlichsten ! Unterlagen beraubt sah, ließ er nun alle Rücksichten und Schranken fallen und suchte hemmungslos alle politiscken�Lcidenschckter der Richtung aufzuwühlen. Er verstieg sich zu dem ungeheuerlichen An- trag llcgcn Levine die Todesstrafe zu beantragen und gegen den Angeklagten Zimmer, der sich als Anhänger des KommuniS- muS bekannt hatte, dem aber ni'chls anderes bewiesen wurde, als daß er Levine zur Flucht verhelstn wollte, fünf Jahre Zucht- hauS, 10 Jahre Ehrverlust und Stellung unte« Polizeiaufsicht. Gkg n zwei biirgcrl'che Angeklagte Salz und Kunstmaler Schmidt. dis das-selbe getan haben wie Zimmer, beant-gl? Verweisung an die ordentlichen Gerich t. et vosssil- Skandal in ollaud. - i z c n e Drahtnachricht der„F r c i h c i t".) ''■ k An Die deutsche Arbeilerschafl! Seit dem militärischen Zusammenbruch und dem AuS� bruch der Revolution treiben in Deutschland Verräter ihn schamloses Spiel. Dieselben Kreise, die zum Krieg« gehetzt� die zur Befriedigung ihrer Annexiousgelüste den rrchtzritigen- Friedrnsschluß vereitelt, die sich als die alleinige« Vertreten. des nationalen Gedankens gebärdet haben, konspiriere» jetzt mit den fremden Generalen«nd Regierungen, m« Teil« Deutschlands vom Reiche loszulösen. Sie tun eS, um nun tericlle Vorteile für sich z« ergattern, die kapitalistische Her«. schaft gegen dir revolutionäre Bedrohung zn sichern, beü schweren Lasten deS jkrieges sich zu entziehe». I Den kapitalistischen Verrätern gesellen sich die Herk« kalenMachtpolitiker zu. Während de» Krieges� trotz ihres Christenwms, die Helforshelser der Schwe«-i industriellen und Kriegslieferanten, halten sie jetzt die Ge» legenhcit für günstig, katholische Sonderstaaten von den? protestantischen Deutschland loszureiszeu, um in ihnen ihr, Alleinherrschaft zn errichten. Gegen diesen Volksverrat ihrer schlimmsten FeinS» erhebt die sozialdemokratische Arbeiterschaft den schärfsten Protest. Das Proletariat fordert gerade von seinem gnind» sätzlichen internationalen Standpunkt ans den n a t i»-> nalen Einheitsstaat. Die nationale Zerrrißnus hemmt nnd verfälscht seinen Klassenkampf. Die deutsche Arbeiterklasse fordert die sozialistische Einheits« r e p u b l i k; sie bedarf der einheitlich zusammengefaßten Staatsmacht, um die großen Politischen Aufgaben, die seine Herrschaft dem Proletariat stellt, zu erfüllen; sie bedarf deS einheitlichen Wirtschaftsgebietes, um die Umwandlung der kapitalistischen in die sozinlistschr Gesellschaft durchzuführen. Zugleich wird weitgehende Selbstverwaltung, besonders aus allen kulturellen Gebieten, jene Einförmigkeit und Uni. sormiening trotz straffer Zusammenfassung aller Wirtschaft- lichcn und politischen Energien verhindern.! Unfern revolutionären, sozialistischen nnd internatio- nalen Grundsätzen folgend, habt Ihr, Arbeiter der vom Ber. rat bedrohten Gebiete, bereits durch die Proteststreiks in Köln, Wiesbaden, Mainz und anderen Orten mit aller Kraft gegen die Zerrcißnngs-»nd Zcrstückelungsbestrebnngen der kapitalistischen«nd klerikalen Nalionöverderber demon- striert. Ihr werdet Euch auch weiter von allen nationnlisti- schcn Kundgebungen fernhalten. Bleibt aber nnbcngsame Feinde aller separatistischen Bcrratrreirn, die die Ansrich. hing der deutschen sozialistischen Republik unmöglich machen sollen. Im Verein mit der ganzen Internationnle protestieren wir gegen den Gewaltfricden, der deutsches Gebiet gegen den Willen der Bevölkerung abtrennen nnd die Kraft der deutschen Arbeiterklasse lähmen will. Wir vertrnurn darauf, daß der siegreiche B o r in a r s ch d e r I n t r r» a t i o n a l« diese Gefahren banne» werde. Im Innern aber wollen wir 8.« k.'vitnlistiichrn nnd klerikalen Verrätern durch die Macht - 8 an tür« «MM jl l|K UUVLI,, rwartet von Euch, daß Ihr mich in diesem'' " o r d r r st e n Reib rv st ehr» Werbet! „ i Dos Zeiisrnlkowitre Pr Unabhängigen Sizialdcunckratischr« Pa.u. a.lbÖ. Uober den Unnang der Vevrätcvi'ckcn lt\ibi ivwn läßt 'ich fein klar-'Ä Bild aelvinnen. Zicker ist nur. dos', überall klerikale Politiker.idre Hand im? i iclc baden. Wenn ab« '!»„Berliner Tageblatt" daraick lstnaewieipn m ed. daß da« Wirken»»ieres Genossen Adoli Hossinanii im Kultus- »nniileriuiu den Anstoß zu der?lbsalldewet»ug der Klori- kaloo aeaeven hätte, io ist dicier. Hmweis im aeaemvärtjaea SfUflcnMtdfe sehr merkwiirdia. Was Goffmann wollte� war uickit weniger als die ssiihrung eines Kulturkampfes: er wollte nur die Trennung der Kirche vom Staat durch- rühren, eine Forderung, die doch auch im Programm der demokratischen Partei steht. In Wahrheit will der Klerikalismus die Zerreihuna Teutschlands einmal, weil er gerade im Rheinland ganz und gar mit den großkapitalistischen Interessen verwachsen ist. dann aber, weil er in den abgerissenen Teilen eine neue Alleinherrschaft begründen kann, während der protestantische Rest von Deutschland.an Macht und Einfluß verlieren mußte. Es beißt, diese tieferlieaenden Gründe klerikaler Machtpolitik völlig übersehen und ihre Gefalir außerordent- lich unterschätzen, wenn man glaubt, daß die kirchenvolitische Gesetzgebung für diese Bestrebungen mehr als ein Vor- wand ist. Deshalb ist auch die Politik der preußischen Regierung. die venneint, diesen Treibereien durch Auslieferung der wichtigsten Reaierungsämter. an �entrumSvolitiker entgegentreten w können, völlig verkehrt. Im(Gegenteil, die Gefahr wird dadurch noch vermehrt, und insbesondere, wenn sich die Meldung bewahrheiten sollte, daß der Zentrums- führer Trimborn aiim Oberpräsidenten der Rhein- proving ausersehen ist. Gm Trimborn ist von Anfang an für die Errichtuna einer selbständigen rheinischen Republik. allerdings im deutschen ReichSverbande. eingetreten. Wir fürchten, baß die anderen Zentnimspolitiker. die auf diesen Verband nur ein sehr geringes Gewicht legen, bei günstiger Gelegenheit leicht die Oberhand gewinnen können. Diese günstige Gelegenheit wird um so eher eintreten. wenn die Katastrophenvolitik der Nicht- wnter�eichnung wirklich eingeschlagen werden sollte. Die abscheulichen Treibereien würden dann nur 311 sehr erstarken, während der Widerstand der Arbeiterklasse von den Eroberern gewaltsam niedergehalten würde. • Mannheim, S. Juni. Die„Badische Tandeszeitung" berichtet: In allen größeren Städten der Pfalz fanden gestern nachmittag große Kund- gedungen statt. In den Demonstrationszügen, an denen sich je nach der Größe der betreffenden Stadt zehntausende von Per- sonen. hauptsächlich Arbeiter, beteiligten, bekundeten die Teilnehmer in ruhiger Haltung ihr Deutschtum und protestier- ten gegen die Errichtung einer selbständigen Pfälzischen Republik. viele Betriebe waren geschlossen; alle» verlief in Ruhe und Ord- nung. Heute wird überall wieder gearbeitet. Frankfurt«. M., 8. Juni. Ueftt die Borgänge in Mainz und Wiesbaden wird noch mitgeteilt: Der Proteststreik der Arbeiter und Bürger gegen hie Ausrufung der rheinischen Republik ist ruhig und in Ord- uung verlaufen und hat bei den Franzosen tiefen Eindruck ge- wacht. Sie sind enttäuscht, daß die versprochenen 80 Prozent Anhänger der rheinischen Republik nicht in Erscheinung getreten find. Regierungspräsident v. Meister wurde von dem französischen Administrator ersucht, seinen Abschied zurückzunehmen, was er Verweigerte. Reue Maueranschläge wurden abermals abgerissen. Es wurden wieder zahlreiche Verhaftungen vorgenommen, dar- Unter solche von höheren Schülern, von der Tätigkeit der neuen Regierung ist außer dem anonymen Aufruf bisher nichts zu bemerken. Der Presse ist es verboten, Aeußerungen gegen die Republik zu bringen. Mangin betonte, daß er auf der rheini- fchen Republik bestehe, und stellte der Bevölkerung wesentliche Er- leichterungen, namentlich hinsichtlich der Morkvaluta, in Aussicht. Pineau gibt bekannt, daß die B e v ö l k e r u n g ü b e r die jGründung einer rheinischen Republik befragt werden soll«. Auf Grund dieser Erklärung wurde der Gene- jralstreik aufgehoben. „Halle! Euch bereit..." Versailles, 3. Jnnl. Der Vorstand der sozialistischen Partei Frankreichs vervfsentlicht in der„Hninnnit6" einen Anfruf an die Arbeiter Frankreichs, indem er aufs energischste gegen die Intervention in Rußland und Ungarn Einspruch erhebt. Die Arbeiterrevolnt'oncn in Europa dürsten nicht niedergezwungen werden. Dies»gäre ein großer Rückschritt für den Sozialismus in Frankreich und in der ganzen Welt. Freiheit und Arbeiterschaft wären gefährdet, die Republik würde entehrt. Die Arbeiter und Bauern Frankreichs dürften dieses Verbrechen nicht zulassen. Die Abeitcr und Bauern begrüßten die Haltung der Ma- trosen der französischen Flotte' im Schwarzen Meer, die nicht die Rolle von Polizisten in Odessa spielen wollten, und »um Zeichen des Protestes die rote Flagge gehißt hatten. Der Appell fährt fort: Tics genügt �nicht. Die sozialistische Partei ruft Euch heute zur Tat. In England droht der Dreibund der Arbeiter, die Arbeit einzustellen, wenn er nicht dix sofortige Zurücknahme aller Truppen an? Rußland erwirkt. Dir italienische sozia. listische Partei schlässt unseren drei Proletariatcn eine Massenaktion vor. Es handelt sich hier nicht um leere Drohungen. Um die Revolution in Rußland und /Iliigarii zu rrtten, und damit auch Eure eigenen Brsrrinngsmöglich- kcitkn. haltet Euch bereit, den Aufruf Eurer Klnsscnorganisationen zu beanttv orten. Vervielfacht Eure Propaganda, verbreitet unsere Flugschrif- ten und Zeitungen, welche gegen die russische Intervention protestieren. Kommt zu"nscren Versammlungen. Laßt de» Protest des Volkes immer wieder hören. Volk Frankreichs, welches Tu immer drn revolutionären Kamps an der Spitze nllrr Völker führtest, Tu kannst dir Arbeitcrrrvolution»och rrtten und Drin eigenes Hc'l gleichzeitig wahren! Mache Dich durch Dein Schweigen und Dane Untätigkeit nicht zum Spießgesellen de? Mordes! Der Massen sirei! In Zrankreich. Bersaillrs. 3. Juni. Die Ausstände in Paris dauern fort. Die Fahl der aus- ständigen Arbeiter wird den Blättern sehr verschieden angegeben. Während die nationalistischen Blätter die Zahl auf 100 000 bis 200 000 schätzen, erklären die sozialistischen Blätter, es handle sich um mindestens 100 000 biS 500 000 Streikende. Der ArbeilSminister berief daS Streikkomitee der Metallarbeiterver- bände auf heute vormittag zur Besprechung der Lage ins Ar- beitsministernum. Gestern in später Nachtstunde traten Ar- beiter und Angestellte der Pariser U n t e rg r u n d h a h n e n zusammen, um den Generalstreik zu erörtern.. Das Ergebnis der Sitzung ist den Morgenbläitern noch nicht bekannt, jedoch üe- fürchten zahlreiche Blätter, daß die llutergrundbahnen heute nicht mehr verkehren. Die Bewegung scheint auch die Gewerk- schaften der Maler und Zuckerarbeiter zu ergreifem. Wie„Matin" mitteilt, herrschie gestern in den Wandelgängen der Kammern große Erregung und Besorgnis über die Aus- stände und innere Lage. Nachmittags hatten zahlreiche Hilitiker lange Besprechungen mit Clemenceau. Bcrschie- dene Deputierte, darunter Pierre Laval, beabsichtigen über die Ausstände zu interpellicron. Sie erklären, über die, Streik- Ursachen nicht im klaren zu sein. Wie„Malm" ber:chtel, nimmt die Bewegung auch in der Provinz zu. In Nordfrankreich liegen sämtliche Berg- werke still, in Bordeaux feiern 20 000 Arbeiter, darunter sämtliche Metallarbeiter. Im ganzen Gebiet Grenoble, I s e r e und S a v 0 y e n haben sämiliche Metallarbeiter sowie die Gewerkschaften der Bauarbeiter, Schuhmacher, Schokoladenar'beiter und Transportarbeiter den Streik erklärt. In Clermont und Vienn« haben mehrere Gewerkschaften sich der Bewegung angeschlossen. Zunehmende Reizung siir ZugeslSndnisse au Sentschland. Amsterdam, 3. Juni. Dem„Algemcen Handelsblad" zufolge meldet der Pariser Korrespondent der»Daily Mail" bezüglich der Haltung de» A l l i i e r t r n gegenüber den deutschen Geienvor- schlügen: Im Anschluß an den englischen Ministerrat sind zum Schluß der vorigen Woche zwei Vollsitzungen der britischen Reichsdrle- gation» a. gehalten worden. Der britische Standpunkt geht dahin, daß die deutschen Gegenvorschläge für eine gewissen- hafte Nntersuchuag in Betracht kommen und daß, wenn sie in irgend einer Hinsicht als gute Widerlegung der Bestimmungen Im Friedensverträge der Alliierten angesehen werden kSnnen, der Bertrag in diesem Sinne abgeändert werden müsse. Jeder Haupttcil in der deutschen Antwort ist an die Kom- Mission verwiesen worden, die sich mit diesem besonderen Thema befaß, und alle Berichte, die diese Kommissionen machen werden, sollen gewissenhaft erwogen werden. Die Bchanptuiig, daß nur Einzelheiten des Bertrages für eine Abänderung in Betracht kommen, ist unbegründet. Jede Bedingung, bei der die Alliierten zu der Neberzeugung kommen, daß sie einer Revision bedarf, könnte, feie» es wirtschaftliche, territoriale»der miltttrifche Bedingungen, revidiert»erden. BerfallleS» 8. Juni. Die Pariser Ausgabe der„Chicago Tribuna" meldet, daß auf Grund der Erörterungen des englischen Kabinettsrates in Paris am Sonntag Lloyd George ein« Eampagne zu- gunsten von Zugeständnisse» begonnen habe, um Deutschland zur Unterzeichnung de? FriedenSverttageS zu der- anlassen. Sein Plan ist, so führt das Blatt aus, von der dcut- schn Delegation genau zu erfahren, waZ Deutschland verlangt, bevor eS zeichnet, und dann von Deutschland da» Versprechen zu erwirken, daß eS zeichne, wenn dies« Veränderungen vor- genommen find. Lloyd George sucht-augenblicklich Wilson und Clemenceau zu Zugeständnissen i-m Vertrage zu bringem. Wie „Matin* erfährt, sollen vorstehende Aeußerungen der„Chicago Tribuna" zu weit gehen. Ztvar bestehe in radikalen Kreisen Englands«ine starke Strömung, die Lloyd George zu Einzel- Zugeständnissen zwingen möchte, aber man könne nicht sagen, daß Lloyd Georg« diesem Rate bisher gefolgt sei oder folgen wolle. Lloyd George habe sich den heutigen Vormittag für die Prüfung der deutschen Gegenvorschlag« freigehalten, desgleichen Wilson, dessen erster Eindruck sehr ungünstig gewesen sei. gungen in Deutschland, wozu durchaus nicht etwa �. Bolschewisten gehören. Auch die, Nichtbolschewisten E' 3 Landauer wurden ermordet, auch die Dorenbach, �* höfer und zahllose andere, die das Mißfallen der® e 1)<_ r« g i e r u n g des Berliner Edenhotel» gewca!