Einzelpreis 15 pfg. ♦ 2. Jahrgang Mittwoch, öen?uli 191� Die„Freiheit" erscheint morgens und nachmittags, an Sonn» und Festtagen nur morgen». Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins t?aus für Groß-Berlin oder bei dire.!>.in Postbezug obne Bestellgebühr monatl» 2,— bei Zustellung nnter Streifband 5,— M. Die„Freiheit" ist in den ersten Nachtrag der Postzeitungsliste für*9*9 eingetnrw Redaktion: Berlw NW. V, Schissdauerdamm 19 in. Fenljprecher: Amt Norden 2£95 und 2891». Nummer 321> Morgen-Msgsve Inserate kosten die achtgefpalt. Nonpareillezeil» oder deren Raum 1,10 Mk., Wortanzeigen da» fettgedruckte Wort 60 Pf. jedes weitere wort 25 Pf. Teuerungszuschlag 50 proz Familien» und verfammlungsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den darauf« folgenden Tag müssen fpatesierls bis 3 Uhr nachmittags bei der Erpedition aufgegeben fein ELpedition: Berlin NW. 9, Schtffbanerdamm 89 Fernsprecher: Amt Norden 97S8 verSSrgenalwiinschlmilllör;sche> Maßnahmen. .. Der Berliner Bürgerrat ließ gestern nwrgen durch riesige Plakate, die an allen Säulen prangten, die Ausforderung an die Bürgerfchast ergehen, in Versammlungen «egen den Berliner Verkehrsstreik zu protestieren. Der Protest soll sich aber nicht etlva gegen das Unternehmertum richten, das bisher alle Verhandlungsversuche scheitern ließ, sondern allein gegen die streikenden Angestellten. Der Bürgerrat versteigt sich sogar ju der Dreistigkeit, die Ver- waltungen aufzufordern, die Streikenden durch ein Ulti- matum zur bedingungslosen Wiederausnahme der Arbeit zu zwingen. Wer bis zu einer gewissen Frist dieser Aufforderung nicht nachgekommen sei, müsse e n t- lassen werden. Arbeitswillige Ingenieure und Techniker würden jederzeit bereit sein, den Betneb wieder in Gang »n bringn. Es müsse dabei zwar nrit einer Verlange- rungderVerkehrsnot gerechnet werden, aber diesen Kustand n niste man willig in den Kauf nehmen, weil den «Rechtsbrechern" unter keinen Umständen nachgegeben wer- den dürfe. Um seinen finsteren Anschlägen aus das Koali- tionsrecht mehr Nachdruck zu verleihen, hat der Bllrgerrat an den Reichswehrminister Noske noch folgendes Tele- jgramm gerichtet: Reichswelnmiilistcr NoSkc, Weimar. Der iveiterandauerndc Straßenbahnerstreik droht in Berlin katastrophale Folgen zu zeitigen. Wir empfehlen, durch freiwillig einzustellende Ingenieure und Techniker einen Teil der Bahn wieder in Betrieb zu setze», dieselben durch militärische Maß. nahmen zu sichern, alsdann dahin zu wirken, daß den Streikenden ein Ultimatum gestellt wird, mit der Maßgabe, daß nach Ablauf desselben Richtarbeitswilligc ent- i lassen werden und durch neue Angestellte erseht werden. ' Der Anschlag entspricht durchaus der reaktionären Ge- srnnung des Berliner Bürgemits. Er hat bezeichnenderweise das Telegramm nicht an den Reichsarbeits- minister gerichtet, der für Beilegung wirtschaftlicher Konflikte in erster Linie in Frage kommt, sondern ausge- rechnet an Herrn Noske. Wir glauben aber, daß gerade Herr Noske der ungeeignetste Mann ist, das Berliner Ver- kehrselend zu beheben. Militäriscbe Maßnahmen würden Su Zuständen sichren, die mir ein verbohrter Gegner der Arbeiterschaft herbeiwünschen kann. Sechst das rechts fozicilistische Mitglied des Vollzugs rats Büchel hält den Aufruf des Bürgerrats, den Angestellten ein Ultimatum zu stellen, für höchst ungeeignet, die bestehenden Gegensatze aus- zugleichen, es sei viel eher dazu angetan, diese Gegensätze noch zu vertiefen. Darum wiederholen wir noch einmal, was von unS an dieser Stelle schon Tag für Tag gesagt worden ist: Nur auf dem Wege der sofortigen Verhandlungen kommen wir aus dem Verkebrselend heraus, schlimm genug, daß die Regierung die Partei der Unternehmer ergreift, statt sie zu zwingen, den Konflikt im Verein mit den streikenden Angestellten endlich beizulegen. Der Eisetibahnerskreik im Reich. Ueber den Eisenbahnerstreik im Reich liegen nur wenige Meldungen vor. Der Streik scheint demnach fast überall er- loschen zu sein. Aus Hamburg wird berichtet: Die Bcrtrcterversammlung des Deutschen Eisenbahnerverbun- des, die heute nachmittag 2 Uhr ihre gestern abend abgebrochenen Beratungen wieder aufgenommen hat, nahm nach fiiiifstündigci lebhafter Auseinandersetzung folgende Entschließung an: Die heutige Funktionärbersammlung drS D. E. B. erklärt nach dem Abstimmungsergebnis und den Berichten aus der Provinz Abstand zu nehmen von einem Ertlichen Streik. Sie empfiehlt dringend den bereits im Ausstand befindlichen Kollegen umgehend die Arbeit wieder aufzunehmen. Sie verlangt, daß der Hanptvorstand unverzüglich die Bcrhandlun- »en mit dem Ministerium aufnimmt und die Eisenbahnerforde- fingen z« gegebener Zeit zentral durchführt. Die B-rbereitungen «■stt find sofort zu treffen. Die Abstimmung erfolgte in An- Wesenheit von 147 Bertrancnsleuten mit 184 für und mit 7 iL r> r» die.Entschließung hei 6 Stimmenthaltungen. lkk v 3« der weiteren �Bnvcgung Hcr Eisenbahner ist zu! bemerken, baß die Betricbswerkstättrn Ohlsdorf heute die Arbeit eingestellt hat. Die Einstellung ist erfolgt ohne Zutun des Verbandes»md der Vertrauensleute. Die Brtriebsiverkstatt Hamburg E hat heute mittag die Arbeit niedergelegt mit der Begründung, daß sie für Harburg Streikarbeit leisten sollte. Das endgültige Ergebnis der schon gemeldeten Ur-Abstimmung ist folgendes: Es wurden ins- gesamt 11 780 Stimmen abgegeben, davon 0033 für und 4423 gegen den Streik, 105 Stimmen waren ungültig, 019 hatten sich der Stimme enthalten. Nach Matzgabe des BerbandSstatnts bedarf eS zur Herbeiführung der. Arbeitsniederlegung einer Drei- viertel-Mchrheit. Kattowiti, 8. Juli. Nach Mitteilung der Pressestelle sind auf Bahnhof Tarno- Witz die Eisenbahner ausständig; sie fordern die Lohnsätze einer höheren TeuerungSzonc;' Verhandüungcn sind sofort angeknüpft. Augenblicklich ist der Berkehr Tarnoivitz—Oppeln. Tarnowitz— Kreuzburg und Tarnowitz—-Beuthen gesperrt. Die' Streikleitung will für die Mlchbcsörlderung Sorge iragcn. Sie Zankbeamken lehnen den SchledssNruch ab. Marx verhastet. In der Versammlung des Allgemeinen Banlbcnmten-Vereins im Lehrer-Vereinshauz wurde gestern abend Stellung zum Schiedsspruch genommen. Nach einer ausführlichen Rede von Marx nahm die Versammlung eine Resolution an, die den Schiedsspruch als Provokation bezeichnet und den Betriebs- Versammlungen die Ablehnung empfiehlt. Große Bewegung rief es hervor, als plötzlich E m o n t S auftrat und eine kurze Ansprache an die Versammlung hielt, in der er die Bankbeamten aufforderte, fest auf ihren berechtigten Forderungen zu beharren EmontS fand stürmischen Beifall. Kurz vor Redaktionsschluß wirb«nS noch mitgeteilt, daß der Führer der Bankbeamten und Mitglied des VollzugSrats Marx gestern abend Xll Uhr, als er das Dienfigebäude des Vollzugs- rats verlassen wollte, von zwei Kriminalbeamten»tivd einen Soldaten verhaftet worden ist. � Slceiks in Elsaß-Lokhrmgen. Das Ende der denlsche» Sfkseepoliiik. Bern, 8. Juli. Der 33 Osler„V o r w S r t S" erfährt ou» Mülhausen, daß aus wirtschaftlichen Gründen in Mülhausen, Colmar, Straßburg und Metz besonders bei den Elektrizitütsarbeitcrn, ferner in den rlsaß-lothringischen Erz- und Kohlengruben und im Rheinische» Industriegebiete dauernd A u S st ä n d e herrschen und die gewerkschaftlichen Verbände Arbeiter und An- gestellte zur Unterstützung der AuSständigen auffordern. Die französischen Gewerkschaftler hätten bisher keinerlei Gclduntcrstützung bewilligt nutz auf wiederholte Bitten geantwortet, die französischen Aewerkschaften hätten für Streik. Unterstützung>kein Geld. Infolgedessen sei der früheren Be- geisterung ftir die französische» Gewerkschaften eine starke Ernüchterung gefolgt. Znrn Arlen von GerWshir'en. Amsterdam, 8. Juli. In der„Times" vom 5. Juli schreibt der parlamentarische Korrespondent: Es werden zwei Arten von Militär-Gcrichtshöfen einge- setzt, die Personen, die Verbrechen gegen Angehörige eines der alliierten Länder angeklagt find, werden vor die Militärgericht?- Höfe dieser Macht gestellt werden. Personen� die Verbrechen gegen die Angehörigen mehrerer Länder der Alliierten be. schuldigt werden� werden vor gemischte, aus Mitgliedern der! Militärgerichtshöft der betreffenden Mächte zusammengestellte Militürgerichtshift kommen. Jeder Angeklagte' wird das Recht habe«, seine Verteidiger zu wählen. Dem britischen Ge- richtShof wird man freistellen, auch in Frankreich oder Flandern wegen der dort ansässigen Zeugen Sitzungen abzuhalten. Der interalliierte Militärgcrichtshof wird seinen Sitz wahrscheinlich in Paris haben. Äie verhälluiSWahl in Frankreich. Eine amtliche Meldung hat gestern früh von de« Räumung Rigas von den deutschen Truppen Mit- teilung gemocht. Nach kaum.sechswöchiger Herrschaft iibec die unglückliche Stadt haben die deutschen Machthaber, die triiimpchierend in die Hauptstadt des Baltikums eingezogen waren, das Abenteuer liquidieren müssen, daS sie in unseliger Verblendung angezettelt hatten. Gleich nach der Eroberung Rigas, die unter dem humanitären Mäntclchen der„Befreiung" der örtüchen Bevölkerung von den bolschewistischen Machthabern vorgenommen wurde, bezeichneten wir diesen Vorstoß als ein „neues Glied in der Kette jener brutalen Ranbpolitik, die. in den letzten Monaten von den dentsch-battischen Junkern und der ihnen verbündeten Reichsregierung in Lettland betrieben" wurde. Schon Wochen vorher hatten wir einen fortgesetzten Kampf gegen die unglückselige Politik geführt. die unter der Führung des neuernanirten General- gouvernenrs von der Goltz, des Vertraucnsmannes der militärischen Kamarilla und der deutsch-baltischen Junker, und unter dem Protektorat des ReichswehnninisterS Noske und des deutschen Gesandten A. W i n n i g in den Ostseeprovinzen eingeleitet worden war. Schritt auf Schritt hatten wir, als einziges Berliner Blatt, alle Phasen dieser verbrecherischen- Politik verfolgt, die raffinierten Lügen und Fälschungen der amtlichen Stellen, die in der sattsam bekannten Manier der Kriegspresseämter die DE Rede' Deffentlichkoit zu betrügen suchten, aufgedeckt und eindring- ''[ich vor den internationalen Komplikationen und dem Ans- stand der örtlichen Bevölkerung gegen die deutschen Macht- Haber gewarnt, die die Folge der baltischen Politik seift würden. Die Beseitigung des Libaner Soldatenrats, der Sturz der rechtmäßigen lettländischen Regierung am 16. April, dch Komödie der Strohmänner-Regierung Needra-v. Brümmer, die blutige Diktatur des„Finnlaiidshelden" von der Goltz, der Vorstoß gegen Riga uftd Nord'üvlmid, die Maskerade der rerchSdeiutschen Truppen,'die sich plötzlich in „lettische" Truppen verwandelten, die Mittherrschaff in Riga, die immer schärfer'werdonden Kämpfe mit der letti- scheu und estnischen Bevölkerung, die scljlief?lich zu einev Reihe von Schlachten führten—, alle diese Etappen der nn- glückseligen Osffeepplitik der deutschen Republik, über deren Charakter die Oeffentlichkeit dauernd irregeführt wurde, zogen in ihrer tragischeil Verkettung in den letzten Mona- ten an uns vorüber. Schon Anfang Mai, anläßlich der Vechandlungen des Friedensausischusses der Nat i onalvevsamml u ng. konnten sich die leitenden politischen Kreise der Einsicht nicht mehr versckjließen,'daß die gesamte Ostpolitik einer Kata- st r o P.H e zusteuere, und daß Deutschland, dank dem Vor- gehen des Grafen von der Goltz, NoskeS und Winnigs, in den baltischen Ländern tatsächlich vor einem Scherben- lyigel stehe. Damals desavouierte bekanntlich der Abgeordnete Krätzig, ein Parteigenosse NoÄkes, der gemein- soim mit ihm nach Kurland gereist war, dessen Politik. Doch das Verhängnis nahm trotzdem seinen Lauf. Und noch zwei Wochen nach dieser denKvürdigen Sitzimg war der Einfluß der!bctl tischen Junker in den Berliner Regierungsstellen und bei den roichs'deutscheii Truppen in Kurland so stark, daß der Vorstoß gegen Riga unternommen werden konnte, der jetzt mit einer Katastrophe für das bailtische Deutschtum wie für die deutsche Politik geendet hat. Erst jetzt wissen wir aber auch, ans welcher Grundlage sich diese Politik abgespielt hat. Vor wenigen Tagen hat die„Tägl. Rundschau" in Nr 310 vom 29. Jini ausgeplaudert, daß neben den zwcii Plänen der A b s o n d e> r u n g des deutschen Ostens, die von den alldeut- scheu Hochverrätern gehegt wurden, noch ein dritter Plan bestand, um im Osten„zu retten, was zu retten sei". Dieser Plan bestand darin,„Ostpreußen mit den baltischen Landen'zu einem F ö d e r a t i v st a a t z lir s a m m e n z u schließ e n." Bai tische Kreise machten in Ostpreußen für diese Idee lebhafte Propaganda und versuchten auch Litauen für einen Anschluß an eine ersailles, 8. Juli, derartige grobbaltische Föderation zu gewinnen. Das also Die Kamm er nahm gestern mit 334 gcexn 121 Stimmcn die mar des Pudels Kern. Man zerstörte die Ansätze frennd- Wahlrcftrm»ach dem vem Senat atgeändenen Text an, durch die nchzftlicher Beziehungen, die durch die deutschen Soldaten.- die Listenabstimmung mit Verhältniswahl ei»-! räte in den ersten Monaten der Ne> geführt wird. Als Wahlbezirke gelten die Departements. laelchassen worden waren; mau Revolution stürzt« die in Kurland rechtmäßige WegTMwg W-nB �ölf Jen Jnsklschen Viln?e?n vM Jen letti* Kiicn Jtrartienären in den Sottcl. um einerseits den Groß» flnmdöcsttz vor der drihcnden Agrarreform zu schützen und «nd-rerseitZ einen Exerzierplatz für die deutsche Konter- t-cvoliihon und einen Stutzpunkt für cnchenpolitische Aden- wrer in den Ostseeländern zu schaffen. Diesem Phantom sind die Lebens interessen b e S deutschen Volkes und die Zukunft des Deutsch- tunrs im Baltikum selbst zum Opfer gebracht worden. Wer auch nur eine leise Ahnung v»n den Vcn hältnisfen in den Ostseeländern hatte, mußte sich sagen, daß diese irrsinnige Politik mit einem Zusammenbruch enden müsse, d« sie die einheimische lettiscl>e und efth nische Bevslkerung, sa auch die demokmtischen Elemente unter den Deutsch?,! selbst gegen die neue deutsche Invasion aufstacheln. die strategische und politisckze Lage im Osten gefährden und die allgemeine international« Stellung Deutschlands, namentlich im Hinblick auf die schwebenden Friedcnsver- Handlungen, auf da? äußerst« schädigen müßten. Doch die„zuständigen Stellen" in Berlin, in denen der Einfluß der deutsch-baltischen Junker schon in der Kriegs- zeit die unl>eilvoRsten Pläne gezeitigt hatte, trieben wie besessen ihre abenteuerliche Jnterventionspolitik zugunsten der deutsch-baltischen Junker und der deutschen KolanisationSplän« in den Ostseeländern weiter fort, und die Ztegieriing Scheideniann war taub und bflnd flir alle Mahnungen und Warnungen, die in reichlichem Maß« an sie»erichte! wurden. Ihr Vertrauensmann W innig war ebenso wie die militärischen Befehlshaber im Osten d«m Einfluß der baltischen Junker verfallen, die flch«l» die Träger der deutschen„Kultur", als die wich- tigsten Stützpunkte de» Deutschtums ausgaben, in Wirklich- keit aber nur ihre mchtm Prifitintercssen verfolgten und die deutsche ßtepublik dbenso für ihre Zwecke mißbrauchten wie friU�er den russischen Zarismus und während des KriezeZ d«S deutsch� Auswärtige Amt. Noch vor wenigen Tagen fang dieser selbe Wtniiig in der Nvtionalversanun- lung ein Loblied auf die baltischen Junker, das vollkommen im Einklang fwnd mit der junkerfreundlichen, Nationalist!