!S 15 pfg.- 2. Iahrsang Die„.�reiheit� erscheint morgens und nnchmittags, an 5onn» und Festtagen nur morgens. Der Bezugspreis betrügt bei freier Zustellung ins Haus für Grojj*Berlin oder bei dire. an Postbezug ohne Bestellgebühr nwnatl. Z,— bei Zustellung unter Streifband 5.— Ii". Die„Freiheit* ist in den ersten Bachtrag der Postzeitungsliste für �9 eingetr. cn ßlfbnftlün; Verlin RAA. 0, Tchiffbauerdamm 191**. Lernsprecher: Amt Norden und 889«. Sonntag, öen 13. IuU 1919 Nummer 329> Morgen-Ausgabe Z»serl>t« kostm die achtz-spalt. Nonpaniilrzeil, oder denn Raum 1,20 Mk., If ortanjeigtii da» fettgedruckt« Wart SO Pf. jede» weitere Wort 25 pf. Teuerungszuschlag 50 pro, jamiiien- und v-rsammlung-anzeigen füllt der Zuschlag fort. Inserate für drn darauf- solgenden Tag missen spätesten» bi» z Uhr nachmittag» bei der Srpeditian aufgegeben sei« Expedition: Berlin NW.«, Schiffbanerdamm 19 Fernsprecher: Amt Norden@76* SerUncv-Organ Vach dem Friedeasschlutz. Wieberaustiühme der wirtschaftlichen Beziehungen. B c r s a i l l e s. 12. Juli. DaS„Journal Ofsicicl" luird mvracn vormittaa ein Dekret veröffentlichen, durch das die Wiedkrausnaiime der wirtschaftlichen Beziehunnell zu Deutschland gestattet wird. Die Aufhebmig der Blockade. Berlin, 12. Juli. Nach einer soeben hier eingetroffenen Mitteilung der deutschen FriedenSdelcgation in Versailles hat Clemenceau mitgeteilt, ixisj die Blockade heute aufgehoben worden ist. BerjailleS, 12. Juli. Der Oberste Lt a t der Alliierten hat sich in seiner Sitzung von gestern nachiniltag mit der Frage der Aushebung der Blockade im Anschlug an die Ratisikation des Friedens- Vertrages durch die deutsche Negiernug beschäftigt. Nachdem die Sachverständigen das Natisiiationsinstrument, das von der deutschen Friedensdelcgaiion übermittelt worden war, für gültig ancrlannt hatten, hat der Oberste Rat der Alliierten beschlossen, die Blockade Teutschlands von heute, den 12. Juli, ab a u f z u'h eben. Was Frankreich anbetrifft, so wird diese Maßnahme erst ausführbar sein, nachdem ein Erlaß im .Journal offieiel" verösfentlicht ist, der alle früheren Erlasse aufhebt, die hie Blockade Deutschlands aufgerichtet haben. Der Rat wird heute die Frage der Aufhebung der Blockade Rußlands besprechen. Der Ersatz für die Kriegsgefangenen. Versailles, 11. Juli. In der heutigen ersten Besprechung mit der vorbereitenden W i e d e r g u t m a ch u n g s l o m in i s s i o n wurde von der Entente die Gestellung von Arbeitskrästen als die nächste uird wichtigste Aufgabe bezeichnet. Es wurde dabei aus- drücklich betont, daß die Freigabe der deuischen Kriegsgefangenen nicht von der Gestellung dieser Arbeiter abhängig gemacht werden solle. Im Anschluß an diese Erklärung wurde aber sehr nach- drücklich darauf aufmerksam gemacht, daß es die vornehmste Pflicht Deutschlands sei, bei den zur Zeit von den Gefangenen degor neuen Arbeiten eine Unterbrechung nicht eintreten zu lassei.. Cleuienceau über den Bertrag. Versailles, 12, Juli. Vor der Friedenskommission der Kammer erklärt« C emenceaii gestern, der Friedensvertrag fei auf dem Grundsatz aufgebaut, der Gerechtigkeit Genugtuung zu verschaffen, in deren Namen der ausgezwungenc Krieg geführt worden sei. Der Grundg danke des Vertrages sei, den Weltfrieden durch Vor- cinigung der vier alliierten und assoziierten Großmächte ausrecht- zucrhalten. Um diesen großen Gedanken durchzukühren, hätten Oprer gebracht werden müssen. Ter Vertrag müsse als ge- s ch I o s s e n« S Ganze betrachtet werden. Er gebe Franke ich eine Macht, aus der es Nutzen ziehen könne, wenn�cs seine wirtschastlichen Anstrengungen aus der Höh: erhalte, aus die es seine Tapferkeit gebracht habe. Frankreich müsse an dem Völkerbund fcstbalteti, aber versuchen, ihm im Sinne des Zusatz- antrage? Leon Bourgeois' zu vervolllonrmncn. Auf eine Anfrag: Ba.thous erklärte Clemenceau, c? fei charakteristisch für den Ver- trag und müsse wie eine Befriedigung der Moral angesehen'ver- den, daß die für den Krieg verantwortlichen Per- sönlichkeiten angeklagt und abgeurteilt wür- de n; das sei ein- Strafe und Mahnung zugleich. Die Ent- inte werde davon nicht abgehen. Aushebung ber wirtschaftlichen Abtommsn mit Holland. Amsterdams 12. Juli. ..Algemeen Handelsblad" meldet, daß die Alliierten die Wirt- schädlichen Abkommen mit der niederländischen Regierung, mit dem niederländischen Ueöersectruft und mit der niederländischen AuSsuhrgcsellschast mit Wirkung vom heutigen Tage ab aufge- hoben haben. Aufhebung einer Zensurmatznahme. Stockholm, 12. Juli. Laut Mitteilung an das schwedische Auswärtige Amt auS London ist die englische Zensur über die neutrale Post aufgehoben worden. EiA W'.esl de? amerikamschsn Ssziallsiev. Versailles. 12. Juli. „Humanits" veröffentlicht.eine vom nationalen Exekutiv« iomite« der amerikanischen sozialistischen Par- iei angenommene Entschließung. In ihr wird gegen den Friedensve.'trag protestiert, der auf der Grundlage der 14 Punkbe oerspr«h?n worden sei, den man aber auf der Grundlage gc- h«im«r Verträge abgeschlossen habe. Aus der Froedenstoiiserenz gingen fünf Großmächte hervor, die die Welt durch den Völker- bund beherrschen wollten. Trotz der Versprechungen, die der Präsident der Bereinigten Staaten dem deutschen Volke mehrere Male gegeben habe, daß ihm keine Strafe auser'egt werden solle, wenn cS seine militärischen Machthaber stürze, habe man shm einen Frieden angeboieu, der das deutsche Volk durch mehrere Generationen in Hörigkeit bringe. Di« unmenschliche Drohung der ehemaligen deutschen Militärauto- kratie, England und Frankreich auszuhungern, werde jetzt gegen das deutsche Voll gerichtet, wenn es sich weigere, sich zu Sklaven der Alliierten machen zu lassen. Die ErdroffelMg der ungmischen Mersgiewng durch die Eulenle. Wien, 12. Juli. Nach einer Blättermeldung auS Bukarest verlautet, daß G e- »cral Franchet von der Friedenskonferenz die wcitcstgehen- den Bollmachten zum Vorgehen gegen S v w j e t u n g a r n erhalte» habe. Franchet werde an die Viidapester Räteregierung eine letzte Mahnung richten mit der Aufsordcrung, sofort ab- zudankcn und einer vom Volte frcigcwähltcn Regierung Platz zii machen. Die Note werbe kurz befristet sein, und sollte ihr nicht entsprochen werden, würde die militärische Aktion gegen Ungarn sofort aufgenommen werden der Garde- Ksmifeie-JchWeu-Jivifioii. Wie>dic„P. P. N." tmttetöen, wivd demnächst die Gat'ds°KavaLeric-Schützcn-Dvvi!sion aaisgelöst. Sie soll in die ein.zc'lnen Nei chsteeh ii& rigrvdcn eiw�eglipdert und der Sstvib als'solcher ausgelöst werden. Seine Mii'Bieder treten in'den Briga'destab, in den Stäb des Korps Listtivitz oder in'den Stab des Reichsüvolinmmisteriums über. Zu dieser ossiziöseu Midteikin-g können wir ergänzend noch s Ästendes Hinstiilfiigen. Schon seit einiger Zeil bestand ein heftiger Konflikt Pvischen dein Korps Liitlwitz und der Gardo-jtrwallerie-Schiihon-Division, der schließlich zu dorn Entschlmß führte, die Division auszulösen resp. ihren Apfiarat in das Korps Lüttwitz emzirgliedern. Darausihm reichte der sattsam Waunte Huiipdimmn P a b st, Chof des Stabes der Gcrrde-Kuvallerie-'A-chützen Division, fernen Ab- fchiod ein. Dieser wurde ihm nicht frcwitligt, woraus Hauptmann Pabst einen dreimonatigen Urlaub nachsuchte, der ihm dann bewilligt wurde. Er versauimelte daraus die Ossi- ziere seines Stabes um sich und Witte ihnen mit, er gehe, weil er die jetzige Palitilk nicht mehr mitmachen könne. Er müsse es natürlich seinen Offizieren anheimstellen, ob sie sich seinem Schritt anschließen wollen öder nicht. Die meisten Offiziere haben es zunächst a'bgelchut, sich in das Korps Lüttwitz übernähmen zu lassen, und haben öbenfalls einen dreimonatigen Urlaub erhallten- Genems Ludendorsf war vorher lebhaft bemüht'geivesen, den Konflikt beizulegen und für die restlose Uebersührung der Garde-Kavalieric-iSchützen-Division in das Korps Lüttwitz zu sorgen. Wie wir hören, soll die Auslösung der Division am 20. d. M. erfolgen. De? Vechse» Im Relchswlrlschaftsamk. Herrn Wissel l ist nun doch nichts anderes. übrig geblieben, als von seinem Posten zurückzutreten. Als die Notwendigkeit seines Rücktritts feststand, da ließ die Regierung erklären, daß ein Mann an ieine Stelle treten würde, von dem man wahre Wunderdinge zu erwarten berechtigt fei. Wer ist dieser Mann? Herr Robert Schmidt, der Leiter des Reichsernährungsamts. dessen Leitung er kommissarisch weiter behalten soll. Nach den bisherigen Leistungen Robert Schmidts ist nicht zu emwrten, daß- er als Neichswirtsckxutsmiuister besondere sfähigkeiten entwickeln werde. Er kann Wohl mit bureankratischem Fleiß die vorliegenden Ausgaben erledigen. a'ber für die Verwirklichung der dringendsten sozialistischen Forderungen ist gerade er eine der' ungeeignetsten Persönlichkeiten. Die amtliche Meldung. Der Reichswirtschaflsminister Wissel! und der Unter» staatssckretär im Rcickiswirtschaftsininistcrium von Moelle». dorfs haben heute ihr Abschiedsgesuch eingereicht; ebenso Herr Bankier Andrea n, der dem Ministerium in Handels- und Finanzfragen ehrenamtlich zur Seite gestanden hat. Eiseubchiisrsftelk In yortugal. Badajoz, Iii Juli.(Reuter.) Die Lage in Portugal verschlimmert sich be- ständig. Der Eisenbahnverkehr liegt vollständig still. Schienen sind aus den Schwellen gehoben, Tunnels verbarrikadiert. Sie Grundrechte des Zenkrnms. Das Kabinett Bauer, das eben in diesen Tagen cmß eine dreiwöchige glorreiche Wirksamkeit zurückschauen kann, schliddert aus einer Krisis in die andere. Es ist genötigt« die beabsichtigte programmatische Erklärung vor beo Nationalversammlung immer wieder hinauszuschieben, weil fortgesetzt neue Differenzen ausbrechen und seine Situation sich von Tag zu Tag verschiebt. Der Riß, öen Herr Wissel! mit seiner Planwirtschaft verursacht hat. ist noch nicht zu« gestopft, und schon hat sich eine neue Schwierigkeit erhobev, die dem Bestand der Negierung verhängnisvoll werden kannö Es handelt sich um die Grundrechte in der! Verfassung. Das Zentrum legt größten Wert auf die alsbaldige Durchberatung dieser Grundrechte, die Sozial- demokratie hat es nicht so eilig und mißt der Anfnahni« eines besonderen Katalogs von verfassungsmäßig garantier- ton Rechten der deutschen Staatsbürger überhaupt kein« große Bedeutung bei. I Das Thema, über das hier gestritten wird, ist unter! staatsrechtlichem Gesichtspunkt nicht uninteressant. Von den Vereinigten Staaten von Amerika her ist über das Frankreich der Revolution die Idee der unveräußerlichen und>u>- antastbaren Grundrechte in die im 10. Jahrhundert geschasse- neu europäischen Verfassungen übergegangen. Di- wichtigste und bemerkenswerteste Ausnahme bildete das Deutsche Reich des Fürsten Bismarck, und diesem Beisp'el folgend verzichtete auch oer Entwurf der. republikanischen Neglenrng darauf, bestimmte Ansprüche von Einzelpersonen oder Ge- meinschaftcn durch eine feierliche Erklärung besonders hervorzuheben. Erst die Vermssungskommission der Natignalversamm- lung ist zu dem alten Brauch zurückgekehrt, aber, wie man auch zu dem Prinzip als solchem stehen mag, so ist das, ivas sie zurcchtgebraut hat, in mehr als einer Beziehung' höchst unvollkommen. Um möglichst vielen Wünschen zu genügen,, hat man in die Grundrechte die verschiedensten Dinge hineingepackt, und wo die Meinungen der einzelnen Parteien einander gegenüber standen, half man sich mit unklaren und unwahrhaftPen Phrasen. Heber den Gegenstand wird sich noch mancherlei sagen! lassen. Jetzt aber muß zunächst einmal festgestellt werden, daß der Konflikt, der de? Regierung Kopfzerbrechen ver- ursacht, mit dein Prinzip als solchem OichtZ zu tun hat. Das Zentrum begeistert sich für die Grundrechte nicht aus irgendwelchen allgemein verfassungsrechtlichen Erwägungen heraus und noch weniger aus Begeisterung für Menschen- und Bürgerfreiheit, sondern nur, weil es durch sie die Er- füllung seiner Kirchen- und s ch u l p o l i t i s ch e a Forderungen sichergestellt sehen will. Es geht ihm vor allem um die Natifizierung seines mit den Mehrheitssozialisten in der Regierung abgeschlosieuen Kompromisses, nach dem auf dem Gebiete der Nolksschule die im Augenblick der Verkündigung der neuen