Donnerstag, den 12.?uni 1g19 Nummer 27g> MmS-�usgadi Inserate kosten die ack�tgespalt. Nonpareillezerle oder deren Raum 1�,20 Mk., Mortanzeigen das fettgedruckte lvort 60 pf� jedes weitere Wort 25 pf. Ceuenlngszuschlag 50 ptoj. Familien- und versammlunzsanzeizen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den darauffolgenden Tag müssen spätestens bis 5 Uhr nachmittags bei der Expedition aufgegeben fein. Expedition: Berlin RW. 6, Tchiffbancrdamm 19 Fernsprecher: Amt Siorde» 970$ �nzelprew 10 pfg- �ahrssang 2 BS»... Nedaktlon: Berlin NW. Schiffbanerdamtn 19:". Ternsprccher: Amt Norden SSSS und 26»«. Leraluvgen des Mgerrsls. � Crstern nbeud fand im Hotcl Nnssischcr Hos cinc �» g v e r t r a u l i ch e Sitzung des Burgerrats Graft- tinnJ[tt statt. Einlas; hatten nur die durch Telegramm natin k Personen. Äc Telegramme mnftten am Ein- iekilii. � virales abgegeben werden, dabei muftte jede? Ein- seine gcnanc Adresse angeben«ich erhielt Äcn!, kin Kuvert, in dem die St-ichlvortc zu dem Äkn! En�c des Biirgcrstreits vermerkt waren. Bor der Sitzung wurde» die Türen verschlossen. iiid',% Pl'» r x ervssneic die Sitzung, die von Schwer- !cln m GroftklUtslcutcn, Llcrzten und Vertretern ein- >»a. f Perbiüldc stark besucht war. Oberst Reinhard st r" f�'fünltch erschienen. M a r x erklärte, der B ü r g e r- notwendig, da die jetzige Regierung«»fähig sei, Shv-*/ d ans dem Ehaos zu retten. Ter Beginn des bj' Werde durch Flugblätter mit dem Stichwort„Rot", S/:°5'.' Nngzeugen abgeworfen werden, verkündet werden. y:'"/che Lebensmittelgeschäfte sowie Bäcker ; wste» sofort ihre» Betrieb c i ll st c! l e n. Das �s:"rn Bürge rtrieg zur uiolge haben, der dem !,'n> zur politischen Macht verhelfe. El!, Handwerks- touriv �er sür Milde in dem Bürgecstrcik eintrat, Kn,. iiicderaeschricn. Die Schwcrindnfiriellen und die �»ncrzicnräte traten für ä» si e r st e Sch a r s c ein. nur gM mjck'x"— Bcson- t seien rrurr»>.......„... btra r'u,,nc man der Arbeiterschaft Herr werden. Bcson »od wurde, das, die Bürger bewaffnet sei er klärt» losschlagen könnten. Oberst Reinhard er- �stfae'r Truppen stünden vollständig auf Seite der ferner wird uns mitgeteilt: Schaag des Bürger rat? Grost-Berlin? am Dienstag- ' führte Koirsul Marx aus: Ter Bürgerstreik sei jetzt � tnprhpn, ipcixn es aufrufen. BgJ Aetchsweihrministerium. Rote Plakate heisten iyg �'J5 Streiks und blau Ende des Streiks. Es seien bereits 6t),■_ olugblätter gedruckt, die durch Flieger abgeworfen wer- �Nd h sich eine Druckerei gesichert, um auch wäh- fnfig 1C;' �ürgerstrciks drucken zu können. Die Organisation um- ttgyj,- � di« Stadt Berlin, die Lororte Verlins seien in 26 Or- finjv, r7n.en Zusammengefaßt. Das eventuelle Strciklokal be- j! rr'm Atoabiter Kriminalgerichtsgcbäude. Zur Ausstellung sollen Photographien mit Unterschrift bei der bixj�.�st�lle, Tbarlottenstr. 44/46, beigebracht werden. Das tqj �khrministerium habe das Telephon dem Bürger- iper.t"/Ergeben, wenn es auch für die Ocfientlichkeit ge- R't g, /'s- Der Streik würde unter Fühlung der Behörden und Htr 7?ICruttft proklamiert. Man sprach dann über die voraus- % c., ��etciligung der einzelnen Berufe und sagte u. a, auf uch sei lein Verlaß. ig otTderot Seite w'rr-b uns noch Ida zu berichtet,(döst for7;r. Tiwickerei von Fei scheu f�ld in der Bcuthstrastc, das evlugblatk auf rotem Papi.-r in 200 000 Exem- hevssostesl-t t.owd, die an:'? ntigen Donners- wstn»'. ,j-cnu;v.ii|..w........ bin. ixlugblatt auf rotem Pap: er in 200 000 Exe m- tag hergestellt wi �.........*• � wrti-g fein �rsen. Lürgerrat ' bon Groß-Lerlia Rot ? i e L l! r g c r s e,: in '■ c n a b m e(i r ft r c i ein! Ter Streik imi sofort zu bcßinne::. d.'ir erwarten, das, jeder Bürger seine Pflicht tut. Nur ein rncküchtslsS durchgeführter Streik bar Enolg. Ter Bllrgcrrat von Groh-Bcrlin. Slreikbewegullg in Zta'ien. � Bern, 11. Juni. dl e aller ZiigeftSiibnisse der Regierung hat der allge- Zhyj, Lehrer streik heute etugefeftt und sich besonders»bor ��wgna und Genua ausgedehnt. In Savona und Lucca foüenn'>ic Telepho II-Angc st eilten. Der Bewegung btoh.' teilweise auch die höheren Beamten angeschlossen. Weiter gq. Streik des Personals der Posöageninren. Aus dem dey, Lande wird eine Bcrschörfung der Laa.e gemeldet. Nach ->A v a n t i" ist man uou» Generalstreik nicht mehr weit entfernt. Besonders schwer scheinen sie In stände in B eron a zu sein, da die Zensur alle Berichte a«s der Statck unterdrückt. In Barcse kam rS zum Siras-cniampf, in Mailand streike» sämtliche Metallarbeiter. Die Arbeiter der großen R-iderwerke, die 7000 Lewe beschäftigen, sind bereits in den Ausstand getreten. Nach einer weiteren Meldung aus Rom dauerd in Neapel der Streik an. Zwischen Streikenden und Arbeitswillige» kam es zu Zwischenfällen. Auch eine EnkhSlkmg. Herrn N o ske sticht 6er Haber. Der Kampf mit Hand- grvnaten und AcaiselstnengÄvehren genügt iiichu nicht, er will auch mit geistigen Waffen siegen, natürlich mit solchen, w« sie ihm zn Gebote stehen; und es ist wicht übÄl, dcch er auch diese von den Herren des Edenhotels beziehen muß. Herr Dvoscke erzähilt also den erstaunten und z-mn Teil entzückten Zuhörern auf dem Parteitag ich Weimar, öoß Genosse EmÄ Barth eine Unter roünug mit dem General der Garde- Katoallerie- Schützendivision gehoibt habe und schloß(daraus, idah die Unabhäugfgen ii� FrsiwiArgentrup- Pen mrb ihre Offiziere anf ihre Seite bringe» wollten,«m sich, zur Macht gelangt, auf sie zu stützen. Wir Haiden von der Geschichte einer solchen Unter rehnrng vor ein paar Tagen gehört«unid, soviel wir wissen, ist dem Genossen Barch darüber fein Zweifct belasten worden, daß diese Unterrodimg ein U n s n g un-d eine lächerliche Kinderei gewesen ist. ganz gleichgültig, was dabei gesprochen wurde. Wir zweiselten auch keinen Augenblick, daß diese Unterredung Herrn Nooke mitgeteilt würde und sind von der„Enthüllung" daher durchaus nicht überrascht. Wir bedauern es, dost saldst Extravaganzen vorckomimem können und sind der Bdermmg, daß Genossen, die sv(eicht in die Falle gehen, für führende Stellen nicht-gerade idie nötige Eiigmumg besitzen. Die Partei ailS solche hat natürlich nriit der ganzen Geschichte nickt das Gering st e zn schassen und es ist nur lächerlich, wenn Herr Noske erzählt, wir Unabhängige wollten uns auf seine FreißrUtiigentr Uppen stützen. Hält man uns wirklich für so naiv und hat man aanz veraessen, daß wir erst vor kurzem ausdrücklich erklärt haben, die Uebernahme der Wallst sei uns für den gegenwärtigen Feit- pmrkt auch deshalb unmöglich, weil die realen Machtmittel sich in den.Händen der Klassengegner des Proletariats Befinden. Glaubt man wirklich, wir meinten durch Ueber- r e d nn g s k ü n st e die Oseneralc. Offiziere und Studenten in Stützen der Herrschaft des Proletariats umzuzgubern? Nein! Herr Noske kann beruhigt sein. Wir m n cki e n ihm keine Konkurrenz. Wir wissen nämlich, was er nicht wissen will und nicht wissen darf, daß sich die Herrschaft des Proletariats nur auf das Proletariat s'e l b st stützen kann, daß also die erste revolutionäre Auf- gäbe, die Schaffung einer rein sozialistischen Volksweh r sein müßte und die Beseitigung des N o s k e s v st e m s._, Auf dem rechtssozialistischen Parteitag scheint freilich die„Enthüllung" einen gewissen Eindruck gemacht zu haben, und das ist bezeichnend für das politische Niveau dieser Körperschaft. Es handelt sich um nichts weniger als darum, daß Noske durch die Entwaffnung des Proletariats und die Bewaffnung der Bourgeoisie die Revolution r u i- ? i e r t und die Arbeiterklasse um die Früchte ihres 'ieges debracht hat. Der Parteitag läßt sich durch :e Hintertreppengeschichte ablenken und kichert über eine st'.ckerei, statt aus die weltgeschichtliche Frage nach dem hicksal der deutschen Revolution die Antwort zu suchen! Pelche Führer und welche Geführten! • Zu den„Enthüllungen" des Herrn Noske habe ich folgendes ' erklären: 1. sind mein« zwei Unterredungen mit Offizieren der Garde-Kavallerie-Schützen-Division ohne Wissen und B e- fragen der zentralen und örtlichen Parleilellung erfolgt, 2. war ich von der Nichivertranlichkeit und der Weiterberilljtung dieser Unterredungen an Herrn Noske von vornherein überzeugt, 8, ist in den Unterredungen weder über den Sturz der Regierung, also auch noch viel weniger über eine Uebernahme derselben durch uns gesprochen worden. 