Einzelpreis 15 pfg.- 2. Jahrgang Sonnabenö, öen 14.?uli 1414 Nummer 340> Morgen-�usgove � erscheint morgens und nackmuttags, an?onn« u»!'.Festtagen nnr merzen». Tttx Vezugepreis teträgt bei freier �uftellung ins Hau» mr Groh-�erlin oder bei dir»»u i�ostbezuo obne Bestellgebühr monati Sf— bei Zustellrmg unter Streifband S,-» oli, Die M�.reiheit� ist in den ersten Biest frag der pc::fitnngtliftt lür ibib erngetr e» Redaktion: verlin S-W.«, Schiffbauerdam« HM«. Zrrnsprecher: Aini Word.-.''»5 und 88»«. Znserat« tosten die achtgespalt. Nonpareillrzeil»«der deren Baum 1,20 Itlf., w. rtairzeizen da, iettaedruckte wort 5« Pf. jede, weiier? Wort 25 Pf. TeuerunaSjuschlaa 50 proz jamilien» und versamnilungeanzeigen fSllt der Zuschlag fort. Znserute für den daraus- folgenden Tag müssen spätesten» di» 3 Uhr nachmittag: bei der Expedition anfg.'gebe» sein »rpeditio«: Berlin 0!W. o, SichlffbaiierdiWtm I» Frnisprecher: Ami Norden i>7«8 Berlhw-Organ ber VmbbängigmSwialöemofmtie Steutiwianöe Montag: Allgemeine Nrbeitsruhe Znternationale Kunözedung für öen Sozialismus� ###;# der llnahhänitzsn Weiker- unö öelliebsrAe Sr»Z Verliliz. „Die am 18. Juli tagende Konferenz der U. S. P. D.. «rbeitcrrätc und BetriebSfunktionare fordert die rcvolutio- näre Arbeiterschaft Berlins, wie auch die Angestellten und Beamten aust sich dem für Montag, den 2 1. I u l i, don dem internationalen Proletariat geplanten Protest streik anzuschliestcu und gleichfalls am 21. Juli iu«ziueu 24 stund igen Generalstreik zu treten. Durch diesen Generalstreik soll der einmütige Protest j*t gesamte« inier.iatioLalen Arbeiterschaft gegen den Bersaillcr Gewaltsriedev, gegen Jmpe. Cialis muS und Kapitalismus, gegen die �ewaltmastuahmeo der Euteute gegen «owjetrustland und Ungarn, gegen Schutz. �aft nnd Unterdrückung der Preßfreiheit, llege« die Gegenrevolution und gegen alle Ge. dmltmastnahmen, die von den dcrzritigcn Regierungen dem rrvvlutionärcn Proletariat gegenüber angcivandt werden, Zum Ausdruck gebracht werden. Es gilt zu demonstrieren sür die interna tio» »ale Solidarität, für den gemeinsamen Kampf des Scsamten Proletariats zur Eroberung der politi- s ch e n Macht, für den Gedanken der Welt» revolutivn und der sozialistischen Völker- � f r e i u n g." A» xekcmiliils zur ZotenisSsnille. Die gestrig« masse»kast vefuchte Fraktionssitzung der N. S. P. D.-Arbeiterräte und Betriebsfunk- t'o näre, die in dm Eophiensäien tagte, war durchweg von rc- voüitioiiärcr Stimmung und kampstrützcr Begeisterung erfüllt. 8um ersten Punkt der Tagesordnung: Stellungnahme * w m Internationalen Streik des Proletariat? Segen den Gewaltfrieden der Entente waren eine Unmenge Anträge von den Lertretern der grossen Betriebe ringe- «°ngen, die übereinstimmend darlegten, daß flch die Belegschafirn der Großbetriebe überall fast einstimmig für einen 2iftündigen Protest, und Solidaritätsstreik nuSgesprochen haben. Anch in der ziemlich auSgiebigcn Diskussion kam gegen eine» oder zwei Redner, die Kleinbetriebe vertraten, d°r einmütige Wille zum Aufdruck, diesen Tag de« Protestes nnd rsa—.-ö... bk. fnnktionäre wurden aufgefordert, diesem neuesten Schkag ödr Reattion und�der Bcrrütcr am Sozialismus dadurch zn be. gegnen, daß sie in ihre» Betrieben für die nötige AufNärung unter der Arbeiterschaft sorgen, daS Berhalten de«� rechtSfozia- listischen Arb�itmäte kennzeichnen, für Reilwahlen von rrdolu- tutionär gesinnten Arbeiterräten eintreten und die Einrichtimg deS BollzngsratS nnd der Arbeiterräte durch Aufbringung der finanziellen Mittel und durch moralische UuterstntMng zu er- halten, damit diese da» große Werk der Organisation der Ar- briterklasse auf dem Prinzip deS RätesyftemS vollbringen können. Mtt einem begeisterten Hoch ans d a S internationale Proletariat und dir W.ol t r x v o l u t i« u wurde die Berfammlung geschloffen. wmmm stehende Resolution angenommen. Gegen einige Stimme« fand auch ein Antrag C'«s Paul N e u m a n n Annahme, der die Arbeiter der- mittclbctricbr. saubgenommen di« BraucreiarbeUer), v« � � »ad Waffcrwcrke von diesem Generalstreik, im Jntereiie proletarischen Bevölkerung ausgeschlossen tvisscn �,iina Bei Erledigung d«S zweiten Punktes der a.age' geißelten Gen. Aicha d Müller und dir ihm nachfolgen�. Redner dag Verhalten der S. P. D.-Frak. Ion P« llz u g«» a t S, die nur nach einem Borwand 8*;"■ j"' °m durch ihren AuÄtritt au, dem Bollzugseat und der»m"» sammluug die Jnsntution der Arbciterräte abzuwürgen gefällige Diener der in der Regierung sitzenden evübrcr: Partei dem»evolutionäre, i Proletariat die letzte% Errungeuschaft zu zerstören. Die«rbriterrätr und-i- Der französische SfteMesM wird aufrech!- erhallen! Basel, 18. Just. Während di« HavaSagentur fvanzofische Presse stemmen bringt, die von Zugestmldniffen der Eonfebcration generale du travail gegenüber der Regierung mit Vezug auf den beabsichtigto«. Ge- ncralstveik berichten, teilt die Sgcnoe centrale heute mit, daß der VerwaltungSrat deS Allgemeinen ArbeiterbundeZ von den Maßnahmen der Regierung nicht befriedigt ist und den Streik- beschluß für den 21. Juli aufrecht erhält. Amsterdam, 18. Juli. Wie der.Tckegraaf" au? Paris meldet, hat der Allgemeine Arbeiterverband mit Rücksicht auf die Opposition des Personals der öffentlichen Dienste, besonders der Angestellten der Eisen- bahnen, der Mclro(Untergrundbahn) und der Postbeamten be- schloffen, daß die öffentlichen Dienste nicht an den: allgemeinen Streik am 21. Juli teilnehmen sollen. Generalflceik in Men m 21 Zuli. Wien, 18. Juli. ■Der Kreisarbeiterrat Wien hat gestern abend beschlossen, als internationale Solidaritätskundgebung am 21. Juli den Generalstreik eintreten zu lassen. Vordem hatten sechs Kommunist« rverfamn lungen gleichfalls den Gcnerafftreit be- schlössen. � Sie Malur der ZsldLkcska. Königsberg, 18. Juli. Heute abend drangen 50 Grenzschutz- und Reichswehr soldaten, nachdem sie da? MagistratsgebSuve umr'-ngt hatten, i» den Stadtverordnetensitzungvsaal ein„nd holten die beiden der unabhängigen sozialdemokratischen Partei angehörenden Stadtver- ordneten Mittwoch und Dr. G o t t s ch a l k hcrau». Mittwoch. der Redakteur der unabhängigen„Freiheit" ist, hatte in verschic- denen Artikeln die Grenzschutz, und Relchswehriruppc« angegrif- fen und dadurch unter diesen ein« starke Empörung hervorge- rufen(?). Die Soldaten führten die beiden Stadtverordneien ans die Estrade de? MagiftralssitzungSsaale», wo sie in eine» Erklärung di eAngriffe gegen die Reichswehr- nnd Grcnzschi-tzsol- dalcn zurücknehmen mußten. Sämtliche Parteien der Siadtver- orduetenversammlnng protestierten aus das schärfste gegen diesen Vorgang. Die Sitzung wurde geschlossen, die Unruhen pflanzten sich auf die Straße» fort, wo die Menge, die hauptsächlich aus Ar- beitern bestand, gegen die Soldaten Stellung»ahm, die sich durch einige Schrecklchüsse zu wehreu suchten. Kein Wort ist zu scharf,, um den Einbruch des bewciff. neten Soldatenhaufens in das Stadtparlamcnt und ihren Gewaltakt gegen unsere Genossen, der zugleich eine Wer- gewaltigung der ganzen Versammlung war, zu geitzeln. Dos also ist unsere„vollendete Demokratie", daß irgendeine der angeblich zum„Schutz der Ruhe und Ordnung" bestellten No&kcgarden die freigcwählten Mitglieder des Stadtparla- ments wegen ihrer öffeutliäi-politischcn Betätigung ver- gewaltigen dürfen! Wenn irgend etwas, so ist dieser'Gor- fall geeignet, auch dem Blindesten in Deutschland klar zu machen, rwe tief wir im Sumpf der Konterrevolution stecken. Sie Zstlernalionaie. Von Rudolf Hilferbing. 1. Der Zusammeubruch der zweiten Jrrt»rnatssnale-\ Der Gedanke nnd daS Gefühl der internationalen Sol&w darität des Proletariats hatte durch den Krieg eine fckstvsrt» Einbuße erlitten. DaS Marx-Wort, die herrschende Ajpv» logie einer Zeit ist die Ideologie ijrer herrschenden sen. hatte sich an dsm Proletariat tragisch erfüllt. Mo serbischen, rigstschan und itÄienöschen Sozialisten, die vorher ihre Reihen von dem Reformismus gereinigt hattefl» blieben zwar den Grundsätzen deS intenmtionalen Sozial!� >nus treu, aber die Arbeiterparteien Deutschlands. Frank-. reichs, England?. Belgiens versagten und kapitulierten vor der nationalen JSwologie. Die zweite Interna tio« n a l e brach zusammen. Die historische Periode, die mit der Vollendung der Schaffung der großen Nxitionalstaaten, durch die HersteXung der italienischen und der deutschen Einheit, mit dem Fall der Poriser Kommune und dem Ende der ersten Jrtter nationale einsetzt und im Weltkrieg ihren Abschluß findet, zerfällt in zlvei Perioden. Der erslie Abschnitt, der etwa bis zur Mitte der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts reicht, sieht die allmähliche Entwicklung des mißerenglischen KopitaliS- mus und dos Heranwachsen der Politischen und gnoerschast- lichen Arbeiterbewegung. Sie organisiert sich im lltshnren der nationalen Staaten, und in ihr erstarkt allmählich die marxistische Auffassung vom Klassenkampf. Die kräftigste Entwicklung nimmt die dentsche Sozial- demokratie. DaS autokratische, scheinkonstituüonike SlKem, die Ausnahkpegesetzgebung des SozialistongesetzeS schaffen eine Situation, die die Arbeiterklasse in den schärfsten Gegen- satz zu den Herrschenden bringt und sie die Lehre deS Kbasten- tanipfsS in ihrer grundsätzlichen Ausprägung"am ehesten verstehen lehrt. In der letzten Phase dieser Periode sind die nationalen Arbeiterpo-rteien so weit konsolidiert, ihr politischer Einfluß soweit erstarkt, daß das Bedürfnis nach micenationaler Kooperation sich wieder stärker geltend macht. Die ztveite Internationale wird begründet und die Feier des 1. Aar beschlossen. Mitte der Wer Jahre Geginnt mit einer neuen Auf» schwungSperiode des Kapitalismus der zweite Abschnitt. Das Kapital erweitert mit umgelheurer Wachstumenergie sein Ausdetinungssold über die ganze Welt. Der quantita- tiven AusdShnung entsprechen qualitative Aenderungen. DaS Streben nach Absatzniävkten weicht dem Drcnvg nach neuen Anlagefplstiren für das Kapital, der reine Waren- export wandelt sichx immer mehr zum Kapitalexport, die Monopolorganisationcn des Kapitals, Kartelle und Trusts drängen die freie Konkurrenz zurück, reißen im Bund mit den Großbanken