Äerfassnspi bestehenden Verhältnisse nicht geändert werden sollen. Dys bebrütet, daß das Reich an dem System der Konsessions- schule nicht rüttelt, sondern nach wie vor die Einzelstaatei« den Charakter der Schule zu bestimmen haben. Nach allem Anschein macht sich in den Reihen der Rechts- � sozialisten gegen diese Vereinbarung, die allem, was die' Sozialdemokratie vor dem Kriege angestrebt und verirrten hat, schnurstracks zuwider läuft, denn doch einige Opposition geltend, und die Unzufriedenen möchten am lichsten den ganzen Grundrechtc-Katalog als überflüssigen Ballast be- handeln, um auf diese Weise die Partei vor einer verhäng- nisvollen Festlegung in der wichtigen Kulturfrage zu be- wahren._. Ilber die Siche ist leider nicht so einfach. Die Klerikalen bestehen auf ihrem Schein. Sie erklären, es gehe für sie nicht sowohl um eine Rechts- als um eine Ge- w i s s e n s f r a g e. Sie droben ganz offen mit dem Bruch. Und was soll geschehen, wenn diese Drohung wahrgemacht wird? Jetzt stellt sich die g a n z e e r b ä r m l i ch e S ch w ä ch e der Sozialdemokratie in der Koalitions- r e g! e r u n g klar heraus. Sie muß in den wichtigsten und! grundsätzlichsten Fragen auf die Durchführung ihres Pro- gramms verzichten, wenn sie nicht auf das tote Gleis gerater« will..In der Stunde, in der ssi sich mit bürgerlichen Par- teien zur Regierung zusammentat, hat sie sich selbst abgegeben. Ihre Gesellschafter wurden ganz naturgemäß ihre Herren. Sie war. selbst wenn sie über den besten WÄep verfügt hätte— über einen viel besseren als sie tatsächlich besaß— nickst mehr in der Lage, die Errungenschaften, hez Revolution zu sichern oder auszubauen. Zuerst ließ sich dieser Zusammenbruch freilich noÄ einigermaßen verdecken. Mit dem Geknatter der Maschinen� gewehre und dem Krachen der Handgranaten wurde das« Volk betäubt und seine Aufmerksamkeit einigermaßen voHi der inneren Unfähigkeit der regierenden Sozi aidem ctotlia g>SÄ«M. STitcEj der Umsiarib, daß man mit Ävei in ifircn nmöflTTfdxiuunflen untereinander schr verschiedenen Par> l�e-n«emeinsame Sache machte, verschleierte die Situation. Solana« die Scheidemänner ie nach Bedarf mit den Demo- traten die Klerikalen und mit den Klerikalen die Demo- traten majorisieren konnten, ließ sich fortwursteln. Das Ausscheiden der Demokraten aber hat dies« Kunststücke mrnwrflich n macht: Alle Hüllen sind gefallen, das Vild tritt in deutlichen Ilmrissen hervor. Es Äcint, daß die Sozialdemokratie nur choch von der Gnade des Zentrums lebt. Wir sind«lücklich tvieder dort anManat, wo wir vor der Revolution so oft �chon standen: Zentrum ist Trumps! ' Nach den Wünschen des Zentrums wird die Volks- vildung geroaelt. Die Finanzen werden nach den Rezepten des Herrn Erzberaer— unter so rafält taste r Schon una der Kirchen und Klöster natürlich— behandelt. In den Wirt- schastsfra«en spricht das Zentrum das entscheidende Wort. tuid dem Kapitalismus kann man aenau so viel Haare aus dem Pelz rupfen, als dem Zentrum zwecknmßia erscheint. Das sozialistische Proletariat hat eine Revolution ae macht, und der Erfolü ist die Herrschaft der ie nach den Umständen ldemokrattsch oder aristokratisch, repichltkanisch oder mon- jvrchistisch Verkleideton Klerikalen. ' Aber, so wird vielleicht eingewendet werden, es aiht Tür dk Mehcheitssozialisien immer noch die Möalicktkeit. sich wieder. mit den Demokraten zu einigen. Gewiß, die Herren von der bfiraerlicken Linken»verden an sich«ern bereit sein, auf die verlassenen lllli sievsessel zurückzukehren und noch einige andere aufec; in zu besetzen. Wer sie werden ihre Hilfe nicht kostenlos gewähren. Was Tür das Zcntnrni Schule und Kirche, das ist für die Demokraten die kapitalistische Wirtschast mit ihrem freien Spiet der Kräfte, imd wenn sie wirklich an die Stelle der Gefolg- schaft ErzbemerS treten sollten, würden sie ihre fsonde- irilngen entsprechend ihrer Unentbclwlickckcit erhöhen. Vom Sozialismus tvüde auch nickü ein küiminerlicher Rest mehr jbleiben. UJhve Nnentbichrlschkeit aber siele wm so meibr ins Ge- t, weil das anSgeschisfte Zentrum seillbsiverstärvdlich in die schärfste Opposition träte. Diese Partei hat zu oft den KsweiS ihrer Fähigkeit erbracht, sich von einem Tag auf den andern voWändig umzuorientieren, als daß der jgweisel berechtigt wäre, ob sie jetzt auch mit der Rechten vehen könnt«. Sie kann und sie wird. - Und da die Mehrheitler es nun einmal für ihre heilige Dsficht erachten, ntit dieser Natkonalversamnilung Parla- montan simrs zu spielen, und sich für den Opfermut, mit ldem sie in der Regierung verharren, erst vor wenigen Wochen von dem Parteitag haben Kränze winden lassen, jjurtd da diesem edlen Bestroben der Wunsch des Herrn Erz- berger entgegenkommt, die eigentliche Leitung der Republik Kn seinen zarten Händen zw behalten, so wirb es sicher auch xelingen,«ine Brücke über die Klarst zn schlagen, die sich Jetzt auf getan hat- Das Kompromiß wird ein wenig anders fftilisiert, in der Sache bleibt es, wie es gewesen ist. Die Grundrechte des Zentrums werden aus Kosten der Grnndrechte der Revolution ge- wahrt und so kann barm die Karre bis zuin nächsten plraben holpern. r W Zur ErmerdMg des stliuzSflschen Sergeanlen. ..\ Die Folgen der chauvinistischen Hetze. Die Ennordun« deS französischen Sergeanten Paul Wanheim ist trotz der..fieberliaftesten Ermittelungen" der Kriminalpolizei noch immer nicht aufgeklärt. Eni- liegen einem von W. T. B. verbreiteten offiziösen Bericht Wer das Vorkommnis, wonach allein die Franzosen die Schuld trügen, da sie ein Straßenmädchen mit dem Schimpfwort„Du altes Schweiul" traktiert und damit die Menge gereizt hätten, erklärt die französische Militärmission in Berlin nach eingehender Ver- «ehmung eines Kameraden des ermordeten Sergeanten. haß die Franzosen? u h i g ihres Weges gegangen wären und ohne jeden Grund von deutschen Sol- Paten beschimpft und tätlich angegriffen Worden seien. Mit dieser Darstellung der französischen Militärmission Iftmimt folgender uns zur Verfügung gestellte Bericht eines Augenz engen im wesentlichen vollkommen überein. sHier heißt es: Nm 11. Juli kurz nach Mitternacht kreuzte ich mit einem Be- kannten die Linden, Ecke Friedrichstratze. Vor uns gingen etwa hier oder fünf deutsche Soldaten, dem Range nach unge- Lähr Feldwebel und Offizier st«llvertreter. Einer von ihnen war stark betrunien; au? der Gruppe fielen die Wort« zu einem anderen:.Kamerad, Sie sind verhaftet und haben mitzukommen in den Foxtrott-Palast." Die Gruppe zog dann untergchackt die Friedrichltrahe in der Richtung Oranienburger Tor entlang. Durch Zufall blieben mein Begleiter und ich kurz vor oder hinter den Soldaten. Sie gingen?uf dem Trotioir Wintergartenfeite rechts am Strahendamm tlang. Aus dpr Richtung Oranienburger Tor. also entgegen setzt, kamen zwei französische, wie ich annabm, Offiziere. Sic hatten die Gruppe schon passiert, ohne ein Wort zu sprechen. Ich kann das ge- nau konstatieren, da ich in unmittelbarer Röhe ' var. Plötzlich schrie einer der deutschen Soldaten:„TaS sind die Hunde, die„Schweine" zu»»3 sagten und ucn uns als„Be- pegtc sprachen." Die französischen Offiz-ere waren etwa zehn Schritte entfernt, als sich einer der deutschen Soldaten trotz Zu» reden der Kameraden loSrisi, liinterlicr stürzte, laut brüllte„Tu Schwein" und auf den größere» der beiden Franzosen einschlug. Im Nu waren beide von einer Menschenmenge umgeben. Ich konnte nur den größeren der Franzosen verfolgen und sah, wie er sich loSriß, in die Mittelstraße fortstürzte und in einem Hotel Schutz suchte. Ich versuchte durch Zureden belasten Soldaten zu beruhigen, erreichte aber damit, daß ein anderer Soldat in un- verschämtem Ton mich zur Rede stellte. Der oben näher be- zeichnete Soldat stürzte wieder dem Franzosen nach. Jh der gleichen Absicht, ihn zu beruhigen, lief ich ihm nach. Ter schon erwähnte Kamerad schickte mir im schönsten Kasernenhoston ein Schimpfwort nach. Eine ganze Weile noch hielt der immer noch betrunkene Soldat aufreizende Reden vor dem Hotel, ii welchem einer der Franzosen, soweit ich feststellen konnte, Schutz gesucht hatte. Mein Versuch, den dcu'schen Soldaten feststellen zu lassen. �heiterte jedoch durch Inanspruchnahme der Schutzleute bei i Freihalten des HotclcingangS." Der betreffen i)e Nugenzonpe erffärt weiter, daß ein �Dfsizia ueUueamec.«ouicua ii u u fc««om Reg im e n t Oven,, wohnhaft in Berlin-W Wilmersdorf, Fasanenstr. 87, ich hervorragend an dem Uederfatt beteiligt habe. Diese Darstellung wurde von dem betreffenden Augen- zeugen auf der Polizei zu Protokoll gegeben, wo sie durch oincn Soldaten, der dm Vorfall gleichfalls beigewohnt hatte, ausdrücklich bestätigt würbe. Der geradezu tmß'lon6lid>c Vorgang hat mit vollem Rechte in her französischen MiNtärmission, die sich zur Zeit in Berlin aufhält, eineaußerordent- l ich erregte Stimmung hervorgerufen. Die Weiterungen, die er ziehen wird, sind vonläufig noch gar nicht ahzuschen. Es muß verlangt werden, baß die Movdtat mit her äußersten Energie aufgeklärt wird. Denn trotz der Eni- ' ch u t d i g u n.g, die Unterstaatssekretär von H a n i e l öom bisherigen spanischen Botschafter, der zur Zeit noch die französischen Interessen hier wahrnimmt, ausgesprochen Hot und trotz der 10 000 Mark Belohnung, die für die Auf- klärung des Falles ausgesetzt sind, scheint dem Ereignis nicht die gebührende Bedeutung beigemessen zu werden. So wunde dem obenerwähnten Augenzeugen, als er den Off iz ierstellv er t ret er Kunst als einen der BeteRgten an den Krawallen nannte, ist ihm auf der Polizei gesagt worden, er würde diesem Kunst am Montag gegenüber- gestellt werden. Ueberhaupt ist die Polizei bei einem derartig wichtigen Falle, nicht die richtige Behörde, um die erforderlichen Ver- nehmungen vorzunehmen. Es muß unbedingt oesordert werden, daß die S t a a t s a n w a l t s ch a f t ein Verfahren wegen Mordes zunächst gegen Unbekannt einleitet, und daß die sämtlichen Vernehmungen vor einem Richter erfolgen. Bei dem Tiefstand der alldeutschen Hetzprefse war es nichts anders zu erwarten gewesen, als daß diese die Tat zu beschönigen suchen würde. Ihre Kommentare übersteigen jedoch alle Erwartungen. Ohne auch nur ein Wort des Bedauerns über die Mordtat zu finden, entrüsten sie sich über die„Unverschämtheit" des Benehmens der Entente- soldaten in Berlin. Dabei ist das zurückhaltende Verhalten diefer Soldaten stadtbekannt. Sie aber, diese Hetzzeitungcn, sind es gerade, die durch ihren Blut- und Rachewahnsinn die niedersten Instinkte der Masse zu solchen Taten auf- reizen. Bekam es doch die„Deutsche Zeitung" am Freitag fertig, die Welt folgendermaßen einzuteilen:„Hier Deutsch- land— dort Gaunertum." Ein solches Blatt kann wirklich nicht mehr für voll angesehen werden. Die Cnlschuldigimg der Reichsregierung. Amtlich wird zu dem Vorfalle noch mitgeteilt: Das»8 Uhr-Abendblott" brachte am Sonnabend eine Notiz, wonach in der französischen M i l l t ä r k o m m i s s i o n in Berlin Erregung herrsche, well die deutsche Regierung von der Tötung eines srnnzösrfchen Soldaten in der Nacht vom Freitag zum Sonnavend kein« Notiz genommen habe. Ein französischer Major habe vergeblich im Kriegsministerium ver» sucht, den Neichswehrmruister, der in Berlin sei, zu treffen. An amtlicher Stelle wird e» für undenkbar gehalten, daß ein Mitglied der französischen Militärlommisiion sich so geäußert haben kann. Da die französische Militärlommission mit keinem RcichSministerium bisher Beziehungen ausgenommen hat, ist das geschehen, was nach internationalem Brauch üblich ist. Der Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt, Herr von Hantel, hat am Sonnabcndvormittag um'A9 Uhr beim spanischen Botschafter, der zur Zeit noch immer die französischen Interessen in Berlin wahrnimmt, einen Besuch abgestattet und dem Bedauern über das Vorkommnis Ausdruck g e- geben. Wenn ein französischer Major im KriegZministerium nach dem Reichswehrminislcr gefragt hätte, würde er dort er» fahren haben, daß der Minister nie im KriegZminisicrium seinen Sitz gehabt hat, sondern in der Bendlcrstraße leicht zu erreichen war. Es ist im übrigen sclbswcrständlich, daß von den deutschen amtlichen Stellen alles getan werden wird, was erforderlich ist, um den Sachverhalt nach jeder Richtung hin klarzustellen und den Mörder der verdienten Strafe zuzuführen. Hoffentlich wind diesen Ermittcklnngen ein besserer Er» fokg boschioden sein, als den Aufklärungen bei der Ermordung beutscher Revotutionäre. die FMenchpie. Im„Berliner Tageblatt" äußert sich Graf Brock- d o r f f- R a n tza u, der Führer der deutschen Friedens- dÄegation in Versailles, in sehr bemerkenswerter Weise über die Taktik der deutschen Regierung in der Friebcnsfrage. Er erklärt kategorisch: »ES entsprach keineswegs meinen Absichten, und ich habe mich wiederholt amtlich wie auß.'ramtlich dagegen ar»Sgesprochen, daß man in Berlin sofort das.Unannehmbar" erklärte, und die Alternative„linterzeichnen oder Nichtunterzeichnen" stellte. Die ganze Arbeit der Delegation war darauf gerichtet, den Entwurf erst z� verb rn und dann zu unterzeichnen." Mit dicien Feststellungen deckt der bisherige Reichs- minister des Arußern nachträglich den wundesten Punkt in der Behandlung der FriedenSsrag? durch die Regierung auf. Bekanntlich hatte sich S ch e! d e m a n n, im Einvernehmen mit dem Kabinett und den Führern der Mehrhcitsparteien, sofort noch Bekanntgabe der Friedensbedingungxn für das „U n a n n e b m b a r" festgelegt und dies, obmohl, wie Graf Brockdorsf-Routzau jetzt feststellt, diese sich wiederholt amt- sich und außeramtlich gegen eine solche Stellungnahme aus- gesprochen hatte. Gras Brockdorsf-Rantzau ist der Oesfcnt- sichkeit die An ttvort schnsdig geblieben, wie er die seinen A'?