- fchen Pelitik, die dieser Gewerksck)aftSblireaukrat, der keine Ahnung von der äußeren Politik W, im Osten betrieb. Die eigentlichen Drahtzieher dieser Politik saßen jedoch rn Berlin. Aon hier aus wurden die umfassenden Werbungen betrieben, die dem Häuflein d»ütsch-baltischer JimkersÄhne i« Offlziersunifomien da? zur Eroberung Äcktland» erforderliche Menschensleisch zuführen sollte. Vou hier«u» wurden«uch die Kaden gesponnen, die das Unter- n�men zugunften de» baltiMn Großgrundbesitzes mit den Vorbereitungen der konterrevolutionären Koneräle im Osten und mit den AbfonderungSbestrediingen der feudalen Gründer eine» gwßbaiti�elM MdemtivftaateS verknüpften. An Mitteln fehlte«S diesen hochgestellten Verschwörern nicht, dem, der gesamte behördliche und militärische Apparat fand diesen Leuten»ur Verfügung. Im Lichte dieser Bestrebungen tritt die- ganze E r- bärmlichkeit und Schwäche der scheinsozialistische» Regierung in den Fragen der Ostpolitik klar zutage. Am 81. Ntai hatte sich der rechtssozialistische Parteivo rstaud .unter dem Druck der znnelnuendcn Empörung. der Arbeiter- „schaft und der fortgefetzten Proteste der lettischen Sozial- demokratie endlich dazu bequemt, die Abberufung des Grafen von der Goltz und die Lösung jeder Verbindung der im Baltikum stehenden deutschen Truppen niit der baltisck>e» LandcSlvehr zu fordern. Kurz danach machte sich auch die vecht»sozialistische Fraktion der Nationalversammlung diese Forderung zu eigen. Doch die Regierung und die Herr- schenden MilitarS pfiffen auf diese Beschlüsse. Noch jetzt steht Graf von der Goltz, der vor wenigen Tagen das Standrccht über Riga verhängte, an der Spitze der deutschen Militärmacht im Baltikum; noch jetzt mußten Hunderte deutscher Arbeiter und Lauern, die durch das Vcr- isprechen hoher Prämien für getötet�„Bolschewisten" und späterer Ansiediimg auf dem Lande nach dem Baltikum gelockt worden waren, i h r L e b e n l a s s e n für die Jnter. ossen der deritscfy-baltischen Katastrophenpolitiker. Mit Lug und Trug ist der rechtssozialistische Parteitag auch in dieser Kroge abgespeist worden; doch nur allzu willig ließ sich die gieße Mehrzahl der Parteitagsdelegierten einlullen durch die folschcn Behauptungen und Zusicherungen, die die ReoierungSmitglieder in der Frage der deutschen Truppeil- macht im O�tvn und der Liquidation des baltischen Aben- tau er» gaben. Diese Liquidation ist nun, soweit die Hauptstädte ßeS Boltikum» in Betracht kommen, unter den schmählichsten Bedingungen erfolgt. Doch damit ist da? Abenteuer noch keineswegs zu Ende. Die baltischen Junker sind zähe und lassen ihre Beute nicht so leicht fahren. Nock) stehen Zehn- tau sende von deutschen Soldaten in 51 ur- land. Ihr Abmarsch wird unter allerhand Vorwänden, unter der Borgabe, daß sie in den lettischen Untertanen- verband übergetreten seien, daß die deutsche Regierung noch Macht über sie habe usw. in die Länge, gezogen. Jngwiickjen aber suchen die deutsch-baltischen Junkersöhne und ihre reiche deutschen Standcsgenossen Anknüpfungspunkte mit den unter dem Schutz der Entente in Kurland »ilfgdtmchtei! weihen Garden des Admirals Kol t schab Wir wiese« schon in unisorer Abendausgabe vom 2. Juli bckrÄitf hin,!daß die boldischen Jmiferföhn« jetzt zu Dutzenden»uS der beutfch-hcAt»ien Landeswehr austreten Und in b*4 Armeekorps des Fürsten Lieben, daS einen Teil der r Untschen kontwrevotutionären Armee bildet, über- treten. Wir wipsen auch barm# hin, daß diese Lisvensche Abteilung eine Perbestelle in Berlin besaß und v o« der deutsch»« Regierung Geldmittel bezog,»ir vertlrnrgten Auskimst vom ReickMoehrmenoster RoNke, waS alle diese Dinge zu b«Ü>«»ten hätten, weilrhe Funktionen die Gehitjen deS Fürsten L»ev«n. Leudna nt Bellega rde und Rittureister Raseiibera, hier ausübten und in wessen Awst-my Oberst Bernhard nach Midan abgereist ri. A n faliedieseFrage« haben wirim Ver- auf einer Woche kein» Antwort erhalten. Snzu'i'schon mehr«, sich ober in der konsswaii»»« Presse die Stimnien, die immer dautttichor darMi-s tzinwerseii,.daß DeutschkuidS ZiBunft in Rußland lioge, aber nicht in den, Rußland der Revolution, ioiwani ,n d«n Rußland K o t t s ch a k S und D e« i k>«».. der Hauptstutzo» bei junkerSich-büngeikichen Konterrwotlitcon.. Diese««»eichen der»NN ä he run« zwischen d«r deutschen und der russische,! Kontor- revotntion verdien«««rnstoste Geachtuug. Die alwenidfcki-konseiuatwon und all W Gchi'tzw«� da» chu« WcheWW tffm ftr Spies nicht dsriloren. Gie hasten zwar die Zustunst des Deutschtums in den Ostseeprovinzen ebenso zugrunde gerichtet wie Deutschland selbst. Aber noch immer Höpen sie, daß ihnen vom Osten das Licht kommen wende. Noch immer spekulieren sie dmwf, daß sie Hand in HanH mit den russischen Konterrevolutionären, mit dem bankrotten Kapitalisten unö Großgrundbesitzern festen Fuß im Osten fassen würden, um bort Ersatz fiii; die verlorenen Kolonien, für den verlornen Einfluß in der WÄtpolittk zu finden und dann wieder den Siegeszug gen Westen anzutreten. An der deutschrn Arbeiterklasse ist es, auch diese Hoffnungen des bankrotten deutschen Imperialismus gründlich zu Schanden zu machen. Nm nefkk« storgesesten. A«ck> Arft eilen,, Meiste«,?' d'� w" setzten Gebiet stammend, die Waffen zum Kampfe nege»™ Wer schwelgt? Fragen und Antworten. .Mit reichlicher Verspätung antwortet der„Vorwärts" auf unsere Feststellungen in der Montag-Morgenausgabe. Allerdings nur mit der Methode, die seit langem seine Dis- kussionen auszeichnet� nämlich indem er den Gegenstand der Diskussion verschiebt und wie ein Tintenfisch die Spuren zu trüben sucht. Aber das olles wird dem �Vonvörts" wenig helfen. Sein hartnäckiges Schweigen über die Tatsache, daß die Regierung seit Januar eine„ausgezeichnete Spitzelorganisation" besitzt, wie der berufene Vertreter der Reichsregierung in einer Pressesitzung ausdrücklich erklärt hat, bestätigt ebenso unsere Angaben, wie die Tatsache, daß auch die sonst von uns gemachten Angaben bisher in keiner Weise zu bestreiten gesucht worden sind. Wir stellen deshalb erneut fest: 1. daß die Garde- Schützen- Kavallerie- Division mit Wissen der Regierung und mit den Mitteln der Allgemein- heit eine umfangreiche Spitzelorganisation ge- schaffen hat, deren hauptsächlichster Träger gegenwärtig das Bureau Kreusch, Burgstraße 28, ist; 2. daß neben diesem Bureau eine Reihe von weiteren bestehen, die ebenfalls in enger Verbindung mit der Garde- Kavalleric-Echützen-Division und der Regierung stehen und deren Tätigkeit eine lange Reihe von Gesetzlosigkeiten und von Schlimmerem zur Last gelegt werden; 3. daß diese Bureaus, bzw. ihre Angestellten, Nach- richten selbst fabrizieren, wie daS im Wesen jeder Spitzeltätigkeit begründet ist, und daß, wie im Lebe- bour-Prozeß und anderen politischen Prozessen bewiesen wurde, diese dunklen Elemente provokatorische Handlungen begangen haben, zu dem Zweck, den äußeren Vorwand für ein gewaltsames Einschreiten der Re- gierung zu schaffen:...... 4. ist unbestritten, daß diese Tätigkeit kapitallsti- scheu Kreisen so wertvoll erscheint, daß sie für diesen Zweck ständig große Mittel gewähren. Auf alle diese Feststellungen anwortet der„Vorwärts" ebensowenig, wie auf die Feststellung von Gerlachs, es sei„eine bewußte Irreführung der öffentlichen Meinung, wenn jetzt offiziöse Meldungen unter überreichlichem Auf gebot von Schimpstvorten, gegen die Unabhängigen die Verwendung von Spitzeln zu bestreiten suchen".. Statt dessen überschüttet uns der„Vorwärts" m den letzten Tagen mit Fragen, über deren Ursprung wir uns anfangs im unklaren befanden: wir wußten nicht, ob sie ein Erzeugnis der jetzt einsetzenden Hundtagshitze oder der angeborenen Anmaßung der„Vorwärts- Redakteure sind. Da der„Vorwärts" auch gestern die Fragen wi-ederholt und noch durch eine neue ergänzt Hat, müssen wir annehmen, daß die zunehmende Hitze die Zahl der Fragen dauernd vergrößern wird. Wir beeilen uns daher, der Oual der unglückseligen„Vorwärts"-Nedakteure ein Ende zu machen, die sonst in die F r a g e w u t verfallen könnten und damit ihren Regierungsfreunden manche qualvolle Stunde bereiten würden. Frage 1: Ob wir erklären wollten, daß nirgends i" Deutschland, wenn auch nicht von bestimmten Parteien aus- gehend, geheime Verschwörungen mit dem Ziel bewaffneter Erhebung bestünden?— Verschwörungen bestehen zweifellos. doch kann der„Vorwärts" die genauen Pläne dieser Verschwörung viel leichter als wir vom Korps L u t t w i tz oder von irgendeiner anderen Zentrale der putschlüsterne» OffiziersknUiarilla erhalten. Frage 2: Ob wir erklären wollten, daß es keine un- abhängigen und kommunistisckM Spitzel in Rcgierungs- stellen und bei Truppenteilen gibt?— Da bekanntlich die Regierung mit Vorliebe ihre Beamten und Offiziere den Reihen der Unabhängigen und Kommunistischen Partei ent- Nimmt, ist ihre Zahl riesengroß und wächst mit iedem � Frage 3: Ob wir erklären wollten, daß für Jnfor- mationen aus dem Edenhcklel dem Ueberbringer nicht ge- zahlt tvorden sei?— Das ganze Edenhotel, d. h. die Zentrale der Garde-Kavallerie-Schützen-Diviston,. wird bc- kanntlich aus den Mitteln der Unabhängigen Sozialdemokratie unterhalten, die diese Truppe zu ihrem Schutz ins Leben gerufen hat und dauernd aus den zu ihrer Verfügung stehenden Milliarden unterhalt. Mit- hin steht auch derganzeSpitzelapparat der Garde- Kavallerie-Schützen-Division im Dienst der Unabhängigen Partei und der„Freiheit"! Hoffentlich sind die unglücklichen„Vorwärts-Rodak teure nun von ihrem Albbruck befreit. Pole» ergriffen hatten, ist volle Straffreiheit gesichert. Sie könnc» unbeschadet aus ifw Schotte zurückkehrca- Alle Pachtveriräge, crilch die der Domänenpuchter, werden wrf)� Geltung behalten. Iis schweben zur Zeit, mit voller Aussicht««! Erfolg, Veuhandluiigen, wonach diejenigen Ansiedler und amten, die nach dem 1. Januar 1908 nach Po fr' und West Preußen gekommen sind, in allo» ihren Rechten be z w. in ihrem Besitztum bl<>' b e n. Der Austausch der Kriegsgefangenen w>» vorbereitet. Politisch bereits Abgeurteilte werden begnadigt und gegen Deutsche im besetzten Gebiet Kopls um Kopf ausgetauscht, sobald die deutsche NegieriiN? ihre Bereitwilligkeit zur Gegenseitigkeit zu erkennen 0Cß*'| haben wird. Die deutschen VolkSräte werden ausdrückl»« anerkannt. Die vorstehende offiziöse Mitteilung beweist, wie.Wfl logen die bisher in der Presse verbreiteten Nachrichten wjch angebliche Vergewaltigungspläne der Polen waren. � Zweck war lediglich, die nationalistischen Leidenschaften e?' zustacheln, Verwirrung und Komplikationen zu schassen. o"f den gegenrevolutionären Hetzern dienen sollten. ErstW' licherweise bricht sich aber die nüchterne Erkenntnis M Politisch Notwendigen auch in den OstprovinM Bahn, und zwar sowohl bei den Deutschen wie bei den die— wie sich mich die Grenzregetung gestalten sollte � aufeinander angewiesen sind. Von der Regierung und ihre» örtlichen Organen hängt es in hohem Maße ab, diese Bit, ständigungs- und Versöhnungspolitik� fördern, die sowohl ben Treibereien der alldeutschen A j vanchepolitiker wie dein Nationalismus und Imperial iSwM einzelner polnischer Parteien das Wasser abgraben muß- fiiisen. Mehr noch als die Sensationshascherei � bürgerlichen Presse ist eS ihr Haß gogcn die ArbclwlP bewegnng, der täglich einen Wust von Lügen entsteh läßt, den in jedem Fall zu widerlegen eine unniässliche Am' gäbe ist, besonders da sie gegenwärtig allein der Presse � Unabhängigen Sozialdemokratie obliegt. Aber an aW„C Beispielen, in denen die LügenmÄdungen selbst"M gerlichen und halbsozialistischen Organen zu frech»jn' wollen wir dieses Treiben doch einmal etwas näher 1,1 leuchten. Vor einigen Tagen wurde gemeldet, daß eine Güter Halle in Bebra in Bmnd steche. Flugs war das atii'. liche Wolff-Bureau mit der Meldung zur Hand,' liege bei dein„B a h n h o f s b r a n d die Vermutung«cw daß es sich um eine B r a n d st i f t u n g d u r ch S p a r t» k i st e n handle". Was hier Vermutung war, war p t andere Blätter natürlich sofort Tatsache, nnd so begü". denn neben der Entsendung von Nosketruppen nach Bevr eine ungeheure Hetze gegen die Eisenbahner.% da alles Gerede über beabsichtigte Brandstiftung SchwwZ ist, sind in diesem Fall selbst die„P. P. N." genötigt, P gende Richtigstellung zu verLsfentllchen: � »Die Nachvicht eine* Berliner Blatte*, wonach».s stch jP denn Bnxnd in Bebra um eine Brandstiftung find mindesten* vexfrüht Nach■unievea 3#* mationen ist die Untersuchung darüber noch nicht adgeschlop'' ob wirklich ein verbrecherischer Anschlag vorliegt oder P sich reut rem einen Zufall handelt.' Leulsch-poltiische AnnSherung. Politische Amnestie im Osten. Thorn, 7. Juli. Dank den Berhandlunzen de* Bromberger deutschen und polnischen Volksrats mit dem obersten polnischen Volksrat in Posen sind die Intern, erungen, welche in der letzten Zeit namentlich in der Stadt Pose» in bedenklichen. Umfange bei den Deutschen vorgenommen und als polnische Gegenmaßnahmen gk,en die Intern ierung von Polen in Ol'erschlosien durch Deulsche bezeichnet wurden, eingestellt worden. Die bisher J«terniett«,«ertc« freigeiossen. vorausgesetzt, daß beut. scherst,!»»loichfall* die Internierten soeigegeben werden. stzür all» dtcjonigen. die al? Führer des Deutschtums in den lchpon Monaton hervorgetreten sind, qt eine politische »UU t UiiU ül llicu O tu| U(■ t, tfUlUU»C-v'U Der andere Fall wird vollkommen klargcsstu durch die folgende Notiz der„München er Neuest� Nachrichten" vom 3. Juli. Sie lautet: I Wie ünzehcucrlich unverantwortlich, leichtfertig falsche R« richten entstehen, und leider auch von der ausivörtstzen verbreitet werden, zeigt nochstehende Meldung deS Berliffl .Lokalanzeigers": 1 .Di« Gärung in München soll so wachsen, daß mit Aufstand gerechnet werden müsse. Vorgestern sei ein Anf�� der Kommunisien auf die Schulkaserne noch vereitelt wocdtfl Die Einwohnerwehr sei ihrer Ausgabe nicht getvachsen."' Tatsächlich hat sich in München nicht das geringste ereig� Es ist aber bedenklich und im höchsten Grade bedauerlich, � auswärtig« Blätter solche falsche Nachrichten annehmen und tz ohne Nachprüfung lediglich der Sensation halber Publikum auftischen." Leider ist es nicht nur Sensation, waS die bürgerliH Presse bewegt, solch- Nachrichten zu verbreiten, sondern V® gegen die Arbeiter und mehr noch die Tätigkeit der zww reichen Lockspitzelbureans, die von der Regierung mit M Mitteln bei Allgemeinheit ausgeholten werden. Deutscher und ssulentetuilllartsmug. Wahrend der„Vorwärts" und seine Leute täglich den aufreißen, daß wir das freie sie Land der Welt ßtz und keinen Militarismus mehr haben, können wir Berlin ganz hübsche Studien über de» Ententc-Militarisu'� und den unseren machen. Es wimmelt jetzt hier von Entep� Offizieren und-Soldaten. Ist schon jemals eine: von bewaffnet auf der Straße gesehen worden? Schon vor � Krieg war die englische Armee das Gespött unst1� Festedruff-Schreier, weil die englischen Offiziere außerhalb% Dienstes keine Mordmesser trugen, sondern als ziru sierte Menschen auftraten, mit oder ohne Spazierstock. TrotzdP die Entente nun infolge unseres AngriffstriegeS zu einem Ätz tariSmuS gekommen ist, hat dieser Militarismus 0 Manieren eines gesitteten, freien Volkes behalten. Bei uns ist der Militarismus geschlagen und blaw� und trotzdem kann er sich nicht enlschließcn, seine Rüftutz-' wenigstens außerhalb des Dienste*, abzulegen. Im Gegens«' es ist schlimmer geworden. Früher trugen die Herren OffiS'� Säbel, jetzt lausen sie mit Säbeln, Dolchen, dicken RevoP taschen und anderen widerlichen, nach Blut riechenden Mos stücken spazi.ren. Dabei sind die Entente-Offizier« im'3 genannten Feindesland und hätten eine Ausrede dafür, ilßofst zu tragen I Aber sie treten überall bescheiden auf, ahne Wafstz ohne Orden, ohne militaristischen Plunder. Man sage uichi» da* eine Aeuherlichkcit ist. Es ist vielmehr z Innerlichkeit. Bei der Entente dient der Militarist� dem Volke. Hier herrscht er. fuchtelt harmlosen Spazicrgänltzt mit Mordwaffen unter der Nase und zeigt auch dadurch, wie w1 ü« wir noch selbst hinter einer Monarchie wie England wirklicher Freiheit und an Antimilitarismus lllw «f»i®1 BPT" % M'MMAeßen 1« yamover. Gegenüber der in unserer gestrigen Abendausgabc chiedcrgegebenen eigenen Drahtmeldung aus Hannover behaupten die„P. P. N.",„dah die Truppen in dcx Dunkelheit von einer größeren Menschenmenge angegriffen worden sind und in der Nottvehr mit vollem Recht gefeuert haben. Sie brauchten einen Befehl dazu nicht abzuwarten, sondern durften sich auch ohnedies gegenüber dem Angriff durch Anwendung der Waffengewalt verteidigen". Wie auch aus dem folgenden Privattelegramm *u9 Hannover hervorgeht, bleibt unser Gewährsmann bei seiner ersten Darstellung: Bei dem Eintreffen der NoSketruppen bcfmid sich eine friedliche Menschen me nge au» Snlah de» Streit» vor dem Bahnhof. Plötzlich kamen Truppe« an, luden die Gewehre und schössen, ohne vorher zu warnen. Die furchtbar erregte Menge forderte die Entwaffnung der Truppen. Die Sichrrheitswehr in Hannover verhölt sich passiv und ist über da» vorgehen eben. falls empört. Der Belagerungszustand ist verhängt. Der Generalstreik ist wahrscheinlich. Der Eisenbahnerstreik war eine Stunde vor dem Eintreffen der NoSlegarden beige» i r g t, jetzt flammt derselbe jedoch wieder aus. Der Bahnhos ist besetzt. Dir Massen sind über die Morde a» der Bevölkerung empört: ste versammelten sich vor dem Bahnhof und stürmten demon» stricrcnd dir Polizeiwachen und da» politische Gefängnis. Sie c« beuteten wenig Wasfen uvnd Munition. Die Reichswehr griff mit Gewehren und Handgranaten ein, die Zahl der Opfer ist unbe» kannt, wahrscheinlich aber ansehnlich. Aber selbst wenn die Trupfxn von der Bevölkerung Sereizt sein sollten, was nach den Erfahrungen inj anderen Orten durchaus nicht ohne weiteres glaubhaft ist, so zeigen die Folgen ihres hemmungslosen Eingreifens., wie töricht ein derartiges Verhalten ist, wenn man Ruhe und Ordnung aufrechterhalten will. Denn erst nach dem Blutvergießen hat die erregte Menge das GesänguiZ gestürmt usw. Wie bürgerliche Zeitungen zn berichten wistcn, ist der B e l v g e r u n g S z u st a n d im Einverständnis mit Herrn "einert, dieser rechtssozialistischen Provinzlcuchte, erklärt worden. Wiederum also ein neuer Fall, wo die Halb- sozialisieii ihren schwindenden Einfluß auf die Massen oa durch zu retten suchen, daß sie sich des Belagcnings- zu stand es als Mittel bedienen. ES ist sehr bezeichnend, daß die„P. P. Vt." schon im voraus wissen, daß der Velagernngsziistand dazu benuht werden wird, das Organ der Unabhängigen. diC„Volkswacht", und das Organ der Komniunlsten.