#. Auf den großen Lärm wegen Liebknechts Ermordung sich die Regierung spät und widerwAltg einzuschreiten. � Kriegsgericht verhängte lächerlich niedrige Strafen, und Zige Offizier unter den Verurteilten, dessen Bestcfflfting ß* j ganz umgehen ließ, wurde dann von anderen Ojienieren im Auto vorn Gefängnisse abgeholt und nach Holland„ und von dort, wie es scheint, nach Argentinien hinüberg- � Jetzt verspricht ein offiziöses Wvlff-Cvmmunique wieder d- � liehe strenge Untersuchung— genau wie im Mordprozesse kiiecht. Die Auguren werden lächeln, und im Edenhoier, Stabsguartier der Junker und Freikorps und der niona � scheu weißen Garden wird man mit Sekt auf den Ausgang der angekündigten Untersuchung anstoßen. Ausirwrsch,! iiit die„htvmstehendeii schwere« W; In einem Hof des B e e l i n e e P o! U e f'ss sidiums gab rs Dienstag mittag große Parade- Besntziingstruppen des Gebäudes vorgesehenen— � ten, die dem Korps Lüttwib entnommen werden, versammelt, General Lüttwitz hielt in höckssteigencr> an sie eine Ansprache. Er meinte, daß er sich über � Ein Schweigezebsk. Während einzelne büraerliöfte Blätter gegen das Em- greifen N 0 s k e s in das gerichtliche Verfahren immerhin Protest erhoben haben, schweigt der„V 0 r w ä r t s" in allen Tönen. Warum wohl? Vielleicht erklärt sich das-auS fol- gender Mitteilung, die uns zugegangen ist: In der gestrigen Slbung der Pressekonferenz er- klärte der Bemmr des Pressechefs der Reichskanzlei, Herr Breuer, bei der Besprechung dcz Falles Luxemburg, daß er die Behandlung dieser Frage durch die Presse insofern für falsch halte, als die Presse solchen Lappalien— und daz« rechne er auch die Fälle Raia Luxemburg und Karl Lieb- knecht— viel zu viel Aufmerksamkclt schenke. Dagegen riet er, darauf hinzuweisen, daß einzelne Untaten der Gegen sc ite, wie die Fälle Nenring und Auer, noch nicht aufgeklärt seien. Als er von einem bürgerlichen Vertreter darauf aufmerksam gemacht wurde, daß alle diese Aeußerungen auch Herr v. I a. g» w getan haben könnte, erklärte Herr Breuer, daß eS ihm durchaus sympathisch sei, mit Herr». I a g v» in einer Parallele genannt zu werden. Wir haben uns bisher an diesen Preßbeeinflusiungs- Veranstaltungen, die die neue Regierung, wie so vieles andere, vom alten Regime übernommen hat. nicht beteiligt, und unsere Leser werden verstehen, daß es nicht gerade an- genehm ist, dieselbe Luft mit jenen Gesinnung s- schiebern zu.teilen, die der neuen Regierung so eifrig dienen. Herr Breuer ist ein Prachtexemplar dieser Gat- tung. Unseres Wissens war er bis �um 9. November kein Sozialdemokrat, überhaupt kein Politiker, sondern Kunst- kritiker. und man wußte von ihm nichts Unanständiges. Nach dem 9. November tauchte er plötzlich neben anderen zweifelhasten Elementen in der Reichskanzlei auf und ist heute der Pressen iipeitscfar Scheidemanns, der gegen gutes Gehalt für die nötige Beeinflussung der Presse sorgt und sich durch seine freche Schnoddrigkeit hervorzutun gedenkt. Merkwürdig ist nur, daß solche Beeinflussung auch er- folgreich ist. Die rechtssozialistischen Arbeiter können daraus jedenfalls ersehen, daß auch noch ganz andere Kreise als sie und ihre Preßkommission auf die Haltung ihres Organs Einfluß ausüben. Das Ausland über den Vogel Skandal. Die bürgerlich-demokratische»Basler Nationalzeitung" sagt über den Vogel-Skandal, daß es ein interessantes Licht auf jene Leute werfe, die»vorerst noch im Halbdunkel die Drähte in Deutschland ziehen und die ickseindemokratische und republikanische Regierung nur als Aushänge» s ch i l d flebrviuchen." Man kenn: dt« Vorgeschichte der häßlichen Affär«. Lieb- knecht wurde bei einem angevlichen Fluchtversuche ermordet, genau so wie fast alle wichliaercn Führer der radikalen Bcwe- Stimmnng bei den Rcgicrnngstruppen freue, die"jj � den„bevor st cl) enden schweren Tagen halten müsse. Die Regierung habe sich der Truppe« nomine», jetzt mußten die T r u P P e n a u ch h' c, � Regierung stehen. Die Regierung werde si* �jt erkenntlich zeigen, daß sie in Zukunft in allcrcrster für ihre Truppen sorge. Die Regierung ist also für die„bevorstehenden t Tage" gerüstet. Rings um Berlin sind die weißen.fl zu Zrhntausenden bereits ausmarschiert. Die �wv � ist überreichlich mit Handgranaten und anderen 11 zeugen ausgerüstet. Tic strategischen Punkte lw der Stadt sind gesichert. Paraden werden abgenontw, sprachen werden gehalten, nun kann es wieder Sie Mschiildigen als Proleflanle« ?» Der Vorstand i>c9 rechtssozialistischen DezirkSR veröffentlicht folgende Erklärung:| „Der Vorstand des Bezirksverbande» Groß- S. P. D. nimmt mit größter Entrüstung davon x daß unter offenbarer Mithilfe amtlicher Militärpeftoi � unter Mordverdacht inhaftiert« Oberleutnant V s ge<»,,11«� Gefängnis entfliehen konnte. Er verlangt, daß die j die Untersuchung diese» skandalösen Vorfall» rückst chislo � größter Beschleunigung durchführt unter Berücksichtigung�� der„Freiheit" veröffentlichen Behauptungen und � Zuziehung ihres Redakteur». Die al» schch 4 gestellten Offiziere und Beamten müssen sofort von chv- «ntfernt und aufs strengste bestraft werden._' � Der Bezirksvorstand protestiert weiter auss(chnsi v�f die Hm der Uchtein Zoit mehrfach uinter MlOkäotn#*� � nommenen VersammlungSauflösungea»).% tz' zwar daS formale Recht, aber keine sachlich« Notwendig. gelegen hat und die lediglich berechtigte Unzufriedenheit regung cn der Bevölkerung geschaffen Häven. Gerade weil der Bezirksvorstand anerkennt, daß&%. 1� Schuld der Unabhängigen und Kommuni��Z Regierung gezwungen ist, sich zur Ausrechterhaltung der � und zum Schutz« der Volksmehrheit gegen die Gewalia. f ristischer Minderheiten ausreichende militärische Mact/N' � schaffen, verlangt er um so nachdrücklicher, daß dokatorische Auftreten des Militärs � und Uebergriffe aufs strengste geahndet werden. � zirksvorstand fordert die Regierung dringend auf, Militär in seine Schranken zu verweisen, und seine. auf dringende Fälle de? öffentlichen Wohls zu beschränke � � Die Vorstandsherren vom Bezirksverband wen also nur gegen einzelne»Ueberariffe". Mit dem- der Weißen Garde haben sie sich abgefunden. ßf aber mit ihrem Protest nicht erreichen, daß die Arve � vergißt, wer die Schuldigen und die Mitschuldlpcn � Aufrichtung der Herrschaft der Gewalt, der r der Rechtsberaubuna sind. Nur wer die Tatlacvi- �1- sehen vi dl. der kann annehmen, daß es sich der Erkläruna anaegebenen Vorfällen nur um»u�.' pck' handele und daß sie sich nicht wiederholen wurBm � eine Anzahl Offiziere und Beamte streng bestral� Es ist das S p st e m der brutalen Gewalt, aus da» Regierung der Scheidemann-Noske stützt, das inune solche Schandtaten gebären muß. w' Ein-c unverschämte GeschichtsfMsckmng ist rS,, � i- crbhängigen Sozialdemokraten und den Komniun, � � Schuld an den letziaen Zuständen zuznschieben. �, kr sackie werden die Mitschuldigen des Noske nicht aiw � lügen, daß'die Arbeiterschaft über den Verrat der durch die bürgerlich- scheinsozialistische RegieninA war. daß die Regierung die Massen provoziert � dann, anstatt durch revolutionäre Maßnahmen den. der Massen einzudämmen, durch die Ausrichtung � Militarismus niederwerfen ließ. �ibek� Der„Vorwärts" bemerkt dazu mit w- 5 Heuchelei, daß sich die Stellung des Bezirksvontan�F den Forderungen decke, die auch von seiner Seite/ der letzten Vorfälle dringend erhoben worden nein, der„Vorwärts" hat sich stets als her getreuew des neuen Militarismus betätigt. Er hat alle Smv F der Weißen Garde beschönigt, alle Lügen der 1 Stellen weitergegeben. Dieses Blatt hat zu alle' Recht, sich jetzt zu entrüsten.. gstA Der Bezirksvorstand bat ra übrigens seine schon erlwlten. Im Fgll Vogel ist bi&lwr nia!1®(t,, greifendes geschehen: dafür hat man die Leiche R- j. fl'j b u r g s verschleppt. Und her Protest gegen A s a m m l u n g s j p r e n g u n a e n fmud seine tung durch die neuerliche Verschärfung? 6' tagerungszustandes und der weiteren j e n g n n g der V e r s a m m l 11 n g s f r e i h e LLy Noske— eine Antwort, M der sich der„Voov� dectts noch nickt geäußert hg.. Herr yeke sich mchk belaßt. Herr Wolfgang Heine hat gesprochen lsichuk der Preußischen ___ ,fnn nino P? f � I Cr habe - i>W., Jni Staats- usschuß der Preußischen Landesversanimlung gab WM (J! preußischen Beamte NHesetz alle-' und so wäre WMZM-S« �uau kennen mußte.... Mitglied der 0000 mm doch ha! sich ter Körper durch den ständigen lllrikcnihal! unter Walser immerhin noch besser erhalten, als die» sonst bei Wasserleichen. die auf der Lbcrfläche treiben, der Fall zu sein ps.eg: Ta der Körper sich an der Schleuse verfangen baue, so wies er fall keine der sonst üb! che» Verlchungcn durch Boots! aken, Ziangen usw. auf. Der Rücken zeigte e' n e l c: d1: c Verkrümmung der Wirbelsäule. Von der Scbädcldccke waren größere Teile dcrKopfhaul u r. z der Haare los- gelöst. Tos Gesicht war vollkommen venck.vommen und aus- gedunsen. Einzelne Gesichtszüge liphcn sich nicht mehr er- kennen, zumal auch größere Hautictzcn schien. Die Sektion ergab den überraschenden Befund, daß die Schade. decke r i r ü e i ck> e vollkommen unverletzt war. Weder die Knuchen Wölbungen, noch die Nähte weisen aucl nur die geringste Verletzung auf, welche darauf deuten läßt, daß der Schädel von Ko.bcnschlägen getroffen worden ist. ivie dies doch zweifelsohne bei F-au Luxemburg der Fall gewesen ist Dagegen zeigte die Tote eine Wunde an der linken Stirn. Es wurde deshalb die Sck'ädcldccke gcvffner. Tas Geb rn war voll- koinmen in Verwi tung übergegangen, so daß also nicht mehr fest- zuslelleil war. ob die Kugel in das Gehirn eingedrungen war Sonst konnte keine Verletzung an der Leide festgestellt ivcrden. Gebeimrat Siraßmann erklärte, daß die Venve'ang des Kölpers schon zu weit fvrtiaeschritien sei, al§ daß noch sichere Fest- stclliingen gemacht werden könnten. Auch die Fcst'tellung der Idendilät mit Frau Luxemburg würde sich selbit durch Nngchörige der Vcrstorl>elien kaum noch erniöglichen lassen. Aus diesem Grunde erklärte auch KricgsgcrichtSrat Ehrhaid, daß man keines- wegs als sicher annehmen könne, daß es sich in diesem Fall um Frau Luxemburg handle. Es müßte vielmehr noch eine Reihe von Zeugen vernominen werden, welche Frau Luxemburg zuletzt gc- sehen haben, die namentlich Bekundungen darüber machen können, melde Kleider dw Tore am 15. Januar gclrigcn hat. Aus den I Neberreßen der.Kleidung, die noch an der Leiche bafien. wird sich allerdings nur schw.rlich noch etwas sicheres festüellcn lasten. Auf jeden Fall müssen die Ermittlungen weiter geführt werden. Am heutigen Mittwoch sollen eine Anzahl von Personen, die zu den Freunden Fxäu LuremburgS gehörten, nach Zossen geladen werden. um die Tote zu rekognoszieren. Für die Annahme, daß cS sich um Frau Luxemburg handelt, spricht nach dem Befund der Aerzte, die geringe Größe der Leiche nzid das von Gebeintrat Bier und Geheimrat Straßmann geschätzie Alier, das mit dem der Frau Luxemburg etwa übereinstimmen dürfte. Auch sei als sicher anzu- nehmen, daß die obduzierte Leiche lnindcstciis drei bis viee Monate im Wasser gelegen hat. Die deutschen„befreiet" im ZMnlande. 5unde der Leiche Rosa Luxemburgs. »Vonvörts" macht ein Auaenzeuge, Genosse iet Eon.'Pudere Mitteilungen über den fxund der Leiche Otorogn 0"1.T1 Saijcniburfl. Er habe sich am Sonnabend Ullnd-.» ötzm Wege zum Bahnhof Zoologischer Garten Q'3 er um 5 Uhr 50 Min. bemerkte, wie ein der itreiardje dei der Schleuse besrlläftigt Ter Oberbefehlshaber der Ballischen Landestvehr, Masor F l e t ch e r, ein d e-u t s ch e r Offizier, hed nach der„Li- bauischen Zeitung" vom 28. Mai, folgende Bekanntmachung erlassen: Ich verhänge das Standrecht über die Stadt Riga und ordne an: 1. Jeder, der im Besitz von Waffen(Schuß-, Stich- und Hiebwaffen), Munition oder Sprengstoffen ist, hat diese binnen 12 Stunden bei der nächsten Polizeiwache abzuliefern. Jeder, bei dem später Waffen gefunden werden, wird mit dem Tode bestraft. 2. Alle, die während der Bolschewistcnherrfchast als V« r- Miliz:- Sticht o" a re usw. fungiert haben, alle Angehörigen der Ro- ' Verspätung hatte, daß ich sein Eintreffen n-cht abwarten .«aflet zu ziehen. K iem Sckü i na e u nd einer Sw u a e e!! I e L;!i w a l t u n as b e a m t e. Ko m i te e m l tg li ed e r, ty.—"<-i 0" Ziegen. Gritsch berichtet weiter. war ihm dabei behilflich, tmr beide Häven die '""«te, Po. noch 84 ��eIIimitar�i'tCr ''ll dito 6 20 luvten die Stelle wieder passierte, 4iie �,"e i ch e noch immer auf de? Uferböschung, jll' jemand um sie gekümmert hätte. Die Kleider der j�ceft W" lleößtcnteils abgefallen, der Oberkörper war � glr-v��� sie Strümpfe und Handschuhe an, "ll) fox' J p[€ Pcrmutung. daß eS Rosa Luxemburg sein könnte, Stein o, e'e Permutung auch schon am Sonnabend vormittag rs sbe-ttkollegen gegenüber zum Ausdruck gebracht. �chleufenmeister ber Tiergarten-Schleuie hat .Berliner Tageblatts" folgende In ll"�.lleaeben: sei frühen Morgenstunde zum Srnnabcnd gab ich dem ��.