- schauungen widersprechende Stellungnahme der Regierung mit seinem Verbleiben im Kabinett und an der Spitze der Firedensdelegation in Einklang zu bringen vermochte. Statt ans diesen äußerst interessanten Punkt einzugehen, sticht er die Schuld für den Mißerfolg der deutschen Frie- Sensunterhändler in erster Linie denen zuzuweisen, die für die Annahme der Friedensbedingungen eintraten. Ich stelle erneut fest und babe mein« guten Gründe dafür, daß Anfang Juni dies« Politik der Delegation Aussicht auf vollen Erfolg hatte, und daß eine sorgfältigere, einheitlich« Behand- lung der deutschen öffentlichen Meinung und ein« festere Haltung des deutscken Volkes den Erfolg gesichert haben würden. Als der Umschwung d«r deutschen Stimmung vom„Unannehmbar" zum„Unterzeichnen in jeder Form" den Fenrden erkennbar wurde, war die Arbeit der Dele» gattog zur Unfruchtbarkeit verurteilt, und mir blieb nur übrig. dl« politische Folgerung daraus zu ziehe», Zu diesen Aeußerungen ist nur zu sagen, daß vre w* der Regierung und den Mehrheitsparleien inaugurier» Blilffpoiitik, die die Gefahr einer starken cfguvuüstiwr nationalistischen Welle, mehr aber nocki eine ungeheure Kw-' sirophe in unmittelbare Nähe rückte, für alle, denen es wutz sich um den Frieden zu tun war, das unbedingte Eintrete* für die Annahme der FriedenSbedingrmgen zur politisch*® Pflicht machte. Unsere Partei ist als einzige dieser Psi>®® gefolgt, ohne sich von dem Wutgeschrei und der Vecleuw' dungskampagne der anderen Parteien in ihrer Haltung v* irren zu lassen. Selbstverständlich trat sie vom ersten an dafür ein, daß es Pflicht der Delegation fei, wie E™ Brockdorss-Rantzau sich jetzt ausdrückt,„den Entwurf W zu verbessern und dann zu unterzeichnen". Sie>var f1®' aber keinen Augenblick darüber im Zweifel, daß diese Aus- gäbe ungeheuer erschwert, ja fast unmöglich gemacht wur« durch die selbstmörderische Bluffpotitik, die die RegierunS Scheideinann betrieb. Das lükell ii» si ozeß IPhrn. J Das Münchencr Stanbgrricht hat im Heckiverrotsprozeß 8#* Mühsam und Genossen folgende Urteile gefällt: Erich Mühsam wurde wegen vollendeten HollwrrratI 15 Jahren Festung verurteilt. Mildernde Umstände w»r»tb. zugebilligt, ehrenhafte Gesinn'ung bei ihm anerkaanl- Rechtsanwalt Dr. Wadlrr, der srllhcre Wohnungit»� missar, wurde hingegen zu acht Jahren ZuchthauS®�, urteilt, das Gericht erklärte, eine ehrliche®»( l n n« u 8' jl i h m nicht a'nerkcnncnzukönnen. Mildernde Umftäs®W wurden versagt. M Von den übrigen Angeklagten wurde der frühere?olk»br«ae tragtc für Innere», der GewerkschaktSsekretär Soldmann,®; Angekelagten Kandlbinder und Bsdeng« s r e l g r f f ch c n. Die übrigen drei Angekrlagten wurden dem»rdenlllch� j Gericht übergeben. Dieses ansgefprochene Tendenzurteit reiht � würdig den bisher: An Entscheibiingen der Miincfjcw; Stand- und Kriegsgerichte an. Es stellt die tairienifc*?; vergrößerte Revanche für die Tage der MinctzenM Räterogierung'dar. Geradezu eine Ungcklmi.ersichke.it M Memchen, welche für ihre Ueberzmigung das äußerste wagt haben, als gemeine Verbrecher zm beharkd� Solche Bluiurteile sind zu allem anderen eher geeiM als dazu,„Ruhe" und„Ordnung" wiederheiAirstellei». Ile OWece söh en sich be!eid!gf. 1 Die StaatSanwalsichaft des Landgericht» Leipzig A* gegen Dr. Geyer als verantworiüchen Schriftteiter der ziger VolkSzeilung" ein Verfahren wegen Beleidigung der Jchcn Offiziere eingeleitet. In der„Leipziger VolkSzeilung" � schien am 7. Mai eine Notiz über die Erschießung der Münchs® Geiseln mit der Schlußbcmerkung:„ES geht doch nicht» über Feigheit der deutschen Offiziere außer ihrer Verlogenh� Diese scheint noch etwa» größer zu sein." M Die Leipziger SiaatSanwalischaft bat also zwei Mve'T| Zeit gebraucht, bik sie die Klage angestrengt hat. Erst muli� Leipzig von den ZiegicrungSlruppen befetzt sein. M Jetzt fehlen nur noch die Klagen wegen MajeflätSbeleidigUiK z Wilhelm ist zwar verschwunden, aber warum sollen nicht oder NoSke den Schutz des MajestälöbeteidigungSparagrap� genießen? Verurke'lung Leipziger Slediverordneier. Leipzig. 12. ,1»% Heute wurde nach fünftägiger Verhandlung vom Landgel- Leipzig das Urteil gegen die beiden Leipziger Stadtvcrordnck Scheib und Krug gefällt. Bride hatten am 5. März 1) im Auftrage des Arbeiter» und Soldatenk�' während des Leipziger Generalstreik» vom Oberbürgcrmcwll Dr. Rothe die Auszahlung von etwa 400 000 Mark städiis�g Gelder erzwungen, um die Mittel zur Durchführung des® j{ zu erhalten. Beide Angeklagte wurden wegen gemeinw«' NötiHUiig zu je vier Monaten Gefängnis veruetk�j Wenns los"ehl. Unter dieser Ucbcrschrjst bringt der„Vorwärts" viare angeblich eine Zuschrft eines AvboiterS, in der behauptet ic'-J die Arbeiteräte der 11, S. P. D. versuchten die der S. P. D. zu zwingen. Baiträge für die Ardeiterräte®T5| 11..®. P. D. zu leisten. Weiter behaup et der„Vorwärts" aufff Frage seine» GewichesmanneS, wozu die Mittel verwondei mew? sollen, hätte der Odmann der 11. S. P. D. erklärt:.Da» wind verwendet, worn'i lv» geht!" Und weiter sei auf®?jji Haltungen erkläot morden:„Ja. wenrus losgeht, dann wollen �| MehrhoitSsozialiften auch wa? davon ertchoban, oder dann sie meinetwegsn verrecken l" DaS sei nach Ansicht de» Gorvädt- Mannes de»„Vorwärts" die neue U S. P.-A-rdefter-Sr>l'do:ä — Im Anschluß daran werden die Mitglieder der T. P. D.'!r fordert, diesem unverschämten Treiben der U. S. P. D.-Arde>><; rät« entschlossen emgegenzutretcn. denn die Zeil werde lo-niinC� in der jene schamlose Unduldsamkeil A nderSöenksttden oege«1'11 wieder ausgerottet worden wird.,, Diese ganze Not:z erweist sich als ein plumper Schw>® del.der zur Verhetzung der Arbeiter schaft beiteallv soll. Tatsächlich baben die Arbeiterräte der U. S. P. D. i � � Anhänger aufgefordert, zur Deckung der Perwaltungölosten'b. Geschäftsstelle, für Saalmiete und Propaganda kleine Beitel zu leisten. � Die Fraktion der II. S. P. D. zählt jetzt 62h Mitglieder. 620 000 Arbeiter vertreten. Taß dazu eine Geschäftsleiiung wendig ist. die auch finanziert werden muß. und daß nwiter pagandagelder erforderlich find, ist iVibstlvritärtMich. Die kl b ei terra tc der U. S. P. D. lehnen es aber ganz«''., schieden ab, auch nur einen Pfennig von M' gliedern der S. P. D. anzunehmen. Die Arbeltercsf die aus dem Boden der ll. S. P. D. sieben, baben biSber dir fto forderlichen Mittel mit Freuden aufgebracht, und werden ll* davon auch nicht durch eine solch verlogene Hetze abhalten Daß die gesammelicn Mittel nur im Interesse der Arlwite und der von der Fraktxrn der IL S. P. D. angestrebten 8lf� verwendet und wicht unnütz veiauZzprbt worden, beweisen. Fortschritte, die die Arbeitcrrä« der U.S. P.D. zu verzeich� habe»; auf die sie stolz sind, und die den Aergor der S. P.', Drahtzieher erregt haben, die trotz Aufwendung reicher zirller Mittel immer mehr ihre Anhängerschaft schwinden ieb' Die Arbeiterschast, soweit sie hi« Tätigkeit der Arbeiierräte U. S. P. D. billigt, wttd wach wre vor die erforderlichen zur Deckung der Skawait. mg# asten und zu einer regen «ufbrungon. Gerade �ieier boshaft« Anoriii da».VorniärtS». � 1 •wr nnjctfuHict) Ven Äcrger ctfcmicn Infjt, soll!? vsc Streitet» Bm Pii. w t¥ !"' ff "u, mit doppeltem Viifcr a-u i>.r Ausvriiigunq der i kon. Der Fraktion Svorswiid� S t a h l b e r g. Au'sotdermg. 10. ;?n Juli hat pitsunfl der Nationawerlommlun'a vou niich der Herr Preußische Krieasmin.iter ersucht, ihm„einen der sehr zahlreichen Fchtle namhaft zu mall>en", in denen Offiziere während des.Orieges ehr- > o s e H a n d! u n a e n beaan«ien haben. Ich will diesem Wunsche nachronimen und bitte alle Leier dieser Zeilen, wich dabei zu unterstützen. Tamit der Herr Krieasm in ister aeeissnete Grundlagen für die von ihm anaekiindiat? Untersuchung der Fälle erhalte, bitte ich, mir genaue Angaben zu Machen: 1. Welch? Offiziere(nach Namen. Dienstrarrg und Truvaeuteil zu bezeichnen) ehrlose.Handlungen be- gangen haben. Worin die Hanidl iM'gen bestanden dachen fPlünde- rungen, Benachteiligung von Untergebenen, besoirders harte und niedrige BeihanAung von Gefangenen und van Cinv'abnern besetzter Gbbiete udv.). 3. Welche Personen sgenau nach Namen. Trnphenteil Wir wollen von hier aus ein? Aktion einleiten. Die nötigen Voibcreituirgen sind beceils getroffen. Gefteia abend sind bereits die Kuriere mit ihren Instruktionen v-rsehen nach den verschiedenen Bezirken abgereist. Diese Bewegung darf keine Teilaktion werden. ES gilt jetzt den grohen Schlag zu führe». Wir werden von hier aus den Generalstreik offiziell im Namen des Deutsche» Eisen bahnerverbande» und des Zenlrairai» proklamieren. Es ist aber unbedingt nö.ig zur erfolgreichen Durchführung der Aktion, dag der Hanptvorftand in Berlin unschädlich gemach: wird. Die Berliner Kollegen müssen einen provisor. scheu Hauptvorstand bilden, der sich an die Spitze der Bewegung stellt." Dem Vorstand ist nicht bekannt, dag alle Mitglieder des IentralratZ hinter diesen Machenschosten stehen, in einer Ber- Handlung mit dem Zentralrar konnte darüber keine Klarheii geschaffen werden, aber es Hut sich auch keiner dagegen erklärt. Deshalb hat der Vorstand im Beisein der Bezirksleiter beschlossen. dem Aentralrat zu erklären, dag der Verbandsvorstand eS ablehnen müsse, mit dem Z e n t r a l r a t in seiner gegenwärtigen Zusammensetzung weiterhin geschäftlich zu verkehren oder ihm VerbandSgeldcr auZzuhöndigen. ES wurde ferner beschlossen. diese Erklärung zu veröffentlichen mit dem ausdrücklichen Hin- weis daran!, dag eS sich hierbei nicht um eine Mahnahme gegen den Rätegedanken und die Fnstrtl-tion de» ZentralrntS, sondern um eine notwendige Magnahnie im Interesse der Organisation �*y'an veuoi'ci,'M'NNU** uui�.