Anzelprew 15 Psg»- 2. Jahrgang Die„Freiheit" erscheint morgens und nachmittags, an Sonn- und Fc-sttagen nur morgens. Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins t?aus für Groß»Veriin oder bei dire. em poflbczug ohne Bestellgebühr monatl. 5,— 81* bei Zustellung unter Streifband S.-- IK. Die„Freiheit" ist in den ersten Bach trag der postzeilungsllste für 1919 eingetr. e« Nedaktion: Berlin NW. S, Schiffstanerdamm 19 11%, Fernsprecher: Amt Norden 3896 und 3890. Freitag, öen 4.?nlj 1919 Nummer 313> Meaö- Ausgabe Inserate?oste« die achtzefxalt. Nokspareillezeil, oder deren Rarem l, 20 Wortanzeige» das fettgedruckt« EDort'dOpf. jedes»eitere»ort 2- Pf. Teuerunz-znschlag dv pro» Kamillen» und versannnlunzsanieigen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den daraus» folgenden Tag müssen sxät-stins bis i Uhr nachmittags bei der Evpeditioii aufgegeben(ein Expedition: Berlin 9190.6, Cchiffdanerdamm I» Fernsprecher: 8imt Norde« 8768 Ausdehmlng auf Hannover, Cassel und Erfurt? Frankfurt am Mai:'., 3. Julr. D:e„Frankfurter Zeitung" meldet: Der Streik der Frankfurter Elsenbahner hat durch die Einbeziehung der anderen Stationen des DircktionSbezirks in die Bewegung ! i n e wesentliche Verschärfung erfahren, die sich ins wirtschaftlichem und postalischem Gebiet immer mehr bemerkbar macht. Vom Freitag an wird der Eisenbahnverkehr vollständig eingestellt. In den Kreisen der Streikleitung nimmt man an, das; sich auch d i e Bezirke Hannover, Cassel und E r f n r t d c r B e lu e g u n g a t! s ch l i e st e n w c r d e n.— Die Bewegung ist, von belanglosen Zwischenfällen abgesehen, bis jetzt ruhig verlausen. Der Eisenbahnverkehr nach Frankfurt(Main) gestört. Infolge des Streiks im Eisendahndireltionsbezirk Frankfurt .Main) ist der Zugverkehr zwischen Berlin und Frankfurt unter- krrochen, Schnellzug, der gestern abend um 7,23 von Frankfurt(Main) in Berlin eintr.ffen sollte, ist nur zwischen Erfurt und Berlin gefahren worden. Der Personenzug, der heute morgen auf dem 5 icheltcr Bahnhof um 6,00 ankommen sollte, traf mit einiger Verspätung ein und kam nur von Hanau. Der Schnellzug, der um 9,1.5 vorm. eintreffen sollte, kam mit 2% Stunden Verspätung in Berlin an. Den Reisen- den kann his fetzt noch keine genaue Auskunft gegeben worden, bis wieweit die Züge aus. der Strecke Berlin— Frankfurt(Main) befördert werden, da die Streikenden in Frankfurt(Main) eine Auskunft hierüber verweigern. Slmü an der Main— NsSar-Bahn. Heidelberg, 4. Juli. Tie Beamten und Arbeiter der Main— Reckar-Bahn sind heute stuh in den Ausstand eingetreten. gtk&wmüwg im WwWmm. Lloyd George Lber die Bedingungen. Amsterdam. 4. Juli. Das Reutcrsche Bureau meldet aus London über die Unter- Haussitzung vom L.: Ein dicht gedrängtes Haus brachte Lloyd George eine Ovation. Lloyd George verteidigte die Bestlmmun» gen des Vertrages und betonte Dsutfchlcntds Schuld. Der Friedensvertrag bezwecke, Deutschland zu zwingen, so weit wie möglich wiederherzustellen, zu ersetzen, und wiedergutzumachen und ein Exempel an Deutschland zu statuieren, das ehrgeizige Herrscher und Politiker davon abhalte, eine solche Niedertracht zu wiederholen, lieber die Lage Frankreichs sprechend betonte Lloyd George die Notwendigkeit, es gegen unherauSaeforderte Angriffe sicherzustellen. Er sagte, wenn der Völkerbund einen Krieg verhindere, so wäre der Bund damit gerechifertigt. Lloyd George verteidigte den einst- weiligen Ausschluß Deutschlands aus dem Völkerbund. Wenn Deutschland zeige, daß es durch das Feuer des Krieges geläutert sti und einsehe, daß seine Politik in den letzten 150 Jahren ein schwerer Fehler gewesen sei, dann sei eS ein geeignetes Mitglied >c§ Völkerbundes. Lloyd George behandelte ausführlich da? �audatsysiern und das Arbciisaükommen. Er betonte d i e R o! l e, �re das britisch« Reich! im Kriege gespielt hat, in " �0 000 Mann fü» die alliierten Streitkräfte stellte und o �slllionen Verluste hatte. Ohne das britische Reich würde der ' swg nach o Monaten zusammeiigcbrochen sein. Die Rolle Groß- brttann-.ens fei ein großartiges Beispiel, was ein großes Volk, za-. einig und von einem gemeinsamen Ziel beseelt sei, erreichen tonne. Lloyd George appellierte an die politische Einigkeit und an bie ßorweucr des patriotischen Geistes, der allein den Krieg gewonnen yace und allein zum wahren ruhmreichen Triumph führe.(Lauter Beifall,). Nach einer Meldung des Telegraaf aus London sagt Lloyd George in'einer gestrigen Rede, die Bedingungen seien zwar sehr schwer, aber auch die Sünden, für die gebüßt werden müßte, se.«� groß. Er freue sich darüber, daß Gelegenheit gegeben sei, Poi«n und E l s a ß- L v i h r i n g- n wieder herzustellen. Deutschland könne nur aus drei Arten behandesi werden, die erste sei die, ihm zu sagen: ihr habt einen mißlungenen Versuch unternommen, geht hin und sündigt nicht mHr. 9%# sei ein« Ermunterung für den Die zweite Art sei die, Teutschland in Stücke zu reihen, wie man früher Polen auseinanderriß und einen Teil zu dem einen Land, einen Teil zu einem anderen und wiederum einen Teil zu einem dritten Land zu fügen. Die Teilung Polens sei aber etwas Schlimmeres gewesen als ein Verbrechen, nämlich„ein Fehler". Wir haben diese Lehre beherzigt und ich bin froh, daß wir unsere Hände nicht damit beschmutzt haben, Preußen preußisch zu behandeln. Diedritte Methode sei die der Gerechtigkeit. Man dürfe die Deutschen nicht als dre Opfer einer Regierung bctrach- ten, die sie unterstützt und laut gepriesen haben würden, wenn sie gesiegt hätte. Wenn Deutschland die ganzen KriegLkosten aus- erlegt worden wären, so wäre das vollständig gerecht gewesen. Trotzdeni hätten die Alliierten beschlossen, Deutschland nur nach seinem Vermögen zahlen zu lassen. Der Wertrag zwinge Deutschland, so viel wie möglich wieder herzustellen und wieder aufzu- bauen; er werde ehrgeizige Herrscher und ehrgeizige Völker davon abschvecken, eine solche Schandtat zu tviederholen. Zum Schluß forderte Lloyd George dazu auf, nicht über den eigenen Intel- essen die allgemeinen aus dem Auge zu verlieren und gemeinsam wieder herzustellen, was