äftigten Schlcusenaibciter Kn-pel de» Auftrag, die pieg wt x �rhrs an der unteren Freiarchc uinzustellen. N wq ct Mann auch, erwähnte aber aleichzeitig, daß ein Gegenstand, äbnlich einem Ballen, durch daS vchfnin,, 34 legte der Sacke anfänglich keine besondere , rBwohl mir bekannt li>ar, daß„och immer-nach Siii jfn jCin Luxemburg? gefuchl wurde. Gegen 6 Uhr morgens �'itfjn übermal» zu mir und bat um einen Strick, da e i n ptth� unter der Eisendahnbrucke nahe der �sigrr �siarche angeschwemmt sei.. Die Leiche wurde mit Hilfe Sog br,n& herausgezogen und dr.S nächste Polizeirevier benachrichtigt. Von dort aus ist vermuilich daS &it j�'Nö'iHquS ,n Kenntnis gesetzt Nwidcn, denn nach kurzer öffentlichling dieser Bekanntmachung bei der nächsten lizeiwache zu melden. 3. Jeder, der einen solchen bei stch beherbergt, ihn der- pflegt, oder ihm zur Flucht verhilf:, sowie ein jeder, der den Aufenihalt eines solchen kennt und nicht sofort die nächste Po- lizeiwache davon in Kenntnis setzt, wird mit dem Tode bestraft. 4. Wenn von einem Hause auf die Truppen geschossen wird, haften sämtliche Vewoiinrr des Hauses mit ihrem Leben, 5. Jede Zivilperson, die die Straßen der Stadt ohne Ge- nehmigung der Polizei in der Zeit von 6 Ubr abends bis ß Uhr morgen? betritt, wird mit dem Tode bestraft. 6. Privattelephone sind verboten. Sämtliche Privatpersonen, die Telophongespräck�e haben, sowie Hausbesitzer und Wohuungsinhaber, in deren Häuser sich Telephone befinden, haben sich sofort bei der Polizei zu melden. Unterlassung der Meldung wird mit dem Tose bestraft. 8. Jeder, der Kenntnis davon hat, wo sich Waffen, Munition, Ausrüstungsstücke und überhaupt HeercSgut, sowie größere Bc- hat sofort bei b> rn Kenntnis gesetzt Zuhause Y'- � o b i l unfe � � 1 1 e den Leichnam zum >p Lenb k'dffn Darstellungen erscheint die Verschleppung w n otf,% ln"sich viel ichliinmerem Lichte. Bemerkenswert i Yc. außerdem erfahren. Wenn in Berlin eine e°n x wild, muß sofort die M o r d k o m m i s- >n- Zw �° i i? o i p r ä s i d i u Iii s benachrichtigt wer- "UiHit-fr ar,.'.im der ObeiregieruiigSrat Hoppe auf die ,ot wer hat aber in der Rstviel nur mit den Ler- �otdfo,,,$.afren zu tun, die eigentlichen Arbeiten der besorgen zwei Kommissare, die auch sonst on tzje.ä"r etefle sind, wenn eine Leiche gefunden wird. ?6iilh,- hat man sie nicht hinzugezogen, veriniltlich schien weil ihre Gesiiiniilig nicht zuverlässig genug Ueb�� ��öuklion der Leiche Nosa Luxemburgs. gestern vollzogene Lbdukl'on d'r Lc che Rosa !>!.Zoss-n. derichiet eine Korrespondenz: Im Gainisonlazarctt tir. T icnö.og nachmstiag die Lbenklion der Leiche n> fchmss.." 588 statt. Die Feststellung der Jdendilül gestattete daz da weder die Angehörigen der Famiiie Liebknecht deiin /"gOcd des VollzugsroteS Wcgmann, der die Vcrstor -«['4 kannte, erschienen waren. ."sd W der Photographien, die KricgSgerichiSrat Ehr- '......- A e l n k cb k e: t fest- sagen cn, Unterlassung der C, *.i„ wie KricgSgerichiSrat A- h n ch k- r l doch läßt sich mit obsolu-er Sicherheit nicht es mir der Leiche Rosa Luxemburg» �u dies setz' geschehen soll, Perionen, Zvb". wiig-nommen Halle, war eine » e n tun weiche der hat. bis Verstor- - St'n nrtS"ie9 K?r geicucvcn------ B, Sfim, gestanden haben, die Jdend lät bekunde! haben. Tie *!«>,. i'. trutde durch Gkheimrat S t r a ß m a n n und Gc- iHi1uu'e. oura, WD.......... W te), 8ij.n... r' wwie den Gerichtsarzt Tr. eiörmcr varzenon:- ih.' Sijfii'en waren ferner auch der Eher des Garnison, rza- tn, die sc; sät Siemz, der von ÄriegS-ierichlSrat ta. S'en- s-'S'tefeitung der Leiche in dos bc?"ochmit.• war und bekundete, daß �üläet w Wünsdorf eingeliefert ivorden se �»4on i« ooraeschrittenerr Stadium der Verwesung Ehrhard Garnisonlazarckt ver- die Leiche am Sonn- Die Leiche stände von Proviant, Lebensmitteln usw. befin'' der nächsten Polizeiwache Anzeige zu erstatten. Anzeige wird mit dem Tode bestraft. 9. Alle geraubten und gestohlenen»nd-entgeaen den vor der Bolschewistenberrschaft gellenden Gesetzen erworbenen Genen- stände, Möbel, Klcidec, Wäsche ustv. müssen von den auacnb.'ick» lichen Besitzern, ganz gleichgültig, wie sie in den Besitz der Sachen gekommen sind, binnen 48 Stunden bei der nächsten Polizei- wache, soweit möglich, mit Hinweis auf den früheren Besitzer, angemeldet werden. Ter Anmeldende erhält von der Polizei- wache eine Bescheinigung mit genauer Aufzählung ähnlicher an. gemeldeter Gegenstände. Jeder, bei dem nach Ablauf dieser Frist nicht angemeldetes Gut vorgefunden wird, wird mit dem Tode bestraft. 10. Tic Drucklegung»nd Pcrbrelliing von Schritten aller Art, die nicht VUIN Gouvernemrnt genehmigt wurden ssno. ist verboten. Zuwiderhandlungen werden mit dem Tode bestraft. 11. Sämtliche Gesetze und Verordnungen, die' währond bei Zeit der Bolschcwistenhcrrschaft erlassen worden sind, treten mtt der vcröifentlichung dic'er Bekanntmachung außer Kraft Riga, im Mai 1910. Der OberbefehtShaber der Lande Swchr. F l e t ch e r. Elukcrlcrung polilisch Anröchisier. Im Ruhrz-biet herr'ckt gegenwärtig ein Willkürregiment, wie toller selbst ein leibhaftiger Teufel nicht handhaben könnte. ilisch Anrüchige werden nicht nur ohne Angabe von Gründen. sende u; in der Tat chne jeden gesetzilchen Grund aus der Wohnung heraus, von der Straße weg oder wo man sie gerade antrifft, nach den Keri.rn gqchicppl. Besondercr Liebe erfreut sich die srner. zeit von der Arbeiterschaft eingesetzte N c u n e: k o m m i s s! 5 ,, S e wollte die Sozialisierunz des Bergbaues durchführen. Ihre Aufgaben waren rein wirtschaftlicher, allerdmzs kapitiliv-rtsch sstl fzkndiicher Natur. S.e bat den ihr genelllen"Rahmen nie über. kchrittcn, niemals Beschlüsse gefaßt die mir pol-t.-'chen Bewegungen sick. irgendwie befaß.'cn. St- hielt sich fem von allen Partei- lestrebungen. A-chtsdcstoweNtgcr wurden die Mlixliedcr samt n„z sonocr? wegen Hochverrat eingesteckt. Ja nick/ nur die Mit- glieder, sondern auch wahllcs eine Anzahl anderer Personen die weite: nichts verbrochen hatten, als im Augenblick der Festnahme mit den Mitgliedern der Neunerkcminisncn zusammen zu sein Das Gericht sagt. daS Programm der Neunerkomminion gehl auf den Sturz der bestehenden Regierung und die Errichtung der Räterepublik auS. Aber ntsmalS l?at stw or« Reunerkommissiorr mit derartigen Fragen befaßt Obwohl dem Gcriebt wiederholt angeboten werden ist. an Hand der über die Verhandlungen der Neunerlommissren geführten Stenogramme klipp und klax tewciie r zu wollen, welche Fragen die Neuner- kommission beschäftigt haben, blecht diele Seite d-r Sache un» untersucht und die Genossen weiter in Ha-t. Ais schließlich dt» Untersuckung ergab, daß zahlreiche Haftbefehle nicht aufrecht» erhalten werden konnten, wurden diese dann auch in aller Form ausgehoben. Aber die Verha-teten wurden dessen» ungeachtet weiter in Haft behalten. Und sie befinden sich auch heute noch hinter GcföngniSinauern, sogar solche Personen, deren Entlassung aus gesundheitlichen Gründen von Aerzlen vor- langr worden war. In einem Falle wurde der Entlassung solange Widerstand entgegengesetzt, bis der von der Haft schwer Betroffen« buchstäblich zusammenbrach, n-chi mehr geben konnte und auch schwere Sprachstörungen erlitten hatte. So verfährt man nn „freien" Teutschland mit Personen, in deren politische Tätigkeit man Kamp- gegen den Kapitalismus erblickt. Man verbastet sie wider Gesetz und Recht, und wenn Gesetz und Recht die Jnhaftie» rung als unzulässig erklär! haben, setzt man die. als Opfer aus- ersehenen politisch Anrüchigen„erst recht" fest. keine mZndlichen Verhandlungen mil Leslerreich. G e r m a i n, 3. krm» Nach einer HavaSmcldung teilte bei der llebcrgnbe deZ Friedensvertrages an Sie Lesterreichischrn Telroicrtcii Clcmenceau mit, daß mündliche Berhondlungrn nicht stattfinden würden. Einwände müßten innerhalb 14 Tagen eingereicht werden. Ter Biererrat wird darauf schriftlich antworten und eine Frist bestimmen, in der die Lestcmicher endgültig zu antworte« haben. S:C Neuregelung des kommunalen Ver aßungsrechts. Da die Vorarbe-ten für die Neuregelung d e'S G c m e i n d e v e r f r> f u n g S r e ch t S trotz größter Be- fchleunigung noch geraume Zeil bis zur Fertigstellung der Eni« würfe beanspruchen weroeü, hat d„r Minister des Innern an» geordnet, daß die dringlichen Fragen de» Ge» meindeverfassungS.echt», in denen die jetzigen Be» .stimmamgen der Gesetze mit dem VolkSemrpf.ntden wicht mehr in Einklang zu bringen sind, in einem der veofassirnggebenden Landesversammlung in allernächster Zeit vorzulegenden Zwis schengesetz sofort geregelt«erden. In diesem Zwischengesetz soll u a. dve alSlbaldig« NeMvaiA aller unbesoldeten Magist-a'tSmitok.Sdsr, Gemeindevorsteher und Schöffen, der städtischen Deputations- und sämtlicher vom Kreistag zu den Kommissionen gewählten Mitglieder so» wie schließlich auch der Kreisdeputierten durchgeführt werden» wobei die Gvnndsätzc des Verhält'..swahlsyste ms nach Möglich- keit Anwendung finden sollen. Da? gleiche Stimmrecht soll i« allen Geweindeversammlungen, in denen es noch wicht giilt, oin» geführt werden. Forner wird das Gesetz mit besonders vercAtep ten Bestimmungen in den Gebieten der Hannoverschen Land» gmneindeordnung, im Rheirrtanid. in Westfalen und SchleSipig- Holstern aufräunren. Schließlich sollen die Destimmungen über die Formern der Verpflichtung von Stadwerordneten und Mäk' gistratsniitglledern geändert und Mängel de» Wahlverfahrens beseitigt werden. Ae Negletnngsmelhode tes..srelen- Senlschland Düsseldorf, 3. Juni. Neber Dnsselborf Stadt- und Landkreis und über Duisburg ist der Belagerungszustand verhängt worden. AchWndenkag im besehken Gsblek. Berlin, 3. Juni. Amtlich. Das Ministerium der öffentlichen Arbeiten hat auf seine 'cit Monaten fortgesetzten Bemühungen jetzt endlich von der Entente die Zusicherung erhalten, daß sie der Einführung de» Achtstundentages für alle Eisenbahn- b e d i e n st e i e n des besetzten Gebietes vom 10. Juni an nichts mehr in den Weg legen werde. Die Durchführung der Maßnahme, für die alle Vorbereitungen actrosfcn sind, wird ohne Zeitverlust vor sich gehen. Aigeslill cnslreil In Mnibng. Nürnberg, 3 Juni. Ver'rrucnkmänncrver'amln- Jn e-ncr gestern abgehaltenen.... lung des Gewerlschafisbu»des der freien Angcstclltenverbände der Metallindustrie w ird- m'i 152 gegen 18 Stimmen de: Ein. Einiritt in den E.reik bcschlcsscn. D e Streikenden Ausdehnung der Bewegung auf ganz T streben kine a y e r n an. Die französischen SosaWn°ii? die revoiuiionären Nlatco en. Tie ständig: VerwaltungSkommiisson Partei J ran kr eich s ist dem Beispiel der gchnchraie du travail ichncst gewlgt und bat der lozialistiichen Confckdöration sich eiitichlossen gegen jede kainmuchuna der Entente in Rußland aeivandt. (sn invce 'cht offen. e* Pol .tzung vom 27. Mai bat die Kemmi'fivn be- daß die'oria.isti'che Parte:"wen die Intervention :n Rnstiand energisch vorgeben mii'ie. Motzende Tagesordnung wurde einstimmig an- gen o'n wien: .Tie ständstre PrrwrltuxpSkemm'fsion sendet'hren Giuh den Matrosen au- dem Schwarzen Meere, welche sich gcwe zcrt haben, gegen d'e Revolution zu kämpfen. Sie versichert sie der vollsten Teilnahme und Tol'darstZt der sozia.'ist scheu Partei und vereint sich mir der Exvedära: on •generale du travaik, um sie gegen t den Angriff-- v r ctdigen. deren sie olle-der cinze'ne von.hncn von seilen der tflezlerang ausgc sitzt sein lünntcn." Tie ,.f ununhe'' bemetkl hiwul. daß� di? tapfren kran-ösischcn Metro'cn vor Odessa»nd Sewastopol-we- leuar blähen, daß die r r a n z ö' t' 4? n To. da ten keine So. d n er feien, deren''ck dkr Kaptta» l i s in u s p a'"''' ch B e- i e n b e a n n. VeraNiworliich lur oi«««»akllS« Ä> t r e» L! Birio-zspcnossenlchalt.Freibeil-.«. C>. m. d H, Linvlndruckerel arnd Verlagsgefelllchatl m. d. H. ->-Pv. Zleuiivlln.—> Berlin.- Druck: der Echrlibaueidamm lg. Casino-Theater. I pilirtngeiStr.37.Tagl.',ie Rutschbahn. Seues Oneretieniißus 4- 6 Freikonzert Wiener Praterleben im Clou Mauer str. 82 w A. S. V. CHarioilenburg. Oeffentl. Bersamnilttn� DonncrStaa. den 5, Juni, abends 7 Uhr, im Vollshn»». Siosincnstraije 3. 2 6 e m•: 1. Deutschlands Zusammenbruch n. Nn'bau. Redner: Herr Hauptmann a. D. D. BtLisdö?« 2. Diskussion. Eintritt.10 Pia. Der Vorstand.' mit echtem Fricdens-KcutsciiiiK schone, natarllche Farbe bei 5 SChlifÜChBI OsrSfiÜG Zahnziehen mit örtlich. Betäubung nach bewährter Methotle bei Bestellung von Ocbissen gratis! Speziailt: Ztihne oims dauniin! Echte GoldKrnncn von 30 Mark an. i*er Kein« Luxuspreise, Persönliche tachmännisciie Mund- untersiiclmng und Rat kostenlos. fÄÄ! Kalvani Ecke Schönhauser Allee. Eingang Danziger Straße. Sprechstunden von 9—12, 2— 7. Sonntags und Feiertags 9—12. in den SeUten 2 Jahren über 2500 Gebisae zur vollsten Zu- :: friedenheit gelie ert.:: U 2 r k ü ü f e Bfertntiolzlfocken!! 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Sittenbild Taglich 15 und 8 Uhr. j�aisK.tsafS'SEai Pharus-Säie, Müüerslr. 