-ei*■ vyi u»-> l j wobei es vorbehalten bleiben muh, noch weitere Gchrttt« � bezelchnen) die Borfolle bezeugen � einzelne Milglieder des Zentralrats einzuleite». Nur wuhrheiisgomäße und genaite Angaben sind von Weit. Ich bitte alle PgrteMätter. diese Aufforderung nach- zifd nicken. Weimar, den 12, I'iTt 1010. Dr. Oskar Cohn Mitglied der Nationalversaninilimg. yamlie der ka!?e!lre«e«. Im überfüllten Saale der Philharmonie begann gestern der erste Parieiiag der Deuischnationalen Volks- Partei. Die Stimmung der Versammelten war äusserst gehoben, glaubten sich doch alle Redner dein erstrebten Ziel, der Monarchie, wieder nahe. Die Sitzung wurde von dem Partei» Vorsitzenden Heigt mit e ner läng.ren Rede eröffnet. DaS ganze «Olk lechze nach einer Tat und die Deutschnat. Volks- tenei sej berufen, den Hawmer zu fichre». mit dem man die Türen der jetzigen Regierung eiirfchlagen müsse. Er gab bekannt, dass derVoorstand eine besondere Organisation gegründet habe, die, bis zu dem Zeilpnnki in den abzutretenden Gebieten arbeiten solle, an dem„von Gottes und von Rechts wegen" das Vec- lorenc wiedergenommen werde. Er griff dann in dunklen Redewendungen die Regierung an, weil sie in der Frie- densfrage die Stimmung de» Volkes nicht ausgenutzt und einen neuen Krieg begonnen habe. Da nicht zu hoffen sei(!), dass die Regierung im Sinne der Denischnat. Volkspartei arbeite ll>, müsse eine Aende. rung in dem RegierungSshstem herbeigeführt werden, und er bemerkte unter beifälligen Zwischenrufen, dass man dies schon hätte vor Wochen machen können, al» der Osten noch in Waffen starrte. Dem Volke fehlten mehrere Bismarcks. Die Partei hoffe, daß Hindenburg m Zukunft eine Führerrolle übernehmen werde und daß bald aut dem Schutte und der Asche der alten Monarch'? e i n neue» Kaiser lum hervorgehen werde. Ueber die Täliaseit der Fraktion in der Deutschen Rationalver- faii'mlnng berichtete die mehrfach von antisemitischen Zwische�- rufen unterbrochen« Abgeordnete B e h m. Der Abgeordnete von Kardorsf ging auf die Tätigkeit der Fraktion in der Prenß:- 'chen Landesversammlung und die schlechte Finanzlage erster Diskussionsredner trat Frevlag-Loring.� Rittmeister v. Maffow, der sofort die Truppen zu Hoven auf. der eine Hymne auf di« monarchische SlaatSform den Waffen rief. AI» sich daraufhin einige Zuschauer ent- anstimmte und den Parteien, die für Unterzeichnung deS Frieden? � scrnten, wurden sie von den Dragonern verfolgt, einer eingetreten sind, jede Ehre absprach. Diese Element� müßten p o n ihnen wurde mißhandelt und eingesperrt. in ruhiger Weis« Protest gegen die Miß- »se OvvositionSpolilil zur ivconarwi e�zuruareyre.' und Freiheitsberaubung ein, wurÄen aber von dem JewslklaZen köii'gsfteuec So�ufeti gsM RechlssoziMlen. Unser KönigSberger Parteiorgan, die.Freiheil", veröffcnt- icht eine Schilderung über unglaubliche terroristische Akte, die .>on Angehörigen des Dragoner-Regiments 10 an der N c ide n- b u r g e r Bevölkerung verübt worden find. Die Gegcurrvolution ist dort schon dazu übergegangen, ihre Gewalt Wien nicht nur an Unabhängigen oder Kommunisten, sondern auch an R e ck t S- sozialisten auezuüben. Die Ncidcnburger RechlSsozia- listen sehen sich von der Regierung und ihrem Parteigenossen Winnoft dem Nachfo'ger des Oberpräsidcnien von Batocki, schon derart verlassen, daß sie sich mit folgendem Schreiben an die un- abhängige.Freiheit" wenden: Neidenburg, den 2. Juli 1919. An die Schriftleilurig der.Freiheii" in Königsberg. Beiliegende Totberichte bitten wir dringend, sofort zu der- öffentlichen, und dafür gesl. sorgen zu wollen, daß die unhalt- baren Zustände sofort beseitigt werden. Wir haben bei keiner Behörde«sw. Schuv»nd sind der Willkür des reaknonSren Pöbels a..sgcsetzt. Helsen Sie uns! Soz, Demokr. Krcrsverein. F a u k, Vorsitzender. Wir entnehmen dem Bericht, der ein bezeichnende« Licht auf das Treiben der Gegenrevolulionärc wirft, folgendes: Als der Neidcnburgcr rechtssozialistische Verein wegen der dort äußerst stark betriebenen monarchistischen Propaganda ein Inserat über dak. Buch„Wilhelm der Letzte" veröffentlichte, wurden ! zwei seiner Mitglieder auf dem Nachhauseweg von einer Ber- sammlung auf offener Straße Übersailen und unter schweren Mißhandlungen in die Kaserne verschleppt. Die beiden Partoivorsitzenden, Stadtsekretär ; Fa u k und Photograph Nestlet, beguiben sich sofort dorthin, um Aufklärung zu erbitten. Nachdem ein zunächst allein anwesender ! Wachtmeister die Tatsache der Mißhandlung und Festnahm« der | beiden Genossen zugegeben hatte, erschien der Kommandeur barg ja einer Erklärung, in der er die Bürgerstlyafk(W1 unbesonnene Gegenmaßnahmen warnt und auf die zu erwartend« gerechte Aburteilung der Soldaten vertröstet. Wir fragrn. w«H dir Rrgicrung und Herr Wiiintz unternommen haben,«m ein« Fortlcyun» dieser ttzewolttätigleiten zu verhindern und die Be- strafung der Schuldigen trotz Landrat und Bürgermeister zu er- zwinge». Erkvelksrke Aulonomle für die Provinzen. Da» Staatsministerium hat in einer Sitzung vom 12. Juki beschlossen, einen Gesetzentwurf über die Einräumung«r< weiterter Selb stand ig keitsrechte an die Pro» vinziolverbände unverzüglich der Landesversammlung vor- zulegen, um vor deren Auseinandergehen noch seine Durchbcratung zu erreichen. In dem Gesetz wird den Prooinziallandtagcv das Recht der statutarischen Regelung gewisser Fragen der Schul- und Kommunalverfassung eingeräumt. Ferner sind die Provstiziallaudiage berechtigi. gewählten Per» treiern der Bevölkerung als Beiräten eine Beie-Iigung an den staatlichen Behörden innerhalb der Provinz zu ermöglichen. Schließlich ist nach dem Gesetzennourf der ProvinzialanSschuß vor Besetzung der Stellen der politischen Beamten innerhalb der Provinz zu hören Wir werden a»k die Bestimmungen die'.'? Ge'etzenlvirfes noch eingehender zu sprechen kommen. Das Reichsnofopier. R lie in Reichsvermögen umgewandrli werden. Er benutzte die alte Rittmeister zurückgewiesen. g i hn mit einem Dolch ay. Im Beisein des TruppenftihrerS gab er als Grund feines Angriffs an, Fauk habe das Inserat gegen den Kaiser erlassen und„die Truppen seien köniqStrrn." Der von den RechiSloziolisien gestellten Forderung auf Eni.» fernung dieser königStreuen Truppe oder Ber- Haftung des Mesferhcl den wurde nicht nachge- kommen. Fm Gegenteil, mehrere Dragoner rühmten sich rm Lokal mit Wissen aller SicherheilSorgan« und dcS LandratS, siewür» den den Sozialdemokraten doch noch daS Leben ausblasen, besonder? dem Stadtsekretär Fauk. Dieser erhielt auch kurz darauf zwei Drohbriefe, in denen er auf» gefordert wurde, binnen acht Tagen Neidenburg zu verlassen. Sein« Bitte um Schutz wurde von dem Obcrwachtmeister nicht berücksichtigt. Am 30. Juni erschienen der Dragoner Sch neidet und zwei ander« Soldaten bei dem Kaufmann Dzioch. warfen ihn zu ! Boden, mochten ihn mit Stockschlägen auf den Kopf halb befin» , nungSloS, mißhandelten ihn mit einer Reitpeitsche und einem ........... I Stuhl,.weil er mit Fauk befreundet sei". Als der eine Fauk mit Der auf dem Rätekongreß in Berlin am 24. April 1919 ge- fcxm Dolch angriff, wurde er von der sich ansammelnden vählte Zentralrat der Eisenbahner, bestehend auz � Volksmenge in feinem Vvrbaben gestört und er zog mit fei- *n Mitgliedern Hertel�Frankfurt a. M., Klütz-Hamburg. Bor. llSefc-hrten ab. Dzioch erhielt bei derGegenwehr Nann�vanzig, Mvnch-Elbcrfcld, Förster-PotSdam. Michaelis, ehr e re Dolckftickie und sonstige schwer« Ver- Münster. Mitd-Magdelnirg. wurde von drr Gene ratBfrwmmlimg mundungen. AI» er daraufhin bei dem Bürgermeister für �' sich und seinen Gehilfen einen Waffenschein beantragte, lehnte Behauptung, dass jede Vermögensabgabe im Augenblick nur der kntenle zugute komme. T r a u d sprach dann über d!« politische Lag« Er betonte. iass er stet» ein Gegner der Politik BethmannS gewesen sei. die «'cht verstanden hätte, schon früher Frieden mit Russland zu fchliessen. Er behauptete dann, durch den Zusammenbruch Deutsch- Bnd« würde der Friede dauernd bedroht sein. Nach einigen Reden über daS Deutschtum der Grenzgebiete kam ein« Resolution zur Annahmt, in der di« Annahme des KriedenSvertrogeS verworfen wird. Wir werden morgen»er die Fortsetzung der Tagung be- lichten. Konflikl im Eile«bah!mv?rbimh. Berlin. 12. Juki. Der Vorstand d«S Deutschen Eisenbahner- �«rbandes tri» mit: DaS W.T B. veröffentlicht einen Auszug an? dem Gesell- entwurs über die neue Vermögensabgabe, die RcichSnotopfer ge- nannt wird. Nach dem Siand vom 81. Dezember 1910 sollen abgegeben werden für di« ersten angefangenen oder vollen 50 000 Mark 10 Prozent, die sich bei 2 Millionen bis zu 00 Prozen/ steigern. Die Abgabepflicht soll sich auf alle Personen, Gesellschaften usw. beziehen, hie dauernd in Deuischland wohnen. Ausgenonr- men sind nur die Glicdltaaien, Gemeinden. Anstalten der reichs- gesetzlichen Unfall- usw. Versicherung, die auf Gegenseitigkeit ge» gründeten Stcrbckassen, Stiftungen, die ohne ErwerbSabsichten bestimmten wohltätigen Zwecken dienen, die Reichs dank und dt« Kirchen.> Das Vermögen von Ehegatten wird zusammengerechnet, auch sind für jedcS Kind 5000 M. abgabcfrei. Die Abgabe ist als Rcnle innerhalb 80, he! Grundstücken binnen 50 Jahren zuzüglich 6 Prozent Zinsen zu tilgen. Ntte Verhessemng kies Ulch'g. Im Volkswirts ckiaftSauSschuss der National- Versammlung wurde am Sonnabend nach langen Erörterungen über alle einschlägigen Fragen, namentlich auch über die Ver« besserungen des BroteS, vom ReichSminister Schmidt eine Milderung der scharfen AusmahlungSbestimmungen zugesagt. Wei» z e n soll von nun an nur zu 80 P r o z., Roggen zu 82 P r o z. auSgcmahlen werden, was eine wesentliche Verbesserung deS Mehle» und BroteS bedeute. Der vorgesehene Reichs- zuschuß von 100 M. die Tonne wird vorerst bis 1. Oktober' gewährt«erden. Wie die.Deutsche Allgemeine Zeitung" mitteilt, wird vom 1. Oktober ab ein« Erhöhung der Brotraiion erfolge». ' Di« geringere Ausmahlung des Getreides soll erfolgen, um für die Viehfütterung ein« größere Menge von Kleie zu gewinn«»- ES seien in Argentinien ferner große Getreidemeng«» ' ausgekauft, die bereits zum Teil auf dem Wasserwege uMernwgS ' sind. ver�rgvng mit Texlilsisffen. Im Kaibinett ist beschlossen worden, die stn Besitz d«S Reichs befindlichem Textjlrohstoffe und Fertig fad r'ikat« schleunigst auszuschütten und d-e Waren teils dem frei«* Handel juzu führen, teils die notlcideide Bevölkerung damit z« vorsorgon. DaS Reich wird die RoichS-TexliihA.-G. anweise«, für 300 Millionen Mark preiZiNievter Textslien für rückkeh» renke K'r i e g e r, M s n de r b e m i t t e l l c uisw. wou zu dm schaffe,». Dasseusli. stMd in ß&.'k'N. Spittal, 12. Juli.(Meldung de» Wiener KorrdureanSl) Die militärischen Waffcnstillstand«vcrl>andlungen sind bvz endet. Gemäß den Bestimmungen sollen die Südslawen am Montag um 5 Uhr nachmittag» Klagcnfurt räumen und» über die bekannte Demarkationslinie zurückgrhcn. Sodan* rücken die deutsch-österreichischen Sicherheitstruppen in Klagen« furt ein. Die»irtschafttichen Verhandlungen beginnen nach d«H Räumung. Deutschen Eisenbahnerverbande» in Jena anerkannt und be- »uftragt. im Einvernehmen mit dem VerbandSvorstand di« Ein- heitSorganisaiion und die Einführung der öe- trieb, rate zu propagieren. Die Kosten dieser Propaganda sollte die Haupttasse de» Verbandes tragen. I» AnSiubrung die!«» Beschlüsse, wurden dem Zentralrat bisher erheblich- Sum- wen au» der Hauptkasse de» Verbände» gezahlt. Außerdem i'Nd nungSlosigkeit ein, wobei si« dauernd Totschlag-� drohungen ausstießen. Auch hier wurden sie von dem durch' den Lärm aufmerkiam gewordenen. Publikum bei ihrer sauberen ...._____ ,,_T Beschäftigung gestört. Al» Fau?«den Uedersall hei seinem Dienst- nn Zentralrat nicht in einwandfreier Weis« über die V-rw-N" � vorgesetzten Bürgermeister Kuhn meldete, wollte dieser ing der Gelder unterrichtet worden. Zu welchen Zwecken aber; nicht einmal di« Schilderung de» Vorgangs anhören. Trotzdem e Gelder verwendet werden sollen und wie daS Zusammcnarbel-! gleichzeitig Polizeiverwalter ist, unternahm er nicht» zum n de» Zentralrat» mit dem Verbandsvorstand aussieht, ergibt| persönlichen Schutz de» Beamten und dcranlahtc auch nicht» gegen h au» einem Schreiben, da» der Obmann de« ZentralratS; � mörderische Eindringen in öffemlict� AmtSräum«. Er der» « 1. Juli 1919«u» Frankfurt a. M an ein andere« Mitglied wng'r vielmehr von Faul trotz einer vorgelegten ärztlichen Be- htete und in dem folgend« Sätze enthalten sind:| scheinigung. daß Faul eine Woche bettlägerig sein werde, Dienst. .Gestern, Montag nachm. 5 llhr. hatten wir eine große fortsctzungl Dragoner Schneider hat ferner am 22. Inn, im 'nnkiionärversammlung, in der ich' über den Berliner Beisein de» Rittmeister» von Massow di« 4. Kompagnie zum t re i k, sein« Ursachen und verlauf Bericht erstattete. Auw j HuW-ntt«nfgef-rdert und Unterschriften dafür geiammelt. gegen drrichtete ich über die Verhafidlungen. sowie über die � �> die Anordnungen der Regirrung einen neuen Krieg im Osten zu »ärmliche Haltung unsere, Z e n t r a l v o r st a n- s Natürlich blieb er auch nach dieser Tat anf freiem Fuß. *<#;, Da» Ergebnis der Verhandlung war der einst'mmlge� � Empörung der Bevölkerung gegen die Gewaltakt« der «-sth'u� sofort U d-i».»