vernichtet sei, um eine bessere und sichere Welt auszubauen. Dk Arbsiterparte« und die RaÄMativn des Vertrags. Amstervam, 8. Juli. »Daily Herald" schreibt zu der Frage, wie die Arbeiter- Partei des englischen Unterhauses sich gegenüber der Ldatisikaiiou des Friedensvertrages verhalten muß: Wir raten dringend, daß der Leiter der Partei den Vertrag ablehnt und daß alle Ab- geordneten der Arbeilerpartei den Saal verlassen. Da? wird ein wirksamer, würdiger, und dramatischer Protest sein. Es wird ein deuilicher Beweis sein, das; sich die Arbeiter von diesem Frieden abwenden. Wenn der Hah bleibt, so bedeutet er in Zukunft für die Arbeiter Sorge und Verluste und keiner der jetzt noch nicht Geborenen wird es jemals den Arbeitern dieser Generation' vergeben, daß sie einen Vertrag unterstützt haben, der neue Kriege verursacht hat. Das unvermeidliche Gegen-den- Vertrag-stimmen bedeutet an sich nichts. Der Vertrag ist über unsere Köpse und über den Kops des Parlaments weg unier- zeichnet worden. Tumulte auf ber Tribüne. London, 3. Juli(Ncuter). A'd a mj f o u behielt sich im Namen der Arbeiter- Partei eine eingehende Kritik des FriebensvertrageS bis zur zweiten Lesung vor. Er sprach die Hoffnung aus, daß das deutsche Volk jetzt, wo der Friede unterzeichnet sei, einsehen werde, daß die einzige Aussicht für eine friedliche und geordnete Weiterentwicklung darin bestehe, deh eL versuche, die FriedeuSbedingungen auözufuh- ren. Er hoffe, daß Deutschlaud, wenn es so handle, seine Ausgebe leicht gemacht werden würde, und dag man es mit großmütiger Ber» söhnlichlcit behandeln würde. C a r s v n zollt den Diensten, die Lloyd George der Sache der Alliierten geleistet habe, warme Anerkennung. Die Geschichte werde ihn als einen Mann beurteilen, der mehr als irgendein anderer ge- tan habe, um die Freiheiten der Welt zu bewahren. Auf der Tribüne kam cS während brr darauf folgenden un- wichtigen Debatte zu Tumultszene». Zwei Frauen Prvte- stierten gegen die Entsendung von Soldaten nach R'u fi l a n d, und zwei Männer gerieten in Streit, der in eine Schlägerei ausartete. Die Tribüne wurde daraufhin geräumt. Nach her Rede Lloyd Georges erklärte sich das Haus einstimmig mit der Einbringung der beiden Gesetzentwürfe einverstanden, die den Fr iedensv ertrag und dasenglisch-französische Ucbereinkommen, in dem gegen«inen nicht hercruSgefor- derten Angriff auf Frankreich Vorkehrungen getroffen sind, zum Gegenstand habe.. Die Franzosen werden gegen die Ratifikation stimmen. Der„Temtzs" berichtete am 1. Juli über einen ein- stimmigen Beschluß der sozialistischen Partei im Bezirke des Seinedepartements, nach dem die sozialistischen Mgeord» neten dieses Bezirkes in bei Kammer gegen die Basti. fifation der Fr i e d e n s beb i n g u n ge n[tim. m en werden. Gleichzeitig wurde beschlossen, daß jeder Zlbgeorbnete, der gegen diesen Beschlust handeln würde, aus der Bezirksvereinigung ausgeschlossen werden sollte. Der„TempS" spricht die wahrscheinlich zutreffende Ber- niutung aus, daß die g e l a tu t e s o z i a! i st i s ch e.K a m- mergruppe diesem Beschlüsse deS cinflnstreichen Seine- departemensts folgen imb gegen die Ratifikation stimman werden. In dem Leitartikel der bensti gen Morgenausgabe des „Vovwärts" beschästigt sich Hermann Wäger unter der lleberschrist„Die Totengräber imserer VoWwirstschasst� mit dem Skandal, da st jetzt fortgesttzt aus Frankreich wie aus England über das«besetzte Wirtschaftsgebiet ungeheure Mengen von Waren e i n g e f ü h x st wer- von AebenSnrittÄu und NMloffen erschwer« und verteuere. Dann bewillige man monatlich 500 Millicnen Mark, unl dem Wolke die Folgen dieses landcSverrciterifchcn Treibens einer kleinen AnzaN skrupelloser Geschäftsmachcr weniger sÄlildar zu machen. Wäger fragt, wie lange«diese? Wahnsinn noch fortwüten solle und sagst dann: Die Leb e n L m i t t e tun ruhe n. und Plündern«» gen der letzten Zeit, die mau glaubt, im Bürgerkrieg lllutig ersticken zu können, Halen in diesen wirtschasllichcn Vcrhül.niste» ihren ernsten Hintergrund! Wenn der Besitzlose mut hungrigem! Magen vor den Auslagen der Lebensmittelgeschäfte steht«ich sieht, wie die teuren. Sachen von den gutgenährten Angehörigen des wohlhabenden Lürgertunte gekauft werden, denen mau auf 1000 Schritt ansieht, daß sie wohl netz nie in ihrem Leben pro- Vuktive Arbeit geleistet haben— teiui in den Schaufenstern« Anzüge, Kleider und Wäsche zu phentestische» Preisen auSliogcn und der kleine Mann daran denken muß, daß seine Frau und seine Kinder kein Hemd auf dem Leibe haben, dann gchärt eine Oberflächlichkeit sondergleichen dazu, baS rapide Anwachsen des Heeres der„unsozialen Elemente" auf drS Konto der SljUoti»« der Kommunisten usw. zu setzen. Nein! Dieser AnschauungS» Unterricht überzeugt dag Volk von der Unerträglichkeit»nsercv wirtschaftliche» und politischen Zustünde mehr alS 1000„Hetzblätter" und„Hetzreden"!• Tijj Wäget führt weiter ans, Äast«ungeheure B e-- st�än«de von Reichs-«untz Heercs«gü>t irr itzen SchleichhanHell gefornwen seien, Hast es«der Regie-- vimg nicht'gelungen sei, idieser schmachvollc«l> Z«u- stände Herr kn«venden. Wir beifänidon innS noch stmmer in«der nmfj igen Köankvwstu&e der Kzpito'li-stischen Wirt- 'schastsosidnung upnid sehnten nnS vevgMick nach«der frischen Sulft mmio dam Licht des SogiakiSnius. Wäger«fährst«fort: Unser aus dem wilhelminische» Klassenstaat restlos in die deutsche,«sozialistische" Republik hinübergerettetes„R c ch t" ist eine einzige Heiligsprechung des PrPipateigentmuS. Dem Ge- imeindeintereffe wird nur ganz verschämt eine cngbogrcnzte Ein« flußsphäre eingeräumt. Wäger verhängt weiter, idast imgcisäuimt gii einer r«a«d«i» f a'lcn B e«s ch«Iag nähme aller für Oos«bosetzle«Gebiet vmgssÄhrsten Waren«gvschritston werbe«unid dröse Waren«für Rechnung des Staates g» angemessenen Vreiscn verkanst werden. Dem Besitzer bor Waren müsse die Nachweis- Vfli ch t auferlogt,«die MrWlogMtze«sollton MMg rmb cmsreichend«päbrMÄich kontvolllert Kvevden. Die vagn not- wendigen Beaimden würbe man«bekommen, wenn man«sie ««besser entlohne. Eine ganze Anzalst von Krimrnalboamrwr würde frei werden, wenn wain en«d«lich einen all«das 'Institut!d e r.b o l i t i«schen W okt g e i a u'f h eben würde. Es ser ein Unfug, wenn Minister— auch sozia- listischc— überwacht werden. Es müsse ernstlich>un«d so- fort«dieser Anarchie anif den Lech gerückt weridsn,«sonst trechsn wir r et st n n g STo s«dem U ntergang gm Wäger bestätigt älijo das, was wir«immer«und immer wiäder lgZsaigt haben. Noch immer bssti-mlnien ansischließtica d«te k a tz i t a l i«st r«s ch e n I n t e r c«i«s c n idie Geschicke idcs deutschen«Volkes nach außen wie im Innern. Wir fin'd fetzt so weit, wie Wäger in oller Oeffentlichkeit feststellt, daß sogar rechtssoziaili stische Minister von«der!p«o«liti«schen Polizei über« wacht werben. Will«man noch bvran zweifeln,«daß«diese Rsgieriung nichts anderes ist, als ein Werkzeug der Otegon- rcvokiisticm.