Vlnzelpreis 15 pfg.�- 2. Jahrgang Vonnerstag, öen 17. Juli 1919 n�i u r*'1 erscheint morgens nnd nachmittags, an 5onn» und Fesitagen nur msrgens. Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins Haus für Groß»Berlin oder bei dirc. �i i Postbezug ohne Bestellgebühr monatl. 3,— Hl* bei Znstelluna unter Streifband S,-- vie.Freiheit" ist in den ersten Nacbttag der Postzeitungsliste ,ür 1919 RedaMo«: Berlin NW. S. Schissbnuerdamm 1VUK. Fernsprecher: Amt Norden Ztt»VS und 28V«. Nummer 337> Mbönb- Ausgabe Inserate kosten die achtgefpalt. Nn Verkehr i« vordeiißlimt Mgelegl. Amsterdam, 17. Juli. „Telegraaf" meldet aus London vom 16., daß infolge eines �toifä bei der größten englischen Eisenbahngesellschaft, der � 0 r t h— E a st c r n E i f e n b a h u, der Eisenbahnverkehr Nord- �glandz stillsteht. Die Leitung des Eisenbahnervcrbandes ist �utr von London nach New Castle abgereist, um einen B e r- �ittlungsversuch zu machen. Ae Zewegung der eng�ifchen VergßrbMer. Amsterdam, 17. Juli. Wie„Telegraaf" aus London meldet, hat die Bergarbeiter- "nserenz gestern den Antrag abgelehnt, der forderte, die Leitung Konferenz zu ermächtigen, im Notfalle ohne vorherige Ab- mmmnng unter den Mitgliedern des Bergarbeiterverbandcs den �t�eik auszurusen. Der Antrag zielte offenbar darauf ab, den Proteststreik vom 21. 7. z u ermöglichen. Heute, wird le Konferenz über die Frage der Erhöhung der Kohlen- � r i s x„„d stvee das Angebot Bonar Laws im Unterhaus ver- handeln.'. London, 16. Juli.(Neuter.) 150 000 Bergarbeiter von West-Norkshire haben gestern «dend infolge des Abbruchs der Verhandlungen, c mit den Bergwerksbesthern über die Entscheidung der Kohlen- b'miffipg geführt wurden, die Arbeit niedergelegt. ZukelnZüsnalL Eeiverlfchaskskonferevz. * Amsterdam, 16. Juli. . Wie der„Times" gemeldet wird, wird die in Amsterdam am • Juli stattsindeude internationale Gcwerkschaftskonferenz, auf der auch die Delegierten Deutschlaad»«ad Deutsch-Oesterreichs anwesend fein werden, die iater- nationale Lage im Lichte des Friedensvertrages betrachte» und das Programm für den internationalen Kongreß, der in Genf im Februar nächste« Jahres stattfindet, ausarbeiten. London, 16. Juli. der am 28. Juli in Amsterdam stattfindenden Gelverk- schaftskonfcrenz werden als britische Delegierte Bill, Thorne und der Sekretär der Vereinigung der Kesselschmiede, I. Hill, ferner der Vorsitzende des Parlamentskomitees des Gewer!- schaftskongresseS Stuart Bunntng und P. Greeuall vom Berg- arbciterbund entsandt werden. Das Ende des fchivelzerischea VNchdrrSerfMs. Bern, 16. Juli. Der schweizerische Buchdruckerverein hat heute den Verrmtt- lungsvorschlag des schweizerischen Bolkswirtschaftsdepartements auf Herabsetzung der Arbeitszeit der Masch!- nensetzer auf- 41 Stenden pro Woche angeuommeL. Da auch der Thpograp'hcn-bunid dem Vermiltlungsvorschlag zuge- stimmt hat, dürste die Arbeit im schweizerischen Buchdrucker- gewerbe sofort im vollen Umfang wieder aufgenoenmen werden� Der Terflarbeiierslre'ik in Uem Iork. Amsterdam, 16. Juli. Das Pressebureau Radio meldet aus New Dork, dag der Sekretär des Seemminsverbaudes erklärte, daß die Ausständigen gegen die Annahme des Schiffahrtsamtes gestimmt hätten, und dag auch die Stewards und Matrosen sich ihnen anschließen wollten. 14- bis 16 000 Mann seien im Ausstand. 400 Schiff« lägen im New Uorker Hafen still. gtMWrg'm. Bor d:r Debatte im Llnterhaus. Amsterdam, 17. Juli. Igt.Ut..Algemeen Handelsblad" meldet„Daily Telegraph", ss." her nächsten Woche die Diskussion über den test /"�ertrag im britischen Unterhause stattfinden wird, und � Premierminister sich an der Debatte beteiligen wird. Aufhebung der Kabelzensur. London, 16. Juli.(Reuter.) 13-?oc�cr �ilte mifi daß die Zensur für Kabeltelegramme am Juli um Mitternacht aufgehoben wird. Cinreifcbeschrä.-.kuug in England. London, 16. Juli. z Kommission zur Prüfung des Gesetzentwurfes betreffend �«•'anbet fügte eine Bestimmung ein, durch die den Angehö- der� �".l � h e r e r feindlicher Staaten die Landung und � J Aufenthalt in England während zweier Jahre nach' i)p»n~",e dcö Gesetzes verboten wird, außer mit Erlaubnis� ��ats'ckrclärs des Innern, die allein aus besonderen Grün- en erteilt wird. Die Verhandlungen im't Bulgarien. ., Versailles, 10. Juli. m �'e bulgarfiche FnedcnSdclegation wird in Ne u i l l y unter- werden. Sic setzt sich zusammen ans Ministerpräsident �.'sdorow, Jtstiz minister Dane», Handelsminister Salysow, dem Ij"">ter der öffentlichen Arbeiten Stambuliski und dem ehcma- .en Mfiiister Sarasow. Zu Sachverständigen gehört der ehe- w Ministerpräsident Geschow. Die Delegation trifft am Juli ein. Foch bei der Siegesfeier in London. London, 17. Juli. Reutersche Bureau erfährt, es stehe endgültig fest, daß tak an dem Siegeszug in London am Sonnabend teil- �uien werde. Die tWdnrhellerb'M�stUllß. balben Tag lang haben sich die bürgerlichen 8n,,kiL"Och den Weisungen der Negierung gerichtet und die oarnV%"� für die Streikbewegung in Pommern den Unternehmern beigemessen. In der K Und � Grefte wird aber wieder die alte Melodie gesungen teLr.®*6 Erregung unter dem ländlichen Proletariat auf öie i HfcWig durch Spartakisten und ähnliche Uebeltärerz zurückgeführt. Auch die Lügengeschichte von dem russischen Bcstechungsgeld wird wiederum aufgewärmt. Veranlassimg für diesh. neue Schwenkung geben offenbar die Darstellungen, die vom'Landbund. von den Führern in dxn Bürgerstreiks und den militärischen Stellen gegeben werden. Am Mittwoch und heilte vormittag wurden in Pommern Verhandlungen geführt, an denen Vertreter der Negicriing und des Landarbeiterverbandes und der agra- rischen Unternehmer teilnahmen. Ueber das Ergebnis ist bisher nichts bekannt. . Wie sich die Militärs die Beruhigung der Landarbeiter vorstellen, geht ans dem Erlaß hervor, den das Reichswehr- grilppenkommando I an die � ihm unterstellten Generalkommandos und Brigaden gerichtet hat. Wir gaben heute früh einen Auszug daraus wieder: der ganze Erlaß hat folgenden Wortlaut: „In der Landwirtschast mehren sich die Gefahren für die Erniezcit� Diebstähle in großem Umfange, kommunistische Hetzen für einen Landarbeiterstreik in der Erntezeit können die Ernte zum großen Teil vern'chton und Hungersnot herbeiführen. Alle Generalkommandos und selbständige Reichswehrbrigaden haben sich, wo noch nicht geschehen, ungesäumt mit den zuständi- gen Stellen über die Sicherung der Landivirischasf in Verbindung zu setzen und rechtzeitig die noiwendigen Maßnahmen zu treffen. Die militärischen Maßnahmen werden je nach den Verhältnissen verschieden sein. Es kommen in Betracht: Militärische Streifen, stärkere Patrouillen, Gestellung von Emtearbeatern, Gespannen, Lastwaren, V er h ä n g u n g des' Belagerungszustan- des über, ein großes Gebiet, um die Streikhetzer und k o m m u n i st i s cl« e n Rädelsführer zu verhaften. Die Landwirt sind in jeder Beziehung zu uuterstlltzen. Es wird auch darauf hingewiesen, daß sich unter den zurückkehrenden Kriegsgefangenen Taufende befinden, die sich gern als Land- arbeiier einstellen lassen. Besonders bezeichnend ist der Sotz, doß die Landwirte, d. h. älio der größere Grundbesitz, in jeder Bezichnng zu unterstützen seien. Was das bedeutet, braucht nicht ausein- andergesetzt zu wenden. Die Landarbeiter sollen mit miti- {arischer Gewalt gezwungen werden unter öen ihnen von den Agrariern gestellten Bedingungen zu arbeiten. RGZttinßsMss in Spanien. Madrid, 15. Juki. sRenter.) Die Regierung ist am Mittwoch wegen der Abstimmung der Kammer über die Wahlmißbräuche zurückgetreten. London, 17. Juli.