immer mehr die Herrschaft �Äder da? nationale Wirtschaftsleben an sich, stellen die Staatsmacht immer erfolgreicher in den Dienst nnd benutzen sie, nin durch sie ihr Ziel, immer neue Teile'des WeltuiarktcS zu monopolisieren, zu erreickzen. Eine neue ökonomische Form des Kapitals ist erstanden, das Finanzkapital und seine Wirtschaftspolitik heißt Im- P e r i a l i s m u S. Revolutionierend dringt das Kapital in alle rückständigen Gebiete vor, erobert Kolonien, erweckt bisher gcschichlslose Nationen zu geschichtlichem Kampf, und erzeugt in einem beständig sich steigernden Nmwälzungö- Prozeß Revolutionen und Kriege, MS all die ungeheuren Gegensätze, die es entbunden W. schließlich im Weltkrieg aufeinanderprallen. Aus das Proletariat wirkt diese Sturm- und Drang- Periode des Kapitals zwiespältig ein.. Auf der einen Seite leistet es dem Imperialismus, der alle StaatSauSgaben steigert, die Rüstungen zu Lande und zur See im Wahn- sinnstemvo vermehrt, die Staatsmacht allgew-ccktH, macht und die alte Demokrane aushöhlt, wachsen ten Widerstand. Aus der anderen Sorte nimmt es bis zu einem oeKstssen Grade in den entwickeltsten kapitalistischen Ländern au dem okonom«chou Austchßvung teil. KHen.'w,?"'DePreWnS»enoSen warm Krzer«nd weniger drückend geworden, die Arbeitslosigkeit und Erl- Iteirzunichei�it verringert, die x?ohne unter dem Druck der VÄverkMften gestregen. Die ökonomische Blüte erfüllte »en Geist aller schichten der Nationen ganz mit materielle? Interessen. Auch in der Arbeiterklasse trat hinter den rein materiellen Bestrebungen der miinittelboren Gegenwart hinkr BoMmgen der geistige Gehalt chrcß«Beftcmußä- kampseS, d-e Begeisterung für den idealen Inhalt der Bc- Wr d-e großen politischen und sozialen Ziele zurück. Das„Bereichert euch!" der Herrschenden blieb nicht ohne Wirkung auf die seelische Einstellung der Beherrschten. DaS Endziel, ruckte immer mehr in die Ferne, der Tageskaiupf und kleine Gegenwartsforderungen beherrschten immer mehr die Bewegung. Der Widerstreit der beiden Tendenzen, der in dem Gegensatz zwischen Reformismus und Radikalismus zum Ausdruck kam, ohne sich restlos mit ihm zu decken, da auch der oiadiralismus vielfach zur bloßen Tradition und zur Agitotionsroutiiie. erstarrt war, wirkte niederdrückend und lahmend auf die Arbeiteibewegung. Zwar wuchs sie unanf- haltsam in die Breite und konnte stolz auf ihren organisa- torischen Ausbau hinweisen, sich der wirtschaftlichen Erfolge rühmen. In der Tat hat die Arbciterbeivcgung dieser Pe- node, durch die ökonomische Gesamtsituution begünstigt, mit Erfolg den LcrelcndungStendenzei» des.Kapitalismus ent- gegengewirkt, die materielle und geistige Lebenshaltung breiter Massen gehoben und ein bedeutendes Kulturwerk vollbracht. Aber gerade die Erfolge der Bewegung schwäch- ten ihren Kampfescharakter. Die Ueberwindung des Kapitalismus durch den Sozialismus trat zurück hinter dem Streben, sich an die sozialen und staatlichen Bedingungen der kapitalistischen Gesellschaft anzupassen, und die rasche Entwicklung der kapitalistischen ProduktionLkräfte schien für diese Anpassung noch weite und langfristige Mög- lichkciten zu gewähren. _ Die zweite Internationale spiegelte diesen Zustand ihrer nationalen Sektionen Wider. Die Schwierigkeiten und Hem- itUingcn, die innerhalb der Parteien vorhanden waren, ver- vielzältigfen sich auf dem weiten Boden der Internationale, die so viele Parteien auf den verschiedensten Stufen der Ent- Wicklung umfaßte. Ihre Verdienste lagen aus dem Gebiet der Propaganda und der Demonstration. Eigentlichen Kampfcharakter besaß sie nicht und Richtlinien einheitlichen Handelns konnte sie nur in beschränktem Maße geben. In der letzten Zeit vor dem Kriege schien sich ein Ilm- fchwung vorzubereiten.' Die einsetzende Teiimmg, die wachsenden Rüstungen, der zunehmende Steuerdruck, die auscinandersolgenden Kriegsgefahren bereiteten eine Radi- kalisierung der Massen vor und stärkten die Bestrebungen, die Arbeiterpolitik durch eine klarer? Taktik wieder zur prinzipiellen Selbstbesinnung zurückzuführen. Aber diese Bestrebunaen' drangen nicht durch. Die Dakuk der Arbeiterklasse ist ja nicht etwaz Willkürliches, von den Führern zu Bestimmendes. Die Arbeiterklasse selbst iriM ihre Entscheidung in den taktischen Kämpfen, und diese Entscheidung ist nicht frei, sondern wird durch cht? Klassenlagc objektiv bestimmt. Die radikale Taktik, lheore- tisch meist akzeptiert, scheiterte praktisch zuletzt nicht an dem Widerstand der Führer und Organisationsleiter, sondern an dem Mangel einer revolutionären � V* lIm* l- 0 n' der ökonomischen Bedingungen dieser Periode noch nicht gegeben war: sie scheiterte an der mangelnden revolutionären Energie und Entschlossenheit der Massen selbst, die sonst den hemmenden Widerstand der Fuhrer überwunden hätteni. In dieser Situation brach der Krieg ans, und das Ver- halten der Parteien zeigte, wie stark die reformistischen Tendenzen, wie stark die bürgerlich? Ideologie in der Ar- beiterbewegung gewesen war. Die Parteien versagten und keine mehr, als die, die in der zweiten Internationale die unbestrittene Führung gehabt hatte, die deutsche So- zialdemokratie. Ihr Fall war so tief, weil gerade bei ihr der Widerspruch zwischen der theoretischen Einsicht. zu der sie sich bekannte, und der nationalistischen Praxis, die sie jetzt befolgte, so klaffenRward. Gerade sie hatte ja mit besonderem Stolz ihre internationalen Grundsätze be- kannt, den Nationalismus mit besonderer Schärfe abgelehnt. die imperialistische Politik mit zunehmendem Nachdruck be- kämpft. Und nun die völlige Kapitulation l Aber noch aus einem anderen Grunde war da? Der- halten gerade der deutschen Partei besonders Verhängnis- voll. Auch die anderen Parteien gaben die sozialistischen Grundsätze preis. Aber sie blieben noch immer wenigstens auf dem Boden einer demokratischen Ideologie. Sie glaubten sich für die Rettung der Demokratie gegen den preußischen Absolutismus und Militarismus zu entscheiden. Das war eine grobe Täuschung und eine gefährlich? Illusion. die im Widerspruch'stand zum sozialistischen Denken: aber es war immerhin psychologisch nicht dasselbe wie das Verhalten der deutschen Partei. Denn hier bedeutete der Burg- friede und die Unterstützung der Regierung nicht nur die Preisgabe des proletarischen Klassenkampfes, sondern auch die der Demokratie zugunsten des preußischen Militarismus und Absolutismus. Und wenn durch die Stellung zum Zarismus, durch die Täuschung über den Angriffscharakter und die nnperialistischen Ziele des Krieges im Ansang noch Zweifel bestehen konnten, so führte das Festhalten an der KriegIpoliti? im weiteren Verlaus deZ Krieges auch ideologisch die deutsche Sozialdemokratie noch weit mehr in die Irre des Sozialnationalismus und Imperialismus als die anderen Parteien. rck Älas Ende des Streiks in Stettin. Stettin. 18- Jul' Infolge der Aufhebung des VelagcruilgSznbaiidcs und sonstigen Zugeständnisse der Negicrung ist sowohl 8er 8'' neralstreik als auch der Bürger streik aitsflkb«' b e n worden. Seit heute nachmittag find die Läden teilw!i!> wieber geöffnet. Die Straßenbahnen verkehren wicdw Das Wasserwerk ist bereits seit heute früh wieder i» f1* trieb, nachdem eS militärisch besetzt worden war. Der Tamps�' verkehr nach dea Seebädern wird morgen früh wieder v" � nommen. Arbeitsaufnahme fei Vorpommern. Greifswald, 18. Juli.> In Greifs wa kd ist eS. wie die.Greifswalder Zeitung ntelM, nicht zu einem Streik gekommen. In Stralsuu wird voraussichtlich noch im Laufe des heutigen Tages der tteraL und der Abwehr streik abgsHrochen werden. In 0 c' tnen wird die k.rbeit morgen aufgenommen, in Anklani a« Montag. Am Landkreise Franzburg war hercW gestern die Wiederausnahme der Arbeit bis auf wenige � ---'«3" nahmen erfolgt. Dia bei den Stettiner Verhandlungen zuge? Verfügung, daß die anläßlich des Streiks Verhaftete"� entlassen seien, wurde heute dormittag hier vollzogen. die Verhafteten um 12 Uhr aus dem hiesigen Landgerichtsgesä"!"■ entlassen wurden, wurden sie von per angesammelten Mensch."' menge mit Hochrufen begrüßt. Die«Vollendete Demokratie". Damit war aber auch die zweite Internation. re zu- sominengebrochen. Das Proletariat schoß nicht nur in den Schützengräben, unentrinnbarem Zwang gehorchend, auseinander, die Parteien logen auch im geistigen Widerstreit: der Brudermord, nicht als schauriges Verhängnis rebellier' empfunden, sondern als sozialistische Pflicht geboten, töt:.„ den Gedanken der internalflina'len Brüderlichkeit— die zweite Internationale war gewesen. in Uommew. In Stettin ist eS zu einer Einigung gekommen. � Die Regiernngsve Ureter haben sich bereit erklärt, den Belage- rungszustand auszuheben, die Vertreter der Arbeiter sagten daraufhin zu, den Generalstreik in Stettin und in den anderen Städten Pommerns zu-beenden und sich dafür einzusetzen, daß unter den vertraglichen Bedingungen auch die Landarbeiter zur Arbeit zurückkehren sollten. Wenn es in Pommern zu einer so bedrohlichen Zuspitzung der Lage gcokmmen ist, so trägt daran die Schuld die Negierung, die nicht nur die Agrarier ihr Unwesen bis zum äußersten treiben ließ, sondern auch den niilitärischen Befehlshabern freie Hand zur Aufrichtung eines Gewaltregiineuts ließen. In einem Leitartikel der Freitagabend-Ausgabe des „Vorwärts" beschäftigt sich Georg Schmidt, der Vor- sitzende des deutschen Landarbeiterverbandcs mit dem Streik und seinen Ursachen. Er sagt darin folgendes: Der Regierung kann ich den bitteren Vorwurf nicht er- sparen, daß sie in Pommern nicht rcchtzptig eingegriffen hat ES wäre notwendig gewesen, schon seit langem gegen rechts vorzugehen. Das ist nicht nur meine persönliche Meinung, sondern auch die Meimmg der sozialdemokratischen Fraktion der preußischen LandeSversaminlung. Damit bestätigt Schmidt das, waZ wir früher ansge- führt haben, daß nämlich die Regierung einen Hauptteil der Schuld daran trägt, daß es erst zu diesen Auseinander- letzungen gekommen ist Der Kamps in Steffin. Eigener Drahibericht der«F reihe? pst Stettin, 18. Juki. Der Kampf der Stettiner Arbeiterschaft gegen Den Belagerungszustand war mit dem Bürgersireik beantwortet worden. Dieser Bürgersireik kam der