«die nur aus«den günstigen AwgenMick«wartet, irm i«hrc Handlanger beifeite s«u«schieben n«nd selbst wieder die Zügel in die Hand zn nehmen? Die Ausführungen Wägers bedeuten aber noch eine neue Ohrfeige für den„Vorwärts". Dieses Blatt wird nicht müde, die LebenSmittelnnruhen und die Streikbeivegungeu als eine Folge der V e r hetz u n g der Arbeiter durch Kommunisten und Unabhängige Sozialdemokraten hinzu- stellen. Sogar in derselben Nummer, in der sich der„Vor- wärt?" von dem DsitartMar solche bittere Wahrheiten sagen läßt, brmat das Blatt eine Spalte werter eine Hymne über Wc SconMirarn Berliner Tisendahneritret». m der ttoch ciiniKi'I die Lüste wiederholt wirb, boß der Streik von„Poli- tischen Drahtziehern" heraufbeschworen worden sei. Eine Oberflächlichkeit sondergleichen nennt Hermann Wäger die Art, wie die bürgerliche und die rechtssozialistische isZresse die Ursachen der Erregung der Bevölkerung schildert. Dieses Urteil ist sehr gelinde. Was werden aber die Leser des„Vorwärts" zu diesem Urteil über ihr Blatt sagen, werden sie länger an dieser Oberflächlichkeit teilnehmen und sich zum Mitschu1di>gen daran machen, dah auf diese Weise dem Sozialismus das Grab gegraben und dem Kapitalismus die Tore weit geöffnet werden? Wie eine„freie ErsinhWg" ärHs ks ümt. Die„Neue Berliner Zeitung" schreibt: „Wir haben gestern die Meldung verösfentlicht, bah in Berlin Lruppcnzusamincmziehungen stattgesnndcn hätten. Diese Meldung wird von zuständiger Stelle als„freie Erfindung" bezeich- net. Demgegenüber stellen wir fest: Die Nachricht über Berliner Truppenzufammenziehnngen ist einem unserer Berichterstatter von Hauptmann Pabst von der tÄarde-Schhljrn- Division gemacht worden. Wir hatten angesichts dieses Ge- währömannes selbstverständlich keinen Anlaß, an den«nS zuteil gewordenen Ansabeu zu zweifeln. Liegt als» eine freie Erfindung vor, so kann sie unmöglich von der„Renen Berliner Zeitung" auSgcgangen sein, die überdies nur die Tendenz verslilgt, objeli r die Wahrheit zu berichten." So ist wiederum eine der zahlreichen amtlichen Lügen enthüllt, die tagtäglich losgelassen werden. Es kann wohl nach dieser Feststellung der„Neuen Berliner Zeitung" keinem Zweifel mehr unterliegen, dah Hauptmann Pabst diese Milleilnng gemacht hat. Zu welchem Zweck, ist wohl deutlich. Trotzdem wurde, als wir dieser Meldung zu der ihr gebührenden Beachtung verhalsen, ein Dementi losgelassen. UnS wundert ein derartiges Verhalten nicht. Wir beobachten es seit Wochen. Deshalb wollen wir bei dieser Gelegenheit deutlich aussprechen, daß bereits wieder- holt amtliche Stellen Meldungen in die Welt gesetzt haben, um sie dann, wenn die„Freiheit" sie veröffentlichte, als „Lügenmeldiingen" zu bezeichnen. So weit haben eS die amtlichen Nachrichtenstellen gebracht. spannt, wann gegen die Unterzeichner jener ErNilrung, me Herren von H e Y d e b r a n d t und Graf W e st a r'p ein Berhafwngsbefehl erlassen wird. WMScliKe vcrhast«»ge». wos wird die„rechlmWge" ZGerung tot Die„Kreuzzeitung" veröffentlicht in ihrer heutigen Morgenausgabe eine„Erklärung des konservativen Porte worstandeS", in der gegen die Unterzeichnung des Friedensvertrages protestiert wird und in althergebrachtem Gefasel der Revolution die Schuld an dem Unglück dieses Friedens zugeschoben wird. In dieser Erklärung findet sich sodam» folgender bemerkenswerte Absatz: Dieser RevolutiouSregierung.bie«nft um alles gebracht hat, sage» wir den Kampfan. Wir streben nach «tuer Wiederherstellung der Monarchie unter dem Zepter der Hohen zellern, die uns Ansehen, Wohlerzehen, Freiheit Und Kultur gu verschiffen vermochte, gegenüber der Jämmerlichkeit etne-r Gegenwart der Armut, des Glends und der Verachtung, wie st« die Demokratie und die Mafsenherrfchaft gebracht habe«. ' Cm merkwürdiges Zusammentreffen l Gestern ver- Lffentlichtze die Staatsanwaltschaft die Gründe für die Ver- Haftung und für die Anklage gegen den Bcmkbeanckenführer E m o n t», und zwar seien sie deshalb erfolgt, weil Emonts für den Sturz der Regierung tätig gewesen sei. Uns däucht, oast unverblümter, als eS in obiger Erklärung deS konservo- tiven Parteivorstandes geschehen ist, der Kampf zum Sturze der Regierung gar nicht angekündigt werden kann. Oder steht sich die rechtssozialistische Regierung nur als Platz- halterin für die Dynastie Hohenzollern an? Wenn jene Tätigkeit Emonts den Tatbestand einer straf- Haren Handlung enthält, dann mindestens ebenso das Unter. Hangen des konservativen Parteivorstandes. Wir sind ge- Wir haben mitgeteilt, daß am 24. Juni die frühere Sekretärin der Genossin Rosa Luxemburg, Mathilde Jacob, vechastet worden ist. Es stellt sich heraus, daß diese Verhaftung erfolgt ist, bevor überhaupt noch irgendein Schriftstück vochanden war, das auch nur den Schein einer gesetzlichen Grundlage erwecken konnte. Erst zwei Tage nach der Verhaftung, am 26. Juni, ist der nach- folgende Schiitzbastbefchl ausgefertigt worden: Neichswehrgruppenkommando � (Wtellung Lüttwitz). Brlin, den 26. Juni 1312. Schutzhaftbefehl. Gegen die Schreibmaschinliftin Mathilde Jacob wird hier- mit auf Grund des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Dezember 1016 in Verbindung mit dem Erlaß d«S Preußischen StaatS-mimsteriumS vom 3. März 1919 Schutzhaftbsfehl