4. Ueber die Motive, die mich veranlagten, an diesen Vinter- «düngen teilzunehmen, sehne ich vorläufig ab, mich zu äußern. Emil Barth. Wer hat de» großeu ZeUer Von Job. Reaktionäre Kreise geben sich fortgesetzt vergebliche Mühe, für den mititärischen Zusammenbruch die Revolution- verantwortlich zu machen. Aver auch Herr Haußmann, den, demokratische Führer, hat unlängst geäußert:„Hätten unser« Armeen, hätten unsere Arbeiter am 5. und 6. Novenwec gewußt, daß der Friede so ausfallen würde, so hätten sie die Waffen nicht niedergelegt." In der Tat glauben manch« Kreist noch immer, daß das Heer zu senem Zeitpunkt noch' zu einem aussichtsreichen Widerstand zu organisieren ge- Wesen wäre. Der im unglückseligsten Augenblick" erfolgte Ausbruch der Revolution und die damit verbundene sozia» listische Agitation habe aber das Heer vollständig zersetzt und Deutschland wehrlos gemacht. Man will also den So- zialisten die Schuld an dem militärischen Zusammenbruch zuschieben und sie für die harten Friedensbedingunaen vcr-i antwortlich machen. Sie fallen oben immer wieder auf die! Beine, diese einaeffciWrten Lügner. Das Frosch aodächtnis: des den dicken Spießers erleichtert diese verhängnisvolle' wühlerische Tätigkeit nickst unioes entlich.' Wie steht esstn Wirklichkeit? Was war das erste, was das zweite? Revolution oder militärischer Zusammenbruch?/, Mit der März-Offensive hatte Ludcndorff seine letzten Trümpfe ausaewielt. Sie hatte nichts von den auf sie gesetzten Erwartungen erreicht, obgleich die Amerikaner da- mals noch mit schwachen Kräften an der Westfront vertreten: waren und wir. wie'Ludendorff selbst erklärt hatte, die numerische Ueberleaenheit besaßen. Trotzdem schlug die Ofsensive fehl. Franzosen und Engländer glichen die zahlen- mäßige Unterlegeicheit durch eine Ueberlegcnheit an technischen Hilfsmitteln, namentlich an Beförderungsmitteln. aus. Bei Arras kämpfende französtschc und englische Divi- sionen wurden als dort die Osfensipe nachließ, in Lastautos zum Upernboaen gebracht und als dort der deutsche Angriff einsetzte, stießen die deutschen Heere auf dieselben Truppen. die einige Tage zuvor bei Arras gestanden Hutten. Die Fochsche. westösilich von Paris stehende Mamwrisrarrnee blieb aber trotz aller gegenteiligen Behauptungen unberührt. um erst in der Stunde allerhöchster Gefahr eingesetzt zn werden. Fcch hatte es gar nickst nötig, auf sie zurück- zugreifen, denn die deutschen Truppen waren durch die fort. währenden Anariffe bald erschöpft. Der deutsche Große Generalstab besaß genaue Nachrichten über das Intakt- bleiben der großen französischen Reservearmee, aber es scheint, daß Lndendorsf selbst lieber den von seinem Presse- nmt verbreiteten Lügen vertraute als den ihm von den ent- sprechenden Ueüerwachunasstellen zugeleiteten verläßlichen Nachrichten. Die Vogelstraußtaktik. die oechindcrie, die unvermeidlich bereiichrcchende furchtbare Katastrovhe zu er- kennen, ist das Unentfckuldbare an der ganzen dcutscken Kriegführung. Alle wilder Phantasie entsprungenen Un- Wahrscheinlichkeiten und Unmöglichkeiten zog Lndendorsf in Betracht. Von Anbeginn des Krieges bat man sich immer von den unnlaublickstten Illusionen irreleiten lassen: 1014 war es die Neutralität Englands. 1015 und 191« das Ver- bluten Frankreichs 1917 die Aushungerung Englands. 1018 die Inferierität Amerikas. Aus allem schöpfte man Hoff- nungen auf den Endsisa. Man rechnete im Ernste mit Re- voiution in Frankreich, in England, in Ginteriudien. im Kaukciius und weiß wo noch, aber daS Unabwendbare, das wirklich Werdende, das erkannten die Herren im Großen Generalstab nicht, das wollten sie nicht erkennen. So W»W zweifelfreie Meldungen vorlagen. E r w a r e i n bt i n d e r Narr geworden. Die letzte Kraft war verausgabt. Deutschlands beste Jugend lag in den sich von Arras bis Bmu reihenden Massengräbern, aber im Vaterlande verkündete Glocken- ge läute einen großen Sieg und von den Häusern flatlerten in fröhlicher Buntheit die Siegesfahnen. Denen, weiche die Bedeutung der Märzoffensive damals erkannten, brach das Herz. Sie wußten, daß die Ofsensive der große Schaufel- hieb zu Deutichlands eigenem Grabe war. Deutsches Volk. kannil du es ie öergeffen, daß man dich im Augenblick der n STrcntet, bn?v.Mkbarst«n MeliwTo.sf, zu Freuden- Imb Sicoc&fcicrn mifsorder!e?—-- Was i>cr Mävzas an Kam�ihaiüd langen nach- ..olflte, waren Taten der militärischen Rerzw-:Muyq, Riit Reden, der sehen wollte, war l>er Zchanunenbrnch unaufhalt- Mm, aber der Große Generalstab wiegte sich noch immer in Mienesboffnungen. Er sammelte die noch verbliebenen zer- militterten Armeen zu einem neuen Stoß. Womit er wobl «auch setzt noch seine Siegeszuversicht nährte? WAm 14. Juli, abends, am französischen Naticnalfeier» dröhnten noch einmal— zum letzten Male!— die beut- ichen Kanonen in erschreckender Vielheit an der Marne.%o(h b&er stellte derweil in den Wäldern von Compidgne des inröhte Kanipfheer zusammen, das die Geschickte kennt. Auch Äarüber, was sich in ienen Tagen in den hohen Buchen- »väldern von Compidgne vorbereitete, war der Große � Generalstab unterrichtet. Er setzte sich aber mit verbreÄ>e- irischcm Leichtsinn über das dort sich spinnende Schicksal hw- toea. Vielleicht ivöre es am 14. Juli noch möglich gewesen. das deutsche Heer in geschlossenen Verbänden zurückzunehmen totd in eine neue rückwärtige Verteidigungslinie zu bringen. Tauscnde und Abertausende hätte der Tod nicht ereilt, die Widerstandskraft des deutschen Heeres wäre erhalten ac- blieben, hätte man damals auf die tvahnsinniae Offensive «m der Marne verzichtet I Mit ihr hat man sich der letzten iuilitärischcn Chance beraubt. Aber in der Heimat hatte man ja geflaggt, man wartete Tag auf die Früchte des Märzsieges. Wo waren sie? Man begann schon ungeduldig zu werden. Wie konnte mem jetzt unvermittelt, mitten im Siegesflng, die Front zurück- archmen? Durch die ausgestreuten Siegeslügen war man der Heimat gegenüber engagiert, jetzt konnte man nicht zu- Mck, man mußte vorwärts und so hetzte man noch einmal i— auch zum letztenmal!— die seit März im Kampfe stehen- den müden Truppen auf die französischen Gräben. Die .Franzosen waren dem Stoß in lp'iiger Schlauheit aus- Oetvichen und holten ans den Wäldern von Eompihgne her- saug zum vernichtenden Flanken- und Gegenstoß aus. Schnell war'die deutsche Front brüchig geworden und bald lockerte (ich der deutsche Widerstand auf der ganzen Linie. Vom Meer bis hinauf in die Vogesen kam der eiserne deutsche Wall ins Wanken. Mit oller Wucht drückte de; Feind nach, sten deutschen Truppen keinen Atem gönnend. Die stolze wilhelminische Armee war jäh zertrümmert. Gestern noch Sieg um Sieg an ihre Fahne heftend, war sie Heute zermürbt und lief in voller Auflösung dem Scheine ,ju.