Streikleitung sehr gelegen, weil da- »urch die Stillegung sämtlicher Betriebe vollständig wurde. Gestern nachmittag fanden große Versammlungen statt. Der Belage- rungSzu stand wurde nicht beachtet. In den großen Versammlungen sprachen Redner der drei sozialistischen Parteien sowie der Angesielltenvereine und Verbände: selbst die Angestellten des deutschniUionalen Handlung? gehilsen-VerbandeS hatten sich dem Generr"ireik angeschlossen. In den Versammlungen wurde eine Resolution angenommen, die flammenden Protest gegen die militärische Willkür erhob und die Arb-iierschast der ganzen Pro- »mz zur Arbeitsverweigerung auffordert-. Die Folgen des Generalstreiks hatten sich inzwischen schon be- merkbar gemacht. Die Wasserwerke standen noch immer still, die Brunnen fingen schon zum Teil an zu versiegen, die Bäckerläden waren infolge des Generalstreiks geschlossen, der Streik war selbst für die Arbeiter schon sehr fühlbar geworden. Der Eisenbahn- beirieb im ganze» DireltionSbezrrk war stillgelegt. Das war di» Antwort auf die Herausforderung de» Stettiner Bürgerrats, der den Bürgersireik proklamiert hatte. Bei den Verhandlungen mit den Regierungsvertretern w-rde von diesen mitgeteilt, daß sie nur die Vollmacht hätten, den Be- lagerungSzustand aufzuheben und wegen der weiteren Forderungen der Arbeiter keine absolut bindende Erklärung abgeben könnten. Obwohl ihr Gegenvorschlag nur wenig befriedigen konnte, schlug die Streikleitung in Anbetracht der Opfer, die der Streik der Ar- Nierststt, Mit 10 gegen eins Stimme vor, sich damit vorläufig zufrieden zu erkläre» und den Generalstreik auf- zuHeben. Freitag vormittag hat eine Vertraucr.smännersitzung den Ve-' richt dieser Verhandlungen entgegengenommen; sie stimmte ein-! mutig folgender Resolution zu: »Die Vertraucnsmännerversammlung erklärt den General-; streik für aufgehoben, ist aber von den Zugeständnissen� der Regierungsvertreter wenig befriedigt Sie erwartet von der Stcgiening, daß sie künftig mehr als bisher in ihren Maßnahmen die Wünsche der Arbeiter berücksichtigt, daß insbesondere die bescheidenen Forderungen des Pommerschen Proletariats erfüllt werden." Die Arbeit in den lebenswichtigen Betrieben wurde sofort wieder aufgenommen und m den Nachmittagsstunden wurde die Straßenbahn wieder in den Verkehr gesetzt. Morgen w.rd die Arbeit in vollem Umfange wieder ausgenommen. Der Streik ist in der ganzen Provinz ohne jegliche Zwischenfälle verlaufen, in voller Einmütigkeit haben all« Arbeiter und Angestellte den Generalstreik durchgeführt Es war eine erhebende Kundgebung der Solidarität des kämpfenden Proletariats. Aushebung des PelagerungsUistands fei Pommern. Stettin, 18. Juki. W. T. B. teilt mit: Die Verhandlungen im Oberpräsidium zu Stettin am 17. Juli haben Uebereiwstimmung der Vertreter der Zivil» und M-litärbehorden mit den Vertretern der Bevölle- rung darüber ergeben, daß gegenwärtig ein Grund zur Rufrecht- erhaltung des B-laacrungSjustandeS in der Provinz Pommern nicht bette ht.— Di« Kommisiane de» GtaatSminsiteriumS, AnterftaatSiekretär Meder und KneeziirSki, haben infolgedessen hraft der ihnen erteilten Vollmachten namens der StaatSregie- rung de« über Teile der Provinz verhSnoten BelagerunnSzurtanb aufgehoben. Hierdurch entfallen die Maßnahmen, die auf Grund des am 12. Juli verhängten vorläufigen Belag-mingSzustandeS und der demgemäß ergangenen Verordnungen ergrissen find, in Sonderheit etwaiger Verhaftungen. ES wird ferner darauf hin- gewirkt werden, daß Verurteiinn-gen auf Grund des beität gten Belagc-ungSzuitandes gegen politische Vergehen im Hinblick auf Angemesssithcit eines Straferlasses nachgeprüft toertfcn. Gleichzeitig ist im Einverständnis mit den Vertreter.» des Generalkommandos die Zusicherung gegeben worden, daß in Zu- knnst M-itznastmen von der Bedeutung des Belagerungszustandes nicht ohne Zustimmung der Zivilbel'Srde» und im Benehmen mit den Vertretern der Arbeiterschaft getroffen werden. Die Kommissare glaubten sich hierzu um so eher entschließe» zu können, al» die Vertreter der Arbeiterschaft die sofortige Auf- Hebung des Generalstreiks zugesagt haben. Es wurde auch ins- besondere von ihnen anerkannt, daß nach dem Abschluß von Tarifverträsen die beiden Pautestin gebunden sind, jedsn Tarif- bruch zu verwerfen, und daß er namentlich während der Ertzte- zeit«in Vergehen gegen die Gesamtheit ist Zu« Uebertvachung der Jnwehaltung der Tarifverträge und Schichtung von Arbeits- stroitigkeiten wenden unverzüglich SchlichtungSanSschuss-e auf Grund des Gesetzes vom 23. Dezember ISIS eingerichtet werden, soweit e» noch nicht geschehen ist. Den Landräten ist es auf- gegeben über das dieserhalb Veranlaßt« spätestens bis zum 10. August zu berichten. Die Organisationen der Unternehmer und Arbeiter haben sich schon bei den Vorberatungen zu beteiligen. Der Bürgersireik ist alö beendet erklärt worden. Hinter den Kulissen der Spitzelregierung. Am Donnerstag ist in der Sitzung der kommu�'� Arbeiterräte Eroß-Berlins und der Kreise Niederbarnim Teltow unter anderem auch di« Veruaftung des Gr o sch e, Mitgliedes des Zentralarbeiterraies Niederbarnim und Volkskommissars beim Landratsamt./ Niederbarnim zur Sprache gebracht worden. Genosse wies mit Recht darauf bin. daß der amtliche Hi#�! Grosche sei wegen öffentlicher Aufforderung Generalstreik, und zum Terror(I) in Schutz!'?! genommen worden, nur ein V o r w a n d% In Wirklichkeit sei Genosse Grosche wegen seiner als kommunaler Arbeiterrat verhaftet mov-;' Wir sind in deck Lage, diese Behauptung des Genow Pfeiffer durch eine Reibe geheimer Dokumente zu beleg� die in dos lichtscheue Treiben der Regierungsbehörden W' den Kulissen gründlich hineinleuchten,. Schon am 6. April d. I. wandte sich Hauptmann P gj! der faktische Leiter der G a rd e- Ka va l l e r ie-Sck ü tz e n> Di v i st 0' an das Generalkommando Lüttwitz mit folgendem Schreibe»' Garde-Kav.-Sch.-KvrpS AbtVUL B.?lt.2G6/ BcrNn, den 5. 4. 19# An das Generalkom mand» Abteilung Lüttwitz. Aus Grund mehrfacher Besprechungen war mit dem SandC�' nmt Niederbarnim und der Zentralstelle der A.° u. S.-Nätt � am 31, 3. mit Nr. 347 übersaubtr Kreiüblattbekauntmachung bC;' einbart worden./ Der Vorsitzende der Zentralllelle, Grosche(«>.r-bWi�? iZozialdemolrat) ist nachträglich, aus(strund eines Parteibeschluß' von dieser Vereinbarung zurückgetreten; der mrhrhritSsozivlisii!� Vertreter hat sich diesem Vorgehen aus formellen Gründen geschlossen, trotzdem die Ausstkllung einer Einmohnerwehr von dt mchrheitSsozialistischen Parteikonserenz(f.„Vorwärts" Nr. 1'�' 2. Beilage, 3. Spalte) ausdrücklich gebilligt war. Dir KrriSblattbekanntmachiiiig konnte daher nicht rrscheiut weil die Zentralstelle die Gegenzeichnung ablehnte und Beko«"' uinchuugen, d!« lediglich vom Landrat unterschrieben sind, KreiSblatl nicht ausgenrmmen werden chjlrsen., Die Bildung von Einwohnerwehren mußte daher d"' KorpSbefehl Im Kieisblatt angeordnet werden.. Das G.K. S.K. hält diese Beschränkung der Tätigkeit Landrats von Niederbarnim für ungefrvlich»ich bittet pötzett Ortes vorstellig zu werben. Die Zentraistckle der A.» u. S �im hat infolge der eigenmächtigen H a n d l u n g s w e>> � des gänzlich unzuverlässigen Grosche die selbsta" dlz« GeschöfiSsührnng im LandratSamt in einem derartig gretzt Umfang an sich gerissen, da« dadurch die Tätigkeit des Landrei» fast lahmgelegt ist. gez. P a d st, Houdkmann und 1. GeneralstabSofstzitr' Da dies« Eingabe anscheinend nicht den göwünstb!'?! Erfolg hatte, wurde sie vom Hauptmann Pabst noclsiU�w mit folgendem Begleitschreiben eingereicht: Gardc-Kav�-Schlltzen-Korps. Abt VIII. B. Skr. 632. BerNn, den Ii AptN- Dem Generalkommando Abteilung L ü t t w i q. In der Anlag« legt daS GL. S.K. den am 5. 4. eingereicht Antrag, die TätlgkcitßbeschrZnknng de? LandratcS von Stiedet� b a r n i m hSheren OrteS zur Sprach« bringen zu wollen,«ow' mal» vor. Wenn eS auch nicht für eriPfehileuSwert gehalten wird, den augenblickliche« Verhältnissen ans den Inhalt de» Schreibe" näher einzugehen, so-bittet das G..ck.T.K. doch, de» Antrag geben z« wollen, um wenigstens dir Aufmerksamkeit der Ntgi rung auf die zeitigen«nvaltbaren Zustände zu lenken. I n v � Bildung von Einwohnerwehren wird das G.K.D.Jt immer wieder vor dir stfrnge gestellt, od die I» m u« a l e n Arbeiterrätc eine gesetzliche Ein riw' tnng sind oder nicht Eine reinliche Klärung dieser Ist dringend erbeten; nur durch eine gesetzliche Negcluuq lesst sich die zahlreichen bisher ausgetretenen Zweisal und Schwierig kellen beseitigen. Nm die Entscheidung in dem einen oder andern Sinn zn � schleunigen, hält da» G.K.S.K. die Borlage de? Antrages t" wünschenswert 'A. B. gez. Pabst, Hauptmann und 1. GeneralstabSoffizier. Das Oberkommando Lsitttvitz entsprach diesmal def drmgenben Wunsche des Hauptmanns Pabst urrd gab fei» Ersuchen an die z-u ständigen Regierungsstellen weiter., o" derselben Angelegenheit sanbte der Lanorat von Nieder' Barn im, Maisenbach, folgenden Bericht ein: Die Schwierigkeiten, die sich durch die Ausübung de».Kost' trollrechtes der Zentralstelle der A.» und S.-Räte des Kreises das LcmdratSamt ergeben, sind hier im allgemeinen wohl größer, als anderwärts auch. Die Zentralstelle hat ihr Kontroll» recht dahin ausgedehnt, daß alle grundsätzlichen Versügunge»** die neck Kyü'öbla iretung don sich rangen >hre ösi «alt seil »ahmen Lentrals Wanz g, »onderbc schreibe durch tzi, "che Bd Die richtunz na- Korpz i d>« im �hträg der U. iaupt n Kutersth dcr Zcnl de- ieim fluj eini Reigern llcUe fea «uSgcfaf bi 8«n SBeg a%, Ach d-r üßel SSasfe öuv Mit f« und dangigj, rden z Kossens «Soffen keri# Kaifang »cnbigf, soj �iniste, itrf5 Jriß> dorn Seit hcj '"Skr in der\ «, � k? Bldat J tootden »torlos feron? 