(Reiitcr.) Die„Times" meldet aus Madrid, daß der König die De- Mission M a u r a s a n g e n o m m e n und Data zu sich ent- boten habe._ polilische IlolweMgNleA. Von Dr. Fritz Ausländer. Herr Heinrich SchulzbeNmhtc sich kürzlich im„Vorwärts" seinen Getreuen, und wem er sonst etwas vorzumachen hofft, den euphemistisch S ch u l k o m p r o m i ß genannten Schacher mit dem Zentrum als eine politische Notwendig- keit aufzureden. Die Rechtssozialisteu habezr ja inzwischen das„Notwendige" getan, d. h.. sie haben s i ch d e m G e b o t des Zentrums in der Frage der konfcssio- nellen Schule unterworfen. Es kann einem ja wirklich in der Seele leid tun, wenn man sieht, daß der Mann, der einst ein Buch, genannt„Die Schulreform der Sozialdemokratie", schrieb, jetzt drauf und dran ist, zu ver- brennen, was er früher angebetet hat; aber da muß eL nun wirklich heißen:„Du hast's gewolltl" Das ist eben das sich an allenalten Führern der Rechtssozialisten vollziehende Ver- h ä n g n i s, daß der Sündenfall vom 4. August 1914, durch den sie unter„Suspendierung" des Klassenkampfcs in eine gemeinsame Front mit dem Bürgerium traten, mit der Konseguenz eines Naturgesetzes zu immer weiterer Preisgabe der programmatischen Forderungen des Sozialismus führt. Als im Novencher die Revolution ihnen noch einmal die reitende Hand bot, da haben sie— nach vierjährigem Burgfrieden— nicht mehr die intellektuelle und moralische Kraft zu einer ehrenhaften Umkehr aufgebracht. Nun müssen sie atze, die Noske und Winnig und Schulz und Haenisch, Dinge tun, vor denen sich ihr guter Genius in Stunden der Besinnung bekreuzigen müßte.„In dem Kampf für Die freie und weltliche Schule auf sozialistischer Erzichungsbasis sah und' seh? ich meine eigentliche Lebeusausgabc," schreibt Heinrich Schulz, und er möchte d ie Schu l d daran, daß er jetzt die Schule ans Zentrum auszuliefern sich anschickt, der Arbeiterklasse zuschieben, die infolge ihrer Uneinig. keit nicht genügend Macht zur Verwirklichung ihrer Schul- ideale errungen habe. Demgegenüber muß doch gesagt werden, daß die Spaltung der Arbeiter- bewegung gerade durch die RchhtSsozialisten verursacht ist und genau s o lange dauern wird, als diese for t fa hue n werden, die Grundsätze des So- z i a l i s in u s Schritt für Schritt p reis z u- geben. Oder soll vielleicht die Einigung der Arbeiterklasse auf dem„Boden" der Scliulzeschen tiompromißpvütik er- folgen? Solch einer Illusion halten wir die regierenden Herren Sozialisten denn dach nick* für fähig. Mit diesem Argument schlägt also Heinrich Schulz sich selbst. Mehr Eindruck dürfte auf schwache Gemüter die schöne Wendung machen, daß„über die eigenen Wünsche hinaus das Wohl der Gesamtheit, die dringenden Bedürfnisse unseres armen, aus tausend Wunden bliitcndeii« niedergetretenen und durch innere Kämpfe zerrissenen deutschen Volkes von entscheidender Bedeutung sein müßten". Wir kennen die Weise und den Text, es ist das alte Lied von Anno 14. Die Wurzel olles Nebels, die kapitalistische Produktions- und Derteilungsweise, soll nicht, durch prin- zipielle sozialistische revolutionäre Politik rnw.rroltet. sondern der kranke Wirtschasts- und Volks- k ö rp e r im Bunde mit den bürgerlichen Quacksalbern geheilt werden. Das i st K u r- Pfu scheret schlimmster Art. wobei das Gift nach innen in die Adern schlägt und ausschwärt, wo es am.>crdctz tz c>- sten ist. Wir kennen nun nachgerade die„verständige" So- zialgesetzgebung nnd Sozialisierung,„wo immer, sie nu? durchzuführen ist"(mit bürgerlichen Parteien irfi schönen Land lltopial), die Heinrich Schulz als schöne Frucht der Ehe mit dem-Zentrum verheißt: Sanierung des Kapitalismus nach Bauerschen Rezepten! In dieser passitischen Woche»--. stube kann nur ein W c ch s e I b a l g enibuiideii w- wen, aber nicht ch, innerer Friede, Brot und Arbeit", wie sie das revolutionäre Pioletariat braucht. Um solchen V-eis ist mm bereit, mit der Schule unsere Jugend den Pfaffen auszu- liefern l Was Heinrich Schulz heute nicht mehr wissen darf, ist dies: Die wirtschaftlichen und die kulturellen Forderungen iPs Sozialismus(wie übrigens auch des Bürgertums) bilden eine organische Einheit: �daber ist ein Feilschen im einzelnen im besten Falle—■Selbstbetrug. Wollen Heinrich Schulz und die Seinen, irre geworden an der erlösenden Kraft des revolutionären Sozialismils. die kranke Welt mit bürgerlichen Mitteln kurieren, so ist es allerdings auch„politische Notwendigkeit�, daß sie wohl oder übel auf das s o z i a I i st i s ch e Kulturprogramm v e r- zichten. Da hilft kein Sperren, und Schulz ist darin konsequenter als Haenisch. der noch nicht wahr haben möchte. daß„der Bien muß". Mau bilde sich aber nichl ein. daß man nach einiger Zeit s e i n e M a n n» heimer Schuld und. E r z i c h u u g s th e se« teTeWr ietbotT«�eft?5nn«. W d�elbs falsche Rechnung wie eS jene war. daß man flir die Dauer Jas SchMApromH und die ssziaMche tchrsrschlzfk. Eine Tagung der Vereinigung soziarßstischir Lehrer, und Lehrerinnen deS Niederrheins hat füllende Entschließuirg an de» Minister H ae n i s ch gesandt: Düsseld-rf, 18. Juli 1919. Die Vereinigung sozialistischer Lehrer» und Lehrerinnen des Jndusiriebezirl» Niederrhein spricht einmütig ihre schmerzlich« Enttäuschung und ledhafteste Entrüstung über das geplante Echultoinpromiß mit' dem Zentrum au», da» die Herrschaft der Konschsicmen in der neuen Republik festlegen soll. Ei« erbli«kt in dem Kompumrist einen »ffenen Verrat an der sozialistischen Weltanschauung und bittet m letzter Stunde an der wettlichen EinheiiSschul« unbedingt festzuhalten. Gleichlautende Entschließungen wurden an die Barwileitungen der beiden sozialdemokratischen Parteien gesandt. Jnztvisch«»�crber haben die RechtZsogialispen durch da« Abschluß des flomprmnisie» mit dem Acntrum ihnen Verrat«n den se�ialdeuiakralischsn kirundfätzen doSandst. Aus diesen von mir ausgesvrochenen imd des näheren begründeten Sätzen zieht Herr Schiff das Fazit, daß ick„an dem Inhalt deS Vertrages nichts auszusetzen" gehabt hätte. Jedes weitere Wort erübrigt sich. Dr. Richard Greiling. Zum M AM od. te FMniMlmg. AuI Zürich wird uns vom 11, Juli geschrieben': Soeben lese ich hier— in dem mit großer Berspstung angelangten„Vorwärts" vom 8. Juli—«inen Leitartikel des Herrn V i k t o r S cht f f, in dem dieser Herr den Nach- weis zu führen versucht, daß durch die Haltung der Unab- Hangigen gegenüber dem Friedensbertrsg« dsn Tntent». regierungen der Rücken gesteift und daher ein« Mildsrung Her Bedingungen unmöglich gewordin sei. Zur Unterstützung dieser These l-isket flch Herr Schiff .Wenden Satz: '_»Au« Zürich meldet« der Verichterstatter d«I»Journal" i» «inem zwei Spalten langen Telegramm«in« Unterr«dung mit Dr. Grelling, einer Zierde der Unabhängigen, der andern I n» Aalt des Vertrages nichts auszusehen hatt»." '_ Dieser Satz ist das absolut« Gegen teilderWahr- h e i t und ist von dem Artikelschreiber fceS„Vorwärts" wohl nur in der Hoffnung riskiert worden, haß seinen Lesern die Feststellung der Wahrheit aus dem französischen„Journal". einigermaßen schwierig sein würde. Um diese Feststellung zu erleichtern und gleichzeitig ein charaktersstischiS Streif- licht auf die übrigen Behauptungen deS Herrn Schiff zu werfen, lasse ich nachstehend die wichtigstm Sätze aus dem Interview vom 20. Mai in Uobersetzung folgen: »Der Friedensentwurf ist von einer unglaublichen H gr t«.� Als Jurist verstehe ich zwar die Motive de« verbündeten Mächte: die Gerechtigkeit verlangt, daß der Schuldige bestraft «verde und Sühne leiste, daß er in vollem Maße da» anderen zu- gefügte Unrecht wieder gutmache. Aber als Pelltiker halte ich den Wertrag für undurchführbar.... Ich glaube, daß di« Entente Mi ihrem eigenen Interesse gewisse Punkte des Entwurf» wird abschwächen müssen; besonder» in den territorielen und Skonomi- scheu Fragen wird sie Konzessionen machen müssen. Unter allen Umständen mutz man, soweit als irgend möglich, die Ursachen künftigen Hasses, künftiger Fiiktionen und Kriege aus der Welt schaffen. Im Osten wird die größte Zukunftvgefahr entstehen.." Auf die Frage des Interviewers, ob Deutsckstand nach weiner Meinung unterzeichnen wird, antwortete ich wörtlich: ;»Ja, vorausgesetzt, daß man ihm gewisse Kon- Zessionen machen wird. Aber ich hoffe, daß später, wenn dies« oder jene VertragStlguscl sich al» unerfüllbar erwiesen haben «oird, und wenn daS deutsche Volk den Beweis für seine Neu- ImUigkeit erbracht haben wird, durch die Machtentsetzung aller Mittäter und Mithelfer an dem größten Werbrechen der Menschheitsgeschichte<— daß dann Die Alliierten die Vertragsmilderungen bewilligen werden, die «inem wahrhaft erneuerten und friedfertigen Deutschland seine Wiederauferstehung ermöglichen." Dem Genossen Dr. Kurt RosZnfeld, dem Ver- teidiger des in München verhafteten Dr. T. Axelrod, ist fol- gendes Radiotelegramm aus Petersburg übermittelt worden: „Leultnwnt SBmmo Bertram, ist in Pfkow gefangen gensm- men. Wirb besonders«IS Geisel bezeichnet nebst anderen für Axetoid. Wir habsn beasits die deutsche Regierung darauf aufnwrksa� gemacht, daß wir Axelrods Prozeß als politische Aktion und nicht als vechtSTräftige JustigaAtion betrachten. In der Regierung bei bayerischen Räterepublik, die mit uns eng be- freundet war, fungterde Azelrod als Bindogltsd mW unserer Regierung, die letztere vor Bayern vertretend, mit allen Rechten, welche Vertretern zutenimen. Die Beziehungen zwischen der Berlin«« und Münchsner Regierung gehen nnS nichts an und in* dem Axebroi» ton uns eine gewisse Eigenschaft bekommen hat, kann dies« durch die Bezk'ihi'nzen zwischen der Berliner und der München..'