„Mit Mann und Roß und Wagen, hat sie der Feind geschlagen.. Vergebens wurde versucht, die wuchtigen sStöße deS nachdrängenden Feindes aufzuhaltcin. Wie Eis wn der Sonne schmolzen die stolzen Divisionen zusammen. Wer zählt, wer überschaut die Kanonen, die Munition und all das andere Material, das dem Versalger überlassen wer sden mußte? Was in rastlossn, vieljährigem Rüsten nach 'Belgien und Frankreich geschleppt worden war, mitsamt der in Kriegsberichten sorgsam registrierten Kriegsbeute aus Hundert Siegen in Ost und West ging mit .einem Schlage verloren. Die deutschen Truppen Hatten nichts mehr zu retten als ihr eigenes lLeben. Der Zusammenbruch war vollkommen.„Jetzt wurden auch die Blinden sehend und Ludcndorff drängt! telegraphisch auf Heroeis ührung eines sofortigen Waffen sstillstandcS. Der tolle Plan eines letzten Ausraffens, der Organisation einer„Nationalen Verteidigung" wurde an .gesichts der Vollkommenheit des militärischen Zusammen- 'bruchs bald fallen gelassen. Es gab setzt keine Wahl mehr: Deutschland brauchte den Waffenstillstand und es brauchte tihn zu allen Bedingungen und um jeden Preis, denn die zurückflutenden Massen waren durch keine Gewalt mehr aufzuhalten. Sie waren schon lange des Kampfes müde, -jetzt drängte es sie nach Hanse zu Weib und Kind. Was Tonnte ein Widerstand selbst im günstigsten Falle noch .Lützen?--—. Da erst brach in Deutschland die Revolution aus. Sie War die natürliche Folge des militärischen Zusammenbruchs, bann mit ihm stürzte ja auch die Machtposition des politischen -Systems! Es ist eine freche Lüge und durchsichtig« De- «ragogie, die Dinge umgekehrt darstellen zu wollen. Tat- sachlich stand soaar zu befürchten, daß das von jeder Nnf.s damit zugunsten seiner»oM? und seiner FretwMgenW«* a�ng ou�.�enc Seldfwr von reaktionären Offizieren qeisen anll. Beide werden dadurch nicht besser.« ist etwa» gram 6,, Dem,„che Un.Wlz.mg srrmenbcl wü, de. Roch: ei« Suche zu.n» ein zweite,, eine k«U, f schastene©od« als Tatsache anzuertennen und zu trachten» m am 18. November konnte man Regimenter begegnen, die von den Ereignissen in derHeimat entweder nichts wußten oder eine sehr eigentümliche Darstellung darüber bekomme» hatten. So war den Truppen vielfach gesagt worden, daß die Bolichewisten in die Heimat eingedrungen wären, die rechtmäßige kaiserliche Regierung abgesetzt hätten und den deutschsn Truppen die Mickkehr in drfe Heimat verwehrten. Die Tmvven der Etappe waren über die Vorgänge in der Heimat besser un errichtet. Sic begrüßten den Umsturz. Aus Furcht, die Fronttruppen könnten sich von ihren Ossi- zieren mißbrauchen lassen, schritten sie boi vielen durch- Ziehendon Regimentern zur Entwaffnung. Ihre Bcfürch- tung hatte volle Berechtigung, denn fo schnell mochte die Oberste Heercsleit, mg nicht an die Kapitulation vor einer durch die Revolution eingesetzten Regierung gedacht haben. Hatte sie doch schon lange weitgehende Maßnahmen zum Schutze des inS Große Hauptquartier geflüchteten Kaisers s«vie zu ihrem eigenen Schutze getroffen. Aber am 8, November hatten dort Angehörige des Hauptquartiers in einer Versammlung erklärt, daß sie es ableirnen würden, Waffen gegen eigene Volksgenossen zu gebrauchen. Wenn damals ein Vlut&cid zwischen der heimischen revolutionären Arbeiterschaft und dem Feldheer verhütet war. den ist. so danken wir dies nur dep. teilweise großzügigen Aufklärungstätigkeit der Feldioldateriräte. An der Ver- hetzung durch Offiziere hat es wahrlich nickt gefehlt! Es ist abe- rmnxihr, daß sich in den Soldatenräten nur„radikale Elemente" betätigt haben sollen. Der am 1./2. Dezember 1918 in Bad Ems abgshaltene Kongreß der Feldsoldaten- rät« beweist schlagend das Gegenteil. Die Vertreter stellten sich dort alle auf den Boden der Rievolution, aber poiitiscke Forderungen von irgendwelcher Bedeutung erhoben sie nicht. Sie beschäftigte« sich fast ausschließlich mit wirtschaftlichen Angelegenheiten. Auch die Haltung der Soldaknfraktion auf dem Rcichskongreß der Arbeiter- und Soldatenräte straft dies« Behauptung Lügen, denn sie stand boi allen Ab- stimmungen auf der Seite der Gemäßigten. Daß alle Gegner der Revolution mit unwahren Argu- menten arbeiten, kann niemand wundern. Sie können sich nun einmal von der Lüge nicht frei machen. Sie brauchen die Lüge, denn ihre ganze Welt ist Lug und Trug und hält nur noch an der blinden Vertrauensseligkeit des deutschen Michels, der trotz Weltkrieg und Revolution eben doch nicht viel anders geworden ist. über sie Jlisonnationen zu verfHusfen. ■ijm übrigen war sie Arpe eine sehr nasfkMerl angtfcisi* .ctoigung der WoÄe-Pc»su w«. Hr ging zum Angoifs nus kit Opponenten über und gebraucht« alle Mittel, in der slrupellosest« Weise. Enrphatssch versicherte er, daß die Truppe sct>«i To« beger werde, daß er, beständig an der Reungun-gsarbest(#, � « für Pie Demokratisier u.ng sorge, Itetoofsi�ie« zu Offiz'«« •mache irsiu., abex wn weferUlichen befolgte et die Tottik, d« Lpposition, als die Geleimten der Unabhängigen hinzustellen und atle Verebt« über Ausschreitungen feiner Garden at, Itiet» trieben und im vergle.ch zu den Ausschreitungen der Revolu- tionäre als untvosmutich hinzustellen. Bezeichnend war in diess Hutficht der&atz:.Drei Tage, nachdem Neu ring Lokle's vertkidiguxgsrede. Aus Weimar wird uns berichtet: Der sogenannte Höhcpcmtt des Mittwochs war»ine Rede N o S k e S zur Vt-rtsidigung seiimr Politik und seiner Freiwilligen truppen. Der HLHspunkt dies«» Höhepunktes war seine Enthüllung über angebliche Zettelungen der Unabhängigen Soziakdemokrutis mit den Führern dcr Freiwilligenkorp». Er sagte seinen Genossen, die ihm mit der Kritik der Freiwillige ntruppen und des Belagerun gszuftaiüie» beständig.in de« Rücken" fielen, sie sollten au» dem Berho'ten der UnabchSicgisen lern«», wa» diese Truppen wert und wie neUg sie find. In der letzten Zeit erklärte er, baden sich Führer der Unabhängigen Sozialdemekrcrtte bemüht, durch die führenden Ofsiziere die freiwilligen Truppen für sich zu gewinnen. Mit meiner Kenntnis haben Gespräche zwischen den Führern der Garde-Kavallerie-Tchützen-Didision, der Trupp«, die im Edenhotel ihren Stab hat, in dieser Hinsicht stattgefunden. Barth, der ehemalige Velksbeaustra-gtc, habe zu seinen Pistolen kein rechte» Zutraue« mehr, eS gelüste ihn nach unseren Kanonen. Am Sonnabend habe«r drei Stunden sich bemüht, den General der Gavde-Kavallerie--Schütz«n-D>vislon oavon zu überzeugen, daß die Freiwiliigentruppen die Unabhängige Sozialdemokratie unter stützen müssen, wenn sie die ietzige Regierung gestürzt haben würde. Soweit Herr N o» k«. Selbst wenn e» richtig wäre, was Herr NoSke behauptet, io versteht man noch nicht reckt, was er war, war unsere Presse wieder still. Wenm aber Vogt I ißt) lang nicht 1®men uwstwe Redakieure 14 Tage , �'ken-wert# ferner sein unwidersprochener <««5, daß d.« Roskegarden in keine Stadt emg-« listen sei riICft'"liff50051" f'e von den Rechtis-, WVM kam. aus dieser einen Episode schon der. gang«. VerW Der Parteidorstanb werden««®'1' Laß 9k* des Parteitage» diagnostizier on. die Regierung werden ihren Triumph, lige. große Mehrheit haben. Die Opposition ist g»rmg und schwach an Zahl wie an kraft. Das zeig!