UJlttf»"' 1 iit BeW m# citHoif«. nd- , m** ise» P«'; -S-n Bllf ir ',•«* . ttri*1"1 P,n r.» 3�1# »- I« und W (W«" s Mi �Zelprels 10 pfg- Jahrgang 2 [i,«»scheint morgens und nachmittags, an Amt« und Lesitagen nur INS f'Wmi, 3S'r;'5 i>e!rSg« bei freier Zustellung ins Haus für Srasi-Bertin oder bei du l' monatl. 2.50 M, bei Zustellung unter Sit �" ist in den ersten Nachtrag der pastzeitnngslist» für W »frS*®etIia RW. 6, Echiffbauerdtun« 191". ""'«S«: Amt Norden 3895 i;::b 2896. vonnerstas� öen 5. Dahl 1919 msrgtus. direktem Wmmer 270> /ivens-Msgabe Inferare�vsten die achtgespakt. Nonparcillezeile oder deren Raum �,20 Mk., tvortanzeigen da» setts«druc?te lvort 60 pf* jedes weiter» tvort 2»pf. Teuerungszuschlag 50 proz. Familien- und Versammlungsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den darauf» folgenden Tag müssen spätestens bis 3 Ubr nachmittags bei der Expedition aufgegeben sein. Expedition: Berlin NW. 6, Schiffbauerdamm 3!» Fernsprecher: Amt Norden 97GS berliner-Organ tvr Vmbbängfaen Sotialömofratie SHmtfcßlants Vergewaltigung des Rechts ch < bleibl die Aushebung des isdesurieiis gegen Lev'mt? $09».s.''-• �desurteil .- fQnr"ue'1. Levin6 bedarf nach einer be- �rWrM-5l erlassenen Vererünuna der Bestäti« .>chen Jicaimma. Die Mutter und Schwester r! L'n Rcaiernna. Die Mutter und Schwester P Jinifrs 11 Ministerium um Veanadiauna er- id" �'Cln- wie ivir bereits initaetcilt haben, der Ge- 'm&ä �---------- K— cv..r#;, .. 5? �T'*A/. IUII: �vV ..' 2Diirr„. on r.� b am Mittwoch moraen den Justiz. ■'; u„ � �'Meininaen enucht hat. dem Urteil die B e- Uhr �,?�'aa en. ist am Nachmittag. fiuM • n(s?u'«" Ministerrat?usammenaetreten. um dasiai Bis su der Stunde, in der diese Zei- nrl'"" r'"— rtn.'fi fpintt 0?irch« 11 5;titrf"c"rmcn- �>s su Der eiunoe. in uci ui�c bor, vr,; Hcat sonderbarerN'eise noch keine Nach ! j�'' w die Entscheidung des Ministerrates ausac hhbbh iq* i''" bieser Zurückhattuna der getroffenen Eilt- zweckt wird, läßt sich im Augenblick nicht mit Aber die Vermutung i st g e f.'zw"�*2*'------------- U't'MC IICVVJ«.V...V»----, .a>ii. nfS, 9/ Entscheidung des Ministerrates ausac- --" J"I dem Genossen Dr. Nosenfeld mitgeteilt Abend die Entscheidung ge- SKfÄ l-bl! M ckl G 5- n f. die Bevölkerung vor eine unab Tatsache gestellt werden ioll. 'J �icie nÄf J � aetteUt weroen iuu. ' /-As hio'f:1"3 l'vricht vor allen Dingen das Vor- �>e r,„* � Minister gegen den Genossen Dr. wr>s->n. WW�'- Ss/iM(SvAfoi i15'6 aiirts'» �'"""ler gegen dcu.........------- lihi eW fts'vi, �Cn Mitverteidiaer. den Grafen Vesta- \%rL �?rraaendes Mitglied der bäuerischen Zen- iig iv?!'!" haben. Als Rosen feld gestern nach- .-f, �eQm,''�Wiuiftertitm den sosialdemokratischcn Mi- ßt icbnim� aJ= Graf P e st a l o s S a den Zentrums- h bni.<■'brechen wünschte, wurde ihnen sunächst »si'.t M M»- r-—:— nwtrdrt NMZMWZ «MSWWSi! iiüiiiil � � rl � II U C U. V�l, «jjji den Minister Seaih su sprechen. Dies e g, f."1'. der ausdrücklichen Betonung verweigert. der nir Minister während der Tagung, auch >->'-«rrmDWimcheit. sprechen könne. gegen Deckung des Urteils gegen Levin« su eij Jofort j j*. Un hatte der Diener keine Bedenken und irÜ�Wai/ Sitzung des Ministerrats, worauf Rosen- n b � �wrotich Segitz su sprechen verlangte. Aber �ite di°�.�?erhörteres passierte dem Grasen Pestalozza. EtiHÄr"-9<|dc übernommen, Levinäs greise Mutter xN, öung des Ministerrates sofort in Kenntnis hatte zu diesem Zweck von Müller-Meiningen -» 3 erhalten, auch nach 7 Uhr ini Justiz- " untersagt ist. Kurz �ibuna des ib��be.>->wW L• Sliicf, 5, 7 Uhr im Justizministerium zu der- k„,M eg i�estalozzo mußte das Justizministeriuin der- res( danrpr ffi'hm auf diese Weise unmöglich gemacht, � E rton rtu ng der Entscheidung des Minister- �dcn alten Mutter diese Nachricht in ith noS rm � übermitteln. unevhortzer ist das Verhalten der ,,/ den in der Strafanstalt Stadetheim. wo- ?r. A' W der Urteilsverkündung zurückgebracht wor- UUex„. uwn ihm schon während seiner Jnahftie- yd a n Händen und Füßen ge-l b>ottte imon jetzt auch noch der alten Mutter J die Möglichkeit rauben, ein letztes Wort mit ihrem i« wcni- gen Stunden dem Tode rntgcgensehei�>en Sohne zu wech. scln. Weit die alte Mutter keine Befuchstävte vom Staats- anwailt hatte, verweigerte ihr der das Gefängnis leitende Lanbgerichtsrat. trotz ihrer flehenttichsten Bit- te n. den Einwß zu ihrem Sohn. Erst ats sich ein Off i- z i e r der Wache des Gefängnisses, ins Mittel legte, wurde es ihr gestattet, 10 Minuten mit ihrem Sohn zu sprechen, aber auch nur im Beisein zweier Militärperfvnen. Durch das Eingreifen des Offiziers erreichte sie>daim eine Verlängerung aus 20 Minuten! Derselbe Landgerichtsrat verweigerte auch anfänglich dem Verteidiger, dem Hienossen Dr. Nosenfeld. den Zutritt zu Levinä, obwohl ein Verteidiger das Recht hat, jederseit mit seinem Mandanten zu ivrechen. Aber auch hier sollte der formelle Tatbestand entscheidend sein, daß Rosenfeld reine Möglichkeit gehabt hatte, sich erst eine Erlaubniskarte von dem Staatsamvalt, der ganz wo anders sein Bureau hat. zu besorgen. Erst dem energischen Auftreten des Ge- nossen Rosenfeld gelang es. sich die Sprecherlaubnis zu er- zwingen. Levinas Frau, eine schwerkranke Person, befindet sich cbensalls seit längerer Zeit ohne ersichtlichen Grund in der Strafanftalt Stadelheim. Obwohl ibr Mann in wenigen Stunden nickt mehr am Leben sein konnte, wollte man sie gestern von Stadetheim fortbringen, ohne ihr die Möglich- keit gegeben zu haben, noch einmal mit ihrem Gatten zu sprechen. Selbstverständlich hatte man auch für diese Un- Menschlichkeit eine Begründung. Man wollte ihr angeblich ersparen, sn hören, wenn das Todesurteil vollstreckt wird. Aber diele angebliche Rücksicht auf das Gefühl der Gat- tin Levines hinderte dieselbe Justizbehörde nicht, den eben- falls wegen Hochverrats unter Anklage stehenden Genossen A x e l r o d gerade an dem Tage vom Volizeigefängnis in München nach der Strafanstalt K'vadelkieim su bringen, wo e r dann Zeuge der Vollstreckung des Urteils gegen Levin� gewesen wäre. � Protestkundgebungen Urteil auf der nächsten Seite. der Arbciierschaft gegen das Sie„Regierung der rheinischen Republik". Mainzer Btoiiter berichten,. daß sich cimc„Regierung der Rheinischen Republit" gebildet habe, die aus folgenden Leuten desiehe: Dr. Dorten: Vorsitzender, Justizrat Eckermann: Justiz. Dr. K l i n g e l' ch m sid t: Kunst und Wisicnschaft, Oberlehrer Krem er: Kultus. Avocitersekretäc Krämer: Volksbca-ufiragter, AintSgewchtsrat Dr. L i e b i n g: Finanzen, M ö n i k e S: Inneres, Salt: Landwirtschaft und Vollswohl- fahrt. Die Kölner S t a d tr e r o r d n e t e n v e r sa m m l un g hat am Mittwoch einstimmig gegen die LoSlösungSbostreHungen protestlerc. Ansrus des soziMemokratiichen Aerzke-Vereins. Der Sozialdemokratische Acrzte-Vereiu ruft hierdurch die so- zialistischcn Kollegen Deutschlands auf, sich zu vereinigen. Der Verein hat die Aufgab� die sozialistischen Kollegen durch Zusammenfassung aktionsfähig zu machen und auch unier den uicht-iozialisiischen Aerzten Aufklärung über und Interesse für die Ziele des Sozialismus, insbesondere in bczug auf das Heil« und Gesundheitswesen zu verbreiten. Er fördert und unterstutzt alle Bestrebungen, die geeignet sind, die Forderung des Erfurter Programms: Uiientgeltlichteit der ärztlichen Hilfeleistung, einschließlich her Geburtshilfe und der Heilmittel, in zweckdienlicher Weise zu verwirklichen. Er erörtert in seinen Versammlungen die Einzelfragen. welche dabei auftauchen, die Mittel und Wege, durch die das Ziel am besten zu erreichen ist, und die Stellung, welche der Arzt zu und in der sozialistischen Gesellschaft einzunehmen hat. Immer getragen von dem