« Regierung nicht berührt werden. Die Folgerungen da« an» werden wir in vsllsrn Maße ziehen. 1' VolkÄommissariat deS Aubwärtigen: T s ch i t s ch s r i n. DaS Original dieses RadiotelegrammS ist dem stand- rechtlichen Gericht in München übermittelt worden, das am 23. Juli den„Hochverratsprozeß" gegen Dr. Axelrod ver- handeln soll. Der Tatbestand ist also jetzt folgender: Dr. Axelrod war zur Zeit seiner Verhaftung nicht nur im Besitz einer diplomatischen Ausweiskarte und infolgedessen exterritorial, er war such als Vertreter der Moskauer Re- gierung bei der Müuchener Rätercgieung- bestellt worden. Seine Exterritorialität konnte er bis heute nicht verlieren, da er keine Möglichkeit hatte, unter sicherem Geleit in seine Heimat zurückzukehrew und bekanntlich von den Behörden an der Abreise gehindert wurde. Der gegen ihn eingeleitete Hochvsrratstzraieß bedeutet einen eklatanten Bruck Volker- rechtlicher Bestimmungen und dürfte auch ernste Schädigun- gen deutscher StnatSonzehLriger in Rußland zur Folge haben, da-r wie aus dem wiedergegebsnm Radiotelegramm hervorgeht— die Moskauer Regierung entschlossen ist, den Prozeß gegen Axelrod mit entsptechtznden Repressivmaß- nahmen zu beantworten., Geslero«teS— heule Wh. Armer„Vorwärts"! Wie ist dir nun zumute? Gestern noch auf stolzen Nossen, heute-- Doch wir wollen die Tatsachen für sich sprechen lassen: Gestern abend machte der„Voiwärts" in siitlicher Entrüstung über die bösen Unabhängigen, die da? deutsche Proletariat aufforderten, sich an der intern atio- nalen Demonstration am 21. Juli zu beteiligen. Mit seinem beschränkten Horizonte beirachtete er diese Demonstration als allein gegen die deutsche Regierung gerichtet, die doch an der Unterzeichnung des Friedensvertrages unschuldig sei. Und so fragte er:. »Wo»«Is« hat c» für einen Zweck, wenn da» deutsche Proletariat am 31. Juli mitdemonstriert?... Wenn die Sozialisten dieser Länder(der Entente).gegen sie(ihre Regierungen) losgehen, so haben sie unser«-ganze Sympathie, aber helfen können wir ihnen dabei nicht." Und heute?— Heute veröffentlicht der„Vorwärts" an der S p i tz e seines Blattes in fettem Drucke einen Aufruf deS rechtssozialistischen Partei- p o r st a n d e s' a n die Parteiorganisationen, die Aktion der Sozialdemokraten in den Ländern der Entente mit einer Aktion des deutschen Proletariats zu vereinigen und sie zu einer Kundgebung aller Sozial- demokraten. Europa? zu gestalten.— Der „Vorwärts" versucht zwar heute seine Haltung von gestern zu rechtfertigen, aber es gelingt ihm trotz eines gewaltigen Schwalls von Worten nicht, seine Blamage zu verdecken. Da übrigens der rechtssozialistische Parieivorsland von einer Vereinigung der Kundgebung der deutsche» Sozial- demokraken mik 5en Sozrak�Mo?rä?en de? ßie OeG&n i#! rn* Nach dem soeben entgültig unterzeichneieu j �WWW MU W»Oktober Es gibt; Vertrag ist das deutsch« Heer bis zum 200 000 Manu zn reduzieren. Ei Militärs, die niclk daran denken, daß die Bedingung Friedensvertrages auch erfüllt werden müssen. � folgend geben wir ein Zwiegespräch wieder, das Anmeldebureau der Reichswehr- Tchutzdwision uf W dorf abtvick-elte: Freiwilliger: Stellen Sie nvch Leute«in? Was bekommen ioKhe* Ich bin Ehauffeut und Automobilmonteur, bekomme ich al» solcher mehr? Wo ist der Standort der Trupp«? Ist e» bestimmt Berlin und wozu werden wir verwandt? Ist die Stelle dauernd, da doch daS Heer in 2 Monaten auf 200 000 und bis 80. März 1820 auf 100 000 Mann herabgesetzt worden soll? Die Entente setzt doch ein« Kommission«in, um die Stärke des Heeres n-achzu- prüfen! Das stehende H»er zählt doch noch rech Millionen und da wertze ich doch als Neueinge- stcllter:n Kürze wieder enU» lassen werben? Anwerber: Pro�Tag 6 M., freie#*** gung und Kleidung.„z Rein, genau dasselbe andere. Berlin. M-Ieseld ist � lungsstell«.* jet �enau kann ny Ihne«. nickst sagen. Daran denken wir gar Dis Gesetz« sind da, b" umgangen werden. Wir denken daran � Bei guter Führung's.., st seiiß und Zufriedenhe'.t; Zusri Kit Vorgesetzten werde»��� dauernd bei un» �- » finden, das liegt n]l Kb cn selbst!. � „Wir denken gar nicht daran I" Mit anderen wir pfeifen darauf, wir machen. Pias uns beliebd] solches Verhalten dem Volke im höchsten Maße verb�Ä\ voll werden muß, was kümmert es uns?„Wir denkest ft-,.' daran." Um so notwendiger wird es, daß das Volk st� I einmal ernstlich daran denkt! � I KltfstNMlerschled Im Leben— klasievun'eO� auch im Tode.. Seit Dogen kann man jetzt in den reaktionären � tungen riesige Nachrufe lesen, die die Kommandeure �. scher Regimenter den wahrend des Krieges gesau �| Angehörigen ihres Regimentes widmen werden die Namen der gefallenen Offiziere und selbst die F-ahnkriche und die Fahnenl» werden nicht vergessen, und dann heißt es weiter, ihnen starben soundso viele tausend UnterosslAwr � Mannschaften. fit � Ter ganze Dünkel und Hochmut jener Kreise, Chluesischz Utäm. %8. Abend: GozialiSmuZ und Anarchismus in Thina.) Seiner Größe nach Ist Chiira«in Erdteil, seinen geistigem Leistungen nach«ine Welt, die un» Europäer in jeder Beziehung beschämt. Seit einigen Jahren besinnen die geistigen .Werte Chinas, besonder» seine Religion, Philosophie und Dicht- kuust die modernen und mibesriedigien Menschen in D-eutschlalw zu beunruhigen, mit Staunen und Rührung zu stillen. Und die» ist kein Zufall. Tief und groß ist unter un» allen die Sehnsucht nach einem neuen geistigen Inhalt, der ganz anderer Art sei als alle?, was i» Europa seit Beginn ds« Geschichte geschaffen werd«. Was hier an Kunst, Sitte, Religion hervorgebracht worden ist, ist veraltet. Die bürgerliche Welt geht zugrunde— diese hin- reißend« Neberzeuguiig entfremdet un» allen geistigen Schöpfungen der Bourgeoisie. Noch ist der Sozialismus nicht dazu gekommen, «in» eigene Kustur zu schaffen, noch hat da» Proletariat die Erb- sehnst der Philosophie, die ihm Engels zugesprochen hat, nicht erwerben können, um sie zu berlvukOckien und die bürgerliche Kultur abzulösen, aber dieser weltgeschichtliche Peozeß hat begonnen und ein« seiner großen Symptome, ei» negatives zwar ober doch ei« sehr wichtige», ist oie Abkehr vom curopäisch-banbarischen Geist und die Annäherung an den menschenfreundlichen Chinas, Ig, China, dieses uralte, seit langem nur noch im Traum lebende, zum Teil ganz derkoinmen« Land, erfüllt unser« Gedankenwelt mit einem unvergleichlichen Reichtum geistiger Eegebniss« deS klarsten Denkens, wie e» nie ei»L in Europa gegeben hat. Durch seinen Ztftlns von 6 Vor. rügen ist t» Genosse« Wiit- dogel gelungen, eine stattliche Gemeinde zu einem öffentlichen Be- lenntniS zum Geiste Chinas zu vereinigen. Die 200 Zuhörer, die feinen schönen Worten seit ü Wochen treu.geblieben und ihm von der Berliner Sezession in die Schulanla Stchelfiraße L gefolgt sind, sind(ein« bürgerlichen Nesthelen, die- in China Nchzsensationen suchen, sondern zum grüßten Teil klassenbewußt«, geistige Arbeiter, die der europaischen geistigen und materiellen Barbarei müde geworden, we bezaubernde Klarheit und Kürze, die religiöse Neber, Isgenheit und Nachsicht ege Güte aller Erzeugnisse des chiuesi scheu Geists» wie ein Heilmittel und einen Trost genießen. Wer da» Wesen des chinesischen Geistes erkannt hatte, wurde i»i fünften Bortrage durch Teil« va» s» z i«! i st i s ch e» und Anarchistischen Denken» der Chinesen nicht überrascht. Der MzzialiSmiS hat es in China nicht zu Verwirklichungen gebracht wie in der Jnkatulwr/es zibt aber zahllos« Beweise, daß die gütig- und menschenfreundliche Art de? chinesischen Charakters sichpwk- tisch ausgewirkt hat. Während Alexander, ver sogenannte Große, das Blut von hunderttausend griechischen und persischen Bauern- söhnen vergotz, um fremde Völker nuterjochen zu können, achteten nur eutsernt mit der Chemie zusammenhängend ersetstwe»'�. TTT /a rr Sflti lat«VOM 4 T ♦«IVn V* Cs* Tve*» tz n« u i T C* �r. T JT, X ß» k-> �.J\ man den eigentlichen Chemikern vielfach nicht die Leitung" ' wv.»»