erlassen. Mathilde Jacob betätigt sich im Sinne der komm»- nistischen Partei. Nach ihrer eigenen Angab« war sie eng befreundet mit Frau Dr. Luxemburg und hat sie bei ihrer umstürzlerischcn Tätigkeit unterstützt. Ihre Tätigkeit richtet sich mithin auf die gewaltsame Beseitigung der rechtmäßigen Regierung und die Errichtung der Diktatur des ProketariatS. Unter besonderer Berücksichtigung der gegenwärtigen inneren und äußeren politischen Lage ist ihre Tätigtest als die Sicherheit des Reiches gefähidend anzusehen. Ueber die Verhaftung steht der Verhafteten jederzeit das Rochts'mittel der Beschwerde an das Reichsmititärgericht zu. gez. N o s ke. Für die Richtigkeit Meinburg, Rittmeister. Wir stellen fest, daß der Inhalt dieses Bcifchls steh auff einer Lüge aufbaut. Fräulein Jacob hat kein Wort davon gesagt, daß sie G-muHsin Luxembung„'bei ihrer nmstüvz- vevbschen Tätigkeit" unterstiützt habe. Die Schwßfolgeram- igcn aus bissen verlogenen Böhaichtungem machen zwar einem Polizeispitzel alle Ehre, müssen aber eine Scham für jemanden sei«, der sich Sogialiidenwkmt nennt. Ann 24. Juni ist auch das Mitglied des Zentrailarbeiter. mts von Niederbarnim, G rosche, anlsDinend wogen Widerstands gegen die Ovganisätion von Einwochnerwelhoen verhaftet worden. Auch diose Verhaistun>g entspringt der reinen WiMür, auch sie ist gesetzwidrig. G rosche ist Volks konunissar beim Land rat samt in Nioderlbornim. Er hat pflichtgemäß seine amtliche Tätiigkeit auÄgoülbt und ist mts Gmmid dessen verhaftet worden. Wir verlangen, das} diese Verhaftungen schleunigst wieder aufgehoben wenden! Witte»(Ruhr), 3. Juli. Wolfs» Bureau berichtet: Gelegentlich des Wocheumurkte» kam es hier zu U u r u h c u. Da die K» m m u a i st e n aus dq» Play selbst nichts ausrichten konnten, zogen sie durch die Strateu und nötigten die Lebensmittel- und Zigarrengeschäfte, ihre Ware« billig abzusetzen. Nachmittags wurde ein Manufakturware«- geschäft gestürmt und teilweise geplündert. Die Polizei und die Sicherhcitswehr, die energisch eingriffen, nahmen zahlreiche Verhaftungen vor und stellten die Ruhe wieder her. Die Erregung der Bürger über das ortsfremde Gesindel ist ehr groß. „Kommunisten" amd„ortsfremdes Gesindel" stnd also schuld an diesen Unruhen, nicht die LebenAmifteiliwuchersr. And die bürgerliche ebortso wie die rochtssoz ial vsttfche Presse druckt solchen Unisiinn ohne em Wovt der skitik ab! Das vsrfchre« gegen Wilhelm. Amsterdam, 4. Juki. Das Reutersche Bureau meidet auS London vom 3.: Es ver lautet, daß die an Holland zu richtend«, die Auslieferung des vormaligen Deutschen Kaisers betreffend« Not« von 22 oder 23 Mächten unterschrieben sein wird.— In den Wan delgäwgen des britischen Parlaments verlautet, daß das G e rich tsverfahren gegen den ehemaligen Deutschen Kaiser von dem Ausschuß geregelt wird, den die Alliierten zur Durch' führung der FriedenSbedingungen errichten. Der Gerichtshof wird ans fünf Richtern bestehen, die von den fünf alliierten Groß' mächten dazu erwählt sind. Man hofft, daß die Gerichts Verhandlung im Herb st stattfinden wird, und erwartet zuversichtlich, daß der Kaiser zugegen sein wird, da seine Au»- kieferung von sämtlichen alliierten und assoziierten Mächten y fordert werden wirb. London, 3. Juki.(Reuter.) Lloyd George teilte im Unterhans« mit, daß der Gericht S- Hof zur Aburteilung des Kaisers seinen Sitz in London haben werde. LebeNsMlkelNnrvhen In Mnen. wohl der Richter durch das Volk. Diese alle Forderung deS Erfurter Programms spielte bei Beratung des Justizetats in der Mittwochsitzung der preußischen Landcsversammlung eine Nolle. Es war de- zeichnend, daß ausgerechnet der Redner der Nechtssozialisten, Oberlandesgevichtsrat Freymut h, gegen diese Forde- rnng zum Entsetzen seiner Fraktionsgenossen polemisierte. Er warf die Frage auf, wie es möglich sei. diese Forderung dmchzuführen. Von den Bänken der Unabhängigen wurde ihm zugerufen, er hätte sich diese Frage beantworten lasse» sollen, ehe er Sozialdemokrat wurde. Seine eigenen Par» teifreunde riefen ihm zu, daß er zu diesen Ausführungen nicht autorisiert sei. Herr Frcymuth betonte, daß er in seiner Partei für seine Auffassung wirken wolle. Herr Freymuty teilt« auf Zwischenrufe mit, daß er schon vor dem November, nämlich seit Oktober, sich zur sozialdemo« kratischen Partei bekannt habe. Genosse Dr. R o s e n f e l d nagelte das Bekenntnis Freymuths fest. Durch wiederholte Zwischenrufe betonten die Nechtssozialisten, daß sie in diesem Punkte ihrem Frak- tionsnedner nicht- folgten. Im übrigen vertrat Genosse Nosenfeld unsere pro« grammatischen Forderungen auf dem Gebiete der Recht»« pflege und stellte wiederholt fest, daß Herr Heine seinerzeit in mehreren Fällen der Landesversammlung Unwahrheiten über Ledebours Tätigkeit gesagt habe, wie das jetzt ge« richtlich erhärtet worden ist. Herr Heine hat sich gehütet, darauf zu antworten. Znclirturgeschichle der demokratischen volksparlel. Wetz Geistes Kinder die sogenannten Demokraten sind, da» zeigte sich wieder einmal recht klar in der DonnerStag-Sltzung Sek preußischen Landesbersammlung bei der Abstimmung der AM» Justizetat gestellten Anträge. Der Antrag, auch für die Urteil« der Kriegsgerichte die Berufung«inzuführen, fand nuht die Zustimmung der Demokraten, wurde aber trotzdem ange» nommen., Einem Antrage unserer Genossen, die monarchistisch» und Traktätchen-Literatur aus den GefangniSbiblw» theken zu entfernen, stimmten sie geschlossen mit dem Zentrum und den Rechtsparteien nieder. Endlich hatte die Staatshau� haltSkammission beschlossen und das Plenum stimmte dem zu, daß in Zukunft in den Strafanstalten kein Zwang zur Terl- nähme an gottesdienstlichen Handlungen au»- geübt werden solle. Eine Einschränkung dieses Antrage» wv» ein Antrag des Abg. Meyer-Herford herbeiführen, der verlangt daß die jugendlichen Gefangenen weiter zur Teilnahm« verpflichtet seien. Dieser Antrag wurde mit 134 gegen 120 Stimmen angenommen, und zwar auch nur mit Hilfe eines Teils de» Demokraten. So zeigt sich immer von neuem die wahre Natur der Dem«« kraten, die politischen und