�nzelpreis 10 pfg- Jahrgang 2 Sonnabend, öen 14.?uni 191g Nummer 2S1> Morgen-Ausgabe « erscheint morgens und nochmiUogs, an Sonn- und Festtagen mir morgens. ß��'lPPMis beträgt bei freier Zustellung ins Haus für Sroj-Bertin oder bei direNem MWijug obr.e Bestellgebühr monatt. 2,50 M, bei Zustellung unter Streifband»,50 M. »Freiheit" ist in den ersten Nachtrag der Postzeitungsliste für 19W»rngetrage» Berlin NW.«, Schiffbauerdamm «n-lprecher: Am««orten 28»5 nnd 289«. Inserate kosten die achtgespalt. NonpareillezeUe oder dseen Raum L20 OHL, Wortanzeigen das fettgednukte Wort 50 pfv jedes weitere Wort 25 pf, Teuerungszuschlag 50 proz. Familien- und Versammlungsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den darauf- folgenden Tag müssen spätestens bis 5 Uhr nachmittags bei der Expedition aufgegeben fein. Expedition: Berlin NW. G, Schifibauerdamm 19 Fernsprecher: Amt Norden 97GS Berliner-Organ ber Vmbbänßigen Smatöemofratie SeutMianös Die Maske gelüstet �er 8. Jeiikfche Vsz!fisten-Ka«greK. 1'"�? durch den firiea erzwungenen mehr als fünf- «nj j:..f0"'6 trat gestern vormittag der 8. Deutsche als Generalversammlung der 'to l ff', rn �riedensgesell schaff und der Ben- Stiren�• kür Völkerrecht im Sitzungssaal des . zusammen. Wem ft�altiffe Interesse, das von allen Pazifisten gerade Met fjn„ entgegengebracht wird, rührt daher, dak � st z j s: die Schicks als st undedesdeütschen ''ister h j. 111" � bedeutet, der sich verantworten soll, ob er " �liifion auch im Kriege eingedenk ge- u i d d e, der Vorsitzende der Deutschen �er�: �.'rllschaft. versuchte in seinem einleitenden Referat m.'wkeit der beiden Pazifistenvereinigungen seit der t es, Sammlung darzulegen, datz die Pazifisten so gut &'((*» deni Zwange des Krieges vermochten, ihre . �ifjsf, erfüllt hätten. So hätten die deutschen 11 nofoUp r o ff � r trieben aefor* l ttffph t � U t* V*«.-w v»----- Jty bot, fff€re.,t8 vor dem B r e st e r frieden aefor- .�s« Deut-chland d i e Gerechtigkeit den besiegten Russen /n bp'j,1-1.0 setzt plötzlich, da es besiegt am Boden liege. a."carcichen Entente verlange. Sie hätten ferner die Erklärung des unbeschränkten 'Gfithn ,••» 1 6 a 6 s p r o t e ft t e r t, hätten eine offene Er- �'orbe,.. � die volle Entschädigung Belgiens «Cresas, f"d volle Aufrechterhaltung der bekannten Reichs- > Ivo- UNon vom Juli 1917 verlangt. So hätten sie ge- �cksfg � konnten, doch seien sie in. ihrer Tätigkeit aufs w.?)!»-> den militärischen Gewalten gehemmt gewesen. »'row,' v� rnngen der Pazifisten seien nunmehr klare 6l!(V.? der Schuldfrage ani Kriege durch ein wirklich i r°lesGericht. t'-ksistn»„.�."�kührungen des Referenten fanden in der Dis- —■■'■ jt. a-rrr.» {."Ifion'r s'fusruvrungen des Neterenren ranven m«c» 1'� dj»' üwcise schärf st en Widerspruch. So stellten MeiffpM nnrnS. St« ftpSnilforjhfleN Diskuisions- 1, 0»"Iis n 7� u.s d f r a g e heute nicht mehr nötig sei.. p"'•• rtr----- fj. 4 04 4(sit »°n ? Mm m'u'utllicu»«• .-»Her sü1 et"s:n und gerade die bedeutendsten iH q.t16.®roMfor Nicolai und Hellmuth den''"• 4 Diskui'sions- -iivr v. r v v* w.«...v------- V 0 N G CT- tandpunkt. daß eine Untersuchung x i � r-: IME die meisten bereits im August 1914. sei . gewesen, datz die alleinige und un- �i e. � 0 r e Schuld am Ausbruche des J'kstll Deutschland trage. Der fast einmütige '�nbo., o» �0"W""0 zeigte, datz sie sich in der über- � Mehrheit dieser Auffassung anschloß. 1. bja. 4UIU WUCl ILUI cu cv».vi wR------. i,'o Mehrzahl der Teilnehmer an dem gleich- �d>eoi?I"den Kongreß der Rechtssozialisten in Weimar. tst&rr 2"�° Schuld Deutschlands am Kriege leugnen. \ t? n.Merlach gestern in der Diskussion der- piniQ« ptz einer der'rechtssozialistischen Vertreter in llewagt habe, zu sagen, für den„Wahr- ti° r d. w e i" der E i s n e r und B e r n st e i n u*/%n„\b«e deutschen Arbeiter niemals ,'frt" 1 s haben, und als Gerlach hillzufügte, Jpiillf dcr so zu sprechen ivagte, sei nicht nieder- li. � siib-' ia' er habe noch Beifall erhalten, da l b, Cint ungeheure Entrüstung«litcr der Bersanim- Astlist.�, z/igt. das, der chaiivinistischc Geist der Rechts- it? Qiirf. v f vom einsichtige,, Bürgertum verurteilt wird. pischo»'. internationale Gedanke in den wahrhaft pazi- ipt vukaeklärten Kreisen des Bürgertums immer A��vast gewinnt, da-s zeigte sich ferner an dem spon- p fie h 0r�' den Ly d a G u st a v a G e y m a n n erhielt. -i verlangte, daß der nationale Vazifis- ' Pazifist »z d lg vch den internationalen �°tzt würde. '''■Ol W U l U L. bediugvngeu der Enkenke an Koltfchak. o, Paris, l?.Juni. fHavaS.) '"'nu», 8BnöC" v er Alliierten, die Kalt» '•c ü,," �chr als bindend anerkannt hat, und die ihm in der 1 ich a- übermittelt wurden, umfassen 8 Punkte, darun- �"sten'"berufung einer Konstituante, hervor- �istna kü* kreier und geheimer Abstimmung, respektive die Ein- Ml kill*1 Konstituante von 1917, falls die Ordnung noch nicht *** hergestellt sein sollte, um Wahle* vorzunehmen, sobald Kvltschak bis Moskau vorgedrungen ist. Im Innern darf das alte Regime nicht wieder hergestellt werden, bürgerliche und religiiise Freiheit muh gewährleistet werte«, Au- erkennung und U n a b h S n g i g k e it F i a n l a a dS und Polens, Schiedsgericht des BSlkerbundcS in der Grenzfrage, gleiche Liifung für die Beziehungen Ruhlaads zu E st h l a n d, Litauen nnd den kaukasischen Gebieten, die als selb- ständige Staaten anerkannt werden müssen, sowie Anerken» n u n g der Verpflichtungen Ruhlands hinsichtlich der National- schuld find weitere Bedingungen. Koltschak hat diese Bedingungen angenommen und gleichzeitig erklärt, daß seine Negierung dem Lande Ruhe und Frieden geben wolle, damit das russische Volk frei durch die Konstituante über sein Schicksal entscheiden könne. Termin»er lleberrelchnng der ssrledensbedingungen«och nndesllmmk. Noch immer widersprechen sich die Nochrichten über den Zeitpunkt der Ueberreichung dcr Friedensbedingungm. Wie der„Matin" meldet, ist man augenblicklich mit der end- gültigen Abfassung dcr Antwort auf den deutschen Gegenvorschlag beschäftigt. Es wurde eine Kommission zur Revidierung des Teztcs ernannt, die aus einem Franzosen(Tardieu), einem Eng- länder, einem Amerikaner und einem Italiener besteht. Die Fertigstellung des Wortlautes ist für heute»der morgen zu er- warten. Die Antwort, welche etwa 50 bis 60 Seiten umfaßt, muh gedruckt werden, so dah die Ueberreichung dem„Matin" zufolge erst Sonntag abend oder Montag vormittag er- folgen kann. Die übrigen Blätter sprechen immer noch von heute abend oder Sonnabend als Zeitpunkt der Neberreichung. Die holländischen Soz'alisken gegen den Gewaltskieden. Privattelegramm der.Freiheit". A m st e r d a in, 12. Juni. Die holländische sozialdemokratische Kam- merfraktion alzeptiertc einstimmig eine Resolution, die mit dcr im Ausruf der italienischen Fraktion enthaltenen vernichtende» Kritik der Friedcnöbedingungcn übcrein- stimmt. Sie huldigt den Ententesozialisten für die Versuche zur Btwahrung dcr Menschheit gegen die(Gefahren, die aus diesen Olewaltmahnahmcn hervorgehen und enthält die Bcrciterllärung du u, mit den soziahstlschen Parlamenlsfraktioncn aller Länder zusammenzuarbeiten. Am ksmmendrn Montag werden Parle! und Olewerkschaften Amsterdams ein Prot» st meeting gegen den Olrwaltfrieden abhalten. W!e die preß„frelheil- aussteht. Auf dem sozialdemokratischen Parleiiag wurde ein Antrag angenommen, die Regierung solle für die vollständige Durch- führung der Rede- und Pressefreiheit im ganzen Reiche sorgen. Es wird wohl kaum außer den Teilnehmern des Parteitages jemand glauben, daß unter der jetzigen Regierung dieser Antrag jemals durchgeführt wird. Wie die Pressefreiheit i» Wirklichkeit gehondhabt wird, zeigt die Tatsache, daß die„Leipziger V o lks ze i tu n g" wiederum verboten worden ist und zwar wegen des Abdrucks eines Fcuilletonartikcls.Standrechtlich er- schössen," dcr in vielen anderen Zeitungen ungehindert er- schienen i st. Die Begründung des Verbots sagt, der Artikel sei„geeignet und bestimmt verschiedene Kreise der Bevölkerung gegeneinander aufzuhetzen und zwar in einer den ö f f e n t- lichen Frieden gefährdenden Weise." Man sieht, dieselbe Begründung wie vor dem B. November 1918 und sogar vor dem 4. August 1914. Der Artikel, der eine Darstellung des Wütens der Noskegardisten in München gibt, das nach amtlichen Mitteilungen 186 Opfer gefordert hat. konnte sogar von dcr.Neuen Zeitung" in München veröffentlicht werden, ohne daß die dortigen Behörden einen Grund finden konnten, den sie wahrscheinlich ebenso sehnsüchtig herbeiwünschen wie ihre Leipziger Kollegen, deswegen gegen die.Neue Zeitung" etwas zu unternehmen. Trotzdem dürfte es den Leipziger Gewalthabern ebensowenig gelingen, die.Volkszeitung" mürbe zu machen, wie e» Herr» NsSke gelungen ist. Sie Allen geblieben. Wir haben wirklich nicht viel von dem Parkeikvig derRechtssozialisten erwartet. Wir, kannten so gut die Arbeit, die die alte Parteimaschincrie in der AuSles« bewährter Parteifunktionäre, in der Ausschaltung oppofitio� neller Elemente zu leisten vermag, daß wir an dem«Siegl� der erfahrenen Führer" keinen Augenblick zweifelten. Aber daß oie Maschine so gründlich arbeiten werde, daß vo« der wahren Stimmung der rechtssozialistischen Arbeiter! kaum ein Hauch zu spüren sein werde, hätten wir kau« geglaubt. Der Parteitag ist im wesentlichen«ne Aneinander--! reihung von Monologen der Führer. Was früher einmal die sozialdemokratischem Parteitage auszeichnete, die lebhaften Debatten, der heftige Geisteskamps um die Poll-. tische Erkenntnis und die taktischen Probleme, spielt auf diesen Tagungen keine Rolle. Sie ähneln in dieser Be- ziehung den Katholikentagungen. wozu auch trefflich die leicht antisemitische Note bei den beliebten Witzen paßt. Und wie leicht haben es die Führerl Für sie gibt es keine Probleme und um sachliche Argumente brauchen sie sich nur wenig bemühen. Die Kritik der Unabhängigen?