-» � tt V IVbl-Utt/ Uivv/l UIV osto I tragen, sondern an ih:(i Stelle reine Beamte und Offizien, s„- f.___ r--.,___ s-�ü.71 r», I. 1•...' chinesische„Sieger" da» S e l b stb e st i m m u n g S r e cht der Unterworfenen. Auch der»l g r a r k o m mu n i s m u s tvar in China zeitweise üblich. Edelsten Sozialismus finden wir in den Werken von M ö n g- D s i, von denen Wütvogel einige Stücke vorlas. Auch die Aufhebung de» UnterschieLeK zwischen Kopf- und Handarbeiter hat die Chinesen beschäftigt. All dies ist nicht weiter verwunderlich bei einem Volke, das den Militarismus verachtet, Künstlern und Gelehrten den ihnen gebührenden Rang im Slaale einräumt und von dem Geist der europäischen Kirche verschont.tze-dliebdn ist. F. St. ForderWgen der de«!sche» Chemiker. Von Prof. Dr. H. Eroßmann. Die Bestrebungen der Techniker aller Art, größeren Einfluß Mif die Leitung de» Staate: und die innere Verwaltung zu ge- Winnen, datieren ztoar schon weit zurück, aber trotzdem ist eZ bisher noch immer nicht gelungen, das I u r i st e n m o n o p o l in wirksamer Äeise zu erschüttern. Auch die Ereignisse der letzten Jahre haben bisher noch nicht vermocht, hier durchgreifenden Wandel zu schaffen. Trotz de» Emporblühens der deutschen che- mischen Technik in den vergangenen sechs Jahrzehnten ist den deutschen Chemikern der Weg zur Betätigung in der Verwaltung und der Rechtssprechung immer noch veisperü geblieben. Man muß sogar leider sagen, daß die gewaltigen Erfolge der deutschen chemischen Industrie zumeist»hne Unterstützung von feiten der Behörden und vielfach sogar im Kampfs errungen worden sind, Auch die beispiellosen Leistungen der ck>emischen Industrie im Kriege sind»cht selten durch da» mangelnde Verständnis der miiitä- ristheu und bürgerlichen DeHörden beeinträchtigt worden. Wenn man bedenkt, daß. Mm Patentamt abgesehen, im deutschen Richter stand Männer mit' chemischer Vorbildung bisher überhaupt kaum zu finden waren, während doch in vielen Rechtsstreitigkeiten eine Behandlung chemischer Fragen nicht zu umgehen war" so verliebt mm �reue h-eiue scanne uuu*»/ 1 1«qy A?( ausersehen. So unterstehen fast durchweg die militärische� � i r.-f*__(Ys � i 1• t— r—-&.--- w#«k a.d sl I , 7-------------,------- i-i» �-w �' nM*" l mischen Betriebe, insbesondere die Pulverfabriken, der �, von Offizieren, denen die erforderliche gründliche chcimi� bildunz meist recht erheblich mangelt. � d' In einer Eingabe, die der Verein Deutscher Ehench;' zii1 unter feinen 5600 Mitgliedern die Mehrzahl der akadewü�'' beten Chemiker und der chemischen Fabriken Deutschland" 1! hnr fiiri-nt rt« vi-««t.,«» vi«.» bot kurzem an die Deutsche Nattonalversammlung, die ''U........ 1|U»MMl(U««\]r---.gm■ regierung und die Regierungen der deutschen Gliedstaaien v, --- vv vv.iytM Utt VVUljVljCM Vi» t It � sch�1| sandt hat, wird nun mit Recht darauf hingewiesen, daß o' zß ren Zeiten, denen Deutschland jetzt entgegengehe, biejüng«� "" jtyi euigegeiigeoe, me Mitarbeit eines jeden Einzelnen und eines jeden Berufe»» Wiederaufbau des Baterlande, gebieterisch erfordern. Da S" �\ —------- 1------„„»v et; j lut � e'� wärtlg nun aber alle bürgerlichen und militärischen Behört. � Umgestaltung unterliegen sollen, erscheint cS in der~ a... j:' ""'cincutii|i>uvn, er)ajeini es in uet jit zweckmäßig, alle jenen gesetzlichen Hemmnisse zu beseitig��ü�t der Betätigung der Chemiker bei den einzelnen Behörden entgegenstanden. Der Verein'Deutickier CtR,mif,r bat daher entgegenstanden. Dex Verein' Deutscher Chemiker# Recht solgendeForderungen erhoben, deren jei . g t.. t- r(jucuetuiigen eryoven, Veten tz' nicht nur einem einzelnen Stande, der bis dahin zum®' raftttf j Allgemeinheit von der Gleichberschiigung mit anderen � � tillnd-n mieft-MtTntT.ti r" � n' v.»f v--.JR t1** ständen ausgeschlossen war, die Möglichkeit gäbe, sich neuen Gebieten zu entfalten, sondern deren Erfüllung lich dazu beitragen dürfte, den notwendigen und# Wiederaufbau zu beschleunigen. � 1. Die Beseitigung der gesetzlichen BeitiMf»11 der Anstellung von entsprechend vorgebildeten Chemikern VerwalwngSbehörden des Reiches und den Gerichten, de ftaaten und der Gemeinden entgegenstehen. 2. Die Anstellung akademisch gebildeter CheM'� y» Dezernenten für die Bearbeitung der chemischen Fregen Oleichsämtern und den Ministerien der einzelnen deutschen ftaaien'• W* 3. Die Gleichstellung der chemischen Beamten anderen vorgebildeten in jeder Beziehung(Besugnisw,.i 4. Für Verwaltungsstellen nicht gy| (reine VerwaltUngSbeamte) find auch akademisch"-�pziiZ miker mit entsprechender theorettscher und praktisch»- (durch Vertraltungsllurle) zuzulageu. w= r. fllf ioüd# Jflft el i icint» finüt«' in dc» Jrbiif• nli-Sl-l mß m: eB %!' ilt Heng ;# dX S ch- .stB # 1 ä v / ttf*': i P erst Beim Offizier beginnt, tritt nirgends so K, und ergrcifend zutage als in diesen Todesanzeigen wtofl) i m T o d e wird hier ein Unterschied k'wischen Herren und Dienern. Ez ist gllerdingZ «ibstverstcindlich, daß die Taufende von Mannschäften un- ?�u�uanicntlich aufgezahlt werden können, aber ebenso >It e- Meuschenpflicht, daß dann auch die Namen der Ossi- jure wegbleiben. Tiefste Bitternis muß alle die erfassen, me ihre Lieben, die nicht die Epauletten tnlgen, im Felde verloren haben, die gar oft genug von ihnen die Klage über oen Unterschied, der zwischen Offizier und gemeinem Mann vestanden hat, anhören mußten, und die nun sehen müssen, wie dieser Unterschied, auch noch im Tode weiter erhalten vleibt. Der Auskrlll mw dem lttt'ersttchavgsstusWß. . T>er Austritt des Vertreters der ll. S. P. aus dem Unter- rUchur.iSauSfchuß der Preußischen LandeSversammlun� ist den Reckzzsozjalisten sehr unangenehm. Die P. P. N. begleiten den Wudftcift unseres Genossen mit Bemerkungen, die erkennen lassen, richtig es war, vor der Oeffentllchkeit festzustellen, daß von vem Untersuchungsausschuß, die Ermittlung der Wahr. S e i t>i i ch t zu erwarten ist. Die P. P. N. behaupten, daß w'r von dem Gange der Er- Mittelungen nicht entzückt seien und deshalb nur einen Borwand »enutzt hätten, um auS dem UuterluchungSauSschuh ausscheiden tu können. Davon kann aber ernstlich keine Rede sein. Wir haben «inen Grund, mit dem Ergebnis der bisherigen Untersuchung �zufrieden zu sein, und wir brauchen daber auch nicht einen Vorwand zum Austritt zu suchen Die bisherigen Ermittelungen und über die ersten Anfänge eitler wirkliefen Erforschung der Vlohrhcit nech gar nicht hinausgekommen. Die Pernehmung der saugen, die a u S eigener Anschauung über die Januar» Unruhen Bekundungen machen können, hatte erst kürzlich be- Gönnen. Die Haupizeugen stehen noch auS. Mithin läßt sich da? �lgebniz der Untersuchungen noch gar nicht voraussehen. Die Behauptung der P- P. N., unser Vertreter habe die Ar- Zeiten deS Ausschusses durch unsinnige BewetSanträge laboriert, ist frei erfunden. Unsererseits sind nur i�chgemä� Anträge gestellt worden, denen bisher durchweg stattgegeben �wttrde. Der Ausschuß hat allerdings zu Anträgen unseres Vertreters, die Vorgänge Bei dr E r- U'ordung Karl Liebknechts und stiosa Luxemburg» Und die Vorfälle bei der Verha'ftung LedebourS zu er- forschen, noch nicht Stellung genommen. Diese Anträge werden nach dem Ausscheiden des Vertreters d"r lt. S. P., sicherlich