kulturelle« Fortschritten feindlich(st* Die Anklage gegen die„WWr. Wie wir vor einigen Wochen mitgeteilt haben, ist aus Antrag des Herrn NoSke gegen die Redaktion»er.Freiheit" ein Straf- versahren eingeleitet worden, das auch auf den Geschäftsführer Sas Gesetz. Soziale Tragödie von Paul Baber. (W a l l n« r- T h e a t e r.) Paül Bader, Parteiredakteur in Magdeburg, mehrhcitSsozia- LpischeS Mitglied der Nationalversammlung in Weimar, schrieb «in Stück, das auf Grund seines Stoffes der Anteilnahme in Ar- beiterkreifen gewiß sein kann. ES behandelt die schändlichen Versorgungen deS revolutionär gesinnten Proletariats unter dem Sozialistengesetz an einigen thplfchen Beispielen. Wir sehen auf der Bühne die heimliche Sogialsttenzusammenkunift in dem Ar- beiterhause. Zufammenhalt und Bruderkampf in der Familie, opsermutige Hingabe an die befreiende Idee, Eindringen von Spitzeln und Lockspitzeln, gewissenlose Methoden der politischen Polizei und alle jene Niederträchtigkeiten, die damals zum System gehörten� Nur damals? Ach, wie wenig hat sich die Welt verändert! Wa» ehedem unter dem Sozwtistengesctz gegen sogialdemokratisckw Arbeiter grausam geübt wurde, indem man sie aus der Arbeit jagte und Im Lande unstät umherhetzte, das vollenden heute der RoSkismuS und seine Jünger in der.freien" drirtschm Republik an allen, die auch nur im Verdacht der unabhängigen oder kommu- «istischen Gesinnung stehen. Nur daß an Stelle de» Polizeiknüpp.'lS Handgranaten und Maschinengewehre, an Stelle der? u»Weisung Schutzhaft und Standrecht, an Stelle des Gefängnisses Zuchthaus, Tobefstwase und Meuchelmord getreten sind. So erscheint heute Velber z Bühnenwerk, das sich unter dem neuen ungeschriebenen, aber noch schlimmeren Sozialistengesetz gegen das alte wendet, mehr als eine politische, denn als tünst- lerifche Angelegenheit. Die Furcht vor.subversiven" Bestrebungen und der Fortführung der Revolution, die Besitzangst vor dem Umsturz'der kapitakiftischen Ordnung, die Hetze grgen.unruhige" Elemente, die der Gewalt nicht mit Gewalt, sondern mit dem Pochen auf Menschenrecht und Menschlichkeit trotzen, treibt heute noch tollere Blüten al» ehedem. Was Bader davon auf die Bühne »ringt, ist nicht gestaltet, sondern in grellen Bilderbogenfarben geschldert. Treu nach der Wirklich?!:! übcrüeserte Parteigeschichte. ES fehlt stellenweise, besonders im ersten Akt, nicht an menschlich ergreifenden und psychologisch vertieften Zügen, aber im zweiten und lose angehängten dritl n Akt tobt sisti eine wüste©übel» schwingcrei und Charaktcrmalerei im übelsten Kulisscnstil aus. An kterarische Vorbilder aus»er proletarischen Umwelt, wie HauMvcmn, Gorkj oder auch Rvfenoto, darf man dabei auch nicht von fernher denken. Möge Bader sein? GefinmmgZtüchtig- keil im Leben der Gegenwart besser walten lassen. Auf der Bühne de« WallncrtheaterS, unter der Sommer- direkt ion Rotmurid fand er gestern sehr wirkungsvolle Unterstützung. Erfreulicherweise fehlte jedes SchiniercnpathoSf zu dem manche Rolle leicht verführen könnte. Der alternde, selbstbeherrschi« Klas- senkämpfer des Herrn Eugen K lüpf er war eine(an Basser- mann erinnernd«) stark vcr.nnerkichtc Figur, der man die ver- halten« Leidenschast glaubte. Reben ihm wirkte Rosa Klaus als seine Frau schlicht und sympathisch. Als lebensfrohes Mädel aus tmn Volke wirkte Rose Steuermann doller Frische. WS ihr im Handgemenge mit Polizeispitzel fallender Bräutigcm» fand Aribert Wäscher den richtigen Ton zwischen Verliebt- hrit und für die Idee begeistertem Draufgängertum, knch die Herren Schiefer� Schwe ikart, Hermann, Kauf- mann und die and ren Polizeidarsteller trugen zu dem lauten bühnenmäßigen Erfolge bei. Erich Baron. Eine komische Oper auf Grundlage der G öt t scheu Dichtung,„Schtvcirzkünstler", frei umgestaltet, hat Edgar Jstel geschaffen. DaZ Werk wird unter dem Titel„M aienzauber" in der nächsten Spreizet' zur Uraufführung gelangen. 'An all« freischaffenden und angestellten Künstler und Kunstgewerbler in Handwerl, Gewerbe, Industrie, Ansta!» kn usw., für die nicht bereits Fachorganisationen bestehen und s> weit sie in den Arbeiterorganisationen oder Künstler-Vereinigunzen eine Vertretung ihrer Interessen nicht finden können, wendet sich ein sozialistisch gerichieter Aufruf zwecks Schaffung eines Bunde» der Kunitgeem'bler Deutschlands. Die Organisation steht auf dem Boden der Arbcitersolidarität und erstrebt Vertretung in den Ar» beiterräten. Kunst�enossen, die sich zu freiheitlichen Idealen bekennen, ob sreischasfcnd oder angestellt, ob männlich oder weiblich, wollen ihre BerejUvilllzkeit, sich anzuschließen, mitteilen Herrn Dekorationsmaler Oskar Hüttel, Berlin-Neukölln, Jlsestragx 24. Alks Skroxhen in neuer Zell. Von Heinrich Heine. Wir, Bürgermeister und Senat, Wir haben folgendes Mandat Städtväterlichst an alle Klaffen Der treusn Bürgerschaft erlassen: „Ausländer. Fremde sind es inoist, Die unter uns gesät den Geist Der Rebellion. Dergleichen Sünder, Gottlob I sind selten Landeskinder. „Auch Gottesleugner stnd es meist: Wer sicki von seinem Gotte reißt. Wird endlich auch abtrünnig werden Von seinen irdij�en Behörden. „Der Obrigkeit gehorchen, ist Die erste Pflicht für Jud und Ehrrst. Es schließe jeder seine Bude. Sobald es dunkelt. Christ und �zude. i sch | au *«( «pp und -ng drü „Wo ihrer drei beisammen steh'n. Da soll man ausoinander geh'n. Des Nachtz soll niemand aus der Sassen Sich ohne Leuchte sehen lassen. I Dr. Seemann«eck. eozwlssienmg«I- organisatorische Ausgab«. ;8« 5. Preis 3 Dt. Bsriag Neuss Vaterland(®. Bsvger u. To.), »eiier- Der Zusammenbruch der Wsstsront. Ludendorss lst verein i„. Dr.