„Die Rote Fahne", zu verbieten. Also auch hier sind die NcchtSsozialisten Nutznießer des BelageriingSziistandes. ohne den ihre Herrschaft zusammenzubrechen droht......... iiM- TS#•" «ligedllchn MM» MM». Wie daS„Berliner Tageblatt" aus Wernrar weiß, ist Wissclls Rucktritt nur noch eine Frage der Äit, da seine Pläne über die Planwirtschast, für die er bekanntlich vom Weimarer Parteitag ein besonderes Vertrauensvotum erhielt, von der Mehrheit des Kabinetts nicht gebilligt worden sind, wodurch dieses Kabinett in einige Verlegenheit gekommen ist. Daher werden die für Donnerstag erwarteten programmatischen Erklärungen des Ministerpräsidenten Bauer und des Reichsministers des Auswärtigen Müller, wie W.T. V, mitteilt, erst am Montag oder DienStag der wninciiden Woche abgegeben werden. Das halsstarrlge Unlernehmerlum. Der Arboltgebcrverband. dem die Berliner Verkehrs- unternehmen angeschlossen sind, läßt durch das Wolfffche Telegraphmbureau eine Gegenerklärung verbreiten, die sich gegen die Darstellung richtet, die die Streikleitung über die Ursachen des Berliner Verkehrsstreiks gegeben hat. Die Arbeitgeber behaupten In dieser Erklärung, daß die von ihnen veröffentlichten JahreSIöhne der Wirklichkeit entsprächen. Die Angestellten hätten außerdem noch den Vor- »ug einer guten P e n s i 0 n s v e r si ch e r u n a. Weiter bestreiten die Unteruebiner, in der Lage zu sein, den Forde- rungen der Arbeiter gerecht werden zu können. Sie würden sich wohl dem Schiedsspruch des HaUptausschnsseS fügen, obwohl die meisten Verwaltungen, tnsbewndere die Große Berliner Straßenbahn, durch eine auch nur teilweise Erfüllung der Forderungen, in eine erhebliche Untcrbilanz Wenn die Unternehmer bereit sind, sich dem SchicdS- spruch des Hanptausschusses zu fügen, dann sollen sie-»dl-ch wich dafür sorgen, daß der Ausschuß zusammcntri.t. Die reichen fiiü zu ieder Seit zu, Verhandlungen bereit. ihnen höher stehen als das Wohl der Allgemeinheit. Vier Skreikversammlungen. „ Dlmswa nachmittag füllten vier Riesenvcrsammlilngmi de» Ausweisen konnte, wurde zugelassen. In allen �rsaunnlungen wurle bei t daß der Streik, zu dem das Berliner Verkehr»- par'enak durch die wirtschaftliche Notlage gesivungcn worden s-'. durchgekämpst werden müsse. Die Arbeit könne nicht eher wieder aufgenommen werden, bis die Verhandlungen bcgonticn hüM- t\e Redner ioandten sich unter dein lebhaften Beifall der-i rr° sammelten gegen die verhetzende Stimmungemache der bürgerlichen Presse einschließlich de».Vorwärts. Hin- tcr der Aufforderung des Biirgerraies. die jetzt an allen Platiit- läule» prange, flthe das Kapital. Die Streikenden wurden er» mahnt, sich nicht zu Provokationen hinreißen zu lassen. Der Gedanke, durch Militärpcrsonon den Betrieb wieder In Gang bringen, sei eine Utopie und die Ttrcitieitung!<> davon überzeugt, daß dies« Leute schon bei den ersten Versuchen Schi ff. bruch erleid- 1 würden. Die Streikenden wurden aufgefordert. !» ihrem gerechten Kampfe auszuharren. Gegen die Absichten der T.rckiion, die Streikenden durch die Droliung mit der Hunger- vkttsttztz Wieden 411 zwinge»,»uriw, lebhaft Zum Schluß wnrtze folgende Refoka ti on in allen Verfamm- lungen einstimmig angenommen: „Die Angestellten und Arbeiter sämtlicher VerkehrSgesellschas- ten Groß-Berlins geloben der Streikleitung, solange im Kamps auszuharren, biß die Verhandlungen zum«ndgüitlgen Abschluß gelangt sind. Die Versammelten protestieren gegen die schamlos« Hetze der bürgerlichen Blätter, vor allem dcß„Vorwärts" und der BqirkSargantsation Groß-Dcrlin der S. P. D. durch ihr am 7. Juli herausgegebenes Flugblatt. Ferner protestieren sie gegen die Drohnng de» VürgerateS in seinem Säulenanschlag, wodurch«ine Progrvmstimmung gegen d!« Streikenden erzielt werden soll. Zum Schluß bitten die Streikenden die gesamte Arbeitcr'chaft Groß- Berlins um ihre Sympathie, denn der Kampf, den die Streiken- den führen, ist auch ein Kampf zwischen Kapital und Arbeit. Fer- ner betonen die Versammelte?» nochmals, z» jeder Zeit und Stunde zu Verhandlungen l'''ei". 'J>arteigenof[en/ �hy daß die„Freiheit" alle ihr gestellten �' Aufgaben lösen kann, daß sie nicht nur diegelesenstesozialistischeTaaeezeitung, sondern die gelesenste Zeitung über- Haupt wird und technisch und inhaltlich immer weiter vervollkommnet wird? Dann müßt Ihr werden, Anteilscheine in großer Zahl er- werben und dauernd dafür arbeiten, daß alle Parteigenossen Eurem Beispiele folgen. Olm unaßfäfßgeUgitation für den Beitritt zur Verlagsgenosienschaft „Freiheit" und für die Zeichnung von Anteilscheinen feßafft die JRägfidjfeit gut (£vieid)ung unfeter fiiefel preußische Landesversminlung. Kleine Anftagea. An d«r Spitze der gestrigen Tagesordnung standen eine zahl von kleinen Anfragen. Abg. Brückner(Soz.) ftagr: Wa» gedenkt die Staat»- regierung zu tun. Um jetzt die Fichruny der Geheim-AHrir übetz Sozialdemokraüe unmöglich zu machen?, 1 Der RegierungSvertreter antwortete, der Regie« rung sei nichts don solchen Akten bekannt.(?) Genosse Sä rnt fch(U. SP.) fragt an, VI» wann dt«! Neiiiciizuschläze an Mtlitärpersonen ausgezahlt sein weiden. Der StegierungZvertrüter antwortete, etwa cin Drittel der Rentenempfänger warte noch darauf. Euoe ilugust hoff« man die Verordnung völlig durchgeführt zu haben. Abg. Nippel(Deuischnar. Volksp.) fragt an: Wa? ge- denkt die StaatSrcgicrung zu tun, um den Slraßenwärtern ixt Provinz Westfalen den ihnen gewährten Achtstundenarbeit sicher zu stellen? Die N e g t e r u n g teilte mit, e» sei Weisung ergangen, daß auch für schleunigst Vilnsche der Veamken. Weimar, 9. Juli. Ein inierfraktionller Beamtenau»schutz der National- Versammlung hat sich heule in Uebereinstimmung und im Bc- nehmen mit den Fraktionen gebildet.. In der Zlussprache einigte man sich dahin, zunächst die Frage einer TeuerungSzu- läge für alle Beamten und Lehrer durchzusprechen und sodann die Rätefrage, daS Mitbestimmungsrecht der Bc- amtrn in Betrieb und Verwaltung näher zu erörtern. Bei Besprechung des ersten Punktes stellte sich die Mehrzahl der Nsdnsr auf den Standpunkt, daß«in««in» malige Teuerungszulage gegeben und für deren Verteilung nicht drei, sondern nur zwei Teuerungsbezirke ge- schaffen werden sollen; mit der Regierung soll darüber in Ver» Handlungen getreten und diese gebeten werden, Vertreter der einzelnen RcssoriS zur nächsten Sitzung zu entsenden. An- geschnitten wurde auch die Frage de» Aufstieg« befähigter unterer Beamte« und Arbeiter in höher« StaatSstellen. Wie ein bürgerlicher Zsvrnallst behandelt wird. Hamburg, S. Juli. Nach der Haftentlassung de» Leiters vom W. T. B. Hamburg, Schriftleiters Korfmacher, ist durch den Generalstabsoffiziet de» Korps Letlow-Vorbcck dem erweiterten Vorstand« de? Reichtzver- bandes der deutschen Press«, Landesverband Hamburg, das lebhafte Bedauern de» Korps Wer den Vorfall aus- gedrückt worden. Dem Schriftleiter Korfmacher ist außerdem von dem zuständigen Kriegsgerichtsrat beim Stabe de» Korps noch besonders da» Bedauern Wer die» unliebsame Versehen� ausgesprochen worden. Die» loyale®nt- gegen! ommen des Korps wird vom Rcichsverband der deutschen Presse durchaus anerkannt. Darf man jetzt hoffen, daß für die Fötge alle unschuldig verhafteten Personen so höflich und zuvorkommend de- handelt werden? ZoriSaiiec der Umffen in Zlallen. Bern, 0. Juli. Di« Verordnungen über die Herabsetzung der Lebensmittel« preise haben in Italien den erwarteten Erfolg nicht gehabt. Nach kurzen Zeitungsberichten wiederholten sich die Ereignisse der letzten Tage an vielen Orten. Ruhe herrscht nur in den Städten Mit genügend starken Besatzungen.?tn vielen Orten wnredc tznft Äsue der Gencrnlstreik erklärt. Die Unruhen führen überall zn ai>»> gedehnten Plünderungen und Zusammenstößen mit der bewaffne ten Macht. In Genua stürmte die Menge ein Polizeigebände, wobei eine Person getötet und dreißig verwundet wurden. In Neapel ruht der Hafenbetrieb. Hier wie in Catanio, Dan! Und Toronto Wurden viele Geschäfte geplündert und Schiffe am Ausfahren gehindert. In Rom kam es zu vereinzelten Tumulten. lTücdour II. Iuflag» vergriffen. Das A. bis 30. Caufeim lrlwcim in cinlgcn Cagm. ' preis 75 Pfennig � vcrlagzgenossenlwatt.,frcwnl",e.S. m.b.k)., Berlin NW s Äbleilnag vuchhanllel.Schill vaueiüamw»s die Siraßenwärter der Achtstunden'ag gelte an» durchzuführen sei. Em Zwischenspiel. Sodann stand die erste Beratung des Gesetzentwurfs über ditz Abänderung der Zusammensetzung der Schul- deputationen und daß BolkShochschulwesen z»,r Bee ratung. Hierzu stellte das Zentrum den Antrag, beide Gegenstände) erst nach der HandelSdcbatte zu verhandeln. Genosse Rosen- feld deckte die reaktionären Motive dieses Anfinnenö ans. T'i# Zentrum, welches in Weimar jetzt feine Rechnung präsentiere die anzuerkennen die RechtSsoztalisten sich anscheinend»er!» sträuben, wünsche erst diesen Kud Hantel zu Ende führ?« zu könneut lind hoffe» daß damit auch»et vorliegende Entwurf endgültig de- graben sein»verde. Die RechtSsozialiste« verwahrten sich entschieden d« gegen. Verrat an den BolkSintemssen zi> treiben, wenn sie der! Verschiebung zustimmten. Ein Tetl von ihnen half denn michj — die Fraktion stimmte Nicht einheitlich— den Punkt abzuwürgen, Bei den Volkshochschulen kam«in« Einigung dahin zustand«. die Anträge debattrloS dem UnterrichtSanSschuß zur Vorderatungj zu überweisen. 1 Der Hanbeketat. Die am Fkeitag abgeteoche« Debatte itler da« Handel�-seG wurde alsdann fortgesetzt. Kampf gegen die Zwangswirtschaft. rührende Fürsorge für da» Handwerk und die Kbrmhändler»ndf Mittelstand bildeten den Punkt, um den sich all« Redner unermüd« lich bewegten. Der RechtSsoztalist Hoher land fand zwar gart vortreffliche Wor:e über die eigenartige Moral de» KapitaliSmnL, ahnte aber wohl kaum, wie sehr er damit die Unlerlassungeii seiner eigenen FrakllonSkollegen in der Rcaierung ohrfeigte. Ter Zentrumk-abgeordnet« Es fer machte die vntdeckung. die Kstlog» de« Handwerks rühre von der Revolution her, scheint also die Zeit des Kriege» mit ihr» Vernichtung beS Mittelstande» verschlafen zu haben. Di« Beratungen kamen auch heute nach nicht zn Ende Nächst« Sitzung Rdittkroch nachmittag 1 Uhr. Wce aus der Haft cullassen. Der vor einigen Tagen verhaftet««nglifch« Journalist Prie« ist, wie wir erfahren, gestern bedingungllo» freigelassen worden, so daß damit auch die denbsichligte Ausweisung au» Deutschland hinfällig ist.--- So haben also die dtutschen Behörden sich eine neue Blamage zugezogen, die da? Ansehen Teutschlands schwer geschädigt hat. Ariedeusfeiern in England. London, 7. Juli.(Reirier.) Im llnterhauf« gab Bonar Low bekannt, daß Sonn- abend, der IS. Juli, zum g f f« n t l i ch« n Feiertag für d!« Begehimz der FtitdenSfeiern erklärt werden wird. veffenlllche gnlllmig. In der Zeit vom 2. Mai vi» 8. Juli gingen bei d«k Zen- iralkasse der II. S. P. folgende Belrägt ein: OsfeNbnrg 6,— Vit., Fulda Iß,—-, Kassel 87.—. Stettin 148,20, Mühlbauscn i. Th. 37.70. Rostock 24,96, Dtvdweller 87�, OchclnWtg 7�, Plauen U),—•, Marke ndvrf 1,40, Ttsenach 226,26, yalberskSbt 142—, Tönning 96,--, Dort« muud 44,—, Borna i. S. 30.60, MaKcburg 3S9,—, Brandenburg 21,—, Bielefeld 73,75. Wrlizen 8,76, Jüterbög 1.76, Fin- stetwättK 7,—, Koltern 4,10, Bkalitz 7.—. Stetti» 79.75. Döbern 7.—. Sommerfeld 7,—. Forlt t. L. 36,—, Offen« bach 87,-, Altbeelitz 7,00,«lt.Nuppin 1—, Gr. Mischen 7,00, Alt-Blcssin 7—, Havelberg 6,80, Ketzin 6.80, Schwebt 9,50. Rodewich 15,25, Mühlhausen i. Th. 36,75, WltlenSttge 7.—, SSnftenberg 10,60. Miclwndorf 2.50, Celle 12,20, Sorau 14,—, Barel 78,76, Nürnberg 248,—, Beelitz 10,60, Angerinünde 7,—, Landsberg 23,10, Biese, ithat 1.75, Schönebeck 78,75, Gassen 10,60, TchwiebuS 7,—, Guben 8,80, Hannover 74,— Cassel 80,75, Kiel 440,50, Schneidemühl 28,—, TberSIdalve 66.—, Cottbus 7,—•- Fteienwalde 8,96, Ziehain 16,—, Loutawerk 10,50, Straußbevg 3,70, Neustadt 14,—, Ostprenß it 663,45 Görlitz 7,—, GLtenSleben 10,60, Neulvclzow 2,10, Zc?.i?n!ck 4,20, Steinfurth 7—, Lemgo 11,10, Eilenbung 88,—, Görlitz 31ch0, Dresden 140.—, Barel 17.80, Londcshut 28.—. Liegnitz 3,50, .Kiel 705—, Clrünberg 46,50 Erfurt 293,— Mannheim 865,50 Mk., Wismar 7,—, Hoyerswerda 7,— M!.. Bremen 1272, BS, Berlin 18 908,00, Pirna 380,00, Osnabrück 23,40, Graudcnz 98,80, Leipzig 12 730,00, Hof i. 50. 401,52. Wasserkante ' 5044,50, KSnigShÜtl« 40,00, Martendorf 44,85. Liefenthal 4,95, Dresden 944,42, Forchheim 3,56, Tönning 03,00, Borna 590,00, NeurUppin 12,00, Nürnberg 603.08. Writzrn 3,20, Finstrrwatde 20,00, Bralih 8,00, Bielefeld 84,36, Renß fl. L. 447,30, Scnftenbttg 24,70, Michendorf 8,40, Beelitz 5,00, Pkenzlau 25,05, Angerinünde 15,00, Pommern 760,79, Senftenbcra 84,55, Schneidcmiihl 60,00, Leutewcrk 16,00, Hötensleben 100,000, Lemgo 46,00. Görlitz 35,00, Ketzin 31,56, Basen 08,04, Stcgelitz 10,80, Gr.-Dülln 30,00. Landes- Hut 18,10, Liegnitz 25,00, Eberswalde 584,00, Brombrrg 83,04, Rosemann 111,29, Brandenburg 114,70, Halle 959,80, Havel berg 23,68, Wittenberge 129,78, Guben 23,50, Hoyerswerda 14,10, Kalt, bns 41,95, Halle 1581,25, Württemberg 930,04, R, 4,00, St. 1,55, W. 20,00, L. 5,75, Sch. 2,10, T, und K. 8,60, B. 13,00, M. 8.00, S. 1050,00, Eisenfest 1000, Fraktion der prcnß. LandeSvcrsomm- liing 1000,00, Fraktion der deutschen Nanonalvcrsam mlung 1000,00, Elbing 3000.00, Liste 14 005 80,00, Morkcndorf 6,60, Liste 14 009 84,20, Rheinbcrg 42.40, Löwenberg 33,00, Wilhelmöhavrn 355.50, LandcShii' 65,00. Erfurt 700.00, PeterZwaidan 9,50, Ost- Missen 400.00, Liste 14 006 32,50, Wilhelmshaven 700,00, Guben <15,00, Peine 937.25, Ostsachsen W.m. vstsachfen 350.00, Bicstritz. Wittenberge 385,20, W. 74.40, DÜsseld. BolkSzeitNNg 40,00, Bart... 10,00, D. Nowawrs 300,00, Weifet 41,00, L. D. 10.00, Wilhelms- Häven 701,50, Berlin 4 1430,50, S. 25 000.00. L. D. 5,00, Zeitung für das Vogtland 50,00, Leipz. Volksztg. 