« sich auch in der Debatte zu der Noskes, in der nur noch schüchterne Sinwendmige» gtgea F PoliiA zu erhoben gewagt wurden. Auch die Erörterung der Einigungvfrage. dem Zeichen zersplitternder Opposition. Davon zeugt die Rede de» einstigen Wortführers der HmigungSbqtrebw�' Adolf Braun- Nürnberg, der dieses Mal den Grabgofang � und dsn eutfprechonden Antrag eingebracht hat. PraktisaF � deutung haben alle diose frommen Einigrmgswünsche B läufig überhaupt nicht, aber die Art, wie sich der_ •ihnen sielst, ist desha.lb doch sehr bezeichnend für die herftchvt � Anschcwm-ngsweiise. Der Kur» NoSke-Ech«��'"�, wird offiziell proklamiert«nd anerkannt � den. DaS ist heute schau als SrgeibniS der Weimarer vorauszusagon. ToEto« Sozlaldemolmlischer VerleM. Die übeiKiissige Störung des Parteitages. Weimar. 13. � � Der heutige dritte Vettandlungstag sieht im � großen Rede des Mimsterprij|id«nten Scheide mann. Vor Bell, de.r Sitzung stellt Da v id soh n- Berlin den Antra S, te» � Nossen Sch idemann zu veranlasse»', in sein Referat eine An � auf die Frage hineinzufiechten, ob«S richtig fei, daß VsLpst Truppen, darunter die Eiserne Division, im Augenblick iw mit den Esten und Leiten stehen.(Bewegung im H&ut � Der Lorsitzende Schulz bezeichnet diese Anfrage alö, flüssige Störung de» Parleilage». E» fei Scheidemann möglich, im Rahmen eines ausgearbeiteten Referate» eine � wichtige Frage zu beantwo.tcn, von der man bis jetzt'_ näheres wisse. Ministerpräsident Scheidemann erklärt 9 � daß er über diese Frage Davidsohn» erstaunt sei, da er derartiaen Vorfall überhaupt nichts wisse. D a v> d t � hinler der Wand. allem war, f«zze aus dem russischen Gefängnis leben von Schnlom Asch. Ue bertragen von H. Hesse. Mitten in der Ebene liegt ein großer, sckwarzer Festungsbau. «mgebcn von einem breiten, mächtchen Flusse. Am Abend, wenn I und lachte gleichfall» Tann «ll«» still w,rd und schweigt, rauschen die Wellen...| Oberhand, und er schalt sie mit Drinnen waren aü«-tockwer?« mit Gefangenen besetzt. Tag»-! bärbeißige Miene auf. sie erinnerte sich plötzlich, daß sie ja schmerzlich auf wie ein Kind. Da eilte der Wärter hinzu und warf einen gereizten Blick durch den„JudaS". Ms das Auge in dieser kleinen Oeffnung erschien, mußt« da» junge Mädchen auflachen. Als er sie sah — die einzige weibliche Gesungene— war der Soldat gerührt und schluchzte s men— sie kommt aus einem fremden Land und wandert fremde Welt... dicket» Er hatte schon versucht, durch die Wand mit ihr zu pm — die Finger gestanden ihr seine Liebe._ fln) Wer bist du? Ich errat«, cdaß du jung und schön bist, Wenn e»## liebe dich... Ich bin stark wie ein Löwe. aber gewann da» Pflichtgefühl die I drücke ich die Mauer ein und komme zu dir. An meiner( tu grober Stimme und fegte eine j will ich dich bergen wse ein Vöglein, und mit dir fliehen, w«»" W Aber schien e» ein to!«s Gebäude zu sein, eine Katakombe, die Sträflinge schliefen auf ihrem Strohsack oder betiachteten bis zum Wahnsinnigwerden das Gesimse des OfenS oder einen anderen Gegenstand.* Gegen Abend aber lebte da» HauS auf. Ueberall wurde an die Wand gellopft, und dank des geheimen Alphabets begannen lange Gespräche. Ein schwerer Särilt auf dem Korridor unter- brach zuweilen das geschäftige Treiben. Doch kaum war der Wa tet verschwunden, so wurde alles wieder um so lebhafter. Die Gefangenen gewöhnten sich an ihr stummes Dasein. Sie konnteu nur noch mit den Fingern reden mrd erkannten sckließlich sogar am Klopfen den Charakter ihres Partners und selbst seine soziale Stellung. Zuweilen wandelte allerdings diesen oder jenen die Lust an, zu schauen, ein wenig zu sprechen, nur um ein schlafendes Organ wieder einmal zu gebrauchen— um zu sehen, ob es seine Aufgabe noch erfüllt. Als eines At< uds da» ganze Gesangn is in lebhafter tluterhaltuirg beg' sfen war, vernahm man plötzlich ein frisches, junges, kräftiges Lacken— es war Sie helle Stimme eines jungen Mädchens. Die Gefangenen erfck akc» Da ging gewiß etwa» Rußergewöhnliches vor. Und das Klopfen an den Wänden hörte plötzlich auf, schtveigend lag das Gefängnis da. Da erklang zum zweiten Male das sonnenbelle Lachen zwischen den Mauern... seltsam... als finge ein Toter an zu reden. Sie war fast noch ein Kind, die da lackte. Als man'sie aus dem Haufe der Mutter fortgeholt, hatte sie den Ernst ihre» Falles gar nicht begriffen Stcolz war sie aufgestanden und den Poli- zjften in aufrechter Haltung gefolgt. Nach einem solchen Abenteuer erwartete sie etwas sehr Ernstes, dessen Heldin sie sein würde. «der dann, in dem Schweigen iier vier Mauern hatte die Einsam- Veit ihr Herz mit schweren Händen bedrückt. Lange weinte sie still vor sich hin. Dann war e» ihr besser Und sie fühlte sich wieder a!» Heldin. Mit geballten Fäinien richtete sie sich auf ihrem Lager auf und hielt dreist die Brust hin. als {pffte lit von den Kugeln der Soldaten durchbohrt werden. Doch! itüwm Geheimnis umhlUli. schreit« sie sackit«vischen den StSm- So wurde die Disziplin zum erstenmal in dem düsteren Ge- bäude verletzt. Bald durcheilte die Kunde da» ganze Gefängnis, ein junges Mädchen s« angekommen. Wie hatte man da» cr- fahren? Sobald si« in die Zelle eingeschlossen, hatte man ihre Stimme nicht mehr hören können. Nur die Schläge des Geheim- alphabets drangen durch die Wände. Auch sehen konnte man sie nicht, denn sie wurde allein zum Spaziergang geführt. Aber man erkannte das Möschen am Gang, wenn, es durch den Korridor ichritt. Und donn war sie musikalisch, und um sich darüber hinwegzutrösten, daß sie da» Klavier entbehren mußte, setzte sie sich gl sich im den ersten Tagen avtig rn eine Ecke und klopfte mit dem Fuße den Takt ihrer LteibÜ-ngSlieder. Die Sträflinge im den fticsiesen Löcher» hörten sie über ihren Köpfen, erkannten den Rhythmus und summten vte Melodie vor sich hin. Das ganze düstere Gebäude war durch die Anwesenheit dieses weiblichen Wesens wie verwandelt. In der Ncbenzelle log ein junger Mann. Acht Monate seines Lebens hatten ihm die Kerkerwände schon geraubt, doch hatten sie sein feurige» Herz nicht zu ersticken vermocht. Er fühlte es nur in seiner Brust schlummern. Wenn er morgens aufgestanden, streckte er sich auf die Pritsche und dachte stunden- lang an Szenen aus seiner IfliDheit, die ihm jetzt zulächetten wie aus einem Traum. So war die Energie, die in ihm wohnte, eingeschläfert. Es ließ ihn gleichgültig, ob draußen die Sonne schien oder ob es in Strömen regnet«. Doch nur eines Hauches bedurfte, es, sein Herz aufzuwecken. Hinter der Wand vernahm er öen Schritt des jungen Mäd- chens, und als sie in der Abenddämmerung ein Noeturno von j dann schwieg es, wie erschauernd. Si« erriet, daß«r sei» Chopin klopfte, verlor er sich in süßen Träumereien. Er sah an d e Mauer pießte, daß er ihr durch die Wand Küsse itt"' stll einen jungen Wald in den ersten Tage, de? Feuhlings. Hier| er erbittert wurde und kratzte. Allein sie wußte nicht, � „nd da irren Sonnenflecke zwischen den kleinen Bäumen umher ein Geheimnis er ihr anvertrauen wollte. ... ein verlassene? Sckloß spiegelt sich schwermütig in der blauest i Flut... ein junges Mädchen wandelt unter den Fichten. Von ganz weit. » fg e" Sie horchte auf daS Klopfen der Finger, doch oh« � verstehen, demm sie kannte das Geheimalp habet"i#- ei» wenigstens hatte sie das Empfinden, daß hinter der � � Herz schlug, das ihrer dachte, daß ein« Slsinm« da war,__• rief. Und oft leg!