Geiste des Sozialismus, vertritt er die Interessen der Aerzteschaft. insbesondere um den Aerzten den ihnen gebührenden Einfluß auf Gesetzgebung und Verwaltung in allen medizinischen, hygienischen und sozialen Fragen und die im Interesse der Kranken wie der Aerzte gleichermaßen not- wendige Mitwirkung in Krankenkassenangelegenheiten zu sichern. Beitrittserklärungen und Anfragen find zu richten an Tr. I. Z ad c k, Berlin, Oranienstraße 139. Telephon: Morippiatz 3630. Ter Vorstand. Aadek. Kollwitz. Wetzl. Narlohs Fluch!. „Liebknechts Mörder. Seid Ihr noch alle dasi� Wie geht es denn mit der werten Gesundheit? Habt Ihr die Köpfe noch oben auf? Das ist recht. Bei den neuen SicherheitSverhältniffen kann Euch zum GL.ck »ichts passieren. Gute Verrichtung, das nächste Mai!" Hört Ihr das Lachen? Es ist das triumphierende Lachen der Herren Offii ziere, die wieder einen ihrer Besten und Verdienstvollsten in Sicherheit gebracht haben. Hört Ihr das Lachen? Es ist ein kurzes, bitteres Aus- lachen von Hunderttausen.dcn, die vernahmen, daß nactj dem Oberleutnant Vogel jetzt der Oberleutnant Marlow geflohen ist. Hohn und Wut ist iu diesem Lachen und die Gesichter behalten einen finsteren Ausdruck. Es ist ein unheimliches Lachen! Im März sind 32 Matrose n. die an den damaligen Unruhen völlig unbeteiligt waren, in einen Hinterhalt ge- lockt und in bestialischer Weise massakriert worden. Es ist eine der scheußlichsten Untaten, die je in kalter Ueberlegung und infamem Raffinement verübt worden ist. Wir haben die gräßliche Mordtat aufgedeckt, wir haben den Mörder genannt. Entsetzen hat die Tat hervorgerufen nicht nu in Deutschland. Der Reichspräsident Eberl ließ erklären. daß eine strenge Untersuchung angeordnet wird. Monatelang hörte man nichts 0c# Fortgang oder Ergebnis der Untersuchung. Der Mörder ging in Berlin f r e i h e r'u m. Fluchtverdacht. Kollusionsgefahr lag nicht vor. Es handelte sich ja nicht um L ed e b o u r. Da fragten wir vor kurzem— das einzige Blatt— nach dem Stand der Untersuchung. Jetzt ist die Antwort da:' Der Mörder ist entflohen! In diesem Fall war es noch einfacher als im Falle Vogel. Vogel entfloh aus dem Gefängnis. Er war dort nicht ettvo mit eisernen Fesseln an Händen und Füßen an die Wand des Gefängnisses angeschmiedet, wie L e v i n 6. Marlow hatte es noch leichter, er brauchte erst gar keinen Urlaub aus dem Gefängnis, um sich den notwendigen falschen Paß be- quemer besorgen zu können. Er war ja frei und ungehindert. Seine Freunde und Beschützer hatten es bequem. Tic Tarde-Kavallerie-Schützen-Division bat bereits eine feste Methode. Sie kennt die Rücksichten, die man Herren schuldig ist. die Revolutionäre umbringen lassen. Sie wartet zunächst das Ergebnis der Untersuchung ab, damit kein Irrtum möglich ist. Dann erst wird zur Verhaftung geschritten. Warten die Herren die Verhaftung ab. so können sie ins Gefängnis gebracht werden und das weit>re ist ans dem Fall Vogel bekannt Herr Marlow hatte offen- bar zu viel Rücksicht und wollte seinem Militärgericht die unnutze Muhe sparen. Er hat sich daher schon vorher fortbegeben. Es scheint nicht sicher zu sein, daß Herr Oberleutnant: Marlow zu seiner Reise freu Luftweg benutzt hat. Nach der Flucht Vogels erfolgte die Mitteilung nach zwei Tagen. Die Abmie Herrn Marlows wird erst nach 4 Tagen mitgeteilt. Die Garde-Kavallerie-Schützen-Division hat eine eigen- tümlche Art. die Presse zu informieren, die sckon oft unsere Bewunderung erregt hat. Man erinnere sich nur dev phantasievollen Darstellung, die van der Ermordung Lieb- knechts und Luxemburgs Kenntnis gab und überall dm Glauben erweckte, daß nicht etwa Soldaten und Offiziere nach wohlüberlegtem Plan den Mord ausgeführt, sondern eine käsende Menschenmenge, trotz aller Bemühungen der Herren Offiziere, einen Akt der Lynchjustiz verübt hätten. Die Garde-Kavallerie-Schützen-Divisioy kennt auch be- reit# diejenigen, die Schuld an der bedauerlichen Abreise tragen. ES ist die„Freiheit", die sich erlaubt hat, nach! dem Stand der Untersuchung zu fragen und die Verhaftung zu fordern. Indigniert wegen der Erwähnung seiner Person hat Herr Marlow sich fortbegeben. Und die Herren von dem Divisions-Gericht kamen zu spät.» Die Garde-Kavallerie-Sckzützen-Division teilt mit. daft- sie, wirTlich totcierllfn Tie, ein CnnitMnzZvsrfa�ren ein- geleitet hat.»Die zuständigen Stellen werden alles tun, um sowohl dos Marloh wieder habhast zu werden, als auch die Anstifter zu der ß stielst mit der vollen Schärfe des Ge> setzes zu treffen". Die Gardc-Kavallerie-Schühen-Division weiß merkwürdig aufreizende Töne zu findenl 32 Matrosen sind feiger und tückischerweise abgeschlachtet worden. Der Mörder war vom ersten Tage an bekannt und man hat ihn entfliehen lassen I Der Reichspräsident Eberl, die Regierung Scheide. mann, alle verantwortlichen und zuständigen Stellen haben von Anfang an den Sachverhalt gekannt. Sie haben den Fall Marlow gekannt, wie sie von dem Fluchtplan Vogels rechtzeitig unterrichtet waren. Der Reichspräsident Ebert. die Regierung Scheidemann, der Neichswehrminister Noske, der Justizminister Landsberg habsn nicht verhindert, daß Mörder ihrer Verantwortung entzogen werden. Der Beweis ist erbracht, daß all diese Verantwortlichen entweder nicht den Willen oder nicht die Krast haben, dem beleidigten Rechtsgesühl Sühne zu verschaffen. Der Beweis ist geliefert, daß sie ihre Dcheinmacht auch unter der Vor» aussetzung behalte�, daß die kleine Zahl der wirklichen Machthaber Recht und Gesetz mit Füßen tritt, daß schrankenlose Willkür herrscht irnj) Mord ungesühnt bleibt. Ein Volk mit RechtSgefllhl würde fordern: die Ver» antwortlichen müssen verschwinden, Herr� N o s k e ist sofort zu entlassen und in der Natton«kversamm. lung gegen ihn die Ministeranklage zu erhoben. Es ist endlich ein revolutionäres Gericht einzusetzen, das die Unter. suchung der Mordtaten, die seit der Ermordung Liebknechts und Luxemburgs geschehen sind, und aller anderem Ver- brechen untersucht und straft. Die wahrhast Schuldigen! Und das sind nicht nur die Mörder, sondern auch die, in deren Interesse und in deren Auftrag sie gemordet haben, und die, die ihnen zur Flucht behilflich warm. Das würde ein Volk mit NechtSgcfiühl sordem und durast'ctzen. * Heute wird daS noch nicht geschehen. Aber das beleidigte und vergewaltigte Recht hat eine eigentümliche Krast. Es mag noch eine Zeitlang dauern, aber Reckst wird Naht bleiben! Unterdessen soll Herr NoSke nur bleiben. Er ist das eiternde Geschwür, das den kranken Leib dieser Regierung vergiftet. Es frißt weiter und weiter um sich. Die An- steckung ergreift die rechtssozialistische Partei. Sie ist verantwortlich für ihre Führer. Sie hat nur mehr die Vwhl, si� in Schimpf und Schande fortzujagen oder selbst mit ihnen unterzugehen. Rechtlich Denkende können mit Noskc und seinen Genossen keine Gemviirschast mehr haben! Aestsielltiug der Leiche Rosa Luxemburgs. SS ist nunmehr einwandfrei festgestellt worden, daß der aus de» Landwchrkanal gelandete Frauenkörpe, die Leiche Rosa LurcmburgS ist. Bei der Zeugenvernehmung in Berlin wurde eine Krau, die kurz vor der Berhaftun« der Frau Luxernbud'g mit ihr zusammengetroffen war, die PH»t»gra»HIe der Toten vorgrlegt. In dem Bilde erkannte die Zeugin unstreitig dir lange g e. suchte Tote. Gleichzeitig wurde die lnngjährig« Sekretärin der Ermordeten vernommen. Diese konnte nach einer Besichtigung der Kleidsreeste, der Handschuhe und deS Medaillon? einwandfrei se st stelle«, daß eS fich um die Leiche der Frau Luxemburg handelt. Im Hinblick auf diefeS Ergebnis hat das Kriegsgericht sofort angeordnet, die noch in der Leichenhalle zu WünSdorf liegende Leiche zur Beerdigung frrizugeden. Gleichzeitig ist auch vou dem Rechtsvertreter der Familie Luxemburg, RcchtSaa- «alt Dr. Weinberg, ein Antrag an den ReichSwehrminister RvSke gerichtet worden, worin um sofortige Freigabe der Leiche »m» Zwecke der Beerdigung ersucht wird. Es muß unbedingt gefordert werden, daß die Leiche ?rosa DuxemAurg sofort wieder nach Berlin zurück-! gebracht wird. Die Tode gehört nicht der Soldateska des Edenhotels, sondern dem Proletaviat. Die Berliner| Arbeiterschaft hat dos Recht darauf, Rosa Luxemburg auf ihrem Wege zur letzte? Ruhe das ihr gebührende Geleite zu geben l * Genosse Paul Wegmaarn schreibt un?: »Der vou einer Berliner Korrespondenz rni die Togos- 1 zeitungen gegebene Bericht über die Obduktion der Lolche der Ge» i nossin Rosa Luxemburg besagt, daß stch die Zeststellung der Jdeu-; litöl schwing gestalte, »da weder Familie Liebknecht, noch PollzugSratmilglietz Weg- mann, der die Verstorben« pcrsZnlich kannte, erschiene« ivaren." j Der„Vorwärts" setzt noch dch Ueberschtist•35?!'; Freunde blieben fern'.