«ralltr«.:»eranstttzt da.«r«.-.«r».lt«,r«.t i.».td.«- Denksche Wralversstmmlnnst. 55. Sitzung vom Sonnabend, den 12 Juli 1910, 9X Uhr. Die Genehmigung zur Vernehmung de» Abg. Holl al» Zeuge in einer PrivatbeleidicmngSsacbe wird erteilt.— Genehmigung zur strafrechtlichen Veriolgung de» Abg. D Geyer- Dachsen lU. Soz.). S e g e r(U. Sog.). H- b e l sZentt.) ivegeti politischer Vergehen und der Abgg. Dr. B l u n ck(Dem.) untz Dr. Quessel(Soz.) in Privatklagesachen wegen Beleidigung wird vertagt. ff» folgen Wahlprüfungen.\ Der W>iblprüiungSaiis'chiiss beantragt, im JO. WahlkreiO (Oppeln) die Berufung de» 8. Bewerber» der Liste Ulitzka de# Abg. Kubetzke(Ientr.) für ungültig zu crllärcn und folgend* Entschließung aiizuilehmrni.AIS schrifilicbe Erklärung übe« die Verbindung von Wahlivorschlägen im Ginne des§ 12 der Be#< ordnung über d'e Wabl vom 30. Nm>emher 1918 gilt auch die tela« graphische Erklärung." Im Gegensatz zu dieser Auffassung de» Wahlausschusses hat nämlich der Wnblkommissar die auf telegraphilchem Weg««« folgte Listenverbindung Hörstng. Lichten st«i« (Soz. und U. Soz.) für unzulässig und damit für ungültig erklär� Nach kurzer Erörterung wird so beschlossen. Es fo'gt dt« Beratung über die Wahlen im 23. Wahlkrekst (Düsseldorf). Abg. Znbefl führt al» Berichterstatter au», daß Kommunist«!» du-rch tätliche t rg ritte au! die Wlihllokale und die Wähler dstii Aulübiing de» Wablrechi, für etwa 88 000 Wähler unmöglich gch macht haben. Defe hohe Zahl fei ge ignet. da» WahIeroebuiS erh blich zu beeinflussen. Der Ausschuß beantragt deShakb teil- weist Nachwahl, um Beweismaterial zu der McmdatdverlrftuyI. zu erhalten. Nach kurzer Debatte bczweifrkt Abg. Gröber(Z.) die Beschluß. fäbigstit de» Haufe». Präsiden, Fehrenbo» bätt e» lfm ilber-' flüssig, wegen der geringen Zahl der Abgeordneten die Betchlust». «Weit tetzuzteCeo. t* trch Vertagung cia. t AlpzXdtr Str. ECiSnlgslrajße MorltzplAlz Rosem#»aIcr Str. A-wiEiirraiEiMi o. M. B. E. 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Th",cr ,m liiüowoUti. iS Uhr: uw k.dig« F.prUo, I Sn tue von Neal und Weichand ClrateUot , C. Bainlitrti— E. Sorrsaer. Tüeater I. d M'WMerMSe \o Uhr: Der Häuptling. ■n der MarschaHbriicke. Giztsjiiel Lucia Hj'iich S Uhr: LUelott von der Plali. Egflinsr Thßßter � Uhr- Die lolle Koini«9. "üEÜtseStßs THenter Rssideitz-Tngatsr. Ui.tcrgrundb. Klosterstraüe Ausgang Stralauor Straße. 8 Uhr; Zum 177. Male: Schauspiel von Sudcrmann. Kegic: Alfred Hotter. frlflnofi-tnenter. EM. rriöirichalraCe. Zlr. 4027, 2351. 8 Uhr: Zum 303. Male: Der WZ W von Ilemiann Sudermann. Sonntag 4 Uhr: Joliannisfeuer. Allabendlich S Uhr Max PaltenbeiK in „Auch ich«var ein JOicIlox. (Schwankt KBOimersDiele AllabcnUlicli L Uhr: LoopoJüluc Konstantia in 5r.s Weib wad d©p Ifamsiefsnfttm. Mkier ßes Westens Allabendlich 7k UhrL MlaWcrheru.HausWaßniannin DSe Lessiag-Xhester Sommerspielzeit Leitung: Hans Sternbcrjc. flor-la jiei Gultlo Tüielscliar. 8 Uhr; Cb.arleys i ante. Deutsches Künstler-Tiieat. Rose I lieatcr 7� Uhr; O schöne Zelt, o selige Zeit. Gartenbohne: 5 Uhr: Konzert, Spezialitäten. 7l Uhr; Das sieht sich jeder an. Walhalla- Theater 7\ Uhr Dia fnu ht OtUttstiB tisfionDl-Thealcr 8 Uhr St4r,i:titr UcUlfc'l! 8 Uhr H Familie flnaemann Theater a. Kotihuscr Tor Allabendlich 7% Uhr: Elite-Sänger ehem. Mitgl. der S �tiinerSpiufer Seidel, Kusclli, Horst. Schubert, Rathke etc. Humor. Spiclpl. Soramcrprclsc I Blütharen-Konzert Allabendlich S Uhr: Max Adalbert in: Die Rutschbahn. Wintergarten täglich 7t Uhr Vurle�GrstEilsins Rauchen gcstalret. Beniner Proter Kast kiilen-Allee 7-9. TäKlfi cb 12 Variate-Ättrakticnen fa*" Bai 2. Tanzdiele Antmis: V5 Uhr, Ballscltmicders A Welssenseer yaöiö-Garlcn i Sommer- Theater! UnnbWnSKer tninlGemoMtlier VaDiverein des S. Kreises. Sonntag, den 13. Juli ISIS im Moabiter Schützenhaus, Plötzensee Grolles Volksfest bestehend in Konzert, Gesang, Turner-Uebungen und Kinderbelustigungen aller Art Kasseneröffnung 2 Uhr. Beginn des Konzerts'3 Uhr. Eintrittskarte 60 Pfennig. TANZ, Das Komitee. f Schweizer Gar@m \ Am Frledrichtthaln 29.i2 Direktion: Wilhelm He rmann Heute Sosmlajj, Dai große Spsiiailifilen- Programm mit der Operette „Am Brunnen vordem Tore" und„U.Licni eroB.n l.ici." Dienstag, cck 15. Jkü „Ueäern großen Teich". Mittwoch, den 16. Juli 1919, sowie jed. Miiwoch: Großes Rlntler- Freudenfest- BttorrttfläamL Dounovstagr, den 17. Jt&li 1919 1 Großes Juhllßams-Fesi steheus des Schweizer- Oarteas. Der Höhepunkt der Darbietungen mit dem Schlager: Berlin-Wien— Konsinntlnopel. Großes Eirülant- Feuerwerk. 3 Kapellen u a, von 3 Uhr ab; MIFtar-Konzert des R$g:mcots 30. früher II. Garde-Regiment zu Fuß unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Max(iref. Vorverkauf vormittags ab.— Zeitig Plätze sichern HOOOO�OOOOOOOOOOOOOOOOOCiOOOOOOOOOOOCCOOOOOOOOr? I Freie soz. JnZcnd. Crnppe FrcnHiarter Uorstctit 8 z Emladumg zum Gartenfest llir am Sonnabend, den IO. J.51 1019. abend« 7 im*!»« Bcllcvue, Ruuiiurl.bure, Hauptstraße. Fortuna-Lic&tspicie Möilerslr. 12. Der Ricseniilm aller Zeiten! Mitwirkende: Männcrgesangvereln Kreuzborger Harmonie M d. A.-S.-B,— Alfred O Beyerle, Rezitationen.— tmll Kühne. Rezitationen und Lieder zur Laute.— Ottomar- O S Duett.— 10. Mäuuerabtelluag des Turnvereins Fichte. Eintritt Mk. 1.- Anfang 7 Uhr. X Blllets sind noch zu haben an nachfolgenden Stellen: Bureaus der Wahlverehie yv(4. Kreis und Niederbarnim), Könlgsb�rger Str. ä7 und Neue Bahnhofstr. 31. Jugend- hclme Königsberger Str. 7 und Dossestr. 22, Lokal Neumann, Samaritersir. 12, Caiö & Bellcyue, Ruramcisburg, Hauptstr., und bei den hezirustührern- Julius Casar 7 Akte, ca. 7000 Mitwirkende. Ein Filmwerk von gewaltleer Größe. BOOOOOO�OOOOO�OOOOOOOO�B�OOOOOOOOOOOOOOO�OOOO�a Schloss Schönhausen Nlederschönhauscn'Paul Schönherr) i.indenstr. 11. Joden Sonntag und Domacraf ag ESalfl der Jugend. Die gute Musik. Der grosse Betrieb. Im Garten: VaricU-VoretolluAc. Vereine und Gesellschaften empfehle meinen Garten und Saal unter den kulantesten Bedingungen. Uailstrus! IG. g Priniliusr fronunaiii C-3. _ Di'.' Gerh. Dammniiu '#10]?, WlM-IillllMM Cü'osses Theater- Orchester; LrÖiinung der Gärteu: Wochentags 3h, Uhr Sonntags 2l, M Beginn des Konzerts: Wochentags 6 Uhr Sonntags 5„ Beginn dos YarRtös: Wochentags 7 Uhr Sonntags 6» über Ycrnilcfung der Gärten an Vereine wende I man sich an die Direktion. Säle frei für Vereine, Ve: c&wjaltutge«,(vcsellacbaitca Kellers Konzert- u. Festsäle Koppenstr. 29. Roppenstr. 29. OOOOOCOOOCOCCOCKXXX�OOC�XX>U! >il z Rechtspx �mn �'�'�M�spric von M. bü.-" L e rtcrlK*f. Ä w_ D von M. 55 an, lose von m. oo an, Q-Waf» �°fe l'e A «ilcWSK Daucrruäsche-Reparafurcn repariert, verkleinert und reinigt Leinenwäscha wird abwaschbar gemacht NEUKÖLLN. BERSSTRASSE läii. LAB Ed. •if-I Verlangen Sie gratis d. franko Broschüre„Ansrlcrknlffe" Angler-Zentrale. Freren I. 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Erheblich lang. .. hGquemt sich der ruhige Beschauer der Verwüstungen ��uber� den� Aufforderungen des ungeduldig näselnden nd Hinter mir, neben mir. vor mir, stehen junge Arbeiter, .. 1'� verhärmt aussehende Frauen, Männer mit finsteren w!' rn, die den Uniformrock des Krieges noch am Leibe 4 K®'n..Schutztruppenzug" kommt. Der Führer trägt rnd l"'i ��nzweige am Kragen. Sporenbeschwert. Stahlhelm und 2.5% chchnokel im Auge! DaI Ganze kanni 20 Jahre alt! .«, erneigt sich schneidig vor dem Polizeihelden, smarter .,5�?ruck— Arbeitsteilung! Wäre nur ein einzigesmal ."bemonokelte" Jüngling mit einer Aufforderung an '' 0 35„ �ruppg herangetreten— das Auge wäre verloren- ..?.«ewesen._ Die..Monokelpolitik" steht noch in üblem Ge- Dieses Auftreten, last dir sagen, lieber Junge, reizt «flwÖ a'g Handgranaten und Maschinengewehre. )j3 Konferenz der Tro�Berlmer Eemeindevertretcr der ,o.7Z Ll. S. P. D. Am D o n n e r s t a g. den 17. Juli, abends 7 Uhr. im ' ,(),5« er Rathaus, Stadtverordnetensitz ungssaal. � Tagesordnung: Stellungnahme zur Neuorganisation Grost-Berlins. Ref.: Gen. Leid., Diskussion. '(jr- 6- Wahl der Arbeiterausschüsse. 1';.-er Kcninnincrle Ausschuß der 11. S. P. 9 . l2.jj' I. A.: Dr. R o s e n f e l d. 22� Jugendweihe Herbst 1919. ß, Tei Verband sozialdemokratischer Wahlvercinc Grost- Merlins(U.S. P.D.) veranstaltet wie seither gemein schuft- KfW mit der Freireligiösen Gemeinde die diesjährige . Jugendweihe von Mitte bis Ende Sepie Mb er in der Fest- � Polle des Stadthauses. )0 Btöldnugen müssen nun umgehend erfolgen: Bureau Schicklerstr. 6/6, Hof II, GeriMtr. 71 I, König Ibcrger St raste 27, Stfl. I, Neukölln, Neckarstr. 3, ,,. Lichtenberg, Nene Bahnhofstr. 31. Vorbcreitungs-kurse finden bis auf weiteres statt: Weistenbnrger Straste 4n, Schulaula, Zeichen berger Straste 44/45. Weitere Lokale werden noch festgelegt. I. A.: H e r m a n n W e i I e. Objektivität des Richters. Dos höchste Gut, was neben dem Gerechtigkeitssinn dem jirt11- fachtet eigen sein soll, ist Objrklivität. Leider lassen�viele Nicki- lcwiUld f kr diese Charaktereigenschaft sehr vermissen. Ein Stratzenlnch» der einen Prözest führt und der infolge mistlicher Ver- jjvt WögeiiZverhältnisse da? Armenrecht beantragt und erhalten Hai, lUfili uns mit, dast der Vorsitzende Nichter im letzten Termin zu MglMM Anwalt des Beklagten sich äusterte:.Herr Justizrat, Sie 9'Müßten sich eigentlich schämen, für diesen Strastenbahner das ' punuts-eugnis zu beantragen. Diese Leute find ja jetzt ganz g-yC Mwstartige Leute, die verdienen ja heute ncchmal so viel wie ein \jO> Amtsrichter.' Als der Straßenbahner, der diese Aeusterung mit � c �s�vchoren mußte, den Richter darauf aufmerksam machte, dast er J&od) ni-emals feinen vollen 3JlonQt§loTjn cruSüe�Qti'It crljoltcn yKlßp'«, da er viel an Krankheiten zu leiden habe, erwiderte der [lilp�ODiitzenbe:„Sie sollten sich etwas schämen, fortwährend zu ince-Sb Ftfitcn.* Mit Recht fragt der Einsender:„Wie soll dieser Rich- mid nun ein unparteiisches Urteil fällen?» Auch wir sind der «Meinung, dast ein Richter die Pjlicht hat. alle nicht mit der Klage Zusam-menhang stehenden Dinge auster dem Spiel zu lassen mb nur objektiv den Inhalt der Klage zu prüfen und dann sein Arteii zu fällen. Nur dann kann ein Nichter Vertrauen zu leine, Rechtsprechung beanspruchen. Für die Eiuholisgemeiitde. .-».�'"�uerjahr ab.'... n-. Kommunale Arbcltcrräte! Donnerstag, den 17. Juli, nachmittags 2 Uhr, im Plenar- sitzungssaal, Herrenhaus, V o l l v e r s a m m l» n g. Tagesord- nung: Stellungnahme zum Gesetzentwurf des Stadtkreises Grost- Berlin und Fortsetzung der Tagesordnung von der lehtvi, Vollversammlung. Zwecks Kontrolle müssen die LcgitimationSkarten mit dem örtliche» ArbeiterratSstempcl verschen werden, ohwr d cse» kein Zulriit Vollzugtrat Grost-Verlin, Kvmmnualer Ans- schust. I. A.: Stich. Lange. Richtpreise für Vier. Die Preisprüfungsstelle Grost-Bcrlin gibt bekannt: Die Er- höhung der Brauereipreise, insbesondere aber die erheblich er- höhte» Lohnforderungen der GaüwirischaftSangestcllten, sowie die auch sonst gestiegenen Unkosten haben zwar eine Erhöhung der Ausschankpreise für Bier erforderlich gemacht. Es können aber auch unter Berücksichtigung dieser erhöhten Unkosten höchstens folgende Preise für in Grost-Berlin oder der Provinz Branden- bürg hergestelltes Bier als angemessen angesehen werden: 1. bei Gastwirtschaften ohne besondere Unkosten ü.CO M. für den halben Liter, 2. bei Gasiwirischasten mit höheren Unkosten O.ÜO M. für den halben Liter. 3. bei Kasfechäuscrn und Konzertlokalen 1,20 M. für de» halben Liter. Für auswärtige deutsche Biere. d. h. solche Bicre, deren Herkunstsort austerhalb der Provinz Brandenburg liegt, kann ein Zuschlag von höchstens 50 Prozent zu vorstehenden Preisen genommen werden. Wer vorstehende Richtpreise überschrcitet, wer insbesondere die für die höhere Klasse festgesetzten Preise nimmt, ohne daß dies sich nach der Art des Betriebes rechtferligt, setzt sich der Gefahr der Bestrafung ans Gru,ck> der Verordnung gegen Preistreiberei aus. Na.