81,00. Rückzahlung 2,51 Berlin, bat 8. Juli 1019. ,. Hermann Radt ke. NU. ES wird gebeten, ber Geldsendungen die persönlich« Adresse de» Unterzeichneten zu wählen und aus dem Abschnitt stet» anzugeben, M welche« Zweck der Beirag bejrMM i#--—' TBEmr m SvinW-lM ,1 VolksWbne. Theater am BiüowolaU. A Uhr; Der hailjjj FiOito. Katire von Nea! und Weichand D:reküan C. Baliilitu-d— K. Eernsuer, Theater I.«1 1.3 Uhr: auptiinc. an der Marschallhrflcke. l'Cta ÜSiiltli u. bd». Kiriid I Uhr: LIsolott von der Pialz. BerHner Tbeokr 18 Uhr: Die ftoHe Deuischgs Tögater Allabendlich 8 Uhr ' Max PaMenbcrz in �Anch Ich war ein.lUagllnc (Schwank) RemnimplglB Allabciidlich 8 Uhr: Leopoldine Konstantin in , Dan. Weife i cmd der HasnpehazanBu lkMk tfss ll'esiens AkfiabcndHch Uhr: Mi�erberu-HansWaBsaannin Ms Geisha. Lessißg-Tiseater Somiacrspielzeit lehnoj; Heu': Sternhers. liftipäi Caldo VklElschor. b Uhr; Charieys Tante. Deulsches KOnstler-Theai Allabe/dlich 8 Uhr: Max Ada'ibcrtu. Kurt Götz in: Die Rutschbahn. Tfransr. � Untcrgrcndb. KlosterstraBe, Ausgang Stralauer Straöe, 8 Uhr: Zum 174. Male: Schauspiel von Sadcrmann. Regie: Alfred Rotter. Twn-Mßr. Biil. Ffiei-k'irira!«. 2t:. 2591. 8 Uhr; Zum 390. Male: Der Nile Ruf von Hermann Sudcrrnaan. Sonntag: 4 Uhr: Joh&nnisfeuer. Roae-Tlieatcr Letzte AuHükrnst. 7b Uhr: Ehe-ÜAmmfe. O a r t e n b ü h n e: 5 Uhr: Konzert, Spezialitäten. 7k Uhr: Das sieht sich jeder an. Walhalla-Theater 7k Uhr: vi« FfW ds» hbfltotlup. Wmiergartea tSvlich 7i Uhr VürletsvsfstsSSüRg Pouchen grMalfet. TTCSZü�' U, TÜSF�Bf-TeiBiU „Vfcitea". ScsDtag, des 13. Jüli; Hohefischöpplna:- Stoipe-HenninsTSdorL Sämtliche Mitglieder und Gönner des Vereins sind freundlichst eingeladen." Abmarsch: 9 Uhr vom Restaurant Tübbecke «Kastanienwäldchen'*, Der Vorstand. Ackkuig! Fuhren jeder Art, Möbeltransport, solide Preise. Prompte Ausführung. T rennert, Palisadenstr. 47 IV. Tel. 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Grosses Theaöer- Ödester| Eroflnucc der Gärten: Wochentags 31/» Uhr Saun tags 2Vt« Beginn des Konzerts: Wochentags 6KJhr Sonntag« 5« Dcglnfl des VarILtös: Wochentags 74JUr Sonntag« 6« v, Über Vermietung der Gärten an Vereine wende j man sich an die Direktion. Noröen! Mieler-Versammluug in der Ztula, Driesener Str. 22 am Wlivöch. Uu 9. Zu!!, abends VL Ahr 1. Vie Regierung schlitzt Sie haviagrarierl L. Mieterräte. Siednu: C. Auty, Fritz Djich!, Benno Mang. Vermieter haben keinen Zutritt. Männer und Fraueni Erscheint in Massen. Melerbaud Erotz-Berlm. W. Potsdanier Str. 56, Kilischll lefallflrkittt�lertaiii) VerwaU«»g«steUeSevlittN�4�i,nenstr.83-85 eeUabc« S5,,J12S!>f 1987. 9714. Die Verwaltungsstelle Berlin des Deutschen Matcrllardeitcr-Verbaiidcs hat beschlossen, die Stelle eines angestellten Bezirksleiters für die A. E.G. Betriebe neu zu besetzen. Bewerber müssen voll- kommen mit den Verbandsgeschästen vertraut sein. Voraussetzung ist Kenntnis der Agitation in grossen Betrieden und eine fünfjährige Mitgliedschaft. Aus der Bewerbung mussMter.Beruf, sowiediedisherige Tätigkeit in der Arbeiterbewegung hervorgehen, Bewerbungen find bis zum 18. Juli spätestens mit der Aufschrist„Bewerbung" an den Kollegen Oskar Rusch. Berlin R. 54, Linienstraze 83/85 einzusenden. Später einlaufende Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden. Deutscher Metallarbeiter-Veri VarwaHaaswlzQ. Berlik. Kackrüf. Den Kollegen znr Nachricht, da£ ansor Kot Schlosser irkh La�go Stralau er Straße 20, am 23. v. Mts. gestorben t Bekauntulachuugen. 1. In der städtisch«» Lagerbuichh-cktung auf dem Schlachthof werden gute Hotzdisten zuan Preise von S M. pro Stück abgegebsn. 2. Vom Freitog, den 11. Iul-i, ob werden auf Fetd 269 der£«teuocttittei!rar!e 100 Gramm geschalt« Erbsen zum Preis« von 90 Pf«, das Pfund verabfolgt. Da nur eine tefchrüriw!« Atenge Erbsen übersanbt wurde und Nicht all« Geschäfte beliefert werden konnten, werden die Erbsen nicht nach der Kunden liste, sondern an alle Käufer abgegsbeu. Die Felder verlieren mit Dienstag, den 15. Juli, ihre Gültigkeit und sind am Donnerstog und Freitag im Zimmer 407 des Ralchauses abzugeben. 3. Der Würzkäse, der sich noch in den einzelnen Geschäften befindet, ist am Donnerstag, den 10. d. M., an unfern Schlachthof zurückzutisfern. Später kann der Würzkäfe nicht mehr zurückgenommen'.Verden. 4. Die Bezugsschein« für kono. Vollmilch verlieren mit Ablauf von Mttwoch, den 9. d. M., die Gültig- keit. Alle in den Geschäften noch vorhandenen Rest- bestünde cm kondensierter Milch sind am Donnerstag, den 10. d. M., in der Verkaufsstelle im Rathaus von den Geschäftsleuten abzuliefern. Die gesamunelten Bezugsscheine sind com gleichen Tage ab bis Sonn- abend, den 12. d. M., im Zvmmer 406 des Rathauses abzuliefern- Kvnd. Milch ist noch in folgenden Ge- schästen erhältlich: Stechow, Iüdenstr. 18; Krebs, E eegefelder- Str. 70; Stätte, Seoge selber Str. 15; Will, Breitestr. 48; Sauerwald, Breiteltr. 25; Sonntag, Ciaakener Str. 20; Wagner, Hochgerichistr. 12; Bochow, Pichelsd orfer Str. 1; Ueberlee, Bismarck- stnasie 64; Heirich. Lynarstr. 31; Schütz«, Falken- hagener Str. 56; Reuke. Mhänwcklder?Str. 77; Fiod- ler, SchörapatoerlQfcr.»4; Nogzack Nach f.. Neuen- dorfer Str. 96; IM«. Strsikstr. 24; Weiß. Hasel- Horst, Gartenftldcfi�Mze; Konsum-Berein Haselhorst, Feldzeugmelsterstroß«t�o-rtn«r, Rekftr. 25. Spandau, den 8. Iuit 1919. Der Magistrat. TcsJes-ÄRsesge. ' Den Kollegen zur Naciuickt, daß unser®> j der Elektfo-Moirteur Arkir UppeFZO�i i Palisadenstraße 51, am 5. d. Mts.— • woch, den 9. d. M£s� nachmittags 2� Uhr, isa Krc® ! Baamsckulcnwcg— � der Mechaniker ICarE UmaRM | Fehmarnstraße 15, am 6. d. Mts.— Beerdigß0?' : den 11. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, von der J- ; halle des Neuen Johannes-Kirchhofes in Plotz#**� gestorben sind. Ehre shrem AndeukofiS Rege Beteiligung erwartet ESie Ö4»'£sveplttca5*tJfl Foi'tuna-llfclitsplele Miiilerstr. 12 c. Nur bis Donnerstac das bekannte VoIksstQck Ber Tromuetgr ucn Mckmgßn 6 Akte. Originalmusik von Prof- Hummel Täglich 5 und 8 Uhr. Säle frei iür Verölt?, c» VcfsamaRy-tisigen, G es t-UsciuMmn Kcllßk'ß Konzert- u. Festoftle Koppenstr. 29. Koppeostr. 29. coooocooooa30ocoooooooooooc30 Säle frei Sär Vcs-ein b, Gciiellschallaa, Veraammlnngcn Bertinec VAreiiu-ttaatserteSIc Kommandantensti'. S»%9. Moritipiuz ioiss. . Säle frei ££* Vereine, Versamiul&acon, Cecollscliaitea CcntcaS-r«stsäle Alte Jakoastr. 32. Alte Jakobstr. 33. Direktion: SelbiarM-* Earfer. Norden 9292 u. 9293. Kulan*« Btdlntungcn. Verein der Verimer Vnchdruöer und Schristgietzer. Des andauernden Verkehrsstreiks wegen muß die zu Donuerötag» den 10. Juli, festgesetzte Generalversammlung ear aussallen,-m Der neue Termin wird noch bekannt gegeben. Der Gauvorstand. ? oooc ooock; oco coocoooooooooooooo, r-.............. 1 1 Paul Kowalski| g Berlin SO., Köpenicker Str. 143, Ja kM.'htmW. A % Ausbildung in allen Handelsfäclieni sowie Stenograohie, X .v Mn chlneschreiben. Eagläach* FrsuAzSalacfa« Pol-.y X nSacSs« Russisch, Deutsch, Schreibea. Rechnen, � polnische Stenographic und Maschineschreiben, kaut- X � miinnische und landwirtschaftliche Buchführung. � Tages- und Abendkurse. Ö ------- äOOOOOO bo oooooc oooo<>ooocoooo< ,iir Haut-, Harn- und Frauea- dbt Leiden, Salvnrsan-Kure». Urin- 'uaJ HIutuiLersuchungöii, elektr. und med. Bäder. Lickt- und Königen-Behaudlung. Damen- und nerren-Abteitamg. 6 Heil-An st a 14 Loser Di?.: Löser senior- MÄg" nor�Gser�aler Sir. 69-70, ZISAÜ.ISM M?- pro MiiSe von M. 650 an gibt in großen und kleineren Posten ab Lrankeu-, Sterbe- und ZuNußlasse für mänul. Brrsoncu aUer Berusr,<»rotz-ercr-iu. Am Donuerstag, den 7. August- abendS 7 Uhr Mitglieder-Versamuilnng Sopliicustrulie S, bei H c m m e l. TagrSordnung: 1. BorstendS- und Kcffenbcricht. 2. Bericht der Rcvtsorr«. 3. Geichiistliche-!. Um zahlrelchcs Erfchem«: der Wtlgücder ersucht Der Vorstand. Die Stelle desSlaMaMmerersÄerSladlAyLiZSÄerBr. ist. da der bisherige Inhaber in den Ruhestand tritt, sosort neu zu betätzsm Die Anstellung erfolgt nacix den in der StckWordnung für die besoldeten M» gistrats�MibKiedsr vorgesehenen Bestimmungen auf 12 Jahre. Das zuifö&bottv bereäüiate Gehalt ist vor- behaltlich der GeiteyvAgnng durchr«>en BozirKsousschuss! ans 15 000 M., alle 3 Jahre uim 1000 M. bis auf 18 000 M. ste-igend, festgesetzt. Daneben wird di« auf weiteres eine Teuerungs- znlage von 3000 M. und itiuderzulage von 400 At. für jedes Kind gewährt. Die Uebernohm« besoldeter Rebcnämter ist nicht gestattet. Bei Dienstunfähigkesi wird ein durch Orlsstaiut geregeltes Ruhegehalt gezahlt. Geeignete Bewerber werden ersucht, ihre Bewcr- bangen unter Beifügung eines Lebenslaufes und der die Befähigung nachiveifenden Zeugnisse an den Unter- zeichneten— KAeiphofisches Rathaus— bis zum 2. August 1019 einzusenden. Königsberg Pc, den 2. Juli 1919. Der Siadtverordineten-Vorsieher Cohn. Wollen Sie nach Südamerika ausv/andem? Dann informieren Sie sich gründlich. Die Broschüre Auswandepung naen Aprzentinien gibt Ihnen erschäpfendo Auskunft. Basteilen Sie sofort dieses aufklärende Buch Verlag' H. Althoff, Abt. 4, Berlin SW68, Frieiricktr. 41, gepen Voreinsendung des Betrages von 3,50 M. bei' Nachnahme oxkl. Porto, oder durch alle Buchhandlungen. . Hei!- Anstatt„Löser" gJL ' WgkWdi'rRß Q nahe A-exanderpIatx, H a MstrsSe 9,«-«. r.._ �otEcreiöö Amfeud or&cza, liefet- FifJuzon-Eßh&iWL .. Iniiolatorium�— Qurgelkabmcn_____ iSfiST* EI®lslrf«ofce actd MedfezÄ&mmche Binder Wita- wuLd Sksituatersachmi�CM, Kopfn— Messlnj— üsetHsüSer VlaUn, U«Id, Silber,*et»IlablUUe u. AltmetaUe '-z tiaufen! 5 Peters, Prenzlauer StreSe»4, -w Peters, Melnlcken dorfer Straße 12, Moboa, Waldstraße», Eeko Tanmstraße, aa Erni«!,«uboncretraßc«», am«ler Prmmk. � tun er Allee, g Hegemer, Seiioneberg, BalinstraJtc 4«. Soeben erschien; Gelielmleben des Berliner Sofes. Des Pcivitiebtn lilssr Viliialiti II und ssmer Cenuilm. Aus den Papieren einer Hofdame der Kaiserin. | 312 Seiten, steif brosch. Preis M- bei vorheriger Einsendung des Betrages, bei Nachnahme. Aus dem Inhalt: Des Kaiseis Reiseleidcnschaft i Behandlung der Dienstboten. Sein Größenwahn. Seine i Knickrigkeit Kaiserliche Haushaltung. Tägliches 1 Leben. Mittag im Neuen Palais. Seme Leidenschaft j iür Jagd. Geburt des Kaisers. Beziehungen zwischen | Kaiser und Kaiserin usw, Fepner: Verboten gewesen I Ein GOnstEing dee Kaisers | Nach Mitt. a. d. Akten d. Och. Zivilkabinetts d. Kaisers 240 Seiten, steif brosch. Preis**.»*�0 bei vorheriger Einsendung des Betrages. bei Nachnahme. Aus dem Inhalt: Wohlleben der kaiserlichen Familie im Kriege. Das. ausgehungerte Volk. Die Kaiserin für i den Frieden. Der Kronprinz und seine französischen i Liebschaften während des Krieges. Dernburg, Harden und der Botschafter Qcrard. Eine aus geschlagene i Friedensbotschaft Mr. Fords usw. ! Nur sotriftl. Uestcll. uo K. Putzep-klalusch, aerlin.ScSiSne berg 3. Apostei-Paniusstr. 24, v. II. Arm Hschschulyetueiude Kr Veslelarler. Frevtdcr Spachru. Die verschiedenen Kurse in fremden Sprachen können voraussichtlich erst Mitte August beginne. u Erwünscht ist, daß Anmeldungen zur Zeil nehme baldigst in unser Bureau, In den Zelten 23, Zimmer 28, gelangen und zwar mit genauer Bezeichnung; Englisch I(Anfänger) Englisch II(Vorgerückte) entsprechend Französisch I oder II, Russisch I oder II und Spanisch. Ferner ist bei den Anmeldungen An» gäbe des Berufs und des Alters notwendig. Frei« Hvchschulgemeiade für Proletarier. _ Schwab. s ähne mit echtem Frledens-KaHtsdiuk schöne, natflrllcUe Farbe bei 5 jÜlf. NÄstklÜstlitzs SäfälAG, Zahnziehen mit örtlich. Betäubung nach bewährter Methode bei Bestellung von Gebissen gratis! Spezlollfö); Zehne ohne Seemen! Echte Goldkronen von 30 Mark an. SÖST* Kein« LuKumgipeise.*4h Fachmänniscbe Mund- nntersuchung und Rat kostenlos. uSnHatvani Ecke Schönhauser Allee, Eingang Daozlger Str&Be. Sprechstunden von 9— 12, 2— 7. Sonntags und Feiertags 9— 12. En den letzten 2 Jahren über 2500 Gewisse zur voifstan Zu- :: friedenheii seiieleri.:: I oderne K&lchen von 3S5 Mk. an Scbisf�mmer von IwiGl) Mk. an sowie Speise- und Herrenzimmer in großer Auswahl u. in allen Preislagen empfiehlt Mleilislis„ßsten" AcScxfeKdorstraBa 14 5>, n.n der bcUickleralraw«,. Dän. Kautabak Sküppor SkrjLa Probeschachtel 7 Stangen oder große Rolle 3,20 Mk., bei 10 Stück 30,— Mk. per Nachnahme. Haas Hagge, Schleswig 1. Speiialam Dr. Koedtcke Maut-, Harn-, Frauenleiden, BiutuntersochunEen Friedrlchstrade 187,8 (a. d Mohrenstraße) >1— i. 3—7. Sonntags 11— L \ Fearrls: 1 W.p-C Isslslsnjv 1 !.4�rnn Grafl-Brfir CescliSIts'jidl» Cl, Berjdr. JJ. f..; Tel Hl 15711 UnsercMitgliederHerr Arthar Lippsnoa i Pallisadenstr. 54, Ein- | üscherung 9.7- 19 nachm. ! 3 Uhr, Herr He'nrich Papist 1 Britz, Gcnnania-Prome- 1 nade 6, Einäsch. 10.7. 19 J nachm. 2 Uhr. Frau An onie Hacke �Heidelberger Straße 76, flinasch. 10. 7. 19 nachm. . Uhr, sind verstorben. 1 lirMiigM! «BaDBiscIiiffcMg. ! Nachricht, öa'. licberMantiü�11. Kar5 U«f 1 im Alter von � � am Sonntag, f..( | mittags o| am Freitag. mittags 5 Uhr AT Leichenhalled. g Krankenhauses»» r>» Straße, aus». Neuen Johann*� r: Statt. J gi Im Namen der tiTgß ffi Hinterblich� Ww. Hol©*5«. nebst Tocl� Veibaiid der Fabrikat 1(Zahlstelle Am 6. Juli er. L-unser langjühngös, jtreues Mitglied Mi! iasjft. l Ehre seinem Andenkeni Die Bestattung am Mittwoch, d. 10. | nachm. 3 Uhr im 1 matoriam Baumschulenweg statt Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung W. R ei mann. I>r. 121 cd. llascit�, Frieiiricbslf.SÖc direkt am Stadtbahnhof Spr. 10— 1 u. 5— 8, Sonnt. 11— 1 ErfofgrelcUc Behandlung. MW öonUct- Angebi SchwfzimmZr SMseZjWMtt w großer' HerrenziWmer wähl z»» WeA-mökl fiüdjea Beste Verarbeitung* Trot?eneö' rial* Versand auch nach a»� combatd�MI/ ArSseusiwße 43—44. Abessinler- Pumpen Cr-UlMMlltkBillM, zca SiHiim'tlüljf. FISirsaiHf, ivi«. pritrsüKE«. Schliu- efeo. Kiftit, Sioi». ««Ii«. Robßrl 17. Inn. hifflsiiiiink. Krautstrasse 31. ICüchan-> enorm billig, direkt aus Speziai�escfeftfi Tischlerei Walter Stewen Brllx&r SirrSe i5. Jetzt beste Zeit zum Eindecken für den Winter, bei 10 Ztr. liefert billigst frei Haus Schmlm Bolzoroiasdioni] Berlin- Reinickendorf- Ost, Walderseestrasse 23/24. f eraspr. 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Es handelt sich wieder um ein Gemisch von direkten und indirekten Steuern und es ist bezeichnend für'die rechtssozialistische Regierung, daß sie in dieser Zeit der unerschivingtichen Preise durch Besteue- runq des Z u ck e r s und des T a b a k s den breiten Massen die Böschaffuns eines wichtigen Nahrungsmittels und eines der wenigen Genußmittel zu erschweren wagt. Und nicht minder bezeichnend ist es, daß Herr Erzberger, als er wie noch jeder ssinanzminister Sparsamkeit in den Staats- ausgaben gelobte, afs einzige Maßnahme den Abbau der Arbeitslosen unter st ützung nannte! Von der schauderhaften Verschwendung die bei den Ausgaben für die Armee herrscht, sprach er kein Wort. Im übrigen beträgt die Summe, die die Steuerzahler für Reich, Staat und Gemeinden aufzubringen haben wer- den, etwa 25 Milliarden. Die bisherigen Einnahmen und die neuen Steuern zusammen lassen noch mehr als 10 Milliarden ungedeckt. Auch die Vermögensabgabe und die Umsatzsteuer werden den Fehlbetrag für den eigene» Bedarf noch nicht decken. Dazu kommt dann erst noch die Summe für die Wiedergutmachung, deren Höhe wir noch nicht kennen, von der wir nur wissen, daß wir bis zum Jahre 1921 zunächst 20 Milliarden Goldmark, etwa 50 Milliarden in Papiermark zu zahlen haben werden. Für diese sollen dann neue Steuern, die im Herbst vor- gelegt werden sollen, Vorsorge treffen. Herr Erzberger hat also recht, wenn er von der geradezu entsetzlichen Höhe der Steuerlast spricht. Der Herr Minister tut aber sehr zuversichtlich und behauptet, daß all diese Lasten aufgebracht mid der Staats- bankrott vermieden werden wird. Wir meinen aber, daß, wenn Herr Erzberger keine anderen Mittel kennt als die Wege der alten Steuerpolitik, ihn diese Zuversicht trügen wird. Der schlaue ZeutrumSmann bat in seiner Rede ein neues Sckjlagwort gebraucht. Er meint, das Steigen des Arbeitslohnes und das Fallen des Geldwertes sind die größte Sozialisierun g. die die Welt kennt. Die oöllige Zerrüttung der Wirtschast, die die sich� fortsetzende O�eldenffvertnng schließlich bedeuten muß, die für viele Ar- meWKchichten noch immer ungenügende Änpassrma des Lohrwinkomnrens an die wahnwitzig gestiegenen Preise, dw größte Sozialisterung zu nennen, bringt mir ein Mensch fertig, der keine Ahnung hat, wie sehr er sich mit solchen Mätzchen blamiert. Aber daß sich der Vertreter einer zu zwei Dritteln aus Sozialisten bestehenden Regierung solche Mätzchen erlauben darf, wo es sich um das ernsteste ökonomische Problem handelt, ist allerdings bezeichnend. Das Finanzprogramm dieser Regierung, das Herr Erzberger SWiZMMW lotid hätte unter den heutigen Umstanden sicher k. in chlech teres und rückständigeres Steuerprogramm vertreten können.