—• Hierzu habe ich zu erklären: • Ueber Auffindung und Obduküon der Leiche weist ich Walter nichts als das, was die Presse gebracht bat. Tino Äinladung oder sonstige telephonische oder schrrftkiche aföUeiiang, wann und w» die Obduktion Jaltfiudeu sollte, ist«ix bis heute noch nicht zu- gegangen. Zu der lleberschrift deS.Vorwärts' bemerke ich, daß ich stolz darauf gewesen wäre, ein Freund Rosa Luxemburgs zu fem. Ich bin leider nur in der Lage, die Ermordete ak« Genossin zu kennen, und werde st« als solche, so lange ich lebe, nie vergessen. Ich möchte mir die Frage erlauben: Was toll die Notiz der Kvrrespondcnz und die lleberschrift üa.Äonaäus" bezwecken?' ProleMMebimgeii gegen das Tsdesurlett.. Di« folgende Depesche wurde gestern au die Batzrische Regie- rung nach Bamberg gesandt: B erli», 4. Juni 1919. Die BerllurrArbeiterschvft ist tiefe m pSrt über daS TvdeSnrteil gegen Levine. In den bedeutendsten Grvßbetxieben besteht der feste Wille, die Arbeit nieder- zulegen, falls das Todesurteil vollstreckt wer- de« svlltr. DaS kann zur Folge habe«, daß weite Kreise der deutschen Arbeiterschaft zu gleichen Entschlüssen getrieben wer- den. Um daS dcntsch« Wirtschaftsleben vor dieser erneuten, viel- leicht tvdbriagetrden Erschütternng zu bewahren, fordern wir, daß die Bayerische Regierung dasür sorgt, daß daS SchreckrnSurteU nicht»vNstreck« wird. Der BollzasSrat der Arbeiter- und Doldatenrätr Groß-verlUtt. » Wie erhalten ferster fvlgend« Resolutionen: Das unerhörte Schandurteil, welches vom Münche- ncr Standgericht gegen den Arbeiterführer Levinj gefällt worden ist, fordert die gesamten Hand- und Kopfarbeiter de» Firma G. F. G o e r z, Werk Schönow, und der Optischen Glaswerke Srndlinger zum schärfsten Protest heraus. Die Arbeiter treten sofort in einen 24stündigen Proteststreik ein. Die versammelten verlangen, da« dieses Urteil, welches in schreiendem Gegensatz zu dem gegen die Mörder der Genossen Lieb- knecht und Luxemburg gefällten steht, von der Rrgierung sofort aufgehoben wird. Weiter fordet die Versammlung, daß die unerträglich werdenden Provokationen der Militärpartei«»ter. bleiben, welifc selbst von RegicrnngSmitoliedcrn noch gefördert und unterstütz« werde«.- s Obmann Arbeiter-Ausschuß. Hcssrlbarth. Walte» Rosenberg * Die Arbeiterschaft des AS G.-K» n z e r n S nimmt mit EmpSrnng Kenntnis von de» gegen den Kommuntstousührer Levine anSgesprochenen Todesurteil. Sie ist der Ueberzeug»'"«, daß Gcuoffr Levins aus reinen idealen Gründen ge- handelt hat. Die Arbeiterschaft der genannten Industrie ver- 1 urteilt eS auf daS schärfste, daß die Rogierungen Scheidemann- Ebert«nd Hosfmann sich der alte« reaktionäre« Macht bedienen, um überzeugt» Revolutionäre unschädlich z« machon und für Handlungen zn testrafen, derou sie sich selbst am 9. November schuldig gemacht haben. Die Mitglieder der deutschen Reichs,«nd batzrische» Landesregierung find durch die mutige Borarbeit der revolutionären Arbeiterschaft zu ihre» heutige» Akmtern gelangt «nd habe» daher nicht das Recht, gegen deren Führer in solch un« erhörter Weise varzugelftn. Di» Belegschaft deS»tstst � «ern« erblickt in de« in letzter Zeit ergangenen Teodtbl. � eine Provokation, u«»er Militärkam» lrgenheit zu geben, gegen dl»>rb»>>! ,> it den itbliche» Mitteln Vorzug»»»«- CO 000 Personen bestehende Belegschaft deS«EG ..s-nz«'' s» w v/W d>»,»»»-»» WV|«W»I W l»•»•••"—,'|«J f( T' dert von der Reichs» und bayrischen LandeSreglcru«« s".. jjj t i g e Aufhebung des Todesurteils siir»- dessen unverzügliche Freilassung. *, g,i' Die FtmklionSre aller Parteien de»®'"'f TM*# z e r n S erheben schärfste» Prvtest gegen urteil des MUitariSmuS im Prozesse Levine..- p- Die Be»irksk»nfe»enz faßte«instimmiq den B»!? fofvrt in den Streik zu treten» fall» das Urt»' werden sollte I. A.: vrbeitereat d»r SIemenswcrke Scheuring, Bergemann. Gräser. Lsske L � An de? ehemäls lkbenrlen �Leser-Zeitung', die gji .gesprochenes Organ der Grvßmdwstui« geworden ist Neurcrlh von einem Besuch»n Helgoland: »Bei unserer Landung begeguete un» a1]■®t«i Strandhalle, deren Fenster völlig zersplittert sind,.. y "—«""tntaffijzicten und Genavalstäblern, um einen zndeu Mann im schlichten Rock und bre rrt. Minister Noske, der am: Vorm x»t von HcmMirg herübergeksnrmon wa lfichtigumg der Befsstigungi-n nun wieder abreis� � � v--------- V--- 1-------- V. ryi» oon Marineoffizieren«nd venovastiäblern, um_ hinschraitonde» Mann im schlichten Rock und breitromin« � Hut geschart. Minister Noske. der am Vormiuag j Torpedoboot von Hamburg herübergekommen war ur* � � ;fichti>gumg der Befsstchungen mm wieder abreist-- � � leine GeleZenhe.it mehr, ihn auszuftagsn, aber man � den Eindruck, daß NoSk» 1. keinen weniger Um sich versammelt hat. alS ehedem Wilhelm It- dickleibigen 91 i es eng garten fehlten nicht. Ob S dabei bleibt?. i Wer da» sind müßige Fragen. Freuen mir � ,11 wenizen, dessen wir uns noch zu freuen hoben;(»»".(ihr deshalb, daß er wenigsten» den Mut hat. frei und»s � pp Faust zu zeigen, statt sie nur im Sack z« machen- w große Mode geworden ist bei uuS." ' ldomanentar überflüsiigl « Ein Hauptmann b. R. schreibt«nL: ES ist veaounderlich, daß die Freiheit von ein»» Kl !»ie sich in der letzten 5kumm«r der„Zirftinft' sind«».! � genommen hat. Nach dieser Mitteilung hat Aa®'4 J seiner Offiziere das Bekenntnis abgelegt: er W v Sozialdemokrat im Partelfinne, verdamm« dcn sklall»», JP bereue den Irrtum seines Leben». Ich meine dech-% teilting sehr wichtig ist. Nicht etwa hinsichtlich t*»?c L Ii»» NoSkeS. lieber die sind wir un», ist die Arbeiterchal'. j» im klaren, feine und seiner RogierungSgenossen � pt, Politik hat ja Ledebou r in seiner Anklagerede sicheren Ausdruck.Schiebertaktik' gekennze�ichn» artige Leute find nicht einmal von pftzchstwi�. esse. Nein! Die Sache ist sehr wichtig Zur � ff Boserttgumg jener Lügenlegende, daß die � augoiiblicklich an der Spitze der Regierung �befinden, demokraten seien, daß wir eine.sozialistisch?# hätten. Die geringfügige Gefolgschaft der fogennnn � heitspartei scheint doch jener Lüge noch Glauben zu 1®-, � ff der„Neichswehrnrin ister" tri cht schon längst seiner P Rücken gekehrt hat und ausgetreten ist, erscheint n- �«ff wunderbar und gehört oben zur.Schiebcrtcck'tT. � st? nicht ein Gebot einfachster Ehrlichkeit, erfordert es ntch' gp* verständlichste Logik, daß die.M-hrheitS"�artei den Lauspaß gibt, der erklärt hat:.ich bin nicht«nehr' sinn Sogiakdemok rat?" Oder sind Schwindel und Luge �«. bereits Gemeingut geworden, daß man es nicht r wendig hält, auch nur wenigstens den Schein der Ey � y wahren? Die sozialdemokratischs RegieoungSpartei SeZeu den Selsger«sssz»st««d l» LrsAsis� Brauns«hwe ig, � In einer Vcrsantmlun, deS BetriebSauSschussek' � j» schaftSvorslände wurde eine Entschließung gefaßt, in Den Mördern Rosa Lvxemdurgs.