« sie das Ohr an die Wand um zu horw� gu- zu versuchen, diese geheirnrnisvolle Sprache zu en trat sei• weilen klopfte sie auch, als könnten ihre Finger sprechen- sie legte sich be, sinkender Nacht am der Wand aiUir.,(ie jei1' klopfte, um zu sehen, ob er da war, an der gleichen Gie � sei ts der Wand. So verharrtem sie, und er stmg ih� Fingern Lieder durch die Steine und gestand ihr seine-ft, � Ohne daß sie verstand, drangen ihr die Schläge Herz. Da lehnte sie die Stirn gegen die Mauer. schreit' Eines Tage? geschah nun jäh etwas, daß da»-zanze 1 � liche Gebäude erbeb en ließ— ein Sträfling hatte � daß der Galgem vor dem Gefängirs errichtet wurde. Wie che an der Regen im di« Rinne tropft, seufzte d'. � Nacht das Klopfen an die Wände durch die beängst.genid« Die Schläge überftürzten sich. Zuerst gingen sie von zu Wand, dann vom Fußboden zur Decke. Alle taufchtoo � schlüge aus, trösteten einander, befragtem sich und nah'1' schied. Dieses nächtliche Klopfen war, als schlüge der D"* mit seinen Flügeln an die Mauern. Endlich veTstnnuw Geräusch nach und nach. Jeder Gefangene dachte in sein� wieder ans eigene Lebern. �e» In dieser Nacht aber hatte da» Klopfen deS Nachbarn dem jungen Mädchen einen seltsamen Ton angenommen- � Finger zitterten im Fieber. Gewiß hatte er ihr etwas ri.,• und Dringendes zu sagen. Sein Klopfen überhastete ys Draußen weim« und stöhnte der Wind, rüttelt« kleinen eisernen Blcndlciden und strich um die Gitterstäbe, denen das junge Mädchen den Atem anhielt. :r|iuw, gM t»e Erklärung ad. er müsse«ms Grm» direkier jT'-tttiticnen{eine A n frage aufrecht erhalten.— .�»tn stein temx kt k,?" kT.«ne tit . Wtte e Herne, tt, daß. nachdem die Dmge im neue Zlifpchrwig erfechten_ haben, eine Auskunft hierüber sehr erwünscht sei. wurde heftig und erregt. Schließlich nahm nochmals das Wort und erklärte, daß David- und ®' daß über �hensiein sich im Irrtum befänden, wenn sie an- er un Rahmen seines Referates über eine derartige naupt verhandeln könne. Davidsohn sagt auch selbst, MMK M Wenn l das Telegramm erhalten hat, so wis ti«.., at er nicht sch#n da.; Erforderliche veranlaß! k LLT 1t nicht hier. Wogegen ro* uns aber als Korstand zu k, �ben, das ist. daß dem Genossen Scheidemann, der da- �enntnid Hai. im«wrenbl'ck zugemutet Imvd. darüber LT»u«statten,«ich zwar im Rahm n eines ganz anderen, L�bearbeite!«« Referates.(Sehr richtigt Jurufe:„Unver- J*" Bravo I") w«MtU Scheideman» das Wort zu semm Referat. Vrszeß LeMour Ich, lnit� Ekind«. der heutigen Verhandlungen wurden d« Korisetzung der Vernehmung de» früheren Volts- % fl Wilhelm Dittma n« ausgvfSllt. Genome Ditt- »tisch.,,.��bei eine aiwsüihrliche Schilde cung der ge sannen ''9..�'Suisse, die sich im Dezember ISIS und im Januar 1s t»ie g' Wien. Insbesondere ging er noch«inmal genau � ket ein, die zum Austritt der drei VolkSbstiuftragten *■.illt,t.unB geführt hatten. Sodann schilderte er«iiigehend S�ich[Ir"ach der Vesehung der Zeitungen und dem Aus- S Uyj- tliegierungstruhlpe» von der Zliiadhängigcn P«rt«i so- kn wurden, um zwischen der Regierung oinerseitS �bolutionä«« Obleuten und dem Spartakusbund �fNeide ixrmitlet» und ein Blutvergiihzn«ruf i«dsv Fall '<3W Zur Sprache, daß die damalige» VollsLeauf- v. Schechen'«ni. Landsberg und Wifsell noch am !r�« xf 6' Lanuar zu einer Einigung bereit ZS�des� � aber bei Fortschung der Verhandlungen am W %i�eU*n Tages, inzwischen offenbar von Roske und einer 1:<,'"ÖtllörtlTA— c> c. v.,. � OTm�a«« Srut�ril hMrK(yHi>t Ui Räumung sämtlicher Zeilungsbetriebe forderten. 4 un'et Führung Anton Fischers bearbeitet, mia.<»." Borbedingung zu weiteren Verhandlung«« die T' L V'ltpp_ fvtSltvt lU/C l-----;— lVl r"t tvar es, wie sich bei diesen Erörterungen heraus- liA. ii Anir», ut tv-rtfbleiern. dasi die Beftre» chK« k,.— Fischer, nnt zu verschleiern, Ii,"t't e ,e/"Cr CffizierskamariKa ausgingen � Offi�.. en" gesprochen. Sonst Pflegen ja im allgemeinen daß die Bcstrs- sagte, er hätte .2*. wgStÄÄ einmal aufgerollt Elch»" �rere Male hatte sie geklopft, um den Nachbarn Sich f- M er schwieg, als fei er jetzt auf sie böse."' *Wlt mmmrnm als fei unb warf sich auf ihr Lager. De &-»oin■• r------ 1 i-u/ uu[ �..y-.. Etne unendliche �raurig- Jie- Sie hätte wieder an die Wand gehen und ihn Sj,,."1 f�fen mögen, doch sie wartete, bi» er zuerst käme. ,Hs�. Unheimliche Stille herrschte nun im Gefängnis. Das Sti'�?Üe ganz aufgehört... man vernahm nichts, als den O'tiit,>rit* �er Schildwache. Vor Entsetzen sprang sie endlich " Sur Wand, klopfte, suchte, bat und schluchzte und ritzte 0n den Steinen. tShen?"S01'' 11105 wachst du?" murmelte sie.»Was ist -..1»' � fürchte mich! Antwort! Gib mir Lnt- jh-* l1n Vefjaygvisho� schaukÄte cm GatgeA ein Strick im ""G Berlin 1939 nennt sich eine große künstle rlsche Sf�e-cVf' die. im LandesausstellutigSgebäudc zu Alt-Moabil % �(e sämtlicher großen Künstierverbände: des Vereins �- rv— r— Ää-aCOa« S(0h'"'",er' der Berliner Sezession, der Freien Sezession K 5?-� �Sruppe, vom 12. Juli bis Ende September statt. &. ffit Vn' Cm der Moabiier Glaspalast wäbvend der Kriegs- tz-S bniS�'äweäe benützt war, ist jetzt unter künstlerischer • S 5t-'. Bfofeffpr Beste l meyer ein Teil wieder ausgebaut tri*(is* i-d.« obengenannten Vereine leitet seine Abteilung 5üri. so daß die Künstler die Wahl habe«, SS b.r''Ie Ihre Arbeiten unterbreiten wollen. Die Ein- 10 Groß-Bcrlin wohnenden Künstler hat bis 21, Juni, S fi*«ti gen bis 28. Juni zu erfolgen Die Geschäftsstelle lL%., t-harlottenburg, Haiden bergstr. 24. SSdr/ des Gralchischen Kabinetts I. D. �N.' Urfurstcntkimm 282, ist bis zum 14. d. M. verlängert S dnanÄf u P t l i n g", das Satirspiel von Paul A p e l. das . i'sl bpi 1� ,'m-Theaie, in der Königgrätzer Straße" gegeben s'k»n, �vevheld u. Co., Berlin W. 16, als Buch erschienen. St. tihn �krübenhaut. Die auffällige Färbung der?Nohrrüben- \ �ttnüf11 Farbstoff her, der sich bei reichlichem Genuß Sch£o!rfleoil. ouch im menschlichen Körper bemerkbar machen f>„r �ülle sind m letzter Zeit an kleinen Kindern be» d'« eine Art von an fich harmwstr Gelbsucht % Sv erworben hatten. Dr. Schüßler berichtet in der LS �.„/disnvifchfn Wochenschrist, daß dieselbe Erscheinen.? t Sn h,� Lienen eintreten kann, und zwar hat er sie bei drei i. SfätK t»i»t Sgiger Generalstreik wegen der Grschietzung Levinäö durchgeführt worden. Siel, 11. Juni. Die sozialistisch«« Parte»« van Groß-Kiel hatten für gestern mrchmsttag eiine Dimtmistaeiwn gegen die Erschießung LoUimes einibeciusen. tttitet Soütwchiftc von 10 000 Personen fand diese aus dam größten Platze der Stadt Kiel, dem Witchelmsplatze, statt. Frankfurt a. M., 11. Jw. Der AckaitsLrat m Fvan�unt a. M. beschloß heute noch einet stürmischen Sitzung, uochdem sich die Mehrheitt-sozialisien entfernt hatte«, mit all« Stimmen der Unabhängigen und Kommimisten eiiton Proteststreik aus Anlaß der Beendigung der Rc-fa Luze-mbuvz«nd gegen die Erschießung LevineS, der vtm DcmueirStog abead 6 Uhr bis Faeötag abond 6 Uhr dauern wird. Pridattelegram« der Freiheit"- I! Wien, 12. Juni. Im Namen der itakienische« sojiakistischen Partei und der Jugeudorganisationen protestiercu nur gegen den schäudli» cheu Mord an Levin und drücken unsere 0'mpiirung auS über dir ungehencrlichen staudrrchtlickien Erschießungen, denen wir selber beigewohnt habe«. Wir befürworte» die Befreiung Axelrodts und T o 1 1 r r s, deren Namen wie auch der Name Levine dem italionischen wir dem intemationalc» Prole- tariat grhSrrn. Die italienische Arbeiterschaft fühlt sich mit allen Verurteil- tcn, dir im Sinne