«llred L. strled. tHerausgsbsr der strisdenswart».) Auf kartem englisch« Verstärkungen von einem anderen Lager an und unter- drückten mit anfxcpflanz'cm Bajonett den Aufsiand. Sehr gefährlich scheint abi' dieser Aussland nicht gewesen zu fein. Der Aiedensverlrag im beigischen Varlamenl. Brüssel, 3. Juli. Der Minister des Aeußern, H h m a n s, hat in der Kammer den Friedensvertrag eingebracht. Am Schlüsse der Rede, die er hei diesem Anlaß hielt, begrüßte der Minister die Bevölkerung von Moresnet, Malmedy, St. Buh und Eupen. Hymans hat außer dem Friedensvertrag auch noch einen Bertrag zwischen den vcr- «inigten Staaten, Frankreich, Großbritannien und Belgien einer- seit? und Deulschlano andererseits über die militärische Besetzung des Rheingehjeu« eiuaebrachi, ferner(«gw «r«ine von Cieinen»eau» Wilson, Lloyd George und Sonnino unterzeichnete Erklärung vor, in der B.llg-en ein Vorschuß don2% M i l l ta r d e u F r a n t auf die erste durch Deutschland Pt leistende Zählung gewährt wird, und eine von CIcmenoeau, Wil- son und Lloyd Geory? mit unterzeichnete Erklärung Wer den Erlaß der von Belgien bis zum 11. November 1918 abgeschlossenen KriegSanlethen. Es ist höchste Zeit für die Bejirksfiihre? und Funktionäre der U. S. P., die noch nicht im Besitz des Werbemateriials für die Verlags- genosfenschast„Freiheit" sind, es sich sofort zu besorgen. Am nächsten Zahlqbend müssen sie unbedingt das Material bereit haben. Viele Mitglieder der U. S. P. wollen bsi dieser Gelegenheit die Mitgliedschaft zur Vcrlagssenvssenschaft„Freiheit" er- werben und Anteilscheine zeichnen. Dafür mn. alles vorbereitet sein! Die fseschlarichlWgen in Mgarn. Vor einigen Tagen veröffentlichte die bürgerliche Presse sensationelle Meldungen über Massenhinrichtungen in Buda- Pest. Diesen Nachrichten gegenüber ist äußerste Vorsicht ge- boten, da ihr Ursprung sehr dunkel ist und wir ja aus der Geschichte der Berliner Märzkämpfe wissen, welchen Zwecken solche Nachrichten(Lichtenberg-Greuel) dienen. In- zwischen ist auch von dem amtlichen Wiener Korrespon- denz-Bureau folgendes Dementi verbreitet worden: Die ungarisch« Gesandtschaft sowie die italienische Militär- Mission erklären die Blättermeldnng von Massenhinrichtunoeu in Budapest für unbegründet. Es ist deshalb bei dem Ausbleiben direkter Nachrichten aus Budapest zum mindesten zweifelhaft, ob solche Massenhinrichtnngen stattgefunden haben. Wir haben bereits bei anderer Gelegenheit betont, daß wir als entschäedene Gegner der Todesstrafe es auch auf daS s ch ä r f st e mißbilligen würden, wenn von Sozialisten Gegenrevolutionäre für ihre politischen Hasidlungen mit dem Tode bestraft würden. Die Arbeiterklasse verabscheut die Todesstrafe, sie kann im Gegensatz zu anderen Klassen der Gesellschaft ihre Herrschaft durch die ökonomische Macht und ihre große Zahl aufrechterhalten. Sie braucht, solche Gewaltmittel nicht und darf sie nicht anwenden. Der englisch-srimzösische Vertrag. London, g. Juli.(Reuter.) Der englisch-isvanzösische Vertrag, der heut« abend veröffent- licht wurde, bestimmt, daß Großbritannien, wenn die Artikel 42, 43 und 44 des Friedensvertrages mit Deutschland zunächjst keine genügend« Sicherheit und keinen genügenden Schutz für Frankreich bilden sollten, zustimmt, im Falle einer nicht herausge- forderten Angriffsbewegung Deutschlands gegen Frankreich diesem zu Hilfe zu kommen. Der Vertrag wird dann in Kraft treten, wenn der ähnliche französisch- amerikanische Vertrag ratifiziert wirb. Der Vertrag muß vom Völkerbund als mit dem Völkerbundsvertrag vereinbar befunden werden und wird solang« in Kraft bleiben, bis der Rat der Au- ficht ist, daß der Völkerbund selbst genügenden Schutz bietet. V»?o!uttolZäre Stimmung in Zkaim B e r n, 4, Juli. Laut„Avantl" erklärt« d'Aragen», Generalsekretär des itMieni- schen GewcrkschaftsbuiideS, in Southport, Italien befinde sich nach dem lirieKe in Verhältnissen, die zum Bankerott führen müßten. Das Volk fei von eine» revolntionären Bewegung ergriffen und die Lage fei so schwer, daß Nach- richten, die aus Italien kommen»nd von einer revolutionären Be- wegung und Blutvergießen sprechen könnten, nicht überraschen bürste». DaS lnnerika'äschc Kapital beim Wiederaufbau. New Aork Times meldet, daß die N e w U o rk e r S t a h I f a b r i I B u I c a n sich koii'traktiich verpflichtet hat, das zerstörte Gebiet in der Ge- gend von Nancy wieder aufzubauen. Ämobilificninn de? ainerikan„chcn Heeres ist für den 30. SchstO'ber angekündigt worden. Die Friedciisstärke wird ungefÄhr 288 000 Mann betragen. Die Wahlen für die jüdische gesebgcbendc Versammlung in Palästina wurden auf den 10. Juli festgesetzt. Die Frauen werde.', das aktive und passiv« Wahlrecht haben. Ein Teil der orthodoxen Juden wird sich deshalb an den Wahlen nicht be- telligen. Die Abstimmung auf den Alandsinfeln hat zu folzendem Er- gebnis geführt: 0-1,4 vom Hnudert der mündtgen Bevölkerung stimmt-n für den Anschluß an Schweden. De schwedisch? Presse fordert unter Hinweis dar.rus, daß der Wunsch der alün- bischen Bevölkerung erfüllt werde. Die VcchZssez'aMen?eh3ren nicht in die JnielNiUjsnds. In der Pariser sozialistischen Zeituna„La France Li b re" sprickft der bekannte französische Recht ss oüia- list Compdre- Morel über das Verhalten, das die französischen Sozialisten ihren deutschen Genoslen aeaen- über einnehmen müßten: er kommt hiechei zu einer ver- nicht enden Absaae an die deutschon Rechts- i o z i a l i st e n. Er kritisiert zunächst den Weinrarer Parteitag der Rechtssozialisten und äußert hierbei, daß die Beratungen auf dem Kongreß des Varteitaaes aezeiat hätten, daß die ReckMozialisten von den letzten Ereianjssen nicht das geringste gelernt hätten, daß im Gegenteil noch niemals ein derartiger Chauvinismus in den Reihen von Sozialdemokraten sich be- merkbar gemacht habe, wie er auf diesem Parteitag zutage getrete» sei. Conrpdro'Morel erflärt die rechtSsoualisti- icl>en Führer für die Freunde, Bert Ii ndeten und Gönner van Leuten wie Erzberger, Hlndenbnrg und Brockdorff. Rantzau und entrüstet sich ganz besonders über die Rede Summers, in der dieser unter dem Beifall der avnzen Versammlung von einem„W ahrheitSfiminel" rÄ>S> konnte. Tann fährt er bedeutsam fort: „All daS zeigt uns, wie vorsichtig wir sein nßäfien. solange diese Sozialdemokraten— die Komplizen der Weißen Gavden, der hociinäsigen Offiziere, der Krautiunrer und der Monarchisten— an der Macht sind und im Name? ihres Landes sprechen können. Solanae das deutsche Volk mit der gegenwärtigen.. Rv gimma. die nur die überkommene aggressive, hochmütig« und