'hohen JP is Msel Ä 'ch wö itm «mtnii Schill II �Ng'ZI �Qeni U>M Ichcn- ßns 1° heb bi, � wtz. i / öi«® im dem 3 R p 4,1 fe ?ii Icii hw ?chr J'Rniit �sien , ong Safft Mai ante: still. s • 0«' rh'l-- (weif' nicier. n Se- upfel- an'S» !uN., !tUNg sunt t ßc -im- !N C* >erei" 5(ii»' C'Cf" n !. Ä» inAnil -sch-n' (4 n«nd r.c'i-3 i'.H nt.!" fei!':1 in?c:r' zun' itzhakt sei- ltunS irden- lofie* fegen« linier bst- ision« öea: 319, Dt# «!' mi* ««' s« l'A lnk"« B*'" po#* ,or< bf' ittt* gim* t(« tä- ,(,(« ire.tr M« m.?,cM&ncte«&e:em«nb tunac« streng verboten. Bcianntmochungen des �nvra � l'che Belastung des GcschästSgvngeS mmm 5a"}>t nirfi'f � Aufstellung von Einwohnerivehrcn über- wollten, und daß er'--' aus diesem Grunde seine wierig- jst<,m 24. Juni in der bei uns üblichen Weise, und te QJ durch di? Verhaftung deS Genossen Groiche erfüllt w Inwieweit hierbei die„genauen Auskünfte" des "-Redakteurs Schönberg und des früheren r der»I. K." B a u UI e i st e r mitgewirkt hiu'orMcn, entzieht sich unserer Kenntnis Immer- a.'stt das Vertrauen, dai der Landrat in diese 0«, fetzt, austerordeiltliä» bezeichnend. Alles in , stellt der hier veröffentlichte amtlich)? Sch)rift- E!" die nicht wegzuleugnende Tatsache fest, dah woh-rcre WochM vor 6er S8erl>üflinig Grosche» alle in &"•■'cht fcmvraen'ben NegreriingSdohörden unter Leitung der «�/oe'�avalleric-Schützen. Division eine förmliche Äer- '�wörang gegen den Genassen Grosche infzeniert hatten. ka-»" V?ann, der ihnen in?l>töübung seiner Pflichten als ."'munaler Arbeitcrrat und Volkskommissar bei der Ein- 'll lNsf dg; Einwohnerwehren und Bewaffnung der«ord» tt�ßslwucn Elemente" im Wege stand, zu beseitigen. �genuber diesem klaren Sachverhalt wird kein Ableug- j�-gSversuch. keine Vertuschung und Verdrehung der amt- Stellen verfangen. Wird die gegen Grosche verhängte �wutzhaft" ouch noch einen Tag länger aufrechiterhalten. r°. beweist die Regierung, dast sie v o l l k o m m e n b e w u ß t '.Sch„,tzhaft gegen Arbeiterräte anwendet, die der«and- � Ulld OsliäierLherrjchast im Wege stehen. L!e msüLlchislische« LWere. Republikaner sind Gesinnungslumpen. •'« TfiM."'�rwürtS' per tccrqin �«.•vi v.iv.v........ " Offizieren der Reichswehr zuge- Uo»rcn. In diesen Briefen brachte» die Offiziere et>!»uy''ar äuin Ausdruck, daß sie nach wie Vor auf tingn.u der Monarchie sieben und die Revolution für &ie«?' ch tswürdigcn Verbrecherakt halten. entistl�'fen eine lflut von Vcfchimvfrmaen der öeten y; �»nd ihrer Führer, und triumphierend verkün- % Offiziere, ihre Gesinnung würden von mindestens k. lA» iL � OsfizierkoryS geleilt. %reth,.y"VorwtllrSch der immer bemüht ist, das reaktionäre v«re>- Ossizierskafte zu beschönigen, um dem neuen kiu das ausgesprochene Werk der RechtSiozialisten ist. vlich■ ö'ratiscfle» Mäntel chen umhängen zu können, wagte o'tech-n Falle nur von einer Ausnahme zn *%,/ r-ch'tzt muß er sich auch vom„Lokal-Anzeiger" sagen k Ig! J''ich die Mehr: hl der Offiziere der Reichswehr '/im vngezU'eifclten Gesinnung bekennt. Dem %ii sein � scheint inzwischen ein Licht aiifa-'e--ngen Mpw:~rnn er gesteht auf einmal schmerzbcwegt ein, daß J resnrhlikanrsch gesinnten Offiziere der Reichtz- llninj,." njren monarchistischen Kameraden„als Gr- t. A�"F�n.besch.mvft werden". ßtr%.Vorwärts setzt sich bei dieser Gelegenheit warm �lsen?-..5/?» bl r k a n i s ch e n Führerb und em. pnstg mu.'u' Uüe wir fcfon in der gestrigen Ab""�auS- Xnn,«W&iiiibcmt der U>ie wir stlsn in der gestrigen rw-'m-»- n' uon Herrn Noske. dem Schutzherri: der 'm l?/-' unterbunden werden soll. Der„Vorwärts" osk? � ein paar Worte gegen den starken Herrn bei;n Parteigenossen, zu sagen. Demnach scheint i k �"marn zit dämmern, das heißt, wenn eS sich tvanrl� n1* n,�f' uue schon so oft, nur um die Übeln tni. Eemutsäußerunq eines einzelnen Redakteur? '0üte. Es ist jedenfalls äußerst bemerkenswert, daß der„Vorwärts' zum Schlüsse serner Polemi? gegen die Noskeerktarung mit bedrückter Miene darauf hinweist, baß letzt so-nw schon der vorwärts" nicht mehr in die K a fernen gebracht werden darf, während den reaktio nnren Blättern niemand den Zugang versperrt. Es dänuneri! Am gestrigen Freiing abend fand, wie eine Lokalkorrespon, denz meldet, im L« h rer. Ve re i n» h a,u se ein« Bersamm- iung des Republikanischen Führerbundes statt, die stark besuch! war. Redakteur Kuttner wandte sich in längeren AuSfüh- rungen gegen die Angriffe, die grgen den kürzlich gegründeten Bund gemacht worden find. Im Verlauf der Ausführungen wandte sich der Redner sehr stark gegen die Reichswehr, in der monarchistisch« Tendenzen vorherrschten, während««n versuche, ehrliche republikanische Elemente herauszuekeln. DaS von Collin Roß geleitete Ctgun«Die Reichswehr" werde bekämpft und solle durch recht»st ehendeOrgane ersetzt werden. In der Brigade Oven machten sich dieselben Tendenzen de» merkbar. Dort sei eine Versammlung der Unteroffiziere und Offiziere zusammenderufen worden, in welcher der Ncpublika. nisch« Führerbund dem Noten Soldatenbund gleichgestellt worden sei. Kultner wandte sich dann gegen die beiden Offiziers- verbände und hob hervor, daß in der Armee auf eigene Faust nicht Politik getrieben werden dürfe. Die Krise in Pom. mern sei durch das Eingreifen de» 2. Armeekorps verschärft worden; ebenso sei von diesem Truppenverbande in Sch ive l» dein durch Entsendung von Mannschaften ein Streik unter- drückt worden, ohne daß die zuständigen Behörden von diesem Vorhaben in Kenntnis gefetzt worden waren. Ebenso habe das 2. A. O. K. dort eine Mobilmachung angeordftet und erst dadurch, daß er, Kuttner, den Rei chSwehrm in ist« davon verständigt habe, fei eine Zurücknahme dieser Anordnung erfolgt. ES wurde eine Entschließung angenommen, in der sich die Versammlung ans den Boden der Richtlinien de» Rspiiblika» nischen Führerbundc» stellt. Ein Vertreter de» Reichswehr- Ministeriums wohnt« der Vcrsamaulung bei. Der 5all Isianheim. Noch keine Aufklärung.— Die Note der Rcichsregierung. Zur genauen Aufklärung der Ermordung des französischen Sergeanten Manheim ist nunmehr bei der Kriminalpolizei eine besondere Mordkommission Manheim gebildet worden, doch ist bisher nicht bekannt, daß et dieser Kommission gelungen ist, mehr Licht in die Angelegenheit zu bringen. Der zweite, bisher unauffindbare, Chauffeur, der den Kameraden des Ermordeten, den französischen Sergeanten Tripier, zusammen mit einem unbekannten Zivilisten und einem Mädchen mit dem Gepäck de» ermordeten Manheim zur französischen Botschaft gefahren hat, hat sich nunmehr endlich gemeldet. Inzwischen geht die nationalistische Hetze zu diesem Falle in den deutschen chauvinistischen Blättern unverändert weiter, und zur Abwechslung ist e» fetzt der.Berkiner Lokal- anzeiger", der sich bierin besonder» auszeichnet. DaS Blatt entrüstet sich-mfs höcksie. daß«ine französisch� Zeitung sich«entwürdigt' habe, im schreiben, dem getöteten Sergeanten sei seine Brieftasche mit 2000 Francs gestohlen worden. Der .Lokalanzeiger" schreibt dazu;.Darauf ein Wort zu erwidern wäre verlorene Mühe; es genügt, solche Lügen niedriger zu hängen." Hätte der.Lokalaaizeiger". wie«» sich bei der Be- deubung diese» Falle» geziemt, der Angelegenheit eine etwa» größere.Aufmerksamkeit geschenkt, so hätte er wissen müssen, daß tatsächlich festgestellt worden ist. daß die Geld- lache de? Emiordfcn, in der nach der Aussage des Serge- anten Tripier mehr«18 1000 Franc» gewesen sind, ge- fehlt bat Ans die Note des Marschalls Fo». wegen der Tötung deS Tergeanteu hat dt« deutsche Regierung bereit» geant- »ortet. Sie weist darauf hin. daß einem Teile der franzöcher» seit« aufgestellten Aordennng-n, insbesondere der Forderung wegen Einleitung eines UnterfuchungSverfahrenS gegen die Tärer, wegen der Entchulbimmg und wegen der Hebernahme der Kosten der Beerdigung, bereit« vor Eingang der französischen Note Genüge geschehen ist. Die für die Familie de» Getöteten beanspruchte Enischädigung ist. obwohl eine Rechtsverpflichtung dazu nicht besieht, au» Entgegenkommen zugestanden worden. Dagegen lehnt die Dciilche Regierung di« verlangbe Bestrafung der StadtBerlin mit einer Buße von einer Million Franken al» völleruchtlich unbegründet ab. Für den Fall, daß sich die französische Regierung hierin dem dcu.schen Rechtsstandpunkt nicht anchlbeßi. w'rd jedoch angeboten, diese Frage einem g« mischten Schiebsgerichtzu unterbreiten. Die Waljchell über AnMrn. Der«Vorwärts' und ha».8 Ilhr--Abendblatt" wenden sich in offeulav' von demselben Verfasset stommeichcn Zuschriften gegen unfern Artikel in Nr. 830«Die Wahrheit über die Blut- fusiiz in Ungarn', in dem wir an der Hand ungar'sher, öfter- reichischer und schweizer Zeitungen uns gegen die Berichte ve» ..Vorwärts' sowie anderer bürgerlicher Zeitungen gewandt hatten, nach denen die ungarischen Revolutionstribunal« auf» entsetzlichste gegen Gegenrevolutioiiär« gewütet und hnnderie von Todesurteilen erlassen uitd vollstreckt hätten. Der .Vorwärts' beruft sich auf die u.-garifckw Z'itunz.«örö» Uzfag' und stellt daran» fest, vaß tatsächlich«ine Anzahl Gcgenrevoln- lionär« in Budapest zinu Tode verurteilt und-auch hingerohtet worden seien. Sollrc» diese Aug den tatfächilch zutreffend sein, bamn können wir nur, wie wir ber'it» wiederholt erklärt baben, daZ Vorgehen der ungarischen Regierung auf da» alljpr- schärfste mißbilligen. Wenn aber der.Vorwärt»' erklärt, die Hinrichtungen str Budapest seien nur infolge einer Note der italienischen Regie« rung eingestellt worden, so bleibt et erstens jeden Beweis für diese Behauptung schuldig und zweiten» erscheint diese Angabe am so sonderbarer, al» e» gerade die italienische Militär» Mission tri Wien war, welche die Btaitermeidrrngen von den Masscrchinrichtungen in Budapest für unbegründet erklärte. Aber selbst wenn diese Angaben die vollkommenste Wahrheit darstellen, müssen wir unsere Bchaaptung. daß die Mitteilungen d«S.vorwärts' über die Budapester Blutjustiz ein« nichts an. dereJ al« maßlose lügnerische Hetze darstellten. vollständig aufrechterhalten. Denn nach den An- gaben der.Vörö» Hjsng" sind im ganzen in Budapest nur neun Todesurteile ausgesprochen und vollstreckt worden, wahrend der „Vorwärts" noch in der Nummer vom 6. Juli die Stirn« h a t t«, zu erklären:.70, 80 Menschen werden an einem Tag« verurteilt, und zwar fa.jteinjed«rvon ihnewnpirdzam Tod« vernrkrjkt, zum Tode durch de« Skr a'ng." E» ist bezeichnend, daß der.Vorwärt»' bis heut« noch nicht die Quelle angegeben hat, aus denen diese JSchuuernachrietzt" mitgeteilt worden ist. Da aber der jSSaflwäid»" da« Lüge««echt lasse« kann, sucht er fernen Lesern vorzutäuschen, wir hätten unsere Angab cm nur auf