d"" den RcchtSsozialisten ausgenommen werden. Unser Vertreter ist lediglich deshalb aus dem UntersuchungS- UstSlcl.uß anSgeschleden, weil dieser aufgehört hat, ernst- lich d,e Wahrheit zu erforschen. Daran ändert alles \ �rete der P. P. N. nicht das Geringste. Die Arbeiten des ® U§ f ch u I f e J sind gerichtet. ding» ohne daß sie vorher Heiratserlaubnlsse mrchgelucht hätten. Oder sollte da» nur aus kulturellem Interesse geschehen sein? All sröhlichcr Tag. Wie sich Negierungstruppen amüsieren. An einen Teil der Berliner BevAkeruna w'tvd in diesen Tagen die folgende Einladung verschickt: Berlin, den 18. Juni 1919. P. P. Zu dem am Sonntag, den 27. Juli 1919. stattfindenden------- Simmerfest erlauben sich Unterzeichnete Sie ganz«rgebcnst ein- Versammlung einstimuna gutgeheißen wurde: zuladen. Da, Fest findet zu Ehre» unserer in den Unruhen! Zu der Militätischest Besetzung'der Heitstäite V-elitz haben Deutschlands gesallenen Kamerade» statt, verbunden mit einer' die ochanifiertcn Arbeiter der Heilstätten und der Stadt Beelitz Damplerpartic nach Schmöckwitz. Es stehen 4 bis 6 Dampfer Stellung genomme». Sie erklären hiermit, dah die Arbeiter- zur Verfügung. Auf jedem Dampfer eine große Militärkapelle.! vürlre.a- i n«»»stand der LandeSsrrfl.ierungSanftalt Berlin nicht Abfahrt morgen« 8,80 Uhr ab Oberbaumbrücke. Rückfahrt gegen, ihre Pflicht cfsiillt haben, indem sie sich Uber die Vorkommnisse 9 Uhr abcnbS Gleich nach Ankunft groß«? Picknick im Walde.' in den Heilstätten nicht genügend orientiert haben. Die Arbeiter ldssen und Trinken, überhaupt die Verpflegung des ganzen TageS| stehen auf dem Standpunkt, daß die Arbeitervertreter der Zk LefeKmU der.Leelitzek ße'Wi?«!. Ein Mißtrauensvotum gegen die Arbeitervertreter der Landesversicherungsanstalt. Das Eewerkschastskartell in Beelitz hat sich am letzten Sonntag mit der militärischen Besetzung der Hell- statten besaßt und insbesondere mit der Nolle, die die Nr- beitsrvertreter im Vorstand der LandeSversicherungSanslcrtt dabei spielen. Es wurde folgende Resolution beschlossen, die auch von der am Nachmittag slottgesundenen öffeutlichen �-i.f- i» frei. Hierfür sind allerlei Leckerbissen bereitgehalten. Für Unierhaltung und Belustigung jeder Art ist auf die denkbar beste Weise gesorgt. Tanzzelte sind im Walde aufgestellt. Nachm'.ttas',? LandeSversicherungSanstuli sich an Ort und Stelle über die An» gelegenheil hätten informieren müssen; wäre die« geschehen, so hätte es nicht vorkommen können, daß der militärischen Be> groß« Verlosung von Kvgnak, Not. und Weißwein usw. auS fetzuNg von Brbeitervertretern zugestimmt werden konnte. Hunderivlerztg Amerikaner haben die Genehmigung zur Heirat Deutschland nachgesucht. Das treibt die„Deutsche Zeitung" zu -Vnem langatmigen Artikel gegen die Massenverderber. Obwohl in �kihen ibrer Leser mehr Manschen mit„fremdem" Blut zu l n en ,c:n j|{jrp!tel de? RanbverbandeS. uns völlig zu verderben.— So geht ek heiler. Wenige Tag«, nachdem der Untcrwerfungskriede ratifiziert orden Ist, führt die„Deutlche Zeitung" ihren Lekem zu Gemüt, u* künftig in den anderen Völkern nur„ein« Klaff« der Hörigen" oeblicken, wie eS die alten Germanen sckon getan hätten. Uns könnte der Rassenstolz der„Deutschen Zeitung" ja gleich- 2/"'9 fein, denn««■ ist nicht zu befürchten, daß die„rassereinen" Deutschen ihre Weltbcglückungspläne noch einmal ausführen �nnen. ClwaS merkwürdig erscheint diese AufklänmgSaröeit der »Deutslken Zeitung" nach de»i Kriege, da ein großer Teil ihrer T�or schal! doch jenen Kreisen nicht allru fernsteht, die in„raffe- lchnnd-rischer" Weis« in den besehien Gebieten gebaust haben, aller- Es kann übrigens auch keinem Zweifel unterliegen, daß die gebildeten Organisationen der angestellten Chemiker, vor der„Bund angestellter Chemiker und Ingenieure", v>osen Forderungen deS„Vereins Deutscher Chemiker" zustimmen ud, denn gerade auch für den angestellten Chemiker wird in «ukunft eine freiere CnlfaliungSmöglickkiet in Staat und Gesell- kchaft gewährt werden müssen. Wer di,.„FricdenSforderungen � Entente" auf chemischem Gebiete' in ihrer vollen Bedeutung �kanvt hat, wird jedenfalls erst recht dazu Veranlassung nehmen. ur die obigen Forderungen der deutschen Chemiker einzutreten. alten HcereSbestZnden. Abends großer Fackelzug mit bengalischer Beleuchtung und Feuetwerk. Schokolade und Nanchwaren wer- den an jedermann alö Liebesgaben verteilt. Außerdem erhält jede, Kind noch ein Extrazeschcnk. Bei Eintritt der Dunkelheit ! Lichtvildvortca, im Freien über die Greueltaten der Spartakisten i» den Miirzunruhcn In Berlin. Außer verschiedenen hohen Persönlichkeiten nimmt der Nrichswehrmlnistrr Noskc persönlich an dem Fest teil. Wir habcn e» uns zur Aufgabe gemacht, dies Fest so zu rangieren, daß ein jeder, 4>cr daran teilgenommen hat, gern an das Sommerfest deS Freikorps„Oven" zurückdenken wird. Alles in allem dürfte e, ein fröhlicher Tag werden, von denen «J heutzutage nicht allzu viele geben dürfte. Wir hoffen daher, auch Sie zu unseren Gästen zählen zu dürfen, denn hübsche junge Damen sind besonders gern gesehen. Darum heißt die Parole für jeden am Sonntag, den 27. Juli,.„Aus zur Oberbaumbrücke". Mitbringen von Freunden und Dckanten ist erwünscht. Ein Jeder ist herzlich willkommen. Tie, Schreiben gilt als Ausweis und werden nur gegen Vorzeigung dieses die Fahrkarten verabfolgt. Der Preis für die Hin» und Rückfahrt beträgt M. 6—. Freikorps ,;O>ven". VergnügungZkomitee. RuttNnger, Leutnant. Riemann, Hauptmann. Jahn, Feldwebel. In diesen tkriben Zeiten ist es jedem MensckKM zu gönnen, wenn er sich einen fröhlichen Tag macht und auch den Negi-'rungstruppen ist eS nicht zu verübeln, duß sie sieh amüsieren wollen. Jedenfalls sieht es die übrige Be- völkerung lieber, daß sie sich mit hübschen jungen Damen, mit Tanz und Feuerwerk belustigen, als daß sie sich mit der Unterdrückung von„Unruhen" beschäftigen. Es drängt sich jedoch eine Frage auf und wir hoffen mit Bestimmtheit, daß sie uns ohne Umschweife und ohne die bei solchen Gelegenheiten übliche Liignerei beantwortet wird. Wer trägt die Kosten für diesen froh» lichen Tag des Freikorps„Oven"? Diese Kosten werden nicht gering sein. Essen iind> Trinken nicht nur für die Toldaten, sondern für s�ntliche Teilnehmer,■ die in großer Zahl mitgebracht werden sollen, ist während des ganzen Tages frei. Schokolade und Rauchwaren, die der Normalbürger zur Zeit nur noch vom Hörensagen kennt, sollen an jedermann als Liebesgaben verteilt werden und dazu kommt die große Verlosung von Weinen aus alten HcoreSbcständen. Alle Tage hört man jetzt von Regierungsleuten ein neues Lied über den Geldmangel dos Staates: den streiken- den Arbeitern wird vorgerechnet, daß daZ Reich zugrunde gehen müsse, wenn man ihre Forderungen bewillige. Für das Sommcrfcst deS Freikorps„Oven" scheint aber Geld im Ucberfluß da zu sein, und da die Teilnahme des Herrn Noske wie anderer hoher Persönlichkeiten angekündigt wird. so ist anzunehmen, daß die Regierung um dieses Fest weiß. Sie wird uns also unsere Frage auf daS schleunigste beantworten können I, Weiter wird in der Relolution angeführt, daß der Direk< tor der Heilstätte, Herr Benzin, auf die Frage, ob er dli Besetzung veranlaßt habe, wörtlich erklärt hat:„Wenn ich die Besetzung veranlaßt hätte, müßte ich verrückt sein." Das ist das Urteil von leitender Stelle der Heilstätten. Wenn die Arbeiterverttdter den entzzegengesetzten Standpunkt vor- treten, so besitzende, wie die Resolution weiter �ausführt, nicht mehr das Vertrauen ihrer Wähler und müssen daraus ihre Konsdguenzen ziehen. ' Inzwischen hat sich auch der KreiSarbeiterrat mit der Angelegenheit befaßt und in einer Entschließung die Forde» rung aufgestellt, das gewaltsam entfernte Arbeitcrratsmit- glied sofort wieder einzustellen. Die militärische Besatzung ist mittleiweile wieder abgerückt. Geheimrat Dr. Freutzd hat der Truppe für ihr Vorgehen den größten Dank ausge- sprachen., V i.....• Ein WMUes 3ci!ä Hnitfl, 10. Juli. Nach dem Niederländischen Korr.