� Die entscheidende Frage jeder Revolution, das Problem der realen Macht? Ha. ha, habt Jhr's nicht gehört, Barth von, den Unabhängigen hat mit einem„unserer" Generale ge- redet. Ha. ha. der hat es gleiel, berichtet, ha, hal Ha. hac wird allgemein. Herr Noske hat stürmischen Beifall und die Frage ist erledigt; j Herr Cohen macht Opposition? Das werden wir gleich haben. Herr Scheidcmami erzählt, daß er Herrn Bethmann nahegelegt bat, das Pliiralwahlrccht in Preußen einzuführen und so das gleiche Wahlrecht verraten hat. Stürmische Entrüstung, Herr Cohen ist erledigt(der manchmal unbequeme� wenn auch rein rechtssozialistische Z e n t r a l r a t vielleicht mit ihm) und kein Mensch fragt. warum dmn Herr Scheidemann die Enthüllung jahrelang im Busen bewahrt hat oder warum er so entrüstet ist über Cohen, während die Generalkommission mit Legi en und Roh. Schmidt an der Spitze doch den ausdrücklichen Be- schluß gefaßt hat, während des Krieges die preußische Wahl- rechtsfrage ruhen z» lassen, und die Partei danach lange, lange gehandelt hat. . fragen nichts, die Delegierten und alles wäre in ichonster Ordnung verlaufen wenn nicht Ed. Bern- st c i n eine unangenehme Störung verursacht hätte. Aber dem haben sie es dafür auch gut gegeben. Noske, der otarfe, fubrte die Reihen und gab das Losungswort: „Dummes Geschwätz." Otto Braun sekundierte: „U n s i n n." Eine in Fraaen der auswärtigen Politik offen- bar besonders bewanderte Genossin konstatierte: unver- antwortlich;„Ein Unglück, daß der Mann hier so gewrochen hat'.meinte einer und Scholz-Berlin erklärte, hatte„Teltow-BeeLkow gewußt, was Bernstein sagen wurde, es hatte ihn nicht zum Vertreter' gewählt". Ganz recht. Ed. Bernstein, mit dessen politischer Haltung wir sicher nicht einverstanden sein können, paßt nicht zum Vertreter für diesen Parteitag und wenn auch kein unverdientes, so ist es doch ein hartes Geschick. m diese Gesellschaft zu geraten. Unter diesen Leuten blieb Bernstein völlig isoliert.' _. Einstimmig, bei wenigen Stinimenthaltiingen. wurde die Rciolution zur auswärtigen Politik angenommen, die die Billigung des Pgrteivorständes und der Regierung gefunden hatte, und die die Itesolution Bernsteins„erledigte". Scheide- mann. Welz„„5 David triumphierten, sie hatten die kam- Pakte Majorität hinter sich, die dem unbequemen Mahner Bernstein deutlich genug mit wildem Geschrei und flammen- der Entrüstung zeigten, daß man an seiner„Deutschfremd- Wt", an seinem..Wahrheitsfimmel" übergenug hatte. Bernsteins Stellung zur S ch u.l d s r a g e, zur K re- ditbewilligung war es, die die Gemüter dcr braven Kriegskreditbcwilligcr gegen Um auskochen ließ. Diese Partei kann die Wahrheit nicht vertragen— „Wahrheitssimmel" ist ihr verhaßt. Sie kann das Bekennt- nis der Schuld des kaiserlichen Deutschland nicht vertragen, weil sie die Mitschuldige dieses Regiments gewesen ist. Sie erträgt die Nachprüfung ihrer Kriegspolitik nicht, weil sie eben vom sozialistischen Standpunkt aus unteratler Kritik ist. Und deshalb sind eö die Meger Stefeg Tages, die vor der Geschichte einst als die in Wahrheit Unterlegenen dastehen werden. Eduard Bernstein hat sich von uns geschieden— seine Politik ist nicht die unsere. Das hindert uns nicht, mwu- erkennen, das', er als Unterliegender vor diesen Siegern die bessere Rolle hat. Er hat schon recht, wenn er es im Interesse seiner neuen oder alten Partei bedauert, dah er in ihr w isoliert dastehe. Dieser Sieg wird, wenn die deutsche Ar- beiterklassc ihre historische Ausgabe mehr und mehr erfaszt. eine der Etappen der Rechtssozialisten%ur Grube sein. Bor diesen Kampf Bernsteins gegen den Stumpfsinn der offiziellen Partetparole verschwindet fast völlig die„grosze" Rede, durch die Herr Scheidemann dem Tag die Weihe geben sollte.„Die Aufgaben der Partei in der Republik" hieß sein Thema. Ter Harmlose mußte irgend- ein ernstes, wohlüberlegtes Programm vermuten:>oas dann herauskam, war eine durchaus dürftige Rimcicn- plagcrei, eine Windbeutelei, die zwischen den Zähnen?er- floß, eine Plätschere! in den allgemeinsten Allgemeinheiten, Ein Zeugnis der vollendeten Ideen- unb Ziellosigkeit, eine völlige Preisgabe des Sozialismus— natürlich unter allerlei glitzernden Redensarten versteckt—, die Empfehlung des geheimrätlichen Bastards, die Wisiellsche Planwirtschaft, die den Kapitalismus verewigt und ihn mit kriegs�vang-wirt- sckxrftlichen Maßnahmen verbindet— das ist der Scheide- mannsche Soüalisierungsersad. Das Schlußwort entsprach dem Anfang. Um die jammervolle Leere wenigstens etwas verdecken, stürzte sich Scheid c mann mit Eifer aus den von David schon totgeschla- geuen Cohen, den Kontinentalpolitiker. Aktivisten und U-Boothclden zu Lande. Herr C o h e n hat im Kriege seine Sündenlast schwer gehäuft, der Grund aber, weshalb Scheidemann so wütend über den Unglücklichen herfiel. ist weniger in diesen seinen Sünden zu suchen, als viel- mehr in der oppositionellen Haltung Cohens. So nimmt das Schauspiel seinen programmäßigen Ablauf. Die Resolution der Braun. Wels und Löbe, die die ehrlich internationalistische Bernsteins ab- würgten, indem sie ein Stück daraus mit nationalistischen Zu- sähen versahen, wurden einstimmig angenommen und damit war die Sache zu E�h«. Daun folgte die pronipte Annahme eines Vertrauensvotums für die Regierung mit sroßer Mehrheit und einige andere Beschlüsse zugunsten der Kreiwilligenkorps, der„Einigung" im Sinne Adolf Brauns ustv. Es fehlen in allen diesen Resolutionen nicht gewisse Vorbehalte, aber das beweist nur, daß die Rechtssozialisten nicht einmal den Mut haben, ihre Meinung frei und offen auszusprechen. So zeigt denn der Parteitag, daß die Rechtssozialisten ganz die geblieben sind, zu denen sie während des Kriege? sich entwickelt haben, ein? Partei, der jede revolutionäre Tal- kraft, jede sozialistische Ueberzeugung und jedes internario- nale Empfinden vollständig abhanden gekommen ist. Die Koalition mit den bürgerlichen Parteien ist ihr keine äußere Notwendigkeit, sie entspringt ihrem innerenWesen. Und ebenso zeigt die Tagung, daß diese Partei zu einer Wandlung aus Innen heraus nicht mehr sähig ist. Tie rechtssozialistischen Arbeiter, die auf diesen Parteitag gehofft haben, sind genarrt. Sie müssen erkennen, daß der praktische Sozialismus in dieser Partei keine Stätte mehr findet. Der Platz für die sozialistische Arbeiterschaft ist rn der Unabhängigen Sozialdemokratie. .Am 7. i. Wf., dvrmkttagS zwischen 10 mch 11 Uhr. zog durch Graupenz ein« Truppe der»G a r d e s ch ü tz e n' in voller kriegs- mäßiger Ausrüstung. An der Spitze dcfanO sich ein Auto mit Offizieren. Dieses Auto mochte auf dem Marktplätze am Denkmal»Kaiser Wilhelm» I." Halt. Zwei Gruppen Gardeschützcn traten mit vorbereiteten Girlanden an das Denkmal heran und bekränzten das Denkmal. Die Militärkapelle spielte das Gardelied(Text: Das ist die Garde, die unser Kaiser liebt usw.s uno marschierte die Truppe i m Parademarsch am Denkmal vorbei. Vom Graudenzcr Arbe.iterrat wurden sofort sehr ener- gische Vorstellungen beim Gouvernements che f de» Stabes erhoben. Dieser sprach sein Bedauern über den Vorfall auZ, erklärte jedoch, er könne in der Angelegenheit nichts unternehmen, da diese Truppe ihm nicht unterstellt sei. Daraufhin hat der Arbeitcrrat eine virekte Beschwerde an den Reich Swehrmin ist er Nosk« gesandt. In der Grauden- zer Werktätigen Bevölkerung hat der Vorgang begreiflicherweis« große Ausregung verursacht, zumal von vielen Soldaten und Offizieren kleine Fahnen mitgeführt wurden, sogar «uehrmals die Kaiser st andarten und Kaiserbilder. Unser Bericht, fährt der.Vorwärts" fort, fügt hinzu, daß gerade im Osten in Offizierskreisen die Ansicht vor- herrscht, daß die jetzige Regierung abgelöst wird und daß etwaige Zusammenstöße mit den Polen im Osten als Ursache zu einem militärischen Putsch gegen die jetzige Regierung dienen sollen. Dos ist allerdings arg und der Vorfall wirft auf die ! wahre Gesinnung der von den Rechtssozialisten geschaffenen i und so heiß verteidigten militärischen Machthaber ein Helles Licht. Der„Vorwärts" kann zwar nicht umhin, zu verlangen, daß R oske gegen die Offizieie einschreite, das Ganze aber muß ihm doch zu anderen Zwecken dienen. Er teilt die Sache unter der Ueberschrift mit„Monarchisti'che Ausschrei- tungen der— Emil- Barth-Garde" und erörtert das Problem, ob wohl Barth mit solcher Energie gegen inon- archistische Aussckreitunaen verfahren würde, wie er sie von Rvske envartet oder zu erwarten vorgibt! Der„ernste Vorfall" ist also dem„Vorwärts" gerade recht als Stoff für einen Bierulk und die Frage entsteht. ob die Redakteure selbst so dpmm sind oder nur ihre übrig gebliebenen Leser für so dnmm halten. Vielleicht werden w i r nächstens mal für die Ermordung Liebknockstz und Luxemburgs verantwortlich gemacht werden. Aber man soll vom Ochsen nicht mehr als Rindfleisch verlangen: den Rechtssozialisten stehen heute andere Kampf- mittel eben nicht mehr zu Gebote. jene, vi« ihn stillschweigend geduldet hätten, Werrakchent'** heben und töten. Ich stelle fest, daß da»»8 Uhr-Abends verleumderisch lügt, um eine neue Hetze gegen Koinmunh'ien H veranlassen. Karl Einste'»' Sozialdemolrakscher padeM- Ein neuer Schwindel. Die braven Rechtssozialisten zeigen nicht üble Lust, die Kinderei, die sich Barth zuschulden hat kommen lassen, nach allen Regeln einer skrupellosen Demagogie auS- zufchlachten. Sic verbreiten bereit? ein Fluablatt, in dein sie lüg.en, daß„die Herren Barth und Breitscheid im Auftrage ihrer Partei" gehandelt hätten, obwohl sie wissen, daß daran kein wahres Wort ist. Dann heißt es w dem Flugblatt: Die Arbeiterschaft aber kann daraus ersehen, daß den Unabhängigen jede» Mittel recht ist, um zur Regierung zu gelangen. So gut, wie sie versucht haben, die Garde-Kavallerie- Schützendivision z u m V e r r a t zu bewegen, wurden sie sich auch nicht scheuen, mit jeder andesn, auch der reaktionärsten Macht, in Verbindung zu treten, ganz gleichgültig, ivaS noch von ihre» vielgepriesenen Grundsätzen dabei übrig bleibt. Mit solcher Grundsatz losigkeit aber kann sich die deutsche Arbeite.