142. Was briityl uns örei Vorträge zum Frieden. Leiter. Hermann Koch. II. Vortrafi:: Mittwoch den 4. Juni. 8 Uhr; Deutschlands Friedenswirtschaft. Referent: Rudolf Mernfeld-SleJIkamp. III. Vortrags Donnerstag, den 5, Juni. 8 Uhr: Pläne zum Völkerbund, Referent: Dr, Ruthe. Eintritt frei" Tcllersammlung zur Deckung der Kosten. Jeutscher Netallarbetker- Verband BerwaltungÄitcllc Verlin. Der Bebollmächtigte. In der Anselme Rfinffst- vortrae des Schriftstellers Hans Hochanl muß es heißen: Am üonnerstatr. den 3. Juni. 7'/, Uhr. r Pianos"N �vorzügliche neue au? gutem Material, gute gebrauchte, weniu. ae v'.eite Ptanoö tu großer Aus- wallt vertäust nur aegen �a:» zahlung. daher mäßige P�etje. KU,««, UeunöSn. Munchcner Str. 3S im Alter von 20 Jahren j von seinen mit großer] Geduld getragenen | Schmerzen. Dies zeigen tief cr- i schlittert au .Ilolcirlch Hunz, nebst Frau und Kindern, 1 Wiener Straße 59. Die Einäscherung findet am Freitag, den i 6. Juni 1919, nachmittags | 4 Uhr. im Krematorium Baumschulenweg. statt. Unseren Mitgliedern zur Kacluicht, daß der Kollege, Lackierer Robert Dietz ,(Sektion der Lackierer) am 1. Juni verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den I 5. Juni, nachm. Uhr, von der Leichenhalle | desFriedhofes inStahns- dori aus sta t. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsvcrwaltung« Der Zug flhrt vom Bahnhof Charlottenburg um la7 Uhr. Gardinen. Teppiche. Tischdecken, Divandecken, Künst- lergardinen, Zuggardinen, Stores.Portieren, Steppdecken Tüllbettdccken, Lflufcrstofie. Federbetten usw. staunend billig. Herzig's Gelegenheitskäufe. Zebdenicker Straße 15. (nahe Rosem haier Platz). Reizende Schlafzimmer, Speisezimmer mit Rindledersofa. Küche, An- kleidbschrank, Versch. ein/.. Umbausoia.. Chaiselongue, Bettstelle, eichenes Büfett, Schreibtisch, Waschtoilettc. Trumeau, Teppiche. Federbetten verkauft Teltz, Köpenicker Str. 154.4. Etg. 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MK5 W K>.'H Sä s�tit"«ä' ,« S'rten«'t �enicya,t!,cy bewegten uno eiregiOT p»«","» ,% Jilranfihn>![] �lnir�I jene Schandtaten aufgedeckt, die beim >:r#WrXa.�.■•• der gefangenen„Vorwärts"-Bejcchung verübt ,i!V St» t"ul jllt-i'i..-••>>■ vei hiuö»1-" fv-i»'"";-*-.- SöfllClKl criicit; üiuluui, uu|s vt nu�i"-j.-..» ;0ie, fm.s � nn ienem Tage nicht nur auf dem Kasernen» bent et verlangt habe, das; Thiesftnwuicn hch wcgc» �'rn auch in Hein Pferdestall gesehen kiabe-. B'-estarp bct t-nr,-�en Anschuldiiningen entschuldigen sollte, aus der Ab. �Orlofcr SRüHMCt unb Sg ,,,ju«g MsKAÄiK lea�rs» Metall'-', L,, /wer ircipn> R�glWer. I'f. Mißhandlung cu wehrloser jeder U«'' tüneenh fei der Edelslen mib Vellen. Sie cs:.�.=i-»....... Beitee Me..IMßN'.'#sw.ta«m» Davon ist mir«nichts bekannt he-rvesen. Äch Iwn auch mächt der- stehen, was der Berleidlger danlit bczn>eckt. Auf die Frage de» Verteidigers, ob et etioas von dem zweiien Versuch, das KricgLmtnisierium»n besetzen, gewußt und darüber mit Landsberg oder einem anderen ge- sprachen habe, erklärt der Zeuge, daß er von diesem zweiten Ver- such erst im„Vorwärts" gelesen habe, dasj die Angaben barnber Vaschel aefragt: Kennen Sie diesen Schlüssel? Der Dlann, der jedoch unwahr seien. die cn Schlüssel hat. weis; eenau, was er tut. Der Zeuge hatte 2 e beton t: Ich stelle fest, daß der Zeuge feine falsche feine Ahnung, was das bedeuten sollte, hat aber später erfahre», Auffassung über die zweite Vesehung aus dem.Vorwärts" ent- bass es nommen dat. Ich beantrage daher die kommissarische Verneh- ----- lnung des Ministers Landsbcrg, der wahrscheintich den Ar- f.,T 1___ Od.�..w. JI.. J sr" L.,... f r. 1 f. I«-/"rf h M"i T f TJ 1t TTT— M, in r'e"i9t gewesen zu sein. Auch in imem Pieroe- k|jr 11°:c bodaueruswerten Gefangenen gesperrt wur- 't jich m gewesen sein. Bis abends 7 Uhp habe Ml in, cn 1 ycjueie» jeui. rui» ol'M..VlMvarts'-.Gebäude aufgehalten. «tatz der Untersuchungshail vorgeführte Z? .�»f zn..�->deie mit der größten BesnmmtheU, daß ».t':.~• v....r S�.�» fi�fnrr uge er cm 0ck)tuficl jitui �cli�ci�röfibutrtt vv.» � u u � � �, v.- 1 vv.......» OcMcnl«. T,traem,«ec,8emüe.,be: inberWTk�; Äcsalla i» b" Aeichsla�lci mar, hat bau�ber Zeuge 0a, che!: ti'vjnuuy m vlv t/.w.«/.,—,>,—_-r- if■- die S'ttchtigk'it se ine r Angaiben bezeugen lagen. Die AiMlegen- hcii sei dann als ungeklärt abgetan worden. . � c. r,".I.V. si nler� Hriffirtfipf\r.c i f �rrkVfvi Ullh p:.. Srr XüC.iU.;3lIJi"i*. t �v.j tchi.»i �nvv. � 1. I•fr-.-, r V. roovbay, die Leute wären bei Keanzler verhastet, weil Ba, che! und dw übrigen Bedien ungZ nmnnsche�ten das ihn«>!t>ergcbme Ma- MZMAKS- MTWMSS & IM to�ES* Sn V" l/i nc Tm Ni tl? i' schien Kerker m c i st er der ba sie wegen bei nächtlichen Schießerei nicht nach Sause ge '.'•... c-t�.TL f. Tit,-? J�Q ITfi*- iiriiiii cht lUUlit„ ch u tz v o r d e a A u s s ch r e r ,.y Otn Sorn�nbcn um- � �- s«" gf"« i � r e i. ZSWWAMZ an*1 SO IfeÄ i w. k«» i ura»6 ffstS» M «et»; r..i;|CJ ia in-r k«« m m «cn n.'.' I'W in Ig rein uTP-u'- i�', q�WW w Blut von ihrem .'> d».,.'."no rrieviuenn w.,.«.—r-, d-,'$icr\nl-L0ien Korrektheit" ihres «to, CIL' Fleisch von ihrem Fleisch um der Kamerae n aus vcr rivreiiung ausgeireier..-uuit wähnten Schlüssel will Thiessenhausen nichts wissen. Bäsch?! ertlart bieeaus. daß er nach einem Sluftntt mit Dr. teiluna'ausgetreten sei. Die Abteilung sei dann einige Tage lväter aufgelöst worden. Daß die Kameraden seinen Austritt verlangt hatten, wisse er nicht. Die Damen, die Thiessenhansen in der Neicchkanzlei gesehen habe, seien nicht verhaftet gewesen, sondyrn Schutz in der Reichskanzlei gesucht, >„« er.iM-hon bedMnt ixnd den wattergN' TsZl ver«acht-in der Reichskanzlei zugebracht. Die Damen seien von dem Sergatiten mit Vier und Essen bewirtet worden und Hüsten niemals als Ge> fanneue betrachtet werden können. Sie hätten im Gegenteil stets erklärt, daß sie froh wären, hier vor dem Gewehrfcucr Schutz neiunden zu haben. Der Zeuge Drein, ein Lleservelc-utnant. gibt an, daß er sich am 0- Januar, spät abends, der provisorischen Negienmg Ebert-Scheidcmann zur Verfügung gestellt habe. Er sei dann einer Truppe zuoeteilt worden, die das W.T.B, von den Spar> tatisten säubern sollte. Da ihr Vorhaben verraten wurde, sei es au Verhandlungen gekommen. Bei dieser Gelegenheit habe er er. klär' daß die Negicrungstruvpen. die mit Mmenwerfern, g-lämmrniverscrn, Geschützen und allen modernen Kampfmittel» ausgerüstet seien, daß W. T. B. bei einer Beschießung unbedingt besetzen würden. Er habe eine Ansprache, an die etwa 250 Mannschaften de? W. T. B. gebalten und ihnen vorgestellt, daß niemand für ihre Angehörigen sorgen würde, falls sie getötet werden 'ollten. Dadurch seien viele der Spartakisten kleinmütig ge- worden. Sie hätten aber einen Bescheid Eichhorns verlangt, und er wäre mit Thkcssenhausen. den er dort g-troffen-habe, zum Polizeipräsidium gefahren. Unterwegs sei vor dem Marslall Halt gemacht worden. Thiessenhansen habe ihm nun in der vorigen iWoche erklärt, daß er, Drei», damals in den Marsiall geschleppt nnd ermordet werden sollte. Er hätte eS aber bei dem anständigen Verhalten der Leute nicht geglaubt. Im Polizeipräsidium sei die"leußerung gesallen, das W.T. B. müsse bis zum letzlew BlutÄlcopfen gehalten wenden. Ledebour habe diese Aeußerung aber nicht getan. Auf Befragen des Vorsitzenden erklärt Thiessen hausen folgendes' Einer der revolutionären Obleute hat vor der Abfahrt vom 2L.T.V. erklärt, der Wagen solle beim Marsiall halten, wo man entweder Verstärkung holen oder die Unterhändler»n Marslall festhalten wollte. Ich habe jedoch daraus gedrangl, daß der Wagen gleich zum Pvlizmprasidium fuhr. Vom ÄarstaU ,-aina vi« Lastwa-gen mit bewaffnete» Zivelisteln zmm A>.�.A. ab. Der revolutionäre Obmann machte bezeichnende Bewegungen mit der Hand, aus denen ich schließen mußte, daß es Leutnant Drein „uns Leben gehen sollte. Am s-ekben Tage lkmbe ich Dvez.u- vom der Angelegenheit nichts erzählt, weil mir inmitten der Anhänger von Liebknecht, Ledebour und Eichhorn waren, und die Ordonnanz Wnstig mich außerdem scharf beobachtete, avr Zeuge Moser, jetzt Privatsckreiär beim UntersiaatS. fckteiäc Dr. Töpfer im Auswärtigen Amt. war früher Privat- gilbt cm, daß Lemke ihm das Schriftstück des revolutionären Ausschusses iiberb rächt habe. Er habe ihn aber gebeten, es nicht in die Ockfcntlichkeit zu bringen. Moser hat das Schriftstück sofort dem stustiz minister Landsberg übergeben. Nach der Veroffent- lichung des Schriftstückes sei Lemke wieder erschienen, um sich Rat für sein weiteres Verhalten zu holen. Er habe Angst vor ocn Spartakiiien nnd Unabhängigen gehabt. Er habe ihm den Rat gegeben, von Berlin fortzugehen. Da er kein Reisegeld ge- l-abe habe, habe er ihm nach Rllctsprvchc mit dem Nnterstaals- stkretär«aake 10t) Mark gegeben. Lemke halbe einige Tage fplit-or wieder Geld verlangt, da er mit den 100 Mark nicht weit reichen wende. Das fei aber abgewhnt worden. Tie Frage des Verteidigers Herzfeld, ob LandSbrrg den Skr. tikcl im„Vorwärts" nnfgeg-ben habe, erklärt der Vorsitzende als nicht zur Sache gehörig. Tr. Herzfeld erwidert darauf! Das Schriftstück des revolutionären AusfchusseS ist von den revolutio. Hören Obleuten nicht in die Ocffcnttichleit gegeben worden und er» durch die Veröffentlichung im„Vorwärts bekannt geworden. gi ist daher von außerordentlicher Wichtigkeit, zu erfahren, wer..... W. �tW01_........ --„Vorwärts" mitbesetzt habet— Zeuge Braß. . Frage des Verteid!» man von einer geistige» Besetzung sprechen kann.. -Artikels nicht zulässig � o: f.: Es handelt sich darum, ob der Graf Westarp die Miß. Zusammenhang Handlungen der ,.Vorwärts"-Besatzung gesehen hat. Können Sie , Vorwärts" hinweisen Zeuget bestimmt, daß der Zeuge Graf Westarp �. r 3 /tJirtfhlrtZ Viri»% ni-e*«.« 1 O il t lil'll 11.iP.f«( tn o Sa«««*«! t ganze Llnfelcgenheit hängt nicht mit den Anklage- punkte» zusammen. Ich habe kein Interesse daran, etwas zu verdunkeln, aber auf Dinge, die für die Beurteilung der Schuld» ------— r:~s-*—->!-gehen.— chriftstüit ein„Dokument der Schuld" Als nächstwahrscheinlichcr Verfasser erscheint mir der Minister Geschworenen einwirken. Daher gehört die Aufklärung darüber, wer die lügenhaften Behauptungen in die Welt gesetzt hat, sehr wohl zur. Anklage gegen mich. Staatsanwalt Z u»ihr o i ch: Das wäre nur der Fall, wenn 0w....M.— U,...... Anklage aufzu- nehmen und den Geschworenen als wahr vorzuführen. Rechtsanwalt Dr. H c r z s e! d: Ich beantrage, Minister Landsberg darüber kommissarisch zu vernehmen, ob er den Artikel im„Vorwärts" verfaßt hat, des weiteren, ob die Be- hauptungcn von einem ziveiten Angrijf auf das KriegSminist«- rium von ihm stammen. Das veröffentlichte Dokument ist einer der wcisentlsthflen Punkte der AmKagc. Fch behaupte, daß Herr Landsberg der Verfasser ist und damit Stimmung gegen Lebe- bour machen wollte. Led-ebo-ur: Ich muß mich geim die Auslegung»er- wahren, die der Staatsanwalt über die VcrhandlungLmöglich- leiten lim Prozeß gibt. Er behauptet, daß nur& a s Gegan-st-a-nv der Aiikl-zei bilde, was c-r hie: votzbriazt. Das'stimm! nicht. De»» der Vorsitzende hat aüs Grund des sta-atSn-nwaftlichv» AnNagaenalerialS Fragen an mich gerichtet, die ich bewntwavt-r? habe." Der Staaisanwalt hat während der Zeit iineifl-cmS dagesessen wie ein zufammriigerolllcr Za'uuigejl. Bvcsthenblrr: Das ist«Vn. ganz ungehöriger Ausdruck, he» ich«hjotut mcht duldcm kann. Nach diesem Pe-rgang breast ich die Bcrharidkung ab.''' Ledebour: Es sollte atzur ein-birgst i scher Kcckglrich sei!». Mach der M-ittagSpawse'»erffest der-Vapte'idtger H e r z-f e l Ä dein schriftlich foriiiulkierte-u Antrag. Mncistcr'LaustSüctziz zu laden, cvü'. to>NiiniK«ci.sch zu vernegmen. Er ivM"beiuaideic uuisse», daß er die VetrössmilichMg hcS Äctikcst «WW«»ch MaMak z« ceiici ES erfolgt wumn ehr die weitere Vern-ehm-uwg des Zeugen Moser. BortcMqtt Dr. Herzfeld: Ist e? m der SleichÄanzl« »blich, daß allen Leuten, die dort hcret-.Dmunen, Geld gegAen wird?— Zeuge: Ich entsinne mich eines ähnliche» Falles .ipi-ro versucht hat, Ebcrt zum Präsidenten auSzurusenf glÄchzöitig wurden die Mitglieder deö VollzugSraleS verhaftet. --if,'4Ug, da ß der t>ug zu Herrn Ebcrt diesem vorher schriftlich gemeldet war? Die Jurisprudenz gibt mir daneriid Rätsel auf. ver- soivohl Bc-gru-nbung in dag Protokoll aiuzunehme«. � iol") nunmehr der Zeuge SO r a h miS ver Unter. vorgofährt. Da er sich sehr ifchwuch fühlt, erhält . t......................®w-n«« a-gs«? iVv�s Saiviftstück zur Un-erzelchnung vorge.ogt»o-urda«aNari Der Borsltzende erwähnt, er stehe-unter Anklage, da« s.s-.l�c.. � e.[ie? ilT. J: f——'02TI..2� H vVnri*•+»"__ l � k.„?»<, si iirrfirn' Äi'ik ,ic' OY)_ r Rede? o u r; ©vnf Westarp Ijöt auf wiederHoüe Fragen feifbrüdFIid) bestreiken, daß er van der Ermordung der Parlamcn-' täte Kenntnis gehabt hat Wenn er im Kafernenhsf gewesen ist, muß er die Leichen gesehen haben. Der Zeuge Braß gibt aus die Frage des Vorsitzenden an, daß viele blurende Menschen im Hos gelegen haben. Ob sie tot oder lebendig waren, konnte er nicht beurteilen. Gras Westarp erklärt, daß er die Dragonerkaserne erst Am 7 Uhr abend? betreten habe.?Us Zeugen fuhrt er den Kom- mandeur des Garderegimcnts, Hauptmann v. Oppen, an. Er tsei erst zu dieser Zeit im„Vorwärts" vom Regiment Kuttner ab- gelöst worden. Nm L oder 10 Uhr abends habe er den Zug An der Dragonerkascrne nach dem Gefängnis iu der Lehrter Straße begleitet. In der Drazoncrkasernc habe er nichts von Mißhand- Jungen beobachtet. Zeuge Braß: Ich bitte, den Zeugen zu fragen, ob er im Stall der Kaserne eine Ansprache gehalten hat? Zeuge Graf Westarp: Nein! Ter Zeuge Braß schreit ihm ins Gesicht: Sie Lügner'. Der Vorsitzende erklärt ihm, daß er keinen Zeugen als Lugner bezeichnen dürfe, es könnten sich manchmal Widersprüche ergeben in den Zeugenaussagen. > r a i Zeuge i Ich nenne einen Lügner eben Lügner. Wenn Sie dafür andere Bezeichnungen haben, so geht mich das nichts an. Ich nenne die Tinge beim richtigen Name». Ledebour: Ich bitte, den Zbugen Westarp zu fragen, ob «r gegenwärtig noch Dienst tut. Gras Westarp wartet ein Eingreifen des Vorsitzenden zu dieser Frage ab, daS auch erfolgt. Der Vorsitzende will den Grund der Frage wissen. Ledebour verlangt, daß er die logisch aufeinanderfolgenden Fragen, die er zur Ermittlung der Wahr- heit stellen muß, ohne ständiges Eingreisen des Vorsitzenden tun kann. Auf erneute direkte Frage an Graf Westarp erklärt dieser. daß er nur nach Erlaubnis des Vorsitzenden antworten würde Nachdem der Vorsitzende nunmehr die Frage zugelassen hat. erklärt Gras Westarp, daß er Dienst tue, und zwar in Zivil. Ledebour: Gras Westarp hat bei der Besetzung des „Vorwäris" Stahlhelm und Felduniform getragen, während er jetzt in Zivil D i e n st tut und hier vor Gericht in Marine- uniform erscheint. Ich verlange, daß er bei der nächsten Gegenüberstellung mit Zeugen dieselbe Uniform trägt, die er bei der Besetzung des„Vorwärts" hatte.