*) Wenn einst der Freiheit Hynmen schallen, Die Schwerter wieder rein von Mut: Dann will ich zu der Stätte tmlkn,. Wo Rodert Blum einst ruht, Dv i schmück ich unier Tramm In einer stillen Nacht, Wenn sie mich schlummernd mJhmn, Sein Grab mit Äiumenpmcht. Wa-S soll uns setzt die Klage frommen? Mein Aug' ist heiß, doch tränenleer, Schnell wird der Dag deS Kampfes kommen. Die Leier nicht— es gilt den Speer! Ans seder TolX'swunde Ein Gott der Rache spricht: Noch kennt ihr biS zur Stund« DeS Zornes Allmacht sticht| Louise Aston. •) Diese« Gedicht d« Revolutionärst,»ouis« Aston ist kn Fahre 1848 au» Anlaß der»rmorbung Robert Blum» erschienen! wir«Aen da» Gedicht unter Abänderung lleberschrift wieder. Rerlioz anö Rlaljlee. lVolkschor und Volksbühne.) Zwei große und schwer zugängliche Mustkwrr?« find dieser Ziluge in der Philharmonie vor den Massen d„ werktätigen Volkes aufgeführt worden, die dramatische Legende.Faust» Ber- dammung" de» Franzosen Hector« e r l i o» und Dritte Symphonie in D-Moll von Gustav M a h l e r. Berlioz ist der Schöpfer der modernen Musik, ohne ihn sind Wagner und LiSzt und dementsprechend Strauß und Mahler undenkbar und doch liegt eine Welt zwischen beiden, die rein künstlerisch nicht zu erklären ist: die Entwicklung von der Romenlik, da» hrjst« i, diesem Fall der Welt flucht, zun, soziolistischrn Gemein- s chra f t S g e s ü h l. da» Mahler zum«rstenmal in diosor Art alS Musiker erlebt und dargestellt hat. Der Drang der.modernen Kunst, sich«,;««in»« religiösen »der zumindest übersinnlichen Slement zu«»erschmelzen, führte Berlioz zuerst zum Faust und von dort bis zur Hölienspnache, deren Vokabeln er dcn Werken d»S schwedischen Geistersehers Swedenborg entnommon hat. DavauS läßt sich schon ersahen, wie weit sich Berlioz in Gefühl, Form und Umgestaltung mit seinem Faust»«, dem Goesheö entfernt hat und daß seit« Musik »inen ganz anderen Ahaeakter haben muß als die Faustmusiken von Echuibert, GchuMaitit und anderen. Während Goethe Kaust rettet, verdammt ihn Geilte»»nd überläßt ihn dem Triumphe Mephistos und dem Trompetengeheul der Hölle. Goethes Faust ist eben nichts mehr als der tknstlerische Vorwand zu einer Musik, in der es Berlivz vor allem darauf ankommt, die Schmerzen, die Berzweiflung und die Ohnmacht des Menschen in dieser Welt der unvermeidlichen Vernichtung auszudrücken. Zu diesem Zwecke stellt er nicht nur die Faustszenen nach Belieben um. er führt auch neue Situationen ein. wenn er sie musikalisch braucht. Seine geistige Motivierung ist seine Weltanschauung, sein« künst- lerische jeder Ton der tMustl. Berlioz ist nicht nur durch seine »illig neue Kraft der Jnftrumontation, sondern auch durch sefti Empfinden d«, Schäpfo»»ine« neuen Reiches des Schmerze» in der Muflk. Der sauftisch« Dranw»nach seelischer Vollendung, Auf. Hebung der menschlichen Grenzen, Zerstörung der niedrigen Ratur in unö ist von ihm zum erstenmal und gleich»ollendet ausgedrückt worbon. In Fatzbe um» Inhalt ist öS die Musik deS taman tischen Pessimismus. Da» schwierig« Werk wurde unter der Leitung von Dr. Ernst Zander vom Berliner BolkSchor, der Fichte- G e o r g i n i a, und dem verstärkten Philharmonischen Orchester ausgezeichnet herausgebracht. Den Faust sang F» s c f Mann mit bewegender Leidenschaft, den Rephist» Prof. Albert Fischer, mit»oller Wucht, ober nicht genügend dämonisch, den Brander Eduard Kandl. Der Stern und die Schönheit deS Abends war die Margarete derlvirgitEngell, deren Stimme durch Zart- heit, Entschiedenheit und seelische Anmut die Keuschheit der Musik wirklich machte. Mahler»»ritte Stzmphonie wird öffentlich bald al« da« vollende Meisterwerk anerkannt werden, als da» es»on feinen Verehrern feit Jahren geliebt und bewundert wird. Während. Mahler» Werke seit seinem Tode in Deutschland an öffentlicher- Teilnahme verloren haben, sind ste nun endlich in Oesterreich' besonber» in Wien, auch der großen Masse völlig vertraut. In Deutschland trennt die bürgerlichen Konzertbcsucher ein unleugbare» Mißbehagen von MahlerS Musik. In Mahler sind zwei Eigenschaften stark«uSg-p und daS proletarische. dem Empfinden. Oesterreicherium Gi tum fremde, ja feindliche Empfinden. vielleicht gesucht erscheinen,».uch in sinfonischer Mus« Cr zwischen proletarischem und bürgerlichem Denken zu f- g)# diese Unterscheidung sind aber die Gegensätze zw"- und Mahlet, die verhältnismäßig schnellen und �..xfisliff Siege von Strauß und die Ablehnung und der'ehr p�sKff Widerwille der Bourgeoisie gegen Mahler gar nicht zu � Strauß hat schon in seinen Stoffen sein ganz bürgerli und seine Abhängigkeit von allen geistigen Launen der" bekundet. Er schreibt die Musik bei Uebermenschcn, � ten launischen Weibchens, der kleinbürgerlichen individualistischen Wichtigtuer». Mahler wendet sich ,. der bürgerlichen Kon fliktSvelt völlig ab. er �.1 Tiefe eines allmenschlichen Fühlen« und kehrt@»"1 flo11'' zur reinen Natur zurück. Wenn ei einen bürgerlich für ihn gibt, so ist eS die.Abhängigkeil»an diesem ir-'' neu«-—» der«honheu und Heiterkeit. Die Di/ge haben eine � fett und Bedeutung. Die Verbindung von Mensch un» � Individuum und Natur erzeugt neue Konflikte, aber f#" und minl�r schmerzt icke. Das Volk tritt nicht mehr »u Trägern letzter irdischer Schönheit. Und doch' tf i'* nicht der Kunstler in irgend einen sagenhaften Him� wn ganzen Himmel aus die Erde herab, die in e'N-'N J/" Netclglanj dahinschwebt. alle« in sich fassend, letzte» und letzte Liebe. ff* Wie immer gibt Mehle: auch in diesem Mich.,— 0 er» i m '»Jttse enlfernilnö der Negierungstruppen 7» die Aufhebung des Belagerungszustandes Erlangt wurde. Wenn die ReichSregicrung die Zurückziehung � Negierungstruppen und die Aufhebung des BelagerungS- i standeS noch länger verzögere, müsse und werde eU neuer �"eralstreik ober passive Resistenz der Arbeiterschast die �chSregierung dazu zwingen. Heute wurden in Berlin durch Vorsitzenden des Ministerrats Dr. Jasper diese Forderun- der NeichSoegierung persönlich unterbreitet unb gleichzeitig n die verlangte Wiedereinsetzung des aufgelösten andarbeiterrates Verhandlungen geführt. Die Angst vvr dem öoz'müsim. i. haben in unserer gestrigen Abendausgabe die V '»Dung des Unterkunftsdepartements.... . � e g z u, j n j st x r i u m veröffentlicht, wonach m e h r e r e iialistjsche Zeitungen, darunter die»8"chert, von oüslieferungen und vom Verkauf an die zurückkeqren- deutschen Kriegsgefangenen auSge- �/vsseu werden sollen. Dazu schreibt uns Herr tj?'.finge r, stellvertretender Vorsitzender der Reichszentral- . für Kriegs, und Zwilgefangcne: wpsss. Scä asfrjf«Ä bezweckt, die heimkehrenden Kriegsgefangenen in ihrer Poll» Ichen Orientierung zu beeinflussen.... KZWWMM M-MNMW WMMW � in nichts, aber auch in gar nichts geäuder. hat. % Ein Z-schlhsusuttLil. Rachsucht blindwütiger Militärs und Wahn. , fv'Bungäfucht schwärzester gegenrevolutionärer Macht» �'Benwäctig in Deutschland wahre Orgien. Das ln0äficS;rf �iPö'S verurteilte den 22 Jahre alten Hand- viin% J!" �urt Grimm zu drei Jahren Zuchthaus, weil er zu u d..T�rdisten gesagt hatte:»Wie könnt ihr bloss ockuxz �'gierungssoldaten gehenl Lieber wollte Ich eitex niü'i0* ,£sicn- Ihr habt nur Geldsäcke zu beschützen, zu * sivd die Regierungitruppen geschaffen.