-Bureau teilt die japanische Gesandtschaft im Haag mit: Die Blätter haben unlängst tenden- ziöse Gerüchie verbreitet, daß Deutschland während deS Kriege? bei der Regierung von Japan verschiedene Versuche unternommen habe, um Japan von den Alliierten loszutrennen. Deutschland soll unter anderem Japan freie Hand gegenüber den Niederländischen Kolonien angeboten haben. Der japanische Gesandte ist ermächtigt, dies« jeder Grundlage ent- behrenden Gerüchte auf das Bestimmteste zu demeu- t i e r e u. Amerika verlangt Aufklärung.'' Amsterdam, 17. Juki. Nach einer Meldung des.„Telegraaf" hat der a m e r i k a» ntsche Senat eine Entschließung angenommen, in der Wilson um Aufklärung über die Verhandlungen ersucht wird, die Lodz« und anderen Senatoren zufolge letztes Jahr zwischen Deutschland und Japan geführt worden sein sollen. Ein Teil der Senaioren betrachtet jetzt die S ch a n t u n g f r a g e als den schwachen Punkt im' Friedensvertrag. Der Senat hat vor» gestern üher diese Frage verhandelt. nj,, Ansehung Gmil Fischers findet morgen sFreitags nach» jj. � 4, ill'»>» Wannsee statt.— Im chemischen Institut der �'�rsität fand gestern eine Gedenkfeier für den' verstorbenen ehrten statt, bei der Prosesscr Gabriel die Gedächtnisrede hielt. »-?'1 �e!s ist ein Komitee gegründet worden, das über ein b. aI von einer Million Francs verfügt, und das die Absicht fü, unter Bern Namen Ramfay-Stiftung Slipendien >ran-ns,s-n« ver C b e IN t e au schaffen. Die Aani pick de- cw ?. die d«» :i* ack! de- (*■: an- VolkS- 5000 auf England und seine Kolonien, 8000 auf Amerika enifallen; Frankreich. Belgien, Italien und Japan werden mit je tausend Mann vertrelen feit\ während Serbien, Griechenland, Slam, Polen, China und die Tschechostowakci je 800 Mann all Abordnung entsenden werden. 4000 Matrosen der«ngki scheu Krieg»- und 1000 der Handelsmarine sowie eine Delegation von fllnfhun- dert Frauen sollen sich ebenkalls dem Zug« anschließen. In Anbetracht der Ansprüche der verschiedenen National- staaten auf dw in Wien befindlichen Kunstgegenstände bereiten laut«Voss. Ztg." Vertreter der Literatur, und Kunstwelt der neu. traten Länder, welche die Zersplitterung dieser Sammlungen als ein Unglück für die Wissenschaft betrachten, eine Eingabe an die Friedetikkonferenz vor, in welcher sie im allgemeinen Jnieresse bitten,.sämiliche Museen Wiens zu internationq�i- sieren und unter dt« Kontrolle de» Il>ö l k e r b u n d e« zu stellen, der allem über die Besttzrechle zu entscheiden hätte. Gewerkschaftliches. -U�ui-aic: französische Studcntei. der Chemie zu � ,'sayeStiftung soll.die franzöfisch-englische Freund,.Haft wstigen u w im Namen des großen englischen Chemikers William Ramsay das französische Studium der Chemie an �glischen Universitäten fördern. 700 neue Theater in England. In England steh! man äugen- olicklich im Begriff,«in großangelegte? Theatcrprojek! zu' "chen. Man will ungefähr 700 neue Theater gründen, d'« st® al» "klein« Theater" oder„Theater für alle" über das ganze gereinigte Königreich verteilen sollen. Wie der Name schon oeutet. sind die Theater in erster Linie für die breiten* Achien gebricht; sie sollen alles Erklusive vermeiden und wirlim, Duhnen für jede c mann werden Alle modernen Erfahrimgen>< °.ezug„nf Dekoration und Beleuchtung werden beim" ni m Theater, deren einige sckon im Entstehen sind, nutzbar gemam, forden Der Spielplan soll Schau, und Lustwiele. flasiüche. stücke, Possen. Äouzerte, ja sogar liturgisch« Ausführungen um- j fossen. Die kleinen Theater werden nur Parkettplätze, keine �ogcn Und Galerien haben. Das FriedenSfest In London. Das englisiBe FriedenSfest sim "och amtlicher Bestimmung am 19. Juli gefeiert werben. Dw . Houptveranstaltirng wird ein Festzug von ii-rgesähr IS 000 SM- !jl �«1 aZier alliierten Nationen sein. Bon diesen 19 000 wer. et, MyuM Welk. Unter diesem Titel ist von Bruno Schönlanck im Per- lag Paul C�ssircr iBerlin)«in neues Bündchen Gedichte er- schienen(Preis geh. 1,80 M, geb. 2,80 M.). In diesen Versen lebt- Wcltgefühl, Sehnsucht nach Freude, menschlicher Verbrüde- rung und Verjünghnz. Im Kriege entstanden, ringen sie aut dem Dunkel ins Licht, der stürmische Drang erfüllt sie, die Arbeit zu befreien, da, Menschen zu erlösen: Die Erde dröhnt Von unfrem Ringen. Da» Morsche stöhnt Und muß zerspringen. Denkt der gemordeten Brüder in,. Hinab mit dem Schlechten. Den Feilen und Knechten, Wir tragen die blutjunge Welt. c Zum Schiedsspruch«n Vankgewerbe. Die am lS. Juli 1019 versammelten Vertreter der gewerb- ltche» Bankangestellten, Vertrauensmänner des Allgemeinen Per. Bandes der Deutschen Bankbeamten, Sektion Kasse iboten. und Mitgtieder der ArbeiieranSschüsse des Gros;. Berliner Bank- gewerbes haben nach einem Bericht de» Se'tionSleiierS Heinrich Weiß über die Ablehnung deS Schiedsspruches beschlossen, den Groß-Berlincr Bankleitungen und dem Verband Berliner Bank- leitungen foigende Forderungen zu unterbreiten: 1. Sofortige Auszahlung einer einmaligen WirtschaftZbeihilfe, und zwar für die Verheirateten 1300 M., für die Uiiver» heirateten l 000 M.; 2. Sofortige Einführung der 42stünd!gen ArbeiiSwoche; 3. Bezahlung der Ueberstunden mit 2 M. pro Stunde; 4. Bezahlung der TonniagLarbeit mit 2,50 M. pro Stunde; 5. Betreiung der Kassenboten von jedem Wach- und Sicher- heitSdieust; 6.'Weitcrlieierung der Dienstkleidung i% zugesagten Ausmaße oder Zahlung eines Kleidergeldes vw mindestens 600 Bi, pro Jahr; 7. Erhöhung der monatlichen Entschädigung für die Bureau- reinigung auf mindestens 00 M.s für die Uebernahme der Heizung auf mindestens 13 M.z 8. Gicichstellung der gewerblichen Angestellten mit den kauf» mLni! scheu Angestellten in der BehgndlunÄ der Anrede; 9.'�Einführung einer vierwöchentlichcn Mindest-KündigungS- frlst lÜr alle»ewerblicheu Angestellten; 10. Einführung eitics ReichStarifS. Die Versammelten nahmen ferner eine Enischließung an, dl« sich an die gewerblichen Baukangeslellien Teutschlands wendet und sie auffordert, sich unverzüglich mit den Berliner Kollegen sali- darisch zu erklären und gemeinsam in die Bewegung cinztiitreten. damit die überaus trostlose Lage der gewerblichen Bankangestellten. verbessert und alle Nebelstände beseitigt werden. Die Versammellen beauftragten einmütig die Sektion Kassen- boten des Allgemeinen Verbandes der �Deutschen Bankbeamten mit der Durclstübrung der Aktion uno erkannten die Sektion Kassenboten als d!« alleinige Vertretung der Interessen der ge- werblichen Angestellten an. Die Forderungen sollen bis zum 19. Juli den Bankleitnngen und dem Bankenverbande überreicht werden. Man rechnet auch damit, daß auch die gewerblichen Bankangestellten der größeren Bankplätze sich dieser Bewegung anschließen, da die Lage des Kassenboten überall eine übcrau» schlecht« ist. NechtSfozkalistische Moral. Wie kehr die arbeiterfeindhlch« Politik der Rechts sozial sie» da? SolidariiättHesühl„nd die Mural ho! der Arbeiterschaft untergräbt, dafür liesern Vorgang« I*««»«««Xa.. rt(-•.« C»• /i vr>< ort S V �\N'-»-»• WMHZZIZ Erpresssonisilsche Dichtungen werden der Arbeiterschaft zum ersten Male dussch einen Sturm-Abend übermittelt. Ans Ein ladung der Freien Jugend wird Rudolf Blümner am lwgel-en motten war, gefolgt. Einia»'�"u..... Sonnabend, den 19. Juli, abends 8 Uhr, in den Räumen der:"""" �'ecytSwzialisten meinten Freien Jugend. Petersburger Straße 89(, Dichtungen von August Stramm, Kurt Heynicke, Hcrwarth Walden u.