brutale Politik des deutschen Kaiserreichs fortsetzt. ngA nicht abgerechnet hat. und solange es noch nicht feine Go» schicke den Unabhängigen Sozialisten, deren wahrhaft menschliche und sozialistische Gefühle nimnand leugnen und beargwöhnen kann, anvertraut. hat, solange können wir mit diesem Volke n.i ch t s z u tun haben, weder in der Jnternatlonald, noch im Völkerbund c." Aus der Perlei. Neue Blätter der U. S. P. D. Se.it dem 1. Juli erscheint in München als offizielles Organ der Unabhängigsn Sozialdemokratischen Partei ein« nem Tag.szeitung„Der Kampf". Die von Cisnsr mitbegründete „Neue Zeitung" wird von dam bürgerlichen Verleger merkwür- digerweise unter Mitwirkung der alten Nedaltion weiter her- ausigegeben, steht aber in keiner Beziehung zur Unabhängigen Partei. In Bernburg wird seit dem 1. Juli gleichfalls eine neue Tageszeitung herausgegeben. Sie führt den Titel„Dd Wahrheit" unb wird in ganz Anhalt verbreitet. Groß-Serlin. iir it«U»«i Abbau der städtischen Volksspessnng. Die Volksspeisungsanstglten haben mit einer starken Abnahme der Speisende» zu rechnen. Das dürfte darauf zurückzuführen sein, daß immer mehr Frauen zum Kochen im Hause zurückkehren. Viele Frauen sind wieder in ihrer Häuslichkeit tätig und bekommen, wenn auch die Preise hoch sind, doch etwas mehr Lebensmittel wie früher, �zn der städtischen Volks'weiiung ist die Teilnehmerzahl von April bis hents um die Hälfte gesunken, und zwar von öb 000 aus 27�00. Die Abeudspcisungen sind von 56 800 ans IOuOO zurückgegangen. In den Sommermonaten fällt erfahrungs- gemäß die Teilnahme weiter. Dieser Umstand hat zu. Er- wägungen geführt, die auf einen Abbau der VolkSspeifung hinzielen, zumal iit obigen Ziffern die Schulspeisung ein«» griffen ist. Die Schulspeisung betrug am 1. Oktober 1916 18 000, sie stieg auf 27 000 im Jahre 1917/18, um zu fallen auf die Zahl von 8000 tägliche Teilnehmer. Die Kosten für die Sipeisuntl decken beute nIM einmal die Ausgaben für Gehälter und Löhne. Die Ausgaben, für die Lebensmittel müssen aus allgemeinen Mitteln bestritten werden. Die Selbstkosten für ein Mittagessen betragen heute 83— 84 Pfennig, wofür 50 Pfennig gezahlt werben. Die Herstelllingskosten für ein Abendessen betrogen 66 Pfennig, wofür nur 40 Pfennig gezahlt werden. Es isl beschlossen worden, von den 8 Küchen 4 Küchm eingehen zu lassen. Es wurde erwogen, ob man nicht mit einer Zentral» kiiche oder mit 2 Küchen auskommen könne. � Tatsächlich könnte das Bedürfnis sehr wohl in weniger Küchen gedeckt wenden. Man möchte aber diesen großen Schritt nicht setzt schon machen, da sonst die Entlassung vo» Personal einen zu großen Umfang annehmen würde. Mit der Verringerung der Küchen sollen auch 18 Ausgabestellien in Fortfall kommen, die unter 200 Litern täglich abgeben. Man könne beim besten Willen diese wenig in Anspruch genommenen Ausgabestellen nicht rechtfertigen. In einer Sitzung de? Beirats der Volksspeisung wurden diese einzelnen Maß- nahmen besprochen. Es wurde auch beschlossen, die Abend» suppen für die Sommerzeit in Fortfall kommen zu lassen, Von der Erhöhung der Preise für die Portion wurde ab- gesehen. Bei den unvermeidlich weidenden Entlassungen von Personal wurde von unseren Vertretern angeregt, ba» bei nach der Bedürftigkeit vorzugehen und im Einverständ- ms mit dem AnaestelltenauSschuß nicht etwa das Personal ganzer Küchen zu entlassen, sondern in den bestehenbleiben- den Küchen zu prüfen, ob dort Angestellte vorhanden sind, die eher zur Entlassung kommen könne«, als die in den aufgelösten Küchen. Tatsächlich soll es noch Angestellte geben, die es wirklich nicht so nötig haben, und die sollten zuerst zur Entlassung kommen. Danach soll verfahren werden. Rauflustige Regser'.mgss?ldc>Len. Ein gesälinicheS Treiben ztveier RogieruiizSiolbaten. da» leicku schlimme Folgen lssstte ze i. r en können, wird un» aul einem Weinlokal au» der Friedrichsuidt berichtet. Dort dienten in der Nacht vom 28. zum 80. Juli zwei Soldaten der Reichs mehr(Vlb» zeichen: lll/I) etwa» reichlich dem Gott« Bacchus. Nach>iartcm Weingenuß führten sie sich unausiäichig und vadiat auf. Diese Zierden der Ge'ells'afi verrick'ie.en ihre No dürft auf einem Tisch, ver zum Empfang der Gäste bereitsteht. Einer in dem Lokal aujirercnd.n Sängerin tciuen sie ohne jede Ursache Ohr- sei'icn links und rechts aus. Und zum Schluß blieben diese feinen Gäste die Zeche schuldig. Sie wurden kurzerhand auf ein» sankt« Ar! au die friche Lusi gesetzt. Nun tr'eb«» sie ihr Un- Wesen auf offener Straße wehet. Einem Herrn, der sie ermahnte. sich an sim big zu benehmen, bebebbten sie mit dem Revolver. Ja, sie suchten sogar in die inzwischen sich angesammelt« Menschenmenge zu feuern. Aber das Ding sunftionier.e zum Glück nicht. Die Kellner, die mit Regicrungssoldaten reiche Er» fahrungen gemacht Haren, hatten in weiser Voraussicht der kam» menden Dinge unbemerkt die Revolver in der Garderobe entladen und die Munition an sich genommen. Darüber erbost, schlugen die entwaffneten Soldaten einer gerade de» Weg; wm menden älteren Frau gegen den Kopf, worauf denn schließlich die Festnahme dieser beiden Ordnung SViter durch Polizisten erfolgte. Auf Augenzeugen macbteii die Naukbolide den Eindruck, als seien sie nicht zurcchnungssäbi» Nach dieser Richtung hin scheint also die Prüfung bei Aufnahme von Freiwilligen In die MeichS» wehr, die nach poliiischer Hinsicht bekanntlich peinlichst genau ist, nicht so genau vorgenommen zu werden. Die geistige Verfassung spiel! demnach für die Tätigkeit der RegierunliS trappen feine Noll«. Jedem besonnenen Bürger werden die Waffen abgenowmen. Geistig unzurechnungsfähige Jünglinge aber dürfen selbst bei ihren Saufgelagen jeden anstänldigen Menschen mit h« Wast» bedrohe». Wegen Schulvsr'Sumnis erngekertert. ...,- v---........ Polizeihllfsbeamten von dcr Seite d:r Mutter kurzerhand wegverhaftei und dem Polizei. gLwahriam in Äertoieficn. Gr sollte in eine Er- S'ehun�an,lact gebracht werden, weil er einige Wochen die Schule fj, oeicywanzt fcate. JSte Mutter wurde systematisch daran gehindert,! tljr iitnb zu Gkrtcht zu bekommen. Ncub einer h.