-fchm't unmöglich einverstanden erklären. Und jeder Hrbeit-r, der sich noch einen Rest von Ehrgefühl und politischer IlcberzeugiingStrcu« bewahrt hat. kann deShclb nicht anders handeln, als sieb mit Abscheu von denen zu wenden, die zur politischen GesinnungS.umperei greisen müssen, nur um dem großen Hausen eine Macht vorzutäuschen, die sie sich aus eigenen.Kräften niemals zu schaffen in der liage sind." Das ist wirklich ulkig. Tie Garde-Kavallerie- Schützen- Division, die festeste Stütze der Söheidemann-Regiorung, wird da reckst unverblümt als die reaktionärste Macht bo zeichnet und den Unabhängigen als größtes Verbrechen an- gekreidet, diese Militärmacht bemitzen zu wollen, was die scheide, nänner'ja unablässig tun und was sie als un- wgänglickje Notwendigkeit verteidigen. In Wirklichkeit ist »n es der Partei natürlich nickst eingefallen, jilst in diesen Garden geeignete Slützcn zn erblicken: aber von den Scheide. Männern ist es doch recht unverschämt, darüber Entrüstung zu produzieren. Nein, die politische Gesinnungslumperei ist ausschließlich bei denienigen, die die Arbeiterschaft ent- waffnct, die Offiziere und Studenten aber bewaffnet haben. Und so dunim, wie sie die kvcheldemänner gern haben mixfy ten. sind die Arbeiter denn doch nicht mehr, um ihnen auf diesen neneslen Schwindel hereinzufallen. Im übrigen: Alle in Betracht kommenden Organe der Partei haben erklärt, daß Barth ohne ihr Wissen gehandelt hat und haben sein Vorgehen mißbilligt. Trotzdem fahren die Rechtssozialisten fort, die Partei für da? Verhalten eine? Einzelnen verantwortlich zu machen. Auf dem Parteitag hat.Herr Scheibemann mitgeteilt, daß Herr Cohen bei der Regierung Bethmonn.Hollweg für ein Plnralwahl- recht in Preußen eingetreten sei und damit das gleiche Wahl. recht preis g ke i t der Partei gegenüber% u n( nicht befriedigt sei» konnten. Der Parenag sichert der"'» � r u n g kräftigste Unterstützung zu bei Durch! aller Maßnahmen, die zur Verwirklichung unserer und damu zum Wohl« des gesamten Volle» erprifsen w � Di« gewaltige Mehrheit de» deutschen Volke» wird l Regierung stehen, wenn sie ohne Zaudern und Warten die � ' w a I t u n g allseit» und allenthalben demokratisiert, l hältnis von Schul« und Kirch'« zum Staate>«' | unsere» Programm» ordnet, im Heerwesen die erforder~ � Reformen durchführt und im Wirtschaftsleben 'legend« Aenderungen trisft, die den Forderungen und z» keilen der Zeit entsprechen(van Sozialiiierung� also nich' gesprochen. Red. d. F.). An di« Parteigenolse', � > Reich« richte' der Paricilag d e Mahnung, bei der Bei"»' j, i aller Vorkommnisse stets nur von festgestellten Tatsache««" � ! gehen und den Unwert von Kritiken zu erkenne«,.j, i von veranuvor ungslosen Leuten nur zu dem Zwecke tw� "oerden, unsere Partei und unsere Verireter in der Reg».� !in den Augen des Volkes als unwürdig des Vertrauens ers«� z I zu lassen." W t(ii) Zur Frage der Freiwilligenkorp» wird der Krüger-Potsdam einstimmig a n g en o m m e« einem Zusatzantrag, der fovX'rt, daß der Belagerungszui'««� verhängt und Truppen erst dann eingesetzt werden, weiw � Parteiorganisation vorher gehört ist. und daß den Befeh!»" � in den zeitlveiiig besetzten Orten Genossen au» Parieilreise« gegeben würden. Alle übrigen Aniräge hierzu werden abge � ebenso gegen wenige Stimmen der Antrag- den Rücktritt von N o» k e. Angenommen wins«">« u, lution für völlige Rede- und Prcßsreiheit in, ganze»»1 q e!e Hai t ein Antrag auf unbedingte Aushe des Belagern»gSzust a»des. Tie Tcbai:« dann den Anträgen zu, die Agitation und Organisation � send(Presse, BiiidungSarbeit, Fraucnsrage. Programmrev t � Broun.Rüeiiberg: Un'er 4—'.<**) bcliehei.d' a-j•■">««:« y# wir noch nicht hundert sozi'aldemokratiscbe Zeitungen. Wir« � viel zu wenig Redakteure, deren Bezahlung jämmerl> Der Nmchrichlendienst der Partei muß ausgebaut werden.' arbeiten mit dem schlechtesten Handwerlozeug am Tetefo»,« � Sck>reibmaschinc usw. Der Parteivorsrano sollte ven Raä>rw> dienst unter AnSschaltung der bürgerliche» Presse und ff'st oalen Interessen neu organisieren.—(yctirmai",-''«1 Sine Verleumdung. Der Berichterstatter de»»9 Uhr-Abendblatte»" erlaubt sich gegen meine Person einen Angriff, der nur von der einen Absicht diktiert sein kann, mich auf dem raschesten Wege in» Ge- fän gni» zu befördern. DaS.8 Uhr-Abendblatt" behauptet, ich hätte in meiner Rede im Fricdrichshain anläßlich der Trauer» seier um unsere Genossin Rosa Luxemburg erklärt, man muß all«, dt« an dem Mord« van Rosa Luxemburg Schuld seien und Braun übertreibt. Rur die leitenden Redakteure stehen al» bei der bürgerlichen Presse. In der leidigen Papiersrage sollten die Genossen in gierung uns endlich zu unscrrn Rechte verhelfen.—•> ,'\* Hamburg bespricht pie Ausgaben der sozialijliscken. neuen Staate.— Frau Juchrrz Parteivorstand. hebt die bigfeit einer Ausgestaltung der sozialistischen Presse hervor-.�l« »Gleichheit" wird eine Zstnlag« unter dem Namen»Frauen-K' äz Zeitschrift" erhalteii.— Nubcn Essen sucht dem Mißtraue« ß die neugewonnenen Akademilcr entgegenzuwirken. g)' Vorsitzender Schulz erklärt erläuternd zu einem Bor? ,(< am Schlüsse der DonnerZtagiitzung, daß der Jenaer DeW� Dr. Zimmer nicht aus dein Saale gewiesen worden ist, so" freiwillig den Saal verlassen habe., igll Hoffmann Snalseid fügt h''zu, daß Dr. Zimmer in' Erregung sogar gesagt Haide, er lege sein Mandat zum P«" nieder. In der weiteren Aussprache wünscht die Mehrzahl der � ner die Organisation der Jugtnd aui das Alter von 14—''%'(() ccn befchräickt zu sehen. Aeltere juaendl'che Mitgticdcr in die Parteiorarnisationen. Weiler w'rd die Schaffu«? AiizcigcnmonopolS im Interesse der Gesundung der Presset?.% niss«. aber auch im Interesse der Reichskinanzr: geforder' � Der Antrag Schulz aus Förderung deS Bild»ngSwesens C-',� einstimmig zur Annahme Alle ande.en Anträge hierzu ßK,«) für erledigt erklärt. Gleichfalls angenommen wird dr�-, hss Schul zmuf Pflege der Jugendorgon'sation, wobei die Fst«!»'«e zu welchem Alter sich die Sondeearganisierung der Juget" J strecken soll, bis zur Beratung des neuen OrganijationSei'tw' � zurückgestellt wird. Ein Antrag Hrinburg auf Schaft w alkoholfreier Jugendheime, von Lesesäst«. � Schulen, Errichtung von Jugendherbergen um.F Bekämpfung des KieiounwesenS findet Ebenso ein Antrag auf verstärkten sozialpolit'' f Schutz der Jugend und ein weiterer Antrag Entmilitarisierunu de» gesamten Kadettenkorps.— In• f angenommene« Antra«« wird die Partei K Sit, i'ti i ** »erpflicht-t. T na h» sozlardemokratischer Lrh. 'ifuiHi S fttQf'en z u fötbetn. D> Anträge auf Ein- Aurschuss<'Z zur Programm revision und eine» Ntamm<,4Ut �vrberaturtg eines sozialdemokratischen Agrar- dem Parteivoostande überwiesen, ebenso »�eintrage auf Förderung der sozialdemokratiichcn Presse, auf Gründung einer Zentral« für die km), w,'' M che Agitation unter den Beamten litl,,. m /varieivorstond überwiesen. Schließlich wird svlgender i.* Mit überwältigender Mehrheit ange» Der Parteitag erklärt, daß Genossen, die Regie» " innehaben, der Partei verant» mn ben. Er erklärt serner, daß die Bekleidung !«»,jyrungSamle, kein Grund sein kann, den in Betracht l�«In>fu �knoßen dae Recht abzuerkennen, in Parleivorstand, ij bi., k niiiiM und anderen Instanzen Aemter einzunehmen. Bericht der Organisationstommission. Htin B?'?otlmunfc: Den gewaltigen Umwälzungen seit der 1%. �mtutenänderung von 1012 muß endlich Rechnung ge- und der Parteikörper durch eine umfassende HA «im neugestaltet' werden.' An dem jetzigen Partei- .'°u das Beivährte......" Partei- !« bie r b c''■ und W e r k st a t t v e r l r a u e n s l e u t« ist Ihqi, sation einzugliedern. Di« doppelt« Mitglied- �inl i-b unzulässig sein. Der Parteitag darf nicht ??�r als 400 Delegierte im Interesse der praktischen l»na ug«chkeit haben. Daher schlagen wir eine neue Staue- fiüL T.' Die ReichStagSfraktion ist nicht mehr wie IWift öoetin der ganzen Bewegung: sie darf deshalb (orteL t wehr als ein Fünftel ihrer Mitglieder zum Ilied»° delegieren. Hingegen sollen die PartciauSichußmit- �si>nd?,��lussen werden. Dringend abzuraten ist von einem W:?" Frauenbeirat. Wir machen jetzt grundsätzlich keinen >!> ed mehr zwischen Mann und Frau. In den Bezirken ' eine Frau zum ließen, sie haben jetzt auch nicht den M u t für fie etnznstehen oder überhaupt zu sagen, wie dieser Beschluß zu st ande ge. kommen ist. AuS Furcht vor ihren Anhängern und den politiscben Konsequenzen dieser Handlung treiben sie ein geradezu klägliches Spiel mit der Wahrheit. Und in den Kreisen der Rechtssozialisten hört man dagegen nichts als hohle Worte. Avfhebvng der Räle In Wilrllem'ierg. Bei der Beratung eines UebcrgangSgesctzeS im Württemberg!» schen Landtage wurde von den bürgerlichen Parteien zum AuS- druck gebracht, daß, nackchem die württembergische Verfassung ver- abschiedet, die Einführung von Betriebsräten sichergestellt, die Erneuerung der Gemeindevertretungen durch Neuwahlen stattgefunden habe, die Aushebung der Arbeiter-, Bauern- und Sol- datenräte dringend geboten sei. Bei der Abstimmung wurden die auf diese Räte bezüglichen Ziffern gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt. Danach haben die Rät« in Württem- berg keine gesetzliche Grundlage mehr. So versucht auch in Württemberg die bürgerliche Mehrheit den Trägern der Revolution, den Arbeiterräten, das Lebenslicht auszublasen. ssreles Geleil für Eichhorn. Den P. P. N. wird aus Weimar gedrahtet: Der Reichswehr- minister NoSke hat dem Untersuchungsausschuß der preußischen LandeSvcrsammlung mitgeteilt, daß er dem früheren Polizei Präsidenten Eichhorn zu seiner Aussage freies Geleit und jede Sicherheit gewähren wird, um seine Aussage zu«r- möglichen. aufnehmen können. Wir sind gewillk, diesen Lohnkampf chlosson zu Ende zu führen. Der Vertra-uenS-Ausschuß. 'Arbeitseinstellung bei der Berliner VaumaOerialionschisf« fahrt. Am 12. Juni haben sämtliche Bootsleute und Steuer» leute' der Märkischen Sandiv'.rke die Arhcil niedergelegt, da Ver» Handlungen über Regelung der Arbeitszeit und Erhöhung der Lohne zu keiner Einigung mit d�r Finna führte. Weiter« Arbeitseinstellungen der Schisssmannschaften anderer V-"-Im«r Firmen stehen bevor Die Leitung der Bewegung hat der Ver- band der Binnenschiffer übeniommcn. Streik bei den Reuen Element-Werken, Friedrichssraht 105. Die gesamte Arbeiterschaft des Betriebes ist am Mittwoch in den Ausstand getreten, weil die Vetrielbsleitung sich weigerte, die vom Arbeitgcberverband angenommenen Tariflöhne zu zahlen. "Ofc., ü'" r"• lieber den dritten Teil wird mit '»ÄrK SÄrtW'-f 8'«tü(•n uiüsse.- Ii, der Gesa» tabstimmung wird da» neue angenommen.— folgt nunmehr ver bricht der Fraktion der Nationawcrsammlung. dii�chterstatter LSbe: Ein großer Teil dieser Frage ist 16� Ödk r e r tischen Aussprache erledigt. Die uns zugetmchtl. meisten? schon andere Instanzen beiomnien. Wer " n-.verhindert ist. ein Mandat au sz nü b c n, mustte die Teilnahme bei einer Abstimmung im Parlament. »St�'schädigung beim Rahmenucsetz zur �zial.„crung KV!*) olle Fälle abgelehnt worden. Nachdem die ii; ### " i e ll i m e n t S vom Halse zu schassen. ES ist eine mmmm «-.