— Die Frage des Rechts- ammatts Hcrzselid, welchem Dienst Gras Westarp in Zivil tut, lehn: das Gericht ab. Zeuge Braß: Gras Westarp hat bei seiner Ansprache im Stall die Redensart gebraucht, er werde den Teufel aus der Hölle holen, die Gefangenen seien alle Räuber und Vcrbrechr. Wir werde» auch alle kaltstellen usw. Die Acußcrung:„Wir reißen euch das Arschloch bis zum Stehkragen auf", brauchte er wiederholt. Das geschah, als wir eine Weile im Stall der Dragonerkaserne waren. Gras Westarp bestreitet alle diese Aenßcrungen. Der Zeuge Braß bekundet noch, daß Gras Westarp ihm in der Lehrter Straße gedroht habe: Sie stellen wir auch an dir Wand.' DaS komme daher, daß der Bürgerpöbel untemegs geschrien habe, das ist der Russe!— Gras Westarp gibt den Vor- gang in der Lehrter Straße zu. Man habe Braß für Rädel gehalten und Major Stephani habe angeordnet, daß er eine desondere Zelle erhalte. Die Frage des Zeugen Braß an Graf Westarp, ob er am andern Tage bei ihm in der Zell« war, lehnt der Vor- und Schlagen wurde ich an die Wand gestellt. Ein Soldat haste! auf mich angelegt. Aus einmal aber stürzten alle aus mich zu mit den Worten: Tos Pulver ist viel zu schade f#r Dich, wir wollen Dich zerreißen imd teilen, damit jeder ein Stück bekommt. J» diesem Momem war Gras Westarp nicht dabei. Stets lächelnd tritt Grak Westarp wieder vor, um— zu bestreite!'.! Er gibt zu, daß mau die Zeugin sür Rosa Luxemburg gehalten habe. Sie sei als eine der ersten aus dem„Vorwärts' herausgebracht. Er gibt weiter zu, die Zeugin in der Zelle auf- gesucht zu haben. Die Zeugin Steinbrink erklärt dazu: Die Aussagen des Grafen Westarp sind unwahr. Ich habe als eine der letzten das Gebäude verlassen, da ich vorher einem Vcrwun- beten Hilfe leistete. Graf Westarp gibt die Möglichkeit zu, daß die Zeugin auch später aus dem„Vorwärts" gekommen sein kann. Di« Zeugin gibt serner an, daß man sie noch im Zellen- gesängnis für Rosa Luxemburg gehal'en habe. Auch Graf Westarp war es unerklärlich, daß sie nicht Rosa Luxemburg war und er sei sehr betrübt darüber gewesen. Unter«vigcm Lächeln gibt Graf Westarp an, daß die Par- lameiuärc ihm gesagt hätten, das wäre nicht Rosa Luxemburg; er hätte es aber nicht genau gewußt. Ledebour: Wie kommt es, daß der Zeuge Graf Westarp in das Untersuchungsgefängnis kam und die Zeugin belästigte? — Graf Westarp: Ich sollte mit verschiedenen Angeklagten konfrondiert werden.— Staatsanwalt G y s a e: Die Zeugin stand unter dem Verdacht, das Maschinengewehr im ersten Stock des„Vorwärts" bedient zu haben. Graf Westarp und andere Zeugen sollten angeben, ob sie es gewesen sei.— Tie Z»gin PI Tl.flVi»»t? rt r>-v<■" f-— „Freier VoMwikle", und steht auf genossenschaftlicher Anteilscheine werden?. 200 Mark ausgegeben. Detress? Hauptzeuiral- bei cmzelneu Bezirke wurde befchlossen: Sauplzemr™. als weitere Zentralen Cottbus und Frankfurt a. 0. Zu ""ta O. gehören: Lelms. König»«« N.-M., Soldin, Ost-«ternberg, Landsberg. Friedeberg, Arnswalde, uroiicn. Zu Coltbus gehören: Luckau, Kalau, Lieben, SP' berg, Forst, So neu, Guben. Aus der Varlelpresse. Die soeben erschienene sechste Nummer der„Freien bringt zahlreiche Bilder von der revolutionären wew fa, ,, allen Ländern Europas. Dem Streik in.Jena und den' � itra'ionen der U. S. P. in der Wslhelmstraße stehe» l r,i Paris, Glasgow, Budapest und Nußland gegenüber.'-" illustrierter Aussatz von Nadja Straffer unterrichtet- ben und die Taten der berühmtesten russischen Revolub UJIU ViL /LUtLIl UL L U t*. U- V. s 4 V il LUs----- 2� Tie Lebensmittelwuchercr aller Länder� haben den� Kne�s�.� � schamlosen Bereicherung benutzt. In Dänemark sind M amüsanter Artikel mit mehreren Bildern besonders wltz��.-e> worden. George Grosz, der Karikaturist der»Freien � tische Typen fest. Tolstois Erzählung„Der � j ji£; teiichvink erklärt noch, daß sie noch nie in einer derartigen Art wir durch den Grafen Westarp beilöstigt wurde. Graf Westarp lächelt wie immer. Die Zeugin gibt an, daß der Vorgang im Kascrnenhof sich dreiviertel Stunde nach ihrer Vcr- Haftung zugetragen habe. Westarp habe sich dem Untersuchungsrichter gegenüber geäußert, als sie ihn nicht erkannte:„Ich ließ Sie doch hc rausstelle-n." Das habe sich auf den Vorgang im Kaseruciihof bezogen.— Graf Westarp bestreitet dies ebenfalls und erklärt, daß mehrere eidlich(???) zu vernehmende Zeugen vorhanden wären, die bekunden könnton,, daß er den„Vorwärts" nicht verlassen habe, als einmal zu einer Meldung. Er sei in seiner Ehre stark angegriffen worden und bitte, nun auch die ihm entlastenden Zeugen zu vernehmen. Frau S t e i n b ri n i erklärt: Da Herr Graf Westarp immer ko auf seine Ehre pocht, will ich nur erklären, das, meine Ehre ebenfalls angegriffen ist. Der Vorsitzende unterbricht sie und bestreitet, daß sie verdächtigt worden fei. Ledebour: Graf Westarp hat dauernd von 1____(,— r„— wii„eidlich zn vernehmenden Zeugen gesprochen und damit die Aussage der nichtvereidigten Zeugin Steinbrink entkräften wollen. Das sei sehr wohl ein Angriff aus die Ehre der Frau Steinbrink. Frau Steinbrink erklärt, daß sie nur darum die Acußerung getan habe, weil sie das ebenfalls als Beleidigung empfand. Man habe sie ja aber nicht zu Ende sprechen lassen. Nunmehr wird die Verhandlung auf Mittwoch vormittag 9 Uhr vertagt einige deutsche Typen fest. Tolstois Erzählung„U)cc � schone Radierung von der Havelgegend von Oesterle, c Gedenkariikel den Carl Leid zur Enthüllung des Gravis � des ermordeten Genossen Hcrrmann ergänze» den Heftes. Gewerkschaftliches Sitzung der Berliner Eewerlschafislomnusl�' Montag abend fand im Gewerkschaftshaus eine Kl Bcrtiner Gewerkschaftskommission statt, die sich mit„im : vä«;iuc[iurafiswminiiiTon Iran, ow»4»■" uwßjt ff"1 deutsamen Fragen zu beschäftigen hatte. Als �, die SchUeßung bat st ä 1 1 c n verhandelt. E, ch l e r referierte oaruver. die Verhältnisse nach Ausbruch der Revolution gen. die Produktion auf die Friedenswirtschaft'"s's.-.zz! wie die Arbeiterschaft an allen Stellen, speziell den! es inflt Ministerien, auf den größten Widerstand stieß. vornherein klar, daß die Betriebe lahmgelegt werden 1.££ 1.1 vreußische LauSesversammluiig. «uvuvuf vyciü yiüi c» muju ziiuiMy, t pflöj Angriff zu nehmen, lehnte Noske mit dem Hinweis"' wm nicht möglich wäre, da die Arbeiterräte alle OsfiS� hätten. Uebcrhanpt sei so eine Arbeitsunlust in der - � �_.—.. �.. r..„, t'' schaft, das sehe er bei seinen Bureaus. Dort ssebcit-. Ä höheren Offiziere.(Hört! Hört!) Den Arbeitern schleudernng von Rohmaterial vorgeworfen, dagegen wird % kommnnalen Arbciterräte erwidert Ministerialdirektor Meister:' Eine Kontrolle der neugcwählten Gemeindevertretungen und Stadtverordnetenversammlungen durch ein anderes Organ muß U4ivt.i.»t. /L-uyt. vvv» v v»r vv*-w"*• �;—'—/---.-..f»... v n.,_----- y �«-tzjuii muij sitzende ab. Rechtsanwalt Herzfeld halt sie für wesentlich, da«'s mit den Grund latzen der Demokratie in Widerspruch stcbend *.».*- r.__:. r___-__ it kl � O« i• rts>'Qourtnn! Qü'CkClt-önt ttVPrn�TT I rt ffrt* rt FiP» S�tv* IT /Ä\ eis:. fit-. dadurch bewiesen werden könne, daß der Zeuge Braß den Zeugen Westarp tatsächlich genau kennt. Zeuge Braß: Was hatte der Mann in der Zelle zu tun? Zu was kam in Tegel ein Offizier in meine Zelle. ES ist bewiesen, daß mein Tod beschlossen war. Hier im Hanse sind Meuchelmorde erfolgt— Der Vorsitzende rügt den Ausdruck„Meuchelmord". Die Frage des Zeugen Braß an Graf Westarp wird nicht zugelassen, da sie nach den bisherige» Bekundungen des Grafen Westarp nicht nötig erscheine. Bei setner Abführung bittet der Zeuge Braß um Schutz, da et wiederholt von Reinhardt-Truppen mißhandelt worden sei. Der Borsitzende erklärt, daß seine Macht mit dem Sitzungssaal aufhöre und er nichts tun könne. Der Zeuge Schwann erklärt gleichfalls aus das bestimm- teste, daß Graf Westarp die Mißhandlungeu gesehen habe, er hat auch die von Graf Westarp wiederholt bestrittene Aeußerung gehört. Er sei von anderen mit„Herr Graf" angeredet worden. Dem Zeugen selbst wurde ein Brillenglas eingeschlagen, so daß »hm das Blut am Kopf herunterlief. Die?. habe Graf Westarp ebenfalls gesehen. Nach d« Gegenübeffiellung mit Graf Westarp erklärt der Zeuge, daß er ihn wiederkenne. Graf Westarp lächelt bei dieser Erklärung wie ein beim Lügen ertapptes Kind. Als der Zeuge Schwann bezeichnen will, wie weit der Stahlhelm damals das Gesicht des Grafen bedeckt habe, weicht Graf Westarp zurück. /worauf Zeuge Schwann ihm berubigeno erklärt: Ich tue Ihnen 'nichts. Auch die Aussagen des Zeugen Schwann erklärt Graf Westarp sür falsch.— Vor f.: Ist es möglich, daß Ihr Ge- dächtniS Sie da verläßt— Zeuge Graf Westarp: Nein, da» glaube ich nicht. Ich erkläre außerdem noch, daß mich damals niemand meiner Kameraden gekannt hat, mich also auch niemand mit Gras anreden konnte. Es erscheint nunmehr die gleichfalls aus der Untersuchungshaft vorgeführte Zeugin Steinbrink, die einen äußerst schwächlichen Eindruck macht. Sie bekundet folgendes: Ich bin teim Heraustreten ans dem„PorwärtS"-GebLude mit Ohrfeigen empfangen worden.. Leutnant Westarp trat auf mich zu und sagte: Die ist est Ich wußte nicht, was das bedeuten sollte. Die Soldaten riefen jedoch wie die Indianer:„Die rote Rosa!" Ich war empört darüber, da man mich wegen des Altersunterschiedes niemals mit Frau Luxemburg verwechseln kann. Die Soldaten ohrfeigten mich wieberholt, traten mich mit Füßen und schlugen mit dem Kolben auf mich ein. «z.garp muß es gesehen haben, da er direkt daneben stund, Ich wurde nun nach vorn'geschleppt und die Soldaten schrien:„Hoch leb« die Roka!" Unter anderen gemeinen Redenscrrien sagten sie: Damit man Dich Partcihure auch richtig sieht, wirst Du einen Met« vorgehen. Leutnant Weiwrp war dabei. Daß er selbst die bekannten Worte ausstieß, traue ich. ihm nicht zu. da er doch sicher Gentleman ist. Er hat mich Ipater mit einem Herrn vom Gericht in der Zelle besucht, sie verlangten Auskunft von mir. Wesiarp sagte unter Lächeln: Mich werden Sie wohl noch kennen. Er war diesmal.n Zivil, daher erkannte ich ihn nicht wieder. Er erinnerte mich daran, daß er mich im„Vorwärts" verhaftet und an die Spitze des ZngcS gebrach! habe.— Dcr__-!jotsitzcnbc unterbricht. hier die Zeugin, da die späteren Ereignisse nicht zur Sache abgelehnt werden.(Lachen bei den U. S.) Die Gemeinoevcrtre- tungen haben selbst die Kontrolle über den Gemeiiidevoritand auszuüben und unterliegen ihrerseits nur der Kontrolle der Wäh- \ Dta--- 1------' Trotzdem sind die Stellen alle noch mit denselben Die„Große Berliner Straßenbahn" hat alle Wagen u' zurückbekommen, da die Sache zu unrentabel sei" halten muszte, um den Betrieb�schließen zu können, £* M' des mos 01 bke da»« I Iii!, wg sas '« auf t iÄ'i rwfcer&a Vm( ff'S d-? 1 I % p?» bie S& isN? * W daß man den Arbeitern zum Vorwurf macht,. w Aiew�ä gesprochen, desgleichen der Terror gegen die L-.ch �3, natürlich nur erdacht ist. Der HcmptzutrSger Luck� � .Seite L'.«ilec gehören. Genosse Ledebour bittet den VorsitzenSen, die Zeugin nicht immer zu unterbrechen. Da sie lange in UiltersuchungsWt war und auch wnst lotverl/ch hcruatergekommen sei. könne sie nicht immer»ilterjcherden, ob ihre Aussage in den Rahmen der An- klage gehöre....... Zeugin Sts,nbr,ni: Die........... !*t Kaserne mit den Wonrn:„Hoch lebe die Rosal' Einer wollte sich auf mich stürzen, doch ein junger Soldat schützte mich. Die Soldaten empfingen mich in Soldaten zeigten mir dann einen Hansen Leichen und sagten, d« käme ich auch hin. Dann suchte Graf Westarp mich. Man holte mich aus der Reihe und unter abermaligem Swßen darüber zu entscheiden, ob ihnen oie Kontrolle des............ noch erforderlich erscheint. Ter Aufsichtsbehörde steht eine Ein- Wirkung auf die Gemeindevertretiingen nicht zu. Da nach einem Notgesetz Neuwahlen der unbesoldeten Mitglieder des Genieliide. Vorstandes und der Magistrate bis zum 1. August erfolgen sollen, ist die Befürchtung, es konnte irgendwo an einer demokratischen Kontroll« der Gemeindevertretungen fehleil, beseitigt. Auf eine Beschwerde des Abz. Lichtenpein(U. S.) über un- richtige Nachrichten des Wolssschen Bureaus über die Tätigkeit de» Kreisardeiterrates in Hindenburg erwidert Ministerialdirektor Meister, daß es sich um Zurückweisung einer Berichtigung des Arbeiterrates handelte, die sich gegen eine Mitteilung der Presse- stelle des Staatskommissars für Obcrschlcsien richtete. Tie Be- richtigung habe den preßgcsctz'ichen Bestimmunzen nicht e»t- sprechen. Der Gesetzentwurf über die Gemcindeeinkommcnbcsteucrung, der zur ersten Beratung stand, wurde ohne Debatte dem Gemeinde» auSschuß überwiesen. In der Aussprache über den Gesetzentwurf über Landes- kulturfragen führte Abg. Mehrhoss(U. S. P.) aus: Die Vorlage ist von tteinbürgectichem Geiste diktiert. Bon Sozialismus keine Spur. Wer von den Vorteilen. des Gesetzes Gebrauch machen will, muß über miodeistelNs löüüiJ Marl verfügen. Wir treten für die Befriedigüng des Landhungers ein. Dieser Landhunger ist eine Folge der überaus traurigen Er- ii äh Uu n gS oerhäetiiisse S. Wir wollen nicht, daß die Ei edler vom Kapitalismus und Großbesitzcr abhängig, zu deren«klauen werden. Daß tritt aber ganz bestimmt ein, wenn die Vortlage Gesetz wird. Es folgte dann eiine Aussprache über die Notlage der Aka- demiker, zu der ein An/trag de» Zentrums die Beranlassu/ng gab. Hierbei führte Abg. Dr. Wcyl(U.