« (FTtern, die mit dem konfessionellen Airchentum zerfallen find, die Befreiung ibrer Kinder vom Religionsunterricht, nicht aus Lässigkeit oder Aengstlichkcit unterlassen. Und auch dafür wird gesorgt werden, dah dieser Herr Rettor sich bequemen muh, die Eltern, die durch ihre Räte an der Ausgestaltung der Schule mitarbeiten wollen, zur Mitarbeit heranzuziehen. Der A. E. B. wird auch weiterhin die Wahl von Elternrälen organisieren. Zu- schritten in diesen Angelegenheiten sind zu richten an Genossen � Meth. Berlin O 34, Libauer Straste 10. Friedenau. Die zu heute abend nach der Aula de? lllestn» Realgymnasiums, Homuthstrahe einberufene öffentliche Per summ« lung kann nicht stattsinden Der Arbeiterrat. Aus deu OrganifalZsueu. Charlotte nburg. Sonnabend. 5% Uhr Frabtionssitzung der Wj mmialen Arbetterräde. 7 Uhr Doltvsrsamlnlung in Z immer 1** Rathauses., | Nisderbarrüm. Die Rreiskoniferenz findet Sonnabend, den 5. k.% iKbchmtUiigö 5 Uhr, in der Aula der Schule Marktstrahe in Lichtend»! statt. De: Kreisom stand. M—______.„lt.v.,. JBB.____________________________. Teltow-Beeskow. Morgen, Sonnabend, abend 6 Uhr im KreM noch nicht zu scheu. In ihrer sorgenvollen Lage wandte sie sich an ��en. Das hat zu einer erheblichen Verunstaltung des Straßen- buÄfflu Neukölln Revision und Sitzung des Kreisvorstcmdes. den Abgordneten für Spandau, den neugebackenen Oberbüm-r- bildes geführt, die nich» weiter geduldet werden kann. Nach§ ILO 1_ Nrukölln. Heut« abend SZ� Uhr Funktionärsitzung tm«-«• «'oifh»r her WerHrrr-----!.!. Hermann-, Ems Schwikesivage.( j Bernau. Der gemeinsame Familien-Ausfkug der U.» ! P. D. findet am Sonntag, den K, Juli, statt. Die Genossen ihnen Famtlien treffen sich mittags 1 Uhr beim Genossen Wunsch» Abmarsch 1% Uhr nach Rltntgenral. zum Genossen Uebeler. ß'" Nachzügler ab Dernau Vorortzug 2 Uhr 1 Minute. .,..... ,,- i ri.il Vierter Kreis, 33. Abteilung, sc: anstaltet am Sonntag. W* dag drese zuwider:, andtungen fortgesetzt � g. einen Familiencrusslüg nach Friedrick'shagen. Trefsphw» -�-'eireoiere arss-ewiesen worden, gegen die morgens 8 Uhr Bahnhof Frankfurter Allee, Nachzügler Friedr�,? -r,>------- Höge n, P.inzengav!«n. Bei ungünstigem Wetter wird der Au-fi» auf 6 Tage verlegt. myt eingenommen qai. tiefer Herr vvozialist hatte aber für dir irnninren c.eucn fiunjchtqgiauieu u. oergt.) nur auf denfenlgen! bedrängte Mutler keine Zeit. Und so weiß sie in der Tat keinen Grundstucken angebracht werden, auf die sich ihr Inhalt bezieht. andern Weg, zu ihrem Kind zu kommen, als durch die Flucht in 4�4'!t die Anbringung von Plakaten mit vorzängiger Polizei- die Oeffentlichkeit. liwer Genebmiauna nun in W S-z-onk-nft-rn r«r»-«u-nh�r o�he« Es ist einfach ein Skandal, daß ein zehnjähriges Kind, das öulässig. Für oen Fall, da, Mangel geeigneter Aufsicht die Schule versäumte, dafür mit werden sollten, sind die Poliz licher Genehmigung nur in den Schaufenstern leer stehender Läden Mit diesem Erlasse sollte sich der Polizeivräsidert zuerst an die behördlichen Stellen wenden, die ihre Plakate cm die Mauern an- heften lassen. Wir denken an die Plakate über den Bolschewismus, über die Sozialisierung, an die Werbeplakate für die Freiwilligen- korps u. a. Zur Beamtcnvcsoldung, wird uns geschrieben:„De? SRealv Vov....r ,r />-....... r, C ____________|_____________ Gefängnis bestraft werden soll. So we�en" Verbrecher ge-' Schuldigen mit Strafen vorzwzehen, nötigenfalls auch auf deren züchtet! Wir erlvarten, daß diese öffentliche Brandmarkung ge- Kosten die Plakate, Reklamezettel usw. zwangsweise entfernen zu nügt, um in dem Fürsorgewesen Spandaus gründlich Remedur Bossen. Daneben Werbt die bürgerlich-rechtliche Verantwortlichkeit zu schaffen. gegenüber den etwa Geschädigten bestehen." Teils zuviel, teils zu wenig Kriminalbeamte. Diese Schlußfolgerung ziehst ein Se'er unseres Blattes ans fcn Erfahrungen, die er in kurzer Zeit gemußt hat. Als in feui.r Wohnm« eingebrochen worden war, lon.iitcai die zur Er- enittlung der Einbrecher erforderlichen Haussuchungen nickst vor-_..„.„.. genommen werden, weil angeblich zu ioenig Beamte vorbanden rer Uv'versttatskasse in Berlin, mittk'.rer Beamter, hat daS waren. Nachdem wurde aber bei ihm selbst innerhalb drei ifach« �Einkommen von dem eines Bureauassitvenien bei der- Wochen dreimal von mehreren, zuletzt sogar von sechs Beamten, I s�beu Kasse, obgleich der Burcauafsisteni mit derselben Vorbildung, gehaussucht. Allerdings handelte es sich hierbei nicht um die i rü Zaiigkit und bei gleichcc ArbeiiSzeü mindestens dcß- Herbei schasfung von Diebesgut, sondern um Beschlagnahme 5?�' wicht mehr, leisten muß. Der.Herr Rendant, der im revolutionärer Druckschriften. Ja. daran darf eS I Lebensalter kaum älter ist, als ein solcher Assistent, hat noch das in einer„sozialistischen" Republik au Kräften nicht mangeln, Borrecht, über das Wohl und Wehe eines solckxn Arbeitstieres— Gefunden wurde nichts. Dafür wurden aber Geschäfts- wehr ist ja der Assistent in seinen Augen nicht— bestimmen zu bücker beschlagnahmt, wodurch die Ausübung seines Gewerbes! �nnen. Bei den geringsten Vorkommnissen, Verstoß gegen äußere dem betresfenden Herrn erfchlvert wird.: Formen und de vgl. droht man mit schärssten Disziplinar-Maß- Der Leser fragt, ob dieses für die völlig grundlose Ve-«ahmen. Einem solchen unteren Beamten wird außerdem, selbst lastigung arbeitsamer Bürger aufgebotene Heer von Bcamkn I M& c n 6c fi« n Leistungen, jede Möglick.Teit zum Aufflieg niM«iVfc.TirT-jr fr,r h--» v!-r?„�„r,.. f«t�rtirrApv i>|iiiiiii k Kaufgesucli l Uj ll G| Da un, Genosse Horbsl, Pankow, Florastr. 25, verscliledone Touren nicht heiausglbt. ersuchen wir unsere Abonnenten umgebend ihre Adresse bei Sptckonuano, Brohmastraße 46 mitzuteilen. damit leder beiiefeet werden kann. Dl# Zcilaazukoinmisp'om der D. S. P D. Pankow. G. A. Kupferdrähte kaufe ständig. E. Knüppel, Mutelandslrullc 4t, Gartenbaus I. Spiralbohrer. Schmirgel- leinon kauft Frick, Reinicken- dorl,Sommerstr.45. am Daiinh. Schöiibolz. Reinickendorf ol 18. 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