«KSV- 7 Uhr. Zur ZSkScher romdenasiÄe. WWMiiHW , dr Halse "iPcfeus beteiligt gewesen. % was ist richtig? u wiw Ifi iiwj'ia* 15 �Zialistsschen Minister und die Hinrichtung Levin�s. BfesMSZW an- «MM» Drohender Streik in den Berliner Zeitungsbctrieben. Kurz vor Redaktionsschluß erfahren wir, daß die Hilfsarbeiter in den Berliner ZeitiingSbelrieben Lohnforderungen gestellt haben. Sollten sie nicht bewilligt werden, so sind die Hilfsarbeiter entschlossen, in den Ausstand zu treten. In diesem Falle würden die ZeimngSbetriebe vollständig ruhen. Die Eisenbahner werden unruhig. Eine am Mittwoch, den 11. Juni tagende Funktionärsitzung. welche von ra. 800 Vertrauensleuten des Deutschen Eisenbahner- Verbandes, Bezirk Berlin besuch! war, hat sotgeude Entschließung angenommen: Die Funktionäre stellen fest, daß seit dem 7. Mai seit Abbruch der Verhandhlligen, wo daS Ministerium eine Erklärung abgab, in der sie unsere Forderungen als berechtigt anerkannte, und sich gleichzeitig für den Abbau der Lebensmittelpreise cinseven wollte, das Ministerium nichts z u einer Besserung der Verhältnisse beigetragen hat. Im Gegenteil, die Preis« sind anstatt gesunken, erheblich in die Höhe geschnellt. Die Funktionäre erinnern das Ministerium an die ain 9. 6. 19 im Gewer?schaftöt>aus gefaßte Entsck'ließung:.Die versammelten Funktionäre deS Deutschten Eisenbahner-VerbandeS erklären, daß sie einsehen, daß ir folge der wirtschafllichen Lage Deutschlands und der Friedensbedingungen eine Bewilligung ihrer Forderung die Eisenbahner nicht besser stellen wird, vielmehr wird ihre Lage durch die Ohnmacht der Regierung von Tag zu Tag schlechter. Sie sor- dern daher die Regierung auf, indem sich alle Funktionäre der Tragweite ihres Beschlusses gewiß sind, sofort einen durchgreifen' den Abbau der Lebensmittelpreise unbedingt durchzuführen, damit die Eisenbahner eine menschenwürdige Daseinsexistenz haben Sollt« von diesen Maßnahmen in Kürze nichts zu verspüren sein. halten die Eisenbahner ihre Forderungen aufrecht und werden sie zur gegebenen Zeit mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln in die Tat umsetzen, und erklären erneut auf Grund deS abgegebenen aber nick! erfüllten Versprechens ber Eisenbahnverivaltung und der StaalSregierung eine fühlbare Erleichterung der Lebens- Haltung herbeizuführen ihre Forderungen als bestehend zu be- trachten. Die Vertrauensleute erkenne», daß eine Lolinaufbesse- rnng ihrerseits nur mit einer Gehaltsaufbesserung ber Beamten- kollegen verbunden werden kann, wiederholen, daß eine Lohnauf- besserung ober unbedingt erfolgen muß, um den notwendigsten LebenSansprüchen gerech! zu werden. GesamlverlrauensmZnnerversammlung der Holzarbeiter. Am DonlurStag fand eine GesanitvertrauenSmännerver- kamm-Iung der Holzarbeiter be- KiiemS statt, vor Einiritt in die Tagesordnung wid-mele Siegle den während der Revolution Kaiicpfe für die Freiheit Gefallenen einen Nachruf, den die Per- samiutung stehend anhörte. Insbesondere gedachte er, neben den Violen namenlosen Opfern, de» idealsten Kämpfers Lcvine und der so schmählich ermordeten Genosiin Luxemburg. Hierauf wurde über den Stand des Streiks berichlel Während die Unternehmer den Schiedsspruch ablehnte» und beim SchlichtungSausschuß Einspruch erhöbe», haben die Streikenden den Schiedsspruch angenonimen und beim Reichsarbeitsaint bean- tragt, ihn für rechtsverbindlich zu erklären. Die Arbeitgeber haben sich außerdem bereit erklärt, zwecks Beendigung des Streiks in der Schlichlungskoinmissio» zu verhandeln. Zu den neuen Be- dingnngen artbeilen bis jctz 297 Beiriebe mit 4181 Beschäftigten Sie-, sie nahm dann Bezn-g auf den im.vorwärts" er schienenen Ab->vehrart>lel unter der Ucberschrift.Einen perfiden Angriff und erklärte dazu, daß nicht behauptet wurde, das Neichsabl'citsaml habe ossiziell Anweisung an den Vorsitzenden de? Schlichtungsausschusses gegeben. Nach der bekannten Stellung des ReichsarbeitsminilterS Bauer zu den Lohnbewegungen über- Haupt, sein sonstiges Verhalten z. B. gegenüber den Freiwilligen- vevbänden, bestanden keine Bedenken, den Eindruck, den man da -mal? gewonnen, und der sich namentlich auf die rein subjektive Ausfassung eine» AbbeitnehuierbeisitzerS stützt«, den Kollegen mit- zuteilen. Neumann vom vollzugSrat sprach mmmehr unter dem Bei. fall der Versammlung über»D-e Gewerksch-as-ten und da» Räte- system'. Die Vertrauensleute stellten sich geschlossen aus den Boden der reine» Räteorganisation und erklärten sich einmütig gegen di« Arbeitsgemeinschaften. «JSdann erläuterte der Vorsitzende zum 2. Punkt der Tage»- Ordnung»Bildung«inei Wahlkommission für den Neuaufbau der Räte" die Richtlinien, nach denen die Wahlen stattfinden solle». Im Anschluß erfolgte die Wahl zur Kommission, in die jeder Bezirk und jede Branche«inen Vertreter stellte. Streik bei„Sarvtti". Dcm-nerStag mitlag trat die gesamte Arbri+erschaft der Firma Sarotii i»»e» Aus'tand. Die Arbeilerscl'ast sah sich gezivungei,, zu diesem letzten Mittel zu greifen, um ihre traurige wirlsch>ist. Iiche Lage zu bessern. Es existieren noch Hungerlöhne von 1,60 M. pro Stunde für verheiraiete Arbeiter und 0.06 M. für weibliche Arbeiter; daß die Arbnterschast bei derart ui'günstige» Lohnvcrhältniffen nicht ex-istieren kann, ist jedem arbeitenden Menschen Aar Wir bitten daher die breite Ceffentlichkeit. uns ihre Sympat-Hi« und Unterstützung nicht zu versagen, damit wir ig würdigere« LohnverMtnige baldigst unsere Arbeit wieder Militarisierung und Kaseruierung der Polizei. Im Pol izei-nii n iijterium sind heut« noch die alten r-eaktnaeiären Kräfte an der Avb-ei-t. Wir hal>em schon ge-meldot, daß tm-chsichtigt ist, oi-e Poli-zoi zu lasevnie-rvn und zu mi-lita visieren. Die jetzige Schu tzmami scha-ft ist gegen diese» Plan, sie steht voraus, daß die V-envirllichung desselben die Polizei wiebcrain zu ei-»vm polirri- fche-n Jnstmi-mont machen wi-rd. Und-das will die Beamtcnrschakt ui ihrer großen Mehrhoi-t nicht. Jetzt wird wiederum geineldet: Trotz aller Einsprüche der Groß-Beriiner Schutzinannschnft wi-rd sich, wie gemeldet, die Nciiort>nu-iig der Polizei-und ihpe Trennung in ei,»« S!cl>evheiIS- m>S eine OrdinmugSpokiz« in allernächster Zeit vollziehen und damit die gesamten Exekutiv» oiisgaben auf die erste übergehen. Die neu« Sicher hei-tö mann. sclwsi wird ohne Offiziere 10 000 Köpfe zählen und in den ver» schiedenen über Berlin vorstrruten Kasernen untergebracht wenden. Ihne Uniform wird der grünen B-eklei-tnm-g de» Freii- schützen-Korps rxrchgcbildek, Ovga»istnio-n un-d Bewaffiuntg er» folgt streng noch ti>l-li!äriisck)oiil Cluster. Die Aninochme, daß der frühere Polizeivbeltst Fröhlich Koiinna-ndoiir der neuen Exetiit-ippolizei wenden wird, bestat-igl sich raicht; tnetaiehr ist der bisljerizjc Ko-minondeiu-r de» 3. Garde-llleg. Oberst von Schönstedt zu-m Kvmmandeur der Sicherhei-tSpoligci et» nannt worden. Der Ncbergang der Exekut-ive an di« zu schassende Sicher» h-eitSpolizei soll dadurch erle chiert werden, daß-bereit», aller« dings aus den bisherigen Beamten der Schutzlnainnschast, vor längerer Zeit ein Re-gimei« Hen-uecke gebildet wurde. Diese Formai-ion glieidert sich in Bataillone, die ihren?!amen � nach den Stadtteilen ihre» Siandortes sichren, z. B. LLüciter, S Kiedrich Humboldt usw. Bi»>>» ktsinste ist von den Stäben ereitS alle» vovl»eveitet, die Ou-art-ior« in den K-rserrian ge» regelt, teilweise sind auch selMi die Wasfem und mllitäniscl)« Kleidimg(mich Slahlchel-m) ariögegoben, die Führer der Kam» p-ignien, Züge-u-rid Gruppen, die FunkiloiiSoffizier« rmd Unter» Offiziere emw-nnl. Die Schutz mau rsclzrft hat von Anfang MI denn Plan niiberifprochrn, sie ist gewillt, jederzeit-ihren Dienst z» tun, jedoch in ihrer alten Un-isorm, und alle? t-rrcm zu setzen, um Berlin von Verbtccher» und sonsii-geii UebeUätern zu säubern. Sie spricht jedoch di« Befürchtmng an», daß si« für einseiti-a? Parieipolitik Bemvenbung finden soll. Wie wir hören, soll morgen oi-ne groß« Ver-samml-u-stg gegen die Schaf» sung einer Sickrerheitspottzei von dem 1600 Prode-amvärter» der Schutz.mannschaft abgehalten wenden. Di« neue Organisation wird vollständig selbstherrlich bvri dem Heinc-scheit Po! zeiniinisteriiim rreitüg!, tzk'wohl doch in sichere Aussicht gestellt ist, daß di« Polizei Sache der Gemeinde!, sein soll. W!«-man sieht, kümmenn sich die alten reaklionären Herren im Ministerium de» Innern nicht im geringsten um die Recht« der Gsmoinden. Dazu ionrin-t, daß di« RcichSregierung unseres WiifenS sich mit den Bedi-ngnngen der Eni mite, d-« sich auf da» zuküiistzge Mil-itärkontingent-beziehen, einpenftandan erklä-vt hat. De-m steht aber di« Militarisierung der Polizei diemnentral gegen» über. T-as alte Negi-iir.mt ist nach w-ie vor am Ruber, nur-niit dem Unterschied, oaß sozialistische Minister das Firmenschiv hergeben.' Achtung! Arbeilerräte der ll. S. P. D.! Nm Montgg. den IG. Juni. 3 llßr nnchm'ttaaS finde tm Sveisestiale deS Herienlignses, Letviiger Straße, ein Fraktionssitzung der Ardeiterräke der U. S N D stakt Püiiktlielies und vollzähliges Erscheinen erwartet Der Krattionsvorskand. I. A.: Otto Koch. Der NednorkursiiS der N. S, P, D.-Acheiterräke findet gm Montag, den 16. Juni. 7 Uhr abends. In den Zelten 23 statt. NNcklrltt des Eemcindevorstandes in Tempelhof. In der Sitzung der Tempelhoser Gemeindevertretung am DonneiSlag erklärten vor Eintritt in die Beratung de» Hau»halts. Plans sämtliche Mitglieder deS Geineii'devorstai'deS einschließlich der beiden besoldeten Schüssen, daß sie ihre Aewter zur Verfügung f�llem Die Geineindebertrilung beschloß daraus einstimmig, daß die betoldelen Mitglieder. Bürgermeister Wiesener und Stzuditu» Dü BrunS-Wust«,eld. ihre Aemter weiterfühwn sollen. Ein Wucherer. Der Bäcker Emil Schu sie«, Willibalde � e.f i J/- mc"'tc'1 grob r Verstöße gegen die kri-cgswirt» schafuicheii Besti manungen von der Mchlverteiluiig ausgeschlossen worden. Er Hai nach seinem Geständnis das zur Brotherstellung zugeteilte A-eizenmchl für das Zwölf fache des EinilausS» Preises weiterverkauft. Die Milch wird teuerrr» Infolge der Erhöhung der Prodir» zentenp reise für Milch j-st ss, Gro" Berlin der GrosthandelspreiS '= � Vollmilch auf 72 Pf. und der Kleinhandelspreis a"l. ti! m," �ll'flejctz4 worden. Der Magermilchpreis beträgt 87 und 44 Pf. An den für den Milchvertrieb innerhalb Groß Ber- lin, gel-tenden Spannen ist nichts geändert. Die Preiserhöhung tritt m.t dem 11. Fun. in Kraft. 0, M>t«hrem Kinde vergiftet Hai sich die 80 Jahre att« W'twe Ciilfe Koch ans her Kaiser Friedrichsiraße 19 zu Neukölln. Frau Koch war schon seil längerer Zeit schwermüiig»nd lebenSüber- brussig. Sei* den Pfingstfeiertagen wurde sie im Haufe nicht mehr lieferten. Trotzdem glaubte man nicht, daß sich vie Frau ein Le>d angetan habe, sondern nahm an, daß sie verreist sei. AI« (ich aber gestern«in starker Verwesungsgeruch bemerkbar macht«, sah man„ach und jctzi fand man die ji'nge Frau mit ihrem G Jahr« alten Töchtcrchen Irma tot auf dem Ruhebett liegen. Frau Koch(mite den Gashahn geöffnet und so mit dem Kinde den Tod gesucht und gefunden. streirrligikse Gemeinde. Am Sonntag, den 16. Juni, vormittag» i| Uhr, in der Klosterkirche. Klosterslraße 73a: Borlrag des Herrn Dr. H. Hasse: Das BedürsiilS nach Pathos. Gäste willkommen. Jmernnttwol««und der Krleitrdeschödlg'en und Krlegerhlnkte. dlledcnen, crtsgn-pp- Spandau. Der Berkaus der Wasche sur dir Mit- Slieder sindei i" der Cljatloilciitt'. 