« P.) aus: Es sind doch gewiß nicht die akademischen B:ruse Berlin? die notleiden, wenn auch ihre Notlage zugegAie!: wecoen muß. Ich erinnere daran, daß früher:ie ÄkaoSMi!«'■turnet einen Vorzug vor den Arbeitern haben wollten, namentlich die juristisch gebildeten Akademiker wurden als für alle Berufe tauglich an- "gesshe/n. Heute liegen die Dinge so, daß man doch auch die au- >dercn Bevölkern ngsschichlen nicht verzesss.a sollte. A-bhilse kann ii» weitem Maße geschaffen werden durch Pensionierung älterer Beamter, die dem jungen Na hrouchs Pia z mache,.: müssen. „-............................ flT| Ratssitzung» nie sehen lassen. E?' lerschast(Beifall.) Die Gemeindevertretungen haben selbiiandiz s[,cit«u Vorschläge verlangt, wie � Umstellung --""-'")e» ültbeitctraicf i j;ieye jiZorschlage waren in einer Woche fertiggei>. Aus der Porlei. Eine Bezirkskonferenz der Ortsgruppen de? gesamten Re- gierungsbezirkS Frankfurt a. O. fand am 18. d. M. in Frankfurt a. O. statt. 18 OrtSvereine, deren gesamte Mitgiiederzahl 2019 Geossen umfaßte, waren durch 81 Delegierte vertreten. — Der Bezirk Frankfurt a. O. setzt sich zur Zeit au« 80 Ortsgruppen zusammen, die rund 8000 männliche und 300 weibliche Mitglieder in sich aufnehmen. Es wurde der Vorschlag gemacht, die männlichen Beiträge auf 80 Pfg-, und die weiblichen auf 00 Pfg. monatlich zu erhöhen, um zu einer besseren finanziellen Lage zu gelangen. Die Notwendigkeil einer eigenen Provinzprcsse wurde auch voll anerkannt. Ueber die Refer»ntenfrage wurde im allge» meinen Klage geführt; auch wurde es unangenehm empfunden, das zur jetzigen Zeit keine Flugblätter herausgegeben würden, welche die Friedensfrage b.'handeln Nach den Ausführungen des Gern Rosemann ist das Nichterscheinen der Flugblätter auf die schlechte finanzielle Lage zurückzuführen. Ferner wurde befchlossen, nach Regelung der finanziellen Schwierigkeiten einen Parteisekrtär anzustellen, da für die Provinz Zentralen unbedingt«fordet- lich sind um eine einheitliche Organisation zustande zu bringen, und Kräfte nicht unnütz zr vergeuden. Ale Zentralen wurden Cottbus und Frankfurt a. O. in Aussicht genommen. Den Hauptteil dr» Tages nahm die Presseaugelegenheit in Anspruch, und wurde darüber Ichhast debattiert. Di« neue Zeitung heißt —--*", T" O"•••»»»*»••»»»«.»«»».»-VW-'V-V�V>«-»»» vv"''' rtft i| Zwischenzeit wurde benutzt, um die Werke zu schließen� M wurden die Werke eröffnet mit einem Direktorium-, schluß der Arbeiter. Dies Direktorium Dr.™ 3'■ ™ � � 1 e f ,n 0 e r will nun die besten W e rk. j A. E. G. zuschanzen. Große moderne Maschinen»"'™ Bor, ig kaufen. SB i e gewüstet wirb, ist an dein-a lager zu sehen. Ungeheure Werte versa»ic» verrosten. In Kassel hat der Arbeiterrat 100 r'.eren lassen. Das wurde oerboten. So hilft man de» Wirtschaft auf die Beine., Nach diesem Vortrag wurde eine Resolution, die M J/j dw Machenschaften der Reichsstelleu wendet, eiiistini«>S. nommen.— Die Versammlung fordert restlose Wieder- der Betriebe. Einstellung sämtlicher Zlrbeiter. Arbeiter:■ Angestellten,— sofortige Wiedereinsetzung der unbedingte Mitwirkung an der Hauptverwaltung, AtK•j/ti'J "—"■_ r: n: r Ptt».'1; fuiig ohne Rücksicht auf privatkapitalistische Interessen, � der Staatsbetriebe unter das Reichswirtschaftömnust�� Eine Konimission soll mit dem Kabinelt darüber Bei einem anderen Punkt der Tagesordnung Vlllt44l V»4I UV4.L 44 �4444*1 Vt4. /<,M yt VW 4. V 4»"•■ A Tj Schuhmacher scharf gegen die Betcrebsor« t i o n e n, die letzten Endes nichts anderes seien als(Üst- fiss? sationen. Sic haben durch radikale Gcberden öiel funten.... Ritter weist nach, daß dies in der Konfektion'""DZic'1 fei; die Leute würden bei der Eitelkeit gefaßt und(<■ jistf Erfolg dadurch möglich, weil die Mitglieder sich schämen, � Genossin Weinberg fordert, daß endlich dagcg� zjK schritten wird und reicht eine Resolution ein, die e»�„«t, liehen Sluftuf in allen sozialistischen Zeitungen verlangt- � Gründung der Fachverbände richtig zu beleuchten.~11-'| iion wurde einstimmig angenommen...„xg«-« Siegle reickt dann eine Resolution ein und o-" x,je � die sich gegen die Generalkommission, den Amchtuv» I für den Völkerbund betreffend, richtet. Dicic Res» gegen eine Stimme Annahme._. ki"" % o st«Iwngie. baß bie GeWerkfehafieu enbM müssen, wieder Kredit bei unseren ausländischen I kommen. Es muß verhüte! werden, daß die Gener weiteres Unheil anrichtet. ff"?! 44 4 4 4)4.4» 4414444�44.4.« fltli!1''«S K ö r st e n gab dann den Bericht über die Per" ststj cn-.o<. C.—<--- C-_ rv...•_! rtl- yn" cßf mit Noske bezüglich des Boykotts der Freiwilligen diese Verhandlungen seien zurückgestellt bis nackt ff, der Vollversammlung der Arbeiterräte Groß-Berlnv" D:r Rätegedanke in der Gewerkschaft'■/( Ein klassisches Beispiel dafür, w'e die Massen jW'!, Rätegedanken und zur Selbsiregierung zustreben, zcig'� F;"') den die Berliner Transportarbeiter zur Zeit gegen'. Jff.s vorstand auszufcchten haben. In der örtlichen Gcm'� ,0 1: Iiinn im großen Saale des GmerkschastShauses bcsavff jii' ,i ----- u x:-•» L, � i v~.| v. i v-■»—,,. 44» Montag die Delegierten der Benin« Traiisportarbeiw � ?! i ch t b e st ä t i g u n g ihrer n c u g c w ä h l t c n � � g w a l t u n g von feiten des Verbandsvoc der diese Ablehnung damit begründet, daß 1. die Beaw und Liebencw a» Beamte des Gesamtvorstandes 5» r- k n k!. � aT..-r:.k.. k— I-.f.-O'...Ii- sind, 2. die Sektioiisleitcr auch Mitglieder der?' sein müssen, S. der neue Kassiercr Brctzke zu dicseni ungeeignet zu erachten wäre, 4. die Notwendigkeil der o N r tei en at «eise i 4%� * ft1""!, &• I-'gt K i % -■l! Serinc M I K ■übet keit zu emer polili'chcn Richtuiig der Anschauung Vorstandes widerspreche. »ic� Die T i» k u, s t o n eröffnet Genasse Klose, täf des Sjerbandsvorstandes einen nach dem andern treift�D W «-«MSKSKS» ...» »teiiM Sellin gtjjj .jjre«1 Z-ls ng 11 t:i# r«?! rc'-l? ritt# cinf1 wie,/. mi4 m i t und die kelbft ein.-! � �ehewt sich jetzt'n den Tewerklchasten breit« iiich f,;,,; �11' n. Redner b-'tnni unter allgemeinem Beifall, daß h,'.V'vt m t* x �.. � r a.."i,<...» L & 0az toaltu'®'. Uorenthalten will, seine Qrtsv.. Uncrij/j.,,? i e I b st zu be'tim n?n, iit der Versammlung fl'0'€ Ich ägt OT Versammlung zunächst den vor- die vom Vcschwerd?w«g vo. und ligt ei ic Resolution vor. ük[ v �rbaiidstag die Beseitigung de» autolratischcn (Bcr ��'ßur�.edK fordert. V � t l o fronte stellt den Antrag, das; die Beschwerde U'ten Sc st cm gel rochen werden wirklich wehre?-inotralic auch in der Gewerk- ch>!'' � mutz. Zvie>er?en:raldoritanZ, insocson- niöchj/"° u f dem. Boden d r s R ä r e s y st e m s , auf dem. Boden und g l e i . vorenthalten will, 1 e i b st z v b et i mn- n R e'ch't""" ll i e i ch z? i l i g einem Ortsverdan !< H. über ia'i'mI?!}"'3StaO dw Beseitigung iuiH! 1>| I 5nW at S'X MDM-WK KWM-MS- "« aus den 10. Juni vertagt. Die Lage der Notstandsarbeiter. � "s.™ Grunewald, wo Wegedamtcn-g-!n,cht'fachen Ge- mm «vt Zeit c a" m ZWZKSW KWZMMMM w 1 :# i d->Z I w • 1 »' �.'kchtiet. bZr%'Lvr unwin, r-ituy ,cien, u.iv r».vuM .Jvfift WB �«uchifmeter Boden zu bewegen über 7 Mark «*?. 40 lBfel.�0«�:'n Fvi�/igan Seiten der Kubikmeter nur 5*% sind L w t'tet�«nge-ns ninen, dast diese A c~- Angaben ben'T.' wciuifcii|ie naai oci, ains ncmauyinu Mitteilungen .- die m�"en Ursachen S» ist zunächst zu berücksichtigen, �Morp" �lui'idtarocitcr zumi größte» Teil anderen Berufen mi'rx'"f'0" Dann kommt aÄcr in Betracht— und i.'�WchtiMf"".�en Arb-.itetn daZ größte Maß vcr Unwrrt- k*dben» WmaBtfätrt— oaß auch die Borastoeitsr und die l' eoionh,»1 w1�" tlräßtenteils berufduntundige Personen sind, «iüekow»,-« �/versprechende Anordnungen treffen, so daß eS ,■' Jein ivül, daß ein und dieselbe Erde sech>z bis >" wir, rv�OMvcgt wurde. Tie Arbeiter verlangen dcLhakb. " solle«, y Personen atS ttr.merfer und Vorarbeiter fungie- »%t' 5 r bedauerte einlei:« d, daß die Kanzleiangestcllten >rf,."'cht rr., 9''luben und auch beim Ausbruch der Revolution >t...,k o.h.."v ,fi,v lana haben sie Kanzleiange- .l- ikw Vicht V/lr't kl"1'-'-""J-...... lch'P" einen to Zvhn I ihre lang haben vi........ >,2. �11«ni vnatSgchalt von 115 Mark erhalten. Um diese» riwa» aurzu bessern,>v�ren die Kanzlei angestellten durch Nachtarbeit einen Ueberverdienst zu ver- v v q!. bcloii'mei' die Äaiizlciangestellten noch ein sitistrnV a.lt von 145 M ort. Der Forderung mir 1...«..tfnr.vb.',, wrrten, als diese nach VflC". sich Jey- %'Scn c I e bei mach? ., lU/vv � vufür zu sorgen, daß derartige Hungerlöhne Verband der Alvilanwärter der Justizkaiizlei- der Versammlung d!e Miileiluiig, krp vom .l-i� Kitii».?«ersammiunii R«-........... ü. vom «„ Nteoe Die.! siag dl» Unterschrift für die Berfüguug tri. Se. ist, ,» der d> c A n st e l l u n g? b e r e» t i g u n g t».Mn. �vchen mlrd. Die Anstellung soll tunlichst umgebend V V�igUn*.. vlan mäßige Kanzlisien wird eine Ueberverdienst, �üleV' v vi» 400 bis 700 Mark gezablt und für die übrigen! �kellten eine solche von 000 SKu:!.,' In der Diskussion wurde die trmirige wirtschaftliche Lage der Kanzleiangcftellten Beleuchtet und ein gemeinsames Vorgehen der Zivil- und bNiIiläranwärter gefordert. Alle Vorrechie müssen beseitigt werden. E i n st> u> m i g wurde eine Resolution angenommen, in der gefordert wud, mit l m BureaukratismuS in den Ministerien und Oberlandcsger'.o'tcn endgültig zu brechen. Diejenigen Bc- amten, d:c das Vertrauen der Angestellten der Provinzialgerichte nicht haben, sollen beseitigt und d"* solche ersetzt werden, die durch Wahl dcS Beamienkörpers fü würdig erachtet sind. In einer anderen, ebenfalls einstimmig angenommenen Reselu ion wurde die soforlige plan mäßige Anstel- lung gcford'rt. und zwar sollen die in Frage kommenden Iiigestellten, bis Pfingsten.in Besitze der Anftellungsurkuude seil- ES wird auch darauf Hingewlese», daß der Berliner Magistrat seinen Kanzleiang.'ltellte» nach fünfjähriger Dienstzeit die ctats- mäßige Anstellung gewährt. Der Streit der Stukkateure aufgehoben. In der am Montag im Gewerkschaftshause abgehaltenen Ver- lammlung gab d.'r ecktionSleiter Scheck den Bericht vom weiteren Verlaus der Bewegung und dem Ausgang oer abermaligen Verhandlung vor dem SchlichtungSausschuß. Hiemach war eS trotz dem stundenlangen Verhandeln nicht möglich, den ArbeiL g e b e r n ein Zagest rndn'S in der Bezahlung des durch das unglaubliche Verhalten derselben her- beigeführten Lchnausfolls durch die Streik- tageabzuriiigen Für sie war es eine Priuzipienfrage, und deshalb der heslige Widerstand. Lieber wollten sie einer Erhöhung der im letzten Schiedsfvri'ch festgelegten Minimallöhnc zustimmen und wurde schließlich folgender Einigungsvorschlag gemacht: .Tie Minimallob-re von 2.05 M. für Gießer, 2,70 M. für Former und Modcllarbciter und 2,85 M. für Baustukkateure wer- den vom Tage der Wiederaujnahme der Arbeit um 6 Pfg. pro Stunde erhöbt, die Arbestgeberorganisation hebt ihren Beschluß, die Minimallöhne als Höchstlöhne anzusehen, auf und verpflichtet ihre Mitglieder, d'L Diflcrenz zwischen den früheren und den neuen Löhnen vom 26. April nachzuzahlen. Für alle übrigen Positioneu gelten die im Sch'cdssvruch vom 12. Mai vorgesehenen Sätze; Maßregelungen anläßlich de» Streiks dürfen nicht statt- finden." In Erwägung, daß selbst ein längerer Streik die Arbeitgeber nickt zur Bezahlung der Streiktagc zwingen könnte, weil es ihnen unmöglich sei, die dazu benötigten Summen aufzubringen, empfahl Kollege Scheck, den Streik aufzuheben und die Arbeit ebenso ge- schloffen, wie sie eingestellt worden, auch wieder aufzunehmen. Nach hestiger Debaile, in der fast olle Redner ihrer Unzufrieden- heit mit dem Aussall der Verhandlungen leidenschaftlichen Ausdruck verliehen, wurde schließlich nach öfterem Eingreifen der Slreiklcitung der Vergleich angenommen und beschlossen, a m Dienstag, den L Juni, die Arbeit wieder auf- zunehmen, aber nicht zu vergesse», daß die Arbeitgeber die neuen Löhne auch ausdrücklich als Minimallöhnc anerkannt haben. Tarifbewegung im Phokographen-Getvsrbo. Die bisherigen Tarifverhandlungen ergaben ein erschreckendes Bild von der Rückständigkeit eines Teiles der Unternehmerverireler, so daß man sich zeitweise in das graue Altertum der Zivangs- Innungen zurü>kver'etzt glaubte. Die schon im vorigen Jahrzehnt in allen Tarifen bewilligen geringsten und selbstverständlichen For- d rungen wurden wie Kautschuk ausciiian.dergezogeu, so daß mm über derartige Punkte stundenlang verhandelte, um zu einem Re- sultat zu kommen. Die angebotenen Löhne waren derartig ge- ring, daß man sich schämen muß, dieselben der Ocsfenllichkeit zu unterbreiten. Tie durch Verhandlung erzielten stehen immer noch hinter denen anderer Berufe zurück. Herr Hasse, Inhaber des Atelier« B e r o! i n a, Aleanderplatz, stellte die Fovderung: Poli- tische Gespräche im Geschäft tariflich bei sofortiger Entlassung zu verbieten. Allcrdirgs ist dieser Herr kaum ernst zu nehmen. Um so mehr müßten die Ausführungen de? Geschästsiichaber?, Herrn Kuzlowskh, in Eritaunen setzen. Dieser Herr entblödete sich nicht, obwohl er sich heute noch„Mitarbeiter" der graphischen Presse schimpft, die Hausarbeit als Ideal für die Gehilfenschast hinzu- stellen.