ürlich sind auch hier wieder die erhöhten Löhne für die Hinaufsckraubuwg der Preise Schuld. In Wirklichkeit steht die Lohnerhöhung i» keinem Verhältnis zu der Preiserhöhung. Darüber, dast die nichtstuenden Aktionäre ihre Dividenden in der alten Höhe einstecken, dagegen wendet sich die PreiSprüfungZstellc nicht. Wozu aber diese Stimmungsmache unter den Konsumenten gegen die Gastwirtsangesiellten? Frcipabe weiterer Abschnitte der Kvhlcnkarte. Vom Dienstag, den 15. Juli 1919 ab dürfen zur Entnahme... und Abgab? von Kohlen bis auf weiieres nur die folgenden Ab-' Mitgliedschaft in der U. S. P. D. ist nach ihren Auswetien«in- schnitte verwendet werden: Abschnitte 5-7 der Kochkarte, 5—10 ivandfrci. der 5-Zentn.-Oscnkarte, 5—8 der 10- bis SO-Zent.-Ofcnkarte. 1—10 Beim' Spielen ertrunken. Der Sohn Hans de? Angestellten der Kokskarte und 1—14 der Sonderkarte. Bevorzugt zu l-elicssern Gröier, Lüneburger Straste 4, ist am Spree seid beim sind die bereits früher freigegebenen Abschnitte 5—0 der Koch-! �piewn mit mehrcven Kindern ertrunkw. Ter Verlust trifft karte, 5—7 der 10- bis OO-Zentner-Csci, karte, 1—8 der Kskskarte j �n Vater doppelt, da Hans das einzige Kind war und der Vater und 1—12 der Sonderkarte. I vor zwei Jabren seine Frau verloren hat. Die Leiche ist von An? dem Auguste-Viktorio-Krankeiiliaiis in Meitze,, sre werden Klagen laut über verschiedene dort bestehende Miststände, Die In» sassrn der Tuberkuloscstation beschweren sich in erster Linie über die Behandlung durch die Stationsschwester, die sich außer bei der ärztlichen Visite angeblich den ganzen Tag nicht bei den Krauken sehen lnstl. Ferner wird Klage geführt über schlechte hhgicnisch« Zustände, die wir im einzelnen hier nicht ausführe» wollen. Trotz- dem der Arzt darauf hingeiviesen, sei Abhilfe noch nicht erfolgt. Dann wird auch über völlig ungenügende, teilweise verdorbene Kost geklagt, auch die Versorgung mit Wäsche und Seife soll sehr zu wünschen übrig lassen. Das Augustc-Vikioria-KrniikcnhauZ wird immer als Musterbetrieb des Roten Kreuzes hingestellt. Nach den uns gcschiilderten Zuständen zu urteilen, kann aber jede andere Bezeichnung, nur nicht die eines Musterbetriebes in Anwendung gebracht werden. Wir wollen hoffen, dast diese Veröffentlichung der Beschwerden dazu führt, das; die Miststände endlich beseitigt werden, so dast die Patienten in der Lage sind, uns rech! bald mit- teilen zu köiincn, daß sie nun wirklich in einem Musterbetrieb untergebracht sind. Neisegcpnckvcrsichcrung. Mit Bezug auf unsere Notiz in Nr. 321 vom 9. Juli wird uns vom N ichSvcrband der Privat» versick>erung geschrieben, daß die Versicherungsgesellschaften, die eine Vevsicberuwg des Reisegepäcks übernehmen, fast durchweg dem Arbeitgeberverband deutscher VersichcrungSrinternehmungen angehören und somit den zwischen diesem und den frcigewerk-, schaftiichen Aiigcstelltcnorgaiiisntioaen abgeschlossenen Reichstarif- vertrag anerkannt haben Es tr fft somit auf diese Gesell- schaften das zu, wa? in der Notiz von der dem Arbeitgeberverband deutscher VerlicherniioZunteruchinungen bisher übrigens nicht angehörenden Europäischen E�iter- und Ressegepäck-Versickzernngs« Aktien Gesellschaft gesagt worden ist, nämlich» dast die Argcstelb- ten eine auskömmliche und vor allen Dimwn geregelte Entlohnung erbaltcn; es ist nicht zutreffend, dass bei vielen dieser Firme» die Angestellten in erschreckend kläglicher Welse entlohnt werden. Es liegt somit kein Anlast für die organisierten Arbeiter und Angestellten vor, sich nur dieser einen Gesellschaft beim Ab- schlust von Rcisegepäckvcrsichcr, ingen zu bedienen. Im Linde der Freiheit. Zu die'er unserer Not'z im gestrigen Abendblatt möchten wir nachtragen, dast die zwei Felda rouen. die den Schriftsteller Hardt) Wurm einige Sinnden vor seiner ver« Haltung besuchten, mit diesen selbst nichts zu tun haben. Ihre i.._•<#/„.- l i'—w rvA-fj'f. c\Y.,._ ;; ta> Auf die Abschnitte 1— 4 der Kochkarte und sämtlicher Ofen« karten dürfen demnach vom 15. Juli 1919 Kohlen nicht mehr e„t- nommen werden. Mit Rücksicht auf die Unsicherheit die für die Wintermonaie zur Verfügung stehenden Kohlenzufuhrei, miist erneut auf die dringende Notwendigkeit, die nunmehr freigegebenen Kohlen- mengen soweit als möglich für die Hsizmouate einzusparen, hin- gewiesen werden. Meldepflicht vermietbarer Wvhnungen. Die An- und Abmeldebslicht von leerstehenden Wohnungen CArsikel 091 Ziffer 3 des WohrningSgesetzes) ist nunmehr entsprechend der Bundesratsverordnung vom 23. September 1916 über Maßnahmen gegen Wohnungsmangel CR, GBl. S 1143) durch Polizeivcrordnung vom 7. Juli auf Wohnungen aller,.• v Größenklassen und auf die Unlerveruueiung Von Wohnräumen- �gAn die�nichlachoulen. Fta ausgedehnt worden. 1- lose ') i # � a Gcmcindeveirtreter-Sitznng von Alt-Glienicke be- ebenfalls am Freita,, einstimmig, die Aufnahme in � �roß-Berliner Gemeinde nachzusuchen. Die verbesserte Fettralion. Sf»j>»»Mnrten Kleinhasidelsgeschästen statt, : r fl? a\:. cv-ufi. rV_ /r». ,-,1<:-.n v... V.'.' WUvWP ÜVI» �.. —: siC-T tzndet eine Fetwertcilung auf die Einsuhr-Zusatzkart« gegen V'btz'lÖ-'6 Abschnitte B 9 der Einfuhr-Zusatzkarte unter gleichzeitiger slegung der Speisefettkarte in den zum Speisefeltbezuge be- "'Mten Kie i 11 ha n de I e ge schäs ten statt.. Die Fettsb-lle Grost-Berlin ist durch umtangrcicbe Kau'« ,m -....... nächsten Wo# ##### ,,j dieser Weise erfolgt in der Woche vom 14. if Abschnitt Z 8 der Einfuhrzusatzlarte. bis 20. Juli lt S. P. D.-Arbeljerrüte. Der RednerkursuS der Arlwüer rn'c der U. 2. P. D. findet„ vcgen, Montag, den 14. Juli, 7 Uhr,«Stamm Käse. abends. In den Zcl'eii 23, stm! 1. Der Fraktirmsvorstaind. lllharlottenbl-rg. Am Dienstag, den 15,' �....... den Zelten 23 eine«Sihuiiig des Anbeiracht der Wichssgeil der Tagesordnung erwartet voll- zähliges Ericheinen I. 21.: G.«Stahl berg., ?!eue Zuckcrl>Schstprr!se. Der Preis für Zucker im Klein Handel darf nach einer Bekanntmachung nicht übersteigen: für Mehlis oder gemahlenen Kristallzucker 56 Pf, für gemahlene Raffinade, Würfelzucker. Brotzucker 58 Pf. für ein Pfund. Es dürfen hiernach höchsten? gefordert und gezahlt werden: Bei �Purtivuvoia vmri Ntz für 375 Ärsmm 45 Vf. der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. LebersmMMend??. Lebensmlti«!!n der Woche vom Ii. dls 20. Juli. Berlin. In der Woche v. 14.— 20. Juli darf Wot u. Wehl nur gegen Abschnitt mit dem D I! ch n> 0 r t„M c I r c i d e» o! gcgabon we.dcn. Auf Rcichsfleischbnrte ousländisches Gesrierschweinefleisch zum Preiss von 4,75 Marli|c Pfund. Als(Irfaft Nährmittel in doppelter Menge, also cmf jedrin Fleisch Iiartonabschiutt 50©tomin- Aus Z 8 250 Gramm ameribonische Spectimaren zum Preise von 2,0� M. Ale Ersatz für Kartosseln(52) 1� Psd. Brot u. 1 Pfd. Kartoffel» stärliemehl(53). Güliigbeit der Zlbschnitie 27a bis e u. der Abschniilo 28 a der Berliner Kartoffelkarte ist bis zum 20. Juli oerlbiigert. Diese Verlängerung erstreckt sich auch auf den Bezug der 5 Psund der Bossinet Bezugs karte. Aas übrige ,,_ den Einwohner mit Abschnitt U oder D für den Heringsbozug Angemeldete vom 15. ab auf Abschnitt H h % Klogramm Heringe zum Preis« von IM. K ä s c v e r l e! l u n g: Bis Montag in den Bezirken der 175., 218. und 242. Brotliommsssion � W W. Fleisch 250 Gramm ober Ersatz(29). Kckrtoffeln M aas» 500 Gramm(45) vom 10. bis 49. Hafernährmittel 500 Gramm(40) vom Reis 125 Gramm(48) vom 10. bis 19. Ameiclianssch«» einen, Pfundpreis von 50 Pf. für 375 Gram», 42 Pf., für 750 Gram 11, 84 Pf, für 1135 Gramm 120 Pf.„nd bei einem Pfundpreis von C8 Pf. füi 375 Gramm 41 Pf., für 750 Gramm 87 Pf., für 1125 Gramm 131 Pf. Ein Zuschlag für Verpackung darf nicht berechnet werden. Ein Stück Kuchen wurde der Redaktion heute zugesandt. Aber leider stammte er nicht von Kranzler oder dem Pilioria- Kaffee Unter den Linden, sondern an? der Volksspeischallc Moabit, Turmstraste 19. Was diese Anstalt dem Volke als Kuchen bietet, ist eine dunkle undefinierbaive Masse. Unser kritischer Blick glaubte nach großer Anstrengung Holzsügespäne und KoArübenmus als hauptsächlichsle Bcstnndteile des Gebäcks entdeckt zu haben. Getrieben von unserem Forschergeist nahmen wir unter großer Ucberwindung eine ganz klein« Kostprobe. In» dessen unser an manch starken Toback gewöhnter Proletenmngcn wußte mit d-esem Zeug nichts anzufangen und schob es unter starkem Druck wieder ab Und das will viel heiftcn.!— Das Gesundheitsamt sollte sich die Erzeugnisse dieser Volköspcisehalle einmal näher anstben. Kakao für 7 Mark daS Pfund, wäre der Bevölkerung!n großer Menge zugeführt worden, wenn nicht die zuständige Hamburger e&.a.--.- XI» iä iwi-xw!,»»»+ inirtviiiTt 10. bis 19. Maismehl 250 Gramm(49) vom 17. bis 26. tunfihoiufl 200 Gramm (63) vom 17. bis 26. Amerikanisches Echiveinesielschorzeugnl» auf (% 3) vom 14. bis 20. SJusl. Weizenm chl 250 Gramm(C 0) von Mittwoch 16. bis Dienstag 22. Für Iugeurliche: Reis 125 ffiiarnn, (59) vom 17. bis 20. Weizengcsses 125 Gramm(40) vom 17. bis 26. Hafernährmittet 125 Gramm(41) vom 17. bis 20 Räucherwaren, frisch« See- oder Fluhfisch«, Gau«, hohl und di« Restbsi änd« der gelrockneten Mohrrüben uird des gelrocknelen Weihkohls freihändig. Auf Abschnitt« 28 der Reichssleischkasse bis Dienstag für|« 25 Gramm Fletjchmarüen 60 Gramm©raupen. In den Kolonlalgefchäften. Wilmersdorf. 250 Gramm Auslandsfleifch oder Ersatz in Räbr- miiteln(29). 2 Psund Kartoffeln(20a— 20c) und zur Ergänzung(52) 750 Gramm Brot. 250 Gramm Kcirtoffelschciben(5:1)% Pfund gucket (69). Weiterverkauf von 250 Gramm Kunsthonig(35). 400 ffitarflrn Marmelade(27). 125 Gram», Reis(48). 500 Gramm Graupen(45). 300 Gramm©iilfenftüchtc(55). 250 Gramm Maisfabrtkat«(49). 125 Gramm amerikanische Cchweinefleisckiprodukle(Z 8). 123 Gramm amerikanische Gchiueincfleifchprofcukte(F). Für werdende Mlltleri 1 Dos- Malzextrakt(2,35 M.>. 1 Dose Preitzelbeeren(0,05 M.) Für stillend« Mütter: 1 Dose Preitzelbeeren(6,05 M.). Für Kranke: Eier End« der Wo6>«(29). Echöneberg. Bis 15. Juli Voranmeldung für X Pfund amerlk. Weizenmehl(D 10), 400 Gramm Marmelade(27). 025 Gcamm Rähr- mittel(40 u. 68). 125 Gramm Nährmittel(30). Ausgegeben weiden ohne Voranmeldung 250 Gramm Maismehl(50), 200 Gramm Hülsenfrüchte(5ö). Als Ersatz für fehlende Karlosfeln 750 Gramm Bröl(52), 500 Gramm Nährmittel(53), X Pfund amerik. Weizenmehl(C 9). 250 Gramm ausländ. Epcck(Z 8), 50 Gramm Schmalz (B 0). 650 Gramm Nährmittel(14 u. 45), 250 Gramm Nährmittel «Hi �jgÄSCÄrtÄ UmBS XSJTmlUSSrBS bie A tue t) nung?. I Lebkuchen in den Süftigkeitsgeschästen. Auch die Iiinggesellen organisieren sich. Am Dienstag ist j Neukölln. Fortsetzung des©raupenoerlinufs von 1050 Gramm. ein„Intarcssenverband deutscher Junggciellei," go rundet'wot-(48). 125©ramm R-ts. Ende der Wache Hafernährmittel und Ret» den. Mit dieser Neugründung ist in erster Linie die Srhaffung an Kinder und Jugendlich«(U 10, J 11 und K 12) der Einsuhrzusatz- Iunaaesellenhri mS, wofür ein Gruiü.sstü«n->iahrs 1'.>.5(Stamm N.'i» und 1 Püöickicn Puddingpulver, v-lzan der ISO Panlww. Vom Eonnabend ob als Ersatz für fehlende Kartoffeln Gramm Knrtosfelscheiben(Sl). ... 200 Kramm(E cd feit(40), lt,0 Tramm Teigwaren(43) � Tramm flühcftippen(33), je 2Ö0 Gramm amerik. W-izenmehl IL/" U. Ij 10). Nswkwes. Gries 250 Tramm(89), N-is 125 Gramm(48). ausländ. «eizenmehl L'oO Tramm(W L). Suppen 250 Tramm(13). Anmeldung Sloiitog und Dienstag. Aus Gm SrzMsaüWen. Llchtenbertz. Dlenskaq nochmlSa« 7 lkhr d» kaf» Bellen«, Hauptitr. 2, bfsentliche VerfammlrinH. Tagesordnung: t. Ilt tmftre Ernährung geftchsrt? Referent: Abg. Melirhof-Erfurt. S. Die Fest- stellungen der Untersu6iun>gsdonrmis)ion. Berichterft.: Sdaidw. Thurm. NioderschSnhausen. Märchenvorlefungen lm Freien oeran staltet j der Bildungsausschutz ostwöchentlich während der Ferren für die Schuljugend. Der hierfür gewonnene Rezitator, Herr Klein, wird: neben den Vorlesungen auch paffende Lieder zur Laute singen, so dotzi ! unseren Kindern«in outzergewöhnlicher Gcuutz geboten wird. Die! ' Parleigenossen werden ersucht, für zahlreiä>en Tesuch Sorge zu i tragen. Die erst« Vorlesung findet am Donnerstag, den 17. Juli. I nachmittags 3% Uhr, im Garten des Hanfes Linden str. 15, statt. Bei ungünstiger Witterung ist für Unterkunft gesorgt. Billcts A 20 Pfg. find zu haben in der Derkaufssteiis der Koufunigenofsenfchsst und in den mit Plakaten versehenen Teschäften. Geschlltz-vlefferel Spendan. Betrlebsv«rfanrmlür>r s» pünktlich: T« m p« l h o f: Restaurant Marten. D e r I i n« S üd« n 1. 