- In dieser lden s svh das Gericht de» Versuch, den Soldaten zu be- Truppe den Rücken zu kehren, ihn zur Untreue zu SPeber die Versicherung des Angeklagten, dass er den och ü zum Verlassen des Dienstes aufgefordert habe, cklg.,' Aussage einer Zeugin, nach der der Soldat dem An- ink|a n unaufgefordert, mitgeteilt habe, er werde seinen Dienst Ucht.' vermochte das Gericht davon abzuhalten, das drakonische a i u�urteil zu verhängen. Der Anklagevertreter hatte s o- Y � 3 ohie Zuchthaus beantragt. Das Gericht >Iz w Standpunkt, dass gemäss der Verordnung des Gene- e% uercker auf Todesstrafe hätte erkannt wer» eusi»."ifcn, falls der wie oben angeredete Soldat durch diese in wirklich zum Verlassen des Dienstes veranlasst wor- isi nackte Noskejustiz. Sic setzt sich ebenso kühn wie Uber alle juristischen Tüfteleien hinweg und schlägt jedem, Nicht»ls würdiger Bruder erweist, den Schädel ein. Roske macht sich nicht nur kein Gewissen daraus, die auf das alte wilhelminische Heer zugeschnittenen Militärstrafgesetze ohne wei» tereö auch auf seine Söldnerscharen anzuwenden, er hilft durch Androhung von Todesstrafen im Verordnungswege nach, wo die altprcussifche Militärgefetzgebuug ihm noch nicht Erfolg genug iu Aussicht stellt. Die eurgpöische Iisflnz-ZMe. Die»Daily News" vom 29. Mai berichtet, daß der amerika» nische Finanzmann Va n d e r l i p im Economic-Club in New Dork einen Vortrag über die wirtschaftliche Lage Europa? hielt, i In einer erschütternden Weise malte er die gegenwätrige ab- grundnahe Wirtschaftslage Europas aus und erklärte, dass der Hauptschaden nicht durch die Verwüstung von Ländcreicn, son- 1 dern durch die allgenieine Zerrüttung der Industrie verursacht sei.; In England, so sagte er, waren, als er unlängst dort war, eine Million Arbeitslose, in Belgien 800 000. Mr. Vanderlip I malte die Lage in Osteuropa aus, wo der alte Zarenrubel, der ' Kerenskye rubel, Bolschewissenrubel und audeue bolschewisiffche ' Wertzeichen als Geld dienten. Oesierreichische Kronen haben noch nicht ein Progent(% Prozent) Gold hinter sich. Frank- � reich hat sein Papiergeld von ö auf 36 Milliarden vermehrt. In England dient für 300 Millionen Pfund umlaufendes Papiergeld mir 28 Millionen Pfund Gold als Deckung. Für mch-, | rere Millionen Arbeiter ohne Obdach müsse die englische Regie- ; rung 1 000 000 Häuser bauen. Die Arbeiterschaft sei durch die .Hungerlöhne unterernährt und eine kleine, unentwickelte Rasse wachs« heran. Die hlusgaben feien auch nicht sehr gefallen, so : seien nach dem Waffenstilffwnde die Kriegskosten Englands von � 7% Millionen Pfund täglich nur auf OM Millionen gesunken. j Rumänien, das im Frieden jährlich 100 000 000 BushelS Getreide exportierte, konnte sich kaum selbst ernähren. In Belgien ! müsse man auS Mangel an Pflügen, die von den Deutschen fort- �geschleppt seien, den Boden mit Spaten bearbeiten. Seit den i Napoleonischen Kriegen sei die europäische Bevölkerung von 175 Millionen auf 440 Millionen ang«r>achsen. Da Europa sich aus eigener Kraft nicht retten kann, forderte Vanderlip Amerika auf, die alte Welt mit aller Kraft zu unterstützen. Dieses gewaltigste wirtschaftliche Verhängnis aller Zeiten, das jetzt über Europa hereinbricht, wurde schon vor lauger Zeit von der Sozialdemokratie als Folge des schrankenlosen Jmperia- liSums und des zügellosen wirtschaftlichen Wettkampfes voraus- gesehen. Die Rettung Europas ist aber nicht auf kapitalistischer Grundlage möglich, wie Mr. Vanderlip eö hofft; der Kapitalismus hat abgcwirtschaftct. Nur eine Umgestaltung der Wirtschafts- ordnung auf sozialistischer Grundlage kann den Neuausbau; Europas herbeiführen. DeuWlmd nirä Öst MkerbM. Im„J o ii r n ci l du P e u p l e" bont 2. Juni spricht Henri Fabre über die bedeutsamsten Punkte des Frie- denLvertrages, über die Entwaffnung, den Völkerbund und die Gebictsabtretumgen. Er begrüsst die Bereiftvilligkeit Deutschlands, das zustimme, sein Heer auf 100 000 Mann zu verringern und damit endlich für alle Zukunft auf sei- neu Wunsch nach Vorherrschaft in der Welt und auf jeden Revanchcgedanken zu verzichten. „Es wäre unerträglich gewesen," ruft er auS,„daß die Nation, die mit Enthusiasmus aus den Ruf ihrer Führer zum frisch. fröhlichen Kriege gehört hat, jetzt noch die Hoffnung behielte, dass eS noch einmal dahin kommen könnte!" Müsse so Deutschland als erster aller Staaten zur Ab- rüstung schreiten, so könne es, erklärt Fabre weiter, ebenso verlangen, als vollberechtigtes Mitglied sofort in den Völkerbund aufgenommen zu werden. Ein Volk von 70 Millionen Einwohnern dürfe mcht aus der internatiolnale» Gemeinschaft ausgeschlossen werden. „Die Völker haben stets eine Entschuldigung, auch wenn sie den verbrecherischen Aufforderungen ihrer Herren gefolgt sind. Sie haben die En t schuldigung, betrogen zu sein. Der Völkerbund, der nicht alle Nationen in sich vereinigte, würde nur eine Parodie des grossen Traumes sein, der, wir haf. fcu es alle, bald erfüllt sein wird, E» handelt sich nicht um Vcr- gessen— das blutige Schlachten von 1914— 1918 ist unvekgesslich— cS handelt sich darum, nie wieder zu einem Kriege zu komme». Um aber nie wieder zu einem Kriege zu kommen, muß man die Schuldigen, die Verantwortlichen, die Verbrecher bestrafen und nicht die Nationen, die eine eiserne Disziplin in den Kamps ge- schleudert hat." Fabre erzählt, dass es bei den Alliierten vielen klar sei, dass der Rat der Vier einen selstveren Fehler gemacht habe, das Verlangen nach Annexion reindeutscher Gebiete zu stellen. Denn nehme man Deutschland jetzt W Saargebiet, ferner Ostpreussen und Oberschlesien. so gebe man ihm damit sein Elsass-Qojhringcn. Deutschland habe drei Be- dingungen, denen es sich unterworfsn habe, zu erfüllen:' W i ederherstell un g. Wiedergntmachuing und Garantien. Du Friedensvertrag aber gehe weit darüber hinaus. „Was die Garantien eines bmierhaften Friedens be- treffe, so beruhen sie allein auf dem dauerhaften Block, deu, morgen schon, im Völkerbünde alle Völker bilde» turrde», die seine Verfassuug«lge»»ml»eu haben." Ser Wßerkrssls Vsyerus. In Layern soll der schon vor enttt Reihe von Jahren iuS Auge gefassbe, aber tve>«n des Krieg« bischer nicht zur Ausführung gelangte Plan der Nutzbarmachung der gesamten Wasserkräfte des Landes nunmehr seiner Verwirklichung cutgegenseführt werden. Die erste Rate von 50 Mil- Ii o n e u Mark ist vom FiuanzauSschuss deS bayrischen Land- tages bewilligt worden. Der Gesamtkostelworanschlag beläuft sich auf 960 Millionen Mark. ES find Verträge abgeschlossen ivorden mit den fünf grössten Elektrizitätsunternehmungen Deutschland«, mit den Firmen Siemens, Schuckert, A.E.K., Bergmann und Brown-Bovery. Das Unternehmen soll in einem Leitungsnetz von 1270 Kilometern ganz BaNern industriell, gewerblich und landwirtschaftlich mit Licht und Kraft versorgen. Das Werk wird da? grissste Kvafnoerk Europas sein. Ohne Zweifel werden nach Durchfühvuidg des Planes, die man bis 1921 zu erreichen hofft, die wirtschaftlichen Kräfte Bayerns mn vieles gestärkt sein. In- wiewest die bayrische Regierung z«�leich auch deren Soziast sierung erstrebt, muss abgewartet werben. S«w«?tschastiiche». Eine öffentliche Persammlung der unteren Angestellten deS Magistrats Berlin bejahte sich am Dienstag mit der Wirtschaft- lichcn Lage dieser Angestellten. Stadtsekretäe Röhl off(Soz.) strach über die eBsoldungs-«und Austellungsfrage. ES wird die Forderung aufgestellt, die unteren AugesteUten lote Magistrats- hilfsdicncr, Pförtner usw. nach 5 Jahren Dienstzeit in der Be« ioldung den MagistraiSdienern gleichzustellen, also mit einem AnfangSgehalt von 1800 da» nach 18 Jahren Dienstzeit auf 2700 M. steigt. Ferner wird eine Resolution vorgeiefit, in der gegen die Aufforderung zur Wahl zu den ArbeiterauSschüssen pro- testiert wird, da die Äersammelteu bereits seit April 1919 durch deu Hilfsdiener Wolf in der Angostclltenkcumner Vertreter sind. Weiterhin fordert der Redner die Angestellten auf, sich auch poii- tisch zu organisieren. Da es ausser Zweifel steht, dass sie der sozialistischen Richtung angehören müssen, empfehle er die Mehr» heitspartei. Aus den Zuruf: U. S. P., meint er, dass natürlich jeder nach seiner Ueberzeugung handeln soll, aber innerhalb dieser Vereinigung möge keine Spaltung eintreten. Stadtverordneier Weise(II. Doz.) vertrat den Standpuickt seiner Partei und forderte zum gemeinsamen Kampf gegen die Reaktion auf, was mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurde. Die Forderung und Resolution wurde» mit grosser Mehrheit angenommen. Merk- würdig war nür, dass aus der Versammlung niemand dazu sprechen durfte.. Die Geschäftsordnung machte überhaupt einen sehr veNvorrcnen und nndemokranschcn Eindruck. Schliesslich empfahl ein Vertreter der Techniker den Anschluß an eine bereits bestehende grosse Gewerkschaft; Böhla sf wies auf den Verband de, Burcauangestellien hin. Spandau. Ms. Die JiiforinatlonZlokale besuchen sich jetzt: Norden: Müllersirasse 32 a bei Renner; Kopenhagenerftrasse 74 bei Klieschc. Osten: Mirbachstraße 21 bei Kirsten. Schöneberg: Gross-Görfchenstrasse 22 bei G rübner. Ehariottenburg: Rosinen» strasse, Vollshaus. Spandau: Roonftrasse 13, Lokal. Feucrwerks-Latoratorium. Die Lohnzahlung für die Schwer- kriegSbeschädigten findet für die Folge am Freitag vormittag von 11— 12 Uhr auf dem Neuendorfer Platz statt. Rentenbücher sind zwecks Ausweises mitzubringen. U» stÄ, AiAtesn, mehr als Musik. Diese Sinfonien, die i brgljüp und doch aus einem Kopf geschaffen sind, in dem uä en. ,bon.®'ück, Schönheit und einem ganz reinen Jubel, sind . finos inobccnen Geistes, der m die Musik mit deih '*..... OfK...« 'cht nüI................ 1 � sondern auch reifer. Er hat daS Höchste, was n kann: die Kraft der realon Einwirdung, die ejn,' er choben kann: ide Kraft der realen Einwirkung, die Für"L? �" 6- Seine Musik macht den Menschen besser. res, Freunde war die Aufführung ein Triumph sterti fr'}■ �"-llestern noch der Snobismus der Bourgeoisie, �idey!*''cchcn ein as, überholt" wurche vom Volke spfort vcr- Uf d,!, g stürmisch bejubelt. Gespielt wurde prachtvoll. Bis T Ersatz der Knaben, den man vauschcnbez�haben möchte, ueisamn»en. den Geist des wunderbaren Werkes heraus- * fchön".. FraiMnchor derNeuenMusikgesellschaft, Altisttn Frau Hart zur Rieden und Kube �'uiouische Orchester sangen und spielten, daß es eine Ui �5. klb»r vor allem Bei Geist war Mahler und das war Wr,' r i g e n t e n zu verdanken. Alkes holte er aus der iohlerlr � glänzendem musikalisckem Gefühl, als wahrer cht gj""9"' moderner Mensch, als Sozialist. Seit diesem Abend ��genien�' Scher che» ui der ersten Reihe der deutschen Felix Stössinger. �erte Kunstabend des BildungsauSfchusses der N. S. P. � nahm unter der künstlerischen Leitung des Kapell- �cherchen, der das Blüthner-Orchester dirigierte, einen n Verkauf. Die Schubertsche Symphonie in C-Moll kam aufs beste zur Geltung. Die s-espells-Ver- des Berliner Volkschors unter Leitung des Herrn leistet« Vortreffliches, bcsouocrs in den Volks- Mehrere Wiederholungen wurden stürmisch verlangt. . �eil des Programms wurde die Ouvertüre zur Oper meisterhaft vorgetragen. Elfe Landshoff sang aus derselben Oper:„Ozean, du Ungeheuer". Mühelos 'e schwierigsten Stellen überwunden. Nach Carl Maria *«Aufforderung zum Tanz" gab Nicolas L a m b i n o n ', Proben seines künstlerisch hervorragenden Violinspiels. «- vorbildlicher Abend. SL I. .MetMl". Artzibaschew in den Kammerspielen. Erotisches Geplänkel zwischen Männchen und Weibchen, wobei das Problem Mann und Weib sich verhüllt und versinkt— davon hat die neuere Literatur uns genug und übergenug be- scheert. Trotzdem.griffen jetzt die K a ui m e r spiele des Deut- scheu Theaters unter der Sormnerdirektion S ladet auch noch zu Artzlbaschetvs Drama„Eifersucht", worin— flacher als in den Werken der grossen Iiirissen und anderer— eine Frau mit un- schuldigste: Miene allen Männern die Köpfe verdreh! und sie zu ihren schweifwedelnden oder bellenden Hündchen macht. Es sollte eine Rolle für Frau Leopoldine Konstantin fein, die ja. seit Jahren dieses Spezies Weib zu ihrer Bühuenspczialitüt ge« macht hat. Trotz aller dafür aufgewendeten und virtuos gehandhabten Mirtel des Lachens, Flirrens, Tchmolleris, KokettierenS komm! mau bei ihr doch nicht über das Gefühl hinweg, dass hier eiü« im ssftundc viel solidere Nawr sich aus Teuscl-komm-rauS aufs Kapriziöse spitzt. Im Nahmen des gestrigen Stücks konnte sie alle ihre Künste' spielen lassen, von der Sorglosigkeit, mit der sie die Männer berückt, bis zur Katastrophe, da sie von ihrem Mann erwürgt wird. Denn das ist das Ende: Erst werden in solchem erotischen Spiel die Männer mit seelischem Schwachsinn zu Neurasthenft rn, dann zu Best!-" Artzibaschew, der früher in seinem Roman„Ssamu" das ÄiebeschaoS des revolutionären Russlands zu gestalten versuchte, blieb dieser Gefühlswelt auch in seinen dramatisierten Gespräche» treu, denen auf der Bühne des KammerspielhauseS fast ganz die russische Atmosphäre fehlte. Etwa? davon hatte nur Herr Gottowt in seiner milden Er- gebunz in das Schicksal. Herr T h i m i g gab den knabenhaften Studenten, der an seiner Liebe zugrunde gehl, mit starker Innerlichkeit. Herr S t a.h l- N a ch b a u r r, vcr den etfersüchti» gen betrogenen Gatten sympathisch machte, sollte ober über das Kaysslern hinaus zu eigener Gestaltung vordringen; er hat es dazu. Das in ganz anderer Richtung begabte Frl. C h r i st i a u ö hatte sich in ihrem Spiel die grellen Farben angcschminkt, auf die Artzibaschew, bei mancher psichologischeu Feinheit, näht verzichtet und die auch die Regie des Herrn Eugen Robert kaum zu mildern trachtete. L. L. Hedwig Dohm, die Vorkämpferin für das Recht der Frau, ist im Alter von 86 Jahren an den Folgen der Grippe in Berlin gestorben. Bis in ihr hohes Alter hatte sich ihr regckr Geist | mst allen Fragen der Gegenwart in- fortschrittlich zukünftigem I Anne beschäftigt. Nun ist sie, die tapser aus der Beruangercheit 1 strebte, selbst nur noch Erinnerung. Um Mne Ses SchsWelhMes. Die derzeitige Leitung heS Schauspielhauses hat, wie sie uns mitteilt, die Vorarbeiten zum Ausbau des Spielplans und zur Ergänzung des Kunstkörpers für die nächst� Spielzeit beendet: Ein Komödieuabend, der im Herbst wieder in den Spielplan aufgenommen werden soll,-erlebt noch Mitte dieses Monats seine Erstaufführung, er enthält„Die Hohe deS Gefühls" von Max Brod. die Komödie„Fliege" von Leonhard Schrick«!(Urausfüh- rungl und die Burleske von Artur Schuitzler«Zum grossen Wurstel". Für die Saison 1919-29, die am 1. September beginnt, wurden erworben:„Die Gabe Gottes", komische Tragödie von Moritz Goldstein(Uraufführung).„Wundrams Auferstehung", Drama von Ulrich Stcindorsf(Urausführung),„Der Bettler", Drama von Emil Lucka(Uraufsührung).„Brandl". Komödie von Cohen(Uraufführung).„Friedrich der Grosse", Drama von Hermann von Böt'icher(Uraufsührung),„Kapitän BrosemannS Opfer", Komödie von Mar Dreher(Uraufsührung).„Alkestis", Schauwiel von Prechtl.