den.Pester Llohd", das amtliche Organ der Bivdapester Rcgienmg gestützt, wähnend wer nr Wirkliichlett uns cnißer auf diese» Blatt nach auf die«Sü ioner Arbeiterzeitung" rmd vor allem auf imt �Zürcher vaOSrecht" toidergegebene direkte Nachrichren eruS Budapest berufen chrtton. ES ist übrigen» wunde vlar, hnt plötzlich die bürgerliche und rechtssozialistische Presse sich gegen ewe Anzahl Hinrichtungen in Budapest richtet, dieselbe Presse, die kein Wort der Entrüstung fand, al» noch vor wenigen Wochen in Riga di« deutschbaltische LandeSwehr in Gemeinschaft mit reiets deutschen Truppenteilen unter dem Kommando eines ehemaligen deutschen Offiziers, des Major» Fletscher, Tausend« van angeblichen„Bolschewisten" hingemordet habem. Beö!ngangslo|e Aklkgabs dec ürlegsgesavgenen Wie offiziös mitgeteilt wird, hat sich die Vermutung, als wollte Frankreich die Rückführung uosener KuiegSgeifangene« vnt» gegen der Festlagung im Fri«dcn«'ertrage, wo diese als nach der Ratifikation bedingungslos erfolge-ird in Aussicht gelstellt wurde, mit der Frage de» Wiederau fbarre» in Verdi ndwng bringen, jetzt al»«1 begründet �herausgestellt. Die Rückführung der Kriegsgefangenen wird vielmehr unabhängig von der Frag« deS Wiederaufbaue» vonstatten gehen, sobald die TvairSportverhäbtnifse es zulassen. Clemenceau über die militärischen Sicherheilen. Versailles, 18. Juki vor dem Frieden SauSschuß der Kammer behandelte Siemen» ceau gestern die Frage der militärischen Sicherheiten für flra-ick» vcich am linken Rheinufer und erklärte, Marsehall Fach habe vorgeschlagen, Brückenköpfe am Rhein zu errichten, die von den Ententetruppen gehalten werden stillten. Da», was der Friedensvertrag vorsehe, genüge für Frankreichs Sicherheit, selbst ohne Brückenköpfe, die Frankreich schließlich selbst hätte besetzen müsse» und die auch politische und militärisch« Schwierigkeiten nach sich gezogen haben würden. Nach seiner Ansicht gebe die vorgesehene militärisch« Hilf« England» und Amerikas im Fallt einer deutschen Herausforderung Frankreich genügend Sicherheiten. Wenn diese Sicherheüen schon im August 1014 vorhanden gewesen wären, wäre«» nach seiner Meinung nicht zum Kriege gekommen. Die Sicherheit sei so groß, daß Frankreich durch Gesetz die militärische Dienstzeit auf ei» Jahr herabsetzen könne. Nachdem Tlemenecau die AuSschußfitz. mg verlassen hatte, hs» richtete Rens BeSnard über die deutschen Kolonien. Die französische Regierung hat beschl>ssen. die JchraSklosst 1003 der Marin« ab 80. Juki, di« Jahresklasse 1910 vom 10. b» 20. August, die JahreSklasse 1011 vom 23. fij 30 Au gast zu entlassen. s PsWche Gämsg m«Kav. Rotterdam, 18. Jukk. Dem«Nleuwe Rokkeriamschenl Tourant" zufolge hat Bonar Law dem Unteehause M'tgeiellt, daß beabsichtigt wird, di« Zu» sammensetzung deS Kabinett» zu üuder«. Ein l>H> stimmte» Datum könne er dafür noch nicht angebet». T, U. Airi swrdam, 18. In». .HanbelSblad' meldet vom 17. b. M. aus London: In poUli- schon Kreisen bildet da» Hauptinteresse die Frage derGründung einer neuen Zentrumspartei, wozu etwa 100 Paria» mentavier di« Initiative ergriffen haben. Die Angelegenheit er- hält besondere Bedeutung durch di? neu« Rede Earsim»(gegen Homerule für Irland) der kurz zuvor Lloyd Eicorge besucht hatte. Deshalb wird die Frage erörtert, ob Lloyd Georg« den Plan gut- heißt.und er sich an die Spitze der neuen.Partei' stellen werbe. Ein bekannter Koalitionsliberaler hat mit dem.Manchester Guardian" die Angelegenheit besprochen. Er blieb dabei, daß sich kein« neue Partei oder ein neuer Block von Parteien bilden könne, außer auf einer bestimmten Politik, obwohl er nicht glaubt, daß dic Hnionisten und Liberalen sich auf«ine Politik vereinigen könnten. Er meinte fedvch, daß Carson einerseits und die Hnabhän- (eigen Ltveralen andererseits beabsichtigen, die gemäßigten Liberale» und Hnionisten zu einer Vereiirigung zu bringen. Der.Manchester Guardian" meint, daß die Angeleg'nheit übertrieben, jedoch Carscn» Rede von Bedeutung sei. In allen politischen Kreisen werde gehofft, daß die politische Atmosphäre im Haust, welch« t» so vielen Punkten unsicher sei, bei der ersten Gelegenheit von Lloyd George gesäubeu werde. ' Aus dem Slssale Kein„fröhlicher Tag"?( Mr erhielte,» folgendes Telegrannn: Berlin Lüttwitz 2170 18/7 1/50 n. Auf Grund de»§ 11 de« Preßgefetzc» wird um Aufnahm» folgender Berichtigung ersucht: Der Artikel..Ein fröhlicher Tag' in der Abendausgabe vom 17. 7. der.Freibeit" beruht nicht auf Tatsachen. Da) Regiment Oven weiß von ke-uem Fest, da» am 27. 7. stattfinden ssoll, auch besindet sich im Regiment kein Hauptmann Riematut, Leutnant Rüttlingcr, noch Fcldioebcl Jahn, der die Einladung zu dem Fest unterschrieben haben kSnnie. Reicbswehrminister NoSke ist ebenfalls an einem deearligen Fest völlig unbeteiligt. �. Oberkommando NoSI«. W Vntclgnung de» ehewaUarn Fürsten vo» Llpve-Detmold. Der Lippefrbe Landtag beschloß die V e c st a a t l i ch u n g de» gcssam- ten Hau». Familien- Fideikommrsie» ohne jede Abfindung an da? vormal» sinnliche Hau» Lippe- Detmold. Der im LaudtagSausschuß vereinbarte VersileichSvor- schlag wurde vom Landiaz verwarsen. da von dem ehemaligen Fürsten MUiciluug vorlag, ia'g ihm die Erlangung der Zustün» mung bei Aflnaten de» Fürstenhauses nickt möglich sei. Ein Protest gegen die tzolnisckrn Jiidenpogrome. Gräfin KrasinSki teilte dem Vorsitzenden»er jüdischen Gemeinde in Warkchau Herrn Rundstem mit, daß sie zum Zeichen de» Pro- testeS gegen die Pq rom««ine» ihrer Häuser der jüdischen Ge- moind« schenken wolle. Di« jüdische Gemeinde hat beschlossen» dieses Gejcheuk mit Tank omzunehtnen. Die englische SiegeSunleih« hat 708 Millionen Psund(etwa 14 Milliarden Mark) erbracht. .............--.....------------------ �................ Mdetter! parteigenoflen! internationaler öer U. S. P. GroK-Serlin. Tagesordnung: Die internationale und öer Irieöe. �ebner: Cri/pien, Dittmann, tzossmann, Kütistler, Kater, Kubig, Moses, Malzahn, Neumann, Raöke, Nssema�n, Wegmann und Weife. Thßüler und Ußijnäjunsen. i/olSislline. am Bfilowplatz. 1 Uhr: Der heilige Fiori&D. Batire von Neal und Wcichand Theater a. Kottbuser Tor Allabendlich 7\g Uhr: Elite-Sänger ehem. der S ettlnc�Mn�er Direktion C. Meinhard— R. Bernau er. Theater I. d KBnlgfmizer Straße kB Uhr: Der Häuptling. an dir Marschallbrücke. liic e imil Ludwg iiartnu B Uhr: Lleelott von der Pfalz. Seidel, Ruseili,. Horst, Schubert, Rathke etc. Humor. Spielpl. Sommerprc-ise! Ujuthßren- Konzert Wmterganen »äsllcb 7t Uhr VsneieuDriteliung Rauchen gestattet. Esrliri? Tlisater 18 Uhr: Die tolle KomteB. Bciifscjies Ttieater Altalfendlioh 8 Uhr j Msx PalJenberg in vAncü ich war ein Jüngiinc.. (Schwank) f Knmmmelß i Allabendlich 8 Uhr: . Leopoldine Konstantin in f m Dan Werb /tmf: der H&mpelmanau fafgr des Westens � Allabendlich 7k Uhr: MfaWcrberu.HansWaßmannin Ute Geisha. Lessing-Theater Sommerspielzeit Leitung: Hans Stcrnbcri. lastspiel Gu.do Tbiolscner. 6 fjnr. Charleys Tante. Doutscttfs KOfisiler-IhaaL 8 Uhr Zum SO. Male Max Adalbert In: Die Rutschbahn. Residenz-Theater. Uiiternrun Ib. KlosteistraCe, Ausgang Stralauer Straße. 8 Uhr Zum 183. Male: M iiere leia /Schauspiel von Sudermann. � Regie: Alfred Rotte r. Trianoa-Thsster. Bli?. Frieilrichstraße. Ztr. 4927, 2391. 8 Uhr: Zum 3C9 Male: De? Mg Ruf von Hermann Sudcrmann. Sonntag 4 Uhr: JotiHiinisfeuer. Rose I heater k Uhr: O schöne Zelt, o selige Zeit. Oartenbühne: B U!ir: Konzert, Spezialitäten. rk Uhr: Das l ieht sich Jeder an. Walhaila-Theater Ii Uhr: Dil fran dss Bikatanlra. fr® nnl-Tüeatsi 11 er SIC: i c'or ladierhig! 8 Uhr KFnmllle mnemann pDas Gesetzt Sozial Drama v. Paul Bader| Allabendlich im WalSner-Theater• Anfang%8 Uhr. i Von Publikum und Presse J mit g|ößiem Beifall auf- I renom. Altr, Kerr schrieb l UN Tag: Von Oktober bis% iali gab mir kein Werk J einen so starken Eindruck, wie dieses Schauspieh ♦ ......... Berliner Prster Kastnnlen-Aflee 7-9. v.8 Nspiur/s BummsifAt ß"!: tSäfitltn-Pc«, hl Z Allen. In tlex Tasz- fgh m D 6 dl.I. tätlich KS CS H•■ Variete Anfang: 4 Lihr. Kennst du das Land, wo dicke Eicken stehen? Hast du den kleinen-pree- wald schon gesehen? Der schönste Ausflugs- ort im Rs.che Ist Manns.aldschlos» in Schönriche» Tel.: FriedrichShawn 65. Jeden Sonntai Tanz. SüBmüUKEß-TliB&kr ,Landsber?er AUee 76-77 am Ringbahnhof. Grosser Saal. Schattiger Garten. Jeden Sonntag Vorstellung. ESctrxtt 60 Pfennig:. Wilw-EW-IW, gtrhn; Sonatai. itii 28. Juli 1918, 2 ,ßlir Kinder-Fest auf dem Sportplatz des; ; Turnvereins„Fichte", Alte! Könenicker Landstraße,! Üahnliof BaumschuUnweg.: Eiatntl M Pf«.— Kbdsr frei. Mitwirk. d Tnrnv..Eichte* : WwwafrüillwMaa— HtUkSrepff— Turwrischc fcrluuiiingrs— Hnniori- UiwhfiW�ltlldiS nit Preimrlr-Itwa—* loik«ian:i— Kiodenpisla. Bei Regenwetter findet das! Fest Sonntag, den 27. Juli I stait.— Billets im Partei-' bflro des IV. Kreises, in den! Konsumvereinen d. Ostens; und an der Kasse. IsÄeTKaRrtTilerigef Fcrn,pr" Körnigst. 2%2 WaisenDrücHe Dampter-Iixtra. fahrten ab Jeden. Mittwoch uod't'armnii-w /Tornow»\ Soontng 8 Uhr: leapilZ � Idyll) Jgdsn äninlaglSV� Krampcnburg. i- �RiamDsnbufsKeußMQMe Veulfcher HzlzarhMer-VeB Verwaltungssielle Verlin. � ureau: Berlin SO. 16. Rungestr. 30. Tel. Amt Moritzdlatz Smlichenver.Mm'udg lionöllorei u. Cafg KoMaafen i RuwcMWa i ssftÄt.S' Kottbuser Damm 76, Inh. Otto Pollmann, hält sich den Genossen bestens empfohlen. Bekanntmachung. Adalbertstr. 3 (Hausnummer beachten!) Ist die Rechtsdetektei Wahrheit". Ehescheidungen! Strafsachen! Rechtserfolgel Detekti�rlrefferi 1. Es entfällt auf den Abschnitt 66 der allgemeinen Lebensinitlcllicnte der Stadl Berlin y, Pfund Reis zum Preis« v»n O.öl M. 2. Unter Auefchluh nachträglicher Annahme find dl« Anmeldungen von Sonnabend, den 19.. vi» Dienstag, den 23. Juli 1019 bei den Kleinhändlern abzugeben. 3. Di« Kleinhändler haben dl« Anmeldeabschnitie zu der oben aufgerufenen Nummer bei den Groß- Händlern am 23- Juli 1919 abzuliefern. 4. Nicht abgeholte Ware verfällt mit dem 23. August 1919. Berlin, den 18. Juli 1919. Magistrat Abteilung für Nährmittel. Tgb. Nr 4679 Nä. 1. Tagesordnung:_ i| Bericht der Ve hattdlungSkon�frifsion über GdwÄ- TeurrungZ.tula en., 2. B.fchlu fassung itber einen eventuellen Streik.