21 b I.: ffiesro-urant Fetzsava, Säfte haben einmaligen freien Zutritt. jm Turnverein Fichte. Fortsetzung der Dir«inso»rsaminlnn4 i tag, 15. Juli, abends 8 Uhr, im Plenarsaal des HerrenhaUl«! ziger©tv*. 4, Fahrgelegenheit: Potsdamer Bahnhof, Unt«st>' Leipziger Platz. � Verantwortlich für die Nedadiion 7llfred 28 i* I« P P-(w V-rlas-g-nosieNjchaft..Freiheit-,«. S. m. b b. V-rlin. Lindendruckerei und Vertagsgeiestschttit m. d. H.. Sch>Ildeue�>' Einkoch-GIuser enr »/.» M ll 04 Pf. 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W IM As Ade des Ersolgre'che VerhmidlmZea. Das Ende des Äedmer Verkelirsstreiks. der das Bar> �iner Wirtschaftsleben stark beeintlächttj-rt bat, ist endlich in if barg Nabe aerückt. Vebbandlunaen, die aus Betreiben des Berliner Vollznasrats aim s�reitain im Direktions- IWbäude der Eroten Berliner Straf, cnbabn nnt Vertretern Streikenden unter Gin�uzielhunn von Vertretern des .ranApartarbeitcrvcrbandes stattfanden, haben eine Grund ' für die Verstänidivuna aesckxAffen. Die fast Dreiwöchentliche Verkehrs not, unter der be »nders die Arbeiter und Angestellten m leiden hatten fonnt« den Berlinern wabrlich erspart werden. Die Strer pnden haben vom ersten Taae des AnJstandes an erklärt su Verhau dt rrn aen bereit M sein. Wie Direktion der Groben �ürliner Strafzenbahn dagegen stellte sich auf den krassen derrenstanbpunkt, und das gesamte reaktionäre Bürgertum ßsaubte drrrch die Entfachnng einer b erspielt ose n Sehe geaen die Streikenden die Berliner Bevölkerung über die wahren Ursachen des Streiks und der Verkebrsnot irreführen und h: geschlossene Kcvnpffront der Arrsstöndigen brechen au pnnen. Rief doch die„Deutsche T'ageSwitunn" offen zum �varom goncn die Streikenden auf. Aber dieser wie auch �er famose Aufruf des Büigerrats an die Herren Streik- Brecher versagte seine Wirkung.� Die Känips enden blieben und das Gros der Berliner Bedülkernng Tief; sich Bvh aller durch den Streik verursachten Unbill nicht gegen w ihr Koalitionsreäü ausübenden Straßenbahner auf dehen. Der eingge Ausweg aus der 5lasami!ät konnte, wie wir neis betont haben, nur durch gegenseitige Verständigung �ider Parteien gefunden werden. Der Vergleichsvorschlag der Derhandlungskommission. den wir im gestrigen Abend- ibiatt mitteilten, ist von der gestern abgehaltenen Vertrauens- s Bichmerversammlung angenommen worden und soll den »Ausständigen zur Annahme empfohlen werden. Die end- '?üÜige Beschlußfassung über das Angebot wird indessen »ledenfalls erst am Montag getroffen werden. Heute finden fri' zur Information der Streikenden Versammlungen statt JJid danach soll über die eventuelle Aufnahme der Arbeit uurch geheime Abstimmnug wahrscheinlich am Montag entschieden werden. Geschlossen, wie die Verkehrsarbeiter w den Kampf getreten, wollen sie ihn beenden. Damit vttrste einer der bedeutungsvollen wirtschaftlichen Kämpfe l'im Abschluß kommen. Die streikenden Verkehrsarbeitcr üben jedenfalls ein rühmliches Zeichen fester Solidarität P» den Tag gelegt. krlrüusnLmü:me?vtrsammlMg des sireiWen VettelMMsoküls. Im TewerkschoftshmiS fand gestern vormüwy eine Wer- rauensniänuersitzung deS gesamten VcrkehrLpersonalS statt. scharfe Auseinandrrsehungen entstanden über die Leitung der ,-ersairniiluiig. Die Aentralstreikleitung mußte annahmen, daß Pf durch die eigenmächtige Haldung des HauptvorstandeS deS Aswusportarbeitcrverbandes van der Versammlungsleitung auS- kesckzattet werden sollte. CS wurde der BerniittlungSvorschlag ge- »Noch!. Pen Vorsitz der gestrigen Verhandlungskommission zu über- kst>gen. worauf die Zentralstreikleitung zurücktrat und dem pentralvorsitzenden Schumann den Vorsitz überließ. Strcitleiter Schütz gab einen Bericht über da? bereits ver. mentlichtc Ergebnis der Verhandlungen und empfahl die Annahme zi>es VerhandlungSergebnisses, unter Voraussetzung, daß auch eine Ein gung bei dar Hock)bahn zu- »-aride kommt. Hierauf ergriff Genosse Maltzahn vom Voll- DUgsrat das Wort, str ifte die Berbaudlimgen und empfahl eben- Püls im Interesse der Berliner Bevölkerung, sich mtt dem Resultat »er Verhandlungen zufrieden zn geben. Stegen die Machenschasten »es Vürgcrrats ging er sehr scharf ins Zeug. Das Verhalten »iS Zentralvörslandes des Transportarbeiter- erbandeS wurde dann von einer Reihe von Rednern scharf Uritjsiert. Mt Heiterkeit wird die Erklärung Schumanns »"lgeuommen, daß e-r sich fähig sichle, eine Gewerkschaft im Sinrie ■t modernen Entwicklung zu führen. Schließlich wurde folgender Ntrag einstimmig angenommen: Die Vcrtraucnsmännerverfammlung nimmt Kenntnis vom �rhandluiigScrgcbnis und beschlieht, dieses Ergelmis den am � Juli ftattsindendcn Versammlungen der Streikenden zu unter. leiten. Die Vertrauensleute erklären es als selbstverständliche �rauSsetzung für die Wiederaufnahme der Arbeit, baß eine Ler. Sndigung zwischen Veiriebsleitung und Angestellte« der Hochbahn �hir zustande kommt. „ Ein weiterer Beschluß spricht der bisherigen Zentral- "reikleitung das volle Vertrauen aus. Ein de- «nlrogtcs Mißtrauensvotum für die Verbandsleitung wurde �vcm rchuvranfi zur Abstimmung nicht zugelassen, ü"- C'r wurde einstimmig eine Resolution angenommen, du: den Bemühungen des Vollziq.'srateS zur Beilegung des Verkehrs- Malkes den Dank der Sireikenben ausdrückt und die Vevunglimp» R'gen des Vollzugsrats durch die Unternehmer mit Empörung �rückweist. Srbließlich wurde die bisherige Streikleitung zur Mw�iführung ihrer Funktion verpflichtet. � Knabe! berichtet über das VerhandlungSergebniS für die i raniliusan gestellten, wonach ein« monatliche Teuerungszulage Jahresende zugebilligt ist. Für die Zeit vom 1. April vis -' Eept. wirb dieselbe sofort in Gestalt von 400 Mark mrS» i äatjit, ging gestrige Abeiidversamorlung der Lhmnibusangestell- k" wollte schon Stellung zum Abbruch des Streike» nehmen. stchumann sprach jedoch gegen Einzelbcschlüsse. In diesem Sinne beschlossen, die endgültige Abstimmung durch die«lrel- "»eii selbst voraussichtlich am Montag vornehmen zu lassen. Am heutigen Sonntag vormittag 10 Uhr finden vier Streik- stKammlungen auf den Hoch, und Untergrundbahnhöfem Nord- eng. Bismarckstraße, Warschauer Brücke sowie im städtischen i> ststwnbahnhos Urbanstraße statt. Die Streikleituiig bittet in »eienchi der wichtigen Tagesordnnng.um den Besuch des samt- Verkehröpersonals. Legitimation ist mitzubringen. Di« �fiai'imlungen werde» aber nur den Sitnaliondbericht entgegen- vertchrssttells. Raten wie der im Verbandsbeschluß vorgesehene Vorschuß rück- zahlbar ist. In diesem Betrage sollen bisweilige Ergänzungen, die nach dem Vcrbandsbeschluß aus der im vorigen Monat be- zahlten WirtschastSbcihilfe hergeleitet werden können, enthalten sein. Die Regelung von Sonderfällen wird im einzelnen mit den Ausschüssen erfolgen. Der Schiedssprnch für die Onmibusangeftellten. DaS EnivsungSamt des Berliner Gewerbegerichts hat Sachen des Berliner Omrnibus-Angestcllten-AiisstandeS ,t a Sonnabenb unter dem Vorsitz des Magistratsrats von Schulz nach längeren V vhandlmigen, an denen teilnahmen: Direktor Karl-> Pernet und St. Pelke als Arbeitgcberi.ifiber. Tischler H. Maaß und Stadtverordneter Ad. Ritter als Arbeitnebmerbeisitzer,- so» wie Direktor Kauffmaun von der Smnibus-A.-G., folgenden Schiedsspruch gefällt: 1. Sämtliche beschäftigten Arbeiter, vis durch den ArbciterauSschuß deS Fahrpersonals vertreten sind,________ �........_ erhalten einen nicht pensionsfähigen Lohnzuschlag d o n; Beleiichhnm und Heizung, monatlich je 60 Mark bis Ende dieses Jahres. 2. Nach der Siraßenbahn vollen Wiederaufnahme der Arbeit erhalten vi« genannten Ar- j SÄubreparatu beiter sofort 400 Mark Hchahlt. Don diesem Betrage werden! Rücklage f. Nei für die Zeit bis zum 80. Juni d. I. 220 Mark als Nachzahlung i Rauchmaierial gewährt und 180 Mark vorschußweise für die Monate Juli,'.Körperpflege in am werben. Man-glanibt beim Lesen solcher„Vorschläge" irt bie Zeit Puttkamers ober der seligen Zuchthnusvorllagtl� zirrückverfebt z»l sein.« Zur BeanÄvortung ber ab'er, ob die stf o r d e- rungen der Berliner VerkehrsarbeiteÄ berechtigt sind, diene fMünid-e Geaenüiberstellung: Ein zil konmmnoTpo!, tischen Zwecken festgestelltes MonotsbuÄaet einer auS Mann, stfran und zsvet Kindern bestekhende« Familie in Elberfeld steht so aiuS: 1l2- Pfd. Karloffeln Brot'»»«..»»».»iH» Marmelade Butter. Speck Zucker Fleisch Fisch Kaffee-Ersatz Verschiedene Nährmittel: Erbsen, Graupen El e m u! e.«.,»,»>.».. � Gewürze, Seife, Wasch- und Putzlirittek, Nähzeug.. Miete(3 Zimmers 72 8 2 4 4.3 8 4 8 60 Wien. Die Strerklage bei der Hochbahn. »'t frchluß der VcrtrauenSmönnersitzung ging der Streik» 1 ich folgende Mitteilung zu: Im Zusammenbang mit dem l/' �"Wbeschluß erklärt die Hachbab,lgeseUsck>at4: Sie ist bereit, Lom �"tKstelllen zugleich mit der nächsten'GehaltS-»der Lodn- spusUrng et« Darlehen von 100 M. zu gewähren, daS tu tzleicben August, September a-usgezahlt. Von diesen 180 Mark sollen je 60 M. monatlich auf den Löhn als Rückzahlung in Anrechnung gebracht weiden. Der bisher gültige Tarifvertrag wird bis Ende Dezember 1919 verlängert. Die Parteien habe.n Vorbehalt- lich der Zusfimmung der Auftraggeber diese» Schiedsspruch angenommen. Der Betrieb soll heute früh wieder aufgenommen worden. Für die Monate QktöbLr bis Dezember d. I. erhalten die Angestellten je 60 Mark. Die Äufnahme des Verkehrs. Was die Aufnahme des Verkehrs der Straßenbahn selbst an- betrifft, so kann nicht damit gerechnet werden, daß so schnell der volle Betrieb durchgeführt werden kann. Die unerwartet lange Daner des Streiks ist für da? eingebettete und das rollende Material von großem Nachterl gewesen. Es müssen über 600 Kilometer Gleise vom eingepreßten Schmutze gereinigt wer» den, die zahlreichen Weichen sind zu säubern und zu regulieren und nicht zuletzt müssen nahezu 20 00 Straßenbahnlvagen miede r lpuffähig gemacht werden. Diese Arbeiten erfordern eine geraume Zeit zu ihrer Ausführung, so daß eS vorerst mir möglich sein wird, einen Teil ber Hauptlinien wieder dem öffentlichen Berkehr freizugeben. Die Hochbahngesellschaft telkt mit, daß auS ähnlichen Gründen ihr Betrieb erst 2-1 Stunden nach Wiederbeginn der Arbeit aufgenommen werden kann. Demnach dürfte kaum Vov Dienstag die PerkehrSnot völlig beseiligt sei». Ae tage der BerkehrsmMer. Selten noch ist ein Streik, den eine Arbeitergnippe zur Verbesserung ihrer wirtschaftlickjeu Lage geführt Hot, so on- gefeindet worden, wie der Berliner Verkehrsstreik. Mit den perfidesten Mitteln suchte die bürgerliche.Presse, ein- 'chließlich deS sich noch Arbeiterblatt nennenden„Vorlvärts", eine Pogromstinimung zu erzeugen. Vom„Vorwärts" bis zur„Deutscljen Tageszeitung" hüteten sich diese Blätter, ob- gleich eS für sie eine Kleinigkeit gewesen wäre, sich über die Lohnverhältnisse der Verkehrsarbeiter zu informieren, das Publikum über die wahren Beweggründe der Streilbewe- gung zu unterrichten. Die„De u t s che Tageszeitung" orderte daS Publikum auf, die Streikenden auf der Straße einfach niederzuknüppeln. Der reaktionäre Berliner Bürger- rat verlangt« von der Regierung, daß sie Streikbrecher- gardev aus den Reihen der Techniker und des Militärs ent- nehmen solle. Das sind alles Dinge, die die Arbeiterschaft zwar gewöhnt ist, die aber nichtsdestoweniger einfach bei- eite gelegt werden dürfen. Wo nun alle Reaktionäre auf dem Plan erschienen sind, da darf auch das Konkurrenzorgan des„Vorwärts", die „Deutsche Ailg-meine Zeitung", nicht fehlen. Mit ichrein„Vorschlag der allgemeinen Dienstpflicht für lebenswichtige Betriebe" beabsichtigt sie die Arbeiter dieser Betriebe rechtlos zu machen, sie der Willkür der Unter- nechmer preiszugeben. Indem sie von der Auffassung aus- geht, daß die Tätigkeit eines FahrerS oder Schaffners leicht erlernbar sei, meint sie. daß bei einem künftigen Streik die Schwierigkeiten dadurch behoben werden könnten, daß Laien an Stelle der Fachleute treten. Die Zeitung sagt dann weiter: Dieser Gedanke kst unseres ErochienS entwicklungsfähig. Hätten wir eine allgemeineDienstpslichtfürlebenS. wichtige Betrieb«— die Verkehrsmittel fällen zweifellos unter diese Kategorie—■, dann wäre eine Stillegung der Eisenbahnen und sonstigen Verkehrsmittel un»- möglich, weil sofort die für den betresfenden Dienst auSgebilde- ten Laien an Stelle der Fachleute treten konnten. Zürn mindesten wäre also für die Dauer der Verhandlungen mit den Streiken- den die notdürftige Nuftechterhaltuiig der betreffenden Betriebe gesichert. Die Nsenbahnewstreiks und der Berliner VerkchrSstreik haben gezeigt, daß die Streiks von den mehr oder weniger„ge- lernten" Arbeitern und unteren technischen Angestellten ausgehen und von den höheren Angestellten und Beamten verworfen werden. ES würde sich also in der Hauptsache darum handeln, Ersatz zu schaffen für Arbeiter und Angestellte, deren Täfig- kcit in verhälfifismäßig kurzer Zeit erlernbar ist. DaS wäre aber durch die hier erörterte allgemein« Dienstpflicht leicht zn erreichen. Wie bei der früheren Militärpflicht müßte jeder Deut- sche gezwungen sein, sich für eine soweit möglich seiner Zivilstellung verwandte Tätigkeit eines lebenswichtigen Betriebes — Verkehrsmittel, GaS-, Elektrizitätswerke usw.