17. stoß wie folgt statt: A—«Eonn. abend, den 14. d. M.. von 9-3 Uhr: L-R Montag, den 19. d. M.. vom 4-7 Uhr: e-3 Dtenoiag. den 17. d. AI.,"oti 4-7 Uhr. Mittwoch und Donnerstag von 4—7 Uhr Verhaus der Rest�. Zentralstelle für Einigung der Sazlaldemohratlo. B r i tz. Gan* abend abend 8 Uhr, Mitgliebeioetsainmlunft b«t Schröder, ChauH, 1 strotze 64. PöIMIbn. SSäs Direktion Friedrich Kavssler. ft l/hr: Dir•Mrtrdtih stier. z Opernhaus I Uhr: Martha. Dr. Besl. Holy. Eshauäivloiäaiis 1 Uhr: Coriolan. __ Dr. Druck. Dtnhika C. StUtrd- R. Bernaner. Tlicnter 1- d 'KSniggrötzerStfüße /Beule 7 Uhr zum I. Male: [ Der hauptlinsr. Batynpicl in J Akten v. P. Apel. I Alired Abel Mathilde Brandt, Ernst Dernbnrg, Qrcte Dercks, � leaander tkert, Werner ollmain. Mar Junuk, Rieh. Leonold, Ernst Pröekl, O to Schiller. Reinhold Schünrel). Sonntag nachm: Fünf Fracklurlir. Abends: Der hauptllnsr. i Koniüdlenlmus L#n der Marschallbröcke. lucit Uifikb ii. Ludw. ütstss. («Uhr: USS'Oli von der Pfalz. BsrlSner Theater Uhr Sonnabend u. Sonntag: Die tolle Komteß. Üsnes ßpersttenliaiR. Direktor: Jean Kren. Täglich: Abends 7 Uhr 15 Min. Die Dame vom Zirktts. Residenz- Theater. Direktion: Dr. Eugen Robert. A labendlich 8 Uhr: Pas höhere Leben. Rose-Theater 7\ Uhr; Ülixe-Urlanb. 7� Uhr: Gartenbühne: Das sieht sich jeder an, Vorher Konzert und erstklassige Spezialitäten. Walhalla- 1 heater TV Uhr: Kleine Sklavin. Casino-Theater. Lothringei Str. 37.Tagl.%8 Uhr: Nur noch bis diesen Sonntag; M seiige Üöllscls'Ki u. d. gr. Spezialität-Programm Sonntag Nachm 3V Uhr: Du ahnst es nicht. Ab Montag, 17. Juul _ geschlossen. Wintergarten jäzllch Uhr VarhÄmeiSiing Rauchen gestattet L f Desisches Theater Allabendlich 8Uhr Maz PaMen- herg in Familie Schlmek. k KaniinersDiele Allabendlich 7k Uhr: Leopoldlno Konstantin In Eifersucht. kleines Schaurpleihaas �Ulir: Wo Bflcliscdcr Pandora. Lessing-Tceater j Sominersplelzelt . Icltunj; Hans Stcrnhorit. »ttiplnl 6nldo Thlnlacb«. t Uhr: Charieys'I ante. Oeutschss Kiinstler-Tlieat Allabendl. 7k Uhr: Bai Adn'berl-Kyrt G5ti In: Die fcutscnb.ihn._ Ber des Westens Allabendlich 7» Uhr: UlaWerber nHansWaSImann In Die CSeisha. Tlifalsr i Kolltaiw Ibor Allabendlich 7k Uhr: Elite-Sänger ehcm.MltKi.der StcttincrSänKcrj Russeiii, Horst. Seidel etc. Humor.Spielpl. Sommcrprclsc! Im Garten: BO'tiiieii-tiiiTO-l. Bsrilnef Frater 7,t» Ka.UuilcnaUee 7,9. Sommerlest. Int. ßrtisienioge. 20 Speziaülaten. Anfang dk Uhr. Vargnüpnispark Schlsßbraueiei Schcnebg. Hauptstraße 122-123. i irali EibeFjitumrf.SBs'i: Ratke KesenBartkowlak (Gharltth-)(Polen). Uebhartlt geg. Schwarz tNenkölln)(Weltmstr.) 2 neue.Rinskäiiipte; Tcra Jicktri Plsli gen. d.«ustraliiclii tjsfrnn» gez. Scatm(Hanno..). TAo.ff gegen oiknianii (FTudapestl(Westfalen). Garten-Konzert— Variete Baii. iiiiillliiilfnuiiillliiinillltiiillliraiillllllliiiillllmiiliiiiiiitliimiilliiiiilliiiiiilliimiltiiiiiilg HordpaSast'LicfitssiieSe= 8 Kösliner Straße 8, a. d. Weddingatrasse. Angenehmer Aufenthalt Im gr. kühlen Theatersani. Vom 13. bis 16. Juni (2 ErslanifiShmageo) Der Rand von BasHervilie II. Teil. I gr Stnsations- u. Detektiv-Drama in 4 Akten. gr Die RElse um die Erde in 60 Tagen, i gr. Liebes- und SensaL-Roman in S Akten. 3. Im aebfinen schattigen Garten jeden Sonntag: g Cr. SpcaiaUtäloB-VoratcL'iuig von erstkl. KünstL| hlffilllwill«WBüllllUlllW|lllllllllllli'IIIIIUll|||||||llllllll|IIU|||lllHI|||IUI||||llll||||llll|lB Bunfe Buhne im LINDENPARK Beriln-Schöneberc, Hauptstraße 13. Täglich 7 Uhr; (henfer> Variete> Kabarett> Tänze Täglich 3 Uhr; Großes Künstler- Konzert SchCnstrr. herrlichster Ein d e n-Oarten. ■/olk.'V und Hindrcrbelusäqungen.__ 1 1 sc::Z'cr Vorlöte- Garten V Sommer- Theatsr Eilttrisse ii- g PreBilauer nir: Gerb, naroraam. 1 6-9. WIcli 1Z UarifcMluniHiGni Grosses Theater- Orchester ErSllnung der Gärten: Wochentags 3'/, Uhr Sonntags 2', Beginn des Konzerts: Wochentags b Uhr Sonntags 5, Beginn des Varl«tos: Wochentags 7 Uhr Sonntags 6. i über Vermietung der Gärten an Vereine wende man sich au die Direktion. Politischer RedoRteiir flotter Stilist, wirksamer Redner, seit 1906 In der Parteipresse tätig, sucht baldigst § Stellung. Offerten unter USPReJakteur r an die Expedition der«Freiheit' erbeten. �illllllllllllllllllllllllillillliiHlllllllHlllilltllHllllllllliiillüüllilillüÜIIHiiliilllillHHIIIIIin fiafbaus licröen Brunnenstr. 52 a. d. Dernauer Sir. u. Badstr. 65. tiüssSir CfScibt'tr SlriSi. ?iSz» urjci Strohhüte, Wäsche, Krawatten. ZlfiAXBßV pro 24il!e non M. 650 an gibt i*i großen und kleineren Posten ab NeukGlin, Schinkestr. 4 5. Zeulscher Holzarbeiter- verband Verwaltungsstelle Lerliu. Tel. Amt Moritzplatz 10 622, 3578. Bureau: Berlin, Rungestr. 30. Die Bureaus sind geössnet»an 9—11 Uhr, und von 4—4 Uhr. Achtung! Achtung! Streikende Holzarbeiter Heute, Sonnabend, nachmittag 1�/, Uhr, im„Cirkns Busch" Versammlung aller streikenden Kollegen. Tagesordnung: 1. Bericht über die Berbandlitn» vor der Schlichtungskommisston. 2. Beschlufifassung über die Beendigung des Streiks. Zur Beachtung: Der Cirkus wird nicht vor 1 Uhr geöffnet. Die Streikleitung. «.ib. Bureau: Engelufer 15 III, Zimmer 5:1 ■1 Uhr vorm. und von 5—7 Uhr nach Amt Moritzplatz Nr. 4093 und 87j2 Berlin Sonntag, den 13. Juni, vormittags 10—1 JUjtj Wahl der Vereinsleitung in folgenden Lokalen: 13. 65. Moabit, bei M«t ti ck, Ealzwedeler Straße Wedding, bei S« e f e l d, Schulstratze 114. Norden 1, bei Boll e, Lychener Slratze 3. Norden L, bei Seiger, Graunstrcße 4L Nordosten, bei Spoeth, Georgenhirchstratze Osten 1. bei Schwarz, Longestrabe 63. Osten 2, bei Jtempi-n, Tilsiter Strebe 85. Südosten, bei Fröhlich, Muskauer Straße 1. Süden, bei Bogel, Britzer Strotze 46. Südwesten, bei Schult, Moriendorser» Eike Solmsstrotze. Westen, bei W i e w« r s, Bülowstratze 58. Gesundbrunnen, bei Mandel, Prinzenoll ee 57. Bdlershos, bei Töpfer, Heibigstrotze 31. AlLGlienicke, bei S t o b i e, Grünauer Strotze 7. Tempclhof, bei Kusch, Ringbohnstrotze 18. Charlottenburg, im Bolkshou», Rosinonsttotze S. Friedrichsselbe, bei Sommerfeld, Miquelstt. 70. Friedrichshogen, bei Schröder, Seestraße 103. Friedenau, bei S ch L u e f e I d, Kirchstrotze 23. Zohonnlsthal, bei G ob i n, Roonstratze 2. CLpenick, bei Olonert, Grünauer Straße 7. Lankwitz, bei Schulz, Kurfürstensttatze 37. Lichtenberg, bei Pickenhagen, Scharnwebersir. 80. Oranienburger Vorstadt, bei D a h m s, Schlegelstr. 9. Lichtenrade, bei I a n t k e. Krüger- Ecke Hohenzollernstratz«. Lichterfelde, bei B e g e n« r, Hindenburgdamm 104. Mahlsdorf, bei Anders, Bahnhofstratze. Mariendorf, bei Streiter, Chausseestroh« 27. Marlenselbe, bei Schuster, Kirchstrohe. Neukölln, bei Wolfs, Kirchhofsttatze 41. Neukölln, bei Lahde, Sieinmetzstratze 35. Oberschöneweide, bei Imberg, Wilhelminenhofstr. Pankow, bei W a n s k e, Brehmestrotz« 25. Reinickendorf, bei Feind, Residenz- Ecke Schönholzer Str. Schmargendorf, bei Bringmann, Breiiesk. 2. Schöneberg, bei Folget, Kysshäuserstrotze 16. Steglitz, bei Sch e l l h o se, Ahornstratze 16a. Stralau, bei R o l k a, Girolauer Allee 25. Tegel, bei Klemer, Schliepersttatze 84. Teltow, bei B o n o w, Berliner Strotze 16. Wannsee, bei Koch, Chausseestratze 2a. Weitzensee, bei Masche, Berliner Alle« 28L Wilmersdorf, bei Reuter, Gasteiner Strotze 6. Zehlendorf, bei M i e ck l« y, Potsdamer Chaussee 25. Baum'r!>ulenweg, bei«raufe, AiefhoijsircGc.___ 24. Deutscher Bauarbeiterve rbaod. Verein Berlin. Den Mitgliedern znr Nachricht, daD d. Putzer Fritz Wilke (Bezirk Westen) 11. Juni verstorben ist Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 14. Jan!, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Thomas-Friedhofes in Neukölln, Hermannstr.. aus statt l>gr Vqi stend. W Kluge-HVE Handwerker bereiten sich vor för den neuen gewerblichen Aufschwung, erhöhen Jetzt ihre Kenntnisse und Fertigkeiten und sichern sich damit eine jfiUe Existenz oder glanzen«. Juni#919, nachmittags 4 Nhr im GetverksiHastsKaus, Ellgelufer 15(Lokalvorn) Große Versammlung aller In den Orts-, Znnnnss- und vekriebs- ttantentaffeu lötigen Kolleginnen«.Kollegen. Tagesordnung: 1. Brano enangele enheiten. 2. B erdandsai> geleo en heiten. In Anbetracht dessen, dab wichtige Beschlüsse lrefosst werden soller', ist es Pflicht, datz alle Mitglieder anwes.nd sind. Brrband der BureaunngesteNte« Oiregnipp« Broß-Vrrlw. Sektion Kranken! assen-Anaestellte Die grnnrficiiIcUuiia. I. B. Maen« U. S. P. ö. M ARIEN OORF. Gedenkfeier dir die Genossin Fr. Dr. Rosa Luxemburg am Sonnabend, den 14. Juni 19, abends 8 Uhr in der Aula des Qyranasinms, Kaiserstrasse. Eintrittskarten k 1,00 Mk. sind bei allen Bezirksfahrern unU Funktionären, sowie an der Abendkasse zu haben. Die SaUeröffnung erlolgt um 7 Uhr. die Feier beginnt pünktlich um 8 Uhr. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Blldnngs-AuaacbaB Parteigenossen die bereit sind, während der Tagung des vom 21. bis 23. Jnnl stattfindenden„Deutschen Sozialistentages" Delegierte bei sich aufzunehmen, werden gebeten, dem KonsreßbQro. W 66, Herrenhaus, Zimmer 9, baldigst hiervon Mitteilung zu raaclien, Der Kongreßausschua. Dr. med. Karl Reinhardt Birlln. fatsdanw Strasse 11/(a. d. Lüticwslmsß) Haut- und Harnarzt bewährte, fachniäoulschc Behandlung. Unentgeltliche Auskunft und aufklärende Qratis- Droschüren(Beschreibung sämtlicher Heilverfahren) in den Sprechstunden von'41— 2 mittags, '/#6— /»10 abends, Sonntags*/,ll— 1 Uhr(Jm ver- schlossenea Brief Mk. L25L Buchhandlung der Verlagsgenossenschafl„Freiheii" e. O. bl b. H. Schriften der v. S. P. zum Frieden. Soeben erschien die zweite Auflage DeubchM noch dem Frieden. Wirtschaflspolitisches zu den Versailler Bedingungen. IS Seilen von Engelberl Oral Preis» PL Annehmen oder nhlehnen? Die Unabhängige Sozialdemokratie und der Friede. Mil Oeitrogen von K. Koulsky, Gg. E. Oral. C Ballod, A. Stein, R. Hilterding und H. Haose. 48 Seilen Preis 50 PL Die Schriften erklären und rechtfertigen den Siandpunkf der U. S. P. in der Friedcnsfragc. Sic geben den Genossen das geistige Rüstzeug im Kampfe gegen die aufkommende nationalistische Flut. Die SchriP.cn sind durch jede Buchhandlung zu bez. sowie dirckl von der Buchhandlung der Vcrlogsgcnosscnscholt ,FrcihciP, e. O. m. b. H, Berlin NW 6, Sdiifibaucrdamm 19 Deateeher Metallarbeiter- TervaltangisUUe Berlu- Den � odes» Anzeige. der SchwieJ ea"r Nachricht, da*.uer Kc/hß . Den roff Nachruf! der Dreher ztlr �achrfcht, daß trasere KoOtiP1 i*&-mschnewM WtobolA i�5!r™™@lneke' I die Arbeiterin�0 Zur Na-hr"htt'dfli nnsen KeW Toni Biank» IL 4 m■■■ oj am Charlottcnburg, Kaiserin Aug.