£ 50©itzung der Deutschen Nationawersammlung vom 8. Juli 1019, WMMM steuerkche Crfeffung der KviegSgeUmme usw. Rcichssinanzminrstcr Erzberger: ■m Annullierung der Kriegsanleihe #0# würde Dtentaen schädigen die dem Vaterland r» der Hochsron Not geholfen Iwbea. Die Schieber und K r« e g sgew i n n- ler, die ihr Qk» nicht in Kriegsanleihe«mgelegt haben, de« doppeAon Vorteil haben;««mal würden sie große ldrn- nahsne gehabt habe« und �vörtLnS würben sie von der Annul- lierintg nicht getroffen werden..„...0 Gerechtigkeit nn gesamten Steuerwefen zu fchatsen. stt mein oberstes Z-el. Gerechte Stenern stellen eine rasch wirkende vorzügliche Sozialisierung sy dar; sie treffen alle unv baben eines voraus: die private Initiative bleibt bestehen, der begründete Eigennutz sucht nach höchster Einnahme.__ Ein guter Fiuanzminrster ist der beste Soziali sie- rungZminister. Solche Sozialisierung tut uns bitter Not. Schon vor dem Kriege war der Unterschied in Deutschland zwischen den Besitzenden und den Nichibelitzendcn zu groß und wurde damit zur jogtalen Ungerechtigkeit. Der Grundfehler der Wirtschaftspolitik im Kriege läßt sich auf die kurze Formel bringen, daß man durch die allgemeine Wehrpflicht die , lebendigen Leiber mobil gemacht hat, das« aber die allgemeine Wehrpflicht halt machte vor dem Kapital v ein Besitz. Die Folgen dieser Ungerechtigkeit war angnisvoll. Der damalige Wizekanzler und leia. aller Finanz- minist«, Staatsminister Helfserich, ha. u.ejer Tage von den inneren Mächten d« Aersetzmig gesprochen, die die Katastrophe des moralischen und nationalen Zusammenbruches verschuldet haben. Er hat cs unterlassen, hierbei jene unheilvolle Wirtschaftspolitik der damaligen Regierung zu erwähnen, die dem moralischen Siegesioillen des deutschen Volkes so sehr geschadet hat und deren hauptsächlichster Träger er war. Der verstärkte R u f n a ch So- zialisierung ist nur das Echo der überkapitalistischen Kriegs- Wirtschaft. Gin großes Stück Sozialisierung ist allerdings bereits bollzogen worden. Das Steigen des Arbeits- lohnes und das Fallen des Geldwertes sind die größte Sozialisierung, die die Welt kennt. Der Kapitalist, der i vor dem Kriege aus 100 000 M. Vermögen 0000 M. Jahres- leinkommen zog und heute dieselbe Rente hat, steht jetzt schlechter I da als der Telcgrapl>enarbeiter, der vor dem Kriege 1500 M. Einkommen hatte und jetzt 7800 M. Lohn bezieht. Eine gut durchdachte, scharf angelegte Reichssinanzreform wird dem Ruf nach �Sozialisierung Gehör verschaffen: Erbschaftssteuer und große Vermögensabgabe sind die ersten einleiten- den Schritte; andere werden folgen. Der große Steuersouverän der Zukunft kann nur das einige Deutsche Reich sein. Dazu braucht das Reich ein neueS System der Eteuerordnung. Drei Steuergläubigern ist der deutsche Bürger ausgesetzt: Reich Gliedstaat, Gemeinde. Vor dem Krieg erhob das Reich jährlich nicht ganz 2 Milliarde» Steuern und Abgaben, Einzelstaaten und Gemeinden etwa 3 Milliarden. Beim Friedensschluß ist das Mindestmaß der Einnahmen, die das Reich für eige»e Bs- dürft» sie gebraucht: jährlich über 17 Milliarden. Die Ein- nahmen der Einzefftaaten und Gemeinden sind mit mindestens 6 Milliarden jährlich anzusetzen. Hat das Reich früher von dem Gesinntauflommen SO bis 40 Prozent für sich gebraucht, so jetzt mindesiens 70 bis 75 Prozent. Die Einnahmen des Reichs nikisteu um 900 Prozent gesteigert werden, die der Einzelstaaten und Gemeinde« um vielleicht 100 Prozent. Solche Riescnver- schtebungen heischen neue Maßnahmen. Viel enger als früher ist das finanztelie Benhältniö zwischen Reich und Gtledstaaten. Di« Gemesiffamkeit der Interessen von Reich, Gliedstaaten unv Gemeinden wird es sich mit bringen, daß es günstige Stenerinseln in Deutschland nicht mehr geben wird. Der deutsche Steuerzahler wirb künftig keine Soege mehr haben, auszurechnen, ob er mit Steuern billig« wegkommt, wenn er in Berlin, Grunewald, Koburg oder am Bodensse wohnt. Können wir den Rieseciibedarf der Zukunft aufbringen? Wir müssen ihn ausbringen. Der Bedarf des Reichs scheidet sich künftig in: a) Inlandsbedarf, b) Wiedergutmachungen. Die voraussichtlichen Jahres- ausgaben wenden sich rntf rund 17,5 Milliarden Mark belaufen. Ich bin fest entschlossen, den Weg der harte« Sparsamkeit überall zu gehen. Vom 1. Oktober 1019»b wird eö keine Pa uschton tem und ÄciegSfondS mehr geben, die Kr iegSftnanzwirtschaft hört auf und es muß zur geregelte« Etatstvirtschaft zurückgekehrt werden. Darum muß auch der fach- gemäße Abbau der Arbeitslosenunterstützung ins Auize gefaßt werden; lohnende Arbeit, nicht Arbeitslosen- Unterstützung ist das Ziel. Wie soll der Gesamtbedarf gedeckt werden, den ich für Reich, Einzelstaats« uuÄ Gemeinde« mit rund 65 Milliarden Mark beziffern darf? In diesem Augenblick nur einige Angabe«: die laufenden steuerlichen Ne ichSei nrnahme n vor dem Krieg betrugen nicht Minz S Mtltiarde« Mark, bon 1915 bis 1918 sind während des Krieges cm neuen laufende« Einnahmen er- schloffen worden 4000 Millionen Mark. Hierzu treten an e i»- maliZen Abgabe« der Ertrag der Kriegxgejvumstener nsbsi Zuschlag in Höhe von 5,7 Milliarden Mark und die Kriegs- ftew« für 1918 mit etwa 2 Mlliarden Mark. Die neu vor- liegenden Steuerentwnrfe sollen dem Reich weiter« 1200 Msilioae« laufende Einnahm«, bringe«, und serner einmalige Einnahmen, die einer daueniiwn Ztnfenenspcwnis von 800 Mn- Xioaett Mark versprechen. ES ist also noch die Summe von mehr als 10 Milliarden Mark zu decken. Zwei große neu« Steuern nähern sich im Finanzministerium ihrem Abschluß: die große einmalige BcrmSgeus abgäbe und die zros.e Umsatzsteuer. Wer auch wenn dies« Vorlagen unverändert angenommen würden, ist der Fehlbetrag für den eigenen Bedarf noch«icht ge- deckt. Die Summe für die Wiedevgutuunhungeu muß auf andere Weise ausgebracht werde«. In, Herbst werden der Sdaiionaldersatmnlung«tue Vorlagen zugehen mit dem Endziel, diese Fehlbeträge zu decke«. Die Steuerlast wird eine geradezu entsetzliche Höhe erreiche«. Ei ire stete Gefahr sind die 72 Milliarden schwebende Schuld. Ihre Beseitigung ist eine der dringendsten Aufgaben für mich. Zwei Wege gibt es: entweder Umwandlung m eine fest fundierte Anleihe oder Tilgung durch große Abgaben, sei es durch die Ei«. ztehung sämtlich« KriegSgewin««, sei es durch die große Vermögensabgabe, wobei ich mich keinem Zweifel hingebe, daß diese beiden Steuern zusammen nicht sofort den gesamten flüssigen Betrag von 72 Milliarden aufbringen werden. Nun ein Wort zu den neue« Steuern, die dieses Hau-s be- schüft igen. Zwei Gesetzentwürfe sollen die Krtegsgewi tmbestoiio rung zum Abschluß bringen. Der Entwarf eines Gesetzes über eine auhersrdenftiche Kriegöabgab« für das Rechnungsjahr 1919 ist im Wesentlichen eine Wiederholung des Gesetzes über eine außer- ordentliche Krtegöabgabe für das Rechnungsjahr 1918 vam 2«. Juli 1918. Der weit« vorgelegte Entwurf ernss Gesetze» üb« eine kkriegSabgabe vom Bern, SgenszuwachS will jeden in der Zeit vom 1 Jamdar 1914 bis 31. Dezemb« 1918 oing et teteneu Vermögenszuwachs«ftt einer Abgabe treffe«. D« Ausbau der Besteuerung der Erbschaften durch das Reich unter Einbeziehung des Gatten- und Kindererbes, auf das die Hauptmaste d« Vererbung entfäklt(etwa vier Fünftel), stellt esite alte Fordovung dar. Die Sätze der Erbarrfallstenor, welche die Hcnchtbelaftung darstellt, sind«ach der Rahe des Betevcmdtschafts- gradeS und d« Höhe des einzelne« Anfalls gefcaffslt. Sie bewegen sich zwischen 4 und 20 Prozent m der effte« Kloste(Ehegatten und Kinder) und in der letzten Klaffe zwischen 16 und 50 Päiz. Dazu kommt ein Zuschlag für das schon vorhandene Vermögeu in Hohe von 10 bis 50 Pro®, des Grundbetvages der Steu«. Die Steuer» fätze sind so bemessen, daß der kleine und mittlere Besitz inSbe» sondere innerhalb des engsten Familtenkvetses nach Möglichkeit geschont wird. Der Gesamtevtvag der künftigen Steu« ist für da» bisherige Reichsgebiet auf etwas über 7 0 0 M i l l i o« e«l Marl veranschlagt, wovon die Gläcdftaateu einen Anteil von 20 v. H. erhalten sollen. Eine loeitere Erhöhung der Belastung beS Tobakö ist bei d« gegemväriigen Finanzlage des Reiches imveemodlich. Es wird vorgeschlagen, die sämtlichen sertigen Tabak«seugniffe in gleicher Werse zu besteuern, wie setzt die Zigaretten, nämlich nach ihrem Kleinverkausspreis unter Verwendung von Steuerzeichen. Der Entwurf rechnet im Boharruugszuftaud, das ist beim Wieder� eintritt regelmäßiger BerhAtnisse, mit einem Gcsamtntrag vo« 750 Millionen Mark, dies würde gegenüb« de« im Haushalts- plan für das Rechnungsjahr 1918 eingestellten Einnahme« vo» Talxrkabgaben, eine Mchreinnahme vo« 460 Millionen Mark bedeuten. Die Notwendigkeit, zur Deckung deS«höhten Finanz- bedarfs des Reichs Mehreinnahmen zu schaffen, ist derart drin- gend, daß es nicht mehr angängig«scheint, bo-n«in« Erhöhung d« Ziickersteu« abzusehen. Die«hebliche Preissteigerung des Zuckers währeud der letzten Jahre und die trotzdem verstärkt« Nachfrage läßt erkennen, daß d« Zucker eine stärkere Belastung vertragen kann. Die Vorlage sieht die Erhöhung von 14 Mark auf 38 Mark vor. Von einer solchen Erhöhung, der eine Ver- teuerung des Kleinhandelspreises mn 8 Pfennige für das Pfund entsprechen würde, ist nach den Erfahrungen der letzten Jahre et» nennenswerter VerbrauchSrückgcmg nicht zu befürchten. England und Frankreich erhöhen ihre Zuckersteue«« aleichfalkS. Der Mehrertrag der geplanten Erhöhung der Spielkarte« steuer wird auf 10 Millionen teerechnet. Auch die Znudwarrn können dem Reiche größ«e Einnahme» zuführen, wenn einerseits die schon jetzt der Z ün dwa rensteuet unterliegenden Zündholz« und Zündkerze» höher besteuert wer» den, und wen« man«nteererseits die Feuerzeuge und Zündmittek ebenso wie die anderen Land« zur Steu« heranzieht. Der Entwurf sieht emc_ Verdoppelung der bisherigen Steuersätze von Bisher ist die Zündwarenfteu« im ReickManShcckt mit rund 22 Millionen Mark eingestellt gewesen. Künftighin wird ei« Mehrcinnahme von rund 30 Millionen Mark«wartet. Wenn die ReichSregteruug den jetzt der Ratio« atversam«» lmrg vorgeieyte« Steuerentwürfe« den Entwurf eines Bergnü» gnngsfienergesetzos angefügt hat, so ist das geschahen, weil immetz erneut ans alten Kreisen d« BevRkeruug d« Wunsch laut wurde, den besonderen Aufwand, der allen tbakbe«, gerade«ruf dem Go» biet der Li»tbarkeite» getrieben wird, nachdrücklich zu besteuerte« Selbstvefftändlich ist, daß wirklich volkstümliche künstlerisch hoch--» stehende AuMhrungeu eine steuerliche Bevorzugung Verdiener«. Reue Steuervorlagen werden komme«— teilweise«och ini diesem Monat— ziu diese» rechne ich die große einmalige Set» m ögensabgabe und die große llmsatzstener. De» Staat wird durch radikale Gesetze und ravickale Durch süheunP dar Gesetze die ltngerechi igieiten des Krieges wteder gutzumachenj suchen- Die breiten Mäste« des Bvtkes«arte« seit der staate sichen AmwAzung auf das große Opfer der besitzen» den Klassen. Pflicht der Besitzenden ist es,««cht nur sich dein! staatlichen Zwange zu fügen, sondern sich zur inneren Selbe c- zeugung der Notwendigfest der Hingabe alter Reichttim« und alles Aeberfkussss bmchzurstqzeu und durch SCbkehr von Selbst» Zucht, Eigennutz und Luxus die Brücke zur sozialen Versöhnung zu schlagen. Erreich legende Stchecnänd cn i ngem in d« Steuerber» waltnng werden baldigst der Rationakveffammlung mitestbrei- tet. Diese Reforme« werden die Bollsnd-ung des G-samtwerke« darstellen. Sine dringende Bitte habe ich erletz igen Sie all« Jhne it zugeganigenen und noch zugehenden Steuervorlagen vor den Fe*«, im Jntereffe des sttekhes. Ob reich oder arm, wir alle tragen zu diel Papiergeld in der Tasche l�crum. Wen» das Steucryahten einsetzt, wird die Geldtasche dünner werden, Cs föZgt die Gesundung durch Sparsamkmt. Die Stenorgesetzc selbst können freilich nur die Form geben, Steuern selbst bringen sie nicht. Diese werden nur gebracht durch Arbeit. Unermüdllche Arbeit ist der Segenbringer für die Einzelperson wie für das Reich. Von den Menschenrechten haben wir viel gesprochen und viel gehört. Die Menschen- pflichten müffer, wieder m ihre Rechte eingesetzt werden. Den Reichtum hat uns der Krieg genommen. Die Welt hat uns die internationale Gerechtigtett versagt, um so leiden- sehaftttcher und enevgifcher aber wolle« wir ackbeite« für eine in Gerochtiykeit wtederaufblühend« Hestnat und all unser Sorgen und Mühen widmen: dem armen, aber gerechten Deütschland. Gerechtigkeit, Arbe.t und Baterland müssen der helltönende Dreiklaug sein, der das neue Deutschland einläutet und dadurch beffere Zeiten ankündet. Einem Vorschlage des AelteftenauSschusses enksprecheud be- fHltestt daS Haus, daß bon jeder Partei nur ein RÄmer je eine Stutedc sprechen soll. Wg. Kr kl(Sog.); Die Rede, die wir eben gehört haben, ist cm dan-kenstverter Versuch, die beispiellos nngeheuerlichcn finanz- politischen Aufgaben, vor denen wir stehen, zu meistern. Sie hat nur«inen großen Fehl«: sie ist zu spät gehalten Worten.(Sehr gutk) Dieser Vouourf richtet sich nicht gegen den gegenwärtigen »inanAminffter, sondern gegen seine Amtsvorgangey. die es ver- säumt haben, rechtzeitig an e-tne steuerliche Erfaffnng der Kriegs- gewmne und deS Besitzes heranzugehen.(Sehr richtig l b. d. ScÄ-) Hunderte von Milliarde« sind iu den fünf Monate« seit Zusammentritt tey Nationalversammlung über die Gvcnzen gesckvnnvgekt, verschoben, versteckt, verschwendet— jedenfalls dem steuerlichen Zugriff entzogen worden. Nicht nur materielle Verluste find damit verbunden gewesen, son» der« auch moralistfie Nachwirkungen der schsiMmsten Art. Das Vertrauen weit« B vi?s kreise zur RcichSfinanzverwaltting ist da» durch ledenklich erschüttert Warden; die Nnrnhen ter letzten Monate find reichlich dutch diese großen Versäumnisse genährt Worten. Und die Stenermoral und StenerehrlichAeit hat die schwersten Einbußen«litten. Das Bündel neuer Steuern, das uns nun endlich zur Beratung vorgelegt woäten ist, läßt leider die große und kühne Entschlußkraft vermiffen, ohne die eine Lösung dar gigaisti schen Ausgaben auf diesem Gebiet unmöglich ist. Sie bewegen sich m dem engen Rahmen der biLheri«e« deutschen Kriegs- sienergesktzgebung«nd bilden zum großen Teil nur eine Fort» setzung tegw. Wtetecholiung von Stevierarten, die während des Krieges schon i« Angriff genommen Worten sind. Abg. Farwick(Zentr.) spricht über die Steuerpolitik ter verpaßten Gelegenheiten. Abg. Schiffer(Dem.): Für meine Haftung als Minister übernehme ich die Verantwortung. Bemunideclich ist, daß wed« die in ter Regwrung fitzenden FraktionSgeuoffen des sozialtem v- kratischcn Redners noch ter jetzige Reichsfinanzminister trotz der rhm eigenen Aktivität gegen mich eingeschritten find.