«. zum Vortrag bringen. Eintrittskarten an der Abendkarte. ■tüti 5: W' K Ä'L weiter sonder» liefen noch zu den Gastwirten, um den an» pro- leianischem Pftichtiefühl streikenden Biersodrern die Kunden ab» zujagcn. Feine Krlleoen. biet« rcchtsspMisttschen Bicriahrerl. nm»rssenbewu�en Brov�ri�arbekter werden hoffentlich dafür sorgen, daß dtes«r Demoralisierung in ihren Bewiebe» ein Damm gesetzt wird. Tie Böttcher Grotz-BerlinS zahmen in einer Versammlung am 15. Juli zu den Zugeständnisien der Arbeitgeber Stellung. Ein �eil der Unternehmer hat unsere Forderung, betreffend Teuerungszulage und Urlaub, bewilligt. Die Vereinigung der Arbeitgeber im Groß-Berliner Böttchergewerbe will in puncto Teuerungszulage nur ein Drittel der geforderten Summe zu- gesiehen. ebenso itt die von der genannten Vereinigung gedachte Losung der Urlaubsfrage für die schwer arbeitenden Böttcher vpllig ungnugend. Die Böttcher erwarten daher von dem Verein der Arbeitgeber, daß ihre gerechten Forderungen nunmehr an- ? weroen, und fordern in einer Nesolution eine umgehende letzte Verhandlung b.s zum 23. Juli in dieser Angelegenheit. In der Aersaminlung wurde dann ein Artikel aus der„Allgemeinen Bottcher-Zeiiung"—„Faßgewerbe-Zeitung"—(Arbeitgeber- Organ) bom 11. Juli 1919 verlesen, der den Berliner Böttcher- ge.uen Treubruch am Lohntarif verlvirft und noch weitere recht «bgcichmaikte Sätze enthält. Diese Notiz wurde von den Versamm- tungsredncrn recht abfällig kritisiert. Herr Peine, der m den VcrsorgungSämiern der Bezirks- lommandos als Streikbrecher tätig ist. sendet uns ein« Zuschrist. b'e in unserem Bericht aufgestellte Behauptung, er beziehe «0 � 2>lork Monatsgehalt als Lehrer und habe sich bereit erklärt, «beiuucllauch sur 2 Mark täglich zu arbeiten, als unwahr erklärt Wir Iwtzten unseren Artikel auf die Angaben der Streikenden wollen aber noch zum Ausoruck bringen, daß das Verhalten des Herrn Peine auch dann zu verurteilen ist, wenn sein Gehalt, das er als Lehrer bezieht, wesentlich niedriger wäre als 609 Mark im wiottxü* Agitalionserfolge auf dem Lande. Vielfach gehen uns Nachrichten zu, aus denen hervorgeht, oaß durch Berliner Genossen, die sich auf dem Lande zur Er- holung aufhalten und bei dieser Gelegenheit Agitationsversnmm- lungen abhalten, gute Erfolge erzielt werden. So auch vor eint- gen �agen in Lychen in der Mark. Man war nicht wenig er- staunt, als im dortigen OrtSblatt eine Dersammlungseinladung bcrorfcntlicht wulde, die von de, U. S. P. einberufen war. Trotz großer Beratungen konnte man den Einberufer wicht feststellen; um so erstaunter war man, als sich am Tage der Versammlung «in bei dem dortigen Gemeindevorsteher wohnender Genosse auS Berlin als der„Friedensstörer" zeigte. Nach einem Referat des Genossen Plesser aus Berlin versuchten die Ortsgrößen der Mehrheitler zu retten, was zu rellcn war. Die von Berlin angeforderten Redner waren aus- geblieben Einige bürgerliche Herren, die erst das Wort nehmen wollten, wählten der Tapferkeit besseren Teil. Nach einem Schluß. wort des Genossen Herbst traten sofort 36 Genossen dem neugegründeten Ortsverein bei. Weitere ließen sich in den«ächsten Tagen aufnehmen. So, wie in Lychen, ist es überall; gelingt es uns, eine Ver- sammlung abzuhalten, so zeigt es sich, daß viele, noch heute bei den Rcchis sozialichen organisierte Mitglieder, sofort zu uns kom- wten, weil sie die Politik der„Mehrheitler" nicht mehr mit- be.anttvorten wollen. Abwehr gegen streiklustige Aerzte. Au der in Nr. 323 der„Freiheit" unter der Ueberschrift „Aerzte verweigern die Behandlung von Streikenden" veröffent- lichlen Notiz wird uns noch geschrieben:„In den Schalterränmen der Allgemeinen Orlskrankenkassc Neukölln befindet sich ein Aus- hang, worin darauf hingewiesen wird, daß auf Grund einer Rund- frage unier den Kassenärzten keinerlei Neigung zu einem Aerzte- streik bestehe und daß der Ausschuß des Aerztevereins im Falle eines Bürzerslreiks für die ärztliche Behandlung der Kassenmit- giieder Bürgschaft leiste. Die hier übernommene Bürgschaft kann der Ausschuß des- Aerztevereins für den Nugenarzt Dr. Bergcr, Neukölln, Berliner Siraßc 42, wohl nicht leisten.»Denn auch ohne Bürgerstreik lehnt Herr Dr. Berger die Behandlung der Angehörigen von Streiken- den ab! Er ist also reaktionärer als der reaktionäre Bürgerrat und mach! sich seinen eigenen Streik. Alle Arbeiter aber, die so „radikal" sind, daß für'sie im Notfalle„sogar" ein Streik in Be- kracht kommt, sollten sich hiernach richten und sich dem Herrn, der sie offenbar nicht gern sieht und sie je nach ihrem politischen aubenSbekenntnis behandelt oder ohne Hilfe wegschickt, nie- mals ausdrängcn. Den Mitgliedern der Neuköllner OrtS- krankenkasse stehen �ioch einige andere Augenärzte zur Verfügung. Die Kranken haben somit also nicht nötig, sich auf eigene Kosten in privale Behandlung zu begeben! Man suche nur diejenigen Aer'te auf. die in dem Kranken nur den Hilfebedürfligen Patienten sehen. Wer seine Hilfeleistung von irgendwelchen per- sönli ben Eigenschaften des Patienten abhängig macht, verkennt di Pflichten, welche ihm sein Beruf auferlegt und eignet sich vor allem nicht zum Kassenarzt. Di« Kassenmitglieder werden gut tu», dieser Ta! fache innerhalb ihrer Krankenkassen schnellstens Rechnung zu tragen Auch dieser Fall beweist übrigens die drin- gende Notwendigkeit der Sozialisierung der Heilkunde l" Tie Mltonäre her Grollen Bcrffner Strassenliahn fiWlleir heut« vormittag im Rheingold ihre beschließende Geneialversammlung ab, in der über den Vertrag intt dem Zweckverband Groß-Berlin verhandelt wurde, nach welchem das gesamte Unternehmen in den Besitz des Zweckverbandes übergehen soll. Bei Abschluß des Blattes waren die Velhandtungcn noch nicht abgeschlossen. Da? Unternehmen soll vom 1. Januar 1919 auf Rechnung des Ver- bandcs gehen und vorläufig von der Direktion fortgeführt werden. Uwzug des Zcntralrnts. Der Zentralrat wird in den nächsten Tagen die im Herrcnhause innegehabten Räume infolge des Be- schlusses des Staatsministeriums aufgeben und in das kronprinz- liche Palais Unter den Linden, Eingang Oberwallstraße, über- siedeln. Die Reichsfunk-Bctricbsverwaltung ist bereits aus- gezogen und befindet sich jetzt Wilhelmstraße 67a. Alle geeigneten Räumlichkeiten im Herrenhause sind dem Wohlsahrtsminislerium zur Verfügung gestellt, dessen Abteilung für Wohnungswesen sich bereits dort befindet, während die anderen Abteilungen, die erst eingerichtet werden, jetzt den Umzug bewerkstelligen. Der Zcntralrat besteht heute aus Rechtssozialisten. Nach der von ihm eingeschlagenen Taktik dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, wie lange man ihn in dem neuen Heim duldet. Der Zentral- rat hätte eine Macht sein können, wenn er nicht selber sein? Macht, die sich auf die Arbeiterräte stützte, ans der Hand gegeben hätte. Einrichtung von Kraftwagenlinicn. Die Reichsposi beabsich- tigt, Krastwagen-Personenposten in verschiedenen Kreisen einzu- richten. Für Berlin sind folgende von besonderem Interesse: Eine zweimal tägliche Fahrt zwischen Trebbin und Bahnhof Wildpark über den Hauptbahnhof in Potsdam— Rehbrücke— Saarmund— Fahlhorst— Gröben-Ziethendorf— Schias— Blankensee— Schönhagcn— Löwendorf— Trebbin. Zwischen Trebbin und Blankensee sollen ferner von Mai bis Oktober Pendelfahrten veranstaltet werden und außerdem Sonderfahrten vom Potsdamer Hauptbahnhos nach Blankensee. Eine ähnliche Einrichtung ist für Zossen und Oranienburg— Bernau geplant. Heute liegen die Dinge so, daß keine direkte Verbindung zwischen Zossen, Trebbin und Potsdam, sowie zwischen Bernau und Oranienburg vorhanden sind. Die Beivohner dieser Orte können nur über Berlin mit großen Zeitverlusten verkehren, was schon lange als ein großer Uebelstand empsiknden wurde. Die im Bau befindliche„Umgchungsbahn" Michendorf— Saarmund— Sputendorf— Selchow— Alt-Glienicke— Köpenick— Biesdorf ändert an den heutigen Verhältnissen nur wenig, weil sie in der Hauptsache nur für den Güterverkehr Bedeutung hat. Im Nor- den fehlt bekanntlich jede Verbindung zwischen Bernau und Oranienburg, sowie zwischen Eberswalde— Groß-Schönebock und Oranienburg— Velten— Kremmen— Nauen. Der Straßenhandel mit Süßigkeiten, der nn großem Nm- fange betrieben wird, dürfte in kurzem dem Verbot verfallen. In der Kommission ftrr Bevölkerungspolitik der preußischen Landcsvcrsammlung ist die Frage eingehend besprochen worden; ebenso der Handel mit sogenanntem Fruchteis. Es wurde nach- gewiesen, daß die Herstellung dieser Süßigkeiten und auch das Fruchteis, das vornehmlsch von Kindern gekauft wird, gesund» heitlich nicht zu Verantivortcn sei, und die preußische Landesver- sammlung hat dem eiTistimmige» Beschluß des Ausschusses für Bevölkerungspolltik zugejnmmt» wonach ein Berbot des Straßen- Handels mit Süßigkeiten und mit Fruchteis erfolgen soll. Werft keine Obststeine auf die Straße! Immer