Liebknechts urw Lugenrburgs gewirkt haben, folcharisch. gez. M» r g a r i. Achtskuvdenkag in den franzSsischen Vtegwerkeu. Versailles, 11. Juni. Die Adendbläiter meiden, daß die Kammer das Gesetz über die Einführung deS Ach tstundentageS in den Bergwerken vom 16 Juni an in zweiter Lesung einstim- mig angenommen Hut. In eingehender Weife sprach sich L o u ch e u r über die Folgen des Gesetzes aus. Frankreichs Lage sei. toaS die Kohlen anlange, geradezu tragisch. Im März 1918 betrug die Kohlenförderung noch 2 SSO 000 Tonnen, im März 1919 sei sie auf 1 880 000 Tonnen gefallen. Er berechne die tatsäch- liche Arbeitsleistung nach der neuen Vorlage aus 6% bis 7 Stunden. Aber unter dem Druck der Verhältnisse müsse sich die Re- gierung mit der Vorlage einverstanden erklären. Die ßö'Apfe Mischen Mechen und Hram. $ r* fl, 11. Ju»i, amtlich. Die Magyaren griffen neuerdings heftig auf der ganzen Front an. Unser« Abteilangen eraeuertcu de-halb an verschiedenen Punkten die Offensive. Die Bugrisisunternehmuuge» bei der Heeresgruppe des Generals Mittelhgnser schreiten günstig fort. Schemnih wurde besetzt. Die Magharen erlitte» e r h e b l i ch e Verluste. Oest-lich wurce Neutra erreicht. vemr'elimzg oer„yschvenLIer� W ü r z b u r g, 12. Junk. In dem Prozeß gegen die Spartakisteufuhrer Sauber, W a i b c l und H a g e m e i st c r wurde gestern das Urteil ga- füllt. Sauber erhielt 12, W a i b e l 15 uup Hagemeifte» 10 Jahre Festung. Verbeudctag der sozialiftischen tehrer vvd Lötzeekl««ev DeuischiMds und DeukWsisrreichK< Die Besprechung über die Tageordinrng: Organ.isat'icm und Grii. Zung des Verbandes eröffnete Genosse Dr. Rägler- Karlshorst mit' eiitam kurzen Bericht über die Entwichlmig seit dem Gel>urtsj.age des Verbaichos, dem 29. März. Er legte dem Delegierte.» einon Entwurf der Veribandki-atzuugou zur Ab- stiimuluipz vor. Eine äusiersi IcbTxrftc, aber zur Klärung sehr notwendige Debatte setzte bei der Abfassung des§ 2 über Zweck des V«rbaitdes ein. Wenn der»Boavärts" in seiner n von per Versaiiiiulung am nächste« Tage mit großen Untvillonsm angswn Zrchnawmerchang mA dem Kampfe des klassenbewußtem ProietzirWs". Nach«vfoigter Gnündirnz des VartxmdeS wrnedv ein siebon- %ach echi.-f.sirc Grüukmg deS VeubandoS wru-rde ome stsbea» glieidrige Torsb»nt>scl»rst und ein sidntzzlK'drigee geischSftSsShvondep Ausschuß gewählt. Zmon«aoovt wurde BorNn, att Ort de» näch- itvn Vonliandslazes Miinchon deftinomt. Eurer Akchsottwrnrng zur Saawtifting ffu«kwom Kranze füt Rasa SuxeonbuZg and skr die Rfmchener SievMtimlSlPfe« wurde berei-twilki.M onOrvoch«. Den Schluß d«r Ber«chunasn bildet« öf* Bespoochrmg tat Pr-issesrage. Nach«wem oussNhchichm, Bericht« des Münch ew» Genossen Nenner wnck>e da» bereits bestehende bayerisch» Organ.Der Mhm", München, öeetzollrtrchie 8, vom Gesamlvev» band« als Brrbondözeittimg mit allgemeiner BqzugZpflicht über- nomenen. Fern« wird der Jahresbeitrag»um Verband« aus 3 Mar!, sstr Qnstrrreich auf 2 Mark pro Kopf postgcsotzt. In einer Schjuhresvlnd!«, wird einmütig die Empöruwg der Brisanunlung über die Erschießung Levine» und Protist gegen bi« schinschvollii Behandlung Koller»«nSgesprocheu. «ü» der parlei. Einjehmtst von KommWtme«. Di? Parkeilleitung der U. S. P. D. hat im Einvemahme« mit niaßMbendcm Vertretern der Partoigenoffen in ds» Arbeiterräten sine Reih« von Konimifftanen eingesetzt, di« Richtlinien ausarbeiten sollen für die Durchführung der, politischen und wirtschaftlichen Ausgaben deS Sozialismus� Solche LwmmissisNM sind geWet für Verfassung, BeNoal- tnng, Rechtspflege, Fincmhen. ScWwÜsierung und ander« GeÄat«, Aebertn'tt» zur L. G. P. In Stnkkupönen fand ein« öffentliche Berfa lumlrmg der Reck issozialisten statt, die sich mit der Frage.lliechtssoziaiisten oder Unabhängige Sozialdemoscatie" beschästigt«. In einer g«e Heimen Abstimmung beschlossen di« RechtSsoflalisten sti Stallupönen mit 211 gegen 86 S t i m men den Uebertritt zur U. S. P.— In K a t t e n a u sOstpr.) trat dsr Ortsvercin der Sozialdemokralifche« Partei Mehrheit) geschlossen zur 11. S. P über. D-e Buch- und Stsindrucksreihilsearbeittt für das Nätesyftem. ZKelerlt! Vcch. Reichsminifter Er�b erger hat in Spaa dem Genera! Nudant einen Protest gegen die Verurteilung von 22 deutschen Eisenbahnarbeitern durch das französische Kriegsrecht in Mainz wegen eineS DemonstrationsstreikeS überreichen lassen, in welchem er erklärt, daß solche drakonischen Maßregeln das R e ch ts g es ii h I und das sittliche Empfinden deS deutschen Volkes v e r l e tz t e n. Wir teilen die Ansicht des Ministers Erzbcrgers über diese Be- strasungen vollkommen, wir wundern uns aber, wie eine Re- gierung, die die Freiheitskämpfer des eigenen Volkes zu langen Jahren Zuchtbaus verurteilen läßt, es vermag, bog Hemden die Gerechtigkeit zu verlangen, die sie selber nicht kennt. 1 mm AW�Z ', S�oo.e ihm nachzueifern und. nicht ehe« zu ruhen und ra.i,i, v,z die erwarteten Erfolge der Revolution gesichert sind. kr-n kurzen Besprechung der für eine neue Lnhuvewegnng zu tieuenpe Forderung, welche einstimme angenommen wurde, fand die äußerst gut besuchte Versammlung ihren Abschluß. . �llknbzsen und Eiiikassicrer an? den stleneral AgeUturen :* Assel!«, r�uz BureauS der Verücheru-issbraii-he. Zwecks Rege- >ung di-x tto-hn- und ArbeitÄedinavugen der in den Berliner Weiieral-.?lgenbur«, und Assekuranz. Vureans tätigen Kassenbote'n und Emkassierer ersuchen wir diesclÄen um sofortige Einsendung chrer Adresse und Firma an den Kollegen Fnedr. Suckow, Ben. im N. Hg, Eanmen-Stzkvcrstcaße 29. _ Deutscher Verkmeister-Verband! Freitag 5 Uhr Vertrauens- wannerversammlung bei Hatxwland, Reue Fnedi-ichsir. 68, Louisen- loal. Die Obleute werden gebeten, di« Ausweiskarten für die Vertrauensisute st Empfaira zu nehmen. Montag nachmittag OX Uhr Vttsmmniung der Facha-upp« der Lagermeistee usw --ophiensäle, Sophienstr. 17/18. Kund techuisch-indnstricllen Bea«rten, Bezirk Nordwest. Mo» «a. Rordwelt-Tastno. Altmoabir 56/60. Mouatsverlmmmluna. Wer will den Eisernen Hindenburg? In bürgerlichen Blättern lesen wir:„Ein trauriges Ende ist! dem Eisernen Hindenburg in Berlin beschiedrn. Das zwölf Meter! hohe Riesenstandbild am Königsplatz steht jetzt einsam und der-! lassen da. Beteiligt sind daran die Stadt Berlin, der Luftfahrer-' dank, der in Konkurs geraten ist, und die Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen. Die Nagclung hat ungefähr% Million Mark ergeben, so dag auf jede der bc- teiligten Stellen ungefähr% Million Mark entfällt. Der Luft- fahrerdank hat nach Abzug dar Unkosten etwa 125 000 Mark erhalten. Danach hätten also die Kosten annähernd die Hälfte der Einnahmen twrschlungcn. Nun werden die Kosten für den Ab- Bruch des Denkmals den Neinertrag noch weiter verringern, so das; der Neberschutz verhältnismäßig nnbedentsiid sein wird. Auch in vielen anderen Städten ist das Ergebnis im Vergleich zu der aufgewendeten Mühe recht gering. Berlin hat die Uebernahme des Eisernen Hindenburg ausdrücklich abgelehnt." Welch große Neklgme ist für die Ragelung des Eisernen. Hindenburg gemacht morsen und nun die Liquidation gemacht wird, zeigt es sich, dag das Ergebnis ein äußerst mageres ist. Mit dem Opfern für die im Kriege Gefallenen ist es nicht weit her. Vczirksvertreter der ll. S. P. die auläsilich der Beerdigung der Genossin Luxemburg in Berlin sind, werden dringend ersucht, im Laufe des Freitag vormittag sich auf dem Parteiburcau, Schiffbauer- dämm 21, 2. Hof, zu melden. SammÄsirllen der Teilnehmer am Begräbnis� Rosa Luxentberg. Die«Frei? Jugend Groß-Berlin" trifft sich vormittags 10 Uhr auf dcm"Landsbergerplatz. Deutscher Händler-Berband.