(Derselbe g'bt sämtliche Retuschen auß'r dem Hause, es ist bei weitem billiger. Ais Gehilfe hafe oicser Herr etwas andere Ansichtci!. Heute noch bezeichnet er sich bei jeder Gelegenheit als „Sozialist", aber Geschäft iit Geschrärt!) Durch die von den Ge- hstfeuv-uircicrn erzielten Mindestsätze für nicht zu umgehende Heimrciuschc, dürfte-a der Ausbeutung ein kleiner Riegel borge- schoben sein. Herrn Kuzlowskh kümmert auch dieses wenig; noch eigener Aussage sendet er seine Arbeit zur Fertigstellung einfach in die Provinz. Es Tegt nun an den Unternehmcrip bei der letz- len Verhandlung den Tarif nicht an etwas ganz Selbswcrstäiib- lichcm scheitern zu lassen. Tarifvertrag fjjr Schriftmakrr. Zwischen dem Verein Berliner Schiioerfabrikanten und dem Verband der Porzcllauarbeiier, Zahlstelle Berlin, Abteilung Schriftmaler, ist am 22. Mai folgen- der Tarifvertrag abgeschlossen worden: Der Stundenlohn beträgt für perfekte Echriitmalcr 2,85 M.. etwas schwächere Kräfic 2,00 M., schwache Kräfte 2.35 M. Tic wöchentliche Arbeitszeit beträgt 4GH Stunden, Sonnabends 5% Slunden. Uebcrstundcn sind unbedingt zu vermeid-n; in dringenden Fällen beträgt ver Zu- lcblag für die 1. Stunde 15 Proz.. für weitere lleberstunden 25 Proz Für Nacht, und Sonntagsarbeit tritt ein Zuschlag von 50 Prozent ein. Die Nachtarbeit beginnt um 10 Uhr abends und endet um 0 Uhr morgens. Für Außcnarbeiten werden 10 Prozent Zu- schlag gezahlt, für Giebelarbeilen werden 20 Prozent Zuschlag gezahlt. Unter Giebelarbeiten fallen auch Arbeiten an Fronten über dem 1. Stock. Nach einjähriger Tätigkeit in ein Urlaub von sechs Arbeitstagen bei Vorauszahlung des halben Lohnes zu gewähren. Stichiag ist der 1. Juli. Militärische Dienstleistungen gelten nicht als Unterbrechung de? Arbeitsverhältnisses. Beide Vertragsparteien werden die Einrichtung eines paritätischen Ar- beitsnachweise? als Fachabteilung für den Schristmalerberuf an- streben. Dieser Vertrag wird bis zum 1. Oktober 1019 abgeschlossen, er verlängert sich jeweilig um'A Jahr, wenn er nicht einen Monat vor Ablauf schriftlich ausgekündig! wird. Bestehen in einem Betriebe bessere Lohn- oder Arbeitsverhältnisse, als wie sie durch dieses Abkommen sestgclegt sind, so bleiben solche in Kraft. Ter Streik der Berliner Ostbahn-AnaesteNtrn ist brigelegt. Die Lohureduzierung. die vorgenommen werden tollte, ist abgeehrt. Tic Aiigestcllteii nehmen heute früh die Arbeit wieder auf. Bnchdrnckcrstrcik in Breslau. Seit einigen Tagen streiken in Breslau die Bnchdruckcrgchilfen. Sie fordern von den Prm- zipalen den Verzicht auf die Anrechnung der im Avril errungenen Teuerungszulagen, die nach den durch Schiedsspruch gcwährlcn wöchentlichen Zulagen von 20 Mark in Abzug gebracht werden sollen. Seit Freitag voriger Woche ruhen sämtliche Buchdruck- betriebe in Breslau; keine Zeitung erscheint mehr. Achtuilg! Spanvanor �rcsbrtricbe! Alle�Arbeiterrätc Vertranieusleute, Arbeiter- uns AugestelltonauZschüssc der Span- gauer Heeresbetriebe fiuo-n sich am Donnerstag um 2 Uhr im kleine» Pharussaale. Miillenstr. zar Entgegennahme des Be- ichteS der Dreierkomenission ein. Spanvau Gf. Die JusormationSlokale befinden sich jetzt: �—-S.„ Ä.«* Cjf h ßliiPiP* f nnaft, R h P iZlfUMVintU'Uiy, t»-■-'»■«J-».».« r- I-----i/rj. Vt Thesen. Neukölln: Jreolpaiic-ge. Spandau: Pichelsdo rferstr. 5 Wmd; Lmtberplatz 2 b. Holde ck. Elektro-Jndustrie Groh-Berlin. Freitag dorm. 10 Uhr H d« Neitelbeckdiele(Arn Reitelbockplatzj, Berlin, Gerichtstr. Sl, Sitzung aller Arvecrerräte der Elektrobranche. Stellungnahme zur Reichskonferenz. Arbeiterröte der KriegSorganisationcn? Donnerstag vor» mittag 8 Uhr Sitzung im Herrenhause, Saal 20. Bwiid der technischen Angestellten und Beamten. Die Ge- schäftSräumc des TcchnikervcrbandeS sind nach dem Bundeshaus, Berlin NW. 52, Werftstr. 7, Beilegt worden. Die Streikenden der Firma Schwarz». Fröhlich, Walde- marstr. 65, treffen sich beute um 2 Uhr nachm. im Streiklokal. Werkmeister-Vcrband. Bezirk B. XI Donnerslag abend 8 Uhr: Erste Generalversammlung im„Psefferberg", Frankfurter Allee 313. Sag kommunale Aolgesetz. Das von uns bereits angekündigte Notgesetz. das die Neuwahl der unbesoldeten Magistratsmitglieder und G c m c i n d e s ck ö f f>- n anordnet, hat folgenden Wortlaut: „B'S-zum 1. August d. I. müssen, sich alle unbesoldeten MagistratSmitgl.ed r und Gemeindevorstände einer Neuwabl untelziehen. Bei der Neubildung der obersten Gemeindeverwaltung ist nach dein VerhältniSwahlrccht zu verfahren. Zugleich wi.d die Arbeit a» der neuen, grundsätzlich demokratischen Gemeiiideveriassung so beschleunigt werden, daß sie noch in diesem Jahre zum Gesetz erhoben werden kann." Die Regieru"g hat aber volle ack-t Monate gebraucht, um sich dieses„Not"gesetz abzuringeu. Hoffentlich läßt daS angekündigte Gesetz zur Demokratisierung der Gemeinde Verfassung nicht ebenso lange auf sich warten. Der Ruhm Noskes. AuS Ober schöneweide wird uns geschrieben: NoSke kann ein neues Ruhmesblatt in seinen Kranz flechten. Am Sonn- tag um 9 Uhr. eine Stunde vor Beginn der in Mölner? Blumen» garten angesetzten Versammlung, zu der der Genosse v. Bcerfelde das Meieret übernommen hatte, fuhren drei voll besetzte Lastautos vor. Abspringn, mit Handgranaten und Munition reichlich ver- lehen. drei Maschinengewehre auf den Eingang gerichtet, besetzten sie das Lokal. Nach längerem Aufenthall und erst, nachdem man die Gewißheti hatte, daß nichts mehr zustande komme, fuhr man wieder ab. Die ganze Aufmachung hatte natürlich die höchste Empörung im Orte ausgelöst, eine gute Zahl Neuaufnahmen war unser Resultat. Stets dieselbe Beobachtung: Nervosität. Aufregung und Empörung mit demselben Augenblick, wenn Noskejünger auf den Plan erscheinen. In Klein-Beesten sollte am Himm'essafirtStaore eine öffentliche Versammlung stattfinden, in der Genosse Freund über..Die poli- lisch Lage und die U. S. P." referieren wollte. Anmeldung beim OrtSvorsteher war erfolgt. Trotzdem wurden lange vor Beginn der Versammlung der Eingang zum Lokal und der Saal von bewaffneten Neaicrlnigstruvpen besetzt. Der führende Offizier erklärte, im Auftrage der Gnrde-Kav.-Schüken-Division die Ver- sammlung verhindern zu müssen, da keine Erlaubnis vom Reichs- wchrminister eingeholt worden sei.— Mit stillem Ingrimm ent- seruten sich die zahlreich erschienenen Versammlungsteilnehmer. Das Verbot bringt uns sicher mehr Anhänger als das schönste Referat.„ Der Arbciterrat im Kreistag. Der neugewählte Nicderbarnimer Kreistag hielt gestern seine erste Sitzung ab. Sie wurde mit einer schrift- lichen Erklärung der Rechtsso-ialisten eingeleitet In der davon die Rede war. daß der neue Geist auch in der Verwaltung de? Kreises zum Ausdruck kommen müsse. Eine stundenlange De- balle cntipann sich über daS Verlangen de? K r e i S- A r b e i t e r- r a t ö, an den Sitzungen de? Kreistags teilnehmen zu dürfen. Schließlich wurde der neugewählte KreisauStchuß, der aus zwei unabhängigen Sozialdemokraten, zwei Rechtssozialisten und zwei Bürgerlichen besteht, beauftragt, eine neue Gelchästkordnung ruS- zuarbeiten, die dem Ersuchen des Arbeiterrats Rechnung trägt. Arbeitslosenversammlungen. Die Arbeitslosen Groß Berlins nahmen am Dienstag nach- mittag in fünf großen Versammlungen den Ber cht des Arbeits- loscnrats entgegen. Tie Versammlungen waren durchweg gut besucht, manche sogar überfüllt. Im S a b e I b r ä u, Bergmann- itraße, sprach Genosse Mai er, im GewcrkschaftshauS Genosse König, in Moabit im Pntzcnhofer, Turmstraße, Genosse Ric- d e l. Sämtliche Redner schilderten die bereits bekannte Stellung. nähme der Erwerbslosenfürsorge und wiesen darauf h n. daß in der vorigen Versammlung Beschlüsse gefaßt worden sind, über lverweigerun-i der Mielszahlung und über Bcschajiung der au». läiidischen Lebensmit'el durch die Gemeinden. Die Behörden haben sich ernstlich mit diesen Forderungen befaßt ein Beweis, daß letzt ein anderer W nd wehe. Redner teilte die Beichstisse des Demobilm, ick, ungsauSschusses hierzu mit»nd verlas die Ein. gaben des Ausschusses an das NeichöarbcitSmlvisterium und an das 5?eichsernahrungSm':njstcrium. Abc: auch d e Hauswirte sind ni0-r�Cn' M hierzu gu' achtend zu äußern. Besser hatte man selbst es nicht machen können, als biet die besorg en H�us bescher für die Arbeitslosen eintraten. Das ist der er>tc große Erfolg und der Beweis, daß die Lage der Arbe ts- "''r L"'.''e selbst gebessert weiden kann durch Fot'füfr« SAni«nS�0mntC?'r Ueberau war die Diskussion sehr auSge» riVlr"", Evfolo wurde allgemein anerkannt. Im Gewerk- 1/« 8U.Anfang der Verl rmmlung eine Anregung stiffen®c»oi|tn lllosa Luxembuig eine Kranzspende zu ' stimmte die Versammlung einmütig zu. Die Regierung zu den Forderungen der Lazarettinsassen. Eine Versammlung der Vertreter der Lazarettinsassen, die am iiene-lag vormittag im Pienarsitzungssaal des Herrenbausez tagte, nahm den Beriebt der Fünserkommission über die Verband- '""Oen mit den RcichSbehörden entgegen. Ter Kongreß Deut- lcher Lazarette, der vor kurzem in Franklurt a. VI. tagte, hatte wlgende Forderungen aufgestellt: Einheitslöhnung von 5 M. cinschijcsttich CKiz'erc und Beamte, woöei für letztere die Gehaltszahlung wegzukallen bat. Zahlung einer einmaligen Teuerungszulage, und zwar für Verheiratete 500 M., J"t Ledige 300 M.; da» V e r p s l e g u n p» g c l d soll aus 5 M. herausgesetzt»nd im übrigen die Verpstcgnng der der Slegierungs- "Uppen gleickigestellt lvcrden; bei Entlassungen soll voll- wertige Bekleidung verabiolgt oder 700 M. Entschädigung gezahlt 1,, rv». 8._____ � t. f«If--?-. /?« f' d' gleich im setzen und lediglich'nach dem Grade der Verletzung oder der HilsSbedürftigkeil zu bemessen; die Wahl von- o l d a t e n- röten bat da. wo sie noch nicht eriolgt ist, sofort zu geschehen; Erhöhung ber Familienunterstühunfl?m 100 Proz. liebet diese Forderungen bat die Fünferko�mmissivn mit den ReichSbehörden verhandelt, worüber Kamerad Sumpf berichtete. No»k« erklärte eine Einbeitslöhnung für Ossiziere und Mann- lchasten für unmöglich. Auch in der Frage des Urlaubs und der Familienunterstützung stellte man sich durchweg aus einen ab» sfelTunfl der Nesiierung bcnrrrft boA, tetinenbcn Ttanbpunkt. Tie nur. baß die �azireltiiiiussc» rebellisch werden. Sie ickifft sich selbst ihre Revolutionäre. Für Aameraben. die frülier im Laznrei! looren urb recficii erneuter Beschwerde wieder in» Lazarett kommen, sollen 3 Ps. Löhnung pro Tag gczah.t werden. - Im IS. Zl.-K. ist gegen bic'c Versügring cew.greich demonstriert worden. Sie wurde ausgehoben. Als Verpflegung bält man an den maßgebende» Stellen 2, TO?Ji. pro Tag für völlig ans- reichend.(!) Tie Gleichstellung in der Verpflegung mit den:lie- gierunostruppen sieht auch noch dahin. Bei Entlassungen ioll eine Uniiorm mit Zragioert gegeben werden, obgleich Kleider- schiebungen an der Tagesordnung seien. So sind in Frankfurt a. M. mehrere altive Feldwebel der Freiwilligen- r e g i u> e n t e r hinter Schlag und Niegel gesetzt worden, weil sie K! c! d u n g s st ii rk e> m Werte von 40 000 Vk. v e r- 1 ch o b e n haben. Freie Fahrt für Urlauber soll nur nach Zustimmung des Ei'cnbabumin.t'leriumZ gewährt werden. Bei der Renteufestwtzung sollen Kriegsbeschädigte zur Mitarbeit herangezogen werden. Zur Frage der Soldatenräte crkärtc Sk o s k e klipp und klar, solange er auf dem Ministersessel sitze, gäbe es keine Soldatennitc. Sch'nnirrbark. schwach«n-Zgiep ragte X-?eme imb an d-r eeevten. Hand zmeii fehlarbafte Fiageeu ia.i, geä' e'wa? s d'»'.w-d j spricht die Frankfurter Mundart eitle Müiei- rn reu, d i zu, seiner Ernobolung und FeTuahme geeignet irud, wrroei. von! bestehen?" den Kriutiiialkon-n issiircu Tr. Grüiiber-g-und Bänger im Z»i«-' «mar 5Ja des Äolizeipräsidliii.na entg-ege-rgeno nmau. Achtung! Lazarettinsa."-u! Donnerstag, nachmittag 3 Uhr, findet im Brunnengarten, Vc-unn-c'-stl 152. ei w?'krsc-mr iu-ng sämtlicher in den Lazarette» Grog Berlins befindlichen K.i necaden statt, in der die Fü-nferkom-missii» der Laz-rre'tinsaffen DeulsrhkandS den Bericht über die Antwort der Notierung aus tffe Forderungen der Lozarel'tinsasson gibt Die Füufertainmission der Lazarettinsajsvn Teutschlands. Das Opfer der Schicj-crei im Grunewald. Der sinnloicn Schießerei der Negierungswldaten. die am Sonntag den Grunewald unsicher machten, ist der Ichaln.ge Herbert Nickel, Ebarlottenburg. Fritschestr. SO. zum Cp:er 2i,(„iiwn machte/] e m h vom Nnchsb.nb b« KnSr'g'% an den ganzen Vorgängen völlig u n b e t c i« i g l. //.sä-* liehe Kugel itaf ibn. als et an einer Salle, telle aus tue elnif t e tra�cnbalin tpartelc. Tie©fteru des(Getöteten* bit.cu.». beschädigten geltend, daß die Ansicht des Kriegsminiilcr.iums nicht für das Versorgungsdepartemcnt giii. Es ii; die Aufsässuiig der Li'ichsbehch.dcii. allen Wünschen der KriegSbeichädiglen in weuem Vk-aße Rechnung zu tragen.(Jloniut'e Zuruse.). Am Donnersiag werben die Beniner Lazarettinsassen in des Vorfall« sich bei ihnen zu melden. ihrer Gesamtheit zu den Verhandlungsergebnissen Stellung »«hmen. Ein städliichcs Wohlsahrlsaml in Nculölln. 