„Stroh", Komödie vo» Hans Johst,„Prinz LouiS Ferdinand", Drama von Fritz von Unruh. Ferner ge- langen zur Aufführung 7as in diesem Jahre wegen Vcränderun. gen im Personal zurückgestellte Schauspiel„Adrian Brouvers Hochzeit von Eduard Stucken, das Drama„Korallenkcitlcu von ur,k don Moritz Heimann„Joachim von Brandt. An kläglichen Neuin sg�nierunaen werden vorbereüet von Schake» f pecyre:„Macbeth",„Timon von Athen" in der U-bertragung vor HaH Olden und„Dir Sturm" in der Einrichtung und mit der von Scholz, einstudiert. Um eine allmähliche organyche Neu- bildung des NevertoirS zu erreiche», wurden auch eine Reihe vor, älteren Werken die bisher im Schauspielhaus nicht gegeben wur- d-n. erworben.'», a. Dramen von Gcrhart Hauplmann, Wede- Und und Strindberg._ Die P»lksv»rsielllinicn zu ermäßigten Preifen, d»e sich ausser- ordentlichen Zuspruckis erfreuen, werden weiter ausgebaut. "In den Verband des Schau spie lhauses treten neu ein: Awert Bassermcuw und Frau, Arlthur EhveuS. Jacob Tiedhte. Charlotte Mündt, Victoria Werkcneffter. Au sie«dein wurde aus den Reihen des künstterischcn Nachwuchies ein». Anzahl junger Kräfte verpflichtet. Auch der szenische Teil der Aufführungen wird eme ltimiMndlling erfahren: neb«, der Firnm von Professor Kautöky werden für eine Reih, der nückstigsien Werke neu«. ausserhalb des Theaters stehende, kümtter.ische Kräfte zur Ge. staltuna der Bühnenbilder hrrnogez.'gou werden. Wir wollen hoffen, dass wmiiystcnS ein Teil aller diessr erfreulichen Modern isrerungspläne deS Schauspielhauses, wie sie sich schon seit einiger Zeit am Genduvinenmnrkt regen, in der komm enden Spielzeit ihre hidüAeriühe VeApirttichmu, lind« werde«. Wie wird% mit der S tragend ahn? Der>nij dem Aussterbeetat stehende Zweckverband, ein Rudiment aus alter Zeit, hat seinen Widerstand gegen die bkkommunalksicrung der Straßenbahn ausgegeben. Die Verhältnisse ueßc» keine Wahl gu, als wenn auch innerlich widerstrebend, den Antrag der Grossen Berliner Straßenbahn abzulehnen, den jetzt teltcnven Taris über den 30. Juni hinaus zu verlängern. Die Grosse Berliner steht nun vor der Tatsache, das; sie bei dem iS�-Pfennig-Tarif, der ihr aus Grund des im Jahre 1W1& geschlossenen Einheitsvertrages zusteht, auf die Dauer nicht bestehen kann. Zulegen will die Gesellschaft nichts, sie möchte aber auch die Bahn nur gegen hohe Entschädigungen in die äsfentliche Hand gebe». Der Wert dieses Unternehmens isr aber stark geftmlen and sunt noch weiter infolge der.Konkurrenz, die ihm auf dem Verkehrsgebieie erwächst. Wa« wird nun geschehen? Zunächst wird die Direktion versuchen, die Arbeiter in ihren Dienst zu stellen, damit diese ihre Interessen wahren sollen. Sic wird den Arbeitern sagen, wir können die gegenwärtigen Löhne vom ZO. Juni ab nicht mehr zahlen, weil die Tarife das nicht mehr zulassen.~'~"—»MM» Unternehmens hat die Straßenbahn immer aus das Publikum abgewälzt. Hier hätte die Regierung längst helfend eingreifen müssen. Sie hätte das versprochene Enteignungsgesetz längst fertig haben_ müssen, das die Gemeinden wie das liebe Brot brauchen. Die Bevölkerung ist nicht dazu da, für Aktionäre zu 5ajn� tofr ihre regelmäßige Dividende bekommen. �unssenbahngesellschaft wird fetzi alle Minen springen lassen, um zu Achten, was zu retten isr. Aber auch'bie öffentlichen Kör- perfchaften müssen sich wappnen. Sie haben heute große Macht- niittel-n der Sand und bci geschickter Slusnutzinrg der Situation mug es golvngen, dieses Verkchrstrnternehmen in Bälde in öffentliche Bewirtschaftung zu nehmen. Die Arbeiter und An- geftellten werden felbstverständlich dabei nicht fthlechter wie bis- zu f teilen jcin. DuA Ift aÖei von alten Seiten beeeits»u- ßemt. Schluß der Etatberatung in Neukölln. In der gestrigen Sitzung wurde die Aussprache über den Et«, fortgesetzt. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand die .yrathon uCt II. S. P. sowohl Bürgermeister Dr. M a n n, uö auch die Redner der Nechtsiozialisten und der bürgerlichen Parteien gaben sich die größte Mühe, den bösen Unabhängigen ms Gewiffcn zu rcedn, wie schwer sie sich am Wohle der Stadt verfundigten, wenn sie den Etat ablehnten, sie malten das Schr-ck- gefpcnst der Zwanasetatisierung an die Wand, obwohl man an- nehmen sollte, daß bei-einer„sozialistischen" Regierung ein Zwa infsetat immerhin doch etwas Annehmbares lein sollte. Un Zusammenbruch des deutschen Wirtschaftslebens verantwortlich sei. VrsnrS� wfwf* t. r. bteje Uli m Bankc- ,...„----- sozialistisches Gemeinwesen -HliB.es fern, welches die hohen Kultursufgaben lösen kann. Es srniche dann über die vorliegenden Antrüge zum Etat abgestimmt. Mr. Antrag der U. T. P., die Schankkonzessionssteiier auszuheben, wurde abgelehnt; ebenso der Antrag, die Berpflegungssätze im Krankenhaus auf dem bisherigen Satz zu belassen; der Antrag der S. P. D., den Satz auf 6 M. festzusetzen, wurde angenommen. Daraus wurde der Gesamtetat gegen die Stimmen der II. S. P. zugenommen. Zugestimmt wurde der Abänderung der Geschäfts- ordnung, ferner der Bildung eines Beirates für die Kriegs- beschädigten- und Hinterbliebcnenfürsorge, ebnso der Erhöhung der Bezüge für. hie Äriegshilfskräfte und Rcinmachefrauen. Ein Antrag der Bürgerlichen Vereinigung auf Anstellung eines Turn- und>!rp!elin;pektors wurde abgelehnt. Genossin Sinnecker legte treffend die Gründe für die Ablehnung dar. Ein Antrag der U.S. P. betreffend Lieferung freier Lehr- und Lernmittel an die Schulkinder wurde vom Genossen Schneider begründet. Red- ner wies auf die wirtschaftlichen und erzieherischen Gründe hin, welche für den Antrag sprechen, und forderte baldige Schaffung neuer Lehrbücher unter Ausmerzung der Hohenzollernlegende. Der Antrag iourde angenommen und der Schuldepuiation über- wiesen. Ein weiterer Antrag der U. S. P., den Ortsausschutz für Jugendpflege aufzulösen und ei i städtisches Jugendvflegenmt ein- zu nebte», wurde ebenfalls vom Genossen Schneider begründet. Der Orlsausschuss sei als Kampfmittel gegen die Arbeiterschaft gegnrnTO trno wwe tm» zmn heirrregm Tfge m Kammtmm etnne gewirft. Der Antrag wurde angenommen. Die Magistratsvor- läge für Bewilligung von Mitteln für ein Nationaisportfest wurde abgelehnt. Genosse Radt ke befürwortete die Ablehnung mit der Begründung, es sei den Arbeiiersportvereinen unmöglich, sich an einem Fest zu beteiligen, wo der Sport nicht als Selbstzweck, sondern nur zur Erringung von Preisen getrieben würde. Bekanntmachung. Die Bo llversa trni tüt ng der Groß-Berliner Arbe'fterrÄe der konkmunalen Ai'öeiterräte sowie der Delegierten der Sol'datenräte findet am Freitag, der 6. H u n t, vormittags 10 Uhr, in den Germania-Sölen. Chausseestrasse 110, statt. Tageso rid n rt n g: StellunKnahlne zu'dem Gesetzentwurf über die Be- triebsräte. R i ch. M ü l! e r. F r i tz B r o I a t. Die Taschen zu! Unter dem Vorwande, den Heimatschutz zu stärken, werden jetzt wieder Sammlungen unternommen. Dieser sogenannte Heimatschutz ist in Wahrheit nichts anderes als eine politische Organisation zur Bekämpfung der sozialistischen Agitation und zur Stärkung der Söldnerheere. Mögen die Arbeiter sich nicht irreführen lassen! Ein Vergleich. Die„Tägliche Rundschau" schreibt unier der Spitzmarke Was ein Arbeiterrat kostet:„Während die jährlichen Gesamtkosten für den ganzen Spaudauer Magistrat 60 000 M. betragen, sind die bisherigen Kosten des dortigen Arbeiterrats wrrrn, stmvern wchnt fenrfl mögUM zastirekch»in lungen bei. Treffpunkt: Montag, den 9. Juni, abends 1 im„Rhemgold", Ebenholz saal, am Potsdamer Platz. Veftc- tungsbeginn am Dienstag, vormittags 91- Uhr, im großen des orientalischen Seminars, Dorotheenstraße 6. iFrkiVs quartier bei Genossen.) Auskunft erteilt: Grummnnn, NA!. Birkenstr. 10. 120 000 M.