[ Achtuna! Beilegung der Nrabstimmuna auf Dienstag, m deuselben Lok..ten von 4—7 U. r nachmitt. gs. f. We/lmeistexW deutscher EiZevbatzner-Verband Vczirt Berlin. :«onntag. den 20. Juli 1919, vorm. 9 Uhr, findet im LcbrerrPe.etnshnuS, ovoster Saal, Silexatiderplah. eine grofte KiiZlleder-Veksamm'Mll statt. Balischmietiers s Weisscnscer Varize-Garten| Sommer- Theater Badslrasse IS.§ Prsailmer Pfornsaatl« 5-3, Birsdorf-Tüd � Kaulsdorf-Süd Taqesordnuns: I. Welche Lehre zie en wir aus dem verflogenen Streik? Nrsereul: Kue. el«Schuiz. 2. Free A.i. spräche. Die WichtihkeN der Tagesordnnnq bedingt, daß alle Mitglieder pllnttltch und vollzählig er.chetnen. Mitglteddbuc� legtUmiecl Die�eztrksle tutig. tn der Nähe v. Bhs. ßaAotoa □ N. von M. 25,— an. Bedeuteuoe Wertslcigerung. Viele Skenfiedlung. in«e?t:r �eit Dir.: Gerb. Bammann Mlcii 12 Bari6 Mlummem Grosses Theater-Orchester Erdllnuug der Gärten: Wochentags 3Vv Uhr Sonntags 21'»„ Beginn des Konzerts: Wochen rags 6 Uhr Sonntags 5„ Beginn des Varlötds: Wochentags 7 Uhr Sonntags 6« Uber Vermietung der Gärten an Vereine, wende| man schafft schließlich Stühe mit Maschinengewehren und va n dg r a a ten. Aber eS ist ein« Kirchhof» ruh«. Schlim- r;l"Is je ist e» hcittei Die Mittel, mit denen. man regiert, '"d Belagerungkzustand, Schutzhaft, Kriegsgerichte. Zuchthaus Todesurteile. Und so sehen wir Rüchchritt auf allen Äe- �'Gn, weit binter da» alte Preußen. Man redet viel von. der VrrwaltnngSreform. Was dabei herauskommen wird, können wir an dem ermessen, was wir dlShcr erlebt haben. Die Dinge sind eben die alten geblieben, wenn auch die Firma geändert worden ist. Zu einer wirklichen «elbstverwaliung, dem wichtigsten Erfordernis einer inneren Neuorganisation werden wie wohl der st kommen wenn wir daS *1 st hei 1 1 i che Reich haben und diese» in SelbstverwaltungS. gegliedert ist. Belve'gungSfreiheit müssen die Gebiete und besonders auch die Kommunen bekonrmcn. um sich voll entwickeln können. Dazu gehört die Beseitigung de» ZwcikammershstemS. �st erster Linie warten wir aber auf da» Rahmengesetz, da» den Gemeinden die Möglichkeit zu kommunalisieren uud zu soziati- mren gibt. Freilich, wa» man in dem Entwurf hierüber bietet, keineZsallS Gesetz werden, denn die Entschädigungspflicht m>ift auf ein« ungeheure Schröpfung der Gemeinben hinaus. �is einen Fortschritt begrüßen wir den Gesetzentwurf über Groß- �lin, weil er«ichlich mit der kommunalen Zerrissenheit Ministerpräsident Hirsch hat hier erklärt, i der Polizeistaat werde aufselöst. {�vwil sind wir einverstanden und fordern die KommunaNfierung yt Polizei. Sie war«in wichtige* politisch«» Machtmittel und de wurde dazu mißbraucht, die VolkSmassen ulcderzuknlltteln. Kerr Hirsch hat nun auch davon gesprochen, daß er auf di« tat. ""siige und vertrauensvolle Mitarbeit der LandeSversanimlung dhchne. Wie ficht eS aber danff�? Ohne diese» Hau» zu fragen, 'h'ed don irgendeinem RegierungSrat die Errichtung von E-n- d'chnerwehren— selbst gegen den Willen der Gemeindeangehöri» gen— eingerichtet. Da» nennt man Demokratie. Ohn« die Lan» Versammlung zu hören, ist die Neuordnung der Polizei, deren fasern ierung und Uniformierung, von einigen' Dezernenten einfach verfügt worden. Da» ist da» Kennzeichen �3 neupreußischen Geiste». 0#« dagegen protestiert sogar di« �chutzmannschaft selber. Sie wendet sich aber auch ganz ent- Mieden gegen den Polizei rat Fröhlich, jenem Erzreaklronär, SuMf lessen Konto die unzähligen Blutbäder zu setzrn sind, die Vrr» erlebt hat. Er war e», der die Schutzleute auf di« Berliner .Möilcrung hetzte, und«» ist wirklich zu verwundern, daß solch " � Mann noch im Amt« ist, wie auch ein Doyö. -., Wir find der Meinung, datz dir Neuordnung der Posizei und Einwohnerwehren direkt gegen den Friedensvertrag verstoßen. soviel wir gegen den �alSaoichneidervertrag einzuwenden haben, Ltgen die Beseitlguni de» Milttaiibmu» haben wir nicht» rinz». Beuden. Aber die Art, wie hier hintenherum gearbeitet wir», ist weshalb un» keine Regierung der Welt mehr über den Weg traut. . Ein Noch schwärzere? Kapitel ist Wc positlfch« Polizei. Wir haben nicht geglaubt, daß e» im neuen Preußen smetloo» noch Leben werde. Und doch finden wir im Etat noch den '«Ken KorruptionSf-nd» von 300 000 Mark für geheime Zwecke, wie man jetzt schamhaft sagt: zur Bekämpfung de»«er- »echerrum». Kein Parlament, da» etwa» auf sich halt, darf dr«. fem EtatSposton, über den die DechmingSlegung verweigert wird. zustimmen. Wir beantragen Tbceichung. Nicht Verbrecher, sondern Politische Gegner sollen bekämpft werden. BolschcwiSmu» sagt man und TwzialiSmus moknt man. Fürwahr, da» Spitzel- tum hat Formen angenommen, wie«S nie, auch nicht in der Aera de» Sozialistengesetze», gehabt hat. Spitzel werden wie Heu. schreckenschwärme auf die Arbeiterbewegung losgelassen. Und wo e» nicht« zu spitzeln gibt, da tritt die Spitzilphantaste in Tätigkeit. Und sie finden Gläubig« unter Leuten, bei denen man e» nicht erwarten sollte. Wa» hat ur>» nicht der Minister Heine hier für Räubergeschichten vorgetragen. Meinen Freund Ledebour be< zichtigte er, an der Besetzung de».Vorwärts" mitgewirkt zu haben, Die Schtourgerichtsverhandlunz hat den Nipp und klaren Be- weis erbracht, daß daran k in wahres Wort ist Und was hat er für Anklagen gegen den roten Soldateubund erhoben. Auch diese siich vor Gericht glatt alt Unwahrheiten erwiesen worden. Uud da» tut ein Heine, der selbst Justizminister war und dem da» Unzulässige, auf ein schwebende» Vcrsaihren In solcher Weis« einzugreifen, üpGhmmen bewußt pcmefeit ist Aber, um Stimmung gegen mein« Partei mache», ist Ihm da» ver- werflichste Mittel gut genug, da kommt e» ihm aus keine Lüge »nd keine Verleumdung an.(Ad. Hoffmann: Nee, da übertrifft er ORedein nochl) Wirklich, ein solcher Mann wäre im alten PreiiGrU nicht möglich gewesen. Da» er noch an seinem Platz« ist, beweist, wie vollkommen verrottet die politische Moral bei denen ist, di« ihn stützen, Un» bann e» recht fein, denn für nn» ist er ein Teil von jener Kraft, die da« Böse will uud doch da» Gute schafft. Sollte er dennoch einmal verschwinden, würde ich ihm, bei aller Abneigung gegen da» Orden- und Tttelwesen, doch«in Ehrenzeichen:»Für treu« Dienste«n Interesse der Reaktion' zubilligen. Hand in Hand mit der Bildirwg der Einwohnerwehren und der.Neuordnung" deS Poiizeiwesen», lausen die Bestrebungen auf Beseitigung der Arbekterrät«. Dke sind auf einmal überflüssig geworden. Da»„freieste Wahlrecht", die.vollende!« Demokratie" ersetzt alle». Diejenigen, di« die wirtschaftliche Macht in Händen haben, bestimmen heute wie ehedem. Di« Vorgänge In Pommern beweisen e». Nicht die Negierung hat über da» Militär zu bestimmeir. sondern die Agrarier. Wenn e» ander» wäre, hätte da» Militär gegen die pommerschen Landiunker und wicht gegen da» Landproletariatt vorgehen müssen. Und wir seh'n e» doch wich auf allen andern Gebieten, wer die eigentlichen Machthaber sind. Arbeitet man jetzt nicht ftMir eifrig an der Auflösung Preußen»,«m dftn Zentrum gefällig zu sein? Zentrum ist wieder Trumpf. Alle diese Ncvktionare mögen natürlich nicht» von der Ltäteorgxmi- sation wissen. Aber seien sie überzeug, der reine Räta�doork? marschiert AllordingL, mit ihrer bürgerlitken Demokratie� Hai er nicht» zu dun, mit dieser steht er Im striktesten Gegensatz. E» bandest sich umi Machtfrögen, die ausgekämpft werden müssen. Wir sind der Anffassung, daß wir nicht cicf dem. Wege der bürgerlichen Demokratie zum Sozialigmu» komme,, sondern durch den Soziarldmu» zur Demokratie, zur sozial istischeu Demokratie. Der Weg, den die NechtSsoziaken gehen, führt birett und nnrottbar in den bürgerlichen Sumpf. Mr stehen nach wie vor auf dem Boden de» Klassenkampfe». Zwischen den Besitzenden und den AußLrbeutetcn gibt ei nur einen Kampf bi» zum Ende. Ander» kommen wir nicht zum Sozialismus, ander» kommen wir nicht au» dem Wirrwarr heran«. Aber dies«» Ziel werden wir nicht durch Putsche erreichen, sondern nur durch gut oogani. siert« Massenaktionen. Und wir werden nicht ruhen und rasten, nicht im Kampfe erlahmen» bi» da» Ziel erreicht ist szu den SlechtSsozialen) v wenn nicht mit ernst dann gegen euch! M? stützen un» bei diesem Kampfe auf die interuattonale Gosi» darttät der Völker. Ganz« Arboii soll getan werden. Ueberall, in aller Welt muß ein End« gemacht werden mit der Au»- beutorsesellschaft. Dazu wenden wir Oa» Proletariat aufrufen. lind— so sehr Sie auch lachen— di« Zeit wird uicht mehr lange auf sich Warten lassen, dann ist die WettreqAitiou da, (Stürmischer Beifall ImkS.j' awwMwmnwwwimMmm» n u 1 1» u M wrn i kotwimi— uw•,■■ rüstung. Half ihnen nicht». Sie bekamen von«rnfear AedaeriH gesagt, waS sie verdientem Der rcchtksnziaiisttsche Neu mann behauptete demgegen« über, sie hätten ihre Grundsätze durchaus nicht preisgegeben» � sondern nstr um praktische Politik zu treiben haben sie sie eine' wenig außer Kurs gesetzt. Da» Bekenntwi« zu den Partcigrund» sätzen löste beim Zentrum minutenlange Empörung au». E» ist wirklich auch unerhört,«IS Bundesgenosse der Schwarzen«och Grundsätze haben zu wollen. In duitter Lesung nahm Genosse Ab. Hoffmann noch bat Wort um die Art und Weise an den Pranger zu stellen, wie hinter den kkulissen m reaktionärem Sinn« gearbeitet wird. Da» sei Gesinnungslllmperd. Da» Gesetz wurde angenommen. E» tritt am 1. Oktol>er in Kraft Die Regelung verschiedener Purchl« be# Gcmrinicvet» fassungSrochtS soll durch cur Ko.gbsetz vorläufig erfolgen. Dar» unter sollen insbesondere die Rouwoihlen der unbesoldeten Go» moindet'orstaudSmiigtied« imid Kreiedepnftierten. Diese Wahle« sollen bi» 81. August vollzogen fciiu Desgleichen sollen bi* [ vimtsvorfttcher bis zu diesem Zeitpunkt neu gpuxihlt werben,. Die Wahl erfo&ch durch di» Kreistage. Auch über bi« Neuwahlen der Deputation und Komrmisstonen in den ®em«i.n(ben und Kreisen sind Bastrnnwnigen getroffen. Nach kurzer, trnwcf«Wichor Debatte, wovin Gen. E Wecker besonder» betonte, daß wir dem Gesetz trotz aller Mängel zwstmmne», ahn» unsere Stellung zur kammonben Genneindeverfasinngsrefonm feist** zulegen. Er beantragt«, den Paragraphen wieder herzustellen� der