- Die Kollegen und Kolleginnen treffen sich 10 Uhr vor dem Berbandsbiiro, Blanke nfelderfir. 12. Der Handel ruft an diesem Tage. Die OrtS- Verwaltung. Dnpng Efubag. Treffpunkt vorm. 10 Uhr, Werneuchencrstr. Lichtenberg. Zur BeerdigunDsfeier der Geiwssin Rosa Luxemburg treffen sich die Genolftunen und Genossen der U. S. P. D. in der Parlaue, vor dem Gzinnafinm, vormittags 0% Uhr.— Abmarsch pünktlich 10 Uhr. Die Arbeiterinnen und Arbeiter der Lichienberger Betriebe bitten wir, sich unserem Zuge anzuschließen. Reinickendorf. West. Der Abmarsch bei der Beerdigung der Genossin Rosa Luxemburg erfolgt um%9 Uhr vom Lolaie des Herrn Marx, Ecke Schcrrnweberftratze und Antonienftraße. Die Genossen treffen sich vorher vor den bvbannten Zahlabc nd lok alem Der 10. und 11. Bezirk treffen sich Ecke Berliner und Scharnweber- ftraße. Die Genossen und Genossinnen der IN. soqialdem. Arbeiterpartei„Poale-Zion" treffen sich sämtlich um 10 Uhr am Prcnz- lauer Tor. Die Arbeitslosen treffen sich zur Beerdigung der Genossin Luxemburg F-retwg 10 ld Uhr Bülowplatz. Klagen von Lazarekkmfassen. Aus dem Ktrfcrvelazarett«Neue Welt" gehen uns Beschwer- den über Behandlung und Bekbitigung der Insassen zu. Sie be- klagen sich insbesondere über die Berpflagunq. Während ihnen täglich 400 Gramm Nrot zustehen, erhalten sie nur 435 Gramm. Eier belommen sie überhaupt nicht zu sehen. Das Mittagessen D geschma�los hergerichtet und f-ttlsS. Dm gute BiUtcr, die angeblich für die Lungenkranken reserviert werden soll,«rhalten diese nicht. Und wenn dann die begreiflicherweise leicht erreg- baren Kranken sich über eine derartige Benachteiligung be- schweren, werde» sie in rigoroser Weise znrtickKewiesen. Der Berliner BollzugSwat hat bereit« geeignete Schritt« zur Abstellung dieser Beschwerden unternommen, hoffentlich kommen die Kran- ken zu ihrem Recht. Llitfatikere MiM#*@08 de« KlMerhcmdel. Der freie Handel mit gebrauchten Kteidirngsftückcn ist noch immer»erboten, obgleich«an auf offener Sirahe derartige Sachen kaufen kann. Die behördlichen BeNeüdungsp-ellen haben sich wieder einmal als unfähig erwiesen, den Handel zu regeln. Die Städtische BeAeidungSan statt in ReulöS« ist mm, mn ihre Nühlichkeit zu bewcijsn, auf die Idee verfalle«, jede An�ige von KloidungSstiick«« in den Zeitung«» der Polizei zur Strafverfolgung zu ochertoeisen. Die Polizei lä»i dann den Znsersnton zu stch, stallt«in h»chn»tp«in- tickes Verhör an. das mst einem aasfllhrlichen Protokoll, in dem selbst die««gebe über etwaige Orden- und Eh-en.zoichen nicht seychn darf, endet, und der Betreffende hat einen Strafbefehl zu erwarien. Wenn die Bekleidungsstelle in der Strafverfolgung von Konkurventen ihre Tätigkeit erblickt, so verrät sie eine eigentümliche] Auffossimg ihres Zweckes. Weis sie keine positiven Maßnahmen I zur Regelung des Vertriebs getragener Kleidungsstücke durchzu- setzen, so sollte sie überhaupt einpacken. Und wenn das Bekannt- geben vcu Kleide Verkäufen in den Zeitungen verboten ist, warum gibt man dann nickst den Zeitungsexpeditionen entsprechende An- Weisungen, damit sie derartige Inserate erst gar nicht aufnehmen? Das Verhalten der Polizei erweckt den Anschein, als ob es ihr weniger um die Verhütung strafbarer Handlungen als vielmehr um die Eintreibung von Strafen zu tun wäre. Die Änfallgefahren in der Holzindustrie. Unter diesem Titel veranstaltet der Deutsche Holz- a r b e i t e r- V e r b a n d vom 16. bis 28. Juni dieses Jahres cne Ausstellung im Gewerkschaftshaus, Saal 2 u n d 3. Das Material, was dort zusammengetragen ist, veranschaulicht so recht die Gefahren und die Krankheitserscheinungen, denen der Holzarbeiter, insbesondere der an Holzbarbeitungsmaschinen be- schäflig.'e Arbester, an?, gesetzt ist. Die während des Krieges vielfach an Holzbearbeitungsmaschinen beschäftigten Frauen haben durch Unfälle eine bedeutende Schädigung erlitten; auch darin bietet die Ausstellung mit den zur Schau gestellten Bildern einen aus- drücklichen Beweis. ES ist ungeheuerlich, weibliche Personen der Gefahr auszusetzen, ihre Hände zu verlieren und dadurch ihrer Wirtschaft lchen Bestimmung zu entziehen. Gänzliches Verbot der Frauenarbeit an Maschinen muß in Anbetracht der Gefährlichkeit gefordert werden. Die Ausstellung dürfte für jeden Besucher die größten Ein- drücke hinterlassen und es ist zu wünschen, daß sämtliche Kreise der Bevölkerung diese besuchen. Die Eröffnung erfolgt am 16. Juni 1019. Die Besichtigung ist kostenlos und findet von morgens 9 Uhr bis abends 7 Uhr statt. Zur Wohnungsnot. Uns wird-geschrieben:„Den Wenigsten dürfte cS wohl bekannt sein, daß unweit von Berlin ein ganze? Dorf von einstmals mehreren hundert Einwohnern leer steht. Das Dorf Zehrens- darf, östlich Zossen, wurde zu Beginn des Krieges von der Heeres- Verwaltung übernommen, da es mitten im Truppenübungsplatz Zossen liegt und bei den zahlreichen Schießübungen das Leben der Emwohner fiefährdet worden wäre. Heute liegen im Dorfe nur die Herren Feldwebel der Noskegarde mit ihrer Familie und eine Wache. Da das Dorf mit vielen Ställen und anliegenden Gärlen noch vollständig erhalten ist, ist es vollkommen unverständlich, weshalb diele Wohnstätten nicht von der Regierung für wohnungslose und arbeitslose Kriegsinvaliden freigegeben werden; noch dazu, wo die angrenzenden Felder bei der augenblicklichen Lebensiuuteluot brach liegen." Wir hoffen, daß dieser Hinweis genftzl, um die Behörden zu bewegen, diese leerstehenden Wohnstäilcn zu bevölicrn. Die S. P. D. und bor Arbciierrat. Aus Spandau wird berichtet: Am Mittwoch hielt die S. P. D. eine Mitgliederversammlung ab, welche beschloß, daß ihre Mitglieder in der Stadtverordnetenversammlung für A u s- Hebung des kommunalen A r b c i t e r ra t e s eintrclen müssen. Es scheint dort wenig revolutionärer Geis! zu Herrchen. Bim wicht werden die Herrschaften für ihren Verrat an der Revo- lution vakd eines bessern belehrt. Die Sielluug der Neuböllner Aerzleschaft zum Bärgerstreik. In setzt« Zeit ging durch die Tagespresse eine Erklärung der A«zt»kairuncr, die sich mit einer Rundfrage des Vorstandes der Allgemeinen OrtSkrarckcnkasse Neukölln bezüglich der Stellung- nabme der Neuköllner Kassenärzte zum eventl. Bürgerstreik be- schlAtigte. Der Ausschuß des Aerzteoereins hat jetzt namens der Kassenärzte dem Kassenvorsiand mitgeteilt, daß unter der Neil- köllner Aerzteschaft nicht die geringste Neigung zu einem Acrzte- streik bestehe und er im Falle eines Bürgerstreiks für die ärztliche Behandlung der Kassenmitglieder durch die Kassenärzte Bürg- schaft leiste. Spcrndaucr Skaöwererönekonvcrsammllmg. In der letzte» Versammlung wurden zunächst die neugewÄhl- ten Stadträte eingeführt. Die Wahl des Siadtv. Fisch ist vom Negiorungsprüsidenteii nicht bestätigt worden, Wege» eines kleinen F«riufehlerZbei der LS a h l. s Heiliger Burcaukratisui«? I) Einen Vorschlag des Mieterbundes Groß-Berlin betr. Ab- bürdung der Mietsschnkien für jstriegKieilnehmer wurde zugestimmt, ebenso einem Nachtrage zur Lustbarkeii&steuerordnung, wie auch einem Nachtrag zur Friedhofordnung, der rnrr von vor- ütbe lachender Zettdauet ist, bis zur endgültigen Rciielung. Zu- gestimmt wurde serner d»r Einrichtungeiner Fürsorge- stelle fü« Schwerkriegsbeschädigte, wie auch einer Beratungsstelle für Geschlechcksk ranke. Eine längere Devatte entspann sich bei der Bewilligung van Mit- teln für den Arbeiterrat, die für diesen zur Verfügung gestellten Mitteln sind bereits um 26 600 M. überschritten. Stadt». Jahnke(€>. P. D.) legte dar, daß der A.