0!nsverg!ft»ng eines Ehrpaares. Der Silb-rarbeiter Paul Spitz und seine Ehefrau wurden gestern bormittag in ihrer im _............,...„.....,,„..., dritten Stockwerk des Hause? t'ldalbcrtürage 2 t belegenen Woh- . D-e itadtiichen Körper, chastcn Neuköllns haben die Errichtung-„„„g„cm mit Gas angefüllten Schlafraumc rcgiinak los auf- eines imdli, chen Wohlfahrisamt-es beschlossen. Diese Neuordnung Pfunden. Ein sofort hin-ugc.wgener Arzt konnte bei dem bezweck! u, der Hauptsache eine Zusamm nsassung und den plan- j Manne nur noch den Tod sestüellen. Frau Opitz gab noch schwache mäßigen Ausbau des gesamicn IluteritützungS. und Fürsor,�- � Lebenszeichen pon sich. Sie wurde deshalb nach dem Urban- weiens der Stadl. Das neue Amt besteht au» sechs Ab.ei.ungcn. l Krankcuhauie gebrach:, die Leiche des Mannes dem Schavbause An der Spitze steh: die Hauplab'.eilnng. in der alle Fäden zu-: überwiesen.' Nach den Feststellungen liegt ein Unglück s- sammeiilaiifen und von der aus der weitverzweigte Organismus j f a l l vor. geleitet wird. Ter Hauptabteilung ist u. a. auch die stöbtisiche NechtSauskunktSstelle eiiigesü o-er eine Frauenbeea uiigsäelle an« Fröle HochAchlilge�neieAio für Proletarier. Son-nabend, dem ! 7. Klun'i. fällt weaen der Pfinai'tfe iertaae der M a t h e m a t b i k- ven Einrichtungen der freiwitlizen LiebeSlätigkeit, die Beihiben aus slädtiichen Mitteln erhallen. Tie zweite Abteilung ist die Abteilung für Kriegsbeschädigte und K ri e gshi merbl i«lv n e«das bis- herige Kriegsfürsorgeanlt), dessen Aufgaben gerade in Neukölln bc-onders unisancireich und vielgestaltig sind. Daun folgt die Ab- teilung für Jug'nd'ürsvrge(das Jugendamt), da? die bisherige Waisenverwaltung, das Waisen-amt nnd die Bernfsvormundschast umfaßt und künftig in erster Linie dazu berufen sei» wird, die Schäden zu heilen, die der Krieg im Krerie unserer Jugend am gerichtet Eit. Eine weitere Abieilnnn bildet die blbleilung für rlrnienfürsorge(oas Arrnenanit). das di-' Ausgaben der bisherigen Armendeputation bearbeitet. Schließlich sind dem Wohlsahrlsam: nocli das Wohnungsamt und das M-ilitärbareau zugeteilt. Wäb- rend das letztere'eine Tätigkeit allmählich abzubauen beginnt, i>t da? üäZ iisck'e Wohnungsamt vor die Erfüllung neuer großer Auf- gaben gestellt. Die Pestilenz am Wasserturm. Uns geht folgender Notschrei zu:„Während der Kriegszeil bis in die heutig- Zeit hinein Hai der Magistrat der Stadt Berlin im Wasserturm Belforter Straße eine große Heringsniederlage ecetchtet. Wir Anwohner diese? Vierteis haben unsere Fronde daran, wenn dieser Platz sein grünes Kleid anlegt, umringt mit olitr.n ausgewachsene» Vau man ii-n-d Sttäucheicn. J im-g und alt ergehen sich in der Lust, ihre einzige Erholung. Damit ist cs zn Ende, es war ein Tranin. Der Magistrat hat durch sein Heringslager die Gegend so verpestet und die Anwohner>» ihrer Gesundheit derartig geschädigt, daß schnell- Abhilfe not tut. Es itl uns Anwohnern unmöglich, die Fenster zu öffnen. Es stinkt, als wenn verweste Kadawer dort lagerten. Ich rale den zuständigen Herren, eine Woche lang am Wasserturm eine Frllhpromenade z» uniernebmen. Ich bin fest überzeugt, daß der Magistrat am zweiten Tag aus eine solche Erholung verzichtet. Hier tut Abhilfe dringend not Tie Gesundheit der Bevölkerung ha! durch den elenden Krieg schon genug gclitken. als daß jetzt noch die Bürger- fchaft in verpesteter Lust leben soll. Man denke auch an dir arme» Volisschülcr. die die 103. Gemeindeschule besuchen Fort mit dem entsetzlichen Zustand." Zum Naubmord in der Lothringer Straste. Am 2g. Mai d. F wurde, wie wir berichteten, der Spmse- eAshändler Pasouale Sacco w seinem Laden in der Lvthri-nger Slr. 73, ermordet und um mehr als 17 000 Mar? beraubt, aufgefunden. Schon am nächsten Morgen wurde in Delli tsch-W» ste rb a u s en der lltzelker Mai St-nck als Mörder u-nd Räniber festgono-mmen. Die Kri-mimiippolizeii mar nach der ganzen Sachlage von vonihere-in nberzemgl, daß er nicht der alleinige Täler wai. D--- von den Komm staren Dr. Grimberg u-nd Bünger geleiteten Ermittelirn-gen fühlten zur Festnahne eines 17 Jabre alten Willi Such au? der Beusselstraße. Such. der den Spitz»»» en Willi oder»urfi Mtv-hite; Willi führte, ist zeständig, den Melker Stuck und seine noch nicht ergriffenen Mit- täter aus Sacco aplsiiierlsain gemacht zu Hab-i. A-n der Aurs- fühliing des Verbrechens bel-enlig-e er sich-.ich-t. Die beiden lTäter waren vielm-ohr Stuck uns ein junaer Bursche, der sich lhier Erich N-u-d-o-If na,nnte. Er ist et» 21 I ihre alter aus Erben- h. im bei Wiesbaden gebürtiger-Unteroffizier Rudolf Bern- Harb, der bis vor kifze- Zeit bei de, Freiwilligen E a n i I ä l s k o m p o g n i e der 6 Inf Div. i-n Diirletter im IK reife Mescritz diente, bunn nach Berlin(im und fest dam Maubinord Vers lnv-u'n den ist. Dieser BeniK.n-d hat sich während 'feiner Dienstzeit wiederholt in einer Zam Ilw Rudolph zu Lagu- tvitz im Kreise M--s-eritz ai'.fgeh-'l.on und zuletzt einem Mitglied dieser Familie mit dem Vornamen Cr Ich verschiedene lkl-uswciS- t-aplere gestohlen. Deshalb führte er in Berlin diesen Nomen Der Flüchtige bat von der Beute i?i><>0 Mark abbekommen und, 'im Besitz so großer M-sttet, ba: er ohne Zivelsol seine felsgranii' lJusanteriemnisovm, zu der er eine Ertramühe und Wickel -gamaschen trug, mit e nei» g iten.Zrvilauj-ig oociausht. Er ist »r uffall,.d groß, etwa I.S3 Meter, und s.lllauk, ha, einen iii: Wer gleich z» f-einen langen Beinen, etwas kurzen Oberkörper» Mst-twob. den 4. Juni 5— 7 Ilbr. verlegt. Neinickrendorf. Vom Mitlwoch bis Freitag zwischen 8 und 4 Uhr und Sonnabend von 8— 2 Uhr in der Schute Lindauer Strohe Verhaus von Kleidungsstücken. Internatlonater Bund der Krirg'bcschndigten und Hinterbtlebr- nen, Bezirk: N o r d w e st- M o a b i t.— Nächste große Vezirksver- fnmmlimg am Donnerstag finde! nicht im..Patzenhofer", Turm.str. 2t!. sondern im Etablissement„Artushof", Perleberger Straße 26, abends 7 Uhr. statt. Fntrruationaler Bund der Kriegsbeschädigten. Bezirk Westen. Am Freitag. 7X Uhr. bei Rickert. Sleinmctjftr. 36 a, Versammlung.— Donnerstag, 6 Uhr abends, öffentliche Versamm- lung in der Brauerei Fidicinströhe. Reichsbund der Kriegsbeschädigten und ehemaligen Kriegstell- nehmer, Sektion der 0 c ft c t r c i ck e r. Versammlung Don« uetslng, abends 7 Uhr, bei Witte, Poststr. 2g, Nähe Königstrage. Treptow.„Soll der Kon: wuixl!: Arbe-iterrat Mit chefer Frage beschäftigte sich am SO. Mo, eI. öff entliehe Persamnnuua, die der hiesige-Arbeiterrat im»s?** garten" e nberusen ha In. Der erst.- llleferent, Dr 2 viel besseres B.ld als die eve-istinsevertretungen. welche M* immer nur in größeren Zwii.heuräu neu zusammenir-se Seiner Meinung nach müßte aus der Grundlage des N?)' get-ankenk- eine Eiulgnng sämtlicher sozialistischer Parteien lnog- lich sein. Der daran anschließetide Bericht des durch Wahl zu- Schössen au? dem Arbeiterrat ausgeschiedenen Cb-raiw L L d!-c ergänzte an E:nzelsällci- sie Tätigkeit des A.--R. u> betonte, daß er noch viel_nchi ii uw leisten können, meirn" Regierung nicht dauernd Schwierigkeiten machte. In der T. kussion waren alle Redner darin einig, daß der Arbcltcrr weiterbestehen müsse, nur dein Schössen Kißner van der- P. D. blieb es vorbehalten, örm ko n"-.inalen Acbe-itercat F Eei stenzrecht zu bestreite» Seine.'lussührungen, die oft ich misch unterbrochen wurden, wären weiter nichts, als die � �3 bekannten E-i nweri-ungen. die seine Parteigenossen bis s-O' Februar in. den Bollversammluugen der kommunalen räie stets zum Besten gaben ab-.: setzt Iii.-- est revidiert l� Zum Schluß wurde ei le Resoinli en eiu'ti n nig angeno nm> welche die Ardeitervertreter in der>öe u-iaeevertret.lng fordert, in der am D'ensrag stattfindenden Sitzung unbeo!>g für das W-eiterbestehen des Arbeiterratcs einzutreten. CebeMsmiRelMenB« Berlin. Vi? Sonntag in den Bezirken der 16?.. 176., 160., 205. und 267. Brotkomission p:o Kops 125 Gramm Käse. Fn der nächsten Weihe 56 Gramm Brat fett gegen den Abschnitt L. 4 der Einfuhr- Zusatzkarie unter gleichzeitiger Vorlegung der Sveisekeltkarle.— Ein halbes Psund ausländisches Weizenmehl noch Voranmeldung In der Feit vom 4. bis zum 7. Funi 1919 auf den Abschnitt P. 5 der Einfuhr-Zusatzkarte. Berlin-Buchholz. Nr. 26 und 30 zusammen 250 Gramm Graupen, Nr. 31 150 Gramm Hofe flocken. Jugendlichen-Karte Nr. 35 und 36 zusammen 150 Gramm Nudeln. Voranmeldung umgehend. Nomawes. Von heute ab bis auf weiteres werden die Milchkarlen zu 1 Liier bei allen Milchhondlern voll beliefert. Pankow. In den durch Anschläge kenntlich gemachten Geschäften als Ersatz für sehlende Kariofseln für die Woche vom 2. bis 8. Juni 1919 auf die Abichniile 23 d der Karloffelkane je 100 Gramm, also zusammen 200 Gramm G.nupen.— Vom Miliwoch ad aus Zlbschniit N. 5 125 Gramm amerikanische Schrocinefleisch« Produkte. Neinickendorf. Auf Abschnitt 31 der Lebensmittelkarte für Grosz- Borlin 150 Gramm Graupen, auf BbschmU 32 150 Gramm Gtiefi, auf Zlbschnitt 36 der Jugendlichen-Karte 100 G am in Sago. Die An- Meldung bei den Kleinhändlern und den amtlichen Verkauszstellen hat bis einichliefstich 4. Juni zu erfolgen. Auf Abichniile 23 d und e der Korlosselkarle gelangen wiederum Estatznährmittel zur Ausgabe. Als Erfatznährmillel auf Karte 22 d und e werden geliefert 200 Er. Hülsenfrüchte, 200 Gramm Suppen. 'Wg Den Owmsi?a?ionea. Sechster Kreis, Stofenthafer Vorstadt Der Vortrag des Genoll� Otto Meier über:..Die wissenschaftlichen Grundlagen der moden- Arbeiterbewegung" sindet nicht am Sonnabend, den 7., s o nd ll' heute. A! i t t w o ch, den 4. Juni, in der Schulaula, Wiell st. atze 63. statt.. Neukölln. Heute abend Punkt fi'A Uhr im Bureau. Neckorstt- Vorstandssitzung..._ II. S. P. Ehar'ottenburg. Donnerstag. 6 Ubr, Vollversamml»»» der kommunalen Llrbeiterräle im Zimmer 1 des Nolhoufes. Relr-ckendorf-West. Mittmoch abend 7 Uhr bei Marks. Sch� weder-. Ecke Anlonienstratze, Tiskutierabend. Vorilag de» Genost Rosenberg. Sstar-endorf. Handzettelverbreitnng heute Mittwoch, 6--su vo-- den Bezirkslokalen aus. Die Bezirksführec erhalten die Zo- von 5 Uhr ab bei Lowenhagen. Tlt-Gli. nicke. Heute, Mittwoch. 8 Uhr, im Lokal zum Doli' türm, Schirnerstr. 34: Eeneaalversammlung. � Tegel. Mittwoch, abend? T/i Uhr, Mi.gliederversammlung>» Aula der Humboldi-Akademie. Lx'el vnd 5porf. »rbeiter.Wanderverein„Berlin". Zweitägige Pflngslwan m die märkische Schweiz. Abfahrt am 1. Feierlag bis Slrau � Uhr und Ü 10 nur Schlesischsr Bahnhof. Gäste willkommen. .. Uli« .-b-rg- Aus aller IM. Das Kinoungllicl in Fiaulreich. Bisher 83 Tote geborgt _, Balence für Rhone, 3. Juni,----. B.s Oettern wurden 83 Tote geborgen, die bei dem Kinobra� umgekommen find. Man schätzt die Auhl der Opfer auf 110 biS 12» Aus dem Gemeindeleben. Dermsdorf. In der letzten Gemeindevertretersitzung wurde die iKriedhofSgebührenordn'ang einer Kritik unterzogen. Wenn bei dieser Frage beide soziuldeinelratiscke Parteien noch einer Mei- nung waren, so zeigte sich bei dem Punkt„Versicherung der Ein- wohnerwchr gegen Unfall und Invalidität", daß nur die Ver- treter der II. S. P. eine grundsätzliche St.llung einnehmen, ent- gegen der S. P.D.. die auch hier wieder der Real ion den Steigbügel hält. Die Vertreter der U. S. P. trat- n der Einführung dieser Versicherung scharf entgegen, da die Einwohnerwrbr nicht zu dem pon ihr angegebenen Zweck eingesetzt, die Bevölkerung gegen Diebstahl usw. zu schützen, sondern ans Anordnung der Garde-Kavallerie-Schützn-Tivision ins Leben gerufen wurde. Der Verirctcr der S. P.D. Mar Pienlka trat im Austrage seiner Parieifreunde für die Versicherung ein. Er-ratie den Bürger- lichen nicht, soviel Mut zu. mit der Wusse in'der Hand gegen- revolutionäre Bestrebungen-b�vornirnien. Für dieses arbeiten feindliche Verhalten erbiclten aber die Jlechtssozialisten sogleich den verdien-en Fußtrilt. Als ein von biiden Parteien gestellter Antrag verhandelt werden sollic. verließen-stimtliche Bürgerliche demoiistrii.lv den Sitzungssaal und als ein Vertreter der S. P. D. die Erledigung einer Anfrage durch den-Gemeindevorsteher als ungehörig bezeichnete, erklärte dieser kurzerhand die Sitzung für geschlossen. Trotz dieser moralischen Ohrfeigen ichweifwcdeiie der Vertreter der S. P. D. so lange vor dem Gemeindevorsteher, bis dieser sich gnädigst herabließ, die Frage nach Sckstuß der Sitzung privatim zu b-antworten. Hasfentlich zieben die Anhänger der dunkles volles hochgekämmte? Haar, große abstehende Ohren, e n: S. P. D. die Konsequenz ans dieser blainablichen Handlungswci'e pla!!ra'lierl>es Gesicht oder höchstens ein/u k-.iu-cu Anflug von I ihrer Vertreter. SpiraUboSurer (neue aus Wrrkz*'iiK und Scim'sUsiah.l(Konisch) kauft laufen) Jeden Posten1 gegen Kasse Mangclsdorf, Olc rn- »traße 38'!. hernruf Norden 10433 GcschS�szeit 2— 7UIij. Kaufe dauernd Jqd. Posten Bpi�-jlbohrer aus WerWzeug- »tahl u Schnei srahL Pcib- ■hlcn v. Qewindebohfer aller Ditniss onen. Säveleden voo 4 7 Zoll Ar«ur Zwick, lierin NO. 18, Landsberger Alleen� i2. Cte. lei*«"« Alex. 5#. n«»— n?« n, Magnete. Vergaser, Werkzeuge a'ler Arr, blanke Schmusen. Muttern kantl Auentor. ReinxkendorV Ora- note str. 1 III. I.nks- Spiralbohrer un 1 andere Werkzeuge Kauft, höchst- Zahlend Jed. Posten. Seliger. Steglitz, Schörcl, erger Str. 9 Spiralbohrer, neu. Schmir- gelieincn, Schreibmaschinen Joden Posten kauft Zum er. Moabit, Wittsrocker Sir. 19. Quergi h. I. 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