-Allee«H, gestorben Ist. n- Die Beerdigung findet am Sonnabend; � IÄ nachmittags 2% Uhr von der Leichcnn westkirchhofes in Stahnsdorf aus statt. Ehre ihrem Andenken! � Rege Beteiligung erwartet Die Iditider Urrwattnng«st»UeKerIittU54.einit''�« «eschiiNoiett von»— 1 MHr u»d � Kern 16. Juni ob von 9—4 Ubr- � «eleph.n: Amt|l»rbm 185, 1289, Achtung! Funkkionäre der Elektrizitäten Eonntag den 15. Juni 1919, mot6ttli Merlammluns der Vertrauensleute, Arbeiter- eäte bau sämtlichen rommunalen, Privat- vleltrizitötswerren«rov' � und der angrenzenden in den SopHienjälen(Weißer Sophienstraße 18. Tagesordnung:..-«jtif 1. WrlcheS sind unsere gemeinsame» Sor* 2. DlSfmsion. PfintillckeS Er ckrinen erforderlich. Alle«raitwerfe mfliitn bei treten sew. Legitimation ist mitzubringen. Montag de« IG. Juni 1919, abcn� Sranchetl'verflmiwl", ikl Äifijiiifmrlifitfr hbü in den Pharus- Sälen, Müllerstr«� großer Saal. Tagesordnung: �.ili 1. vortrat des Kollegen Richard Vorsitzender des Vert>»er«. r über:.Die Grünt un' der schaft und das Ratesystem".,# 2, Disiussion. 3. Branchenangci una Verschiedenes.|(jt Kollegwnen und llollege»! Da dieser und von tniittvagenäet Bebeuiuug ist und c»* � M licht am unser ganzrs»ollcftiBmcIcn imrst, n'.gt r Psiicht aller m der teiallmdufttte beichiiitigfe» v grffi Stoiier, Frä'er, Stanzer,- chnltt-, Walzwen',�, tapierrobiaideilcr nnd-fitbeitcrmncn.« diel" zu erscheinen. Mitgliedöduch legitimier«. Montag de» IG. Juni 1919, obeo». brauchen-versam«� itt Silin, SiiftoiHtj Mi ZM' filii) IIiiiji'grHü in der $ 111 VV4'. Aula der Schule Grünthal-r«tt - Tagesordnung: I. KolleNivbrrtrag Berich! der Loh»�'' 2. Brancheiiangelegenli lllen und Veisckiede� : Mitgliedsbuch legi.'lmicrt. 7��' In Attbrfracht der wichliien Togesordmnig ist. � Erscheinen aller Kollegen und Kolleginnen d""",.j) Die OrtSveru"»''' Achtnug! Achtum' Im Auftrage der Generalverso�,, lung beschli tzt die Verwaltung- GeswästS-eit wird mit dem 10 y auf 9 bis i Uhr durchgehend rtf'$(> Ausnahmen davon macht die schwerdesiellc dcS Schlichtung ich» lies, in der Auskunft von D 2 Uhr erteilt wird., ist Die Burcaujeit der BibltoM � Montag und Sonnabend von»%h& Dienstag und Freitag von 9 bis'n � Mittwoch und Donnerstag von 4 Uhr. m\- ii um Dr. med, lliuclis, Frfedriclislr.SOs��r.L: Spr.IO— II m.5— 8, Sonnt. II—-1. Erfolgreiche Behandlung. „r.S'fe Sdlage zur„Mmr MmasM. Ii. Jett! 19156 ufo Luxemburgs letzte %% der Hoffnung. u'��K�y � 8n®ro6e Netragen von K.— »u Trabe getraglm von der Der- Neb �InmXna r- � ' Cr bezeugte« die tiefe Anteilnahme an dem J/»ührerin der Arbeiterklasse. «»s. �?kseier war aber auch eine politische ,r, w,?t,0u und ein Bekenntnis zum Sozialismus iiü�llsg des Proletariats. Der Grundton aller |T% War: Wir sind die wcl.geschichtlickie Macht. 6,. he.�nschljcit mts diesen dunklen Zeiten führen 'fn 5'T' bah noch viele Opfer fallen werd�i. aber ''»n? i1.0� �Uer zeitlichen Triumphe des Gewalt- T blf aussteigende Klasse sind. Troh aller - oies« Feier dcxi, ein Tag der Zukunftshostnung. Verlauf der Massendemonstration beweist. »nk%. � Stahlhelme geht und daß proletarische V'li'stdiszipli,, der Massen bessere Ssvähr der ese» m�bnung" breten, wie die militärischen Stuhm "'CÖieruiifl. WWWWMWWWWI ;'.bautet auch diese Demonstration ein Symbol » s � t t dez Proletariats und der Not- -> M'"i? vroanisatorifchen Einigung. DaS zeigtm die tu.�u der ausländ!scl)en Genossen. daS be- r"onzspenden so zahlreicher Fabrikbetriebe, selbst -C ,n denen sirl>er auch viele Angehörige jener n.' die keinen Redner am Grabe- sprechen lieh L jne!n Verhalten in der Vergangenhelt und seht ''nnoT auch nicht sprcckM lassen konnte. Nasa 2°der lebt in den Herzen der Arbeiterklasse, und in von ihrem Werk, wird weiter leben und � Kämpfen der Zukunft, beim Neuaufbau der if* �ehen noch im politischen Kampf de» Heute kt&�ue Kraft schöpfen nacl) diesem Taa der Samm auch der Zuversicht gus den endlicher In. f politischen Wiersale und wirtschtifUlch-" ""t durchlebten und die uns noch bevorstehen. Brn Friedrichshad». "er Arbeiterfchcift hat der Cenosfln Aofa 2uxe»nburg * löegräbniS bereitet Schon nach S Uhr sammelten .�ichieden«, Stadtteilen Atl�iteczüg« und marschierten "«»(> fC Mten Foynrn nach dem Ft�edrichsham. Gegen - fi, dort eine ungeheure M-nschenmense eingefunden, Hter fhonz da? Ivette Stund der Spietivies« bin- »»titx der Spieltet« ff stand ans einem Ja sw-agen '«eiihe Rosa Luxemburg- Der«'nsmSe �zjarg >*i Krönten bedeckt, darunter einer wn der Ala- 6'n''|l,fchen«ifsenfchnft Mo« kau. van der ung«. O-ietnepublik, von der �<"0 j« tre pu b l> k u:.� der Somn�nisiiscinm Part« Deutschland» und »"wichen Partei Groh-Derlin». hauen ihre herrlichen Kränze auf dem Mutest niedergelegt Ueuerall f�ntan� l Blumen. Um die Kränze ooe den sengenden St rah- •■„ Verstand der gemordeten Mrkittrfxtream Auch Kränze«mJlän&ijchee fLeCigcaiuiwn anderen Kränge wäre» die einfachen Worte ga lese«; Die Sühne I naht! Es mögen gegen 800 Kränze dem Trauerwagen v orange- ' trage, morde, sei»."''' wurden getragen. Den Kranzdeputationen folgte Dann kamen die nach- sten Freunde Rosa Luxemburg». Ter Zug setzt« sich vom Friedrichshain au» durch die Frankfurter Allee und die Front- furter Chaussee nach FriedrtchSfelde zu in Bewegung. Zehn. tausende von Personen hatten läng» de» Wege» Aufstellung ge- nommen. ein Meer von roten Fahnen und Standarte» leuchtete hinter dem Trauerwagen ans. Alle größeren Betriebe Berlin« hatte Deputationen gesandt Tafeln mit sinnvollen Sprüchen wurden im Zuge getragen, und die einzelnen Betriebe wurden durch'besondere Tafeln erkenntlich gemacht Da» Tranergefolge war von einem ernsten fiegesficheren Willen beseelt Die Stra- stenbahn hatte während des Vorbeimarsches den Verkehr eingestellt. so daß e» nirgend» zu Störungen gekommen ist 3*1 Friedrichsfelde. Die revolutionäre Aobeiterfchaft Berlin» brachte heute ihre große Führeun zu Grabe. Fünf Monde sind dahingegangen. seit die grauettvolle Tat geschah, seit verhetzte Bestie» diese Frau mordeten,«nd sie damit dem Proletariat der ganzen Welt rauv- ten. Denn daß sie dem Proletariat der gangen Wett gehört«, da» erlebte« wir heute an ihre« Grabe, als dt« Männer au» Polen, au» Ungarn, au« Griechenland, Bulgarien and der Türlei der Letch» Rosa Luxmnburg» den Gruß nnd de» Schuterg und da» KampfgelAmt» ihrer Völker brachten. Wir erievten an diesem Grabe noch einmal all da» Wehe und den Schmerz über den gransamen Tod dieser grau.»Nicht» gleicht in der Weitgeschichte diesem Mord, einzig das Golgatha der ersten Christen ist damit vergleichbar.... Hier stehen wir wie die Familie, die Jünger Jesu ans Golgatha. Hier ist unser olgatha.' So klang«» aus der Red« am Grabe. Und in der Tat! Den Leidensweg, de» Kack Liebknecht und Rosa Luxemburg durchmesien haben bis zu ihrem schrecklichen Ende, er findet keine bessere Parallel« al» da» Märtyrerlum der ersten 35«j.fchW* bleiben toextem, ffe*4«achetza»,»»«we«ll s» leiden schtstlichere veteiligang a« lairruatiowel«» Klasseukamps« in der geistigen Lorbereitung der Weltvedotutims. Genosse Adolf Hofsmann seierte Stosa Lu�ensvurg, dtk gefallen j« w« ei» Held. Ad« hätten wir«n» mitschuldig ge� macht an ihrem Tode und an allen Cipfetat. �Lu Euch liegt ei, daß sie nicht tat Jft, daß si««.aussieht und hinaudzeht in die Welt" E» sprechen weiter Worr« de» Gedentem» Vertreter de»! freie» sozialistischen Jugend DetrtschlandS, Ott» Jensen für diu sozialistischen Studenten und Ala. | demller Deutschland» und die sozioitstische Gtudentenpartei Bers I»1—-«.--»'- ,--------—«x hü vir|U|iuvrfTvf� oiiuKTTiienpanet der Leichenwagen, der mit| iMg, Herrfurth für die Arbeitslosen, Genossen der Kom- schwarzbchängten Pferden bespannt war. Dann kamen dt« nach, j m u n i st i s che» Partei Polen», der Kommunists» schen Parteien Griechenland» und Bulgariens, der Vertreter der»ngartschen Räte-Republik, der seine Gedenpworte tn ungarischer Sprache darbrachte. Weiter sprach besonder» begeistert und eindrucksvoll ein Vertreter de» inter»ati»nalensoziaiistischenJug«ndbureau» in der Schweiz und der schweizerischen sozialdemo» kratischenPartet| Bei strahlendem Sonnenschein, unter dem leisen Geflüster sommerliche« Lebens, unter dem Singen wnd Jubilieren der Vögel, unter den gewaltigen Kiä igen der International« sank Rosa Luxemburg» irdische» Sein in« Grab. Wieviel Liebe und Verehrung sie mit htnabgenommen hat, wieviel neuer, gesammel- kr KampfeSmut an ihrem Grabe sich entzündet«, da» ist unnenn- bar..Von diesem Ort wird gehen die Erneuerung der Welt" rief ein Redner prhetisch auS. Und so nur kann Rosa» Lüxems btirg gesühnt werden, nur so ist ihr Tod wahres, schassendes Lebe». Vn Mi". � k(imuv vtt------ 1 lüc M,;tc; in die Zukunft und ihre Begeisterung. Mit der V M._ w 17"f—--- w 1•'■ i,f sim ung der Arbeiterklasse einsetzte. Es l»urb« 4 to�efen, da» sie in Rußland, als dort Mf 1 kr'?»" der Revolution gingen, mit in erster Reche " löm, �nossin Rosa Luxemburg war eine Persöii. inteniationaler Bedeutung. Sie wurzeile in � erin',""p war überall dort zugegen, wo die Ardeiter- ™ sich, n Kampfe mit den Mächten de» Kapitals stand N,. Blick der Getöteten auf dciS Vereinzelt« verloren. .jktbo.Jö'w* Ganze gerichtet gewesen. Von allen Rednern a»ä �I> da,,". �n«r großen Liebe beseelt zu allem, wo» au, kbtc und litt. Damit verband sich bei ihr zu gleicher __ k_!_„rr V. � />fä Vtki«? � �----- •C1'®oft„€C pürgerliclten Gesellschaft und hat dieser mit v Geiste» manch löblichen Schlag versetzt. [-(8 hf,!,"Lenste gegen diese bedeutende Frau. L 1»ie t;rßehob«Tt wurde von den Siebnern auch der �U./»ossin Luxemburg von Beginn ihrer Tätigkeit —** t* mit» führte. Dieserhalb wurde sie hinter gegen die Uiiterdriicker des Proletariat». , Ocstecft, dieserhalb ist die grausame Tat vor dem H„„�faehc«. Die Redner schlössen mit dem Hinweis ' Unk �".'Wn Leib wohl getötet habe, daß aber ihr Geist A Proletariat anspornen werbe bis zum enbgulti- Der Trauerzug. Ä.\2 �r setzte sich der Leichenzug in Bewegung � ÜWi e Kranzdepuwtionen, die nicht nur au» Vor- >l 7"'««% Arbeiterschaft bestanden, so.tdern au,«er- �i>,/.°'"i>onären Arbeiterschaft ganz Deutschlands. E, » �ze.'"wnaren Aroe!terschg, tvceintngen, oem Volksstaate Reuß, au» �öiet und anderen deutschen Städten. Auch aus .«in».