(Aebb Zu st. b. d. Derach Die Ve rsteuernng der K r i eg S gc w i n n e war schon v»r Ostern fertegge stellt. WeSholi, ist damals nicht verhandelt warten? Durch die Schuld ter Nationaltersammluncr die damals eine Pause einlegte. Sollte ich, um die' Auswanderung d-S Sapftalz nach tern Anstände W Wohinter« eine chucfijche Mauer»m Deutschland sieben'» Es itanten nicht einmal genug Tricppsn zur Verfügung, um all« Post«» zu besetzen, deren Beotecl>.ung ich verlangt hatte. gesehen davon, o ch nichts unternehmen konnte gegen, dl« vosi «b- «et Truppe Bcfrlct/cnen Durchst-chcrclcn und gcncn die«Oer die Grenze fliegend: n Flugzeuge. fLebh. Bewegung.) Was uns Pier geboten wird, ist im Grunde genommen nich's weiter als eine Weiterführung und Ausgestaltung, ist vielleicht der Schlußstein in der früheren Finanzgebahrung, die man allerdings ebenso gut als Finanz miser« beze chncn könnte. Außerdem wissen wir immer noch nicht genau, was wir schuldig sind. Ohne«rohe indirekte Steuern werden wir nicht auskommen. Das Kapital dürfen wir bei der Besteuerung nicht zerstZren, sondern müssen dafür sorgen, daß möglichst viel Kapital erzeugt wird, um unsere Wirtschaft wieder hochzubringen. Gegen die Steuerunehr- I ich I c 1 1 müssen wir alle Mittel anwenden. Die A u s k u n f t s- Pflicht der Banken und Sparkassen muß international geregelt werden. Sonst geht das verheimlichte Vermögen in die Banken bcrn Holland und der Schweiz. Die andern Slaolen haben selbst an dieser internationalen Vereinbarung ein Jnter- esse, weil wir unfern Verpflichtungen sonst nicht nachkommen können. Wir müssen u>n» wollen die Lasten tragen, können st« aber auch tragen, wenn sie sich in vernünftigen Grenzen bewegen und nach Maßgabe der Kräfte verteilt werden.(D«bh. Zustimmung.) Hierauf vertagt fich ixw» Haus auf Mittwoch 10 Uhr.(Gesetzentwurf über den FviedenSschKiß.) AuS den Mitteilungen des Präsidenten über den Arbeitsplan in der nächsten Jeit«st hervorzuheben, daß am M i t t- woch nachmittag die erste Beratung der Steuervorlagen beendet werden soll. Die für Donnerstag beatsichtigt gewesene große politische Aussprache wird um S Tage verschoben. Schluß 7% Uhr. Der Vrozeß gegen den Hofen Soldalenbnnd ♦ W ein Gcheimbnnd.— Wnes neueste Wederlage. Am 15. Februar wurde in einem Lokal in der Webcrstraße eine Versammlung des Roten Soldatenbundes auf- gehoben. Schwerbewaffneie Noskesoldaten erschienen mit Last- lmtos, veranstalteten auf der Straße eine Schießerei, bei der ein Unschuldiger das Leben lassen mußte, verhafteten die Versammlungsteilnehmer, etwa DO an der Zahl, und brachten ste unter starker Bewachung in das Untersuchungsgefängnis Moabit. Die Aushebung der Versammlung wurde damit begründet, daß der Rote Soldatenbund Vvrbcrcitunge» zu einem neuen gewaltsamen Umsturz getrofsey habe, Die bürgerliche Presse war tagelang vor- her voller Alarmnachrichtcn über diesen bevorstehenden großen Putsch und die Korrespondenz H o f r i ch t e r behauptete sogar, daß e? ausschließlich der Wachsamkeit der Polizei und der Sol- baten zu danken sei, daß durch die Aushebung des Roten Soldaten- bundes der Putsch verhindert wurde. Herr Heine, damals preußischer Justizminister, nahm seinerseits in der preußischen Landesversammlung am 14. März die Gclegenheii»mhr, noch einmal ans die Ungeheuerlichkeit des geplanten Verbrechens hinzuweisen. Er behauptete, daß durch Zeugenaussagen in dem Verfahren gegen die Führer des Noten Sotdatenbnndes die geplante Erhebung schon jetzt einwandfrei erwiesen sei. Die Stadt fei bereits in Bezirksorganisationen ein- geteilt gewesen, ein ganzer Schlachtplan bis ins einzelne auö- gearbeitet worden und auch über die Besetzung der Gebäude und über die Organisierung des Kampfes habe ein fertiger Plan vor- velegen. Gestern fand nun vor der 7. Strafkammer des Land- Gerichts I unter dem Vorsitz dez Landgerichtsdirektors Weigert der Prozeß gegen die damals verhafteten Mit- glieder des Roten Soldatcnbundes statt. Die Anklage lautet auf ZugehSrigkeit z» einer geheimen Berbindung. zu deren Auf- gäbe es gehört habe, Maßregeln der Verwaltung oder der Vollziehung von Gesetzen zu verhindern. Wir haben es also mit einem richtiggehenden Geheimbundprozeß zu wn. Und zwar wurde in der Anklageschrift hervorgehoben, daß sich die Tätigkeit diese? geheimen Bundes auf die Zeit von Milte November 1918 bis Mitte Februar 1819 erstreckt habe. Die Angeklagten, insgesamt 16, von denen zwei nicht er- schienen find, befanden sich zum größten Teil längere Zeit in Untersuchungshaft, sie find jetzt bis auf die Hauptangeilagten Fröhlich und Schweutzke aus der Haft entlassen worden. Die Unterlagen für den Prozeß und die Behauptungen des Herrn Heine wurden durch Regierungsspitzel geliefert. Die Vernehmung der Angeklagten ergab die völlige Haltlosigkeit der erhobenen Beschuldigungen. Es handelt sich fast durchweg um harmlose Leute, die während der Revolution fich als Straßen- Händler betätigten und die betreffende Versammlung des Sol» datenbundes lediglich aus Neugierde besucht hatten. Den Angeklagten stehen die Verteidiger Rechtsanwalt Liebknecht, Dr. Weinberg und Dr. Kurt Nosenfeld zur Seite. anderes mann dort aufhielt, habe während der Besetzung zum Teil seftu ®ci)ch.ifte als Borsitzender des Goldatenbundes erledigt. Der Vorsitzende häli Fröhlich bei dieser Gelegenheit einen Brief vor, vom Roten Soldat anbund umteustompeU und„W. Haas«" unter- zeichnet. In diesem Briefe wird ein gewisser Meerscheid aufgefordert, die Maschinen im Hause Nilstoin unbrauchbar zu machen. Fröhl ch erklärt, daß Haase mit dem Slampel'des(Sol- daten.bundcs Mißbrauch getrieben habe und zu einem solchen Befehl gar nicht berechtigt war. Der Brief wäre auf Verlang?» der Regierunosspitzel Roland und Htldebv'and geschrie- ben worden, sei aber nicht nach Ullstein gelangt, sondrn sofort dem damaligen Stadtkommandante« Fischer übergeben worden. Am Tage der.,Borwärts''einnahme hat Fröhlich das Bureau des Bundes verlassen, da ein Kamerad ihn von dem Befehl des Leutnant Bach mann, ihn zu erschießen, benachrichtigt wurde.! Leutnant Bachmann habe später an die Mieter des Hauses die| Bureaumöbel des Roten Soldatenbundes verkauft. Ein Flugblatt, aus dem die Anklage den Plan eines be- waffneteu Aufstandes durch den Roten Soldatenbund herleiten will, erklärt der Angeklagte Fröhlich als Spitzelmache, da in dem- selben von Bezirksleite/n gesprochen wird, die jedoch gar nicht ejistiwt laben. Für die Zukunft habe der Rote Soldaten- bund keine Pläne gefaßt, es habe nach den Januarkämpfen nur noch eine Versammlung stattgchunden, in der zweiten seien sie dann verhaftet worden. ES worden dem AngoRagtsn Fröhlich sodann allerhand be- schrieben« Zettel vorgelegt, auS denen man nicht ersehen kann, was damit bezweckt wird. Belastendes ergeben st« jedenfalls nicht. Fröhlich erklärt noch, daß der Kultusminister ist ja auch eingetreten.— Verteidiger: Aber in Sinne. Der Angeklagte Kandbinder bezeichnet fich als Mehr» h e i t s s o z i a I i st e n. In der entscheidenden Sitzung im Krieg!'# Ministerium habe er den Auftrag erhalten, nach Würzburg i* fahren. Keiner feiner Parteigenossen habe gegen die Räterepubm» gesprochen. Auch die Minister nicht. Es war allgemeine Anficht,» daß die Räterepublik nicht mehr aufzuhalten sei. Ich habe keine Bedenken gehabt, mitzumachen, da ich uÄ, in guter Gesellschaft sah.— Vorsitzender: Sie sollen| in Würzburg mit den Gemäßigten verkehrt,, aber alle Zeugen, hatten den Eindruck, daß Sie für die Räterepublik seien.— Angeklagter: Ich war immer innerlich Gegner.— Versitzender: Dann hätten Sie das doch auch zum AuSdruotz bringen müssen.— Angeklagter: Man hätte mich nieder-! gebrüllt, wi««S in München geschah. Meine ParteigenoffN hatten mich doch gewählt und ich sah, daß alle Parteiführer W# Sache mitmachten.— Vorsitzender: Im Zentralrat folk" Sie gesagt haben, man müsse Waffen haben zum Durchbruch uald Amberg. Habe man Amberg, dann sei man in Sicherheit. Angeklagter: Davon weiß ich nichts.— Vorsitzender� Vielleicht ist es eine Namensverwechselung, denn Ihre AuZV?- macht ja einen durchaus ehrlichen und glaubwürdigen Eindruck. Angeklagter Mühsam: Diese Aeußerung ist gefallen, aber voW einem ganz anderen. Eins solche Aeußerung aus dem «I 9 i Harnisch sich persönlich den„Roten Soldaten" im Bureau abgeholt hätte D!e Vernchmuttg der Angeklagten. Gleich bei Beginn der Verhandlung gab es eine kleine Ueber- «rschung. Die zum Anklagematerial gehörige Aktenmappe, oie bei dem Angeklagten Fröhlich beschlagnahmt wurde, ist nicht mehr aufzufinden. Rechtsanwalt Liebknecht macht« die aussehenerregende Mitteilung, daß kürzlich in seiner Gegenwart «in Unbekannter im UntersuchungsgefängniI nach einem Ofen gefragt hat, da er angeblich Akten verbrennen wolle. Ter Vorsitzende erklärt, daß es sich um die hier in Frage komuienden Akten nicht handeln könne, da sie noch gestern vorhanden gewesen seien. Rechtsanwalt Liebknecht macht je- doch noch die Mitteilung daß er bereits bei einer Schutzhaft- angelegenheit in den Akten gelesen habe:»Die Unterlagen sind austrosssemäss verbrannt worden," Der Hauptangeklagte Fröhlich wird eingehend über die Ziekc und Zwecke des Noten Soldatenbunde» vernommen. Er gibt an, daß er anfangs Verkäufer der„Rown Fahne' und des ..Roten Soldaten" gewesen sei und später Expedient des..Roten Soldaten" wurde. Der Rote Soldatenbund habe den Zweck be»- folgt, die Kameraden aus dem Felde einer Organisation auf der Basis der Revolution zuzuführen und sie über ihre Aufgaben in der Revolution aufzuklären. Räch Auflösung der Hecresverbände sei die Aufgabe des Bunde« beendet gewesen und er sei deshalb ausgelöst worden. Der Bund war auf Anregpng Start L i eb. Inedbis ins Leben gerufen wid sollte die Bora übe i-!en zur Bil» Huna einer Arbeilerarmee leisten. Diese sollte wie die Frei- wiilli�iircgi.inent«r der jetzigen Regierimg zum Schutze emcr wirklich sozialistischen Regierung und zum Schutze der Revolution vor einer Gegenrevolution von recht» und dabei manchmal kleine Gestsspenden hinterlegt hohe. Die Stegierung habe daher unbedingt von dem„geheimen" Roten okdatenbund Kenntnis haben müssen. Die Aussagen der übrigen Angeklagten ergeben, daß außer Mayer keiner von ihnen Mitglied des Roten SoldabsnbuudeS war, einige haben sich als Verkäufer de»„Roten Soldaten" be- tättgt. Sie find zufällig, auf die öffentliche Ankündigung hin, in die Versammlung in die Wederstraße gckvmnren und dort verhaftet worden. Der AnDoklagi« Urban gibt noch an, daß fti der Versammlung vom 8. Januar einige Matrosen und Zivilisten dje Versammelten hätten auffordern wollen, zum Maastall zu gehen und mft de« Matrosen gemeinsame Sache zu machen. Diese Leute hätten sich nachher als Provokateure entpuppt. Einer von ihnen sei der Zeuge Graönick. Die Fortsetzung der Beweisaufnahm«! wird auf Mittwoch vertagt, eines MehrheitSsozialisten wäre ganz ausgeschlossen.— Auch drt» Angeklagte Dr. W a d l e r bestätigt, daß Kandbinder diese Ae�s rung nicht getan habe.— Der Angeklagte Kandbinder W-» schwert sich dann über schlechte Behandlung bei seiner Verhaftuntzz Jetzt ist er gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Der Vorsitzende erwähnt weiter, daß einer der Verhafteten- dessen Namen er jetzt nicht nennen wolle, die Negierung mit 5W. sch risten bestürmt habe, ihn freizulassen, da er«nf dem Swno- punkt der Regierung stehe. Als er freigelassen wurde, hat e? Skandalszene im Gefängnis ausgeführt und gerufen: Nieo»7 mit der lltegierungl Hoch die Räterepublik! Ich gehe jetzt i**tI München und errichte eine Dampfguillotine- Di« Angeklagten erklären sämtlich daß sie diesen Ruf uicht Issirt haben.— Angeklagter Mühsam: Wir haben diese Sw* zwar nicht gehört, aber ste waren zweiselleS für unS best'�s� Im Laufe der Zeugenvernehmung war besonders interesss�M die Aussage des Ministers für soziale Fürsorge, Segitz, dem Ministerium Hessftnann bereits vor der Räterepublik#7 gehört«. Er giick zunächst Auskunft über die Ministerre»' sitzung vom 4. April, der er, nachdem sich Ministerpräfib«� Hoffuran« entfernt hatte. präsidierte. Im Laufe jW Sitzung erschien eine Abordnung aus Augsburg machte Mitteilung, daß in Augsburg eine große sammlung, die von den Mehrheitssozialisten einberufe« wor� war, nach einem Referat des Herrn Nie lisch mit großer ß geisterung einstimmig die Ausrufung der Räterepublik schloffen habe. Sie verlangte, daß der Ministerrat die republik anerkenne. Ich erwiderte, davon könne keine Rede ftT, Was mute man mir zu; man mute ja dem Ministerium einen Verfassungsbruch zu. Der Verhandlung wohnte u. a.«im der Militärminister Schnoppenhor't bei, der sich ebenfalls schieden gegen die Räterepublik aussprach. Es kamen dann*"? Stadtkommandant und Polizeipräsident hinzu, die erklärten, MI die Einberufung des Landtages gegen die?lbmachungen getoeiM sei. Sie könnten keine Garantie übernehmen, den Landtag L. schützen.— Vorsitzender das gesagt?— Zeuge: Da? stch b sächl« kratte seine Bar oatten „Het Recht- tung, voluti W das Bi die de wissem weiß Enten! Juli i fei do< Wilh frei« gab, d< zu Hat Deutsc Oester: .st Und de führt k gefohr traten. Wcstm. Weltkr antw dem l .K r i e| Und i in A Helf« einem gekomn frühere der E« große l ustr mi Tatsach Mi Ausfüh Partei j heute t «ine gc listen, niic npern-! c>>, or» � it|tcn,. : Hat auch Herr Schneppenhon I � der: Jedensalls war er aber so wie sie gegen die RäterepuvlUj,. üt erschien dann noch r'., 1., — Zeuge: Gewist. Ra.. verlangen, daß ich meiner Partei in den Rücken falle.| L!" 0' Vorsitzender: Herr Wadler behauptet, Sie hätten JJ sagt,«ckbinbet, ich hin doch für Euch."— Zeuge: Diese«ru! � A rung habe ich nicht gemacht. Ich habe mich niemals für die Rs'-j) N�anir, republik auAgefpüachen, sondern immer erklärt, daß ich ohne Vr i Riffen." stimmung meiner Partei nicht handeln könnte.— Vorsitz« n Das der: Die Räterepublik wurde dann ausgerufen. Sie haben Bon Sst weiter in ihrem Amt fungiert.— Zeuge: Gewiß, im Nich..!. bedinge dt in ihrem Amt fungiert,— Zeuge: Gewiß, im. stcrium Hoffmann, da? hat ja lein Amt beibehalten. Ich noch an dcoisslben Tage nach Fürth und am nächsten Taqe r') ch.. ich zu meinem Erstaunen die Ausrufung der Räterepublik 1 München. Angeklagter Mühsam: Warum haben Sie dstÜ.,1 nkht Öffentlich protestiert, als es in den Zeitui�en hieß,% r n f seien von der Räterepublik als Volksbeauftragter aufgestttW« e n s i Zeuge: Ich habe das garnicht gelesen.— Mühsam«-t, o« S« He« Minister war in feneo Besprechung sehr wortkarg.." W ra ß t Hachen das als eine Zufnmmunq angesehen. Er hat ja auch tentbe sagt, wir hätten seine enmpathien.— Vorsitzender; � i wahrt Herr Zeuge hat schon erklärt, haß er das nicht gesrn ,t � d c c C- AngeNagtac Dr. W« d le r hält dem Zeugen ebenfalls nochnuu I � � vor, ob er sich nicht erinnere, zu ihm selbst gesagt zu habc"-■ «Kinder. Ihr wißt j«, ich bin für Euch l" Das halle ich sicher nicht gesagt. Zeuge S e g iWWWWWWW.�...HWWWWWWW geklagter Dr. Wedlet: Ich habe dem Minister am 17. Apst aus dem Zuchthaus einen Brief geschrieben, in dem ich ihn �' -«i; H sGi 'n dies« forderte, mit dem Minister Endres zu mir zu kam in er zu eifA H u g i, Besprechung, wenn er weiteres Blutvergießen vermeiden (rnchs; — Vorsitzender: Eine so bedeutende Persönlick' it sind~.L[D doch nicht, daß Sie zwei Minister zu sich kommen lassen konnte� — Angeklagter: Nach der Qualität der Minister, die»i hier in München gesehen haben, glaube ich doch eine maßgebew Persönlichkeit zu sein.— Zeuge Segitz: Ich habe g-�ll, wertet, daß die Besprechung nutzlos sei, er möge sich nicht a u d Regierung in Bamberg, sondern an die Machthaber in Münchs wenden, wenn er Blutvergießen llesproch Stalle k 'orb« 'CHS. pjaj hj. dsuischx geklw.iter Darnach tn seiner steinschr ..... � 1914 un vermeiden wolle.— lir" b i ist also, die Behauptung eef«[i Proklamation, daß es" L �rlflssch W a d I e r Ministeriums Hoffmann getan hc>be, um Autvergieszen zu vermeiden, nicht wahr,'stsweni� Angeklagter Mühsam: Dr. Gustav Landauer hat nicht. B einer Einigung der Parteien gesprochen, fondern von Einigung des Proletariats. Der Parteinnterschied der Hrrrt war uns i« vor Augen. Wir Hutten im Auge das aktiv am®~ fchehen beteiligte Proletariat. Und dieses wollte von dem 4 teibonzentum nichts mehr wissen.