(!), so daß noch Mehrkosten in Höhe von 26 289 M. von den städtischen Körperschaften zu bewilligen sind. Ob nicht auch den Spandauer Sozialdemokraten der zwecklose Spaß auf die Dauer zu teuer wird?" Die„Deutsche Graveur-Zeitung" berichtet, daß das Gebäude der Handwerkskammer in der Teltower Straße durch m i l i- tär: scher. Gebrauch derart mitgenommen ist, daß seine Renovation die Kosten von 200 000 M. ü b e r- st e igen wird. Es kommt nun darauf an, wessen Tätigkeit man höher ein- schätzt, die eines Arbeiterrats, der im Interesse des arbeitenden Volkes tätig ist, oder die von Soldaten, die schließlich doch nur im Interesse der Kapitalistenklasse erhalten werden. Grober Schwindel. In Lebensmittel- und Kolonialwaren- laden werden zurzeit Formulare verteilt, die geschickt onoeserligt nizd und durch einen Vermerk auf der linken Kopfieitc vor- täuschen, daß sie von der Prüfungsstelle III Berlin ausgehen. Es wird darin aufgefordert gegen Zah'ung von 6 M. oder 300 M. — die Ausfertigung ist absichüich so undeutlich, daß man je nach Einschätzung der geistigen Befähigung des zu schröpfenden Laden- inhaibers beides herauslesen kann— eine Konirolltartc zu be- stellen, die„die Berechtigung zum laufenden Bezug und Verkauf der zur Verteilung gelangenden ausländischen Nahrnngs- und Genußmittel" sichert. Natürlich zieht der Verteiler des Formulars alsbald die Gebühr ein, zumal auf der Rückseite gleich der Antrag gestellt und unterschrieben werden kann; eine Anschrift ist vor- sorglicherioeise überhaupt nicht angegeben, ebensowenig die Unter- schrist eines Beamten oder einer Behörde. Das Ganze ist ein grober Schwindel, vor dem die Ladeninhaber Groß-Bcrlius nicht dringend genug gewarnt werden können.'Das Landespolizeiamt ist bemüht, den Betrüget» auf die Sour zu kommen und wäre für entsprechende Mitteilungen dankbar. Zu alt. Ein Kraftwagensühver, der früher bei der P o st beschäftigt war, bewarb sich kürzlich erneut um eine Anstellung. Ihm wurde mitgeteilt, daß er„zu alt" sei. Nach einer neuen Ver- fügung des ReickSpostministers kämen für den Fahrdienst nur Leute vom 18. bis höchstens 33. Lebensjahr in Frage. Ist das wahr? IL A. w. g. Adlcrshof lehnt die �Einwohnerwehr ab!! In der letzten Ge- meindevertretersitzung wurde unter anderem auch über Fragen der örtlichen Sicherheit beraten. Allgemein wurde anerkannt, daß die Kojten für den Wachtdienst zu hohe feien. Die eventuelle Gürndung einer Einwohnerwehr wurde aber Zanz entschieden abgelehnt, weil diese Einrichtungen, die unter Aufsicht und Befehl der Garde-Schützendivision ständen, doch nur zu politischen Zwecken mißbraucht werden, und geeignet sind, Unruhe in die Bevölkerung hineinzutragen. Sozialistische Lehrer und Lehrerinnen aller Schulgattungcn! Der Vertretcriag am Pfingstdiensiag soll zu einer mächtigen Kundgebung der sozialistischen Lehrerschaft Deutschlands und LebensmMelkalender- Berlin-Buchholz. Ausgabe von 50 Gramm Talg in der Verkaufsstelle am Dienstag, den 10.. nachmittags, für J°L äz Lebensmittelkarten Nr. 1—180, Mittwoch, den 11 vormiiws»- bis 360, nachmittags 361—510, Donnerstag, den 12. vorminags- bis 720. nachmittags 721—900, Freitag, den 12. vormittags. nachmittags 1081—1260, Sonnabend, den 14. vormittags l-�ZTr, Montag, den 16. vormittags, 1441— 1620, nachmittags für de»- Stralau. Am Sonnabend auf die Abschnitte 31 und 32 o" Graupen noch'/, Pfund Pflaninen. itt Staaken. Freitag Ausgabe de: neuen Reichsfleischkarten un Kiiider-Nähtmittelkarten. Aus dem Gsmemdeleben. Köpenick. Die letzte Studio erordneten- Sitzung bracht« � ziemlich lebhafte Debatte über den Dnnglichkeitsantrar v Genossen betr. Eingabe an die Regierung, für die PvOtt.che � fangenen, unter denen auch der Stadtverordnete Genosse ö* sich befindet, welcher z. Z- auf zwei Jahre unschnldtg ssf Kerkermauern schmachtet, für ausreichende Ernährung � 0 j, tragen. Schließlich wurde dem Antrage zugestimmt.■O1' � Antrag dev Mehrheitler, sämtliche Reparaturarbettmt 0 Städt in eigene Regie zu übernehmen, erblickten die Burg den ersten Schritt zur Sozialisierung. Die GrittAe. dw � die Anträge ins Feld geführt wurden, waren natürlich � Mehrheit der Versammlung nicht stichhaltig. Der Antrag � mit Ziv« i d ri t t c lmehrhei t angenommen. Außerdem wurde n. Vorschlage der gemischten Kommission betr. Zlbschluß des N'„jp. Berlin geltenden Tarifs für die städtische Arbeiter.„„ng barung für Angestellte und Beamte die erforderliche Zu; erteilt._.. Tempelhof. Skus der Gemeindevertretung. Fssr_ � Nutzung des Gcime i nde-KrawkentvansportwagenS werden• � bühoen um 50 Proz. erhöht. Unentgeltliche Benutzung.. 2 zu ciaicm Eurkommen von 5000 M, gewährt.— z.:«>..„jcn« der Luiitbarkeitssteiier betrifft hauptsächlich hie Ktnenmwa- ihcater uird die Tanzlustbarkeiten. Steuerfrei und. poit wisse uschaftl: che und belehrende Veranstaltungen, fochie 1 �\ei' Vereinen, die gemeinnützigen Zwecken dienen.— wild emiguitgSami wurde unser Genosse Kr ohn gewahl.. �ge« eine VerwaliunaSordnung für die höheren LehrattchtUc Nammen, tvinirfrt..„ Genossen einen tstterttvettat zu fai-izre-..— uu-as oemigwu ju-i. Lehranstalten wird um 40 refp 50 M. erhöht. Genosse"ss mglli' wies auf den Fehler hin, der im Verzögerten Abbau der � 7� schulen liegt. Im Interesse der Einheitsschule müßte die• Vorschui'klasse schon in diesem Jahre aufgehoben jocri. j e£( Die Gsbührenordnung für die Friedhöfe der Gemeinde w � höht. Genosse Schmidt verlangt Geb ühremf reihert bis zu. � Esttkonrmeit van 5000 M. lieber letzteren Antrag ichj-d �£, Etatsberatung beschlossen werden.— Den n: chtakade m t schei kräften an den höheren Schulen soll der volle Wühnung-O, � schnß auf das ruhogehaltsberechtigte Diensteinkommen ssiige wcrdon. 50 000 M. bewilligt innö in den diesbczitgl. AuLchUb Gutknecht gewählt.— Für die Leitung der Feuerwepr � Straßenreinrgung wird eine Beamtenstelle errichtet.—-•ch ,0 Beratung über die Errichtung einer fünften Rekior-ensteuen es zu lebhaften Wortgefechte» zwischen unseren Genossen � den Vertretern der S. P. D. und dem Bürgermeister, sträubte sich, dem Verlangen der Lehrer nachzukommen, an v �, des Rektors einen kollegialen Schulleiter zu ivählen.» mäh wurde der Antrag, einen Schulleiter bon der Lehrer>chast len zu lassen, angenommen.— Folgende Straßen lolle: � Notstandsarbe tten ausgebaut werden: Kaiser-Wilhelm-Stratz� der Berliner Siratze bis Pumpsurtion, Kaiferin-Augusta-s � bon der Berliner Strafte bis zur Fried vich-Franz-straße und 6 rich-Wibhelm-Straße von der Werder Straße bis zur ttr,IÖssr«i Franz-Straße.— Ein Antrag der S. P. D., der von ssss��f Genossen unterstützt wird, Tenrpelhof als Notstandsbeztrl � Grund der M i et c rs ch u tzv e r o rd n-ung vom 23 September 1013 Z. � klären, wird angenommen.— Ein weiterer Antrag„auf Zav eines Rriegswirwengeldes von monatlich 10 M. und Krieg>-wc• � geldes von monatlich 5 M. an die Hinterbliebenen der?m K � Gefallenen", wird angenommen mit dem Ziisatz regelung durch den Staat". „bis zur Vetanlwotilich für die Revaktion Alfred Wielepp. Reuböllv��, Vctlagsgenolsenschoit„Freiheit", e. E. m. b H., Berlin.— chjj,n, IS Deutscher Hetailarbeiter-Veiband TferwaitungssteUe Berlin. Todes» Anzeiite. Den Kollegen zur Nacliricht, daß unser Kollege, der Maschineluirbeiter Max ICeichel Soldiner Straße 93. am 2. J»ni gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 6. d. Mis.- nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des EUsabetli- Kirchhofes in der Woll.mkstraße ans statt. Nachruf! Den Kollegen zur Nachricht, daß unsere Kollegen- e D hc Paul Hecht Neukölln. Donaustr. 103, am 30. Mai, der Arbeiter Georg Menge Gräfestr. 75, am 29. Mai, gestorben sind. Khre Ilirem Andeniten! Die Ortsverwaltunc. w*. n. a., a—------------------<-• u 1. m c 1 1 u 1 1 c 1 1( u; u n, K. vi/, in. u 0/...... Deutschösterreichs werden. Schickt nicht nur Eure Vertreter nach Lindendrucketei und VetlagsgeseUfchosi m. b. H. Schiffvvueidaw� Der UieZ Die Heilkraft des Radium erproben Sie durch Anwendung der Dr. med. Gutenthai's 5 Radium-Spezialpräparate Vorzüglich bewährt bei Rheuma und Ischias. Haarausfall und Erkrank, jeder Art. Achsel-, Fuß- und Handschweiß, Pickel, Hautröte, Mitesser! Einzel-Packung mit Gebrauchsanweisung Mark C,7S. D. R. Q. M. angemeldet. Größte Wirksamkeit. Nur echt mit Namenszug des Erfinders. Erhaltlich bei Viktoria-Apotheke, SW. 48, Friedrichstr. 19. Tel. MöritzpL 3362/84. Fürst Bismark- Apotheke O., Oppelner Straße 38, Ecke Wrangelstr. Adler-Apotheke N., Prinzenallee 68. Apotheke z. Eis. Kreuz, N., Kastanienalice 2. 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