wieder wer. den die Steine achtlos auf den Bürgersteig geworfen, ohne daß der Folgen gedacht wird. Wieviel Arm- und Beinbrüche, oft schwererer Art, sind.dadurch schon hervorgerufen worden. Da- rum achte man daraus, daß dies vermieden wird. Zuschüttung des WilmerSdorfer Sees. Der Wilmersdorfer See, der durch seine unangenehmen Ausdünstungen sich zu einer wahren Plage.der Answohnrschaft entwickelt hat, wird in einigen Jahren wahrscheinlich von der Bildfläche verschw'nden und die Wilmersdorfer Sialdtväier ein ständiges AergerniS los fein. Vor einiger Zeit war eine Kommission eingesetzt worden, die die Auf- gal>e hatte, die Gasausströmungen deS SeeS zu prüfen und die dabe? festgestellt hat. daß eZ sich um Sumpfgase und die Entwick- lung von Schwefelwasserstoff handelt Ans e.nem eingeholten Gutachten.des Kreisarztes geht hervor, daß es sich um gesund- heitsschädliche Gase nicht handelt, daß es aber vom hygienischen Standpunkt aus betrachtet, am besten wäre, den See restlos zuzu- schütten. Nach Berechnung würden die ZuschüttungSarbeilen etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen, doch sei ans Rücksicht auf die Anwohner«ine Verkürzung dieser Frist anznsirebsn. Einer Zuschütdung des Sees mit Müll stehen gesundheitliche Bedenken nicht im Wege, wenn besondere Vorsichtsmaßregeln angewe.ndct wenden. Aus den Gemeinde». Eharlvttenburg. Der Oberbürgermeister als Be- schützer der Hausagrarier. Von einem Fall sehr eigen- artiger Parteinahme d?S Oberbürgermeisters Scholz in Charlotten« bürg zugunsten der Hausagrarier, der in einer Vcrsammlung de» MietcrvereinS zur Sprache kam, erhalten wir Kenntnis Vor kurzem stand ein Mitglied des Mietervereins vor dem Rathause in Charlottenbuig mit einem Werbeplalat betr. Aufforderung zum Beitritt in den Bund. Als dies der Oberbürgermeister sah, trat er an den Betreftenoen mit den folgenden Worten heran:'„Schämen Sie sich denn nicht, hier zu stehen und zu agitieren? Wissen Sie nicht, daß Ihr Stehen vor dem Rathaus verboten ist?" Einig« Tage später erhielt der Plakatträger von seinem Vorgesetzten die Miiteihina daß der Oberbürgermeister den Leiter der Behörde, in dem der Betreffende beschäftigt ist, von dieser Agitation Mitteilung gemacht habe, so daß d e Stellung des Betresfewden gefährdet sei. Aber noch nicht genug mit dieser häßlichen Denunziation, richlete der Wagistrat Charlottenbirrg noch außerdem an das Polizei- Präsidium das Ersuchen, die Straßcnagstation für den ' MiVerveresn Charloffenburg zu unkerßagen, und M« Etinwohnerwehr, die bei der Jagd auf Plaiattra� i natürlich auch nicht fehlen darf, hat das Regiment ' ersucht, vor das Rathaus zu rücken und den Vürgerste�, der WerbeplakaituVer stand, zu säubern. Nur dem besonKff' Einschreiten einer Person, die dem Werbeplakatträger von wlj\, Ersuchen des Magistrats Kenntnis gab, ist es' zu verdanlen.,. der Eingriff des Regiments Oven und weitere Folgen verh>. worden sind. So haben sich denn all« reaktionären Elemen«. � Oberbürgermeister bis zum Söldner, zusammen gesunden, � einen Plakatträger zur Strecke zu bringen. Unsere Ge""� � Stadtparlamenk werden nicht versäumen, den Herrn Obervu v meister und den Magistrat au ihre eigentlichen Pflichten Z innern. � Nowawes. Im Mittelpunkt der letzten Eemeindevcrfte Sitzung stand die Lebensniittelversorgung. Schon seit>. Zeit hatten es die Vertreter der U. S.'P. versnchOw lichkeit mehr denn je mit dem Stand unserer Lebensm Versorgung bekannt zu machen, damit die in der Devoll-- von Zeit zu Zeit auftawlenden Gerüchte über die.betress. Verwaltungsstellen refp- deren Anordnungen auf feil geprüft wrrden konnten. Getadelt wurde schon m vorherigen Sitzung von unseren Genossen, daß die Kown> für die KriegSwirt sibaft noch nicht einberufen i.W Diese Kommission hatte nun getagt»ind Genosse Lav berichtete über die Einrichtungen und die erfolgte Prusunz Bücher durch den vercide-en Bücherrevisor, womit wir un frieden geben mußten, trotzdem wurde noch manches uv � bähe Preise der Lebensmittel und ungerechte Verteilung. Koblen zur Sprach» gebracht, und unsere Vertreter n'. auch Weiler darüber wachen, daß alles vermieden w>r- d an sich schon traurigen Verhältnisse in der Lebenshaltung � zu verschlechtern. Gew-Vertr. Nathan stellte im übrig � Ersatz für die demnächst fehlenden Kartoffeln andere Nad � mittel in Aussicht. Eine erregte Debatte enttspann sich" � Erhöhung des Kredites für die KriegswirtschaftSabteilung eine halbe Million, da bei der zu erwartenden erböhten fuhr von Lebensmitteln genügende Mittel zum Einiaus � Händen sind. Der Konservative B a r g u n S wollte nwü„ einer Erhöhung d«S Kredites wissen, es wurde ihm«ver Bewußtsein gebracht, daß jetzt andere Leute in der®ei" j-cii Vertretung zu bestimmen haben, und es wurde dann"Uw die„Fraktion" der Rechten die verlangte Erhöhung des � bewilligt. Im übrigen ein ergötzliches Schauspiel, ww � Konservativer einem Demokraten leichtfertigen Einkmü dichtet! sebensmMaler.de?. Staaken. Am Frettag gelangen zur Ausgabe amerlkwi�K. Schmalz au, Abschnitt 6 der Einsuhrzusatzkarte Graupen. �,#1 und Bilsch. Sonnabend, den 19. Juli. Butler auf Abschnitt Fettkarie. Mehl auf Abschnitt 7 der Zusatzkart«. Näheres über f in den Aushöngekästen. Ans den vr5anifaNgnen. � Sechster Kreis. Moabit. Am Freitag, den 18. Füll, abends �, 9 Uhr finden di- U:wahlen zum Spedileur in Moabtt m ftw Lokalen statt: 12. Abt.: Faber. Stephanstr. Ii, ,11 Abt.. Oldenburger Straße 10, 14, Abt.: Piltz, Nostocker Slraße 27, w (aQCSleuWnn.t6fS.' Viertel. Freitag abend 7'A Uhr Funktionächk� bei Hain Nachfolger. Nogatstr. 34. Ecke Vodestr.. U Mari« ndorf. Freilag nachm. S- Uhr EemeindevsrtreiersitzU'« der JfMa fce» Gymnasiums,«aiferstr. Zuhörer haben Zutriit. Vire'nssii'enker. Obleute der AngestelltewAnssch. der Fachgr. 12 lAsenkon Großschlosserei-Betr.) versammeln sich 18., 6% Uhr, Resiauranl» tonbräu", Friedrichstr. 172. Verantwortlich für die Redaktion Alfred Wielepp, Periagsgenostenlchaft.Fieiheit". e. G. m. b H. Berlin.— Tcuo � Lindendruckerei und Verlagsgelellschafl w. d. H. Schiftbauerdaw %n den näöjficn Caom crschcmt emcZfbrcchnMH mit den Krdiisfozialinni von Arthur Crispicn. Preis 50 Pfennig. vcl>eNungm richte man sofort an die üerlaosoenotrenfdjaft„frtUjeii" e. 0. m. b. ft., v M Rbttilung Buchhandel SchtKhaueidamw ÄÄiiSMI i-ßuM r Helaliorkiler-Vcrliflail _ Verwaltungsstelle Berlin. Tod s�nzeige. Den Kollegen zur Niichricht, daß unser Kollege, der| Csuiaid SSaschzik, ■ncruner Sir, 7. am 13. d.Mls.. gestorben is. fhre seinem Andenken: . f)ie EinSschen ng fin let-IM Freitag, den IS. d. Mts. wniliaüs 3'i3 Ultr, vom Krematorium Qeiichstraile j i- statt Rege Beteiligung erwartet Die Orlsverwa'tung. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege . r Drüc-cr_. Gustav Strohmann, Admiralstr. 18 E am 13. d. Mts., unser Koi'e-'e der Masciilnenarbeiter MiehaeS Zurozak, fJromer Str. 41, am 6. d. Mts,, unser Kollege, der Maschine narheiter Friedrich Gallert, Iii nstr. 13. am 7. d. Mlsn , Kollegin. Arbeiterin Emmi Halfmann, .■ icr Str. 84. am 10. d. Ml», gestorben sind. Ehre ihrem.denken I Die OrtswerMfaltung- 6. Kreis 72. Abi. Bcr. 776 a. Am Sonntag, den 13. Juli verstarb unser Getto st Oswi d Blascbzik Kamenincrstr. 7. Die Einäscherung findet am Fre.taK. den 18. Juli. nac mittags 3h, Uhr Qerichtstr. 37-38 statt. Un ro;i ßetti'iouno«rucht Der Vorst.V'd. IS55*OTtESB»rEaP«a Gk Litis dar Angesteiiten- A sschösss dar MeieUndustrie. Schriftliche Einladung muß heißen; 6' i Uhr Plenarsaal des Herrenhauses. Sctilossemriieit aller Art, Drehen. Rohren. Pellen etc., sucht— Vermittlung honoriert hoch— Karl Mennig. Berlin N 31. Bernauer Str. 100. 2 Leitspindeln, 2 Mecha- nikerbSuke verkauft billig nach 4 Uhr, Schubert, VVOhlertstr. 21 Anzug und Ulster von Militärtuch 325 M. verkauft Vogc'. Ackerstraße 35. Piano verkauft Ens, Wins- straße 27 IN. Kaale allerlei Qarn.Wä�che, Schür zeustoffe. Stoff reste.Nes- sel, Säcke. Schickler, Ueorgeu- kircbplatz U. oooooooocooooooooocoooooooooooo Für die Verwal ungss cMen Hamm n. d. Sieg und Wissen a. d. 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