— Zeuge Segitz: Ich. innere mich genau, daß mir gesagt wurde, es gibt keine P' b teien mehr:«? gäbe keine 11 S. P.. keine Wehrbei lSsoz' alistÄ; die EinigunigSlinie fei hergestellt. Ich habe v'jz an den ganzen Kvuventtkel» und Beratungen nicht mehr''st... viel zu sehr mit Arbeiten befchäfttgt war. Zu der Soudtalst einberufung erklärt Segitz. daß da melk Ministe-rrai und A/ltefte� vuichges Ausschuß geglaubt hatten, die Lage sei sicher, sonst hätte man destdfS syst Landtag nicht«inberufen.— Verteidiger: Würden Sie eif�„Vorwä Acnderung zugestimmt haben, wenn alle sozdalisttschen Partte�habm i damit einverstanden gcwefon wären?— Zeuge: Stern, "" v-'""�Tprjjche war, tonnte doch niemcmd l>aben,-** Die Verhandlungen gehen weitey. � Eis versichleuSes Urleil. „Het Boll" V« die Pol« W Rechissoziallfte«. Das ker holländischen Sozialdeinokraten »Het Volk" hat immer mit b-ifandever Aufmerksamkeit die Vaogänig« in der d«»t sehen Tohialdowokratie vevfovgt«iti» W) bei allen kritischen Neuerungen bemüht, ruhig und sachlich den inwerwi Ko»i>stikt in dar deititschen Saziatdsmv-- kratie zu belerichten. Um so mehr Beachtung verdienen seht seine Aeußerungen über den rechtssozialistische» parte>i tag in Weimar. Im Anschluß an die Do- batten über das Referat Ed. Bernsteins formuliert -Het SSolf feine Stellung zu der Politik der deutschen Nechtssozivlisten. namentlich über die verhängnisvolle Hol- tung, die sie in der äußeren Politik auch nach der Re- Volution einnehmen. Was dem sorgsamen Leser deS Partorkerichtes auffalle, meint da? Blatt, da« sei daS auf dem Parteitag vorherrschende Bestreben, die deutsche Sozialdemokratie, das deutsche Volk und selbst in ge- wissem Grad« die Träger des alten System« als die schuldlos �eihenLämmev hinzustellen, die durch die Imperialisten der Entente zur Schlachtbank geführt worden feien. Wenn auch im Juli 1914 Ruhlend ein« den Frieden bedrohende Gefahr war, s« sei doch die Kriegsgefahr in Europa erst fühlbar geworden, als Wilhelm II. feinem Bundesgenossen in Wien freie Hand gegen Sevbien lieh und ihm die Versicherung gab, dah Hohenzollern unter allen Umständen Schulter an Schulter zu Halbsburg stehe— und zwar mit Rücksicht darauf, daß die Lage Deutschland» in Turopa unhaltbar werde, wenn das morsche Oesterreich nicht bestehen bleibe. Dann heißt es: .Daß das kapitalistische System den JmperialiiSmuS erzeugt imj> den Militarismus zu einer bis dahin unbekannten Höhe ge- führt hat, daß e» geeignet ist, immer wieder aufs neue die Kriegs- ßefahr zu wecken, ist die Ueberzeugung«iikZ jeden Sozialdemo- feakn. Aber bis 1914 waren die Regie rangen wenigstens der Westmächw vor der Beranvwrtung an einem Kriege, an einem Weltkriege, zurückgewichen. Di« Verhängnis v»lle Ver- �ntwortlichkeit, nicht allein für da» Droh« n mit dem Krieze. sondern auch für den Ausbruch des '"riczeS— das i st die schwere, unauslöschliche y" d unverzeihliche Schuld de» Mannes, der nun 'n Ame-rvnzeu sitzt, de« Kaisers und seiner Helfer»ntz Hintermänner. Roch immer scheint das einem Teil uns««r deutschen Partei genösse« nicht zum Bewußtsein gekommen zu sein, nvch i«m»r versuchen einige die Schuld der früheren deutschen Negierung abzuwälzen auf eine«der mehrer« der Sntentemäckit«; noch tmmer begreisen sie nicht, daß der über» Kretz« T«il der Welt auch die künstkiche Gruppierung von Zitaten nur mit Achselzucken«ufnimmi. Erwiesene und sewstvevstiudliche Tatsachen find nun einmal nicht hinwegzuzitieren. Wir können nicht beklotmnen geinm darauf hinweise», daß Ausführungen, wie fie Dr. David mm«ieber mal auf dem Parteitag in Weimar zecuacht W, für vaö Deutschtand ven heute und für das Äwutfchland Vv« mmrgen gefShrlichcr find als «ine gelegentliche Entgleisung BernfteinS. Aon den Imperialisten, Militaristen und Rationalisten, der Entente hat Deutsch- land wenig Guteö, viel Schlimmes, unendlich viel Schlimmes zu erwarten. Die einzige Hvffuung für Deutschland, . ciitC für den Friede», für die Menschheit ist die Ar- i�tt» ibeiterklasse der Kwl t nr linder. S»ll eint fruchtbare .Hil-'l«lftion znegunsten der Lag« Deutschlands ins Werk gesetzt wer- r � i den, dann mutz da« allgemein« SolidaritätKgesühl mit der Ar- u ��Ibeiterklasse der«üzeren Länder genährt Warden durch das Per- '■ Ick i brauen, das die deutsche Arbeiterklasse weckt. RichiS hat . Etemenreau so mächtig gemacht, at« die Halt?. mg unserer deut- Ischen Partei während de? Krieges, und wenn nun noch einer der ,',,sti l leitenden Männer der beuts-chen Parte« unier Berufung auf '„icht tJaurös den Persiwh macht, Wilhelm und seine Traban- hten von der Schuld zu entlaste», dann dient das nicht dazu, Pevtrauen zu Dsutsthland zu«ckvivtsn, fanden es Hilst das Vertrauen verstärke«, da» die Ratstmaltsten sn Frantreich und Emgland mit WstweOostrn Eifer zu unterhakten diissen.- � cr"( I Das helkändischs PavteiKlatt bevufi sich auf»ine Asußerung mbnü» t" Welz aus dem«eimarer Parteitag, daß die Frieden»- faf/t dedingungen v»n Versailles die Rechtfertigung seien für die Hal- lol! der deutschen Seziakdemvkrati« am 4. August lvl4. Dem- itßvencnüber sagt»Het Valk�. war für de, übergroße» Teil der so- � fSialistischcn«elt außerhalb Deutschland«>ieTrkläru»g»on c r n st e i n datz er de» ll. und 4. August 1*14 a ls '«-lli den schwärzesten Tag seine» Leben» betrachte, das«tiefende«»rt, unentbehrlich bei den vll Bteßtn Parteien der Internationalen, un, .-�-k �ehrlich für die Wiederherstellung einer �pel��hrhaften F riede» S st i m m u ng bei den Völkern bmal'�er Entente." Demgegenüber habe Adolf Braun von.«llen Kamellen" ' gesprochen, von.alten Kühen", die man nicht mehr«u» dem lStacke holen solle— und er Haie damit Beifall gehabt. Der Auf» . Absatz ichließt:„Bleibt die deutsche Partei, bleibt daS deutsche Bvrt Aptilin dics«r Stimmung, dann wich e&lange dauern, ehe die ,-n-'.i!«orbedineuneen für eine fruchtbar« Aktion -hr« tex!-' ul.lk MÄ zwar uige» ««' sev »ru» i ed«r- >osi»a t die sollen nach t." > et: r c von dunde- Ä r b» tun» kte&ä 9iM tan!» • cin- iiedW '4 lvtlW i k an« -reckst 5 VoA iOtdO'j r1'iJ Rätst , sei-- .«94 : auch '■"rtl racl<3 n Ä nhökA Ä Atilf eim nrnere G�fimduny dieser Parker z« Hoffen, ist eine Utopie, die die Parteien der Jnternadionale auf- geben müssen, um auf dem bevorstÄienden internationalen Kongreß i# Vnzern die Konsequenz« n daraus ziehm zu können. «äESTfl Stverkfchaftllches. n f leugst Rätst e MitbestmimANgsvecht der Angestellten. Der Schlichtungsausschuß Groß-Berlin hat in der Streit- fache zwischen dem ArbeUlausschuß der Angestellten der Groß- Berliner Kriegsorganisationen und den Direktoren dieser Stellen folgenden Schiedsjprilch gefüllt: „Dm Anosstelltcn Ausschuß wird das Mitbestimmungsrecht in allen wirtschaftlichen und das Arbeitsverhältnis berührenden Fragen zu.vtaiint: insbesondere bezieht sich dies auf die Ein- flellungen, Kündigung u> und Entlassungen von Angestellten, auf die Festsetzung von Gehältern, UrlaubSbewilligungen und Be- förderungen Bei Unstimmigkeiten zwischen der Eeschäftsleituug einer, seits und dem Angestellten.Ausschutz andererseits ist innerhalb 3 Tag«« der Vorschllchtungs-Ausschuß(§ 5) anzurufen, iki Kündigungen und Entlaffungen hat der Widerspruch des An- gestellteu�lusschusses aufschiebende Wirkung. Bei beabsichtigten OrganisationSäirderungen oder Auslösung des Betriebe« oder einer Betriebsabteilung ist der Augestelllen- Ausschuß so rechtzeitig heranzuziehen, daß er in der Lage ist, die wirtsch«ftlichen Interessen der Angestellten wahrzunehmen. Der Angestellte« Ausschuß hat in Gemeinschaft mit der Geschäfts» leitung darüber zu wachen, daß im Betrieb der zu vereinbarende Tarifvertrag, sowie alle getroffenen und noch zu treffenden Ab- kommen durchgeführt werden. Der Angestelltcn-Ausschuß hat oaS Recht, Beschwerden über etwa nach seiner blusfajsung unzweckiuäßigc oder die Interessen der Angestctltcnschaft benachteitigcnde Vorkommnisse schriftlich oder mündlich bei der Geschastsleitung vorzubringen und die Be- feitigung von Uebelständen in Gemeinschaft, mit der Geschäfts- leitung zu veranlassen. Es liegt ihn? ob, das gute Einvernehmen innerhalb der Angrstelltevschaft sowie zwischen der Angestellten. ichaft und der Geschäftskeiwng zu fördern. Der Angestellten- Ausschuß hat auch sein Augen merl�.uf die Dekämpsung der ge- sundheitlichen Gefahren zu richten." Die Herren Direktoren haben sich diesem Schiedsspruch nicht Unterwerfen,«>» Zeichen, von welch reaktionärem Geist diese Herren noch erfüllt sind. Sacye ber Angestellten der Kriegsorganisationen ist es, die Anerkennung dieses Schieds- spräche» durchzusetzen. Tansjchwtorigleikm m der Herrenwäschebranche. In einer Versammlung der Mitglieder der Herren- w äsch e- B ra n ch c des Verbandes der Schneider und Schneide- rinnen Deutschlands, die am Montag in Bockers Festsälen stattfand,«stattete Kollege Jajewsky ausführlichen Bericht über die Berhandlungen mit den Unternehmern. Es handelt sich um die Festsetzung.**£ Tarifs, der nach dam achtwöchigen Streik im Prinzip«msWkawnt wurde, dessen Ausgestaltung aber ent- gegen der Pusagen vor dem Sihtichtirngsausschuß von den Unter- nehmern in Mohaler Weise hintertrieben wird. Insbesondere kaenmt der Wochenlohn dcr Näherini eu i« Frage. Die Unter- nehmer halten an 60 Mk. Wochenlohn für die Näherinnen fest, während die Brancheleitvng auf 65 Mk. besteht, und sich auf .chran Berbebait bei der Unterzeichnung des Tarifs beruft. Außerdem soken noch zwölf andere Positionen des Tarif- «ntwurses erhöht werden. Wegen der«blehnendeu Haltung der Unternehme wandte sich die Branchenleitung erneut an den SchlichtungSaussckuß. Wegen des Verkehrsstreiks ist aber eine Verhandlung noch nicht zustande gekommen. Kollege Jabowsky richtet« außerdem noch eine dringende Mahnung an die Arbeiter und Atveiterinnen, nicht auf die tarifmäßig zustehenden Ferien zu verzichten.®» fei leiher festzustellen, daß«ine große Zahl Arbeitevinnen ein paar Pfennige wegen, das ig hartem Kampf« errungen« sozial« Ideal preiszugeben bereit ist. Gegen die bürgerliche Piesie. Der Arbeitsausschuß der Angestellten in den Kriegsorgani- sationen wontzat sich in einem Rundschreiben gegen dl« bürge*« liehen Zeitungen, vornehmlich„Bossrsche Zeitunz" und„SSerliner Taseblatt", die stets gegen die Interessen der Angestellten Stellung genommen haben. Er fordert die Angestellten auf, der» artige Blätter nicht weiter zu abonnieren. Wiedereinstcllnng Dr. Kaplans. In Sachen der Maßregelung das Obmannes des StngestelltenÄyssthusseS der RerchSbeklei- dungsstelle Dr. Kaplan hat der Reichsivirtschaftsnnnister ent- schieden, daß di« Kündigung als ungiitig zu batvacht« und der Mwiannte wieder einzustellen ist. gu n gen einer Milderung de»«ewaltfrie» Sroß-Serlia. !N-s'%, »' �tr dem Nnterlegenen aufgezwungen wurde, gegebe« ist. n»� d",u-�ußtsejn. daß der Friedensvertrag in erster Linie die c n>ckl Arbeiterklasse trifft, wird bei den Völkern der Entente rbeft* Mi d«n Arbeiterparteien nur äußerst langsam durchdringen, t.•" die deutsch« Arbeiterklasse sich von dem Geist de» Bern- iri, 1'cften WvrteS beseelen läßt und anerkennt, daß sie im August "«pi. J ng» lange nachher allzu leicht der«erhetzungj a tkk Betrug d,r»aiserpartei zum Opfer aTMf« llen i st, daß ste gegenüber der natienalistischen und mili- zr. �"nstchen Propaganda de» Kaiser» und seiner Helfer zu t vo", 6 B' ß Kritik. ,u wenig geistige Widerst andS- ein-K' rast«tzegongefttzt hat." f>„„ 9� holländisch? Paveiblatt weist dann noch hin auf m. Men bevor stoh enden Kongraß bar Jnternationalon.«o die frage zur Gprack>e komme. Bon entscheiöavtzer J�stung für die Zukunft Deutschlands irntz weiter von lcknz Europa würde dam, die Haltung der deutschen Sozial- mokratie soxn. ... daß sich 9!s dahin der»«ist Ben,. msm opP-ßkomNan Elenwnte den Appawut feit« � W IMchtzkw m,«wchhm. Berliner Spottvogel. Un haben wir ooch nischt zu sagen mehr, So hab'n wir doch Soldaten. Im Jlmer Theater wird beste mehr Jequasselt. det heeßt beraten. Un haben wir ooch keenc Freiheit mehr, So hab'n wir doch Kanonen! Und hungert uns mal jar zu sehr, So jitzt ei blaue Dohneul Un find wir ooch keen Volk mich mehr, I nu, so sind wir Knechte! Un haben wir ooch keene Rechte mehr, So behalten wir doch die Rechte! fNach Glaßbrenner.) Der Zahlabend. Unsere politische Orgonisation in Bertin ist aus dem System dor Aatzlabende ausgebaut. Diese Zahlabende sind Zusamnienkünfte der organisierten Mitglieder bestiinmter Detsipke, in dornen snl) die Mitglieder zusammenfinden nicht ledtgfich zmn zohlsn der Beitrage, sondern auch zum Aus» tausch stbvr«che die Partei und da? politische Loben betreffenden Frog«,. S«nk>e des Bezirk«führ?,s ist es, dafür z» so?» »bah Me klein«, vvganisationSsrage« Mrttlktreton. mn für die große«, uns alle beweg, nd«n Fragen der Zeit zu ftowuuMft. Dtos« Zatzladende fmd von der Partei der R«htss»ziatiften bei GrSndmyg ihrer Organisafio« verlästert u»d vor spottest wood«, und sie sagt«, ihren Vtitglwdern, daß 0, m# www*w» �■---- sie wollten..Großes" schaffen. Jetzt bauen diese so gescheffeS Leute wieder zurück; sie empfehlen im„Vorlvarts rnren Mitgliedern diese Zahlabend« von neuem in solgenoer An- kündignng:* „Wer denkt nicht zurück an die oft anregenden und vertiefenden Diskussionen, die wir so oft auf unseren Zaho- «beiden hätten! Bcinabe glaubte man manchmal, wir Tjatten den vollendeten Zukunstsstaat, wenn wir so einen Zahlabew, sahen. Ist die gegenwärtige Zeit auch reich mit Versamm» lungen besät, so.müssen wir doch wieder zu dem Zuitano zuvückkehren, daß unsere Z �h l a b e n d e der Ort sind, wo wir unser Wissen vertiefen, uns rednerisch betätigen und AinS aussprechen könne-n über ibas* w>as die Pavteti tut ! und was sie nicht tut. Die Zahlabende sind , nicht iniT zum Zahlen da, sie sind zum Radon, : zum Handeln da; fragt unsere treu bewährten Funktionäre, ob nickst gerade auf dem Zahlabend sie sich ihre ersten Sporen verdient haben. Wenn hier nicht immer die Stätte der Aiv- regung ist, so liegt das nicht an der Partei, sondern an deu Mitgliedern selbst. Güt es nicht so ungeheuer viel Stoff m dicker Zeit? Wir haben doch seit der Revolution viele neue Mitglieder gewonnen: diese in den Sozialismus einzusührcn, 1 nvuß die vornehmste Aufgabe dcr Zahlabende sein._ Nehmt die grundlegenden Broschüren unserer Altmeister, bringt sie zur Kenntnis aller Genossen, laßt ülbschniU für Abschnitt dis- ru'ichren, und ihr werdet sehen, über welche l.uHl« AusfassungS» gebe viele unserer Mitglieder verfügen. Jeder einzelne wird gebraucht im Dienste der Partei, zum Wohl der Menschheit Zur gegen'tigeu Belehrung send die Zahlabends singe- richtet, der geisiigen Weiterbildung sollen ste dienen, darpm Genossinnen und Genossen, Vorwärtsleser, besucht, den Zahl- abend." Auf einmal wird der Zahsabend wieder in den Himmel gehoben, nachdem er seit Jahren als der Ausbund fiefftiger Verödung gegeißelt wurde. Wir haben immer betont, der Zahlabend kann Gutes wirken, wenn die Leiter sich Mühe geben, ihn seinem Zweck wirklich dienstbar zu Machen. Gustav I. Berliner Zeitungen berichten, daß der Entscheidung de) Derby-Rennens ans der Grunewald- Rennbahn auch der Reichs- wehrminister RoSke beigewohnt habe. Vom Rennver.üupräsi- de nten, Herrn von Ocrtzen. begrüßt, nahm er w der H o f l o g e Platz und besah sich von dort ei s die Reimen.