vi« Desimtmumen oiifheiüt, wonach Shadiverorbneien bisho» untersagt war, zugleich Wi glieder de» Mrgistvat» sein zu köim neu. In der Marten APstiurmruig ist dieser Antrag auch ewige* nommen worden. Dann wurde da» Gesetz im ganzen«Mi«* namnlen. Angono>mme,n wurde ferner n-ichläugerer Ausspracht da» Gesetz zur Sichevstellztv.g der Bctvirnßßpjiung von Fisch« gewässeru, Dan» folgte dt« Wefterberapvng de« Etat? Inn«». » De? Bericht vom Donnerstag hat«in falsche» Bist» don GeschiistSordnuiigidebcllft gegeben. Der Antrag de» Gau. Ab-, Hoffmann, die Baschränknng der Rebefreiheft aufzuheben* erhielt nicht bloß drei Stimmen, sondern außer d«n Stimme� unserer Fraktion noch drei demokratisch« Stimmen.! Zur Schlsehuug der Spmldauer Staatsbrtried«. Vettauschke Rollen. d-l pul �'gen« Draht m ekd u ng der.Freiheit'", B.;. Weimar, 18. Juki. Mn�*,? kse tzv ng der Gchuldebatte in der Na» du. a J l) c rs n m m l un g ergab ein seltsame»/ Bilde Währ«u»d � � s P'P�iattston sich krampfhaft bemühten, /durch ein« Reihe Dr»..» � ihren U-msall verständlich zu machen, war«S den d*. überlassen gab! i oben, di« bisherigen Anschauungen tfr rj�fozW�ten jetzt von sich au« zu vertreten. Drei Red. lenn.Ttz�" die Demokvaten vor: Abg. Eeiffert(« sie ihm die RechiSsozialistrn jetzt in den Schuß werfen. Und mit Recht schleuderte er diesen grundsahlosen Polittkern zum Schluß die Worte in» Gesicht, daß sie un» nicht aufwärt», sondern zurück in die Finsterui» führten. Im ganzen ist aber zu sagen, bah da» Interesse an dieser großen Frage gegenwärtig in Doittschland doch erstaunlich gering -st. Wenn in früheren Jahren solche Auseinandersetzungen bevor- standen, wie wir sie heute in der NMoaalversammlung erlebten, so führte die ganz« geistige Welt Tstgttfchiand» diesen Kampf mit, Allüberall ging e» stürmisch zu in dkefein Kampf der Geister um die zukünftige Generation. Aber der Kredit der Nationalversamm. lung ist schon so tief gesunken, daß man selbst bei solch großen Fragen aus ihre Beratungen kvinen großen Wert mehr legt,. Und auch unier den Abgeordneten scheint diese« Gefühl vorzuhmschen; denn ni» in vorgerückter Stund« die Beschiu�ßfähigkeit an. gezweifelt wurde, waren nur gerade sech» Abgeordnete über- die notwendige Hälfte, hie zu einer Abstimmung vorhanden sein muß, anwesend. Der Kampf um die Beschiußuiifähigkeit wurde nach diesem trüben Ergebnis von den Demokraten aper noch hartnackig fortgesetzt.___ preußische candesverfanimlun?. Aufhebung der Ortsschulinfpektionen. De« Gesetzentwurf über die Aushebung der OriSschul» inspektorcn lag zur zweiten und dritten Beratung vor. Er war unverändert au» dem UnterrichtZauSschuß herausgekommen. Der ZenteumSabgeordnete Poesch gab mimen* seiner Fraktion die Erklm-isig ab, daß sie sich mit dem Enlwurs nur uifter der PorauSsefsiwig einverstanden erklären könnten, wenn der Einfluß der Kirche auf die Schule in anderer Weise sicher gestellt würde. Wie die» gcmeW mar, ging au» zwei Antrögen hervor. die zu dem Gesetz vom Zentrum gestellt wurden. Der eine Antrag fordert für die BolkSschulon Beiräte, denen die Vertreter der bei resenden R«legion»gemeinschaften angehören sollen. Der zweite Antrag»«ianat, daß di« den Religioutunter. richt erteilenden Geistlichen, zum Lehrkörper zählen sollen, Genossin Brertfer begrnßt«, de. Genosse Meyer W richtet« über die Tätigkeit der KommMon, die in Weima; öat» stafftg geworden war. Der. Erfolg war vollkommen D« Redner stellte weiter Yen Verrat b« Didektorev, in». flajbnbere de» Herrn Hübner, bei her Schlief, ung der Betrieb« Miß. Di« Lotsende» Redner spr.tHi'n sich sämtlich in schchrkstee Form tMn dft bürgeotiche Drmo&tt« und für W Rätesysi m au».«Dt groß iT E.upLvung wurde auf die neuerlichen An« griffe auf den Vollzugsrat«fttgegamgeu» Unter anderem wurdet auch da» Problem de» Wteberanfbau» von Nordfrankreich g» streift und di« Versammlung erftrhr, daß sich die W-tffeirsiich» 'standskommission in einem Briefe an den VollzugSrat geuvnbt lxrbe mtt dem Ersuchen, zu diesem Problem Stelkimg zn nehmen. E» kam klar zum Ausdruck, daß ma» keinesweg» gewillt jel» die Schäden, die de» kapitakffidsche Stzsirm angerichtet hat. nun dnrch die Slri&eltftfchQft wieder gut zu machen, zum Nutzen de» Kapitatismu». Mit großer Heilerkeit wurden die Vorschlage der bürgerlichen Press« zu einer ArMikpflicht an Stelle der Militärpflicht entgegen genommen. Die Dersauunkunq schloß mit einem Hoch auf die Weltcevolutlon.� Gegen«ine Siftiim« wurde ein« Resoktftlon angenomme«, M der der gegenwärtigen Regierung, deren Abhängtgleit von den kapitalistischen Interessen sich immer mehr offenbart» dftt schärfste Entrüstung ausgedrückt wird. Die Negierung, heißt c» weiter,«rwcist sich mkt jedem Tag« don neuem ai» unfähig, daS Eleirv und di« trostlose Lag? der dielen hunderttausende» Arbeitslosen lm ganzen Reiche durch Beschaffunz von Arbeit oder' Bereitstellung von Mitteln, die«ine menschliche Lebenshaltung ermöglichen, zu bessern. Andeverseitt werde«' aber die von der Arbe'lerschaft beauftragte» Organ«, die Ar»/ beiterrät«, jede» Einflüsse« betau bb Füvbi« gesamt« AtK'itet» schaft ergebe sich di« Parole:»Kampf gegen dies« KmrtitionS» vcgierungl* Die tntf dem Boden de» RätesiisiemS stehenden Abgeordnelen in den Parlftmenten werde» ausgej ordert. 4* Mandate ui�erzulegcn. Lthnbttregimg bei den Bezsrsskvmmmido«. Die Vertrauensmänner der Bc«!rkSlk«mmanbo» k— VI habon rnn Dorntet jjftg in gomeiiffamer Sitzung fi« Restüuiwn gefaßt. ueed sie den Angehörigen der einzewen Kommando» vorgezeigt welche di«selbe viustimnrin rninaihnten: In der Resalufton, die- dam Kviog». Und dem ReichSifimmW Ministerium imterbrefte-t werden wich, legen die VenrauenS« rnänncc die Notlage der ttnteroMzere und, Nlannschaften der BezivkSkommanido» dar undgimlge>n, die«in«-Höhe" von 200— 240 Marl erreichen, meniternd, auch nicht b»i Senkung der Led«i»>mill»I« v reffe, in per Lage ist, sich zu ernähren. Dieser Betrag reticht nicht«iimnal zur Bffchrsfumg der rattonftrten Leibendmitt«» '?» werden folgende Faüderuvaein im Einvernehmen inft be» .ftormnandeuren aufgestellt: 1. esn täaliche» Verpflogunadgeld von 7 Mark; 9. ein WckhmuiaSgsldzuschu ß von 40 Mark für Häver» heiratete bzw. 60 Wlark ,für Verheiratete; 8, die disheriaeti ffle» bührmisse(1 älla-rf tAgl. Soldatou-löhuung und 3 Mark Arbeit»- zutage). Diese neuen Sätze sollen rückwirkend vom 1. April gezahlt werden. Di« Ventramemamänner fordern nur rnllnt» luche Berhamdlwng»» in der Angelegenheit und lehne» e» ab. auf dem Verwaltungswege schriftlich zu verhandeln, da sie bei der bekannien Verschleppungstaktik der zuständigen Stollen nicht in der Lage sind, di« Kameraden wieder monatelang zu vor» trösten. Sie weisen darauf hin. daß sie di« Angehörigen der Be» zirkSkommando» nur noch wenige Tage beruhigen könnten. Wen» dann keine Entscheidung gefallen ist, wird da» eintreten, wa» be» reit» be>i ben De rsongungSa bde-i-l wn v n dpr Komenanha» der Fall ist: bi« Kommando» werden au» Vi-urgol an ArboitSkr ästen ihre Bureau» ichlicßen müssen. Da» aber wurden dir vertrauen», männer im Jnieresse unserer Kriegsbeschädigten und der in deft Dächsten Tagen heimkehrenden Kriegsgefangenen, für bi» alle ihre W uIUnrpafi'Tff ahu. aiK�et-nfort wenden mniscni und di« auch schnell»baelerHtzZl wenden wollen, sehr behalten». Die Resolution schließt mit der Hoffnuna, daß da» Krieg»- Ministerium und da» Finanzministerstim mit Nucksicht auf die wirklich bestehende Notlage und im Interesse einer geordnete» Weiiersührung de» Dien iUictriebe# die berechtigten Forderung«» der U-tkWoj.ftzwr« und Atzrmijchaftm,'(chugU unö ccpo» erfüll«* wird,, «hle»M»»ch««««» dir Strastrud und Kftin»»bnberuf«g». nosienfbast. Der»ch»ichtnng»a»«fch»ch Groß Berlin hM in** Lohn st reitfache der Bur!»m»ng,slrk!ten der£ttaäc,i- u# ftfeinbohlt, bfTuffg>eiia{Izuschiiei)e»ben Berhand- kurzer Frifi tmg ar.jcte Ejistenz zu gründe u. iunßcn unverzügliih ei« Vorschuß zu zahlen. Diese», Ilmer Nkruckslchtig>ung dessen, doh gerade die Kriegigefan- Berlin. beträgt für ständige derheiratele ilijfiietll« 600 Vinxt, für smndige 1(tcne* in folge iHcer iitvrstandcnen Sirapazen und Gefahren ein Ijjntittow. um'ftbci'Mteic?lnjestet(te BOO A«ri, für unständig« Angestellte i Reckt auf da» ganz gesondere Entgegenkommen aller Mit- Kartosjsin lind KriegZauShelser 400 Mark..| menschen Hecke«, hoffen wir, hast e» nur diese» Hinweise» be-> In der Rlt-Leder-BerweplungSsteNe«.«.«. H. zu Frted, darf, um die Arbeitgeber zu o-ranlasien, unsere«»ie»be,-"glichen> Änrez-iingeu und Wünscken zu folgen. Eitle Berichtigung. TaZ Oherlommando R c,» I e schickt cebensMella�eNver« X Pfund R»I,(58). 150 Tramm Pährfuppen(44) Aks®eJ»Ä f411 00 ttiowm ÄortofitifcheiLe»(03). ich?»»» »ichd. elde(M age r 0 i e hh o f). st-nd h»:i!«, den IS. J-uii, die Ardeiter in den Streik getreten, um die Wiedereinstellung don 40|u Unrecht entlallen-u Kollagen und KelleginRn durch. gu sehen.?!m Au»jtc>nh befinden sich LLO Artbvider und Arbeite- rinnen. Die Streikenden«pnellieren an da» Solidari'tirSie'nstl äller Arckeiilst e-sern, beiz sie jede Arckcht, die ihnen durch die Ar- b»it»»achwrisc oder durch die Press« vermiste st werden iollte, für diesen Betrictb so laiiHe cckivhnen, bis der Streik aufgehoben ist. Wahloire Ans öm OcgqMlIonoRgq. � Por'igw-w«. Am Donnerol-g. 34. Juli. veronh-N«t d-r h�� »rein jein eor.imcrjtst, verbunden m> t � gr c ste Groß-Serlin. «»SKH-n UN» zu'dim Artikel Zsnj usio. im Parkiestaurant Bellevue. Tcgel. �"T":;�e*. Eigenartig« Werbemethoden", erschienen in de? Morgenausgabe graunbe und Anhonger unse.ei Eacho sind herzlich dazu � g, bom IS. Juli, foiqende te'egraohische Berichtigung: i Friedenau. il>ti!gl!,derv,'s<»mr.!n»g nicht T�eiullaft i „Die Behauptung, dast bei der W e r b e z e n t r a l e der Mittwoch eckend 8 Uhc im«ciserWichelm-Sortcn. ASjcinl"- Division Settonj Am st nie Freiwillige, die sich anwerben Zriedrich-h-zen. Am Eonn'ag, t»n 30. 3"�', lasten wollten, gescktaqen worden sind, weil die Echtheit ihrer der U. S. P. nach Rehnsdorf. T«llpumat miliags l Ut). e ,, � *?>« r, r, v*v. j t., jpt�nii-a Vs!ann!machuns des Dollsugsrals. fVwk Sonnabend, den 19. tSuli, vormitiax? S Uhr, stiltet in den German iajälen, Chrnisscestr. 