�aren Kranzdepulationen erschienen, besonder» stn»� �anz bct Arbeiterschaft de» Werkes Thyssen auf. 0*'». ri. v:.. «n n hg'�auen Anita AugSpurg und%bta Guftaba �chleif,„�r toten Kämpferin einen großen Kranz Giften' Zuschrift gewidmet. Alle Kränze trug«» pem Kranze der Sozialistischen vj�.,!Aaften in Moskau standen die Warle: Der der Weltrevolutiou. Auf einem K Aber die Trauer muß schweige». Rache In mtserm, hr ge schichilichen Sinne, Kampf, unversöhnlicher Kampf de» tapitaltst i sche n Mächten, da« ist da» Gelöbnis, da» heut- die Berliner Arbeiterschaft der toten Rosa Luxemburg über» Grab darbrachte. Au» den Worten der greisen Klara Zetkt» erklang«» ..Wir müssen anklagen, wir Eugen an vor der ganzen Welt nicht nur die eibärmlichen Werkzeuge, sondern die intellek- tuellen Ur heb« r de» Morde», die heute in den Ministersesseln sitzen. E» gibt in der bürgerlichen Gesellschaft keine Sich»« für diesen tausendfachen Mord, der i n Rosa Luxemburg begangen wurde. Es gibt nur en.e Sühne durch die Weltmacht de» Proletariat». Hier an dieser Stätte, da wächst neue», da wächst gewaltiges Leben. Dieser Geist leuchtet über da« Grab hinau»,« wird durch die Jahrhunderte pochen. Kämpft, wie lltosa Luxemburg gekämpft hat. und weun et sei» muß, bis zum Tode, wie sie es getan hat Revolution, wir leben für dich, Rev» lution, wir sterben für dich. Wir haben nur einen AdschiedSgruß an Rosa Luxemburg: E» lebe der SozialiSmu«, e» lebe die Jtrter- nationale, et lebe die Weltrcyolutionl" Im Auftrage der Parteileitung d e r U. S. P. D. nahm Genossin Zietz da» Wort und führte folgende» au»: Wir stehen am Sarge einer unserer Beste«. Eine zarte Frau mit einem starken, reichen, genialen Geist, einem universalen Wissen ist von uii» gegangen. Ein g r u n d g ü t i ge r Mensch mit einem heiligglühenden Herzen und einer seltenen Selbst- osigkeit, eine ausgeprägte Persönlichkeit mit einem scharfen, durchdringenden Verstand, einem stahlharten Willen, einer beispiel- losen Energie; eine kühne Käinpferin, die unerschrocken erfüllt mit der mächtigen Leidenschaft de» Herzen» und de» Kopfe» allezeit Freiheit und Leben für die Ideale de» Sozialismus einsetzte und ich am Schlüsse selbst zum Opfer brachte. Gehaßt von der bürgerlichen Gesellschaft, deren Tobfoindin sie war, die sie an ihrer empfindlichsten Stelle traf, wenn si« t n chärfsten Kampf gegen da» fluchwürdige System de» Milftan»- mu» führte- Da» Bürgertum wußte genau, wa» e» tat, als«» wegen einer Rede gegen de» Militarismus unsere Genossin auf ein Jahr hinter Kerkermaucrn setzte und nach«bbüßung dieser Strafe si« auf 2 Jahre in die entsetzlich«, zermürbende Schutzhaft sperrt«, um ihr« Kritik unwirk. sam zu machen. Aber den glühenden Geist einer Rosa Luxem- bürg konnten selbst Kerkermauem nicht zur Untätigkeit zwingen. Neben wissenschaftlichen Arbeiten verdauten wir insbesondere die glänzend geschrieben« JuniuSdroschüre dieser Zeit ihrer Kerkerhaft. Es liegt ein« furchtbare Tragik in dem Schicksal unserer Rosa und unsere» Genossen Liebknecht, daß es ihnen wicht beschieden war, im offenen Kampf zu fallen, sondern, daß sie von den Trägern de» System» gemuchelt wurden, da» sie am nachdrücklichsten be- kämpften. Von der Revolution zu Boden geworfen, ist dieses System unter dem Protektorat einer sogenannten sozialistischen Regierung zu»euer Machtfülle erstanden, um die Revolution zu erwürgen. Unser Kampf dagegen hat' Opfer über Opfer gekostet und dennoch sind wir innerlich fest überzeugt, daß er siegreich sein wird. Und du, lieb« Naja, hast nicht zum wenigsten dazu beigetragen, daß unsere Ueberzeuguug fester und fester geworden ist. In ver- schwenderischer Füll« hast du uns allen von dem Ueberfluß deine» Wissen», deiner Erkenntnis aufgeteilt. Dein hoch- fliegender Geist, dein nie zu stillender Wissensdurst, die Reinheit deiner Seele, deine Tat. und Kampfcsfreudigkeit sind un» allezeit Vorbild und Ansporn gewesen. Wir verliorcn in dir die hervor- ragende Theoretikerin des wissenschaftlichen Sozialismus, die, unübertreffliche Lehrerin, die hinreißend« und überzeugende' Rednerin. die tiefgründige, geistsprühende Schriftstellerin und die kühne Führerin im Kampfgetümmel. Aber nicht klagen wollen wir an deinem Sarge. Das würde nicht in deinem Geiste fein. All unser tiefe« Leid um deinen Ver. tust, wi« um den Verlust all der anderen Kgmpfer, die gleich dir meuchlings ermordet oder wegen ihrer politischen Ueberzeuguug hingerichtet wunden, all unser lodernder Zorn über diese Greuel- taten, btzl«um untilgbar» Schmach tu der Geschichte tedebom vor SenGeschworenW. Siebzchnter Bnhandlunqssag. Zunächst wird der Zeuge Carl Leid Über die Vorgänge, die der Einsetzung Eichhorn» al» Polizeipräsident voranginge», vernommen. Er bekundet folgende»: Ich war in den November- tagen al» Redakteur und Sekretär int VerbandSbtireau der U. B. P. beischästigt. Wir erhielten damai« Nachrichten au» Kiel und den verschiedensten Teilen Deutschland» üver die revolutio» när« Erhebung. Da die Arbeit nn» über den Kopf wuch», wandts ich mich an Herrn Eiclchurn der da mal» stellungslo« war, und bat ihn, un» behilflich zu sein. Korher war Eichhorn in der Rosta beschäftigt. Am 0. November, vormittag», hat er, da ich zu einer Sitzung in» Rathaus mußte, dt« Arbeiten Übernommen. AI» ich mittag» in» Verbandsbureau kam, war et jedoch nicht mehr anwesend. Ich erfuhr, daß Soldaten und Arbeiter im Bureau erschiene« feien mu der Nachricht, da» PslizetprSsidium fei besetzt. Sie verlangten, daß ei» Vertreter unserer Partei das Präsidium übernahm. Eichhorn leistet« diesem Rufe Folg«. Er teilte mir b.inn später telephonisch mit, daß er die Uebergabeverhandlimgen führt«. E» erschien abermals eine Abordnung Arbeiter, die ver- langte, daß auch ich zum Präsidium käme. Ich fand Eickhorn in- mitten von Soldaten und Beamten de» Präsidium». Er'machte mich mit einem Regierungsrat. der im Auftrage der Regierung die Uebergabeverhandlungen führte, bekannt und erwähnte noch, daß Polizeipräsident Oppen gusammengichrochcn fn. In meiner Gegenwart sind dann ganz einwandfrej die Uebcrgabe Verhandlungen geführt worden. ES wurde«tn Protokoll aufgenommen, in einigen Exemplaren angcferttgt und für die Nnabhängiir So- zialdemokratische Partei von Emil Eichhorn und Carl Leid unter- zeichnet. Nach den Verhandlungen hat Eichhorn sofort seine Funk- tion al» Polizeipräsident aufgenommen. Ein« der«vsta» Amt»- Handlungen war— wir hatten beide darüber gesprochen— We poNtlsch« P-Nzek aufznhebe». ES wurden Posten vor die betrefsendeu Räume gestellt, bannt die Akten nicht verschwinden konnten. Eichhorn» Bestätigung durch den VollzugSrat erfolgte mit der Bestätigung der preußischen Minister. Staatsanwalt Dr. Gy sa«: Handelte«S sich bei den Ueber- gadcverhnndlungen um die Uebernabm« de» Amte»»der nur um die Uebcrnahme de» Gebäude»*— Zeuge: E» handelte sich um di« Uebernahme der gauyu Verwaltung, sowohl de» Gebäude» wie der Akten.— Staatsanwalt Dr. G y s a e: Wenn ich Sie richtig verstanden habe, so wurde zunächst alle» in ihrer beider stmnd gelegt*— Zeuge: Wir haben da» Protokoll über die Uebergabeverhandluitgen beide unterfchrieden. Ich habe e» so aufgefaßt, daß die Uebernahme de» Präsidium» tn die Hand unserer Partei gelegt wurde.— RechtSanto. Dr. Rosenield: Haben Sie den Eindruck gehabt, daß Eichhorn da» Amt von der revolutionären Arbeiterschaft übertragen wurde?— Zeug«: Jawohl.— Rechtiamv. Dr. Herzfeld: Erinnern Sie sich, daß man. einige Tage später Herrn Ernst zum Polizeipräsidenten bestimmen wollt«, und daß stch«in« starke Opposition dagegen geltend machte*— Zeuge: Jawohl, al» e» bekannt wurde, saß Ernst eingesetzt werden sollte, waren die Ar- beiter sehr empört. Di« Frag«, woher nach Auffassung de» Zeu- gen die Erbitterung gegen Eugen Ernst stammte, toird»otn Vor» sitzenden abgelehnt, trotzdem Rechisairw. Dr. Rosenfeld erklärt. daß die Amtsentsetzuny Eichhorn» große Empörung bei der Ar- beiterschaft hervorgeruion habe, besonders dadurch, daß Eugen Ernst, der bestgehaßte Mann in Berlin, sein Nachfolger werde» sollte. Der Zeug« betont dann noch, daß Polizeipräsident Oppen leinen Abschied eingereicht hotte, und daß somit«tu anderer Po- lizeipräsident nicht mehr existierte. vom Vorsitzenden werden bi« Akten de« bisher nicht er- schienen en Offizierstellvertreters Bach mann, der als Zeuge den Regierung vernommen werden soll, verlesen. Es heißt darin, daß wegen v-trug», Urkundenfälschung und Hochstapelet Haftbefehl geyen ihn erlassen sei, im übrigen Wirt»«*«»w w Regierung, der wegen Betrug. Hochstapelei und Urk»nd»ufälsch»n> ««sucht wird. ES ist eine eigentümliche Erschemung hier, daß die 8crtvnuen»lnite der Reairrniia hier nicht erscheinen. Der Kellner R 0 1 a ii d kommt nicht, w T y»»ka. ein besonderer Vertrauen»- mann des Heren Fischer erscheint ebenfalls nicht Der Vorsitzende bemerkt, daß der Zeuge TySzka doch von der Verteidigung genannt sei, also nicht Vertrauensmann Fiselpr» sein könnt«.— Stechl»anw. Dr. R 0 s e n f e l d: Daß TySzka von Fi scher aufgefordert w rtze, Ledebour zu evsckleßen, betveist doch, daß Fisci�er besondere» Per- trauen zu ihm gehabt haben muß. sonst hätte er ihm doch nicht einen solchen Anstrag gegeben. Im übrigen weiß ich, daß Fischer und v. TySzka sich duzten. Aber auch der Zeug« Bachman» ist nicht erschienen, ebenso wie der Kellner Roland. Die Staat»« anwattschasi scheint leine ZioangS mittel zu haben, einen Zeuge ty, dessen Wohnung bekannt ist, zu laden. Roland trat doch in vev- schiebeuen Prozessen als Hauptbelastuiigszeuge gegen den Roten Solda�tenbund auf. Staatsanwalt Zumhvoich: Borläufig Wusch kein Bv- wew vor, daß er oie Ladung erhalten hat. Nachher wird d.v Staatsatuvalssälaft selbstverständlich da» Nötige veranlage«. ®et Zeuge Meix hak als Obmann der S IZ>ytN7tz?opssschen -?rl-eiter an einer großen Vevsammluidg im Humboldthain am ), Januar teilgenommen und itnufcc als Brrtrcler der IL S. P. •er aus den drei sozialislischen Parteien bestehenden paritätischen b inmission zugeteilt. Diese hat mit dem Zentralrat verhandelt, , tr sich nach Räumung der Zeitungen KU VerglelchZverhondlungen e.cit erklärte. Ebert und Krüger verlangten gleichfalls vorherige ttäumung. Ter Bor stand der IL S. P. und die revolrrtionären Obleute wollten auf eine Räumung hintoirken. Eine Einigung .'am jedoch nicht zustande, da die Gebäude nicht so schnell geräumt «erden konnten, und auch darum, weil nach Meinung des Zeugen vc t Vorstand der S. P. D. und der Zentralrat eine Einigung hintertrieben. . batje den Eindruck, als würde die Räumung der Tebändc auch )iu-ch NegicrungSspitzel hintertrieben, die von interessierter Seite a n beauftragt schienen, die Leute zu Nubescnnenheitr» hinzu» reiben. In seinem Betriebe sei z. B. ein gewisser Herr ö! randt als Ingenieur beschäftigt gelvesen, der eine lebhafte Agitation für :c Kommunistische Partei entfaltete, nachher aber der Fabrik- leitung gegenüber sein Fernbleiben damit entschuldigte, daß er im Dienste des Stadtkommandanten Klawi-nbe stehe. Dies habe ihm, dem Zeugen, der Vetricbsleiter Nolle schriftlich erklärt. Grandt sei dann entlassen worden, weil Nolle, wie er angab,.eine derartige©chmuh fliege, dir auch etivaS von einem stinkenden Braten haben wolle", nicht gebwuchen könne, ebenso wollten ke Arbeiter nicht mehr mit diesem Mann Fusam. nen arbeiten Der Zeuge gibt auf Befragen an, daß Ledekwur mit nesen Verliandlungen nichts zu hm gehabt habe-, wohl habe Lebe» öour an den Sitzungen der revolutionären Obleute teilgenommen-, wo der Zeuge seinen Wunsch, die Gebäude müßten geräumt wer- V'n, vortrug. Ledcbour habe dabei seinen Standpunkt vertretei. Lededour: Habe ich das Eingehen auf BergleichSucrhand� lungen abgelehnt oder befürwortet?