— ausbilden zu lassen. Wie hätten dann«ine.Ersatzreserve', die bei Streik! zur Not anStetlederStreiteudentretenkönnte und müßt«. Allein diese Tatsache würde aber die Gefahr der Streiks in iebenSwichligen Betrieben stark heralmiindern. wenn nickst ganz ausschalten, weil dem Eirctk von vorrchemo das Erfolg vor» sprechende Druckmittel fehlte." Die Aibeitersctxift toll Mo nach diesem Plan militon- siert. Streiks unter Strafe gestellt um, wnmöcüich attnachst 30,- 0,- Rechnen wrr mm Mc Berliner AuNgaiben für Miste. Steuern mstt). hinzu, so ergibt sich eine monatliche Gelsaimtst ausgahe von weit über 500 Mark. Hierbei ist noch zn beachten, baß bie obigen Rationen einen Ernährimgsznstaud 'darstellen, ben unsere Mediziner als Existenzminimnm be- zeichnen, und'der Verbranch von Schleichhandelsware dabei nicht verrechnet ist.- Dis gemaßrsgelten Eisenbahner rufen den Schlichümgs� auoschusz an., - Im GewerkschaftShause fand Scmncrhend Vormittag«irftf Versammlung der wegen des Streiks entlassenen Eisenbahner statt. Bezirksleiter Schulz vom Deutschen Eisenbahnerverhand gab der Entrüstung der Eisenbahner über die Maßregelunge» Ausdruck. Man sei in der Erwartung in die �Betriebe gegangen. daß niemand gemaßregelt werde, aber man sei bitter enttäuscht worden. Wer einen Tag später kam, wurde entlassen, sogar solche, die schon Stunden und sogar Tage wieder arbeiteten. Redner verlas ein Telegramm des Ersenbahndirektionspräsidenien Wulff, das folgenden Wortlaut hat und au die einzelnen Dienststellen erging: Vedieustete, die am Z. Juli dem Dienste ferngeblieben'. anSnahmSIoS weder wieder einstellen noch weiter beschäftilien» bevor Eisenbahadircktion Eiitschiilbigungszriliide geprüft bat. All« Gesuche mit Bericht nach hier weiterre'chcn. lCmlauW«. und vor Streikbegin» Erkrankte nusgenoinmen.. I. Derselbe EisenbahndirckttonSpräsident Wulff sagte bei einer! Besprechung, von einer Wiedereinstellung könne gar keine Rede! sein, er stütze sich auf den Ministcrerlaß.� Gesuche auf Wiederel einstellung sollten geprüft werden. Besonders rigoroS ist uiatt gegen die Lehrlinge vorgegangen, die man ebenfalls ganz einfach entließ und sie so der Straße überantwortete. Als ganz rigoros kennzeichnet sich das Vorgehen der Eisen*; bahnvettvaltung auch noch dadurch, daß den Ge maßregelten auch die E r w e r bs lose n u n t e r st ü tz u n g vorenthal*! ten wird. Schulz bezeichnete dies als eine politische, Dummheit des Ministers Oeser. Durch diese Maßnahuienj drücke man dem Streik erst den politischen Stempel auf. Schulz wandte sich weiter heftig gegen den„Vorwärts", der: feine Aeußerung über die Einstellung der LebenLmittelzufuhs d« m a-g o g i s ch ausgeschlachtet habe und j e d e st Denunziation ein williigcF Oh r keilje. Derj Redner sprach sich dahin auS, daß man nur auf rechtlicher Grund« tage vorgehen könne. Auf jeden Fall müsse den entlassenen Kovllegen die vierzehntägige Kündigungsfrist bezahlt werden,| In der Diskussion wurde mehrfach hervorgehoben, daß die Eisenbahner wieder aus den Betrieben gehen sollten, bis dt«: entlassenen Kollegen wieder eingestellt seien. Auch kam in best Diskussion zum Ausdruck, daß man die Gelegenheit benutztes die Kollegen, di« sich politisch betätigen, hinauszuwerfen. ganz gleich, ob was gegen sie vorlag oder nicht. Auch gegen die Verbandsleitung wurden Vorwürfe erhoben. Der Zentral* vorstand habe den Streik abgewürgt. Es wurde bann gemäß den Ausführungen Schulz' eine vicrgfiedrige 5w»r- Mission gewählt, die mit dem SchlichtuncjSauZschuß verhandelst soll. Folgende Resolution wurde einstimmig angeiiommen: Di« Zcntralvorstände der beteiligten Verbände werdest ersucht, mit aller Energie dafür etiizutreten, daß dt« Gemäß* «gelten wieder eingestellt werden. Wie man die Eisenbahner ködern will, zeigt folgendes Beispiel: In den Betrieben werden den Eisenbahnern billig« Levens mittel offeriert, und zwar: 1 Pfd. Schmalz unÜ 1 Pfd. Speck zusammen 10 M., 1 Pfd. Hirse oder Nudeln, 1 Pfd. Ackerbohnen oder grüne Erbsen. 1 Pfd. Backobst und ein Stück Handwaschseife zusammen 7 70 M., 1 Pfd. ausländisches Fleisch zu 4,00 M Hinzugefügt wird den Eisenbahnern, daß sie darüber Stillschweigen bewahren sollen, da sonst die übrige Bevölkerung denn ruh igt würde. Dies« Lebensmittel gelangen in Groß-Verlin, in Frankfurt a. Q. und Guben zur Ausgabe. So sehr den Eisenbahnern billige Lebensmittel zu gönnest sind, so muß doch auf die kleinliche Politik der Regiernim hingewiesen werden, die erst eine große Lohnbewegung brutal niederdrückt und dann hintenherum unter Ausschluß der Oefsent* lichkcit den Arbeitern Brosamen hinwirst. De? Schiedsspruch im Bankgewerbs adzelchpf. Wie der Allgemeine Verband der deutschen Vankbcamtcu mit- teilt, ist der gegen die Stimmen der Arbeitneh»icr-Belsitzcr am d- Juli im Reich s arbri ts ministeri u m gesällle SchiedSsruch i» sämtlichen Betriebsversammlungen der beteiligten Bankinstitnte mit seltener Einmütigkeit abgelehnt worden. Sämtliche Versamm* liingen Haiden ihre Angestellten- und Arbc i t erau s schü sj« be» auftragt, von den Bankleitungcn die sofortige Auszahlung einest Entschuldungssumme für die Zeit vom 1. April bis 1. Oktober in Höhe von 1000 M. für die Verheirateten und 1000 M. jut dtq Lcdigen zu verlangen. Der gleiche Beschluß ist nach einem Referat von Marx van der über 2000 Mitglieder stark«« Ortsgruppe Hamb» worden. 3ti, ver gleich« Nerfammlnng hak sich dl« j Hamburg dolkinholtlich«uf den Bode, hn im FaL Eiirrnio durch! die Berlin« Vertrauensleute im Herrenhaus gefaßten Nesolistioch! gestellt, _ '"'""" Kreis P MÄ»! KM,«Ä Mttli»! Dienstag, den RS. Juli er., abends 7 Uhr pünktlich: Veffevliiche 1 slls-VerBmMlMg in der �chnlaula, Mittcnwalder@t:. 34. 1. Vortrag desGen.Or. Loewenstein: Eichung in Schule und Haus. 2. Freie Aussprache. Erscheint in Massen! Jedermann hat Zutritt! Der Vorstand. Iculschcr MetilllMtittt-NkrbliO Jffr!ltui t ssrlleKrrii>rz!54,Liuicufir.83-8ö Grs>Iji>st«!»it vo» 9—4 j:r.n»CKl&3, 1830, 1987, 9714. Die Verwatiungsftelte Berlin des Deutschen Ma.i rr; iier�Verbandes hat beschlossen, die Stelle eines augesteilten Vczirksleitcrs für die A.E.G.» Betriebe neu zu besehen. Belvcrder müssen voll» 'o;;ncn mit den VerbandSgeschästen vertraut sein. Bora, sehung ist Kenntnis der Agitation in großen Betrieb n und eine fünfjährige Mitgliedschaft. AuS der ewerbun muß Alter, Beruf sowie die tnSherige Tätigkeit in der Arbeiterbewegung hervorgehen. Bewerbungen sind bis zum 13. Juli spätestens eil der Aufschrift„Bewerbung" an den Koklegen £ kar Rusch, Berlin N. 54, Linien jtraße 83/85, ein/-send i. Später einlaufende Bewerbungen Knnen nicht berücksichtigt werden. Achtung! Achtung! I ilinüt fe? Illilsü« MÄÄkittt- 'm Donnerstag, den 17. Zuli 1919 nidcu in den bekannten Lokalen die Kranchen- Konferenzen .t. In denselben wird das Material ab'die Urabstimmung ausgegeben. Ver- lenslente, welche keiner Branche zu» etcilt sind, oder aus einem anderen Grunde der Vranchenkonferenz nicht teilnehmen, halten.ihr Material im Verbandsbureau, irnmer 2, beim Kollegen Rudolf Bohrend. Es ist Ehrenpflicht der Vertrauensleute. sik ordnungsmäßige.Verteilung des Materials Dorge zu tragen. Tie Ortsverwaltnng. Z iftc-Bcrtanö derMhalleure Verwaltungsstelle Berlin. t-rMum, den 17. Zkili. abends 7 Ahr - ittgliever- Bersammlnug frosten Taale deS �-ewerkschastshaufes. Tagei-Ord»«»»: 1. Berich« d» D-legierlt» Min«SerblmdN»». 2. D!»ii>!sion. g. vieuw.iU de» Amlpwviswnde». 4. Z-tnch« ooni Gewcrchchasts'onzrch. Ilnbedingte« Erichetneil jide» Etmsn-n«Ii nolwendlz. Sie Cctd uernioltunn. 5.«•:«Ich. ft 1 1« fli i ch. Rarkevsteie LebenemM ohne Beschränkung au jedeu Grob-Vecliner Eimvohuer werden abgegeben: Eebörrle, bosnische Pflaumen, fleischig und süß, per Psd. 4,40 Ml. Gemüse-Erbsen, belgische Ware.... 1 Dose 8,50, Saucrloh«........... 1 Psd. 0,10, Sp-lsesalz, Tafel- und Kochsakz.... 1„ 0,08, Stärke, ausländische Marke Exzciswr.. 1. 17, M„ Cichvricn-Kaffee......... 1, 0,80, Tee in 100 er Paketen....... 1 Paket 0,10, BonMonwürsel......... Stück 0,08„ Lorbeerblätter.......... 1 Psd, 1,80„ Knochenbrühextrakt...... I-Pfd.-Dose 0,50, Toilctt-nse-fe.......... Stück 1,80, SMtanwcu..........»/, Psd. 3,00„ GemMe Versm-Vritz. Verkaufsstelle HminemLnnflrafze. BnSoild dsrSAÄer, SWidttimii II# KWkÄÄK JeussM# Filiale Berlin, Sebaftiaustraße S7-KÄ Montau, de» 14. Juli 1010, nachmittags 5 Uhr Mglieder-Versammiung der in der Blusen-»nd Klcidcrkonfektion sowie der in der konfektionierten Weistwarenbranche beschäftigten Kolleginnen im Katholischkll Rtreinshaus, UlkdcriosRjlr. 11 Taielordnung: I. Bericht von den Tarlfderhandlungen mit den Arbcltgeber» der tonseitioni-rlen Wetmvoreniiranche und warum fordern wir tn den Blusen- und Sletder-Koilseltto» elnc TenemngS- zutoge. Berichterftatlcr: Kollege Salewsky. 2. Freic Auosprache.— S. VerschledxneZ. Eintritt«nr gegen Borzeignng der ivtitgliedSkarte. Mitglieder, die mit mehr all S Beiträgen rrfticre», haben leinen Zutritt. Die Vcrbandsleitung. Slm Dienstag, de» 15. In« 1010, nachmittag« 5'/, Uhr Wersainmlttttg in den Zenkral-AeMlen. Alke Zakobsimbe 32. Tagesordnung: 1. Tie gegenwäriige Loge im LkileidungsgewerS«. 2. Situationddertchi au« de» cinjklnen Gischäncn. - Kollegen und Kolleawnenl Mit«ilckiicht darauf, daß am 1. Ecptruider unser Tarif adiänft, ist tS um«dingt ersorderltch, daß jeder tu dieser B-rsammtUUg erschetut. Es soll jestaestcttr werde», wie die Slimuwng in den chtgeluen»eschästeu ijt. Deshalb müsse» alle Firmen»erneten sein, Kit kollegialem Sruß Sie klommiMvti. Herretzmaßschneider! «» SienStaa, den 13. In» 1919, abend» 7H Uhr, pichet für den Bcztrt Norde»«ine öffentliche Verfanimlnug in Fehs GesrllfchnftShaus, Brunnenstraße 184 tLiosenthaler Tor) statt. Tagesordnung! 1. Etellimgnahme zu den Forderungen a» die Arbeitgeber. 2. Freie AuZiPiache. Zahlreiche; Sricheweu aller in diese« vejiri veschästigte», auch der Heimarbettersranc« erwartet Die iSrauchenkonimlfiou. Montag, de» 14. Juli 1010, ab endo 7% Uhr, findet ein« Bezirkssitznng bei RicUert, Steinmehstratze 30*. für dießgEcnen der Geschäfte westitch der Poisdamer BrUlie, Südioestcn und Echbueberg statt. Erjchewcu uubedingt notioeudlg. St« ttonuniflw» der Herrenmahbranche. Zßchtttngl.«chtttngl Werte Kollegen und Kolleginnen l «« Montag, de« 14. Snli, abend« 6H Nhr findet bei Bllttuer, Schwedt» Straße 2t, eine Berjaurmtung. der tu der beschäftigten Kollegen und K-llegiuuea fast, T-geSordn»»»: 1.«oriraa der«oll-gl» Jüngst. 2. Diöiumou. 8. Die Bltdmigkkurse des«ollsngSrai-Z. crr«n!liiit''ff5, jimmer n, Leder- u t Wubcltit.Warv.'l'J V (Ofnö, T nmeotlS, SSrtirfiulen, fttcrttw''lSi ttücheiietiirtchtungen nilu. Hillen snr''« lofen«ejlchttgiinq in d«r tSrwnncnfir. iitt- st nah« Ros«n>ba>er Pioa be' Höbel-Lec�ner Geöffuet von 8—6. 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