110, d»e Vollversammlung her Arbeiterräte, der kommunalen Arbeiterrote, svftito der Delegierten der Soldaienräte statt. Tagesordnung: 1. Erledigung der Beschlüsse der letzten Voll�ersomnilm-tg. L. Die Tätigkeit und die Flnanzicrims de» V»stz«g'rettes Und der Arbeiterräte. Kticgsgefastgeneufursorge. T o üo-orrstehende Aiiästehr her KrleaSgefamgüwu in dir Hein-.at giht Neranlassuno. die Aufmerksamkeit her Sefsentlichkeit aus die seinerziir gemachten bösen Erfahrungen und Mitzsiende bei. der Wie-devernpelluiiig ehe matcher HeereZan gehöriger hinzuweisen. Laut Verfügung der Reiehtregseuung vom 24. Januar 1919 jtnbj die Arbostge-ber verpftichiet. diejenigen Angestellten, bb? am 1. August 1014 bei ihnen beschäftigt waren tnck später stttm Heeresdienst eingezogen wurden, wieder einzustellen. Diese KerfüHNng regelt �leichzeltiig die Entlohnung der Wiedereingestellten ddhin, das; ihnen d-e gleichem Vezügs wie den Daheim- gaoliebenen zu zetvichrleisten sind. Sie gibt aber andererseits jedem Arbeitgeber das Recht, diese Angestellten drei Monate nach dem EinstellungSmanat wieder zu«ntlossen. Diese Eiu-schräntung m der Versügung der Reichs reg ieruug hat zu einer rigorosen Handhabung von feiten eines Teiles der Arbeitgeber geführt. Die Kriegsteilnehmer wurden bei ihrer Meldung fjum Wiedereintritt In ihre früheren Stellungen z-um Teil glatt abgewiesen, fo daß erst der Schli-htungSauSschust eiingre-sen mußte, zum andern Teil wurde ihnen eine Ab sindungSsumme angeboten, mit« deren Annahme sie sich des Rechtes begaben haben, wieder eingestellt zn werden und somit dagü beitrugen. daZ Heer der Arbeitslosen zu vergrößern. ES besteht die Gefahr, daß«diese Methode auch jetzt wieder «bei der Rückkehr der Keieg-gesangenen zur Anwcmdunz ge« ßioch't wird. Wir rickleu deshalb an die Rrbeitgeber das dringende Er- suchen, den Rückkehrcnden den Wu«deneinlritt in da» Wirtsthasts- leben unter Hiintairsetziung aller egoistischen Motive nach Kräften zu erleichtern. Zunächst muß einmal gefordert werden, daß die sich zur Wiedercin.stcllung meldenden KricgSgcfaiigcnen einen sofortigen Erholungsurlaub von mindestens vier Wochen unter Gewährung deS Lohnes erhallen: dann muß es auch jedem 91t- beitgeber und Angeftelltonausschuh zur Pflicht gemacht rverden, sicher die gesetzlichen Bestviirm-nngen hinaus von einer Entlastung drei Monate nach der Einstellung Abstand zu nehmen, denn eS ist bei dem heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen für einen Ar- LMk LS» KMK» ö�vtÄ Für diese unlamerc-dtcha'tliche Tat find die beiden Leute von den E-nvstcn at>zu«»!en. E. Rondo, Eckiornweb-ig- � Vestshlrnen verprügelt worden." Unsere Mitteilungen stammen f. Hj?rnst«in, Ahorn Alle- 24; P. Duhr, eckjornroebarftr. 17; �> von einem Augenzeugen, der sich bereit erklärte, seine Angaben giledrichstr. 57 und Nawrocki, Frl-drichilr. SO. � zeackenenfall» eidlich zu bekunden.| Kti-'Aenburf.fliest. Di-notag. den 22. Füll, 8 Uhr".„'"„[un«« -- ,, Iben CidckotnfÖlen.«ichborn'tr. W. öff.nlllch« V»lbw.rs°mou � Vom Lckult-esen. Seit Mai 191.1 find in Berlin keine UrÜer- Tag-so. dnung; Unsere lalipfrelt in der Sememb». Hr«r«u Rcklen ülTi die Frequenz der Berliner Gemeinbeschulen veröffent- abend von den Znhlab-ndlokol-n Hondzellelv-rbr-ilung. umy licht werden. Jetzt erscheint die erste U«.Oersicht wieder.— Danach Ir-ptom SSaiimschuJenro-g. H-nte, Konnebeirb, 7 bestehen in Berlin 811 Gemeindoschulcn, 20 Hilfsschulen, 3 Schu» Funklionositzung bei tRoihet, trie�zolzstr. 3u. len für Schwerhörig« und eine Schul« für stark schwachsinnige' Kinder mit zusammen 5102 Klassen, davon befinden sich 210 i.r Miclschulen.— ES waren noch 20 fliegende Klassen vorhanden, weil rn einigen Schulen die Erwerdslosenfürsorge untergebracht ist. In dem Schulen waren LS 259 Plätze für Knaben un» S0 0?V für Mäö.hen(zus. rd. 00 000) unbesetzt. Tie Zahl der Ytemeinbeschülcr ist im Vtückgang begriffen. 1911 bei Beginn deS Krieg!» waren 234 950 Schulkinder in Verlin vorhanden, jetzt noch 204 787, also 20 219 weniger. Di« DurchschnitlSbesetzung der Klasten ist erneut zurückgegansien»uf 30 und fällt weiter. Zn anderen Schulveiivaltumgen, wie z. A. in Spandau, Kiel, Köln ist der Rückgang noch bedeutender. Ali ein Opfer der?lrle t stand der Genosse A. Eisenberg auf furchtbare Weise den Tod. Breit! alZ Kind b. künde!««r ein lebhafdeS Jnterrsse für die Arbeiterbewegung, an deren Kämpfen er als Jüngling aktiven Anteil nahm. In der Re» volulian stand er in den vordersten Reihen. Di« Januarlämpse und seine Anwesenheit im besetzten„Vorwärts" verwickelten ihn in d--t Piozcffc der Jana«. wache. Er wurde indessen frei» g:s>pr«hen. Jetzt fand er nun bei der Arbeit den Tod. AlZ Buch- dcuckereihisssarbeiterr in der Druckerei der»Deutschen Allgemeinen Zeitung" beschäftigt, geriet er so unglücklich st« da« G«lrirbe einer RotatiomZmaschine, daß er auf der Stelle getätet wurde. Die Arbeiterbewegung verlirrt tn dem erst 20 fähr igen Genossen Estsienberg einen tüchtigen, opferbereiten Kämpfer. Fischpreise. vorkommenden Räucherwaren zu schützen, seien folgende Kleinhandelkpreise für die Hauptartikel in Erinnerung gebracht: Für da» Pfund Schell- fiich Smte I 1,00 M., ohne Kopf 2.15 M., im Ausschnitt 2.90 M., Torte II 1,45 M., Sorte III 1,85 M., Sorte IV 1,20 M., un- sortiert 1,48 M., ohne Kopf 1,95 M. Kabeljau Sorte I 1,00 VI., eckne Kopf 2,30 M., im Ausschnitt 2,40 M., Torte II 1,45 M Sorte III 1�5 M. Dorsch Sorte I 1.35 M.. ohne Kopf 2,05 M., im Aussckmitt 2,10 Di., Sorte II 1,45 M., Sor!« III 1,30 M.. Sorte IV 0,85 M. Für da? Pfund Schollen 0,33 M. bis 2,55 M., Steinbutt 1,05 M. bis 4,30 M., Seezungen 3,20 M. bis 4,90 M., Rotzungen 0,95 M. bis LIO M. Für da» Pfund geräucherte Flundern Sorte 1 3.50 M.. Sorte 14 2,50 M., Sorte III 1,35 M.. Makrelen 8,30 M.. Bücklinge 8,40 M.. Aale, stark 15 M., im?luS. schnitt 15.40 M., Aale, groß 13 M., im Ausschnitt 13�5 M.. Aale, mit'el 9.25 M.. Aale, klein 6,70 M., Dorsch Sorte 1 3,40 M.> Sorte II 2,40 M-, Schellfisch 2,90 M. L?re'li?°!>stvhkk. Achiung Blldhao-rl Am Di-n-lag. 22. Juli, ®tic«»jchsf;»!>aus«©tnaralrwrfommtuug. abend« 7 llhu mst-l»'' Staakwerkstättrn Tp-ndauo. Für dl« st-Nungslos«n Austiunst-rt-ilung Dienztaz u. Frei irr;, 3—5 Uhr Vuller,$rei< El-ment» unb Tasche nlampeuballerlesabrl!--». DiiNblag» � 29. Juli, abends 7 Uhr, Sa fatrnilunß aller Obleute unb Jwt.t Iculc, Solcmbfcil«, Elloffet Str. 25. Jiibischer Sszlaldcm'.krati scher Vrrekn„Bund.... abend, 8 Uhr ebenda, Sophienstr. 18(Iuin«i|aal), Vortrag uo« nolrrotie und Ditilatur. Tem?-Ik>ok. Dlcnstag nachmlltag 2 Uhr Im Nealgywna! st-iserin Augus!a-?tr. 19/20, Versammlung de- Erwerbslosen. p» Relchsbund bat Krieg« de schliblgten, Kriegsteilnehmer Za� hlnterbliebcuen, Bezirk Eharlsltenburg. abend in den bekannten Lokalen. R.-Ichsbunb bet Sonnabend, 19. Jnvallben pp.(Orteg uppe Tr.-B«r!in1. D«. sorgestell« unserer Ortsgruppe für Inra!»en. Rat- und zk, b-slnb-t sich in unserer Eeschäslsstell« verlin NO. Raumerpr � beim Genossen Hugo Subbe; nachmiitags von S— 7 Uhr. Alle u Alters-, Arbeitsinvaliden. Wüw.m und Arm« wollen sich allen Papieren dorthin begeben. Turuoereln Fichte. 0. Miinnerabtellung unb dazu gehörig« teilungen veranstalten am Sonnabend, b. 20. b. M., eine o?ü ssiht ,„...... 0 varii« nach Schulzendorf. Treffpunkt Müll«r-, Ecke Soestraba. 1 4-| Um das Publikum vor den in letzter Fett haustg morgen,. E liste willkommen.„; Uefierleiierungcn beim Einkauf von Fischen und|«rbaiier, Wender band Nnfutfraunbe, Ortsgruppe Spandau. > WW M 1..... Im. 20. Füll, Zlgltalionsiour durch b. Falkenha.gener Forst. {rffh 7 Uhr, F-h b-lliner Tor. Saite willliammen. Führer&¥' Arbi>ter.V?onbiu»»rein Drrlln. Aachlwanderung Dernau— bürg. Tresfp. SennaNnb, 5 30 Uhr nachm. Nockizügler Gannb U, bis Wensickendorf. Slbf. 6,90 Stettin-rDorortbhs. Rdsenihal uwst� Freier Wanberbunb. Nachltonr haut« abend Diesenthal— So«. Trefspmikt nan IIS- a«rnh«hnf-.nf«Snnntnß Ihal— Buckaw-Se«. Versammlung. Irb.-Esperantlst«». Sonnabend, 8, Nah. Alexanderstr. l"-% nersteg, 7%, Caphlenlrrzaum, 25ciniiiel[t«t|tt. 1047, Monto» Ehbg., Wallsir. 80, Arbeiterschule.___ verantwortlich für bk R-daklian Alfred B? I e I e p p, verlagsgenossriiichast„Freiheit".». E. m. v H. Beilm.— Drück ä. Lrndendruck«r«i und VerlagsglfeUfchafr m. b. H., cchiflbuuetd«1111" Treffpmikt 6,85 Uhr Stettiner Fernbahnhof. Sonnlag"st'IW Treffpunkt 6,16 Uhr. Am 23. Füll!R»S»°° 10, D' utscher BsHarbelterverband __ Verein Berlin._ Den Mitgliedern rnr Nachrlclil. dnS der(ollljl Paul SiSwar fBerirk AdlershoO am 15. Juü verstorben ist. EJffO seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 19. Jnli, nachmittags 4 Uhr, von der Halle derOe- rncinde- Friedhofes in Adlershof aus statt, Der Vorstand. Ktn Unscrm Freunde Moses Osenberg zu dem tragl-] sehen Tode seines lieben, | Druder», unseres Intimen| | Freundes Abo na»»'» innigste Anteil- I nnbme. Seinem Ideal., | far du er furcbtlos kümplte, werden wir| ntetaeiiern. Urnd Bernstein{ Lea WesteL Ueuiscber Transport. arb»(i,r. Ve-band IcMoHinallae, B'O'l-Sufl«. N a c Ii i o L Den Mitgliedern znt{ | IM ach rieht, dass unser Kollege, der Kohtenar-| | heiter Herrn. Welfigcrber , am 6. d. M. Im Alter von 67 Jaiiren verstorben Ist- I Ehre»einem Andenken! Daaksagusg! Für die vielen Dewelac herzlicher Teilnahm« n. den Kranzspenden bei der Beerdigung meiner Pran Anna Mtersch sage ich allen Bcieillg- ten, besonders demWahl- veiein der U. S. P. D. Neukölln, meinen beuten Dank. Wilhelm Mleracfa nebat Kindern. mtoterlal, pnte arttourfite, wenlr nrinlelir l-innoS In grober Wut- mn Iii Mrtniijt nur negen ckai« uhlun.i. daher mülilge Prelle. Mar Kecker, Rndrcasstraßse 47. BlVUff zu vcs-kaiilew*. Entbssnngsanzuns und bl. Paletot mittl. Gr.,2 Bettstellen 1 mit Nachttisch. Michaelis, I Kessel Straße 37.___ AcMnncS Brontionto? Zwei-Zimrner-Finrichtunir mit Küche und Geschirr, I Bronzekrone, 1 Kroßer, runder Mahagonitisch, I Motorrad(defekt), l Sommerpalctot, verschiedene Anzüge, Herren- und Damen- schnürschuhe. Makrntzki.Neu- köMn. Bendastr. 22, vorn uart. ijandTvarrc*»« zwei- und vierrßdrige, alle Sort. Karren. 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