-R. für einzelne Stellen noch bis zur Uebergangszeit, äff» bis die neuen«Stadträte ein- ' gearbeitet sind, bestßhen bleibt, also bis 1. SssTl.," Dahift, Köppen, SBconer.aßalctzliUWO,. gründeten eingehend die Notwendigkeit des weiteren% ArbeikrrawS. Genosse RöchKn wies unter ü# welche Summe von Lebensmitteln durch �den 3We� � nahmt wurden, so daß die Ausgaben schon dadu Sqeüs'st�' in hm Summen 'Uten. Von den n eh er und der Arbeiter We. ö w„ Ausfällen gegen de". Die bereits ausgegebenen, iowie auch weitere klsgegeoenen, piw.e anu> wrlligt. Eine weitere Debatte ergab auch der Be?«...-! � iadtverordnetenverfainmlung betr. Auszahlung� � K« ..- tt."1 vwv*..—--- KJ-/-. fchuffes auf«ine haltsregulierungskouimission hatte eine,~■l|,e.V rj, Karrenzzeit vorgenommen. Hiergegen wandten n< � der beiden sozialdemokratischen Fraktionen. Sie � die ungeheure Belastung des Stadtsäckels h>n, u. die Not der Zeit aufmerksam, gedachten dabei «ri(e*&c#äWßten, Rriepsleilnehiuer, low:«»» denen kein« Entschuidungsfumme gezahlt wirb. L» zum Ausdruck gebracht, daß der Antrag der m C"g 0 j-fl von bürgerlicher Seite kommt, den Zweck yat, � mu, zS&!, kreditieren. Ein �3 nicht auszuzahlen, sondern nocamais an die Kam•.>. S(,tl i Handlung zurückzuweisen, wurde angenommen. neu ging es während dieser Verhandlung kehr un h mehrmals eingegriffen werden mußte. DaS MieteinigungSamt wird in nächster straßT 00/91 nach'der Potsdamerstraße 22 verlegt, g"1�! steigende Inanspruchnahme der Mietseinigungsall �4 gesorgt werden, daß den Mietern die Aufsuchung � g; r erleichtert wird. Die weiten Wege erschweren�oa- � t IIPILU. ll/VUViL"*-1',_ ,Tt- ernstlich zu erörtern sein, ob man nicht bald zu icr Dezentralisation der Aemter zurückkehrt._ Die Vertrauensleute drr Lazarette Groß-BerlmS sucht, ihre Adressen nebst Telephonnummer des Lazarr„,i der Lazarett komm ission. In den Zelten 23, Zimmer a � Die Lazarettkommission.. Zeugen gesucht. Die Mutler des bei der Knallerei � rungstruppeu im Grunewald erschossenen n rungvtiupvcu im �cui.iauw.' � Zeugen tzes Vorfalles, sich bei ihr zu melden. Juzv> x � der Gardist mit der blauen Mütze, der in unnnlt>. des löblichen Schützen stand, wie auch jeder, der kieiM das beschlagnahmte Gewehr machen kann, um Adresse an Frau Nickel, Frjtfchcstratze 80, gebeten vierter Kreis. Beim Frühkonzert am 1. der Seeterrasse Lichtenberg ist ein Paket und ein f. si Ionen gegangen. Abzugeben im Bureau des Wahtvere berger Str. 27, Hof I. Aus Ken SrgsuWMen. Friedrichahegen. Zur Beerdigung der Genossin« ssreitag, den 13. Zuni, treffen sich dw mßHF am#5ceiiu«jf ozn i-o. vVUiu, iiencii u'c-f"vwV----„m' %9 Uhr am Bahnhof, Abfahrt 9.04 Uhr. Wir ersuchen um A, Erscheinen.— Delegierte zur Kreiskonferenz am v 14. siuni. Abfahrt nachmittags Uhr. Die Manbale d Nnwrocki abzuheben.— Sonntag, den 15. Sunt, Desichttgung der liosenblüte im Botanischen Earlen i» fahrt 8.01 Uhr morgens....._ Friedrichofelde. Soweit die Genossen nicht rnit uift". efi Beerdigung der Genossin Luxemburg gehen, treffen 9°> gi vormittag 10 Uhr im. Lokale von Suddrink, Berliner Ei g Freie Schwimmer Chorlottenburg. Jeden Donnerstag mch'' res ab 6 Uhr abends Uovungsstunde auf der Badewleie> hinterm Königgrätzer Garten.— Sonntag, 15. 3um','i, S1' Baumwerber. Treffpunkt 10 Uhr Bahnhof Iungfernhei-e. des Schwimmsports sind herzlichst willkommen.,' Turnverein Fichte, 18. Münner-Abteilung. Freitag b,» öffentliches Turnen An der Turnhalle des Real-Eymnat stroße M. Eintritt frei. Turnverein Fichte. Am Freitag abend 8% Uhr 8. Lehrling s-Abteilung in der Turnhalle I toaste 14._ g- � Arbeiter-Wandsrbund �Naturfreunde" Groh-Verlm. o Freitag stattfindenden Beerdigung der Genossin Luxemvu uns alle in Wonderklewung ein. Treffpunitt wird in der �). Ä 15. s» numnier der„Freiheit" bekanntgegeben. Der Arbeiter-Wanderverci»„Berlin". Sonntag, den tour zum Langen See bei Garzau. Abfahrt 8 Uhr uns Straustberg. Zirka 18 Kilometer. Gäste willkommen.# Tompeihof. Arbeiter-Schachspieler Freitag ssbend Lokal von Paul Hennig, Friedrich-Wilhelm-, Ecke � JJ Abteilung„0 st e n" spielt Tonnerstags 7% Uhr bei o S'ft Cadiner Etrasto 20. Der freie Schachverkehr L jif in Berlin ist aufgehoben. Die Schachfreunde(pielen ,,, st abends 7% Uhr im„Logen-Restaurant", Kleine Augustst>��-< Berantwortlich skr die Redaktion Alfred@ i«J* Pf' J Berlogsgenossenschaft„Freiheit", t. G. m. b H. Derlm. Lindendruckieret und Berlagsgesellschaft m. b. H., Schnw_ � SüE Deatseäer®«tall«rbeiter-¥ srbasd TerwaltaagsstsIIa lisrU». Todes- Anzeige. Den Kottegen zur Nachricht, daß«Mer Kollege, Wollkopf, Lflbbcner Straße 21, a n 9. d M. gestorben ist. Die Becrdiffnng iindot am Freitag, den 13. d. M.. nachm. 3� Uhr, von der Leichenhalle des Cmraauskirch- holes, Mciaiaftn strafle, ans siatt. Rege Bcteiiigung erwartet Die OrtoyerwattnnK. Nachruf! Deo Kollegen mr Nachricht, daß unsere Kollegen / � Grenz, i Frnchtstraße 7, am 6. d, M., ! der Schlosser• €e©r0 Zendler, 1 Schönhauser Allee 137, am 24. Mai, ! der Soli weißer , Albert Karqusrdt, j Lichtenberg. Leopoldetraäe 27, am 4. d. M., and der Kesselschmied WMhmBm Sommer, Czcrnikauer Straße 8, a-ti 5. d. M Keoioeben smd. Ehre Mwom Aedeoken! Die Ortßvcrwaftonar. Soeben erschien: Der Bol.sichewistiscbe Staat von Kaus öwri'Lner. mU einem Oeleit�ert von Julian Rarehardt. Die Qestaltong der Rassischem Sowlalrosmwx.wird In(he&iem Dache awf Orund uml«»gra«ehen Materlmls objektiv darrcstolh. Wer sich Uber das jetzige Rußland üatern(ohttn wWl, muß dieses Buch lesen, es h-.td«t eftwä« wichtigen Beitrag zur ueschichte(hr mgr cm Revolution. der Lieht* w ahiea. Julian Borehardt BLarXlfl-l I« hfeitmWm*iu»dwi«/raße JL p.flMtfaUMU 111,11 il MHIOB III 4. Wahl kr. U.S.P.D Bezirk 4*21, Abt. 39 Den Mitgliedern zur Nachricht, dal unser Genosse der Schmied EmM Schuiz gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet j i am Sonnabend, 14. Jhni, [ nachm. 4 Uhr a d. Aufer- J stehnrgsfriedh. Weissen', | see.Lichtcnbergerstrale; I statt. Per Vorstand. Asttoi löf HeüklSii! Z«r Beerdigung anserer Genossin Rosa LnxotnbMrcr ?.m 13. Juni treffen s»ch d e revc!HtienäU|p Arbeiter und Arbeiterinnen auch der Betriebe Ndukö Ins am Herman«- platz. Abmarsch VW Ukt. K. F. v. Spartak asbti»J5 ött.,8419 Ie t.m" irterUnNWö i«if cnstr. ES � FCt lot'iidrr Eft#«! i.dSSBS' HiiiwaseH, mit und ohne Federn von Mark 175,— an. ——— Größte Auswahl.—— Ca- W«SiVI«r, Köpenieker Straße 71. (K«in Lides.) Zur Verstärkung unserer Redaktion wird zum baldigen Antritt ein weiterer(dritter) Redakteur gelucht, welcher den provinziellen und lokalen Teil des Blattes zu bearbeilen hat. Es loird e ne gute Kraft beansprucht. Gehalt nach'Adereinkunft. Bewerbungen unter Angabe der bis- herigen Tätigkeit und des geforderten BeHalts erdeten an Volks' Zeitung für das Vogtland, Geschäftsführer Karl Schntrch, Plauen, Parkstraße 13. Oute Polierer ani MBtwl n*4 Piano« stellen»in Gebr. Niendorf, Luckenwalde. Piano, elektr-, wie neu. 22 Noten zugehörig, verkfl- Neukölln. Kaiser Friedrica- CS. I-aVl»!. Ec&iailack sowie Leim dankt jeden Posten B. Thau. Berlin. Wictefstr. 28. L Moabit 2952. Biuerwfiscli!%%% vergrössert, verklein, gerein. 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