— Die neue Mafe- i stät, Gustav der Große, übte sich offenbar in der schweren KuuF > des RegierenS. Das Frühstuck km Gcrichtssaial oder zwessrle! Justiz Am vergangenen Sonnabend wurde in der Verhandlung ' einer Strafkammer in Moabit ein Zuhörer von dem Borsitzenden aufs schärfste angefahren, weil«r sich erlaubt batte, während der Verhandlung im Gerichtssaalc zu esse i\ Als der Betreffende sich den Ton des Vorsitzenden verbat, erhielt er zu- nächst 50 M. Geldstrafe, und als er hiergegen protffticrtc, noch wegen Ungebührlichkeit eine sofort zu verbüßende Haftstrnfe von 24 Stunden hinzu. i Unsere Leser UKrden sich bielleicht noch einer ähnlichen Szene vor«ichreren Wochen erinnern, da auch jemand im Ge- richtssaal frühstückte. Damals war es zwar kein bloßer Zu- Hörer, und auch kein gewöhnlicher Bürger, sondern cS war der mit umgeschnalltem Revolver im GerichtSsaal erscheinende, wegen Beihilfe zum Mord angeklagte Hauptmann W e l I e r im , Prozeß gegen die Mörder Liebknechts und Rosa Luxemburgs. Als , dieser Herr damals während dch Verhandlung, die ihn als An» geklagten ja wohl etwas mehr anging als einen Zuhörer, un- geniert frühstückte, und als die anderen Angeklagten in der slcgel» haftesten Weise sich benahmen und einige von ihnen sogqr wäh- rend der Verhandlung Zeitung lasen, da fiel es dem damaligen Vorsitzenden durchaus nicht ein, von selber dagegen einzus.hr. iten. Erst auf die Kritisierüng dieser Zustände in der„Freiheit" hin schränkte er dann daS für Angeklagte unerhörte Benehme» : der Offiziere etwas ein. Wenn aber ein a» einer Verhandlung | gänzlich unbeteiligter Zuhö r e r auch nur zu essen wagt, so er» hält er gleich 50 M. Geldstrafe und noch 24 Stunden Haft hinzn- Der Ning- und Stadtbahur-orkehr. Ter Berliner Ringbahnverkehr ist gestern morgen in vol» fern Umfange wieder ausgeuommen wovden. Die Fahrt selbst war alleGiugS nnht ohne Lebensgefahr auszuführen. Die Knpee» l waren wie die Oeffartzinenbüihsen gepreßt voll. Viele Passa iere > machten die Fahrt auf den Trittbrettern stehend und zwischen, den einzelnen Wagen kauernd. Es verkehren auch die Züge nach Spandau, von Cbarlottenburg aus und die Züge Spaisi dau—-Strausberg, die Ivie immer über die Ferngleise gehen. CS , ist also nur noch der Stadtbahnverkehr vom Schleichen Bahnhof i bis Bahnhof CharlottenburH gesperrt. Jcdixh ist zu evti�rrleu, daß der gesamte Stadtbahnverkehr am Donners- tag wird wieder aufgenommen werden tonnen. 3nmct tvieder Schüste auf der Strakze. , Die sträfliche Unsitte von Soldaten, bei jedem geringste' i Streite die Feuerwaffe zu gebrauchen, beherrscht immer noch dii ' Straßen BevlinS. So wurde gestern wieder ohne jeden Grund ü der Grenadierstraße. an der Münzstraße, in die Menge geschossen, Fünf Sicherhe i tSmäniver verfolgten einen Riiami. der Passanten gegen die Juden aufgehetzt haben soll. Plötzlich forderten sie die Monge auf, davon z>u gehen, als aber auch schw«ine Salve folgt«. Sie ging in di« Luft, die Aweite forderte«inen völlig Unho» teiligten, mischeinend Krieysvcrletzten, der sich nicht schnell germg entfernen konnte s als Opfer. Der gesunde Mensch vermag wirklich nicht einzusehen, warm« in derartigen harmlosen Fällen geschossen werden mutz. ES ist mit zu erllaren aus der durch den Krieg erzeugten Nervosität. Waffen» tragende Sicherheitsorgane dürft« aber nicht nervös fein. Für Kriegsbcfchcidigte kein Beriammkmgsrechl! , Am Montag ist abermals«ine Versainmilung dos Jnternasio» ' na Ion Bundes für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene ge» waltsam verhindert worden. Als die E-ingeladene« bor dem Versammlungsraum. vor der Obmenlschnft am Hindenburgpark in Wilmersdorf erschienen, fanden sie di« Türen verschlossen, Sie versammelten sich dann ans dem Gelände de» Stadtpark« und gingen nach einer kurzen Ansprache rutzig und ftjediich auseiw ander. Bald dmiach erschien«in Auto mit bis an die Zähne be- wafsnvten RetsierungSsoldaten, welche sofort die Strohe absperrte,», «n schweea M.-G, in Stellung b.oetzicn und Stacheldraht abloideu. also alle Vochereiwnge,' zum Kamps trafen, M-g«, Friedfertig. kett der anderen Seite kam indessen fti» Gefecht zustande, DaS Potizeipräsidinm hatte«S nicht einmal für nötig gehalten, de« Einberuser mitzuteilen, datz die Verfanunluiig verboten ist. S» du»doli sich ja bloß um KriegSbefchädigt«, die ihr« Gesundheit dem ' Kriege geopftvt haben. Mit chncu ywntzt«lau nicht UsiiMihv, I Das ist der Da-nk d««VgWuW. Gefter« woigtat hn �Jtnste Äett�ejr�etßW Ctraß« 141, her 34 Jshr« etile Fi�chhäAdle? Friedrich Günther «mordet worden. Seine Verkäuferin, die Witwe Eliiobeth Mrzyk, wurde tebsnSzesährlich verletzt. Der Täter ist noch unbekannt. Auf feine Ergreifung qt eine Belohnung von 5000 M. ausgesetzt. Er soll ein 32 bi? 35 Johre alter, etwa 1,86 Dieter groger Mann mit dunklem Jakettauzuig und dunklem, anscheinend weichem Hut sein. Er muf; sich bei der Tai sechst mit Blut befleckt haben. Durch die rasche Entdeckung des Verbrechens hat er auch keine Zeit mehr gefunden, sich vom Mute zu reinigen. Gbenfo scheint er nicht dazu gekommen zu sein, sich irgendwelche Wertgegenjtände anzueignen. Denn geraubt worden ist, wie die Feststellungen er- geben habe«, nichts. Schokolade für Kinder. Die Siadt Berlin gewährt den Kin- dcrn, die in der Zeit vom 1. September 1914 bis 1. September 1918 geboren sind, einmalig je eilva 100 Gramm Schokolade in Tafeln und 125 Gramm Kakaopulver, und zwar auf Grund von Bezugsscheinen, die von den Broikoinmissionen vom 10. bis 15. Juli abzuholen sind. Die Anmeldung hat bis zum 18. Juli zu geschehen. Die Ausgabe der Schokolade und des Kakaopulvers für die vier Jahrgänge erfolgt vom 28. Juli bis 5. August. Nur Baustoffe für den jklcinwohnnngSbau. Der Reichs- kommissar füv das Wohnungswesen Scheidt hat in einem neuen Erlaß die zuständigen Stellen darauf hingewiesen, daß die Beschränkung der Bautätigkeit auf die dringlichen W o h- nungsbauten auf Grund des§ 10 der Verordnung zur Be- Hebung der dringendsten Wohnungsnot vom 15. Januar 1919 ohne weiteres m?glich ist, da dieser das Verbot aller nicht erforderlichen Bauten, namentlich der LuxuSbnuteu, enthält. Neifegepäck-Bersicherung. Von vielen Unternehmern wird dem reifenden Publikum jetzt eine Versicherung ihres Reisegepäcks angeboten. Da bei vielen dieser Firmen die Angestellten in er- schreckend kläglicher Weise entlohnt werden, möchten wir das reisende Publikum, insbesondere alle organisierten Arbeiter und Angestellten, darauf hinweisen, daß die Europäische Güter- und Reisegepäck-Vcrsicherungs-Akt.-Ges., die in Verbindung mit der Eisenbahndirektion Reisegepäckversicherungen auf jedem Bahnhof abschließt, den kürzlich zwischen den freigewerkschaftlrchen Ange- stelltcn-Organisationeu und dem Arbeitgeberverband abgeschlosse- neu Rcichstarifvettrag für die Angestellten der privaten Versiehe- rungs-Unternehmungen anerkannt hat..Die Angestellten dieses Unternehmens erhalten eine einigermaßen auskömmliche und vor allen Dingen geregelte Entlohnung. Landaufenthalt der Schullinder. Die Ferienzüge für die Schulkinldcr, die das Glück haben, die Ferien ans dein Lande vcr- leben zu können, gehen in den nächsten Tagen ab. Die Kinder ber- sammeln sich 2 Stunden vor Abgang des Zuges(Stettiner Bahn- Hof) auf dem Hofe der 120. Genieindeschule, Gartenstr. 107 a. 10. 7.„Johann": Fisch hausen— Läbiau— Niederung, Abf. 9,45 Uhr vorm. 11. 7.„Max": Königsberg— Jnsterburg— Tilsit— Ekbing, Abf. 9,46 Uhr vorm. 15. 7.„Paul": Ortelsburg— Lotzen. Abf. 12 Uhv vorm. 16. 7.„Tader": BraunSbcrg— Friedland— Lyck Abf. 9,45 Uhr vorm. 17. 7.„Quintilins": Mohrungen— Rössel— ©erbauen?— Goldap— Stalluponen Abf. 12 Uhr vorm. Möbel für Bedürftige. In den Räumen der Zrickerverscrgungs- stelle, Kommandantcn'str. 80/81 besteht eine Abteilung zur Linde. vung der Mövelnot, die an Bedürftige eine Einrichtung, bestehend aus Stube und Küche zum Preise von 1325 Mark abgibt. Teilzahlung ist gestattet. Die Möbel sind im Stadthaus zu besichtigen. Eine Mscheinigmig des Bezirks-vorsteherS über die Einkommens- Verhältnisse, Ehe- und Mietskontrakt sind bei der Zuckerversor- gungs stelle vorzulegen; solange sich die Preise auf dem freien Möbelmarkt und im Althandel nicht wesentlich senken, wird diese Maßnahme bestehen bleiben. 59-Pfennig-Scheine. Die von der Stadt Berlin in letzter Zeit in Umlauf gesetzten 50-Pfennig-Scheine tragen neben der Nummer die Buchstaben A oder L. Aus km Gemelnöeieden. Quittung. Für die RevolutionSopfer gingen bei dem Unterzeichneten ein: Von den Arbeitern der Firma Ehrich u. Graetz: 1. Rate 493,95 M., 2. Rate 1146,45 M.. S. Rate 666,25 M, Das UnterstützungSkoinitee. I. A.: Adolf Baer. Um weitere Sendungen wird gebeten. Rieder-Schöuhausen. In der letzten Gemeindevertreter» sitzung verurteilten unsere Genossen die VorausbeFahluag deS Gehalts an die Beamten mit Rücksicht aus zu erwartende Streife. Die Recht? sozial isten erklärten sich mit der Gehaktszähtumz ein» verstanden. Bei der Beratung über eine En Ii chuldungssu mme in Höhe vom 108 000 Mark für die Beamten und Lehrer ver- langten unsere Genossen die erforderlichen Unterlagen. Auch hiergegen wandten sich die Rechtssozialisten. Unser Antrag auf Errichtung eines Gemeindespielplatzes wurde der Baukonnnission überwissen. Von den zu errichtenden Siedlunysbautsn an der Schönhauser Heide soll die Hälfte Krtegsbeschäd igten überlassen werden. Gegen die Stimmen unserer'Genossen wurde die An- stellung eines Beamten auf Lebenszeit beschlossen, trotzdem der Bürgermeister auf die bevorftehende Eingemeindung hingewiesen hatte. Die Rechtssozialiften gaben hierbei den Ausschlag. Ebenso wurde mit ihrer Hilfe beschlossen, daß der bürgerliche Schösse Sörger im Amte verbleiben soll, bis der 6. Schöffe gewählt ist. Mariendorf. In der Gemeindcvcrtreiersitzung �am 3. Juli wurde beschlossen, für die Gemeinde einen Zuschlag zur Wert- zuwachssteuer zu erheben. Die Zahl der Freistellen am Gym- nafium wurden von 10 auf 15 Prozent erhöht. In den Ausschuß für die Eingemeindung Groß-Bertins wurden unsere Genossen Richter und K ü t e r gewählt. Den Holzarbeitern der Ge- meinde wurde eine Zulage von 40 Pf. ab 1. April und von iveiteren 10 Pf. ab 1. Mai bewilligt. Die Forderungen der Be- amten aus eine Entschuldungssumme von 1000 M. für Ledige, 1200 M. für Verheiratete und 200 M. für jedes Kind wurde dem Etat- und Finanzausschuß überwiesen. Genosse K ü t e r kritisierte zum Schluß, daß die von der Garde-Kavallerie-Schützen-Division mit Beschlag belegten Schulräume noch nicht geräumt seien, ob- wohl es an Klassenzimmern für die Schüler mangele. l&ejttWMTieMTw Ättb StoMM* wuwlf jnal«fctzrfea. y ObeeschSu-weide. Heute. Mittwoch, abend 7% vyr, 3#*" dem beharnttt* Soboten. ü Röntgsntol. Zaht«I>cnÄ am Domveistag abend S»tzr von thegust vdowetr, Kasser-Ftt edttch Stache 1. Tteaiik. Wittivsch abend Uhr BegirbsasrfaumüW� t Bezitti bei Schmidt. Schiohftr.«8. 2. Bezisk boi PS ftrahs 4. 3. Bezirk bei Burmeeswr, HolfteinLZche Str. 38. 4. Ms bei Schmidt, Schönhauser Str. 24. 5. Bezirk bei fttüaet.**5 '«ße 6. 7. BeM? bei Rohda. MaiÄevdorser Str. 13.— Dar .,..H seine Dez!rksv«:sam.»vlrmg am Donnerstag absmd X8 W1 Lokal van Thiel, Mbrechtftr. 87, ob. Ä Wilmersdorf. Mittwoch obsnd 7'A Uhr vier Ibteilungsv«�? lungen, und zwar bn Rostauraat«-ifche, Pauisbormsc Sk.» staurant Eröschke, Kaiseravee 208, Restaurant Schilling, buvzer Str. 21, und Restaurant Maurer, Durtacher Str. 7._ Zeuthen-Miersdors. Heute abend 8 Uhr Zcchlabcnd be! Fr. KrüZ» Miersdorf. M LebevsMeMZen�er. Berstn. KSsevetteiluNg: Bis Sonnabend in den Bezirken der 123.. 124., 127., 128., 130., 181, 132., 135., 196, 226. und 229. Brot- komm-ission. Pankow. Dom Mittwoch ab 130 Gramm Graupen(43). Spandau. Ab Freitag 50 Gramm Auslandsschmalz(37). Ab Sonnebend 70 Gramm Aiargarme. Ab Freitag Pfund amerikanisches Weizenmehl(39). Tempelhof. 1 Pfund Kartoffeln(28a). Als Ersatz für dte fehl«rde Karltoffelmenge 730 Gramm Brot(50) und 150 Gramm Kar» tofselpräparat«(51). 500 Gramm Küchenniehl(42). 125 Gramm Reis (48). Im Monat Juli für Kinder im 1. und 2. Lebensjahre 1 Psimd Haferflocken'. 5 Pakete Keks, 125 Gramm Reis: für hoffende und stillende Mütter 1 Pfd. Grieß. 1 Pfd. nkr. Mehl. 125 Gramm Reis. Je 125 Gramm Reis, Hafernührmittel und Grieß(39. 40 und 41) für Jugendliche. 250 Gramm Marmelade(35), je 250 Gramm ausl. Weizenmehl(V7, W 8). 250 Grat am Heringe(32). Anmeldung oder Verkauf von, 0— 11. Juli. 50 Gramm Plargarine(X 8). Ms den Organisalionen. Di«„4rri D«« poftbr�u, Di,„ vre Webafti Scrnjp, Vrieflasleu, Pachnickc, Wildau. Betrag eingegangen. Quittung demnächst. S M. B. Charlottenburg. Im Augenblick möchten wir eine M Wanderung nach Kurland nicht empfehlen. Wir raten Ihnen, der Ausführung Ihrer Absicht noch zu warten, bis die Berhül* sich geklärt haben. Verantwortlich für die Redaktton Emil Rabold. Berlin.. Berlagsgenoklenlchaft„Freiheit", t. S. m. b H, Berlin.— Dru« � Lindendruckerei und Verlagsgelellschaft m. b. H, SchlffbaueidoMi» Ä J3 VereiUSkele«der. Freucn-Dersauunlung. Mttwoch, den 9. Jnü 1910, abervi» k|i >et m den Aadreas-Festsälou, Andreasstr. 24, eine össen» Ndet in den Androas-FestsAsn,«.noreasiir. n, eme u,,---. F sau e»Versammlung statt. Vortrag über die Frau in der mrW Branche im Elnzeche� Deutscher Teansportarbelter-Ierbaud. Di« für Ättwoch. den»■ Fuii, angeätzte»rauchoüoerstmtmlung infolge des Verkohrsstroiks nicht statt. J «rkeituehmerbuad der chenü scheu Industrie Deulschlands. � woch, 7)4 Uhr abends, Haoerlauds Festsäle, Reue Fviedrlchlw Bundes Versammlung. Nack Jugendliche Betriebs Vertrauensleute! Am 10. Juli, abends, Hreffe si| Linter bt bevorsteh: Tieg bei Dlssellsch e1« Bern ttortgcschj foiiniiftiji a u f r i ck Zwette« Kreis. 5. Abteilung. Acchlabend. Mittwoch, den 9. Juli, 7 Uhr abends, in der Schulaula Tempelhofer User 2. mit Vortrag des Gen. Goß. Abteilungsführer E. Benzin. Fünfter Kreis. 4., 5. und 6. Abt. Zahlabc nd, Mit tauch, den 9. Juli, abends 7 Uhr, Kl. Auguststr. 14. Vortrag des Gen. Dr. Rosen- berg: Die Kirche als Feind des Proletariats. Die Abteilungsführer. Sechstor Wahllireis, 11. Abteilung. Heute abend Mitglieder- Versammlung in der Schnfeulo Pstugstr. 12. Zahlabend am Mittwoch den 16. d. M. «dlerohos. Mittwch in den bekannten Lokalen um 7 Uhr Zahl- abend. Bich. Donnerstag Zahlabend im Lokal von Tchulpig(früher Rostock), Park-, Ecke Schönow er-Straße, abends 8 Uhr. Charlottenburg. 8. Gruppe. Heute 7 Uhr Zahladend bei Lahmann, Wittenberyplvtz 3. Llchterselde. Donnerstag abend 7% Uhr. bei Littschnx-ger(früher Erpel), Berliner Straße, Zahl- und Diskutierabend. Bildungsausschuß Neukölln. Donnerstag, den 17. Juli, 8 Uhr, im Saale der Ktadl-Brauerei, Hermannstraße. Vortrag von Frau Dr. Paula Türk über„Die menschliche Ernührrmg im Acht« der Chemie". Eintrittskarten zum Presse von 50 Pfg. im Bureau und bei den Mitgliedern des Biltnmgsausschrssses. Bolloers am. in lang dn Ingendsekretaiiot. International«: Bund der Kriegsbeschädigten und K bliebeneu, Ortsgruppe Charlottenburg. Die Mitglieder wer»� sucht, zum Don neust ao abend@ Uhr Eintritts kartan für dos Opernhaus ta dar Geschäftsstelle, Wldenheimsrstr. 1, Rechts« uabrmst Montag und Donnerstag von 3—7 Uhr. Internat. Bund der Kriegsbeschädigten und Hinter! Ortsgruppe ReintckendorssWest. Freitag, den 14. JuR, 7)4 Uhr, bei Marks, Scharmveberstr. 67, DorsammlunH. buch mitbetngen. Gäste willkommen. �. Schülerräte. Zusammenkunft Mittwoch, 9. Juli, ckdends Hi® l r 1 1 c im Jugendsekretariat, Berlin, Schick ler st r. 5/6. 1 Di: Schüler-Räte der Fach- und Fortbildungsschule«! Am S. � man öü> abends TA, Bersarmnlung lm Itigendsekretariat. ßWirtsehas Arbeitslose Lichtenbergs, welche die Unterstützung bei �"wißeistiam werkschaslen beziehen, melden sich bis Sonnabend mittag p,::,!»-' Arbettslosenrat Liclsscnbevg, Marlttstr. 10/11. J Micterschutzvercin Birchow-Biertel. sämtliche nit Aiiii entbehrli> fiir sew kürb: di Di) kapitalist Pianos dorzllgllKe nene in««utcm Meieria l. gute üeörauchte, wmlq „esvieli�PieneS in»roter AvS- njofil onlaiift nur»egeu Bar- «ahuin», dahei uiählge Preise. ' Mar Kecker, Audreasstraße 47. !, Laute, Gitarre indcrmaiiQo!ine45.—. erstkl. .. Konzerüaute 125.—. 145.-, iterrieht 8.—, Monatshono- , evtl. lOstöndi'ge Schnell- se), Kfnistlervioline raitZu- lör 125.—. Konzertgeige —. Ernst. Qranienstr. 166111. ßiaao und Flügel IT Harmonium ue..gebrauchte, sehr preis- ert. SeytUer. Oranienplatz 21 tzüChfcn. moderne, mit. ic Anrichte, roh, gestrichen. isen-Auswahl, enorm preis- rt.l1imniel.LQthringerStr.22. K/ftohe« Stubenmöbei. ihn ig, SW 29. Chamlsso- « BettUeasiSfte, Laken Inlett, i TisclKücher, Servietten, billig. !?Jcliardi. Warschauer Str. 80. Tei>j>icln- y.lat)nabmue!: Zalin- ltel»U»e! Ooldsachen.Silber- sacben, Ouecksilber, Stanniol- B apier. Kupfer. Messing. Zinn, ickel. 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