— Zeuge: Sie haben Ber- Handlungen besürworteL— Lcdebour: Erst nachdem wir rnZ prinzipiell zn Verbandinngen bereit erklärten, kam der Zen- 'aoirat wieder mit den Bedingungen. Wir haben anSdrücklvck, erklärt, der Ausgleich würde unbedingt zur Räumung der Gebäude führen, die Regierung hat aber unter dem Druck Anton Fischers de zw. der Offizierskamarilla, erklärt, fie würbe überhaupt nicht verhandeln. etnaisanwakt Zu mbroich erklärt, daß Leutnant Fischer in der camp[i gen Zeit weder von Offizieren! beraten worden sei, noch crknupt von Offizieren umgeben gewesen sei.— Ledebour: O-ll der Herr Staatsanwalt etwa bestreiten, daß Fischer eine» Ocuck auf die Regierung ausgeübt hat?— Staatsanwalt Zum« 6 1 o i ch; Das bestreit« ich gar nicht.— Ledebour: Es freut mich zedesmal, wenn ich mit dem Herrn Staatsanwalt einer Meinung bin. Also, Herr Fischer hat der Regierung die Sedin .ung gestellt, die Gebäude müßten beding-mrgsloS geräumt werden und er müsse die Führer der Bewegung festsetzen. Der Zeuge Rusch hat als Mitglied des VollzugSrate» am S. Januar zusammen mit Dr. OSkar Cohn und Dittmann rn der, Verhandlungen mit der Regierung teilgenommen. Er 'agt dcn'über ans: Nach? stundei!l««ir>er Auseinandersetzung kam ,.icm zn dem Resultat, daß die Waffeu augrifsswcise nicht«ehr gebraucht �werden sollten. Im Polizeipräsidium teilten wir den revolutionären Obleuten, unter denen sich auch Ledebour befand, diese ycclirbacung mit. Am andern Tage ließ uns die Regierung er- tlaren, sie verhandle nur» wenn die besetzten Zeitungen frei- e geben würden. Am darauf folgenden Tage erklärte Herr f'iidsHerg, daß der Zemtralrat die Verhandlungen führen würde. Bei dieser Verhandlung waren die Partcivorstände der fozialdemo-' kratischen und der Unabhängigen Partei Zugegen. Die Verhand- lungen fanden auf Drängen der Arbeiterschaj, statt, die Ein- stellung deS Blutvergießens und Rücktritt der damaligen VvIkS- beauftragten forderte. Die Hr anhängigen erklärten sich mit der Freigabe der bürgerlichen Zeitungen einverstanden, zuletzt auch mit der Räumung des„Vorwärts", verlangten aber sofortige Ber- handlimg. Hermann M ü'Irr von der MehrheiiSparlei wollte jedoch die Versammlung im Humboldthain abwarten. Ledebour wandte sich dagegen, da Müller mit dksser Verschleppung lediglich ein weiteres Abschlachten und»in» weitere Metzeloi bezwecke. Diese Sitzung fand am Mopgen de? 10. Januar statt. Di« Verhandlungen wurden auf den Nachmittag verlegt, wir warteten nachmittag? jedoch vergeblich auf die F»rtfetzu.ng der Bcrhandlungeu. Eine Versammlung der?lrneirerräte der IL S. P. willigte in die Räumung der Gebäude, verlangte aber Rück- tritt der BälkSbeaufwagten und Erfüllung der unerledigten Fordcrungtn des RätckongresseZ. Abends um 10 Uhr erhielten wir vom Zentrolrat die Nachricht, daß nur noch zwei feinet Mit- glieder anwesend seien. Richard Müller und Däu'mig er- klärten diesen beiden Personen, daß sie absichtlich die VerHand- lungen vevschloppten. Am Nachmittag hatten wir erfahren, dost Truppen um Berlin zusammengezogen waren. C o he n» Rcuß er. klärte, er habe sich dafür verwendet, daß keine schweren Minen- wcrfer verwendet werden sollten. Richard Müller erfuhr aber nachher, daß Cohen von den Scchdaten eines Sdr.cst-�ßeS schwese Minenwerfer für Borlin verlangt hatte, cS sollten. 800 schwere Minien all geschossen werden. Die Svldatenräte hatten dies jedoch-Abgelehnt.— Der Zeuge bekundet dann weiter, daß Eichhorn nicht dem Ministerium deS Innern, sondern der Kommune Groß Ber!: n unterstellt war. Die Räte der Mchcheitspartei waren durchaus derselben Meinung. Es hatten jedoch im Laufe des Dezember dauernd Kompetenzstreitigkeiten zwischen Kommandantur und P cilize ch rcistd iirai staltge>sunden. Die Kommandantur habe das Oberkommando über die Eichhorn unterstellten Poüzeitruppen verlangt. Im Vollznasrat wurde in Eichhorns Sinne entsch'.e- sen, die Kommandantur habe sich jedoch um diesen Beschluß nicht gsküntmert. Bei der Absetzung Eichhorns hatte der Zeuge de» Eindruck, daß man den letzten Unabhängigen,« der noch einen einflußreichen Pchten bekleidete, beseitigen wollte Staatsanwalt Z u m b c oich: Ist dem Zeugen bekannt, daß Eichhorn die doraMchoiebenen Berichte an das Munftcrumn de» Innern erstatte f«-und sich dconiit als Unterstellter de? Minnfte- rimnS, von dem er auch Amoeisungen entgegennahm, bekannte? — Zeuge: Tavan weiß ich nichts, würde es auch nicht mr richtig gesund«! haben.— Ledebour: Vielleicht hat Eich. Horn, trotzdem er vrinzipiell nur den Vollznasrat als sein« vor. gesetzte Behörde aneriannte, mit dem Ministerium deS Innern deswegen verhandelt, weil damals gesetzlich noch nchlS festzelezt war.— Staatsanwalt Zu mbroich: Man hat doch diesen Ken- fliki zum Ausg-ungspunkt eines be aaffneiei, PutsmcS gemacht Derartige Forderungen hätten dann prinzipiell durchgeführt wer- den müssen.— Ledebour: ES gab für uns noch wichtigere Forderungen, z. B. die S o z: a l i s> e r u n g, die auch nicht durchgeführt wenden kcm-nt«. Als Eichhorn jeooch von der preußi Stsa-tSanwaist Znmbroich zieht fem« iizerpräsidenten Ernst zu laden, zurück. � Die Verlpslldüung wird auf Montag, vertagt. W Richtigstellung. In dem Bericht über den IG-> tag ist uns ein Fehler unterlaufen, der richtiggest� � Genosse.Ledebour hat bei der Aussage deS ,oclt®-.oW1 den Mordplan gegen Meyer und Ledebour nicht ge t ihn im Zuchthaus verrecken, sondern verrott-n # iW« uns mitgeteilt wird, wollt« der v. T Y s z k a, gestern vormittag zu der VerHand Er wurde aber durch die vor dem Eingang pvstien 1|t soldaten nicht zugelassen, weil er keinen AuSwei cebensmiltslkalender. Berlin. Vom Montag bis einschließlich Donnerstag gleichzeitige Abgabe des Abschnitlcs F der Berline-- �10 g-gsn Vorlegung der Veilinst Kertossclkarte„ dem Kleinhändler obgegeden und-ntnomnien wero'„ Karteninhaber in der Kundenliste für Kartoffeln emg| nicht in einer Kundenlist« für Kartoffeln ringe trag.�i i Pfund Kartofsetn In den AIeinhandelogsschat>en � für Auagab« van Karlassetn an die aus dem OHfLü, jj> Soldaten in Betracht kamen. Das jeweilige' zuständigen Drotlrommissian zu erstihlcn.. Rawawes. Suppenwürfel 2 Stück(100 Krammt der Lcbensmittetka' te, Marmelade(125.jon 5„ blauen Lebensmilleltiarte, Sülze(1 Dasel zum|l Abschnitt 8 der bleuen Lebensmittelkarte, zum Preise von 40 Pfennig aus Abschnitt So der für Jugendliche. Gegen Vorlage des Fückau-we't-s Donnerstag 1 Hering. Voranmeldung der Kartell a> � x und 35 Montag und Dienstag und der Zucksrka � R-imckend-rf. Auf Abschnitt 34 der Saliner"„Ii 150 Gramm Suppen. Die Abschnitt- sind bis D>« zf' kaufsftellen abzugeben. Auf Ablchnitt 85 ber®6�'b;ä}itr' karte 230 Gramm Kunsthonig. Di« Abschnitte sind in den Verkaufsstellen abzugeben..#. Stralau. Auf Abschnitt 25 der Lebensmittelka« Honig: auf Abschnitt 33 100 Gramm Nudeln. 100»., 6* auf oie Abschnitte P5 und QS der Einfuhrzufahk�.� avsitindische, Weizenmehl. Die Abschnitte sind b%„:. Geschäften abzugeben. Schmierseife zum Preise von--# Ad Dienstag im Rathaus-, vormittags von O—l'-" � tz zum Preise von 4,40 M. pro Stück und Walchi-tl« 4 M. pro Stück. den v?gMssk!s«eN. Neukölln. 18. Bezirk. Familienfest bei iflufcbJ � Genossen und Genossinnen mit ihren Kindern treu mittag 1 Uhr cm Wasserturm.„ SÜ1 JleuliUQn. Heute abend 5% Uhr findet im eine Sitzung des Vorstandes und der Vieitelssuhrer- � � Dberschönemeita. Dienstag, den 17. Juni, Aula des Realgymnasiums öfsentliche V e: s l>' � Marie K r i e s ch e spricht über: Dl« srei« R-ligwn «führt--------------->WWW,■■ m-_____ BW»»,_, scheu Regierung abgefetzt tverdon sollte, mutige e4 eine Pvin-: und Kopfarbeiter. zipienfrage. Domi-t. baß dem VollzugSrat die Besiäiigung der|- Absitz u-ng übertragen wurde,-wurde nnorkannt, daß Si« Ein- Beraniwartlich lür dt« Redaktion Atfred W! el. -----------|—----—------------- i setznng-und Absetzung des Polizeipräsidentem-nur dem Vollzugs-' Berlozsg- noisenichast„Fieiheit".®. m. fa rat zu sie he. I Lindendruckerel und Perlagsgelellschasl m. d . erdeitee- Raö, ahrer- Hunö �Ssttöaritä� ZZeMn und UmkegeNd._ 'ouren für Eomttag den 15. Juni: Reizende Sohl«fzimni«r. Soeiencknnier mit Kindledertota, Küche. Ae- kleidescl.r.ek, Vr rick. einxn Uinl»an-oia. ChÄise-oneuc, Bettstelle, eichene» lUliCtt. Sehrt btiieh. W.t-chtoileUc. Trnntcau, Teppiche. Feder- bette« verkmft leite, Köpe- nickcrStr. 154. 4. Uta. Verkauf an Privatleute. 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Schärpen nl> en. ''rtogcnppc SchSireberg: Nachmittagstour nach lei tzhof; Start 1 Uhr Martti»-Luth«r-Stratze, am -.teu ii Rathaus. 3rtegriir.pt Tegel: Tageztaur»ach Llebenwalde: :4a 0 Uhr. liefe Xaurenanzeigcn mögen die Ortsgruppen für ioi tag bis spätestens Dienstag an Unterzeichneten Inf- üben, für den..Arbettn-Sport" bis Freitag vorher. au? Kunst über Touren erteilt Otto Hankel, Zentral- chi unt, Neukölln. Lichtenrader Stratze 31. Teppich b. Gwennen- Qe'eaenheitskiute, Zehde- nicker StraBe 15(Rosenthaier Platz). QroBe Auswahl in Tülibeitdeckea, Tisch- und D ivandecken. Steppdecken, Stores, Portieren, Zuuüard inen, Wanddekorationen, Bettvorlagen, T eppichcmLiuterstoflen und dergL preiswert._ �injßnzelsen s r R n« f e iiiine, Laote, fiilarre, •van 1emaniioUne45.—, erstkJ. .* Konzertlaute 125.-. 145.-, Jik< rrlclit 8.—. Monatsliono- fir, tz U. 10 stömlige Schnell- n Künstlerviollnc mit Zu- U'j- 125 Konzertjjeiire i,—.£rusf. Oranienstr. 160 III. 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